*— Paderborn, Donnerstag, den 1. Januar 1.852. Fünster Jahrgang. N 1. Einladung zum Abonnement auf das erste Quartal 1852. ... Wir haben mit dieser Einladung absichtlich gezögert in der zuversichtlichen Erwartung, daß für das nächste Quartal auf die Westfälische Zeitung wieder bei der Post abonnirt werden könne. Um aber jeder Art von Unterbrechung vorzubeugen, bitten wir unsere geehrten auswärtigen Leser, die Bestellungen auf die Westfälische Zeitung schleunigst bei den bisherigen Lokal=Expeditionen zu machen. Sobald der Postdebit wieder gestattet ist, werden wir Vorsorge treffen, damit die Zeitung auf die bequemste Weise den Abonnenten zugehe. Es kann zunseren Lesern nicht entgangen sein, daß in den letzten Monaten die Westfälische Zeitung gehaltvoller Beiträge von verschiedenen Seitek, wie für den politischen und kommerziellen, so auch für den provinziellen Theil sich zu erfreuen hatte, und sind für das nächste Quartal noch mehrere neue Kräfte gewonnen. # Wegen des Neujahrsfestes erscheint morgen keine Zeitung. Uebersicht. Deutschland. Berlin, Tagesbericht. Posen, der Geniec Polski. Duisburg, Auszahlung von Mobilmachungsgeldern. Wesel, „ Lemeinderachsdeschluß. Hannover, Sistrung der Bauten. Kiel, känische Gewaltherrschaft. Hamburg, die Verhafteten. Schneidermeisten Rushak. Leipzig, Desizit in der Hauptstaatskasse. Gatha, die Unionsperschläge verworfen. Wies baden, Abdankung des Ministerpräsidenten. Frankfurt, den Zollverein und den Berliner Absageakt betreffend. Bundestägliches. Wien, Tageibericht. Auslind. Schweiz, Französische Forderungen. Italien, Piemont. der Herzog von Auale. Nizza, Protestation der afrikanischen Armee. Frankreich, Paris, Verschiedenes. Berlin, 27. Oez. Aus Paris und Brüssel gehen uns gleichzeitig Nachrichten zu, welche die Absicht Louis Napolcon Bonaparte's, von Belgien die Erstattung der im Jahre 1832 aufgewandten französischen Kriegskosten zu fordern, als unzweifeihoft darstellen. Wie man sagt, will das gegrawärtige Haupt der französischen Regierung sich damit die Möglichkeit zu einem euswärtigen Kriege vordereiten, wenn die Umstände denselben ihm wünschenswertb erscheinen lassen sollten. — 29. Dez. Man wird sich noch des Streites erinnern, der sich nach dem Auseinandergeben des Sachverständigenkongresses für die handelspolitischen Angelegenheiten beim Bundestage darüter erbob, ob ein Resultat erzielt worden sei oder nicht. Wir stellten schon damals die Sachlage klar dar und haben uns auch in unseren weiteren Folgerungen nicht getäuscht. Von einer Resultatlosigkeit konnte in jener Zeit nicht die Rede sein, oa die gefaßten Beschlüsse erst den Einzel=Regierungen zur weiteren. Erklärung zugingen; jetzt sind dieselbem beim Bundestage eingegangen und die ganze Angelegenbeit stebt beute genau auf demselben Punkte, auf welchem sie vor der Berufung des Sachverständigenkongresses war, nur liegt abermals ein fruchtloser Versuch zu einer Einigung zwischen Staaten vor, in denen die verschiedensten Interessen leitend sind. 5 Kossuth's Empfang in Newyork. (Fortsetzung.) Die von Hrn. Richard Adam Lecke vorgetragene Adresse der Bevölkerung von Staten Island lautet: „Gouverneur Kossuth, von Ungarn! Wir heißen Sie in der westlichen Welt willkommen. Empfangen Sie hier, wo ihrem Boden die ersten Ihrer Fußstapfen aufgedrückt werden, die herzlichen Glückwünsche einer ländlichen Bevölkerung, welche auf den beneidenswerthen Vorzug stolz ist, die erste Versammlung des amerikanischen Volkes zu sein, die Sie ihrer Ehrerbietung, Bewunderung und Achtung versichern kann. Der Insel County von Richmond, in der Bay von Newyork, wurde also, durch ihre Lage natürlich bevollmächtigt, vor Allen die hobe Ehre zu Theil, Sie mit dem wärmsten Ausdruck dieser Gefühle zu begrüßen, und wir bieten si: Ihrer Aufnahme entgegetz in der tiefen Ueberzeugung, daß die Oestliche Hemispbäre keinen Mann enthält, dem die Westliche Hemisphäre so einmüthig ungeduldig wäre, sie auszusprechen und sie als gerechte Schuldigkeit zu betrachten. Es ist nicht, weil Sie ein Verbannter, durch Despotismus aus dem Lande Ihrer Geburt, der Heimatd Ihrer Väter und Kinder vertrieben sind, denn unser freier Grune ist der offene und geeignete Zustuchtsert Vieler in dieser Beziehung Gleicher, welche ein Recht auf unserer Sympathie und schützende Sorgfalt haben. Noch ist ee, wei. Sie in Stellung, in persönlichen Thaten oder in indin dueller Vaterlandsliebe berühmter sind, als Andere, welche der Wichsel der Nationen unsere ausgestreckte Hand dargeboten hat. Aler es ist, weil, in unermeßlicher Kraft und Glanz über alle anderen. Männer unserer Zeit, Sie die Verkörperung des erhabenen und heiligen Geistes unserer Zeit— des Geistes der Freiheit— sind, weiche hier ein Reich über das weiteste Gediet, das sie gewonnen, errichtet hat, und von wo aus sie bestimmt ist vorwen# schreiten, um mit Ihnen, als Ibrem ersten Bahnent###%. wir hoffen, die Freiheit der Welt zu vollenden. Go## n Talent, Entschlossenheit, That und Ziel, Sie wie ket Der„Augsb. Zig.“ schreibt man bierüber:„Die Erklärungen der deutschen Regierungen in Folge des Bundesbeschlusses vom 7. Novdr. über die=Annahme des vorgelegten Entwurfs einer Uebereinkunft zwischen den deutschen Bundesstaaten zur Beförberung dee Handels und Verkehrs sino nunmehr eingetroffen. Ueber deren Inhalt können wir so viel mittheilen, daß Oestreich und einige kleinere Staaten sich für, Preußen mit anderen, wie Mecklenburg und Holstein, gegen die Annahme des Entwurfs ausgesprochen haben, während die übrigen Regierungen ihre Zustimmung zu demselben von Modisikationen abbängig machten. Die fraglichen Abstimmungen sind dem Ausschuß zur weitern Berichterstattung mitgetheitt worden, eine Annabme des Entwurfs wird aver bei der erforderlichen Einhelligkeit der Stimmen um so weniger stattfinden.“ Die demnach auch von Baiern, Sachsen und Würtemberg, den intimen Freunden Oestreichs, gestellten„Modisikationen“ darf man als ein nicht ungünstiges Zeichen für das Fortdestehen des Zollvereins anseben. Das„C. B.“ spricht von Versuchen, nach welchen die Wiener Konferenz noch einmal in Frankfurt wiederholt werden sell. Es ist dierbei zu bemerken, daß Oestreich die Absicht, die handelspolitische Frage durch den Bundestag zur Entscheidung zu dringen, niemals aus den Augen verloren hat und die Wieverbrrufung der Sachverständigen äusdrücklich verbehalten ist. mm:(N.=Z.) — Wir haben bereits mitgetheill, daß die zwischen Preußen und Belgien geführten Unterhandlungen wegen Verlängerung des zwischen beiden Staaten bis jetzt bestandenen Handelsvertrages dadurch zu einem günstigen Ergebuiß geführt baben, daß Belgien sich schließlich veranlaßt sah, auf die von Preußen gestellten Bedingungen einzugeben. Es werden in Folge dessen Zellermäßigungen auf verschiedene Artikel, welche aus Preußen resp. dem Zollverein nach Belgien eingeführt werden, eintreten, unt dise neuen Tarifsätze in Kurzem bekannt gemacht werden. Für den Theil des Handelsstandes, für welchen. die Verlängerung des Vertrages von besonderem Interesse ist, wollen wir in Betreff der veränderten Tarifsätze schon jetzt bemerken, daß die Zollsätze, welche in dem Vertrage zwischen Belgien und Frankreich dem letzteren Staate bewilligt sind, nunmehr auch für Preußen resp. den Zollverein stipulirt sind, Freiheit für die alte Welt sind, der dieses Oceans Portale der neuen Welt betritt, mit den strahlenden Prinzivien und Hoffnungen Ihrer Sendung wie mit einem Diadam vom Himmel gekrönkt. Aus diesen verwandten Gründen ist es, daß wir es für unsere ausgezeichnete Schuldigkeit halten, wie sie gleichzeitig unsere hohe Freude ist, Sie Ihrer selbst willen und um willen Ihrer Sache zu ehren; unsere Zustimmung zu Ihrer Prinzivien zu gestehen und ihre Hoffnungen stolz sino zu bestätigen. Glauben Sie nicht, Sir, daß weder Ihrem Charakter noch Ihren Funktionen nach Sie uns erst neu bekannt sind, obgleich Si. noch kürzlich sern der Welt in vermehrter und wunderbarer Größe gestanden haben. Wir haben Sie seit Jahren wie ein Schattenbild auf dem dunklen Horizonte des fernen Ostens gesehen, wie Sie neben dem einsamen Sierne der Freiheit Ihres Vaterlandes standen und ihr Feuer nährten, ebe der Morgen kam. Früber und gläubiger, wenn auch von Mißgeschicken begleitet, wurde jener Altar in Uugarn unterhalten als bei irgend einer andern Nation Europas, während wir in Ihr#en ihren spätesten und hingebendsten Priester saben. Durch die 4.