Preuß. Courant. Brief. 1 Geld. a 3 3 ¼ T h l r. v e r k., ept. Okt. 33¼ a 33 und G., per Juli= per August-Septdr. per Sept.=Okrober 10. u. 1/12 Thl. 10½ Thlr. verk. u. 11½ Thlr. mit Faß 20¾ a lugust 20½ a 19¾ 20¾ a 9½ Thlr. 8 ¼/ Tbl. verk., 19 % Thlr. verk., 18 Haudel. Roggen in das billiger abgegeSpiritus zu örse wieder etwas l i n P a d e r b o r n. Laufe dieses ag Gartener Theilnahme jebenst einladet. 1852. isefang. ungen sind in se zu vermieen. Richter. — I. Wesener in Soest ist m Jahr Pehen, Ende. ind neuen n. vom Jahre . n im hiesine, 1 Tisch, verschiedene ihlung verr, A.=C. n=Markt Markt zu ust zur öffentnd krummel. N9A. Erscheint mit Ausnahme ron Sonn- und hohen Feierlagen fläglicn. Inserate werden mit 1 Sar. die Aspaltige Zeile oee; deren Ruum berechner. Paderborn, Samstag, den 17. Juli 1852. Viertelj. Abonn.-Preis in Paderborn 1 Thlr. 7½ Sgr.; bei allen Postanstalten in Preuss. 1 Thir 15 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr. 22½ Sgr. 5r Jahrg. Oekonomische Rundschau. X8 Paderborn, 16. Juli. Wir hatten uns vorgenommen, noch einmal auf die Denkschrift der Vertreter der landwirthschaftlichen Centralvereine zurückzukommen. Die Vertreter der Rheinprovinz und von Westfalen(der Verein zu Münster und Arnsberg) sprechen sich gegen die Ermäßigung des Zolles auf Eisen aus, nicht weil sie die Gründe und statistischen Angaben ihrer Collegen bezweifelten, sondern aus dem einzigen Grunde, weil eine Aufhebung des Schutzzolles zu Einstellungen des Hüttenbetriebes in verschiedenen Gegenden führen und viele schon jetzt nur dürftig bestehende Arbeiter völlig außer Brod kemmen würden, wodurch zuletzt auch die Landwirthschaft selbst wieder leiden würde. Da die Richtigkeit des Prinzips von den Vertretern der Vereine für Münster und Arnsberg zugegeben ist, so brauchen wir nicht wieder auf dasselbe zurückzugreifen. Wir halten uns also lediglich an diesen Einwand. Die Genannten bemerken selbst,„die Eisenarbeiter bestünden jetzt schon nur dürftig.“— Sino wir dann nicht zu der Frage berechtigt, ob es nicht eine Wohltbat für diese jetzt schon hungernden Arbeiter ware, von einer schlecht sich lohnenden Industrie weg zu einer besser sich lohnenden getrieben zu werden? Was bilst es denn in Unendlichkeit fort binzusiechen! Jeeber ein Entschluß gefaßt wirk, desto besser ist es. Bei der Masse von Erfindungen und neuen Maschinen, welche auftauchen, werden immer Tausende entbehrlich, welche sich auf ein anderes Feld werfen müssen. Das ist seit der Erfindung der Maschinen, seit der Buchdrukkeikunst, so gewesen und wird sich täglich öfter zeigen. Man muß dabei nur dem Menschen die freie Beweglichkeit lassen, dann wird er schon Arbeit finden. Die Zahl der deutschen Eisenarbeiter läßt sich gar nicht vergleichen mit der Zahl derjenigen, welche z. B. durch die Eisenbabnen ihre Beschäftigung verloren. Es mochte für die Betreffenden eine Zeit lang unangenehm sein, allein deshalb ist noch keiner verhungert. Die Leute haben sich einer andern Beschäftigung zugewandt und die Eisenbahnen beschäftigen jetzt mehr Leute, als vorder bei allen Arten von Fubrwerken in Brod standen. Wir sehen B. jährlich große Eisenbahnbauten fertig werden. Die Arbeiter werden entlassen. Verhungern sie? Nein. Sie suchen andere Beschäftigung. Wie oft teten Krisen ein, binnen welchen die Geschäfte stocken, Etablissements eingehen und Arbeiter entlassen werden! Wenn man zu Gunsten der Eisenarbeiter die bohen Zölle aufrecht erhalten will, so müßte man es zu Gunsten Anderer auch tbun. Aber dann nenne man die Sache beim rechten Namen. Sage man, wir müssen eine Armensteuer für zeitweise beschäftigungslose Arbeiter haben. Gut. Diese Armensteuer können wir aber auw direkt erheben. Dann weiß man doch, daß sie wirklich den Berürftigen zu Gute kommt. Aber in Gestan des Zolles eine Aimensteuer zu erbeben, wobei eingestandenermaßen die Arbeiter nur dürfng bestehen, die Herren Fabrikanten, welche die Steuer in die Tasche schieben, aber vermutblich recht gut wissen, wie Rheinwein und Cbampagner schmeckt, das ist eine Ungerichtigkeit. Besser ware es fast für die Arbeiter, gleich auf das Acußerste es ankemmen zu lassen, als so„dürftig zu besteben.“ Es ist aber nicht einmal richDas Od. Sie kennen die Durchleitung des Odes durch die Körper, aber Sie kennen die Geschwindigkeit nicht mit der sie sich vollzieht. Die der Elektrizität ist bekannilich unendlich groß, dagegen die der Wärme überaus trage; das Od hält eine Art von Mittel. Ich spannte einen Eisendrath von 100 Fuß Länge aus, und brachte an sein Ende verschiedene Okquellen, Hände, Krystalle, Magnete nach einander. Eine hochsensitive Person empfand die Ankunft der entsprechenden Wirkung am andern Diathenden in ihrer Hand meistens nach Ablauf von ungefähr einer Minute. Sie können darau entnehmen, daß das Od langsam geuug in dem Drathe fortschritt, so daß ein Mensch im Laufe ihm zu folgen im Stande war. Sie haben gesehen, daß die Verladung und Fortleitung sich bewerkstelligen ließ auch ohne wirkliche Berührung der Odquelle, durch bloße Annäberung an sie nämlich. Ob dieß durch Einsangung der leuchtenden Emanationen des Odträgers oder durch Strahlung geschab, wissen wir nicht. Ob überhaupt Od strahlenförmig sich usbreite oder nicht, d#rüber belehrt uns der Umstand, daß das Od mit den Sonnenstrablen kommt, durch Glasprismen mit ibnen durchgeführt, in ihnen gebrochen und durch Glasscheiben polarisirt werken kann, noch nicht ganz zuverlässig; denn das Od dieser Hergänge kennte noch das Erzeugniß des Auffallens der Lichtstrahlen auf di festen Auffänger sein. Aber stellen Sie sich einem Sensitiven gegenüber, und führen Sie den doppelhändigen Strich über ihn herab auf Alstand von einer halben Armlänge: er wird ihn recht fühlen, wie wenn ein kühler Hauch über ihn herabliese. Treten Sie zurück um einen Schritt, und widerholen Sie gegen ihn die Bewegung des Striches: er wird die Kühle annoch empfinden, doch ctwas schwächer. Treien Sie um zwei, drei, vier Schritte zurück: Ihr tig, daß die Eisenarbeiter brodlos würden. Läßt man das Robeisen zollfrei herein, so können bei den herrlichen Wasserkräften, die Deutschland besitzt, zahllose Stabbämmer entsteben, welche dann recht gut mit England concurriren können, und eine kurze Lehrzeit kann die Hochofenarbeiter befähigen in den Stabhämmern zu arbeiten, was ohne dies schon häusig der Fall ist, und bei welchen in kurzer Zeit mehr Arbeiter angestellt sein wirden, als bei beiden zuvor. Außerdem wird das billigere Eisen die Consumtion vermebren, so daß die Zahl der Schlosser, Schmiede und sonstigen Eisenbandwerker sich um ein Bedeutendes vermehren würde. Wahrlich, wenn man ein Uebel erkannt bat, und kennt ein Radikalmittel dagegen, so ist es kindische Schwachheit, es deshalb nicht anwenken zu wollen, weil es schlecht scmeckt, oder vorübergebende Unannebmlichkeit zur Folge bat. Durch das ängstliche Zögern und Hinbalten vermebrt man nur des Uebel und muß zuletzt doch in den sauren Apfel beißen. Von dieser Ansicht ging auch der Bielefelder Verein aus, welcher durch ein Schreiden seines Vorstandes sich für Herstellung der Handelsfreiheit aussprach. O Deutschland. * Berlin, 15. Juli. In der vorgestrigen Sitzung der Zolconferenz wurde die Befürchtung laut, daß bei der Herabsetzung des Zollsatzes auf Sprup von 4 auf 2 Thir. Zucker in aufgelöstem Zustand als Srrup importirt und so der Zuckerzoll umgangen würde. Dem wurde indessen entgegnet, daß die neuere Chemie auch dem gewöhnlichen Zollbeamten das Mittel biete, den Sprup gebörig zu unterscheiden. Die N. Pr. Zeitung ist, wie wir gestern bemerkten, wirklich zum dritten Mal confiscirt worden. Die„Zeit“ schreibt darüber: Die heutige Nummer der„N. Pr. Zig.“ ist ebenfalls mit Beschlag belegt worden. Sie druckte mit Hinzusügung neuer Invektiven und abgeschmackter Verdächtigungen dieselben Artikel wieder ab, derentwegen sie schon an den beiden vorigen Tagen confiszirt worden war— eine Verhöhnung der Polizeibehörde, wie sie sich eben nur die„N. Pr. Ztg.