D Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne sugsorels: Monatlich RM 2.13. halbmonatlich RM 1.08. Einzelpretz "... s Betriebsstorungen oder sonstigen Ersignissen, bervorgeruten durch höbere Oewal. können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Hauptgeschäftsstelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6542 Zur Zeit ist Preisliste 4 gültg. In Konkurställen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr" Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1. Westt RPK. I/897. Pernruf: 511 41—43(Schriftleitung 311 42) Verleger: C. Holtmann und G.-Theo Holtmann(letzterer s. Z. Wehrmacht). Hauptschriftleiter: Willy Franke(s. 2. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Polltik allgemeinen Tell und Lokales Albert Wember.— Berliner Vertretung. Hauptschriftleiter Erich Wagner Nummer 30 Begreifen sie das? Vom Gesandten z. D. Herbert von Hindenburg Leid schleppt der Krieg hinter sich her, noch schlimmeres läßt er ahnen und doch muß es bis zum Ende ertragen werden, wie die kämpfende Truppe und der Volkssturm neben und hinter ihr es ertragen. Mit der Kümmernis der privaten Sphäre breitet sich auch die Trauer über den Verlust unersetzlicher kultureller Güter aus. Wenn das Reich der Vernunft Montag, den Februar 1945 74. Jahrgang Erfolglose Sowjetangriffe vor Küstrin und Frankfurt Bolschewistische Durchbruchsversuche an der Südfront Ostpreußens gescheitert dnb Aus dem Führerhauptquartier, 5. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonntag bekannt: In Ungarn versuchte der Feind unsere Front zwischen Plattensee und Belencze=See mit Unterstützung zahlreicher Panzer einzudrücken. Die angreifenden wieder einmal gekommen sein wird, wie es kommen P##schewisten wurden durch Gegenangriffe in die VerIm zweiten Weltkrieg herrscht ein anderes noch rauheres Klima als im ersten. Kompromißlos stehen sich die Gegner gegenüber. Die Alliierten fangen an zu merken, daß es sehr schwer sein wird, Deutschland und Japan, trotz mancher Rückschläge, die sie erlitten haben, militärisch schachmatt zu setzen und daß die eigenen Menschenverluste dabei sehr hoch sind. Diese Feststellung ist den Politikern an der Themse und dem Totomac sehr unangenehm, da sie ihren Völkern zugesagt hatten, hauptsächlich andere für sie bluten zu lassen. Im Stillen Ozean und in China ist ein Ende des Krieges nicht abzusehen. In Mittelitalien rückt das feindliche Völkergemisch nur meterweise voran. An der Westgrenze des Reiches haben Engländer und Amerikaner blutig erkauften Boden wieder aufgeben müssen. Ihre größte Hoffnung setzen die Alliierten auf die Sowjets. Aber unerschöpflich sind auch die bolschewistischen Reserven nicht. Aber gesetzt den Fall, es gelänge den Bolschewisten, was die Westmächte vergeblich versuchen, welchen Nutzen würden die AngloAmerikaner davon haben? Sie würden es erleben, daß ihre bolschewistischen Freunde, nach Ueberwindung des einzigen ihnen Halt gebietenden Bollwerks ganz Europa überschwemmen und siegreich an den Gestaden des Atlantiks erscheinen würden, zunächst als siegreiche Bundesgenossen und später als Herren, dann wäre der dritte Weltkrieg der Westmächte, von dem man schon jetzt in Nordamerika spricht, nämlich der gegen die Sowjetunion, nicht mehr fern. Nun ist es aber durchaus nicht ausgemacht, daß Stalin schon jetzt so weit gehen möchte. Seine neue Offensive ist dadurch zu erklären, daß er mit den Leistungen seiner Verbündeten unzufrieden ist. Im Nahen Osten hat er durch diesen Krieg schon viel erreicht, was aber noch assimiliert werden muß. Dafür hat in dieser Krieg bereits Millionen von Menschen gekostet! Auch die USA. haben einen Teil der imperialistischen Ziele erreicht, wegen der sie von Roosevelt in den Krieg getrieben worden sind. Die amerikanischen Soldaten fangen an sich zu fragen, wofür sie kämpfen, und was England betrifft, so ist seine Lage viel eindeutiger als die seiner großen Verbündeten. Setzt es den Krieg länger fort, so wird es sich schwer wieder erholen können. Es werden auch dort Millionen fragen, ob der Krieg bis zur allgemeinen Vernichtung gehen soll. davest verteidigte die heroisch kämpfende Besatzung die Burg und die südlich und südwestlich davon gelegenen Stadtteile hartnäckig gegen den weit überlegenen Feind. Zwischen Westbeskiden und der oberen Oder scheiterten heftige Angriffe der Bolschewisten. An der Oderfront zwischen Rativor und dem Oderbruch wurden alle Versuche des Feindes, seine Brückenköpfe auszuweiten, vereitelt. Mehrere dieser Brückenköpfe wurden durch unsere Gegenangriffe eingeengt, bei Glogan 21 Panzer, in der Mehrzahl durch Nahkampfmittel, vernichtet. Angriffe der Bolschewisten gegen unsere Stellungen südöstlich Frankfurt (Oder) und vor Küstrin blieben ohne Erfolg. Die Besatzungen von Schneidemühl und Posen standen auch gestern in erbitterten Abwehrkämpfen. Auch an der pommerschen Front kam es zu heftigen: Gefechten bei Pyritz, Arnswalde und nordöstlich Jastrow. Die Besatzung von Thorn kämpfte sich befehlsgemäß zu den eigenen Linien durch. Westlich Schwetz stießen Panzer und Grenadiere tief in die Flanke des Feindes und fügten ihm hohe Verluste zu. Die Verteidiger der Marienburg und der Stadt Elbing wehrten zahlreiche sowjetische Angriffe