und die Fruchtmärkte für zmesse zu Kösen für den inger Walde herab. Seit ie immer mehr an AusdehPalmsonntage beginnend ehrere Tage. Der Hauptdem Dorfe Almreich, under Zeit mit Flößen fast ifte und die Leistung der Mitte jener Strecke auf statt, das die eigentliche at die Messe diesen gend die Verkäufe werden weil der Umfang so zustunde oberhalb Kösen lieinen. In diesem Jahre ranten aus Baiern einichen war jetzt weniger tiger lebhaft. Das meiste Holzhändlern aufgekauft den ihren Bedarf entnehät stellten sich heuer die ; ein Stamm, der datt für 1% bis 1¾ Thahon darin, daß die baie andern, was sie um r, mit großem Vortheile angekauft hatten. Mehr der Getreid preise zu n die diesmalige Messe lagen ihres Beginnens r davon zu sehen ist. sie nach Verhältniß h die Preise im Gaulelski in Paderborn. Möbeln, als: , B e t t s t e l l e n, C e m Eck= und Küchentüdle, Spiegel, soals auch gesirnißt, eichen und kannen ueme lederne Reisebei aderborn. nderer! ia.“ leans, Baltimore, on, Quebeck 2c. 2c. iermäl über Engbendul Nr. 34. re Leute, die die zu gewilligt sind, ifen an uns zu D. O. ung. Darrallelweges 542,25, bas ist Liboriberge bis und zur Ausder Station ist unsern der iums der Westhr von eine zur Paksüttlage, nenpflaster erdsteine, Spflasterung sabensohle der schriftlien und steht I., Nachin Hause die Anfube 1 des UnterFuhl=Untern auch kleifuhr partiiuf Schachtscobi. Uebersich t. Deutschland. Berlin, Tagesbericht. Stettin, Berathung der Schiffsrheder. Breslau, Herr Temme. Magdeburg, Auswanderung. Essen, Zusammenberufung der Handelskammern. Hannover, die Einführung der Organisationen. Einberufung des Landtags. Kiel, Havarie des Dampfschiffs Schleswig. Hamburg, Auswanderung. Die Berlin.=Hamburger Eisenbabn. Dresden, Zerstörung eines Denkmals. Kassel, Veröffentlichung der Verfassung. Darmstadt, Professor v. Liebig. Wien, Tagesbericht. Ausland. Frankreich. Paris, Kaisergerüchte. Verurtheilungen. Gerüchte von Veränderung der Präsekturstellen. Großbritannien. London, Morn. Herald über die Beziehung Englands zu Oestreich. ** Paderborn, den 17. April. Erneuerung des Zollvereins in bisheriger Verfassung, auf der Basis des bisherigen Zoulsatzes, und mit Hinzuziehung des Steuervereins,— so lautet das Einladungsschreiben zur Berliner Konferenz. Wäre dies das Programm, bei dem Preußen stehen bleiben will, so würde das preußische Ministerium solches leicht genug durchführen können. Allerdings waren die südlichen schupzöllnerischen Staaten Anfangs darüber erschreckt, und etwas verletzt, daß Preußen, ohne sie zu fragen, den Vertrag mit Hannover abschloß und als vollendete Thatsache vorlegte. Sie befürchteten, daß Preußen überhaupt eine selbstständige und prinzipielle Handelspolitik anfangen, und dabei vielmehr seine eigenen staatlichen und volkswirthschaftlichen Bedürfnisse, als die Beschränkungssucht seiner Zollverbündeten zu Rathe ziehen könne. Darüber hat sie das Einladungsschreiben jepzt beruhigt. Sie glauben darin MAdd des Zollschutzes gar nicht durchlöchern wollte; daß es, um nur mit ihnen ferner zusammen zu bleiden, sich den alten, übermäßig schupzöllnerisch gewordenen Tarif auflegen und sich vertragsmäßig verbinden wolle, keinen haudelserleichternden Schritzum Besten seines Volkserwerbs oder seiner Zoueinnahme zr. tbun, insofern nur ein einziger schutzzollsüchtiger Vereinsstaar sein Beto einlegt. Nach der völligen vermeintlichen Berubigung nach jener Seite bin, tönnen die südlichen Zollvereinestaaten überaus mi: dem Vertrag vom 7. September zufrieden sein, welcher der Herrschaft der Schupzöllnerei ein neues Gebiet unterwirft, und was ihnen eben so wichtig ist, die sotale Finanzzollwirtbschaft im Steuerverein beseitigt, deren günstige Erfolge für den Voliswohlstand und die Staatseinnahmen einen so starkredender praktischen Beweis gegen das System künstlicher Vertheuerung darbot. M. Schützenbergers Werk über Staatswissenschaft. Professor Schützenberger zu Straßburg stellt in seinem neuesten ausgezeichneten Werke, les lois de Tordre social, bei Gelegenheit, wo er den Einfluß der Bevölkerungsmasse, der Verfassung eines Staats und des Glaubens auf den Nationalcharakter bespricht, von seinen Landsleuten nachstehendes Gemälde auf: „Kein Volk besitzt größere und glänzendere Eigenschaften, als das französische. Sein Kriegsruhm, sein Ruhm in Kunst und Wissenschaft kommt dem Ruhme gleich, welchen sich die berühmtesten Völker erworben. Mit groper Leichtigkeit, gleichsam ahndend, erräth der Franzose das, was er nicht gelernt hat. Der Franzose ist geistreich, lebendig, liebenswürdig; mit ihm läßt sich sehr leicht leben; seine Sitten sind anziehend und einfach, sein Geschmack fein. Der Franzose liebt aber den Wechsel, und kann sich mit den Gegenständen seiner Vorliebe längere Zeit nicht befassen. Das französische Volk erträgt mit Ungeould jede Art von Herrschaft, lehnt sich gegen jede auf und ist in hohem Grade neuerungssüchtig. Er schätzt hoch Dinge, die ihm abgehen, und mißachtet, was er besitzt. Der gewöhnliche Lauf des Lebens, das Alltagsleben, erzeugt bei ihm Langeweile; er liebt Kampf und Erregung. Schnell ersaßt die französische Nation die Nothwendigkeit von Reformen, nie wußte sie aber starke Staatseinrichtungen zu gründen. Die Versuchze ihrer politischen Initiative bleiben meistens wirkungslos; das Volt schmiegt sich unter jedes Regiment, so lange sich solches nicht schwach zeigt. Er ist hochfahrend gegen die Schwäche, servil vor der Stärke; er hat wenig Sinn für Gesetzlichkeit und Recht; die Eigenschaften des Herzens geben ibm ab, seinen socialen Anschauungen mangelt die sittliche Grundlage. Der Salon ist dem Franzosen der Heerd des Hauses, die öffentlichen Plätze bilden sein Lebenscentrum 2c.“ Der Verfasser schließt sein Gemälde mit den Worten: „Hai jedes Volk in der Geschichte der Menschheit eine bestimmte Mission zu erfüllen, so ist Frankreichs Beruf der, sociale Ideen aufzustellen und zu verbreiten. Außerdem erfüllt es noch den des politischen Erperimentirens, freilich mehr zum Nutzen anderer Völker als für das eigue Wohl.“ Auch haben sie, wie es heißt, und natürlich zu erwarten stand, in ihrer jüngst abgehaltenen Ministerial=Konferenz zu Darmstadt, ihre völlige Zufrievenbeir mit dem Septembervertrag an sich, und mit dem preußischen Einladungs=Programm geäußert,— einem Programm, aus dem sie den Wunsch Preußens herauslesen, Einigkeit um jeden Preis zu erzielen, und deshalb eher den Wünschen Anderer, als dem eigenen Nutzen Rechnung zu tragen. Wenn nun preußische Zeitungen dieses bereitwillige Eingeben auf jene so willfährige Einladung, als einen Sieg preußischer Staatsmannschaft rühmen, so müssen sie wohl der Ansicht sein, daß die preußische Staatsmannschaft darin eher der Schönheit, als der Tugend gleiche, und durch Gewähren, anstatt durch Widerstehen, siegen könne. Wenn solchen leichten Siegen nur nicht schwere Nachwehen folgten! Eine gewisse Abnung solcher Nachwehen scheint schon in der preußischen Presse auszutauchen. Die Kreuzzeitung z. B. bringt, in ihrer Charfreitags=Nummer, eine Notiz, welche bekundet, daß der Ernst des Tages sie zum Nachsinnen gebracht habe, über die Leichtfertigkeit, womit sie bis dahin blos von der Freude träumte, in der Preußen den Süden wieder an sich drücken werde, trotz aller Versuche, ihm denselben abspenstig zu machen. Sie gestebt:„daß der Zollverein, wenn auch prinzipiell auf das preußische Finanzzollsystem von 1818 begründet, doch faktisch immer tiefer in das Schutzsystem hineingeratben sei. Diese Thatsache ist unläugbar;— und eben so wenig läßt es sich bestreiten, daß Preußen beim Fortgehen auf dem betretenen Wege, dem östretchischen Andringen gegenüber, seine hauSelbstkändigkeit auf die Dauer nicht werde behaupten können. Es gilt eben Prinzip gegen Prinziv, Festigkeit gegen Festigkeit, träftige Initiative, aber allmälige schonende Uebergänge!“ Die Kreuzzeitung erkennt hierin ganz richtig Preußens gegenwärtige Situation, welche sich kurz resumiren läßt, wie folgt: Durch die Zolleinigung entäußert sich Preußen seiner handelspolitischen Selbstbestimmung, macht sich von einer Einstimmigkeit abhängig, welche Oestreichs Einfluß über südliche Zollvereinsstaaten nie für einen freihändlerischen Schritt aufkommen lassen wird. Indem der einmal angenommene Zollvereinstarif solchergestalt sirirt wird, wächst dessen schutzöllnerische Wirkung in dem Maaße, als die Waarenpreise, durch industriellen Fortschritt, verwohlfeilert werden. Auf diese Weise ist auch, erfahrungsmäßig, der preußische Finanz=Zolltarif von 1818 in einem übermäßig schutzzöllnerischen Tarif schon längst umgeUeber die deutsche Nationalität spricht sich Schützenberger als. aus:. „Der Deutsche ist groß in Wissenschaft und Kunstzesein Privatleben ist streng sittlich. Der Deutsche ist ernst und bedächtig, dabei weniger pedantisch und weniger Gewohnheitsmensch als der sonst so bewegliche Franzose. Der Werth des deutschen Charakters wird durch die Vertrautheit im Umgange offenbar und gewinnt, der Franzose ist bezaubernd im Umgange des Alltagslebens, aber weniger anziehend in Folge genauerer Bekanntschaft.