Gevelsberger Zeitung Bezugspreis: Monatlich 1.80 AM.— einschl. Potenlohn. Jür Adholer in der Geschäftestelle 1.50 RM. Erscheint werkläglich nachmittags. Haupigeschättrzelle Abolf=hiller=Straße 49. Geschäftsstunden von 8—12 Uhr und 14—18 Uhr. checkkonto Dortmund 1046. Annahmestelle in Milspe: Bender Str. 18, Karl Rosendahl. für Gevelsberg Milspe- Voerde u. Amgebung ###rung oder Streit hat weder der Besieher ne Anspruch auf Nachlieferung oder Entsezüdigung Erfüllungsort Cevelsdere Gerichtsstard hagen. Regelmäßige Beilagen: Der Sonntag, illustrierte Wochenendzeitung(wöchentlich): Am Gevelsberg(monatlich) Nr. 36 Einzelpreis 10 Pfg. Montag, 12. Februar 1934 Die deutsche Frauenfrage Massenkundgebung in der Reichshauptstadt Hilfswert„Für Mutter und Kind“ tritt in Kraft Der Sportpalast in Berlin sah am Sonnabend eine Frauenversammlung, wie sie Berlin noch nie erlebt hat. Als Auftakt zu der Gautagung der RS=Frauenschaft Groß=Berlin fand eine öffentliche Frauenkundgebung statt, zu der mindestens 25 000 Frauen herbeigeeilt waren. Parteigenossin Fikentscher, die Leiterin der Frauenschaft Groß=Berlin der RSDAP, eröffnete die Kundgebung. Niemand, so führte Frau Filentscher u. a. aus, steht Blut und Boden so nahe, wie die Frau, von der der Führer sagt, daß sie habe und daß der nationalsozialistische Staat sie in das staatliche Leben mit besonderen Aufgaben eingliedern will. Es ist die Aufgabe der im Kampf erprobten nationalsozialistischen Frauenschaft, die deutschen Frauen zu dieser Erkenntnis zu erziehen. Stellvertretender Gauleiter Görlitzer wies einleitend darauf hin, daß es nicht zuletzt der Mitarbeit der nationalsozialistischen Frauen zu verdanken sei, daß die Bewegung zur Machtübernahme gekommen sei. Nach der Machtübern zhme Adolf Hitlers sei die Frau wieder mit ihrer ureigensten Zustimmung auf ihren Aufgabenkreis beschränkt worden, und der Redner erntete stürmische Zustimmung und Heiterkeit, als er feststellte, daß im Grunde genommen in einer marxistisch=liberalistischen Zeit der Drang der Frau nach dem Parlament aus der Tatsache herrühre, daß die Männer auf das kläglichste versagt hätten. Mit herzlichem Beifall begrüßt, nahm dann der Stabsleiter der P9., Dr. Ley. das Wort zu einer der zukünftigen Frauenorbeit wegweisenden Rede. Wir wissen, so führte er u. a. aus, daß gerade n der nationalsozialistischen Frauenschaft heute in den meisten Kreisen Verbitterung darüber besteht, daß ausgerechnet noch auf dem Gebiete der Frau heute noch die ganze Vielheit der Verbände vorhanden ist.(Lebhafter Beifall.) Wir haben einen Führer, wohl aber dreißig verschiedene Frauenverbände! Die konfessionellen Verbände vollen die Nächstenliebe predigen. Es sind schöne barmherzige Schwestern, die nur in Konfessionen arbeiten können. Was durch Konkordat geschützt is, soll geschützt bleiben. Aber man darf uns nicht verargen, wenn wir durch unser Vorbild auch diesen Kreisen klarzumachen suchen, daß wir nicht konfessionell gespalten, sondern ein einziges großes Volk sind. Wenn es richtig ist, daß der Jude, Liberalismus und Marxismus, bewußt die Vielheit der Frauenverbände gegründet haben, muß es unser Ziel sein, sie möglichst wieder wegzubringen und die Frau zurückzuführen in die Familie. Venn der Mann als der natürliche Führer im Volke nicht mehr da ist, wenn er als Soldat sein Vaterland verteidigen muß, müssen wir eine Führung haben in der deutschen Frau „ in der Heimat. Las soll einmal unsere Frauenbewegung machen. nationalsozialistische Bewegung hat in der gegenwart nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, die Führung in der deutschen Frauenzu verlangen. Sie hat weiter die m ihren Kreisen eine Führerauslese bis zum letzten Aurchzuführen. Ist das geschehen, so werden wir mit Recht auf unser Wort von einst verweisen konnen: Deutsche Frau, wir werden nicht dulden, * Polit' hinabdaß Du in die Drecklinie der Pol gezogen wirst. Aber wir werden Dir ein neues Deutschland geben, in dem Deine Kinder wieder glücklich und zufrieden leden können.(Stärmischer Beifall.) nter stürmischem Beifall teilte Dr. Ley dann S“, daß der Vertreter des Führers durch ihn den Hilgenfeldt zum Amtsleiter der Nationalsozialistischen Frauenschaft ernannt hat, und daß diese Ernennung im engsten Einvernehmen mit Reichsinnenminister Dr. Frick erfolgt ist. Danach nahm der neue Amtsleiter der As.=Frauenschaft, Po. Hilgenfeldt, das Wort zu richtungweisenden Ausführungen über die Zukunftsaufgaben der deutschen Frau. Ausgehend von der Naturgesetzlichkeit des menschlichen Lebene, verlangte er neben dem Kämpfertum des Mannes ein voll entwickeltes Weibetum, das in der Mutterschaft und Pflege des Nachwuchses seine Hauptaufgabe erblickt. Ich will der Schützer sein, so fuhr Pg. Hilgenfeldt fort, ich will ihr Treuhänder sein und dafür sorgen, daß sie ohne Angriffe von anderen Seiten ihre Aufgaben und ihre Arbeit erfüllen und durchführen könne. Wir haben die Absicht, nach Ablauf des Winterhilfswerks ein Hilfswerk für die Mutter und das Kind einzuleiten. Wir haben mit einer erheblichen Zunahme des Geburtenreichtums zu rechnen. Deshalb wollen wir anfangen, rechtzeitig MaßWieder eine bludige Nacht in Paris Die ehemaligen Frontkämpfer sind auf der Hut An verschiedenen Punkten in Paris kam es am Freitagabend wieder zu heftigen Zwischenfällen, an denen sich etwa 10000 Demonstranten beteiligt haben dürften. Besonders schwer waren die Zusammenstöße am Ostbahnhof, wo die Polizei dreimal gegen sich bildende Gruppen von etwa 100 Mann einrücken mußte. Dem„Paris Midi“ zufolge wurden 40 Polizeibeamte zum Teil schwer verletzt. Die meisten Verletzungen rühren von Revolverkugeln her. Die Zahl der Verhafteten beläuft sich auf etwa 1200, worunter sich über 50 Ausländer befinden, die unverzüglich ausgewiesen werden. Laut„Journal“ soll es sich dabei zum größten Teil um deutsche Kommunisten handeln. Die Zahl der Verletzten auf Seiten der Demonstranten ist nicht bekannt. Einigen Blättern zufolge sind bei den letzten nächtlichen Unruhen zwei Polizeibeamte durch Schüsse getötet worden. In zwei Krankenhäusern wurden nicht weniger als 115 Verletzte eingeliefert. Ein Aufruf Doumergnes Ministerpräsident Doumerque hat folgenden Aufeuf in Paris anschlagen lassen: „Bürger! Ich bin berufen worden, um eine Regierung des Burgfriedens, der Entspannung und der Gerechtigkeit zu bilden. Diese Regierung ist jetzt gebildet. In ihrem Namen fordere ich Euch auf Eurerseits Eure Pflicht zu tun, und zwar dadurch, daß Ihr von jeder Agitation Abstand nehmt. Das Interesse Frankreichs und der Rupublik über alles! gez. Ministerpräsident Gaston Doumergue.“ Die Pariser Stadtverordnetenversammlung sordert Wiedereinsetzung Chiappes Der Versitzende der Pariser Stadtverordnetenversammlung ist bei Innenminister Sarraut vorstellig geßorden mit der Forderung, die Regierung nßge den früheren Polizeipräfekten Chiavve und den aus Solidarität mit ihm zurückgetretenen Präfekten des Seine=Departements, Reynard, wieder einsetzen, da sie das volle Vertrauen der Pariser Bevölkerung besäßen und ihrer Aufgabe gewachsen seten. Innenminister Sarraut wies darauf hin, daß nicht er, sondern die Regierung hierüber zu entscheiden 1. Blatt 5. Fahrgang nahmen zu ergreifen, damit sich hier keine Schwierigkeiten ergeben Ich habe vor einigen Wochen in München mit dem Leiter des Mutteramtes, Pg. Dr. Stadler, gesprochen. Er hat mir gesagt, daß nach seinen Erfahrungen und Feststellungen im vergangenen Jahre ungefähr die Hälfte aller Abteibungen aus Sozialindikationen erfolgt sind. Diese Tatsache allein hätte genügt, um das Recht zu haben, den alten Staat zu stürzen. Denn wenn ein Staat es duldet, daß junges Leben getötet wird, weil er nicht in der Lage ist, für dieses Leben zu sorgen, dann verdient dieser nichts anderes, als daß er selbst vernichtet wird. Wir Nationalsozialisten bekennen uns zum Leben. Wir werden deshalb auch zu der unehelichen Mutter hingehen, die ein Kind erwartet, und werden ihr helfen, ohne daß wir uns das Recht anmaßen, sie abzuurteilen. Ich bin der Ansicht, daß wir durch diese Tathilfe uns zu einem höheren sittlichen Ziel bekennen, als wenn wir uns hinstellen würden und diese Mutter verächtlich machten. Auch auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege kann nur erfolgreich gearbeitet werden, wenn sich die Geschlechter gegenseitig ergänzen, denn es gibt nun einmal Aufgaben, die nur durch Frauen gelöst werden können. Im Hilfswerk Mutter und Kind ist die Frau allein berufen und befähigt, Hilfe zu leisten. Dem Mann kann aus diesem Arbeitsgebiet nur die Organisation der fraulichen Aufgaben zufallen, er kann die Frau nur in ihrer Arbeit schützen. Nach einem Ausblick auf die geschichtliche Bedeutung der Gegenwart und ihre Würdigung der besonderen Rolle der Frau schloß der Redner. Das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied beendeten die Kundgebung. Der„Matin" will berichten können, daß Chiappe eine entsprechende Anregung der Regierung im Interesse der Beruhigung der Oeffentlichkeit dankend abgelehnt habe. Chiappe wird, dem Blatt zufolge, zum Botschafter in Brüssel ernannt werden, während der frühere Seine=Präfekt Reynard seinen alten Posten wieder übernehmen soll. Eine Erklärung der Ironlkämpfervereinigung„Jeuerkreuz“ Der Vorsitzenbe der Frantkämpfervereinigung „Feuerkreuz“ veröffentlicht eine Erklärung, in der mit Bedauern festgestellt wird, daß die Regierung Doumergue nur ein Behelfsmittel ohne Bestand und eine Einigung der Parteien ohne geheiligten Charakter sei. In ihr säßen hochachtbare Persönlichkeiten zusammen mit politischen Geschäftemachern und Neusozialisten, die der roten Fuhne dienten. Es handele sich also nur um einen Notverband für die schwärende Wunde. „Wir wollen diesen Notverband nicht abreißen“, heißt es in der Erklärung weiter,„aber wir bleiben auf der Hut und machen uns bereit, das fressende Geschwür, das bald aufdrechen wird, vollends zu säubern.“ Die Erklärung schließt mit einem Aufruf an die Feuerkreuzler, sich bereitzuhalten„für den Ruf des Vaterlandes an die ehemaligen Frontkämpfer“. Generalstreik Sekzer und Drucker im Ausstand Auch der Telephondienst ruht Die Pariser Blätter kündigen an, daß sie weder am Montagmorgen noch am Montagabend erscheinen, da sich die Setzer und Drucker der Generalstreirbewegung angeschlossen haben. Die ersten Zeitungen erscheinen deshalt ern wieder am Dienstagmorgen. Ob der Pariser Telephondienst wenigstens zu einem Tell aufrechterhalten werden kann, steht noch nicht fest. Man hält es aber für sehr wahrscheinlich, daß nur die mit Selbstenschlut versehenen Linien in Betrieb bleiden werden, und daß der gesamte übzige Telephondiens ruht. Der Eisenbahnverkehr wird dagegen in vollem Umfang aufrechterhalten. Die Lokomotivführer und Heizer haben lediglich beschlossen, zum Zeichen der Solidarität die Züge von Schlechte Lanne in Paris Die englisch-französischen handelsbeziehungen Wenn man sich in diesen Tagen die Pariser Blätter und auch die maßgebenden englischen Zeitungen näher betrachtet, so kommt man unbedingt zu dem Eindruck, daß es den neuen Männern in Paris, wie sie auch heißen mögen, nicht sehr woh. in ihrer Haut sein mag. Nicht nur in bezug auf die nahezu nicht zu bewältigenden Schwierigkeiten, die sich in der französischen Innenpolitik durch die Entwicklung der jüngsten Ereignisse jetzt bieten. Vor allem ist es auf anderen Gebieten die Bereinigung der Handelspolitik, die den Franzosen Sorge macht und schlechte Laune in Paris hat aufkommen lassen. Die Verhandlungen, die zwischen den Regierungen in Paris und London über die beiderseitigen handelspolitischen Beziehungen schon seit längerer Zeit laufen, hatten naturgemäß durch die beiden Kabinettswechsel in Paris eine Unterbrechung erfahren, aber die Engländer wollen nicht länger warten und diese Beziehungen jetzt festlegen. Sie meinen, daß mit der Bilbung des neuen Kabinetts jetzt die Möglich:“ gegeben sei, die Beziehungen endlich zu rege#n. Es handelt sich da insbesondere um die englischen Maßnahmen, die gegen die französische Kontingentierungspolitik zur Anwendung gelangen sollen, und die von der französischen Presse mit sehr großem Unwillen kommentiert werden. Frankreich, das doch, wie die Geschichte lehrt, in seiner Politik noch niemals auf die inneren Verhältnisse irgendeines Landes Rücksicht genommen hat, beansprucht im eigenen Fall, daß man— in diesem Falle die Engländer— doch unbedingt auf seine schwierige innerpolitische Lage Rücksicht nehmen müsse. Es sind sehr scharfe Worte gefallen und die französischen Blätter sprechen von einer unangebrachten Eile, die die Engländer an den Tag legen, und die durchaus nicht„gentlemanlike“ wäre angesichts der Tatsache, daß es sich bei den fraglichen Verhandlungen ja nur um eine Kleinigkeit von 15 Millionen Franken handele. Aber England zeigt dagegen die kalte Schulter und nach allem, was man hört, denkt man in London gar nicht daran, irgendwie nachzugeben und seine Haltung zu ändern, bevor nicht Frankreich in der Kontingentierung für die englische Einfuhr den Londoner Wünschen Rechnung getragen hat. Für den Fall, daß eine weitere Herabsetzung der Kontingente von Frankreich vorgenommen werden sollte, hat sich die englische Handelspolitik, wie bekannt, mit Vergeltungszöllen gewappnet, und es ist zu erwarten, daß zu diesen Zöllen noch Zusatzzölle kommen, wenn sich die Vergeltungszölle nicht wirksam erweisen sollen. Wieder ein großer Betrug in Frankreich aufgedeckt In Beziers ist man einem großen Skandal auf die Spur gekommen. Es handelt sich um den betrügerischen Bankerott eines großen Bauunternehmens, das für die Stadt und für umliegende Ortschaften Aufträge erhalten hatte. Die Betrügereien sollen in die Millionen gehen. Die verschiedenen Angestellten der Firma sollen sich persönliche Vorteile in Höhe von 50—100000 Frank und darüber hinaus verschafft haben. Der erste Kabinektsrat Doumergues Die Regierung Doumergue hielt am Samstagnachmittag ihren ersten Kabinettsrat ab. Nach dem darüber ausgegebenen Bericht wurde der Justizminister beauftragt, darüber zu wachen, daß die rechtliche Erledigung der Skandalsale schnell und mit strengier Gerechtiglet vontien gehe. Die Regierung sprach sich grundlich für die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses aus. Außenminister Burthou erstattete für die außenpolitische Lage Bericht. Der Kabinettsrat beschloß, dem Präsidenten der Republit eine Verordnung zu unterbreiten, durch die der Justizminister mit der Verwaltung der elsaß=lothringischen Angelegenheiten beauftragt werden wird. Außenminister Barthon und Handelsminister Lamoureux haben dem Kabinettsrat die Maßnahmen zur Billigung unterbreitet, die die Regierung zu unternehmen beabsichtigt, um auf die englischen Zollzuschläge auf französische Waren zu antworten. Finanzminister Germain=Martin erstattete eingehend über die Finanzlage und über die Vorkehrungen Bericht, die die Regierung Bmsch un erchigerni die Staute. Schritt der Unkerzeichnermächle der Memelkonvention in Kowno In gut unterrichteten Kreisen Kownos verlautet, daß die in Kowno anwesenden Vertreter der Unterzeichnermächte der Memelkonvention, die Gesandten Englands. Frankreichs und Italieus, bei dem litauischen Außenministerium vorgesprochen haben wegen der jüngsten Vorgange im Memelgebiet und wegen der etwaigen Auswirkungen des neuen litauischen Gesetzes zum Schutze von Volk und Staat