Gevelsberger Zeitung Amtsblatt der Stadt Genalsberg. 108 Geneisbeiget Bei erscheini werktäglich nachmittags und rrscheinw. Jezugspreis: Jus Haus gebracht monatl Mt., durch die Past bezogen vierteljährlich Mt.(Postbestellgeld 57 Pfennig). Rotationsdruck und Verlag von Phll. Balsin, Gevelsderg. Schriftleitung u. Geschäftsstelle: Gevelsberg, Mittelstraße 19. Fernsprecher Nr 58 Telegr.=Adresse: Zeitung Gevelsberg Posischließfach Nr. 63. Postscheckkonto. Köln 15503. Gegr. 1878 als Ennepetal=Zeitung. General= Anzeiger (86 min drait). Pis nn Anzelge Anzelgengebübren: Für 1 mm im Reklameteil(75 mm breit)— Ml. einschließlich Anzeigensteuer. Beilagengebühr Mark das Tausend. Bei gerichtlscher Beitreibung kommt jeder Rabatt in Fortsall. Zeit- und Platzvorschriften werden möglichst berücksichtigt, jedoch ohns Gewähr. Erfüllungsort Gevelsberg. Aus unverlangten Einsendungen erwächst der Schriftleitung oder Geschäftsstelle keinerlei Verpflichtung. Nr. 132. Dienstag, den 7. Juni 1921. 44. Jahrgang Eine Verbandsnote üb motoren. die DieselZur Dieselmotorenfrage hat die Botschofterkonseenz am 4. Juni der deutschen Botschaft in Paris ein m Ministerpräsidenten Briand gezeichngtes Schrei#en vom 1. Juni übersandt, in dem es heißt: Am 31. März 1921 hatten von 335 Maschinen, bei denen die Sachlage geprüft wurde, 50 in der Inbustrie Verwendung gefunden. Von dieser Anzahl waren vier unter Bedingungen verwandt, die die Kommission nicht befriedigen konnten; anderseits wa.n 197 Maschinen im Umbau oder im Einbau legriffen, endlich hatten insgesamt 88 Maschinen noch keinerlei Umbau erfahren. Die Konserenz hat ##lgende Entscheidung getrossen: Die Konferenz gewährt eine Verlängerung der der deutschen Regierung für den zu industriellen Zwecken erfolgenden Umbau der noch nicht umgeAaute U-Boot=Dieselmaschinen gesetzten Frist bis 30. Gepiember 1921. Alle diejenigen Teile der Maschinen, welche zu beseitigen sind, um den Umbau zu erwißnlichen, sind als Kriegsmaierial anzusehen. Als solches müssen sie unter Kontrolle der Intrallüerten Kommission zerstört werden. Die Konserenz stellte anderseits fest, daß 84 Maschinen in Widerspruch mit den Bedingungen des Vertrags ausgeführt wurden. Sie behält sich vor, deswegen der deutschen belegation weitere Mitteilungen zugehen zu lassen. Neutraler Schiedsspruch bei Wieder herstellungsfragen. Paris, 6. Juni. Wie Petit Paristen mitteilt, hat die Wiederherstellungskommission den alliierten Regierungen durch Vermittlung der Botschofterkonserenz einen unerwarteten Vorschlag unterbreitet. Die Wiederherstellungskommission verlangt, daß, falls eine Interprelationsschwierigkeit über eine der Klauseln des Abschnitts 3 Anhang 2 über die Wiederherstellungsfrage entstehe, die Wiederherstellungskommission berechtigt lei, diesen Streitfall dem Scheebsspruch eines Neutralen zu unterbreiten. Ist Oberschlesien verloren? Eine befristete Forderung des Verbandes. Kandrzin durch Deutsche befreit Preußischer Landtag. Aus dem Reiche. Das Versicherungsgesetz für Angestellte. Der Reichsrat wird sich demnächst mit einer Novelle zum Versicherungsgesetz für Angestellte befassen. Infolge der Geldentwertung soll die Grenze für die Versicherungspflicht von 15000 Mark auf 28.000 Mark heraufgesetzt werden. Die höchste Gehalts klasse(15 000—28000 Mark) würde 96 Mark monatlich beizutragen haben. An die Stelle der Versicherungskonten sollen Beitragsmarken treten, deren Gebrauch bei anderen Versicherungzweigen sowie neuerdings bei den steuerlichen Lohnabzügen sich bewährt hat. Ausland. Frankreich. Die deutschen Holzhäuser. Havas meldet, daß die französischen und deutschen Sachverständigen die Verhandlungen über die Lieseruligen deutscher Holzhäuser in der Wiederausbauzonn fortgeletzt haben. Wie der„Temps“ mitteilt, Breslau. 6. Juni. Dem deutschen Grenzschutz ist es gelungen, Kandrzin wieder in Besitz zu dekommen. Der deutsche Gegenangriff hat in den Kreien der Interalliierten Kommission eine so große Beunruhigug hervorgerufen, daß die Interalliierte Konnnission dem General Höser folgende Noie übermittelt hat: Die Interalliierte Regierungskommission von Oberschlessen hal Kenntnis erhallen von dem dentschen Vormarsch in der Gegend von Mjest. Sie beslehll dem General Höser, seine Truppen in die Linie Sialion Leschnitz Dola zurückzuziehen. Letztere Oele bleiben zur Verfügung des Generals Höfer. Jaus die ersten Bewegungen zur Ausführung dieser Bestimmung nicht innerhalb zwölf Stunden nach Ueberreichung dieser Note begonnen haben, wird die Kommission die Maßnahmen in Anwendung bringen, die Gegenstand der am 21. Mai an Herrn von Mollke gerichleten Note waren und welche die Zurückziehung der allüierten Truppen aus den Städten des Industriebezirks vorsehen. Andererseil teist die Kommission mit, daß sie den polnischen Insurgenten untersagen wird, diejenigen Orle wieder zu besetzen, die sie am 3. Juni abendo geräumat hat. Eine deutsche militärische Antwort. General Höfer hat auf diese Note folgende Antwort überfandt: Seit fünf Wochen wartet die deutsche Bevölkerung mit leidenschaftlicher Ungeduld auf die Befreiung des von den polnischen Insurgenten besetzten Gebietes. Nur die bestimmte Hoffnung auf das tatkräftige Eingreisen der interalliierten Truppen machte es möglich, den Selbstschutz vor größeren Unternehmungen zurückzuhalten und ihn zu veronlassen, sich mit der Abwehr polnischer Angriffe unter Festigung der eigenen Stellung zu begnügen. Ich habe nicht die Macht und nermag es auch nicht im Hinblick auf die deutschgesinnte Bevölkerung, die Selbstschutzverdände aus den Ortschaften, deren Schutz sie übernahmen, zurückzurufen, zumal nach den bisherigen Erfahrungen ich nicht die Gewähr dafür bieten kann, daß in den geräumten Gebieten deutsches Leben und Elgentum geschützt bleibt. Die Zurückziehung des Selbstschutzes aus den von ihm befreiten Ortschaften ist unausführbar. Ich appelliere an das soldatische Empfinden der Vertreter der interalliierten Mächte. Die Forderung steht aber auch im völligen Gegensatz zu dem, was als Recht der deutschen Bevölkerung Oberschlestens von dem englischen Parlament seserlichst anerkannt ist. Sie würde vor aller Welt die völlige Schutzlosigkeit unserer Landsleute bartun. Deutscher Einfpruch in London. Berlin, 6. Juni. Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt die erste Beratung des Haushalts. Abg. Braun(Soz.): Unsere Finanzlage steht im Verdandstruppen seien in den zu räumenden Gebie. Zeichen des Friedensvertrages. Schwer sind die ten niar vorhanden, die ein Nachdringen der Polen Lasten. Wir müssen unsere Ausgaben verringern hinter den zurück gehenden deutschen Selbstschutz ver= und die Einnahmen vermehren. Ersparnisse können noch immer gemacht werden, so im Reichswehrminlsterium. An Ausgaben für kulturelle und soziale Zwecke freilich darf nicht gespart werden. Besonders wichtig ist die Förderung der Landwirtschaft. Vorschläge des Finanzministers über neue Einnahbisher von den men haben wir vermißt. Die Grimdsteuer hat er des Industrie= sich selbst verschlossen, denn er will sie den Gemeinunvermeidlich. Wie die Deutschen verfolgt werden. In Ostrowo fanden am 2. Juni Straßendemonstrationen gegen die Deutschen statt. Viele Deutsche wurden schwer mißhandelt, deutsche Geschäfte und Wohnungen geplündert. Von der polnischen Arbeiterschaft wurde die Entlassung aller deutscher Arbeiter der Waggon=Fabrik erzwungen, und der deutschen Bevölkerung wurde mit weiterer. Plünderungen gedroht, wenn sie nicht sofort auswandere. Die Polizei erwies sich als machtlos, erst aber### wurde die Ruhe durch Militär wieder hergestellt. Es scheint, daß bie Ereignisse in Ostrowo die Vorbesen einer größeren Bewegung gegen die Deutschen sind. Engländer gegen die Anfrührer. General Hennicker gibt bekannt, daß er das neue Waffenstillstandsangebot der polnischen Aufrührer an den englischen Stab abgelehnt habe. Zwischen Kreuzburg und Lublinitz ist englische Artillerie in die polnischen Stellungen eingedrungen. Gegen Pleß waren letzte Nacht neue polnische Aufrührer mit Geschützen im Anmarsch aus der Richtung Rybnik. Besetzung des Bahnhofs Kattowitz durch Sonntag früh kam von Idawelche ein Zug mit London, 6. Juni.