“ erlauben kann. Sie versichert, daß sie kein buchbändlerisches, sondern ein politisches Unternehmen sei, und betont, daß„man“ sie nur„so lange“ verfolgen könne, als man eben die Gewalt habe. Dieses„so lange“ stimmt nämlich mit dem von den höberen Colporteuren und Mitarbeitern der„Kreuz= zeitung“ umhergetragenen Gerüchte zusammen, daß nunmebr, nachdem Se. Majestät der Kaiser von Rußland abgereist sei, die„Partei“ unverzüglich den Minister=Präsidenten„beseitigen“ werde. Wir theilen dieses Gerücht mit, weil es den Grad von Freckheit charakterisirt, mit dem diese Herren aufzutreten sich gewöhnt haben. Indessen— Hochmuth kommt vor oem Fall und der Krug geht nur so lange zu Wasser, bis er zerbricht. — Der„Staatsanzeiger“ Nr. 164 enthält das Allerhöchsten Orts der Stadt Potsdam unter dem 22. Mai ertbeilte Privilegium wegen Auestellung auf den Inhaber lautender Obligationen zum Vetrage von 300,000 Thlr.— serner eine Benachrichtigung des Handelsministeriums vom 9. Juli, betreffend die Bekanntmachung der General=Landschafts= Kredit=Direktion zu Warschau vom 26. Mai /7. Juni wegen Sensitiver wird mit abnehmender Stärke, aber immer deutlich geung Ihre Striche fühlen: ja er wird sie noch fühlen, wenn Sie sich um die ganze Zimmerlänge von ihm entfernten. Entfernen Sie sich stufenweise noch weiter von ihm durch das nächstanstoßende Zimmer: die Wirkung wird nun schwach werden, aber immer noch kenntlich sein. Bei einer mittelsensitiven Person können Sie sich auf solche Weise auf die Entfernung von 40 bis 60 Fuß zurückziehen, bis die Empfindung Ihres Striches unsicher und endlich unfühlbar wird. Ein Strich von unten nach oven wird noch etwas weiter empfunden, als einer von oben nach unten. Aber ich habe Hochsensitive gebabt, bei denen die Wirkung meiner streichenden Hände mit einem Abstande von 150 Fuß, über welche hinaus ich weiter verfügen konnte, wenn ich die gerade Reihe meiner Zimmer geöffnet hatte, noch nicht erschöpft war. Auch Krystallpole und starke Magnete empfanden sie jeben so welt, und zwar unverzüglich, sowie ich sie auf jene gerichtet hatte. Sie ersehen hieraus, daß eine ungemein weite Radiation dem odischen Dynamid zukommt, deren Gränze vielleicht in der Unendlichkett liegt, wie die des Lichtes. In Folge dessen schleppen wir an unsern Fingern, Zehen und Glieder unermeßliche Schweife von uns unsichtbaren Ausstrahlungen beständig mit uns herum, und sind außerdem als stoffiges und lebendes Wesen mit einer leuchtenden Atmosphäre umgeben, die mit uns umherwandelt. Oftmals hörte ich in der Dunkelkammer die Bemerkung aussprechen, mein Kopf sei mit einer Strahlenkrone umgeben, ich sei in einen Heiligenschein ein ehüllt. Und wenig wird fehlen, so leitet sich davon die Mytbe geraden Weges aus dieser Erscheinung her, die schon vor Jahrtausenden im Orient leuchtend gesehen worden, wie heute hier. Diese odische Atmosphäre, die jeder Mensch um sich hat, die von jedem lebenden Individuum ausgeht, ist nicht gleich, sondern Abhebung der den Inhabern der alten und neuen bereits verleosten polnischen Pfandbriefe zustehenden Beträge,— endlich eine Bekanntmachung der General=Direktion der Seehandlungs= Sozietät vom 10. Jili über die bei dem von letzterer unternommenen Prämienge chäft ausgeloost und nicht erhobenen Prämienscheine — Se. Majestät der König und Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Rußland nebst den kaiserl. Prinzen kamen gestern Vor nittag gegen 11¾ Uhr mit einem Extrazuge von Potsdam hier an und begaben sich sogleich auf der Verbindungsbahn nach dem Steitiner B###nhof. Längs der Bahn,###nders an den Stellen, wo dieselbe die St=ßen durchschneidet so wie auch in der Gegend des Bahnbofes halte sich ein zahlreides Publikun aufgestellt. Der Hamburger und der Steitiner Bahnbof waren zu Ehren der hehn Herrscaten mit Fahnen geschmückt. Um 12 Uhr langte der Zug auf dem Steitizer Bahnhofe an, wo sich zur Begrüßung Idrer Majestsien viele hobe Civil= und Mlitärpersonen b.fanden. Nachdem der Zug Halt gemacht hatte, stiegen Ihre Majestäten der König und der Kaiser von Rußlank, so wie Se. kön gl. Hoheit der Prinz von Preußen aus dem Wagen und unterbielten gegen eine Viertelstunde sich auf das Huldorllste mit den anwesenden Beamten. Se. Maz. der Köng und Si. königl. Hoheit der Prinz von Preußen trugen die Un erm enes russischen Generals, Se. Maj. der Kaiser die Gemrals= Uniform vom preuß. Kuirassier=Regimente. Um 12¼ Uhr fuhren die boben Herrschaften mit einem Ernazuge nach Sut: tin. Ihre Maj. die Kaiserin traten vor d m Abgange n#### aus dem Coupe und grüßten so wie der Kaisr die Voltsmenge auf das Hulovollste.(Zeit.) — Die Frage über die Gemeinde=Ordnung ist in letztr Zeit einigermaßen aus dem Bereich der öffentlichen Aufmerisamkeit verschwunden; sie ist aber nichts desto weniger fortwährend der Gegenstand der Beratbung im Ministerium des Innerr, odne daß man sich, wie es scheint, bereits über den einzuschlagenden Weg in allen Theilen verstänoigt hat. Es ist— schreibt das„C. B.“— die ausgesprechene Absi be des Ministers des Innern— in der nächsten Kammersession darauf zu dringen, daß eine Ordnung der Gemeiade=Angelelegenheiten erfolge. Die Netbwendigkeit eines sesten Bocens in dieser Richtung stellt sich auch bei der Domizilgesetzgebung, wie bei andern Spezialien beraus. Im Allgemeinen sind wohl die Ansichten über die Nothwendigkeit, in eer nächsten Session mit der Gemeinde=Ordnung zum Ziel zu kommen, übereinstimmend.“ — Se. königl. Hoheit der Prinz Friedrich Wilhelm wird sich in Begleitung des General=Lieutenauis Frdr. Reth von Schreckenstein, des Majors von Alvensleden, Chef des Generolstabes des 8. Armee=Korps und Ihres Arjutanten Haurtnann von Heintz mit Ihren kaiserl. Majestäten nach St. Peursburg begeben, um den dort stattfindenden großen Kavallerie. Mannövern beizuwohnen. Dem Vernehmen nach werden dis hier eingetroffenen kaiserlich österr. Offizuere e#enfalls in Begleitung der Allerhöchsten Herrschatten nach Si. Petersburg abreisen. — Die rheinische Pasteral=Hülfsgesellschaft hat 4 Seelserger in die kleinen inmitten katbolischer Bevölterung bestehenden protestantischen Gemeincen des Parervorn'schen Gebei jedem etwas verschieden, ungefähr wie die Terüche, die Geschmackseinwirkungen verschieden sind, wie das Licht in Farben, der Schall in die Tonleiter zerfällt; sie ist bei einem Weibe verschieden von einem Manne, bei einem Jungen verschieden von einem Alten, bei einem Sanguiniker verschieden von einem Choletiker, bei einem Gesunden verschieden von einem Kranken; ja sie ist unter den Kranken verschieden bei einem Katarrh von einem Scharnich, von:men Typhus mit seinem calor mordax u. w., und alle diese Unterschiede weroen von Hochsentiven, ja oftmals schon von Mittelsensitiven erkannt und bestimmt unterschieden. Sie finden hierin die ersten Winke über die Möglichkeit, daß z. B. Kranke in ertremen Sensivitätszuständen das Annähern ihres Arztes schon erkennen, wenn Gesunde ihn noch nicht wahrzunehmen vermögen, daß sie vor manchen Menscher auf das eiste Zusammentreffen eine ebenso u mberwindliche Abgeigung haben, als für andere eine unbegründete Vorliebe, daß Raubthiere, daß Hunde die Spur auf einem Blatte erkennen, auf welches ihre Beue fliebend den Fuß gesetzt, und ähnliche Dinge mehr, die wunderbar scheinen, aber auch nur scheinen, solange man die physischen Fäden nicht kennt, mit welchen sie in der materiellen Welt ganz gesetzmäßig und einfach zusammenhängen. Doch ich wurde die Gränze, die ich mir für diere Briefe gezogen habe, überschreiten, wollte ich in Darlegung dieser höhern veischen Verhältnisse eingehen. Ich nehme daher hier von Ihnen Abschied. Sie kennen jetzt die Erscheinung dessen, was ich Od genannt habe, nach seinen äußern Umrissen. Es ist ein Dynamid, das denen, welche die Wissenschaft bereits kennt analog und nave verwandt ist. Es umfaßt eine eigene Gruppe unwägbarer aber sinnlich wahrnehmbarer Vorgänge in der Natur, für eic wir bis jetzt weder ein Maß noch ein Reagens haben, als deu m nichlichen und auch diesen unter den eigenthümlichen Umständen der sensitiven 7 Wrr biets abgesandt, um dieselben gegen die katholischen Einflüsse, zu schützen. — Die Polizeiverwaltungs= Bebörden sind veuerdings angewiesen worden, das Umderziehen von Musikbanden rurch nachsichtige Anwendung der in Bezug auf den Gewerbebetried bestehenden Verordnungen nicht zu befördern, da es in Betracht der großen Belästigung, welche für das Publikum eft durch das Musiciren dieser Gesellschaften erwachse, vielmedr auf eine Beschränkung dieser Art des Gewerdebetriebes ankomme.