#16, gsche##t priesterliper und feudaler Knechtschaft Zühts Ingland mit seinem sie in jedem andern Lande— kaun# zertreten und aulcgläca. en nder folgenden Zeiten seiner Geschichte hat Ungarn die ge=Nucs beroischen Dramas dargestellt, Despotismus und die debarrliche Lehena#####t d.# Stheit in den Kämpfen jeder Scene emwiceit purben, zia Tel dieser, der letzten und gröißten unserrr eiDeie— polkeich die strahlendste in ihrem Ruhme und die dunkelste m Schicksale— das Herz des ganzen menschlichen chlechte bewegt, mit lodernder Sympathie erfüllt und erlem Zorne begeist hat. In keines Volkes Brust wurden diese Gefühle stär2Ericeckt als in unserer; denn unsere Sympathie war für eine spfrre und erleuchtete Nation natürlich und instinkmäßig, die gleich unsere eigenen früheren Vorfahren zuerst für bloße konstitutionelle Nechte kämpfte und dann für vellständige Unabhängigkrit une Selbstregierung, als die ruhmvolle Alternative, Wir als ein neues und so daß die Erzeugnisse des französischen Gewerbefleißes eine Bevorzugung in Betreff der Eingangezölle vor den Erzeugnissen der vereinsländischen Industrie in Belgien nicht mehr genießen, und dem vereinsländischen Gewerdefleiß dadurch Gelegenbeit gegeben ist, mit dem französischen auf den belgischen Märkten zu konkurriren.„..(Sp. 3.) — Rach Briesen der„—„ d. Zeitg.“ von dier ist die Differenz, die den Kriegominister bewogen hatte, seine Entlassung anzudieten, gehoben. Der Minister bestand auf Abschaffung der Gehalte im ersten Garde= und im Garde=Lu=Ceips= Regiment und drang mit diesem Wunsche, für den seine Zulage bei den Kammern vorlag, im Kabinet durch. Von der Linken der zweiten Kammer sind folgende Anträge gestellt: „Die Kammer wolle beschließen, zu erklären, daß die rurch Cirkular=Verfügung des Ministers des Innern vom 15. Mai 1851 angeordnete Uebertrogung der einstweiligen Kreis=Vertretung, unter Ausübung der Befugnisse der Kreis=Versammlungen, an die früheren Kreistage die Verfassung verletze und mit den bestebenden Gesetzen in Wiverspruch stebe.“ Aus den Unterschriften ersehen wir, daß zwei oppositionelle Fraktionen zusammen gehen. K.## 2 Kammer wolle die tönigl. Staats=Regierung brwirkte Wiebereinderufung rer vormaligen Provinziallandtage enthält eine Verletzung der Verfassung und der Bestimmungen der Kreis=, Bezirks= und Provinzial=Ordnung vom 11. März 1831.“ — Aus Brüssel wird der„N. Pr. Z.“ berichtet, daß die Belgische Regierung ein Promemoria, derteffend die Ferderung Frankreichs wegen Erstattung der Kriegekosten vom Jahre 1832, bat abfassen lassen, das sämmtlichen Regierungen überreicht werden, und in welchem das Unbegründete der Französischen Forderung nachgewiesen werden soll. Der Kern des Promemoria ist die Bedauptung, daß die ganze Expedition damals nicht zu Gunsten Belgiens, sondern um des Europäischen Friedens willen von Frankreich unternommen worden wäre.— Es scheint übrigens, als babe diese Forderung Frankreichs einigermaßen die Ruhe und Sicherbeit erschüttert, in welcher man sich bereits wiegte und als würde die Möglichkeit, daß der Frieden durch den Staatestreich vom 2. Dezember gestört werden könnte, Colonial=Volk ohne eine erbliche Aristokratie und nur mit dem verlängerten Schatten eines entfernten Thrones, vollendeten unser gigantisches Unternehmen in einem siebenjährigen Kriege, Ungarn— mit Adligen. Prälaten und speziellen Privilegien gequält und mit Thronen rund umgeben— hat den Kampf der Jahrbunderte vererbi, um ihn nun für ein Ziel wieder zu erneuern, das nicht weniger ale das unsere rein, erstaunlich und erhaben ist. Und, vertrauen Sie, Sir, ruhig darauf, daß, wie Amerika in seinem ungleichen Streite nicht vergebens die Hülfe anderer Nationen anrief, so auch Ungarn nicht vergebens die Hülfe Amerikas anrufen wird, wenn die rechte Stunde kommt. An dieser Stelle ehrten wir vor sieben und zwanzig Jahren dankbar den General La Fayette von Frankreich, den aufopfernden Genossen Washingtons, als er unser Land###sicht, um die Vollendung des großen Gebäudes der Freiheit zu betrachten, welches die Flotte und Armeen seiner tapfern Nation errichten gebelfen hatten. An dieser Stelle verpfänden wir Ibnen die volle Zablung unserer Schuld an Eurspäischen Edelmuth und Tapferkeit, wenn die Sache rrpublikanischer Freiheit sie erfordern wird; und und Mr#ptere Nationalregierung ihr dereitwillig zu bezegnen feblt werden uusere edekerJotzlomatte nicht Hinreicht, sie Lirzeisieg, dann wieder herstellin. Erinnern Eied Plauke Schwerter das Gleichgewicht Oestreich von unserm Nationalsenat Ull. Sir, was dem aumaßenden gelagt worten ist, und deuten Sie diese SStaategwpartemnent schon Stimme mit der andern lautern und mehr geeste germen ran# in der kommerziellen und numerischen Hauptstadrtrischen, welche Eie welcher Sie sich nun näheren, hören werden, und einem einzigen Gleichklang durch unser weites Land bin 4##. in bis die ganze Halbkugel denselben Klang wieder tonen Impuls des menschlichen Herzens ist so ansteckend als der der Tapferkeit für die Sache der Freiheit. Keine Prinzwvien sind so unvergänglich und fruchtkräftig als die der Freiheit in geniolem Beden. Ihr Lank' hat damit jede Zider unseres gemeinsamen Menschenthums angetrieben und Sie sind der große Erhalter der Erde (and vou are ihe gredt husbandman of the earth) weicher dir an in weiteren Kreisen empfunden. Auch das„C. B.“ erwähnt dieser Besürchtungen. — Dem„C. B.“ wird mitgetheilt, daß Lonis Napoleon sich habe angelegen sein lassen, seinem„alten Verbübreten“ der Krone Dänemark ireue Freundschaft und Allianz ankragen zu lassen und die innigen Beziehungen zu erneuern, welche zwischen seinem Oheim und Dänemark bestanden haben. * Berlin, 29. Dezbr. Die mit Belgien bis jetzt geführten Unterhandlungen baben eine Verlängeruug des bestandenen Handelsvertrages zwischen beiden Staaten zur Felge gehabt. Die stivulirten Mocisikationen sind für den preußischen resp. vereinsländischen Handelsstand nicht ohne Vortheil, indem einzelne Produkte unserer Industrie, die in Belgien einen Markt finden, nicht unbeträchtliche Zollermäßigungen erfahren. Der Vertrag, wie er bis jetzt galt, eröffnete der inländischen Industrie allerdings eine Absatzquelle, indessen waren die Bedingungen, unter denen dies geschab, nicht so vortbeilhaft, wie die Billigkeit es erbeischt bätte. Was den Nutzen, der aus dem Traktate für beide Staaten erwuchs, betrifft, so war Belgien bereutend im Vertheile, tbeils weil ein Theil seiner Industrie der Art war, daß er gerade in dem Zollvereine einen großen Absatz finden mußte, weil die Industrie desselben sich nicht auf Preduzirung dieser Gegenstände gelegt hatte, theile weil keinem andern Staate, mit welchem Handelsverträge stipulirt waren, günstigere Beeingungen gestellt waren,— und also die Conkurrenz mit Belgien keiner anderen ausländischen Industrie erleichtert würde. Anders war dies in Belgien. Nach dem französisch=belgischen Handelsvertrage hatten französische Fabrikanten einen Vorzug vor vereinsländischen. Die Absatzquelle, welche Belgien bot, existirte mehr dem Namen als der That nach, da durch niedrige Tarifsätze die französische Industrie bedeutend pretegirt war, ohne daß Belgien sich einer gleichen Begünstigung auf französischen Märkten zu erfreuen gebabt hätte, wie auf den deutschen. Wenn also Preußen seine Forderungen auf Ermäßigung einzelner Tarifsätze zur Geltung brachts, so erlangte es nur, was es der Billigkeit gemäß ferdern mußte. Die Gegenforderung von Seiten Belgiens, daß die Prorukte des belgischen Nachdrucke, der jede größere Buchbändlerspekulation in Frankreich sehr riskant macht, in den Zollvereinsstaaten ver# ieben werden könnten, konnte— abgesehen von der Unreellität eeo T###ehrens—, schon um deßwillen nicht nachgegeben werden, w ein besonderer Vertrag mit Frankreich existirt, nach welchen beide Staaten zum Schutze des buchhändlerischen Eigenthum: gegenseitig verpflichtet sind. Es ist wohl nicht unwahrscheinlich, daß Oestreich den zum 2. Januar nach Wien zusammenberufenen Handelskongreß nur als eine vorbereitende Maaßregel ansiebt. Oestreich will, wie das C. B. meint, dem Bundestage keineswegs die Endentscheidung über seine Handels= und Zou=Projekte entziehen,— hätte dasselbe bei seinem Einfluß auf