Herner Druck und Verlag: C. Th. Kartenberz. Herne Besegeerels: Monattich RM 2.15, balbmonatlich RM 1.08. Einzelpreis 0 Ru.— Bei Betriebastörungen oder constigen Ereignissen, bervorgeruten durch höbere Oewalt. können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Hauptgeschärtsstelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6842 Zur Zeit ist Preisliste 4 gültg. In Konkurställen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeizen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Gewähr übernommen Annahmeschluß Tag: zuvor 16 Uhr.— Erfüllungsort und Oerichtsstand Herse I. Westt Verleger: C. Holtmann und C.-Tbeo Holtmann(letzterer a. Z. Wehrmacht).— Hauptschriftleiter: Willy Franke(s. Z. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper. Verantwortlich für Polltik allgemeinen Tell und Lokales: Albert Wember.— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner Nummer 108 Mittwoch, den 10. Mai 1944 75. Jahrgang 300000 Italiener Arbeitssklaven Einsatz unmittelbar hinter der englischen Front Orahtbericht unseres ständigen Mitarbeiters dp Stockholm, 10. Mai. Die„Daily Mail“ brachte am Dienstag nähere Angaben über den Vertrag zwischen der britischen Regierung und Badoglio über die Auslieferung der italienischen Kriegsgesangenen in England an das Jnvasions= heer Eisenhowers Seit einiger Zeit war gerüchtweise bekannt geworden, daß Badoglio die etwa 300000 italienischen Gefangenen auf alliierter Seite als sogenannte Arbeitssoldaten zur Verfügung stellen will. Niemals haben diese italienischen Gefangenen Badoglio als ihren Regierungschef anerkannt. Hätten sie die Waffen ergreifen wollen auf Seiten der Alliierten, so hätten sie bereits nach dem 13. Oktober 1943, als Badoalio seinen Verrat mit einer Kriegserklärung an Deutschland krönte, in die Reihen der alliierten Truppen eintreten können. Nichts dergleichen geschah. Den italienischen Kriegsgefangenen liegt nur daran, sobald wie möglich nach Italien zurückzukehren und eine fruchtbringende Arbeit wieder aufnehmen zu können. Es hat in all den Monaten bei ihnen keine sogenannte nationale Bewegung gegeben, die mit Badoalio auf gleicher Linie lag. Das mag der Grund dafür gewesen sein, daß sie jetzt als Arbeitssklaven verkauft werden sollen. Der„Evenina Standard“ brachte am Montagabend die ersten näheren Mitteilungen über dieses Geschäft. Es ergab sich, daß die Italiener unmittelbar hinter der Front Eisenhowers eingesetzt werden sollen, also in einem Gebiet, das völkerrechtlich niemals von Kriegsgefangenen betreten werden darf. Es ist allgemein anerkannte Praxis, daß ein Kriegsgefangener aus der Gefahrenzone zurückgezogen werden muß und nicht als Arbeitssoldat im Bereich der Artillerie sich aufhalten darf. Noch verwerflicher ist natürlich das Zusammenstellen von ganzen Truvven sogenannter Freiwilliger. denen in Wirklichkeit die eigene Entscheidung durch einen Vertrag, mit dem hierfür nicht berechtigten Badoalio aus der Hand genommen worden ist. Der„Evenina Standard“ deutete auch an, daß der Menschenhandel Badoglio sich nicht auf die Kriegsgefangenen Englands beschränkt. Er scheint tatsächlich die Absicht zu haben, die in indischen Gefangenenlagern untergebrachten Italiener aus dem Abessinien=Feldzug ebenfalls für Arbeitsbataillone hinter der indisch=burmesischen Front zur Verfügung zu stellen. Sie müßten im Dschungelklima zusammen mit indischen Kulis Wege bauen. Die italienischen Kriegsgefangenenlager in Indien enthalten aber die Hälfte sämtlicher gefangener italienische Offiziere, deren Anzahl auf 20000 geschätzt wird. Sanktionskrieg gegen Neutrale Druck auf die Exportfirmen# Drohung mit„Schwarzen Listen“ □ Stockholm, 10. Mai. Die anglosamerikanischen Pressionsversuche gegen die neutralen Staaten sind in ein neues Stadium getreten. Nachdem sich erwiesen hat, daß die Druckmittel gegen die Regierungen keinen Erfolg bringen, hat man einen anderen Weg eingeschlagen, indem man jetzt mit den neutralen Firmen direkt in Verbindung getreten ist, um sie zur Aufgabe ihrer Haudelsbeziehungen mit Deutschland zu zwingen. Wo die anglosamerikanischen Erpresser auf Widerstand bei den Firmen stoßen, arbeiten sie mit schweren Drohungen, so z. B. der, daß die Firmen auf Schwarze Listen gesetzt würden, auf Grund deren mit ihnen auch in der Nachkriegszeit keine Geschäfte abgeschlossen werden sollen. Luftschlacht über Schlechtwetterzonen Terrorangrift auf Berlin kostete den Amerikanern 86 Flugzeuge Von unserem WK=Luftwaffenkorrespondenten Berlin, 10. wuat. Nach den hohen Verlusten, die die USA=Luftwaffe bei ihrem Tagesangriff auf die Reichshauptstadt am 29. April erlitten hatte, führten die Amerikaner ihre darauffolgenden Angriffe vom Sonntag und Montag im Schutze eines für die deutsche Abwehr besonders ungünstigen Wetters durch. Besonders der Sonntagangriff, der bei einer über ganz Deutschland ausgebreiteten geschlossenen Wolkendecke erfolgte, stand im Zeichen stark beeinträchtigter Abwehrbedingungen. Ohne jede Erdsicht warfen die amerikanischen Terrorflugzeuge ihre Bomben auf das Stadtgebiet von Berlin. Der Terrorcharakter dieses Angriffs wird von den Amerikanern selbst durch die gewundene Erklärung zugegeben, daß sie„wahrscheinlich in der Lage gewesen seien, eine beträchtliche Genauigkeit zu erzielen“. Nach den bisherigen Erfahrungen wissen wir, was solche Ausflüchte zu bedeuten haben. Sie besagen, daß die Bomben wahllos irgendwohin geworfen wurden. Auch bei ihrem Montagangriff gegen die Reichohauptstadt und Orte in Mitteldeutschland glaubten die USA=Flieger, sich wieder das schlechte Wetter zum Verbündeten machen zu Der alliierte Verrat an Tschungking-China Amerika will Stützpunkte In China gegen Japan haben, aber kein Krlegsmaterlal liefern Drahtbericht unseres diblomatischen Mitatbeiters om Berlin, 10. Mai. Die nun in der dritten Woche im Gange befindliche japanische Offensive in der chinesischen Provinz Honau hat zu raschen und großen Erfolgen geführt. Zwei