(Drahtung der„Gevelsberger 200 Insurgenten an, fuhr direkt in den Bahnhof , un ie. gme m(Zeitung".) Der deutsche Botschafter Sthamer hat Kattowitz und besetzten ihn. Gleich darauf kam ein handelt es sich darun, die Modelle zu vereinfachen, heute nachmistag im Auswärtigen Amt eine Note der weiterer Zug von Bogutschütz mit 100 Aufständischen um eine wesentliche Preisverminderung herbeizu= deutschen Regierung überreicht, in der sie unter Hiy, an, die als Wache auf dem Bahnhof verteilt wurden. In den beiden ersten Monaten sollen 1500 stung des Ultimatums enthalte schon an sich Die Eisenbahndirektion hat sich sofor, an die interHänser geliefert werden, in den folgenden Monaten eine unmägliche Forderung. alliierte Kommission gewandt. oll die Zahl der Häuser auf 3000 und vielleicht noch mehr steigen. In Lille haben die zu einem Kongreß vereinlgten Mieter des Norddepartements eine Entschließung angenommen, in der sie die französische Regierung ersuchen, von Deutschland die Lieferung der angebotenen 25 000 Holzhäuser anzunehmen. gehindern könnten. Die Bevölkerung des etwa räumten Gebiets würde daher dem brutalsten polnischen Terror preisgegehen sein. Die Drohung des Verbandes, bei Nichterfülung des kurzfristigen Ultimatume di Verbandstruppen gehaltenen Städte gebiets den Aufrührern zu übergeben, sei nicht nur den belassen. Die Auseinandersetzung mit den für die Bevölkerung Oberschlesiens, sondern Hohenzollern muß endlich zum Abschluß kommen, S#,#an und# damit auch hier der Zusammenhang mit der früheren für das ganze deutsche Volk unerträglich. Dynastie verschwindet. Die Auszahlung einer MilEine solche Maßnahme würde ein schwerer Verstoß llarde vorweg aus dem Vermögen der Hohenzollern gegen den Friedensvertrag sein und die Preisgabe würde zweisellos dem breitesten Volksempfinden der deutschen Bevölkerung Oberschlesiens an die pol- widersprechen.(Lebhafter Beifall links.) nischen Aufrührer bedeuten. In Rücksicht auf das Abg. von Napen(Ztr.) bespricht die einzelnen gesetzlose und bedeutende Kutturwerte vernichtende Positionen des Etats. Die hohen Ausgaben für soVorgehen der Polen sei es klar, daß die deutsche Bez ziale Zwecke sind recht erfreulich. Wir begrüßen es. volterung sich diesem nicht preisgeben würde. Dadurch würde aber die Entsesselung eines allgemeinen Bürgerkrieger unvermeldlich gemacht werden. Wenn auch die deutsche Regierung durchous bereit sel, die Regierungen der Verbandsmächte bei der Wiederherstellung der Ordnung in Oberschlesien zu unterstützen, so würde ihr jedoch die Mitarbeit durch das Ullimaium sehr erschwert. Die oberschlesische Bovölkerung habe von dem Eingreisen ber britischen Truppen Befreiung von dem polnischen Terror erhofft. Wenn sie aber in ihrer Erwartung enttäuscht würde, so sei Verzweiflungs-Ausbruch Türkei. Englischer Angriff zur Seeik Daily Expreß meldet in auffallender Schrift und mit sensationellem Titel, daß eine englische Flotte in Maita konzentriert werde, um Marine= und millend. tärische Operationen einzuleiten, welche die Allierten „Staat: Madtwostof. sofort unternehmen wollten, um den Griechen gegen Nach einem Kabeltelegramm aus Wladiwostok ist die türkischen Nattonalisten derzustehen. Frankreich General Semenow, der früher einer von den Unter= sei geneigt, an diesen Operationen teilzunehmen. befehlshabern des Admirals Koltschak war, zum an Emm..g otimeg Atallanz in erOkerhaupl des nenen Staates ernannt worden, der geczun guch ose Mitwirkung Itallene zu erin Wladiwostae um 20, Moi errichtet wurde, nach- langen. Daily Expreß wendet sich mit großier Ener## die bolschemistische Herrschaft beseitigt war. gie gegen etnm zm Krteg. Japan. Die In Washington wurde die Antwort Japans auf die Anfrage des Völkerbundes über die Einschräntung der Rüstungen veröffentlicht. Die sapanische Regierung möchte, daß sich alle Nationen gleichzeitig zur Einschränkung der Rüstungen emschließen. Weiter erklärt die Note, daß es Japan, da der Völkerbundrat gegenwärtig mit dem Studium eines Abellstungsplanes beschäftigt sei, nicht für zweckmäßig halte, Maßnahmen zu treffen, bevor dieser Plan vollständig festgestellt sei. daß die Regierung die Entschädigung der in Oberschlesien ausscheidenden Beamten übernehmen will. Wir können nicht dulden, daß die staatlichen Zuschüsse für die Kirche unverbindlicher Art sein sollen. (Beifall im Zentrum.) Oberschlesien muß bei Preußen bleiben. Es darf kein Schacherobsekt der internationalen Politik werden.(Beifall im Zentrum.) Abg. von der Osten(Deutschu.): 500 Jahre lang hat das alte System in Preußen und Deutschland eine große Menge von Errungenschaften gebracht Was hat uns die Demokratisierung bisher gebracht? Wir wollen gerne jeden Pfennig hergeben, wir wollen aber auch, daß die Produktionsquellen in Industrie und Landwirtschaft nicht erstickt werden. Jedenfalls muß die Grundsteuer den Ländern und Kommunen unter allen Umständen vorbehalten bleiben. In kurzer Frist werden wir vor der Undurchführbarkeit des Ultimatums stehen. Nach dem Plan des Reichswirtschaftsministers Schmidt sollen auch Privatvermögenswerte enteignet werden zu Gunsten unserer Feinde. Das ist die Wiederkehr der Kriegsgebräuche von vor 2000 Jahren, wo der Sieger den Unterlegenen totschlug und seinen Besitz raubte. Die preußische Landwirtschaft kann unser Land selbst ernähren, wenn sie die wirtschaftliche Freiheit wiedererhält. Abg. Dr. von Richter(D. Vp.): Die Angriffe auf die Hohenzollern sind ein Beweis für die Minderwertigkeit des deutschen Volkes(Unruhe). Die französtsche Republik hat das Andenken des großen Napoleon gefeiert(Rufe: Wollen Sie Wilhelm mit Napoleon vergleichen?). Nachdem das Ultimatum einmal angenommen ist, muß von allen Kreisen des Volkes an seiner Durchführung gearbeitet werden. Redner bedauert lebhaft die welfischen Absplitterungsbestrebungen in Hannover. Er fordert in dem Ressort mehr kaufmännische Betätigung. Es muß ausbrücklich festgestellt werden, daß die Erhöhung der Beamtengehälter mit der steigenden Teuerung nicht gletchen Schritt gehalten hat. Bei der Ausschreibung der Reparationslieferungen nach Frankreich muß das Handwerk direkt ohne Zwischenhandel herangezogen werden. Abg. Meyer(Komm.) sieht aus dem Etat den Beweis, daß der Staat am Ende seiner Krast steht. Die Finanzzerrüttung ist in Gemeinden und Ländern ebenso wie im Reich auf einen Grad angelangt, der den Bankerott der Regierung dedeutet. Sozialdemotralen und Unabhängige haben sich becilt, gemeinsam mit Herrn Dr. Wirth das Mtimatum anzunehmen, dadurch haben sie die Arbeiter verraten.(Unruhe.) Als Redner wegen einer im Falle Scholem durch Untergebene des Ministers des Innern Domtnicus gegenüber der Mutler des Abg. Scholem begangenen Gefühlsroheit sogt, man müsse einem Minister, der solche Untergebene hat, in das Gesicht speien, erhält er einen Ordnungsruf, ebenso der kommunistische Abg. Paul Hoffmann, der durch einen Zwischenruf die Ausführungen des Redners noch unterstreicht, Abg. Leid(Unabh.): Der Etat wird durch die Bemerkungen des Ministers gekennzeichnet, daß in Zukimst soztale und kulturelle Forderungen nicht mehr in der alten Seldstverständlichkelt erfüllt werden können. In der Schupo machen sich die alten wilhelminischen Offiziere breit. Wir beantragen die Streichung der Geheimsonds. Eine Verpflichtung des Sacker zur Geldhergabe für die Kirche können wir nicht mehr anerkennen. Dus Vermögen der hohen Klasso muß endlich ehenfalls zur Deckung der Relegslasten betahgezogen werden.(Heisast be# der u. S. P.) Abg. Oeser(Dem.): Durch das gemeinsame Zusammenfinden auf der Basso des Erfütllenwollens werden wir Gelegenheit haben, den Appell an das Gerechtigkeitsgefühl der Völter durchzudrücken. Unere Schuld ist es nicht, weim die breitere Basts für die Reglerung noch nicht zustande gekommen ist. Die Parteipolitle schlägt immer noch die allgemeine Politik tot. Die Landwirtschaft erfreut sich schon seit 1879 stetig wachsender Achtung, ohne daß sie wesentlich erhöhte Leistungen geboten hätte. Der Vergbau stellt aber, doch auch sehr viek. Wir wollen unserseite wieder aufbauen, boch kunn es nicht auf dem Boden der Zwangsmirtschaft erfolgen. Ist es nicht erschütternd, daß unsere oberschlesische Bevölkerung heute die Gräber englischer und itallentscher Kenger intt Kränzen schmüücken muß? Minlsterprüsident Siegerwald: In der Hauptsache haben sich die entscheidenden Vorgänge in Oberschlesien abgespielt, entweder kurz vor Annahme des Ultimatums oder gleich nachher. In dieser Situation kutz vor und nach Anhme des Ultimalums war die Lage für die Regierung sehr schwierlg, so daß nicht mehr geschehen konnte, als tatsächlich geschehen Ist. Es ute Aufgabe der Entente gewesen, die polnischen Insurgenten zurückzuweisen oder Deutschland reie Hand zu tassen, damst es seinerseits deutschen Boden verleidigen Bine.