1 An unsere Leser! Postdebit Unterm gestrigen Detum ist uns der Pöstbevir wieder gegeben worden. Wir sind dadurch in den Stand gesetzt, die„Westfilische Zeitung“ reichhaltiger auszustatten. Für tüchtige Mitarbeiter und Correspondenten ist gesorge. Unser Hauptaugenmerk wird auf Erörterung volkswirthschaftlicher Fragen mit vorzugsweiser Berücksichtigung der Interessen unserer Provinz gerichtet sein. Die allgemeinen politischen Nachrichten werden, wie bisher, in gedrängter Kürze, aber vollständig gegeben; die provinziellen Nachrichten dagegen ausführlicher behandelt werden. Das Feuilleton wird unterhaltende und belehrende Original=Artikel bringen, auch die neuesten literar. Erscheinungen besprechen. Die„Westfälische Zeitung“ wird einstweilen, wie seit Anfang d. J. nur dreimal wöchentlich erscheinen. Der Abonnements-Preis beträgt wie bisher in Paderborn 20 Sgr.; bei allen Postanstalten in Preußen 25 Sgr.; im übrigen Deutschland 1 Thlr.*) Bestellungen auf das nächste, mit dem 1. April beginnende, Quartal werden möglichst bald erbeten, auswärts durch die Post oder auch durch unsere bekannter Filialexpeditionen; die letztern wollen dieselben zu mehrerer Bequemlichkeit ebenfalls der Post übergeben. Paderborn, den 25. März 1852. 2 Die Verlagsbanhlung. *) Uusere frühere Preisangabe beruhet auf einem Irrthum, indem der Postaufschlag zu hoch angegeben war. Uebersicht. Deuschland. Berlin, Tagesbericht. Steitin, die Mannscaft für die Gesten designirt. Erfurt, der Nothstand auf dem Scchde Getel die Oerbgich=Peic=Akmbeor Elendahe. Hannover, Minitterkrifis. Elbbrücke bei Harburg. Bremen, Dooklamation des Senats. Hamburg, Nachrichten aus Schlesw.= Eineirkung der Bremer Verfassungswirren. Kaffel, Eisenbahn nach Göningen. Krankfurt, die deutsche Floue. Verschiedenes. Wien, Tagesbericht. Ausland. Frankreich. Parié, Ernennung von neuen Senatoren. Der Erzbeschof von Paris. Die Verbannten. Rede L. Napolcons bei der Einsetzungsfeier. Großbritannien, London, Parlamentsauflösung. Nachrichten aus Bombag. Amerika. NewOrleaus, Verschiedenes. Frankreichs nächste Zukunft. ** Paderborn, 31. März. Der Gang der jetzigen donapartistischen Polilik war klar vorgezeichuet, sobald Ludwig Bonaparte nach der Februar=Revolution wieder in Frankreich auftrat. Durch sozialistische Versprechungen mußten die Arbeiter, durch Versprechungen von Steuer= Erleichterung die Bauern geköbert werden, damit der Refse Präsicent wurde. Jitzt botte er Zeit und Mittel, eie alte napolconische Partei unter seinem Banner zu sammeln und im Stillen zu organisiren. Es derurfte vor allen, raß das Heer seinem Rufe blindlings folgte. Die Mittel, welche zur Erreichung dieses Zweckes stufenweise angewandt wurden, sind bekannt. Als er sich des Heeres vergewissert hatte, mußte er mit der Nationalversammlung zum Bruche kommen. Siatt innerhalb der ihm durch die Verfassung vorgezeichneten Pflichten zu bleiben, ging er planmäßig üder dieseiben hinaus und seigerte sein Verhältniß zur Nationalversammlung bis zu rer Höde, daß es sich nur noch darum handelte, ob er oder sie besehlen solle. Dann geschab der Hauptschlag. Mit welcher offenen Brutalität vieser geführt wurde, wird nie wieder aus den Geschichtsdüchern der Renschen verwischt werden. Wer kann noch odne Entsetzen varan denken, wie Hunderte von Menschen auf das Marsselo zusammen geschleppt, in einen Haufen gestellt und unter Trommelwirbel niedergeschossen wurden. Die Verfolgungen im Innern überdoten wen die Dragonaden Luewig XIV. Die armen Opfer konnten nicht einmal idren Wehschrei laut werden lassen; denn auch die Piesse war mit einer Roffinirtheit odne Gleichen allein den Planen des Diktatois dienstbar gemacht. Seiche Thaten verlaugen ihren Fortschritt, Rube und Arbeiten des Friedens sind nach ibnen nicht mehr möglich, selbst wenn sie bei rem Treiben und Cdaratter der jert in Frankreich berrschenden Partei über: haupt denkdar wären. Genug, Frankreich ist einstweilen gewaltsam zur Rube gedracht, die wiederstrebenern Elemente sino niedergeschlagen oder vertrieben. In Bonarart='s Händen ist die schärfste, vellständigste, überalldin eringenbe Alleinderrschaft. Das Rächstt ist jetzt, Gelo anzudäusen zu ferneren Ptänen. Die Einziebung er Reichtbümer err Familie Orleane, an welche iie Repodilt nicht geracht datte, zeigte, daß man die Minnn, sich Ortder i##rrschaffea, Flich in großen Maßstabe nehme, einerlei, ob edrenhaft oder unehrendaft. Es sollen jegt für 35 Millionen der Orleans'schen Güter verkauft werden. Die Käufer werden natürlich Bonapariisten sein, denn wer kann gegen ihr Zusammenhalten etwas ausrichten. Sie erbalten paruich reiche Belobnung, eis. Gelder aber kommen in die Kasse idres Zührero. Aber goch pedc## sollen#uch für 35 Millionen Siaatewakrungen verkauft werden. Die Staatscomaiurn anzugreisen hat früber keiner gewagt. Ale im Jahre 1840 Frankreich Miene machte, sich in einen eurosäischen Krieg zu stürzen, war auch vom Verkauf der Staats= waldungen die Rere, um Gelemitiel zu bekommen: aber man schreckte vor einem solchen Vorschlage zurück. Der jetzige Dittater verfügt die Sache rurch ein einfaches Dekret. Diese 70 Millionen, welche er jetzt einzieht, sind wohl nur der Anfang zu Medr. Einstweilen ist die Summe groß genug, um fernere Pläne auszuführen. Zuvörderst muß der Kaisertitel, die Majestät, beschafft werden. Daß bei der jetzigen Einrichtung der obersten Gewalten; der Wille des Dittators vierin Befehl ist, daß die Komödie des Volkebeschlusses vom Dezember jeden Augendlick wieverholt werden kann, liegt am Tage. Ist nun Ludwig Vonaparte kaiserliche Majestät, werden dann die verheißenen sozialistischen Detrete und Einrichtungen kommen? Bisher ist wenig davon erschienen, und der Dittator geht roch in allen anderen Dingen rasch voran. Er wird sich aber wobl hüten, die Bourgeoiste so schwer zu streffen, wenn ihn nicht die Noth razu bränge. Sein System ist das des Egeismus, dieses könne er befolgen auch ohne jene Maßregeln. Die Hauptzewalt aber, welche ihm vor Augen stcht, ist die Armee. Diese verlangt Befriedigung, und wenn er allem andern widersteben könnte, den Forderungen der Armee kann er nicht wieersieben. Er maß sie beschästigen, er muß sie über kurz oder lang gegen das Ausland führen. Er wird es seiner selbst wegen tdun müssen, auch wenn die Napoleonischen Eroberungs=Joren schlafen gegangen wären. Die Sprache, welche von Frankreich gegen die Schweiz und gegen Belgien geführt wird, zeigt deutlich, worauf es abgesehen ist. In zweiter Linie steht bann der Rhein. Möge Trutschland bis dabin einig und gerüstet dasteben; denn nächst den Russen würde Niemano in Deutschland schtimmer hausen, als die jetzige französische Armee mit ihren afrilanischen Generalen. Deutschland. Berlin, 29. März. Die Versommlung der Minister von Batern, Würtemberg und Sachsen, der Herren von der Pforoten, v. Neuraih und v. Beust, bat am 25. o in Bamberg stattgefunden und sell wirtlich nach medrstündigen Beratbungen die deodsichtigte Koalinon zu Stande gekommen sein. Man schreibt nämlich rem„R. C.“ aus unterrichteter Quelte: „Zwischen een Rezierungen von Gaumn, Würtemberg, Sachsen und den beiden Hessen soll bezüglich des auf der Zeüionferenz in Berlin einzuschlagenden Weges eine vollstänrige Ei. nigung erzielt woreen sein, und es würden jedenfalls diese Arterrangen alt gent Meniostachere Authber wnhgeen. Man glaubt auch, daß noch andere Zollvereins= Regierungen sich diesen Anträgen anschließen werden, doch soll unter andern die Regierung von Baden iu dieser Beziehung noch schwantend sein.“ Es ist inressen nach verschiedenen Ansentungn uht kesle, beh die Sehellung us Jeinngns und uur Ole. Beier buit. Besimmen-blaber pro enn b. sien uur versuchen werden, zu Gunsten der bstreichischen Pläne zu operiren.— Fast zu verselben Zei., in der Hr. v. d. Dfordten in Bamberg beratben hat, wurde eine von allen bedeutenden Industriellen der Stadt Augoburg unterzeichneten Petition an den König abgesendet, worin— im Sinne der schon vor Menaten von allen Handels= und Gewerbskammern, allen landwirthschaftlichen Vereinen 2c. des Königreichs abgegebenen Erklärungen— die Krone beschworen wird: ihre augestrengtesten Bemühungen daräuf zu richten, daß der bestehende reutsche Zellverein auf keine Weise gefährdet, sondern erhalten, und wo möglich in seiner segensreichen Wirksamleit erweitert werde. Die Eingabe weist darauf hin, wie das Wohl des gesammten Gewerbfleißes des Landes, die Existenz von so vielen Tausenden der geblichsten und arbeitsamsten Familien an den ungefährveten Fortbestand jenes Vereines geknäpft sei.