Graßb. Bad. fl. 33 Som), 8. Sopt,„äzte der fergtüiche, Rezterung, a meiZoige eints Bost1, tvauim Erscheigen mit Cone irde. Mit Ueberspringung ompagnie=Chef im 3. Ost812 een Felezug g i Grafenthal, Gefecht bei Gesechte bei Dahlkirchen, in Befehl, das 4. Ostnit welchem er als dessen . Im Gefecht bei Blanlasse und den Russischen Theil an den Gesechten erung von Torgau bei, ffentlich belobt und erKlasse. In der Schlacht det, verließ er das Geklasse vorgeschlagen, erKönige eine öffentliche 3. Neumärkischen Landm Theil an der Belale=Alliance das eiserne der Tour zum Oberstem Gefechte bei Senlis is, in welchem er an 6 Gefecht zu verlassen. den pour le merite mit stigt; 1816 wurde er mnewebr=Regiments erdes 5. Landwehr=ReInfanterie=Regimente, slasse, 1830 wurde er e ernannt und 1831 r zu seinem 50jähriHandschreiben Sr. 2. Classe mit Ei51½jähriger Dienstetsschreiben, den er1847 beebrte ihn netsschreiben mit dem well in Paderborn. kauf. ff in Ergste will Oktober Uhr, Stück langschäfti1, 1½ 2 bie 3 Bau=, Balken=, ndern Nutzbölzern gegen ausgerehnte steigern lassen. ner guten Abfuhr o weit hinausgenoch davon die ten Stunde auf 1852. Schulte. indlung ist vorte aaten bis auf unWirth. Sgr. Paderborn. rborn ist stete gutes Conzr. Rechtsm 10. und gefertigt, p. Sgr. Buch 5 Ne 136. S Erscheint mit Ausnahme des Montags täglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige Zeite oder deren Raum berechnei. Paderborn, Samstag, den 4. September 1852. Viertelj. Abonn.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstallen in Preuss. 1 Thlr 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. 5r Jahrg. Deutsche Handelspolitik. 69 Paderdorn, 3. Septbr. „Das Meer, das Meer!“ riesen die zehntausend Griechen des Zenophon, als sie nach jenem denkwürdigen Rückzuge aus Persien den Hellespont erreicht hatten und die blauen Wogen wieder vor sich saben, welche die blübenden Gestaden des freien Griechenlauds bespüblten. Mit klopfendem Herzen sanken die Hellenen nieder und brachten ihren heißen Dank den Göttern dar, daß sie das Meer und mit ihm die Heimath wieder vor Augen. Es war aber nicht bloß die Heimath, welche die auf ihrer abentheuerlichen Fahrt decimirten Helden so tief bewegte, nein, es war das Meer, welches auf alle Menschen einen überwältigenden Zauver ausübt. Die Wogen des Oceans üben nicht allein auf den Körper und Geist des einzelnen Menschen ihre belebende Kraft, sie scheinen auch das Element zu sein, in welchem die Völker ihre Jugendfrische erhalten, zu der materiellen und geistigen Blüthe empor sich schwingen, deren sie überdaupt fähig sine. An die See knüpfte sich die Entwicklung der mächtigsten und gebildesten Völker. Menschen desselben Stammes blieben, im Zinnenlande von dem Meere ausgeschlossen, hinter den Seebewohnern zurück. Das Gebeimniß liegt in dem großen Kulturträger, dem Verkehr, welcher auf dem Ocean seine Weltstraße hat. Die Phönizier und Griechen, Kartbago und Rom, Venedig und die Hanse, die Vortugiesen und Holländer, die Spanier, Britten und Nordamerikaner, kurz alle seefahrenden Völker haben es den Binnenvölkern zuvor gethan. So lange das deutsche Reich noch nicht zerrissen war und mit seinen Provinzen an den Kanal, nicht minder als an die Nord= und Ostsee stieß, da war die Hanse, gestützt eurch das Hinterland, die Beberrscherin der Meere. Der Verfall des Reichs war unaufhaltsam, als die Niederlande sich getrennt hatten. Seitdem Deutschland vom Weltmeere halb und halb ausgeschlossen ist, seitdem ist es in materieller und natienaler Hinsicht zurückgeblieben. Diese Betrachtung allein kann hinreichen, uns den Weg vorzuzeichnen, welchen wir in unserer Handelspolitik einzuschlagen haben, wenn es auch nicht eine Wissenschaft gäbe, welche die Gesetze der Natur aufzeichnet, die zu verletzen nur bei Strafe bitterer materieller Verluste geschehen kann. Wir müssen das Meer wierer zu gewinnen suchen und nach diesem obersten Zwicke alle unsere übrigen Maßnahmen einrichten. Glücklicherweise sind uns an der Nordsee noch einige Häsen geblieben. Diese waren seither durch verschiedene Zousysteme von den deutschen Binnenländern abgeschlossen. Der Septembervertrag eröffnet uns einen Theil davon. Bremen und Hamburg aber, welche troß ihres beschränkten Territoriums bewiesen haben, was es heißt auf dem weiten Ocean im Welthandel zu verkehren, sind immer noch durch große Hindernisse getrennt. Diese Städte können wir nur eurch Aufgeben des Schutzzollsystems für uns gewinnen; denn dieses ist mit dem Welthandel unverträglich, wie wir deutlich an Frankreich sehen, welches, in der günstigsten Lage, von zwei Meeren beEine hydraulische Eisenbahn. Sie eristirt zwar erst im Kopfe ihres Erfinders, verdient indeß neben dem halbverwirklichten colarischen Schiffe Criesson's wol einer Erwähnung in diesen Blättern, wie man sich jüngst auch in der pariser Akademie der Wirthschaften mit ihr beschäftigt hat. Daß die Art der Fortbewegung auf unsern Eisenbahnen schon den Gipfel der Vollkommenheit erreicht habe und keiner Verbesserung mehr sähig sei, wird Niemand behaupten. Kämen wir ohne eine Locomotive(d. h. eine laufende Dampfmaschine) so rasch fort wie mit ihr, so würden wir einige Prozente Behaglichkeit, einen Procentiheil, wie klein auch immer, Sicherheit gewinnen und die Eisenwege würden, von der Last der Maschinen befreit, durabler sein. Man hat diese Vortheile durch die sogenannten atn.osphärischen Eisendahnen erreichen wollen. Hier treten stationäre Dampfmaschinen zur Seite der Bahne an die Stelle der auf derselben dahinlaufenden. Veimittelst ihrer wird in den der Bahn parallel laufenden Metallcylindern ein luftleerer Raum geschaffen und innerhalb derselben werden Kolben fortbewegt, welche ihrerseits wieder den mit ihnen verdundenen Wagenzug sortführen. Um die letztere Verbindung zu bewerkstelligen, ist es aber nöthig, daß die Cylinder in ihrer ganzen Länge eine Spaltung haben, welche durch zahlreiche Klappen zwar luftdicht geschlessen wird, so jedoch, daß eine Klappe nach der andern für einen Moment sich öffnet, sobald der Zug an ihr vorüberkomme. Diese unvermeidliche Bedingung hat der Anpendung des atmosphärischen Eisenbahnsystems zu kostspielig gemacht. Der luftleere Raum ließ sich nur durch eine Vergendung von Brennstoff erzielen, der Klappenapparat erforderte bäufige Reparaturen und besonders kostspielig wurde das fortdauernde Heizen der nothwendig sehr großen stattenären Maschinen, während dieselben doch nur von Bahnzug zu Bahnzug, also in Zwischenräumen von mebreren Stunden emmal zu fungiren hatten. Ein fr. nzösischer Ingenieur, Girard, hat nun mit Veibehaltung der Parallelspühlt, dennoch, Dank seinem Prohibitivsystem, eine geringere Handelsflotte besitzt, als die deutschen Userstaaten. Mehr noch, als durch die politische Einbeit könnte die deutsche Nationalität befördert werden durch eine freisinnige Handelspolitik, welche den Anschluß Bremens und Hamburgs möglich macht. Dadurch würde Deutschland materiell noch mehr erstarken, seine Söhne, von den Wogen des Meeres gebadet, würden lernen selbstständiger unter den übrigen Nationen aufzutreten und die Rückwirkung könnte nicht ausbleiden. Der Kern des deutschen Volkes liegt in Nord= und Mitteldeutschland; schon mehr als einmal ging die Rettung der Nation von fremdem, geistigem und materiellem, Joche davon aus. Die Bevölkerung Nord= und Mitteldeutschlands ist aber vorzugsweise freihändlerisch gesinnt. Sie erkennt zugleich in Preußen den einzigen Staat, welcher den Beruf bat, die reutsche Nationalität zu einem Kern zu vereinigen. Ein so, wenn auch nur durch einen freisinnigen Zollverband, vereinigtes Deutschland würde so außerordentlichen Ausschwung nehmen, daß es vermöge magnetischer Attractionskraft die etwa abtrünnigen südlichen Glieder bald wieder an sich ziehen müßte. Die Anhänger der österreichischen Schutz=Zolleinigung weisen immer darauf hin, daß es sich darum handle einen Markt von 70 Millionen derzustellen. Was helfen uns aber 40 Millionen, wenn sie arme Teusel sind. Der Markt mit Nordamerika allein ist weit mehr werth, als der mit Oesterreich, weil Jenes, troß einer Bevölkerung von nur 23 Mill. mehr producirt, exportirt und importirt als Oesterreich mit seinen 38 Mill. Nordamerika hat Einfuhr: 322 Millionen Thaler, Ausfudr: 325 Mill.; Oesterreich hingegen nur: 106 Millionen Einfuhr und 70 Mill. Ausfudr. Amerika beweist ferner wie sehr eine freisinnige Handelspolitik, ein niedriges Zollspstem die Kraft des Landes erstarkt. Im Jahre 1846 wurde der amerikanische Tarif von Durchschnittssätzen von 30 bis 120pCt. auf Sätze von 10—30pCt. berabgesetzt. In den Jahren 1842 bis 48 belief sich der Zollertrag auf 25 Millionen Dollaro; nach der Tarifreform aber, im Jahre 