Herner Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne Bezussoreis: Monatlich RM 2.18, halbmonatlich RM 1.08. Einzelpreis 10 Rot.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, bervorgerufen durch höbere Gewalt können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Haustgeschäftsstelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6542 Zur Zeit ist Preisliste 4 gültg. In Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfalnk.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undentlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr— Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1 Westt Pernruf: 511 41—43(Schriftleitung 311 42) Verleger: C. Holtmann und C.-Theo Holtmann(Jetzterer s. Z. Wehrmacht).— Hauptschriftleiter: Willr Franke(s. Z. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Polltik allgemelnen Teil and Lokales: Albert Wemoer— Berliner Vertretung: Hauptschrittleiter Erich Wagner Nummer 177 Montag, den 31. Juli 1944 73. Jahrgang Wirkungen der„VI“-Explosionen Britische Augenzeugenberichte aus Stadt und Land- Eine Waffe von schrecklicher Gewalt * Genf. 81. Juli. Neuerlich vermitteln englische Zeitschriften und Provinzzeitungen in Wort und Bild eine viel klarere Vorstellung von der Wirkung des anhaltenden B=1=Beschusses. „London unter Feuer", unter dieser Ueberschrift bringt„Picture Post“ eine Bildreportage aus London. Die Aufnahmen, die diesen Text der„Picture Post begleiten, zeigen düstere, sorgenvolle Gesichter des Innenministers Morrison, der Unterstaatssekretärin in seinem Ministerium, Ellen Wilkinsen sowie einiger führender Männer der zivilen englischen Verteidigungsorganisationen. Alle blicken betreten und kummervoll drein, während man sich am Explosionsort einer V1 traf, den Schaden besah und besprach. von, daß die Deutschen ihre Fluggeschwindigkeit neuerDie Wirkung der fliegenden Bombe auf die Londoner hat unterdessen Charles Graves in einer Wochenzeitschrift„Sphere“ zusammengefaßt: Man sehe es nicht selten, schreibt Graves, daß bei Explosionen einer V 1 ganze Häuserreihen oder Häuserblocks wie ein Kartenhaus zusammenstürzen. Im übrigen sei zu empfehlen, beim Anflug einer V 1 Gesicht und Brust in Kissen zu hüllen. Auf diese Weise rette man seine Lungen vor dem Luftdruck und seine Haut vor Glassplittern. Werde man von der V 1 auf der Straße überrascht, dann sei es vernünftiger, sich auf Hände und Knie niederzukauern, als sich der ganzen Länge nach in die Straßenrinne zu werfen, denn so biete man dem Luftdruck wenig Widerstand. Die psychologische Seite der Situation habe sich durch die Tatsache verschlechtert, daß London seit Beginn des V=1=Angriffes nicht nur nachts, sondern auch tagsüber wiederholt Luftalarm bekomme. Gerade diese Tagesalarme stellen für die Londoner nicht nur eine Störung, sondern eine geradezu nervenzerrüttende Sache dar. Gewiß, fährt Graves fort, die Bevölkerung akklimatisiere sich, doch bedeutet das nichts anderes, als daß derjenige, der sich in Londons Straßen in südlicher Richtung bewegt, ständig vor sich in die Luft blickt und der, der nach Norden geht, sich häufig wendet, um eventuell den Himmel abzutasten. Gewiß sei das Gehör eines jeden ununterbrochen angespannt, um keinen Alarm zu verpassen. Wie es in Südengland auf dem Lande aussieht und die Bevölkerung dort die B=1=Angriffe über sich ergehen lasse, darüber berichtet ein Korrespondent der„Yorkshire Post“, der nach Südengland gelangte. Dort in der Landschaft, schreibt er, lasse sich am besten die Flugbahn der B 1 beobachten. Dabei stelle jeder fest, daß weder Wetter noch Wind die fliegenden Bomben beeinflussen. Ständig sei ein Dröhnen in der Luft, und sobald die fliegende Bombe näherkomme, setze in der Umgebung ein wahnfinniges Flakfeuer ein. Dabei sei es tagsüber gar nicht leicht, die B 1 anfliegen zu sehen. Komme die bliegende Bombe auf einen zu, dann gebe es zwei Perioden der Spannung, die erste, wenn die infernalische Maschine„über einem stehe", das entsetzliche Flakfeuer beginne und jeder die B 1 abzufangen suchte. Diese Jagd erinnere an ein englisches Hunderennen, bei dem die Tiere den mechanisch vor ihnen her bewegenden Hasen nie einholten. Die Bevölkerung nehme so gut wie sie könne Deckung. Dann komme das zweite spannende Moment, wenn V 1 darüber weggeflogen sei und man, ob Tag oder Nacht, angespannt hinhorche, ob das Motorengeräusch plötzlich aussetze und nach wenigen Sekunden die Explosion erfolge. Etwa in einem Umkreis von zehn Meilen sei das zu hören. Dann entschwinde entweder allmählich der Motorenlärm, oder es erfolgten die Explosionen. Jeder, der sie höre, habe dann nur noch die innere Hoffnung, daß sie irgendwo auf offenem Gelände erfolgten. Der Korrespondent urteilt abschließend, V1 sei zweifellos eine sehr gefährliche Waffe, ganz abgesehen dadings sichtbar gesteigert hätten. Eine Watte von schrecklicher Gewalt □ Stockholm, 31. Juli. Ueber die Wirkung der deutschen„Robotbomben“, berichtet der Londoner Korrespondent der amerikanischen Wochenschrift„Time": „Von Anfang an erkannte London die„Robotbombe“ als das, was sie war: eine neue Waffe von schrecklicher Gewalt. Es war niemals etwas, was man mit britischem Humor und Verachtung abschütteln könnte. Es war eine Waffe, welche immer wieder zuschlug. Selbst ihre Lautwirkungen waren kräftiger als ein tiefes Brüllen, dann ein plötzliches Schweigen, wenn der Motor aussetzte und die Bombe herabtauchte, dann die Explosion. Sie hielte Tausende von Londonern in tiefen Schutzräumen, sie trieb weitere Tausende aufs Land, sie hielt weiter Tausende bei ihrer Arbeit über der Erde in einem Zustand gespannter Befürchtungen, welcher in dem„Großen Blitz“ niemals seinesgleichen kannte. „Londons Lage schwierig und sorgenvoll“ □ Stockholm, 31. Juli. Die Unterstaatssekretärin im britischen Innenministerium, Ellen Wilkinson, schildert in der„Daily Mail“ ihre Eindrücke von der Wirksamkeit der deutschen Vergeltungswaffe. Sie wolle ihre Landsleute nicht erschrecken, so schreibt sie, man müsse aber doch feststellen, daß die Lage Londons sorgenvoll und schwierig sei. Es bestehe keine Veranlassung, diese Tatsache zu verbergen. Miß Wilkinson schildert dann den Flug der Bomben und hebt besonders ihre Genauigkeit hervor. Man habe den Eindruck, so schreibt sie zum Schluß, daß nichts die fliegenden Bomben daran hindern könne Zerstörung und Tod zu verbreiten, wo sie explodierten. Das türkische Parlament vor der Entscheidung Am 2. August findet die Abstimmung über Abbruch der Beziehungen mit Deutschland statt □ Sofia, 31. Juli. Der 2. August, der Tag des Amerikanern und Sowjets unterstützt worden sei, nach jederzusammentritts der türkischen Nationalversamm=s dem zwischen den drei Alliierten über die Behandlung Wiederzusammentritts der türkischen Nationalversamm lung, wird für die Abgeordneten eine Ueberraschung bringen. Wenn sie an diesem Tage aus ihren Parlamentsferien zurückgekehrt sein werden, wird ihnen ein Beschluß der türkischen Regierung, die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland abzubrechen, zur Abstimmung vorgelegt werden, so erfährt man aus sowjetischer Quelle. Ferner erfährt man hier, daß dieser Beschluß der türkischen Regierung von englischer und sowjetischer Seite als ein erster Schritt auf dem Wege zum späteren Kriegseintritt der Türkei angesehen wird. Auch die türkische Regierung solle sich darüber klar sein, irgendwelche territorialen Garantien würden der Türkei von den Engländern und den Amerikanern nicht gegeben werden. Demnächst würden dann die weiteren Schritte der Alliierten folgen. Aehnlich wie in der Frage des Chroms habe sich die türkische Regierung einem englischen Ultimatum gegenübergesehen, das von den dem zwischen den drei Alliierten über die Behandlung der türkischen Frage untereinander grundsätzliches Einverständnis erzielt worden sei. In absehbarer Zeit werde der verabredete gemeinsame Druck der Alliierten auf die Türkei einsetzen, ihnen auf türkischem Ter ritorium diejenigen Erleichterungen für die aktive Krieg führung, d. h. in erster Linie Luft= und Marinebasen einzuräumen, die sie für Operationen in der Aegäis und auf dem Balkan für notwendig halten. Aus diesem Stadium der passiven Kriegführung würde sich dann für die Türkei zwangsläufig die aktive Beteiligung ergeben. Die Einigung mit den Sowjets sei für die Eng länder diesesmal leicht gewesen, weil sie auf das türkische Mißtrauen gegen die Sowjetunion Rücksicht zu nehmen hatte. Sie hätten aber schließlich die in„sehr kräftiger Sprache" vorgebrachten besonders sowjetischen Interessen anerkannt in bezug auf das Recht der Sowjetunion, entsprechende Stützpunkte und Operationsbasen längs der Dardanellen zu erhalten. Der dreißigjährige Krieg Als am 1. August 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, ahnten nur wenige, daß der Erdball in ein Zeitalter furchtbarster Erschütterungen eingetreten war. Unvorstellbar für uns Heutige die Friedenszeit, die diesem Ereignis voranging. Sie wurde durch die Schüsse von Serajewo tatsächlich ausgelöscht. Es gab keine Sorge, keine Not, kein Elend, das uns seitdem unbekannt blieb. Nicht nur die Ueberlieferungen und geistigen Worte, auch die Kulturbauten, die Kunstschätze, das soziale und wirtschaftliche Gefüge des europäischen Kontinents sanken in den Jahrzehnten, die folgten, in Schutt und Trümmer. Heute stehen wir vor dem totalen Ende einer zweitausendjährigen Entwicklung oder vor einem Neuaufbau, der wie aus dem Nichts anheben muß. Geblieben ist uns in unserem eigenen Volk nur der Glaube an die eigene Gesundheit und Kraft und eine gottgewollte Mission, zu der uns die Vorsehung selbst durch Schicksalsproben von unvorstellbarer Härte erziekt. War diese dramatische Erschütterung unserer innersten Lebensgrundlagen vermeidbar? Widerlegt sie nicht den Glauben an die Freiheit menschlichen Willens? Wir beantworten die erste Frage mit Ja, die zweite aber mit einem entschiedenen Nein. Vermeidbar wäre das heutige Elend gewesen, wenn schon vor 1914 Alle Frauen bis zu 50 Jahren zur Arbeit melden Neue Verordnung zur Totallslerung unserer Kriegsanstrengungen □ Berlin, 81. Juli. Nach der Verordnung gegen die Scheinarbeit tritt heute eine weitere Maßnahme zur Totalisierung unserer Kriegsanstrengungen in Kraft. Im Einvernehmen mit dem Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz, Reichsminister Dr. Goebbels, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel, eine Verordnung erlassen, die das Alter der meldepflichtigen weiblichen Arbeitskräfte vom 45. auf das 50. Lebensjahr heraufsetzt. Alle Frauen zwischen dem vollendeten 45. und dem vollendeten 50. Lebensjahr unterliegen auf Grund der neuen Verordnung gleichfalls der bisher bis zur Höchst grenze von 45 Jahren geltenden gesetzlichen Melde pflicht. Mobilisierung deutscher Leistungsreserven Dr. Ley über den verslärkten Einsatz der Kriegsheimarbelt □ Berlin. 