132 Dortmunder Zeitung mit dem Insertions=Gebühren die einspaltige Petitzeile oder deren 29 4 verbunden Erscheint täglich. Bierteljährlicher Abonnements=Preis 2# 25 d Anzeigen: Annahnse: Rudols Mosse: Köln, Berlin, Breslau, Hamburg, Magdeburg, München, Nürnberg, Straßburg i.., Stuttgart, Zürich 2c. Haasenstein& Voaler: Köln. Berlin, Basel, Bremen, Danzig, Erfurt, Geuf, Hannoder, Lübeck, Mannheim, Metz, Wien 2c. S. L. Daube& Co.: Frankfurt am Main, Berlin, Amsterdam, Paris 2c. Invalidendank: Berlin, Dresden. Leipzig. Th. Dietrich& Co.: Cassel, Frankfurt a. M. Anzeiger Dortmunder Anzeigen Aunage Adolf Stetner: Hambura. A. Roles: Münsten. C. Marowsky: Minden. Carl Schüffler: Hannover. E. Schlotte: Bremen. W. Thienes: Elderfeld. E. Thisson: Barmen. Bernh. Arndt: Berlin. Inktus Barck& Co.: Halle a. Saale. D. Frenz: Mainz. Frank: Köln. Joh. Noothaar: Hamburg. Rotter & Co.: Wien. G. D. Baedecker: essen. G. But: Hagen. R. Wichelhofen: Iserlohn. Witten ∆ Leo Sonntags=Beilage:„Für Haus und Hof“, Blätter für Land=, Garten= und Hauswirtschaft. 54. Jahrgang. Freitag, den 2. September 1881. R 239. 1— auch der Waffenstillstand mit Rom als ein Unheil angesehen werden, das die kaum gewonnene Position des Staats aufs äußerste gefährdet, doch der Staat hat die Macht, wenn er zum Handeln entschlossen ist, und in diesem Entschluß, wenn auch vielleicht unter schwereren Kämpfen, als jetzt noch erforderlich wäre, die Garantie des endlichen Sieges. Und was der römischen Hierarchie gegenüber gilt, kommt recht zur Geltung, wenn es sich## das protestantische Muckertum handelt, dem Kanzler und Lehrstühle ausgeliefert werden sollen. Wenn der Kanzler wirklich nach Kanossa geht, um für sein persönliches Regiment ultamontane Hülfstruppen anzuwerben, wird zu anderer Zeit ein anderer die römischen Bischöfe bändigen, und wenn die protestantischen Päpstlein dies sehen, fallen sie von selbst auf den Rücken. [„Deutsches National=Volksfest“.] Das„konservative Zentralkomitee" in Berlin ladet in schier riesenhaften Annoncen zu einem„deutschen National=Volksfest“ ein, welches am 2. September, dem„deutschen National=Festtage“, in den einzelnen Wahlkreisen durch „Tanz, Konzert, Illumination, Theater, Schlachtmusik, Festzeitung, Festreden u. s..“ gefeiert werden soll. Zu diesem„deutschen National=Volksfest“(— sollte nicht eigentlich„deutsches Volksfest“ genügend sein?—) ist jeder„deutsch gesinnte berliner Bürger“ eingeladen; er braucht sich nur an das Zentralbureau„seines" Wahlkreises zu wenden, wo er nach Prüfung seiner deutschen Gesinnung unentgeltlich ein Billet in Empfang nehmen kann. Ein„National=Volksfest“ in konservativen Wahlkreisen ist doch eine hübsche Erfindung; man schlägt oa zwei Fliegen mit einer Klappe, verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen und beweist den bösen undeutschen Parteien durch die That, was man ihnen oft genug vordemonstrirt hat, daß der Patriotismus ureigenstes und ausschließliches Besitztum der Konservativen und zugleich freilich, daß man den anderen Parteien in der Wahlagitation ganz erheblich„über“ ist. Was thuts, daß man dabei den schönen Titel eines„deutschen National=Volksfestes“ mißbraucht und ein bischen Heuchelei und unehrliches Spiel treibt? Das mag anderen überlassen bleiben, sich dessen zu schämen, daß man den Tag, dessen Wiederkehr wir alle, die wir uns Deutsche nennen, mit Stolz und Freude, mit Dank und Ehrfurcht feiern, daß man diesen Ehrentag unseres Volkes dem häßlichen Treiben unseres Parteikampfes dienstbar macht und ihn durch das Hineinzerren agitatorischer Zwecke zu schimpfiren sucht. [Der Bischofseid.] Daß die Notiz des„StaatsAnz.“ über die Anerkennung des Bischofs Korum von dem Bischofseide nichts sagt, fällt vielfach auf. Der Eid ist jedenfalls nicht geleistet worden. Es ist aber irrthümlich, wenn der Erlaß desselben in der Presse als eine Konsequenz des Juligesetzes betrachtet und deshalb von den dort gegebenen Voraussetzungen(Staatsministerial= beschluß) abhängig gemacht wird. Die Bestimmung des Juligesetzes bezieht sich auf den Eid der Bistumsverweser, für welche derselbe maigesetzlich ist. Der Eid der Bischöfe beruht indessen kirchenpolitischen Ereignisse des letzten Jahrzehnts nur den festen Willen der Regierung, die Rechte der staatlichen allzu viele Belege dafür, daß diese Absicht der Selbst= Gewalt unbedingt aufrecht zu erhalten Später freilich täuschung in der That vorhanden ist. Der Ton dieser würde aud fiet Wsepou Z,sammep#erev unz in weschen Torstellung, kfuue nicht vre,„ander. gu.2 M ggg der Sinme es gesagt worden. Jede Abweichung von den Maien Presse— Staat genötigt wäre, um Frieden zu bitten. Welcher gesetzen und'n späteren Bestimmungen wurde als ein Gang über den kirchenpolitischen Kampf sagt der Autor, er Grund kann z. B. für einen Autor in der Stellung nach Canossa gebrandmarkt, obgleich die Maigesetze u. s. w. müsse mit Rücksicht auf seine Stellung zur Regierung des Herrn Hahn dafür vorhanden sein, die deutschen zu dem Zeitpunkte, aus dem jene Worte herrühren(dem hervorheben,„daß die Anregung und Ausführung Bischöfe zu verteidigen wegen ihrer Unterwerfung Mai 1872) noch lange nicht existirten. daher auch ohne jede Verantwortlichkeit von ihrer Seite unter dasselbe Unfehlbarkeits Dogma, das sie auf dem] Die letzte Bemerkung ist sehr verständlich; sie beoder eines einzelnen Mitgliedes derselben entstanden Konzil so entschieden bekämpft hatten?„Für einen deutet: man kann von den Maigesetzen sehr viel opfern, ist.“ Der Verfasser hege aber die Ueberzeugung, der eifrigen Katholiken“, so schreibt der Verfasser,„gibt ohne nach Canossa zu gehen. Wir haben oben durch Regierung mit seinem Buche einen Dienst zu erweisen. es keinen höheren Gesichtspunkt, als den der Einheit den Druck auch die Worte hervorgehoben: ein KonAuch ohne diese Bemerkung könnte es, wie die„Nat. mit der sichtbaren Kirche, deren Haupt eben der Papst kordat sei jetzt(im Jahre 1872) nicht möglich; hat die Zeit.“ ausführt, eben wegen der amtlichen Stellung ist, kein größeres Uebel, als die Trennung von der= Erinnerung an diesen Ausspruch des Kanzlers vielleicht des Herrn Hahn, keinem Zweifel unterliegen, daß die selben; die gewöhnliche Logik ist für ihn nur insoweit den Zweck, darauf vorzubereiten, daß 1881 ein KonTendenz seines Werkes den jetzigen kirchenpolitischen maßgebend, als die oberste und höchste Ueberzeugung kordat für möglich gehalten werde? Die„Germania“ Absichten der Regierung entspricht, und darum ist das von der allein seligmachenden Kirche dadurch nicht er= brachte vor kurzem eine derartige Mitteilung aus Buch als ein nicht zu unterschätzendes Anzeichen der schüttert wird.“ In der„Germania" haben wir das Straßburg. kirchenpolitischen Lage zu betrachten. Als solches aber öfter gelesen; in einer Schrift des Leiters des preußi=] Zum Schluß heben wir noch hero##, daß die Wahl paßt es durchaus zu allen anderen Symptomen der= schen offiziösen Presse nimmt es sich doch sehr wunder= Leos XIII. als Erfüllung der während des kirchenselben, beweist es von neuem, daß man innerhalb der lich aus. Das lange Zögern des Bischofs von Rotten= politischen Kampfes vom Fürsten Bismarck ausgeRegierung die feste Ruhe des Wartens auf die Unter= burg mit der Untwerfung unter das neue Dogma, die sprochenen Erwartung bezeichnet wird, daß„wieder ein werfung des Klerus verloren hat, welche noch zur Angst der„Germania“ vor einem anderen Entschlusse friedliebender Papst kommen“ werde. Zeit des Rücktritts Falks den Sieg des Staates zu selbst nur eines einzigen deutschen Bischofs, welche aus verbürgen schien. Auch die vorliegende Schrift ist ein ihrem Jabel über die endlich erfolgte Unterwerfung Deutschlank Anzeichen der unruhigen Eile, welche man hat, mit Bischof Hefeles sprach, hat bewiesen, daß doch noch 2 S27 1 Sept[Reichstagswahl.] Nach dem Klerus zum Abschluß zu kommen. Beide Teile, ein anderes Verhalten des hohen deutschen Klerus als—812.— Werardnung vom 31. v. M. sallen der Staat und die römische Kirche, sagt der Verfasser die Unterwerfung möglich war und daß es die bedeut: gnabsen zum Reichstage am 27. Oktaber d. J. stattin der Vorrede— und diese These will er durch seine samsten Folgen hätte haben können. Dies heute staat zum Reichstage am 2. Ottober u. J. K Zusammenstellung von Aktenflücken beweisen— seien licherseits vertuschen zu wollen, beweist, daß man es sinden.—12(Hie dunklen imn Lause des Kampfes weiter getrieben worden, als snunmehr darauf abgesehen hat, den zehnjächrigen A Vertin gzesetzsf-rz be faen giese, weisze sie zu gehen gedachten. In einem beschränkten Sinne Kampfe seine tiefe zeitgeschichtliche Bedeutung mög= Zuden ktaren O'#ondenze der Kanzler=Politik — wir kommen gleich darauf zurück— mag das richtig lichst zu nehmen und ihn, was das Verhalten des#####ud mir mohr als je im Unklaren über die sein; aber wie kommt es, daß man sich staatlicherseits Staates betrifft, zu einer Reihenfolge kleiner Polizei= Sschestzaut, sind wir meyr. 91=34ertlch.#nden Man zui selchem, doch osenbar zur Vorbereitung auf die maßregeln zu degradiren. Dazu stimmt es freilich Sthauttef zwar, daß der Kaneiler an seinen„Reform. Nachgiebgkeit besimmten Eingeständnis drängt, während sehr gut, daß Herr Hahn die Regierung entschuldigt TrüstP're.## megt Ffestgastr“a alten Geseßesleichen die Hierarchie und ihre Organe kühl bis ans Herz wegen der Anwendung des Wortes„Kulturkampf“;“###setzt,9 zuiuh Reichstagssession neuen Odem Kinan, lediglich ihrealten Forderungen immer von neuem man höre:(esetblasen wich, aber das ist doch böchslene em Beweis wiederholen? Die Antwort liegt nur allzu nahe; auch Die Sprache Roms und der Bischöfe wurde eine immer Für'isei, Flauben an die eigene ünfehlbarkeit und aus einer, von Herrn Hahn seiner Zusammenstellung heftigere, die„diokletianische Verfolgung“ wurde zum stehen: ltrg#rt### Si. ap=Enung, daß an gelingen wird durch der Aktenstücke vorausgeschickten Uebersicht der kirchen= den Epitheton in den katholischen Kundgebungen und in vielleicht für die Hoffnung, daß es gelingen wird, durch politischen Ereignisse seit 1871 geht sie hervor; am greichem steigerte sich der Ton bei den Gegnern. Damals irgend welche Kompromisse für die neuen VerwaltungsSchlus derseshen wird gesagt: war es auch, wo in einem fortschrittlichen Wahlaufuse zum maximen eine Majorität zu kombiniren. Der Rest ist Schluß verselben wird gesag.. fersten Maie der Name„Kulturrampf; gebraucht wurde. Die unklar, und die Wege, auf denen das, was als Es ist des Verfassers und gewiß aller Patrioten„sehn: Regierung und die Organe der Regierung haben lange Jahre bezeichnet wird, erreicht werden soll, sind derart in licher Wunsch, daß es dem ernsten Streben unserer Regie diesen Namen nicht angewandt, offenbar weil sie den Begriff Hunkel gehüllt, daß selbst der weitsehendste Kanzler in rung bald gelingen möge, einen vollen und dauernden de“„Kulturkampfes“, der gegen die katholische Kirche selbst•——.##m gn pe zun weher dag Frieden herbeizuführen. Die Aufgaben, welche der Staat gerichtet war, nicht anerkannten. Erst als die Katholiken, eine Sackgasse geraten kann, aus der ion weder das und die Kirche nach ihrer beiderseitigen Bestimmung zu er= zumeist in Gänsefüßchen, das Wort adoptirt hatten, ist ergebene Junkertum herauszuhauen, noch die Augustfüllen haben, berühren sich so mannigfach, daß der einees als technischer Name hier und da auch in Reden der Konferenz herauszubeten vermöchte. Auch ist vieles, nicht in seiner Thätigkeit gelähmt werden kann ohne Bee Vertreter der Regierung gebraucht worden. was die Kanzlerpresse als Ziel verehrt, nur Mittel einträchtigung des andern: jetzt aber haben beide in den! Also nur als„technischer“ Name! Wir möchten zum Zweck. Ziel ist die Etablirung und Befestigung sozialen Angelegenheiten nach dem Zeugnis des Papstes, glauben, es ließe sich aus der„Prov.