Drittel der 300 Kilometer langen Bahnstrecke, die Peking mit Hankau verbindet, sind in Besitz der Japaner, die bereits vor Loyang, der Hauptstadt der Provinz Honan stehen. Dies sind die Feststellungen, die ein Militärsprecher der Tschungking=Regierung in einem überaus pessimistischen Bericht zur Kriegslage auf dem chinesischen Festland macht. Besonders bemerkenswert ist dabei, was er über die Gründe des siegreichen Vorgehens der Japaner und der geringen Widerstandskraft der Tschungking=Armee sagt. Die Japaner verfügten über erstklassige ausgerüstete motorisierte Einheiten und schwere Waffen, denen die Truppen Tschiangkaischeks in dem flachen Gelände nichts Gleichwertiges gegenüberzusetzen hätten. Eine entscheidende Schlacht um den Besitz der für das Tschungking=Regime wichtigen Bahnstrecke Peking—Hankau könne deshalb nicht erwartet werden. Wenn sich der chinesische Sprecher bei diesen Ausführungen auch größter politischer Zurückhaltung befleißigt, so klingt doch die tiefe Enttäuschung über die mangelhafte Unterstützung Tschungking=Chinas durch England und die USA deutlich durch. In den Kriegs= und Nachkriegsplänen der angelsächsischen Mächte wird zwar China als vierter großer Alltierter formell mitgeführt und ihm die Mitherrschaft über die künftige Welt in Aussicht gestellt. Auf der Ostasien= Konferenz in Kairo im November vorigen Jahres ist dies dem Marschall Tschiangkaischek und seiner Gattin, die als besonders scharfe Mahnerin auf Einhaltung der englischamerikanischen Hilfeversprechungen aufgetreten ist, aufs neue feierlich versichert worden. Das Glanzstück der Konferenz von Kairo, die englische Offensive in Burma, durch welche die Verbindung Indiens mit Tschungking wieder hergestellt werden sollte, ist nach langen Vorbereitungen zwar endlich unternommen worden, hat sich aber alsbald in eine neue schwere Niederlage der englisch=indischen Armee verwandelt, welche die japanischen Truppen zum ersten Male auf indischen Boden führte. Eine direkte Unterstützung der Tschungking=Armeen auf dem Landwege von Indien ist also nach wie vor unmöglich und in weitere Ferne gerückt als je. Aber auch die Lieferung von Kriegsmaterial, besonders von Flugzeugen auf dem Luftwege, wird, obwohl die Kräfte Tschungking=Chinas sichtlich abnehmen uno zum Erliegen zu ommen drohen, von den Amerikanern nur sehr lässig und vollig unzureichend betrieben. Die Gründe dafür werden von dem japanischen Blatt„Asahi Schimbun“ darin gesehen, daß die Strategie der USA in China weniger darauf gerichtet ist, Tschungking=China in seinem Kampf gegen Japan beizustehen. als vielmehr eigene Stützpunkte auf dem chinest schen Kontinent aufzubauen, um von ihnen aus Luftangriffe auf das japanische Mutterland durchzuführen. Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Luftwaffe in China, General major Chennauld, habe auch bei dem Kampf der letzten Woche in der Provinz Honan lediglich kleine Bomberformationen zu einem einzigen Angriff auf die japanische Front eingesetzt, im übrigen aber die Tschungking=Truppen ihrem Schick sal überlassen, obwohl die Amerikaner in China über eine große Anzahl modernster schwerer Kampfflugzeuge verfügen. Es zeigt sich also auch auf dem Ostasten=Kriegsschauplatz dasselbe Bild, wie man es von der politischen und milltärischen Kriegführung Englands und der USA in Europa genügend kennt. Wie früher Polen, Frankreich, Jugoslawien und Griechenland in den Krieg gehetzt und dann von Niederlage zu Niederlage, zu immer neuem Widerstand aufgestachelt wurden, so wird auch Tschungking=China in London und Washington in Wirklichkeit nicht als vierter großer Verbündeter betrachtet, sondern es rangiert unter dem„lästigen Gesindel der Emigrantenregierungen“, wie eine englische Zeitung die europäischen Verbündeten betitelt hat. Präsident von San Salvador zurückgetreten Madrid, 10. Mai. Der Präsident von San Salvador, Martinez, ist am Montag zurückgetreten. Der Rücktritt folgte einer Konferenz des Kabinetts, das einbrufen wurde, um die durch den Generalstreik geschaffene Lage zu erörtern. Kämpfe In San Salvador □ Stockholm, 10. Mai. Wie Reuter aus San Jose(Costarica) im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Präsidenten von San Salvador, Marti nez. meldet, sind schwere Kämpfe im Lande im Gange. Der Präsident des Obersten Gerichtshofes hat das Amt des Staatspräsidenten einstweilen übernommen. Eine neue Präsidentenwahl soll innerhalb von sechs Monaten stattfinden. können. Sie hatten nach dem Sonntagangriff voreilig in alle Welt hinausposaunt, daß„die Luftwaffe wieder einmal ihre Schwäche bewiesen habe“ und hofften auch diesmal, infolge des schlechten Wetters mit geringen Verlusten davonzukommen. Die Hoffnung erwies sich als eine peinliche Fehlrechnung. Trotz der teilweise starken Behinderung durch Schlechtwettergebiete konnte die deutsche Luftverteidigung bei diesem Angriff der Nordamerikaner wieder einen beachtlichen Abwehrerfolg verzeichnen. Bereits beim Einflug in das Reichsgebiet nahmen starke deutsche Jagdstreitkräfte die Bekämp fung der amerikanischen Bomberformationen auf, die wie immer von zahlreichen Fernjagdverbänden umgeben waren Die Luftkämpfe, die immer wieder durch das Vorstoßen der deutschen Jäger und Zerstörer durch die Jagdsperren gegen die Bomberpulks gekennzeichnet waren, setzten sich auf dem ganzen Flugweg der amerikanischen Verbände fort. Besonders im Raum westlich der Elbe entwickelten sich wieder ausgedehnte Luftschlachten. Während einige amerikanische Bomberverbände hier zu Angriffen auf mitteldeutsche Orte abzweigten, drangen die anderen Teilkräfte des Feindes wiederum zur Reichshauptstadt vor. Sie waren bis über das Zielgebiet, über dem eine dichtgeschlossene Wolkendecke lag, weiteren laufenden Angriffen der deutschen Jagdflieger ausgesetzt. Gleichzeitig wurden die Angreifer bei Erreichen der Berliner Sperrzone von einem konzentrierten Flakfeuer in Empfang genommen, das sie selbst in ihren Berichten