auf die Autonomie des Memelgebietes. Neue Massenentlassungen im niederländischen Bergbau Aus Venlo wird berichtet: In der sogenannten Kontaktkommission für den niederländischen Bergbau wurde von Arbeitgeberseite mitgeteilt, daß infolge der Verschärfung der Absatzkrise am 1. März neue Arbeitermassenentlassungen erfolgen müssen. Zunächst gelangten 1000 Bergarbeiter zur Entlassung. Wie verlautet, wird in erster Linie ausländischen Arbeitskräften gekündigt werden. „Japau will nicht Selbstmord bege ken“ sotschafter in Amerika, Satto, traf in Newyork ein. Zu Pressevertretern sagte Saito, daß der Gebanke an einen japantsch=russischen Krieg Phantasie sei. Wenn Japan mit Rußland Krieg führen würde, dann bedeute dies den Krieg mit allen anderen Nationen einschließlich Amerikas. Japan wolle aber nicht Selbstmord begehen. Präsident Roosevelt gegen Korruptionserscheinungen Präsident Roosevelt hak in den von der vorigen Regierung übernommenen Verwaltungsapparat energisch eingegriffen und am Freitag mit der„Säuberung des Hauses" begonnen, indem er sämtliche Verträge über die Beförderung von Inlandspost auf dem Luftwege kurzerhand aufhob mit der Begründung, es bestehe hinreichender Verdacht, daß Betrügereien und Bestechungen vorgekommen seien. Roosevelt hat den Kriegsminister angewiesen, einstweilen die Luftpost zu übernehmen. Ferner verlangte der Präsident vom Justizminister die sofortige Verfolgung aller Beamten und Firmen, die im Verdacht ständen, bei der Belieferung der Armee die Regierung betrogen zu haben. Schließlich sandte er dem Kongreß eine Botschaft, in der er schärfste Maßregeln gegen gewissenlose Börsenmakler und scharfe einschneidende Vorschriften sowohl für die Kundenberatung wie für die Spekulation in Wertpapieren, Getreide und Baumwolle fordert. Mehrere hohe Beamte der Regierung Hoover sind teils bereits angeklagt, teils zur Aeußerung aufgefordert worden. Lady Astor verursacht einen Zwischenfall im Unterhaus Lady Aftor, die bekannte engkische Abgeordnete, erregte einen Entrüstungsslurm im englischen Unterhaus durch die Behauptung. mehrere Abgeordnete empfingen Schmiergelder von den Alkohol=Produzenten, um gegen eine Verschärfung der Alkohol-Gesetzgebung zu stimmen. Erst nach eindringlicher Befragung durch den Vorsitzenden des Unterhauser gab die temperamentvolle Lady zu, daß sie keinen Abgeordneten mult Namen zu nennen wüßte. Zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall kam es am Freitag im englischen Unterhaus bei der Besprechung des Hotel= und Gaststättengesetzer. Das Gesetz gibt den Hotels und Gaststätten größere Freiheiten für den Ausschank alkoholischer Getränke. Die als energische Anhängerin der Enthaltsamkeitsbewegung bekannte konservative Abgeordnete Lady Astor schüttelte die Fäuste Pesbeciehtr un erich rter ordnete gegeben, deuen der englische Alkondel 2.000 Pfund angeboten habe, um seine Wünsche im Unterhaus zu vertreten. Man kenne Abgeordnete, die tatsächlich dafür eingetreten seien. Diese Worte riefen einen großen Entrüstungssturm hervor. Die Abgeordneten forderten Namensnennung. Als Lady Astor sich weigerte, erhob sich der Sprecher des Unterhauses und erklärte, daß sie schwere Beschuldigungen vorgebracht habe und Beweise beibringen müsse. Als Lady Astor hierauf in Verlegenheit geriet, wurde gefordert, daß sie sich entschuldigen solle oder daß ein Redeverbot gegen sie verfügt werde. Die Abgeordnete zog schließlich ihre Beschuldigungen zurück, worauf sich die Entrüstung in Gelächur verwandelte. Dolltuß hatte kein Glück Vergebliche Reise Schüllers nach London Allerlei aus Oesterreich Der Londoner Besuch des Sektionschefs der Handelsabteilung des österreichischen Außenministeriums, Dr. Schüller, ist nach einer Meldung des politischen Korrespondenten der„Financial News“ ohne handelspolitische Ergebnisse für Oesterreich verlaufen. Aus den Berichten seht hervor, daß Oesterreich anscheinend u. a. Erleichterungen für den Absatz von überschüssigem österreichischem Holz in England zu erhalten suchte. Nach englischer Meinung könnte sich aber ein solches Zugeständnis, obwohl es finanziell nicht sehr weitreichend sein würde, zu einem grozen grundsätzlichen Jugeständnis auswirken. In der gegenwärtigen Zeit der präzisen Handelsgeschäfte könne England nicht aus sentimentalen Gründen Zugeständnisse an ein Land machen, die es nicht nach Meistbegünstigungsgrundsätzen auf alle Länder gleicherweise ausdehnen könnte. In amtlichen Kreisen Englands werde die Ansicht, daß die Stellung von Dollfuß durch die Verweigjerung einer englischen Hilfe gefährdet sei und oas Problem des deutsch=österreichischen Anschlusses von neuem in den Vordergrund rücke, als zu„pessimistisch" bezeichnet. Es beständen keine Anzeichen dafür, daß die deutsche Regierung mehr erhoffe als ein wirtschaftliches Bündnis zwischen Oesterreich und Deutschland. England sei nicht bereit, irgendwelche wirtschaftlichen Schritte zu tun, die eine Einmischung in die österreichische Innenpolitik aus diesen oder jenen Gründen darstellen würden. Für den Augenblick müsse man die Aktion vor dem Völkerbunde abwarten. Ferner müsse England abwarten, was die Nachbarn Oesterreichs, besonders Italien, zur Erleichterung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Oesterreichs tun würden. In diesem Sinne werde Dr. Schüller In London Auftrag erhalten, an seine Regierung zu berichten. In diesem Zusammenhang schreibt der Korrespondent noch, ausländische Regierungen haben anscheinend gewisse Worte des Lord=Siegelbewahrers Eden im Unterhaus am vergangenen Dienstag dahin ausgelegt, daß sie mehr als eine Sympathie für Oesterreichs politische und wirtschaftliche Schwierigkeiten und sogar beinahe die Andeutung ausdrückten, daß England Oesterreich aktiv beispringen wollte. Falschmeldung des österreichischen Rundfunks Der drahtlose Dienst verbreitete Freitag abend im Deutschen Rundfunk folgende Nachricht: Der österreichische Rundfunk setzt mit überragender Hartnäckigkeit seine mehrfach gebrandmarkten Falschmeldungen über reichsdeutsche Verhältnisse fort. Vorgestern abend wurde behauptet, Gottfried Feder, einer der Verfechter des Gedankens der Brechung der Zinsknechtschaft, sei zu Studienzwecken nach Italien abgeschoben worden. Auch dem österreichischen Rundsunk=Nachrich tendienst sollte es nicht verborgen geblieben sein, daß Gottfried Feder seit dem 1. Juli vorigen Jahres Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium ist. Allerdings hat sich Gottfried Feder einen etwa acht= bis zehntägigen Urlaub gegönnt, den er in Italien verbrachte, wo er auch von Mussolini empfangen wurde. Aber das war im September des vorigen Jahres. Weiter behauptete der österreichische Rundfunk, die Mitarbeiter des Staatssekretärs Feder säßen im Konzentrationslager. Es sei festgestellt, daß auch dies nicht der Fall ist. Schließlich gibt der österreichische Rundfunk an, daß Dr. h. c. Wagener seit langem im Konzentrationslager säße. Dr. Wagener war niemals im Konzentrationslager und ist im übrigen aktiver Reichstagsabgeordneter und SA=Gruppenführer. Diese Beispiele dürften zur Kennzeichnung der moralischen und sachlichen Grundlage des österreichischen Rundfunk=Nachrichtendienstes genügen. Ein Bundeskommissar für das Land Wien— Ausschaltung der Wiener Landesregierung Der Polizeipräsident von Wien, Seidl, ist von der Regierung zum Bundeskommissar für das Land Wien ernannt worden. Seine Zuständigkeit beschränkt sich aber ausschließlich auf das Sicherheitswesen Wiens. Die Wiener Landes regierung hat damit mit der Führung der Sicherheitsangelegenheiten nichts mehr zu tun. Allgemein erblickt man darin einen ersten Schritt der Regierung zur Ausschaltung der sozialistischen Wiener Landesregierung. Gedankenaustausch Londons mit Paris und Rom über das österreichische„Dossier“ Wie das Reutersche Büro erfährt, hat die britische Regierung einen Gedankenaustausch über das österreichische„Dossier“ über die angeblichen deutschen Einmischungen in Oesterreich mit Paris und Rom aufgenommen. Der Kampf um die Durchführung des autoritären Regierungskurses In einem Ministerausschuß, dem Vizekanzler Fey, Justizminister Schuschnigg, Staatssekretär Gleißner und der Bundesführer Starhemberg angehören, fanden am Sonnabend Beratungen über die Maßnahmen zur Durchführung des autoritären Regierungskurses statt. Hierbei soll die direkte Unterstellung der Landeshauptleute unter die Kommandogehalt des Bundeskanzlers und die Einsetzung der von den Heimwehren geforderten„Länderausschüsse für die Verbindung zwischen der Bundesregierung und dem Volke“ behandelt worden sein. Die innerpolitischen Gegensätze über die Durchführung des neuen Regierungskurses treten immer schärfer zutage. Die cheistlich=soziale Parteileitung, der die meisten Landeshauptleute angehören, soll den Standpunkt vertreten, daß der geplante Umbau in den Ländern nur auf verassungsmäßigem Wege durchgeführt werden önne. Demgegenüber scheint die Regierung unter dem Einfluß der leitenden Heimwehrkreise entschlossen zu sein, die Neuregelung unter Ausschaltung des verfassungsmäßigen Weges durchzuführen. Der Standpunkt der Regierung kommt in einer Erklärung des Verfasungsministers Dr. Ender zum Ausdruck, der feststellt, das der Uebergang zum Ständestaat diktatorischseinmüsle. Die autoritäre Regierung habe allein das Recht, den Tag zu bestimmen, an dem die politischen Parteien zu verschwinden hätten. Diese Entscheidung liege allein bei Bundeskanzler Dollfuß. In der gleichen Richtung äußert sich die gesamte Regierungspresse. Den Landtagen soll nach den Plänen der Regierung nicht mehr die Möglichkeit gegeben werden, sich gegen den autorttären Kurs zu erklären. Die Betätigung der polittschen Parteien soll so eingeschränkt werden, daß den Abgeordneten die Ausübung ihrer parIn Külze Deutschland Mit dem 1. April d. J. wird für Japan ein deutscher Militärattachs ernannt werden. Für diese Stellung ist Oberstleutnant Ott in Aussicht genommen, der im vergangenen Jahr bereits mehrere Monate zur katserlich=japanischen Armee kommandiert war. Tschechoslowate Der Ministerpräsident hielt eine Ansprache im Rundsunk, in der er erklärte, daß man die Goldwährung beibehalten werde. lamentarischen Tätigkeit unmöglich gemacht wird. Eine unmittelbare Auflösung oder ein Verbot der politischen Parteien scheint jedoch angesichts des heftigen Widerstandes der leitenden christlichsozialen Parteikreise nicht in der Linie des neuen Regierungsprogrammes zu liegen. SPd.=Führer verhaftet Einer der bekanntesten sozialdemokratischen Führer, der Bürgermeister von Wiener Neustadt, Abgeordneter Püchler, Kreisführer des Republikanischen Schutzbundes im Südbahn=Gebiet, wurde am Sonnabend im Zusammenhang mit der polizeilichen Waffenrazzig wegen öffentlicher Gewalttätigkeit gegen einen Schutzkorpsmann verhaftet und dem Kreisgericht Wiener Neustadt eingeliefert. Goebbels spricht: Der Mann der Intendant, die Frau der Regisseur des Lebens Dr. Goebbels vor der Us-Frauenschaft Auf der Amtswalterinnentagung der RS Frauenschaft, die am Sonntagmittag im Preußenhaus stattfand, nahm der Großberliner Gauleiter, Reichsminister Dr. Goebbels, das Wort zu grundsätzlichen Ausführungen über die Frauenfrage. Dr. Goebbels bekannte sich erneut zu dem vor Jahren von ihm schon gebrauchten Bilde, daß der Mann der Intendant und die Frau der Regisseur des Lebens sei. Wenn der Mann dem Leben die großen Linien und Formen geben muß, so ist es Aufgabe der Frau, diese Linien= und Formgebung mit innerer Fülle, mit innerer Bereitschaft, mit Farbe zu erfüllen. Das ist durchaus keine Degradierung der Frau, keine Unterscheidung im Range. Es sind zwar artgemäße Differenzen festzustellen, aber keine leistungs= und rangmäßigen Differenzen. Schon die Verschied=nheit der Geschlechter, von der Natur aus gesehen, weist darauf hin, daß die Frau sich mehr für das Leben hinter den Wänden des Hauses, weniger aber für das Leben in der Oeffentlichkeit eignet. Wenn das Gebiet der Politik und des öffentlichen Lebens ein Vorrecht des Mannes ist, so gilt das auch für alle Mittel und Organisationsformen, mit denen das öffentliche Leben nach innen und außen gezeichnet wird: Heer und Wehrhaftigkeit, und weiter auch die unmittelbare Staatsgestaltung. Andererseits kommen der Frau alle Gebiete zu, die im wesentlichen auf Inhaltsgebung drängen und dafür bestimmt sind. Dazu gehört die innere Lebensgestaltung. Das, was der Mann mit Umrissen abgesteckt hat, erfüllt die Frau mit Dasein. Deshalb wird ihr als ureigenstes Gebiet die Familie gehören. In ihr ist sie souveräne Königin. Eine weitere Folgerung aus dieser Zielsetzung ist, daß der Frau als ureigenstes Gebiet auch die Fürsorge für das kommende Geschlecht gebührt. Sie braucht ihres Einflusses auf die Gestaltung des Lebens unseres Volkes sich nicht begeben, denn sie hat ja die Urquelle, die Möglichkeit, diesen Einfluß geltend zu machen dort, wo das Volk enteht, wo die unsterbliche Substanz eines Volkes am biegsamsten und einpräg samsten ist, und wo sie deshalb auch die beste Gelegenheit hat, ihre Sinnes= und Denkungsart, ihr Gefühl dem Volke von vornherein mit auf den Weg zu geben. Es gebührt ihr darum auch das Recht der Erziehung, und zwar in den Jahren, in denen eigentlich der Grund zu der Erziehung gelegt wird. Beansprucht in späteren Jahren der Mann den männlichen Nachwuchs für sich zur Erziehung, so kann die Frau das ruhig dem Mann überlassen, wenn sie die Jahre vorher das männliche Geschlecht in ihre Obhut genommen hat. Ich möchte mich von vornherein dagegen verwahren, daß in dieser Aufgabenabgrenzung ein Rangunterschied gesehen wird. Festgestellt werden soll und muß nur ein Artunterschied, der nicht von uns eingeführt worden, sondern in der Zweckmäßigkeit der Natur liegt. Vor ihm die Augen zu verschließen, hieße nichts anderes als an der einzigen Lösungamöglichkeit dieser Aufgaben überhaupt vorbeigehen. Und um so klarer man diese Abgrenzung vornimmt, um so schneller wird der Streit der Geschlechter einem Ende entgegengeführt. Je schärfer sich jedes Geschlecht auf seine eigenen Aufgabenkreise beschränkt, um so mehr wird es Kraft finden, sie auch wirklich zu erfüllen. Allein mit einer solchen Abgrenzung haben wir die Möglichkeit, die Gedankengänge auszuschalten, die von gegnerischer Seite in das Frauenleben hineingebracht worden sind. Da die natioWer ist gerüstel? Kriegsstärke und Betölkerung BEUTSCHEANE ENS KEAM K F ISCHESHO MO 500.00 Gesemtbevölkerurg 0 EinwobKriagsstärte Hann Unsere graphische Uebersicht zeigt die effektiven Heeresstärken der verschiedenen Länder im Verhöltute zu ihrer Gesamtbevölkerung. Besser als die Gegenüberstellung absoluler Zahlen zeigt dieser Schaubild die Unfinnigkeit der Rüslungsbestimmungen des per salller Vertrages. Während das Verhältnis der fron; zöstschen Kriegsstärke zur französischen Bevölkerung 1:10 beträgt, kommt in Deutschland erst en ein voll ausgebildeter und für den Ernsisell voll ausgerüfieten Seidet. Der größte Unterwasser=Tunnel Europas vor der Fertigstellung Japan 6 ernannt estleut r im vere zur kaswar. Bauarbeiten an dem Mersey-Tunnel zwischen Liverpool und Birkenhead in Westengland. Dieses Bauwerk, das den seit 1886 bestehenden Tunnel zwischen den beiden Städten erweltert und verbreitert, soll noch in diesem Jahre sertiggestellt und durch den englischen König eingeweihl werden. mit einer Länge von 5.5 Kilometern wird er den größten Unterwasser-Tunnel Europas darstellen. eschlecht ses auf die es sich nicht die Mögsachen dort, bliche Subnd einpräg je beste Geungsart, ihr nit auf den m auch das den Jahren, * Erziehung Jahren der ür sich zur ruhig dem vorher das genommen sagegen verrenzung ein gestellt wersen, sondern gt. Vor ihm hts anderes, hkeit dieser Und um### mmt, um so echter einem auf seine lt, um so h wirklich g haben wir auszuschaldas Frauenda die natioVerhöltnts eo Schaubild tis der fronnalsozialistische Bewegung noch nicht genügend Zeit gehabt hat, auf dem Gebiete des Frauenlebens eine endgültige Lösung zu schaffen, hat es eine feindliche Gedankenwelt versucht, hier in die Bewegung einzubrechen. Alle die Einwände, die man früher von feindlicher Seite aus übelwollenden Gründen vorbrachte, haben ein neues Gesicht angelegt und erscheinen heute in der eigenen Bewegung als nationalsozialistische. Hier sehe ich die unmittelbare Gefahr und andererseits die Notwendigkeit, auf diesem Gebiete so schnell wie möglich zu einer Lösung zu kommen. Wir müssen uns auf das erbittertste gegen die Unterstellung verwahren, daß wir der Frau etwas vorenthalten wollten, was ihr eigentlich gehöre, daß wir an sich der Frau feindlich gegenüberständen, daß wir die Absicht hätten, die Frau überhaupt aus dem öffentlichen Leben und aus den Berufen herauszudrängen und sie bann zu einem Lebewesen zweiter Klasse zu degradieren. Wenn wir die Frau aus den Gebieten des öffentlichen Lebens ausschalten, so nicht, weil wir sie entehren wollten, sondern weil wir ihr ihre eigentliche Ehre zurückgeben möchten. (Lebhafter Beifall.) Denn wir sehen nicht den Ausdruck höherer Frauenehre darin, daß die Frau sich mit dem Mann auf männlichen Gebieten mißt, sondern darin, daß das große Gebiet des Frauenlebens in Idealkonkurrenz tritt zu dem des Männerlebens.