Iswärmer. 6.00 12.00 J0 24.00 00 und 52.00 1.00 33.00 0.00 12.00 0.00 12.00 . Mark 2.25 . Mark 1.95 0.00 12.00 MUND ellweg. 3948 Dortmun Donnerstag. 8. Oktod 7¼.-10¼ Uhr. Ermässigte Opernorei Neu einstudiert Zum ersten Der Freisch Freitag, den 9. Oktoder# Uhr. Ermäß. Schauspielore Neu einstudiert Zum! Die Qutzol Freitag, den 9. 8 Uhr abends in Saale des Gewert Hausbesi Versammt Bericht über da r bisherigen Verl n betr. Mietszahlu## schließender Beso## Nur Mitglieder be# tt. Nichtmitzliehs) 9 Aufnahme vorm sschäftsstelle Hn er am Saaleing n. Der Vorl Erscheint täglich ##sahme der Sonn= und gesetzl. Feiertage. Abonnementöbreis ### mit der täglichen Unterhaltungsbeilage Illustrierten Sonntagsblatt“ 65 Pfg. nac durch die Post bezogen für 3 Monate 2,00 Mi. sonsdruck und Verlag, sowie für die Inserate portlich: Biltor Schauzer, Dortmund. under Tageblatt verbunden Lokal-Anzeiger für Mit Bekanntmachungen der städtischen mit dem Dortmund u. Hörde. und Militon- sowie anderer Behörden. Expedition: Dortmund, Prinzenstraße 9—11.— Fernsprech=Anschluß Nr. 160. Dortmund, Freitag, den 9. Oktober 1914. Inserate die 8 gespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 25 PtoReklamen die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 80 Pig. Bei zwangsweiser Beitreidung der Insertionsgedühren dunh Klage od. Konkursverfahren wird der bewilligte Radatt#iufällig Erfüllungsort Dortmund. Gür BInahme von Inseraten an bestimint vorgeschriebenen “ p e n u n d B l ä t z e n ü d e r n e h m e n w i r k e i n e G a r a n t i e. ür die Redaktion verantwortlich: er Sonnemann. Dortmund. 31. Jahrg. Die Schicksalsstunde Antwerpens. nsere alte Kraft erprobt sich.— Kühne englische Flieger.— Verlust eines Torpedobootes— Russische Schlappen.— Serbiens Enve. Beschießung von Antwerpen. uus dem Großen Hauptquartier wird gemeldet: Bei Antwerpen ist das Fort Breenluck genommen. Der Angriff auf die ere Fortslinie und damit auch die schießung der dahinterliegenden adtteile hat begonnen, nachdem der mmandant der Festung die Erklärung geben hatte, daß er die Verantworübernähme. TB. Brüssel, 8. Okt. 7.30 Uhr abends. Gemäß 26 des Haager Abkommens betreffend die Gesetze Landkrieges ließ General Beseler, der Befehlshaber Belagerungsarmee von Antwerpen, durch Vermitteder in Brüssel beglaubigten Vertreter neutraler ven gestern nachmittag die Behörden Antwerpens der Bevorstehung der Beschießung verständigen. Beschietzung der Stadt hat um Mittert begonnen. Amsterdam. 8. Okt. Das Handelsblad“ das heftige Schießen während der letzten Nacht intwerpen eine starke Panik verursacht, unter den niedrigeren Klassen der Bevöllerung die Panik ungestüm. Die Züge nach Holland sind Flächtlingen überfüllt. Die Deutschen haben den über die Nethe erzwungen. Lierse und stich wurden in Brand geschossen. Die dringen durch die Lücke zwischen Contich und Dien vor und beschießen die innere Fortslinie. WB. Kopenhagen, 8. Okt.(Nicht amtlich.) nien“ meldet aus Antwerpen: Den Blättern zuhat die Regierung erwogen, der Stadt ein udement zu ersparen. Die weiße Flagge sollte werden, sobald die zweite Festungslinie gefallen üer die Bevölkerung scheint die Verteidigung der zum letzten Haus zu verlangen. Es fallen jetzt " viel Bomben von deutschen Flugzeugen auf die Köln. 8. Okt. Der Berichterstatter der„Köln. 4 meldet von der holländischen Grenze: Aus daal wird gemeldet: Die Beschießung von Antdauerte die ganze Nacht hindurch. Das ganze var so heftig, daß in Rosendaal die Häufer Viele Flüchtlinge sind angekommen oder # toch erwartet. Während der ganzen Nacht konnte “ geuerglut von hier wahrnehmen. Die Petroleumin Hafen scheinen in Brand zu stehen. Der Südbrennt, ebenso hat der Hauptbahnhof ernstlich Die Regierung hat befohlen, alle Eisenbahndie Beförderung von Flüchtlingen und Verpein vereitzuchalten. belgische Königspaar auf der Flucht. 4 oerlin. 9. Okt., 3.10 Uhr nachts. Die Morgenneiden: Das belgische Königspaar scheint I# der Flucht zu befinden. Noch gestern hieß es, König bei seinen Truppen ausharren wolle. mwerpen wird berichtet, daß ein königliches r#oon mit dem König und der Königin von Belgien i Ailitärische Schiffbrücke nach der anderen Seite ge: fuhr. Das Automobil war schnell aus dem ###s verschwunden. Um 9 Uhr morgens traf A bei Selzaete nordwestlich von Antwerpen un(den Grenze ein.— Das Bombardement von bie Häus. die ganze Nacht. Es war so heftig, in a in Rosendaal erzttterten. Die ganze Nacht Feuersglut. Churchins Reise nach Antwerpen. ##hom 2 Sr:“: 8. Okt.„Svenska Dagblad“ be#7#.„Ottober: Churchills Reise nach Antwerpen Chaland„ einer etwaigen Flucht König Alberts „Nach dem Stockholmer„Aftenbladet" soll Fac, twerpens auf Transportdampfern, die K#anderen#.A##ter liegen, nach England und von i e n T e i l e n d e s K r i e g s s c h a u p l a t z e s g e b r a c h t Antwerpen brennt an allen Ecken. wrs. Köln, 9. Okt. Rach einer Meldung der Kölnischen Zeitung aus Bergen ov Zoon brennt Antwerpen an allen vier Ecken. Die St. Georgrathedrale brenne und das große Lazarett sei verbrannt. Die Beschießung sei noch immer heftig. Auf einem Fort sei eine Batterie außer Gefecht gesetzt. Die Lage sei unhaltbar. Deutschland besitzt eine ungeheure Stärke. WTB. London, 9. Oktober. Die Morningpost schreibt: Eine durch den Krieg offenbar gewordene Haupttatsache ist die ungeneure Stärke Deutsch= lands. die es ermöglichte, die Russen aus Ostprenken zu vertreiben, ihnen von der Ostsee bis zu den Karpathen entgegenzutreten, zugleich Belgien zu überrennen, die verbündeten Armeen von der Sambre bis zur Marne zu treiben, nach dem Räckzuge an der Aisne diese Linie zu halten und selbst die rechte Flanke auszudehnen, dabei die Belagerung von Antwerpen vorzubereiten und Augriffe gegen diese Stadt vorwärts zu führen. In einem zweiten Leitartikel schreibt die Morningpost: Das Ende in noch nicht da! Wer auf den frühzeitigen Zusammenbruch der deutschen Macht rechnet, verkennt die Lage gründlich. Deutschland besitzt noch sehr große Kräfte und verfügt über außerordentliche Hilfsquellen. Es besitzt ferner eine sehr starke Stellung. Im Innern besteht kein Anzeichen und keine Wahrscheinlichkeit für eine innere politische Zersetzung, wie manche Leute gern prophezeian. Der Kampf erreichte erst sein erstes Stadium. Das unmittelbare Ergebnis im Westen ist noch zweiselhaft. #.. kerdam, 8. Okt. Telegraaf meldet ## ial von gestern: Das diplomatische Korps ##een verlassen und sich auf einem Regienach Ostende begeben. Die Bürgerchen..4net. Rosendaal gleicht einem gro# naslager. Den ganzen Tag über kamen pschn, werpen an. Dis nach Mitternacht wa#oder. se 18 000 Belgler, namentlich Frauen ngetrossen, die in Kirchen, Lichtbilddahnschuppen und Privathäusern unterDas Bombardement von Antwerpen. Amsterdam, 9. Okt., 4 Uhr nachts. Eine deutsche Heeresabteilung marschierte gestern früh auf das Fort Wyneahem, das in wenigen Stunden vernichtet war. Das Fortistdaserste Fort desinneren Festungsgürtels. Fort Schorten vom äußeren Festungsgürtel im Nordwesten Antwerpens suchte den Anmarsch auszuhalten, wurde aber rasch zum Schweigen gebracht. Bei diesem gewaltigen Anrücken waren die Bewohner gezwungen, über die Schelde zurückzuweichen. WTB. Amsterdam. 9. Okt., 3.10 Uhr nachts. Der „Telegraaf“ meldet aus Rosendaal: Der Uebergang über die Nethe gelang am Dienstag, nachdem die Artillerie ein lange andauerndes heftiges Gefecht gegen die Fortifikation Puers geliefert hatte. Die Deutschen operierten in dem Dreieck Lierre=Puers=Antwerpen und ließen die Pionierabteilung schnell das andere Ufer erreichen. Es gelang nach wiederholten Versuchen unter großen Verlusten, sobald der Uebergang über die Nethe hergestellt und auf dem anderen Ufer schwere Artillerie aufgestellt und in Tätigkeit gesetzt war. Wütende Infanterie. angriffe folgten auf die Kanonade. Sogleich folgte der Angriff auf Puers. Der Kampf wurde gestern abend fortgesetzt. Belgier sprengten mehrere Male die über die Nethe geschlagenen Brücken, aber mit Todesverachtung schlugen die Pioniere neue starke Uebergänge über den Fluß. WTB. Amsterdam, 9. Okt., 3.10 Uhr nachts. „Nieuwe van den Dag" bringt folgende Meldung von Rosendaal durch Extrablatt: Gestern nacht 2 Uhr eingetroffene Flüchtlinge teilten mit, daß die Beschießung der Stadt nachts begonnen hat. Die erste Granate fiel ln den südlichen Teil der Stadt. Während der Beschießung erschien ein Zeppelin und warf Bomben auf die Oeltanks. Es brach Feuer aus. Man ließ das Oel aus den Tanks auslaufen. Die Deutschen beschossen darauf den nordöstlichen Teil der Stadt. Der Südbahnhof steht in Flammen. Der Vorort Berchem soll schwer gelitten haben. Ein Pulvermagazin soll in die Luft gesprengt worden sein. Die Beschieftung dauerte die Nacht fort. Eine starke britische Truppenmacht besetzte mit schweren Geschützkanonen die innere Fortslinie, die bis zum