als„außerorentlich stark“ anerkennen müssen. Wie am Tage vorher wurden die Bomben ohne jede Erdsicht ausgelöst. Auch der Rückflug der angeschlagenen Feindverbände stand im Zeichen heftiger Luftgefechte. Einige schwer angeschossene Bomber, die aus ihren Formationen ausscheren mußten, versuchten, sich mit Nordkurs auf See oder auf schwedisches Gebiet zu retten. Aber nur wenigen Maschinen gelang dieser Versuch. Eine von ihnen stürzte an der schwedischen Südostküste ins Wasser und sank, während eine andere in Südschweden notlanden mußte. Insgesamt mußten die Nordamerikaner den erneuten Versuch, unter Ausnutzung einer geschlossenen Wolkendecke die Wohngebiete von Berlin zu zerstören, mit dem Verlust von 86 Flugzeugen, von denen 68 viermotorige Bomber sind, bezahlen. Das bedeutet für den Feind wiederum den Ausfall von 700 Mann fliegenden Personals. Die deutsche Luftverteidigung hat damit bewiesen, daß sie, wenn es die Wetterbedingungen nur irgendwie möglich machen, den feindlichen Einflügen mit uneingeschränkter Kraft entgegentritt. Zehn Tschungking-Divislonen vor Ihrer Vernichtung Tokio, 10. Mai. Von der Front in Nordchina wird gemeldet, daß für die zehn Tschungking=Divisionen in Stärke von 80 000 Mann, die in Nord=Honau eingesetzt waren, infolge des blitzschnellen Zupackens japanischer motorisierter Truppen im Gebirgsgebiet keine Möglichkeit mehr besteht, ihrem Schicksal zu entrinnen. Seit dem 5. Mai entwickeln sich japanische Vernichtungsaktionen gegen die vollständig eingekesselten Truppen. Die Aktionen scheinen, wie die Tokioter Nachrichtendienst meldet, ihren Höhepunkt bereits erreicht zu haben. 113angloamerikanische Flugzeuge abgeschossen Weiterhin schwere Kämpfe bei Sewastopol— 36 Sowjefflugzeuge vernichtet dnb Aus dem Führerhauptquartier, 10. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Im Raum von Sewastovol dauern die schweren Kämpfe an. Bei der Abwehr starker feindlicher Luftangriffe wurden durch Schlacht= und Jagdflugzeuge 46. durch Flakartillerie der Luftwasse zehn weitere Sowsetflugzenge abgeschossen. Nördlich Jassy blieben schwächere Angriffe der Bolschewisten erfolgles. Deutsche und rumänische Fliegerverbände bekämpften nördlich Tirasvol und östlich des Sereth feindliche Bereitstellungen mit guter Wirkung. Im Landekopf von Nettuno wurden einige örtliche Vorstöße des Geaners abgewiesen. Oberleutnant zur See d. R. Pollmann, Kommandant eines Unterseebootjägers, versenkte im Mittelmeer sein zwölftes feindliches Unterseeboot. Vor der nordnorwegischen Küste wurde von leichten Eicherungsstreitkräften der Kriegsmarine im Zusammenwirken mit der Luftwasse ein sowjetischer Schnellbootverband zersprengt und dabei ein Schnellboot vernichtet. Bordflak, Sicherungsfahrzeuge und Marineflak sowie zum Geleitschutz eingesetzte Jaadflieger brachten vor der norwegischen Küste. über der Ostsee und dem Kanal 13 feindliche Flugzeuge zum Absturz. Nordamerikanische Bomber richteten am gestrigen Tage erneut einen Terrorangriff gegen das Reichsgebiet. Sie warsen auf die Reichshauptstadt und im Raum von Brannschweig Spreugund Brandbomben, die Gebäudeschäden und Verluste unter der Benölkerung zur Folge hatten. Luftverteidigungskräfte vernichteten bei diesen Angriffen 88 nordamerikanische Flugzenge, darunter 68 viermotorige Bomber. Ueber den besetzten Westgebieten verlor der Feind weitere 14 Flugzeuge. In der letzten Nacht warfen einige britische Flugzeuge Bomben auf Osnabrück. Wie der Sonderkorrespondent Reuters aus Wahington zu berichten weiß, hatte Roosevelt gleich nach der Rückkehr aus seinem„Erholungsurlaub“ mit seinem Außenminister Cordell Hull Besprechungen über die Frage der Unterbindung der neutralen Handelsbeziehungen zu Deutschland. Nach Reuters Informationen ist man in Washingtoner Kreisen der Meinung, daß der Fall Schweden zu den wichtigsten Punkten dieser Unterhaltung gehört hat. Man erwartet im Weißen Haus die Berichte des USA=Vertreters Griffis, der sich zur Zeit in Stockholm aufhält, um die schwedischen Exportfirmen unter Druck zu setzen. In nichtamtlichen Washingtoner Kreisen, so berichtet der Reuterkorrespondent weiter, herrscht der Eindruck, daß in nächster Zeit eine ganze Reihe schwedischer Firmen auf die offizielle amerikanische Schwarze Liste gesetzt werden soll. Auch Schweizer Lieferfirmen sollen durch diese Drohungen zur Aufgabe ihres Handels nach Deutschland gezwungen werden. Die Zeitung„Washington Star“ sieht die Neuerung in der Politik der Schwarzen Listen darin, daß diejenigen Firmen, die gegen diese Liste verstoßen, dafür während des Krieges und in der Nachkriegszeit bestraft werden sollen. Das Blatt schließt daraus, daß die Anglo=Amerikaner auch noch eine ganze Zeit nach Kriegsschluß die wirtschaftliche Kontrolle über die ganze Welt aufrechterhalten und durch wirtschaftliche Sanktionen diejenigen Länder, die sich nicht von den Erpressern haben zwingen lassen, an ihrem Handel behindern wollen. Der Parlamentssekretär für Wirtschaftsführung in London, Dingle Foot, hat in einem Interview dem Londoner Korrespondenten von„Svenska Dagbladet“. Griggs, die neuen Methoden zur Brechung der Neutralität der kleinen Staaten offen zugegeben und sie in drei Gruppen gegliedert: 1. Blockade zur See, 2. die Bombenoffensive, 3. Herabsetzung der deutschen Einfuhr aus neutralen Ländern. Da die Anglo=Amerikaner zur Zeit die Methobe drei in Anwendung bringen, d. b. die neutralen Regierungen bzw. die Einzelfirmen unter Druck nehmen, um sie unter Androbung von Wirtschaftssanktionen zur Aufgabe ihrer Handelsbeziehungen zu Deutschland zu zwingen, wobei, wie Dinale Foot zugab, das Mittel der Schwarzen Listen besonders in Anwendung kommt, so ergibt sich daraus, daß man in London und Washington eingesehen hat, daß die Blockade zur See ebenso wie der systematische Bombenterror gegen Deutschland stumpfe Waffen waren, die nicht den ersehnten Erfolg gebracht haben. Weder ist die deutsche Wirtschaft zusammengebrochen, noch