81. und Reichsmini Juli. Reichsorganisationsleiter Dr. ster Speer sprachen auf einer Arbeitstagung vor Mitgliedern der Rüstungskommissionen, den Gauwaltern für Heimarbeit der Deutschen Arbeitsfront, Vertretern der Parteikanzlei, der Reichsfrauenführung, des Bevollmäächtigten für den Arbeitseinsatz sowie Betriebsführern der deutschen Wirtschaft über den verstärkten Einsatz der Kriegsheimarbeit. Die deutschen Arbeiter schaffen ebenso wie das Landvolk mit einem Fleiß und einer Ausdauer, die früher nicht für möglich gehalten worden wären. Trotz des intensiven Arbeitstempos seien jedoch noch vielfach Leistungsreserven vorhanden. Dr. Ley äußerte sich dann übre einige Einzelheiten der verstärkten Kriegsheimarbeit im Sinne der totalen Mobilmachung des gesamten Volkes. Heimarbeiter und Dr. Ley hat hierbei auf die einmalige Leistungsbe= Heimarbeiterinnen stünden uns im großen Umfang zur reitschaft des deutschen Volkes hingewiesen, welches selbst unter härtesten kriegsbedingten Arbeitsverhältnissen bis zum letzten Mann und zur letzten Frau bereit ist, seinen Beitrag zum totalen Kriegseinsatz zu leisten. Die auf einer Schulungsstätte der NSDAP abgehaltenen Arbeitsbesprechungen wurden von Hauptdienststellenleiter Dr. Hupfauer gleichzeitig im Auftrage des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion sowie des Reichsorganisationsleiters und Leiters der Deutschen Arbeitsfront geleitet. Hauptdienststellenleiter Dr. Hupfauer und weitere führende Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens und der Sozialpolitik wiesen im einzelnen Wege zur praktischen Durchführung der wirksamen und umfangreichen Erweiterung der Kriegsheimarheit in allen ihren möglichen Erscheinungsformen. Wie Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ausführte, wird im Zuge der Mobilisierung der deutschen Leistungsreserven auch die Kriegsheimarbeit in stärkstem Umfange ausgedehnt. Um einen vollen Erfolg zu erzielen, werde sich auch die Partei sowie insbesondere die Deutsche Arbeitsfront voll in den Dienst dieser Aufgabe stellen. Immer wieder treffe er, Dr. Ley, bei seinen ständigen Besuchen von Betrieben in allen deutschen Gauen außerordentliche Arbeitsleistungen an. „„„ zur erfügung, und nun komme es darauf an, daß die Betriebe von diesen zusätzlichen Produktionsmöglichkeiten reichlich Gebrauch machen. Es sei Vorsorge getroffen, daß seitens der Deutschen Arbeitsfront, die bereits über langjährige Erfahrungen bei der Betreuung der Heimarbeit besitze, weitgehend Hilfe zur praktischen Verwirklichung der verstärkten Heimarbeit geleistet werde. Wichtig und vordringlich sei insbesondere die rechtzeitige Beschaffung bzw. Disponierung von Fertigungen, die für die Heimarbeit geeignet seien. In mehreren Gauen seien seit geraumer Zeit mit größtem Erfolg entsprechende Versuche angestellt worden. Es sei selbstverständlich, daß vor allem für die Frauen, die sich jetzt der Kuegsheimarbeit zur Verfügung stellen, die erforderliche soziale Fürsorge geleistet werde(z. B. Einrichtung von Kindertagesstätten usw.). Auch das Handwerk wäre in der Kriegsheimarbeit sehr nützlich. Es gäbe in Deutschland noch ungezählte Möglichkeit der Mobilisierung von Arbeitskräften, die jetzt energisch und umsichtig ausgeschöpft würden. Die größte Reserve unserer Nation sei jedoch das Volk in seiner beien enden werden. Ein großer Teil von ihnen steht bereits freiwillig im Arbeitseinsatz. Die anderen, es handelt sich um viele Zehntausende, melden sich nunmehr sofort auf den Arbeitsämtern, um sich in den Arbeitsprozeß einreihen zu lassen. Die Termine, zu denen die Meldung zu erfolgen hat, werden von den örtlichen Arbeitsämtern durch Anschlag und in der Presse bekanntgegeben. Es ist durch den Einsatz zuverlässiger Fachkräfte auf den Arbeitsämtern dafür gesorgt, daß jede der neuen Arbeitspflichtigen eine wirklich kriegswichtige Beschäftigng erhält, die ihrem Können und ihren Kräften entspricht. Unbillige Härten sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Die Erhöhung des Alters für weibliche Arbeitspflichtige ist eine Maßnahme, die in steigendem Maße von allen Kreisen der Bevölkerung erwartet wurde. Tausende von Frauen über 45, ja über 50 und 60 Jahren, stehen zum Teil schon seit Beginn des Krieges freiwillig im Arbeitseinsatz und tragen oft unter erheblichen persönlichen Opfern zu den gemeinsamen Kriegsanstrengungen des Volkes bei. Die ihnen gegenüber bisher bestehende Ungerechtigkeit, daß gleichaltrige oder jüngere Frauen im Vergleich zu ihnen ein fast friedensmßiges Dasein führten, wird mit dieser neuen Maßnahme beseitigt. Die deutschen Frauen, die in ihrer überwiegenden Mehrheit auch ohne gesetzlichen Zwang schon ihre ganze Kraft in aufopfernder Einsatzbereitschaft dem Lebenskampf unseres Volkes widmen, werden in der neuen Verordnung einen Ansporn sehen, ihte Kriegsanstrengungen weiter zu steigern, bis der Sieg unser ist. * „So ist es richtig,“ wird ein jeder denken beim Lesen der vorstehenden Meldung. Wenn es um den Bestand des Reiches geht, muß nicht jeder Deutsche in die Reihe treten, sondern auch jede deutsche Frau. Viele Frauen haben sich freiwillig seit Jahr und Tag der Industrie, dem gewerblichen Mittelstand usw. zur Verfügung gestellt. Jetzt gilt es, den Rest zu erfassen und ihre Kräfte für den Krieg zu mobilisieren. Dieser Einsatz der Frau ist nicht erstmalig oder neu. Sehen wir unsere Landfrauen an. Sie schaffen seit Kriegsbeginn in ihrer Wirtschaft, in vielen Fällen nur auf die Hilfe von Kriegsgefangenen angewiesen. Denken wir an die Zeit der Befreiungskriege zurück, wo die Frauen in einzelnen Fällen in die kämpfende Front traten. Hier gilt kein Zögern und Zagen. Ein froher Beginn ist der beste Anfang des Einsatzes. Es soll und wird jeder Frau die Arbeit zugewiesen, die sie leisten kann. Uebermenschliches wird nicht verlangt, sondern nur Pflichterfüllung dem Reich gegenüber. Das ist die höchste Krone, die man sich im Schweiße für die Nation verdient. Ein verkrustefer Baumstumpf! Nein, ein durch Erdbewurf ausgezeichnet getarnter Grabenspiegel, genau dem lehmigen Geröll der Deckung angepaßt, macht durch geschickte Tarnung die kleine Spiegelöffnung unsichtbar für das Auge des Feindes, der nur einen Handgranatenwurf weit entfernt liegt. PK=Kriegsberichter Geller(Sch) machtvolle Führerpersönlichkeiten in allen Völkern die Möglichkeit zu einer wirklichen Reformierung unseres unerträglich gewordenen und in tausend Gegensätze aufgesplitterten sozialen und kulturellen Daseins erobert hätten. Es hätte sich gleichfalls vieles anders gestaltet, wenn der einzelne weniger egoistisch und weltoffener für die berechtigten Interessen anderer gewesen wäre, so daß auch die Verhetzung der Völker niemals den Wahnwitz und Krankheitszustand von heute erreicht hätte. Aber es scheint, als ob große Wandlungen im Völkerleben ohne schwerste Krisen noch immer kaum denkbar sind. Geschwächte Organismen erliegen stärker als gesunde der Vergiftung durch Bakterien. An solchen aber hat es nicht gefehlt. Die dreißig zurückliegenden Jahre— man möchte fast noch weitere Zeiträume greifen— sind ein unendlich ernster Beweis für die Wirkung von Spaltpilzen im Völkerdasein. Wir wissen heute, daß das Weltjudentum der schlimmste unter ihnen war. Aber zu ihnen gesellen sich in vielen Nationen Männer, Klüngel und Mächte. die bewußt zum Kriege hetzten, ihn in rasendem Egoismus und wütendem Haß entfesselten. Sie tragen eine furchtbare Schuld an allem, was wurde. Eine gereinigte Welt wird sie später als Verderber von durchaus satanischem Format der ewigen Verachtung der Menschheit preisgeben. Es ist nicht ohne Nutzen, in der Krankheitsgeschichte der letzten dreißig Jahre das Wirken dieser Zersetzungsmächte zu verfolgen. Schon als am 8. April 1904 King Eduard VII. und Delcassé die Entente cordiale schlossen, die am 9. und 10. Juni 1908 auf der Reede von Reval zur Tripple Entente zwischen Frankreich, England und dem Zarentum erweitert wurde, war der Grund zu der kommenden Epoche eines pausenlos tobenden Weltkrieges gelegt.„Die Entente cordiale," so bekundete schon wenige Jahre später der belgische Gesandte in Berlin, Greindl,„ist nicht auf der positiven Grundlage der Verteidigung gemeinsamer Interessen begründet worden, sondern auf der negativen Grundlage des Hasses gegen das Deutsche Reich. Sie hat in Frankreich den Gedanken der Revanche, der geschlummert hatte, zu neuem Leben erweckt. Ihr entstammt der Zustand der Unruhe und des Unbehagens, worin sich Europa seit Jahren befindet.“ Schon im Juni 1912 aber verkündete das Flottenfachblatt Churchille „The Fleet":„Gerade herausgesagt, wir müssen mit Deutschland kämpfen. Je eher der Kampf kommt, desto besser.“ Diese Gesinnung ist bis heute der Motor nicht nur der britischen, sondern der Kriegshetzer aller unserer ###nde geblieben. Zum England Churchills gesellten ie USA und der zaristische und später bolschewisiie Imperialismus. Im Hintergrund aber stand da Weltjudentum, von dem ein maßgeblicher Vertreter un einem Zionistenkongreß schon 1902 erklärte:„Gestatten Sie, daß ich Ihnen folgende Worte sage, als l. nn ich Ihnen die Stufen einer sehr hohen, immer höheren Leiter zeigen würde: der Zionistenkongreß, der künftige Weltkrieg. die Schaffung eines jüdischen Palästina.“ Mit solchen Männern am Schalthebel der internationalen Politik konnte es niemals Frieden geben. Der Schandvertrag von Versailles bewies dies eindeutig. Er war kein Friedensinstrument, sondern ein Mittel zur Verewigung der europäischen Zerrissenheit. So wurde auch die Zeit zwischen 1919 und 1939 nur eine solche der Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln. Wir denken an das Verbot der Feindmächte am 15. Mai 1921 gegen einen Zusammenschluß des deutschen Volkes in Deutschland mit Oesterreich, an den Abschluß der Kleinen Entente im August 1922 zur Einkreisung und Niederhaltung Deutschlands im Südosten, an die vielen Finanzpakte, deren unerfüllbarer Wahnwitz die Menschheit mit der Geißel furchtbarster Inflationen schlug. Aber auch dann, als Deutschland wieder aufstieg und der Nationalsozialismus sein großes lufbauwerk in Deutschland begann, blieben die alten Giftmächte weiter am Werk. Januar 1934 erklärte der Zionistenführer Jabotinski:„Wir werden den Krieg der ganzen Welt gegen Deutschland entfesseln, und zwar geistig und materiell. Unsere jüdischen Interessen verlangen die vollständige Vernichtung Deutschlands.