*“(N.=Z.) — Der zweiten Kammer wurde heute vom Finanzminister die Eröffnung gemacht, daß der Abschluß der GeneralStaats=Kasse pro 1851 so eben erfolgt sel, und das unerwartet günstige Resultat ergeben habe, daß die sämmtlichen Eratsdesizits von 1852 vollstäneig gedeckt sind, sich auch noch ein Bestand von einer halden Million herausstelle, der zu den Bedürfnissen des l. J. verwandt werden kann. — Bei Beratbung des jetzt den Kämmern vorliegenden Gesetzentwurfe, detreffend die für die Aushebung der Grunssteuer=Befreiungen und Bevorzugungen zu gewährende Eutschädigung, wurden im Schooße der Staatsregierung Bedenken dagegen laut, die Apoints der für die festgestellten Entschädigungebeträge auszugebenden Stagtsschnloverschreibungen auf kleinere Summen zu normiren, und zwar wurde geliend gemacht, daß jemehr sich zu einem Umlaufsmittel im kleinen Verkehr gestalten und die davon zu entrichtenden Zinfen auf allzu geringe Summen beradsinken, auch die Geschätetast der mit Verzinsung und allmäligen Wiedereinziehung verselben beauftragten Bebörve um so größer wird. Bis zu Apoints von 10 Thlr. mußte man aber herantergreisen, weil bei der Grunksteuer Veranlagung sehr viele kkeine Grunsbesiger koniurriren, deren neu auferlegte Gruuesteuer sich nur nach Sitbergroschen berechnet und veren Entschäeizungskapital sich remnach däufte noch nicht auf 10 Thlr. belaufen wird. Nachvem die kleinsten Apoints auf diesen Betrag normirt, dürfte bei der erträchtlichen Anzahl keinek Absindungen eech eine erbebliche Summe der Entschädigungen überdaupt iu daarem Geles bestritten werdensmüssen. Auch für diese an die zu Entschärtgenten zu leisktradtea Heanzetlungernortetnbrchngeness Stuaz= schule verschreibungen ausgefertigt werden. — Die Kommission für vas Justizwesen in der zweiten Kamnter bat den Antrag auf allgenteine Beststellung des Majorennitätstermin mit 21 Jahren für die ganze Monartbir verworfen: Auf rrm Rechtsgedies der Lundrechte iritt in Preupen eis Orehzjährigsert mit dem Bin im Grbietr den rhriui schen Rechts mit dem 21., im Beziele des Justizsonats von Edrenbreitstein mit dem 25. ein. Im Interesse der Rechtseindeit wollte der Autrag das 21. Lebenejahr allgemein als Großjährigkeitslermin eingeführt wissen. Mit dem Eintritt der Volljährigkeit sollte auch die väterliche Gewalt aufgehoben werden. Die Mehrdeit der Kommission bezweiselte aber, daß eine einheitliche Lioilestzogeseggebung für das ganze Land wünschenswerth fei. IS Beelin, 30. März. Das Wiener Cabinet zieht nach und nach seine Fahnen ein. Die Unmöglichkeit, den Zollverein zu sprengen, ist Thatsache geworden, Schwarzenberg's hochstiegente Pläne, Deutschland im Umsehen für Oestreich wieder zu erobern und Oestreich dadurch gegen seine außerdeutschen Völker zu stärken, sino zu Wasser geworden, und die Gerüchte vom baldigen Rücktritte des Schwarzenberg'schen Ministeriums mögen keineswegs ohne Grund sein. Denn in der Handelsfrage hat dasselbe vollständig Fiasko gemacht, um so schlimmer für dasselbe, weil das ein Stich in Oestreichs Leden, in die Finanzen, ist. Odue den Rückhalt an Deutsch= land ist und bleibt aber auch der östreichische Einbeitsstaat, wie er jüngst projektirt wurde, eine schwierige Idee. Daß Preußen durch diese Vorgänge stündlich an Gewicht und Ansehen wieder wächst, ist auch dem blindesten Auge in Süddeutschland klar. Der Vertrag mit Hannover hat mehr genützt, als ein siegreicher Feldzug. Seit dem Berliner Fürstentage wird Preußen auf dem bevorstehenden Berliner Zollvereinstage zum erstenmal wieder die ihm gebührende Stellung in Deutschland faktisch einnehmen. Der Uebereinstimmung mit den norddeutschen Staaten darf man sich zum voraus versichert halten. Baiern und Würtemberg werden sich zwar sehr schwierig anstellen und mit beiden Händen nach Oestreich hindeuten. Aber man weiß ja, die möglichst freie Souverainitst ist immer letzter Endzweck dieser Regierungen, und die gejestigten Finanzen des seit dreißig Jahren bestehenden Zollvereine bieten jener Souverainität eine solidere Grundlage als die östreichischen Projekte.— Die Paukerei zwischen den Herren v. Bincke und v. Bismark=Schönhausen, denn anders kann man ihre Kammergefechte nicht nennen, hat vielen Spaß gemacht. Kladderadatsch schlägt ergößlich ihnen den alten ehrwürdigen Hallischen Comment vor. Eine ernstere Frage aber schließt sich daran: ob der Mann, welcher sich in solcher Weise öffentlich in der preußischen Kammer kund giebi, im Stande ist, Preußens Interessen gehörig zu vertreten, jetzt wo es sich um national=ökonomische Fragen handelt? — Die Finanz=Kommission der zweiten Kammer soll den Geschentwurt wegen Echibung der Aühenzudgsteun ahgeschot haben. Das Motiv hierfür soll der Denkschrift entnommen sein, welche die Rübenzucker= Fabrikanten einreichten. Die Kommission konnte es nicht„für gerecht“ erkennen, daß innerdalb der Steuerperiode(die bekanntlich noch bis zum 1. Septemder 1853 läust) eine Erhöhung der Steuer eintrete, die bei der Einrichtung solcher Fabriken außer der Berechnung gelegen habe. — Die erste Kammer hat heute über den bekannten Antrag des Dr. Klee verhaudelt, welcher die Ausschließung der Juden und Disstdenten aus den Kammern 2c. bezweckte. Der zur Annahme gelangte Antrag auf einfache Tagesordnung kann als eine Verwersung des Kommissionsantrages angesehen werden, welchem die Anerkennung des im Urantrage aufgestellten Prinzips zu Grunde lag. Der Kuliusminister erklärte nachträglich seine Zustimmung zu der von dem Regierungskommissarius in der Kommission abgegebenen Erklärung, er empfahl den Kogmissionsantrag zur Annahme und stimmte deohalb auch mit der Minorität. — Das„C. B.“ hört von einem Antrage auf Abänderung der Verfassungs= Bestimmungen Art. 69— 74 über die Bildung der zweiten Kommer, welcher eine Verdindung des Spstems der sg. Berufs=Vertretung mit dem Urwabispstem zu bezwecken scheint. Der Antrag soll sich jeroch selbst in der Fraktion, welcher sein Urheder angehört, keine Unterstützung dis jetzt gewonnen haben. — Morgen den 31. ist der Termin zu Ende, welcher noch zur Bildung des Flottenvereins und zur Erdaltung der Flotte von der Bundeoversammlung gesepzt war. Prrußen tritt an diesem Tage, wenn keine Verständigung erfolgt, in den Besitz der beiden Schiffe„Eckernförde“ und„Barbarosa“, veren Abführung nach einem preußischen Ostseehafen unverzüglich erfolgen würde. — Wie gebein auch die Zollpereing=Verhandlungen zu Bomberg zwischen den Ministern v. d. Pforten, v. Neuraid und v. Beust gehalten werden, so verlautet, der„N. Pr. Z.“ zufolge, doch schon, daß Hr. v. d. Pfordten(Baiern) entschieden den Wiener Zollkovferenzen das Wort geredet det Herr v. Neurath(Würtemberg,) nicht geneigt war, den Zollverein einer ungewissen Zukunft preisgegeben zu sehen, und Herr v. Beust(Sachsen) eine bestimmte Auslusung gar nicht für angemessen erachtet hat. Diese Konferenz wird wenig dazu beigetragen haben, die bedeutende Mißstimmung zu heben, mit welcher Hannover seit der Flotten=Konferenz gegen Baiern erfüllt ist. — Zwischen den Regierungen von Preußen und Spanien ist unter dem 19. Jannar d. J. ein Postvertrag abgeschlossen worden, welcher mit dem 1. Mai cozur Ausführung kommen soll. In Betreff der Behandlung, der Spedition und Taxirung der zwischen den beiden Staaten auszuwechselnden Correspendenzen treten veränderte Vorschriften ein, welche dee reits burch die neveste Rummer des Domsamtsblattes publizirt werden. Steitin, den 29. Bügg. An ungengene Sennahend wurde Kommodere Schröder per Telegraph nach Beriin derusen; derselbe wird auf längere Zeit von hier abwesend sein. Man vermuthet, daß diese Verufung mit der Entscheidung der Klotteusngelegenheit om 31. dieses Mis. in Beziehung steht. (Norcd. 