vorden, und dert das Salz zeige ich hierdurch ergebenst 6 Salz zu jeder Zeit und , w i e d i e s b i s b e r b e i d e r ist; nämlich 27 richtige värts steigend bis zu 378 stamt macht unterm 17. d die erste Personenpost bisber, um 11 Uhr 30 10 Minuten aus Arns= att um 2 Uhr 25 Min., Soest ein. ing. nuar. Die Zustäude in seit Kurzem etwas weängst der Fall war, und in dieser Woche unteriß in Oestreich die Vahat, weshalb denn die rden sind. dieser Woche ist der abnerm milde Witte: — 15 Grad Wärme nden ist, in Folge des: rätht. Da ohne Zweiwird, so ist dies sehr nd dürfte dieser Umaß hier im Süden die Roggen, veuerdinge gehen wieder Bestelwie in Mainz ¾— ungemein tnapp und gesehen, den Bäckern zulassen, was nur in igen eklatanten NothWie wir bören, sind die Eisenbahn von Gießen bauen will, Uionen dem Staatsscheidung. Es wäre scheint, zu Stande Limburg und Wiesrde. Main. Zig.) ung für Gar. Forstwirthe. iges Samen= und is erschienen und ie Preise sind bei hönen Exemplaren Aufträge werden nter Weise prompt Herren Besteller Handelsgärtner. Wesener in Inge eierkasten.“ schnitten. § 10 Sar. ni ihnliches Evenzz An einen Scherg — Schwädische — Leben und rifelles Schie##l — Schay if seine Bertiner weibercht 1107 721 n von ungefäh 210 chr. dlich nädere r 1852ibei it ausbrückgenden, für nd etinas an, beck. 1 4 N 12. Fünster Jahrgang. 1852. Erscheint wöchentlich dreimal ohne irgend eine Unterbrechung unt zwar am Dienstage, Donnerstage und Sonntage, nach Umständen mit Veilagen. Bei wichtigen Ereignissen mi. FExtrablättern. Paderborn, Sonntag, den 25. Januar Vierteljährlicher Abonnementspreis in Paderborn 20 Sgr., auswärts durch die bekannten Lokal=Expeditionen bezogen inelus. Portoausschlag 25 Egr. Inserate werden mit 1 Sgr. die 4spaltige Zeile oder deren Raum berechnet. Uebersicht. Deutschland: Gerlin, Tagesbericht. Kiel, Unterstützung der Schleswigschen Offiziere. Hannover, Wahl demokrat. Abgeordneten. Die Weskahn. Dresden, Eisenbahnangelegenbeit. HilLeeheim, Volkspersammlung gegen den„Septemhervertraz. Kassel, Hassenpflutz und die neue Gemeinde=Ausschußwahl. Weimar, der außerordentliche Landtag. München, Meierhofer. Ausland. Frankreich, Paris, Mordversuche auf L. Napoleon. Wahlcircular des Ministers. Bälle. Todesfeier Ludwig XVI. Ministerwechsel. Großbritannien. London, Rüstungen. Ausweisung englischer Bibelmissionäre aus Oestreich. Dänemark, Koppenhagen, Ministerwechsel. Amerika. New=York, Petition um Abberufung des amerikanischen Ministers aus Frankreich. Kossuth in Wassington. Die Geschichte und die Volkswirthschaft. I. * Frankfurt a. M., 22. Jan. Da jetzt alle Zeitungen mit der Zoll= und Handels=Angelegenheit beschäftigt sind, so ist es wobl von Interesse, diese Frage auch historisch zu beleuchten. Das Mercantil=System, in Frankreich auch Colbertismus genannt, wurde von Colbert dem bekannten Minister Ludwigs XIV. ins Leben gerufen. Ein reich gewordener Kaufmann, Namens Savarg, ist der Verfasser des Eeictes von 1667, wodurch Frankreich reich und glücklich und die andern Länder arm und elend werden sollten. Die zwei Grundgedanken des Systems sind die Handelsbilanz und der Schutz inländischer und das Verbot ausländischer Fabrikate und Produkte. Die Handelsbilanz hielt man für die wunderthätigste Erfindung ihrer Zeit, für den Stein der Weisheit, für das Füllvern, welches alle Gaben und Reichtbümer über Frankreich ausschütten sollte. Die Geschichte lebrie zwar, daß die hanDeltreibenden Bölker des Alterthums, die Egppter, Griechen. Kartbogenienser, Syracusaner und besonders die Bewohner der Insel Rborus auch ohne die Handelsbilanz reich geworden wagen, aber man kebrie sich nicht daran, und glaubte steif und fest, daß nur die Handelsbilanz Glück und Segen bringen könne Mit der Handelsbilanz erklärte aber Frankreich allen andern Staaten, welche vom Handel und von Fabriken zum Thei lebten, einen Krieg auf Leben und Tod. Die Handelsbilanz stehlte namlich als Grundsatz auf, immer zu verkaufen und nie zu kaufen. Auf diese Weise sollte Frankreich mehr und mehr Baarvorrätbe aufbäufen und die fremden Länder mehr und mehr verarmen. Eine notbwendige Folge dieses Systems war, die Einfuhr sremder Fabrikate zu verbieten, und Alles selbst zu fabriziren. Man ließ sich rarurch nicht irre machen, daß manche Produkte und Fabrikate um das zehn= oder 20fache Kulturhistorische Skizzen aus der Industrieausstellung aller Völker. (Von L. Bucher— Frankfurt bei Lizius.) Frankfurt, im Jan. Wer die Berichte der englischen, französischen und deutschen Blätter über die Londoner Industrieausstellung gelesen und verglichen hat, der wird mit uns gestehen, daß die Mittheilungen Buchers in der„Nat.=Zto“ die der übrigen Journale an frischer, lebendiger und witziger Auffassung bei Weitem übertroffen haben. Welchen Anblick gewährt die Stadt während der Auestellung, welche Hoffnungen machten sich die Londoner Spekulauten davon? Wir kassen Bucher reden: „Es ist mit der Ausstellung wie mit der Revolution.——— Sie ist allgegenwärtig, alldurchdringend und wandelbarer als Proteus. Draußen thront sie als reizende Fee, aber in der Stadt, ja im ganzen Lande geht sie umher in Knechtsgestalt, zuweilen gar als häßliche Nire. Was man hört und siebt ist Erhibition, was man kauft und genießt Erhibition. Es gab einst einen Blücher=Cultus, dann einen Sonntag=, Kaiser von Rußland=, Liszt= und Jenny Lind=Culens. Von allen ist nichts geblieben als der Blücherstiefel, der heute noch in den Schaufenstern mit dem Wellingkonstiefeln zivalisirt. Louer ist das Zeitalter des Erhibitions=Cultus. Es giebt Erhibiugns= Hüte,=Cigarren,-Puddings,=Stöcke,=#es,=Kaffecs und Schwefelhöizer und vor Allem Erbibitions=Preise. Einem wird gefündigt; en fragt warum? Antwort: Von wegen der Ausstellung! Iich setze mich in meinem Klub zu Tische und bemeike eine seltsame Auiregung. Einer kaut, als hätte er den Kinnbackenkrampf, der Zweite hält den Porter gegen das Licht, der Dritte addirt die Rosinen im Pudding; Erhibktion! murmelt es rinfs um die Tafel. In tiefen Geranken über die Zähigkeit des Beessteak's auf der Schüssel und das Druisch im„Morning= Chroniele“ wanele ich heim. Ein gruner Regen sprühr auf meinen Hut, ich sehe auf;„Erhibition“: achselzuckt der Bursche, der mit dem Farbentopf aus dem Gesimse sitzt. Verzweifeln flüchte ich mich in den Omnsbue, mit dem tbeurer zu stehen kommen würden, als sie das Ausland bisber geliefert hatte. Man bielt es für einen Vortheil, daß für Waaren von geringem Werth auf einmal große Summen bezadlt werden mußten. Damit es nun aber nicht an dem nothwendigen Arbeitematerial für die inländischen Fabriken fehle, war man gezwungen, die Ausfuhr der Robprodukte zu verdieten, grade wie es in Kriegszeiten untersagt ist, Waffen und Munition in die Hände des Feindes zu spielen. Dem Beispiele Frankreichs folgten auch bald die andern Völker, der Colbertismus kam wie so manche andere Mode aus Paris in die übrigen Länder Europas. Das System griff um sich wie eine ansteckende Krankheit. Am Hofe Ludwigs XIV. stand es in hohen Ehren, nicht allein die Minister und Staatsmänner, auch die Hofdamen schwärmten dafür und legten alle Stoffe und Mobeartikel anderer Länder ab und wollten sich von Kopf bis zu Fuße nur noch mit französischen Waaren kleiden. Als ob Frankreich davon zu Grunde gegangen wäre, wenn eine Modedame sich noch länger mit fremden Spitzen, Bändern und Hauben geschmückt hätte! Die französische Regierung hatte unterdeß die Rechnung hie den Wirtb gemacht, die Prodibition, welche in Versail## ersonnen war, war auch bald in den übrigen Hauptstädten (opas an der Tagesordnung. Die Zollschranken u. Schlagbäame erhoben sich an allen Grenzen und Frankreich, welches von den fremden Völkern nichts kaufen wollte, konnte auch bald nichts mehr an dieselben verkaufen. Man beschloß darum das System zu ändern. Man stellte den sonderbaren Grundsatz auf, daß die Industrie und der Handel durch die Zölle und Taxen keinen Schaden litten, sondern dadurch nur beschützt und begünstigt würden.