“ Im Juni 1934 aber verriet der alte Hetzer Emli Ludwig Cohn in„Les Annales":„Hitler will nicht den Krieg, aber er wird dazu gezwungen werden, nicht in diesem Jahr, aber bald. Das letzte Wort hat, wie 1914, England zu sprechen.“ Bei dieser Hetze, die von den USA=Juden und ihrem Werkzeug Roosevelt und den Sowjetjuden hinter Stalin unermüdlich weiter betrieben wurde, ist es geblie ben. Sie machte aus dem Weltkrieg von. 1914 den dreißigjährigen Krieg, in dem wir heute stehen. Selbst von einem dritten Weltkrieg, d. h. von einer uferlosen Fortsetzung der Aufhetzung aller gegen alle ist schon die Rede, da der Antisemitismus auch in den Feindländern um sich greift und der ewige Jude nur dann der Sühne seiner Verbrechen entgehen kann, wenn er auch seine Werkzeuge gegeneinander kehrt und er nach der Schwächung aller Nationen als der Alleinsieger übrigbleibt. Das deutsche Volk kann freilich aus der nüchternen Verfolgung eines so weitgespannten Bogens menschlicher Niedertracht nur die eine Folgerung ziehen: wenn es nicht gelingt, mit Opfern ohnegleichen die Mächte zu Boden zu schlagen, die immer wieder unser Volk und darüber hinaus Europa und die ganze Welt an den Rand des Abgrunds brachten, so ist auch in Zukunft eine Besserung und Gesundung im Völkerleben unmöglich. Wird aus dem dreißigjährigen Krieg ein fünfzig= oder gar hundertjähriger, wie ihn die Geschichte freilich in nur bescheidenem Umfange schon einmal erlebt hat, dann ist an der Vernichtung ganzer Generationen besten deutschen Blutes und der Verhinderung eines Wiederaufstieges aus einem solchen europäischen Totenacker nicht zu zweifeln. Es liegt deshalb an uns, dreißig Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges unseren letzten Atemzug daranzusetzen, um diese düstere Vision von einem Untergang des Abendlandes in ihr Gegenteil zu verkehren. Die Kraft dazu besitzt unser Volk. Was es an Opfern brachte, ist so groß, daß es mit unbeirrbarem Glauben an seine Mission auch in der gegenwärtigen schweren Belastungsprobe dem Kommenden entgegenblicken darf. Neue Ritterkreuzträger dnb Führerhauptquartier, 81. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Gerhard Engel, Kommandeur eines Rostocker Füstlier=Regiments, geboren am 18. April 1906 in Guben als Sohn des Reichsgerichtspräsidenten i. R. E.; Unteroffizier Gerhard Hoppe, vorgeschobener Beobachter in einem bayerischen Artillerie=Regiment, geboren am 24. Juni 1919 in Berlin, als Sohn des Metalldruckers Erich H. Im Zivilberuf ist er Techniker; Obergefreiten Grunge, Gruppenführer in einem niedersächsischen Panzer=Grenadier=Regiment, geboren am 27. Juli 1916 in Quarnebeck, als Sohn des Landwirts Hermann Gr. Er ist im Zivilberuf landwirtschaftlicher Arbeiter. Schwere Feindverluste bei Lemberg □ Berlin, 31. Juli. In den letzten Tagen vor der Räumung Lembergs entbrannten besonders heftige Kämpfe um den Schloßberg, der mehrfach den Besitzer wechselte und bis zum befehlsgemäßen Absetzen in un serer Hand blieb. Unter der Führung des General majors Kittel haben die Verbände, die Lemberg in schweren Straßen= und Häuserkämpfen wochenlang standhaft verteidigten, in der Zeit vom 14. bis 26. Juli allein 857 Kampfwagen und Sturmgeschütze der Sowiets vernichtet oder erbeutet. Der Feind hatte hierbei besonders hohe blutige Verluste. Wie Gefangene bestätigen, haben unsere Grenadiere die sowjetischen Regimenter, die bei Beginn der Kämpfe voll aufgefüllt waren, bis auf Kompaniestärke von 20 Mann zusammengeschlagen. dub Aus dem Führerhauptquartier, 81. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonntag bekannt: Die Durchbruchsversuche der Nordamerikaner hielten gestern beiderseits der Vire, bei Moyon und im Abschnitt Beaucoudray=Percy den ganzen Tag über an. Sie wurden in erbitterten Kämpfen überall blutig abgewiesen. 28 Panzer und sieben Flugzeuge wurden dabei durch Einheiten des Heeres abgeschossen. Auf dem Westflügel durchbrachen unsere von den Hauptkräften vorübergehend abgedrängten Divisionen von Coutances her die feindlichen Linien nach Süden Ausdehnung des feindlichen Großangriffs In der Normandie— Angriftsspitzen im Gegenangrilt zerschlagen bracht. Im großen Weichselbogen warfen unsere Truppen den über den Fluß übergesetzten Feind im Gegenangriff zurück. Zwischen Warschau und Siedlee stehen Truppen des Heeres und der Waffen=f; weiter in schweren Kämpfen mit vordringenden sowjetischen Kräften. Die vorübergehend abgeschnittene Besatzung von Brest=Litowsk schlug sich unter Mitnahme der Verwundeten zu unseren Linien durch. Zwischen mittlerem Bug und Olita fingen unsere Truppen heftige Angriffe der Bolschewisten bei Bialy40 20 Km Eisenbahn und bezogen neue Stellungen im Raum Gavray=Trelly. An der übrigen Front des Landekopfes führte der Feind nur südlich Juvigny einen erfolglosen örtlichen Angriff. Jagd= und Schlachtfliegerverbände schossen in Luftkämpfen sechs feindliche Flugzeuge ab. In der Nacht führten starke Verbände schwerer Kampfflugzeuge wirksame Angriffe gegen Bereitstellungen des Feindes südöstlich Caen und im Raum südwestlich St. Lo. Im französischen Hinterland wurden 27 Terroristen erschossen. Schweres V=1=Vergeltungsfeuer liegt weiter auf London und seinen Außenbezirken. In Italien zerschlugen unsere Truppen auch gestern wieder alle Angriffe, die der Feind mit indichen, südafrikanischen, neuseeländischen und englischen Divisionen zum Durchbruch auf Florenz führte. Südwestlich der Stadt in unsere Stellungen eingebrochener Gegner wurde nach heftigem Kampf im Gegenangriff zurückgeworfen. Bei Säuberungsunternehmen im italienischen rückwärtigen Gebiet verloren die Terroristen in der Zeit vom 12. Mai bis 24. Juli 8300 Tote und 7500 Geangene. An der Ostfront wurden im Karpathen=Vorland sowie südlich und nördlich von Reichshof feindliche Angriffe abgewiesen oder im Gegenstoß zum Stehen gestok und nordwestlich Augustowo auf. Im Raum von Kauen trat der Feind zum erwarteten Großangriff an In erbitterten Kämpfen wurden mehrere Einbrüche durch Gegenstöße unserer Panzerverbände abgeriegelt. In Lettland blieben Angriffe der Sowjets gegen die Stadt Mitau und nordöstlich Ponewisch erfolglos. Zwischen der Düna und dem Peipus=See behaupteten= unsere Grenadiere ihre Stellungen gegen starke von Panzern unterstützte sowjetische Angriffe. An der Landenge von Narwa rannte der Feind mit starken Kräften gegen unsere Stellungen an. Verbände des Heeres und germanische Freiwillige der Waferrangen hier einen vollen Abwehrerfolg, brachten dem Feind schwere Verluste bei und schossen 58 feindliche Panzer ab. Schlachtfliegerverbände versenkten auf der Weichsel mehrere vollbeladene Fähren und Landungsboote. des Feindes. In der Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge feindliche Truppenansammlungen und Bereitstellungen östlich des großen Weichselbogens an. Nordamerikanische Bomber führten Terrorangriffe in Mitteldeutschland und gegen die Stadt Bremen. Die Bevölkerung hatte Verluste. Durch Luftverteidigungs= kräfte wurden 34 feindliche Flugzeuge, darunter 31 viermotorige Bomber, zum Absturz gebracht. In der Nacht warfen britische Störflugzeuge Bomben auf Orte in Westdeutschland. Durchbruchsversuche im Westen abgewiesen Erlolgreiche Abwehr heftiger bolschewistischer Angriffe unserer Truppen. 20 Panzer wurde dnb Aus dem Führerhauptquartier, 81. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gab Sonnabend bekannt: Im Westteil des normannischen Landekopfes nahm die Ausdehnung des feindlichen Großangriffes gestern noch weiter zu. Oestlich St. Lo wurden starke örtliche Angriffe bis auf geringe Einbrüche abgewiesen und südlich der Stadt bei Moyon und Villebaudon feindliche Angriffsspitzen im Gegenangriff zerschlagen. Westlich davon gelang es dem Feind unter Einsatz neuer Kräfte, nach erbitterten Kämpfen weiter nach Südwesten vorzudringen. Am Westflügel des Landekopfes setzten sich unsere Divisionen im Kampf mit dem stark nachdrängenden Feind in den Raum beiderseits Coutances ab. In den neuen Stellungen wurden dann alle feindlichen Angriffe abgewiesen. Vor dem Landekopf beschädigten Torpedoflieger ein feindliches Frachtschiff von 6000 BRT schwer. Schnellboote versenkten in der Nacht zum 27. Juli vor Le Havre zwei britische Schnellboote und beschädigten mehrere andere. Ein eigenes Boot ging verloren. Im französischen Raum wurden wiederum 189 Terroristen niedergemacht. Das Vergeltungsfeuer auf London dauert an. In Italien brach der zweite feindliche Großangriff gegen Florenz blutig zusammen. Mit etwa acht Divisionen rannte der Feind, von stärkstem Artilleriefeuer unterstützt, immer wieder gegen unsere Front an, ohne einen Erfolg zu erringen. Nach schwersten Kämpfen, bei tropischer Hitze, waren die Stellungen am Abend fest in abgeRudels erstes Hundert nach der Halbzeit 2100 Feindtlüge— Ein Mann vernich tete drei sowjefische Panzerbrigaden □.. 31. Juli.(PK). Als Major Rudel nach seinem 2000. Feindflug die sich ihm zur Gratulation entgegenstreckenden Hände seiner Kameraden schüttelte, sagte er in der an ihm gewohnten trockenen Art:„Aber das ist ja erst Halbzeit, die weiteren 2000 Feindflüge folgen!“ Nun hat Major Rudel das erste Hundert dieses weitgesteckten Zieles erreicht. Diese hundert Feindflüge nach dem 2000. waren voll von dramatischen Erlebnissen, und auch der 2100. Feindflug war wieder ein Flug ganz besonderer Art. Eine Maschine seiner Gruppe wurde abgeschossen und mußte im feindlichn Bandengebiet notlanden. Der Flugzeugführer war leicht und der Bordschütze schwer verwundet. Ohne Zögern landete Major Rudel neben seinen Kameraden und nahm sie an Bord, um sie in die Sicherheit des eigenen Fliegerhorstes zu bringen. Vor wenigen Tagen erst mußte er selbst in feindlichem Gebiet notlanden und wurde von seinem Adjutanten herausgeholt, den er einen Tag später kurz vor den angreifenden Sowjets, in deren Linien der Adjutant notgelandet war, herausholte. Einer für alle und alle für einen— ist der Wahlspruch, der immer wieder in die Tat umgesetzt wird. Der Brillantenträger Major Rudel hat bei seinem 2100. Feindflug den 265. Panzer aus der Luft abgeschossen. Dazu komen weitere 78 Panzer, die er durch omben vernichtet hat. Somit hat ein einzelner Mann 343 Feindpanzer außer Gefecht gesetzt. 