Wiedert. PogenkS. im nes Gönnen ermög der m Haus m. paag) nct esse der b## empfiehlt 54 sinnten Ba## nsion) Caplan. ausen. gelande. Wunsch m spfarret. RS sion Solter öner Eimn en. Angench üste.„Bolisar uter Küche v# 1 der Zimme billiger. Te# EXPEDITION: Domplatz. AGENTUREN: 4 Vegler, Hamberr. □ p##trich 4mp; Co, Casss., Cöln etc. I. heube& Co., Frankfurt a. M., Cdin Mamterg, Sower, Dortmund nit Billard vin urt. ager- und Getränken neigtem Jesuch. zute jeden Stu use von Sta sen gegen## e Abzahlung ichste Provistan ert. unt. H.P. baNe in hreues. von anstär ter Zeugnisse chäft u. Haul Eintritt gesut L. B. Mäda uird zur Stüte in der Bahn### zsteinfurt gesn 7 J. alt, such auf einem e lterin. Haushalts, 1 und Milcho M. 100 an romenade an ermiethen. A. Rolef, nasverei Communien Mai, Morz artini=Pfarn# Vorstand. hmittag egang Haskenau Kür nom e Turnwart On A#bend: Bier. AROMEA-FaIs Vertalcheie inel Bestellgeid in Mänster M. 3.75; bei INSERTIONSGEBUHREN für die gespaltene Petitzelle oder deren Raum 15 Pig., für Reclamen 50 Pig.— Dieselben werden des auswärtigen Aufträgen in der Regel durch F 13•. Münster, Samstag den 19. Mai. 1888. Stadt kai inkert. echtrup.—* 1 B e c k m a n n. Rai. hlüter# 50 Jahre. rn. Papend#l es Maurers — Wittwe is. ged. des Gärtners — Kind des r. 33 serbaur des höh. Len 95— 98 ganist Verz p. C. Die Arbeiter=Hülfscassen und die Productionskosten= Es kann kein Zweifel sein, daß die zur Dotirung der in Antrag befindschen Arbeiter=Kranken=, Unfall=, Alter= und Invaliden=Versorgungserforderlichen Prämienzahlungen, ob dieselben nun ganz allein von Arbeitgebern oder Arbeitern, oder von beiden Theilen in Verein geeistet werden müssen, einen Einfluß auf die Höhe der Productionskosten wierer Industrie haben werden. Der Lohnarbeiter wird die ihm aufliegende — den ihm vom Lohne für die Versicherung gemachten Abzug— suchen uuch Möglichkeit durch eine höhere Lohnforderung hereinzubringen, also auf ## Arbeitgeber abzuwälzen; er ist dazu geradezu gezwungen, weil die etige Lohnhöhe kaum hinreicht zur Deckung der bis jetzt bestandenen Bedürfnisse, und daher die kleinste Minderung desselben schwer empfunden ##rd. Bessern sich die Marktverhältnisse für die Arbeitskraft, so wird diese severwälzung, resp. Lohnerhöhung auch gelingen, das heißt, die Productionstiten werden für den Arbeitgeber erhöht. Wäre dieses aber auch nicht der Fl. und müßten die Arbeiter ihre Prämienzahlungen aus der heutigen Jchnhöhe bezahlen, so dürften doch die Arbeitgeber kaum in der Lage sein, zen idnen selbst aufliegenden Antheil an den Prämienzahlungen für die Verscherung ihrer Arbeiter auf diese mittelst einer Herabsetzung des Arbeitsabzuwälzen, und zum Mindesten um diesen Betrag werden die Freductionskosten durch die Einrichtung des Hülfscassenwesens für unsere Zadustrie gewiß erhöht werden. Run bedeutet aber jede allgemeine Erhöhung der Productionskosten Lnde auch eine Verschlechterung unserer Concurrenz=Verhältnisse auf den Waarenmarkte, welche insbesondere unserer exportirenden Industrie e#windlich werden dürfte, falls nicht auf anderer Seite bei den Productions= hiten wieder hereingebracht werden kann, um was dieselben durch das Fulsscassenwesen erhöht wurden. Wir stehen da vor einer Wirkung unserer Zuge befindlichen socialpolitischen Gesetzgebung, welche immerhin einige Zigtung verdient, wenn sie uns auch noch nicht gerade auf der Nase brunt. Wir meinen dieses nicht etwa im Sinne einer gegen die Einrich#o des Hülfscassenwesens zu machenden Opposition; im Gegentheile, mer Leser wissen, daß wir von jeher zu den Verfechtern des denselben zu Frunde liegenden Principes gehörten. Allein die Aufmerksamkeit sollte sich stei auch darauf lenken, in welcher Weise der unzweifelhaft zu gewärtigenRückwirkung unseres Arbeiter=Hülfscassenwesens auf die Erschwerung vierrr Concurrenz=Verhältnisse auf dem allgemeinen Waarenmarkte beeznet werden könnte? Bekanntlich hat im Jahre 1881 die Schweiz, veranlaßt durch die den Cncurrenz=Verhältnissen ihrer Industrie empfindlich gewordenen Folgen #uer. allen übrigen Culturstaaten vorangegangenen humanitären Fabrikgezgedung, den Versuch gemacht, die europäischen Mächte zu einer all gurmen Annahme der gleichen arbeiterfreundlichen Principien zu be munen, resp. eine diesbezügliche internationale Vereinbarung zu Stande mbrugen. Freilich ganz ohne Erfolg, indem keine einzige der eingeladenen #egierungen zustimmend antwortete. Od nun die Schweiz aus bloßem estischen Interesse für die eigene Industrie, oder aus rein humanitären, deuen Motiven behufs Besserung des allgemeinen Looses der Fabrikarbeiter n der rücksichtslosen Ausnutzung ihrer Arbeitskraft auch in den anderen staaten, ihre Aufforderung zur Schaffung einer internationalen Fabrikgezgebung stellte, und was die aufgeforderten Regierungen zur Ablehnung eimmte, kann uns hier gleichgültig sein. Es genügt schon die Thatsache, daß Leutschland sich in Folge seiner nun ebenfalls allen anderen Staaten mit an Hülfscassenwesen vorausgeeilten socialpolitischen Gesetzgebung wesentchin der gleichen Lage befindet, durch welche die Schweiz zu ihrem Anne bezüglich einer in ganz Europa gleichartigen Behandlung der Frauenkinderarbeit, sowie zur allgemeinen Annahme einer gleichen Normal neitszeit veranlaßt wurde. Iene Schwierigkeiten, welche wider eine internationale Fabrikgesetzdung eingewendet werden, nämlich in der Hauptsache, daß die Verschiedender Arbeitszustände und Arbeitsgewohnheiten, sowie die Ungleichheit der enkations=Bedürfnisse in den Einzelstaaten eine gleiche Normirung für Frauen= und Kinderarbeit und über die gewöhnliche Arbeitszeit nicht zu— würde auf das Hülfscassenwesen allerdings nicht zutreffen. Eine im tlichen gleichartige Einrichtung des Hülfscassenwesens wäre für alle niestaaten Europas möglich, weil sich der Arbeiterstand diesbezüglich zemlich überall in der gleichen Nothlage befindet, weil überall die ihm chige Versorgung für den Fall von Krankheit, Alter, Gebrechlichkeit und bücksfällen fehlt, und ohne Zweiser auch überall der gleiche Grund und gleiche Pflicht des Staates besteht. Abhülfe gegen diese die bestehende als= und Gesellschaftsordnung in ganz Europa gleicherweise bedrohenden ztände zu schaffen. Auch dieses ist gewiß, daß durch die allgemeine An eines im Wesentlichen gleichartigen Hülfscassenwesens die heute für zelnen Staaten bestehenden Concurrenz=Verhaltnisse der Production itt alterirt würden, so daß auch aus diesem Grunde einer ungleichen Beuung der Productionskosten kein Staat seinen Beitritt zu einer interonalen Hülfscassen=Einrichtung verweigern könnte. Und schließlich wäre ## solche Gesetzgebung mit internationalem Charakter überhaupt auch nichts * so Außerordentliches. Die Gleichartigkeit der Culturverhältnisse, der enssitten und Gewohnheiten, hat schon längst für Europa eine gewisse lrchartigkeit der Gesetzgebung nicht blos in politischen Dingen, sondern 9 auf socialem und wirthschaftlichem Gebiete geschaffen, welche respectirt auch ohne durch einen förmlichen Gegenseitigkeits=Vertrag garantirt m. von den ganz formell geschlossenen internationalen Verträgen über ahschaftliche Dinge, z. B. im Verkehrswesen, gar nicht zu reden. Lennoch dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach ein von Seite Deutschausgehender Antrag auf eine internationale Vereinbarung behufs echrung eines gleichartigen Hülfscassenwesens in den Nachbarstaaten, im Vorwande der Nothwendigkeit, die Staatssouveränetät und eigene nonsfreiheit in wirthschaftlichen Dingen wahren zu müssen, hinter wel4 sch jedoch, wie in England, nur der Eigennutz und die Engherzigkeit, m auch Kurzsichtigkeit der herrschenden Interessen verbirgt— gerade so wie es vor zwei Jahren für die Schweiz der Fall war. Aber es s nichts desto weniger der einzige Weg, um die bestehenden Concurrenzelmisse auf dem Waarenmarkt durch die Annahme des Hülfscassenwesens Nachtheile unserer Industrie zu verschieben. Durch das SchutzIhitem können wir die Erhöhung unserer Productionskosten gegenüber Lncurrenz des Auslandes wohl für unseren einheimischen Markt wett aber nicht auch für den Weltmarkt, auf dessen Behauptung unsere Astrie so sehr angewiesen ist. demeister Ca#t wab. 74 J. bringt ar onnenteg haben, der T413 (rechtst une Deutsches Reich. lin, 18. Mai.— Es ändern sich die Zeiten und mit ihnen Peyrertage. Fürst Bismarck begrüßt die liberale Lehrerschaft ### als„treue Kampfgenossen“ und sein Organ warnt die Lehrer Zatteiagitation. Daher ist der heurige 25.„allgemeine deutsche #ertag“ zu Bremen ruhiger verlaufen, als die in der Culturkampfs###0 biel zahmer gewesen, als der vorjährige Kasseler. Letzterem sche ordd: noch Verwarnungen ertheilen, weil er, seine Competenz ###### vi rehrer den Charakter von Staatsbeamten und das r Leitation sorderte und sie jedes„politischen, kirchlichen und pädaüberhoben erklärte. Daher kommt es, daß die Regierung in den Lehrertagen ein Haar gefunden hat, den Mitglie keine Erleichterung gewährte. Hatte doch ein Dr. Falk #######er lasse die Lehrer zu den Tagen pilgern, in der Hoffnung, Tfür sie ein abschreckendes Beispiel sein werde. Was soll man aber A eine angebliche conservative Regierung Oesterreichs auf Staats# dgogen nach Bremen schickte, von denen mindestens Dr. Dittes und Beförderer der religionslosen Schule bekannt ist? Muß ein solches Verfahren nach dem Siege der Schulgesetznovelle nicht gerabezu als Verrath an der christlichen Erziehung gelten und die Freidenker in ihrer Opposition bestärken? Es ist ein Verdienst Puttkamer's, daß er als Unterrichtsminister den Muth besaß, die kirchenfeindlichen Lehrer offen an die Nothwendigkeit der Umkehr zu mahnen. Sein Nachfolger tritt den Auswüchsen zwar nicht mit gleicher Offenheit entgegen, aber die liberale Lehrerschaft weiß, daß in der preußischen Unterrichtsverwaltung ein mehr christlicher Geist weht und darum fühlte sich der Bremer Lehrertag gedrückt, so daß liberale Blätter über den„Mangel an einem hellen Sonnenstrahl und freier Rede“ klagen. Nur eine Schulbehörde scheint sich mit dem liberalen Lehrerthum, das sich, bei dem Fernbleiben gläubiger Elemente, auf diesen Versammlungen breit macht und als im Besitze des Unterrichtsmonopols gerirt, noch zu identificiren. Es braucht kaum gesagt zu werden, daß das die Schulbehörde des Muster= und Experimentirländchens Baden ist. Für den Geist, der in Bremen trotz der größeren Vorsicht herrschte, spricht schon die Thatsache, daß ein fortschrittliches Präsidium gewählt wurde. Da mögen die Herrn mit dem Anspruche fern bleiben, als ob sie die ganze, oder doch die ganze protestantische Lehrerschaft verträten! Mit der Arroganz ist auch die Zahl der Congreßmitglieder jedes Jahr gefallen und das beweist ein erfreuliches Gesunden selbst in den früher irregeführten Kreisen. Freilich hat Falk's Regiment zu lange gedauert, als daß man eine sofortige und allgemeine Besserung erwarten dürfte. Zweifellos sehnt sich noch