** ide Schuld bis zur ie Englands beträgt St. Die Orstreichs nig geringer als die (Lassenanweilungen Thir. 3. Jan. Die steiauch in der letzten : der Pariser Börse arsten Papiersorten rmals um 2 bis 4 Projekt der Ziuskürtemberg, Baiern gen neue Anleihen R., 3. Jan. Der n Woche stets von anderer Umstände auch nicht wesent„ u n d e s w e r d e n räthe sind überall Kurzem von Holst daher bestimmt intlich der Ober: Von Roggen Mainzer Markt während audreringenen Festtage ie Post.] Der seidung erlassen, adee Ipderehe sämlich mit der reunde gefandt. A. T. u besuchen und war lithograt einem Stemband versandt, lei. Die Posterblickte darin mn bestehenden benutzt wor... mitist dieser Anung zu einer dener der M on katten r das die Stations= *, anfanine jährBahnhofeschäftsm offen. the wolMleihe echenden Abends, Tage, Wochen uschlag u. 00• glichden mde schen mir apes. und ause elbst gr. und Westfälische Zeitung. R 6. Erscheint wöchentlich dreimal ohne irgend eine Unterbrechung und zwar am Dienetage, Donnerstage und Sonntage, nach Umständen mit Veilagen. Bei wichtigen Ereignissen mit Extrablättern. W Fünster Jahrgang. Paderborn, Sonntag, den 13. Januar See r 1852. Vierteljährlicher Abonnementspreis in Paderborn 20 Sgr., auswärts durch die bekannten Lokal=Expeditionen bezogen inclus. Portoaufschlag 25 Sgr. Irserate werden mit 1 Sgr. die 4spaltige Zeile oder deren Raum berechnet. Uebersicht. Deutschland. Berlin, Tagesbericht. Breslau, Haussuchung. Hannover, Hoffnung die Blindheit des Königs zu heilen. Stimmung der Ständemitglieder gegen den Zollvertrag. Altona, Erwarteter Abzug der Bundestruppen. Regelung der Verhältnisse der Gesammtmonarchie. Dresden, Verein zur Speisung der Armen. Höpfner. Leipzig, östr. Bedrückung der sächsischen Presse. Verschiedenes. Frankfurt, die Abstimmung der Bundesversammlung über die dresdener Handels=Uebereinkunft Wien, Tagesbericht. Auslans Frankreich, Paris, die Zuschlagung der Paris=Lyoner Eisenbahn. Auflösung der Associationen. Verschiedenes. Großbritannien, London. Lord Palmerston und Lord J. Russel. Amerika, Nachrichten aus New=York. Verschiedenes. Tapiar angetang. indlung. Staatenverfall. * Berlin, 8. Januar. Macchiavelli's, des Vaters der modernen Politik, Grundsätze sind älter, als Macchiavelli selbst; aber diesem Manne gebührt das Lob, alle jene krummen Wege, auf denen Machthabet schon in früheren Zeiten herumschlichen, auf einer übersichtlichen Karte zusammengestellt zu haben, auf der man siebt, daß außer dem geraden Wege zum Ziele noch bundert auber: führen. Wenn König Philipp von Macedonien sagte:„Es ist keine Mauer so hoch, daß nicht ein mit Gold beladener Esel darüber hinwegstiege"; wenn ein anderer Fürst meint, jeder Mensch ließe sich erkaufen, es käme nur darauf an, womit und mit wie viel; wenn die Römer des Alterthums ihren Todseind Mithridates mit Gift aus dem Wege zu raumen trachteten, weil ein offener, ehrlicher Krieg sie nicht zum gewünschren Ziele brachte; wenn bald dies, bald jenes niedrige Mittel angewandt ward, Resultate zu erzielen, zu deren Erreichung auf ehrenwerthem Wege die Kraft oder der Muth nicht genügten: so standen doch alle diese Experimente vereinzelt da— erst Macchiavelli hat sie in ein übersichtliches Spstem zusammengestellt. Es ist fraglich, ob dieser Politiker den Fürsten, die durch Befolgung seiner Lehren dann und wann recht glänzende Erfolge davontrugen, oder den Völkern, vor deren Augen in seinem Buche:„Vom Fürsten“ ein schreckliches Bild aufgerollt wird, am meisten genützt hat. Fast möchte das letztere scheinen, denn gerade dicjenigen Regierungen, die sich der macchiavellistischen Staatekunststücke am meisten bevienten, sind stets die beim Volke verhaßtesten gewesen, und Fürsten, die sich am fernsten von der diplomatischen Giftmischerei hielten, die die spitzen Pfeile— wirklich und in der That, nicht nur als Redensar:— weniger fürchteten als die spitzen Reden, 5 Kossuth's Empfang in Newyork. (Forts.) Sie handelten, und durch diese Ihre Handlung zitterten die Herrscher; die Menschheit jauchzte in Freuden auf; das niedergetretene Volk der Magiaren, das niedergetretene, doch nicht zebrochene, erhob entschlossen und hoffend sein Haupt; und das Funkeln Ihrer Sterne wurde von Europas unterdrückten Nationen als der Morgenstern der aufgehenden Freiheit begrüßt. Nun, meine Herren, müssen Sie überzeugt sein, wie gränzenlos die Dankbarkei, sein muß, welche ich für Sie fühle. Sie haben mich dem Leben wiedergegeben, weil der Thätigkeit, und sollte mein Leben, durch den Seegen des Allmächtigen, sich meinem Vaterlande und der Menschbeit noch nützlich erweisen, so wird es Ihr Verdienst, so wird es Ihr Werk sein. Mögen Sie und Ihr glorreiches Land dafür gesegner sein. Europa ist am Vorabend solcher unermeßlichen Ereignisse, daß, wie feurig meine Dankbarkeit gegen Sie auch ist, ich mich dennoch nicht ermächtigt gehalten haben würde, zu dieser Zeit den Atlantischen Ocean nur allein zu überschreiten, um Ihnen meine Dankbezeugungen darzubringen. Ich würde Ihnen mit Thaten gedankt, die zur Freiheit des europäischen Continents beigetragen, und meinen Besuch Ihrer ruhmvollen Gestade hinausgeschoben haben, bis die entscheirende Freiheitsschlacht geschlagen war, wenn es mein Geschick sein sollte, diesen Tag zu erleben. Denn was ist der Grund meines Hierseins zu dieser Zeit? Der Grund, Bürger! ist, das Ihr edelmüthiger Akt meiner Befreiung durch die ganze Welt bindurch die Ueberzeugung hervorgerufen hat, daß diese Ihre edelmutbige Handlung nur die Manifestation Ihres Enschlusses ist, Ihr Gewicht in die Waagschale zu werfen, in welchem das Schicksal des europäischen Continents gewogen wird. Sie haben durch die ganze Welt hindurch die Ueberzeugung hervorgerufen, daß Sie durch meine Befreiung zu sagen Willens waren:„Ihr, unterdrückten Nationen des Continents des alten Europas, seid guten Muthes; der junge Riese von Amerika streckt seinen mächtigen Arm übere Merr, berett curer Zukunft die Bruderhand zu reichen.“ So deutet man Ihre Handlung durch die ganze Welt hindurch, Sie, mn Ihrer steizen Sichrrhrit, Eönnen es Sich kaum vorstellen. waren gewöhnlich die vom Volke geliebtesten, es waren Heldenkönige. Das Wort„Diplomat“ an und für sich wird heutzutage von dem Volke nicht mehr zu den Ehrenprädikaten gerechnet, es giebt sogar Gegenden, in denen das Volk durch viele trüben Erfabrungen bewogen, alle Diplomatie für Betrügerei hält, zum Beispiele in Schleswig=Holstein; und für den Witzbold sind diplomatische Conferenzen, Noten, Depeschen u. dgl. m. längst eine ergiebige Quelle der schönsten und beißendsten Witze gewesen. Summa summarum: die moderne, theils verhaßte, tbeils mit dem Fluche der Lächerlichkeit belastete macchiavellistische Diplomatie bat keinen Boden in den Sympathien der Völker und wird daher, wenn ihr Gebäude über kurz oder lang nieverdebrannt wird, unter den Trümmern alle ihre Anhänger in dem unvermeidlichen Sturze begraben. Wollten wir das Sünden=Register der Jünger Macchiavellis aufschlagen—, wir hätten viel zu thun, viel zu lesen, viel zu staunen. Aber darum ist es uns nicht zu thun, wir wollen nicht eine Klasse der Bevölkerung gegen eine andere aufreizen!— denn so könnte es uns ausgelegt werden, obschon wir durchaus nicht behauptet haben, daß die bassenswertbe Politik auch nur entfernt in unserem Staate vorhanden ist. Es liegt uns ferne, einen Stand als Stand zu verachten, aber wir können unsere Augen nicht verschließen, wenn dieser Stand sich etwas zu Schulden kommen läßt. Die Leute, die Politik zu machen haben, können ehrenwerihe Männer sein, aber es können auch schlechte Männe: 8.— An idren Früchten soll man sie erkonnen. Einst leitete ein Ministerium Stein die Geschicke Preußens, und der Mann, der diesem Ministerium den Namen gab, konate sein Haupt in jedes Bürgers Schooß legen. Aber es stand auch einst ein Richelieu an der Spitze Frankreichs,— und Millionen Hände hätten sich zum Tode dieses Manurs erhoben, wenn nicht die Furcht sie gefesselt bätte. Richelieu kmor####e heimlich und offen die unbequemen Persönlichkeiten, er ver rach Gutes— und gab Elend, er drückte die Hand— und underzeichnete im nächsten Augenblicke Verhaftsbefehle, die den Toebesurtheilen gleio kamen, er drechselte aus drei beliebigen Worten eines Menschen ein todeswürdiges Verbrechen zusammen, er kannte nur eine Tugend,— die Rafsinerie, und nur ein Laster,— die Ebrlichkeit. Hat ein solcher Mann die Geschicke eines Volkes in seinen Händen, so ist völlige Deprävation die unvermeidliche Folge. Sittenlosigkeit, wie wohlthuend sich diese Ueberzeugung schon die leidenden Nationen des europäischen Continents erwiesen hat. Sie können es Sich kaum vorstellen, mit welchem Selbstertrauen Sie damit die Entschlossenheit der Unterdrückten vermehrt haben. Sie haben das Band der Solidarität zwischen den Schicksalen der Nationen geknüpft. Ich zweifle nicht, Sie wissen, wie ich von der öffentlichen Meinung in jedem Lande, das ich seit ich frei