343 Panzer bedeuten die Ausrüstung dreier sowjetischer Panzerbrigaden. Die bei den Angriffen vernichteten Panzerbesatzungen, aufgesessene Infanterie und Begleitmannschaften gehen in die vielen Tausende. Rechnet man die übrigen Erfolge des Majors Rudel dazu, z. B. die Vernichtung eines Schlachtschiffes und eines Kreuzes sowie vieler Eisenbahntransvorte, Geschützstellungen, Lastkraftwagen, Feldstellungen usw., so kann man erst richtig ermessen, was der Mut, das Draufgängertum, aber auch die beherrschte Ueberlegung eines einzelnen deutschen Soldaten gegen die anstürmenden Menschen= und Materialmassen des Ostens bedeuten. Noch höher aber einzuschätzen sind hierbei die menschlichen und kameradschaftlichen Leistungen dieses vorblidlichen Soldaten. Immer wieder hat er notaelandete Angehörige seines Verbandes der sicheren Gefangenschaft entrissen. Jeder Mann bei ihm weiß, daß ihn sein Kommandeur nie im Stich lassen wird, und jeder Mann seines Verbandes würde das Letzte einsetzen, um seinen Kommandeur aus Gefahr zu retten. So verkörpert der ehemalige HJ=Führer und#Mann Major Rudel in seiner Person alle Tugenden, die die nationalsozialistischen Offiziere und Soldaten zu jenen Leistungen befähigen, die letzten Endes den Sieg davontragen müssen über den Ansturm der Menschen= und Material= massen einer seelenlosen Welt. Kriegsberichter Ruck. der Hand schossen. An der übrigen Front beschränkte sich der Feind auf schwächere Angriffe westlich des Tiber und im Küstenabschnitt, die erfolglos blieben. Im Osten wurden heftige Angriffe der Sowjets im Karpathenvorland zum Teil im Gegenangriff abge wehrt. Oestlich des Großen Weichselbogens schiebt sich der Feind mit starken Kräften an den Fluß heran. Ein Uebersetzversuch über den Fluß wurde vereitelt. Süd östlich Warschau und bei Siedlee dauern erbitterte Kämpfe an. Zwischen dem mittleren Bug und Kauen schlugen unsere Truppen alle Durchbruchsversuche des Feindes ab Im Abschnitt Kauen—Riga verstärkte sich der feindliche Druck. Trotz zähen Widerstandes der Besatzun drang der Feind in die Stadt Schaulen ein. Nach Mi tau vorstoßende feindliche Kräfte wurden im Gegenangriff aus der Stadt geworfen. An der Front zwischen der Düna und dem Finnischen Meerbusen scheiterten auch gestern zahlreiche Angrifte der Bolschewisten. 43 feindliche Panzer wurden abgeschossen. Schlachtfliegerverbände vernichteten 40 weitere Pan zer, zahlreiche Geschütze und mehrere hundert Fahr zeuge. In der Nacht führten schwere Kampfflugzeuge einen zusammengefaßten Angriff gegen den Bahnhof Molodeczno, der starke Brände und heftige Explosionen unter abgestellten Transportzügen hervorrief. Bei der Abwehr eines sowjetischen Luftangriffs auf die Stadt Kirkenes schossen unsere Jagdflieger zwölf feindliche Flugzeuge ab. Nordamerikanische Bomber griffen bei Tag Orte in Mittel= und Westdeutschland, darunter Wiesbaden und Merseburg, an. In der Nacht waren Stuttgart und Hamburg das Ziel feindlicher Terrorangriffe. Luftverteidigungskräfte brachten 97 feindliche Flugzeuge, darunter 95 viermotorige Bomber zum Absturz. Argentiniens Außenpolitik entspricht dem Willen des Volkes * Genf. 81. Juli. In Buenos Aires fand vor dem argentinischen Außenministerium eine Massenkundgebung statt, in der die Unterstützung der Außenpolitik der Regierung zum Ausdruck gebracht wurde. Die Bersammelten brachen in Beifallsrufe aus, als der argentinische Präsident, General Farrell und der Vizeprästdent, Oberst Peron, vom Balkon aus zu ihnen sprachen. General Farrell wies darauf hin, daß die Regierung, als sie gezwungen wurde, über den Kurs, der kürzlich eingeschlagen wurde, zu entscheiden, ihr eigenes Volk als Zeuge genommen habe, wie dies immer der gewesen sei. Er erklärte weiter:„Unsere Stärke gründete sich von jeher und wird sich auch weiterhin auf die ruhige Bejahung des Friedens gründen. Oberst Peron sagte, es sei unerläßlich für das Wohl der Nation,„immer geeinigt zu bleiden, um allen Bestrebungen und Einfällen fremder Mächte die Einigkeit aller Argentinier entgegenzusetzen, die entschlossen sind, wenn es nötig ist, zu sterben, um das Größte, was die Menschen auf dieser Welt besitzen, das Vaterland zu retten“. Glückwunschtelegramm des Führers an den Duce dub Führerhauptquartier, 31. Juli. Der Führer hat dem Duce zu seinem Geburtstag folgendes Glückwunschtelegramm übermittelt:„Duce! Zu Ihrem heutigen Geburtstage spreche ich Ihnen in alter treuer Kameradschaft meine und des deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche aus. Ich verbinde diese meine wärmsten Wünsche für Ihre persönliches Wohlergehen ebenso mit denen für eine glückliche Zukunft des italienischen Volkes, das nach so schweren Schicksalsschlägen der Vergangenheit nunmehr bereit ist, in diesen Stunden geschichtlicher Entscheidung Seite an Seite mit den deutschen Soldaten wieder für die eigene Heimat zu kämpfen“. Das Eichenlaub mit Schwertern □ Berlin. 31. Juli. Der Führer verlieh am 28. Juli das Richenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Johannes Steinhoff, Commodore eines Jagdgeschwaders, als 82. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Oberstleutnant Hans Steinhoff wurde am 15. 9. 1913 als Sohn eines Mühlenbesitzers in Bottendorf bei Roßleben a. d. Unstrut geboren. Das Eichenlaub für besonders bewährten Flakoffizier □ Berlin, 31. Juli. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Herbert Lemprecht, Kommandeur einer Leichten Flak=Abteilung, als 532. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Hauptmann Herbert Lemprecht, wurde als Sohn eines Maurerpoliers am 28. März 1913 in Spandau geboren. Eichenlaub für 25jährigen Batalllonsfährer dnb Führerhauptquartier, 31. Juli. Der Führer verlieh am 27. Juli das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Gerhard Kruse, Bataillonsführer in einem Neustrelitzer Grenadier= Regiment, als 534. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Hauptmann Kruse wurde am 1. 12. 1918 als Sohn des Bankbeamten K. in Dudendorf bei Suelze geboren. Eichenlaub für hervorragenden Regimentskommandeur dnb Führerhauptquartier, 81. Juli. Der Führer verlieh am 27. Juli das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Wilhelm von Salisch, Führer eines Breslauer Jäger=Regiments als 533. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Major von Salisch, der in diesem Kriege bereits achtmal verwundet wurde, ist am 5. 11. 1913 in Chorinchen, dem jetzigen Chorin, Kreis Angermünde, geboren. Ritterkreuz an zwei rumänische und an einen ungarischen Truppenführer □ Berlin, 31 JJuli. Mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes würden ausgezeichnet: General der Kavallerie Mihail Raccovita, geboren am 7. März 1889 in Jassy, Oberbefehlshaber einer Kgl.=rumänischen Armee; Brigadegeneral Raduleseu, geboren am 14. Dezember 1909 in Bukarest, Kommandeur einer rumänischen Insanterie=Division; Generaloberst Geza Lakatos Edler von Sesikzenisimon, geboren am 80. April 1890 in Budapest, Oberbefehlshaber einer Kgl.=ungarischen Armee. Der eiserne Ring um Hengyang schließt sich immer enger A Tokio, 81. Juli. Nachdem die äußeren Verteidigungsstellungen des Feindes bereits fest in der Hand der Japaner sind, ist die zweite Vernichtungsschlacht gegen die Tschungking=Truppen in der belagerten Festung Hengyang eingeleitet und geht ihrem Höhepunkt entgegen. Die feindlichen Entsatztruppen, die den eingeschlossenen Soldaten zur Hilfe kommen sollten, wurden in der Zwischenzeit von den japanischen Einheiten völlig aufgerieben. Damit droht die 9. Kriegszone des Feindes unmittelbar zusammenzubrechen. 99 90 England will Sizilien einverleiben Mailand, 31 JJuli. Wie aus Rom bekannt wird, verfolgen die Engländer mit großer Planmäßigkeit das Ziel, die Insel Sizilien durch Verleihung einer Scheinautonomie von Italien abzutrennen. und dem englischen Weltreich einzugliedern. Sizilien soll eine ähnliche Verfassung erhalten wie Cypern. Mit der Beherrschung von Sizilien, Malta und Cypern hoffen die Engländer, dem wachsenden Einfluß sowohl der Vereinigten Staaten wie Sowjetrußlands im Mittelmeerraum entgegentreten zu können. „Großer moralischer Sleg“ □ Stockholm, 31. Juli. Der Luftfahrtkorrespondent der Londoner Zeitung„Daily Mail“. Colin Bednall, zeigt wieder einmal das wahre Gesicht der britischen Kriegsverbrecher. Während Churchill und sein Bombermarschall Harris immer wieder lediglich versichern, die Luftangriffe gegen die deutschen Städte dienten lediglich militärischen Zwecken, läßt Bednall alle propagandistischen Rücksichten beiseite und legt ein erneutes klares Bekenntnis zur Terrortaktik ab. Mit brutalem Zynismus preist Bednal die Zerstörung der Wohnviertel bei den Terrorangriffen auf Stuttgart als„großen moralischen Sieg der Alliierten“. Diese Aeußerung bestätigt klar und eindeutig, daß die angloamerikanischen Luftangriffe weiterhin mit dem Ziel unternommen werden, die deutsche Moral zu untergraben. Demgegenüber mag man aber im Lager der Luftbanditen und ihrer Auftraggeber überzeugt sein, gerade die Gewißheit daß der Feind es bewußt auf Mord und Vernichtung der Wohnstätten deutscher Familien abgesehen hat, die deutsche Widerstandskraft nur noch verstärken und die Wut zur Abrechnung mit diesen Gangstern nur noch mehr entfachen kann. 83 Kllo Gold und Edeisteine in der Wand *= Budapest, 81. Juli. Die ungarische Polizei hat bei den Juden riesige Goldfunde gemacht, die in die Millionen Pengö gehen. Zwei Jüdinnen in Szeged versuchten durch Vermittlung einer anderen Jüdin, Goldschmuck im Werte von 50000 Pengö zu verschieben. Bei einem jüdischen Spekulanten in Budapest, der in der Inflationszeit in Berlin 83 Häuser in seinen Besitz gebracht hatte, wurden in den Wänden seiner Wohnung 83 Kilo reines Gold und Edelsteine im Werte von vielen Millionen Pengö entdeckt. Durch die Festnahme dieses Verbrechers stieß die Polizei auf ein Versteck von 20 eisenbeschlagenen Truhen, die in einem Felsenkeller in einem Vorort untergebracht waren. Diese Kisten enthielten wertvollsten Kunstbesitz, darunter Werke von Dürer, Rubens, El Greko u. a. Die ehemaligen Besitzer dieser Schätze waren bekannte Budapester Bankjuden, wie Kornfeld, Hertzoo. Wolfner. Chorin, die am 19. März geflohen sind. 0* DER SPORT Tibulski wieder der Beste Schalke 04 beslegt Kreisauswahl mit S:0 Im Vest Recklinghausen stand das Freundschaftsspiel zwischen einer Recklinghäuser Auswahl und dem sechsscher 300g aur. Meisgr, Ic Schalte 04 im Brennpunkt. und Soldaten füllten die sahen einen schönen Kampf. Zwar ansioten uch witecalter, nicht ganz auszugeben und begnügten sich mit einem klaren 5:0=(4:0)=Sieg. Die Elf trat Fletog, Berg getuse 31odt; 2,#gaschewiki, Schweißfurt, Thomas; Bors, Stzgtre und Sie und Lehrmann. Die Schwäger nitt unter dau ren fehlten also ganz. Das Spiel selbst ter dem schwerem Boden. In der Schalker Elf Pug e r Ot.