Ne 91. Erscheint mit Ausnahme von Sonn- und hohen Feierlagen täglich. Inserate werden mit 1 Sgr. die Aspaltige Zeile oder deren Raum berechnet. s Paderborn, den 21. Juli 1852. Viertelj. Abonn.-Preis in Paderhorn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanslallen in Preuss. 1 Thlr 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. 5r Jahrg. Das schöne Geld geht aus dem Lande. 8 Paderborn, 20. Juli. In der bairischen Kammer war neulich bei Berathung des Budgets von dem Fortbestand einer vom Staate bewirthschafteten Fabrik die Rede. Dieselbe rentirt nicht allein nicht, sondern der Staat muß zu ihrer Erhaltung noch mehrere tausend Thaler zuschießen. Sie beschäftigt indessen einige hundert Arbeiter, befindet sich in der Nähe der Residenz und wird daher immer noch in Schutz genommen. In dem zu München von Hoch und Niedrig am meisten gelesenen Blatte, dem Münchener Anzeiger, stand ein rührender Artikel darüber, worin geradezu behauptet wurde, daß die Fabrik erhalten werden müßte, weil sie ja so viele Arbeiter ernähre und das Geld dann im Lande bliebe. Baiern sei ohnehin arm an Fabriken und es gehe daber so vieles, schönes, gutes Geld aus dem Lande, das man nie wieder zu seben betemme u. s. w. deswegen solle die Kammer durch Aufhebung der Fabrik dieses Unglück nicht noch vergrößern. Es läßt sich erwarten, daß in einem Lande, wo selbst die Stieftiputzer noch privilegirt und zünftig sind, an öconomischen Unverstande etwas Erklekliches prästirt wire, allein, daß jene schon cherliche Pbrase in einem öffentlichen Blatte noch vorkommt, ist doch zu arg. Man ist in Altbaiern und in Schwaben binsichtlich der Natienalökonomie aber noch in agpptischer Finsterniß. Daraus läßt sich auch die Haltung der Coalitions= zegierungen erklären. Ja, es gab eine Zeit, wo die Phrase „das Geld geht aus dem Lande“ noch ganze Massen in Besorgniß versetzte, es gab eine Zeit, wo ganze Länder den Grunesatz,„das Geld müsse im Lande bleilen“ zur Staatsmaxime gemacht hatten. Diese Länder sind darüber zu Grunde gegangen und der Irrwahn im Namen des gesunden Menschenverstandes schon längst verdammt. Auf den näheren Beweis brauchen wir uns hier gar nicht mebr einzulatten: er ist schon zu oft geführt worden." Nur Eines wollen wir aber anführen. Spanien huldigte nach der Entdeckung von Amerika und der Ausbeutung der peruanischen und mexikanischen Beigwerke jenem Irrthume. Es verbot die Ausfuhr von Silber und Gold. Die Ueberwachung an der Grenze war auch so stark, daß die Maßregel erfolgreich war. Was war aber die weitere Folge? Der Ruin des Landes. Spaniens Bevölkerung, welche vor dem Ausfuhrverbote zur Zei der Entdeckung von Amerika 24 Millionen zählte, sank allmälig so sehr, daß sie zu Anfang des vorigen Jahrhunderts nur noch 8 Millicnen ausmachte. Noch hat Spanien sich nicht erholt; dii i cs zählt erst wieder 16 Mill., also kaum so viel, als Preißen. Das geschah nämlich folgendermaßen. Da fortwährend mehr edles Metall eingeführt als ausgefuhrt wurde, so sank der Preis desselben durch die Zunahme des Angebotes und die Abnahme der Nachfrage. Nun war Spanien zur Zeit des Ausfuhrverbotes noch ein industriereiches Land, das seine Fabrikate selbst nach England exportirte. Als in Folge des Ueverflusses von edlen Metallen aber der Gelewerth sank, stiegen die Preise der Lebensmittel. Demzufolge mußte der Arbeitslohn um eben soviel steigen. Das wirkte aber natürlich auf die Preise der fabricirten Waaren in derselben Weise ein. Als demnach die spanischen Industriprodukte theurer wurden, bob sich die Fabrikation im Auslande, da dieses mit der theu„Welt und Wahrheit“, Roman von Math. Raven, geb. Beckmann, Verf. des Remans„Eine Familie aus der ersten Gesellschaft“, 4 Bee. 89. Wer das Werk zur Hand nimmt, glaube ja nicht, eine sogegannte leichte Lectüre für die Siesta, oder ein Reizmittel für Blasirtheit, noch weniger abe: einen Salon=Roman vor sich zu haben, wie vielleicht der Titel„Welt“ gedeutet werden könnte; der Leser wird Verstand, Gemüth und Phautasie gleich angenehm beschäftigt finden, denn er hat es hier mit einem harmonischen Roman zu thau. Zur„Welt“, welche der Titel verspricht, ist der Spiegel nicht aus der Residenz und ihren parguctirten Salons genommen, sondern bescheiden kleine, prunklose Verhältnisse einer Provinzial= stadt werden uns vorgeführt, zwei Familien liefern den Contrast, den der Titel involvirt. In dem kleinen Spiegel aber bekommen wir die ganze Welt zu sehen und müssen die Genialität bewundern, mit der uns der Refler der großen ganzen Welt auf die uns vorgefübrte kleine Welt vor die Augen gebracht wird. In dem Thautropfen spiegelt sich die ganze Welt, wo aber ist das Auge, ihn zu zu durchschauen?— Der Dichter greist aus dem menschlichen Verlande ein Atom gleichsam heraus und wir bewundern sein Genie, das in diesem Mikrokosmos uns deu Kosmos der Menschheit zu zeigen weiß.— Welch' tiefe moralische Bedeutung diefer Roman haben muß, wenn er das ist, was er zu sein vorgiebt, geht schon daraus hervor, daß Jeder bei Lesung des Titels frappirt ist von dem Gedanren, daß Welt und Wahrheit in Contrast stehen; daran denken die menigsten Leute, wenigstens nehmen sie es mit der Abweichung der convenienz von der Wahrheit der Gefühlsheuchrlei und den gesellrer producirenden spanischen Industrie bei billigerem Arbeitslohn leichter, als früber konknrriren konnte. Die Fabrikanten im Auslande mehrten sich, in demselben Maaße, als die Produktion in Spanien durch niedrigen Goldpreis erschwert wurde, weil die spanischen Fabrikanten bei diesem in ihrem Lande geringeren Geldwerih mehr Gelo dafür fordern mußten, als die Fabrikanten der Länder, wo kein Ausfuhrverbot der erten Metalle bestand. Die spanische Industrie ging daber völlig zu Grunde; aber das Geld war im Lande geblieben. Wenn die Redaktion des Münchener Anzeigers nicht weiß, daß das Gelo nur ein bequemes Tauschmittel, nur, wie A. Smitb sagt, das große Umtriebsrad der Güter ist, so gieße sie statt des Salvator sich geschmolzenes Geld in den Magen. Wir geben gerne für bairisches Bier unser Geld aus rem Lande, denn nas Geld läßt sich weder essen noch trinken. So viel für heute. OO Deutschland. * Berlin, 19. Juli. Der„Allg. Ztg.“ wird von hier aus geschrieben, daß Preußen keineswegs so geneigt sei, nachzugeben, als es von mehreren Blättern dargestellt worden. Auf eine provisorische Verlängerung des Zollvereins werde Preußen nicht eingehen, wenn durch dieselbe überhaupt alles provisorisch und unentschieden bleiben sollte, wie etwa in dem Sinne, daß Oesterreich auf der Zolleinigung bestehen bliebe, wodurch die später mit diesem Staat zu eröffnenden Unterbandlungen nothwendig scheitern müßten, was seinerseits wieder ein Zurücktreten der Coalitionsstaaten von dem provisorischen Abkommen zur Folge haben wurde. Preußen werde für die vorgeschlegene Modalität nur geneigt sein können, wenn Oesterreich seinerseits auf die Zolleinigung verzichte. Neuerdings wird versichert, raß die leitenden Staatemänner der mecklenburgischen Lande sich zu Gunsten des Anschlusses an den Zollverein ausgesprochen haden souen. — Der Fr. Postzeitung wird geschrieben: Wie in den hiesigen höbern Kreisen mit Bestimmtheit versichert wird, ist ter von Seite Rußlands gemachte Vermittelungsporschlag, welcher bekanntlich dahin ging, daß Preußen die hiesigen Zollconscrenzen abbrechen und mit Oesterreich über eine Einigung unterhandeln möge, von Preußen vollstandig abgelehnt worden. Hervorgehoben wird dabei, daß Se. Maj. der König nicht allein den in Rede stehenden russischen Vermittelungsvorschlag zurückgewiesen, sondern überhaupt alle und jede Einmischung eines auswärtigen Staats in innere deutsche Angelegenheiten und in Bezichungen deutscher Staaten zu einander als nicht vereinbar mit der Würde eines unabhängigen deutschen Skaats bezeichnet habe. Die Gefahren solcher Vermittelungen des Auslands sind jedem, der nur einen Blick in das große Buch der Geschichte geworfen hat, hinlänglich bekannt, und man weiß, was gewöhnlich folgte, wenn das alte Rom sich als Schiedsrichter zwischen zwei sich streitenden Völkern aufgeworfen hatte. Das hätten diejenigen Staaten, welche die Vermittelung Rußlands angerufen haben, eben so gut wie auch Preußen vor Augen haben müssen. — Eine Vergleichung der Resultate, welche die Anschreibungen über den Schinjahrts=Verkehr in Berlin für das abgelaufene Jahr 1851 liefern, mit denen des Vorjahrs 1850, ergibt hinsichts der Anzahl der hier ein=, aus= und durchgefabK schaftlichen Intriguen nicht so genau und betrachten dies als unschädlich! Den bosen demoralisirenden Einfluß dieses lügenhaften „Welttons“ und der Lüge überhaupt auf alle Verhältnisse finden wir in allen Nüancirungen so getreu und so nothwendig aus der Handlung hervorgehend dargelegt, daß uns die Schilderung auf's Hochste interessirt und fesselt.