raten bei: 47 Familieder. Die Anstalt t und steht mittelst cm 150(] Rutben rme des Aaßeflusses abgesonderte Räume, ierfeste Keller. Ein ino 2 Keller, nebst hen bei der Aachen11,230 Thlr. verenlade zahlen einen 1½ Sgr., Familien Leitrag erwirbt der jahme im Erkranind Freistellen creirt. lade zahlen täglich Diese ist, bei ihren Milethätigkeit der se in vollem Maaße 94 d. B. habe ich Reine Mittheilung dern auf die Auseine Uebertreibung zenehm, daß jene den eben nicht zu zusammenhing, so ich nicht des ErPolizei=Beamten hier anlangenden nen erscheinen in Zelizeibeamten mit innt, aufgegriffen vorgeführt. Das ist lobenswerth; nd deren, oft sehr eckt, mit Strenge hierber zu komißer der Königl. olizi=Officianten Publikum ncht Ermittlung der ch hier von der in Paderbern. ng. J. Vormittags verstorbenen bbäuser zu raum, und 3 und ungefähr meistbietend, Müblenweh1 verkaufende iste im Füre von Arol= Müble aus und Schlagder Berechtii, ist auch zu , nie gefriekauf der be, als ohne die Grundzusammen önnen jeder seseben auch ) s c h r i f t l i c h ichtsschr. Frankfurt Crüwell und A. L. ser lbdruck aus keit.) sell, seen durch n J. H. SOS. Erscheint mit Ausnuhme von Sonn- und hohen Feierlagen täglien. Inserate werden mit 1 Sgr. die Aspaltige Zeile oder deren Raum berechnet. Paderborn, Donnerstag, den 22. Juli 1852. Viertelj. Abonn.-Preis in Puderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstalten in Preuss. 1 Thir 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22 ½/2 Sgr. Jahrg. Deutsche Kunst in der Fremde. I. ∆ Paderborn, 21. Juli. Es war eine Zeit, wo Acneas Splvius, der nachmalige Papst Pius II., nachdem er den Reichthum der Städte Deutsch= lands aufgezählt,— die Bildung seiner Bewohner, die kriegerische Kraft, die nationale Würde des deutschen Volkes,— im Hinblick auf sein eigenes Vaterland Italien fast wehmüthig ausrief:„Ach, wer möchte nicht stolz sich dünken, ein Deutscher zu sein!“ Der 30jährige Krieg, wo fremde Mächte in die inneren Angelegenheiten Deutschlands sich einmischten, immer das Verderblichste für eine Nation, wo Frankreich dieselben Protestanten in Deutschland unterstützte, die es in seinem Lande mit Feuer und Schwert verfolgte, der schmachvolle westfälische Friede, sollten die deutsche Nation von dem ersten Rang, welchen sie bis dahin eingenommen, stürzen, sie fast aus der Reibe der selbstständigen Völker streichen. Eine traurige Zeit der Nachahmungssucht französischer Aftersitten begann: die Zopfzeit lächerlichen Andenkens, einer Zeit, in welcher die Verläugnung des deutschen Nationalgefübls so weit ging, daß man z. B. der deutschen Sprache jede Fähigkeit absprach, je auf dem Gebieie des Geistes etwas leisten zu können. Die Gebildeten sprachen nur französisch. Der deutsche Geist verkimmerte somit auf eine klägliche Weise und mit ihm natürlich auch das Nationalbewußtsein. Da brach die Epoche unserer jetzigen Literatur an. Sie ist erst 100 Jahre alt; und doch hat sie bereits Erstaunliches gewirkt. In dem deutschen Volke war Alles bis zur Erinnerung an seine große Geschichte zu Grunde gegangen. Man wußte gar nicht mehr, was man gewesen; man wußte es in den großen Kreisen bis in dieses Jahrbundert nicht. Die Literatur weckte endlich das Nationalgefühl wieder, ihr haben wir es zu verdanken, daß wir, wenn wir von unserem in nationaler Hinsicht auch noch so bedauernswerthen Zustande auf 100 Jahre rückwärte blicken, doch mit Befriedigung den Fortschritt wahrnehmen. Es ist zwar leider wahr! Als Nation sind wir dem Auslande gegenüber noch nichts. Die Klage ist allgemein, daß man, wenn auch als Persönlichkeit gechri, roch als Dentscher weder in Frankreich noch in England noch in Amerika grachtet werde. Indessen der Geist bricht uns Bahn. Deutsche Wissenschaft und deutsche Kunst sino die schönen und mächtigen Vorposten, welche dem Auelande wieder die Ehrfurcht abzwingen. Wir werden zu diesen Betrachtungen veranlaßt durch die Vorstellungen, welche die deutsche Bühne in London vor Kurzem geschlossen und in denen die Letztern einen vollständigen Triumph sowohl für die deutsche Literatur, als die deutsche Kunst errungen haben. Möchten die übrigen nationalen Kräfte in einen erlen Wettkampf mit diesen Zweigen unseres geistigen Lebens treten. Wir sagten, die deutsche Kunst und Wissenschaft feierten einen vollständigen Triumph. Wir erfahren dies nicht aus parteiischer Quelle, sondern aus fremdem Munde von competenten Richtern. Lassen wir sie selbst sprechen. Das Theater bot in scenischer Hinsicht gar nichts. Das Personal war nicht so vollstäneig, als man gehofft hatte. Die Der Hassenpflug'sche Prozeß. Unter dem Zudrang eines zahlreichen Auditoriums verhandelte das k. Obertribunal zu Berlin am 13. Juli die Anklage gegen den ehemaligen Appellationsgerichts= Präsidenten, jetzigen kurhessischen Premierminister Hassenpflug in letzter Instanz. Die der Anklage zum Grund liegenden Thatsachen sind allgemein bekannt, so daß wir sie nur kurz recapituliren. Der Angeklagte hatte nämlich im Jahr 1846 von der königlichen Regierung zu Stralsund zwei Summen, 356 Rthlr. 24 Sgr. 3 Pf. und 148 Rihlr. 15 Sgr., erhalten und dafür verschiedene Reparaturen und Arbeiten im Gerichtsgebäude und Ausbesserungen in seiner Dienstwohnung vornehmen lassen. Hassenpflug hatte, obgleich der Vertrag über die Arbeiten mit zwei anderen Personen abgeschlossen worden, sich veranlaßt gesehen, diese zu entfernen unt die Leitung des Baues selbst in die Hand zu nehmen. Als die Zeit der Bau=Abnahme herankam, fand sich, daß ein Zimmer im ersten und zwei Iimmer im zweiten Stockwerk, deren Malerei veranschlagt war, nicht gemalt worden waren. Die Summe dafür betrug zusammen 11 Rihlr. Der Bau=Inspec= tor Steinbach machte Hassenpflug darauf aufmerksam, und dieser forderte ihn auf, die Arbeit zu attestiren, indem er versicherte, sie seinerzeit dennoch ausführen lassen zu wollen. Er stellte dem BauInspektor auch einen Reveis darüber aus, und dieser attestirte. Da indessen die Arbeiten nicht ausgeführt wurden, so erhob die Staatsanwaltschaft gegen Hassenpflug die Anklage wegen Unterschlagung, und das Kreisgericht zu Greitswald verurtheilte ihn am 19. Joni 1850 zu einer vierzehntägigen Gefängnißstrafe, und erklärte ihn außerdem der Anstellung in preußischen Diensten für unfähig. Auf seine Appellation sprach das Appellationsgericht den Angeklagten von dieser Anklage frei, überließ es jedoch der Staatsanwaltschaft eine andermeite Anklage gegen Hassenpfing zu erheben. In Folge Mitglieder wellten ferner nicht ihre Personen glänzen lassen, sondern mehr das Provukt deutschen Geistes dem Auslande anschaulich machen. Aber nicht allein hierin fanden sie Bewunderung, sondern selbst im Shakespeare'schen„Hamlet“ erntete Devrient das Los, den größten englischen Darstellern selbst an die Seite gestellt zu werden. Shakespeare, sagt die„Allg. Ztg.“, ließ es sich in seinem Leben nicht einfallen, daß seine Dichtungen drei Jahrbunderte später in elassischen Uebersetzungen mit den dramatischen Schöpfungen Goetbe's, Schiller's und Lessing's den Kern des classischen Repertoires deutscher Hef= und Nationaltbeater bilden würden. Eben so wenig abnete Goethe, dem zuerst das Wort „Weltliteratur“ von den Lippen fiel, noch viel weniger Schiller, daß in dem Vaterlande Shakespeare's ihre Dramen in der Originalsprache über die Bretter gehen würden, welche die Welt bedeuten. Und doch ist dem so; die Verwirklichung dieser Joce ist bereits eine Thatsache. Das St. James=Theater, nur wenige hundert Schritt vom ehrwürdigen St. James=Palast entfernt, wo die große Elisabeth einst ibren größten Dichter empsing, ist zwar keines der größten Theater der großen Weltstaet, aber das eleganteste, das durch Lage und seine Besucher vornehmste, und ganz geeignet, mit Hintansetzung äußern terglanzes, den Geist eines großen Dichtwerks durch gute Darsteller so verbalten zu lassen, daß auch keine Sylbe einem anrächtig lauschenden Publikum auf die Erde fällt. Schon seit 8 Jahren schreitet Frankreichs berühmte Tragöein, Molle. Rachel, auf dem Kothurn der französischen Classik, auf diesem Theater einher. Dasselbe Theater, auf dem noch vor Kurzem Mrs. Fanny Kemble, die Tochter des 74 Jahre alten Charles Kemble, durch den wahrbaft classischen Vortrag Shakespcare'scher Stücke die englische Hocharistokratie entzückte, bat seit dem 2. Juni vierzehn Vorstellungen deutscher Meisterwerke geseben, die am 29. Juni mit der Wiederholung des Faust böchst ehrenvoll zu Ende gingen. Der Wurf ist