(Sehr wahr.) Was die erwarteten Gesetze angeht, so ist das Provinzlalautonamlegesetz seit längerer Zelt veröttentlicht und den Provinziallanblagen zugestellt worden. Das Gesetz über die Landgemeindeordnung ist sertig und das Gesetz über die Städteordnung wird in kurzer Zeit mit den Vertretern des Städletagee besprochen werden. Erlt wenn diese Gesetze sertig sind, ist es möglich, das Gesetz über die Povinzialautenemte und die Kreisordnung auszuarbeiten. Die Grundsleuer muiß tatsächlich den Ländern und Gemeinden zuilleßen. Eine„schwarze Liste“ der Kommunisten. Durch Berüffentlichungen der Matter der Unahhängigen ist eine grohe Spihel=Ocgunssatlon der Kommunisten außzedect worden. Eo ergibt sich darans, daß in der kommmistischen Partei=Zentente ein eigener Nacheschtendienst eingerichtet wird, dee zur besanderen Aufgabe hat, alle Gegner der kommunistischen Partei und der kommmmistiichen Odern überhaupt, auszukundschaften, mögen diese Gegner im soztalistischen oder im bürgerlichen Lager stehen. Diese Organisation soll berausbringen, welcher Art die„Kontertevolutlonäre“ sind, ob sie gegebenenalls sich passio verhalten oder ob sie aktiv yervortelen werden. Alle Hänser sollen auf die nung ihre Bewohner nach dieser Richtung hin sorscht und vor allem soll nach vorhandenen Waffen gespürt werden. Auf dlese Weise wollen sich die Komnmuisten schwarze Listen beschaffen, um gegebenenfalls(das soll also wohl beißen, wenn die Kommunisten wieder einmal einen großen Putsch mit dem Ilele der Ereberung der polltischen Macht unternehmen) mit ihren Gegnern kurzen Prozeß zu machen. Wenn man dlo Rede des Kommunisten Höllein, der seinen Namen wirklich zu Recht trägt, dieser Tage im Reicholage gehärt hal, dunn kann keln Zweifel darüber bestehen, daß die Kommunisten vor blungstem Radlkallemus nicht zurückschrecken werden. Hölleins Rede war ein einziger binkrünstiger Autraf zu den grausamsten Gewalttaten gegenüber allen Vertretern der„Vourgeolsle“ und des„Kapltaliomus“ und bekanntlich is nuch der Aufsassung der Kommunisten alles, was lich nicht zu ihrem Wahnsun bekennt,„kapttaltstisch.“ Wir erachten eo für unetlählich, daß die Reicher#glerung gegenüber dief#r. Vorbereitungen der Kommanisten nlcht untätig Geter und daß sie die zum Schuß der Bürger notweldigen Maßnahmen mit fester Hand ergreift. Hauptversammlung des Verbandes der Vergarbeiter Deutschlands. Ables ist leurer gemotden, nuch das Schules satz, um die Abwanderuug der Miick and ihren schwänzen. Die Regierungoprästheiten in Preußen ferungsbezirk in andete Bezirte zu verhliten, sich sunrd beauftragt, die Strafen für Schulversäumnisse veranlaßt, die von den Händlern und Molkereien ge. heraufzusetzen. Dieo geschieht in der Weise, daß die zahlten Mlchpreise zur Richtschnur zu nehmen. In Glehen, 6. Juni. In einer Entschilehung beir. Höchstgrenze der Strafen für Schulverschumnisse auf Münster kostet die Mlich im Kleinhandel 2,60 Mark Kaslbergbau wird verlangt, baß die Stillegung von 25 Mark für den Tag bemessen wird. Ije Liter, in Düsseldorf 2.90 Mark. Werken nür mit Zustimmung einer Zweidrittel=]— Der Roggen blüht. Wenn auf irgend eine— Zwecklose Gesuche. Bei dem ReichsministeFrucht das warme Wetter der letzten 14 Tage nach rium für Wiederaufbau und dem Reichskommissar veraufgegangenem Regen günstig gewirkt hat, so zur Ausführung von Aufbauarbeiten gehen neuerist es beim Roggen der Fall. Von Tag zu Tag dings viele Gesuche von Personen um Beschäftigung war das Wachsen der Halme zu beobachten. Die oder Anstellung im Vereiche des Wiederaufbaus ein. Achren, die noch vor wenigen Wochen recht kurz Sollte eine Vereinbarung über die Beteiligung waren, haben eine ansehnliche Länge errescht. Deutschlands am Wiederaufbau getrossen werden, Ueberasl blüht der Roggen und man kann nach dem lo mirb die Anwerbung der Arbeiter und Angestellten Blütenansatz mit einer guten Roggeneinte rechnen keinessalls durch das Reichsministertum für Wieder— Urbeitsnachweisamt für die Kreise Hagen ausbeu erfolgen. Etwalge Meidestellen werden geStadt, Land und Schwelm. Im Mal wurden ver= gebenenfalls später durch die Presse bekanntgegeben mittelt 13322 Arbeltslosé, davon 975 männl, und abs werden. Bis dahin sind Gesuche an das Reichsmiweibl. Der Zugang betrug 1307 männl. und 49##isterum oder den Reichskommissar zwecklos und Werken nur mit Zustimmung einer Zw. wehrheit des Reichokaltrates erfolgen darf. Sodann wird die Errichtung einer aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern paritätisch zusammengeletzten Außenhandelstelle, sowie die Auaangung der vollen Leistungofühigken der rei staatlichen Werke durch entsprechende Erhöhung der Beteiligungzlsern ge###ldert. Vetr. Sozalp###nik wurde folgende Entschließug angenommen. Die Versahmlung erwartet, daß der Entwurf zun. Rescheknappschaftsgesetz hal## der gesetzgebenden Narverschaft vo####elegt wird und der Reschsknappschaftsverein ins Leben tritz. Sie weist daher hin auf die Forderung, wonach uus Antrag bei 25jähriger Dienstteit und einem LebensAntrag bei ablanticer Diensitzent uid einem Lebens: jodaß der Pestand an Arkaitglasen na###t- können im einzeinen nicht beantwortét werden. aller von 50 Jahten oone ärztliche Untersuchung die# wahr4, Auagalchsiadenen und Kt nach gaug.— Neue Rerufgenäglichkeilen für die nel Knoppschaftsreute gewährt werden soll, serner von der Reschsreglerung den Ansbau der Sozlulversicherung. dahingehenh, daß in der Reichoversicherungordnung vor allem festgelegt wird Sio fordert gang von 414 Ausgeschiedenen und 51 nach aus=]— Neue Berufsmöglichkeilen für die gebilbete wärto gesandten noch 684 ist; der sich wie folgt ver=weibliche Jugend, bielet die Absicht des Wittener sellt: Hagen Stadt 204 männl. 47 welbl., Hagen Diakonissenhauses, eine Hilfoschmesternschaft einzuLand 85 männl. 19 wolbl., Kreis Schwelm(Stadt richten, in der nach unentgeltlicher zweijähriger Ausund Land) 196 männl. 99 weibl. Il. a. wurden ver## bildung die Hilssschwestern sich von Jahr zu Jahr mittelt: in der Landwirtschaft 30 maanl 17 welbl., verpflichten und für ihre Tätigtelt ein angemessen u) in der Krankenversicherung: 1. Einstellung des in der Metallinbustrie 184 männl., im Handwerk 46 Gehalt empfanger wirklichen Arbeitsverdienstes als Grundlohn; 2. Jahlung deo Krankengeldes vom ersten Tage ab, auch für Sonn= und Gelertage; 3. obligatorische Einführung der Famillenhilse, Haus= und Krankenpflege; 4. erweiterte Mutterschaftsfürsorge; b) in der Unfallversicherung: 1. Einbezlehung der Berufskrankheiten und der Unfälle des töglichen Lebens unter die Unfallversicherung; 2. bei der Berechnung der Unfaltrente ist der volle Arbeitsverdienst In Anlatz zu bringen; 3. Dauerrenten sind alle zwei oder vier Jahre dem veränderten Jahresverdlenst gemäß abzuändern. bei der Invaliben= und Hiuterbliebenen=Per Diese Aenderung ist bemännl.. 11 welbl., im Baugewerbe 58 männl., im sonders zu begrühen, da sle auch für die Töchter Handelsgewerbe 18 männl. 11 weibl., freie Berufe gebildeter Stände den echt weiblichen Beruf der 14 männl. 1 weibl., in der Hauswirtschaft 192 weih. Schwester erstrebenswert machen wird. Die WitteFerner wurden 6 Kriegsbeschädigte untergebracht, ner Schwesternschaft betrügt jetzt 506. Eine grüßere — Woher kommen die hohen Kirschenpreise? Zunahme wäre bringend wünschenswert. Das Angesichts der reichen Erte sind die hohen Kirschen= Kleinkinder=Schul=Semlnar soll in ein solches mit preise nicht gerechtfertigt. Ee wird berichtet, daß staatlicher Abschlußprüsung für Kindergärtneringen die zahlreich erschienenen Händler aus den Große 1. Klasse umgewandelt werder. Der Jahre########l städten sich gegenseitig überbieten und die Preise in konnte auf der Hauptversommlung am Juni von die Höhe treiben. Dieser wllden Spekulation wird der neuen Besetzung von 20 Stellen barichten. die Regierung entgegentreten müssen, damit nicht den minderbemittelten Schichten der Obstgenuf wegen der innerschwinglichen Preise unmöglich geWestfalen und Rheinland. scherungt 1. Erhöhung der Rentensützo der Neuzell macht wird. Es wird versucht, rheinische Kirschen eitsprechend: 2. Wegfall der Krankenren'e, d. h. Ge= ins Ausland abzuschieben. Lleße sich darin ein mührung der Invalidemrnte nach der 20, Kranken= Wandel schaffen, so wäre schon mancherlei ge“ Haspe, 5. Juni.