(3 — Es soll jetzt feststeben, daß der Staatsrath gegen das Ende des August einberusen werden soll. Dabei erzählt man sich, raß der Oberpräsident der Provinz Westphalen, Hr. von Duesberg, zum zweiten Präsidenten desselben ernannt werden soll. Auch nennt man den Präsidenten der Ober=Rechenkammer, Herrn von Ladenberg, als Nachfolger des Herrn von Duesberg in Westsalen.(N. Pr. Z.) — Die Reise des General Grafen Gröben nach der Schweiz und Frankreich stebt mit den politischen Angelegenbeiten in keiner Verbineung. In Betreff der neuendurger Sachlage bat sich zur Zeit nichts veräncert. Es sine von bier aus besondere Schritte noch nickt gescheben und scheint man in der Schweiz daran zu denken, die Vermittlung Leuis Napoleons für die möglichst stille Ordnung der neuenburger Sache in Anspruch zu nehmen. Daß die Ordnung ohne bedeutendere militärische Maßregeln, die eventuell zur Anwendung gebracht werden würden, geschebe, ist ein bei den seiner Zeit in London geführten Verhandlungen mebrsach geäußerter Wunsch, in dem man sich schließlich auch mit allen nicht exaltirten Parteien der Schweiz zu begegnen scheint. — Se. M. der König begiebt sich im August zum ersten Male nach Danzig, im September wird sich die Reise des Königs nach Preußen wiederholen. Vor der Reise nach Danzig im August möchte noch von Sr. Maj. ein Besuch Münsters zu der dort stattfindenden Feier der Angehörigkeit dee Münsterlandes zu Preußen erfolgen, mit welchem vielleicht der in Aussicht gestellte Aueflug nach Ischl in Verbindung kommen dürfte.(Zeit.) :. Der Prinz=Regent von Baden gedenkt noch einige Tage in Potsdam zu verweilen und dann mit Sr. kgl. Hob. dem Prinzen von Preußen, welcher sich zu seiner Gemablin nach Baden=Baden begiedt, die Rückreise nach Karlsruhe anzutreten.(Sp. Z.) — Die„Fr. Postz.“ schreibt: Dem Hru. v. Manteuffel kommen die maßlosen Angriffe der Kreuzzeitung auf seine Person wesentlich zu statten. Der König hat die betreffenden Artikel des genannten Blattes entschieden gemißbilligt und dem Ministerpräsidenten der Fortdauer seines Vertrauens versichert. Bei uns sollte überhaupt keine Zeitung sich einbilden, sie sei eine Macht im Staate. Hr. v. Manteuffel würde seinen bohen Posten in dem gegenwärtigen Augenblick schon darum nicht anfzeben, weil man dier allgemein glaubt, das österreichische Gouvernement würde seinen Rücktritt gern sehen und gründe auf denselben die Heffnung seines Sieges in der handelspolitischen Frage. * Berlin, 15. Juli.(Abende.) Die N. hört auf zu erscheinen, bis über die letzten Consiskation erkannt sein wird. Statt ihrer letzten Nummer kommt uns heute folgende Erklärung zu: Da die polizeiliche Consiekation der drei letzten Nummern unserer Zeitung vom 13., 14. und 15. d. M. zu beweisen scheint, daß es uns augenblicklich nicht gestattet ist, in der bisherigen Weise weiter zu schreiben, und es nach unserem wodlerwogenen Ermessen viel weniger darauf ankömmt, daß die Kreuzzeitung ununterbrochen erscheint, als darauf, daß ste unberingt und rücksichtslos Farbe hält und gegenwärtig selbst den Schein vermeidet, als habe sie mit dem System Manteuffel=Quebl noch das Mineeste gemein, so haben wir und entschlossen, das Erscheinen unserer Zeitung mit dem heutigen Tage vorläufig wenigstens so lange zu sistiren, bis über die polizeilichen Consiscationen Gerichtsseitig befunden sein wird. Potsdam, 13. Juli. Mit Ausnabme der glänzenden Korsofahrt und ree Festes des Lehrbataillons, scheint der diesmalige Aufentbalt des Kaiserpagtes am diesigen königl. HosReizbarkeit. Der Grund, warum es der wissenschaftlichen Forschung bis jetzt gänzlich entgangen, ja von der Wissenschaft gerabezu und hartnäckig zurückgestoßen und ausgeschlossen worden ist, liegt eben in diesem Mangel an einem allgemeinen Odoscop und Odometer, welche für Jedermanns Gebrauch zugänglich wären, und womit sein Dasein leicht und in die Augen fallend aller Welt darzuthun gewesen sein würde. Und die Ursache, warum hinwiderum ein Odoscop bis jetzt sich nicht hat finden lassen, entspringt aus der Natur des Odes selbst, nämlich aus seiner Kraft, alle Stoffe und alle Räume zu durchdringen und sich nirgends anhäufen, niemals bis zur allgemeinen Wahrnehmbarkeit verdichten zu lassen; für Warme, Clektricität, Licht giebt es bis auf einen gewissen Grad Isolatoren, für Od habe ich noch keinen aufzusinden vermocht. Dieses Abmangels an aller Sperrbarkeit habe ich mich bedienen zu sellen geglaubt, um ihm einen zu mannichfaltigen wissenschaftlichen Beugungen bequemen Namen zu bilden. Im lateinischen voco, im Altnordischen vada, heißt: ich gehe schnell, ich eile dahin, ströme fort. Davon Wodan bezeichnet im altgermanischen den Begriff des Alldurchdringenden; es ändert in den verschiedenen alten Idiomen ab in uodan, Odan, Odin, wo es die alldurchdringende Kraft bezeichnet, ess zuletzt in einer germanischen Gottheit personificirt wird. Od ist also das Lauizeichen für ein alles in der gesammten Natur mit unaufbalisauer Kraft rasch durchdringendes Dynamie. Hätte uns die Natur einen Sinn für Od verlieben, so klar und deutlich etwa wie für Licht und Schall, so stünden wir auf einer bei weitem höhern Stufe der Erkenntniß; wir würden Wahrbeit und Täuschung vermittelst jener Alldurchdringlichkeit ohne allen Vergleich leichter, schneller und sicherer unterscheiden, wir würden einander, wie man zu fsagen pflegt, ins Heiz sehen; Talleyrand könnte nicht mehr die Sprache mißbrauchen, um seine Gedanken zu lager mehr der Rube und Erholung im hohen Familienkreise, als rauschenden Festlichkeiten gewidmet zu sein. Was man darüber im Publikum erfährt, ist Felgendes: Am 9. nadmen Ihre Majestäten die Kaiserin und die Königin in den reizenden Gärten des Palais der Frau Fürstin von Liegniß den Thee ein. Am 10., Nachmittags um 2 Uhr, traf Se. Majestät der Kaiser, in Begleitung des Königs mit einem Extrazuge von Steitin hier ein. Da alle Empfangsseierlichkeiten verboten waren, so befanden sich nur der Stadtlommandant und Platzmajor auf dem Perron des Bahnhoses, um etwaige Befeble entgegenzunehmen. Am 11. war das Fest des Lebrbataillons. Von der Oper„die weiße Dame“ konnten nur 2 Atte wegen der großen Hitze im Palaistheater gegeben werden. Am 12. nahmen die Allerhöchsten Herrschaften den Thee ein in der Grotte, die so reizend im Neuen Garten, unsern der Meierei, liegt und den könlichsten Ueberblick über den Jungsernsee und den Spiegel der breiten Havel bis nach Gtienicke gewährt. Nach rem Tbee machten der König und die Königin mit ihren Allerhöchsten und hehen Gästen noch eine Wasserpartie auf dem genannten königl. Dampfboote, um die Kuble des schönen Sommer=Abends auf dem reigenden Seespiegel der Havel zu genießen. Von der heutigen Feier des Geburtstages Ihrer Majestät der Kaiserin vernimmt man, daß derselde mehr im bohen Familienkreise, als durch glänzende Festlichkeiten gefeiert werden wire. Es wird heute Morgen der Ausgang auf die Terrasse aus den Zimmern der Kaiserin mit Gebängen von Eichenlaub geschmückt sein. Später wiro die Kaiserin die Glückwünsche ihrer Familie und Umgebungenentgegennehmen, und aledann Gratulationscour empfangen. Mittags wird Familientafel auf der Pfaueninsel sein, wobin die Allerböchsten Herrschaften auf dem Dampfboot„Alerandria“ fahren wirden. Morgen Mittag wird,— so weit bis jetzt bestimmt ist— die Abreise der kaiserl. Majestäten erfolgen. Der Kaiser und die Kaiserin legiren auf dem Schlosse Sanssouci, in den Gemächern Friedrichs des Großen, die auch die Staatszimmer des Schlosses sine, in unmitteldarer Nähe bei dem Ihnen so nabe verwandten und befreundeten königlichen Paare. Allen denen, die in dienstlicher Beziehung dem hoben Kaiserbause nur einigermaßen nabe standen, sino wertbvolle Andenken von Allerhöchster Hand zu Theil geworden.