bin, berührt habe, empfangen worden bin, und welche Gefühle meine Befreiung in jenen Ländern hervorgebracht hat, welche mein Loos mich nicht berühren ließ. Sie wissen, wie ich, ein schlick ter, armer, pennyloser Verbannter ein Mittelpunkt der Hoffnung und des Vertrauens den verschiedensten Nationen geworden bin, welche nicht durch das Band gemeinsamer Leiden vereinigt sind. Was ist die Quelle dieser in der Geschichte des Menschengeschlechtes unvergleichbaren Erscheinung? Die Quell= davon ist, daß Ihre edeimüthige Handlung meiner Befreiung von der Welt für die Enthüllung der Thatsache genommen worden ist, daß die Vereinigten Staaten den Despoten der Welt nicht zu erlauben entschlossen sind, auf die unterdrückte Mensaheit niederzutreten. Deßhalb war es, daß meiner Befreiung, von Schweden bis nach Portugall, als einem Strahle von Hoffnung zugejauchzt wurde. Deßhalb haben eben jene Nationen, welche gerade jetzt meine Anwesenheit in Eurpa am Meisten wünschen, mir einmüthig gesagt:„Eilen Sie, eilen Sie zu dem großen, freien, reichen und mächtigen Volke der Vereinigten Staaten, und bringen Sie seine brüderliche Hütfe der Sache Ihres Landes mit herüber, welche so innig mit der Europätschen Freiheit verbunden ist;" und hier stebe ich, die Sache der Solidarität der Menschenrechte vor der großen Republik der Vereinigten Staaten zu plaidiren. Demüthig, wie ich bin, hat mich Gott, der Allmächtige erwählt, die Sache der Meuschheit vor Ihnen zu vertreten. Meine Vollmacht zu diesem Amte ist mit der Sympathie und dem Vertrauen aller Derer geschrieben, die unterdrückt sind, und aller Derer, welcher, wie Ihr älterer Bruder, das Volk von Großbritonien, mit dem Unterdrückten sympathisiren; — meine Vollmacht zu diesem Amte ist mit den Hoffnungen und Erwartungen geschrieben, welche Sie die Welt zu unterhalten berechtigt haben, indem Sie mich aus mieinem Ersängnisse efmir, Käuflichkeit, Verrath, Lüge— greifen um sich, weil die ehrlichen Männer im Kerker oder unter dem Beile sterben. Solchen Perioden der moralischen Versunkenbeit begegnen wir in der Geschichte der meisten Völker—, oft sind sie sichere Vorboten des Verfalls der Nationen, oft auch Ursachen der Revolutionen—, die hier die Rolle der Bluttaufen zu einem neuen kräftigeren Leben spielen. Der meralische Unwille des Kerns der Nation bricht sich Bahn, die korrumpirte Masse schwankt—, gewissenlos, wie sie ist, entscheidet sie sich für den augenblicklichen Sieger— gegen ihren früberen Wohlthäter, die Habgier, die in ihr genährt ist, verspricht sich mehr von einem Umsturze— als von der Konservirung der Zustände; wer am meisten verspricht, für den schlägt sie sich. Gewöbnlich tritt dieser Fall ein, wenn in einem tprannifirten, zu Grunde gerichteten Staate das Heer zu Prätorianern berabgewürdigt in.— Das Heer— die vermeintlich kräftigste Stütze der Herrscher— wird die Ursache idres Sturzes.— Die römische Geschichte beweist dies. Wie viele Kaiser sind durch die Prätorianer abgesetzt, eingesetzt, gemordet—, an die Stelle des alten Kaisers trat ein neuer, um einem dritten Platz zu machen, der mehr versprach. Der Kaiser Napoleon wußte dies, er sah sein Schicksal voraus, als er mit Hülfe der Soldaten sich zum Machthaber in Frankreich aufwarf—, wenn er nicht den Männern, denen er seine spätere Kaiserkrone verdankte, eine Rabrung zu reichen gewußt hätte, die sie vergessen ließ, daß sie zum Danke von ihm Begünstigungen über Begünstigungen fordern könnten,— so lange dis er nichts mehr zu geben hatte. Denn eie Oeere nd aubeibin in boen oenn-He wisser, Koß Fe 2he Recht dazu haben. Napoleen gab ihnen Krieg, gab ihnen Siege, er ließ sie im Auslande Fürsten absetzen, damit sie nicht in Frankreich selbst auf die Idee kamen, einen andern Fürsten zu schaffen. Denn es ist ein verlockendes Bewußtsein für eine Armee, von sich sagen zu können, in ihrer Hand rube Macht und Fall; und eine Armee, die sich dieses zum Bewußtsein gebracht hat, — wird stets vereit sein, bei der ersten besten Gelegenbeit, bei der geringsten Ursache zum Mißbehagen diese ihre Macht dethätigen. Wir sehen jetzt in Frankreich äbnliche Erscheinungen, wie zu Ende des vorigen Jahrbunderts und im Anfange des jetzigen. Mit Hülfe der— es stebt fest— bestochenen Truppen und ihrer Führer wirft sich ein Mann zum Machthaber auf, der nichts für sich hat, als daß er die Soldaten durch Schmeicheleien und Gelo für sich gewonnen. Er ist nicht der Sproß einer Dynastie, die in dem frommen Glauben einer großen und der Thätigkeit wiedergegeben haben. Aber es hat dem Allmächtigen gefallen, mein bescheidenes Wesen noch zur Gelegenheit zu etwas Anderem zu machen, das ich als einen glücklichen Wendepunkt in den Schicksalen der Welt beweisen mag: Ich bringe Ihnen einen Brudergruß von dem Volke Großbritannien. Ich spreche nicht in einem ofsiziellen, von der Diplomatie, deren Geheimniß der Fluch der Welt ist, verliehenen Charakter; aber ich bin der Vorläufer des öffentlichen Geistes jenes Volkes, welches das Recht hat, seiner Regierung eine Richtung zu geben, und von welchen ich öffentlich und in der verschiedensten Weise Zeugniß ablegte, daß es, das Volk von England, mit Ihnen in erleuchteter brüderlicher Liebe vereinig, wie es durch Blutsbande vereinigt ist— Ihrer Kraft bewußt, wie es seiner eigenen bewußt ist, auf immer jedem Gefühle von Gereitztheit und Eifersucht entsagt hat, und die brüderliche Allianz der vereinigten Staaten wünscht, um jeder Nation das souveräne Recht zu sichern, über sich selbst zu bestimmen, und um das sonveräne Recht der Nationen gegen die eingreifende Aumaßung der Deepoten zu schützen, und um mit Ihnen, gegen das Bündniß der Despoten verbunden, als Taufpathe bei der herannahenden Taufe der europäischen Freiheit zu stehen. Nun, meine Herren, dabe ich meine Stellung bezeichnet. Ich bin ein Mann gradeaus. Ich din ein Republikaner. Ich habe es offen in dem monarchischen, freien England gestanden, und freue mich mit diesem Geständniß dort nichte verloren zu haben. Ich hoffe durch diese Freimüthigkeit, welche, eine der obersten Eigenschaften jedes Republikaners sein muß, hier im republikanischen Amerika, Richts zu verlieren. So ditte ich denn um Erlaubniß, frei und offen, folgende Punkte binstellen zu dürfen: Zuerst, daß ich es als Ehrenpflicht und Prinzip betrachte, mich in durchaus keine Parteifrage Ihrer eigrnen, inneern Angelegenheiten eiszumtschen. Ich nehme für mein Land das Recht der Sclostbestimmung in Anspruch; so bin ich und muß entschlossen sein, dasselbe Prinzip dier und überall zu achten. Mögen Andere in der Rolle fahrender Ritter für Theoricen schwärmen. Cs ist meine Sache nicht. Ich bin der Mann des großen Prinzips von der Souveränetät jedes Volkrs, über seine agenen, inneren Angelezendeiten zu bestiumen; und ich läugne jedem Fremden, wie jeder ftrmden Masse sich als Unterthan füblender Bürger eine Stütze hat; er ist kein eminenter Geist, kein Kriegsbeld, kein evergischer, scharfsinniger Mann. Ganz Frankreich wird in Belagerungszustand erklärt, die Militärgerichte— d. h. die Armee— sind souverän—: da soll das Volk wädlen zwischen ihm und der Freiheit!— Lächerlich! Im Angesichte der Baponnette soll es seine Meinung sagen!— Was nützt es ihm, daß es nein sagt, wo die Baponnette„ja“ wollen? Es ruft:— Es lebe Napoleon!— Die Farce ist fertig,— Jeder fühlt ee. Was noch weiter mit diesem Zustande verknüpft ist,— ist eben so traurig.— Eine Schaar von Stellenjägern wird sich des ganzen Beamten=Organismus bemächtigen. Man muß ihnen geben, was sie verlangen, denn sie haben mit an dem Rechtebruche zeholfen. Sie wollen nicht unbezahlt bleiben,— und die der Bank entnommenen 25 Millionen sind längst verbraucht.— " Unglückliches Frankreich! Deutschland. Berlin, 7. Januar. In Betreff der Haltung des preußischen Ministeriume gegenüber den Wiener Zollionferenzen, brachte gestern die Spenersche Zeitung folgenden bezeichnenden Artikel:„Am Freitag den 2. Januar ist von Seiten der preußischen Regierung eine Circulardepesche an alle Regierungen des Zollvereins abgesendet worden, des Inhalts, daß Preußen es als eine Austrittserklärung aus dem Zollverein betrachten müsse, wenn eine der in diesem stehenden Regierungen in Wien einem Beschlusse der dortigen Zollkonferenz beitreten würde.“ So natürlich nun auch ein entschiedenes Auftreten des preußischen Ministeriums gegen die Machinationen Oestreiche und der mit demselben Hand in Hand gebenden südbeutschen Staaten gefunden werden muß, so war es doch sehr zweifelhaft, ob dasselbe so weit geben würde, wie hier angedeutet worden. Und in der That widerruft die Sp. Zeit. in ihrer beutigen Nummer auch schon bereits die eben angeführte Nachricht folgendermaßen:„Die in unserer gestrigen Zeitung enrhaltene Notiz, nach welcher die hiesige Regierung unterm 2. Januar eine Cirkular=Depesche an alle Regierungen des Zollvereins abgesenbet habe 2c., ist, wie uns mit Bestimmtbeit versichert wird, in aller und jeder Beziehung unbegründet.