izen ite Sorte 2 Thlr. 15 Sgr. 2 Thn. 6 Sg. Reggen 11e Sorte 1. 29 Sgr. Zie Sorte 1 Tblr. Sgr. 21e Sorte 1 Tdir. 15 Sg. Sorte—Tdir. 24 Sg. 2ie Sorte 20 Sgr. Schwarzbrod= 11 Pj. Zeitung. Eröffnung der provinzialstänBestfalen, ist auf Sonntag den Graf v. Landsberg=Gemen zum isbert von Bodelschwingb=Pleiund Herr Oberpräsident von missär ernannt worden. Nach und der hiesigen evangelischen ensfaale des Rathhauses MitNachmittag ein Gewitter mit Vogelscies. Fenster wurden aren so groß, daß der untere irde und das Vieh aus den latt schreibt: Am Sonntag d. bei einer Seiltänzer=Gesellrstellung auf dem hies. Marktch gespannten Seile, welches drach, herunter zu fallen. Der srach beide Arme und erhielt Folgen er, trotz der sorgsamdie zweite Person, eine zunge n= und Beinverletzung davon. W. Crüwell in Paderdorn. it den nöthigen Schulstatteten jungen Mann chhandlung die Stelle u besetzen. Lenafeld in Cöln. er Vierbrauerei. Veränderung beabsichtigt ner zu Niederingetbeim, sen, gelegenen baierischen nier annehmbaren BeeinDie Brauerei ist neu ichtet, daß man trocknen rteller in den Felsenkeller und so vortheildaft alles daß mit den geringsten 15.— 1700 Odm geDer Zustand der Brauesogleich gebraut werden Städte Mainz, FrankKreuznach 2c. bietet dem cuen. Hinter dem Geoßer schöner Garten mit auf das Rbeingau; derun englischem Geschmack, angelegt. man franco an Notar gelbeim zu richten. gisch=MärEisenbahn. im Stations=Gebäude Schwelm soll nebst den ngeräumen vom 1. Nobeit verpachict werden. gen liegen in unserem so wie bei dem BahnSchwelm zur Einsicht ich die Besichtigung der läten gestatten. utionsfädige Pachtliebu, ihre Anerbietungen mit der Aufschrift ung der Bahnhofsu Schwelm“, October d. J. uns einage, Vormittags 11½ ngenen Offerten in Geenden Reflectanten in vierselbst, Zimmer Nr. den Bietern bebalten dieselben nach Eröffch 14 Tage lang an erfeld 25. Aug. 1852. e Direktion rkischen Eisenbahn. Erscheint mit Ausnahme des Montags täglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die 4 spaltige Zeile oder deren Raum berechnet. e Paderborn, Donnerstag, den 2. September 1852. Viertelj. Abons.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Poslanstalten in Preuse. 1 Thlr 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. Er Jahrg. Productive Beschäftigung. Paderdorn, 1. Septbr. Wir haben in unserem letzten öconomischen Artikel in Nummer 131 dieser Zeitung der größeren Deutlichkeit wegen die Contraste etwas schroff dingestellt. Nachdem wir, wie wir hoffen, auf jene Weise verstanden worden sind, können wir, um gerecht zu sein, einen Punkt wieder aufgreifen. Wir baben das von einem Rentier für Schloß und Park, für Roß und Lakaien ausgegebene Geld, unproructiv verwendetes Capital genannt, die Beschäftigung der Letzteren eine nichts hervorbringende. Wenn man große Kategorien einander gegenüberstellt ist dieß auch richtig; allein rurchgängig trifft ee nicht zu. Bei der Arbeit kommt es vor Allem darauf an, daß Jeder diejenige treibe, für welche er die meiste Lust und Kraft, das meiste Talem, eie größte Geschicklichkeit hat. Auf solche Weise wird er am meisten produciren und darauf kommt es vor Allem an. Wenn nun ein großer Gelebrier, der für seine Mitmenschen die Gesetze der Natur erforscht, welche dann in der Mechanik berücksichtigt, auf die Industrie angewandt, größere Production hervorrufen, wenn ein Staatsmanr, welcher rurch seinen Geist und seinen Charakter mehr als ein Anderer berusen ist die soziale Ordnung aufrecht zu erhalten und daburch eine Störung der Production zu verhindern,— wenn ein geschickter Mechanikus, der es versteht so künstliche Maschinen zu machen, daß die Erzeugung gewisser Güter verdoppelt wird, wenn ein Industrieller, der ein Verfahren erfunden hat, vermittelst dessen die Erzeugungskosten einer Waare verringer:— die Produktion also wieder gesteigert wird— wenn Alle diese zugleich auch ihre Kleider selbst reinigen, ihre Speisen sich selbst bereiten, seldst die Stiefel putzen und Botschaften besorgen wollten, so würden sie viel Zeit verlieren, welche sie in ihrer speziellen Fachbeschäftigung nützlicher, gewinnreicher zubringen würden. Während der Industrielle in der Stunde, welche er seiner Fabrikation widmet, einen Thaler verdient, würde er, während er seine Briese auf die Post trägt und Botschaften selbst ausrichtet, in der Stunde nur einen Szr. Verdienen. Wenn die oben genannten Leute also sich eine Köchin halten, um ihre Speisen zu bereiten, oder einen Berienten, um die Stiefel zu putzen und die Ausgänge zu besorgen, so können sie ihre ganze Zeit ihrer Fachbeschäftigung wiemen, mit welcher sie am meisten dervorbringen. Die Köchin und der Bediente aber waren nicht unproduktiv beschäftigt, sondern indem sie ihrem Herrn Zeit ersparen halsen, wodurch er mehr bervorbrachte, haben sie unmittelbar silbst zur Produktion beigetragen, selbst producirt, und das Kapital, welches zu ihrem Unterbalt aufgebracht wurde, war productiv verwendet. Ehenso kann das Kapital, welches zur Anlegung eines Partes, zur Erbauung eines Schlosses verbraucht worden ist, auch nicht ohne Weiteres ein unproductiv Consumirtes genannt werden. Wenn z. B. eine angenehme Wohnung, wenn ein schöner Garten, dem Körper des Fabrikanten, des Mechanikus, des Gelehrten, des Staatsmanns so zuträglich ist, wenn es seinen Geist so heiter stimmt, daß der Gekankenproceß leichter wird, so kann dadurch die Arbeit förderlicher von Statten gehen, es wird besser, v. b. mehr producirt und jenes scheinbar unproductiv angelegte Kapital hat mittelbar zur Production beigetragen. Die durch die freundliche Umgebung erheiterte Stimmung kann z. B. dazu beigetragen haben, daß der Gelehrte eine wichtige Erfindung in der Chemie machte, über welche er lange vergedlich nachgebrutet hatte, die eine erleichterte Art der Färberei zu Stande bringt und dadurch zur Produktion beiträgt, jene heitere Stimmung kann dem Mechanikus plötzlich den Gedanken zu einer Verbesserung der Dampfmaschine eingegeben haben, wodurch ein Drittheil an der Feuerung erspart wird, sie kann ferner den Staatsmann durch plötzliche Eingedung über einen Irrthum in der Handelspolitik aufgeklärt daden, in welchem er bisher befangen gewesen war, und der die Proruktion gehemmt hatte. In allen solchen und ähnlichen Fällen war das Kapital produktiv verwendet. Allein es giebt ein gewisses Maß, das nicht überschritten werden darf. Wenn der Gelebrie z. B. zu viele Köchinnen hält, so verderden sie die Kost und es wird bei höherem Aufwande weniger producirt; wenn der Staatsmann so viele Lataten hält, daß Einer dem Andern im Wege steht, so werden die Aufträge am Eure schlechter ausgerichtet und die Produttion gehemmt. Wenn der Industrielle zu viel Kapital in den Part oder das Schloß steckt, so daß der Gedanke an die verlorenen Zinsen, im Verdältniß zu dem Ertrage des Kapitals, welches in seiner Fabrik steckt, ihm den Anblick der schönen Bäume und Blumen, der hübschen Tapeten und Gemälde wieder vergällt, so kann d## Kapital allerdings unproductiv vergeudet worden sein. Das Verdammungsurtheil, welches die ökonomische Wissenschaft uder die Verschwendung ausspricht, schließt einen weisen, mäßigen Genuß der Güter des Lebens nicht aus, der je nach dem Culturzustande des Volkes und Individuums einer unendlichen Ausdebnung fähig ist; denn die Bedürfnisse sind, nach dem sinnigen Gleichnisse J. B. Say's, wie die Wärme, nicht auf einen bestimmten Durchschnittsgrad zurückzuführen, sondern immer relativ. Mit dem oben ausgesprochenen Satze, daß Jeder dasjenige Geschäft besonders betreiben müsse, wozu er Talent, Kraft und Lust hat, kommen wir auf das wichtige Prinzip der Arbeitstheilung, der ersten Triebseder der Civilisation. Wir wellen uns im nächsten Actikel damit beschäftigen. Deutschland. Berlin, 31. August. Am gestrigen Tage bat Preußen in der Zollvereins=Angelegenheit eine Erklärung abgegeben, welcher Dannover, Braunschweig, Oldenburg und die Thüringischen Staaten sich angeschlossen haben. Die Erklärung hält fest daran, daß die Neubildung des Zollvereine den Unterhandlungen mit Oesterreich wegen eines Handels=Vertrags vorangeben müsse. Preußen sei ernstlich gewillt, nachdem der Zollverein neugebildet sei, die Unterbandlungen mit Oesterreich einzuleiten, wobei jedoch eine Zoll=Einigung grundsätzlich ausgeschlossen bleide. Eine türzere als zwöljjährige Dauer des neuen Zollvereins wird verworsen. Der Zell=Congreß wird bis zum 15. September vertagt, wo eine schließliche Erklärung der Coalition erwartet wird.(T. D. d. K. Z.) — Die Berliner Abendblätter wissen von der auf telegr. Wege der K. Z. gemeldeten Rückäußerung Preußens noch nichts. — Der Telegraph von Bromberg nach Danzig soll am 1. Sept. rem Gebrauch des Publikums übergeden werden.— Die völlige Durchfübrung der Organisation in den Hohenzollern'schen Landen wird suspendirt werden, da eine Durchführung mit Einem Schlage mit zu vielen Nachtheilen für die Verkedrsverpältnisse verbunden wäre.