ab. An der Südfront Ostpreußens trat der Feind zwischen Wormditt und Bartenstein zum Angriff an. In schwerem Ringen verhinderten unsere Divisionen den vom Gegner erstrebten Durchbruch. Nordwestlich Köniasberg konnten die Sowjets in Richtung auf die Danziger Bucht Gelände gewinnen. Gegenangriffe sind angesetzt. Unsere Seestreitkräfte unterstützten auch am 2. und 3. Februar die schweren Kämpfe des Heeres an der Küste Nord=Samlands. In Kurland setzte der Feind seine Angriffe in Richtung Libau mit neu herangeführten Infanterieund Panzerverbänden fort, während südlich Frauenburg seine Angriffswucht nachließ. In beiden Kampfräumen zerbrach der feindliche Ansturm nach Abschuß von 40 Panzern am hartnäckigen Widerstand unserer Divisionen. Die Luftwaffe griff mit starken Kräften an der mittleren Ostfront die sowjetischen Vorhuten und den Nachschubverkehr an. Der Feind erlitt hohe blutige Verluste und büßte nach bis jetzt vorliegenden Meldungen 26 Panzer, 16 Geschütze und über 500 Fahrzeuge ein. In Luftkämpfen wurden 14 sowjetische Flugzeuge abgeschossen. An der Ostfront Feindangriffe abgeschlagen In Ostpreutzen fingen unsere Dlvislonen angrelfende Sowjets in schweren Kämpfen auf dnb Aus dem Führerhauptquartier, 5. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: Die tapfere Besatzung von Budapest hält immer noch, auf engem Raum um die Burg zusammengedrängt und aus der Luft versorgt, dem bolschewistischen Ansturm stand. Zwischen der Hohen Tatra und dem Oderknie bei Grünberg scheiterten sämtliche feindlichen Angriffe an dem gefestigten Widerstand unserer Truppen. Im Raum von Steinau warfen starke deutsche Kampfgruppen den Feind im Gegenangriff zurück. Die Besatzung des Ortes verteidigt sich weiter hartnäckig. An der Oder zwischen Crossen und dem Oderbruch wurden feindliche Angriffe gegen unsere Brückenkopfstellungen zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Im Raum von Reppen führten unsere Kampfgruppen mehrfache Angriffe gegen sowjetische Verbände und fügten ihnen hohe Verluste zu. Die Besatzungen von Posen und Schneidemühl hielten den anstürmenden sowjetischen Verbänden weiter stand. Im Südteil Pommerns wurde die Front zwischen Schloppe, Deutsch=Krone und Jastrow gegen erneute feindliche Angriffe behauptet und in mehreren Abschnitten im Gegenangriff vorverlegt. Im Raum nordwestlich Schwetz gegen die Marienbrug und gegen Elbing griff der Gegner stark, aber erfolglos an. In Ostpreußen fingen unsere Divisionen nördlich Heilsberg und beiderseits Königsberg die angreifenden Sowjets in schweren Kämpfen nach Abschuß von 59 Panzern auf. In Kurland setzten die Bolschewisten ihre Durchbruchsversuche südöstlich Libau und südlich Frauenburg wieder fort. Sie wurden bereits vor unseren Stellungen zu Boden gezwungen und verloren dabei 46 Stärkere Verbände von Jagd= und Schlachtfliegern fügten im mittleren Teil der Ostfront vor allem dem feindlichen Nachschubverkehr hohe Verluste zu. Die Sowiets verloren hierbei gestern 27 Panzer, 34 Geschütze und 870 motorisierte und bespannte Fahrzeuge. Aus Holland und von der Roer=Front werden lebhafte Fliegertätigkeit und zunehmendes Artilleriefeuer gemeldet. Im Gebiet von Monschau haben unsere Truppen eine verkürzte Stellung am Ostrand des Monschauer Forstes bezogen, gegen die der Feind seine Angriffe fortsetzt. Südlich davon wird um mehrere Ortschaften, die der Gegner den ganzen Tag über heftig angriff, gekämpft. Südöstlich St. Bith blieben die angreifenden amerikanischen Regimenter unter beträchtlichen Verlusten liegen. Kämpfe mit dem am Abend erneut angreifenden Feind sind dort im Gange. Im Raum von Saarlautern wurden starke feindliche Bereitstellungen durch unsere Artillerie zerschlagen. In und westlich Hagenau brachen die Angriffe der Amerikaner in unserm Abwehrfeuer zusammen. Der Druck des Feindes auf die Nord= und Südflanke unseres Stellungsbogens im Oberelsaß dauert an. Neue amerikanische Divisionen wurden dort in die Schlacht geworfen und konnten nach erbitterten Kämpfen in Kolmar eindringen. Aus Appenweiler wurde der Gegner wieder geworfen. In Italien sprengte ein eigener Stoßtrupp südwestlich des Comacchio=Sees einen feindlichen Stützpunkt und brachte Gefangene ein. Anglo=amerikanische Tiefflieger setzten ihren Terror gegen die Zivilbevölkerung West= und Südwestdeutschlands fort. In der vergangenen Nacht führten die Briten einen Terrorangriff gegen das Stadtgebiet von Wiesbaden und warfen Bomben auf weitere Orte im rheinisch=westfälischen und im südwestdeutschen Raum, wodurch zum Teil erhebliche Schäden in Wohnvierteln entstanden Vergebliches Bemühen n Genf, 5. Februar. Ein Aufruf des rumänischen Bauernführers Maniu an die Regierungen Großbritanniens und der Vereinigten Staaten, in dem er dringend von London und Washington Hilfe gegen die Uebergriffe der Sowjets erfleht, ist von der englischen und nordamerikanischen Oeffentlichkeit mit großer Unruhe ausgenommen worden. Maniu hat in dem Aufruf offen ausgesprochen, daß die Sowjets durch ihre Herrschaftsformen und Behandlungsmethoden des rumänischen Volkes die Unabhängigkeit Rumäniens mißachten und die Souveränität des rumänischen Staates in Frage stellen. Bei der bekannten Haltung Churchills und Roosevelts gegenüber Stalin wird in