äußersten verteidigt werden soll. WIB. Amsterdam, 9. Okt., 3.10 Uhr nachts. Aus Städten und Ortschaften an der belgischen Grenze kommen Meldungen vom Eintreffen belgischer Flüchtlinge. Ein Teil ging nach Vlissingen, um weiter nach Holland zu reisen; viele wanderten nach England. Ankömmlinge erzählen, der Kommandant der deutschen Belagerungstruppen habe die Beschießung der Stadt bis heute früh 5 Uhr hinausgeschoben, um die Bewohner abziehen zu lassen. Auch Rotterdam sei mit Flüchtlingen überschwemmt. WTB. Rotterdam: 8. Oxt. Wie der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet, soll der König der Belgier nach einer bisher unbestätigten Mitteilung leicht verwundet sein. W2B. Berlin, 9. Okt. Die Morgenblätter mel: den: Das Bombardement von Antwerpen begann in dor Nacht vom 7. auf den 8. Okt. um mitternacht. Ein großer Teil der noch in Antwerpen zurückgebliebenen Bevölkerung verbrachte die Nacht in Kellern und Gewölben. Als sie einen Augenblick ins Freie blickten, sahen sie die rote Glut der Feuersbrünste. Stellenweise brannten schon in der Mitte der Stadt Häuser, Vermutlich infolge der Zerstörung des Bahnhofes fahren die Züge von Antwerpen von der Station Eckeren, nördlich der Stadt ab. Es sind meistens Züge von 40 Wagen, die jedes mal rund 3000 Menschen befördern. Eine Bombe beschädigte den königlichen Zug, der im Antwerpener Bahnhof stand. Um 6.30 Uhr hörte man einen furchtbaren Knall. Es wird vermutet, daß eines der Pulvermagazine Antwerpens in die Luft geflogen ist. Ulanen erschienen heute früh in Turnhout auf einem Streifzuge durch die Kempener Gegend, um etwaige zurückgebliebene belgische Soldaten nach Antwerpen zurückzutreiben. Die Bevölkerung floh in Panik nach der holländischen Grenze, kehrte aber bald zurück, als sie sah, daß ihr kein Leid geschah. Zahlreiche Dampfer passierten Vlissingen mit für Brügge und Ostende bestimmten Flüchtlingen. Daily Telegraph versicherte unlängst, England werde niemals zugeben, daß Antwerpen in die Hände Deutschlands falle. Das Blatt enthüllt damit, wie die Kreuzzeitung hervorhebt, die größte Sorge Englands, die in dem Fall Antwerpens besteht. Zu spät werden die Franzosen den Wert Englands als Bundesgenossen und Kampfgenossen erkennen und wenn über kurz oder lang der Ausgang der Schlacht nicht mehr zweifelhaft ist, wenn das deutsche eiserne Meer die französischen und englischen Armeen weggespült haben wird, und sich der unaufhaltsame Strom durch Frankreich nach Paris wälzt, dann dürfte der schon seit langer Zeit gehegte Verdacht der französischen Bevölkerung hinsichtlich der Ehrlichkeit und Uneigennützigkeit des englischen Bundesgenossen ganz gewaltig verstärkt werden. „* WTB. Mailand. 9. Okt. Der Corriere de la Serra meldet aus Rom: Die letzten Nachrichten lassen annehmen, daß der Widerstand Antwerpens nicht mehr lange dauern wird. Man hält es für möglich, daß belgische Truppen sich nach England einschiffen können, um von dort aus auf einem anderen Punkte des Kriegsschauplatzes wieder aufzutauchen. Der Stand der Schlacht in Frankreich. WTB. Berlin, 9. Okt., 1.50 Uhr nachts.(Amtlich.) Großes Hauptquartier vom 8. Okt., abends. Vom westlichen Kriegsschauplatze sind Ereignisse von entscheidender Bedeutung nicht zu melden. Kleine Fortschritte sind bei St. Mihiel und dem Argonnenwalde gewonnen. Zu der Riesenschlacht in Frankreich schreibt die Times: In der Schlacht an der Aisne, die jetzt 24 Tage dauert, zeigen die Deutschen eine bewunderungswürdige und unerschöpfliche Aktivität. Nach dem Korrespondenten der Daily Mail ist es eine Schlach zwischen Maschinen. Der Kampf hat dadurch etwat unpersönliches und unwirkliches bekommen, wenn man bedenkt, daß ein einziger Mann durch einen Druck seines Fingers im Stande ist, hundert starke und nützliche Mitbürger zu vernichten. Der letzte französische Schlachtbericht. Genf, 8. Okt. Die neue französische Generalstabsnote kann keinen Vormarsch eines französischer Detachements in der Gegend von Arras verzeichnen. Diese Wirkung hatte das resolute Vorgehen der deutschen Reiterei nach den französischen Berichten nördlich Lille. Für den heutigen Tag ist die Fortsetzung des großen Umfang entsprechenden Kampfes zu erwarten. In der weiteren Umgebung von Noyon machen die Franzosen fortgesetzt Anstrengungen, eine deutsche Durchbrechung ihrer Stellungen zu verhindern. Frankreichs letzte Anstrengungen. WTB. Lyon, 8. Okt. Frankreich macht gegen die deutsche Armee die letzten Anstrengungen. Von der Italienischen Grenze sind nunmehr alle Truppen zurückgeholt worden, die nicht direkt für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung notwendig sind Der Höhepunkt der Riesenschlacht. WIB. Kovenhagen, 8. Okt.„National Tidende meldet aus London: Alle vorliegenden Nachrichten stimmen darin überein, daß die Riesenschlacht in Frand reich nun ihren Höhepunkt erreicht hat und noch in dieser Woche die Entscheidung fallen muß. Die Kämpfe auf dem linken Flügel werden mit einer selbst unter diesen blutigen Zusammenstößen bisher unbekannten Heftigkeit fortgesetzt Die Deutschen suchen mit einer Hartnäckigkeit, von der man sich keine Vorstellung machen kann, sich der Eisen. bahnlinie zu bemächtigen. Der Kampf nördlich von der Somme hat einen derartigen furchtbaren Charakter, daß er unmöglich lange anhalten kann. Paris, 9. Okt. Poincare verließ gestern früh in Begleitung des Kriegsministers das Elysee und begab sich im Automobil nach Bordeaux. Ministerpräsident Viviani ist gestern Vormittag aus Paris wieder in Bordeaux eingetroffen. WTB. London, 9. Okt. Ashmead Bart= lett schreibt im„Daily Telegraph": Deutschland hat einen großen Vorteil vor anderen Nationen, da die Gesamtheit des Volkes militärische Ausbildung erhält und jeder verfügbare Mann unter den Waffen steht. Deutschland hat nicht weniger als 54 Armeekorps. Diese Masse von Menschen, die sich in der Defensive hält, und durch die stärksten Reihen von Festungen unterstützt wird, bedeutet eine so furchtbare Macht, daß es große neue Opser seitens des englischen Volkes fordern wird, um sie zur Unterwerfung zu bringen. Die Franzosen kämpfen tapfer um die Verteidigung ihres Bodens, aber die Kraft ihrer Armeen, eine ernstliche Angriffsbewegung auszuführen, vermindert sich täglich. Der Rampf im Osten. Während unsere Truppen aus Ostpreußen in Poler vorgedrungen und den Oesterreichern in Galtzien zu Hülfe geeilt sind, haben die Russen die Gelegenheit wahrgenommen und einen neuen Einfall in Ostpreußen gemacht, wie aus folgender Meldung des Großen Ge neralstabes hervorgeht: Im Osten erreichte eine von Lomtha anmarschierende russische Kolonne Der rusische Bericht. Petersburg, 8. Okt. Der Große Generalstab teilt mit: An der Grenze von Ostpreußen setzen die Deutschen, welche Verstärkungen von Königsberg her erhalten haben, ihren hartnäckigen Widerstand an der Linie Wladislawow und Ratschki fort, indem sie die Engpässe zwischen den Seen und Sümpfen im Flußgebiet der Tschernogansha ausnützen. Jenseits der Weichsel werden Vorhutgesechte aus der Gegend von Opatow und Sandomir gemeldet. In den Karpathen westlich des Flusses Sanok wurde eine österreichische Abteilung geschlagen und ihr Maschinengewehre und Gefangene abgenommen. Bei Szolyd 20 Kilometer nordöstlich Munkas nahmen wir zahlreiche Wagenkolonnen. Der Krieg in Galizien und Ungarn. Einer bereits gestern von uns veröffentlichten Meldung des österreichisch=ungarischen Generalstabes zufolge dringen die durch deutsche Heeresabteilungen wesentlich verstärkten Armeen unserer Verbündeten kräftig gegen die Russen vor. Heute liegt aus derselben Quelle eine ergänzende Nachricht vor, die wir hier wiedergeben: WTB. Wien. 2. Okt. Amtlich wird verlautbart vom k. Oktober mittags: Im weiteren Vordringen unserer Truppen wurde gestern der Feind an der Chaussee nach Przemysl bei Barzos geworfen und auch Reszow wurde wieder genommen, wo Geschütze erbeutet wurden. Im Weichsel=Sau=Winkel nahmen wir den flüchtigen Russen viele Gefangene und Fuhrwerke ab. Ernente heftige Angriffe auf Przemysl wurden glänzend abgeschlagen. Der Feind hatte viele tausend Tote und Verwunorn. In den begreichen Kämpfen bei Maramaros=Sziget wetteiserten der ungarische und oftgalizische Landsturm und die volnischen Legionäre an Tapferkeit. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Höfer, Generalmajor. Englische Minenfänger in der Nordsee. Ueber einen nach der belagerten Festung Przemysl ind aus dieser heraus ausgeführten kühnen Flug mterrichtet folgende Meldung: WTB. Wien, 8 Oll. Wie die Korrespondenten der Blätter melden, fuhr ein österreichisches Flugzeug am Oktober bei ungünstigem Wetter vom Oberkommando in einstündigem Fluge, von russischer Artillerie heftig beschossen, so daß die Tragfläche an drei Stellen durchdohrt wurde, nach Przemysl, wo es glatt laudete. Ein mitfahrender Hauptmann des Generalstabes überbrachte wichtige mündliche Befehle, Briefe und Zeitungen. Auf der Rückfahrt, die wegen der ungünstigen Witterung erst am 6. Oktober erfolgte, wurde das Flugzeug von russischen Schrapnells beschossen, wobei die Tragfläche acht unschädliche Treffer erhielt. Als der Apparat in einem Schneesturm geriet, brach ein Druckrohr entzwei, so daß der Beobachter das Leck mit den Händen zuhalten mußte. Infolge des starken Gegenstroms dauerte die Rückfahrt vier Stunden. Der Beobachter überbrachte dem Oberkommando wichtige Informationen des Festungskommandanten, die dieser dem Funkentelegraphen nicht envertrauen wallte Die Russen haben sich anständig benommen. WTB. Budapest, L. Okt. Nach Blättermeldungen hat Naramaros=Sziget während der Invasion der ssen keinen besonderen Schaden gekitten. Die Rusn hielten auf strenge Disziplin. Es war den Koaken verboten, zu plündern. Offenbar wollten die Russen die Sympathien der rumänischen und ruthenischen Bevölkerung gewinnen, die sich jedoch in ihrem Patriotismus nicht wankend machen ließen, sondern bemüht waren, die österreichisch=ungarischen Truppen durch Rauch= und Feuersignale zu unterstützen. Zur Zett befinden sich nur noch unbedeutsame Gruppen russischer Truppen in Beßterezer Komitat. Sie versuchen, undemerkt über die Grenze zu gekangen. Die Cholera. WTB. Wien,&. Okk. Vom Sanitätsdepartement des Ministeriums des Innern wird mitgeteilt: Am 7. wurden se ein Fall asiatischer Cholera in Wien und Graz, zwei Fälle in Mähren, in Gros=Niemtschitz(Bezirk Auspitz), e ein Fall in Jägerndorf und Teschen(Schlesien), und in Galizien zwei Fälle in Piatkowa(Bezirk Neusandek) bakteriologisch ermittelt. In Wien und Graz, sowie ägerndorf und Groß=Niemtschitz handelt es sich um Pernen, die vom nördlichen Kriegsschauplatz eingetrofsen d. Ferner wurden nach einem am 5. d. M. angelangten Bericht in Gorlico(Galizien) 20 Fälle bei Militärersonen durch dakteriologische Untersuchung festgestellt. Die Ukrainer kriechen durchaus nicht auf den isischer rusischen Leim. Konstantinovel. A. Okt. In einer Besprechung des Aufrufs der Ukrainer erinnert Terdschuman=Halikat an eine Rede des englischen Premierministers Asquith, der zu den Urfachen des gegenwärtigen Krieauch den Wunsch gezählt habe, die Rechte der kleinen lier zu wahren. Das Blatt gibt der Hoffnung Ausdruck, daß Asquith sein Wort halten und die Forderungen der Ukrainer unterstützen werde. Dabei erinnert das Blatt an die Leiden der Ukrainer unter der Herrschaft Rußlands, das ihnen nicht einmal die Rechte WTB. Berlin, 8. Ott.(Nicht amtlich.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt zu dem amtlichen Bericht über das Zusammenbrechen der russischen Angriffe auf Przemysl und die Erfolge in den Karpathen: Die gestrigen Meldungen bestätigen, daß in Galtzien und in den Karvathen die österreichisch=ungarischen Truppen sich in stetem Fortschreiten befinden. Die auf ungarischem Gebiet vorgedrungenen Russen sind unter großen Verlusten für sie zurückgewiesen worden. Auch die Augrisse auf die Festung Przemysl scheiterten an der tapieren Verteidigung. Die Festungsbesatzung konnte ihrerseits Ausfälle unternehmen, die feindlichen Linien zurückdrängen und gehlreiche Gesangene machen. Allenthelben getgen die rreichischen und ungarischen Truppen die gleiche Opferbereitschaft und den Geist entschlossener Kampfeslust, dem der endgültige Erfolg nicht fehlen wird. Gegen die oeutschen Minen, welche den Schrecken der englischen Schiffahrt bilden, haben die englischen Marinebehörden besondere Schutzmaßregeln getroffen. Die obige Darstellung, nach einer Abbildung in einer englischen Zeitschrift, veranschaulicht das gebräuchlichste Verfahren, die Auffischung deutscher Seeminen in der Nordsee durch Minenfänger oder Minen=Schleppnetzboote. Zwei langsam fahrende Minnenfänger arbeiten in der Weise gemeinsam, daß ein zwischen ihnen, an je einem Kabeltau hängende beschwerter Eisendraht die Ankerkette der Minen erfaßt und sie von unten abzieht. zugestanden habe, wie sie die Juden haben und ihnen alles verweigert, den Gebrauch der Sprache in ihren eigenen Schulen und die Litteratur, das Vereins= und Versammlungsrecht und selbst die Bildung jvon Wohltätigkeitsvereinen. Das Blatt stellt fest, daß die ukrainische Nation sich nur dank der Rechte, welche die Ruthenen in der österreichisch=ungarischen Monarchte genössen, erhalten und ihre Sprache bewahren konnten Die Kriegslage in Serbien. Die Wiener„Reichspost“ meldet: Auf dem Wege über Bulgarien aus Neuserbien cingetroffene Reisende bestätigen, daß in Serbien schreckliche Zustände herrschen. Die bisherigen Verluste der Serben betrügen 75000 Mann an Toten und Verwundeten. Für letztere sei die ärztliche Hilfe durchaus unzureichend. Das Publikum, das durch die offiztellen serbischen Siegesmeldungen eine Zeitlang beruhigt war, habe jetzt erfahren, daß alle diese serbischen Siege tatsächlich nie existierten, wodurch eine verzweifelte Stimmung hervorgerusen wurde. Vom König, der schwerkrank sei, höre man nichts. Die Prinzen Alexander und Georg hätten viel zu geringe Autorität, um das über ihrem Hause und ihrem Lande schwebende Unheil durch einen entsprechenden Einfluß auf die Bevölkerung abzuwehren.— Aus Sofia wird gemeldet, daß dort eingelaufene Nachrichten fortgesetzt über heftige Kämpfe in Serbisch=Mazedonien, sowie in Griechisch=Mazedonien berichten. Die Budapester Korrespondenz meldet dazu: Die serbische Regierung ist von Risch nach Uesküb Abergestedelt. Der bulgarische Militärattache hat aus Risch an seine Regierung einen ausführlichen Bericht über den Zustand des serbischen Heeres gesandt, in dem er bemerkt, daß die durch die neue Offensive der österreichisch=ungarischen Armee bewirkten Kämpfe in der Umgebung von Krupanj noch andauern. Die österreichische Armee sich bemüht, die ihr gegenüberslehenden serbischen Kräfte, die die Hauptmasse des serdischen Heeres bilden, entscheidend zu schlagen. Die Serben kämpften tavfer und besonders die Offtziere zeichneten sich aus. Die Verluste der Serben seien sehr groß. Die Offensive der österreichisch=ungarischen Armee sei geeignet, gegen die Serben einen entscheidenden Schlag zu führen. Amtlich wird aus Wien verlau bar vom 3. Okt.: Die Säuberungsaktion in Bosnien macht weitere Fortschritte. Zu dem bereits gemeideten, gegen die montenegrinischen Truppen erzie en Erfolge, gesellt sich nun ein entscheidender Schlag gegen die, über Visegrad kampflos eingedrungenen serbischen Kräfte. Ihre nördliche Kolonne ist von Trebrenlog gegen Bajna Lasta bereits über die Drina zurückgeDortmunder Stadttheater. Dortmund. A Oktober. Heute ist es unnötig, die Mahnung ergehen zu lassen:„Ehret eure deutschen Meister!" Der Ernst der Zeit zwingt zum auf sich selbst Besinnen. Nach Wagner und Lortzing— Weber.„Carl Maria don Weber ist gleichsem die verkörperte Verschmelzung der Deutschen don Züd and Nord. von Oft und West. Seiner Familie aach ein Oesterreicher, ist er doch in Holstein geboren und Kind gewesen. Ein Schüler Michael und Josef Haydns bekundete er in der Deutschen Oper zu Prag zeine Genialität als Dirigent. Unter norddeutschem Einfluß entstanden aber dann seine Lieder aus„Leter und Schwer?“, die zuerst seinen Nanen überall dahin trugen, wo die deutsche Zunge irklang.“ Derselbe Jubel, der im Berliner Schaupielhause herrschte, als am 18. Juni 1821 zum erstenmal die Töne des„Iebischutz erklungen, herrschte auch beld in der Kaiserstadt an der schönen dlauen Conau. Der„Freischütz" begründete Webers Ruhm und uns allen gilt er heute noch als köstliches künstlerisches und nationales Besitztum. Richard Wagner, dem der„Fretschütz“ den Weg wies zum deutschen Mustkdrama, äußert sich über ihn in einem begeiderten Dithyramdus:„O, wein schönes deutsches Vaverland, wie muß ich für dich schwärmen, wäre es nur, oeil aus deinem Boden der„Freischütz“ entstand! Wie auß ich das deutsche Volk lieben, das den„FreiOgor liede.... um du stebenswürdige deutsche Die Aufführung des„Freischsy“ gestern Abend war dem Gesamteindruck nach sehr defriedigend. Kapellmeister Wolfram gab sich alle Mühe, den Feintten der Partitur und den Schönheiten der Weberschen Melodien im vollsten Maße gerecht zu werden. Seine Schuld, aber auch der Philharmoniker Schuld war es nicht, wenn das Orchester besonders im Blech mitunter(Schluß des Vorspiels!) auffallend matt und glanzlos klang. Rein, es liegt daran, daß man die berühmte Schalldecke zu Anfang der Spielzeit wieder aus dem Rumpelkammer geholt hat, deren Beseitigung damals überall, selbst bei Theaterleuten, freudig begrüßt wurde. Aus welchen Gründen mag man sie wieder geholt haben, etwa aus künstlerischen?? Auch der Regie des Herrn Förster kann man volles Lob spenden. Die Szenen waren auf dem Hintergrunde prächtiger Bilder frisch und lebenswahr. Von den Einzelkeistungen gestel mir recht gut Anton Hum melsbeim als Max; sein klangschöner bhrischer Tenor kam voll zur Geltung, auch das Spiel war ungemessen und durchdacht. Eine neue, vielversprechende Kraft Anna Margarete Ziegler sang die Agathe. Ihr heller, klarer Sopran ist am wohllautendsten in der Mittellage und Höhe, einiges Tremolieren setze ich auf das Konto einer kleinen Befangenhett. Das schelmische Aennchen gab Tilly Sandow in gewohnter Güte. Für den finsteren Kaspar hätte ich Herrn Schlembach ein wuchtigeres und warkiseres Organ gewünscht, das sein gutes Spiel besser tie unterstreichen können. Clemens Kasselmann als Eremit sang seinen kurzen Part mit seiner angenehmen, schönen Seimme mit großer Wärme. Noch eine neue Kraft zeitigte als Kilian eine gute Leistung, Julius Lens, ein Sänger mit guten Mitteln und Spiel. In kleineren Rollen betätigten sich mit Erfolg Hedwio Waldaräve und Alma Glocker als Brautjungfern, sowie die Herren Liman, MalyMotta und Binder(Samiel). Zum Schluß muß ich dem Cbore, dem im„Freischütz“ eine wichtige Rolle zufällt, volle Anerkennung aussprechen. Er war recht lebendig und sang sehr anständig. Der Besuch ist immer noch auffallend schwach.