gelungen; das Experiment, an dessen glückliche Lösung sich manche für deutsches Leben, Wissenschaft, Literatur und Kunst, namentlich auch für den internationalen Buchhandel, noch knüpfen werden, und sich theilweise schon geknüpft haben(die J. G. Cottasche Verlagshandlung veranstaltete eine eigene Theater=Ausgabe unserer beiden Classiker, Bose in London lieferie einzelne Ausguben seiner sterectypirten Urbersetzungen deutscher Classiker, die großen Absatz fanden), veren Tragweite noch nicht bestimmt werden kann, ist in literarischer, künstlerischer und p.kuntärer insicht völlig gelungen. Wir beschränken uns hier nur auf Thatsachen. Die deutsche Gesellschaft, welche berufen worden war, zum ersten Mal die großen Meiste=werke deutscher Literatur in England darzustellen, schloß ursprünglich treffliche Darsteller der Hauptrollen ein. Ueber den Einzelnen waltete aber ein Unstern. Frau Thomas starb, Fräul. Hausmann erhielt keinen Urlaub, Fräul. Wilbelmi berief sich auf Krankheit, Härting wurde in Dresden gefesselt, Grunert, der Meister im Mephisto, sagte bei dem Tooe seiner Frau seine Gastvorstellungen ab, Döring's Urlaub war vorüber. Und dennoch fand gerade das Ensemble der Leistungen, was man vorher so stark angezweifelt hatte, den vollsten Beifall der Blätter, des Hofes, der besten Künstler und der besten Kenner, so daß namentlich der Graf von Ellesmere S dessen wurde nunmehr gegen Hassenpflug und den Bau= Inspector Steinbach die Anklage wegen Urkundenfälschung erhoben. Steinbach wurde freigesprochen, Hassenpflug dagegen zu einer vierwöchentlichen Gefängnißstrafe verurtheilt, indem die Fälschung darin gefunden wurde, daß Hassenpstug ein unrichtiges Bau=Abnahme=Aitest der königlichen Regierung gegenüber wissentlich benutzt habe. Die Strafe wurde auf Grund der dort geltenden peinlichen Halsgerichts=Ordnung: als des mildernen Gesetzes, abgemessen. Hassenpflug appellirte gegen dieses Erkenntniß und brachte verschiedene neue Entlastungsbeweise bei, auf welche das Appellationsgericht zu Greifswalde indessen kein Gewicht legte. Es wurde der Angeklagte in zweiter Instanz zwar nicht der Urkundenfälschung, jedoch der Fälschung schuldig befunden und zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt, der Verlust der bürgerlichen Ebren aber nicht erkannt, weil er Ausländer sei. Gegen dieses Erkenntniß wir nunmehr die gestern verhandelte Nichtigkeitsbeschwerde gerichter. Dieselbe behauptete zuerst, daß der Angeklagte nicht zweimal auf Grund derselben Thatsache hätte unter Anklage gestellt werden dürfen, da in dem Vorproceß bereits ein freisprechendes Erkenntniß erfolgt sei; es habe dem Angeklagten die gewinnsüchtige Absicht fern gelegen, da erselbst mehrere Reparaturen, die nöthig waren und die etwa 20 Rihlr. betrugen, m demselben Jahr aus seiner eigenen Tasche gezahlt hätte; die Absicht des Angeklagten sei nur dabin gegangen, die Verrechnung mit der fiskalischen Casse nicht aufzubalten; er hale aber die Absicht, den Fiscus zu beschädigen, nicht gehabt. Ferner seien dem Angeklagten auf ganz unrechtmäßige Weise in appellatorio die neuen Beweismittel abgeschnitten worden, und endlich gehe das Erkenntniß weit über die Gränzen der Anklage hinaus. Den Vorsitz in der gestrigen Sitzung des Obertribunals führte der Vicepräßidem Götze; der Oberstaatsanwalt Bergemann platdirte, und als Vertheidiger sungirte der Justizrath Erelinger. Beim Beginn des (als früherer Lord Francis Egerton der erste Uebersetzer des Fanst) nach der zweiten Aufführung des„Egmont“ an Ritter Bunsen schrieb:„Ich sah nie eine Gesellschaft mit solcher Vollkommenheit spielen(I never saw a troop which acted wilh such perfection)“, ein Kunsturtbeil, das um so gewichtiger in die Schale fällt, da das Kunsturtheil von Lord Ellesmere, wie Ritter Bunsen schreibt,„ das erste in England ist, und keinem in Europa nachstebt.“ Es bescelte von Anfang an die meisten Mitglieder— mit wenigen Ausnahmen— Ein Geist; man wollte etwas Würdie ges leisten, und alle Mitglieder haben daber, nicht ein Einzelner allein, ein Anrecht an die Ehre, welche die deutsche Kunst, vor Allem aber die Dichtwerke selbst, im vollsten Maße geerntei haben. Die„Times“ bat in ihrem ruhig und unparteiisch gehaltenen Schlußartikel vom 30. Juni das ganze Unternehmen in das rechte Licht gestellt.„Um diese Darstellungen richtig zu beurtheilen, muß vorzugsweise das berücksichtigt werden, daß das Interesse, welches die meisten in Anspruch nahmen, ein rein literarisches war. Die Stücke wurden nicht für das gewödnliche Theater=Publikum gegeben, der bloßen Unterbaltung wegen, sondern für diejenigen Leser, welche im Verlauf ihrer Studien mit gewissen classischen Werken bekannt geworden, nun begierig waren, auch zu sehen, wie sie sich auf der Bühne ausnähmen. Der Zweck dieser Reibe von Schaustielen war vielmehr Belehrung, als bloße Unterhaltung.“ Ueber die Leistungen der Schauspieler urtheilt dasselbe Blatt eben so günstig als wahr.„Die Gesellschaft der deutschen Schauspieler war für den Zweck vollkemmen gut, der nicht darin bestand, mit großen darstellenden Talenten zu imponiren, sondern eine gute Darstellung einer bestimmten Anzahl von Werken zu geben. Bei Molle. Rachel war die Anziebungskraft des Zettels auf den Namen der Schauspielerin beschränkt; jeder eilte bin, um Melle. Rachel, nicht aber um Racine und Corneille zu sehen. Während jeder oberflächliche Kenner des Deutschen den dramatischen Meisterwerken eines Goethe und Schiller zufliegt, schrecken die Leser des Frau,ösischen instinktmäßig vor den Werken der classischen Perioce seltst zurück. Bei der deutschen Gesellschaft war das Verhäuniß gerade umgekebrt; das Stück war die Hauptsache, die Schauspieler kamen mit geringen oder gar keinen Prätensionen, und vorausgesetzt, daß sie sich im Allgemeinen als tüchtig auswirsen, war das Publikum vorbereitet, mit ibnen zufrieden zu sein. Aber das Publikum wurde auf das Angenehmste überrascht.(Folgt eine lobende Charatieristit der 5H. Emil D.= prient, Kühn, Wiesthaler, Grans, Limbach, Schrader, Birnstill; der Damen Schäfer und Stolte.) Im Ganzen war es eine Gesellschaft, vollkommen befähigt, ihre Aufgabe zu erfüllen; wir glauben, daß der Eindruck, den sie bei dem Publikum zurückließ, der Wunsch ist, sie im nächsten Jahr wiederzusehen, sogar, wenn es nöthig befunden würde, die beabsichtigte Darstellung italienischer und spanischer Tragörien dis zum Jahre 1854 zu verschieben, da die deutsche Literatur von unmittelbarerem Interesse ist, als die Litcratur jedes anderen Landes.“ Plaidoyers hob der Defensor die Schwierigkeit der Defension in dem vorliegenden Fall hervor. Der Angeklagte gehöre zu denjentgen Personen, von denen der Dichter sage:„Durch der Parteien Haß und Gunst getrübt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte.“ Uebergehend zur Beschwerde selbst, verfolgte er dieselbe Pnnkt für Punkt. Er versuchte zuerst zu beweisen, daß die zweite Anklage mit der im ersten Prozeß verhandelten vollkommen identisch, und dadurch der Grundsatz verletzt worden sei, daß niemand über einen Gegenstand zweimal unter Anklage gestellt werden dürfe. Ferner hätte der Richter nach dem neuen Strafgesetz, als dem mildern, erkennen müssen. Zum Begriff des Betrugs und der Fälschung gehöre eine positive Thätigkeit des Angeklagten und Hervorbringung des Irrthums, sowie die Absicht diesen Irrthum zu rechtswidrigen Zwecken zu benutzen; es gehöre aber auch dazu, daß der Irrthum auf den Willen des Betrogenen Einfluß geäußert. Das neue Strafgesetzbuch unterscheide scharf Fälschung vom Betrug, und der wesentliche Unterschied liege in der gewinnsuchtigen Absicht. Keiner der daselbst vorgesehenen Fälle passe aber auf den vorliegenden. Ein neues Gesetz sei aber nicht bloß das mildere, wenn es eine geringere Strafe festsetze, sondern auch, wenn der neue Gesetzgeber mehr Merkmale zum Begriff des Verbrechens fordere, als der ältere gefordert hat. Nun sei aber dem Angeklagten auch auf unrechtmäßige Art die Beweisführung abgeschnitten worden, inoem der Angeklagte den Beweis habe führen wollen, daß er durch die Verwendung seiner eigenen Gelder dem Fiscus noch Vortheil geschafft, daß ihm mithin die gewinnsüchtige Absicht gefehlt, daß er dei Ausstellung des Attestes nicht auf den Aussteller eingewirkt habe n. Der Defensor nahm seinen Antrag auf Grund der Bestimmungen dee Strafgesetzbuches auf völlige Freisprechung, eventuell auf Vernichtung des zweiten Erkenntnisses und Erhedung des angebotenen Veweises. Der. Oberstaatsanwalt widerlegte zuerst die Behauptung ir 6• 5 Pf. ser sen men siel. tner Juli irden und iment nderff assen: : u n d „Verr! Euch ni die der Namen ger- und Deutschland. Berlin, 20. Juli,(Abends). Se. Maj. der Ki nig empfingen gestern Abend in Sauesonei den Ministerpräsidenten Freiberrn von Manteusfel und den Minister des Innern Orn. v. Westphalen und ertheitten denselben den nachgesuchten Urlaub.