„Dieser Einfall fand nun um so mehr Anklang, als der Staat immer mehr Geldbedürfnisse datte. Man ersetzte das Einfuhrverbot durch eine Kette von Zöllen, mehr oder minder hoch, je nach Verbättniß der in= und ausländischen Waarenpreise, eiwa wie im Strafgesetzbuch böhere oder geringere Strafen je nach dem Umfang des Vergebens vorgeschrieben sind. Das war das Vorbild unserer jetzigen Schugzoll=Tarife. Was früher der große Minister Sullv Gutes u. Großes für den Ackerdau,„riese nährende Mutterbrust“ gewirkt hatti, das stieß plötzlich cas Mercantil=System Colderts wieder um. Das Verbot, die Boden= und Rohprodukte auszuführen, zerrüttete die französische Landwirthschaft, die Kapitalien, welche bisher auf Grund und Boden angelegt waren, wanderten nun in die von den Ministern und vom Hofe beschützten Fabriken. Die Bodenprodukte sanken im Werthe und ganze Strecken Landes, welche kaum noch bebaut waren, lagen bald öde und verich bundertmal gefahren, zahle beim Aussteigen Sixpence und erwarte die Hälfte zurück. Dahin rollt der Wagen und„Crhibition“ antwortet der Condukteur meinem fragenden Erstaunen. Ich spreche an der Bibliothek vor,„geschlossen, weil der Ausstellung wegen rein gemacht wird“! steht mit impertinent deutschen Lettern an der Thür. Zerknirscht trete ich in meine Stube; Erhibition, Erhibition! schreien aus allen Ecken Zeitungen, Visitenkarten, Kataloge und Folianten. Erhibition? fragt mit stummem Vorwurf ein Berg unbeantworteter Briefe. Hol' der Henker die Erhibition! sagt nicht der Schreiber dieser Zeilen, aber die Mehrzahl der Londoner Grundbesitzer, Krämer und Gastwirthe.“ „Seit dem 2. Mai sind sie disappointed. Ich kann das fremde Wort nicht entbehren, denn wir haben keins dafür. Das Disappointement, das unangenehme Gefühl einer getäuschten Hoffnung ist dem Deutschen so zur andern Natur geworden, daß er gar kein Bedürfniß hat, darüber zu sprechen. Jeder Begriff wird erst durch seinen Gegensatz recht klar. Auch die Sprachen mancher afrikanischer Stämme, in denen Jeder außer Sr. schwarzen Majestät Sklave ist, haben kein Wort für Sklaverei.“ „Die Ratepayers, d. h. die braven Leute, die Ihrer Majestät Schatzkanzler die Steuern„richtig" bezahlen und deshalb in der Kirchspulsversammlung das grose Wort führen, also die Philister, hatten sich in der That kuriose Idcen über die Ausstellung in den Kopf gesetzt, oder, um ihnen nicht Unrecht zu thuen, von Lord Brougham', Oberst Sibthorp und Mr. Punch in den Kopf setzen iassen. „Se. Herrlichkeit sah voriges Jahr in prophetischem Geiste die Tausend Wachtfeuer der in Hydepark divouakirenden Nomaden. Das ehrenwertbe Mitglied für Lincolnshire erzählte ionen alle acht Tage von den Ausländern, die wie Heuschrecken auf das Land fallen, das Gras von den Plätzen— auf den Straßen wächst keins, trotz der Habeascorpusakte— die Haare von den Köpfen der würdigen Ratepayers nagen lassen. Der Dritte des Kleeblattes bat seit Monaten jeden Mittwoch versinnlicht, wie der Fremde in John Bull's Putzimmer Hängematten aufschlägt, Waldhorn spielt und die Beine auf das Kaminsims streckt. John Bull nahm das Alles für baare lassen. Die Landbewohner bestellten nicht mehr ihre Aecker und zogen in die Städte und leisteten Handoienste in den Fabriken. Die Quelle der Reichthümer Frankreichs war verstopft, denn einige Jahre nach der Veröffentlichung des oben angedeuteten Ediktes schlägt ein Zeitgenosse den Minderertrag der französischen Bodenprodukte auf Tausend sunshundert Millionen Francs jährlich an. Der Colbertismus, welcher Frankreich bereichern sollte, half die Armutb dieses viel geprüften Landes nur noch beschleunigen und heute noch leidet Frankreich an den beillosen Folgen dieses verkehrten Spstems, welches die Industrie auf Kosten des Ackerbauee beschützt. Deutschland. □ Berlin, 23. Januar. Schon wieder habe ich das Vergnügen, Ihnen von Hauesuchungen berichten zu können. Diesmal galt es den Buchdruckrn, welche noch, von der Zeit des aufgelösten Guttenbergbundes her, einen Verein bildeten, der den Zweck hatte, eine Krankheits,= Todes= und Invaliren= Kasse zu gründen. Es existiren zwei solcher Buchdrucker=Vereine, deren einer von Prinzipalen gegründet ist, deren anderer aber, aus einer Assoziation von Gebütsen bestebend, bereits einmal erfolglos Gegenstand polizeilicher und gerichtlicher Recherchen geworden war. In Bezug auf letztern fandeu kürzlich unter Leitung des bekannten Polizeibeamten Goldbeim am 17. an verschiedenen Orten Haussuchungen statt,— unter andern aus dei einem Setzer der Reuen=Preußischen=Zeitungs-Druckerei. der da# Amt des Kassirers der verpöntea Gebülsen=Vereinigung bekleidete. Nachdem im Lokale der N. Dr. Ztz. vergedene recherediet war, wurde der Kassierer der Gesellschaft mit in seine Privatwohnung genommen und aufgefordert, die Kassenbücher und den Kassenbestand vorzulegen. Durch Androbungen bewogen, verstand sich der Kassierer razu, das Geld dem Polizeipräsidenten v. Hinkeldep persönlich einzubäneigen. Die Bücher wurden ebenfalls aufs Polizeipräsidium geschafft. Wenn man dies Verfahren die Polizei gegen diese Vereinigung der jungen Arbeiter einer genauen Betrachtung unterwirft, so muß man in der That in eine völlige Unklarbeit über das gerathen, was die Polizei denn eigentlich von den Arbeitern verlangt. Wir haben keine Einrichtungen von Staate= wegen, die dem invaliden Arbeiter eine Hülfe im Altersichern, wenn die Hand zittert und der Nacken gebeugt ist, die ihn vor dem Lose des Bettelns— oder vor den Armenhäusern, die man mitunter Hungerhäuser nennen könnte, schützt.— Mügze und versüßte sich die Schrecknisse durch den Gedanken, sich dafür mit baarer Münze bezahlt zu machen.“— „Es giebt einen ganz zuverlässigen Gewährsmann über die eigentliche Herzensmeinung John Bull's— Mr. Punch. Wer ihre regelmäßig liest, weiß besser, was die Glocke geschlagen hat, als wen zehn Gesandtschaftsberichte dechiffrirt hat. Auf seine Autorität bin behaupte ich, daß jeder Zimmervermiether und Shopkeeper sich längst ausgerechnet hatte, wie viel von den 12 Millionen Pfund, die nach der Ansicht der Börse durch die Ausstellung in Umlauf kommen werden, auf seinen Theil treffen werde.“ „Am 30. April hatte er Alles besorgt, auch die neuen Geldschwingen, und die Kladde 50 Seiten voraus liniirt, denn er hält auf Pünktlichkeit. Am 1. Mai stand er früher als gewöhnlich auf, band einen reinen Kragen um und harrte der Schaaren, die da kommen würden nach Nachtsager, Lunch oder Diner, Porter, Ale oder Half and Half, Zeitungen, ächt beitischen Eau de Cologne, oder Flonelljacken zu fragen. In der„Times“ hatte es ja Schwarz auf Weiß gestanden, daß von Charing Croß bis Templebar nichts als schmutige Schnurrbärte zu sehen wären. Der Engländer betrachtet es als Hauptkennzeichen der Civilisation, sich jeden Morgen die Oberlippe glatt zu schaben und malt die Heiligen mit sauber rasiriem Kinne. Dagegen kann er sich einen Großwürdenträger nicht ohne einen halben Stein Flachs auf dem Kopfe denken. Der gute Ratepayzer wartete und wartete, und flehe da! es tam Niemand. Die Stuben#lieben leer, der Braten wurde kalt und in dem Laden war noch Niemand todt gedrückt worden. Große Trauer in Isract!“—— „Da die Polizei hier nicht Buch und Rrchnung über jedes zweibeinige Inven arienstück des Staates führt, so läßt sich dir Zabi der Frempen, die bieher eingetroffen sind, nicht ermitteln. Thatsache aber ist, daß weder in der Stadt noch in dem Aussteklungegedäude #ne stärkerr Beimischung von ausländischen Bestandtheilen bemerkvar ist. Während eines ganzen Vormittags habe ich in Hyospark nur ela paar Worte französisch und rinen Satz drutsch gehört Der Saß war abet allerdings sehr#rfreulich, denn erstens wurde er in * 1 Wir wollen sie auch nicht— solche Einrichtungen, wir wollen keine Garantie der Arbeit, wir halten uns fern von Wünschen nach sozialistischen Zuständen, die der Freiheit ebenso gefährlich sind, als der blutrotheste Absolutismus: aber wir wollten die Freiheit haben, in Gemeinschaft Vorbereitungen zu treffen, die uns bei eventuellen Schicksalsschlägen, Krankheiten 2c. und bei der Roth des unvermeidlichen Alters nicht völlig ohne Hülse und Stütze finden lassen. Sorgt der christlichgermanische Staat für uns? Mit Nichten! Einem Soldaten= Invaliden giest er 2 bis 4 Thir. Gnadensold, einem Arbeiter=Invaliden giebt er nichte. Und wenn sich nun der Arbeider mit seinen Kameraden zusammenthut, um für die Zeit der Roth und die alten Tage zu sparen: warum verbietet man ihm das? Unsere Zustände waren bei Gott bis jetzt nicht der Art, daß sich jeder Arbeiter seinen eigenen Heerd und seine sichere Zukunft bauen konnte:— und sie werden es später noch viel weniger sein, wenn man strebsame Assoziationen und Arbeiterverbrücerungen aufhebt und sich ihrer Kassen bemächtigt.