(Zeit.) Stettin, 13. Juli. Die Fregatte„Eckernförde“ steht in Bremerdafen jegt unter dem Befebl des Marine=Lieutenanis v. Pirch, wird aber baldigst von einem schwedischen Seeeffiziere, welcher vorläufig auf erei Monate engagirt ist, übernommen werden. Diese Fregatte wird wahrscheinlich noch in diesem Jahre in Verbindung mit dem„Merkur“ und der „Amazene“ eine Uebungsreise nach dem mittelländischen Meer: machen. — Zufolge heute hier eingegangenen Nachrichten gebt die kaiserl. Familie gleich nach der Ankunft in Swinemünde an Bord der kaiserlichen russischen Kriegsschiffe und darauf nach Kronstadt in See. Die königl. Familie übernachtet in Swinemünde und gebt am Donnerstag Vormittag 10 Uhr ohne Aufenthalt über hier nach Potsdam zurück. Am Bord der„Königin Elisabetd“ findet das Diner statt. Magdeburg, 13. Juli. Am vergangenen Sonntag Nachmittag ist ein Einwohner Burgs nebst seiner Ebefrau im Biederitzer Busche angefallen worden. Die Eh frau ist zunächst durch einen Faustschlag zu Boden gestreckt und dann am Kopfe verwundet, der Ehemann hat vier Wunden in den Arm und einen Stich durch die Hand erhalten. Bei der Annäberung eines in der Näbe weidenden Schäfers ist der Mörder, den Rache zu der That bewogen haben soll, entfleben, jedoch erkannt worden, so daß er der vereienten Strafe nicht entgehen wird. Bresläu, 13. Juli. Man wird sich der Verurtbeilung eines Droschkenkutschers zu zehnjähriger Zuchtbausstrafe und zehnjähriger Stellung unter Polizei=Aufsicht erinnern, weil er von einem Fabrgast 7 ½ Sgr. Fabrgelo über die Tare angeblich erpressen wollte. Das Obertribunal vernichtete das Erkenntniß, worauf der Angeklagte in der zweiten Verhandlung freigesprochen wurde. ∆ Köln. 15. Juli. Wir erbalten so eben von einen unserer Correivondenten die Mittheilung, daß der Herr Dr. Desaive, Direttor der Hagel= und Viehversicherungsgesellschaft „Laboreur“, früberer Professor an der Thierarzneischule zu Lüttig und Erfinder eines Vorbeugungs=Mittels gegen die Lungenseuche, das derselbe in der Umgegend von Köln vielfach und mit dem besten Erfolge anwankte, nach Berlin sich begeben wird. Von da aus gebt verselbe nach Frankreich und Englane, welche Staaten ihn mit besonderer Einladung beebrien, wie uns dies die Kölnische Zeitung zur Zeit berichtete. — 11. Juli. Vorgestern Abeno naf, ro: London kommend, die Schwester des bekannten Siudenten Schurz, der als Befreier Kinkels gilt, am hiesigen rbein. Babndofe ein. Die Polizei, von deren Ankunft avertirt, hatte sich den Zollbeamten zugesellt, um bei der Visitation der Reise=Effetten dieser Dame mit thätig zu sein. Obgleich die Ducchsuchung sch: minutiös, jedoch auch, wie wir gern wiedererzählen, mit den verbergen, und wir würden in weiterer Folge dessen ein Wesen böherer und edlerer Art sein. Es läßt sich leicht darthun, daß wir, mit einem Odsinne begabt, ein Art Engel sein müßten, und daß eine solche Fähigkeit une nur verliehen zu werden braucht, um uns unverzüglich auf eine höhere Stufe der Sittlichkeit emporzuheben, ohne noch unsere Verstandeskräfte zu steigern. Die Allweisbeit, die nur irreide Menschen wollte, hat uns darum versagen müssen, was uns Halbgöttern gleichgemacht haben würde. Ich wunsche, daß es mir gelungen sei, mich Ihnen klar und verständlich ausgedrückt zu haben. Sollten Sie in Ihrem Interesse für den inhaltschweren Gegestund noch nicht ermüdet sein, so erlaude ich mir vielleicht später, Sie von der Obersläche auch in sein Inneres zu führen. einer Dame schuleigen Rücksichten erfelgte, so bat die Polizei roch keine Veranlassung zu einer Beschlagnadme sinden können. Duisburg, 13. Juli. In rer verflossenen Woche ist auf der Schurfarreit der Herren Beockboff zwischen bier und Ruhrort in der Räde des Faber'schen Hauses wieder ein Steinkohlenflötz von 18 Zell lothrechter Mächtigkeit in einer Tiefe von 43 Lachtern erbohrt worden, werüber die bergamtliche Abnahme bereits statigefungen bat. Immer weiter nach Westen rücken die Bohrarbeiten und Fundorte auf Steinkohlen. Koblenz, 14. Juli. König Leopolo von Belgien wird morgen oder übermorgen auf einem besonders für ihn bereit gestellten Dampfboote der kölnischen Gesellschaft auf der Rückreise von Wiesbaden nach Brüssel hier vorbeikommen. Heute geht unser Oberpräsident Herr v. Kleist=Retzow zu der morgen stattsineenden Eröffnung der Gewerbeausstellung nas Dusseldorf ab.— In dem benachbarten Orte Moselweis hat man gestern den ersten dieejäbrigen Roggen in biesiger Umgegend geeroschen, welcher auf den morgen hier stattfindenden Fruchtmarkt gebracht werden sell. Nachen, 15. Juli. Gestern Abend wurde auf rem Wege von Brandt nach Stolderg dicht bei der Cdaussee ein Frauenzimmer, welches eine Summe baaren Geldes bei sich trug, ermordet, indem ihr der Hals rurchgeschnitten wurde. Bei der Annäherung mehrerer Leuie entfloh der Mörder in den Wale, obne die wahrscheinlich heabsichtigte Beraubung ausfuhren zu können. Gotha, 13. Juli. Ich bin im Stande, Ihnen Genaueres über die von der Grafencurie und der 2. Bevollmächtigten der Ritterschaft unseres Herzogihums beim deutschin Bunde eingereichte Beschwerde gegen unsere neue Versassung miizutheilen. Dieselbe geht nämlich davon aus, daß die Aufdebung der alten Verfassung(der vor 1848) deshalb eine unberechtigte war, weil dieselbe ohne jeewede Betbeiligung der bisberigen Stände erfolgte. So bleibe ihnen nichts Anderes ubrig, als ihre Klage an das Forum des durchlauchtigsten deutschen Bundes zu bringen, um eurch das Einschreiten resselben rie Wieeerherstellung der seit März 1848 rechtewierig außer Wirksamkeit gesetzten laur ständischen Verfassung und damit zugleich die Beseitigung der seitdem erschienenen, ibre politischen Rechte vernichtenden und ihre Privat= und Eigenthumscechte verleßenden sogenannten Gesetze einer unberechtigten Abggorenetenversammlung zu erlangen. Nomintlich aber müßten sie darauf bestehen, daß durch ein geeignetes Wahlgesetz dem demokratischen Element kein Raum gelassen und im Geiste der Bundesakte eine wahrbaft ständische, aler nicht eine offene oder verkappte sogenannte Volksrepräsentation rem Massen= ober Majoritätseinfluß die Geschicke des Landes Preis gebe.(K. Z.) Kassel, 15. Juli. Die in der gestrigen Nummr migetheilte Nachricht von der bevorstebenden Ankunft des hochwürdigsten Hrn. Bischof von Fulda dat sich bestätigt. — Die erste Kammer, welche sich diesen Mittag um 12 Uhr versammelte, wählte zu ihrem ersten Vieepräsidenten den ritterschaftlichen Deputirten vom Lahnstrome, Obervorsteher und Obergerichtsraib F. L. v. Schutzbar, gen. Milchling. Zum zweiten Präsicenten den ritterschaftlichen Deputirten von der Diemel Freiberrn Waitz von Eschen. Zu Sekretären: den ritterschaftlichen Deputirten von der Werra, Obergerichtsratb a. D. v. Bischoffsbausen, und deu Vizesonzler der Landesuniversität Pros. Dr. Locbell.(K. Z.) — Vorgestern wurden Hugo v. Leßberg noch Marburg und gestern Henkel und Dr. Gräfe nach der Beigfiste Spangenberg zur Abbüßung ihrer Strafen abgeführt. Frankfurt. 11. Jul. Die zweite Eon crenz der Minister der Darmstäcter Verbündeten soll, wie uan hört, im Laufe dieser Woche, und zwar entweder hier oder in einer der benachbarten Residenzen stattfinden. — 10. Juli. Der biesige Senat bat, wie zu erwarten stand, auf die Ermahnung des politischen Ausschuss s der Bundesversammlung die Antwort gegeben, daß er nicht im Stande sei, die versprochene und zum Theil bereits eingeführte politische Gleichberechtigung der biesigen Staatsbürger wierer in Frage zu stellen. Es liegt nun am Tage, daß de Bundesversammlung sich zu dieser Infragestellung entschließen wird. Der politische Ausschuß verselben bat ihr einstweilen Bericht erstattet.(B. H.) Bruchsal, 11. Juli. Seit etwa 14 Tagen haben rabier barischer Seits die Arbeiten für die Erweiterung des Bahnhefs zum Anschluß an die Würtemberger Verbindungsbohn begennen. Man ist damit beschäftigt, zunachst das zu dem bestehenden Bahnhof gebörige niedrig gelegene Terrain bis zur Bahnebene zu erböben, zu welchem Zwecke die ganze Nacht durch eine Lokomotive mit zahlreichen Wagen und Arbeitern mit Herbeischaffung des erforderlichen Materials(Kies) von dem andertbalb Stunden von hier entfernten Ort Weisher ber beschäftigt ist.— Bereits beginnt in viesiger Gegene, nach dem die Heuernte überaus glücklich vorübergegangen, die Fruchternte, die einen gesegneten Ertrag verspeicht. Insbesondere stebt die Gerste, die bier am meisten gebaut wurde, außerordentlich schön. Auch die Kartoffeln sino bisher so gut gedieben und seden so gesund und kräftig aus, daß sie eine reichliche Ernte versprechen. Der Weinstock schließlich bat fast ganzlich abarblüht, und die Samen sind groß und schön. Aus München wiro der gutunterrichteten Psälzer Zig. geschrieben:„Aller Wahrscheinlichkeit nack werden sich die Darmstäeter Zollverbündeten für den vom Ministerp#äsicenten v. e. Pfordten vorgeleaten Entwurf einer Antwort auf die preußische Erklärung vom 7 v. M. entscheiden. Abschriften davon sino sowobl den betreffenden Regierungen als deren Bevollmächtigten in Berlin zugegangen und die Colectiv=Erllärung der süedeutschen Staaten kürfte schon in den nächsten Tagen der preußischen Regierung überreicht werden. Bin ich recht unterrich215 let, so Aufrecht gesproche Bedingu schluß e pen aus bevorstche vetsichern teus der zig haben dr am E ds Kaiser ster und d lungen wa statut und — T Reise nach Avatin, D Militärgren d. M. wird benbürgen i Schwe in Graubünd gelischen Pfa Aus dem Aa seit 1834 ne Italie der römischen sind abgebroch non die Absch sche Regierung — Genu, aus Amerika nicht mehr um gegeben, und i Commando ein übertrug.