1850, auf 50 Millionen Dollars, v. v. die ganze Einnalme des preußischen Staates im Jahre 1847. Die Produktion stieg dabei so enorm, daß Einfuhr und Ausfahr sich um minbestens ein Drittheil steigerten. Nordamerika ist nur ein kleiner Bezirk des Welthandeto. Wir sehen aber daraus wie wichtig für Deutschland in materieller Hinsicht eine freisinnige Handelspolitik wäre; in nationaler Beziehung wäre diese noch wichtiger. Aus einem Artikel der „Zeit“ haben wir neulich ersehen, daß die preußische Regierung jener geneigt ist und ihren Beruf erkennt, möchte sie nur ihre Gesinnung dalo durch die That zur Gettung bringen. Um die berührte Frage ganz auf den praktischen Standpunkt zurückzuführen, würden wir wünschen, daß Preußen, wenn der Zollverein, wie es nun den Anschein hat, in Verbindung mit dem Steuerverein reconstruirt wird, in Verbindung mit den freisinnigen norddeutschen Staaten, wo es nur möglich ist, bei der künftigen Verbandlung über den Tarif eine Ermäßigung desselben anstrebe. cylinder und der stationären Kraft, die jedoch nicht ausschließlich Dampfkraft zu sein braucht, ein System combinirt, das jene Mängel vermeidet. Der Colinder erhält hier nicht die Bestimmung, luftleer gemacht zu werden, sondern er wird mit Wasser angefüllt, und ein permanenter Druck auf dasselbe, Beispiels halder von einem 80 Meter böher gelegenen Reservoir, schafft die bewegende Kraft. Denkt man sich nämlich in der Wand der Röhre eine Oeffnung gemacht, so wird das Wasser unter selchem Druck mit einer starken Geschwindigkeit, hier etwa von 40 Meter auf die Secunde hervorspringen, und versiebt man nun die Eisenbahnwagen unterhalb des Kastens mit einem Apparat von gekrümmten Schaufeln, ähnlich denen, welche den beweglichen Kranz der Turdinen bilden, so daß sie gewissermaßen die Rolle von Mühlrädern oder Turbinen spielen, o läßt sich jener Wasserstrahl zur Fortbewegung der Wagen benutzen, sobald demselben, was leicht ist, die passende Richtung gegeben wird. Natürlich wird sich der fortkaufende Wagen der Wirkung des Strahls rasch entziehen, allein eine Strecke weiter empfängt ihm wieder ein Strahl aus einer andern Oeffnung und treibt ihn in seiner Richtung fort 2c. Blieben alle diese Oeffnungen verschlossen, so würden das Reservoir und die Druckkraft sich freilich sehr bald erschöpfen, allein jene können durch Schieder verschlossen werden, die sich nur öffnen, wenn der Zug herannaht, und schließen, wenn er vorüber ist, und es läßt sich sehr wohl eine Vorrichtung erdenken, daß dieses sich Oeffnen und Schließen durch den Zug selbst vermittel: wird. Giebt man dann endlich den Schiebern eine doppelte Mündung. sodaß, je nachdem die eine oder die andere dem Wasserstrahle geöffnet wird, dieser in entgegengesetzter Richtung, nach dem Ausgangs= oder Endpunkt der Bahn hin wirkt, und versiehk man dem entsprecheno die Wagen mit einem doppelten Schaufelapparat, so wird der Zug mit gleicher Bequemlichkeit Bahn auf und ab getrieben werden und eine rasche Invertirung der Wasserstrahlen wird den Zug zum Stillstande bringen können. Girard rechnet, daß, um die Kraft von 160 Pferden zu erlangen, die WasDeutschland. Berlin, 1. Septmbr. Um entstellenden Gerüchten vorzubeugen, theilt die N. Dr. Z.„aus einem Privatbriese den Unfall mit. der die Ankunft Sr. Königlichen Hobeit des Prinzen Friedrich Wilhelm aus St. Petersburg verzögerte. Höchstdieselben waren am 24. d. Mis. gegen Abend bei Kronstart auf dem„Smelot“, einem vortrefflichen Kriegsdampfer, den Se. Majestät der Kaiser besonders zu dieser Fahrt zur Disposition gestellt hatten, in See gegangen. Am 26. gegen 2 Udr Nachmittags war der„Smeloi“ bei widrigem Winde und bewegter See bis in die Höbe von Gotbland gekommen, als auf unerklärliche Weise der starke eiserne Verdindungsdalten der beiden Rad=Achsen brach und die Maschive plöglich außer Thätigkeit kam. Die See=Offiziere hielten es nicht für raidsam, den mächtigen Dreimaster seiner Segelfertigkeit und Segelkraft allein zu überlassen, es wurden daber drei Reihschüsse abgefeuert, um mit Hülse von Außen weiter zu kommen. Zun Glück wurden diese Signale von dem Postrampsschiff„Nuslednik“, welches gerade auf der Fahrt von Lüdeck noch Si. Petersdurg in einiger Enisernung segelte, bemerkt. Es näberte sich sofort dem„Smelei“ und versuchte ihn ins Schleppian zu nehmen, was dem Capitän des„Nasleonik“ bei der dochgebenden See erst nach einem schwierigen, aber mit großem Geschick ausgeführten mehrstündigen Mannöver gelang. Da die See=Ofsiziere des„Smeloi“ dem Wunsche Se. Königlichen Hoheit des Prinzen, Danzig, Stockholm oder Riga, oder wenigstens einen Hasen der vor den Augen liegenden Josel Gothland zu erreichen, so wie dem Verlangen, den„Noslednit“ zu besteigen und den„Smeleis seinen Segein zu übere lassen, entsprechen zu können sich außer Stande erklärten, so mußten sich Höchstoieselben entschließen, die ochtundvierzigständige Fahrt nach Reval zurück zu machen, auf die Gefahr hin bei eintretendem Sturm von dem Nasleonik getrennt und der Sicherheit und Gewandtheit des Smeloi allein überlassen zu sein. Zum Glück legte sich der Win in der Nacht zum 27., das Meer war wie ein Spiegel fost den ganzen Tag über, so daß die Fahrt, wenn gleich langsem. doch sicher von Statten ging. Endlich am 28. gegen 7 Udr früh auf der Höhe von Reval wieder angelangt, kam das Kriegsdampischiff Grasiastschi, welches Se. K. H. den Großfürsten nach Swinemünde brachte, von Kronstadt heran, wo dann Se. K. H. per Prinz dies Daursschiff bestiegen und nach glücklicher Hahrt am 30. Mittags in Swinemünde landeten.“ — Die„Zeit“ giebt heute bei Gelegenheit über ihre Stellung folgende Erklärung: „Wir haben weder Beruf noch Auftrag, in politischen und kommerziellen Dingen dir jedesmalige Ansicht der Ministeriume zu vertreten. Wenn wir in der einen oder andern Frage diese Ansicht zu kennen glauden, so haben wir pafür doch niemale einen offiziellen Halt. Man erweist unserer Zeitung deshalb eine unverdiente Ehre, wenn man sie dato ministeriell, valo halb offiziell nennt. Unsere Artikel beruhen auf einer durchaus unabhängigen konservativen Auffassung. Treffen wir dasersäule nicht viel über Armesdicke stark zu sein braucht. Das Reservoir wird sich natürlich nach und nach erschöpfen und muß daher gefülle erhalten werden. Sino in der Näbe natürliche Wasserkräfte vorhanden, so können diese benutzt werden: wo nicht, so muß man zu einer Dampfmaschine seine Zuflucht nehmen, diese braucht aber nicht die Dimension der akmosphärischen zu haben, weil sie continuirlich nicht intermittirend wirkt und das Wasser, das sie hebi, nicht nach und nach durch Spalten verschwindet, wie bei der atmosphärischen die Luft sich durch sie nach und nach wieder in den leeren Raum eindrängt. Ein wohlfeile Cornwales'sche Maschine mit niederm Drucke würde hinreichen. Die Vortbeile der hyerausischen Eisenbahn, wenn sie sich bewähren sollie, sind groß genug. Man wrid die Locomotiven mit allen ihren Unzuträglichkeiten los, man kann bedeutende Steigungen cellimmen, drnn die Wasserstrabzimündungen brauchen dazu nur näher aneinandergerück zu werden; dazu beliebige Länge des Zuges und andererseits Ablösung partieller Züge und einzelner Wagen, directe Züge nach jeder Geation, 80— 100 Proz. Ersparniß an den Zugkosten, Befeuchtung der angrenzenden Ländereten durch das abfließende in den Gräden zu sammelnde Wasser, Befreiung von Quaim und Staub 2r. Das nächste Bedenken gegen das System würde wohl sein, wie es in strenger Kälte fungiren würde, sodann der Einfluß des Wassers auf Eisen, Holz und die Bahn überhaupt. Ist es zu realistren, so hätten wir das noch nicht erlebte Vergnügen einen— Wasserfahrt auf festem Lande.(Wes. Z.) — Kürzlich ist hier eine sonderbare Art von Entführung vorgelommen. Im Süd=Ende von Londan lebte ein Wever, 30 Jabte alt, eine englische Meile vavon eine Wittwe, 60 Jahrr all, letzin in der Mitte ihrer Söhne. Der Weder liedte die Wurwe, und die Wittwe erwiderte seine Neigung. Beide saben sich heimlich, bie die Söhne der Wittwe dies doch gar zu ärgerlich sanden. Sie wiesen dem Liebhaber eie Thür. Unter solchen Umstäneen blieb dem bei auf diesem oder jenem Punkte die maßgebende ministerielle Auffassung, so kann uns dies nur zur Befriedigung gereichen; wir müssen uns aber ganz entschieden dagegen verwahren, daß man unsere Artikel zu ministeriellen Dolumenten macht.