— Am 5. Sept. findet die Eröffnung der provinzialständischen Versammlung für Sachsen zu Meiseburg statt.— S. M. der König ist mit dem russischen Thronfolger heute um ½2 Uhr dier angekommen. * Berlin, 31. August. Der Ministerpräsicent dat in der That dir Absicht gehabt die Bevollmächtigten der Koalition zu entlassen. Der„Schwäd. Merk.“ und die„R. M. Zig.“ erbielten am Tage der Wiedereröffnung der Zollconferenzen telegraphische Depeschen aus Berlin, in denen aufs Bestimmteste mitgetheilt wurre, daß preuß. Seits die ferneren Unterbandlungen abgebrochen worden. Am folgenden Tage mußte diese Nachricht wiederrufen werden; und zwar geschab dies mit dem Zusaße, vun es einer„befreundeten Macht“ gelungen sei, Preußen von den feststehenden Entschluß des Abbruchs vorläufig obzubringen. Man war geneigt, jene erste Nachricht für eine Mystisikation zu halten, nach deren Grunde man forschte. Aus einer Correspondenz der„H. N. aber erseben wir den Zusammenbang der Sache. Hr. v. Manteuffel hatte die bestimmte Absicht, die Conferenzverbandlungen abzubrechen, und der Telegraphist des„Schw. Merk.“ war sehr gut unterrichtet, aber ihm, so wie dem Herrn. v. Manteuffel, machte sdie Erklärung des Herrn Klenze, deren Inhalt wir mitgetheilt, einen Strich durch die Rechnung. Diese Erklärung war die „befreundete Macht,“ welche Preußen von seinem Entschlusse abbrachte, und zwar um so mehr, als Hr. Klenze, wie die „H. N.- mittheilen, außer Stande war, auf Fragen, welche eine genauere Auskunft über das Verbaltenwollen Hannovers erheischten, eine bestimmte Antwort zu ertheilen, und glaubte, in dieser Hinsicht auf den Chef des hannoverschen Cabinets, Hrn. v. Schele, verweisen zu müssen. Hr. v. Schele ist nun bekanntlich in Berlin und hat mehrere Conferenzen mit dem Drn. v. Manteuffel gebalten. Wenn wir aus der Haltung der offiziösen preuß. Presse auf deren Erfolg schließen dürfen, so werden die Verhandlungen mit der Coalition nicht abgebrochen werden, sondern die Antwort Preußens auf deren Erklärung so ausfallen, daß an der Reconstitutrung des Zollvereine, nach dem Wunsche der Coalition, fortgearbeitet werden kann. — Mittelst Cabinets=Ordre vom 17. Juni d. J. hat Maj. der König bestimmt, daß die Söhne der nur mit dem Offizier=Charakter beliebenen, nicht patentirten Offiziere gleich den Söhnen der Unteroffiziers, der Regel nach nur dann die Aufnahme in eine etatsmäßige Stelle des Cadeiten=Corpe nach Maaßgabe der vorhandenen Vacanzen beanspruchen können, wenn ihre Väter eine Dienstzeit von 25 Jahren im stedenden Heere erreicht haben, wobei den Rechnungsführern der Truppen ihre Dienstzeit als selche mitzuzädlen ist. — Der Bürgermeister von Potsdam, Hr. Vever, welcher bekanntlich in Aroisen die Verfassungs= Verdättnisse des Fürstenthums Waldeck oronete, wird in Kurzem nach Potsram zurückkehren, um daselbst in seinen früheren Wirkungskreie wieder einzutreten.(D. Z.) — 30. August. Der König wird heute gegen Abend bier eintreffen und sich sofort nach Charlottenburg und morgen früh nach Sanssouct begeben.— Der Großfürst Toronfolger von Rußland wurde mit seiner Gemahlin edenfalls heute Nachmittag dier erwartet. — Die Rückkehr des Prinzen von Preußen wird zu morgen erwartet. Die Nachrichten über das Befinden des Prinzen lauten durchaus berubigend. — Der Unterstaatssekretär im Ministerium des Innern, Freiberr von Manteuffel traf gestern aus der Niederlausitz wieder hier ein. — Der Wiener Correspondent der„Franks. Zig.“ erklärt die Stuttgarter Uebereinkunft der Koalitionsstaaten als das Ergebniß cer Konferenzen des sächsischen Staatsministere Freiherrn v. Beust mit dem Grasen Buol=Schauenstein. Als nämlich die österr. Regierung den Koalitionestaaten die Erklärung zugesandt hatte, daß sie keinen Handelsvertrag mit dem Zollverein abschließen könne, wenn nicht zugleich die Zusicherung der Zolleinigung ertheilt würde, wandten sich die Kralitionsstaaten an Sachsen mit dem Ansuchen, die Vermittelung in dieter Angelegenheit zu übernehmen, da sie und zwar nicht mit Unrecht besorgten, daß, wenn Oeslerreich keinen Haueele= vertrag abschließen und anderseite der Zollverein gekündigt würde, ibnen kein anderes Mittel übrig bliebe, als unter sich einen Handelsbund zu schließen, der aber, und zwar nicht ollein wegen der kostspieligen Grenzbewachung der Betheiligten, nicht die gewünschten Resultate bringen könnte. Die sächsische Regierung, selbst diese Besorgniß tbeilend. schickte den Stoatsminister Freiderrn v. Beust nach Wien, um persönlich mit dem Grafen v. Buol=Schauenstein zu konferiren, und schon nach drei Tagen konnte der Herr Baron die telegrapdische Depesche nach Dresden senden, daß eine„defriedigende Verstäneigung“: erfolgt sei, in Folge deren denn auch Graf Rechberg nach Stuttgart gesendet wurde, um im Namen des österreichischen Kadinets jene Besorgnisse zu bebeben und den Wünschen der österreichischen Regierung die deutlichste Fassung zu geben. Da nun dieselden mit jenen der konföderirten Staaten vollkommen übereinstimmten, so war es begreiflich, daß eine Verständigung alsbald erfolgen mußte, als deren Ausbruck der in Berlin bereits übergebene Vermittelungsvorschlag angesehen werden darf. Das„C. B.“ glaubt neuen Nachrichten zufolge, haß eine definitive Entscheidung in der Zollfrage nicht vor der Rückkehr des Königs bevorstehe, die Angelegenheit sei beshalb als eine ruhende zu betrachten. Wir hören dagegen, es sei bereits gewiß, daß die Konserenzes nicht abgebrochen werden und die ganze Frage einen neuen Aufschub erhalten werde.(N.Z.) — Ueber die Stellung Hannovers schreidt das„C. B.“ u. A.: Ueber die Verhandlungen, welche bier mit Hrn. v. Schele stattgefunden haben, verlautet so viel mit einiger Bestimmtheit, daß es den Wünschen Hannovers zu entsprechen scheint, wenn Preußen die Verhandlungen fortsetzte und den vermittelnden Versuchen derer, welche im letzten Augenblicke eine Verständigung noch für möglich hielten, Raum ließe. Auch darüber sollen unzweideutige Aeußerungen vorliegen, daß die leitenden Staatsmänner des Königsreichs Hannover jede Zusage in treff eines mit Oesterreich abzuschließenden Handalsvertrages in bindender Form so lange weder für politisch, noch auch für zulässig halten, als die Erhaltung des Zollvereines nicht vollkommen gesichert ist. Das„C. B.“ bört, daß die in diesem Punkte vorliegende Entschließung unserer Rezierung sich der unbedingtesten Zustimmung zu erfreuen gebadt hat. Wenigstens werden in unterrichteten Kreifen Aeußerungen mitgetheilt, die sich nicht gut anders deuten lassen.(N. Z.) — Heute Vormittag 11 Uhr trat das Siaatsministerium zu einer Berathung zusammen. — Wie das„C. B.“ schreibt, dürfte sicherem Vernehmen nach die Abwickelung des durch die Verhältnisse seit 1848 sehr komplizirt gewordenen Liqnidationsgeschäftes nicht lange mebe verzögert werden. Namentlich soll die Exledigung der von preußischer Seite aufgestellten Liquication der in Folge d#e Malmoer Woffenstillstandes gemachten Vorschüsse und Verwendungen bevorßeben. Es waren namentlich die Entschädigungen, welche für die Nakural=Requsstionen in Jütland von Preußen in Folge der Malmoer Konvention geleistei wurden, pieher ein Gegenstand verwickelter Verhendlungen, die jegl ihrer völligen Erledigung entgegensehen. Von einzelnen deutschen Regierungen, von Hannover schon vor kangerer Zeit, sind die ciesfallsigen Verpflichtungen nicht nur auerkannt, sondern sogar bereits getilgt worden.(N. Z.) — 27. Augus. Der Minister des Innern Herr v. Westphalen ist gestern Abend hier wieder eingetroffen. Der Unterstaatssekritär Freiherr v. Manteuffel hat sich gestern Abend auf zwei Tage nach der Niederlausitz begeben. — Der Hannörersche Minister=Präsident Freihere v. Schele ist gestern Abend hier eingetroffen und hatte heuse Vormi#tag. 11 7 Uhr in Begleitung des diesseitigen Gesoncten in Hau noder, Generals der Cavallerie Grafen v. Nostitz, eine längere Unterredung mit dem Minister=Präsicenten u. Manteussel. General Graf v. Nestiz hat seine Abreise zu ren Manövern b#ei# Steitin ausgegeben. — Dem Vernehmen nach wird Se. Königl. Hoheit der Herzog von Cambridge, zur Zeit in Stettin, auch den Manövern des Gareecorpe beiwobnen. Köln, 30. Auguß. Die im Huni verhafteten Stark und Urbach von dier standen heute vor der Appikkammer des diesigen Zuchtpolizei=Gerichtes. Sie waren beschuleigt, verbotene Schriften verbreitet und ein Preßvergehen begangen zu haben, weil in jenen Brockdüren dle Angabe des Verjassers und Druckers sehle. Die Angeklagten wurcen, weil der Zeugenbewets nicht genugte, wie in erster Instanz, freigesprochen und der Haft entlassen. Nachen, 29. Argust. Heute Morgen wurde der biesige Ober=Post=Direktor, Herr Giessel, todt in seiner Stude gefunden. Der Verstordene, welcher eist vor einigen Monaten von Trier nach Aachen versetzt worden war, wollte deute nach Wiesbaden abreisen, um dort durch eine Kur seine körperlichen und geistigen Kräfte, welche in der letzten Zeit sehr gelitten zu baben scheinen, wieder herzustellen.