gutunterrichteten englischen Kreisen nicht erwartet. daß der Hilferuf Manius irgendeinen praktischen Erfolg zugunsten Rumäniens zeitigen wird Im Westen zerschlug unsere Artillerie englische Panzerkräfte, die südlich Roermond unsere Hauptkampflinie zu durchstoßen versuchten. An der mittleren Rur halten lebhafte feindliche Bewegungen an; auch das Artilleriefeuer verstärkt sich, so daß in diesem Abschnitt demnächst mit dem erneuten Beginn feindlicher Großangriffe gerechnet werden muß. Nordöstlich Monschau blieben feindliche Angriffe erfolglos, doch konnte der Gegner östlich der Stadt nach heftigen Kämpfen unsere Truppen in den Raum von Schleiden und nördlich davon zurückdrängen. Auch an den Westbefestigungen weiter südlich kam es zu erbitterten Kämpfen mit angreifenden amerikanischen Verbänden, die nach geringen Erfolgen zum Stehen gebracht wurden. Im Kampfgebiet von Bischweiler warfen unsere Truppen im Gegenangriff den vorgedrungenen Feind wieder zurück, machten dabei Gefangene und vernichteten eine größere Anzahl feindlicher Panzer. Angriffe der Amerikaner im Abschnitt von Kolmar wurden abgewiesen. Nördlich Neubreisach sowie im Raum nördlich und nordwestlich Mülhausen stehen unsere Divisionen in heftigen Abwehrkämpfen. Im Oberelsaß wurden gestern 27 Panzer und Panzerspähwagen vernichtet. Im Monat Januar machten unsere Truppen an der Westfront 8327 Gefangene und erbeuteten oder vernichteten 1197 Panzer und 55 Panzerspähwagen sowie 98 Geschütze. Vor Dünkirchen zwang unser Feuer gegnerische Panzer zum Abdrehen. Schwächere Angriffe gegen das Vorfeld von St. Nazaire wurden zerschlagen. Der feindliche Nachschubstützpunkt Antwerpen liegt andauernd unter Fernbeschuß. Die Reichshauptstadt war am gestrigen Tage das Ziel eines Terrorangriffes der Nordamerikaner. Es entstanden vorwiegend in der Stadtmitte Schäden an Wohnhäusern und Kulturbauten sowie Verluste unter der Zivilbevölkerung. Auch im westlichen und südwestlichen Reichsgebiet trafen die Angriffe anglo=amerikanischer Tiefflieger und kleinere Bomberverbände wieder vorwiegend die Zivilbevölkerung. Britische Terrorflieger warfen in den Abendstunden Bomben auf Orte im rheinisch=westfälischen Raum. Luftverteidigungskräfte brachten 49 anglo=amerikanische Flugzeuge, darunter 43 viermotorige Bomber, zum Absturz. Das Vergeltungsfeuer auf London dauert mit nur kurzen Unterbrechungen an. Neue Ritterkreuzträger dnb Führerhauptquartier, 5. Februar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: General der Gebirgstruppen Ferdinand Jodl, geb. am 28. 11. 1896 in Landau(Pfalz); Oberst d. R. Ernst Freiherr Geduld von Jungenfeld, geb. am 7. 8. 1892 in Berlin; Hauptmann d. R. Werner Reiche, geb. am 2. 12. 1912 in Halle(Saale); Oberleutnant Horst Pfeiffer, geb. am 23. 7. 1919 in Olbernhau; Leutnant Josef Glatz, geb. am 3. 11. 1920 in Holzgünz; Oberfeldwebel Franz Kapsreiter, geb. am 9. 1. 1916 in Griesbach. Liquidierung der nationalen Kräfte Bulgariens und Mordjustiz Die Hingerichteten sind das Opfer einer systemalischen Blut = Genf. 5. Februar. In Sofia wurden am Donnerstag nacht um 23 Uhr die von einem bolschewistischen Tribunal zum Tode verurteilten bulgarischen Politiker, darunter der Regent Prinz Cyrill. der ehemalige Ministerpräsident Professor Filoff, Generalleutnant Nicola Michoff und die ehemaligen Ministerpräsidenten Boschuloff und Bagrianoff und zahlreiche im Kampf gegen den Bolschewismus führende Persönlichkeiten der bulgarischen Nation hingerichtet. Die Hingerichteten sind die Opfer einer systematischen Blut= und Mordjustiz, mit der Moskau alle nationalen Kräfte in Bulgarien ausrotten will. Für alle Männer, die einmal die Freiheit des bulgarischen Volkes und seine Lebensansprüche verteidigt und leidenschaftlich vertreten haben, gibt es heute in Sofia für diese aufrechte Haltung nur den Tod. Mit diesen Männern und ihrer Ermordung wird das ganze nationale Bulgarien getroffen, das um seine Ehre und Freiheit gerungen hat. Das bulgarische Volk hat jetzt die furchtbaren Folgen der feigen Kapitulation einer Verräter= und Verbrecherclique zu büßen, die Bulgarien dem Bolschewismus ans Messer geliefert hat. Moskau verfährt nach seiner alten Methode: Erst Kapitulation, dann liquidieren und ausrotten! Die Henker in Sofia werden noch viel Arbeit bekommen, denn diesem Bluturteil werden weitere folgen. Bis die letzten Vertreter eines nationalen selbstbewußten Bulgarien und alle Träger der politischen Kräfte ausgerottet sind. Es ist kennzeichnend für Moskau und seine Politik, daß selbst der frühere Ministerpräsident Bagrianoff, der im Sommer 1944 mit dem Verrat an Deutschland die Kapitulation Bulgariens vorbereitete und damit dem Bolschewismus die Tore weit öffnete, sich durch diesen Bütteldienst sein Leben nicht hat freikaufen können. Ein Beispiel mehr dafür, daß die Mordhenker des Kreml auch die Verräter liquidieren, nachdem sie ihnen die Handlangerdienste geleistet haben. Dieses Bluturteil von Sofia zeigt in aller erschreckenden Deutlichkeit, daß in Bulgarien der bolschewistische Mordterror wütet, der Hunderttausende bester Bulgaren ausrottet oder deportiert und der die ganze bulgarische Nation vernichten will. Die Säuberungsmethoden der Sowjets = Bern, 5. Februar. Die„Neue Berner