“ — Das Propostions=Deiret für den am 5. September zu eröfnenden westfälischen Prostnziot= Kandtag neunt, abgesehen von den leusenden Geschäften, als Gegenstände der diesmaligen provinzialständischen Thätigkeit: die Wahlen zur Biloung der in Gemäßbeit des§ 24 dis Gesetzee vom 1. Mai 1851, betressend die Einfübrung einer Klassen= und klassisizirten Einlommensteuer, zu bestelleneen Bezirez=Kommissienen, sowie die Begutachtung der in Folge der allerhöchsten Kavinetsordre vom 19. Juni c. und des ihr zum Grunde liegenden Staateministerial=Berichts vom 11. Juni c. ausgearbeileten Entwürfe einer Siäete=Orrnung für die Provinz Westfalen, eines Gesetzes wegen Ergänzung und Abänderung der LandgemeineeOronung für die Propinz Westfalen vom 31. Ottober 1841, eines Gesetzes wegen Wiederberstellung der genannten Lanogemeinds=Oronung, des aus den Berathungen der Ersten Kammer dervergegangenen Entwurfs einer Kreis= Ordnung, dee Entwurse einer Provinzicl=Otenung und des Entwurse einee Gesetzes wezen Einführung gesetzlicher Haspel=Maaße für das zum Verkauf bestimmte Hansgespinnst aus Flacho, Haus oder Orede in der Provinz Westsalen. Hinsichtlich des Lanotages rer Provinz Sachsen iritt an die Stelle der oden brzeichueten, auf das Gemeinbewesen bezüglichen Gesetz=Entwürfe eine Vererenung, enthaltend einzelae Bestimmungen zur Regelung des ländlichen Gemeinbewesens.(N. Z.) — Die Wiener„Presse“ vom gestrigen Tage entbält folgende anscheinend ossizielle(österreichische) Rotiz, welche die vielfach angeregte Erwartung, der Bundestag werde gegen die Verlegung holsteinischer Truppen nach Dänemark remonstriren, wiverlegt. Die„Dresse“ wiro nämlich ersucht,„die aus norkdeutschen Blättern auch in Wiener übergegangene Nachricht, als widerspreche die Verlegung der deutschen Truppen aus Holstein nach Kopenbagen entschieden den beireffenden Bestimmungen der Bundesmilitär=Versassung, und es sei demnach eine Vereiduag und Beschlußnodme der Bansgoversammlung in dieser Angelegenbeit zu erwarten, als eine rurchaus irrige zu bezeichuen, va solche Oestimmungen eden gar nicht vordanden seien, es daber keiner deutschen Macks in den Sinn kommen könne, den König von Däuemark in der freien Disposition über seine gesammte Armee zu hindern.“(R. Z.) Königsperg, 27. Aug. Seit gestern weilt die Cholera in unserer Siadt und hat bereits ein Opfer gefordert; der Gemeiaberath hat sofort eine Sanitätscommissien ernannt. (8. J.) Bromberz, 30. August. Gestern, Sonntag, den 29. d. Mie, trat die diesige ganze Grißt=katbolische Gemeinde mit ihrem Prediger Scloßmann zur evangelischen Kirche über.(8. J.) 1. Sept. Grl. v. Lagerströn aus Königsberg, als Ingenoschriftstellerin unter dem Namen A. v. Möller nicht unbekannt, ist von der hiesigen Polizei ausgewiesen worden, odwobl sie nur einen kurzen Aufenidalt beabsichtigte. Ale Grund zu diesem Verfahren soll der Ausgewiesenen angegeben worden sein, daß sie ein idätiges Mitglied der Königsberger freien Gemeinee sei. Da sich genannte Dame septzt erst einige Zeit unangefochten in Dresden ausgehalten hatte, so scheint idre Conduitenliste erst nachträglich vervollstäneigt werden zu sein.(D. fl. Z.) Oldenburg, 28. August. Es befindet sich gegenwärtig dier ein preußischer Commissorius, welcher Vorschläge seiner Rezierung zur Regelung des deutschen Auswanderungswesene überbracht hat.(F. J.) Köln. 31. August. Gestern Nachmitlags nach 4 Uhe hatten wir das imposante Schauspiel des Kampfes zweier Gewitter mit ganz eigenthümlichen Wollenbildungen. Fost eine liebenden Paare kein Ausweg als Flucht und heimliche Trauung. Sie flohen in finsterer Nacht, das wa am 8. d. Mis. Aber die Söhne waren schneller, dolten die„tüchtigen ein, brachten die Mutter zurück und bewachten sie so sorgsältig, wie sonst nur Töchter von Müttern bewacht werden. Der Weber aber wußte seine Liedessäden von Neuem anzuspinnen. Eine Strickleiter— Dunkelheit— ein schnelles Boot— die Köhnheit junger Leidenschaft — und die Wittwe ward zum zweiten Male geraubt. Das war in der Nacht vom 18. d. Monats. Sie schwammen auf einem kleinen Boote der irischen Küste zu und glaubten sich geborgen. Da eilt ein zweites Boot heran; es sino die Söhne, die der Spur der Mutter gefolgt waren. Schon sind sie auf Armeslänge nahe, da faßt der verzweifelte Weber einen der schwersten Steine, die er in frinem Kahn als Ballaß mit sich führt, und schleudert ihn gegen das feindliche Bahrzeug. Die Wirkung ist fürchterlich, wie das Einschlagen einer 24pfündigen Kugel. Die ganze eine Seite des feindlichen Bootes wird zertrümmert; die Söhne haben alle Hände voll zu thun, sich flott zu erhalten und zurück an's Ufer zu gelangen. Das Weverschifflein fliegt triumphirend weiter. Aber die Söhne nehmen ein anderes Boot, und zum zweiten Male rudern sie sich bis in die nächste Nähe des Mutterräubers. Der will wieder einen seiner Steine als Wursgeschütz gebrauchen; aber die Mutter, die den Tod ibrer Söhne fürchtet, fühlt ein mütterliches Bangen und fällt den Schleuderer in den Arm. Der arme Weber hat jetzt den Kampf mit den drei rüstigen Burschen zu bestehen. Aber es gelingt ihm, eines der beiden feindlichen Ruder zu erhaschen. Er sucht das Weute. Die Kraft der Andern ist gelähmt; sie müssen ihre Beute fahren lassen. Und das Ende dieser wunderbaren Geschichte? Die beiden Liebenden landeten nach stundenlanger Fabrt in Irlane, ließen sich trauen und sind noch heutigen Tages daselbst, um die Klitterwochen zuzubringen. — Von dem neulich in diesen Blättern berührten Grafen d'Orsayz können wir folgende zwei Züge mirtheilen. Eines Tages kehrte er zu Pferde von einem Kirchtburmrennen mit seinem Jeley zurück und wurde von einem heftigen Regen überfallen. Der Graf trng nur seinen Reitfrack und der Diener hatte Stunde lang grollte der Donner, und in westlicher Richtung war der Andlick des Himmels so grauendaft, daß das Vieb auf eem Felee scheu wurde. In der Richtung über Frechen nach Düren zin entlud sich eines der Gewitter mit einem furchtbaren Hagelsturme; es sollen, wie Augenzeugen versichern, beigabe sausteicke Schlossen gefallen sein und an Gebäuden, wie auf dem Felee nicht undeseutenden Schaden angerichtet haben.(K. Z.) Bremen, 30. August. Die Gewerbekammer macht durch das heutige„Wohenblau“ bekannt, raß die Ausstellung bremisder Igenstriegzzeugaise im biesigen Schüßenbofesaale vom 9. September e. J. an während 4 Wochen stattfinden wird. Das Entree ist auf 6 Grote sestgesetzt.(H.C.) Braunschweig, 31. August. Die Zahl der in den letzten vier Tagen die heute auf der Eisenbadn nach Bremen dier durchgereisten Auswonderer beläuft sich auf 1000. Der Hauptstamm sino wiederum Baiern, außerdem einige Böhmen, Sachsca u. s. w. Im Ganzen sind in diesem Monat gegen 2200 rurchpassirt. Große Theilnahme erregte heute eine ebegestern während der Fahrt im Wogen niedergekommene junge Frau mit idrem Kinde; beide waren wobl auf und krästig. D. A.3. Kassel, 2. Sepr. Die erste Kammer der Stände hat im Lause der Woche mehrere vertrauliche Sitzungen gehalten; die gestrige dauerte bis Nachts halb zwölf Uhr. In verselben wurde, dem Vernehmen nach, außer mehreren Gegenständen geringerer Bedeutung auch eie Vorlage wegen des Anlehens zu Ende gebracht. Am Schlusse der Sitzung wurden die nicht zu den Ausschüssen gehörigen Mitglieder wiede. auf einige Zeit deurlaudt.(K. Z.) — Die giste Kammer hat in idrer vorgestrigen Nachmittagssitzung die Anlehensfrage ebenfalls zur Erleeigung gebracht. Ihr Beschluß ist mit dem der zweiten Kammer im Akgemeinen übereinstimmand. Nur hat sie den Wunsch,„dieses Anleben durch Zeichnungen im Inlande zu bewirken,“ viel bestimmter, man könnte sagen, kaiegorischer ausgedrückt. Mainz, 31. August. In een nächsten Tazen wird auf der bessischen Ludwigsbahn mit dem Legen der Schwellen und Schienen begannen, und zwar in der Weise, daß von verschiedenen Seiten zumal angefangen wird, um die Arbeit um so rascher zu fördern. Auf der Strecke von Mainz bis Oppenheim ist der Bau bereits soweit gedieben, daß man sich wohl mit Grund der Heffnung hingibt, diese vier Wegstunden noch im Laufe des Kalenderjahres befahren zu können. Auf der odern Strecke, zwischen Oppenheim und Worms, sind die Ardeiten ebenfalls schon weit vorgeschritten, und wenn erst unsere Regierung, wie wohl in Kürze zu erwarten stebt, eine desinitive Eutscheidung bezüglich der Anlage des Bahnboss zu Worms abgegeben haben wird, dann dürften solche nicht minder rasch iprem Ende entgegengeführt werden. Kommi nichte dazwischen, so wird unsere ganze Bahn dis zur Landesgrenze hinter Worms im Spätjahr 1803 ihrer ganzen Länge nach befahren werden können, und da bis dahin die Direction der pfälzischen Ludwigsbadn, wie wir aus guter Quelle vernehmen, auch die Verdindungsstricke von der daverischen Grenze bie Ludwigshafen vollendet haben wird, so wäre gegen Ende des nächsten Jahrs die directe Verdindung zwischen Mainz über Ludwigshafen nach Paris und Havre vollkommen hergestellt, ein Ereigniß, daß hier schon lange gefühlt wurde, und welches für unsere Vaterstadt eine neue Aera in Aussicht stellt. (8. 9. 3.) Frankfurt, 2. Septdr. Nach gestern hier eingetroffener telegr.