konnte die Moral der deutschen Bevölkerung erschüttert werden. So nehmen die Errpesser ihre Zuflucht zu einem Sanktionskrieg gegen die Neutralen, in der irrigen Meinung. auf diesem Wege Deutschland vom Welthandel völlig absperren zu können. Man wird sich im Feindlager darüber klar sein, daß die Drohungen gegen die neutralen Regierungen und Firmen haltlos und dumm sind. Denn soviel ist schon heute sicher, nach dem Kriege werden die Feindstaaten, die durch den Krieg den Lebensstandard ihrer Völker völlig heruntergewirtschaftet haben, dazu gezwungen sein, mit allen Mitteln die Wirtschaftsbeziehungen wieder anzuknüpfen. Dann wird man dabei auch die Firmen nicht ausschließen, die man heute auf die Schwarze Liste setzt. Insofern ist das ganze Sanktionsmanöver der Anglo=Amerikaner als ein Zeichen der Ausweglosigkeit ihrer Politik anzusehen, und als solches wird es auch in den neutralen Ländern erkannt und bewertet. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz dnb Führerhauptauartier, 10. Mai. Der Führer verlieh am 4. Mai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Karl Decker. Kommandeur der schlesischen 5. Panzer=Division, als 466. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Generalmajor Decker hat das Ritterkreuz bereits am 13. Juni 1941 als Oberstleutnant und Abteilungskommandeur eines Panzer=Regiments erhalten, nachdem er im Balkanfeldzug an der Spitze seines Regiments die Grenzlinien durchbrochen und im weiteren Verlauf durch kühnen Vorstoß auf Lakissa den Feind gezwungen hatte, die Olymp=Stellung aufzugeben. Ende Februar 1944, als den Sowjets ein Einbruch nördlich Kogatschew gelungen war, wurde die 5. Panzer=Division dataillonsweise, wie sie gerade eintraf, in den Kampf geworfen. Um Zeit für den Antransport weiterer Teile zu gewinnen, baute Generalmajor Decker eine dünne stützpunktartige Abwehrfront auf, in der er den feindlichen Vormarsch zunächst zum Stehen brachte. Als am nächsten Tage die Volschewisten mit drei Divisionen die schwachen Teile der 5 Panzer=Division angriffen und in umfassendem Stoß durch eine Lücke in der deutschen Front mit starken Kräften bereits gegen einen Schlüsselpunkt der deutschen Stellung am Drut vorgingen, eilte der Divisionskommandeur mit seinen geringen Reserven, einigen schweren Pakgeschützen und einer Kompanie Pioniere an die gefährdete Stelle, richtere sich **— *****„„— Stalin soll mit seiner Hetze endlich aufhören Nach diesem Schrei einer englischen Zeitsch ritt muh ein Rit in der allllerten Front sein eben noch vor dem Eintreffen der Sowjets zur Verteidigung ein und schlug, selber in vorderster Linie kämpfend und die Pak persönlich einsetzend, alle feindlichen Angriffe bis zum Eintreffen eigener Verstärkungen ab. Wenige Tage darauf, am 2. März, meldete der Wehrmachtbericht, daß sich in diesen Kämpfen die schlesische 5. Panzer=Division unter Führung von Generalmajor Decker hervorragend bewährt habe. Das war bereits das zweite Mal innerhalb von drei Monaten, daß Generalmajor Decker und seine Division im Wehrmachtbericht genannt wurden Neue Ritterkreuzträger dub Führerhauptquartier, 10. Mai. Der Fuhrer verlie# das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an:=Obersturmührer Storfers, Regimentskommandeur des=Freivilligen=Panzergrenadier=Regimente„Norge“, gedoren am l. 9. 1910 in Voorde bei Kiel.=Obersturmführer Stoffers ist bei den Kämpfen am Brückenkopf Narwa am 25. Fedruar 1944 gefallen. ½=Sturmbannführer Albrecht Krüdel, Bakaillonskommandeur in einem ½-Freiwilligen=Panzergrenadier=Regiment, geboren am 22. April 1913 in Nordhorn (Hannover) als Sohn des Kaufmanns K. Untersturmfühcer Georg Langendorf, Zugführer in einer ½PanzerAufklärungsabteilung, geboren am 28. Juli 1920 in Gräfenhausen, Kreis Darmstadt, als Sohn des Maurers L. ½. Oberscharführer Philipp Wild. Panzer=Kommandant in einer ½ Panzerabteilung, geboren am 28. März 1921 in Dornheim bei Darmstadt als Sohn des Lohnarbeiters W Oberst Werner Friede, Führer eines gepanzerten Verbandes, geboren am 12. Juli 1897 in Droschkau(Kreis Ramslau Schlesien). Hauptmann d. R. Hermann Ernst Bolm, Bataillonsführer in einem niedersächsischen Grenadier=Regiment, geboren am 28. Februar 1919 in Magdeburg als Sohn des Lokomotivführers Hermann B. Oberleutnant Gerhard Steinert, Kompaniechef in einem ostpreußischen Grenadier=Regiment. geboren am 17. 11. 1921 in Berlin. Leutnant d. R. Arthur Jahnke, Kompanieführer in einem mecklenburgisch=pommerschen Grneadier=Regiment. Oberfähnrich Hermann Tönnies, Ordonnanzoffizier in einem norddeutschen Grenadier=Regiment. Oberleutnant Gerhard Steinert. Kompaniechef in einem ostpreußischen Grenadier= Regiment. Oberstleutnant Walter Klocke. Kommandeur eines württembergisch=badischen Sturm=Regiments, geboren am 11. Dezember 1905 in Sölde(Kreis Hörde i. W.). Hauptmann d.R. Hermann Schünz, Bataillonsführer in einem brandenburgischen Grenadier=Regiment, geboren am 8. Mai 1914 in Weinheim a. d. Bergstraße als Sohn des Kaufmanns Sch. Hauptmann d. R. Alfred Montaa, Batteriechef in einer norddeutschen Sturmgeschütz=Brigade, geboren am 15. Juni 1918 in Reitendorf(Sudetenland) als Sohn des Erbhofhauern M. Hauptmann Montag ist im Beruf landwirtschaftlicher Assessor. Oberleutnant Wilhelm Loos, Kompaniechef in einem Hamburger Grenadier=Regiment, geboren am 27. Dezember 1911 in Metz. Feldwebel Ernst Been, Zugführer in einem Allensteiner GrenadierRegiment, geboren am 3. Fehruar 1916 in Klein=Bankheim als Sohn des Landwits B. Feldwebel Bern ist im Beruf Landmirt. Major Schmidt, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader und Hauptmann Hinkes. Flugzenaführer in einem Transportgeschwader dnh Aus dem Führerhauptanartier, 10. Mai. Der Führer hat Professor Hans Pfitzner zur Vollendung seines 75. Lebensjahres ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übersandt. □ Berlin, 10. Mai. Wie sich aus übereinstimmenden Aussagen von Flüchtlingen aus dem Kaukasus ergibt, hat der