—2 sollen von dem Oesterreich. Con aukr Regierung über Herrlichkeit. N hers) dort pure lichsten Mensche der Deportirten dert wurde, d. h an dem anstreng besuchte der Gen die Inseln des„ unter Dach und gebracht und sing ge zu arbeiten. Maire die desertit haben, und sich in rede des Generale zu baben, sie bean Napolcon!" Die wollen aber auch ben sogar den Ein sie nur bis dabin ruinirt und die f die Unterstützunge hat ein Auskunftsn Ackerbau. Er verl che. Der 6. Tag i welche sie bis zur 4 den ganzen rückstän — Die Küster nordwestlichen Bevöl die ungeregelte Weit jetzt einen sehr gerin von Ladungen gefar als Dünger verwendgerer Zeit bemübt,## zu heben. Sie hat: auf Bezug habende F der Moniteur, daß d glied der Acacemie, gen und die Küsten z anzugeben, ob und# zeugung mittelst Eier richten ,Lob das Seear schädlich sei. Zwei an Coste werden gleichzeit Granville und in den — Dei Aufstank werden. Andererseits kabrlien agirte, nach Ce von der unerträglichen zug ist sonach bis zum dei eine Ausstellung dei staltet für die Aussteller wobei nichts Anderes an was das Departement e wird Kirschwasser von von Sig und Genever und Wild gibt es keinen Trüffeln werden verspeist Bankettkommission in Vei selben von einem andern und zwar von Bogbar. bankett noch nicht möglich — Wie schnell sich ändert, daß ganze Stadtvi Plätze und Straßen wie? selbst der Pariser nach ein let, so wird in sehr versöhnlichem Tone darin der Wunsch nach Aufrechtbaltung des Zollvereins und die Bercitwilligseit ausgesprochen, dem Septembervertrag beizutreten, jedoch unter der Bedingung, daß Preußen sofort mit Oesterreich über den Atschluß eines Zoll= und Handelsvertrags in Unterhandlung trete. Wien, 12. Juli. Der Abzug der französichen Truppen aus Rom, welcher schon zu wiederholtenmalen als nabe bevorstchend gemeldet wurde, wird nun, wie ich Sie bestimmt vetsichern kann, noch vor Ablauf dieses Jahrs erfolgen. Seitens der französischen Regierung sind bereits die hierauf Bezig habenden Eröffnungen in Wien gemacht worden.— Bei der am Samstag in Schönbrunn unter dem Vorsitz Sr. Maj. d's Kaisers abgebaltenen Conferenz waren sämmtliche Minister und der Reichsratb zugegen. Gegenstand der Verbandlungen waren die ungarischen Angelegenheiten, das Landesstatut und die Grundablösung. — Der Kaiser tritt morgen mit dem Dampfboote die Reise nach Semlin an und berührt Földvar, Kalocza, Mobacz, Avatin, Dalpa, Neusatz und Peterwardein. Die Bereisung der Militärgrenze beginnt von Semlin aus zu Wagen. Den 20. d. M. wird Se. Maj. die Grenze des Großfürstenthums Siebenbürgen überschreiten. Ausland. Schweiz.— Zur Unterstützung entlassener Sträflinge hat sich in Graubünden ein Comitee gebildet, in welchem neben drei evangelischen Pfarrern auch der vielgenannte Pater Theodosius sitzt.— Aus dem Aargau wird berichtet, der Weinstock stehe so schön, wie seit 1834 noch nie. Italien.— Turin, 11. Juli. Die Unterhandlungen mit der römischen Regierung wegen der Bestättigung der neuen Beschöse sind abgebrochen. Der hiesige Stuhl stellte als Bedingung sine qua non die Abschaffung der Siccardischen Gesetze, worauf die Sardinische Regierung nicht eingeben wollte. — Genua, 10. Juli. Nach den letzten bier von Garibaldi aus Amerika eingegangenen Nachrichten, bekümmert sich derselbe nicht mehr um Europa; er hat seine Lichterfabrik in Nevyork aufgegeben, und ist nach Lima gegangen, wo ihm ein Rheder das Commando eines Schiffes, welches von Callao nach China ging, übertrug.— Die letzten vielen Verhaftungen in der Lombardei sollen von dem Auffinden einer Correspondenz des Kossuth, die dem Oesterreich. Consul üterliefert wurde, herrühren. Frankreic.—** Paris, 14. Juli. Der Bericht der Regierung über die Deportirten in Cayenne ist natürlich voller Herrlichkeit. Nach ihm wäre die Eristenz des gelben Jack's(Liehers) dort pure Verläumdung und die Deportirten wären die glucklichsten Menschen von der Welt.: Es heißt darin: Die Stimmung der Deportirten ist dieselbe, wie sie in den letzten Berichten geschildert wurde, d. h. vortiefflich. Sie arbeiten mit Lust und Liebe an dem anstrengenden Werke der neuen Einrichtung. Am 16. Mai besuchte der Generalcommissair Hr. Sarda Garriga zum erstenmale die Inseln des„Heils“(Salut) und fand bereits 180 Deportirte unter Dach und Fach. Wenige Tage darauf waren sie alle untergebracht und singen an, an den Wohnungen für die Nachkömmtinge zu arbeiten. Bei seiner Rückkehr nach Cayenne stellte iym der Maire die desertirten Negir vor, welche ihre Wohnungen verlassen haben, und sich in jämmerlicher Eristenz herumzutreiben. Die Anrede des Generalcommissairs scheint auf sie großen Eindruck gemacht zu baben, sie beantwortetendieselbe mit dem Rufe:„Es lebe Louis Napolcon!" Die armen Leute möchten wohl gerne arbeiten, sie wollen aber auch natürlicherweise Lohn erhalten; sie wollen denselben sogar den Einwobnern bis nach der Ernte stunden, wenn man sie nur bis dabin erhalten will. Der Ackerbau ist aber gänzlich ruinirt und die freigelassenen Neger sind auf sich selbst und auf die Unterstützung der Regierung angewiesen. Hr. Sarda Garriga hat ein Auskunftsmittel getroffen. Er verwendet alle Neger beim Ackerbau. Er verlangt von ibnen nur 5 Tage Arbeit in der Woche. Der 6. Tag ist für den Anbau von Nahrungspflanzen bestimmt, welche sie bis zur Ernte ernähren sollen, nach deren Beendigung sie den ganzen rückständigen Lohn erhalten sollen. — Die Küstenfischerei, welche früher einen großen Theil der nordwestlichen Bevölkerung Frankreichs reichlich ernäbrte, ist durch die ungeregelte Weise, wie sie betrieben wurde, erschöpft und bietet jetzt einen sehr geringen Ertrag. So sind z. B. jährlich hunoerte von Ladungen gefangener kleiner Fische von den Küstenbewohnern als Dünger verwendet worden. Die Regierung ist schon seit längerer Zeit bemnübt, diesen Industriezweig, der ganz einzugehen droht, zu heben. Sie hat namentlich in der letzteren Lu zablreiche darauf Bezug babende Fischereiverordnungen erlassen und heute meldet der Moniteur, daß der berühmte Ichtyologe Hr. Valenciennes, Mitglied der Acacemie, den Auftrag erhalten habe, die Strommündungen und die Küsten zwischen Havre und Teste zu untersuchen und anzugeben, ob und wo man eine künstliche Fisch= und Seckrebserzeugung mittelst Eiern anlegen kann; er soll ferner darüber berichten Lob das Seegras für die Erhaltung der Fische nützlich oder schädlich sei. Zwei andere Zoologen, die Hr. Milne=Edwarc und Goste werden gleichzeitig dieselben Studien zwischen Eherbourg und Granville und in den Umgebungen von Trenville machen. — Der Aufstank von Guelma kann als unterdrückt betrachtet werden. Andererseits ist die Expeditionskolonne, weiche gegen Kleinkabrlien agirte, nach Constantine zurückgekehrt. Die Mannschaft bat von der unerträglichen Sommerbitze furchtbar gelitten. Der Felezug ist sonach bis zum Herbste aufgeschoben worden. In Oran findei eine Ausstellung der Feldprodukte statt. Die Regierung veranstaltet für die Aussteller und für die Jury ein greßes Banquctt, wobei nichts Anderes an Speisen und Getränken servirt wird, als was das Departement erzeugt. Senia liefert den Tischwein. Man wird Kirschwasser von Tlemen, Cognac von Missergbin, Aniseite ven Sig und Genever von Oran trinken. An Braten, Geflügel und Wild gibt es keinen Mangel. Sogar einheimische Austern und Trüffeln werden verspeist werden. Nur wegen des Caffees gerieth die Bankettkommission in Verlegenheit. Man entschloß sich zuletzt, denselben ven einem andern Departement, das ihn erzeugt, zu borgen, und zwar von Bogbar. Vor fünf Jahren wäre ein solches Localbankett noch nicht möglich gewesen. — Wie schnell sich Parts unter den Augen der Zuschauer verändert, daß ganze Stadtviertel in wenig Wochen verschwinden, neue