(Der Streit der Ambo## wache; F. Ermäßlgung der Wartezelt für Alterorent= schehen. lschmiede.) Der leit 27. Januar d. J. dauernde ner auf 1000 Machen: 4. Streichung der Absätze 2]— Sterbefusso der Handwerkskammer zu Arng. Streit der Amabschmiede beschlftigte in# und 3 doo Paragruphen 1283, da deren Vorschriften beeg. Aus dem vom Rendausen in der Haupwer= Woche auch den Schlichtungsausschuß. Za einer 2e.das Wiederausleben der verlorenen Anwartschaften sammlung erstatteten Geschäftshericht entnehmen wir, ständigung kam es nicht. Die Werke Uetzen durch erschwerenz o. tunlichste Beseitigung des An= und daß die Kosse am Schluste des Geschäftsjahres 708 ihren Vertreter erklären, daß sie jeden Schiedspruch Aufrechnunggsystems. Ferner I zu erstreben er= Mitglieder hatte. Seit Bestehen Kosso sind 179 ablehnen müßlen, der den streikenden Schmieden welterte freie Arztwahl, Verstaatlichung oder Kom Sterbefülle zu verzeichnen, für welchr ein Sterbegeld eine Lohnerhöhung zuerkenne. Die schwebische Konzmmnallsternug des Hebamntenwesens. Auch muh von Insgesamt 67 461 Mt. ausgezahlt wurde. Das kurrenz mache sich bemerkbar. barauf gedrungen werden, daß Krankenkassen das Sterbegeld beirug 600, 800 bezwt. 1000 Me. Im hn. Hogen, 7. Juni.(Millionenzuschüsse für Recht bekommen, Apotheken einzurichten. Von der Geschältsfahre starben 17 Mitglieder(12 männliche Wohnungsbauten.) Die StadtverordnetenversammReichorentterung ist zu versuchen, daß durch inter= und 5 weibliche). Der Kassenabschluß gestaltete sich lung erklärte sich damit einverstanden, daß der Benationale Vereinbarungen und Verträge die soztal=wie folgt: Einnahmen aus Vortrag, Eintrittsgeldern, schluß, einen Stadtschulrat zu bestellen, nicht anpolitischen Emnrichtungen aller Länder gleichwertig Beiträgen und Zinsen 19 960,06 Mt., Ausgaben an führt wird, nachdem die Regierung erklärt hat, daß gestaltet und Gegenseitigkeitsverträge mit allen Pän= Sterbegeldern und Verwaltungskosten 12017 Mt., die staatliche Aussicht einem Stadtschutrat nicht überdaher Bestand 7049,06 Mt. Als Vorstandsmitalle=Itragen werden könne. Genehmigt wird die Verwender wurden wiedergewählt Baugewerksmeister Carl dung von 600000 Mark für Notstandsarbeiten. Für Feindler=Slegen und neugewählt Müllermeister##### neue Bauvorhaben in Bissingheim und an anderer renz Wiegelmann=Arnsberg; als Kassenprüfer. A. Stelle der Stadt werdin 7·5 Millionen Mark Rölle=Olpe und Fr. Hoffmann=Aensberg. Aufge= stüdtische Gelder bewilligt. Wie Panrat Figge hiernommen werden Handwerker und deren Ehefrauen, zu mitleilt, waren am 1. Mal 1918 62 730 bewohnsowie Handwerkerinnen, die das 20. Levensfahr er=(bare Räume vorhanden, am 1. März 1921 83.813 reicht und das 55. noch nicht überschtitten haben. Ifür 96 000 Einwohner. Die Zahl der###l##un— Die Siellung der Molkerelen und des misch in dieser Zeit betrug 2000, die Zohl handets zur Atichversorgung kam in einer Versamm= gezogenen Famillen 120. 2861 Wohnungsuchende lung des Molkerelverbandes für Westsalen und Llppe sind vorhanden. Durch Beschlagnahme sind 540 zum Ausdruck, die in Hamm(Wests.) lagte. Von den Wahnungen und 183 Minzelzimmer geschanen worVertretern der Molkereien wurde der freie Handel den. Um einen Preisring zu verhüten, ist mit der Die Schuhmacher-Zwangsinnung hielt ge= verlangt. Der Vertreter der Milchhändler=Genossen= Westfälischen Heimstätte die Baugesellschaft Westiasteen eine Versammlung ab, in der der seitherlge schaften erklärte sich mitt der Konzessionierung dee#len mit dem Sitz in Hagen ins Leben Vorstand einstimmig wiedergewählt wurde. Mischhaubess einerstanden. Die Städte müßten die den.—(Preiswerle Kirschen). Gewalligen: Beeichtigung. In der gestz. Sprechsaal=Ein=Aufsicht ausüben, bürsten aber die Milch nicht seibst hatte gestern ein Straßenhändler. der sendung muß er im vorletzten Absatze statt 1916 vertellen. Der Vertrieb der Milch müsse in den Han=lichen in guter Ware das Psund mir drei Mar beihen: 1915. den des Handels bleiben. Wenn die Gemeinden kaufte. In den Läden der Obsthändler is das — Geueral von Oven aus Breitn hält leinen dazwischen trälen, wirden unnölige Ueberorganita=lnicht unter 6.50 Mark zu haben. Vortrag„Was Ist wahres Christensum?“, heute lonen geschaffen, die stark verleue#nd wirkten. Die Hagen, 6. Innl.(Erzbeeger) wrac gein abend 818 Uhr in großen Saule des Wreinshaules. Städte müslen uch zusammentun, um Pretstreibe= Hagen vor ungefähr 3000 Zuhörern die# 4 Uhr halt er daselbst amb eine Bihetstunde. Der fresen burch ihre Vertreter in den Milcherzeugungs= großen Tell and Mitgliebern mu.s Anhänge Eintrill ist frei für jedermann. gebieten zu verhindern. Die Stadt Münster 1. W. christlichen Gewerkschaften zusammensetzten, üb dern abgeschlossen werden.“ Aus Stadt und Land. Geveloberg. 7. Juni. — Einen großen Erfolg halte Musikvirektor Griesendeck anf dein vorgestrigen Gesangwellsttelt in Barmen. Er errang mit dem Sängerbund Gräfrath in der 1. Klasse ven 1. Preis, 1. Ehrenpreis, 1. Haupehrenpreis, den Dirigentenpreis und den Preiv der Siadt Barmen Uen Die Briefe der Prinzessin. Von E. Ph. Oppenhein. 80)(Nachdruck verbolen.) Ohne Zögern kam die Unbekannte seinem Verlangen nach. Aufmerksam folgte Hem ihrer Schllderung; und die chorattertstischen Einzelhelten, die sle ihm angab, nahneen ihm sehr halb auch den letzten Zweifel darüber, dah Mayring und Martens wirklich ein und bieselbe Person waren. Ader als dir Frau bann verstunnie, besand sich Heins in Verlegenhelt, was er ihr sagen sollte. Es war sa seiner festen Ueberzeugung nach die Frau des Ermordelen, die er da vor sich hatte; und ebenso sicher fühlte er, daß ste keine Ahnung hatte von dem rchtbaren Schicksal, das ihren Gatten getrofsen. Co war eins schwere Aufgabe, ihr auf schonende Weise die Wahrheit zu emhüllen. Und um sich einige Klarheit zu verschaffen, wie welt er dabel offen und gerade zu Werke gehen kon#tte, frogte er##gernd: „Jener Herr Mayring hat Ihnen nahe gestanden, nicht wahr?“ Auf den eingefallenen Wangen der Frau erschie nen steberisch rote Flecken, und sie machte eine heslige Bewegung. „Er hat mir vielleicht einmal nahe gestanden.“ satzte sie mit vor Erregtmg zitternder Stimme.„Aber es sind gewiß nicht freundschaftliche Gesühle für ihn, die mich veranlassen, nach ihm zu sorschen. Wenn Sie etwas von ihm wissen, Here— oh, so sagen Sie es mir! Gie würden mir einen unendlich großen Gefallen damit erwelsen.“ ## war gewiß nicht Liebe für Marlens, was aus ihrenz Worten klang. Und noch etwas anderes tel Heinz auf, botz die Aussprache der Frau. obwohl ie das Deutsche am zu beherrschen schlen, etwas Iremdartiges halte. „Gie hohen nichts davon gewußt, haß Mayring sich hier in Berlin auch anders nannte?“ „Gewußt habe ich es nicht, aber es wird wohl so sein. Dern Magring belog und betrog ja jeden,mt dem er es zu um hatte. Sie wissen also doch etwas von ihm?“ „Ich glaube in der Tal. Ihnen einige Auskunft geben zu können,“ erwiderte Hollfelden noch immer zögernd und unsicher. Aber noch eine Frage zuvor, fuhr Hollfelden fort. Haben Sie semals den Namen Martene gehört?“ Er beobochtete sle schart. Aber sie schüttelte Iin ofenbarer Verständntslosigkeit den Kopf. „Rein! Oder,“ fügte sie hinzu, indem sie wie u angestrenglem Nachtinnen vor sich hinsah es ist nür dach, wie mnn ich ihn einmal irgendwo gelesen habe. Aber was ist es damit? Hat sich etwa Mayring— „Ha, er nannte sich bier in Verlin Otto Martens.“ sogle Heinz nun oiten.„Olto war doch vermuttich sein richtiger Vomame, nicht wahr?“ „Ja. sa er hieß Otto Mayring, odet er gab doch wenigsteus vor, so zu heihen. Denn man weißa nicht, wann er die Wahrhelt sagle und wann er#og. Was wissen Eie von ihm? Wo hält er sich hier auf?