=Korresp.“ nach= der diktatorischen Gewalt, Mittel zum Zweck der Waffenwie nach der Reberzeugung ugsetg### gorgtg#ga#### weisen, daß diese den jetz verleugneten Ausdruck häufig stillstand mit Rom, durch den man die Zentrumspartei gaben zu erüllen, daß um so mebr die Einiakeit aufrichtig im Sinne seiner Urheber, als Hezeichnung für einen zur Heeresfolge zu gewinnen hoft, und das prakische erstrebt werden muß.:„großen Kulturkampf der Menschheit“ gebraucht hat. Christentum, dessen Wohlthaten die arbeitenden Klassen Kürzer ausgedrückt: es muß eine Majorität für Aber selbst bei der Verleugnung der Bundesgenossen für die persönliche Politik begeistern sollen. Nun ist die sozialpolitischen Projekte geschaffen werden! und der Worte, welche man früher gern benutzte, sollte zwar das Ziel an sich ein Uebel, und wenn derjenige, Wir sagten, in einem beschränkten Sinne sei es nicht die Unwahrheit gesagt werden, die Urheber des der es anstrebt, als er noch der eiserne Graf war, in richtig, daß der Staat und die römische Hierarchie Wortes„Kulturkampf“ hätten diesen Kampf gegen die Freundeskreise einmal gesagt hat, daß er das absolute weiter getrieben worden, als sie zu gehen gedachten:— katholische Kirche geführt. Es ist überaus charakteri= Königtum, selbst wenn es von einem Könige Wilhelm, nämlich insofern allerdings von beiden Seiten jeder stisch, daß in den Regierungskreisen bereits das Ver= also dem zweifellos besten, ausgeübt werde, nicht für neue Zug durch einen Zug des Gegners veranlaßt ständnis für den Unterschied von Katholizismus und ersprießlich halten könne, so treffen alle Bedenken, die Wv„„ b„ Geeb IIltramantanidmus mieder abhanhen Prememst sss biefer Mesiehnne nalt warde. über son daraus gesoigert werden— undesramsnmmmn-Wiites Sgmaugen Sweseeee 5 Seuieg SrgegP P. 5• das ist offenbar die Absicht der vorliegenden Schrift] Nur noch einige Zitate aus der erwähnten Ueber= noch höherem Grade für das absolute Kanzlertum zu. nung im amtlichen Teile des offiziellen Blattes aus— daß man jetzt zurückblickend vieles, was geschehen, sicht. Sie ist überall bestrebt, nachzuweisen, daß Fürst Und dennoch ist noch schlimmer als das Ziel an sich gefüllt werden. beiderseits zu bedauern habe, so müssen wir die Ueber= Bismarck während der Jahre des Kampfes beständig der Umstand, daß diese absolute Kanzlexherrschaft, die!= Haunover, 1. Sept.[Se. Majestät der zeugung aussprechen, daß man in den leitenden Kreisen den Frieden gesucht habe— wogegen niemand etwas gelegentlich selbst dem konstitutionellen Königtum über Kaiser] ist heute nachmittag 4 Uhr 35 Min, allbier auf kirchlicher Seite nicht daran denkt, irgend einen haben würde; es kommt nur auf die Art und Weise den Kopf wachsen kann, begründet werden soll durch Die eingetroffen. Se. Majestät wurde auf dem prachtvoll der erhobenen Ansprüche aufzugeben, und daß dem= dieses Friedens an. Nach der Erwähnung des Ver= Umkehrung aller Faktoren, die Preußen grof und glück= dekorirten Bahnhof von der Generalität und den Spitzen gemäß für den Staat auch kein Grund dazu vorliegt. suches, den Kardinal Hohenlohe als deutschen Botschafter lich gemacht haben, denn diese Umwandlung muß selbst der Behörden empfangen und begab sich von da aus Die Hierarchie ist im Laufe des Kampfes nur insofern beim Vatikan zu akkreditiren, sagt der Verfasser: für den Fall, daß die Etablirung der diktatorischen in einem sechsspännigen offenen Wagen, in welchem „weiter getrieben“ worden, als sie veranlaßt wurde, Bald jedoch hatte der Kanzler dem Reichstage anzukün= Gewalt nicht gelingt, von verhängnisvollen Folgen be= neben dem Kaiser Seine königliche Hoheit der Prinz ihre Anschauung von der Stellung der Kirche zum digen, daß der Papst den Kardinal als deutschen Botschafter gleitet sein. Wir legen indessen bei dieser Besorgnis Albrecht Platz genommen hatte, in die festlich geschmückte Staate immer offener einzugestehen; danach hat der abgelehnt habe. Bei dieser Gelegenheit erwog er die ver: nicht allein den Hauptakzent auf die politische Reaktion, Stadt, überall von der versammelten Menge mit jnbelnStaat alsdann Schritt für Schritt seine Maßregeln schiedenen mittel, mit Rom zum Frieden zu gelangen. Eins ob=schon sie, die Rechte des Volkes schmälernd und der den Qurufen begrüßt. Am Bahnhofsplatz war ein großer getroffen, und wenn er diese nunmehr im wesentlichen##rontorgatsei jetzt nicht möglich, ohne daß.e Regierung, oder den herrschenden Kasten einen Macht= Triumphbogen errichtet, welchen eine Kolossalgruppe, Punkten abschwächen wollte, weil die Hierarchie etwa.a 14. Mai 1872) das berahmt gewordene Wert:„Rach zuwachs erstreitend, auch schwer genug empfunden wer Stadt und Land Hannover darstellend, krönt I für angemessen erachtete, die vollständig abgeworfene a nossa gehen wir nicht.“ Dies Wort schlug in ganz den mag. Aber wir wissen und haven et eriebt, daß Momente, wo des Kaisers Ankunft erfolgte, hatte sich Maske nun wieder halb vorzunehmen, so hieße das, Deutschland, in ganz Europa ein: es übte einen unbegrenzten der erste Strahl einer neuen, befriedigenden Aera die das Regenwetter aufgeklärt. Um 5½ Uhr begann das sich selbst absichtlich täuschen. Zauber auf die Gemüter, es wurde selbst eine Macht, denn ganze Szene verändert und alle Kräfte, welche die Nacht Familiendiner im königlichen Schlosse. Um 8½ Uhr Leider finden wir in der erwähnten Uebersicht der es bekundete lauter und verständlicher als irgend ein anderes gebunden hielt, zu schaffendem Leben ruft. So mag findet ein Thee in den Gemächern des Kaisers sta Die offiziöse„Geschichte des in Preußen In der Vorrede der Schrift des geh — bekanntlich der Leiter unserer offiziös um * * vorgeschrieben auf königlicher Verordnung und kann also auch durch eine solche für den einzelnen Fall oder generell in Wegfall gebracht werden. Demnach dürfte voraussichtlich in diesem Punkte die Lücke in der erwähnten Notiz des„Staatsanz.“ dem* Fe a. Ei..fW m gesetzt ermahnt hätte, Ihren Willen zu thun, wer weiß, was geschehen wäre. Und nun— nun— ich bitte, ich flehe Sie an, öffnen Sie, luften Sie die Binde!" Es war geschehen... Sie hatte den ersten Blick gethan— hinunter in den grünen, blumenreichen Garten — aber kein Laut, kein Ton der Freude entwand sich ihren Lippen, im Gegenteil, um den kleinen Mund zuckte es, als wollte sie weinen:„Also das ist die und das sind meine Blumen?“— Und nun einen Blick hinaufwagend in sein Gesicht—„und so sehen die Menschen aus.“ Sie schüttelte den Kopf und plötzlich in leidenschaftliches Weinen ausbrechend und sich an die Brust des Doktors werfend, jammerte sie:„Kurt, Kurt, warum haben Sie mir das nicht vorhergesagt?—O— die Welt und die Blumen und die Menschen, die auf ihr vegetiren und leben, sind fa lange nicht so schön, als ich sie in meinen Träumen mir ausgemalt! Ach bitte, bitte— legen Sie mir schnell wieder die Binde vor die Augen— vielleicht, daß ich vergessen kann, was ich gesehen und weiter zu leben vermag in meinen Träumen.“ Er fühlte, wie die schlanke Gestalt, um die er seine beiden Arme geschlungen, immer schwerer wurde und faßte erschrocken nach iorer Hand.—„Jetzt schon“, rang es sich da müsam von seinen Lippen und leise hob er sie hinauf in seine Arme und trug sie zum Divan— und wie er dann die zitternde Rechte auf ihr kleines Herz legte— da— hatte Amata von Wilden aufgehört zu leben. Ohne ein letztes schwerzvolles Röcheln, ohne den### geringsten Kampf, sanft wie eine Blume ihre Blätter fallen läßt, um das kurze Sein zu beenden, war ihr Geist hinübergegangen, hatte ihre reine Seele sich in den Armen des Geliebten losgerungen aus dem schwachen, hülflosen Körper. Fremden jenen Wilms Bialdrupp erkannte, der damals, erhalten, den Vormittag ohne Mamas Gesellschaft hier in jener verhängnisvollen Nacht, im Krankenhause Zeuge in meinem Zimmer zubringen zu können.“ gewesen der betrügerischen That... Er blieb nur! Kurt wurde jeder Erwiderung überhoben einen Tag auf dem Schloß— was er gewollt und Thür hatte sich zum zweiten male aufgethan und erreicht, weiß ich nicht, aber dann kam er wieder— Amata stand auf der Schwelle— jetzt, nun das helle jetzt trat mir sein Ziel schärfer ins Auge, er wollte der Morgenlicht warm auf ihr Gesicht, ihre Gestalt fiel, Schwiegersohn des reichen Mannes werden. Ob er es sah man erst, welche Verwüstungen die schwere Kranknoch wird, das ist freilich eine andere Sache— darüber heit angerichtet, aber sie selbst mußte wohl keine hat der da oben nur allein zu bestimmen.“ Der Er= Ahnung davon haben, daß der Engel des Todes schon zähler holte tief Atem.„Nun, was meinen Sie, Herr hinter ihr stand, sie lächelte ja so glücklich und so Doktor“, sagte er dann,„habe ich Ihnen genügendes furchtlos... Material geliefert?". I Eine Stunde später legte Kurt Rümming die kleinen Kurt nickte.„Gewiß, gewiß“, sagte er dann rasch. Werkzeuge seiner Kunst behutsam aus der Hand— „Jetzt kommt es nur noch darauf an, daß Sie auch und eine Binde über die Augen des armen Kindes vor Gericht Ihre Aussagen beschwören." ziehend, das jetzt besinnungslos in seinem Sessel lehnte, „Ich werde es!“ sagte der Judas Ischariot und sagte er mit einem tiefen Atemzuge:„Du kannst mir hob seine Hand feierlich.—.. Glück wünschen, Freund, das Werk ist gelungen!“ Der folgende Tag war gekommen— mit unruhigen] Und dann— sie war zum Bewußtsein gekommen Schritten bewegte sich Erich in seinem Zimmer auf und— und im Gefühle ihrer geistigen Kräfte, in dem Genieder— hin und wieder lauschte er nach der Thür danken:„ich bin sehend", wollte sie nun das Band zu— bis sich endlich feste Schritte auf der Treppe s entfernen, aber der Doktor legte seine Hand fest darauf. hören ließen und Kurt Rümming— feierlichen Ernst„Noch nicht, Amata“, sagte er,„jetzt sind Ihre armen in seinen Zügen— in das Gemach trat. Augen noch viel zu angegriffen, um das Licht ertragen „Es soll also doch noch geschehen“, sagte Erich be= zu können,— ja, Sie dürfen sogar nicht daran denken, wegt und schüttelte dem Freunde die Hand,„ich habe vor achtundvierzig Stunden die Binde zu lüften. Aber mir bis zum letzten Augenblick mit der Hoffnung ge Sie sind ja sonst so gut, eine so gehorsame Patientin, schmeichelt, Amata würde den Gedanken aufgeben— und so denke ich, Sie fügen sich auch jetzt dem Gebot vergebens, sie beharrt darauf, operirt zu werden, und Ihres Arztes bedingungslos.“ hier— hier, meint sie, könne es am ungestörtesten Sie lächelte und überwand die grenzenlose Ungeduld. geschehen.— Und was noch viel dazu beiträgt“, fuhr Als dann aber Kurt nach zwei Tagen kam— die er fort,„mir die Sache peinlicher zu machen, als sie Sonne hatte sich gerade verhüllt und die Beleuchtung an und für sich ja schon ist, sie hat mir das Versprechen schien ihm so am günstigsten für die operirten Augen, abgeschmeichelt, der Mutter nur das kait accomput zu um ihr nun selbst das Band zu lüften und sie einen melden, sie darf nicht bei der Operation zugegen sein. Blick hinausthun zu lassen in die Welt, da flog sie Amata, die noch nie in ihrem Leben sonst die Unwahr= ihm förmlich entgegen, trotz ihrer zunehmenden Körperheit gesprochen, ließ sich heute sogar herbei, Lügen vor schwäche.