3.) — Unerwarter ist der Kommodere Schröder schon heute von Berlin dierher zurückgekehrt. Dem Vernehmen nach ist die Mannschaft dereits designirt, welche die Schiffe„Gesion“ und„Barbarosso“, nachdem dieselden Ende d. M. in preuß. Besitz gelangt sein werden, vom Bremerhaven nach einem preußischen Hafen überführen wird.(N. Z.) Erfurt, 27. März. Eine amtliche Bekonntmachung der Regierung entbält Näheres über den Nothstand im Eichefelde. Es wird das Vorhandensein einer ansteckenden Krankheit zugestanden,„welche möglicher Weise durch Nahrungsmangel oder ungesunde Nahrung begünstigt werden konnte.“ Nach genauer Untersuchung habe sich ergeben, daß die Krankheit nur ein in Rohrberg schon seit dem November dervorgetretenes tpphöses Fieder, aber kein Hungeripphus sei. Es werden hierauf die Maßregeln miegetheilt, welche zur Abhulfe angeordnet sind. Wesel, 28. März. Auf Grund zuverlässiger Nachrichten von Berlin können wir mittheilen, daß bereits vor einigen Tagen die Rausikationen des Siaatsvertrages über den Ausbou der Oberhauset=Wesel=Arnheimer Eisendahn zwischen Preußen und den Niederlanden ausgewechselt sind und schon in den nächsten Tagen mit der Direttion der Köln=Mindener Eisenbahngesellschaft der Vertrag wegen Uebernahme der auf preußischen Territorio liegenden Strecke dieser Bahn, von Oberhausen bis zur holländischen Grenze, zum desinitiven Abschluß gebracht werden wird. Es ist hiernach keinem Zweifel mehr unterworsen, daß wir dem Beginne der Arbeiten auf der ganzen Linie vielleicht schon in einigen Wochen entgegen sehen dürfen. Hannover, 27. März. Was die hiesigen Blätter über die Wahrscheinlichkeit eines abermaligen Wechsels im Ministerium berichteten, glauden wir, so weit der Rücktritt der Minister Windthorst u. Bacmeister und dessen bereite erfolgte Genehmigung Seitens des Königs in Frage kommi, leeiglich bestängen zu kürfen. Dagegen sind die angekündigten Ernennungen der Grafen Kielmannsezge und Weoel an die Stelle jener, wenn auch wahrscheinlich, doch keineswegs bis jetzt erfolgt, oder auch nur Schritte geschehen, welche die Berufung dieser Herren als ausgemacht erscheinen ließe. — Rach Angabe der„H. Pr.“ besteht die Commission, welche zur Revision der Verfassung berufen ist, aus den Herren Graf Wedel als Vorsitzenden, Canzleidirektor Meper, Landdroß v. Lütten Oher=Appellationeraih v. Pape, Kammerath v. d. Decken, Ober=Amtmann Wendt und dem Amts=Assessor Jakodi als Protokolführer. — den 30. Als einen neuen Ministerkandidaten nennt man jetzt auch Freihrn. v. Knigge. Zu der wichtigen Frage, die Verbindung Hamburgs und Harburgs betreffend, giebt der Hamd. Corresp. eine interessante Rotiz: „Schon zur Zeit, als der Plau auftauchte und zur Ausführung kam, den Verkehr zwischen Harburg und Hamburg mittelst Anlage eines Fahrweges über Wilhelmsburg zuerleichtern und für den Winter, wenn die Elbe zugefroren, zu verkürzen, wurde von mehren Seiten die Vermuthung ausgesprochen, daß mit dieser Anlage ganz andere weiter reichende Pläne verbunden seien. Allem Anscheine nach dürfte sich diese Vermuthung jetzt bewahrheiten, wenn sich das uns zu Ohren kommende Gerücht bestängt, daß abseiten Hannovers jetzt der Plan aufgenommen worden sei, die bieber in Harburg ausmündende Eisenbahn mittelst einer Brücke über die Süverelbe und eines doppelten Schienenweges über„Wilhelmsburg bis zum Uter der Norderelbe zu führen, wo Hamdurg seinerseits eine Brücke anzulegen hätte, um solchergestalt die Bahn unmittelder vor den Thoren Hamburgs auf dem Grasbroock endigen zu lassen. Abseiten Hannovers sollen, fügt man hinzu, bereits vorige Woche darauf binzielende Arbeiten beschafft worden sein und im Laufe verselben verschiedene Messungen stattgefunden haben. Bremen, 27. März. Wie wir hören, wird das Bürgeramt am heutigen Abend noch ein: Sitzung halten, und ist demselben von konservativer Seite ein für die Bürgerschaft bestimmter Antrag zugegangen, welcher zur Aufbedung des Absezungs=Beschlusses vom vorigen Sonnabend auffordert.— Von der Thängkeit des Bundes=Kommissare verlautet so gut wie nichts.(I.=2=) — 29. Mörz. In der Hamburger Börsenhalle wird so eben folgende telegraphische Depesche aus Bremen angeschlagen: Eine Proklamation des Senats ist erschienen, dieselbe bestimmt: Die bisberige Bürgerschaft ist aufgelöst, deren Wirksamkeit beendet. Eine provisorische Wahlorenung gilt für die neu einzuberufende Bürgerschaft. Eindundert und fünfzig Vertreter sind unverweilt zu wählen. Die Artikel der Verfassung, detreffend die Prasse, das Vereinsrecht, das Versammlungsrecht sino einstweilen aufgehoben, die provisorischen Gesetze über Geschwornengerichte und das schwurgerichtliche Preßpiozeßverfahren sind suspendirt.“ Es herrscht die größte Ruhe, die Geschäfte geben den gewohnten Gang. Hamburg, 28. März. Der öster erwähnte Tabacksmakler de Lemos ist vorgestern, angeblich weil die Entdeckung gemacht worden, daß er Unterschriften von Kaufleuten zur Begepung von Falsen nachgemacht, nach dem Winserbaum abgeführt worden, wo sich allmätig eine„nodele“ Gesellschaft von ei-devank für reich und solide gelienden Leuten zu sammeln scheint.— Gestern ist wieder über zwei entwichene Zalliten die Schandglocke geläutet und ihre Ramen sind auf der schwarzen Talil an Eingaup der hiesigzen Börst gusgrzeichpet worden. — deuie Aue viernn seh, Balt Buspenbrch Nhr gast. trossen. Der„ Altonger Zeitung“ zufolge gebt dos Dampfschif duer Gerting, uber Dur Alaz= gehshzuschen Wone: gebörig, heute mit Gewehren, Säbets, Pistelen und sonstigen * wuisien der früheren schliew.=hoiß. Marine von Kiel nach K. enhagen ab. Die Ernennung das Frbrn. v. Pechlin zum Gouverneue von Lauenburg ist nun offiziell bekannt gemocht. Nach„Dagblader“ sollen vier Linien=Bataillone(vas 2., 5., 6. und dos die jesi in Bidorg liegende 9.) Besedl erhalten haben, voch dem Schleewigschen zu marschiren, um die dort stebenden Reservebataillone abzulösen, nach deren Austösung aus der nicht ausgedienten Mannschaft derselben ein 5 Jägerkorpe gebildet werden soll. — Die Versassungswirren in Bremen und besonders die energischen Beschlüsse der Bremer Bürgerschaft sind nicht edne Einsiuß auf unsere Verfassunge= Angelegenheit geblieben, und einige von den verfassungefreundlichen Mitgliedern deo Senats ine schwankend geworden und haben vorzugsweise gegen zwei beuse vue Sen. Pouishu, Acht genost. Dur uste ve. ser Dunkte ist die Ergänzung des Senats, bei der man der Bürgerschaft jeren Einfluß entziehen will, weil man fürchtet, daß troß aller Vorsicht, die man bei dem Wablmorue einee Senatemitgliedes angewendet, es dennoch der Bürgerschaft gelingen könnte, ein nicht ebendürtiges Rathemitglied in den Senat einzuschieben. Der zweite Punkt betrifft das Recht dre Senate, bei Dissioenzfällen die Bürgerschaft aufzulösen und den streitigen Punkr einer neugewäditen Bürgerschaft zur Entscheidung vorzulegen. Hier fürchtet man wieder, daß diese neugewählte Bürgerschaft nicht besser, sondern wo möglich noch schlechter für die Senazs=Antröge ausfallen würee. Der Senat wünscht dierfür lieder wieder zu der frühern großen Entscheidungs= Deputation seine Zuslucht nehmen zu können, die gewöhnlich zu seinen Gunsten entschied. Der nicht offiziöse Tageobericht unseres offiziellen Amtoblattes giebt sich zwar Mühe, die dieserhalb im Publikum kirkulirenden Gerüchte zu wieerlegen und solche als unwahr zu bezeichnen; allein es wird dies Monöver nicht glücken, da diese Enthüllungen einmal eurch die Wände des Rathozimmere in die Oeffentlichteit geerungen sind. Kassel, 27. März. Die Schwierigkeiten, welche dem Beginn des Eisenbahnbaueg von hier nach Götingen, resp. Hiloesheim und Hannover bieder entgegenstanden, sind gehoden. Die kurf. Regierung dat den Vorschlog Hannovers, auch die diesseitige Strecke auf ihre Kosten dauen zu lassen, nunmehr genehmigt. Oberbaurath Lange weilt gegenwärtig in Hannover um die Verträge endgültig abzuschließen. Die gonze Strecke soll die zu Ende des Jadres 1854 vollendet sein. Sie wird sehr reich an Kunstbautea werden. (Hannov. Pr.) Frankfurt, 28. März. Unsere greßen Mocewaaren= händler, durch frühere Erfahrungen belebrt, sind bei ihren Bestellungen für die bevorstehende Ostermesse mit greßer Versicht, namentlich binsichtlich verjenigen Artikel zu Werke