mancher liberale Lehrer nach der Zeit zurück, wo man außerhalb des Schattens der Kirche leben durste. Ein Nachklang aus dieser Epoche war der Passus in der Eröffnungsrede des Lehrers Mörle„über die düstere Abenddämmerung, die der Morgenröthe des frischen freien Lehrerlebens gefolgt sei". In zumeist wohlthuendem Gegensatz zu diesen Lamentos über die tempi passati Falk's standen alle Hauptreden auf den drei öffentlichen Versammlungen bis auf zwei, worunter die des österreichischen Propheten der religionslosen Schulen. Während früher der liberale Lehrer nur Unterweiser sein wollte, kam in Bremen auch seine erziehliche Aufgabe zur Geltung. Anerkennung verdient auch die an die Lehrer gerichtete Warnung„vor einseitiger Parteipolitik“, freilich kann die Anerkennung nur eine bedingte sein, denn die Warnung war nicht durch grundsätzliche, sondern durch Opportunitäts=Rücksichten und nur„für die gegenwärtigen Zeitverhältnisse" dictirt. Mit dieser Wirkung des officiösen Kaltwasserstrahls aus dem Vorjahr kann man zufrieden sein. Einen unnöthigen Mißton trug die Rede des Arztes Scho über„die Gesundheitslehre in der Volksschule“ in die Versammlung. Blödsinnig war seine Klage, daß die Beschwerden wegen Ueberbürdung der Schüler von kirchlichen und politischen Reactionären herrührten. Dr. Scholz muß wohl auf dem Monde wohnen, sonst müßte er wissen, daß gerade seine Standesgenossen, liberale Aerzte, über Ueberbürdung der Schüler am lautesten klagen. Wenn Scholz die Geschichte des alten Testaments in der Schule abgeschafft und dafür die Gesundheitslehre als besonderen obligatorischen Gegenstand eingeführt wissen wollte, so erinnert diese fachmännische Ueberhebung an das Volkswort:„Jeder Schäfer lobt seine Keule.“ Die Hygiene ist ja bis zu einem gewissen Grade nothwendig, sie sollte mehr beachtet werden, aber sie als besonderen Lehrgegenstand zum Schaden der moralischen Erziehung einzuführen, das geht nicht. Ein solcher Schritt könnte doch nur denen gefallen, welche den Körper desto höder stellen. je mehr sie die Seele längnen oder vernachlässigen. Zudem findet der einsichtige Lehrer täglich Gelegenheit, den Schülern gesundheitliche Winke zu geben. Speciell gegen den Unterricht in der Anatomie und Physiologie dürfte selbst manche Mutter Protest einlegen. Höchst charakteristisch war es, daß selbst einer solchen Lehrerversammlung, die früher Alles von der„Leuchte der Aufklärung" erwartete, ein Licht aufging über die Zunahme der Verbrechen, namentlich unter der Jugend. Dieses Zugeständniß sollte zur Gewissenserforschung anspornen, ob und wie weit Mängel im Schulunterricht daran die Mitschuld tragen. Aus der Rede des übrigens abgesetzten Wiener Pädagogen Dittes verdient nur sein tieser Haß gegen Confessionsschulen und den Religionsunterricht Erwähnung. Der Totaleindruck des Lehrertages war: es beginnt eine Umkehr und kleine Besserung Der conservative„Sächs Volksfrrund prophezeit, daß die Abstimmung des Reichstages in Sachen der Etatsberathung große Con sequenzen haben werde. Zugleich beklagt er auch die Ablehnung des Holzzolles. Das Blatt bemerkt u. A.: „Die Wiener„Neue Freie Presse“,(das Organ par excellenge unserer Liberalen, in welchem sie abzulagern pflegen, was sie zu Hause nicht gern offen verkündigen) ruft froblockend aus:„In dieser Abstimmung siebt man vielfach die Antwort auf die kaiserliche Botschaft!" Und leider hat das Blatt Recht, denn so ist es. Nichts ist tbörichter, als zu wädnen, daß die beiden unseligen Abstimmungen sich irgendwie„repariren" lassen: eben so wenig, als Geschebenes ungescheben gemacht werden kann. Ihre Tragweite gebt weit hinaus über das Berrich der Verwaltungsfragen, und der Gegenstand, um welchen sie sich drebten, bleibt weit zurück binter der Bedeutung, welche sie für Monarchie und Liberalismus in allen jenen Ländern Europas haben, in denen während der letzten Jahre der letztere mehr und mehr aus seinen anmaßlichen Positionen geworfen worden war. Der erste Sieg erregte daber internationalen liberalen Jubel; daß dieser sich erbeben konnte auf Kosten des deutschen Kaisers und seines großen Staatsmannes, war natürlich nur geeignet, ihm besonderr Würze zu ver leihen. Unter solchen Umständen dürfte man sich nicht wundern, wenn sich das Gewicht der Situation Manchem, der sie allzu leichten Herzens hat schaffen helfen, in unerwarteter Weise fühlbar machen sollte.“ Der Büchermarkt und die alljährliche Verlagsliteratur gibt einigermaßen über die Periodicität der geistigen Production eines Landes oder Volkes Auskunft. Im Jahre 1850 wurden 7439 Druckschriften in Deutschland herausgegeben, 1865 dagegen 9661, 1870: 10 100, 1875: 12 516, 1880: 14 941 und 1881: 15 191. Es zeigt sich also eine stetige Zunahme, die nur in den Kriegsjahren unterbrochen ist. Seit 1870 mehrte sich die deutsche Verlagsliteratur um fast 50 pCt.(4—5 pCt. jährlich), während die Bevölkerungszunahme nur gegen 1 pCt. jährlich betrug. Bei allgemeiner Stetigkeit der durchschnittlichen Jahresziffer zeigt sich ein Stei gen der industriell=technischen und ein Sinken der theologischen und Erbauungsliteratur. Vor drei Jahrzehnten überragte der letztere Artikel noch alle übrigen und betrug 1851 nicht weniger als 17.2 pLt. Die tiefste Verhältnißzahl 8.6 pCt. fällt in die schweren Jahre 1875—76, während sie mit 1877 etwas steigt, aber 1881 doch auch nur 9.6 pCt. erreicht. Die höchste Stelle nimmt jetzt die Zahl der Volks= und Jugendschriften mit über 20pCt. aller Verlagsartikel ein. Im Allgemeinen wird freilich der Satz gültig sein, daß mindestens die Hälfte aller Bücher besser ungeschrieben bliebe. Aber da schon in alten Zeiten viele Bücher unnütz erschienen, so wird man doch immerhin das Verhältniß und die Zahl der erschienenen Bücher als einen Gradmesser für die Theilnahme, die sie finden, ansehen können. Hiemnach erschienen in Deutschland: Aus einem dieser Taae erstatteten Ausschußberichte der Hamburger Bürgerschaft, welcher die Auswanderer=Frage behandelt, erhellt, daß die Ausarbeitung eines Reichsgesetzes über das Auswanderungs=Wesen auf unbestimmte Zeit verschoben ist. Man wollte in Hamburg verschiedene Bestimmungen über die Auswanderung verbessern, und es war deshalb zuvor eine Anfrage an die Regierung gerichtet worden, worauf die Antwort in Berlin erfolgte,„daß in absehbarer Zeit nicht an die Vorlage eines allgemeinen Gesetzes über das Auswanderer=Wesen zu denken sei". Dasselbe lassen die ab und zu und so auch in ganz jüngster Zeit über diesen Gegenstand erscheinenden und erschienenen Regierungs=Polizeiverordnungen schlieben. Bei den neuen derartigen Erscheinungen handelt es sich auch bei überseeischen Beförderungen um die Häfen, an welchen die Ein= und Ausschiffung der Auswanderer erfolgen, und der Zwischenhäfen, in welchen ein Beförderungswechsel eintreten soll. So hat die Regierung in Schleswig verordnet, daß ohne eine Erlaubniß erwirkt zu haben, Niemand Verträge mit Auswanderern zum Zwecke von deren Beförderung nach außerdeutschen Ländern abschließen oder vermitteln oder seine Vermittelung zum Abschlusse solcher Verträge oder die Beförderung von Auswanderern oder die Ertheilung von Auskunft über die Besörderung von Auswanderern oder über Auswanderung anbieten darf. Die Nachricht der„Kölnischen Zeitung“, welche auch schon in andere Blätter übergegangen ist, daß der Kaiser an die Minister ein Schreiben gerichtet, worin das Bedauern ausgesprochen wird, daß Herr v. Kameke und Herr v. Stosch die Commandogewalt des Kaisers nicht energischer im Parlamente vertreten haben, beruht, wie das Fr. J. zu melden weiß, auf einem Mißverständniß. Es ist in dieser Angelegenheit von Seiten des Kaisers nur ein einziger Brief geschrieben worden, und der war an den General=Feldmarschall Grafen Moltke gerichtet, als derselbe in seiner Eigenschaft als Reichstags=Abgeordneter für die militärischen Bauten in Großenhain das Wort ergriffen hatte. Aus diesem Briefe konnte man allerdings eine Art von Tadel gegen Herrn v. Kameke herauslesen(Herr v. Stosch, wird uns versichert, war nicht in Mitleidenschaft gezogen), und als der Kriegsminister von dem Inhalte des Schreibens erfuhr, ist er selbst darüber gar nicht im Geringsten im Zweifel gewesen. Er hat vielmehr die nöthigen Consequenzen daraus gezogen, indem er um eine Audienz bei seinem kaiserlichen Herrn nachsuchte und in aller Ehrerbietigkeit, aber mit voller Bestimmtheit um seine Entlassung bat. Herr v. Stosch wollte dann nicht mehr allein auf seinem Posten ausharren, sondern schloß sich seinem Freunde an. Diejenigen Landwehr=Mannschaften, welche bisher die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Uebungen noch nicht durchgemacht haben, werden baldigst zu diesen in besonders gebildeten Bataillonen stattfindenden Uebungen einberufen werden. Die„Trier'sche Landeszeitung" bringt folgendes Resume der Verhandlungen zwischen Rom und Berlin: 1882, 3 December. Der Papst drückt seine Befriedigung über die preußische Gesandtschaft aus; dann hat er auch den Wunsch, die Maigesetze ausgehoben zu sehen, beigefügt. 1882, 22. December. Der Kaiser antwortete, wenn der Papst das Einspruchsrecht einräume, wolle er eine Revision der Kampf=Gesetze anbahnen. 188 19. Januar. Der Cardinal=Staatssecretär erklärt, nach Erlaß von Gbesetzen, welche die Freibeit der krchlichen Jurisdiction und der Erziedung des Clerus sichern, werde der Papst ein Einspruchsrecht zur Besetzung der jetzt vacanten Pfarreien einräumen; für die spätere Zukunft werde das Einspruchsrecht erst nach Beendigung der ersten Revision der Maigesetze geregelt werden können. Ende März. Die preußische Regierung erbittet sich vom Papste näbere Angabe seiner Forderungen betreffs der Erziebung des Clerus und der kirchlichen Gerichtsbarkeit, und verlangt, daß der Papst das Einspruchsrecht vor der Revision der Maigesetze zugestehe. April. Der Papsi fordert volle Freiheik der Erziebung der Geistlichkeit, sowie Aufbedung des königlichen Gerichtshofes, und legt in einer umfassenden Denkschrift die kirchlichen Grundsätze betreffs dieser beiden Punkte dar. — I Mai. Die Antwort der preußischen Regierung schweigt über die Forderungen des Papstes nach der Freibeit der Erziedung des Clerus und Aufhebung des königlichen Gerichtsboses, und erklärt nur, daß sie das Messelesen und die Sacramentespendung nicht bestrafen werde, wenn der Papst das Einspruchsrecht zugestebe.„„„ Eine jüngst erschienene Schrift des Göttinger Pros. v. Bar„Staat und Kirche in Preußen" schließt mit der Bemerkung, er, der Verfasser, „halte fest an dem Motto des großen italienischen Staatsmannes Grafen Cavour, welches eingegraben ist in dem Marmor seines weithin sichtbaren Denkmals auf der Piazza Carlo Emmanuele zu Turin:„Libera chiesa in libero stato“.