— g.— worfen worden, wobei ihr der Train und die Munitionskolonne abgenommen wurden. Die auf die Romania Planima vorgegangene Hauptmacht unter dem Kommando des gewesenen Kriegsministers Generals Mylos Bojamovio wurde von unseren Kräften in einem zweitägigen Kampfe vollständig geschlagen und entging nur durch eilige Flucht der von uns geplanten Gefangennahme. Ein Bataillon des 11. Regiments des zweiten Aufgebots wurde gesangen genommen und mehrere Schnellseuerkanonen wurden erobert. Pottorek, Feldzeugmeister. Der Krieg auf dem Wassee. Der gestrige Tag hatte den Anflug eines schwarzen Tages für uns. Die Engländer haben uns aus der Luft und im Wasser Schaden zugefügt. Einer amtlichen Meldung aus Berlin zufolge, ist das Torpedoboot„S. 116“ während des Vorpostendienstes in der Nordsee durch ein Torpedoschuß von einem englischen Unterseeboot verloren gegangen. Fast die ganze Besatzung konnte gerettet werden. Weiteren Schaden hat das feindliche Unterseeboot nicht angerichtet. Der Verlust ist, wie uns zum Trost mitgeteilt wird, ganz unbedeutend, denn es haudelt sich um ein älteres Boot, das bereits 1912 in Tienst gestellt war, also gesetzlich bereits ausrangiert werden mußte. Das Boot hatte 420 Tonnen Wasserverdrängung, die Besatzung betrug ungefähr 60 Mann, von denen der weitaus größere Teil von in der Nähe befindlichen deutschen Streitträften gerettet werden konnte. WTB. London, 8. Okt. Der britische Fischdampfer„Lily“ ist gestern in der Nordsee auf eine Mine geraten und gesunken. Von der Mannschaft sind 7 Mann umgekommen. WTB. Stettin, 8. Okt., 4 Uhr nachn. Die„Stettiner R. Nachr." erfahren aus zuverlässiger Quelle: Heute vormittag hat ein deutsches Torpedoboot den norwegischen Dampfer„Modig“, der ungefähr 1800 Tonnen Kohlen an Bord hat, und sich auf der Reise von England nach Rußland befand, in der Ostsee aufgebracht und ihn nach Swinemünde geschleppt. WTB. Haag, 8. Okt. Der holländische Dampfer„Maartensdyk“ der Holland=Amerika=Linie gehörend und von Newyork nach Rotterdam unterwegs, wurde von den Engländern ausgebracht und am Montag nach Queenstown geschleppt. WTB. Berlin, 8. Olt. Der Kriegsbericht des Börsenkurier berichtet: Nach einer Meldung des Reuterschen Büro ist der beigische Dampfer Luxemburg auf den Sandbänken von Massen, in der Nähe der Küste von Westkapellen auf der Insel Seeland Schiffbruch erlitten. Die Mannschaft sei gerettet worden. Das Schiff sei jedoch ganz verloren. Der Dampfer Luxemburg war am 16. 7. von Buenos-Atres ausgefahren. Der Krieg in der Luft. Die englischen Flieger sind nicht untätig, sondern unternehmen, wie schon vor ein paar Tagen festgestellt werden konnte, kühne Flüge in Zeindesland; sie haben es zunächst auf die Luftschiffhallen in Köln und Düsseldorf abgesehen. Neulich haben die Flieger wieder heimwärts ziehen müssen, ohne irgend etwas Bemerkenswertes ausgerichtet zu haben. Bei dem gestrigen Fluge hatten sie mehr Erfolg Zunächst erhielten wir folgende Meldung: WTB Köln, 8 Oktober. Heute nachmittag kurz vor 4 Uhr erschien ein feindliches Flugzeug über der Luftschiffhalle in Bickendorf, wurde aber durch Maschinengewehrfeuer vertrieben. Es flog dann über die Gasanstalt in der Jägerstraße und warf dort eine Bombe ab, die zwar ein großes Loch in den Erdboden riß, sonst aber keinen Schaden anrichtete. Dann verschwand es in westlicher Richtung. Leider blieb es nicht bei dieser Nachricht. Ihr folgte eine solche aus Düsseldors, die uns wissen ließ, daß den Engländern ihre Absicht, uns Schaden zuzufügen, dort besser als in Köln gelungen war. Zunächst wurde drahtlich gemeldet, daß ein seindlicher Flieger die neue Zeppelinhalle durch eine Bombe in die Luft gesprengt und daß sich in ihr„Z. 9“ defunden habe. Daß es nicht ganz so schlimm war, stellte sich zum Glück später ein. Der Rhein.=Westf. Ztg. berichtet ein Augenzeuge über den uns unangenehmen Zwischenfall in diesem ereignisvollen Kriege: Es war 4,15 Uhr, als ich plötzlich durch folgende Kanonenschläge aufmerksam wurd.“ blitum glaubte anfangs, es handele sich— 2a gesnachricht, etwa um den Fall Anpu= als ich ans Fenster eilte, sah ich, daß 5.— gend des Militärübungsplatzes Granaten#.. gesandt wurden, welche etwa in 1000## platzten, und Rauch hinterließen, wie eine v.### langsam heruntersank. Dann entdeckte ich##n## einen sehr großen Zweidecker in überang Fahrt. Zugleich schlug von unten eine gus, in die Höhe. Der Zweidecker mach..“.““ wolke in die Hohe. Der Zweidecker machte er kam anscheinend von Südwesten, drebte# litärflugplatz um und flog dann in nordwessign tung auf Holland davon. Jedermann warum es sich handelte. Ganz Düsseldorf n. die Straße. Tausende eilten nach der Flugk. tauchten sofort gewaltige Gerüchte auf a. Militär=Luftschiffhalle stehe in Flammen pelin, der sich darin befand, sei geplatzt,##### gemeldet, daß 20 Personen umgekommen sein aber nachdem traten wieder ruhigere.“ Die Meldung aus dem Großen Hanntier machte den wilden Gerüchten alsbald d.. aus Das(Arahe Qautuauartier teifta aus. Das Große Hauptquartier teilte in seinen lichen Bericht mit: Die Luftschiffhalle in Düssel wurde von einer durch einenfe lichen Flieger geworfenen Bo# getroffen. Das Dach der wurde durchschlagen und die eines in der Halle liegenden schiffes zerstört. Die Tat des englischen Fliegers ist um so samer, als sie eine lange Hin= und Rückschr durch feindliches, von Truppen stark besetztei bedingte. Wir wollen hoffen, daß weitere rungsversuche der englischen Flieger durch erhöhte merksamkeit unsererseits künftig vereitelt werden Paris, 9. Okt. Eine Taube warf gesen mittag zwei Bomben; eine auf Plaine St. sie nur unbedeutenden Schaden anrichtete, die auf Hubertilliers, wo drei Personen verwundet den. Stockholm, 9. Okt. Aus Petersburg meldet, daß ein deutsches Luftschiff über Uelab der Richtung nach Cornea gesichtet toorden it. deutsche Kriegsanleihe. W1B. Berlin, 8. Okt. Das Ergebnis der auf die Kriegsanleihen läßt sich nunmehr im ein übersehen. Die Gesamtzeichnungen von 4 4607014 bestehen aus 1 117 235 Einzelzahlungen. Hiervonen auf einzelne Beträge von 100 bis 2000 M. 926659 nungen p#t einer Sumee von 733 766 400 M. Einzelbetrage von 2100 bis 20 000 M. 233342 Zeichu mit einer Summe von 1 336 378 700 M. Der Rei# ans Zeichnungen von über 20000 M. Das wird aus diesen Ziffern mit Freuden ersehen, Zeichnungen sich auf alle Schichten der Bevöllerung mäßig verteilen und wie Reiche und Arme, seie seinen Kräften dazu beigetragen haben, den s#e Maßen glänzenden io der Kriegsanleiten zubringen. Die Hurser Einzahlungen auf die anleihen haben nag, In bis heute vormittag vorl Nachweisungen den Betrag von 2420 Milionen Das ist 54,26 Prozent der gezeschneten Emmme Millionen M. oder 14,26 Prozent mehr, als um d 0 fällig waren. Die tatsächlich eingezahlten beiih noch höher, weil von einem Teile der entfernt gelt, Reichsbankanstalten die Aufgaben noch nicht in eingetroffen sind. Es dürfte dies die größte# sein, die jemals von einem Volke in so kum leistet worden ist. WIB. Bersin,&a. Okk.