(Privet=) Oepesche, d. d. Wien, 1. Sept. dat die östreichische Rezierung beschlossen, ein neues Anleben von 80 Millionen Gulden SpEt. Metalliques, jeroch nur im Inlande, aufzulegen. Das neue Anlehen ist zur tbeilweisen Rückzablung der Bankschulo, theilweisen Schatzscheintilgung, zu Eisenbahnbauten und zur Deckung des Buegets von 1853 bestimmt.(Fr. I.) den Ueberzieher vergessen, den er sonst immer sorgsam zusammengelegt an einem Ledergürtel auf dem Rücken frug. Der Regen goß in immer mächtigeren Strömen herab und der König der Mode war der Gefahr gusgesetzt, sich einen tüchtigen Schnupfen zu holen. Da erblickte er einen Matrosen in einer weiten langen Jacke von grobem Tuche, die ihn bequem vom Kinne bis zu den Waden einbüllte. „Heda, guter Freund“, rief ihm der Graf d'Orsay zu,„willst Du in ein Wirthshaus treten und auf meine Gesundheit trinken, bis der Regen vorbei ist?“—„Mit Vergnügen.“—„Soziehe Deine Jacke aus und verkaufe sie mir. Für das Geld, das ich Dir gebe, sollst Du nicht blos trinken, sondern Dir auch eine andere Jacke kaufen können“—„Mit Vergnügen, Myloro,“ antwortete der Matrose, der seine Jacke gar geschnind auszog. Graf d'Orsay gab ihm zehn Guineen, zog die grobe Matrosenjacke über seinen eleganten Frack, gab seinem Pferde die Sporen und gelangte in diesem Anzuge nach London. Ehe er die Stadt noch erreichte, hörte der Regen auf, die Sonne schien, es war die Zeit der Promenade im Hyde=Park, dOrsay ritt dahin und erschien da in der eleganten Welt Londons in der Matrosenjacke als Ueberrock. Sofort bestellten sich alle Fashionables in London solche Ueberröcke und— der Paletot war erfunden, welcher sich über die ganze Erde verbreitet hat und bekanntlich nach zehn Jahren noch immer modisch ist. Ein anderes Mal beklagte sich ein Lancsmann, ein französischer Kaufmann, in London gegen d'Orsay über den schlechten Gang seiner Geschäfte, erzählte, daß er redlich alles gethan habe, um sich empor zu bringen, aber den Bankciott vor sich sehe...„Ich kann leider für Sie nichts thun,“ antwortete d'Orsap,„als ein Paar Handschuhe bei Ihnen kaufen... G hen Sie ilso nach Hause, zur Promenagenzeit komme ich.“ Der Graf kam, und zwar in einem der schönsten Wagen mit vier Pferden und der Dienerschaft in großer Livree. So ließ vor dem Laden des Franzosen der König der Mode halten, dann stieg er langsam aus und trat hinein; er blieb wobl eine Viertelstunde darin, so daß sich eine Menge Neugieriger außen sammelte. Endlich bezahlte er einen Thaler für sein Handschuhpaar und zog es im Heraustreten an. Hinter der seinigen hielten wohl zwanzig Equtpagen und kaum war er hinweg, als der LaStuttgart, 30. Auaust. Rau ist auch in Würtemberg und de Siesug, Prenigebeschnischen Oistzint guachelt ine dpur der krühere Aristkericlieutenaut Neuhaus ale Bieuie, nant bei dem 4. Reiterregiment. Zwor ist derselbe zunächst nur ehne Gebalt zugetbeilt.(F. J.) — Nach dam Verichte der gelegrapbischen Staion Biterach bat sich heute Moigen halb 5 Uhr ein furchtbarte Gewitter im Oberlande entladen. Nachdem das Gewitter scheinbar vorüber wor, hörte man in der Blitzvorrichtung in Biberach eiven Karten Schlag und später meldete der Bahnmeister Schmodi, daß der Güitz bei Schweinhausen in die Leitung geschlagen und Loztiere abgerissen dat. Eine Stange sei ganz aus rem Beden gerissen, ondere aber zersplittert, sowie die Isolatoren mehrerer Stangen zerschmettert. Dem B beracher Apparat wurde lein Schaden zugefügt, und man demerkt in dem Btizkosten dlos, doß die Seieenüberzüge der Drähte abgebrannt sino. Die oberschwädische Linie ist bis zur Stunde noch unterbrochen, mit Ausnahme verjenigen zwischen Ulm und Biberach.(§. J.) —. Sot. Der Lontag ist mit der beuigen Sitzung, die die Abenes 5 Uhr dauerte, vorerst als beeneigt zu betrachten, und die Vertagung wird ehne Zweifel noch in dieser Woche eintreten.(I. J.) Karlerude, 1. Sept. Heute hört der Gelagrungenstand in Baden auf. Aus der Pfalz. Zum Geburtsinge des Königs Ludwig erzäblt die Pfälzer Zig. nach den Denkwürdigkeiten Sir Humpory Davps folgende etwas panegprische Anekdote: Der englische Gelebrte hatte vor vielen Jahren die glorreichen Ruinen in Pästum besucht, und war von der Basitika nach rem Tempel der Ceres gewallfahrtet. Als er in die westliche Halle ree Reptuntempele trat, welche die Aussicht nach dem Meere gewährt, datte sich dier bereits ein anderer Fremper unter den Säulen niedergelassen. Er war jünger als der Engländer, und schien die Annäherung besselben zu wünschen, wenn auch gerabe nicht zu suchen. Die beiden Männer waren von denselben Geobachtungen angeregt, und so war ras Gespräch nach zwei Minnten schen im Gang. Es waren kaum wenige Gedanken auegerauscht, so fühlie der Britte die Hoheit des Geistes, welchem er gegenüderstand. Es war von Griechenland und Rom, vom Orient und Occirent, von alter und von neuer Kunst, von dem was die Reiche daut und von dem was sie zerstört, die Rede, und überall zeigte sich der Fremee mit den Gesegzen der Natur und des Geistes, mit den Beringungen aller Entwickelung, mit den Zielen des Meuschen= und Völterlebens so vertraut, daß Sir Humphry sich unwiverstehlich festgehalten fühlte. Einmal, als sich derselbe auf irgend einen Ausspruch von Johannes v. Müller bezogen datte, gab die Erwiederung zu erkennen, daß der Fremde mit diesem großen schweizerischen Geschichteschreider ganz nahe verbunden sei. So kam es, daß der englische Naturforscher, als ihm englich der Undekannte zum Abschied die Hand bot, idm mit innigem Leidwesen gehen sab. Eine eigene gemessene Würde die derselbe bedauptete, datte es nicht einmal zur Frage nach seinem Namen kommen lassen. Die Exkundigung aber ergad nur, daß der Framee mit seinem kleinen Gefolge den Weg noch Salerne eingeschiagen habe. Die anregende Unterredung konnte Humpbry Davo nie vergessen; sie hatte so tief Wurzel gefaßt, raß er sie gleich nachber so genau als möglich seinen Erinnerungsblättern einverleibte. Mehrere Jahre nachber finden wir unsern brittischen Naturforscher diessens der Aipen wieder. Er verweilte dier am Traunsee im Salzdurgischen. Mit phpsialischen Beodachtungen beschäftigt, ließ er sich dier eines Tages einfallen ren Traunfluß bis in die Näbe seines Falles dinabzufabren. Es ware schwer zu sagen wie es zuging, allein es ereignete sich das entsetzlichste. Der Kaba gerieth in die Strömung, und diese riß ihn mit in den Abgrune. Humpbry Dapp versanf in eie Tiefe. Als er wieder zum Bewußtsein kom, fand er sich in der besten Pflege, in einer einsach, allein döchst geschmackvoll und bequem eingerichteten, in der frischen Gedirgsweit überaus schön gelegenen Wohnung. Der Herr derselben Land freundlich sorgend an seinem Bett. Ein Büick auf ihn überzeugie den Engländer: es war der Fremdling von Pästum. Er datte unterbald des Falles Fische geangelt, oae Unglück demerkt uns alles mögliche persönlich zur Reitung ausgeboten. Es läßt sich denten, daß sich beide Männer des Wiedersebene freuten. Und nun erfuhr auch der Britte den Namen seines Retiers. Es war der Kronprinz Luowig von Baiern. Ale Humpbry Davy älter geworden war und ganz Europa seinen Namen ehrte, gab er auch die schönsten Blätter seiner Erinnerungen heraus. Es sind seine„tröstenden Betrachtungen auf Reisen, over die letzten Tage eines Naturforschers.“ Da sinden wir auch das Gespräch von Pästum.(A. 3.) St. weter. 28. August. Gestern wurden von dier die vom P. Roy geleiteten Exereitien beendet. In der ersten Woche hatten sich nabezu fünfzig und in der zweiten fünf den des Franzosen sich mit Käufern füllte. Am nächsten Tage war e6 ebenso, denn kein eleganter Herr, keine elegante Dame in London mochte andeie Haneschube tragen, als solche, wie d'Orsay sie gekauft. Dae Geschäft des Franzosen hob sich sehr bald und nach etwa zehn Jahren zog er sich mit einem sehr bedeutenden Vermögen zurück. — Dr. Veren, der Redakteur des„Constitutionnel“ is zugleich einer der berühmtesten Ezkünstler ven Paris. Dieser Tage tritt er in das Case de Paris, wo man die grogen Leckerbissen ißt. Der Garcon fragt ihn, was er essen wolle.