(Die freie Kirche im freien Staate.) In einer Zuschrift an die Köln. Volksztg“ macht Herr Dr. Reichensperger darauf aufmerksam, daß dieser Inschrift ein starker Irrtbum zu Grunde liege, auf den er im preußischen Adgeordnetenhause schon dingewiesen habe: der betr. Spruch rühre nicht von dem Grafen Cavour, sondern von dem Grafen v. Montalembert der. Herr Dr. Aug. Reichensperger gibt dann folgende nädere Darlegung des wirklichen Sachverdaltes:„In der Sitzung des piemontesischen Parlamentes vom 12. October 1860 hatte der Graf Cavour eine vom Grafen Montalembert veröffentlichte, dabin gebende Aeußerung, daß die politische Freiheit dem religiösen Geiste und dem kirchlichen Interesse am förderlichsten sei, zum Zweck der Vertheidigung seiner italienischen Politik in Bezug genommen. Darauf erging an idn unter dem 22. October 1860 ein geharnischtes Schreiben des Grafen Montalembert, in welchem derselbe sagte, daß er allerdings zu dem Spruche:„Die freie Kirche im freien Staate“ sich bekrnne(1'Eglise libre au sein d'un Etat libre, voila mon Idéal), nicht aber im Sinne des Grafen Cavour, dessen Standpunkt er in keiner Beziebung gutbeiße.„Ihre Politik,“ so heißt es u. A. in dem Schreiben,„ist nicht die meinige. Sie sind für ein großes centralisirtes Staatswesen; ich din für kleinere unabhängige Staaten. Sie verachten die örtlichen Ueberlieferungen Italiens; ich liebe dieselben allerwärts. Sie sind für ein einbeitliches Italien; ich bin für ein bundesstaatliches. Sie verletzen die Tractate, das Völkerrecht. Sie opfern idrem Zwecke Versprechungen, Verträge, geschworene Eide: ich verwerfe jedes der Moral zu widerlaufende Mittel. Sie zerstören die weltliche Macht des Papstes, ich vertheidige dieselbe mit der ganzen Energie meines Verstandes und meines Herzens. Ich bin vor Allem für Pius IX., den wärmsten Freund der Unabbängigkeit Italiens, bis dahin, daß diese große Sache in die Hände der Undankbarkeit, des Betruges und der Gewalt fiel. Ihre Worte wer den absolut verläugnet durch Ihr Handeln, welches ich verurtbeile.“ So Graf Montalembert. Die durchwen auch beute noch überaus zeitgemäße, im fünften Bande(S. 651—658) der gesammiten Werke des unvergeßlichen Vorkämpfers für das Recht und die Freibeit der Kirche entbaltene Zuschrift verdiente in die weitesten Kreise getragen zu werden.“ Karlsruhe, 16. Mai.— In der badischen Eisenbahn Verwaltung sind soeben, ohne Zweisel in Folge der wiederholten großen Unglücksfälle auf badischen Bahnen, eine erhebliche Anzahl PersonalVeränderungen vollzogen worden. Mehrere Mitglieder der GeneralDirection sind in Ruhestand versetzt und ferner sind zahlreiche Veränderungen im Betriebspersonal vorgenommen worden: unter Anderen ist der Oberbahninspector Ambros in Freiburg pensionirt. Gleichzeitig mit diesen Personalveränderungen wurde eine amtliche Mittheilung veröffentlicht, wonach Generaldirector Eisenlohr am 24. April seine Entlassung gegeben hatte. welche aber vom Großherzog nicht angenommen wurde. Bei den Ernennungen ist zunächst dem Bedürfniß Rechnung getragen, die sehr angestrengten Arbeitskräfte der Direction zu verstärken und dadurch dem Generaldirector freiere Bewegung zu eingreifender Thätigkeit im öffentlichen Dienste zu gewähren. Neben den Personalveränderungen hat das Finanzministerium eine Anzahl sachlicher Anordnungen getroffen, mit deren Vollzug die Ge neraldirection beauftragt ist. Weitergehende organisatorische Maßnahmen bleiben noch in Erwägung. München, 15. Mai.— Aus Bayern ertönen laute Klagen über den gewaltigen Ruckgang der Kleingrundbesitzer. So constatirt die„Augsburger Postztg.“, daß bei der„bayerischen Hupo theken= und Wechselbank“ gegenwärtig 40000 Grundbesitzer mit mehr als 180 Millionen Mark verschuldet sind; 37.000 davon gehören zu jener Classe, auf welche 97 Millionen Mark fallen. Davon sind über 37 Millionen in Darlehen von 300 bis 3000 Mark an die ganz kleinen Besitzer ausgeliehen, welche in der Ziffer von mehr als 25 000 in den Schulddüchern der Bank figuriren. Letztere hat in den drei Jahren 1880 bis 1882 nicht weniger als 810 Anwesen selbst ansteigern müssen, um sich vor Verlusten zu sichern. Die auf solche Weise in den Besitz der Bank gelangten Anwesen repräsentiren gegenwärtig einen Werth von 4 385 052 Mk.: wahrlich kein günftiges Zeichen für die wirthschaftliche Lage der producirenden Stände! Nicht einmal die Hälfte der sämmtlichen Schuldner der Bank kann die Zinsen am Verfalltage bezahlen, und die Thatsache, daß letztere gleichwohl eine Dividende von 92 Mk. für die Actie vertheilt, kann den creditbenöthigten Landwirthen wenig zum Trost gereichen. Die„PostZig“ meint, daß jene Zeiten, wo wie 1849 die bayerischen Bauern Vorausbezahlung der Steuern angeboten hätten, um der augenblicklichen Verlegenheit des Finanzministers abzuhelfen, unwiederbringlich vorbei seien. * München, 17. Mai.— Bei der heutigen Landtagsnachwahl in Mühldorf wurden der Decan Guembel von Tittmoning und der Oekonom Huber bei Altötting, beide zur Patriotenpartei gehörig, zu Landtostahgemoneten gemählt. Oesterreich= Ungarn. * Wien, 17. Mai.— Wie der„Polit. Corresp.“ aus Konstantinopel gemeldet wird, offerirte der Präsident des Verwaltungsrathes der Orientbahnen, Baron Hirsch, der türkischen Regierung namens der Gesellschaft, den Bau der türkischen Anschlußbahnen zu übernehmen. — Graf Chambord fährt am Sonntag von Goerz nach Frohsdorf zum Sommeraufenthalte. Sein Leiden ist Nervenschmerz am Beine, zugezogen durch einen Sturz, ohne jeden ernsten Charakter. * Wien, 18. Mai.— Nachdem das Herrenhaus die vom Unterhause beschlossenen Gesetzentwürfe endgültig genehmigt und die Delegationswahlen vorgenommen, erklärte der Ministerpräsident Graf Taaffe im kaiserlichen Auftrage den Reichsrath für vertagt. Riederlande. * Haag, 18. Mai.— Die zweite Kammer genehmigte die internationale Convention in Betreff der Ausübung der Fischereipolizei aus der Nordsee. Belgien. * Brüssel, 14. Mai.— Man schreibt der„Germ.“:„Die von Zeit zu Zeit aus tiefem Dunkel zufällig ans Licht tretenden Logendinge zeigen, wie die Freimaurer namentlich bei uns in Belgien für die Ausbreitung ihres Werks und die Entchristlichung ihrer Mitglieder Alles aufbieten. Die Loge„Septentrion“ von Gent berief ihre Mitglieder zum 10. Mai zu einer Versammlung ein. Einem Blatte von Brügge ist nun die Tagesordnung der Logenversammlung in die Hände gefallen, welche von den Brüsseler katholischen Blättern wiedergegeben wird. Interessant ist vor Allem die Nummer 3 der Tagesordnung, welche von den freimaurerischen Testamentsformularen handelt. Diese lauten nach der Patrie wörtlich:„Ich unterzeichneter........ bexmache dem Wohlthätigkeitsbureau der Stadt Gent eine Summe von.... Francs. Ich wünsche, daß meine Leiche civiliter ohne Mitwirkung irgend welcher Cultusdiener und ohne religiöses Ceremoniell beerdigt werde. Ich ermächtige Herrn.... und Herrn.... diese Anordnung nöthigenfalls mit Hülfe der Justiz auszuführen; ich ernenne sie zusammen und getrennt zu meinen Testaments=Executoren zu diesen Zwecken mit dem Rechte für jeden von ihnen, sich ganz oder theilweise in seiner Aufgabe vertreten zu lassen." Der Sicherheit wegen müssen die beiden freimaurerischen Br. Br. auch noch nachstehende Verpflichtung unterzeichnen:„Ich gebe den Herren .... den Auftrag, nöthigenfalls mit Gewalt von meiner Person überall alle Priester irgend welchen Cultus fern zu halten und alle anderen Personen, von denen sie etwa religiöse Beeinflussung auf mich fürchten. Sie werden alle Maßregeln ergreifen, die sie für nöthig halten, um die volle und treue Ausübung ihres Mandats zu sichern, und namentlich werden sie mir stets zur Seite sein. Sie werden sich nöthigenfalls an die Behörden wenden.“ Aus diesen Formularen ergidt sich, daß die Loge die Todseindin nicht nur der katholischen Religion, sondern jedes Cultus ist. daß sie die Intoleranz und Tyrannei auf die Spitze treibt, ihre Mitglieder der freien Willensentscheidung vollständig beraubt, sich ihre Seele im Vor aus verschreiben läßt und ihr atheistisches Ende und Begräbniß erzwingt, selbst wenn der Sterbende in Folge einer Sinnesänderung nach einer Aus söhnung mit seinem Schöpfer und Richter sich sehnt.“ □ Brüssel, 17. Mai.— Die Kosten der Expedition für das Zurück holen der durch den Ex=Domherrn Bernard in New=York deponirten Gelder haben, ungerechnet die Ausgaben für die Reise und Aufenthaltskosten Bourgeois, nicht weniger als 200 000 Francs betragen. Das„Hand van Antw; fragt, wer das bezahlen soll? Die 3“. Millionen befinden sich zur Zeit in der Nationalbank, es fehlen noch 700 000 Francs, welche Bernard in Boston deponirte, und worüber der Proceß noch anhängig ist. Frankreich. 2 Paris, 17. Mai.—„Le vrai mariage“ überschreibt ein hiesiges Blatt einen Leitartikel über ein Begräbniß, welches in dieser Woche staitfand. Madame Drouet, welche fast 50 Jahrr die Zuhälterin Victor Hugo's gewesen war, wurde mit großem Pompe zur Erde bestattet. Der „Rappel“ führt eine spaltenlange Reihe von„distinguirten Persönlichkeiten". als Ministern, Senatoren, Deputirten, auf. welche an dem Aufzuge zum Civilbegräbnisse des ehrlosen Frauenzimmers theilnahmen; welche mit dem „rothen Dichter" nicht einmal durch Civilehe verbunden war. Diese Glori ficirung eines solchen Weides muß in uns allerlei Gedanken wachrufen. Die Republikaner hören nicht auf, den Katholiken die Verachtung der Civilehe zum beständigen Vorwurfe zu machen, die Bischöfe werden vom Staatsrathe verfolgt, die Pfarrer ihres Gehaltes beraubt, wenn sie die ihrer Odhut anvertrauten Gläubigen darauf aufmerksam machen, daß die Civilehe keine vor der Kirche gültige Ehe ist, und dies Jahr haben wir zwei eclatante Thatsachen, welche beweisen, daß die Republikaner selber die Civilehe für eine leere Formalität ansehen, deren man entrathen kann, ohne bei den Leuten der modernen Schule seine Achtung als sittlicher Mensch einzubüßen. Gam betta war seinerseits sicherlich die höchste Personification seiner Partei in politischer Hinsicht, wie Victor Hugo es in literarischer Beziehung ist. Kaum war Gambetta's Leichnam civiliter der Erde übergeben, als die republikanischen Journale lange Artikel über sein langjähriges Concubinat mit der Leonie Leon brachten. Man verschwendete an dieses Weibsbild alles erdenkliche Lob über ihr treues Festhalten an Gambetta und hob ihre Un eigennützigkeit und Selbstlosigkeit hervor, da sie, trotzdem Gambetta sein Verhältniß zu ihr mehrfach durch die Civilehe„legalisiren" wollte, ihn davon abrieth. Ob Gambetta diese Absicht hatte, wird übrigens sehr bezweifelt, Victor Hugo hat aber, wie bestimmt verlautet, vor Jahren bereits erklärt, daß er sich durch kein gesetzliches Band an die Drouet fesseln wollte! Schöne Zustände!— Wie sehr das Vertrauen zu dem Staatscredit in Frankreich schwindet, geht deutlich aus den Berichten der öffentlichen Cassen hervor, welche in dem letzten Monate fast sämmtlich eine weit größere Ausgabe als Einnahme hatten.— Zur Affaire Gallifet meldet die Patrie“, mehrere Deputirte seien beim Kriegsminister vorstellig geworden, dem General sein Commando zu entziehen. Thibaudin habe geantwortet, er warte nur auf eine Gelegenheit, um dies zu thun. Als Gewährsmann tritt Viette, Deputirter des Douds. auf. * Paris, 18. Mai.