Zeitung" veröffentlicht eine drastische Schilderung der bolschewistischen„Säuberungsmethoden“ in den von den Sowjets besetzten Gebieten, in dem darauf hingewiesen wird, daß der Sowjetarmee sofort die Schergen des RKWD., der berüchtigten Mordorganisation, folgen. Bei der Besetzung Rumäniens, so erklärt das Schweizer Blatt, seien in der ersten Woche allein von 57,000 festgenommenen Rumänen 36.000 nach dem Osten abtransportiert worden. In Lettland seien 14000 Familien lettischer Bauern enteignet und in die Sowjetunion verschleppt worden. Im Innern Sowjetrußlands seien vom NKWD. unabsehbare Heere von Arbeitssklaven zusammengetrieben worden. Für alle großen Arbeiten, die von der Sowjetregierung vorgesehen sind, stelle der RKWD., der seit 20 Jahren mit dem Konzentrationslagersystem wirtschafte, die Menschen. Ihm würden alle dringenden Aufträge übertragen und er führe sie unter schonungslosem Einsatz von Zwangsarbeitern durch. So sei beispielsweise und Hilfstrupps ist ebenfalls geplant. der große Aufbau in Kasachstan(Fabrik der Metallurgie), den man jetzt verfilmt in der ganzen Schweiz sehen könne, durch die vom RKWD. eingesetzten Sklavenbataillone fertiggestellt worden. Stalin fordert Deportierung von 30 Millionen Deutschen * Genf. 5. Februar. Nach einer Meldung des diplomatischen Korrespondenten des„Daily Mirror“ wird zwischen der Sowjetunion, Großbritannien und den USA. über den Einsatz deutscher Arbeitssklaven verhandelt. Stalin hat, so heißt es, den anglo=amerikanischen Staatsmännern einen fertigen Plan vorgelegt, der schon in Rumänien praktisch erprobt worden sei, wo eine große Anzahl Menschen in ArbeitsBataillone zusammengefaßt in das Innere der Sowjetunion deportiert wurde. Stalin fordert nunmehr weitere 4 Millionen deutscher Arbeitssklaven. 150000 verlangt mit Unterstützung Moskaus weiterhin das Lubliner Sowjetkomitee. Man hat ausgerechnet, daß insgesamt 6 Millionen deutsche Arbeitssklaven zum Einsatz gebracht werden sollen. Dieser Plan Stalins deckt sich völlig mit den Vernichtungsplänen, die uns seit langem bekannt sind. Die 6 Millionen Deutscher, die als Arbeitssklaven vorgesehen sind, bedeuten unter Einrechnung der Familien= angehörigen, die natürlich ebenfalls deportiert werden sollen, die Verschleppung von 20 bis 30 Millionen Deutschen, entspricht also der alten jüdisch=bolschewistischen Ausrottungsparole, daß 30 bis 40 Millionen Deutsche vernichtet werden sollen. Vor einem Streik der schwedischen Metallarbeiter □ Stockholm, 5. Februar. Die von einer schwedischen staatlichen Vermittlungskommission gemachten Versuche, den in der schwedischen Maschinenindustrie ausgebrochenen Konflikt zu schlichten, verliefen ergebnislos und führten zum Abbruch der Verhandlungen. Infolgedessen werden vom heutigen Montag an die Arbeiter von einigen hundert Maschinenfabriken in Streit treten. Von dem Streik werden ungefähr 120000 Arbeiter berührt. Einige der Hauptzentren der schwedischen Maschinenindustrie sind Stockholm, Sundbyberg, Lidingö und Södetälje. Aus Anlaß dieser Streikgefahr beantragte der Oberbefehlshaber der schwedischen Wehrmacht, General Jung, bei der schwedischen Regierung besondere Maßnahmen zur Verhinderung der Produktionsunterbrechung. Kurznachrichten Genf. Das amerikanische Armeehauptquartier in Europa gibt in einer offiziellen Mitteilung bekannt, daß 8000 Soldaten sich ohne Urlaub von ihrem Truppenteil entfernt haben. Athen. 16 Mitglieder der EAM.=Bürgerwehr erschienen vor dem Militärgerichtshof, um sich gegen die Anklage des Hochverrats und des Mordes zu verantworten. Tokio. Vom Eisenbahnministerium wurden reue Dienstvorschriften herausgegeben, die am 11. Februar, dem Tag der japanischen Reichsgründung, in Kraf treten. Das gesamte japanische Eisenbahnwesen wir damit auf eine militärische Grundlage gestellt. Fern ist eine Vereinfachung der zentralen und lokalen P waltung vorgesehen. Die Schaffung von Sonderb — Dillingen *— Stark sein! Wahrend draußen die volschewistische Welle bis an unsere Grenzen brandet, vollbringen unsere Soldaten unerhörte Leistungen in Angriff und Abwehr, tut die Heimat ruhig und unbeirrt ihre Pflicht. Niemand bestreitet, daß der Krieg schwer ist, aber niemand zweifelt an unserem Siege. Dieser Glaube macht uns stark und läßt uns alle Schwierigkeiten überwinden. In seinen Reden an die deutsche Nation 1813 sagte Fichte:„Je kräftiger Einzelne oder ganze Zeitalter waren, desto mehr glaubten sie an das überwindende Vermögen tüchtiger Menschen und hielten dafür, daß Der Fußgänger auf der Landstraße Wie muh er sich in der Dunkelhelt verhalten! Wr verdunkein von 17.26 bis 8.05 Uhr! nichts unerreichbar sei dem unerschütterlichen Willen. Wir haben diesen Willen, denn jeder von uns weiß, daß es um unsere nationale Existenz geht, um Tod oder Leben. Wir haben oft genug aus feindlichem Munde gehört, was sie mit uns vorhaben, wenn wir unterliegen. Deshalb heißt es: Stark sein. Höchste Bereitschaft, letzte Hingabe. Dr. Goebbels schrieb einmal:„Die Schwachen mögen dahinsinken, aber die Starken bleiben. Wir haben zu entscheiden, wozu wir gehören. Wer wollte im Zweifel sein, wie unsere Wahl ausfällt.