kauft. Ven Batavia und üffeldäute sind soeben sorc nicht gelandet. Kauflust.— Kalbselle n erhöhten Ferderungen 0 T. Neusoundl. Thran geben.— Oleohne beäße aber nur zu bieden mehr Meinung und Preisen zum Abschluß h höhere Forderungen Karkte. Auf Lieferung bedingen war. N111. Erscheint mit Ausnahme des Montage tüglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die A spaltige Zeile oder deren Raum berechnet. Paderborn, Freitag, den 6. August 1852. Viertelj. Abonn.-Preis in Poderhorn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstalten in Preuse. 1 Thlr 15 Sar.; im i brigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. Er g. unserer Zig. verkünat in feierlicher Weise le versammelten sich id zogen dann gegen ran, nach der neuen man kaum hindurch Ober=Rabiner Dr. ne ausgezeichnete geich kund gab, daß uch gescheben wird. Saale der Eintracht über 140 Thir. stag entlud sich hier hiesiger Stadt auf in. Der ziemlich Bewohner, welche Pindmühle brenne, hen hinausgefahgt, zurückehrten. ißmäßig reichlich. sehr gut ausfalaß die Kartoffeln Hersord wieder etzt noch widerin Paderbern. wird zu kauigt die Exped. II. 2. in der zer Näbe von und Lübben, 900 Morgen Morz. Holz en, soll mit ntarium und Preis von Anzahlung in durch den 8. gust sjährigen ligen VerDer reelle Fortschritt. &∆ Parerborn, 5. August. Wie düster auch die Gegenwart oft sein mag, es gewährt immer einen ermuthigenden Anblick, wenn man sie mit einer ferneren Vergangenheit vergleicht. Vor 25 Jahren wurde die erste Lokomotive gebaut und heute durchbrausen die Dampfrosse fast zwei Welttheile, vor 25 Jahren waren es nur wenige Gelehrte, welche Ahnung von der Existenz einer Wissenschaft hatten, welche die Gesetze der materiellen Welt diktirt und von der eine neue Epoche der Civilisation anheben wird, wir meinen kaum 25 Jahre sind es, wo die Volkswi.toschaftslehre, die in der letzten Hälfte des vorigen Jahrbunderts von den Physiokraten angebahnt und von Adam Smitd festgestellt worden ist, nur ausschließliches Eigenthum weniger Lehrer war und heute ist sie in das Gebiet der Politik gelangt. Kaum 10 Jahre sind es, daß die Fragen der Nationalökonomie dem Volke, wie der Presse fremd waren, nur von einsamen Vorposten in der Letzteren versochten, wie vom Triester Lloyd, (welcher mit seiner Uebersidelung nach Wien die Fahne gewechselt hat) und heute ist schon das ganze Volk in das Verständniß gezogen, und die ganze Presse crobert, für unfähig wird schon ein Redakteur oder ein Staatsmann gehalten, welcher diese Fragen nicht versteht. Das ist ein gewaltiger Fortschritt! Wer könnte ihn läugnen! Begrüßen vielmehr wollen wir jeden neuen Posten, der in den großen Entwickelungsproceß mit hineingezogen wird. Einerlei zu welcher Fahne der Ankömmling sich wendet. Es ist doch Erörterung da, und wo diese ist, kommt auch endlich die Wahrbeit zu Tag. Wir begrüßen daher in unserer Mitte die Frankfurter Postzeitung, welche, wie wir vorgestern meldeten, durch eine handelspolitische Beilage in unsere Reihen getreten ist. Müssen wie Gegner sein, so versprechen wir chevalereske Gegner zu sein, denn die Eröffnungsworte des genannten Vlattes sind aus so gebildeter Feder geflossen, daß wir uns eines solchen Gegners nicht u schämen brauchen. Doch wird vor der Hand ein Gegenaß nicht so rasch zu Tage treten, da die Fr. P. Z. für die Erbaltung des Zollvereines zu wirken verspricht. Dieselbe sagt in dem Eröffnungsartikel:„Aufgabe und Vorsatz.“ „Welche Ansicht man auch von materiellen Interessen, ihrem höbern oder niederern Wertbe haben mag, so viel steht jedenfalls als Thatsache jetzt fest, daß sie einen ungewöhnlichen Einfluß auf alle Staatsregierungen ausüben, und daß ein gleicher Glaube über ihre Bedeutung in jüngster Zeit auch bei den Völkern sich ganz entschieden ausgebildet bat. Und gewiß liegt dieser Richtung, die sich ohne alle künstliche Beigebe von selbst gemacht hat, eine tiefe Bedeutung zum Grunde. Wir in Deutschland insbesondere waren gewiß zu idralistisch, aus Ideen allein, aus Allgemeinheiten und Abstractionen entwickelten wir alle die Gruncsätze, mit denen wir das Leben beherrschen wollten, das seinen eigenen Entwicklungen folgt, und Gesetze und staatliche Einrichtungen waren mehr oder weniger solche von uns gemachte statt aus der Wirklichkeit entstandene Dinge. Daher kam es und daher mußte es kommen, daß solche Schöpfungen keinen Grund und Boden in unseren Gewohnheiten, Anschauungen, Bedürfnissen hatten; daß sie mit dem Leben sich nicht verschlangen, unsere Interessen nicht ergriffen, und so auch kein Theil des Lebens selbst wurden. Anders mußes werden, wenn wir selbst wirklicher werden, wenn wir mehr von unten heraus als von oben berab aufbauen. Dann werden die auf solche Weise entstandenen Einrichtungen dem Leben, aus dem sie wuchsen, schnell sich anpassen, sie werden unseren Interessen entsprechen; wir werden ihnen uns ergeben; auf sie unsere Geschäfte gründen; unser Vermögen mit ihnen verschmelzen, und durch diese Verbindung unserer gesammten Thätigkeit und Anchauuug mit der staatlichen Einrichtung wird die Sache von der Person und die Person von der Sache wechselseitig getragen und gestützt. Nicht selten siebt man etwas vornehm auf dieses Gebiet materieller Interessen herab, um in ihnen, wie schon der Name verrathe, bloß den unteren und niederen Theil unteres böberen Lebens zu erblicken. Allein gerade diese Interessen sino die Quelle der Wohlhabenheit, diese wieder die Bedingung der Bildung, und so wird durch eine wunderbare Fügung und Vertretung das Materielle das Mittel, das die höheren Interessen der Gesellschaft ermöglicht und beherrscht. Aber es liegt außer dieser Verbindung ves Geistigen mit dem Materiellen noch ein anderer Gesichtspunkt vor, der für Staaten und Völker von neister Bedeutung wird, es ist dies der Umstand, daß nur durch diese Auffassungsweise die Staatseinrichtung naturgemäß und wahr werden kann. Rom und England, gewiß die größten Staatsformen der Weltgeschichte, wuchsen aus gegebenen, mit Zäbheit festgebaltenen, aber zeitgemäß fortgebildeten Verhältnissen heraus, und für einen Mann, der bloß an Theorie und Construktion gewoynt in, wird das bunte Mannigfaltige dieser Staaten und das Nebeneinandersteben von Einrichtungen, welche die Theilungsglieder deutscher Wissenschaft verletzen, nicht selten auffallend und störend, während es in Frankreich und bei uns nicht selten wie ein geschriebenes Buch aussieht, dessen Auflagen sich mehren, nicht, weil das Volk sie kauft, sondern weil seine Staatsschriftsteller wieder etwas Neues liefern wollen. Deshalb schien es uns nicht nur zeitgemäß, sondern nothwendig, diesen Interessen eine besondere Bufmerksamkeit und ein besonderes Blatt widmen zu müssen, um eine erhöhtere Theilnahme zu erwecken. Nur zu oft geschah es früher, und zu spät wird es heute bereuet, daß der Staatsmann und Staatsdiener alles abgethan zu haben glaubten, wenn sie ihr Lehrbuch über Staatsrecht und über Pandekten, wie Faust die seineu,„durchaus studirt“ hätten, während sie jetzt sehen müssen, daß man grundgelehrt in untergegangenen Welten, und och in der Tagesaufgabe in sieter Verlegenheit sein kann. Wir wollen hoffen und streben, die wichtigsten Tagesfragen in Inhalt und Form klar, bündig, kurz zu behandeln, mit Göthe meinend: daß, wie das Gute, so auch das Wahre stets nahe liegt! Der Richtung nach wollen wir, über den Parteien stehend, unparteiisch und nur für Wahrheit und Sache parteiisch sein. Vielleicht glückt es uns in den Tagen arger Zerrissenheit und maßloser Persönlichkeit, die Sachen ihrer selbst willen zu behandeln. So werden wir auch die Erhaltung des Zollvereins auf seiner bisher bewährten Grundlage, sowie seiner Ausdehnung nach Norden und Osten mit Wahrung zugleich der Interessen der vaterländischen Industrie auf eine Weise zu erstreben suchen, welche, von aller Gebässigkeit, alle Feindseligkeit, aller Persönlichkeit gleich frei, würdig und ernst diese große und größte Frage der Gegenwart bloß nach den Bedingungen und Gesetzen der Volkswirthschaft behandeln soll.“ Deutschland. * Berlin, 4. August. Morgen findet die feierliche Eröfsnung der Ostbahn dis Danzig statt. Das ist wieder ein Glieo in der groß. Keite des Fortschritts, welche in den Tiefen der Menschheit fortläuft und immer höhere Civilisatien anbahnt, undeirrt um die jämmerlichen Formstreitigkeiten, Kämpfe und Kriege, welche wie Schaumblasen die Oberfläche der Geschichte einnehmen. Die Eröffnung der Ostbadn ist ein Ereigniß, wichtiger, als Schlachten und Verfassungsfragen, denn es ist reeller, unbestreitdarer, unverlierbarer Gewinn, welcher hier unser Eigentbum wird. Die entferniesten Provinzen des Reiches werden in einem Brennpunkt zusammengedrängt, Danzig wird nunmehr von Berlin aus in Preizebn Stunden erreicht. Die beiden wichtigsten Seeplätze Preußene, Steitin und Danzig sind nur noch 9 Stunden von einander. entfernt, die fruchtbare Weichselniederung ist fast vor die Sandebene Berlins gerückt und kann diese reich ausblübende Fabrikstadt mit ihren Bedürfaissen versehen, so daß Ackerbau und Fabrikindustrie durch gegenseitige Hülfe zu döberer Blütbe gedeihen.