“ — Daß indessen von Seiten Preußens etwas gegen die Bestrebungen Oestreichs gescheden ist, kann als sicher angenommen werden und möchte nachfolgende Notiz der Nordd. Zeit. Wahrheit wobl am nächsten kommen. Dieselbe schreibt: „Unsere Regierung hat zu allen Mitgliedern des Zollvereins ihre Ansicht über die Bedeutung der Beschickung des Wiener Zolliongresses in einer Denkschrift ausgesprochen und darin hervorgehoben, daß bei der desinitiven Beschlußfassung über die Orpmrung kes Zeilveeins und beßer Erpchhrung durch die Aufnahme des Steuervereins die etwa in Wien übernommenen Verpflichtungen keine Berücksichtigung finden werden, sobald sie den bisherigen Prinzipien des Zollvereins wiversprächen.“ Endlich meldet noch die„Voss. Zig.“, die preußische Regierung habe, wie verlautet, nochmals die bestimmte Erklärung gegeben, die wiener Konferenz nicht eher beschicken zu können, bevor nicht der Zollverein äufs Neue konstituirt und in seinem Bestande als gesichert anzusehen sei; wolle Oestreich dann einen Vertrag mit dem Zollverein, so möge es bis dahin die wiener Konferenz vertagen. Man erwartet, die Regierung werde über die ganze Sachlage bei der Gerathung des Sepiemder=Vertrages in der ersten Kammer nähere Aufschlüsse geben. — Der Ober=Präsivent der Provinz Pommern, GebeimRath v. Bonin, hat nunmehr definitiv seine Entlassung aus dem Staatsvienst nachgesucht. Das„C. B.“ glaubt, daß Hr. v. Seuff=Pilsach diesen Posten erhalten werde. — Die Ernennung des General v. Bonin zum KriegsMinister wird dem„C. B.“ von gut unterrichteten Personen bereits als sicher bezeichnet. Von anderer Seite dagegen hört man den Generai=Lieutenant v. Stülpnagel, Divisionair in Danzig nennen. Nach der N. Pr. Zig. ist der General von Bonin in dieser Anglegenheit nach Berlin berusen. — Das Schreiben Louis Rapoleons, in welchem er den Kaiser von Oestreich um Ausontwortung der Asche des Herzogs von Reichstadt ersucht, ist bereite am 27. Dez. in Wien übergeben worden. — Bei der Veräußerung der zur deutschen Flotte gebörenden Schiffe will man bedacht sein, daß diese nicht an einen nichtdeutschen Staat übergehen. — 8. Jan. Auf dem Etat des Kriegsministeriums für 1852 fineet sich die Herstellung und Einrichtung der Burg Hobenzollern zu einem militärischen Posten. Dieselbe ist durch einen Bericht der zur Verwaltung der Fürstentbümer Hodenzollern eingesetzten Uöniglichen Immediat=Kommission motivirt. Die Kesten sind auf 160,000 Thir. veranschlagt, von welcher Summe die Kammern pro 1852 100,000 Thir. zu bewilligen haben. Das militärische Retablissement der Burg soll sich, wie schon aus dem geringen Kosten=Anschlage dervorgebt, auf die Herstellung der äußeren Enceinte, die Anlage eines fahrbaren Weges aus der Edene bis auf den obern Schloßdof und die Beschaffung einer Wohnungs=Lokalität für die Besatzung, die sich in Friedenszeiten nur auf 150 Mann belaufen wird, erstrecken. — 9. Jan. Die Krenzzeitung bricht endlich ihr Schweigen über die Ministerkrisis. Sie dementirt die darüber umlausenden Gerüchte mit folgenden Worten:„Wir haben die grundlichsten Erkandigungen über die Veranlassung eingezogen, Macht, feierlichst das Recht, sich der souveränen Fakultät zu widerseten. i vm i#a#####hug(ensetzung folgt.) welche den von verschiedenen Seiten ius Publikum gebrachten Gerüchten von dem nahen Sturze des Ministeriums und namentlich des Minister=Präsideuten ihre Entstehung gegeben daben könnte, und sind nunmehr in der Lage, versichern zu könneu, daß eine solche Veranlassung in keiner Weise vorhanden ist, und diese Gerüchte lediglich auf absichtlicher Ersindung beruhen müssen. Nie war ein Wechsel des Ministeriums unwahrscheinlicher als jetzt!“— Das etwas späte Datum dieses Demeatis beweist übrigens ziemlich deutlich, daß die Krisis wenigstens existirt hat. Breslau, 3. Jan. Vor einigen Tagen hat hier auf Requisition der östreichischen Regierung und auf unmittelbaren Befebl von Berlin eine Haussuchung bei mehren polnischen Studenten, wie es heißt, in Folge von Correspondenzen nach Galizien, stattgefunden, bei welcher auch, in Folge eigenhändigen Besehls des Justizministers, ein Gerichtsbeamter anwesend war. Das Ergebniß ist nicht bekannt geworden. (N. O.=Z.) Hannover, 5. Januar. Nach einer Notiz der„H. 9.“ hat in voriger Woche eine Konsultation mehrerer Aerzte über das Augenleiden des Königs stattgefunden. Die Mehrzabl verselben soll die Blindheit für unheilbar erklärt, der in der letzteren Zeit mehrerwähnte Dr. de Leuw indessen seinen Glauben an die Möglichkeit einer Heilung geäußert haben. — Die ständische Kommission zur Prüfung des Zollvertrags vom 7. Sept. hat ihre Arbeiten heute wieder begonnen. Die Nachrichten über die Stimmung der Ständemitglieder bezüglich dieser Frage lauten fortwährend(auch noch in den neuesten Hamburger Blättern) verschieden; das Richtige scheint uns zu sein, daß die Zahl der Gegner des Vertrags zugenommen hat und noch zunimmt, indessen bis jetzt sich in der Minderbeit zu besinden scheint.(Z. f. N.) Schleswig=Holstein. Ein Schreiben aus Kopenhagen im„Kieler Korrespondenzblatt“ giebt Folgendes als die Grundzüge der definitiven Regelung der Verhältnisse der Gesammtmonarchie an: Es wird keine gemeinschaftliche Regierung für die Herzogthümer eingesetzt werden; jedes Herzogthum wird einen eigenen Minister hauptsächlich für das erhalten, was man als„Inneres“ zu bezeichnen rflegt; das Ober=Appellatione= gericht wird aufbören, für Schleswig die höchste Instanz zu bilden. Dagegen gedenkt der König die Gemeinschaftlichkeit des Kanale, der Irren=, Taubstummen= und Strafanstalten, die Benutung und Unterstützung der Kieler Universität und dgl. m. keineswegs aufzuheben; alles Uebrige aber bleibt entweder blos holsteinisch oder bies schleswigsch, wie z. B. die Prüfung der Rechtskandidaten, oder blos gesammtstaatlich, z. B. die Ministerien des Krieges, der Finanzen, des Handels, Zolls und der Posten, des Auswärtigen 2c. Jedes Herzogthum erhält beratbende Stände. Das Indigenat vom Jahre 1776 wird aufrecht erbalten. Die Festung Rendsburg bleibt Festung des dänischen Staates. Altona, 4. Jan. Man sieht hier noch im Laufe des Januar=Monats dem Abzuge der Oestreicher entgegen. Diesmal sind es nicht blos umlaufende vage Gerüchte, sondern Acußerungen hochgestellter östreichischer Stabsoffiziere, welche den Abmarsch als nabe bevorstebend verkünden. Indeß wird es sich auf keinen Fall um ein Vorrücken des Bundespazisikationskorps in nördlicher Richtung und aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht um einen Rückmarsch der Oestreicher in ihre Heimath handeln; vielmehr ist als gewiß anzunehmen, daß sowohl die Oestreicher als die Preußen zwar Holstein gleichzeitig räumen, und die Preußen, vielleicht nach kurzer Rast in Hamburg und der Umgegend, nach Preußen zurückkehren, das östreichische Armeekorps aber, wenn auch nicht in seiner ganzen bisherigen Stärke von 18,000 Mann, in Norddeutschland stehen bleibt und Hamburg und sein Gebiet, vielleicht auch Lübeck und einen Theil Mecklenburg=Schwerins„auf unbestimmte Zeit" besetzt hält. Zum Hauptquartier wäre dann natürlich Hamburg ausersehen und unsere„freie“ Nachbarstadt könnte sich schon gratuliren, wenn nicht ihre jetzige östreichische„Garnison“ wenigstens um die Hälfte vermehrt werden würde. (Wes.=Zig.) e= Dresden, 8. Jan. Auch in Dresden ist nunmebr durch einen zusammengetretenen Verein eine Speise=Anstalt für die Armen errichtet worden. Das ist an sich recht schön; allein man würde sich sehr täuschen, wenn man den Beweggrund dazu blos in der Zärtlichkeit für die Armutb suchen wollte. Die Furcht vor dem Pauperismus, die Absicht, den vierten Stand in gebührender Abhängigkeit zu erbalten und Assoziationen zu verhüten, haben mindestens eben so viel Theil an diesem Unternehmen, das doch immer an die reichen Klöster erinnert, welche die ausgesogine Umgegend des Mittags süttern. — Der Appellationsrath Höpfner, der vor etwa einem Jahre in Folge mehrfacher, ihren Urbebern nicht eben zur Ebre gereichender Denunziationen nachträglich mit in die Mai=Untersuchung gezogen wurde, ist jetzt in erster Instanz„in Mangel mehren Verdachts“ freigesprochen worden: eine bedingte Art der Freisprechung, die es möglich macht, den freisinnigen Beamten, der längst der Reaktion ein Dorn im Auge war, auf dem Dieziplinarwege aus dem Staatsdienste zu entlassen. Zwar wird Dr. Höpfner wohl gegen das erste Urtheil rekurriren; nach der Art aber, wie das Ober=Appellationegericht sich im Mai=Prozesse einen Namen gemacht hat, ist anzunehmen, daß, wenn irgend möglich, das erste Urtbeil bestätigt werden wird. Vor anderthald Jadren wurde Dr. Höpfner vom Justizminister dem Ober=Axpellationogerichte als Hülfsarbeiter zugetheilt, wie das regelmäßig mit einigen Appellatione=Räiben geschieht. Nachdem der ultrakonservative Präsident von Langenn sich vergebens bemüht hatte, vom Justizminister eine Aenderung zu erwirken, verzichtete lieber das Oder=Appellationegericht auf die ubihige Hülfe, um nur nicht den„Demokraten“, wenn auch ale Hülfsarbeiter im Civilsenat, in seiner Mitte zu sehen. Dieses Ober= Azpellationsgrricht nun soll über denselben Mann, gegen den es je agitirt hat, ein unbefangenee Urtbeil sprechen! Leipzig. 