Kreml eine Zwangsumsiedlung einer Reihe kaukasischer Kleinvölker und Stämme angeordnet. Die Zwangsumsiedlung bezieht sich vor allem auf die Volksstämme der Balkaren, Kabardiner, Karatschaier, Bergosseten, Tschetscheuen und Juguschen. Es handelt sich bei diesen Völkern ausschließlich um Mohammedaner und mit Ausnahme der Kabardiner und Osseten um türksprachige Gruppen. Die Zwangsumsiedlung erfolgt nach Sibirien und in den uralischen Raum. In der letzten Zeit hat sich die Zwangsumsiedlung auch aus die Terek=Kosaken erstreckt. Die Bevölkerung des Kaukasus sieht in dieser gewaltsamen Verpflanzung den unmenschlichen Versuch einer endgültigen Vernichtung der Völker des Nordkaukasus, insbesondere der mohammedanischen Stämme. Die in der ganzen Welt bekannte Seßhaftigkeit und Heimattreue der Bevölkerung des Kaukasus ist im Kreml bei der Bolschewisierung der Sowietunion stets als ein Element des Widerstandes angesehen worden. Alle bisherigen Versuche des Bolschewismus, das Rückgrat der kaukasischen Völker zu brechen, sind daher rw Berlin, 10. Mai. Die Lowiets haben schon immer alle auslandischen Regierungsmaßnahmen mit mißztranischen Angen beirachtet. Diees geradezu krankdafte Mistranen offenbart sich auch jent wieder in der überaus komplizierten Nachkriegszielfrage, die allein con durch das staudige Hineinreden der verschiedenen Exitregierungen zu einem bösen Torenapulver zwischen den „alliierten Demokratien“ geworden ist Mit diesen Disserenzen de##arnat sich setzt die englische Wochenzeitschrift„Tadler“ und geht dabei von dem Tagesbesehl Stalins zum k. Mai aus. Stalin habe in ihm nicht behauptet, das der deutsche Rückzug aus Sowietrutzland in irgendeinem Sinne eine Katastropbe gewesen ware. Die deutschen Armeen seien als ganze Armeen zurückgegangen, doch ware es wünschenswert, so fährt„Tablet“ fort, wenn die britische und die amerikanische Regierung Stalin einmal offen zurechtwiesen und ihm sagten. er solle mit seiner Presse= und Rundfunkhetze gegen andere alliierte Regierungen aufhören. Das sei um so berechtiater, als England mit diesen Regierungen eine zweimal solange Zeit verbündet sei als mit der Sowietregierung. Die ununterbrochenen Anklagen gegen die volnische Erilregierung machten gar keinen Eindruck mehr. so abgeschlissen sei schon der Begriff„Faschist". Mit den Sowiets sei es aber offenbar so. wie mit jenem k Belgrad. 10. Mai. Wie die serbische Presse jetzt feststellt, hatten die jüngsten anglosamerikanischen Terrorangrifse auf Belgrad und andere ungeschützte Städte Serbiens lediglich den Zweck, dadurch die Aktionen der bolschewistischen Bandon Titos zu unterstützen und anderseits das serbische Volk dafür zu bestrafen, daß es sich an diesen Aktionen nicht beteiligt. London und Washington wollten Tito helfen, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf, den die serbischen Freiwilligen, die serbischen nationalen Tschetniks und die serbische Staatswache in den westlichen Grenzgebieten an die Bevölkerung gerichtet haben, nachdem dort der Einbruchsversuch der bolschewistischen Banden unter schwersten Verlusten abgewiesen worden ist. Also seien auch die Terrorangriffe für alle aufrichtigen Patrioten keine Ueberraschung gewesen, denn man habe damit rechnen müssen. Aber durch den finnlosen Massenmord an Frauen und Kindern sei nur der Geist jener gestählt wortrotz der Anwendung brutaler Terrormethoden gescheitert. Nun hat Moskau zum äußersten Mittel, zu der zwangsmäßigen Aussiedlung, gegriffen, die gleichbedeutend mit der völkischen Vernichtung der nordkaukasischen Stämme ist. Im übrigen ergibt sich aus den Flüchtlingsaussagen weiterhin, daß im Kreml der Plan besteht, in dem freiwerdenden nordkaukasischen Raum Georgier aus Transkaukasien anzusetzen. Auch das georgische Volk gehört zu denjenigen Völkern des Kaukasus, die sich bisher dem Bolschewismus nur mit äußerstem Widerstand unterworfen haben. Die Georgier sehen daber in ihrer Zwangsumsiedlung in den nordkaukasischen Raum ebenfalls den Versuch einer gewaltsamen Zersplitterung und Vernichtung ihres Volkstums. Wenn die bolschewistische Aaitation immer wieder das Versprechen der Selbständigkeit der einzelnen sowietischen Teilrepubliken wiederholt, so handelt es sich hier offensichtlich nur um den Versuch, die Weltöffentlichkeit über ihre wahren Absichten irrezuführen. Diese Absichten bestehen in der radikalen Verpflanzung und Zersplitterung der Volkssubstanz der kaukasischen Stämme und Völkerschaften. jungen amerikanischen Madchen, das bestraft wurde, weil es seine Kameradinnen Faschisten nannte und zu ihrer Verteidigung erklärte:„Ich nenne jeden, den ich nicht leiden mag, einen Faschisten.“ Stalin und seine Gehilfen aber leisteten außerdem mit dieser Art der Aaitation der ganzen alliierten Sache einen schlechten Dienst, denn man müsse aus ihr schlußfolgern, daß irgendwelche gemeinsamen Nachfriegsplane nicht einmal in den gröbsten Umrissen bestanden und daß sich hinter dem Lippenbekenntnis, das die kowiets der demokratischen Staatsidee zollten, nur militarische Gewaltherrschaft, votemkinsche Wahlen und für die betroffeen Länder Wanda Wassilewika=Regierungen verbergen, die nicht der teweiligen Nation dienten, sondern lediglich ihrer Unterwersung unter die Sowiets. Es ist erstaunlich, daß ein englisches Blatt mit solcher Offenheit diese Unstimmigkeiten in der alliierten Front kurz vor dem offiziell angekündigten Invasionsbeginn hinweisen kann und noch dazu mit den Araumenten, die die deutsche These von den bolschewistischen Weltherrschaftsplänen vollauf bestätigen. Dem nationalsozialistischen Deutschland wird damit nichts Neues verraten, aber in den noch immer etwas beariffsstutzigen neutralen Ländern dürften diese Ausführungen doch einiges Aufsehen erregen den, die man bombardiert hat. Das serbische Volk lehne jede Gemeinschaft mit den bolschewistischen Banden eines Tito ab. Es gehe nicht in den Wald, wie London und Moskau es befehlen, denn es wisse, daß