“ Hierauf berühret der Verfasser die Politik der deutschen Staaten, erklärt den Gedanken der Einheit Deutschlands für einen Traum patriotisch begeisterter Köpfe und fragt, ob die in der Wirklichkeit eristirenden Interessen der einzelnen deutschen Staaten diesem Streben nicht einen unbesiegbaren Widerstand entgegensetzen, und ob die Mittel, deren man sich zur Verwirklichung der Einheitsideen bedient, das gehoffte Wohl herbeiführen können? Die reiche Mannigfaltigkeit des politischen und administrativen Organismus der deutschen Staaten hält Sch. unerträglich mit einer Centralverwaltung; er glaubt daß diese die freien Bewegungen des deutschen Nationalcharakters tödten und die fruchtbringenden Eigenthümlichkeiten der deutschen Civilisation zerstören würde. „Der größten Gefahr,“ schließt der Verf.„setzt sich Deutschland aus, wenn es eine die Gränzen des Förderalismus überschreitende Einheit zu verwirklichen sich bestreben würde.“ Vorstehendes möge hinreichen um auf Schützenbergers Werk, wovon in Bälde eine deutsche Umarbettung von Warnkönig in Heidelberg erscheinen wird, aufmerksam zu machen. Ein neuer Ulysses. Ein Herr Scivion Marin hat am Anfange dieses Jahres ein Cirkular an die Zeitungs=Reraktionen ergehen lassen, worin er dieselben von der Gründung eines Central=Bureaus zu Paris für Korresspondenzen aus allen Hauptstädten Europas, Egyptens, Kleinasiens und Algeriens benachrichtigt. Um seine Besähigung zu einem so großartigen Unternehmen darzulegen, theilt er einen kurzen schlagen, wie die Kreuzzeitung richtig hervorhebt. Bei sirirten Zollsätzen schreitet das Schutzspstem durch die natürliche Strömung der Verhältnisse immer weiter. Wenn also die diesseitigen Zollsätze eine Weile durch Orstreichs Einfluß im Zollvereine sirirt worden sind, werden sie so schutzzöllnerisch geworden sein, daß Oestreich den Zollvereinstarif gerabezu bei einführen, und jedes praktische Hinderniß gegen eine östreichisch= deutsche Zolleinigung beseitigen kann. Da? nun der versprochene Vertrag zwischen dem wiederbefestigten Zollvereine und Oestreich jede mögliche Verkebreerleichterung und freien Verkehr mit Landesprodukten in großem Umfange herstellen soll, so werden alle Interessen im Zollvereine auf die allgemeine Zolleinigung dringen,— die Schutzzöllner, weil sie in Oestreich die festeste Stütze ihres Senderinteresses wissen;— die Freihändler, um sich durch erweiterte innere Handelsfreiheit für die heffnungslos abgeschnittene Freiheit des Handels mit dem Auslande zu entschädigen. Daß Preußens handelspolitische Geltung in eine solche östreichisch= deutsche Zolleinigung aufginge, d'raufginge, ist einleuchtend, aber, wie gesagt,„beim Fortgehen auf dem betretenen Wege“, oder vielmehr beim läßigen Forttreiben auf dem Zellschutzstrome, auf die Dauer unvermeidlich. Daß Preußen sein Veto gegen Erhöhung, so wie der östreichische Anhang im Zollverein sein Veto gegen Herabsetzung der Tarifsätze hat, stellt kein Gleichgewicht her. Es ist gerade so, als wenn, in einem Boote auf der Donau bei Regensburg, ein Preuße und ein Oestreicher sich befänden, und, da jener nach Ulm, vieser nach Wien wolle, sich gegenseitig das Rudern verwehrten, wädrend der Strem das Bort notürlich der Kaiserstadt entgegenirtebe. Das Bile paßte eigentlich in den Kladderadatsch; nur poßt uns, unter allen Sterblichen, am wenigsten Herr von Manteuffel in das Bild! Den Boden unter sich prüft er allemal mit sicherstem Bedenken; und, wie die Geschichte des Erfurter Parlaments und der Dresdener Konferenzen beweist, selbst wenn er mit scheinbarer Arglosigkeit auf eine verfängliche Sache sich einläßt, behält er doch die Ausgangsthür steis im Auge. Auch diesmal glauben wir nicht, daß die Heffnungen Derer in Erfüllung gehen werden, welche mit Preußen auf dem Strome der Schutzzöllnerei abfahren möchten. Herr von Manteuffel weiß sicherlich, daß Preußens handelepolitische Selbstständigkeit vor Allem gewahrt werden muß, daß also der bisher betretene Weg verlassen, und ein preußisches reines Finanzzollprinzip dem Schutzoll, der zum Hebel östreichtscher Angriffepläne geworden ist, entgegengestellt werden muß. Auf welche Weise die„kräftige Initiative“ von preußischer Seite Abriß seiner angeblichen Reisen mit, die ihn nach fast all' den Orten geführt haben sollen, von denen er Korrespondenzen zu liefern verspricht. Die Erzählung seiner Reisen klingt aber so unwahrscheinlich, daß wir vor der Hand das Ganze für einen Puff halten müssen. Erweist sie sich dagegen als wahr, so wäre wirklich ein neuer Ulysses gefunden. Er selbst nennt seine Fahrten eine„Odyssee“ und beginnt sodann folgendermaßen:„Vor zwölf Jahren begab ich mich nach Egypten, versehen mit einem Briefe des Baron Taylor an Boghos=Bey, den damaligen Premierminister MehemelAlis, welchem ich durch den französischen General=Consul, Herrn Cochelet, vorgestellt wurde. Boghos=Bey machte mir Vorschläge über die Gründung eines Journals, und in der Erwartung, daß die Erledigung der sprischen Angelegenheit bald dessen Erscheinen erlauben würde, sicherte er mir kontraktlich eine Schadloshaltung von 2000 Piastern zu. Ich bereiste nun Egypten: abr der Anblick des allgemdinen Elendes dieses Landes verstimmte mich so sehr, daß ich bei meiner Rückkehr nach Alexandrien nicht mehr den Muth in wir fühlte, eine solche Regierung mit meiner Feder zu unterstützen. Ich löste mein Wort und begab mich nach Konstantinopel. Reschid Pascha hielt mich für fähig, die orientalische Prage aufzuklären, betraute mich mit einer darauf bezüglichen Mission und ich kebrie nach Paris zurück, wo ich Bücher und Broschüren veröffentlichte. Ueber Stuttgart, München und Wien, wo mich der Geschäftsträger der Hohen Pforte in Schöndrunn vorstellte, und wo ich während meines zweimonatlichen Ausenthaltes die Bekanotschaft mehrerer Wiener Rotabilitäten machte, gelangte ich auf der Donau und dem schwarzen Meere abermals nach Konstantinopel. Ich wurde mit dem Richam=Orden in Diamanten decorirk und zum Muglied des Effentlichen Wohlfahrtsrathes ernannt. Unterdessen änderte der damals noch sehr junge Gultan seine Politik, entließ Reschid Pascha und ersetzte diesen durch Riza Pascha. Ich ging nach Italien, lebte in Neapel, ging nach Rom, wo ich dem Popst Gregor dem sechezehnten einen Brief eines seiner Verwandten überreichte, dei in der Levanke niedergelassen war, und kehrte über Florenz und Turin nach Paris zurück.— Ein Werk über Peier den Großen, das ich veröffentlichte, verschaffte mir einigen Ruf in Ruß vor Abschluß des Einigungsvertrags ergriffen wird, wollen wir getroßt abwarten. Das Einladungs=Programm werden die Eschuyzollstaaten bei der Konserenz=Debatte sicherlich umstoßen, am sich den Schein zu geben, als machten sie die Vorschiiften; wie sie dann dabei wegkommen, mögen sie selber zuseher. Die Hauptsache war, vorerst alle Zollvereid=Zaaten friedlich zur Konferenz herbeizuziehen; und darum ist es uns auch begreiflich, daß das Einladungsschreiben eher Speckruft als Trommellärm verbreiten mußte. 00 Deutschlaud. * Berlin, 14. April. Nachdem gestern sowohl der Ministerpräsicent, als auch der Minister von Borelschwingb wieder hier eingetrossen waren, fand noch am gestrigen Abend eine Berathung des Ministeriums über die Zollfrage statt. Ueber die Eröffnung der biesigen Zellkonferenz ist übrigens noch nichts bestimmt worden, und wird, wie es heißt, der Tag derselben erst in dem heutigen Ministerrathe festgestellt werden, doch glaubt man, daß es nicht länger als höchstens bis zum 18. v. Mis. verschoben wird, da bereits ein großer Theil der fremden Bevollmächtigten hier eingetroffen ist. In Betreff der Theilnahme Oestreichs an verselben hört man, daß von Seiten des preußischen Gesandten in Wien, Grafen Arnim, hierorts die Meldung eingegangen sein soll, das östreichische Kabinet beabsichtige, eine Vertrauensperson nach Berlin zu senden, um über die schwebenden Fragen und namentlich auch über die zur Zeit in den Vordergrund gedrängte handelspolitische Frage möglichst eine Einigung herbeizuführen. Es ist jedoch kaum glaublich, daß Preußen sich mit Oestreich über die handelspolitische Frage in Unterhandlungen einlassen werde, ede nicht durch die Sicherstellung entweder des alten oder eines neuen Zollvereins ihm als Haupt besselben die Sicherheit und achtunggebietende Stellung wieder geworden ist, die es früber eingenommen und deren es bei etwaigen Verhandlungen mit Oestreich nur zu sehr bedarf. — Die beiden Schiffe Eckernförde und Barbarossa werden dem Vernehmen nach noch Ende dieser Woche an idrem neuen Bestimmungsorte Swinemünde eintreffen, dort zunächst einer ziemlich durchgreisenden Revaratur unterworsen werden und alsdann unter persönlicher Leitung des Commodore Schrö= der und in Verbindung mit mehreren anderen zur preußischen Marine gehörigen Fahrzeugen eine größere Uebungsfahrt antreten. Bei der jüngsten persönlichen Anwesenheit des Commodore Schröder am hiesigen Orte soll darüber das Genauere verabredet worden sein, auch sollen die erforderlichen Geldmittel bereits gegenwärtig zur Disposition stehen. Die„R.