Gevelsberger Zeitung Amtsblatt der Stadt Gevelsberg. Gegr. 1878 als Ennepetal=Zeitung. Du Gevelsbergen Zeitung erschemt werktdalich nachmittans. Bezugspreis: Ins Haus gebracht monatt. 825 N., durch die Post bezogen vierteljährl frbl. M.(einschl.= Rotationsbruck und Verlag von Phil. Schriftleitung u. Geschästsstelle: Gevein Fernsprecher Nr. 58 u. 59. Telegramm=Adresse: Zeitung Gevelsbern. Postschließfach Nr. 63. Postta ht monat. 825 N., burch bir 472 W I in1 cc Sssasisi, ite General=en Anzeiger n=Adresse: Zeitung Gevelsbe#. 0 Anzeigengebahren: Für 1 für brisiche u. sostschließfach Nr. 63. Postscheckkonto Köl 15503. „###he(26 mm breit###### für öriliche u. M. für auswärtige im Reklameteil(71 min#reit) 30 M. bezw. M. einschließl. Anzeigensteuer. Beilugengebühr N. se 1000. Bei gerichtlicher Beitreibung kommt oder Rabatt in Fortsall. Zeit= u. Platzvorschriften werden mögl. berü#tsichtigt, je doch ohne Gewähr. Erfüllungsort Gevelsberg. Aus unverlungten Einsendungen erwächst d. Schriftl. od. Geschäftsßt. keinerlei Verpflichtung Nr. 19 Dienstag, 23. Januar 1923. 46. Jahrgang Der Reichstag ist endgültig auf Donnerstag, den 25. Jan., nachmittags 2 Uhr, einberufen Zunehmende Verschärfung der Lage Im Verlaufe eines Verfahrens hat die Landesabwehrwucherstelle München große Devisenschiebungen aufgedeckt. Es hanhelt sich um Devisen in Höhe von 17 Millionen A. Die Aufhebung des Depotzwanges, die den Reichstag demnächst beschäftigen soll, wird nach einem Beschluß der Ausschüsse nicht nur für festverzinsliche Papiere, sondern auch für Aktien gefordert. Die Abfahrt der amerikansschen Rheintruppen ist verschoben worden. Die Truppen werden erst am nächsten Freitag eingeschifft. Der tschechoslowakische Gesandte hat mit dem holländischen Außemminister einen Handesvertrag zwischen Holland und der Tschechoslowakei abgeschlossen. Neue Ausweisungen und Verhaftungen— Zunahme der Streikbewegung— Weitere deutsche Anwehrmaßnahmen Ausdehnung der Besetzung:— Die Franzosen beschlagnahmen die Lebensmittel Ums Ganze gebiets gegen die französischen Eladringlinge von und belgischen Soldaten von den Arbeitsstätten. S Wie oft haben wir in der Kriegszelt den Stunde zu Stunde wächst. Die Zechen, deren Lei.“ Ruf gehört: Es geht ums Ganze! Wie berechtigt ter verhaftet sind, liegen siill. dieser Hinweis war, zeigt unsere heutige Lage. I. Essen, 23. Jan. Die drei nachstehenden Wenn aber semals seit Tagen unseres Zufam Zechenbelegschaften, deren Leiter verhaftet worden mendruchs der Alarmruf: Ums Ganzel am Platze sind, befinden sich zur Zeit im Ausstand: Auf der war, dann heute. Eine gewiß nicht unerwartete. Zeche Bonisatius legte die gesamte Belegschaft die aber wuchtig lastende Verschärfung der Lage ist Arbeit nieder. Dse Zeche Dahlbusch beschloß einen eingetreten. Der Kampf um das Lebensrecht der I6stündigen Einspruchsstreik. Auf Zeche„Frieddeutschen Nation wird auf beiden Seiten mit rich Thyssen III“ Schacht 7 ist die gesamte Belegzähem Nachdruck geführt. Während aber auf der schaft ausständig. Auf der Thyssenzeche„Rönsgegnerischen Seite der Standpunkt der Macht und bergshof“ streikt ein Teil der Belegschaft. Auf den der Gewalt mit brutalen Mitteln durchzusetzen Zechen„Vikloria“,„Katharina" und„Herkules", versucht wird, stellen wir von uns aus die Waffen die den Essener Steinkohlenbergwerken gehören. des Rechts und des in diesem unerschüterlichen is1 die Morgenschicht nicht angefahren. Auch die Fundament ankernden moralischen Widerstandes Beamtenschaft des Zechenbüros der Essener Steinkohlenbergwerke hat die Arbeit noch nicht wieder Der schwedische König wird Anfang März der Königin von Holland den Besuch erwidern, den diese 1922 in Stockholm abstattete. Am 29. Jan wird unter dem Vorsitz des Königs Georg im Buckinghampalast in London ein Kronrat stattfinden. Der Hafen vor Liverpool ist von einer Springflut heimgesucht worden. Es sind auch mehrere Menschen dabei umgekommen. Nach dem„Newyork Herald“ soll in Newyork hartnäckig das Gerücht umlaufen, daß Staatssekretär Hughes seine Entlassung eingereicht hat. Preußischer Landtag 200. Sitzung am Monlag, 22. Jan. Vizepräsident Dr. v. Kries eröffnete die Sitzung um 1,20 Uhr. Der Landtag hielt dann bei sehr schwacher Besetzung eine recht ruhige Sitzung ab. Zur Beratung stand zunächst der Gesetzentwurf über die Genehmigung von Siedlungen nach§ 1 des Reichssindlungsgesetzes. Von deutschaationaler Seite wurden Bedenken geltend gemacht über die Gleichstellung Berlins mit dem öbrigen Staatsgebie hinsichtlich der Anwendung des Gesetzes, ferner über die Regelug der Zuständigkeit der Spruchkammern. Die Sozlaidemokralen traten diesen Bedenken entgegen. Bei einem Abänderungsantrag stellte sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses heraus. Man mußte also formell Schluß machen und diesen Gegenstand verlassen. Nach einer Pause von 5 Minuten begann die neue Sitzung, in der man sich eingehend über die Rotlage der Angehörigen der freien Berufe, insbesondere der Rechtsanwälte, Aerzte, Schrif.steller, Redakteure usw. unterhielt. Es lag vor ein Zentrumsantrag, der die Möglichkeit schaffen will. daß arbeitsfähige Angehörige der freien Berufe, die infolge unzureichenden Ertrages ihrer Arbeit ihre Familie nicht ernähren können, in geeigneten Verwaltungsstellen beschäftigt werden. Die Not de: geistigen Arbeiter wurde in der Aussprache von allen Seiten anerkannt, weniger die Aussicht auf Erfolg auf Grund des Antrages. Der Ausschuß wird sich damit zu beschäftigen haben, ob andere Auswege zu finden sind. Zum Schluß gab es noch eine eingehende Besprechung über anderweitige Gestaltung des Strafvollzuger im Rahmen einer Anzahl kommunistischer Anträge. Abg. Menzel=Halle in richiger, Frau Wolfffteln in umso heftigerer Art griffen Regierung und Parteien, insbesondere die sozialdemokratische Nachdarpartei, in schärfster Weise an. Erst die sachlichen Darlegungen des Zentrumsabgeordneten Dr. Schmidt=Düsseldorf, der als Strafanstaltsdirektor ein vorzüglicher Kenner der Sache ist, stimmten die Beratungen auf einen ruhigen Ton ab. Nächste Sitzung: Dienstag 12 Uhr: Kleine Voru, darunter Gentgegen! Es würde den Rahmen dieser Besprechungen welt überschreiten, wollte man alle, die sich geradezu atemlos jagenden Rechtsbrüche und Gewalttaten der französischen Eindringlinge im Ruhrgebiet hinreichend kennzeichnen. Die Heuchelei, daß es sich nur ein„friedliches“ Werk handele, ist längst vor aller Welt entlarot. Nahe an zweihunderttausend Mann stehen jetzt bereits im Ruhrgebiet. Und andauernd werden neue Truppenmassen in dieses ohnehin schon von Menschen wimmelnde Gebiet hineingepumpt. Da muß man sich doch fragen, wo in aller Welt sind denn die übrigen Vertragsmächte von Versailles. 27, sage und schreibe: siebenundzwanzig Mächte haben damals gegen das eine einzige Deutschland einen Vertrag gut geheißen, dessen Grundlagen schließlich auch andere geworden sind, als diejenigen es waren. die der Präsident der Vereinigten Staaten zur Voraussetzung machte und auf die hin wir die Waffen niederlegten. Amerika, das den Krieg entschieden hat, muß auch den Frieden gewinnen helfen. Es ist unverständlich, daß Amerika gerade setzt wieder„bei Seite steht“, wo von neuem seine Auffassungen geflifsentlich in den Hintergund gedrängt worden sind. Wo bleiben die Großmächte, die sich gegenüber diesem unverhüllten kriegerischen Vorgehen auf deutschem Boden zur Wehr setzen? Sehen sie denn nicht, daß die Waffen, die jetzt vor einer friedlich schaffenden Bevölkerung aufgekürmt werden, letzten Endes für sie selber geschliffen sind? Man könnte an der Moral und der Gerechtigkeit der sogenannten„Welt" verzweifeln. Wenn jemals, dann tritt jetzt die alles bestimmende und ganze Völker und Nationen regierende Macht des Egvismus, um nicht zu sagen, des Materialismus in die Erscheinung. Was kümmert jetzt die Menschen Recht, Moral, Gesetz und Menschlichkeit, für die man sich schließlich nichts kaufen kann! Dafür steht alles auf der Lauer, um eisersüchtig zu wachen, daß die„Interessen“ nicht berührt werden! Um die Interessen der Menschlichkeit kümmert man sich nicht! Daß die Weltmoral ver die Hunde gehl, berührt Niemanden mehr. Wie ein neroisches Schauspiel sieht man aus den Rängen der Weltbühne herab, dem