(Aad. Z.) Kassel, 29. August. In der ersten und einstweilen letzten öffentlichen Sitzung der zweiten Kammer war die eine Hälfie der Tribüne, wenn sie auch nicht sehr greß ist, doch ziemlich von Zudörern besetzt, und im Eingange des Ständehauses eine milttärische Besatzung von etwa 25 Mann ausgestellt. Der Abgeordnete Knech von Wasenberg entwickelt unter den ländlichen Abgeordneten bis jetzt die größte Thätigkeit, indem er in den gebeimen Sitzungen vielfache Anträge stellt über Alles, was ihm an der Gesetzgedung seit 1848 nicht dienlich scheint, so über Abschaffung der Civilehe, Einführung der Prügelstrafe bei Bettlern, Lauestreichern, gegen das übermäßige“ Halten von Bied eurch die Undemittelten(welcher Antrag von der Kammer jeroch nicht acceptirt wurce), gegen die Holzvertheilung aus Staatewaldungen durch die Bürgermeister u. s. w. Alle diese Anträge sind mit selbststäneigen Metiven verseben. Auch äußerlich macht sich der Mann in seiner sog. Schwälmer Tracht(weißen oder Funkeldlauen Rrck und goloverbrämte Delzmüße) demerklich. — In der Regierungeproposttion über das Anleden giebt die Regierung, bei Anführung des Deficite in den Einnadmen, die Bemerkung, daß dasselbe durch„zu niedrigen Steuersag“ entstanden sei. Man glaubt darin eine Andeutung siuren zu müssen, daß die Regierung bei ihren Deckungsvorschlägen auf Erhödung der Steuern antragen wird. Dagegen dürfte sich denn freilich eine Orposition in den Abgeordeten finden. Uebrigens verkennt die Mehrzahl verselben idre Stellung nicht. Sie wissen sehr wodl, eaß ihnen keine eigentliche gesetzgeberische Befugnisse eingeräumt sind, sie vielmehr nur eine begutachtende und beratbende Stimme haben, ader keine endgültig beschließende, und daß so ihr Verdältniß zur Regierung iin ganz anderes sei, als das früherer Kammern. Die Start Kassel ist bekanntlich nicht in der Kammer vertreten, und es ist zweifelbaft, od wädrend dieser Sitzung noch ein Abgeoreneter in die Kammer gelangen wird, indem dessen Wadt an die Genedmigung des neu erwählten Stadtraths und der Ausschußmitglieder von Seiten des Ministeriume geknüpft ist. Diese Genedmigung ist nech nicht erfolgt und wird, wie es scheint, auch sodalo noch nicht erfolgen. — Noch fortwährend wird rie Behörde mit Anklagen bald wegen Majestätsbeleidigung, dald wegen anderer Preßvergehen rurch die edematigen Revakteure der Hornifse, Kellner und Heise, deschäftigt. So wird unter dem 21. k. M. ein nicht zu behäneigen gewesenes Urtheil gegen rieselden wegen Beleieigung eines Genedarmen durch die Presse verkündet, welchte gegen den Dr. Kellner 20 Tidir., gegen Heise in Berücksichtigung des Wiererdolungsfalls 25 Rdkr., eveut. Gefängniß erkennt. Demnächst wird denn auch der übliche Steckdrief erlassen werden. Die Verurtdeilten definden sich übrigens in Loncon. Auch der Befreier Kelinere, Soldat Zinn ledi kort, und zwar in sehr günstigen Verhältnissen, wie dies aus einem Briefe an seinen Vater deivorgeht, welchem übrigens in Feige der That seines Sohnes viel Ardeit entzogen ist. — Die Taxe für das Weiedier wird nicht, wie man hoffte, für ren nächsten Monat nierriger gestellt, und nur das Weizendier solögt 4 Heller pr. Moaß ab. Dagegen wird mittelst besonrerer polizeilicher Oekanntmachung vom 1. Sepi. an der Gebrauch von nur geaichten Gemäßen, auch auf den Felsenkellern, angeordnet. Die Gastvalter, auf letzteren daben beshald die Erlaubniß erwirkt, daß die jetzt im Gebrauch besinelichen Flaschen geaicht werden dürfen nach ihrem wirklichen Inhalt(1½ Schoppen) und hierfür der Preis von 1½ Ser. genommen werden dart. ein Zugestäneniß, welches in der Biltigkeit lege, va gerade jeue Wirthe an Flaschen bedeutende Auslagen haben, und gerade jetzt die Alche verselben einen Theil des Gewinns wegnimmt. — Boe einigen Togen hat sich der Sergeant H. im Garveregimcat erschossen; man glaubte allgemein, auf Veranlassung eines 24stüneigen Arrests wegen eines, wie die Strafe schon bezeichnet, sehr unbedeutenren Vergedens. Wenn dieser Umstand auch die nächste äußerliche Veranlassung gewesen sein mag, so lag rer Tdat roch, wie man von näderen Bekannten des Unglücklichen hört, eine allgemeine Unzufriedenheit mit seiner Lebensstellung zum Grunde. Kassel, 31. August. Die Abgeordneten zur zweiten Kammer der Lonestände haben mit Ausnadme der Mitglieder dre Verfassungs= und Rechtepflege= Aueschlusses und der Sekretäre abermels Urlaud erdalten; ihr Wiederzusammentritt dürfte im Laufe des Oktober erfolgen.(Kass. Z.) Fraukfurt. 30. Aug. Der k. preußische General=Lientenant v. Gonin ist gestern hier eingetroffen, um die vier liegenden, zu seiner Division gekö#enden preußischen Truppeniheile zu inspiciren.(Fr. J.) Ausland. Echweiz.— Eidg. Uebungslager. Korr. vom 27. Gestern hatten die eidg. Wehrmänner in Thun einen prachtvollen Tag. Dem Zuschauer erschien das Lagerleben bei dem berrlichen Wetter und den großartigen Umgebungen wie ein Nationalfest, und es war dies gewiß auch für unsere Krieger. Hell und freundlich stehen die langen Reihen der wohlgeordneten Zelte da, umgeben in weiten Kreisen von Bergriesen nud Gletschern, weiche Abends ringsum im Sonnenschein erglübten und angenedme Kühlung über die liebliche Thuuer=Ebene ausgossen. Bei eingetretener Nacht lagen dann Lager und Berge in mildem Monoscheine da, überall ertonte Gesang, Trompeten und Pauken, überall Lust und Frohlichkeit. Die Mannschaft des Lagers ist in zwei Brigaden eingetheilt. Die eine Brigade manövrirte auf der Allmed; die andere machte in den weitern Umgebungen Feld=Manöver, und kehrte erst Nachts 9 Uhr ins Lager zurück. Die Brigade, welche im Lager zurückgeblieben war, bestand aus den Bataillonen von Luzern, Waadt, Bünden und Freiburg. Das beste dieser vier Vataillone ist unstreitig das Bündnerische. Die Lagerzett wird tüchtig benützt. Die Mannschaft wird von früh bis spät gehörig in Atbem gehalten. Der Geist der im Lager herrscht und der Gesundheitezustand sind, wie man sie nicht besser wünschen könnte. Doch sollen Offiziere und Soldaten sich gar sehr nach Landsmannschaften zusammengesellen, statt sich außer den Uebungen möglichst zu vermischen. Besonders die Freiburger schließen sich dem Vernehmen nach ganz von den übrigen Wehrmännern ab und bilden im Lager einen völligen Sonderbund. Sonst aber dürfte das Lager für die mehrmännische Ausbildung der Mannschaft, besonders der höhern und niedern Offiziere und für die Belebung des eidg. Sinnes und Geistes gute Früchte bringen. — Nach dem„Narrateur“ ist das Freidurger Vataillon am 22. nabe daran gewesen, entwaffnet nach Bern geführt zu werden. Die Soleaten lebnten sich gegen die Offiziere auf— weil sie die Messe nicht gebört hatten! — Von der Basler Batterie.(Korr. vom 27. August.) Am 24. August waren wir vor den Thoren Thuns, woselbst uns Oberstlieutenant Funk mit der waadtländer Vatterie in Empfang nahm. Die Leute, wenn auch theilweise durch schlechte Witterung ermattet oder mit wunden Füßen bebaftei, begrüßten freudig ibre schweizerischen Kameraden und Waffenbrüder. Wir bezogen die 14 Zeite vorn, rechts vem Polygon, und bald wurde gehämmert, gegraben, Streb gefaßt und Küche aufgeschlagen(die Batterie Nr. 8 legt Ehre ein); am Morgen des 25. hatten wir noch Rasttag, doch gleich Mittags wurden zwei Piecen zu den Brigademanövers beordert; wir wurden der angreifenden Partei zugetheilt und mußten Kreuz und Queer, neben Feldern und Gärten und Bächen den Frind verfolgen, der sich neben Thierachern, Wale und Uedisch zurückzog; spät kehrten wir zurück, beneidet von der Bedienung der übrigen Geschosse, neiche mit Geschütztbeorie bebellgt wurde. Gestern war es noch lebhafter, sämmtliche Mannschaft, in zwei Brigaden eingetheilt, rückten zum Mansvriren vor, eine Brigade vertheidigte die beiden Lünetten, neben dem Polygon, Kavalleriechargen wurden ausgeführt, Plänklerseuer, Rotten= und Bataillonsfeuer wechkselten ab, die Kannonen und Haubitzen brummten den Baß, die Feldärzte besorgten zum Schein die Blessirten, die Kanonire mußten auch über Gräden und Hecken weg, doch lief das Ganze glücklich ab; am Abend feierte ein Theil der Mannschaft den Jahrestag der Schlacht bei St Jakob. Heute Nacht wurden wir durch Platzregen gebörig eingeweicht und diesen Morgen sind wir aufs Schlittschuhlaufen beschränkt. Doch ich höre zum Appell blasen, für heute also genug. Kranke keine. — Wie der Bund berichtet, hat Hr. Dr. Schmiedlii von Basel voln eidg. Zolldepartement den Auftrag erhalten, eine populäre, belehrende Wirerlegung der bekannten Schutzzellpetitionen auszuarbeiten. Es wird damit bekanntlich einem Beschluß der Bundesversammlung entsprochen. Orient. Alerandrien, 20. August. Der Eisenbahnbau zwischen hier und Cairo wird alsogleich in Angriff genommen und soll in 3 Jahren vollendet werden. — Bombay, 25. Juli. Man befürchtet, daß der Dampfer„Henoba“, welcher am 14. Juli nach Madias gesegelt ist, verbrannt sei.