seint täglich mit Ausnahme der Sonn= und gesetzl. Feier6rsch“n: Abonnementspreis frei ins Haus 1.80 Marh pro durch die Post bezogen für 3 Monate 3.30 Mark. Hantschechkonio Amt Köln Nr. 22729.— Für Aufnahme von änferaten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen und übernehmen wir keine Garantie Rotationsdruck und Verlag, sowie für die Inserate verantwortlich: Viktor Schanzer Dortmund verbunden mit dem„Lokalanzeiger für Dortmund und Hörde.“ Parteiblatt der„Deutschen demokratischen Fernsp. Nr. 160. Geschäftsstelle: Dortmund, Prinzenstr. 9—11. Telegr.=Adresse: Tageblatt. Anzeigen die 8 gespaltene Rolonelzeile oder deren Raum 35 Pfg., auswärtige, amtliche und Finanzanzeigen 45 Pfe. Reklamezeile(Kolonel) 1.50 Mk. Bei zwangsweiser Beitreibung der Insertionsgebühren durch Klage od. Konkursverfabren wird der bewilligte Rabatt dinfällig.—. verfahren wird der bewil und. Für die Schriftleitung be Mar Sonnemann, Dortmund. Rabatt dinfällig. Erfülungstwortlich Nr. 55. Dortmund, Freitag, 7. März 1919. 36. Jahrgang die Lebensmittel Verhandlungen abgebrochen. We#. Berlin, 6. März. Nach einer Mitü zeilung der Waffenstillstandskommission hatte die Reichsregierung die Unterhändler in Spaa angewiesen, die deutsche Handelsflotte nur zur Verfügung zu stellen, sobald durch bindende Verträge die LebensmittelLversorgung Deutschlands bis zur neuen Ernte sichergestellt sei. In der letzten Sitzung über die Lebensmittelversorgung Deutschlands in Spaa führte der deutsche Vertreter aus, die Belieferung Deutschlands sein einer der Gründe für die Annahme der harten Waffenstillstandsbedingungen gewesen. Deutschland könne aber nicht die Handelsslotte abliefern, ohne daß die Zusicherung der Alliierten vorliege, daß die Lebensmitteleinfuhr auch tatsächlich erfolge. Bisher habe Deutschland noch keine einzige Tonne Lebensmittel von den Alliierten erhalten. Deshalb sei der deutsche Standpunkt, die Handelsflotte zur Verfügung zu stellen, sobald durch bindende Erklärungen die Lebensmittelversorgung Deutschlands bis zur nächsten Ernte sichergestellt sei. Deutschland schlage aber vor, um weihandlungen zu ermöglichen, eine teilweise Zurverfügungstellung der Handelsflotte vorzunehmen und bei Vorhanden sein eines definitiven Versorgungsplanes den Rest der Flotte auszuliefern. Der englische Vertreter erklärte, die Alliierten hätten die Absicht, die Versorgung Deutschlands von Monat zu Monat zu erweitern, vorbehaltlich der Entscheidung des obersten Kriegsrats, wenn Deutschland sofort die gesamte Flotte abliefere. In erster Linie werde die LEinfuhr von 270000 Tonnen genehmigt. Die Frage weiterer Lieferungen werde dem obersten Kriegsrat zur Entscheidung vorgelegt. Unterstaatssekretär von Braun entgegnete auf diese Erklärung, es werde dadurch die weitere Versorgung Deutschlands von drei unsicheren Faktoren abhängig gemacht und der Entscheidung des Obersten Kriegsrates vorbehalten, mit dem Deutschland keine Verhandlungsmoglichkeiten habe. Er betonte nochmals, daß die Frage der Lebensmittelversorgung eine Frage auf Leben und Tod für Deutschlands Bevölkerung sei, von der schon jetzt täglich 800 Menschen an Hunger stürben. Keine Regierungg könne es verantworten, sich ohne die Sicherheit, daß die Alliierten helfen, der letzten Mittel zu berauben, um sich selbst zu helfen. Hierauf erklärte Admiral Hope, daß die alliierten Vertreter keine Vollmachten hätten, weiter zu gehen. Wenn die deutschen Vertreter keine weiteren Instruktionen hätten, schlage er vor, die Verhandlungen abzubrechen. Unterstaatssekretär von Braun bemerkte, er halte es für wenig wahrscheinlich, daß die deutsche Regierung in dieser Lebensfrage nachgeben könne. Da weitere Verhandlungen zwecklos erschienen, wurden die Verhandlungen abgebrochen. Die beiderseitigen Kommissionen reisten von Spaa ab. Die Waffenstillstandskommission tagt weiter. WTB. Berlin, 6. März. Die Erledigung der lausenden Verhandlungen der Waffenstillstandskommission in Spaa wird durch den Abbruch der Verhandlungen der drei Unterkommissionen nicht berührt, sondern geht nach wie vor weiter. Im Anschluß an den Abbruch der Verhandlungen der drei Unterkommissionen wurde deutscherseits in der Vollsitzung der mit een laufenden Verhandlungen betrauten Waffenstillkandskommission am Vormittage des 6. März in Spaa eine Note übergeben, in der der Gesamtstandpunkt der deutschen Regierung dargelegt wird. Deutsche Gefangene zur Verrichtung von Sklavendienst. WTB. Amsterdam. 6. März. Der Staatssckretär für den Krieg Churchill erklärte in der Unterhaussitzung vom 3. März in Beantwortung von Fraden, die englische Regierung schicke die deutschen KriegsKlangenen so rasch wie möglich nach Frankreich und beigien zurück, um sie dort arbeiten zu lassen. Einster Widerstand gegen Fochs Knebelungsabsichten. TU. Genf. 6. März. Die gesamte französische egierungspresse gab gestern mit allen Ausdrücken des oedauerns zu, daß die von Marschall Foch ausgearbeiden Bedingungen bei den Vertretern der Großmächte m Montag wider alles Erwarten auf ernsten Wikspruch gestoßen sind und daß von ihrer Billigung uich die Vertreter der Großmächte vorerst überhaupt Rede sein kann. Die mitgeteilte amtliche Note #.##“ Montagssitzung hatte in kurzen Worten die sossentlichung der Waffenstillstandsbedingungen für vontag angekündigt. Eine gestern Nacht vom Gekalsekretär der Friedenskonferenz mitgeteilte Note gibt T9# un, daß die sachliche Aussprache über die Vor####ce Fochs überhaupt noch nicht begonnen hat und alse######ch auch nicht vor Montag nächster Woche, 9.### den 10. März beginnen kann. Aus den weiteren aa eituingen der Zeitungen geht hervor, daß die Voreng####: Marschalls Foch am Montag zunächst zu hesan. Geueroldiskussion führten, in deren Verlauf sienz zwei Bedenken geltend gemacht wurden, ersong g. es nicht angebracht sei, in Abwesenheit WilErsa###schlüsse zu fassen über Vorschläge, die über die bera##e isse des Wafsenstillstands hinausgehen und sett.“ Formulierung der Friedensverhandlungen en würden und zweitens, daß die Vorschläge des Marschalls Foch sich nicht an die von den Sonderkommissionen der Friedenskonserenz aufgestellten Richtlinien halten. Damit ist allem Anschein nach Einspruch erhoben worden gegen die Absicht des Marschalls Foch, Deutschland zur Annahme seiner Bedingungen zu zwingen, bevor die Enteute irgendwelche Zufuhren von Nahrungsmitteln gestattet, was von den zuständigen Kommissionen als notwendig erklärt worden ist. Es bleibt nunmehr abzuwarten, ob Foch bis Ende dieser Woche seinen neuen Plan ausgearbeitet haben wird, oder ob er sich nicht lieber überhaupt zurückzieht. Der Ausgang wird von Clemenceau abhängen, der seinerseits auf den Einfluß Lloyd Georges zählt. Eröffnung der internationalen Völkerbundkonserenz. WTB. Bern, 6. März. Heute morgen wurde die internationale Völkerbundkonferenz eröffnet. An der Spitze der deutschen Delegation stehen Geheimrat Breutano, Eduard Bernstein, Prosessor Franke, Professor Mendelssohn=Bartholdy, Graf Montgelas und Frau Perlen. Die österreichische Delegation wird von Professor Laun=Uhde geführt. Der Pfräsident überbrachte der Versammlung die Grüße der Schweiz und führte aus, die Konserenz müsse einen wirklichen Völkerbund vorbereiten und könne sich nicht mit dem Pariser Projekt begnügen, das die kleinen Staaten als zweitklassig behandele. Die Welt habe nur noch die Wahl zwischen dem Völkerbund und der Völkeranarchie. Es würden verschiedene Kommissionen eingesetzt, die ihre Tätigkeit bis zum 10. März beendigen sollen. Dann würden die allgemeinen Besprechungen fortgesetzt werden. Die innere Demokratisierung Preußens. Rechtsanwalt Dr. Lothar Engelbert Schücking, dessen bekanntes im Jayre 1908 erschienenes Buch„Die Reaktion in der inneren Verwaltung Preußens“ seinerzeit berechtigtes Aufsehen erregt hat, hat jetzt im Musarionverlag in München ein neues Buch erscheinen lassen, das„Die innere Demokratisierung Preußens“. betitelt ist und das sich im einzelnen mit der Demokratisierung der inneren Verwaltung beschäftigt. Das im hohen Maße lesens= und empfehlenswerte Werk macht Vorschläge für den gesamten Neuaufbau der inneren Verwaltung von der Dorfgemeinde bis hinauf zu den Provinzialbehörden. Es ist also eine im hohen Maße positiv aufbauende Arbeit, die bei den kommenden Arbeiten der preußischen Landesversammlung wertvolle Dienste leisten wird. Als ein Beispiel der Darstellung Schückings lassen wir nachstehend folgen das Schlußkapitel, das von dem„Provinzialminister“ handelt. Es lautet: Wenn die Gemeinde vor allem wirtschaftlicher Verband ist, gegliedert in Bezirke, verwaltet von den Vorstehern dieser Bezirke unter der gedachten Kontrolle, wenn die Provinz für jede Gemeindetätigkeit das übergeordnete Zentralamt besitzt, so wird die Tätigkeit des Provinzialministers als einzigen Staatsbeamten von eminenter Bedeutung sein. Bei einem nur einigermaßen parlamentarischen Regiment wird sich von selber ergeben, daß die Beamten des Ministeriums nicht nach dem Alter des Uradels, Beziehungen zu einflußreichem Hofadel, bei bürgerlichen auch Biegsamkeit vor der herrschenden feudalen Gruppe und anderen schönen konservativen Gesichtspunkten ausgesucht werden. Die Leistung muß hier allein den Ausschlag geben, und zwar die Leistung in wirklichen Selbstverwaltungskörpern. Es müssen Personen zu Ministern besördert und als solche tätig werden, die wirkliche Verdienste haben in Aemtern, in denen sie vom Volke gewählt und kontrolliert waren. Diese Leute sind dann imstande, Anregungen zu geben. Sie sind würdig, an einer Zentralstelle zu stehen, den großen Ueberblick von die'er Stelle zu haben und fähig, diese Stellung fortgesetzt zu verwerten und auszunutzen. Wenn die Tüchtigkeit im Staate sich auch mal oben, und nicht nur unter findet, wird unser Staat im Innern noch ganz andere Leistungen aufweisen können als bisher. Und in der Verwaltung, wo die Tüchtigkeit bei der Gemeinde und der Provinz bisher die so überragend größere