gegangen, die nur Gegenstand einer vorübergebenden Frage sinr, das, was ihnen daron nach deren Befriedigung aber verbleibt, in die Klasse der unverkäuflichen Ladenhüter verfällt. Somit dürfte denn für diesmal der allerdings seitene Fall eintreten, daß sich eher Mangel als Ueberfluß an verlei Artikeln füdlbar macht... In der uns benachbarten Wetterau, so wie in anderen getreidereichen Bezirken der Umgegend lagert bei den größeren Oekonomen nach viel unverkaufte Frucht. (Fr. J.) *) Frankfurt, a. M., 30. März. Da, wie vorauszuseben, die Verbandlung des Flotten=Vereins in Hannover zu keinem Ziele führen werde, so stebt die Auflösung der deutschen Flotte von Seiten des Bundestages in naber Aussicht. Die deutschen Binnenstaaten sind eben so wenig geneigt ale Preußen und Oestreich, die Flette mit idren Beiträgen zu erhalten. Es bleiben demnach nur noch vie kleinen Küstenstaaten übrig, welche sich für das Fortbesteben der Flotte interessiren. Haben diese nun die Mittel auf eigene Kosten eine Flotte zu erhalten? An dieser Klippe scheitert die deutsche Flotte. Herr v. Scheele, der jetzige banneversche Premier=Minister kämpfie als Bundestagsgesancter mit allem Eiser fur die deutsche Floite— aber seinem guten Willen feblie es an Kraft und er führte hier nichts durch und wird auch in Hannover nichts erreichen. Herr von Scheeie wußte das gewiß schon ehe er den Flotten=Verein nach Hannover berief und er hätte seine Müde sparen können. Der Bundestag bat jetzt seine wichtigsten Arbeiten vollendet und wird von dieser Seite in nächster Zeit nichts Erhebliches zu melden sein. An den vom Frankfurter Senat vorgelegten VerfassungsEntwurf arbeitet die vom gesetzgebenden Körper unseres Freistaats ernannte Commission schon wochenlang, und wenn lange an dieser Vorlage herumgemäkelt wird, so stebt zu erwarten, daß dieselbe zurückgenommen wird und Alles beim Alten bleidt. Man sellte sich nicht lange besinnen, die von der Regierung dargebetene Gabe ohne Bedenken in Bausch und Bogen anzunehmen, denn darüber sind alle denkenden Männer einverstanden, daß der Senat unter den jetzigen Umständen nichts Besseres bieten konnte. Das füblen unsere Reaktionsmänner auch recht wohl, darum arbeiten sie mit allen Mitteln gegen den Senats=Entwurf. Sie wollen keine Juden=Emoncipation und keine Gleichderechtigung der Londbewohner mit den Staride, wohnern, sie suchen den Reid und Haß überall gegen die In den anzufachen. Sie appalliren an den Brodneid der christli, chen Conkurrenten, sie kränken und verleumden die Juden## sie können. 1 gest ben, daß tab isten Bew Kaufleuten nid lern, Aerzten, Freilich sind## die Juden zu Von der Wien schäfts=Bericht“ meiten Abgeerd Entwürfe eines dem dazu gehör gierungen einser Zollkonferenz da unterzogen wurk In den nachfolge kommen einzelne Regierungen von Verhandlungen u nun auf das gar Den vorläufig ge Briefe von Engle umgekehrt auf ein setzt werden: und einfachen Brief se in Frankfurt näch desinitiv entscheide Frankrei4 Moniteur hat noch zwar die der Herren temart, Sibour, Erz und Bineau.“ Was auf der ersten Senat weil er mit den jetzi, jetzt dem Befehl des diesem Streite gewen griff zu bekommen vo zur Beseitigung der 1 folgung der letzteren Tausend Flüchtlinger die nach Cayenne dep lonnen, wovon die ein die dritte 400 Mann Lambessa deportirt wei völkerung braucht man es keine Unzufriedenen auch, wenn man so fo Bewohner mehr geben. **— 30. März. der gesetzgebende Körpei Louis Napolcons, wenigentlich doch allein regt# werk, eine Spielerei sin um seine Eitelkeit nicht worden der nur einen B gar ablängige Kammern und gar nicht vertreten ben können und werden einem Dekrete Napoleone soll. Bereits haben Cav meinschaftlichen Schreiben würden.— Aus der Einsetzungs lerien mit großem Pomp welche Louis Napoleon ge über sich gewinnen könnte, sehr an Phrasen gewöhnt, Börse durchaus gar keinen interessant, als sie uns die poleon mit republikanischen weiß. Sie lautet: Meine Herren Senatore tatur, welche das Volk mir wird seinen regelmäßigen Ga nem Gefühle wirklicher Befrie Verfassung proklamire: denn Wiederderstellung der Ordnun zu geben, indem ich Frankreie itutienen ausstattete. Es sin dessen erinnern, daß man, je Besugnisse einschloß, desto meh mir jede Bewegung und jedes gestebe es, hatte ich den Gera viel bestritten wurde. Das, w Nachfolger nur eine Sache sab exaltirten sich die Leidenschaften zu gründen. Nirgends weder welchen man sich anschließen kon einiger mutdiger Männer, Dan Armee, alle Gefahren in einigen meine erste Sorge, von dem Vo langer Zeit hatte die Gesellscha man umgeerett und auf ihren wieder auf ihre Basis gestellt. Quelle des Rechtes in ähnlicher Die Autorität erdielt ihre Macht reich die Haupt=Dispesitionen### annahm, so war es mir ertaubt deren Einfluß und Ansehen um Attridutionen geordnet sind.— U in der That jene nur Dauer, wel kestimmen, wo jede Gewalt aufbe um zu einer nützlichen und woblth langen. Die Beispiele sind nict bai man 1814 mit Befriedigung, mentarische Sostem einführen sebe uns nicht, re zu gesteben— durch absoluten Gewalt bingeführt worde tdeile 185! in Frankreich bei dem delt? Weil die Kammern den Ein ihnen gegeden, und weil sie das sie können. Und doch muß jeder Unbesaugene laut und offen gest. ben, daß grade die gebildeteren Juden bier zu den respektab isten Bewohnern unserer Stadt gebören, daß, um von Kaufleuten nicht zu rden, unter den ausgezeichnetsten Künstlern, Aerzten, Lehrern und Juristen die Juden oben onsteben. Freilich sino das Gründe genug von Seiten der Engberzigen die Juden zu bassen oder doch wenigstenz zu beneiden. Von der Ostermesse macht man sich bier wenig Hoffnung. Wien, 27. März. Vorgestern fand dem„Wertb. Geschäfts=Bericht“ zufolge, die letzte Konferenz der hier oersammelten Abgeerdneten statt, welche nunmehr die angenommenen Entwürfe eines Handels= und Zolleinigungs-Traktates, nebst dem dazu gehörigen Zolltarifs=Entwurse, ihren betreffenden Regierungen einsenden werden. Aidere Blätter melden:„Die Zollkonferenz hat die spezielle Distussion, welcher der Zelliarif unterzogen wurde, in idrer Sitzung vom 24. v. geschlossen. In den nachfolgenden Sitzungen bis zum bevorstebenden Schlusse kommen einzelne Anträge zur Beraihung.“— Die zwischen den Regierungen von Oestreich und England schwebend gewesenen Verhandlungen wegen Abschließung eines Post=Vertrages sind nun auf das ganze Gebiet des Pestvereins ausgerehnt worden. Den vorläufig gestellten Anträgen zufolge würde dae Porto für Briefe von England aus nach Oestreich und Deutschland und umgekehrt auf einen gleichmäßigen sehr niederen Satz herabgesetzt werden: und ist dasselbe vorläufig mit 5 Sgr. für den einfachen Brief festgesetzt. Der diesjährige Postkongreß, welcher in Frankfurt nächstens zusammen tritt, wird über diese Frage desinitiv entscheiden. Ausland. Frankreiw.—*s Paris, 29. März. Der gestrige Moniteur hat noch einige Ernennungen zu Senatoren gebracht und zwar die der Herren Generale Perit, Pyat, des Herzogs v. Mortemart, Sibour, Erzbischof von Paris, de Barbancois, de Heckeren und Bineau.“ Was den Erzbischof v. Paris beirifft, der bereits auf der ersten Senatorenliste stand, diese Würde jedoch ablehnte, weil er mit den jetzigen Zuständen unzufrieden ist, so bat derselbe jetzt dem Befehl des Papstes, an welchen Louis Napoleon sich in diesem Streite gewendet hatte, weichen müssen.— Um einen Begriff zu bekommen von der Großartigkeit der Regierun gsmaßregeln zur Beseitigung der Unzufriedenen und von der rücksichtslosen Verfolgung der letzteren genüge die Mittheilung, daß außer den vielen Tausend Flüchtlingen und Verbannten, außer den Tausenden die nach Cayenne deportirt worden, nächstens noch drei große Kolonnen, wovon die eine 1100 Mann, die zweite 1250 Mann und die dritte 400 Mann stark ist, nach der algerischen Strafkolonie Lambessa deportirt werden sollen. Wahrlich bei einer solchen Entvölkerung braucht man sich nicht zu wundern, wenn man hört, daß es keine Unzufriedenen im Lande mehr giebt; wird es doch bald auch, wenn man so fortfährt, keine Zufriedene, überhaupt gar keine Bewohner mehr geben. — 30. März. Gestern ist denn endlich der Senat und der gesetzgebende Körper feierlichst eingesetzt und damit die Diktatur Louis Napoleons, wenigstens scheinbar, abgesetzt. Daß Letzierer eigentlich doch allein regiert und diese quasi Kammern nur ein Blendwerk, eine Spielerei sind, die man dem Franzosen bingeworfen hat, um seine Eitelkeit nicht zu kränken, darüber ist wohl jeder klar geworden der nur einen Blick in diese von der Regierung ganz und gar ablängige Kammern wirft. Die Opposition wird darin ganz und gar nicht vertreten sein, denn die gewählten Mitglieder derselben können und werden den Eid nicht leisten, welche Weigerung einem Dekrete Napoleons zufolge als Demission angesehen werden soll. Bereits haben Cavaignal, Carnot und Henon in einem gemeinschaftlichen Schreiben angezeigt, daß sie den Eid nicht leisten würden.