(Erneuter Beifall.) Das soll nun nicht besagen, daß wir die Frauen aus den Berufen drängen wollten; das würde zu den katastrophalsten menschlichen und politisch=wirtschaftlichen Folgen führen. Schon im Jahre 1932 hat der Führer zum Ausdruck gebracht, daß die Frau von jeher uscht nur die Geschlechts=, sondern auch die Arbeitsgenossin des Mannes ist. Wesentlich ist dabei der Mut zu der Erkenntnis, daß sich die Arbeitsgebiete an sich veränbert haben, und daß deshalb auch der Frau heute ganz andere Arbeitsgebiete zugewiesen werden müssen. Wenn heute unmoderne reaktionäre Menschen erklären, die Frau gehöre nicht in die Büros und die Aemter und in die sozialen Fürsorgestätten hinein, denn das sei ja auch früher nicht der Fall gewesen, so krankt diese Beweisführung an einem Irrtum. Es hat eben früher Büros und soziale Fürsorgestätten in diesem Sinne nicht gegeben. Ebenso gut könnte man ja den Mann von seinen Arbeitsplätzen verdrängen, an denen er früher nicht gesessen hat, weil es sle eben noch nicht gab. Der vornehmste und höchste Beruf der Frau ist immer noch der der Frau und Mutter, und es würde das unausdenkbarste Unglück sein, wenn wir uns je von diesem Standpunkt entfernen ließen. Der wahre Mann weiß immer, was er der Frau zu verdanken hat, und er wird, se mehr ihm die Frau neidlos sein Gebiet überläßt, um so schärfer darüber wachen, daß der Frau ihre eigenen Gebiete auch vorbehalten bleiben. Und macht die Frau dem Manne die großen Gesetze des Lebens streitig, so ergibt das den kleinen Haustyrannen, der aus Wut und Verärgerung, daß ihm von der Frau Konkurrenz gemacht wird, sein Mütchen an der Frau im Familienleben zu kühlen sucht.(Heiterkeit.) Solche Uebel sind nur durch klare Abgrenzung abzustellen. Will aber die Frau dem Manne auf jedem Gebiet gleich sein, so wird der Mann auf seinen Gebieten ihr als einer Konkurrentin mit Kampf begegnen und nicht aus lauter Großmut ihr Platz machen. Dadurch, daß der Mann die großen Gebiete des Lebens für sich reserviert, übernimmt er Vexpflichtungen, die er dann auch großzügig und mit innerer Hingabe erfüllen wird. Er wird die Verpflichtung übernehmen, der Frau im Berufsleben seinen Schutz zu leihen. Er wird niemals eine Hand dazu bieten, die natürliche Schwäche der Frau überhaupt auszunützen, sond ern er wird diese Schwäche mit Großmut und m ritterlicher Lülsbereitschaft beantworten. Er wiec dann auch kicht die Frau als ein Wesen auffassen, das seiner beliebigen sachlichen oder unsachlichen Kritik unterliegt. Nichts ist unausstehlicher, arroganter und frecher, als wenn bestimmte Männer versuchen, dur Frau ihre Moral vorzusetzen, Männer, die sich andererseits wild dagegen wehren, daß die Frau dem Manne Gesetze aufgibt. Es ist eine moralinfaure Methode, nur der Frau vorschreiben zu wollen, was sie durchzuführen hätte, und dabei die Wahrheit des Goethewortes zu vergessen:„Willst Du genau erfahren, was sich ziemt, so frage nur bei edlen Frauen an.“ Dieselben Männer, die der Frau die kleinlichsten und schikanöfesten Vorschriften machen, nehmen das für sich mindestens nicht so sehr genau.(Lebhafte Zustimmung.) Diese Mucker nehmen es der Frau übel, wenn sie sich anständig kleidet, was sie ja im allgemeinen nicht für ihre Freundin tut. Es ist undankbar von einem Mann, der Frau übel zu nehmen, daß sie dem Manne zu gefallen sucht.(Heiterkeit.) Diese Sittlichkeitsapostel nehmen sich das Recht heraus, über alles und jedes aus dem Frauenleben ihr unmaßgebliches Urteil zu fällen. Sie rauchen selbst 20, 30 oder 40 Zigaretten m Tage, kleben ober in den Restaurants Plakate an: Die deutsche Frau raucht nicht. Ob eine deutsche Frau raucht, ist ihre Sache. Ich kann mir vorstellen, daß unter den Frauen der Grundsatz sich durchsetzt: Wir rauchen nicht!(Lebhafte Zustimmung.) Aber der Mann hat nicht das Recht, der Frau das vorzuschreiben. Mit demselben Recht könnete die Frau in den Restaurants die Sittlichkeitsregel anschlagen: Der beutsche Mann trinkt nicht! Das hat nichts mit der allmählichen Schaffung eines neuen Frauendeals zu tun. Es handelt sich hier um Grundsätze. Unsere Frauenbewegung hat eine starke Moral wiederherzustellen, andererseite aber auch die Aufgabe, sich dagegen zu verwahren, daß sie gleichgesetzt wird mit Muckertum und Moralschnüffelei. Ein Versuch, der Frau ihre Rechte zu nehmen, wird zwar nicht mit Kämpfen, aber mit steigender Ablehnung belohnt. Deshalb sehe ich die erste Aufgabe unserer Frauenbewegung darin, ein Organisationsgefüge zu schaffen, indem sich das Frauenseben entwickeln kann, um dann im ganz großen Rahmen Gesetze und Vorrechte aufzustellen, die der Frau gebühren, und die sie sich niemals nehmen lassen darf. Schon heute empfindet bald jeder die Frau als Mutter verehrungswürdig, und es sieht jeder in der Mutter ein Unterpfand für die Verewigung seines Volkes. Er hat das Empfinden, daß die Frau auf ihrem Gebiete eine Schlacht schlägt genau so wie er auf seinem. Wenn die Frau sich auf ihre ureigensten Gebiete bewußt und konsequent zurückzöge, würde sie in kurzer Zeit die sonveräne anonyme Beherrscherin des Lebens unseres Volkes sein. Der Mann würde ihrer Art und ihrem persönlichen Dasein seinen Schutz verleihen, er würde auch die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen erkämpfen, die notwendig sind, um der Mutterschaft wieder einen Sinn zu geben. Das ist dann der Weg zu einem neuen Frauen= und Familienideal. Zwar gibt es da noch keine endgültigen Meinungen. Es gibt nur Variationen über ein Chema, persönliche Ansichten, vermischt mit gesundem Menschenverstand und Erfahrungen aus dem täglichen Leben. Wir müssen eine Frauenbewegung haben, die weder muffig noch hypermodern ist, (Lebhafter Beisall), die ernsthaft den Versuch macht, ein modernes Leben modern zu meistern. So mie wir ohne viele Worte in unserer Arbeit das neue Mannerideal geschaffen haben, wird sich auch aus einer neuen Frauenbewegung, die wieder ihre Tugenden herausstellt, ein neues Frauenideal ergeben. Bis dahin wird noch viel Arbeit nötig sein, aber keine Aufgabe ist zu groß, als daß man sie nicht anzufangen brauchte. Unter lebhafter Zustimmung gab Dr. Goebbels den Frauen zum Schluß die Mahnung auf den Weg. sich davor zu hüten, daß diese Bewegung ein spießerhaftes Getreibe werde Hüten Sie sich davor, so sagte er. Grundsätze zu verfechten, die mit dem modernen Leben nicht in Uebereinstimmung zu bringen sind. Der Mann stellt sich unter einer Frauenbewegung etwas anderes vor als einen Verein von weiblichen Spießern Dann erst wird die Frauenbewegung ihre eigentliche Mission zu erfüllen beginnen, wenn der männliche Nationalsozialist neen Ideal in ihr sieht. Sie werden damit vor die Lösung ungeheuer großer moderner Aufgaben gestellt Hat die Frau erst wieder den Willen zur Familie, so wird auch die Möglichkeit zur Familie geschaffen werden Und ist das der Fall so wird die Frau auch wieder ihr eigentliches Glück in der Fumilie und m Kinde finden. Am Ende ist doch das Kind das Unterpsand der Unsterblichkeit unseres Volkes! (Langanhaltender stürmischer Veifall.) Dem Film ein deutsches Gesicht Dr. Goebbels über die Aufgaben in der Filmindustrie Reichsminister Dr. Goebbels hielt vor den Filmschaffenden eine Ansprache, in der er unter anderem ausführte: Es ist jetzt nahezu ein Jahr her, daß ich das erste Mal in amtlicher Eigenschaft vor den deutschen Filmschaffenden sprach. Ich konnte damals noch nicht viel an Leistungen aufweisen, denn die primärste Arbeit, die uns bevorstand, beruhte vorerst im Regativen, d. h., wir mußten vorerst all die Schäden abstellen, die sich im öffentlichen Leben in den vergangenen 14 Jahren gezeigt hatten. Der deutsche Film ist heute allmählich wieder auf der aufsteigenden Linie. Wir sind der Ueberzeugung, daß der Film eines der modernsten und weitreichendsten Mittel zur Beeinflussung der Massen ist, die es überhaupt gibt. Eine Regierung darf deshalb den Film sich nicht selbst überlassen. Lassen Sie mich einen kurzen Rückblick auf das werfen, was wir im Jahre 1933 auf dem Gebiete des Films übernommen haben. Die Produktion befand sich in einer heillosen Verfahrenheit. Dazu kam eine heillose Desorganisation und eine Fehlleitung von Kapital, die einem die Haare zu Berge trieb. Die Folge davon war Mutlosigkeit allenthalben. Unterdes zeigte sich auch allgemach, daß ein wirklich führender Kopf auf dem Gebiete des deutschen Films nicht zu verzeichnen war. Das Geschäft war die Hauptsache. Die Kassen mußten voll werden. Die Geldgeber mußten bei Laune gehalten werden. Unterdes aber hatte das Publikum nach vier Jahren Krieg in der Zeit von zwölf Jahren noch soviel Charakter besessen, ein System geistig zu überrennen und sich zu einer Bewegung zu bekennen, die weder Geld noch öffentliche Geltung besaß, sondern nur Idealismus. Diese verzweifelte Situation auf dem Produktionsmarkt wirkte sich naturgemäß auf die Finanzen des Films aus. Geld wurde nur für Kitsch gegeben, weil man meinte. Kitsch würde sich am besten rentieren. Man war im Begriff, den Film überhaupt als Kunstgattung zu vernichten und ihn zu einem bloßen Amüsement herabzuwürdigen. Je mehr nun diese akute Gefahr heraufzog, um so schleuniger zog sich das Kapital zurück Man suchte die Gefahr zu überwinden durch grotesk übersteigerte Monstre=Filme, die sich garnicht rentieren konnten. Daraufhin ließ man überhaupt vom Experiment ab. Man wollte nur Filme, die an sich ganz sicher und stabil waren, Militärfilme und Unterhaltungsfilme und kitschige Operetten. Von dieser Art Kunst hatte sich das anständige deutsche Publikum längst zurückgezogen. Es flüchtete in die Versammlungen, wo man seine Not verstand. Dort gab es Erfüllung seiner Sehn#ucht Dort hatte es Ziele, Ideale. Als wir die Macht übernahmen, saßen die Regisseure in den leeren Filmateliers. Sie hatten kein Geld mehr. Sie hatten kein Publikum mehr. Die ganze künstlerische Welt war im Begriff, vor diesem Zusammenbruch zu kapitulieren. Diese Erbschaft übernahmen wir. Das wichtigste, was vorab gelöst werden mußte, war die Frage der Organisation. Aus diesem Grunde haben wir alle an der Filmwirtschaft Beteiligten in einer großen Gesamtorganisation zusammengefaßt.= Die zweite Folgerung, die wir ziehen mußten, war die Ausschaltung der Juden. Das mag hier und da zu einer menschlichen Tragödie führen. Das kann uns aber so leicht nicht berühren, da in den vergangenen 14 Jahren auch manche menschliche Tragödie zu verzeichnen war, die in dem Falle aber nicht die Juden, sondern uns betraf. Damit war schon jungen deutschen Talenten wenigstens der Weg freigemacht, sich zu bewegen. Die Ateliers füllten sich nun wieder mit Leben. Da wir nicht annehmen konnten, daß der private Kapitalmarkt sofort einspringen würde, haben wir einen staatlich subventionierten und beaufsichtigten Kapttalmarkt geschaffen, immer in der geheimen Hoffnung, die uns später nicht betrogen hat: Wenn das einmal im Gange ist und der private Kapitalmarkt irgendeine Verdienstmöglichkeit wittert, dann kommt er wieder. Ausschlaggebend ist, daß wir die Sicherheit der Anlagen garantieren. Wir haben allmählich auch wieder das künstlerische Vertrauen der Welt in den deutschen Film zurückgebracht, vor allem weil wir immer von vornherein künstlerische Gesichtspunkte vertreten haben. Heute wird jeder ehrliche Künstler von Rang und Namen wieder bereit sein, von der Bühne auf die Leinwand zurückzukommen. Ich habe hier und da schon den Versuch unternommen, auch auf die Kritik einen günstigen Einfluß auszuüben. Ein Kritiker allerdings, der auf dem Gebiete irgendeiner Kunstgattung garnichts geleistet hat, hat nicht das Recht, so von oben herab jede künstlerische Leistung herunterzureißen. Auf der anderen Seite wünschen wir aber eine redliche und positive Kritik vor allem auf dem Gebiete des künstlerischen Lebens. Was die Stoffe selbst anlangt, so weiß ich sehr wohl, daß es hier noch sehr im argen liegt. Ich gebe zu, daß kurz nach unserer Machtübernahme viele Firmen die redliche Absicht gehabt huben, im Geiste der Zeit Filme zu schaffen. Daß diese Absicht mißlang, laa nicht an uns, sondern an den Verfertigern des Films. Es wurde meistens nur ein ganz äußerliches Abschreiben von Symbolen und Gebräuchen. Wichtig ist es vor allem, daß die deutsche Filmproduktion nun endgültig lernt, daß der Grundton ihrer Arbeit nicht auf dem Verdienst, sondern auf dem Dienst liegt. Daß dann dieser Dienst wie jeder im Leben auch Anspruch auf den Verdienst hat, versteht sich von selbst. Bringt aber ein Film mehr ein, als zu seiner Rentabilität nötig ist, dann kann man den Ueberschuß für gefährliche Experimente benutzen Wenn ich die Ueberzeugung habe, daß hinter einem Film eine ehrliche künstlerische Gesinnung steht, werde ich ihn beschützen. Ich muß nur verlangen, daß er nicht gegen die elementarsten Lebensund Sittengesetze verstößt. Ich verlange aber nicht, daß ein Film mit nationalsozialistischen Parademärschen anfängt und aufhört. Aber auch für die Produktion gilt der Grundsatz, daß auf dem Gebiete des Films nirgendwo, auch nicht auf der geschäftlichen Seite, ein Mensch tätig sein kann, der bar jedes künstlerischen Empfindens ist. Im Film hat ein reiner Geschäftemacher nichts zu tun! Für die Finanzierung werden wir mutig dieen Wege wetter beschreiten, die wir schon einmal eingeschlagen haben; wo es an Privatkapital gebricht, da werden wir staatlicherseits eingreifen und werden eine Regulierung des ganzen Kapitalwesens des deutschen Films finden, die am Ende jede schwere Erschütterung von vornherein ausschließt. Ich bin seit einiger Zeit mit dem Herrn Reichsfinanzminister in Verhandlungen, und ich glaube heute schon mitteilen zu dürfen, daß bei der in ganz kurzer Zeit in Vollzug kommenden großen Reichssteuerreform die Lustbarkeitssteuer für den Film überhaupt abgeschafft wird. Damit, glaube ich. tun wir wieder einen wichtigen Schritt auf dem Wege der Konsolidierung des deutschen Films. Wir verlangen, daß die deutsche Filmwelt denselben Gesetzen gehorcht, denen sonst in Deutschland jeder gehorcht. Diese Grundsätze sind unantastbar, und niemals wird ein nationalsozialistisches Regime dulden können, daß dieses Gesetz je verletzt wird. Aber im Nahmen der nationalen Lebensgesetze haben Sie eine Entwicklungsmöglichkeit. Ich möchte mich gegen die Unterstellung verwahren, wir hätten die Absicht, den Film nationalsozialistisch=programmatisch umzufälschen. Wir haben die Absicht. dem Film ein deutsches Gesicht zu geben, wir wollen auch nicht, daß der Nationalsozialismus durch die Auswahl des Stoffes zur Darstellung kommt, sondern durch die Gestaltung des Stoffes. Ich bin der Ueberzeugung, der deutsche Film wird nicht die Welt dadurch erobern, daß er möglichst verwaschen und farblos sein wird. Der deutsche Film wird einmal die Welt erobern, wenn er wieder als deutscher Film auftritt, wenn er untere Wesensart, unsere Eigenheit, unseren Charakter, unsere Tugenden und, wenn Sie wollen, auch unsere Schwächen wieder zur Darstellung bringt. Dann wird der Film das eigene Volk und auch die Welt erobern und wird auch dem Volke wieder künstlerische Geltung in den anderen Staaten zurückgewinnen, dann nämlich, wenn das unsterbliche Deutschland wieder über die Leinwand marschiert.