kaienischer Methode zu verdrängen, da es für V##er, früher LiebWoblgeschmack und seine zu haben. Mehrere den Zrauerei=Inhaber wenn ich nicht irre, der ind welche Antwort ibzugeben. schen dem Post=Fiscus lossene Contrakt wegen ** Berg hierselbst anper nicht zu behalten senheit unterliegt noch nicht abgewickelt sein. nbuße erleiden. ober d. J. wird in Und zwar auf dem ungsbezirk Münster der Bürgermeisterei men, ins Lebeu treer Ackerwirth beißer dem Direktor bildeten Lehrer inge überwacht und und ein geschickter etreffenden Fächern ommenden Wirthzu unterziehen. indheit, ein Alter der Ortsbebörde ng und VermöDie neue nübenden Ober= tratoriums sind: dierselbst, zur 1b des Büding 3) der Pfarrer D. V. 7 Paderdorn. dlung lugust im aderborn S. Erscheint mit Ausnahme ron Soan- und hohen Feierlagen täglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die Aspaltige Zeile oder deren Raum berechnet. n is Paderborn, Samstag, den 24. Juli 1852. 7½ 15 Viertelj. Abonn.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 6 ½ Sgr.; bei allen Postanstalten in Preuss. 1 Thir Hr Jahra Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr.70 8 Paderborn, 24. Juli. Die Eröffnung der Straßburger Eisenbahn ist wohl geeignet, ernste Betrachtungen über den Wechsel menschlicher Geschicke im Allgemeinen und Indivieuellen zu erwecken. Ein Napoleon, der zweite dem Namen nach, aber an Thaten arm, steht wieder an der Spitze Frankreichs, von welcher vor 37 Jahren der erste Napoleon, der große Feldberr, der Welteroberer, gestürzt worden war von dem entrüsteten Europa. Wenn der alte Napoleon von seinem Grabe aufstehen und in der Welt sich umsehen könnte, die er verwüstet, mit Trümmern und Leichen bedeckt, er würde in einer andern Welt aufzuwachen glauben. Eine strengere moralische Verurtheilung seiner Thaten könnte er in jenen Regionen kaum zu finden erwarten, als in dem durch 37 Friedenejahre verwandelten Eurepa. Feurige Schiffe, deren Erfinder er verächtlich von sich gewiesen, durchbrausen, jetzt die Gewässer, die Dampfrosse rasen über den Welttheil, die Nachrichten fliegen mit der Schnelligkeit des Gedankens von einem Ende zweier Welttheile zum andern, fliegen über die Meere, nach England und Irland. Eine zahllose Dampiflotte verbindet alle Theile der Erde in derselben Zeit, der verkehrten. Napoleon der Alte würde schen, daß ein Geschlecht, welches mit dem Blitze schreibt, mit der Sonne malt und mit dem Dampfe fährt, ruhmwürdiger ist, als eine Generation, die nur Blut vergießt, um sämmerlicher Formen oder Phantasien willen. Zugleich drängt sich bier der Gedanke auf, wie seltsam die Laufbahn ist, welche dem Menschengeschlechte vorgeschrieben scheint: im Wesen sehen wir immerwährenden Fortschritt— die Geister und die Hände verwandeln die Welt, daß die eine Generation die Heimatb der nächstfolgenden kaum mehr erkennen würde; in der Form scheinen wir bestimmt, immer uns im Kreise zu dreben— heute dieselben Streitigkeiten wie vor 60 Jahren;— damals dieselben, wie unter den Römern und Griechen. Und wenn die alten Römer, die Vollbringer mächtiger Thaten, unsere heutige Welt zu sehen vermöchten, sie würden erstaunen über die Erzeugnisse des menschlichen Geistes, wie sie die Wissenschaft durch die Erfindungen herrorgebracht,— über unsere Formen würden sie vielleicht lächeln. Frankreich beißt jetzt eine Republik, ist aber in seiner Staatsform weiter zurück, als vor 80 Jahren unter der väterlichen Regierung Ludwigs XVI. und seines genialen Ministers Türget. Und wer ist es, der die Ergebnisse 60jähriger Kämpfe, der die Anstrengungen von Generationen in einer Nacht über den Haufen werfen durfte?— Ein Mann, nur bekannt durch Jugendstreiche. Sechszehn Jahre sind es, als Ludwig Napolcon in sehr verschiedenen Umständen unter dem Schatten jenes Münsters stand, der, wie ein genialer Dichter sagt,„ noch als steinern Ausrufezeichen“ uns Deutschen herüberragt, der in jenem zähen Volke deutschen Stammes als ewiges Erinncrungsmal deutsche Sitte und deutsche Sprache unter fremder Herrschaft festgebannt zu haben schien, so daß das elsässische Landvolk nach zwei Jahrbunderten noch die Sprache des Eroberers zurückstößt, keine Silbe ron ihr gelernt bat, eine Thatsache, die in der Weltgeschichte ihres Gleichen sucht. Sechezehn Jahre sind es, sagte ich, als Lurwig NatoMichail Lermontoff's poctischer Nachlaß zum ersten Mal in den Vermaßen der Urschrift aus dem Russischen übersetzt von Friedrich Bodenstedt.(Berlin 1852. Verlag der Deckerichen Geheimen Ober=Hofbuchdruckerei.) Bodenstedt, welcher durch sein Meisterwerk über die Völker des Caucasus, seinen humorreichen„Mirza=Shaffy" in Tausend und ein Tag, uns schon so viele genußreiche und belehrende Stunden geschenkt hat, ist unter obigem Titel mit einem Werke hervorgeireten, bei dem ich mich scheuen muß das Lob auszusprechen, zu dem ich mich gedrungen fühle, weil ich fürchte in die Reihe der Lobhudler gestellt zu werden. Ich weiß nicht, wie großen Antheil Bodenstedt an der Reproduktion des Dichters hat. Ich habe Lermontoff eist aus diesem Werke selbst kennen gelernt, weiß also ebenso wenig, wie weit es sich dem Original anschließt. So viel ist indessen gewiß, das Werk ist mit einer Macht über die reutsche Sprache, mit einer Kraft und Frische wiedergegeben, eine so markige Energie verbunden mit vieler Anmuth, finden wir in demselben, daß es den besten deutschen Originaldichtungen an die Seite zu stellen ist. Ich bin ein Verehrer der deutschen Sprache und habe ihr nicht weung zugetraut, aber solche Kraft und doch wieder solche Anmuth, solche gedankenschwere Kurze haben mir um so größere Bewunderung abgedrungen, als die Form trotz dem rein von jeder Hätte ist. Was den Stoff und Gedankeninhalt des Dichters betrifft, so treten uns da„Nibelungencharaltere“ vor Augen. Der Dichter war an den Caucasus verbannt, wo er schon im 30. Jahre an den Folgen eines Duells starb. Jene wilden Heldenvölker gaben daber den vornehmlichen Stoff zu seiner Poesie, und diese Porsie ist, ich spreche es mir voller Ueberzeugung aus, den besten Erzeugnissen aller Zeiten und Völker an die Seite zu stellen. Lermontoffs Dichtungen werden balo Lieblingslektüre werden. Ich will deshalb nicht durch viele Worte dem Urtheit der Leser vorgreifen. leon Straßburg verließ als ein entdeckter Verschwörer und geschlagener Rebell,— Hochverrätber, lag sein Leben in der Gnade jenes Mannes, den er vom Throne stoßen wollte— und heute zieht er ein als Triumphator in dieselde Stadt! Große Thaten muß er seitdem wohl vollbracht haben, um diesen Wechsel der Dinge hervorzubringen! wurde ein Mann fragen, dem die Geschichte der letzten vier Jahre unbekannt geblieben wäre;— hat er vielleicht Reiche crobert, ein Volk glücklich gemacht?