Herner Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne Besagspreis: Monattich Rit 2.16, halbmonatlich RM 1.68. Einzeipreis 10 Rot.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, bervorgeruten durch höbere Oewalt. können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Hauptseschäftestelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6642 Zur Zeit let Pretattste 4 gültg. In Konkurstüllen wird der bewilll Radatt ligte hipfällig.— Für die Aufnahme von Anzeizen an bestimmten Tagen und Plätzen. auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß. Tags zuvor 16 Uhr— Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1 Westt Verleger: C. Holtmann und C.-Theo Holtmann(letzterer s. Z. Wehrmacht).— Hauptschriftleiter: Willy Franke(s. Z. Wehrmacht): Iin Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Polltik allgemeinen Tell und Lokales: Albert Wemoer— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner Nummer 143 Mittwoch, den 21. Juni 1944 73. Jahrgang Wo bleiben die Sowjets? Diese bange Frage taucht in englischen Zeitungen auf di Berlin, 21. Juni.(Eigener Bericht.) Die verheerende Wirkung der neuen Sprengwaffe, die nun bereits seit vier Tagen fast ununterbrochen auf London und Südengland hämmert, liegt weniger in einer Konzentrierung kurzfristiger Zersiörungskraft als in der ungeheuerlichen Tatsache, daß damit ein ganz neuartiges Kampfmittel angewandt wird, das größte Gebiete und vor allem dem Herzstück des britischen Weltreiches dauernd größte Gefahren bringt und sie in ständigem Alarmzustand hält. Was das allein für die größte Stadt der Welt bedeutet, kann sich leicht jeder selbst ausmalen. Während das Rätselraten über die neue deutsche Waffe in der Feindpresse immer größer und die ungeheuerliche Schockwirkung nicht nur in allen neutralen Meldungen aus London, sondern zugleich in einer besonders auffallenden Verschärfung aller englischen Vertuschungsversuche immer deutlicher wird, rückt die Wucht der deutschen Gegenmaßnahmen an der Kanalküste immer mehr in den Vordergrund des allgemeinen Interesses. Trotz der ständig zunehmenden Härte der Kämpfe werden die stolzen Erfolgsziffern des OKW=Berichtes immer größer. Auch der letzte OKW=Bericht spricht von sehr starken Verlusten des Gegners an Menschen und Material, zugleich wird eine ansehnliche Erhöhung der zuletzt gemeldeten Versenkungsziffer vor dem Landekopf in der Normandie durch unsere Luftwaffe gemeldet. Zum ersten Malg erhebt sich jetzt in der englischen Presse die bange Frage:„Wo bleiben die Sowjets?" „News Chronicle" stellt diese Frage wörtlich.„Daily Mirror" formuliert sie etwas anders, indem das Blatt schreibt, England erwarte mit Ungeduld das Eingreifen der sowjetischen Armeen, um damit eine Entlastung an der westlichen Invasionsfront zu finden. In diesem Zusammenhang kommt das Blatt auf die schweren Blutopfer bei den Landoperationen zu sprechen und meint mit einem nicht zu verkennenden Seitenblick auf Moskau, die Verluste der Sowjets bei ihren Winteroffensiven könnten kaum größer gewesen sein. Man sieht daraus, daß den Briten und Amerikanern ihre eigenen Verluste unfaßbar erscheinen. Die Wirklichkeit muß aber alles in den Schatten stellen, was bisher über die Massenopfer an wertvollsten Elitetruppen der Invasoren bekannt geworden ist, wie ja die deutschen Berichte ühereinstimmend von einer alle Vorstellungen übersteigenden Blutwelle der Aggressoren sprachen. Das große russische Geschäft ohne England Der Bolschewismus Hand in Hand mit dem Dollarimperialismus Drahtbericht unseres di om Berlin, 21. Juni. In der letzten außenpolitischen Aussprache im englischen Unterhaus machte ein Abgeordneter der Regierung den Vorwurf, daß sie sich in der Sicherung des großen Exportgeschäftes mit der Sowjetunion, das nach einer siegreichen Beendigung des Krieges erwartet wird, von den USA habe den Rang ablaufen lassen. Diese hätten in Moskau bereits Verhandlungen über eine große Dollar=Anleihe geführt, mit der die Warenausfuhr aus den USA nach der Sowjetunion bezahlt werden soll, soweit sie nicht durch sowjetische Gegenlieferungen gedeckt werden, da die amerikanischen Gebiete selbst Ueberfluß an den in Betracht kommenden Rohstoffen haben. Tatsächlich befindet sich der Präsident der USA=Handelskammer, Eric Johnston, seit einiger Zeit in Moskau, um solche Verhandlungen zu führen. Diese sind offenbar schon sehr weit gediehen, oder zum Abschluß gelangt. Johnston hat eine Erklärung des sowietischen Außenkommissars Nikojan veröffentlicht, zu der ihn dieser ausdrücklich ermächtigt hatte. In dieser Erklärung heißt es:„Die Sowjetunion möchte nach dem Kriege von den USA=Rüstungswerken Mengen unter Bedingungen kaufen, die für beide Länder vorteilhaft sind. Die Summe wird sich auf viele Milliarden Dollar belaufen." Johnston fügt dieser Erklärung hinzu: die Sowjetunion sei an langfristigen Krediten auf 10—25 Jahre interessiert, die gegebenenfalls von den beiden Regierungen garantiert werden sollten. Sehr interessant ist, was Johnston dann bei dieser Gelegenheit über die englische Konkurrenz im russischen Geschäft bemerkt, das allerdings die schlechte Seite hat, daß es erst auf den Schlachtfeldern erkämpft werden muß. Johnston lehnt diesen offenbar von englischer Seite gemachten Vorschlag eines Zusammengehens ab. Nach seiner Ansicht werde die amerikanische und englische Industrie für den Handelsverkehr mit der Sowjetunion kein größeres Kartell bilden. Er versieht diese Zurückweisung mit der Versicherung, England werde mit der Sowjetunion ebenso umfangreiche Geschäfte abwickeln können, wie die USA und es sei durchaus im Stande, ohne Einkreisen der Vereinigten Staaten sein Schicksal hinsichtlich Rußlands zu gestalten.“ Aus allem geht hervor, daß England— wie in politischen Fragen so auch in den geschäftlichen Angelegenheiten— von den Vereinigten Staaten überspielt worden ist und weder in Moskau noch in Washington als ernsthafter Partner in der Nachkriegspolitik angesehen wird. Die auf allen Gebieten festzustellende Verschiebung im Kräfteverhältnis der demokratisch=bolschewistischen Allianz, die man dahin charakterisieren kann, daß anstelle der ursprünglichen englisch=amerikanischen Front gegen die Sowjetunion nun eine amerikanischsowjetische Front gegen England getreten ist, wird sehr bald die Folge haben, daß die Londoner Juden das sinkende Schiff Englands verlassen, um ihre letzte Zuflucht in einer amerikanisch=bolschewistisch bestimmten Nachkriegswelt zu suchen. Ein Symptom für diese Entwicklung ist auch, daß sich in den jüdischen Blättern der USA die Stimmen 21 Beitenpanzer In 20 Minuten vernichtet =Obersturmführer Wittmann, der an der Invasionsfront außer vielen Schützenpanzerwagen mit seinem„Tiger“ 81 britische sanzer zur Strecke brachte. An der Ostfront hat FObersturmführer Wittmann bereits über 120 Feindpanzer erledigt. Büschel(Sch) plomatischen Vertreters häufen, die eine Verwandtschaft des staatskapitalistischen Systems in der Sowjetunion mit der amerikanischen Wirtschaftsverfassung und eine Aehnlichkeit des „sowjetischen und amerikanischen Menschen" feststellen! Für England ist in dieser schönen Verbindung zwischen Bolschewismus und Dollar=Kapitalismus kein Platz mehr vorgesehen. Hohe Auszeichnung für den Chef des Heereswaffenamtes □ Berlin, 21. Juni. Der Führer hat dem General der Artillerie, Leeb, Chef des Heereswaffenamtes, das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen. General Leeb hat sich durch hervorragende Sachkenntnis, schöpferische Energie und zielbewußte Führung des Heereswaffenamtes entscheidende Verdienste um die Bewaffnung des Heeres erworben. Er hat das Hereswaffenamt vorbehaltlos in den Dienst der Gesamtaufgaben der vom Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Speer, geführten deutschen Rüstung gestellt und durch sein enges Vertrauensverhältnis zu Reichsminister Speer an der qualitativen Vollendung und dem ständigen Fortschritt der Heeresrüstung in stärkstem Maße mitgewirkt. General der Artillerie Leeb, ein jüngerer Bruder des Generalfeldmarschalls Ritter von Leeb, ist am 1. Juni 1881 in Passau geboren. Neuer Ritterkreuzträger □ Berlin, 21. Juni. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Luczny, Kommandeur einer Flakdivision(mot.) geboren am 4. 6. 1894 in Katscher. Von unseren Waffen ausgeschaltel Ständig steigen die Verluste der Aggressoren, und gerade die Panzerabschüsse empfindlich. J=PK=Kriegsberichte treffen die Angreifer der Bachniche Dr. Dietrich über den Einsatz der neuen Waffe „„ Unterredung des Reichspressechets mit dem Vertreter einer Schweizer Zeitung * Zürich, 21. Juni. Die„Neue Zürcher Zeitung" veröffentlicht auf der ersten Seite iyvor Dienstag=Ausgabe ein interessantes Interview, das ihr Berliner Vertreter mit Reichspressechef Dr. Dietrich über den Einsatz der neuen deutschen Waffe gegen England hatte. Die Veröffentlichung des Schweizer Blattes hat folgenden Wortlaut: Frage: Es liegt auf der Hand, daß die Verwendung der vom deutschen Oberkommando als neuartige Sprengkörper bezeichneten neuen Waffe gegen England weithin in der Welt große Beachtung findet und über ihre Bedeutung viel diskutiert wird. Während die neue Waffe von deutscher Seite als außergewöhnlich wirksam charakterisiert wird, wird das von den Engländern bestritten. Antwort: Es gibt zweierlei Beteiligte, die die Wirkung dieser neuen deutschen Sprengkörper ganz genau kennen. Erstens die von der Waffe unmittelbar Betroffenen, weil sie ihre, Wirkung täglich und stündlich am eigenen Leibe verspüren, und zweitens diejenigen. die sie anwenden, weil diese ihre Wirkung in jahrelangen Versuchen ausprobiert und genau festgestellt haben. Wenn der Innenminister Morrison in England das strikte Verbot jeglicher Mitteilung über die tatsächliche Wirkung dieser Waffe mit dem Hinweis begründete, daß dadurch den Deutschen ein militärisches Geheimnis verraten würde, so wird an dieser Begründung deutlich, daß er mit seinem Verbot nicht die Deutschen über die Wirkung, die sie ja längst kennen, im unklaren lassen will, sondern dem englischen Volk die Wahrheit vorenthalten und die Weltöffentlichkeit über die Wirksamkeit dieser Waffe täuschen will. Frage: Von englischer Seite wird behauptet, daß in England schon seit Jahren eine ähnliche Waffe bekannt sei, daß man sie aber aus humanitären Gründen nicht entwickelt und angewendet habe. Ueber 100 Stunden Störungsfeuer auf London Britisches Batalllon aufgerieben— Stab gelangengenommen □ Berlin, 21. Juni. Am Montag und in der Nacht zum Dienstag lag wieder schweres Störungsfeuer auf London und seinen Außenbezirken. Ueber 100 Stunden erschüttern nun die Explosionen der fortgesetzt einfallenden Sprengkörper das Zentrum des britischen Imperiums. Im normannischen Küstengebiet war dagegen die Kampftätigkeit geringer als an den Vortagen. Der Gegner gruppierte seine in den letzten Tagen schwer