Herner Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne Besegebreis: Monatlich RM 2.15, halbmonatlich RM 1.03. Einzelprets 10 Rot.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, hervorgerufen durch böhere Oewalt können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Hauptgeschäftsstelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6542 Zur Zett lst Preisliste 4 gültg. in Konkurställen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für die durch Pernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Gewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr— Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1 Westt Verleger: C. Holtmann und C.-Theo Holtmann(letzterer s. Z. Wehrmacht).— Hauptsohrittleiter: Wills Franke(a. Z. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Polltik allgemeinen Tell und Lokales: Albert Wember— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner Nummer 173 Mittwoa,, den 26. Juli 1944 73. Jahrgang Führer-Erlaß über verstärkten totalen Kriegseinsatz Volle Ausschöpfung aller Kräfte für Wehrmacht und Rüstung Auf Vorschlag von Reichsmarschall Hermann Führer zum„Reichsbevollmächtigten dnb Führerhauptquartier, 26. Juli. Der Führer hat am 25. Juli 1944 für das Gebiet des Großdeutschen Reiches und entsprechend für die angegliederten und besetzten Gebiete; einen Erlaß über den totalen Kriegseinsatz vollzogen, dessen wesentliche Bestimmungen wie folgt lauten: Die Kriegslage zwingt zur vollen Ausschöpfung aller Kräfte für Wehrmacht und Rüstung. Ich ordne daher an: 1. Der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichsverteidigung, Reichsmarschall Hermann Göring, hat das gesamte öffentliche Leben den Erfordernissen der totalen Kriegführung in jeder Beziehung anzupassen. Zur Durchführung dieser Aufgabe schlägt er mir einen „Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz" vor. Dieser hat im besonderen dafür Sorge zu tragen, daß alle öffentlichen Veranstaltungen der ZielDr. Goebbels spricht heute abend □ Berlin, 26. Juli. Reichsminister Dr. Goebbels spricht heute abend von 20.15—21.00 Uhr über alle deutschen Sender. setzung des totalen Krieges angemessen sind und Wehrmacht und Rüstung keine Kräfte entziehen. Er hat den gesamten Staatsapparat einschließlich Reichsbahn, Reichspost und aller öffentlichen Anstalten, Einrich= tungen und Betriebe mit dem Ziele zu überprüfen, durch einen restlosen, rationellen Einsatz von Menschen und Mitteln, durch Stillegung oder Einschränkung minder kriegswichtiger Aufgaben und durch Vereinfachung der Organisation und des Verfahrens das Höchstmatz von Krätten für Wehrmacht und Rüstung freizumachen. Zu diesen Zwecken kann er von den obersten Reichsbehörden Auskünfte verlangen und ihnen Weisungen erteilen. Die danach von den zuständigen obersten Reichsbehörden zu erlassenden Rechtsvorschriften und grundsätzlichen Verwaltungsanordnungen ergehen im Einvernehmen mit dem Reichsminister und Chef der Reichskanzlei, dem Leiter der Partei=Kanzlei und dem Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung. 2. Der Leiter der Partei=Kanzlei wird die von mir angeordneten Maßnahmen durch den Einsatz der Partei auf Grund der ihm erteilten Vollmachten tatkräftig unterstützen. Göring Reichsminister Dr. Goebbels vom für totalen Kriegseinsatz“ bestellt Auf Grund dieses Erlasses hat der Führer auf Vorschlag des Vorsitzenden des Ministerrates für die Reichsverteidigung, Reichsmarschall Hermann Göring, Reichsminister Dr. Goebbels zum„Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz" bestellt. „Seine Treue zum Führer ist uns allen Vermächtnie“ □ Berlin, 26. Juli. Reichsmarschall Hermann Göring hat dem bei dem ruchlosen Mordanschlag auf den Führer schwerverletzten und jetzt diesen Verletzungen erlegenen Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generaloberst Günther Korten, folgenden Nachruf gewidmet: Ein tragisches Geschick hat Generaloberst Günther Korten, Chef des Generalstabes der Luftwaffe, aus unserer Mitte gerissen. Generaloberst Korten ist gefallen als Opfer des Mordanschlages auf unseren Führer. Die Luftwaffe verlierk in ihm einen hervorragenden Offizier, der mit nie erlahmender Tatkraft und begeisterter Hingabe seine verantwortungsvolle Aufgabe in vorbildlicher Weise erfüllte und der sich als überragende soldatische Persönlichkeit unauslöschliche Verdienste im Schicksalskampf des deutschen Volkes erworben hat. Ich selbst betrauere in ihm nicht nur einen meiner engsten und besten Mitarbeiter, sondern auch einen Kameraden und Freund, der mir und uns allen unvergeßlich bleiben wird. Seine mit dem Tode besiegelte Treue zu seinem geliebten Führer ist uns allen ein Vermächtnis. Die Luftwaffe senkt die Fahnen vor ihrem“ zur großen Armee abberufenen Chef des Generalstabes. Göring, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Der Feind wurde Im Gegenslotz geworten Heiß tobte der Kampf um diesen Ort, in den die Briten eingebrochen waren; aber schließlich wur den sie doch geworfen und mancher zerschossene Sherman=Panzer blieb zurück. PK=Kriegsberichter Röder(Sch) Eindrucksvoller deutscher Abwehrerfolg Die Kämpfe Im Westabs chnitt der Invasionstront □ Berlin, 26. Juli. Im Westabschnitt Invasionsfront gingen im Laufe des Montag schwere Luftangriffe der Nordamerikaner auf den Raum zwischen S. Lo und Perriers nieder. Mehrere hundert vier= und weimotorige Flugzeuge warfen ihre Bombenlasten auf ie kleinen Dörfer im Raum südlich und südwestlich Der erwartete Feindangriff in der Normandie Verbissener Widerstand der Besatzung von Lublin— Erbitterte Kämpfe In Lemberg dnb Aus dem Führerhauptquartier. 26. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: In der Normandie traten die Nordamerikaner gestern nordwestlich St. Lo und südwestlich Carantan nach hef tiger Feuervorbereitung und rollenden Luftangriffen mit starken Kräften zum Angriff an. In erbittertem Ringen wurde der Feind unter hohen blutigen Verlusten abgewiesen. In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages begannen englische Divisionen im Raum von Caen nach stärkster Artillerie= und Luftwaffenvorbereitung ihren dort erwarteten Angriff. Es entwickelten sich schwere Kämpfe, die lausend an Heftigkeit zunehmen. In der Nacht griffen schwere Kampfflugzeuge vom Feind belegte Ortschaften im Landekopf, feindliche Bereitstellungen und den Nachschubverkehr mit guter Wieder in eine Sackgasse geraten Eingesländnisse Londoner Blätter über den Fehlschlag der Montgomery-Offenslve * Genf, 26. Juli. Den Londoner Blättern entschlüpfen beachtenswerte Eingeständnisse über den Fehlschlag der alliierten Operationen in der Normandie und die überlegene Qualität der dortigen militärischen deutschen Führung wie auch verschiedener deutscher Waffen. Der Korrespondent der„Daily Mail“ an der Front von Cäen, Alexander Clifford, schreibt kleinlaut=„Noch am Dienstag voriger Woche haben sich die Offensivoperationen Montgomerys in der Tat als eine sehr große Sache dargestellt— eine unwiderstehliche Dampfwalze von Tanks, der ein kolossales Sperrfeuer von Bomben und Geschossen vorausging, und die immer weiterkroch“. Aber dem sei schließlich doch nicht so gewesen. Den Boden, den man gewann, habe man in den paar wenigen ersten Angriffsstunden erobert. Seitdem aber beschäftige man sich nur mit„Aufräumungsarbeiten“, wobei hier und dort einige Dörfer den Alliierten in die Hände fielen, die aber an anderen Stellen Ortschaften räumen mußten. Es sei jedenfalls nicht gelungen, die Anfangserfolge im weiteren Verlauf der Operationen auszuwerten. Bis jetzt sei die neue Offensive genau dem Beispiel aller übrigen gefolgt, die man bisher in der Normandie unternahm= zuerst eine starke Feuervorbereitung unter Begleitung von Bombenabwürfen und dann ein kurzer Anfangserfolg. Dann geriet man wieder in eine Sackgasse infolge des sich plötzlich versteifenden deutschen Widerstandes. Die deutschen Gegenangriffe, auf die man sich ebenso plötzlich umstellen mußte, hätten alles aufgehalten. Von einem„starken deutschen Pakschleier" südlich von Vourgebus sowie östlich von Cagny spricht der Berichterstatter des„Daily Herald“ bei den britischen Streitkräften und bemerkt weiter, das Ergebnis der letzten Montgomery=Offensive könne man nicht anders als enttäuschend bezeichnen. Trotz der unerhörten Feuerund Bombenvorbereitung sei sie in weniger als fünf Stunden steckengeblieben. Die Deutschen hätten nämlich bei der Feuervorbereitung geahnt, was komme, und schnell das Gros ihrer Truppen zurückgenommen und nur einen dünnen, aber äußerst wirkungsvollen Pakschleier stehengelassen. Sobald dann der alliierte Angriff einsetzte,„haben ihre berühmten 88=mm=Geschütze unsere Tanks unter Feuer genommen. Diese 88=mmGeschütze aber sind der Tod unserer Tanks. Sie versperren ihnen stets den Weg.“ So sei man auch dieses Mal nicht durchgekommen, zumal inzwischen die deutschen Verstärkungen im Kampfraum erschienen. Von einem alliierten Durchbruch könne keine Rede sein, drahtet der Sonderkorrespondent des„Daily Telegraph“ aus Eisenhowers Hauptquartier. Das möge für die britische Oeffentlichkeit enttäuschend sein, die nach all den früheren Frontberichten bestimmt damit und mit einem schnellen Vormarsch durch die CaenEbene rechnete. Man müsse sich im englischen Volk vor allem weiter vergegenwärtigen, daß die deutsche Rüstung„noch immer intakt" sei. Starke Verbände lägen stets hinter der feindlichen Front zum schnellen Eingreifen in Bereitschaft. Der schweigsame Eden Drahtbericht unseres Mitarbeiters dp Stockholm, 26. Juli. Außenminister Eden hat keine Erklärung zur letzten und endgültigen Entwicklung der Lage zwischen Polen und der Sowjetunion abgegeben. Er wird aber kaum vermeiden können, daß die Fragensteller im Unterhaus sich hierfür interessieren. Wie am Dienstag in London verlautet, möchten sie wissen, ob die britische Regierung und die Vereinigten Staaten also die London=Polen absichtlich im unklaren gelassen haben. Die letztere Version dürfte viel Wahrscheinlichkeit für sich haben. Wirkung an. Im Seegebiet westlich Brest wurde ein feindlicher Zerstörer beschädigt. Ueber dem Landekopf und den besetzten Westgebieten verlor der Feind 21 Flugzeuge. Im französischen Raum wurden bei Säuberungsunternehmen 75 Terroristen im Kampf niedergemacht. Das schwere Vergeltungsfeuer auf London hält an. In Italien führte der Gegner gestern zahlreiche örtliche Angriffe im Raum von Pisa, östlich Pontedera und mit stärkeren Kräften östlich und nordöstlich Poggibousi, sowie nördlich Citta di Castello. Er wurde überall verlustreich abgewiesen. Nördlich Citta di Cnstello in unsere Stellungen eingebrochener Feind wurde im Gegenangriff wieder zurückgeworfen. Deutsche Schnellboote beschädigten vor der dalmatinischen Küste ein britisches Torpedoschnellboot schwer. Im Often geht die große Abwehrschlacht zwischen dem oberen Dujestr und dem Finnischen Meerbusen mit zunehmender Heftigkeit weiter. In Galizien scheiterten zahlreiche von Panzern und Schlachtfliegern unterstützte Angriffe der Sowjets am zähen Widerstand unserer tapferen Grenadiere. In beweglich geführten Kämpfen warfen Panzerverbände feindliche Angriffsgruppen an mehereren Stellen unter Abschuß zahlreicher Panzer zurück. Im Stadtgebiet von Lemberg wird weiter erbittert gekämpft. Zwischen Bug und Weichsel dauert der starke feindliche Druck an. Die Besatzung von Lublin leistete dem mit überlegenen Kräften von allen Seiten anstürmenden Feind verbissenen Widerstand. Nordwestlich BrestLitowsk wurden mehrere Brückenköpfe der Bolschewisten auf dem Westufer des Bug im Gegenangriff beseitigt. Zwischen Bialystok und Grodno sowie nordöstlich Kauen scheiterten alle Durchbruchsversuche der Sowjets in harten Kämpfen. An der Front von Dünaburg bis zum Finnischen Meerbusen brachen zahlreiche von Panzern und Schlachtfliegern unterstützte Angriffe des Feindes verlustreich zusammen. 