# Tibulfk im Angriff hervor, der auch Lauf und glößt im Trr. Nach ihm nog Dargaschewitl in Lauf und Klodt im Tor zu nennen.— In der Reckling= häuser Kombination gefielen vor allem der Torwart weyer(Erkenschwick), der rechte Verteidiger Abrams der Mittelläufer Brichter(Erkenschwick und der sechte Läufe.„aranows!!(Hüls). Die Erkenschwicker Ludorf und Schmigelski enttäuschten im Angriff. Die beiden ersten Treffer machte Otto Tibulski, das zweite- war ein wunderschöner Kopfball. Mittelstürmer Megert erhöhte mit Kopfball auf 3:0 und durch ein Selbsttor des Recklinghäuser linken Läufers Klose kam Schalke zum vierten Tor. Im zweiten Akt flaute der Kampf ab. Durch Kopfball erhöhte Winkler auf 5:0, während ein Elfmeter von Tibulski von Geyer gehalten wurde. Einige Begegnungen In Freundschaft Im Gau Westfalen gab es am Wochenende auch einige interessante Freundschaftsspiele. Bereits am Sonnabend wohnten 800 Besucher dem Treffen Urania Lütgen dortmund gegen Auswahlelf Dortmund bei. Durch Schröder von Arminia Marten ging die Dortmunder Auswahl bis zur Pause 2:0 in Führung. Lütgendortmund holte zwar einen Treffer auf, mußte sich aber 1:2 geschlagen bekennen. In der Kampfbahn„Rote Erde“ wollte Borussia Dortmund gegen KSc Witten Revanche für die hohe Niederlage im Hinspiel nehmen, mußte sich aber mit einem Unentschieden von 1:1(1:0) zufrieden geben. Die Wittener Elf erwies sich als recht spielstark. Vor 1000 Zuschauern traf BfL Altenbögge im Hammer Revier auf den Staffelmeister Sc Wattenscheid. Der Gauligist kam zu einem hartumkämpften 2:1=(0:0)=Sieg. Die KSc Bielefelo empfing Rasensport Osnabrück vor 500 Zuschauern. In der Pause führten die Osnabrücker noch 2:1, dann aber drehte Bielefeld auf und kam zu einem hohen 10:2=Sieg. Die beiden Begegnungen SuS Hüls gegen Westfalia Herne und Rote Erde Iserlohn gegen KSG Bochum wurden auf einen späteren Termin verlegt. Erste Niederlage der S6 Mengede Im Kampf, um den Aufstieg zur 1. Klasse gab es zestern eine große Ueberraschung. Der SC Dahlhausen drachte auf eigenem Gelände dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer SC Mengede mit 2:1(1:0) Toren die erste Niederlage bei. Der VfL Habinghorst konnte durch einen Sieg über den Tabellenletzten SLB Dortmund den Aufstieg sicherstellen, vergab aber dieser Chance und verlor in Dortmund mit 1:5(0:1) recht klar. Die Frage nach den drei ansteigenden Vereinen bleibt somit auch weiterhin noch ungeklärt, obwohl SC Mengede bereits das Ziel erreicht hat. Die Fabelle dieser Gruppe SO Mengede G 4 KSG Gerthe 6 3 VfL Habinghorst 8 3 SC Dahlhausen 7 2 LSV Dortmund 5 1 SV Sodingen 1912 geschlagen Das in unserer Vorschau angekündigte Spigl um den Kriegs=Erinnerungs=Preis des Gaues Westfalen zwischen SV Bottrov 1916 und KSc HerneSodingen brachte für die Herner Fußballfreude eine bittere Enttäuschung. Der Sportklub Germania 09 stellte keine Spieler ab, so daß nur eine vom Sportverein 1912 Sodingen auf die Beine gebrachte Mannschaft in Bottrop antreten konnte. In der ersten Halbzeit hielt sich diese Mannschaft noch gut, obwohl sie knapp mit 1:0 im Rückstand lag. Nach der Pause hatten die Bottroper im Felde sichtbare Vorteile. Da die Stürmer recht schußzkräftig waren, reichte es für den Platzverein zu einem 4:0=Sieg. Krüger slegt In Hamm Im Rahmen der Standort=Leichtathletik=Wettkämpfe kam in der Hammer Jahn=Kampfbahn ein 15 km=Gehen der deutschen Spitzenklasse zur Durchführung. In Abwesenheit von dem Charlottenburger Schwab sen. flegte Krüger (Wehrmacht Heeßen)— früher Köln— in 1:15:32,4 und wurde gleichzeitig Standortmeister. Von den leichtathletischen Rahmenwettkämpfen ist der 800Meter=Lauf von Kahlert(LSV Detmold) in 2:02,4 zu erwähnen. 15 km=Gehen: 1. Krüger(MSV Heeßen) 1:15:32,4; 2. Grittner(ASP Köln) 1:15:38,6; 3. Dür (SGOP Bonn) 1:20:33,6; 4. Koppmeier(Dortmund) 1:20.33,8. WSG Minden am Ziel? BC Bövinghausen führt In Gruppe II Immer mehr treten die Aufstieglspiele zur Gauklasse im Gau Westfalen in den Vordergrund. In der Gruppe 1 snd die Spiele abgeschlossen, aber die Entscheidung ist hier noch nicht endgültig gefallen. Auf Grund der Abschlußtabelle ist die WSc Minden Meister bei gleicher Punktzahl von 10:2 mit Sc Wattenscheid, doch ist das Zünglein an der Waage ein Toe zugunsten, der Mindener. Von Seiten der Wattenscheider läuft noch ein Protest gegen Minden, so daß die höhere Instanz noch das letzte Wort in dieser Angelegenheit sprechen wird. Ein Entscheidungsspiel zwischen Minden und Wattenscheid auf neutralem Platz wäre auch eine Lösung. Vor 2000 Zuschauern kam in Hagen die WSc Minden mit 9:1(2:0) gestern nämlich über Sport=Union Hagen 10 zu einem hohen Sieg In der Gruppe 2 kam von den beiden abgesetzten Treffen nur die Begegnung BC Bövinghausen gegen KSch Ahlen zum Austrag. Die Bövinghauser schlugen die Ahlener mit 6:3(3:3) und behaupten nun wieder die Tabellenführung vor Borussia Rheine, die gleichfalls noch für den Gruppensieg in Frage kommt. Das zweite Spiel Ba Buer=Hassel gegen KSc Siegen Eiserfeld fiel aus. Hansa Huckarde und KSG Hagen Neue Gauligisten im Handball Das entscheidende Spiel um den Aufstieg zur westfälischen Handball=Gauklasse kam in Bochum zwischen Hansa Huckarde und KSG Hagen zum Austrag. Die Huckarder stellten die bessere Elf und siegten mit 6:4(6:1). Nach dem Treffen erklärte der Gaufachwart, daß beide Mannschaften in der kommenden Spielzeit in der Gauklasse spielen sollen. Im Wettbewerb um den Kriegs=Pokal wurde gestern die erste Hauptrunde durchgeführt. Eintracht Brambauer schlua Hindenburg Minden überraschend mit 6:5(3:1) Einen abwechslungsreichen Kampf lieferten sich SV Gladbeck= Zweckel und Tus Holsterhausen. Bis zur Halbzeit führte Holsterhausen knapp 8:2. Nach der Pause glichen die Gladbecker nicht nur aus, sondern zogen sogar mit 7:8 Toren in Führung, Die Tus=Elf gab sich aber nicht geschlagen. Sie spielke sehr eifrig und zog mit 7:7 gleich. Im Endspurt ging Gladbeck wieder in Führung, aber der Holsterhauser Elf gelang erst der Ausgleich und dann noch der Sieg mit 9:8 Toren. Zu erwähnen ist noch, daß Tus Holsterhausen nur 9 Spieler zur Stelle hatte. Dortmunder Handballturnier der Frauen Das so großzügig geplante Dortmunder zweite FrauenHandballkurnier in der Kampfbahn„Rote Erde“ konnte nicht wie vorgesehen abgewickelt werden. Die für A=Klasse gemeldeten Mannschaften aus Essen und Düsseldorf sagten ab, so daß einige westfälische Mannschaften unter sich waren. Am A=Klassenturnier nahmen nur drei Mannschaften den Kampf auf. Zunächst besiegte der Dortmunder SC 95 den Lintforter TB mit 442(2:1) und anschließend unterlag Westfalia Somborn gegen den Lintforter TB mit 0:1(0:0). Im Endspiel war dann der Dortmunder SC 95 über den Lintforter TB mit 5:0(3:0) erfolgreich. In der B=Klasse kam im Endspiel TB Barop über Sportfreunde 06 Dortmund mit 1:0(1:0) zum Erfolg. Deutsche Rudermeisterschatten Einer: Heinz Edler(Berliner RV 76) 0:36,2. Leichtgewichts=Einer: 1 Alfred Großkopf(Potsdamer RC) 5:28,4; Zweier o. St.: I. Mannheimer RV Amicitia 1876(Helmut Baraiske—Rudi Bosch) 6:05,2 im Alleingang. Dovpelzweier: 1. RG Potsdamer RG/WSV Beuel(Franz Skoda—Alfred Großkopf) 5:12,8. Vierer o. St.: 1. R6 Grünau(Jos. Schwarz, Güter Besch, Walter und Erich Gembe) 5:06,2. Vierer m. St.: 1. R6 Berliner RO Vineta Potsdam RAW(Hans=Joachim Hannemann, Werner Kuntzel, Hans Witt. Heinz Krone, Stm. Günter Arend) 5:09,2. Leichtgewichtsvierer o. St.: 1. Wiener RG(rFiedrich Czwech, Franz Brey, Josef Kren und Robert Dvorak)5:31,8. Frauen=Einer: 1. Gerda Haake(RB Froh Volk Berlin). Frauen=Doppel1. BfB/Reichspost Stettin(Grete Rübe—Rosemarie Wächter) 3:34,6. Frauen=Doppelvierer m. St. 1. RG Acad. RC Post Stephan Wratislava Breslau(Anni Müller— Ella Droht, Annemarie Hendrick, Mia Becker, am Steuer Else Simoseeg) 3:51,8. Achter: R6 Univ. Heidelberg Amtcitia Mannheim(Reimar Wittig, Josef Kapp, Wolfgang Becke, Erwin Verberich, Hansjochen Neuerburg, Gerhard Reichert, Helmut Berinski, Rudi Bosch, Steuermann Willi Grotz). K.o.-Sieg von Meister Strahl Statt des ausgefallenen Gauvergleichskampfes mit Westfalen führte der Bereich Niederrhein in Oberhausen Ausscheidungskämpfe im Amateurboxen durch. Den Höhepunkt bildete der Kampf des deutschen Bantamgewichtsmeisters Uffz. Strahl(Paderborn), der den Duisburger Echtermann in der zweiten Runde zur Aufgabe zwang. Das gleiche Ergebnis ersielte im Halbschwergewicht der Essener Fox über Fresco(Hamborn). Traber Kurier in großer Form Caprivi und Cupldo unplaziert Die Gelsenkirchener Trabrennbahn hatte gestern wieder Massenbesuch aufzuweisen. Der Start der westdeutschen Spitzenpferde im Schorlemer=Rennen hatte seine Anziehungskraft nicht verfehlt. Der Stall Tausendfeuer konnte diesmal drei Siege verbuchen. Zunächst gewann er mit Lurch den Preis von Braunsberg, dann den Preis von Wiesbaden mit Ingomar und den Preis von Lippstadt mit Energie. Die größte Ueberraschung war unstreitig der Sieg mit dem dreijährigen Hengst Burch, der bisher nur wenig gezeigt hatte. Panschow ließ den Favoeiten Angerburg nicht anspannen, sondern steuerte Lurch geschickt, für dessen Sieg es die stattliche Quote von 245:10 gab. Im einleitenden Rennen hatte R. Hartseil bereits durch den Sieg der vierjährigen Traberstute Hetzerin für eine Ueberraschung gesorgt. Die beiden Hengste Cambrai und Carolan mußten sich mit Platzsiegen begnügen. Das mit 20000 ausgestattete Zuchtrennen wurde von acht Teilnehmern bestritten. Domspatz, der an den Stangen stand, brachte das Feld vor Sorentiner, Damokles und Heiderose auf die lange Reise. Cupido und Caprivi büßten beim Start wertvollen Boden ein. Kurier kam gut ab und hatte dadurch einen schönen Vorteil. Caprivi lief ein braves Rennen, kam aber, im Einlaufbogen von den Beinen, so daß Kurier im Endkampf nur Domspatz und Damokles niederringen mußte. Im Preis von Osnabrück kam endlich der sechsjährige Hengst Edler aus dem Stall Forthmann zum fälligen Sieg, der Fabianus und Masoratsherr auf die Plätze verwies. Copernieus machte böse Fehler, während Litho recht unsauber lief. Primus hat seine Form längst überschritten. Im letzten Rennen nib es wieder eine Ueberraschung. Mit dem Sieg der sechsjährigen Stute Nebelfee, die von H Buß ausgezeichnet gefahren wurde, hatten nur wenige Wetter gerechnet, man hatte Tantris, Karwendel und Nadir Shah in erster Linie das Vertrauen geschenkt. 1. Preis von Warendorf: 1. Hetzerin,(R. Hartseil), 2. Cambrai, 8. Carolan. Sieg: 79, Platz: 17, 18, 18, EW: 840:10. Ferner: Basta, Theben, Morgenglück, Burglinde, Nebelflocke, Feodora. 2. Preis: von Braunsberg: 1. Lurch (P. Panschow), 2. Bixy, 3. Desideria. Sieg: 245, Platz 49, 15, 34, EW: 508:10. Ferner: Ettina, Tambo, Alvador, Molo, Abbazia, Maibaum. 