“ Keines von Beiden— nur einen Verfassungsbruch. Es war an einem schönen, aber kalten Oktobermorgen des Jahres 1836, als Ludwig Napoleon, begleitet von Oberst Vaudrey und wenigen Offizieren, welche Tradition und Ehegeiz vermecht hatten, ihr Schicksal an das seinige zu tnüpfen, sich plötzlich vor der Kaserne des 4. Artillerieregiments in Straßburg präsentirte, in den Koller und Kanonen und dem alten Hute des Kaisers Napoleon, in der einen Haus, wie er sagte, den letzten Willen des Kaisers, in der andern den Degen von Austerlitz, eine auswendig gelernte Rede hervorstammelnd, die mit den Worten endete:„ Ich bin gekemmen, die Barbaren vom Kapitol zu vertreiben!“„Die Scene, sagen die Times, war schlecht gespielt, uno dauerte nicht länger als der Alt eines Puppentbeaters; eenn kaum waren ein paar Stunden verflossen, so war der Held des Stücks auf dem Wege nach Parie, nicht um auf den Thron, sondern binab in das Gefängniß zu steigen, roch nicht um das Schicksal des Herzogs von Enghien, welches er gesetzlich verdient balte, zu theilen, sondern um aus dem Lande geschickt zu werden, als ein Störer der öffentlichen Ruhe und Feind der konstiiutionellen Regierung Frankreichs.“ Mehr Gewicht brauchte man damals nicht auf Ludwig Buonaparte zu legen, denn er hatte sich als ein Abenteuter gezeigt, welcher bei dem ersten Hinderniß den Kopf verlor, bei der ersten Gefahr erbleichte. Allein die ehrgeizigen Lehren seiner Mutter, Hortense, waren bei ihm zur fixen Idee geworden. Er machte einen zweiten Versuch von England aus und landete in Boulogne. Seinen Onkel in dem Hervorsuchen römischer Traditionen nachabmend, hatte er einen Adler abgerichtei, der ihm bei der Landung auf den Kopf fliegen sollte, wie dem alten Tarquinius, als er Rom betrat,— eine Comödie, die ihn in den Augen aller Gebildeten für immer vernichtete, die bei einem Volke von gesundem Menschenverstande ihn jeder polit schen Wirksamkeit für alle Zutunft verlustig gemacht haben würde. Dieses Mal glaubte er seine Kopflosigkeit in Straßburg wieder gut machen zu können— durch einen Mord. Er erschoß einen Offizier, der sich weigerte, seinem unsinnigen Befehle Folge zu leisten. Aber auch diese Tragi=comödie eneigte, wie sie es verdiente, mit der Verhiftung des Heiden. Und jetzt zieht er ein auf dem Schauplatz seiner Jugendstreiche; kein Besserer,— nein, nur mit Blut beladener, gefeiert und mit Blumen überschüttet, wenn man den offiziellen und niot oinziellen Berichten Glauben schenken darf. Wir Deutsche müssen eine wichtige Lehre aus diesen Contrasten zieden,— die nämlich, uns auf uns selbst zu verlassen, aus der eigenen Tiese das Material zu unserer Zukunft zu holen, nie unser Heil von einem Volke zu erwarten, welches Lassen wir den Dichter selbst sprechen. In dem einen vorliegenden ersten Band(es ist uns ein zweiter versprochen) ist„Ismail Bey“ die Krone. Der Leser mag selbst urtheilen. Das Lied beginnt mit einem Gruße an jenes erhabene Gebirge und zeichnet, ehe es zum Helden übergeht, das schöne Land und seine edlen wilden Söhne in kurzen Zügen. Du greiser Kaukasus, ich grüße dich! In deinem Reich kein fremder Gast bin ich: Hast mich schon früh, in meiner Jugendzeit, Gewöhnt an deine Bergeseinsamkeit. Und oft seitdem durchzogen meine Träume Mit dir des Ostens sonnenhelle Räume. O, freies Bergland! rauh bist du, doch schön! Altären gleich sind deine steilen Höhn. Wie liebt' ich, Berge, eure wilde Schön, Die kriegerischen Sitten eurer Söhne, Des Himmels über euch durchsicht'ge Bläue, Der Stürme graus Geheul, das immer neue, Wenn's von den Höhen, aus den Schluchten tief, Wie eine Stimme zu der andern rief Gleichwie Ablösungsrufe nächt'ger Wachen. Und Abends oft sah ich am Himmelsdach Dem Ziehn der regenschwingern Wolken nach— Hier: hell umsäumt und rosig angehaucht Ziehn sie einher— dort: dunkel, riesiggroß Steigt's wie ein Zauberschloß aus ihrem Schoß Da fährt ein jäher Winostoß auf, und wild Zerstört er, schneller als es aufgetaucht, Das wundersame, luftige Gebild, Das, aus der Nacht erzeugt— in Nacht entweicht. (Gleichwie zerstörend Kettcnklirren bricht in dem kurzen Zeitraume von wenig Jahren, von einem Extreme zum andern, vom höchsten Schwindel socialer Ulepien bis zum Abarunde der tiefsten Servilität hinabsinken kann. Deutschland. „ Berlin, 23. Juli. In der Zollfrage baben wir dem gestern Gemelreten nichts Neues dinzuzufügen. Wir werden den Wortlaut der preußischen Erklärung, worin der Präclusiv= termin auf den 16. August gestellt ist, abzuwarten baben. Sonst giebt es wenig Neues von Erbeblichkeit. Die Nat.=Z. und Sp. Z. entbalten folgende verschiedene Mittheilungen: — Die Gräfin Habn=Hahn befindet sich wieder hier und sammelt für ein Nonnenklester„zum beiligen Herzen“. — In Bezug auf die den Oberpräsidenten ertheilten Aufträge, Landgemeinee=Ordnungen zu entwerfen, bört das „C. B.“, daß dieselben auch aufgeforcert sind, ihre Entwürse bis Mitte August dier einzureichen. Es wird sich, was die Landgemeinde=Ordnungen anlangt, nach den in dieser Beziehung von dem Herrn Minister des Innern kundgegebenen Grundsätzen nur darum handeln können, die thatsächlichen Verbältnisse möglichst zu ordnen und zu präcisiren, ohne weitgreifende Umänderungen vorzunehmen. — Zu königl. Kommissarien für die,k aller Wahrscheinlichkeit im September zu Beratbungen zusammentretenden Provinzialstände werden dieselben Herren ernannt, die bei der letzten Berufung fungirten. — Die Wiedertbätigkeit des Staatsratbs stebt, wie nunmehr mit größerer Bestimmtbeit angegeden wird, Ausgang August, bei Rückkehr des Königs von Putbus, zu erwarten. Vorlagen, welche den nächsten Kammern zugeben, werden schon durch diesen restituirten Staatskörper beratben werden. — Der Minister des Innern hat in einem Erlaß an die betreffenden Behörden neuerdings auf die Ueberwachung der polnischen Emigranten bei ihrem etwaigen Ueberteitt aus Franireich auf diesseitiges Gebiet hingewiesen. Die Erfahrung habe genügend erwiesen, von welchem nachtheitigen Einfluß diese Emigranten seien, und man müsse deshalb mit aller Strenge darauf halten, sie von den diesseitigen Staaten fern zu halten. Die Polizei=Behörden,„namentlich an der Grenze von Frankreich und Belgien sino zu besonderer Vigilanz auszufordern und anzuweisen, unnachtsichtlich jeden zurückzuweisen, oessen Paß nicht streng in Ordnung ist. Der Minister empfichlt zugleich die genaue Beachtung des Signalemenis, ra die Benutzung fremeer Pässe oder die Ueberlassung eines Passes zur Benutzung an einen Anderen in Belgien und Frankreich nicht strafbar sei. — Bekanntlich ist den städtischen Bebörden nur provisorisch die Berechtigung zur Erhedung des Einzugs= und Hausstandsgeldes ertbeilt worden. Der Antrag der Kommunalde= börde, diese Berechtigung nunmehr als eine desinitive eintreten zu lassen, ist vou der Regierung zur Zeit noch abgelehnt. In dem betreffenden Reskript wird als Grund der Ablehnung angegeben, daß noch Aenderungen in der Gemeinos=Oronuag in Aussicht stehen, und daß diese zuförderst abzuwarten seien, ehe man mit der definitiven Regelung dieser Verhältnisse vorschreite Durch des Gefangnen nächtlich Traumgesicht, Das ihm der Heimatfluren Bild gezeigt) Indessen, weißer als die Gletscher, flieht Gen Westen hoch ein Wölkchen nach dem andern.