— Noch eine Haussuchung!— Dem Buchhändler Herrn Simion ist sein Geschäft geschlossen, seine Papiere sind durchsucht und ein großer Theil derselben ist in den Händen der Polizei. Grund zu dieser Maßregel soll der Verdacht sein, daß der Herr Simion der eigentliche Verleger des in dem Verlags=Comptoir in Hamburg erschienenen„Volkskalenders“ und des„Propheten für 1852 von Breunglas“ sei. Vor Kurzem ward der Redakteur der Rat. Zeitg. Dr. Zabel in 2. Instanz zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, — während das Criminalgericht in erster Instanz auf Freisprechung erkannt hatte.— Gegenstand der Anklage war eine Mittheilung der Nat. Zig., daß in einer Ledrerversammlung einer der Anwesenden verhaftet sei wegen Tragens eines rothen Taschentuches. Der Verurtheilte wird apelliren. — 22. Jan. Der Termin für die Berufung des Zollkongresses nach Berlin war von der vorherigen Annahme des Sepiember=Vertrages in den preußischen und hannoverschen Kammern abhängig gemacht werden. Jepzt, nachdem die preußischen Kammern ihre Zustimmung gegeben und von den hannoverschen nach dem sehr günstigen Resultat der Commissions= Berathungen dasselbe erwarlet werden kann, dürfte der Aussendung der Einladungsschreiben nichts mehr entgegen steden und soll das Ministerium bereits die betressenden Beschlüsse gesaßt haben. Man bezeichnet Ende Februar als den Termin für den Zusammentritt des Kongresses. Bic dahin werden ohne Zweifel auch die Wiener Verhandlungen beendet sein, die neuesten Mittheilungen aus Wien lassen sogar voraussetzen, daß schon in sehr kurzer Zeit die Bevollmächtigten wieder die Rückreise werden antreten können. * Berlin, 23. Januar. Bei Gelegenheit der Audienz der Abgeorducten aus Pommern bei dem Prinzen von Preußen hat letzterer sich auch für die Erhöhung des Militäretats dringend ausgesprochen. Unter Anderm äußerte derselbe: „Wenn man zufrieden sein könne mit Manchem, was im Westen gescheben, so dürfe man sich doch einer so großen Sorglosigkeit, wie sie Platz zu greisen scheine, nicht hingeben. Man müsse bedenken, daß die dort herrschende Macht keine legitime sei, und eben so leicht fallen könne, wie sie emporgestiegen. Preußen müsse auf alle Fälle gerüstet sein. Man müsse die Erfahrungen benutzen, welche bei der vorjährigen Probe=Mobilmochung, denn als mehr könne er sie nicht ansehen, gewonnen. Die bemerkten Mängel seien abzustellen. Eine Armee von 400,000 Mann würde ihmlieber sein, als die Landwedr, aber er sehe wohl ein, daß Preußens sinanziellen Lage vies verbiete. Wolle Preußen aber seine Stellung als Greßmacht behaupten, so müsse mehr, als bisher gescheben. Die Armee dürfe an nichts Mangel leiden und das alte Sparsystem sei zu verlassen. Er wisse nicht, sehr niedlichem Mainzerisch gesprochen und zweitens lautete er: ach! das haben wir in Deutschland ja viel besser!“—— „Wir sitzen in einem Bus(Smmibus),„eingerichtet für 13 Personen inwendig, und 11 auf dem Dache“, wie die vorschriftsmäßige Inschrift besagt. Nachdem wir mit unserm Nachbar die Grenzregulirung in Betreff der Beine zu beiderseitiger Zufriedenbeit erledigt haben, sinnen wir auf anderweitige Beschäftigung. Die Gesellschaft so ohne Weiteres anzustieren, würde uns in den Verdacht bringen, daß wir Conntry###ople, Provinziale, wären. Wir seben also zwischen den Köpfen hindurch nach den Plakaten, mit denen die Wände zur Verhöhnung des preußischen Plakatengesetzes bedeckt sind. Wir erfahren, daß Mechi„langst in der ganzen civilisirten Welt wegen seiner Reformesser bekannt ist“, daß Morison's Pillen 50,000 Menschen vom Tode errettet haben, daß Hyam und Comp. das ausgebreitetste Schneidergeschäft von der Welt sind; daß Herr Kudam sich als wissenscaftlicher Beinkletderoenfertiger etadlirt hat; endlich daß Moses und Sohn im Westende ein Filial errichter haben, nicht in ihrem Interesse, sondern zum Heiie des Publikums.“ „Eine junge Dame, über deren Gesicht wir hinweggelesen hatten, indem wir von einem Plakate zum andern übergingen, fragte uns nach Sloane Street. Die Frage und der Dialekt verrathen die Provinzbewohnerin. Der Accent unserer Antwort verräth den Autünder. Dbe Bllice aber Naczham richten so rornesingenblgs auf uns und brücken das Disappointement aus, keinen Schnurrbart zu sehen. In der guten alten Zeit, wo es noch keine Chausseen und keine Revolutionen, aber viel Loyalität in Deutschland gab, wuchs in den entlegenen Winkeln Mancher mit der Vorstellung auf und Karb mit ihr, daß der Fürst fortwährend die Krone auf dem Kopfe trage, auch im Bette. So kann sich der richtige Cockney (Londoner Philister) einen Fremden nicht ohne Schnurrbart densw. Es giebt überhaupt keinen ärgern Kleinstädter als den Londonke. Weil er die Vatermörder aufrecht trägt, ist ihm ein umgebegener Halskragen ein Gegenstand der Merdwürdigleit, wo nicht gar des Gleächterg, und nah doer Drnssher und Franste, deen Teileste wie viel Fonds der Zinanz=Minister werke für diese Zwecke bisponibel machen können, keinenfalls dürsten sie für die deabsichtigte bereutende Erhöhung ausreichen, und es werde zu außerordentlichen Mitteln geschritten werden müssen. Diese zu bewilligen sei Sache der Kammern. S. k. H. kamen während der Audienz wie am Schlusse derselben nechmals auf diesen Gegenstand zurück, um ihn dringend der Unterstützung der Anwesenden zu empfehlen.— Man sprach gestern in der ersten Kammer von einer Erböhung des Militär=Etais um 2—5 Millionen, und dem Plane, daß die Dienstzeit des Sotdaten auch in der Linie volle drei Jahre sein solle, daß die Stärte der Cadres der Landwehr bis 100 Mann vermehrt werde und dem entsprechend auch eine Vermehrung der Subaltern=Offizieren eintrete. — Der Wiener Zoll=Kongreß setzt seine Beratdungen fort und dürfte nunmehr wohl bald an seinem Endpunkt angekommen sein. Ob indessen mit diesem auch das gewünschte Ziel der östreichischen Regierung erreicht sein wire, muß sehr dabin gestellt bleiben, denn es konnte dieser nichts daran liegen, um die persönlichen Ansichten der Bevollmächtigeen zu erfahren, vielmehr den betheiligten Regierungen irgend welchen Zwang aufzuerlegen. Die Wiener Verhandlungen sind sonach als resultatlos zu betrachten, obgleich man die von Frankfurt in einer der Sitzungen gestellte Präjudizialfrage, ob es angemessen sei, jetzt über die Einigung zu berathen, angeblich einstimmig verworfen haben soll. Die Entscheidung würde demnach den Berliner Konferenzen vorbehalten bleiben, welche, wie wir schon erwähnten, Ende Februar eröffnet werden sollen. Oestreich hat freilich das höchste Interesse selbst in Berlin vertreten zu sein, doch wird sich immerhin kaum ein Ausweg finden, um diese Vertretung ohne vorherige Einlarung Preußens herbeizuführen. Der„N. Preuß. Zig.“ schreibt man hierüber aus Baden bei Wien:„Ein östreichischer Abgeordneter wird sich auch ungeladen zu demfelben einfinden und wenn irgend Jemand gegen bessen Zulassung protestirt, so rechnet man vier, daß dann der Kongreß varüber abstimmen, und bei der Abstimmung natürlich die Majorität entscheiden müsse, da es ja kein Zollvereine=Kongreß sei. wo Einstimmigkeit erforderlich, sondern ein Kongreß zur Gründung eines Zollvereins.“ Einem von der„N. Dr. Z.“ beigefügten Fragezeichen schließen wir uns um so mehr an, als es bei ungeladenen Gästen wohl in der Regel nicht bis zur Abstimmung zu kommen pflegt. — Das„C. B.“ theilt mit, daß in der gegenwärtigen Session der Kammern das im Art. 40 der Verfassung vorbehaltene Gesetz wegen Umwandelung der Ledne und Fideikommisse in freies Eigenthum nicht werde vorgelegt werden. Dem Vernehmen nach wird in der zweiten Kammer ein Antrag vorbereitet, die Regierung zur Vorlegung des Gesetzes aufzufordern. — Den Kammern liegen bereits einige Petitionen, betressend die Aufbebung der Gewerbesteuer vor. — Nach der„N. Dr. Z.