dies Organ deutscher Einheit auch keineswegs zu fürchten, da für die Geltendmachung seiner Vorschläge Frankfurt edensogut der Ort ist, als Wien. Demnach erscheint es auch ganz unerheblich, ob der eine oder der andere Staat sich nicht durch Bevollmächtigte an dem Congreß vom 2. Januar betbeiligen will, da er sich einer Berathung ker Oestreichischen Projekte, sobald sie dem Plenum des Bund#etages werden vorgelegt sein, doch nicht entziehen kann. Preußen sowohl, wie die Anhaltinischen Herzogtbümer, welche, wie die A. A. Z. komischen Weise meldet, den Wiener Congreß nicht beschicken wollen, werden nicht mit mehr Erfolg „nein“ sagen, wie sie in Wien gar nichts sagen wollten. Die N. Pr. Zig. rementirt beute das Gerücht, als ob der in den Zeitungen wiederbolt besprochene Legitimistencon= greß auf Auratben einiger Höfe zu Wasser geworden sei. Sie sagt, man habe überhaupt nie an einen solchen Congreß gedacht, könne also auch nicht von anderer Seite davon abgerathen haben. Die 800 Bände starke hebraische Bibliotbek des im März deren, breitverstreut, über deren fruchtbare Nationen säct. Als letzthin ein kurzer Tag der Freiheit in Ungarn tagte und Sie, sein erwählter Gouverneur die Nationalversammlung seiner Repräsentanten um eine Vermehrung an Mannschaft und Mittel zu seiner Vertheidigung aufforderten, da jauchzle die Welt, Ihr Auditorium, als sie sofort mit zweimalhunderttausend Mann und achtzehn Millionen Gulden entsprach und sich dazu mit dem patriotischen Rufe entschied:„Wir bewilligen es! Wir bewilligen es! zu Freiheit oder Tod!“ Die zwei heroischen Feldzüge, welche folgten, werden immer unter den größten Großthaten und Wundern der Geschichte stehen. Wohl baden Sie die Helden von Temesvar und anderer glorreicher Felder übermenschlicher Tapferkeit als die„ungenannten Halbgötter“ unserer Zeit bezeichnet; denn die Titanen der Mythologie kämpften nicht unbezähmbarer gegen die vereinte Macht der herschsüchtigen und erbarmungslosen Götter. als die erbarmungslosen Götter, als die namenlosen Soldaten Ungarns gegen die verbundenen, überwältigenden Kräfte Oestreichs und Rußlands. Und sie kämpften und sieglen, bis durch Anstiften von Verrath, jener feigen Zuflucht vernichtender Macht, die Tyrannen vollführten, was wie es scheint, keine numerische Macht vollführen konnie. Aber Au undtöerwindlich, fiel Herkules, gegen Alles außer der Treschütterie es die Säulen eines Ungarn nicht allein. Im Fsstismus und dunkler Diplomatie, welche Systems Curopätschen## werden können. Oestreich, damals Obernicht wieder auferri,, unste Philister(chen chief lord of tbe theacherderr gee,„T#er;,„##el mit ihm und wurde eine Vasallenmacht. Engour Pbilistiner,Htreich die nachlässig hingestreckten Zuschauer der Scene land und sihrer hohen Stellung, als angelobte Wächter des östlichen sielen Westlichen Europas gegen die schwarzen Adler*) des Nordens, herab und können weder in Betreff der Chre noch der Macht ste wiedergewinnen, bis Ungarn wieder bergestellt ist. Polen war ihr Vorwurf, Ungarn ist ihre Herabwürdigung. Frankreich, in der *) Der rnssische Adler ist bekanntlich weiß. Es muß also ein Schreibeder Drucksehler jenseits des Occans stattgefunden haben. d. J. versterbenen Rentier Gumpertz ist der biesigen jüdischen Lehrschule(Bedramidasch) zugesallen. Manche bedeutende und seltene Werke machen dies Geschenk zu einem äußerst werihvollen.— Eine andere nicht weniger bedeutende Bibliothek ist jetzt nach Berlin in den Besitz des Buchhändlers Stargard gekommen und erregt das Interesse unserer Antiquare und Bücherireunde in hohem Grade. Es ist die Friedrich von Schillers. Sie befand sich bis jetzt in dem Besitze seines Sohnes. Das beiliegende Bücherverzeichniß ist ein Authograph Schillers und die Bücher selbst sind mit Anmerkungen und Notizen übersät, die dem Ganzen nicht nur einen besonderen historischen Werth verleihen, sondera auch Zeugniß von dem regen Fleiße Schillers geben. Der jetzige Besitzer wird die Bibliotbek nur im Ganzen veräußern. Posen, 27. Dez. Der„Goniec Polski“, der nach der wiederbolten Schließung der früberen Stefanski'schen Druckerei in der älteren Offizin von Pawicki und Gube gedruckt wurde, bat seit einigen Tagen von Neuem aufgebört, zu erscheinen, und zwar in Folge eines polizeilichen Verdotcs. Wie wir bören, geht man jedoch bereits damit um, ein anderes polnisches Organ zu gründen; indeß gebt dieses neue Unternehmen von der entgegengesetzten Partei des„Goniec“, nämlich von der sogenannten aristokratischen Partei aus, und die neue Zeitung wurde demnach in demselben Sinne und Geiste wie der in Krakau erscheinende„Czao“ redigirt werden, sich also der Regierung anschließen. Als künftigen Redakteur dieses Blattes bezeichnet man den bisberigen Redakteur des„Przegl. Poznanski Kozmian“. Schwiegersohn des aus der Revolution von 1830 bekannten Generals Chlapowski, dem eine ausgezeichnete Befäbigung nicht abgesprochen werden kann.— Die von hier nach Kurnik führende Chaussee ist seit einiger Zeit wieder so unsicher geworden, daß eine strenge polizeiliche Ueberwachung verselben angeordnet worden ist; dennoch aber kommen noch sehr häusige Beraubungen der die Straße passirenden Fuhrwerke vor. Gewaltsame Raubanfälle ereignen sich zwar nicht, aber mit einer auffallenden Frechbeit und Gewanotbeit werden nicht nur die Kosfer binten von den Wagen abgeschnitten, sondern leichter gebaute Wagen selbst durchbrochen und aus dem Innern binter und neben den Reisenden weg das Gepäck geraubt. Der Wald, eurch den sich die Chaussee ziehr, erfreut sich übrigens fast nie einer besonderen Sicherheit; es existirt offenbar eine sich fertpflanzende Bande, die nur zeitweise ihre Thätigkeit einstellt, wenn sie durch strenge und umfassende UeberwachungsMaßregeln der Behörden zur Unthätigkeit gezwungen wird. Daß von dieser Bande übrigens je Einer auf der That ergriffen wäre, haben wir nie gehört; eben so sind die geraubten Sachen steis spurlos verschwunden. Duisburg, 26. Orz. Vor einigen Tagen wurde der Rest der Modilmachungs=Gelder, welche für den diesigen Kreie circa 40,000 Thaler betrugen, vollständig ausgezahlt. Dem Vernehmen nach sind diese Gelder auch in den benachbarten Kreisen Geldern und Bochum gezahlt. Ein Finanz=Abschluß, wie er Anfangs dieses Jadres nicht etwartet wurde, indem diese Gelder in 4procentigen Anweisungen zu bezahlen damals projektirt wurde. Wesel, 27. Dezbr. In einer kürzlich gebaltenen Gemeinderathssitzung wurde folgender Beschluß gefaßt: Da den Kammern zu Berlin unter anderen Vorlagen in Betreff der Abänderung der hier gültigen Gemeinceord= nung vom 11. März 1850 auch der Vorschlag vorliegt, „die§§. 33 und 537 dahin zu andern, daß alle Beschlüsse des Gemeinderathes nicht, wic bieher, verbindende Kraft haben, so fern sie in den Gränzen der Competenz erlassen und nicht vom Gemeindevorstande mit Erfolg beanstandet sind, sondern daß sie künftig nur dann verbindliche Kraft erlangen sollen, wenn sie die Zustimmung des Gemeindevorstandes erhalten haben“, so bat Gemeinderath erwogen, „daß eine solche Abänderung nothweneig dem Gemeinde= ratbe den erforderlichen Einfluß und jede Selbstständigkeit nehmen und ihn lediglich zu einem dem Gemeindevorstande untergeordneten Collegium berabdrücken wurde, nicht minder aber auch das bieher nach§. 33 dem Gemeinderatbe zustebende Controlrecht über die Verwaltung— ein unstreitig sehr wichtiges und heilsames Recht— aufheben, wenigstens illusorisch machen wurde, und darauf einstimmig beschlossen, daß zur Abwendung einer solchen Abänderung für die hiesige Gemeinde eine durch den Abgcordneten Lanzelle zu überreichende Petition an die zweite Kammer zu Berlin(davon Abschrift dem königlichen Ministerium eingereicht wird) erlassen werden möge.“ Die Petition ist am 19. Dez. vom Gemeinderatbe unterchfrieben worden.(K. Z.) Kiel, 24. Dezember. Die B.=H. erzäblt: Der bolsteinische Oberwege=Inspekter Lesser haite sich mit seiner Familie zu seinem Schwiegervater, dem Dr. Weber, nach dem schles8 un. eines der Mummen=Präsidentschaft eines seichten Kaisertbrone ein Schrei#### im Nest des Adlers— nach dem Unadhänatakeit— das fog.d2r Löpenbaut“)— seine Ehre und ter den Nationen verpfändet. I. Vorrechk ibres alten Ranges ungleich zum offiziellen Banner des Gleistu==.