— — Rangun, 22. Juli. Die Birmanen sollen zu 50,000 Mann stark sich konzentriren wollen, um die englischen Truppen energisch anzugreisen.— General Godwin wird nur 10,000 Mann gegen Ava führen..(Telegraph. Dep.) Dänemark. Kopenhagen, 28. August. Die heute auszegebenen Blätter bringen die Nachricht, daß im Dänischen Kabinet die Schleifung der Festung Rendsburg fest beschlossen sei. Die Dänen jubeln darüber! Fraurreim.—%° Paris, 30. August. Der Moniteur replicirt auf die Antwort der Times folgendes:„Die Regierung bekümmert sich nicht um Injurien. Sie antwortet nicht darauf; aber wenn es sich um Thatsachen handelt, die verwegener und beschimpfender Weise entstellt werden, so ist es immer ihre Pflicht die Wahrdeit herzustellen.— Die Times, einer vorsätzlichen Anschwärzung überführt, vertheidigt sich nur mit neuen Verläumdungen. In ihrer Nummer vom 28. August behaupter sie, daß 1200 barmlose, unbewaffnete Personen am 2. Dezember von trunkenen Soldaten in den Straßen von Paris ermordet worden seien.— Die Widerlegung einer solchen Verläumdung findet sich in ihrer Uebertreibung selbst.— Jedermann weiß es: das offizielle Ergebniß hat die Zahl der während des Aufstandes getödteten Personen auf 380 festgestellt; dieß ist ohne Zweisel schon zu viel. Was die zufällig verwundeten Persouen betrifft, so erbebt sich glücklicherweise ihre Zahl kanm auf 8 oder 10.— Im Angesicht positiver Dokumente gegenüber lügenhaften Behauptungen möge man über die Ehrlichkeit des Journalisten urtheilen!“ Diese Entgegnung hilft zu nichts, denn die„positiven Dokumente“ sind von den Beamten L. Navolcons aufgestellt. Das ehrliche Gewissen draucht sich vor der Wadrheit nicht zu fürchten, und noch weniger vor der Lüge. Warum ist denn die französische Presse in der Zwangsjacke, warum ist der Correspondent des Morning Advertiser mit der Ausweisung bedrobt worden, wenn er im bisherigen Tone zu schreiben fortfährt. Auch Correspondenten anderer englischer Blätter sind gewarnt worden. Das hilft aber nichte; denn es finden sich immer wieder andere Correspondenten, welche noch schärfer schreiben. Wenn denn in Frankerich mehr Freiheit und Glück ist, warum sind die französischen Zeitungen nicht so frei, wie die englischen? Alle Menschen spielen geune den Propheten, aber lächerlicher nimmt sich Niemand als svicher aus, wie Thiers. Als Berryer ihn bei seiner Rückkunft nach Paris besuchte, soll Jener ausgerusen haben:„Habe ich es Ihnen nicht schon im Oktober v. J. gesagt:„Das Kaiserihum ist gemacht!“ Warum hat denn Thiers Alles gethan um es herbeizuführen; warum er durch den Verrath an der Verfassung ein unchtliches Intriguantenspiel, durch welches man die gegebenen Gesetze und Volksrechte wieder umstürzte, den Staatsstreich mit vorbereiten beifen? Das Kaiseithum wiro übrigens, wie ich schon oft schrieb, bestimmt noch in diesem Jahre gemacht. Nachdem die Generaträtbe auf Commando sich geäußert haben, wird der Snat unm tiellar nach seinem Zusammentritt ans Werk schreiten. Die Reise Louis Bonapartes nach dem Süden, welche von der Mitte Sept. d.s zur Mitte des Oktober dauern wird, ist als die letzte Vorbereitung zu betrachten.— Inzwischen gehen die verschiedenen kaiserl. Einrichtungen der Krönung voraus, z. B. der Staatsministerposten Foulds näbert sich immer der Bedeutung, welche er unter dem Kaiserreiche hatte.— In Naates ist eine Flugschrift„Falstaff“ saisirt worden, welche Anlaß war, daß der Verfasser von einer darin beleidigten Person im Hippodrome öffentlich gereitpeitscht wurde. Beide Personen sind verbaftet.„ Kürzlich stellte Bischof Pallegoir, so meldet die Tribüne in Beaune, apostolischer Vicar von Siam, in einer Privataudienz dem Präsidenten der Republik zwei junge Siamesen vor, welche ihn begleiten. Diese Kinder, in ihrer Nationaltracht, warfen sich, nach dem Gebrauche ihres Landes, dreimal vor dem Präs. nieder und hiellen in siamesischer Sprache an ihn folgende Rede: „Wir Xom und Keo, Kinder des Königreichs Thai, bitten um die Erlaubniß uns niederwersen zu dürsen, um demjenigen unsere Huldigung zu bezeugen, welcher das Land Frankreich deherrscht. Wir bitten den Herrn des Himmels und der Erde Euer Hoheit zu beschützen, damit sie diese große Nation in Frieden und mit großem Ruhme regiere, und daß er Ihnen ein Leben des Glückes bis zu tausend Jahren verleihe.“(Durch den Gebrauch geheiligter Ausdrücke bei den Siamesen und ihren benachbarten Völkerschafteu zur Begrüßung ihrer Fürsten.) Hierauf boten die jungen Siamesen dem Präs. der eine Schachtel aus Japan mit Blumen und Verzierungen aus Elsenbein in verschiedenen Farben; der Andere ein Album von chinesischen Gemälden, welche Fürsten, Fürstinnen und Mandarinen von China darstellen. Nachdem L. Bonaparte aus den Händen der jungen Siamesen die Geschenke und das Papier, auf welchem ihre Anrede geschrieben stand, entgegengenommen, las er die unten befindliche Uebersetzung und lächelte bei dem letzten Wunsche derselben. Er hieß die Kinder aufstchen, sich setzen und dankte ihnen mit Wohlwollen. Pallezoir setzte hierauf den Gegenstand seiner Mission von Seiten des Königs von Siam auseigander, welcher darin bestand, seine Freude zu bezeugen und seinen Glückwunsch darzubringen, zu der Erhedung Bonapartes zur Präsidentschaft. L. Bonaparte äußerte daß größte Erstaunen, daß der König von Siam sich persönlich um ihn bekümmere; der Prälat aber erwiederte, daß man am Hose von Stam großes Interesse an seinem Wohl nehme; daß der Ruhm und das Porträt seines Onkels in Siam populär seien, wie in der übrigen Welt.— Der Bischof eröffnete hierauf den Wunsch des Königs von Siam, mit Frankreich die commerciellen und freuneschaftlichen Verbindungen wieder anzuknüpfen, welche zur Zeit von Ludwia XIV abgeschlossen worden waren. Er wurde soiche mit aller seiner Macht begünstigen und namentlich die Franzosen beschützen, welche sich zu dem Ende seiner Besitzungen einfinden würden. Bonaparte versprach darauf einzugehen und hierauf dat der Bischof um die Gunst, daß Jener: den Druck des Siamesischen Worterbuches auf Staatslosten bewilligen möge, welches er fertig mitgebracht bat. Nav. versprach sich mit der Sache zu beschäftigen und schenkie jedem der Knaben eine Radel mit einem goldenen Adler mit ausgebreiteten Flügeln und Diamanten. Der Druck des Wörterbuches soll bald beginnen. Es ist das erste, welches in der Sprache Tai herauskommt und ist in 4 Spalten eingetheilt; eie erste für das siamesische, die Aussprache darstellend; die zweite für das Siamesische in den TaiBuchstaben; die dritte enthält die lateinische Uebersetzung; und die vierte eine Uebersetzung im Englischen, der einzigen eurapäischen Sprache, welche in jenen Ländern weiter verbreitet ist. Die jungen Siamesen sollen deim Setzen der Siamesischen Buchstaben heifen. Pariser Börse vom 31. 4 12% F. 104, 75; 3% F. 75, 80. * Amerika. Mit dem Dampfer„Niagara“ ist schon wieder eine Post aus New=Yoik gekommen, welche bis zum 17. August reicht. Noch kurze Zeit und wir haben wahrscheinlich unsere tägliche Post daber, wie aus London.— Aus den Freundschaftsinseln reichen Nachrichten bis zum 26. Mai. Die streitige Souveranität über diese Insel ist endlich######urch beigelegt, daß der älteste Soha der Königin Pomare, als König von Naiatea, der zweite Sohn, als Köniz von Huahina, und ihre Tochter, als Königin von Bolobolo anerkannt ist. Die Letztere wird den Fürsten Kamehameha von den Sandwichsinseln heirathen.— Im Senat zu Washington kam eine interessante Debaite in der Fischereiangelegenheit vor. Senator Seward suchte die Parteidifferenzen zwischen ihm und dem Präsidenten auszugleichen. In seiner sachkundigen, aber sehr friedlich gestimmten Rede wieß er nach, daß England weit entfernt, seine Marine in der Näbe der nordamerikanischen Provinzen verstärkt zu haben, dieselbe während der verflossenen 12 Monate um 33 Kanonen vermindert habe.— Die dießmaligen Neuigkeiten aus Kalisornien sind interessanter. Der Osten stößt immer gewaltiger an den Westen. Bei Abgang des Dampfers waren in din letzen Wochen wieder 4000 Chinesen angekommen.— Cines der größten Stücke Gold, das je nach San Franzisko gebracht worden, ist in Viacita gefunden worden, 60 Zuß unter der Oberfläche. Es wiegt 26 Pfune und ist 5400 Dollars werth. Die Minen geben überhaupt gute Ausbeute. Das Wasser fällt im ganzen Lande rasch. Lange Kanäle werden nach den goldreichen Plätzen gebaut, um sie mit Wasser zu versorgen.— Die Chinesen machten sich sofort nach den Minen auf, wo sich die Goldgräber ihrethalben wieder beruhigt haben. Der 4. Juli wurde in San Franzisko mit großem Aufwand mit einer langen Procession gefeiert. Bemerkenswerth in derselben war eine lange Reibe von Chinesen, in reicher Kleidung, mit einer ungeheuren Nationalfahne von roiher Seite, auf welcher der kaiserliche Drache in Gold ge## stick der T auch D ist u über den nie 5 □ wie Gesin macht schlag mitger In Merik sie hä ner vo walt melt h kurz d aus. wendet Die C dreas: werden Stollen In deutsche Von neral 8 Chili u ging. und err biete. über seil Priva gelang um auf departem zu verstl Nacht ren der Stellen In Ve Jamaica Australier Ueber deklaritter Häuser# Die M sprechend. In Süit an.