— Wenn Fontenelle glaubte, die Geschichte eine fable conrenne nennen zu mussen, so werden wir wohl den„Weltton" nach ihm le mensonge convenu nennen dürfen. Was die Verfasserin zur Begründung' dieser anscheinend etwas strengen Bezeichnung uns vorgelegt, ist keinesweges Ausnahme und selteaer Fall, sondern so alltäglich und allbekannt, daß dieselbe vollkommen gerechtfertigt erscheint. Du Zeichnung der Charaktere ist eine durchaus treffende und gelungene, wir möchten keinen Strich daran vermissen. Einige Dichter und Künstler vollenden ihr Gemälde mit wenigen kräftigen, aber mit sicherer Hand geführten Strichen, andere hingegen geben mit weicheren Linien eine mehr ins Detail ausgeführte Zeichnung. So weiß die Verfasserin, die das menschliche Herz bis in seine geheimsten Regungen durchschaut, aus unbedeutenden Einzelheiten, aus scheinbar leicht hingeworfenen Worten den Charakter dem Leser zu beleuchten, daß er die Absicht der Charakterisirung kaum merkt; außerdem ist der interessante didactische Stoff, der als reichhaltige Anregung eingestreut ist, so vertheilt und eingekleidet, ferner bei so einfacher Anlage des Ganzen eine solche Variation der Einzelheiten entwickelt, Licht und Schatten so kunstgerecht vertheilt, daß man bei dieser äußersten Natürlichkett und Wahrbeit ganz vergigt, einen Roman zu lesen. Wir wollen sagen, die Dichtung entbehrt so ganz des sogenannten„Romanhaften“, es kommt nicht ein einziger deus er machina darin vor, man müßte denn im Schluß einen solchen finden wollen.— renen Schiffegefäße eine befriedigende Zunahme der Frequenz bei dem Frachtverkehr auf dem Wasserwege, indem darin gegen das letztgenannte Jahr beim Ein= und Ausgange 2979 beladene und 453 unbeladene Schiffe mehr, beim Durchgange 452 Schiffe mit Ladung mehr und nur 228 dergleichen ohne Ladung weniger nachgewiesen werden, wonach sich überhaupt 3431 beladene und 225 unbeladene Schiffsgefäße, zusammen 3656 Fabrzeuge mehr durch die diesigen Wasserthore bewegt haben. Ein nicht weniger günstiges Resultat stellt sich bei dem Transport von Floßbölzern beraus, indem nach der vorliegenden Uebersicht überbaupt 16,211 Stück Floßbolz mehr ein=, aus= und durchgeführt werden sind. Beladene Flöße gehen hier nur selten ein, aber auch hierbei ergidt sich eine Vermehrung um 2. Dazu ist zu bemerken, daß die Zahl der unter fremder Flagge gefabrenen Schiffe, mit Ausnahme der unter dänischer Flagge, sich durchweg vermindert hat, während der ganze Aufschwung, den die Schifffahrt genommen, von preußischen Schiffen ausgebeutet worden ist. Die Zahl der unter preußischer Flagge ein=, aus= und durchpassirten Schiffe beträgt nämlich 3687 mehr als im Vorjahre. Daß dänische Fahrzeuge im verflessenen Jahre mehr in Preußen verkehrt haben als früher, ist eine Folge des Friedensschlusses zwischen Deutschland und Däncmark. Unter den, dem Schifffahrts=Verkehr zugefallenen Ladungs=Artikeln macht sich aus der Vergleichung mit dem Vorjahre eine ansebnliche Mehrverschiffung bei Obst, rauher Fourage, Rutzholz und Back= und Ziegelsteinen bemerkbar. * Berlin, 19. Juli,(Abends). Die Kreuzzeitung ist so eben mit folgender Erklärung wieder erschienen:„Nachdem wir die Ueberzeugung gewennen, daß wir den Zwick, welchen wir bei der Sistirung unserer Zeitung im Auge gebabt vollkommen erreicht, und nachdem wir auf glaubwürdige Weise in Erfahrung gebracht, daß die incriminirten Stellen unserer Zeitung, um die es sich allein handelt, diejenigen sind, welche sich auf die Relonstruirung des Zollvereins bezieben, so liegt kein Grund vor, das Erscheinen unserer Zeitung länger zu suspendiren, nur daß wir uns natürlich im Gedorsam gegen die Gesetze, jedoch bei unbedingter Innebaltung des jetzt eingenommenen, offen ausgesprochenen Stanepunktes vorläufig aller eigenen Raisonnements über die freilich sehr wichtige und folgenreiche Zollvereinssache entbalten. — Seine Königliche Hoheit rer Prinz von Preußen empfingen gestern um 6 Uhr aus Veranlassung Höchst ibrer bevorstehenden Abreise(nach Karlsruhe, Baden=Baden und Koblenz) den Minister=Präsidenten Freiherrn v. Manteuffel und nahmen einen längern Vortrag resselben entgegen. — Der Minister=Präsident Frh. v. Manieuffel wird sich morgen oder übermorgen wahrscheinlich für längere Zeit nach der Lausitz begeben. — Der Unterstaatssekretair im Ministerium des Innern Frh. v. Manteuffel ist vorgestern von seiner Urlaubsreise zurückgekehrt.— Der Minister Hr. v. Westphalen wird nunmehr am Mittwoch zum Gebrauch einer vierwöchentlichen Cur nach Schlangenbad abreisen. — Der Commandirende in den Marken, General der Cavallerie v. Wrangel wird am nächsten Sonnabend(24) auf Einladung Sr. Majestät des Kaisers von Rußland nach St. Petersburg sich begeben. In der Begleitung des Geuerals werden sich befinden Oberst v. Schlemüller, Oberst v. Falkenstein, Major v. Fransecky, Hauptmann v. Wrangel Man kann deim Lesen dieses Werkes nicht umhin, an das Sprüchwort„Wer die Wahrheit sagt, kann nicht hirbergen" zu denken unt daß dasselbe vielleicht aus demselben Gurde manche ungerecht tadelnde Beurtheilung von Seiten des romanlesenden Publikums erfahren; denn die dem edlen, wahrheitstreuen männlichen und weiblichen Charakter entgezengestellten Figuren werken durch die Wahrheit ihrer Zeichnung für sehr viele Leser als srappant=unangenehmer Spiegel dienen. Was diesen Roman zu einer bedeutenden Erscheinung seines Genres macht ist eben vorzugsweise seine moralische Inhalisschwere; er stellt für alle Hauptledensbeziehungen die Forderungen der wahren Menschlichkeit auf und zeiar uns das schlackenf eie Gold ie: reinen Ehristuslehre, wie sie dem Jesuctismus und Pietismus eben so fremd ist, als der Alles zersetzenden Negation und ihrem Resultate, dem nackten Egoismus. Er giebt eine edle schöne Weltanschauung und wird seine moralische Wirkung gewiß nicht verfehlen, da er sie in so poctisch schöner und gefälliger Weise dietet, daß es Einen wahrhaft anheimelt, dieses Gemälde in seinen Einzelheiten zu betrachten. Daß der Teufel der Vater der Lüge sei, stebt schon im Katechismus; wenngleich freilich viele großen Leute ihren Katechismus vergessen haben mögen, so konnte es doch wohl nicht die Absicht der Verfasserin sein, diesen Glaubenssatz mit einem vierbändigen Roman auf's Neue einzuschärfen; vielmehr scheint uns auch aus dem Ganzen das Bemühen hervorzugeben, den Satz„die Lüge in die Mutter des Teufele“ in der menschlichen Gesellschaft auf's Deutlichste darzuthun und den Beweis zu liefern, daß die Lüge in der Gesellschaft der sog. wunde Fleck sei. Ver, fasserin hofft gewiß, daß, wenn sie ihren Lesern dewicsen, was d### r se 1b n 13 3 c0 er n. dat ih. u6 r: al siet Rat b#eoeriefim chon ange Vapsen sicht, Lan„ReEu7 (Nesse des Generals) und Hauptmann Graf v. Brandenburg. — Scitens des Ministeriume des Innern sind die Ober= Präsidenten aller Provinzen unter Mittheilung allgemeiner normativer Bestimmungen aufgesordert worden, LandgemeindeOrdnungen auszuarbeiten, die unzweifelhaft den Provinzialständen zur Vorlage dienen sollen. An der Stelle ihres Leitartikels druckt die N. Dr. Zig. einen Aufsatz des„Dr. Wochenblattes“ ab, in welchem auf der Bebauptung beharrt wird, daß der Herr Ministerpräsident zum Nachgeben in der Zollfrage geneigt sei. Dieser Annahme wird aber durch die von uns angeführten neuesten Mittheilungen der Fr. Postzig. widerlegt. Sogar die Kreuzzeitung selbst gestedt jetzt zu, daß die jüngsten Beschlüsse der Regierung in der am Sonnabend abgehaltenen Konferenz als energische bezeilpnet werden können. Unter solchen Umstängen scheint ras offenbare Einlenken der N. Dr. Z. sich einigermaßen zu metiviren.