„IIc bin fast vor Aufregung gestorben, und zubringen, auerlei Schliche, um nur die Erlaubnis zu wenn Mama, die nun alles weiß; mich nicht unausx Auf der Rümmingsburg. Roman von Marie Widdern. „Ein Jahr früher, nachdem sein Ruf als reicher Mann bereits in der Residenz begründet war, begab er sich auf das Rittergut Herrn von Rümmings— er legte ihm ohne alle Umschweife seine Legitimationspapiere— den Trauschein seiner Eltern vor und beanspruchte die Abtretung des Gutes. Natürlich sagte der Rittmeister, der von der ersten Ehe seines Vaters keine Ahnung hatte, nicht gleich ja und Amen beorderte vielmehr die tüchtigsten Advokaten von weit und breit zu sich aufs Schloß— aber in aller Stille, ohne das geringste Aufsehen— und als die gelehrten Herren sämtlich die Köpfe schüttelten und seine Sache für verloren ansahen, da wünschte der Arwe nicht noch erst einen langwierigen Prozeß mit dem so plötzlich aufgetretenen Prätendenten durchzumachen,— er fügte sich einfach, jedoch nicht bedingungslos: Es sollte niemand ahnen, auf welche Weise das Rittergut, das ungeheure Rümmingsche Vermögen in andere Hände gekommen— und dann— dieser rohe, ordinäre Mensch, der sich so maßlos vor ihm brüstete mit dem klingenden Metall in der Tasche, durfte sich nimmer von Rümming nennen. Es war ja dem stolzen Mann ein wahrhaft ekler Gedanke, wenn er sichs vor die Seele führte, was wohl die Welt zu diesem Sproß des alten Geschlechts sagen würde, wie der Fürst über die heimliche Heirat seines Vaters denken müsse. „Und der Kommerzienrat weigerte sich nicht; besser so, als einen Prozeß angestrengt zu sehen, der bei dem langweiligen Gerichtsverfahren hier sich auf Jahre hinausziehen konnte... So verging eine lange Zeit— da, vielleicht vor sechs bis sieben Monaten, ließ sich ein Fremder bei uns melden. Seine feine Kleidung machte, daß er sofort vorgelassen wurde. Wie entsetzte sich aber mein armer Herr, als er in dem die 38) elt er (Fortsetzung folgt.) IS 14 gesangverein fähl; ist. Heute kann ich Ihnen mit ein paar auf seine Leistungen befindet, wie kaum jemals, vorge Verhältnisse ziemlich gut eingelebt haben. Und das will anderen Beispielen aufwarten, welche— leider!— auf tragenen passenden Liedern, der Versammlung wurde sogar schon viel heißen. Die meisten unserer Kinder sind nie von dem hiesigen Feste geliefert worden sind. Die Stadte Bonn der Genuß eines Orgelvortrages und eines Buritonsolos Hause gewesen, haben wohl im Gegenteil als kranke Kinder und Köln haben den Vereinsvorstand mit zwei Schreiben(gesungen von Herrn.) zu teil. Zum Schluß wurden daheim besondere Aufmerksamkeit genosse.##er befinden beglückt, wovon das eine anonym, das andere mit einem vier vortrefflich arrangirte lebende Bilder aufgeführt und se sich nun in fremder=Umgebung. Daß sich da in den sehr populären, wahrscheinlich also fingirten Namen unter zwar stellte das erste den Abschieo des Kriegers von Frau, ersten Tagen bei einzelnen Heimweb und dergleichen einzeichnet ist. In beiden Briefen wird bitter Klage über die Kind und Vater, das zweite den verwundeten Krieger im stellte, war ganz natürlich. Durch liebevolle und freundliche Ungerechtigkeit der Preisverteilung geführt und zudem ver= Lazarett mit der barmherzigen Schwester am Krankenbette, Behandlung haben nun die Führerinnen die Herzen ihrer sucht, einzelne Vereine dahin zu verdächtigen, als ob sie sich das dritte die Rückkeor aus dem Feldzuge und das vierte Pflegebefohlenen gewonnen, und der gegenseitige Verkehr ist zur Gewinnung eines Preises unerlaubter Mittel bedient die„Wacht am Rhein“ dar und zwar ruhten am Fuße des ein recht schöner. Der Schwierigkeiten gab es noch manche hätten. Ferner hat der„Liederkrans“ aus Mainz das ihm Felsens, auf dem die„Germania“ thronte,„Vater Rhein“ andere. Die meisten Kinder sind an solch kräftige Kost, wie zugesprochene Diplom, worin er für seine Leistungen eine mit der„Jungfrau Mosel“. Der„Gewerbe=Verein“ kann sie sie erhalten, nicht gewöhnt, namentlich gebrauchen manche ehrende Anerkennung erhält, mit dem Bemerken zurückgeschickt, stolz darauf sein, unter seinen Mitgliedern so vortreffliche Kinder Zeit, bis sie sich an den reichlichen Milchgenuß(täger könne von diesem Diplom keinen Gebrauch machen. Was Kräfte zu besitzen, die es ermöglichen, eine solche schöne lich ein halbes Liter) gewöhnen. Dazu kommen noch die der Vereinsvorstand auf diese beleidigenden Thatsachen hin Feier, ohne Heranziehung bezahlter Kräfte, zu veranstalten. vielen speziellen Kurmittel, die durch die unvermeidliche Fürthun und erwidern wird, weiß ich nicht, es gehört das auch 2[Sedantag.] Kanonendonner und Glockengeläute, sowie sorge unseres Vereinsarztes, Herrn Dr. Sluyter und des nicht hierhin. Ich halte es aber für Pflicht, die Urheber Choralmusik von den Türmen der St. Petri und Reinoldie Badearztes Herrn Dr. Bitter aus Unna, für die kleinen Padieser Dissonanzen, welche man Männern in die Ohren kirche begrüßten heute den Tag, an dem vor nunmehr tienten bestimmt worden sind. Zunächst müssen sämtliche schreit, Ae einen trefflichen, notionalen Kunstzweck mit 11 Jahren sich auf den Gefilden von Gedau das welt= Kinder, auch die in Heeren untergebrachten, Soolbäder großer Selbstaufopferung schön zu verwirklichen streben und historische Ereignis vollzog, welches Seine Majestät der nehmen; fie sind deßhalb auch alle 115 als Kurgäste in die auch verwirklicht haben, nach Gebühr dem Gericht der öffent Kaiser in folgenden kurzen Worten seiner Gemablin bezw. hiefige Kurliste eingetragen worden. Außerdem erhalten die lichen Meinung zu überantworten. Solche Vorkommnisse dem deutschen Volke mitteilte:.— skrophulösen Kinder Aufschläge mit Mutterlauge. Die blutkönnten manchem die Freude an derartigen Festen ganz ver= Is k1 2g.„Der Königin Augusta in Berlin!!. larmen Kinder nehmen regelmäßig Eisenwasser bezw. Eisenleiden, wenn man nicht wäßte, daß die unedlen Regungen] Vor Sedan, 2. Sept., ½2 Uhr nachmittags. pulver Andere gehen täglich zum Inhaliren und etliche auch im Menschen nirgends leichter zu Tage treten, als da, wo! Die Kapitulation, wodurch die ganze Armee in Sedan zum Elektrifiren ins Badehaus. Kurz, zum Einleben in die er seine persönliche Eitelkeit verletzt glaubt. Von den unter kriegsgefangen, ist soeben mit dem General Wimpffen ge= neuen Verhältnisse waren mehrere Tage nötig. Aus den geliegenden Vereinsdirigenten habe ich bisher nur einen ein= schlossen, der an Stelle des verwundeten Marschalls Mac machten Andeutungen läßt sich zugleich erkennen, daß die zigen getroffen, welcher dem Urteile der Preisrichter keine Mahon das Kommando führte. Der Kaiser hat nur sich Begleiterinnen, die zunächst die Kinder zu beaussichtigen und Opposition machte und das ist Knappe, der Dirigent des Mir selbst ergeben, da er das Kommando nicht führt und mit ihnen zu spielen haben, in der mannigfachsten Weise in Sängerbund“ aus Solingen, ein ebenso bescheidener als alles der Regentschaft in Paris überläßt. Seinen Aufent= Anspruch genommen sind. Nichtsdestoweniger üben sie mit tüchtiger Musiker und Komponist. Bei dem heutigen Kampf haltsort werde Ich bestimmen, nachdem Ich ihn gesprochen Lust und Freudigkeit den freiwillig und unentgeltlich überum die höchsten Ehrenpreise, dem sogenannten engeren Wett; habe in einem Rendezvous, das sofort stattfindet. Welch nommenen Denst aus an unserm Weik, das überhaupt aus streit, mögen sich bezüglich des Wahrspruches der musika= eine Wendung durch Gottes Fügung.:: der barmherzigen und opferwilligen Nächnenliebe hervorgelischen Geschworenen aber wohl auch viele der Besiegten mit!#1 Wilhelm.“ gangen ist. Ende der vorigen Woche kamen unsere kleinen jenen in Uebereinstimmung gefühlt haben. Das Resultat,] Das Wetter scheint sich leider nicht in Kaiserwetter um Kurgäste von Heeren zum ersten mal in zwei großen, bewelches dem Männergesangverein aus Hannover den ersten gestalten zu wollen, denn der Regen rieselt wieder wie seit kränzten Leiterwagen nach Königsborn. Das war ein Jubel und dem Männergesangverein aus Graz den zweiten Preis Wochen fast jeden Tag, mit seltener Beharrlichkeit hernieder. auf beiden Seiten, als nach einer einwöchentlichen Trennung zuerkannte, wurde vom Publikum wenigstens mit ostentativem!§[Stenographisches.] Die von fast sämtlichen sich die bekannten Schulgenossen begrüßen konnten! Die Jubel aufgenommen. Da nur zwei Preise zu vergeben Vereinsmitgliedern besuchte Generalversammlung des Stolze= Heerener Kinder nahmen hier ihr Soolbad, erfrischten sich waren, und jeder Chor nur einen Vortrag hielt, dauerte der schen Stenographen=Vereins am Mittwoch setzte u. a. Mittel an dem mitgenommenen Nachmittagsbrot und besahen sich eigentliche Wettstreit nicht sehr lange und die glücklichen und Wege für die in der kommenden Wintersaison zu ent= dann, soweit es die kurze Zeit gestattete, Königsborn. Gegen Sieger brauchten auf die Aushändigung der schönen Preise wickelnde Propaganda fest, beschloß ferner, das diesjährige abend traten sie dann bei mildem Wetter die Heimfahrt an — der erste bestand aus 1800 und einer großen gol Stiftungsfest in derselben Weise wie im vergangenen Jahre, mit ihrem„Mütterchen", wie sie wohl ihre Lehrerin, das denen Medaille, welche der deutsche Kaiser schenkte; der also durch Konzert, Vorträge und Ball zu feiern. Für das Fräulein Sch, nennen, welche auch in der That Tag und zweite aus 1200 A und einer Goldmedaille vom Fürsten Arrangement des Festes wurde eine aus fünf Persogen be= Nacht recht mütterlich für ihre Mädchen sorgt.— Bis jetzt von Hohenzollern— nicht zu lange zu warten. Der grazer stehende Kommission eingesetzt.— Die neuen Statuten ge= ist das Wetter überhaupt ganz befriedigend gewesen. SchließVerein, welcher selbst über den glücklichen, von den Kon langten zur Vesteilung und die im Fragekasten vorgefun= lich noch die Bemerkung, daß wir um der Eltern willen, kurrenten heiß genug streitig gemachten Erfolg erstaunt denen Fragen zur Beantwortung resp Erledigung. Sodann welche die Kinder nicht besuchen dürfen, beabsichtigen, wöwar, hat übrigens in nicht genug zu lobender Einmütigkeit wurde der Vorschlag gemacht, den in der letzten Zeit in den chentlich einige kurze Mitteilungen aus unseren Kolonien sofort beschlossen, die 1200 M dem Komponisten des Liedes, hiefigen Zeitungen enthaltenen Artikeln, welche unter Ver= nach Baimen zu schicken.“ womit sie den Preis errungen, A. Wöcht heißt der Mann, herrlichung des Gabelsbergerschen Systems das Stolzesche Elberfeld, 31. August.[Wie man auf eine sehr der sich in nicht besonders günstigen Verhältnissen befinden in zweite Linie setzten, eine Entgegnung zu teil werden sunschuldige Weisein Nr. Sicher gebracht werden soll, zuzuwenden. Das Aushändigen der Preise an die zu lassen. Nach längerer Debatte sah die Versammlung kann.] das erfuhr gestern ein wohlangesehener Bürger verschiedenen Vereine geschah durch die jungen Damen des jedoch davon ab, da das Stolzesche System genugsam be Renscheids, der geschäftlich in Elberfeld anwesend, nach geVereins, doch konnte außer der Festrede und dem kurzen wiesen habe, welch große Leistungsfähigkeit es besitze und es thaner Arbeit wieder zurückfahren wollte; derselbe wollte Instrumentalvortrag, welcher den Ausgang des Publikums feststehende Thatsache sei, daß die Stenographen des Ab= sein Pillet am Schalter der Berg.