— Aus der Einsetzungsfeier, die in dem Marschallssaale der Tuilerien mit großem Pomp und Glanz vor sich ging, könnte die Rede, welche Louis Napoleon gehalten, von Wichtigkeit sein, wenn man es über sich gewinnen könnte, alles zu glauben. Leider ist man nur zu sehr an Phrasen gewöhnt, und so hat denn dieselbe selbst an der Börse durchaus gar keinen Eindruck gemacht, doch ist sie in so fern interessant, als sie uns die Geschicklichkeit zeigt, mit der Louis Napoleon mit republikanischen Idcen und Worten um sich zu werfen weiß. Sie lautet: Meine Herren Senatoren! Meine Herren Deputirten! Die Diktatur, welche das Volk mir anvertraut hatte, hört heute auf. Alles wird seinen regelmäßigen Gang wieder annehmen. Es geschiebt mit einem Gefüble wirklicher Befriedigung, daß ich dier die Inkraftsetzung der Verfassung proklamire; denn meine beständige Absicht ist nicht allein die Wiederderstellung der Ordnung gewesen, sondern auch derselben Dauer zu geben, indem ich Fiankreich mit seinen Bedurfnissen angepaßten Institutienen ausstattete. Es sind kaum einige Menate, Sie werden Sich dessen erinnern, daß man, je mehr ich mich in den engen Kreis meiner Befugnisse einschloß, desto mehr versuchte, ihn noch enger zu machen, um mir jede Bewegung und jedes Handeln zu nedmen. Oft entmutbigt, ich gestebe es, hatte ich den Gesanken, eine Gewalt aufzugeben, welche so viel bestritten wurde. Das, was mich abbielt, war, daß ich als meinen Nachfolger nur eine Sache sah: die Anarchie. Ueberall, in der That, eraltirten sich die Leidenschaften, begierig, zu vernichten, unsäbig eiwas zu gründen. Nirgends weder eine Institution, noch einen Mann, an welchen man sich anschließen konnte. Als dader, Dank der Unterstützung einiger muthiger Männer, Dank besonders der energischen Haltung der Armee, alle Gefahren in einigen Stunden beschworen worden waren, war meine erste Gorge, von dem Volke Institutionen zu verlangen. Seit zu langer Zeit hatte die Gesellschaft einer Peamide äbnlich geseben, die man umgeerett und auf idren Gipsel ruhen lassen wollte; ich habe sie wieder auf ihre Basis gestellt. Das allgemeine Stimmrecht, alleinige Quelle des Rechtes in ädnlichen Conjekturen, wurde sofort bergestellt. Die Autorität erhielt ihre Macht wieder; mit Einem Worte, da Frankreich die Haupt=Dispe sitionen der ihm ven mir vergelegten Verfassung annahm, so war es mir ertaubt, politische Körperschaften zu errichten, deren Einfluß und Ansehen um so größer sein werden, je klüger ihre Attridutionen geordnet sind.— Unter den pelitischen Institutionen baben in der That jene nur Dauer, welche auf eine gerechte Weise die Grenze kestimmen, wo jede Gewalt aufbören muß. Es giedt keine andere Art, um zu einer nützlichen und woblthätigen Anwendung der Freibeit zu gelangen. Die Beispiele sind nict sehr wet von uns entsernt. Warum bat man 1814 mit Befriedigung, tres unserer Unglücksfälle, das parlamentarische Sostem einführen sehen? Weil der Kaiser— fürchten wir uns nicht, es zu gestehen— durch den Krieg zur Ausübung einer zu absoluten Gewalt hingeführt worden war. Warum dat man im Gegentdeile 1851 in Frankreich bei dem Falle des nämlichen Regime's gejudeie“ Weil die Kammern den Einsluß mißbraucht hatten, welchen man ihnen gegeden, und weil sie das allgemeine Gleichgewicht in Gefahr brachten, da ue Alles deherzschen wellten. Endlich, warum is Frankreich nich; in Bewegung gesetzt worden durch die Beschränkung der Preßeiheit und de. ineivienenen Freiveit? Weil die eine in Ungebundenheit ausgeartet war und die andele, anstalt die geregelte Aurüdung des Rechtes eines Jedin zu sein, durch gepassige Erzesse das Recht Aller ###drobt hatte. Diese außervidentiche wefahr fur die Demokraticen bes.nders, ohne Ausdoren schlecht definirte Instirutionen der Reihe nach die Gewalt oder die Freiheit ausopfern zu sehen, ist vollkommen von urseren Vatern begrisfen worden, die vor einem halben Jahrhundert, nach einer schrecklichen Revolution und nach Versuchen mit allen Arten v. n Regimen, die Verfassung des Jahres VIII proklamirten, welche der von 1852 als Muster gedient hat. Sie sanktionirt ohne Zweifel nicht alle jene F#esheiten, an deren Mißbräuche wir uns selbst gewöhnt hatten, sie heiligt aber auch wirkliche. Nuch einer Revolution besteht die erste Siche. hei der Freihen eines Volkes nicht in dem unmäßigen Gebrauche der T.häne und de Press:, sie liegt in dem Rechte, die Regierung weiche ihr genetm ist, zu 1.35139. Die stanzosische Nation hat vielleicht zum ersten Male der Welt das imponirende Schauspiel gegeden, daß ein großes Volk in aller Freiheit über die Form seiner Rezierung abstimmte. Das Staats=Oberdaupt, welches sie vor sich haben, ist wohl der Ausdruck des Volkswillens; und was sehe ich vor mir? Zoei Kammern: die eine rach dem liberalsten Gesetze, welches auf der Welt besteht, gewählt, die andere, ebgleich von mir ernannt, doch unabhängig, weil sie unabsetzbar ist. Um mich herum bemerken Sie Männer von anerkanntem Talenie und Verdienste, immer bereit, mch mit ihren Ratbschlagen zu unterstutzen, mich über die Bedürfnisse des Landes auszuklaren. Diese Versassung, die von deute an in Anwendung gebracht wercen wird, ist daher nicht das Werk einer leeren Theorie und des Despotismus, sondern das Werk der Erfahrung und Vernunst. Sie werden mir heifen, meine Herren, sie zu verbessern, zu befest gen, zu erweitern. Ich werde im Senate und gesetzgebenden Körper die Lage der Republik kennen lerneo. Sie werden seden, daß überall das Vertrauen hergestellt, überall die Arbeit wieder aufgenommen und zum ersten Male nach einer großen politischen Veränderung das öffentliche Vermögen zugenemmen, anstatt abgenommen hat. Seit vier Monaten ist es meiner Regierung mö zlich gewesen, viele nütliche Unternebmungen zu ermuthigen, viele Dienste zu belohnen, vieles Elend zu lindern, selbst die Lage des größten Theils der angesehensten Beamten zu verbessern, und dieses alles ohne die Steuern zu vermehren oder das Budget in Unordnung zu bringen, welches wir so glücklich sind, Ibnen in Gleichgewicht vorlegen zu können. Dergleichen Thatsachen und die Haltung Europas, welches mit Befriedigung die Stat gehabten Veränderungen ausgenemmen, geben uns eine gerechte Hoffnung der Sicherheit für die Zukunft. Denn wenn der Frieden im Innern gesichert ist, se ist er es auch nach Außen. Die fremden Mächte achten unsere Unabdängigkeit, und wir haben alles Interesse daran, die freundschaftlichsten Beziehungen mit ihnen zu unterhalten. So lange die Ehre Frankreichs nicht im Spiele ist, wird die Pflicht der Regierung sein, mit Sorgsalt jede Ursache der Störurg in Europa zu vermeiden und alle unsere Bemühungen auf die inneren Verbesserungen hinzuwenden, welche auein den arbeitenden Classen Erleichterung verschaffen und das Wohlergehen des Landes sichern kann. Und jetz:, meine Herren, im Augenblick, wo Sie mit Vaterlandsliebe Sich meinen Arbeiten anschließen, weide ich Ihnen offen auseinandersetzen, welche meine Haltung sein wird. Als man sah, daß ich die Institutionen und Andenken des Kaiserreichs wieder verstellte, hat man oft gesagt, ich wollte das Kaiserreich selbst wieder herstellen. Wenn dieses meine beständige Absicht gewesen wäre, so würde diese Umgestaltung längst gescheben sein: weder die Mittel, noch die Gelegenheiten haben mir gesehlt. Im Jahre 1848, als 6 Millionen Stimmen mich ernannten troß der Constituante, war es mir nicht undekannt, daß