— Nach der N. Pr. Z. hat man sich im Staateministerium dabin geeinigt, daß 1) eine Wablordnung, gültig für ein Jahr, für die 1. Kammer erlassn.— 2) den nächsten Kammern ein Gesetz zur definitiven Bildung der 1. Kammer und ein definitives Wablgesen für die 2. Kammer vorgelegt werde. Das Gesetz über die Bildung der 1. Kammer würde sich wesentlich an die in der letzten Kammersession vom Ministerium ausgesprochenen Tendenz anschließen. Das definitive Wablgesetz zur 2. Kammer soll nicht mehr die Urwahl, sondern das ständisch=corparative Element zur Grundlage haben. Der Staatsrath sell nicht nach dem französ. Borbilde, sondern eine lediglich berathende, vom Staatsministerium ressortirende Bebörde werden. Swinemünde, 15. Juli. Heute früb 8¼ Uhr begab sich Se. Maj. der König nach dem Herren=Bade, nahm daselbst ein Seebad und kehrte bald nach 9 Uhr zurück, um die Parade des Seedataillons auf dem Platze vor rem Rathhause abzunehmen. Posen, 12. Juli. Unsere sonst so geräuschvolle Jobannieversur ist zu Ende, und dicemal trotz Pferderennen, Thierschau, polnischem Theater und anderweiten nationalen Arrangements ungewöhnlich still verflossen. Die Polen scheineu jezt zu der Ueberzeugung gekommen, daß ihre nationale Kraft gebrochen und für ihre partikularistischen Bestredungen durchaus nichts mehr zu hoffen ist, seitdem die erwünschte Aussicht auf größere politische Zerwurfnisse zwischen den sogenannten nordischen Mächten alle Wahrscheinlichkeit verloren hat. Sie haben daber ihre Sache— vielleicht ad calendas graecas!— vertagt und beschränken sich auf Sammlungen zur Unterstützung des sehr heruntergekommenen polnischen Gewerbestandes. Den polnischen Bauer berücksichtigen sie zur Zeit nicht, wohl in der Vorauesetzung, er werde seine angeborene Unterwürsigkeit unter den Adel nie so weit verläugnen können, um seiner Zeit dem Ruse des letzteren nicht zu gehorchen.— Und doch dürfte dies Exempel keine richtige Richnung sein, zumal im Königreich Polen, wo die niederen Stände der Regierung bereits völlig ergeben sind. In unserm Großherzegthum erleidet die polnische Sache in diesem Augenblick den empfindlichsten Stoß, und dieser ist zunächst durch das auffällige Steigen des Wertbs der Landgüter berbeigeführt. Bieder hatten die Deutschen noch kein rechtes Vertrauen zu der Stabilität der biesigen Verbältnisse, und die Folge davon wor, daß die Landgüter hier kaum den halben Preis hatten, wie in den alten Provinzen. Inzwischen sind zu dieser Johannisversur eine Menge deutscher Landwirtbe aus allen Theilen des Vaterlandes dier eingetroffen und kaufen zu bedeutend höhern Preisen als bislang, und— was die Hauptsache ist— bezablen großentbeile baar. Solchen Lockungen kann der sehr verschulrete polnische Adel nicht wirersteben, und so ist es gekommen, daß eine Anzahl polnischer Landgüter— mehr als seit 1848 zusammengenommen— in deutsche Hände übergegangen ist. Damit verliert der polnische Erelmann zugleich seine ganze Bereutung, da er sich nur in den feltensten Fällen wieder ankauft, sondern Teufel eigentlich ist, und gezeigt habe, wo er los ist, ihr manche Kämpen zur Seite springen werden, um mit ihr ihn auszutreiden. — Leider bekommt nur in Deutschland(und umliegenden Reichen) mancher Schriftsteller, der auf der Teufel losschlägt, selbst zum Teufel. 8 An einen ausgewanderten Freund. 1. Du stebst wohl oft am rauschenden Missouristrande Und schaust dem Dampfer zu, der stolz die Fluth durcheilt; Das Deck ist voll von Wanderern aus fernem Lande, Ihr Auge hoffnungsfroh am grünen Ufer weilt. Und wenn du plötzlich dann ein deutsch' Gesicht entdecker Und wenn dein lauschend Ohr ein deutsches Wort vernahm, Dann wird die alte Lieb' von Neuem aufgewecket, Du eilst ihm freundlich zu, dei aus der Heimath kam. Du drückst die Hände ihm, den du noch nie gesehen Und heißt Willkommen ihn, am neuen Hoffnungsport, Er kann den Händedruck, den warmen, wohl verstehen, Dena es, wie dich, vertrieb vom süßen Heimathsort. Und wenn ihr denn voll Lust beim vollen Becher sitzet Und trinket deutschen Wein— doch nicht am deutschen Rhein: Dann horchst du still ihm zu und oft dein Auge blißzet, Du möchtest über'm Meer in ferner Heimath sein. 2. Uns wieder stehst du da auf hohem Uferrand, Dein Blick nach Osten schweift, zum fernen Vaterland. Da ist ein stilles Haus, von Rebenlaub umzogen, An grauer Mauerwand die blauen Wellen wogen. voll Freude über seinen stark gefüllten Gelebeutel ein lustiges und lururiöses Leben beginnt, und dies so lange sortsetzt, bie der Mammon verpraßt ist. Darum eifert die polnische Presse mit Recht gegen diese Güterverkäufe und gegen den ungemessenen Aufwand des Arcls. Wie unsere Stadt bereits zu drei Vierteln deutsch ist, wird es binnen wenigen Jahren die ganze Provinz sein!—. Den erwarteten Jesurten= Missionen sollen sich unerwartete Hindernisse entgegengestellt und selbst unser Erzbischof seine diesfällige Ansicht der Sache geändert haben. Verläßliches ist darüber jedoch nicht bekannt. Der GustavAreipd=Verein ist jetzt bei uns sehr rübrig und tbut viel, um das protestantische Bewußtsein zu stärken und den religissen Ineifferentismus zu verbannen.— Die Nachrichten, welche uns aus dem Königreich Polen zugehen, sind größtentheils di# deutungslos, und böchstens die Uebersiecelung äußerst zablreicher junger Pelen in die Militär=Colenten Rußlancs ist bemertenswertb.(Alla. Z.) In Neustadt in Schlesien, meldet der„Christliche Betc“, stellten mehrere Bürger der Stadt den Franciskanern Plätze zum Aufbau eines Klesters zur Verfügung. Ven diesen wurde derjenige, welchen der Senator Fr. Schmider berzugeben bereit war, gewählt. Bei dem regen Eifer der Miletdätigkeit gelang es in kurzer Zeit so viel zusammen zu bringen, daß die Baukosten gedeckt waren. Seit der Grundsteinlegung, Ende März, ist der Klesterbau so weit vorgeschritten, raß zur Vollendung desselben nur noch einiger Abputz im Innern und die Aufstellung des Thürmchens nöthig sine. Wie verlautet, sollen die ebrwürdigen Väter schon Ende Juli d. J. ihre Zufluchtestätte, welche einer kleinen Burg ähnlich siebt, bezieben. Auch in Lamsoorf, Falkenberger Kreises, wird an einem Franciskanerkloster gebaut, und zu Eichau bei Munsterberg dürfte in nicht ferner Zukunft sich eines erheben. Rostock, 14. Juli. Am gestrigen Tage sind die Professoren Turk und Willbrandt, so wie der außerordentliche Professer I. Wiggers, unter Belassung ibres ganzen Gebaltes, ihrer akademischen Lebrstellen Seitens der Regierung entboben worden. Alle drei sind früder Mitglieder der Abgeordneten=Kammer gewesen und gebörten als solche der Linken an, wie sie auch später fest an der demokratischen Partei hielten.(K. 3) Düsseldorf, 15. Juli. Heute Morgens fand die seierliche Eröffnung der Provinzialgewerbeausstellung für RbeinlandWestphalen statt. Zu der Feier hatten sich der Fürst von Hohenzollern=Sigmaringen, der Oberpräsident der Rheinprovinz, der Prorinzialsteuerdirector, die Civil= und Militärbebörden der Stadt und zahlreiche Industrielle beider Provinzen eingefunden. Köln, 14. Juli. Heute wurde über ein Duell am Zuchtpolizeigericht abgeurtheilt. Die beiden Auskultateren Flatten und Hauch hatten sich auf die Aufforderung des Ersteren mit Avanciren von 15 Schritt Distanz auf 5 Schrit Barriere geschessen. Der Anlaß war Wirtbebausstreit und Schlägerei. Flatten brachte dem Hauch eine Streifwunde bei, worauf letzterer dem Flatten in den Arm schoß, oone daß jedoch dieser Schuß übele Folgen von längerer Dauer hatte. Da Flatten zur Zeit als einjähriger Freiwilliger diente, so wurde gegen ihn dereits früher durch das Militärgericht entschieden, und derselbe zu drei Monat Festungehaft verurtheilt. Heute stand dagegen Hauch und der Cartellträger Bulich vor den Schranken. Letztere sino nach unserm neuen Strafgesetz straflos, wenn sie ihrerseits alles Mögliche zur Beilegung der Streitigkeiten getban baben. Die Verhandlung ergab aber fast das Gegentbeil. Dagegen stellte sich die Sache für Hauch günstiger beraus, ba er im Streite, der den Anlaß gab, im Rechte war, zu einer entsprechenden Beilegung der Sache geneigt gewesen, und gewissermaßen zum Duell genötbigt worden war. Das öffentliche Ministerium nahm einen milden Antrag auf das Minimum der Strafe von 3 Monat Einschließung an, was gleichbedeutend mit der militärischen Festungsbast ist. Das Gericht verurtheilte Hauch zu 3 Monaten, den Cartelliräger Aulich dagegen zu 4 Monaten Einschließung.