=Z.“ bört ferner davon sprechen, daß es in der Absicht liege, falls wirklich zur Veräußerung des noch vorhandenen Bestandes der deutschen Flotte geschritten werden sollte, vielleicht noch einige der kleineren Fahrzeuge anzukaufen, weshalb denn auch der zur Zeit in Bremerhaven befindliche Capitän Schirrmacher, Aejutant des Prinzen Adalbert von Preußen, und Commodore Schröder selbst die Anweisung erbalten haben, sich an Ort und Stelle möglichst von der Beschaffenheit dieser Fabrzeuge und des Schiffsmaterials zu überführen, um seiner Zeit mit ihrem sachverständigen Ratbe zur Hand zu sein. Uebrigens sind mit dem Beschluß wegen Auflösung der Flotte noch keineswegs alle Schwierigkeiten beseitigt, welche die Flottenfrage überhaupt hervorgerufen hatte. Nicht blos die Veräußerung der Schiffe, sondern auch die beabsichtigte vollhändige Liquidation, namentlich die Letztere, wird noch manche Perhandlung nothwendig machen und wahrscheinlich auch manche Differenzen noch herbeiführen. Vorläufig liegt die Angelegenheit in den Händen einer Kommission, welche die Maßregela zur Veräußerung der Schiffe und was zu deren Ausrüstung gebört, zu treffen hat, und aus Oestreich, Preußen, Baiern, land, und ich wurde eingeladen, dort hin zu kommen. Ich passirte Frankfurt, Berlin, Königsberg, Tilsit, Mittau, Riga, Narva und kam endlich in St. Petersburg an. Der Minister des öffentlichen Unterrichts, Graf Uwaroff, der Adjutant des Kaisers, Graf Benkendorf, so wie der General Czernichest, der im Begriff war, das Kommando der kaukasischen Armee anzutreten, nahmen mich gut auf. Ihnen verdanke ich die mir vom Kaiser durch Uebersendung eines Souvenirs in Brillanten erwiesene Freundlichkeit. Einige Spekulanten in Dampfschiffen, welche einr Linie zwischen Kronstadt und Stettin errichten wollten, glaubten mich hinreichend in Gunst stehend, um ibnen das kaiserliche Privilegium verschaffen zu können. Der General Cankrine, Minister der Finanzen, zu dessen Ressort diese Angelegenheit gehörte, stellte mir vor, daß vor Allem die verschiedenen Zwischenhäfen besucht werden müßten, um die Vortheile der neu zu gründenden Linie festzustellen. Dieß veranlaßte eine Reise nach den russischen und preußischen Häfen des baltischen Meeres. Als diese Angelegenheit beendigt war, begab ich mich nach Kopenhagen, wo ich durch die Begeznung eines Künstlers in dem Privatmuseum Thorwaldsens länger als einen Monat zurückgehalten wurde.— Nach Paris zurückgekehrt. reiste ich abermals nach Egypten mit einer Bewässerungs= Maschine neuester Construktion. Allein Mehemet Ali war in der Zwischenzeit in Folge seines Alters kindisch geworden. Ich besuchte nun Jerusalem, später Beprut,und ging nach Alerandrien zurück, wie es mir Said Pascha, dritter Sohn Mehemet. Alis, gerathen hatte. Dieser gab mir eine Mission nach Konstantinopel, wohin ich mich auf dem prachtvollen Dampfschiffe begab, das sein Vater für die Promenaden des Sultaus und seines Harems im Bosphorus hatte bauen lassen. Nachdem ich ein Jahr in Konstantinopel gelebt hatte, ging ich nach Athen und kehrte durch den Isthmus von Cortnih und über Triest nach Paris zurück.— Zum viertenmale kam ich nach Konstantino=pel als Berichterstatter eines großen Pariser Journals, das aber jetzt nicht mehr eristirt. Die Rückreise ging über Neapel; den Winter brachte ich in Florenz zu und zwar in denselben Zimmern des Palastes Panni, in denen, ein Jahr vorher, Alerander Dumas einige seiner Romane geschrieben hatte.— Von Livorno aus begabHannover und Bremen bestehen soll. Ueber die Art der Veräußerung ist noch nichts bestimmt; es beißt aber, daß auch nichteeutsche Fürsten zu Kaufgeboten zugelassen werden sollen. — Was das Schicksal der Marineoffiziere und Beamten betrifft, so ist dieses zwar ebenfalls noch nicht entschieden, doch der„K. Z.“ zufolge in Bezug auf die ohne Patent eingestellten einstweilen beantragt worden, sie, sobald ihre Dienste nicht weiter in Anspruch zu nehmen seien, mit einer Vergütung cines dreimonatlichen Gehaltes zu entlassen. — Aus der Provinz Preußen sind in den Kammern von 32 Gutsbesitzern Anträge auf Wiedereinführung der körperlichen Züchtigung eingegangen. Sie wollen,„daß bei den ländlichen Gemeinden die Ordnung wieder eingeführt werde“, und verbinden damit den Wunsch, daß durch die Strafe der Devortation das Land von den unverbesserlichen Verbrechern befreit und damit die Ueberfüllung der Zuchtbäuser beseitigt werde. Der erstere Antrag ist von der Kommission abgelehnt worden, die letzteren sollen dem Ministerium zur Erwägung überwiesen werden. — 15. April. Die Zollvereins= Konferenz wird wehl erst nächste Woche eröffnet werden; bis dabin siebt man noch dem Eintressen mehrerer Bevollmächtigten entgegen. Die gegenwärtig schon hier Anwesenden statteten gestern dem Ministerpräsidenten einen Besuch ab. Einem Gerücht zufolge sind schon jetzt wegen Erledigung der bekannten Präjudizialfrage Unterhandlungen angeknüpft worden, es möchte indessen noch zu früb sein, um auf ein Resultat derselben schließen zu können. Wir hören auch, daß der bairische Minister v. Zwehl wahrscheinlich persönlich hier eintressen werde. — Den Antrag auf Austritt aus der Berliner Zolltonferenz, falls Preußen einen östreichi, den Bevollmächtigten mit Stimmberechtigung nicht zulassen wollte, soll der„N. Pr. Z.“ zufolge bei der neulichen Vorversammlung in Darmstadt der frübere Reichsminister Fürst Wittgenstein gestellt haben, der jetzt bekanntlich für Nassau Ministerpräsident ist. — In Betreff der Nachricht, über den Antrag des Abgeordneten vou Forstner, die Civilehe betreffend, geht der„V. Z.“ folgende Vervellständigung zu. Der Antrag beabsichtige, es dem Brautpaare freizustellen, ob dasselbe die kirchliche Trauung oder den Eivil= Akt zur Vollziehung einer lopalen Ehe wäblt, damit im letzteren Falle allen konfessionellen Schwierigkeiten begegnet, auch das Gewissen keines Geistlichen zur Vollziehung einer Trauung bei kirchlich Andereventenden gebunden werde, sobald das Brautpaar nur den Bedingungen entspricht, welche der Staat an eine gültige Ehe zu machen berechtigt ist. — Die Diskussion dieses wichtigen und interessanten Gegenstandes steht in einer der nächsten Sitzungen der ersten Kammer bevor.— Dadurch, daß der genannte Abgeordnete seinen Antrag als Petition eingereicht hat, bezweckte er ohne Zweiter, daß der Gegenstand in Plenum zur Diekussion kommen muß, während er als Antrag in der sonst üblichen Art möglicherweise von den Kammern abgelehnt werden konnte und alsdann nicht weiter zur Sprache käme. Stettin, 10. April. Ueber die vorgestern bier stattgefundene Versammlung von Rhedern und Schiffsbauern der Ostseeprovinzen berichtet man der„B.=H.“, daß dieselbe tbeilweise durch Deputirte, theilweise durch zustimmende Schreiben von Königsberg, Elbing, Memel, Danzig, Stolve, Colberg, Uckermünde, Anklam, Wolgast, Greifswald, Stralsund und Barth beschickt war. Der ganze preußische Küstenstrich von der mecklenburgischen bis zur russischen Grenze war somit vertreten. Ein Gutachten hannoverscher Sachverständigen vom 28. Februar d. J. wurde der stattfiudenden Debatte zu Grunde gelegt. Allseitig wurden die exorbitanten Eisenzölle als der Ruin des Schiffsbaues anerkannt und hervorgehoben, daß jede Prämie— möge dieselbe noch so hoch gegriffen werden— immer nur ein Palliativmittel des allerschlimmsten Zolles bleibe und keinenfalls den Flor der Rhederei beschaffen könnte. Die Versammlung beschloß einstimmig: das Gutachten der bannoverschen Sachverständigen zu adoptiren und dessen Anträge bei dem preußischen Ministerium zu stellen und dringend zu befürworten. Breslau, den 15. April. Der bisherige Redakteur der „Neuen Oder=Zig.