mitgenommenen Kräfte um. Da die Ablösung der feindlichen Verbände, die bisher in vorderster Linie standen, meist noch nicht abgeschlossen ist, kam es nur zu einigen örtlichen, wenn auch harten Kämpfen. Beiderseits Tilly, wo der erste Abschnitt der jetzt dreitägigen Panzerschlacht erfolgreich für unsere Truppen verlief, versuchten die Briten erneut, mit Schwerpunkt bei Quesnay gegen die Straße Caumont— Juvigny— Caen vorzustoßen. Trotz Einsatzes starker Infanterieund Panzerkräfte scheiterten die Angriffe im Abwehrfeuer oder in Gegenstößen. Dabei wurde, wie der OKW=Bericht meldet, ein eingebrochenes britisches Bataillon umfaßt und aufgerieben. Die Reste der Kampfgruppe in Stärke von 10 Offizieren und 120 Mann, darunter der ganze Bataillonsstab, wurden gefangen. An den übrigen Abschnitten zwischen Orne und dem Sperriegel südlich Barneville an der Westküste der Cotentin=Halbinsel blieb es im allgemeinen ruhig. Unsere Truppen säuberten das in den Angriffskämpfen der letzten Tage gewonnene Gelände von Widerstandsinseln und Versprengten. Die letzten Einzelpanzer, die am Vortage westlich Tilly hinter unsere Linien gelangen konnten, wurden vernichtet. Auch nördlich der Einbruchsschleuse auf der Cotentin= Halbinsel war die Kampftätigkeit gering. Zwischen Montebourg und der Westküste schob der Feind einige Aufklärungskräfte vor. Eine dieser Kampfgruppen wurde bei Bricquebec von unseren Sicherungen gestellt und geworfen. Das nach vorübergehender Aufhellung wieder schlechter gewordene Wetter schränkte die beiderseitige Lufttätigkeit und die Seeoperationen weitgehend ein. Schwere feindliche Kriegsschiffeinheiten beschossen einige deutsche Küstenwerke im Raum von Cherbourg. Unsere Batterien nahmen den Feuerkampf auf und zwangen die feindlichen Schiffe zum Abdrehen. Ganze Häuserblocks stürzten zusammen di Berlin, 21. Juni. Die britische Zeitung„Daily Herald sagt in einem Leitartikel, daß man in England noch kein Mittel zur Bekämpfung der neuen Raketenbombe gefunden habe. Das genannte Blatt sowie die„Daily Mail“ veröffentlicht trotz der strengen Anweisungen an die Presse eine lange Zusammenstellung von Einzelschilderungen der Familien und Personen, die mit den Raketen in Berührung kamen. Dabei wird immer wieder in geradezu schauerlichen Bildern die Wucht der Explosionen betont. Ganze Häuserblocks, so heißt es, stürzten zusammen, in anderen Fällen wurden die Menschen, wenn der Sprengkörper in einiger Entfernung von ihnen niederging, aus den Häusern und selbst aus ihren Luftschutzkellern herausgeschleudert, und man fand sie später tot auf der Straße. Es ist von Bergungstrupps die Rede, die einen ganzen Tag und eine ganze Nacht hindurch unermüdlich arbeiteten, um Verschüttete zu befreien. Auch Photographien von den unbemannten Maschinen im Flug werden von den Zeitungen veröffentlicht. Sie zeigen, wie sich der Sprengkörper unbeeinflußt von hartester Abwehr seinen Weg zum Ziele bahnt. Antwort: Jeder weiß, daß gerade die Engländer noch nie gezögert haben, jede nach ihrer Meinung wirksame Waffe rücksichtslos einzusetzen, wenn sie ihnen zur Verfügung stand. Wir Deutschen sind erstaunt, daß das Interesse weiter Kreise des Auslandes für die Frage einer humanen Luftkriegführung erst jetzt erwacht. Wir wundern uns darüber, daß dies erst in einem Augenblick geschieht, in dem England betroffen ist und nicht bereits seit zwei Jahren, als die Briten Phosphorkanister in die Reihe ihrer„militärischen“ Kampfmittel aufgenommen haben oder als sie begannen, ihre Sprengbomben auf deutsche Städte sehr treffend als „Wohnblockknacker“ zu bezeichnen. Auch als die AngloAmerikaner schließlich noch damit begannen, aus ihren Flugzeugen die Bauern auf dem Felde zu beschießen, gab es in der Welt nur wenige, die die Frage aufwarfen, ob das nicht eine die ganze britische und amerikanische Nation diskrimtnierende Kampfesweise wäre. Wir Deutschen können jedenfalls nicht verstehen, daß es in bezug auf den Luftweg in der Welt eine doppelte Moral und zweierlei Menschlichkeit geben soll, eine gegenüber den Engländern und Amerikanern und eine andere gegenüber uns Deutschen. Frage: Man erklärt aber in England, daß die Bombardierung deutscher Städte und Ortschaften durch die Briten und Amerikaner trotz aller Verluste der Zivilbevölkerung strategischen Charakter habe, während die neue deutsche Waffe überhaupt nicht auf militärische Ziele angesetzt werden, sondern als reine Terrorwaffe betrachtet werden müsse. Antwort: Sie selbst haben die militärisch sinnlosen und barbarischen Zerstörungen in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfur., Aachen usw. gesehen und sich ein Urteil gebildet, ob ihre Wohnviertel und Kulturstätten, die man bedenkenlos durch Bombenteppiche vernichtet hat, ein militärisches Ziel darstellen. Will man dagegen in England bestreiten, und haben nicht die englischen Zeitungen monatelang vor Beginn der Invasion selbst berichtet, daß ganz Südengland und London mit Truppen und Kriegsmaterial geradezu vollgestopft sind und ein einziges Kriegsarsenal bilden? Es kann demnach wohl kein Zweifel sein, daß die Belegung eines solchen Gebietes mit Sprengkörpern eine absolute militärische Notwendigkeit ist. Wenn damit zugleich eine Vergeltung für alle die Taten verbunden ist, die die Anglo=Amerikaner an der deutschen Zivilbevölkerung begangen haben, so wird jeder gerecht denkende Mensch in der Welt einen solchen Tatbestand akzeptieren. Frage: In England behauptet man, daß die neue Waffe keinen militärischen Charakter besitze, weil sie keine gezielte Wirkung ermögliche. Antwort: Die neuen deutschen Sprengkörper besitzen mindestens die gleiche Zielsicherheit wie die englischen Bomben, die ohne Erdsicht aus 10000 Meter Höhe über dichten Wolkendecken abgeworfen werden. Für die von den Engländern und Amerikanern für sich in Anspruch genommene Zielsicherheit im Bombenwurf verfügen ja gerade die Schweizer über ein klassisches Beispiel in dem Fall Schaffhausen. Frage: Können Sie mir etwas über den weiteren Gang der Vergeltung sagen? Antwort: Ich vetrate wohl kein Geheimnis, wenn ich Ihnen sage, daß der Strom der Sprengkörper und Feuergarben gegen das militärische Ziel Südengland weitergehen wird, und zwar, wie ich versichern kann, mit dem Einsatz weiterer noch stärkerer Kampfmittel bis England zu der Einsicht kommt, daß die von ihm provagierte Luftterrorkriegsführung nur ein Bumerang ist, der Britannien in surchtbarer üf 4MT 14• Werse selbn arrtt Doikr mag das engkische Volk sich bei den Männern wir Evurtill. Va. on und an den andeten bedenken, die die Ausrottung des deutdden Volkes mi allen Mitteln zum eng ichen Kriegsziel erdoven baden. In Deutschland dei men der dem englischen Volk numalt solche Abfioten gedegt, un er Kampf gilt nicht dem englischen Voik, vondern denjenigen, die England und die Welt an diesen Krieg bineingetrieden daben Besonders große Feindverluste in der Normandie Geheimwaffe traf Londoner Börse wie ein Blitz * Bern, 2 Starke dnf Aus dem Füdrerdenpionarter, 21. Juni. Das! Vor der Karelrichen Landenge eingesegte SicherungsOberkommando der Wehrmag gab genern bekannt: fadrzenge der Rnieztmarine chofen fünf sowjenische Die Kampie in der Normandue verliefen genern für Lomder ab den heind besonderd verluntreie Anf dreuer Frout! nie Wämnfe auf der Marelisehen ver#ran er im Raum Tills— Lire mehrmais un! Des Rampfe auf der Karensonen narten Insanterie= und Vauzerkräften unsere Front! Landenge an durchstoßen. ##e Angriffe scheuertn. Stowestlich!—„„„„4 m. Tile wrrde dabei em feindliches Votoillon völig verd neue sterm der deutichen Lurtanarie gegen Süd= unf der Halbinsel Eberdourg fanden keine größeren IIl wenlichen Ten der Karelischen Landenge war der england bade der Londoner Stiektendorie vie. zu den= e###pie dar ten gegeven. wi Atnentur#e seien m der schonnten um. Unnel Prei merdei aus London. schlagen, der Bataillou###stad gefangengenommen Aufwansbewegung degriffen. Taglich#eien mehr als 000 Abschlusse geim worden, als wie ern Bliz aus beuerem Himmel die Hiobsbotschoft über die unbeannter deutschen Flugzeuge über Sudengland ein####as. Die Borsenspekulanten stellten ihre Overationen ofort ein, um weutere Einzelbenten über diese neue Geahr ans der Luft abzuwarten. Das Reiultat war. daß Abdreden Der Feind fühlre lediglich mu gedenperten Aufklärungskriften gegen die Srdtront der Beirung Cderdourg dor Der Neum London liegt werterdin unter unserem Störungtiener Heered= und Marineinnendaterten zwangen bor der Halbinsel Cberdourg medrere feindliche Schiffe zum feindlude Drus besonders stark gegen Erwur gercchtet. Johanne. Purröla unt Muolaa wurden aufgegeben. Heftige Kämpfe wurden an der Kunenwegen und bei am vorigen Wochenende nur 8847 Ubschlusse gerang: wurden verglichen mit 8000 vom Vormutag Beförderungen in der SS □ Berlin, 21. Juni. Die Nationalsozialinische ParreiFarre pondenz meldet: Der Führer hai befördert: Zu 4=Overgruppenfuorern: Die H=Gruppenführer DeKeppler. Georg: Knoblauch: Krüger. Walter. u A-Gruppenführern: Die-Brigadeführer Fege* Hermann; Sauverzweig; Dr. Wächter. Zu F#ngadeführern: Die H=Oberkührer Augsberger: Damog: Dr Dellbrugge: Gieseke. Orto: Dr. Gudewill. ####rmann, Fria: Karrasch; von Keudell: Dr. Palten; kode: Sche enberg, Thiele. Der langsame Fortgang der allierten Invasionseperationen * Genf, 21. Juni. Mu dem Verlauf der Overationen m der Invasionsfront befaßt sich ein Rriegsberichter der„Dailo Mail“ in einer Art, die darauf schließen #i. da in England und unter den britischen Trupven bereits kruische Fragen über den äußerst langsamen Gang gestellt werden. Die Abschneidung der Cherbourg=Halbinsel durch eine dünne militärische Linie ergebe mehr Schwierigkeiten als Vorteile, denn ein so dünner Korridor sei gleichzeitig deutschen Angriffen von beiden Seiten ausgesetzt. Das heißt mit anderen Worten, die Alltierten müßten sich davor hüten, sich größere Stücke abzuschneiden. als sie verdauen könnten. Jeder ihrer Vormärsche habe auf einer feiten und breiten Front zu erfolgen, wobei zu beachten sei. daß beide Flanken stark blieben. Das Gelände begünstige außerdem die Deutschen. Ihnen böten nch Tausende von Gelegenbeiten zu einer geschickten und wirksamen Verteidigung, Ueberall müßten die allnierten Angreifer vor feindlichen Hinterhalten und geschickt getarnten Stellungen auf der Hut sein. Die geringen Bodengewinne, die die Verbündeten in den lerzten Tagen erzielten, besagten nicht, schreibt Chifford weiter, daß der ganze Brückenkoof in ein „Rettuno=Stadium“ abgesunken sei. Der erste Schwung, mit dem man sich in den Besitz der Küste brachte, könne nicht ewig anhalten, und die Angriffsdivisionen konnten auch nicht unaufhörlich weiter kämpfen. Selbst die prachtigsten Soldaten warden einmal müde und ihre Kampfkraft verschleiße. Vernkampfdatterien der Kriegsmarine schofen in der vergangenen Racht im Kanal medrere Schrfte einet nach Westen laufenden feindlichen Gelettzuges in Prerd. 