ihm das den endgültigen Tod bringen würde. Die lebende Mauer, die heute die Westarenze Serbiens schützt, werde Tito niemals durchbrechen können Ungarn an der Seite Deutschlands Drahtbericht unseres Mitarbeiters ol Budapest, 10. Mai. In einem Aufruf an die deutsche Volksgruppe in Ungarn stellt ihr Führer, Dr. Pasch, fest, daß die ungarländischen Deutschen auch schon bisher an dem gigantischen Ringen um Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes mit ganzer Einsatzbereitschaft teilgenommen haben und das in zwei freiwilligen Aktionen mehrere zehntausend Soldaten in die Waffen=4 eingetreten sind. Jetzt habe sich Ungärn am 19. März für jederman sichtbar und bedingungslos an die Seite des Großdeutschen Reiches gestellt und es ist der Wunsch des Führers, daß die Deutschen Ungarns sich nunmehr in noch gesteigertem Maße in die Reihen der Waffen= eingliedern. Das Abkommen zur deitten Aktion innerhalb der deutschen Volksgruppe Ungarns hat alle bisherigen Schwierigkeiten endgültig aufgehoben. Der Freiwillige wird nicht mehr wie bisher bei einem Eintritt in die deutsche Wehrmacht seine ungarische Staatsbürgerschaft verlieren und auch seine Angehörigen werden mit keinem Nachteil mehr zu rechnen haben. In dem Aufruf heißt es zuletzt:„Alle Deutschen Ungarns sind nach dem Abkommen für die dritte Aktion wehrdienstpflichtig geworden. Ich rufe aber die Männer und die wehrfähige Jugend unseres Volkes noch vor der dritten Aktion auf, sich freiwillig zu dieser stolzen Pflichterfüllung zu bekennen". Wie kören im Ründ#inte Mittwoch: Reichsprogramm: 7.30 bis 7,45 Uhr: Zum Horen und Bebalten: Beton und Stahlbeton. 11.80 bis 12 Uhr: Ueber Land und Meer(nur Berlin, Leipzig, Posen). 12 35 bis 12,45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 15,80 bis 16 Uhr: Solistenmusik von Josef Marz. 16 bis 17 Uhr: Ausgewählte Overn= und Konzertmusik. 17.15 bis 18.80 Uhr: Bunter Melodienstrauß. 18.80 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15 bis 19.30: Frontberichte. 20,15 bis 21 Uhr: Auftrittsarien und=lieder aus Overn und Overetten. 21 bis 22 Uhr: Die bunte Stunde. Deutschlandsender: 17,15 bis 18,80 Uhr: Orchester= und Cbormusik von Schubert, Kauffmann und Hermann Simon. 20.15 bis 21 Uhr:„Meisterwerke deutscher Kammermusik". Streichauartett Cis=Moll, Werk 181, von Beethoven, gespielt vom Schneiderhan=Quartett. 21 bis 22 Uhr: Hugo Wolf, ein Bild seines Lebens von Joachim von Delbrück. Der Führer gratulierte Prof. H. Pfitzner Stalin will Vernichtung der Kaukasus-Völker Zwangsaussiedlung nach Sibirlen und in den wralischen Reum Bombenterror treibt Serbien zu Deutschland Unerwartete Wirkung: Kelne Gemeinschaft mit TIIo Drahtbericht unseres ständigen Mitärbeiters Rund um den Braunschweiger Löwen Auf dem Burgplatz, mitten in der Stadt Braunschweig, steht der Löwe— eines der schönsten und geschlossensten Denkmäler jener fälschlich„romanisch“ genannten, frühmittelalterlichen deutschen Kunst, der auch die Burg Dankwarderode und der unmittelbar daneben aufragende Dom zugehören. Hier ruht, neben seiner Gemahlin Mathilde, Heinrich der Löwe, der Sachsenherzog, der jenes SinnDer Breunschweiger Löwe— Die alte Waage Zeichnung Ell DP3. bild seiner Macht aufrichten ließ. Der Löwe schaut nach Osten: Herzog Heinrich war der große deutsche Fürst des Mittelalters, der den Schwerpunkt des Deutschen Reiches im Norden und Osten sah. Braunschweig ist eine recht alte Siedlung. Der Uebergang über die Oker, die wenige hundert Meter später schiffbar wird, hatte zu dem Dorf Brunswick und Dorf und Burg Dankwarderode früh einen Markt entstehen lassen. Eine natürliche Gunst der Lage— hier kreuzten sich zwei der wichtigsten Reichsstraßen: die von Frankfurt a. M nach Hamburg, die Italien mit dem Norden verband, und die große Ost=West=Straße, die vom Westfrankenreiche über Köln nach Magdeburg und in den Osten führte— ließ in reichem Maße Handel und Gewerbe erblühen. Wohlstand und ein starkes Selbstbewußtsein in den Bürgern erstehen. Bald wurde Braunschweig zum Vorort der niedersächsischen Hanse im Binnenlande. Wären nicht der Verkehr, die neuzeitlichen Trachten— wer nach Braunschweig kommt, könnte meinen, er sei in das Mittelalter zurückgeraten. Die ganze Innenstadt zeigt noch heute überwiegend den altertümlichen Fachwerkbau und nicht wenige Häuser reichen in die Zeit vor 1500 und wenig später zurück. Einen eigenen Reiz der alten Stadt bilden ihre vielen Märkte, deren Raumwirkung durchweg von schöner, künstlerischer Vertiesung zeigt. Da ist der Altstadtmarkt mit seinem herrlichen gotischen Rathaus, mit der spitzenartigen Fassade und dem reichen figürlichen Schmuck, dem köstlichen Brunnen und der gotischen Martinkirche. Die alten Braunschweiger Pfarrkirchen— die Stadt ist aus sechs freien Weichbilden zusammengewachsen— sind alle schon in„romanischer“ Zeit begonnen und zum Teil auch hochgeführt worden. Die Türme hat die Gotik vollendet und die geben der Schau in den bewegten Straßenzügen immer wieder etwas ganz Besonderes. über den Alltag Hinausweisendes.— Am Wollmarkt steht noch heute der schlanke Bau der alten Ratswaaae neben dem wuchtigen Unterbau der Andreaskirche. Vom Kohlenmarkt schauen wir gerade auf das Gewandhaus. den Sitz der mächtigen Gilde der Tuchmacher, das in besonders schöner Weise zeigt, wie deutscher Geist sich auch das Fremdaut der Renaissance einzuschmelzen verstanden hat.— Vergessen wir weiter nicht Till Eulenspiegel, den Schalksnarren. der da in einem romantischen Winkel des Bäckerklints auf dem Brunnensockel sitzt, dicht vor dem Hause. in dem er dem ehrsamen Bäckermeister den Teig zu„Uhlen und Anen“(Eulen und Affen) statt zu Wecken verbacken haben soll! Von den vielen geistigen Größen, deren Namen mit der Stadt verknünft sind, seien nur die Bettern Bote aus dem Ende des 15. Jahrhunderts genannt, im 18. Jahrhundert der Theologe J. Fr. W. Jerusalem. dessen Wirken für das Bildungswesen richtunggebend wurde. Lessing, dann der große Mathematiker Gauß. und aus neuerer Zeit Wilhelm Raabe, die Familie Huch und Ina Seidel, die ihre Jugend hier verlebt hat. Niedersächsisches Wesen steht auch bei aller Geistigkeit gern auf festen Füßen. So sind hier die irdischen Genüsse nie verleugnet worden. Braunschmeiger Spargel und Braunschweiger Würste genießen Weltruf. Brannschweiger Bier und Korn waren schon im Mittelalter nicht weniger berühmt als sein Tuch und seine kunstgewerblichen Erzeugnisse.