— Hr. v. Westphalen begiebt sich auf veränderten ärztlichen Rath nach Bao Soden. — Gestern Vormittag, am Sterbetage der Königin Louise, besuchte der König mit den anwesenden Prinzen die mit Blumen und Guirlanden geschmückte Gruftstätte der Dahingeschiedenen in Charlottenburg. Um 9¾ Uhr fuhren sie mit dem Dampfschiffe nach Potedam zurück. In Potsdam fand erne kirchliche Feier statt, an welche sich die Trauung von neun ausgewählten Brautpaaren schloß, deren jedes von dem Familienrath über Louisens Denkmal die statutenmäßige Auesteuer von 100 Thlrn. erhielt. Ein zebates Brautpaar wird wegen Krankbeit der Braut erst später in gleicher Weise bedacht werden können. Das Kapital, welches zu diesem Zwecke angesammelt ist, beträgt 15,700 Tblr., seit dem Jahre 1811 bie 1851 sind 208 Brautpaare mit 20,800 Thlrn. ansgestatte worden. — Wie der„Dnbl.“ dört, ist die Beschlagnadme der „Neuen Preuß. Ztz.“ sowehl durch die Staatsanwaltschaft, als durch die Nathekammer des königl. Startgerichte bestängt worden. Die Sache wird also zur gerichtlichen Veruntersuchung und demnachst zur mündlichen Verhandlung kommen. — Die Pause, welche in den Verbandlungen der Zollkonferenz gemacht werden soll, wird dem Vernehmen nach drei Wochen dauern. — In der Dapiergeld=Angelegenbeit ist von einigen Handelskammern in ihren auf die Anfrage des Handelsministere erstatteten Gutachten auf die Nothweneigkeit, ein allgemeines deutsches Dapiergeld zu kreiren, bingewiesen werden. Ein dabin gerichteter Plan liegt der Regierung bekanntlich schen seit längerer Zeit vor. — Aus Halle wird gemeldet, daß die Sammlung für die abgesetzten Kieler Professoren an dortiger Universität 480 Thlr. jährliche Zeichnung ergeben. — Der Verstand der Centralstelle für Preßangelegenbeiten, Dr. Quehl, hat heute einen mebrwöchentlichen Urlaub augetreten, den er in einem thüringschen Bare zubringen wirr. — Die Bremer Tedtenbunds=Angelegenbeit bat wie das„C. B.“ mittheilt, die Aufmerksamkeit aller deutschen Polizeiverwaltungen in Auspruch genommen. Die die jetzt stattgebabten Ermittelungen haben, ries bestätigt sich allerdingeauf gewisse nach Frankreich lausende Verbindungen des Tortenbundes schließen lassen. Doch scheint jener Bund, wenn man seiner speciellen Thätigkeit näher tritt, von geringerer Gefährlichkeit gewesen zu sein, als es zunächst den Anschein hatte. Herauszustellen scheint sich übrigens auch bei dieser Gelegenheit, daß selbst die fabelhaftesten revolutionären Unternehmungen noch immer ihre Mitverschwörer finden. Ein Zusammenbang des Todienbundes mit dem demokratischen Komite in London sell sich nicht herausgestellt haben. — Am 17. fand wieder eine Sitzung der ZollvereinsConferenz Statt. In verselben stellte sich, wie das„C.=B.“ berichtet, heraus, raß, um die Berathungen über die einzelnen Punkte des Septemberverages zu Ende zu führen, nur noch eine Sitzung der Conferenz ersorderlich sein wird. Die zweckmäßigen Feststellungen des Vertrags seien von allen Seiten im Einzelnen gutgeheißen worden, und es sei daher die Gewißbeit vorhanden, daß, wenn erst das Verhältniß der Zollvereine=Regierungen zu dem Septembervertrage im Allgemeinen feststchen werde, die Spezialien weiterer Vereindarungen nicht bedürsen würden. — Dem Vernehmen nach läßt der Herzog von Coburg= Gotba gegen den Proiest der gotbaischen Grafen=Curie gegen die neue Verfassung des Herzogihums eine Denkschrift ausarbeiten, welche ebenfalle bestimmt ist, dem Bundestage überreicht zu werden. Uebrigens ist der Herzog von Coburg entschlossen, aller fernern Opposition gegen die neue Verfassung im Lande selbst die Spitze abzubrechen, und namentlich auch den böchsten Hofchargen, welche zeither Partei nahmen, alle weitern Schritte zu untersagen. des Defensors, daß über eine und dieselbe Thatsache zweimal Anklage erhoben worden, indem die jetzige Anklage auf andern Momenten beruhe, als die frühere. Der Oberstaatsanwalt ließ sich darauf in eine selbstständige Prüsung der Sachlage ein, und behauptete, daß das Abnahme=Attest als eine Urkunde zu betrachten sei. Diese Urkunde enthalte aber eine Unwahrheit. Diese an sich sei noch nicht strafbar, aber, wie es hier der Fall, der Gebrauch derselben, wenn sie sich auf Rechtsverhältnisse beziche. Er führte cann aus, daß die Absicht, andern Nachtheil zuzufügen, festgestellt sei, und dieß genüge vollkommen, zumal der Schaden auch wirklich zugefügt worden se.. Der Staatsanwalt war jedoch darin mit der Vertheieigung einverstanden, daß dem Angeklagten in appellatorio der Beweis verkürzt worden, und in diesem Punkt hielt er die Nichtigkeiisbeschwerde für begründet. Deßwegen aber könne der Angeklagte nicht straflos ausgeben, da der erste Richter alle Momente des Betrugs festgestellt habe. Er beantragte deshalb: nicht sofort zu erkennen, wohl aber das zweite Erkenntniß zu vernichten und eine anderweite Beweisaufnahme in zweiter Instanz anzuordnen. Nachdem sowobl der Defensor als der Staatsanwalt nochmols das Wort genemmen, begann die Berathung des Gerichtshofs, welche länger als zwei Stunden währte. Demnächst publizirte der Präsident folgendes Urtheil:„Was den ersten Richtigkeitsgrund beirefse, so könne derselbe nicht für gerechtfertigt erachtet werden. Die übrigen Nichtigkeitsgründe stünden in innerem Zusammenhang und seien hauptsächlich: 1) daß Reatsverletzungen vorgefallen seien bei Beurtheilung der nova in appellatorio, wie sie der Angeklagte angebracht habe, und 2) daß die shatsächliche Feststellung des zweiten Richters nicht rein auf das erste Urtheil und dessen thatsächliche Begründung sich stelle, sondern daß eine ganze Reihe von Thatsachen mit zur Rechtfertigung desselben Resultats des ersten Richters zum Stützpunkt genommen, über die der Angeklagte nicht gehört worden. — Wie die„Zeil“ meldet, sell das bieberige Königsstärtische Theater, was die innern Bühnenräume betrifft, zu einem Pfaus= oder Leibhause umgeschaffen werden, und wurde also in diesem Falle eine IV. Abtheilung des Leibhauses eiablirt werden.— Nach dem§. 654. Tit. 2. Tb. Il. des Aug. Lanerechts muß außerebelichen Kindern das Erbrecht in dem Nachlaß idres Vaters ausbrucklich vorbehalten sein, wenn sie nach dem Tooe resselben auf den Nachlaß Anspruch haben sollen. In der Mark Brandenburg, wo zum Theil das römische Recht für Erbschafteverhältnisse maßgebend ist, war es nun bieber stets zweifelbast, ob die Voraussetzungen des§. 654. in Betreff des geseplichen Erbrechts natutlicher Kinder in den Nachlaß des Vaters auch in diesem Landestbeile zur Anwendung kemmen durfen, und ist in der Regel vom biesigen Stadtgericht dieser Zweifel anders als vom Kammergericht entschieden worden. Ein neuerdings vorgekommener Rechtsfall bat diesen Zweisel zur Erlerigung vor das Obertribunal gebracht. Von diesem Gerichtehofe ist nun für die Anwendbar= keit der betreffenden landrechtlichen Bestimmungen auf die Mark Brandenburg entschieben worden. Zugleich bai ras Obertribunal in diesem Falle ausgesprochen, daß ein freiwilliges Anertenntniß Seitens des naturlichen Vaters auch rurch mundliche Ertlärungen, ja sogar stillschweigend durch Handlungen gegeben werden kann. Erfurt, 16. Juli. Vorgestern wurde unsere Bevölkerung aurch die Nachricht überrascht, daß bei dem Kaufmann Geewin Kracktügge, welcher noch gegenwärtig die„Allgem. Erfurt. Zig.“ rerigirt, sowie bei rem Buchdrucker Faust, eem Verleger der letzteren, Seitens der Polizei Nachsuchung nach Schriften stattgesunden habe. Wie man bört, ist diese polizeiliche Maßregel durch Requisinon des Kölnischen Siaatsanwaltes veranlaßt worden, welcher durch die Mittheilung in der „Allg. Erf. Zig.“, daß der in Köln inhaftirte Dr. Becker, der Neffe Kracktügges, bund geworden sei, zu der Absicht gebracht worcen wär, daß zwischen Bicker und Krackrügge irgend eine Communication stattgesunden habe. Bei dieser Nachsuchung sollen einige von Bicker herrührende Schriftstücke saisirt werden sein. Bremen, 15. Juli. Dem Vernehmen nuch sind die sämmtlichen zur Versteigerung kommenden Schiffe rer deutschen Floite von dem Bundes=Kommissär, dem gebeimen oldenburgischen Staatsrath Fischer, auf 1,110,000 Thlr. approximativ veranschlagt. Coblenz, 18. Juli. Der bochwürdigste Herr Bischof Blum von Limburg wohnte vom Montag bis zum Mittwoch in voriger Woche den von den Redemptoristen=Patres in dem Kloster Bornbofen veranstalteten Priester=Exercitien bei.