— Ihr heller, leichtbeschmingter Reigen zieht Die Abendröthe mit im luft'gen Wandern, So leicht, so sorgenlos schweben sie einher, Als ob ihr kurzes Sein ein ew'ges wär! Wild sind die Stämme jener wilden Schluchten, „„„„„„* Im Kampf, zum Kampfe, wachsen sie heran, Kömpfend beginnt das Kind, endet der Mann. Der„Russe“ ist des Kampfes Losungswort,„ Die Mutter schreckt damit ihr Kindlein dort; Verzeihung kennt selbst nicht das Kind, das schwache, Treu ist die Freundschaft, treuer noch die Rache. Kein Blut fließt dort, das ungerochen bliebe, Doch maßlos wie der Haß ist auch die Liebe. Graunvoll sind ihre Sagen. Den Helden zeichnen folgende classische Worte: WEin Mann, von Haltung stolz und prächtig, ##ng, aber wie ein Greis bedächtig. Rein Jugenddrang nach Spiel und Lust Schwilli diese breite Mannesbrust. Was will er? wer hat ihn gesandt, In dieses unruhvolle Land? Sein Auge kalt verdeckt, was heiß Und stürmisch seine Brust erfüllt, Wie wenn das erste dünne Eis Des Mecres dunkeln Schlund verhüllt Bis zu den nächsten Sturmesschanern W Die Regierung hat übrigens das bestebende provisorische Verhältniß aufZein weiteree Jahr genehmigt. — Ueber die Amtstbätigkeit der von dem Oberkirchenratbe nach unserer gestrigen Mittheilung auszusendenden Pfarrvikare wird eine Instruktion erlassen werden, in welcher die Grenzen genau bestimmt werden sollen, innerhalb welcher die Wirksamkeit der Vikare sich bewegen soll. In der Regel sollen die Vikare nur unter der Aussicht und Leitung der Geistlichen, welchen sie beigeordnet werden, ihren Beruf aus üben. Sie werden übrigens für den geistlichen Beruf gebörig ordinirt und zur vollständigen Vertretung des beireffenden Geistlichen ermächtigt werden. Demnach werden sie nicht nur Predigt und Unterricht übernehmen, sondern auch die Seelsorge versehen und die Sakramente verwalten dürfen. Als Vorbild dienen die in Baren und Würtemberg bestehenden Einrichtungen. Das Einkommen eines Vikars wird durchschnittlich auf 200 Thlr. festgestellt werden. — Es war zweiselhast, ob die königl. Bank sich mit dem An= und Verkauf öffentlicher Papiere für Gerichte und Verwaltungsbehörden befassen dürfe. Auf eine dieserhalb ergangene Anfrage ist kürzlich von dem Bank=Direktorium der Bescheid ertheilt, daß dieselbe nach der Bankordnung zur Besorgung solcher Geschäfte besugt sei, und dieselbe in allen vorkommenden Fällen übernehmen werde. — Im Laufe dieser Woche sind die Bäume unter den Linden, welche während dieses Sommers abstarben, gefällt worden. Die Zahl verselben ist nicht unbedeutend. — Die„N. O. Z.“ berichtet von einer Aufforderung, welche der Berliner Treubund an Breslauer„Patrioten“, wie er sie nennt, gerichtet habe, ihn in dem Streben nach Abschaffung der Verfassung zu unterstützen. * Berlin, 23. Juli.(Abends.) Da der Wortlaut der preuß. Erklärung noch nicht bekannt ist, so beschäftigen sich die Parteien mit verschiedenen Auslegungen derselben. Der Corresp. der D. A. Z. behauptet, der 16. August sei nicht als Prällusiviermin gestellt, sondern lediglich die Erwartung ausgesprochen, daß die Antwort bis dabin erfolgen möge; ferner habe Baiern zwar die Anstrengungen Preußens zur Erhaltung des Zollvereins anerkannt, allein eoch darauf bestanden, daß die Zolleinigung mit Oesterreich noch durch einen Vergleich zu Stande komme.— Dem Mainzer Journal wird übrigens geschrieben, daß Oesterr. und die Coalition nun mit einem umfassenden Handelevertrag auch zufrieden seien und die Einigung bevorstebe.— Am Wichtigsten ist aber die Erklärung der officiellen österreichischen Correspondenz, welche behauptei, daß Oesterreich beharrlich an der Zolleinigung festhalte und keinen„Vertrag abzuschließen brauche, um bleß die Form zu retten.“ Auch sie erklärt das Gerücht von durch Bismark abgeschlossenen Punktationen für eine Erfindung.— Der Flügelarjutani S. M. des Königs, Major v. Manteuffel, ist zum Oberstlieutenant befördert worden.— Die N. Dr. Z. meldet das Gerücht, der Justizminister Simons würde zu der seit lange unbesetzten Stelle eines ersten Präsidenten des rhein. Appel.=Ger.=Hofes in Köln berufen werden. Wesel, 20. Juli. Heute Morgen ereignete sich auf der benachbarten Spelner Haide bei dem Exerziren der Artillerie, welche mit scharfen Geschütz manövrirte, das Unglück, daß durch das Zerspringen, oder zu frühe Entladen einer geladenen Haubize zwei Gemeine und ein Unterossizier tödlich verwundet wurden. Die beiden Gemeinen, welche das Geschütz bedienten und von welchen dem Einen gleich der ganze Kopf zerschmettert wurde, sollen nach verbürgten Mittheilungen, in diesem Augenblick bereits in Folge der erlittenen Verstümmelungen mit Tode abgegangen sein, während bei dem Unteroffizier noch nicht alle Hoffnung zur Rettung seines Lebens verleren sein soll. So viel mit Gewißheit verlautet, ist bei diesem Unglück kein Versehen vorhanden, die eigentliche Ursache des Springes der Haubitze aber noch nicht ermittelt. Hamburg, 21. Juli. Die Mormonen beginnen in neuester Zeut auch hier eine ungewöhnliche Rübrigkeit zu entwickeln. An der Spitze dieser Seete stebt ein gewisser D. V..t, der in einem Hause der Schlachterstraße seine Getreuen Furchtbare Leidenschaft versteckt In dieser jungen Biust sich tief, (Wie Löwen in der Höhle lauern, Bis sie ihr Opferthier entdeckt Und wild erwacht, was scheinbar schlief.) Schien wie ein Stein sein Herz zu sein: Der Stahl lockt Funken aus dem Stein! Wie mit Farben auf Leinwand tritt uns dann folgendes Bild entgegen. Aus tieszerklüftetem Gestein Kommt eine Schlange angekrochen. Sie spielt und hebi sich— bleibt dann träge Sich krümmend, liegen auf dem Wege. Hell glitzert in der Sterne Strahl, Wie sich die Schlange krümmt und windet, Die bunte, glatte Ringelhaut. Gleichwie die Klinge eines Dolches, Oder ein Panzerheind von Stahl, (Wie nach der Schlacht man oft noch solches Verloren auf der Wahlstatt findet) Beim Schein des Mondes angeschaut.. 309 Und als Ismail Bey die junge Sara sieht: Doch kaum noch hört der Gast den Wirth, Versteht nicht mehr, was er ihm sagt, Sein klares Auge blickt verwirrt, Kaum daß er noch zu athmen wagt, Er wußte nicht wie ihm geschah, Denn plötzlich wie gesandt von Oben, Stand eine Jungfrau vor ihm da, Aus Erd= und Himmelsreiz gewoben. um sich zu versammeln pflegt. Wir hören, daß bereits mehrere Proseipten gemacht wurden, auch bat die Secte bei den Buchdruckern N. und M. eine Bibel erucken lassen, deren Ablieserung indeß eingetretener Hindernisse wegen noch nicht beschafft werden konnte. — Nach der„Fl. Ztg.“ ist der Dr. Ingwersen, Mitarbeiter der„H. N.