3. Preis von Wiesbaden: 1. Ingomar(W. Zinner), 2. Medium, 8. Miege. Sieg 22, Platz 11, 13, 13, EW: 62:10. Ferner: Lorchen, Doeres, Hermus. 4. Schorlemer=Rennen: 1. Kurier(W. Dahl), 2. Damokfles, 3. Domspatz. Sieg: 19, Platz 13, 26, 21. EW: 216:10. Ferner: Sorentiner, Heiderose, Wilhelm E., Caprivi, Cupido. 5. Preis von Lippstadt: 1. Energie(P. Panschow), 2. Gloxinia, 8. Jselburg. Sieg: 18, Platz 13, 16, EW: 44:10. Ferner: Jochen Bell, Erlenhof. 6. Preis von Osnabrück: 1. Edler(C. Forthmann), 2. Fabianus, 8. Majoratsherr. Sieg: 27, Platz 12, 13, 16, EW: 102:10. Ferner: Florentine, Primus, Litho, Lehnsmann, Copernieus, Erbe. 7. Dillenberg=Ausgleich: 1. Nebelfee(H. Buß), 2. Nadir Shah, 3. Michel. Sieg: 129, Platz: 34, 18, 31, EW: 38:10. Ferner“ Karwendel, Tantris, Mona, Ford, Bernadotte. Galopprennen zu Düsseldert 1. R.: 6. Manung(E. Wermann), 2. Geweih, 8. Ehrendolch. Ferner liefen: Thyrsolde, Gigant, Fant, Mahnung, Seglerin. Sieg 443, Platz 83, 14, 14:0. EW: 1263:10. 2. R.: 1. Amor(2., Schmitz) 2. Schwanenhals, 3. Pensum. Ferner liefen: Goldamsel, Shabaz, Landser, Minerva. Sieg 106, Platz 14, 11, 18:10. EW: 275:10. 3. R.: 1. Rosi(K. Buhl), 2. Belgunde; 3. Zubringer. Ferner liefen: Helo, Panzerjäger. Sieg 21, Platz 15, 34:10. EW: 210:10. 4. R.: I. Persicus(K. Scharff), 2. Ingo, 3. Markomanne. Ferner liefen: Habibdy, Platzhirsch, Ajaz, Seeabenteuer. Sieg 81, Platz 14, 14, 16:10. EW: 186:10. 5. R.: I. Thardhildis(H. Kysela), 2. Agil, 3. Rosario. Ferner liefen: Jacqui, Desport, Kobold, Galate, Top Hat, Einhart. Sieg 50, Platz 19, 34. 29:10. EW: 861:10. 6. R.: 1. Patrizier(M. Schmidt), 2. Porthus, 3. Ansitz. Ferner liefen: Rinaldo, Afrikaner, Faustkampf. Sieg 18, Platz 12, 13, 15:10. EW: 361:10. 1. R.: 1. Abtlg.: 1. Dalmatiner(E. Stock), 2. Interpreter, 3. Freiligrath. Ferner liefen: Chimgau, Goldpärmäne, Titania, Weltruf, Valentine, Ceylon. Sieg 153: Platz 15, 21, 22:10. 2. Abtlg.: 1. Bergmann(H. Knoche), 2. Trapant, Morgenstrahl. Ferner liefen: Volme, Purpur, Goldpeter, Schloßprinz, Arman, Pampa. Sieg 20, Platz 18, 45, 17:10. EW: 107—10. 8. R.: 1. Rosenpfad,(P. Levicki), 2. Vaterle, Flott, 4, Kürassier. Ferner liefen: Delphin, Tancred. Lupine, Luftwehr, Schwalbe, Beerbusch, Reiterfreunde. Sieg 95, Platz 29, 37, 281, 127:10. EW: 1462:10. Guter Hindernissport In Karlshorst Nach den züchterisch wertvollen Ereignissen in Hoppegarten kam am Sonntag erstmals wieder Karlshorst zu einer Veranstaltung mit gutem Hindernissport. Im Storas. Hürdenrennen feierte der von Unterholzner gerittene Simba einen übrlegenen Erfolg. Der Hengst machte im Einlaufsbogen hinter dem führenden Feuerdorn innen schnell Boden gut und war dann ständig überlegen. Sehr versprechender Hindernienachwuchs bestritt das Züchterpreis=Jagdrennen. Der Ebbesloher Martin, kürzlich bereits Gewinner eines Hürdenrennens, kam unter R. Chapman zu einem Erfolg. Der Schlenderhaner Mime zeigte bei seinem ersten Start noch nichts, dagegen machte sich die Erlenhoferin Jolauthe bis zur Waldseite durch flotte Führung verdient. Den Terrorangriffen auf München fielen auch einige wertvolle Rennpferde zum Opfer. Aus dem Stall Chr. Weber büßten u. a. so bekannte Pferde wie Ruhpoldinger, Ripaton und Mansura ihr Leben ein. Vier Siege von Richarz Der erfolgreichste Leichtathlet der Gaumeisterschaften von KölnAachen in Köln war Richarz mit vier Siegen in allen Wurfarten: Kugelstoßen 13.45 m. Diskuswerfen 40,80 m, Speerwerfen 51,99 m und Hammerwerfen 36,11 m. Bei den Frauen wurden für Liesl Pollack(Bonn) 12,4 Sekunden über 80 m Hürden gestoppt. Lohmann— ein wahrer Meister Am Freitag war die Radrennbahn im Müngersdorfer Stadion von Köln Schauplatz eines neuen Erfolges von Walther Lohmann, der mehr noch, als es seine Meistertitel klarzumachen vermögen, durch seine begeisternde Fahrweise auf allen Bahnen des Reiches die stets in die Zehntausende gehenden Rüstungsschaffenden und Soldaten mitreißt. In Köln holte er sich diesmal den ersten 30-km=Lauf um das Goldene Rad vom Rhein in 27:30,3 trotz Rundenrückstand wegen Reifenschadens vor Didier(850 m zurück), dem überraschend schwachen Schorn, Kilian und Ilse. Im zweiten Lauf startete er vom letzten Platz und ließ den diesmal besser im Tritt befindlichen Kilian in 35:34,6 nur 15 m vor sich durchs Ziel, Didier, Schorn und Ilse um 500 und mehr Meter zurücklassend. Damit belegte er in der Gesamtwertung den ersten Platz mit 69,985 Meter vor Kilian, Didier, Schorn und Ilse. Jugendsplele Im Fuhball SC Westfalia Herne 1. Jgd.— SuS Hüls 1. Jgd. 3:1 SC Westfalia Herne 2. Jgd.— SuS Hüls 2. Jgd. 2:0 SV Bottrop 1911 1. Jgd.— EC Germania Herne 1. Jgd. 3:0 XV01 Wattenscheid 1. Jgd.— SV Sodingen 1912 1. Jgd. 4:1 XV01 Wattenscheid 2. Jgd.— SV Sodingen 1912 2. Jgd. 5:2 Wer auzu gern im Trüben fischt, Wird doch einmal dabei erwischt! Briefkasten K. 100. Eine evakuierte Fomilie hat auch für die Flurbzw. Treppenreinigung zu sorgen, wenn die Wohnung auch nicht bewohnt und somit der Flur und das Creppenhaus nicht benutzt werden. Der Hausbesitzer kann die Reinigung durch eine bestellte Person=vornehmen lassen und die Kosten hierfür von den evakuierten Mietern einziehen. K. L. Die Lichtkosten für den Luftschutzkeller in einem Wohnhaus zahlt der Hauseigentümer. Der Mieter darf nicht belastet werden. Uebersteigt der Lichtverbrauch 10 Mark im Monat, bekommt der Hausbesitzer den Betrag vom Finanzamt erstattet, aber nur dann, wenn mit dem Lichtstrom auch Heizstrom verbraucht wird. A. F. Ohne Genehmigung der Preisbehörde darf die Miete nicht erhöht werden. Es muß ein Antrag bei der Preisbehörde gestellt werden wegen wesentlicher Erhöhung des Wassergeldes und stärkerer Abnutzung der Wohnung. Wie hören im Ründkunte Montag: Reichsprogramm: 7,30 bis 7,45 Uhr: Zum Hören und Behalten:„Englands Weltkampf gegen Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert“. 11,30 bis 11,40 Uhr: Der Frauenspiegel. 12,35—12,45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 14,15—15 Uhr: Unterhaltung mit der Hamburger Kapelle Jan Hoffmann. 15—16 Uhr: Serenaden und Ständchen. 16—17 Uhr: Otto Dobrindt dirigiert das Berliner Rundfunkorchester. 17,15—18,30 Uhr:„Dies und das für dich zum Spaß“, aus neuzeitlicher Unterhaltungsmusik. 18.30—19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19,15 bis 19,30 Uhr: Der Zeitspiegel— Frontberichte. 20,15—22 Uhr:(auch über den Deutschlandsender): Für jeden etwas. Deutschlandsender: 17,15—18,30 Uhr: Sinfonische Musik. DER TREUE ANVERTRAUT Roman von Sigellnd v. Platen Theber-Rechtsschuts Drei-Quellen-Verlag. Königsbrück Dresden) Während sie auf dem Eßtisch, der dem Gast zu Mutters autem Meißner Porzellan und schönem, em Silber gedeckt ist, ihre Rosen in einer kelchmigen Kristallvase ordnet, tritt Lorenz Greiner ein. in Blick umfängt das sonnige Zimmer, die gemückte Tafel und das blonde Mädchen im weißen id. Ist das schön, Fräulein Hollberg. Ganz, wie man sichs einem Märchenschloß erträumt.„Heutscher Sonnmüßte man unter das Bild schreiben. alles in Bildern. Aber läßt einen Denken ausschalten und sich nur freuen. Jc das soll man auch. Aber vielleicht erlebt man es tiefer mit dem Wissen um den großen Ernst des dens. k= streicht sich über die Stirn. Doch wir wollen jetzt nicht philosophieren. Ich Ute Sie fragen, ob Sie heute nachmittag etwas vorJa. Faulsein und Sonne genießen. Und Sie?“ Famos. Deckt sich ganz mit meinen eigenen Blänen. Mögen Sie wieder wie neulich ein Stück mit mir über die Felder laufen?“ „Das hatte ich Sie auch schon fragen wollen. Denn bei dem Wetter in der Stube sitzen, wäre ja Sünde. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meinem Vater einen ausführlichen Wirtschaftsbericht zu schreiben, aber das Wetter wird sowieso bald umschlagen.“ Lorenz Greiner findet Erdmuthes Entschluß sehr vernünftig und freut sich schon ganz heimlich auf den Gang. Sie ist mit dem Ordnen ihrer Blumen fertig und überprüft noch einmal den Tisch. „Sie haben unsere Mark neulich von der recht unfteundlichen Seite kennengelernt. Da müssen Sie doch heute einen anderen Eindruck bekommen. Ich hatte gedacht, wir gehen mal zum Buchenwäldchen. Das ist hier in unserer sandigen Gegend jene Raritätä und liegt ein Stückchen weiter ab. Aber es lohnt sich schon". „O ja! Ein Buchenwald im Herbst ist so etwas Köstliches. Und jetzt wird er gerade sein festlichstes Gewand tragen. Aber schön war unser erster Gang durch den Sturm auch, mit der Wolkenbildung und der eigenartigen Beleuchtung. Das seltsame Hell=Dunkel erinnerte an Böcklinsche Landschaften". „Ein Künstler sieht alles mit so ganz anderen Augen als ein gewöhnlicher Sterblicher. Sie haben viele Gnade vor uns anderen Menschen voraus. Herr Greiner“. „Ich weiß es, Fräulein Hollberg. Und ich wünsche nur, daß es mir noch einmal vergönnt sein wird, etwas von dem, was ich als Schönheit in mich hineintrinken durfte, in Bildern anderen wiederzugeben". „Auch das wird wiederkommen, Herr Greiner“. Frau Hollberg ist eingetreten und sagt es zubersichtlich, während sie ihrem Gast freundlich zunickt. Dann wendet sie sich an Erdmuthe. „Nun, habt Ihr für heute nachmittag etwas beschlossen?