„Rindfleisch“ war die Antwort, und bald darauf erzählte sich das ganze Cafe erstaunt, daß Veron„Au doeuf“ verlangt habe. Der Koch, der dies ersuhr, setzte seine Ehre darein, auch diese Schüssel eines Véron würdig zuzubereiten, und machte eine so schmackhafte Sauce zu derselben, daß nun alle Welt im Cafe de Paris doeuf à Ia Véron begehrt. und fünf indess wurd 2 dustrie sndet lnd st. Sturn Straß Verglei von hi trocknet Stran rollte, auch sei ser setzt Häuser das We ein wah ren zum sen von die Acke herabgest auf den waltig n Baumstä bachthal riß. De am Eing schwemmt ducteur u sten Mau mißt; ma ter dem 9 geschrieben User des 9 aber jämm ter arg ge Münc stern dier selbst die Wien, ziehung wic gtordnet,# Eisenbahnen des stehende Schweiz 12,000 und das gesat eingefunden. König Osc er in verschied in den Orten, sein leutseliget bereist die Urs ihr säcularisirt einen Regieru: Italien. nisterpräsident, nach Turin zur vour, dessen Ta leidenden Finan Marquis den C sen, war der P Paris geschicktn vour aber hat n anszuweichen, ei die Gazzeta Vier men der sardinist von Frankreich i Rundschreiben größte Strenge g polcon der Klein gen sich deßhalb terziehen müssen. aller und jeder P frage bei Cardina Mariä Himmelfah lichen Würdenträg nothwendig. Wie Rückkehr des franz gnade des Fürsten Gerüchte zu zerstre bei einem dem Adn die Gesundheit Nap aufgenommen habe. ral, die sechs Schiff „Taucred“ ein, u: General Filangiert eine Verschwörunge hatte und mit dem lebt, correspondirte. tig, wurden verhaftet gierung die den groß Prreien an sich gebra geschenkt. Die Ziehu men geschmückten Bü tendanzrath Berni bie bervordod, welche di So berühren sich auch * Sieitien. Der furchtbaren Ausbruch, am, als gerade eine 3 bm e, seahe ate iht, M. anen. Aicge uie richr hah hieche ene Gre K ist auch in Würtemberg inischen Ofsiziere angestellt enant Neuhaus als LieuteZwar ist derselde zunächst apbischen Station Biberach ein furchtbaree Gewitter das Gewitter scheinbar errichtung in Biberach eider Bahnmeister Schmodl, n die Leitung geschlagen sei ganz aus rem ri. sowie die Isolatoren im B beracher Apparat in bemerkt in dem Btitder Drähte abgebrannt 6 zur Stunde noch unzwischen Ulm und Bist der heutigen Sitzung, als beeneigt zu beie Zweifel noch in diert der Belagerungszuuge des Königs LudDenkwürdigkeiten Sie ische Anekdote: elen Jahren die glorwar von der Basilika . Als er in die westde die Aussicht nach ein anderer Fremder jünger als der Engn zu wünschen, wenn Männer waren von war ras Gespräch waren kaum winige itte die Hobeit des war von Griechenvon alter und von und von dem was ch der Fremde mit tit den Beringunes Meuschen= und sich unwiderstehderselbe auf irgend bezogen hatte, gab mit diesem groihe verbunden sei. als ihm endlich ihm mit innigem Würde die derrage nach seinem ergad nur, daß g nach Salerne pory Davy nie aß er sie gleich igsblättern einsern brittischen verweilte hier schen Beobachs einfallen ren zufabren. Es ereignete sich trömung, und Davp versank kam, fand er chst geschmackGedirgswelt erselben stand ur ihn übervon Pästum. Unglück deaufgeboten. Biederschens amen seines giern. Ale ropa seinen ter Erinnelungen auf Da sinn hier die der ersten heiten fünf Tage war in London sie gekauft. etwa zehn zurück. zugleich tritt er #t. Der die Ankunt, daß hr. setzte zuzubedaß nun und sechzig Geistliche eingefunden; im Ganzen aber waren nur fünf der betreffenden Priester ausgeblieben, deren Auskleiden indessen durch genügende Entschuldigungs=Gründe motivirt wurde.(Mz. Z.) Augsburg, 30. August. Die Eröffnung der Kreis=Industrie=Ausstellung dahier wurde um 4 Tage hinausgerückt und sindet nunmehr am 4. Sept. d. J. statt. Würzburg, 1. Sept. Gestern Abend nach 7 Uhr entlnd sich über unserer Stadt ein Gewitter unter gewaltigem Sturm und mit einem so beftigen Regenguß, daß auf den Straßen das Wasser sich sammelte. Dies war aber nichts im Vergleich mit dem Welkenbruch, der zur selben Zeit 1 Stunde von hier bei Höchberg niederging, und den eben noch ausgetrockneten sogenannten Kühbach in einem Nu zum reißenden Strom umwandelte, der mit donnerähnlichem Getöse daberrollte, Steine und Bäume in seinem Lauf mit fortriß, hald auch seine Ufer überstieg, die benachbarten Gärten unter Wasser setzte, die Keller und unteren Räume der zunächst stehenden Häuser erfüllte. Unmittelbar vor dem Burkarder Thor bildete das Wasser einen See auf der Straße, die jetzt stellenweise ein wahrer Morast ist, und die anstoßenden Zimmerplätze waren zum großen Theil überschwemmt. Wenn man die Massen von Kartossein, Rüben 2c., die entwurzelten Obstbäume, die Ackergerätbschaften betrachtet, welche die reißende Fluth herabgeschwermmt hat, so kann man sich einen Begriff von der auf den Feldern angerichteten Verheerung machen. So gewaltig war die Wuth des entfesselten Elementes, daß er große Baumstämme, ja die Hausen von Steinen, welche im Kühbachthal zum Straßendau aufgehäuft waren, alle mit sich fortritz. Der Heidelberger Eilwagen, welchen das Unwetter gerade am Eingang von Hochberg im Thal erreichte, wurde weggeschwemmt und zertrümmert; mit Müde reitete sich der Conducteur und eine Reisende, sowie der Postillon auf eie nächsten Mauern und Bäume; ein zweiter Reisender wird vermißt; man weiß nicht, ob er sich gerettet dat. Er war unter dem Namen Huber von dier nach Bischofsheim a. T. eingeschrieben. Von den Pferden wurde das eine#odt an das User des Mainß hinabgespült, das andere ist davon gekommen, aber jämmerlich zugerichtet. Auch bei Eirelstart soll das Wetter arg gebaust haben.(R. W. Z.) Mänchen, 30. August. Prosessor Dr. Liedig traf gestern hier ein, um bei dee Erbauung des neuen Ladoratoriums selbst die nötdigen Anordnungen treffen zu können.— Wien, 31. Aug. Für Ungarn ist eine in mehrfacher Beziehung wichtige Entscheidung ergangen. Es ist nämlich angcordnet, daß die aus Staatemitteln zu erbauenden ungarischen Eisenbahnen burch militärische Arbeitskräfte, durch Soldaten des stehenden Heeres, ausgeführt werden sollen.(D. A. Z.) Ausland. Schweiz.— Bei dem Feldmanöver von Thun waren über 12,000 Zuschauer anwesend; auch König Oekar von Schweden und das gesammte diplomatische Corps hatten sich von Bern dazu eingesunden. König Oscar von Schweden scheint sich in der Schweiz, welche er in verschiedenen Richtungen durchreist, zu gefallen, während man in den Orten, wo er verweilte, namentlich auch im Kanton Uri, sein leutseliges Benehmen anerkennend rühmt. Auch Jenny Lind bereist die Urschweiz.— Die Servitenbrüder von Mendrisio, die ihr säcularisirtes Stift nicht freiwillig verlassen wollen, sind durch einen Regierungskommissär ausgetrieben worden. Italten.— Genua, 25. Aug. Marquis d'Azeglio, der Ministerpräsident, ist plötzlich aus den Bädern von Sestri di Ponente nach Turin zurückg=kehrt. Der Grund hiervon ist, daß Graf Cavour, dessen Talente unsern an einem Deficit von 24 Millionen leidenden Zinanzen so nothwendig waren, aus Groll gegen den Marquis den Eintritt ins Ministerium verweigert. Wie Sie wissen, war der Präsident der Abgeordnetenkommer, Hr. Ratazz, nach Paris geschickt worden, um diesen Eintritt zu vermitteln, Graf Cavour aber hat nun, um einem Zusammentreffen mit Hru. Ratazzi anszuweichen, eine Reise nach Schottland angetreten, wie jetzt selbst die Gazzeta Piemontese vom 23. d. meldet. Das gute Einvernehmen der sardinischen Regierung mit der des Prinzen=Präsidenten von Frankreich tritt immer deutlicher an den Tag. Ein geheimes Rundschreiben Hrn. Pernati's empfieblt allen Gränzbeamten die größte Strenge gegen die Einschleppung von Victor Hugo's„Napolcon der Kleine.“ Die Reisenden, besonders die Frauen, beklagen sich deßhalb bitter über die Durchsuchungen, denen sie sich unterziehen müssen. Aus Rom vernimmt man, daß die Abwesenheit aller und jeder Prälaten bei der Napolconsfeier eine offizielle Anfrage bei Cardinal Antonellt hervorrief, der darauf geantwortet: Mariä Himmelfahrt sei eles der großten Kirchenfeste, und die geistlichen Würdenträger seien deßbalb in der Basilka von St. Peter notbwendig. Wie man aus Neapel schreibt, hat der König die Rückkehr des französischen Geschwaders benützt, um die über die Ungnade des Fürsten von Satriano, General Zilangieri, verbreiteten Gerüchte zu zerstreuen. Man hat nämlich gesagt, der General habe bei einem dem Admiral La Susse zu Palermo gegebenen Bankett die Gesundheit Napolcons ausgebracht, was man dei Hof sehr übel aufgenommen habe. Am 15. Aug. lud nun der König den Admiral, die sechs Schiffscapitäne und den General Filangieri auf den „Taucred“ ein, und krank selbst auf die Gesunebeit Napoleons. General Filangieri ist wieder nach Steilien zurückgekehrt, wo man eine Verschwörung entdeckte, die ihren Mittelpunk in Castrogtovanni hatte und mit dem Fürsten Ruggiero Seitimo, der jetzt in Malia lebt, correspondirte. Mehrere Soldaten, dieses Complotts verdächuig, wurden verhaftet. Zu Venosa, in der Capitanata, hat die Regierung die den großen Grundbesitzern und Klöstern unnützen Länkrreien an sich gebracht, sie in 704 Loose getheilt und den Armen geschenkt. Die Ziehung geschab vor den mit Wachskerzen und Blu men geschmückten Büsten des Königs und der Königin. Der Intendanzrath Berni bielt eine Rede, in welcher er die Dankbarkeit bervordod, welche die neuen Eigenthümer dem König schuldeten. So berühren sich auch hier die Emreme.