— Der K. Z. meldet man:„Mehrere Bürgermeister, die sich weigerten, den Beschluß des Staatsraths wegen„Amtsmißbrauchs gewisser Bischöse", durch Maueranschlag in ihren Gemeinden bekannt zu machen, sind abgesetzt worden.— Dreien Pfarrern der Diöcese Nancy wurde die Staatsbesoldung gesperrt, weil sie sich Kundgebungen gegen die Lehrbücher des öffentlichen Unterrichts erlaubt hatten. — Der Kriegsminister hat an die commandirenden Generale ein Rundschreiben gerichtet, worin er die amtliche Betheiligung der Armee an den Frohnleichnams=Processionen streng untersagt.“ Großbritaunien. * London, 18. Mai.— Der Herzog und die Herzoßin von Edinburg und Lord Wolseley haben gestern Abend die Reise nach Rußland über Calais angetreten. * Dublin, 18. Mai.— Der wegen seiner Berhritigung am Phönixpark=Morde am 18. April zum Tode verurtheilte Curley ist heute früh 8 Uhr hingerichtet worden. Italien. * R o m, 1 7. M a i.— D i e D e p u t i r t e n k a m m e r s e t z t e h e u t e d i e Berathung der von Nicotera beantragten Tagesordnung fort. Der Minister des Auswärtigen, Mancini, legte dar, daß die wider das Cabinet erhobene Beschuldigung, daß dasselbe namentlich in den letzten zwei Jadren die liberalen Ideen seiner eigenen Partei verlassen und nach den Grundsätzen der Gegenpartei regiert habe, unbegründet sei; der Minister wies ferner den Vorwurf zurück, daß er, nachdem er sich dieser Politik des Cabinets angeschlossen, sich mit seiner Vergangenheit in Widerspruch gesetzt und die Principien preisgegeben habe, welche ihn sonst geleitet hätten. Nachdem die revolutionäre Aera in Italien abgeschlossen sei, könnten Agitationen, welche gegen die von dem neuen Staate angenommene Staatsform gerichtet seien, nicht weiter geduldet werden. Kein anderes Land sei so frei und so glücklich in seiner Freideit, als Italien. Die Handlungen des Cabinets, auf Grund deren man die Regierung beschuldigt, daß sie in freiheitswidriger, ja sogar ungesetzlicher Weise vorgegangen sei, entsprächen durchaus den Landesgesetzen. Der Minister versichert, daß auch nicht der Schatten einer Pression von Seiten des Auslandes auf die innere Politik Italiens ausgeübt worden sei. Wenn die Rechte das Cabinet unterstützen wolle, welches unverändert an den Principien der vordergebenden Jahre festdalte, so möge sie erklären, daß sie ihre vatriotischen Befürchtungen betreffs der von der Regierung beodachteten Haltung aufgegeben, habe und die Handlungen des Ministeriums billige. Zu seinen Freunden auf der Linken gewendet, sagte der Minister, die Linke erkenne, indem sie die Politik des Ministeriums billige, an, daß die Regierung dadurch, daß sie den Gesetzen und den inkernationalen Pflichten Achtung verschafft, das Vertrauen und die Autorität der Partei und des Landes vermehrt habe. Dem italienischen Volke endlich empfiedlt Mancini an, es möge durch das Stimmrecht die Ansicht des Ministers bestätigen, daß bei dieser Politik die Institutionen und Freideiten des Landes wohl gewahrt worden seien, das ikalienische Volk möge den Verlockungen eines gewissen Sentimentalismus Widerstand leisten, welcher den wadren Interessen der Nation keine Rechnung tragen würde. Auf die Rede Mancini's folgten noch einige persönliche Bemerkungen Bongdi's und Porti's, dann wurde die Beratdung auf morgen vertagt. Portugel. * Lissavon, 16. Mai.— Der kirchliche Conflict scheint nun. Dank der Festigkeit des hl. Stuhles, die allerdings durch den Charakter der von der Regierung vorgeschlagenen Candidaten geboten war, eriedigt zu sein. Angeblich sind die Schwierigkeiten bei den Bischofternennungen, die namentlich von den Freimaurern ausgingen, und ihrer Absicht nach zu einem Bruche mit dem hl. Studle, sowie zur Adberufung des Nuntius Masella führen sollten, nunmehr gehoben. Rußland. Petersburg, 17. Mai.— Der feierliche Einzug des Czaren in Moskau, welcher nächsten Dienstag stattfindet, trägt einen vorzugsweise kirchlichen Charakter, wie aus dem Programm sich ergibt. Der Kaiser und die Kaiserin besuchen hinter einander eine Capelle und die drei Katbedralen im Kreml, ungerechnet die weiteren religiosen Ceremonien, welche bei der Einzugsfeierlichkeit vorgesehen sind. Den fremden Fürstlichkeiten ist von russischer Seite mitgetheilt worden, daß ihr Erscheinen in Moskau nicht vor dem 24. cr., also erst nach dem Einzug, erwartet wird. Die Festlichkeiten werden sich nach der Krönung noch in den Juni hinem ausdehnen und am Schluß im Zusammenhang mit einer militärischen Jubelfeier, eine Art Armeefest darstellen. Eine hervorragende Stelle in den Festlichkeiten wird ein Ballfest des deutschen Botschafters, des Generals von Schweinitz einnehmen, der gleichzeitig Doyen des diplomatischen Corps ist, das durch die Anwesenheit des kaiserlichen Paarrs ausgezeichnet werden soll * W a r s c h a u, 1 6. M a i.— I n d e r N a c h t v o m 1 1. a u f d e n 1 2. d fanden Hausdurchsuchungen in den Wohnungen zahlreicher Studenten statt. Nabezu 20 Studenten wurden verhaftet. 8 aus Warschau ausgewiesen und sofort noch in dieser Nacht nach ihren Geburtsorten abge schafft. Die ganze Stadt wird von der Universitäts Affaire um so mehr in Athem gehalten, als der Universitätsrath die harte Maßregelung aller der jenigen Studenten bereits definitiv bestätigt hat, die auch nur im Entfern testen mit den Demonstrationen gegen den Universitäts=Curator Apuchtin von Seite der Polizei=Organe in Zusammenhang gebracht wurden. Ueber 100 Studenten wurden von der Universität relegirt. Während der betref fenden Sitzung des Universitätsrathes war das Gebäude durch Militär besetzt.— Der vom stud. Zukowskoj geohrfeigte berüchtigte Apuchtin so# demnächst mit der Leitung der Warschauer Preßcensur neben seinem jetzigg Amte betraut werden. Diese Ernennung, welche von der altconservatiog Hospartei des Tolstoj und Pobedonoszew in Petersburg betrieben win würde die Stellung des liberalen Warschauer Gouverneurs Albedinski sich erschüttern. Derselbe kämpft seit längerer Zeit gegen die Tactlosigkeit un den Chauvinismus Apuchtin's vergebens. kegypten. * Wie der„Temps behauptet, neigt die englische Regierung zu I. Ansicht Lord Dufferin's, daß Aegypten kein Interesse daran habe, die Pr## vinzen Darfur und Kordosan von dem falschen Propheten zurüch, erobern. Wenn der Khedive damit einverstanden sei, werde England; Unterhandlung treten, um die Stellung Aegyptens und des Mahdi in S# dan zu regeln. Amerika. Chicago, 18. Mai.— Von dem Congreß=Deputirten Finen welcher der jüngst in Philadelphia abgehaltenen irischen Convention## wohnte, wird in einem Zeitungsartikel das vom Papst an die irisch Bischöfe erlassene Rundschreiben als ein unerträglicher Schritt p#r# licher Einmischung bezeichnet. Zugleich wird zur Abhaltung von Merting in Irland, welche gegen das Vorgehen des Papstes protestiren, und## Einstellung der Zahlung von Peterspfennig=Beiträgen usgefordert. I## Fenierthum hat die Wege der Revolution immer gegangen und in Irlau wie in Amerika haben sich den Vertheidigern der Rechte Irlands verder liche Elemente angeschlossen. Daher mußte der Papst seine Stimme erheig und vor den Verirrungen warnen. Die päpstliche Instruction gesteht### Irländern ausdrücklich die Befugniß zu, ihre Rechte zu wahren und## Beschwerden zu erheben; allein sie bringt ihnen gleichzeitig in Erinnern daß es ruchlos sei, irgend eine, wenn auch noch so gerechte Sache durcha gesetzliche Mittel zu fördern. Ebenso verbietet es die Instruction durche# nicht, zu wohlthätigen Zwecken Sammlungen zu veranstalten, allein anderseits kann sie dem Clerus wie den gläubigen Katholiken überhaupt nicht statten, sich an Sammlungen zu betheiligen, welche veranstaltet werden. die Volksleidenschaften zu entflammen und die Leute zur Rebellion die gesetzliche Gewalt zu führen. gen sind derart innerbald zweier gabströmen kann.— Eonem und Lovaschon Bern, 18. Mai #sidenten und den Mital h erfolglos, die Wier □ Münster, 18. Ma : H e r r n I n t e n d a n t fürsten von Schaun ppe'schen Hausordens ve Erlaubniß zur Anlegu 40)„ Edith's Geheimniß. Von Lina Freifrau von Berlepsch. 27. Nach Tische. Die Bedienten hatten die Wachskerzen auf den Bronceleuchtern angezündet und den Flügel geöffnet. Alice und Julie spielten und sangen. Gottfried schlug die Notenblätter um und sah mit Verlangen nach der letzten Seite; er hoffte nämlich, Edith werde die Stelle der beiden Mädchen einnehmen. Die Erinnerungen aber, die in der Seele der jungen Frau sich drängten, verscheuchten jeden Gedanken an Gesang; sie fühlte den warnenden Druck der eisernen Finger am Halse. „Ein ander Mal werde ich mit Vergnügen etwas vortragen, Gottfried; heute aber fühle ich mich zu müde und werde mich der Gesellschaft leider bald empfehlen müssen.“ Sie war bleich und angegriffen; der Oberst trat sofort zu ihr. „Soll ich Dich jetzt auf Dein Zimmer führen, Edith? Ruhe dürfte Dir heute allerdings anzuempfehlen sein.“ Lächelnd folgte sie ihm. Die junge Welt und Tante Christine waren nunmehr sich selbst überlassen und konnten nach Herzenslust ihre Gedanken austauschen. „Nun, Tante, was hältst Du von der neuen Mutter?" begann Gottfried. „Jedenfalls ist sie hübscher, als ich erwartete, und um meiner armen Schwester willen bin ich froh darüber; hätte sie Deiner Schilderung entsprochen, ich würde den Tod davon haben.“ „Trotz all' Deiner Mixturen, Tantchen?“ lachte Gottfried schalkhaft. Nun folgte eine Kritik ihres Wesens, ihrer äußeren Erscheinung und besonders— das Thema wurde sehr ernsthaft genommen— ihrer Vergangenheit. Gottfried sollte der Wahrheit die Ehre geben und sagen, was er von Edith wisse. Er wußte aber nichts, als daß sie früher Erzieherin, sodann Gesellschafterin bei Tante Sinclair gewesen, und diese für die Heirath sehr günstig gestimmt war. „Wer aber sind die Lyle's? Hat sie keine Verwandte?“ „Wer die Lyle's sind, weiß ich nicht; ihre Mutter war zweimal vermählt und ist gegenwärtig die Wittwe des Doctor Barret. Sie vermiethet ihr Häuschen und zieht aus dem Ertrage ihren Unterhalt; sonst ist sie eine würdig aussehende Matrone mit grauen Locken. Ihrer Tochter sieht sie aber nicht im Mindesten ähnlich, und der Vater hat Widerwillen gegen sie. Mehr weiß ich nicht zu berichten. Wer Euch aber am besten über die neue Stiefgroßmutter aufklären kann, ist Mrs. Rogers, die längere Zeit in Mrs. Barret's Hause wohnte. Pfleget ihre Bekanntschaft, wenn es Euch gelüstet, den Stammbaum der neuen Mrs. Shuyler eingehender zu studiren.“ „O ja, einleitende Schritte haben wir schon gethan," bemerkte Alice. „Ich war mit Emma gestern bei Mrs. Rogers, um Arbeit zu bestellen. Sie war nicht zu Hause; das blondlockige Mädchen aber, ihre Tochter, ersuchte mich, ihr bei ihrer französischen Aufgabe behülflich zu sein. Was sagt Ihr dazu? Solche Leute fremde Sprachen lernen! Und wißt Ihr schon, sie stellte Gottfried auf dem Schiffe ob seiner ungeschliffenen Ausdrucksweise zur Rede, und er— er küßte sie.