die einfache Weigerung, die Versassung zu genehmigen, mie einen Thron geben konnte; aber eine Erhebung, die nothwendiger Weise ernste Unruhen nach sich ziehen mußte, verlockte mich nicht. Am dreizehnten Juni 1849 war es mir ebenfalls leicht, die Form der Regierung zu ändern. Ich wollte es nicht. Endlich am 2. Dezember, wenn persönliche Gründe über die ernsten Interessen des Landes den Sieg davon getragen hätten, hätte ich zuerst von dem Volke, welches es mir nicht verweigert haben würde, einen glänzenden Titel verlangt. Ich war mit dem zufrieden, welchen ich hatte. Ich habe das Consulat und das Kaiserreich zu meiner Richtschnur genommen, weil ich Nationalität und Größe in idnen sinde. Entschlossen heute, wie vorher, Alles für Frankreich, nichts für mich zu toun, werde ich keine Aenderung an dem jeizigen Stande der Dinge vornehmen, wenn ich nicht durch eine augenscheinliche Rothwendigkeit dazu gezwungen werde. Woder kann diese kommen? Einzig und allein von dem Auftreten der Pacteien. Wenn sie sich ergeben, wird nichts geändert werden; wenn sie aber durch ihre geheimen Umtriebe die Stützen meiner Regierung zu untergraben suchen werden, wenn sie in ihrer Blindheit die Legitimität des Resultates der Volkswahl läugnen sollten, wenn sie endlich durch ihre fortdauernden Angriffe die Zukunft des Landes in Frage stellen sellten, dann nur allein könnte es vernünftig sein, von dem Volke im Namen der Rube Frankreichs einen neuen Tittel zu verlangen, der unwiederruflich die Gewalt, mit der es mich bekleidet, an meine Person besten würde. Beschästigen wir uns jedoch nicht im veraus mit Fragen, welche durchaus nichts Wahrscheinliches haben. Erhalten wir die Republik; sie bedrobt Niemanden, sie kann Jevermann Beruhigung geben. Unter idrem Banner will ich von Neuem eine Aera der Vergessenheit und der Versohnung eröffnen und ohne Unterschied alle diejenigen zu mir rufen, welche mit mir zum offentlichen Wohle mitwirken wollen. Die Fürsehung, welche bis dahin so sichtbar meine Bestrebungen gesegnet bat, wird ihr Werk nicht undeendigt lassen wollen. Sie wird uns Alle mit ihren Eingebungen besecten und uns die für die Befestigung der Ordnung der Dinge nötdige Kraft und Klugheit geben, die das Glück unseres Vaterjandes und die Ruhe Europa's sichern werden. Großbrikannien.— London, den 29. März. Der Globe hatte kürzlich die Nachricht gebracht, daß das Purlament um die Zeit des 27. Mai aufgelöst wirden solle; der offizielle Morning-Herald widerspricht dem; der Termin der Auflösung sei noch durchaus nicht festgesetzt. 20 11 Wegen des nun seit 6 Tagen in Southampton vergebens erwarteten Dampfers„Hermann,“ der am 7. nach vorgenommener Reparatur von Newyork abgesegelt ist, fängt man an, besorgt zu werden. Das vorgestern angekommene Postschiff hat vom„Hermann“ auf der Ueberfahrt Nichts geseben. Die indische Post, Bombav, 3. März, bringt eine wichtige Nachricht. Jede friedliche Verständigung mit den Birmesen ist gescheitert, va diese in ihren Insulten gegen die drit sche Flazge fortfahren und es auf eine Waffenentscheioung ankommen lassen wollen. Am 12. wurden 6000 Mann gegen die birmesische Grenze betachirt. Eine Escadre von 6 Kriegsdampfern ist zu demselben Zwecke von Bombay ausgelaufen und wird Truppen nach Madras nach Rangoon transportiren.„ Amerira.— New=Orleans, 2. März. Die Wahlumtriebe für die Präsidenten.Wabl sind in vollster Bewegung; doch scheint es, daß im Staate Louisiana der demokratische Condidat den Steg davon tragen werde, wie dies wahrscheinlich im ganzen Süden der Fall ist. In unserem Staate, Missisippi, Accansas und Missouri rüsten sich wieder viele Tausende, um üder Land nach Califernien auszuwandern. Weder die ungeheuren Mübseligkeiten noch die bitteren Erfahrungen fruherer Auswanderer können die Pankees abschrecken. Von hier geben wieder eine Menge freier Reger nach der Colonie Libertr.— Auf Cuba hat die Abberusung des Gouwrscus Geube dum sehr Shemichen Blohud grances, dumn er war allgemein, selbst bei den Crcolen, beliebt. Die Gerüchte von neuen Rüstungen zu Erpeditionen gegen Cuba tauchen auch wieder auf. Soiche Unternehmungen werden bei uns, wie jedes andere Geschäft, als Spekulation betrieben.— Carapajals letzter Streic gegen Matamoras ist gescheitert. Er wurde völlig geschlagen und, glaubt man den merikanischen Berichten, sein Heerhausen gänzlich vernichtet. Vollen Glauben schenkt man diesen Nachrichten nicht, da man hier die Art des dortigen Kriegführens, so wie die Großrederei der Merikaner kennt. Die Nachricht, als habe der merkanische Congreß den Tehuantepsc=Vertrag verworsen, war verfrüht; die letzten Berichte aus der Hauptstart, die forwährend unter der Geißel einer ansteckenden Seuche schmachtet, erwähnen kaum etwas davon, eben so wenig die Journale.— Trotz der Vorsicht und Wachsamkeit der englischen und der amerikanischen Kreuzer zur Verdinderung des Sklavenbandels hat derselbe in jüngster Zeit an der merikanischen Küste wieder bedeutend zugenommen, besonders in der Gegend von Matanzas, wo der Unsug so arg wurde, daß der Gouverneur der Provinz den Commaudanten der Stadt, General Pavia, absetzte und zur Verantwortung zog. Das Uebel wird aber nicht so leicht auszurotten sein, da sich gerade die einflußreichsten und wohlhabendsten Kaufleute mit dem Menschenhandel befassen und man in der Republik Meriko mittelst Bestechungen alle Gesetze umgehen kann.— Die Empörungs=Versuche in Chill sind völlig gedämpft. Die Rebellen kehrten heim und werden vor der Hand keine neuen Unternehmungen wagen, wenn es auch gewiß ist, daß bei erster Gelegenheit in dieser von so vielen Parteien zerrissenen Republik irgend eine Empörung an der Tagesordnung sein wird. Börsen=Course der Staatspapiere und Actien. Berlin, den 30. März. sehr belangreich, ganz besonders aber in Köln=Mindener, DüsseldorsElderfelder, Rheinischen und Oberschlesischen, deren Ceurse auch eine beträchtliche Steigerung erfuhren. Preußische Fends zu besseren Preisen gefragt, ausländische sest aber wenig verändert. Paderborn, den 1. Aprll. Tilgungsk. Obligat. 101 1/% G. 101 1/% Br. Ausl. Ld'or 5 Thlr. 15 Sgr. 25 Fr. Stück 6 Tdle 22½ Sgr. Wilhelmsd'or 5 Thlr. 18 Sgr. 20 Fr. Stücke 5 Tdir. 12½ Sz. Oesterr. 5% Metallique desgl. 4 1/2% desgl. 4% desgl. 3% bes gl. 2½% desgl. 1% Kurbessische 40 Thlr. Loose 76% 9. ½ G. 681 bez. 60% v. ½ G. 45¼ P.% G. 39¾ G. 15¼ P. 15 G. 33¾ be#. Friedr. Wildelm Nordbahn exel. Zinsen 45% 14, ½ bez. 45 G. Spanische 3% erdl. Zins. 46 3/16 bez. u. G. Badische 35 Fl. Loose 1:2.47 unf 37¼ P. 37 G. Berlin, 30. März. Spiritus loco ohne Haß 24 u. 24¼ Thir. bez.mit Fas 23½ Thir. nominell. März dite. März=April dite. April=Mai 23¾, 23½ u. 23½ Thlr. bez., 24 Br., 23½ a%/ G. Mai=Juni 24½ Thir. Br., 24¼ bez. u. O. Juni=Juli 25 u. 25¼ Thir. bez, 25½ Br., ½ G. Spiritus reichlich preishaltend. Marktbericht. Goderborn, den 31. März. Weizen(der dreus. Scheffe 2 Toir. 1 Sgr. Roggen 2 Tdir. 15 Sar. Gerste 1 Thl. 28 Sa. Haser 1 Tbi 6:Pf. Karlosseln 1 Thi. 4, Sg. Erbsen 2 Tbl. 22½ Sg. Linsen 2 Thir. 25 Sgr. Bodnen, 2 Thir. 6 Sgr. Butter a Pfd. 5 Sgr. 10 P. Heu pr. Ctr. à 110 Pfund 24 Sgr. Strod, dr. Schock a 1219) 4 Thir. 25 Sgr. Pf. Neuß, den 30. März. Weizen noch Qualität 2 Thi:, 27 Egi. bis 3 Thir. 2 Sg. Roggen 2 Thle. 6 Sg. dis 2 Thl. S Eg. Winnigerste 1 Thir. 24 Sz. Gom.= 1 Tdir. 24 Sz., Buchweizen 2 Thl 1„Sgr. Hafer 1 Tdle. 1 Sar. Erdsen 2 Thir. 15 Sa. Rübsaamen 3 Tbl. 1 Sgr. Kartoffeln 1 Thir. 3 Sgr. Heu pr. Ctr.— Thir. 20 Sar. Strod v. Schock 4 Thir. 5 Sgr. Ein Schwarzbrod von 13 Pfd. 9 Egr. 8 Pf. Neus, den 30. März, Kleiner Samen 2 Tdir. 27. Sa. Rüböl per Ohm 282 Pld. odur Zas 27 Thir: 7½ Sar. dito per Mai 27 9/ T hir. dito per Oktober 29 Tdle.— Gar. keindl per Odm— Thir.== Egr. Rübluchen per 1000 Stück Szampf 30 Thl. Preßkuchen, per 2000 Pfund 27½ Thir. Leinluchen v. 2000 Pfund 56 Tdlr. Brannzm ein, per Oom zu 123 Quart zu 47%(ddne Maklergew.) 17 Thlr.