4. Jan. Die heute dier angelommene Nummer der in Oreoren ascheinenden Sächsischen Constiutionellen Zeitung bringt an ihrer Spize, statt des ausgefallenen Leitartikels, eine Mittheilung des Redakteure, aus welcher bervorgeht, daß das sächsische Ministerium des Innern demselben aufgegeben hat, künftug, bei Vermeizung der Postpebis=Entziee hung, die jetzige östreich=feindliche Haltung des Blattes abzuändern, weil die östreichische Regierung darüber Beschwerde geführt babe. Mit Recht wundert sich der Redakteur über diese Zumuthung, weil er noch niemals wegen Verletzung der Dreßgesetze in Strafe genommen worden, seine Zeitung auch nicht einmal in Oestreich verboten worden sei, wesbalb es auffällig sei, daß die östreichische Regierung den Vertrieb derselben in Sachsen bedrohe. Wenn die preußische Regierung äbnliche Begehren an unser Ministerium hätte stellen wollen— es gäbe keine offiziclle Presse mehr in Sachsen.— In Grimma wurde neulich ein barmloses Wochenblatt mit Beschlag belegt, weil ee den französischen Staatestreich nicht anständig und wohlmeineno genug, wie die gute Presse, besprochen hatte.— Von den zahlreichen Verdächtigen, welche wegen der Notbjung'schen Cemmunisteg; Verschwörung in Haft genommen purden, wor seit langer Zeit nur noch ein Einziger im Gesängniß zurückbehalten worden: der Schriftsetzer Gangleß, ehemaliger Redakdeur mehrerer Arbeiter=Zeitungen. Derseilbe wurde vor Kurzem wegen Preßvergeben zu achtmonatlicher Gesängnißstrafe verurtheilt und bereits nach Huberisburg in's Landesgefängniß abgeführt. Daß er in Sachen Rothjung's Strafe bekommen, haben wir nicht in Erfahrung bringen können; der große Prozes scheint vielmehr sich zu allseitigem Wohlgefallen ausgeköst zu haben.(D. R.=3.) V. C. Frankfurt, 8. Jan. Es ist schon früher witgetheilt, daß die Bunosepersammlung die Annahme der Dresdener Handeleübereinkunft abgelehnt bat. Ueber die Abstim= mung der einzelnen Regierungen geden uns gegenwärtig solgende nähere Notizen zu, welche am besten bezeugen, wie die Ausführung des Artikels XIX der Bundesatte für die nächste Zeit in keiner Weise zu erwarten ist. Es hat näwlich für Abgabe seiner Erklärung Aufschub verlangt: Holland für Luxemburg und Limburg; ohne Instruktion defanden sich: Würtemberg, Oldenburg, Anhalt=Oessau, Lichtenstein, Reuß jüngere Linie, Lippe und Bremen. Für jetzt abgelehnt haben: Preupen, Sachsen=Weimar, Fachsen=Cobarg=Gotba, Sachsen=Alnburg, Dänemark für Holstein und Lauenburg, Anhalt=Bernburg, Schwarkburs=Sonoerehausen, Reus dltere Linie.— Ganz abgelehnt haben: Sachsen=Meiningen und Mecklenburg, mit dem Bemerken, daß die Handelsübereinkunft überstlüssig sei.— Zugestanden haben unter Bedingungen: Baiern, wenn der Artikel geändert wird; Königreich Sachsen, wenn der neue östreichische Zolltarif ins Leben tritt und alle Staaten beitreten; Hannover gleichfalls, wenn alle Staaten beil rten und die Stände zusimmen; Lübeck, wenn seine Nachbarn beitreten; Hamburg, wenn die anderen Staaten beitreten; Frankfurt, desgleichen und wenn der Zollverein nicht behindert wird; Homburg, wenn die Mehrheit des Zollvereins beitritt; Braunschweig, wenn der Art. 6 geändert wird; Hessen=Darmstadt, wenn mehrere Bestimmungen abgeändert werden. Obne weitere Bedingungen haben sich für die Annahme nur 7 Regierungen erklärt, nämlich: Oestreich, Baren, Kurheffen, Nassau, Schwazzburg-Rudolstadt, Waldeck und Schaumburg=Lippe. Wien, 6. Jan. Die offizielle„Oestr. Korrespendenz“ bringt folgende Mittheilung über den Eröffnungsakt der Wiener Zollkonserenz: „Gestern am 4. d. Mts. Mittags 12 Uhr wurden die österreichisch=deutschen Zouronferenzen durch den Herrn Ministerpräsidenten Fürsten von Schwarzenberg eröffnet. In der Eröffnungsrede bezeichnet der Fürst= Präsident die Absichten Oesterreichs in Betreff des Zolleinigungswerkes mit größter Klarheit und Offenhett. Entfernt sei es die diesseitige Rbscht nicht, die bieherigen handelspolitischen Verdindungen, alse insbesonbere den deutschen Zollverein in seinem Fortdestande zu gefährden. Der Zellverein selbst, wie der Vertrag vom 7. Sept. v. J. zwischen Preußen und Hannover geben deledrende Vorbilder, wie die scheinbar größten Hindernisse, die im Wege stehen, zu beseitigen seien; denn die Schwierigkeiten der handelspolitischen Einigung Oestreichs mit Deutschland sind sicherlich nicht größer als die, welche dort zu bekämpfen waren. Sei nun die zu erstrebende Verbindung wünschenswerid zur allgemeinen Wohlfahrt, so stelle sich der gegenwärtige Zeitpunkt als besonders günstig dafür dar. Allentbalden sei das Bedürfniß dieser Einigung anerkannt; Orstreich sei es jetzt möglich geworden das Zollsystem anzunehmen, zu welchem der größte Theil Deutschlands sich bekenne; der Vertrag vom 7. September habe dargethau, daß keine unausfülldare Klustzwischen den nordwestlichen Küstenstaaten und dem übrigen Deutschland bestehe, und der bevorstehende Ablauf des Zollverting Vertrages, ohne für dessen Fortbestand gegründete Besorzni einzuflößen, diete Gelegenheit zu den nöthig werdenden## rungen in demselben dar. Dabei solle jeder gewaltsame bergang, jede Ueberstürzung vermieden werden, und es sei Einigung in vorberbestimmter Periode mit Umsicht und Seit verleugnung anzubadnen. Oesterreich könnte sich zwar genügen, aber dem großartigen Gedanken eines mitteleurt schen Handels=Bünenisses so wie der Festigung der Fre schaftsbende mit den Fürsten und den Bölkern des deut Bundes sei es bereit, entsprechende Opfer zu bringen. „Die österreichischen Propositionen berühren zunächst Dresdner und Frankfurter Vorschläge, sodann Vorschläge einen Handelsvertrag zwischen den deutschen Zellgruppen Oestreich, der den Uebergang zur Einigung bilden soll, endich Uebereiniünste zu zleichstrnieern Zeületnnichtunger. „Dosh so sondern nur zu die vertretenen und der in den geführt werden „Der köni wortete mit den gen und mit de ßen, welthistoris — Mit w sin anziellen Noi lisirten Welt ge gen die Kühnbei Artikel, in weld rische Auffassung die Berliner Cir der und der Kai Mitteleuropa get gende Bereutung war es, welches reichs Uebergewie sich ihm aufrichti Reich sich selbst che von den Gefdrohe, sprechen die Hegemoni ken und aufs ten, als dies wird von Oestreie kriegerisches Consi land schütze und nen Vorsitze in# des Großen in übersehen, daß fu cidentalischen nicht an der suchen sind. 2 noch eine neue Ka wir glauben, daß glaublichen Eventu wuchtigen Präponi 1806, sondern m Weiche, wir müss liegt in so einem Pressen hat Richt, den hunderisten T wünschen und es## Belgien.— Neuigkeu aus Frank. ehellt. Heute Morge genen von Ham, ter anderen Namen# war von einem Poliz Der Indep. wir mitgethe ilt, daß das willt sei, dem Parlam vorzulegen, durch welch al haltenden Flüchtlin, der gesammten englisch gewichtige Zweisel gege Schrittes auf. Frankreich. veröffentlicht heute Me Lyoner Eisenbahn eine fremden Banquiers zu Unter der Gesellso Hottinquer, Siellter, H Dauer der Lompagute in einem Zeitraum von Millionen Frcs. für die len, und verpflichtet sich vollständig herzustellen. ertrag von 4 pCt. wäh steis durch einen Ertrat Außerdem veröffen nennungen zu Maires 1 Ueber das vom 5. ten der Departements in jetzt manche komische An sehr enthufiastisch, aber so daß Louis Napolcon Bewunderung zu entziehe *8 Paris, 7. Ja verfolgt unverdrossen, de den der Restauration. besiehlt die Entfernung Gleichheit, Prüderlichkei“ giebt den Plätzen und E 1848 hatten. Unter den doch einige Bewegung he# allmählig die Binde von daß durch die Wahl des 4 geben worden ist. Außerdem wird nich ganzen französischen Natiol is auch bestimmt, daß di zsonolionen geswungen wr lösen. Co gebt auch hier Weg alles Irdischen.— eistenmal in Paris ein Joi geseben, nehmlich die Opi Censurlücke erschien. ir denselben Mann, # Urtdeil sprechen! ngekommene Numn Constirutionellen susgefallenen Leitaus welcher berInnern demselben Postoebis=Entziee es Blattes abzuüber Beschwerde Redakteur über Verletzung der ne Zeitung auch weshalb es aufertrieb derselben zierung äbnliche olen— es gäbe Grimma wurde belegt, weil es id wohlmeinend —. Von den ebjung'schen wurden, war ängniß zurücknaliger Redak= vor Kurzem ßstrafe verurgefängniß abe bekommen, r große Prelen aufgelöst d. R.=3.) früher witder Dresdie Abstimwärtig solu, wie die die nächste zämlich für id für Luich: Würuß jüngere Preupen, Altenburg, Bernburg, Ganz abmit dem — er Artikel dannover zustim. 1. wenn no wenn Mehr= Art. 6 mungen sich für estreich, Paldeck nden:“ Wieen die Rinider ichten ößter bsicht ins U 7. ende Zege anseren ur ntt e er „Doch sollen jetzt nech keine entgültigen Beschlüsse gesaßt, sondern nur zu einem Vertragsentwurfe gelangt werden, dem die vertretenen Staaten oder die Mehrheit verselben beitreten und der in den Konferenzen zu Berlin der Verwirklichung zugeführt werden soll. „Der königl. daierische Gesandte Graf v. Lerchenfeld antwortete mit dem Ausbrucke des Dankes der hohen Regierungen und mit dem Wunsche der baldigen Erreichung der großen, welthistorischen Thaisache.