“ wird die Regierung den Kammern in kurzer Zeit einen Gesetz=Vorschlag, betreffend die künftige Gestalt der ersten Kammer, vorlegen und so also diese Angelegenheit, über welche jetzt so viel gestritten wird, selbst in die Hand nedmen. In der ersten Kammer wurden heute medrere RevisionsAnträge eingebracht und ausreichend unterstützt. Herr v. Hinkeldey hat die Erlaubniß erhalten, den russischen St. Annen=Orden zu tragen. — 23. Jon. Die Revisionsfrage und in ibrem Gefolge die Frage wegen der Neubildung der ersten Kammer bat die konservativen Parteien zum Theil getrennt und in sich gespalten. Eine jede will ihre Parteizwecke fördern und das Ziel langjähriger Bestrebungen endlich verwirklicht seben; der Weg, den diese Parteien gingen, war übereinstimmender, als der Endzweck, den sie erreichen wollten. Die Stellung des Ministeriums wird ehne Zweifel entscheidend sein, über diese Stellung aber hat man nur Andeutungen, und es scheint allerdings richtig zu sein, wenn das„C. B.“ mittheilt, daß ein Beschluß des Ministerratde in dieser Beziehung noch nicht gefaßs sei. In diesem Falle beständen bis jezt also nur Absichten einzelner Mitglieder des Ministeriums, wobei es bemerkenswerth ist, wie sehr die„Neue Dr. Zig.“ mit einigen derselben in Konflikt geratben ist. Das„C. B.“ sagt, man lege den Ministern von Raumer und von Westphalen die Ansicht unter, die erste Kammer durch Ernennung erblicher Pairs(der größten Grundbesitzer), lebenslänglicher und den Provinzialständen entnemmener Mitglieder durch die Krone konstruiren zu lassen. Die Mehrheit des Kabinete halte für die Bildung der ersten Kammer vor Allem fest, daß dieselbe lediglich durch den Willen der Krone in idren einzelnen Bestandttheilen ins Leben gerufen sein müsse und glaubt das„C. B.“, raß dienicht der vorschriftsmäßigen Butterfaßfanon entspricht, sehen alle Lamen.“ (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. Weimar, 13. Jan. Eine der ersten Zierden unseres Landes, die romantische Wartburg bei Eisenach, wird wi der ganz das ursprüngliche Ansehen erhalten, welches sie vor ihrem Ausbau im 13. Jahrhundert bis zum 17. bewehrt hatte. Hr. Pros. Ritigen in Gießen, von dem Erbgroßherzog mit der Fertigung des Plancs betraut, hat denselben nun eingesendet, so daß die großartige Restauration im nächsten Frühjahr vorgenommen wird. Zu diesem Zwecke her unsere Großherzogin allein jährlich 12,000 Thaler verwilligt. (Br. I.) selbe prinziviell mit dem aus dem Schoose rer Berywann: Hellwegschen Portei bervorgegangenen Heffkerschen Autrogreinverstangen sei. Gegen eine##mischte Bilrung ter asten Kommer durch Herstellung einer Pairie und Einfüdrung ständischer Elemente habe sich ganz besonders Herr von Manieuffel ausgesprochey. Man versichert dem„C. B.“, daß Herr v. Manteuffel sich hierin im vollsten Einverstänenitz mit dem König und dem Prinzen von Preußen befinde.— Wir nehmen von diesem offenbaren Zwiespalt nur Akt, eenn ohne Zweisel wird man sich schließlich doch noch verständigen, um die Revision überhaupt, über welche sich die konservativen Parteien so einig zeigen, nicht zu gefährden. Aroisen, 22. Jan. Die nevlich schen angekündigte Verlängerung der Regentschaft der Fürstin Emma ist nun wirklich eingetreten. Der junge Fürst Georg Vittor dat eine Proklamation erlassen, des Inhalts, daß er die Verfassung von 1849 weder anerkennen noch gar beschwören könne, daß er daher die Regentschaft zum Zweck„der nbtdigen Umgestaltung des Staatogrundgesetzes auf unbestimmte Zeit fortbestchen lassen wolle.“ Die Mutter wird nun das„Nöthige“ einzuleiten haben.(H. Pr.) Kiel, 19. Jan. In der am 16. hier abgedaltenen Versamwlung adeliger Gutsbesitzer sind aus den Zinsen der Zollentschädigungsgelder 25,000 Mark zusammen für die Invaliden, die flüchtigen Schleswiger und die vormärzlichen Offiziere bewilligt worden und ist zugleich ein Comite medergesepzt, um balomöglichst über die Art der Vertheilung dieser Unterstötzung zu entscheiden.(K. E.=B.) — 21. Jan. Aus dem Schleowigschen bring die„Fl. Zig“ die sehr bemerkenewerthe Notiz, man spreche Lavon, daß die dort stationirten dänischen Reserve=Batalllone zurückgerufen und vermittirt, dagegen die in Kopenhagen garvisonirenden schwleswigschen Bataillone nach dem Herzegizum zurückverlegt werden sollten. Hannover, 18. Jan. Die zwischen der preußischen und hannoverschen Regierung hier gesührten Verdandlungen bezüglich der Westbahn haben zu dem Resultate geführt, daß bezüglich der Richtung die Linie über Rbeine festgestellt, dagegen der hannoverschen Eisenbahn=Direktion der gesamme Betrieb und die alleinige Verwaltung auch der in preußischem Gebiete belegenen Zwischenstrecken vorbehalten ist. Mit dem Zustandekommen dieses Vertrages ist eine von der Commissien zu eem Zollvertrage hinzugefügte Bedingung von selbst weggesollen.„(X47 — Trotz oder gerabe wegen der außerordentlichen Anstvengungen des bekannten ministeriellen Vollmeiers Knigge gegen die Wiederwahl des cemokratischen Grundbesitzers Schaver in Rethen wurde derselbe gestern in Wunstorf gegen 38 Stimmen, die auf den ultrakonservativen Vellmeier Ebeling in Lazen sielen, wieder gewählt. Zum Ersatzmann wählte man den gleichfalls entschieden demokratischen Grundbesitzer F. Nepnaver in Gr. Munzel, Amts Blumenan, mit einigen 60 Stimmen. Hr. Knigge, der in diesem Bezirke bekanntlich nicht wablderechtigt ist, hatte sogar die Sonnabenes=Sitzung der ersten Kammer versänmt, um die Wadl seines Cellegen in Wunstorf zu vereiteln, aber er scheint, tretz der frühern Mittrauensvota, es nicht zu füblen, daß sein Auftreten in der Kammer selbst den Schein seines Einflusses vertilgt hat;; wae sich klar und deutlich zeigen wird, wenn Knigge demnächst aus der Kammer tritt.(H. Pr.) Dresden, 21. Jan. An das Staatsministerium wurde in der heutigen Sitzung der zweiten Kammer eine Interpellation wegen des Anschlusses der Chemnitz=Risaer an die sächsisch=bairische Eisenbahn gestellt. Der Minister gab die Versicherung, wie sehr die Staatsregierung von der Ueberzeugung durchdrungen sei, daß die künftigen Handels= und Verfehrsverhältnisse unsers Landes, mitbin dessen materieller Woblstond und in mancher Beziehung auch woll seine Bileungezustände wesentlich bedingt seien durch die vollständige Entwickelung des Eisenbahnwesens. Sie sei ferner überzeugt, daß zu dieser vellständigen Entwicklung auch diejenige Bahn gehöre, weiche der Interpellant bezeichnet hat. Dennoch aber muß von dem Bau der Bahn wegen sinanzieller Hindernisse abgestanden werden. Der Minister verwies auf das Budget, auf die angespannten Steuerkräfte u. s. w. Hierauf wurde zur BudgetBeratbung geschritten. Das Justiz=Departement ersorvert jährlich 268,390 Thlr. Die einzelnen Positionen werden genehmigt. Für das Departement des Auewärtigen werden 79,400 Thir. gefordert, darunter 42,800 Thir. für die Gesandischaften, und zwar 6000 Thlr. für die Gesandtschaft in London. Die Ansechtungen, welche dieser Posten erfuhr, wies der Minister unter Andern mit der Zartheit der hier in Frage kommenden diplomatischen Verhäunisse zurück. Dieser, wie alle anderen Posten wurden genehmigt. Hildesheim, 18. Januar. In einer beute Nochmittag abgebaltenen, von ungefähr zwei Tausend Renschen besuchten Volksversammlung in Betreff des September=Vertrags wurde nach mehreren Reden für und gegen folgende Resolution einstimmig gefaßt: den Abgeordneten für Hildesheim zu ersuchen: keiner bekannten Ansicht getreu, gegen die Genehwigung jenes Vertrages von Seiten der allgemeinen Ständeversamme lung kräftigst zu wirken. Kassel, 20. Jan. Bei der Aufstellung der Liste zur Wahl des neuen Gemeinde=Ausschusses wird eine sedr relitate Frage zur Erörierung sommen müssen. Nach dem Gesetze sino dicjenigen vom aktiven und passiven Wadlrechte ausgeschlessen, welche 1) eine Strafe mit dem Verluste det Rechtes zum Tragen der Nationaltokarde erlitten; 2) auch ohne Verlust dieses Ebrenrechtes mit irgend einer schwerern Strafe als 20 Tdir. Geleduße oder 14tägigem Gefängniß wegen Entwendung, Veruntreuung oder Betrugs belegt sind; 3) in einer gerichtlichen Uniersuchung wegen eines dieser oder irgend eines andern mit peinlicher Strafe bedrohten Verbrechens befangen sind. Hiernach wird die Wahlkommission nicht umhin können, den Minister des Innern und der Justiz, Hru. Hans Daniel Hassenpflug, von der Wählerliste zu streichen, um so mehr, als gerade in einer der letzteren Wablperioden die Ausschließzung eines armen Handwerkers, welcher wegen Veränderung der Zeichnung zu dem ihm aufgegebenen Meisterstücke als der Fälschung schuldig in eine geringe Geldstrafe verurtbeilt worden war, verfügt werden mußte. Wird aber das Ministerium es rubig hinnebmen, daß man seinen Premier in solche Weise an den Pranger stellt?