— Ver zwei Tagen waren medrere Straßen uno Plätze hier ganz dicht mit einer Art Fliegen(sog. Ephemeriden) übersät, daß ankommuende Fremeen im ersten Augenblick glaubten, es habe geschneit. Man behauptet hier allgemein, es sei diese Erscheinung rarurch herbeigeführt worden, daß bei der großen Hite der Fruchtspeicher eines hiesigen Kornspekulanten ausgeflogen wäre.(Fr. I.) Köln, 18. Juli. Der zweite Kassirer eines unserer ersten Banquierhäuser wurde gestern Nachmittag verbastet. Ueber die Veranlassung der Verhaftung ist die öffentliche Meinung noch getbeilt; darin ist man aber einig, raß ein politischer Fall vorliegt. Der Verhaftete soll eines der thätigsten Mitglieder des aufgelösten Turn=Vereins gewesen sein. Wädrend der Eine die Veranlassung in verbetenen Schriften sucht, glaubt der Andere sie in einigen Briefen von der Hand des Verhasteten, die in Beschlag genommen worden seien, gefunden zu baben.— In Mainz wurde der, in der liberalen Partei bekannte Karstens seit geraumer Zeit in Haft gebalten, weil er unter einem falschen Namen gereist sei. Derselbe ist vor einigen Tagen nach Köln abgeliefert worden, wahrscheinlich weil er in den Jahren 1848 und 1849 hier wohnte oder weil vielleicht für die Procedur gegen Dr. Becker und Genossen seine Anwesenbeit nöthig ist. — Gestern wurde unsere Kunstauestellung eröffnet; die dieejährige Ausstattung des greßen Gürzenichsaales dietet aber noch kein sehr erfreuliches Bilo dar, d. i., es sind sehr Dieß sei ein durchgreifender Nichtigkeitsgrund, oa der Appellationsrichter an die thatsächliche Feststellung des ersten Richters gebunden, und nur berechtigt sei, dieselbe zu ergänzen. Ee werde deßhalb sententin u qua vernichtet. In der Sache selbst stehe aber fest, daß das fragliche Attest erst geschrieben, nachdem der Angeklagte Hassenpflug sich erklärt hatt:, die Arbeiten nachträglich vornehmen zu lassen. Damit habe er sich unter die Controle des Bau=Inspek= tors gesteut, und es könne nicht angenommen werden, daß zwischen beiden eine Durchstecherei stattgefunden. Bei dieser Lage der Sache trage das Collegium kein Bedenken auszusprechen, daß die Aufstellung: es sei eine Beschädigung des Fiecus beabsichtigt, irrig sei, und werde deßhalb der Premierminister Hassenpflug von der Anklage der Fälschung freigesprochen. — Ueber die Einrichtung des Krystallpalastes, der sütlich von London als Wintergarten und Museum aufgesetzt werden soll, erfährt man Folgendes. Das Gebäude soll 1853 Fuß lang und 384 Fuß breit werden und statt eines Transeptes drei erhalten, zwei von der Weite und Höhe wie der ursprüngliche in Hydepark, der dritte, mittlere, 108 Fuß höher. Als Fundament dient ein mit Gartenerde gefülltes Mauerwerk. An dem einem Ende sollen die tropischen Pflanzen in einer dem tropischen Klima entsprechenden Temperatur aufgestellt werden, daneben folgt eine etwas kältere Zone und so fort bis zu der Mitte des Gebäudes, von wo an bis zum andern Ende ein gemäßigtes Klima herrscht. Inmitten der Gewächse sollen viereckige Höse, ähnlich den mittelalterlichen, in der Auestellung angelegt, in dem Baustvl bestimmter Länder ausgeführt und mit den Kunst= und Industrie=Erzeugnissen derselben gefüllt werden, so daß sie ein lebendiges Bild der Sitten und der Kulturstufe geven. So soll ein indischer, ein chinesischer, ein maurischer Hof(kopirt von einem Hose der Alhambra) und ein ägpptiwenig Gemälde von hohem Wertbe verbanden. Bie jetzt verdienen nur die Gemälte ven A. Achenbach in Tüsselders, ven August Becker in Darmstadt, rem Professer Preller in Weimar, F. Veitz in München und einige andere als vorzüglich bezeichnet zu werden. Hannoner, 18. Juli. Die Kammern sind gestern vertagt. Die Auslösung der Zweiten Kammer wird dalo folgen. Der Verfassungskampf wird damit eine andere, eine ernstere Wendung nehmen. In dem Vertagungeschreiben ist von einem Zeitpunkte des Wiererzusammentrits der Stände überall teine R dr. N. Z. Holstein. Die Zahl der aus dem Lande verwiesenen vormärzlichen Offlziere in 65, davon 17 nicht unterstützungsbedurtug; von den übrigen 48 sind 33 verbeiratbet und 15 unverheitalbet, in beiden Classen giebt es schon viele Männer vorgerückten Alters. Ludwigshafen, 19. Juli. In der beute dabier stattgehabten, sehr zablreich besuchten Generalversammlung der Aktonare der pfalzischen Ludwigsbahn erhielten die Vorschläge der Regierung und des Verwaltungsrathes wegen Ucbernahme des Baues der Ludwigsbasen=Wormser Bahnstrecke von Seiten der Gesellschaft, so wie wegen der provisorischen Uebernahme der Leitung der Geschäfte zur Bildung einer neuen Attiengesellschaft in Betreff der Herstellung der Reustadt=Weißenburger Bahn die überwiegende Zustimmung der General= versammlung. Frankfurt, 21. Juli. Zur Orientirung über die gegegenwärtige Lage der handelspolitischen Frage werden der „Mittelrbeinischen Zig.“ folgende Thatsachen von hier aus als verbürgt mitgetheilt: 1) Das österreichische Cabinet ist bis beute von dem Stanepunkt der Cirkularnote vom 25. Mai ebenso wenig abgewichen, als die preußische Regierung von dem in der Erklärung vom 7. Juni; 2) auch die Mission des Herrn von Bismark=Schönhausen hat in dieser Lage der Sache durchaus nichts geandert; 3) er hat keine Verständigungsvorschläge gemacht, keine Ertlärungen abgegeben; es haben demnach Verhandlungen mit dem Wiener Cabinet gar nicht stattgefunden; 4) es ist seitens Oesterreichs kein Ulnmatum gestellt, solches daber auch nicht von Herrn v. Bismark nach Berlin gebracht und ebensowenig daselbst beraihen worden. 5) Wenn die coalirten Staaten vor Recenstruirung des Zollvereins die Einigung mit Oesterreich wellen, so wird Preußen jede ferneren Verbandlungen mit ibnen abbrechen. Denn so lange der Zollverein nicht bestebt, ist die zweite Persönlichkeit, welche zum Abschluß des Zellvertrages mit Oestreich nothwendig ist, noch nicht vorhanden. — Se. königl. Hoheit der Prinz=Regent Friedrich von Baden ist gestern auf der Rückreise von Berlin nach Karlsrube bier eingetroffen uno hat sein Absteigequartier im Hotel zum englischen Hof genommen. Darmstadt, 15. Juli. Zu meinem neulichen Bericht über das hiesige Uniformwesen kann ich Ihnen heute schon die Fortsetzung liefern. Das heutige Regierungsblaut nämlich enthält„aus allerdöchstem Auftrage“, unterzeichnet von den Ministerialeirekteren v. Dalwigk, v. Lindeldf und v. Schenck„Bestimmungen über das äußere Erscheinen der Civilbeamen in Uniform. Diese Bestimmungen theilen sich in spezielle und allgemeine und enthalten 18 Paragraphen. Ich unterlasse, dem nninterressanteren Detail verselben zu folgen, und erwähne nur einiger praganter, auch einem ins Uniformwesen weniger eingeweibten Publikum verständlichen Stellen.„§ 7. Der Hut wird stets so aufgesetzt, daß Gesicht und Nacken durch die abstehenden Ecken geschirmt sind und die Kofarde des Huts auf der rechten Seite sich befindet.“„§ 8. Die Halsbinde wilo obne vorstehende Hemdkragen getragen.“„§ 13. Diejenigen Beamten, welche in Uniform zu Pferde erscheinen, baben sich eines englischen Sattels mit einer Unterlagdecke von Tuch, von der Grundfarbe der Uniform, zu bedienen. Die Borte der Unterlagerecke hat die Unterscheidungsfarbe des betreffenden Ministeriume u. s. w.“„§ 14. Die Kopfbaare dürfen nicht so lang getragen werden, daß sie den Uniformtragen berühren.