Verzweiflungsund Todeskampf des deutschen Volkes gegen dus große blutgierige Raubtier zul.... Verschärjung! Das ist das Kennzeichen der Lage! Aber sagen wir es einer dem anderen, jeden Tag, jede Stunde, schwören wir es uns in die Hände, jeden Tag jede Stunde: Auf einen Schelmen anderthalb! Je stärker der Druck von der anderen Seite, dopt lt so stark unser Widerstand! Nicht unser bewa neter, den wir ja leider nicht leisten können, dafür aber unser moralischer! Hier darf es irn keinen Preis in der Welt eine Lücke geben. Jeder, der diese Front unterhöhlt, ist ein Landesverräter! Wir sind mitten im Kriege, wernn ausgenommen. Einspruch der Stinneszechenarbeiter. t. Essen, 23. Jan. Die Angestellten und Arbeiter der Stinneszechen erhielten kürzlich Mitteilung davon, daß ihre Abordnung von dem Ober Freigabe der völkerrechtswidrig verhafteten Werksleitungen und Beamten. Wir fordern die gesamte Arbeitnehmerschaft auf, en diesen Forderungen festzuhalten und nicht nachzugeben I## ihrem Widerstand gegen jeden sthrenden Eingrif der feindlichen Mililärmächle in das deutsche Wirtschaftsgetriebe. Im Namen aller Urbeiter, Angestellten and Beamten im ganzei. Reiche und — so glauben wir— mit Zustimmuug der ganzen deutschen Volker, sichern wir den deutschen Brüdern im Ruhrgebiet in ihrem gefahrvollen Kampfe nachhaltigste Unterstützung zu. Der Jehler in der Rechnung. Paris, 23. Jan. Die Nachrichten über die Streikbewegung im Ruhrgebiet stimmen hler kleinlaut, obgleich die amtlichen Stellen bemütt sind, die zu lösenden Schwierigkeiten gering erscheinen zu lassen. Die allgemeine Auffassung in französischen politischen Kreisen geht heute dahin. daß die Regierung mit einem derartigen Widerstand auf deutscher Seite nicht gerechnet und die troßz wiederholter Bitte des Reglerungspräsidenten 1.11 77. 0wntz; 7. 2. ute gezi# beterd er iem räche Ralbonal; desen Leitartlick dem dabiaen BeieGeneraldirektors Spindler Einspruch einzy. Nationat, dessen Leitartikel dem Kavinett Poinlegen. Die Abordnung wird in Mainz an maßgebenden Stellen nochmals die Freilassung der Verhafteten sordern. Die gesamte Arbeiter= und Angestelltenschaft der Stinneszechen ist gegen die neugeschaffene Lage heute Dienstag morgen in den Streik getreten. Nur Notstandsarbeiten werden verrichtet. Treugelöbnis polnisch sprechender Arbeiter. Hamboro, 23. Jan. Die polnisch sprechender Arbeiter uns Beamten der Thyssenwerke in Hamvorn haben an den Regierungspräsidenten Grützner eine Entschließung mit dem Ersuchen gesandt, dieselbe dem französischen Generalquartier in Düsseldorf zu übermitteln, in der es heißt: „Im Auftrage der polnisch sprechenden Arbeiter und Beamten der Thyssenwerke zu Hamborn sind wir gekommen, um in feierlichster Weise Ausdruck zu geben von dem Gefühl, welches die care seine falschen Berechnungen vorhält.: Poincare seit Beginn der Ruhrbesetzung vorsichtiges Schweigen über diese Frage beobechtet Ausweifung deutscher Rheinlandsbemmter.— Neue Verhaftungen. t. Köln, 23. Jan. Der Landrat von Zell, Dr. von Stein ist mit seiner Familie aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen worden. Mainz, 23. Jan. Der Vorstand des hiesigen Hauptsteueramts, Oberregierungsrat Dr. Alfred Offenböcher, wurde am Sumstag abend von ber Besatzungsbehörde festgenommen. Seiner Familie wurde mitgeteilt, daß sie die Wohnung innerholh vier Tagen zu räumen habe. Bachen, 23. Jan. Gestern mittag wurde der Leiter des Finanzumtes Aachen 2(Aachen Land und Monschau), Oberregierungsrat Sembach, und sein Stellversieter Regierungsrat Dr. Basten ran einer aus 3 Offizieren und 5 bis 6 Gendarmen beErich ktahenden Abordnung verhaftet, da sie dieser 4egerüber erklärt hatten, sie würden nur den WeWir erklären ausbrücklich, daß wir die An. Lantlichen Bebörden Folge ordnungen der deutschen Regierung und unserer rauthin haben sämtliche Peamte und Angestellte Werksleitung befolgen werden und uns eins füh len mit den Arbeitern und Beamten im Thyssenwerke. Wir verweisen auf das außerordentliche Elend und die Not, welche aus dieser Verhaftung für uns und unsere Familien erwachsen. Unwürdige Behandlung der Verhafieten. t. Essen. 23. Jan. Nach hier vorliegenden Nachrichten werden die Verhafteten im Mainzer Militärgesängnis wie Verbrecher behandelt. Am Tage der Verhaftung blieben sie sämtlich ohne Nahrung. Mittwoch Beginn der Kriegsgerichtsverhandlungen gegen die deutschen Großindustriellen. t. Essen. 23. Jan. Wie wir zuverlässig erfahren, finden die Kriegsgerichtsverhandlungen gegen die verhafteten Bergbauführer am Mittwoch, vormittaas 9 Uhr, statt. Dem Reichsbeistand der Verhafteten, Rechisanwalt Dr. Grimm, wurde gestern eine Besprechung mit den Inhaftierten zugestanden Eine Kundgebung sämtlicher deutscher Gewerkschaften an die deutschen Brüder im Ruhrgebiet. t. Berlin. 23. Jan. Die deutschen Gewerkschaften raufhin haben sämtliche Beamte und Angestellte dieses Finanzamtes ihre Tätigkeit eingestellt. Bochum, 23. Jan. Die hiesige französische Besatzungsleitung ließ den Zollrat Faust vorladen und eröffnete ihm den hier veröffentlichten Erlaß Degouttes, wonach das Hauptzollamt Bochum in ein Landesfinanzamt umgewandelt werden soll. Das übergeordnete Landesfinanzamt Münster sei für Bochum aufgehoben. Zourat Faust solle zum Vorsitzenden dieses neuen Landessinanzamtes eingesetzt werden. Zollrat Faust hat das Anfinnen als den deutschen Gesetzen und dem deutschen Recht zuwiderlaufend abgelehnt. Lieber Verhaftung als Auswrifung. Köln, 23. Jan. Präsident Hähling von Lanzenauer, Landesftnanzamt Köln, hat, wie gemeldei einen Ausweisungsbefehl erhalten. Wie nun mitgeteilt wird, wird er diesem Ausweifungsbesehl entsprechend den Anordnungen der deutschen Regierung keine Folge leisten. Infolgedessen ist mit seiner Verhaftung zu rechnen. Eni Dortmunder Pollzift verhaftet. t Dortmund, 23. Jan. In Dortmund soh man gestern zahlreiche in Trupps von etwa 100 Mann zählende Personen auf der Straße, welche auch eine andere Form irägt als der auf blutigen haben gestern Vormittag in einer gemeinsamen Schlachtfeldern, aber in einem Kriege von unermeßbarer Wucht und— was besonders zu beachten ist und keinen Augenblis aus den Augen gelassen werden darf,— von einer entscheidenden Bedeutung für die ganze politische und wirtschaftliche Gegenwart und Zukunft des deutschen Volkes! Gesetz über Grundstücksverkehr, wie Siedlungsgesetz. gegen 6 Uhr. Der wächlende Widerstand. w. Berl##n, 24. Jon. Die Blütter biet is Biderstend des AubSitzung im Gewerkschaftshause des Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbunbes einmütig die folgende Entschließung gefaßt: Die vereinigten Vorstände der Gewerfschaften Deutschlands erklären ihr rötliges Einverständnis mit den Abwehrmaßnahmen der bedrängten Arbeiter, Angestellten und Beamten in den besetzten Gehielen. Wir billigen ausdrücklich die von den Bergarbeiterverbänden ausgeftelten Jorderungen, ne die noch fofortiger Jonigabe dur protestierten. Trotz des Verbots der Besatzungsbehörde wurden vaterländische Lieder gesungen. Ein Beamter der Schutzpolizei wurde verhaftef, weil er einen Offtzier der französischen Besatzung nicht gegrüßt hatte. Schwerer Eingriff in die deutsche Jusiizhohelt. w. Dortmund, 23. Jan. Der Generalkommandeur der 13. Infanteriedivision teilt mit, daß nach Dokarstand 23. Jan. früh: 21 450 M. dem 18. 1. 1928 Urtelle der deutschen Behörden wegen politischer Delikte oder wegen Pressevergehen ohne seine Zustimmung nicht vollstreckt werden können, gleichgültig, ob das Urteil vor dem 18. Jan. gesällt wurde oder nicht und gleichgültig, ob es von einer Behörde des besetzten oder unbesetzten Bevietes verhängt wurde. Die französische Antwortnote wegen des Mordes von Bochum. t. Berlin, 23. Jan. Die französische Antwort= note auf die deutsche Note über den Zwischenfall in Bochum, bei dem ein Deutscher getötet worden ist, ist eingetroffen. Die Note enthält nicht einen einzigen Ausbruck des Bedauerns und erklärt, daß jede Gefährdung der Sicherheit der französischen Truppen nach wie vor auf das strengste geahndet werden solle. Da es sich bei dem bekannten Vorfalle um keinerlei Bedrohung der französischen Truppen handelte, sondern nur um das Absingen deutscher Lieder durch einige Vorübergehenden, so entbehrt die Antwort auf die deutsche Note durch Poincare nicht eines gewissen Hohnes. Die Schließung der Dortmunder Banken. t. Dortmund, 23. Jan. Als Gegenmaßnahme gegen die Besetzung der Reichsbank durch französische Truppen bleiben von heute ab sämtliche Dortmunder Banken solange geschlossen, bis die Reichsbank wieder frei gegeben ist. Wiederaufnahme der Arbeit auf dem Dortmunder Hauptbahnhofe. t. Dortmund, 23. Jan. Der Betrieb des Dortmunder Hauptbahnhofes ist am 22. Jan., abende 10 Uhr, in vollem Umfange unter folgenden Voraussetzungen wieder ausgenommen worden: 1. Die Besatzungsbehörde darf Beamte und Arbeiter der Eisenbahn bei der Ausübung ihres Dienstes nicht mehr verhaften lassen, sondern soll Differenzen bei den Diersestellenvorstehern anbringen, die Unterl#chungen in Gemeinschaft mit den Arbeitern u. Beamten vertreten. 