56 feindliche Panzer wurden abgeschossen. In einigen Einbruchsstellen sind die Kämpfe noch im Gange. Die Luftwaffe führte auch gestern mit starken—etwa 16 Kilometer Breite, immer mehr zu. Schlachtfliegerverbänden laufend Tiefangriffc zur Unterstützung der Erdtruppen und vernichtete dabei weitere 59 sowjetische Panzer. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie verlor der Feind 54 Flugzeuge. In der Nacht waren feindliche Truppenansammlungen und Bereitstellungen im Raum von Lublin das Angriffsziel schwerer Kampfflugzeuge. Nach Tagesvorstößen feindlicher Jagdflieger in den südwestdeutschen Raum führte ein britischer Bomber= verband in der Nacht einen Terrorangriff gegen Stuttgart. Einige feindliche Flugzeuge warfen außerdem Bomben auf Berlin und auf Orte in Ostpreußen. 15 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Amigny und die Straßen im frontnahen Hinterland. Schweres Artilleriefeuer löste die Bombardierungen ab. Dann trat der Feind mit starken Infanterie= und Panzerverbänden zum Angriff an, In erbitterten Kämpfen errangen unsere Truppen einen eindrucksvollen Abwehrerfolg. Von einem unbedeutenden, durch Gegenstöße abgeriegelten Einbruch nördlich Amigny abgesehen, blieb die alte Hauptkampflinie fest in unserer Hand. Die Kämpfe dauern weiterhin an. Im Abschnitt der zweiten britischen Armee ist der Feind dagegen immer noch damit beschäftigt, seine Stoßdivisionen in die frontnahen Bereitstellungen vorzuziehen. Das Zögern der Briten ist in Anbetracht ihrer schweren Verluste verständlich, die sie bei ihrem letzten Angriff im Orne=Abschnitt erlitten. Sie haben erlebt, daß unsere Grenadiere trotz Trommelfeuer und massierter Flieger= und Panzerangriffe das Stürmen nicht verlernt haben. Als sich z. B. während der jüngsten Kämpfe die Kanadier nach mehrstündigem schweren Artilleriefeuer in den Besitz einer wichtigen Höhe setzen konnten, glaubten sie ihres Erfolges umso sicherer sein zu können, als eine starke Feuerglocke jeden frontalen Gegenangriff unmöglich machte und hinter ihnen starke Panzerverbände für einen weiteren Vorstoß bereitgestelt waren. Die zumeist aus Ostkämpfern zusammengesetzte Kompanie einer erst wenige Tage im Westen eingesetzten Infanteriedivision machten sich jedoch, da bereits jeder kleine Vorstoß schlagartiges feindliches Sperrfeuer auslöste, Nebel und Regen zur Umfassung der Höhe nutzbar. Sie schob sich unbemerkt an den Nordrand der Höhe heran und drang dann mit der blanken Waffe von rückwärts in die Gräben der Kanadier ein. Der Widerstand wurde rasch gebrochen, der Rest der feindlichen Besatzung gefangen. Die Höhe war damit wieder in eigener Hand, und der geplante zweite Angriff der Briten über die Höhe hinaus nach Süden unmöglich geworden. Ebensowenig wie die Grenadiere ließen sich unsere Panzerjäger durch das schwere feindliche Trommelfeuer und den Masseneinsatz britischer Kampfwagen aus der Ruhe bringen. Einer der feindlichen Panzerkeile stieß während der Kämpfe südlich Caen auf eine Pakabteilung, die in wenigen Stunden 35 britische Panzer abschöß und damit dem feindlichen Stoßkeil das Rückgrat brach. 27 der Abschüsse entfielen auf drei von Obergefreiten König geführte Pakgeschütze. Der Obergefreite König erledigte acht Panzer, der Obergefreite Raddiner schoß neun zusammen, während mit zehn vernichteten Panzern der Obergefreite Schwieters den größten Einzelerfolg hatte. Diese Abschüsse erzielten die Panzerjäger, obwohl ihre Geschütze im schwersten Feuer feindlicher Batterien und Panzer lagen. Um den bei jeder Gelegenheit von neuem bewiesenen Kampfwillen unserer Soldaten zu schwächen, bereitet der Feind seinen neu bevorstehenden Angriff im OrneAbschnitt durch besonders schweren und nunmehr seit vier Tagen in wechselnder Stärke anhaltenden Artilleriebeschuß vor. In den frühen Nachmittagsstunden des Montag nahm südwestlich Caen das britische Trommelfeuer im Raum zwischen St. Vaast und Orne, also auf Die leichte Wetterverbesserung führte besonders in den Abend= und Nachtstunden zu Luftkämpfen, in denen neben den erfahrenen Jagdfliegern auch Nachwuchsjager zu Erfolgen kamen. Gegen Abend schossen sie im Kampf gegen einen mehr als doptelt so starken Jagdverband sieben doppelrumpfige nordamerikanische Flugzeuge ab. Ritterkreuzträger Hauptmann Weiß errang dabei seinen 50. Luftsieg. Drei Nachwuchsjäger ten ihre ersten Abschüsse: Einige Stunden später brachte ein weiterer junger Nachtjäger in 3000 m Höhe seinen ersten viermotorigen Bomber zum Absturz und erzielte damit für sein Nachtjagdgeschwader, in dem neben anderen bewährten Fliegern auch der Stuttgartver Eichenlaubträger Major Hergerth kämpft, den 500. Nachtabschuß. P* S 1 A AT 4 1 B T* 8— 1: — * Japans Flotte handelt nicht impulsiv Die Entwicklung sieuert dem letzten Sch lag gegen die feindlichen Verbände zu Italiens Kriegseinsatz und Interniertenproblem Deutsch-Ialienische Fragen, die zwischen dem Führer und dem Duce geklärt wurden A Tokio, 26. Juli. Die Gründe, warum die japanische Flotte seit dem Seegefecht am 19. und 20. Juni noch nicht ausgelaufen ist, um die feindlichen Geschwader in den Gewässern bei den Marianen anzugreifen, wurden von dem Marinekommentator Masanori Ito dargelegt. Ito erklärte: „Mit einer mächtigen Gruppe„Flugzeugträger als Hauptstütze manövrieren mehrere feindliche Geschwader in den Gewässern der Marianen. Warum hat die japanische Flotte es nun versäumt, den Feind zu vertreiben? Weil die Zeit noch nicht reif ist, daß unsere Flotte zum Angriff auf den Gegner ausläuft. Es gibt drei Faktoren, die einen vollständigen Sieg einer Flotte in einer Seeschlacht versprechen: Ueberlegene Flottenstärke, Ersatzmöglichkeiten, um nach dem Hauptzusammenstoß die Lücken aufzufüllen, geographische Erwägungen. Ferner müssen noch Kampftechnik und Moral in Erwägung gezogen werden, während sich gleichzeitig die Hand des Schicksals in einer Weise. die man nicht voraussagen kann, bemerkbar macht. Unsere kombinierte Flotte handelt auf Grund kühler Ueberlegung und wird bestimmt nicht auslaufen, bis nicht alle Faktoren in erschöpfender Weise überprüft sind. Unser Flotte wird nicht impulsiv handeln. Ein Oberbefehlshaber, der seiner Flotte das Losschlagen gegen den Feind ohne reifliche Ueberlegung befiehlt, ist vielleicht ein tapferer Kommandant, aber bestimmt nicht ein großer Stratege. Die japanische Flotte treibt keine Zeitverschwendung, wenn sie auf den strategisch richtigen Augenblick wartet. Die Entwicklung steuert auf einen Punkt zu, wo der letzte Schlag gegen die feindlichen Verbände geführt werden kann. Augenblicklich ist unsere Flotte der des Gegners, was die Flugzeugstärke anbetrifft. unterlegen. Eine Flotte, die aber die Herrschaft im Luftraum verliert, ist unausbleiblich der Niederlage und der Vertreibung aus der Kampfzone ausgesetzt. Ito verweist dann darauf, daß eine große Seeschlacht immer eine zweite im Gefolge habe, die gewöhnlich entscheidend sei. Natürlich müsse man die Stärke, die man in diese zweite Schlacht werfen könne, voll berücksichtigen. Die Hauptflotte dürfe keinesfalls sich selbst der Zerstörung preisgeben, wie heroisch dies auch sein möge. Schließlich müsse der Schauplatz einer Seeschlacht in Gewässern gewählt werden, wo die Mitwirkung von Streitkräften, die ihre Stützpunkte auf dem Festland hätten, möglich sei. Im Rahmen der Bemühungen um eine Schaffung dieser wichtigen Faktoren wiederhole Japan heftige örtliche Angriffe auf die Gruppen der feindlichen Flugzeugträger und schwäche so allmählich seine Kraft, bis die Gelegenheit für die japanische kombinierte Flotte berankomme. In gewissem Sinne könne man diese Strategie eine Strategie der Erhaltung der Flottenmacht nennen. Die Ohnmacht der Alliierten in Sachen Polen Das Ende des polnischen Emigr Drahtbericht unseres din om Berlin, 26. Juli. Nachdem bolschewistische Truppen in östliche Grenzgebiete des ehemaligen Polen vorgedrungen sind, ist der Streit um die legitime staatliche Vertretung Polens, welcher der englischen und amerikanischen Diplomatie so große Verlegenheiten gebracht hat, in ein neues Stadium getreten. Der vollständig unter kommunistischem Einfluß stehende Polenausschuß in Moskau hat, wie zu erwarten war, in den besetzten Gebieten sofort die Macht an sich gerissen, indem er sich nach dem von der Sowjetdiplomatie in Algier gelieferten Muster als„Komitee der nationalen Befreiung“ konstituierte. Die führenden Persönlichkeiten sind darin die Romanschriftstellerin Wanda Wassilewska, Tochter eines ehemaligen engen Mitarbeiters des Marschalls Pilsudski, verheiratet mit dem Ukrainer Korneitschuk, der kürzlich zum ukrainischen„Kultusminister“ ernannt nurde und der jüdisch=polnische General Berling, unter dessen Befehl die im Rahmen der Sowjetarmee stehenden polnischen Truppen an der Ostfront eingesetzt sind. Beide sind Werkzeuge der Sowjetpolitik, sie vertreten zwar nach außen das Programm der Wiederaufrichtung eines selbständigen polnischen Staates, aber in enger Verbindung und Zusammenarbeit mit der Räterepublik. Was das bedeutet und wohin es praktisch führen würde, kann nach den früheren Vorgängen in den baltischen Ländern, die mit einer glatten Einverleibung in die UdsSR endete, nicht zweifelhaft sein. Es bestand deswegen zwischen dem Moskauer Polenausschuß und der polnischen Emigrantenregierung in London schon immer eine tödliche Feindschaft, die durch alle Vermittlungen der englischen und nordamerikanischen Regierung nicht beigelegt werden konnte, weil die Sowjets auf ihren Annektionsforderungen in bezug auf Ostpolen bestehen, die von den Londoner Polen strikt abgelehnt werden, während für die kommunistischen Polen in Moskau eine Grenzfrage aus verständlichen Gründen nicht besteht, da sie das Ziel der vollkommenen Vereinigung mit der Sowjetunion verfolgen. Dieser seit vielen Monaten latente Gegensatz ist jetzt nach der Bildung des polnischen„Befreiungskomitees" zu einem neuen akuten Ausbruch gekommen. In einem