(H.Dr.) .— Vilmar berichtet in seinem„Hessischen Geschichts=Kalender“, den er dem„Volksfreund“ einverleibt, unter dem 16. Januar 1646 die Kapitulation der Besatzung dee Schlosses zu Marburg unter dem hessen=darmstärtischen Obersten Willich vor dem belagernden bessen=kassel'schen General Geise, und fügt die Bemerkung hinzu:„Wegen dieser Kapitulation wurde der alte brave Oberst Willich vor ein Kriegsgericht gestellt und zu Gießen enthauptet— wie man damals behauptete und nicht unwahrscheinlich ist, mehr aus Rache, als aus Gerechtigkeit.“— Nun, da möchten wir doch fragen, welches Urtheil dereinst die unparteiische Geschichte über die Einkerkerung und Behandlung gserer politischen Martyrer in Spangenberg fällen wird, die u anderes Verdrechen begangen haben, als daß sie die Hand nicht bieten wollten zur Ausführung dessen, was unser höchster Civil= und Militär=Gerichtshof für Verbrechen erklärt batte! Und sollte Darmstadt damals Rache statt Gerechtigkeit haben walten lassen, so weiß es jetzt wenigstens Gerechtigkeit mit Milde zu paaren. Denn der von seinem ordnungsmäßigen Gerichte wegen seiner bekannten Erklärung in der darmstäcter Steuerverweigrungsfrage von 1850 zu 6 Monaten Festungshaft verurtbeilte Professor Wippermann zu Gießen, Bruder unseres Staateraths Wippermann, verbüßt diese Strafe zu Babenbausen als Custodia libera. Bei Tage kann er frei umbergeben und muß sich nur Abends zu rechter Zeit in seinem Arrestlokale wieder einfinden. In äbnlicher humaner Weise ist auch in Spangenberg der Festungsarrest in früheren Zeiten gehandhabt worden. Jetzt aber fögt die„Hausordnung“ belicbige Strafschärfungen hinzu, welche bei manchen dieser Unglücklichen viele Wochen lang angedauert haben sollen— Versagung des täglichen Spazierganges auf den Wällen, der Correspondenz, der Lektüre u. s. w. Noch einmal: wie wird die Geschichte einst ein solches Verfabren richten?(K. Z.) Weimar, 20. Jan. Nacheem der Großberzog die vor Kurzem neugewählten Volksver reter zu einem außerordentlichen Landtage auf gestern einberufen hatte, wurde letzterer heute Mittag um 12 Uhr durch das Gesammt=Ministerium in den Personen des Staatsministers v. Watzdorf und des Geheimen Staatsratbs v. Wyrenbrugk(Geheimer Staatsrath Thon war durch Krankheit am Erscheinen gehindert) feierlich eröffnet. In der landesfürstlichen Propositionsschrift, welche der Staatsraih Stichling vorlas, wird hervorgehoben, daß, nachdem die großherzogliche Staatsregierung die Bundespersammlung wieder beschickt und in Foige davon die Publikation des Bundesbeschlusses über die Aufbebung der Grundrechte der Deutschen bewirkt habe, die Nothwendigkeit der Abänderung einiger Bestimmungen der neuern Gesetzgebung auf Grund der Vorschriften des Bundes vorliege, und um dies mit Beschleunigung thun zu können, habe sich die Berufung eines außerordentlichen Landtages nöthig gemacht. Zugleich solle bei diesem Zusammentritt auch die Prüfung einiger anderer nenen Gesetze erfolgen. Die Gesetz=Entwürse, welche dem Landtag vorgelegt worden, sind: ein Gesetz über die Wabl der Landtags=Abgeoreneten, ein Nachtrag zu dem Gesetz über die Neugestaltung der Staatsbehörden, ein Nachtrag zu der Gemeindfordnung, ein Nachtrag zu dem Gesetz über die Aufbebung des privilegirten Gerichtestandes, ein Gesetz über das Strafandrobungs= recht der Polizeibehörden und ein Nachtrag zu der GesindeOrdnung. Zum Landtags=Präsidenten wurde gewählt: der Bezirksdirektor v. Schwendler. Zum ernen Vice=Präsidenten wurde der Gebeime Staatsrath a. D. Thon aus Eisenach und zum zweiten Vice=Präsidenten der Oberbürgermeister Börner aus Jena gewäblt, sämmtlich der konserpativen Partei angebörig. Morgen findet die Wabl der Ausschässe statt.(Pr. Z.) München, 18. Jon. Baierkr muß seinen Glanz als „Greßmacht“ leidlich theuer bezahlen. Es erhält nicht weniger als 13 Gesandte und Geschäfteträger mit zum Theil sehr boben Gehalteg. So kostet die Repräsentation in Frankfurt 22,000 fl., in Badea und der Schweiz 10,000 fl., Belgien und die Niederlande 12,009 fl., Frankreich 27,500 fl., Griechenland 16,000 fl., Großbritannien 25,000 fl., Hannover 7000 f., Oestreich 30,100 fl., Preußen 27,500 fl., Rom und Sardinien 22,700 fl., Rußland 32,500 fl., Sachsen 7000 fl., Würtemberg 7000 fl., ein Agent in Wien 1000 fl., in Summa 247,500 fl.; dazu kommen noch die Handelskonsulate und Regie 56,200 fl. Der Aueschuß der zweiten Kammer ist so vernünftig, die Streichung von 50,000 fl. an diesem Eias zu beantragen. — 19. Jan. Rechts=Conzivient Mayerboser ist der poUizeilichen Haft gestern Mittag entlassen worden; allein schon am Abend wurde er neuerdings verhaftet, und zwar diesmal anf Beschl des hiesigen königlichen Kreis= und Startgerichts, das gegen Mayerboser eine Untersuchung wegen Versuchs zum Hochvecraid eingeleitet hat. Gegen den seit einiger Zeit Herhafteten Cemmie Bogner von hier soll eine Undrsuchung gleichen Betresfe eingeleitet seig. Nächstens werden der Kammer zwei Gesetz=Entwürse vorgelegt werden, worurch ren Geschworenen die Aburtheilung der polizeilichen Verbrechen und Preßvergchen entzegen werden 9h.(a. u. 3.) FR 2 bii tnz# Al u 6.1.c n.. 1. umi rié-sthe an0n Frankreich.—“ Parie, 20. Jan. Biel Aufsehen erregt hier das Gerücht, daß ein Drkret vordereitet werde, durch welches die Güter der Familie Orteans mir Beschlag belegt werden sollen, une man spricht davon, daß dieses Dekret nur darum noch nicht erschienen sei, weil die Prinzen von Orleans mit einer Landung in Frankreich gedroht hätten. Dem sei, wie ihm wolle, die Beschlagnahme jener Güter wären keine schlechte Priese für Louis Napoleon. Auf der Börse macht man bedenkliche C.sichter zu diesem Gerücht. Was die Gemüther der Börse besonders in fortwährender Aufregung erhält, sind die wiederholten Mord=Versuche auf den Präsidenten der Republik. Am letzten Samstage hat man wieder einen Angriff auf Louis Bonaparte gemacht. Ein Jäger von Vincennes griff ihn mit dem Bayonnette an; Louis Bonaparte parirte den Stich; ehe der Soldat seinen Angriff erneuern konnte, war er von seinen Cameraden entwaffnet worden. Louis Benaparte hat ihn nicht vor das Kriegsgericht stellen lassen. Derselbe ist entweder ehne Urtheil erschossen worden, oder wird nach Cayenne deportirt werden. Diese Attentate, die man natürlich zu vertuschen sucht, üben einen sehr nachtheiligen Einfluß auf die öffentliche Meinung aus. So eben verbreitet sich die Nachricht, man habe heute wieder auf L. Vonaparte geschossen. Es verlautet nichts Näheres hierüber. Das Factum selbst scheint aber wahr zu sein. — Der heutige„Moniteur“ enthält ein Wahlctreulair des Ministers des Innern, worin derselbe auseinandersetzt, die Constitution verbiele nur darum die Veröffentlichung der Reden in den Kammersitzungen, um denselben alles Theatralische zu benehmen, und ihnen mehr Ernst, mehr praktischen Nutzen zu geben. Dasselbe Cirkular erklärt alle Beamte als unwählbar und verbietet die Bildung von Wahlkomitees. Die Präfekten sollen Männer von Verdienst bezeichnen und die Regierung wird nicht anstehen, solche Candidaten dem Lande offen anzuempfehlen. Paris, 21. Jan. Der heutige„Moniteur“ enthält eine Verordnung, wodurch das Dekret der provisorischen Regierung, welches den freiwilligen Eintritt in die Armee auf zwei Jahre gestattete, aufgehoben wird. Das frühere, nur eine siebenjährige Dienstzeit gestattende Rekrutirungsgesetz wird wieder in Kraft gesetzt. Oberst Cbarras und die Artillerie= Hauptleute Cholat und Milliot sind als verbannte Repräsentanten von der Armee=Liste gestrichen worden. * Paris, 23. Jan. In Paris nichts wie Saus und Braus, und dazwischen die kaiserthums= anbahnenden Dekrete des kronenlüsternen Louis. So waren in Paris mit Einschluß der Bannmeite am 20. dss. Mis. und in der Nacht darauf nicht weniger als 400 Bälle. Am 24. giebt der Seine=Präfekt im Stadthause ein großes Diner. An demselben Tage wird auch der bescheidene Prinz=Präsident, wie er sich zu nennen gerubt, zum ersten Male in den Tuillerien empfangen und zwar auf einem Balle. Der Erzbischof von Paris wird auch baldigst, wie die„Patrie“ anzeigt, ein großes Diner geben, an dem die Minister und die verschiedenen Behörden Theil nehmen werden.