=Märk. Eisenbahn mit begleitete, das Programm der Preisverteilung nicht bei= geordnetenbauses und Herrenhauses mit Ausnahme eines einem preußischen Thaler bezahlen, der Billeteur bemerkte behalten werden. Der Referent des hiefigen„Rheinischen einzigen sämtlich Stolzeaner seien.. ihm indessen, das Geldstück sei falsch und ließ sofort einen Kuriers" behauptet zwar das Gegenteil und läßt in seinem] 2[Münchener Biere.] In auswärtigen Blättern Schutzmann holen, der den armen Remscheider wegen verBerichte nicht nur die Jubel=Ouverture von Weber und den finden wir folgenden Artikel:„Das„Münchener Biee“ beginnt suchter Verausgabung von falschem Gelde arretirte.— Auf Chor von Dregert, die auf dem Programm standen, vor: dem hiesigen starke Konkurrenz zu bereiten. Nachdem schon dem Polizeibüreau verlangte man eine Legitimation, die er oder viel= seit einiger Zeit viele Restaurationen Könns fast ausschließ aber in Gestall von Paßkarten 2c. nicht bei sich führie, weil lich münchener Bier führen und auch uns näher gelegeneser ja nicht ins Ausland zu reisen beabsichtige; indessen beStädte, besonders Essen, starke Konsumenten dieses Bieres rief er sich auf einen oriseingesessenen wohlfituirten Bürger, geworden, wird nunmehr seit einigen Tagen in unserer Bier= den man allerdings holen ließ und der auch den Arrestanten stadt selbst münchener Bier verzapft. Der„Kölnische Hof" als einen tüchtigen Bürger Remscheids rekognoszirte, sogar hier hat den Anfang mit„Weihenst=phan“ gemacht. Wie vollständig Bürgschaft für ihn zu leisten sich erbot.— Es wir hören, wird ein zweites Restaurant, die„Rheinische Re= war, nach dem„Gen.=Anz.“, alles vergebene Mühe, der stauration“, gleichfalls in kurzem münchener Bier verschenken. Arrestant wurde nicht losgelassen und mußte die Nacht im Ueber die Qualität gegenüber unserm einheimischen Bier sicheren Verwahrsam zubringen, heute jedoch, gegen mittag lauten die Urteile sehr verschieden. Jedenfalls aber wird durfte er die geweihten Räume verlassen und sich wieder das müachener Bier urch die hohen Transportkosten zu sehr seiner Freiheit erfreuen, weil es gerade eben konstatirt wurde, verteuert, als daß unsere Bierbrauereien eine besondere Furcht daß der von dem Herrn Billeteur als falsch angesehene vor dem neuen Eindringling zu hegen brauchten.“ Von einer Thaler eine gute wertvolle Münze im Betrage von drei starken Konkurrenz, welches das münchener Bier dem dorl: Mark war. munder Fabrikat machen soll, kann wohl keine Rede sein, Werden, 26. Aua.[Ein eigenes Mißgeschick denn die paar Hektoliter, welche etwa konsumir werden sollen, straf gestern einen Pferdedieb.] Derselbe stahl in fallen bei der großen Produktion der hiesigen Brauereien der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einem Oekonomen aar nicht ins Gewicht. Nicht allein der hier gebraute„gute in der Nachbarschaft einen schönen Rappen aus dem Stalle, Tropfen“, der sich nicht nur in Deutschland sondern auch im ohne daß jemand etwas davon gemerkt hätte, wiewohl Auslande einen Ruf verschafft, nicht minder der beveutend Hunde anschlugen. Als der Oekonom des Morgens seinen höhere Preis des fremden Bieres sorgt schon dafür, daß nicht Verlust erfuhr, war derselbe untröstlich, er hatte das Pferd zu viel„Münchener“ getrunken werden wird.l vor 12 Tagen von einem ratinger Oekonomen gekauft und 2[Unfall.] Dem Schlosser Ramhorst, dem Bruder war dasselbe besonders gut eingeschlagen; eigentümlich sollte des kürzlich ermordeten Drehers Ramhorst, fiel gestern auf es aber unserm Diebe mit dem Pferde doch ergehen; derselbe Maschinenfabrik„Deutschland“ ein Stück Eisen auf eine trabte lustig nach Mintard zu. Eben hatte er diesen Ort Hand, infolge dessen letztere erhebliche Verletzungen erhielt. passirt, da schwenkte der Rappe links in den Fahrweg ein, war u. a. eine Ader geplatzt, was eine heftige Blutung und hussa gings im gestreckten Galopp nach Ratingen, veranlaßte. seinem alten Stalle zu; als das Pfero über das Recken, Hörde, 1. Sept.[Beurlaubungen.] Vom 23 Aug. seinem früheren Herrn gehörig, setzte, stürzte der Dieb herab ist der Kämmerei=Rendant Herr Thieme für 14 Tage unter; ob derselbe Schaden genommen, konnte man, nachsder beurlaubt und wird von seinem ersten Gehülfen, Herrn„Mülh. Ztg., nicht ermitteln, da sich derselbe schleunigst Baumöller, vertreten, ferner Herr Bürgermeister Dr. Mascher in die Büsche geschlagen und von niemand mehr gesehen vom 30. Aug. bis zum 10. Sept., während welcher Zeit Puros, Der werdener Oekonom war hoch erfteut bei der Herr Ratsherr Alberts die Geschäfte der Verwaltung diri. Mitteilung, er könnte sein Pferd in Katingen wieder holen. girt. Der Rektor der Kommunal=Volksschule, Herr Geivel, Werden, 30. August.[Passagier=Dampfbot.] ist behufs Wiedererlangung seiner Gesundheit bis zum Gestern abend gegen 7 Uhr passirte unser Städtchen ein von Wintersemester beurlaubt und wird an seiner Stelle Herr Witten kommendes. also stromabwärts fahrendes Passagier= Lehrer Rößler als Hauptlehrer fungiren. Dampfbot(ein kleiner Salondampfer). Wohl seit 20 Jahren, )/ Schüren, 1. Sept.[Gemeinderatssitzung.] und zwar seit Einstellung der damals regelmäßigen DampfIn der gestrigen Sitzung des Gemeinderats von Schüren schiffahrt auf der mittleren Ruhr, hai kaum ein Dampfbot wurde verhandelt und beschlossen was folgt: 1. die Anlage mehr unser Thal durchfahren, weshalb das unverhoffte Einder beiden neuen Emscher=Durchlässe in der Vorstadt wurde treffen eines solchen um so überraschender war. Der Dampfer dem Herrn Friedrich Hövelmann zu Schüren für seine hatte die Größe der kleinen zwischen Köln und Mülheim Offerte von 30 Prozent unter Kosten Anschlag übertragen; a. Rh. fahrenden Dampfbote und is, wie wir vernehmen, 2. wurde auch die Anlage der neuen Emscherbrücke bei Fro= Eigentum der Firma Kollmann in Herdecke. ning vergeben. Von den verschiedenen eingegangenen Offerten Griesheim, 30. Aug.[Grätzliches Unglück.] Zwei wurde diejenige des Herrn Dietrich Meinberg zu Schüren, junge Burschen im Alter von 14 und 18 Jahren, die sich welcher 25 Prozent unter Kosten=Anschlag fordert, akzeptirt, das Kugelsuchen zur Beschäftigung erwählten, fanden am trotzdem zwei niedrigere aber auswärtige Offerten zu 27[Mittwoch eine Granate. Um nun einen größeren Gewinn und 27½ Prozent unter Kosten=Anschlag vorlagen. Das zu erzielen, als ihnen Finderlohn ausbezahlt worden wäre, Geld bleibt nun doch im Orte; 3. überläßt der Bergmann wollen sie dieselbe öffnen und ihres Inhalts entleeren, aber Herr Wilhelm Hausberg zu Schüren in der Vorstadt der bei dieser Manipulation explodirte das Geschoß. Dem jünGemeinde zur Erbreiterung der Emscher einen Streifen seines geren der beiden Burschen wurde ein Bein abgeschlagen, dem Grundstückes, erhält dafür ebenso viel von der Gemeinde= sälteren wurden beide Beine und Hände abgerissen; einzelne bleiche zurück und die Gemeinde hat an seinem Grundstücke Finger waren fortgeschleudert worden. Auch an Kopf und der Emscher entlang eine trockene Mauer zu legen und zu Brust war er schwer verletzt. Nach anderthalb qualvollen unterhalten. Stunden erlag er seinen schrecklichen Leiden. Auch der zweite p Wickede, 30. Aug.[Der hiesige Krieger= und Kugelsucher ist nun im Landkrankenhaus gestorben. Dem Landw hrverein] feierte am 27. und 28 d. M. unter unseligen Kugelsuchen auf dem Schießplatz sind jetzt in den Mitwirkung des hier bestehenden Männergesangvereins sein letzten 3 Jahren 7 Menschenleben zum Opfer gefallen. Jahresfest in einem zu diesem Zwecke erbauten Zelte. Musik wurde von der Herzogschen Kavelle aus Camen ausgeführt, deren Leistungen allgemein befriedigten. Tagen bestand die Feier in Konzert und Ball. schönerung des Festes wurde am Abend des zweiten Tages ein brillantes Feuerwerk abgebrannt, nachdem vorher ein Zapfenstreich stattgefunden.— Das Wetter war an beiden Tagen herrlich und ist es diesem Umstande wohl zuzuschreiben, daß die Teilnahme an dem Feste, namentlich am zweiten Tage, eine sehr rege war, so daß das Zelt sich bald als zu klein erwies.— Die Restauration hatte Herr Gastwirt G Wenker von hier übernommen, welcher für gute Getränke sowohl als auch für schmackhafte warme und kalte Speisen gesorgt hatte. Fast jeder Hauseigentümer hatte aus Anlaß dieser schönen Festlichkeit, welche so prächtig verlaufen und jedem Teilnehmer gewiß noch lange in Erinnerung bleiben wird, entweder geflaggt oder gekränzt. Essen, 31. Aug.[Wiesehr vorsichtig und zurückhaltend das starke Geschlecht jetzt sein muß), um sich durch unbedochte Freundlichkeit niat Unannehmlichkeiten zuzufügen, das zeigt, wie wir in der„Essener#tg.“ lesen wieder folgender Vorgang zur Genüge. Ein junger Handelsbeflissener hatte in einem hiefigen Geschäftshause zu thun und bemerkte, bevor er in den Laden trat, auf dem Hausflur ein kleines Mädchen, welches er in dem Glauben, die Tochter des ihm befreundeten Hauses vor sich zu haben, mit den Worten:„Liebes Adelchen, willst du mitgehen, ich kaufe dir auch was leckeres“, ansprach Dies hört: eine Frau, deren leicht erregbare Phantafie in dem jungen Mann sofort einen Sitt sichkeits=Attentäter vermutete. Sie erhob ein groß Geschrei, ein Mann lief zur Polizei und der erschreckte Jüngling wurde abgeführt, um sich vor der Behörde zu verantworten, wo sich der vermeintliche Bösewicht als ganz harmlos und ungefährlich entpuppte. Barmen, 30. August.[Von dem Vorstande des hiesigen Vereius für Ferien=Kolonien] ist dem Gener.=Anz.“ folgender Bericht zur Veröffentlichung zugegangen:„Ohne Störung ist die erste Woche unseres Ferien= aufenthalts verflossen. als günstiges Resultat därfen wir verzeichnen, daß Kinder und Lehrerinnen sich in ihre neuen * Hamburg, 1. Sept.(Bandalia.] In der Angelegenheit des Dampfers der hamburger PacketfahrtAktiengesellschaft,„Vandalto", dessen Schraubenwelle auf der Fahrt von Hamburg nach New22. Juni d. J zerbrach und welcher von ausgeschickten Schleppdampfern zam 11. Juli nach Greenock zurückgebracht wurde, hal das hiesige Seeamt heute auf Freisprechung des Kapitäns Pezoldt erkannt. * S t r a ß b u r g i. E., 1. S e p t e m b e r.[ S o z i a l demokratisches.] Die„Elsaß=Lothringische Zeitung" schreibt, daß in letzter Zeit eine Gruppe von Arbeitern, die aus dem rechts=rheinischen Deutschland stammten und in Straßburg wohnhaft seien, Verbindungen mit den Führern der deutschen Sozialdemokratie angeknüpft hätten. Es sei Pflicht der Regierung, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln solchen Bestrebungen entgegenzutreten, um das Land vor der Einschleppung des sozialdemokratischen Giftes zu bewahren und jede darauf abzielende Bewegung schon im Keime zu ersticken. Im Bewußtsein der mit seinen Vollmachten verbundenen Verantwortung und der ihm obliegenden Pflichten habe der kaiserliche Statthalter die Ausweisung zweier dieser Personen aus dem Reichslande befohlen, welche erwiesenermaßen mit Führern der deutschen Sozialdemokratie in Verbindung getreten seien, deren Bestrebungen nach Elsaß=Lothringen zu ver2 um pflanzen. 1. Sept.[Der Statt* Straßburg i. E halter,] General=Feldmarschall von Manteuffel, hat heute seine Urlaubsreise nach Gastein angetreten und begibt sich zunächst bis München. Ausland * Wien, 31. August.[Der Kaiser] ist mit dem Erzherzog Albrecht und großer militärischer Suite nach Gödöllö abgereist, von wo morgen die Weiterreise zu den Manövern erfolgt. Wien, 31. August.[Die„Sultansmörder“.) Aus Dscheddah, 11. August, wird der„Boh.“ geschrieben: Dienstag, den 9. d, sind die wegen des Sultansmordes aus Konstantinopel nach dem Hedschas verbannten Paschas und Beys an Bord des türkischen Raddampfers„Izzedin“ hier angekommen. An Bord waren Midhat Pascha, Mahmud Damat Pascha und Nuri Damat Pascha, so wie acht Beys, darunter, wie man sagte, auch Fakry Bey, schließlich ein oder zwei den untern Volksklassen angehörige Personen.