1 Die Luftwaffe setzte auch in der leozten Nach die Bekämpfung der Schrtisarsammlungen vor dem Landekanf erfolgreich fort. Nach zadlreicden Bombentreffern wurden schwere Explosionen beodachte: Bei dem bereits gemeldeten Angriff deutscher Komnf. fliegerverdände in der Nacht vom 18. zum 19. Juni wurden nach abichließenden Meldungen zwei Meitere Handelkschiffe mit 18 000 PRT und ein Zersörer versenkt. Anßerdem wurden ein weiterer Zersörer, ein Tanrer von 8000 PNT und ein Frachter von 7#0 LFT chwer beschädigt Eine Fliegerdiision unter Führung von Generalmazor Korte bat sich bei diesen Einsätzen besonder: andgezeichnet. *— 9 1 1 Berlin, 21. Juni. Gegen die deutscher. man Stellungen nordwestlich Jassy gingen die Bolschem#en am 19. Juni in Vataillonsstarte zum Angriff vor. Sie wurden zurückgeschbogen. Unsere Luftwafse griff den Bahnbof Balti an und erzielte Treffer in den Lotomotivschuppen und Bahnhofsanlagen. Gleisanlagen wurden zerstört, abgestellte Transportzuge und verschiedene Bauten gerieten in Brand. Im Karpathen=Vorland griff der Feind pestlich Kuty m Kompaniestärke an. Auch westlich Obertyn scheiterte ein kompaniestarker bolschewistischer ornoß Einen feindlichen Vorstoß südostwarts Brody zerschlug unser zusammengefaßtes Feuer. An der Beresina versuchten die Bolschewisten, eine Insel zu nehmen. Sie wurden im Gegenstoß abgeOstwärts der von Witebst nach Süden führenden großen Straße setzte der Feind zwei Angriffe in Regimentsstärke an, die im Gegenstoß zurückgewiesen wurden. In einem benachbarten Abschnitt gelang es den Bolschewisten dreimal, in eine umkampfte Ortschaft einzubrechen, bis sie schließlich endgültig auruckgewiesen wurden. Nordwestlich der Stadt wurde ein mu Artillerie vorbereiteter feindlicher Vorstoß schon vor unseren Stellungen abgeschlagen. Im rucwartigen Gebiet westlich Witebst wurden versprengte Banduengruppen und kleinere Banden aufgestöbert und an der Flucht in die Sümpfe gehindert. Der feindliche Druck gegen Viivuri verstärkte sich. Die Zinnen schlugen mehrere Angriffe ab und vernichteten neven bolschewistische Panzer. Finnische Bombenflugzeuge und deutsche Sturzbomber griffen im westlichen „— ZN der Bahnnaon Kamard ausgetragen, wobei sieben feindlue Vanzer vermictet wurden. Auf der Landenge zwischen dem Aerrapaansärdi und dem Vuoisen schlugen unsere Truppen genern medrere nac beitiger Feuervorderettung vorgetragene Angafte zurück. Ueber dem Landetopf und den besetzten Wentgedieten] Auf der Aunus=Landenge griff der Feind an zwei wurden gestern 29 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Stellen in Botaillonssärke an. Bei Rulaardi schlugen Die schwache Besazung der Insel Elda sevte auch ünsere Truppen an drei Stellen feindliche Angriffe zugestern im Nordostreil der Insel den Kampf gegen den r#c, deren größte Abteilung zwei Kompanien stark war. wen überlegenen Feind dartnäckig fort und brachte Die Beseitigungen der Koiristo=Insel verbinderten ihm schwerste Verluste bei. Sie wurde in der vercan genen Nacht auf das Festland übergefudrt. In Mittelualien dielten die starken Augriffe des Feindes auch gestern an, ohne daß es ihm gelang, den die Annaberungsversuche feindlicher Flotteneinheiten. Eigene Seeitreuträfte und deutiche Schiffe nahmen wirksam an der Abwehr teil Im westlicden Teil der Karelischen Landenge ariffen und heursche Siatgerars. p. Teil der karelischen Landenge Schiffsansammlungen, Panzergruppierungen und motorisierte Kolonnen an. Starke finnische Kampf= und Schlachtfliegerverbände griffen in die Erdkämpfe ein. Sie richteten erfolgreiche Angriffe gegen bolschewistische Bereitstellungen und rückwärtige Verbindungen im Raum nordwestlich Leningrad. Die Sowjets verloren im finnischen Raum 47 Flugzeuge, von denen 25 von der deutschen Luftwaffe und Sicherungsfahrzeugen unserer Kriegsmarine abgeschossen wurden. Unsere Schlachtflieger richteten Angriffe gegen die Murmanbahn im Raume von Kowda. Sie zernorten den Bahnkörper an mehreren Stellen und einige Lokonotiven. erboften Lurchdruch zu erzielen, Besonders erditest hr sper. anngenen Patz feindiche, Schfitzenigmmlungen tobte der Kampf im Raum von Vernai, wo der Feind Kr. ge in mehreren aus starten Infanterie= und Vauzertraf Sandergruppierungen mn. motemerte Kolonnen ten gebildeten Angriffegruppen engen unsere Froni 2 feindliche nen rietere ii in den ler: Angriffe zum Steher 110 um N.. le der ninn, en Meerruer feindlichen Angriffe zum Steben Aus dem Osten werden außer erfolgreichen örtlichen Abwebrkämpfen südostlich Wiiebsk keine Kampfbandlungen gemeldet Leichte deutsche Seestreittrafet beschädigten im Finniichen Meerdusen zwei sowjetische Schnelldoote. Einzelne Feindflugzeuge debuten ihre Fluge bie Kotkas aus, wo sie Bomben warfen. Untere agd= und Bodenabwehr schotz zwei Beobacbtungsballone und 47. Feindmaschinen ab Daden en Flunm Absturz gebracht Englische Kritik an der Bombardierung Deutschland ist nicht auf die Knie zu zwingen Deutschland soll ein Berg von Asche werden! Stockdolm, 21. Juni. Aus Berichten der in New Vork erscheinenden jüdischen Zeitung„Korwerts“ geht bervor, daß kein anderer als der Jude Bernbard Baruch, der intimste Ratgeber Roosevelts, mit besonderem Eifer die Luftangriffe gegen die Zivilbevölkerung zu einem Hauptbestandteil der feindlichen Kriegführung erhoben hat; er hat es erreicht, daß der Flugzeugbau an die erste Stelle der amerikanischen Kriegsproduktion gestellt worden ist und daß die produzierten Bombenflugzeuge ausschließlich zu Terrorangriffen verwendet werden, da man auf diese Weise Deutschland in einen „Berg von Asche verwandeln könne". Diese Meldung bestätigt erneut, daß es die Juden sind, die als Anstifter und Antreiber hinter dem Luftterror stehen, wie auch die gleichen Juden nach dem Mißlingen ihres Planes, Deutschland durch den Luftterror auf die Knie zu zwingen, nunmehr im Verein mit dem jüdischen Bolschewismus die Eröffnung der Invasion zuwege gebracht haben, um die dem Judentum gefährlichen nationalen und sozialen Gedanken Europas um jeden Preis auszurotten und die Herrschaft des jüdischen Parantentums für alle Zeiten zu sichern. Eine Schande für Jegliche Zivilisation * Oslo, 21. Juni. Jeden Tag kommen neue Nachrichten über den Leidensweg der Bevölkerung in Südttalten, so schreibt„Frit Folk“. Es sind grauenhafte Verbältnisse, die mit den Anglo=Amerikanern und Volschewisten in Süditalien ihren Einzug hielten. Fürchterliche Evidemien forderten ihre Opfer, die roten Nörder gehen ihrem Blutrausch nach. Diejenigen, die diesen Verfolgungen entkamen, steden bettelnd vor den Quartieren der britischen und amerikanischen Offiziere und hoffen auf eine Brotkrume. ci Berlin, 21. Juni.(Eigener Bericht). In London ist man fortgesetzt bemüht, die verdeerende Wirkung der deutschen Gebeimwaffe zu vertleinern, um die Bevolkerung zu berubigen, was durchaus nicht gelingt. Schon vor dem Einsatz der neuen Bombenwaffe sind die vorausgegangenen levten deutschen Luftangriffe den Londonern schwer auf die Nerven gefallen. Das gebt auch aus zwei Artikeln der britischen Zeitschrift„Statist" dervor, die u. a. schrieb:„Wir sind der Meinung. daß im fünften Kriegejahr ein wenig mehr Aufmerksamkeit der Bombardierung unseres Landes im allgemeinen und London im besonderen geschenkt werden sollte, als dies gegenwärtig der Fall ist. Man braucht keine Autorität auf militärischem Gebiet zu sein, um erkennen zu können, daß das letzte Wiederauftreten von Bombenaugriffen gegen London einen schlechten Eindruck hervorruft". An einer anderen Stelle meint die genannte Zeitschrift:„Was ist bei allen choatischen Planen der Regierung herausgekommen? Die Regierung glaubt, daß nie Deutschland durch unablässige Bombardierungen auf die Knie zwingen kann. Vor vier Jahren bai man uns versichert, daß man, wenn wir geduldig alle uns auferlegten Einschrankungen tragen werden, eine Armee schaffen würden, die imstande sei. allem gegenüber zu treten, was der Kontinent uns entgegenstellen könnte. Nün hat aber General Smuts in autorttatider Weise selbst erklärt, daß untere Fäbigkeit, eine zweite Front zu schaffen, von der Unterstützung durch eine andere große Macht abbängig sein muß. Was unsere angebliche völlige Luftherrschaft über England anbelangt, so kann man seitstellen, auch obne ein militärischre Sachverständiger zu sein, daß es uns wenig zum Ruhme gereicht, wenn Flugzeugverbände von 10 bis 100 Maschinen durchkommen können. Wir sind der Meinung, daß der Schutz der Heimat wichtiger ist als der Versuch, einen Feind durch Bombenangriffe außer Aktion zu setzen, der imstande zu sein scheint, sich schneller wieder zu erholen. als dies nach dem angeblichen Vernichtungswerk möglich zu sein schien“. USA rücksichtslos gegen kleine Staaten Stockbolm. 21. Juni.„Ein einger Wind weht aus Wahinaton in das Lager der kleineren Staaten hinüber“, heißt es in einem neutralen Bericht. Aus den Reden amerikanischer verantwortlicher Staatsmänner gebe hervor, daß die kleineren Staaten im Falle eines anglo=amerikanischen Sieges kein leichtes Leben haben und politisch und wirtschaftlich völlig unter die Kontrolle ihrer sogenannten#efreier" kommen würden. Die überreizte und überbebliche Art, mit der Staatssekretär Hull vor kurzem auf einigs vorsichtige kritische Lemerkungen antwortete, habe der Welt bewiesen, daß die Vereinigten Staaten über die Interessen der kleineren Länder rücksichtslos hinweggeben. Im Wasbingtoner Staatsdepartement könne man von hoben Beamten noch viel schärfere Worte boren. Man tue dort sehr entrüstet, weil die kleineren Länder sich„undankbar“ zeigten und nicht den gebührenden Preis für die nordamerikanischen„Bemühungen" zahlen wollten. Besonders unzufrieden sei man mit der holländischen Emigration. Amerika stehe auf dem Standpunkt, daß es im ebemaligen holländiichen Kolonialbesitz sowohl militärische Stützpunkte wie ein„gewisses Ausmaß" wirtschaftlicher Kontrolle haben müsse. Die allgemeine irtschaftspolitik der kleineren Staaten müsse sich nach den nordamerikanischen Interessen richten. Felertag der Opfer Kroatiens Wenn sogar us=amerikanische Zeitschriften eine Aenderung dieser untragbaren Verhältnisse in Süditalien forderten, so könne man sich wohl ausmalen, wie es dort ausfieht. Diese Zeitschriften erheben ihre Forderungen nicht mit Rücksicht auf das italienische Volk sondern aus Furcht eines Vergleichs mit den Gebieten. die Deutschland besetzt hat. Man muß weiter feststellen, daß die Besatzungstruppen der Westmächte ihren bolschewistischen Verbündeten freie Hand ließen für deren Bluttaten. Nicht das geringste werde unternommen, um die Verbrechen zu verhindern, die eine Schande für jegliche Zivilisation darstellten. Besonders bezeichnend sei schließlich die Tatsache, daß in Rom sofort wieder die Sonagoge, und zwar durch den amerikanischen Juden und Fliegergeneral Leasy, der die Verantwortung für den Bombenterror auf die ewige Stadt trage. geöffnet wurde. Scharfe Kritik der Politik der britischen Reglerung Roosevelts Raubabsichten □ Stockholm, 21. Juni. In einem von„Nya Dagligt Allehanda“ aus London als sensationell bezeichneten Washingtoner Telegramm in„New Chronicle“ wird hervorgehoben, daß Roosevelt nicht die Rückgabe der französischen Kolonien nach dem Kriege beabsichtige. Er habe großes Interesse an Französisch=Indochina, Martinique, Madagaskar, Französisch=Guvang, Neuriedonien und Dakar. Weiter wünsche er eine Anzebl wichtiger französischer Stützpunkte im Karibischen keer und im Atlantik zu internationalisteren. Der Ligier=Korrespondent von„New York Times“ soll erklärt haben, gewisse Kreise in Algier hätten den Verdacht, daß die imperialistischen Ziele der USA den Interessen Frankreichs zuwiderliefen. di Berlin, 2. Juni.