(Amtlich.) Nach Mitteilung## wird anscheinend von englischer### zösischer Seire in Italien das Gerücht genähn deutsche Firmen durch die Reichsregierung würden, ausländische Gläubiger mit Kriegbezahlen. Diese Ausstreuungen entbehren gründung. Die Kriegsanleihe ist im Inland gebracht. Schon aus diesem Grunde entfällt esse für die Regierung, das Ausland daran zu Der Reichsetat für 1919. Berlin, 8. Okt. Dem Reichstag wird tros den Krieg völlig veränderten Grundlage der# Wirtschaft des Reiches ein Etatgesetz für das vorgelegt werden. Es ist dies erforderlich, um schrift in Artikel 69 der Reichsverfassung zu gene der ein Reichshaushaltsetat vor Beginn jahres durch ein Gesetz festgestellt werden mu künftige Etat kann naturgemäß einen Richtigkeit nicht erheben, da gegenwärtig die Krieges nicht abzusehen ist, und infolgedesten Wiedereintritt normaler Verhältnisse in Ausgaben keinerlei Vermutung möglich s. sich daher darauf beschränken, bei den wesentlichen dieselben Etatsposten wieder# der letzte Etat enthielt, unter Verzicht auf ei derungen. Bei den Einnahmen, auf deren Ge## Kriegsdauer von entscheidendem Einfluß mangels jeglichen Voranschlags nur die Sätze b# Stats einstellen. Der Etat bietet mithin in nur die gesetzliche Grundlage für spätere deren Aufgabe sein wird, der aus der# Diuge auf den Kriegsschauplätzen sich erg Rechnung zu tragen. Ueber den bringung des Etats im Reichstag sind en schließungen noch nicht gefaßt. Es nach Neujahr zur Vorlage gelangt. Vermißter Regierungerrt Berlin, 8. Okt. Der als Reserent für das monopolgesetz in parlamentartschen Kreisen als volkswirtschaftlicher Schriftsteller viastt, getretene Regierungsrat im Reichsschate Lestner, der als Reserveoffizier an den Kän„ westlichen Kriegsschauplatz teilgenomme,### dem 7. September vermißt. Ihm der Reserve im Magdeburgischen Bühlsasig v#n## während des Gefechts bei Ligy, nordöstlen#### die Ueberbringung einer Meldung diesem, auf einem Beutepferd füdlich—. tragenen Ritt wird Dr. Kestner verriiht, Nachrichten über sein Schlätel wehel! foigles gebtlieben. Untersuchung der feindlichen Gt WIB. Berlin,&a. Okt.(Amtlich.) des mit der Erörterung belgischer Deutsche betrauten Reichskommissar-,.#### a. D. Just, ist dahin erwettert worden, übrigen seindlichen Ländern die##### personen verübten Gewalttätigkeiten bnag e führt setzt die Bezeichnung„Reich“komiäge ger rung von Gewakttätigketten gegen Fsgpi in Feindesland“. Die Reichsamt des Innern. Berlin W 8. N 18*„ ue neuesten Vorg #acht die„Kölnisch, # aae vorzudringen D6 tei Stoßweier 9# uden Alpenjäger bis esteten don rsign die F##serte beschossen, E'seite der Besehl Er ungushaltsam stll aeler Nachrichten, Schwarzen See F un woder Al E deunter schvere Ee I., picksames Feuer echsgete, Leutsche burch die Schlucht Eruann der allgemeine ##2d um 2.30 Uhr wo as tesechte. Die Vütaggene und erbeut Lrichen Gebirgsartilleri Gen ig auf mindestens Die Erhebung — L#ukantinop ###ind die Englände L#n revolutionäre Prokl. #ich dorthin gebracht eer vorgenommen wol des Blattes„El S. #lziz Pascha, jedoch o uu. 9. Okt. Ein deutsche bung seines Amtes mit nschaft geraten war en hatie, wurde gezu Ein und Italien zu nehn Stimmung in den vers men. In San Sebasti dortigen neuernann empsangen, wobei de aftlichen Gefühlen Ean Sebastian sind in wie deutsche Mädchen Dienst gestanden hatte Es befinden sich ntinnen, wie die„8 in Barcelona und nat bereiteten unserer U einen herzlichen rihren freundschaftliche Feinden bedrängte Der nediktiner im besonde des Klagegeschreis hin des aus einem zwin Geschütz an der Ka Schadens erhoben wi Anlaß, wegen Reims der WallfahrtskirchPesetas Werte ver Deutsche aus Neu B. Kopenhagen, #tional Tidende" „Delphie“ der Whi mimen ist, 5000 De sind und zu berden auf einer Ir #nd die Haifische, wimmeln. Auch Wien, 9. Ott * daß die vo auf Drängen tschland den# schon in den wird. Englist . Cadist, 8 verung aus A Rohzucker mgekauft hab # de Merad Von un ##. Budapet (gtn? # den ücter dei . 90 Ta ##rili n Barte sem Verdumn Iiner tardger ragrche uundtausch parte die in plötzlich durch—. mertsam purde 2. handele sich um Fall Antdenz.“ des Pranater am.#. wa in 1000 S.5 eben, wie eine Nchn entdeckte ich dbant 2. cker in überae u unten eine große### decker mochte eimn 2 jüdwesten, drehte an ann in nordwestliche Jedermann wußte Ganz Düsseldorf u. n nach der Fluckaol. Gerüchte auf. Die in Flammen, und 1. sei geplatzt. Scha umgekommen sein er ruhigere Großen Haubt erüchten alsbald d. etier teilte in seinen ille in Düffeld einen sei worfenen der gen und die e liegenden Fliegers ist um so## Hin= und Rückfahrt uppen stark besetzte: offen, daß weitere Flieger durch erhöht nftig vereitelt werda. Taube warf gestern auf Plaine St. zaden anrichtete, die Personen verwundet Aus Petersburg Luftschiff über Uelat gesichtet toorden in. Kriegsanleihe. Ddas Ergebnis der 3 t sich nunmehr im ei mungen von 4 460 7014 lzahlungen. Hiervone 00 bis 2000 M. 926659 von 733 766 400 M. 20 000 M. 233342 Je 378 700 M. Der Rest 20 000 M. Das deusche nit Freuden ersehen, hichten der Bevölkerung Reiche und Arme, etragen haben, den ibe dar Kriegsanleihen nzahlungen auf die heute vormittag vorlieg# von 2420 Millionene gez#schneten Summe 1 ozent mehr, als um“ lich eingezahlten Betrh# Teile der entfernt geleg tfgaben noch nicht in! efte dies die größte im Volke in so kurzt (Amtlich.) Nach tend von englischer odn# das Gerücht die Reichsregierung übiger mit Kriegs tungen entbehren leihe ist im Inland n Grunde entfällt seden Ausland daran zu! etat für 1913. Reichstag wird trot ten Grundlage der in## Etatgesetz für das A4 dies erforderlich, um ichsverfassung zu Eüteg at vor Beginn festgestellt werden u) irgemäß einen Ausbnl da gegenwärtig die 94 R, und infolgedesten, Verhältnisse in Etuma## utung möglich ist. änken, bei den tsposten wieder enn. ter Verzicht auf alle! (hmen ant deren 96 dendem Einfluß i hlags nur die Sätze## it bietet mithin in age für spätere , d e r a u s d e r# auplätzen sich eer der Sothre Reichstag sind lle I. stanzösische Niederlage. e. e elice Sechaer e. ie. e. wird berichtet, daß die Franzosen Eren* dem Münstertal in der Richtung Er####udringen versuchten. Die Deutschen ##r sch Stozweier gut verschanzt, ließen die andenjäger bis auf etwa 30 Meter her######erneten dann ein vernichtendes Feuer zur wenige entgingen. Tonnerstag und ###e zie französischen Stellungen von deut###ig beschossen, am Samslag wurde auf briut; der Besehl zum allgemeinen Angriff snaushaltsam stürmten,“ sagt der Bericht Pacser Nachrichten,„die deutschen LandwehrBerge hinan. Zwischen dem Weißen Echarge: See kam es zum entscheidenden g#ut groyer Mühe hatte man deutsche Arschwere Geschütze, hinaufgeschafft, die #.#üichames Feuer auf die befestigten Stel# hiinete. Deutsche Infanteele drängte inzunch die Schlucht vor. Um 1 Uhr nachmit##### allgemeine Rückzug auf französischer ###ug T 2.30 Uhr war die Schlucht von den in Lesetzt. Die Deutschen machten einige hunEangene und erbeuteten einige Geschütze der Eiong Gebirgsartillerie. Man schäßt die VerEr Teutschen auf etwa 250 Mann, die der auf mindestens 500. Erhebung des Islam. Loufantinopel, 9. Okt. Nach dem Ls#und die Engländer sieberhaft bemüht, in L., revolutionäre Proklamationen aufzufinden, die lih dorthin gebracht wurden. Es sind Haus. ## vorgenommen worden, inshesondere in der des Blattes„El Schuab“ und dem Palast des #ziz Pascha, jedom oune Erfolg. Die Stimmung in 9. Okt. Ein deutscher Feldgeistlicher, der in der ung seines Amtes mit Verwundeten in französische enschaft geraten war und sich 15 Tage in dieser ##n hatie, wurde gezwungen, den Rückweg über in und Italien zu nehmen. Auf dieser Reise lernte Stimmung in den verschiedenen spanischen Gegeninen. In San Sebastian wurde der Feldgeistliche u dortigen neuernannten Bischof auf das freunde#psangen, wobei der Bischof auch aus seinen schaftlichen Gefühlen für das Deutsche Reich kein nachte. Ean Sebastian sind in den letzten Wochen manche se deutsche Mädchen eingetroffen, die in FrankDenst gestanden hatten und nun roh ausgewiesen Es befinden sich darunter auch nicht wenige mtinnen, wie die„Köln. Vztg.“ mitteilt. Die er in Barcelona und die Benediktiner auf dem nat bereiteten unserem deutschen Feldgeistlichen einen herzlichen Empfang, wobei sie nicht ihren freundschaftlichen Gefühlen für das von so Feinden bedrängte Deutsche Reich Ausdruck gaben. #nediktiner im besonderen wiesen auf die Unehrdes Klagegeschreis hin, das von französtscher Seite des aus einem zwingenden Grunde von einem iin Geschütz an der Kathedrale von Reims verurSchadens erhoben wird. Die Franzosen hätten Anlaß, wegen Reims' zu klagen; sie hätten seinerder Wallfahrtskirche auf dem Montserrat für Pesetas Werte vernichtet oder— gestohlen. Deutsche aus Neuseelan kriegsgefangen Kovenbagen. 8. Okt. Nach einer Meldung ional Tidende" aus Lonvon berichtet der Delphie“ der White Star Line, der aus Auck—immen ist, 5000 Deutsche, die in Neufeeland anin sind und zu Kriegsgefangenen gemacht berden auf einer Insel gefangen gehalten. Ihre ###nd die Haisische, von denen die umliegenden # wimmeln. Auch Portugal? Wien, 9. Olt. Man hält es nicht für aus. daß die von England abhängige Regierung auf Drängen der englischen Regierung gleichtschland den Krieg erklüren werde und glaubt, scon in den nächsten Tagen hierüber Gewißwird. Zuckermangel. 8. Okt.