Erscheint täglich der Sonn= und gesetzl. Feiertage. Abonnementäbreis ###f, mit der täglichen Unterhaltungsbeilage D eginigen„Illustrierten Sonntagsblatt“ 65 Pfg. Monate 2.00 Mk. verbunden uck und Verlag, sowie für die Inserate 1. Pilter Schauzer, Dortmund. mit dein Lokal-Anzeiger für JeuxP Dortmund u. Hörde. Rlit Pekanntmachungen der städlischen Se und Bilitär-, sowie anderer Vehörden. Expedition: Dortmund, Prinzenstraße 9—11.— Fernsprech=Anschluß Nr. 160. Inserate die 8 gespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 25 Sse. Reklamen die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 80 Vie. Bei wwangsweiser Beitreidung der Insertionsgebühret durch Klage od. Konkursverfahren wird der bewilligte Radatt dinfan erfüllungsort Dortmund. Für Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriedenen Tagen und Blätzen übernehinen wir keine Garautie. ür die Redaktion verantwortlich: ax Sonnemann. Dortmund. Dortmund, Mittwoch, den 30. September 1914. 31. Jahrg. Die Russen auf dem Rückzuge. Beschießung Antwerpens.— Vor der Entscheidung in Frankreich. Serbiens Niederlagen. die Schlacht in Frankreich. Spannung und einer verzeihlichen Ungeduld wir die Entscheidung auf dem KriegsschauFrankreich. Auch heute vermögen wir nicht hilen, daß die Entscheidung unmittelbar vor der s. Denn unser großes Hauptquartier läßt sich halber darüber nicht aus. Es teilt uns heute Berlin, 30. Sept., 1,15 Uhr Großes Hauptquartier vom Sept, 9 Uhr abends. Auf dem Heerflügel in Frankreich bisher noch unentschiedene fe statt. In der Front zwischen und Maas herrscht im allgemeinen e. Die im Angriff gegen die forts stehenden Armeen schluerneut französische Vorstöße Verdun und Toul zurück. Großes Hauptquartier zwingt uns gewisals Ergänzung die amtlichen französischen heranzuziehen, um einen richtigen Ueberblick Lage auf dem Kriegsschauplatz an der Marne Naas zu bekommen: In einem am 27. Sept. um 11 Uhr in Paris ausgegebenen amtlichen sischen Bericht heißt es u. a.: sie Leutschen haben in der Nacht vom 25. auf und bis zum 27. bei Tag und Nacht auf ganzen Front unaufhörlich und mit unerhestigkeit ihre Angriffe erneuert, mit dem ofZweck, unsere Linie zu durchbrechen. Der der Teutschen beweist daß InstruktioOberkommando gekommen sein müssen, nunLösung der Schlacht zu suchen.“ das Fort Camp des Romains bei Verdun geund die deutschen Truppen die Maas überhaben, ist offenbar in Frankreich wie in noch nicht bekannt gegeben worden. Trotzdeutsche Große Hauptquartier vom westlichen üplatz noch immer von einem unentschiedeF#upfe berichtet, läßt, wie die Franzosen richmüten, die Lösung der Schlacht uns in aller sachrichten von großer Tragweite erwarten. „* kägl. Rundschau wird geschrieben: Unter Rommenden Gefangenen von Maubeuge wurnach die an die französischen Leute ergangewerufungsordres gefunden, die vom 1. abgestellt sind. Bekanntlich war bei uns erst uugust der erste Mobilmachungstag und die behaupten, lediglich infolge unserer Drohrerseits mobil gemacht zu haben.— Es * ganze„von Franzosen, Engländern und en langer Hand vorbereitete, gegen Deutschnete Vernichtungsplan nach und nach an en sprechen für sich selbst: Tebenhagen, 29. Sept. Wie der Londoner n der„Politiken“ meldet, dauert die große „°1 der Aisne fort. Die Deutschen machen iche Anstrengungen, um die Linie der Vererrchbrechen. Aller Wahrscheinlichkeit nach „“* Zämpfe der kommenden Tage „ der Schlachtlinie für die Ent### der ganzen Aisne=Schlacht unn werden. Die Aliierten ziehen sich Aua uternahmen aber zugleich einen heftigen Un.— Aus Paris meldet dasselbe Blatt: m den letzten Tagen mit verdoppelter ganzen Gegend von Noyon wieder aufEinzers.2.: Die Militärzensur unterdrückt Die eingeleitete Aktion hat schnell V##, Srezen Umfang angenommen. Biel, wir gezwungen sein, einige g#tige Punkte auszugeben. Man Urteil nach den gesamten Operationen #### in allgemein befriedigend. 29. Sept. Der„Times"=BerichtP####“ aus Paris, daß um jeden Zoll en 8#ks jedesmal von neuem gekämpft werden ###rde 3.# Den Name von der Zeusur gestrichen den Franzosen und den Deutschen so Di### e nunmehr einem Schutthaufen denn.“schen zeigen sich umgänglich und ##### Bewohner ihnen das Geforderte die Deutschen dreizehn Tage in t die Stadt so gut wie nicht gelitten. ist von der brittschen Armee worden. „Kopenhagen, 30. Sept., 2 Uhr nachts.„Daily Telegraph“ meldet aus Paris: Die Verluste und die Ermattung der verbündeten Heere ist enorm. Die kämpfenden Heere halten sich riesig im Schach. Der Sieg muß zuletzt der Partei zufallen, die imstande sein wird, völlig frische Truppen ins Feld zu führen. In der Haltung der Heere ist eine deutliche Veranderung eingetreten. Die anfängliche Ueberhast ist verschwunden. Die Artillerie nimmt jetzt alle neuen Stellungen ein, nachdem die Flugzeuge das Ziel festgestellt haben. Die Infanterie verrichtet in gleicher Weise ihre Arbeit, indem ihre Angriffe regelmäßig ansetzen. Amsterdam, 30. Sept., 2 Uhr nachts. Es scheint, daß man in Frankreich und England noch nicht weiß, daß das Sperrforts Camp des Romains gefallen ist. Der militärische Mitarbeiter der„Daily News“ schreibt am Montag, daß St. Mihiel, eine Stadt von sehr großer strategischer Bedeutung, wo die Deutschen die Maasübergänge zu überschreiten versuchten, gut geschützt sei durch das Fort Camp des Romains. Der Pariser Korrespondent des„Daily Telegraph“ bringt einige Aeußerungen französischer Offiziere über die gestrigen Kämpfe und sagt: So sehe man erneut, was der moderne Krieg bedeutet. Vom Morgen bis zum Abend sind unsere Truppen unter dem Regen der deutschen Granaten, der auch für die stärksten Nerven schwer zu ertragen ist. Unter dem Eisenhagel sieht man die Infanterie vorwärts und wieder zurückgehen wie Ebbe und Flut, und schrecklich ist es, daß diese unmenschliche Strömung immer eine Menge Tote und Berwundete zurückläßt. Die moralische Kraft, die der moderne Krieg von der Infanterie fordert, ist riesig groß. Wenn die Mannen, nachdem sie lange Stunden unter dem Regen der Projektile gewartet, endlich vorwärts gehen können, während die Gewehre und Mitrailleusen den Tod in die Reihen säen, kommt hinzu, daß sie den Feind nicht einmal sehen. Die kriegerischen Vorgänge in Belgien. Beschießung von Antwerpen. Hauptquartier. WTB. Berlin, 30. Sept., 1,15 Uhr nachts. Gestern hat Belagerungsartillerie gegen einen Teil der Forts von Antwerpen das Feuer eröffnet. Ein Vorstoß belgischer Kräfte gegen die Einschließungslinie ist zurückgewiesen worden. Nach langer Zeit erfahren wir endlich wieder etwas über die Kriegslage in Belgien und vor allem, daß es auch dort vorwärts. So sind denn die aus dem langen Schweigen des Großen Hauptquartiers hie und da empor gekeimten Befürchtungen, es müsse in Belgien nicht Alles zum Besten bestellt sein, grundlos gewesen. Auch in Belgien hat man planmäßig und mit Erfolg an der Vernichtung des Feindes gearbeitet. Die Meldungen aus Belgien müssen als solche von hoher Bedeutung angesehen werden. Bevor die deutschen Truppen sich ernstlich mit Antwerpen beschäftigten, haben sie erst mit Mecheln, das halbwegs zwischen Brüssel und Antwerpen liegt, reinen Tisch gemacht. Unsere schwere Artillerie hatte den ausdrücklichen Befehl erhalten, nicht auf die Stadt zu schießen, damit die Kathedrale geschont werde. Die Belgier selbst warfen aber aus dem Fort Waelhem nördlich von Mecheln schwere Granaten in die von den deutschen Truppen besetzte Stadt. Wenn also da wieder sich Leute finden sollten, die nichts Besseres zu tun wissen, als über die durch den Krieg veranlaßte und in einem Kriege unvermeidliche Zerstörung von allerlei Dingen, auch Kunstschätzen anklagend zu jammern, dann mögen diese Leute sich mit ihren Klageliedern gleich an die rechte Stelle, an die Belgier selbst wenden, denen offenbar an einer Erhaltung ihrer wahrscheinlich in andere Hände übergehenden Kunstschätze nichts liegt. Wie sehr min deutscherseits darauf bedacht ist, schonend vorzugehen, beweist auch folgende Meldung: WTB. Brüssel, 30. Sept., 3.15 Uhr nachts. Die Gegend von Antwerpen belagernde deutsche Truppen haben behufs Verständigung mit der belgischen Regierung dem amerikanischen und spanischen Gesandten in Brüssel folgendes mitgeteilt: S=ald die belgischen Militärbehörden sich verpflichten, die Denkmäler, insbesondere Kirchtürme, nicht für militärische Zwecke nutzbar zu machen, sind die deutschen Belagerungstruppen bereit, diese Bauten bei der Beschießung tunlichst, soweit es bei der ungeheuren Sprengwirkung der modernen Geschütze möglich ist. zu schonen. WTB. Beriin, 30. Sept., 3.15 Uhr nachts. Mit dem Bombardement ist endlich begonnen worden und da Mecheln bereits in der Nacht nach der ersten Beschießung besetzt worden ist, ist der Erfolg der Beschießung schon ein durchschlagender gewesen. Der Ostrand Mechelns liegt nur drei Kilometer südlich der beschossenen drei Forts Waelhoem, St. Wavre und St. Katherine. Hinter diesen Forts fließt träge und durch Ueberschwemmungsgebiete die Rupel und östlich von der Straße Mecheln=Antwerpen der Nethefluß durch erhöhtes Gelände, welches für unseren Angriff geeignet ist. Unsere bisherige Beschießung moderner Art hat ein glänzendes Ergebnis gehabt und wir dürfen hoffen, so heißt es im„Berl. Tagebl.“, daß auch jetzt wieder ein Erfolg uns bevorsteht, der schwer in die Wagschale fallen muß, weil er uns von einem mächtigen Gegner im Rücken unseres Heeres befreit. Rosendaal, 29. Sept. Das Schicksal Antwerpens beginnt die französische Heeresleitung zu beunruhigen. Man rechnet bereits mit dem baldigen Falle Antwerpens. Ein Brief, den der belgische Gesandte in London an eine politische Persönlichkeit in Bordeaux gerichtet hat, enthält nach dem„Petit Gironde" das Geständnis: „Wir fechten mit den letzten Trümmern unseres kleinen Heeres. Wir leisten Widerstand, um die Zuversicht der Verbündeten nicht zu schmälern. Doch ich habe wenig Hoffnung, daß unsere Anstrengungen einen sichtbaren Erfolg bringen werden. Die Uebermacht unserer Feinde ist zu groß. Wir selbst haben die geschulten Soldaten fast gänzlich eingebüßt und beschränken uns jetzt mit der notdürftigen Ausbildung willenskräftiger Bürger.