“, Herr Temme, tritt mit dem heutigen Tage von der Redakt on zurück. Magdeburg, 13. April. Mit den beiden vorletzten Nachtzügen der Leipziger Eisenbahn kamen abermals 500 und und resp. 400 Auswanderer aus Mittel= und Süddeutschland hier an, die sich theils über Bremen, theils über Hamburg nach Amerika einzuschiffen beabsichtigen. en, 10. April. In der jüngsten Sitzung unserer Handelskammer kam es u. A. zur Sprache, wie es auch zweckmäßig erscheine, daß zu Zeiten die Handelskammern einer oder ich mich nach Tunis, wo ich einige Zeit verweilte, und Malta, wo ich die Errichtung der französischen Republik erfuhr. Die bald darauf in Italien ausbrechenden Bewegungen veranlaßten mich, nach Turin zu gehen, wo ich bis zur Belagerung von Genuau blieb, nach deren Beenoigung ich mich nach dem gleichfalls belagerten Rom begab, in welche Stadt ich mit der französischen Armie einzog. Hier verweilte ich zwei Monate, besuchte dann abermals Turin, die Schweiz, Frankfurt, Köln, Brüssel und Paris, und kehete nach Rom zurück, von wo aus ich mehrere große deutsche und französische Journale mit Korrespondenzen versorgte. Als die römischen Angelegenheiten nach und nach an Interesse verloren, kehrte ich nach Turin zurück, besuchte von hier aus die Londoner Industrieausstellung, wohnte der Errichtung des Denkm us für Friedrich den Großen in Berlin bei, ebenso dem eidgenössischen Schießen in Genf und später den Festen zu Ehren des Kaisers in Mailand.“ Hier schließt die „Odyssee" des Herrn Scivion Marin, der nur noch in liebenswürdiger Bescheidenheit hinzufügen zu müssen glaubt, daß wenn irgend Jemand zur Gründung und Leitung einer General=Korrespondenz geeignet sei, so wäre er dieß ganz gewiß. mehrerer Provinzen sich versammeln, um in allgerrein interessirenden Angelegenheiten gemeinsam zu beratden. Zu diesem Behuf soll der Herr Präsident der Handelekammer in Köln ersucht werden, die schon früher von ihm in Anregung gebrachten Zusammenberufungen der Handelskammern der Rheinprovinz bei passenden Veranlassungen vorzunedmen. Hannover, 13. April. Die„Z. f. N.“ schreibt: Sicherem Vernehmen nach wird die allgemeine Ständeversammlung auf den 14. Mai berufen werden, damit noch am 1. September die Organisationen eingeführt werden können, wenn nicht wieder Etwas dazwischen kommt.— Dasselbe Blatt schreibt:„es sei kein Gebeimniß, daß der preuß. Einfluß von entscheidender Bedeutung bei unserer Ministerkrisis gewesen.“ — 16. April. Es wird hier in diesen Tagen eine Versammlung von Direttoren und böheren Beamten norddeutscher Eisenbabnen abgehalten, die vermutblich die Festsetzung des neuen Eisenbahnfahrplans für den Sommer mit seinen, wie es heißt, durchgreifenden Veränderungen zum Zweck hat. — Die Stände sind zum 14. Mai einberufen. Kiel, 13. April. Das Dampfschiff„Schleswig“ ist heute unter Havarie dier eingelaufen. Es ist nämlich auf der Fabrt von Kopenbagen hierher auf der Höhe von Fehmarn mit einem slensburger Schooner zusammengestoßen, welcher bestimmt war, eine dänische Feldbatterie von Flensburg nach Kopenhagen zu bringen. Das letztgedachte Schiff ist mit seiner Ladung gesunken, nachdem es gelungen, die Bemannung desselben, so wie die Bedienungs=Mannschaft der Batterie ohne Ausnahme zu retten. Das Dampfschiff„Schleswig“ bat durch den Zusammenstoß neben dem Vordersteven mehrere Löcher unweit des Wasserspiegels davongetragen, und wird dem Vernehmen nach hier erst einer Reparatur unterzogen werden müssen, bevor es wieder nach Kopenhagen abgeht. Statt dieses Schiffes wird, wie es heißt, das Dampfschiff„Merkur“ heute Abend nach Kopenhagen abgeden. Da es ober bereits mit Kanonen und Stückugeln der schleswig=holsteinischen Marine beladen ist, so wird es nicht im Stande sein, die Büreaus für das Finanz=, Post= und Zollwesen nebst Personal, welche heute Abend nach Kopenbagen abgehen sollten, mitzunehmen. Es ist ein eigenthümliches Zusammentreffen, daß das von Dänen kommandirte Dampfschiff„Schleswig“, nach Kiel bestimmt, einen mit einer dänischen Batterie beladenen flensburger Schooner auf der Höbe von Febmarn in den Grund segelt!(Hmb. R.) Hamburg, 12. April. Dem Vernehmen nach wären Differenzen zwischen der preußischen und den andern bei der Berlin=Hamburger Eisenbahn betheiligten Regierungen dahin ausgeglichen, daß ein von beiden Enspunkten um 10— 11 Uhr abgehender Zug— vielleicht auch noch ein Mittagszug — zu Stande käme. Die Bestätigung stebt zu erwarten.— Der heutige Personenzug der Berlin= Hamburger Eisenbahn brachte wirder mehrere Hundert Auswanderer.— Dem Vernehmen nach ist der frühere Honvod Davie, dessen Verdaftung in der Kanzlei des jetzigen Feldmarschall=Lientenante Görger zur Zeit einiges Aussehen machte, kürzlich wegen seiner Mittheilungen an die in der Verbannung befindlichen Ungarn von dem k. k. Kriegsgericht zum Strang verurtheilt und diese Strafe bereits an ihm vollzogen worden. — 13. April. Seit vorgestern sind mit allen Zügen der Berlin=Hamburger Eisenbahn ganze Schaaren von Auswanderern, die übermorgen von hier abgehen, hierselbst angelangt.— • Dresden, 15. April. Daß Denkmäler ihrer bisweilen unangenehmen Wahrbeiten wegen durch feindliche Gewalt zerstört worden, ist schon öfters vorgelommen, daß jeroch eigene Hasenberzigkeit frewder Brutalität zuvorkommt, scheint nur unsrer rechnungsträchtigen Zeit vorbehalten zu sein. Man erinnert sich des Vorganges in Freiburg mi Rottecks Deukmal. Hier ein Seitenstück: Am Eingange des benachbarten Dörschins Räcknitz erzählte bieher ein Denkstein in eingehauenen Versen die von den Dorfbewohnern 1813 während und nach der Dreedener Schlacht erculteren Drangsale. War schon vor geraumer Zeit ein Wort dieser Inschrift ausgetilgt worden, welch s die beiverseitigen Krieger mut einem Raubthiere verglichen, das gerade nicht unter die nobilirten Wappenthiere gezählt wild, so hat jetzt seit der letzten östreichischen Einquartirung im vorigen Monat deutsche Furchisamkeit den ganzen Stein zu entfernen für gut befunden. Die Divergenz zwischen der offiziellen Autorität und rer lebeneigen Wahrheit wird täglich größer, und so könnte nicht auffallen, wenn sogar das ebenfalls bei Räcknitz befindliche weltbetannte Denkmal Moreaus eines Tages ähnlichen zarten Rücksichten zum Opfer gebracht würde. Kassel, 14. April. Die Verordnung vom 13. d., wodurch der über die kurbessischen Verfassungs=Angelegenheiten gefaßte Bundesbeschluß verkündet wird, enthält folgenden Nachsatz:„Indem Wir diesen Bundesbeschluß zur allgemeinen Danachachtung verkündigen, erlassen Wir zugleich in Ausführung desselben unter eim heutigen Datum die Verfassungs Urkunde, das Wahlgesetz, die Geschäfts=Ordnung für die Lanbstände, und verordnen, daß der§. 119 der Verfassungs=Urkunde vorläusig außer Wirksamkeit bleiden soll. Urkundlich Unserer Allerhöchsteigen händigen Unterschrift und des beigedruckten Staatssiegels gegeben zu Kassel am 13. April 1852. Friedrich Wilbelm.(St. S.) Vt. Hasseurflug. Vi. Volmar. Vi. Hapnau. Vi. Baumbach.“ 14. April. Die„Darmst. Zig." berichtet: „Die so bestimmt formulirten Zeitungsnachrichten, daß unser berühmter Landsmann v. Liebig einen Ruf nach München angenommen habe, en halten nur so vicl Wahres, daß ein solcher Ruf unter glänzenden Anerbietungen allerdings an den ausgezeichneten Lebrer ergangen, dieser aber, wie wir zu unserer Freude vernchmen, das Wirten in seinem näheren Vaterland, auch diesem neuen höchst ehrenvollen Autrage vorzuziehen ge, um in allgerrein interese n beratben. Zu diesem andelekammer in Köln ihm in Auregung gendelskammern der verzunedmen. f. N.“ schreibt: Simeine Ständeversamm1, damit noch am 1. irt werden können, wenn — Dasselbe Blatt der preuß. Einfluß von inisterkrisis gewesen.“ diesen Tagen eine VerBeamten norddeutscher ) die Festsetzung des imer mit seinen, wie es m Zweck hat. n einberufen. hiff„Schleswig“ ist is ist nämlich auf der öhe von Fehmarn mit oßen, welcher bestimmt burg nach Kopenhagen nit seiner Ladung geung desselben, so wie e ohne Ausnahme zu it burch den ZusamLöcher unweit des dem Vernehmen nach in mussen, bevor es dieses Schiffes wird, " heute Abend nach s mit Kanonen und rine beladen ist, so is für das Finanz=, heute Abend nach Es ist ein eigenDänen kommandirte nt. einen mit einer Schooner auf der (Hmb. R.) hmen nach wären andern bei der Regierungen dahin u um 10— 11 ein Mittagszug zu erwarten.— burger Eisenbahn .