“ § 18 entwickelt die Eigenschaften der kleinen, der großen und scher hergestellt, ferner ein Modell eines pompejanischen Hauses und ein anderes von einem assyrischen Palaste aufgestellt werden, alle mit dem Hausgerath, den Schmuck= und Kunstsachen der betreffenVelker gefüllt. Dazu mineralische und botanische Sammlungen, Rohmaterial und Maschinen und endlich eine Anzahl Springbrunnen, deren einer, vor dem Gebäude, 150 Fuß hoch spielen soll, d. b. 20 Fuß höher als die Nelsonsäule auf Trafalgaisquare. Das alles hofft man in zwölf Monaten zu vollenden. Der Klerus ist über das Unternehmen in greßer Unruhe. Eine Deputation unter Anführung des Erzbischofs von Canterbury stellte am 18. Juni dem Premierminister die Gefahren vor, welche der Besuch dieses Palastes am Sonntage für Staat und Kirche haben müßte. Seine Herrlichkeit war vollkommen einverstanden und versprach zu thun, was er vermöge. Einstweilen könne er leider nicht einschreiten, aber wenn die Unternehmer sich etwa um eine Charter an das Parlament wenden sollten, so würde er dahin zu wirken suchen, daß ein Verbot, die Räume am Sonntag zu effnen, in die Charter aufgenommen werde. Wenn diese Beschränkung durchgeht, so sind die arbeitenden Klassen thatsächlich von dem Besuche ausgeschlossen, denn an Wochentagen haben sie keine Zeit. Es ist zu bemerken, daß alle Bier= und Schnapsschenken Sonntags geöffnet sind. — Vor einigen Tagen setzten zwei Ereignisse die Potsdamer Straße zu Beilin in Aufregung. Ein Bulle, den man nicht in gehöriger Weise gefesselt, machte sich das Vergnügen, einer jungen Dame, welche in einer Laube hinter einem Mahagonitische arbeitete, einen unerbetenen Besuch in solcher unangemessenen Weise zu machen, daß die Erschrockene sich über ein Stacket in den Hof hinab fluchten zu müssen glaubte, mit dem Kleide hängen blieb und mehr toot als lebendig endlich zur Erde gelangte. Die Folgen des Schre. ckens waren der Art, daß die Arme sofort in die Pflege der Aerzte übergehen mußte.— Ferner bemerkte man an den Hinterfenstern der Gal Degenki anzuleg zegs un amten a „bei fest Uniform chen die ten zu ei da anzul Gr Ereigniß halb Uhr Hagelschle davon bes bin. Gel wie zusam chen. Di sind entlat Gärten. was zu lie kens hat a senerregend. Felde, die Zustande. sen, Felebü im Feld ers Karl feierliche En nächsten Fre Stvl aus# desselben sink gefallenen un ven vier fEe Kreuz, und Michael, geft Kreuz in der Drachen ertö galvanisch ver kleine Adler# badische Eisen Cir. Güter, 2 Am 15. gend ein beftie Frauen wurder todt und wur daß man in 9 des Kopfes fan man an ihrem betäubt. Am 13. J burg die erster im Garten des Ludwig und der heit in Haardt reifen Trauben Freiburg sige Gesangveren Occupation besta nitiv ausgehoben. Wien. 18. sem Monate neue den wird. Der: 30 Mill. erbeben. — Die Ban durch eine Dampft che in Verbindun, dieser Pressen, weld halten wire, druckt außerhalb des Bere dergestalt, daß jeder de Zabl dem Aussick Ministeriums der L Zusammenstellung a Ernte in der ganzen endigter Ernte der jetzt kann das Ernte net werden, indem, 1 berichte übereinstimme segnete bezeichnen.— den Tod lautendes ge rechtliches Urtheil, we de ausgeboben hat. — Der Kaiser seine Reise am der türkischen Grenze morgen(Sonntag) ei Wagen wieder nörclic Dampfbeot kebrt über den Kaiser zu erwarte gegen zu nehmen. eines Hauses, wo vorn Tage, daß Rauch heraut weiblicher Keble hörbar Thür hinein und erblickt aber verreisten Vaters m Tischbein gebunden, welch sie angebunden, Geld we habe. Die Geschichte fa mme Bärfenbetel ist Wratil u. S oal. 6. Preuß. Co.rani. Brief. Geld. 142½ en. Bie jetzt verin Tüsselders, ven r Preller in Weidere als vorzüglich in sinn gestern verwird hald folgen. dire, eine ernstere iben ist von einem ände überall keine N. Z. Lande verwiesenen bi unterstützungsbeiratbet und 15 on viele Männer eute dabier stattmmiung der Aki die Vorschläge egen Ucbernahme strecke von Seiisorischen Ueberng einer neuen Reustadt=Weig der General= 1g über die gege werden der von hier aus beute von dem enso wenig abn in der Ers Herrn von Sache durchaus svorschläge gedemnach Verstattgefunden; estellt, solches Berlin gebracht Wenn die coans die Einijede ferneren inge der Zollwelche zum neig ist, noch Friedrich von nach Karls= ier im Hotel lichen Bericht ule schon die nämlich entvon den MiSchenck„Besilbeam en in spezielle und terlasse, dem erwähne nur weniger einDer Hut urch die abs Huts auf Sbince wito Diejenigen baben sich Tuch, von Borte der betreffenden dürfen nicht berühren.“ oßen und Hauses und verden, alle r betreffenimmlungen, Springbrunlen soll, d. are. Das Klerus ist ation unter 18. Juni such dieses ßie. Seine zu thun, inschreiten, er an das en suchen, #ie Charter t, so sind geschlossen, bemerken, nd. Potsdamer nicht in r jungen arbeitete, zu madof hinab und mehr es Schre. er Aerzie rfenstern der Galauniform. Die große Uniform, bei welcher die goldene Degenkuppel besonders hervortritt, haben die Beamte u. A. anzulegen: an den Geburts= und Namenstagen des Großber= zogs und der Großherzogin. An diesen Tagen haben die Beamten auch im Theater, so wie überhaupt, wenn Vorstellungen „bei festlich erleuchtetem Hause“ angekündigt sind, in großer Uniform zu erscheinen; bei denjenigen Gelegenbeiten, bei welchen die Anwesenheit der allerböchsten und höchsten Herrschaften zu erwarten ist.— Gala=Uniform haben die Beamte nur da anzulegen, wo es besonders befoblen wird. Griesheim am Main, 18. Juli. Ein schreckliches Ereigniß hat heute unsere Gemarkung beimgesucht. Um 2 ein halb Uhr Nachmittags entlud sich ein schweres Gewitter mit Hagelschlag über unserm Dorfe. Alle unsere Felder wurden davon bestrichen und die dieejährige hoffnungsvolle Erndte ist bin. Getreide und Hackfrüchte sind dem Boden gleich und wie zusammengewalzt, so daß daven gar nichts mehr zu krurchen. Die Bäume, die nicht entwurzelt und entastet worden, sind entlaubt und steben nackt wie Besenreiser in Feldern und Gärten. Grade dieses Jahr versprach unser Sandboden etwas zu liefern, aber die eine einzige Viertelstunde des Schrekkens hat alles vernichtet. Die Verheerung ist wirklich grausenerregend. Ich sab eine Wittwe nach dem Schlag auf dem Felde, die ihrer Existenzmittel nun beraubt ist, im traurigsten Zustande. Hier tbut Hilfe edler Menschenfreunde notb. Hasen, Feldhühner, Tauben, Raben und sogar Raubrögel werden im Feld erschlagen in großer Anzahl gefunden. * Karlsrube, 19. Juli. Das Preußendenkmal, dessen feierliche Entbüllung, wie wir unlängst dereits mitgetheilt, am nächsten Freitag den 23. v., stattfinden wird, ist im getbischen Styl aus rothem Sandstein erbaut. Auf dem untern Theil desselben sind die Namen, Charge und Regimenter der hier gefallenen und beerdigten Preußen verzeichnet; darüber, in der ven vier Säulen getragenen Wölbung, stebt ein marmornes Kreuz, und über der Wölbung das Standbilo des Erzengels Michael, geflügelt, das Schwert zur Linken und mit einem Kreuz in der Rechten, die Revolution in der Gestalt eines Drachen ertörtend. Das Standbild ist in Zink gegossen und galvanisch vergoldet. Auf den Spitzen der vier Ecksäulen sind kleine Adler von Erz.— Im Monat Mai d. I. erirug die badische Eisenbahn, bei 212,680 Reisenden und 335,160½ Crr. Güter, 223,215 fl. 9 kr.(B. L.) Am 15. d. entlud sich über Regensburg und Umgegend ein beftiges Gewitter. Drei auf dem Felde arbeitende Frauen wurden vom Blitze getroffen; eine blieb augenblicklich todt und wurde so gewaltig in den Boden bineingeschlagen, daß man in der um sie aufgewühlten Erde kaum eine Spur des Kopfes fand, die andere wurde so stark beschädigt, daß man an ihrem Auskommen zweifelt; die dritte wurde nur betäubt. Am 13. Juli waren in der Bürgerspitalkirche in Würzburg die ersten reifen Trauben ausgebängt; dieselben waren im Garten des genannten Spitals gezogen. Auch dem König Ludwig und der Königin Therese wurden bei ihrer Anwesenheit in Haardt am 8. d., wie wir erwähnt, ein Kördchen mit reifen Trauben überreicht. Freiburg i. Br., 19. Juli. Vorgestern ward der hiesige Gesangverein, welcher selbst während der Zeit preußischer Oceupation bestanden hatte, durch ein Ministerialrescript desinitiv ausgehoben. Wien, 18. Juli. Die Wiener Z. meldet, daß in diesem Monate neuerdings 1 Mill. Staatepapicre verbrannt werden wird. Der vertilgte Gesammtbetrag wird sich socann auf 30 Mill. erbeben. — Die Banknoten=Fabrikatien der Nationalbank wiro durch eine Dampfmaschine von 20 Pferdekraft getrieben, welche in Verbindung mit 10 Druckpressen gebracht ist. Jede dieser Pressen, welche 9 Stunden des Tages in Bewegung erhalten wire, druckt 2000 Bogen, und ist kontrolirt durch ein außerbalb des Bereiches der Arbeiter angebrachtes Zifferspuem dergestalt, daß jeder Druck der Presse durch die sich verändernde Zabl dem Aussichtspersonale ersichtlich ist.— Von Seite des Ministeriums der Landeskultur wird eine genaue übersichtliche Zusammenstellung aller amtlichen Berichte über den Erfolg der Ernte in der ganzen Monarchie vorbereitet, die gleich nach beendigter Ernte der Veröffentlichung übergeben wird. Schon jetzt kann das Ernte=Resultat als ein sehr erfreuliches bezeichnet werden, indem, was sonst selten der Fall ist, alle Privatberichte übereinstimmend die beurige Fechsung als eine sehr gesegnete bezeichnen.— Die„Peüher Zig.