— Gestern wurde das Gedächtniß des Hochieligen Königs solenn gefeiert, sowehl von der Universität als von der allgemeinen Landesstiftung zur Unterstüzung der vaterländischen Veteranen durch Spenden und Gaben. Das Palais des sel. Königs war mit Blumengewinden und Kränzen geschmückt. — Auf der Reise nach Bromberg wird S. M. der König von den Ministern von d. Hepot und Raumer und v. Bonin begleitet.— Graf Nesselrode wird in der nächsten Woche hier durch nach Petersburg reisen.— Den Rübenzuckerfabrikanten wied wahrscheinlich, eine Ausfuhrvergütung dewilligt werden.— Prof. Siahl ist zum Rektor der Universtiät für das am 15. Okt. beginnende Schuljahr erwäblt.— Die„reformatorischen Kirchenvisttationen“, die innerhalb der evangelischen Landeskirche stattfinden sollen, werden erst in 2— 3 Jahren die Runde gemacht habrn.— Der Unterrichtsminister hält nach der Sp. Z. sehr strenge darauf, daß bei Anstellung von Lehrern die genauesten Erkundigungen über die polinische Haltung und Zuverläßigkeit der in Vorschlag Gebrachten einzuziehen seien.— Das C. B. meint, daß eine Beidehaltung Harburgs als Freihafen im neuen Zollverein nicht wahrscheinlich sei. —„Durch den Tod des Dichters Thomas Moore zu Sloperton in Wiltshire hat der Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste ein auswärtiges Mitglied verloren. Der König will in dessen Stelle ein anderes Mitglied aus dem Gebiete der Wissenschaft und der Literatur in den Orden aufnehmen und hat dem Kanzler desselben, Herrn A. v. Humboldt, aufgetragen, die nöthigen Einleitungen dozu zu treffen. In Folze dessen ist die königl. Akademie der Wissenschaften ersuche worden, nach Anleitung der ihr durch die Kabinetsordre vom 1852. stand. gende neue Nichtabon= verliehen:: id Wirken u. 1849. des Kaugegen die ichte des ngen und Orient. * iste. Ro3 Be. Gil. as. u. Vermischtes. Ein Abenteuer auf der Löwenjagd.— Drei Offiziere der ostindischen Armee— Hauptmann Woodhouse und die Lieutenants Delamain und Laing— ritten auf die Nachricht, daß sich zwei Löwen in der Dschungle, in der Rähe ihrer Kantonnirung gezeigt, nach der Stelle, um auf die hohen Gäste Jagd zu machen. Sie fanden bald die Löwen, und tödteten den einen auf die erste Salve; der andere zog sich querfeldein zurück. Die Offiziere verfolgten ihn, bis der Löwe plötzlich umdrehte, und nach der Dschungle zurückkehrte. Sie bestiegen nun einen Elephanten, um den Löwen weiter zu verfolgen. Er hatte unter einem Gebüsch Halt gemacht, und erwartete seine Verfolger. Er suchte nicht den Kampf, aber als er sie herankommen sah, nahm er sogleich die Herausforderung an, und sprang am Kopf des Elephanten empor, wo er sich festkrallte. Die Offiziere feuerten, aber in der Aufregung des Augenblickes schossen sie schlecht, und verwundeten den Löwen nur. Der Elephant hatte ihn mittlerweile abgeschüttelt, wollte sich aber nicht noch einmal mit einem solchen Gegner einlassen, und nicht wieder vorwärts gehen. Der Löwe griff nicht an, sondern blieb ruhig stehen. Enblich ließ sich der Elephant abermals zum Vorwärtsgehen bewegen; aber nun wurde der Löwe wütbend und stürzte ihm entgegen. Der Elephant kehrte um, und der Löwe sprang von hinten auf ihn los, zerriß ihm das Fleisch mit Klauen und Zähnen, und blieb so hängen. Abermais feuerten die Offiziere und der Elephank strampelte gewaltig; aber obgleich es ihm gelang, den Löwen adzuschütteln, so hatte dieser doch noch keine tödtliche Wunde, und zog sich wieder in die Dschungle zurück. Die Offiziere waren zu aufgeregt, um von der Jago abzustehen; und im Fieber des Jagdeifers entschloß sich Hauptmann Woodhouse, da der Elephant unter keiner Bedingung mehr vorwärts wollte, abzusteigen, und zu Zuß in die Dschunale einzudringen. Lieutenant Delamain und Lieutenant Laing stiegen mit ihm ab, und folgten ihm in der Richtung, die der Löwe genommen hatte. Bald erblickten sie ihn, und Hauptmann Woodhouse schoß auf ihn, wie es jedoch schien, ohne besondern Erfolg, da sich der König der Thiere langsam in das Dickicht zurückzog. Sie folgten ihm und Lieutenant Delamain feuerte nun zunächst. Das war nicht länger zu ertragen, und der Löwe kam plötzlich aus dem Gebüsch hervor, und auf die Jäger losgestürzt. Die beiden Lieutenants hatten gerade noch Zeit, um aus der Dschungle zu flüchten, und neu zu laden, aber Hauptmann Woodhouse trat ruhig auf die Seite, in der Hoffnung, der Löwe werde an ihm vorbei springen. Das war nach dem Geschehenen etwas zu viel verlangt. Der Löwe sprang gerade auf ihn los, und in einem Nu war des Jägers Büchse zerbrochen, und er selbst befand sich in den Klauen des unwiderstehlichen Feindes, den er auf Leben und Tod herausgesordert. Lieutenant Delamain feuerte auf den Löwen ohne tha zu tödten, und zog sich dann wieder zurück um neu zu laden. Unterdessen lagen Wooohouse und der Löwe beide verwundet auf der Erde, und der Löwe sing an Ersterem den Arm zu zerfleischen. In dieser schrecklichen Lage hatte Hauptmann Woodhouse Geistesgegenwart und Stärke genug, um trotz der schrecklichen Qualen, die er litt, vollkommen still zu liegen, denn er wußte, wenn er jetzt den geringsten Widerstand leistete, werde er in einem Augenblick zerrissen sein. Als der Löwe bemerkte, daß sich sein Opfer nicht mehr bewegte, ließ er den Arm fallen, und ließ seine Pfoten auf den Schenkeln des Hauptmanns ruhen. Unbesonnener Weise erhob Hauptmann Woodhouse, der mit dem Kopf sehr unbrquem lag, die Hand, um ihn zu stützen; aber der Löwe packte sogleich wieder seinen Arm, und sing an, ihn höher oben zu zerfleischen. Noch einmal hatte trotz der schrecklichen Qual und peinlichen Lage der Hauptmann Seelenstärke genug, ganz regungslos Uegen zu bleiden. So blieb er, bis ihm seine Freunde wieder zu Hülse kamen, aber von der falschen Seite, wo die auf den Löwen abgeschossenen Kugeln durch diesen hindurch hätten gehen, und ihn verletzen können. Ohne sich zu bewegen, oder eine unruhige Aufregung zu zeigen, hörte man ihn ganz ruhig und leise sagen:„Auf die andere Seite! auf die andere Seite!“ Sie gehorchten schnell, und in der nächsten Minute. lag der Löwe todt neben einer noch stärkern Natur als er selbst gewesen — Chinesische Pflanzen in Arankreich. Der französische Consul zu Schanghai und Ringvo hat eine Anzahl Samen aus China nach Frankreich geschickt. Schon früher wurden Versuche gemacht mit dem Lo=ma(Caunsbis giganten, Riesenhanf) dem Tsing=ma(Corchorus textls), dem Scho-ma,(vioro der Japaner, urtica nivea, dem schneeweißen Nessel, und endlich dem chinesischen Flachs. Alle diese Pflanzen haben angeschlagen und selbst ziemlich bedeutende Ernten geliefert, so daß man sie als naturaljfirt ansehen kann; sie haben geblühzt und vollkemmen reise Samen getragen. Der Tsing=ma verspricht, den außerordentlich zarten Faven zu liefern, aus dem der Batrist von Canton gefertigt wird, und der allen in Europa angebauten Vaserstoff an Zeinheit übertrifft. Diese Proben wurden im Jahre 1849 und 1850 gemicht und werden fortgesetzt; der Lo=ma hat zu Marseille und Perpignan eine Höbe von 5¼ Mer. erhalten mit einem Umfang von 4 bis 6 Centimetres. Außer diesen hat Hr. Montigny Kiang=nan, ferner drei Arten Reis 2c., endlich auch eine schöne Art Zapfenträger(eriptomeria japonien) eingesendet. — Das größte Asyl, dessen die innere Mission sich rühmen kann, findet sich in einem Staate des freien Nordamerite. Ein Reisender schreibt in dem Handelsblatt für New=Yort: Ich din so eben in Maine gewesen, und habe vort des neue wunderbare Acyl für Trunkenbolde gesehen. Es ist größer als der Krystallvalast, bei eine Länge von 225(engl.) Meilen, und eine Breite.von 195,i6 reicht bis in die Wolken. Große Wälder stehrn in seiner Mitie, liebliche Gefilde, schöne Gärten und reizende Bäche durchrauschen es. 24. Januar 1846 beigelegten Besugniß, drei Kandidaten aus dem Gebiete der Wissenschaft und Literatur zum Vorschlag zu bringen, unter denen Se. Majestät die Entscheidung trifft. Die ordentlichen Mitglieder der Akademie sind demnach von dem vorsitzenden Sekrrtär verselben, Prof. Edrenberg, ausgefordert worden, wie in früheren Fällen mindestens zwei ausländische Gelebrte in einem versiegelten Zettel zu nennen und bis zum 5. d. M. die Zeitel abzugeben.