“ „Er küßte Mrs. Rogers?“ fragte Julie entsetzt. „Nein, das rothhaarige Mädchen, von dem ich Euch gestern erzählte. Sie trägt das Haar lose über den Rücken und flicht es Abends in feste Zöpfe, damit es kraus werde.“ „Nein, das thut sie nicht,“ rief Gottfried;„Ihr Haar kräuselt sich natürlich. Ich sah einmal, wie man sie Morgens früh halb todt auf das Verdeck trug; ihr Haar war lockig wie immer. Ferner ist es keineswegs roth. sondern goldblond, und der Vater sagt, das Kind habe das lieblichste Ge sichtchen, das er je gesehen.“ „Du bist ein tapferer Ritter der jungen Dame, Gottfried.“ höhnte Julie,„und wirst uns sicher noch dazu bewegen, sie mit einer Einladung zu beehren.“ „Sie ist auch wunderbar schön,“ äußerte Emma. und erinnert an unsere neue Mutter. Ich mußte heute Abend unwillkürlich stets an Gertie denken, so oft ich jene ansah.“ „Du hast Recht, Emma,“ rief Gottfried.„Ich konnte bisher nicht finden, wem das Kind gleich sieht. Sie wird aber eines Tages noch schöner sein, als unsere Mutter." „Kinder," begann Miß Rossiter mit trüber Miene.„Euere Unterhaltung scheint mir nicht sehr anregend und herzerfrischend. Welches Interesse könnt Ihr an jenen Leuten nehmen, selbst wenn sie im Besitz der Möbel Eurer atmen seligen Mutter sind? Gottfried, es that mir in der Scele weh. als Du schriebst, Perry solle sie auf den Blumenhof bringen Die Möbel sind alt, das ist nicht zu läugnen; mir aber sind sie von# barrm Werthe, und ich hätte sie denen vorgezogen, die in meinen stehen. Euerr Mutter starb ja auf dem Bette.“ „Ich wußte das nicht.“ entgegnete Gottfried nach einer wäre die Bettstelle nicht nach dem Blumenhofe gebracht worden. läßt sich das leicht wieder gut machen." „Rein, nein! Laß es gut sein,“ bat die Tante, und nahm einer Märtyrin an, obgleich man wußte, daß sie um alle Schafe nn nicht in einem Bett geschlafen hätte, in dem Jemand gestorden mut hatte sie auch nicht daran gedacht, die Möbeln für ihren Gerrm anspruchen. es ärgerte sie nur, daß dieselben für die Gouveman Lyle nicht gut genug sein sollten, nachdem die vornehmen Gieb Rossiter darauf geruht hatten. Das Taschentuch der Tante verfehlte seine Wirkung nicht, drwurden still und ernst, bis Gottfried plötzlich rief: „Aber, Mädchen, ich habe Euch ja noch gar nichts von manch Robert Macpherson erzählt, den Ihr gewiß lieb haben werdet „Wo trafft Du denn mit ihm zusammen?“ fragtr Julic.. „In Rom; er ist Künstler— nur aus Begeisterung für di* ist nämlich reich und gehört einer altadeligen Familie an Schriebst Du nicht damals, daß er einen Titel erben wur * Die Volksfestlichkeiten bei der Kaisertrönung in Moskau. Ueber die bevorstehende Speisung der bei dem Krönungs=Vol### auf dem Chodynsker Felde in Moskau versammelten Menge schreitt## deutsche„St. Pet.=Ztg.:„Auf dem Chodynski=Platze sollen sich 400000 Menschen nicht nur der gebotenen theatralischen und musikalst Genüsse erfreuen, sondern es soll auch der Appetit jedes Einzelnen Reichlichste mit Speise und Trank gestillt werden. Jeder einzelne sucher des Festes soll erhalten: eine Pirogge(eine Art Pastete) mit Fer eine Pirogge mit Saft gefüllt, jede ein Pfund schwer, einen Sack, der## künstlerisch in Buntdruck ausgeführten Initialen, dem Datum des Togs: geschmückt ist und Pfefferkuchen, Nüsse, Johannisbrod, Caramellen enthält# einen ebenfalls mit dem Adler, den kaiserlichen Namenszügen u# gestatteten Thonkrug, den er sich, so oft er will, füllen lassen kann das Publicum schon von 10 Uhr Morgens zugelassen wird, der punkt des Festes aber erst um 2 Uhr beginnt, ist ein besonderes Ge####### kaum vorauszusehen. Der Fall, daß der eine oder der andere mi## sonders glücklichem Appetit Gesegnete seine Piroggen 2. verzehrt, den#### verläßt und beim Wiedereintritt sich von Neuem sein Festdevutat nuläßt, ist vorgesehen. Wenn sich etwa 50000 Menschen diesen Spaß masbringt das die Arrangeure noch nicht in Verlegenheit. Auf solche#### Unregelmäßigkeiten ist gerechnet. Die Lieferung der Piroggen it# Firma Filippow unter sehr scharfen und schweren Bedingungen überrn## einzelne, bedient von je drei Bäckern, nach den angestellten Proven: Schwierigkeiten bis 11000 Piroggen in 24 Stunken in Fett sieden. im Backosen dacken kann. So kann ohne besondere Anstrengung das— Quantum in 24 Stunden fertig gestellt werden. In der Mascmcct## findet die Ablieferung und die Verpackung in 45072=2 u leicht ist die Controle natürlich bei solchen Massen nicht, doch ist dierer Beziehung nach Möglichkeit gesorgt, um Unterschleife, Diebstau# Natvlässigkeit zu bintertreiden. Eine Anzahl gewandter und enden### Leute, Garde=Scharfschützen, werden als Controleure und Auffebergiren. Diese Leute packen die fertig gefüllten kleinen Körbe in große 2### 25 kleine in jeden großen Korb. 20 große Körbe werden au Lann (Wagen) gepackt, mit denen Aufseber zu den Eingangs=Buffets, fade die kleinen Körde ausgepackt und auf die Brettergestelle gleichmaßig nu werden. Jeder Aufseher hat mit seinem Wagen je zwei Buffets zu n# so daß die Vertheilung, die natürlich vor Beginn des Festes, also non### Racht, stattfindet, rasch und aufenthaltslos vor sich gebt und zugleit#n Modus der Controle über das in jedes Buffet gelieferte Quantum## Die einzelnen Materialien sind contractmäßig zu bestimmten Inn stellen und durch Saloggen(Cautionen) sicher gestellt. So dat Fim einen Salog von 35000 Rbl. eingezahlt. 1500 Sack Medl= 5zu## Pud—". Ctr.) per Sack liefert die„Moskowstaja Parowaja zu“ die Lieferung von 1225 Pud Fleisch m Herrn Larianow, von 125#### Salzfleisch dem Kolmnaer Kaufmann Sbuikow übergeben, doch mua### Ganzen 3100 Pud oder 124000 Pfund Fleisch und ebenso viel erforderlich sein. 2500 Pud Saft(Warenje) liegen bereits ind lagen von Filippow fertig, der in Petersburg und Moskau zunBäckereien betreidt. Außerdem ist die Kleinigkeit von 425 Pud Bu### 0 Eiern notbwendig. Die Lieferung des Bieres dat der C) nitschesk Sawod erhalten und man dat für die Verzapfung dich bieres“ die folgenden Anordnungen getroffen. Der Festplatz in a Seiten in Länge von fast einer halben deutschen Meile mit strängen umzogen worden. Auf diesen stehen 100 Waggons.# resp. Metd gefüllt. Jeder Waggon entbält 25 Fässer. Die 2 dienen zugleich zum Ausschank, sind also durch eine Barriere vom# getrennt. Ein armdickes Eisenrohr läuft längs dem Waggon din durch bewegliche Krädne mit je zwei zu verzapfenden Fässern dung gesetzt. Aus dem Rohr strömt vermittelst sieben Abzuin Gummi, die von sieben Kellnern mit dem Abzeichen eines Sei Brust bedient werden, die edle Flutd durch den Druck der eige in die dargebotenen Krüge. Da anzunehmen ist, daß die mit der Be### detrauten 700 Ganvmede ganz zuerst sich selbst in gebodene Fem versetzen werden, so daß ein Auslaufenlassen der Fässer leicht nurn könnte, sind die Abzarfungsvorrichtungen mit selbsttdätigem Fi## seben, der sich nur bei Ausübung eines bestimmten Druckes amm „Ja, das heißt, es ist die Möglichkeit hierzu vorhanden K 1.— denn Rodert sein Vater hat eine Mesalliance eingegange seinen Verwandten mütterlicher Seite Einmaldch# war aber längere Zeit nach diesem Besuch ausnehmend#####. sogar in Frage, od er mit nach Amerika gehen würde. Endlich sich, einige Skizzen des Hudson aufzunehmen, und dazu„ besseren Platz finden, als Hamstead. Hoffentlich kommter b## mich ordentlich verwaist ohne ihn.“„ Wen Gottfried einmal ins Herz geschlossen, den liebt Kraft; er wurde nicht müde, von Robert zu sprechen, dis baten, auf ein anderes Thema überzugehen. Inzwischen war Edith auf ihr Zimmer gegangen desselben verließ der Oberst sie, um nach seinen Brann u#sehen. Provin 1 Münster, 19. Ma die Generalversammlu haben werden, kom Hannover auf d andwerkertage uum, oo die Magdeburge Berliner Anträge voll daß unsere bre Ruf Auf na itag Mittag ist höchster Vertreter senden kann isters Wilhelm und füge 3 Mk. Münster, 18. Mai nde erhalten wir folgen abten Sitzung des #alvereins für Westig Agril. d. J. cogl. Ertre Regierung, S. 81) emn stäude erforderlichen B und reiner Carbolsaur kaum wirksam hauptsa d. h. kohlensaures Kal Birksamkeit der genanni die großen Erfolge, einer der hervorrager Thierarzneischule, Ger rtements=Thierärzten es werden an solchen Die behauptete Neutr tritt aber auch nicht hren wird. Meine be Kg. Landtabak zu 5 welcher 200 Luch . 1 Kg. reine Card# nach den gegenwärtige koblensauren Kalis dur## ein Alkohol ist, nur##### so ist eine Neu## ###vien. Od schließlich Bildung von carbolsaure bekannt sind, die Wirkan rächtigen würde, ist nu## ient zu entscheiden Assessor und Dev.=Thie * Münster, 18. M. schon auf die am 15. sen aufmerksam machen tsverfassungsgesetzes# ndungen erlassen. Fer eine einstweilige Versuch #. Streitigkeiten zwische anderen Räumen weger sowie wegen Zurückd rachten Sachen, Wen angefangenen Baues# - auch andere Sacher sachen bezeich ung des Gerichts? ollstreckungsverfahr fluß. Das preut# bestimmt noch, daß streitigen Gerichtsbartder Vormundschaft und Stiftungssachen# Bedürfniß einer ceßordnung werde nien= oder als e isten unterbroche: der Klage und d# welche in anhängige: dem Terminstage liege: der sogenannt welche von dem noch übrige Theil alllaufen. Fällid u der Frist mit de F. eheren nicht unte de Einlassungsfrist. portige die Frist für die verfahren und er ichs nach Erlaß Seotember. Rheine, 17. M. abhieben, demenist u. ozieden, beweist na inasiums ab, ohn secern Hmntmerter frunco an den Bat der Postanweisu Sperträher entm Unkosten. nung, des Herrn nerstelle ist dem u r Gomnasialle lr in secheinischen Eisend "###e große Ann m. Richtung ## Ss dalten un Vorken, 17 M. oust bedeutenden 9 300 Stück Horm ## mit jungen#### und mac Futtergewächse#### Ssch 2 Stücken vertreten. Tertmund, 18 M 10 sum letztenmal es ist dahcen. Diesen „. r, Sochwürkts bier zur a e Nür Nen ece ### landt in einer gusfällig erscheinen such enfürsten Zeitung" sucht in uchtin sollchtungen sind derart getrossen, daß im Nothfalle die Fluth von 2500 ein jetzigen##: innerbald zweier Stunden die durstigen Kehlen der Festgenossen servatihen##strömen lann.— Die Lieserung der Süßigkeiten ist den Fabriken eben wich## enem und Lopaschow, zu 225000 Paketen jedem, übertragen worden." inski sicher sigkeit und ng zu de e. die Pron zurück kngland hdi in Telegramm. Bern, 18. Mai.— Der Bischof Mermillod machte dem Bundes#ndeuten und den Mitgliedern des Bundesraths einen Besuch und regte, ###ch erfolglos, die Wiedererrichtung einer päpstlichen Nuntiatur an. Locales. „ Münster, 18. Mai.