war, wird dann ein ganz anderes Arbeiten möglich sein, falls die Zentralstelle ihre Aufgabe, statt politisch, kulturell auffassen kann, weil tatsächlich Kulturträger in diese Stellungen befördert sind. Das ist sa der Grund des ewigen Politisierens der Landräte und Oberpräsidenten, der Ministerien und Geheimräte. Sie würden niemals ein Stadtverordnetenkollegium so führen können, daß jeder Sozialdemokrat darin überzeugt ist, daß der Vorsitzende mehr davon versteht, als die Opposition. Sie haben auch selbst längere Zeit keiner Gemeindebe ö de mit Erfolg vorgestanden. Nur weil sie das Fundament nicht haben, lassen sie sich mit Vorliebe auf die staatspolitische Seite der Sache ein, das heißt die Seite, die sie vertreten wollen und können, die konservative, und behandeln die Sache mehr oder weniger politisch. Deshalb dieser klaffende Zwiespalt zwischen Staat und Gemeinde, deshalb diese überflüssige Gegnerschaft in vielen Fragen. Als ehemaliger Landrat hat der Ministerialbeamte von der Gemeinde keine übermäßig günstige Meinung. Er ist womöglich jahrelang Gegner seiner Kreisstadt gewesen. Oder er hat als Regierungspräsident womöglich feierlich einer Stadt„sein Wohlwollen entzogen“. Daß dieser selbe Mann als Geheimrat im Ministerium kein Vertrauen in Gemeindeangelegenheiten genießt und verdient, ist wohl selbstverständlich. Beim Militär dient jeder von der Pike auf, im städtischen Leben ist es selbstverständlich, daß der unbesoldete Stadtrat mal Stadtverordneter gewesen ist. In Preußen macht man fortgesetzt Beamte zu Organen der Aufsicht über die Selbstverwaltung, denen das Fundament bis zu einem gewissen Grade fremd ist. Stellen wir an die Vorbildung der Verwaltungsbeamten die Anforderung, daß sie Stadtverordnete oder Gemeindeverordnete gewesen sein müssen, so wird sofort ein ganz anderer bürgerlicher Zug durch die Behörde gehen, die sich bisher aus alten Landräten, Regierungsräten zusammensetzt. Eine gründliche Erneuerung des Personals in dem gedachten Sinne ist schon deshalb notwendig, weil bei dem neuen Aufbau das wirtschaftliche Moment für die innere Verwaltung eine ganz andere Rolle spielt als bisher. Der wirtschaftliche Apparat der neuen Großgemeinde, wie wir ihn geschildert haben, ist ein so schwieriger und komplizierter, daß er ohne geniale Unterstützung durch das übergeordnete Provinzialzentralamt undenkbar ist. Ueber das Verhältnis des Provinzialzentralamts, zum Provinzialminister und do des letzteren zum Reich läßt sich erst sprechen, nachdem seststeht, was aus Preußen wird. Jedenfalls wird das Ministerium geistig die Spitze des ganzen verwickelten Wirtschaftsappartes werden. Frei, breit und demokratisch baut sich Gemeindeverwaltung und Provinzialverwaltung auf nach kulturpolitischen Gesichtspunkten bei unserer neuen Konstruktion. Diesem Aufbau muß die Spitze des Ministeriums entsprechen, und zwar nicht nur in der Auswahl der Ministerialkommissare, sondern auch in der Art ihrer Betätigung. Sie müssen den Staat als Vermögenssubjekt vertreten. Schon diese erste Funktion gibt ihnen eine überragende Stellung. Sie müssen aber auch Organe für die Ausübung des Aufsichtsrechts sein, über dessen Beschränkung schon gesprochen ist. Daß es der Provinz gegenüber geradeso beschränkt werden muß, wie gegenüber der Gemeinde, versteht sich von selbst. Endlich müssen sie, und das ist das wichtigste, die Organe der kulturpolitisch orientierten Staatsverwaltung sein, also diejenigen, die den Fortschritt anregen, Material schaffen für die Orientierung, den Provinzialämtern zur Seite stehen und bis in die Gemeinden hinein kulturpolitisch Segen stiften. Es versteht sich von selber, daß ein Landrat, der sich mal durch Betätigung reaktionärer Gesinnung seibst ausgezeichnet hat, jetzt ungeeignet ist. Eine gewisse Dezentralisation ist die unvermeidliche Beigabe jeder Selbstverwaltung. Gilt es doch, die Schäden dieser Dezentralisation auszugleichen durch Ueberordnung ausgezeichneter Persönlichkeiten in den Zentren, die trotz der Dezentralisation alles das ausgleichen, was die Dezentralisation verschuldete, Persönlichkeiten, die die Erfahrungen übermitteln, die Gesamtergebnisse prüfen und vergleichen, dem einzelnen Selbstverwallungskörper alles das an Erfahrungen, Statistiken usw. zugänglich machen, was er infolge der Dezentralisation entbehrt. Eine gewaltige Rolle wird dabei die Statistik spielen. All die unvollkommenen Behelfsmittel der Städtetage und Städtevereinigungen, Landgemeindetage und Städtebünde werden durch eine großzügige staatliche Organisation für vergleichende Statistik und Austausch der Erfahrungen ersetzt. Eine andere Durchbildung der Ministerien ist selbstverständlich, wenn dieselben obersten Behörden für eine neue Organisation werden sollen. Das Landamt der Großgemeinde soll dem Zentrallandamt der Provinz unte stehen. Zwichen den Ze tralämt rn der Provinzen und den Bedürfnissen des Staates bildet der Provinzialminister die Brücke. Seine Arbeit wird vor allem eine technische sein. Das schadet aber auch nichts Wollen wir doch gerade die Behörden entpolitisieren. Kulturpolitik soll überall an die Stelle der Parteipolitik gesetzt werden. Zurzeit ist die Zuständigkeitsfrage, was die Ministerien anlangt, eine überaus komplizierte, aber der Einfluß des Ministeriums des Innern ist ein überwiegender wegen der überragenden Stellung, die das Polizeiministe ium gegenüber den Kommunalverbänden hat. Fällt der Landrat als politischer Beamter und Vertrauensmann der Konservativen fort, ebenso der Oberpräsident, dann ist es vorbei mit dem amtlichen Wahlapparat der Konservativen, zu Ende mit der Wahlorganisation der Regierung, zu Ende damit, daß die ganze Verwaltung politisch ver'eucht wird. Dann muß es endlich auf Tüchtigkeit und nicht mehr auf politische Betätigung ankommen. Der ganze Apparat ist entgiftet. Was die Staatskommissare der Minister, die Oberpräsidenten angeht, so ist ihre weitere Beibehaltung in der Stellung als Vertreter der Regierung gegenüber dem Provinzialkommunalverband jetzt überflüssig, um die Einheit des Staates und seiner Einrichtungen zur Geltung zu bringen. Allerdings läßt sich sagen, daß, wenn wir so viel staatliche Befugnisse an die Kommunen bringen, wie das von uns im vorstehenden geschildert ist, die Reibungsflächen zwischen kommnnalen und staatlichen Behörden sehr erweitert werden. Ein angesehener hoher Staatsbeamter in unabhängiger Stellung als Vertrauensperson und Vermittler, nicht als Wahlagent der Regierung, wie bisher, könnte also nur nützlich sein. Zu die er Stellung als Vermittler der Kommunalverbände bei dem Staate dient ja der Provinzialminister. Es würde auch zweckmäßig sein, diesem staatlichen Beamten diejenigen Arten der Polizei zu lelassen, die politisch nicht mißbraucht werden können, also Strompolizei, Unfallpolizei, Eisenbahnpolizei. Es fragt sich schließlich, welche Gesetze notwendig sind, um die vorstehenden Reformen für die Demokratisierung der inneren Verwaltung durchzuführen. Die Antwort ist verhältnismäßig leicht. Mit der Aufhebung der Städteordnungen, Gemeindeordnungen, sowie Kreisordnungen und Provinzialordnungen des Landesverwaltungsgesetzes und Zuständigkeitsgesetzes Hand in Hand gehen müßte der Erlaß eines einzigen Verwaltungsgesetzes, das die Normen über die Großgemeinde und die Provinzialverwaltung enthält. Dem Bürgerkrieg entgegen? T. K. Wie zwischen zwei gewaltigen Mühlsteinen wird Deutschlands Kraft zerrieben. Unsere äußeren Feinde geben sich alle Mühe Deutschiand für alse Zeit zur Ohnmacht zu verurteilen, politisch zum Spielball und wirtschaftlich zum Ausbeutungsprojekt der Entente zu machen wie die neuerdings bekanntgegebenen Bedingungen für einen dauernden Wa eustillstand wieder beweisen. Der andere Mühisten ist der Spartakismus dem auch die unabhängige Sozialdemokratie so gut wie vollständig verfallen istNach ihrem eigenen Eingeständnis arbeiten oie Sportalisten mit unseren äußeren Feinden Hand in Hand um aus den Trümmern Deutschlands ihr Reich der Zukunft erstehen zu lassen dieses spartakistische Traumreich das durch Not und Hunger und Tod zur ewigen Völkerglückseligkeit führen soll. In ganz ähnlicher Weise hat das asketische Christentum seine Anhänger mit der Aussicht auf ein besseres Jenseits zum ertragen alles irdischen Elends zu begeistern versucht. Die Kirche hat dabet den Vorzug daß sie den Wechsel auf das Jenseits den sie den Gläubigen ausstellt nicht selbst einzulösen braucht. Etwas anderes ist es aber mit den Versprechungen auf irdische: Glückseligkeit die man unzufriedenen Bevölkerungskreisen macht. Wer zuviel verspricht wird sehe bald in die unangenehme Lage kommen als fellscher Prophet verlästert zu werden und ihm wird statt des Hostanna von früher gar bald ein„Steinigt ihn!