2. Keinerlei Eingriffe der Besatzungsdehörde in den Eisenbahnbetrieb und Verzicht auf Besetzumg und Ueberwachung der Eisenbahnfernsprechzentrale durch französische Posten. 3. Perzicht der Besatzungsbehörde auf die verlangte Entschuldigung des Oberbahnhofsvorsteher: bei französischen Offizieren. Freigabe von dre beschlagnahmten Zimmern auf dem Hauptbahnhofe. Die Erfüllung der verlangten Voraussetzung wurde nach vierstündigen Verhandlungen zugesichert. Die Iranzosen beschlagnahmen Ileischvorräte. t Rocklingdausen, 23. Jan. Wie die Telegrafenunion soeben erfährt, haben die fran##fischen Truppen die gesamsen Fleischvorrdte der Stadtschlachthauser in Recklinghausen beschlagnahmt. Die Stadt ist vollkommen ohne Fleisch. Die Bürgerschaft und die Gewerkschaften werden heute zusammentreten, um über die eingetretene Lage zu beraten. Truppenverstärkungen in Dortmund. t. Dortmund. 23. Jan. Die französischen Truppen sind im Laufe des gestrigen Tages verstärkt worden. Jortsetzung des Vormarsches auf Unna? i. Bochum, 23. Jan. Die Besatzung der neubesetzten Gebietes wird augenblicklich stark umgruppiert und verstärkt. Man rechnet daher mit einer Jortsetzung des Vormarsches auf Unna. Neue Truppennachschübe. t. Jrankfurt. 23. Jan. Immer neue Truppen werfen die Franzosen nach dem Rheinlande. Nach einer Aeußerung des Adjutanten des Gegerals Oegoutte stehen zur Zeit im Rheinlande 90 000 Mann französischer Truppen, während für das Ruhrgeviet insgesamt 270000 Mann(1) lo Aussicht genommen sind. Mänster und Ornabrück bebroht? t. Düsseldors, 23. Jan. Im Laufe des Festrigen Tages sind erhebliche Verstärkungen der französischen Besatzung im Ruhrgebiet eingetrossen, wellere Züge sind im Anrollen, so daß mit einer neuen Truppenbewegung zu rechnen ist. Auch aus Belglen werden neue Truppen erwartet. Es verlautet, daß dort 2 Divisionen zur Verstärkung der Ruhrbesatzung bereitgestellt sind. Die neue französische Truppenbewegung hängt vermutlich mit einem Befehl zusammen, den sicherem Vernehmen nach das französische Oberkommando vom französischen Kriegsminister exhalten hat, in dem die Besetzung bis zur Bahnlinie Osnabrück— Löhne angeordnet ist. Damit würde der französische Generalstab die wichtigste deutsche Verbindung nach Holland in die Hand bekommen. Mit der Besetzung der Stadt Münster ist, falls eine solche neue Anordnung des französischen Kriegsministeriums durchgeführt werden sollte, in den nächsten Tagen zu rechnen. Die Post soll keine Handlangerdienste leisten. 1. Berlin. 23. Jan. Der Reichspostminister hat alle Beamten. Angestellten und Arbeiter der Reichsposl- und Telegraphenverwaltung angewiesen, rechtswldrigen Anordnungen der Besatzungsbehörde ohne Rücksicht auf die eigene Person unbeugsamen Widerstand engegenzusetzen. Eln Verbot des Landwirtschaftsministers. k. Berlin. 25. Jan. Der preußische Landwirtschaftsminister hat aus die Nachricht von der Beschlagnahme der Staatswaldungen im besetzten Gebiet der Rheinlandes durch die französischen und beigisechn Machthaber den zuständigen örtlichen Stellen verboten, irgend einer Unordnung der interalliierten Rheinlandskommission in Bezug auf Staatsforsten nachzukommen. Die gleiche Anordnung erließ der Miaister auch für die Gemeindeforsten. Keine Ausgleichszahlungen mehr. Berlin, 25. Jan. Uebereinstimmend mnt den bisher getroffenen Maßznahmen gegenüber den bettragsbrüchigen Ländern, ist seitens der Reichscegierung den deutschen Vertretern die Tellnahme an den Arbeiten der deutsch-französischen und deutsch-beigischen Ausgleichsamtes in Paris untersagt worden. Italienische Vorstellungen in London und Paris. t. London, 23. Jan. Von römischer Seite wird mitgeteilt: Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Italienische Regieruno sowohl in Paris wie in London ihre ernste Beunruhigung über die Lage kundgetan hat und von der französischen Regierung Garantien bezüglich der Maßnahmen im Ruhrgebiet erbeten hat. Der neu ernannte Kommissar wird an den Arbeiten der Rheinlandskommission nur iusowelt teilnehmen, als dies zur Wahrnehmung der italienischen Handels= und Industriebeziehungen geboten ist. England wartet weiter ab. t. London, 23. Jan. In einem programmatischen Leitaussatz stellt die„Time“ die englische Auffassung der Lage in folgender Weise dar: Der Grundsatz der englischen Politik geht gegenwärtig dahin, sich von jedem Eingreifen in irgendeiner Form fernzuhalten. Dieses Fernhalten sollte jedoch nicht einen Mangel an Voraussicht in sich schließen. Der Zeitpunkt ist bereits gekommen, um zu erwägen, ob irgendwelche Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland im Interesse aller Alllierten und im Interesse des europäischen Friedens bennoch möglich seien. deutschen Bauernvereine“ gebildet wird, erläßt folgenden Aufruf: Mit Bewunderung und Stolz blickt die gesamte deutsche Landwirtschaft auf die unerschütterliche Standhaftigkeit der unter schwerstem feindlichen Druck stehenden Bevölkerung des Ruhrgebietes. Die im Reichsausschuß vereinigten landwirtschaftlichen Körperschaften Deutschlands haben beschlossen, sofort alle erforderlichen Schritte zur Linderung der Ernährungsschwierigkeiten des neubesetzten Gebietes zu unternehmen. Die Vorsitzenden aller deutschen Landwirtschaftskommern werden gebeten, in Gemeinschaft mit den übrigen lundwirtschaftlichen Verbänden der Länder und Provinzen die Sammlung von Lebensmitteln ohne Verzug in die Hand zu nehmen. Wegen einer geregelten Verteilung an die Bevölkerung ist der Reichsausschuß mit den Reichsbehörden in Verbindung getreten. Der R. A. weiß sich eins mit der gesamten deutschen Landbevölkerung in dem festen Willen, der Ruhrbevölkerung in ihrer schweren vaterländischen Not nach Kräften beizustehen. Die Ernährungsmaßnahmen der Reichsregierung Essen, 22. Jan. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Luther weilte Samstag und Sonntag gemeinschaftlich mit einem Vertreter des preußischen Staatskommissars für Volksernährung in Essen, um sich an Ort und Stelle über die Ernährungslage des Ruhrbezirks und der benachbarten schon früher besetzten rheintschen Gebiete zu unterrichten. Ehaben eingehende Erörterungen mit den Gewerkschaften, Landwirtschaft, Banken, Großhandel, Konsumvereinen und Konsumanstalten stattgefunden. Die durch die Schließung von Reichsbankstellen seitens der Besatzungstruppen geschaffene Notlage muß sofort beseitigt werden, wenn nicht schwerste Not ausbrechen soll. Erschütternd war die Feststellung über das Ausmaß der Regulsitionen durch die Besatzungstruppen an Stroh usw. in den ländlichen Bezirken, wodurch die Viehhaltung in diesen Bezirken und mit ihr die Milchversorgung vernichtet zu werden droht. Es sind Vorkehrungen getroffen worden, um die Ernährung der Bevölkerung sicher zu stellen. Als dir Jeuerwehr einbrung, warrn 11 tot. zum Tell verletzt und verstümmelt. Der Unternehmer Kapelmeler wurde verhaftei und wegen fahrlässiger Tötung und Vergehens geger das Sprengstoffgesetz dem Gericht eingeliesert. Kappelmeier hat es auch unterlassen, die Vornahm. der Arbeiten bei der Pollzei anzumelden. Die Opfer der Explosion in Ingolstadt. t. München, 23. Jan. Die Explosion in Ingolstadt hat insgesamt 11 Menschenleben gefordert Dabei sind alle Angestellten des Betriebes Kappelmeier der Explosion zum Opfer gefallen. Die Getöteten sind der Vorarbeiter Roth und der Malermeister Joseph Müller. Die anderen neun sind junge Mädchen im Alter von 15—20 