— Dem Chef der Intendantur des 7. Armee###s, Herrn Intendant Kümmel dierselbst, ist von Sr. Durchlaucht en Finern, vention dei. die irtsche chritt pärst Mertug N. und g edert. Dus in Irlan) ids verdert. ime erheden gesteht der ren und ihr Erinnerung he durch m ion durchau lein andererupt nicht gewerden, un bellion geger ung igs=Vollsfest schreibt die en sich et# musikalischen inzelnen aust einzelne Bemit Fleisch Sack, der mi des Tages r nenthält, und ügen 2c. ausen kann. 2## der Glanzres Gedräux ndere mit deehrt, den Pla# eputat reicher Spaß machen if solche kleine oggen ist ir en übertrages mit ganz frt. u. sind an da von denen jed 1 Proben sieden, ung das Maschi de statt. doch ist auch Diebstatl ind ordent! Aufseher in große auf Tele fets fahren. mäßig ts zu ve. also noch in d z u g l e i c h uantum a. nten Fristen o hat Fili 1 a 5 Pud owaja Fabrik: von 1225#0 doch werden viel Irr in den skau gro Pud Butter t der Cham ug dieses 1s ist mit Schu gons, mit Die ##schen Hausordens verliehen, und ist von Sr. Majestät dem Kaiser . Erlaubniß zur Anlegung dieses Ordens unterm 10. d. M. ertheilt Erden ssern in Abzapfern Seidels au eigenen E# it der Be ne Fest leicht bie m Verschlut ickes öffnet. sof bringen d sie von un meinem ner Panse sorden. d nahm die Schätze der orben war. b0 1 Gebrauch Daupernans! imen Glieder nicht, die M0 on meinem erdet!“ für die Rok en würde! den. e esuchte rr## still und Endlich er zu konnte ster bald; liebte er bis die 2 en und Provinzielles aus dem Reiche. Münster, 19. Mai.— Wie die Leser aus dem gestrigen Berichte die Generalversammlung der westfälischen Handwerkervereine bieden haben werden, kommen in den drei ersten Tagen der nächsten Woche Hannover auf dem dort stattfindenden Allgemeinen deutschen #idwerkertage die Statuten zur Berathung, und handelt es sich #unm, ob die Magdeburger Beschlüsse aufrecht erhalten bleiben, oder durch Berliner Anträge vollständig umgestoßen werden sollen. Wir sind geugt, daß unsere braven westsälischen Vereine ihre Pflicht thun und in den Ruf„Auf nach Hannover!“ einstimmen werden. Bis tog Mittag ist höchstens zur Abreise noch Zeit. Ein Verein, welcher Vertreter senden kann, schicke schleunigst unter der Adresse des Herrn rmeisters Wilhelm Scheffer in Münster dem hiesigen Vereine macht und füge 3 Mk. für Vertretungskosten bei. Münster, 18. Mai.— In Sachen der Tilgung der Schafnde erhalten wir folgende Zuschrift:„In der am 11. d. M. zu Hamm iggedabten Sitzung des Gesammtvorstandes des landwirthschaftlichen minzialvereins für Westfalen 2c. ist die in meiner Bekanntmachung vom April d. J.(vgl. Extrabeilage zu Stück 17 des Amtsblattes der hieRezierung, S. 81) empfohlene Zusammensetzung der zur Tilgung der sräude erforderlichen Bäder, eine Tabakadkochung mit Zusatz von Potund reiner Carbolsäure, vom chemischen Standpunkte als unrichtig kum wirksam hauptsächlich deshalb bezeichnet worden, weil die Pot# d b. kohlensaures Kali, die Carbolsäure neutralisire. Was zunächst Birssamkeit der genannten Lösung betrifft, so sprechen zu deren Gundie großen Erfolge, welche man allerwärts damit erzielt hat, so sehr, einer der hervorragendsten deutschen Thierärzte, der Director der BerThierarzneischule, Geb. Med.=Rath Prof. Dr. Roloss, dieselbe allen ntements=Thierärzten unseres Staates als die wirksamste empfiehlt, es werden an solchen Erfolgen chemische Bedenken nichts ändern könDie dehauptete Neutralisirung der Carbolsäure durch das kohlensaure E mn aber auch nicht ein, wenn bei der Bereitung der Bäder richtig ren wird. Meine bezügliche Vorschrift lautet:.50 Liter Wasser sind Kg. Landtabak zu kochen, abzuseihen und in einen großen Bottich zu#en, welcher 200 Liter Wasser von 30° R. Wärme enthält, dieser wicteit 1 Kg. reine Cardolsäure und 1 Kg. Potasche zuzusetzen.“ Da nnud den gegenwärtigen wissenschaftlichen Erfahrungen eine Zerlegung #blensauren Kalis durch Carbolsäure, die übrigens keine Säure, sonemn Alkohol ist, nur bei Siedhitze, nicht aber bei gelindem Erwärmen findet, so ist eine Neutralisirung in den fraglichen Räudebädern nicht #rurchten. Od schließlich eine solche, wenn sie wirklich erfolgte, d. b. ob ##ildung von carbolsaurem Kali, dessen milde desinficirende Eigenschaf#ek#nnt sind, die Wirksamkeit der Bäder aufbeben, bezw. erbeblich benittigen würde, ist nur experimentell und nicht durch einfaches Raiunent zu entscheiden. Münster, den 17. Mai 1883. Dr. Steinbach, Asessor und Dev.=Thierarzt.“ Münster, 18. Mai.— Wir wollen im Interesse des Publicums von auf die am 15. Juli jeden Jahres beginnenden Gerichtsgien aufmerksam machen. Während derselben werden auf Grund des attsverfassungsgesetzes, nur in Feriensachen Termine abgehalten und ptndungen erlassen. Feriensachen sind: Strafsachen, Arrestsachen und ene einstweilige Verfügung betreffenden Sachen, Meß= und MarktStreitigkeiten zwischen Vermiethern und Miethern von Wohnungsanderen Räumen wegen Ueberlassung, Benutzung und Räumung dergu sowie wegen Zurückhaltung der vom Mietder in die Mietdsräume gtrachten Sachen, Wechselsachen, Bausachen, wenn über Fortsetzung ##angefangenen Baues gestritten wird. Das Gericht kann jedoch auf #u auch andere Sachen, soweit sie besonderer Beschleunigung bedürfen. ###enensachen bezeichnen. Die gleiche Befugniß hat vorbehaltlich der teidung des Gerichts der Vorsitzende. Auf das Madnverfahren, das #####rellstreckungsverfahren und das Concursverfahren sind die Ferien #Enstuß. Das preußische Ausführungsgesetz zum Gerichtsverfassungs### deiimmt noch, daß die Gerichtsferien auf die Angelegenheiten der ###mitigen Gerichtsbarkeit gleichfalls ohne Einfluß sind, daß die Bear# der Vormundschaftssachen, Nachlaßsachen, Lehns=, Familienfidei##i und Stiftungssachen jedoch während der Ferien unterbleiden kann, #us Bedürfniß einer Beschleunigung nicht vordanden ist. Nach der ##eßordnung werden auch durch die Gerichtsferien, ausgenommen Ferien= oder als solche bezeichneten Sachen, die Einlassungs= und asfristen unterbrochen. Erstere sind die Fristen, welche zwischen der kung der Klage und dem Termin zur mündlichen Verhandlung, letzreiche in anhängigen Sachen zwischen der Zustellung der Ladung im Terminstage liegen müssen. Ebenso erfolgt durch die Ferien eine #rung der sogenannten richterlichen Fristen. Als solche sind Fristen ###ten, welche von dem Gericht nach freiem Ermessen bestimmt werden. #uod übrige Theil aller dieser Fristen beginnt dann mit dem Ende der zu laufen. Fällt der Anfang der Frist in die Ferien, so beginnt un der Frist mit dem Ende derselden. Nothfristen werden jedoch de Ferien nicht unterbrochen. Diese sind nach der CivilproceßordI die Einlassungsfrist, die Berufungsfrist, die Revisionsfrist, die Frist rsofertige Beschwerde, die Frist für die Nichtigkeits= und Restitutionsdie Frist für die Anfechtungsklage gegen das Ausschlußurtheil im #isverfahren und endlich die Frist für die Kluge auf Aufbebung des ###pruchs nach Erlaß des Vollstreckungsurth ils. Die Ferien endigen I September. Rheine, 17. Mai.— Wie unrecht reiche Leute handeln, wenn sie enen Geldsendungen, namentlich Handwerkern gegenüber, das chziehen, beweist nachstehender Fall. Ostern ging dier ein Schüler mnasiums ab, ohne seine kleine Rechnung von 5 Mk. 10 Pfa. bei eeigen Handwerker zu bezahlen. Dieser sandte deshalb die Rechmao an den Vater. Gestern erhielt nun der Handwerker 4 Mk. der Postanweisung von dem Vater zugeschickt, mußte dafür 5 Pfg. Lniesträger entrichten, und hatte mithin 35 Pfg. Unkosten. Der des Handwerkers bei diesem Geschäft belief sich nur auf 50 Pfg., Pig. Unkosten, bleibt ein Reinverdienst von 15 Pfg. auf 5 Mi Recklinghausen, 18. Mai.— Die am hiesigen Gymnasium durch krung des Herrn Oberlehrers Püning vacant gewordene erste intelle ist dem bisherigen zweiten Oberledrei#rrn Uedinck . Die zweite Oberlehrerstelle hat Herr Oberlehrer Artzt, und ## derr Gymnasiallehrer Hukestein unter Ernennung zum Ober##esten.— Der am 1. Juni in Kraft tretende Sommerfahrplan erheinischen Eisenbahn bringt unserer Station außer einigen VerDie große Annehmlichkeit, daß der um 1 Uhr 56 Minuten In der Richtung von Köln nach Hamburg passirende Courierzug Es halten nunmehr hier sämmtliche Züge. orken, 17. Mai.— Der heutige Markt war weniger besucht, # bedentenden Märkte unserer Kreisstadt. Es waren zugeführt 30 Stück Hornvieh, 20 Stück große Schweine und 125 Wagen ren mit jungen Schweinchen. Der Handel war im Allgemeinen bennen, und machen sich offenbar die recht schlimmen Aussichten S*, a#e schon geltend. Junge Schweinchen kosteten per #### 100 bis 2 Mk. Am Kornmarkt keine Zufuhr. Leinen nur in „Stücken vertreten, welche flott verkauft wurden. Krammarkt ziem18. Mai.— Elf Jahre sind verflossen, seitdem in un#n Zum letztenmale das Sacrament der hl. Firmung gespendet und es ist daher die Zahl Derjenigen, welche dieses Sacramenim Laufe dieser langen Zeit auf etwa 7000 in unserer ##mngcsen. Diesen wird nun auch bald die Gnade zu Theil werhochwürdiger Bischof Dr. Drobe wird, wie verlautet, am . dier zur Spendung des Sacramentes der hl. Firmung einfür Dortmund Jubeltag werden wird, dürfte wohl # gesi#,#ervorgenoben z were n brauchen. #####strchen, 17. M. Die gestrige„liberale“ Emscher= ###m##n# einer Correstondenz aus Watienscheid die evangeli#ußar de Beitritte zu den Bauernvereinen warnen zu müssen. nällig erscheinen, daß ein liberales Blatt confessionellen Vereinen ##er# sucht. Jedenfalls dürften die Interessen der Bauern #### ein m Blatte, welches, wie die„Emscher=Zeitung", unter #n# C.# Liberalismus segelnd, nur den Interessen der zu dienen sucht, schlecht aufgehoben sein. Die dtung sucht ihre Hauptforce in Schmähungen des Katholicismus. Wegen eines nach dieser Richtung hin versaßten, mit„Kaiser und Papst" überschriebenen Elaborats hat das regierungsfreundliche Blatt vor noch nicht langer Zeit in unangenehmer Weise mit den Strafgesetzen Bekanntschaft gemacht. * Düsseldorf, 15. Mai.— In der 75. zahlreich besuchten GeneralVersammlung des Vereins der Aerzte des Regierungs=Bezirks Düsseldorf wurde der Antrag des Central=Organs,„eine Petition an den Cultusminister zu richten um Niedersetzung einer Commission zur Berathung der Schulüberbürdungs=Frage nach dem Beispiele anderer deutschen Staaten, in welchen der ärztliche Standpunkt zur Geltung gebracht werden kann“, wurde ohne Debatte angenommen. Auf Antrag des Vereins der Aerzte in Westfalen beschloß man sodann, alle Fälle, in welchen von Seiten der Postbehörden oder der Post gegen Vertrauens=Aerzte in einer den ärztlichen Stand schädigenden Weise vorzegangen worden ist, zur Kenntniß des Vorstandes zu bringen, der Ehreurath werde am besten etwaigen Uebergriffen entgegentreten. Die Delegirten zum bevorstehenden deutschen Aerztetag sollen bei passender Gelegenbeit erklären, daß die Versammlung in der Frage um Zulassung der Realschul=Abiturienten zum medicinischen Studium noch vollständig auf dem ftüber geäußerten Sta o= punkt stehe. Der Vorsitzende betonte alsdann die große Tragweite, welche durch das in Aussicht genommene Unfall=Gesetz durch die staatliche Ueberwachung der Behandlung der Kranken für die Cassen=Aerzte sich ergeben müsse. Der Verein hat 312 Mitglieder; in der Casse befinden sich 17900 Mk. Diesen geschäftlichen Mittheilungen folgten wissenschaftliche Vortrüge. 5 Crefeld, 19. Mai.