“ in die Ohren klingen. So geht es jetzt der Regierung Ebert=Scheidemann und so würde es bald nach dem Antritt der Herrschaft auch einer Regierung HaaseLedebour oder einer Regierung Radek Leii ergehenDie Unabhängigen wie die Spartakisten würden ebensowenig wie die heutige Regierung imstande sein. die Sozialisierung der Gesellschaft von heute auf morgen durchzuführen, denn es gilt nirgends mehr als in wirtschaftlichen Dingen das alte wahre Wert: Gut Ding will Weile haben. Dazu will aber die sozialdemokratische Arbeiterschaft ihren Führern nicht die nötige Zeit lassen. Sie verlangt eine möglicht weitgehende und rasche Sozialisierung ohne Rücksichtnahme auf die wirtschaftlichen Schäden, die sich als Folgeerscheinung bemerkbar machen müssen, wenn nicht mit der nötigen Sachkenntnis und Ruhe an diese Frage herangetreten wird. Auch die Rücksicht auf unsere wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland können wir nicht einsach außer Acht lassenDeutschland kann sich weder selbst ernähren noch die für die verarbeitende Industrie notwendigen Rohprodukte selbst erzeugen. Es ist auf einen regen Handelsverkehr mit dem Auslande angewiesen und kann seine nationale Volkswirtschaft nicht einfach aus dem Kompler des internationalen Wirtschaftslebens ausscheidenDie Hoffnung unserer Spartakisten, daß der Belschewismus schließlich das kapitalistische Wirtschaftseben der ganzen Grde in Trümmer schlagen werre ist ein recht zweifelhafter Trost= Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten darf man aber in der Politik nicht als seststehende Faktoren einstellen, sonst kommt man zu einem Zusammenbruch, wie wir ihn in diesem Kriegerlebt haben. Die Berliner Spartalisten und Unabhängigen wollen die Führer, die sich an dem ersten Zusammenbruch für schuldig halten, vor ihr Gericht zitieren. Es könnte ihnen leicht widerfahren, daß gar bald sie selbst vors Gericht gestellt werden, weil ihre Versprechungen und Vertröstungen auf einer viel reniger sicheren Grundlage aufgebaut sind. Die Kommunisten führen jetzt durch den Generalstreik mit wirtschaftlichen Mitteln den politischen Kampf gegen die deutsche Regierung. Sie wol en die Di'tatur der Minderheit errichten und das allgemein: gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für das sie selbst einst gekämpft haben, einfach mit Gewalt wieder beseitigen, weil sie glauben, daß es ihren Zwecken nicht dienlich sei. Sie halten die Mehrheit des Volkes noch nicht für reif, das große Ziel zu erkennen, daß den Kommunisten vorschwebt. Wehe dem Reaktionär, der früher in einer soztalistischen Versammlung gewagt hätte, die große Masse oder die Frauen noch nicht reif für das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht zu erklären, ihm wäre es schlecht ergangen. Aber jetzt, da dieselbe große Masse nicht nach der Pseise der Kommunisten tanzen will, ist sie des allgemeinen, gleichen, direkten und gelemen Wrhlrechts nicht würdig. Nicht die Gesamtheit, sondern nur das arbeitende Proletarian— nebenbei bemerkt gehören die Hauptschreier der Bewegung dem nicht arbeitenden Proletariat an— soll bei der Bildung der Räteregierung mitwirken. Somit scheidet also das allgemeine, gleiche Wahlrecht aus. Selbst das geheime Wahlrecht ist auf einmal nicht mehr noch dem Geschmack unserer Spartakisten. Ebenso wie früher die Konservativen, verlangen sie jetzt, daß jedermann öffentlich für seine politische 1 eberzeugung eintrete. Aber auch das direkte Wahlrecht besteht nicht mehr. Es sollen durch Korperationen die sogenannten Volksvertreter gewählt werden. So würde schließlich vom allgemeinen, gleichen, direkten und gehermen Wahlrecht unter der Herrschaft der Spartakist#n noch viel weniger übrig bleiben, als unter der konservativen Herrschaft. Die Diltatur der Berliner Brbeiterschaft soll an die Stelle der Volksregierung treten. Diese, die sich auf die Mehrheit des deutschen Volkes stützt und in Wahrheit den demokratische Gedansen vertritt, hält sich jedoch nicht für berechtigt. vor der Minderheit zu kapttutteren und das deutsche Volk dem spartakistischen Vernichtungswillen auszuliefern. So ist leider zu befürchten, daß anstelle lokaler örtlich begrenzter spartalistischer Erhebungen der allgemelne Bürgerkries treten wird, wenn es die Regierung nicht jetzt durch festes Zugreisen gelingen sollte, Ordnung und Ruhe aufrecht zu erhalten. Wir hoffen das, und hoffen gleichzeitig, daß die große Mehrheit der deutschen Arbei eschaft ihre ganze Kraft einsetzen wird, um zu verhindern, daß der Spartakismus zum Schrittmacher unserer äußeren Feinde wird, die ja nichts sehnlicher wünschen, als unser Wirtschaftsleben konkurrenzfähig zu machen. Die Verantwortung, die sich der Arbeiterschaft durch ihre Gewaltpolitik gegenüber der Reichsregierung aufbürl et, in deshalb eine ungeheureDie Lage in Berlin. Der Generalstreik. Das Entgegenkommen der Regierung ließ am Mittwoch Morgen die Streiklage verhältnismäßig günstig erscheinen. Es ist auch sicher, daß die Mehrheit der Arbeiter mit dem Rätesystem, wie es die Regierung in die Verfassung zu verankern gedenkt, zufrieden sein würde, Jedoch sind es die Unabhängigen nicht, deren Führer es auf eine Machtprobe ankommen lassen wollen. Richard Müller, der in den ersten Tagen der Revolution eine gewisse Berühmtheit erlangte, als er in einer Vollversammlung der Großberliner Räte ausrief, nur über seine Leiche ginge der Weg zur Versassunggebenden Versammlung, ist aus der Vensenkung wieder aufgetaucht. Es unterliegt keinem Zweisel, daß diese Führer der Unabhängigen die Streiklage zu verschärfen suchen, indem sie die Massen der Arbeiter selbst gegen deren Willen in den Ausstand drängen. Das geschieht zu politischen Zwecken. Die Regierung soll gestürzt werden, um dem Berliner Radikalismus die Macht in die Hände zu spielen. Die Entscheidung können erst die nächsten Tage bringen, die aber noch viel Dunkles und Unheilvolles in ihrem Schoß bergen. Noch ist die Dipziplin der Arbeiter unerschüttert, aber spartakistische Haufen find unablässig am Werk, ein Durcheinander herbeizuführen, indem sie selbst die Unabhängigen an die Wand drücken. Soweit die Stimmung der Arbeiter selbst bekannt ist, würden sie sofort die Arbeit wieder aufnehmen, wenn die Streikleitung sie auf Grund der Verhandlungsergebnisse mit der Regierung dazu auffordern sollte. TU. Berlin, 6. März. Wie die„Telegr.= Anion“ erfährt, hat die Streiklage in Berlin von gestern auf heute eine unverkennbare Verschärfung erfahren. Gestern abend erschienen in den verschiedenen Zeitungsdruckereien, in denen bisher gearbeitet wurde, Abordnungen der Radikalen, die das Personal zur Be teiligung am Streik aufforderten. Es wurde damit gedroht, die Elektrizitäts-, Gas= und Wasserwerke stillzulegen, falls die Drucker, Setzer und die übrigen Arbeiter sich dem Ausstande nicht anschließen sollten. Infolge dieser Einwirkung mußten die Druckereien ihre Betriebe einstellen, so daß heute morgen in Berlin keine einzige Zeitung erscheinen konnte. Die den eineim Brtricben beigegebenen Eicherheilswachen verin zwar noch ihren Dienst, man nimmt aber an, daß ihre Haltung schwankend ist. Die Wachtmannschafdmn des W. T. B. sind bereits zu den Spartakisten übergegangen, ebenso hat sich die Volksmarinedivision und dis republikanische Soldatenwehr auf die Seite der Spartakisten gestellk. Von diesen Truppen wurde ein Sturm auf das Polizeipräsidium unternommen, das von Reinhardttruppen verteidigt wird. Der Kampf i z u r Z e i t n o c h i m G a n g e. D e r R e g i e r u n g s t e h e n somit in Berlin nur die Freiwilligenkorps und das Regiment Reinbardt zur Verfügung. In dem Kampfe gegen die Regierungstruppen stehen den Spartakisten außer Infanterie auch Artillerie und Minenwerfer gur Seite. Die republ kanische Soldatenwehr stellt die Forderung, auch fernerhin im Polizeipräsidium den Sicherheitsdienst auszuüben. Sie wurde von Reinhardtkruppen aus dem Gebäude entfernt Wie die Tel.=Un. weiter hört, haben die Gewerkschaftskommissionen heute beschlossen, sich am Generalstreik zu beteiligen. Dieser Entschluß hat zur Folge, daß sich die Gewerkschaften mit der Streikfrage beschäftigen. Als Ergebnis ist der Auschluß der Gewerkschaften an den Ausstand zu erwarten. Es gärt in Berlin. WTB. Berlin, 6. März. Nachmittags begannen die Ceschäfte zu schließen. Es machte sich eine große Unruhe des Publikums bemerkbar. An verschiedenen Stellen der Stadt fielen vereinzelte Schüsse. Der Kampf um das Potizeipräsidium dauert an! WTB. Berlin, 6. März. Seit Mittemacht spielten sich schwere Käupse um das Polizeipräsidium ab. Die Spartakisten feuerten mit Maschinengewehren und Artillerie, sodaß das Gebäude stark beschädigt ist. Die Verbindung mit dem Polizeipräsidium ist unmöglich, da alle Zugangsstraßen von den Spartakisten besetzt und die Telephonleitungen zerschnitten find. Anßer der Volksmarinedivision und einem Teile der republikanischen Soldatenwehr gingen noch Teile zweier Regimente: zu den Aufrüherern über. Die Kämpfe sollen bisher acht Tote und eine erhebliche Anzahl Verwundeter gekostet haben. Die Beamten des Polizeipräsidiums, die früh ihren Dienst antreten wollten, mußten unverrichteter Sache wieder umkehren. WTB. Berlin, 6. März. Die Belagerung und Beschießung des Polizeipräsidiums ist auch heute vormittag fortgesetzt worden. Nach einer Gefechtspause von 11,30 Uhr ab wurde wieder mit kurzen Unterbrechungen geschossen und zwar meisten mit Maschinengewehren. Das Stadtvogteigebäude, das sich unmittelbar an das Polizeipräsidium anschließt, wurde mit zschweien Minen bombardiert. Es gelang den Angreifern, eine Anzahl von Gesangenen zu befreien, doch konnten sie wieder ergriffen und festgesetzt werden. Die Verluste der beiden Parteien, die bis zum gestrigen späten Abend etwa 20 Tote— ungerechnet die Verwundeten— betrugen, dürsten weiter gestiegen sein. Die Lage ist äußerst unklar. Die Mannschaften, die sich von der republikanischen Soldatenwehr abgezweigt haben, erklärten Pressevertretern gegenüber, daß sie keine Spartakisten seien, sondern nach wie vor auf dem Boden der Regierung ständen. Ihr Grimm gelte nur den Reinhardtruppen. Die Regierung hofft, noch im Lause des heutigen Nachmittages die Ruhe wieder ###rstellen zu Uönnen. Das Polizeipräsidium restlos in Händen der Regierung. WTB. Berlin. 6. März, 9 Uhr abends. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, befindet sich das Polizeipräsidium restlos in den Händen der Regierungstruppen. Der Alexanderplatz und dessen gesamte Umgebung ist von den Aufständischen vollständig gesäubert. Die Regierung ist Herr der Lage. WTB. Berlin, 6. März. Der Aufruhr in Berlin, dem nach Versicherung unterrichteter Kreise trotz allem äußeren Ansehens, das die Spartakusleute ihm zu geben bemüht sind, nur eine epidemische Bedeutung zukommt, konzentriert sich bisher auf das Gebiet um den Alexanderplatz und um das Polizeipräsidium. Die Angreiser auf das Polizeipräsidium bestanden zum Teil aus bewaffneten Arbeitern der Berliner Großbetriebe, aus bewaffneten Arbeitslosen, aus Mitgliedern des Roten Soldatenbundes, Deserteuten oder freigebrochenen Militärstrafgefangenen, sowie aus Teilen der Volksmarinedivision. Heute im Laufe der ersten Morgenstunden zwischen 2 uund 8 Uhr vormittags ist der Angriff aus das Polizeiprä i ium gescheitert. Lediglich einer kleinen Abteilung von ungefähr 30 Mann ist es gelungen, in dem Südftügel des Potizeipräsidiums vorübergehend einzudringen. Diese Abteilung wurde nach kurzer Zeit von der Besatzung des Polizeipräsidiums hinausgeworse Das Polizeiprä ioium wurde im Lause des vormittags weiterhin beschsossen und nach allen Seiten abgeschlo sen. Darauf ist der Garde=Kavallerie=Schützen=Division die Säuberung des Alexanderplatzes und die Entsetzung des Polizeipräsidiums übe tragen worden. Der Angriff der Garde Kaval= lerie=Schützen-Division begann um 2 Uhr nachmittags und kann bei Einbruch der Dunkelheit als gelungen bezeichnet werden. Es sind noch Einzelkämpfe im Gange, jedoch kann die Gesamtlage als dahin gekennzeichnet werden, daß die Regierungstruppen Herr der Lage sind. Die Volksmarinedivision hat auf dem Marinehaus die weiße Flagge gehißt. Zur Zeit ist Marinehaus von plündernden Zivilisten anoe Allt. Eine Wache der republikanischen Soldatenwehr im Marstall hat gegen Regierungstruppen gefeuert. Der Marstall wurde daraufhin im Sturm genommen und die Wache der republikanischen Soldatenwehr ausgehoben. Durch einen umfassenden Angriff der Regierungstruppen ist die innere Stadt, die von den Spartakisten besetzt gewesen war, genommen worden. Die verschiedenen Gebäude, in denen sich die Spartakisten niedergelassen hatten, sind jetzt von den Stäben der GardeKavallerie=Schützen=Division besetzt. Natürlich müssen Spartakistennester noch gesäubert werden. Berlin ohne elektr. Licht. WTB. Berlin, 6. März. Der Generalausstand hat sich auf die Elektrizitätswerkei ausgedehnt. Seit 7 Uhr abends ist Berlin ohne elektrisches Licht. Die Kämpse blendet. WTB. Berlin, 6. März. 7,30 Uhr abends. Die Teilkämpfe im Stadtinnern sind abgeschlossen. Auf Seiten der Regierungstruppen sind verhältnismäßig geringe Verluste vorgekommen, besonders aus dem Grunde, weil wenig von Infanterie Gebrauch gemacht wurde und Artillerie= Minenwerfer und auch hauptsächlich Maschinengewehre zur Verwendung kamen. Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Deutsches Die Renwahl der A.= und S.=Räte. 2=P.K. Der Zentralrat der Arbeiter= und Soldatenräte hat einen neuen Kongreß die er Räte einberusen und für diesen Zweck die Neuwahl alter und S.=Räte bis zum 16. Marz angeordnet. Er hat ferner angeordnet daß bei diesen Wahlen alle Personen beiderlei Geschlechts wahlber####tigt und wähl bar sind die das 20. Lebensjahr erreicht haben und gegen Lohn oder Gehalt mit einem Jahreseinkom men bis zu 10000 Mk. beschäftigt sind. In ähnlicher Weise sollen auch Bauernrate gewählt werden. Gegen diesen Wahlmodus hat der Vollzugsrat der Großberliner A.= und S.=Räte Widerspruch erhoben und seinerseits die Wahl nach Betrieben geforle t. Die Deutsche demokratische Partei ist grundsätzlich Geanerin jedes Rätesystems. Für sie gilt die aus dem freien und gleichen Wahlrecht hervorgegangene Volks ertretung. And.#e##eits wird aber gerade der bevorstehende Kong.es der A.und S=Räte in dieser Frage ein entscheidente Wort sprechen und von seinen Beschlüssen wird viel abhingen hinsichtlich der Gestaltung unserer politischen Verhältnisse in der näheren Zukunft. Darum erscheint es unbedingt erforderlich, daß de#vlelen Hundert ausende von Wahlberechtigten welche zweise sohne auf demokratischem Boden stehen, nicht für die Vertreter einseitiger Gewalt= oder Räteherrschaft abstimmen o'er auch zu deren Gunsten sich der Abstimmung enthalten Es ist daher die Aufgabe der demokratischen Organisationen ungesäumt diesen Rätewahlen ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden und dort wo es zweckmäßig und angebracht erscheint im Benehmen mit den uns nahestehenden Berufsorganisationen eigene Listen aufzustellen und deren Waot nach Krästen zu fördern. Sache der Gezamtpartei wird es dann sein die demokratischen Vertreter, weiche sich zum Rätekongreß einfinden, zu sammeln und ihnen die nötige Unterstützung bei ihrem Widerstande gegen die Verwaltigung der Temokratie zuteil nerden zu lassen. leugneten oder verbargen, unmännlich gefunden. Aber och viel jämmerlicher benehmen sich gewisse Leute, deren Republikanismus vom allerjüngsten Datum ist und die sich jetzt in Schmähungen des ehemaligen Kaisers nicht genug tun können. Auch ein Dortmunder Blatt— der Leser errät, welches wir meinen, ohne daß wir es zu nennen brauchen— läßt kaum einen Tag verstreichen, ohne über Wilhelm dem Zweiten einen Schmutzkübel auszugießen. Schon das Herumhacken auf einem Gefallenen berührt peinlich. Das fragliche Blatt aber ohrfeigt mit diesen Artikeln sich selbst, denn es hat, solange Wilhelm der Zweite regierte, eine höchst loyale und königstieue Haltung eingenommen und von seiner Trgendhöhe verächtlich auf die Demokraten herabgesehen. Weder sein Monarchismus war echt, noch ist es sein Republikanismus. Es hängt eben den Mantel nach dem Winde. Pfui über solche Gesinnungslosigkeit. Das Sozialistetungsgesetz Weimar, den 6. März. Die Mehrheitsparteien sind übereingelommen, das Sozialisterungsgesetz am Freitag und Samstag in erster Lesung und In Kommisstonsberatung, am Montag in zweiter und am Dienstag in dritter Lesung zu verhandeln. Dann soll eine längere Pause in den Plenarsitzungen eintreten. DT. Weimar, 6. März.(Eigener Drahtbericht.) Das vom„Vorwärts“ veröffentlichte Sozialisierungsgesetz beschäftigt sehr lebhaft alle Fraktionen. Der Paragraph 1 des Entwurfs, der das Recht auf Arbeit in einer Zeit proklamiert, in der es keineswegs sicher ist, um in Deutschland wiederum genügend Arbeitsmöglichkeit zu schaffen, erscheint in dieser Form kanm annehmbar. Noch weniger ist es jetzt möglich, eine allgemeine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln für Arbeitslose zuzusichern. Nach der Fassung dieses ersten Entwurfs werden allerdings auch unbeschäftigte Aerzte und Assessoren Anspruch auf Unterstützung haben. Auch der Paragraph 2 des Gesetzentwurfs findet bei den nichtsozialistischen Parteien Widerspruch, weil er den Versuch macht, die Lehren von Marx in die Tat umzusetzen und die Vergesellschaftlichung der Betriebsmittel durchzuführen. Die Ueberführung soll zunächst im Kali= und Kohlenbergbau prattisch erfolgen. Deshalb sieht ein besonderes Gesetz die Bildung eines vorläufigen Kohlenrates vor, der aus 15 gewählten Mitgliedern (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) der Kohlenindustrie und aus 15 von der Reichsregierung ernannten Vertretern bestehen soll, unter denen sich wieder sechs Konsumentenvertreter befinden sollen. Außerdem sollen aus den einzelnen Kohlenrevieren noch Vertreter ernannt werden. Der gesamte Kohlenrat hätte dann ähnliche Funktionen wie heute der Landeseisenbahurat. Im übrigen sollen die Kohlensyndikate durch den Staat übernommen werden. Wo noch temn Shudilar besteht, sonlen die Erzeuger zu einer Produktionsgemeinschaft zusammengeschlossen werden. In der Kalifabrikation ist dies nicht mehr erforderlich, weil hier bereits ein Kalisyndikat besteht. Der Paragraph 3 des Sozialisierungsgesetzes scheint auch bei den nichtsozialistischen Parteien weitestgehender Unterstützung sicher zu sein, weil er wirklich praktische und durchführbare Maßnahmen vorschlägt. Im übrigen hat das Sozialisierungs= gesetz im Staatenhaus, wie wir erfahren, bereits wesentliche Aenderungen sich gefallen lassen müssen. Division Gerstenberg in Oberhausen einmarschien die Entwaffnung der Spartakisten durchzuführen.# Hauptquartiere der Spartakisten im Amtsgericht un der Moltkeschule sind schon vorher durch die Pos im Einverne sgeset:— schuß de säubert worde:. Trotzdem werden von den. partatisnoch viele Wassen verborgen gehalten. Die rungstruppen sollen durch Haussuchungen die vonadige Entwaffnung der Spartakisten vornehmen. Die Lage im Osten. Die deutschen Unterhändler in Bromberg. WTB. Bromberg, 6. März. Die deutschen## legierten, die von der Regierung beauftragt worden s. mit der interalliierten Kommission zu verhande hatten heute vormittag auf der Regierung eine Bei# chung, in der auch die Wünsche der hiesigen Bev##. rung entgegengenommen wurden. Wegen der schlecht, Bahnverbindung sollen die Verhandlungen in geführt werden, wogegen die deutschen Vert:. gisch Protest eingelegt haben. A. Für k. Auttofseln. 2 90 bis 96 der l/d.(bra Rezuge von 5 Pfund # 250 Gramm Marn nächter Woche auf 1 settgeschäften Verkau Mcht Varenkarte J4r. 71 Preise von 40 Pig. Ernste Lage in Thora. Steckruben. 1 Schlachthof(Eingan Stekrüben an P. Zentner und mehr tenfrei abgegeben. rüben ist erforder Zur Kartoffelstrecku gemüse. In den Klei martenfrei abzugebe eiie und Büernit r ein Pfunn Psund Dörrmischgemt WTB. Thorn, 6. März. In eine mit Vertretern des Magistrats, des Landratsamts,#### Arbeiterrats, der politischen Parteien und den Ko#### mandeuten der hiesigen Truppenteilen und ihren V## trauensleuten machte der Gouverneur der Thorn, Generalmajor von Groddeck, Mitteilungen die durch die Vorgänge vom letzten Freitag entstand ernste Lage in Thorn. Drei Putschversuche, die den B. März, für die Nacht zum 5. März und siel den Nachmittag des 5. März geplant waren, st## dank umfassender militärischer Maßnahmen unterdse ben. Als Vorwand bei diesen Putschversuchen galt### Beseitigung des alten Soldatenrates. Nach den Miu teilungen des Gouverneurs bleibt die Lage in Then## nach wie vor sehr ernst. Fleisch. In der äfte Ein Eingeiss in die Rechte der Nationalversammlung. Das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt vom 10. Febr. 1919 bestimmt in Paragr. 10, daß vom Inkrafttreten dieses Gesetzes, d- h. von sell e: Annahme durch die Nationalversammlung ab Gesetze und Verordnungen, die nach dem bisherigen Reichsrecht der Mitwirkung des Reichstags bedurften, nur gemäß Paragraph 4 des erwähnten Gesetzes, a.so durch Uebereinstimmung zwischen der Nationalversammlung und dem Staatenausschuß zustande kommen. Mit dem Geist des Paragr. 