“ Es gibt nur eine Parole: stark sei und bleiben! : Bei Fliegeralarm Bunker aufsuchen! Es wird immer wieder beobachtet, daß ein Teil der Bevölkerung bei Fliegeralarm sich auf den Straßen und Plätzen aufhält und keine Neigung zeigt, die Schutzräume aufzusuchen. Dieses Verhalten ist kein Beweis des Mutes, sondern der Disziplinlosigkeit. Der Disziplinlose gefährdet durch sein Verhalten nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben seiner Mitmenschen, da erfahrungsgemäß bei höchster Gefahr ein Wettlauf zu den Schutzräumen einsetzt, wobei es dann an den Eingängen zu diesen zu Gedränge und oft auch zu Paniken uno zu Unfällen kommt. Das Signal „Fliegeralarm“ bedeutet, daß feindliche Flugzeuge sich dem Luftschutzort nähern und in Kürze mit Bombenabwürfen zu rechnen ist. Wer bei„Fliegeralarm“ nicht Straßen, Plätze usw. verläßt und die Schutzräume aufsucht, verstößt damit gegen die gesetzlichen Vorschriften, macht sich strafbar und hat mit empfindlicher Geld= und gegebenenfalls mit Freiheitsstrafe zu rechnen. Alle polizeilichen Dienststellen haben Anweisung erhalten, gegen derartige Volksgenossen nunmehr rücksichtslos einzuschreiten. Zum Betreten der Straße bei Fliegeralarm sind nur solche Personen berechtigt, denen in maßgeblichen Erlassen und Verfügungen hierzu die Genehmigung erteilt ist. Dazu gehören auch die Angehörigen der Schutzpolizei, der Gendarmerie und der LS.=Polizei, die, sofern sie nicht zum Ordnungsdienst befohlen sind, ihre Dienststellen oder das nächste Polizeirevier aufzusuchen haben. Die Kartoffelration ab 5. Februar Mit Beginn der 72. Zuteilungsperiode(ab 5. Februar 1945) wird der gegen Vorlage des Bezugsausweises für Speisekartoffeln abzugebende Wochensatz für Speisekartoffeln um ½ Kilogramm herabgesetzt. Ebenso werden die eingekellerten Mengen dadurch dem neuen Wochensatz angepaßt, daß sie eine ent sprechend längere Zeit reichen müssen. Daher werden Versorgungsberechtigte, die 150 Kilogramm einge kellert haben, verpflichtet, von ihren Vorräten 25 Kilogramm wieder anzugeben. Eine Einkellerung von Speisekartoffeln darf nicht mehr vorgenommen werden. Es können Spelsekartoffeln nur noch laufend gegen Abtrennung des jeweils gültigen Wochenabschnitts bezogen werden. Im einzelnen wird auf die Bekannt machungen der Landes= und Ernährungsämter hinge wiesen. Diese Regelung wird notwendig infolge der Schwie rigkeiten im Transportwesen, die sich bei der Kartoffel als Massengut besonders auswirken. Es soll durch diese Regelung erreicht werden, daß jeder Verbraucher zu jeder Zeit mit Speisekartoffeln versorgt ist, wenn auch in kleinerer Menge als bisher. Gardinen und Vorhänge für das Volksopfer Tausende von Volksgenossen, viele Mütter mit Kindern sind dem bolschewistischen Vormarsch ausge wichen und haben neue Unterkunft im inneren Deutschland gefunden. Sehr viele von ihnen haben nichts gerettet als das, ns sie auf dem Leibe tragen. Sie brauchen notwendig für sich und ihre Kinder nicht nur Kleider, sondern auch Wäsche. In vielen Büros befinden sich Gardinen und Vorhänge, die oft das beste Material für Wäsche abgeben. Deswegen heißt unsere Parole: Aus allen Büros gehören die Gardinen und Vorhänge dem Volksopfer! Nicht nur die Büros der Behörden, der Aemter und Dienststellen, auch die Büros der freien Wirtschaft und die Geschäfte sind damit gemeint. Sie alle geben jetzt ihre Gardinen und Vorhänge dem Volksopfer. Der Fußgänger bildet bei Dunkelheit für den Autofahrer eine erhebliche Gefahr, da er für ihn oft erst in letzter Sekunde sichtbar wird. Ereignet sich auf einer Landstraße bei Dunkelheit ein Verkehrsunfall, bei dem ein Autofahrer und ein Fußgänger beteiligt sind, so spielt die Frage nach dem richtigen Verhalten des Fußgängers im Zivil= und Strafprozeß immer eine entscheidende Rolle. Dürfen Fußgänger auf einer Landstraße bei Dunkelheit nebeneinander gehen? Müssen sie sich in Abständen umsehen und nach herannahenden Fahrzeugen Ausschau halten? Soll der Fußgänger rechts oder links gehen? Das Reichsgericht hat jetzt zu diesen grundsätzlichen Fragen Stellung genommen. Zunächst hebt es hervor, daß auch für den Fußgänger im Straßenverkehr die Grundregel des§ 1 der Straßenverkehrsordnung(StVO.) ihre Geltung hat. Hiernach hat sich jeder Teilnehmer am Straßenverkehr so zu verhalten, daß der Verkehr nicht gefährdet werden kann. Er hat ferner sein Verhalten so einzurichten, daß kein anderer geschädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Eine gesetzliche Vorschrift, wo Fußgänger auf Straßen ohne Gehewege zu gehen haben, besteht nach geltendem Rechte nicht. Daher kann der Fußgänger grundsätzlich wählen, ob er die rechte oder linke Fahrbahnseite benutzen will. Benutzt er die rechte Fahrbahnseite, so ist er gehalten, am äußersten rechten Rande der Fahrbahn zu gehen. Bei guten Sichtverhältnissen ist das Nebeneinandergehen nicht unbedingt schuldhaft. Der Fußgänger muß mit sehr schnell von hinten ankommenden Fahrzeugen rechnen und sorgfältig auf den Lichtschein und das Geräusch nahender Fahrzeuge achten. Der Autofahrer darf also, um die Fußgänger nicht zu gefährden, kaum scharf rechts fahren. Hat er einen Zusammenstoß mit entgegenkommenden oder überholenden Fahrzeugen, so setzt er sich aber dann dem Vorwurf aus, daß er nicht genügend die rechte Fahrbahnseite eingehalten hat. Es ist daher, worauf auch in einer kritischen