„Western Mail“ erklärt, daß Anlaß des Mangels an Zucker 900 000 anchuger eum Freise von 20 Bld. Sterling pro e. Dieser Zucker kommt von Japa, F#b de Merada und anderen Stellen. Len unserem Bundesgenossen. ert 9. Ok., 1.15 Uhr nachts. Aus Anlaß megkausbruch abgehaltenen ersten Sitzung der m d#### der Bürgermeister von Budapest, ##n Kaiser und den Generalissimus Herzog P eenngstelegramu, sowie an den deutschen als Vertreter des deutschen #d It ei telegramm gesandt, in dem mitdat die Stadtvertretung mit begeisterter shmnggnnd. den von den Sitzen jenen Teil Bürgermeisters gefeiert habe, 53### Bündnisses mit dem Deutschen Reiche ######ent und den Charakter der deutschen präsentierenden Kaisers Wilhelm in Vorten gedachte. in Verdummungsversuch. ac uun: Schweiz) erscheint seit dem 26. Sep#e Wochenschrift„Die Menschheit“ n um“ 4) die Kulturgemeinschaft der Völu#d# Die Zeitschrift segelt unter kulturGerde#.e d##freundlicher Slagge, dient aber Sie erscheint in mehreren Spra9.## wiren in der deutschen Ausgabe nur unge., in der französischen nur ###8„nbeten“ gebrandmarkt werden, um # wissen zu schärfen. So heißt es in ## sahe. In der französischen aber rk., Da steht nämlich:„Wir werin en Ausgabe nur die GrausamF#(l) B# T Leiheln; in der französischen die Verbündeten besprechen, wenn #iche,„##ge“. Das sagt genug. In ausgabe wird denn auch nichts n unserer Gegner berichtet. Mit ##tier 72722 eine Stelle des Treiverbandes # Orist, die übrigens bezeichnenderHcrrg=.; wird, den Deutschen und den ssteunden ein Kuckucksei ins Nest Abrigens folgende Zuschrift aus Lrtsgruppe der„Gesellschaft für den stausch portschrittlicher ErfahrunSeee prherteische □ eit den Interessen des Dreibundes dient, ist in Dortmano und gedenfalls auch anderwärts besonders den Mitgliedern der„Gesellschaft für den internationalen Austausch fortschrittlicher Erfahrungen" zugestellt worden. Diese lassen sich selbstverständlich nicht beirren. Für sie versteht es sich ebenso sehr von selbst, daß während des Krieges nur unser vaterländisches Wohl in Betracht kommt, als auch, daß nach dem Kriege die jetzt ruhende kulturelle Arbeit der Gesellschaft wieder ausgenommen werden wird. Ueberflüssig, zu bemerken, daß sie mit der„Menschheit", der Lansanner nämlich, nichts zu schaffen haben.“ Militärvorbereitungsanstalt in Münster. Vom stellvertr. Generalkommando geht uns folgendes zu: Ein kriegsministereller Erlaß vom 12. 8. 14 empfiehlt, wie schon mitgeteilt, die Gründung von provisorischen Militärvorbildungsanstalten, nach Art der Unteroffiziervorschulen, in jedem Korpsbezierk. Ter Zweck dieser Anstallen soll sein, den Ersatztruppen militärisch gut vorgebildete Mannschaften sofort nach dem Eintritt in ihr wehrpflichtiges Alter zuzuführen. In diese Anstalten sollen freiwillig sich meldende junge Leute ausgenommen werden, die mindestens das 16. Lebensjahr vollendet haben, und von denen nach ihrer Körperbeschaffenheit mit Sicherheit zu erwarten ist, daß sie mit dem vollendeten 17. Lebensjahre felddienstfähig sein werden. Sie sollen in den Anstalten bis zum Uebertritt zur Truppe eine überwiegend militärische Ausbildung erhalten. Schulunterricht soll nur insoweit erteilt werden, als es im militärischen Interesse erforderlich ist. Eine Verpflichtung, später über die gesetzliche Dienstpflicht hinaus aktiv zu dienen, wird nicht gefordert; dagegen können auf Wunsch noch ausgesprochener Temobilmachung die noch nicht ausgebildeten sungen Leute unter gewissen Bedingungen in eine der bestehenden Unteroffiziervorschulen, die bereits bei einem Truppenteil Befindlichen in eine der dann wieder eröffneten Unteroffizierschulen ausgenommen werden. Nunmehr ist für den Bereich des 7. Armeekorps eine solche Militärvorbildungsanstalt ins Leben gerufen worden. Sie hat ihren Sitz in Münster und zwar im Gebäude der kgl. Baugewerbeschule, Weselerstraße 9. Zum Kommandeur der Anstalt wurde der Oberst a. D Temnig ernannt. Die Zahl der Schüler, die sich aus allen Teilen des Korpsbezirkes und aus allen Ständen rekrutieren, beläuft sich auf rund 440. Die Eröffnung der Anstalt erfolgt am 15. Oktober 1914 Das österreichisch=ungarische Rote Kreuz. In dem schweren Kriege, der nun schon zahrreiche blühende Menschenleben dahingeraft, hat, ist es die edelste Aufgabe des Nichtkämpfers nach Möglichkeit beizutragen, die Not zu lindern. Dem„Roten Kreuz“ der Institutton die sich die Turchführung dieser Aufgabe zum Ziele gesetzt hat, sind bisher zahlreiche Spenden aus allen Schichten der Bevölkerung zugeflossen. Wetteifernd in dem Bestreben ihren Opfermut und Patriotismus zu betätigen, haben auch alle Völker der weiten Tonaumonarchte dem Roten Kreuze ihre Gaben dargebracht. Um den Förderern der Zwecke des Roten Kreuzes auch ein äußerliches Zeichen der kaiserl. Anerkennung zu gewähren, und um die Bevölkerung zu fernern Mitwirken an dem großen Worke der Nächstenliebe zu ermuntern, hat der Kaiser und König Franz Josef 1. ein Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz geschaffen, dessen Inhaber er selbst ist. Alle Personen, die sich Verdienste um das freiwillige Hilfswerk des Roten Kreuzes der österreich.=ungar. Monarchie erworben haben, können diedieses Zeichen der kaiserlichen Anerkennung teilhaftig werden. Es kann diese Auszeichnung selbstredend auch Angehörigen des verbündeten Deutschen Reiches oder neutraler Staaten verliehen werden. Das Ehrenzeichen besteht aus 5 Klassen: dem Verdienststern der Ehrenzeichen 1. und 2. Klasse sowie der silbernen und bronzenen Ehrenmedaille. Die Verleihung der 1. und 2. Klasse die für Personen in Betracht kommt, die sich besondere perfönliche Verdienste um das Rote Kreuz erworben haben oder das Hilfswerk durch Gewährung munifizenter Zuwendungen gefördert haben bleibt der Allerhöchsten Entschließung vorbehalten. Um jedoch dieses Zeichen möglichst weiten Kreiser zugänglich zu machen und dasselbe zu einem Gemeingut der Nächstenliebe zu gestalten hat Sr. Majestät bestimmt, daß um die drei übrigen Klassen eine Bewerbung stattfinden kann. Die Grundlagen dieser Bewerbung bilden Spenden von 1000. 300 bezw. 100 Kronen. Das k. u. k. österr. ungar. Konsulal in Dortmund ist gerne berett, Interessenten nahere Auskünfte zu erteilen. Lokales und Provinzielles. Dortmund. den 9. Oktober. —: Das Eiserne Kreuz. Den gleich zu Beginn des Krieges bei Buchsweiler gefallenen Oberteutnant d. R. im Leibgrenadier=Reg. Brandmeister Müller ist für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen, welches am 7. ds. Mts. der Familie auf Ersuchen des Regiments übermittel ist. —: Ueberlassung von Theaterfreikarten an leichtverwundete Soldaten. Schon vor Beginn des Theaterbetriebes hatte sich die Theaterverwaltung entschlossen, unseren verwundeten Kriegern in möglichst weitem Umfange freien Eintritt in unser Theater zu gewähren. Der Ausführung dieser Absicht standen indessen bisher gewisse Bedenken der Lazarettverwaltung entgegen. Da diese Bedenken inzwischen geschwunden find, so kann unseren verwundeten Kriegern, und zwar zum ersten Male am Sonnabend, den 10. ds. Mts. der Genuß einer TheaterAufführung gewährt werden. — Glockengeläut. Vergangene Nacht kurz nach 12 Uhr läuteten die Glocken. Verschiedene Einwohner erhoben sich von ihrem Lager und eilten in die Stadt, um den letzten Sieg zu erfahren. Da hörten sie, daß in den katholischen Kirchen zur Ewigen Anbetung geläutet worden sei, und gingen wieder heim. —. Waren=Ausfuhr. Insolge des Krieges ist die Ausfuhr einer großen Menge von Waren verboten worden. In besonderen Fällen kann jedoch das Reichsamt des Innern Ausnahmen zulassen und die Ausfuhr verbotener Waren genehmigen. Terartigen Anträgen dient ein besonderes Formular, das durch die Geschäftsstelle des Kriegsausschusses, Berlin W. 9, Linkstraße 25 III bezogen werden kann. Für Waren, deren Ausfuhr nicht verboten ist, bedarf es auch einer besonderen Genehmigung bei der Ausfuhr nicht. Warensendungen dieser Art müssen jedoch bei dem Ausgangszollamt daraufhin nachgesehen werden, daß keine Waren, die unter das Ausfuhrverbot fallen, beigepackt sind. Da durch das Oeffnen der Gendungen der Ausfuhrhandel besonders bei solchen Waren, die eine besonders sorgfältige Verpackung ersordern, behindert wird, ist ein erleichtertes Verfahren zugelassen worden. Auf Antrag können die Hauptzollämter den Firmen, die Waren ausführen, die nicht unter das Ausfuhrverbot fallen, einen Erlaubnisschein zur erleichterten Ausgangsabfertigung ausstellen. Auf Grund dieser Erlaubnisscheine und unter Innehaltung besonderer Verpflichtungen, denen die Firmen sich unterwerfen müssen, nehmen die Ausgangszollämter von einer Beschau der Sendungen Abstand. Nähere Auskunft über die zu beobachtenden Vorschriften erteilen die Handelskammern und die Zollämter. —: Kronenburg. In der fortschreitenden Darstellung in der Entwickelung der Symphonie bringt das Philharm. Orchester unter Georg Hüttners Leitung in seinem dritten Symphonie=Konzert am Freitag, den 9. dieses Monats die Symphonien zweier Zeitgenossen: Sympohnie