— Dem Verdessen Verdaftung utenante Görger egen seiner Mitichen Ungarn von urtheilt und diese sit allen Zügen laren von Aushierselbst angenäler ihrer bisfeindliche Geimen, daß jeroch rlommt, scheint zu sein. Man Rottecks Deukdes benachbarten n in eingehauewährend und ingsale. War brift ausgetilgt einem Raubbilirten Wapen östreichischen chisamkeit den Die Divergenz neigen Wabruffallen, wenn betanute Dentücksichten zum 13. d., woelegenheiten gegenden Nachgemeinen DaAusführung ungs Urkunde, La#n#stände, Urkunde vorUnserer Alickten Staats. riedrich WilVI. Hapnau. berichtet: „ d a ß u n s e r ch München daß ein sollas an den üir zu unserer Vaterlange uziehen gesonnen ist.— Prof. Dr. Wasserschleben aus Halle ist am 10... M. in Gießen angekommen, um daselbst sein Domieil aufzuschlagen, indem die von ihm erbetene Entlassung aus dem k. preußischen Staatsvienste gewährt wurde. Wien, 14. April Die heutige„Wiener Zeitung" bestätigt die Ernennung des Grasen Buol=Schauensteizum Minister des Auswärtigen und des kaiserl. Hauses.— Die N. Dr. Zeit. läßt sich von hier folgendes schreiben: Aus „sonst gut unterrichteter Quelle“ geht uns die Notiz zu, daß sich in Beziehung auf die Handelspolitik Modalitäten vorbereiten, die auf eine Modisikation der bisher verfolgten Richtung schließen lassen. Hiernach macht sich in den hiesigen(Wiener) leitenden Kreisen immer mehr die Ueberzeugung geltend, daß man sich vor allen Dingen mit Preußen verständigen müsse, wenn man ein Resultat erreichen wolle. Man scheint auch nicht abgeneigt, in dieser Beziehung die Initiative zu ergreifen, da man sich der Ueberzeugung nicht länger verschließen kann, daß Preußen einer solchen Verständigung nicht bedürftig ist, während gerade bei uns sich das Verlangen, mit Deutschland in ein näheres Handelsverhältniß zu treten, mehr und mehr geltend macht. — Es ist gewisse Thatsache, schreibt man der„Fr. Sachs. Zeitung“ aus Wien, daß die Spannung zwischen Oestreich und England gänzlich wieder geboben ist und die früheren uralten Freundschaftsverhältnisse zwischen den beiden Regierungen erneuert worden sind. — Die Schlußberathungen der Zollkonsererz haben endlich begonnen. Mehrere der hiesigen Repräsentanten haben von ibren Regierungen die Instruktionen für Berlin bereits in Händen. Auch der Frankfurter Abgeordnete Herr v. Köster bat seine Instruktion erhalten um sich zum Kongresse nach BerIm zu begeben. Auslaud. Frankreich.— 5 Paris, 15 April. Man beschäftigt sich augenblicklich fast nur mit den Gerüchten und Vermuthungen, zu welchen das Fest Veranlassung gibt, welches von der Armee dem Prinz=Präsidenten zu Ehren den Tag nach der großen Parade(am 10. Mai) veranstaltet wird. Daß es dabei zu bedeutenden Demonstrationen zu Gunsten der Proklamirung des Kaiserreichs kommen wird, daran ist wohl nicht im Geringsten zu zweifeln, es frägt sich jetzt blos, wird L. Napolcon dem Drängen seiner ungeduldigen Anbänger und seinen eigenen Wünschen nachgeben und schon jetzt den Kaisertitel annehmen, oder wird er in Berücksichtigung der diesem Akte nichts weniger als günstig gestimmten Meinung des Auslandes und besonders Rußlands, die Katastrephe noch auf einige Zeit verschieben. Darum dreht sich jetzt alles hiesige politische Gespräch, obgleich eigentlich da das Kaiserreich uns jedenfalls in sicherer Aussicht steht, es uns gleichgültig sein muß, wann es proklamirt wird. Ja wir glauben sogar, daß es besser ist, die doch nicht zu vermeidende Katastrophe, sobald als möglich herbeigeführt zu sehen, da wir dann wenigstens nicht lange in Ungewißheit mehr über den Ausgang derselben sein werden.— Ungeachtet der vielfachen Begnadigungen, die in letzter Zeit stattgefunden, muß die Zahl der Verurtheilten doch noch immer eine ganz evorme sein, denn allein in einem einzigen Departement, dem des Hérault erreicht sie die Höhe von 3000.— Man spricht davon, daß der Präsident im Sommer eine Reise in das südliche Frankreich machen werde.— Die„Patrie“ demenkirt die Nachricht, daß eine große Veränderung in den Präfekturstellen bevorstehe, indeß weiß man ja, daß auf die Demeutis dieses Journals eben nicht vicl zu geben ist, und erhält sich deshald das desfallsige Gerücht fort.— Großbrikannten.— London, 14. April. Der ministerielle„Morning Herald“ schließt einen Artikel über die„freundlichen Beziehungen zum Auslande“— welche, wie er meint,„die besondere Aufmerksamkeit und Würdigung jedes britischen Wählers verdienen.“— mit den Worten:„Wir können nicht umhin, über die Ernennung des Grafen Boul zur Präsidentur des östreichischen Cabinets unsere Frcude auszusprechen. Es ist ein glückbedeutender Umstand, daß er eine gründliche Kenntniß der wahrhaft britischen Meinungen und Gesetze aus diesem Lande mitnimmt. Es ist ein Glück für den Frieden Europas, daß er in täglichem Verkehr mit den Mitgliedern unserer Regierungen gelebt bat.“— Ohne Arg sei“ hier bemerkt, daß Graf Boul nicht der erste Diplomat ist, welcher diese Studien machte, und daß der verstorbene Fürst Schwarzenberg mit England durch langjährigen Aufenthalt vertraut war; von andern Diplomaten, wie dem Baron Brunnow, gar nicht zu reden—„und daß ein gegenseitiges achtungsvolles Vertrauen Zeit hatte zu einem persönlichen Verhältniß zu erwachsen, und daher um so leichter in die politische Verbindung übertragen werden wird. Wir dürfen nicht erst hervorheben, daß der vortreffliche und talentvolle östreichische Gesandte zu den Whigs auf einem ganz andern Fuße stand. Genug, daß Graf Boul, indem er die Leitung der östr. Politik übernimmt, die britische Hauptstadt mit den freundschaftlichsten Gesinnungen für Ihrer Majestät Rathgeber verlassen hal.“ Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 15. April. Berlin, 15. Aprll. Das Geschäft war wegen der Medie=Liquiation nur gering und die Course konnten sich meistens nicht auf ihrem gestrigen Stande behaupten, schlossen aber im Allgemeinen wieder seßter. Preuß. und ausländ sche Fonds waren mehr angeboten als begehrt. Berlin, vem Amsterdam dito„ Hamburg dito London Paris Wien im 20 Fl. Juß Augsburg Breslau Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuß Frankfurt a/M. südd. W. Petersburg. d co ur s. Gel Köln, den 15. April 1852. Paderboin, den 17. April. Tilgungsk. Obligat. 101 1/2% G. 101 3/% Br. Ausl. Ld'or 5 Thlr. 15 Sgr. G. 5 Thlr. 16 Sgr. Br. 25 Fr. Stück 6 Thlr 22 1/ Sgr. Wilbelm##d'or 5 Thlr. 18 Sgr. 20 Fr. Stücke 5 Thlr. 12 1/8 Sg. G. 5 Thlr. 13. Br. Marktbericht. Paderborn, den 17. April. Weizen(der preuß. Scheffel 2 Thlr. 24 Sgr. Roggen 2 Thle. 15 Sar. Geriste 1 Tbl. 27 Sg. Haser 1 Thl. 1 S. Kartosseln 1 Thl. 5 S. Erbsen 2 Thl. 28 Sg. Linsen 2 Thlr. 27 Sgr. Bohnen, 2 Thir. 5 Sgr. Butter o Psd. 6 Sgr.— Pf. Heu pr. Ctr. à 110 Pfund 25 Sgr. Stroh, pr. Schock a 1200 fl — Thir.— Ser. Pl. Witten, den 15. April. Weizen 3 Thr. Sgr.— Pf Roggen 2 Thir. 17 Sgr.— Pf. Gerste 1 Thlr. 25 Sgr.— Pf. Haser 1 Thlr. 3 Sgr.— Pf. Buchweizen 2 Thlr. 5 Sgr.— Pf. Erdsen 2 Thlr. 20 Sgr.— Pf. Bohnen 2 Thlr. 15 Sgr.— Pf. Rapsamen 2 Thir. 22 Sgr. 6 Pf. Rübsamen 2 Thlr. 15 Ser. Pf. Kartosseln 1 Thir. 10 Sgr.— Pf. Butter 6 Sgr. 6 Pf. Heu pr. Centner 22 Sgr.— Ps. Stroh vr. Schock 5 Thlr.— Sar.— Pf. Neutz, den 16. April. Weizen nach[Qualität 2 Thlr. 24 Sgr. bis 2 Thir. 28 Sa. Roggen 2 Thir. 7 Sg. bis 2 Thl. 9 Sg. Wintergerste 1 Thlr. 24 Sg. Som.= 1 Thir. 24 Sz., Buchweizen 1 Thl 29 Sgr. Haser 1 Thlr. 1 Sar. Erbsen 2 Thlr. 15 Sa. Rübsaamen 3 Thl. 3 Sgr. Karteffeln 1 Thlr. 2 Sgr. Heu pr. Ctr.— Thir. 20 Sar. Strob v. Schock 4 Thlr. 5 Sgr. Ein Schwarzbrod von 13 Pfd. 9 Sgr. 8 Pf. Provinzial=Zeitung. § Paderborn, 16. April. Auf Veranlassung der pommern schen ökonemischen Gesellschaft werden die Mehrzahl der landwirthschaftlichen Central=Vereine der Monarchie Abgeordnete nach Berlin deputiren, um vom 18. d. M. ab, während der Dauer der Tarifberathungen für den deutschen Zoll=Verein sich über die dabei geltend zu machenden landwirthschaftlichen Interessen zu berathen und zu vereinbaren. * Paderborn, 16. April. Gestern hat sich an dem Durchstich der Eisenbahn in der Nähe der Stadt beim Sprengen abermals ein Unzlück ereignet. Ein Arbeiter, der wohl 50 Schritte von der losgehrannten Mine entfernt war, wurde von einem in die Höhe geschleuderten Steine so beftig auf den Kopf getroffen, daß er nach einigen Stunden den Geist aufgab.