—. H=creicha und zum Inquisitor Roms bergab, um di Renublikaner##taltcns mu abrem Vaterlande lebensig zu begraben“ Frankreich kann in der Geschichte nicht wieder rebabilitirt werdct.#,, 4 eshg sein gigenes Versprechen löst, das mit der bräutlich Eeganden Plüshseiner Republik und mit der Fabne seiner eigenen ten ist: das Weib und die Gefäbrtin der Freiheit in 14.— da:“ zu sein, woher der Ruf der Menschlichkeit nur kommen meg. :(Fortsetzung folgt.) *) Man vergesse nicht, daß die Ereignisse des 2. Dez. am 9. resp. 5. noch nicht hinüber gelangt sein konnten. wigschen abeligen Gute Rosenkranz begeben, um dert das Weibnachtofest im Familienkreise zu verbringen. Gestern nun wurde das Haus ven dänischen Militär umstellt, Hr. L. errctirt und zu dem nachsten Höchstcommandirenden, dem Oberstlieutenan! Dodt, nach Noer abgeführt, wo er sich nach den letzten Nachrichten noch als Gefangener befindet. Es ist dies um so auffallender, da Hr. L. früher unangesochten mehre Male das Herzogihum Schleswig betreten und in keiner Weise bei unse: serkr Erbebung sich beiheiligt hat, als daß er anfang eine Zeit lang Militärdienste in der schleswig=holsteinischen Armee gethan, nachdem er schon längere Zeit vor 1848 den inländischen Militärstand verlassen hatte und Civilbeamter geworden war. Man schließt aus dieser Angelegenbeit, daß die Bereutung der Bundescommissäre in Holstein nur noch eine sormelle ist, welche gleichfalls bald aufhören wurde. — Nach einem Briefe der Hamd. Nachr. vom 26. ist von Hrn. Lesser von Noer aus ein mit dem Polizeisiegel versiegelter Brief an seine Frau gelangt, wonach er sich noch auf Noer befindet und in der Art bewacht wird, daß eine Schildwache sich mit ihm im nämlichen Zimmer aufhält, wäbrend eine zweite vor dem Zimmer postirt ist. Sein Schwiegerv#ter bat sich nach Flensburg begeben, um dort Reklamation zu erheben, und soll eventuel gesonnen sein, sich unmittelbar an den Thron zu wenden. Es heißt übrigens, daß der Inhastirte nach Kopenbagen transpertirt werden soll. Hamburg, 26. Dez. Der Corps=Commandant v. Legeditsch in Altona empfing neulich einen Besuch mebrerer Hamburger Bürger. Es waren dies geborene Ungarn, jedoch seit einer langen Reihe von Jahren dier ansässig; die Anrede an den General hielt der Fabrikant W—9, ein Mann, welcher die unter keinen Umständen verläugneten glühenden Sympathien für sein unglückliches Vaterland oft auch mit nicht geringen Opfern betbätigte. Diesmal handelte es sich darum, für das Schicksal des verhafteten Rusbak eine Fürbitte bei dem FML. v. Legeditsch einzulegen. Derselbe erwies sich zwar auch bei dieser Gelegenheit sehr zugänglich und sreundlich, in der Hauptsache aber konnte er nur eine ausweichende Antwort geben, welche freilich mit der Wahrheit ganz übereinstimmen mag: daß er nämlich in der Sache nichts zu tbun vermöge. Dieselbe wird als eine sehr wichtige Angelegenheit vom k. k. Kriegsministerium selbst geleitet, und daß über den Hamburger Bürger Rushak über kurz oder lang ein Todesurtbeil ausgesprochen wird, wenn auch nur pro forma, ist außer Zweisel. Würden die östreichischen Truppen früher von hier abzieben, als das Urtheil gesprochen ist, so nähmen sie Rushaf mit sich. Er wurde, so viel ist gewiß, in einem fein ausgearbeiteten Conspirationsplan, bei dem man vor allem auf die Mitwirkung des östreichischen Regimentes Schwarzenberg in Rendeburg rechnete, als Werkzeug gebraucht und gab sich blind dem biehergekommenen Pieringer=Patacki hin. Von einem Haupie der ungarischen Emigration in London sollen dem Schneidermeister R. mehrere Geldsendungen gemacht und ein solcher Brief mit einer nicht unbedeutenden Summe von der Potizei äufgefangen sein. So fügt sich denn alles so, um den unglücklichen Mann untei dermaligen Verhältnissen als sehr kompromittirt erscheinen zu lassen.— Leider sind auch die wegen Desertionsunterstützung von den Oestreichern gefänglich eingezogenen Personen in schlimmster Lage. Schon sollen Geständnisse in Beireff früberer Handlungen dieser Art von ihnen gemacht sein., Faktisch ist, daß auch der Calesattor der längst von den Orstreichern besetzten Gänsemarktswache, Namens Meper, den jene auf seinem Posten ließen, vor wenigen Tagen verhastet wurde, desgleichen ein Wirib, Namens Habn. Mit den zuerst arrctirten Seubert, Fischer und Quick macht dieses bereits fünf und wir haben nur allzu triftigen Grund anzunehmen, daß hiermit die Reihe der Verhaftungen in dieser traurigen Angelegenbeit noch nicht geschlossen ist.(Wes. Z.) Leipzig, 24. Dez. In den letzten Tagen sind allerhand mysteriöse Gerüchte umgegangen, welche das Andenken an das vor länger als Jabresfrist entdeckte große Defizit von über 100,000 Thaler in der Hauptstaatskasse wieder erneuern. Bekanntlich wurde damals, als diese traurige Entreckung zu Stande kam, allgemein angenommen, der Hauptstaatskassirer I., ein in langjährigen Diensten allezeit als treu erprobter Beamter, habe entweder einen Rechenfehler begangen, so daß also das Defizit nur ein scheindares gewesen wäre, oder einen einzigen früberen Griff in die Kasse durch bedeutendes Lotteriespielen wieder gut zu machen gesucht, in der Wirklichkeit aber seine Schuld und daß anfänglich kleine Defizit immer vergrößert. Die Untersuchung gegen idn schwebt nun seit länger als einem Jahre, und jetzt auf einmal gebt das selbst von der Presse erwähnte Gerücht, daß seine Freisp echung zu erwarten stebe. Wäre diese die Folge eines ausgefundenen Rechenseblers, so hätte sie weit früber erfolgen müssen, denn die betressenden Rechnungsbücher sind längst revidirt und superrevidirt; es wäre also nur denkbar, daß undere Hände als die seinigen sich am Staatsgut vergriffen hätten, und allerdings wird auch behauptet, daß die Untersuchung sehr merkwürdige Entreckungen geliefert habe, die allem Anschein nach den Hauptkassirer nicht als den einzigen Schuldigen dinstellen. Man ist im böchsten Grade gespannt auf diese Enthüllungen, um so mehr als die offizielle Presse bis jetzt noch behartlich über die ganze Angelegenheit schweigt. Gotba, 22. Dez. In Folge der von dem LandtagsAusschusse in seiner letzten Abstimmung ausgesprochenen Ablebnung der Unionsvorlagen ist den von Koburg bierder gelangten Nachrichten zufolge der Herzog entschlossen, zu Anfang k. Jahres nach Wien zu reisen und den Raid res vortigen Cabinets über die Regelung der Verfassungs=Angelegenbeit einzuholen. — Der Staatsminister v. Seebach ist vor einigen Tagen nach gereis't, um vermittelnde Schritte beim Herzog zu ver(L. Z.) — 24. Dezember. Der Slaatsminister von Seebach is von Keburg zurückgekehrt, wie man vernimmt, soll ee ihm nicht gelungen sein, die Rücknahme des Befebles zu erwirken, dem zufolge der Hof für den Winter in Koburg verbleibt. Wiesbaden, 25. Dez. Unser Ministerpräsicent von Winzingerode hat seine Entlassung verlangt und erhalten.— Was denselben hierzu veranlaßt, ist noch nicht bekannt geworden.(M. I.) VC. Frankfurt, 27. Dez. In der Bundestagssitzung vom 20. d. M. hai(wie die Zeitungen bereits gemeldet) die Abstimmung über die Annahme der Dresdener Uebereinkunft stattgefunden. Sicherem Vernehmen nach erklären sich medrere Regierungen gegen dieselbe; andere knüpften die Annahme an weitaussebende Beringungen, namentlich an die des Beitritts sämmtlicher Bundesstaaten; nur wenige sprachen sich für die unberingte Annahme aus. Es kann biernach die Ablehnung des Dresoner Entwurfs als feststebend betrachtet werden. Darf man aus dieser Thatsache einen Schluß auf das Resultot der nabe bevorstebenden Wiener Zellkonferenz ziehen, so wird dieselbe einem gleichen Schicksal nicht entgeben. Mag Oestreich auch dabin trachten, die sürdeutschen Staaten zu einem entschiedenen Auftreten für seine Zollpläne zu bestimmen, so wird doch alle Willfährigkeit der Regierung nicht binreichen, den Gegendruck der thatsächlichen Verbältnisse zu überwinden. Mögen die schwankenden und zweideutigen Glieder des Zollvereins sich übrigens daran erinnern, welche finanziellen Vortbeile gerade ihnen bieber rer Zollverein gebracht hat und wie ihr Antheil an den Zollrevenuen bedeutend das Maß ihrer Consumtium übersteigt. — Der Berliner Absageakt vom 5. d. M. ist bier von allen denjenigen mit lebhafter Befriedigung aufgenommen, welche die materielle Wohlfahrt Deutschlands ohne weitere Hinterund Nebengedanken gefördert wissen wollen. Die Publikation jener Note hat nicht wenig dazu beigetragen, die Ueberzeugung zu