“ — Mit welchen Plänen man sich in Oestreich trotz aller sinanziellen Noth, trotz Haß und Verachtung der ganzeu civilisirten Welt gegen die Politik von Arad und Breozia zu tragen die Kühnheit hat, das beweisen einige Sätze aus einem Artikel, in welchem der(einst liberale!) Wanderer die kriegerische Auffassung bespricht, die, wie man sich erinnern wird, die Berliner Civil= und Militär=Kreuzzeitung dem 2. Dezember und der Kaiser=Politik gaben. Der Wanderer sagt:„Für Mitteleuropa gewinnt bei dieser Sachlage Orstreich eine steigende Bereutung. Oestreich, das alte deutsche Kaiserthum, war es, welches seit Franz I. den großen Kampf gegen Frantreichs Uebergewicht bestand— mit Erfolg, wenn Deutschland sich ihm aufrichtig anschloß, minder glücklich, seitdem das alte Reich sich selbst aufgab. Alle jene norddeutschen Blätter, welche von den Gefabren sprechen, womit Frankreich Europa bedrohe, sprechen damit zugleich der Nothwendigkeit das Wort, die Hegemonie Oestreichs in Deutschland zu stärken und auf solideren Grundlagen neu aufzurichten, als dies 1814 und 1815 der Fall war. Man wird von Oestreich nicht verlangen können, daß es gegen ein kriegerisches Consulat und Kaiserthum in Frankreich Deutschland schütze und sich dabei mit dem nach Möglichkeit bestrittenen Vorsitze in Frankfurt begnüge. Wer den Schatten Karls des Großen in den Tuilerien heraufsteigen sieht, sollte nicht übersehen, daß für diesen Fall die echten Erben des orcidentalischen Kaiserthums nicht an der Seine, nicht an der Spree, sondern an der Donau zu suchen sind. Wir glauben weder einen neuen Rheinbund, noch eine neue Kaiserkrönung in Paris erleben zu sollen, aber wir glauben, daß die Antwort Oestreichs im Fall dieser unglaublichen Evencualität bei dem Eintritt einer solchen schwerwuchtigen Präponderanz Frankreichs in Europa kein zweites 1806, sondern wohl eber dessen Widerspiel sein müßte.“— Weiche, wir müssen sagen! welch respektable Unverschämtbeit liegt in so einem Wiener Artike!! Und wahrlick, die„Hann. Presse“ hat Richt, wenn sie ausruft:„Man möchte Preußen den hunderisten Theil nur dieser tollen Unternedmungssucht wünschen und es stände etwas besser in der Wel:!“ Ausland. Belgien.—* Brüssel, 9. Januar. Die interessanteste Neuigkeu aus Frankreich wird der Indep. von der Gränze mitgetheilt. Heute Morgen um 3½ Uhr haben nämlich die drei Gefangenen von Ham, die H. H. Changarnier, Baze und Charras, unter anderen Namen Valenciennes verlassen; ein jeder der drei Herren war von einem Polizcioffizier begleitet. Der Indep. wird von einem ihrer Pariser Korrespondenten mitgethe ilt, daß das englische Kabinet, nach Londoner Briesen, gewillt sei, dem Parlamente in der nächsten Session eine„Alien bill“ vorzulegen, durch welche es ermächtigt würde, die in England sich au haltenden Flüchtlinge des Landes zu verweiser. Die Haltung der gesammten englischen Presse in dieser Angelegenheit drängt aus gewichtige Zweisel gegen die Möglichkeit eines solchen unpopulären Schrittes auf. Frankreic.—-5 Paris, 6. Jauuar. Der Moniteur veröffentlicht heute Morgen das Dekrek, durch welches die ParisLyoner Eisenbahn einer Gesellschaft von 20 sowohl inländischen wie fremden Banquiers zugeschlagen wird. Unter der Gesellschaft befinden sich M. M. Baring, Dassier, Hottinquer, Siellier, Hallet, Rothschild, Bartholoney ei Comp. Die Dauer der Kompagnie ist auf 99 Jahre festgesetzt. Dieselbe muß in einem Zeitraum von 4 Jahren dem Staate die Summe von 114 Millionen Frcs. für die bereits ausgeführten Arbeiten zurückbezahlen, und verpflichtet sich gleichzeitig in demselben Zeitraum die Bahn vollständig herzustellen. Der Staat garantirt dagegen einen Zinsertrag von 4 pCt. während 40 Jahren, seine Depeschen müssen stets durch einen Ertratrain besorgt werden. Außerdem veröffentlicht das offizielle Journal verschiedene Ernennungen zu Maires und zu Rittern der Ehrenlegion.— Ueber das vom 5. Dez. vom Louis Napoleon den Abgeordneten der Departements in den Tuillcrien gegebene Bankett hört man jetzt manche komische Anekdote. Die Herren Gäste sollen allerdings sehr enthufiastisch, aber zugleich auch sehr familiär geworden sein, so daß Louis Napolcon Mühe gehabt hat, sich ihrer zudringlichen Bewunderung zu entziehen. *8 Paris, 7. Januar. Die neue französische Regierung verfolgt unverdrossen, den Weg den sie sich einmal vorgezeichnet, den der Restauration. Ein Cirkulair des Ministers des Innern besiehlt die Entfernung der republikanischen Devise:„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" von allen öffentlichen Gebäuden, und ziebt den Plätzen und Straßen die Namen zurück, welche sie vor 1848 batten. Unter den Arbeiterklassen hat diese Verordnung dann doch einige Bewegung hervorgebracht, diesen armen Leuten fällt allmählig die Binde von den Augen und sie fangen an einzusehen, daß durch die Wahl des 21. Dez. der Republik der Todesstoß gegeden worden 11. Außerdem wird nicht allein die demnächstige Auflösung der ganzen ftanzösischen Nationalgarde in Aussicht gestellt, sondern es is auch bestimmt, daß die noch bestehenden brüderlichen Arbeiterassociationen gezwungen werden sollen zu liquidiren und sich aufzulösen. Eo gebt auch hier eine Errungenschaft nach der andern deu Weg alles Irdischen.— Seit dem 2. Dez. hat man gestern zum eistenmal in Paris ein Journal mit sichtbaren Zeichen der Cenfur geseben, nehmlich die Opinion publique, welche mit einer großen Censurlücke erschien. “c Paris. 8. Januar. Nichts Neues in der Lage Frankreichs. Nachdem an den össentlichen Gebäuden die republikanische Divise unterdrückt worden, hat sich der Polizeipräfekt nun gegen die noch übriggebliebenen Freiheitsbäume gewandt. Diese sogar von Herrn Carlier verschonten Erinncrurg zzeichen an die Revolution sind gestern auf Befehl des Polizeiprajekten ausgerissen worden.— Es bestätigt sich, daß die Arbeiter=Assoziationen aufgelöst werden und binnen 14 Tagen liquidirt haben sollen.— Die Veröffentlichung der Verfassung wird von Tage zu Tage ungewisser, ja man spricht sogar von einem Aufschub von mehreren Monaten, da es dem Diltator noch immer nicht möglich gewesen ist für seine SenatorenListe die Träger nur einigermaßen angesehener Namen zu gewinnen.— Das Journal Opinion publique, welches gestern mit der Censurlücke erschien, ist in Folge dessen suspendirt worden. Großbritannien.— A| London, 5. Jan. Manigfaltige Gerüchte, sagt die Sunday Times, werden über die Demission der Minister in Umlauf gesetzt. Für den Augenblick reichen unsere eingezogenen Nachrichten noch nicht so weit, daß wir die Wahrheit von bloß grundlosem Geschwätze zu scheiden vermochten; überzeugt sind wir aber, daß alle Versuche Lord John Russell's, ein vor dem Parlamente haltbares Ministerium zusammenzusetzen, ohne Erfelg bleiben werden; ja, daß selbst noch vor dem Anfange der Session Lord Palmerston als Cabinets=Chef zur allgemeinen Freude Englands die Leitung der Staatsgeschäfte übernehmen dürfte. Auch ist es wahrscheinlich, daß bei den nächsten Wahlen die Stadtviertel Marylebone, Westminster und die City in Londen um die Ehre streiten werden, Lord Palmerston als ihren Vertreter ins Parlament absenden zu können. Die große öffentliche Kundgebung anbelangend, welche Marylebone dem edlen Lord vorbereitete, handelt es sich jetzt darum, dieselbe bis nach der Eröffnung des Parlamentes aufzuschieben; damit, im Falle der Gewißheit, daß Lord Palmerston wirklich einer Coalition der nordischen Mächte zum Opfee gebracht worden, eine solche Kundgebung mit desto mehr Eclat die Anhänglichkeit des Volkes an die konstitutionellen Freiheiten des Landes hervorhebe. Eine hechgestellte Person, die wohl geeignet ist, gut unterrichtet zu sein, schreibt ferner: Mau hat uns die Versicherung gegeben, Lord Palmerston werde die Erörterung der Adresse nicht vorübergehen lassen, ohne das Land über die wahren Beweggründe seines Austritts vollkommen in Kenntniß zu setzen. Wir lesen im Morning Advertiser: „Die Eristenz des Ministeriums ist blos eine nominelle, so zerrüttet und untergraben ist es von Grund aus. Seine Mitglieder haben allen Muth verloren und haben auch von der Zukunft nichts zu erwarten. Deswegen thut es nicht Wunder, wenn man erfährt, daß mit Ausnahme Sir Charles Wood's und noch eines oder zwei Mitglieder, alle übrigen sich auf ihren Posten unheimlich fühlen, und schlechterdings zurücktreten wollen. Nur die äußersten Anstrengungen Lord I. Russell's vermochten die hervorragendsten Cabinetsmitglieder zu bewegen, ihre Portefeuille bis jetzt zu behalten. Es ist nun an der Zeit, die Namen jener 2 Minister zu veröffentlichen, welche zugleich mit dem Marquis von Lansdowne das Betragen Lord Russell's gegen Lord Palmerston höchst tadelswerth fanden, als ihnen die Motive des Rücktrittes des Staatesekretärs für die auswärtigen Angelegenbeiten bekannt wurden. Es sind dies Lord Grey und Sir Georg Grey. Gewiß wird Niemand erwartet haben diese Namen hier zu lesen, besonders da die genannten Herren der Politik Lord Palmerston feindlich entgegen strebten. Wir zollen also ihrer Handlungsweise um desto bereitwilliger unseren Beifall, als wir das feine englische Gefühl, das Freimüthigkeit und Ehre über alles stellt, darin zu erblicken bereit sind. Man kann somit gefaßt sein, die genannten Minister ständlich aus dem Cabinete treten zu sehen; Sir Charles Wood, ihr Verwandter, dürfte natürlich nicht zurückbleiben, da es in einem solchen Falle von Seiten Lord J. Russell's an Winken nicht fehlen würde, die dessen Unbrauchbarkeit schonungslos angriffen. Schließlich fügen wir noch zur näheren Erläuterung des ganzen Herganges dieser Affäre hinzu, daß Lord Palmerston's Entlassung mehreren Personen in London eine Woche vor dessen erfolgten Rücktritte von einem nahen Verwandten Lord J. Russells eben so genau angezeigt worden ist, wie sie in Wien und Breslau der deutschen Lesewelt noch vor dem Erscheinen des bekannten Artikels in der ministeriellen Times bereits bekannt war. Amerira.