— Am Dienstag nach Pfingsten sand hier in Crefeld eine Versammlung statt, zu welcher aus den Kreisen Crefeld, Kempen. Geldern und M. Gladbach die Mannschaften der Jahrgänge 1859 bis 1870 des zweiten Westsälischen Husaren=Regiments Nr. 11 geladen waren. Zweck der Versammlung war, nach der Intention der Einberufer, einen großen Husaren=Commerce vorzubereiten. Einstimmig wurde von den Erschienenen denn auch die Veranstaltung eines solchen Commerre's, eines kameradschaftlichen Wiedersehens, aus Montag, den 16. Juli d. J., in der Tonhalle zu Düsseldorf beschlossen, wozu die sämmtlichen Mannschaften der genannten Jahrgänge und des genannten zweiten Westfälischen Husaren=Regiments Nr. 11 aus ganz Rheinland und Westfalen geladen sind. Es wurde empfohlen, daß sich in den einzelnen Kreisen Rheinlands und Westfalens schleunigst Local=Comité's bilden und diese mit dem Crefelder Comité in Verbindung treten möchten. Dieses Comité besteht aus den Herren A. Blank, Vorsitzender, P. J. Lingen, Schriftführer, und Gust. Waldmann, Cassirer. 1 Deutz, 17. Mai.— Es dürfte wohl kaum eine zweite Stadt zu finden sein, welche in dem Maße Beamtenstadt ist, wie Deutz. Eine Ermittelung der die hiesigen Elementarschulen desuchenden Kinder von den hier wohnenden und auswärts angestellten Beamten hat die Zahl 141 ergeben. Die unverhältnißmäßig große Anzahl der Beamten hierselbst hat es diesen ermöglicht, in den letzten Jahren bei den Stadtrathswahlen als geschlossene Partei in den Wahlkampf einzutreten und auch mehrere Beamte in das Stadtverordneten=Collegium hineinzubringen. ∆ Osnabrück, 16. Mai.— Unser Piesberg, welcher wegen seiner reizenden Umgebungen einen Anziehungspunkt für die Osnabrücker bildet, ist für unseren Magistrat ein Schmerzenskind. Das in demselben betriebene städtische Bergwerk ist mit großen Schulden belastet und hat zu der in dem letzten Jahrzehnte stattgefundenen Erhöhung der Communal= sieuern nicht wenig beigetragen. Die Gerüchte, daß die Stadt den Piesberg zu verkaufen beabsichtige, finden deshalb leicht Glauben. Thatsache ist es, daß der Magistrat dieserhalb schon Unterhandlungen gepflogen dat. Aus dem unteren Emslande, 17. Mai.— Der gestrige Mai markt in Rbede war trotz der kolossalen Hitze sehr besucht. Der Handel in Rindvieh slott, in Schweinen flau, nach Ferkeln wenig Nachfrage, Preis Mk. 1.50 per Woche. Trächtige Küde wurden tdeuer bezahlt.— Gestern, am 16. Mai, etwa 5 Uhr Nachmittags, stiegen aus den herzoglichen Forsten bei Heede dichte Rauchwolken auf. Indem gleich von der Ortsbebörde eine bedeutende Anzadl Arbeiter aus Heede heauftragt wurde, sich sofort mit Spaten nach der Brandstätte zu begeben, ist es diesen gelungen, das Feuer auf circa 100 Morgen zu beschränken. Der Schaden ist jedenfalls ein nicht geringer. Auf welche Weise das Feuer entstanden ist, weiß man nicht. &a Lingen, 17. Mai.— Obschon man sehr ungern zur Einführung einer Kirchensteuer schreitet, wird, wie man dört, der Kircdenvorstand sich vielleicht doch genötbigt sehen, in nicht ferner Zeit die Ausschreibung einer solchen zu beantragen. Manche sehr wünschenswertde Einrichtungen und Verdesserungen in der Pfarrktrche haben nicht getroffen werden ionnen aus Mangel an Mitteln. In allernächster Zeit ist z. B. die Anschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche unbedingtes Erforderniß; die Orgel ist vollständig adgenutzt. Wenn die Kosten nicht durch freiwillige Beitröge gedeckt werden, dann müssen schon durch Ausschreidung einer Kinchensteuer die Mittel beschafft werden. * Haunover, 16. Mai.— Auf dem vorjährigen, in Osnabrück abgehaltenen Städtetage wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Der Städtetag erkennt an: In den Kasernen sind auf Grund des §. 13 der Städteordnung die Familien=Wodnungen zweisellos zu den stadtischen Grundabgaben deranzuzieden.“ Neuerdings dat nun der Minister des Innern in einem Specialfalle auf die Beschwerde=Vorstellung des Magistrats von Hannover eine mit der gedachten Resolution des Städtetages im Widerspruch stebende Entscheidung getroffen, indem er verfügte, daß die Veranlagung der in den Kasernen von Hannover defindlichen Wodnungen für verbeiratdete Unterofficiere zu den städtischen Haus= und Grundabgaden unzulässig sei. Aus Thüringen, 16. Mai.— Der thüringische Städtetag, auf welchem 40 Städte vertreten waren, darunter auch Erfurt und Weißenfels, dat eine Resolution angenommen, welche erklärt, daß die Einführung der Prügelstrafe für Ardeitshäuser nothwendig und empfeblenswerth sei. Die sonst sehr liberalen tbüringer Stadtväter werden dieses„illiberalen" Beschlusses wegen von der Parteipresse natürlich schonungslos angegriffen. * Danzig, 16. Mai.— Von dem Cultusminister sind einer Anzadl Ledrer Belodnungen für die erfolgreiche Betreidung des deutschen Sprachunterrichtes in idren Schulen bewilligt worden. * N ü r n b e r g, 1 5. M a i.— I n d e r g e s t e r n u n d h e u t e h i e r s t a t t g e b a b ten Versammlung der Delegirten der deutschen, österreichischen und schweizerischen Wagner=Vereine, welcher zwei Vertreter des Bavreutber Verwaltungsraths beiwohnten, wurde der„allgemeine Richard Wagner Verein" zur dauernden Erbaltung der Bavreutber Büdnenfestspiele constituirt. Zur provisorischen Centralstelle wurde München gewählt; die erste Generalversammlung findet am 9. Juli in Bavreutb statt. Vermischtes. * Brüssel, 18. Mai.— Die Mörder und Verüber des Juwelendiebstahls im Palais Roval zu Paris wurden heute hier anetirt. * L o n d o n, 1 6. M a i.— D e n P r i n z e n u n d d i e P r i n z e s s i n v o n Wales auf der Straße zu belästigen, kostet in England nicht mehr als 40 Mk. Dies erfuhr Charles Lambert, ein 2jähriger Kärrner, der gestern in ziemlich betrunkenem Zustande vor dem Gaietv=Theater, gerade als das bobe Paar anfuhr, ausrief:„Drei Hoch auf die Republik! Nieder mit der königlichen Familie! Sie wird England ruiniren!" Die Polizisten faßten ihn ab und der Polizeirichter verurtheilte ihn beute zu obiger Geldbuße mit der Bemerkung, daß der Prinz von Wales ebenso gut wie jeder andere Engländer das Recht habe, auf der Straße unbelästigt zu bleiben. * Drei Mal begraben!— Der in Oran erscheinende„MontAtlas erzählt von einem dort niedergelassenen französischen Fleischer, Namens Fouques, der„die Ehre hatte“, drei Mal civiliter begraben zu wer den. Das erste Mal, im Jahre 1848, war Fouques in einen Todesschlaf verfallen, in Folge dessen er eingesargt und nach dem Friedhofe geführt wurde. Unterwegs kam er zu sich und polterte so lange gegen den schon angeschraubten Sargdeckel, daß die Verwandten und Freunde ihm endlich zu Hülfe kamen. Achtzehn Jahre später widerfuhr ihm nach einem Cbolera=Anfalle Aehnliches, und als er kürzlich zum dritten Male starb, wurden alle Mittel der Kunst aufgeboten, um ihn ins Leben zurückzurufen; aber vergebens. Jouques, der Freidenker, hatte endlich allen Ernstes das Zeitliche gesegnet. * Von einem entsetzlichen Morde in religiösem Wahnsinn wird der„F. O.=Z.“ aus Kutzdorf bei Fürstenfelde Folgendes berichtet:„Der Schneider Genz daselbst hat seine Frau erschlagen. Genz ist Baptist und behauptet, daß er den Befehl zu der That von Gott selbst erhalten habe mit dem Bedeuten, daß dieselbe bis zum dritten Tage Nachts 12 Uhr vollbracht sein müsse. Schon am Abend des Tages, an welchem er die Eingebung erhalten haben will, bat er das Beil herbeigeholt, um den Mord zu vollbringen. Der Sohn des Genz, nichts Gutes ahnend, nahm das Beil fort, und die That unterblieb. Am Abende des dritten Tages hatte Genz keine Ruhe mehr. Als seine Frau arglos zu Bett gegangen war, rüstete er sich zur Unthat. Kurz vor Mitternacht trat er an das Bett und schlug der Schlafenden mit dem Beil den Schädel ein, dann drebte er die Leiche im Bette um und zerschlug ihr mit dem Beil das Kreuz Dann setzte er sich gleichmüthig ans Bett und ließ sich von den durch den Sohn alarmirten Nachbarn ruhig fesseln und ins Gefängniß führen, indem er fortwährend wiederholte, er habe das thun müssen, weil es Gott ihm befohlen.“ * Geschickt entkommen.— Aus dem Gefängniß in Kutais(Ruß land) entfloh der Arrestant Matschawariani auf folgende schlaue Weise. Es war, wie die Zeitung„Schroma berichtet, ein Insasse des Gefängnisses gestorben und sollte zum Begräbnißplatz gebracht werden. Matschameriani entfernte kurz vorher den Leichnam aus dem Sarze und legte sich selbst o M Gefängniß zum eglatunng getragen und als der Sarg in die Gruft heradgelassen werden sollte, warf Matschawariani eiligst den Sargdeckel ab, sprang auf und— war davongelaufen. * Die Schnepfen haben in dieser Saison in Ungarn arg leiden müssen. Einem österreichischen Fachblatte entnehmen wir, daß beim Grasen Szechenvi bis zum 8. d. M. 268 Stück, bei Stephan Jukey in Iharos.# Stuck, bei Ladislaus Inkey 30 Stück erlegt sind. Graf Stephan Erdödy war von Diana außerordentlich begünstigt, er allein brachte(3 Langschnäbel auf die Decte. Die Temesvarer Jagdgesellschaft war nicht minder glücklich: sie schoß bis 9. d. M. mehr als 200 Schnepfen. ler: Henug sin., wie wir in der Boce Cattolica lesen, in den letzten drei Bierteljahren 20916 Italiener nach Amerika ausgewandert. Verantwortlicher Redacteur: Johannes Hoffmann in Münster. Wetterberichte der deutschen Seewarte in Hamburg. Thermometer nach Reaumur, am 18. Mai, 3 Uhr Morgens Eenn 1:, Hunar“ 1:. Aag Sarsi u 1, Sa“ FI: Lun Lazeugenten in Teüduag eingrtreura, die Adfichlung, wriche arders in ntesligen Deutialans stattsand, hat sich weiter sudwarte überall unter der normasen liegt. geworden. In Süddrutschland und Oesterreich ke gestern Nachmittag Oewitter vor. Handels=Nachrichten. V. M. Gladbach, 17. Mai.— In der Lage des hiesigen Geschäftes hat sich nichts geändert. Spinnereien und Webereien sind für mehrere Monate unter Contract und haben genügende Gelegenheit, weitere Abschlüsse zu machen. Die letzten Preise werden fest dehauptet, Erhöhungen haben bis dahin nur vereinzelt durchgeführt werden können, dürsten aber bei der guten Haltung des Manchester Marktes bald allgemein Eingang finden. Heutige Notirungen sind: Trosselwater No. 20r, beste Qualität, a 88, prime à 86, secunda a 84 Pfg.; No. 16r, beste Qualität à 83, prima a 81, secunda 79 Pfg.; No. 12r, beste Qual. à 79, prima à 77, secunda à 75 pr. Pfd. englisch. Besonders bevorzugte Qualitäten 5—6 Pfg. höher, wie best gehalten.— Biberwarps No. 16r pr. 1160 300 Mark 21,75 oder 83 Pfg.; No. 17r Ml. 21.— oder 86 Psg.; No. 20r Mk. 19,— oder 92 Pfg. pr. Pfd. engl. Rohgewicht.— Mule prima, beste Qualität, No. 20r a 87 Pfg.; II. Qualität No. 20r à 85 Pfg.; prime, beste Qual., No. 8r a 70 Pfg.: II. Qual. Nr. 8r à 68 Pfg. pr. Pfd. engl., geringere Marken 1—2 Pfg. billiger.— Bibercops prime No. 4·5r à 67 Pfg.; recunde No. 4/5r à 65 Pfg. pr. Zollpfund.— Cops prime No. 12r à 76 Pfg.: prims No. 20r à 89 Pfg. pr. Zollpfund.— Biber, prima Qualität, 94—100 Pfg.; geringere Waare 90—94 Pfg., je nach Gewicht der Stücke.