— T auch gestor — Eine rufen, kam Dorse in hört auf de einiger Zeit Sohn erhär wohnenden hängten ab, Stocke so I geleckten m pricht. — Das errichtet, wo übergesiedelte semnent führt Aufschrift:„ hat 14 Billa Zimmern sin ausspindeln, Glas Wasser — An de Probeblätter zeitung“ aus Kuronhsche kleidungs=Aka tailleur,“ Er kunst,— und Cleganten, V (Landwi sellschaft zur den ward fol den Milzbran Das Einimpfe werden, noch schon von der scheinungen stimmen im bei gehöriger sehr gering. und deehalb werden, um# sellschaft beschl anstellen zu la zu veröffentlich lich um so int Jahre circa 60 nen Capitalver sischen Zeitungen nicht so frei, Propheten, aber lächerlicher wie Thiers. Als Berryer esuchte, soll Jener ausgeruschon im Oktober v. J. geWarum hat denn Thiers rarum er durch den Verrath riguantenspiel, durch welches echte wieder umstürzte, den ich schon oft schrieb, beNachdem die Generaträtbe ##rd der Senat unm tiellar schreiten. Die Reise Louis in der Mitte Sept. d.s zur die letzte Vorb=reitung zu rschiedenen kaiserl. EinrichStaatsministerposten Foulds er unter dem Kaiserreiche kaff“ saisirt worden, welche darin beleidigten Person surde. Beide Personen sind * neldet die Tribüne in Beeiner Privataudienz dem amesen vor, welche ihn beltracht, warfen sich, nach r dem Präs. nieder und gende Rede: nigreichs Thai, bitten um rn, um demjenigen unsere and Frankreich deherrscht. der Erde Euer Hoheit zu in Frieden und mit großem Leben des Glückes bis zu Gebrauch geheiligter Aushbarten Völkerschafteu zur m Präs. der eine Schachjungen aus Elfenbein in dum von chinesischen GeMandarinen von China den Händen der jungen auf welchem ihre Anrede er die unten befindliche Wunsche derselben. Er sankte ihnen mit seiner Mission von Seielcher darin bestand, seine ch darzubringen, zu der L. Bonaparte äußerte Siam sich persönlich um , daß man am Hose von nehme; daß der Ruhm opulär seien, wie in der lerauf den Wunsch des merciellen und freunen, welche zur Zeit von Er wurde soiche mit tlich die Franzosen beitzungen einfinden würn und hierauf bat der Druck des Siamesischen noge, welches er fertig er Sache zu beschäftigen mit einem goldenen Adten. Der Druck des Tai herauskommt und is siamesische, die Ausmesische in den TaiUebersetzung; und die einzigen eurapäischen breitet ist. Die jungen sen Buchstaben heifen. 75; 3% F. 75, 80. gara“ ist schon wieder bis zum 17. August scheinlich unsere täglihten bis zum 26. Mai. st endlich###urch beinare, als König von Huahlaa, und ihre ist. Die Letztere wird inseln heirathen.— ssante Debatte in der suchte die Parieidiffezugleichen. In seiner de wieß er nach, daß käbe der nordamerikarährend der verflossehabe.— ien sind interessanter. Lesten. Bei Abgang ieder 4000 Chinesen #ld, das je nach San den werden, 60 Zuß id ist 5400 Dollars deute. Das Wasser erden nach den goldversorgen.— Die uf, wo sich die Goldr 4. Juli wurde in er langen Procession ne lange Reibe von uren Nationalfahne Drache in Gold gestickt war. Sie sollen 12,000 Dollars aufgeboten haben, um an der Prozession Theil nehmen zu können.— Die Nachricht von der Ernennung von Pierce und King hat auch hier Staunen erregt; aber bald feierten die Demokraten in großer Freude die Wabl mit 150 Kanonenschüssen.— Der Entreckungszug. um auf der Charlotteninsel Gold zu suchen, ist unverrichteter Dinge wieder zurückgekebrt. Er ist aber dennoch überzeugt, daß viel Gold da ist, nach dem zu schließen, welches in den Händen der Indianer sich befindet. Die Huesen=Bai=Compag= nie beutet eine Ader mit einigem Erfolg aus.— San Frauzisko und ganz Calisornien ist in einem Aufschrunge wie nie begriffen. Die Lynchjustiz hat, wie früher in Teras, das Gesindel zur Ruhe gebracht, und nun wird allenthalben mit Riesenmacht gearbeitet. Indianer, welche gestohlen und Goldgräber erschlagen hatten, sind von amerikanischen Truppen umzingelt u. hart milgenommen worden.— In Mariposa herrschte große Aufregung, weil die Amerikaner die Merikaner nicht Gold graben lassen wollten, weil sie behaupteten, sie hätten ein älteres Recht zu den Gruben. 300—400 Merikaner von einigen Franzosen angeführt wollten ihren Willen mit Gewalt bebaupten. Als aber 200 bewaffnete Amerikaner sich gesammelt hatten, zogen jene sich zurück. Die Amerikaner beschlossen kurz darauf alle Fremden zu verjagen und führten den Beschluß aus. Ein vertriebener Merikaner hatte schon 1300 Dollars aufgewendet, mußte aber froh sein, mit dem Leben davon zu kommen. Die Gold=Gräber am Coorson's=Bach, bei Angels und San Andreas verdienen täglich 12 Dollars(17 Thir.). Neue Goldminen werden wöchentlich gefunden. Die Bai=Staie=Compagnie hat einen Stollen von 500 Fuß angetrieben durch einen soliden Quarzfeisen. In San Franzisko ist kürzlich eine französische, spanische und deutsche Zeitung gegründe“ worden. Von Ecuador sind Nachrichten vom 28. Juli eingetroffen. General Flores ist gänzlich geschlazen worden, weil der Dämpfei Chili mit einem gropen Theil seiner Streitkräfte zum Feinde überging. Flores war genötbigt durch den Feind sich durchzuschlagen und erreichte mit knapper Noth Tombez, auf dem peruanischen Gebiete. Die New=Yorker Zeitungen bringen spaltenlange Berichte über seine Niederlage, welche wir vielleicht nachbolen können. Privatbriefe melden, daß, als nach Poita(Peru) die Nachricht gelangt sei, daß Schiffe die vereinigten Staaten verlassen hätten, um auf den Lebosinseln Guano zu holen, der Präsekt des Norddepartements Befehl gegeben habe, die Garnison auf den Juseln zu verstärken. Nachrichten von Panama bis zum 1. August melden das Aufhören der Cholera. Auch auf den Isthmus sind an verschiedenen Stellen reiche Goldlager gefunden worden. In Valparaiso geben die Silberminen gute Ausbeute.— In Jamaica herrschen noch die Plattern und die Auswanderung nach Australien ist sehr stark.— Ueber Minesota(das Land binter Wiskonsin; es ist noch kein deklaritter Staat) brausete ein Orkan, der beitigste den man erlebte, Häuser wurden demolirt, Bäume mit der Wurzel ausgerissen. Die Mais= und Baumwollenernte im Mississippigebiet ist vielversprechend. In Süd=Carelina richtet der Baumwollenwurm große Verbeerung an.— Die Frau des verstorbenen Präsidenten General Taylor ist auch gestorben.— Vermischtes. — Eine originelle Art, einen Selbstmörder ins Leben zurückzurufen, kam vor Kurzem, wie die Köingsb. Zig. erzählt, auf einem Dorfe in der Näbe von Passenbeim vor. Eine dort wohnende Frau hört auf dem Boden ihres Hauses ein Gepolter, und als sie nach einiger Zeit der Ursache desselben nachgeht, findet sie oben ihren Sohn erhängt. In ihrer Herzensangst ruft sie den in der wohnenden Schulmeister herbei. Dieser kommt, schneidet den Gehängten ab, legt ihn auf den Boden und bearbeitet ihn mit einem Stocke so lange, dis das wiederkebrende Leben sich bei dem also Zugedeckten m der Bitte, man möge ihn doch zufrieden lassen, ausspricht. — Das größte Kaffeehaus in Eurepa ist so eben in der Stadt errichtet, wo überbaupt das erste Europäische, aus dem Orient übergesiedelte Kafftehaus eristirte, nämlich in Wien. Das Etablissement führt keinen prunkenden Titel, sondern nur die bescheidene Aufschrift:„Leander Prasch, bürgerlicher Kaffesieder." Das Lokal hat 14 Billards, ist mit 150 Glasflammen erleuchtet, und in allen Zimmern sind Spring=Fontainen, die das ausgezeichnetste Wasser ausspiudeln, so daß jeder Kaffeetrinker sich aus den Bassins das Glas Wasser zum Nachtrinken selbst schöpfen kann. — An den Schaufenstern der Buchhändler in Berlin bängen Probeblätter der in Dresden erscheinenden„Europäischen Modenzeitung“ aus, die wörtlich folgenden ausführlichen Titel führe: „Europäische Modenzeitung, technisches Organ der allgemeinen Bekleidungs=Akademie, redigirt von Gustav Adolph Müller,„marchandtailleur,“ Erfinder des trigonometrischen Systems der Zuschneidekunst,— und Klemm jun., früher Redakteur des Phönir und des Eleganten, Verfasser mehrerer Werke über Bekleidungskunst“. (Landwirthschaftliches.) In der letzten Sitzung der Gesellschaft zur Beförderung der Thierarzneikunde in den Niederlanden ward folgender Bericht über den Nutzen des Cinimpfens gegen den Milzbrand von der dazu niedergesetzten Commission erstattet: Das Einimpfen übt keinen schädlichen Einfluß weder auf das Feitwerden, noch das Milchgeben des Viehes, ist im Gegentheil unter schon von der Seuche ergriffenen Heerden hierfür vortheilbaft. Die Erscheinungen, welche man an den geimpften Thieren wahrnimmt, stimmen im Wesentlichen mit denen bei dem Milzbrande überein; bei gehöriger Impfung ist die Sterblichkeit im Verbältniß zur Zahl sehr gering. Es ist aber schwierig, guten Impfstoff zu erbalten, und deehalb konnten noch nicht binlängliche Proven angestellt werden, um den Nutzen über allen Zweitel zu erbeben. Die Gesellschaft beschloß baher, durch die Commission noch mehre Versuche anstellen zu lassen und dann einen ausführlichen Rapport darüber zu veröffentlichen.