“ publizirt ein auf den Tod lautendes gegen den Grasen Csakv erlassenes, kriegsrechtliches Urtheil, welches der Kaiser auf dem Wege der Guade ausgeboben hal. — Der Kaiser hat gestern Semmlin verlassen und setzt seine Reise am Bord des Dampfers„Erzberzog Albrecht“ länge der türkischen Grenze bis Orsowa fort, wo a. b. Derselbe morgen(Sonntag) eintrifft. Bon Orsowa gebt die Reise zu Wagen wieder nörclich über Mehadia nach Karansebes; das Dampfboot kebrt über Pestb nach Preßburg zuruc, um den Kaiser zu erwarten und a. h. Dessen weitere Befehle entgegen zu nehmen. eines Hauses, wo vorn Damen auf dem Balkon saßen, am hellen Tage, daß Rauch herausdrang und zugleich ein Hülfsgeschrei aus weiblicher Keble hörbar wurde. Man eilt die Treppen hinauf, die Thür hinein und erblickt die Tochter des dort wehnenden, der Zeit aber verreisten Vaters mit einer„Strippe“ um den Hals an ein Tischbein gebunden, welche erzählt, wir ein Kerl mit gropem Barte sie angebunden, Geld weggenommen und die Wäsche angezünder habe. Die Geschichte fand viele Ungläubige. 91 Ansland. Schweiz. Aus der Schweiz, 18. Juli. Die Gymnasiasten von ern, sowie die Studirenden von Genf und Basel haben bei der Bundesversammlung gegen eine eiegenössische Hochschule petitionirt. — Die rusische Gesandschaftekanzlet wird in nächster Tage von Frankfürr nach der Schweiz zurückkehren.— Frankreich.—„“ Paris, 19. Juli. Wenn man den telegraphischen Depeschen der Präsekten Glauben beimessen dürfte, so wäre L. Buonaparte nie glänzender und freudiger von einem Theile der„großen Nation“ empfangen worden, ale auf seiner dießmaligen Reise nach Straßburg. Diese ist auch das einzige, womit man sich hier unterhält. In Nancy kam auch der Commandant der preuß. Truppen am Rhein Hirschfeld(?) um ihn zu begrüßen und saß bei Tafel an seiner Rechten. In Straßburg stellten sich preußische, würtembergische, badische Gesandte ein. Die Bauern hätten namentlich im Elsaß furchtbar vive I’Empereur geschrieen. Es muß indessen viele Mühe gekostet haben, ihnen das einzutrichtern; denn bekanntlich kann kein elsässer Bauer französisch sprechen. Sogar in Kebl soll Buonaparte mit Enthusiasmus empfangen worden sein, was wir zur Ehre unserer Landsleute etwas bezweifeln möchten. Als er aber von Kehl nach Straßburg zurückkam wäre das Geschrei „wahnsinnig“ gewesen, so meldet eine telegraphische Depesche. Eines war jedenfalls sehr schön; nemlich die Beleuchtung des Münsters mit bengalischem Feuer, was, da der Thurm aus schlanken Säulen ganz durchsichtig ist, eines der prachtvollsten Schauspiele ist. Belaten.—* Brüssel, 20. Juli. Leclereg hat in einer stündigen Audienz dem Kenige ausführlich die Metive und Rücksichten auseinandergesetzt, welche ihn hindern, das ihm angebotene Ministerium anzunehmen. Großbritannien.—* London 19. Juli. Die Times bringen heute keine weitere Zablenangabe über die Wahlen. Indessen werden nächster Tage dieselben vollendet sein, und die Neuigkeiten nicht mehr aus bloßen Wahlreden bestchen. Cobden ist im Westerding von Yorkshire wieder gewählt worden. In seiner Rede brach er wieder eine Lanze für den Freihandel. Gegen sonst war aber seine Rede ziemlich inhaltsleer, so daß wir aus zwei Spalten der Times kaum etwas Bemerkenswerthes anführen könen. — Am letzten Freitag ist ein elertrischer Untermeeres=Telegrapy von Portpetrü in Irland nach Donagbheden in Schottland gelegt worden. Das Tau war 25 engl. Meilen lang. — Die künstliche Produktion von Fischen an der Meeresküste, durch Bewabrung der Fischeier und Behütung der jungen Brut vor der Gefräßigkeit größerer Fische hat in den letzen Jahren gute Resuliate erzielt.— Die Tocy's haben nach einer Berechnung der Times bis jegt doch nur 7 Sitze gewonnen.—— Der Kob=i=noor, der große Diamant der brittischen Krone, welcher im Kristallpalaste ausgestellt war, wird neu geschliffen, um seine Schönheit zu vermehren, wenn er auch im Gewicht eiwas abnimmt. Man bevient sich zum Schleieiner Dampfmaschine. — In ganz England, Schottland und Wales ist bis jetzt ein einziger Kotholik ins Unterbaus gewählt worden: Lord E. Howard (für den„faulen Burgflecken“ Arundel) Gemahl der wegen KlosterErlebnisie bekannten Miß Talbot. Rußzlanr.— St. Petersburg, 13. Juli. Die„SenatsZeitung" veröffentlicht das von Kaiser bestätigte Reglement der Versorgungs=Anstalt für unbemittelte adlige Fräulein, so wie den Elat des Personals und der Kosten dieser Anstalt. Der Zweck dieser Stiftung ist die Versorgung unbemittelter adliger Fräulein. die nicht weniger als 40 Jahr alt oder schwächlich und kränklich sind. — Die kühnen Seehundjäger auf dem kaspischen Meere werden bisweisen auf Eisschollen ins offene Meer hinausgeführt und irten lange umher, bis sie untergehen oder im Frühjahre Fischern begegnen und von denselben gerettet werden. Am Schluffe des letzien Winters kamen zwei Fälle der Art vor, und in beiden Fällen wurden die unerschrockenen Jäger gerettet. Im Monat März brachte ein Bauer, aus dem Gouvernement Astrachan, zehn Seehundjäger nach der dortigen Central=Quarantaine, welche 11 Tage auf einer Eisscholle im Meere umhergetrieben worden warden; und am 9. April hatten zwei Bewohner Astrachans, welche auf dieselbe Jagd ausgezogen waren, das Glück, auf einer Scholle einen Kosaken aus Guriew nebst vier Kirgisen und zwei Pferden zu finden, welche in den letzten Tagen des Februar kurch einen heftigen Sturm ins Meer hinausgetrieber worden waren und seitdem umberirrten. Diese Menschen nährten sich seit dem 27. März nur von Fischen und verwendeten den geringen Mehlvorrath, der ihnen noch geblieben war, zur Nahrung der Pferde, so daß dieselben lebend erhalten und mit ihnen gerettet wurden. werika. Der Dampfer Niagara bringt Nachrichten bis cum 7. aus New=York. Die einzige von Erheblichkeit ist die, daß ein Theil der Wbig's der nördlichen Staaten(der südlichen scheint uns wahrscheinlicher) dem General Scott ihre Unterstützung entzogen haben, weil er sich noch nicht darüber erklärt habe, wie er es mit dem Compromiß in der Sclavenfrage halten will. Die Chancen für Pierce mehren sich also sortwährend.— Gouverner Ealboun von New=Meriko ist am 30. v. M. gestorben.— Die Brigg Delpbin ist von einer Expeditionsreise zur Erforschung der Tiefe des Maeres zurückgekehrt. Man hatte bis zu einer Tiese von 3.860 Faden orer 4½ engl. Meilen mit einem 32pfündigen Senkblei abgemessen.— Bei New=Orl.ans ist wieder ein Dampfer geplatzt, wobei eine Anzahl ausgezeichneter Persönlichkeiten umkam. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 19. Juli. Berlin, 19. Juli. Die Couse der Actien haben sich gegen vorgestern nicht wesentlich verändert, bebaupteten sich jedoch bei geringem Geschäft. Preußische und ausländische Fends ohne Veränderung, nur Bank=Antheile döder bezahlt. Wechlel: Course. Berlin, vom 17. Juli 1852. Preuß. Beief. Courant. Geld. Frankfurt, den 19. Juli 1852. Osterr. 5% Metallique 82¼ P. 82 G. desal. 4½% 74¾ P. ½28 gesgl. 4% 67½ P. 67 7. desgl. 3%. 50¼ P. des gl. 2½2% 42½ G. desgl. 1% 16 7/8 G. Lurbessische 40 Thlr. Loose. 35⅛ P. 35 dez. Friedr. Wilbelm Nordbahn exel. Zinsen Spanische 3%/ erel. Zins. 45¾ bez. ½ G. Badische 35 Fl. Loose 39% P. 39 G. Geldeoure. Köln, den 19. Juli 1852. Berlin, den 19. Juli. Weizen loco 50—55 Tblr. Reggen leco 39—38 Thlr., per Juli 33½ a 34 ¼/ Thlr. bei 34½ Br., 34 G. pr. Juli=August 33 ½ a 34 Tbir. bez., 34½ Br., 34 G. per August=Sepiember 31 Thlr. bez. per Sept. Okt. 34½ 8 35½ Thir. bez. per Oktober=Nov. 34¾ a 35¼ Thlr. bez. Gerste, große, 32—34 Thir. Haser loco 22—24 Thlr. Erdsen 36—40 Thlr. Oelsaaten 69—67 Thlr. Rudöl per Juli 10 Tdlr. Br., 9⅜ bez. u. G., per Juli August dite, per August=Sepidr. 10¼, a 10 Tpir. Br., 10 bez., 911/2 G., per Sept.=Oktober 10¼ Thir. Br., 10½ bez. u. G., per OktoberNov. 10½ Thl. Br., 10¼ G. per November=Dezember 10 3/12 Thlr. Br., 10½ G. Leinöl leco 11¾—½ Thlr. per Lieserung 11½—11½ Thlr. Spiritus loco ehne Faß 22 Thlr. bez., mit Faß 20¾ a 21¼ Thl. bez., 21½ Br., 21 G. Juli dito. Juli= August 19¾ u 20½ Thlr. bez., 20¼ Br., 20% G. August=September 19¾ a 20“ Tbl. bez., 20½ Br., 20¼ G. Sept.