10 steht es in Widerspruch, daß die bisherige Reichsregierung noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt Verordnungen verkündet hatneue Heeresorganisation. Berlin, 6. März. Die neue Heeresorganisation ist in folgender Weise gedacht: Deutschland wird in eine Reihe von Wehrbezirken einge. teilt, etwa so, daß Baden und Württemberg einen Bezirk, Sachsen zwei, Bayern drei, und Preußen die entsprechende großere Anzahl von Wehrbezirken erhalten. Für jeden Bezirk stellt der Reichspräsident den kommandierenden General auf Vorschlag der betreffenden Landesregierung. Dieser kommandierende General ernennt aus seinen Landsleuten die nötigen Offiziere bis zum Hauptmann hinunter. Dadurch wird die gesamte Organisation der deutschen Wehrmacht einheitlich in die Hände des Reichspräsidenten gelegt, während anderseits die landsmannschaftliche Eigenart zu ihren Rechten kommt. Auch die Gebiete der Heereslieferungen sollen in gleicher Weise einheitlich und unter Erhaltung des Einflusses der landsmannschaftlichen Verbände geregelt werden. Die Korpsintendantur soll selbständig die Beschaffung der Heeresgeräte in die Hand nehmen, während die notwendige Zentralbeschaffung von Waffen, Munition usw. von der Zentralstelle in Berlin besorgt wird. Dieser Zentralstelle, an deren Spitze der Reichswehrminister steht, wird ein Beirat beigegeben werden und Vertreter Preußens, Bayerns, Sachsen#s, Württembergs und Badens. Neben der Vereinheitlichung des Heereswesens ist die im Staatenausschuß erzielte Einigung über das Verkehrswesen besonders bedeutsam. Die preußisch=bessische Eisenbahnverwaltung geht ebenso wie die badische und württembergische vertragsmäßig in die Reichsverwaltung über. Die genannten Staaten werden durch einmalige Zahlung für die Hergabe ihrer Verkehrsmittel abgefunden. Wenn auf diese Weise Heeresverwaltung und Verkehrsverwaltung in die Hand des Reichspräsidenten gelegt werden, erhält er jene reale Macht, die dem Reiche die Vorherrschaft über die Einzelstaaten sichert. Geteralstreik in Oberschlesien. WTB. Beurhen, 6. März. Ein neuer Beig arbeiterstreik wurde in Oberschlesien ausgerufen. Bu# Bergarbeiter fordern Entfernung des deutschen Greu## schutzes, Aufhebung des Belagerungszustandes, Er# fernung der Offiziere und Studentenschaft, sowie# richtung einer polnischen Schutzwehr. Bei der Fri# schicht sehlte die Belegschaft von zehn Gruben. Rietgergeschäfte von bis Purrmann, sowi Unalität, alle übrig zum Verkauf. Erhöhung der Bro merksam gemacht,# mit Wirkung von E erböht worden sind. Umschreibunge für S führung der Bekann Schuhversorgung übbedarfsscheine vom haber der in der 8 ausgestellten Schuhb: buchstaben A—K vo den 8 März d. Is ausgabestellen diere Lebensmittelausweize Ungültigkeits vom 8.—17. März# der Stadt Dortmund. den die allgemein a. Lortmund für die 2. gültig erklärt. Die u der 2. Kalendertor tigkeit. An die Ste Nache treten die War gestallt, daß Waren Die militärische Lage der Bolschewisten Cokales ui ist, wie uns von gut unterrichteter Seit geschrieben wu so günstig wie nie zuvor. Die Bolschewikt, die gegen Frouten kämpfen, haben fast an allen Fronten Rii frei bekommen. An der Astrachaufront haben die Enali und Amerikaner ihre Truppen zurückgezogen. An sibirischen Front sind die tschecho=slowakischen Truppendem Abtrausport über Wladiwostok. Die Krasow=An und die Freiwilligen=Armee haben erhebliche erlitten. Diese.- Armeen, die 5 erlitten. Diese beiden Armeen, die Hauptgegner der Bolsi# wiki, bestehen hauptsächlich aus Kosaken, die sich nur im halb ihrer Landesbezirke verwenden lassen. Sie le unter einem drückenden Mangel an Geschützmaterial.### Entente hatte zwar versprochen, vom Schwarzen Meer#### Geschütze herbeizuschaffen, hat jedoch ihr Versprechen#### gehalten. In der Ukraine gewinnen die Bolschewikt imn mehr Boden. Fast zwei Drittel der Ukraine sind in ihn Hand. Ganze ukrainische Truppenabteilungen gehen den Bolschewiki über. Die Bolschewiki wissen, daß die Stunde gekommen ist, den Spartakisten in Deutschl## die Bruderhand zu reichen. Bei Wilna ist ein gut on nisierter Propaganda=Kreuzzug inszeniert. Joffe hält dort auf. Auch Lenin war da, während Troyzki erwan wird. An der Nordwestfront werden die Bolschewil u# immer von der estnisch=finnischen Landeswehr bedroht Ei Zeichen für die Güte dieser Truppe ist es, daß sie in Sti# von einigen Divisionen eine fünffach überlegene bolso wistische Streitmacht geschlagen hat. Aus diesem Guun war es den Bolschewili bisher nicht möglich, an der R### westfront nach Deutschland vorzudringen. Die sinist Truppen haben über die Bahnlinie Petersburg=Ri# Schaulen hinaus Boden gewonnen. Demnächst muß mit einem weiteren Vorgehen der Bolschewiki auch an Nordwestfront gerechnet werden, da sie umfangreiche bereitungsmaßnahmen treffen und Artillerie sogor Ural her herbeiführen. Einigungsverhandlungen der bayrischen Linksparielen. WTB. München, 6. März. In der heutigen Nachmittagssitzung des Rätekongresses wurde ein Dringlichkeitsantrag Dr. Loewenfeld mit großer Mehrheit angenommen, demzufolge die Vertreter aus den Reihen der Mehrheitsparteien und der Unabhängigen Sozialdemokratie sich erneut mit dem am 12. Januar in den bayrischen Landtag gewählten Abgeordneten der Mehrheitsparteien zusammenfinden sollen, um eine Einigung anzustreben. Die Verhandlungen werden am Freitag beginnen. An ihnen werden je sieben Vertreter der Mehrheitssozialisten und der Unabhängigen Sozialdemokratie und des Bauernbundes teilnehmen. Frankreich kapituliert vor Spartakus. Regierungstruppen in Mannheim. TU Mannheim, 6. März. Im Lause der Nacht sind in Mannheim Regierungstruppen eingerückt und haben die öffentlichen Gebäude besetzt.ö Der Straßenbahnverkehr nach den verschiedenen Vororten war vorübergehend gestört. Die Regierung gibt bekannt, daß das Infanteriebataillon Nr. 110, das bisher hier lag, aufgelöst worden ist. Die Bevölkerung nicht ersucht, die Polizei bei der Festnahme der Verbrecher, die aus den Gesängnissen befreit wurden und bisher nicht wieder festgenommen werden konnten, zu unterstützen. Weitere Maßnahmen zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung werden mit den Vertretern der volitischen Parteien vereinbart. Eine üble Sorte von Republikaneen. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung und im preußischen Parlament haben wir das Verhalten der alten Monarchisten, die ihren Standpunkt Die Streiklage in Oft=Thüringen. WTB. Meiningen. 6. März. In den ostthüringischen Städten sprach sich die Arbeiterschaft durchweg gegen den Generalstreik aus. Der Generalstreik flaute nach den vorliegenden Meldungen ab. In Erfurt löste sich der Generalstreik in Teilausstände aus. Im Altenburger Kreise wurde die Arbeit wieder aufgenommen. In Gotha ist nur noch Teilstreik. Die Drahlverbindungen zwischen Erfurt und Süd=Thüringen sind vorläufig noch gestört. Die für heute in Weimar angesetzte thäringische Regierungskonferenz mußte verschoben werden. entwaffnung der Spartakisten in Oberhausen. WTB. Oberhausen, 6. März. Wie die Ruhrwacht meldet, sind beute Nachmittag erhebliche Teile der Monsieur Pichon, der Minister des Auswärlg#n schlechte Stunden augenblicklich. Aengstlich blickt er ne### Osten, wo am Rhein der deutsche Bolschewismus, auch# tatismus genannt. unter der Führung von russischen sich erhebt. Am Voulevard Malesherbes ist man unzuft mit dem Abenteuer des Krieges. Die Finanziers ha### Milliarden in Rußland hineingesteckt, um die Bundesgen für den Krieg gegen Deutschland zu rüsten. Nun haben die Bolschewiki kürzlich erklärt, daß sie die zahlen wollen, aber sie rüsten weiter, um nach den zu marschieren. Sicher ist, daß die Bolschewiki uns e### Falle stellen, in die unsere Politiker tappen. In Le## hat man die Belgier zur Genüge während der deutso#n vasion i Belgien kennen gelernt. Viele unter ihnen Bolschewisten. Diese Dinge müssen Frankreich beunn denn seine Soldaten und seine Arbeiter werden von bolschewistischen Unruhe erfaßt. Was ist denn aus dem schönen Traum Frankreich worden, in dem wir uns noch vor zwei Monaten als? gewiegt haben? klagt„Le Siecle“. Wo ist die Einheit und Herzlichkeit, wo alle Hand in Hand ihre für das Vaterland einsetzten. Unsere Parlamente sich für die Kapitulation, sie folgen dem deutschen Aber Frankreich wird mehr leiden müssen, denn es seinem fruchtbarsten Teil durch den Krieg zerstört wo während die„Boches" Ordnung schaffen könnten, nur einen Napoleon. Sie haben ja einen Wehrminister, Genossen, Roske heißt der Mann. Er will nichts v### Internationale wissen und hat kürzlich erklärt, daß er" Deutscher und erst dann internationaler Sozialdemosto Bald werden wir sicher eine deutsche soziale Partei habeh? sich im Rücken von Spartakus bildet, wenn unsere“ zurückweichen und die Siegerlinie zurückstecken müssen, kärten mir bürzlich einige Kammermitglieder, die ich# Ansicht befragte. Dabei gärt es immer mehr in den Frankreich ist nicht blockiert wie die Mittelmächte, Spekulation ist fast noch schlimmer und die Regiernt nichts. Auf dem Tisch ist Butter für die Reichen. Dit“, ditoren, die an die reichen Leute verkaufen, haben Bucht 25 Franken die Schachtel. Eier sind nur in den Resicn zu haben, in denen reiche Leute essen. Das aues#### die breiten Massen anfangen, sehr unvernünftig Die Gewinnsucht wird unerträglich, und die sieht zu. Die französische Regierung ist der beste Bolschewismus. „Le Peuple“ klagt: Ein Geist des schrecklichen Zorns über dem Abgrund. Räuber machen die Straßen*### reich unsicher. Wir haben bereits dieselben Zustand:* der Zeit der großen Revolution. Damals brachte Konsul Ordnung hinein. Wo ist heute einer, der und rechtigseit bringt, on Stelle der Anarchis! Man muß T# Wilder n: Nachdem zwi al. Wasser= und bestialens und sech #n Verhandlungen pi Kurzem zum mehmen daß nun eetigkeit in den ährieistet sek 1 Ult. Trotz ein dem Westfälise senden Lohnfrag chereinstimmung nd obwohl der Te hrend eines St ung nicht erfol p#erdem bereitwil #nsche der Arbe mndlungen einzutr dale Kruckel am jedergelegt. Sie dert nachdem sie wurden daß d karbeiter beschäf stgestellt werden sich nicht nur ##rt und dadurch indern daß sogar ## das Verhalten muß. Diese itige Annahmen Eine Erklä ungen auf ordn Verhandlung gung zu bringer üeresse der Volks htfertigte Streik ublick auf die vi u mit Strom v Zehntausende: Ungiltt " vom Sonnaber d. M. gültigen Der in letz sossene unerlaul anlassung zu 3 miatgerrihtend woonungen ul 9 aller Warnun nicht genügend Auf schwe Roman herr Bauunterno Wollen Sie ich mich bringt, an Stelle der Anarchis! Man—2.0 „Er speist bei den Krämern!