—* Das königliche Dampfschiff Niagara bringt die letzten Nachrichten aus Amerika; es hat den Hafen Boston am 24. Dez. verlassen. Der französische Staatsstreich hat in den Vereinigten=Staaten ungeheure Sensation erregt. Kossutb sollte am 24. Dezember nach Washington und Philadelphia abreisen. Ueber die Arbeiten des Congresses ist nichts erbebliches zu melden, außer, daß für Califernien ein Münzgesetz votirt worden ist; auch will der Präsident die Autorität Großbritanniens in San Juan nicht anerkennen. Die Nachrichten aus Frankreich wirken auf die kaufmännischen Transaktionen sehr nachtheilig; vorzüglich gerieth der Papierhandel in eine augenblickliche Steckung. Aus Merico meldet man, daß eine englische Escadre von 5 Kriegsschiffen vor Vera Crnz erschienen ist, ohne daß die Ursache dieses Einschreitens bekannt sei. Briese aus Chagre sprechen von einem schrecklichen Sturme der am 5. November über der Landenge von Panama gewüthet und beinahe die Hälfte der Stadt Cruces zu Grunde gerichtet hat. Außer den beträchtlichen Summen die für Kossuth in mehreren Banken deponirt sind, hat die Sutstription zu New=Dork 25,000 Dollar eingebracht. Geldeours. Köln, den 8. Januar 1851. "#ren, din 8. Januar. Weizen 2 Thr. 19 Szr.— Pf Roggen 2 Tdir. 10 Ser.— Pf. Gerste 1 Thir. 20 Ser.— Pf. Haser — Thir. 26 Sgr.— Pf. Buchweizen 1 Thir. 20 Sgr.— Pf. Erdsen 2 Tplr. 20 Sar.— Pf. Bodnen 2 Thir. 10 Sgr.— Pf. Rapsamen 3 Thir.— Thir:— Pf. Rübsamen 2 Thir. 22 Sgr. 6 Pf. Kartosseln 1 Idtr. 3 Sge.— Pf. Butter 6 Sgr. 8 Pf. Deu pr. Centner 20 Sar.— Pf. Strod vr. Schock 5 Thlr.— Ser.— Pf. Caderborn, den 10. Jan. Weizen(der preuß. Scheffel 2 Thir. 13 Sar. Roggen 2 Tdir. 9 Ser. Gerste 1 Thl. 18 Se. Haser Tbl 23¾ S. Kartosseln 1 Tdi. 2 Sg. Erbsen 2 Thl. 17 Sa. Linsen 2 Thli. 20 Sgr. Bodnen, 2 Thir.— Sgr. Butter a Psd. 5 Sgr. 10 Pl. Heu pr. Ctr. à 110 Pfund 24 Ger. 4 Thür. 20 Sgr.— Pl. Kleinkinderbewahr=Anstalt. Socst, im Januar. Instruktion für die Lehrer der Pflege=Anstalt für dürftige Kinder. § 1. Die Lehrer der Pflege=Anstalt sollen aus dem Personale des hiesigen Vorseminars gewählt, und dabei vorzüglich auf Kleiß und gesittetes Betragen Rücksicht genommen werden. § 2. Nach getroffener Wabt wird dem Lehrer diejenige SchulAbtheilung in der Pflegeanstalt übergeben, in der er zu unterrichten sich verpflichtet, und liegt es nicht in seinem Ermessen, diese mit einer andern zu vertauschen, wenn nicht zuvor der Vorstand durch den Geschäftsführer ihm seine Zustimmung ertheilt hat. Dagegen bleibt es dem Vorstande jederzeit überlassen, dergleichen Wechsel zu veranstalten, wird aber dabei in nicht dringenden Fällen erst die Beendigung eines halben Jahres abwarten. § 3. Die Lehrer haben den Vorstand der Anstalt als ihren Vorgesetzten zu betrachten, von diesem jede das Schulwesen der Anstalt betreffende Anordnung entgegen zu nehmen, und in den SchulAbtheilungen zur Ausführung zu bringen. § 4. Bei etwaigen Differenzen, die zu der Anstalt in einer Beziehung stehen, haben sich die Lehrer an den Geschäftsführer verselben zu wenden, und von diesem etweder sogleich oder nach genommener Rücksprache mit den übrigen Vorstands=Mitgliedern die Entscheidung zu erwarten. § 5. Sie haben Vormittags präcise von halb 10 bis 11 Uhr, und im Sommer Nachmittags von präcise halb 3 bis 4 Uhr und im Winter von 4 bis 6 Uhr nach vorgeschriebenem Lehrplane zu unterrichten. § 6. Vor beendigtem Halbjahre haben die Lehrer den Schulplan ihrer Abtbeilungen dem Geschäftsführer einzureichen, damit in der nächsten Vorstandes=Conferenz derselbe von Neuem geprüft werden, und die geeigneten Abänderungen geschehen können. § 7. Die Aufnahme der Pfleglinge zum Unterrichte überhaupt geschieht mit dem vollendeten zweiten Jahre, und das Versetzen von einer Abtheilung in die andere, jedesmal am ersten Unterrichts=Tage nach Michaclis oder Ostern; doch nicht ohne vorhergegangene Rücksprache mit dem Geschäftsführer. § 8. Damit die Pfleglinge ihre Namen richtig nennen lerneu, so haben die Lehrer vor Beginn des eigentlichen Unterrichts die Vor= und Zunamen der Pfleglinge aufzurufen, und sich durch ein deutliches Ja auch ihrer Gegenwart zu versichern. Zur Controle führen die Lehrer genaue Listen über die daseienden und abwesenden Pfleglinge, und liefern diese gleich nach beendigtem Monate, nach vorgezeichnetem Schema, dem Geschäftsführer zur weiteren Berücksichtigung ab. :§ 9. In der zweiten Schul=Abtheilung sind die Pfleglinge nur die Hälfte der festgesetzten Zeit zu unterrichten, und ist daher von Seiten des Lehrers die Anordnung zu treffen, daß sie in geböriger Abwechselung den Unterricht genießen, und dann wieder zum freien Spiele entlassen werden. Außer der Pflicht, die den Lehrern obliegt, die Aufmerksamkeit der Pfleglinge beim Unterricht zu wecken, und diesen selbst fruchtbringend zu machen, müssen sie auch auf Reinlichkeit und ordentliche Bekleidung derselben genau achten, und erforderlichen Falls der taghabenden Vorsteherinn davon Anzeige machen. Eben so sehr werden sich die Lehrer defleißigen, die Pfleglinge dasjenige zwanglose, anständige Betragen kennen zu lehren, das ihrem Stande angemessen ist. § 11. Die Abtheilungen haben nur an den beiden HauotFesttagen und am Meß= und Markt=Tage Ferien; eine jede andere Ferienzeit wird für die Pflegeanstalt als nicht bestehend erachtet. Ist ein Lehrer aus irgend einem Grunde genötbigt, seinen Unterricht auszusetzen, so muß er jedenfalls davon dem Geschäftführer zeitig Anzeige machen und nur Krankheitsfälle ausgenommen, dessen Beschluß erst erwarten. Zinder die Aussetzung der übernommenen Lehrer=Funktionen ohne Vorwissen oder Genehmigung Statt, so wird der Vorstand die Lehrer=Stelle als erledigt betrachten und darüber anderweitig verfügen. § 12. Das Strafen der Pfleglinge ist den Lebrern, die körperliche Züchtigung ausgenommen, gestattet und darf jenes daher in Verweisang, in Anregung des Stitlichkeitgefübls, im Alleinsitzen, im Stehen an der Wand oder hinter dem Ofen, und bei sehr unanständigem Betragen des Pfleglings in Entfernung aus der Classe, jedoch dann mit Uebergebung des gestraften Pfleglings “ a n e i n e A u f s e h e r i n n, z u r A u s f ü h r u n g k o m m e n. § 13. Auf die Erhaltung der Schul=Urensilien haben die Lehrer die gehörige Sorgfalt zu verwenden, und das fchleude Material zum Unterrichte sich von dem Geschäftsführer zu eibitten. § 14. Etwaige öffentliche Prüfungen, so wie die Art zihrer Ausführung, verbleiben der jedesmaligen Bestimmung des Vorstandes. (Fortsetzung folgt.) Provinzial=Zeitung. § Paderborn, 2. Jan. Das vor Kurzem auf„un allgemeinen Wunsch“ ins Leben gerretene„Paderborner Kreisblatt,“ hat in seinen letzten Nummern bringende Aufforderungen zur Einsendung, geeigneter Beiträge“ ergehen lassen. Man fühlte wohl, daß dasselbe durch bloße Protektion allein sich nicht halten lasse, und daß, um Abonnenten zu erhalten, es dem Leser eiwas Interessanteres bieten müsse, als abgestandene Mittelchen gegen Magenschwäche, Recepte zu bitteren Schnäpfen und Beschreibungen von türkischen Harem's, daß es vielmehr, um nicht zuletzt selbst ein propates Mittel gegen Schlaflosigkeit zu werden, einer bedeutenden getstigen Unterstützung bedürfe und darum auch die Auffordrrung zur Einsendung von gerigneten geistreichen und belehrenden Artikein. Das Kreisdlatt kündigt bir Orstlingsgehmt jener Aufforderung an und zwar eine fortlauf iide Reibe von Artikeln, welche sio erit einer der wichtigsten und brengenösten Fragen der Es baubest mm Strode ur. Schock# 1200 K Zeit deschäftigen sie nehmlich um nichts geringetro, uls der naftbegierigen Lesewelt die Gesetze und Regein mitzutheilen, nach weschen due der daurbeichlsgrnger Beßer Gegerd, en Beigtüßeng deren„Kulturkreit“ weit über Paderdorns Haiden sich Bahn gebro hat, betrieben werden muß,— um eine, von darin erfohrenen und ergrauten Häuptern wissenschaftlich verfaßte, Ankeitung zrm— 68 Spiel. Glückliches Land i welchem den„auf allgemeinen Wunsch“ ins Leben getretenen Organen Anweisungen zum Kartenspiel als„perignete Beiträge“ zur Belehrung des Volkes eingesandt werden, dreimal glückliches Blättchen, das sich entschließen konnte, die Politik hinter den Ofen zu werfen, und statt dessen das ihm viel Verständlichere und Würdigere zu ergreifen: Die Kultur des 66 Spiels. 