lätze und Straßen wie durch einen Zauberschlag entsteben, so daß selbst der Pariser nach einer kurzen Abwesenheu immer etwas Neucs vorfindet, worüber er sich verwundert, ist eine bekannte Thatsache. Nie aber ist vielleicht so viel in dieser ewig an sich selbst putzenden Hauptstadt gebaut worden,“ als eben jetzt. Die ganze lange Strecke von den Tuilerien bis zum Stadthause ist gleichsam mit Varrikaden bedeckt. Ueberall werden Fundamente und Canäle gegraben, Häuser eingerissen, auf deren kaum weggeräumten Ruinen sich neue prachtvolle Facaden eiheben. Die Vollendung des Louvers nimmt Tausende von Händen und Karren in Anspruch. Die stolze Straße Rivoli avancirt durch die alten winklichten Stadtviertel, deren Pflaster die Sonne nie beschienen hat, nach dem jetzt freistehenden Stadthause zu. Wenige Schritte davon fangen die riesenhaften Centralballen an, sich über den Unterbau, der ein cosossales Baumaterial verschlungen hat, zu erheben. Jn wenig Tagen wird mit der Erweiterung der Rue Montmartre, die aus einer der schmutzigsten und unbequemsten, in eine der elegantesten Straßen von Paris verwandelt wird, vorgeschritten. Gleichzeitig arbeiten andere Tausende an der Gürtel=Eisenbahn, welche rund um und theilweise in Paris laufen wird, um die verschiedenen Eisenbahnhöfe unter einander zu verbinden. Schon werden die Vorbereitungen zum Durchbruch der neuen Straßburger Straße zwischen dem Eisenbahnhof und dem Boulevard St. Martin getroffen, und die Pläne zu den großen Bauten und Verschönerungs=Arbeiten im Boulogner Walde sind eben fertig und genehmigt worden. — Der bekannte Nachfolger Abdel=Kaders Vou Maza ist aus dem Schlosse Ham, wo er gesangen saß, mit einem Tischlergesellen, der ihn bediente, entflohen. Er nahm nur einen Koffer und einen Nachtsack mit. Man weiß, daß er die Eisenbahn von Moniccourt benutzt hat. Er wird steckbrieflich verfolgt, und es ist wahrscheinlich, daß man seiner wieder habhaft wird, da er schlecht französisch spricht und sein ganzes Acußere den Araber verräth. — Die Regicrung hat die Nachricht erbalien, daß der Graf v. Chamooro in diesem Jahre Frobsdorf nicht verlassen wird. Seine angebliche Reise nach Wiesbaden war also eine Erfindung.— Die Ackerbaugesellschaft in London hat einen Preis von 1000 Pfd. auf die Erfindung eines Düngers ausgesetzt, der in seinen Wirkungen dem Guano gleichkommt und dessen Preis, an den engl. Landwirth geliefert, nicht 5 L. p. Tonne(20 Ctr.) übersteigt, — Der Präseckt des Depart. Sartbe hat den Zimmergesellen, welche seit einiger Zeit in Mans die Arbeit eingestellt haben, angezeigt, daß, wer von ihnen nicht bis zum 14. zur Arbeit zurückgekehrt ist, eingesteckt wird. — Der Polizeiminister hat an alle Präfeckten ein Cireulär erlassen, in welchem sie angewiesen werden, die strengste Ordre zu ertheilen, daß alle Hunde, die ungeknebelt auf der Straße oder öffentlichen Wegen herumlausen, nicht nur in der heißen Jahrszeit, sondern das ganze Jahr hindurch todtgeschlagen werden. Börse vom 14. Juli: 3% gefallen 10 C. 71 Fr. 90 C. 4 12% gestiegen 5 C. 102 Fr. 90 C. 3% Spanische 44 1/ rito. Convert: 22 3/8. Eisenbahnen: Noro. 631 Fr. Straßburg. 611¾ Fr. Basel. 291 allen Fremden das Bürgerrecht gegeben werden solle, welche ein Jahr auf der amerikanischen Marine gedient haben. Er würde in keinem Theil der Union Unordnung bulden und eine Hauptregel militärischer Diszwlin in die Civiladministration einzuführen suchen — Gebersam dem Gesetz und den richierlichen Behörden.„Wer weiß, wie boch das Gesetz in Amerika geachret ist, der hält eine seiche Aeußerung entweder für überflüssig oder mehr hinter sich versteckend.“ Telegrapbische Depeschen dee Lloyd. Bombay, 8. Juli. General Campbell bestand mit 4000 Mann und 10 Kanonen am Swat, mehrere starke Gefechte, zerstörte einige feindliche Forts, verdrannte bin und wieder die Saaten und trieb die Frinde in die Flucht.— Ranaun, 26. Mai. Am 19. Mai erstürmten die Engländer das birmanische Fort Basosin; ihrerseits blieben 3 Tohte und 31 Verwundete, worunter 7 Ofsiziere. Weit empsindlicher ist der Verlust der Birmanen.— Der Gouverneur von Rangun lief türzlich Gefahr gefangen zu werden; eine seiner Gemahlinnen siel statt seiner in die Hände der Britten; diese sind ihm besonders Feino, weil er mehrere drinische Schutzbefohlene ohne Recht und Unterstützung dinrichten ließ. Ein bisher noch nicht beglaubigtee Gerücht will wissen, daß in Pegu eine Revolution ausgebrochen und der König von Ava gestorben sei. wonfong, 23. Mai. Die Insurgenten haben sich der Start Kewelin bemächtigt. Canion, 22. Mai. Die amerikanische Flette unterbandelt mit Japan. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 14. Juli. Freiw. Anl. N. Pr. Sch.=Vr. dite von 1852 St= Sc.=Sch. Bank=Anthl. Prämiensch. d. Sceb. à 50 Nach. D= EAkt. Bergisch=Mrk. desgl. Prior. desgl. II. Serie Coln=Mindner desgl. Prior. desal. II. E. Düssel.=Elbers. desgl. Prior. desgl. Prior. Prinz Wilhelm 31. 5 4½ 3½ 5 3½ 4 5 Br. 1 Gld.I 13s.] Br. 1 61d Großbritannien.—# London, 14. Juli. Bis jetzt sind 416 Wahlen offiziell bekannt, darunter 148 ministertelle, 218 liberale und 50 conservativ=liberale. Es sind darunter schon die Wahlen von Grafschaften inbegriffen, welche in dieser Woche begonnen haben. Die Wahlen absorbiren noch gänzlich die öffentliche Aufmerksamkeit; die Riesenspalten der englischen Zeitungen sind noch angefüllt von den Reden auf den Husting's, daher ist von sonstigem Interesse wenig zu berichten. In Neuport, einer Stadt in Wales, hat sich ein komischer Vorfall ereignet. Es scheint nämlich, daß sogar dort die Mormonen Propaganda zu machen suchen. Mehrere solcher Heilige, die am großen Salzsee in Amerika selbst Prophetenrang eingenommen haben, versammelten am letzten Montag Abend eine große Anzahl von Wallissern in der Sunderlandhalle. Große Vorbereitungen waren getroffen, denn die„Heiligen“ hatten, um den Lehren Joe Smith's(des Stifters der Mormonensekte) Eingang zu verschaffen, dem leichtgtäubigen Volke versprochen, daß bei dieser Gelegenheit „sich Wunder ereignen würden!“ Es hatten sich daher über 400 Personen, Männer, Weiber und Kinder eingefunden. Mehrere Mormonen=Aeitesten sprachen den Segen und deuteten an, daß der Augenblick bevorstehe, wo sich die große und wunderbare Macht der Heiligen offenbaren würde. Kaum hatten die Ceremonien angefangen, als unerwartet die Hälfte des Mauerwerks der Decke über die andächtige Versammlung mit furchtbarem Gekrache hereinbrach und Alle in eine Staubwolke unter Kalk und Schutt verhüllte. Es entstand eine entsetzliche Verwirrung, welche das Angstgeschrei der Weiber und Kinder noch vermehrte. Die Menge sprengte Thüren und Fenster um sich zu retten. Man fürchtete schon, daß Menschen erdrückt, oder vom Sprunge aus dem Fenster zerschmettert worden wären. Das obere Ende der Halle, wo die„Heiligen“ saßen, war unversehrt und Jene betrachteten mit Salbung die Schreckensscene. Nach einer Weile, während welcher die Meisten ins Freie sich geflüchtet hatten, wurden auch die Uebrigen aus dem Schutte hervorgesucht; die„Heiligen“ zählten die Häupter ihrer Lieben und„siehe, es sehlte kein theures Haupt!“ Trotz des schweren Plafond's war Niemand verletzt. Nur einige Ungläubige waren besonders heimgesucht worden. Nachdem die Gläubigen sich wieder berubigt hatten, wurde eine andere Halle aufgesucht und der Rest des Abends wurde einer Ovation an die Propheten, des Joc Smith geweiht, welche das Wunder vorausgesagt hatten, daß eine Decke auf die Häupter der Heiligen fiel ohne sie zu verletzen. Der Vorfall hat in der Stadt natürlich großes Aufsehen erregt; doch sind die Heiligen bis jetzt verdachtlos geblieben. Durch den Telegraphen wird von Marseille die Ankunft der neuen indischen Ueterlandpost gemeldet. Nach den neuesten Nachrichten aus Virmah vom 14. hatte General Goodwin Bassein genommen. * Amerika.— General Scott hat einen Brief an das Wahlkomitee, welches von der Baktimorer Wbig=Convention ernannt ist, gerichtet, worin er unter Annahme der Wabl sich mit den von den Whigs aufgestellten Grundsätzen vollkommen einverstanden erklärt. Die Sklavenfrage wird darin nicht berührt, die Friedenspolnik aber besonders hervorgehoben. Ueber seine Tendenz der Beschränkung der Rechte der Einwanderer drückt er sich sehr dirlomatisch aus, indem er sagt:„er wolle in Gemeinschaft mit dem Congreß, im Fall seiner Wahl, eine rasche Ansiedlung der Domänen der Union bezwecken, günstig für die gegenwärtigen Ansiedler, doch mit schuldiger Berücksichtigung der gleichen Rechte des amerikanischen Volkes auf diese große Nationalerbschaft!