“ Das Blatt erklärt auf Grund glaubwürdiger Antwerpener Meldungen, daß die schwache Ausfallsarmee den Umzingelungsgürtel der Deutschen eher meiden als angreifen solle. Die Aufopferung der Belgier ist nutzlos, ja verbrecherisch. Besser wäre es, den unverbindlichen Anträgen, auf einen Waffenstillstand einzugehen, doch endlich Gehör zu geben. Im französischen Generalstab hält man es für das beste, den Widerstand Antwerpens so lange als möglich hinausziehen zu lassen. TU. Antwerpen, 29. Sept.(Indirekt.) Die Verbindung mit Antwerpen wird immer schwieriger. Seit einigen Tagen wird niemand mehr in den Kreis der Forts gelassen, wenn er nicht einen Erlaubnisschein des Fortskommandanten hat. Deutsche Angriffe gegen die Belgier. Amsterdam, 29. Sept. Nach belgischen Mitteilungen operiert eine starke deutsche Truppenmacht gegen die belgische Stellung zwischen Mecheln und Aalst. Die belgischen Berichte sprechen von Angriffen der Deutschen, die aber angeblich schwächer geworden seien. Mit weittragenden Kanonen werde Mecheln von den Deutschen beschossen und zwar mit solcher Wut, daß die Granaten über Mecheln hinaus bis Waethen fallen.(Zur Erklärung dieser belgischen Auslegung diene, daß bei Waethen Außenforts von Antwerpen liegen.) Rotterdam, 29. Sept. Von der Grenze wird gemeldet, daß die Deutschen sowohl östlich wie westlich von Antwerpen nach Norden vorgerückt sind. Rom, 29. Sept. Die hiesigen Blätter berichten aus London: Die hiesigen Zeitungen bestätigen alle Berichte, wonach die Deutschen Antwerpen von der Umgebung abgeschnitten haben und die Belagerungsaktion bevorsteht. Genf, 29. Sept. Nach einem offiziellen belgischen Kommuniqus aus Antwerpen sind deutsche Truppenabteilungen, bestehend aus einer Infanteriebrigade, zwei Kavallerieregimentern und sechs Batterien Artillerie, davon zwei Batterien schwerer Artillerie, auf dem Marsche von Brüssel und Termonde über Aalst mit belgischen Truppen zusammengestoßen. Die Deutschen beschossen Mecheln und unternahmen mit außerordentlich starken Kräften eine Bewegung gegen die feindliche Front. Die Deutschen besetzten Alost. Dabei soll es zu einem Kampfe mit einer belgischen Kavalleriedivision gekommen sein. Durch die Beschießung hat der Bahnhof von Mecheln sehr gelitten. Mehrere Häuser sind eingestürzt, andere stehen in Flammen *** Max der Unartige. Der widerspänstige Bürgermeister von Brüssel Max ist wieder verhaftet worden. Dazu wird der„Kölnischen Zeitung“ gemeldet, daß die erneute Verhaftung wegen der Weigerung des Bürgermeisters erfolgte, den eingegangenen Verpflichtungen für Bezahlung der Gutscheine nachzukommen. Die Weigerung beruhte offensichtlich auf bösem Willen. Max habe kein Geld herbeischaffen wollen, weil er den erlogenen Siegesnachrichten glaubte, wonach die Deutschen in Nordfrankreich geschlagen und vor den Franzosen auf dem Rückzuge wären. Der Bürgermeister habe sich in den letzten Tagen einem Mitgliede des Schöfsenkolleaiums gegenüber in diesem Sinne geäußert. Deutsche Verwaltung in Velgien. Die Verhaftung des Brüsseler Bürgermeisters Max. Von der holländischen Grenze, 29. Sept. Das Vaz Diazsche Bureau meldet aus Gent: Am Sonntag morgen wurde folgende Verkündigung des deutschen Militärgouverneurs v. Lüttwitz angeschlagen:„An die Einwohner Brüssels! Ich habe die Ehre, euch mitzuteilen, daß euer Bürgermeister Max in Haft genommen worden ist.“ Hierzu bemerkt man, die Ursache dieser Maßregelung sei nicht bekannt. Das„Genter Bien Public“, dessen Meldung nur unter Vorbehalt wiedergegeben sei, bemerkt: „Dem Bürgermeister muß verboten gewesen sein, Verkündigungen zu erlassen. Er soll darauf eine Ansprache an das Volk gehalten haben, um es aufzufordern, ruhig Blut zu bewahren, sowie auch, um es zu warnen, den Mitteilungen von deutscher Seite über die Kriegslage Glauben zu schenken, und um über die Stellung der Verbündeten aufmunternde Angaben zu machen.“ Nach dem „Genter Flandre Liberale“ ist Bürgermeister Max wieder in Freiheit gesetzt worden. Soweit die Mitteilung des holländischen Bureaus, das vorsichtig belgische Quellen benutzt. Was das„Genter Bien Public“ da als mögliche Ursache einer Maßregelung des Bürgermeisters Max angibt, war schon in Antwerpener Blättern gesagt worden. Wenn diese die Wahrheit sagten, bestand schon seit längerer Zeit ein gespanntes Verhältnis zwischen den deutschen Militärbehörden und Herr Max. Die Aufklärung wird wohl bald erfolgen. Brüssel, 25. Sept. Der deutsche Militärgouverneur General v. Lüttwitz hat heute folgende Bekanntmachung in der Stadt anschlagen lassen: Das Gouvernement hat seinerzeit die alsbaldige Einlösung aller Beitreibungsscheine durch die Gouvernementskasse in der bestimmten Erwartung befohlen, daß die Stadt die volle ihr auferlegte Kriegskontribution freiwillig zahlen werde. Nur damit hätte sich die große Bevorzugung Brüssels allen anderen Gemeinden Belgiens gegenüber rechtfertigen lassen, bei welcher die Bezahlung der Beitreibungen bis zum Friedensschluß ausgesetzt bleibt. Da die Stadtverwaltung von Brüssel die Bezahlung des Restes der Kriegskontribution verweigert, werden von heute an keine Beitreibungsscheine mehr von der Gouvernementskasse bezahlt werden. Die Zahlungsweigerung der Stadt Brüssel ist eine ernste Sache. Sind ihre Kassen leer? Eröffnet sie das Kapitel von den Finanznöten Belgiens? Auch darüber wird wohl bald Klarheit werden. WTB. Brüssel, 29. Sept. Das Schöffenkollegium teilt der Bevölkerung durch Maueranschlag mit, daß es während der Abwesenheit des Bürgermeisters Max die Geschäfte fortführen und für Aufrechterhaltung der Ordnung Sorge tragen werde. Es empfiehlt, Ruhe zu bewahren. Der Sonntag ist auch völlig ruhig verlaufen. WTB. Brüssel, 29. Sept. Eine vom Generalgouverneur Freiherrn v. d. Goltz erlassene Verordnung verfügt, daß in allen Fällen, in denen Ausländer infolge des Krieges verhindert sind, ihre Rechte vor den Gerichtsbehörden in den besetzten Gebieten Belgiens zu verteidigen, der Richter von Amts wegen die Stundung gemäß Artikel 1244 Absatz 2 des in Belgien geltenden bürgerlichen Gesetzbuchs zu gewähren hat. In keinen Falle dürfen Urteile und Verfügungen gegen die verhinderten Ausländer erlassen werden. Ferner wurde verfügt, daß das vom König der Belgier vor Ausbruch des Krieges erlassene Moratorium bis zum 31. Oktober verlängert wird. Im Gouvernement Suwalki. Das Große Hauptquartier meldet über die Unternehmungen Hindenburgs gegen die in der Nachbarschaft von Suwalki stehenden russischen Truppen unterm 29. September: wrB. Berlin. 29. Sept. Großes Hauptquartier: Im Osten scheiterten russische Vorstöße, die über den Niemen gegen das Gouvernement Suwalki erfolgten. Gegen die Festung Osowiech trat gestern schwere Artillerie in Kampf. Das deutsch=österreichische Zusammenwirken in Galizien. Im Osten scheiterten russische Vorstöße, die über den Niemen gegen das Gouvernement Suwalki erfolgten. Gegen die Festung Ossowiec trat gestern schwere Artillerie in Kampf. Aus Galizien hat man für unsere Ungeduld zulange nichts gehört. Die in den letzten beiden Wochen uns gewordenen Nachrichten über die dortige Lage dienten in der Hauptsache zur Beruhigung ängstlicher Gemüter über den Rückzug der österreichisch=ungarischen Truppen südlich Lemberg. Beruhigung ist ja mohl eingetreten, weil man nicht hörte, daß die Russen irgendwie störend in den neuen österreichischen Aufmarsch eingriffen. Dabei wurde mit aufrichtiger Anerkennung des tapseren Widerstandes gedacht, den ununsere Verbündeten der weit überlegenen russischen Truppenmacht geleistet haben. Es kann nicht oft genug der Anerkennung Ausdruck gegeben werden, daß die Oesterreicher und Ungarn die ihnen zugewiesene Aufgabe, die Russen festzuhaletn, bis deutsche Truppenteile in hinreichender Stärke verfügbar wurden, um den moskowitischen Heerscharen nachdrücklichst zu Leibe zu geben, in bester Weise gelöst haben. Die Russen sind festgehalten und an einem Einfall in Un garn— die in den jüngsten Tagen gemeldeten Streifkorps haben keine Bedeutung— verhindert worden. Nun sind deutsche Truppen den hart ringenden Oesterreichern und Ungarn zu Hülfe gekommen. Und schon geht es frisch auf die Russen los, die hoffentlich jetzt auf der ganzen Linic zum Rückzuge gezwungen werden. Der Anfang ist gemacht: WTB. Wien, 29. Sept. Aus dem Pressequartiet wird amtlich gemeldet vom 29. September mittags: Angesichts der von den verbündeten deutsch= österreichischen Streitkräften eingeleiteten neuen Operationen sind beiderseits der Weichsel rückgäugige Bewegungen des Zeindes im Zuge. Starke russische Kavallerie wurde unserseits bei Biecz zersprengt. Nördlich der Weichses werden mehrere seindliche Kavalleriedivisionen vor den verbündeten Armeen hergetrieben. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Generalmajor. Zum deutsch=österreichischen Angriff in Galizien sagt der Berl. Lok.=Anz.: Die österreichischen Stellungen im Nordwesten von Galizien hatten den großen Vorzug, daß die enge Fühlung mit etwaigen deutschen Truppen und bei Verstärkung dieser Kräfte eine gemeinsame Offensive erlaubte. Diese Offensive hat nunmehr tatsächlich eingesetzt, und wir freuen uns, zu sagen, daß diesmal Deutschland und Oesterreich= Ungarn zusammenwirken. Wahrscheinlich hat man österreichisch=ungarischen Heere das südliche Weichselufer als Tätigkeitsbezirk überlassen, während die deutschen Truppen auf dem anderen Ufer der Weichsel ihre Angriffe ansetzen. Die ersten Ergebnisse waren erfreulich überraschend. Die bis Biecz vorgedrungene russische Kavallerie wurde zurückgedrängt, während jenseits der Weichsel mehrere feindliche Kavalleriedivisionen vor den Verbündeten hergerrieben wurden. So hat das entschlossene Zusammengehen und das Handeln nach gemeinsamem Plan in Galtzien schnell Luft geschaffen, und wir können hoffen, daß die Russen die Offensive nunmehr den verbündeten Deutschen und Oesterreichern überlassen werden.— In der Deutschen Tageszeitung wird gesagt: Der Kampf bei Biecz zeigt, wie weit die russische Kavallerie bereits um den etwa in der Linie nach Przemys, Jaroslau stehenden österreichischen Flügel herumgegriffen hatte. Der russische Umgehungsversuch der Kavallerie, die auch Infanterie und Kavallerie hinter sich hatte, hat sich in einen Rückzug verwandelt.