Manifest" bezeichnet dieser die Emigrantenregierung in London als„Abenteurer“, die sich selbst eingesetzt hätten und zu einer Vertretung Polens nicht berechtigt seien. Auf der anderen Seite erklärt die Londener Emigrantenregierung die Bildung des„Befreiungskomitees“ für„einen Versuch seitens einer Handvoll Usurpatoren, der polnischen Nation eine politische Führung vorzuschreiben, die zu der überwältigenden Mehrheit im Gegensatz steht". Man siebt also, daß die alte geschichtliche Erfahrung, wonach die Polen zu einer einheitlichen staatlichen Willensbildung unfähig sind, nach wie vor Geltung hat, und daß man auch jetzt wieder von einer„polnischen Wirtschaft“ sprechen kann. Wer in diesem Streit den kürzeren ziehen würde, wenn die militärische Entwicklung im Osten dem ganzen Spuk nicht eines Tages ein Ende machen würde. ist nicht zweifelhaft. Weder die britische noch die USARegierung ist in der Lage, etwas für den Londoner Emigrantenausschuß und damit für die Idee der territorialen Unversehrtheit Polens zu tun. Schon jetzt erfährt man in London, daß mit der Bildung des Befreiungskomitees die Emigrantenregierung keine Bedeutung und Existenzberechtigung mehr habe. Die britische Regierung hat also endgültig vor Moskau kapiantenausschusses In London omatischen Mitarbeiters tuliert. Dasselbe gilt von der USA=Regierung. Noch im vorigen Monat war der sogenannte Ministerpräsident der Londoner Emigrantenregierung in Washington, um Roosevelt für die polnische Sache zu gewinnen. Als er nach London zurückkehrte, wußte er nur zu berichten, daß Roosevelt sich für die polnische Grenzfrage„interessiere und zu gegebener Zeit Stellung nehmen werde". Diese Zeit wäre jetzt gekommen, aber niemand wird glauben, daß den London Polen von dieser Seite Hilfe in Aussicht steht. Man kann gespannt sein, wie Churchill und Roosevelt ihren immer deutlicher werdenden Verrat an Polen vor ihren Völkern beschönigen werden, denen sie die Wiederherstellung und territoriale Unversehrtheit der kleinen Länder versprochen haben, in erster Linie Polen, das durch das englische Garantieversprechen in den Krieg gehetzt wurde. Wie man fremde Staatsmänner unmöglich macht Vigo, 26. Juli. Eine der wirksamsten Waffen, die die sowjetische Botschaft in Mexico benutzt, um unliebsame Staatsmänner in Zentralamerika zu stürzen, ist die Lüge, schreibt ein europäischer Pressevertreter aus Venezuela. U. a. habe jene diplomatische Vertretung, unterstützt von mexicanischen Botschaften in änderen amerikanischen Ländern, zur Beseitigung des Präsidenten von Guatemala, des Generals Übico, das, Gerücht lanziert, Übico halte unter dem Befehl eines deutschen Generals 40 000 Eingeborene an der Grenze bereit. In Mexico ist diese Nachricht selbst dementiert worden, aber erst, nachdem nicht zuletzt durch sie der Sturz des Präsidenten erfolgt war. Um die panamerikanische Einigkelt di Berlin, 26. Juli.(Eigener Bericht). Auf der gestrigen Pressekonferenz in Washington gab Cordell Hull bekannt, daß die wichtigsten divlomatischen Vertretungen der USA in den füdamerikanischen Staaten ein Memorandum der USA=Regierung erhalten hätten, worin die Haltung der USA der argen ischen Regierung gegenüber festgelegt worden sei. Diese Erklärung wurde mit einigen persönlichen Bemerkungen Hulls verbunden, in denen er scharf gegen die argentinische Regierung vom Leder zog, die er beschuldigte,„eine den anderen amerikanischen Republiken feindliche Sache zu unterstützen“, im Gegensatz zu den anderen Staaten Panamerikas, die alle auf Seiten der Alliierten ständen. Hull betonte mit Nachdruck, daß er von der argentinischen Regierung und nicht von der Bevölkerung spreche. Im übrigen dieß er Maßnahmen durchblicken, die zweifellos als neuer Druck auf Argentinien gewertet werden müssen. Die argentinische Regierung hat beschlossen, ihren Botschafter in Washington, Escobar, zurückzurufen. Der König von England in Aegypten di Berlin, 26. Juli.(Eigene Meldung). König Georg von England ist am Sonnabend auf dem Luftwege nach Aegypten geflogen und hat auf diesem Flug eine Zwischenlandung in Neapel vorgenommen, wo er, wie man vermutet, eine Besprechung mit dem italienischen König hatte. Vor seinem Abflug besuchte Außenminister Eden den König, der einen Erlaß unterzeichnete, durch den Staatsräte ernannt wurden, die seine Pflichten während seiner Abwesenheit übernehmen sollen. Hieraus ist zu entnehmen, daß der König längere Zeit in Aegypten zu bleiben gedenkt. Drahtbericht unseres stà va Fasano, 26. Juli. Die Reise des Duce nach Deutschland und der Jahrestag des Verrates vom 25. Juli beherrschen das Bild der Presse in der Sozialrepublik. Alle Blätter erschienen heute vierseitig und veröffentlichen Einzelheiten und Bilder über den Aufenthalt Mussolinis in Deutschland. Der Duce=Besuch, so schreibt ein oberitalienisches Blatt, gehöre zu den wichtigsten politischen und militärischen Ereignissen der italienischen Sozialrepublik. Es ist kein Zufall, daß der Einsatz größerer italienischer Kampfverbände an der Front und die Freilassung der italienischen Internierten am Vorabend des 25. Juli bekanntgegeben wurden und die Erinnerung an diesen schwarzen Tag der italienischen Geschichte hat den Eindruck, den die amtliche Verlautbarung gemacht hat, wesentlich verstärkt. Die Lösung der beiden Fragen„Interniertenproblem" und„Kriegseinsatz" bedeutet für jeden Faschisten und den größten Teil des italienischen Volkes in der Sozialrepublik die Erfüllung eines Wunsches, der auf aller Herzen lag. Obwohl das erste Problem aus begreiflichen Gründen fast nie berührt wurde und das zweite von seiner Lösung noch weit entfernt schien, bringen alle Pressekommentare auch heute wieder die Dankbarkeit zum Ausdruck, die man gegenüber dem Duce und dem Führer wegen der Befreiung der italienischen Kriegsgefangenen empfindet.„Sicher,“ so heißt es u. a.,„wird gerade diese großzügige Geste ihre Wirkung nicht verfehlen.“ Die zweite Frage, die der italienischen Kriegsbeteiligung, hat vor allem die hiesigen militärischen und faschistischen Kreise bewegt, die immer wieder darauf hinwiesen, daß die Schmach des 25. Juli nur mit der Waffe wieder ausgelöscht werden kann. Darüber darf aber, so betonen die hiesigen Kreise, nicht vergessen werden, daß anläßlich des Besuches Mussolinis beim Führer auch andere nicht weniger wichtige Fragen besprochen worden sind, wenn sie auch in der amtlichen Verlautbarung nicht genannt werden. Ansprache Mussolinis an Itallenische Olvisionen Mailand, 26. Juli. Bei seinem Besuch in Deutschland wandte sich Mussolini an die Offiziere und Soldaten der Division„Monte Rosa“, die demnächst als erste nach Italien zum Einsatz zurückkehren wird. Mussolini sagte:„Ihr werdet neben wenigen Euroväern den Völkern Afrikas, Asiens und Amerikas und Söldnern ohne Ideale begegnen.“ Der Düce bezeichnete die Division„Monte Rosa“ als den„Eckpfeiler ndigen Berichterstatters und Quaderstein“ des neuen Gebäudes der italienischen Armee.„Unter dem großen, verbündeten deutschen Volke lebend,“ so erklärte der Duce weiter,„habt Ihr Euch überzeugen können, daß es den Sieg verdient, nicht nur wegen der Macht seiner Waffen sondern besonders wegen seiner Disziplin, Begeisterung und seines unübertrefflichen Opfergeistes." Beim Besuch der Divisionen„Italia".„San Marco und„Vittorio“ äußerte sich Mussolini befriedigt über den Stand dieser Einheiten und sagte über den Fall von Rom:„Rom, das in den Jahrhunderten seiner Geschichte nur den Siegeswagen der Konsuln folgte, sieht heute zwischen seinen entweihten Mauern kulturlose Elemente. Wenn dies nun einerseits traurig macht, so ist es andererseits der Ansporn zum Wiederaufstieg. Die Angst vor der Wahrhelt Drahtbericht unseres Mitarbeiters II Genf, 26. Juli. Die zwischen Moskau, Badoglio und General Eisenhower abgeschlossenen Waffenstillstandsbedingungen vom September 1943 werden nicht veröffentlicht, obwohl bekanntgegeben wurde, daß die Veröffentlichung erfolgen würde, sobald die Regierung ihren Sitz wieder nach Rom verlegt habe. Bis jetzt hat man, obwohl Rom wieder Regierungssitz ist, noch nichts von einer Veröffentlichung der Waffenstillstandsbedin. gungen gehört, ja es wird nun bekannt, daß sich das Kabinett Badoglio entschlossen habe, die Dokumente noch in ihrem Archiv ruhen zu lassen und aus verschiedenen Gründen eine„bessere Epoche“ abzuwarten. Dieser Entschluß hat unter der italienischen Bevölkerung eine große Beunruhigung hervorgerufen und man laubt darin eine Bestätigung der Gerüchte zu finden, aß die Bedingungen für Italien äußerst hart seien. „Wir haben unseren Glauber“ □ Stockholm, 26. Juli. Der amerikanische UnitedPreß-Berichterstatter Clark berichtet in der„Göteborgs Handels= und Schiffahrtszeitung" über ein Gespräch mit einem deutschen Kriegsgefangenen in der Normandie. Dieser deutsche Kriegsgefangene aus Dresden habe erklärt: „Jeder Deutsche weiß mit absoluter Sicherheit, daß Deutschland den Krieg gewinnen muß. Der Tag wird kommen, wo eure alliierten Erfolge zunichte gemacht sein werden und wir wieder die Offensive ergreifen werden. Die deutschen Armeen sind nicht geschlagen.“ Auf die Frage des amerikanischen Berichters, was die deutschen Armeen den alliierten entgegenzustellen hätten, erwiderte der deutsche Kriegsgefangene:„Ihr habt Flugzeuge und Kampfwagen, wir haben unseren Glauben. Katastrophale Ernährungslage in Italien Versagen der Amgot auf der ganzen Linie □ Stockholm, 26. Juli. In der englischen Zeitung„Liberty“ veröffentlicht John Dalv einen Artikel unter der Ueberschrift:„Liebt uns das befreite Italien?“ Der Verfasser beschäftigt sich ziemlich ungeschminkt mit den ungeregelten Zuständen in der italienischen Lebensmittelversorgung, für die er die Amgot, der er völlige Unfähigkeit nachsagt, verantwortlich macht. Er stellt fest, daß die Wirkung dieser Verhältnisse für die Alliierten immer untragbarer werde. Vor der Besetzung des italienischen Raumes habe man der Bevölkerung Versprechungen über Versprechungen gemacht, sei aber nicht gewillt, sie zu verwirklichen. Es wirke sich auf die Stimmung überaus nachteilig aus; denn der Durchschnittsitaliener sei in seiner Haltung von der Art eines Kindes, dem man etwas versprochen habe und das jetzt enttäuscht sei. Ein Italiener habe dem Verfasser das in folgender Weise klargemacht:„Als die Deutschen noch bei uns waren, versprach uns eure Agitation das Paradies mit einem Zaun darum, bis jetzt haben wir noch nicht einmal den Zaun zu sehen bekommen.“ Im einzelnen entwickelt John Daly, wie es zu diesen Zuständen in Italien gekommen ist und illustriert sie mit manchen Einzelheiten. Mit der Entwicklung der Kämpfe in Italien sei Neapel das Musterbeispiel für eine alliierte Besetzung und für die Amgot geworden. Aber der alliierten Militärregierung sei es schon in Sizilien nicht gelungen, die dringendste Frage, das Lebensmittelproblem, zu lösen. In wenigen Wochen wären die„Befreier“ für alle Sizilianer zu Unterdrückern geworden. Ein USA=Offizier habe erklärt: „Die Sizilianer empfingen uns mit offenen Armen. Wir hatten ihnen alles versprochen, und sie vertrauten uns. Jetzt hassen sie uns derart, daß die amerikanischen Offiziere auf Sizilien Befehl erhalten mußten, zu ihrem Schutz stets eine Waffe zu tragen.