(Eigener Bericht). Das Nationalkomitee der vereinigten Mechaniker=Gewerkschaft brachte am Montan in Edingbourab auf einer Versamlung eine Indien=Entschließung ein, in der es heißt: „Die Tatsache, daß tausende indischer Menschen am Hungertod gestorben sind, in ein Beweis für eine schlimme Mißwirtschaft der britifchen und der IndienRegierung". In der Entschließung wird die gesamte Labourbewegung aufgefordert, sich der Politik des Gewerkschaftskongresses anzuschließen, die die Freilassung aller politischen Gefangenen in Indien, die Bildung einer nationalen Regierung und die Gewabrung des Dominien=Statuts verlangt. Wie I. Clockev Glasgow, der die Entschließung einbrachte, betont, sei die britische Arbeiterklasse über die indische Frage nicht genugend unterrichtet worden. Es sei von jeher die Politik der britischen Regierung gewesen, das indische Volk gegeneinander aufzuwiegeln. „Wer hat diese Märchen erfunden“ * Genf. 21. Juni. Der erste Kontakt zwischen der „Befreiungsarmee“ und der französischen Zivilbevölkerung in der Normandie sei keineswegs glücklich gewesen, meldet der„News Chronicle". Schuld daran waren ein Gerücht und eine nicht vermutete Tatsache. Das Gerücht besage: Französische Zivilisten lauern den amerikanischen Soldaten auf und erschießen sie aus dem ti Naram. 21. Juni. Der kroatische Staat beging am Dienstag in wurdiger Form zum ersten Mal seit seinem Bestand den nationalen„Feiertag der Ovfer Kroatiens" im Gedanken an alle kroatischen Freibeitsbelden, die im Laufe eines jahrbundertelangen Kampfes um die Eigenstaatlichkeit und Unabbängigkeit Kroatiens ihr Leben bingegeben haben. An diesem Tag jährt sich zum 16. Male das Drama in der Belgrader Skupstina. das damals den entscheidenden Abschnitt in der Geschichte des kroatischen Freibeitskampfes einleitete. Ein serbischer Abgeordneter. Punisa Racic, feuerte in offener Parlamentssitzung von der Rednerbühne aus mehrere Revolverschüsse in die Reiben der kroatischen Volksvertretung, durch die zwei Abgeordnete, Paul Radic, der Neffe des Bauernführers, und der Juro Basaricek sofort getötet und drei weitere, darunter der Führer der kroatischen Bauernpartei, Stefan Radic, lebensgefährlich verwundet wurden. Stefan Radic erlag wenige Wochen später den Folgen der schweren Verletzungen. Den Toten des Belgrader Parlaments haben sich in den folgenden Jahren der schwersten Unterdrückung des kroatischen Volkes durch das serbische Terrorregime und wahrend der sogenannten Königsdiktatur in Jugoslawien unzählige Blutzeugen des kroatischen Freiheitskampfes eingereiht. Ihre Gruppen standen am nationalen„Feiertag der Opfer Kroatiens" im Mittelpunkt der offiziellen staatlichen und militärischen Feierlichkeiten, in denen neben allen Schichten der Bevölkerung sämtliche Hobeitsträger des Staates und der Ustascha mit dem Poglawnik an der Spitze teilnahmen. Die Kundgebungen galten nicht zuletzt allen, die seit der Aufrichtung des unabhängigen KKroatiens in dem Kampf gegen den ineren und außeren Feind des kroatiHinterhalt. Die nicht vermutete Tatsache aber sei, daß schen Staates ihr Leben hingegeben haben. Schwere anglo-amerikanische Schiffsverluste vor den Marlannen en e7 18. in der Normandie keine Hungersnot wüte und die Franzosen auch nie gehungert hätten. Vor allem letzteres sei den alltierten Soldaten sofort aufgefallen. Sie hatten dann auch richtig geschlußfolgent, daß alles, was ne in den letzten vier Jahren über die Leiden der franzosischen Zivilbevölkerung lasen. Machwerk einer gutorganisierten Agitation gewesen sei. So sagten heute die Amerikaner:„Wir dachten, die Franzosen nagten am Hungertuche. Wer hat dieses Marchen nur errunden?“ Tschangtscha getallen 19. Tschungking-Dlvision vernichtet Dorfbewohner Im Viereck aufgestellt und mit MG niedergemacht A Tokio, 21. Juni. Das japanische Hauptquartier gab in einer Sondermeldung bekannt: 1. Die die Mariannen=Inseln angreifenden feindlichen Verbände errichteten am 15. Juni einen Brükkenkopf und verstärkten ihre Truppen nach und nach. Japanische Besatzungstruppen stellten sich zum Kampf und versetzten ihnen immer größere Schläge. 2. Der Feind zog bei den Mariannen=Inseln zahlreiche Flottenstreitkräfte, bestehend aus Flugzeugträgern und. Schlachtschiffen, zusammen, so daß nahezu der arente Teil der Pazifik=Flotte vor den Mariannen versammelt war. Gegen diese Flottenstreitkräfte führen japanische Flieger tagtäglich Angriffe. Soweit bisher bekannt, wurden versenkt: Ein Schlachtschiff, zwei Kreuzer, ein Zerstörer und ein Unterseeboot. Vier Flugzeugträger, zwei Schlachtschiffe, vier Kreuzer sechs Transporter sowie ein Kriegsschiff unbekannten Toos wurden beschädigt. Ueber 300 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Auf japanischer Seite entstanden einige Verluste an Schiffen und Flugzeugen. A Tokio, 21. Juni. Japanische Truppen haben am späten Nachmittag des 18. Juni nach einem Generalangriff, der am Vormittag des gleichen Tages gegen die von Mauern umgebene Stadt vorgetragen wurde, Tschangtscha vollständig besetzt. Die japanischen Streitkrafte führen jetzt, so meldet Domei. Säuberungsaktionen gegen die Resttruppen des Zeindes bei der Stadt durch. A Tokio, 21. Juni. Wie Domei meldet, vernichteten die japanischen Truppen im Zuge der Eroberung von Tschangtscha die gesamte tschungking=chinesische 19. Division. Es wurden bis Sonntag 2500 Tote und 2000 Gefangene gezählt. Zahlreiche schwere Artilleriegeschütze, Gebirgs= und Feldgeschütze sowie Schwere und Leichte Maschinengewehre wurden erbeutet. „Spanien ist einig“— Franco in Bilbao = Madrid, 21. Juni. Ueber 100000 Menschen dankten am Montag in Bilbao dem Staatschef Franco für die vor sieben Jahren erfolgte Befreiung der Stadt von der bolschewistischen Herrschaft. Nach dieser Großkundgebung marschierten alle Gliederungen der Falange, der Arbeiterschaft von Biskaya und Abordnungen der Wehrmacht an General Franco vorbei. Anläßlich eines zu Ehren von Franco im Rathaus gegebenen Empfanges hielt der Caudillo eine kurze Ansprache, in der er unterstrich, daß Spanien nur immer dann eine Zukunft gebabt habe, wenn es im Innern einig gewesen sei. Die nationale Bewegung habe die inneren Zerwürfnisse und Streitigkeiten des vergangenen liberalistischen Systems beseitigt und damit die Möglichkeit für Spaniens Aufstieg und die Wiedererlangung der Weltgeltung der Nation geschaffen. ##urent, 21. Juni. Aus den letzten Berichten gluchtlingen, die in Bukarest, aus der Bukowina ssarabien vorliegen, geht hervor, daß das sowietische Terrorregime gegen die dortige Bevölkerung bisber ungeahnte Formen angenommen hat. Uebereinstimmend heißt es, die Periode, in der die Sowjets aus agitatorischen Gründen wenigstens Teile der Bevolkerung noch schonend behandelten, ssei abgeschlossen. Die sowjetischen Kommissare hätten zu Maßnahmen gegriffen, die die drastischen Maßnahmen der Besetzungszeit in den Schatten stellen. Die ortsansässige Bevölkerung von Czernowitz und auch aus den Dörfern der Bukowina wurde ausnahmsohne Unterschied der Nationalität und Religion aus Hei. en vertrieben. Die Sowjets brachten sie zunachst zu der Gemeinde Dornescht, wo sie gesammelt und dann in großen Transporten in das Innere der ##s#n abgeschoden wurden. Die Bewohner der Dörfer und Burla, die sich weigerten, den Marsch nach Dornescht anzutreten wurden aufe Feld getrieben, und mit Maschinengewehren niedergemacht. Die Dörfer Marginea, Bosancea und Cbitu wurden abgebrannt. An Stelle der ansässigen Bevölkerung der Bukowina und Bessarabiens wurden innern der UdS SR, darunter zahlreiche Mongolen, in die rumänischen Städte und Dörfer gebracht, 9 •... Die Jahreszeiten stehen— wir haben es schon oft erlebt— mit dem Kalender häufig auf dem Kriegsfuß. Der Frühling ist entweder ausgesprochen winterlich oder nimmt schon den Sommer vorweg, der Sommer spendet Vorfrühlingskälte oder Regengüsse, die eigentlich in den November gehören. So gerät das Jahr ein bißchen in Unordnung, und man tut gut daran, gelegentlich nach dem Kalender zu schauen, um zu wissen, was die Glocke geschlagen hat und was die Jahreszeiten eigentlich programmgemäß treiben müßten. Am 21. Juni steht auf dem Jahresprogramm des Kalenders das Wort„Sommer". Mit ihm verbindet sich sofort die Vorstellung heißer Tage, näherrückender Hundstage, aber ob der Sommer seinen Pflichten nachkommt, weiß wieder kein Mensch. Wir Wir verdunkeln von 21.45 bis 5.10 Uhr! freuen uns, daß der Sommer da ist, aber in die Freude mischt sich schon wieder ein kleiner Wermutstropfen: die Tage nehmen nun bald wieder ab. Noch nicht sofort, noch ist die Zeit der hellen Nächte, der langen Tage— aber schon senkt sich wieder das Rad, der Höhepunkt des Jahres ist überschritten, wenn der Sommer seinen Einzug hält, wenden sich die Tage schon wieder dem Abstieg entgegen. Zum Glück denkt daran niemand. Im Gegenteil: Sommersanfang, Sommersonnenwende ist zu allen Zeiten ein Tag gewesen, an dem der Mensch sich stärker als je mit den gewaltigen schaffenden, ewig treibenden Kräften der Natur eins wußte, an dem er auch unmittelbarer als sonst die Notwendigkeit großen Geschehens empfand und sich selbst hineingestellt sah in die Aufgaben, die ihm aus Familie und Heimaterde, aus Blut und Volkszugehörigkeit zuwuchsen. Die lodernden Sonnwendfeuer auf den Bergen waren zu allen Zeiten das Sinnbild der gleichen Flamme, die in allen deutschen Herzen lodert. Sie hat heute für uns alle wieder tiefste Bedeutung erhalten. Wir wissen es, daß in dem Brennen der deutschen Herzen für das eine Ziel die Gewißheit des Sieges liegt. Das Wohnheim der deutschen Arbeiterin Die von der DAF geschulten Leiterin nen der Lagerküchen fun Ihr Bestes Die Idee des Frauenwohnheims für die deutsche Arbeiterin ist nicht so jung, wie der Leser schlechthin glaubt. Sie ist keineswegs eine Erscheinung des Krieges allein, sondern trat bereits lange vor dem Kriege in einigen Zweigen der Industrie auf. Vor allen Dingen war es die Nahrungsmittelindustrie, welche im sommerlichen Hochbetrieb bestrebt war, betriebseigene Unterkünfte für