— In einem der Bedeutung Galiziens gewidmetem Artikel von FritjongWien in der„Bossischen Zeitung" heißt es: In zuversichtlicher Voraussicht neuer glorreicher Leistungen des deutschen Heeres im Osten gleich dem Schlachtendonnerwetter Hindenburgs, hat die österreichisch= ungarische Armee in Westgalizien ausgeharrt, bis wie bei Waterloo der sehnsüchtig erwartete deutsche Bundesgenosse im richtigen Augenblick erschien, um an der Niederwerfung des gemeinsamen Feindes entscheidend teilzunehmen. Die deutsche Verwaltung im Gouvernement Suwalki. Der Kriegsberichterstatter des„Berl. Tgbl.“ schreibt a. a. über die deutsche Verwaltung im Gouvernement Suwalki: Nur ein geringer Teil der Bewohner ist geflüchtet, die übrigen kümmerten sich nicht um die russische Drohung, daß die Deutschen alles niedermachen und alles verwüsten würden. Sie stehen in freundlichem Verkehr mit unseren Soldaten, die in nichts die friedliche Bevölkerung die Greueltaten der russischen Horden entgelten lassen. Diesseits, also auf deutscher Sette, ist, wie ich mich gestery# von neuem überzeugen konnte, vieles aufs ruchloseste ver wiistet; jenseits wurde kein Haus, kein Gehöft angetastet, falls es nicht durch den Kampf unbedingt geboten war. Wie kürzlich in Wilkowischki, hörte ich auch in dem bedeutend größeren sehr stattlichen und freundlichen, 25 000 Bewohner zählenden Suwalki von angesehenen Kaufleuten:„Wie anders haben wir uns euch Deutsche vorgestellt! Mit euch würden wir immer gut auskommen. Bei euch kommt keiner zu Schaden!“ Dann solgt oft die Frage:„Ist's denn wirklich wahr, daß unsere Wilna=, unsere Narew=Armee total geschlagen sind! Wir können's noch immer nicht glauben, so gute Truppen. so siegessicher! Deutschland ist erledigt, sagten sie uns beim Ausrücken.“ Alles geht sonst friedlich seinen Lauf; die Mehrzahl der Geschäfte ist geöffnet. die Preise der Lebensmittel sind festgesetzt. Uebervorteilungen werden geahndet, Handel und Wandel scheinen nicht zu stocken. Uebergriffe sind noch nicht vorgekommen. Russische Plünderer drangen in die verlassene russische Schützenkaserne ein; als sie auf unsere Soldaten Feuer gaben, wurden sie kurzerhand erschossen. Bekanntmachungen warnen vor Spionage, die mit sofortiger Erschießung aller Schuldigen, Einziehung des Eigentums und Niederbrennung der Häuser bestraft wird. Eine Bürgerwehr schützt das Eigentum der Einwohner vor einheimischen schlechten Elementen. Der Feuerwehr ist der Polizeidienst übertragen worden, eine provisorische Stadtverwaltung ward eingesetzt; unser der russischen Sprache völlig mächtiger Militärgouverneur wohnt im Gouvernementsgebäude, seinen Anordnungen st unbedingt Folge zu leisten, auch hat bisher keinerlei Widerstand stattgefunden. Kämpfe in den Kolonien. WIB. Paris, 29. Sept., 3 Uhr nachm. Aus Vordeauz wird gemeldet: Eine französtsch=englische Expedition, die don französischen und englischen Kriegsschissen begleitet wird, besonders von dem engkischen Kreuzer„Chamberlain“ und dem französtschen Kreuzer „Brutz", landete in Kamernn. Duala wurde ohne Kampf besetzt.(Daß die offenen Handelsstädte unserer Kolonien gegen überlegene seindliche Truppen nicht zu halten sein würden, war von vornherein anzunehmen.) Die englische Tücke in Rußland erkannt. Petersburg, 29. Sept. Für die Stimmung unter den chen Verbündeten ist ein Arttkel des russischen „Semtschtschtna“ sehr bezeichnend, daß man die t man sei in England von der langen Dauer das Krieges überzeugt, mit lebhaftem Unbehagen aufnimmt. Das Blatt ist fast geneigt, an eine Tücke Englands zu zlanden. Für England sei es tatsächlich ein Vorteil, den Krieg lange auszudehnen. De länger der Krieg danere, besto mehr würden die Kontinentatmächte geschwächt. Franrreich und nußlaud mußten ihren Wassengefahrten von dieser für sie unvorteilhaften Ansicht abbringen. „Die„Köln. Zig.“ erklärt hierzu, das Verhältuis soischen den Dreiverbandsmächten müsse schon nicht mehr ### Brüderlichkeit beruhen, wenn ein russisches Blatt es sraflos wagen darf, seinem Karken### #ngland so deutlich Ausdruck zu geben. Ein deutsches Belagerungsgeschütz in gedeckter Stellung über einen Berg schießend. Belagerungsgeschütze in geschützter Stellung und einen Berg überschießend. Nächst der furchtbaren Angriffskraft unserer Truppen ist bei unseren Feinden, besonders auf dem westlichen Kriegsschauplatz, unsere schwere Artillerie gefürchtet. Dem großen Kaliber, der Zerstörungskraft ihrer Geschosse und der Zielsicherheit unserer Bedienungsmannschaften können sie nichts gleichwertiges entgegenhalten. Die Artilleristen, die ein solches Geschütz bedienen, sehen ihr Ziel meistens nicht, oft liegen Berge dazwischen. Aus genauer Karte, oder durch Angaben aufsteigender Fesselballons wird dann die Entfernung bis zum Ziel und dann die Wiokelstellung des Geschützrohres berechnet. Die Fesselballons berichten über die Wirkung der einschlagenden Geschosse und dann dauert es garnicht lange, bis die Treffer haarscharf sitzen. Die Zeppelinfurcht. Die unangreifbaren Zeppeline. TU. Haaa, 29. Sept. Ein zur Instruktion der Londoner Militärbehörde eigens aus Antwerpen verschriebener hervorragender belgischer Aviatiker erklärt, es besteht wenig Hoffnung, ein etwaiges Bombardement Londons durch Zeppeline wirksam zu verhindern. In Antwerpen sei ein Zeppelin nachts erschienen. Er warf sieben Bomben ab, die mit ungeheurem Getöse explodierten. Eine Prüfung der Bomben habe eine ungeheure Durchschlagskraft ergeben. Die Verfolgung des Zeppelin, sagt der Fachmann, war vollständig unnütz, denn als der Zeppelin sich durch Scheinwerser entdeckt sah, flog er einfach auf 1500 Meter Höhe, wo man ihn aus dem Gesicht verlor. Außerdem mußte man das gegen das Luftschiff gerichtete Bombardement einstellen, weil die nutzlos gegen den Ballon geschleuderten Geschosse wieder auf die Stadt niederfielen und mehr Schaden anrichteten, als der Zeppelin selbst gestiftet hatte, und mehrere Bewohner tötete. Die Beschießung eines Zeppelins erscheint also ganz aussichtslos trotz aller Scheinwerfer und Spezialkanonen. Ebenso nutzlos, sagt der Berichterstatter weiter, sei aber auch die Verfolgung eines Zeppelins durch Aeroplane. Man denke nur daran, wie lange ein Aeroplan brauche, um höher zu kommen als ein Lenkballon und zugleich dessen Feuer auszuweichen, man denke ferner an die Schwierigkeiten eines nächtlichen Fluges unter solch gefährlichen Umständen, man denke schließlich an die Schwierigkeiten, einen Zeppelin bei Nacht rasch zu entdecken, während der Flieger durch das Licht der unten liegenden Stadt und durch die Reflektoren geblendet werde und obendrein, wie in Antwerpen, in steter Gefahr sei, in das Feuer der auf den Zeppelin schießenden Kanonen und Gewehre zu geraten. Dazu komme, daß jeder Zeppelin dreißig Mann Besatzung habe und vier Überaus starke Maschinengewehre in der Vordergondel, in der Hiutergondel, sowie oben auf dem Ballon selbst. Beim Kreuzfeuer dieser Maschinengewehre bestehe schlechterdings keinerlei Möglichkeit für den Flieger, sich einem Zeppelin zu nähern. Der Fachmann schließt dann: Kurz und gut, gegen die Zeppeline gibt es also kein sicheres Abwehrmittel. Es sind ganz furchtbar bewaffnete Luftschiffe, sie sind außerdem leicht manöverierbar und befähigt, eine Fahrt von 700 bis 800 Kilometer mit größter Leichtigkeit auszuführen. Ein Zeppelinluftschiff auf London erscheint dem belgischen Fachmann als durchaus möglich. Man wisse ja in Antwerpen, daß zu diesem Zwecke bereits eine Anzahl Zeppeline nach Belgien geschafft worden seien. Die Zeppelinbomben in Flandern. . Rotterdam, 29. Sept. Reuter drahtet aus Oslende: Der Zeppeltn, der in der vergangenen Nacht über Flandern flog, hat außer einer Bombe über Deynze auch über Thielt zwei Bomben geworfen, von denen eine die Gasanstalt traf. Ein Pferdestall wurde zerstört. Zwei weitere Bomben fielen bei Rollegen nieder, richteten aber nur wenig Schaden an. Infolge des Zeppelinangriffs auf Ostende erbeten sich mehr als zweihundert Bewohner Pässe, um nach Antwerpen überzusiedeln. Auch die Engländer kommen dran. c. Haunover, 2d. Sept. Gestern abend kam Graf Zeppelin durch unseren Bahnhof, wo ihm von den auf dem Bahnsteig Anwesenden lebhafte Huldigungen dargebracht wurden. Zeppelin, der ganz vorzüglich aussah, stand in liebenswürdigster Weise auf alle an ihn gerichteten Fragen Rede und Antwort. Besondere Freude erregte es, daß er auf die Frage, ob er auch die Engländer nicht vergessen hätte, erwiderte: Ich werde schon tun, was in meinen Kräften steht. Da alle Welt genau weiß, daß die Kräfte unseres Luftgrafen sehr, sehr hoch zu veranschlagen sind, löste dieses Wort selbstverständlich endlosen Jubel aus. Während dem Grasen noch Blumen gereicht wurden und laute Hochund Hurrarufe ertönten, rollte dann der Zug langsam aus der Halle. Aus allerlei Andentungen des alten Herrn. die vorläufig aber besser noch nicht wiedergegeben werden, ging zu allgemeiner Genugtuung hervor, daß Geaf Zeppeltn eifrigst tätig ist, die Arbeit seiner Luftbreuzer zu fördern, und so können wir wohl hoffen, daß wir von ihm noch manche bedeutungsvolle Tat erwarten können. Eine Prämie für den„Zeppelin“-Fänger. Soll man den Franzosen glauben, so hätten sie schon ein halbes Dutzend und mehr der deutschen Luftschiffe heruntergeschossen, und noch mehr haben die sagenhaften Russen vollbracht. Aber die Sache scheint einen Haken zu haben, denn eben veröffentlichen sie die Mittetlung, daß ein reicher Engländer rund ½ Million Mark für venjenigen ausgesehr have, der einen Zepperin zur Strecke bringe. Bisher hat sich wohl niemand gemeldet, der den Breis verdient bätte. Die Tätigkeit der deutschen Flieger. „,. Ans dem Haag, 2. Sept. Am Samstag war eint Taude zwei Bomben über Dueffel, die aber ins Wasser sielen und keinen Schaden anrichtetes. Rach der „Nieuwe Gazette“ wäre die Zerkörung der Antwerpener Wasserlettung geplant gewesen. Am Frettag ließ ein beutscher Ilteger über Calais und Voulogne Bomben pallen, die aber angeblich nist unbedemenden Gachschaden WTB. Wien, 29. Sept. Amtlich wird bekanntgegeben: Am Nachmittage des 28. Septembers trat nach mehr als vierzehntägigen hartnäckigen Kämpfen, während der die Unfrigen die Drina und Save neuerdings überschritten, auf dem füdöstlichen Kriegsschauplatz eine kurze Operationspause ein. Die Unfrigen stehen insgesamt auf serbischem Territorium und behaupten sich vorerst auf der blutig errungenen Position gegen unausgesetzt