“ Frankreich wird dart Porbeerkranges eine Dornenrrone tragen und an“,### Anten die die furchtbare Revolutton ihm er en einmar Amtsgericht durch die Von von den Spartalst. halten. Die chungen die vollstäg en vornehmen. Nachrichten des Kriegswirtschaftsamtes der Stadt Dortmund. im Einvernehmen mit dem Ernährungsausschuß des V.= u. S.=Rates. Osten. in Bromberg. . Die deutschen### austragt worden# sion zu verhande gierung eine Bei der hiesigen Bevö# Wegen der andlungen in chen Port.### #rd. In eine s Landratsamts, eien und den eilen und ihren erneur der Fes ck, Mitteilungen Freitag entsta utschversuche, die## n 5. März und si geplant waren, laßnahmen unterd itschversuchen gast tes. Nach den Midie Lage in Tim rschlesien. rz. Ein neuer Ve### sien ausgerufen. L## des deutschen rungszustandes, Er## ntenschaft, sowie E. ehr. Bei der Frü zehn Gruben. r Bolschewisten Seit geschrieben wa dlschewikt, die gegen allen Fronten Rii it haben die Enal nrückgezogen. An owakischen Truppenok. Die Krasow=An n erhebliche Sa sauptgegner der Bolst aken, die sich nur im en lassen. Sie lei Geschützmaterial. m Schwarzen Men ch ihr Versprechen n die Bolschewikt im r Ukraine sind in mabteilungen gehen sewiki wissen, daß# rtakisten in Deutschl# Vilna ist ein gut zeniert. Joffe hält ährend Trotzki erwan en die Bolschewili u# indeswehr bedroht. Ei ist es, daß sie in Stin fach überlegene bolsh t. Aus diesem Erunt möglich, an der Rau tingen. Die sinnist linie Petersburg=Rie# " Demnächst muß### Botschewiki auch an i sie umfangreiche## Artillerie sogor baben uliert vor des Auswärtigen igstlich blickt er nat Alschewismus, auch ig von russischen rbes ist man und die Finanziers , um die Bundesgel rüsten. Nun haben s sie die Altiier er, um nach dem Bolschewiki uns ern r tappen. In ährend der deutschen Viele unter ihnen Frankreich beum beiter werden von Traum Frankreitz wei Monaten als Wo ist die Zu'u## sand in Hand ihre isere Parlamente dem deutschen## müssen, denn es# 1 Krieg zerstört m00 affen könnten, dätten inen Wehrminister, Er will nichts vo# lich erklärt, daß er ialer Sozialdemotra soziale Partei haben et, wenn unsere ul urückstecken müssen, #itglieder, die ich un ner mehr in den Mittelmächte, und die Regierun r die Reichen. Dir kaufen, haben Zucket nur in den Resta k. Das alles unvernünftig zu 9 5. und die Res s ist der beste Agem A. Für Verbraucher. I. uartofseln. Die Kartoffelkartenabschnitte Nr. # bis 96 der lsd.(braunen Kartoffelkarte berrechtigen von heute ab für die Zeit vom 10.—16. d Mts. zum Bezuge von 5 Pfund Kartoffeln. 5 Gramm Marmelade von heute bis Freitag „schster Woche auf Warenkarte Nr. 70 in den Speisesettgeschäften Verkaufspreis für das Pfund 1.— M. mischfüßfpeise. Von heute bis 11. d. Mts. auf Parenkarte Nr. 71 ein Paket Milchsüßspeise zum Preise von 40 Pig. Steckrüben. Bis auf weiteres werden am Schlachthof(Eingang Steinstr. oder Westerbleichstr.) Stekrüben an Private in Mengen von einem Zentner und mehr zu 9.— Mt. je Zentner markenfrei abgegeben. Kartoffelstreckung durch Steckrüben ist erforderlich. zur Kortoffelstreckung Dörrgemüse und Dörrmischgemuse. In den Kleinhandkungell befinden sich noch martenfrei abzugebende Restbestände an Dörrgegemüse und Dörrneischgemüse. Ter Verlaufspreis fütr ein Pfund Vörrgemüse beträgt 1.62, für ein Psund Dörrmischgemüse 2.35 Mr. Fleisc. In der laufenden Woche bringen die etzgergeschäfte von Dettenbach nach dem Alphabet bis Purrmann, sowie diejenigen inBrackel nur 1. Unalität, alle übrigen Geschtifte nur 2. Qualität zum Verkauf. Erhöhung der Brotpreise. Es wird darauf aufwertsam gemacht, daß die Höchstpreise för Brot nit Wirkung von Sonllabend, dem 8. d. Mts. ab erböht worden sind. 5 Unschreibunge für Schuhbedarfsscheine. Zur Durchführung der Bekanntmachung der Reichsstelle für Schuhversorgung über neue Vordrucke für Schühbedarfsscheine vom 9. Dezember 1918 müssen Inhaber der in der Zeit vom 16.—31. August 1918 ausgestellten Schuhbedarfsscheine mit den Anfangsbuchstaben A—K von heute bis einschl. Samstag, den 8 März d. Is, in den zuständigen Bezirksausgabestellen diere Scheine unter Vorzeigung des Lebensmittelausweises zur Umschreibung vorlegen. den die allgemein geltendes Brotscheinle der Stadt Lortmund für die 2. Kalenderwoche hiermit für ungültig erklärt. Die Zujatzbrotscheine F. S#eis und U der 2. Kalenderwoche behalten dagegen ihre Gültigkeit. An die Stelle der neun Brotscheine diesr Noche treten die Warenlarten Nr. 72, 73 und 74 dergestallt, daß Warenkarte Nr. 72 den Wert von 6 Brotscheinen, Wareskkarte Nr. 73 den Wert von 2 Brotscheinen und Warenkarte Nr. 74 des Wert des neunten schwarzumrandetel Brotschilles erhält—9 mal 250 Gramm Brot wie bisher. Bei dieser Wertbestimmung der Warentarten ist davon ausgegasgen daß die Warenkarte Nr. 72— im Wert von 6 Brotscheinen— zum Ankauf von Brot, die Warenkarte Nr. 73— im Werte von 2 Brotscheinen— zum Ankauf von 400 Gramm Zwieback oder 500 Gramm Brot, die Warenkarten Nr. 72 und 73 zusammen zum Ankauf von 2000 Gramm— 4 Pfund Krankenbrot und die Warenkarte Nr. 74— im Werte eines Brotscheines— zum Ankauf von 170 Gramm Mehl oder 0 Gramm Brot berechtigen soll. 10. Freibankfleisch. Die Inhaber der Freibankfleischkarte der lsd. Nr. 886 bis 1934 können auf Abschnitt 3 der Freibankfleischkarte sämtlicher Farben die ihnen auf die einzelle Karte zustehende Menge Freisch bei gleichzeitiger Abgabe der vorgeschriebenen Anzahl Reschsfletschlartenalteile Soninend vormittag von 8—1 Uhr in Empfang genehmen. 11. Noch gültige Karten. Warenkarte Nr. 68 350 GrZucker;; Warenkarte Nr 69 125 Gramm Graupen. Kartoffelkartenabschnitte 80—89 je 1 Pfd. Kartoffeln. Abschnitt E der weißen Familienwarenkarten einhalb Pfund Heringe: Abschnitt V der roten Jamilienwarenkarten einviertel Pfund Heringe Abschnitt B der gelben Familienwarenkarten 1 Pfund Heringe. Abschnitt A der gelben Familienwarentarten Bez. 16—29 ein Pfd. Bückinge, Flundern oder Heriüige. Abschnitt 2 der Krankenfonderkarte dreivierte! Pid. Rauchfleisch. B. Für Geschäfte. 1. Für Brotverkäufer und Mehlkleinhänder. Mit Bezug auf die obige Mitteilung über die Ungültigkeitserklärung der Brotscheine für die 2. Kalenvernoche wird bekanntgegeben, daß zur Erlangusig eines Toppelzentners Mehl abzuiesern sind: 88 Warestkarten Nr. 72. oder 263 Warenkarten Nr. 73 oder 526 Waren karten Nr. 74, sofern hierfür Brot verabfolgt ist und die Ablieserung von Bäckereibetrieben erfolgt, oder 570 Warenkarten Nr. 74, sofern sie zum Mehlankauf verwendet und von Mehlkleinhändlern abgeliefert wer den. Falls von der einen oder anderel! Art der Wareukarten die erforderliche Zahl für einen vollen Doppelzentner Mehl nicht vorhanden ist, hat die Berechnung nach der bekanltel Art anteilmäßig zu erfolgen. Hinsichtlichder Zusatzbrotscheine verbleidt es bei derbisherigen Bestimmung. Auf Brotscheine der 2. Kalenderwoche wird Mehl unter keinen Umständen erstattet. Den Brot= und Mehlhändlern wird in ihrem ergenen Interesse driügend empfohlesl, die bei dr Abgabe von Bror oder Mehl angenommenen Waraskarten durch Aufdruck des Firmenstempels auf der Rückseite sofort zu entwerten. Lokales und Provinzielles. Wilder Streik. Es wird nas geschri:u: Nachdem zwischen dem Arbeitgeberverband der as Wasser= und Elektrizitätswerke Rheinlands und bestialens und sechs Arbeitnehmerverbänden nach lan in Verhandlungen ein Tarisvertrag nebst Lohntarif di Kurzem zum Abschluß gekommen war war anmehmen daß nunmehr die so notwendige Ruhe und tetigkeit in den Betrieben der öffentlichen Werte nährleistet sei. Leider hat sich diese Ho jnung nicht Ult. Trotz eingehender Verhandlungen über die dem Westfälischen Verbandselektrizitätswerk le enden Lohnfragen die gestern Abend zu einer keinstimmung mit dem Arbeiterauschuß führten n obwohl der Tarifvertrag ausdrücklich besagt daß schrend eines Streitverfahrens eine Arbeitsniederrung nicht erfolgen dürfe und die Tirektion sich pherdem bereitwilligst dahin erklärt hatte über die ##nsche der Arbeiterschaft sofort in weitere Ver endlungen einzutreten haben die Arbeiter ie: Zenale Kruckel am Mittowch morgen dennoch die Arbeit edergelegt. Sie haben ihre Haltung auch nicht gesoert nachdem sie von dem Direktor darauf hingewiem wurden daß durch den Streik Zehntausende Fakarbeiter beschäftigungslos würden. Leider mußte tgestellt werden daß die Angestellten der Zentrasich nicht nur solidarisch mit den Arbeitern erärt und dadurch den Streikgedanken genährt hatten indern daß sogar die Fortdauer des Streiks direkt dar Verhalten der Angestellten zurückgeführt wermuß. Diese verlangten im Streiklekal die soAnnahme neuer Forderungen erheblichen UmEine Erklärung der Direktion die neuen Forungen auf ordnungsmäßigem Wege der Prüfung Verhandlung umgehend, wenn möglich, zur Ertung zu bringen führte zu keinem Ergebnis Im resse der Volkswohlfahrt ist dieser durch nichts geigte Streik ebenso sehr zu bedauern wie im üick auf die vielen Arbeiter der vom Verbandsmit Strom versorgten industriellen Werte und Zehntausende von sonstigen Abnehmer„#Ungiltigkeitserklärung der für die # vom Sonnabend, den 8. d. M. bis Montag, den 9. M. gultigen Brotscheine der Stadt DortDer in letzter Zeit besonders stark ins Kraut sossene unerlaubte Handel mit Brotscheinen ist die mlassung zu zahlreichen Einbrüchen bei Bäckern