werktätige Frauen zu schaffen. Denn zu den ortsansässigen weiblichen Arbeitskräften mußten auch solche aus entfernt gelegenen Orten gewonnen werden, für deren Unterbringung die Betriebe zu sorgen hatten. Damals schuf man Gemeinschaftsunterkünfte, die entweder im Betrieb selbst oder in unmittelbarer Nähe der Fabrik lagen. Daß nicht alle diese Unterkünfte den Forderungen einer nationalsozialistischen Sozialpolitik entsprachen, machte eine Einschaltung der Deutschen Arbeitsfront notwendig. Auf der logischen Grundlage, daß eine ungenügende Versorgung nach der Arbeit Gesundheit und Arbeitskräfte der Frauen beeinträchtigt, bauten sich die Vorschläge zu einer besseren Ausgestaltung der Unterkünfte für Saisonarbeiterinnen auf. Auch der Notwendigkeit, die Leitung einer solchen Unterkunft einer besonders dafür geeigneten Frau anzuvertrauen, nahm sich die DAF grundsätzlich an. Die Verhälntisse vor dem Kriege waren, wie gesagt, nicht überall ideal oder gar vorbildlich. Nachdem nun der Krieg aus dieser jahreszeitgebundenen Erscheinung einen Dauerzustand machte und der überbetriebliche Einsatz weiblicher Arbeitskräfte das Frauenwohnheim obligatorisch verlangte, hat sich das anfängliche Problem zu einem selbständigen und wesentlichen Aufgabengebiet der Deutschen Arbeitsfront entwickelt, in dem eine entscheidende sozialpolitische Kriegsarbeit zu leisten ist. Umquartierungen von Werken und Menschen haben in den letzten Monaten der Nachfrage nach zweckmäßigen und guten Wohnheimen eine erneute Bedeutung zukommen lassen. Es galt, vorhandenes Gelände innerhalb der Betriebe zur Unterbringung der Frauen zweckdienlich zu verwerten. Neubauten mußten erstellt werden, wobei sich die Baracke vorwiegend als geeignet erwies. Mit der Menschenführung und Betreuung in den Gemeinschaftslagern ist die Deutsche Arbeitsfront beauftragt, wobei in den Lagern für Frauen die Frauenabteilung der DAF zuständig ist. So gab diese für die Neueinrichtung der Frauenwohnheime Pläne heraus, die unter Berücksichtigung verschiedenster Bedingungen zahlreiche Anregungen für die Lagereinrichtung geben. Die Gewerbeaufsichtsämter haben die Bereitstellung von genügend Raum, genügender hygienischer Einrichtungen pro Kopf und Bewohner gesetzlich geregelt. Daneben ist es selbstverständliche Pflicht der Betriebsführung, das Lager in seiner Gesamthaltung und Gestaltung so wohnlich einzurichten, wie es die Kriegszeiten gestatten. Nicht mehr als drei bis vier Kinderarbeit— ein umstrittenes Problem Eine sozlalpolitische Erinnerung aus dem Ruhrbergbau Juni 1869, wurde die von der Frühmten westfälischen Oberpräsidenten, in der Ersten preußischen Kammer zu Heydts Gesetzentwurf vordrachte: Durch die Beschränkung der Kinderarbeit gehe den Gewerbetreibenden ein gewisses Kavital verloren, eine Bemerkung, der Heydt mit Recht entgegenhalten konnte, daß dem Lande kein Segen aus einem Kapital erwachsen könne, das aus der Arbeit bedauernowerter Kinder gewonnen werde, die im zartesten Alter den Eltern, der Zucht und dem Unterricht entzogen würden. Den Ruhrbergbau berührte das Gesetz von 1853 nicht, weil in ihm zur Zeit des staatlichen Direktionsprinzips Jugendliche unter 16 Jahren nicht beschäftigt worden waren und sich darn zunächst auch noch nichts geändert hatte, als 1851 die Betriebsführnug von den privaten Bergwerksunternehmungen in die Hand genommen worden war. Nach dem Rücktritt von der Heydt im Jahre 1862 verfielen in Preußen dem Einfluß liberaler Parlamentsmehr= heiten die sozialen Reformbestrebungen schnell. Bismarck hielt von sozialen und wirtschaftlichen Problemen noch fern, und Graf von Itzenplitz, Heydts Nachfolger, vertrat den Standpunkt, auf keinen Fall dürfe der Wahn um sich greifen, als könne der Staat durch gesetzliche Bestimmungen den Notständen abhelfen, die mit den Bedingungen der Arbeit und mit dem in der Weltordnung begründeten Unterschied zwischen Arm und Reich zusammenhingen. Wenn die Gewerbeordnung von 1869 bei solchen ministeriellen Anschauungen und bei einer dem„Laissez faire" huldigenden Parlamentsmehrheit Bestimmungen zum Schutz der jugendlichen Arbeiter brachte, so geschah das nur, um der im Norddeutschen Reichstag zum ersten Male auftretenden Sozialdemokratie den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nach diesen Bestimmungen sollte für Jugendliche von 14 bis 16 Jahren eine Höchstarbeitszeit von 10 Stunden gelten, die durch Pausen— vormittags eine halbe, mittags eine ganze und nachmittags eine halbe Stunde mit Bewegung in freier Luft unterbrochen werden mußte. Für den Fabrikbetrieb, in dem damals die 12stündige Arbeitszeit galt, brachte die Gewerbeordnung einen bedeutsamen sozialpolitischen Fortschritt. Indem aber ein nicht sachverständiges Parlament gegen den Rat der Sachverständigen die Gewerbeordnungsbestimmungen über die Jugendlichen auch auf den Bergbau übertrug, machte es eine Wohltat zur Plage, auch für die beteiligte Arbeiterschaft. Im Ruhrbergbau hatten inzwischen die Vergrößerung der Betriebe und die lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften zur Beschäftigung auch von Jugendlichen geführt, soweit sie noch unter 16 Jahren alt waren, überwiegend über Tage, aber auch im Schlepperdienst unter Tage. Sollte überhaupt ein bergmännischer Nachwuchs in der nun erforderlichen Zahl herangezogen werden, so mußten die Bergwerke den von der Volksschule entlassenen Jungen ja doch eine Beschäftigung anbieten, die allein über Tage zu beschaffen damals den Betrieben noch nicht möglich war. Im Ruhrbergbau gab es nun aber keine 12=Stundenschichten wie in den Fabriken, sondern drei 8=Stundenschichten ohne Pausen und überhaupt keine Arbeitsruhe, weil dafür im Tiefbau mit seinen Wasserhaltungseinrichtungen die technischen Voraussetzungen fehlen. Die neue Gewerbeordnung machte von vornherein die Beschäftigung von Jugendlichen unter Tage unmöglich, weil es natürlich nicht anging, sie für die Pausen jedesmal aus der Grube zu holen. Die Bergwerke konnten sie aber auch nicht in der allein für sie in Betracht kommenden Tagesschicht von 14 bis 22 Uhr beschäftigen, weil Jugendliche nur bis 20½ Uhr beschäftigt werden durften. Die Bestimmungen der neuen Gewerbeordnung paßten also auf den Ruhrbergbau wie die Faust aufs Auge, was sich denn auch bald rächte. In der Folge traten zum ersten Male schwere Nachwuchssorgen an den Ruhrbergbau heran, da die schulentlassenen Jungen, auch die Söhne der Bergmannsfamilien, sich längst anderen Berufen zugewandt hatten, ehe sie von den Bergwerken zweckmäßig beschäftigt werden konnten. Alle Bemühungen des Bergbaus um eine sinngemäße Aenderung der Gewerbeordnung von 1892 wurde die Beschäftigung Jugendlicher in Bergwerksbetrieben noch weiter erschwert. Erst als von ganz anderer Seite Beschwerden einliefen, kam Abhilfe. Dadurch, daß der Steinkohlenbergbau, Vor 75 Jahren, am 21. Juni 1869, liberalen Mehrheit des Norddeutschen Reichstags beschlossene Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes erlassen, die dann Geltung im wiedererstandenen Deutschen Reich erhielt. Zwar gehörte der Bergbau als solcher zu den Erwerbszweigen, die der Gewerbeordnung nicht unterstellt wur. den, aber einzelne ihrer Bestimmungen detrafen doch auch ihn und haben insbesondere dem Ruhrbergbau große Schwierigkeiten bereitet. Im Ganzen bedeutete diese Gewerbeordnung einen Rückfall in individualistische Schrankenlosigkeit, die zu überwinden man in den 50er Jahren gerade erst begonnen hatte. Die vollkommene Gewerbefreiheit, die 1869 wiederhergestellt wurde, datiert in Preußen vom 7. September 1811, d. h. von einem Gesetz, durch das der Zunftzwang aufgehoben und das Recht zum Gewerbebetrieb allein von der Lösung eines Gewerbescheins, der niemand verweigert werden durfte, abhängig gemacht wurden. Infolge von mancherlei Auswüchsen erfuhr die Gewerbefreiheit später, zusammenfassend durch die Gewerbeordnung von 1845, einige Einschränkungen, die aber nicht ausreichten, um die durch die fortschreitende Industrialisierung hervorgerufenen sozialen, Krankheitserscheinungen auszuschalten. Zu diesen Uebeln gehörte auch die Beschäftigung von Kindern in den Fabriken. Mit dem Problem der Kinderarbeit hat sich dann der preußische Handelsminister von der Heydt eingehend beschäftigt, also ein Mann, der dem westdeutschen Erwerbsleben entstammte und dessen Elberfelder Bankhaus enge Beziehungen zum Ruhrbergbau unterhielt. Seit 1839 galt in Preußen ein Regulativ, nach dem Kinder unter 9 Jahren überhaupt nicht zur Arbeit herangezogen und Jugendliche unter 16 Jahren nicht über 10 Stunden täglich beschäftigt werden sollten. Aber diese Bestimmungen wurden nur wenig beachtet, vor allem, weil die Eltern im allgemeinen nicht auf das von den Kindern verdiente Geld verzichten wollten und sich deshalb der Durchführung des Regulativs widersetzten. Heydts Bemühungen führten zum Erlaß eines Gesetzes vom 16. Mai 1853, durch das die Kinderarbeit in den Fabriken an ein Mindestalter von 12 Jahren gebunden und von der 10stündigen Arbeitszeit der Jugendlichen 8 Stunden täglich dem Schulunterricht vorbehalten wurden. Bezeichnend für die Gesinnung des um diese Zeit in Blüte kommenden schrankenlosen Liberalismus ist ein Bedenken, das der freisinnige Abgeordnete von Vincke, Sohn des beFrauen sollen einen Schlafraum miteinander teilen. Die Errichtung einiger Kochstellen innerhalb des Lagers hat sich bereits als sehr vorteilhaft erwiesen, denn Frauen pflegen am liebsten selbst zu kochen. Waschküchen, Plättstuben und Gelegenheit zum Nähen erfreuen sich schon allein aus wirtschaftlichen Gründen starken und beliebten Zuspruchs. Es erleichtert jenen Frauen, die früher im eigenen Haushalt wirkten, die Umstellung vom Privathaushalt zum Gemeinschaftsleben. Die Verpflegung der werktätigen Frauen soll in der Hauptsache im Lager erfolgen. Durch die entsprechenden Zuteilungen für Lagerverpflegung ist eine ausreichende und gesunde Ernährung gewährleistet. Außerdem erhalten Frauen je nach Arbeitsleistung die ihnen zustehenden Sonderzuteilungen. Die von der DAF geschulten Leiterinnen der Lagerküchen tun ihr Bestes, die werktätigen Frauen im Wohnheim so zu verpflegen, daß bei vielen Frauen, die über weniger Kochkenntnisse verfügten, der Unterschied zwischen einst und heute sogar angenehm empfunden wird. Das Frauenwohnheim ist für alle, die auf irgendeine Weise daran teilnehmen, Neuland. Unvoreingenommen an diese Einrichtung heranzutreten ist eine Verpflichtung, der man sich im Angesicht großer wohnlicher Schwierigkeiten nicht entziehen kann. Wie lang ist der längste Tag? Unsere Soldaten Im hohen Norden erle ben das Wunder der Mitternachtsonne Eine komische Frage, fürwahr. Und doch läßt sie sich nicht so einfach aus dem Handgelenk beantworten, weil es ganz darauf ankommt, an welchem Ort der Erde diese Frage gestellt wird. Die Tages= bzw. Nachtlängen hängen nämlich von der geographischen Breite, dem