hartnäckige Angrisse. Die Angriffe enden stets mit blutigen Verlusten des Geguers. In den letzten Kämpfen sind insgesamt vierzehn Geschütze und mehrere Maschinen gewehre erbeutet worden. Die Zahl der Deserteure und Gefangenen ist bedeutend. Die Nachrichten über eine serbisch=montenegrinische Offensive nach Bosnien in das Gebiet der Sandschakgrenze sind durch einen Einfall untergeordneter Kräfte herbeigernsen worden. Es sind Maßregeln zur Säuberung des Gebietes unverzüglich getrofsen worden. WTB. Wien, 29. Sept. Meldung des Wiener Korrespondenzbureaus. Bon serbischer Seite ist in der letzten Zeit die Behauptung in Umlauf gesetzt worden, daß die Serben bei Krupanj einen Sieg errungen hätten. Zur Widerlegung dieser Behauptung genügt es, die Tatsache der damaligen Lage kurz zu schildern. Die österreichisch= ungarischen Truppen überschritten trotz ständiger Gegenwehr bei Beginn der Offensive die Drina und stehen auch heute durchweg auf serbischem Gebiete. besonders nordöstlich bei Krupanj und Losnitza mußten die stark verschanzten serbischen Stellungen als erstes Operationsziel in mehrtägigen harten Kämpfen von den österreichischen Truppen genommen werden. Hierbei eroberten wir vierzehn Geschütze, die bereits zur Landeshauptstadt unterwegs sind. Die Gefangenen befinden sich auf dem Wege in die verschiedenen Provinzstädte. Unsere Truppen halten auch heute die eroberten Höhen. Sechs serbische Divisionen und zwar die beiden Drinadivisionen, das zweite Aufgebot der Morawadivision, eine aus der Ueberzahl und von den überzähligen Regimentern zu. sammengestellte Division, die von der Save vorgeschobene Donaudivision ersten Aufgebots. Teile der Donaudivision zweiten Aufgebots, sowie zahlreiche Ersatztruppen und Truppen dritten Aufgebots versuchen, wie aus den Aussagen zahlreicher Gefangener und Ueberläufer festgestellt wurde, durch unausgesetzte Augriffe bei Tag und Nacht die Höhen wieder in Besitz zu nehmen. Die Verluste der von den Offizieren mit dem Revolver vorgetriebenen serbischen Aufgebete sind ungeheuer. In den letzten Tagen griffen die Serben zu einem neuen Mittel, um die Widerstandskraft unseres zum Teil aus Südslawen bestehenden Regiments zu schwächen, indem sie vor dem Angriff die kroatische Hymne anstimmten. Ein wohlgezieltes Salvenfeuer war die Antwort unserer Truppen. Blutiger Zusammenstoß zwischen Russen und persischen Romaden. Konstautinopel, 29. Sept. Der türkischen Presse zufolge fand in Siwedji an der russtsch=persischen Grenze ein ernster Zusammenstoß zwischen Russen und persischen Sumai=Nomaden statt, wobei zwei russische Offiziere und 200 Soldaten getötet, sowie vier russische Offiziere und 40 Soldaten verwundet wurden. Die Nachricht wird von offizieller Seite bestätigt. WIB. Konstantinopel, 29. Sept., 44 Uhr nachm. Der„Ildam“ meldet, daß bei einem Zusammenstoß zwischen Russen und dem persischen Stamm der Kardar ein russischer Offizier und 20 Soldaten getötet worden sind. Derselbe Stamm hat den Scheich von Barzam und seine Anhänger festgenommen und den türkischen Behörden ausgeliefert. Die Russen ziehen sich auf Persien zurück, haben aber einen Teil der Waffen und Munition zurückgelassen. Die Nachricht, daß die Russen von Deutschen und Oesterreichern geschlagen worden sind, hat eine heftige Strömung gegen Rußzland hervorgerufen. Die Russen verstärken ihre Befestigungen an der afghanischen Grenze, wo die Afghaner einen Hügel angegriffen haben, der einen zum Afghanistand führenden russischen Tunnel beherrscht. Beim Einsturz des Tunnels sollen mehrere Russen getötet worden sein. Der Emir von Afghanistau hat 18000 Mann an die Grenze entsandt. Die Russen sollen auch befürchten, daß die Einwohner anderer persischer Grenzprovinzen gegen sie marschieren. Eugland, der großte Feind des WTB. Wien, 29. Sept., 8 Uhr nachm. Die„Ss slaw'sche Korrespondenz“ meldet aus Konstantinopel: 2 in vielen tausend Exemplaren verbreitete Sonderausga der angesehenen arabischen Zeitung„Al Abel“ schrei Die englische Regierung hat Aegypten vollständig isolt und sucht es von allen Verbindungen mit der Außwelt abzuschneiden. Alle Prinzen des großen Land werden auf das strengste bewacht und viele in Gefangschaft gehalten. Eine Reihe von Offizieren, die d Kaltsat treu geblieben sind, wurden aus dem ägypttsch Heer ausgestoßen. Indische Truppen sind nach Aegypt gebracht worden. So handelt jenes England, das a Verträge der Welt verletzt hat, und jetzt die Pose d Schützers der Ehre und der Rechte der Völker annehm möchte. Aegypten gebört ganz und gar der Türbet, C land hat es zu räumen. England, der größte Islams, der seit 50 Jahren die schwersten die Ehre und das Ansehen des Kalisats - u n d w i r d s e i n e n L o h n f i n d e n. WTB. Konstantinopel, 29. Sept. hiesigen liberalen persischen Kreisen Generalgouverneur von Asserbeitschan Samad Khan, ein Parteigänger Rußland. durch den jüngeren Bruder des ScharRemid Hassan Mirza, ersetzt. Dem a.— gouverneur wird der ehemalige Wali Prinz Ferman Ferma, zur Seite gesten Der Schrecken des Indischen me WTB. London, 29. Sept. Die meldet aus Kalkutta: Der deutsche Kreuzg. ankerte am Donnerstag früh auf der Re“ dicherry; später verschwand er.— Pondigen französische Hafenstadt an der Ostküsse Ostindiens. Rotterdam, 29. Sept. Die R damsche Courant“ meldet: Zu den englischen welche von dem Kreuzer„Emden“ in den a. bohrt worden sind, gehörte bekanntlich gug plomat". Dieses Schitf hatte eine lostbar„Tee, ungefähr drei Millionen Pfund, a# 13. Auszug aus den deutschen Verlustlisten, enthaltend die## der Toten, Verwundeten und Vermißten, die. Dortmund angehören. Reserve=Regiment Nr. 65, Bonn, Deutz. Gefechte bei Matton am 24., Carti25., Frenois am 26., Sedan= La Chapelle bis 30. und Thelus am 29. August. 1. 2. Kompagnie: Dielenhain, Franz, Tortmund, vermißt. Infanterie=Regiment Nr. 129, Graudenbei Gumbinnen am 20. August. 2. Bataillon pagnie: Klocke, Johann, Musketier, Dortmmd. verwundet. Insanterie=Regiment Nr. 135, Diedenhof# sechte bei Andun le Roman am 22., Baroncom August und Dannevaux am 1. September. taillon, 7. Kompagnie: Heising, Hermam, offizier der Reserve, Dortmund=Huckarde, wundet. Infanterie=Regiment Nr. 136, Straßbuz Gefechte im Westen vom 26. August bis 1## ber.(St. Benoit, St. Barbe, Thiaviller). 2 5. Kompagnie: Rimptsch, Karl, Gefreiter, leicht verwundet.— 3. Bataillon, 10.# Willeuver, Gefreiter, leicht verwundet Infanterie=Regiment Nr. 172, Neubraise fecht bei La Salles am 3. und 5. September. taillon, 7. Kompagnie: Neustadt, Georg, tier, Tortmund=Dorstfeld, verwundet. Kaiserliche Marine, Verlustliste 2. Matrosen=Diviston, 1. Abteilung: Ste Emil, Obermatrose, Dortmund, vermißt. Kaiser Alexander=Garde=Grenadier=Regina Berlin. Gefechte bei Auvelois am 21. und 2 gust, Haution am 29. August. Heese, kal er, Tortmund, schwer verwundet. Kaiser Franz=Garde=Grenadier=Regiment Berlin. Gefechte bei Auvelois am 21. un 22 Ermeton=fur=Biert, Mettet und Fournemr an gust. 2. Bataillon, 5. Kompagnie: Jost, Unteroffizier, Dortmund=Lindenhorst, leicht — 8. Kompagnie: Schulte, Albert, Grenadier mund, leicht verwundet. 3. Garde=Regiment, Berlin. Gesechte#e## und St. Quentin am 28., 29. und A# Kompaante: Kublmann. Gwald, Germdter, mund=Huckarde, vermißt.— Jasper, verh#### nadier, Tortmund=Dorstfeld, verwundet—I pagnie: Bovermann, Christian, Tandur, mund, leicht verwundet.— Füsilier=Batailgn, pagnie: Gloddeck, Johann, Füsilier, An leicht verwundet.— Jungesblut, Haul Dortmund, leicht verwundet.— 12. Ko nebohm, Friedrich, Füsilier, Dortmund leicht verwundet. Infanterie=Regiment Nr. 16, Köln, 4 Gefechte bei La Baux am 5., Lüttich vom!. Anderlues am 22., Lobbes vom 23. bis#A u zieres am 30. August. 9. Kompagnie: Kre Musketier, Dortmund=Huckarde, leicht verw 10. Kompagnie: Veith, Karl, Musketter, tot.— 12. Kompagnie: Schmitz, Karl, Tortmund. verwundet. Reserve=Infanterie=Regiment Nr. fecht bei Sedan am 1. September. 1. Kompagni) keus, Hubert, Gefreiter d. Reserve, Inf — 4. Kompagnie: Reese. Leutnant der Re mund, verwundet. Infanterie=Regiment Nr. 70, Saarbrücht 3. Bataillon. Gefechte vom 14 bis 81. August ville, Luneville u. a.) 6. Kompagnie: Bart Josef, Musketier, Dortmund, tot. Preußische Verkustliste Nr. 3 Infanterie=Regiment Nr. 154. 2. Kompagnie: Schmidt 2. Heinrich, Mi mund, vermißt.— Schuhmann, Ote, Lortmund=Dorstfeld, leicht verwundet. Infanterie=Regiment Nr. 173. 1. v. Avoldt. Gefecht bei Mercy=le=Haut an 3. Kompagnie: Gottnick, Walter, 3 80%/1 leicht verwundet.— Strathman“., bnst Tortmund, keicht verwundet.—4 mann, Ernst, Gefreiter, Dortmund, beim Feldartillerie=Regiment Nr. 27. 1. Mainz. Gefechte bei Ochamps am und Raucourt am 30. August. 3. Vatterle Wilhelm, Johann, Kanonier, Dortmund, wundet. Sächsische Verlustlißte Nt 1 Infanterte=Regtment Nr. 102. Zitton 12 August bis L. September). 2. Kompagn== Alfred, Gefreiter der Reserve, Dortmunh, Briefe aus Kriegszeitet. Dachgeehrter herr! Sie zeiben:„Mein Denten uuggen am Boden. Ich kann mich ir## nicht siuden, nehmen Sie das, wie St— Würbe win des ein anderer geth Sie, dann hätte ich es ruhig auf.# und gedachz, vr. 24. der Segr sche e blickt. Daß aber gerade Sie### viel, viel zu denken. Eine ga dungen, die bisher in meinem 9#####,#e#e waren, regten sich; sie spürten einen Angriff gu wagen. Alber ues—# schließlich ruhiger zusehen, P“ Seunders## Richt weil sie vernichtet wären, sonders 2# letzten Hunenhlie fch felbst barauf letzten Augenblick sich selbst darauf größere Recht hat...