2 Salzkotten, 9. Januar. Für diejenigen, welche auf unerer Westfältischen Eisenbahn reisen, wird es nicht ohne Interesse ein, einen Gegenstand hier in Anregung zu bringen, welcher weniger für die Direktion der Bahn als für det reisenben Publikum von ichtigkeit ist. In dem Stationsgebäude zu Salzkotten befindet sich schon seit einiger Zeit keine Restauration mehr. Ob eine von der Direktion geforderte zu hohe Caution, oder zu beengden Bedingungen pachtlustige Restaurateure von der Uebernahme der 2c. Restauration abhalten, ist dem Schreiber dieses unbekannt; auch weiß derselbe nicht, ob Gesetze eristiren, welche die Haltung von Restaurationen bei den einzelnen Stationen vorschreiben. Das liegt jedoch auf der Hand, daß nicht allein die Bequcmlichkeit der Reisenden eine solche Maßnahme erfordert, sondern dieselbe auch in vielen andern Beziehungen wünschenswerth erscheint. Auf allen Königliche Poststationen ist für eine angemessene Restauration gesergt; auf den Eisenbahnstationen ist solche wohl ebenso nöthig, als die Eisenbahn=Reisenden, um nur dies zu erwähnen, ähnlichem körperlichen Ungemach ausgesetzt sind, als diejenigen, welche mit der Post reisen.(Sicherem Vernehmen nach ist der RestaurationsVerkehr in S. bis jetzt so unbedeutend gewesen, daß es den Bemühungen der Direktion nicht gelungen ist, einen neuen Pächter zu finden. Anm. d. Red.) Münster, 3. Januar. Zum Schluß des alten Jahres traf bier die endgültige Genehmigung des zwischen dem Bevollmächtigten des Handeleministers und der Direktion der Münster=Hammer Eisenbahn abgeschlossenen Vertrages ein, Behufs Uebertragung jener Eisenbahn an den Staat. Der Staat verzinst die Aktien des Baukapitals mit 4 Prozent.(Pr. Z.) [Eisenbahnen.] Der Ingenieur Stepbenson ist in Kaire eingetroffen, und die Ausmessungen und Vorarbeiten zum Bau der Eisenbahn von Alerandrien nach Kairo sind gleichzeitig, sowohl von Alerandrien als von Kairo aus, thätig in Angriff genommen. Es Ledarf als bestimmt angesehen werden, heißt es in einer Korresp. er„Triest. Zig.“, daß die Bahn durch das Delta, als den volkdeichsten und kultivirtesten Landstrich Egyptens führen wird. [Barische Loose.] Kartsruhe 7, Januar. Dem mit der heutigen„Karlsr. Z.“ ausgegebenen Verzeichnisse der, in der 24. Ziehung der bad. 35 fl. Loose herausgekommenen 1000 Stück mit den darauf gefallenen Gewinnsten ist auch eine Liste der aus den früheren Ziebungen noch uneingelösten Loose beigegeben, deren Besitzer zur Erhebung der Gewinne aufgefordert werden. Es erstreckt sich die Zahl der noch nicht eingelösten Loose auf die bedeutende Zahl von 1140 Stück, worunter auch solche, auf wel“e Hauptpreise gefallen. als: Nr. 77,940 fl. 5000; Nr. 33,885 69,229 142,004 161,528 197,389 289,058 378,858 jede mit fl. 1000; Nr. 70,414 199,825 230,850 243,171 und 308,233 jede mit fl. 250. — Möchten sich doch die Besitzer solcher Loose durch das nach jeder Ziehung nothwendige Nachlesen der ausführlichen Originallisten vor seibstverschuldetem Verluste hüten! [Handels= und Schiffahrtsvertrag mit Holland.] Die übrigen Zollvereinsstaaten haben dem Vertrage in allen Punkten zugestimmt und der Vertrag ist nunmehr am 31. Dezember im Haag definitiv unterzeichnet worden. Die Artikel 1 bis 9 enthalten die Bestimmungen wegen der Seeschiffahrt im ganzen Umfange; es ist die Gleichstellung mit der Nationalflagge gegenseitig zugesagt für die Abgaben vom Schiffe und von der Ladung, für dirctte und indirekte Fuhrt, eben so für das Recht zur Ein=, Aus= oder Durchfuhr. Art. 10 wendet diese Bestimmungen auf die Schiffahrt auf Flüssen, Canälen und sonstigen inneren Wasserwegen ohne Unterschied an.— Die Art. 11, 12 und 13 betreffen die Küstenfahrt, die Nationalität der Schiffe und die Befugniß der Consuln wegen desertirter Matrosen.— Die Art. 14 und 15 enthalten die Conzessionen der Zollvereinsstaaten in Bezug auf den Verkehr auf dem khein. Der niederländischen Flagge wird die Theilnahme an den auf dem Rheine eingetretenen Erleichterungen, in deren Besitz sie faktisch bereits ist, vertragsmäßig zugesichert.— Die Art. 16 bis 20 umfassen die Gegen=Conzessionen der Niederlande, sowohl in Bezug auf die Abgaben auf dem Rheine, als auch in Betreff der Abgaben auf allen übrigen Wasserstraßen. Alle Abgaben auf dem niederländischen Rheine, namentlich auch das droit fixe, ferner alle Abgaben auf der Maas und Ossel sind und bleiben abgeschafft. Ferner wird der Verkehr auf den Wasserwegen von dem Leck nach Amsterdam erleichtert. Die Lootsen=Gebübren in den Niederlanden werden um die Hälfte reduzirt. Für die Fahrt durch Holland nach dem Meere und nach Belgien, so wie umgefehrt, werden auch nach dem Wegfall des droit fire die erleichterten Zoll=Formalitäten aufrecht erhalten. Jede Umladung und Verwiegung ist ausgeschlossen, und die Zou=Formalitäten sind auf Plombirung, resp. Schiffsbegleitung beschränkt. Die Verzollung der Kohlen in Holland findet nach der Rheinaiche statt.— Der Art. 21 enthält die Stipulation wegen der Flußschiffer=Patente. Die bisherige hehe Gewerbesteuer in Holland von 60 Cents per Tonne ist auf 20 Cents per Tonne, also auf einen Satz ermäßigt worden, welcher mit der preußischen Schiffer= Gewerbesteuer ungefähr gleiche Höhe hat. Die Steuer tritt auch in Holland nur bei der Binnenfahrt ein.— Der Art. 23 enthält eine Zusage wegen Erbaltung, beziehungsweise Herstellung eines zu jeder Jahreszeit ausreichenden Fahrwassers auf der Rheinstrecke zwischen Köln und Rotierdam und Dortrecht.— Der Art. 24 enthält die Stipulation wegen des gegenseitig freien Verkehrs in gleicher Weise wie für die Nationalen, und die Bestimmungen wegen der Handelsreisenden, deren Patent=(Gewerbe=) Steuer auf höchstens 12 fl. oder 8 Thlr. gegenseitig festgesetzt ist. — Der Art. 25 setzt gewisse Transitzoll=Erleichterungen im Zollverein fest.— Der Art. 26 sichert völlige Transitzoll= Freiheit in Holland. Transitverbote bestehen in den Niederlanden nicht mehr. — Der Art. 27 setzt die Einrichtung eines freien Entrevots in Rotterdam fest, in welchem die von dem Zollver in kommen en oder dabin gehenden Waaren geladen, umgeladen, niedergelegt und manipulirt werden können. Dieses Entrepot wird in unmittelbare Schienenverbindung mit dem Bahnhofe der Eisenbahn von Notterdam nach Utrecht gesetzt.— Der Art. 28 bestimmt die Gleichstellung der Erzeugnisse des niederländischen Fischfanges und der Colonien mit den gleichartigen Erzeugnissen der meistbegünstigten Nation, während Art. 29 die analoge Bestimmung für die Erzeugnisse des Zollvereins enthält. Hiernach nimmt der Zollverein Theil an allen Tarif=Begünstigungen, welche Holland jetz oder in Zukunft anderen Nationen gewährt. Die Art. 30, 21 und 32 beschäftigen sich mit den Colonien. Es ist die Gleichstellung der Erzeugnisse des Zollvereins mit der meistbegünstigten Nation festgesetzt, woraus zunächst die Assimilation der Weine des Zollvereins mit den französischen Weinen folgt. Ferner ist für die Einfuhr in die westlichen Colonien die Assimilation der beiderseitigen Erzeugnisse ausgesprochen; endlich sino für die Einfuhr in die ostindischen Colonien für eine Anzahl von Erzeugnissen die günstigsten Sätze des ostindischen Tarifs, also die Hälfte des allgemeinen Tarifs, als Maxima firirt und die Theilnahme an etwaigen Ermäßigungen ist gesichert. Wir heben von den hierbei begünstigten Erzeugnissen nur folgende heraus: Holz, Droguexie-Waaren, Seise, kurze Waaren, Nürnberger Waaren aller Art, Iserlobner Waaren, Neusilber=Waaren, Schwarzwälder Uhren, Leder=Waaren, Galanterie=Waaren, Seiden=Waaren und Sammete, Mineralwasser.— Der Ar. 33. enthält die Bestimmung wegen der Theilnahme an den Begünstigungen dritter Nationen, und es ist ausdrücklich stipulirt, daß der Zollverein in allen Tarifangelegenheiten gegenüber andern deutschen Staaten, ganz Oestreich und der Schweiz völlig freie Hand behält. — Der Art. 34 sichert für diejenigen deutschen Staaten, welche sich dem Zollvereine anschließen, den Beitritt zu dem Vertrage.