“ „Ja, Mutting. Wir wollen mal zum Buchenwäldchen laufen. Kommst du mit?" „Ich bin beinmüde vom Aepfelabnehmen vorige Woche. Da möchte ich lieber ein wenig stillsitzen. Auch wollte ich an Vater und Maufred schreiben. Aber lauft ihr Jungen nur tüchtig und genießt die Sonne". Also wandern Erdmuthe und Lorenz Greiner nach dem Essen los. In Gold getaucht liegt das deutsche Land, ganz in der Ferne blaut im milchigen Dunst eine Hügelkette. Auf dem Rückweg bricht Erdmuthe einen Herbststrauß aus buntem Laub. Hagebutten und Schlehbeeren. Dazwischen leuchten purpurrote Brombeerranken. Lorenz Greiner sieht ihr schweigend zu. Und seine Seele trinkt tief das süße Bild in sich hinein. Das blonde Mädchen im weißen Gewand, ganz vom Licht umflossen, in der Hand die bunte Herbstlese. Und wieder muß er denken: Wenn ich das jetzt malen könnte! Aber die helle Mädchengestalt prägt sich ihm so unauslöschlich tief ein— Zug für Zug— daß sie später, in den dunklen, geschützdurchbrüllten Nächten des Ostens vor ihm steht, unverrückbar, mit greifbarer Deutlichkeit, wie ein Heiligenbild aus längst versunkenen Zeiten. Auf einem birkenbestandenen Hügel machen sie Rast und setzen sich auf Findlingsblöcke, die, von der Sonne durchwärmt, aus dem braunen, verblühten Heidekraut ragen. Es ist eine Weile still zwischen ihnen, jeder sinnt seinen eigenen Gedanken nach. Buntschillernde Eidechslein, von der Sonne aus ihren Schlupfwinkeln gelockt, huschen eilig zu Füßen der beiden Menschen im welken Laub. Vor ihnen dehnen sich die Felder, mit zartrötlichem Schimmer, sprießt junge Roggensaat hervor. Ringsum tiefe, sonntägliche Stille. Auf einem Kleeschlag äsen friedlich ein paar Rehe, und hoch oben, der Sonne nahe, kreist über den beiden Menschen ein Raubvogel in majestätischer Ruhe. Lorenz Greiner atmet tief, als könne seine Brust das alles nicht mehr fassen. „O Gott, ist deine Welt schön!" ist wie ein sehnsuchtsvoller Schrei, wie ihn der Hirsch ausstößt in der höchsten Fülle des Lebens. „Wenn die Kugel des Jägers schon im Hintergrund lauter“, muß Erdmuthe erschauernd denken. Aber warum hat sie solche Gedanken? Sind sie nicht töricht an so einem friedvollen Tag? Aber Erdmuthe weiß, daß das Himmelslicht mehr und mehr sinkt, und daß der Tag unaufhaltsam zur Neige geht. Stärker ist die Dunstschicht am Horizont geworden, und im Westen steigen Wolken empor, sich höher und höher schiebend. Nicht lange mehr würed es dauern, dann haben sie die Sonne verdunkelt. Jetzt besinnt sich Erdmuthe, daß er etwas zu ihr gesagt hat.Ihr Blick kommt aus der Ferne und wendet ihm zu. „Das Wetter wird bald umschlagen. Ich glaube, es war heute der letzte Sommertag". „Der letzte Sommertag“. Schwer, wie Blutstropfen fallen die Worte von seinen Lippen. Und sie spürt instinktmäßig, daß es heißen sollte: „Mein letzter Sommertag". Etwas Dunkles kriecht plötzlich über ihre Seele. Sie will sich dagegen wehren— es abschütteln. „Nein Herr Greiner, das dürfen Sie nicht sagen“. Es ist wie ein Schrei. Er fühlt, daß sie ihn verstanden hat, und weiß doch keine Antwort. Da bricht es heiß und leidenschaftlich aus ihr hervor: „Wieviel besser hat es der Mann als die Frau. Ihr geht hin, mit der Waffe in der Hand, und kehrt als Helden beim oder sterbt stolzen, freien Tod. Aber wir Frauen müssen immer nur harren, barren und leiden. Wir müssen weiter leben, und müssen doch täglich, stündlich unsere Seele opfern. Warum verlangt man von uns Frauen, was über unsere Kräfte geht?" Fortsetzung folgt. Auch in Herne gibt es Seidenbauer Sie sind Jetzt eitrig beschäftigt— Ihre Aufgabe ist kriegswichtig Im Monat Juli hat die Maalbeere, die erst spät im Frühjahr zu kommen pflegt, ihren vollen Blätterschmuck erreicht und gut geschnittene und gepflegte Hecken und Baume können mit ihrem ansprechenden Grün durchaus eine Zierde der Landschaft sein. Die Seidenbauer haben aus der ausgelegten Brut die jungen Raupen schlüpfen lassen und sind fleißig bei der Arbeit, um die steks gefräßiger werdenden Seidenraupen hatt zu bekommen. Insbesondere kurz vor dem Einspinnen werden große Mengen Maulbeerlaub benötigt, um daraus schöne und große feste Kokons zu gewinnen. Nach einer Entwicklung von 35—40 Tagen pflegt die Raupe des Seidenspinners sich soweit entwickelt zu haben, daß sie spinnreif wird. Sie verläßt dann ganz entgegen ihrer bisherigen Gewohnheit die Futterstätte und sucht sich eine Spinngelegenheit in dem sogenannten SpinnWir verdunkeln von 22.07 bis 5.02 Uhr! rahmen aus rohem Holz, in Holzwolle oder sperrigem Pflanzenmaterial. Der Vorgang des Einspinnens ist zweifellos in der Entwicklung der ansprechendste Vorgang in der interessanten vielfachen Umwandlung des Seidenspinners vom Ei zum Schmetterling. Wer solch einem Einspinnen der 8—9 Ztm. großen Raupe noch nicht zugeschaut hat, sollte die Gelegenheit dazu wahrnehmen und sich mit einem praktischen Züchter in Verbindung setzen. Unsere Kinder sind ja häufig bereits von den Schulseidenraupenzuchten her mit der Aufzucht und dem Spinnprozeß vertraut. Weite Volkskreise aber haben noch immer falsche Vorstellungen vom Hergang und könnten hier ihre Kenntnisse, die nun bald zur allgemeinen Bildung gehören dürften, erweitern. Der Züchter, der sich seiner kriegsentscheidend wichtigen Aufgabe voll bewußt ist— denn seine Kokons dienen bekanntlich der Fallschirmherstellung— wird dem interessierten Volksgenossen gewiß gern seine Tür öffnen, um ihm das naturwissenschaftliche Erlebnis zu gönnen. Interessenten aus dem Kreisgebiet Herne—Castrop= Rauxel wird empfohlen, sich an den Kreisfachgruppenvorsitzenden für Seidenbau, Eberh. Ostermann, Herne, Schadeburgstraße 34, zu wenden. „Streitzug aus bekannten Opern“ Die RS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ Herne bringt am Sonntag, dem 6. August, 11 Uhr, in der Lichtburg Herne einen„Streifzug aus bekannten Opern“, ausgeführt von Mitgliedern des Essener Opernhauses. Eintrittskarten ab Dienstag in der KdF=Verkaufsstelle, Bahnhofstraße 45, und bei den Betriebswarten erhältlich. Hände weg von Insektenstichen! Alle in sommerlicher Hitze im Freien schaffenden Werktätigen ziehen die Augenbrauen hoch: Insektenstiche haben es„in sich". Dabei sind die Stiche zumeist weder gefährlich noch giftig, noch ist die eigentliche Stich,wunde" überhaupt der Rede wert. Die Stechfliege verursacht z. B. einen Stichkanal von höchstens 0.15 mm. Genau darin aber liegt die Schwierigkeit: Gerade weil der Stichkanal heimtückischerweise so eng ist, läßt er zwar vielleicht ein winziges Tröpfchen Ausscheidungswasser heraus, nie und nimmer aber das vom Stechwerkzeug des Insekts hinterlassene Sekret. das den Juckreiz und das bekannte typische„Brennen“ hervorruft. Und eben daraus ergibt sich klar und eindeutig: Je mehr wir kratzen, um so heftiger juckt es, weil wir das Sekret dadurch nicht nur nicht herausbekommen, sondern erst recht in das Gewebe hineindrücken, so daß wir auf diese Weise den Juckherd nur vergrößern! Zudem laufen wir beim Kratzen Gefahr, Infektionskeime(Fingernägel sind immer schmutzig) hineinzubringen. Hände weg also vom Insektenstich! Wen es juckt, der kratze sich nicht! Uebrig bleibt bestenfalls die Zuflucht zu einem reinen Linderungsmittel, etwa einigen Tropfen Salmiakgeist, Menthol, Kampfer, Nelken= oder Eukalyptusöl, wenns nicht auch ein Tröpflein einfachen Hauszwiebelsaftes tut. Eins aber müssen wir unbedingt beachten: Bei einem Insektenstich in der Mundhöhle muß man unbedingt zum Arzt! Kleine Herner Stadtnachrichten Auszeichnungen. Wachtmeister Josef Vollmers, Roonstraße 18, und Gefreiter Willi Meermann, Haldenstraße 25, wurden mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Ausgerutscht. Die Ehefrau F. aus Herne=Nord rutschte in ihrer Wohnung aus und erlitt einen Unterschenkelbruch. Im Betrieb gefallen. Der Arbeiter G. aus HerneWest fiel in einem benachbarten Betrieb in eine Vertiefung und erlitt Bein= und Brustquetschungen. Bezugscheine nur in dringenden Fällen! Anträge auf Erteilung von Bezugscheinen für Spinnstoffe und Schuhwaren können in Zukunft nur noch in dringenden Fällen genehmigt werden. Die Termine der Ausgabe für den Monat August sind aus einer amtlichen Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil zu ersehen. Kartoffelausgabe. Augenblicklich sind genügend Kartoffeln vorhanden. Die Mengen für die dritte und vierte Woche der 65. Zuteilungsperiode können jetzt schon bei den Kleinverteilern empfangen werden. Astronomischer Kurzbericht für August Im August ist der Abendhimmel planetenfrei. Merkur kommt zwar am 10. um 17 Uhr in größte östliche Abweichung von der Sonne, steht aber so viel südlicher als sie, daß er in der hellen Abenddämmerung nicht gefunden werden kann. Mit Venus ist ebenso und Mars und Jupiter befinden sich in der gleichen Himmelsgegend und können daher nicht gesehen werden. Saturn, dessen Ringsystem immer noch eine sehr große Oeffnung zeigt. Einzig allein Saturn wird als einziger Planet am Morgenhimmel zunehmend sichtbar und kommt zu Monatsanfang gegen 4 Uhr, zu Monatsende aber schon gegen Mitternacht=1 Uhr Sommerzeit über den Horizont. Leute mit sehr guten Augen können außerdem Uranus nördlich des Aldebaran suchen. Die Sonne neigt sich im August leider schon wieder um 91/4 Grad nach Süden und kommt daher am 31. nur noch auf eine Mittagshöhe von 471/4 Grad über dem Herner Horizont. Ihre Zeiten ändern sich daher dementsprechend für Herne wie folgt: Sonnenaufgang Sonnenuntergang 1. August 5 Uhr 53 Min. 11. August 5 Uhr 9 Min. 21. August 6 Uhr 25 Min. 31. August 6 Uhr 41 Min. Der Mond steht am 4. um 15 Uhr als Vollmond im Steinbock und am 11. um 5 Uhr als Letztes Viertel an der Grenze Widder—Stier. Am 12. überholt er Aldebaran und Uranus, am 14. Saturn, am 16. Pollux und wird dann unsichtbar, um am 18. um 22 Uhr als Neumond bei der Sonne im Löwen zu stehen. Am Abendhimmel wieder erschienen erreicht er am 27. um 2 Uhr das Erste Viertel im Skorpion. In der ersten Monatshälfte ist mit stärkeren Sternschnuppenfällen aus der Gegend des Perseus zu rechnen, weshalb dieser Schwarm der Perseidenschwarm genannt wird. K. B. 21 Uhr 20 Min. 21 Uhr 1 Min. 20 Uhr 43 Min. 20 Uhr 22 Min. schaft haben daher Vorsorge getroffen, den in den Sonderstationen untergebrachten Unfallverletzten besondere Unterstützungen zuzuwenden. Diese sind als Leistungen der Reichsunfallversicherung so hoch festzusetzen und so rechtzeitig anzuweisen, daß eine Notlage de Familie des Verletzten unter allen Umständen vermieden wird. Bel Fliegeralarm: Türen aufschließen! Das luftschutzmäßige Verhalten der Bevölkerung bei Fliegeralarm ist die beste Gewähr für eine erfolgreiche Abwehr des von unseren Feinden gewünschten Erfolges. Zur Beseitigung etwa noch bestehender Zweisel wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Hauptzugangstüren zu den Hausböden, die Türendzu Vorgärten und die Haustüren zu Mehrfamilienhäusern mit abgeschlossenen Einzelwohnungen unverschlossen zu halten sind! Die Inhaber von Wohnungen und Räumen aller Art einschl. der zu Wohnzwecken benutzten Bodenkammern und der Trockenräume haben die Wohnungen und Räume offen zu halten oder die Schlüssel mit deutlicher Beschriftung dem Luftschutzwart oder dessen Stellvertreter zur Mitabgabe an die während des Alarms im Hause Kontxollgänge durchführenden Selbstschutzkräfte auszuhändigen, sofern der Wohnungsinhaber nicht selbst an den Kontrollgängen teilnimmt. Wer sich nicht an die Anordnungen hält, gefährdet mutwillig das Eigentum seines Nachbarn. Vor falschem Mitleid wird dringend gewarnt! Auch in Herne kreisen Immer noch ausländische Brotmarkenbettler umher Schon viele Herner Männer und Frauen haben sicherlich auf den Straßen in der Nähe von Bäckereien ausländische Arbeitskräfte gesehen, die sich mit der Bettelei von Brotmarken befassen. Es muß daher noch einmal ausdrücklich betont werden, daß diese Menschen ihre Lebensmittelrationen erhalten, sich aber selbstverständlich genau wie alle deutschen Volksgenossen während der Kriegszeit einschränken müssen, so daß hier falsches Mitleid nicht am Platze ist, zumal häufig mit den erbettelten Brotmarken ein regelrechter Handel getrieben wird. Schnell sind Frauenherzen gerührt und einige Marken erbettelt. Diese aber häufen sich schnell. was durch nachstehendes Beispiel bewiesen wird: Vor dem Strafrichter steht ein solcher Mann. Als Dienstverpflichteter kam er ins Reich und hatte bald heraus, wie man seine Brotration erhöhen kann. „Nicks Brot? Oh, ick abbe sooo Ungger!