= unklat' Aber lassen Sie dieses etwas auf sich deruhen! Wir sPr. hnisien# o unheimliche Fülle von Erlebsihighete n# dringt, daß gerade der innerlich geoti#### allem einzelnen garnicht fertig we einem glüalich sei Biderspruch von Freud FL.sichen Leben sehr g Ersen, sondern, auch #E# nagerechtes in unget Venine nicht in E“ Tanm, vo halte ich nnn Jucnige, was in ach nenne das ein Vastain für die sellisch bend Aufe, Vr. Rerien cntn pollsnte! vir schmerzlich be der eine einzige Fra iantet so: Kann man d ur mitten im Wirbelwvit che diese Lienge bis in An einem Weltkrie sumenden Geschlechter vollen sie ihn nicht - sondern noch vielmeh Ich halte es nen est. au bi keine Antwort w ucht für recht, daß m von diesem Wundsein r gle Philosophie in der hat seine eigene Plag sa manche Minuten ihre gehäufte Plag überlasten mit Sor erst die nächsten Jahr; Ist das Leichtsinn neine, es ist sittlicher S Atem habe, besonders ich jetzt zusammen Ich möchte wenigst ## Welt zersplittern I vieder. Wenn ich das tliche Kraft und um in der Reihe stehen, sen rasenden Pulsschla mser ganzes Leben get bares Erleben an sie s leise von sich weg senes oder auch vieles, kann, halte ich für slicht verlangt zu sei Unsere Zeit ist so auß lußerordentliche in ihr halten müssen. Daß besteht, daß wir auc rieges innerlich nicht uns jetzt nicht. Wenn #nd verteidige, dann und um diese Pflick tun, daß es den g man das andere ei nur gerecht und### en darum möchte ich a sondern zum zuverst den Weg bereiten, de Großen in dieser Zei in Ganzen lebt, de zu warnen und hier zu sebt, dem zeigt das beren, geduldigen und bann den Augenblick ##wachsen und langsa un einzelnen Frag mie Weltgeschich m ihr gleichen # einzige Sorge, das eine andere kenne i0 was die Feld der Zeit, wr i wieder 45 ein kurzen A ##rschau zu nehr P#empfangen; d #hnstrecke von w##rschen wiel Nontag ha Uebergang in * dann ansch die Feinde n andern Tag an Land un k von dieser das ganze „fünf Maso rschierte bis it und um wurde, mit Viele Feind die wir## raur befeuertel Rederlage des .### ging al dachte. bald gesun Ainterzeug se Volljacke sehr kalt. 40 #t man schi pien, deihal Setit er Rußlands.= des Schabs. Dr unr d ge Wali von Aier gerftert burchn Indischen me Sept. Die deutsche Kreiger 2 auf der Rede un der Reche 8 ept. Die Nieuwe### Zu den englischen# Emden“ in den## bekanntlich ausitte eine lostbare onen Pfund, an uszug sten, enthaltend die d Vermißten, die der 65. Bonn, Siezu am 24., Carrig an= La Chapelle 29. August. 1. ain, Franz, kr. 129, Graudengust. 2. Bataillon, i Nusketier, Dortmund. Kr. 135, Diedenhof# am 22., Baroncoun im 1. September. eising, Hermam, tmund=Huckarde, Nr. 136, Straßbuz 26. August bis 5 e, Thiaviller). 21 Karl, Gefreiter,1 Bataillon, 10. leicht verwundet. Nr. 172, Neubratset und 5. September. leustadt. Geora. verwundet. e. Verlustliste 1. Abteilung: Ste mund, vermißt. de=Grenadier=Regin llois am 21. und 2 just. Heese, verwundet. Grenadier=Regiment elois am 21. un d22 und Fourneuux an mpagnie: Jost, Lindenhorst, leicht te, Albert, Grenadt erlin. Gesechte bei 8., 29. und A# *, Ewald, Grrater — Jasper, Beriha #ld, verwundet— I Christian, Inter] Füsilier=Batallig hann, Füsiller, Dun gesblut, Va#l# et.— 12. Kompaank: füsilier, DortmundNr. 16, Köln, 3 n 5., Lättich vom. #s vom 23. 50 A 1. Kompagnie: Kro) ickarde, leicht Karl, Musketter, Schmitz, Karl, egiment Nr. 2o tember. 1. Kompagun, * d. Reserve, Leutnant der Re Nr. 70, Saarbrücken, m 14 bis 81. August Kompagnie: Bart rund, tot. erkustliste Nr. 30 Otte, ginalich fertig geworben ist, dann ###uge spruch von der anderen Seite und so ecg nur Freud und Leid, die auch im gehen sehr unvermittelt nebeneinzsichen- dern auch Böses und Gutes, Gerechin ungeahnter Ausdehnung. Das rundweg zu. Ich habe mich aber an ##ist, gewöhnt, das heißt also: Weil ich nicht in eine Formel bringen und Einzeln„, halte ich mich an das Tapfere, gachtige, was in dieser Zeit aufsteht und W#eien von Herzen freuen und dadurch noch Mut machen, daß es in lichte Höhe # nenne das ein Hausmittel; denn unfehlSein für die selischen Fragen des Krieges, Dg gaffe, ist ebensowenig vorgemerkt wie viel Ercpagregeln volkswirtschaftlicher und sanitärer u. vüir schmerzlich vermissen. Vielleicht hilft eine einzige Frage über manches hinweg. ## so: Kann man denn überhaupt von uns, ##ien im Wirbelwind stehen, verlangen, daß liese Dienge bis in ihre Tiefen hinein ausM, An einem Weltkrieg, wie der jetzige, werden Enmenden Geschlechter noch genug zu arbeiten Ptruassen sie ihn nicht nur politisch und milisondern noch vielmehr sittlich und geistig verach halte es für keine Schande, man jetzt auf viel innerliche Fraseine Antwort weiß, ich halte es aber u# für recht, daß man innerlich wund wird un diesem Wundsein redet. Es gibt eine wunie Philosophie in der Bibel, die heißt:„Jeder hat seine eigene Plage“. Heute hat on jede ig manche Minuten unsäglichen Wartens und us ihre gehäufte Plage. Eben darum soll man c überlasten mit Sorgen und Fragestellungen, #n die nächsten Jahrzehnte einigermaßen lösen zst das Leichtsinn oder gar Gleichgültigkeit? ne es ist sittlicher Selbsterhaltungstrieb. Was Atem habe, besonders an geistigem Atem, das sch jetzt zusammen mit meinem ganzen Volt möchte wenigstens dieses Erlebnis mir ne Welt zersplittern lassen; das kommt so niepieder. Wenn ich das tue, so kämpfe ich auch nliche Kraft und um geistige Höhe. Man muß n der Reihe stehen, man muß mit dabei sein, ien rasenden Pulsschlag zu empfinden, von dem mser ganzes Leben getragen ist. Solch ein un##ares Erleben an sich vorbeigehen zu lassen s leise von sich wegschieben, weil man dies ines oder auch vieles, ja sehr vieles nicht verkann, halte ich für wirkliche Ungerechtigkeit. sflicht verlangt zu seiner Zeit das seinige zu Unsere Zeit ist so außerordentlich, daß wir für ußerordentliche in ihr Blick, Hand und Mund halten müssen. Daß all das andere noch dabesteht, daß wir auch mit den Grundfragen krieges innerlich nicht fertig werden, das beus jetzt nicht. Wenn ich das Leben von Weib #nd verteidige, dann ist das jetzt meine ganze und um diese Pflicht zu erfüllen, muß man els tun, daß es den ganzen Menschen ausfüllt. man das andere einstweilen zurück, so hannur gerecht und sittlich. darum möchte ich auch Sie nicht zum Hurrau sondern zum zuversichtlichen Ernst wecken und den Weg bereiten, daß Sie sich des gemeinsaGroßen in dieser Zeit erfreuen können. Wer in Ganzen lebt, der hat auch volles Recht, warnen und hier zu mahnen; wer aber nicht sebt, dem zeigt das Geschick nichts von seiner seren, geduldigen und stillen Größe und toir dann den Augenblick versäumt, um über uns nachsen und langsam größer zu werden als m einzelnen Fragen und Sorgen. Jetzt #il Weltgeschichte; sorgen wir, daß mt ihr gleichen Schritt halten! Das m einzige Sorge, das ist meine einzige große eine andere kenne ich nicht. Stets treu verbunden Traub. was die Feldpost bringt. Lieber Bruder! ## Zeit, wo ich Euch zuletzt berichtete, sind in wieder 45 Kilometer vorgerückt. So werrin kurzen Abständen immer weiter vorgehen, rrschau zu nehmen. Die Zeitung vom 19. habe empfangen; die Post hat sich verzögert, da die instrecke von den Russen zerstört war. Wir wpischen wieder viel erlebt. Außer dem Ge##n Nontag haben wir am Freitag einen wagUebergang in Kähnen über die Weichsel unterdann anschließend einen Streifzug. Wir ie Feinde nach rechts zum Weichselufer, um andern Tag besseres zu haben. Als zweiter Land und ging gleich in Deckung. von diesem Tage zum Sonnabend 12.30 das ganze Bataillon mit einer Abteilung fünf Maschinengewehre, Ulanen usw. fort scherte bis 6,30 Uhr morgens. Da wurde i und um 7 Uhr wurde der Feind, der wurde, mit einem mörderischen Feuer über.. Feinde sind liegen geblieben, anderc die wir verfolgten und nach zwei Stun##.# beseuerten. Der Tag endete mit einer #eoerlage des Feindes, auf unserer Seite alles ging alles so schnell, daß der Feind „Zucht dachte. Gebe Gott uns weiteren Sieg, #.##9ld gesund zurückkehre. Wenn Du mir Erzeug senden willst, so sende mir bitte selljacke mit langen Aermeln. Es wird #s kau. Unterhosen sendet mir B... ### konnte ich auch gebrauchen, jedoch mit Finman schießen kann. Wir müssen gleich deshalb wenig Zeit. Herzlichen Gruß Wg Eine Liebesgabenfahrt Landsturm= Infant.=Batl. 1, Dortmund in Landen(Belgien). fuhren wir im Auto morgens 6 Arund nach Aachen, Lüttich, Landen, besggged Landsturm 1, 1. Komp. Pa# den usw. zu überbringen. Wir fuhren 12 Uhr über Chapelle, Battice, #duc; nach Lättich. In Lüttich wateiden 2.## Soldatet. Die Bewohner stan.. der Straße und staunten über grss# arsch unserer Truppen. LürIten Teil verschont geblieben von un##g ummern(Max und Moritz von den A Ortsche; dagegen verschiedene in der Nähe #ann.„““ fast vollständig niedergeschossen Aicheig T.e Straßen waren von den Beldutgerissen oder aber mit schweren sind Sue usw. gesperrt gewesen. Die ### g üder schnell von unseren Soldaten # Straßen fahrbar gemacht worden. ####00 Uhr kamen wir in Landen eb g##em Zubel empfangen wurden. dde war nach Zeitungen, dann erst nach Briefen und Paleten. Dieses ist ja auch gut zu verstehen, die Post kommt sehr, sehr mäßig dort an. Ganze Postsendungen sind 20—25 Tage und noch länger unterwegs; ich selbst habe jeden Tag Zeitungen von hier fortgeschickt und nur wenige sind in den Besitz des Empfängers gelangt. Taher ist die große Freude gut zu verstehen. Jeder von ihnen will gern das Neueste wissen, denn dort in Landen gibt es nicht viel Abwechselung oder Neuigkeiten. An dieser Stelle möchte ich ein Beispiel von prompter Postbeförderung schildern: Ein Postauto trafen wir auf dem Wege von Aachen nach Lüttich ungefähr 12—15 Kilometer von Aachen entfernt. Wir wurden von dem Führer des Autos festgehalten und gebeten, ihm eine Luftpumpe zu leihen, was auch bereitwilligst geschah. Er überreichte die Pumpe einem Bahnbeamten, den er von Aachen nach Lüttich mitnehmen wollte und ließ von diesem den Reifen auspumpen. Er selbst sah fröhlich zu, wie dieser sich anstrengen mußte. Er sagte zu uns, er sei seit 4 Uhr morgens unterwegs von Aachen(da war es 1 Uhr mittags). Auf unsere Frage, wie es komme, daß er noch nicht weiter sei, antwortete der Führer ganz vergnügt:„Wenn ich heute nicht nach Lüttich komme, so bin ich eben morgen da.