“ Von den drei Paschas hatte jeder am Bord seine besondere Kabine, wo er von Soldaten bewacht wurde. Kurz nach Ankunft des Dampfers stieg der Wächter und Begleiter des Gefangenen Keuvoys, Soliman Bey(ein Oberst der Leibwache des Sultans), ans Land und hatte eine lange Unterredung mit dem Kaimakam von Dscheddah. Im Laufe des Nachmittags kamen die Gefangenen ans Land, jeder derselben von zwei Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten begleitet. Voran schritt Midhat Pascha, ihm folgte Mahmud Damat, dann die Anderen. Man führte sämmtliche Gefangene in das Haus des Repräsentanten des Großscherif, Omar Nassif. Jeder erhielt ein besonderes Zimmer und wurde daselbst von Soldaten mit geladenen Gewehren bewacht. Keiner der Gefangenen durfte mit dem anderen verkehren. Gestern, den 10. August, um 3 Uhr nachmittags, wurde die Weiterreise nach Taiff angetreten. Die drei Paschas wurden in von Kameelen getragene, palankinartige Kasten, sogenannte Thatas, gebracht; die übrigen folgten auf Eseln. Nuri Pascha war sehr krank und mußte aus dem Hause in den Palankin getragen werden. Midhat Pascha schien sehr ruhig. Die Araber sagten von ihm: qualbu Kebir— sein Herz ist groß, d. h. er fürchtet sich nicht. Die Karawane ging von zka. 50 Soldaten und 30—40 Bischas(Leibgarden des Großscherifs) bedeckt, ab. Außer Omar Nassif, welcher wenige Worte mit Midhat Pascha wechselte, hat niemund hier mit den Gefangenen sprechen oder verkehren konnen. * Paris, 31. August.[Aus Tunis] wird gemeldet: Ein Bataillon ist als Eskorte eines LebensmittelTransportes, welcher für die nach Zaghuan geschickte Kolonnebestimmtist, abmarschirt.— Ein Haufe Marodeurs versuchte einen anderen für Zaghuan bestimmten Transport zu plündern, wurde aber mit einem Verlust von 6 Todten und 9 Gefangenen abgewiesen.— Zwei Individuen, welche eine Empörung anzustiften suchten, sind am 27. August in Sfax erschossen worden.— Die „Agence Havas“ meldet aus Ragusa, daß die Einwohner von Nicka bei Iper gegen Derwisch Pascha aufgestanden sind und türkische Soldaten getötet haben. Derwisch Pascha habe Verstärkungen von Skutari verlangt. * L o n d o n, 3 1. A u g.[ A y u b K h a n.]„ R e u t e r s Büreau“ meldet aus Bombay von heute: Ayub Khan wird am 1. September mit sieben geschwächten Regimentern aufbrechen. Emir Abdurrahman rückt schnell vor. Sein Vorrücken verursacht im ganzen Lande eine merkliche Reaktion zu seinen gunsten. * Venedig, 1. Septbr.[Die internationale geographische Ausstellung ist heute eröffnet worden und als vollkommen gelungen zu bezeichnen. Deutschland hat ausgezeichnete militärische Karten, sowie eine Sammlung alter moderner, sehr interessanter Instrumente ausgestellt. Die Weltkarten und die didaktischen Werke sind bewundernswert. In der schwedischen Ausstellung erregt besonders Interesse die Sammlung der „Vega“ und eine alte skandinavische von Hilldebrand illustrirte Barke. Auch Rußland, Frankreich, England Oesterreich und Italien haben vorzügliche alte und neue Karten, geographische Instrumente und Privatsammlungen ausgestellt. * R a g u s a, 1. S e p t.[ W i d e r l e g u n g.] D i e M e l dung von der Einäscherung des Dorfes Kaitza durch die türkischen Truppen, bei Gelegenheit der Räumung der dritten Zone des von der Türkei an Griechenland abgetretenen Gebiets, stellt sich nach den an Ort und Stelle eingezogenen Erkundigungen als unbegründet heraus. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um das Niederbrennen mehrerer Baracken, die die türkischen Soldaten errichtet hatten und die Bewohner des Dorfes selbst waren es, welche Feuer an die Baracken legten. * K o n s t a n t i n o p e l, 3 1. A u g.[ D i e t ü r k i s c h Gläubiger.] Bourke, Vaifrei und Mayer haben morgen die erste Zusammenkunft mit den t rkischen Delegirten, welchen die Pforte den deutschen Rat im Zollwesen, Bertram, beigegeben hat. * K a i r o, 3 1. A u g.[ D e r e g y p t i s c h e„ M o niteur“] veröffentlicht eine Ergebenheits=Kundgebung der Offiziere der Armee für die Regierung der Khedive. * W a s h i n g t o n, 3 1. A u g.[ O f f i z i e l l e s B u l letin] von 6 Uhr 30 Min. abends. Der Präsident Garfield hat den heutigen Tag besser verbracht als es in der letzten Zeit der Fall war, er hat mit Appetit Nahrung genommen; die Drüsengeschwulst fällt fortdauernd. Puls 109, Temperatur 98,06, Respiration 18. * W a s h i n g t o n, 1. S e p t.[ G a r f i e l d.] S t o a t s sekretair Blaines heutiges Telegramm lautet: Der Präsident hat gestern Abend weniger Fieber gehabt als an irgend einem vorhergehenden Abende seit seiner Verwundung. Die Temperatur war abends 6 Uhr normal. Während des ganzen gestrigen Tages waren alle Symp. tome sehr ermutigend. * tragen, beweist aber damit nur, daß er trotz mehr wegen seines Referates der betr. Aufführung gar nicht beiwohnte. Beide Werke mußten gestrichen werden, weil es unmöglich war, für die Instrumentalisten auf dem Podium unter den dichtgeschaarten Sängern Platz zu geKurz und inhaltvoll, ein rechter oratorischer Genuß, wie eine Festrede sein muß, war die Rede, womit Herr Regierungsrat v. Reichenau, in Vertretung des plötzlich zu einer Dienstreise berufenen Herrn Regierungspräsidenten v. Turmb, den musikalischen Teil des Festes schloß. Dieselbe zollte zunächst den musikalischen Leistungen der verschiedenen Vereine und dem reizenden Verlauf des Festes gebührende Anerkennung und wies dann darauf hin, daß die Feier neben ihrer lokalen auch eine allgemeine Bedeutung besitze. Das deutsche Lied und die deutschen Sänger seien mächtige Glieder in der Entwickelungsgeschichte der Nation. Ihnen verdankten wir es, daß manche Stammesunterschiede verschwunden, manche tief eingewurzelte Vorurteile verwischt, jahrhundertealter Hader getilgt und die verschiedenen deutschen Stämme nun unter dem glorreichen Szepter des deutschen Kaisers friedlich geeint seien. Die dem deutschen Liede immanente Macht hätte man erfahren, als in den Freiheitskriegen die Arndt, Schenkendorff und Körner die Jugend durch ihre Gesänge zum Kampfe entflammten, und wieder in jenen unvergeßlichen Tagen, als die Blüte Deutschlands zurch die„Wacht am Rhein" zu dem stolzesten Siegeszuge angefeuert worden, den man je auf Erden gesehen. Redner betonte die herzliche Aufnahme, welche die Meister des Gesanges, die Freunde aus Oesterreich auf dem Feste gesunden und sprach die Hoffnung aus, daß ihr Besuch das Band der Zuneigung zwischen den Deutschen und DeutschOesterreichern fester knüpfe, ebenso fest, wie eine weise Politik das Bündnis der beiden Bruderstaaten geknüpft habe. Die beiden Stämme gehörten ja innerlich zusammen und Schulte# an Schulter müßten sie stehen gegen jeden Angriff au deutsche Kultur und deutsche Sitte. Es folgte die ernste, beherzigenswerte Mahnung, daß die Sänger auch ferner in der emsigen, fleißigen Pflege des Gesanges wetteisern, das Gefühl für das Schöne und Wahre wach und rege halten und Wiesbaden in ebenso gutem Andenken bewahren möchte, als Wiesbaden sie.„Erheben Sie unser Volk nach des Tages Last und Mühe durch Ihre Kunst über alles Schlechte und Gemeine, Ihnen zur Ehre, dem Vaterlande zum Heile!“ Mit diesem Wunsche, dem ein Hoch auf den Kaiser und die Absingung der ersten Strophe der Nationalhymne folgte, schloß die Preisverteilung. Um vollständig zu sein, füge ich noch binzu, daß der„'ännergesangverein“ vor Beginn des Wettstreites unter Leitung seines Dirigenten den Bewillkommnungschor von Abt sang und zwar, wie es unter einem so bedeutenden Musiker wie L. Wolff nicht anders sein kann, in wirklicher Vollendung. Das Volksfest auf dem Neroberge hatte heute nachmittag so viele Volksmassen herausgelockt, daß man vor lauter Volk das Fest nicht zu sehen bekam. Ganz Nassau schien auf den Beinen, eine wahre MenschenSündflut, welche sich erst etwas verlief, als eine kleine Sündflut von oben kam, die der ganzen Herrlichkeit, wenn auch kein Ende, so doch eine sehr unliebsame Unterbrechung bereitete. Im übrigen amüfirte sich die bunt zusammen: gewürfelte Menge trotz des Regens bei Bier und Brot, bei „stinkendem Tabak“ und ebenfalls nicht besonders angenehm duftenden Würsten und Kuchen bis zur späten Abendstunde, wo sogar einige verzweifelte Versuche zu Illuminationen gemacht wurden. Tiotz des entsetzlichen Gedränges verlief aber, so viel ich bemerken konnte, auch hier alles in schönster Ordnung. Um 9 Uhr diesen Abend begann in der Festhalle der große Festkommers, über dessen Verlauf wie über die Rheinfahrt nach Rüdesheim ich Ihnen morgen berichten werde. So viel sich voraussehen läßt, wird auf dem Kommers der Durst der Wettsänger die gebsyrende Befriedigung finden, falls er nicht etwa schon auf kleinen Privatkommersen gestillt sein sollte. Vokal= und Pokal=Leistungen sind zwei sehr nahe verwandte Worte und Wettsänger trinten bekanntlich immer gern. Haben sie gefiegt, trinken sie aus Freude, haben sie verloren, rinken sie aus Verzweiflung. Der Effekt bleibt in beiden Fällen meist der nämliche. winnen. die Köln, 29. August.[Ein wandernder Blumentopf.] Als jüngs ein hiesiger Bürger— wir wollen ihn Klein nennen— seinen Namenstag feierte und im Kreise seiner Familie und seiner Freunde im Salon vielfach veranlaßt wurde, perlenden Rheinwein auf seine eigene Gesundheit zu trinken, trat ein fremdes Mädchen in den Saal, leierte ein Namenstagssprüchlein ab und überreichte eine in einen Blumentopf gepflanzte Balsamine als Dank für eine Wohlthat, die er ihrem Vater, dem Herrn Müller, erwiesen. Wiewohl Herr Klein sich nicht erinnerte, welchem unter den vielen Müllern er einmal einen Gefallen erzeigt habe, nahm er dankend den Blumentopf an und gab dem Torte, Mandeln und Rosinen dazu. Als das Mädchen sich entfernt hatte, gab ein Freund, laut der„Köln. Nachr.“, dem Gefeierten lächelnd den Rat, 5 4 parat zu legen, morgen komme das Kind wieder. Go habe es auch seinem Nachbar gegangen. Mehr wollte er nicht sagen. Richtig stellte sich das Kind am andern Tage wieder ein und brachte von seinem Vater einen schönen Gruß und einen Bettelbrief mit, in welchem er sich ein Darlehn von 5# erbat. Als Herr Klein bemerkte, er kenne ihren Vater nicht und leibe oder schenke unbekannten Leuten kein Geld, entgegnete das Mädchen, dann möge er ihm auch die Balsamine wieder zurückgeben. Gesagt, gethan. Das Mädchen ging, Klein sah ihr nach und gewahrte, daß es in der Nähe an der Kaserne mit der Wache sprach und dann eintrat. Nach z hn Minuten kam das Blumenmädchen ohne Topf wieder aus der Kaserne, wo ein Herr Sergeant seinen Namenstag beging. Schon am andern Tage wanderte der Blumentopf wieder aus, wer weiß wohin! Aachen, 29. Aug.[Majestätsbeleidigung.] Eine drastische Illustration erhielten heute vor der Strafkammer die Worte Schiller::„O, daß sie ewig grünen bliebe, die schöne Zeit der jungen Liebe.“ Ein Ehemann aus dem Landkreise Aachen hatte es sich nämlich beigehen lassen, seine Frau wegen Majestätsbeleidigung der zuständigen Behörde zu denunziren. Die Frau wurde indessen gefänglich eingezogen und kam die Sache heute zur Verhandlung. Das Gericht nahm die Schuld der Frau als erwiesen an und verurteilte dies lde zu einer Gefängnißstrafe von 3 Monaten; 5 Wochen An beiden Zur Veren Kinde eine Mark, : Dortmund, 2. Sept.