Nr. 1 in C von Dittersdorf und Symphonie Nr. 4 in C=dur(Jupiter=Symphonie) von Mozart. Im zweiten Teil übernimmt Herr Karl Roser die Solo=Partie in Rob. Volkmanns Serenade, mit obligaten Violoncell, auch kommt die 1. Ungarische Rhapsodie von F. Liszt zur Aufführung. Wir möchten ganz besonders daraus hinweisen, daß die am 1. Okt. verfallenen Abonnementskarten noch für den ganzen Monat Oktober in Zahlung genommen werden. —)( Im Litteraturverein steht für nächsten Montag auf der Tagesordnung: Geschäftliches und litterarische Diskussion. Der Vortrag des Herrn Mehlich findet erst am 19. Oktober statt. —)( Im Verein für weibliche kaufmännische Angestellte sprach gestern Herr Dr. Lütgenau über:„Die Charaktere der feindlichen Nationen". Der geschichtlich gehaltene Vortrag fand lebhaften Beifall. In der nächsten Sitzung wird Frl. Brauckhoff über ihre jüngsten Erfahrungen in England sprechen. —: Das Eiserne Kreuz. Der Feuerwehrmann Sika von der hiesigen städt. Berufsfeuerwehr erhielt wegen bewiesener Kriegstapferkeit bei den Kämpfen um Verdun das Eiserne Kreuz 2. Klasse. —. Feuer. Gestern nachmittag um 2 Uhr entstand in der Wohnung des Arbeiters Otto Adrian, Ostenhellweg 52, ein Stubenbrand. Durch das tatkräftige Eingreifen der Feuerwehr konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden. Es liegt vorsätzliche Brandstiftung vor. —. Liebesgaben für unsere Krieger im Westen(7. Armeekorps) gingen heute früh in 20 hochbepackten Autos von hier ab. Aus der Stadt Tortmund waren 16 Krastwagen gestellt worden, zu denen 4 von Hamm gestoßen waren. Wird daß eine Freude sein, wenn am Sonntag die Liebesgaben in der Schlachtlinie eintreffen und verteilt werden. Der Zug mit Liebesgaben stand unter Leitung des Herrn Bankdirektors Pape von der Rhein.=Westf. Diskontogesellschaft. * Stuttgart. 8. Okt. Der König begab sich heute früh mit Gefolge zu einem kurzem Besuch seiner Truppen auf dem Kriegsschauplatz. Die Rückkehr erfolgt heute abend. * Breslau, 8. Ott. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß die Gründung einer Kriegsdarlehnskasse zu Breslau. = Karlsrube. 8. Okt. Der badische liberale Abgeordnete Forstrat Wagner stürzte bei Metz vom Pferde und starb an den Folgen des Sturzes. Berlin. 8. Okt. Der Kaiser hat dem Staatssekretär zu seinem 50. Dienstjubiläum in huldvollen Worten telegraphisch seine Glückwünsche ausgesprochen. = Berlin, 8. Okt. Wie die Abendblätter melden, ist der Literathistoriker der Berliner Universität Professor Dr. Richard Meyer heute morgen plötzlich gestorben. handel und Verkehr. Berlin, 8. Okt. Der Bundesrat hat, wie bereits gemeldet, eine Verordnung erlassen, die für die Versteigerung körperlicher Sachen, soweit sie im Wege der Zwangsvollstreckung nach der Zivilprozeßordnung stattfindet, allgemein ein Mindestgebot eingeführt. Der Zuschlag darf nur auf ein Gebot erfolgen, das wenigstens die Hälfte des gewöhnlichen Verkaufswertes des Pfandes erreicht. Bei gepfändeten Wertpapieren darf der Verkaufswert, wenn das Papier in den letzten Wochen vor dem 31. 7. 1914 einen Börsen= oder Marktpreis hatte, nicht unter den letzten in dieser Woche amtlich notierten Börsen= oder Marktpreis festgestellt werden. Bei Wertpapieren, die die Darlehnskassen beleihen, darf das Mindestgebot nicht hinter dem Betrage zurückbleiben, zu dem die betreffenden Papiere von den Darlehnskassen beliehen werden. Wien 8. Okt. Die Amtsbätter werden morgen in Wien und Badupest Verordnungen, betreffend die jeweilige Außerkraftsetzung der Zölle für Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl und Mahlprodukte veröffentlichen. Die Verordnungen treten sofort in Kraft. Letzte Telegramme. Der heilige Krieg gegen Frankreich WTB. Konstautinopel, 9. Okt.„Taswir=i=Eftiar“. neldet, daß die neue Aufstandsbewegung in Marokto an Ausdehnungg gewinne. Die angesehensten Häuptkinge zögen von Stamm zu Stamm und verkündeten, daß der heilige Krieg gegen Arankreich proklauiert sei. Die Geschütze unserer Feinde. FTB. London, 8. Okt.„Daily Chrouiele" mekdet aus Petersburg, daß an den Kämpsen am Niemen auf russischer Seite Mörser eines neuen Modelts von den Putilowwerken teilgenommen hätten, die ein sehr großes Kaliber befühen und gleichzeitig sehr beweglich seien. Artilleriesachverständige haben erklärt, daß das neue Geschütz allem, was von deutscher Seite bisher an Geschützen an der Ostgreuze gezeigt worden ist. vollkommen gleichwertig fet. Anderseits sollen die Engländer ein Angebot von amerikanischen Mörsern erhalten. Wie„Daily Telegraph“ aus Neuvork meldet, werden in dieser Woche drei hervorragende amerikanische Ingenieure in London eintreffen, um dem Kriegsministerium das Modell des neuen Mörsers anzubieten, der an Leistungsfähigkett den deutschen großen Haubitzen gleichkommen soll. Die Japaner verüben furchtbare Greuel. Newyork 8. Okt. Die Newyorker Presse veröffentlicht Zuschriften amerikanischer Missionare aus Shantung, denen zufolge sie durch die durch die cinesische Provinz rückenden japanischen Truppen in unerhörter Weise belästigt werden, was um so schlimmer ist, als die Missionen gar nicht am Kriege teilnehmen. Die Japaner machen sich der fürchterlichsten Orausamkeiten gegen Chinesen besonders gegen chinestsche Frauen schuloig. Die Bürger werden zu Fronarbeiten für die japanische Armee herangezogen. Alle Lebensmittel werden ohne Bezahlung requiriert; die geringsten Auflehnungen gegen die Anordnungen der Japaner werden schwer bestraft, die Häuser verbrannt, besonders viel wer den chinesische Frauen geschändet. In Laichow haben an einem Tage 80 chinefische Frauen, die von Japanern vergewaltigt wurden, Selbstmord verübt. Die Bearbeitung Portugals. Der französische Panzerkreuzer„Dupeti! Thouars“, welcher an der Jahresfeier der Proklamation der Republik teilnehmen soll, ist in Lissavon eingetroffen. Die Besatzung wurde von der Bevölkerung begeistert begrüßt. Allerneueste. Englische Zerstörungswut. WTB. Essen(Ruhr), 9. Okt. Die„RheinischWestfälische Zeitung" verbreitet durch Extrablatt folgende Meldung: Rotterdam. 9. Okt. 82 deutsche Handelsdampser, darunter der Lloyddampfer„Gneisenau" und viele ondere große Seedampfer sowie über 20 Rheinschiffe sind heute im Hafen von Antwerpen auf Betreiben der Engländer hin in die Luft gesprengt worden, da die Niederlande dem Verlangen, die Dampfer zum Abtransport von Flüchtlingen(der Garnison?) nach England durchzulassen, nicht stattgaben. König Allbert wollte gestern vor Beschießung der Stadt diest übergeben, er wurde aber von englischer Seite daran gehindert. Nach dem Fall Antwerpens kommt die Entscheidung in Krankreich. WTB. Christiania, 9. Okt. Der militärische Mitarbeiter des Aftenposten meint, daß durch den Fall Antwerpens 200000 Deutsche und große Massen schwerster Artillerie frei würden, was in Frankreich die Entscheidung bringen muß. Die indischen Ver stärkungen der Verbündeten seien bei ihrer nicht all zugroßen Zahl nicht besonders schwerwiegend. Die Zusammensetzung von Joffres Armee aus allen mög. lichen Nationalitäten sei ein Schwächemoment gegenüber der einheitlich zusammengesetzten deutschen. Die Wagschale des Sieges neige sich nach der deut schen Seite. Weitere Ausdehnung der Schlacht in Frankreich. WTB. Bordeaux. 9. Okr. Der große Kampf im Nordwesten hat sich noch ausgedehnt. Gestern fanden heftige kleine Kämpfe zwischen deutschen und französtschen Vorposten statt. Das Heranrücken neuer deutscher Truppenverstärkungen läßt auf eine große Verstärkung der deutschen Truppen in Nordfrankreich schließen.— Die meisten in London ankommenden Flüchtlinge aus Antwerpen sind vollständig mittellos und in traurigster Versassung. Der keim für die Niederlage der Russen. WTB. Christiania, 9. Sept. Nach dem mili tärischen Mitarbeiter des Dagblad trage der Umstand daß den Deutschen und Oesterreichern mehr Bahner als den Russen im Rücken zur Verfügung stehen den Keim für die Niederlage der Russen in sich Die Afrikaner als Kanonenfutter. WTB. London, 9. Okt. Nach dem Kriegskor respondenten der„Times“ wird die Art des Kampfes in Nordfrankreich besonders stark von den abrikanischen Truppen der Franzosen empfunden. Nach der Aussage eines Offtziers sei von einem marokkanischen Tirailleurregiment im ersten Gefecht die Hälfte gefallen. Derselbe Offizier drückte seine große Bewunderung für die militärischen Eigenschaften der Deutschen aus. Vermut lich seien mehr französische als deutsche Offiziere gefallen. Progrome in Bessarabien und Polen. WTB. Kovenhagen, 9. Okt. Nach zuverläsfigen persönlichen Mitteilungen sind in Bessarabien und Russisch=Polen blutige Progrome gegen die Juden ausgebrachen. 18. Auszug aus den deutschen Verlustlisten, enthaltend die Namen der Toten, Verwundeten und Vermißten, die der Stadt Dortmund angehören. Preußische Verlustliste Nr. Grenadier=Regiment Nr. 1, Königsberg in Preußen. Gefechte bei Soldau am 25., Usdau und Wansen an 27., Neidenburg am 29., Malgaosen, Rettkowen und Muschaben am 30. August. Füsilier=Bataillon. 