“ Die Amgot habe ihr Versagen mit der Begründung beschönigen wollen, daß das ganze Unternehmen noch ein Experiment gewesen sei. Nun wolle des Unglück es aber, daß die gleichen Verhältnisse, die auf Sizilien und Neapel eingerissen seien, sich auf das ganze von den Alliierten besetzte Gebiet Italiens ausdehnten. Das — Lebensmittelunruhen In Südltallen könnten sich die Engländer und Amerikaner aber nicht länger leisten. Das Versagen der Alliierten müsse sich notwendigerweise auf die Haltung aller europäischen Völker auswirken. Mit der Unfähigkeit der Amgot, das Lebensmittelproblem zu lösen, habe sich ein wilder Schwarzmarkt aufgetan. Der Durchschnittslohn eines Italieners betrage rund 90 Lire. Damit könne er auf Grund des Rationierungssystems täglich 200 Gramm Brot, zwei Pfund grünes Gemüse und eine halbe Unze Mehl kaufen. Verbitterte Italiener erzählten, daß sie während der deutschen Besetzung Brot, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und Spaghetti erhalten hätten, und zwar in so ausreichender Weise, daß sie den schwarzen Markt nicht hätten besuchen brauchen, um ihren Ernährungsstandard aufrechtzuerhalten. Ihre Anklage gegen die Alliierten lauten nun, daß man einer italienischen Familie unter deutscher Besatzung genügend Lebensmittel für fünf Personen verabfolgt habe, während unter der Herrschaft der Alliierten eine Familie von fünf Köpfen lediglich so viel bekomme, um drei Personen zu ernähren. Daraus ergäbe sich, daß entweder zwei Personen verhungern müßten oder alle fünf Familienmitglieder der Unterernährung anheim fielen. Der Verfasser erklärt dann, daß sich die Amgot in Italien vom ersten Augenblick an als unfähig erwiesen habe, die Ernährungslage zu bewältigen. Eine ihrer ersten Anordnungen seien die Untersagung des Transportverkehrs gewesen, wodurch sie sofort einen Lebensmittelmangel hervorgerufen habe. Doch nicht genug, daß die Bevölkerung unzureichend versorgt werde— sie würde auch durch die Bäckereien noch betrogen. Die Bäcker mischten das Mehl zu einem schweren, wasserartigen Teig, backten es in überheizten Oefen und brächten so ein Brot zustande. das wohl den Gewichts anforderungen entspräche, aber zur Hälfte Wasser sei. Die Bäckereien sparten auf diese Weise ungefähr 50 Prozent Mehl ein. John Daly stellt noch fest, daß sich der schwarze Markt auch auf das Bekleidungswesen erstrecke und sagt, alle von ihm herangezogenen Beispiele seien nichts Außergewöhnliches. Es müsse bald etwas getan verden, damit weitere Unruhen, wie sie bereits in Süditalien zu beobachten gewesen seien, vermieden werden sollten. Budapest Würde und Heiterkeit, Monumentalität und Liebreiz sind die Kennzeichen von Budapest. Die herrliche Lage an beiden Ufern der Donau, die stolz ragende Burg, die Felsen und Schluchten des Blocksberges geben der Stadt Adel und Großartigkeit, die aber durch die weite Landschaft mit ihrer üppigen Vegetation, das brausende und heitere Leben zu Lande und auf dem Strom anmutig gemildert werden. Beim Betrachten der leuchtenden Stadt, die man oft „das Lieblingskind der Mutter Donau“ genannt hat, und ihrer Geschichte kann man manchen starken Gegensatz feststellen. Das zeigt die Vergangenheit mit viel Licht und viel Schatten, mit manchem Aufschwung, aber auch manchem Niedergang. Dreimal wurde Budapest zerstört, im 13. Jahrhundert von den Mongolen, im 16. von den Türken, im Jahre 1838 durch Ueberschwemmung— jedesmal folgten Aufbau und neue Blüte. Allerdings gingen dabei die Zeugen glorreicher alter Zeit verloren, so find die im 13. Jahrhundert errichtete Ofener Burg, alte Paläste, Kirchen und Klöster verschwunden Es fallen daher im Stadtbild von Budavest keine bochragenden Dome und prächtigen Bauten aus vergangenen Jahrhunderten, die in anderen alten, glücklicheren Städten deren Zierde sind, dem Besucher ins Auge. Von 1541 bis 1686 herrschten die Türken in Budepest, die das Stadtleben völlig vernichteten, denn ihnen als Kriegsvolk diente die Stadt lediglich als militärische Station. So war dann auch Budapest nach der Befreiung von der Türkenherrschaft nur eine Provinzstadt ohne Bedeutung, in der sich nur sehr langsam städtisches Leben mit Handel und Wandel entwickelte. fehlte doch völlig der Glanz einer Hofhaltung, da ja Die Burg von Olen Zeichnung Ell/ 2P3 die Habsburger in Wien xesidierten. Erst in der Zeit des nationalen Aufschwungs erwachte die Stadt, besönders in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts. Seit 1872 sind die beiden durch die Donau getrennten Stadtteile Ofen(Buda), auf dem rechten Ufer gelegen, und Pest, auf dem linken Ufer, vereinigt. An die beiden alten Stadtkerne mit ihren engen Gassen schließen sich in weitem Bogen die neuen Bezirke an. Wohn= und Gartenviertel, Industrie= und Arbeiterviertel. Pest ist reich an denkmalgeschmückten Plätzen und Parkanlagen, am Donaukai liegt das gewaltige Parlamentsgebäude, die Stefanskirche, Kurie, Fischerbastei, Nationalbank, Polytechnikum. In Ofen, auf dem bergigen rechten Donauufer, erhebt sich die zu einem prächtigen Schloß ausgebaute Burg, umgeben von den Regierungsgebäuden. Beide Ufer der Donau sind auf 7 Kilometer Länge mit Kaimauern versehen, die als Hochwasserschutz, aber auch für den Personenverkehr dienen. Vier Donauinseln innerhalb der Stadt, unter ihnen als bekannteste die Margareteninsel, ein beliebter Erholungsort, schmücken den Stromlauf. Zahlreiche Brücken überspannen die Donau, so die Kettenbrücke, die älteste und schönste Brücke der Stadt, die erste Kettenbrücke des Kontinents, dann die Elisabethbrücke, erbaut 1897 bis 1903, eine einbogige Schwebebrücke von 190 Meter Länge.— Als Industriezentrum eines Agrarstaates hat Budapest naturgemäß eine führende Stellung in der landwirtschaftlichen Industrie, ebenso aber in allen anderen Industriezweigen. Angesichts der Bedeutung von Budapest für den europäischen Südostraum ist es kein Wunder, daß die Donanstadt mehrfach das Ziel feindlicher Bombenangriffe war.„Bis in die jüngste Zeit wurden diese Terrorangriffe fortgesetzt, sie vernichteten keine militärischen Werte, wohl aber Siedlungen friedlicher Arbeiter und Angestellter, dazu Krankenhäuser, Schulen und andere sozialen Einrichtungen. Wie hören im Ründtunte Mittwoch. Reichsprogramm: 7.30—7.45 Uhr:„Zum Hören und Behalten: Aus der Erdkunde: Grdteile wandern. 11.30 bis 12.00 Uhr: Die bunte Welt. 12.35—12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 12.45—14.00 Uhr: Konzert des Niedersachsenorchesters. 15.00—15.30 Uhr: Werke von Robert Schumann. 15.30—16.00 Uhr: Solistenmusik. 16.00—17.00 Uhr: Unterhaltsames Nachmittagskonzert. 17.15—18.30 Uhr: Bunter Melodienreigen. 18.30—19.00 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15 bis 19.30 Uhr: Frontberichte. 20.15—21.00 Uhr:„Zwei Herzen und ein Schlag“, Melodten aus Opern und Operetten. 21.00 bis 22.00 Uhr: Die bunte Stunde. Deutschlandsender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Sinfonische Musik von Liszt und Reznicek, Kammermusik von Schubert u. a. 20.15—21.00 Uhr:„Meister. merke deutscher Kammermustk“, Streichquartett D-Dur und Sonaten von Carl Ritter von Dittersdorf. * Gottfried Keller wurde eines Tages von einem jungen Dick ter um eine Beurteilung seiner Romane gebeten. Keller fan den jungen Menschen recht sympathisch und erklärte sich aus nahmsweise bereit, einen der Romane zu lesen und zu beau achten. Man vereinbarte, der Dichter solle nach einer Woch nochmals vorsprechen und sein Manuskript dann wieder al holen. Doch schon wenige Tage später wurde ihm sein Re man mit einem kurzen Schreiben Kellers wieder zugesand In dem Begleitbriefe hieß es:„Leider kann ich an dem mi zur Beurteilung übergebenen Roman kein Gefallen finder desser Heurteilung Wergedenen moman rein Ge Sie hatten am Luftschutzraum noch ein paar VerPerungsarbeiten a, geführt und standen nun noch, unterhaltend, auf dem Hof— ein kleines Trüppg## nausbewohner. Und sie sprachen, wie es nicht andeutichen anzuden was in diesen Tagen alle Menschen bewegt: von dem verbrecherischen Anschlag geger, ggs Leben des Fuhrers, gegen die a.„fuyrung, jenem Schurkenstreich, der in einem Augenblick geführt wurde, wo das ganze deutsche Pot#. i härtesten Ringen um sein Leben und seine Eine ältere Frau mit leicht ergrautem Haar, die immer am freudigsten mit anpackt, wo schaffende Hände gebraucht werden, mischte sich wenig in das Gespräch. sie trägt noch immer die schwarze Trauerkleidung, denn vor einem Jahre fiel ihr ältester Sohn im Osten. und Sie, Frau Busse,“ fragte jemand,„was sagen sie eigentlich zu dem allen?"„Wenig,“ antwortete Wir verdunkeln von 22.17 bis 4.54 Uhr! Seene lerzen Wenn ein Sohn oder eine Tochter geboren ist Was das Standesamt von den Eltern verlangt und was diese wissen müssen sie,„ich denke, wir können froh und dankbar sein, daß diese schwere Gefahr in einem so ernsten Augenblick vorübergegangen ist. Sehen Sie, heute morgen habe ich gerade einen Brief meines jüngsten Sohnes bekommen, der jetzt an der Invasionsfront mitten in den schweren Abwehrkämpfen steht. Er weiß natürlich noch nichts von dem, was in diesen Tagen geschehen ist. Aber dieser Brief ist von einer so selbstverständlichen Zuversicht, von einer solchen Siegesgewißheit erfüllt die, wie mein Horst schreibt, bei allen seinen Kamecaden die gleiche ist, daß wir nun, glaube ich, alle gar lichts anderes tun können und auch zu tun brauchen, is ganz genau so einfach zu arbeiten und unsere Pflicht zu tun— genau so wie es unsere Soldaten draußen an der Front tun. Dieser verbrecherische. Anschlag hat uns alle entsetzt, aber nun er fehlschlug, kann uns das innerlich eigentlich nur noch fester mahen— meinen Sie nicht?" „Sie haben recht,“ sagte ein älterer Hausbewohner zu ihr,„wir wollen an unsere Arbeit gehen, das ist das beste!" Frachtverkehr— handelsübliche Verpackung Mit Rücksicht auf die Bestimmungen der Eisenbahnverkehrsordnung ergibt sich heute für zahlreiche Fälle die Frage, ob und inwieweit die Verpackung in Wellpappkartons als handelsüblich und verkehrssicher angesehen werden kann oder aber ob umgekehrt bei einer solchen Verpackungsart die Eisenbahn Ersatzansprüche ablehnen kann mit der Begründung, daß so verpackte Ware als mangelhaft verpackt anzusehen ist. Jetzt wird ein Urteil des Amtsgerichts Breslau vom 26. November 1942(5 C 291/41) bekannt, daß diese Verpackungsart als handelsüblich und verkehrssicher für die gegenwärtigen kriegswirtschaftlichen Verhältnisse ansieht und demzufolge die Reichsbahn zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt hat. In dem zugrunde liegenden Fall waren von einer Sendung von 12 Flaschen