— Gegenwärtig hat der Orden folgende ausländische Mitglieder: Arago in Paris, von Baer in St. Petersburg I. A. Biot in Paris, Graf Borgbest in San Marino, Sir Davio Brewster in Eeinburg, Rob. Brown in Lenvon, Eug. Burnouf in Parie, Cauchv in Parts, Faraday in London, Guizot in Paris, Hase in Parie, Sir John Herschel in Hawtdurst, Was. v. Jnkoffeiv in St. Petereburg, Graf Manzoni in Mailans, Melloni in Neapel, Rich. Owen in Lonvon, Schoffarik in Prag, Struve in St. Peieredurg, Fontaine in Paris, Kaulbach in München, Lißt in Weimar, de la Roche in Paris, Rossini in Bologna, Spohr in Kassel, Tenerani in Rem, Toschi in Parma und Herace Vernei in Paris. — Die königeberger theelogische Fakultät hat eine die Instruktion vom 12. Mai d. I. detreffende Vorstellung an den Oberkirchenraih gerichtet, welche folgende„gedorsamste Bitle“ enthält:„daß Ein hoder Oderkirchenrath hochgeneigiest selbst, so viel an ihm ist, eine den wohlberechtigten und faktisch begründeten Ansprüchen der auf dem Consensus der Bekenntnisse errichteten Union hinlänglich entsprechende Zusammensetzung des Oberkirchenraths an geeigneter Stelle vermitteln und diese seine Absicht zu erkennen geben wolle.“— Die Unionsfreunde im Regierungsbezirk Merseburg richteten eine Vorstellung an den Oberkircheurath mit folgender Bitte:„Eine Ergänzung des Allerhöchsten Erlasses vom 6. März d. I. hochgeneigtest dahin zu vermitteln, daß der auf dem Consensus der evang. Konfessionen stebenden Union verselbe Rechisschutz und dieselbe Vertretung im Kirchenregimente zu Theil werde, deren sich jetzt die den Dissensus beionenden konfessionellen Tppen zu erfreuen baben. — Der Oberkirchenrath hat angeordnet, daß auch in Westpreußen an 12 Orten dieses Landestheiles geistliche Bikarien aus den durch die Landeskollekte aufgebrachten Fonds angestellt oder in der Entstehung begriffene Stellen durch Zuschässe fundirt werden sollen. Die Bewilligung der erforderlichen Gelomittel ist auch bier, wie für die übrigen Landestheile, in welchen mit der Vikariatseinrichtung vorgegangen wird, auf vorläußig zwei Jahre ertheilt. Es werden sofort nach der Rückkehr des jetzt zu Bad Rehme in Westfalen weilenden General= Superintendenten der Provinz Preußen Dr. Sartorius die erforderlichen Einleitungen getrossen werden. Herr Sartorins wird schon in diesen Tagen hier erwartet; nach kurzem Verweilen in Berlin wird verselbe sich nach Königsberg degeben. — Das Ministerium der geistlichen Angelegenheiten hat sich veranlaßt gesehen, die Bestimmung in Erinnerung zu bringen, daß preußische Theelogen zum Besuch einer von Jesuiten geleiteten Anstalt einer vorgängigen Erlaubniß bedürfen, gleichzeitig aber verordnet, daß auslänrischen Jesuiten oder auf Jesuiten= Anstalten gebildeten Geistlichen die Niederlassung in Preuben nicht gestattet ist.— Der Staatsanzeiger Nr. 180. enthält den Allerdöchsten Erlaß vom 17. Juli, betressend die Einrichtung einer Handelskammer für die Stadt Thorn. — Dem Vernehmen nach sind zwischen Hannover und der diesseitigen Regierung Verhandlungen in Beziehung auf den Separat=Artikel 5. des Vertrages vom 7. September im Gangef nach welchem Harburg seinen Freihafen nur unter beiderseitiger Uebereinstimmung der kontrahirenden Mächte behalten sollte. * Berlin, 4. August.(Abends.) Se. Maj. der König ist heute nach Steitin und I. M. die Königin nach Ischl abgereist.— Der Ministerpräsident ist heute nach der Lausitz abgegangen und wird erst bis zum 15. wieder zurücktebren. — Die Zollkenferenzen werden dem Vernehmen nach am 16. d. M. wieder durch den Ministerpräsidenten eröffnet werden.— Wie die„Dr. Z.“ erfährt, haben die Unterdandlongen zwischen Preußen und den vereinigten Staaten von NordAmerika wegen Abschlusses einer Postkonvention zu einem befriedigenden Resultate gefüdrt. Darnach wird ein einfacher Brief von allen Punkten der vereingten Staaten bis zu allen Punkten des deutsch=österreichischen Postvereine nur 30 Cenie ooer 12½ Silbergroschen kosten.— Auf den von dem Fürstbischof zu Breslau erlassenen Hirtenbrief gegen die evangelische Kirche hat nunmehr, wie die„Sp. Z.“ berichtet, der evangelische Ober=Kirchenraty eine Antwort gegeben.— Sicherem Hier ergehen sich die armen Trunkenbolde mit Muße, werden vollkommen geheilt und gesund. Sollte ein vornehmer Herr in NewDork einen Trunsenbold zum Sohne haben, so würde ich ihm rathen, solchen nach Maine zu senden; ja wollte unsere Bewohnerschaft alle Trunkenbolde, dahin senden, welche in allmäliger Entkräftung dem Grabe zu wanken, wollte man sie dort 1 Jahr unterhalten, viele Kosten und großes Unglück würden dadurch erspart, sie aber würden als nätzliche, fürs Vaterland gerettete, Bürger heimkebren.“ Unsere Leier wundern sich vielleicht, wie es auch uns begegnet ist, über die erstaunliche Größe dieses Aspls; liebe Leser, dieses Aspl ist der ganze Stadt Maine, in welchem, dem nordamerikanischen Friheate zum Vochlbe, der Orountmeinhandet ginsich abgeschaft za wo Schenkwirtschaft als ein Verbrechen Kreng bestraft wird. — Gegenwärtig befindet sich dier ein Herr v. Kauffungen, der noch Bage bei Friedrich dem Großen war. Er ist jetzt 85 Jahre alt, dabei noch sehr rüstig an Geist und Körper, und diente in der preußischen Armee bis zum Jahre 1819, wo er als Major aus derselden schied. Er ist auf den Wunsch Sr. Majestät des Königs aus Königsberg hierhergekommen, um sich Sr. Majestät vorzustellen. Da er keine Söhne hat, so stirdt mit ihm das Geschlecht aus. Vernehmen nach kürfte wie der„C. Z. f. S.“ geschrieben wird, in Kurzem ein Verbot des Wanderns diesseitiger Handweiksgebülsen nach der Schweiz und eine Aufforderung an die sich vort bereits aufbaltenden zur Rückkehr. innerhalb einer bestimmten Frist, erlassen werden, womit wahrscheinlich die Nichigestattung des Eintritts ausländischer Handwerksgesellen, welche sich nach Ablauf jener Frist in der Schweiz ausgehalten haben, in die preußischen Staaten Hand in Hand geben möchte. I) Münster, 5. August. Ihre Königliche Hobeiten die Prinzessin Jobanne von Sachsen nebst Höchstihrer Tochter der Peinzesün Siconia, der wahrscheinlichen spätern Kaiserin von Oesterreich, sind gestern Nachmittag mit dem 5 Uhr Zuge der Münster=Hammer Eisenbahn hier eingetroffen und im Gastdofe zum König von England abgestiegen. Dieselben machen von Bad Redme aus einen Ausflug nach hiesiger Stadt um die Merkwürdigkeiten in Augenschein zu nehmen. Düsseldorf, 4. August. Unter den vielen Deputationen, welche zu unserem großen Gesang= und Künstler=Feste von auswärts gesandt worden, befindet sich auch und wurde freueig begrüßt ein Abgesandter des Männer=Gesang=Vereins zu Wien. — Ueber den Verlauf des großen Gesangfestes haben wir noch vom zweiten Tage zu berichten, der für den Eoncurs der Stäcte zweiter und erster Klasse bestimmt war. Nachdem Morgens das Frühstück in beiterem Zusammensein gemeinschaftlich auf dem Ananaeberge eingenommen und der Besuch der Gemäleegallerie und Gewerbe=Ausstellung dann gefolgt war, versammelten sich die Sänger um 5 Uhr Nachmittags im Festlocale, und es begann kurz nachher der Concurs, dessen Resultat wir schon gestern mitgetheilt. Zum Schlusse der Gesangesvorträge sand noch ein beim Beginne des Concurses vom Künstlerverein„Maikasten“ ausgeschriebener origineller Wettstreit statt. Für das beste komische Lied, welches ohne Vorbereitung und ohne Noten gesungen werden sollte, war ein dem Inhalte desselben entsprechendes und von den hiesigen Künstlern auszuführendes Gemälde bestimmt.— Sieben Künstler, alle ohne musikalische Kenntnisse, nur nach dem Gefühle urtheilend, sollten die Preisrich= ter sein. Sieben Vereine traten in die Schranken und der von Neuß errang unter allgemeinem Jubel den Preis.— Die zum Schlufe des zweiten Festtages veranstaltete Beleuchtung des Hofgartens und Feuerwerk zeichnete sich durch Schönheit und Effekt besonders aus. Nachdem die reizenden Partien um den Ananasberg in verschiedenfardigen bengalischen Beleuchtungen erschienen waren, zeigte das Aufsteigen einer Ratetengarde den Beginn des eigentlichen Feuerwerkes an, welches mit groder Abwechselung sehr glücklich die sich darbietende Wasserfläche benutzte, und zum Theil auf diesem abgebrannt wurde. Nach Beendigung des Feuerwerks zog die Sängerschaar in das Lokal von Cürten und blieb hier noch bis spät in die Nacht versammelt. Gesang und Reden wechselten und es wurden namentlich verschiedene der herrlichen Compositionen von Reichardt und Zöllner gesungen, deren lebendiger Vortrag auf die anwesenden Componisten einen sichtlichen Eindruck machte und mit einem begeisterten Hoch auf die beiden berühmten Meister des Männergesanges schloß. — Vorgestern begann der Gesang=Wettstreit mit der dritten Klasse. Den ersten Preis errang der Männergesangverein von Lobberich, den zweiten der Verein„Apollo“ von Kaiserswertd, den dritten die Liedertafel zu Dütken; ehrende Anerkennung wurde zu Theil dem Liederkranz zu Bergisch=Gladbach.