(Stürmischer Beifall.) Empfang bei Dr. Goebbels Im Anschluß an den Vortrag des Reichsministers fand in den Festräumen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Pronaganda ein Empfang statt, zu dem etwa 200 Gäste, in der Hauptsache von Bühne und Film, geladen waren. Reichsminister Dr. Goebbels konnte u. a. begrüßen: Werner Kraus, Emil Jannings, Theodor Loos, Willi Fritsch, Jakob Tiedtke. Eugen Rex, Hans Brausewetter, ferner den Dichter Hans Kyser, Generalmusikdirektor Dr. Wilhelm Furtwängler, von der Ufa Generaldirektor Klitzsch und Direktor Correll, den neuen Reichsfilmdramaturgen Willi Krause, Harry Piel, Raloh Arthur Roberts, Olga Tschechowe. ma Ein Schiff mit 119 Personen vermißt Nach Meldungen aus Gorontalo(Norde b e s eelebes) wird das mit 119 Personen besetzte Motorschiff„Dena=Oena“ seit einigen Tagen vermißt. Das Schiff hatte im Golf von Tomini einen Maschinenschaden erlitten. Man vermutet, daß er auf das offene Meer hinausgetrieben worden ist. Ein Regierungsdamp. fer stellt die Nachforschungen nach dem Verbleib des Schiffes an. 21 Todesopfer der Kälte in Amerika Die ungewöhnliche Kältewelle, die ganz Nordamerika heimsucht, hat bereits 21 Todesopfer Zwel Todesurtelle wegen Kindesmord Der 20jährige Melker Paul Krüger wurde vom egericht in Re“ gefordert. Infolge des außergewöhnlich strengen Frostes hat sich auf dem Hubson eine Eisdecke gebildet. Die„Bengaria“, die mit einer Goldladung aus Europa am Freitag vor Newyork eintraf, konnte erst nach mehrstündigem Warten in den Hafen einlaufen, nachdem Eisbrecher und Schleppdampfer eine Fahrrinne durch das Eis gebrochen hatten. Schwurgericht in Rostock wegen Kindesmord zum Tode verurtellt. Ein zweites Todesurteil wurde gegen den 24jährigen Motorschlosser Walter Kroll wegen Anstiftung zum Morde ausgesprochen. Kroll war ein Kind, das er von seiner früheren Verlobten hatte, lästig geworden. Er hatte deshalb den Krüger veranlaßt, das Kind im Bett zu erwürgen. Das Hausmädchen Grete Albrecht Melker“ und der: Melker Gustav Splettstößer wurden wegen Begünstigung zum Morde zu drei bezw. sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Ein weiterer Angeklagter wurde freigesprochen. Geständige Mörder Der Mädchenmord bei Birkungen im Eichsfeld hat eine überraschende Aufklärung gefunden. Der Junglehrer Robert Ttschbein aus Gernrode, der unter dringendem Tatverdacht verhaftet wurde, hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Verhaftete gab zu, am Sonntagabend mit der Ermordeten einen Spaziergang unternommen zu haben. Unterwegs kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf der Verhaftete die Waffe gegen seine Begleiterin richtete und diese auf der Stelle tötete. eber die Beweggründe zu der Tat verlautet, daß Tischbein sein Verhältnts zu Tom Mühlhaus lösen wollte, da er anderweitig verlobt war. Aus Glogau wird berichtet: Durch das Geständnis des Landwirts Walter hat das rätselhafte Verschwinden der Frau Hedwig Walter vor 14 Jahren und das Auffinden von Knochen resten im Stall des Landwirts Walter in Sed schin seine Aufklärung gefunden. Walter ließ sich am Freitag dem Untersuchungsrichter vorführen und legte ein volles Geständnis ab. Er gab an, am 4. Januar 1920 seine Frau erdrosselt und im Stall vergraben zu haben. Auf dieses Geständnis hin wurde im Beisein Walters eine Nachgrabung vorgenommen und das Skelett der ermordeten Frau im Pferdestall in einem Meter Tiefe vergraben gefunden. Bei der Auffindung des Skeletts hat Walter sein Geständnis wiederholt. Max Sklarek gestorben Berlin, 12. Fehr. Aus Berlin kommt die Me dung, Max Sklarek, der älteste der 3 Brüder## dem bekannten Skandal, sei am vergangen# Dienstag einem Herzleiden erlegen. Wie erinners ist, wurde Max Sklarek bereits seinerzeit weg dieses Leidens, das ihn nicht vernehmungsjäß machte, vor Gericht nicht zur Verantwortung gezoge Wattandienst Die Temperatur in Gevelsberg betrug heu morgen 8 Uhr 4 Grad C., heute mittag 1 Uhr Grad C. Voraussage: Trübe, aber wahrschinlich troge Hauptschriftleiter und verantwortlich für den gesaz ten redaktionellen Inhalt: Günther Gedar, Anzeigen und Reklamen: Hugo Hesterberg, Rotationsdruck und Verlag: Phil. Baltin; sämtl. in Gevelsberg.— D.A. I. 34. 2948. Der Herr ist mein Samstag morgen 3¾ Uhr entschliel sanft und gottergeben, nach 40-jähr. Ehe, mein lieber Mann. unser strebsamer Vater, Schwiegervater, Grolvater, Bruder und Onkel Gustav Drewe im 66. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Frau Lina Drewe u. Kinder. Gevelsberg, W.-Elberfeld, Düsseldorf, Altenvoerde, den 18. Februar 1934. Die Beerdigung Hndet Dienstag, den 13. Februar. nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Dörnenstr. 5 auls, zu städt. Priedhof statt.— Trauerteier ½ Stunde vorher. Eintritt frei! Kostproben gratis! Einladung! Reine Damen— Meine Herren kommen Sie gemeinsam Dienstag, den 13. Februar, um 16 und 20 Uhr, zum Gasthof Eduard Rosendahl, Gevelsberg, zu den praktischen Vorführungen des * Immerbrand 44 der billigsten Feuerung der Welt. Gleichzeitig Vorführung des neuesten viel Andreashof urgemütlicher karnevalistischer Familienabend Der große Erfolg! Die theinische Stimmungskanone Willi Krusenbaum sorgt für Humor! ist derletste Jon! 9 Die Musik soeitererkbngen muss-eme neu Raste. aufgelegt, Die alte wwpiederhatt wwenden! Di. goare Ilatte natürtich-spiekt länger!.A##### brm Rauchen bietet die Vgarette wwer töngeren(om die m dicken runden Lroussormat ein 2o rreichliche: Alass edelsten Jabaks birgt ooie JOSMAN6—3! Das Grossformat verlängert den Genu## in an Abesegn-Psarcrer cruin ORIENTALISCHE CICARETTEN COMPACNIE„YOSMA, C·M-B-H· BREMEN Gaststätte Teleson 8811. Kleinanzeigen 1 2 gchören in die m nen 20=jähr. Sohn Arbeit als oder andere Erbeit. dieser Zeitung. zu mieten gesucht. Angebote unter N. N. 704 die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Wir haben aßgeschlessene Stadtthealer Hagen. Nr. in unserem Hause an der Drehbank(früher Vereinigte Eisenhandlungen zu vermieten). Schürbof& Co., S. m. d. L., Gevelsberg. Montag, 12. Fedr., Anfang 20 Uhl, — 11(0.60 im Neubau, zum 1. März zu vermieten. Zu enfr. in der Goschsstag. Ende ca. 22¼ Uhr, A l. bis 3.00)„Das Konzert".(Lusts. Dienstag, 18. Febr., Anfang Uhr, Ende ca. 22¼ Uhr, B! (0.60—3.00)„Das Konzer!“(Lustspiel). littwoch, 14. Fehr. Anfang Uhr, Ende ca. 23½ Uhr, C. ½ 9—150), Dder Oosenlatel En Es der seit und Zu und Ihr und Sie ine sie und Das das der keine Es: Bein dem müh ten aufg zure Fest grof vom Sche Mut Mit ist Der Fest wol auf Montag, 12. Februar 1934 Nr. 36 2. Blatt 37. Fahrgang Gevelsberger Zeitung Ennepe Rufsbret: In Köln geht's rund Der Höhepunkt des eheinischen Karnevals erreicht rug heu g 1 Uhr ch trocke: den gesan da eberg. n: Hämille söne abnung. 250 an i Zeitung. wlche Ehonl! Gevelsberg, den 12. Febr. 1984. Jungvolk marschiert Es ist, als ob die Straßen heller wären; der Rauch der Schlote ist nicht mehr so grau seit unsre Kinder wieder lachen dürfen, und wo sie spielen ist der Himmel blau. Zu drei'n marschieren sie und schlagen große Trommeln, und Fahnen wehen über ihrem Schritt. Ihr Lied ist Zukunft, Ruf und Kommen, und wenn sie gehn, gehn unsre Herzen mit. Sie wissen nicht, was diese Herzen drückte in einer Zeit, die sehr voll Müdigkeit und Zweifel war, sie wissen nur, daß ihre Zukunft freier und heller sein wird, als je eine Zukunft war. Das singt ihr Lied, das klingt aus ihrem Schreiten, das schreit der Himmel, dessen Grau verweht, das schreit ihr Auge, das voll Leuchten durch diese Straßen voller Zukunft Erich Grisar. Sammlung der H3. vom 11. bis zum 25. Jebr. 1934. Oberbann Industrie=Gebiet Im Kampfe gegen Hunger und Kälte hat unsere Jugend bisher in den vordersten Reihen gestanden. Nun soll auch die Arbeit unserer Jugend ihre Anerkennung finden. Die Volksgemeinschaft soll zeigen, daß ihre Pflicht gegenüber der Jugend eine der vornehmsten ist. Da dem W. H. W. vorerst die Mittel für den Plan der HJ. fehlen, müssen wir diese Mittel durch eine Sammlung hereinholen. Wir wollen unsere Jugend, die in dem Milieu der Großstadt ausgewachsen ist, aus diese herausbringen und für sie Erhelungsstätten in Gattes freier Natur schaffen. Für den Aufenthalt müssen Kameradschaftszelte angeschafft werden, um Zeltläger größeren Ausmaßes errichten zu können. Um diesen Plan durchführen zu können, veranstaltet die HJ. im Oberbann Industriegebiet im Einvernehmen mit der Gauführung des WHW. Westsalen=Süd in der Zeit vom 11. bis 25. Febr. 34 Haus= und Straßensammlungen. Im Rahmen des Winterhilfswerks gilt es, in den nächsten 14 Tagen eine neue Pflicht und zwar eine der größten und vornehmsten für unsere deutsche Jugend zu erfüllen. Abwanderung deutscher Betriebe nach dem Auslande In letzter Zeit häufen sich die Anträge auf Freigabe von Vermögenswerten zwecks Errichtung von Zweigniederlassungen im Auslande, Vergrößerung solcher bereits bestehender Betriebe oder Beteiligung an ausländischen Firmen. Hiermit ist die Gefahr einer Verlegung des wirtschaftlichen Schwergewichts in das Ausland oder der Abwanderung des inländischen Betriebs nach dem Ausland unter gleichzelliger oder späterer Stillegung in erhöhtem Maße gegeben. Um die damit verbundenen Schädigungen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes zu vermelden, ist angeordnet worden, daß künftig bei derartigen Anträgen, sosern es sich nicht um Aufwendungen von geringem Umsange handelt, mit der Industrie= und Handelskammer auch der örtlich zuständige Treuhänder der Arbeit gutachtlich zu hören ist. Diese Anordnung gilt besonders auch bei Anträgen auf Errichtung von Montagewerkstätten im Auslande, die, auch wenn in ihnen lediglich aus dem deutschen Wirtschaftsgebiet bezogene Teile zusammengesetzt werden sollen, in jedem Falle den Reichowirtschaftsminister zur Entscheidung vorzulegen sind. Köln. Kölle drei Dag jeck! Diese Parole hatte der Bürgerausschuß für den Kölner Karneval zum diesjährigen Faschingstreiben ausgegebe#. Sie wurde von den Bewohnern der Domstadt treu befolgt. Schon am Samstagabend, als ein „Geisterzue“ zum Rathaus die Narrenzeit offiziell eröffnete und Oberblirgermeister Dr. Riesen dem Prinzen Karneval für das Jahr 1934, Rechtsanwalt Eugen Boden, die Geschicke der Stadt traditionsgemäß bis zum Aschermittwoch übertrug, setzte das frohe Treiben ein. Nicht nur die großen Ballsäle konnten über Massenbetrieb berichten, auch die kleineren Gasthäuser hatten ein gutes Geschäft... und auf den Straßen stellte man das echte Kölner Fastnachtstreiben fest. Die Samstagnacht, wohl fün die meisten Kölner zum Tag geworden, leitete zum ersten Höhepunkt des Kölner Karnevals 1933=34 über. Am Sonntag pilgerte aus den Kölner Vororten alles zur Innenstadt, um hier den wirklichen Volkskarneval miterleben zu können. Bereits in den frühen Morgenstunden zogen die ersten Gruppen Maskierter durch die Straßen der Stadt. Am Nachmittag steigerte sich die Zahl der Umtriebe. Urechtes köllnisches Fachtnachtstreiben zu offenbaren war der leitende Gedanke aller Zugteilnehmer, und dieses auszuführen, gelang ihnen ausgezeichnet. Verständlich daher, daß Zugteilnehmer und andere Straßenpilger durch ihre komisch wirkenden Kostümierungen Interesse erregten. Dieser Auftakt zum diesjährigen Kölner Faingstreiben läßt für den Rosenmontag, der mit tlichen Höhepunkt Steigerung erwarten. Denn daß die Kölner gern dabei sind, um drei tolle Tage auszunutzen, ist nicht nur im Rheinland bekannt. Darum ist auch im diesjährigen Kampf gegen Muckertum und Griesgram ein durchschlagender Erfolg zu erwarten. Die Kölner Stadtverwaltung und einzelne Betriebe zeigten für die Karnevalstage großes Verständnis, indem sie ihren Angestellten und Arbeitern ein bis zwei Tage Freizeit gewährten. schingstreiben läßt für den Rosenmon dem Riesenzug den eigentlichen bringt, eine vielversprechende Steiger Karneval aus alter Zeit Oben. Berliner Faschingsmasken zu Beginn des 19. Jahrhunderts.— Unten: Karnevals-Umzug in Venedig Anno 1597. Die Zeit zwischen dem Dreikönigstag und Aschermitt woch regiert nach altem Brauch Prinz Karneval. Lusliges Treiben herrscht in den Sälen und schließlich auch auf den Straßen, und die Nenschen zlehen sich die bunlesten Kostüme und Masken an, um das erusle Ich einmal zu vergessen und für kurze Stunden der heitere Andere zu sein. Ein eigen= und einzigartiges westfälisches Fest Das Höntroper„Gänsereitertest“ von Reinhold Grasreiner, Pfleger für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer. „Vor einigen Tagen, am 19. Februar, wurde in der Nähe ein Volksfest gefeiert, von welchem ich keinen anderen Namen kenne als das Gansreiten. wird dabei nämlich eine Gans lebendig an den Beinen aufgehängt und zwar so hoch, daß ein auf dem Pferd sitzender Mensch den Kopf derselben nur mühsam mit der Hand erreichen kann. Hierauf reiten die Teilhaber des Festes im Galopp unter der aufgehängten Gans hin und suchen ihr den Kopf absureißen. Wem dies gelingt, der hat den Preis des Festes errungen. Die melsten aber purzein, zur großen Belustigung der Zuschauer, beim Versuche vom Pferde herunter. Nach Beendigung dieses Schauspiels beginnt dann der Tanz und Schmaus.