— Sgr. Gereinigtes Oel 28% Tdir. Personsl=Chrouik. Der Obergerichts=Assesser Hugo von und zur Mählen ist behufs Uebertritts zur Verwaltung aus dem Justizdienste entlassen. Der Kreisgerichtsraih Fischer zu Coesfeld ist als Direktor an das Kreisgericht zu Hechingen, der Kreisgerichts=Rath Schmidt zu Iobenbüren als Abtheilunge- Dirigent an das Kreisgericht zu oesfeld versetzt. Die bieherigen Auskultatoren Ferdinand Dierickr, Friedrich Wilhelm Bahlmann, Edmund Christoph, Billmann, Erns Justus Ellerbeck und Franz Adolph Boelmann sind zu Appellationsgerichts=Referendarien ernannt worden, der Auskultater Overbamm ist vom Appellations=Gerichte zu Hamm an das zu Münster versetzt; der bisberige Hülfsbote, Invalide Franz Joseph Barckbausen ist zum etatsmäßigen Boten beim Kreisgerichte zu Steinfurt ernaunt. Der Gerichtskote derimann zu Worendet und Burean=Achtstent Vogel zu Münster sind gestorben. Aus dem Münsterlande, 31. März. Während in dem benachbarten Hannoverschen in der öffentlichen Meinung sich eine Befriedigung darüber äußert, daß der Vertrag vom 7. Sepidr. gerettet ist, sängt man im Oldenburgischen recht eifrig an, gegen den Auschluß an den Zollverein zu agitiren. Eine Versammlung nach der andern wird gehalten, eine Petition nach der andern zur Unterschrift herumgstragen. Indessen was wird's den guten Leuten helfen? Ihr Gelebeutel könnte eine kleine Schlappe erleiden, aber des Landes Geldbeutet wird durch den Anschluß an den Zollverein straffer werden. Die Gegner des Anschlusses sine zwar leidenschaftlich genug, aber ihrer ist nur eine kleine Zahl. Auch im Oldenburgischen wird das bessere Verständniß und die Rücksicht auf das allgemeine Wohl über die Interessen Weniger den Sieg erhalten. Der Anschluß Hannovers und Oldenburgs an den Zollverein ist zwar nur ein kleines Stück von deutscher Einheit, aber es ist dech ein Stück mehr zu dieser. Darin liegt seine beste Empfeblung. Die Sehnsucht nach des Vaterlandes Einheit liegt so tief im Volke, daß jedes Handeln wider dieselbe von vorn herein eine gewisse Antivathie erregt. Die oldenburgischen Kaufleute möchten freilich ihr Aünichen sert gen zu einen Emperum bei Schlettzhenggemachen das heißt zu einer Niederlage von Waaren, welche in die angrenenden Länder herein geschmuggelt werden könmen, etwa in der Ark, wie es früher vom Fürsteuthum Lippe=Deimold aus in's Preußische geschah. Indessen erhebt sich bereits die öffentliche Stimme mit Macht gegen dies Beginnen, sie zeigt, daß für das Aufopfern kleiner Vortheile viel größere im Hintergrunde stehen. Oldenburg bedarf, wie so viele deutsche Landestheile, des beledenden Verkebrs, der Steigerung und Verwerthung seiner Produkte und Arbeitskräfte: das aber kann nur durch den Anschluß an das große lebensvolle Ganze erreicht werden. Ibura, 19. März. Die„Köln. Ztg.“ läßt sich Folgendes von hier berichten: Ani 19. März passirte durch Iburg(mn Westfalen) eine auf bem Schub befindliche Zigeunerfamilie. Die Bande bestand aus 3 Männekn, 4 Weidern, 5 Kindern und 5 Hunden; auf dem mit einem zoitigen Pony bespannten Wägelein befanden sich die sämmtlichen Habseligkeiten der Familie. Die achizigjährige Großmutter Tilani, die Mutter Elsabein und die Tante Muri zogen besonders die Aufmerksamkeit auf sich. Die schwarz gebräunten verwitterten Gesichter dieser Weider, welche einen Turban trugen und mit einem langen Stabe versehen waren, gewährten auch allerdings einen ganz eigenthümlichen Andlick. Die neunzehnjährige Theodore, eine zarte, schlanke Gestalt mit einem interessanten bleichen Gesichte, blendend weißen Zähnen und rabenschwarzem Haare, erschien neben diesen Meerkatzen wirklich wie eine Prociosa. Die Familie schien auch auf dieses junge Mädchen, welches übrigens schon zwei Kinder hatte, sehr stolz zu seig. Die alte Großmutter versicherte, es sei alles Schöne, was man sehen könne, wenn Theodore die heitige Genovefa spiele und die fünf Hunde sich an ihr langes aufgelöstes Haar hingen. Die ganze Familie war übrigens in der heitersten Stimmung; das Gelächter der Gassenbuben derührte dieselbe nicht im Geringsten. Nur ein Mitglied dieser Bande, ein junger Seiltänzer oder Künstler, wie er sich nannte, aus dem Elsaß, war sehr niedergeschlagen. Der blonde Jüngling schien sich unter diesen schwarzen Banditengesichtern erwas unheimlich zu fühlen. Auf der Chaussee zogen sämmtliche Weiber, sogar drei Kinder, von denen das älteste vielleicht neun Jahre alt sein mochte, eine kurze irdene Pfeise hervor und schmauchten mit der größten Gemütbsruhe, nachdem man sich vorher durch einen Trunk aus der Schnappsflasche, wilche die Grotzmutter Tilani bei sich trug, gehörig gestärtt hatte. Hierauf wurde die alte Großmutter mit drei Kindern unter gewaltigem Schimpfen und Schreien in den kleinen Wagen gevackt, mitten zwischen den Marionetterkasten und das Kochgeschirr. Unter dem Singen und Pfeifen der Uebrigen verstummten mdeß bald die Flüche der Großmutter und das Geschrei der kleinen Kinder. Verkehrs. 3 [Besteuerung von Schuldvavieren.] Der von der Regierung vorgelegte Gesetzentwurf über die Besteuerung der außer den gezogenen Wechseln im Handelsverkehre vorkommenden Schuldpapiere hut mit geringen Genderungen die Zustimmung der Zinanzkommission erhalten. Nach dem Entwurfe sollen alle solte Paviere wie gezogene Wechsel besteuert werden. Die Kommision für Hantel und Uewerde wolle die Annessungen von der Stemgenstichtigkeit ausschließen. Ihre Ansicht ist indeß miar artg##rt und nur zu Gunsten der Dispositionsscheine eine Ausnahme gemacht worden. Eine Nachweisung über die Erträge des Wechselstempels zeigt zugleich, wie der Wechselverkehr sich seit Einführung der allgemeinen Wechseljähigkeit nicht vermehrt hat. Der Wechseistempel gewährte im Jahre 1848 eine Cinnahme von 93,780 thirn., im I. 1849: 88,760 thir., 1850: 112,768 thir. Hierin liegt gegen allErwartung nicht eine Vermebrung, sondern eine Verminderung. Denn 1845 haute die Einnahme 25, 70 chlr., 1846: 129,663 thlr., 1847: 150,530 thlr. betragen. Im vorigen Jadre ergare Einnahme nur 122,919 ihlr. Der Grund liegt wohl in dem Umstande, daß zur Exsparung der Stempelgebühr die Beträge in mehrere nicht stempelpflichtige(unter 50 thlr.) zerlegt und in besonderen kleinen Apoinis verschrieben werden. [Berliner Schiffahrtsverkehr.] Das Centralblatt der Abgaben 2c. enthält in seiner neuesten Nummer eine Uebersicht des Schiffabrtsverkehrs der Stadt Berlin im Jahre 1851; danach sind in Summa 28,132 beladene, 20,120 leere Schiffe und 52,138 Blettaider und Ii beiotene Kloße, ein=, aus- und burchergangen. überhaupt sino 3431 beladene, 225 leere Schiffe und 16,211 Floßhölzer und 2 beladene Flöße mehr befördert worden, als im Jahre 1850. Diese Schiffe gehörten der preußischen, bödmischen, mechklenburgschen zhnschen, hanburgschen, honntorichen, süchhichen und anhalt=köthenschen Flagge an. In Berlin verblieben von den vermittelst dieser Sch ffegefäße eingegangenen Gütern 1 Million 254 2 Sir. Lauimaunggster, 111.22 Uoniun Mächlensahrton 78,931 Wspl. Getreide, 22,106 Last 5 Tonnen Salz, 2680 Ringe Stabholz, 19,994 Schck. 54,537 Stück Rupholz, 13,439 Fuder Holz, Borke und Koble, 175,583 Klaster Brennholz, 77,048 Klf. Terf, 3,762,441 Schffl. Braun= und Steinkohlen und Coase, 384 Tonnen Gips und Kalk, 5520 Prahm Gipt= und Kallsteine, 86 Mill. 146,417 Stuck Chamott-, Back= und Ziegelsteine, 13.191 Stück 5658 Ruben Granitplatten und Pflastersteine und 885 Stück Sandsteine, Werkstücke und andere behauene Steine. kut gebrannte Ziegelsteine(Feldbrand) sind billig zu verkaufen. Wo? sagt die Experition dieses Blattes. II. 1. Köln=Mindener Eisenbahn. Da in neuerer Zeit nicht seiten Reisende in Minden einen Auffenthalt aus dem Grunde erlitten haben, weil dieselben mit genugenden Reife=Lezitimotions=Popieren niche verseben woren, so werden diejenigen, welche vermittelst der Eisenbahn von den diesseitigen Stationen nach Minden oder über Minden hinaus zu reisen heabsichtigen, auf die Reidwendigken aufmerksam gemacht, zur Verhütung eines soichen Bufenthalts die ersorderlichen Legitimations=Papiere bei sich zu führen. Köln, den 26. März 1852. Die Direktion. Lager von Cement- und Asphalt-Producten. Patent=Portland=Cement, belanntlich der beste hydraulische Mörtel, welcher eristirt, kann je nach dem Zwecke der Anwendung mit 1 bis 5 Theilen Sand vermischt werden;— er dient unter anderm auch zum Verputz von Gebäuden gegen die Wettersette, für