— Für die Niederlande ist die Sache augenblicklich um so interessanter, als allein der Provinz Friesland in einem Jahre circa 60100) Stück Vieb der Krankheit erlegen sind, was einen Capitalverlust von circa 600,000 Fl. ausmacht. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 31. August. Freiw. Anl. N. Pr. Sch.=Vr. bito von 1852 Si. Sch.=Sch. Bank=Anthl. Prämiensch. d. Seeb. à 50 Nach=D=E Akt. Bergisch=Mrk. desgl. Prior. desgl. II. Serie Cöln Mindner desal. Prior. desgl. II. E. Düssel.=Elders. desgl. Prisr. desgl. Prior. Prinz Wilbelm Die Ultims= Liquidation wirkte hemmend auf das Geschäft und die Course stellten sich meist eiwas niedriger, am Schluß der Börse zeigte sich jeroch wieder einige Festigkeit. Preußische und ausländische Fonds ohne wesentliche Veränderung. Frankfurt, den 31. August 1852. Oesterr. 5 Metallig. in Silder bei R. 95⅛(9. Osterr. 5% Metalligue. 82 P. 81% G. desgl. 4½% 73¾ bez. ½ desgl. 4% 65% w desgl. 1% 16% P. Kurbessische 40 Tdlr. Loose 34¾ 2 Friedr. Wilbelm Norddahn exel. Zinsen 50% T. Spanische 3% exel. Zins. G/ Per. Badische 35 Fl. Loose 45½ P. — 7.— 44 1/ G. G. Geldcoure. Marktbericht. Poderborn, den 1. Sepidr. Weizen(der preuß. Schessel 2 Thi 6 ca. Roagen 1 Thir. 29 Sgr. Gerste 1 Tdl. 14 Sg. Haser Tdl. 23 Sg. Kartesseln Thi. 19 g. Erbsen 2 Thl. 2 Sg. Linsen— Thlr.— Sar. Bodgen 2 Thir.— Sar. Butter a Psd. 5 Sgr. 10 Pf. Heu vr. Crr. a 110 Pfund 18 Sar. Strod, vr. Schock a 1200 fl 5 Tdir.— Sgr.— 2|. Brod 8 K 6 Sgr. 6 Pf. Neuß, den 31. Aug. Weizen nach Qualität 2 Thir. 10 Sgr. bis 2 Thir. 14 Sg. Roggen 1 Thir. 24 eg. bis 1 Thl. 28 Sg. Wintergerste 1 Thir. 11 Sg. Com.= 1 Thu. 11 Sg., Buchweizen 1 Thl. 18 Sgr. Hafer 1 Thlr. Ser. Erdsen— Thir.— Sa. Rübsaamen 3 Thl. 2 Sgr. Kartoffeln— Thlr. 17 Sgr. Heu pr. Ctr.— Thir. 20 Sge. Strod v. Schock 4 Thir. 5 Sgr. Schwarzbrod von 13 Pfd. 8 Sgr. 4 Pf. Neuß, den 31. Aug. Kleiner Samen 2 Tdir. 25 Sg. Rüböl per Ohm 282 Pfd= ohne Faß 28 Thir. 15 Szr. dito per Mai— Thir. dite per Okroder 29 Thlr.— Sgr. Leinöl per Ohm— Thlr.— Sgr. Rüdluchen per 1000 Stück Stampf 32 Thl. Preßkuchen, per 2000 Pfund 27 Tdir. Leinkuchen p. 2000 Pfund 56 Thlr. Branntwein, der Ohm zu 123 Quart zu 47%(ohne Maklergeld) 15 Thir. 10 Sgr. Gereinigtes Oel 29 Thlr. 15 Sgr. Getreide und Rübol mit beschränktem Geschäft. Auf dem gestrigen Weidviehmarke herrschte ein recht lebhafter Verkehr. Es waren 364 Stuck aufgeführt, wovon 324 Stuck verkauft wurden.— inzial1h Minden, 30. August. In der Nacht vom 14. zum 15. c. gebar eine Bauerntochter, welche bei ihren Verwandten in dem Dorfe Veltheim den Dienst einer Magd versab, heimlich ein Kind. Des Morgens giag dieselbe wie gewohnlich mit einem Kübel nach der an der Weser delegenen Weide zum Melken der Kühe. Auf dem Rückwege von der Weide trifft sie einige Milchmädchen aus demselben Dorfe und äußert auf die frechste Art gegen diese, daß sich die Leute doch mit ihrer Schwangerschaft geirrt hätten, was die Zukunft beweisen werde. Nach der gleich darauf,— in Folge dieses Gesprächs geschöpften Verdachts— gewaltsam vorgenommenen ärztlichen Untersuchung des Märchens, bestätigte sich derselbe und nach langem hartnäckigen Leugnen gesteht dieselbe, das Kind des Morgens in dem Milchkübel weggetragen und in der Schlacht an der Weser verscharrt zu haben. Dem ärztlichen Urtheile nach ist das Kind gemordet und wird die Mörderin in der nächsten Schwurgerichtssitzung zu Herford abgenitheilt werden — In voriger Woche soll sich der Posthalter Weissig zu Bückeburg in seinem Zimmer erschossen haben; der eigentliche Grund hierzu ist noch nicht lautbar geworden, es hat sich beiläufig nur das Gerücht verbreitet, daß er etwas irre gewesen sein soll. Die Auswanderung nach Amcrika ist in hiesiger Gegend noch immer ganz großartig; seit 3 Tagen wurden von hier aus wittelst Eisenbahn und Dampfschiffen circa 600 Personen befördert. * Herford, 29. August. Wir haben kürzlich von der Gründung des dier coneessionirten Handgespiunst=Leinen-Vereine berichtet. Derselbe hat es hauptsächlich auf die Coneurrenz mit Bielefeld abgesehen. Ob es aber jetzt, wo das Maschinengespimst das Handgespinnst jeden Tag mehr verdrängt, wo wir sogar mit unserer tausendjährigen Industrie vom Welthandel durch eas irische Maschinengarn verdrängt werden sind, bloß weil wir bei dem kostspteligeren Handgespu nze zu lange geblieben waren,— an der Zeit ist. das Hanegespinnst noch besenders zu begünstigen ist sehr zu bezweiseln.— Mehr Erfolg verspreche ich mir von der in der Aussübrung nun fast vollendeten Teppichfabrik dabier, welche viel von sich reden macht, u. über die ich nähere Details noch nicht erfahren konnte. * Güterslob, 30. Angust. Das neue Gymnasialgebäude d#bier ist fast ganz sertig und soll, dem Vernehmen nach, noch vor Eintritt des Winters bezogen werden. * Bielefeld, 30. August. Vom 7. bis 12. Sept. werden in unserer Gegend die Divisionsmanöver abgehalten. Bei Scherpel soll zwei Nächte im Freien divouakirt werden. kluch der Prinz v. Preußen wird dazu erwartet und bereits in einem hiesigen Gastrose passende Wohnung bereit gehalten.— Der hiesige Flachsbauverein hat kürzlich eine Generalversammlung gehalten, in welcher über das Gedeihen des Unternehmens Bericht erstattet wurde. Das 2 Bogen lange Protokoll werde ich dieser Tage einsenden. Paderborn, 31. August. Gestern Nachmittag wurden in feierlichem Schulaktus in der Aula des hiesigen Gymnasiums die Abiturienten entlassen. Idrer waren 41, kein Schüler der Oberprima war vor dem Eramen zurückgetreten und keiner darin durchgefallen. Von ihnen werden 99 der Theologie, 6 der Rechtswissenschoft, 3 der Horstwissenschaft, 1 der Arzneiwissenschaft, 1 dem Verwaltungsfache sich wiemen, 1 ist noch undestimmt. Die gesammte Schülerzahl unseres Gymnasiums belief sich zu Anfang des Schuljahres abf 5615, von denen 27 im Laufe des Jahres austreten. Auch die Oderprima hatte eine sehr beträchtliche Anzahl von Schulern, sämmtliche übrigen sieben Klassen aber würde man anderwärts überfüllt neunen, Untertertia hatte 53 Schüler, jede der übrigen Klassen von 62 bis zu 72. Man wird daber die Zahl der Lehrer (14 Hauptlehrer, 1 Hülssiedrer, 1 Schulannskandicat, 5 Präzertoren, 1 Zeichenlehrer, 1 Schreiblehrer, 1 Gesangletrn) für eine solche Anzahl von Schülern ziemlich klein finden, und noch mehr muß es auffallen, daß diesem blühenden Zustande des Paderborner Gymnasiums seine Lehrer noch immer, was die Gehalte betrifft, vielleicht unter allen preußischen Gymnasiallebrern am schlechtesten gestellt sind. Wir erwarten auch von den intezimistischen Proviazialständen, daß sie sich dieser Angelegenheit aufs neue mut dem Eifer annehmen, der ihr gebühn. Was nun die Unterrichtezweige betrifft, so ist wehl anerkannt, daß auf dem Paderdorner Gymnasium für eine wahrhafte religiöse Bildung, sowie für Lateinisch und Griechisch auf das Beste gesorgt ist. Weniger läßt sich dies vom deutschen Aufsatz und von deutscher Literatur sagen; uns ist keiner der Herren Lehrer bek nnt, der diese bevorzugt dätte. Auf deutsche Sprache und Literatur sind in den sechs obern Klassen wöchentlich nur 2 oder 3 Unterrichtsstunden verwandt, wäbrend sich das Lateinische aus denselden 6 oder 8 oder 9 wöchentlicher Siunden erfreut. Noch dürstiger scheint uns das Fach der neuern, insbesondere der deutschen Geschichte besetzt, und deklagen wir auch in dieser Beziehung den Abgang des um das Geschichisstudium hechverdienten Herrn Prosessor Tophoff. Für die minutiöse geschichtliche Geographie der ältern Zeit ist dagegen in Orn. Hülfslehrer Gleffers ein entschiedenes Talent gewonnen. Die Themata für die latrinischen Aufsätze sind fast durchgängig aus der alten Geschichte, die Themata für die Deutschen dagegen sehr selten aus der vaterländischen Geschichte entnommen. Professor Tophog ist nach achtzehnjähriger Wirksamkeit dierselbst als erster Oberlehrer an das Gymnasium zu Essen, Lehrer Schürmann an das Gymnasium zu Münster, Schulamtskandidat Seck als Hülfelehrer edenfalls nach Essin versetzt; gestorben ist der Stuetenfonds-Prokurator Garpe nach 26jähriger Verwaltung seines Amtes; von Brilon hierder versetzt ist Hr. Eymnasiallehrer Otto. Unter den in dirsem Schuljahe ergangenen höheren Verfügungen ist zu bemerken das Verbei, daß die Gymnasiasten Wirthshäuser und ähnliche Verkehrsstätten b.ungen; das Verbot der Benutzung der öffentlichen Leihbibliotbeken soll für dieselben zur Geltung gebracht werden; die Zeitschrift„National= dank“ ist zur Unterstützung ampfohlen.