— Der Art. 35 setzt die Dauer des Vertrages fest, zunächst auf zwei Jahre, und vom 1. Jan. 1854 mit stillschweigender Verlängerung. — Wir hören, daß der Vertrag bereits in den nächsten Tagen den Kammern vorgelegt werden wird. Gefunden! Auf einem Feldwege zwischen Steinheim und Döhnhausen(Kreis Brakel) ist am 31. Dezember v. J. Abende eine lederne Tasche mit chirurglschen Instrumenten, wahrscheinlich einem Thierarzte gehörig, gefunden. Der sich legitimirende Eigenthümer kann dieselbe gegen Erstattung der durt diese Bekanntmachung veranlaßten Unkosten resp. des gesetzmäßigen Fundgeldes durch die Erpedition des„Oeffentlichen Anzeigers der Grafschaft Ravensberg“ in Bielefeld wieder zurück erhalten. Ilm Dienstage und Mittwochen den 20. und T4 21. v. Mie. von des Morgens 9 Uhr ob, sell in der Wohnung des Gastwirtd Hrn. Gocken auf der Westernstraße hierselbst, die von dem zu Neuhaus verstordenen Hrn. Sanitäts=Rath Dr. Grasso hiuterlassene Bibliothek, bestehend aus den auserlesensten medizinischen Werken älterer und neuerer Zeit, sowie aus anderen wissenschaftlichen Werten; ferner alle für einen Arzt nötdigen chirurgischen Instrumente öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden. Das Verzeichniß der Bücher und der Instrumente liegt bei dem Unterzeichneten zur Einsicht essen. Paderborn, 9. Januar 1852. Block, Aukt.=Com. Bock=Verkauf. Der Bockverkauf, aus der wollreichen und besonters audggsschenen Aogrntebhemmhende, an der Domaine Dalheim, beginnt dieses Jahr am 1. Februar. Dalheim bei Paderborn, den 7. Jan. 1852. Der Amtsrath Engelbrecht. spendet, wofür der Absatz von bis jetzt 16000 Eremploren ein sprechender Zeuge ist. In der Buchhanolung von Wilb. Cräwell und Jos. Wesener in Paderborn ist zu haben: Der Kartenprophek, oder die Auust ans den Karten wahnzusagen. Zur Unterdaltung in müssigen Stunden. Reunte Auftage, Mit 1 litdograpd. Taf. 12. Ged. Preis 5 Sgr. Dieser allerliebste sehr belustigende Schwank hat schon viel zur heitern und geselligen Unterdaltugg in des langn Bintrrebenbes beigrungen und für wenig Arsihen wichlichet Beumige gerMeine Blutreinigungskräuter à Schachtel 15 und 10 Sgr. nebst GebrauchsAnweisung sind zu bezieden durch Hrn. Louis Köhler in Kassel(Markestraße Nr. 360.) Brannschweig. Louis Wundram. Zeugnisse. Ich erkläre vor Gott und den Menschen, daß die abführenden Pulver des Herrn Louis Wundram aus Braunschweig mich von einer so gefährlichen Hämorrhoidal=Krankheit geheilt haben, daß ich dreimal dem Tode nahe gewesen bin.— Mein Zustand war so bedenklich, daß die Aerzte mich nicht mehr besuchen wollten. Mein Magen konnte nichts mehr vertragen ohne eine außerordentliche Brustbeklemmung zu bewirken, weshalb mir das Athmen erschwert wurde und mir alsdann alles Blut nach dem Herzen und Kopf strömte.— Alles ließ mich nun mein baldiges Ende voraussetzen. Nun aher ist mir durch die Gnade Gottes eine ziemlich dauerhafte Gesundheit wieder zu Theil geworden, so daß ich meine gewöhnlichen Geschäfte wieder verrichten kann und danke Gott so wie auch Herrn Wundram für den glücklichen Erfolg, der mir durch seine Kräuter zu Theil geworden ist. Ich ersuche deshalb die leidende Menschheit, sich der Wundram'schen Kräuter zu bedienen, wo sie sicherlich Hülfe in ihren Leiden finden wird. Stettin, den 22. September 1849. L. Perregaux, Professor. Durch die Wundram'schen Kräuterpulver bin ich von Schwindel, Kopfweh, sieberartigem Frost und Mangel an Appetit, in welchen ich deutliche Symptome einer herannahenden starken Krankheit in meinem ganzen Körper fühlte, völlig geheilt. Ich kann daher diese Pulver nicht allein jedem Andern empfehlen, sondern werde nie ein anderes Mittel nehmen, weil ich die vollkommene Ueberzeuzung bekommen habe, daß ganz besondere Heilkräfte in diesen Pulverg liegen. Offenbach, den 30. August 1849. Jean Klaner. Eine Reihe von Jahren litt ich an Ohrensausen, wovon mich, nach vielfach angewandten Mittein keines befreite, bis ich zu dem Wundramschen Pulver meine Zuslucht nahm, die mich innerhalb 14 Tagen gänzlich kurirten und überhaupt meinen ganzen Körper eine bessere Gesundheit verschafften. Offenbacd, im Juni 1849. I. Eichborn. Geit wchrren Zohern Ult ich an OhmerhaihelBeschwerden, wegegen alle angewandten ärztlichen Mittel wirkungslos blieben. Dieses Uebel steigerte sich zuletzt so in dem Grade, daß ich befürchten mußte, die Brustwassersucht oder eine ähnliche Krankheit würde daraus entstehen. Durch Zufall sprach ich einen meiner Freunde, welcher an demselben Uebel gelitten hatte, dieser empfahl mir die heilsamen Kräuter des Herrn Louis Wundram in Braunschweig, welche auch ich einem Jeden empfehle, der an Hämorrhoiden leidet. Durch diese Kräuter habe ich meine frühere Gesundheit wieder gewonnen, wofür ich dem Erfinder dieser Kräuter, Herrn Wundram, innig dankbar bleibe. Nettlingen, Amt Steinbrück, 18. Juni 1849. Luersen, Steuer=Einnehmer. Nothwendiger Verkauf. Kreis=Gerichts=Deputation zu Rietberg. Das aus 136 Morgen 47 Rutben 60 Fuß Acker=, Wiesen=, Holze, Weide= und HeideBoden bestehende Colonat Hascheneick Nr. 18 zu Verl, abgeschätzt mit Einschluß der dazu gehörigen Gebäude und Erdpachtogefälle nach Abzug der Lasten und Abgaben auf 7566 Thl. 22 Sgr. 6 Pf. zufolge der nebst Hppotbetenschein und Bedingungen im Bürcau II. einzusedenden Taxe soll am 19. Mai 1852 Vormittags 10 Uhr an ordentlicher Gerichtostille subbastirt werden. VI. 3. Verkauf eines bedeutenden Gasthofes. Die Wittwe B. Meyer zu Paderborn, welche wegen vorgerückten Atters die bieder von ihr selbst gefubrte Gastwirthschaft niederzulegen beabsichtigt, wird ihren zu Paderborn gelegenen Gastbof Zum Preußischen Hofe durch den Rechts=Anwalt und Notar Herrn Krönig Montag den 19. Januar 1852, Vormittags 9 Uhr, in dem zu verkaufenden Etablissement selbst effentlich und meistbietend verkaufen lassen. Der Gasthof, massiv und in geschmackvollem Stvie aufgeführt, befindet sich im besten baulichen Zustande und besitzt außer den zu jeder Wirthschaft ersten Ranges erforderlichen Räumen und Bequemlichkeiten ein vor wenigen Jahren neu erbautes großartiges Ball=, Concert= und TheaterLokal, welches sich seitdem als sehr rentabel bewährt hat. Dem Etablissement fließt zurch Vermiethung eines Theiles desselben an ezue bedeutende geschlossene Gesellschaft eine nicht unerbebliche fire jährliche Einnahme zu, und wird üterdies der Wirthschastsverkehr durch die regelmäßg wiederkehrenden Feste dieser Gesellschaft sehr b#elebt. Die günstige Lage des Gasthofes in der von der Westphälischen Eisenbahn berührten Stadt Padervorn sichert eine stabile Fremdenfrequenz und bieten verschiedene Verhältnisse, über welche etwaige Reslektirende weitern Aufschluß erhalten können, für die Führung der Wirthschaft die größten Vortheile dar. Die Uebernahme des Gasthofes kann nach Gefallen des Reflektirenden erfolgen, und demselben das Wirthschafts=Inventar nach einer aufzunehmenden Tare überlassen werden. 35 Bis zum Verkaufstage kann das fragliche Erablissement auch unter der Hand erworden werden. Auf portofreie Aufragen ertheilen Bescheid die Eigenthümerin, Herr Rechts=Anwalt Krönig zu Paderborn und Herr Notar Meyer zu Viersen. In der With. Crüwell'schen u. I. Wesener'schen Buchhandlung ist wieder vorräthig: Atlas zu Alex. v. Humboldt's Kosmos in 42 colorirten Tafeln mit erläuterndem Text. Herausgegeben von Bromme. k. u. 2. Lief. (Das Ganze erscheint in 7 Lieferungen von je 6 Tafeln, und kostet im Sudscriptionspreis pr. Lieserung 1 Tbir.) Seitdem A. v. Humboldt's Kosmos in den Händen des Publikums ist, hat sich dringend genug die Nothwendigkeit herausgestellt, das Verstänoniß des berühmten Werks durch commentirende Schriften zu vermitteln. Was in dieser Hinsicht Bedeutendes geleistet worden ist, fordert zur wesentlichen Ergänzung eine graphische Darstellung derjenigen siderischen und tellurischen Erscheinungen, ohne deren auschauliche Exkenntniß die richtige Elhsicht in den Zusammenhang der Naturdinge nicht möglich ist. Der Allas, den A. v, Humbol#t selbst für ein eben so schwieriges als verdienstliches Unternehmen angesprochen, sucht der Bezeichneten Forderung zu genügen, und kann überdieß vermöge des beigegebenen Tertes als Vorschüte zum Kosmos dienen, sowie als Hilfémittel zum Studium der physischen Weltkunde überhaupt, um 4 220 U m 7 6 Ne 7 Erschein Dienstage, 1 wichtigen Ere 90 Redaktion, Drusk und von With. Cruvell i Paderbern. Deutschland. der Zollko bei BronzVereinen. Wien, T Ausland. Frankre auswärtige London. Oestrei Babn fort, mit die voll es die preuß die Nordseest Holstein den in Haß vern Preußen an konferenz nad gegen Preuße beginnt, ihm folgen, sobald der schon jet Bels In der Zwist östreichischen bringen. So beri für den mebr bestimmten Fe kämen, man Bevollmächtig der Bereinbart Auf dies Fragen nach A Sitze der Bu denz des kün und beschlossen über die Presse ja, bei den je für dasselbe is Zweitens, derung für das die mächtige PySie, in der kurz Niesen, dem lebe den heißeßen W ten Staaten auf Zeichen des gött! dem ich meinen welche ich gesetzli# Faktum vorfinde, Schutz der unterd an das vereinigte wissenhaft ihre G rer Gesetze nerde thötige Sympathie Hülfe für die Fre winnen, und die Ihr Edelmutb in wie auch in der ropas. Und deßt frei zu Katuiren, len Genuß der Un als das einzig rech durch die gewalt fen Nichts verloren Volke der Vereinig einer äbnlichen Unich meinen Zweck a tuiren, daß ich nich