Jahren. Die Friedenskonferenz in Lausanne Lord Curzons Lausanner Aufenthaltsdauer. t. Lausanne, 23. Jan. Lord Curcon, der in diesen Tagen von Lausanne wieder abreisen wollte, hat sich bereit erklärt, seinen Aufenthalt auf mehrere Tage zu verlängern. Man glaubt indessen, daß er als äußersten Zeitpunkt seiner Rückreise nach England den 30. Jan. festgesetzt hat. Aus aller Welt Aufruf on die deutsche Landwirtschaft Der Reschsausschuß der deutschen Landwirtschaft, der aus den landwirtschaftlichen Spitzenverbänden, insbesondere auch her„Vereinigung der w. Die Not in der Studentenschaft wächst unter den Teuerungsfolgen, der Ruhrbesetzung ins Unerträgliche. Tausende von Studlerenden stehen schon jetzt unmittelbar vor der Frage des Abbruchs ihrer Studien mitten im Semester. Zur Linderung dieser Notlage hat das um die Studentenschaft in Deutschland hochverdiente große schwedische Studentenhilfskomitee der Wirtschaftshülfe der deutschen Studentenscha 100 Millionen# überwiesen, die sofort an 3—4000 Studierende als einmalige Notbeihl verteilt werden sollen unter besonderer Berücksichtigung der im besetzten Gebiet liegenden Hoch schulen und der aus diesem Gebiet stammende: Studlerenden. Bewerbungen sind mit dem Vermerk„Schwe Eine neue„Verfehlung“ t. Paris, 23. Jan. Die Agenturen veröffentlichen folgende amtliche Note: Die Zeitungen haben gemeldet, daß die deutschen Vertreter bei dem Schiedsgericht auf Befehl der deutschen Regierung sich geweigert hätten, an den weiteren Arbeiten des Schiedsgerichtes teilzunehmen. Die französische Regierung hat diese formelle Verfehlung gegen den Friedensvertrag von Versailles in einer Note, die sie dem deutschen Geschäftsträger überreichte, festgestellt und gedroht, daß Deutschland für alle Schäden, die den französischen Staatsangehörigen durch die Verzögerung der Arbeiten entstehen könnten, verantwortlich gemacht würde. Die französische Regierung hat sofort alle Maßnahmen ergriffen, um die weiteren Arbeiten des Schiedsgerichtes zu erreichen. Großes Explosionsunglück in Ingolstadt die Anschrift:„Zweigstelle der Darlehnskasse der Deutschen Studentenschaft. Sicherlich wird diese außerordentlich wertvoll und großherzige Hilfe an allen deutschen Hoch schulen und weit darüber hinaus den Widerhal warmer Dankbarkeit erwecken. Kommunistenperhaftung im Pariser D-Zug. t. Im D=Zug Köln—Paris wurde durch die polittsche Polizei auf der Station Jeumont der 39. jährige französische Kommunist Ilbert verhaftet, der auf einem salschen Paß reiste. Zahlreiche Werbeschriften wurden bei ihm vorgefunden. Justizmord in Sowjetrußland. t. Die vom Zentralexekutivkomitee der Sowjeteingesetzte Untersuchungskommission hat nunmehr festgestellt, daß im Jahre 1922 824 Personen ungesetzlich erschossen worden sind. Es waren zwar alle in der ersten Entscheidung verurteilt worden, aber dagegen Berufung eingelegt. Bevor jedoch barüber entschieden war, hatten die örtlichen Sowjets die Hinrichtung vorgenommen. t. München, 23. Jan. Eine Explosionskatastrophe ereignete sich in Ingolstadt in einer ehemaligen Jestungskasematte. Der Männerturnverein hatte vor kurzer Zeit Leuchtpatronen, die zur Veranstaltung von Jeuerwerken bestimmt waren, an den Kaufmann Kappelmeler verkauft, well sich in den Leuchtkörpern bereits ein Fersetzungsprozeß bemerkbar machte. Kappelmeier ließ die Patronen zerlegen, um das Zinkblech zu gewinnen. Diese Arbeiten führten nun zu einer heftigen Explosion, durch die ein Brand entsland. Wirtschaftliches Amfl. Berliner Deussenkurse. Für je1 der Landeswährung in Mar Gräfin Laßbergs Enkelin Roman von Fr. Lehne. 51)(Nachdruck verboten.) „Zehntausend Mark““ „Gut! Dann lassen wir die Anzahlung verfallen, und ihr gebt den Wagen zurück!“ meinte er gleichmütig. „Das geht doch nicht. Was denkst du! Was würden die Leute dazu sagen! Das ist ja heller Wahnsinn“" Die Stimmen von Mutter und Tochter klangen erregt durcheinander. „Nicht größerer Wahnsinn als die Anschaffung eines Wagens, der eure Verhältnisse bei weitem übersteigt.“ „Das sagst du! Und wir leben so einfach!“ Jetzt mußte er doch lachen. Höhnend klang es durch den Raum. „In der Tat. eure Lebensführung ist sehr einfach— so einfach, daß sie die Kräfte Steinhagens bedenklich übersteigt! Ihr müßt sparsamer leben — und vor allem— der Wagen kommt heute noch aus dem Hause: ich kann ihn nicht bezahlen!“ „Du mußt es— das bist du uns schuldig! Wir geben doch die Equipage dafür auf! Verkauf außerdem ein Stück Feld, einige Kühe, dann hast du die Summe." „Soil ich nicht gar Steinhagen auch gleich verkaufen?“ sagte er grimmig.„Dann hättet ihr je genug zum Ausgehen. An zure Zukunft denkt ihr wohl nicht.“ „Das beste wär' es! Dann hätte aller Streit ein Ende"" bemerkte Konstonze. Du solltest dich schämen, Konstanze, das zu denken, geschweige auszusprechen! Seine Stimme beitte vor Erregung.„Ich habe redlich für euch gearbeitet.“ „Für dich wohl nicht?“ warf Konstanze schnippisch ein.„Dir gehört wohl Steinhagen nicht?“ „Auf dem Papier— allerdings! Doch ihr habt mehr davon als ich!“ „Dein guter Vater, Lothor, mein seliger Mann, hat besser und nobler für mich gesorgt als du“ sagte Frau Agathe mit weinerlicher Stimme, „Ja indem er Steinhagen in einer Weise belastete, die allgemeines Kopfschütteln erregte. Und ich habe arbeiten müssen, schlimmer als ein Tagelöhner, um mir den Besitz meiner Bäter zu erhalten um wenigstens die drückendsten Verbindlichkeiten abzulöten“ „Wenn es so stand, warum hast du Steinhagen nicht verkauft, damals, als dir Fabiikbesitzer Clemens das so vorteilhafte Angebot machte! Für das Geld konntest du längst eine andere Kiilsche haben!“ „Wenn Mama das sagen würde, würde ich es egreiflich finden, da sie aus einer Sphäre stammt, der das Bewuttsein„eigene Scholl=" wohl am jremdesten von allem ist“ Frau Agathe wollte auffahren; sie war dunkelrat und schnappte nach Lust.„Bitte, möchtest du etwas erwidern?“ fragte er kalt, nach der fassungslosen Frau hinüverblickend. Dann wandte er sich nach der Schwester. „Dir aber, Konstanze, hütte ich doch mehr Herrengefühl zugetraut. Hast du so wenig Stolz und Anhanglichkeit— und Verständnis für das, was dir als aus einem alten Adelsgeschlecht das Höchste ein müßte? Ich habe damals nicht gezögert und die Untform ausgezogen, trotzdem es mir bitterschwer wurbe und bin doch ein„Bauer" geworden, wie du so oft höhnend bemerkst. Aber es galt, Steinhagen zu retten— und die Hand des Herrn tat no!! Wer sollte für euch sorgen, wenn alles zusammenbrach—. damals, als Vater so plötzlich starb— „Und war es nicht in deinem Interesse mit?“ „Gewiß! Aber ihr habt nie gefragt, ob es mir leicht wurde oder schwer! Vater hat mir durch eine Bestimmungen wirklich ein Opfer auferlegt. An mich habe ich in den letzten acht Jahren nicht denken können. Einen eigenen Hausstand zu gründen, dos wäre auch heute noch schwer“ Ju, natürlich, wenn du ein Mädchen ohne Vermögen heiraten wolltest! Welcher Landwirt könnte das? Du mußt mir doch mein Kapltal auszahlen, sobald sch hefrate!“ „Das würde mir jetzt unmöglich sein! Ich habe keine Ersparnisse machen können. Ja, wenn ihr draußen in Steinhagen wohntet, wäre es anders gewesen. Aber zwei Haushaltungen wirft er nicht ab. Wozu dieser kostspielige Haus in der Stadt? Man hätte es vermieten können!“ „O. o, Lothar, diesen Gedanken lasse fallen!" rief Frau Agathe erregt.„Uebrigens hat mein guter Mann mir dieses Haus als Witwensitz beLimmt außer der monatlichen 9. „Habe ich sie dir einmal nicht gezahlt? Und nicht einmal hast du mir die Zahlungsbedingungen erleichtert während der schwersten Jahre. Ich hab manchmal nicht gewußt, wo sie hernehmen. Aber ihr brauchtet sa so viel, trotzdem ich auch fast euren ganzen Haushalt bestritt, wozu ich gar nicht verpflichtet war" „Als ob es auf die paar Gänse und Hühner und Eier und das Obst ankäme! Es ist sehr nett. daß du uns deine Wohltaten vorwirfst!" Er beachtete Konstanzes Einwurf nicht, sondern fuhr fort: „Was hat dieses Haus allein schon gekostet Um die kleinste Reparatur seid ihr gekommen Ich habe euch Dumpfhelzung legen lassen und so vieles andere angeschafft, was nicht nötig war. Und allein die viele Dienerschaft: Gesellschafterin, Köchin, Stubenmädchen, Kutscher, Jungfer und was alles noch!