(Fr. Postz.) Trier, 15. Juli. Heule sand die Virsteigerung der Druckerei der fruheren„Trierischen Zeitung“ statt und wurde dieselbe von dem Verleger der„Saar= u. Mosel=Zeitung", Herrn Linz, angekauft. Wetzlar, 12. Juli. Vorgestern hatte sich die Stadt mit Blumen, Zweigen, Bogen und Fabnen zum Sängerfest geschmückt. Gestern aber, wo das Fest beginnen sollte, wurde es unversehens vom Oberpräsideuten in Coblenz verboten. Wie im Frankf. Jeurn. vrrmutbet wird, erregte ein überflüssiges, durch Druckiebler entstandenes Fragezeichen Anstoß beiden Bedörden. Es stand binter dim Anfang des Licdes„Welche Treu der Krone“, das man gedruckt ausgegeben hatte. Das Festcomite war dem Verschen oder bösen Muthwillen ganz fremd.(F. P. Z.) Gotha, 15. Jul. Das diesige Regierungsblatt veröffentlicht eie resinitive Ernennung des Professors Sanwer aus Kiel zum Biblietbekar an der biesigen großen Landesbibliotbek. Sanwer ist gegenwärtig mit der Erweiterung des von unserem Herzoge über den schleswig=bolsteinischen Krieg verfaßten Werkes beschäftigt.— Zufolge eines in der vorgestrigen Sitzung der biesigen Stadtverordneten mit großer Majorität gefaßten Beschlusses soll in Erwägung, daß die einzelnen Theile der deutschen Flotte vermaien zum Meistgebote gekommen seien, der Stadtratb die Staateregierung um ihre Verwendung ersuchen, daß die aus hiesigem Lande und aus hiesiger Stadt für die seutsche Flotte abgesendete Summe wieder zurückgezahlt werde.(N.=Z.) Hannover, 19. Juli. Die Z. f. Nerd=D. schreibt: Die dänische Regierung scheint nach Mitschuldigen für ibr betrügliches Verfahren in Betreff der schleswig=holsteinischen Staatsschulo zu suchen. Denn durch ein Rescript des Ministeriums für das Herzogthum Schleswig vom 13. d. M. wird den resp. Bebörden zur weiteren Bekanntmachung und Wahrnehmung des Erforderlichen eröffnet, daß, da die Schulden, welche Namens schleswigscher Communen zum Zwecke der Deckung der von der sog. Statthalterschaft ausgeschriebenen gezwungenen Anleiben negocirt worden sind, der erforderlichen Genehmigung legaler Bebörden entbehren, dieselben für die Commune nicht verdindlich sind und deren Verzinsung und Ruckzahlung von Seiten der Communen nicht zu gestatten ist. Kassel, 19. Juli. Gestern Nachmittag und verflossene Nacht verbreiteten sich über biesige Start und Umgegend mebrere Gewitter mit wolkenbruchartigen Regengüssen. In der Richtung nach Fritzlar zu tbaten die doch angeschwollenen Wasser großen Schaden. In Breitenbach wurden mebrere kleinere Gebäude fortgeschwemmt, in Sand sogar zwei Häuser. Auch einige Stücke Vieb sanden in den Flutben ihren Tod. Die Post aus dem Hannover'schen kam heute mehrere Stunden später an als gewöhnlich, da auch jenseits der Werra die Waldbäche Schaden an den Straßen angerichtet haben.(Kass. Z.) Sondershausen, 12. Juli. Zwischen Regierung und Ständen ist ein neues Wablgesetz an die Stelle des demokratischen von 1848 zu Stande gebracht worden. Der Lan#d#tag besteht in Zukunft aus 4 lebenslänglichen, von der Regierung präsentirten und vom Landtag erwäblten Mitgliedern, aus 5 Abgeordneten der Hochbesteuerten und 10 Deputirten der allgemeinen Wahl. Haßfurt, 16. Juli. Die Eröffnung der Bahnstrecke von Bamberg bis Haßfurt ist unwiderruflich auf den 25. Juli 1852 bestimmt; die Probefahrten werden am 19. k. ihren Ansang nehmen. Frankfurt, 15. Juli. Ueber die Preußen auf seine Erklärung vom 7. Juni von den verbündeten Regierungen zu ertheilende Antwort hat man sich, wie ich heute vernehmeschon in Kissingen vollständig geinigt. Anwesend waren daselbst die Minister Baierns, Sachsens, Württembergs, Groß, berzogtbums Hessen, Nassaus. Kurbessen war nicht vertreten, da die Kammereröffnung die Minister an Kassel fesselte. Mit Ausnahme Badens haben sich bereits sämmtliche Staaten der Koalition die in Kissingen verabredete Erklärung angeeignet. Die Schlußconferenz, welche in der Nähe Frankfurts beabsichAm Fenstersimse steht ein bleiches Thränenbild, Das Auge ebränenfeucht, die Züge engelmild. Sie schauet flebend auf zum weiten Himmelsdome, Ob nicht von Oben ihr im Leide Tröstung komme. Doch trübe ist es dort, nur düstre Wolken ziehen Und wenn die eine kommt, die andern weiter fliehen. Kein heller Mondesstrahl durchdringt die dichte Nacht, Kein freundlich Sternenpaar am weiten Himmel lacht. ——————————— ——————————— 3. Doch sieh', vom Ost getrieben Ein schlanker Segler naht, Er bringt dir deine Lieben Auf schäumendem Wasserpfad. Sieb, wie die Segel wallen! Er lenkt zum Uferrand, Und tausend Grüße schallen Dem neuen Vaterland. Sie steht am Mast und winket Mit ihrem weißen Tuch, Des Schiffes Anker sinket, Das sie herübertrug. Das ist ein Herzen, Küssen Nach bitterm Trennungsschmerz,— Die Beiden aber verließen Ein treues Freundesherz. Tb. B. 1* München. Die Freunde und Verwandten der in Deutschland weit verbreiteten Familie Maier wird es vi lleicht interessiren Bemerkenswerih ist, daß unter all diesen Zweigen der Familie tigt war ger Verl schlossene lung, we Z.“ entle rem West prinzipiell nig ven Der Keni Peter von — 7 von Racin sen Abend tigen Aben Wochen bie Der Freme bringen tag nem ein o nachbarten ginnt jetzt die Taunus Tagen kam durch einen einem Schm Dem Bau Bundesbesatz üben in letzte scheint, daß Sommersaisor großstäctischen nicht sehlen. dießjährige Ei den fruchtbarst — Aus 17. d. die dir den Weg in 1 rechnet jedoch letzten Verhaftu fangener Briefe ribaldi wird ge Verhältnisse dee als Kapitän na schen den Bürg men sein.— Frankfurt.— Mainz, hat sich in Zorn die Nachlässigkeit Wiege bei effene und das Kind st und starb. — Ein gle sehr beftiges Feue schlage der Festun allen in demselber Flammen griffen: so großer Gewalt das Wohnhaus ur steres brannte, neb ab, von letztern ko tige Glutbaufen un lich ausgedehnte B Aus dem: einer an der benach Räuberbande. Ein einigen Tagen in I und ein entsprungen sogleich zusammenge wurden in Kaiserslau gen Einbruchversuchs 5 und resp. 1 Jahr lizeiaussicht verurtheil Maier nur ein einziger nenmaier. Andere trei Namen paßt, wie die das Fleischer=Handwerk. Diensten und Hr. Sau vor dem Schwurgericht — Nur wenigen am Rhein und Main in prediat eines bohen geist! er kaf schreckliche Laster stärkesten Firben dargeste ich des begrenzten Raun lungen wegen, nur aphor schloß:„Ihr überzeugte derjenige die größte Sün Gettes solcherweise mißbra Gebrauch nicht aus. Stel Menschen Herz! Nun ist vielleicht Keiner, der nich deshalb gerade einige Veri aber bei dem Genuß von? gestalt sich selbst gleich bleit unter die Arme greifen ma die Befeble geistlicher und Stande findet; auch der gemit Dank dahin. Er b weiter zu gehen, weil hier Ziel gesetzt ward. Denn der günige Gott Jemanden die trinken zu dürfen, wie er mi mir nun aber nicht nachgesag Virsteigerung statt und wurde Mesel=Keitung“, sich die Stadt zum Sängerfest nen sollte, wurCoblenz verboten. gte ein überflüssiin Anstoß bei den Liedes„Welche den hatte. Das Ruthwillen ganz ungsblatt veröfrs Sanwer aus Landesbibliotbek. des von unseKrieg verfaßten orgestrigen SitMajorität geeinzelnen Theile gekommen seien, Verwendung erhiesiger Stadt er zurückgezahlt d. D. schreibt: sen für ihr benischen StaatsMinisteriums M. wird den ind WahrnehSchulden, welke der Deckung ien gezwungerlichen Genehdie Commune Ruckzahlung und verflossene mgegend meben. In der ngeschwollenen rern mebrere zwei Häuser. n ihren Tod. rere Stunden ra die Wald(Kass. Z.) gierung und des demotraDer Lan#dtag r Regierung dern, aus 5 rten der allBahnstrecke en 25. Juli d. ihren Anauf seine lerungen zu vernehmewaren dags, Groß, 1 vertreten, selte. Mit staaten der angeeignet s beabsichwelche hier mater ienelck. l r* = Familie tigt war, wird nicht staltfinden, da das Erzebniß der Kissinger Verhandlungen sie unnöthig gemacht dat. Was die beschlossene Erklärung betrifft, so bestätigt sich wohl die Mittbeilung, welche die deute bier eintressenee„Allg. Z.