Würdigung der Entscheidung im„Deutschen Recht 1944“ hingewiesen wird. grundsätzlich davon auszugehen, daß auch auf freier Landstraße der Fahrer immer im Rahmen des eigenen Lichtkegels halten kann, weil plötzlich Fußgänger auftauchen können. Sind indessen besondere Gehwege an einer Landtraße vorhanden, so ist der Fußgänger verpflichtet, sie zu benutzen. Dr. Weimar. Das gehl die Kleinstkinder an Wenn eine Aenderung in der Zuteilung für Kinder und Kleinstkinder eintritt, so ist es selbstverständlich, daß diese Maßnahme vorher sorgfältig geprüft wird. Es sind von namhaften Aerzten praktische Versuche darüber angestellt worden, ob Kleinstkinder Kartoffelstärkemehl genau so gut vertragen wie Maismehlerzeugnisse, die bisher für Kinder ausgegeben wurden, wie Maizena, Gustin, Mondamin usw. Die Versuche waren durchaus befriedigend. Aus kriegsbedingten Gründen wird bis auf weiteres an Stelle der bisher gebräuchlichen Kindernährmittel Kartoffelstärkemehl auch für Kinder verausgabt, und zwar, um Verpackungsmaterial zu sparen, lose. Die Zubereitung ist die gleiche wie sonst. Das Kartoffelstärkemehl wird also mit der gleichen Menge kalt angerührt der Milch zugesetzt und durchgekocht. Nach Belieben kann Kartoffelstärkemehl mit noch vorhandenen anderen Stärkeerzeugnissen oder mit Grieß gemischt verwendet werden. Wertvolles Saatgut vor Luftgefahr sichern! Der Reichsbauernführer hat angeordnet, daß Vorräte an wertvollem Saatgut, vor allem an Gemüsesamen, Kleesaaten und Leguminosen, möglichst in kleinen Posten aufgeteilt zu lagern sind, um so zu vermeiden, daß bei Bombenwurf größere Mengen auf einmal vernichtet werden. Aus anbau= und bearbeitungsmäßigen Gründen ist es leider nicht zu umgehen, daß dieses Saatgut zu gewissen Zeiten an einzelnen Orten konzentriert gelagert werden muß. Um die Gefährdung durch Bombenabwürfe zu vermindern, muß auch an diesen bestimmten Orten vor allem das Saatgut der erwähnten Fruchtart in möglichst kleinen Posten gelagert werden. Transport= und Raumanspruch sind gerade für dieses Saatgut nicht so groß, als daß die Auseinanderlagerung nicht durchgeführt werden könnte. Kleine Herner Stadtnachrichten Beförderung. Der Oberbootsmaat Ewald Klemm, Bertastraße 17, wurde zum Bootsmann befördert. Goldene Hochzeit. Die Eheleute Stefan Michalak und Aloysia geb. Adamik, Grüner Weg 34, können heute das Fest ihrer goldenen Hochzeit feiern. Der Polizeipräsident in Bochum läßt durch einen Vertreter die Glückwünsche der Preußischen Staatsregierung übermitteln. Die H Z. schließt sich den vielen Glückwünschen an! 75 Jahre alt. Frau Veronika Strzyzewski Wilhelm=Meyer=Straße 26, wird morgen 75 Jahre alt. Trotz ihres hohen Alters ist die Geburtstagsjubilarin noch rüstig. Herzlichen Glückwunsch! Wichtig für Fliegergeschädigte! Wir verweisen besonders auf eine amtliche Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in unserem heutigen Anzeigenteil. Nur wichtige Anträge stellen! In unserem Anzeigenteil sind die Termine für Spinnstoff= und Schuhwaren im Monat Februar aufgeführt. Es wird darauf hingewiesen, daß nur die dringendsten Anträge berücksichtigt werden können. Neue Dienststelle. Die Dienststelle der Ortsgruppe Herne=Constantin ist von Mont=Cenis=Straße 22 nach Mont=Cenis=Straße 10 verlegt worden. Der Eingang befindet sich an der Schulstraße. Wehrmeldeamt verlegt. Das Wehrmeldeamt Herne wurde von Bahnhofstraße 123 nach Hermann=LönsStraße 46(bisher Wehrbezirkskommando) verlegt. Die Revierstube befindet sich nach wie vor Bahnhofstraße 124. Antreten des Volkssturms. Der Volkssturm der Ortsgruppe Herne=West tritt am Mittwoch(7. Februar) von 18 bis 20 Uhr bei Möller, Von=der=HeydtStraße 65, an. was nun, Elisabeth! Roman von Helene Elisebeih Marx Urheber-Rechtsschute Orel-Quellen-Verlag. Könlgsbrück(Drerder TapfereTat des Wanne-Eickeler Hauptmanns Klos Zuerst sowjetischen Durchbruch verhindert, dann mit 14 Mann Feindhöhe gestürmt Nachdem den Bolschewisten in Kurland im Zuge ihrer Großangriffe mehrere Einbrüche im Abschnitt einer durch wochenlange Kämpfe ermüdeten Luftwaffen=Felddivision gelungen waren, traf ein neuer starker Angriff auf eine aus Jägern und Pionieren gebildete Kampfgruppe des Hauptmanns Otto Klos aus Wanne=Eickel. Dem weit überlegenen Feind gelang es nach anhaltendem Feuer aller Kaliber, die dünne deutsche Hauptkampflinie zu durchstoßen und eine heherrschende Höhe zu gewinnen. Ein Durchbruch schien nun unvermeidlich. Trotzdem gab Hauptmann Klos sich nicht verloren. Mit 14 Mann gelang es ihm, in kühnem Ansturm den Höhenrand wiederzugewinnen und die Sowjets mehrere 100 Meter zurückzuwerfen, bis auftauchende Feindpanzer den weiteren Gegenstoß auffingen. Robbend und springend eilte der schneidige Hauptmann zurück und holte zwei mittlerweile eingetroffene Panzer heran, die auch prompt zwei feindliche Kampfwagen abschossen und die anderen verjagten. Im Schutz der eigenen Panzer säuberte dann Hauptmann Klos im ungestümen Schwung die gesamte Höhe vom Feind, brachte ihm schwerste blutige Verluste bei und hielt dann noch mehrere Stunden lang gegen alle wütenden Angriffe der Sowjets seine gewonnene Stellung, bis herangeholte Reserven die Lage endgültig festigten. Für seine Tapferkeit erhielt Hauptmann Klos das Ritterkreuz. Hauptmann Klos wurde am 4. 