— Diese Unglücksfälle mäßten doch dozu dienen, die Arbeiter vorsichtiger zu machen, besonders jetzt, wo man nur durch Spreugen des harten Gesteins sich Bahn brechen kann, und man noch eine Tiefe von mehr als 15 Fuß, bei einer Länge von 4—500 Fuß, gewinnen muß, um das Nivcau der Bahn zu erreichen. Paderborn. Die Zeitschrift für deutsche Drainirung theilt in ihrer ersten Nummer die Maßregeln mit, welche das preußische Ministerium zur Beförderung der Röhren=Drainirung bisher ergriffen hat. Wenn auch nicht vollständig, so rechtfertigen sie doch einigermaßen den neuerlich in der ersten Kammer— in Folge eines Antrages von Müller und v. d. Schulenburg auf Unterstützung namentlich des kleineren Grundbesitzes zum Zwecke des Verdrainirens — gefaßten Beschluß auf Tagesordnung, welchem Beschlusse bekanntlich die Aufschlüsse des Regierungs=Kommissars über die bieherige Fürsorge der Regierung für die Beförderung jener Meliorationeu vorangegangen waren. Gedachte Maßregeln sind nach dem Eingangs erwöhnten Blatte im Wesentlichsten folgende: 1) Verbreitung bezüglicher Schriften. 2) Sendung von Sachverständigen(2 höhere Beamten und 5 Techniker) nach England und Belgien. 3) Unentgeltliche Vertheilung von Maschinen zur Röhren=Fabrikation in allen Theilen des Staates(seither 21 an der Zahl). 4) Dem kleineren bäuerlichen Besitzerstande angehörig sollen in den verschiedenen Theilen der Monarchie eine Anzahl geeigneter Persönlichkeiten durch unentgeltliche Verabfolgung von Röhren bis zum Betrage von 50 Thlr. zur Ausführung der Meliorationen aufgemuntert werden. Die Bezeichnung der betreffenden Persönlichkeiten wird durch die Landratbsämter und Polizei=Verwaltung vermittelt. 5) Dem größeren(Dominial=) Besitzerstande soll durch den, mit einem betreffenden Gutachten der AuseinandersetzungsBehörden in Uebereinstimmung stehenden Beschluß des Ministeriums:— den durch die Auseinandersetzung der gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnisse und die Emission von Rentenbriefen gewonnenen Kapitalien unter entsprechenden Verhältnissen der Drainkultur zuzuwenden, eine Summe von mehreren Millionen Thalern für Drain=An* lagen zur Disposition gestellt werden. Außerdem sind der Mehrzahl landwirthschaftlicher Akademieen und Ackerbauschulen zum Zwecke der Draintrung die ubthigen Fonde überniesen under der Bedingung, burch öftentliche Betenntnatung der Auführung dem betreffenden Publikum Gelegenheit zur Kenntnißnabme zu geben. Dergleichen Arbeiten werden beiläusig gesagt im Laufe dieses Sommers auf den Gütern der Akademieen zu Eldena und Proskau, so wie in unserer Nätze auf der Ackerdauschule zu Riesenrodt, im Regierungs=Bezirk Arnsberg, ausgeführt werden. .. Die Akademie zu Proskau(Schlesien) läßt durch ihre Unterbeamten auch Arbeiter, wozu sich Wiesenbauer, Schachtmeister, geschickte Grabenarbeiter und Maurer am geeigneisten bewährt haben, praktisch ausbilden. Zum Schlusse möge noch die Bemerkung hier Platz finden, daß Ende vorigen Jahrs 84 Drainröhren= Pressen aufgestellt und beschäftigt waren, wovon 30 auf Schlesien, 10 auf Pommern, 8 auf Sachsen, 8 auf Preußen, 6 auf Brandenburg, 6 auf Posen, 3 auf Westfalen und 3 auf Rheiupreußen können. Lippstadt. Franz Göbel aus Westernkotten, der wegen Ermordung seiner Frau in„Untersuchungshaft im hiesigen Gefängniß saß, hat sich vermittelst eines Handtuches am 12. d. Mts. erhängt. Er hatte die Mordthat hartnäckig geleugnet, so daß es zweifelhaft gewesen sein soll, ob die Geschworenen das„Schuldig“ über ihn hätten sprechen können. Sein döses Gewissen hat ihm wahrscheinlich gezwungen, sich dem irdischen Richterspruche zu entziehen. Die Concubine des Selbstmörders ist gefänglich eingezogen; man hat großen Verdacht gegen sie, dem Mörder bei der Erdrosselung seiner Frau hülfreiche Hand geleistet zu haben. § Bielefeld, 16. April. Seit einiger Zeit findet man nicht selten in den Zeitungen des nord=westlichen Deutschlands kleinere oder größere besorgliche Notizen über starke Pferde= Ausfuhren nach Frankreich. Die„Westf. Ztg.“ bringt ebenfalls unterm vorgestrigen Datum eine derartige Nachricht aus Minden, welche folgendermaßen schließt:„die französischen Emissäre sollen sehr hobe Preise dafür zahlen.“— Es ist Thatsache, daß die Köln=Mindener Eisenbahn seit einiger Zeit fast täglich eine nicht unbedeutende Anzahl Pferde in westlicher Richtung befördert. Das Auffallende dieser Erscheinung liegt aber nur darin, daß man diese Pferde dem früheren Gebrauch zuwider, der„verkehrten Welt“ aber zur Ehre, immer jedoch aus sötonomischen Rücksichten, nicht reiten und resp. führen, sondern kutschiren läßt. Denn würde dieselbe Anzahl Pferde, wie früher geschehen, auf den verschiedenen Landstraßen ein und demselben Ziele zugeführt, so würde gewiß Niemand etwas Auffallendes darin finden, eben weil das Wegführen derartiger PferdeKoppeln aus unserer Gegend schon seit Jahren nichts Neues ist. Jetzt aber, wo die Eisenbahn auch für die Waare der Roßhäneler ein billiges Transportmittel geworden ist, wo also natürlich die aufgekauften Pferde auf ein und demselben Wege sich zusammenfiuden, da muß die Fortschaffung derselben für den Unkundigen etwas Auffallendes haben. Daber das besorgliche Geschrei. Diesem gegenüber hat die Regierung sich veranlaßt gesehen, genaue Berichte über die diesjährige Pferde=Ausfuhr bekannt zu machen, welche ergeben, daß dieselbe zu den Ausfuhren früherer Jahren im angemessensten Verhältniß steht. Von der Regierung kann billiger Weise nicht mehr verlangt werden. Unsere Patrioten aber können sich nicht dabei beruhigen; sie zeigen fortwährend auf den dräuenden Westen. Läge nun zufälliger Weise Rußland in jener westlichen Gegend, wohin unsere lammfrommen Pferde entführt werden, so hätte man gewiß schon in den Zeitungen gelesen, daß nächstens die Kosacken und Baschkieren auf hannöverschen und westfälischen Pferden bei uns einfallen würden, um uns mit Haut und Daar ze verschlingen. Nach unserem Dafürhalten hat der ganze, hier in Rede stehende, Pferde=Transport nur eine erfreuliche, nämlich eine rein commerzielle Seite. Es werden, wie Jeder, der sich dafür interessirt, längst weiß, im Hannöverschen, im Lippeschen, im Mindenschen und im Rapensbergischen ungleich mehr Arbeitspferde gezogen, als daselbst verbraucht werden. Dieser Ueberfluß führr alljährlich viele Roßhäudler, besonders aus dem Rheinlande, zu uns, welche für gutes Geld ihre Einkäufe machen. Ein großer Theil von diesen aufgekauften Pferden findet aber schon in den bergisch=märkischen Landestheilen seine Abnehmer, ein anderer im Rheinlande, während der Ueberrest nicht selten über den Rhein hinaus nach Frankreich wanvert, aus dem einfachen Grunde, weil Frankreich mehr Pferde bedarf, als es selbst produzirt. Unter all den ausgeführten Pferden— die Zahl derselben mag so groß sein, als sie will— sind übrigens verhältnißmäßig nur sehr wenige, welche zum Campagne=Dienst tauglich sind, es sind meistens nur gute Arbeits=, d. h. Ackerpferde. Im Preußischen wenigstens werden diejenigen jungen Pferde, welche die Eigenschaften eines Remontepferdes besitzen, auf den sogenaunten Remontemärkten von dem Militär=Gouvernement aufgekauft und in der Regel, zur Beförderung der Pferdezucht, sehr gut bezahlt. Es bleibt also nur das zurück, was entweder zu jenem Zweck untauchlich ist, oder auch diejenigen wenigen Pferde, wofür von Seiten der Eigenthümer übertrieben hohe Forderungen gemacht wurden. Wird uns dieser Ueberfluß und resp. Ausschuß von Emissären, gleichviel ob von französischen oder russischen, zu„sehr hohen Preisen“ abgenommen, so hat die Regierung gewiß ganz wohl gethan, gaß sie den desfallsigen Aufkäufern ganz freien Spielraum läßt. Aufruf an die Industriellen von Rheinland und Westfalen. Die Erfolge der londoner Industrie=Ausstellung haben durch das Zusammenwirken ungünstiger Umstände den Wünschen und Erwartungen vieler Industriellen von Rheinland und Westfalen nicht entsprochen. Konnte auch den hervorragenden Leistungen Einzelner die verdiente Anerkennung nicht versagt werden, so verdunkelte doch oft das pomphaste Auftreten anderer Nationen das Verdienst manches gediegenen heimischen Erzeugnisses. Auch sandten Viele nicht das, was zur richtigen Würdigung ibrer Leistungen gedient haben könnte, noch Mebrere aber ließen sich durch Bedenklichkeiten aller Art ven der Theilnahme abbalten. Es ist deßhalb dort ein vollständiges Bild des hier waltenden industriellen Strebens nicht zur Anschauung gekommen, und entging ihm mit der Anerkennung auch der Nutzen und die Ermunierung, die manches Opfer wohl verdient hätte. Die Industrie der beiden Nachbar=Ptovinzen erganzt sich in seltener Weise zu einem abgeschlossenen großen Ganzen; ein vollständiges Gesammt=Bild dieser hochberechtigten Gewerbsamkeit in allen ihren zusammenwirkenden Richtungen und in ihrer inneren Kraft darzusteuen und ihr die gebührende Würdigung zu verschaffen, ist die Aufgabe, welche sich das unterzeichnete Comite gesetzt hat. Die Gewährung der herrlichen Räume des hiesigen Ständehauses und rer ebemaligen Münze, die Zusicherung des Beistandes der be', und döchsten Behörden und die Bewilligung der Betrieds=Fends durch die hiesige Stadt=Verwaltung erleichtern uns die Lösung dieser Aufgabe, zu deren Uebernahme uns der vielsach aus gesprochene Wunsch und die sofert auf die erste Auregung von einer sehr großen Zahl der tüchtigsten Industrie ellen von nah und fern erfolgte Zusicherung der Theilnahme vermocht bat. Schon is von der Dässeldorfer, Keiner urd Mosel Lampssoifsoheieecchelschch die Toandgensteridat fir dus Bnstelungt Gegensüude zugesichert, und gdere Transport=Gesellschaften werden nachfolgen. Wir begen die zuversichtliche Hoffnung auf eine rege, allgemeine Theilrodme um so mehr, als gerade in der gewählten Ausstellungczeit unseie soöne Stadt der Sammelplatz vieler Fremden sein wird, die durch den grotzen deutschen Gesang=Weltstreit, durch die gleichzeitige KunstAusstellung und durch die General=Bersammlung des handwirthschaftlichen Vereius für Rbeinpreußen hierher geführt werden. Indem wir Ihnen das nachfelgende Pregramm der Ausstellung vorlegen und Sie zur Theilnahme einladen, bebi und stäckt uns das Bewußtsein, Ihnen bei diesem vaterländischen Unternehmen günstigere Bedingungen bieten zu können, als anderswo erreichbar waren. Programm. §. 