“ So berichtete der„Westfällsche Anzeiger“(Dortmund) in seiner Nummer 19 des Jahrganges 1822. Mit dem Ort, wo das Gänsereiterfest gefeiert wurhe, s1 Höntrop(Wattenscheld) an der uralten Heer= und Verkehrsstraße„Helweg“ gemeint. Ueber Alter und Ursprung dieses eigenartigen Festes gehen die Ansichten auscinander. Die einen vollen es auf reiigiös=mythologischen, die anderen auf historischen Ursprung zurückführen. Es läßt sich aber fast mit Sicherheit nach einem Gemälde von Bol(1611—1681), Schüler Rembrandts) annehmen, daß es von den Spaniern im spanisch=niederländischen Krieg(1568—1648) aus ihrem Heimatlande nach den Niederlanden und von da aus an den Helweg verpflanzt wurde. Auf alle Fälle aber weist das Fest auf längstvergangene Zeiten zurück. Zeitlich fällt das Fest in unserer Zeit mit Karneval, dem„Rosenmontag"“ zusammen. Ob dieses zeitliche Zusammentressen von Ansang an in Hönirop bestand, ist mehr als zweiselhaft. Hin und wieder traten auch jahrelange Unterbrechungen des Festas ein, immer aber wurde es dann wieder ausgenommen, wenn die Zeitverhältnisse es gestattelen. Auch in diesem Jahre (1934) wird das Fest wieder gefeiert. Das Höntroper Gänsereiterfest ist zu einem wahran Volksfest geworden. Es ist zugleich eine Mischung von Kirmes=, Karneval= und Schützenfest. Ungezählte Tausende von Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung(ungefähr wie bei der Hasper Kirmes) des alten Helwegdorfes strömen zusammer um den sonberbaren Schauspiel des Abreißens eiges Gänsekopfes zuzusehen und den Kirmestrubel mitzumachen. Die Hörtroper Gänsereiter haben sich#igene Satzungen gegeben, wählen sich einen Vorsitzenden, Dei Beodackten Napoleons Pelzmankel Der Jamilienschay des Sattlermeisters Huber. Bayerischen Zeitungen ist zu entnehmen, daß sich in dem oberbayerischen Landstädichen Traunstein, dem Hauptort des Chiemgaus, heute noch, und zwar im Gewahrsam einer alteingesessenen Handwerterfamilie, einer der Pelzmäntel befindet, die Napoleon bei seinem Rückzug aus Rußland trug. Dem Regiment bayerischer Kürassiere nämlich, das 1812 beim Ausbruch des Krieges mit Rußland im damals bayerischen Innsbruck in Garnison lag, gehörten eine große Anzahl Chiemganer an, darunter nicht weniger als 23, die Josef Huber hießen. Einer dieser Josef Huber nun aber, eine echte Landsknechtsfigur, der bereits 15 Jahre lang im Regiment stand und allgemein den Namen„der Traunsteiner" führte, muß nun während des russischen Feldzuges dem Kaiser aufgefallen sein; vermutlich hat Napoleon, der ja ein ausgezeichnetes Personalgedächtnis besaß, den riesigen Kürassier mit dem gewaltigen Knebelbart zum erstenmal gesehen, als das bayerische Regiment— was des öfteren vorkam— die Stabswache bei ihm bezog. Jedenfalls hat der Kaiser während des russischen Rückzuges dem Kürassier Huber einen seiner eigenen Mäntel geschenkt, den Huber dann in die bayerische Heimat mitgebracht hat. Er selbst soll erzählt haben, in einer besonders bedrohlichen Situation habe Napoleon sich als Bauer verkleidet und seinen Mantel bei dieser Gelegenheit dem treuen Soldaten abgetreten. Jedenfalls befindet sich der Pelzmantel heute im Besitze eines Traunsteiner Sattlermeisters, dessen Großonket Sepp Hüber war. Der Mantel ist innenseitig aus Löwenjell; der Außenbesatz besteht aus schwarzem Tuch. einen Schriftführer, einen Schatzmeister, einen Wachtmeister sowie einen Ausschuß, der die Wegenfolge beim Festzug regelt. Sogar eine„Höntroper Gänsereiter=Zeitung“ wird für den Tag herausgegeben. Wochenlang vor dem Feste wird eifrig benaten, damit am Festtage alles„klappt“. In früher Nachmittagsstunde am Rosenmontag versammeln sich noch einmal alle Gänsereiten vor ihrem Vereinswirtshaus, wo der Zug gebildet wird. Er ist jetzt den Karnevalzügen nachgebildet. Man fleht da den Tambourmajor auf demn Esel des Wattenscheider katholischen Waisenhauses(wieder der Anklang wie in Haspe), den Musikwagen, die Funkenartillerie, den Wagen des Prinzen Karneval, den Königswagen mit einer hölzernen Riesengans, worauf der König reitet, die Gänsereiter mit blauem Kittel, rotem Halstuch, schwarzseidener Mütze und Gamaschen, doch zu Roß, eine Reihe von Wagen, auf denen örtliche Zeit= und Streitfragen sowie auch Auswüchse des Zeitgeistes in humoristisch=satirischer Weise verstunbildlicht werden. Der Zug bewegt sich alsdann nach dem Reitplatz, dem Spelbergsbusch. Hier spielt sich der Wettkampf um den— Gauskopf ab. Früher war es eine lebende Gans, die mit den Beinen an einem Querseil hing und deren eingefetteten Kopf man vom ebenfalls eingefetteten Hols im fausenden Galopp abzureißen versuchte. Von dieser barbarischen Sitte(Unsitte) ist man abgekommen: man hängt eine zuvor durch einen Kopfstich getötete Gans auf. Wer der Gans den Kopf ovreißt, ist Gänsekönig und bleibt es bis zum nächsten Gänsereiterfeft. Das Kopfabreißen ist infolge abKölner Jaschingsgäste in München Köln. Wie aus München berichtet wird, traf die Abordnung der Stadt Köln zu den Haupttagen des Münchener Faschings am Freitagabend mit dem Verkehrsflugzeug D 999 in München ein. Die Abordnung besteht aus den Herren W. Jansen von der Kölner Narrenzunft und Paul Kops, welche im vorjährigen Fasching die Figuren des Bauern und der Jungfrau in dem alten Kölner Faschingsspiel darstellten. Als dritter hatte sich angeschlossen Adjutant Großmann, ebenfalls von der Kölner Narrenzunft. Zum Empfang hatten sich auf dem Flughafen eingefunden die Mitglieder des Faschingsausschusses mit Präsident Stadtrat Reinhard an der Spitze und der Tanzoffizier des Klutenkorps. Die Gattin des Präsidenten kredenzte den Gästen nach ihrer Landung ein frisches Maß Münchener im Krug mit einem herzlichen„Grüß Gott in München". Der Präsident selbst wies in seiner Begrüßungsansprache in der Gaststätte des Flughafens auf die enge freundschaftliche Verbundenheit der beiden Städte an Rhein und Isar hin Uniformverbot für die Karnevalstage Köln. Die Gauleitung Köln=Aachen der N. S. D. A. P. teilt mit: Das Tragen der PO.=Uniformen ist während der drei Karnevalstage, Sonntag, Montag und Dienstag, für den Bereich des Gaues Köln=Aachen verboten. Damit ist für den Gau Köln=Aachen das Gesamtverbot des Uniformtragens an den drei Karnevalstagen erlassen worden. Bekanntlich haben die Unterund Nebengliederungen bereits vor einigen Tagen ein gleiches Uniformverbot ausgesprochen. Denkt auch in der Jaschingszeit an Eure notleidenden Volksgenossen! Vergiß im Glück den Bruder nicht! sichtlichen Schlenkern des Seiles von anderer Hand wahrhaftig keine leichte Sache! Hält dann der „Sieger" den Ganskopf in der Hand, so ist die„Regierung" des„alten“ Gänsekönigs vorüber, er tritt zurück. Der neue Gänsekönig übernimmt feierlich seine Würde. Er wählt sich beim Tanz eine Königin, einen Hofstaat— in halb ernster, halb närrischer Weise. Die Huldigung vor der vom Gänsekönig erwählten Gänsekönigin fehlt nicht. Der Festzug setzt sich nun wieder in Bewegung Er macht endlich Halt vor einem möglichst geräumigen Saal im Dorf und löst sich auf. Bei Musik und Tanz, Speis und Trank wird der übrige Teil des Rosenmontags verlebt und wohl auch ein erklecklicher Teil des Fastnachtdienstoges zu Hilfe genommen. Während sich der Gänsekönig, umgetan mit der silvernen Gänsereiterkette, und die Gänsekönig.n, geschmückt mit dem Gänsekönigindiadem, im Kreise der „Gänseriche" und der„Gänse" vergnügen, verbringt das„Voll“ die verbleibende Rosenmontagszeit im buntesten und lebhaftesten Kirmestrubel auf den Straßen und Gassen und besonders in den Bierstuben. Bei selem neuen Gänsereiterfest wird darauf gesehen, daß es gegen frühere Feste Abwechselungen dringt. Dafür hat eben der Festausschuß zu sorgen. Der Grundgedanke der Festes bleibt jedoch immer gleich, insbesondere darf das Abreißen des Gauskopfes nicht sehlen. Sonst wäre das Fest nicht das Höntroper„Gänsereiterfest! Führerprinzip in der Handelskammer Die Südwestfälische Industrie= und Handelskammer zu Hagen hielt am 7. Febr. 1934 eine kurze, aber für die Geschichte der Handelskammer entscheidende Sitzung ab. Die Kammer brach mit dem überkommenen Parlamentarismus und beschloß, entsprechend der politischen Entwicklung zum Führerprinzip überzugehen. Die Vollversammlung beschloß, sich selbst aufzulösen und die Neuwahl auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Zum Führer wurde Fabrikant Alex Hesterberg, Milsve, ernannt, der somit als Alleinverantwortlicher die Leitung der Handelskammer übernimmt. Zu seiner Beratung wird er einen Beirat ernennen. Mit diesem Beschluß der Vollversammlung hat die Kammer eine Epoche in ihrer Geschichte beendet und den Grundsätzen nationalsozialistischer Wirtschaftsaufsassung sichtbaren Ausdruck verliehen. Ferner beschloß die Handelskammer die Errichtung einer Einzelhandelsvertretung, in der alle Einzelhändler des gesamten Kammerbezirks, gleichgültig, ob sie handelsgerichtlich eingetragen sind oder nicht, zusammengefaßt werden sollen. Der Beginn der Zuverlässigkeitsfahrt nach Oberstaufen Nationalsozialismus u. Rassenkunde Prüffächer für Krankenkassenbeamte Zur Neuordnung der Krankenversicherung hat, wie das BDZ.=Büro meldet, der Reichsarbeitsminister eine weitere Verordnung erlassen. Sie bestimmt die Voraussetzungen, unter denen ein Angestellter bei einer Krankenkasse angestellt oder befördert werden: kann. Die Voraussetzung ist jewells eine besondere Prüfung, die in einen schriftlichen und in einen mündlichen Teil zerfällt. Gegenstand der Prüfung muß außer den allgemeinen und fachlichen Kenntnissen auch die Staatsbürgerkunde(nationalsozialistische Weltanschauung) sowie die Rassenkunde, Rassen= und Erbgesundheitspflege sein. Die Krankenkassen haben Vorkehrungen zu treffen, daß alle Beamten, Angestellten und Arbeiter, auch soweit sie keine Prüfung abzulegen haben, in Staatsbürgerkunde, Rassenkunde, Rassen= und Erbgesundheitspflege die nötigen Kenntnisse erhalten. Schulpfennig für die deutschen Jugendherbergen Die Genehmigung durch das zuständige Ministerium steht bevor. Was dies für das Jugendherbergswerk bedeutet, kann jeder leicht errechnen. Die Durchführung der monatlich in den Schulen vorzunehmenden Sammlung des Schulpfennigs erfolgt in engster Verbindung mit dem NSLB. und der H3. Die Eltern der Schuljugend werden heute schon gebeten, gern und freudig für die Einrichtung zu opfern, die der Jugend in erster Linie dienen soll und deren Türen den wanderfrohen Kindern mit ihren Eltern genau so freundlich geöffnet werden, wie den wanderfrohen, natursuchenden Erwachsenen als Einzelwanderer. Voraussetzung für jeden Jugendherbergsbenutzer ist der Besitz eines gültigen Ausweises— Mitgliedskarte der beheimateten Ortsgruppe des Jugendherbergsverbandes. Der Tag des Rundfunks Gestern war der Tag des Rundsunks. Durch nichts hätte die Rundsunkführung ihr Verständnis für den Rundfunk und die Ansprüche der Hörerschaft besser und eindringlicher bekunden können, als durch die Tatsache, daß sie diesen Tag ganz auf Freude, Heiterkeit und Ausgelassenheit stellte und dafür den Karnevalssonntag wählte. Natürlich hatte der gestrige Tag seine besondere Aufgabe. Er sollte in allen Schichten der Bevölkerung werben. Alle diejenigen, die dem Rundsunk noch ferne stehen, sollten für den Rundsunk gewonnen werden. Diesem Ziel dienten vor allem die Auto=Sternfahrten, die von 19 deutschen Städten ausgingen. Auch von Hagen starteten gestern morgen eine Anzahl Propagandawagen. Um 2,30 Uhr kam die Wagengruppe am Nirgena an, und fuhr dann in Richtung Haßlinghausen weiter. Die Erhaltung der Eigenheime der Kriegsbeschädigten vdz. Berlin, 8. Jebr. Der Reichsarbeitsminister hat, wie das BDZ.=Büro meldet, im Einverständnis mit dem Reichsfinanzminister bestimmt, daß die Unterstützungen und Zinszuschüsse zur Erhaltung der Eigenheime der Kriegsbeschädigten künstig als Darlehen gewährt werden, wenn nach den Umständen des Falles der Antragsteller zur Zurückzahlung in der Lage ist. Die Zahlung der Unterstützung ist in diesem Falle davon abhängig zu machen, daß sich der Antragsteller schriftlich zur Zurückzahlung an das Reich verpflichtet. Die Zurückzahlung wird in der Regel nur in Teilbeträgen möglich sein. Bei der Festsetzung der Teilbeträge soll die Leistungsfähigkeit des Empfängers berücksichtigt werden, sie wollen aber auch die Erstattung des Darlehens in angemessener Frist gewährleisten. Die Fürsorgestelle ist, soweit notwendig, darüber zu hören, ob der Antragsteller die Unterstützung zurückzahlen und welche Teilzahlung er leisten kann. Durch die Gewährung von Unterstützungen als Darlehen dürfen gegenüber dem bisherigen Verfahren keine Mehrausgaben entstehen. Die Unterstützung darf nicht deshalb höher als nach den bisher maßgebenden Grundsätzen bemessen werden, weil sie als Darlehen gewährt werden. — Alter Brunnen im Stiftegarten. Im Stiftsgarten ist vor einigen Tagen an einer Stelle das Erdreich plötzlich um über 1 m eingesunten. Die Einsturzstelle zeigt eine fast abgezirkelte kreisrunde Form von ettoa 1,30 m Durchmesser. Es kann angenommen werden, daß ein alter Brunnen die Erdsenkung verursacht hat. — Jahrgeldermäßigung bei der Kraftpost für Teilnehmer anerkannter Sportlehrgänge. Die Gewährung einer Fahrgeldermäßigung bei der Benugung der Kraftposten durch Teilnehmer anerkannter Sportlehrgänge wurde bisher davon abhängig gemacht, ob die Teilnehmer ein Berufseinkommen hatten oder nicht. Von jetzt an wird die Deutsche Auch der Grundbuchrichter muß den Eigenheimbau fördern Der Start der Motorräder in München. Die Maschinen mußlen ausschreibungsgemäß eine ganze Nacht lang ungeschützt im Freien slehen und mußten dann schnellstens zum Start ferkiggemacht werden. Die zu befahrende Strecke führt über Eis und Schnee noch Oberstaufen im Allgäu. Reichspost von einer solchen Unterscheidung absehen und die 50 v. H. betragende Ermäßigung des Fahrgeides allen Teilnehmern solcher Sportlehrgänge bei den in Betracht kommenden Fahrten mit den Kraftposten gewähren. — Eckensteher werden bestraft. In Höningen rückt man augenblicklich der üblen„Eckensteherei" energisch zu Leibe. Man hat an den Hauptecken Warnungstafeln aufgestellt, wonach das zwecklose Stehenbleiben an den Ecken polizeilich verboten ist. Einige Unbelehrbare mußten sogar bestraft werden. — Bei uns in Gevelsberg wäre an verschiedenen Ecken eine solche Warnungstafel auch sehr angebracht. Bibelforscher auch in Preußen verboten preußische Innenminister hat, wie das V9Z.=Büro meldet, auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat die Internationale Bibelforschervereint. gung einschließlich ihrer sämtlichen Organisaeinschließlich ihrer sämt.. tionen im Gebiet des Landes Preußen aufgelöst und verboten, weil sie unter dem Deckmantel angeblich wissenschaftlicher Bibelforschung eine unverkennbare Hetze gegen die staatlichen und kirchlichen Einrichtungen betrieben hat. Das —„ und eing Milspe — Die Schulvorstände der Gesamtschulverbände Rüggeberg, Oelkinghausen und Strückerberg beschlossen in der gestrigen Sitzung den Haushaltsplan für 1934. Die Haushaltsplanabschlüsse stellen sich wie folgt: Rüggeberg: Einnahme 6172 cn, Ausgabe 17500 M, Zuschuß der Gemeinde 11 328 K: Oelkinghausen: Einnahme 3025 K, Ausgabe 9627 K, Zuschuß der Gemeinde 6602 A: Strückerberg: Einnahme 4150 M. Ausgabe 16 090 M, Zuschuß der Gemeinde 11 580 A. — Zuschüsse für Instandsetzungsarbeit. Auf vielfachen Wunsch ist seitens der Verwaltung eine Aufstellung der aus der Gemeinde Milspe gestellten Anträge auf Reichszuschüsse für Instandsetzungsarbeiten und Wohnungsumbauten vorgenommen. Hiernach sind gestellt: Bis 1. 10. 33 für 173 463,89 M4 Anträge; bis 31. 12. 33 für 119 828,20 4 Anträge; bis 10. 2. 