“ „Machen Sie sich darauf gefaßt, etwas sehr Unersreuliches, sehr Truuriges#u hören,“ sagte Heinz ernst und schonend.„Fühlen Sie sich start genuß, es zu ertragen?“ Die Angen der Frau halten sich west geöffnet. Völler Ensehen starrte sie ihn an, sie hatte ihn nut zu gu begriffen. „Reden Sie. um der Barmherzigkelt willen, reden Sie!" stammelle sie leschenblaß. Er 191.— Sie sprach das Wort nich aus. Ader Hollseiten mußte nun die Wahrhei# enthüllen. „Er wellt man mehr unler den Lebenden,“ sagte er„Um Himmels willen, fassen Sie sich!“ Mit einem leisen Aechzen war die Frau halb ohnmächtig zurückgesunfen. Aber die Schwächeanwandlung war nur von kurzer Dauer. Sie richtete sich sogleich wieber auf, und Heinz erschrek vor der Härte mchrer Stimme, als sie heevorstieß: „Es ist nicht schade um ihn. Aber für michs eo freilich sehr schlimm. Wann ist er gestorben— und wo?“ Was setzt in ihrer Stimme gewesetz war, war wirkticher Haß, und nun glaubte Heitz in der Tat keine besonderen Rücksichten mehr nehmen zu müssen. In welchem Verhältnis diese Frau auch immer zu Otto Marten oder Mayring gestanden haben mochle. daß er auch sie hintergangen, auch an ihr schurtisch gehandelt hatte, das fühllen die beiden Männer deutlich genug. „Er ist keines natlirlichen Todes gestorben,“ sagte Hollfelden.„Und es wundert mich, daß Sie es nicht sogleich gewußt haben, als ich Ihnen den Naien Martens mannte. Denn von dem Mord an Otto Marieno waren sa alle Zeitmngen voll.“ Er bereute min doch, es ihr ohne schonende Umschweife gesagt zu haben. Denn die Züge der Frau vorzertten sich vor Schrecken und Entsetzen, und in ihren Augen spiegelte sich eine unsaßbare Seeienangst „Ermorde!!“ stöhnte sie.„Von wem— von wem ist er ermordet worden?“ „Man weiß es noch nicht. Gerade von Ihnen aber hoffte ich darllber einige Aufklärung zu erhalten.“ De Frau achtete nicht auf leine setzten Sie mußte von einer wahrgast entsetzlichen Vorstellung erthllt sein, denn sie war halb von Simnen, als sie atemlos und hebend stammelte: „Wenn Sie barmherzig sind, Herr, so antworten Eie mir auf das, was ich Sie frage! Wann ist er etwordet worden?“ „In einet Nacht des Juni. Eo war am—“ Sie ethoh abwehrend beide Hände. „Ich weiß, ich weiß, wann es war!“,(eß(i hervor, und es wor kein Tropsen Blut mehr in ihrem Antlitz.„Und es geschah hler in Verlin?“ „Ja! Otto Martens wurde hinterrücks erschlagen, als er in den Morgenstunden in sehte Wohnung zurückichren wollte. An dem Treppenstar des Haules, das er hier bewohnle, wurde das Verbrechen# an ihm verübt. Ich selbst bin es, der ihn gefunden hal, denn ich wohne in dem gleichen Hause.“ „Ich flehe Sie un, verschweigen Sie mir nichts Erzählen Sie es mir mit allen Einzelheiten!“ „Werden Sie sich auch statk genug dazu fühlen?“ ragte Hollfelden besocgt. Aber sie forderte ihn nur mi einer heftigen Kopibenregung auf, zu sprechen. „Um drei Uhr morgens habe ich Otto Martens gefunden, und nicht früher kann die grausige Tat ber gangen worden sein. Man hatte noch gegen Mitternucht bei mir antelephoniert, um mir die Bilts auszusprechen, Otto Mariens eine Potschaft### übrtbringen. Ich schrieb diese Botschaft, die in der Aus sorderung bestand, Martens Möge noch in der in das Savoy=Holel kommen, auf einen Zet### (Fortsetzung folgt.) stichen Solldartomus, der allein geelgnet sei, nem Zusammenbruch des internationalen Kaptund dem Versagen des internationalen Somus den sittlichen und sozialen Wiederaufbau er wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordherbeizuführeg. Es sei für den Kapitallomus wölfte Stunde gekommen; zu wünschen wäre, hm vor dem Eintrin der Katastrophe, die anis der Bilbung neuer Riesenvermögen drohe, mnsicht komme. Der Felubbund dränge mit dem gatum auf den gleichen Weg. Das Interesse der raucher und Arbeiter lönne dem Kapitaltsms der nur durch Genollenschatten, Wirtschaftstionen, In denen alle Beteitiglen, Unternehcheiter und Verbraucher gleichberechtigt selen, Junt.(Von einem„freudigen Erhi) wurde Samstag vormitlag in #ghauserssrah= auf offener Straße ein aus Halpe. Es schleppte sich noch en Hausnur und wurbe von dort dem Kranzugeführt. Meinerzhagen, 5. Juni.(Steuersünder.) Im serk Kierape wurden auf Veranlassung der amtes Haussuchungen bei einem Industrie i# bei einem Landwirt vorgenommen und Summen beschlagnahmt. Auch im hlesigen ezirk lumer auf Veranlassung der Steuerbezu zwei Haussuchungen. In beiden Fällen n e r h e b l i c h e S i e u e r h i n t e r z l e h u n g e n f e s t g e Hagen, über M Al. Halver, 5. Juni.(Rohe Tat.) Vorigen Diens#al den bei der Schmalspur beschäftigten August ein Unfall. Er befand sich mit seinem Fahrauf dem Wege nach der Ennepe zu. In der Nähe Schmalenbach wurde von einem etwa 14jährigen schen dem Fahrer ein Stock ins Rad geworfen. Folge davon war, daß d. Fahrer stürzte. Er Versetzungen am Kopf un ine Verstauchung eiten Hand bevon. ere Beute). Einem Hulner, 6. wirt in hie Gemeinde wurde aus Kotor und Treibriemen g stohJuni.(Eln= und Ausbrecher.) Der chen Münsterlande gefürchtete Eln euer, der wegen seiner UnJahren Zuchthaus verurteilt den war, ist, ehe er zu einer Verhandlung vor hiestgen Strafkammer vorgeführt werden sollte, dem hiesigen Zellengesängnis ausgebrochen. Bochum, grs im süd lusbrecher Fritz insgesamt zu 4 Gerichtssaal. Kommunist Brandler. Vor dem Sondergericht beim Berliner Landge1 erfolgte ein Prozeß gegen Brandler, den dertigen Vorsitzenden der Vereinigten kommunistiParteien Deutschlands. Die Anklage lautet auf verrat, Ungehorsam gegen die Gesetze und Klafetze. Brandler Ist Tschechoslowake von Geburt Gerichtshof verurteille den Angeflagten wegen orderung zum Hochverrat und Aufreizung der en gegeneinander zu fünf Jahren Festungshaft. Gericht hat keinen Zweifel, daß die Menge zum errat aufgefordert werden sollte, es hat ungenen, daß der Angeklagle nicht aus ehrenrühr! Motiven gehandelt hat, sondern weil er von sei kommunistischen Idealen überzeugt war. Zum Tode. das Schwurgericht Paderborn verurtellle nach tägiger Verhandlung den Landwirt Anton ####r. aus Lichtenau, der in der Nacht zum 27. ruar dieses Jahres seinen verheirateten Bruder mann im Schlafe erschossen hatte, wegen Mordes Tode. Sein Valer und die Ehefrau des Erdeten wurden in derselben Strafsache wegen gehens gegen§ 173 Absay 2 des Strafgesetzbuzu einem Jahr drei Monalen, bezw. vier MonaAm Vor dem Leben eines Kriegsgewinnsers. Westsählischer Santtätskolonnentag. Delmold, 6. Juni. Die 11. Tagung deo Verbandes der Sanstätskolonnen vom Roten Kreuz in Westfalen und Lippe, die om Sonnabend und Sonntag hier staltsand, war an besucht. Der Sonnabend abend vereinigte die Teilnehmer zu einem Kommers, zu welchem auch Fürst Leopeld zur Lippe, die Vertreter des lippischen Roten Kreuzes, der Regierung und der Stadt Detmold erschlenen waren. Sonntag vormittag sand die Hauptversammlung stalt. Zu dieser war auch der Vorsitzenbe des westsällschen Roten Kreuzes, Oberpräsident a. D. Prinz zu Rallbor und Corvey erschtenen. Die Jahresrechnung ergab eine Einnahme von 30 954,52 u und eine Ausgabe von 5440.45 K, so daß ein Bestand von 25 514,07 M verbleibt. Der Erhöhung des jährlichen Beltrags von 10 Psa, auf 60 Pfg. für die Verbandskasse wurde zugestiomt. Als Ort des nächten Verbandslages wurde Münster 1. W. bestlmmt. Sanltätsrat Dr. Hunsblecker(Hohenllmburg) reserierte sobann über die Ergebnisse zur Bildung von Unterverbänden, von denen 16 gegründet sind, während Syndikatsdirektor Prossen(Mülhelm a. Rh.) Stand der Elnrichtung von Sterbekassen und des # verbandes der Sanstütskosonnen besprach. Die mlung beschloß, der Grüindung Sterbekasse und des Rescheverbandes auf der demnächst in Goslar stattfiudenden allgemeinen Versammlung zuzustimmen. Frauen an der Hamburger Börse? Unter Führung ihrer Genossinnen haben die Sozialdemokralen im hamburgischen Parlament. der agenannten Bürgerschaft, den schwerwiegenden Antrag eingebracht, aus der Hamburger Börtenordnung den Ablatz zu streichen, der Frauen den Zutritt zu den Börsenversamlungen untersagt. Darüber wird in Hamburg manchre besomnene, keitische, zustimmer., besorgle und—. indting= Wort gewechsell. Wie liegen heute die