“ der„Pf. Z.“ entlehnt, daß sie sehr versöbnlich abgefaßt sei, allein ibrem Wesen nach entspricht sie, wie man vernimmt, ganz dem prinzipiellen Progamm von Darmstadt.— Sr. Maj. der König ven Württemberg ist beute incognito hier angekommen. Der König begiebt sich mergen nach Soden um den Prinzen Peter von Oldenburg zu besuchen. — Die Rachel wird nächsten Samstag in der Phedre von Racine bier austreten. Die Eingangspreise sind für diesen Abend erhöht. Die italienische Oper schließt mit dem beutigen Abend durch die Aufführung des Otbello.— Seit zwei Wochen bietet Frankfurt ein wahrdaft großstädtisches Bild rar. Der Fremcenverkehr ist ungemein stark. Die Eisenbabnzüge bringen täglich Massen von Fremden, welche sich meist nach ernem ein= oder zweitägigen Aufenthalt in eines der vielen benachbarten Bärer begeben. Der Zug nach Baden=Baden leginnt jetzt erst recht. Homburg, Soren, Rauheim, Kronthal, die Taunusbäder, Kreuznach sind stark besucht. In den letzten Tagen kam ein Fall von Hundswuth vor. Das Thier rannte durch einen Laden auf die Straße, wurde jedoch rechtzeitig von einem Schmiedegesellen mit eisernen Stangen erschlagen.— Dem Bau einer großen Caserne für den preuß. Theil der Bundesbesatzung darf entgegengeseben werden.— Taschendiebe üben in letzter Zeit vor Handwerk mit viel Geschick aus. Es scheint, daß das Ausland ein Centinget solcher Gauner für die Sommersaison geliesert, und so dafür gesorgt bat, daß jenem großstäctischen Leben in Frankfurt auch seine Schattenseiten nicht sehlen.— Allgemeine Zufrievenheit spricht sich über die dießjährige Ernte aus. Man rechnet dieses Jahr schon jetzt zu den fruchtbarsten dieses Jahrbunderts. — Aus Straßdurg wird uns brieflich gemeldet, daß am 17. v. die direkten Eisenbabnzüge von Paris nach dieser Stadt den Weg in 10½ Stunden zurückgelegt batten, nicht eingerechnet jedoch den Aufenthalt an einigen Stationen.— Die letzten Verhaftungen in der Lomlardei sollen in Folge aufeefangener Briefe von Kossutb stattgefunden haben. Von Garibaldi wird gemeldet, er bekümmere sich nichts mehr um die Verhältnisse des Heimatblandes und sei wirklich von Lima aus als Kapitän nach China gefahren.— In Mantua soll es zwischen den Bürgern und dem Militär zu Thätlichkeiten gekommen sein.— Hr. Minister v. d. Pferdten verläßt morgen Frankfurt.— Mainz, 18. Juli. Ein beklagenewerther Unglücksfall hat sich in Zornheim, 4 Stunden von bier, ereignet, wo durch die Nachlässigkeit von Leuten, welche ihr kleines Kind in der Wiege bei effener Thüre ließen, Schweine in die Stube kamen und das Kind so anfraßen, daß es kaum mehr kenntlich war und starb. — Ein gleich nach 11 Uhr Vormittags ausgebrochenes sehr beftiges Feuer, hat heute den bart am äußern Neutborschlage der Festung gelegenen Baubef des Herrn Geier, nebst allen in demselben befindlichen Gebäulichkeiten verzehrt. Die Flammen griffen von der Feurnierschueide=Maschine aus mit so großer Gewalt und Schnelligkeit um sich, daß in Kurzem das Wohnhaus und die Vorrätbe in Flammen standen. Ersteres brannte, nebst allen Zugeberungen, bis auf den Grund ab, von letztern konnte jedoch einiges gerettet werden. Mächtige Glutbaufen und Trümmer bedeckten Nachmittags die ziemlich ausgedehnte Brandstätte. Aus dem Westrich. Man spricht bier allgemein von einer an der benachbarten preußischen Grenze besteben sollenden Räuberbande. Ein höchst gefährliches Incividuum, das vor einigen Tagen in Ihlingen von einem Förster arrctirt worden und ein entsprungener Züchtling sein sell, bai diesen Forstmann' sogleich zusammengeschossen und ging wieder flüchtig.— Gestern wurden in Kaiserslautern zwei sehr übelberüchtigte Subjckte wegen Einbruchversuchs in das königliche Rentamt Homburg 5 und resp. 1 Jahr und beide zu nachheriger 5jähriger Polizeiaussicht verurtheilt.(Pf. Z.) Maier nur ein einziger Adliger ist, nämlich der Freiherr v. Sonnenmaier. Andere treiben zugleich eine Beschäftigung die zu ihrem Namen paßt, wie die Herrn Lämmermaier und Schweinemeier, das Fleischer=Handwerk. Hr. Teuffelmaier ist Offizier in österr. Diensten und Hr. Saumaier hatte vor einiger Zeit das Vergnügen vor dem Schwurgericht in Nürnberg zu stehen. — Nur wenigen Lesern dürfte aus Gölhes Werken:„Reise am Rhein und Main in den Jahren 1814 und 1815“ die Fastenprediat eines bohen geistlichen Herrn bekannt sein, welcher, nachdem er kaf schreckliche Laster der Trunkenheit seiner Gemeinde mit den stärkesten Firben dargestellt, seine Rede mit folgenden Worten, die ich des begrenzten Raumes dieser Blätter für dergleichen Mittbeilungen wegen, nur aphoristisch, den Lesern zur Ergötzung vorführe, schloß:„Ihr überzeugt euch alsc hieraus, andächtige Zuhörer, daß derjenige die größte Sünde begebe, welcher die herrlichen Gaben Gettes solcherweise mißbraucht. Der Mißbrauch aber schließt den Gebrauch nicht aus. Stehet doch geschrieben: der Wein erfreut des Menschen Herz! Nun ist aber unter meinen männlichen Zuhörern vielleicht Keiner, der nicht zwei Maß Wein zu sich nähme, ohne deshalv gerade einige Verwirrung seiner Sinne zu spüren. Wer aber bei dem Genuß von drei, vier, fünf und sechs Maß noch dergestalt sich selbst gleich bleibt, daß er seinem Nebenchristen liebevoll unter die Arme greifen mag, dem Hauswesen vorsteben kann, jg, die Befehle geistlicher und weltlicher Oberen auszurichten sich im Stande findet; auch der genieße sein bescheiden Theil, und nehme se mit Dank dahin. Er hüte sich aber, ohne besondere Prüfung weiter zu gehen, weil hier gewöhnlich dem schwachen Menschen ein Ziel gesetzt ward. Denn der Fall ist äußerst selten, daß dertgrundgütige Gott Iemanden die besondere Gnade verleiht, acht Maaß trinken zu dürfen, wie er mich, seinen Knecht, gewürdigt hat. Da mir nun aber nicht nachgesagt werden kann, daß ich die mir obKarlsruhe, 15. Jul. Der Erzbischof von Freiburg bat einen Hirtenbrief erlassen, welcher eine bedeutende Thatsache ist. Der Erzbischef macht darin den Angebörigen seiner Diszise bekannt, daß er die Geistlichen, welche, bei Gelegenbeit der Trauerfeierlichkeit für een verewigten Grerberzog, ungeborsam oder renttent waren, mit kanonischen Strafen belegk. Jene, welche den ven der erzvi#ceflichen Curie angeordneten Goitredtenst gar nicht gebalten haben, müssen die schriftliche Versicherung einsenden, daß sie den kanonischen Gebersam nie wieder brechen werken; die welche das Todtenamt gehalten, sind zu geistlichen Exercitien nach St. Peter beschieden. Die Erhebungen sollen 45 dieser renitenten Priester berausgestellt haben. St. Peter, eine auf einer bohen Platte des Schwarz= waldes einsam gelegene ehemalige Benerictiner=Abtei, ist jetzt ein erzbischöfliches Seminarium, in welchem katholische Priester zugleich kanenische Strafe ersteben. Wenn caraus ein neuer Conflikt entsteht, so war er schon vor zwei Monaten vorauszusehen.(F. I.) — Den Offizieren ist durch Erlaß des Regenten, der Besuch der Brauereien verboten worden, und nur der von Kaffeehäusern nech erlaubt. Aus dem Zabergräu, 16. Juli. Vorgestern bat sich ein zwolfjahriger Knabe in Kleebronn in der Näbe des Orts an einem Zwetschendaum erhängt, nachtem er von seinem Kostherrn über einem Diebstahl erwischt worden war.— Die Taaubenblüthe ist jetzt der Hauptsache nach vorüber. Dem Forschenden blicken bereits erbsengroße Trauben entgegen. Nur die Nachtriebe, die sogenannte Herlinge, sind noch in der Blutde begriffen.— Die Gerüchte von Kartoffelseuche, die da und kort ausgestreut wurden, verstummen immer mebr; denn die Leut:, die ibren Karteffeln selbnt unter dem Beden sorgsältig nachspürten, bekamen sie auch vort gesund zu Gesicht. Heidelberg, 18. Juli. Nach rem„Mannb. Journ.“ bat der berühmte Anatem Professor Henle von dier einen sehr ehrenvollen Ruf an Rudolph Wagner's Stelle nach Göttingen erbalten und ist der Verlust dieses ausgezeichneten Lehrers für unsere Universität zu besergen. München, 15. Juli. Ein Privatier in Augsburg hat dem Magistrat die Summe von 100,000 fl. als Geschenk für das kortige Krankenhaus angeboten, unter der Veraussetzung, daß in demselben der Orden der darmberzigen Schwestern eingeführt werde. Mit dieser Bedingung wird ober das Geschenk schwerlich angenommen werden, weil sich der größere Theil der protestantischen Bürgerschaft Augeburgs gegen die Einführung der katb. Klosterschwestern ausgesrrochen bat. — Wann die Zellfrage, schreibt die„Pfälz. Zeirg.