(Allg. Z.) * Sieitien. Der Actna hatte wieder einen prachtvollen aber furchtbaren Ausbruch, nachdem er seit 1843 geruht. Die Explosion am, als gerade eine Reisegesellschaft englischer Damen und Herren im Begriff war den Krater zu besteigen. Sie schwebten Stunden lang in Lebensgefahr, mehr vor dem Orkan, der die Explosion be' gleitete, als vom Feuer und den Steinen. Die Damen sollen bes roischen Muth bewiesen haben. Der Anblick war ein schrecklich majestätischer; die ganze Luft oft von röchlichem Schwefellicht erleuchtet. Spanien.* Madrid, 27. August. Die Cpoca versichert, daß die Cortes im Oktober einberufen wurden.— Die offizielle Zeitung enthält den Postvertrag mit Oesterreich, welcher dem von 1850 mi Frankreich ähnlich ist.— Was in Deutschland die Musikfeste und Liedertafeln, das sind in Spanien die Stiergefechte. Gewiß könnten die Deutschen auf die humanere Richtung, welche ihr Nationalgeist nimmt unter allen Völkern am stolzesten sein, wenn sie die materielle Seite der Nationalität mehr kräftigten und sich nicht bloß mit dem Geiste abspeisen ließen. In Spinien fangen die mittelalterlichen Stiergesechte an, auszuarten. Bei Festlichkeiten dürfen die Stiergefechte nicht fehlen, sie sind die Hauptwürze der Belustigungen. Die Leidenschaft dafür ist so groß, daß man Essen und Trinken darüber vergißt, ja ganze Dorfschaften ziehen nach diesen Gefechten hin, alles in Stich lassend, um sich an dem gräßlichen Schauspiel zu weiden. Vergebens ist die Mühe des Clamor Publiko und der andern progressistischen Blätter, die mit aller Berersamkeit gegen die Stierkämpfe auftreten, und auffallend, daß die Blätter der absolutistischen und moderirten Partei der so um sich greifenden Leidenschaft eher das Wort reden als zu verbannen trachten. Selbst der Minister des Innern, Herr Ordonez, ist ein leidenschaftlicher Verehrer der Stierkämpfe, und hat als Gouverneur von Madrid keinen ungesehen vorübergehen lassen. Das größte Uebel bei der Sache ist, daß der Sinn der unteren Klasse durch öftern Anblick solcher Schauspiele immer mehr verwildert, ein Umstand, der wir der Clamor richtig bemerkt, zu den vielen und gräßlichen Verbrechen beiträgt, die seit einiger Zeit in allen Winkeln der Monarchie verübt worden. In Zamora, wo man am 15. und 16. d. M. Stiergefechte gab, wurden am ersten Tage drei, am zweiten aber, weil das Volk mit dreien Stieren nicht zufrieden war, sechs vorgeführt. Am ersten Tage blieben bei der Gelegenheit zwanzig, am zweiten Tag sechsunddreißig Pferde; da erst war das Volk zufrieden. Die meisten Räuber und Mörder, die eingefangen worden, sind entweder Aficionades oder ungeschickte Torcavoces, die sonst nicht arbeiten mögen. Auch ergiebt es sich aus den Akten, daß gerade diese Menschen die wildesten und grausamsten sind. Die Bande des Orejita, die neulich eingefangen wurde, gehört, außer drei Personen, ganz zu dieser Kategorie. Der Kriegsminister Lara begiebt sich auf Einladung der Königin Mutter nach Gison, um der Eröffnung der Eisenbabn von Langro beizuwohnen, die übrigen Minister sind alle zu La Granja. Da Lara eine äußerst beliebte Persönlichkeit ist, und die Königin Christine es ungern sieht, daß er so treu und anhänglich an Narvacz verbleibt, so glaubt man, daß der Hauptzweck der Einladung kein anderer set, als ihn in Beziehung auf Narvacz umzustimmen; er wird acht Tage bei der Königin Mutter verweilen. Der Herzog von Montpensier ist mit seiner Familie am 17. d. in Puerto de Santa Maria bei Cadiz ans Land gestiegen, und gleich nach San Lucar weiter gereist, wo er drei Wochen verweilen wird, um die Seebäder zu gebrauchen. Großbritannien.—* London, 1. Sept. Die Duplik der Times auf die Replik des französischen Moniteur lautet folgendermaßen: „Die Athener waren darauf stolz, daß sie die Lacedämonier gelehrt hätten, die Einzelsylben zu verlängern! Wir, im Gegentheil, haben Ursache darüber befriedigt zu sein, daß wir den Moniteur in die Grenze ossizieller Kürze gebracht haben. Das Organ des Präsidenter, hat nichts weiter zu sagen über den„ersten Versuch grenzenloser Freiheit“, welchen Frankreich jetzt macht,„über die Sitze in seiner gesetzgebendenden Versammlung, die Allen, ohne Unterschied, offen sire“, und„über die Frische des politischen Ledens, welches durch die ganze Nation sich ergeußt!" Das sind die Behauptungen, welche das offizielle Journal, welches von der Regierung mit Verlust veröffentlicht wiro, um sich das Ohr von ganz Frankreich zu sichern, in der That machen mag, welche aber die anderen französischen Blätter in diesem„freien Lande" bei Strafe der Unterdrückung nicht discutiren dürfen, und die fremden nicht bei Strafe der Ausschließung. Nachdem der Moniteur begonnen auf einen Artikel unserer Zeitung zu antworten, welcher nach seinen eigenen Worten„Beleidigungen auf Frankreich häuft“, entdeckt er nach dem Durchlesen unserer Replik, daß er„auf Beleidigungen nicht antworten werde“, und mit dieser billigen Redensart hat er sich auf einmal von der Nothweudigkeit befreit, Angaben zu berichtigen, welche er nicht leugnen und Argumente die er nicht widerlegen kann. Die einzige Angabe, mit welcher sich abzugeben der Moniteur sich herabläßt, ist die Ermordung von 1200 Personen in den Straßen von Paris von einer betrunkenen Soldateska.„Die Widerlegung einer solchen Verleumdung, sagt der Moniteur, liegt in ihrer Uebertreibung 2c.(siebe unsere vorgestrige Nummer). Dieß ist gerade die Art Logik, welche Leute gebrauchen, wenn sie mit Solchen streiten, die ihnen nicht antworten dürfen; für Solche, die nicht unter einem derartigen Zwange sich befinden, ist nichts leichter, als eine Antwort zu finden. Wir haben niemals behauptet, daß Monsicur Vonaparte die Zahl der Morde, die unter seinem Befebl am 4. Dezember verübt worden, auf 1200 angegeben habe, und gewiß fällt es uns nicht ein, jetzt ein Wort für die genaue Berechnung und Ausdehnung seines Verbrechens zu nehmen. Er beantwortet jetzt unsere Anklage vor den Schranken der öffentlichen Meinung und der ganzen civilisirten Welt; mit Ausaahme des Landes, welches er absperrt und blendet, ist das Verhör feierlich aufgenommen, um einen Urtheilspruch zu fällen. Seine eigene Angabe wird ihn nicht mehr von einer Anklage reinigen, als einen gewöhnlichen Delinquenten; das Zugeständniß von einem Drittheil der Anklage ist kein Beweis gegen die andern zwei Drittheile. Da wir aber so zuversichtlich auf öffenttiche Dieumenre verwiesen werden, so laßt uns einen Augenblick die Wahrscheinlichkeiten des Falles untersuchen cielle Doeument begründet ist? Welchem Berhör sich diete unterworfen worden; welcher freien Discussion wurden ihre Aussagen unterworfen? Wir vermutheu, es wird geantwortet werden, daß den offiziellen Akten der französischen Regierung Glauben geschenkt werden müsse, gerade so wie der Pehauptung des Moniteur,„daß Frankreich schrankenloser Freiheit genieße“, und daß das Recht in die Gesetzgebung zu kommen, allen ohne Unserschied frei steht; gerade so wie wir glauben, daß General St. Arnaud„überall gut empfangen wurde;“ daß der Präsident sehr zufrieden war mit der Haltung der Nationalgarde; daß die Deputirten, denen er erlaubte„nach Frankreich zurückzukehren ein Complott zu seiner Absetzung schmiedeten; daß General Changarnier anbot, die National=Versammlung zu sprengen; daß das Eigenthum des Hauses Orleans gesetzlich verwirkt war; oder irgend eine von den netorischen Anrichtigkeiten, welchen Europa mit Staunen und Bedauern der französischen Regierung ihre Sanktion ertheilen seh. Auch die Zahlen an sich sind äußerst unwahrscheinlich. Dreihundertachtzig grtödtet und acht oder zehn zufällig verwundet! Als die Barrikaden gestürmt wurden, soll kein Pardon gegeben worden sein und wir wissen, daß um 3 Uhr am 4. Dezember, ohne die geringste Warnung oder Provocation, an beiden Seiten der Boulevards ein Feuer eröffnet und beträchtliche Zeit auf die Häuser und friedlichen Spaziergänger unterhalten wurde, von einer Heersäule von mindestens 3000 Soldaten, welche von ein paar Schritten aus auf ihre Opfer schossen. Niemand konnte den Brief des Kapitän Jesse lesen,(zur Zeit in diesem Blatte abgedruckt) welcher, ein bloßer Zuschauer, mit seiner Frau bloß durch ein Wunder der Kugel eines auf ihn zielenden Soldaten entgangen war,— ebne einzusehen, daß der durch einen so plötzlichen Augriff herbeigeführte Verlust enorm gewesen sein muß. Was versteht der Moniteur unter„zufällig verwundeten Personen?“ Diejenigen, welche geflissentlich von den Truppen nieder geschossen wurden? Wir zweifeln daran.