“ in Foige von Reclamationen der dänischen Regierung ausgewiesen worden. * Darmstadt, 22. Juli. Das Interdictum quarum barbarum ist nun auch gerichtlich bestätigt. Advokat Kraus war nämlich, weil er einen Schnurrbart trug, vom Gerichtspräs. zurückgewiesen und dem Angetlagten ein anderer Vertbeidiger gestellt worden. Acv. Kraus legte wegen verkümmerter Bertbeieigungsmittel Cassation ein, wurde aber abgewiesen. Franrfurt, 23. Juli. Der Fr. Post=Zig. gebt die Nachricht zu, das L. Navolion sich wirtlich um die Hand der Prinzessin Karoline v. Wasa, Enlelin der Großberzogin bewirdt.— Derselden Zeitung veruchern Reisende aus Biemen, daß das Kriegeschiff„Eckernsörde“ wieder„Gesion“ getauft werden sei, weil die Dänen es sonst nicht den Suno passiren lassen wollten. München, 20. Juli. Oberst Tann und Dönniges sind nach Hohenschwangau beordert; doch nicht als Ministerkandidaten. Bamberg, 22. Juli. Gestern ist die erste Locomotive auf der Würzburger Bahn bis Haßfurt gefabren. Ehingen, 18. Juli. Heute Abend zwischen 4 und 5 Uhr erlebten wir eine schreckliche bange Stunde. Gleich nach 4 Uhr zeigten sich am westlichen Himmel große Massen, ja ganze Berge von Wolken mit seltener Färdung; grau, roth, blau, schwarz und grün, was sehr schauerlich anzusehen war. Ein Sturmwind brachte in wenigen Minuten ein starkes Gewitter mit wolkenbruchähnlichem Regen, unaufdörlichen Blizen und gräßlich rollenden Doanerschlägen. Dieses Gewitter, anstatt schnell vorüberzuzichen, bielt sich über eine Srunde und nahm sichtbar an Umfang und Stärke zu nach allen Richtungen. Besonders schien die Donau und die Alb mit einander im Kanpse zu liegen, und keiner von beiden Theilen wellte das Gewitter über sich zieben lassen, so laß es förmlich stehen blieb, bis es durch die Länge der Zeit ausgetobt hatte. Die Winefahne rurchlief in dieser Stunde wenigstens zweimal die ganze Winerose. Unsere so herrlich stehenden Fruchtfelder sind verschont geblieben. * Wien, 22. Juli. Der Kaiser ist in Carlsbuig in Siebenburgen angetemmen. Triest, 15. Juli. Der Vertrag zwischen der kasserlich österreichischen Regierung und der Liovegesellschaft über die Beschiffung des Po, ist nun fest geschlossen worden. Es werden demnach die Linien, welche die Po-Flottille befahren soll, vorläufig folgende sein: 1) die Lagunen von Venedig bis Brondolo: 2) die Canäle von diesem Ort bis Cavanelia; 3) der Po von letzterem Ort bis zur Einmündung des Tieine, und dieser von da bis Pavia; 4) der Canal von Pavia: 5) der Naviglio grande und der Ticino dis in den Lago maggiore. Ausland. Schweiz.— Neuenburg, 20. Juli. Der Bürgerschaftsund Verwaltungsrath ist aus Republikanern gewählt worden. Auch in der Schweiz sind dieser Tage heftige Gewiner gewesen. Italien.—* Neapel. Im hiesigen Hafen sind zwei auerikanische Fregatten und zwei Kriegsdampfer angekommen auf ihrem Wege nach Athen, wo ein amerikanischer Missionär tretz der Reklamationen des amerikanischen Consuls immer noch gefangen gehalten wird. — In Monena wird ein neues bürgetliches Gesetzbuch vom 1. Nov. au in Kraft treten.— In Fossa o'Albero sind 7 vornehme junge Männer aus Ferrara verhaftet und auf die Citadelle der letztern Stadt gebracht worden. Frankreio.—„§“ Paris, 22. Juli. Der alte Napoleon duldete keine andere Zeitung, als die am Hauptorte jedes Departements unter der persönlichen Leitung des Präfekten selbst redigirte. Gut, das wußte man nicht anders. Die heutigen Präfekten bekümmern sich aber sogar um die Privatangelegenheiten der Journale, um den Styl, die Kenntnisse ihrer Redakteure. Sind sie übler Laune, oder schmeckt ihnen Morgens der Kaffee nicht, so Wie eine Peri war sie schön und rein— Und wer, der sie gesehen, spräche: nein! Und wer, der solch ein weiblich Wunder sieht, — Wie es durch unsre ersten Träume ziebt, Wie's einmal nur an uns vorüberflieht— Wer unterschiede nicht die Himmelsspuren Im süßen Zauber dieses Augenlichts, Im seligen Lächeln dieses Angesichts, Von nichiger Schönheit irdischer Naturen? Des Weibes Hoheit von des Weides Roheit! Und wer euch sagt, entzückt von solchem Weibe: Ein kaltes Herz in einem schönen Leibe! Wenn plötzlich strahlend in der Reize Fülle Die vor ihm steht, die aller Erdenhülle Er frei geglaubt, und die nur auf der Erde Erschien, daß sie ein Trost den Menschen werde! Tritt prüfend er zum Zauberbilde hin: Erkennt sein Auge leicht die Lesghierin; Aus ihren Zügen strahlt ihm irdsche Glut, Durch ihre Wangen flammt des Ostens Blut. Und an einer anderen Stelle: Selim doch, wer erkennt ihn jetzt noch nicht?— Der Mütze Pelz deckt nicht mehr sein Gesicht, Die Brust wogt frei, auf das Beschmet von Seide Fällt glänzend schwarzes, langes Lockenhaar, — Am schönsten ist das Weib in seinem Leide!— Es starb ihr auf den Lippen das Gebet; Im Blicke lag ein Ausdruck wunderbar— O Himmel! Himmel! giedts im Paradiese Auch Augen die voll Thränen so wie diese? mißfällt ihnen eine oder die andere Phrase des Journals, welches jeder Franzose beim Frühstuck zu lesen gewohnt ist, so erfelgt eine Warnung an die Redaktion. Solche Warnungen regnet es in den Provinzen. So eben hat der Präfekt der unteren Loirc zwei Zeitungen gewarnt, welche unter sich discutirten,— nicht weil ihre Polemik etwa der Regierung zeindlich war, sondern weil sie sich in ihrem Streite gegenseitig nicht genügende Höflichkeir bezeugten. Gewiß eine rührende Aufmerksamkeit von Seiten des Prafekten. Es liegt indessen eine gewisse Ironie in dieser Bevormundung der Presse. Sen langer Zeit, namentlich aber seit Leuis Philipps Throubesteigung sind die französischen Bourgeois gewöhnt, ihr politisches Urtheil aus den Blättern der politischen Richtung zu schöpfen, welcher sie sich angeschlossen. Ehe ein solcher Philister den Premier Paris seines Parteiblattes gelesen, hatte er kein Urtheil. In Betracht dieses Umstandes scheint nun Louis Napolcon zu hoffen, daß die Franzosen buonapartistisch würden, wenn er ihnen blos in seinem Sinne geschricbene Blätter läßt. Er mag so lange Recht haben, bis ihm die Veränderungssucht der„greßen Nation“ einen Streich— seinen letzten— spielt.— Unterdessen ist durch die Aufnahme des Nefsen im Elsaß das Kaisergclüste von Neuem erwacht, und man bezeichnet jetzt den Dezember als den entscheidenden Datum, nachdem Louis Napoleon sich auf seiner Reise im Süden noch ein wenig hätte offitiell beräuchern lassen. Er brachte die Nacht vom 21. auf den 22. in Baden=Baden zu und ist gestern wieder in Lüneville angelangt, wo er militärischen Mandvern beiwohnen wird. Hier: bereitet man ihm einen kaiserlichen Empfang vor, doch wird er sogleich sich nach St. Cloud begeven. Inzwischen setzen die Präfekten in den Departemenis die Petitionenerpressung für das Kaiserihum fort, und wir selbst haben nichts dagegen, wenn es nur balo kommt, weil es der Schluß für die Carriere Louis Napolcons ist.