— Daß sich eine Stadt durch lange Jahrhunderte geistig wie wirtschaftlich fast gleichbleibend auf der Hühe gehalten hat, mag fast wie ein Wunder erscheinen. Es ist aber keins. Der ostfälische Menschenschlag beherrscht noch heute in all seiner Eigenmüchsigkeit, und in seltener Geschlossenheit ganz übermiegend das Stadtbild. Das Erbaut der Vergangenheit ist es, das=fruchtbar bis in die Gegenwart wirkt, und das ist die sicherste Gewähr auch für die Zukunft. Rumäniens Nationalfelertag *= Bukarest, 10. Mai. Unter Führung seines Staatsführers Marschall Autonesen begeht Rumänien am 10. Mai seinen Nationalseiertag, der der Erinnerungstag der rumänischen Wiedererweckung und nationalen Freiheit ist. Dieser Tag, an dem sich seit dem 19. Mai 1866 alle großen Er. eignisse zur Konsolidierung des Rumänentums vollzogen, ist im völkischen Leben Rumänieus sest verankert und damit der bedeutendste Feiertag des rumänischen Volkes. Der diesjährige 10. Mai gewinnt noch seine besondere Bedeutung dadurch, daß das rumänische Volk wiederum mitten in einem schweren Ringen um seine nationale Freiheit steht, die es gegen den Weltfeind Bolschewismus zu verteidigen gilt, der seine Grenzen bedroht und Rumänien wie ganz Eurova der Versklavung und Verelendung zuführen möchte. Seit dem Beginn dieses großen Kampfes steht das rumänische Volk unter seinem Marschall treu an der Seite Großdeutschlands, das zusammen mit der rumänischen Armee in treuer Waffenkameradschaft mithilft, Rumäniens Boden gegen den wilden Ansturm aus dem Osten zu verteidigen. In diesem gemeinsamen Schicksalskampf wird das rumänische Volk von seinem Marschall Antoneseu, dessen hervorragende Leistungen im Kampf für die Freiheit im rumänischen Volk höchste Anerkennung finden, zum endgaültigen Sieg geführt werden Japaner besetzten Tengfeng A Schanghai, 10. Mai. Während sich der Kampf um den Besitz der Peking=Hankau=Bahn seinem Ende nähert, nachdem in kaum drei Wochen dauernden Operationen nahezu die gesamte Strecke von 300 Kilometer in sapanische Hände gefallen ist, dringen marschierende sapanische Kolonnen gleichzeitig westwärts vor. Die ganz südlich marschierende Kolonne eroberte, einem japanischen Frontbericht zufolge, am 6. Mai Tengfeng, nachdem das 85. Tschungkinger Armeekorps östlich von Tengfeng am 3. Mai eine schwere Niederlage erlitten hatte. Die inzwischen eingesetzten zwei weiteren Armeekorps konnten den japanischen Vormarsch nicht aufhalten. Burmesisch-Indische Grenze auch Im Süden überschritten Tokio, 10. Mai. Wie von einer Frontstelle im südlichen Grenzgebiet in Vorderindien berichtet wird, drangen japanische Truppenteile, die vor kurzem einen wichtigen Stützpunkt des Feindes eingenommen hatten, am 7. Mai an einem gewissen Punkt mit frei=indischen Truppen über die südliche burmesischindische Grenze in das indische Mutterland ein. Die Kämpfe um Imphal ∆ Tokio, 10. Mai. Japanische Truppen, die bekanntlich den wichtigen Stützpunkt Pamila besetzten, verlegten den aus der Umgebung von Imphal fliehenden feindlichen Truppen den Rückzug und verwickelten sie in heftige Kämpfe. Feindliche Verstärkungen, die von Imphal aus den Versuch machten, ihre verlorenen Stellungen wieder zuerobern, erleiden täglich große Verluste. Am 4. Mai versuchten feindliche Verstärkungstruppen, unterstützt von 30 Tanks, die sapanischen Stellungen bei Kohima wiederzubesetzen, wurden jedoch zurückgeschlagen. nachdem 14 Tanks vernichter worden waren. Auch am 5. Mai versuchten feindliche Truppen die Wiedereroberung von Kohima, wurden jedoch mit Leichtigkeit zurückgeschlagen, nachdem sie fünf Tanks nud zahlreiches anderes Kriegsmaterial verloren hatten. Steigende Zahl der Indischen Ueberläufer Tokio. 10. Mai. Nach Meldungen von der Front in Vorderindien steigt die Zahl der indischen Soldaten und auch der Zivilbevölkerung, die heimlich zur japanischen Seite übergehen, wo sie Schutz und Zuflucht finden. Die Briten wenden jetzt die Verbrennungstaktik an und lassen ihre Anlagen im Gebiet der Tschin=Höhen in Flammen aufgehen. 716 Feindflugzeuge abgeschossen oder beschädigt Lokio, 18. Mai. Die Erfolge der japanischen Armeeund Marineluftwafse an allen Fronten im Monat April werden am Dienstag durch eine Verlautbarung des Kaiserlichen Hauptquartiers bekanntgegeben. Insgesamt wurden 474 feindliche Flugzeuge abgeschossen und 242 beschädigt. Das Kommunique hat folgenden Wortlaut: Im südpazifischen Kampfraum wurden 232 feindliche Flugzeuge abgeschossen, einschließlich 12 wahrscheinlich abgeschossener Maschinen, 101 weitere Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Im mittelpazifischen Kampfraum wurden 147 Feindflugzeuge abgeschossen einschließlich sechs wahrscheinlich abgeschossener Maschinen und 54 Flugzeuge schwer beschädigt. Im burmesischen Frontabschnitt wurden insgesamt.74 feindliche Maschinen abgeschofsen, darunter 25 Maschinen die wahrscheinlich zerstört wurden. Außerdem sind 66 feindliche Flugzeuge entweder schwer beschädigt oder in Brand geworfen. Im chinesischen Kampfraum wurden 20 Feindflugzeuge abgeschossen und ebenso viele beschädigt oder in Brand geworfen. Im nordpazifischen Kampfraum wurde ein Flugzeug abgeschossen und ein weiteres schwer beschädigt. Im gleichen Zeitraum gingen 90 japanische Flugzeuge verloren, während 85 weitere am Boden zerstört oder beschädigt wurden. Bomben und Gehelmsender bei den Budapester Juden ==Budapest, 10. Mai. In der Montag=Sitzung des Verwaltungsausschusses des Budapester Stadtrates wurde bekanntgegeben, daß in diesen Tagen bei den Juden eine größere Anzahl von Bombenhülsen gefunden wurden. Ferner entdeckte man immer wieder neue Geheimsenderanlagen in jüdischen Mohnungen. Unter dem Eindruck dieser Mitteilungen, die für das verbrecherische Treiben der Juden weitere schwerwiegende Beweise darstellen, wurde die größtmögsiche Strenge gegen die Juden gefordert. Von einer rührenden Einfalt II Genf, 10. Mai.