Weinbrand während des Bahntransports 5 Flaschen entzweigegangen. Die Anzeige von einer Geburt muß möglichst bald dem Standesamt erstattet werden. Anzeigepflichtig ist zunächst der eheliche Vater. Wenn er nicht selbst die Anmeldung mündlich machen kann oder will, so kann er auch die Anzeige durch jede andere nächste Person machen lassen, vorausgesetzt, daß sie von der Geburt aus eigener Wissenschaft unterrichtet ist. In diesem Falle ist der Vertreter aber mit den nötigen Urkunden und Angaben auszustatten. Bei dem Gang zum Standesamt muß sich der Vater oder sein Vertreter mit Folgendem ausrüsten: 1. einem Ausweis über seine Person, 2. der Heiratsurkunde und 3. mit dem Vornamen, den er dem Kinde geben will. Die Heiratsurkunde befindet sich im Familienstammbuch, das heute wohl jeder besitzt und das er deshalb mit zum Standesamt nimmt, damit der Standesbeamte nach der Beurkundung der Geburt die Eintragungen auch in das Familienbuch vornehmen kann. Der Name des Kindes wird endgültig und unwiderruflich festgelegt. und wenn eine mehrfache Benennung vorgesehen ist— im allgemeinen werden heute noch höchstens zwei Vornamen eines Kindes eingetragen— muß sich der Vater mit seiner Frau und anderen Kompetenzen über die Reihenfolge der Namen einigen, damit sogleich mit der Eintragung auch der Rufnahme des Kindes bestimmt werden kann. Anträge auf Aenderungen nach abgeschlossener Eintragung verursachen dem Standesbeamten, der Aufsichtsbehörde und dem Gericht Umstände und Arbeiten, die vermieden werden sollten. Die Eintragung wird mit einer Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit vorgenommen, die dem Laien übertrieben erscheinen mag. Wenn er sich vergegenwärtigt, daß eine Urkunde anzufertigen ist, die für Jahrhunderte leserlich, klar und eindeutig in Schrift, Form, Ausdruck und ihrem Inhalt nach wahr und richtig sein muß, wird sie ihm aber verständlich. Außer der Beurkundung im Standesamtsregister ist gar vieles zu besorgen. Das Familienstammbuch wird ergänzt und das Statistische Reichsamt in Berlin will die Personalien des Kindes und der Eltern wissen. In Berlin, in den Listen des Statistischen Reichsamtes steht jeder deutsche Staatsbürger mit Namen und allen versonellen Einzelheiten von Geburt an verzeichnet. Der Standesheamte stellt auch die erforderlichen Urkunden für Wochenbeihilfe, Ehestandsdarlehen, Kinderreichen= beihilfe und Sparkassengeschenkbücher aus. Die Meldeämter sind zu benachrichtigen, das Gesundheitsamt. das Amt für Volksgesundheit bei der Kreisleitung der RSDAP und unter Umständen auch die Ortsgruppe der Partei. Das zum Schluß von dem Standesbeamten überreichte Büchlein enthält erschöpfende Auskunft über rechte Säuglingspflege. So hat der Standesbeamte nach jeder Geburt eine umfangreiche und sehr verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Aber auch der Vater eines Kindes unterliegt heute einer besonderen Verpflichtung. Wir denken hier an die, seinem Kinde einen Vornamen zu geben, die unserer völkischen Art entspricht. Gegen undeutsche Namen kann der Standesbeamte Einspruch erheben. Er trägt aber Vornamen ein, die nicht deutsch sind. Es ist daher Sache der Eltern, schon vor der zu erwartenden Geburt sich bei der Auswahl des Vornamens darum zu kümmern, ob es sich um einen wirklich deutschen Namen handelt. In seinen Namen gibt sich ein Volk sein Gesicht. Seitdem wir uns wieder besinnen auf die tiefsten Grundlagen unseres Volkstums, sind daher wiederWem dürfen Postsachen ausgehändigt werden? Die wichtigsten Bestimmungen, die jeder Postempfänger unbedingt kennen muß Die Post hat die Postsendungen dem richtigen Empfänger zuzustellen. Dies geschieht in der Regel durch die Zustellung in die Wohnung, wenn der Empfänger nicht abholen läßt oder ein Schließfach hat bzw. wenn der Absender durch den Vermerk„Postlagernd“ nicht die Zustellung ausgeschlossen hat. Empfangsberechtigt ist der Empfänger selbst oder sein Bevollmächtigter. Die Postvollmacht wird auf besonderem Formblatt ausgestellt und bei der Zustellpostanstalt hinterlegt. Ueberaus häufig sind nun die Fälle, in denen der Empfänger in der Wohnung nicht angetroffen oder der Zusteller nicht vorgelassen wird. Dann ist der Ehemann oder die Ehefrau des Empfängers ohne besondere Vollmacht empfangsberechtigt, sofern die Ehegatten in häuslicher Gemeinschaft leben und nicht andere Bestimmungen getroffen sind. Bei Abwesenheit des Empfängers oder seines Bevollmächtigten werden Postsendungen an ein erwachsenes Familienglied des Empfängers ausgehändigt, Wertbriefe und versiegelte Wertpakete über mehr als 000 Reichsmark oder telegraphische Postanweisungen dagegen nicht. Für gewöhnliche Briefsendungen, gewöhnliche Pakete und unversiegelte Wertpakete sind weiter empfangsberechtigt sonstige Angehörige, Geschäftsbeamte oder Hausangestellte des Empfängers oder seines Bevollmächtigten. Nicht allgemein bekannt ist es, daß auch die Aushändigung an den Hauswirt, den Wohnungsgeber, den Hausverwalter und deren Ehefrauen oder dem Pförtner erfolgen darf, wenn sonst niemand anzutreffen ist. Ist auch keine Aushändigung an eine dieser Personen möglich, so dürfen gewöhnliche Briefsendungen. gewöhnliche Pakete und unversiegelte. Wertpakete an als zuverlässig bekannte Hausbewohner oder Hausnachbarn ausgehändigt werden. Werden die Sendungen in die Wohnung zugestellt und ist, wie es in solchen Fällen die Regel bildet, der Empfangsberechtigte dem Zusteller bekannt, so kann die Aushändigung ohne weiteres stattfinden. Heute sind aber vielfach neben sonstigen Untermietern Bombengeschädigte, auch bei Fremden, nicht nur bei eigenen Angehörigen, untergebracht, und da kann sich die Notwendigkeit ergeben, sich auch in der Wohnung dem Zusteller gegenüber auszuweisen, wie es sonst am Postschalter selbstverständlich ist. Außerdem wechseln im Kriege die Zusteller häufig, so daß es diesen nicht wie früher möglich ist, eine genaue Kenntnis der Postempfänger seines Bestellbezirks zu erhalten. Als vollgültiger Ausweis ist die Postausweiskarte sehr zu empfehlen. Der Antrag auf Ausstellung einer Postausweiskarte kann an jedes Postamt gerichtet werden. Der Antragsteller hat sich, wenn er nicht persönlich bekannt ist, durch eine andere bekannte vertrauenswürdige Person oder in sonst zuverlässiger Weise auszuweisen und sein Lichtbild mitzubringen, das in die Karte eingeklebt wird. Das Lichtbild darf nicht aufgezogen und nicht zu dunkel sein, damit die postamtlichen Stempelabdrücke deutlich erkennbar sind. holt die Fragen nach dem Sinn unserer arteigenen Vornamenwelt behandelt worden. In der deutschen Literatur gibt es eine ganze Reihe von Veröffentlichungen, die sich mit der Namenskunde beschäftigen und deutsche Vornamen enthalten. Bogislav von Selchow, Adolf Bach— um nur einige zu nennen— haben Namenbücher herausgegeben. Bogislav von Selchow sagt in seinem Namensbuch:„Es liegt ein Abgrund zwischen der Welt, die aus den hebräischen Vornamen zu uns spricht, und jener, in der unsere Vorfahren zu Hause waren. Und nicht verwischbar sind auch die Grenzen, die uns von dem slawischen oder dem romanischen Lebensgefühl trennen. In den hebräischen Vornamen tritt uns neben den ganz primitiven Vorstellungsbildern ohne irgendwelche Ueberleitung durch Symbole eines entwickelteren seelischen Lebens die Hochgespanntheit einer ausschließlich auf den Stammesgott Jahwe gerichteten, von seiner Macht und Herrlichkeit bis zum Rande erfüllten Ergriffenheit entgegen, während der Römer etwa, erdgebunden wie er war, dem selbst die Götter nur vergottete Zwecke waren, in seinen Vornamen nichts als handgreifliche Dinge oder Eigenschaften verwendet.“ Deutsche Vornamen haben einen anderen Sinn. Der deutsche Namensschatz ist Ausdruck nationalen Geistes und völkischen Schicksals. Wir geben daher unseren Kindern nur deutsche Namen. Austausch von Schullnventar Um die in Kriegszeiten besonders gebotene möglichst zweckdienliche Verwendung der Lehrmittelbestände der Schulen zu erleichtern, hat der Reichserziehungsminister die erforderlichen Vorschriften durch Erlaß getroffen. Bei dem durch Fliegerschäden und Schulverlegungen stark angewachsenen Bedarf ist es nicht angängig, daß die noch vorhandenen Bestände gegenwärtig geschlossener Schulen ungenutzt bleiben, wenn nicht damit gerechnet werden kann, daß in absehbarer Zeit der Unterricht in diesen Schulen wieder eröffnet wird. Deshalb war bereits die Mitnahme von Lehrmitteln bei Schulverlegungen angeordnet worden. Ergänzend wird nun bestimmt, daß die Schulträger der verlegten Schulen für eine zweckmäßige Verteilung der vorhandenen Lehrmittel zu sorgen haben, wobei keine Beschränkung auf die eigene Schule stattfinden soll. Bei Zusammenfassung verschiedener Schulträger durch die Verlegung soll eine gegenseitige Verständigung über den Austausch von Schulinventar erfolgen. Aber auch soweit die Schulen nicht verlegt sind, soll darauf hingewirkt werden, daß Lehrmittelbestände, die voraussichtlich für längere Zeit nicht gebraucht werden, vorübergehend solchen Schulen zur Benutzung überlassen werden, die Fliegerschäden erlitten haben oder sonst ihren Bedarf nicht decken können. Die Schulen sollen sich hier gegenseitig Hilfe leisten. Entscheidend ist nur die Leistung! Um die Zukunft der Klein- und Mittelbetriebe— Arbeitstagung der DAF. den Kleinst=, Klein= und Mittelbetrieben schaffender Volksgenossen der Gemeinschaft auch innerhalb ihres Arbeitslebens zurückgewonnen und stehen als nationalsozialistische Betriebsgemeinschaft unter dem Schutze der Partei. Damit haben sie eine große Zukunft. In einer westfälischen Stadt hatten sich die GewerkeLeiter, Gewerke=Obmänner, Geschäftsführer, Kreishandwerks= und Handelswalter der DAF zu einer Arbeitstagung versammelt, in deren Mittelpunkt eine Rede des Leiters des Amtes für Sozialgestaltung in Handwerk und Handel in der DAF, Sehnert(Berlin), über die„Aufgabenstellung der Sozialwerke" stand. Gauobmann Sonnenschein ging in seiner Begrüßungsansprache auf die Kriegslage ein und zeigte, wie wir dem Häß und dem Vernichtungswillen des Weltjudentums das„Wunder der Rüstung", wie Reichsminister Speer die Anstrengungen der Heimat nannte, entgegenstellen, das aus unserer Volksgemeinschaft gewachsen ist. Jetzt, da der Luftkrieg wieder zweiseitig geworden ist, und wir den Generalansturm unserer Feinde abzuwehren haben, ist es selbstverständlich, daß wir in der Heimat alle Kräfte einsetzen, um unsere Soldaten an den Fronten mit allen Waffen reichlich zu beliefern. Es ist jetzt die Zeit da, wo wir die letzten Reserven mobilisieren müssen. Wir müssen dem Heldentum der Soldaten das Heldentum der Heimat gegenüberstellen. Es taucht heute, so leitete Reichsamtsleiter Sehnert seinen Vortrag ein, in der Zeit der Großraum=Planungen, der Großraumproduktion, der Grosserie und der Großleistung die Frage auf, ob der Klein= und Mittelbetrieb nicht schon überholt sei. Demgegenüber stellte der