— Die Spaltung unter den Legitimisten hat ihre Richtigkeit. Der größte Theil befolgt die Befehle Chambores nicht. Die Nachricht von dem Tode des Marschall Excelmans wird Ihnen schon auf telegraphischem Wege zugekommen sein. Das Unglück stieß dem alten Veteranen auf dem Wege von St. Cloud zu. Als er vom Pavillon Breteuil zurückritt, wo er die Fürstin Matbilde besucht hatte, wurde er von seinem Pferde abgeworfen, und fast augenblicklich getödtet. Sein Leichnam wurde beute Morgen, von einer Comxagnie Infanterie escortirt, in den Pallast der Ehrenlegion gebracht, wo sich sofort eine Menge ven Generalen und Offizieren versammelte. Tretz eines Alteis von 77 Jahren bestand der Marschall noch immer darauf, feurige, wilde Pferde zu reiten, obgleich ein alter Bereiter, der sich auf Pferde verstand, ihn oft gewarnt hatte, daß er nicht mehr die Schenkelkraft besitze, so wilde Thiere zu bändigen. Der Marschall hatte aber nie darauf gebört. Er wird indessen sehr bedauert werden, denn er hatte ein gesundes Urtheil, und so weit der Napolconcultus nicht im Spiele war, eine unbeugsame Redlichkeit. Mürat, der König von Naapel, der als kühner Reiter solche Leute liebte, wollte ihn zum Adjutanten haben. Am Anfung des östere. Felozugs von 1805 war es Ercelmans, der nach dem Treffen von Wartingen beauftragt war, dem Kaiser die zahlreichen dem Feinde abgenommenen Fahnen zu überreichen. Napoleon sagte, sie in Empfang nehmend:„Ich weiß, man kann nicht kapferer sein, als Sie, ich mache Sie zum Offizier der Ehrenlegion.“ Unter Ludwig 18, wurde er Graf und Ritter des heiligen Ludwigordens; später fiel er in Ungnade und erst nach der Julirevolution trat er in die Pairskammer ein. Louis Philipp gab ihm bei der esten Promotion das Großkreuz der Ehrenlegion. Ven L. Napoleon wurde er sehr begünstigt, weil er Einer der alten anhänglichen Nipoleonisten war. — Paris, 23. Juli. Heute Abends sind sowohl die Armee von Paris, wie alle Beamten aufgeboten, den Präsidenten der Republik bei seiner Rückkehr von Straßburg im Triumphe zu empfangen. Schlußcourse der heutigen Börse: 4½% F. 103, 30. 3% F. 72, 50.(T. D. d. K. Z.) Großbritannien.—* London 22. Juli. Nur wenige Wahlen und das Parlament ist vollzählig. Die Times veroffentlicht eine lange Liste der nicht wieder erwählten und der ganz neuen Mitglieder, der„Grünen“; die Letzteren belaufen sich schon auf 168. In Miedleser haben die Liberalen mit ihrem Candidaten Osborn den Sieg über dei protcktienistischen Candidaten davon getragen. In Irland sine immer noch schreckliche Unruhen bei den Wahlen. Die Times brngen den Bericht eines Sachverständigen über die Panama=Eisenbakn, woraus hervorgeht, daß dieselbe in einem Jahre fertig sein wird.— Griechenlanc.— Atben, 13. Juli. Endlich ist der Mönch Christophoros Palulakis gefänglich von Gensd'armen begleitei auf dem Dampfer Otto im Piräcus angelangt. Nach melrstündigem Verhöre durch den Untersuchungsrichter und Staatsproaurator ist er in das Hauptgefängniß von Athen abgeliefert worden. Zwei Mainotten, ein Geistlicher und Laie, hatten sich, wie es heißt, gegen eine Belohnung von 10,000 Drachmen anbeischig gemacht, ihn aus seinem Versteck, einer Höble, hervorzulocken, was ibnen unter mehren verschiedenen Vorspiegelungen glücklich gelang. Dem Vernehmen nach soll dieser gefährliche Staatsgesangene nach der im lempantischen Golfe gelegenen unzugänglichen Feste Rbion gebracht werden.— Der Brigadegeneral Tzavellas ist zum obersten Armeeinspector ernannt worden. * Amertra.— In Folge der Spaltung der Whig's über Scotl mehren sich die Aussichten für den demokratischen Candidater. tägWo Furcht und Gram so schön dem Auge stelt, In seinen Tbränenperlen, daß es schade Sie zu verwischen— traurig sie zu lassen? Ist Sara auch, die herrliche, die junge, Unter den Auserwäblten deiner Gnade? Und stammelt dort von Liebe ihre Zunge, Und weint sie dort... Ich kann dein Schweigen fassen! Die Antwert selbst aus Sara's Augen spricht; Aus ihrer unvergleichlichen Geberde: Ein ird'sches Abbild giebt's im Himmel nicht, Und keine zweite Sara auf der Erde! Ich glaubte mit dieser oberflächlichen Skizze das Publikum auf ein so ausgezeichnetes Geistesprodukt sofort aufmerksam machen zu müssen, ein näheres Eingehen mir noch vorbehaltend. Einen Wunsch, welcher sich mir beim wiederholten Durchlesen des berrlichen Buches aufdrängte, will ich nicht verschweigen: Bodenstedt möchte dem deutschen Volke den Dienst leisten„Ossian“ in„“ Sprache zu übersetzen, in welcher er uns den russischen Dichter und den Weisen von Tiflis wiedergegeben. M. Wirth. ** lich, und es ist fast mit Gewißheit anzunehmen, daß Pierce mit großer Stimmenmehrbeit gewählt werden wird.— Die 2 MiU. Dollars merikanischer Schuld sind nun doch an die englischen Gläubiger bezahlt und exportirt worden, ohne daß dem franz. Gesandten seine lächerliche Einsprache etwas geholfen hätte.— General Flores agitirt jetzt für die Jeee die Ecuador, Neu=Granada und Votivia wieder in einen Staat„Columbia“ zu vereinigen.— Die Whig's sind so uneinig, daß sich neulich eine Separatconvention versammelte, die Webster zum Candidaten aufstellte. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 23. Juli. Berlin, 23. Juli. Bei geringem Geschäft kennten sich die Course an heutiger Börse nicht bebaupten, sondern ersubren meist einen medr der minder erheblichen Rückgang. Von preußischen und ausländischen Fonds letztere höher gefragt. Wechsel- Course. Berlin, vom 22. Juli 1852. Preuß. Conrant. Brief. 1 Geld. Osterr. 5% Metallique desgl. 4 1/1% gesgl. 4% desgl. 3% des gl. 2½% desgl. 1% Kurbessische 40 Thlr. Loose Frankfurt, den 23. Juli 1852. 847 P.% G. 74⅞ bez. ¾ G. 67 P. 50 P. 42 G. 16 3/16 P. 35 P. 34⅞. ¾ bez. Friedr. Wilhelm Nordbahn exel. Zinsen 49½ bez. u. G. Spanische 3% excl. Zins. 45. 1/16, 45 bez. u. Badische 35 Fl. Loose 39¼ P. Marktbericht. G. Paverborn, den 24. Juli. Weizen(der preuf. Scheffel 2 Thlr 18 Sgr. Roagen 2 Thir.— Sar. Gerste 1 Thl. 21 Sa. Haser Thl. 29 S. Kartosseln Thl. 29 S. Erbsen— Thl.— Sg. Linsen— Thlr.— Sgr. Bohnen,— Thir.— Sar. Butter a Pfd. 6 Sgr. 3 Pf. Heu pr. Ctr. à 110 Pfund— Sgr. Strod, pr. Schock a 1200 f — Thir.— Ser.— 2 Neuß, den 23. Juli. Weizen nach Qualität 2 Thlr. 9 Sgr. bis 2 Thlr. 13 Sg. Roggen 1 Thli. 18 Sg. bis 1 Thl. 22 Sg. Wintergerste 1 Thlr. 11 Sg. Som.= 1 Thir. 11 Sg., Buchweizen 1 Thl. 18 Sar. Hafer 1 Thlr. 3 Sar. Erbsen— Thir.— Sa. Rübsaamen 3 Tdl. 8 Sgr. Kartoffeln— Thlr. 27 Sgr. Heu pr. Ctr.— Tdir. 20 Sar. Streb v. Schock 4 Thlr. 5 Sar. Ein Schwarzbrod von 13 Pfd. 7 Sar. 8 Pf. Neuß, den 23. Juli. Kleiner Samen 3 Thlr. 5 Sg. Rüböl per Ohm 292 Pfd. ohne Faß 29 Thlr. 15 Sgr. duo per Mai— Tvir: dite per Oktober 31 Thlr.— Sar. Leinol per Obm— Thlr.