“ Wir brauchen uns also nicht so sehr über teilweise Verzögerungen der Feldpost wundern, wenn derartige Meinungen über Postbeförderungen bestehen. Die Verpflegung in Landen ist gut und reichlich, so daß keiner der Landstürmer Klagen führen konnte. Ich erzählte dort von den verschiedenen unerhörten Gerüchten, die hier in Tortmund laut geworden wären. Einige sollten nämlich schon gefallen sein oder aber andere verwundet. Die Genannten, worunter sich auch mein Bruder befand, sind sehr gesund und munter. Teilweise wurde über diese Gerüchte gelacht, aber auch andererseits waren sie sehr erregt über deratige frivol erfundene Verbreitungen. Es ist doch wirklich eine Gemeinheit, mit derartigen Gerüchten, die in Frage kommenden Frauen zu beängstigen. Der Hauptmann der 1. Komp. bat mich auch im Beisein der ganzen Mannschaft, die wahren Verhältnisse über das Befinden der ganzen Komp. durch die Zeitungen bekannt zu geben. Und dieses ist sehr gut. Sie sind einmal alarmiert worden, aber nicht in Tätigkeit getreten. Unsere Angehörigen können sich also beruhigen, unsere Krieger vom Tortmunder Landsturm 1 sind bisher noch in keinem Gefecht und keiner Gefahr gewesen. Unser Aufenthalt in Landen war leider sehr kurz. Wir wollten vor Tunkelwerden noch Aachen wieder erreichen, das uns allerdings nicht gelungen ist. Reichlich mit Briefen und Paketen versehen, verließen wir unter Hurrarufen Landen. Wir fuhren mit ziemlicher Geschwindigkeit, wie es uns das dortige Pflaster gestattete, gerieten aber trotzdem in der Tunkelheit zwischen die Trümmer einzelner Ortschaften. Unheimlich war es in dem Tunkel der Nacht, zwischen den doch teilweise noch nicht sicheren, niedergebrannten und niedergeschossenen Häusern. Wir gelangten nach längerer Fahrt zu einer Munitionskolonne und bekamen dort wieder nähere Auskunft über unsere Weiterfahrt, da die Wegweiser größtenteils vernichtet oder geändert waren. Gegen 10 Uhr erreichten wir Aachen, wo wir übernachteten. Am nächsten vormittag kehrten wir dann über Jülich, Neuß, Werden, Essen nach Tortmund zurück. Die mitgebrachten Briefe, und Pakete sind teilweise bei mir, Rheinischestraße 74, abgeholt. Der Rest ist durch meine Boten den einzelnen Empfängern zugestellt worden. Alb. Hamacher. Die große Heldentat des„U 9“. Es wird dich wahrlich immer sehr erfreun, Was jüngst vollbracht das Unterseeboot Neun Mit der Besatzung von nur zwanzig Mann. Dies zeig ich hier, gemächlich sieh's dir an. Es strich durchs deutsche Meer nach Feindes Land „U 9“ und suchte, was es bald auch fand, Den Feind. Drei Panzerkreuzer schwammen da, Doch eines Feindes keines sich versah. Das war ein Fall! Die„Zwanzig“ sagten sich: Die„drei“ sind reif für einen schweren Stich. Sie fuhren tapfer drauf und schossen ab Den spitzen Pfeil, der traf und saß und gab Dem schwer Getroff'nen fest den Todesstoß; Der Panzer barst, und in des Meeres Schoß Versank mit ihm, was sich auf ihm besand. Verlockend war der Anfang! Drum bestand „U 9“ auf gleiche Art den weitern Kampf, Zerschoß die Kreuzer unter vollem Dampf Zweitausend Feinde vollauf es ergab, Die dabei fanden noch ihr nasses Grab. Nachdem„U 9“ das achtsam hat vollbracht, Dampft schadlos heim es von der heißen Jagd. Der Kaiserliche Herr die Helden ehrt, Hat jedem gleich das„Eisern Kreuz" beschert. Wer in den Krieg sich wagt, sei unverzagt, Sei wach und nicht von Schlummersucht geplagt! Nur solchem Manne winkt der frohe Sieg, Nicht dem, der träg und faul die Zeit verschlief. Karl Waldow. Lokales und provinzielles. Dortmund. den 30. September. — Herr Dr. Dembowski. der bis 1. April 1914 Abteilungsvorsteher am städtischen Medizinalamt hier und Vorsteher des hygienisch=bakteriologischen Instituts war, hat als Assistenzarzt und stellv. Bataillonarzt im Infanterie=Regiment 158, als erster Arzt seiner Tivision, nach der Schlacht bei St. Quentin das eiserne Kreuz am schwarz=weißen Band erhalten. —: Liebesgaben. Dem Beispiel anderer Städte folgend, haben sich auch in Tortmund eine Anzahl Automobilbesitzer bereit gefunden, demnächst ihrem Wagen eine große Sendung Liebesgaben den kämpfenden Truppen des 7. Armeekorrps unmittelbar zuzufuhren. Näheres über die Annahmestelle wird noch mitgeteilt werden. —: Kriegsliebesdienst. Von den Beamten und Angestellten der Eisenbahn=Stations=Kasse Tortmund=Verschiebebahnhof wurde als 1. Rate für den Kriegsliebesdienst das Ergebnis der SeptemberSammlung mit 132.50 Mark zur Verfügung gestellt. —! Weiterführung der öffentlichen Arbeiten. Auf eine Denkschrift, die der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen an den Reichskanzler gerichtet hatte, und worin er die Aufrechterhalung und Weiterführung der öffentlichen Arbeiten im Interesse der Arbeiter und Steuerzahler fordert, ging vom Minister der öffentlichen Arbeiten eine Antwort ein, aus der hervorgeht, daß angefangene Bauten überall da, wo es sich ermöglichen läßt, weitergeführt und auch neue Bauausführungen in Angriff genommen werden sollen. Alle für den Bau und Betrieb erforderlichen Materialbeschaffungen sollen beschleunigt vorgenommen werden. Der Bedarf der Lokomotiven und Gisenbahnwagen ist schon jetzt für 1915 teilweise in Bestellung gegeben. Es ist angeordnet worden, daß eine vlötzliche Zahlbarkeitsmachung aller für Lieferungen und Leistungen fälligen Forderungen erfolgt, und daß weitergehende Erleichterungen den Werken im Lieferungskautionswege gewährt werden. —: Reden aus der Kriegszeit. Die Reden, die in Tortmund während des Krieges gehalten werden und sich unmittelbar oder mittelbar auf den Krieg beziehen, sollen in einem Bande vereinigt und gedruckt werden— natürlich, soweit sie es verdienen—, damit auch ein kommendes Geschlecht sich daran erfreue. Der Gedanke rührt von dem Direktor der Stadtbibliothek Herrn Dr. Schulz her, der die in Betracht kommenden Kreise dafür zu interessieren vermocht hat. —: Das Eiserne Kreuz erhielten Unterofsizier der Reserve Heinrich Vollmeyer, Weisbachstraße 30, Lehrer Hilker Reisender Albert Brügel, der auch wegen bewiesener Tapferkeit vor dem Feinde zum Unteroffizier befördert wurde. —.—n neindesland fiel während eines Nachtgefechtes am 17. d. Mts. Herr Rechtsanwalt Prinzenverg von hier. —. Verbrannt. In vergangener Nacht gegen 1.45 Uhr ist in dem Hause Rheinischestraße 148 ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, bei welchem der Arbeiter Stephan Makowiak, welcher in dem genannten Hause ein Zimmer bewohnte, verbrannte. = Paderborn, 29. Sept. Die Eheleute Bakemater wurden heute nachmittag um 4,30 Uhr in einem Hause am Senneweg ermordet aufgefunden. Angeblich handelt es sich um einen Raubmord. Einzelheiten fehlen noch. = Hannover, 29. Sept. Die hiesige tierärztliche Hochschule hat dem scheidenden Oberpräsidenten Dr. von Wentzel in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Förderung der veterinären Wissenschaft die Würde eines Dr. med. vet. verliehen. Telegramme. Zur Beachtung dringend empfohlen. Berlin, 30. Sept. General von Löwenfeld macht im Korpsverordnungsblatt bekannt: Gefangene französische Offiziere berichten, daß sie unsere Offiziere und Offizierstellvertreter an den blanken Ledergamaschen erkennen und abschießen. Er rät, die Ledergamaschen grau zu beschmutzen und dunkel zu machen, um kein Ziel zu bieten. Die Engländer haden unsere Vorgesetzten an der vielen Benutzung der Ferngläser erkannt und beschossen.(Voss. Ztg.) Die englischen Söldner werden verkauft. Dem„Berl. Tagebl.“ wird mitgeteilt, daß ein aus Frankreich zurückgekehrter verwundeter Ofsizier, der die Kämpfe gegen die Engländer mitgemacht habe, u. a. berichte, die französtsche Regierung bezahle die englischen Hülfstruppen. Jeder Mann erhalten für jeden Gefechtstag acht Franken. Außerdem würden die englischen Hülfstruppen auf Rechnung der französischen Regierung verpflegt. Englischem Krämergeist würde das wohl entsprechen. Italien will nicht nach Albanien. WTB. Rom, 29. Sept. Die Zeitung„Popolo Romano“ sagt, die Konsulta hat keine offizielle Nachrichten erhalten, welche die Wahl des Prinzen Berhan Eddin zum Fürsten von Albanien bestätigt. Die Zeitungen stellen entschieden in Abrede, daß man in Italien augenblicklich an eine Expedition nach Albanien denke.— Nach der„Tribuna“ würde es gerade in diesem Augenblick nur bedauerlich sein, wenn man den Sinn für das Maß verlöre und eine italienische Zerstreuungspolitik triebe, die nur eine Sackgasse sei und zu einer Zersplitterung der Kräfte führen würde, welche sorgfältig erhalten werden müssen. Man übertreibe nicht! WTB. London, 29. Sept. Ministerpräsident Asquith sagte in einer Rede in Dublin, er glaube, daß das erste indische Kontingent heute in Marseille landen werde. In allen Kolonien sammelten sich Kontingente. In Großbritannien hütten sich 500000 Mann unter den Fahnen gesammlt. Die armen Inder werden wohl bald den Schnupfen kriegen und die Lazarette füllen. Das gleiche wird mit all den Hülfskräften der Fall sein, die aus warmen Gebieten herangeholt werden.— Eins möchten wir zu gern sehen: Die 500000 englischen Rekruten auf einmal. Sperrung der Dardanellen. WTB. Konstantinovel, 30. Sept. Die Hasenpräfektur teilt mit, daß die Dardanellen gestern früh gesperrt worden sind, da die Notwendigkeit dieser Maßregeln erkannt worden sei. Kein Schiff würde demnach in die Dardanellen einlaufen, oder diese verlassen können. Jetzt werden spanische Kriegsschisfe geraubt. Amsterdam, 30. Sept. Wie der Telegraaf aus London meldet, wurden die zwei auf englischen Werften im Bau befindlichen spanischen Kriegsschiffe von der Admiralität beschlagnahmt. Es handelt sich hier anscheinend um zwei Panzerkreuzer„Alfons 13“ und „James 1“. Jerstörung belgischer Eisenbahnen. Haaa, 30. Sept. Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ entnimmt belgischen Blättern eine Schilderung, wie am Sonntag von einer ungenannten belgischen Station hintereinander 5 wilde Züge mit Eisenerz nach Löwen zu abgesandt worden seien. Die Maschinisten und Heizer brachten die Züge soweit als möglich, öffneten alle Ventile und sprangen ab. Man weiß noch nicht, welches Unheil diese Züge verursachten, ehe sie das von den Deutschen benutzte Retz erreichten. Aber sicher ist die Linie nach Antwerpen an verschiedenen Stellen auf lange Zeit unbrauchbar. Allerneueste. Italiens Stunde wird kommen. WTB. Berlin, 30. Sept. Die Berliner Morgenblätter melden: Ueber Italiens und Deutschlands Schicksalsgemeinschaft schreibt Professor Fester aus HalleSaale im„Tag“: Vom italienischen Standpunkt aus wird man vielleicht noch sagen dürfen, daß die Gelegenheit, die es zu ergreisen gilt, gekommen ist. Daß sie kommen wird, daran zweifelt kein Deutscher und dann wird sich zeigen, ob unser Schicksalsgenosse den sicheren Blick von 1866 auch noch heute besitzt. Mit der Anute Freiwillige gesucht. WTB. Konstantinovel, 30. Sept. Die hiesige offiziöse Agentur erklärt, die russische Regierung wolle muselmanische Freiwillige in den russischen Distrikten am Schwarzen Meer, insbesondere in Adschera, Tschuruksu und der Umgebung von Bartum in das Heer einreihen. Da die Muselmanen sich weigern, wurden die Notabeln eingekerkert. Die muselmanische Bevölkerung ist sehr erregt. Die Einwohner von Adschara hätten zu den Waffen gegriffen Unaussprechliche Verstümmlung deutscher Verwundeter. WTB. Großes Hauptquartier, 30. Sept. Der Generalstabsarzt der Armee und Ches des Feldsanitätswesens von Schierning hat dem Kaiser folgende Meldung erstattet: Vor einigen Tagen wurde in Orchies ein Lazarett von Franktireurs überfallen. Bei der am 24. September gegen Orchies unternommenen Strafexpedition durch Landwehrbataillon 35 stieß dieses auf überlegene feindliche Truppen aller Gattungen und mußte unter Verlusten von 8 Toten und 35 Verwundeten zurück. Ein am nächsten Tage ausgesandtes bayrisches Pionierbataillon stieß auf keinen Feind mehr und es sand Orchies von den Einwohnern verlassen. Im Orte wurden 20 beim Gefecht am vorhergehenden Tage verwundete Deutsche grauenhaft verstümmelt aufgefunden. Ohren und Nase waren ihnen abgeschnitten und man hatte sie durch Einführung von Sägemehl im Mund und Nase erstickt. Die Richtigkeit des darüber ausgenommenen Befunder wurde von zwei französischen Geistlichen unterschriftlich bestätigt. Orchies wurde dem Erdboden gleich gemacht. Zur Sperrung der Dardanellen. WTB. Konstantinovel, 30. Sept. Eine halbamtliche Note stellt zur Rechtfertigung der vollständigen Sperrung der Dardanellen fest, daß die englisch=französische Flotte seit einiger Zeit am Eingang der Dardanellen kreuze, wobei sie die ein= und ausfahrenden Schiffe anhielt, sie durchsuchte und die Besatzung ausfragte, was der Freiheit der Schiffahrt in den Dardanellen tatsächlichen Abbruch tue. Deshalb beschloß die Regierung, die Dardanellen zu sperren und nicht wieder zu öffnen, bis sich die genannte Flotte aus der Meerenge entfernt hätte und die bis herigen abnormalen Verhältnisse geschwunden seien. Lob dergesundheitlichen Einrichtungen im deutschen heere. WTB. Bern, 30. Sept. Der„Bund“ bring einen Artikel über das deutsche Heeressanitätswesen der die glänzende deutsche Organisation lobt und die Einzelbehandlung rühmend hervorhebt. Professor von Oettingers Richtlinien für die chirurgische Tätigkeit in der Front Etappe und Heimat werden anerkennend besprochen. Der Artikel schließt: Wenn man noch erwähne, daß die deutsche Armee auch gegenüber jeglicher Gefahr wie Typhus, Ruhr, Cholera und Pest ganz vorzüglich gewappnet sei, so erhalte man den Eindruck einer rückhaltlosen bis in die kleinste Einzelheit durchgeführten Organisation, in den sich aber auch ein klein wenig Neidgefühl mische. 2000 Russen in Afghanistan umgekommen. WTB. Konstantinovel 30. Sept. Gestern hier eingetrossene persische Blätter enthalten die Bekätigung des Zwischenfalles bezüglich des Tunnels an der russischeafghauischen Grenze. Die Russen bauten seit zwei Jahren heimlich an einem Tunnel von der Grenzstadt Kuschka nach Herat. Der Gouverneur von Herat war hiervon verständigt. Der Emir von Afghanistan ordnete die Zerstörung des Tunnels an. Gerüchten zufolge sind 2000 Russen uno zahlreiche Arbeiter in dem Tunnel umgekommen. Der Zwischenfall hat in den Beziehungen zwischen Rußland und Afghanistan eine große Spannung hervorgerufen. Die Perser schlagen Russen in die Flucht. WTB. Konstantinovel, 30. Sept. Ildam erfährt: Der persische Stamm Sumai griff an der Grenze bei Bachsale die russische Stellung von Sirdschick an. Zwei russische Offiziere und 200 Soldaten wurden getötet, 4 Offiziere, und 400 Soldaten verwundet. Der Rest der russischen Truppen floh und ließ vier Maschinengewehre, Waffen und Munition zurück. Würzig aromatisch bekömmlich Trustfreitt Specielmarken: Salem Aleikum, Salem Gold Orient, Tabak- u. Ggarettenfabrik Tenidze, Inh. Hugo Ziefz. Dresden von der Felopost. Aus der zur Tagesordnung gehörenden Klagen über die Feldpost geht hervor, daß vielfach die Ansicht besteht, die Feldpost habe die Aufgabe, die Feldpostbriefe usw. an die Angehörigen des Heeres zu bestellen. Das ist nicht der Fall. Die bei den Feldpostanstalten eingehenden Postsendungen werden von Mannschaften der Truppenteile abgeholt; die Auslieferung der Briefe, Karten, Päckchen an die Soldaten, sowie die Rückgabe unanbringlicher Sachen ist von den Truppenteilen zu besorgen. Eine unglaubliche große Menge der aufgelieferten Feldpostsendungen trägt Aufschriften, die ein Auffinden des Empfängers ganz unmöglich machen. Bei unserem Riesenheere gibt es so zahlreiche, ähnlich lautende Bezeichnungen der Truppenteile, daß in vielen Fällen selbst der im Felde stehende Soldat seinen Angehröigen nicht eine zweifelfreie Adresse mitteilt. Ersatz=Batln. Ins.=R. 13 Ersatz=Baln. Res.=Inf.=R. 13 Ersatz=Batln. Landw.=Inf.=R. 13 sind verschiedene Truppenteile in ganz verschiedenen rten; während ein Ersatz=Batailon 26 vielleicht an der russischen Grenze steht, steht das Brig.=ErsatzBataillon 26 in Frankreich. Zur Sache bringen die„Münchener Neuesten Nachrichten“ folgenden Aufsatz aus berufener militärischer Feder: „Aus rein militärischen Gründen— Warung des Geheimnisses des Aufmarsches— muß eine Vermittelung privater Briefsachen zwischen Heimat und ausgerückten Truppen und umgekehrt bis zum 14. Mobilisationstag als ausgeschlossen gelten. Je nach dem Gang der militärischen und politischen Ereignisse kann sich dieser Zeitraum auch auf längerer Zeit ausdehnen. Bei der Bayrischen Armee beispielsweise ward in diesem Feldzug diese Frist auf 3 Wohen bemessen. Die Operation begann mit einer geplanten Rückzugsbewegung, den Mannschaften war dies bekannt gegeben. Angenommen, die Leute hätten dies nach Hause schreiben können, wie wäre es möglich gewesen, das Geheimnis einer solchen Operation vor dem Feinde zu wahren? Es war aber auch nicht möglich, die Briefe der Angehörigen ins Feld hinauszubefördern, weil die hierzu nötige bis ins einzeine gehende Kenntnis der Kriegsgliederung in dieser Zeit einem so weitem Kreis von Personen nicht bekannt gegeben werden kann, als es die Aufnahme des allgemeinen Postbetriebs erfordern würde. Nach einer solchen längeren oder kürzeren Einleitungsperivde könnte sich nun ein regelmäßiger, wenn auch im Hinblick auf den nach Dichtigkeit und Schnelligkeit sehr eingeschränktem Eisenbahnbetrieb erheblich verlangsamter Postverkehr zwischen Armee und Heimat einspielen, wenn nicht die Kriegsläufe neuerdings Hindernisse in den Weg stellten. Die Zuführung der mit der Eisenbahn im Rücken der Armee angelangten Postsendungen zur Truppe ist nämlich so lange so gut wie ausgeschlossen, als die Truppen im Kampf stehen. Im Rücken der kämpfenden Truppen gehören die Straßen ausschließlich dem Meldeverkehr, dem Munitions= und Verpfegungsnachschub und der Verwundeten Rückbeförderung. Jedes andere Fahrzeug wird als störend und lästig beiseite geschoben oder 20—30 Kilometer zurückgehalten. In der kurzen Pause der Nacht, in der vierleicht der Kampf ruht, ist es nicht möglich, die Postfohrzeuge vorzuziehen, ganz abgesehen davon, daß es unmöglich wäre, im Tunkel der Nacht die im Gefecht durcheinander gekommenen Truppenteile zu finden. Beim ersten Tagesgrauen aber beginnt von neuem der Kampf, da ist keine Zeit, Postsäcke auszuteilen oder gar Pakete zuzustellen, welch letztere beim Ruf„An die Gewehre“. Überdies nicht selten einfach im Felde liegen bleiben müßten. Gehen die Gefechte wie in diesem Kriege tagelang so fort, so ist es mehr Zufall als Kunst, wenn es in diesen Zeiten gelingt, einige Briefsäcke an den Mann zu bringen. Kommt nun endlich eine jener unerläßlichen Arempausen der Kriegshandlung, so steht die Felopost vor der Aufgabe, eine unbeschreibliche Menge von angesammelten Briesschaften zu bewältigen, meist in freiem Felde, denn jedes in der Nähe des Gefechtsfeldes und weit zurück etwa noch vorhandenen Obdach ist mit Verwundeten, arbeitenden Stäben usw. belegt. Verhältnismäßig leicht ist es noch auf dem Gefechtsfeld, die Karten und Briefe der Ueberlebenden einzusammeln und zurückzubringen in die Heimat. Der Zustellung der angesammelten Briefschaften an die Kämpfer stellen sich neue Hindernisse in den Weg. Tausende kann der Gruß aus der Heimat nicht mehr erreichen, weil sie stumm und bleich auf dem Felde der Ehre liegen. Andere Tausende sind in den Lazaretten, Feind und Freund durcheinander, niemend kann dem Feldpostschaffner sagen, wo; es dauert Tage, vielleicht Wochen, bis der schon„vermißt“ gemeldete irgendwo in der Heimat in einem Lazarett austaucht. Selbst ganze Truppenteile sind in der Hitze des Gefechtes aus ihrem Verbande losgelöst, anderen Verbänden zugeteilt, auf Tage verschwunden. Führer, die Auskunft geben konnten, sind gefalten, die am Leben Gebliebenen haben alle Hände voll zu tun und so vielerlei zu ordnen, was immer noch wichtiger ist als die Post. Wahrlich, die Feldpost ist nicht schuld, wenn sie unter solchen Verhältnissen ihre Sachen nicht an den Mann bringt. Ueberdies stehen noch eine Reihe von Truppenteilen im Feide, für die eine Feldpostanstalt zunächst nicht vorhanden war. Da find Teile der Kriegsbesatzung einer Festung, dort Landwehrtruppen noch zur Entscheidungsschlacht herangezogen worden, telegraphisch, binnen wenigen Stunden auf die Eisenbahn gesetzt mit geheimem Marschziel. In der Eile wurde versäumt, die heimische Postanstalt von dem Abmarsch und der weiteren Bewegung zu benachrichtigen. So hat die Truppe selbst die Verbindung mit der Post vernachlässigt und darf sich nicht beklagen, wenn sie nicht gefunden wird. Von den kleineren Fehlerquellen, die die Postzustellung erschweren, soll hier nicht eingehender gesprochen werden, nur eine wäre noch zu berühren: die Adresse. Es ist vielleicht nicht uninteressant, zu erfahren, daß das bayrische Kriegsministerium vor kurzem vom Reichspostamt ersucht wurde, die Zugehörigkeit von etwa 30(Formationen mitzuteilen, für die unbestellbare Postsendungen an den Sammelstellen vorlägen. Unter den 30 auf den Adressen angegebenen Truppenbezeichnungen waren nicht weniger als 20, die überhaupt nicht existieren. Wahrlich, man tut den mit aller Hingabe sich bemühenden Postbeamten Unrecht, wenn man sie unausgesetzt mit Vorwürfen über das Versagen der Feldpost überhäuft.“ Humoristisches. Aus der„Jugend“ Ich sehe auf dem Flur der Redaktion Das Bildnis von dem sauberen Patron, Dem Delcasse; ich murmle durch die Zähne „Apache, du! Dir gönnt ich lange schon So ein paar Watschn, bayrische, als Lohn, Du gallische Hyäne!