— Aber die Angabe des Moniteur zugegeben, angenommen, es seien an den Boulevards nur 380 getödtet worden— obgleich 1200— nach dem sehr glaubwürden Berichte V. Hugo's wahrscheinlicher sind; übrigens wird man den wahren Belauf der Schlächterei nie erfahren— in der Sache der Wahrheit und Gerechtigkeit machen ein paar Hundert nur wenig aus— so ist doch das Menschenleden heilig, und die Schuld des Mannes, welcher Tausend mordet, ist nur im Grade verschieden von der Schuld desjenigen, welcher mit Wissen und Willen ein einziges Lebe: nimmt.“ Das Gerücht, daß die Regierung die Patres Burke und Clune in Anklagezustand versetzen wolle wegen des Aufstandes an der Sechsmeilendrücke, versetzt die irische Geistlichkeit in Wuth. Ein Dr. Cahill greift den Grasen Derby in einer Weise an, von der wir uns keinen Begriff machen, indem er zugleich England selbst mit in den Streit zieht, und beweißt, daß der irische Clerus kein Vaterland habe. Ein Pröbchen wird genügen:„Der Himmel sei für immer gepriesen,“ heißt es u. A. in einem Briefe von r. spekrabler Länge,„die Sceue wechselt endlich; die Sonne Großbritanniene steigt berad von ihrem Culminationspunck: Eure Tage unbestrittenen Spiels sind gezählt; Ever National=Cbarakter und Rimbus ist für immer dahin: Eure Nation ist jetzt allgemein als eine beirkgerische gehaßt und verachtel; Ihr habt entschieden das Vertrauen von Europa verloren und Ihr seid gehaßt, verachtet, verabscheut von der ganzen Welt,— Eure beiden letzten Regierungen haben den Ekel der Menschheit auf sich gezogen,— Ihr habt den Hanswurst in Peiersburg gespielt, den Revolutionär und den gemeinen Speichellecker in Wien, den Temporisirer in Paris, den Ungläubigen in Rom, den Verräther in Neapel, den Mörder in Madrid, den Metneidigen in Lissabon, den Verfolger in Bern, den Tyrann in Aiben, den Feigling in Washingion, den Heuchkrr zu Hause und den Teufel in Irland! Schäme Euch Lord John Russel, pfui, pfut über Euch Lord Dervy u. s. w. Vortuns.— Von der bolländischen Grenze. Das niederländische Ministerium hot den Beschluß gefuße, auch den bisber noch bestehenden Scheinrest des Abiturienten= Eramens aufzuheben und die Universikät Allen ohne irgend ein Eramen=Hurderniß freizustellen, ein Schritt, der wahrscheinlich auch bald in anderen Staaten zur Berathung kommen wird. Der Verlauf in den Niederlanden ist folgender: Vor einigen Jahren orduete die Regierung ein sehr zweckmäßig eingerichtetes strenges Abiturtenten=Eramen an, in Foige dessen alle Gymnasien sich bedeuend hoben und die Studenten sich viel vorbereiteter zu ihren Fachstudien zeigten. Der Minister Thorbecke jedoch, obwohl selbst früher Professor, ward bald ein entschiedener Gegner dieses Examens und machte desselbe vor etwa zwei Jahren zu einer bloßen Ferm, indem zwar ein jeder Abiturient: geprüft werden aber auch bestehen sollte; aber auch dieser Rest ward vor einigen Wochen aufgehoben, und es kann nun ein J.der ohne irgend ein Zeugniß seiner Befähigung Student werden. Dagegen wird der Minister den Kammern den Entwurf eines Staats-Eramens vorlegen, durch welches er die Bürgschaft zu haben glaubt, vor unsähigen Studirenden geschützt zu sein; die Gymnasien, meint er, würden jetzt ihre wahre Bestimmung besser erfüllen, nämlich zu bilden und zu entwickeln, statt nach ihrem Zuschnitte Wissenschaften zu lehren; jedes Abiturienten=Eramen führe dieselben von dem rechten Mege Pocbenstonet- und Aügenteiichmnt Achalten zu lchn, un den Irrweg, ein bestimmtes Maaß von Kenntnissen als eine Garantie einer entsprechenden Entwicklung anzuseben.(3 d. Nordd.) Türkei.— Von Maita, 21. August läßt sich„Times“ ge Der Montteur giebt zu, daß schon zu viel Blut vergossen worden ist. Ist es wahrscheinlich, daß Louis Vonaparte, in frischer Erinnerung der falschen Betbeuerungen, die ihn in den Stand setzten, die Republik zu detrügen, welche ihm vertraute, plötzlich von einer so heftigen Liebe zur Wahrheit ersaßt wurde, um, ohne den Ankried irgend einer Nothwendigkett, den vollen Belauf der Leben aufzazählen, welche sein Verbrechen seinem Lande gekostet hai? Der Moniteur spricht von öffentlichen Domumenten. Auf was sind diese Documente begründet? Weiche feierliche Untersuchung von unparteiischen und ehrenhaften Personen stellten die Mordthaten des 4. 1 Spumia.„ Deremder fest? Wo sind die Zeugen, auf deren Zeugniß das ofsie I Barische 35 Fl. Loo rüchtweise schreiben, ein Dampfer aus der Levante sei mit geheimen Depeschen an die franzäsische Regierung angelommen. ss danele sich nämlich um nichts Geringeres, benn um eine bei Zeiteu entdeckte Verschwörung, an deren Spitze die Ulemas oder Priester gestanden haben sollen, und die den. Zweck hafte, drn Suttan dam Thron zu stoßen und dissen jänzern Bruder, einen bigotten Antinger in aic Orürache, gun derim aucgrnsten, Atele Aeaat. heißr rs, sind verhaftet worden. Wie gewölnlich, schreibe man auch diesmal die ganze Katastrophe dem Einflusse Rußlands za. Ein Theil der englischen Mittelmeersloue begiedt sich in den nächsten Tagen nach Smyrna, noschll! 1 Feankfurt, den 2. Septdr. 1852. Oesterr. 5 Metaslig. in Sitber bei N.: 94⅞ P. Ostert. 5% Metallique“ omt 81½ P. beegl. 4 1/27 4 som zun, uo.. 73½ P. 78 bez. u. G. desal. 4%###grs chhr 20912" 17—. 1•4 Kurbessische 40 Thir. Loose 65% 65. 16¾ p. 34% P. G. Feledr: Wilseim Nordbadn exel. Zinsen 50% Spanische 37 exel. Zins. 45% P. 45 bez. e 38¼ 9.% G. VEIT Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 2. Sepidr. meisten Essenbahn=Aktien nahmen bei lebbaftem Geschäft einen weiteren neuen Aufschwung. Preußische und ausländische Fonds ehne wesentliche Veründerung. Geldeours. Köln, den 2. September 1852. Provinzial=Zeitung. *4* Hamm, 2. Sept. Heute Morgen gewährte der Bahnhof zu Hamm einen seltenen und erfreulichen Anblick. Die sehnlich erwarteten und freudig bewillkommneten Sängerinnen und Sänger aus Arnsberg, Soest, Dortmund, Unna, Recklinghausen wurden durch Mitglieder des Comitee, so wie durch ihre Freunde und Wirthe froh begrüßt und in die Stadt geleitet. Am Thore war eine Chrenpforte errichtet, welche auf einem Transparente die Worte enthält: „Willkommen liebe Gäste, zu diesem Freudenfeste.“ Vom Thore bis zum Festlokale bilden zwei Reihen Säulen von Eichenlaub, durch Blumenkränze verbunden, eine schön durch preußische, westfälische und baiersche Fahnen geschmückte Straße. Am Markte ist eine ausgezeichnet gelungene Ehrenpforte mit einem Transparente, worauf außer dem Stadtwappen die Worte angebracht sind: „Seit willkommen, seht wir bieten unsrer Herzen beste Habe. Was das Leben kalt geschieden eint die Kunst die Himmeiggabe: Diese Worte mögen eine freundliche Einladung an alle Bewohner unserer Nachbarstädte sein, doch das großartige Musikfest nicht zu versäumen. Die Tonhalle, welche keine Kosten scheuend, der durch seinen Gemeinsinn dewährte Kaufmann Böcker errichtete, läßt in Hinsicht der Akustik nichts zu wünschen übrig und faßt eirca 2000 Zuhörer. Die Proven, welche gestern und heute begonnen haben, lassen den herrlichsten Kunstgenuß erwarten.— Geseierte Sängerinnen und Sänger, von Ersteren neune ich nur Fräulein Schloß aus Coeln und Madame Windscheidt aus Dortmund, tragen die Solo=Parthien vor: selbst das Wetter scheint das Freudenfest zu begünstigen. Möge doch der Wunsch in Erfüllung gehen: Auch unser Hamm faßt nicht die Zahl der Gäste, Die wallend strömen zu dem schönen Feste. Herford, 28. August. Der Beschluß des Ober=Kirchenrathes, für die hiesigt evangelische Landgemeinde eine neue Predigerstelle mit Anweisung des Wohnsitzes des Predigers auf der Hollinde, eine Stunde von hier entfernt, zu errichten, ist mit der größten Freude von unsern Landbewohnern vernommen worden. Da bis 2 Stunden weit die zahlreichen Landbewohner nach der hiesigen Münsterkirche eingepfarrt sind, so konnte aller Anstrengungen der Prediger ungeachtet nicht hinreichend für das geistige Bedürfniß des Landes gesorgt werden. Diesem wird nun durch den neuen Prediger, der in dem Mittelpunkte besselben wohnen wird, abgeholfen werden. Es knüpft sich daran die Hoffnung, daß bei dem anerkannt kirchlichen Charakter unserer Gegend, der die Landleute auch bei schlechter Witterung 2 Stunden weit zum Gottesdienste zu kommen treibt, die Zeit nicht fern sein möchte, wo man daran denkt, eine Kirche auf dem Lande zu erbauen; ist der Gedanke erst allgemein geworden, so werden sich auch mit Gottes Hülfe die nöthigen Mittel finden. Wünschenswerth ist, daß wie so für das geistige, so auch für das leidliche Bedürfniß der hiesigen Landbevölkerung gesorgt werden möchte. Da dieselbe größtentheils ihren Erwerd aus der Spinnerei und Weberei zieht, so ist der glückliche Erfolg des hiesigen Vereins für Handgespinnst, der auch das Fürstenthum Lippe in sich begreift, eine Lebensfrage für hiesige Gegend; an demselben ist aber um so weniger zu zweifeln, als immer mehr die Abneigung gegen das Maschinengespinnst wächst, der Wunsch nach Handgespinnst lauter wird, und es nur darauf ankam, den Käufer sicher zu stellen gegen den Betrug, welcher ihm Linnen aus Maschinengarn für solches aus Handgespinnst verkauft, gegen denselben aber gerade der Verein Sicherheit leistet.