— In der zweiten Klasse errang den ersten Preis der Männergesangverein zu Neuß, den zweiten Preis die Liedertafel zu MünchenGlasbach; ehrende Anerkennung erbielt die Liedertafel zu Essen. In der ersten Klasse erhielt den ersten Preis der Verein Concordia zu Bonn, den zweiten Preis Polphymnia von Köln; ebrende Anerkennung der Verein Orpheus von Elberseld.— Ein ausführlicher Bericht über das schöne Fest folgt in den nächsten Tagen in diesem Blatte.(D. Z.) Köln, 3. August. Heute ist Se. königl. Hob. der Prinz Aralbert hier. Auf der Wahner Heide wird hochderselbe zur Inspektion erscheinen. In der Nacht vom 7. zum 8. v. Mis. wird es recht lebdaft in jener Gegend sein; denn dann findet ein großartiges Schießen nebst Feuerwerk statt. Se. Majestät der König Ludwig von Baiern wird in den nächsten Tagen hier eintreffen. Der Baurath Hr. Zwirner und der Präsident des Central=Dombau=Vorstandes Hr. Esser werden ihn abbolen.(D. Z.) — In unserm civilisirten Rheinlande erfolgt morgen eine Heiligsprechung. Die Stadt Aachen wird der Schauplatz dirseo Dramas sein. Für dießmal kann ich Ihnen nur kurze Daten über dieß Ereigniß geben; sie sind: vor mehreren Jahrhunderten ist ein in dem 7 Stunden von Aachen entfernt liegenden Stärichen Sittard geborner Missionär nach Spanien gesandt und da erschlagen worden. Die undankbare, finstere Weit hat seither diesen Helden nur profan in der Geschichte fortleden lassen, der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist es vordehalten, diese frivole Vernachlässigung wieder gut zu machen. Das Kölner Metropolikankapi### entsendet zu dieser hohen Handlung seine Delegirten.(Allg. Z.) Bremen, 2. August. Ein in der Tootenbundsuntersuchung befangener Cigarrenmacher, Neuhaus, ist flüchtig geworden. Fräul. Minvermann verzichtet auf die ihr zustebende Appellation an das Obergericht und wird die Gefängnißstrafe antreten.— Der heutige Auswanderungsexpeditionstag hat uns wieder ca. 3000 Auswanderer gebracht. Hamburg, 3. August. Herr Heise, der, wie wir früder gemeldet, von dänischen Matrosen auf seinem Besitzthum mißdandelt worden, hat zwar Ersatz des erlittenen Schadens, aber sonst keine Satisfaktion erhalten. Mülheim a. d. Ruhr, 31. Juli. Von hiesigem Orte, sewie in mehreren Nachbarstädten werden in den nächsten Tagen haudelspolitische Vertrauensadressen an den Herrn Ministerpräsicenten abgeben, werin der preußischen Regierung die größte Anerkennung gezellt wire, einerseits wegen des unverrückten Festbaltens an cem bei Eröffnung der Zollkonferenz aufgestellten Programm, anderseits wegen der weisen Mäßigung, mit welcher sie den verblendeten Coalitionestaaten gegenüber tritt, und so rie Erhaltung des Zollvereins erstrebt, ohne der Ehre Preußens etwas zu vergeben. Eine ganz besondere Anerkennung wird dem Herrn v. Manteuffel gezollt, daß er sich nicht von der Kreuzzeitungepartei, welcher die Sprengung des Zollvereine gerade erwünscht wäre, zu extremen Schritten habe verleiten lassen.(Elds. Z.) Cöthen, 29. Juli. Der„M. C.“ theilt folgendes Umlaufsschreiben des Bernburger Consistoriums an sämmtliche Geistliche des Landes mit: „Der Katechumene Gustav Herzeg, Sohn des Tischlermeisters Friedrich Herzog von Ballenstedt, bai am Palmsonntage dieses Jahres die Feier. der Confirmation auf eine der Kirchengemeinden sehr ärgerlich gewordene Art dadurch gestört, daß er, als der Geistliche und sämmtliche Consirmanden, wie vorher verabredet war, zum Gebete gemeinschaftlich niederinieten, allein stehen blieb. Als Herzog an der nächstfolgenden Vorbereitung zum heiligen Abendmahle so wenig, als an diesem Sakramente selbst, Theil nahur, wurde ihm zuerst von seinem Parochus allein, dann von dem Kirchenvorstande geistlicher Vorbalt gethan. Weder hierbei, noch bei dem am 25. Mai vor dem versammelten Kirchenvorstande vom Superintendenten ihm zu Theil gewordenen Vorhalte war der Gustav Herzog zur unerläßlichen Buße zu führen, weehalb nur übrig blieb, demselben unter ernstlicher Dinweisung auf die äußern und innern, auf die zeitlichen und ewigen Folgen seiner Herzensempörung wider den Herrn und sein heiliges Wort und Sakrament anzukündigen, daß er als confirmirter Christ nicht betrachtet und zum Genuß der Rechte eines evangelischen Gemein= degliedes nicht zugelassen werde, wobei außerdem vorbehalten bleibe, was gegen die Störung der Consirmationsseier gesetzlich über ihn verdängt werden müsse. Die Herren Geistlichen werden nach diesem höchst betrübenden Vorgange, dessen Wieverbolung der Herr in Gnaden von unseren Gemeineen abwenden möge, angewiesen, den Knaben Gustav Herzog, bever er nicht durch ein pfarramtliches Attest über seine volle Rückkehr sich ausgewiesen haben wird, zu keinerlei kirchlichen Handlung zuzulassen, ihm also namentlich die Patdenschaft, das beilige Abendmabl, Aufgebot und Trauung und nach einem bösen unbußfertigen Toce, vor welchem Gott ihm bewadre, das christliche Begräbniß zu versagen. Berndurg, 28. Juni 1852. Herzogl. Anhalt. Konsistorium. Waltber. Leipzig, 2. August. Das Berliner Correspondenz=Bureau verharrt dabei, daß Dr. Hersch sich als Verfasser der 2# Correspondenzen der Drutschen Allgemeinen Zeitung genannt habe. Das Correspondenz=Bureau verharrt somit aus einer Unwahrheit.(D. Allg. Z.) 2 Leipzig, den 2. August. Da Sie in Ihrem Blatte so sehr der Dränirung das Wort redeten, so wird eine Mittheilung über deren Erfolge in Deutschland für Sie von Interesse sein. Die Dränirung(Siele) beginnt nämlich bei uns großartigeren Aufschwung zu nehmen, als in England. Was Mecklenburg schon in der Dränirung geleistet ist ganz erstaunlich; man ist hier unbedingt weiter darin, wie in England. Aber auch andere deutsche Staaten eisern nach, und Sachsen steht in vorderster Reide. Es ist unglaublich, mit welchem Enthustasmus hier der neue Culturzweig angenommen worden ist. Eine einzige Fabrik landw. Maschinen und Gerätbe, die des Dr. W. Hamm in Leipzig, dat binnen einem Jahr mehr als 40 Drainröhrpressen geliefert. Allerdings zeichnen sich dieselben durch Leistungsfädigkent, Solieität, Leichtigkeit der Bewegung und verbältnißmäßig billigern Preis vor allen anderen derartigen Maschinen höchst vortheilhaft aus, wie dies u. A. die Dresdner Ausstellung bewiesen hat. Auf verselben erhielten die Erzeugnisse der genannten Fabrik den ersten Preis, die große silberne=Medaille für Vereienst um Landwirthschaft, und kurz darauf, bei der Judelfeier des patriotischen Vereins zu Güstrow gleichfalls den Edrenpreis der silbernen Medaille für Verdienst um Landwirthschaft— Beweis genug, daß der als Theoretiker längst bekannte Vorstcher jener Anstalt auch in der Praxis zu Hause ist. Richt minder ausgezeichnet sind die daraus hervergegangenen großen Dreschmaschinen mit Göpel, nach der Barretschen Construktion die Hausmanschen Handoreschmaschinen, veren bedeutende Verbreitung für ihren Werth spricht, die Rheinschen Schrotmühlen, die verschiedenen Häckselmaschinen— kurz ein Gang durch die großartige Sammlung jener Fabrik beweist auch dem Eingenommenen auf das Deutlichste, daß dieser lang vernachlässigte Zweig des Maschinenwesens und der Landwirthschaft endlich auch in Deutschland zu Ehren gekommen ist und jeder Conkurrenz des Auslandes die Spitze dieten kann. Fortschritt in der Landwirtdschaft ohne Hülfe von Maschinen ist in heutiger Zeit nicht mehr denkbar; die Drainirung ist ein Beispiel davon. Wie sehr der Fortschritt aber rege ist, beweist das Aufblüben von Anstalten wie die genannte. Celle, 27. Juli. Die vorige Nacht ist unser benachbartes Westercelle durch das große Unglück einer Feuersbrunst heimgesucht worden. Ungefähr das halbe Dorf liegt in Schult und Asche. Daß des raschen Umsichgreisens des Feuers wegen, von Vied, Pferden, Kühen, Schaafen, Möbeln 2c. wenig gerettet worden ist, vergißt man über dem namenlosen Unglück, das fast eine ganze, gestern noch glückliche Zamitie betraf. Von der Familie Krüger ist die Mutter toet zusammenliegend mit ihrer 20 jährigen Tochter, einer verlobten Braut, deute Morgen gefunden worden; ein jüngeres 13 jähriges Mäschen ist noch nicht unter der Asche hervergezogen; der Vater, mit bren, nendem verbran nur da# ben, un werden. 2 gestern sandter aber an Ihnen n hier noch Stut 7 Uhr m reist, um Bäder zu —. Vo Ucbung 1 Von! man der sichtlich alte Preje nommen u Petersburg nes regiere schofs für mit Ostent sers an di# so mehr zu türkischen 9 Oesterreich, immer der Preuß. Frd'or Ausl. Pistolen Rapoleons' dor 991. 10G. St. 5 Fr.=Stucke BörsenFreiw. Anl. N. Dr. Sch.=Vr dito von 1852 S.=Sc.=Sch. Prämiensch. d. Seeb. à 50 Bergisch=Mrk. desgl. Prior. desgl. II. Serie Cöln=Mindner 3 desgl. Prior. 