Dinge?, Beder, männischen Gechlechts, darf die Hamburger Wese besichen, gleschviel, ob er von Bernte wegen bort etwas zu inn hat oder nicht. Man fragt ihn nicht danach. Nur wenn er noch minderjährig, geisteskrank, bankrott oder wegen Verstoßes gegen die Börsenordnung von der Börse verwiesen ist, verschließen sich ihm die Pforten. Den Frauen hingegen, weim es sle einmal nach Börsenlust gelüsten sollte, Ist lediglich die Börsengalerie zugänglich, von wo denn auch an manchen schönen Tagen ein Uoblicher Kranz frischer Mädchen= und Frauengesichter in die dunstigen untern Räume herabnickt und einen Strahl von Poesse in diese nüchterne Geschäftsregion ertsendet. Aber wozu hätten mir einen Zeitgeist, wenn nicht auch die Hanbelskamner ihm zugunsten der Frauen die notwendigsten Zugeständnisse machte?. Sie hat ausdrücklich olchen Frauen den Zutritt zur eigentlichen Börsenversammtuug geöffnet, die„als vollwertige GeschäfteInhaberinnen“, in wohlbegründeter Weise darum nachsuchen. Man sollte nun meinen, hier hätten die Homburger Frauen, deren sich setzt die Genossinnen parlamentarisch annehmen, schon sängst in hellen Haufen Bresche in die chinesische Mauer geschossen, die sie von der Börse trennt, und die Handelskammer mit Gesuchen um Zulassung bombardiert. Aber weit gefehlt! Es hat sich keine Katz'(Verzeihung!) zur Börse gedrängt. Was soll man daraus schließen? Eigentlich ist nur der eine Schluß möglich, daß die Frauen, wenigstens die zunächst beteiligten, die Gechäftsfrauen, sich gar nichts daraus machen, zur Börse zugelassen zu werden. Freilich: wie die andern darüber denken, sie, die berufsmäßig an der Börse nichts zu suchen haben, ist eine noch ungelöste Frage. Wird der Antrag angenommen, dann hat die gesamte Frauenwelt ohne Unterschied der Berufe und des###weils erstrebten Zwecks in vollständiger Gleichberechtigung mit den Männern freien Börsenzutritt. Ein Hamburger Biatt meint hierzu verblümt:„Die Börse dient nur dem geschäftlichen Verkehr, und die Handelskammer muh eine gewisse Sicherheit haben, daß jeder Besucher nur zu geschäftlichen Zwecken sich dort aufhäll.“— Hm, hm! Jetzt wird es mir nicht mehr ganz leicht, das Problem welter zu behandeln. jeden Wettbewerb vermelden und eine Interessengemeinschaft schließen, bei der auf keinen Fall der kluge Merkur zu kurz küme, denn der ist in der zuträglichen Hamburger Luft zu Hause und weiß, Verbienen“ groß geschrieben wird. 5 Einblicke in die das kaufmännische Gedaren gewisser ten. Wagner aus Pirmasens war beFälle, „Wao :„ R i c h t s!“ W i e d i e V e r h a n d l u n g e r g a b, b e- h a n d K i n k e r l i t z c h e n— Angeklagte, der früher Monteur war, keiner= sich vielleicht empfehl der Angeklagte, der früher——. kaufmännische Kenntnisse, begann trotzdem 1916 Bestimmm Schuhfabrikation und erreichte einen Umsatz von ich 60—70 Dußend. Für die nötige„Bi i keine gehrten ozusah Sache, die man mit dem vielbeschistandentag abgerian hal. Es unz underes. Ha. Geschäft ist der Banm im Garten. Verfenige. In troend einer Art eimarntun hat. muß Gäetner sein. Genan so wie der Banm will das Geschon Wartung, Pflege und Liebe. Wer Augen hat zu sehen, der wird buth bemerken, das so ein„fächliches Ginn“ mie das Geschcft, ans die ihm zutellwordene Behandlung reanier! Der wir rken, duß Aetlame dem bühen, Ansehen und Dime daß Erhöhung des Umsat minnes mi einer guten Ret# And. Ein jeder Geschattomann yltematiiche und wahlhurt miühige Anzeigen=Rotzlamen aber auch, das diesell Reilame inr sein Genchaft in. die meisten Kunden diehteriür ausgewendet ache Zinsen bringen Heimals= und Fomile Zta“ in jedev Haus. scheid von dem Bielen der einzelne Geschafte hat. Wer resselmähige zelgen=Retlame pflent Nutzen für sein Geschäft dan Ausih des 0 e verbank eh. daß HeuAn gal Kommt ud 190 Wel. erbeite menddas 1cs. Jamilie Walden f. spruch an den betreffenden Verbraucher, den sie g. G. im Wege der Privatklage gellend machen müssen.“ Kirschen- und Erdbeerernte. Am Niederrhein, vor allem im Vorgebirge, ist die erste Frühernte an Oedbeeren und Kirschen sehr gut. Die Klrichen sind teilwelse schon auf 4 Mark, die Erdbeeren auf 6.—7 Mark im Kleinverkaufspreis zurückgegangen. Wegen des voraussichtlich sehr guen Ausfalles der Hauptfrühernte steht eine weitere, bedeutende Preissenkung zu erwarten. Selbstmord eines Dorses. Die bolschewistische Presse meldet den Massenelbstmord eines großen Dorses im Gonvernement Tambow. Mehr ais 900 Männer, Frauen und Kinder versammelten sich im Badehause, das zugenagelt wurde. Hierauf steckten sie das Haus in Brand und kamen darin um Sonntags nur eine Zeitung in Peiersburg. Die Moskauer„Oswestlsa“ lassen sich aus Peteroburg berichten, daß die Konserenz des Präsidlums des Verbandes der Druckereiarbeiter und der Vertreter der Redakleure und Zeitungomstarbeiter sowie der Vertreter der Drunkerelen den Beschluß gefaßt hat, an den Sonntagen nur eine Zeitung erscheinen zu lassen, und zwar in der Reihenfolge, daß am ersten Sonntage die„Prawda“ zu erscheinen hat, am zulten der„Machowik“, am dritten die„Kraßnala Gaseta“ und so fort. Wie das bolschewistische Blalt meldet, ist diese Maßnahme badurch hervorgerufen, daß die Druckeretarbelter und die Zeitungsmitarbeiter den Sonnabend zur Verfügung haben müssen, um die notwendigen Arbeiten in den Gemüsegärten zu verrichten. Ktleine Erziehungswinke. Kinder lieben es oft, zu fluntern. Man pflegt darüber zu lachen, dern die kindllihe Uebertreibung von Erlebtem und Geschautem hört sich gar zu niehlich an. Aber man soll dennoch die ernste Seite der Sache nicht vergessen; aus Flunkereien können leicht Die Bemühungen der Aerzte, den Schausp##eler bewußte Unwahrhellen entstehen, und es ist immer Harry Walden und seine Angehörlgen in Berlin am gut, wenn die Kinder beizeitten zur Wahrhaftigkeit, Leben zu erhalten, waren infolge des zu großen selbst im Scherz, erzogen werden. Man lache also Blutverlustes vergeblich. Walden und sein Stiefsohn ruhig, bedeute aber dem Kinde, daß man ihm nicht starben im Laufe der ersten Nachmittagstunden des glaube, unter Umständen auch, daß es ein Unrecht Samstags, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu tut, den Ellern etwas weißzumachen.— Sehr ernst, haben. Auch eau Walden Ist Sonntag ihren Ver=(meint die„Ackerscholle“, soll man mit kleinen Ducketzungen erlegen. mäusern umgehen. Aus ihnen werden sonst große In der Wohnung Waldens wurde ein Brief von Duckmäuser, unerträgliche, unbellebte Menschen, die ihr gefunden, in dem sie schreibt: Ich weiß genau, eine Ausnahmestellung einnehmen wollen D#e Kind daß mein gellebter Mann unheilbar krank ist, und soll ein freimütiges, offenes Wesen besitzen. Verachwill, daß wir drei aus dem Leben scheiden. Nuchltung ist bier die beste Zuchtrute.—„Hände wadem Ergebnts der Untersuchung hal Frau Walden schen!“ ist auch eine der wichligsten Gebole in der ihrem Mann und ihrem Sohn eine Morphlum=Ein= Kindererziehung. Riemafs sollte ein Kind mit unspritzung gemacht und ihnen darauf eine lödliche gewaschenen Händen sein Frühstück verzehren oder sich Verletzung belgebracht. Sie hiell bei der Auffindung an den Mittags= und Abendtisch setzen. Auch vor dem Schlasengehen gewöhne man die Kinder schon von klein auf an gründlichee Reinigen von Gesicht, Händen und Zähnen. De zeitiger damit begonnen wird, diese Forderung durchzuführen, desto mehr wird sich das Klud selbst an Sauberkeit gewöhnen imer Zweibrücken ergaben Es scheint also doch bedentliche Köpfe zu geben, die meinen, es würhen alsbald dis Damen just zu nichtgeschäftlichen Zroecken die Börse besuchen, sobald kein Mensch mehr nach ihrer geschäftlichen Legitimadie vorgeschriebenen Geschäftsbücher teils tion zu fragen hätte. Ich für meine Person werde tlich, teils gar nicht geführt und übermäßigen mich hülten, in diese dellkate Frage tiefer hineinzud getrieben zu haben. Die Antwort des An- steigen. Für alle haß ein 1 man! h. wenn man nicht will, eiblicher Börsenbesuch allerHm, ich meine, es würde in die Börsenordnung eine aufzunehmen, daß Frauen nur zu gechäftlichen Zwecken an der Börse erscheinen bürsten. Aber ganz gerissen, ausgeklügelt müßte diese Bestimnoch das Rastermesser in der Hand. Einbruch in die Mannheimer Gemäldegalerse. In der Nacht zum Sonntag drangen in die Gemäldegalerie des Mannheimer Schlosses drel bewaffnete Räuber ein und raubten neun Gemälde im Gesamtwerte von 500000 Mark. Die Bande ist entkommen. Unweiter in Nordamerika. Bel einem Unwetter stürzte das Wasser sechs Fuß tief in den Geschäftsteil der Stadt Nueblo(in Colorado) und überschwemmte denselben. Obwohl die Zuhl der Opfer sehr groß Ist, sind die ersten Schätzungen sehr stark übertrieben. Die offlziellen Prüfungen sind noch nicht beendet. Daher meldet man 130 Tote. Auf den Straßen steht man eine große Anzahl Fahrzeuge mit Ertrumkenen. 