“ „Bitte, lieber Lothar, mache uns darüber keine Vorschriften. Wir leben nur standesgemäß, nicht anders! Ich weiß übrigens gar nicht, wohin wir uns verirri haben. Die Erörterungen—“ „Sind durchaus nötig! Wir müssen uns einmal aussprechen. Ihr scheint gar nicht mehr im Bllde zu sein! Ich muß euch wirklich daran erinnern, daß ihr nicht nur das Recht habt, Gesd auszugeben, sondern auch die Pflicht, zusamnenzuhalten, zu sparen! Bis jetzt hab' ich nur für euch und die Zinsen gearbeitet— ohne nur einmal ein Wort des Dankes zu haben— als müsse es so sein“ „Du hast ja dafütr Steinhagen“ (Forts. folgt.) Schon ders in Lande de die Preist waren. Schon ar der Lauf Lausitza Deutschla der Nieb in Sach tige Nack das Spir und auf Einricht Spinnrä der letzte det work von Spi Nachrichte Sore reize au eine 2 veicher In Bezi ahwechst in Bezu wenn m läßt sich selung gebung auf die zumal, ensprich wie die fortwäh die Luf dem Le dem Bi regung. dern m nachmit litärkra daten 1 will nid betenen ten, mo d. h. al auch in zösischer den sich ren sich wie 2 einem nutzen. gegen mit sel spruch. Ein 3 Ein an die und st. ristenk ohne U Lehrer Freude zwei, der; n Set theder und— Aber: eine 2 so wur sle au derbar die mit Weiser die mi backen in den Dann kannte die dri rade n ber 8 Der und geger eliefert rnahm. 4 Ingolfordert. Kappeldie GeMaler in sind ren. nne der. der in tbreisen fenthalt glaubt seiner stgesetzt kuhrbeStudler der im Se#at as ochner: komitee enschaf rt beihl rücksich Hoch nende: Schue sten a. isse der ertvoll Hoch iverhal Jug. die poder 39. erhaftet, ihlreiche n. Sowjet: unmehr nen unn zwar worden, r jedoch irtlichen sondern ekostet! mmen und so g war. afterin, er und r keine 5, nicht in wir ns einehr im ran ert. Gesd mmnen zur für ur einmüsse Wir machen darauf aufmerksam, baß ein heute früh um ¼4 Uhr in Hagen Bahnpost aufgegebener Depeschenbrief mit den neuesten Nachrichten wieberum bisher nicht in unseren Besitz gelangt ist. Wenn heute also in dieser Zeit des durch die politische Hochspannung hervorgerufenen Nachrichtenhungers, manche wichtige Nachricht in der 63 sehlt, so wollen unsere Leser dafür die Post verantwortlich machen. Der Beobachter zose ohne Fahrkarte war. Trotzdem verfügte der Fahrtdienstleiter in Hagen die Mitnahme des Mannes. Er kam jedoch nur bis Haspe, wo er auf allgemeines Verlangen der Reisenden mit seinem Motorad an die Luft gesetzt und von der Weiterfahrt durch ben dortigen Fahrtdienstleiter ausgeschlossen wurde. — Schwierigkeiten in der Gasversorgung sind in unserer Stadt, wie das städtische Betriebsamt mitteilt, durch die Besetzung des Ruhrgebiets bereits eingetreten, sodaß heuts bereits eine Einschräntung der Gaslieferung auf die Hälfte eintreten muß. Es ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß in den nächsten Tagen die Gaslieferung überhaupt aufhört. — Der Stand der Talsperren. Die Ennepetalsperre faßt jetzt 10.5 Millionen Kubikmeter. Das erscheint bei der vorausgegangenen langen Regenvertode wenig und kommt daher, weil für Industriezwecke letzens viel Wasser abgelassen worden ist. Nun denkt man an die Sammlung des Wassers. Die Heilenbeckertalsperre und die Hasper Sperre laufen über. — Eine neue Laufbahn. Für die Anforderungen an die Sachkenntnis der Geschäftsführer von Arbeitsnachweisen und von Landesämtern für Arbeitevermittlung hat der Präsident der Reichsarbeitsverwaltung ausführliche Grundsätze aufgestellt. Prüfungen zur Feststellung der Kenntnisse sind nicht vorgesehen. Für die Tätigkeit bei den Landesämtern wird entweder ein abgeschlosseneo volkswirtschaftliches oder furistisches Hochschulstudium und mehrjährige, erfolgreiche Berufsarbeit mit mindestens einem Jahr in selbständiger Stellung in einem Arbeitsnachweisamt ober mindestens dreijährige Berufsarbeit in einem solchen verlangt. Gleichwertige Leistung oder Arbeit in anderen Verwaltungen kann angerechnet werden. Für die Nachweise wird ausreichende Allgemeinbildung, Sicherheit und Gewandtheit in mundlichen und schriftlichen Verkehr vorausgesetz. Ferner vierjährige Berufsarbeit, ausreichende Kenntnisse in Recht und Volkswitschaft sowie drei Für bedeutende großstädtische Auwuindsätze für LandesSchon im vorigen Winter konnte man, besonders in Süddeutschland, beobachten, daß auf dem Lande das Spinnrab# wieder zu Ehren kam, da die Preise für Webstoffe unerschwinglich geworden waren. Die Bewegung hat sich jetzt noch verstärkt. Schon am Ende des Krieges ist der Flachsbau in der Lausitz wieder aufgenommen worden; von der Lausitz aus verbreitet er sich allmählich über ganz Deutschland. Das Spinnrad findet sich heute in der Nieber= und in der Oberlausitz, in Schlesien, in Sachsen und in Brandenburg, und die gewalt tige Nachfrage nach Spindeln läßt erkennen, daß das Spinnrad in absehbarer Zeit in den Städten und auf den Dörfern von ganz Deutschland eine Einrichtung sein wird, die in jedes Haus gehöct. Spinnräder sind ein gesuchter Gegenstand, und in der letzten Zeit ist eine Reihe von Fabriken gegründet worden, die sich lediglich mit der Herstellung von Spindeln beschäftigen. Aus Stadt und Land Nachdruck aller mit besonderem Zeichen versehenen ist nur mit genauer Quellenangabe gestattel. Sprechstunde der Schriftleitung 4—5 Uhr nachm. Gevelsberg, 23. Jan. Im Wechsel liegt der Reiz Wie müssen fortwährend wechselnde Lebens=..., reize auf uns einwirken lassen. Aber es sollen Monate Tätigkeit, keine künstlichen, sondern natürliche Reize sein, Nachweise konnen die Grundsätze velche wir uns ja so leicht verschaffen können. ämter angewandt werden. In Bezug auf die Ernährung können wir täglich— Einschreiten der Regierung gegen den Beahwechseln, welt wir in einem Kulturlande leben; trug an den Goldmarkgläubigern. Die„Berl. in Bezug auf die Beschäftigung könnten wir es, Börsenzeitung“ vom 7. Jan, schreibt unter dieser wenn wir nicht in einem Kulturlande lebten. Doch Ueberschrift folgendes: In der letzten Zeit ist eine läßt sich auch hier in den freien Stunden Abwech= Massenkündigung von Teilschuldverschreibungen, elung schaffen. Auch in Bezug auf unsere Um= Pfandbriefen und Hypotheken erfolgt, weil die gebung übt der Wechsel des Neuen oft Wunder Schuldner die Geldentwertung benutzen wollen, auf Rin Vlahonafraft mohrand hos omine(Fimarlal nungsbauabgabe ist nicht abzugsfähig. 2. Einkommen aus vermieteten Häusern: Als Einkommen ist gleichfalls in der Regel nur die gemäß dem Reichsmietengesetz festzustellende Grundmiete anzusetzen. Abzüge für Werbungskosten sind hiervon nicht zu machen, da andererseits auch die Zuschläge für die verschiedenen Unkosten nicht angesetzt werden. Falls auf dem ziffernmäßigen Abzuge der im Jahre 1922 erwachsenen Werbungskosten bestanden wird, sind die wirklichen Einnahmen aus den vermieteten Wohnungen, gegebenenfalls einschl. des nach Ziff. 1 Abs. 2 berechneten Mietwertes der eigenen Wohnung festzustellen, und hiervon die im einzelnen nachzuweisenden Unkosten abzusetzen.“ — Erstattung des Reichonotopfers an Kleinrentner. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach den Bestimmungen über die Abwickelung des Notopfers eine Erstattung des Reichsnotopfers an Kleinrentner erfolgen kann, wenn beim Vorliegen der sonstigen schon mehrfach bekanntgegebenen Voraussetzungen deren Einkommen im Kalenderjahre 1921 den Betrag von 20000 A nicht überschritten hat. Die Höhe des Einkommens 1922 kommt nicht in Betracht. — Die Abnahme des Postverkehrs. unterrichteter Seite wird über die Abnahme des Postverkehrs berichtet, daß sich bereits gegenüber Westsalen, Rheinland, Nachbargebiete Einweihung der großen Stadthalle Das große unheilvolle Weltgeschehen das die Fertigstellung der vor fast 10 Jahren begonnenen Hagener Stadthalle so sehr verzögert hat, war noch seine Schatten auf den Tag, der zu threr fest lichen Einweihung bestimmt war: vor den Toren des Hauptortes der märkischen Induestrie steht der Franzoe.] Und nur eine gab dieser schicksale schweren Zeit einen kleinen Lichtblick: Daß senen Feind, wie man ihn setzt mit Fug und Recht wie der nennen muß, in diese Stadt noch nicht eingedrungen ist. So konnte denn die seierliche Einwethung des Baues am Samstag, wenn auch durch aus abgestimmt auf einen ersten Ton, se doch würdig und ohne Störung vonstatten gehen. Die Feler begann vormittags 