14 desgl. II. E. Düssel.=Elders. Prior. desgl. Prior. Prinz Wilbelm Die Börse m meisten Aktien stel ausländische sest. Berlin, Amsterdam dito„ Hamburg dito„ London Paris Wien im 20 Fl. F Augsburg Breslau Leipzig in Courant Tdir. Fuß Franksurt a/M. süd Petersburg. Fr Oesterr. 5 Metallig Osterr. 5% Metalli desgl. 4 1/1% % desgl. 1% Kurbessische 40 Tblr. Friedr. Wilbelm Nort Spanische 3% excl. 3 Badische 35 Fl. Loose Spirktus loco ob Thlr. dez. August 22 September 20% a 21 a 2 0% T h l r. b e z., 2 0 Thlr. bez., 19½ Br., Schweiz. Bern. 2 an die Bundesversamn findet der Bundesrath, Weise verändert habe, schlusses sich rechtfertige seien ganz dieselben gel noch die Volksversamm vention des Bundes in kommt zu dem Schluß: Intervention der Bunde Grunde der Pctition u stück schließt mit der Be * n den Herrn Miniischen Regierung die wegen des unverder Zollkonferenz aufweisen Mäßigung, nestaaten gegenüber s erstrebt, ohne der ganz besondere Angezollt, daß er sich die Sprengung des einen Schritten habe eilt folgendes Umme an sämmtliche n des Tischlermeiam Palmsonntage auf eine der Kirpadurch gestört, Lonfirmanden, wie haftlich niederknieer nächstfolgenden enig, als an dieihm zuerst von benvorstande geistbei dem am 25. vom Snperintenwar der Gustav eehalb nur übrig auf die äußern digen seiner Heriliges Wort und r Christ nicht begelischen Gemeindem vorbehalten tionsseier gesetzerren Geistlichen ge, dessen WieGemeineen abHerzog, bever eine volle Rückirchlichen Handtdenschaft, das no nach einem n bewadre, das 8. Juni 1852. ondenz=Bureau der### Corgenannt habe. einer UnwahrIhrem Blatte ro eine MitSie von Inins großartileistet ist ganz wie in Engnach, und laublich, mit angenommen n und Geinnen einem erdinge zeichst, LeichtigPreis vor cilhaft aus, bat. Auf Fabrik den reienst um r des paenpreis der st— Bee Vorsteher Richt minen großen onstruktion tende VerSchrotmühHang durch dem Einvernachlässchaft endund jeder Fortschritt st in heuein Beibeweist achbartes nst heime Schult Ders wic. wenig Unglück, raf. Von zend mit te Morchen ist nit bres nendem Ueberwurf, an den naben Bach sich flüchtend, ist so verbrannt, daß er nur noch wenige Stunden leben wird und nur das letzte Glied, ein 11jähr. Sohn, ist unversehrt geblieben, um der Erbe der Asche seiner Eltern und Geschwister zu werden. = Darmstadt, 2. Aug. Ein Frankfurter Blatt brachte gestern das Gerücht, daß unser Minister des Innern als Gesandter nach Wien abgehen, General Scheffer=Bernstein dahier aber an seine Stelle im Ministerium treten solle. Ich kann Ihnen nun mittheilen, daß man an gut unterrichteter Stelle hier noch nichts davon weiß. Stuttaart, 2. August. Der König ist diesen Morgen um 7 Uhr mit einem Extrazug auf der Eisenbabn von hier abgereist, um sich nach Badenweiler zum Gebrauche der dortigen Bäder zu begeben. —. Vorgestern Abend hatte die neue Feuerwehr ihre dritte Uebung im Spitalbofe. Von der Donau, 1. August. Mehrere Thatsachen, schreibt man der D. A. Z., scheinen darauf hinzudeuten, daß sich rücksichtlich der Türkei wichtige Dinge vorbereiten und daß das alte Project der Theilung des türkischen Reichs wieder aufgenommen werde. Die Reise des Vladika von Montenegro nach Petersburg. seine baldige Rückkehr von da mit dem Titel eines regierenden Fürsten; die Ernennung eines katholischen Bischofs für Bosnien, die von Oesterreich geschehen; endlich die mit Ostentation erfolgte Annäherung des österreichischen Kaisers an die türkische Grenze, dies alles giebt der Politik um so mehr zu berenken, als jetzt die beiden bei der Theilung des türkischen Reichs vorzügich betheiligten Mächte, Rußtand und Oesterreich, im bessern Einvernehmen sine, was früher nicht immer der Fall war. Geldeours. Köln, den 4. August 1852. Preuß. Frd'or Ausl. Pistolen Napoleons'dor Hol. 106. St. 5 Fr.=Stucke Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 4. August. Die Börse war meisten Aktien stellten sich meist niedriger. ausländische sest. im Allgemeinen flau gestimmt Preuß und die Course der Fonds etwas matter, Frankfurt, den 4. Oesterr. 5 Metallig. in Silber bei N. Osterr. 5% Metallique deogl. 4½% desgl. 4% desgl. 1% Kurbessische 40 Tblr. Loose Friedr. Wilbelm Nordbahn exel. Zinsen Spanische 3% exel. Zins. Badische 35 Fl. Loose August 1852. 93 G. 82¼ P. 73⅞ bez. 65% p. 16½ P. 34% p. ½ G. 51½. 1/8 bez. 45% P. 39 9. 38¼ G. Berlin, den 4. August. Spirktus loco ohne Haß 24 und 24½ Thlr. bez., mit Faß 22¾ Thlr. dez. August 22¼ a 23 Thir. bez., 23 Br., 22¾ B. AugustSeptember 20¾ a 21“, bez., 21¾ Br., 21% G. Sept.=Oktober 20 a 20% Thir. bez., 20½ Br., 20¼ G. Oktober=November 19 a 19½ Thlr. bez., 19½ Br., 19 G.— Spiritus sehr animirt und steigend. Auslaud. Schweiz. Bern, 2. August. In der Botschaft des Bundesraths an die Bundesversammlung, die Peiition von Positeur betreffend, findet der Bundesrath, daß sich die Sachlage nicht wesentlich in der Weise verändert habe, daß eine Aufhebung des frühern Bundesbeschlusses sich rechtfertigen würde. Die Verhältnisse des Kantons seien ganz dieselben geblieben. Weder der Aufstand von Carrard noch die Volksversammlung von Pofieur seien geeignet, eine Intervention des Bundes in Freiburg zu motwviren. Der Bundesrath kommt zu dem Schluß:„daß das bestehende Bundesstaatsrecht eine Intervention der Bundesbehörden nicht gestatte, und daß aus diesem Grunde der Petition nicht ensprochen werden könne.“ Das Aktenstück schließt mit der Bemerkung: das Grundübel der traurigen Zustände im Kanton Freiburg liege nicht in der Versassung, welche alle Garantien politischer und bürgerlicher Freihett in sich schließe, sendern in den verschiedenen zum Theil ertremen Richtungen der Gemütber, in den politischen Leicenschaften und den dadurch erzeu ten Auebrüchen. Im Kanton selbst müsse dle Heilung beg nnen durch Beherrschung der Leidenschaften 2c.—. Das nächste eidgenösfische Turnfest wird in Chur gebalten. — Auf der vielbesuchten 7790 Fuß bohen Furka, zwischen der Reusquelle und dem Rhonegletscher, ist nun auch ein geräumiges Gasthaus entstanden, das einem schon lange gefühlten Bedürfnisse entspricht. Italien. Nach Briefen aus Genua vom 27. Juli ist die Entlassung Bocella's, toscanischen Unterrichtsministers, von der öffentlichen Meinung sehr gut aufgenommen worden, da dadurch die leopoldinischen Gesetze gerettet worden sind. Ein gewisser Buonarotti, gerade kein sehr liveraler Mann, ersetzt Bocella, der eine geheime Mission in Neapel erhalten. — Florenz, 24. Juli. Das Gerücht, daß die österreichischen Truppen Toecana zu gleicher Zeit wie die französischen Rom räumen werden, erhält sich. (Telegraphische Depeschen) Florenz, 29. Juli. Der mit Modena abgeschlossene Telegraphen=Traktat ist veröffentlicht worden. Turin, 29. Juli. Die Eisenbahn zwischen Arquata und Ronco ist durch gewaltigr Erdstöße ruinirt worden. Der Bautenminister Paleocapa hat sich eigens dahin begeben. Genua, 28. Juli. Gestern ward hier ein Erdbeben verspürt.— Heute wird hier das Tootenamt für Carl Albert abgehalten. Livorno, 27. Juli. Eine Kriegsbrigg brachte heute 19 für das Herzogihum Medena bestimmte Kanonen. Frankreiw.—„9“ Paris, 3. August. Für den ruhigen von der Parteileidenschaft nicht verblendeten Beobachter, ist es interessant die in der Tiefe gehende Fluktuation des Völkerlebens zu belauschen. Man darf sich nicht durch die äußeren Erscheinungen täuschen lassen. Die Franzosen sind weder so sozialistisch, wie die Utopisten uns 1848 und 49 weiß machen wollten, noch so buonapartistisch, wie die Regierungsblätter vorgeben. Trotz des äußeren Druckes beginnt man in der Stille sich wieder zu erholen; man beginnt nachzudenken und geistig nachzuhelen, was man früher durch leere Schreiereien versäumt hat. Soviel wenigstens was das intelligente Frankreich, vor Allem die Jugend betrifft. Das erste Zeichen dieses Ermannens ist die Enthaltung von der Wahl der Generalräthe. Nachdem was bis jetzt bekannt geworden, kann man annehmen, daß nur ½ der eingeschriebenen Wähler zur Urne gekommen ist. Es kommt jetzt nur darauf an, das L. Napoleon bald Kaiser wird. Dann wird die reaktionäre Ebbe ihr höchstes Stadium erreicht haben. Man muß den intelligenten Theil der Franzosen weder für zu nobel, noch auch wie jetzt, für zu schlecht halten. Und von ihm hängt doch noch immer das Schicksal Frankreichs ab. Die Agitation für Kaiserpetitionen wird ins Großartize betrieben. Sowohl die Präfekten als die Maires scheinen sie anzuregen um sich beliebt zu machen, wenn sie nicht geheimen Befehl dazu haben. Gedruckte Schemas werden in allen Gemeinden vertheilt, welchen die Erklärung vorangestellt ist, daß Frankreich um der Ruhe und Ordnung willen die erbliche Monarchie haben müsse, aber keine Dynastie sich dazu eigne, als die Familie Bonaparte. Da bekanntlich zwei Drittheile der„großen Nation“ nicht schreiben können, so ist diesem Uebelstande gleich in dem Formular vorgesehen. Dasselbe enthält nämlich am Kopfe folgende Rubriken: Namen und Vornamen der Unterzeichner.