Jahreslauf der Erde und den eigenartigen Schiefstellungen der Erdachse ab. Nur am Aequator sind Tag und Nacht immer 12 Stunden lang, ein Zustand, der für die gesamte Erde mit Ausnahme der Pole nuc zur Tag= und Nachtgleiche am 21. März und am 23. September, zutrifft. Am Nord= und Südpol folgen auf ein halbes Jahr Nacht jeweils ein halbes Jahr Tag. Da also die Orte gleicher geographischer Breite die gleiche Tageslänge aufweisen, lassen sich allein schon zwischen Nord= und Süddeutschland deutlich spürbare Unterschiede feststellen. Für die nördliche Breite von 50 Grad, also für die Städte Mainz, Marienbad, Prag. Troppau, Krakau beträgt die Dauer des längsten Tages 16 Stunden und neun Minuten. Jedoch werden um die Zeit des längsten Tages die Nächte nie ganz dunkel, weil in diesen hellen Nächten die Dämmerung die ganze Nacht hindurch währt. Unter der nördlichen Breite von 50 Grad bleiben diese hellen Nächte vom 1. Juni bis zum 12. Juli, währenddessen die Sonne nicht tiefer als 18 Grad unter den Horizont sinkt, so daß ihre Strahlen von den festen und flüssigen Teilen, die in der Luft schweben, als Dämmerlicht auf die Erde reflektiert werden. Diese Dämmerung zerfällt allerdings noch in zwei Abschnitte: In die sogenannte „bürgerliche Dämmerung“ bei einer Sonnenhöhe zwischen 0 und etwa 7 Grad unter dem Horizont, die wir fast noch als Tageshelle empfinden und die es auch bedingt, daß wir erst geraume Zeit nach Sonnenuntergang zu verdunkeln brauchen; und in die„astronomische Dämmerung“, die anschließend bis zum Sichtbarwerden der Sterne 6. Größe dauert. Für unsere Soldaten im hohen Norden geht jetzt die Sonne für lange Zeit überhaupt nicht unter. Sie erleben nach langer Winternacht das Wunder der Mitternachtsonne. der wichtigste Träger der Gewerbetätigkeit im überhaupt, d. h. in einem Gediet mit damals sehr hoher Geburtenzahl, viele Jahre lang von der Einstellung Jugendlicher so gut wie ganz absehen mußte, hatten sich im Revier sehr bedenkliche Zustände entwickelt, indem zahlreiche Jugendliche von der Volkoschule abgehend keine Arbeit finden konnten und in mehrjähriger Beschäftigungslosigkeit verbummelten, ein Uebelstand, von dem die staatlichen Revierbeamten vielfach berichteten, daß er von den bergmännischen Familien bitter beklagt werde. Das veranlaßte den Bundesrat im Jahre 1895 zu einem Erlaß, durch den die sinnwidrigsten Bestimmungen beseitigt wurden. Aber noch um die Jahrhundertwende wurden Grubenbeamte der Gewerkschaft„Unser Fritz“ zu Geld= und Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie einige Jugendliche mehrere Monate hindurch je Mann und Monat ganze einundeinhalb Ueberschichten hatten verfahren lassen und zwar auf Wunsch ihrer Väter und älteren Brüder, die durch Wagenmangel verursachten Lohnausfälle durch Ueberschichten einholen wollten, das aber nur konnten, wenn gleichzeitig die Jugendlichen am Leseband tätig waren. Wurde da nicht wirklich Wohltat zur Plage? Walter Bacmeister. * 200 000 Reichsmark mehr gesammelt Die Heimat kennt gegenwärtig keine schönere Aufgabe, als den gigantischen Kampf unserer tapferen Wehrmacht um die Freiheit und Größe des Reiches durch intensivstes Schaffen mit gläubigem Herzen und siegesgewissem Willen zu unterstützen. In unermüdlicher Arbeit dankt sie ihren tapferen Söhnen für ihren heldenmütigen Einsatz. Aber auch durch das Opfer der Heimat kommt ihr Dank gegenüber der Front zum Ausdruck, so in dem Opfer für das Kriegshilfswerk fürd das Deutsche Rote Kreuz. Unsere verwundeten Soldaten sollen die beste Pflege und die schnellste Heilung erhalten. Dafür sorgt das Deutsche Rote Kreuz. Wir unterstützen seine Einrichtungen durch unsere Spende bei den Sammlungen. Vor 14 Tagen fand die Haussammlung dieses Monats statt. Sie hatte im Gau Westfalen=Süd ein schönes Ergebnis. Nach den vorläufigen Feststellungen wurden 1880 905,60 Reichsmark gesammelt gegenüber 1691 893,68 Reichsmark bei der gleichen Sammlung des Vorjahres. Kleine Herner Stadtnachrichten Auszeichnung. Obergefreiter Josef Möhrchen, Ewaldstraße 11, erhielt das Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwertern. 76 Jahre alt. Heute wird der Schneidermeister Heinrich Fischer, Marienstraße 28, 76 Jahre alt. Der Geburtstagsjubilar, der in Datterode geboren wurde und schon viele Jahre in Herne wohnt, zerfreut sich eines großen Bekanntenkreises. Den langjährigen Leser der H. Z. bringen auch wir unsere herzlichsten Glückwünsche entgegen. * Käsesonderzuteilung. Auch im 64. Zuteilungszeitraum erhalten alle Verbraucher eine Zuteilung von 62,5 Gramm Käse, so daß die Gesamtkäseration in diesem Zuteilungszeitraum 187,5 Gramm beträgt. Nähere Einzelheiten sind aus der amtlichen Bekanntmachung in unserem Anzeigenteil ersichtlich. Nur Roggenerzeugnisse. Die Großabschnitte A und B der Reichsbrotkarte B der 64. und 65. Zuteilungsperiode, lautend auf je 50 Gramm Brot oder 375 Gr. Mehl, dürfen nur mit Roggenerzeugnissen beliefert werden. Amtliche Bekanntmachung in unserem Anzeigenteil beachten! Betriebsunfall. Der Arbeiter R. aus Herne=West erlitt in einem hiesigen Betrieb einen Beinbruch, der die Ueberführung in das Krankenhaus zur Folge hatte. Böser Fall. Die Ehefrau L. aus Herne=Nord rutschte auf der Treppe ihres Hauses aus und zog sich einen Armbruch zu. Die Verletzte wurde in das Krankenhaus eingeliefert. Herner erhleit das Deutsche Kreuz in Gold Dem Feldwebel Heinz Stevban, Gerther Str. 32, der bereiks mit der goldenen Frontflugspange und dem E. K. 1. und 2. Klasse ausgezeichnet ist, wurde nunmehr das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Wir gratulieren! Gloria:„Jeuny und der Herr im Frack“. Während in den übrigen Herner Lichtspieltheatern die bereits besprochenen Filme noch gezeigt werden, hat das Gloria=Theater Programm=Wechsel vorgenommen. Hier läuft augenblicklich der Bavaria=Film„Jenny und der Herr im Frack“. Nach der Kriminalkomödie von Georg Zoch wurde dieser Film von Jakob Geis bearbeitet. Eine kostbare Perle, eine berühmte Briefmarke und eine reizende, junge Dame namens Jenny spielen in dieser großangelegten Kriminalkomüdie die Hauptrollen, nicht zu vergessen:„der Herr im Frack!“ Es handelt sich um ein ereignisreiches und lustiges Filmwerk, das ebenso ein Versteckspiel der Liebe, wie ein humorvolles Rätselspiel um einen zum Schluß doch dingfest gemachten Spitzbuben darstellt. Gusti Huber, Johannes Heesters, Paul Kemp, Oskar Sima und Hilde Hildebrand erscheinen in den Hauptrollen. * Die geftügelte Sphinx Roman von Eise Jung-Lindemann rheber-Rechtsschats Drei-Quellen-Verlag, Königsbrück(Dresden) 2 Gabriele griff nach dem Buch, dem sie einen Ehrenplatz unter ihren Geschenken gegeben hatte. Sie sah nicht den Titel:„Der Ketzer von Amarna“, sie sah nur den geliebten Namen: Bernhard Stauff. Ihre schöne Hand mit dem schweren Goldring strich über den Einband, und zärtlich zog ihr Finger die schwarze Pressung der Buchstaben nach. „So, da wären wir wieda, der Foxl und icke!“ sagte Karl Heckmanns laute Jungenstimme hinter her.„Een janzet Dutzend Bäume ham wir beschnuppert und alle Ecksteine untasucht.“ Die Mädchen lachten, und Thomasine feierte ein stürmisches Wiedersehen mit ihrem Hund. Eijentlich müßten wir ihm eenen Namen jeben. Frollein Thomasine! Wat meinen Se? Wie wär' et mit Fiffi oder Schnuzi?“ Thomasine dachte nach.„Niki soll er heißen!“ sagte sie, und weil dieser Name hübsch klang und ein bißchen an den heiligen Nikolaus und Weihnachten erinnerte, waren alle damit einverstanden. Es war zehn Uhr, als plötzlich das Telefon läutete. Dora schnellte auf und lief in Gabrieles Zimmer. Fest zog sie die Tür hinter sich zu. Trudl und Thomasine sahen ihr nach und dachten beide das gleiche: Auf diesen Anruf hat unsere Kleine den ganzen Abend gewartet, deshalb war sie so still. Als Dora zurückkam, war sie ganz blaß vor Erregung „Es war Rudolf!“ sagte sie glücklich.„Er hat mir frohe Weihnachten gewünscht, und morgen treffen wir uns“. „So... morgen! Und wo, wenn man fragen darf?" „Am Bahnhof Zoo, um vier Uhr". Gabriele war zu dem Mädchen getreten.„Hör' mich einmal an, Dorle“, sagte sie herzlich.„Du darfst nicht denken, daß ich dir diese Freundschaft nicht gönne. Aber wäre es nicht besfer, wenn du Herrn Reininger einmal mitbringen würdest? Lade ihn ein, morgen Abend unser Gast zu sein, und sage ihm, daß wir uns freuen. würden, ihn kennenzulernen". Das werde ich ihm lieber nicht sagen, dachte Dora, denn sie wußte genau, daß er dann nicht käme. Aber einladen wollte sie ihn natürlich gern. „Er wird euch schon gefallen“, sagte sie und beschwichtigte sich damit selbst, denn ganz wohl war ihr nicht bei dem Gedanken an eine solche Zusammenkunft. Um Mitternacht verabschiedete sich Karl Heckmann. Trudl begleitete ihn hinunter, und ehe sie sich nach einem langen Kuß trennten, sagte Karl:„Ick bin ja jespannt, ob der Dora ihr Kavalier wirklich kommt. Kommt er, dann is det Männeken doch von’ner anderen Sorte, als ick jedacht habe. Und nun jute Nacht Trudl, schlafe süß und träume ooch'n bißken von mir, hörste?“ Lachend versprach sie es ihm und schob ihn hinaus. * Sie hatte es fertig gebracht, die kleine Dora! Rudolf# Reininger war mitgekommen. Daß er peinlich berührt war. als er sich unerwartet drei jungen Damen gegenüber befand, ließ darauf schließen, daß Dora ihm ihr Vorhandensein wohlweislich verschwiegen hatte. Er murmelte einen Namen, den niemand verstand, und fühlte sich hintergangen. Dafür strafte er Dora eine Weile mit Nichtachtung. Leicht war es nicht, unter drei kritischen Augenpaaren sich möglichst unbefangen zu bewegen, zu lächeln und sich der Lage gewachsen zu zeigen, auf die er nicht vorbereitet worden war. Diese Lage hatte ihre Gefahren. Es gab da etwas, was durch Abenteuerlust und Eitelkeit verschuldet, sehr unangenehm und beschämend werden konnte, wenn es zur Sprache käme. Vorerst ging alles gut. Die Damen führten ihn ins Wohnzirimer, sie behandelten ihn als einen willkommenen Gast, und die gesellschaftliche Sicherheit Gabrieles leitete das Gespräch in Bahnen, auf denen Rudolf Reininger nichts zu befürchten hatte. Nach kurzer Zeit hatte er seine Mißstimmung überwunden. Er gab sich freier und fühlte sich in dem kleinen Kreise und dem festlich=weihnachtlichen Raum bald so wohl, daß er, seinen Zorn auf Dora vergessend, ihr ein Scherzwort zuwarf. „Du siehst aus wie ein getretenes Hündchen, kleines Mädchen“. Es klang etwas von oben herab, und Thomasine ärzerte sich darüber. Zugleich fiel ihr Niki ein, den sie in ie Küche gesperrt hate. Niki war ganz und gar nicht mit dem Besuch einverstanden gewesen und hatte ihn in der Diele so wütend angekläfft, daß er mit Arrest bestraft werden mußte. Dort verhielt er sich auffaklend still. Thomasine ging hinaus, um nach ihm zu sehen und fand ihren Hund in einem Haufen weißer Federn sitzen, mit denen er Fangball spielte. „Niki! Du böser Hund, was hast du gemacht?