11 Uhr mit einem Festakt, in dem zunächst unter Hans Weisbachs zielbemußter Stabführung das Vorspiel zu Wagners„Meistersingern“ erklang. Alsdann erfolgte die Uebergabe der Stadthalle an D.:## die Stadt durch den Erbauer, Stadtbaura Flage, der etwa folgendes ausführte: Das Werk, das er heute der Oessentlichkelt übergebe, sei auf die Lebenskraft, während das ewige Einerlei, zumal, wenn es unseren Empfindungen nicht mehr um ihre Goldverpflichtungen mit dem schlechteren Gelde zurückzuzahlen. Wie wir hören, hat die Reentspricht, körper= und geisttötend wirkt. Gleich gierung Maßnahmen in Aussicht genommen, um dagegen einzuschreiten. Der Reichsjustizminister wird in einer der nächsten Parlamentssitzungen hierüber Vortrag halten und die Angelegenheit zur Entscheldung bringen. — Die Ermitteiung des Einkommens aus Hausbesth. Das Finanzamt schrieb uns folgendes: „Mit Rücksicht auf die Bestimmungen des Reichsmietengesetzes ist für die Ermittlung des Einkommens aus Hausbesitz für bas Jahr 1922 im allgemeinen von solgenden Grundsätzen auszugehen: 1. Einkommen aus selbstbewohnten Häusern: Als Einkommen ist in der Regel die gemäß dem Reichsmietengesetz festzustellende Grundmiete, also die um 20 v. H. geminderte Vorkriegsmiete anzusetzen. Irgendwelche Abzüge für Werbungskosten (Grund= und Gebäudesteuer, Feuerversicherung, Ausbesserungen usw.) sind hiervon nicht weiter zu wie die Flamme auf dem Herde will das Leben fortwährend angefacht werden. Was dem Feuer die Luft, der Sauerstoff, das Sauerstoff, das ist dem Leben des Menschen, neben der Nahrung, dem Brennstoff seines Körpers, die geistige Anregung. Diese Anregunbg soll nie einseitig, sondern möglichst vielseitig stattfinden. * — Irunzmänner in Gevelsberg. Sonntag nachmittag durchfuhr ein großer französischer Militärkraftwagen mit mehreren Offtzieren und Soldaten unsere Stadt in Richtung Hagen.— Uns will nicht recht einleuchten, weshalb man die ungebetenen Gäste, abgesehen von den besetzten Gebieten, wo sie sich ja auf die Gewalt ihrer Bajonette d. h. auf das Faustrecht, stützen können, ungestört auch in den bisher gottseldank noch nicht der frander Verkehrezählung vom 6. Mai 1920 die ver: dox Ausdruck, des gemeinschafflichen Gedenkens chiedenen, Taxiterhätzungen, einschleßlich der vom zines Volkeo in siefer Rot. Ee habe sich noch imRastarten im Ortaverkehr betrug im Oetober 1022 mer in der Geschichie des deutschen Voltes gezeig, der Zählung daß gerade in solchen Zeiten der Nat ein innereder Umlauf noch 58 v. H. gegenüber der Zählung Behhrfnis nach geistiger Erholung und reiner von P4g g. Druchlachen 70 u. H., Bäachen 2. Lüninterscher Fruve am stürtsten aufiebe. m a, Makete in der Nahgane br n. K. Iu dar habe auch er den Wunsch, daß dieses Bauwbert eine Karnzane 80 n. H. Nostanweilungen 62 v. a. Di, Stätte sei, wo nicht für einzelne Kreise, sondern Fernzone 80 v. h., Postanweisungen 62 v. H. Die.. Ag gam Polksgemeinschaft aus dem inneren Zahl der Briefe ging von 2/7 auf 1.5 Millarden Geruüßjeben versehter Zeiten die wahre i.. 1he. daf die Erhöbung vom 15. 11. und 15. 12. 1022 innerlichung echter Freud; wahrer Kuns und allebaß die Erhöhung vom 15. 11. und 1ö. 12. 19, Schönen erwachse. In dieser Hoffnung übergebdiese Jahlen noch wesentlich verschlechtert hat. Aue g, dag Bauwert der Gemeinschaft, die ihm seinerebt#a.##. chug stene hartschritich zest vertrauensvoll den Austrag zu seiner Errichein Rückgang um 50 v. H. eingestellt hat. 959 2149 42# Auschließend daran hiel! Ober— Die agprgugg von Metalimünzen wirz bürgermeiter Cuno die Festrede. Er wies edenM. jahych# tofvo„ pm, u umigee falls auf die durch die Besetzung des Ruhrgebletz= Nachdem jedoch die kleineren Werte nach unserer„aschaff Rotlage hin und kugloß mit den WorGeldlage kaum mehr in Betracht kommen, hät sich v.„Pürchhalten mässen wu, wenn wir frei bleider Reichsrat entschlossen, einem Vorschlag guhu, ven wollen, frei alo Vott, frei in Der Arbeit und stimmen, der dahingeht, Metallmünzen bis zum.„# in der Wirtschaft. Dazu tut not, daß, mur dochWerte von 1000 A ausprägen zu lassen. Bel den“eli ver V) ZGgalz, Lanen zu Blenan diese Hafkleineren Münzen liegt die Gefahr vor, daß bei hesten aue Die Wer);, Einen zud ezer chmeze# fortschreitender Gelbentwertung der Metallwer: deuutschen Volk bleibt nur die Freude dessen, wos bbe#.##chungswoche ist setzt überall in lhm in Innersten von ie helug und dehr gewesen allkiommen Kundgebungen, de im Hnbisck aus de Ster schoh T1. Souhsho., Peisled und ernste Zeit friedlich gestimint sind, aber auch anbe Ansprache des Hans Sachs(„Meistersinger"). zösischen Knechtschaft unterworsenen freien Gegen= machen außer dem Abzug für Abnutzung, der mit den sich bewegen und möglicherweise als die Herren sich gebärden läßt. Schriftl. Ein französischer Soldat wollte heute früh, wie Augenzeugen uns berichten, in Hagen mit einem Motorrad einen Zug nach Düsseldorf beRücksicht auf die Schwierigkeiten der laufenden Instandsetzungen im vergangenen Jahre auf 1½ v. H. des vor dem Kriege angenommenen Feuerkassenwertes zuzulassen ist. Falls auf dem ziffernmäßigen Abzuge der tatsächlich im Jahre 1922 errerseits nachdrücklichst die schleunigste Behandlung des Reichsschulgesetzes fordern. — Das Winkerfest des S. G. B. muß nun abermals, diesesmal auf unbestimmte Zeit, verschoben werden. Die Ereignisse der letzten Wochen ließen die leitenden Stellen des Vereins zu der Ueberzeugung kommen, daß jetzt nicht frohe Feste gefeiert werden können, wo wir läglich, stündlich der engeren Heimat tiefste Not, hervorgerufen durch fremdländische Söldlinge, mitansehen müssen und in vollem Einklang mit der gesamten Mitgliederund Bürgerschaft ist daher beschlossen worden, das Fest auf einen günstigeren Zeitpunkt zu verschieben. Um jedoch auch jetzt den altbewährten Zusammenhang innerhalb der Abteilung zu erhalten, soll am kommenden Sonntag eine Nachmittagswanderung stattfinden, über die Näheres noch mitgeteilt wird. Veranstaltungen (Näheres stehe Anzeigentell.) Ehem. Jäger und Schützen: Donnerstag Vernutzen. Die übrigen Fahrgäste des Zuges erhoben wachsenen Werbungskosten bestanden wird, ist die sammlung. gegen das Mitfahren des Mannes, der angeblich Grundmiete um die prozentualen Zuschläge, die Mieter-Protest-Versammlung Donnerstag bei mit seinem Rad eine Panne gehabt hatte, Ein= für den betr. Ort gemäß der Bekanntmachung der Rlch. Hackenberg. spruch. Dadurch wurde festgestellt, daß der Fran= Ortsbehörde zugelassen ist, zu erhöhen. Die Woh. Wirte=Versammlung: Donnerstag. Anschließend hatte die Stadt ihren Gästen im Kammermusiksaal ein einfachee Mittagessen verestet, bei dem Reglerungspräsibent König=Ameberg die Glückwünsche der Staatsregierung zum Ausdruck brachte. Später fand unter Führung des Erbauers, Stadtbaurat Figge ein Rundgang durch sämtliche der zahlreichen Räume des Gebäudes statt seitens der etwa 40 erschienenen einhetmischen und auswärtigen Pressevertreter, denen dann der Stadthallenwirt Semmler bei der Kaffeetofel im Weinzimmer ein vortrefflicher Gastgeber war. Hierbei sahen wir manches höchst eigenartige, so die aus dem Rahmen des Herkömmlichen völlig herausfallende Farbenanwendung, die zunächst fast herausfordernd, unerhört alle anderen Eindrücke des Raumes überragt, bis sie dann durch die reizvolle Beleuchtungswirkung allmählich verschwimmit und verdämmert und von der Stimmung abgelöst wird, die der Hingab= und Aufnahme rein seelisch zu nehmender Kunstbarbietungen günstig ist. So war es doch auch am Samstag abend, da Beethovene„Neunte“ als Eröffnungekonzert dargeboten wurde. Der große Kuppelsagl bis auf den letzten Platz gefüllt, vorn vor der mächKunst in der Ein Erlebnis als Beispiel Künstlern zur Nachahmung empfohlen. Ein herrlicher Sommertag 19141 Da klopfte es an die Stubentür melner Dorfschule. Ich öffnete und stand einer reizenden jungen Dame im Tonristenkostüm(Rucksack und Gitarre) gegenüber, die ohne Umschweife herausplatzte:„Gestatten, Herr Lehrer, daß ich Ihren Schulkindern mal eine kleine Freude mache?“„Aber natürlich, bitte!“ Eins. zwei, drei, war sie brin!“„Guten Tag, ihr Kinder; nun hört mal recht brav zu!“ Schon hatte sie sich den Stuhl neben das Katheder gerückt; ein paar Akkorde auf der Gitarre, und— sie begann zu singen: Lieder zur Laute. Aber wie!!