1934 für 344092,09 u Anträge, so daß insgesamt für 637384,18 i zusätzliche Arbeiten für das Baugewerbe durch die Reichsmaßnahmen geschaffen sind. Albringhausen. — Run doch keine Rampe? Der Bommerholzer Landwirtschaftliche Verein hat von der Reichsbahndirektion Elberfeld die Mitteilung bekommen, daß der Bahnhof Albringhausen zunachst keine Verladerampe erhält. Die Bahn will zunächst die Verkehrsentwicklung auf dieser Strecke abwarten und verweist im übrigen darauf, daß die beiden nahe gelegenen Bahnhöfe Hiddinghausen und Silschede eine Laderampe hätten. richtn Vermögen ist beschlagnahmt und eingezogen. Aehnliche Anordnungen sind auch in einem Teil der übrigen deutschen Länder bereits ergangen. Der preußische Justizminister führt in einer Verfügung unter anderem aus, daß infolge von Maßnahmen zur Förderung des Kleinhausbaues den Grundbuchämtern demnächst in größerem Umfang Anträge auf Ertellung von Grundbuchblatt=Abschriften zugehen würden. Da von der Erledigung in vielen Fällen die Beschleunigung des Baubeginnes und damit die Belebung des Arbeitsmarktes abhänge, erwarte er, daß Anträge auf Erteilung solcher Abschriften mit der gebotenen Beschleunigung bearbeitet werden. Die Behördenvorstände und leitenden Beamten hätten ihr Augenmerk darauf zu richten, daß Verzögerungen vermieden werden. „Prozeßfrieden“ in der Zigaretlenindustrie Der preußische Ministerpräsident hat im Interesse des Wirtschaftsfriedens und zur Förderung der ungestörten Aufbauarbeit in der Zigarettenindustrie einen „Prozeßfrieden" herbeigeführt. In der Zigarettenindustrie hatten sich, stellt der Ministerpräsident fest, unter den Augen des demokratisch=liberalen Staates Konkurrenz= und Konzernkämpfe hemmungslos abgespielt, die im einzelnen nicht einmal die durch die Strafgesetze gebotenen Grenzen immer beobachter hätten. Seit der nationalsozialistischen Machtergreifung habe die Zigarettenindustrie wie alle Industriezweige in einmütiger Zusammenarbeit zwischen Arbeiterschaft und Unternehmern am Aufbau des nationalsozialistischen Staates mitgearbeitet. Die Vorkommnisse aus der Zeit der Konzernkämpfe heute strafgerichtlich zu untersuchen, wäre deshalb sinnlos, weil heute solche Kämpfe nicht mehr möglich seien. Es wäre aber auch volksschädigend, weil es eine Erschütterung eines wichtigen Industriezweiges zum Schaden von Zehntausenden von Arbeitern bedeuten könnte. Der Nationalsozialismus schaue vorwärts und nicht rückwärts. Der Ministerpräsident ordnet daher, wie das B23.=Büro weiter meldet, die Niederschlagung der Untersuchungsverfahren an, die sich an Handlungen im Konzern- und Konkurrenzkampf der industrie anschließen. Der preußische Justizminister hat auf Grund dieser generellen Anweisung neun derartige Verfahren niedergeschlagen. und Steuerpflicht „Mit hiller in die Machl“ Die Teilnehmer an dem Publikums wettbewerb des Preisausschreibens„Mit Hitler in die Macht“ werden ersucht, die Briesumschläge ihrer Einsendungen mit dem Kennwort„Preisausschreiben“ zu versehen. Der„Völkische Beobachter“ veröffentlicht einen Artikel des Staatssekretärs im Reichsfinanzministeriu, Fritz Reinhardt, über Volksgemeinschaft und Steuerpflicht". Darin heißt es: Der Wandel im Verhältnis der Staatsführung zur Volksgemeinschaft hat auch bereits zu einem Wandel in der Steuermoral geführt. Das ist auf die immer größer werdende Erkenntnis zurückzuführen, daß im nationalsozialistischen Staat nicht eine Reichsmark ausgegeben wird für Zwecke, die mit den Interessen der Allgemeinheit und mittelbar jedes einzelnen Volksgenossen nicht in Einklang zu bringen waren. Im ersten Hitlerjahr sind im Gegensatz zu den unmittelbar vorangegangenen Jahren keinerlei Steuererhöhungen erfolgt, wohl aber verschiedene erhebliche Steuererleichterungen. Es ist auch bereits mit dem Abbau von Steuern begonnen worden. Das Rechnungsjahr 1933 wird das erste sein, in dem das Aufkommen an Steuern nicht mehr um Hunderte von Millionen unter dem Voranschlag zurückbleiben, sondern diesen erreichen, wahrscheinlich sogar um etwas übersteigen wird. Die Steuerreform, die im Laufe des Jahres 1934 Gesetz werden wird, wird einkommensteuerlich erstmalig auf das Einkommen für 1934 Anwendung finden und eine Fortsetzung des Abbaues von Steuern in sich schließen. Durch diese Steuerreform wird eine allgemeine Entlastung von Produktion, Verbrauch und Besitz eingeleitet werden. In der Zeit vom 1. bis 15. Februar 1934 sind die Steuererklärungen für die Besteuerung des im Steuerabschnitt 1933 bezogenen Einkommens abzugeben. Bei der Abgabe dieser Steuererklärung wird der Volksgenosse Gelegenheit haben, zu beweisen, wie es um seine Treue zum heutigen Staat bestellt ist, und ob sein Wunsch nach einer weiteren Besserung der sozialen, wirtschaftlichen und finanziellen unseres Volkes ernst gemeint ist. Nur der Keine Lohn= und Gehaltskürzungen Klare Bestimmungen im Gesetz zum Schutz der nationalen Arbeit Köln. Das Presseamt der Deutschen Arbeitsfront teilt mit: Das Gesetz zur Ordnung der nationulen Arbeit bestimmt in seinem§ 34, Absatz 6, daß„die Tarifvertragsverordnungen und auf Grund dieser Verordnungen erlassene Bestimmungen am 20. April dieses Jahres außer Kraft treten.“ Um aber die bisherigen Arbeits= und Lohnverhältnisse zu sichern, heißt es im§ 72 weiter: Die am 1. Dezember 1933 geltenden oder nach diesem Tage in Kraft getretenen Tarifverträge bleiben bis zum 30. April 1934 in Kraft, soweit nicht der Treuhänder der Arbeit Aenderungen vornimmt oder ihren früheren Ablauf anordnet. Diese klaren und eindeutigen Bestimmungen sind von verbrecherischen Elementen dahingehend kommentiert worden, daß in absehbarer Zeit erhebliche Lohnsenkungen geplant keien. Dieses Gerücht ist so absurd, daß es sich erübrigt, näher hierauf einzuge"— nung der nat zigen Gedanken terschaft zu dienen. er Treuhänder der Arbeit für das Wirtilli Börger, teill abfurd, daß es sich erubrigt, naher gehen. Das ganze Gesetz zur Orditionalen Arbeit ist mit dem einen beieelt, dem Wohle der Arbeischaftsgebiet Rheinland, Pg. Willi Börger, teilt dem Presscamt der DAF., Bezirk Rheinland, auf Anfrage mit, daß die schaffenden Volksgenossen seines Wirtschaftsbezirks das Vertrauen haben können, daß die Neugestaltung der Tarifvertragsverordnungen bei ihm in besten Händen liege. Nur bei stabilen Verhältnissen auf dem Lohnundung der Wirtsch Zirtschaftslage markt kann eine Gesundung erreicht werden. Pg. Willi Börger läßt alle Arbeiter der Faust und Stirn wissen, daß in Zukunft die Einkommensverhältnisse nicht mehr von der Willkür einzelner Interessenberufsgruppen abhängig sind. Aenderungen der Lohn= und Arbeitsbedingungen werden nur mit Genehmigung des Treuhänders in Kraft gesetzt. Solange der Treuhänder nicht selbst mit Bekanntmachungen an die Oeffentlichkeit tritt, widerlegen sich derartige Gerüchte von selbst, die einzig und allein zu dem Zweck ausgestreut werden, Beunruhigung in die Arbeiterschaft zu tragen. Es liegt an den am Aufbau der Wirtschaft mitarbeitenden Volksgenossen, diese Gerüchtemacher zu stellen und sie der Verantwortung zu zuführ hren. Dinge unseres jenige ist Nationalsozialist und nur der steht zum heutigen Staat, der sich in allen Dingen nach dem Grundsatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz" leiten läßt. Wer aus eigennützigen Beweggründen sein Einkommen oder Vermögen falsch angibt, schade der Gesamtheit aller Volksgenossen und verletzt somit seine Pflichten gegenüber der Volksgemein, schaft. Jeder Steuersünder wird unnachsichtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Wer die Steuererklärung bereits abgegeben hat und nachträglich feststellt, daß seine Angaben teilweise oder ganz falsch sind, kann sich vor Strafe dadurch schützen, daß er die abgegebene Steuererklärung berichtigt oder durch eine neue ersetzt. Das ist möglich, solange das Finanzamt die Veranlagung noch nicht abgeschlossen hat. Sobald die Veranlagung abgeschlossen ist, kommen un nachsichtlich die entsprechenden Strafvorschriften zur Anwendung, wenn durch Nachschau, Buchprufung oder sonstwie falsche Angaben entdechk werden. Scharfe Gesundheitskontrolle der Landheifer Dem Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitvermittlung sind, wie das BD3.=Büro meldet Fälle bekannt geworden, in denen sich nachträg lich herausstellte, daß Landhelfer mit einer an steckenden Krankheit behaftet waren. In eine Verfügung erklärt der Präsident, daß eine fährdung der Landbevölkerung in gesundheitlichtt Beziehung unter allen Umständen vermieden werden müsse. Der Präsident ordnet an, daß di# Vermittlung und Zuweisung von Landhelfer## und Landhelferinnen in jedem Einzelfalle nit unter der Veraussetzung erfolgen darf, daß Satliches Zeugnis beigebracht wird, aus dem 9 indheitliche Eignung für Landarbeit das Fehlen von ansteckenden Krankheiten ergibt Zu der Anregung, ärztliche Untersuchungen det Landhelfer auch während der Beschäftigung regelmäßigen Zeitabständen vornehmen zu lassen erklärt der Präsident, daß sie nicht durchführbe sei, da die Landhelfer und auf das Land vermi telten sonstigen Jugendlichen in einem regelrech ten Arbeitsverhältnis ständen. Eine Ausdehnung der Betreuungs= und Aufsichtspflicht der Arbeit: ämter auf die Gesundheitsfürsorge für Bescht, tigte scheine nicht möglich. Auch unterstehe d## Landhelfer der besonderen Obhut des Betriebt inhabers, die sich aus dem Sinne der Famllie, Mitt vor all ten in ten di scheider zu best mußter stehen begann alle E gleich. wurde wie S und de viel ol Weit seinen chon Gaum nach d mehr die Sd 6•0. Versol Punkt Viktor Sus Urmit Sport #C. S SV. 5 Hüsten DSC. Germi Preuß Vikt. 9 Spielt Sport Armit Für Hauli Kämn Entsch Der 9 rit g0 tag v denn feld h diese besest stellun Gauendau Der Bitto Punk Sieg auch schalt Die Sieg mit 8 Die nia 9 Aufg chaff eine Bezie teile. Drän Vun Saat tag stecke Auf Be SsL. 58. Aler Sc. Han Fort BiL Dui# Bor 63. 35 uß den in einer folge von sausbaues größerem rundbuchvon der leunigung bung des daß Anmit der erden. Die mien hätdaß Verirettendent hat edens und Aufbautrie einen sich,#o# den Augen onkurren, espielt, die die Strafbeobachtel sen Machtie wie alle nmenarbeit hmern am aates mitr Zeit der zu untereute solche wäre aber schütterung m Schaden bedeuten schaue vorinisterpräsi füro weiter ersuchungs: n im KonZigarettenauf Grund cartige Ver61. r 1934 sind schnitt 1933 Bei der Abder Volksge 1, wie es um stellt ist, und n Besserung finanziellen ist. Nur der der steht zum gen nach dem nnutz" leiten gründen sein ngibt, schadet und verletzt Volksgemeininnachsichtlich iun westalen Ist Schalbe od als Gaumelster ermittel Am Niederrhein erneute Ueberraschungen Mitten im größten Karnevals=Trubel, der sich vor allem in den nieder= und mittelrheinischen Städten in den Vordergrund allen Interesses stellt, hatten die Fußballer ihre schwersten und sogar entscheidenden Kämpfe in der Frage der Meisterschaft zu bestreiten. Für sie gab es keinen Karneval, sie mußten allen Verlockungen dieser Narrenzeit widerstehen und erst mit dem Spielschluß am Sonntag begann auch für sie das Fest, bei dem man einmal alle Sorgen und Gedanken vergessen kann, ganz gleich, ob nun die Punkte gewonnen oder verloren wurden. Alle noch interessierenden Fragen vergehen wie Schall und Rauch. Karneval bleibt Karneval, und das müssen auch die Fußballer glauben, gleichviel ob sie wollen oder nicht. Westdeutschland ermittehte am Sonntag bereits seinen ersten Gaumeister. Schalte 04 stand zwar schon lange Zeit als Anwärter und auch sicherer Gaumeister fest, aber die endgültige Entscheidung. nach der es eben keine Zweisel und Einwendungen mehr gibt, siel erst gestern. In Bielefeld schlugen die Schalker den Altmeister Arminia überlegen mit 6:0. Da nun auf der anderen Seite der nächste Verfolger, SV. Höntrov. in Recklinghausen beide Punkte einbüßte, ist die Meisterschaft errungen. Die Schalker haben es also wieder erreicht. Hoffentlich bleiben sie auch in den noch folgenden schwierigeren Endsvielen in der augenblicklichen Form, denn nur dann kann die Eli wieder dahin gelangen, wo sie im letzten Jahre stolverte. Ob auch diesmal? Warten wir ab. Im Gau Niederrhein ist wieder alles ungewiß. Der VfL. Benrath konnte seine günstige Position nicht behaupten. Der vorsonntäglichen Niederlage folgte am Sonntag eine zweite durch Duisburg 99. womit gleichzeitig die Hoffnungen weit gesunken sind. Hamborn 07 erlangte dadurch wieder die Führung, muß aber schon bald in Düsseldorf beweisen. ob zu Recht oder nicht. Fortung Düsseldorf ist wieder da! Nach dem letzten knappen Erfolg in der Heimat über Duisburg 08 schlugen sie diesmal Schwarz=Weiß Barmen im Bergischen Land mit 9:1. In der gleichen Form müßlen die Düsseldorfer alle noch ausstehenden Sviele gewinnen und wären damit wieder Meister. Im Mittelrhein=Gau herrschte Spielruhe. Selbst das einzige angesetzte Treisen in Koblenz zwischen FV. Neuendort und Fortuna Kottenheim wurde noch vom Programm gestrichen. Aus dem Gau 9(Westfalen) Schalkes überlegene Spitzenstellung Hüsten schlug Herten, Höntrop verlor in Recklinghausen tolle der Viktoria Recklinghausen— SB. Höntrep 2:0 Sus Hüsten— Spielvgg. Herten 3:0 Urminia Bieleseld— Schalke 94 0:6 Sportfreunde Dortmund— Germania Bochum 4:2 L. Schalke 04 SV. Höntrop Hüsten 09 DSC. Hagen Germania Bochum 14 Preußen Münster 14 Vilt. Recklinghausen 14 Spielvgg. Herten 14 Sportfr. Dortmund 15 Arminia Bielefeld 15 Für den zweiten Februarsonntag brachte die Hauliga Westsalen in Verfolg der Punktejagd vier Kämpfe zur Austragung und damit siel auch die Entscheidung für die Meisterschaft in Westfalen. Der Westdeutsche Meister. Schalke 04, der als Favotit galt und seine Position von Sonntag zu Sonntag verbessern konnte, hat es nun wieder geschafft. denn er schlug den Tabellenletzten Arminia Bielefeld hoch mit 6:0 aus dem Felde. Nicht allein, daß diese beiden Punkte die Stellung der Schalker noch besestigten, nein, der SV. Höntrop half zu der Feststellung mit, daß man heute schon den WestfalenGau=Meister nennen darf, der in Schalke 04 nun indgültig feststeht. Der Tabellenzweite, SB. Höntrop, gastierte bei Biltoria Recklinghausen und siehe da, die beiden Punkte blieben bei der Viktoria, die durch diesen Gieg ihre Position besestigte. Somit wurde also auch der schärfste Konkurrent der Schalter ausgeschaltet. Die letzte Begegnung brachte den erwarteten Sieg der Hüftener, die die Spielvereinigung Herten mit 3:0 eine weitere Niederlage beibrachten. Die Sportfreunde aus Dortmund hatten Germania Bochum zu Gast und standen vor keiner leichten Aufgabe. Durch restlose Hingabe und großen Eifer hafften die Platzherren es dann doch, den Gästen eine 4:2=Niederlage beizubringen. In technischer Beziehung hatten die Bochumer allerdings Vorteile, allein diese genügten nicht, dem ungestümen Drängen der Dortmunder Einhalt zu bieten. Der DSC. Hagen betätigte sich außerhalb der Lunktejagd und trug ein Freundschaftswiel gegen Sgar 05 Saarbrücken aus. Die Gäste, die am Samstag gegen den TB. Eickel eine 4:1=Niederlage einstecken mußten, rechtfertigten in Hagen ihren guten Auf und flegten mit 5:1. Vom Gau Niederrhein rath, geschlagen— Jortung siegt nih— TSV. Duisburg 99 1:2 Schwarz=Weiß Barmen— Fortuna Düsseldors 1:3 5B. 08 Duisbura— B/L. Preußen Kreseld 3:1 Alemannia Aachen— Rheydter Spielverein 1:2 EC. Borussie Sladdam— Schwarz=Weiß Essen 3:2 Hamborn 07 17 Fortung Düsseldorf 17 B/L. Benrath 17 Duisburg 90 16 Borussia Gladbach 17 2.08 Duisburg Theydter Sp. V. Treußen Kreseld 10 Shw.