befestigen und zu verstärken, daß Preußen von dem aufrichtigsten Willen beseelt ist, bei der Umgestaltung des Zollvereins allen woblverstandenen Interessen möglichst Rechnung zu tragen und sich bei seinen demnächstigen Vorschlägen nicht von einseitigen Motiven leiten zu lassen. Man siebt immer mehr ein, daß der Zollverein sich nicht eber auf irgend welche Unterbandlungen mit Oestreich einlassen kann, als bis sowohl seine eigene als die Reorganisation des östr. Zollwesens vollendet ist, da es vorber an jeder thatsächlichen Basis fehlt, und man nur ein Gebäude in die Luft bauen würde. [°] Frankfurt, 27. Dez. Auf Anordnung des Bundestags= Präsigenten sind die Verbandlungen und Anträge der in Dresden versammelten Sachverstäneigen in hiesigen Blättern veröffentlicht worden, jedoch in der Art, daß die mitgetheilten Stücke günstig für Oestreich und nachtbeilig für Preußeu erscheinen. Mit Recht ist man preußischer Seits ungebalten darüber, denn entweder hätte man die Aktenstücke ganz oder gar nicht mittbeilen sollen." Ven der Militär=Kommission beim Bundestage ist ein Strafgesetz=Entwurf für die Bundestruppen vorgelegt worden, derselbe ist aber nicht ganz vom Engern Ratbe gebilligt und deshalb zur Abänderung an die Militär=Kommission zurückgegeben worden. Obwobl man das Schicksal der deutschen Flotte als längst entschieden betrachtet und die Auflösung verselben als gewiß ansicht, so hat der Bundestag doch noch immer nicht das Todesurtbeil über dieselbe ausgesprochen. Preußen sowobl als Oestreich stimmen dafür, daß es keine deutsche Flotte fortan mehr geben solle, nur die kleineren Staaten Norddeutschlands mögen sich noch immer nicht an diesen Gedanken gewöbnen. Hannover besonders soll sich mit viel Wärme für den Fortbestand der deutschen Flotte erklärt haben, und oa man weder von Seiten Oestreichs noch von Seiten Preußens Hannover in seinen Neigungen jetzt verletzen will, so hat man den Beschluß über das Loos der deutschen Flette noch binausgeschoben. So wenigstens urtheilt man hier über diese Angelegenheit Wien, 27. Dezbr. Die„Wiener Zeitung“ verkündete den Rücktritt Lord Palmerston's gestern in einem Extrablatte, nach welchem der kaiserliche Gesandte zu Berlin zugleich angiebt,„daß Palmerston auf Verlangen Ihrer Majestät der Königin und über Antrag des Lord Russel ausgeschieden sei.“— Diese Nachricht versetzt unsere Presse in einen Rausch von Freude und Entzücken, der sich sofort in langen Artikeln Luft macht und eine Flutb von Conjektural-Politik an die Oeffentlichkeit bringt. Die gesammte östreichische Presse denkt eben nur an die Stillung, welche das Cabinet zu St. James dem zu Wien gegenüber eingenommen hat; sie desinirt also den Rücktritt Palmerston's lediglich aus der Unhaltbarkeit, welche die Stellung dieses Staatsmannes den Regierungen des Continents gegenüber erlangt hatte. Der„Llopo“ widmet dem großen Ereigniß drei Spalten, er spricht nur von dem„Sturze“ Palmeiston's, der von seinen Freunden gerichtet worden set. Die„Presse“ siebt in den auswärtigen Beziehungen Englands eine vollständige Aenderung des dieberigen Spstems eintreten, sie malt die Zukunft in den ihr passenden Farden, obne nur daran zu denken, daß die telegrapbische Depesche ihr bis jint nichte als die bloße Thatsache gemeldet hat, und der übrige Bau nur das Produkt ihrer Pbantasie ist. Die Börse stimmte in den Freudenrausch nicht ein, der „Wertd. Geschäftebericht“ meint, sie babe seit der Waffenstreckung zu Villages genug Lebrgeld gezablt, um nicht möglicher Weise ihre vollsäneigeren Manifestationen so lange zurückzuhalten, bis auch die vollständige Ausbeutung der erlangten Siege erfolgt sein werde. Dicemal war wohl die Börse klüger, als die gesammte Pzesse. — Gtaabwürdig wird der„L. Z. C.“ versichert, daß die sächsische, bairische und würtembergische Regierung über die Einlarung Orstreichs zur Zeilkonserenz nach Wien Runoschreiben an die ihnen befreundeten kleineren Staaten erlassen haben, in denen die Wichtigkeit des Entschlusses Orstreichs in handelepolitischer Beziehung erörtert und zur Beschickung des Kengresses im Sinne des östreichischen Runeschreibens angeratben worden ist. Ausland. Schweiz.— Aus der Schweiz, 23. Dezember. Gestern ging im Nationalratb das Gerücht, Frankreich verlange die Ausweisung aller französischen Flüchtlinge aus der Schweiz. Obwohl sich darüber kaum noch Jemand wundern würde, muß doch das Nähere abgewartet werden. Schon einige Tage vorher brachte der „Bund“, einen halbamtlichen Artikel über die„Umtriebe französischer Flüchtlinge in der Schweiz“, binsichtlich deren verschiedene Schweizer Blätter sich zum Echo der französischen machten: die Beschwerden seien übertrieben, der Bundesrath habe sofort Alles gethan, und werde, Hand in Hand mit den westlichen Canionen, serner thätig sein, um solchen Umtrieben entgegen zu wirken. Thatsache ist übrigens, daß die französische Gesandtschaft am 19. eine Beschwerde über die Austreibung der französischen Israeliten aus Baselstadt und Baselland überreicht hat: Frankreich müßte sich dadurch veranlaßt sehen, Bürger dieser beiden Cantone aus seinem Gebiete auszuweisen. Die zweite Acußerung des neuen Regimentes zu Paris gegen die Schweiz ist demnach liberalen Inhalts; als die erste kann man die Ausschließung der Schweizer Zeitungen betrachten. Möglich, daß die dritte Arußerung in der Bestätigung des obigen Gerüchtes bestände. Von der eing reichten Note war die Beiner Regierungspartei schon am 17. oder 18., früher, als der Bundesrath, unterrichtet; ein Artikel der Berner„Patrie“ kündigte schon vor der Einreichung mit sichtlichem Behagen an, Frankreich werde eine Ausweisung aller Schweizer androhen. Da auch der „Oberländer Anzeiger“ triumphirend versichert, der„brave“ Louis Napolcon werde im Einverständnisse mit den Mächten überall Ruhe und Ordnung herstellen, so spricht die„ Berner Zig.“ nicht obre Grund von den„ landesverrätherischen Hoffnungen“ der Schwarzen auf eine fremde Intervention. Auch damals, als der wirkliche Napoleon seinen Staatsstreich gemacht, hätten sich die Patrizier binter ihn gesteckt. Ein gewisser gnädiger Herr sei gerade jetzt von Bern nach Paris gereist.„Lassen wir uns nicht wieder überraschen, wie im Stecklikrieg und Waldshuterverrath.“ Italien.— Aus dem Piemontesischen, 20. Dezember. Die Reise des Herzogs von Aumale bringt man mit dem Plane der Familie Oeleans in Verbindung, sich dem Streben L. Bonaparte's nicht zu widersetzen, aber im Falle ihm ein Unglück zustieße, in der Nähe zu sein, ebe die Franzosen sich über ein anderes Oberhaupt zu vereinigen im Stande wären. Rizza, 19. Dezbr. Man schreibt aus Genua, daß sich die Nachricht bestätige, daß die afrikanische Armee ihre Abneigung gegen den Coup d'Etat dadurch an den Tag legte, daß sie eine Deputation nach Frankreich schicken werde, um wider die Arretirung der Generale zu protestiren und deren Freilassung zu verlangen.(A. Z.) Frankreig.— Paris, 28. Dezember. Durch ein Dekret im heutigen Moniteur ist auch in Finanzministerium eine wichtige Reform angeordnet worden. Die bisher getrennten Verwaltungen der Zölle und der indirekten Steuern werden künftig unter dem Namen:„Allgemeine Direktion der Zölle und der indirekten Steuern“, nur Eine Verwaltung bilden, an deren Spitze der Direkter der bisherigen Zollverwaltung, Greterin, gestellt ist.— Durch ein zweites Dekret wird das Gebiet der Republik wieder, wie früher, in 21 Militärbezirke und 86 Unterbezirke, letztere den Departements entsprechend, eingetheilt; die Besetzung der Befehlshaberstellen wird jedoch den Erfordernissen des Dienstes gemäß erst nach und nach stattfinden. Die Hauptquartiere der 21 Militärbezirke sind Paris, Rouen, Like, Chalons sur Marge, Metz, Straßburg, Besancon, Lyon, Marseille, Montpellier, Perpignan, Toulouse, Bayonne, Vordeaur, Nantes, Rennes, Bastia, Tours, Bourges, Clermont-Ferrant, Limoges.— Ein drittes Dekrei stellt für die Marine einen bestimmten Cadre auf und setzt verschiedene Summen für das zur Verfügung gestellir Sersonal der-Flotte aus.— Durch ein viertes Dekret wird die noch von Cavaignac herrührende Munizipal=Commission von Paris aufgelöst und in einem, der neuen Regierung mehr ergebenen Sinne zusammengesetzt. Man bemerkt u. A. das Wegfallen des gewesenen Repräsentanten Ferdinand de Lasteyrie, eines der intimsten Anhänger Cavaignac's.