“ wurde auswendig gelernt und dann die Bettelfahrt angetreten. Ob sich das gelohnt habe, will der Richter wissen. Und ob: Die Augen des Ausländers leuchten. Täglich erbettelte er Marken für 5 bis 8 Kilogramm Brot(1!). das war der Durchschnitt. Diese Marken vertauschte der Bursche bei seinen Landsleuten gegen Mangelware und verkaufte sie zu hohem Preise. Mit 13 Mark Bargeld war er nach Deutschland gekommen. Das war im November 1943. Als man ihn festnahm, besaß er bereits 820 Mark. Das nennt man Geschäft und Schindludertreiben mit dem Gefühl der Schenkenden, die noch glauben, eine gute Tat begangen zu haben. Sei haben aber nur vermeintlich Gutes getan. Der Richter hatte allzu recht, wenn er sagte:„Diese Frauen müßten samt und sonders vor die Schranken des Gerichts gezogen werden." Das Urteil gegen den Angeklagten lautete auf 6 Monate Gefängnis wegen Handel mit Lebensmittelmarken und weitere 6 Monate Haft wegen Bettelei. Hellbehandlung und Unfallfürsorge Zur gründlichen und nachhaltigen Ausheilung besonders schwerer Verletzungen infolge von Arbeitsunfällen haben die Berufsgenossenschaften als Träger der Reichsunfallversicherung seit vielen Jahren Sonderstationen zur Heil= und Berufsfürsorge für Schwerunfallverletzte errichtet oder vorhandene Heilanstalten hierzu bestimmt. Es handelt sich um— der Zahl nach wenige— ausgewählte Krankenhäuser, die von hervorragenden, in der Unfallheilkunde besonders erfahrenen Fachärzten für Chirurgie oder Orthopädie geleitet werden und über besondere Einrichtungen zur Behandlung und Nachbehandlung schwerer, vor allem auch schwerster Unfallverletzungen verfügen. Der Verletzte soll in diesen Heilanstalten verbleiben, bis die Folgen seiner körperlichen Beschädigung soweit wie möglich beseitigt sind, ausreichende Gewöhnung und Anpassung, z. B. an eine Prothese, eingetreten, der Erfolg einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit gesichert ist und der Verletzte auch seelisch sein Gleichgewicht wieder erlangt hat. Maßnahmen der Berufsfürsorge bereiten schon während des Heilverfahrens die Rückkehr des Verletzten in das Berufsleben vor. Diese Ziele sind regelmäßig nur bei längerer Behandlungsdauer zu erreichen. Während dieser Zeit muß der Verletzte der wirtschaftlichen Sorge um seine Angehörigen enthoben sein. Die gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften als die hauptsächlichsten Träger der Unfallversicherung in der WirtWie sieht der Farbenblinde! Unter Farbenblindheit oder Farbenschwäche hat man in der Regel fast ausnahmslos Rotgrünblindheit oder Rotgrünschwäche zu verstehen, die Blaugelbblindheit und die gänzliche Farbenblindheit sind selten. Die Rotgrünblinden, bei denen man wieder Rotblinde und Grünblinde unterscheidet, sehen nur Blau und Gelb genau so wie der Normale. Rot ist für sie ein eigentümlich leuchtendes, gesättigtes dunkles Gelb, Orange, ein helleres, Grün ein trübes oder weißliches Gelb, Seegrün sehen sie grau, Violett blau, Purpur in einem bestimmten Ton als grau, sonst trüb blaugrau. Der Grünblinde unterscheidet sich vom Rotblinden nur dadurch, daß er das Grün dunkler und das Rot heller gelb sieht als der Rotblinde." Von den Rotgrünschwachen sei nur erwähnt, daß sie, wenigstens zum großen Teil, den Uebergang zu den Farbenblinden darstellen. Bei ihnen tritt der sogenannte gesteigerte Kontrast auf; sie sehen nämlich ein farbloses Licht zwischen zwei roten Laternen grün. Rhythmischer Telegrat Im Urwald Die wilden Stämme in Aequatorial=Afrika besitzen schon seit langer Zeit ein Verfahren, sich Nachrichten auf große Entfernungen izu übermitteln. Die Mangelima und die Azande haben hierfür den Namen Gudu=Gudu. Sie benutzen für diese Nachrichtenvermittlung einen hohlen Baumstamm, in den sie einen Längsspalt hineingeschnitten haben, und zwei Stöcke, deren Ende mit Rohgummi umgeben ist. Schlägt man nun mit den Stöcken auf den Holzzylinder, so entstehen verschiedene Töne und diese können so miteinander verbunden werden, daß sich daraus bestimmte Mitteilungen ergeben. Jeder Stamm hat seinen Gudu=Gudu=Schläger. Will man nun die Anwesenheit eines bösartigen Elefanten oder eines Panthers im Walde anzeigen, oder den nächsten Stamm zu einer Treibjagd auf Antilopen einladen, so geschieht dies durch das Gudu=Gudu, namentlich in der stillen Nacht, wo die Töne bis zu 40 Kilometer weit gehört werden können. Da nun die Stationen die Nachricht gegebenenfalls weiterverbreiten, so kann in einer Nacht in dem ungeheuren Aequatorial=Walde eine Meldung oder ein Alarm verbreitet werden. Dabei übermittelt dieses Verfahren nicht etwa wie der Telegraf bestimmte Zeichen oder Worte, sondern läßt nur durch den Ehythmus den Sinn der Meldung erkennen. Trotzdem wird dabei ein hoher Grad der Genauigkeit erreicht. Aus der Bewegung RS=Frauenschaft(Jugendgruppe) Ortsgruppe Herne=Stadtgarten. Montag, 19 Uhr, Heimabend in der Mütterschule, Kaiser=Wilhelm=Straße 37 b. Familien-Nachrichten Ihre Vermählung geben bekannt: Peter Wiese, techn. Zeichner, Würz. burg, Emma Wiese, geb. Tollkamp, Herne, z. 8. Köln, Eigenheimstr. 25 29. Juli 1944. Wir haben uns vermählt: Uffz. Fritz Stratmann, Bad Lauterberg (Harz) Glückaufstraße 7, z. 8. auf Urlaub. Erna Stratmann, geb. Gahler, Dresden A 16, Schumannstraße 57 25. Juli 1944. Statt besonderer Anzeige! Fern der Heimat entschlief am Mittwoch, dem 19. Juli 1944, meine liebe Mami, unsere gute Tochter und Schwiegertochter, meine einzige Schwester, Schwägerin, Richte und Kusine Frau Elly Schlefke geb. Urbat nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 34 Jahren. Sie folgte ihrem Gatten, der vor 2 Jahren im Osten den Heldentod fand. In tiefem Leid: Söhnchen Werner, Familie Ch. Urbat, Familie Georg Schiefke, Fritz Müller und Frau, Hetty geb. Urbat. Bochum, Von=der=Recke=Straße 54, Herne, Wetterweg 10, im Felde, Wellenhausen und Hamburg, den 28. Juli 1944. Die Beerdigung hat in aller Stille in Wellenhausen stattgefunden. Erst richtig reinigen donn PFLEG UO POLIER Kavalier Deine Schuhe uledersochen Bedente aber daß mit Deiner Hilfe durch hauchdünne Verwendung u sparsomsten Gebrouch Kawaller beleree terorschertcreisen werden karm. Werdel Mltglied der N3V. Es wird überall töchtig geschafft— für den Sieg! Und wer viel arbeitet, der soll auch gut essen. An Abwechslung denken, für den Sonntag eine leckere Nachspelse bereithaiten! Ruchdlggpulver IN DIE HAUSAPOTHEKE gehört nur, was zur ersten Hilfe dient. Arzneivorfäte gehören in die öffentliche Apotheke, damit sie denen zugute kommen, die sie gerade brauchen. Wenn jeder ROCHE ARZNEIMITTEL nur käuft, sobald er ihrer wirklich bedarf, dann ginge nicht mancher leer aus. OANKSAGUNGEN Für die übraus zahlreichen Beweise herzlicher Teil. nahme beim Heldentode unseres geliebten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Willi sagen wir allen unseren innigsten Dank. Familie Wilhelm Feldnick, Herne, Holper Heide 4a, im Juli 1944. " Für die herzliche Teilnahme beim Heldentode meines lieben Sohnes, unseres guten Bruders, sagen wir allen unsern herzlichen Dank. Frau Magdalene Budaß und Kinder, Herne, im Juli 1944. Beim Städtischen Gesundheitsamt, Herne, ist die Stelle einer Röntgen-Assistentin eotl. für halbe Tage infolge Ausscheidens der bieherigen Inhaberin der Stelle neu zu besetzen. Geeignete Bewerberinnen wollen ihr Gesuch unter Beifügung eines selbsteschriebenen Lebenslaufes und des Prüfungszeugnisses dem berbürgermeister. hier, einreichen. 98 Ok Stadt Herne. Amtliche Bekanntmachung Kartofselversorgung Es sind zur Zeit reichlich Kartoffeln vorhanden. Aus diesem Grunde können die Kartoffeln für die 3. und 4. Woche der 65. Zuteilungsperiode schon jetzt bei dem Kleinverteiler empfangen werden. Herne, den 29 Juli 1944. " Der Oberbürgermeister: i. V. gez. Meverhoff. Anträge auf Erteilung von Bezugscheinen für Spinnstoffund Schuhwaren werden im Monat August 1944 in fol. genden Tagen in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr nur in wirklich dringenden Fällen an allen Ausgabestellen entgegengenommen: Dienstag, den 1. 8. 1944, Buchstabe M Mittwoch, den 2. 8. 1944, Buchstabe N—O Donnerstag, den 3. 8. 1944, Buchstabe P—Qu, Freitag, den 4. 8. 1944, Buchstabe R, Montag, den 7. 8. 1944, Buchstabe Sa—Se Dienstag, den 8. 8. 1944, Buchstabe Sf—Sz Mittwoch, den 9. 8. 1944, Buchstabe Sch—Sche Donnerstag, den 10. 8. 1944, Buchstabe Schf—Schz, Freitag, den 11. 8. 1944, Buchstabe St—T, Montag, den 14. 8. 1944, Buchstabe 1—B Dienstag, den 15. 8. 1944, Buchstabe W. Mittwoch, den 16. 8. 1944, Buchstabe K. Y. 8(nur vormittags). Eine Abfertigung außerhalb der Buchstabenfolge— ausgenommen Sterbefälle und Fliegerschäden— ist unmöglich. Herne, den 27. Juli 1944. Der Oberbürgermeister: J. B. gez. Meyerhoff. Vorsicht ver Ansteckung! Eine kleine, durch Nachlässigkeit bervorgorufene Ansteckung hat häufig eide schwerwiegende Erkrenkung zur Folge. Dana wird die Altgemeinheit durch Arbeitsausfalt belestet. Nicht Angstlich sem, aber vorsichtig! Imn Ernstfalle sind die richtigen Gegenmittel. z. B. CHNOSOL., erhältlich. Elektrische Heizkissen sind durch bewahrte onornische.lC)ärmebeuter pro Stück-.58 RM übertroffen. Mindestabgobe 50 Stuck. (Familienbedorf für1 Johr) Nachnahme! Prospekte grars A. Pinnecke um. Rrousschr 1#9 Verloren Die Carl Nolte-Betriebe werben auch jetzt um Sie. Mein Betrieb Mineralöl- Großhandlung kauft jede Menge Motoren=Altöl auf. Bitte sammeln Sie Ihr Motoren=Altöl. da es ein lebenswichtiger Rohstoff ist. Bei Franko=Einsendung vergüte ich Ihnen den zulässigen Höchstpreis und liefere Ihnen zurück 50 Proz Motoren. Frischöl zum Tagespreis Carl Rolte, Münster i. Westf., HorstWessel=Straße 34. Fernruf: 212 24, Ortsruf 224 81 Geschäftszeit z. 8. 8—12½, 13—17 Uhr Samstags von 8—13 Uhr. 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Berufstätige Dame sucht gut möbliertes Zimmer mit Kochgelegenheit Schriftl. Angeb. u. 82 a. d. H. 8tg. Man muß sie täglich esen— 91 Herner Zeitung! Was Man schwarz auf weiss. Keine Bange. OALLITA Ist ein Schmutzlöser im wahrsten Sinne des Wortes. Aus schwarz wird wieder weiß, es bedart keiner Krattanstrengung, denn DALLITA schefft es je selbsttätig