500 Menschen ertrunken, Die Zahl der Ertrunkenen wurde später auf insgesamt 500 geschätzt. Das Elend in Pueblo ist groß. Tausende von Menschen haben Haus und Hof verloren. Die ganze Nacht hindurch herrschte in den Trümmern eingestürzter Häuser das Wehgeschrei der Verunglückten. Die Rettungsarbeiten werden durch den herrschenden Sturm erschwert und die mit Lebensmitel für die Nolleibenden unterwegs besindlichen Eisenbahnzüge bleiben auf der Strecke liegen, da die Schienenwege zerstört sind. Max Hölz, die Flasche Laubenheimer und das hallesche Steueram. ne wurden 7000 Mart für Bezug einer Klassi=mung sein, dumtt an keiner Stelle ein Durchschlup Mallaleen Hur. Baamseetlanstasttens famie möglich märe. Sa bloß##neschäftliche Zwecke“ sogl olhek, eines Konversationslexikons, sowisenschaftlicher Werke wie Kants„Krilik der reiVernunft" angelegt. Ein großes Schlachtfest, # und Nacht dauernb, songte für materielle Geund koltete nicht weniger als nahezu 20.000 möglich wäre. So bloß„geschäftliche Zwecke“ sogt gar nichts. Vielleicht könnte man auch den Zuirstt von einer möglichst ausgiebigen Altersgrerge abhänging machen, um die vorhin erwähnte Sicharhe##t der Handelskammer, daß die Börse mögchst nur Nark. Der Bau eines Woynhauses war bis zur von erlösen" Leuten besucht wird, elwas zu per stärken. Schlleßlich aber möchte ich doch fragen: Konner Intte uns Wagen Weshalb überhaupt so viele Bedenken? Mon lasse afülr ein Automnobil und ein boch einfach großzügig die Schranken fallen und die kleinen und großen Mädchen hineinspazieren. Man wird sehen, es wird am Ende noch ganz net! Das lung der Pläne gediehen, wafür der Archi„ 12000 Mark liquidierte. Pferte und Wagen burden abgeschaf Rotorrad erwarben und eine eigene Autohallt Die„bessere Hälfte“ erhielt einen Mantel von Mark. Der Umisatz ging innerhalb Jahresfrist ernste Geschäft dürste darunter auf die Dauer kaum Millionen nach Abzug aller Unkusten erbrachte leiden, denn der Mensch gewöhnt sich schließlich an Geschäftsjahr mindestens 250000 Mark Reinge= alles, und er wird sich voraussichtlich sehr schnell auch uan. In einzelnen Monaten wurden Schuywaren an das durch die Anwesenheit der Damen noch verWerte bis zu nahen einer halben Million vere mehrte Börsengedrängel gemöhnen. Sehr Bedenkliche e uund der Staatsanmalt, 2 Jahre Ge= fürchten, der zur Börse zugelassene Amor werde bie B#nis beantragte, kam der Angstlagte mit nur 7 geheilligten Rechte Merkurs antasten. Ich glaude onaten Gefängnls davon. zuch das nicht. Beite und sich unbehaglich fühlen, wenn es an Körper oder Kleidung schmutzig ist. Ufrika den Afrikagern. Vor vier Jahren landete, von Lamalka kommend, Marc Gatvey in Newyork, ein Neger reinster Rasse mit platter Nase und wulstigen Lippen, aber von lebhaftem Gelst und von einer umfassenden Bildung, die er sich in England und auf vielfachen Rotsen durch Europa angeeignet hatte. Er nahm, wie„The Worlds Worl“ erzählt, Wohmmg in einem der Regerquartiere der amerikanischen Metropose.— Der Unbekannte wälzte in seinem Hirn den grof zügigen Plan der vollständigen Befreiung seiner Rasse. Bei seiner Rednergabe gelang es allmählich, die Stammesgenossen für seine Ides zu gewinnen. Heute ist er Leiter eines weitverbreiteten, in englischer Sprache erscheinenden Blaltes, dus den Titel„Die Negerwell“ führl, außerdem Präsibent der „Weltllga bes afrikanischen Gemelnwesenz“, der „Liga für den Fortschritt der Reger“ und obendrein Barsitzender einer Schiffahrtsgesellschaft, die von Regern mit einem Kapstal von 20 Millionen Dollar gegründet wurde. Garvey kontrollsert außerdem einen„Trust“, der die Aufgabe verfolgt, der schwarzen Rasse mächtige industrielle Interessen in die Hände zu spielen. Sein Traum aber Is1 die Schalzung einer#frikanisaen Republst, die die vlerhunGröbers wird det„Saale=Zeltune“ solgende dert Millionen Personen seiner Rasse zu einem Geschichte erzählt: Max Hölz hat bei seiner Anwe Staatewesen vereinen soll. Inzwischen hat er e# enheit im März in unserem Ort dem Gastwirt Oste sich angelegen sein fassen, das Newyorter Negerviereinen Besuch abgestattet und eine Flasche Wein auf iel Harelm zu einem geistigen Zentrum auszubauen, das große Unkostenkonlo getrunken. DerKüirt muhts, und er hat zu diesem Zwecke Schulen, Theater, Vorder Not gehorchend, den Wein ausllesern; da aber tragssäle gebaut und regelmäßige Distutterabende ein plötzsicher Aufbruch des Gasteo nötlg wurde, ver eingerichtet. Im August vorigen Hahres versamgaß er die Bezahlung. Auf Wein ruht eine hohe melten sich unter seinem Vorstt 3000 aus allen TelSteuer; der Wirt hielt es daher für ratsam, den be ien der Well zugereiste Deleglerte zu einem Konsonderen Fall dem Hauptzoslamt ein Halle vor greß, der die schwarze„Erklärung der Menschenzutragen und eine Befrelung von der Steuer zu er-rechte“ proklamierte und scharf Stellung gegen den wirken. Der Antrag ist abgewiesen worden unter Vöiterbund nahm folgender emzückender Begründung:„Ihrem Antrag auf Ersaß der Steuer für die Ihnen bei den kürzlichen Unruhen angeblich erpreßte Flosche Wein (Loubenheimer) kann leider nach Lage der gesetzlichen Bestinimungen nicht statigegeben werden. Der Wein wirrde nach den erfolgten Feitstellungen der fordernden Petson, die melleren Zwang nicht anwandte, vor Ihnen vorgesetzt und von dieser getrunken. Jene Person stellte sogar Bezahlung in Aussicht, sie unterblieb jedenfolls, weil der Aufbruch verschen Spielerprozeß, der vor vielen Jahren weit der betrefsenden Person unter dem Druck besonderer über dle Grewzen Deutschlando Aufsehen erregte, Ein Spielerprezetz mit 240 Zeugen. Erinnerungen an eine vergangene Epoche der deutschen Kriminalgeschichte ruft ein Spielerprozeß ven ganz außergewötnlichen Dimnsionen wach, der am 31. h. M. vor der Strafkammer der Landgersch## Hännover beginnt und voraunsichtlich mebret## Wochen dauern wird. Wie in dem großen hannaVerhöltnille schnell erfolgle. Wegen der Wiebererlangung der Sieuer verbleibt Ihnen uur#### und in dem der„olle ehrliche Seemann“ eine Rolle (piella, steht##unh#ett mieber bas bamtele türice nannte„Hotel Kasten“ in Hannoder im Mittelpamkt der Ereignisse. Neden dem Inhaber dieses Hotels, der für die Hergabe eines Zimmers für den RouletteKlud pro Tag 2000 M bezog, sind u. a. ein Rittmeister von Mayer von der Reitschule in Hannover und ein Bankier von Schulze, sowie Angehörige der desten hannoverschen Gesellschaftskreise mitangeklagt. Wie uns weiter aus Hannover gemeldet wird, haben in fast allen Tellen Deutschlands Zeugenvernehmungen stattgefunden. Zu der Verhandlung selbst sind 240 Zeugen geladen. Umtlich sol, nichtamtsich am Leben! Ein tolles Stüttchen aus dem„Zentralnachweise. amt für Kriegsgefallene und Kriegergräder“(Abt. Bayern) in München erregt im Städtchen Ratzeburg delustlgendes Aufsehen. Die Frau des Kaufmanns Georg Rößner erhielt eine amtliche Mittellung, in welcher sie benachrichtigt wurde, daß ihr Mann am 30. Juli 1916 bei Gulllemont an der Somme gefallen sei. Dem Schreiben war, damit sie nicht im Zweifel über die Richtigkeit sein sollte, eine militärbehördliche Todesbescheinigung mit genauer Angabe des Datums, Ortes und der Todesstunde beigefügt. Der Münchener Zentralnachweis hatte sast fünf Jahre nach Rößner, der einmal verwundet war, aber wieder an die Front kam, vergebens gesucht und ihn jetzt endlich für tot erklärt. Nun lebt aber Rößner seit fast fünf Jahren wohl und munter im tdyllischen Ratzeburg. Frau Rößner sah sich auf Grund der zweifelsfreien Todesbescheinigung den „Toten“ erst noch mal genau an, ob nicht doch vielleicht eine„kleine Schlebung“ vorläge, aber es war nichts zu machen, es war ihr angetrauter Ehemann. Verwickelt kann die Sache werden wenn sich Rößner jetzt der Steberbehörde gegenüber tot stellt, denn es soil ihm erst einmal semand beweisen, daß er an der Somme nicht begraben llegt Turnen, Sport und Spie Von der Deutschen Turnerschaft erhalten wir noch nachstehende Ergebnisse aus den Meisterschaftsspielen: Gauklasse: Allg. T. V. Haspe 1— Eintracht Vogelsang 1 80:56. T. V. 1860 Haspe 1— T. V. Voerde 1 55:40. Deutsche Eiche Kückelhausen 1— Hasparbach T. B. 58:22. Altenvoerde 1— Jahn Westerbauer 2 55:47. Bezirksklasse 1. Gruppe: Eintr. Jahn Gevelsberg— Rote Erde Schwelm 69.37, T. V. Langerjeld— T. V. Lichtenplatz 72:35. Bezirksklasse 2. Gruppe: T. V. 1860 Haspe 2.