=Oktober 18½ a 19½ Thl. dez., 19½ Br. 19½ G. Oktober=November 18½ Tbir verk. u. Br. 18¼ ·9. Geschäftsverkehr ohne Belang. Weizen ehne Beachtung. Roagen anfänglich matter, wurde dann wieder besser bezahlt und schließt fest. Rüdöl ohne wesentliche Aenderung. Spirius eben so wie Reggen zuerst billiger angetragen, besserte sich wieder im Verlauf des Marktes. Bremen, den 19. Juli. (Wochen=Bericht bis 17. Juli Abende.) Tabacke. Von Nordamerik. sind begeben: 25 F. Maryl., ord.; 404 F. Kentucky, ord. bis sein; 30 F. Stengel, Vi ginv erd. u. gut ord. Westind. und Südamerik. Ven Havang neuer Ernte sind 42 Ser. von 7 a 108 Gr., Durchschnitt cu. 29¾/4 Gr. und 26 Ser. von 16 a 96 Gr., Durchschnitt ca. 39½ Gr. in Auction begeben, so wie aus der Hand 14 Ser. Deckblatt und Einlage schöner Qualität zu sehr gutem Preise und 44 Ser. alter Waare Nehmer sanden. Seedleaf blieb begehrt und wurden davon 117 Kisten zu etwas höherem Preise gekauft und kamen ferner noch zum Abschluß, 276 Ser. Domingo sein mittel und mittel Deckblatt, 168 P. Portories Blätter und 7 P. Columdia Blätter. Caffee. Bei der Festigkeit unserer Hauptinbaber war der Umsatz auch in dieser Woche nicht von Bedeutung und beschränkte sich auf 700 Brasil zu 8 1/8 a 8 3/8 Gr. und 108 F. Jamaica, wezu einzelne Parthien fardigen Brafil etwas besser bezahlt wurden Zucker. Von Rohem sind begeben: 148 K. ord. und mittel Havana zu 4 3/8 Gr. und 137 Körbe seine braune Jara zum seiden Preise; sowie von Raffinirtem 10,000 Brode Melis und 350 T. Candis. Baumwolle sand keine Kauflust. In Thee gingen 30 K. Pecco und 5 1/8 K. Urim um. Getreide bei dem anhaltend schönen Wetter wiederum sehr flau. Weizen bis auf einen Posten Amerik., ohne Verkäuse bei Partbien und die Rotirungen gelten nur für den Platzbedarf.— Von Rocken fanden zu ansehnlich niedrigeren Preisen ca. 200 Last Nehmer, daven eine Ladung Archangler auf Lieferung zu geheimen Preise; zuletzt war der Artikel zu den Erniedrigungen mehr begehrt, doch zeigten sich dazu keine Abgeder.— Gerste und Bohnen ohne Verkäufe.— In Haser sind Zufuhren klein und finden dieselben zu unveränderten Preisen ürs Consume Nehmer. Heutige Preise sind: Weizen. Han., Brschw. 115 a 125 Bedung. Weser 110 a 125 B. Elb., Dän. u. Helst. 100 a 110 B. Rocken. Ostseeischer, actr. 67½ a 72½ B. Königed., Danziger 75 a 80 B. Odessaer 78 a 82½ B. Oderländischer 80 2 85 B. Sanrocken 72½ a 77½ B. Amerik. 80 a 82“, B. Gerste. Obesländische 70 a 75 B. Niedl. Winter 65 a 70 B. Sommer 64 a 66 B. Hafer. Oderländ. 47 a 50 B. Niederl. Grüßz u. Futt. 44 a 55 V. Bohnen. Groß und mitt. 75 a 80 B. Kleine 80 a 85 B. Erbsen. Koch=, gelbe 90 a 95 B. Rappsaat. Hadler u. Wurst. N. 180 a 135 B. Budj. und Ostfe. 145 V. Marktbericht. Paderborn, den 21. Juli. Weizen(der preutz. Scheff! 2 Thl 17 Sar. Roggen 2 Tblr.— Sgr. Gverste 1 Thl. 21 Sg. Haser Tb1.— S. Kartosseln Tbl. 27 ½—. Erbsen 2 Thl.“ 15 Sg. Linsen— Thir.— Sgr. Bobnen,— Tdir.— Sar. Butter d Pfd. 6 Sgr. 3 Pf. Heu pr. Ctr. à 110 Pfund, 15 Sgr. Strod, pr. Scheck a 12.0) 4 Thtr. 15 Sgr.— P. Neuß, den 20. . gerste 1 Thlr. 11., Sg. Som.= 1 Thir. 11 Sg., Buchweizen 1 Thl. Juli. Weizen nach Qualktät 2 Thlr. 7 Sgr. zen 1 Tblr. 16 Sg. bis 1 Thl. 20 Sg. Wimerer 94 böl Pf. aser dsen imen ofiel. niner Juli erden " und giment enderft lassen er un „Ver Volk eir : M ese 1 nehr ache en die icht, innten nur beseitiz echen nich eit mitg beba 0 her den foren er al dart den vem on au Ree rsche bier, 5 elch ein ür ver Bih N U 18 Ser. Haser 1 Thlr. 5 Ser. Erbsen 2 Thlr. 1 Sa. Rübsaamen 3 Thl. 9 Sgr. Kartoffeln 1 Tdlr.— Sgr. Heu vr. Cnr.— Thir. 20 Sar. Strod v. Schock 4 Thlr. 5 Sar. Ein Schwarzbrod von 13 Pfd. 7 Sgr. 8 Pf. Neuß, den 20. Juli. Kleiner Samen 3 Thlr. 7 Sg. Rüböl per Ohm 282 Pfd. ohne Faß 29 Thlr. 15 Sgr. dito per Mai— Thir: dito per Okteder 31 Thlr.— Sar. Leinöl per Ohm— Thle.— Sar. Rüdkuchen per 1000 Stück Stampf 31 Thl. Preßkuchen, per 2000 Pfund 26 Tdir. Leinkuchen v. 2000 Pfund 56 Thlr. Branntwein, per Ohm zu 123 Quart zu 47%(ohne Maklergeld) 14 Thlr. 15 Sgr. Gereinigtes Oel 30½ Thir. Neus, 20. Juli. Getreide scheint wieder eine festere Haltung zu gewinnen. Rüböl ohne Aenderung. Provinzial=Zeitung. Se. Majestät der König baben Allergnädigst geruht: dem katholischen Pfarrer Kaufmann zu Istruch im Kreise Horte den Rothen Adler=Orden vierter Klasse zu verleihen. * Paderborn, 21. Juli. Aus der Umgegend laufen neue Nachrichten über die Verbeerungen ein, welches das Gewitter am 18. angerichtet. Einem Gutebesitzer in der Nähe von Warburg sollen 8— 900 Schaafe ertrunken sein. Auch aus Berlin und von vielen Seiten Deutschlands werden Verbeerungen gemeldet. Bei Frankfurt siek Hagel. Die ganze Atbmosphäre scheint also auf weite Kreise hin gewitterschwanger gewesen zu sein. 2madrborn, 21. Juli. Sicherem Vernehmen soll es nunmehr feststehen, daß der Siab des Königl. 8. Landwehrbusareure= giments in Kürze in unsere Stadt verlegt wird. Einigermaßen würde dies ein Ersatz für den Verlust des Regimentsstabes sein, den wir so schmerzlich hier entbehren, und geben wir uns der Hoffnung bin, daß dadurch sich die Verhältnisse so gestalten werden, daß der Stab des Königl. 8. Husarrenregiments ebenfalls hiehergezogen wird. FAltenberen, 20. Juli. Gestern wüthete hier eine Wasserfluth wie sie seit 46 Jahren hier nicht gesehen wordrn ist. Zwischen der Eisenhütte und Buke haute sich nämlich eine Wolle entladen, in Folge dessen das ganze Thal überschwemmt wurde. Von den auf der Viaductbaustelle lagerndern Bauhölzern wurde ein großer Theil ergriffen und zerstreut, auch vieles davon, namentlich kürzere Baubolzstücke in die Lippe abgeführt. Bekanntlich gebt das Bekewasser nur bei boher Fluth in die Lippe, während es sich sonst auf seinem Wege dorthin fast gänzlich verliert. Aus Westfalen(16.) wird auch der Wes.=Z. über den erschossenen Schmuggler gemeldet. In der Nacht vom 13. zum 14. d. M. stießen unweit Borgholzhausen preußische Grenzaufseher auf einen Trupp Schmuggler. Als diese, mehrfach angerufen, nicht stehen bleiben wollten, machten sie von ihrer Schußwaffe Gebrauch, worauf sofort zwei Schmuggler stürzten. Der Cine, wie man uns mittheilt, verheitathet und Vater von 4 Kindern, war sofort todt; dem Andern war die Kugel durch das Schulterblatt in eie Brust gegangen, woraus sie am folgenden Morgen durch den herbeigerufenen Arzi entfernt wurde. Wir berichten bloß das einfache Faktum und überlassen es dem Leser, die sich nothwendig daraus ergebenden Betrachtungen selbst anzustellen. 1t Herford, 20. Juli. Vergangene Woche ließ sich der an der Badekassen=Verwaltung zu Neusalzwerk beschäftigte Schreiber auf einen Tag beuklauben, kam aber den folgenden Tag nicht wieder, da derselbe nun auch im Besitz des betieffenden Kassenschlussels war und zufällig aus dei Kasse Geld entnommen werden mußte, so wurde dieselbe erbrochen und zum großen Schiecken des Inspectors fehlten 700 Rthlr.; der noch verbliebene Rest befand in kleineren Silbermünzen. Der Verdacht wurde auf den Schreiber geleiict, welcher sich bis jetzt noch nicht wieder hat sehen lassen. Vergangene Woche ertranken beim Baden in der Eise bei Bünde 2 jung. Leute und hier in der Werre 1 Soldat. Hamm, 21. Juli. Vorüber sind die drei Tage des Schützenfestes, über welches ich Ihnen weiter nichts mittheilen kann, als daß solches keine Störung und durch den wolkenbruchähnlichen Platzregen am Abend des 18. nur eine vorübergehende Unterbrechung erlitt. Es war aber auch, als hätten sich alle Schieusen des Himmels gegen 9 Uhr Abenes geöffnet. Die Lippe und Aße hatten so viel Wasser in sich ausgenommen, daß der Uebertrittin die angrenzenden Weiden u. Wiesen besorgt wurde. Auch hat wirklich an einigen Stellen das Vieh von den Weieen abgetrieben werden mussen. Noch jetzt hat das Wasser der Lippe eine schmutzig=gelbe Farbe. Gegen den Schluß des Schützenfestes wurde noch eine satyrische Darstellung des Obermeier producirt. Auf einem in mehreren Feldern eingetheilten Tableau hatte ein hiesiger Litograph die drolligsten Begebnisse, welche sich im Lause eines Jadres zugetragen, in allegorischen Bildern dargestellt. Diese einzelnen Bilder wurden eillärt, so daß die Pointe gleich berauszufinden war. Am 19. Morgens gegen 8 Uhr begann das Wettrennen mit Auswabl der Pferde, deren Eigentbümer sich um Dressur=Preise beworben hatten. Den ersten Dressur=Preis erhielt der hiesige Wirth Friedrich Kortmann sen. mit 25 Rthir ausgezahlt. Hierauf begannen die Wettrennen. Denn höchsten Rennpreis von 25 Rthlr. errang der Landwirth Achterschulze zu Afferde. Bei dem Rennen um den Chrenpreis Sr. Majestät, bestehend in einem silbernen gepanzerten Streit=Rosse, entstand die Borfrage: ob der letzte Sieger, Gutsbesitzer Schulze Steinen zur Konkurrenz zuzulassen sei? Die Frage wurde verneint, weil das Pferd desselben oas statutenmäßige Alter überschritten habe. Das Pferd des Landwirtbs Vorschulze zu Afferde trug den Sieg beim Rennen davon, und der Eigentbümer erhielt den Chrenpreis, den er aber noch im nächsten und darauf folgenden Jahre mit demselben Pferde zu vertheidigen hat, um ihn sein Eigenthum nennen zu können. Die drei silbernen Pokale wurden von den Pferden der Landwirihe Große Wiese zu Sönnern, Stute zu Büderich und Schulze Ampen zu Ampen gewonnen. Das von der Actien=Gesellschaft für 120 Rthlr. vom Vorwig zu Dinker, angekaufte, als das bestdressirteste Pferd, ausgewählt, ist bei der Verloosung dem hiesigen Kornhändler Bötter als Gewinn zugefallen. Aus dem Hürden=Rennen ging der Lieutenant v. Oerzen vom 8. Husaren=Regiment als Sieger hervor. Bei dem Rennen waren die Herren Iianz=Minister von Bodelschwingh aus Berlin, und Staatsminister von Bodelschwingh aus Arnsberg gegenwärtig. Gestern Morgen nahm das, von dem Rittmeister Prinzen von Croy, vom 8. Hus.