— Durch eine Verfügung des Unterrichts- Ministers Giraud ist der philosophische Unterricht in den Lyceen abgeschafft worden. Diejenigen Zoglinge der Normal=Schule, die sich denselben zum Beruf gewählt hatten, sind angewiesen worden, sich entweder für den Unterricht in den alten Sprachen oder für den in der Geschichte und Literatur vorzubereiten.— Nach der Bekanntmachung des Ergebnisses der Abstimmung wird auf dem Marsfelde eine große Revue über 70 bis 80,000 Mann abgrhalten werden; der General Magnan wird den Oberbefehl führen und L. Napolcon derselben beiwohnen. Man spricht von umfassenden Veränderungen im Personal der Gesandten und Consuln. — Die„Presse“ zeigt heute an, daß der bisherige Haupt=Redakteur Perodeaud, einer der Eigenthümer dieses Blattes, so wie seine Mitarbeiter zurückgetreten sind. In Folge dieses Rücktritts ist die ebemalige Redaktion wieder eingetreten. Die Eigenthümer der „Presse“ haben von Girardin das Versprechen erhalten, die Direktion der„Presse“ wieder zu übernehmen, sobald das neue Preßgesetz erschienen sei.(?) — Die Eristenz des Urtheils des hohen Gerichtshofes in Bezug auf die Absetzung Louis Bonapartes ist vielfach bestritten wörden. Dasselbe bestebt aber nicht allein, sondern ist sogar dem Präsidenten der Republik amtlich bekannt gemacht worden. Während man sich in den Straßen von Paris schlug, hielt der hohe Gerichtshof eine zweite Sitzung, in welcher er Louis Napolcon Bonaparte seiner Gewalten für verlustig erklärte. Am 5., als der Kampf noch dauerte, begab sich Hardouin, der Präsident des Hofes, nach dem Elysee, um Louis Vonaparte das Urtheil zu verkünden. Es gelang ihm, die zu Louis Bonaparte zu dringen, dem er das gefällte Urtheil mittheilte. ersonal=Chronik. Dem Maurergesellen Carl Uble aus Paderborn ist nach vorschriftemäßig bestandener Prüsung die Meister=Concessien erthein worden. Der Siadt= Sceretär Augus Frohnsdors zu Hörter ist zum Rendanten des dertigen Eschamts gewählt und bestätigt worden. Dem Amtmann Dure ist die cemmissarische Verwaltung des Amts Neudaus, im Kreise Paderdorn, dis auf weitere Anordnung übertragen werren. Die durch den Tod des Schullehrers Heinrich Rempe erledigte Schulstelle in der Bauerschaft der Gemeinde Verl, ist dem SchulamisCandidaten Conrad Rempe previsorisch verlieben. Die durch Versetzung des Schullehrers Vable erledigte Schulstelle zu Ostkilver, Kreises und Diöcese Herford, ist dem Schuuehrer Friedrich August Hoffmann zu Lashorst desinitiv verliehen. Die durch Versetzung des Schullehrers. Poblmever ertedigte 2. Lehrerstelle zu Hausberge, Kreises Minden, Diöcese Vlotho, ist dem Schulamts=Candidaten Friedrich Wilhelm Poos zu Sudfelde provisorisch verliehen. V Aus Westfalen, 29. Dezember. Die Königl. Regierung zu Münster veröffentlicht von Zeit zu Zeit durch ihr Amtsblatt eine Zusammenstellung verschiedener, für ihren Verwaltungsbezirk interessanter Nachrichten. So wird auch jetzt wieder im Münsterschen Amtsblatte aus den verflossenen beiden Monalen das Nöthige berichtet über Witterung, Stand der Gesundbeit, vorgekommene Krankheiten, Unglücksfälle, Brände, milde Stiftungen, Menschenrettungen u. dgl. Reichhaltig insbesondere ist jedesmal der landwirtbschaftliche Bericht über Forstbestände, Ernteertrag, ferner Aussichten und vorgekomme Verbesserungen. Es ist sehr zu wünschen, daß auch die Königl. Regierungen zu Arnsberg und Minden dergleichen regelmäßige Veröffentlichungen veranstalteten. Ganz abgesehen davon, daß die meist so trockenen Amtsblätter dadurch interessanter würden, und daß dies der beste, sich von selbst darbielende Weg ist, die Bewohner des Beewaltungsbezirkes mit den wichtigsten Vorkommnissen bekannt zu machen: so liegt es auf der Hand, wie wichtig und wie förderlich dergleichen sichere Berichte sind, z. B. in Landeskultursachen, Ausfall und Aussichten der Ernte. Dadurch wird übertriebenen Nachrichten und Befürchtungen auf eine einfache Weise vorgebeugt und eine richtige Kenntniß der Dinge und der Bedürfnisse verbreitet. Die Regierungen sind fast allein im Stande, dergleichen auf Thatsachen beruhende und den ganzen Verwaltungsbezirk umfassende Berichte zu geben. * Dorsten, 28. Dezember. Seit einigen Wochen zeigt sich hier auf eine beunruhigende Weise der Abdominaltyphus. Er ist zwar nicht bösartig, aber ansteckend. Beim Hinzutritt anderer Krankheitsstoffe wird er gefährlich. Auch die beiden Wärterinnen in der biesigen Krankenanstalt wurden davon ergeiffen. § Rbeine. 30. Dezember. Seit einem Vierteljahre besitzt unsere Stadt auch ein Hospital, das Mathias=Hospital. Dieses ist eine wahrhaft milde Anstalt für den ganzen Kreis. Es werden darin aufgenommen Kranke jeden Alters und Geschlechtes, auch die Confession macht keinen Unterschied. Vorläufig versehen den Krankendienst noch zwei barmherzige Schwestern, welche sich rucch ihre stille, liebevolle und unermüdliche Pflege dafür besonders eignen. Die Begrundung der Anstalt aber wurde nur möglich durch die bochherzige Handlung des Kaufmann Bonse hierselbst, welcher hauptsächlich das Anlage= und Betriebskapital bergegeben hat. Solche edle Handlungen wirken segensreich noch für kommende Generationen.— Warendorf, 23. Dez. Binnen Kurzem treffen bier„Schwestern vom Orden des geheiligten Herzens“ ein, um vorläufig die Leitung der Waisenkinder zu übernehmen. Der Waisenfonds ist bier bedeutend und hat wohl ein Capital von circa 20,000 Thaler. Späterhin werden dieselben hier ein„Peasionat für junge Damen“ errichten, nachdem sie geprüft sind und von der Regierung gegen ihre Uebersiedelung nichts eingewendet ist. Die Stadt hat bereits für sie das Dünheuftsche Haus für 4000 Thaler angekauft. Hagen, im Dezember. Vor dem diesmaligen Schwurgerichte stand ein Mann, angeklagt der entehrenden Handlung des Betrugs und der Fälschung, dem man ein solches Verbrechen nicht hätte zutrauen sollen. Der Gutsbesitzer Lehnhoff in der Gegend von Altena, ein Mann, der des besten Rufes seither genossen hatte, der Gemeindevorsteher, Kirchenrendant u. s. w. zur Zufriedenbeit seiner Gemeinde gewesen war, ist verurtheilt worden, weil er sich eines gemeinen Betrugs und der Fälschung schuldig gemacht hat! Derselbe hatte für Herrn Künne in Altena eine Steinkohleulieferung und mußte kontraktlich die Kohlen von der Zeche Wiendahlsnebenbank holen. In der Fabrik des Herrn Künne fällt es aber seit einiger Zeit auf, daß die Koblen weit schlechter, als die von der genannten Zeche sind, obschon die Ladescheine im Namen des Schichimeisters Tewes von„Wiendahlsnebenbank“ lauten. Es werden Nachforschungen angestellt, die ergeben, daß der Knecht des Lehnhoff die Koblen von einer andern näheren und billigern Zeche„verlorene Posten“ gevolt hat; die Preisdifferenz betrug 5 Pf. per Scheffel; die Ladescheine des Tewes waren also gefälscht. Zuerst fiel Verdacht auf den Knecht des Lehnhoff, der die Kohlen gefahren und wurde derselbe auch gefänglich eingezogen. Er wälzte jedoch die Schuld auf den Lehnhoff, dem er die Scheine abgeliefert und dafür andere mit dem Namen„Tewes“ empfangen habe. Der Knecht wurde wieder freigelassen und Lebnhoff eingezogen; in den Verbören läugnete er, lateinische Schriftzüge, in denen der Name des Tewes geschrieben war, machen zu können, es wurde ihm jedoch durch verschiedene seiner Namensunterschriften in seinen Grundacten, die mit lateinischen Lettern geschrieben waren, bewiesen, daß er es wohl könne und bei der ihm befoblenen Nachschreidung eines Ladescheins im Namen des Schichtmeisters Tewes ergab sich, daß dieser Aehnlichkeit mit den bei Herrn Künne abgegebenen folschen Scheinen hatte. Die Herren Vertheidiger Schuchard und Rauschen busch gaben sich mit ihrer bekannten Beredisamkeit zwar alle mö.liche Mübe, den Hauptzeugen, Lehnhoffs Knecht, der aber des Schreibens unerfahren sein soll, als den Schuldigen darzustellen und war die ganze Sachlage auch der Art, daß man zweiselhaft darüber sein konnte, allein die Herren Geschwornen haben nicht gezweifelt, wer der Schuldige war, und den Lehnhoff verurtheilt; der Gerichtshof erkannte auf zweijährige Zuchthausstrafe 2c. So hat denn die leidige Habsucht einen bisher durchaus unbescholte###n Mann ins Verderben und seine Familie in Jammer und Verzweiflung gestürzt. 