— Profession.— Namen der Petitionäre, die nicht schreiben können.— Namen der Zeugen der Petitionäre, die nicht schreiben können.— In ihrem praktischen Communismus fortschreitend(den die Philister sich ganz gut gefallen lassen, während sie gegen L. Blancs Narrheiten, die nicht die Hälste so eingreifend waren, Zeter schrieen) hat die Regierung 27 Pensiens und Wittwenkassen eingezogen und die Auszahlung der Zinsen auf die Staatskasse übenommen. Man sieht die Emporkömmlinge wissen sich Gelo zu schaffen. Solche Verschwender im eigenen Vermögen sind auch nicht gewohnt, mit den Staatsmitteln für die Zukunft zu wirtbschaften. Wenn sie nur für drn Augenblick haben. Proudhon's Buch ist nicht verboten, wie einige Zeitungen meldeten. Unter der Voraussetzung, daß Verfasser und Verleger verantwortlich für den Inhalt sind, soll der Verkauf nicht untersagt weiden, aus den Gründen, die ich Ihnen schon neulich angegeben habe. Der berühmte Dialektiker hat zwar die Regierung nicht im Mindesten geschont, aber mit seiner kecken, unerbittlichen, zermalmenden Freimüthigkeit hat er allen Parteien die Meinung aus eine Weise gesagt, daß Buonaparte glaubt, das Buch könnte ihm von einigem Nutzen werden.— Man glaubt, daß der General Ornano, ein Corse und Verwandter der Buonaparte, Großkanzler der Ehrenlegien, General Schramm(aus Beinheim; im Elsaß, in seiner Jugend Gänsehirte, vom nachmaligen König Mar von Baiern aus der Dunkelheit hervorgezogen und zum Trompeter gemacht) Marschall werden würde.— General Despans=Cübières, vom Proceß „Teste“, 1847 her bekannt, soll in die bürgerlichen Rechte restituirt werden. Nicht mehr als billig! Teste war im Elysee auch wieder zu Gnaden aufgenommen. Die Gesellschaft scheint zu passen. Gleich und...... Der Präfekt der unteren Charente hat eine Aufforderung erlassen, in welcher er die Wähler von den Grafen Chasseloup warnt, der in den Wahlen zum legislativen Körper doch Candidat der Regierung, aber als Berichterstatter des Budgets derselben nicht recht genehm gewesen war.— Für das Fest vom 15. d. M. soll jeder Ruf eines Nationalgardisten„es lebe Republik“ mit Entwaffnung beantwortet werden, nur„es lebe Napoleon oder— der Kaiser“ soll erlaubt sein.— Während der 6 Monate seiner Verwaltung hat Minister Lefebore 15 Eisenbahn= konzessionen auf eine Strecke von 400 Lieues ertheilt.— Ein Mairr im Departement Bas de Calais hat unter schweren Strafen die Trunkenheit verboten. Pariser Börse vom 4. 4 ½% F. 105, 40. 3% F. 76, 15. — Die Köln. Ztz. schreibt aus Par's: Daß in Baden=Baden die Verlodung des Präsidenten wirklich stattgefunden hat, wird in allen politischen Kreisen als Thatsache angenommen, und sieht man das Portrait unserer zukünftigen Kaiserin auch schon in den Schauläden der Kunsthändler. Prinzessin Karoline Friederike Franszieka Stephanie Amalie Cäcilie Wasa, Tochter des Prinzen Gustav Wasa und der Peinzessin Luise von Baden, ist am 5. August 1833 gevoren. Bekanntlich ist ihre Mutter, die Prinzeisin Luise, seit dem 14. August 1844 von ihrem Gemable geschieden, welcher letztere als österr. Feldmarschall meistens in Wien lebt. Die Prinzessin Karoline fand lan ihrer Großmutter, der Großherzogin Stephanie von Baden, eine zweite Mutter; dieselbe ist bekanntlich sowohl durch Bande der Verwandtschaft als Frrundschaft mit L. Rapoleon auss Janigste verbunden, und so ist diese Hekrath ein Lieblingswunsch der Großherzogin. Großbrikannirn.— London, 3. Ang. Der Hauptgegenstand, welcher das Publikum und die Presse beschäftigt, ist die Neie Websters wegen der Eischereiangelegenheiten in Neufoundland. Derselde bat sich ofenvar, um für die Präsidentenwahl auf den amerikanischen Patriotismus zu speculiren, ein nationales Thema ausgesucht. Ge ist nur etwas gar zu sehr bei den Haaren herbeigczogen; denn Wetster hat sich eigentlich über nichts zu deklagen, als über einen schon im J. 1818 feierlich auf ewige Zeiten zwischen Großbritannien und den V. Staaten von Nordamerika abgeschlossenen Vertrag in Betreff der Fischereigerechtigkeit an den Küsten der englischen Cokonien in Nordamerika. In dem Vertrag von 1818 entsagten nehmlich die Vereinigten Staaten für immer der Fischerei bis auf drei Meilen von den Küsten, Baien, Häfen, Flüssen der englischen Besitzungen in Amerika, mit Ausnahme bestimmt angegebener Grenzen und Bezirke. In den specificirten Grenzen war nicht inbegriffen u. a. die Fundy=Bai, welche am Cap Ray, an der Küste von Neufundland anfängt und sich bis Belle=Isle und nördlich bis zur Küste von Labrador ausdehnt. Nur bis zu dieser Gegend durften Fischer aus den Vereinigten Staalen sischen. Da nun die Amerikaner aber in idrer bekannten Anmaßung seit Jahren den Vertrag übertreten, so waren 1848 englische Kreuzer ausgesandt worden, welche die Fischer der Colonien zu beschützen hatten. Sie waren nichts, als eine Schutzwache gegen den Serwilddiebstabl und es konnte nichts dagegen eingewendet werden. Kürzlich ist nun ein amerikanisches Fischerschiff„der Coval“ aus dem Staate Maine in der Fundy=Bai weggenommen worden, weil es den Vertrag gebrochen. Webster ergreift nun diese Gelegenheit, um über die Unbistigkeit des Vertrag's sich zu beschweren, der nun schon seit 30 Jahren eristrrt, und zu versprechen, daß die Angelegenheit die Aufmerksamkeit der amerikan. Reg. beschäftigen werde. Hier in London lacht man über die Wichtigkrit, welche der der Naw=Yorker Herald und ander= amertkanische Zeitungen der Sache beilegen, weil man der Ueberzeugung ist, daß Wetster die Sache nur als ein Mtttel hervorgesucht hat, um sich für die Präsidenten=Wabl populär zu machen; daß er also, sobald er seinen Zweck erreicht bat. die Geschichte wieder fallen lassen wird.— Die Zeitungen enthalten heute wenig mehr; als Mordgeschichten. Ein schrecklicher Mord ist unter andern in einem Dorfe bei Liverpool von einem 23jährigen Blödsinnigen vollführt worden. Ders.lbe konnte nehmlich nicht gleich seinem Bruder auf Arbeit ausgeden und mußte deshalb oft Vorwürfe hören. Eines Abends, als sein älterer Bruder abwesend war, grud er im Garten ein Grad, schlich sich dann in das Schlafgemach seiner Mutter und durchschnitt ihr mit dem Rasirmesser den Hals. Ein jüngerer Bruder, der 9 Jahre alt war, schrie. Der Wahnsiunige küßte ihn und rrug ihn in ein anderes Bett. Dann trug er die ermordete Mutter in den Garten und begrub sie. Als der andere Bruder nach Hause kam und nach der Mutter fragte, antwortetr der Mörter ruhig:„Ich habe sie umgebracht; es ist ihr jetzt viel wohler. Zeige mich aber nicht an.. — Die Freehold Land Society(Cobden, Sir I. Walmerley u. s. w.) hat in Westchloueestershire ein großes Gut, von etwa 5in) engl. Morgen, zu 40 Pf. den Morgen, angekauft, um es unter etwa 1000 Freisasien zu parzelliren, die dadurch, als 40 Sch. Freeholders, unabhängige Grafschaftswähler werden. Der Herald ist über die Fortschritte dieser Bewegung aufgeregt und entrüstek. Der bisherige Eigenthümer, ein hochwürd. Mr. Richard, habe nicht gewußt, an wen er das Gut verkaufte, da Mr. Cobden einen Pächter als nominellen Käufer vorschob. * Amerika. Aus der neuesten Post haben wir noch felgendes nachzutragen. Der Timescorresp. sagt über Kossuih: derselbe habe seine Abreise so geheim gehalten, daß Niemand dieselde erfuhr. Er kam erst auf's Schiff wenige Minuten bevor es den Anker lichtete. Nun wäre diese Art der Abreise zwar sehr erklärlich, indem er sich den Unannehmlichkeiten eines Abschieds entziehen wollte, allein der Corresp. führt einen anderen Grund an, den man freilich bei der Feindseligkeit der Times gegen den Magparen nicht unbedingt für authentisch annehmen kann. Da Kossutb nehmlich, sogt der Cor., auf eine größere Einnahme gerechnet hätte, so habe er 40,000 Gewehre um 150,000 Dollars bestellt, so wie eine große Anzahl von Sätteln und andere Kriegsbedürfnisse. Er habe beinahe 100,000 Dollars auf die Contrakte bezablt(im letzten Briefe hat derselbe Cor. behauptet, er habe im Ganzen nur 90,000 D. erhalten). Da er nun den Rest der stipulirten Summe nicht babe aufbringen können, so habe er sich somit auf diese Weise dem Schuldgefängnisse entzogen. Zum Schluß erörtert der Cer., daß K. nur noch bei einem Theile der deutschen Bevölkerung Sympathie gefunden, mit der englischen es gänzlich verdorben habe.