— War mir's auf den ersten Blick klar, eine Dame aus besten Kreisen vor mir zu haben, so wurde sch gleich nach den ersten Tönen inne, daß sie auch eine allererste Künstlerin war. Wie wunderbar quollen diese Töne! Alte liebe Volkslieder, die meine Kinder alle kannten, neue, allerneueste Weisen zur Laute bot sie dar in einer Vollendung, die mie, der ich damals selbst erst noch ziemlich neubacken aus dem Konservatorium heraus war, nur in den Konzertsälen der Residenz entgegentrat. Dann erzählte sie ein reizendes, mir selbst unbekanntes Mürchen, rezitierte auf meine Anregung die dritte Betrachtung aus der„Glocke“, die ich gerade mit meiner ersten Klasse behondelte, und gab zum Schluß noch einige allerliebste Schnurren seinter Art Bei den Kindern während des Vortrags Totenstille, dann unbeschreiblicher Jubel: Natürlich wurde von ihnen noch eine Zugabe zur Laute erbettelt. Und nun kam vielleicht das Wunderbarste von allem: Eln ernstes, mir ebenfalls unbekonntes Lied mit dem Kehrrelm:„Wer weiß, ob wir uns wiederseh'n". Tiefernst und ergreisend, betleibe nicht rührselig. Wunderbar in die Stimmung passend! Kein Auge blieb trocken; meins auch nicht. Dann erhob sie sich.„Lebt wohl, Kinder, bleiht recht brav und macht eurem Herrn Lehrer und euren lieben Eltern viel Freude! Adieu, Herr Lehrer!“ Ich selbst war keines Wortes mächtig, nur ein gestammeltes„Herzlichen Dank!“ brachte ich heraus. Als sie mir zum Abschied an der Haustür die Hand bot, faßte ich mir doch ein Herz zu der ganz schüchternen Frage:„Dürsen wir nicht Ihren Namen erfahren, gnädige Frau?“(Den Ring an Ihrer Rechten hatte ich inzwischen bemerkt.)„Tut sa nichts zur Sache!“„Dann auf Wiedersehen??“ „Vielleicht!“ Jetzt erst gewahrte ich einen Herrn vor der Tür stehen, der offenbar eine Stunde lang da draußen gewartet hatte, ihren Gatten. Nur ein paar Worte wurden gewechselt; aber das merkte ich: durch und durch Artstokrat. Dann sah ich sie Arm in Arm die Dorfstraße hinabschreiten dem nahen Bad E. zu.(Die Kurliste daselbst hat mir ihren Namen schließlich doch verroten; aber„ste“ wollte unerkannt bleiben, drum sei der Name auch hier nicht genannt; es war eine unserer„Größten“.) Königliche Kunst! So eine Ueberraschung, so eine Feienstundo!#l##n stttliche Sewinn für 7] Erziehungsarbeit der Schule!— Mit dem Unterricht war's natürlich aus für diesen Tag! Unvergeßlich blieb uns allen diese Feler, (Zeitschrift für Musik.) des Allgem. Deutschen Sprachvereins Berlm W 30. Von der deutschen Sprache. Der„Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins“, entnehmen wir nachstehende hübsche Glossen: Otto Brage veröffentlicht eine Plauderei über die in Deutschland grassierende Sucht, durch Aneinanderreihung von Anfangsbuchstaben neue Worte zu schafsen(nach dem Vorbild von Hapag), die schlagend und knapp sein sollen und gar oft wie Sphinxe vor dem Leser stehen. Er gibt ein heiteres Gegenstück dazu: Ein biederer Kartoffelzüchter aus dem Harz wandte sich an uns mit der Bitte, gegen eine Vergütung an unsere Kasse ihm einen recht sinnfälligen, echtdeutschen Namen für sein neuester besonders großes und nährstoffreicher Knollengewächs zu erfinden. Wir bemühten uns alle und stellten ihm eine Auswahl zu— doch er hatte inzwischen selbst gefunden, was er suchte: Das Edelgewächs wurde vom ihm„Mulsiopper“ getauft. Nr. 28 des Amtsblatte; der braunschweigischen Staatsverwaltung bringt unter 106 eine Verfügung:„Verwendung von Rahrnen nach Entfernung dorr Bilder itiem Fllrsten aus hssen.“ Ein Druckfehler llegt nicht vor, denn der Wortlaut#### genau so im Inhalt angegeben. Die Verfügung stammt vom Vorsitzenden des Staatsministeriume und ist mit Dr. Jaspar unterzeichnet, der, nach die ser Probe zu schließen, ein Mann von außerordentlich seinem Sprachgefühl zu sein scheint. Heißt es frug oder fragte: Einen Scherz dazu teilt Isolde Kurz in ihren„Florentinischen Erinnerungen“ mit, Verse, die ihr Bruder Edgar beim Erscheinen der Wustmannschen„Sprachdummhelten“ verfaßt hatte: „Als heut ich wieder meine Liebste frug. Ob sie mich liebe, seufzte sie:„Ich fragte Dich früher nicht, ob mir dein herze schlug. Du weißt so wohl, daß ich zuerst es wagte, Und daß ich gerne'ie Beschämung trug. Daß ich zuerst bie meine Lieb klagte.“ „Verzeih mir Liebste, daß ich frug und fragte. Du weißt ja, wie mich stets der Zweifel plug, Und wie vor Eifersucht das Herz mir schlagte, Wenn einer nur dich anzublicken wug. Daß ich nur dich in meiner Seele tragte, Du wußtest's, ehe mir dein Mund von Liebe sug.“ Alerlei Lustiges Auskunft. Fremder: Das Krematorium scheint augenblicklich geschlossen zu sein?— Junge: Ja, um diese Zeit ist, merschdendoele zu. Wenn E. verdrennen lassen wellen, kommen Es om be. tigen Orgel die annähernd 600 Mttwirkenden (Orchester und Stadthallenchor); ein großartiges Bild. Und als das gewaltige Werk des deutschen Musiktitanen, dem Hans Weisbach's kraftvolle Art, bei manchmal freilich zu stark erscheinender Ekstase, unter völliger Hingabe des großen Klangkörpers eine, befriedigende Wiedergabe bereitete, da sah sich die große begeisterungsfähige Zuschauerschar mitgerissen. Immer wieder begann tosender Beifall, der schließlich den Dirigenten sogar veranlaßte— ein auch nicht alltäglicher Vorgang— unter dem Eindruck des Außergewöhnlichen, einer plötzlichen Eingebung folgend, ein paar Worte über Beethovens Bedeutung für das deutsche Volk auch in der Zeit seiner tiefsten Erniedrigung, der Konzertgemeinde zuzurufen. Mit Recht wurde dann aber auch der Erbauer des Werkes, Stadtbaurat Figge, von der begeisterten Menge im Saal gerufen. Bei diesem Abendkonzert schien auch die Schallwirkung in der neuen Halle ungleich vorteilhafter als bei der Vormitlagsveranstaltung, wo gewichtige Bedenken darüber laut wurden. Es dürften also hier Tücken vorliegen, die bei genauem Studium aller Umstände vielleicht abgeschwächt oder beseitigt werden können. Ein, im ganzen genommen, gutes Ende krönt jetzt ein großes Werk: Hagen hat nun seine Stadthalle, die unbeschadet ihrer zahlreichen oben schon kurz gestreiften Eigenartigkeiten,— nicht nur in der Verwendung der Farbe, sondern auch in der Formgebung des Aeußeren und Inneren, in der Raumeinteilung,— eine Sehenswüdigkeit, einen Gewinn für die Stadt darstellt. Um die neue Stadthalle, die eine bewegte Geschichte hinter sich hat, haben sich neben Stadtbaurat Figge, vor allem Stadtverordneter Dr. Cremer und der frühere Hagener Musikdirektor Robert Laugs hervorragend verdient gemacht, die durch Sammlungen die ersten Mittel aufbrachten. Der Krieg warf jedoch alles über den Hausen. Der bis dahin fertiggestellte Rohbau diente im Kriege als Kriegsküche, Mehlspeicher, Schulamt usw. Nun steht das Bauwerk, das auch technisch mit den modernsten Einrichtungen versehen ist, vollenbet da. Der große Saal, der bis 3000 Personen saßt, zeigt ein gewaltiges Achteck. Ohne Pfeiler und Stützbogen wölbt sich seine riesige Kuppel beherrschend über dem ganzen. Rings um den Saal ziehen sich breite Wandelgänge. Außerdem ist ein kleinerer stimmungsvoll wirkender Kammermusiksaal sowie eine Reihe von Gast= und sonstigen Nebenräumlichkeiten vorhanden. Das Bauwerk dürfte insgesamt 35 bis 40 Millionen Papiermark neden den früher verbauten 600 000 Goldmark kosten. FSch. * Dortmund. Eine ziemlich starke Erderschütlerung wurde gestern, so schreibt die„Tremonia“, morgens um 11,48 Uhr verspürt. Es war ein kurzer, dumpfer Stoß, wie wenn ein unterirdischer Hohlraum eingestürzt wäre. Offene Türen schlugen zu und die Fenster klirrten. Schaden wurde jedoch weiter nicht angerichtet. Derartige Erschütterungen sind bekanntlich im Ruhrrevier keine Seltenheit: ein ziemlich starkes Beben, das auch der seismographische Apparat in Bochum vermerkte, wurde noch in letzter Woche in Erkenschwick verpürt. In Dortmund erlebten wir eine solche vor etwa 10 Jahren, worunter das Löwendenkmal am Wall litt, und die letzte im November 1916: durch diese wurde bekanntlich das Kriegerdenkmal vor dem Schillerlyzeum beschädigt, indem der Lorbeerkranz, welchen die Germaniastatue trägt, abbrach. Der„Dortm. Gen.=Anz.