9 00A0 Verkehrs [Optum.] In England soll das Opiumrauchen sehr überhand nehmen. Vorzüglich sind es die unglücklichen Fabrikarbeiter, welche sich diesem Rauchmittel ergeben und welche dasselbe dem Branntwein noch vorziehen, weil es schneller und nachhaltiger sie in den Taumel versetzt und wenigstens auf Augenblicke ihnen ihr Elend vergessen macht. Natürlich is auch der Nachtheil für die Gesundbeit nachhaltiger, als beim O.anntwein, und die schon jetzt körperlich und geistig verkrüppelte Habrithevölkerung Englanos dürfte einem allgemeinen Verfalle des Gesundheitszustandes entgegen gehen, der sich dann in seinen Folgen auch für die Fabrikate geltend machen würde. [Landwirthschaft und Aernte im Regierungsbezirk Münster.] Die Bestellung der Winterfrüchte ist größtentheils beendet. Die jungen Saaten, namentlich die Roggensaat, haben jedoch an sehr vielen Orten und mitunter sogar bedeutend durch Schneckenfraß gelitten, so daß viele Aecker haben umgepflügt werden müssen. Der im November gefallene Schnee und der Eintritt der Kälte ließ eine vortheilhafte Einwirkung gegen ein weiteres Umsichgreifen des Uebels erwarten. In den Kiefernbeständen im Amte Marl, Kreises Rechlinghausen, so wie in den jungen Kiefernbeständen bei Rhede, Kreises Borken, ist von Raupen(Kiefern=Becken=Käfern) ein nicht unbeträchtlicher Schaden angerichtet worden. Der Gesundheitszustand der Haustbiere ist im Allgemeinen gut. In der Gemeinde Osterfeld, Bürgermeisterei Bottrop, Kreises Recklinghausen, sind noch 3 Kühe an der Lungenseuche erkrankt, wovon 2 Stück gefallen sind und das dritte getödtet ist. Die Krankheit bat demnächst ganz aufgehört. Im Kreise Ahaus kommt bei den Schafen vielfach die Fäule vor. Die Erndie ist im Allgemeinen nicht ganz befriedigend ausgefallen. Weizen gewährte an Körnern nur einen mittelmäßigen Ertrag, an Stroh größtentheils auch nur einen geringen, theilweise jedoch auch einen reich licheren Ertrag; der Qualität nach war die WeizenCmndte gut. Roggen war ebenfalls der Qualität nach im Allgemeinen gut, lieferte jedoch an Körnern ebenfalls nur einen mittelwäßigen, dagegen an Strob durchgehends einen reichlichen Ertrag. Gerste ist im Ganzen ziemlich gut, und Hafer, namentlich der braune Hafer, noch besser ausgesallen. Buchweizen ist gut, stellenweise sogar vorzüglich gerathen. Erbsen, Bohnen, Raps, Hauf und Flachs sind ebenfalls an manchen Stellen gut, dagegen an anderen Stellen weniger gut, selbst mittelmäßig gerathen. Klee und Heu haben größtentheils einen recht guten Ertrag geliefert. Der unerwartet eingetretene Frost hat die Berzung vieler noch auf dem Acker befindlichen Rüben und Wurzelgewächse erschwert, auch dieselben theilweise hart mitgenommen. Die Kartoffel=Erndte kann kaum eine mittelmäßige genannt werden. Die bekannte Kartoffelkrankheit hat sich mit geringen Ausnabmen wieder überall— bald in geringerem, bald in größerem Maße gezeigt. Die Frühkartoffeln sind mehrentheils noch davon verschont geblieden, die später gepflanzten Kartoffeln, namentlich auf schwerem Kleiboden, sind aber stellenweise in solchem Umfange davon befallen worden, daß das Ausheben nicht die Mühe gelohnt hat. Auch an den mehr verschont gebliebenen Stellen ist der Ertrag nur ein geringer gewesen, namentlich sind die Knollen durchweg klein geblieben. Gartenfrüchte sind im Ganzen ziemlich gut gerathen. [Kartoffeln stakt Eier.] Herr Revisor Haill in Wertheim empfiehlt, statt der Eier bei Bereitung von Mehlspeisen sich des Kartoffelstärkemehls zu bedienen. Um diese Kartoffelstärke zu bereiten, gibt er folgendes Verfahren an: Man nimmt eine beliebige Anzahl Kartoffeln, legt selbe eine Viertelstund in frisches Wasser, wäscht sie dann mit einer scharfen Bürste rein, wodurch die Haut soweit beseitigt wird, daß das Schälen der Kartoffeln, wodurch die besten Theile verloren gehen, nicht nöthig ist. Hierauf reibi man die Kartoffeln auf einem feinen Reibeisen, übergießt sodann diese Masse 3 bis 4 mal mit frischem Wasser, rührt dieselbe fleißig durch einander, und nachdem sie sich gesetzt hat, wird jedesmal das oberhalb sich sammelnde braune Wasser abgegossen, wobei jedoch die Vorsicht angewendet werden mit, daß das in der Kartoffelmasse enthaltene Stärkemehl nicht mit fortfließt. Ist die Masse auf diese Art rein geworden, so wird über dieselbe ungefähr doppelt so viel siedendes Wasser gegossen, als die Masse selbst ausmacht. Man rührt dieses fleißig um und setzt sie gleich ans Feuer, bis sie beinahe zu sieben anfängt und sich möglichst verdichtet hat. Letzteres erfolgt dadurch, indem das in der Kartoffelmasse befindliche Stärkemehl sich in eine breiartige Masse auflös't, welche, so wie sie nur einigermaßen abgekühlt ist, durch ein Säckchen aus ganz dünner Leinwand gepreßt und zu nachbemerktem Gebrauch verwendet wird. — Der in der Leinwand verbleibende Rückstand läßt sich sehr vortheilhaft zum Waschen von unächt farbigen Stoffen und Wollenzeugen verwenden, indem dadurch die Farbe nicht verbleicht.— Herr Haill machte mehrfache Versuche mit Anwendung dieser Kartoffelstärkemehlmasse bei Bereitung von Mehlspeisen, namentlich bei Nudeln und Pfannkuchen, welche alle sehr günstig ausgefallen sind. — Der Teich wurde zusammengesetzt, wie gewöhnlich, statt Eier wurde aber soviel von der breiartigen Masse genommen, als nöthig war, um den Teig bilden zu können, wobei letzterer sich gerade so gut, als mit Zusatz von Eiern bearbeiten ließ. Die daraus gefertigten Speisen sollen im Geschmack von denen, zu welchen Eier verwendet wurden, nicht zu unterscheidrn gewesen sein. Die Masse läßt sich in einer wohlverschlossenen Flasche an einem kühlen Orte längere Zeit in brauchbarem Zustande aufbewahren, und je fester dasselbe bereitet ist, desto bessere Dienste leistet es. [Die Schutzzollpartei und die nationale Arbeit.] V. C. Frankfurt, 27. Dez. Es ist bereits vielfach aufgefallen, daß diejenige Partei, welche das Stichwork„natienale oder vaterländische Arbeit“ stets im Munde führt, gleichzeitig eine Zolleinigung mit Oestreich dringend empfichlt. Das heißt aber nichts anderes, als eine Vereinigung mit Völkerschaften, von denen nur etwa ein Drittel national oder vaterländisch, zwei Drittel Deutschland aber eben so fremd sind, als Russen, Schweden u. s. w. Nicht weniger sonderbar erscheint eine Auffassung, welche sich in der schon erwähnten„Ansprache“ des Prinzen v. Hohenlobe findet. Derselde bezeichnet nämlich das östreichische Zolleinigungsprojekt, welches gleichbedeutend mit der Unterordnung Deutschlands unter die materielle Gesetzgebung ist, als„ eine Vermittlung der beiden Systeme des Freibandels und Schutzzolles." Da nun dem neuen östreichischen Tarif das Prinzip des auegiebigen Schutzes zum Grunde liegt, welches gleichbedeutend mit einer möglichsten Versperrung des Handels nach außen ist, so läuft der Sinn jenes Ausdrucks, der„Vermittlung“, auf das Folgende hinaus: Deutschland und Oestreich treten zusammen mit 70 Millionen und bilden unter sich einen Freibandelsmarkt, versperren sich aber den Handel und Markt mit den übrigen 1000 Millionen Erdbewohnern, oder mit andern Worten: Der Freihandel gewinnt auf jene Weise etwa 8 pCt., verliert aber 92 pCt., während umgekehrt der Schutzzoll 92 pCt. gewinnt und nur 8 pCt. verliert. Gewiß eine curiose Vermittelung, auf die aber der Freihandel doch schwerlich eingehen wird!; [Die süddeutsche Presse in Bezug auf Handelspolitik.] Zur Charakteristik der süddeutschen Presse in der handelspolischen Frage mag Folgendes dienen. Entschieden auf Seiten des Zollschutzes, besonders des sogenannten ausgiebigen Oestreichs, der verbüllten Prohibition, steht unter den Organen Süddeutsch= lands eigentlich nur noch die Augsburger Allgemeine, welche in harmonischer Weise zugleich die östreichischen Zolleinigungsprojekte mit Eifer zu fördern bestrebt ist. Nicht gleich entschieden treten zwei andere süddeutsche Organe auf: der Nürnberger Correspondent und die Frankfurter Oberpostamts=Zeitung. Die letziere zeigt zwar eine eigene handelspolitische Farde keineswegs, hat aber in der jüngsten Zeit eine Reihe von Artikeln gebracht, welche theils unmittelbar zu Gunsten der östreichischen Zolleinigungsprojekte waren, theils zur Verherrlichung der mit jenen in naher Verbindung stehenden Plune der deutschen Schutzzollpartei dienten. Das Frankfurter Journak, der Verbreitung nach eins der bereutendsten Organe Süddeutschlands, ist augenscheinlich seit einiger Zeit bemühr, in der Frage