— Ueber die Präsidentenwabl sagt derselbe Corresp.: zwei Gründe seien vorhanden, weshalb ein großer Theil der besten Bürger in allen Staaten wünschen, daß General Pierce gewählt werde; 1) weil er steis als fest und unwandelbar conservativ in Beziehung auf die verfassungsmäßigen Gesetze des Landes und das Institut der Sclaverei gewesen; so daß sogar die Whig's in Baltimore keine andere Plattform (Programm) aufgestellt haben; 2) weil er Freihändler ist. Die Kaufleute von Boston bitten in einer Denkschrift an den Congreß um die Anerkennung von Haiti als unabbängigen Staat. Die Nachrichten aus Californten reichen bis zum 18. Juni. Eine erbauliche kleine„Differenz“ kam am 16. in Sacramento zwischen einigen Retabilitäten vor. Mr. M'Kune versetzte dem Richter Wilson Eins mit seinem Knüttel, worauf der„Richter den Stockregen zog und denselben seinem Angreifer durch den Bauch rannte. Untersberiff J. M'Donald suchte die Streitenden zu trennen, a# Caulfield, ein Freund M'Kune's, seine Pistole zog, um den Richter zu erschießen, statt dessen aber die Kugel dem Uutersheriff in den Leih jagte. Der Letztere scheine tödtlich verwundet. M'Kunr wird, wie man hofft, davon kommen. — Im Mai landeten in San Francisco 10,641 Reisende, während bloß 1000 wegreisten. Zwischen dem 19. Hebruur und dem 6. Juni waren im selben Hafen 6770 Chineten, daruuter 18 Frauen, augekommen. Noch immer dauert die feindselige Stimmung gegen die Himmlisthen fort. In der Elduradografschaft wurden mehreig, Waggons mit Chinesen angefallen, und die armen Zopfträzer ihrer Zette, Waaren und sonstigen Habe beraubt.— Die Rachrichten aus den Minen lauten ungemein befriedigend. Auf der Route von Sacamente nach Treka hat ein Geselschaft won Deutschen einen neuen, beispielles reichen Placer entdeckt; die Crde soll an pielen Stellen 3 bis 4 Doll. Golo per Pfanne geben. Aebnliche Berichte hat man von Rozue River und Mount Ophir. Den reichsten. Ererag geben die systematisch beardeiteten Minen bei Weaverville. Die ver * chiedenen Canäle lohnen die Anlegungskosten mit 35 bis 47½ pCt. Nach dem San Franzisco„Herald“ wurden aus dem dortigen Hasen allein im eisten Viertel d. J. 1852 gegen 8 Millionen Doll. in Golestaub verschifft. So viel steht auf den Zollhausbüchern. In der Regel geht noch mehr in Passagierhänden fort, denn während der Golderport aus San Franzisco nach Panama und San Juan im Februar nur mit 1,851,202 Voll. angegeben wurde, betrug die neue Goldprägung im März 4,931,902 Doll. Die Gesammtausfuhr im Juni wird wahrscheinlich 3,7000,000 Doll. betragen. Richter Lynch hat wieder einmal gehaust und sechs indianische Mörder ausgeknüpft. Die Erbitterung gegen diese Ureinwohner des Goldlandes ist allgemein, und man scheint auf einen Indianerkrieg gefaßt, da viele zu den wilden Stämmen im Gebirge gestoßen sind. Dreitausend Indianer begingen ein Fest im Ronche# vom Major Savage, und wählten zwei Häuptlinge. In der Nacht aber schlichen sich einige wilde Indianer ins Lager und schleppten sast alle Pferde fort. — Kingston(Jamaica), 11. Juni. Am 7. d. M. wurde die Insel von einem schweren Erdbeben heingesucht. Es begann um ½8 Upr Morgens und kündete sich eurch ein lautes Getöse wie das Rollen ferner Wagen an. Alle Häuser bebten bis in den Grund und in Spanish Town stürzten mehrere alte Gebäude ein. Alle Uhren auf der Insel blieben sogleich stehen und selst die Schiffsmannschaften in dem Hafer, fühlten den Stoß. Seitdem herrscht eine furchtbare Hiße. Die Blattern grassiren sehr stark auf der Insel.— Die Legislatur saß nicht, aber der Gouverneur will eine außerord. Sitzung einberusen, um die Mittel zum Rücktransport einiger Coolies, die nach erloschenem Contrac auf dir Heimkehr nach Indien bestehen, aufzubringen. Den Pflanzern, die sich so schwer Arbeitskräfte verschaffen, ist das eben nicht lied. Nach dem„Jamaica Standrad“ wird Sir Charles Grey mit umgebender Post durch einen andern Gouverneur ersetzt werden. Geschäfte auf Jamaica sehr flau, obgleich der Rum= und Zuckermarkt sich gebessert hat. Das Wetter war nicht überall gleich, günstig. Im Kirchspiel Tralaway stard das Vieh haufenweise vor Wassermangel.— Am Rio Granda haben die Bürger von Reynosa die Räuberbande gefangen genommen, welche dort so lange gehaust hat; es scheint, die Bande wurde von den merikanischen Militärbehörben aufgehetzt und protcgirt!— Aus Acapulko schreibt man, der dortige amerikanische Consul, Mr. Rives, werde noch immer in seinem eigenen Hause gefangen gehalten, obgleich der merikanische Justizminister die Ordre zu seiner Freilassung gegeben hat. — Eine w. sindische Post ist(außerdem) heute früh in Southamapton durch.n„Ortnuso“ angekommen. Die neuesten Daten sind aus Varacraz, Mache b's 5. Juli reichen, aber Wichtiges nichts zu enthalten scheinen. Auf kartinique wüthet das gelbe Zieber; auf Demerara läßt es nach. Der Oberrichter von Demerara ist gestorben.—. Der Orinoko bi.###e 109 Passagiere und eine Baarfracht von 3,300,000 Dis.; 40,000 D. davon kommen von Veracrnz auf Rechnung merikanischer Dividenden; 2,500.000 D. aus der Summe sind von der merikanischen Regierung an Mr. Baring consignirt. — Der Insel Marcira droht ein harter Schlag, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß der berühmte Wein dieses Namens bald nur noch im Gedächtniß der trinkenden Generation leben wird. Ein eigenthümlicher, nie gesehener Mehlthau, der sich in Gestalt eines dicken weißen Staubes aus die Trauben legt, hat die diesjährige Lese ganz vernichtet und scheint die Reben selbst tödlich anzugreifen. Die Einwohner die um ihre Zukunft besorgt sind, richten bereits Denkschriften und Petionen an die portugiesische Regierung mit der dringenden Bitte um die Erlrubniß, Taback zu bauen. Provinzial=Zeitung. * Paderborn, 5. August. Gestern rückte hier und auf den benachbarten Dörfern das Königl. 8. Ulanen=Regiment ein, um auf seinem Marsche von Bonn nach Elbing hier Ruhetag zu halten. Die Offiziere waren zu einem Bankette nach Neuhaus ven den Offizieren des 8. Husarenregiments eingeladen. Hamm, 4. August. So eben kehrt die Deputation des festordnenden Comites von Düsseldorf mit der erfreulichen Nachricht zurück, daß es ihr gelungen sei, Fräulein Schloß, die sanggekrönte rheinische Nachtigasl, für die Mitwirkung bei dem, am 4. und 5. künftigen Monats hier statt findenden ersten westfälischen Musikfeste zu gewinnen. So haben auch mehre Virtuosen des Rheinlandes ihre Theilnahme als Dilettanten, in der uneigennützigsten Weise zugesichert. Wir sino demnach zu der Hoffnung berechtigt, daß die musikalische Seite des Festes würdig, und den darzustellenden Tonweisen entsprechend ausfallen, somtt unserer Provinz ein Schmuck verliehen wird, dessen sie bisher, anderen Provinzen gegenüber, entbehren mußte. Daß auch Deutschlands erste Clavir=Virtuosin, Mad. Schumann, sich an dem Feste betheiligen werde, habe ich Ihnen bereits mitgetheilt. Nach dem jetzt erschienenen Programm, werden am 4. die G.moll Symfonie von Mozart und die Schöpfung von Hayen; ferner am 5. die Freischütz=Ouvertüre von Weber, C=moll Symfonie von Bertbeven, mehrere Solo-Piccen und die erste Walpurgisnacht von Mendelsohn, zur Aufführung kommen. Der Anfang beider Conzerte ist auf 11 Uhr Vormittags festgesetzt. Der Eintrittspreis beträgt für einen nummerirten Platz auf beide Tage a Person 2 Thaler, für einen Tag 1½ Thaler, für einen nicht nummerirten Platz für beide Tage 1 Thaler, für einen Tag 20 Sgr. Die Billets werden im Hause des Herrn Böcker bis 1 Stunde vor jedem Conzerie verabreicht, und kosten an der Kasse a Person 5 Sgr. mehr. Nach beendiatem 1. Konzerte findet ein gemeinschaftliches Mahl, und am Abend des 2. Konzerttages ein Ball statt. Aus dem Kreise Wittgenstein, 29. Juli. Auf die von elnem Lehrer im Kreise Wittgenstein bei der zweiten Kammer eingebrachte Petition, betreffend die Erledigung der Schullehrerfrage hinsichts der baldigen Gewährung eines auskömmlichen Gehalts, ist demselben vom hohen Ministerium der geistlichen, Unterrichts= und Medizinal=Anzelegenheiten unter dem 16. Juli d. J. folgender Bescheid geworden: „Ihre an die zweite Kammer gerichtete Eingabe vom 18. Febr. d. J., die Besoldungsverhältnisse der Schullehrer betreffend, ist durch Beschluß der genannten Kammer vom 19. Mai e. J. an das Königliche Staats=Ministerium zur Berücksichtigung überwiesen, nd demnächst von dein Minister=Präsidenten an mich zur ressortmäßigen Verfügung abgegeben worden. Ich setze Sie bievon mit dem Eröffnen in Kenntniß, daß inzwischen die Königlichen Regierungen zur Regulirung der Schullehrerbesoldungen, wo solche als nicht ausreichend anzusehen sind, auf Grund der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen veranlaßt worden sind.