[Der Gewerbeverein hat gestern abend die Sedanfeier in würdigster Weise begangen. Der Andrang der Mitglieder war ein so außerordentlicher, daß der große Saal sich davon wohl hätte dreimal füllen lassen, viele mußten wieder den Heimweg antreten, weil sie nicht einmal ein bescheidenes Steh- vielweniger ein Sitzplätzchen erobern konnten. Die Notwendigkeit Vergrößerung des Saales trat in evidentester Weise hervor und soll, wie wir hören, der Vorstand sich bereits mit dieser Frage beschäftigt haben. Würde der Saal vergrößert, dann dürfte auch die Bedienung der Gäste eine bessere werden, denn diese war gestern recht mangelhaft, weil der bierspendende Krahn nicht so viel liefern konnte, wie von der großen Menschenmenge verlangt wurde.— Die Feier wurde durch den Vortrag des Goltermannschen Marsches eröffnet, worauf Frau Müller mit klarer fester Stimme und vortrefflicher Belonung den eigens für die Feier verfaßten Prolog vor: trug, der mit dem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser endete, worauf die impofante Festversammlung die Nationalhymne sang. Herrliche mufikalische Vorträge des Instrumentalvereins mit Orgelbegleitung wichselten mit vom Dilettantenverein, der sich gerade jetzt auf, eine Stufe der Vorzüglichkeit in bezug Der Wettstreit deutscher Männergesangvereine. S Wiesbaden, 30. Aug. III. Ich versuchte Ihnen gestern eine Vorstellung von den Schricknissen zu geben, deren ein nicht:: gekrönter Mannere Se e * 133 hatte die Angeklagte bereits in Vorhaft zugebracht. Beim Karl Engelhardt und der Arbeiter Fr. König von vier Heraustreten aus dem Gerichtsaal wurde der unnatürliche waren beschuldigt, am Abend des 25. Juli kr. die BergEhemann von Vertreterinnen des zarten Geschlecht mit einer arbeiter Josef Stöber und Kleine vorsätzlich körperlich mißFlut von Schimpfworten empfangen. handelt zu haben und zwar mittelst gefährlichen Werkzeugen, Kassel, 30. August.[Der verschwundene Förster.] nämlich einem Dolchmesser, einem Hammer und einem LederIn dem Städtchen Neustadt bei Marburg hält seit voriger riemen, an welchem ein Stück Eisen befestigt. Da die Versoche ein geheimnisvoller Vorfall die Gemüter in Auf= letzungen des Stöber noch nicht geheilt und Kleine nach regung: Der Stadtförster Becker, ein junger, kräftiger Mann, seiner Angabe eine Lähmung des rechten Arnes davon seit kurzim erst verheiratet, wird seit vorigem Sonnabend getragen, wurde die Verhandlung ausgesett und soll zu vermißt und bis heute fehlt jede Spur von ihm. Er begab dem neuen Termine Herr Dr. Gerstein als Gutachter gesich abends auf den Ausland, wollte zum Nachtessen wieder laden werden. kommen, blieb aber aus. Man vermutete sofort ein Verbrechen, das ohne allen Zweisel Wilddiebe an dem pflichtgetreuen Beamten, der ihnen schon lange eine Dorn im luge war, begingen. Es wurde sofort durch die Forstschutzbeamten und eine größere Anzahl beherzter Leute das betreffende Revier durchsucht— jedoch nicht das Geringste von dem Vermißten entdeckt. Darauf wurde unter größerer Beteiligung der Einwohner ein Walddistrikt nach dem andern durchforscht, in dem Bemühen, wenigstens den Leichnam des Ermordeten aufzufinden; und so such schon die ganze Woche Tag für Tag, und die geringste Spur. Jetzt sind nun zwei Belohnungen, und zwar 100 M für die Auffindung der Leiche und 300 4 für die Entdeckung der Thäter, ausgesetzt, infolge dessen die Leute schaarenweise zum Walde ziehen. Gelegentlich einer solchen Durchforschung des Waldes wurde auch der Totengrüber T. an unerlaubter Stelle erwischt; man faßte ihn und-fand nun Blutspuren an seinem Rocke. Hierdurch glaubte man auf eine ganz eigentümliche Fährte gebracht zu sein. Den Tag darauf, an welchem Becker verschwunden, wurde nämlich ein Mann in Neustadt begraben, das betreffende Grab war aber, wie gewöhnlich, schon abends vorher von dem Totengräber gegraben worden, man hegte daher den Verdacht, daß die Wilddiebe im Einverständnis mit dem Tolengräber gehaubelt und daß man des Nachts das Grab tiefer gegraben und den Leichnam des Fürsters unter die eigentliche Grabeköffnung verscharrt habe, um dann dadurch, daß andern Tages die Leiche des Verstorbenen zur Grust gesenkt wurde, das Verbrechen für immer in Nacht und Vergessen zu hüllen. Deshalb wurde das fragliche Grab geöffnet, der Sarg herausgenommen und untersucht, doch fand man keine Spur. Der Totengräber wurde seiner Haft daher alsbald entlassen, der blutbesudelte Rock jedoch in Verwahrung genommen. So liegen die Sachen bis jetzt, wie uns zuverlässig von Ort und Stelle mitgeteilt wurde. Alle anderen durch die Presse gegangenen Nachrichten, namentlich, daß der Leichnam des ohne allen Zweifel ermordeten Försters in dem betreffenden Grabe aufgefunden wäre, ist falsch. Hoffentlich gelingt es den gem. insamen Anstrengungen, Licht in dies geheimnisvolle Dunkel zu bringen. (Eingesandt.) Zum Sedautage. Der Herbst ist da mit seinen dunten Forben, Der Schnitter hat sein heißes Werk vollbracht. Leer ist das Feld von Früchten und von Garben, Der Winter ist bald da Der ganzen Weltveschichte größte Wochen! Der nfang: Siegesspiel für Frankreichs Kind, Das Ende: Frankreichs Kron und Thron zerbrochen! Europas Mächtigster— er ist vernichtet— Und unser ist der Sieg! Gott hat gerichtet! O glaubts, daß an dem deutschen Himmel Gott Es also schrieb mit seinen Sternenlettern: Er ließ die Ausgeburt von Sünd und Spott Durch seiner Deutschen Rächerarm zerschmettern. Daß nicht die Lüge herrsche in der Welt, In ecklem Pfuhl hinsterbe jede Tugend, Hat er das deutsche Volk so hoch gestellt, An Manneskraft und Heldenmut der Jugend. Ein reues Glück zog in die Welt hinein, Das Glück: Der deutschen Erde Kind zu sein! Wohl pocht voll Stolzes heut das deutsche Herz, Doch tausend thränenvolle Wimpern beben Und auf den Lorber senkt den Flor der Schiaerz Um tausend hingemähte Blütenleben! Den stummen Opfern und dem Gram erschalle Kein Laut— o ehrt der Sitte still Gebot: Erhebt Euch von den Sitzen Alle, Alle! So eoren wir der Unsern Heldentod. Das Vaterland soll nimmer ihrer Namen Und nimmer seines Danks vergessen! Amen. Wunderbar sind, Kaiser, deine Thaten, In der 26 deutschen Staaten Lebt dein Geist. hast, wonach wir lang gerungen, Endlich jenes Werk vollbracht; Lebe hoch, ruft deutsche Zungen, Mächtger Sieger von Sedan. in voller Macht. Noch pflügt der Landmann munter Das goldne Saatkorn unter, hofft, wenn Frühlingsboten sind geschickt, Er segensgrün die Fluren dann erblickt. Im Sommer wars, als Frankreichs Herrscher wagte, Frech heimzusuchen unser Vaterland. Wie Mahnruf es an jedem Herzen nagte, Auf, deutsches Volk, das scharse Schwert zur Hand! Die fremden wilden Horden Solln nie an Rheines Borden, Den Wein zertreten, der so üppig blüt, So lang Germanenblut noch in uns olht! Und Stundevamt Dortmund. Anmeldungen vom 1. September 1831. Aufgebote.(Hiesige): Schlosser Bernhard Jansing Witwe Zeppenfeld, Gertrud geb. Meyer, Zimmerstr. 20. Fabrikarbeiter Eduard Boecker mit Witwe Buschmann, Maria geb. Biermann, Leopoldstraße 49. Barbier Theoder van Appeldorn, Witwer, Neue=Radstraße 12, mit Maria Maaßen, Brüderweg 28.—(Berichtigung vom 25. August. Kaufmann „Louis“ nicht„Julius" Best, Goldstraße 5, mit Wilhelmine Heierfeld, Mönchenwordt.) Eheschließungen. Fabrikarbeiter Karl Kilian mit Johanne Witte, Grafenhof 13. Maschinist Josef Balsfalland gen. Steffenfauseweh, Witwer, mit Witwe Kahl, Anna geb. Quante, Rolandstraße 5. Geburten. 1 Sohn: Nachtwächter Franz Kohlmann, Marschallstraße 14. Böttcher Heinrich Schüren, Wilhelmsstraße 8. Bahnarbeiter Heinrich Plaßwirth, auf dem Berge 6. Bergarbeiter Theodor Vinnefrohne, Lambachstr. 9. Spezereihändler Johann Mütertigs, Lindenstraße 47. 1 Tochter: Polsterer und Dekorateur Konrad Schümmelseder, Katharinenstraße 18. Fabrikarbeiter Friedrich Hill, Märkischestraße Zeche am Schwaben. Todesfälle. Konditor Friedrich Schivelbusch, Westenhellweg 104, 84 J. 2 M. 5 T. Anna, T. des verstorbenen Berginvaliden Kaspar Schütte, Langestr. 5, 1 J. 7 M. 2T. Anton, S. des Fabrikarbeiters Franz Mizewsky, Blumenstraße 4, 4 M. 10 T. Walter, S. des Nachtwächters Franz Kohlmann, Marschallstraße 14, 9 St. Henriette, T. des Hohofenarbeiters Friedrich Knieper, Friedrichstraße 22, 5 J. 3 M. 25 T. Louise, T. des Küfers Bernhard Berling, Mühlenstraße 19, 24 T. Gertrud, T des Bahnarbeiters Friedrich Gärtner, Friedrichsstraße 14, 2 J. 2 M. 15 T mit Und Preußen, Sachsen, Würtemberg und Baiern, Ganz Deutschland schloß jetzt einen Bruderbund. Es war nicht einer, der da wollte feiern, Ein jeder gab die deutsche Einheit kund. Und wie wir treu für Einen, Wie Einer stand für all, Da schwieg die Sorge und es schwieg das Weinen, Das deutsche Herz war jetzt der sturke Wall. Ein jeder denkt daran von uns mit Wonne, Als Sieg auf Sieg die frohe Botschaft war. Es war das Morgenrot der Freiheitssonne, Das uns erstritten nun der deutsche Aar. Der alte Barbarossa Fuhr mit dem ganzen Trosse, Als Kund gebracht ihm durch den alten Zwerg. Mit Kaiserpracht aus dem Kyffhäuser=Berg. t man nun findet auch nicht M. M. 8 Schiffsbericht. (Mitgeteilt vom Norddeutschen Lloyd in Bremen.) * B r e m e n, 2 9. A u g u s t. D e r P o s t d a m p f e r„ S a l i e r", Kapt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. August von Bremen abgegangen war, ist heute 9 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. * Bremen, 31. Aug. Ter Postdampfer„Oder“. Kapt. C. Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. August von New=York abgegengen war, ist gestern 7 Uhr abends wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8 Uhr abends die Reise nach hier fortgeZum 2 Sentember. setzt. Derselbe überbringt 155 Passagiere und volle Ladung. „ wronmdt.! Bremen, 1. Sept.(Per transatlantischen Telegraph.) Gott hat gerichtet! Unser war der Sieg! Der Postdampser„Braunschweig", Kapt. C. Pohle, vom Voll Lorbern blühn die Gräber unser Toten. Norddeutschen Lloyd in Breinen, welcher am 17. Aug. von Der uns gehetzt in diesen heilgen Frieg.... Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in BalVier Wochen warens— nicht Deutschlands blos, es waren timore angekommen Am Tag von Sedan brach die Eirheitssonne Am deutschen Himmel strahlend hell empor Da sang das deutsche Volk, erfüllt von Wonne: „Nun danket aule Gott!“ in vollem Chor. Drum füllet jetzt die Becher, Ihr lustgen, frohen Zecher, Und bringt aus vollem Herzen hier im Kreis Ein Vivat Hoch! dem deutschen Kaisergreis. Castrop, Zeche Erin, 31. August 1881. Scröder. Witterungsbericht von 6 Uhr morgens des 1. Sept. bis dahin des 2. Sept. Von Herrn Chemiker Dr. Kaysser. Temperatur von 6 Uhr Morg. bis von 6 Uhr Abends bis 6 Uhr Abends niedrigste...+ 11,8°C.(.4=.) 9,88 C.(7,80.) höchste....+19,2° C.(15,3.)+ 15,7° C.(12.50.) mittl. Tagest, von—6 Uhr Morg.+ 14.1° C.