Reichsamtsleiter mit aller Eindringlichkeit fest, daß Betriebsart und Größe nicht entscheidend sind; entscheidend ist nur die Leistung. Der Kleinbetrieb kann sich in Leistung und Können durchaus auf der Ebene eines Großbetriebes bewegen. Aber die Millionen Kleinst=, Klein= und Mittelbetriebe brauchen zur Führung andere Methoden und Organisationsformen als der Großbetrieb! Es ist unverkennbar, daß die durch den Krieg angebahnte wirtschaftliche Entwicklung zu neuen Produktionsformen führen wird. Bei den größeren Planungen muß auch dem kleinsten Betrieb Raum zur Mitarbeit gelassen und niemals darf der Leistung, die allein entscheidend ist, die Aufstiegsmöglichkeit genommen werden. Wir brauchen in Deutschland den gesunden Großbetrieb und den leistungsfähigen Klein= und Mittelbetrieb. Reichsamtsleiter Sehnert erläuterte, daß im einzelnen der Großbetrieb immer stärker zur Einzweckmaschine strebe, während im Handwerk nicht die Handarbeit, wohl aber die Vielseitigkeit der Arbeit, die Mehrzweckmaschine, notwendig ist. Handwerk und Handel haben nur dann Zukunft und eine Daseinsberechtigung, wenn sie auch in ihren eigenen Reihen den Gedanken der Betriebsgemeinschaft verwirklichen. Bisher scheitert die Verwirklichung dieser Forderung an der Vielzahl der Kleinbetriebe, die rein personell und auch räumlich nicht in der Lage waren, eine nationalsozialistische Betriebsgemeinschaft aufzubauen. In fünf Jahren zäher Arbeit sind die Voraussetzungen geschaffen, um durch den Zusammenschluß der Klein= und Mittelbetriebe auch in Handwerk, Handel und freien Berufen eine Betriebsgemeinschaft zu verwirklichen. Die politische Form dieser Betriebsgemeinschaft ist das Sozialwerk der DAF. Der gerade im Handwerk und Handel so schmerzhaft empfundene Gegensatz zwischen Wirtschaftsführern und Menschenführung ist in der durch das Sozialwerk verwirklichten Betriebsgemeinschaft aufgehoben. Das Sozialwerk will nur der Betriebsgemeinschaft dienen. Damit werden die vielen Millionen in Die Einheits-Stahlmatratze Um die Herstellung von Stahlmatratzen mit Patentrahmen für Holz= und Stahlrohrbettstellen zu steigern, hat der Produktionshauptausschuß Metallwaren und verwandte Industriezweige die Einführung einer Einheits=Stahldrahtmatratze mit einem Eiseneinsatzgewicht von nur 4 Kilogramm angeordnet. Durch die Anordnung wird allen Herstellern die Verwendung einheitlicher Drahtbestandteile vorgeschrieben. Dadurch wird eine stärkere und schnellere Anlieferung dieser Teile sowie eine Erhöhung der Matratzenfertigung erreicht. Außerdem bedeutet die Einführung der Einheits=Stahlmatratze eine gewisse Einsparung an Holz. Stadtgas gegen Keuchhusten Es dürfte wenig bekannt sein, daß Gas nicht nur zu Beleuchtungszwecken verwandt wird, sondern daß es auch ein Heilmittel gegen starken Husten und Schnupfen sein kann. Bei der Herstellung von Leuchtgas werden mehrere Rebenprodukte, darunter auch flüssiges Ammonial gewonnen. Um den Versand dieser Flüssigkeit zu den ihn verarbeitenden Industrien rentabel zu machen, wird das im Teerwasser, enthaltene Ammoniak durch eine besondere Aparatur destilliert. Die in diesem Raum befindliche Luft stellt einen Heilfaktor gegen Keuchhusten dar, was man praktisch schon seit längerer Zeit in der Gasanstalt der Stadt Elbing erprobt hat. Kleine Herner Stadtnachrichten Hochherzige Spende. Die Bunkergemeinschaft an der Kanalstraße stellte dem deutschen Roten Kreuz die namhafte Summe von 221 Reichsmark zur Verfügung. Auf der Straße gefallen. Die Ehefrau R. aus Herne=Ost rutschte auf der Straße aus und erlitt eine Kopfverletzung. Betriebsunfall. Der Werksarbeiter J. aus HerneNord zog sich in einem hiesigen Betrieb eine Beinverletzung zu. Sichergestelltes Fahrrad. Bei der Kriminalpolizei in Herne, Polizeiamt, Zimmer 220, ist ein Herrenfahrrad sichergestellt. Der Eigentümer kann seine Ansprüche bei der obengenannten Dienststelle geltend machen. Aus der Bewegung Ortegruppe Friedrich der Große: Mittwoch, 19 Uhr, Zellensprechabend der Zelle 4 bei Grothaus, Ludwigstraße. RS.=Frauenschaft Herne=Süd: Mittwoch, 15 Uhr, Singscharprobe, Siepenstraße 1 Donnnerstag, 15.30 Uhr, Gemeinschaftsnachmittag bei Franke, Bahnhofstraße. Es spricht Kreisleiter Nieper. Gedeck ist mitzubringen! Ortsgruppe Herne=Süd: Donnerstag, 19 Uhr, Zellenversammlung det Zellen 6 bis 10 bei Simon, Feldkampstraße 90. DER TREUE ANVERTRAUT Roman von Sigelind v. Platen eber-Rechtsschuts Drel-Qnellen-Verlag. Königsbrück(Dresden) „Mutters Sonntagsbrief. Hm, der läuft einem ließlich nicht weg. Aber gebratene Hähnchen....“ Er stockt und wird rot wie ein Schuljunge. Das tte er wohl eigentlich nicht sagen dürfen. Aber Frau Hollberg nickt ihm mütterlich zu. „Sie haben ganz recht, Herr Sauer. Erst essen wir 1l Mittag, und dann können Sie sich beide noch übersen, wie Sie es weiter halten wollen. In Berlin warten Sie also Post?“ „Ich nicht, ich habe keine zu erwarten.“ In Lorenz keiners Gesicht tritt wieder der düster verschlossene Mutter Hollberg sieht ihn ganz erschrocken an. „Haben Sie denn niemand, der Ihnen schreiben inte.„„— Er schüttelt langsam den Kopf. „Nein, niemand: Meine Eltern sind beide tot, und sei alte Tanten, die mir die nächsten Verwandten d. haben es mir auf ewig übel genommen, daß ich gen ihren Rat und Willen auf die Kunstschule ging d Maler geworden bin.“ Das letzte soll humorvoll klingen, aber es ist doch ie tiefe Bitterkeit darin, die Mutter Hollberg sofort Mitleidig legt sich eine feine, runzlige Altfrauenno auf seinen Arm. „D nein, so dürfen Sie nicht denken. Jeder, der da draußen an der Front steht, braucht doch ein Stückchen Heimat— ich meine persönliche, innere Heimat, die ihm nun einmal den Begriff des großen Vaterlandes doch nicht ersetzen kann. Wo wohnen Sie denn sonst?“ „Ich habe ein atelierartiges Zimmer in Berlin, in dem ich vor dem Kriege gehaust und gearbeitet habe. Meine Wirtin ist zwar eine alte Hexe, und ich bin mir nicht ganz klar, ob sie nicht während meiner Abwesenheit sämtliche Mappen und angefangenen Bilder zum Feueranzünden benutzt hat. Aber mit so etwas findet man sich auch ab, wenn man einmal da draußen gewesen ist.“ Immer noch liegt Mutters Hand auf seinem Arm und streicht leise über das Feldgrau. Sie muß diesen langen Menschen da lieb haben, ob sie will oder nicht. Und ihre mütterliche Fürsorge, die in dem leergewordenen Haus oft unausgesetzt darbt, sieht plötzlich in diesem fremden Soldaten eine Aufgabe. „Herr Greiner, wollen Sie unser Hollberghaus von nun an als ein Stückchen Heimat betrachten? Kommen Sie immer her, wenn Sie Urlaub haben. Hier stört Sie auch niemand, wenn Sie malen wollen. Und wenn wir Ihnen einiges aufheben sollen, so brauchen Sie es nur zu schicken.“ Lorenz Greiner, der alles Weiche aus seinem Leben verbannen wollte, fühlt jetzt, wie die Güte dieser mütterlichen Frau den mühsam angelegten Eispanzer um sein Herz zerbricht. In tiefer Bewegung ergreift er die feingeäderte Hand und zieht sie an seine Lippen. „Wie soll ich Ihnen das je danken, was Sie an mir fremden Soldaten tun?“ Mutter erwidert fest den Druck seiner Hand: „Ich meine, der Dank liegt bei uns in der Heimat. Ihr da draußen gebt doch alles, was ihr habt, für uns. Aber es hat geklingelt, ich denke, wir gehn jetzt zu Tisch.“— Nach dem Mittagessen sitzt Lorenz Greiner in einem der gemütlichen Korbstühle in der getäfelten Diele und ist in ein paar Ludwig=Richter=Mappen vertieft, die er irgendwo aufgestöbert. Harras, der sich sehr rasch mit ihm angefreundet hat, liegt ihm zu Füßen auf der Wildschweindecke und blinzelt von Zeit zu Zeit schweifwedelnd empor. Mutter Hollberg' hält ihr Mittagschläfchen, und auch Erdmuthe ist von der Bildfläche verschwunden. Nach einer Weile kommt Gustav Sauer mit vor Blankheit glänzenden Stiefeln, das Käppi schief auf dem untadelig sitzendem Scheitel, unternehmenslustig die Treppe hinunter. „Mensch, hier bist du. Ich hab' dich schon gesucht. Ist also abgemacht, ja, daß wir heute noch hier bleiben. Ich will mir mal'n bißchen die Gegend begucken. Kommst du mit?“ „Ne Gustav, ehrlich gesagt, hab' ich keine Lust. Du nimmst mir's doch nicht krumm?“ „O was! Wir haben doch Wochenendurlaub, da kann jeder machen, was er will. Bleib du man bei deinen Bildern, ich sehe mir mal die Felder an.“ Er gibt dem Kameraden einen kräftigen Schlag auf die Schulter und stapft davon. Greiner vertieft sich wieder in seine Mappen, worin er immer neue Finheiten entdeckt. Und eine große Freude erfüllt ihn ob all der Schönheit, die ein tiefer, gütiger Mensch, ein wahrer Meister der Kunst und des Lebens, hier geschaffen hat. So merkt er nicht, wie die Zeit vergeht, und wie lange er hier gesessen. Bis ein leichter Schritt ihn wieder in die Wirklichkeit zurückruft. Die Treppe herab kommt Erdmuthe im dunklen Lodenmantel, ein buntes Kopftuch um das blonde Haar geschlungen. „Nanu, wohin? Wollen Sie etwa auch heute am Sonntag fleißig sein?". Sie schüttelt lächelnd den Kopf. „Nein, ich bin heute sogar sehr faul. Will nur noch ein Stückchen über die Felder gehen. Wir wollen kommende Woche mit der Rübenernte beginnen, da wollte ich sie mir vorher noch einmal angucken. Und den Rotkleeschlag muß ich auch untersuchen, ich glaube, man kann die Kühe dort noch mal tüdern.“ „Also doch dienstlich unterwegs. Gestatten Sie, daß ich mich Ihnen anschließe?" „Aber gern. Wir scheinen sogar noch schönes Wetter zu kriegen. Sehen Sie nur die Sonne kommt.“ Sie gehen quer über den Hof und am Schafstall vorbei, um dann in einen breiten Feldweg einzubiegen. Erdmuthe erklärt ihm die Feldgrenzen des Hollbergschen Gutes. „Wo haben Sie eigentlich Ihren Kameraden gelassen?“ erinnert sie sich plötzlich Gustav Sauers. „Der macht auf eigene Faust Entdeckungsreisen im Gelände. Er ist Bauernsohn, da interessiert ihn das Dorf und die Felder.“ „Sie sind eigentlich beide ein recht ungleiches Gespann.“ Er lacht. „Da haben Sie recht. Der Krieg würfelt einen manchmal seltsam zusammen. Und doch gibt es keinen besseren Kameraden als den Gustav, und daß er das Leben nicht von der schweren Seite nimmt, hat mir schon oft sehr geholfen.“ „Sie sind bei einer Kraftfahrabteilung?“ „Augenblicklich ja. Ich war krank und bin zur Zeit nur G. v. H. geschrieben. Da teilte man mich dem Sauer als Beifahrer zu. Aber ich denke, das dauert nun nicht mehr lange, dann geht es wieder hinaus“ „Sie sagen das, als wären Sie froh darüber.“ Er nickt ruhig. „Das wäre ich auch, Fräulein Hollberg.“ Sie atmet tief. „Oft ist es für uns Frauen nicht leicht. die Männer zu verstehen. Sie waren doch im Osten.“ „Ja, von Anfang an.