Scleusen, Regensärge, Wasserbehälter unter oder über der Erde, zur Wasservichtmachung von Kellern, Estrich für Fruchtböden, Lagerhäuser une Fabrikkokale. Postnt=Portend=Serent, in besiendemm Auniliht. ir Seitage und gen Bichen von Ornamenten und Figuren. Marmor=Cement zu Werzierungen, 1. Qualiläkt Mlubetdweiß, 2. Qualität mattweiß. Natürlicher Asphalt von Va=de=Tradets, Lobfann und Limmer. Flüssiger Asphalt in Krügen, zar Trockenlegung feuchter Manern, einfach wie Oetfarbe aufzustreichen und ganz zuverlässig. Aephalt=Papier in Rollen von beliebigtr Länge, zu gleichem Zweae. Aephalt=Filz in Rollen von beliediger Länge, zu Dacheseckungen(sehr einfach in der Anweneung, indem der Aephalt=Filz nur auf eine Bretter=Verschakung orer auch ohne Verschalung bloß auf Latten genagelt wird). Asphalt=Platten von echttm Aephalt zu Isokirschichten bei Neudauten. Echter Mineraltdeer. Asphaltirung von Haussturen, Hofrätmen, Souterrains, Biadukten, Brücken, Terrassen, Einfahrten, Pferoeständen, Dächern, Kirchen 2c. Ausschließlich berechtigt mn dem Verkaufe des Patent=Vorikand=Ceidtuts für Rheinland, Wessalen, Nassau, Frankfurt a. M., Hessen, Baden, Vaiern, Würtemberg und die Schweiz, so wie der AsphaltProdukte von Val=de=Travers, Lodsann und Limwer für Rheinland und Westsalen, bemerke ich noch daß von dem Patent=Vortland=Cement dermalen Lager halten, und davön ebenfalls in kleineren Gedinden wie im Detail abgeben: in Nachen Vonn Ceblenz Creseld Duieturg Düsseldorf Franksurt a. M. Henr H. u. Th. Blees,“ 3. A. Tozzoli, Jacos Brien,“ C. G. Altgelt,* G. Scheul. De berr Anduten Carl Wissendach, in Lippstadt Mainz * Manndeim „ Müldeim d. Rh. Paderboen Wesel Witten a. d. Rb. Herr Carl Schmit.? „ P. Beier u. Comp., " Waltder u. Reinhardt,“ „ Gerder u. Kolldach,“ * F. W. Kölliug.“ " Ludwig v. v. Trappen,“ S. Tellering, NB. und die mit einem Steruchen bezeichneten Rdressen zugleich Lager von flüssigem Asphalt in Krügen. In Coblenz, Minden und Saarlonis unterhalte ich ebenfalls rager von Asphalt in Broden. Noch finde ich mich veranlaßt, zu hemerlen, daß die den echten Patent=Portläns=Cement entbaltenden Tonnen nicht J S gezeichaet, sepdern auf beiden Böden mit meiner gedruckten Eniquette versehen sind. K öIn, im Februar 1852. J. Simonis. Mittheilung des Präsidenten dis Gewerd-Vereins Herrn Chemiter Vohl im Kölner Gewerb=Verennoblatte Nr. 33 u. 16. Jug. 1850. Mlectt gegen seichte Manern. Es ist ein großer Uebelstand in änsern Wohnungen, baß solche in der untern Etage oder zu ebener Erde gewöhnlich feuchte Mauern haben. Diese Mauern sind rmtweder fortwährend feucht, oder wittern bei trockener Winerung mit einem weißen Solze(kohlensaurtm ober schweselsaurem Natron) aus. Beides ist gleich verderblich für den Bewurf und die Tapeten, da solche sehr bald zerstber werden. Man hat verschiedene Mittel angewandt, um diesem Uebelstande vorzubeugen. Man destrich die Mauern mit fettigen Substanzen, Theer 2c. oder belegte solche mir Blei= oder Glastafeln, in keinem Falle wurden befriedigende Resultate erzielt. In der letzten Zeit wurden Versuche mit Asphaltüderzug gemacht, welche nichts mehr zu wänschen übrig lassen. Der Saal unseres Lokals war seit langer Zeit in einem fehr schlimmen Zustande. Alle Tapeten waren feucht und fielen ab. Der Verpotz wurde abgehauen und nachdem die Fugen mit seinem Mörtel ausgeglichen waren, hat der Hr. Simonis hier die so vorbereiteten Marern mit flüssigem Asphalt überziehen lassen. Ueber diesen Asphalt=Ueberzug wurde ein Spritzdewarf von Mörtel gebracht und demnächst über denselben eine dünne Schicht Mörtel zum Abgleichen. Nachdem der Verpuh volkkommen ausgetrocknet war, wurde Makulatur aufgetragen und dierauf die Tapeten geklebt. Die Mauern sind nun seit mehreren Monaten vollkommen trocken und die Tapeten behatten tör schönes Anseden. Aus diesem Verfahren geht demnach die Zweckmäßigkeit hervor, und ist dieses Mutel überall zu empfehlen, wo man die Feuchtigkeit der Mauern zu beseitigen wünscht. Attest von Hrn. Stadtbaumeister Heyden in Barmen. Seit 1833 bis heute sind von mir die verschiedenen englischen und deutschen Cementsorten bäufig in Andentugg gewracht wordeg; über die Lourchasligset derieiben daben sic günhige und ungünfage Merkmale gezeigt, unter denen namentlich die vielen in der Oberfläche sich bildenden kleinen Rißchen, und die hoblen Stellen zwischen Mauer und Cement die nachtbeiligsten sind. Diese sehr nachtheiligen Erscheinungen führt der Patent=Portland=Cement nicht mit sich; er bitdet bei dem Verputz des Hauses von Herra Arnold Hardt in Lennep auf Bruchstein aus dem Wupperthal(welcher durch Hrn. Stuccaturer Lenbart in Köln im Sommer 1850 ausgeführt wurde und wozu Hr. J. Simonis in Köln das Material lieferte) eine völlig dichte Oberstäche ähnlich einer Glasscheibe, was für die Haltbarkeit und Dauer der beste Beweis in. Barmen, 17. Moi 1851. Chr. Heyden, Stadtbaumeister. Herrn J. Simonis in Köln. Dormagen, den 5. Februar 1852. Auf Ihre Anfrage vom 3. d. M. ob ich mit dem im September 1850 von Ihnen bezogenen Patent=Portland=Cement in seiner Anwendung als Verputz an der Westseite meines Wohnhauses zufrieden sei, gereicht es mir zum Vergnügen, Ihnen hierdurch die Mittheilung machen zu können, daß derselbe den allerbesten Erfolg gehabt hat. Mein Haus ist nämlich in seiner boben und freien Lage den Einflüssen des Wetters in so ungewöhnlichem Grade ausgesetzt, daß die Westseite desselben trotz eines Karken Kaltverputzes wiederholt vom Wasser durchdrungen und Mörtel und Tapeten nach und nach verdorden wurden; seit dem September 1850 aber wo ich mit Ihrem Cement in einer Mischung von 1 Theil Cement und 2 Theiten Sand hade verputzen lassen, ist bis heute nicht die mindeste Feuchtigkeit mebr eingedrungen, und somit dieser vorzüglich in gesundheitlicher Beziehung so erhebliche Uebelstand gänzlich befenigt. u. 2. Auguß Ließem, Gutsbeßtzer. Dampfschiffahrt für den Nieder= und Mittel=Rhein. Düsseldorfer Gesellschaft. Tägliche Abfahrten vom 1. April 1852 an. . Au de achntheige e al.. 2.: Jo, Uhte Aenzu, von der Landungsbrücke in Deutz 5 Uhr 25 Min. „„„ Coblenz 12 ¼ Uhr Mittags, von Dentz unmittelbar nach Ankunft der 1. Züge von Münster, Paderborn, Hamm Dortmund 2c. von Menn....... 9, übr Abense. von Deutz unmittelbar nach Ankunft des 9 Uhr Abends daselbst eintretenden Zuges von Berlin. „ Düsseldorf nach Arnheim, Rotterdam(London), Montag, Mittwech, Donnerstag und Samstag 12 Uhr Nachte. m.. Die Pirektisn. Peiatles Dros ubs Betge wr 90106. Sttgell ie Zedechern. N 12. Erschein: wöc Mittwochen, Freit wichtigen Ereigniss # officiellem W erbeten we Preußen 25 Deutschland. Ber chungen des Sena Veilgehenbunger pflicht. Hannov schaftliche Frage. Monstreprozeß. 6 Heir Dönniges.# ernannt. Interpell geibericht. Ausland. Schweiz, herufungsfrage. It Krankreich. Par schiedenes. Großt schiedenes. Türkei. Lonkeutinopel, Japanesen haben be richten aus Mitteltöet beoh. Mne# Die Periode ein dem Staatestreiche v#o Drach, hat— wenigst nach— jetzt mit dem endet. Wie lange de wie lange die im Jan blick in's Leben geiret mag zweifelhaft sein; durch die Februar=Revo beseitigt ist und keiner erwarten dat! Und wie ist dies und aber tausend Kebl elpseeischen Feldern so sel zu Falle gekommen? nie gewaltigen Sturmwind, splittert, sondern umgen Lufthauche nach kaum dr Ebrgeiz! Meineid! genübnlichen Erührungeg reich in seinen innersten ropa unvorbereitet traf w mel. Man vergißt dabei vom Standpunkte des Pri: sen; daß das Landrecht k. nig wie der Code Napol zuletzt durch die blutige D mussen. Nur scheinbar Verträge; nur scheinbar u existirt ein Kontrakt, der verletzt werden kann, scho mehr, und die Gewalt, wel willen, vom politischen Gesisondern auch ihre Pflicht gei Zeichen staatlicher Verwesunblos beweisen, daß eine Nat Zushände drraugzglommer ern, die gleichwohl nicht m Meinungen, für ihre Wünsa leben die Orundlage alles u atß zwischen den verschiedene Schulden und Angst v# rufen Andtre. Louis Napol batte deren schon vor vielen über den Hals darin! Eine posseno ist und von ihm auch geführt ward, indem er die Ri beden Zuserdiche dem„erschn sioenten und seine Umgebung Auffassung ist gut für ein### olitischen Organen trifft, se