11. 1912 in WanneEickel als Sohn eines Schmiedemeisters geboren. Seit Anfang dieses Jahres trägt er das Deutsche Kreuz in Gold. Wohnhaft ist der aktive Offizier mit seiner Familie in Schleswig. Zuchthaus für verbotenen Tauschhandel Berlin. Der jetzt 70jährige Karl Vetter aus Stralsund betrieb in den letzten Jahren einen schwunghaften Handel mit landwirtschaftlichen, meist gummibereiften Fuhrwerken. Der erhebliche Umsatz mit diesen, insbesondere in Kriegszeiten außerordentlich verknappten Fahrzeugen war nur dadurch möglich, daß V. sich von seinen Kunden Geflügel, Räucherwaren und sonstige Lebensmittel geben ließ. Für diese Lebensmittel, die er wiederum an seine Lieferanten weitergab, um bevorzugt vor anderen Händlern bedient zu werden, wurden im übrigen erhebliche Ueberpreise bezahlt. Vetter handelte auch mit allen möglichen anderen Waren, für die er gar keine Handelserlaubnis hatte. Er, der schon im Jahre 1942 wegen verbotenen Tauschhandels zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, entwickelte sich zu dem Typ des üblen Schiebers, dem es einzig und allein darauf ankam, die durch die Kriegsverhälnisse bedingte Mangelware gewissenlos für sich auszunutzen und am Kriege so viel wie möglich zu verdienen. Das Sondergericht Stettin, vor dem Vetter sich jetzt zu verantworten hatte, verurteilte diesen üblen Tauschhändler und Kriegsschieber zu vier Jahren Zuchthaus. „Je eher ich hier fort kann, um so lieber ist es mir Allzusehr erinnert mich hier alles an den Vater, und außerdem warten die Gläubiger gewiß darauf, daß ich das Haus verlasse.“ „Die Leute werden sich gedulden. Das überlassen Sie nur mir.“ Welch schweren Stand er einigen Gläubigern gegenüber hatte, die bereits in diesen Tagen das gesamte Mobilar der Villa Sixt versteigert sehen wollten. verschwieg der alte Herr. Er sah es aber ein, daß er Elisabeth nur dann manch neue Bitternis ersparen konnte, wenn sie bald von hier fort ging. Darum hatte er ihr die Stellung in München auch heute vorgeschlagen. * Zwei Tage später brochte Justizrat Born Elisabet! ein Telegramm. Sie nahm es entgegen und las: „Nehme Vorschlag an. Fräulein Sixt soll 1. März hier eintreffen. Hortense Kellinghoff." Ein mattes Rot stieg in Elisabeths Wangen. „Gott sei Danlk!“ „Hoffentlich geht alles gut, Fräulein Elisabeth! Das ist mein aufrichtiger Wunsch. Sollten Sie Enttäuschungen erleben, dann schreiben Sie mir oder kommen Sie zu uns! Unser Haus steht Ihnen jederzeit offen.“ „Ich weiß es, Herr Justizrat, und ich bin Ihnen und Ihrer Gattin für Ihre viele Hilfsbereitschaft herzlich dankbar. Ich hoffe jedoch, daß ich Frau Kellinghoffs Wünschen zu entsprechen vermag und sie mit mir zufrieden ist. Sollte ich mich eines Tages nach einer anderen Verdienstmöglichkeit umsehen müssen, so wird sich schon Rat finden.“ „Aber nun müssen Sie morgen abend schon abreisen, wenn Sie übermorgen in München sein sollen.“ „Das macht nichts. Die Frist genügt mir reichlich, um zu packen und letzte Pflichten hier zu erfüllen.“ Ruhig und gefaßt besprach Elisabeth alles mit dem Hausmädchen Bertha, sie schenkte ihr mancherlei an Kleidung und Wäsche. Das Mädchen wollte nichts annehmen und sagte dann doch nicht nein, da es fühlte, daß es Elisabeth stille Freude war, etwas schenken zu dürfen. In dieser Beziehung glich sie schon seit jeher ihrem Vater. Am nächsten Vormittag besuchte Elisabeth nochmals die Gruft der Eltern auf dem Friedhof. Ganz allein stand sie vor dem Felsengrab und nahm Abschied von ihren Toten. Dann fuhr sie zum Hause des Justizrats, wo sie von diesem und seiner Gattin herzlich aufgenommen wurde. Die Stunde der Abreise kam. Justizrat Born begleitete Elisabeth am späten B end zum Bahnhof, er hatte die Fahrkarte für sie besorgt, und auf dem Bahns steig gestand er ihr, er habe einen Schlafwagenplatz für sie reservieren lassen. „Das geht natürlich auf meine Rechnung, Fräulein Elisabeth. Ein kleines Abschiedsgeschenk für die Tochter meines Freundes Albert.“ Auch Bertha war da, sie brachte einen Strauß Veilchen und begann heftig zu weinen, als es ans Abschiednehmen ging. Dann stand Elisabeth am Fenster ihres Abteils. Eir letztes Händedrücken und Winken. Der Zug fuhr in die Nacht hinein. Lange blickte der Justizrat den enteilenden Lichtern nach. Nein, Elisabeth Sixt verzagte nicht; sie stand fester im Leben als ihr Vater, der unter der Schwere des ihn ereilten Schicksals zusammengebrochen war. Würde sie immer so tapfer bleiben? Würde eines Tages das Glück zu ihr kommen, oder lauerte in der Fremde neuer Kummer auf sie?