“ bemerkte dazu, das sei ein gutes Vorzeichen für den Krieg: der Lorbeerkranz für die Germania sei viel zu klein gewesen, sie habe durch die glänzenden Siege der deutschen Waffen einen viel größeren verdient. Dem müsse bei der Restaurierung Rechnung getragen werden Damals war eben der„Gen.=Anz.“ noch strammer Annexionist und Militarist. Später hielt er es für vorteilhafter, seine Vergangenheit zu verleugnen, hielt es es mit den neuen Machthabern und stellte sich in den Dienst der Kommunisten genau so wie er jetzt den Franzosen bei ihrem Einmarsch in das Kuhrrevier um den Bart geht. Man kann das als Geschäfts= und Opportunitätspolitik, auch als Waschlappigkeit oder mit einem noch schärferen Ausdruck bezeichnen. Jedenfalls legt der„Gen.= Anz.“, nachdem Deutschland von seiner stolzen Höhe gestürzt und mehr bei seinen Gegnern zu holen ist, Wert darauf, nicht als deutsches Blatt zu gelten. Ob er auch bei den Franzosen Anerkeinnung dafür finden wird? Renegaten pflegen für ihre Diensteifrigkeit nicht besonders belohnt zu werden: man betrachtet sie auch im neuen Lager als das, was sie sind: Kantonisten, denen niemand trauen kann. Ein merkwürdiges Urteil. Vor dem Wiesbadener Schwurgericht hatte sich der französische Major a. D. Duppic wegen Totschlags zu verantworten. Er hatte im November v. J. in der Billa seiner Braut den Mithewohner Kaufmann John infolge Wohnungsstreitigkeiten erschossen. John, von dem er angegriffen zu sein vorgab, war von ihm durch einen Schuß in der Notwehr verletzt warden Duppic hatte auf den am Boden Liegenden noch weitere fünf Schüsse abgegeben. Dié Geschworenen verneinten die Frage nach vorsätzlicher Tötung, so daß Freispruch erfolgte. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse. Letzte Drahtnachrichten vom Dienstag mittag. Neue Verhaftungen. Essen, 23. Jan.(Eig. Drahlb.) In Nachen sind die Oberzollinspektoren Wiesner und Horn fesigenommen, ebenso ist der Leiter des Finanz= amtes Aachen-Land, Manschau von belgischer Gendarmerie verhaftet worden, da sie erklärt halten, nur den Anordnungen der deutschen Behörde Folge zu leisten. Beamte und Angestellte des Iinanzamtes haben darauf ihre Tätigkeit eingestellt. Beschluß der Reichsschiffmaschinisten und Heizer. Berlin, 23. Jan.(Eig. Drahlb.) Die Reichsschiffmaschinisten und Heizer hielten, wie die P. N. N. melden, am Samstag eine Konferenz ab, in der sie sich mit der Beschlagnahme und Umleitung der Kohlenzüge durch die Iranzosen beschäftigten. Sie beschlossen, bei Eingriffen die Kohlenschiffahrt sofort stillzulegen. Der Verband der Maschinisten und Heizer, faßte denselben Beschluß und wird seine ganze gewerkschaftliche Macht aufbieten, um den Widerstand der französischen Behörde zu brechen. Keine kohlen nach Frankresch. Eslen, 23. Jan.(Eig. Drahlb.) Die Koh lenzüge nach dem besetzlen und unbesetzten Deutschland sind in der bisherigen Weise befördert worden, sodaß immer noch kein einziger Waggon Kohlen nach Frankreich gegangen ist. Wenn eine Düsseldorfr Meldung aus Paris davon spricht, daß 50 Wagen Kohlen in Paris erwartet würden, so verschweigt dieselbe französische Quelle, daß diese Beute In Oploden wieder festgehalten wurde. Die Lage im Ruhrgebiet. 1. Essen, 23. Jan.(Eig. Drahtb.) Die Brennstoffausfuhr aus dem Ruhrgebiet ins unbesehzte Deutschland hat noch keine Unterbrechung erfahren Auch die Lebensmittelzufuhr gehi bis jetzt reibungslos vor sich. Tarifverhandlungen und Ruhreinbruch. 1. Berlin, 23. Jan.(Eig. Dratib.) Der Reichsarbeitsministerium ist sowohl an die Arbelt. geber= wie an die Arbeitnehmerverbände mit der Anregung herangetreten, der durch den feindlichen Einmarsch geschaffenen Lage und dem dadurch notwendig gemachten Zusammenschluß aller deut. schen Volksschichten bei allen künftigen Tarifoer. handlungen Rechnung zu tragen. Lohnerörterungen ihre Schärfe zu nehmen und eine möglich selbsttälige Anpassung der Löhne an die steigen den Preise herbeizuführen. Eine neue Presseknebelung der Franzmndu##. Düsleldorf, 23. Jan.(Eig. Drad'sb.) Die„Düffeldorfer Nachrichten“ sind auf Beset der französischen Besatzungsleitung vom 23. bis einschl. 30. Jan. 1923 verboten worden. Ein neuer deutscher Einspruch. t. Berlin, 23. Jan.(Eig. Drahlv.) Die Reichsregierung hat einen Einspruch gegen die neue Rheinlandverordnung nach Paris geschiet. Englische Meldungen über Rücktrittsabsichten Polncares. t. London, 23. Jan.(Elg. Drahlb.) In einem Telegramm leilt der Pariser Berichterstatter der„Times“ mit, daß Poincare bei der nächsten Anwaltskammerwahl Generalsekretär zu werden wünsche. Dies werde es wahrscheinlich notwendig machen, daß er gegen Ende Jebruar sein Eestministeramt niederlege. Verantwortlicher Schriftleiter für den redaktionellen Teit: eerich Schmidt, für den Anzeigentell: Wil heim Herkenjade Theaterspielpläne Stadttheater Barmen. Mittwoch 7½ Uhr: Hänsel und Gretel. Donnerstaa 7 Uhr: Der König von Trinador. Freitag 4 Uhr: Aschenbrödel oder: Der gläserne Pantosfel. Samstag: Geschlossen. Sonntag 11 Uhr: Einmaliges Tanzmatinee; 3 Uhr: Aschenbrödel ode Der glöserne Pantoffel; 7 Uhr: Im weißen Stadtthealer Elberfeld. Mittwoch 7 Uhr: Uraufführung: Der Köa#### von Trinador. Donnerstag 6½ Uhr: Der Rosenkavalier. Freitag: Geschlossen. Samstag 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntag 3 Uhr: Martha: 7 Uhr: Undine Eugen Hütz Elisebeth Hütz geb Schwirkmenn Vermählte. Gevelsberg 22. Januar 1929. Milspe Tretet her zu meinem Grabe. Stürt mich nicht in meine: Ruh, Denkt,#as ich gelltten habe, Gönnet mir die tw'ge Ruh. Zodes-Anzeige. Sonntag Nachmittag 2¼ Uhr entschliel sanft nach langem, schwerem Leiden unser innigstgeliebtes Söhuchen, Brüderchen, Enkelchen und Neite Willi Heinrich im zarten Alter von 1¾ Jahren. In tieler Trauer: Adolf Kuhlmann u. Frau Minns geb. Rommel nebet Kindern. Gevelsberg. 28. Januat##923. Die Beerdigung Andet am Mittwoch, den 24. Januar, nachm. 4% Uhr, vom Krankenhause Mühlenstraße aus, statt. Mieter wacht auf! Große Mieter Protek-Verlammlung Iinmmimmmmimmmeenertnansiutimmmm am Donnerstag. den 25. Januar 1923. abends 8 Uhr, im großen Saale der Herrn Rich. Hackenberg. Thema: Stellungnahme der Mieter von Gevelsberg und Umgegend zur„Neuen Städt. Ergänzungs=Verordnung zum R=M.=G.“ Alle Mieter, die Herren der Stadtverwaltung sowie die Herren Stadtverordneten werden dringend eingeladen. Mietervereinigung Gevelsberg u. Umgegend e. V. Trauerbriefe and Danksagungskarten bertigt sauber und schnell an Phll. Baltin Durch Ge 11. di Mie. Bekanntmachung. W. Ed. Schlemmer Hagener Str. 17.(Verk uf vorl. hinterm Hause) Heute drei frische Schlachtungen. Prima Fleisch und ff. Wurst. Dr. med. P. Voormann Spezialarzt für Biasen-, Geschlechts-, Hautkrankhelten Gevelsberg, Mittelstraße 5 Bei allen Krankenkassen zugelassen Sine kaufmännische Kraft mitguter Vovbildung für Puchhaltung gasucht. Reichsbank Gevelsberg. Hagener Str. 18. WirteDonnerstag. d. 25. Jon., nachm. 5 Uhr, bei Rich. Wewer, Bahnhofste. Der Vorstand. welche sich für eine Vereinigung ehem. Jäger u. Schützen interessieren, werden gebeten, sich am Donnerstag, den 25. ds. Mis., abends 8½ Uhr, bei Fritz Hohoff zusammenzufinden. Die Einveruser. Felle! Da ich direkt mit Amerike arbeite, kann ich für sämtliche Felle 10% mehr bezehlen. — Postkarte genügt.— Fih Zahobs, Voerde, Bergstraße 0. Telephonische Anfragen nimmt entgegen Heinz Drevermann. Tel. 371 Amt Gevelsberg. 2 gebrauchte Türen bill. zu verkaufen. Vonwem, sagt die Geschäftsn d. Big. Tüchtiger, solider Bzu, balbigen Einteitt Jugung des Bezirksausschusses vom ist ein 2. Nachtrag zur Gebührenordnung vom 11. März 1921 über die Erhebung von Marktstandsgeldern in der Stadt Gevelsberg unter Aufhebung des Nachtrages vom 8. August 1922, erlassen worden, der die Erhöhuna der bisherigen Gebühren um des Zwanzigsache vorsieht. Gevelsberg, den 18. Januar 1923. Der Bürgermeister: Müller. Durch Genehmigung des Bezirkausschusset vom I1. d. Mis, und auf Grund vorherigen Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 22. vorigen Monats is die Hundesteuer für den Bezirk der Stadt Gevelsberg mit Wirkung vom 1. Januar 1923 ab auf 4000 Mf. für den ersten und 5000 Mk. für jeden weiteren Hund schöht worden. Hundezüchter haben dagegen ohne RückIcht auf die Zahl der gehaltenen Hunde einen SteuerSeseisbuug, Vin 19, Jasuas 1923. W Wat Achtung! Achtung! 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