“ Er schlägt serner eine Veränderung der Navigationsgesetze vor, daß nämlich Berlin, 14. Juli. Das Geschäft war heute still und Course, mit Ausnahme von Thüringer, die höher bezahlt wurden, ohne erhebliche Veränderung. Preußische und ausländische Fonds gut zu lassen. Berlin, den 14. Juli. Weizen loco 50—55 Thlr. 85—8öpfd. weißbunk. poln. zu 50 Thl. ger!.„„ 1 Roggen loco 34—39 Thlr., vom Boden Sápfd. 38 Thir., schwimmend 84¼ pfd. 33 pr. 82psd., 84½ pfd. 34¼ pr. 82pso, bez. per Juli 32½ a 34 a 33½ Thlr. verk., 33½ Br., ½ G. per Juli=August 32¼ n 33½ Thlr. bez., 33½ Br., ½ G. per Sept.=Okt. 33 a 34 K 33¼ Thlr. verk., 33½ Br., ½ G. per Okteber=Novewber 33 a 33¼ bez., 33¼ Vr., ½ G. Gerste, große, 32—34 Thlr. Haser loce 23—23½ Thir. Erbsen 36—40 Thlr.„ Winterraps 70—67. Winterrübsen dito, Ruvöl per Juli 9 11/12 Tblr. Br., 9¾ G., per Ju'i=August dito, per Angust=Sepidr. 10 Thlr. Br., 9½ G., per Sept.=Oktober 10 1/6 a 10½ Thle. bez. 10¼ Br., 16⅛ G., per Oktober=N.v. 10% a% Tol. bez., 10¼ Br., 10½ G. per Novembe=Dezember 10 Thlr. Br., 10½ G. Leinöl leco 11¾. und ½ Thlr. per Lieferung 11½—11 ½ Thlr. Spiritus loco ohne Faß 20¾ u. 21 Thir. bez., mit Fas in geaichten Rumst. 20½ Thlr. bez., Juli 19½ a 20¼ Thlr. bez., 20½ Br., 20 G. Juli=August 19¼ a 20 Thir., bez., 20 Br. und(9. Auzust=September 19 a 9% Tpir. bez. 19¾ Br., 19½ G, Sepi.Oktober 18¼ 18½ u. 19 Thl. bez., 19 Vr., 18¼ G. OktebeiNovember 17¼ a 18 Thir bez., 18 Br. u. G. Geschäftsverkehr ohne Leden. Weizen bleibt in matter Stimmung. Roggen anfänglich flau, besserte sich im Verlauf des Marktes nicht unwesentlich, schließt aber wieder stiller. Spirius in besserer Frage und zu anziehenderen Preisen gehandelt. Marktbericht. Witten, den 15. Juli. Weizen 2 Thr. 20 Szr.— Pf. Roggen 2 Thir. 3 Sgr.— pf. Gerste 4 Thlo. 15 Ser.— Pf. Haser 1 Thir. 7 Sgr.— Pf. Buchweizen 2 Thir.— Sgr.— Pf. Erbsen 2 Tdlr. 18 Sar.— Pf. Bohnen 2 Thlr. 15 Sgr.— Pf. Rapsamen 2 Thir. 20 Sgr.— Pf. Rüdfamen 2 Thlr. 15 Sgr. Pf. Rertestel. — Thir. 24 Sar.— Pf. Butter 6 Szr.— Pf. Heu pr. Ceniner 20 Sar. Pf. Strod pr. Scheck 5 Thlr.— Sgr.— Pf. Finanz=Ministerium Bei der heute angefangenen Ziehung der isten Klasse 106ter Königlichen Klassen=Lotterie fiel 1 Gewinn von 1000 Rthlr. auf Nr. 20,850; 2 Gewinne zu 500 Ribir. fielen auf Nr. 26,060 und 66,477; 4 Gewinne zu 300 Rihlr. auf Nr. 43,130. 62,586. 63,262 und 71,214 und 1 Gewinn von 100 Rthlru. siel auf Nr. 84,436. Berlin, den 14. Juli 1852. Königl. Geveral=Lotterie=Direktion. Provinzial=Zeitung. Personal=Chronik. Am Gymnasium zu Minden und der damit verbundenen Realschule sind bestätigt, der vierte Obberlehrer Dr. Dornbeim für die 3., der fünfte Oberlehrer Gütbling für die 4., der zweite ordentliche Lehrer Pfautsch für die 5. Oberlehrerstelle und der bisherige Oberlehrer Schütz in Siegen als zweiter ordentlicher Lehrer, mit Beibehaltung seines Amtstitcls. Dem bisberigen provisorisch angestellten Lehrer Wilh. Rademacher zu Mardeck, Kirchspiels Borken, ist die Verwaltung der dortigen Schule definitiv übertragen. § Hamm, 14. Juli. Ueberzeugt, daß einer verehrlichen Redaktion daran liegen wird, daß die ihr von ihren Correspondenten zugebenden unwahren Mittheilungen so schleunig wie möglich berichtigt werden, damit das Lächerliche derselben nur auf den Einsender falle und die Glaubwürdigkeit der Nachrichten Ihrer Zeitung nicht leide, benachrichtige ich Wohldieselbe, daß der in Ihrer heutigen Nummer erwähnte Schwimm=Wettkampf zwischen v. v. L. und dem Forst=Eleven? niemals stattgefunden, sondern nur den später erzählten Folgen— wahrscheinlich um der ganzen Annonce eine genießbarere Form zu geben— als Ursache hinzugedichtet ist. Ferner ist Ersterer im Bode zwar von einem plötzlichen Unwoblsein, niemals jedoch von einem Blutsturze befallen, derselbe ist auch nicht zur Stadt getragen worden, sondern hat sich auf eigenen Füßen in seine Wohnung begeben, derselbe liegt endlich auch nicht ebensgefährlich darnieder, sondern erfreut sich des besten Wohlseine und bat jetzt die Ehre einer verehrlichen Redaktion selbst diese Zeilen zu übersenden.(v. L.) 5 Hamm, 15. Juli. Durch eine Schenkungs=Urkunde ist der hiengen, von dem katholischen Pfarrer Bellmann gegründeten, hierauf an die Kirchengemeinde übergegangenen, für alle Confessionen bestimmten, Kranken=Anstalt ein Capital von 3000 Thlr. zugewendet, welches mit dem kürzlich erfolgten Tode der Schenkgeberin disponibel geworden, und, wenn auch nur theilweise, den KostenAufwand decken wird, der mit der Acquisition des frühern Nassauer Hofes— so heißt nämlich das Haus mit den dazu gehörigen Attinentien, worin die Kranken=Anstalt sich befindet,— verbunden war. Durch Gründung dieses Instituts hat sich der Pfarrer Bellmann ein unvergängliches Denkmal gesetzt. Nur seinem Muthe, seiner Ausdauer im Bewältigen der sich ihm von so vielen Seiten und gerade von solchen Seiten, auf denen man Förderung der Sach: hätte erwarten dürfen, entgegen gestellten Hindernisse ist das Ausblühen der Anstalt zu verdanken. Wurdig, thätig und auforfernd stebt ihm der allgemein geachtete Caplan Kusterarent zur Seite. Wenn ich der Schwierigkeiten erwähnte, welche dem Emporkommen des, auf Linderung menschlichen Elends berechneten, Instituts entgegentraten, so mag zum Nachweise derselben die Acußerung eines hochgestellten einflußreichen Herrn:„man muß in dem reformirten Hamm kein katbolisches Lebenszeichen unterstützen,“ genügen. Die Furcht vor Preselytenmacherei, welche sich schwacher Gemüther bemächrigt hatte, muß vollends schwinden, wenn wir die Statuten einzusehen uns die Mühe geben. Nach§. 3 des beigefügten Reglements wird die Untersuchung der Verhältnisse der angemeldeten Kranken von dem Vorsitzenden, einem katholischen und evangelischen Mitgliede des Comites, geführt. Wenn nun ferner jedem ev. Geistlichen der Zutritt, wann und so oft er will, gestattet ist, wenn ein Arzt ev. Confession das Technische der Anstalt leitet, dann muß eine solche Furcht sich als ein Gespenst darstellen, nur sichtbar dem blinden Zeloten, der in seiner Blindheit den Kern der christlichen Moral nicht herauszufinden vermag. Gehöre ich auch der alleinseligmachenden Kirche nicht an, so sagt mir doch die gesunde Vernunft, daß in solchen Sachen aller und jeder Consessions=Unterschied bei Seite geschoben werden müsse. Die herrliche Anstalt zeigt sich als solche auf jedem Schritt und Tritt, den ich in ihre inneren Gemächer thue; die Reinlichkeit derselben, ihre vortreffliche Einrichtung, die Verpflegung der Kranken durch die barmh. Schwestern, die musterhafte Ordnung, welche herab bis zum geringsten Hausgeräth herrscht, verdient gelobt zu werden. Frage ich: mit wilchen Mitteln ist die Anstalt fundirt worden? so erhalte ich zur Antwort: durch freiwillige Beiträge. Mögen diese reichlicher fließen, damit der, durch die Freigebigkeit wahrer Menscheufreunde aufgeführte, Bau der Menschheit ferner zur Zierde gereiche und dereinst unsern Nachkommen als ein Beweis ächter, aristlicher Bruderliebe vor Augen trete. Gestern schrieb ich Ihnen über die Lage des Spechtschen Criminalprozesses. Zu meiner Verwunderung lese ich in Nr. 56 des hies. Wochenbl. einen mit I. bezeichneten Artikel, worin der Refer. sagt: die Vernichtung der 2ten schwurgerichtl. Verhandlung(welche mit dem Verdikt:„nicht schuldig“ und darauf erfolgter Freisprechung endetc,) sei eine im Gefühl des gekränkten Rechts erwartete gewesen, die Vernichtung der eisten Verbandlung(auf Verurtheilung zur Todesstrafe endend) habe um so mehr Staunen und Unwillen erregen müssen, als sie unzweifelhaft die schwer angegriffene Sicherheit geschützt habe. Er frägt dann weiter: wodurch übrigens die Vernichtung der letzten„Verbandlung( schließend mit abermaliger Verurtheilung zur Todesstrafe) gerechtfertigt? Dieses zu enträthseln, müsse man der Mittheilung der nächsten Verhandlung vorbehalten. Von St unen und Unwillen über Vernichtung einer schwurgerichtlichen Verbandlung habe ich hier nichts vernommen, wenn gleich Meinungs= und Ansichten=Aeußerungen stattsanden, und was die Vernichtung der letzten Verhandlung rechtfertigen soll, das nerden wir aus den Erkenntnißgründen des Obertribunals seiner Zeit schon erfahren, denn bis jetzt ist das Erkenntniß dem Arpellationsgerichte noch nicht zugegangen. Behauptungen, wie die oden angeführten, sind gewagt, zumal sie das Verfahren des Gerichtshofes im Staate etwas unsanft berühren dürften. Nach 3 jähriger Amtssuspension des früheren Wegebaumeisters S. zu Unna, endigte die gegen ihn und seinen Sohn, der ihn bei Reparatur einer Chaussee vertrat, auf Betreiben der K. Regierung zu Arnsberg anhängig gemachte Untersuchung wegen begangener Unterschleife bei Gelegenheit jener Reparatur, mit einer Freisprechung durch das hiesige Kreisgericht. Der Vertbeidiger, Rechtsanwalt Rauschenbusch zu Altena, begnügte sich nicht mit der Freisprechung, sondern beantragte, daß in den Erkenntnißgründen zugleich angegeben werde: raß die Unschuld der Angeklagten völlig erwiesen sei. Der Gerichtshof ist dem Antrage des Defensors beigetreten. Von dem Staatsanwalt war außerdem auf Freisprechung angetragen. Verantwortlicher Redakteur: W. Crüwell in Paderdorn. Der Märkisch=Westfälische &a Verein feiert am 2a. 25. 