=Reg.; dem Lieutnant Grafen von Schmettau, von 4. Cürrs.=Reg. und dem Lieutnant von Oerzen vom 8. Hus.= Reg. engagirte Jagd=Rennen seinen Anfang, aus welchem der Lieutnant Graf von Schmettau als Sieger hervorging. Das JagdRennen ging durch mehrere Weiden, deren Umzäunungen künstliche, und die daran stoßenden Gewässer, natürliche Hindernissen darboten. Das Pferd des Prinzen von Croy, vorauf, fiel beim Uebersetzen mit seinem Reiter ins Wasser, der Sprung war also zu kurz ausgeführt. Mit einem wahren Salto mortule setzte das Pferd des Grafen von Schmettau über beide hinweg. Dergleichen Rennen gehören unzweifelhaft zu den noblen, aber auch zu den gewagtesten, halebrechendsten Passionen.— Die hiesigen, von dem Dr. Ohswald und Maler Bacharach auf gemeinschaftliche Kosten angelegten Wellen=Bäder erfreuen sich einer sehr zahlreichen Frequenz. Soest. Wie immer wurde auch unser diesjähriges Junggesellenschützenfest in ungestörter Fröhlichkeit und Zufriedenheit(natürlich auf der breitesten Grundlage) gefeiert. Wiewohl gegen Abend der Regen in Strömen sich ergoß, so war aber keinesweges durch denselben die Gemütblichkeit gestört, sondern es wurde jetzt erst gemüthlich; denn vom Regen aus den Tanzzelten vertrieben, eilte Alles in die Weinzelte, und dort wurde nun gezecht, gesungen, gespielt und getrommelt, daß die Haide wackelte, unbeschadet darum, daß fast Jeder, der keinen Regenschirm bei sich trug bis auf die Haut naß wurde. Lemgo. Am 14. hat man bier ein Missionsfest gefeiert. Es wurde abgehalten in der neuen Kirche der Steffann'schen Gemeinde, war ausschließlich von den Anhängern dieser Richtung geleitet und besucht. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderborn. Meinen verebrlichen Mitbürgern biermit die TC ergebene Anzeige, daß ich mich hierselbst, in dem Hause meines Vaters in den Schildern, als Schwarz= und Weißbrodbäcker etablirt und mein Geschäft bereits eröffnet habe. Ich werde nicht nur hiesiges Schwarz= und Weißbrod, sondern auch das feinere kasselsche Weißbrod, wie überbaupt seineres Gedäck liefern. Billiges und schmackhaftes Brod versprechend bitte ich um geneigten Zuspruch. Paderborn, 21. Juli 1852. August Ise. Giermit mache ich die Anzeige, daß ich in O vergangener Woche mit 10 Stück großen, gesunden, ganz guten und fehlerfreien Reit= und Wagen=Pferden, 4, 5 und 6 Jahr alt, ächter Littbauer Race, bier angekommen din und dieselben zum Verkauf ausgestellt dabe. Driburg, den 20. Juli 1852. Josepb Hartweg. Vorzüglich gute, reinspaltende Hamburger Federposen pr. 25 Stück a 6 Sgr., 8 Sgr., 12½ Sgr. und 16 Sgr. pr. 100 Stück a 22½ Sar., 1 Rib., 1 Rib. 15 Sgr. und 2 Rid. empfiehlt zur geneigten Abnahme. I. 1. W. Crüwell. Große Menagerie von G. Rosst aus Parma in der eigens erbauten großen Bretter=Bude auf Liboriberg dem Rosenthore gegenüber täglich zu sehen von Morgens 9 Uhr bis Abends 9 Uhr. Abrichtung und Hauptfütterung Abends 7 Uhr. Die Seiden- und Modewaaren-Handlung ven Gebr. Löwenstein aus Bochum wird sich von Sonntag den 25. d. M. bis incl. Sonntag den 1. August im Hause des Herrn Cavellmeister Strato auf dem Domplatz in Paderborn 8 Tage(und nicht länger) aufhalten und empfiehlt eine greße Auswahl Seidenstoffe, p. Kleid von 6 bis 11 Thlr., Französische Jaconets mit Bordürc, ganz ächtfardig pr. berl. Elle 6 bis 8 Sgr., Schwarzen Satin de chine, in sehr schöner Qualität p. berl. Elle 20, 22 und 24 Sgr., Mousseline de laine, ganz neue Muster, p. berl. Elle 5 und 6 Sgr., Feine französische 2 Ellen breite Cachemir=Thybets in allen Farben pr. berl. Elle 16—18 Sgr., 2 Ellen breite sächsische Thybets in allen Farben, p. berl. Elle 12 Sg. Englische Thybets in allen Farben, pr. berl. Elle 8 bis 10 Sgr., Orleaus in schöner Qualität, pr. berl. Elle 5 Sgr. und höher. % ächtfarbige Cattune, pr. berl. Elle 4 ½ Sgr. Gewirkte Umschlagetücher in ganz neuen Farbenstellungen, zu 2 Thl. 10 Sgr. bis 4 Thlr., ¼% große Umschlagetücher, pr. Stück von 1 Thlr. und höher. Für Herren: Französische feinste ganz wollene Buxkins, pr. Hose 2½ und 3 Thlr., % breite Lenneper Tuche, zu 50 und 60 Sgr. pr. berl. Elle, Baumwollcue Hosenzeuge, pr. Hose von 4 berl. Ellen zu 12 und 14 Sgr., Bunte Atlaswesten sollen, die sonst 1½ und 2 Thlr. kosten, pr. Stück zu 22½ und 25 Sgr. verkauft werden. — Die noch vorräthigen Mantillen in Atlas, Taffet und Cache# mir, sollen zu außergewöhnlichen billigen Preisen, in Toffet zu 3 Thlr. pr. Stück verkauft werden. Gebr. Lötenstein. Bis 10 Uhr jeden Morgen, werden von allen Stoffen Reste verkauft. Capitalien von beliebigen Beträgen sind gegen gute hypothekarische Sicherheit unter billigen Bedingungen, insbesondere auch zu ermäßigten Zinsen, zu baben eurch das Arreßz= und Commissions= Bureau von J. H. Schmis In Paverborn. Vorzüglich feine, gut gearbeitete Reißzeuge, empfiehlt zur geneigten Abnahme Paderborn, 1852. W. Crüwell. Westfälische Eisenbahn. Die Kohlenlagerplätze auf den Bahnböfen und Haltestellen der Westsälischen Eisenbahn sollen im Wege der Submission vom 1. October d. J. bie ultimo Juni 1854 anderweit verpachtet werden und können bewährte und kautionsfähige Pachtlustige die Bedingungen in unserm Central=Bürcau hierselbst einsehen, oder dieselben auch gegen Entrichtung der Schreibgebühr entgegen nehmen. Die Offerten sind unter der Aufschrift:„Submission auf Koblen= lagerplätze“ bis zum 9. August a. c. Vormittags 10 Uhr franco an uns versiegelt einzusenden und werden die eingegangenen Offerten in diesem Termine in Gegenwart der etwa erschienenen Pachtlustigen eröffnet. Den Offerten sind die zum Zeichen der Annahme vollzogenen Bedingungen beizufügen. Paderborn, 17. Juli 1852. Königliche Direktion der Westfälischen Eisenbahn. Im Verlage von Ferd. Enke in Erlangen erschien so eben und ist in Padervorn bei Wilh. Crüwell und I. Wesener, in Soest bei A. L. Ritter zu haben: Grundzüge der allgemeinen thierärstlichen Heilungslehre als Leitfaden beim Schul- und Selbstunterricht von C. J. Fuchs, Professor an der Grossh. Bad. Thierarzneischule zu Karlsruhe. Preis 20 Sgr. gr. 8. 7 Bogen stark. (Eine perfekte Köchin sucht durch das Adreß= und Commissions=Bureau von J. H. Schmitz, Markiplatz Nr. 31 in Padervorn, Stelle und ist mit den besten Zeugninen versehen. Druck und Verlag von Wilh. Crüwell in Paderdorn. No Mit ni chen sich all wie die liter lungen aus. Großbritann nicht theilen, schreien, nic bedeutendste Eindruck, de Zuschauer zu zel wollen wi nen Prolog z dem die litere bedauern, da und wünschen ersten passende strenge SpectPost 2c. Das Th. nichts: alles u nisten Hrn. Bi wickelte, durch sagen, aus nich Publikum auch Lob an. Folge zen Zeit von v am 2. Juni Elos, am 8. C der arme Poet, beste(welche mit am 15. die Gle Musik eingerichte sen(Deprients Eifersüchtigen, al prients wiederbol Darsteller des O am 22. Faust, n und Liebe die be Erscheinung de# schen und Döring und imponirte; a starke Auftragung lieben— eine m stellung). Am 28. cher die Glocke, d## „Einer muß beiral die Theatersaison Haus gemacht hab Die Königin, die Herzogin von waren beinabe tägl ter siebenmal. Der aus, wozu auch Hr. Diese prachsvollst schon gedacht haben, worden. Von Englan Hamburg und andern artigen Bessin's aufgel Näheres über dieselbe seit der Entdeckung der durste, bis dieselbe n Kenntniß der civilisirte welche nachzuweisen ist, Ehre, welcher sie im I des Amazonenstroms, mt einer spanischen E örtlichen Erzeugnisse P dieses ersten Entdeckers, lippinen starb, gingen Bekanntwerden seiner unvollkemmen sind die 9 welcher sie auf dem kle beres erfahren wir durdh welcher sie in einem Ni vinz Corrientes fand un von denen aber ungün kolossales Blatt übrie Bericht nach von den gegessen; die Pflanze b vermais) erhalten.— Reisende und Botaniker bei einer Crkursion an