der Handelspolitik und der östreichischen Projekte eine genissermaßen unparteiliche Stellung einzunehmen. Ein anderer Theil sür deutscher Organe ist den östreichischen Zolleinigungsprojekten geradezu entgegegen, leidet aber in Bezug auf die Zollschutzfrage an manchen Unklarheiten. Endlich ist auch eine Anzahl süddeutscher Zeitungen vorhanden, welche bereits annähernd oder ganz auf dem Boden der nationalökonomischen Erkenntniß steht, die man in den bei Weitem mehrsten Organen des Nordens schon lange vertreten findet. Großer Holzverkauf. Deu 14. und 15. Januar 1852, Morgens 9 Uhr ansangend, sollen bei dem im Kreise Lippstadt belegenen Gute Eringerfeld gegen 200 Nummern schwere Eichen auf dem Siqmme, zu Landbau=, Schifs= und Geschirrbolz vorzüglich geeignet, zum öffentlichen Verkaufe ausgesetzt werden. Kauflustige werden dazu unter dem Bemerken eingeladen, daß ein angemessener Theil des Kaufpreises als Handgeld vom Känser eregt werden muß. Schwarzenraben, 27. Dez. 1851. Der Rentmeister: u. 1. J. Raumland. Bei F. Schilv in Warburg ist erschienen und in der Buchbandlung von W. Crüwel! in Paderborn zu haben: Almanach für das Schaltjahr nach der gnadenreichen Geburt unsers Herrn Jesu Christi 1 S 5 2. Preis: Geb. 2½ Sar., mit Papier durchschossen 3 Sgr. Dieser Kalender zeichnet sich vor andern dadurch aus, daß nicht nur die besonderen Andachten, welche in den vielen Pfarren der Dibcese Paderborn bergebracht sind, darin angegeben weiden, sondern daß auch, Tußer demjenigen, was man gewöhnlich darin vorsindet, noch die Jahrmärkte im Kurfürstenthum Hessen, in dem Fürstenthum Lippe und Waldeck, so wie eine genaue Angabe in Betreff der Braunschweiger, Casseler, Frankfurter und Leipziger Messen, endlich der Fahrplan der Dampfwagenzüge der Westsälischen Staatseisenbadn zwischen Daverborn und Hamm mit den PostAnschlüssen in Paderborn, dann die Daupfwagenzüge der Friedrich Wildelm Roredahn, zwischen Wardurg und Cassel enthalten sind. E in unverbeiratheter, mit guten Zeugnissen versehener Mann, welcher längere Zeit Das Central=Blatt für den Handwerkerverein und die Gewerberäthe Provinz Westfalen Redigirt von B. Bartz und der Redaktions=Commission: J. C. Fässer, N. Sievert, F. W. Kühn, welches sich bis jetzt einer gesteigerten Theitnahme zu erfreuen gebabt hat, wird mit dem 3. Januar 1852 seinen vierten Jahrgang beginnen. Dieses Blatt ist für die Handwerker von solcher Bedeutung, daß es Pflicht derer ist, die es mit den Handwerkern redlich meinen, zu dem gedeihlichen Fertgange desselben beizutragen. In unserm Blatte schlagen die Pulse der Handwerker. Es ist in wesentlicher Bestandtheil des Entwickelungsgeistes im Leben des Handwerkers. Ueber die umsichtige Leitung ist nur eine Stimme. Die Redaktion wird, wie bisher, auch in de: Folge Alles aufbieten, diesen Ruf zu erbalten zu suchen. Das Central=Blatt verbreitet sich über Alles, was zur Belehrung der Handwerker dienen kann. Namentlich wird dasselbe enthalten Abhandlungen über die gewerblichen Verbältnisse des Handwerkers im weitesten Sinne des Wortes; ausführliche Mittheilungen über neue Erfindungen und Verbesserungen im Gebiete des Handwerkers; alle Ministerial=Verfügungen und Publikationen der Behörden, insoweit sie für das Gewerbe von Wichtigkeit oder doch nicht ohne Interesse sind; Aufklärungen der Gesetzeskunde; Lebensbeschreibungen berühmter Handwerker; vermischte Nachrichten in gewerblicher Beziehung; Personal=Chroniken; Gesuche und Offerten von Gesellen, Gehülfen und Lehrlingen. Kurz Alles, was in einer allgemein verständlichen, nicht abgeschlossenen Kunstsprache vorgetragen ist, gehört in den Kreis des Centralblattes; auch wird es durch Auffassung einer tieferen Seite des gewerblichen Lebens und eine Hebung in materieller und sittlicher Beziehung desselben zu bezwecken suchen. Die Fortschritte des Handwerkes, seine Entwickelung aus den Geist der Zeit und die Bildung überhaupt; den Zustand der gewerblichen Gesetzgebung und das gewerbliche Leben in seinen allgemein wirksamen Richtungen: das sind die Aufgaben, welche sich das Centralblatt auch in der Folge macht. Das„Centralblatt“ erscheint jeden Sonnabend regelmäßig in einem halben Bogen Stärke, bei vielseitig eingebenden Berichten und Annoneen wird ein Beiblatt gegeben. Der Abonnementspreis beträgt für das viertel Jahr einschließlich des Botenlohues hier 6½ Sgr., auswärts mit Portoaufschlag 7 Sgr. 6 Pf. Bestellungen können hier und in der Näbe Münstero direkt bei der Expedition(Königstraße Nr. 241) franco gemacht werden, alle übrigen aber nur bei der nächsten Postanstalt,— Anzeigen aller Art finden gegen 1 Sgr. Insertionsgebühren für die gespaltene Zeile oder deren Raum jeder Zeit Aufnahme; die gewerblichen oder amtlichen Anzeigen der Handwerkervereine und Gewerberätbe unentgeldlich. Der Central-Vorstand der Handwerkervereine der Provinz Westfalen. schon die Fabrikation des Käse, namentlich des sog. Limburger, als Meister betrieben, sucht eine entsprechende Stelle auf einer Occonomie diesiger Gegend, das Nähere bei der Exped. dieser Zeitung in Paderborn. Bekanntmachung. ILom 1. Januar k. J. an wird die Personen∆) Pest zwischen dier und Hörter wie folgt coursiren: Aus Paderborn täglich 8 Uhr Abends in Hörter„ 2„ 10 M. früh. aus Hörter„ 8„—„„ in Paderborn„ 2„ 10„Nachm. Paverdorn, 30. Dez. 1851. Post=Amt. Boehucke. Freiwilliger Verkauf. Auf Anstehen des Herren Christoph Fausten sollen folgende Grundstücke desselben am Donnerstag den 15. Januar 1852, Nachmittags 2 Uhr, in der Restauration„Zum Vater Rhein“ an der Rheinbrücke, gegenüber Düsseldorf, zum öffentlichen Verkaufe ausgestellt werden: A. Die zu Düsseldorf an der Alleestraße unter Nr. 435 und an der Neustraße unter Nr. 421 gelegenen, an einander gränzenden Häuser nebst sofraum, welche bisheran zur Brau= und Brennerei und zur Wirthschaft vortheilhaft benutzt worden, 2 Säle, 24 Zimmer und 2 Küchen enthaltend und ganz unterkeilert sind; die drei darin vorhandenen geräumigen Speicher sind zum Malzmachen eingerichtet. B. Das in der Nähe der Rheinbrücke, Düsseldorf gegenüber, belegene Restaurations=Lokal,„Zum Vater Rhein“ genanne, bestehend aus Haus, Stallungen, Remise und Garten; das Haus enthält 2 Säle, 20 geräumige Zimmer, Speicher 2c. und ist ganz unterkellert, dasselbe eignet sich ganz vorzüglich zu einem Gasthofe. C. 20 Morgen Land zu Baustellen eingetheilt, tbeils am Rhein neben Schwarz und dem Verkäufer, theils an der düsseldorf=erefelder Chaussec, in der Nähe der Rhetubrücke, gelegen. Das vorbesagte Haus Nr. 421 an der Neustraße zu Düsseldorf wird auch alternative zur Vermietbung ausgestellt. Düsseldorf den 24. Dezember 1852. Coniux, Notar. Westfälische Eisenbahn. Mit dem 1. Januar k. Jahres treten in Folge definitiver Festsetzung der Stations=Entfernungen der Westphälischen Eisenbahn neue Tarife in Kraft, wovon das Publikum mit dem Bemerken in Kenntniß gesetzt wird, daß von dem gedachten Zeitpunkte an diese Tarife in den Wartesälen unserer Stationen ausgehängt sein werden. Paderborn, 16. Dez. 185 Direktion der phälischen Eisenbahn. Schützenball in Driburg auf beil. Drei=Königsfest Abends den 6. Januar 1852, wozu alle Freunde, die an aufmunternden geselligen Vergnügungen Erbeiterung finden, hierdurch böslichst eingelaren werden. Driburg, den 18. Dez. 1851. Der Schützen-Vorstand. Redektion, Druck und Verlag von Wild. Crüvell i Paderdorn. D fälische auswärti E schiedenen nächste T Deutschland. Braunsch östr. Gener burger VeFinanzielles. neues Stra Bundesverbe Mainz, di fügung des Ausland. Fra London, D nien. Mad Betlin, ferenz in Wiel müthigen Sack sein, als man und sich wahrt burg, beide# Baiern und# Boomes wache! die keinen S## burgs LippesP# notisizirt haben. „Freimütb. Sal isolirten Lage#### hängen von Dä ab.“ — Die G 28. Novbr. über Thaler. — Währe gebung über die tigungen umzug aulassung eines erlerigt worden. von den Grund das Glaubensbei Wir wollen in J den Umsturz Ihrer m Landes folgteg. D Volkes; die der nt und im Anblick ihre benen schönen. Form Weisen Ihres: Landnen angethaue Besch stimmung und die C gesühnt werden könn und Quellen der Ty ben entspringen könn flucht aus Ihrem tür der Freiheit zu jeder trugen. Und Rolz si Geist und Seutung der Amerikanischen 8 die nordischen Despot Macht des liberalen: setzte. 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