(11,2“.) Barometerstand—— 6 Uhr Morg der Strafkammer. # Dortmund, 1. Sptbr Heute hatten sich zunächst die Eheleute Bergmann Karl Weißmann und der Fuhrmann Heinr. Weißmann von Wellinghofen wegen strafdaren Eigennutzes zu verantworten. Die Verhandlung endete mit der Verurteilung der Angeklagten zu je 10 A. Geldbuße(vent. 2 Tagen Haft. Ein Gewohnheitsdieb, der schon vielfach bestrafte Korbund Schirmmacher Wilhelm Lütke aus Camen, hatte im Juli ds. Is. Herrn Dr. Althoff in Lünen einen Regenmantel, der Witwe Jakobskötter hier ein Kleid und dem Metzger Steinecke hier einen Schinken gestohlen. Der Angeklagte war geständig und wurde er mit Rücksicht auf die vielen Vorbestrafungen zu 2 Jahren Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust verurteilt Der Bergmann Wilhelm Hollmann aus Lanstrop wurde von der Anklage des strafbaren Eigennutzes freigesprochen Als der Land-Briefträger Hermann Bedder aus Castrop am 7. März ds. Is. auf seiner Botentour begriffen war, hörte er, in der Nähe von Rauxel, plötzlich von einer Wiese her klägliche Hülferufe ertönen. Bedder eilte schnell dem Orte zu, woher die Ruse erschallten und da gewahrte er denn in einer mit Wasser gefüllten Mergelgrube eine Frau bis an die Brust im Wasser stehen, ohne daß dieselbe, des glatten Ufers der Grube Begen, imstande gewesen wäre, sich selbst auf das Trockene zu retten. Auf dem Wasser schwamm auch ein kleines Kind. Bedder half der Frau erst aus dem Wasser, dann holte er mittelst einer Stange das Kind heraus, doch war dasselbe bereits tot, alle Bemühungen, dasselbe in das Leben zurückzurufen, waren vergebens. Die Frau wurde vorläufig bei einem in der Nähe wohnenden Kötter in das Bett gebracht. Es war die Ehefrau des Bergmanns Heinrich Könter aus Dingen, die unter so sonderbaren Umständen in dem Wasser angetroffen worden, und hatte sich dieselbe heute wegen fahrlässiger Tötung ihres 9 Monate alten Söhnchens Ernst zu verantworten. Die Angeklagte, eine robuste Person von 32 Jah. ren, behauptete, sie sei unschuldig. Am 7. März habe sie wegen Hosenflickens Streit mit ihrem Manne bekommen und habe derselbe gedroht, die Mobilien zu zerschlagen. Nachdem ihr Mann zur Mittagssaicht gegangen, habe sie, da sie kurz vor ihrer Entbindung gestanden, den Entschluß gefaßt, ihre Eltern und ihre Schwester einmal zu besuchen. Das Kind habe sie deshalb in ein Tuch gewickelt und sich dann auf den Weg gemacht; obgleich sie zuerst nach Deininghausen zu den Eltern gewollt, habe sie unterwegs doch den Vorsatz aufgegeben, um sich zuerst zu der in Rauxel wohnenden Schwester zu begeben. Hierbei habe sie den Weg über die Wiese nehmen müssen, welche aber etwas unter Wasser gestanden, deshalb habe sie den zwischen zwei Mergelgruben befindlichen etwas höher gelegenen schmalen Pfad eingeschlagen. Da ihr der Arm von dem Tragen des Kindes ermüdet, habe fie sich einen Augenblick hin um das Kind auf den anderen Arm zu betten, hierbei sei ihr dasselbe ausgerutscht und in das Wasser gefallen; so gleich sei sie nachgesprungen, um ihr Söhnchen zu retten, was ihr jedoch nicht möglich gewesen, vielmehr habe sie alle ihre Kräfte aufbieten müssen, um sich selbst über Wasser zu halten. Die Frage des Herrn Staatsanwalts Tewaag, ob sie nicht etwa in der Aufregung nach dem Streite mit dem Manne den Entschluß gefaßt, das Kind und sich selbst umzubringen, verneinte die Angeklagte ganz entschieden, sie lebe mit ihrem Manne ziemlich glücklich. Sonderbar ist es freilich, daß sie sich auf einem so gefährlichen Platze hingesetzt, denn der zwischen den beiden etwa —8 Fuß tiefen und ganz mit Wasse: gefüllten Mergelgruben hinführende Weg war nur etwa einen Fuß breit. Außerdem hatte die Angeklagte beim Verlassen der Woh nung ein Zettelchen mit folgendem Inhalte auf den Tisch gelegt:„So, jetzt kannst Du die Brocken entzwei schlagen, mir und meinen Kindern die Knochen aber nicht; wenn Du dann laufen willst, dann kannst Du gehen, wo ich Platz finde, das findet sich nachher!“ Herr Dr. Funke aus Mengede, welcher die Angeklagte von Jugend auf kennt, sagte aus, daß er dieselbe nie für vollkommen geistesfähig gehalten, bei jeder Kleinigkeit würde sie furchtbar erregt, sogar 4 Wochen nach der Zeit, als das Unglück mit dem Kinde pasfirt und sie von einer Person„Kindesmörderin“ genannt worden, sei sie so in Wut geraten, daß sie in ihrer Wohnung alles zerschlagen und zerschnitten habe. Zu ihrem Kinde habe die Frau übrigers große Liebe gezeigt. Herr Staatsanwalt Tewaag beantragte mit Rücksicht darauf, daß es nicht erwiesen, ob die Augeklagte fahrlässig gehandelt, die Freisprechung. Nach längerer Beratung fällte der Gerichtshof sein Urteil dahin, daß, da die Angeklagte hinreichend verdächtig sei, ihren Sohn Ernst vorsätzlich getötet und diese Tötung mit Ueberlegung ausgeführt zu haben, die Strafkammer unzuständig und die Sache deshalb dem königlichen Schwurgerichte zu überweisen sei. Die Frau wird sich also wegen Mordes zu verantworten haben. Die Verhandlungen gegen den Kötter# Holzwickede und den Arbeiter Fr. Schöffl wegen Diebstahls, wurden vertagt, weil wichtige Zeugen ausgeblieben waren. Unter Ausschluß Straßen= Erleuchtungs= Kalender für den Monat September 1881. Bekanntmachung. Nachdem der Fleischb schauer Strompen mit dem Tode abgegangen ist, sind der Raseur Valentin Siebner und der Färber Wilhelm Berg, beide von hier, als öffentliche Fleichbeschauer angestellt und vereidet worden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Dortmund, den 29. August 1881. R Die Die gegenmenge hochner..... 756,2 Höhe der Regenschicht in mm Menge des auf 1 zm gefäll. Reg. in ccm Abendlaternen Nachtlaternen Tage, ssollen brennen sollen brennen niedrigster.... 755 Uhr Uhr mittlerer 755,5 bis bis von von Der Magistrat: Lindemann. .—6 7. u. 8. 7½ 11½ 1½ 4 Zwangsversteigerungs-Patent. Das im Grundbuche von Dortmund, Band 7, Artikel 64, auf den Namen des Rentners Heinrich Hobert zu Dortmund eingetragene Grundstück, Flur 16 Nr. 1284/190, Steuergemeinde Dortmund, mit Gebäuden, vermessen zur Größe von 4 Are 46 Quadr.=Meter, soll im Wege der Zwangsvollstreckung auf Antrag eines Gläubigers Wetterbericht vom 1. September, morgens 8 Uhr. Die Wetterlage hat sich seit gestern wenig verändert. Die Depression über Nordzentraleuropa ist fast stationär geblieben, während der hohe Luftdruck im Nordwesten nur langsam nach Osten hin sich ausbreitet. Bei schwacher Luftbewegung ist über Zentraleuropa das Wetter kühl, vorwiegend trübe, stellenweise regnerisch. Fist in ganz Deutschland fielen Niederschläge, Swinemünde und Magdeburg hatten gestern Gewitter mit Regen und Hagel. Beim Herannahen des hohen Luftdrucks vom Westen her dürfte aufklärendes, jedoch kühles Wetter zunächst für Westdeutschland zu erwarten sein 10 7¼ 9. 10. 71 11 11.—16.7 11½ 11½ 4½ 76% 11½ 1½ 4½ 21.—27 6½ 11½ 11½ 4% 28.—30 6½ 1 11½ 4¾ Dortmund, den 30. August 1881. Der Magistrat: Lindemann. am 14. Oktober d.., vormittags 10 Uhr, am hiefigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 27, versteigert werden. die Gebäudesteuer ermittelte Nutzungswert der aufsteheuden Gebäulichkeiten beträgt 1572 Die von den Bietern auf Verlangen zu hinterlegende Bietungskaution beträgt 3930 M Auszug aus der Steuerrolle beglaubigte Abschrift der Grundbuchtabelle und die etwa noch eingehenden Abschätzungen und anderen, das Grundstück betreffenden Nachweisungen sind(ebenso wie die gestellten Kaufbedingungen) in unserer Gerichtsschreiberei Ih. einzusehen. Alle diejenigen, welche Eigentum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Zwangsversteigerung stehenden Realititen geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Ausschließung vor oder im Versteigerungstermine, spätestens aber bis zum Erlaß des AusschlußUrteils anzumelden. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlages soll am 18. Oktober d.., vormittags 11 Uhr, an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Dortmund, den 30. Juli 1881. Der unterm 7. Juli 1880 gegen den Anstreichergesellen Josef Ludwig aus Dortmund wegen schweren Diebstahls erlassene Steckbrief ist noch unerledigt und wird hierdurch erneuert.(.603de80.) Der Erste Staatsanwalt. Wetter=Aussichten für Freitag 2. Septbr. 1831. Hambura, 1. Septbr. Ruhiges, aufklärendes, jedoch kühles Wetter ohne wesentliche Niederschläge. Deutsche Seewarte. Gewerbe, Haudel und Verkehr. * Dortmund, 31. August.[Marktbericht.] Weizen — 2. Roggen 20,75— 21.25., Hafer— J. Gerste— A Kartoffeln 7,00—7,60#. Strok(Richt=) 7,80—8,00 M, Heu.80—9,00# per 100 Kilo, Butter 1 Kilo 2,20 bis 2,40 M. Eier, 60 Stück, 3,00—3,50 K. Neuß, 1. Sept.[Getreidemarrt.] Am heutigen Getreidemarkte betrugen die Zufuhren zka. 150 Sack. Rüböl und Kuchen unverändert. Weizen neuer 24,50—25,50 M, Landroggen neuer 20,00—21.00 M. Gerste weizen— A. Hafer 17,00 M. Rübsen 27,50 J, Raps 29,00 Kartoffeln 10,00 M. Weizen=Vorschuß 36,00 J per 100 kg. Kleien 5,90#. Heu 6,00 M per 50 kg. Roggenstroh per 600 kg 50,00 M. Rüböl per 100 Kilo in Partien von AR 00 P G11„— 100 Henrnern U0 d, bild faßweise 00 J, Vereinigtes Dei per 100 kg 3 höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo 147 4 v Köln, 1. Sept.[Getreidemarkt.] Weizen diesiger loko 25,00, fremder loko 24,50, per November 24,05, per März 23,50. Roggen loko 21.00, per November 17,90, per März 17,50. Haser loko 16.75. Rücdi loko 31.50, per Oktober 30,70, per Mai 30.80 Berlin, 31. Aug.[Marktbericht.] Weizen, gute Sorte 22,40—24,00#, Mitteljorte 21,60—22,10., gering Sorte 19,60—20,20 M. Roggen, gute Sorte 18,30—18 60 A, Nittelsorte 18,10—18,30 M, geringe Sorte 17.80—18,10 s Serste, gute Sorte 15,60—19,00 J. Mittelforte 16,20 bi; 16,80 M, geringe Sorte 14,00—14,50 M, Hafer, gute Sorte 16,00—17,00 M, Mittelsorte 15,10—15,50 MA. geringe Sor#t# 14,00—15,00#. Richt=Stroh 5,25—5,75 J4. Heu 5,00 bis 7,40 M. Erbsen 22,00—32,00#. Speisebohnen, weiße, 24.00—40,00 K. Linsen 30.00—50,00 M. Kartosseln 3,90 bis 5,75# per 100 Kilr. w West, 1. Sept.[Saatenmarkt] Frühjahrsweizen 13.25 Gd., 13,27 Br., pr. Herbst 12,60 Gd., 12,63 Br. Mais pr. Mai=Juni 7,78 Gd., 7,80 Br. Hafer pr jehr.35 Gd., 8,37 Br, pr. Herbst 78° Gd. u. B. raps 13½ Gd., 13¼ Br. arten war schwach. Weizen: 60 000 Umsatz, preishaltend; Roggen: 10 000 Umsatz, Preis unverändert; Gerste: 25 000 Umsatz, behauptet; Hafer und Mais fest. Die Käufer waren aus Oesterreich, Kärnthen und Krain, der Markt war von etwa 2500 Personen besucht. Die Exporteure sanden die Preise zu hoch und kauften nichts. Bekanntmachung. Am Samstag den 3. September, vormittags 9 Uhr, sollen im Pfandlokal des Unterzeichneten, Marienkirchhof hier: Schränke, Sofas, Kommoden, Tische, Stühle, Oefen, Betten, Bettstellen mit Matratzen, Pfandscheine u. s..; ferner um 10 Uhr vormittags, in der früheren Wohnung des verstorbenen Kaufmanns B. Metzner, Oftenhellweg Nr. 62 hier, diverse Nachlaßsachen, als: 60 Stück große Branntweinfässer(zum Einmachen geeignet). eine große Partie Heckenstiele, eine Tonne Zement, ein Zahltisch, zwei große Wagendecken, Schrotleitern, diverse gute Kleidungsstücke u. s. w. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden. Dortmund, 2. Sept 1881. Schlüter, Gerichtsvollzieher. #. Buch7952 Zwangsversteigerungs=Patent. Das im Grundbuche von Eichlinghofen, Band 1, Artikel 73, auf den Namen des Schuhmachers Heinrich Roggenkämper zu Eichlinghofen eingetragene Grundstück, Flur 2. Nr. 684/205, Steuergemeinde Eichlinghofen, mit Gebäuden vermessen zur Größe von 15 Are 34 Quadrat Meter, soll im Wege der Zwangsvollstreckung auf Antrag eines Gläubigers9 am 4. Oktober d.., vormittags 9½ Uhr, am hiesigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 27, versteigert werden. Der für die Gebäudesteuer ermittelte Nutzungswert der aufstehenden Gebäulichkeiten beträgt 270 4 den Bietern auf Verlangen zu hinterlegende Bietungskaution beträgt 675 A t 8429 Bekanntmachung An. 3. September dieses Jahres, morgens 10 Uhr anfangend, sollen im Auktions=Lokale des Unterzeichneten, uszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift der Grundbuchtabelle und die etwa noch eingehenden Abschätzungen und andere, das Grundstück betreffenden Nachweisungen sind(ebenso wie die gestellten Kaufbedingungen) in unserer Gerichtsschreiberei III. einzusehen. 40 Diejenigen, welche Eigenthum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Zwangsversteigerung stehenden Realitäten geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Ausschließung Persteigerungstermine, spätestens aber bis zum Erlaß des Ausschluß=Urteils anzumelden. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlages soll am 7. Oktober d.., vormittags 11 Uhr, an der hiefigen Gerichtsstelle verkündet werden. Balkenstraße Nr. 8: Kleider= und Küchenschränke, Betten mit Bettstellen und Matratzen, Kommoden, 1 gelber Kessel, 1 Hausuhr, eine Partie Möbel Verzierungen, ein Pult, 1 Sofa, 1 runder Tisch, sechs Rohrstühle, Spiegel, 1 Fischständer, 1 Regulator, 1 Zylinderuhr, 1 vers. Vorlegelöffel, 1 Dutzend vers. Kaffeelöffel, 1 silb. Zuckerschale, 4 verfilb. Servietten= Ringe, 2 vers. Blumenvasen, 1 Zuckerschale mit Silberfuß, 2 vers. Weinkühler und 1 Eier Einsatz, eine Teke, 1 Real mit Schiebladen, 1 Dezimalwage mit Gewichten, div. Schuh= und Kleiderbürsten, 100 Packete Tabak, sowie sonstige Spezerei=Waren, : R e i s, K a f f e e, S t m a l z, P f e f f Nudeln, 1 Faß Kraut, zirka 100 P Stocksische, 1 Oelkasten, 1 Petroleumbehälter, mehrere wissenschaftliche Bücher und Noten, sowie eine Partie—""—— Bas sopie, aechene arg, 1#tober d.., vormittags 10 Uhr, Forderungen aus der Konkursmasse am hiesigen Amtsgericht, Zimmer Nr. 27, versteigert werden. der„Märkischen Eisenhütte“, in Höhe.. Der für die Gehäudesteuer ermittelte Nutzungswert der aufstehenden Gebäuvon 61 670 M 74.—* lichkeiten beträgt 762 Etun öffentlich meistbietend gegen gleich bare..... von den Bietern auf Verlangen zu hinterlegende Bietungskaution Zahlung verkauft werden.( trägt 1905 Tortmund, den 31. August 1881. 1. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift der Grundbuchtabelle und Menke. die etwa noch eingehenden Abschätzungen und andere, das Grundstück betreffenGerichtsvollzieher.. I Du.=Ltsspriaug nd.(edenso wie die gentelten Kaufbedingungen) in unserer Alle diejenigen, welche Eigentum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Tritte der Eintragung in das Grundbuch bedärfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Zivangsversteigerung stehenden Realitäten geltend zu morgene 10 Nhr. 135 1SmWx. pepen, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Ausschließung e eier Biai Sareiber a der atskaee ge n, muntianl din I un Gak un bu. Aaser am 18. Oktober d.., vormittags 11 Uhr Gerichts=Vollzieher. FrühKohlDie Offerte für alle KörnerDortmund, den 12. August 1881. 7953 Königliches Amtsgericht. Vermischtes. — w London, 1. Sept.[Gescheitert.] Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Capetown vom 31. August hat der Postpacketdampfer„Teuton" von der„Union Steamship“, welcher am Montag von England eingetroffen und nach der Algoa=Bai weitergegangen war, beim Kap Quoin Schiffbruch gelitten. Von den Passagieren und der Mannschaft, im ganzen 200 Personen, wurden 27 in Kähnen gerettet. Die englische Korvette „Dido“ hat sich sofort an Ort und Stelle begeben.— Nach einer weiteren Meldung aus Capetown von heute ist um Mitternacht noch ein anderes Bot des Postpacket=Dampfers„Teuton“, welcher beim Kap Quoin gelitten hat, mit 3 Offizieren und 5 Leuten von der Bemannung daselbst angekommen. Nach den Aussagen derselben dürfte noch ein drittes Bot mit 30 Frauen und Kindern wahrscheinlich gerettet sein. — w New=York, 30. August.[Der jüngste Orkan] an der sudatlantischen Küste hat außerordentliche Ueberschwemmungen verursacht. In Portugal (Südkarolina) ertranken zehn Arbeiter, da das Gebäude, in welches sie sich geflüchtet hatten, fortgeschwemmt wurde. Die Reisplantagen in der Umgegend von Savannah sind überschwemmt, viele Arbeiter ertrunken. Der Verlust an Eigentum und Menschenleben ist bedeutend. Zwangsversteigerungs=Patent. Di. in Grundbuche von Dortmund. Band 17, Artikel 40, auf den Namen der Eheleute Inzenieur Hermann Mommer und Maria Wilhelmine geb. Kramer zu Dortmund eingetragenen Grundstücke, Flur 16, Nr““6: 101“ Steuergemeinde Dortmund, mit Gebäuden, insgesamt vermessen zur Größe von L. Sr 3d. Keee. Wetae, soeln in Woe dr Zwanzpvollfirctung an Antreg und als Kr fd. Sch1 k. Matzmann ler aus Soeft, aus beOeffentlichkeit wurde ein ganz gemeines Subjekt, der Bergmann Wilhelm Sinnstädder aus Lützendortmund, wegen Sittlichkeitsvergehen in 10 Fällen zu 2 Jahren Zuchthaus und 2 Jahr Ehrverlust verurt ilt. Ein unverbesserlicher Dieb ist der Tagelöhner Valentin Schmidt von hier, alle Vorbestrafungen, die er erlitten, haben ihn nicht auf den Weg des Guten zu führen vermocht. Am 14. Juli kr. stahl der Angeklagte seinem Namensvetter und Mitkostgänger, dem Fabrikarbeiter Schmidt, eine Uhr mit Kette und ein Portemonnaie mit 8 4. Inhalt. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten mit Rücksicht auf die vielen Vorbestrafungen und den groben Vertrauensch zu 3 Jahren Zuchthaus, 3 Jahr Ehrverlust und lung unter Polizeiaussicht. Ter Bergmann Gustav von Düren, der Schuhmocher der 8401 Bekanntmachung. Am Samstag, den 3. September, Briefkasten der Redaktion. Herrn 0. A. Der Artikel soll morgen kommen. bru Ste Verantwortlicher Redakteur: Rudolf Versen in Dortmund. 8429 R. Heimann& Cie 21 Westenhellweg 21, Stiftungs-Fest Nachstehende Personen: * 22. Januar 1855 zu I. Heimann& Cie. 21 Westenhellweg 21, 1. der Seemann Wilhelm Fischer, geboren 3 der Prein Nand vi hthgohen Grs. 2e. Iu. Verischestisten eie S4sesetel Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außery des Bundesgebietes aufgehalten zu haben, Vergehen gegen§ 120, Abs. 1, Nr. Str.=.=B. Dieselben werden auf den eustaushgn 4( Phe.. saun iu Gensbenun io. Hast dnigerthte ier Barstente 3. Suun. n .42 Sr, z1 Sshiubliche Vei unenischuldigtemn Ausslaiben werden dieselben auf Laden=Lokal übr die der Anlage zu grunde ligenden Thalschen autgestelten Gelrung A es., esie— seschice ie. eicn ie Kaisch e se e ce gegenüber nichtig sind.(M. 61—81). Dortmund, den 3. Juni 1881. am empfehlen: Faltenhemden nach Maß in nur guten Qualitäten zu den billigsten Preisen und unter Garantie des guten Sitzens. verbunden mit Sedan-Feier empfehlen das neueste in Schleifen u. Rüschen des Krieger= und Landwehr=Vereins Hombruch Sonntag, den A. September 1881. in großer Auswahl. Wenkers Konzert=Saal am 16. Münsterstraße 16. bemtingeng, Steinthler Fest-Programm: Böllerschüsse und Zapfenstreich. Konzert u. Vorstellung. Bstterspeu Heesiechen Benüichr mucdhen Bichlen Sonntag=Morgen: und Spezialitzsten. Böllerschüsse und Reveille. Mittags 1½ Uhr: Antreten der Mitglieder im Vereinslokal, Abholen des Vereine Wellinghosen u. Fest-Zug durch die Hauptstraßen Hombruchs. Von 3 Uhr ab: Ende 11 Anfang 8 Uhr. 72 Entree 50 4. an Dienstag, den 6. September, nachmittags 5 Uhr, wird Herr Mentler in Barop das vorzügliche Gras in den Wiesen der Emscher gegen Kredit ver82081 Baumeister. 14 Der Erlle Staatsanwalt. 1 Fennekamp, V 12. Münsterstrasse 12. „ 14— Täglich: 4 Großes Konzert.) 1Künstlervorstellung. KONZERT Prämiirt aus den Ausstellungen und um 6 Uhr: Beginn des in Carlsruhe, Dresden, Bautzen und Mannheim. an ERPT-BALLES. Eintritts=Geld: Zum Konzert und Ball 1 M. zum Konzert 30 4 und zum Ball 75 4. Zum Ball sino Damen frei. Die Musik wird von der Reppschen Kapelle, unter persönlicher Leitung des Herrn Dirigenten ausgeführt. e eist ensbtunt n. Der Vorstand. kaufen lassen. Menglinghausen. Letztes Auftreten des Gesangs=, Tanz= u. Grotesque= Komikers Borsdorfer Apfelwein Fettvieb=Verkauf. 41. uu, tzlsche us eihm Casht. Teher.. amaen Am Montag, den 5. September, 12“ W Schaller, Wertheim a. Main. verkaufe beim Gastw. Hrn. Schimmel]4 Gesl. Bestellungen beliebe man bei Herrn J. Vorgardt in Dortin Mengede: 30 fette, sowie vier 4 mund, Hamburgerstraße, aufgeben zu wollen. hochtragende Weideruhe gegen#— Barzahlung oder 5 Thaler Handgeld Haus Mallinckrodt, den 27. Aug. 1881. F. W. A. Schulte. Iirn. Th. Zierrath. Donnerstag, 1. September: Erstes Auftreten K original deutsch= jüdischen Duet= A tisten=Paares 7Geschwister Avramovitz5 1 sowie der Soubretten= u. Kostüm. Sängerinnen 4 Frl. Geschwister Anna 4 und Klara Rüger 4 und der polnischen Solotänzerinnen 4 Frl. Bachmanova und 2 Frl. Harabowska 2 und dem übrigen Personal. # Anfang 8 Uhr. Entree 50 c. Die Direktion. des Der Krieger- u. Landwehr-Verein Eichlinghofen Knabeninstitut und Handelsschule, Frankenzu feiert Das Wintersemaster begnnt den, I. Oktober. Vorbereitungskars für Einjähria=Freiwilligen=Prüfüung.(Im letzten Examen haben unter haste Blage, näßige Denstonspreis. Prospeklus und Jahresbericht burch, is Vorstandschaft A. Bertololy. SEDAN Verpachtung. Am Montag, den 5. Sept. kr nachmittags 3 Uhr, werde ich das bisher von mir bewohnte Samstag den 3. September durch KONZERT in der Höfel und die am * Val. Trautmann. B ALT Wohnhaus 8310 Sacben erichten: Ingenieur-Kalender für Maschinen= und Hütten=Techniker. — nebst Stallung, Hofraum und Garten, ferner 4 Wohnungen(nebst Gärten) 2 an der Schule und 2 im Wimpelbergschen Hause, und sämtl. Ländereien, beim Wirt G. Thöing. Während des Konzertes: Eselwettrennen und Staugenklettern. Beginn des Konzertes 3 Uhr, des Balles 8 inn..-n Der Vorstand. Nachfeier u. Sedau. Am Sonntag den 4. Septbr. indet im Overmannschen Lokal KONZENI u. BALL 8421 Landwehr=Verein Marten. worunter eine gute Wiese, öffentlich—408—— aun d Jayre verpachten..... Eine georängte Sammlung der wichtigsten Tabellen, Formeln und Resultate aus In dem zuerst genannten Hause be““ dem Gebiete der gesamten Technik nebst Notizbuch. finget sich Gastwirtschaft und eigu. Unter—“ Mitwirkung mehrerer Bezirksvereine des Vereins deutscher Ingenieure sich wegen seiner günstigen Lage zur—„ bearbeitet von P. Stühlen. Bäckerei und Spezereigeschäft, Ausgabe A. in Ledereinband mit Klavve 3 A 25 4 meinem Hause.. B. in Brieftaschensormat 4, 25 Unser diesjähriges Stiftungs-Fest Waldkonzert und Ball statt. Während desselben: Sternschießen. Abends: Feuerwerk. Es ladet ergebenst ein. Brechten. Der Vorstand. 8415 Zusammmenkunft an Berghofermark, 29. Aug.——. Wirt Wilh. Dickerhoff. feiern wir am 4. Septbr. kr. durch beim Wirt Herrn Marre. Es ladet hierzu freundlichst en.„argtang 8414 Vorrälig in der Lotterie-Gesellschaft Glück zum grunen Generäl- Versammlung C. L. Krüger'schen 8423 Viele hundert Mark jährlich Wtte- ersparen größere Haushaltungen, Hotels, Cegeteret“ Kaffes, Spezereiwarenhändler u. a. * indem dieselben ihren Bedarf an Kaffee KAMOT und Thee direkt von unseren LagerhäuDabter! ssern zu Rotterd m in der Original* V e r p a c k u n g z u u n s e r e n f o l g e n d e n E n g r o s zum Zubinden d. Einmache-[Preisen beziehen lopit elt. 10„ bester Maracaibo ist pro Meter zu 25 K zu haben in der 10„°. Guatemala 19: siust, Mlant äeplon 1075 Hovelbdank und Schraubstoo u.. iat hlachzisgher Pa 13. zu kaufen gesucht. Zimmerstraße 6. porzügl. 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Brückenbau. +.50 .75 „ 9. 2 5 7764 alltssren Geschäfts-Verlegung. m Meinen geehrten Kunden von Dortmund und Um# gegend zur gefälligen Nachricht, daß ich mit dem heutigen Tage meine Rind= und Schweine=Metzgerei vormals Gustav Noss, Westeuhellweg 100. Die Kanarienzüchterund Liebhaber Dortmunds und Umgegend werden zu einer Besprechung Lehufs Gründung eines Vereins für Zucht und Pflege des Kanarienvogels auf Sonntag, 4. September, n chm. 5 Uhr, im Saale des Herrn Ring, Brückstr. 47, frdl. eingeladen. Das prov. Komitee. EEin Hund zugelaufen. Marke 83. Rheinischestraße 140. Einige Schlosser, eine Nietkolonne und ein Werkzeugschlosser finden dauernde Beschäftigung bei 83601 C. H. Jucho. von Kuckelke Nr. 35 nach Gesucht. 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