(N. P. Z.) Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderborn. Ganz per Dampf von Rheda und Duisburg nach New=Fork in circa 14 Tagen. Am 2. Septbr., 23. September u. 21. Oktober c. von Rheda resp. Duisburg, Am 8. Septbr., 29. Septbr. u. 27. Oktober c. von Liverpool nach Philadelphia durch die prachtvollen Seedampser„Cily of Manchester“ und„Cily of Glasgow,“ haltend je circa 2000 Tonnen. Die Abfabrten sind pünktlich und die Ueberfahrtspreise für die Cajüten und das Zwischendeck äußerst billig. Derselbe beträgt für das elegant eingerichtete deck, in welchem jeder Pessagier seine eigene Schlafstelle empfängt, av Rbeda 60 Thaler für Erwachsene und 30 Thaler für Kinder von 1 bis 12 Jahren, inel. der vollständigen, gut zuberetteten Seekost. Näheres bei C. L. Lütkemeyer in Herford und F. W: Geilhausen in Coblenz Die Maschinen=, Decimal= und Brückenwaagen= Fabrik von Igcob Beylen (Marienstraße 18 in Köln) empfiehlt sich in Bezug auf untensteheude Atteste allen Eisenbahn=Verwallungen, Hütten= und Fabrik=Besitzern, Magistraten 2c. zur Anlegung von Centimal=Brücken=Waagen, zum Abwiegen beladener Wagen, Karren 2c., bis zu jeder tragbaren Kraft, bestens.— Ferner erlaubt sich die Fabrik, auf ihr reichhaltiges Lager in Decimal=Waagen von 1 dis 100 Centner Tragkraft, Copier= und Siegelpressen, Leinwandmangeln aufmerksam zu machen. Für die Wagen wird eine Garantie von 2 Johren übernommen. Schließlich verfehlt dieselbe nicht, ihre eisernen, feuerfesten Geld=, Bücher= und Documenten=Schränke in Erinnerung zu bringen, welche in jeder beliebigen Dimension und inneren Einrichtung angesertigt werden, und sind solche in einer Höhe von 2 bis 6 Fuß stets auf dem Lager zur Ansicht der Reflectanten aufgestellt. Attest. Dem Brückenwaagen=Fabrikanten Herrn Jacob Beplen in Köln wird auf Begehren biermit gerne attestirt, daß er uns hier eine Brückenwagge von 200 Centner Tragkraft aufgestellt, die sich durch Exgentüde derart auszeichnet, daß wir alle Ursache haben, damit zufrieden zu sein. Mariahütte bei Birkenfeld, den 14. August 1852. C. Gottbill sel. Erben. Ferner besitzt die Fabrik die besten Atteste über bereits aufgestellte Brückenwagge von der herzoglich braunschweig'schen Staatsbahn, über 600 Centner, von dem Magistrate in Iserlohn, über die städtische Wage in Solingen, von der Hermannshütte bei Hörde, Königlich. Fortisikation in Minden, der Königl. Westfälischen Staatsbahn, Vergisch=Märkischen Eisenbahn, Direction der Köln=Mindener Eisenbahn, Herrn Regierungsrath Bredt in Stollderg, Herren Gebrüder Wöste in Lürenscheio, vom landwirtschaftlichem Verein in Poppelsdorf bei Bonn u. mehreren anderen. as Haus Nr. 195, Rosenstraße, steht zum Verkaufe. ine Auswahl ¼ und ¾, Hausmacher: leinen, von guter Qualität, so wie auch schön Handtücherzeuge von echtem Leinen, sind bei mir zu billigen Preisen zu baben. S J. M. Mosberg. Wichtige Anzeige. 9 Präservativ oder Schutzmittel gegen die gewöhnliche Ruhr und Cholera. Es ist in neuester Zeit von einem Arzt, der in seinem Wirkungstreise viele Ruhr= und Cholerakranke behandelte, eine Art von Amplum in Form von Tadletten, nicht nur ale vorzügliches Schutz= oder Vordauungsmittel gegen gewöhnliche Ruhr und Cholera, sondern selbst als Heilmittel dieser Krankheiten, womit auch wirklich zablreichen Kranken schnelle Hälfe geleistet wurre, öffentlich und angelegentlich empfoblen worden. Genau nach Vorschrift jenes Arztes werden nun von F. Engler, Amlung=Fabrikant in Durlach bei Carlerube, diese AmplumTabletten aus reinstem klederfreien Weizen=Amplum— nicht zu verwechseln mit dem im Handel vorkommenden gewöhnlichen Stärkemehl, das oft schädliche Ingredienzien enthält— bereitet, und es sind erst in den legten Tagen im Bürger=Hespital zu Carlsrube von Herrn Dokter Hochstetter brei Heilversuche an Ruhrtranken damit angestellt worden, welche sämmtlich, ohne Anwendung anderer Mittel, vollkommen gelungen sind, auch sind diese Tabletten durch das Großberzogliche Amtsblatt vom Phpsikat Durlach als Vorbauungs= und selbst ale wohlthätig wirkendes Heilmittel bei wirklich eingetretener Ruhrkrankbeit zur Auwendung empfohlen worden, worauf man die Herren Aerzte und Bewohner jener Gegenden, darin die Ruhr und Cholera berrscht, aufmerksam zu machen, sich verpflichtet fühlt. Vorerst sinp diese Tabletten in verfiegelten Schachtein von ½. S mit ca. 36 Tadletten à 24 Ser. Dreuß. Crt. und",& Schachteln 12 Sgr. wit den Gebraucheanmeisungen aur allein von F. Enaler in Durtach bei Carle= rube gegen vortofrete Einsendung des Betrages zu bezieben. später aber wird man, bei verstärtter Nachfrage Oepots bovon in allen größeren Stäcten Deutschlands errichten. Ein Nachtdeit allfälligen Mißbrauchs, besonders wo es als Schutzmittel gebraucht wird, ist nirgen### zu befürchten, und wo es in Ruhrkrautheit als Hülsomittel, angewendet wird, da ziehe man einen Arzt dabei zu Rathe, der solches nach Umständen in verstärktem oder vermindertem Maße anwenden wird. Verkauf einer Vierbrauerei. Wegen Wohnorts Beränderung deadsichtigt der Eigentdämet einer zu Niederingelheim, Großherzogthum Hessen, gelegenen baierischen Bierbrauerei solche unter annihmbaren Beoingungen zu verkaufen. Die Brauerei ist neu und so dequem eingerichtet, daß man trocknen Fußes aus dem Gäbrteller in den Feisenkeller hinuntersteigen kann, und so vortbeilhaft alles unter einem Dache, daß mit den geringsten Arbeitskräften jährlich 15=— 1700 Ohm gebraut werden können. Der Zustand der Brauerei ist verartig, daß sogleich gebraut werden kann. Die Nähe der Städte Mainz, Frankfurt, Alzei, Bingen, Kreuznach 2c. dietet dem Käufer reiche Absatzquellen. Hinter rem Geschäftehause ist ein großer schöner Garten mit entzückender Aussicht auf das Rbeingau; derselbe ist zum Theil in englischem Geschmack, zum Theit für Gemüse angelegt. Anfragen bittet man franco an Notar Steinem in Oderingelheim zu richten. Verding von Wegeban=Arbeiten. Nachstedend näher bezeichnete Wege=Reparaturen, ale: 1., im Forstdistrikte Helle, Unterforsts Neuenbeken, einen Holzabfuhrweg von 48 Rutben Länge zu reguliren und mit einer 9 Zoll starken Steindecke zu versehen; 2., für den Forstweg im Distrikt Brandholz, Unterforsts Buke, 10 Schachtruthen Steine zu brechen, anzuliefern, zu zerkleinern und die schadhaften Stellen des Weges damit auszubessern; 3., desgl. wie vor, den Forstweg im Distrilt Bärenbruch, Unterforsts Sandebeck mit 20 Schachtruthen Steine; und 4., desgl. den Forstweg daselbst im Distrikt Glashütte, mit 30 Schachtruthen Steine auszubessern; sollen den 8. d. 3 Uhr, in dem Geschäftslokale des Unterzeichneten an den Mindestfordernden öffentlich verdungen werden. Durbeke, den 3. Septbr. 1852. Der Oberförster Rintelen. uf der Kampstraße sind möblirte Zimmer zu vermietben. Das Näbere in der Expedition dieses Blattes zu erfragen. Eine Apotheke wird zu pachten oder mit 4= bis 5000 Thlru. Anzahlung zu kausen gesucht. Frankirie Offer= ten unter E. U., Hattingen a Ruhr, poste restante. In unterzeichneter Buchhandlung ist wieder vorräthig: Dr. L. Wagenfeld's Gründliche Anweisung die Krankheiten des Pferdes zu erkennen und zu heilen. Dritte, vermehrte und verbesserte Auflage. Preis gedunden 24 Sgr. W. Crüwell in Paderborn. 9 Ballen verschiedener Tabacke sind, einzeln oder im Ganzen, billig zu haben bei Carl Schmitz in Lippstadt. Ne Der Hand Waaren passiren wenn sit sehen, u zweckmä sollte, so gut es: die meist importirt meistene Beziehun werden u besonderer Trotz 1 haben wir weil er in währt un eines solch des Wien ler Steller beziehen,# änderungen Staaten 5 türlich nur Wir mü in diesem abschluß de in die Fall gestrichene Ainortrage rung des T bracht werde allein schon wirtlichung eigene Unab sollte siees auch sicherer folgen, welch so glänzenden sichert Preuß. Es muß a ben. Das Die Beibebal ein immer so mehr in die bitivsystems so gegengemacht Der Himmel unter, mein ni nährten Pferden digten, auf der wina führte, mi ben glitten auf che zwei Schritte nahe daran, die sem so romantis ihrer weiblichen immerfort zur E weitläufigen Arge nowitz anzulangen entgegen, daß der Endlich hielt d kopfte Stock det uns aus dem ReAber zu unserem bei Annäherunge zu der Glockenschr statt des für müde sere Ankunft meld Zimmer sind berei kunft finden, denn Gasthöfe sind über Der Portier im chen. Ich lief, vo# kurch die Zelte, die die Menge der Kät ich klopfie vergebenaufgetban. Wir m und ihre Gastfreund gewohnte Ordnung das Haus war in ein parteien waren auege Druck und Verlag vor Wilb. Crüwell in Paderdorn. *) Aus dem Wie