1. Es wird vom 15. Juli bis 1. Oktober d. J. in Düsseldorf im Ständehause eine„Provinzial=Gewerde=Ausstellung für Rheinland und Westsalen= Statt finden. §. 2. Zu dieser Ausstellung wird, mit Ausnahme der Werke der schönen Künste, jedes in den Provinzen Rheinland und Westfalen dargestellte Industrie=Erzeugniß zugelassen, wenn es im Verhältniß zum Preise gut gearbeitet ist. Auch Produkte des Bergbaues, der Landwirtdschaft und solche Handwerker=Waaren, aus deren Ansertigung besondere Sorgsalt und Kunstsertigkeit verwendet worden, oder an welchen etwas Neues, Eigenthümliches oder besonders Sehenswürdiges zu bemerken ist, sind willkommen. Gegenstände, welche in kurzer Zeit dem Verderben unterworfen sind, werden nur angenommen, wenn die angemessene Erneuerung zugesagt wird. §. 3. Grundsätzlich darf nur der Anfertiger oder Fabrikank als Aussteller auftreten; doch sollen Gegenstände, welche ein besonderes industrielles Interesse haben und sich im Besitze von in den Provinzen Rheinland und Westsalen wohnenden Personen befinden, nicht ausgeschlossen sein. Es mus in jeder Anmeldung die Eigenschaft des Ausstellers und der Ansertigungsort angegeben sein. §. 4. Die Ausstellungs=Gegenstände müssen bis zum 15. Juni d. J. Kostenfrei im Ausstellungs=Lecale eingeliesert werden. Mit dem Empfange wird am 1. Juni d. I begonnen. Nach dem 25. Juni eingehende Gegenstände dürsen zurückgewiesen werden. Die Direktionen der Eisenbahn= und Dampfschiffabrts=Gesellschaften sind ersucht, für die Ausstellungs=Waaren Transportfreiheit eintreten zu lassen. Sobald die Gewährung dieses Wunsches ausgesprochen ist, wird den Herren Ausstellern das Eretisicat zur Erlangung dieser Portofreiheit zugesertigt werden. s. 5. Für die Ausstellung haben die Einsender weder Lagermiethe, noch Versicherungskosten zu tragen. Die letzteren werden aus den Ausstellungs=Fonde für alle rechtzeitig angemeldeten und eingelieferten Waazen vom 15. Juni bis 15. Oktober d. I. bestritten. §. 6. Die Ausstellungs=Gegenstände werden auf Kosten des Unternehmens bewacht und möglichst sorgsältig vor Beschädigung bewahrt. Sollten aber dennoch Beschädigungen oder Verluste vorkommen, ko können zwar Ansprüche auf Schadloshaltung für solche Ereignisse nicht zugestanden werden, doch liegt es in der Absicht, in Fällen, in welchen erbebliche Grunde der Billigkeit für eine Ersatzleistung sprechen, dieselbe eben so wenig zu versagen, wie dies bei früheren Gewerde=Ausstellun gen geschehen ist. Dergleichen Ansprüche, über welche das Comite mit Ausschluß der Gerichte entscheidet, haben kein unbedingtes Recht auf die sich etwa ergebenden Ueberschüsse, welche zunächst einem gemeinnüßigen gewerblichen Zwecke gewidmet werden sollen. §. 7. Die Auslege= und Aufstellungs=Verrichtungen werden ohne Beiträge der Aussteller beschafft. Diese sind aber zum Ersatze der für etwa besenders gewünschte, außergewöhnliche Aufstellungs= Arten ausgehenden Kosten gehalten. §. 8. Es ist Vorsorge getrossen, daß bewegungsfähig eingesandte Maschinen, welche nicht mehr als sechs Pferde Kraft erfordern, in Betrieb gesetzt werden können. Aussteller solcher Maschinen wollen uns desfallsige Wünsche bei der Anmeldung gefälligst mittheilen. §. 9. Es ist erlaubt und wird besonders gewünscht, allen AusstellungsGegenständen die Preise beizufügen, und, se fern nicht alle Geschäftszweige des Ausstellers durch Proben vertreten werden, Preis=Courante darüber auszulegen. Wer der Prämien=Juri die Preise verschweigt, schließt sich dadurch von der Prämiirung aus. Die Jurv wird durch Handschlag zur Geheimhaltung der ihr lediglich Behufs der Beurtheilung mitgetheilten Preise verpflichtet. §. 10. Oie eingelieferten Gegenstände sollen Grundsätzlich bis zum Schlusse der Ausstellung darin verbleiben. Um indeß den Verkaus in jeder zulässigen Weise zu befördern, kann nach vierwöchentlicher Auestellung des Gegenstandes auf besonderen Beschluß des Comitte's die Rücknahme in dringenden Fällen geschehen. §. 11. Das Cemite übernimmt auch gegen fünf Procent Provisien zum Besten der Ausstellungs=Fonds den Verkauf von ausgestellten Waaren, wenn ihm dazu ausdrücklich Vollmacht ertheilt wird. Auch ist gestattet, auf den Etiquets oder auf der Ausstellungs=Firma einen anderen hiesigen Verkaufs=Bevollmächtigten zu nenen. §. 12. Zur Deckung der Gesammtkosten der Ausstellung wird ein Eintrittsgeld erhoben. §. 13. Jeder sich legitimirende Aussteller hat freien Eintritt. Außerdem werden den Ausstellern auf Verlangen für ihre namentlich vorher angemeldeten Arbeitnehmer nach einem billigen Repartitieussatze auf den Namen lautende Karten zum einmaligen freien Eintritte gewährt. §. 14. Es findet am Schlusse der Ausstellung eine Vertheilung von Prämien, bestehend in Medallien und ehrenvollen Erwähnungen, Statt. §. 15. Jede Handelskammer, jedes Gewerbegericht, jeder Gewerberatd und jeder erweislich seit dem 1. Januar 1850 bestehende Gewerbeverein in der Rheinprovinz und Westfalen hat das Recht, in die Pramien=Jury ein Mitglied zu deputiren. Am 5. August beginnen die Arbeiten der Jurv, und sind die Beschickungs=Rechte derjenigen vorgenannten Verbände präcludirt, deren Deputirte nichts bis zum 15. Juli bei dem unterzeichneten Comite angemeldet oder am 5. August hier nicht eingetrossen sind. §. 16. Die Jury urtheilt nach absoluter Skimmen= Mehrheit der Erschienenen. §. 17. Kein Mitglied der Jury darf in der Waaren=Abtheilung, in welcher er als Beurtheiler sungirt, um eine Auszeichnung concurriren. g. 19. Nach Beendigung der Ausstellung werden die eingesandten Gegenstände auf Kosten der Ausstellungs=Fonds durch sachverständige Hand wieder eingepackt und dem Einsender im Ausstellungs=Gebäude zur Diepesition gestellt, oder, wenn darüber bis zum 1. Oktober d. J. ven demselben nicht Verfügung getroffen ist, unfrankirk zurückgesandt. Für keinerlei Beschädigung während des Rück=Transportes haftet das Comite; jedoch steht es jedem Aussteller oder seinem Spccial=Bevollmächtigten frei, bei der Verpackung gegenwärtig zu sein. Während der Ausstellung gekaufte Gegenstände müssen von den Ankäusern im AusstellungsLocale in Empfang genommen werden. s. 18. Anmeldungen zu dieser Ausstellung, welche bis zum 15. Mai d. J. bier eingeben, baben vor den späteren unbedingten Vorzug sowobl hinsichtlich der Raumvertheilung, als hinsichtlich der Güte der AusstellungsPlätze. Späiere die zum 1. Juli noch zulässige Anmeldungen dürsen dei Mangel an Raum zurückgewiesen werden. §. 20. Um rechtzeitig dem etwaigen Raum=Bedarse durch Erweiterung der Ausstellungs=Lokalitäten entsprechen zu können, wird ersucht, de Anmeldungen so bald als möglich, für Maschinen und andere viel Raum erfordernde Gegenstände aber spätestens bis zum 15. Mai zu machen. §. 21.. Die verehrlichen Handelskammern, Gewerderätbe und Gewerbevereine werden mit den nöthigen Formularen zu den Anmeldungen versehen werden, und sich der Einsammlung und Ergänzung der Anmeldungen unterziehen, auch jede weitere Auskunft über das Unternehmen ertheilen. §. 22. Ueber die Ausstellung wird ein sachverständiger Bericht abgesaßt und veröffentlicht und ein Katalog berausgegeben, der gleichzeitig die Stelle eines industriellen Adreßbuches der beiden Provinzen vertreten soll. §. 