— Wo will das hinaus? Fürchtet man nicht, daß nach allen diesen rauschenden Lustbarkeiten die nüchterne Reflerion eintreten und Musterung halten werde? Oder glaubt man, daß man im Stande sein werde, diese politischen Opiumpillen auf die Dauer anzuwenden? Mit der Zeit, ja sehr bald wird das französische Volk seinen Gesellschafts=rettenden Prinz=Präsidenten fragen: „Wo sind deine rettenden Thaten, wo ist das Heil, das Du uns bringen wolltest; wir sind müde der Gelage und des Tanzes.“ Und dann? Armer Neffe! Am 21. Januar ist der Tag der Hinrichtung Ludwig XVI. als ein öffentlicher Trauertag geseiert. Alle ofsiziellen Empfange waren ausgesetzt. In der Kapelle in der Straße Anjou St. Honoree wurden 4 Messen von 9 bis 12 Uhr gelesen. Die Einladungsschreiben dazu lauteten: Ich habe die Ehre, Sie zu benachtigen, daß am 21. Januar, am Jahrestage des Todes des Königs=Märtyrers in der Kapelle u. s. w. In allen Kirchen von Paris zugleich TrauerGottesdienst. Immer neue Verbannungen, neue Deportationen, neue Auswanderungen! In den verschiedenen Mairien von Paris ist man eifrig mit der Verisikation der neuen Wabllisten beschäftigt. — Paris, 23. Januar, Mittags. Der heutige„Moniteur“ bringt die Veränderung des Ministeriums: v. Persigny übernimmt das Innere, Maupas die Polizei, Abatucei die Justiz, Bineau die Zinanzen; Casabianca ist zum Staatsminister ernannt. Ein Dekret verordnet den Verkauf der Güter der Familie Orleans binnen Jahresfrist für Rechnung der Pesitzer. Die von Ludwig Philipp den Familiengliedern gemachten Schenkungen werden für nichtig erklärt und den Domainen zugewiesen. Das Witthum der Herzogin von Orleans wird aufrecht erhalten. Der Ueberschuß wird wohlthätigen Instituten und Dotationen der Ehrenlegion zugewendet. 174 M0(T. D. d. K. 8.) Die„Independanze" begleitet diese Nachricht mit der Bemerkung: Die öffentliche Meinung hat sich für diese Maßregel ausgesprochen: die öffintlichen Fonds sind gestiegen. Großbritannien.— London, 17. Jan. Die Forisetzung der Rüstungen bringt die öffentliche Stimmung allmäblig in Unruhe. Man erinnert sich, daß jährlich 7 Millionen Pfuno für die Kriegsflotte ausgegeben werden; und doch Rüstungen ubthig?! Wo bleiben die 7 Millionen, fragen ganz undeutsch impertinent die Engländer. Times sowohl als Daily News dringen darauf, daß die in allen Weltgegenden zerstreuten Kriegsschiffe in den Canal an die Ostbäfen beordert werden, um die Kosten weiterer Rüstungen zu sparen. Indessen läßt sich die Regierung dadurch nicht stören. Sie schenkt der Stärke der Besatzung im Lande große Aufmerksamkeit. Irländische Blätter melden, daß, im Falle neue Verstärkungen am Cap erforderlich sein sollten, diese von den irischen Garnisonen genommen werden würden, da man sie in Irland nicht brauche, und die Regierung entschlossen sei, die Truppenmacht in England nicht weiter zu Hwächen. presse zu unliebsamen Medistionen Vexaplassung. Das in Folge von Palmerstoas Austritt!— fägen die einen, während die andern naiv genug klagen: Hättr man doch denken sollen, Orstreich werde jetzt gegen uns rücksichtsvoller seih, nachdem der böse Geist Mylords ausgetrieben wurde! — Der„Glode“ führt aus dem Buche Pelet de la Lozeres: „Agpeleon im Stagltrad; verschledene werkwürdige Benherungen an, die Napolcon in vertrauten Kreisen, d. h. eben im Staatsrath über den Werib seiner Verfassung gethan bat.„Er selbst“ sagt Pelet in seiner einleitenden Skizze jener Körperschaft, deren Mitglieder er und sein Vater gewesen waren,„er selbst war von der Ahnung erfüllt, daß er nichts Dauerndes gründen könne. In vollem Staatsrath rief er aus:„Alles dies wird dauern, so lange ich da bin, aber wenn ich fort bin, wird mein Sohn sich glücklich schätzen können, wenn er ein paar Tausend jährlich hat.““ Ferner: „Eines Tages rief er im vollen Staatsrath aus:„Ich sehe deutlich, daß einst gegen mich eine Revolution sich erbeden wird, auf deren Fahne wird geschrieben stehen: Nieder mit der Konscription, nieder mit den Droits reunis!““ Und diese Erwartung zing buchstäblich in Erfüllung, denn die Worte Plus de coseription, plus de droits reunis waren das Motto auf den Fahnen der Restauration im Jahre 1814.“ Dinemarr— Kopenhagen, 18. Jan: Sicherm Vernehmen nach hat das gesammte Ministerium gestern seine Demission bei Sr. Majestät dem Könige eingereicht, der dieselbe auch augenommen und den Geheimen Konfexenzrath Bluhme und den Graen Karl Moltke mit der Bildung eines neuen Ministerinms beauftragt hat. Die Demission des Ministeriums ist dem Könige durch den Minister des Auswärtigen, Herrn Geheimerath Bluhme, überbracht worden, der gestern zu diesem Zwecke in Friedrichsbo. war. Ob auch noch andere der Minister dort waren, ist mir unbekannt. Ueber die zu erwartende Zusammensetzung des neuen Ministeriums kann ich Ihnen heute noch nichts Näheres berichten, indeß bürgen die Namen der mit dessen Bildung vom Könige Beauftragten für die politische Richtung desselben. Daß der Geheimratb v. Tillisch wieder in das neue Kabinet treten wird, halten Gutunterrichtete für nicht wahrscheinlich und meinen, daß derselbe wiederum das Geheime Kabinets=Sekretariat des Königs übernebmen werde. Auch wird angedeutet, daß der bisherige Konseilspräsident Graf Wilhelm Moltke es abgelehnt haben soll, aufs neue das Conseilspräsidium zu übernehmen; da der König es indeß wohl sehr ungern sehen würde, wenn der Graf W. Moltke sich zurückzöge, so möchte es anzunehmen sein, daß dieser dennoch auf den Wunsch des Königs den hohen Posten eines Premierministers wieder übernehmen wird. Amerika.— Rewyork, 6. Jan. Am 2. nurde im Senat eine Petition überreicht und ein Antrag gestellt, in Rücksicht auf den jüngsten Verfassungsbruch L. Napolens den amerikanischen Minister aus Frankreich abzuberufen und alle diplomatischen und kommerziellen Verbindungen mit jener Nation abzubrechen; doch blieb derselbe vorläufig ohne praktisches Resultat. Washington, 5. Jan. Kossuth ist hier am 30. angekommen und stieg im Browns Hotel ab, da weder vom Comitee des Senats noch von den Stadtbehörden eine Wohnung für ihn besorgt worden war. Er occupirt mit seiner Sutte in dem genannten Hotel 14 Stuben, und eine Art Schilewache geht gemessenen Schrittes vor Thür seines Gemaches auf und ab. Heute um 1 Uhr Mittag fand die vielbesprochene Vorstellung Kossuths im Genate statt. Er wurde durch die Herren Cass, Seward und Shields eingeführt, und stützte sich auf den Arm desletztern, der ihn mit den Worten vorstellte:„Hr. Präsident, wir haben die Ehre, Louis Kossuth dem Senate der Vereinigten Staaten anzukündigen.“ Der Vorsitzende lud hierauf Kossuth ein, auf ei1 nem Stuhle vor dem Pulte der Seeretäre Platz zu nehmen. Die Senatoren erhoben sich sämmtlich von ihren Sitzen, bis Kossutb den ihm angebotenen Sitz eingenommen hatte. Mr. Manguin beantragte, die Versammlung welle sich vertagen, um den Senateren Gelegenheit zu bieten, ihrem Gast persönlich ihre Achtung zu bezeigen. Der Antrag wurde angenommen, und viele der Senatoren ließen sich durch die Herren Seward und Shields dem Exgouverneur vorstellen. Am Tage nach seiner Ankunft war Kossutb dem Präsidenten durch Senator Seward vorgestellt worden. Am Abend desselben Tages brachten die Deutschen in Washington Kossuth einen solennen Fackelzug, wofür er in einer längeren Rede dankte. Wechsel-Course. Berlin, vom 22. Januar 1851. Preut. Courani. Brief. 11 Geld. Amsterdam dite Hamburg dite London Paris Wien im 20 Fl. Juß„ Augsburg Breslau Leipzig in Coarant im 14 Tdir. Fuß Franksurt a/M. südd. W. Petersburg. Berlin, 22. Jannar. 