“, in den letzten Tagen auch keine Fortschritte gemacht bat, so darf man sich doch immer noch der Hoffnung auf ibre günstige Lösung hingeben. Wie ich nämlich schon früher andeutete und wie neuerdings von gutunterrichteter Seite versichert wird, bätter die Regierungen der Darmstärter Uebereinkunst sich bereit erklärt, für den Fall, daß Preußen mit Oesterreich in Unterhandlung träte, nicht nur die bekannte Klausel einer Zolleinigung mit demselben fallen zu lassen, sondern im Allgemeinen auch den Sepiember=Vertrag anzunedmen. Das Haupiberenken, welches sie bezüglich des letztern noch baben, betrifft die Größe des an Hanjover zu zahlenden Präzipuums. Wien, 16. Juli. Die wirkliche Summe des im Umlauf befindlichen Staatspapiergeldes betrug mit Einschluß de in den Staatskassen vorbandegen Ende Juni 1852 167,883,981 fl., Ende Mai 1852 168,019,355 fl. C.M. Es ergiebt sich daber zuletzt eine Abnabme von 135,374 fl. Bis Ende Juni 1852 waren an lomb, venetianischen Schatzscheinen nur noch 2.110,860 Liri im Umlauf. Auslan d. Italien. Die Kunstreitergeselltchaft in Mailand, Ciniselli und Dumos, veranstaltete gestern eine Unterhaltung in der Arena, zu der beiläufig 25,000, Menschen erschienen waren. Die Unterhaltung böt, außer der Jagd auf zwei lebende Strauße, keinen besondern Reiz, und das Publikum gab seine Unzufriedenheit durch anhaltendes Pfeifen und Lärmen zu erkennen. Die Arena, ein großartiger Bau, wurde schon im I. 1805 begonnen, aber erst im Jahr 1827 vollendet. Sie ist ein Werk des Architekten Canonica, und faßt 35,000 Personen. Schweiz.— Bern, 17. Juli. Im Nationalrath war beute an der Tagesordnung der Telegraphenvertrag mit Oesterreich. Da das Gesetz über Errichtung der Telegraphen den Bundesrath zur Abschließung bezüglicher Verträge ermächtigt, so tritt die Versammlung in keine Berathung ein. Basel, 17. Juli. Ein junger Chemiker, Hr. C. Meyer von hier, erfand das Medium, die Gaslichter mittelst der elektrischen Drahtleitung zu entzünden und wieder auszulöschen, so daß in einer Minute die Straßen einer ganzen Stadt durch eine einzige Hand beleuchtet werden können. Frankreiw.—„' Paris, 18. Juli. Die telegraphischen Depeschen, welche aus den Städten an der Bahnlinie nach Straßburg über den Empfang des Präsidenten einlaufen, übertreffen„wo möglich“ noch die Berichte der österr. Zeitungen über die Reise des Kaisers in Ungarn. Bemerkenswerih ist es, daß die Präfekten in diesen Depeschen Napolcon schon den Titel„Hoheit“ beilegen. Interessant ist auch ein Artikel, den das„Pays" bei dieser Gelezenheit über die Beziehungen Frankreichs zu Deutschland schreibt. Wir lassen diese Neuigkeiten der Reihe nach folgen. Der Präsikent hat in Bar le Due dinirt, und ist von da um liegenden geistlichen Pflichten und Geschäfte verabsäumt hätt:: so darf ich wohl mit gutem Gewissen und mit Danke, dieser anvertrauten Gabe mich auch fernerhin erfreuen. Prüset alles und das beste dehaltet.“ — Großes Aufseben macht zu Würzburg in der medieinischen Welt ein Fall von Heilung des bisber für ganz ineurabel gehaltenen Starrkrampfes, jener fürchterlichen, mit der Hundswuth so nabe verwandten Krankheit, in der medicinischen Klinik unseres berühmten Julius= Hospitals durch ein neues Präparat des indischen Hauses. 4 Uhr 50 Min. nach Ranev gereist. Der Präsekt des Depart de la Meurthe dat um 8¼ Uhr Abends folgende telegraphische Devesche nach Paris erpedirt:„Seine Hoheit ist in Rancy um 7 Uhr 40 Min. angekommen, und wurde mit dem allzemeinen Zutüse:„Es lebe Rapolcon“ vom Volke empfangen. Seine Fahrt durch die Stadt war ein Triumphzug. Seine Hoheit empfängt so eben die Bebörden. Der Präfecturplatz ist von einer unübersebbaren Mnchnmenge besetzt.“— Das„Vays“, sagt Folgendes:„Die Eisenbahn ven Straßburg ist die erste direkte Linie, weiche uns mit dem Deutschland in Verdindung setzt, welches zu einer andern Zeit auf so bedauernswerihe Weise gegen uns eingenommen war. Es ist der erste Schienenweg, der den Rhein auf eine Entfernung von 12 Stunden Paris näher gerückt hat. Das alte Germanien braucht sich aber nicht darüber zu beunrubigen, daß die Hauptstadt von Frankreich sich seinen Grenzen genähert hat. Unsere junge Demokratie ist weder angreisend, noch eroberungssüchtig. Der Einfluß, den ihre Regierung auf die meteme Gesellschaft ausüben 7, ist friedlicher und versohnender Natur; sie will, daß die Völke., n nt sich zu bekämpfen, sich im Interesie der Civilisation und des Fortschruts vereinigen. Wenn sie in sich ein demokratisches Prinzip trägt, so ist es jenes, daß das Recht auf die Pflicht, die Freihen auf die Autorität, den Wohlstand auf den Frieden, die Ordnung auf die Freiheit gründet. Die Brücke, welche heute die französischen mit den deutschen Ufern verbindet, ist das Symbol der Eintracht, die von nun an die beiden Völker verbinden soll. Der Rhein ist nicht mehr der Strom, dessen Wellen von den Armeen Ludwig des 14., der Republik und des Kaserreichs mit Blut gefärbt wurden. Es ist ein Friedensstrom, über den sich die Nachbarvölker die Friedenshand hinüberreichen. Und in der That, große ekonemiche Interessen erheischen heute diese Einigung, derrn Prinzip die Vollendung der Straßburger Bahn werden kunn. Deutschland schließt in sich mächtige Völkerschaften ein, die nicht, wie man es so oft behauptet hut, sich in abstrackten Betrachtungen und Utopien versenkt haben, sondern die die interessantesten Lösungen und die wichtigsten ökonomischen Probleme zur praktischen Anwenzung gebracht haben. Die deutschen Staaten haben seit einem Jahrbunderte bereits die bei uns kaum erst versuchten Theo ien des Land-Hypotbekenwesens praktisch ingewendet; dadurch haben ne der Ackerbauindustrie einen mächtigen kufsch in gegeben. Sie haben durch die glückliche Einrichtung des Zollvn us die Wohlthaten des Freihandels uner sich und der Handetseinl# unter allen associrten Staaten realisirt. Der Zollverein ist heue eine mächtige Stiatenverbindung, mit der die Großmächte Unt. Landlungen ankuüpfer, und die in Bezug auf unsere Crzeugungskräfte und Handelsinteressen das ernstliche Studium von Seiten unserer Regierung verdienk. Und nun, mit diesem Deutschland, das uns so nach ihmungswerthe Beispiele liefert, dessen Produkte für unseren Verbrauch so wichtig sind, dessen Handelsbeziehungen auf unser Zollsystem so bedeutend einwirken können, werden wir durch die Straßburger Eienbahn u. zwar mit seinen fruchtbarsten Landstrichen In Verbndung gesetzt werden.— Die seit einiger Zen gespannten Beziehungen der Belgischen Diplomatie zu der französischen Regierung haben sich sent der eingereichten Entlassung der Belgischen Minister freundlichr gestaltet, deren Fortdauer von der Beibehaltung der beiden Bruder Rezier abhängen wird; da die franzssische Rezierung diesen, de beleidigenden Angriffe gegen sie, und die Tolerirung der feindlichen Haltung der Belgischen Presse zuschreibt. — Ein Knabe, der in Ailes drei oder vier Pfirsichkörner gegessen hatte, bekam darauf heftige Krampfanfälle und verschied in wenigen Stunden trotz aller ärztlichen Hülfe, die man unmittelbar nach dem Vorfall in Anspruch nahm. Man weiß, daß die bitteren Pfirsichkörner Blausäure, jedoch nur in geringer Quantitätenthält. Man vermuthet, daß irgend eine Krankheit der Frucht das surchtbare Gift an dem Kern concentrirt hat. Es ist sofort eine wissenschaftliche Untersuchung angeorduct worden. — Ein gewisser„Herr“ ist gestern zu 1 Monat Gefängniß und zu 50 Fr. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er den Brief des Grafen Chambord, welcher die Eidesleistung der Legitimisten behandelt, vertheilt hatte. — In din Elysecischen Feldern hat man seit vielen Jahren einen blinden Kiarinettbläser mit einem weißen Hund bemerkr, für den ein junges Mädchen, das er angenommen hatte, von den Vorbeigehenden eine milde Gabe einsammelte. Gestern unterbrach ein schwarzgekleideter Herr den blinden Musikanten in seinem Spiele und es entspann sich folgendes Gespräch zwischen ihnen:„Sie heißen Crique Touche?“„Ja mein Herr.