“ Thomasine kniete sich auf den Boden und scharrte mit den Händen die weißen Federflocken zusammen.„Das schöne Kissen“, jammerte sie,„o Niki, Tunichtgut! Was wird Muttchen sagen?" Der Foxl stieß einen kurzen Jauchzer aus und sprang Thomasine auf den Schoß. Sein Stummelschwänzchen wedelte vor Glück. Ein herrliches Spiel, ein Rederspiel! So deutete Thomasine das Entzücken in seinen Augen. Da kam Trudl in die Küche und blieb wie angewurzelt an der Tür stehen. Sie war entsetzt, und schützend drückte Thomasine ihren Liebling an ihr Herz. „Er weiß ja nicht, was er angestellt hat“, verteidigte sie ihn. „Dann muß er's lernen!“ Ungerührt von Nikis Schwanzgewedel, packte sie ihn beim Genick, schleppte ihn vor das zerrissene Kissen und walkte ihm gehörig das Fell. Ein Wehgeheul brach los, so erbarmungswürdig und mitleiderregend, daß Thomasine sich beide Ohren zuhielt und um Gnade für den Gestraften flehte. „Er konnte doch nicht wissen, daß er so etwas nicht tun darf, Trudl“. „Jetzt wird er's sich schon merken", war die Antwort. Beleidigt kroch Niki unter den Küchentisch und sah bekümmert zu, wie sein schönes Federspiel in einer Papiertüte verschwand. Während Trudl die schon angerichtete kalte Fleischplatte, den Kartoffelsalat, eine Schüssel mit roten Rüden, Teller und Bestecke auf ein Tablett stellte, holte Thomasine die bauchige Glaskanne mit dem kalten Rotweinpunsch aus der Speisekammer. „Schade um den Göttertrank, viel zu schade für diesen Reininger“, sagte sie, kippte sich ein Schlücklein in ein Glas und trank es genießerisch aus.„Dora ist ein Schaf! Sie himmelt diesen Menschen an, daß man das große Grausen kriegen könnte. Was hast du für einen indruck von ihm? Trudl zuckte die Achseln.„Mein Geschmack ist er nicht, aber man soll vorsichtig sein mit seinem Urteil. Der erste Eindruck täuscht manchmal. Sein Gesicht kommt mir aber bekannt vor, ich muß es schon gesehen haben.“ „Wahrscheinlich im Kino.“ Fortsetzung folgt. R Todesstrafe für einen Eisenbahndieb Westfalia muß nach Altenbögge Vier Tschammerpokalsplele In Westtalen Gegen Mithelter verhängte das Sonderger Auf dem Bahnhof Bochum=Dahlhausen wurden 1942 und 1943 in großem Umfang Eisenbahnwagen gewaltsam erbrochen und Stückgüter entwendet. Es wurden besonders Fett, Butter, Käse und seit Mitte 1943 auch Kaffee in erheblichen Mengen gestohlen. Lange wollte es nicht gelingen, der Täter habhaft zu werden. Nach mühevollen Ermittlungen der Kriminalpolizei gelang es, sie dingfest zu machen. Es stellte sich heraus, daß die Diebstähle meistens in der Nacht und in der Weise ausgeführt worden waren, daß die Plomben der Wagen abgerissen, die Verpackungen erbrochen, die Stückgüter zunächst auf dem Bahngelände versteckt und nach Dienstschluß mit nach Hause genommen worden waren. Bei Haussuchungen wurden Teile der gestohlenen Waren noch vorgefunden. Haupttäter war, wie die Hauptverhandlung vor dem Sondergericht in Dortmund ergab, der Rangierer Otto Waaner aus Niederholthausen, der 23 solcher Diebstähle auf dem Gewissen hat. Weiter sind beteiligt: der Rangierer Schorn aus Niederwenigern in 18 Fällen, der Rangierer Schön aus Niederwenigern und der Rangierer Schmereim aus Dahlhausen in je sieben Fällen, die Rangierer Klingel aus Niederwenigern und Sahm aus Eppendorf in je drei und der Rangierer Vier genannt Strawe aus Niederwenigern in zwei Fällen. Der Beramann Kämver und die Ehefrau Käthe Wagner aus Niederholthausen halsen beim Verstecken der Diebesbeute und verkauften den gestohlenen Kaffee zu Phantasiepreisen. Die Täter haben sich kein Gewissen daraus gemacht, sich auf Kosten der Volksgemeinschaft die Taschen zu füllen und sogar Waren zu stehlen, die als Weihnachtsgaben für die Bevölkerung bestimmt waren. Das Sondergericht verhängte daher gegen die Täter schwere und schwerste, aber verdiente Strafen. Wagner wurde zum Tode vexurteilt, Schorn zu acht, Schön und Schmereim zu je sechs, Klingel, Sahm und Frau Wagner zu je vier, Vier und Kämper zu je drei Jahren Zuchthaus. Zum Butterdiebstahl angestittet Arnsberg. Vor dem Amtsgericht in Arnsberg hatte sich der Lichtkontrolleur Albert Brand aus Bönen wegen Anstiftung zum Diebstahl und Kriegswirtschaftsverbrechen zu verantworten. Er hatte einen bei der Molkerei in Reheim=Hüsten beschäftigten Polen veranlaßt, ab und zu etwas Butter für ihn zu stehlen. Der Pole, der sich zunächst sträubte, erfüllte schließlich, ohne eigene Vorteile daraus zu ziehen, die Wünsche Brands und legte nach und nach etwa 40—50 Pfund Butter an verabredeter Stelle nieder, von wo Brand sie wegholte. Schließlich wurde Brand geschnappt, als er gerade einen Sack mit 15 Pfd. Butter an sich genommen hatte. Der Pole hatte außerdem in einem anderen Falle einmal ½ Pfund Butter für sich gestohlen. Brand wurde zu zwei Jahren Gefängnis, der Pole zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt. Punkte lagen auf der Straße Remagen. Ein nicht alltäglicher Fund wurde beim hiesigen Fundamt abgegeben. Ein Eisenbahner fand einen Briefumschlag und stellte zu seinem Erstaunen fest, daß er icht Dortmund schwere Zuchthausstralen mehrere hundert Kleiderpunkte enthielt. Durch die Ehrlichkeit des Finders konnten die wertvollen Punkte wieder der richtigen Stelle zugeleitet werden. Ein junger Mann hatte sie verloren, der sie einem auswärtigen Kleidergeschäft für Beschaffung von Kleidungsstücken an eine hiesige Organisation überbringen sollte. Frontbühne splelt In einem Industriewerk Köln. Die Gauwaltung Köln=Aachen der DAß veranstaltet von jetzt ab unter dem Leitwort„Freude am Arbeitsplatz“, frohe Unterhaltungsstunden in den Industriebetrieben. Wie sehr sie mit diesem Gedanken auf dem richtigen Wege ist, bewies der außerordentlich enge Kontakt, den die Künstler einer Frontbühne bei den Schaffenden eines Industriewerkes bei der Durchführung des ersten Varieteeprogramms dieser Art fanden. Die Unmittelbarkeit des Erlebens und das uneingeschränkte Mitgehen der Gefolgschaft— es war genau so, wie bei den Soldaten draußen— schuf jene beifallsfrohe Atmosphäre, die die Darsteller zu Höchstleistungen anspornten. Die Artisten der mit der kurzen soldatischen Bezeichnung„Ruck=Zuck" benannten Frontbühne präsentierten und produpierten sich in bester Form. Neben den Spielen um den Aufstieg zur Gauklasse interessieren jetzt im Gau Westfalen in erster Linie die letzten Treffen im Wettbewerb um den Tschammerpokal. Bereits am bevorstehenden Sonntag wird die 4. Hauptrunde in diesem Wettbewerb durchgeführt. Der Gaufachwart Gillmann(Hamm) hat inzwischen die Paarungen vorgenommen. Es spielen am 25. Juni um 16 Uhr: SV Neuhaus— FC Schalke#04 BfL Altenbögge— Westfalla Herne KSc Siegen Eiserfeld— SpBg Röhlinghausen KSG Arminia BfB Bielefeld— KS6 Bochum 48(Preußen Der Sportklub Westfalia Herne muß nach diesem Plan die Reise in das Hammer Revier antreten, wo der „Vizemeister“. BfL Altenbögge der Gastgeber ist. Zwischen diesen beiden alten Partnern wird es zu einem hartnäckigen Kampf kommen, zumal die Hammer Vorstädter die am Schloß Strünkede in der Meisterschaftsserie erlittene 0:3= Niederlage unbedingt wettmachen wollen. Da die Herner mit Wydra und Sieber inzwischen zwei gute Kräfte verloren haben, kann man ihnen in Altenbögge diesmal kaum Siegesaussichten einräumen. Als Schiedsrichter für diese Begegnung ist Bräutigam aus Fröndenberg vorgesehen. Im Paderborner Land wird das Gastspiel des FC Schalke 04 besondere Freude auslösen. Wenn der SV Reuhaus sich auch bisher recht wacker geschlagen hat, so ist doch an einem klaren Sieg der Königsblauen nicht zu zweifeln. Allerdings des jalres„Mütterzeit““ Von A. M. Lornberg Zu allen Zeiten war astronomischer Höhepunkt des Jahres auch die„Hoch"=Zeit im Jahreslauf, die Zeit der Reife und der Fruchtbildung. In der Natur sowohl wie in Legende und Mythos spiegelt sich dieser Gedanke der Erfüllung. Nicht umsonst sahen unsere Vorväter in der Sonnenwende symbol. haft den Lebens= und Liebessieg über den Drachen, den „finsteren Bruder". Immer wieder tritt in Märchen und Sagen dieser Sieg des Lichtes und der Liebe über den Winter, über das Böse, über die Dämonen zurage. Die mit der Sonnenwende beginnende hohe Zeit des Jahres ist früher vielfach als„Mutterzeit" bezeichnet worden — auch hier ein Hinweis auf Reife und Fruchtbarkeit, und es ist deshalb verständlich, daß in den Mitsommerfeiern immer wieder die in den verschiedensten Gestalten auftretenden„Fruchtbarkeitsgeister“ eine Rolle spielen. Sie wurden feierlich geweiht, von Haus zu Haus umhergetragen und quer über die Aecker, sie wurden in das lebenspendende Wasser getaucht, erschossen und wieder neu erweckt. Zu den ältesten symbolhaften Handlungen der Sonnenwende gehört das Löschen und Wiederentfachen des Herufeuers. Auch hier das Sinnbild der Lebenswende. Dabei war das Wiederentfachen des Feuers von besonderer Bedeutung. In manchen Gegenden wurde es„jungfräulich“ erzeugt, d. h. es mußte durch Reiben oder durch Stein und Stahl entflammt werden. Andere germanische Stämme wieder pflegten ihr neues Herdfeuer mit Hilfe des Sonnwendfeuers zu entzünden, vom lodernden Sonnwendfeuer wurde die Glut zum eigenen Herd getragen. Unzählige alte Volksbräuche der Sonnenwende haben sich durch mehr als tausend Jahre dis in unsere Tage erhalten. Und wenn sie vielleicht in Vergessenheit geraten waren, so hat man sich in neuerer Zeit wieder auf sie besonnen und sie besonders liebevoll gepflegt. Nach solchem Brauch loderten dier Sonnwendfeuer stets auf der höchsten Höhe der Gemeindeflur oder Gemarkung— denn der Schein der Flamme wirkt reinigend, heiligend und stärkend, soweit ihr Schein reicht. Reste alter Reinigungsbräuche haben sich in der Sitte des Bades oder eines Ganges zu einer Quelle am Mittsommermorgen erhalten. Vom Wasser versprach man sich an diesem Tage besondere Kräfte. Zu Mitsommer soll sich Wasser in Wein verwandeln, verborgene Schätze steigen aus der Tiefe der Erde herauf, und besonders Sonntagskinden sollen sich Dinge enthüllten, die jenseits des Menschenverstandes liegen. Aus diesem Volksglauben erklären sich so manche Bräuche, die Nachklänge altertümlicher Bitt= und Gebetsformen, von Zauber und Besprechung sind. In erster Linie gehört dazu der Liebeszauber. Allerlei Amulette, die Liebe einflößen oder den Bestand der Liebe sichern sollen, spielen dabei eine Rolle. Wer am Mittsommertag heimlich in die Schuhe des oder der Erwählten Johanneskraut hineinlegt, in manchen Fällen auch Farrnkrautsamen, der kann sicher sein, daß nun eine Liebe erwidert wird. Auch das gemeinsame Trinken aus einer Quelle zur Sonnenwende verspricht Liebesglück. Es ist kein Zufall, daß in früheren Zeiten der Mittsommer mit Vorliebe zum Hochzeitmachen gewählt wurde. Dabei waren schon wirtschaftliche Ueberlegungen maßgebend. Auf diese Weise war die junge Frau zur Erntezeit noch voll leistungsfähig und bereits wieder obenauf, wenn im Frühling die neue Ackerarbeit begann. An