143% 142½ 151½ 150½ 6 23½ 81% 83 401% 8 90½ 99 56 14 105% beutiger Börse sehr Das Geschäft war an unbedeutend und die Course erfuhren in Felge dessen keine erhebliche Wer änderung: Dreut. und ausländische Zonds ohne besonderen Umsatz und nur einzelne Gattungen höher bezahlt. Geldeeurs. Köln, den 22. Januar 1851. Briese. Wele. Hel. 109. Si. 5 Fr.=Stücke Preuß. Frd'or ben. 9 z## m s#e r##### Ausl. Bistolen In Dublin wurde vorgestern ein Generalbesehl an die Truppen erlassen, daß jeder Mann für seine Person werden könne, und für jeden angewordenen Mann eine Compensation von 11·2·0#4 bekommen solle. Dem ungarischen Flüchtlingsfonds sind durch Kossuth aus A. merika wieder 400 L. angewiesen worden, mit deren Verwendung Graf Paul Esterhazy beiraut ist.“ nec 11 D.2 — 20. Jan. Die kürzlich erfolgte Ausweisung mehrerer englicher Bbeimtsenter an Opstroch deht dn mellscher ZrerinshelBriefe. Geld. 1.46,11 1.16, 6.24, 6 6.23. Berlin, 29. Janner. Spiritus leco odne Has 28¾ u. ½ Tdir. vers. mit Haß 26½ Tüle. onk. u. Br., 28 G. Jannar dite. Jan.=Bedr. dite. Zehr.=März 29 a 28½ Thir. verk., 28¾ Pro 26½ S. März=Apii 30 Tdir. verk. u. Br., 29½ G. April=Mai 31 a 30% Thl. verk. u. Br., 30 30 Spieibet enschiede mader und bölger vertanst. Marktbericht. Pezerdonn, den 24. Jan. Weizen(der preuß. Scheffel 2 Thlr. 43 Ser. Reagen 2 Thlr. 10 Sar. Gerste 1 Thl. 17 Sg. Haser Tbi 23½ S. Kartosseln 1 Thl. 3 Sg. Erdsen 2 Thl. 12 Sg. Linsen 2 Thlr. 20 Sar. Bohnen, 1 Thir. 26 Sgr. Butter# Psd. 5 Sgr. 10 Pf. Heu pr. Ctr. à 110 Pfund 23 Egr. Strod, pr. Schock a 1200 fl 4 Thir. 20 Sgr.— Pf. Nout, den 23. Jan. Weizen nach Qualität 2 Thir. 21 Sgr. bis 2 Thir. 25 Sg. Roggen 2 Thlr. 10 Sg. bis 2 Thl. 12 Eg. Wintergerßte 1 Thir. 20 Sa. Som.= 1 Thir. 19 Sg., Buchweizen 1 Thl 24 Sgr. Hafer— Thit. 28 75 gr. Erdsen 2 Thr.=13 Sg. Rübsaamen 3 Thl. 1 Ser. Kartoffeln 25 Sgr. Heu pr. Ctr.— Thir 20 Spe Stred v. Schock 4 Thlr. 20 Sgr. Ein Schwarzbrod von 13 Pdd. 10 Szr.— Pf. Neus, den 23. Jan. Kleiner Samen 2 Thlr. 27 ½ Sg. Rüböl per Ohm 282 Pfd. ohne Faß 28 Thlr. 7½ Sgr. dito per Mai 29½ Thir. dito per Oktober— Thir.— Sgr. Leinöl per Obm— Tolr.— Sgr. Rübluchen per 1000 Stuck Stampf 30 Thl. Pretzkuchen, per 2000. Pfund 25 Thlr. Leinkuchen v. 2000 Pfund 54 Thlr. Branntwein, per Ohm zu 123 Quart in 47%(ohneMaklergeld) 18 Thir. 25 Sgr. Gereinigtes Ost 29 1/ Thir. Witten, den 22. Januar. Weizen 2 Thr. 21 Szr.— P Roggen 2 Thir. 13 Sgr.— Pf. Gerste 1 Thkr. 24 Sgr.— Ps. Haser — Tdir. 26 Sgt.— Pf. Buchweizen 1 Tdlr. 22 Sgr.— Pf. Erdsen 2 Thir. 20 Sar.— Pf. Bohnen 2 Thir. 10 Sgr.— Pf. Rapsamen 3 Toir.— Thir.— Pf. Rübsamen 2 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf. Kartosseln 1 Tdir. 3 Ser.— Pf. Butter 6 Sgr. 6 Pf. Heu pr. Ceniner 22 Sgr.— Ps. Stroh w. Schock 5 Thlr.— Sar.— Pf. Personal=Chronik. Verlieben ist die durch den Tod des Pfarrers Goedeking erledigte Pfarrstelle an der evangelischen Gemeinde zu Ibbenbüren dem bisherigen Hülfsprediger August Eduard Giese. Provinzial=Zeitung. Paderborn, 22. Jan. Die schlesische GenerallandschaftsDirektion veröffentlicht unterm 14. d. M. die im nächsten Zinstermine Johannis d. J. einzulösenden Pfandbriefe, und fordert unter Verweisung auf die gesetzlichen Folgen der Richteinlieferung die In haber derselben auf, die Pfandbriefe mit den zu Johannis nicht verfallenen Coupons unverzüglich abzuliefern. Paderborn, 22. Januar. Die Direktion der Preußischen Renten=Versicherungs=Anstalt macht unterm 8. Jan. e. bekannt: Mit dem Ablaufe des Jahres 1851 sind die den Renten=Verchr eibungen für die Jahres=Gesellschaft 1841 beigegebenen Couvons absorbirt, und es sellen uanmehr, in Gemäßheit des§. 27 der Statuten, neue Coupoas, und zwar für die nächsten zehn Jahre pro 1852— 61, ausgegeben werden. Die Inhaber von Reuten=Verschreibungen der Jahres Gesellschaft 1841 fordern wir deßhalb auf, diese Renten=Verschreibungen bei den berreffenden Haupt= oder Spezial=Agenten der Anstalt, ooer bei unserer Haupt=Casse in Berlin(Mohrenstraße Nr. 59) gegen Fupfanos=Bescheinigung abzulkfern, und demnächst innerhalb deier Monate mit den neuen Coupons, gegen Zurücklieferung der mit Quittung zu versehenden Bescheinigung, wieder in Empfang zu nehmen. Sollte die Ausliefetung der neuen Coupons durch die betreffenden Agenten nicht binnen drei Monaten, von der Einlieferung der Renten=Verschreibungen an gerchnet, erfolgen, so liegt es den Interessenten ob, hiervon binnen weiteren vier Wochen der Direktion Anzeige zu machen, widrigenfalls die Interessenten sich etwa entstehende Nachtheile und Verzögerungen selbst zuzuschreiben haben. Zugleich fordern wir die Interessenten auf, ihre Renten=VerVerschreibungen zeitig bei den Agenten einzureichen, da vom 1. Juni d. J. ab alle zu diesem Zwecke noch einzureichenden Renten=Verschreibungen nur noch unmittelbar an die Direktion, und zwar auf Kosten der Interessenten eingesandt werden können. * Münster, 24. Jan. Wenn hier die geringste TagelöhnerFamilie vom halben Scheffel Steinkohlen schlechtester Qualität 5 Pfg. Stadtsteuer neben dem Stadt=Zuschlag zur Klassensteuer und die besondere Schulsteuer zahlt, dagegen die Stadt ganz Unbedeutendes den Elementarschulen zahlt, so ist die Verwendung von 1800 Thlr. auf die neue Realschule nicht billig, namentlich, wenn man bedenkt, daß die Armen=Commission nur% Thlr. Schulgeld für arme Knaben(500) den Schulvorständen zahlt. Die überfüllten Elementarschulen könnten bei vollem Schulgelde hinlängliche Anzahl Hülfslehrer haben, ohne besondere Schulsteuer. Die Realschale hat 40 und die mit ihr verbundene Sonntagsfortbildungsschule 80 Schüler. Beiden wünschen wir bestes Gedeihen, aber auch der Elementarschule die ihr gebührende Beachtung. Wenn nicht anders, so denke man an eine Luxuskonsumtionssteuer zum Besten der Schulen. Tüchtiger Unterricht und Erziehung schützt die Armen=Cemmission vor Proictaxiatandrang. Die armen Mädchen sind dem Psarrverbande entrissen und in einer Armenschule vereint, wogegen die höhern Stände in eine von der Stadt unterstützte höbere Töchterschule geführt werden und der Mittelstand allein dem Pfarrverbande verblied. Weshalb ist an den Brennmaterialiensteuerhebestellen nicht ein Steuertarif zu sinden? Aus der Grasschaft Mark, 12. Januar. Da die vom Staate beabsichtigte Uebernahme der an die westfälische Staats=Eisenbahn anschließenden Münster=Hammer Bahn, trotz sehr günstigen Anerbietungen des Staats, wohl in noch langer Zeit nicht zu Stande kommen dürfte, so taucht ein anderes Eisenbahnprosekl auf und son dem Vernehmen nach sich des Beisalls des Handelsministeriums erfreuen. Man denkt daran, von Dortmund in gerader Linie über Münster nach Emden zu bauen, und auf diese Weise eine direkte Eisenbahn=Verbindung zwischen Rhein und Nordse zu erzielen. Die Stadt Dortmund hat bereits die Kosten des Baues von Dortmund nach Münster garantirt. Es ist auch der Bau einer Eisenbahn von Dortmund über Hörde nach Socst in Aussicht genommen, und in Siegen werden große Anstrengungen gemacht, um eine Eisenbahn=Verbindung mit der Lahn herzustellen. Die Realisation des letztgedachten Planes wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. In den Kohlenrevieren und in den metallischen Fabriken herrsche eine täglich wachsende Regsamkeit. Insbesonderr verspricht man sich von dem Handelsvertrage mit Holland eine beträchtliche Junahme der Ausfuhr der sog. Iserlohner Waaren. Verkehrs=Zeitung. [Eisenbahnen.] Nach einem Schreiben aus San=Fraueisco vom 1. Dezember bildet sich eine Privatkompagnie, aus greßen Kapitalisten bestehend, den Herrn Thomas Butler King an der Spitze, zur Ausführung eines oft angeregten kolossalen Unternehmens, nämlich zum Bau einer Eisenbahn vom Atlantischen bis zum Stillen Weltmeer. Die Gesellschaft selbst würde blos eine indirente Unterstützung von Seiten des Staats beanspruchen; es läßt sich daher kaum zweifeln, daß der Kongreß das Projekt begünstigen wir — Ein anderes kaltfornisches Kommnniktionsnnternehmen is onwels in Gungg, nünlich ene veeimüütee Danzschilferpinen mit den Sandwichsinseln. Am 5. Dezember ging der erste Dampfer, der Feemont, nach Honoluln ab. Derselbe gehört der neu gebildeten North Pacific Steam Navigation Company, die ein Kapital von 500,000 Doll. darin angelegt und zu ihrem Präsidenten „Se. Maj. König Kamehameha“, ernannt hat. Der(eigentliche oder) Vicepräsident ist der Mayor von San=Francisco, Hr. C. J. Brenham. An der Spitze der Direktion steht der Hr. Th. Butler King. Die Gesellschaft hat ein Privilegium auf fünf Jahre und die zollfreie Einfuhr aller Kompagnievorräthe und Bedürfnisse in allen Häfen der Sandwichsinseln. — Gotha, 18. Jan. Heute Nachmittag ist die seit gestern hier stattgehabte Konferenz über den Bau der Werracisenbahn beendigt worden. So viel wir erfahren haben, ist eine Verständigung der betheiligten Regierungen erzielt und der Bau der Werraeisenbahn mit dem Ausgangspunkte in Eisenach beschlossen worden. Dieser Beschluß wird günstig auf das Projekt der neuen hannov.