“„Sie sind Bettler?“„Ja meln Herr.“„Und blind?“„Ja mein Herr.“„Sie hiben eine Pflegctochter?“„Ja mein Herr“„Und einen weißen Hund?“ „Ja mein Herr.“„Sie hatten einen Freund auf der Vrücke Tournelles?“„Er heißt Caimard.“„Er hieß so, denn seit 3 Tagen ist er auf dem Kirchhose.“ Der Blinde stieß einen Schmerzenslaut aus und meinte.„Es ist richtig“, sing der schwarze Herr an, „Sie sind Cirque Teuche.“ Galimard hat Sie zum Univerfalerben eingesetzt. Er vermacht Ihnen seine Clarinette und em Kästchen, das er vergraben hatte, darin befinden sich 800,000 Francs. Crique Touche war so ergriffen, daß sich seine geschlossenen Augen aufthaten, und er den Notar mit ein paar schwarzen Augensternen anglotzte. Er umarmte vor Freuden seinen Hund und das Mädchen, stieg mit dem Notar in einen Fiaker und holte seine Erbschaft. Sein Freund hatte seit 43 Jahren als Blinder auf der Brücke„Tournelles“ Clarinette geblasen und bei sehr dürftiger Lebensweise die große Summe gesammelt. Beide Freunde sind nte blind gewesen. Das Testament ordnet an, daß die Pflegetochter des Erben, Marianne, nach ihm das ganze Vermögen erben soll. — Die Compagnie der Orleaner Eisenbahn hat bestimmt, daß Kinder unter 6 Jahren, welche unter Aufsicht reisen, kein Fahrgeld bezahlen sollen. Telegrapbische Depeschen über die Reise des Präsidenten. I. Nancy, 17. Juli, 10½ Uhr Abends.„Der Enthustas= mus wächst, je weiter wir in dem braven patriotischen Lothrinzen vordringen. Es ist nicht möglich die Effekte der Aufnahmen überall, wo sie sich durch Triumphbogen und Zurufe äußern, wiederzugeben. Bei jedem Anhaltspunkte wiederholen sich dieselben Erscheinungen. Der Empfanz in Commerey war herzlich und feurig, der in Nancy ist glänzend. Wir sind inmitten von Illumination und Feuerwerken. Eine unzählbare Menge dränge sich auf dem Platze der Präsektur und läßt ein tausendstimmiges:„Es lebe Napolon!“ erschallen.“ ectvn II. Nancy um 1 Uhr 10 M. Nachts. Der Prinz wurde auf feiner Fabrt nach dem Stadtballe mit einem unbeschreiblichen Enthusiasmus begrüßt. Er blieb bis Mutternackt, und dieselben Zurufe wiederholten sich bei seiner Heimkehr. Wr haben ihn nach 5 Pf. iser osen men nel. uner Juli erden + und iment nderff assen: und ert En die Nam irger r Präfektur zurückbegleitet, er hat sich in seine Appartements zuückgezogen. Nie hat sich eine Reise besser angelassen. Der Prinz cheint zufrieden zu sein. Wir reisen Morgen um 8 Uhr nach Straßburg ab. III. Rancy, 18. Juli um 7 Uhr 15 Min. des Morgens. „Die Nacht ist„ruhig vorübergegangen,“ wir reisen nach Saverne, von wo ich Ihnen eine Depesche expediren werde.“ IV. Nanev, 18. Juli 7 Uhr 30 Min. Der Prinz fährt durch die Straßen von Namy nach dem Eisenbahnhof. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, der Enthusiasmus hat seine größte Höhe erreicht. Mehrere Bittschriften alten Militärs sind dem Prinzen übergeben worden. V. Straßburg, 18. Juli 1 Uhr 25 Min.„Wir sind um 12½ Uhr in Straßburg bei dem schönsten Wetter angekommen, nachdem wir das Vogesenthal unter fortwährendem Regen, der uns von Nanco bis zu den Grenzen des Niederrheins begleitete, durchschnitten haben. Trotz des fürchterlichen Wetters war der Zulauf der Bevölkerung überall unermeßlich. Der Prinz wurde von eben so lebhaften Zurufen begrüßt, wie gestern. Der Anblick des Bahnhofes ist prachtvoll. In dem abgeschlossenen Raume drängt sich eine ungeheure Volkemenge unter den Zelten, alle Fenster sind mit Menschen garnirt und alle Dächer besetzt. Der Prinz wurde mit einem weitiönenden:„Es lebe Napoleon!“ empsangen. In diesem Augenblicke wird der Gottesdienst gefeiert.“ Paris, den 19. Juli. Nach einer aus Straßburg hier angelangten telegraphischen Depesche ist der Präsident der Republik um 12½ Uhr dort angelangt, hat sodann nach Abhaltung einer glänzenden Revue auf einer vom Genie eingens erbauten Brücke den großen Rhein überschritten und sich nach Kehl begeben, daselbst einer Revue über die badischen Truppen beigewohnt und ist hierauf in Begleitung der preußischen, badischen, württembergischen, hessischen und schweizerischen Abgesandten unter den enthusiastischen Zurufen: Tivc Napoleon! vive I’Empereur!“ nach Staßburg zurückgekehrt. (T. D. d. K. Z.) Straßbura, 17. Juli. Einen Andrang von Fremden, wie er sich heute zeigte, hatte man nicht erwartet. Gar vielen bielt es schwer, Wohnungen zu finden. Glücklicherweise hat die städtische Behörde für augenblickliches Unterkommen Sorge getragen. Aus Stuttgart kamen diesen Morgen General v. Spitzenberger und Baron v. Oelrichshausen, Adjutant des Königs, zur Begrüßung des Präsidenten hier an. Auch der Vorstand der würtemberger Eisenbahnkommission, Oberfinanzrath voi Bilfinger, sowie Oberbauratb von Etzel trafen ein. Aus Baden und Baiern werden im Laufe des Tages ebenfalls viele Notabilitäten erwartet. Die in den benachbarten Ländern beglaubigten französischen Gesandten sind alle hier eingetroffen. Die Festbuden auf dem Bahnhose zeichnen sich durch Eleganz und Einfachheit aus. Die Arbeiten wurden von einem Pariser Baumeister geleitet. Man bemerkt überall Nationalflaggen, bunte Verzierungen und Blumengewinde. Belaien,* Brüssel, 19. Juli. Leelerep soll in das Schloß gerufen und ihm die Bileung des neuen Ministeriums angetragen worden sein. Großbrirannien.—* London 18. Juli. Bis jetzt sind 531 Wahlen bekannt, 271 liberale und 260 ministerielle und conservativ=liberale. Es bleiben jetzt noch 123 Wahlen übrig. Obgleich das Ministerium nur ungefähr 12 neue Stimmen gewonnen hat, so machen sich die Wablen doch etwas ministerieller, als man anfangs geglaubt hat; hauptsächlich freilich aus dem Umstande, daß Derby=Disraely es nicht mehr wagen, die Kornzölle als Ziel aufzustellen. Es wird übrigens interessant sein, den Gährungsprozeß der Parteien zu verfolgen, denn es sind etwa 120 neue Persönlichlichkeiten bis jetzt schon gewählt. Alte Coryphäen der Radicalen wie Oberst Thompson und For sind durchgefallen. Derselbe For, welcher im vorigen Herbste Meeting's für die Wahlreform abhielt, wobei in Manchester z. B. so collosale Reden gegen den Kaiser von Rußland sielen. Marktbericht. Herdecke, den 17. Juli. Weizen lte Sorte 2 Thlr. 22 Sgr. 24e Sorte 2 Thir. 19 Sar. Ite Sorte 2 Thlr. 16 Sg. Roggen 11 Sorte 2 Thir. 5 Sgr. 24e Sorte 2 Thli.— Sgr. Zte Sorte 1 Thir. 16 Sgr. Gerste ite Sorte 1 Thli. 20 Sar. 21e Sorte 1 Thlr. 17 Sg. Zie Sorte 1 Tdir. 15 Sgr. Haser lie Sorte 1 Thlr. 4 Sg. 2ie Sorte 1 Thir. 2 Sgr. 3te Sorte 1 Thlr.— Sgr. Schwarzbrod= 11 Pf. 6 Sgr. 7 Pf. Provinzial=Zeitung. () Warburg, 20. Juli. Auch hierher bat sich der wolkenbruchartige Regen erstreckt und sehr großen Schaden angerichtet. Unser kleines Flüßchen, die Diemel, überhaupt bei ungewöhlichem Regen gefährlich, glich diesmal einem furchtbareu Strome. Fast keine daran liegende Mühle ist obne erhebliche Beschädigung geblieben. Den größten Schaden haben aber unsere niedrig gelegenen üppigen Kornfelder erlitten, welche in einem See begraben waren. Man hört auch von mehrere 100 Schafen, welche theils in Ställen; theils auf dem Felde in den Hürden umgekommen sind. * Wamm, 18. Juli. Vor einigen Tagen schrieb ich Ihnen über die Gründung und innere Einrichtung des biesigen Krankenhauses der kathol. Gemeinde. Ich bin jetzt in den Stand gesetzt, meinem Berichte noch einige statistische Notizen nachfolgen lassen zu können. Es wurden bis jetzt in jene Anstal:, seit ihrer Gründung, welche in das Jahre 18-49 sällt, 170 Beamte aufgenommen, von denen 7 starben, und die übrigen, bis auf wenige, als genesen entlassen werden konnten. Der Krankenlade traten bei: 47 Familien, 186 mönnliche und 258 weidliche Mitglieder. Die Anstalt liegt am süewestlichen Stadt=Wall, frei, isolirt und steht mittelst eines Ganges, welcher unter dem Wall, aus dem 150 s Ruthen großen Garten zur Bleiche führt, mit einem Arme des Aaßeflusses in Verbindung. Das Haupt=Geläude hat 20 abgesonderte Räume, hohe und breite Fluren, und 4 geräumige feuerfeste Keller. Ein dazu gehörendes Nebenhaus hat 11 Zimmer und 2 Keller, nebst Stallung und Remise. Die Gebäulichkeiten stehen bei der AachenMürchener Feuer=Versicherungs=Gesell chaft für 11,230 Thlr. versichert. Die männlichen Mitglieder der