einer alten bäuerlichen Wiege hat man den Spruch gefunden: Ihr, die im Julius Hochzeit macht, ihr lieben Brautleut, habet acht, so braucht ihr mich im Märzen,— das kommt vom lieben und scherzen. wird das kleine Gelände in Neuhaus den Mannen um Szepan und Kuzorra doch allerlei Kopfschmerzen bereiten. Die SpBg Röhlinghausen muß die RSch Siegen Eiserfeld aufsuchen. Die Röhlinghauser sind immer noch recht spielstark, sie werden auch diese Hürde nehmen, wenn sie mit der stärksten Mannschaft in Siegen antreten. Schließlich steigt das vierte Treffen dieses Tages in Ostwestfalen, wo die KSc Bielefeld und die KSG Bochum die Gegner sind. Diese Mannschaften dürften sich ziemlich gleichwertig sein, so daß hier der Ausgang ungewiß ist. Die Ansetzung überrascht diesmal, da gleich vier Vereine weitere Reisen unternehmen müssen. Zweckmäßiger hätte man doch wohl SB Neuhaus mit KSc Bielefeld und VfL Altenbögge mit KSc Siegen Eiserfeld gepaart. Aus den benachbarten Vereinen Westfalia Herne, KSc Bochum, Fl Schalke 04 und SpBg Röhlinghausen hätte man leicht die beiden anderen Spiele bilden können. In diesem Falle hätte lediglich die KSc Siegen Eiserfeld weiter reisen müssen. Warum man sich hierzu nicht entschlossen hat, ist den meisten Fußballanhängern unverständlich, zumal augenblicklich an Sonntagen Eil- und Schnellzüge nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Anhänger der beteiligten Vereine haben nun kaum Gelegenheit, ihre Mannschaft zu begleiten. Unkrautsamen ausKompostentfernen Mit beginnender wärmerer Witterung wird der reife Komposthaufen umgestochen, wodurch die in ihm enthaltenen Unkrautsamen zum Keimen kommen und anschließend sofort vernichtet worden. Eine genaue Kenntnis der Unkrautsamen, ihrer Verbreitungsmittel und sonstiger Eigenschaften ist für den Gartenbesitzer von Bedeutung. Als sehr wirksam zur Bekämpfung haben sich auch die chemischen Mittel gezeigt. 20—30prozentiges Eisenvitriol oder eine Mischung von 4 Teilen Kainit und 1 Teil Kalkstickstoff haben sich gut bewährt. Die neuere Methode, Unkrautsamen aus Komposterde zu entfernen, ist das Dämpfen. Es erbringt saubere, keimfreie Kulturerde, die vor unangenehmen Verlusten schützt und das zeitraubende Unkrautjäten erspart. Wie hören im Ründ#unte Mittwoch: Reichsprogramm: 7,30 bis 7,45 Uhr: Werkstoffkunde zum Hören und Behalten: Stahl und Eisen. 11,30 bis 12 Uhr: Die bunte Welt(Zeitfunkberichte). 12,35 bis 12,45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 15—15,30 Uhr: Kleines Konzert. 15,30—16 Uhr: Solistenmusik. 16—17 Uhr: Melodien aus beliebten Operetten. 17,15—18,30 Uhr: Unterhaltungsmusik. 18,30—19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19,15—19,30 Uhr: Frontberichte. 20,15—21 Uhr: Heitere Melodienfolge: Musik um Tiere. 21—22 Uhr: Die bunte Stunde: Ein Spiel um Liebe mit bekannten Operettenmelodien. Deutschlandsender: 17,15—18,30 Uhr: Werke von Brahms, Girnatis und Busoni. 20,15—21 Uhr: Kammermusik von Johannes Brahms, gespielt von Heinrich Geuser(Klarinette) und dem Hofmann=Quartett. 21—22 Uhr: Johann Sebastian Bach, ein Bericht seines Lebens. Aus der Bewegung RS=Frauenschaft, Herne=Altenhöfen. Mittwoch, 15—18 Uhr, Nähen von Pantoffeln im Heim. Donnerstag, 15,30 Uhr, Gemeinschaftsnachmittag bei Borgmann, Altenhöfener Straße. Es spricht der Ortsgruppenleiter. RS=Frauenschaft, Herne=Baukau: Donnerstag, 15,30 Uhr, Hermann=Löns=Feierstunde im Saale Wiegmann, Bahnhofstraße 156. Tasse und Zubrot sind mitzubringen. RS.rFauenschaft, Herne=Constantin: Donnerstag, 16 Uhr, Nähen von Pantoffeln im Heim. Material ist mitzubringen. Familien-Nachrichten Marita=Gabriele! 15. 6. 1944. In dankbarer Freude: Trudi Ratberg, geb. Vogt, Wachtm. Eduard Ratberg, z. 8. im Felde. Herne, Franz=SeldteStraße 20, z. 8. Herne=Börnig, Kath. Krankenhaus(privat). 4. Kriegskind! Gisela! Friedhelm, Helmut, Jürgen haben am 18. 6. 1944 ein Schwesterchen bekommen. Ella Lawnik, geb. Krause. Eduard Lawnik, Herne, von der Heydtstraße 64. Heinzjürgen! 11. 6. 1944. Die Geburt eines kräftigen Sonntagsjungen zeigen in dankbarer Freude an: Adele Schäfer, geb. Schölisch, z. 8. Tütz Pommern), Hindenburgstr. 8. Heinrich Schafer, Herne, In dem Breil 17. Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Heinz Dietz und Frau, Hildegard geb. Heidemann. Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir allen recht herzlich. Eduard Wöste und Frau, Anneliese geb. Faust. Herne, Auguststraße 48. Tief erschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, guter Bruder, Onkel, Reffe und Vetter. der Pionter Werner Nickel im Alter von 19 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer und Vaterland sein Leben gelassen hat. Wir werden ihn nicht vergessen. In tiefem Schmerz: Familie Franz Nickel und alle Anverwandten Herne, den 19. Juni 1944 (Auf dem Beisendreisch 6) V. Bei einem Terrorangriff auf Berlin fiel mein lieber Sohn, mein guter Mann und Vater, unser Bruder Siebert Drucks geb. 29. 4 1900 Im Namen aller Angehörigen: Frau Berta Drucks geb. Bohle Berlin=Friedenau, den 20. 6. 1044 (Bisingstraße 13) Die Beisetzung fand auf dem Waldsriedhof Berkin. Stahnsdorf statt. Wir erhielten die schmerz. liche und für uns unfaß. ∆ bare Nachricht, daß unser sonniger, über alles geliebter, jüngster Sohn, mein einzigster, herzlieber Bruder, mein lieber Enkel, unser unvergeßlicher Reffe und Better Kriegefreiwilliger 44=Oberschutze Günter Fründt ein Tag vor seinem 19. Geburtstag, am 1. Juni 1944 in einem Feldlazarett gestorben ist. Er gab sein junges Leben für Führer und Volk. Auf einem Heldenfriedhof fand er seine letzte Ruhestätte. Sein Wunsch, die Heimät wieder. zusehen, wurde ihm nicht erfüllt. Wir werden ihn nicht vergessen. In unsagbarem Schmerz: Franz Fründt und Frau, Amalie geb. Schröder Herbert Fründt, Witwe Franziska Fründt und alle übrigen Anverwandten. Herne, den 19. Juni 1944 (Eckstraße 5) Das feierliche Levitenamt ist Freitag, den 23. Juni 1944, morgens um 8 bew. 10 Uhr, in der Bonisatius-Kirche. Statt besonderer Anzeige! Am 17. 6. 1944 starb plötzlich und unerwartet im Alter von 45 Jahren mein lieber Mann, Sohn, Schwie. gersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Reffe, der Maschinenfahrsteiger Paul Kummer Ein Herzschlag setzte einem arbeitsreichen Leben ein Ende. In tiefer Trauer: Frau Emma Kummer, Vater, Geschwister und alle Anverwandten. Recklinghausen=Süd(Hestermannweg 6), Herne, Köln, Berlin und Dutsburg den 20. Juni 1944: Die Trauerfeier ist am Mittwoch, dem 21. 6., um 15.80 Uhr im Trauerhause. Die Organisation Todt sucht für kriegs. wichtige Einsätze im Reichsgebiet und in den besetzten Gebieten technische und Verwaltungskräfte aller Art Mitarbeiter für die Gefolgschaftsbetreuung, Lager. führer, Bau. und Betriebsfernsprecher, Sekretärinnen, Stenotypistinnen, Schreib. kräfte, Nachrichtenhelferinnen und Nachrichtenmädelführerinnen. Besoldung n. TO. A, außerdem in den Einsatzgebieten Wehrsold, freie Dienstkleidung, Verpflegung und Unterkunft. Schriftliche Bewerbungen an das Personalamt der Organisation Todt, Zentrale, Referat P 21, Berlin=Charlottenburg 9. Nichts umkommen oder verderben lassen. ist die Parole! Nach schwerem Leiden starb am Sonntag, dem 18. Juni, um 20 Uhr, gestärkt durch die Tröstungen der Kath. Kirche unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Maria Krein im Alter von 56 Jahren. In tiefer Trauer: Schriftleiter Th. Krein, Kaufmann H. Krein und Frau, Hildegard, geb. Zumbansen, Kaufmann W. Krein und Frau, Gerda geb. Olivier Regierungs. rat J. Krein und Frau, Maria geb. Christlein Maria Engeline Schwester U. l. Frau. Thea Winandy, geb. Krein, Dr. med. E. Mergelsberg und Frau, Gertrud geb. Krein Syndikus Dr. E. Schuster und Frau, Grete geb. Krein nebst Ressen und Anverwandten. Herne, den 21. Juni 1944 (Bahnhofstraße 60) Die Beerdigung findet Donners. tag, den 22. Juni, um 15,30 Uhr von der Friedhofshalle des Kommunalfriedhofes Herne Wiescherstraße, aus statt. Infolge Unglücksfalles verschied am 16. 6. 1944 meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Richte Edith Hinz im Alter von 20½ Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Herne, den 20. Juni 1944 (Vödestraße 86) Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 21. 6., um 16 Uhr von der Kapelle des Friedhofes an der Wiescherstraße aus Bekanntmachung. Die Großabschnitte A und B der Reichsbrotkarte B der 64. und 65. Zuteilungsperiode, lautend auf je 500 g Brot oder 375 g Mehl dürfen nur mit Roggenerzeugnissen beliefert werden. Für die Belieferung mit Weizenerzeugnissen sind diese Abschnitte ungültig. Die genannten Abschnitte sind von den Kleinverteilern zusammen mit den R=Abschnitten abzurechnen und mit diesen in Bezugscheine umzutauschen Verstöße gegen diese Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungsstrafverordnung verfolgt. Münster, den 15. Juni 1944. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen Landerernährungsamt Abt B. Sonderzuteilung von Käse in der 64. Zuteilungsperiode Auf den F.Abschnitt aller Reichsfettkarten 64 einschließlich der SB Karten und den Abschnitten W 5 der Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter A8 64 1. Woche werden als Sonderzuteilung 62.5 g Käse ausgegeben. Die mit dem Aufdruck„I“ oder„Jude“ versehenen Reichs. fettkarten sind von dieser Sonderzuteilung ausgeschlossen. Die Gemeinschaftseinrichtungen, mit Ausnahme der Juden Ostarbeiter und Kriegsgefangenen erhalten die Sonderzuteilung über Bezugschein B. Die Kleinverteiler, die nach näherer Weisung der zustän. digen Hauptvereinigung beliefert werden, haben die F-Ab. schnitte der Reichsfettkarten bei der Belieferung zu entwerten (nicht abtrennen), die Abschnitte W 5 der A3-Karten dagegen abzutrennen und in der üblichen Weise bei den Ernährungsämtern in Bezugscheine über Käse umzutauschen. Verstöße gegen diese Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungsstrafverordnung bestraft. Münster, den 15. Juni 1944. Der Oberpräsident der Provinz Westsalen Landesernährungsamt Abt B. Verkauf Häuschen im Westerwald, m. Garten, 10 Obst. bäumen, Wiese, 1½ Morgen groß, ist gegen Haus oder Grundst., gleich wo zu tauschen.. Schriftl. Angeb. u. S 16 a. d. H. 8tg. Verloren Am 19. 6., nachm. in der Schauburg einen Ausweis, Bezugschein und 15.— RM v. einer Voll. waise verloren. Ab. zugeben in der Schaubung. Bahn. hofstraße. Damenarmband am 10. 6. 1944 von Wirtsch. Biermann bis Bahnhof verloren. Abzugeben bei Zahlten. Bahn. hofstraße 130. Kinderhalbschuh auf der Bödestraße verloren. Abzugeb. b. Welz, Bödestr. 86 Acktung oder Bbbischereine!! Den Geweben zu schaden, das ist sein Ziel. Er erreicht es durch unzweckmäßiges Einweichen. Was folgt? Unvollkommene Schmutzlösung. mehr Waschmittelverbrauch und doppelte Gewebebeanspruchung beim Waschen. Lau- bis badewarm mit OALLITA einweichen, das ist richtig. 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