= tbüringischen Verbindungsbahn einwirlen, da bereits in Langensalza als Bedingung für letztere der Bau der Werraeisenbahn gestellt und eine Ausschließung der Direktion der bessischen Frredrich=WilhelmsNordbahn von der Ausführung desselben gewünscht wurde. Bekanntmachung. Am Samstag den 24. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, öffentliche Sitzung= des Gemeinde=Raths. Paderborn, den 21. Jonuar 1852. Der Bürgermeister v. u. Zur Mühlen. Gegenstände der Berathung. 1) Nr. 1 und 7 der vorigen Tagesordnung. 2) Die Uebergänge über die Eisenbabnstricke zwischen dem Bahnhofe und dem Casseller Thore. 3) Gesuch um Bewilligung einer Gratisikation für die Besorgung der Einquartirunge=Geschäfte vre 1851. 4) Feuer=Polizei=Orbnung. 5) Kämmerei Etat pro 1852. Der Schützenball wird am 2. Februar d. J. auf dem Rathbaussaale gebalten. Schützen, und zur Theilnahme am Schützenvereine Berechtigte werden dazu freundlichst eingeladen. Die Einlaßkarten sind nur bei den Herren Feldwebeln der#4 Compagnien zu 7½ Sgr. per Stück zu baben. Der Anfang des Balles is auf 7 Uhr Abende festgesetzt. Paderborn, den 22. Januar 1852. Der Vorstand des Schützenvereins. N. 1. Meine Plutreinigungskräuter à Schachtel 15 und 10 Sgr. nebst GebrauchsAnweisung sind zu bezieden durch Hru. Louis Röbler in Kassel(Marktstraße Nr. 360.) Braunschweig. Louis Wundram. Zzugnifse. Durch das von dem Kaufmann Herrn Louis Wundram in Braunschirig erhaltene und seit secht Monaten gebrauchte Alntrinigungt=Krünier= Pulver ist es mir gelungen, die nicch seit mehreren Jahren gepeinigten H#mer#hoidal= und Unerreits=Beschwerden, s# wie den Kopfschwindel gänzlich zu perttigen, welches ich hiermit der Wahrheit gemäß aus eizenem Antriebe zu bescheimigen nicht verfehle. Stade, den 30. September 1848. Johana Bude, Schiffer. Nachdem ich acht Jahre am krebsartigen Salzflusse auf das Entsetzlichste gelitten, diese Krankheit mein Gesicht gänzlich verunstaltet, und jede ärztliche Hülfe an Heilung verzweifelte, wurden mir die sogen. Wundram'schen Kräuter dringend empfohlen. Ich lgebrauchte sie, und Dank dem Himmel und Herrn Wundram! nach anderthalbjährigem ordnungsmäßigem Gebrauche derselben bin ich gänzlich hergestellt worden. Dieses wird zum Nutzen und Frommen aller derjenigen Mitmenschen, welche an gleichen oder ähnlichen Uebeln leiden, der Wahrheit gemäß attestirt. Wolfenbüttel, am 30. Oktober 1848. Louis Holzkampf. Nachdem ich meine geliebte Frau und zwei Kinder an der Cholert verloren und gleich darauf auch meine beiden anderen Kinder von 12 resp. 17 Jahren von dieser Krankheit ergriffen wurden, so danke ich deren Wiederberstellung allein nur den Wundram'schen Kräuterpulvern, nach welchen sie in dieser Krankheit selbst verlangten. Dieses bescheinigt mit dankbarem Herzen für den den Erfinder dieser Kräuter auf Eid und Gewissen Heinrich Kahn. Braunschweig, den 26. August 1850. Daß der hiesige Hof=Opern=Sänger Herr Heinrich Kahn die vorstehende Bescheinigung vor mir, dem hiesigen Notar Werner Langenheim, eigenhändig unterschrieben hat, wird hierdurch auf dessen Requisition glaubhaft attestirt. Braunschweig, den 26. August 1850. (L. s.) Der Herzoglich Braunschweigische Notar Werner Laugenheim. Ich habe die Ueberzeugung gewonnen, daß es zur Bewältigung der Flechten vermittelst unschuldiger Abführungskräuter bis jetzt wohl kein Mittel giebt, welches als Blutreinigungsmittel mehr verdient empfohlen zu werden, als wie das bereits bekannt gewordene von Herra Louis Wundram. Braunschweig, den 30. Juni 1851. J. Seyfert, Techniker aus Neu=Schönfeld. Westfälische Eisenbahn. Submission. Die Ausführung der auf der westsälischen Eisenbahn innerhalb des Bereichs der Paderborner Gärten erforderlichen Brücken, Durchlässe und Zuttermauern soll im Wege der Sudmission in Verding gegeben werden. Die betreffenden Pläne und Berechnungen können täglich während der gewöhnlichen Geschäftsstunden in dem Burcau der I. Bau=Abtheilung eingesehen werden, woselbst auch die EntrepriseBedingungen offen liegen. Letztere, sowie die Submissions=Formulare können daselbst gegen Erstattung der VervielfältigungsKosten in Empfang genommen werden. Unternehmungslustige haben ihre Anerbietungen bis zum 4. Februar dieses Jahres, Vormittags 11 Uhr, versiegelt bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, in welchem Termine dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten eröffnet werden sollen. Jeder Anbieter bleibt 4 Wochen nach diesem Termine an seine Offerte gebunden. Nachgebote werden nicht angenommen. Paderborn, den 19. Januar 1852. Königl. Direktion der westfälischen Eisenbahn. Bekanntmachung. Am 30. Januar Morgens 10 Uhr sollen im Pfandhause zu Scharmede: 100 Schaafe und 200 Centner Heu öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden. Salzkoiten, den 22. Jan. 1852. Henze, Aukt.=Com. Holzverkauf. Montan den 26. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sellen im Königlichen Untersorste Neuwald, im Forstdistrikte Vordere Große Kobbenacken circa 180 Klafter buchen Scheit= und Kaüppelbolz öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusommenkunft findet zu der oben angegebenen Zeit beim hiesigen Försterhause statt. Durbeke, den 22. Junuar 1852. Der Oberförster Rintelen. Holzverkauf. Montag den 26. Jonuar d. J. Morgene 10 Udr, sollen in dem gräflich von Sierstorpffschen Forsteistrikte Bruch bei Driburg(unweit des Trapptstenklosters, an der Chaussee belegen) 100 Rummern sschwere Eichen zu Bau=, Nutz= und Geschirrhölzern, meistbietend verkauft werden. Westfälische StaatsEisenbahn. Bekanntmachung. In Gemäßbeit der Verfügung der Königlichen Direktion der Westfälischen Staats=Eisenbabn, follen die disponiblen Grundstücke an der Bahnstrecke von Hamm bis Paderborn im Wege der öffentlichen Licitation auf 6 Jahre, und zwar:— bis den 11. November 1858— gegen jährliche Vorausbezahlung des Pachtgeldes, verpachtet werden, und wird zu diesem Zweck: 1) Mittwoch den 4. Februar c. Vormittags um 10 Uhr auf'm Bahnbofe Welwer, und Nachmittags um 2 Uhr auf'm Bahnhofe Soest, 2) Donnerstag den 5. Febrvar c. Vormittags um 10 Uhr auf'm Babnhofe Beoning= hausen, und Nachmittags um 2 Uhr auf'm Bahnhofe Lippstadt, 3) Freitag den 6. Jebruar c. Vormittags um 10 Uhr auf dem Bahnhofe Gesecke, und Nachmittags um 2 Uhr auf dem Bahnhose Salzkotten, 4) Samstag den 7. Februar c. Vormittags um 10 Uhr auf dem Bahnhofe Paderbern, ein Termin vor dem Unterzeichneten hiermit anberaumt. Zuvor aber sollen den Interessenten die zu verpachtenden Parzellen, von den betreffenden Bahnwärtern, bezeichnet werden; auch befinden sich bei den Herrn Stations=Vorstehern die Contrakt=Bedingungen zur Einsicht. Hamm, den 22. Januar 1852. Der Baumeister, Elckner. Nutz= u. Bauholzverkauf. Dienstag den 27. Januar Morgene 9 Uhr sollen auf den s. g. Sprutein bei Upsprunge:0 M 5 150 Stämme eichen Nutz= und Baubelz so wie 180 Haufen Stangen= u. Reiser##lz öffentlich meistbietend verkauft werden. Salzkotten, den 18. Januar 1852. Henze, A.=C. (Tin erfahrener Kupferschmidt kann soG. gleich in Arbeit treten bei C. Bergmann in Warburg. III. 1. Redaktion, Druck und Verlag von Wild. Crävell Baderbern. Deutschla dustrieBrem Control Setbr. Wiesb tag. 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