“ Sie schüttelt den Kopf. Fortsetzung forgt. Westfalen verlor durch Schwere Verluste trafen in den letzten Monaten das wissenschaftliche Leden Westfalens durch den Tod von drei weit üoer Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Forschern. Professor De Friedrich Koepp, Professor Dr August Oxé und Professor De Peter Sonnenburg, die sich besondere Verdienste um die Aufhellung der Geschichte der Römerkriege auf nordwestdeutschem Boden in der Zeit um Christi Geburt erworben haben, sind gestorden. Als langjähriger Vorsitzender der Altertums=Kommission für Westfalen hat Professor Koevp mit besonderem Eifer die Ausgrabungen in den römischen Befestigungsanlagen von Haltern gefördert. Zusammen mit dem im vorigen Jahr vertorbenen Geheimrat Schuchhardt hat er selbst mehrere Grabungen in Haltern geleitet und in den Mitteilungen der Altertums=Kommission hierüber berichtet. Seine Stellungahme zur Lage des Kastells Aliso und zur Lage des Schlachtfeldes im Teutoburger Wald war immer sehr zurückhaltend, charf lehnte er jedoch alle phantastischen Theorien hierüber v. Das kürzlich erschienene Buch, Barusschlacht und Aliso, Nünster 1940 zeigt seine großen Kenntnisse über diesen für Deutschlands Geschichte so bedeutenden Zeitabschnitt. Als Gymnasial=Professor in Crefeld hat Professor Oxé esonders die römischen Inschriften und die feine römische Tonwarte, die Terra sigillata erforscht. Umfassende Werke hat er hierüber veröffentlicht. Eingehend hat Professor Oxé auch die Inschriften und Sigillata Funde aus den beiden römischen Befestigungsanlagen Westfalens, von Oberaden und von Haltern, behandelt. Seinen Forschungsergebnissen ist es mit zu danken, daß wir heute die beiden Kastelle zeitlich genau festlegen können. Seine wissenschaftliche Tätigkeit hat vielfache Anerkennung gefunden. Seit langen Jahren war er ordentliches Mitglied des Archäologischen Instituts des Deutchen Reiches und Inhaber der Goethe=Medaille. Zu seinem 75jährigen Geburtstag bescherten ihm die Archäologen Europas eine umfassende Festschrift. Professor Peter Sonnenburg war bis zu seiner meritierung ordentlicher Professor für klassische Philogie an der Universität in Münster. Viele Philologen in Westfalen serdanken ihm die gründliche Ausbildung in der lateinischen Sprache. Er war auch ein großer Kenner römischer Münzen. In dem kürzlich erschienenen 6. Bericht der Boden=Alterümer Westfalens hat Professor Sonnenburg noch eine Uebericht über die Münzfunde bei den Grabungen in Haltern gegeben. Es sind nur wenige Schriften von ihm bekannt. Seine Schüler werden jedoch das Andenken dieses hervorragenden Fachmannes in hohen Ehren halten. Die älteste Windmühle Deutschlands In Westtalen Soest. Bisher nahm man an, daß die älteste Windmühle Deutschlands in Speyer am Rhein stand. Jetzt hat der Leiter des Vereins für die Geschichte der Stadt Soest und der Börde nachgewiesen, daß diese Annahme nicht zutrifft und die älteste Windmühle Deutschlands sich in der tausendjährigen Westfalenstadt Soest befindet. In Soest stehen drei Windmühlen. deren älteste der Stadt gehörte und schon 1340, also vor über 600 Jahren, urkundlich genannt wurde. Die Mühle von Speyer wurde erstmalig 1395 urkundlich erwähnt. Auf den Stadtbildern von Soest aus dem 14. Jahrhundert ist die Mühle deutlich sichtbar, ihr Turm beherrscht den Süden der Stadt. Zweimal wurde diese alte Windmühle erneuert. Fallschirmabsprung mit dem Regenschirm Morsbach. Ein 10jähriger Schüler aus einem Nachbarort hatte in einem Film die kühnen Leistungen unserer Fallschirmspringer gesehen und bewundert. Um diese Absprünge auch einmal zu probieren, nahm er Vaters großen Regenschirm und bestieg mit diesem einen Baum. Dort spannte er den Tod bekannte Forscher Schirm auf und sprang ab. Der„kühne“ Sprung verlief jedoch anders, als es sich der Bursche gedacht hatte. Der Schirm kippte nach oben und der„Fallschirmspringer“ landete recht unsanft auf dem Erdboden, wo er sich einen komplizierten Armbruch zuzog. Man brachte ihn ins Krankenhaus. Wegen falscher uneldlicher Aussage 8 Monate Gefängnis Essen. Man muß als Zeuge auch dann die Wahrheit sagen, wenn man nicht zu schwören braucht. Trotz eindringlicher Verwarnung und Belehrung hatte die Angeklagte, eine geschiedene Frau, sich für klüger gehalten, als das Gericht. In einem Unterhaltsprozeß ihres unehelichen Kindes sagte sie in dem entscheidenden Punkte die Unwahrheit. Natürlich zog das Gericht über diese Frage ein ärztliches Gutachten ein das zum Glück des Beklagten klar ergab, daß die Kindesmutter gelogen hatte. Das Gericht legte die Akten der Staatsanwaltschaft vor. Zunächst leugnete die Angeklagte. Als ihr aber der Vorsitzende der Essener Strafkammer das Gütachten vorhielt, legte sie schließlich ein Geständnis ab. Weil die Angeklagte in frivoler Weise als Zeugin gelogen und dadurch das Gericht in seiner Urteilsfindung in einer für den Beklagten bedeutsamen Sache irrezuführen versucht hat, erkannte die Strafkammer wegen falscher uneidlicher Aussage auf 8 Monate Gefängnis. Eine sehr deutliche Lehre für jeden, der einmal in die Lage kommt, vor Gericht als Zeuge auszusagen. Früher wurde es erst kritisch, wenn das Gericht den Eid abforderte. Heute ist dafür gesorgt, daß auch die uneidliche Aussage ernst genommen wird. Kind Im Löschteich ertrunken Warendorf. Zu den verschiedenen Unfällen, die Kinder an Löschteichen erlitten, wird wieder ein neuer gemeldet. Einem vierjährigen Jungen war es gelungen, in dem Zaun um den Löschteich am Bahnhof eine Lücke zu finden und hindurchzuschlüpfen. Das Kind ist dann von der steilen Wand des Teiches ins Wasser gefallen. Die auf die Hilferufe anderer Kinder unternommenen Rettungsversuche hatten keinen Erfolg, der Vierjährige konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Wettrennen zwischen Mädchen, Ziege, Hund Aachen. Ein junges Mädchen, das mit dem Rade fuhr, erregte die Aufmerksamkeit einer Ziege. Das Tier sauste im vollen Galopp hinter dem Fahrrad her. Das sah ein Hund, der seinerseits den Wettlauf mit der Ziege aufnehmen wollte. Das Mädchen strampelte verzweifelt darauf los, konnte aber die bellenden und meckernden Verfolger nicht loswerden. An einer Straßenkurve kam plötzlich ein Kraftwagen aus entgegengesetzter Richtung und überfuhr die Ziege. Als der Hund das Malheur sah, ließ er von der Verfolgung ab. Ein Hirsch In der Viehherde Aus der Eifel. Ein seltenes Erlebnis hatte ein Landwirt aus der Gegend von Adenau, der an einer einsamen Stelle sein Vieh auf der Weide hütete und dabei eingeschlafen war. Als er erwachte, bemerkte er, daß sich ein stattlicher Hirsch zu der Viehherde gesellt hatte und kampfeslustig auf eine Kuh losging. Dem Landwirt gelang es nicht, den unerwünschten Herrn des Waldes zu verjagen. Erst durch das Dazwischengreifen eines scharfen Hundes war es möglich, den Hirsch wieder in sein Waldgebiet zurückzudrängen. Eine kinderreiche Mutter Mayen. Die kinderreichste Mutter des Kreises Mayen und sicherlich auch des ganzen Gaugebietes ist die Witwe Lorenz Weidenbach aus Niederoberweiler, die 19 Kindern das Leben geschenkt hat. Sie beging jetzt ihren 80. Geburtstag. Von den 19 Kindern sind 14 Mädchen und 5 Jungen. DER SPORT Dresdner SC und KSG Saarbrücken? 38 Tschammerpokal-Gausleger ermittelt Wieder wurde der Kreis vollständiger, und zwar wie erwartet wurde, um fünf weitere Teilnehmer an der 1. Hauptrunde zum Tschammer=Pokal. Von den vierzig Vereinen, die zugelassen worden, als Vertreter der einzelnen Gaue, stehen nunmehr mit Ausnahme von zweien alle fest, d. h. die Zayl der Gausieger hat sich diesmal von 33 auf 38 erhöht. Neu hinzugekommen sind Schalke 04, Eintracht Braunschweig, BfR Schweinfurt, BfL Marburg 1860 und die KSc Kickers=Sportfreunde Stuttgart. Von ihnen gewann nur Stuttgart(5:0) über den Gaumeister SV Göttingen sein Spiel in überlegener Manier. BfR Schweinfurt(2:0) über Bahn Post Würzburg und BfL Marburg 1860(2:1) über Sport/06 Kassel mußten dagegen schwer um den Enderfolg kämpfen, während Schalke 04 erst in der zweiten Halbzeit gegen VfL Altenbögge richtig zum Zuge kam, dannn allerdings mit 4:1(1:1) unangefochten siegte. In Sachsen wartet der Deutsche Meister Dresdner SC immer noch auf seinen Endspielgegner, während in der Westmark die Schlußrunde von KS6 Saarbrücken und Wh Landau bestritten wird. Pokalendphase beginnt Nimmt man den Meisterschaftssieg des Dresdner SC in Sachsen und der KS6 Saarbrücken in der Westmark vorweg, so ist das Feld der vierzig Mannschaften beisammen, die als Vertreter ihrer Gaue in die Endphase zum zehnten Tschammer=Pokalwettbewerb kreten. Das Reichsfachamt hat nunmehr, wie zu erwarten war, der eigentlichen 1. Schlußrunde eine Ausscheidungsrunde vorausgeschickt, um von vierzig auf 32 Mannschaften zu kommen, die dann den Grundstock für die einzelnen Schlußrunden bilden werden. Schon in diese Ausscheidungsrunde greifen mit Bayern München, MSV Brünn, LSB Mölders Krakau, STC Hirschberg und Eintracht Braunschweig gleich fünf Mannschaften ein, die im Frühjahr auch ihre Gaue im Kampf um die„Victoria“ vertreten dürften. Daneben aber stehen auch der LSV Pütnitz und der LSV Markersdorf auf der Karte, die im einzelnen folgende Paarungen enthält: ACB Silz(Tirol)— Bayern München in Innsbruck, Reichsbahn Graz— Sc Steyr, F6 Salzburg— Villacher SV. LSV Mölders Krakau— SLB Markersdorf, RSTG Bodenbach— MSV Brünn, LSB Pütnitz— LSV Rechlin, STC Hirschberg— MSs Schieratz(Wartheland) und WSV Celle— Eintracht Braunschweig. Die unterlegenen Vereine scheiden getreu dem K. o.=Gesetz der Pokalaustragungsform aus, während die acht Sieger zusammen mit den in dieser Ausscheidungsrunde spielfrei gebliebenen restlichen 23 Vereinen in der ersten Schlußrunde stehen, die am 20. August zum Austrag kommen soll. Schalke 04 am Sonntag In Recklinghausen Der Altmeister Schalke 04 folgt am kommenden Sonntag einer Einladung des Kreises Recklinghausen, um in der Viktoria=Kampfbahn zu Recklinghausen gegen eine Auswahlelf des Kreises Recklinghausen anzutreten. Lohmann als Bester geschlagen Die Stadion=Rennbahn in Köln=Müngersdorf hatte einen großen Tag. Die Steher lieferten sich nach einer Gedenkminute für den an seinen Verwundungen verstorbenen Weltmeister Toni Merkens harte Kämpfe, in denen sich Meister Lohmann zwar einwandfrei als bester Fahrer erwies, im Gesamtergebnis aber den ersten Platz im Goldenen Rad vom Rhein an Kilian(54.990 km) und auch den zweiten an Schorn(54.840 km) wegen Maschinenschadens abtreten mußte. Er verwies aber mit 54.780 km Rintelmann(52.120) und Zims auf die nächsten Plätze und sicherte sich das Kleine Goldene Rad über 20 km in 17:38.2 vor Zims(50 m zurück), Noch einmal Lohmann—Killan—Schorn Der großartige Kampf der drei erstplazierten Steher im Kölner Stadion um das Goldene Rad vom Rhein wird schon am Freitag an der gleichen Stelle seine Wiederholung finden. Meister Lohmann hat Gelegenheit, seine Niederlage gegen Kilian und Schorn wettzumachen. Wieder Radrennen In Herten Nach zweijähriger Pause kommen am 30. Juli auf der Aschenbahn am„Katzenbusch“ in Herten wieder Radrennen zur Durchführung. Ausrichter ist die Spielvereinigung 1912 Herten. Ramhafte Fahrer aus dem Westen und Bremen wurden für die Eröffnungsrennen verpflichtet, so u. a. Alberty (Münster), Paul und Kurt Bocarren(Remscheid), Bergrath (Düren), Weber(Buer), Postler und Neumann(Bielefeld), Kramer(Bochum), Maik und Kirsch(Dortmund) sowie die Bremer Gayk und Nothdurft. Im Mittelpunkt des Programms steht ein 100=Runden=Mannschaftsrennen. Fliegerund Punktefahren vervollständigen das Programm. Leichtathlellksportfest In Bochum Die für das letzte Wochenende im BfL=Stadion zu Bochum angesetzten Mehrkämpfe und Staffelläufe mußten aus technischen Gründen ausfallen. Diese werden nun am kommenden Sonnabend an gleicher Stätte nachgeholt. Der Beginn der Veranstaltung ist auf 17 Uhr festgesetzt worden. Die Mehrkämpfe sollen in erster Linie als Vorprüfung der westfälischen Leichtathleten für das 63. Harkortbergfest am 6. August in Wetter sein. Meldungen werden vor Beginn der Veranstaltung angenommen. Geher-Spitzenklasse In Hamm Im Rahmen einer leichtäthletischen Veranstaltung in der Jahnkampfbahn zu Hamm tritt die deutsche Geher=Spitzenklasse über 15 km an. U. a. kämpfen am Sonntag: Altmeister Schwab sen.