mnialwarenhändlern und Beraubungen unbewach Gohnungen und solcher Personen gewesen die aller Warnungen beim Einkauf ihre Brotmarnicht genügend sorgfältig gegen eine Entwendung sichern. Der hierdurch entstehende Mohrte brauch zu Ungunsten der Ernährungslage der Allgemein=Bevörkerung und die vielfach schweren Beeinträchtigungen der Versorgung von Familien und Cinzelperzonen sind für das Kriegswirtschaftsamt im Einvernehmen mit dem Ernährungsausschuß des Arbeiter= und Soldatenrates Veranlassung geworden dem Handel mit Brotmarken möglichst den Boden zu entziehen. Zu diesem Zwecke sind laut heutiger Bekanntmichung der „Mitteilungen des Kriegswirtschaftsamtes“ die Brotscheine der Stadt TDortmund für die 11. Kalenderwoche, gültig ab Samstag, den 8. d. M., für ungültig erklärt mit Ausnahme der für diese Woche geltenden Zusatzbrotscheinen S.SS, F und U. Es bleibt vorbehalten auch für die nächsten Wochen oder abwechselnd in kurzen oder längeren Zwischenräumen die gleiche Maßnahme zu treffen. Die Verbraucher werden durch diese Maßnahme in keiner Weise in ihrer ordnungsmäßigen Versorgung beeinträchtgt da jeder für die betreffende Woche die ihm zustehende volle Brotmenge unverkürzt erhält anhand jeweils be sonders aufzurufender Warenkerten deren Numr er nicht vorher feststeht sondern von Fall zu Fail bestimmt wird. Hinsichtlich der weiteren Einzelhaten wird auf die schon erwähnte Veröffentlichung in den kriegswirtschaftlichen Mitteilungen hi wiesen die alles nähere ergibt —. Erhöhung der Brotpreise für den Stadtkreis Dortmund. Infolge Einführung des 8 Stundentages in den Bäckereibetrielei der Lohnerhöhung für Bäckergehilsen sowie der Erhöhung der Kosten für Licht, Kraft, Kohlen und der sonstigen Unkosten mußte eine gerine Erhöhung der Brotpreise erfolgen. Die Preise ffr Mhl im Kenhandel find unverändert geblieben. Die nee Brotpreise sind aus der im heutigen Anzeigenteil veröf sentlichten Bekanntmachung ersichtlich. —: Lebensmittel der kommenden Woche: ¼ Pfd. Grieß, 60 Gramm Butter, ½ Pfund Kunsthonig. ¼ Pfd= Maggi=Suppen, 5 Pfd. Kartoffeln für Nichteinkellerer 200 Gramm Frischfleisch und 50 Gramm Wurst—. Aus dem Zuge gefallen. Auf der Fahrt nach Lüdinghausen stürzte ein Knabe aus dem Zug als dieser den Bahnhof Lünen verlassen hatte und die Weiche durchfuhr. Der Knabe kam mit einem Armbruch davon und wurde sofort nach Lünen in ärztliche Behandlung gebracht—: Monatsbericht der Feuerwohr. Im Monat Februar wurden von den Kranknwagen in insgesamt 577 Fahrten 589 Personen befördert Hiervon entfallen: 54 Ueberführungen mit 54 Personen auf Unfälle 28 Ueberführungen mit 42 Personen auf ansteckende Krankheiten 446 Ueberführungen mit 453 Personen auf sonstige Krantheiten 39 Ueberführungen mit 40 Personen auf erkrankte und verwundete Soldaten. Die Krankenwagen legten hierbei one Geamtwegestrecke von 3309,7 Km- zurück. —: Der Rangiermeister= und Rangierführer=Verein, Dortmund, überwiesen der Dortmunder Kriegsgesangenenhilfe zum Besteu le: gefangenen Brüder im Feindesland den Betrag von Mr. 50.— als Ergebnis einer Sammlung gelegentlich einer Festlichkeit— Dr Max Nico laus(Gesang). Haus Scheuten(Cello) und Ger ard Bunk(Klavier) werden am 10. März im Kastnosaal ein Konzert geben in dem u. a. Lieder von Schumann und Pfitzner, die Cello=Klavier=Sonate von Strauß und Kinderzenen von Schumann zum Vortrag kommen. Es ist ratsam sich frühzeitig mit num Karten zu verseben. Näheres im Inserat. —: Wer ist der Eigentümer? Gelegentlich einer in einer Diebstahlssache seitens ie: Kriminalpolizei vorgenommenen Haussuchung wurde auch ein schwarzer Ebenholzstock mit Silberkrücke und dem Stempel„800“ vorgefunden. Der Stock rührt jedenfalls aus einem Diebstahl her. Der Bestohlene wol## sich bein: Kriminalbezirk 1 Olpe 7, melden. Bei dieser Tienststelle befinden sich auch noch 2 Ballen Mi litärstoffe und mehrere weiße Zugroulleaux. —: Straßenräuber. In der Nacht zum 6 d. M. wurde in der Nähe der Werderstraße ein Herr. der sich auf dem Heimwege befand, und sich bei drei des Weges gehenden Soldaten angeschlossen hatte von diesen plötzlich überfallen und seiner Brieftasche mit Inhalt darunter ein Fahrtausweis für die Eisenbahnstrecke Hörde=Annen und seine Uhr— Sprungdeckeluhr mit Monogramm E. H.— beraubt. = Barov 6. März. Auf der Zeche GlückausTiefbau ist die Belegschaft wieder vollzählig eingefahren• Wellingy 6. März. In die Gemeindevertretung wurden gewählt die Demokraten Schneidermeister Heinrich Rebbe und Steiger Johann Weiland die Sozialdemokraten Bergmann Louis Ufer, August Ufer, Richard Menge vom Höchsten Bergmann Karl Schwarze, Heinrich Ostohff aus Wellinghoferheide Maschinist Wilhelm Drees, Vergmann Fritz Lambert und Karl Nolte von Wellingheefn der Vollsparteiler Landwirt August Hemesooth und Fritz RobelLünen 6.(März. Kriegswirtschaftliche Nachrichten der Stadt Lünen. Die Zuckerkarte wird vom 5. d. M. an vorläufig gesperrt. Sie hat erst dann wieder Gültigkeit wenn sie auf dem Kriegswirtschaftsamt abgestempelt worden ist. Die Versorgungsberech ligten haben dieserhalb Zuckerlarte und Ausweis von Tonnerstag bis Sonnabend dieser Wech: in der Markenausgabe des Kriegswirtschaftsamtes vorzulegenDen Geschäften wird bei Vermeidung strengster Be strafung untersagt auf ungestempelte Marken noch Zucker auszugeben. Sofern das auf Marke 5 schon geschehen sein sollte ist diese bis Donnerstag morgen 10 Uhr zur nachträglichen Abstempelung auf dein Krtegswirtschaftsamt vorzulegen. Zwiebackverkauf ist für Lünen=Süd auch dem Bäckermeister Wöstehoff, Kaiserstraße 147 übertragen worden. Kerzen. Auf Marke Nu. 6 cder Petrolrumkarte gelangen 4 Ker zen in dem Geschäft L. Schmidt Bäckerstr., zur Aus gabe: Die Marke Nr. 5 ist bis Montag den 10. 7 im Kriegswirtschaftsamt abzuliefern= Münster 6. März. Das Genera=kommando gibt bekannt: Der Befehlshaber der ameridanichen Besatzungstruppen hat folgende Bekanntmachung erlassen: 1. Es ist verboten, zum Dienst in der deutschen Armee oder in einem Freiwilligenkorps oter einer Abteilung Leute anzuwerben oder einzuberusen, welche zur Zeit in dem amerikanischen besetz e Gebiet wohnhaft sind. Die Verössentlichung von Notizen in den Zeitungen das Ankleben von Plataten oder die Sendung von Briefen oder Telegrammen in Verbindung hiermit ist verboten. 2. Solche P.rionen welche als Deserteure der Deutschen Armee in das amerikanische besetzte Gebiet mit falschen Päsei voer ohne die notwendigen Mobilisationspapiere Einlaß gefunden haben werden durch den deutschen General= stabsoffizier des Brückenkopfes Koblenz kontrolliert. Dieser Offizier wird die Resultate seiner Feststel lungen dem Kommandierenden General der 3. Armeder Vereinigten Staaten durch den stellvert####lenden Generalstabschef C=2 der Armee unterbreitei zur Entscheidung ob die Person oder Personen in den amerikanischen besetzten Gebieten verb eben dürfen nach dem unbesetzten Deutschland zurückgeschickt werden ote ob sie interniert werden. = Rechlinahausen 6. März. Heute morgen kurz nach 9 Uhr entgleiste auf dem Bahnhof Sinsen der Köln=Hamburger T=Zug 97. Die Ursache war eine schadhafte Weiche die sich während der Fahrt umlegte und den D=Zug in zwei Teile trennte. Ein auf dem Nebengleis in gleicher Richtung fahrender Güterzug fuhr auf die mittleren D=Zug=Wagen aufZwei Wagen des D=Zuges stürzten um und wurden zertrümmert. Von den Insassen des D=Zuges wurden 10 schwer verletzt von denen einer, ein entlissener Soldat aus Thüringen gleich darauf starb. Der Güterzug wurde ebenfalls schwer beschädigt. Etwa 8 bis 10 Wagen liegen zertrümmert auf dem Bahndamm= H a t t i n g e n n. M a r z. B e i d e n S t a d t v e r ordnetenwahlen wurden hier 8 Mehrheitssozialisten 7 Unabhängige 5 Demokraten, 5 Vo.kspartiler und 5 Zentrum gewählt. 10 Milionen QuadratFrankreich Moneter Koloulen England Deutschland eometer Kolonien Wo ist der Imperialismus? Sport. —. Wettscwimmen. Am Sonntag den 2. März sand im Stadtbad zu Bochum nach sast 5jähriger Unterbrechung das erste Wettschwimmen im Gau 5 der deutschen Schwimmerschaft statt das äußerst zahlreiche Beteiligung aufwies und auch den Dortmunder Schwimmern gute Erfolge brachte. In der Hauptstaffette um den Ehrenkranz der Stadt Bochum(4 mal 50 Meter) belegte die 2. Mannschaft des Schwimmvereins Tortmund von 1896(Rolland Bork, Kleine, Flörsheim) mit der hervorragenden Zeit von 123 Sekunden knapp von Dochum geschlagen den 2. Platz vor den 1. Mannschaften Tüsseldorfs, Essens, Duisburgs„Mülheims; Oberhausens und Wittens. In den übrigen Wettlämpfen erhielten vom S. V. D. noch Kränze: Im Hauptspringen Bork den 3. Preis; im Rückenschwimmen Flörsheim den 4. Preis(36.4 Sek.). Im Vereinsdreikampf erzielte Flörsheim im Schnellschwimmen über 50 Meter mit 30,1 Sek. die beste Zeit. Wickede. 5. März. Vor einer großen Zuschauermenge siegte am vergangenen Sonntag in Humm die erste Mannschaft des Ballspielvereins„Westsalia Wickede v. 1910“ nach überaus schwerem und spannendem Kampfe mit 2:1 über die 1. B.=Mannschaft des Liga=Vereins„Spielverein Hamm v. 1904“. Wickede vermißte seine besten Spieler und mußle mit zwei Ersatzleuten antreten; dagegen stellte der Hammer Verein eine überaus verstärkte Mannschaft. Begünstigt durch das prächtige Wetter konnten beide Vereine ihre volle Spielstärke an den Taa legen und ein schönes saires Spiel bietenLetzte Telegramme. Aus der Waffenstillstandskommission. WXB. Berlin. 6. März. Sitzungsbericht vom 4. 