- Sgr. Rubkuchen per 1000 Stück Stampf 31 Thl. Preßfuchen, per 2000 Pfund 26 Thlr. Leinkuchen p. 2000 Pfund 56 Thlr. Branntwein, per Thm zu 123 Quart zu 47%(ohneMaklergeld) 14 Thlr. 15 Sgr. Gereinigtes Oel 30½ Thir. Provinzial=Zeitung. * Altenbeken, 24. Juli. Heute Mittag, als die Arbeiter am großen Viaducte zur Erquickung und Rast am Mittagsmale eilten, rasselte durch sie hindurch der Krankenwagen. Er sollic zwei unglückliche Arbeitsgefährten helen. In den Steinbrüchen am Schierenberge war bei dem Sprengen dem einen das Bein, dem andern der Arm zerschmettert. Uebrigens ist bei der außerordentlichen Menge von Arbeitern und bei der Unvorsichtigkeit und Waghalsig= keit, mit der sich manche von ihnen auf den hohen Gerusten, bei Erdschüttungen und Steinsprengen benehmen, noch ein Gluck, daß verhältnißmäßig so wenige Unglucksfälle vorkommen. * Brilon, 122. Juli. In der verflossenen Nacht hat ein furchtbarer Brand bier gewüthet; 19 Häuser liegen in Asche. Nur einem günstigen Südwestwinde, der das Feuer abwärts trieb, haben wir es zu verdanken, daß es nicht noch größere Verbeerungen anrichtete. Einen ausführlicheren Bericht, der uns vortiegt, mussen wir aus Mange“ an Raum auf das nächste Mal verspaten. 24. Juli. Daß die Schwurgerichts=Sitzungen für das zweite Quartal mit einer Verurtheilung zu 10, 8 und 5 Jahren ihr Ende nahmen, habe ich Ihnen bereits mitgetheilt. Der erhebliche Diebstahl war so verwegener Art, daß ich nochmals darauf zurückkommen muß. In der Nacht vom 19. auf den 20. November v. J. wurden von einem Güterwagen auf dem Cöln=Mindener Bahnhof mehrere Ballen Waaren, bestebend in Leder, Nessel, Federn, Tuch und Bronze gestohlen, im Werthe von circa 5 bis 600 Rthlrn. Kaum war die That den Polizei=Ofsizianten Bergmann und Marks, so wie dem Königl. Gendarmen Tölle bekannt geworden, als dieselben eine rasche Thätigkeit, mit vieler Umsicht, entwickelten. Von einem Kundschafter erhielten sie die Mittheilung, daß die Waaren=Ballen west= und südwärts vom Bahnhose versteckt sein müßten, worauf sie 8 Tage und Nächie mit Beaussichtigung der in dieser Richtung liegenden Gärten und Straßen zubrachten, nicht achtend der rauben Jahreszeit, nicht scheuend die damit verbundenen Strapazen. Die Bemühungen hatten aber auch den besten Erfolg. Bei einer Visitation der Gärten fanden sie unter Schuce und Strauchwerk verborgen, ferner in einem Gartenhause versteckt, mehrere Ballen der gestohlenen Waaren=Ballen, jedoch noch nicht alle, daher die nächtlichen Patrouillen fortgesetzt wurden. Da kam eines Morgens der Bahnwärter Minrop in aller Frühe zu dem rührigen Polizei=Beamten Bergmann und machte ihm die Anzeige, daß, als er sich habe zum Bahnhofe begeben wollen, er drei Kerle bemerkt hätte, welche Ballen getragen. Er sei auf sie zugegangen, worauf sie die letztern abgeworsen und ihn bei der Brust gegriffen, jedoch auf den Ruf nach Hülfe eiligst die Flucht, mit Zurücklassung der Ballen ergriffen hätten. Diese wurden nun dem Bergmann übergeben, von ihm zum Criminal=Gericht geschafft, wo sich dann bei der Untersuchung herausstellte, daß sie zu den gestohlenen Waaren=Ballen gebörten. Somit war das gestoblene Gut, durch die Um icht, Thätigkeit und durch die äußerst zmeckmäßigen Maaßregeln der Polizei=Beamten Bergmann und Marks und des Gendarmen Töle sämmtlich wieder herbeigeschafft. Nun galt es aber noch, die Thäter zu ermitteln, und so gelang es dann auch nach einigen Tagen den Nachforschungen jener drei wackern Männer, dieselben dem Criminal=Gericht überliefern zu können. Wie bereits mitgetbeilt, wurde über die Verbrecher von den Geschworenen das„Schuldig“ ausgesprochen, une vom Gerichtsbofe gegen Fried. Ostermann 10 Jahre, gegen Died. Veinhaus 8 Jahre und gegen Jak. Wessel 5 Jahre Zuchtbaus 2c. erkannt. Die Direktion der Cöln=Mindener Eisenbabn=Gesellschaft wollte die Anstrengungen des Königl. Genkarmen Telle und der beiden Polizei-Offizianten Bergmann und Marks durch eine, jedem derselben bewilligte Gratifikation von 2 Thaler belohnen, welche aber, und das mit Recht, abgelehnt worden ist, was von dem hiesigen Ober=Staats=Anwalt nur gebilligt werden konnte. Das Bewußtsein treuer Pflichterfüllung ist lohnender, als die Annahme einer solchen minutiösen Gabe, deren Zumuthung sogar kränkend erscheinen dürfte. ** Wimbern, 22. Juli. Am 28. Juli findet die General=Versammlung der Landesculturgesellschaft für den Regierungsbezark Arnsberg unter dem Vorsitze des Oberlandes=Gerichtsraths Herrn Dr. Sommer in Menden statt. Der Iserlohner landwirthschaftliche Kreis=Verein hat gleichzeitig die jährliche abzuhaltende Thierschau daselbst veranstaltet. Auch hat dieser Kreis=Verein eine Drain=Ziegelröhren=Maschine angeschafft, welche in diesen Tagen angekommen ist und in Menden aufgestellt wird, um Probcarbeit zu liefern. Ebenso werden Versuche mit einem der LandesculturGesellschaft vom Königl. Landesöconomie=Collegium in Berlin überwiesenen Untergrundpfluge veranstaltet werden. Auch hat der KreisVerein, um das landwirbschaftliche Interesse zu erhalten und zu beleben, eine großartige Verloosung von Ackerbaugerätbschaften und von Vieh veranstaltet, wozu schon über 5000 Loose untergebracht sind. Da die Mendener es sich angelegen sein lassen werden, den Besuck ern dieses landwirthschaflichen Festes den Aufentho“ ganz besonders angenehm zu machen, wozu die reizende Umgegend Mendens selbst nicht wenig beitragen wird, dürfen sie um so sicherer auf einen recht zahlreichen Besuch rechnen, als sie auch für das Urterkommen ihrer werthen Gäste in Privatbäusern auf das Bereitwilligste Sorge getragen haben. In dem geräumigen Schützenzelte, welches auf dem Markte aufgestellt werden soll, wird Herr Gastwirtb Beiderlinden ein großes Festessn berrichten. Um aber auch den Frauen und Jungfrauen, den Hauptstützen der Landwirtbschaft, den Aufenthalt in Menden so angenehm als möglich zu machen, wird Abends ein Festball unter Mitwirkung der Iserlohner Musikgesellschaft stattfinden, welche auch schon Abends vorher und während des Cssens durch gute Harmoniemusik die Gäste aufs Angenehmste unterhalten wird. Ueber die Wirktumkeit der Landescultur=Gesellschaft an diesem Tage, so wie über dat' Resultat der Leistungen der Drain=RöhrenMaschine und des Untergrundpfluges werde Bericht zu erstatten ich mir später erlauben, falls die verehrliche Nedaktion es wünscht.