Krankentade zahlen einen monat Beitrag von 2 Sgr., die weiblichen 1 ½ Sgr., Familien 3½ E Zur diesen geringen monatlichen Beitrag erwirbt der Beitretende das Recht der unentgeldlichen Aufnahme im Erkrankungsfall. Für Arme oder Zahlungsunfähige sind Freistellen creirt. Zahlungsfähige Nicht=Mitglieder der Krankenlade zahlen täglich 7/ Sgr. bei ihrer Aufnahme in der Anstalt. Diese ist, bei ihren geringen Einnahme=Quellen, vorzüglich auf die Milethätigkeit der Menschenfreunde angewiesen, und daß ihnen solche in vollem Maaße zu Theil werde, das gebe Gott! Aus der Berichtigung des v. L. in Nr. 94 d. B. habe ich gern dessen Wiererherstellung entnommen. Meine Mittheilung gründete sich nicht auf eigene Anschauung, sondern auf die Aussagen sehr zuverlässiger Männer, bei denen ich keine Uebertreibung vorausseben durfte. Es ist mir daher sehr angenehm, daß jene Berichtigung erfolgte, obgleich die Form derselben eben nicht zu loben ist. Der Sachverhalt und was mit ihm zusammenhing, so wie ihn der Berichtiger darstellt, war aber freilich nicht des Erwähnens werth. Seit einiger Zeit wird Seitens der hiesigen Polizei=Beamten auf die, in der Regel mit den Eisenbahnzügen hier anlangenden Prostituirten fleißig gefahndet. Dergleichen Personen erscheinen in den elegantesten Anzügen, werden aber von den Pelizeibeamten mit einem, ihnen beiwohnenden Scharfblick gleich erkannt, aufgegriffen und dem Magistrat zur weiteren Veranlassung vorgeführt. Das taktvolle Benehmen der Erccutiv=Beamten dabei ist lobenswerih; es räumt die Gelegenheiten zu Ausschweifungen und deren, ost sehr beklagenswerth: Folgen aus dem Wege, und schreckt, mit Strenge und Consequenz durchgeführt, solche Personen ab, hierber zu kommen, um ibr schlechtes Gewerbe zu treiben.— Außer der Königl. Gensdarmerie verdienen insbesondere die beiden Polizi=Officianten Bergmann und Marks durch ihr umsichtiges, das Publikum ncht belästigendes Benehmen, durch ihre Thätigkeit in Ermittlung der Verdrecher, öffentliche Anerkennung, die ihnen auch hier von der Bürgerschaft zu Theil werd. Verantwortlicher Redakteur: W. Cruwell in Paderdern. Große Menagerie von G. Rosst aus Parma in der eigens erbauten großen Bretter=Bude auf Liboriberg dem Rosenthore gegenüber täglich zu seben von Morgens 9 Uhr bis Abends 9 Uhr. Abrichtung und Hauptfütterung Abenes 7 Uhr. Steife, glatte und preiswürdige Aktendeckel in hübscher blauer, gelber, grüner, rother und weißer Farbe, sind zu haben: bei W. Crüwell in Paderborn. iul. Beachtenswerthe Anzeige. Johann Wagner, Perlenfabrikant in Mainz, bat im Jahr 1817 die Erfindung gemacht die brasilianische Hausenblase so brauchbar zu machen, wie die astrachanische. Die großherzogliche hessische Regierung hat sich hierdurch veranlaßt gefunden ihm im Jahr 1828 ein Patent auf diese Ersindung zu ertheilen. Weinhändler und Bierbrauer haben diese von ihm verfertigte Clair=Gallerte, vermöge welcher ganz helle Waare erzielt wird, vorzüglich gefunden.— Der Unterzeichnete hat von dieser Clair=Gallerte in verschiedenen Städten des ganzen Nordens und der Rheingegend Niederlagen errichtet und wünscht nun, auch in dem Kreise Paderborn ein solches Depot, welches sich für Spezerei=Handlungen eignen würde, zu etabliren. Die Geschäftshäuser, welche ein solches Depot wünschen, belieben sich sofort an Unterzeichneten zu wenden. Mainz, im Juli 1852. Johann Wagner, IV. 2. Perienfabrikant. Das bekannte billige große Regen= und Sonnenschirm=Lager von J. Rhotert aus Elberfeld, befindet sich zum dies jährigen Libori=Markt wieder in Paderborn, und empfiehlt in großer Auswahl dem geehrten Publikum bestens: elegante und geschmackvolle Sonnenschirme von 1 Thlr. bis 3 Thlr. schwerseidene Regenschirme mit seinen Stöcken von 2 Thlr. 5 Sgr. bis 4 Thlr. 10 Sgr. baumwollne„„„ von—" 18„ bis 1" 18„ N. S. Alle Schirme werden zum böchsten Werthe gekauft und in Zahlung angenommen. Der Stand ist auf dem Domplatz mit der Firma versehen: U. 1. J. Rhotert aus Elberfeld. Folgende Werke Deutscher Classiker Elegante Ausgaben in sehr geschmackvollen Einbänden mit Goldschnitz, welche daber zu Geschenken besonders geeignet sind empfiehlt zur geneigten Abnahme W. Crüwell in Paderborn: Beck, K., Lieder vom armen Mann. 3. Auflage. Preis 1 Thlr. 20 Sgr. Boron, der Korsar. Gedichte. Aus dem Englischen v. V. v. Arentschild. Preis 25 Sgr. Dräxler=Manf red, C., Gedichte. Zte Auflage. Preis 1 Tdlr. 21 Ser. Droste=Hülshoff, v., Das geistliche Jahr. Preis 1 Tdlr. 6 Sgr. Doerina, Dr. H., Dichtungen und Legenden. Preis 25 Sgr. Eberbard, G. A., Hannchen und die Küchlein. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. Fontane, Th., Gerichte. Preis 1 Tdlr. 25 Sgr. Freiligratd, F., Gedichte. 121e Auflage. Preis 2 Thlr. 20 Sgr. Geibel, E., Gedichte. 26te Auflage. Preis 2 Thir. 7½ Sgr. „„ Junius=Lieder. 5te Auflage. Preis 2 Thlr. 6 Sgr. Goetbe, Hermann und Dorotbea. Neue Ausgabe. Preis 1 Thlr. Hedel, J. D., allemanische Gedichte. Mit Bildern. Preis 2 Thlr. Heine, H., Buch der Lieder. 9te Auflage. Preis 2 Thir. „„ Neue Gedichte. Zie Auflage. Preis 1 Thlr. 15 Sgr. Herder, der Cid. Preis 1 Thlr. 20 Sgr. Homer, Ilias., von J. H. Voß. Preis 1 Thlr. 15 Sgr. „ Oryssee dito. Preis 1 Tdlr. 15 Sgr. Kinkel, G., Gedichte. Zte Auflage. Preis 2 Thlr. 22½ Sgr. „„ Otto der Schütz. Ote Auflage. Preis 26 Szr. Kleike, H., Album deutscher Dichter. 5te Auflage. Preis 2 Thlr. Lancizolle, L., Geistesworte aus Goctdes Werken. Preis 25 Sgr. Lenau, R., Gedichte. 13te Auflage. Preis 3 Thlr. 15 Sgr. Oettinger, E. M., Neues Buch der Liebe. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. Ossians, Gedichte. Aus dem Gallischen, v. Cd. W. Ablwardt. Preis 2 Thlr. 15 Szr. Puttlis. Was sich der Wald erzählt. Gie Auflage. Preis 27 Sgr. Redwiß, Amarantb. 11te Auflage. Preis 1 Thlr. 18 Sar. v. Sallet. Fe. Gedichte. Ite Auflage. Preis 1 Thir. 20 Sgr. Tiedge. C. A. Urania. Preis 1 Thir. 10 Sgr. Ubland, L., Gerichte. 11te Auflage. Preis 2 Thlr. 22½ Sgr. Bekanntmachung. Montag den 16. August d. J. Vormittags 10 Uhr soll die den Erben des verstorbenen Müllermeisters Heinrich Bruchbäuser zu Twiste gebörige Mühle nebst Hofraum, und 3 Nebengebäuden mit 4 Gärten und ungefähr 10 Morgen Stellland öffentlich meistbietend, jedoch freiwillig in Twiste in der Müblenwehnung verkauft werden. Die zu verkaufende Müble liegt nabe beim Dorf Twiste im Fürstentbum Waldeck, an der Chaussee von Arol= sen nach Korbach und bestebt die Müble aus zwei Mablgängen, einem Schäl= und Schlaggang nebst Schneidemühle und der Berechtigung, einen Weizengang anzulegen, ist auch zu jeder Jabreszeit mit hinreichendem, nie gefrierenden Wasser versehen. Der Verkauf der bezeichneten Mühle soll sowohl mit, als ohne Müblen=Inventar versucht, auch die Grundstücke allein und mit der Mühle zusammen ausgeboten werden. Die Verkaufs=Bedingungen können jeder Zeit bei dem Unterzeichneten eingesehen auch auf Verlangen(gegen die Gebühr) schriftlich mitgetheilt werden. Arolsen, den 12. Juli 1852. Aus Auftrag: Lingelsheim, Kreisgerichtsschr. Im C. B. Lizius Verlage in Frankfurt a. M. ist erschienen und bei W. Crüwell und I. Wesener in Paderborn und A. L. Ritter in Soest zu haben: Das Vaterunser und die zehn Gebote, ausgelegt von Alban Stolz. (Durchaus revidirter und vermehrter Abdruck aus dem Kalender für Zeit und Ewigkeit.) Mit bischöflicher Approbation. Preis: 8 Sgr. 100 Exempl.: 24 Thlr. (Ein gewandter, solider Bäckergesell, seE wie 1 Bäckerlebrling werden durch das Adreß= und Comm.=Büreau von J. H. Schmitz Marktplatz Nr. 31 gesucht. Druck und Verlag von Wilb. Crüwell in Paderdorn. Es m Papst Pivs lands aufge rische Kraft, Hinblick au ausrief:„ scher zu sein die inneren mer das Be ben Protesta Lande mit§ fälische Fried# welchen sie b Reide der sel der Nachahmi zeit lächerlich nung des de z. B. der de dem Gebiete bildeten sprack merte somit a auch das Nat Da brac ist erst 100 J gewirkt. In rung an seine wußte gar nich den großen Kr teratur weckte wir es zu verdtionaler Hinsich 100 Jahre rück schritt wahrnehr Es ist zw Auslande gegen daß man, wenn scher weder in grachtet werde. sche Wissenschaft tigen Verposten, abzwingen. 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