23. Die Aufnahme der Aussteller in den Katalog geschieht unentgeltlich. Für Anzeigen von Nicht=Ausstellern und denjenigen, welche zwar anmelden, aber nicht einsenden, ist für jede Oktav=Petitzeile oder deren Raum eine Insertions=Gebühr von 3 Sgr. zu zchlen. Düsseldorf, 7. April 1852. Das Comite für die Provincial=Gewerbe=Ausstellung in Düsseldorf: 1. aus der Bürgerschaft: D. v. Mülmann, Reg.=Rath, Vors. G. R. T. Grube, Insp. und Haupt= Agent. H. Voß, Buchdruckerei=Besitzer. E. Windscheig, Adv.= Anw. 2. aus der Stadtverwaltung: Hammers, Bürgermeister. G. Cramer, C. Hilgers, Leo Pollitz, Gemeinderäthe. 3. aus der Handelskammer: L. Lupp. Ferd. Aug. Deus Dommereien=Ratb van der Beeck, Fabrick= Besitzer. 4. aus dem k. Gewerbericht: F. A. von Stockum, Präs. 5. aus dem Gewerberath: Franz Hollender, Tischlerm. Verantwortlicher Redakteur v. Podbielski in Paderborn. m 1. d. M. wurden wir durch die Geburt eines gesunden Töchterchens hoch erfreut. Hv.=Münden, im April 1852. Wulf, nebst Frau geb. Bocke. Billige Tapeten im Preise von 3 Sgr. d. Stück und höber, wie schöne geschmackvolle Vorden empfiehlt in großer Auswahl Ph. Täglich frischer Maitraur pr. Flasche 12 Sgr. bei A. Euler, Weinhandlung. einen geehrten Gönnern hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Wohnung vom Kampe in die Grube Nr. 71 neben der Buchhandlung des Herrn Schönigh verlegt habe. Gleichzeitig bin ich so frei Ihnen mein reichlich assortirtes Lager in allen Sorten von Filz= und Seidenbüten bestens zu empfehlen, und nehme auch alle vorkommende Reparaturen und Veränderungen in diesem Fache an, und sichre eine prompte und reelle Berienung zu. Paderborn, den 14. April 1852. Die Hutfabrik von V. Grimmeke, vulge. Böhmer. Etablissement. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich wich hier als Zimmermeister niedergelassen habe, und bitte mich mit recht vielen Aufträgen von Neubauten und Reparaturen, wie überhaupt alle in mein Fach schlagenden Arbeiten resp. Mühlenbauten, beebren zu wollen. Ferner erlaube ich mir zu gleicher Zeit zu bemerken, daß ich als Taxator von alle Arten Gebäuden gerichtlich vereidet bin. Paderborn, im April 1852. H. Heine, Wohnhaft bei Maurermeister Reineke II. 2... auf den Bußdorf. Hammel=Verkauf. Auf dem Gute Eilern im Kreise Büren sollen am 26. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, von 256 meis vierbreitigen, durchaus gesunden, sehr gut gehaltenen seinen Hämmeln eie besten 200 aus freier Hand össentlich gegen baare Zahlung gleich abzunehmen verkauft werden. Bekanntmachung. Der Kaufmann Volmer zu Salzkotten beabsichtigt, sein an der Westernstraße in Paderborn belegenes Wohnhaus nebst dem dazu gehörigen Hofraume in dem in der Wohnung des Rechts=Anwalts Krönig zu Padervorn auf den 26. April cur. Nachmittags 2 Uhr bezielten Termine meistbietend zu verkaufen. Kauflustige werden mit dem Bemerken eingeladen, daß das Haus außer 2 Kellern, 2 Küchen und 2 Bodenräumen 14 Piecen enthält, und sich vermöge seiner verzüglichen Lage an der frequentesten Straße Paderborn's zur Betreibung eines jeden Geschäfts eignet. ½ der Kaufgelder können gegen Verzinsung gestundet werden. Die Verkaufsbedingungen sind bei dem Verkäufer, dem Lohgärber Sandhagen zu Paderborn und dem Rechts=Anwalt Krönig einzusehen. Paverdorn, den 14. April 1852. Verkauf eines Landgutes. Die den Eheleuten Franz Sterthoff und den Geschwister Böhmer zu Theiningseu gehörige Wierlanken=Colonie, bestebend aus 305 zusammenhängenden Morgen Ackerland, Weide und Gärten, dem Markenrechte in der Deleker Mark von 6 Pferde=Antheilen nebst Wohnhaus und Oekonomiegebäude und dazu gehörigen Gerechtigkeiten soll theilungsbalber am 4. Mai c., Vormittags 10 Uhr, vor dem Kreis=Gerichtsrath Brenken auf dem Gute öffentlich zum Verkaufe ausgeboten werden. Soest, den 23. Februar 1852. Königl. Kreisgericht 2. Abtheilung. m Montag den 19. d. Mis., Morgens 10 Uhr, sollen von dem Fruchtspeicher des hiesigen Stifts: 8 Scheffel 9 3/10 Metzen Weitzen, 93 Schefsel 1/10 Metzen Roggen, 139 Scheffel 3 1/10 Metzen Gerste und 57 Scheffel 8 Metzen Hafer, öffenlich meistbietend verkauft werden. Gesecke, den 4. April 1852. Die Stifts=Verwaltung. in geubter Schwimmlehrer, welcher sich über seine Qualisikation und sittliches Betragen ausweisen kann, findet gegen gutes Salair Beschästigung in meiner Bade= und Schwimmanstalt. Paderborn, im April 1852. A. Evers. Ein junger Hund, Neufundländer Race, weiß mit schwarzen Flecken, der auf den Namen=Pluto bört, ist mir am zweiten Ostertage abhanden gegekommen. Dem Zurückbringer wird eine gute Belohnung zugesichert, zugleich warnt für den Ankauf H. von Köppen. Altenbeken. ine Auswabl von neuen Möbeln, als: Sekretäre, Sophas, Beitstellen, Commoden, Kleider=, Eck= und Küchenschränke, Tische, Stühle, Spiegel, sowohl sein polirt als auch gefirnißt, ferner: Koffer von eichen und kannen Holz, sowie auch bequeme lederne Reisekoffer und Kisten, sind auss billigste zu baben, bei in Padervorn. Lohe=Verkauf. Montag, den 19. April e. Vormittags 9 Udr soll im Königlichen Unterforste Bute, in dem Forstoistrikt Große Brandbolz die Spiegellobe von 4 Morgen 30—35 jähriger Eichen öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Schlage. Durbeke, den 8. April 1852. Der. Oberförster, Rintelen. ine ausgezeichnet schöne Flöte von Grenadillen Holz mit silbernen Klappen, welche neu 72 Rih. gekostet hat, ist unter der Hand billig zu verkaufen. Die Exp. sagt wo.— in gebrauchtes Billard hübsch und dauerhaft gearbeitet steht billig zum Verkauf bei IlI. 3. L. W. Kölling. in ordentliches Mädchen, in Küche= und Hausarbeit erfabren, sucht Dienst und kann gleich eintreten. Näheres auf dem Adreß= und Commissions=Bureau von J. S. Schmitz in Padervorn an der Pader Nr. 524. Verkauf: 1 fast neues, zweckmäßig eingerichtetes und im guten baulichen Zustande sich befindendes großes Colonatsgedäube ist zum Abbruch zu verkaufen. Adresse an dar Commissions=Burcau von J. H. Schmitz in Paderborn an der Pader Nr. 524. Es ist ein junger Wachtelbund entlaufen, weiß mit schwarzen Flecken, kört auf den Namen Trimm. Demjenijen, welcher ihn beim Bierbrauer Drees zurückbringt, wird eine angemessene Belohnung zu860. inem geebrten Publikum die ergebenste Auzeige, daß ich mit Genehmigung der stäotischen Behörden hierselbst ein und Commissions= Bureau errichet habe Zur Anschaffung und Unterbringung von Capitalien gegen bppotbekarische Sicherheit, Nachweisungen von An- und Verkäufen, sowie Anund Verpachtungen und Vermiethungen, ingleichen Vermittelungen von Privat=Anstellungen uud Beschäftigungen, Gesinde=Vermietdungen, Einziehung von Forderungen jeder Art, Anfertigung von Briefen und sonstigen außergerichtlichen Aufsätzen, Uebertragung von Administrationen und Agenturen, empfeble ich mich dierdurch und bitte unter dem Versprechen prompder und reeller Bedingung um geneigte Aufträge. J. H. Schmitz, wohnhaft an der Pader Nr.524 im Hause der Frau Wittwe Dielschneider. III. 3. uf einem Gute in der Näbe von Nieheim wird ein Maulwurfsfänger gesucht. Ein qualisicirter Mann darf für eine kurze Zeit auf einen guten Verdienst rechnen. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. dieses Blattes. ine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, Kellerraum und sonstigen Bequemlichkeiten wird zu mietben gesucht. Näberes auf dem Adreß= und Commissions= Burcau von J. H. Schmitz in Padervorn an der Pader Nr. 524. in erfahrner Buchbinder=Gebülfe kann sofort eine anbaltende Condition erhalten bei F. A. Lder in Arneberg. Bei dem Unterzeichneten ist stets vorräthig: Klageformulare auf gutes Conceptpapier p. Buch 5 cgr. Erecutionsgesuche deogl. p. Buch 5 Szr. W. Crüwell. N6 Erst Mittwoch wichtigen Deutschla Brem schen 2 stadt, gung. tung ei Mission Auslank. Verban Corps. Großt Expedition Der wähnten, Legitimitäh mehr zu der Volkes in unserer Bossischen Berge und nerkeile geterneste de der nach se seinen Plaz gegen ihn der Kaiser ihre Wirku len ließ. daß die Hei nicht mehr materiellen nicht durch daß diese„ sischer Mach erst den Ben lich von dei benahm sich wieder komn „Auslande“ denten zurück, wird nicht m als entsetzene dem Umsicher Leute, die ter Jugendkraft Kasteiung zurü geschmückten We weil für das E büßt hat: solch man könnte die des Diogenes L solcher Erscheinu Jahren, verbrad schattenhaften L einer Sorte Tug nun einmal nich bens blühende Z4 Quizoterie versch nen der Abstrake Muterboden, d# arplötlich von la Solch eine ter des 14ten Jak Kloster von Dern stikern, die in C bringen. Hafis, u rigsten, deshalb di Korans“ genannt der berühmieste Le eigene Schule erda in der höchsten Gi Wenge. Und derselbe entgezengesetzte Rie seine früheren alze er Pedanterei und Drus und Verlag von Wilh. Crüvell in Paderdern.