“ Hagen, 28. Juli. Der Herr Unterstaatssekretair v. Pommer=Esche verweilte u. a. auch längere Zeit in dem Etablisse= ment des Herrn Friedrich Tasche zu Webringhausen. Eine von Herrn Tasche sehr zweckmäßig construirte und mit bekannter Sorgfalt gearbeitete Waage zur Bestimmung des Gewichirs schwerer Lastwagen veranlaßte eine längere Besprechung über deren Anwendbarkeit im öffentlichen Verkehr und auf Kunststraßen. Auch setzte Herr Tasche einige Maschinen in Thätigkeit, durch welche die Reihe der Manipulationen bei der Bearbeitung mancher Artikel wesentlich abgekürzt wird. Märkte in der Provinz Westfalen, im Monat August. Ahaus 9. Amelde bei Breden 24. Asseln 22. Berleburg 17. Bigge 15. Bochum 25. Bödefeld 22. Borgentreich 30. Borghorst 8. u. 11. Borken 24. Bottrop 9. Brackwede 29. Clarholz 16. Coesfeld 15 u. 16. Crange 10. Darfeld 29. Darup 30. Dülmen 17. Düstermühle bei Legden 30. Elsoff 23. Enkhausen 8. Eslohe 19. Fredeburg 27. Greven 30. Harpen 16. Heepen 1. u. 2. Heiden 9. Herten 19. Hilbeck 22. Hörste 22. u. 23.(Kr. u. V.) Horst 8. u. 9.(V.) Hultrop 10. Jöllenbeck 12.(Kr. u. V.) Küstelberg 10. (Kr. u. V.) Lengerich 24. Linden 24. Lipporg 29. Lippstadt 24. Lütgendortmund 24. Medebach 4. Meschede 29. Metteln 24. Mettingen 10. Münster 9. Nienborg 2. Ochtrup 3. Oer 30. Oestrich 29. Peckelsheim 23. Polsum 29. Rehme 25. Reiste 25. Rheine 17. Rietberg 29. u. 30. Rödingbausen 23. Rohrup 23. Rüggeberg 10. Schwelm 24. Spenge 18. Steinfurt 16. Steinhagen 16. Stuckenbrock 30. Unna 20. Werl 22. Weitmar 15. Wenden 15. Wetter 3. Winterberg 22. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderdorn. Verkauf. Ic beabsichtige meine Fracht=Karre, nebst dazu gehörigem Kasten', zum Steine fahren besonders geeignet, zu verkaufen. Dieselde hat 5 Fuß dobe Räder mit 4 Zoll breiten und ¾ Zoll starken eisernen Reisen. Ein Ktarker eiserner Hemmschuh wird beigegeben. Die Karre steht in meiner Wodnung zur Ansicht bereit und dabe ich deren Werih auf 34 bis 36 Thlr. angesetzt. Neuenheerse, den 5. August 1852. Panckoce, II. 1. Schmiedemeister. Nothwendiger Verkauf. Bekanntmachung. In den Buchhandlungen von Wilh. Crüwel! und I. Wesener in Paderborn und A. L. Ritter in Socst ist zu haben: Die Bürgerliche Gartenkunst, oder praktische Anleitung zur zweckmäAnlage, Eintheilung und Bestellung der Haus= und Wirthschafts=Gärten, Nebst einer umfassenden Zusammenstellung der hiezu tauglichsten Bäume, Sträucher und an" d e r e r Z i e r p f l a n z e n, m i t A n g a b e i h r e r der Art ihres Wuchses und ihrer Belaubung, der Blüthezeit und Farbe u. a. m. Ein Handbuch für Gartenbesitzer jeden Standes und Gewerbes, insbesondere aber für Handelsgärtner und Soiche, die sich der Gartenkunst wiodmen wollen. Vor Eduard Schmidlin, Fürstl. Zeil'scher Obergärtner. Mit vielen Gartenplänen nebst Kostenüberschlägen, Zeichnungen zu Frühbeet= und TreibereiEinrichtungen und anderen Figuren. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Preie 3 fl. 36 kr. oder 2 Thlr. Kreis=Gerichts=Commission zu Nieheim. Die aus folgenden Grundstücken Zlur 3 Parzell=Nr. 169, „ 5„ 4, „ 6„ 198, „ 8„ 145, 155. 162, 148/2, „ 9„ 7,98, mit dem Wohnhause Nr. 64 und einem Nebengebäude. „ 10„ 336, „ 11„ 20, 96, „ 12„ 60, „ 13" 122, „ 14„ 2, 245, „ 15„ 137, 185, 453, 457,484, „ 16„ 160. bestehende Besitzung des Gastwirth Ferdinand Rintelen zu Nieheim, abgeschätzt auf 5295 Thlr., zufolge der nebst Hyp.=Schein und Beeingungen in der Registratur einzusebenden Taxe, soll am 11. Fedruar 1853 Vormittags 9 Uhr an ordentlicher Gerichtestelle sudhastirt werden. Alle undekannte Realprätendenten werden aufgefordert, sich bei Vermeidung der Präclusion spätestens in diesem Termine zu melden. VI. 2. So eben ist erschienen und bei Wilh. Crüwell und I. Wesener in Paderborn, und A. L. Ritter in Soest zu haben: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilh. Grimm. Das deutsche Wörterbuch erscheint in Lieferungen von 15 Bogen zum Preise von 20 Sgr. Die iste Lieferung ist bereits erschienen und in den oben angegebenen Buchhandlungen zu haben. nI. 2. (Ein gebrauchter Kinderwagen wird zu kauG= sen gesucht, von wem! sagt die Exped. dieses Blattes. II. 2. Der dahier in Untersuchung befangene David Jung von Hohleborn hat bei dem Kurfürstlichem Landratbsamt zu Kassel angegeben, am 19. c. M. hade er auf der Straße von Wardurg nach Paderborn einem Juden, welchen er um einen Almosen angesprechen, den Gelebeutel aus der Hand gerissen, der Beutel sei ihm jeroch von Jenem mit Hülfe eines hinzugekommenen zweiten Mannes wieder abgenommen, und später diese Angabe dahin abgeändert, daß er nur nach dem Beutel gegriffen habe, um den Juden zum Almosengeben zu nöthigen. Die zur Ermittelung der gedachten Personen angestellten Nachforschungen sind ohne Erfolg geblieben und es werden deshalb dieselben bierdurch aufgefordert, die erforderliche Auskunft über jenen Vorfaul ander oder bei der nächsten Gerichtsbebörte zu ertheilen, welche um die Weiterbeförderung anber ersucht wird. Schmalkalden, am 31. Juli 1852. K. H. Justizamt hiers. Hahn. vdt. Juckel. Beachtenswerthe Anzeige. Johann Wagner, Perlenfabrikant in Mainz, hat im Jahr 1817 die Erfindung gemacht die brasilianische Hausenblase so brauchbar zu machen, wie die astrachanische. Die großherzogliche hessische Regierung hat sich hierdurch veranlaßt gefunden ihm im Jahr 1828 ein Patent auf diese Erfindung zu ertheilen. Weinhändler und Bierbrauer haben diese von ihm verfertigte Clair=Gallerte, vermöge welcher ganz helle Waare erzielt wird, vorzüglich gefunden.— Der Unterzeichnete hat von dieser Clair=Gallerte in verschiedenen Städten des ganzen Nordens und der Rheingegend Niederlagen errichtet und wünscht nun, auch in dem Kreise Paderborn ein solches Depot, welches sich für Spezerei=Handlungen eignen würde, zu etabliren. Die Geschäftshäuser, welche ein solches Depot wünschen, belieben sich sofort an Unterzeichneten zu wenden. Mainz, im Juli 1852. Johann Wagner, IV. 4.l Perlenfabrikant. Bei W. Crüwell und Jos. Wesener in Paderborn und A. L. Ritter in Soest ist zu haben: Kubik=Tabellen für geschnittene, beschlagene und runde Hölzer, nebst Geld= und Potenz=Tabellen von Dr. G. L. Königl. Preuß. Staatsrath und Oder=Landforstmeister, Professor Donorarius an der Friedr.=Wild. Universität zu Berlin, Ritter des rothen„Adlerordens, Mitglied vieler gelehrten Gesellschaften. 6te vermehrte Auflage. Mit Holzschnitten. eleg. gebunden. Preis 2½ Bekanntmachung. Montag den 16. August d. J. Vormittags 10 Uhr soll die den Erben des verstorbenen Müllermeisters Heinrich Bruchbäuser zu Twiste gebörige Mühle nebst Hofraum, und 3 Nebengebäuden mit 4 Gärten und ungefähr 10 Morgen Stellland öffentlich meistbietene, jedoch freiwillig in Twiste in der Mühlenwohnung verkauft werden. Die zu verkaufende Müble liegt nahe beim Dorf Twiste im Fürstenthum Waldeck, an der Chaussee von Arol= sen nach Korbach und bestebt die Mühle aus „wei Mahlgängen, einem Schäl= und Schlaggang nebst Schneidemühle und der Berechtigung, einen Weizengang anzulegen, ist auch zu jeder Jahreszeit mit binreichendem, nie gefrierenden Wasser versehen. Der Verkauf der bezeichneten Mühle soll sowohl mit, als ohne Mühlen=Invenkar versucht, auch die Grundstücke allein und mit der Mühle zusammen ausgeboten werden. Die Verkaufs=Bedingungen können jeder Zeit bei dem Unterzeichneten eingesehen, auch auf Verlangen(gegen die Gebühr) schriftlich mitgetheilt werden. Arolsen, den 12. Juli 1852. Aus Auftrag: Lingelsheim, Kreiegerichtsschr. 1 Druck und Verlag von Wilh. Crüwell in Paderdorn. 3 „Gewerb in Preußen den Danow die schranke dreißigjähri, werbefreihei entbehrlichz Handwerkers Publikums chie gebracht Produzenten det.“ So hört der That, d. Logik für sich den Zustano und 1849 m ernstlich beleg gehabt. Im hat den Druin Feisen und hat viele der klagt den Str ken ihn zum Es sind nie Verordnung v den Namen v#o lizeiliche Veror Anwendung ir belästigt oder beit. Wie reiGesetzbücher un Provinzial= Be nem so ausgebi überbaupt von wenn auch ein nicht vorkäme. Kaufmann, der oder Rheder, de besergen will, r Gewerben ibr 2 den, wo der So welche es bei fre sten verweriben wirthschaftlich ni da von Gewerbe werbe, wie das das Eisenbahn= sionen monopolisi ments in ihrer A freiheit? Bei der steuer nöthigen be vieler Nebengewe Die schwäbisch In den Hungerja evangelische Würtem Separatismus ihr Kaukasus, die Geme fele, Marienfeld, jetzt zusammen 2700 eigentlich nach der 5 schwerden und großel einigen derselben das noch 100 Haushaltu gesiedelten Würtemb Die Beschwerden un daß jetzt erst die Kol als sie anfänglich ha Ansiedelungen Helener nicht nur auf furch Gesangenschaft, und densschluß es sich ang einige spurlos verschi ganz Vorderasien und eist durch Verwendung von Würtemberg, der sende, Mortz Wagner und in seinem Werke Kolonien jenseits des theilungen über jenen demselben gegeben. C solgende Schilderung: berittenen Banden das dessen Gassen stürmend