=W. Barmen 18 Tlemannia Aachen 17 Im Gau Niederrhein ist die Lage wieder verVortener geworden. Der BIL. Benrath konnte sein setel im Düsseldorfer Rheinstadion vor nur 3000 Pülchauern gegen den XSB. Dujoburg 39 nicht erloigreich gestalten. Die Duisburger legten vor der Lause bei zwei gefährlichen Vorstößen eine 2:0=FühIn vor. Die Benrather hatten den Angriff durch Zurücknahme von Stoffels in die Läuserreihe so start geschwächt, daß Erfolge gegen die hervorkägende Duisburger Hintermannschaft fast unmogwurden. Erst in der zweiten Hälfte hatte man ein Einseben, aber da war es bereits zu spät. Nur noch ein Ehrentor war ihnen vergönnt. Fortuna Düsseldorf scheint unter der Führung von Hochgesang wieder im alten Fahrwasser gelandet zu sein. In Barmen konnte man dies am besten seststellen. Die Mannschaft hatte keinen Versager. Schwarz=Weiß Barmen dagegen zeigte in der Verteidigung und im Angriff Schwächen, die auch für die Niederlage als ausschlaggebender Teil in Frage kommen. Alemannia Aachen konnte sich selbst auf eigenem Platze gegen den Rhendter Spielverein nicht behaupten. Der bessere Sturm entschied hier das Sniel zugunsten der Rhendter mit 211. Duisbura 08 ersocht daheim gegen BiL. Preußen Krefeld einen verdienten Sieg. Den Krefeldern boten sich manche guten Chancen. aber der Innensturm übertrieb die Kombination, stieß zudem in dem Duisburger Schlußzdreieck auf fast unüberwindlichen Widerstand. Am Wochenende trugen Hamborn 07 und BB. Preußen Essen ein Privatspiel aus, das von den Hambornern glatt mit 4:2(1:1) gewonnen wurde. In der niederrheinischen Fußhall=Gauliga ist also noch nichts entschieden. sowohl in der Meisterschaft. als auch in der Abstiegsfrage. In der Meisterschaft deutet alles auf Hamborn 07 hin. Hamborn war am Sonntag svielfrei. Fortuna hat sich durch den Sieg auf den 2. Tabellenplatz vor Benrath geschoden. Aber am Tabellenschluß sieht es noch bunter aus. Vom Gau Mittelrhein Das einzige für den Sonntag angesetzte Gauligatressen zwischen FV. Neuendorf und Fortuna Kottenheim wurde verlegt, so daß in der mittelrheinischen Gaulign am Sonntag völlige Spielruhe herrschte. Die Gelegenheit ist günstig zu einigen„Zwischenrusen" über die Lage in der Liga. Nun. Westmarks Aussichten haben sich verschlechtert nach der bundesamtlichen Bestätigung der Platzsperre, die sportlich erschwerend derart umgewandelt wurde, daß die zwei Heimspiele gegen Eintracht Trier und Sülz 07 aus den Plätzen der Gegner ausgetragen werden müssen. Damit spitzt sich der Endkampf zu zwischen Mülheim und Sülz. Der Mülheimer SV. hat auswärts nur noch gegen den Kölner SC. 99 anzutreten, vier Sviele zu Hause bedeuten seine Chance vor Süls, das nur noch zum Kölner CiR.„reisen“ muß, neben dem BiR. Köln aber Westmark Trier erwartet und zu Hause auch Kottenheim sicher baben sollte. BiR. Köln käme lediglich als Besieger von Sülz für den Titel noch einmal in Frage, während FV. Bonn und Eintracht Trier zu umständliche Theorien brauchen, um abermals einzugreisen. Die Abstiegsfrage steht vor dem Abschluß, wenn Neuendorf sich von Kottenheim ins Unglück stürzen läßt, wenn Rhenania Köln nicht zu einem restlosen Siegeszug im Endspurt fähig ist. Leipzig gegen Gau Mittelrhein 4:0 Das Spiel der Leipziger Stadtmannschaft gegen die Els des Gaues Mittelrhein hatte in der Messestadt mit 4000 Zuschauern nicht den erwarteten groken Besuch gefunben. Svortlich wurden die Besucher jedoch vollkommen zufriedengestellt, denn beide Mannschaften lieferten sich ein ausgezeichnetes Sviel. Der 4:0=Sieg der Mitteldeutschen#iel in dieser Höhe unverdient aus. Köln war dem Gegner zum mindesten ebenbürtig. svielte aber besonders im Sturm gänzlich ohne Glück. Die Leipziger hatten mit Riemke einen überragenden Mann. der auch die schwersten Bälle mit größter Bravour hielt. Ganz famos spielte der Linksaußen Heidemann. der prächtige Flanken hereingab und selbst gute Torschüsse abgab. aber auch ohne Erfolg. Köln hatte in der ersten Viertelstunde etwas mehr vom Spiel, mußte aber dennoch in der 17. Minute den ersten Treiser binnehmen, den Winkler erzielte. In der Folgezeit hatten Heidemann, Trapp und Aretz gute Tormöglichkeiten, jedoch scheiterten sie an der überragenden Leinziger Abwehr. Zwei Minuten vor der Pause schoß Lässig aus einem Gedränge überraschend zum 2:0 ein. Nach der Pause legten sich die Gäste mächtig ins Zeug, aber ohne Erfolg. Leivzigs Stürmer konnten es besser und in der 24. Minute hatte Breidenbach das 3•0 bergestellt. Köln ließ noch nicht socker, doch Riemke war einfach unüberwindlich. Vier Minuten vor Schluß stellte Schön das Ergebnis auf 4•0. Schiedsrichter Rühle=Merseburg leitete gans ausgezeichnet den sairen Kampf. Aus dem engeren Bezirk Sportring verlor knapp in Siegen, Milspe spielte in Witten Unentschieden Schwelm 06 hat die Gruppenmeisterschaft so ziemlich fest in der Tasche Westfälischer Industriebezick. BfL. Wetter— Tus Bochum 0:4 SC Dahlhausen— Westsalia Wickede 2:2 Alemannia Dortmund— Preußen Bochum 2:2 VfL Hörde— STV Bochum=Werne 1:3 Westsalia Bochum— Borussia Dortmund 3:3 MBV Linden—. Arminia Marten 2:1 1. Kreisklasse Kreis Hagen Gruppe A: Tura Altenvoerde— FC. Vogelsang 15 2:0 Ges.=Sp. TSC Germania Hagen= Eilpe— Union Haspe 2:2 FE Hagen=Voele 19— Hagen 10 1:1 Tus Jahn=Hark.— VXB Vorhalle 79 V. nicht ang. TSG Herdecke 63— KTS Boelerheide 08 1:1 Gruppe B: BfL Winz=Baak—. BFSS Witen 07 1:0 BFTuB Henrichshütte— FC Wengern 20 3:3 BiB Annen 19— SpB Hattingen 04 1:0 SpV Herbede 16— SpB Witten Bommern 05 2:1 FC. Volmarstein— SpB Sprockhövel 2:5 SpB Altendorj 13— SpV Welper 0:1 2. Kreisklasse Kreis Hagen. Gruppe A: DIK Altstadt— Linderhausen 2:2 Grün=Weiß Schwelm— Schwarz=Weiß Breckers. 5:3 Sportfr. Schwelm— Postsportverein Hagen 0:3 Blau=Weiß Hagen=Haspe— Jahn Hagen 5:1 Reichsd. Hagen— Tura Hagen=Kabel 6:3 Gruppe B: Schwarz=Weiß Silschede— Haßlinghausen 62 6: 6 Boßkuhle— Heyen 2:1 Bredenscheid— Preußen Wetter W. nicht angetr. 3. Kreisklasse Milspe=Büttenberg— Turnklub Hagen 3•3 Generalstreik in Wien DNB. Wien, 12. Fedr.(Eig. Drahlb.= 1 Uhr mittags.) Heute vor 12 Uhr mitlags erschienen in den Betrieben in Wien die Funktionäre der sozialdemokratischen Gewerkschaften und erklärlen, daß in ganz Wien der Generalstreik proklamiert sei. Das geschah dann auch. Die Straßenbahnen fahren nicht mehr, die Gar. und Elektrizilätsversorgung ist ebenfalls- eingestellt worden. Der Grund zu dem Generalstreik sind die Vorgänge vor dem sozialdmokratischen Parteihaus in Linz, das von der Pollzei belagert wurde. Die Insassen warsen Handgranaten auf die Polizei, die sich zur Herbeiholung von Militär entschloß. 3. 31. werden die Fenster des hauses mit Maschinengewehren bestrichen. Man geht wohl nicht sehl in der Annahme, daß dieser Vorfall der Auftakt zu allgemeinen Unruhen in Oesterreich bildet. Gau 9(Westfalen) Pußball Ueberall unentschiedene Ergebnisse Bei günstiger Witterung, aber dennoch vielfach schlechten Platzverhältnissen kamen alle angesetzten Spiele zum Austrag. In der Frage des Gruppenmeisters ist eine weitere Klärung insofern eingetreten, als Schwelm 06 durch seinen gestrigen Sieg über Hagen 72 nun wohl endgültig als Meister der Gruppe Arnsberg anzusehen ist. Nicht geklärt ist dagegen die Abstiegsfrage. Von der Gefahr des Abstiegs sind mehrere Vereine zunächst betroffen, von denen als sicherer Kandidat Menden 09 feststeht. Wer der Zweite ist, wird sich erst an den nächsten Sonntagen entscheiden. Hagen 72. Weidenau und Sportfreunde Siegen kommen am stärksten in Frage, schließlich hat Lüdenscheid O8 noch sehr große Möglichkeiten, aufzuholen. Der Sporiring 33 mußig sich in Siegen gegen die Sportfreunde eine knappe Niederlage gefallen lassen. Tus Milspe kam in Witten nur zu einem„Unentschieden" und mit Werdohl war es ebenso, da das Treffen gegen Lüdenscheld 08 auch einen unentschiedenen Ausgang nahm. Widererwarten holte sich der Tabellenletzte, Menden 09, einen glatten Sieg über Altenseelbach, und zwar ausgerechnet in Altenseelbach, wo die übrigen viel besseren Mannschaften bisher nicht gewinnen konnten. Die rein Siegerländer Begegnung Weidenau gegen B. C. Siegen endete gleichfolls mit einem unentschiedenen Ergebnis. In der 1. Kreisklasse kam zwischen Tura Altenvoerde und J. C. Vogelsang nur ein Gesellschaftsspiel zustande, das die Altenvoerder mit 210 für sich entschieden. Der Spitzenführer Unlon haspe mußte auch erfahren, daß in Eilpe schlecht zu gewinnen ist. Die Hasper waren glücklich, schließlich mit einem unentschiedenen Ausgang davon zu kommen und von den wertvollen Punkten wenigstens einen zu retten. Vorhalle 79 trat in harkorten nicht an und überließ diesem die Punkte, die sie allerdings zwecks Vermeidung des Abstiegs gut gebrauchen kann. Daß die Spiele Boele 19— hagen 10 und herdecke 63— Boelerheide 08 beide mit 1:1 endeten, wie auch so viele andere Treffen gestern einen unentschiedenen Ausgang nahmen, ist mehr als eine Duplizität der Ereignisse. Die 2. Kreisklasse sah erwartete Ergebnisse. Lediglich die Niederlage von Schwarz-Weiß Breckerseld gegen Grün=Weiß überrascht ein wenig. Linderhaufen schlug sich in hagen recht tapfer und holte gegen die D. J. K. Allstadt ein unentschiedenes Ergebnis heraus. In der Gruppe B tretten sich Schwarz=Weiß Stlschede— Haßlinghausen 62 nach einem glorreichen unentschiedenen Ergebnis In der 3. Ar#isklasse spielte Milspe=Büttenberg— Turnkkub Hagen 3:3. Die Sprache der Zablen: Bezirksklasse Gruppe Arnsberg. Gruppe 1: Sportfr. Siegen— Sportring Gevelsberg 33 2:1 FC Witten 92— TuSpB Milspe 1:1 FC. Schwelm 06— TMB Hagen 72 4:1 Jahn Werdohl— Sportfr. Lüdenscheid 08 0:0 Sp. Menden 09— SpBg. Altenseelbach 712 BfB Weidenau— BC 07 Siegen 1:1 Auf beiden Seiten nur 9 Mann Sportfr. Siegen— Sportring 33 2:1(1:1). Ueber dieses Spiel, das bei der gewohnten ungünstigen und völlig unzulänglichen Platzbeschaffenheit der Siegerländer Plätze für die hiesige Mannschaft einen recht unglücklichen Verlauf nahm, erfahren wir folgendes: Stellenweise glich der Platz einem wahren Sumpf, sodaß ein technisches Spiel nicht zustande kommen konnte. In der ersten Hälfte war das Stürmerspiel der hiesigen Elf noch einigermaßen annehmbar, aber in der 2. Halbzeit siel der Sturm ziemlich ab. Baum wurde bereits bei Anfang des Spieles verletzt und wirkte die ganze Zeit nur als Statist. Köddermann konnte sich nicht voll einsetzen, sodaß die sonst storke linke Seite nur ein schwaches Spiel zu liefern vermochte. Zudem wurden von dem Schiedsrichter Holst(Wetter) noch 2 Platzverweisungen ausgesprochen, von denen Kaiser und Theiß betroffen wurden. Auch von der Siegener Mannschaft mußten 2 Spieler den Platz verlassen, sodaß ein erheblicher Teil der Spielze, nur mit 9 Mann bestritten werden mußte. Auch die Außenläufer waren nicht immer ihrer Aufgabe gewachsen und so ist der knappe Sieg des Platzvereins verständlich, aber dem Spielverlauf nach nicht gerechtsertigt. Schon nach 5 Min. konnte der Sportring durch Vischer in Führung gehen. Die Siegener erhielten in der Mitte der 2. Halbzeit einen Freistoß knapp vor dem Tore zugesprochen, weil Hellmann angeblich einen Ball zu lange behalten haben sollte. Dieser Freistoß wurde verwandelt. In der 2. Halbzeit glückte dem Gastgeber das siegbringende Tor und trotz aller Anstrengungen und Ueberlegenheit vermochte die hiesige Mannschaft nicht aufzuholen, zumal der Sturm ziemlich zerfahren pielte. Die Siegener spielten reichlich hart und Gevelsberg revanchierte sich. Die Folge: Platzverweise auf beiden Seiten. Die 1b=Mannschaft vom Sportring 33 lieserte der gleichen Eis vom DSC. Hagtn einen schönen Kompl, den die hiesige Mannschaft mit 2:0 gewann. Milspe spielle in Witten unentschieden Witten 92— Tus Milspe 1 Beide Mannschaften lieferten sich gestern einen zähen aber steis anständigen Kampf um die Punkte. Witten versuchte mit aller Macht, die in Milspe erlittene 1:2=Niederlage wieder weit zu machen, die Milsper waren jedoch auf der Hut. Trotz zwei Ersatzleuten spielte die Milsper Mannschaft gut und hätte dem Spielverlauf nach beide Punkte mitbringen müssen, denn im Zuspiel und Stellungsspiel waren sie ihrem Gegner klar überlegen, nur war der Sturm nicht durchschlagskräftig genug, um sich bei der guten Wittener Verteidigung durchzusetzen. Allmählich machte sich das bessere Zuspiel bei den Milspern bemerkbar, das Spiel wickelte sich größten Teils in der Wittener Spielhälfte ab. Ein schöner Kopsstoß von Halbrechts wurde vom Witlener Torwart abgeweht. Milspes Mittelstürmer drängte nach und köpfte, frei vor dem Torwart stehend, über die Latte. Kurz darauf konnte Milsper Rechtsaußen nach schöner Vorlage von links den Führungstreffer einsenden. Nach der Pause blieb Milspe zunächst weiter im Angriff, zeitweise wurde ein bestechendes Feldspiel gezelgt, die Stürmer arbeiteten aber keine zählbaren Erfolge heraus. Witten kam jetzt wieder zu gefährlichen Vorstößen, Milsper Torwart klärte aber hervorragend. Ein völlig unberechtigter Elfmeter brachte den Wittenern das Ausgleichstor. Ein Wittener Stürmer kam mit dem Ball im Milsper Strafraum zu Fall, der nächste Milsper Stürmer war 2 Meter davon entfernt, ein Regelverstoß lag nicht vor, der Schiedsrichter aber entschied Elfmeter. Mit dem Schlußpfiff verschoß Milsper Halblinks, frei vor dem Tor stehend, noch eine todsichere Chance. Von den deutschen Ski=Meisterschaften Hervorragender Sport] Gute Ergebnisse Gemeinsame Durchführung D. T. und D. S. B. Westdeutscher Handball DSC. Hagen siegte weiter und wird Gaumeister V.f.L. Hagen verlor Gauklasse Gau Westfalen: Deutscher SC. Hagen— Polizei Dortmund 6•4: Schalle 04— VfL. Hagen 11:0: Tus Hagen=Eilve— Westsalia Welper 7•3; TC. WanneEickel— 7V. Weidenau: Wanne=Eickel kampflos Sieger: BfL. Münster— Hindenburg Minden 3114; Jahn Minden— Polizei Münster 5111: Preußen Paderborn— Deutsche Eiche Künsebeck 1017. Gau Niederrhein: WV. Kreseld=Oppum— PfB. Aachen 8:3: Alemannia Aachen— Polizei Düsseldorf 7•5: Kupferhütte Quisburg— IV. Stopvenberg 4•6: Tura Barmen—. TV. Kettwig 6•4: Rasensport Mülheim—. TV. Esson=Ost 714. Bezirksklasse Gruppe Hagen=Ennepe. Hagen 1860— FC Schwelm 06 6:5 Tgd. Schwelm— Togg. Milspe 3:3 TSC Germania Hagen=Eilpe— Reichsb. Hagen 4:4 In der Gruppe Hagen=Ennepe setzte sich Hagen 1860 mit einem knappen 6:5=Erfolg über die Ueberraschungsmannschaft aus Schwelm hinweg.— Die beiden am Schluß der Tabelle liegenden Vereine Turngemeinde Schwelm und Turnvereinigung Milspe standen sich in der Spielstärke nicht viel nach und trennten sich auch mit einem dem Spielverlauf nach gerechtem Unentschieden.— Germania Eilpe zeigte gegen den Spitzenführer. Reichsbahn Hagen eine außerordentlich gute Leistung, gelang es ihm doch, einen wichtigen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Vorläufig ist jedoch die Spitzenführung der Reichsbahner noch nicht gefährdet. Gruppe hugen-Ruhr Tad. Witten— FC Witten 92 5:6 TRV Hagen 72— Tura Hattingen 2:1 TSc Herdecke 63— BjL Winz=Baak ausgef. In der 1. Kreisklasse gab es eine große Ueberraschung. Der Spitzenführer Elmar=Hagen, bisher ungeschlagen, hatte den Sportring 33=Gevelsberg zu Gast. Entweder leistete sich Elmar oder der Sportring einen Karnevalsscherz. 5:0 lautete das Ergebnis für den Sportring, der damit dem Tabellenführer eine glatte Niederlage beibrachte. 1. Kreisklasse Kreis hagen Gruppe 1: Elmar Hagen— Sportring 33 Genelsberg 0:5 Haspe 1860— Tus 08 Hagen=Eppenhausen 14:7 Gruppe B: Tod Oberhagen—. Germania Boelerheide 10:6 DSC Hagen 1b— Hagen 10 9:4 DöK Vorhalle 20—TB Delstern 7:4(Ges.=Sp.) Tus Altenhagen—. Pastsportverein Hagen 3:6 TB Rummenohl—. Tura Hagen=Kabel 4:8 2. Kreisklasse Kreis hagen. Geuppe 4: Tus=Jahn Hark.— Turngde. Lichtenpl. 6:7(3: 4) XV Altenvoerde— Tus Milsve 4: 2 Haßlingh. 