11. Kompagnte: Meyer, Hubert, Füsilier, Tortmund, Dorstfeld, vermißt. Brigade=Ersatz=Bataillon Nr. 26, Minden. Gefecht bei Champenoux am 7. Sept. I. Kompagnie: Hohlweck, Johann, Gefreiter der Reserve, Dortmund, tot.— 2. Kompaanie: Longwitz, Richard, Reservist, Tortmund=Eving, verwundet.— 3. Kompagnie: Polkleser, Willi, Reservist, Dortmund, leicht verwundet. Brigade=Ersatz=Bataillon Nr. 27, Köln. Gefecht bei Nancy am 4 u. 5. Sept. 3. Kompagnie: Schuld, Wilhelm, Wehrmann, Dortmund, tot. JOsilier=Regiment Nr. 39, Düsseldorf. 1. Bataillon. Gefechte bei Micherour am 8., Lüttich vom 12. Augus bis 1. Sewender Villers=Sire=Kleoses am 61. ugust und Elesmes vom 4 bis 6. September. 4. Kompagnie: Redder, Theodor, Illsilier, Dortmund, verwundet.— Sorus, Füsilier, Dortmund, verwundet. Briefkasten. An unsere Landwehr im Felde. Wir freuen uns über jedes Lebenszeichen, das wir von tapferen Kriegern aus seindlichem Lande erhalten. Ist der Kaiser ruhmsüchtig? Die„Luxemburger Gazette“, ein in Dubuque(Jowa) erscheinendes Organ für den Luxemburger in den Vereinigten Staaten, das mit Eiser für die deutsche Sache eintritt, schreibt: Unbegreiflicherweise wird die Ansicht in den Vereinigten Staaten vertreten, Kaiser Wilhelm II. strebe nach kriegerischem Ruhme, ebenso wie Friedrich der Große und Napoleon I. Aber militärische Lorbeeren sicht ein arauhaariger Großvater nicht mehr, der schon zwei Jahre älter ist, als Navoleon I. bei seinem Tode war, und 22 Jahre älter als Friedrich der Große, als er 1745 im Dresdener Frieden für Preußen die Großmachtstellung errang. Der Kaiser hat den europäischen Frieden während seiner 26jährigen Regierung so wohl zu erhalten sich bemüht, daß Mr. Carnegie noch vor einigen Monaten ihm dieserhalb den größten Tribut zollte, indem er ihm im Namen der Friedensfreunde die Bewunderung der Welt über das großartige Friedenswerk des Kaisers während seiner Regierung aussprach. Jetzt zu sagen, der Kaiser habe die Nationen in Krieg gestürzt, nur um einer Laune zu genügen, ist eine Ungerechtigkeit, wie sich aus der Geschichte leicht nachrechnen läßt. Da hat sich mehr als eine Gelegenheit geboten, welche den Kaiser hätte zum Ziehen des Schwertes veranlassen können, wenn er wirklich ruhmsüchtig wäre. Und zwar wären all die Gelegenheiten günstiger und aussichtsvoller für ihn gewesen als die jetzige. Als das russische Kaiserreich sich im schweren Kampfe mit Japan befand, war Kaiser Wilhelm zehn Jahre jünger und sollte wohl mit seinen 45 Jahren eher kriegslustig gewesen sein als zu einer Zeit, da er das durchschnittliche Sterbealter erreichte. Als er im Jahre 1888 den Thron bestieg, hatte sich Frankreich in den siebzehn Jahren nach der Niederlage im Kriege 1870 und 1871 noch nicht erholt. Damals war der Kaiser ein junger Mann, und Ruhmsucht sollte mehr Einfluß auf ihn gehabt haben als zu einer Zeit, da er Enkel auf seinen Knien schaukelt. Er war kaum ein Jahrzehnt auf Deutschlands Thron, als die Dreyfus=Affäre in Frankreich ausbrach und ihre Wellen nach Deutschland binüberwarf. Wenn der Kaiser nur auf Ruhm und Ehrsucht bedacht wäre, konnte er leicht einen casus belli aus der Anschuldigung, daß Deutschland seine Hand darin im Spiele habe, hervorsuchen. Ebenso zur Zeit des Agadir=Zwischenfalles in Afrika bot sich eine Gelegenheit für den Krieg, wenn der Kaiser Wilhelm einen solchen gewollt hätte. Doch er stand fest und bildete den Friedenssels, an dem die Kriegswolken zerstoben. Warum will man jetzt die Ansicht vertreten, daß der Kaiser ruhmsüchtig sei, da er all diese weit günstigeren Kriegsgelegenheiten nicht nur vorübergehen ließ, sondern die Kriegsgefahr durch sein Dazwischentreten beseitigte? Die Amerikaner, die wegen der günstigen Lage ihres Landes den Druck von wetteifernden Nationen nicht fühlen können, haben das natürliche Gefühl, als ob der Kaiser für den Krieg verantwortlich sei, und sie können nicht verstehen, wie ein so kleines Land wie Serbien die Kriegsursache sein soll. Dieses Urteil widerspricht ganz den Vorgängen in den Vereinigten Staaten selbst. Noch vor wenigen Monaten besetzten die Vereinigten Staaten in Mexiko Territorium, und zwar den größten Hafen des Landes, da ein Salut der amerikanischen Flagge verweigert wurde. Zweisellos würden die Amerikaner sehr aufgebracht gewesen sein, wenn Europa den Vereinigten Staaten darüber Vorwürfe machen wollte, daß sie einer solchen geringfügigen Ursache wegen Feindseligkeiten begannen. Nun aber halten sich Amerikaner darüber auf, daß Oesterreich den Versuch machte, Serbien für den Meuchelmord an seinem Kronprinzen zu bestrafen, während unsere eigene Regierung sich weigerte, Huerta anzuerkennen, da er des Mordes an Madero, einem Mexikaner, schuldig befunden wurde— eine Weigerung, die zu einem Einmarsch in mexikanisches Territorium führte. Wenn eine der europäischen Nationen, die im Besitze von Inseln nahe dem Panama=Kanal ist, ihre Inseln an eine andere Nation zu verkaufen suchte, so würden die Vereinigten Staaten entschieden protestieren und eventuell zum Kriege schreiten. Vor 20 Jahren standen die Vereinigten Staaten wegen Venezuelas und der MonroeDoktrin auf der Schwelle eines Krieges mit England. Hätte nicht Europa spötteln können über die MonroeDoktrin, welche keinen Platz im hat? Für den Europäer mag die Unverständliches bedeuten, für den bedeutet sie die Wohlfahrt der Republir„. tung diese in den Krieg ziehen würde. an. nervöser Sorgfakt über die Monroe=Dos.# un à über den Milttorismux um: uns über den Militarismus Deutschlands uue Ungarns auf. wenn diese für ihre eristenz die Waffen ziehen, eine Notwendlater. 2. ürte K 1.7 Monroe=Doktrin kaum bieten dürfte daß die Amerikaner lernen, wie jeder g“ seine Eigenheiten und seine Zwecke hagerecht ist, über ein Land und ein Vonl von Meilen entfernt in Isoliertheit urteilen oder ein Volk zu kritisieren, das 5. wie vertrauend zum Schutze seiner Exig.. wie die Amerikaner es 1861 taten, Bürgerkrieg der Geschichte vorzogen, anstatt sehen, wie ein Teil des Landes großen besondern Nation. Da in den Vereinigten Staaten die schriften, zu denen man auch das„Army and# nal" rechnen muß, weit mehr Einfluß führenden Kreisen der Nation haben als di. ist diese Aeußerung nicht gering anzuschlagen zu dem Stimmungsumschwung, der sich neuenn. richten zufolge in Amerika angebahnt hat, das getragen haben. Fischer DORTMUND Ostenhellweg 22-24 (0 Regen-Kleidung! Herren-Umhange aus gutem Lodon mit breitem Gummi-Mäntel u. Loden-Mäntel für Damen 18.00 U HIF 48.00 in grösster Auswahl von Mk. IO.OO bis Mark Knaben- und Mädchen Loden-Mäntel in vielen modernen Farben Knaben- u. 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Samstags ist die Beratungsstelle Nicolaistraße 2 künftighin den ganzen Tag geschlossen. Die Beratungsstelle für soziale Kriegsfürsorge Nicolaistraße 2. Dortmund. Kreiskriegerverband Dortmund Stadt und Land. Aufruf! Schuhwarenhäuser Verkaufsstellen nur Eigene Schuhfabrik In Ranten a. Rh. Drucksachen aller Art is Briandigr faelot: Der schwere Kampf unseres geliebten Vaterlandes gebietet jedem Einzelnen, trotz der bisher bereits in so überaus reichem Maße gebrachten Beweise freudiger Opferwilligkeit, weitere Spenden zu Gunsten unserer tapferen Krieger darzubringen. Wir treten daher an alle Deutsche in Stadt und Land mit der herzlichen Bitte heran, sämtliche bei ihren Einkäufen bereits erhaltenen und fernerhin noch empfangenden Nationalregistrierkassen=Gutscheine und Rabattmarken aller Systeme gleichviel ob vollzählig oder nicht, gütigst umgehend unserer Geschäftsstelle: 58 unter Angabe des Spenders als Liebesgabe zur Errichtung eines Genesungsheimes für verwundete Krieger zuzustellen. Wir erwarten, daß jeder deutsche Bürger diesen neu erschlossenen Weg, den tapferen Heldensöhnen unseres Vaterlandes seinen Dank für die bisher mit Gottes Hilfe errungenen, gewaltigen Waffenerfolge zu bringen, freudig und oft benutzen wird. Ueber die eingehenden Beträge werden wir demnächst öffentlich quittieren. Die Geschäftsinhaber bitten wir mit Rücksicht auf den vaterländischen Zweck dieser Sammlung, ihre Kunbschaft gegebenenfalls auf diesen Aufruf hinzuweisen. Dortmund. den 1. Oktober 1914. Die Verwaltung der Sammelstelle zur Errichtung eines Genesungsheimes für verwundete Krieger, Dortmund. Freitag, den 9. Oktober 1914. 7½-10% Uhr. Ermäß. Schauspielpreise B4. Neu einstudiert Zum 1. Male. Die Quitzows. Sonnabend, 10. Oktober 1914: 7½-10 Uhr. Ermäßigte volkstüml. Preise. Patrictischer Abend. Kronenburg. Philbarmonisches Orchester. Dirigent: Prosessor Georg Hüttner. Freitag, 9. Oktober 1914: III. SymphonieKonzert. s Symphonien v. Dittersdorf u. Mozart(Jupiter) Anfang 8 Uhr. 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