“) *) Die Mitheilungen des geebrten Herrn Corrcspondenten werden uns steis sehr angenehm sein, und bitten wir um deren fleißige Fortsetzung; wie wir überhaupt unsern Freunden und Lesein für die prompte Mittheilung von faktischen und statistischen Nachrichten aus der Provinz(in unfrankirten Briefen) steis sehr dankbar sein werden. Die Redaktion der W. Z. Verantwortlicher Ridakteur: W. Crüwell in Paderborn. Anzeige. ährend des Libori=Marktes verkaufe ich verschiedene Waaren unter anderen Bukskins, Jacconats, Mousselines de laine, Kattune, Thybets und Mixed=Lustres zu berabgesetzten Preisen. Paverborn, den 24. Juli 1852. J. Eichengrün's, Wittwe. Lütticher Doppelflinten bester Qualität. Uaterzeichneter besucht zum ersten Malc den gegenwärtigen Livorimarkt mit seinem Lager bester lütticher Jagdgewehre und empfichlt dieselben zu folgenden sehr billigen Preisen: Doppelgewehre mit Kettenschloß und Patentschraube zu 7 und 8 Thlr. 2c., desgleichen damascirte zu 11 bis 15 Thalern. Mein Stand befindet sich in der Hauptbudenreihe in der Näbe des Domes, unmittelbar neben der Schlemming'schen Bilderbude. W. Schlemming. #### Westfälische Eisenbahn. Die Kohlenlagerplätze auf den Bahnböfen und Haltestellen der Westfälischen Eisenbahn sollen im Wege der Submission vom 1. October d. J. bie ultimo Juni 1854 anderweit verpachtet werden und können bewährte unt kautionsfähige Pachtlustige die Bedingungen in unserm Central=Büreau hierselbst einseben, oder dieselben auch gegen Entrichtung der Schreibgebühr entgegen nehmen. Die Offerten sind unter der Aufschrift:„Submission auf Koblen= lagerplätzer bis zum V. August a. c. Vormittags 10 Uhr franco an uns versiegelt einzusenden und werden die eingegangenen Offerten in diesem Termine in Gegenwart der etwa erschienenen Pachtlustigen eröffnet. Den Offerten sind die zum Zeichen der Annahme vollzogenen Bedingungen beizufügen. Paverbern, 17. Juli 1852. Königliche Direktion UI. 2. der Westsälischen Eisenbahn. Wurm auS empfiehlt sich diesen gegenwärtigen Markt wieder mit seinem schon längst bekannten bestehend in ganz ächten gemeledernen Herrenund Damenhandschuhen in Glacée und Waschleder, ganz in den allerneuesten Farben und Fagons, ächte Wiener Handschube von Schackmar, ächte dänische Haneschuhe, Reit= und Unterbeinkleider, Hosenträger aller Art, Geldbeutel aller Art, und ferner alle in dieses Fach einschlagende Artik.l. Schöne, gute und dauerdafte Waaren, verbunken mit möglichst reellen, festen und billigen Preisen lassen mich auch dieses Mal einen recht zahlreichen Zuspruch von Seiten meiner hochgeschätzten Abnehmer erwarten. Meine Bude ist wie früher mit meiner Firma versehen. Tnterzeichneter empfiechlt sich zu dem diesjährigen Liborimarkte mit einer Auswahl feiner und zuverlässig guter Stahlwaaren eigener Fabrik, bestehend in Tafel=, Feder=, Desert= und Rasiermessern, Scheeren iu allen Sorten und andern Gegenständen zu den billigsten Preisen. Eleichzeitig empfehle ich mich zu Reperaturen aller Art, wie auch zum Schleifen aller möglichen Instrumente. Ich versichere die billigste und pünktlichste Bedienung und bitte um geneigten Zuspruch. Mein Stand ist mit meiner Firma versehen. C. Kühler, Messerschmied und InstrumentenFabrikant aus Minden. M 33. Bezieht hiesige Libori=Messe mit einer großen Auswahl der schönsten, neusten und solidesten Erfurter und Mainzer Schube, Stiefelchen und Pantoffeln zu billigen, festen Preisen. Eine Parthie Stiefel, hobe und niedrige, werden sehr billig abgegeben. Der Stand ist in der Hauptreihe der Buden sub. Nr. 33. II. 1. Heinr. Jennemann aus Münster zeigt einem verehrlichen Publilum ergebenst an, daß er den diesjährigen Liborimarkt mit Conditorwaaren von ausgezeichneter Güte bezogen hat, und empfieblt dieselben unter Zusicherung prompter und reeler Bedienung zu geneigter Abnahme. Die Bude ist in der Mitte der Allee nach der Domseite hin. X.20 Ch. Nölle. 6 Pfeifen- und Stockfabrikant aus Hamm,#### empfieblt zur gegenwärtigen Libori=Messe sein wohlassortirtes Lager in feinen und ich 5o) (##ten Meerschaum=Köpfen, Verzelan= und Holzpseisen.— Lange Pseisen zu 4 Sgr. bis X#8 Thaler das Stück. Aechte spanische Rehr= und Manilla=Stöcke mit geschnitzten 22 Elfenbein=Knöpfen und Krücken, mit Hirsch= und Rebknöpfen. Ferner geschnitzte Salat=Bestecke und ähnliche Artikel.— Mein Stand befindet sich unter den Linden und 8) Carl Arzinger, Conditor aus Camen, empfichlt zu dem diesjährigen Libori=Markt seine verschiedenen Sorten Braunschweiger Honig= und Pfefferkuchen, so wie Gewürz= und Lebkuchen, Makronen, gebrannte Mandeln, Braunschweiger Pfeffernüsse, Anismoppen, Römische Makaroni, Crokandschnitten und sonstige feine Conditor=Waaren zu den dilligsten Preisen. Meine Bude ist vor der Domschule mit meiner Firma versehen. gemomemoneoenemeengene Joseph Wolff " Conditor aus Essen,# 5 empfichlt sich in allen Arten Coneitorei= g waaren, als: Macronen, gebrannte Man=8 8 dein, Auflauf, Schaumkonfect, Bieautt,# o beste Mandelmoppen, Brustkaramellen, S Steinpflaster, vorzüglich guten holländi# S schen, emmerichschen und brüsseler Ge# a würzkuchen 2c. 2c. S# Die Bude besinret sich auf dem 2 kleinen Domplotz mit odiger Firma vers sehen. urnenengannanonemeemeenet Das Baden auf dem sogenannten Bebrenteiche findet nach wie vor ununterbrochen Statt und ist ras Gerücht, daß die Badeanstalt durch die gewesene Wasserfluth ruinirt, so wie auch daß Flachs in der Roide gerötbet und Glas in die Badeanstalt geworfen sei, worin schon Mebrere getreten und sich beschärigt haben sollen, gänzlich erdichtet. Die Badeanstalt ist nach der Fluth gebörig gereinigt und im besten Zustane:.— Einzelne Bäder können nur von Morgens 9 bis Nachmittags 4 Uhr gegeben werden. Behrenteich, den 24. Juli 1852. Caspari. egmnmenenege 9 Beachtenswerthe Anzeige# für Damen. 8 Da wir den biesigen Lidorimarkt wie# der bezieben, machen wir den dochgeschätz 5 a ten diesigen und auswärtigen Damen die## 9 Anzeige, daß wir dies Mal ganz neue 5 &a Sachen in Korbwaaren, Strodwaaren u.? 9 Blumentischen ausgestellt haben. Da un 9 6 sere gute und solide Waare bekannt und 0 e überall den größten Beisall fand, bessen wir# 9 auch hier uns eines recht zahlreichen Zu u 2 spruche zu erfreuen. 9 Unser Lager befindet sich in der Haupt=# reihe vom Dome kommend links. 2 Chr. König Wittwe& Söhne, 5 I. 2. Korbsabrik in Schmalkalden. 5 usseseneeneneneen (Ein in allen Arbeiten erfahrener Kupferschmiede=Gehülfe kann sogleich in Arbeit treten bei A. Hagemann II. 2 in Paderborn. Wir verkaufen während des LivoriMarkts, bis zum 2. August, zu sehr herabgesetzten Preisen. Paderborn, den 23. Juli 1852. m. i. M. Jonas Katz Söhne. Westfälische Eisenbahn. Bekanntmachung. Die bei dem Abbruch des Brüll'schen und des Hesse'schen Gartenhauses auf der Bahnlinie bei biesiger Stadt gewonnenen BauMaterielien sollen an Ort und Stelle gegen gleich daare Zadlung versteigert werden. Es ist hierzu Termin auf Dienstag den 27ten dieses Mts., Vormittags 9 Uhr, anberaumt, und werden Kaufliebhaber ersucht, sich um diese Zeit bei dem Brüll'schen Garten vor dem Casseler Thore hierselbst einzufinden. Paverborn, den 22. Juli 1852. Der Abtheilungs=Baumeister, Weishaupt. Ein Steindrucker, der sofort eintreten und auf gutes Salair rechnen kann, wird von N. Kneer in Hamm gesucht.. 2. 