— Ombré, prima Qualität, 120 Pfg pr. Zollpfund.— Tricot, prima Qualität, 113 Pfg. pr. Zollpfund.— Letzte Manchester Notirungen sind: Water Moore& Waddingion No. 20r a 8“, d.— 89 Pfg. loco hier; Water, L. E No. 20r à 8½ d.— 88 Pfg. loco hier. Münster, 19. Mai.— Die Marktpreise verstehen sich pro 100 resp. 1 Kilogramm: Gelbe Erbsen Weiße Bohnen Stroh Buchweizen Kartoffeln Hen...... 6/25 5/50] Speck(geräuchert.). 1 60 11 40 Beigen Roggen Gerste Neuß, 18. Mai.— Weizen per 100 Kilo 1. Qual. 21 Mk.— Pfe., 2. Qual. 19 Mk.— Pfg., 3. Qual— Mt.— Pfg. Landroggen 1. Qualität 15 Mk.— Pfg., 2. Qual. 13 Mk.— Pfg. Gerste 14 Mk.— Pfg. Buchweizen 1. Qual.— Mk.— Pfg., 2. Qual.— Ml.— Pfg. Hafer 14 Mk. 60 Pfg. Aveel— Mi— Pfg. Kartosseln 8 Mk. 50 Pfg. Heu per 50 Kilo 3 Mk. — Pfa. Roggenstrod per 600 Kilo 21 Mk.— Pfa. Rüböl per 100 Kilo in größ. Part. 71 Mk. 30 Pfg., in klein. Part. 73 Mk. Pfg. Rübkuchen per 100 Kilo(Stamps=)— Mk.— Pfg. Preßkuchen dito 13 Mk.— Pfg. Branniwein per 100 Liter zu 50 plt.(ohne Maklergeld)— Mk.— Pfg. Gereinigtes Oel 74 Mk. 50 Vig bis 76 Ml.— Pie. Berlin, 18 Mai.— Wetzen loco pr. 1000 Kilo 140—210 Mk. bez., per Mai—Juni 185.50 bez., pr. Juni—Juli 185.50 bez. Roggen loco per 1000 Kilo 130—151 Mk. bez., per Mai—Juni 148.75 Mk. bez., per Juni— Juli 148.75 Mk. dez. Gerste große und kleine per 1000 Kilo loco 125— 200 Mk bez Hafer loco per 1000 Kilo 128—157.— Mk. bez., per Mai—Juni 131.50 Mk. bez. Petroleum pr. 100 Kilo loco—.— Mk. bez., per diesen Monat 23.50 Mk. bez. Spiritus per 100 Liter loco ohne Faß 54,90 Mk bez., per diesen Monat 54.70 Mk. dez., per Mai—Juni 54.70 Mk bez. Rüböl per 100 Kilo loco mit Faß 69.20 Mk. bez., per Mai—Juni 68,80 Mt. G. Magdeburg, 18 Mai.—(Exclusive, ab Station bei Posten aus erster Hand.) Krystallzucker I.—.— bis—.— Mk. Kornzucker von 96 pCt 31.30 dis 31.80 Mk. Desgl. von 95 pCt. 30.30 bis 30,80 Mk. Ropzucker ruhig. Raffinade—.— Ukk. Melis 38.— bis 38.25 Mk. Gem Raffinade 36.75 dis 37.— Mk. Gem. Melis l. 36,— bis 36.50 Mk Berlin. Börse vom 18. Mai. Amsterbam 100 Pl. 5 K. 4 100 B1. 2 B. 4 Parto 100 fre. 9 u.: . 100 Krs. 1 M. 3 Feuben 1 Pfd. St. 8 T.4 be. 1 9fb. St. 3 M. 4 Wien s. W. 100 Fl. S T. 4 be. be. 100 fl. 1 M. 4 Berl Deutsche Reicdsonleide 10.. 400 41% Staats-A. coui 104.—* A A. de. 102 30 00 Staatsschuldscheine 28.50 k, Pr.=Anl. 1838 146.— eln= Mind. Pr.=Ant. 127.43 E Bobd. Pr.-Anl. 131.90 fl Bon Pr.=Anl 33.50 P Braunsdo Loose 96.—* Oldend. Loose 147 50 9 Oesterr. Goldrente 84,75 d; d. Silderreute 6: 40 d) do. Papterrente 67.10 El do. 1360r Loose 121.80 0 be. 1364r be. 312. S Anger. Selbrente 102.70 b. Abein Westt. N. Dr. 101 401 Hannen. ds. 100,80 Westsal. Pfanddr. 101 50 60 Sachs. Si.=Rente 31.20 b. Gold Silder und Paptergeld. Ducaten Gevereigus 20-Fri=Stücke Impertale Oesterr. Bankneten de. Sildergulden Kranzosische Banknoten Bank-Discont 4 2 170.70 149.55 0 168.60 81.20 80.90 9 20,42 5, 20.31 5 170.45 P 169.60 5 u. Schluß=Course vom 18 Mai Krug. Osttg. 111.— S Oetderr. Eldetd.=B. 87.75 0 Pr. Bod.=Cres.=B. 108,50 81, Oestrrr.=Nr. E.=A. 105 19 d#. do. rack. 110% 111,10 i Oesterr. Südestl. 296 50 e —.r.=Pfddr. 109.10 S. Oderschl. 4.#. D E. 258 39 b Dise-C.-f. 201 30 b. Berl. Hand.=Ges. 76 40 E Deutsche Bank 1.3 25 b Bremer Bank 109,10 C Esfener Crrd.=A. 96 30 b) Oenadr. Bank 120,75 Oldend. Spard. 136 50 d. Reichsdank 149.75 G Oesterr. Crs.-A. 525.— 5 Schaaffd Bank=N. 93.50 E Wentfal. Bank 97.— Berg. Mark. St.-A. 127,75# Berl. Hams. de. 356 1 0 Munner=Hommer 100.50 Munn unds. ger. de. de. St.= Rdein. St.=K. 165.50#0 A#enderger Bergm. 131—“ Bochumer Bergm 97.60 C. . Suzstadl 108 90 5 Colner Bergn.=B. 121.50 d; Dertm. Unien 39 10 Gelsenk. Bergw 125 80 b, Georg=Mar.-Hutte 87.—* Harkort Berzu. 73.—* Harpener Bergd.=G. 120 75%) Vorder Huttenoer. 50.—* Lauradütte 131,50 e Louise Tiefden 48.— 5 Mechernicder Bergo. 173— 2; Soie Zinkdütten 103 10 b, Pr. 19,40 d; Phonix Berzu 97.— 2 Telegraphische Handels=Nachrichten. London, 18 Mai.— Preuß. 4proc. Consols 101¼. Consols 102 New=York, 17 Mai.— Baumwolle 11. Fracht für Getreide 3. Hamburg, 18. Mai— Weizen 126psd pr. Juli—August 1000 Ale 191.— G. Roggen per Juli August 1000 Kilo 147,— G. Hafer fest. Gerste matt. Rüböl ruhig. loco 70 50 B., per October per 200 Pfd. 61.50 B. Spiritus ruhig, per Mai 43½. per Juni Juli 43½. per 1000 Liter 100„. Kaffee matt, Umsatz—.— Sack. Petroleum ruhig. Standard white loco 7,40 B., 7.35 G., per Mai 7.40 G., per August—December 7.85 G Wechselnotirungen: London lang 20.26 G., London kurz 20,43 G., Amsterdam 167,10 G. Wien 167,75 G. Paris 80,15 G. Petensburg 198,50 C. Bremen, 18. Mai.— Petroleum ruhig. Standard wotte loco 7,35, per Juni 7,45, per Juli 7,55. Amsterdam, 18 Mai.— Weizen, niedriger, per Mai 266 Fl. Roggen fester, per Mai 168 Fl. Rappssaat per Herbst 371 Fl. Rüböl loco 41¼, per Herbst 35 Fl. Bancazinn 59¼. Antwerpen, 18. Mai— Petroleum=Markt(Schlußbericht.) Rassinirtes, Type weiß, loco 18½ bez., 18½ B., per Juni— bez., 18½ G., per September— bez., 19½ B Liverpool, 18. Mai.—(Anfangsbericht.) Baumwolle: Muthmaßlicher Umsatz 10.000 Ballen. Stetig. Tagesimport 2000 Ballen, davon 2000 Ballen amerikanische.— B. Surats.— B. ägyptische. (Schlußbericht.) Baumwolle: 10 000 Ballen Umsag, davon für Speculation und Export 1000 Ballen Middling Orleans 6, middl. fair Orleans 6 1. feir Ddollerah 3%/8. middl. fair Dhollerah 3 11/16, good midd! Dhollerah 3%. middl. Dhollerad—. fair Bengal 3 1/16, good fair Broach—, new fair Oomra 3½. good fair Oomra 4 9/16, fair Madras 4·#, fair Pernam 6 1/18, fair Smyrna—. Der Wochenumsatz betrug 44 000 Ballen, von amerikanischer 33 000 Ballen, für Speculation 2000 Ballen, für Export 1000 Ballen, für den Consum 41 000 Ballen, wirklicher Export 6000 Ballen, Import der Woche 106 000 Ballen. Der Vorrath besteht aus 960.000 Ballen, davon amerikanische 722.000 Ballen, schwimmend nach Großbritannien 289 000 Ballen, davon amerikanische 135 000 Ballen. Bremen, 16. Mai.— Der Postdampfer„Weser vom Nordd. Lloyd, am 1. Mai von Bremen abgegangen, ist heute wohldehalten in Baltimore angekommen. (Mitgetheilt von der Direction des Nordd. Lloyd in Bremen.) Tades= Ameige. Nach kurzem, schwerem Leiden stard am 17. Mai, Abends 6“, Uhr, versehen mit den hl. Sterbesacramenten unsere liebe Mutter, Schwieger= und Großmutter, die Wittwe Gertrude Koberg verw. Feldwisch, geb. Neiteler. Verwandten und Bekannten widmen wir die Trauernachricht mit der Bitte um stille Theilnahme und Gebet. Münster, den 18. Mai 1883 Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt. Sonntag, den 20. Mai, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Frauenstraße 52, aus; die Scelen messen am Montag, Morgens um 9 Uhr, in der Liebfrauenkirche. Todes=Anzeige. Diesen Morgen 11¼ Uhr starb nach schwerem Leiden unser lieber theurer Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater, Herr Friedrich Biertz. im Alter von 85 Jahren und im 60. Jahre einer glücklichen Ehe. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Cöln, Biersen, Schalle, Münster, M.=Gladbach, den 16. Mai 1883. Bekanntmachung. Am Montag, den 21. Mai, ist das Stammrohr der Gasleitung abgeschlossen und kann an diesem Tage kein Gas abgegeben werden. Des Abends wird die Absperrung beendet sein. Münster, 18. Mai 1883. Städtisches Gas= und Wasserwerk. Der definitive Zuschlag des der Frau Wwe. Große Volksbeck gehörigen, in Hangenau, Kirchsp. Buldern, arrondirt belegenen Gutes, erfolgt am Montag, den 28. d. Morgens 10 Uhr, in der Wohnung des Wirths Herrn Halberstadt in Buldern. Das 20 Minuten von der nächsten Eisenbahnstation gelegene Gut hat eine Größe von 192 Morgen mit einem Reinertrage von 402 Thirn.(Weizendoden): Versicherungssumme der Ge bäulichkeiten 34000 Mark. Bedingungen, welche bei dem Unter zeichneten zur Einsicht offen liegen, sind günstig. Dälmen, den 4. Mai 1883. H. Schmits Möbelstoffe. Teppiche, Ecrn.=weiße Gardinen in neuer frischer Waare, empfiehlt Wilhelm Schlun, im alten Geschäftshause. Compagnon gesucht. Zu einem rentablen Unternehmen, welches in ganz Süd- und Mitteldeutsch land noch nicht existirt, wird ein tüchtiger Kaufmann(Christ), welcher die Buchführung gründlich versteht und etwas Vermögen an daar besitzt, als Compagnon gesucht. Fachkenntnisse sind nicht nöthig, da Unternehmer technisch und praktisch gebildet. Schriftl. Offerten unter Chiff E. E. 200 beliede man portofrei zur weiteren Beförderung an die Expedition dieses Blattes einzusenden. Theilhaber=Gesuch! 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Mai c., Morgens 9 Uhr anfangend, werde ich das in der Gemeinde Ochtrup, ¼ Stunde vom Bahnhose gelegene Frei herrlich von Heyden'sche Gut Lüttig haus nebst den zugehörenden Köttereien, zur Gesammtgröße von 146 Hektar 65 Ar, mit einem Catastralreinertrage von 496,60 Thalern, zuerst in Parzellen und größeren Abtheilungen und dann im Ganzen an Ort und Stelle öffentlich zum Verkaufe aussetzen und erfolgt Dienstag. den 5 Juni c., Mor gens 9 Uhr anfangend, das Schluß ausgebot in einem noch näher zu bestim menden Gasthofe in Ochtrup. Der Forstwärter Patte, Kchsp. Ochtrup, wird auf Verlangen die Grundstücke anweisen. Kaufliebhaber wollen sich am 29 d Mis., Morgens 9 Uhr, im Hauptgebäude des Gutes Lüttighaus einfinden. Ahaus, den 7. Mai 1883. Der Rentmeister: Ferlé. Eine Brauerei sucht für Comptoir und Reise eine durch aus solide, gewandte Persönlichkeit. 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Die Versendung der Loose nach Auswärts erfolgt nur gegen vorherige Einsendung des Betrages; im Falle Porto nicht beigefügt, unfrankirt. Wir besorgen bei der Ziehung genaueste Nummer-Controle, und geben im Gewinn=Falle sofort briefliche Nachricht. Axpedition des Merk.“ in Münster Selters- u. Soda-Wasser liefere prompt und billigst. Durch Beschaffung extra feiner Korke bin ich im Stande, für die Haltbarkeit des Wassers auf länger als ein Jahr zu garantiren. Ferd. Meyer, Prinzipalmarkt 44, Fabrik künstlicher Mineralwasser. In der Umgegend von Münster, Nähe einer Bahnstation, ein Sommer=Aufenthalt gesucht. Näh. in der Exped. d. Blattes. schaecht ar.ente Für Pilzesammler. In meinem Verlage ist erschienen: Die vorzüglichsten eßbaren Pilze der Pron Westfalen und der anstoßenden Gebiete. Herausg von L. Pollner, naturwissenschaftlicher Lehrer, und. II., merschmidt, Architekt und Bauschul=Lehrer. Mit 18g rirten Taseln. 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Auf der pen Intransigenten sich nicht mehr unten# Wagenfrage is mdetta's Werk war es k=-Radicalen unter sein hrend er den Communa a politischen Leben fern * Aufständischen ihm die der Schrunc zu vertakel schien für imm Extremen zerschnitter leten, so hütte er weit diese verschiedenen Pa Unter den gege ersetzen kann, und In ider Stunde dem Anstu Verlag des„Westf. Merk.“, Actien=Gesellschaft für Verlag und Druckerei(Clemens Dispenbxock) in Münster. Expedition: Domplatz. Druck der Coppenrato#