— 2. Kapitel Als Elisabeth am Morgen durch ihr Abteilfenster sah, machte sie überraschte Augen. Ein heftiger Schneesturm brauste seitwärts gegen den Zug an. Die Landschaft war in ein winterliches Kleid gehüllt. Einherjagende Schneeböen wehrten jede Fernsicht. Also nochmals Winter, nachdem es gestern in Heidelberg schon aussah, als wolle bald der Frühling ins Land ziehen! Sie saß allein in ihrem Abteil. Ihre Reisegefährtin von der Nacht war bereits vor einer Stunde ausgestiegen. Auf dem kleinen Fenstertischchen ließ sie sich das Frühstück servieren und dachte während des Essens und Trinkens an das Ziel ihrer Fahrt. München war ihr noch fremd, sie war noch nie dort gewesen. Aber die Mutter hatte ihr früher mancherlei von München erzählt, wo sie als junges Mädchen jahrelang gelebt hatte. Auch von der näheren und weiteren Umgebung, vom Isartal, dem Starnberger See, von Garmisch, vom Chiemsee hatte die Mutter gesprochen. Der Chiemsee vor allem und seine Inseln hatten es einst der Mutter angetan gehabt. Ob sie Gelegenheit finden würde, nun auch das alles zu sehen? (Fortsetzung folgt.) Heute nacht starb nach langer, schwerer Krankheit unser guter Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkei Anton Matern im Alter von 60 Jahren. In stiller Trauer: Die trauernden Herne, den 3. Februar 1945 (Weidkamp 26.) Beerdigung: Dienstag, den 6 bruar. 15.30 Uhr von der Friedhofskapelle an der Kaiserstraße. und unerwartet verschied nach kurzer, schwerer Krank. heit unser lieber Vater, Großvater. Schwiegervater und Oucel Rentnet Danlel Radosch im Alter von fast 75 Jahren. In tiefem Schmerz, im Namen der Hinterbliebenen: Frau Otti Cwers geb. Radosch. Herne, den 3. Februar 1945 (Stammstraße 21.) Beerdigung: Dienstag, den 6. 2., 15 Uhr von der Friedhofekapesle an der Wiescherstraße. Mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Reffe und Better Oberpionier Walter Meier mußte in den schweren Kämpfen in Kurland am 24. Dez. 1945 im Alter von fast 36 Jahren sein hoffnungsvolles Leben lassen. In tiefer Trauer: Ww. Johanna Meier u. Geschwister. Herne, im Februar 1945 (Feldkampstraße 46.) Der liebe Gott nahm am 19. 1. 1945 nach kurzer, schwerer Krank. seit, doch plötzlich unsern herzliebsten Jungen, unser aller Sonnenschein Jürgen im zarten Alter von 8 Monaten zu sich in sein Himmelreich. In tiefer Trauer: Manfred Böckenkröger, z. Z. Kriegsmarine, u. Frau Erna geb. Rattey u. Brüderchen Manfred, und alle Anverwandten. Herne, im Januar 1945 (Franz=Seldte=Straße 49.) Beerdigung hat in Lippstadt statt. gefunden. Der göttliche Kinderfreund nahm am 24. 1. 1945. 9.30 Uhr, unseren Liedling, unser aller Sonnenschein Hans-Dieter nach schwerer Krankhett im zarten Alter von 18 Monaten zu sich in den Himmel. In tiefer Trauer: Btomt. Erich Kaminski, z. Z. im Felde. u. Frau Gerdi ged. Klein, Heinr. u. Maria Klein als Groß. eltern und alle Anverwandten. Herne(Bismarckstr. 118). Godesberg. Bremen, im Fedruar 1946. Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden. Welches Auto fährt in d. nächst. Tag. n. Hannover od. Braunschweig und kanr eine Frau m. dandkoffer mitnehm.? Zuschr. u. H 32 an die Welcher Transport. fahrer kann 1 bis 2 mittl. Kisten mit nach Lüdenhausen (Lippe) bew. nach Detmold nehmen? Angeb unt. G 27 an die Herner 81g. Stadt Herne. Amtliche Bekanntmachungen Achtung! Fliegergeschädigte! Besondere Verwaltungshilfestellen werden aus Anlaß der Fliegerschäden vom 2. 2. 45 nicht eingerichtet. Soweit nicht die betriedlichen Betreuungsstellen für Flie. gergeschädigte für die Entgegennahme der Anträge in Frage kommen, sind zu stellen: Anträge an das Wirtschaftsamt auf Zuretlung von Be. zugsrechten an die zuständigen Bezugscheinausgabestellen, ie bis auf weiteres für alle anderen Anträge gesperrt bleiben, Anträge auf Ersatz von Sachschäden an das Kriegesachschädenamt im Sparkassengebäude, Antrüge an dur Ernührungsamt sind ausschließlich an die zuständigen Bezugscheinausgabestellen des Wirtschafteamte zu richten. Fliegergeschädigtenausweise und Quartierscheine stellt nach Aufhebung des städtischen Dienstes in den Auffangstellen das Luftschutz= und Quartieramt im Rathaus aus, wenn ihmn eine Bescheinigung der Ortegruppe vorgelegt wird. Herne, den 4. Fedruar 1945. Der Oberbürgermeister: Peiter. Wer übern. Strickarbeiten! Frau v. Langenn, Bochum. Str. 38, Tel. 510 94. Verloren Welches Aute fährt in nächst. Zeit u. Berlin über Sten. dal u. nimmt eine Pers. ohn. Gepäck mit? Zuschr. unt. H 31 an die 53. Wer fährt in den nächsten Tagen mit Lastauto n. Godes. berg und nimm! 3 Hausgeräte im Gewicht v. 100 ke mtt! Antwort unt. G 16 an bie 63. Entgegennahme der Anträge auf Erteilung von Bezug. scheinen für Spinnstoff. und Schuhwaren im Monat Februar 1945: Buchst. Ka—Re Montag, den 5. 2., Buchst. Kf—8l Diens. tag, den 8. 2., Buchst. Km—Ko Mittwoch, den 7. 2., Buchst. Kr—Rz Donnerstag, den s. 2., Buchst. vo Le Freitag, den 9. 2.„Buchst. Ls—Lo Montag, den 12. 2., Buchst. Lr—Lo Dienotag, den 18. 2., Buchst. Ma Me Mittwoch, den 14. 2., Buchst. Mi. Mo Donneretag, den 15. 2., Buchst. Mr. Mz Freitag. den 16. 2., Buchst. N O Montag, den 20. 2., Buchst. P, O Diens'ag, den 21. 2., Buchst. Ra—Re Mittwoch, den 22. 2., Buchst. Ri — Ro Donnerstag, den 2d. 2., Buchst. Ry—Rz Freitag, den 24. 2. 1945 Ce können nur die dringendsten Fälle berücksichtigt Herne. den 30. Januar 1945.„„ Der Oberbürgermeister. I. V.: Meyerhoff. Geldbörse, braun, mit Inhalt, hoher Geldbetrag und Schmuck, am 2. 2. 1945 in der Bahn. hofstraße(Schau. burg dis Funke), verl. Geg. Bel. abzug. Zu erfrag. in der 58. Samstag, 10.80 Uhr, ist mir von der Glastheke im Cafe Köster, Bahnhof. straße 19, eine schwarze Brieftasche m. größer. Geldbetrag, Kleiderk. und Lebenomittel. karten sowie Pho. tographien u. son. stigen Schriftstück. abhanden gekomm. Der ehel. Finder wird gebeten, die Sachen, da zum Teil Andenken, d. Hern. Zeitung geg. gute Belohn. umged. abzugeb.