1 Verwalter, a. S=obse. 88 ticirt und selbstständig größere Güter bewirtdschaftet hat, sucht gleich oder zu Michaeli Stelle. Näheres bei dem Abreß= und Commissions= Bureau von H. Rösener in Paderborn, Disaustraße Nr. 573. Däs bekannte billige Regen= und Sonnenschirm=Lager von J. Rhotert uus Elberfeld, befindet sich zum dies jährigen Libori=Markt wieder in Paderborn, und empfiehlt in großer Auswahl dem geehrten Publikum bestens: elegante und geschmackvolle Sonnenschirme von 1 Thlr. bis 3 Thlr. schwerseidene Regenschirme mit seinen Stocken von 2 Thir. 5 Sgr. bis 4 Thlr. 10 Sgr. baumwollne„„„ von—„ 18„ bis 1„ 18 N. S. Alte Schirme werden zum höchsten Werthe gekauft und in Zahlung angenommen. Der Stand ist auf dem Domplatz mit der Firma versehen: II. 2. J. Rhotert aus Elberfeld. Die Seiden- und Modewaaren-Handlung von Gebr. Löwenstein aus Bochum wird sich von Sonntag den 25. d. M. bis inel. Sonntag den 1. August im Hause des Herrn Capellmeister Strato auf dem Domplatz in Paderborn 8 Tage(und nicht länger) aufhalten und empfiehlt eine große Auswahl Seidenstoffe, p. Kleid von 6 bis 11 Thlr., Französische Jaconets mit Bordüre, ganz ächtfarbig pr. berl. Elle 6 bis 8 Sgr., Schwarzen Satin de chine, in sehr schöner Qualität p. berl. Elle 20, 22 und 24 Sgr., Mousseline de laine, ganz neue Muster, p. berl. Elle 5 und 6 Sgr., Feine französische 2 Ellen breite Cachemir=Thybets in allen Farben pr. berl. Elle 16—18 Sgr., 2 Ellen breite sächsische Thybets in allen Farben, p. berl. Elle 12 Sz. Englische Thybets in allen Farben, pr. berl. Elle 8 bis 10 Sgr., Orleaus in schöner Qualität, pr. berl. Elle 5 Sgr. und höher. % ächtfarbige Cattunc, pr. berl. Elle 4 1/ Sgr. Gewirkte Umschlagetücher in ganz neuen Farbenstellungen, zu 2 Thl. 10 Sgr. bis 4 Thlr., ¼ große Umschlagetücher, pr. Stück von 1 Thlr. und höher. Für Herren: Französische feinste ganz wollene Buxkins, pr. Hose 2½ und 3 Thlr., % breite Lenneper Tuche, zu 50 und 60 Sgr. pr. berl. Elle, Baumwollcue Hosenzeuge, pr. Hose von 4 berl. Ellen zu 12 und 14 Sgr., Bunte Atlaswesten sollen, die sonst 1½ und 2 Thlr. kosten, pr. Stück zu 22½ und 25 Sgr. verkauft werden. Die noch vorräthigen Mantillen in Atlas, Taffet und CacheW mir sollen zu außergewöhnlichen billigen Preisen, in Taffet zu 3 Thlr. pr. Stück verkauft werden. Geor. Lötenstein. verkauft. Bis 10 Uhr jeden Morgen, werden von allen Stoffen Reste Allen resp. Herren Paderborns und der Umgegend ist diese Anzeige gewidmet. Berlins Bazar, die erste Preußische National- und Landes-Haupt-GarderobeMlanufactur„Teemne Preussischen Adter“ aus Berlin besucht zum ersten Male den bevorstchenden Markt mit einem vollständigen Lager allerhand Berliner Herren-Gardcroben. Wir können unser Lager,(D#dessen Grösse und Mannigfaltigkeit den Vortheil bielet, jedem, auch dem solidesten Geschmack willfahren zu können, den resp. Herren mit Recht anempfehlen, und erlauben uns auf nachstehende Gegenslände, copirt nach t#) den leizten von uns selbst eingekauften Pariser Fagons aufmerksam zu ma eben, us. 1888 Sommerröcke, Sommertweens, Jagd-, Maus-, Reise-, Garten-, Comptoir- und Hegel-Röcke, Sommerbeinkleider, Tweens, Winterpalletois a In Parisien, felne Phantasle-, Vislten- und Gesellschaftsfracks, engl. S## pastelröcke, Buckeking-Beinkleider in den echten fes. franz. und engl. Dessins, elegante Haus-, Schlaf-,#8) und Reiseröcke, eine grosse Auswahl in Westen, Ca-(24s puchons, Kallmuck-Röcke, Pilletts etc. NB. Wir garantiren ausdrücklich, dass sämmtliche Stoffe dekalirt und ess gekrumpfen sind. Wir erlauben uns demnach alle diejenigen, dener s daran gelegen ist, Garderoben für solide und billige Preise zu kausen, einzuladen, sich nach unserm Verkaufs-Lokal zu bemühen und befindet sich dasselbe im Gasthof„zum römischen Hof“, bei Herrn Daltrop an Keltenplatz. Gebrüder Kauffmann aus Berlin. ) Rhein-Dampfschiffahrt. Düsseldorfer Gesellschaft. Tägliche Abfahrten von der Landungsbrücke zu Deutz: um 5 Uhr 25 Min. Merg.,(von Ciln um 5¾ Uhr Morgens bis Frankfurt) MannLeim in einem Tage, . 1"—= Nachmittags, im Anschluß an die ersten Züge von Münster, Paderbern, Hamm, Dortmund u. s. w. dis Coblenz, = 9„ 3 0 M i n. A b e n e s, i m A n s c h l u ß a n d e n u m 9 Uhr Abendo## ven Berlin in Deutz eintreffenden Zu. und in Bonn im Anschluß an den um 10 Uhr Abends in Deutz eintrefsenden Schnellzug von Berlin, mittelst des um 10¾ Uhr Abends von Cöln nach Bonn gehenden bis Mannheim. Von Bonn fährt außerdem ein Boet um 11 Uhr Morgens, nach Ankunft des Zuges 10 Uhr Morgens von Cöln, bis Mainz. Von Düsseldorf nach Rotterdam(Londen) Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag, um 12 Uhr Nachts.„ Düsseldorf, 1. Juli 1852. Die Direktion. Große Menagerie von G. Rosst aus Parma in der eigens erbauten großen Bretter=Bude auf Liboribera dem thore gegenüber täglich zu seben von Morgens 9 Uhr bis Abends 9 Uhr. Abrichtung und Hauptfütterung Abende 7 Uhr. Klein Aufenthalt hierselbst ist nur noch bis Freitag, den 30. d. Eau de Bulzbach. Ein die Kopfbaut stärkendes und den Haarwuchs beförderndes spirituöses Kräuterwasser. Chemisch untersucht von dem Herrn Regierungsund Medizinal=Rath Dr. Meyer in Minden und dem Herrn Apotheker Dr. Witting, ventor, in Hörter. Preis per Flasche mit Gebrauchs=Anweisung 13 Sgr. Alleiniges Depot für Paderborn und Umgegend bei B. Matth. Schönbeck. in ein ManufakturgeTcPrling chöft une 1 Lehrling in ein Colonial= und Eisenwaarengeschäft werden gesucht. Auskunft bei dem Commissions= und Adreßbureau von H. Rösener in Paderborn, Disaustraße Nr. 573. 2 Ladenmamsellen sctons das Adreß= und Commissionebureau von H. Rösener in Paderborn, Disaustraße Nr. 573. Capitalien zu beliebiger Größe weißt gegen hypothekarische Sicherheit zum Ver= und Anleihen nach das Commissions= und Adreß=Bureau von H. Rösener in Parerborn, Ditaustraße Nr. 57. Wohnungen Pladem witser noch das Acreß= und Commissions=Bureau von H. Rösener in Paderborn, Disaustraße Nr. 573. Entwässerungs-Röhren. Wir machen hierdurch die Anzeige, daß wir dem Herrn H. Rösener in Paderborn den Verkauf unserer Drain=Röhren übertragen haben. Münster, 20. Juli 1852. Tourneau& Waltermann. Ne 1 Druck und Verlag von Wild. Crüwell in Paderdorn. Man der Ueberri grausames lichen Man Zeitung, ei öconomische 205 gelegen Gefahren## Krieg beseit wa stockende ten hat woh gebabt. Me der Uebervöll Uebervö als Nabrung mehr Consun zu fassen, wo Wo wird ab den Procucen Kranken, sie am Leben; a Bevölkerung ist, am meiste Menge von K Kleidern, Mu verbrannten H u. s. w.,(dai wieder ein To somit nach ein geblieben, die mittel sich pern bervölkerung(1 verhältnißmäßi dem Kriege. 1 Geschichte zu 9 rungsmäßig bes schäftigungslosig rung als nach völkerung durch alles Kapitl tet waren. * Berlin 16. August, we Neues zu melden das preußische W Nach demselben den: erstens, die über die preuß. P vereins mit dem die Zustimmung vertrag zu beschrä — Schwerin den Seltenbeiten geh nahegelegener Dorf Bauersfrau, die, vi racters, von den Di sten zum Schaden mehreren Jahren ma Sohne, dem Geschäft natürlich ward die als Urbeberin auch d der hergestellt, bat de ter— in dem Wahr meuchlichs erschossen, gestern im hiefigen A — Ein schrecklig ringes Aufsehen. Ei (nach der beliebten a Name Doliitle), war daß er irgend eine Re Läine. Gleichzeitig mit von gegangen. Bei# von dem Offizier denke ward die Wodnung Sberif) geöffnet, da sa stiche, welche alle tödil lag der Offizier gleichfa welches er noch krampft Todes an, durch Blaust sich Vergistenden nicht —