3.: General Nudant bat zunächst um Unterstüttung einer demnächst in Deutschland eilltreffenden japanischen Mission, worauf der Vertreter der deutschen Regierung mehrer, Noten überreichte, in denen für bestimmte Fälle die Freigabe des wirtschaftiichen Verkehrs zwischen den besetzten und dem unbesetztn Gebiet Deutschlands verlangt wird, da die wirtschaftliche Absperrung des linksrheinisches vom rechts=rheibischen Gebiet unhaltbare Zuständ, schaffe weil sie die organisch aufeinander allgewieselle!! Teile eines grosen Wirtschaftsgebietes tünftig voneinande; absch ieße". Dis deutsche Wirtschaftsleben könne dadurch in keinn geregelten Gang kommen. Mehrere vonl der deutschen Kommission befürwortend weitergegebene Gesuche deutscher Firmen um Ausfuhrerlaubnis für verschiedeng kinksrheinische Erzeugnisse nach dem rechtsrheiblischen Gebiet gaben die Alliierten Folge. Auf eine frühere deutsche Anfrage teilte der französische Vorsitzende mit, daß über Frankfurt(Main) keine bsondre SM#aran= täne verhängt worden sei. Entgegell dem Wuffenstillstandsvertrages hat die Entente auf verschiedenen linksrheinischen Eisenbahllstatiollen Zottposten eingerichtet weiche auch Zölle für die in das besetztte Gebiet eingebenden Wares erheben sollel. Der Vertreter der deutschen Regierung ersuchte um die sofortige Aufhebung und brachte sodann nöch eille Reihe von Ein zelheiten zur Sprache. Mit welchem Recht wird Deutschland seiner Kolonien beraubt? WTB. Amsterdamm. 6. März. In der radikalen Wochenschrift behandelt Morel nochmals das afrikallische Problem. Er fragt: Mit welchem Recht wird eigentlich Deutschland aller seiner Kolonien beraubt? Es hat große Kapitalien hineingesteckt. Drei von den Kolonien sind in größter Blüte und mehr wert, als die ganze europäische Kdiegsschuld. Man kann diesem Raub nicht unter dem Vorwande begehen, daß die deutsche Verwaltung so besonders schlocht gewesen sei, denn diese Beschuldigung würde vor eistem Gerichtshofe nicht standhalten. Alles, was man als Argument anführen kann, ist das alte Vae vietis! Aber das paßt nicht mehr in die neue Weltordnung. Abgesehen von der Rechtsfrage, muß man auch fragen ob mit dieser Politik ein dauernder Frieden erhalten werde. Das würde natürlich nicht der Fall sein: denn ein großes Volk würde dann ganz vom afrikanischen Markt abgeschnitten, während ein anderes viel kleilleres Vold das bereits einen groven afrikantischen Besitz hat, diesen noch ausbreitet. Der Ausschuß für Gebietsraub. WTB. Paris, 6. März. Der Zentralausschuß für Gebietsregelungen stellte seinen Arbeitsplan auf. Seine Aufgabe wird sein, alle territorialen Fragen zu vereinheitlichen und in Uebereinstimmung zu bringen. Case Löwenhof, heute Opcretten=AbendCafe Funke: Klassiker= und Solisten=KonzertCafe Centrak: Heute 13. Sonder=Abend. für männliche Personen Kapellenstrasse 12 für Frauen und Mädchen:. I. Kampstrasse 57. Kostenlose Vermittlung Jeglicher Arbeit. 16 Auf schwankem Grund. Roman von H. Abl derr Bauunternohmen, ich bin meiner Sache siVollen Sie meine Angaben ignorieich mich verpflichtet sehen Anzeige zu TEnscht“— An der Brust hielt Raßmus den * gepackt. Er fand kein anderes Wort, els nur einmal das keuchende:„Mensch—“ dänsen wahrte seine eiserne Ruhe, Tie wilde Erdes anderen zerstieß sich daran. Seine Hand zurüa, er trat von der Tür wiedr zum Tisch Tort stemmte ev beide Fäuste auf. Ein setzte er zum Reden an und sagte dann so in seiner üblichen Sprechweise: heraus: was soll das alles heißen? Sie dazu, die Solidität eines Baues eeiseln, der nicht von Ihnen geleitet wurde?“ ung arum. Ich wußte lagst, daß die Fund nichts taugt. Darum erklärte ich mich auch nanden, daß zum Aufmauern nur ganiz Naterial genommen wurde. Aber ich wußte hoe###berstandstos die ganze Basis ist Seit „Tagen weitz ich's Ich war nach Feierg allein auf dem Hau, da hörte ich auf in des Dauern so mos wie einen singenden Rlich Ton. Als Lehrling bin ich einmal mit knapper Not mit dem Leben davongekommen, als ein Neubau einstürzte, seit dem weiß ich's was die singenden Mauern bedeuten.“ „Sie phantasieren, Jansen“ sagte###elix Ratzmus berächtlich. Aber er konnte es nicht hindern, daß ein Frösteln durch ihn hinging „Ich phantasiere nicht. Und nun ganz sicher zu gehen, hab ich Untersuchungen angestellt.“ „Heimlich und auf eigene Faust? Ohne mir beim ersten Bedenken, das Ihnen kam Mitteilung zu machen, wie es Uhre Pflicht gewesen wäre? Warum haben Sie das unterlassen? „Weil ich Ihren Optimismus kannte, Heer Pauunternehmer.“ Die Platte des Tisches krachte unter den packenten Fäusten. Nur sich festhalten mit aller Gewalt, daß er sich nicht auf den warf, der da vor ihm stand. Vor ihm stand mit der eisernen Stirn, mit dem Blick der stumm zu ihm sprach: Weil ich deinen Leichtsinn kenne, deine Leichtfertigkeit. Weil du in meinen Ausei nicht nur ein Leichtsertiger bist, der skrupellos einzig und allein dem mühelosen Gewinn nachagt, sondern wei! du mir als ein Betrüger giltst! Felix Ratzmus war sehr fahl geworden. Labei schlug ihm das Blut wie ein brausender Feuerstrom gegen das Hirn. Und über all die stummen Worte. die er aus dem andern beraushörte. Dang das eine gesprochene:„Herr Bauunternehmer," Er wußt's ja auch, was da ginter redete: Der Maurerpolier nahm den Archttekten nicht für voll— fand ihn vi#lleicht des Titels nicht für würdig Winigstens ein Wort, an dem er den anderen packte, auf das er ssich stützen konnte„Ich bin Architekt, das merken Sie sich. Und im übrigen nehmen Sie Ihre Zunge in acht.“ Der Polier zuckte nicht mit der Wimper„Als Architekt werden Sie am besten wissen, daß ich nichts weiter tue, als meine Pflicht.“ Sekundenlang blieb es ggrabesstill. Dann sagte Ratzmus kurz, mit abgehackten Worten: „Auf Ihre bloßen Angaben hin sann ich mir keine eigene Meinung bilden. Meiner Ansicht nach ist bei dem Bau nicht das Mindeste versehen. Sollts sich aber doch eine noch etwas größere Tragfähigkeit wünschenswert machen so könnten ein paar eiserne Stil en „Mit eisernen Trägern ist hier nichts geschafft,“ fiel Jansen ein:„Die ganzen Grundmauern müßten vertieft und verbreitert und durch Gewölbeseiler——“ Jetzt schnitt ihm Ratzmus das Wort ab—— „Möchten Sie nicht lieber den ganzen Bau niederreißen?“ „Wenn es nach mir ginge— ja!“ Nur ein schnödes Gelächter war die Antwort= Sich herumwendend, wollte Rahprus wieden zr Tür. Loch abermals schob sich ihm die breitschultrige Gestalt des Poliers in den Weg„Herr Architekt,“ jetzt betonte er scharf den Titel „heute haben wir Sonnabend. Wenn Sie nicht selbst Verfügungen treffen, die ausreichendste Sicerung bieten, so lasse ich am Montag an dem Mittelbau die Mauerarbeit einstellen.“ Sie standen schweigend Auge in Auge. Es war doch wohl ernsthaft: Ernsthafter, als er glauben wolte und Ratzmus mußte sich zu dem Zugeständnis beaus men: „Ich werde selbst untersuchen, und was sich als erforderlich herausstellt, wird natärlich geschehen“ Der Polier stand noch immer breit und fest vor ihm „Ich möchte Ihnen einen Vorschlag machen, Herr Architekt. Die Untersuchung ist nicht so schneil abgetan und die Bauarbeiter brauchen nict mehr davon zu merken, als unbedingt nötig ist. Morgen ist Sonntag, da stelle ich mich Ihnen von Tagesanbruch an zur Verfügung.“ Klang das nicht beinahe nach— Rücksicht? Oder wer's nur eine verstärkte Nötigung. bei der Untersuchung keinen Optimismus walten zu lassen? Ratzmus zeerte die Lippe zwischen die Zähne dann sagte er schroff:„Seien Sie also morgen frich um 9 Uhr hier. (Fortsetzung solat!) Frühjahrs-Kleidung Kaffeehaus IOEWENHOF Café Funke Westenhellweg 11 Heute Freitag: Operetten Abend des grossen 226 „Löcsenhof-Orchesters:. Heute Freitag, den 7. März. Solis des Violin-Virtuosen M. Iseglio. oden-Mäntal aus boston langhaarigen wotterfesten reinwollenen Lodenstoffen, in grauen, braunen u. grünen Farben 95.- 110.- 130.- bl. 175.Mk. In modernon kurzen I-rhg. Formen, teils sportsmäesig mit Anzuge aufgesetzten Taschen, Rückengurt, kleinen Filtchen- und Umschlaghose gearbeitet Mk. 175.- 225.- 290.- u 490. Hnsen aus srapasierfähigen Buxkin- und Cheviotstoffen(kein Papieroder Mischgewebe) mit starken Fatterzutalen 6.- 20.- 36.- 48.Mk. bis 75.Damen Seiden-Mäntel modern gemusterten Seidenstoffen in neuen Formen Mk. 95.- 230.- 275.bis 390. lanlinne-Anzlige mit langen oder kursen Hosen, in modernen Junglings-Anzuge I.räg. Formen, teils sportmässig gearbeitet AIk. 75.- 195.- 250.- u 390.Knaben-Anzüge 2 blauen und farbigen naltbaren Stoflen, in Nr. 75.- 95.- 150.- u. 290. Nus Uilden und färelzen-Kaltsaren-Stohen, 4il Jacken-,Schlupfblusen-, Falten- u. 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Auf Grund des Paragraphen 59 Absatz a der eRichsgetreideordnung für die Ernte 1918(R. G. Bl S. 434) werden in Abänderung der Verordnung des Magistrats vom 15. August 1918 betr. Höchstpreise für Brot und Mehl und der dazu ergangenen Nachträge die Hochstpreise für Brot wie folgt festgesetzt: I. a) Kriegsbrot: mit einem Verkaufsgewicht von 6 Psdmit einem Verkaufsgewicht von 8 Pfdim Aufschnitt für 500 Gramm(1 Pfund) 250 Gramm(½ Pfund) 125 Gramm(¼ Pfund) b) Schwarzbrot: mit einem Verkaufsgewicht von 6 Pfomit einem Verkaufsgewicht von 3 Pferim Aubschnitt für 500 Gramm(1 Psund) 250 Gramm(½ Pfund) 125 Gramm(¼ Pfund) * c) Krankenbrot: mit einem Verkaufsgewicht von 4 Pfund Im übrigen bleiben die Bestimmungen der Verordnung unberührt. II. Diese Verordnung tritt am 8. März d. Js. in KraftTortmund den 6. März 1919. Der MagistratGesehen! Der Arbeiter= u. Soldutenrat. 1 45 Mk. 0,75 Mt. 027 M“. 014 Mr. 008 Mr. nur Brückstr. 54 Gegenüber d. Wintergart. Musikinstrumente Klassiker- u. 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Vor allemi Unwandlung auf g varten und nicht d pellen, was ihnen heil ausschlagen mu wir fest, daß Minist heitern ausreichende wirtschaft wird aud sierung, wie sie die hen. Wenn das aus den sozialisiert freilich nicht möglich vielsach erpreßt wor wünschen zwar, daß sierung erleben, die # vertrauensvoll i: der Wunderglaube. sten Hue stieß die mung. Bemerkensw sog. Verstaatlichung spricht. Der Zent ebenfalls zum Lobt setze, wenn er auch drücken vermochte. mokrat Dr. Dern das Rückgrat unse schwere Bedenken g zum Ausdruck brach der Leutschnational die Arbeiter nicht lagen als das Pro rung vor den ansti steulich ist, daß a um etwas gedeihlich Die Ernährun beantwort Erste bleich erfüllbart tischen 1 die Zuve rirtschaft verktätig all selbst zu Tod u gales Neue 8 muß a1 dos Reheit, al bigen 1 — möglick in die G der 0 verbur