07— Tura Altenvoerde H. n. angetr. Linderhausen 30— Rote Erde Schwelm L. n. angetr. Ein herrlicher Wintermorgen brach am Samstag an, als die Teilnehmer zur 4X10=Kilometer=Stafselmeisterschaft ausgerufen wurden. Strahlende Morgensonne lag über den Bergen und ihren zackigen Felskuppen. Ueber Nacht war der Föhn gewichen, starker Frost stellte sich ein, so daß man um einen einwandfreien Verlauf der Meisterschaft nicht mehr zu sorgen brauchte. Der Schnee war wieder fester geworden. Die Meisterschaft wurde zum erstenmal nach den geltenden internationalen Bestimmungen über 4X10 Kilometer mit Massenstart, anstatt wie bisher über 5X8 Kilometer ausgetragen. Als gemeinsamen Startplatz hatte man das Haus Wachenseld am Obersalsberg, dem Stammsitz des Führers. gewählt. Von hier aus war eine ausgezeichnete Uebersicht über die abwechllungsreiche Strecke und damit gleichzeitig über den Verlauf des Rennens gegeben, das einen selten spannenden Verlauf nahm. Mit Ausnahme der Bulgaren traten alle gemeldeten 16 Mannschaften an. Den Meistertitel und damit auch den Silbervokal des Führers gewann einmal mehr der baverische Skiverband(Gau 16. Bezirk 4) mit seiner ersten Mannschaft, bestehend aus Franz Reiser(München), Anton Jeller(Ruhvolding). Walter Motz(München) und Willi Bogner(Traunstein) In 3104:30 Stunden vor der zweiten bayerischen Mannschaft und der Mannschaft des Allgäuer Ski=Verbandes. ring gewann den Mannschafts-Gerätewetikampf gegen Tus Mlispe und Tura Altenvoerde komb. mit 511: 474 Punkten Ein gutgelungenor Worbeabond Die Turnabteilung vom Sportring 33 Gevelsberg veranstaltete am gestrigen Abend im Buschmannschen Saale einen Werbeabend mit Mannschaftsgeräte=Wettkampf gegen eine kombinierte Mannschaft von Tus=Milspe und Tura=Altenvoerde. Vor gutbejetztem Hause nahm die Veranstaltung den besten Verlauf, so daß der Sportring mit seiner ersten Saalveranstaltung durchaus zufrieden sein kann. Nach einigen Musikstücken eröffnete der Leiter der Turnabteilung Thomee den Abend und stellte die Kampfriegen vor. Als Kampfrichter jungierten Backhaus(Gevelsberg) und Berkey(Hagen). Der GeräteWettkampf brachte zum Teil ausgezeichnete Leistungen und nachdem die Sportring=Mannschaft am Pferd und am Barren ein kleines Plus zu verzeichnen hatte, sah man den Kür=Freiübungen und besonders dem Reckturnen mit großem Inleresse entgegen. Von beiden Mannschaften wurden nicht allein in den gymnastischen Bodenübungen sondern auch am Reck großes Können gezeigt, das die Zuschauer immer wieder zu großer Begeisterung hinriß. Am Pferd erzielten Schönebeck(33) und Maurer (Tura) die besten Leistungen mit je 18 Punkten, am Barren war es wiederum Schönebeck, der mit 19 Punkten gegenüber Maurer mit 18(Tura) und seinen Vereinskameraden Lück und Funke, ebenfalls mit je 18 im Vorteil war. Bei den Freiübungen holte sich Maurer(Tura) die höchste Punktzahl mit 20, hier blieb Funke(36) mit 19, also einem Punkt zurück. Beim Reckturnen dominierte wieder sehr stark der Sportring 33. Glänzende Uebungen boten die Schlußleute von beiden Mannschalten, Schönebeck (33) erzielte 20, König(Tura) 19 Punkte. Mit 51 zu 474 Punkten blieb der Sportring verdienter Sieger. Die Turnerinnen trugen mit ihren hübschen Darbietungen wesentlich zur Verschönerung des Wir bringen ab morgen: Was uns baftenh Einen Tatsachenbericht über die Zeit der Bolschewikenherrschaft im Baltikum Januar—Mai 1919. Programms bei. Neben den Freiübungen sind besonders hervorzuheben die Parade der Zinnsoldaten und der Japanische Laternentanz. Schließlich ist auch der Matrosenreigen nicht zu vergessen, der diesmal in abgeänderter Form sehr nett aufgeführt wurde. Im Laufe des Abends hielt der Vereinsführer Bürgermeister Dr. Albitz eine kurze Ansprache und hieß besonders die Gäste aus Milspe und Altenvoerde herzlichst willkommen und dankte beiden Mannschaften für die bisher gezelgten guten Leistungen. Das von ihm am Schluß der Veranstaltung verkündete Ergebnis löste reichen Beifall aus und den einzelnen Turnern der Siegermannschaft wurde ein Eichenkranz mit Erinnerungsschleife überreicht. Unter den frohen Klängen des Lichtenplatz=Orchesters, die durch flotte Weise zur Unterhaltung beitrug, fand die wohlgelungene Veranstaltung einen schönen Abschluß. Anton Seelos Sialomsieger Der Slalomlauf zur Deutschen Skimeisterschaft in Berchtesgaden wurde zu einem überragenden Erfolg des Tiroler Anton Seelos. der die Konkurrenz in glänzendem Stil für sich entschied. Zwar standen ihm einige Läufer an Schnelligkeit nicht viel nach, erreichten aber nicht die Eleganz seines Laujes, bei dem Schwierigkeiten zu Selbstverständlichkeiten wurden. Seelos bewältigte, die Skier fast ganz eng aneinander, die schwersten Kehren. Der Sportwart des DeV., Baron Lafort, hatte damals den richtigen Blick, als er den Sieger im Slalomlaus als Trainer für unsere Läufer verpflichtete. Lantschner knapp vor Seelos In der Kombination von Abfahrts= und Slalomlauf hat Lantschner=Innsbruck einen knappen Sieg davongetragen. Der Vorsprung von Anton Seelos aus dem Slalomlauf reichte doch nicht aus, um den im Abfahrtslauf durch dreimaligen Sturz erlittenen Zeitrückstand auszugleichen. Der Innsbrucker gewann damit die Meisterschaft mit dem mintmalen Vorsprung von dreiviertel Punkten. In klarem Abstand dahinter Friedl Däuber und Roman Wörndle auf den nächsten Plätzen. Das genaue Ergebnis der Deutschen Skimeisterschaft im Kombinierten Abfahrts= und Slalomlauf: 1. Helmuth Lantschner=Innsbruck 198 Punkte. 2. Anton Seelos=Garmisch 197,35 Punkte. 3. Friedl Däuher=Berchtesgaden 188.59 Pkt., 4. Roman WörndlePartenkirchen 180,59 Pkt., 5. Franz Pfnür=Berchtesgaden 178.65 Pkt., 6. Ludwig Kleise=Partenkirchen 168.51 Pkt., 7. Bruno Koch=Freiburg 166.73 Pkt., 8. Jacob Rasp=Schellenberg 165.24 Pkt., 9. Toni Bader=Partenkirchen 158.97 Pkt.. 10. Josef PürzerBerchtesgaden 158.60 Pkt. Kleitee Spormachrichten In Oslo finden die Weltmeisterschaften für den Kunsteislauf statt. Von 17 Bewerbern wurde Sonja Hennie wieder die Erste. Die kleine Deutsche Marie Herber errang den 7. Platz. Bei den dänischen Hallentennismeisterschaften in Kopenhagen errangen von Cramm und Ulrich die Meisterschaft, von Cramm holte sich auch den Meistertitel im Einzel. Bei den Damen siegte die jetzt in Dänemark verheiratete Hilde Krahwinkel— Frau Sperling. Die Beiden siegten auch im GemischtDoppel. Bei den Skispringen in der Berning sprangen die Schweizer Teilnehmer fast durchweg über 70 Meter. Den Akademiker=Ski=Staffellauf aller Länder in Wengen gewannen die deutschen Sportler, vor den Vertretern von Zürich und den Japanern. Deutschland errang Zum zweiten Male seit Bestehen der Europameisterschaft im Eishockey ist es Deutschland gelungen. den Titel an sich zu bringen. Nach den bisherigen Ergebnissen der Schweiz und der deutschen Mannschaft hatte man nur geringe Hoffnungen, daß der große Wurs gelingen würde, aber vorbildlicher Kamofgeist und richtige Taktik verhalsen der deutichen Vertretung um Sonntagnachmittag im Mailänder Sportvalast zu einem knappen. aber verdienten Sieg von 2:1(010. 0:1. 1:0, 0:0. 1:0) über die Schweiz. Es waren zwei Verlängerungen von je zweimal fünf Minuten notwendig, um den starken Gegner niederzuringen. Riesiger Beifall krönte die Leistung des Siegers. Die Schweiz war wohl im Gesamtverlauf des Kampies immer eine Kleinigkeit überlegen, da sich die Deutschen taktisch richtig zunächst meist auf die Verteidigung beschränkten. um den Gegner müde zu machen. Auch in der Kombination waren die Eidgenossen unseren Leuten etwas voraus, die dafür in der Verteidigung ein sast unüberwindliches Bollwerk hatten. Besonders Leinweber hatte einen großen Tag und rief wiederholt den stürmischen Beifall der Zuschauer hervor. Auch Jänecke als Verteidiger war sehr gut aufgelegt nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Aufbau. Sein Nebenmann Röhmer war wie immer zuverlässig. U5A.— Deutschland 3:0 Bei den Eisbocken=Weltmeisterschaften in Mailand begann am Samstag die Endrunde mit dem Treisen USA. gegen Deutschland. Der Mailänder Sportvalast war wieder ausgezeichner besucht. Die deutsche Mannschaft, die lich sichtlich für das Sonn tag zur Entscheidung kommende Treffen um die Eurovameisterschaft gegen die Schweiz schonte, un terlag 3:0(1:0, 1:0, Nun gegen Neusel Der ursprünglich als Gegner Schmelinas in Auz sicht genommene Amerikaner King Levinsky#a0 im Newyorker Madison Square Garben zu einen neuen Erfolg und schlug seinen Landsmann Charh Massera aus Pittsburgh nach Punkten. Als nächt Aufgabe hat Levinsky nun am 2. März in Newyon den Kampf gegen Walter Neusel. Bobrennen in Winterberg Trotz des fast sommerlichen Wetters konnten auf der neuen Winterberger Bobbahn dee Klubrennen um die Klubmeisterschaft für 1934 abgehalten werden. Die Verfassung der Bahn erbrachte den Beweis, daß auch die veränderte Bobbahn allen Anforderungen des Bobsports vollauf gewachsen ist. Da über Nacht die Temperaturen gestiegen waren, war es leider nicht möglich, ichnelle Zeiten herauszufahren. Alle Maschinen kamen glatt zum Ziel, lediglich der Bob Bötzchen mit Führer Dr. Scholz=Berlin machte einen bösaussehenden Sturz, der aber noch glücklich verlief.— Klubmeisterschaft des Sauerlendes, 12 Teilnehmer: 1.„Holldeckdrann“, Führer Jungbluth, Bremser Jungbluth, Gesamtzeit 4•47,4; 2. „Berugsau“, Führer Joghe, Bremser Gruß, Gesamtzeit 4·51; 3.„Fitschgetau“ Führer Braun, Bremser Stieler, Gesamtzeit 5:01. Jast 70-Meter=Sprünge in Pontresina Auf der Bernina=Schanze in Pontresina betätigten sich am Sonntag mehrere der besten Schweizer Sklläufer mit gutem Erfolg, kamen doch verschiedene Teilnehmer fast an die 70=MeterGrenze. Reto Badrutt, St. Moritz, erhielt die beste Note mit 338,4 und stand Weiten von 62,5, 67 und 68 Meter durch. Sein Bruder Adolf blieb mit Note 328.3 und Sprüngen von 60.5. 62.5 und 65 Meter nicht sehr weit hinter ihm zurüch Bei den Junioren war Pargetzt=Ebnat mit Note 325,5 und Sprüngen von 58,6 und 63.5 Meter der haßse. Nur ein deutscher Sieg in Nottingham Im Anschluß an die internationalen Polizeibor meisterschaften in London gingen die daran beie ligten deutschen Polizisten in Nottingham in da Ring und erwiderten gleichzettig den Besuch de Engländer im November in Berlin. Lediglich de Mittelgewichtler Hornemann blieb erfolgreich un schlug Gibbons sicher nach Punkten. Dagegen murd## Mietschke von Rolland ausgepunktet. Noch schles ter erging es den zwei Franzosen Aerland und Tuquet, die sich beide von den Nottinahamer„Bobbies Beaves und Evans geschlagen bekennen mußten. Jedor von Zobeltitz gestorben Der bekannte Dichter und Schriftsteller Fedvon Zobeltitz ist am 10. Februar. 75 Jahre al an Herzschwäche gestorben. Fedor von Zobeltitz stammte aus einem Meßenschen Uradelsgeschlecht. Er diente einig Jahre in einem Kavallerieregiment, um sich na seinem Abschied der Bewirtschaftung seines v terlichen Gutes zu widmen. Nach schriftsteller schen Erfolgen ergab er sich ganz der Feder Seine zahlreichen Romane wurden und werde viel gelesen. Zobeltitz gründete 1897 die Zeitschrift Bücherfreunde, die noch heute im Mittelpun der Büchersammler steht. an 93 3 tun men sozio men Lauf Gewinnauszug 5. Klasse 42. Preußlsch=Süddeutsch= (268. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck vervuien Aus jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer Abtellungen I und II den beiden 9 er 3. Ziehungstag 10. Februar 1934 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen über 150 2 Gewinne zu 50000 Cl. 397168 2 Gewinne zu 10000 au. 222662 2 Gewinne zu 6000 M. 56520 8 Gewinne zu 3000 au. 192985 237054 819437 220456 291795——.— 20 Gewinne zu 1000 Ml. 114135 122693 137739 29733 8 Gewinne zu 500 f 104932 148252 160232 157010 163648 173221 194060 169933 192304 194496 195858 220537 228505 230539 246112 247527 246277 272893 273506 273739 289500 292076 313961 815367 335588 354659 366993 87668 402 Gewinne zu 300 m. 2726 6859 9749 9909 10475 11082 15007 15976 19210 19917 20123 20520 21752 22248 22262 24479 24535 24604 26327 27728 36571 41289 41346 41676 44191 45389 46414 46490 48732 48866 50077 52805 65139 55965 56447 64071 66542 68696 72218 74122 75476 76454 77007 80998 82055(12273 82556 82725 84795 91689 93923 99191 99679 9070 100261 100920 101196 102624 109093 110539 113945 115253 119839 121787 124 360 125939 126116 126713 128109 130137 130223 133726 135211 137176 144817 148963 149996 151577 150618 154685 155054 157966 158519 159376 160407 163838 166325 167662 169732 172429 173109 176747 180637 160576 182888 183412 183753 184094 164771 184877 190518 195297. 197461 197977 199914 200285 204654 206017 206524 206043 212633 218968 219515 219994 222411 223726 231809 232091 292115 232212 232769 239955 236870 239954 241851 243047 245792 246527 246761 246827 248549 26251 256838 258154 259775 260878 268331 266793 272438 273824 275448 277806 278325 279608 284566 291063 291882 294793 297890 297940 298877 301770 302301 304130 305531 30635 807642 308124 308421 809119 309776 309638 315858 319913 822534 325942 326129 32713 829077 832651 332639 834777 338033 33947 842565 846414 846427 846880 847023 849157 861621 352209 355283 356678 958984 859457 361487 362072 364188 365943 875396 876178 976259 884994 385471 386939 890666 891058 892557 396248 898396 In der heutigen Nachmittagozlehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 12 Gewinne mn 3000 a. 18771 27251 111007 126260 179628 356918 22 Gewinne iu 2000 M. 15163 60636 82110 143235 169794 240718 260195 297775 317089 356801 370641 14 Gewinne zu 1000 an. 126891 179128 208156 229341 255840 332897 862323 500 an. 41873 58587 65312 94221 126529 139972 152145 167779 180019 182013 101143 192288 210333 214994 244540 251377 262053 278322 278921 282659 317119 317512 325214 345909 355305 361889 387790 258 Gewinne zu 300 M. 2045 7145 8872 13963 17506 19012 22339 23341 24293 25421 27610 29285 29760 30009 42544 42590 45967 46929 51640 56348 59287 59397 60216 60995 65139 65353 69030 70879 72769 72972 76192 7857 81542 84364 84992 86825 97423 103913 1"*“ 113368 114226 115311 120102 126173 144670 146704 147666 149936 150976 165430 157110 161094 162489 175979 175253 181753 183143 21656 22227 193720 196044 218098 2168742—. 223665 224030 225676 233332 234080— 297849 288477 241586 243225 248909 5464 264487 256919 261037 261229 269546 27174 272628 274511 277159 277311 277715 28213 901566 302014 310351 816216 315344 820667 321136 322568 323128 82418. 828355 329172 336974 339982 34210 855070 355682 359481 361240 86153 70178 374225 376397 330272 383704 886687 387304 389990— 819611 827907 952410 886687 387304 389990 392678 392693 39922 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu 1000 Rm gefallen, und zwar je eine auf die Los gleicher Nummer in den beiden Abtellungen 1 und II 63507 99183 111257 115149 119153 165795 202909 206627 305324 373060 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne 00„ 1000000, 2 zu je 300000, 2 zu je 100000, 75000. 2 zue 50000. 8 zu je 30000,— 20000, 86 zu je 10000, 188 zu je 5000, 348 8000, 506 zu je 2000, 890 zu“: 1 n 500. 17754 zu se me zu 2 zu 12 zu 848 zu 95 liche wor 24 bunk lige wurd sch bea stär lan die mals Die tär an E bün Au gege Gan E wur nach isten seit au Be der 5 und der ten Alpei einge herat Sozie rücker amte sange Da 2in das hau nom sesige In Un lun gen me Wehr besin ah bund Ueb #ng amtl! Meld De Rasc wubgr ung er Gel