(SC Charlottenburg), die Kölner Meisterund Rekordgeher Hermann Grittner und Rudi Krüger(ASV Köln), Düx(Bonn) und Bohn(Frankfurt Oder). Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Menzel unverbesserlich Adolph von Menzel gab immer wieder Beweise dafür, daß er für das schöne Geschlecht nicht das geringste übrig hatte. Einst klingelte es stürmisch an seiner Tür, Menzel öffnete selbst, und vor ihm stand die damals in Berlin außerordentlich beliebte Vortragskünstlerin Ernestine Wagner, die ihm allerdings unbekannt war. Menzel, der gerade ziemlich schlechter Laune war, fragte brummig: „Wer sind Sie und was wünschen Sie?“ „Aber Herr Professor, kennen Sie mich denn nicht? Ich bin doch die berühmte Wagner!" „Na, und...?“ fragte Menzel. „Die Wagner vom Wallner=Theater! Und was ich wünsche? Ich möchte von Ihnen gemalt werden— Kostenpunkt Nebensache!“ Menzel war sogleich verärgert über diese freimütige Art und antwortet scharf: „Was heißt hier malen? Da sind Sie an die falsche Tür geraten! Plakate male ich nicht, merken Sie sich das!“— und schlug der Verdutzten krachend die Tür vor der Rase zu. Friedhelm! 24. 7. 1944. Die glück. liche Geburt eines gesunden Stamm. halters zeigen hocherfreut an: Paula Schweppe, geb. Weber, Friedrich Schweppe. Herne, Rottstraße 31, z. 8. St.=Marien=Hospital. W. Im Einsatz für seinen so heiß geliebten Führer und im unerschütterlichen Glau. ben an den Sieg unserer Waffen, fiel am 8. Juli im Kampf gegen bolschewistische Banden in Italien, mein innigstgeliebter Gatte, Edwins stolzer u. glücklicher Papi, ber Leutnant d. Sch. und 44-Untersturmführer Emil Alfuß im Alter von 32 Jahren. Mit ihm verliere ich alles. Kurz war sein Erdenwandel, aber reich an Liebe, Güte und Treue. In stolzer Trauer: Frau Paula Alfuß, geb. Hamann und Söhnchen Edwin, Wilhelmine Alfuß, ged. Vieten, Familie Stikl=Hamann, Martin Adams, g. Z. vermißt und Frau, Wilhelmine ged. Alfuß, Anton Stuppi und Frau, Anna geb. Hamann Herne(Bismarckstraße 36), Essen, Koblenz, Berlin und Köln, den 22. Juli 1944. In Gedanken immer bei ihm, erhielten wir die ∆“ schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Enkel, Vetter und Reffe Obgfr. in ein. Fallschirmjäger=Regt. Josef Borner Inh. des E. K. 1. u. 2. Kl., KretaBand, Silbernes Verw. Abzeschen, Fallschirm=Spr.=Abzeichen u. a. Auszeichnungen im blühenden Alter von 23 Jahren bei den harten Kämpfen in Italien am 31. Mai, nach glücklich überstandenen Kämpfen auf Kreta und in Rußland, den Heldentod fand. Er wurde auf einem Heldenfriedhof beigesetzt. Alle, die ihn gekannt, wissen was wir verloren und können unseren Schmerz verstehen. In tiefer Trauer: Franz Borner und Frau, El. friede geb. Zimmermann, Ursula und Günther als Geschwister und die trauernden Anverwandten Herne(Von=der-Heydt=Str. 6), Weigmannsdorf; Krs. Fraustatt und im Felde, den 1. Juli 1944. ... und Köstliche Schlegel-Bier Denken Sie nur daran, leere Bier. flaschen sofort zurückgeben. Schlegel=Brauerei, ir rechten Zeit denk an die Pfli sorgen daß kein Fünkchen Li morgens früd nach draußen iert zum Verräter wird. Immer auf ein Lebenezei. chen von ihm hoffend, erhielten wir nun, die für uns noch unsaßbare Nachricht, daß mein geliebter, unvergeßlicher Enkel, unser lieber, sonniger Bruder mein lieber Onkel, unser Reffe und Veiter Obergefreiter Jokob Dornseilt am 24. 6. 1944 bei den schweren Kämpfen im Westen, im Alter von 21½ Jahren sein junges, hoffnungsvolles Leben lassen mußte. Er folgte seinem Schwager Karl nach fast zwei Jahren in den Tod. Unvergessen lebst du in uns weiter. In tiefer Trauer: Wwe. Gaidys, als Großmuter, Wilhelmine Rüdiger, geb. Dornseiff und Töchterchen Christel, Egon Dornseiff, z. 8. Wehrmacht und alle Anverwandten Herne(Von=der-Heydt=Str. 10), im Juli 1944. In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen, er. hielten wir die Nachricht, daß unser einziger Junge, mein herzensguter Bruder, der Fallschirmjäger Gerhard Klatte in treuer soldatischer Pflichterfül. lung sein junges Leben bei den schweren Kämpfen im Westen für unser teures Vaterland dahingab. In tiefer Trauer: Karl Klatte und Frau, Martha geb. Paul, Ilse Klatte Herne(Kanalstraße 29), den 17. Juli 1944. Tiefes Herzeleid brachte uns die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, der besorgte Vater seines Töchterchens, mein unvergeßlicher Sohn und Schwiegersohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel. Reffe und Vetter, der Gefreite krnst Olm am 8. Juli 1944, im Osten un Alter von fast 85 Jahren, den Heldentod fand. Wir beugen uns dem Willen Gottes, des Allmächtigen. In tiefer Trauer: Frau Elisabeth Olm, geb. Beck. mann und Töchterchen Anneliese, Frau Marie Olm, geb. Zacharias u. alle Anverwandten Herne(Schulstr. 14), Weidenau, Detroit, Wanne=Eickel, Dortmund. Wattenscheid, im Juli 1944. DANKSAGUNGEN Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Her. bert sagen wir hierdurch allen unseren tiefempfundenen Dank. Familie Otto Moswald. Herne, Riemker Str. 20, im Juli 1944. * Für die vielen Beweise auf. richtiger Teilnahme am ∆ Tode unseres innigstgelieb. ten Sohnes und guten Bruders sagen wir hiermit allen unseren tiefgefühlten Dank. Familie Anton Bentfeld. Herne, im Juli 1944. Für die herzliche Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Gatten spreche ich hiermit meinen tiesempfundenen Dank aus. Frau Maria Wenzel. Herne, Brunnen. straße 22, im Juli 1944. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heim. gange unseres lieben Entschlafe. nen sagen wir hiermit allen un. seren herzlichsten Dank. Geschwister Madeja und Angehörige. Herne und im Osten, im Juli 1944. Wer Abtmatertel zusemmenträgt, stets folgendes dabei erwägt: Wen kenn sich Scheden zulögen durch Verichungen en treisiehenden Nageln, Splitiern, scherlen Kenlen usw. Sehr böse Wundiniektionen uind möglich. Derum mil Vorsicht semmeln, denn hillt men obendrein such noch Ht Invalide für leichte Gartenarbeit sof. gesucht. Zu erfragen in der Herner Zeitung. Jüngere Schreibhilfe, mögl. mit Schreib. maschinenkenntniss., sofort gesucht. Buchdruckerei C. Th. Kartenberg, Herne Zur Reinhalrung von Büroräumen wird zum sofortigen Eintritt Putzfrau gesucht. Heinr. Schlenkhoff Gmbh., Herne, Grabenstraße 16. 1a. bis 15jähriges Mädchen in Landhaushalt zu 2 Kindern von 2½ u. 10 J., für sofort im Bezirk Osnabrück gesucht. Ableistg. d. Pflicht. jahres ist möglich. Meldung wochen. tags von 10 bis 11 Uhr bei: Frau Mende. Herne, Poststraße 7, Erdgeschoß rechte. Gemeinnütziger Heimbau GmbH. Herne I. Westl., Lutherstr. 10. EInladung zur General-Versammlung die am Mittwoch, dem 9. August 1944 um 19.30 Uhr, in der Wirtschaft Spotak, Herne, Flottmannstraße 73, stattfindet. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes 2. Geschäftobericht des Aufsichtsrates 3. a) Genehmigung des Jahresabschlusses b) Beschlußfassung über die Verwen. dung des Reingewinns l. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates 5. Wahl zum Aussichtsrat. Der Jahresabschluß liegt ab 25. Juli 1944 während der Geschäftsstunden, Freitags von 17.30 bis 20 Uhr, im Geschäftszimmer, Lutherstraße 2, auf. Der Aufsichtsrat: P. Sasse, Vorsitzender. Strehwttwer sprechen übers Woschen! 1. „Febelhefte Seche, dieses Schmutzlösen mit Burnus Kann ich ihnen dringend empfehlen! Allerdings heißt es heute einteilen: Erst die Wäsche sortieren und denn nur die Schmutzwäsche In Burnus einweichen! Dann breucht man die Stücke ger nicht mehr scharf zu reiben oder lange zu kochen- der Schmutz geht schon beim Einweichen In „ die Brühe!" AL Haushälterin für frauenl. Haus. halt gesucht. Schriftl. Ang. u. W 46 a. d. H. 81g. Helrat Junge Witwe, 35 Jahre, m. Kindern, wünscht sich m. ein. Arbeiter im Alter v. 35—40 J., wieder zu verheiraten. Witwer angenehm. Eig. Wohnung vor. handen. Schriftl. Ang. u. W 52 a. d. H. 8tg. Ankaut Anzug u. Mantel für 15jähr. Jungen od. größeren, zum Wenden zu kaufen gesucht. Rud. Köller, Bahnhofstr. 68a Verloren Sonntagabend von d. Hafen= bis zur Hochlarmarkstraße eine Herren=Armband= uhr verloren. Der ehrl. Finder wird gebeten, die. selbe geg. Belohnung abzugeb. Recklinghauf. S II, Hochlarmarkstr. 24, b. Frb. Mag. Gehrmann 3=Zimm.=Wohnung in Herne=Sodingen geg. 2.Zimm.=Wohnung in Herne zu tausch. gesucht. Zu erfragen bei Drenhaus Hernel Sodingen, Rudolfstraße 12. Transport-Unternehmen g 25 144 . Jahre: Jolius Zangenberg Herne, Mont-Cenisstr. 86— 88 Fernruf 51481 Konz. Omnibus-Betrieb Konz. Möbel- Fernverkehr Güter-Nahverkehr Größte maselve Lager-Räume und Lagerhallen am Platze Lost- und Personenwagen Goragen. Wachsam., schwarzer lspitz % Jahr alt, zu verkaufen. 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Zeistung und Verantwortung wird heute von jedem gefordert. Daher sei vorsichtig undsetze Dich nicht leichtfertig gesundheitlichen Schädigungen aus! Diese Mchnuna ist besonders heute von großer Wichtigkeit, denn Kräftigungs-undVorbeugungsmittel, wie Sanatogen und Formamint, werden erst nach dem Sieg wieder unbeschränkt zu haben sein. BAUER& CIT SANATOGENWERKE BERLIN Gut erhalt., schw. Wintermantel Gr. 46—48, gegen Sport= od. and. Anzug zu tausch. gesucht. Zu erfragen in der Herner Zeitung. Gut erhaltener Herren=Sommermantel Gr. 54 gg. Herrenanzug Gr. 54, zu tauschen gesucht. Zu erfrag in der Herner Zeitung. Fahrrad=Lichtanlage gegen Leder=Schul. tornister zu tausch. gesucht. Müller Cranger Str. 72. Gut erhaltenes Kinderdreirad geg. gut erhalt. Leder=Mädchentornister oder große Schul=Aktentasche zu tauschen gesucht. La=Roche=Str. 45, 1. Biete: Gut erhalt., schwarze Lack=Pumps 37½. Suche: Aehnliche Schuhe Gr. 36½. Rohrandt, Hermann=Löns. traße 53. Wer die Herner Zeitung liest, ist stete gut unterrichtet. das geht natürlich nicht. Ernähren Sie Ihr Kind nach der Entwöhnung mn„Kufeke“ und frischer Milch! Sie fördern damit das Gedeihen Ihres Kindes.„Kufeke“ braucht man nur kurz aufzukochen. So spart man Feuerung und