— T. B. Tücking 55:40. T. V. Herstert— T. V. Berge Westerbauer 2 73•48. Deutsche Eiche Kükkelhausen 2— D. E. Voerde 86:20. Sprechsaal. #ng.) dings nicht zufrieden und frug durch das durchlö= sim Gegenteil, man ist der Gnade oder Ungnade in cherte Fenster:„Kann man den noch keine Fahrkar= Beamten ausgeliefert. Auch weiß heute noch ten haben?" Nunmehr bequemte sich der Beamte, mand, wa eigentlich Auskunft auf genanntem Bahndas Fenster zu öffnen, und stellte die Frage:„Was hof erteilt wird, denn die Gardinen vor den Sche## wünschen Sie denn?" Nach erneutem Vortragen tern besagen alles. Hoffentlich tragen diese Zeise meines Verlangens erklärte der Beamte:„Ich habe dazu bei, daß sich der hiesige Verkehrsverein nos setzt keine Zeit, ich muß meine Kasse in Ordnung einmal der Sache annimmt und, falls alle Eingabe# bringen!“. Ich verwies nun auf den Andrang kurz bei der Direktion in Eberfeld nichts nützen, sich vor Abfahrt des Zuges, der Beamte aber, wahr= höhere Instanzen wendet. Die Beschwerde eine scheinlich prophetisch veramagt, bedeutete mir:„So= Einzelnen ist sa doch nutzlos. Sch. viel Leute fahren mit dem Zuge nicht!" Wohl oder übel mußte ich nun abziehen, traf! Oberschlesten=Spende. aber 10 Minuten vor Abgang des Zuges wieder ein. Was ich vorausgesehen, war eingetrossen: In langer.... der Konzertabrechnung 15,50 Mar Reihe standen die Reisenden vor dem Schalter und Su. 1410„“, harrten der Abfertigung, wobel nicht wenig über## Weilere Gaben werden gerne entgegengenommen langsame Vorangehen geflucht wurde. Da unglück. Geschäftostelle der Geveloverger Zeitung. licherwelse die Züge nach Hagen und Elberfeld zu gleicher Zeit einlaufen, waren bei Ankunft derselben Verantwortlich für die Schriftleitung: Rudolph nach meiner oberflächlichen Schätzung noch ca. 50! Waschmann, für den Anzelgen= und RePersonen ohne Fahrkarte. Um nun meinen Zug klametesl Wilh. Herkenräder, beide in nicht zu versäumen, stürzte ich ohne Fahrkarte auf Gevelsberg. den Perron und unterrichtete den Zugführer von der Situation, in der ich mich besand. Letzterer aber inen Ausweis Die Justände bei der Jahrkarlenausgabe des Bahnhofes B.=M. spotten jeder Beschreibung. Schrei ber dieses deabsichtigte am verflossenen Sonntag mit Familie mit dem Zuge 12,41 Uhr mitlags nach Elberfeld zu fahren. Da mir der jedesmalige Andrang kurz vor Abfahrt des betefsenden Zuges nicht unbekannt wan, traf ich um ½12 Uhr um Bahnhof ein, um die Fahrkarten im voraus zu lösen. Wie immer, wenn nicht gerade das Einlaufen eines Per sonenzuges in Aussicht steht, waren auch setzt die Gardinen vor die Fenster gezogen. Auf mein sanftes Klopfen erscholl aus dem Dienstraum die Antwort:„Ach, gebt die Klopperei auf,'n ganzen Morgen die Klopperei hier!“. Damit gab ich mich allerbedeutete mir pflichtgemäß, daß ich einen Ausweis haben müsse, oder aber es koste doppeltes Fahrpeld. Haben Sia Ralten? Ein Auswels aber war auch nicht mehr zu bekom HFghimäuzen, Frchunden und anderen Lagesieren. men und so fuhr sch ohne Fahrkarte. Nur dem Zu] RuHRS RATTENKUCHEN RUSENIAL. fah, daß ein mitfahrender Beamter während der Wirkt unter tasronite, un stets irisch hergesien. Fahrt auch ohne Ausweis in entgegenkommender)— Ist sofort gebrauchsfähig.— Weise Fahrscheine ausstellte, war es zu verdanken.] Für Menschen und Haustiere unschädlich. daß ich von der Entrichtung des doppelten Fahrgel-sPreise### Portion 7.50 Mk., 6 Portlonen 42— M1. des verschont blieb. 12 Portlonon 81—.„ von 8 Portionan an porto(reie Zusendung. Für einen kl. Raum genügt eine Portion Der vorbeschriebene Fall aber ist nicht einzigartig gerA Schwabenmittel 5.— Mk., 6 Kaston 27.50 Mk., und es ist einfach nicht zu begreisen, warum die„ Ameisanmittol 3—„„„„ Eisenbahndtrektion Elberfeld nicht schon längst für„ Hottenmhtnt Fl. 15.—„ Spozio8. 50 Abhilfe gesorgt hat, Nach einer Verordnung kann wirkt sicher und kann ohne Schädigung der Polsterm### man die Fahrkarten schon tags zuvor lösen, in Gevelsberg aber stört man sich scheinbar nicht daran, Otto Röhr, chem. fabrk, Barmen-Wichl., Wosiste. 88 ane — fiessisches Staatsbad Hervorragende Hellerfolge bei Herzarankheiten, beginnender Arte Muskel- und Gelenkrheumatiamus, Oicht- Rückenmarks- Frauen— SAtliche neuzeltliche Kurmittel.— Vorzügliche Konzerte Theater Tennis Goll Kröcke Wurftaubenschießstand. Herrl. Park- u. Waldspaziergäng: Schöner angenehmer Brholungsaufer lonverhalkun Nervenleide Margarets Jäger Ewald Drager Verlobte. Oeveloberg, 8. Juni 1921. Vaterländischer Frauenverein zu Gevelsberg. Der Kreisverband der Vaterländischen Frauenvereine gibt bekannt, daß auch in diesem Jahre für treue Dienste im Haushalt Auszeichnungen verliehen werden sollen. Entsprechende Anträge aus Gevelsberg übermittelt der hiesige Vaterländische Frauenverein. Wir ersuchen daher dieenigen Mädchen und Frauen, die am 1. Mai ds. Is. auf eine 6 oder 15 oder 25 jährige Tätigkeit zurückblicken konnten, ihre Zeugnisse mit einer Bescheinigung über die Dienstdauer bis zum 15. Juni 1921 bei der Unterzeichneten abgeben zu wollen. Der Vorstand. I. A.: Frau Hugo Dörken, 2. Vorsitzende, Südstr. 4. Tonbild -Theater Kunstlichtsplele MRilteistr. 36. Hittroch, den 8. Jrol: Sroßles Bekanntmachung. Für die Zeit vom 5. bis 11. Juni 1921 werden ausgegeben: Auf Abschnitt 8 der Lebensmittelkarte 150 gr Weizenmehl Preis der Einheit. Mt. 1.20 Ferner gglangen pro Kopf 8 Pfund Einmach zucker zur Ausgabe wie folgt: In der Woche vom 5. bis 11. Juni 1921 1 Pfd. „„„„ 19.„ 25.„„ 1 „„„„ 3.„ 9. Juli„ 1 Die erste Ausgabe erfolgt für die Zen vom 5. bis 11. Juni 1921 auf Abschnitt 5 der Lebens mittelkarte Preis per Pfund Mk. 4.50 Schwelm, den 8. Juni 1921. Kreislebensmittelamt Bürgerverein Gevelsberg. Freitag, den 10. Juni 1921, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Fritz Hohoff. mittelstr Tages=Ordnung: 1. Städtische Angelegenheiten. 2. Umänderung des Vereinsnamens. 3. Wahl eines Kassenführers. 4. Verschiedenes. Wir bitten um vollzähliges Erscheinen. Der Verstand. im ORenseken, der gigantische, gewaltigste Abenteurerfilm in 6 Akten, die Detektiv-Kriminal-Wildwest-Hellseher-Sensation vereinigen mit persönlichem Auftreten der Hauptdarstellerin HELIA LEITHER der weltberühmten Detektivin u. nordischen Hellseherin. Hella Leitner, die weitberühmte Detektivin u. nordische Hellseherin, hat ungelöste, ewig erneute Welträtsel der Menschen vertilmt. Hells Leitner ist die Hruptdarstellerin in diesem mystischen Plimwerk; ihre Partner sind Alf Blütecher und Paul Mgan. Hella Leitner ist persönlich anwesend und gibt Ihnen Proben ihrer hellscherischen Begabung. Htells Leitner kennt Ihre Gedanken und wünscht von Ihnen auf die Probe gestellt zu worden. Hella Leitner enträtsel die geheimnisvollsten Vorgälnge und I5st somnambul unentwirrbare Rätsel. Hells Leitner ist das Welträtsel, die Hellseherln im Dienste der Kriminalistik, der größte welbliche Detektiv, eine hervorragende Pilmdiva. Hells Leitner erzielte In allen Großstädten wie Berlln, Hamburg, München, Köln, Amsterdam, Kopenhagen, Wien, die größten Brtolgo. Ausserdem in jeder Vorstellung: Abgründe des Lebens. Der grösste Abenteurerfilm. Alleinverkauf unseres überall bellebten Mineralwassers Gerolsteiner Sprudel für Gevelsberg und Umgebung einer solventen Firma für elgen# Rechnung zu übertragen. Gute Lagerräume Bedingung. Fuhrwerk erwünscht. Gerolsteiner Sprudel, Cöln a. Rh. unter persönl. Leitung d. Herrn Musikdirektors Henning. Anfang 3½ Uhr. Ummmmmmmmmmmmmm Elntrittspreise inkl. 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