“ Ruft's hinter mir:„Mei liaba Herr, o seh: Zwoa Watschn, für dös Bröckerl Telcassee, Dös war in dera teuern Zeit Verschwendung Und nacher sagat'n s’, mir Vayern war'n— Sie sag'n's eh' scho— grausliche Barbarn Die zweite Watschen war’ ja Leichenschändung! Ernst von Possart. man Schau, schau— der Shau, „Wir müssen so lange auf die del losschlagen, bis wir ihnen den mus ausgetrieben und uns Ac##### haben. Hat man Deutschland Hilfe zu Boden geschlagen, so Partei wechseln und mit der Kubesiegtes Deutschland noch leisten### selbe Operation an Ruißland dornehugzBernhard Erst war er sehr für deutsches Der kluge Brite Bernhard Shay Und kam dabei auf seine Spesen Als Lustspielfabrikant en Viel zahlten wir an Tantiemen Für manchen witzelnd faden Schund Und Geld von Deutschland anzunehmen Das schien ihm nützlich und gesund. Jetzt haben Grey und tuttt quanti Ihm sein Exportgeschäft verpatzt— Da fährt er, wüst wie ein Aschantt. Auf Deutschland los und beißt und frae, Erst Spezialist vom reinsten Wasser Jetzt Rulebritannier— na und wie! Bedroht er uns als Deutschenhasser Mit gutgemeinter Hysterie. In Wahrheit ist es anzunehmen, Daß der Geschästsmann kühl erwägt Was nach dem Krieg an Tantiemen Die Schwenkung ihm in— England trigt Landsturm.„Weeste, wat ick mir winschens# den Zaren mecht' ick nach englischem Völkerrech# arbeiten. Höher geht's nicht meyr. Lloyd sagte in einer öffentlichen Rede, England ha## Kriege nicht fernbletben können, ohne sich mit Sazu bedecken. Nach deutscher Auffassung seien Verna nur Papierstücke. Eine große Nation solle sich men, sich wie ein betrügerischer Bankrotteur u tragen.— Lloyd George ist— wir bitten un Leser, dieses gemeine Schimpswort zu entschuldigg — ein Gentleman! Aus der kommenden Weihnachtsnnmer der Timest Von den 13 Forts um# leisten 22 noch heldenmütigen Widerstand. Bekanntmachung. Die Anmeldungen zur Aufnahme in die Anstalten des Potsdamschen großen Militär=Weisenhauses gehen nach Mitteilung des Herrn Kriegsministers immer spärlicher ein, so daß es den Anschein gewinnt, als ob die hierfür bestehenden Bestimmungen nicht hinreichend bekannt sind. Ich bringe daher nachstehend diese Bestimmungen zur öffentlichen Kenntnis: I. Die Stiftung gewährt den Kindern verstorbener Soldaten vom Feldwebel abwärts. 1) Aufnahme in die Erziehungsanstalten Potsdam(evangelische Knaben), Pretzsch(evangelische Mädchen), Haus Nazareth zu Hörter,(katholische Knaben und Mädchen), 2) soweit eine solche Aufnahme nicht stattfinden kann, Pflegegeld von jährlich 90 Mark oder für Toppelwaisen von 108 Mark. A. Anspruch auf diese Wohltaten haben die Waisen im Fall der Bedürstigkeit, wenn der Vater im preußischen oder in einem unter preußischer Verwaltung stehenden Heereskontingent zur Zeit der Geburt des Kindes aktiv diente oder während dieses Militärdienstes oder an den Folgen einer Kriegsbeschädigung gestorben ist. Dem Dienst im preußischen Heere ist zur Zeit derjenige in der Kaiserlichen Marine gleich gestellt. Cl. Aufnahme in die Erziehungsanstalten kann auch solchen Waisen bewilligt werden, deren Vater einen Feldzug mi gemacht oder nach Erfüllung der gesetzlichen Dienstpflicht längere Zeit weiter gedient hat oder als Invalide anerkannt ist. IV. Die Wohltaten werden bis zum 15. Lebensjahre des Kindes gewährt, und zwar das Pflegegeld vom Monat der Anmelbung an. Die Aufnahme in die Anstalten finden zwischen dem 6. bis 12. Lebensjahre des Kindes zu Östern und Michaelis, in die Anstalt zu Pretzsch nur zu Ostern statt. W. Die Aufnahme in die Anstalten hat vom 1. des der Aufnahme folgenden Monats ab bis zum Ablauf des Entlassungsmonats die Abführung des gesetzlichen Waisen= und des aus dem Reichs=Invaliden=Fonds und dem Kaiserlichen Dispositions=Fonds bewilligten Erziehungsgeldes zur Hauptmilitär=Waisenkasse zur Folge. VI. Gewährung von Pflegegeld wird durch Waisen= und Erziehungsgeld(V.) ausgeschlossen. Neben dem auf Grund des Reichsgesetzes vom 13. Juni 1895, betreffend die Fürsorge für Witwen und Waisen der Personen des Soldatenstandes des Reichsheeres und der Kaiserlichen Marine vom Feldwebel abwärts, zuständigen Waisengeld kann jedoch ein Teil des Pflegegeldes bis zur Erreichung der Beträge von 90 und 108 Mark (I 2) bewilligt werden. VII. Die Bewerbung um die Wohltaten ist an das Direktorium des Potsdamschen großen MilitärWaisenhauses in Berlin(Wilhelmstraße 82—85) zu richten. Dem Gesuche sind beizufögen: 1) die Militärzeugnisse des Vaters, 2) die Sterbeurkunde des Vaters und bei Doppelwaisen auch der Mutter sowie die Geburtsurkunde des Kindes, 3) eine amtliche Bescheinigung der Bedürftigkeit, 4) ein Amtlicher Ausweis über das zuständige Waisen= oder Erziehungsgeld. Dortmund, den 24. September 1914. Der Oberbürgermeister. Elberfelder Zeitung## Neueste Nachrichten Oegeünort 1782. „ Ausgabe B: 2mal täglich(Morgen= u. Abendausgabe) Mark 2.25 Orobenummern werden kostenfrei zugestellt. driigt in wertvollen und sters originalen aufsätzen der hervorlagendsten Politiker und Parlamentarier ein getreues Sniegelhild unser## politischen und sozialen Zeitströntungen Teil der„Hilfe“ bringt ausführlic ungen aller Vorgänge und Erscheinung Spiegelbild unserer er Unterhaltende Tei.—„Hilfe“ bringt ausf selpständige Würdigungen aller Vorgänge und Ersche ude Sediet der Literatur a. Kunst. Bezugspreis vierteijährlich 2.50 Mark. Verlangen Sie bitte unter Hinweis auf diese Ankündigung ein kostenleiee Menatsabennement vom jen. che. tel(Buchverlag der Nationalstiftung für die Hinterbliebenden der im Kriege Gefallenen. Aufruf. Ein gewaltiger Krieg ist über Deutschland hereingebrochen. Millionen deutscher Männer bieten ihre Brust dem Feinde dar. Viele von ihnen werden nicht zurückkehren. Unsere Pflicht ist es, für die Hinterbliebenen der Tapferen zu sorgen. Des Staates Aufgabe ist, hier zu helfen, aber er kann nicht allein, diese Hilfe muß ergänzt werden. Deutsche Männer, Deutsche Frauen gebt! Gebt schnell! Auch die kleinste Gabe ist willkommen! Das Bureau befindet sich Berlin NW. 40, Alienstraße 11. Das Präsidium: v. Loebell, Staatsminister und Minister des Innern. Ausschuß für den Regierungsbezirk Arnsberg: v. Bake, Regierungspräsident. Gisevius, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat. Oberregierungsrat, Pfesser, Oberregierungsrat. Jahlstellen: Sämtliche Postanstalten, die Reichsbankstellen, Kreiskassen, Sparkassen, Amts= und Gemeindekassen, Geschäftsstellen der Zeitungen. 2 Kronen für elektrisches u. Gaslicht um zugshalber sofort billig zu verkaufen. Hohestrasse 18, 1. Cigarren- u. EigarettenSpezial-Geschäft G. Dortmund Betenstr. 19 u. Kuckelke 4 Qualitäts-Cigarren renommiert. Hamburger, Bremer etc. Fabriken. " Alleinverkauf der Brun's Patent-Cigarren (Nicotin-unschädlich.) — Fernsprecher 4891.— Stimmungen, Reparaturen an Pianos— Flügel aller Fabrikate, werden von tüchtig. Fachleuten ausgeführt. Franz Reinelt Klaviermacher, Dortmund. Balkenstr. 14-16, a Rathaus. Fernruf 1992. Waise,schlank.brünett 120.000 Mk Vermögen wünscht rasche Heirat. Herren,(Vermögen Ne bensache), die es ernst meinen, w. s. sof. melden bei„Hymen“. Berlin, Elisabethstr. 66. 4035 Pram Bezugspreis: Vierteljährlich Mark 2,50 Fernruf: 4500, 4501, 4502 4503 he Landeszeitung 35. Jahrgang Wöchentlich 7 Ausgaben Telegramm=Adr.: Landeszeitung Bedeutendste politische Zeitung des Herzogtums Braunschweig Alleiniges Handelsblatt Einzige Morgenzeitung des Landes Ausschließlich in den besten Kreisen verbreitet — Probenummern unentgeltlich und postfrei= Olympia-Theates Ab 1. Oktober 1914. Neu für Dortmund. Der heilige Krieg Dortmund. Mittwoch, 30. September 7½—10. Ermässigte v# tümliche Preise Kolberg. Dieses aktuelle Schauspiel behandelt den Einfall der Russen in Ostpreussen. Der Zeit entsprechend ermäßigte Eintrittspreise. Donnerstag, I. Oktober 1 6½—10¼ Uhr. Ermäßigte Opernpreise Tristan u. Vergnügungspark„Fredenbaum“. Heute: Grosses patriolisches Konzert. ausgeführt von der Kapelle Hubert. Eintritt: Person 10 Pf. Militär- u. Familienkarten frei. Bekanntmachung. Laut Verfügung des Generalkommandos vom 26. September laufen die von den Bezirkskommandos genehmigten Zurückstellungen der Landwehr II, ausgenommen Eisenbahnangestellle, am 1. Oktober ab. Diese bisher zurückgestellten Leute haben daher einer Einberufung umgehend nachzukommen. Bezirkskommando I und II Dortmund. Kronenbug Philharmonische Dirigent: Georg Büttr Mittwoch, den 36. Sept. Patriotisch Konzer Anf. 3½ Uhr. Eintritt Abonnementskarten gültig und an der Ku haben. Diehseuchenpolizeiliche Anordnung. Die von mir am 22. Juni 1914(Amtsblatt S. 389 390 erlassene viehseuchenpolizeiliche Anordnung wird mit Ermächtigung des Herrn Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten hierdurch aufgehoben. Das aus den Provinzen Ost= und Westpreußen in den Regierungsbezirk Arnsberg eingeführte Klauenvieh unterliegt bis auf weiteres der ortspolizetlichen Beobachtung. Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. Arnsbera. den 19. September 1914. Der Regierungspräsident gez. von Bake. besonders auch für pensionäre. Einladun## Abonnement auf die meine Deutsche Pensiont lung“. Man abonniert teljährlich für 91 PI. Bestellgebür bei allen anstalten Städtische Kinderbewahranstalt Missundestrasse 5. Wie bisher werden Kinder von etwa 4 Jahren ab zur Verpflegung und Beaussichtigung aufgenommen. Anmeldungen nimmt die Vorsteherin, Fräulein Kröning, bei welcher auch die Aufnahme=Bedingungen eingesehen werden können, entgegen. Eine Hängelampe, elektrisch eingerichtet mit Ziehvorrichtung. einfacher Gasarm mit Glocke u. Chlinder, sowie noch diverse andere Gegenstände umzugshalber spottbillig zu verkaufen. Hohestrasse 18, I. Mehrere ältere Zeitungs-Verkäufer sofort gesucht. Geschäntsstelle des Dortmunder Tageblatts Tüchtige Dre für dauernde Bestzäürt, Werkzeugmaschine gven,1 Adalbert Eger,# Maschinensabtle Aeltere, selbstin Heigungsmon sucht für sofort Otto Wenge“ Siegen i. W. Gesucht sofort odr Mädche, ier Hen S. iche Biberteid. In bess. oder At. Stt. 4. Hausarbeit erfahrent Mädchen Stelle. Zwei. Mooszezghe Gute Abg. 2. Eieg Abo. 3 Zing, Prinzenstrasse 9. 4 Zimmer, parterre, z. 1. 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