20. Juli in Schwelm sein fünftes Gesangfest. Fest-Programm. Sonnabend, den 24. Mittags: Festlicher Einzug der Sänger. Nachmittags 4 Uhr: Erste Haupsprobe in der Sängerballe im Parlament. Abends 8 Uhr: Portionsweises Abendessen in der Sängerballe. „ 9„ Großer Fackelzug und Ständchen auf dem Marktplatz. Sonntag, den 25. Juli: Um 6 Uhr: Cboral, geblasen auf der Spiße des Pannenbergs. „ 7„ Zweite Hauptprobe in der Sängerhalle. „.„ Erstes Concert: 1) Schäfers Sonntagslicd von Kreutzer, 2) Solovorträge der Einzelvereine, 3) Kriegerchor von Kücken, 4) Solovorträge, 5) Hymne von Berner, 6) Solovorträge, 7) Jagechor von Storch, 8) Solovorträge, 9) die Harmonie von Tschirch. Um 3½ Uhr: Allgemeines Festmahl in der Sängerhalle. Abwechselnde Vorträge der Liedertafeln und der Langenbach'schen Cavelle. Preis für das Gedeck mit einer halben Flasche Wein 20 Sgr. Numerirte Plätze zur Tafel können von den Nichtsängern an der Casse von 2 bis 3 Uhr angemeldet werden. „ 7„ General=Versammlung der Vorstände der zum Bunde gehörenden Vereine im Locale des Herrn Wolff im Parlament. „ 8„ Allgemeiner Festball in der Sängerhalle. Montag, den 26. Juli: Um 8 Uhr: Versammlung der Sänger in der Sängerballe. „ 9„ Choral auf dem Markiplatz, vorgetragen von sämmtlichen Sängern mit Begleitung des ganzen Orchesters. 11„ Zweites Concert: 1) Hymne von Reithardt, 2) Solovorträge, 3) Eine Nacht auf dem Meere, dramatisches Tongemälde von W. 4) Solovorträge, 5) Chor aus Antigone von Mendelssobn. Allgemeines Festmahl in der Sängerhalle. Ausflug der Sänger nach dem Schwelmerbrunnen, Kasiee=Parthie, Vorträge der Langenbach'schen Capelle. Zweiter Festball in der Sängerhalle. Dienstag: Um 10 Uhr: Frühstück der Sänger in der Sängerhalle. 7½ Sgr.; besonders gelöst und Abends an der Casse: 13 Sar. Die Ballkarten müssen vorgesteckt werden. Damen können zum Ball frei eingeführt werden. Wir bemerken noch, daß außer der derühmten Langenbach'schen Capelle zwei ausgezeichnete Musikcorps engagirt sind; daß die Auestattung der 20,000 s) Fuß haltenden Sängerhalle, in der Nähe des Bahnhofs gelegen und die Bewiribung in verselben, welche Herr Abr. Küpper von Elberfeld übernommen, nichts zu wünschen übrig lassen werden und sind überzeugt, daß dieses, so wie die Näde des freundlichen Lokals des Herrn Wolf uns von Nah und Fern zahlreiche Theilnahme sichern wird. Der Vorstand des Märkisch-Westsälischen Sänger-Vereins. Breidenstein, Hüttemann, F. W. Klein, Dillenberg. Springorum. 1½ 3 8 Ein Personalbillet für jedes einzelne Concert kostet 18 Sgr., für beide 25 Sgr.; den Besitzern der Concertkarten ist der Eintritt zu den„Proben gegen ein Eintrittsgelo von S Sgr. und Vorzeigung der Concertkarten gestattet. Preis der Karten zu jedem Ball, wenn sie mit Concertkarten zugleich gelöst werden: Einladung zum Pall auf Sonntag, den 18. Juli 1852, im Cursaale am Mincraldrunnen zu Driburg von Ferd. Huncke. (n ein lebhaftes Manufaktur=Geschäft wird D gleich oder zu Michuelis ein qualisiciter Lebrling gesucht. Auskunft bei dem Aeretz= und Commissions=Burcau von H. Rösener Disaustraße Nr. 573. in Paderborn. Beachtenswerthe Anzeige. Johann Wagner, Perlenfabrikant in Mainz, bat im Jahr 1817 die Erfindung gemacht die brasilianische Hausenblase so brauchbar zu machen, wie die astrachanische. Die großherzogliche hessische Regierung hat sich hierdurch veranlaßt gefunden ihm im Jahr 1828 ein Patent auf diese Erfindung zu ertheilen. Weinhändler und Bierbrauer haben diese von ihm verfertigte Clair=Gallerte, vermoge welcher ganz helle Waare erzielt wird, vorzüglich gefunden.— Der Unterzeichnete hat von dieser Clair=Gallerte in verschiedenen Städten des ganzen Nordens und der Rheingegend Nederlagen errichtet und wünscht nun, auch in dem Kreise Paderborn ein solches Depot, welches sich für Spezexei=Handlungen eignen würde, zu etabliren. Die Geschäftshäuser, welche ein solches Depot wünschen, belieben sich sofort an Unterzeichneten zu wenden. Mainz, im Juli 1852. Johann Wagner, Perlenfabrikant. IV. 1. Mehrere neue Sorten Stahlfedern, das Gros zu 5 Sgr., 10 Sgr., 12 Sgr., 15 Sgr., 18 Sgr., 20 Sgr., 24 Sgr., 1 Thlr. 10 Sgr., sowie auch Federhalter das Dutz zu 5, 6 und 8 Sgr. sind zu haben bei W. Crüwell. Einem verehrlichen Publikum mache ich ergebenst die Anzeige, daß ich hierselbst mit Genehmigung der Ortsbehörde ein Adreß- und CommissionsBureau errichtet habe. Indem ich mich zu allen einschlagenden Geschäften als: Anschaffung und Unterbringung von Kapitalien gegen hypothetarische Sicherheit, Nachweisungen in An= und Verkäufen, sowie in An= und Verpachtungen und Vermietbungen von einzelnen Grundstücken, Häusern, Gärten, Wiesen, Kotten, Colonaten, größern Gütern, Geböften und Mühlen; Vermittelungen von Anstellungen und Beschäftigungen in Privatdiensten, sowie Gesinde= Vermiethungen: Einziehung von Forderungen jeder Art; Anfeztigung von außergerichtlichen Aufsätzen und Briefen; Uebernahme von Admiaistrationen und Agenturen empfehle, gebe ich die Zusicherung einer prompten, billigen und reelten Bedienung. Briefe und Aufträge werden franco erbeten. Paderborn, im Juli 1852. H. Rösener, wohnhaft Disaustraße Nr. 573. Daguerrcotyp-Portraits sertige ich von Morgens 9 bis Nachmittags 4 Uhr von einzeinen Personen, Gruppen, Oelgemaeden, sowie Coricen von Kupferstichen in vollkommenster Ausführung Rosenstraße Nro. 199 an. Preis mit Einschluß der Einrabmung nach Maßgabe der Größe 20 Szr. bis 6 Thlr. 15 Sgr. Paderborn, den 17. Juli 1852. W. Köppelmann, prakt. Daguerreotypist. Oleinen verebrien Gönnern in Paverdern DDE viermit zur Nachricht, daß ich wie früber im Monat Oktober bierselbst eintreffen und einen Tanz=Cursus eröffnen werde. Paderborn, im Juli 1852. Tanzlehrer. Druck und Verlag von Wild. Crüwell in Paderdorn. — Bair natischer E baren Voi " Jena stank waltung un ern. Die Fürstenthüm bekannte un sungsgabe, nig Anklang terogenen Fi winden war, trümmern## schen Wappe dort mit Vo uns, was w antworten— Bis 174 lisch regiert m aber auch mit Markgrafen zu allein das We len auf der Isich, um unter dürfnisse sich al oder er hörte schlechten Beam ging. Auch bo Zuschnitte mode Generatsteuerpäg zu haben schiene Fürsten nicht zu wurde daher wo ein Almosen, Ab Justiz; im allgen nig: von Reforn man damals nech lich hoch und wa das Wild. Kur wie sie auch ande N. Pr. Z. wieder In diese Ver man im Gegensatz als den Rationalis — die preuß. Bi mus“, sagt die A. folgten Todes des Betrachtungen anste pflege und Verwall sand, gelangte auf? land. Es war ein der guten Art, nicht läugnung ihrer hohel Wesen über der Jene Bürcaukratie d ner Thätigkeit der B drungen ist, daß der nicht aber umgekehrt; Kräfte des Landes a und steht bierbei den Rath und That zur6 der Regierungsweise patriarchalischen Gemü bat, in welcher der B# staatliche Bewußtsein. Wir erwähnten, 1 Zeit mit Vergnügen erin den Fürstenthümern ein Regierung noch ansehn! einzuführen, so daß da sönlicher Verwaltung in und die Grunslagen zu her nie gekannt, und we saugungsspstem nicht ers gegen an Baiern kam, Steuern wurden aufgeleg Land und traten in gebirer auf. Ihre sprüchwö Stammesverschierenheit und stach überbaupt selt Beamten und das gebilde Wunder alse, wenn auch lichste Provinz Baierne i#