— Die Rede bei dem gestrigen Schulaktus hielt Hr. Direkkor Ablemeyer; sie verbreitete sich über das Lob der Wahrhaftigkeit und deu Geist der Lüge; es gesiel uns, daß darin politische Anspielungen, wie sie jetzt so gewöhnlich sind und ebenso gewöhnlich das Entgegengesetzte des Bezweckten erreichen, vermieden waren. Der acht und zwanzigste Jahresbericht ist durch eine lateinische Abhandlung von Hru. Prof. Schwubde— über das Ansehen Virgils im Mittelalter— eingeleitet. Bemerkenswerth darin schien uns eine Schlußäußerung, daß nämlich das Mittelalter, welches in Geist und Gemüth rurchaus christlich gewesen, so wenig die Literatur der Alten verabscheut habe, daß ee dieselbe vielmehr als Grunslage aller Jugenverziehung betrachtete; man babe also damals das Stueium der alten Literatur im Allgemeinen nicht für sittenverderblich, wohl aber für geistbildend gehalten. Trotz Hrn. Schwubbe's fernerer Zusatzerklärung würde Hr. v. Monialembert ihm jene Aeußerung übel anstreichen, wenn Orn. v. Montalemberts inhumane Idren jemals in Preußen Geliung bekomnen könnten. 5 Hamm, 31. August. Dem hiesigen Kaufmann Heinrich Böcker ist auf die, von idm an des Herrn Zinanz=Ministers von Lodelschwingh Err. ergangene Einladung zum ersten westfälischen Musikfeste, folgendes Antwortsschreiren heute zugegangen: „#w. Woblgeboren danke ich verbindlich für die, durch Uebersendung eines Programms des om 4. und 5. k. Mie. in Hamm stattfindenden ersten westfälischen Musikfestes, mir bewiesene Aufmerksamkeit, und spreche gleichzeitig mein ledhaftes Bedauern aus, daß es mir nicht möglich, dieiem soönen Feste beizuwohnen, und dann auch dessen äußerer Anordnungen, in welchen Sie erneut Ihren Unteonehmungsund Gemeinsinn bethätigt, mich zu freuen.“ Berlin, 28. August 1852. gr. v. Sodelséwingb. An den Herrn Heinrich Böcker, Woblgeboren zu Hamm. Der kommandirende General, Graf v. v. Gröben, Erc. hat die Einladung zu dem Musikfeste angenommen, und solches dem Herra Böcker In einem, denselben ehrenden, Schreiben angezeigt. Da dir Hauptproben Morgen früh 8 Uhr ihren Anfang nehmen, so siebt man schon eine große Anzahl der actioen Mitilieder dier anwesend, und jeder Eisenbahnzug bringt uns deren auss Neue, so daß schon gegenwärtig ein munteres Leden und Treiben in der Stadt herrscht, Der Fackelzug am Abend des 4. k. M. verspricht überaus glänzend zu werden, indem sich 600 Bürger, resp. deren Söhne zum Tragen der Fackeln unterzeichneten. Zur Illumination sind entsprechende Vorbereitungen getroffen. Nach dem Beschlusse des FestVorstandes werden an demselben Abend den Dilettantinnen Fräuleins R.„„ und L.,,, so wie den Sängerinnen[Fräulein Schloß und Mad. Windschrid, welche die Solo=Partien übernommen haben, Serenaden gebracht, um ihnen dadurch einen Beweis der Hochachtung und Verehrung zu geben, die den schönen Talenten dieser Töchter Polphymniens gebühren. Der Vorstand des Gewerbe=Lese=Vereins wird auf Weihnachten eine Ausstellung von Arbeiten hiefiger Gewerbetreibenden veranstalten, um dem Publikum zu zeigen, was letztere zu leisten im Stande sind, und den Verkauf der ausgestellt werdenden Gegenstände zu erleichtern. Die Ausstellung soll am 4. Dezember beginnen und am 24. desselben Monats schließen, Angenommen werden nur solche Sachen, welche hier angefertigt sind, die zu festen Preisen käuflich sein sollen. Düsseldorf, 30. Aug. Der biesige städtische Männer=GesangVerein bat in seiner letzten Generalversammlung den Beschluß gefaßt, sich der Einrichtung des Männer=Gesang=Vereins von Wien anzuschließen, nach welcher dem Componisten eines neuen Liedes, das der Verein zum ersten Mal öffentlich aufführt, ein Dukalen gezablt wird. Ist diese klingende Anerkennung auch keine große, so wire sie doch jedenfalls den Eiser der Componisten spornen, und je größer die Zahl der Vereine wird, die sich freiwillig ein solches Opfer auflegen, desto entsprechender wird die materielle Unterstützung für die Tondichter. Die theilnehmenden Vereine haben für ihren Dukaten den Vortheil, daß Componisten ihnen gewiß hier und da ihre Geistesprorukte zuschicken werden, wodurch sie in schöner Auswahl immer die neuesten Lieder haben, ihre eigenen Kräffe gestählt und ihre Lust am Gesange fortwährend rege gebalten wird. — 31. August. Die neuliche Bekanntmachung des Comites der Gewerbe=Ausstellung, nach welcher der letzteren ein früherer Schluß bevorstehen sollte, als allgemein erwartet worden, hat in den letzten Wochen den Fremdenbesuch außerordentlich vermehrt. Am verflossenen Sonntage aber hatte er seine größte Höhe erreicht. Schon früh wogte es dicht gedrängt in den Ausstellungsräumen, so daß nicht seiten die Ctreulation in den Gängen gehemmt war. Man sieht, Jeder will vor Thoresschluß noch einen Ueberblick über den Gewerbefleiß unserer Provinz haben. Die Gesichter der Fremden drückten nicht seiten Erstaunen und Ueberraschung aus, daß alle diese Produkte Erzeugnisse eines so kleinen Landstriches seien, ja wir haben einen Landmann naiver Weise sagen hören, er hätte nimmer geglaubt, daß so schöne Sachen einem so nahe vor der Nase gemacht würden.— Man mag über die Aeußerung des Landmannes lachen, aber es liegt eine gewichtiges Korn lauterer Wahrheit in dieser Acußerung. Das deutsche Volk in seiner Masse hält Pariser und Londoner oder sonst fremdländische Erzeugnisse immer für besser als seine eigenen, weil es eben nicht glaubt, daß man bei ihm zu Hause so etwas machen könne. Wie mancher Fabrikant ist deswegen genötbigt gewesen, seinen Fabrikaten eine englische oder französische Ausschrift zu geben! Ja, wie mancher Deutsche hat für Pariser Häuser gearbeitet, damit seine Artikel als ächt französisch in sein eigenes Vaterland retournirt würden! Durch ähnliche Ausstellungen aber gehen den Leuten die Augen auf; sie können das Heimische gegen das Fremde abwägen und für die vaterländische Industrie ersprießliche Vergleiche ziehen. Sie lernen einsehen, daß man nicht nach Leeds zu reisen braucht, um eine ächte schöne Klinge zu sehen, daß das westfälische Linnen sich vor dem englischen nicht zu schämen habe, daß wir die Pariser Juweliere entbehren können, daß wir mit einem Worte nicht halb so dumm und geschmacklos sind, wie wir es gewöhnlich selbst glauden. Hätte dieser Gedanke erst einmal bei uus festen Boden gewonnen, so würden wir uns darauf beschränken, nur diejenigen Artikel vom Auslande zu beziehen, die wir entweder gar nicht, oder doch nicht so billig und gut herstellen können. Damit aber dieser Gedanke Wurzel fasse, muß dem Volke längere Zeit Gelegenheit geboten werden, die Resultate seiner Industrie, die Ergebnisse der eigenen Kraft, des eigenen Bleißes anzuschauen. Es wäre deshalb auf das Lebhafteste zu bedauern gewesen, wenn das Ende der Ausstellung wirklich schon so früh eingetreten wäre, als zu befürchten stand. Die heutige Anzeige des Ausstellungs=Comites verwandelt diese Befürchtung in dankbare Freude. Daß es den Bemühungen des Comites gelungen ist, den vorzeitigen Schluß der Ausstellung zu verhüten, und diese Schule der Belehrung für alle Volksklassen noch lange Zeit offen zu halten, das sichert ihm nicht allein die dauernde Anerkennung Düsseldorfs, nicht allein die unserer beiden Provinzen, sondern aller Theile unseres Vaterlandes, aus denen Besucher hierher strömen und die Ueberzeugung mit nach Hause tragen, daß unsere heimische Industrie unseren Bedürfnissen vollkommen gewachsen. (Düss. Z.) Elberfeld, 28. Aug. Die Elberfelder Zig. nimmt die neue Erfindung: Wagenräder statt mit Eisen mit Gutta=Percha(oder vulkanisirtem Gummi) zu beschlagen, welche die Zeitungen dem Hrn. Fonrobert in Berlin zuschreiben, für Herrn Kaufmann Martini in Elberfeld in Anspruch. Derselbe soll schon zu Anfang dieses Jahres einen derartigen Räderbezug bei dem Hause L. Fonrobert und Pruckner in Berlin nach seinen Angaben haben aufertigen lassen, und aus dem Antwortschreiben des Berliner Hauses soll hervorgegangen sein, daß man damals an den Gebrauch des Gummi zu diesem Zweck noch nicht gedacht habe. Bemerkenswerth ist dabei die Wahrnehmung, daß derartig hergerichtete Wagen nicht allein beim Gebrauch weniger erschüttert werden, sondern daß auch die Last mit ungleich geringerer Kraft fortbewegt werden kann. Dortmunk, 26. August. Darf man den Gerüchten, welche hier im Umlauf sind, Glauben schenken, so ist nicht bloß die Dortmund=Soester Eisenbahn genehmigt, sondern sogar der Lauf, welchen dieselbe nehmen soll, schon festgesetzt. Darnach wird sie in die Bergisch=Märkische Bahn münden, und zwar von dieser zunächst durch das Emscherthal hinauf zwischen den beiden Schächten der Zeche Friedrich Wilhelm hindurch laufen, und sodann die Emscher überschreiten und südlich an Hörde vorbeigehen. Die Hermannshütte würde dann durch die Bahn nicht unmittelbar, aber doch sehr nahe berührt.— Der Hörder Bergwerks= und Hüttenverein, in welche Gesellschaft die jetzige Hermannshütte bekanntlich gegen die Zahlung von 1,200,000 Thirn. in Aktien aufgegangen ist, denkt augendlicklich ernstlich an die Errichtung von Hochöfen. Dieselben sollen in dem s. g. Himpendahl, welches, eine Viertelstunde von Horde entfernt liegt, gebaut werden, und werden zu dem Ende bereits die Ziegelsteine angesertigt. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderdorn. Bekanntmachung. Der diesjährige Herbst=Schaf= und Hammelmarkt zu Paderborn wird am Donneretage den 9. September d. J. abgehalten werden. Paderborn, den F. September 1852. Der Bürgermeister v. u. Zur Müblen. Bekanntmachung. Vom 1. September d. J. ab soll es gestattet sein, Post= Freimarken und gestempelte Brief=Couverts nicht nur zur Frankirung der innerbalb des preußischen Pestbezirks verbleibenden und der nach deutschen Postvereins=Staaten bestimmten Briefpost=Senrungen, sondern auch zur Frankirung aller sonstigen nach dem Auslande gehenden Briefpost=Sendungen, zu benußzen. Um die Frankirung der nach dem Auslande bestimmten Korrespondenz durch Franko=Couverts zu erleichtern und das Publikum möglichst der Mühe zu überbeden, außer dem Couverte, zur Ergänzung des tarifmäßigen Portos noch Freimarken anwenden zu müssen, werden neden den bestebenden Wertbsorten von Converts auch noch solche mit dem Portostempel zu 4, 5, 6 und 7 Sgr. angefertigt und binnen Kurzem ausgegeben werden. Wenn bei der Korrespondenz nach außerdeutschen Ländern, so wie nach den zum deutschösterreichischen Postvereine nicht gedörigen deutschen Staaten, das tarifmäßige Franko durch die verwendeten Couverts, resp. Marken, nicht vollständig gereckt wire, so gilt als Regel, daß die benutzten Couveris oder Marken ihren Wertb verlieren und die betreffenden Gendungen als unfrankirte bebandelt und taxirt werden. Eine Ausnabme diervon findet für jetzt nur bei der Korrespondenz nach Großbritannien und Irtand und nach Schweden und Norwegen statt, welche in dem obigen Falle nur mit dem, an dem vollen tarifmäßigen Dorto fehlenden Betrage zu belegen ist. Da die tarifmäßigen Portobeträge für die Korrespondenz nach dem Auslande in manchen Fällen mit Brüchen von ½ und%/ Sgr. abschließen, Postfreimarfen 2c. zum Werthe von ½ und ¼ Ser. aber nicht ausgegeben sind, so müssen bei Anwendung von Freimarken 2c. überschließende Brüche von ½ Sgr. auf ½ Sgr., und von 2 Sgr. auf 1 Sgr. abgerundet werden, dumit die Irankobeträge durch die vordandenen Werthsorten von Marken ausgedrückt werden können. Berlin, den 25. August 1852. Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. von der Oepot. (ür einen mit den nöthigen Schulkenntnissen O ausgestatteten jungen Mann ist in meiner Buchbandlung die Stelle eines Lehrlings zu besetzen. Lengfeld in Cöln. In C. Jügel's Verlag in Frankfurt a. M. ist erschienen und in allen Buchbandlungen vorräthig, in Paderborn bei W. Crüwell und I. Wesener und in Soest bei A. L. Ritter: Neueste Eisenbahn-Karte Central=Europa, mit genauer Angabe aller Stationen und den influirenden Post-Verbindungen. Von U. Hendschel, Fürstl. Turn= und Tarischer Ober-Postamts=Sekretair. 36 breit, 30“ hoch, eine Fläche von 7½1) Schub enthaltend. Nebst einer Uebersicht der frequentesten Eisenbahn=Routen zwischen den Hauptplätzen Central=Europa's, mit Angabe der wichtigsten Stationen, der FabrtenZeit und der Preise für die 2. und 3. Wagenklasse, einem Tarif der Gepäck= und Ueberfrachts= Taxen und einer Münz=Reductions tabelle. Preis auf Leinwand gezogen in elegantem und portativen Futteral fl. 2. 42 kr. oder Rthlr. 1. 15 Sgr. Preis unaufgezogen in Futteral fl. 1. 48. kr. oder Rthlr. 1. Diese schöne, korrette und äußerst billige Karte ist als ein unentbehrlicher Führer allen Reisenden zu empfeblen, die sich auf den Eisendadnfahrten zu orientiren und sich über die wichtigsten oben bezeichneten Nachweisungen näher zu unterrichten wünschen. III. 1. Ein Apotheker=Lehrling, mit den nötdigen Vorkenutnissen versehen, wird unter vortheildoften Beeingungen in eine Provinzialstadt des Reg.=Bezirts Minden gesucht. Wo? sagt die Exped. v. Blatte. 20 sehr gute, kräftige Arbeitspferde, größtentbeils im Alter von 5 bis 8 Jahr, auch 20 fast neue Wagen mit 4zölligen Rädern, die nicht zu schwer als Ackerwagen sind, deadsichtige ich zu verkaufen. Hierzu Lusttragende wollen sich vor dem 6. k. Mie. bei mir einfinden. Altenbeken, den 29. August 1852 von Koppen. Bekanntmachung Das in hiesiger Stadt auf der Königestraße belegene, bislang von dem Kaufmann Herrn M. Flechtbeim bewohnte Haus der Minorennen Joseph Ludowict wird mit dem 31. Dezemder c. miethlos. Dasselde soll in termino den 9. September c. Morgens 10 Uhr an erdeatlicher Gerichtestelle anderweit vermiemietbet werden. Das Haus eignet sich zu einem jeden Geschäfte, dietet auch zweien Familien geräumige und bequeme Wodnungen. Die Bedingungen können beim Vormunde Herrn Staeisecretair Scheid eingesehen werden, und ist dieser gern bereit, das Haus und dessen innere Einrichtung vorzuzeigen und weitere Auskunst zu ertheilen. Brakel, den 30. August 1852. Königl. Kreis=Gerichts=Commission. II. 1. In unterzeichneter Buchhandlung ist vorrätdig: Die Geschichte der deutschen Staaten von der Auflösung des Reiches bis auf unsere Tage. von Joh. Georg Aug. Wirth. 4 Bee. in 8. geh. Preis 6 Thlr. 20 Sgr. W. Crüwell in Paderborn. Bergisch-Märkische Eisenbahn. Vom 1. September l. I. werden bis auf Weiteres die Mittags=Personenzüge statt wie bieder um 12 Uhr 35 Minuten und um 11 Uhr 55 Minuten, von Elberseld um 1 Uhr 48 Minuten, von Dortmund um 12 Uhr 30 Minuten abgeben und um 4 Uhr 5 Minuten in Dortmund, um 2 Uhr 44 Minuten in Elberfeld eintresfen. Die Abgangezeiten von den Zwischenstationen sind aus den auf den Bahnhösen ausgehängten Fahrplänen zu ersehen. Elberfeld, den 29. Aug. 1852. Königliche Direktion der Bergisch=Märkischen Eisenbahn. Bekanntmachung. Die den Paderborner Studiensonds gehörigen, in der Feldmark von Paderborn belegenen Grundstücke, welche zu Martini 1852 pachtlos werden, sollen auf fünf hintereinander folgende Jahre neuerdings verpachtet werden, und ist hierzu ein Termin auf Donnerstag den 9. September d. von Vormittags 9 Uhr ab, in dem Saale des Gastwirtbs Gocke auf der Westernstraße anberaumt. Pachtlustige wollen sich hierzu einfinden. Paderborn, den 31. August 1852. commissarischer Prokurator des II. 1. Studienfoncs. Nächten Dienstag dem 7ten d. Mts. D# Morgens 8 Uhr läßt der Oclonem Herr Anton Büllers von hier durch den Unterzeichneten in der Wohnung des Gastwirids Gocke hier eirca 80 Mergen Ackerland, in der Feldmark Parerborn, und zwar vor dem Westerntdore belegen, öffentlich meistdietend auf fünf Jahre verpachten. Paverborn, den 1. S.pt. 1852. Block, Aukt.=Cem. Nothwendiger Verkauf. Kreis=Gerichts=Commission zu Nieheim. Die aus folgenden Grunrstücken Flur 3 Parzell=Nr. 169, 5 6 8 9 10 11 12 13 14 15 16 4, 198. 145, 155, 162, 148/2, 7,98, mit dem Wohnhause Nr. 64 und einem Nedengebäude. 336. 20, 96, 66, 122, 2, 245, 137,185, 453, 457, 484, 160. bestehende Besitzung des Gastwirth Ferdinand Rintelen zu Nieheim, abgeschätzt auf 5295 Thlr., zufolge der nebst Hpp.=Schein und Bedingungen in der Registratur einzusebenden Tare, soll am 11. Jebruar 1853 Vormittags 9 Uhr an ordentlicher Gerichtestell. su hastirt werden. Alle unbekannte Realprätendenten werden aufgefordert, sich bei Vermeidung der Präclusion spätestens in diesem Termine zu melden. VI. 3.— Deuck und Verlag von Wilh. Crüvell in Paderborn. R 135. Die 3 auf die Antwort# welche wir unten ihre sie den Standpunkt, nommen hat, aufrecht eine Verständigung i# delseinigung wird zw da auch die Staaten nur von einem„Zollvon der Handelseinig nicht die Rebe zu sein der süddeutschen Staa angedeutet hat, auf w trag mit Oesterreich a Wille von Seiten dei werden, wenn eine Be vereins mit Einschluß sollte. Die preußische wlicher sie bereit wäre, esterreich abzuschließer en Rückäußerung dare zi Wien ausgearbeitet trags, ausschließli einigungs vertrages gen, welche näber nach sind. Mehr konnte die sie einmal in ihrer letz hatte— wenn auch nu also eine Einigung## Steuervereine näher ale füllt werden, was wir das mit unseren Wünsa über die wir uns schon auch wieder zurückkomm auf eine gesunde Handel einsichtsvoll versprochen, meer, wodurch in Nordo Nation gebildet würde, trünnigen Stämme bald indessen jezt der Zollver# wirk, so hoffen wir doch Braunschweig und Thuri Protektionsgelüste zurückzi Den * Berlin, 1. Sept. D lition, der sich Hannover, thüringischen Staaten an nach solgende: „In ihrer, in der Sitzun rung hat die preuß. Regiel * Deutsa Wenn es mit dem Nation so aussieht, daß wir uns da auch immer noch die Amerit Russen und Italiener zum M zu leugnen, daß wir in diese serung gemacht haben. Das welches im Volke völlig verse und vergeblich würde man je nern suchen, die unten stehend Neue Pr. Ztg. wieder hervor denn auch die(Erinnerungen Die genannte Zeitung giebt f „Nachdem die Städte Ham zösischen Kaiserreiche einverleib selben am 17. März 1811 zu eine Dank= und Ergebenheitsbestand für Hamburg aus dem natoren Schulte und Jenisch; beck und Chot; für Bremen au mers und dem damaligen Sen Die Adresse lautete wie folgt: „Sire! Ew. Kaiserl. Königl. Majest nes die Deputirten dreier Städ Großen gestiftet worden und die einigt hat. „Sire! Die Geschichte von 4 Geschichte des hanseatischen Bur schen Bundes, welcher im Mit: beiebte, welche die beiden Nordn jenen schönen Plan der Befreiu warf und in Ausführung bra