„Die Amerikaner haben Angst vor der Haltung der Neutralen". Diese Feststellung macht die„Tat“ in Zürich anläßlich der nicht abreißenden Hetzkampagne gegen die Neutralen. Das Schweizer Blatt führt dazu aus:„Die Anast der Amerikaner vor den Neutralen ist von einer rührenden Einfalt. Sie erinnert an den Elefanten, der wild mit dem Rüssel um sich schlägt, weil er Angst hat, daß ihn eine Mücke hineinstechen könnte“. Die Dauerstellung auf dem Roten Platz 4 kb Lissabon, 9. Mai. Der letzte Witz über die Zweite Front, der in Washington die Runde macht, wird von der amerikanischen Zeitschrift„Time“ mitgeteilt, er lautet: Stalin sieht vom Kremlfenster einen Mann drei Tage lang auf dem Roten Platz beten. Dann läßt er ihn zu sich rufen und fragt ihn, warum er bete. Die Antwort lautet:„Für die Eröffnung der Zweiten Front". Darauf Stalin:„Was zahlt man dir dafür?" Der Mann sagt:„Elf Schilling".„Viel zu wenig", erwidert Stalin. Doch der Mann meint:„Bergiz nicht, Genosse Stalin,„daß dies eine Dauerstellung ist!" Wir haben nichts mehr!— heißt nichts Jeder hilft mit, die Spinnstoffsammlung so reichlich zu bedenken, wie nie zuvor Unsere Leser werden verwundert fragen, was, jetzt wieder Spinnstofssammlung. Woher nehmen, wenn wir keinen Ersatz für die alten verbrauchten Spinnstoffe haben? Wollen mal nachsehen in allen Ecken, Truhen und Schränken. Siehe da, da hängt noch solch ein schönes„Andenken“ an die sugendtage, zeigt schon Ansätze des Mottenfraßes. Schade, wenn das„teure“ Stück auch den Weg um Kleiderwolf nehmen sollte. Aber fragen wir uns, was ist besser, das angeblich unersetzliche Andenken den Motten oder dem Wolf zum Fraße bzw. Zerreißen geben? Da kann es im Hinblick auf das fünfte Kriegsjahr nur eine Antwort geben: wir spenden! Viele sind der Meinung, daß nur aute Wollstoffe geeignet seien. Demgegenüber sei nochmals festgestellt daß alle Stoffe abgegehen und gern genommen werden. Da hat Frau Müller ein sonst tadelloses Karnevalskostüm hängen, dem sie manche schöne Stunde, manche Eroberung als junges Mädchen verdankt. Der Hausnater war in jungen Jahren auch niemals ein Mieseneter. Er fehlte in keinem Kreis. in dem Freude und frohe Laune zu Hause war. Auch er hat noch im Schrank zur Erinnerung einen vickkeinen Pierrotanzug hängen. der in den Jugendtagen viel Glanz ausstrahlte. Heute sollen diese Gegenstände die deutsche Rüstung. den deutschen Widerstand verstärken. In dieser Hinsicht werden sie einen viel größeren Glanz ausstrahlen, als semals in vergangener Zeit ihren Endzweck erfüllen. besser auf jeden Fall als Erinnerungsstücke im dunklen Schrank Darum: alle entbehrlichen Kleidungsstücke, überhaupt alle Gespinnstsachen zur Sninnstofssammelstelle. Folgende Ortsaruppen=Sammelstellen sind willige Abnehmer: 1. Ortsgruppe Herne=West: Sammelstelle: In der Volksschule an der Franz=Seldte=Straße. Geöffnet: Mittwochs und Sonnabends von 18—20 Uhr. 2. Ortsarnppe Herne=Börnig: Sammelstelle: Castrover Straße 290. Geöffnet: Täglich von 18—20 Uhr 3. Ortsgruppe Herne=Holthausen: Sammelstelle: Lokal Blome, Ringstraße 55. Geöffnet: Täglich von 16—19 Uhr(außer Sonntags). 1 Ortsarnppe Herne=Horsthausen: Annahmestelle: Bahnhofstraße 130. Geöffnet: Täglich von 10—12 Uhr und 16—19 Uhr(außer Sonntags). 5. Ortsgruppe Herne=Altenhöfen: Annahmestelle: Willi=Woide=Straße. Geöffnet: Täglich von 16—20 Uhr(außer Sonntags) 6. Ortsgruppe Herne=Baukau: Annahmestelle: Schule Bismarckstraße. Geöffnet: Montags bis Sonnabends 17—19 Uhr. 7. Ortsgruppe Herne=Stadtgarten: Annahmestelle: Lokal Schenkmann, Kaiser=Wilhelm=Straße 21. Geöffnet: Täglich von 15—20 Uhr. 8. Ortsgruppe Herne=Constantin: Annahmestelle: Autogarage Steins. Wiescher straße 18. Geöffnet: Dienstags und Freitags von 17—19 Uhr. 9. Ortsgruppe Friedrich der Große: Annabmestellen: 1. Gasthaus Grothaus, Ludwigstraße 10, 2. Kasino Friedrich d. Große 3=4, Ilsederstraße 1. Geöffnet: Sonnabends von 16—18 Uhr. 10. Ortsgruppe Herne=Todingen: Annahmestelle:„SA=Heim“ Herne=Sodingen, Mont=Cenis=Straße 285. Geöffnet: Täglich von 17—19 Uhr. 11. Ortsgruppe Herne=Süd: Annahmestelle: Wirtschaft Franke. Bahnhofstraße 7. Geöffnet: Täglich, außer Sonntags, von 17—20 Uhr. Das muß die Hausfrau wissen In letzter Zeit wurden in Zeitungen und Zeitschriften verschiedentlich Ratschläge erteilt, wie Konservengläser am leichtesten zu öffnen sind. Dabei wurde neben der Erwähnung des zum Oeffnen der Rillengläser erforderlichen Rillenglasöffners auch davon gesprochen, daß das beim Oeffnen der Rillengläser meistens nicht helfende Zieben an der Lasche des Gummiringes auch bei Flachrandgläsern nicht angewendet werden sollte, weil der Ring eine solch rauhe Behandlung schlecht vertrage. Die ser unzutreffende Ratschlag ist dahingebend zu be richtigen, daß Gläser mit flachem Rand— wie beispielsweise die ältesten und ersten Einkochgläser, die an der Erdbeerschutzmarke kenntlichen„WeckGläser"— ausschließlich durch Ziehen an der Lasche des Gummiringes zu öffnen sind. Für diesen Zweck ist übrigens auch die beim Flachrandalas Wir verdunkeln von 21.05 bis 5.48 Uhr! besonders breite Lasche am Gummiring vorhanden. Bei vorsichtig langsamem Herausziehen des Ringes stellt diese Art die leichteste und zuverlässigste Methode des Oeffnens dar. Dies trifft aber wie gesagt nur auf die Flachrandgläser zu. die in ungezählten Millionen von Stücken bei unseren Hausfrauen seit langem in Gebrauch sind und die insbesondere jetzt im Kriege einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung unserer Volksernährung liesern. Flachrandgläser also nur durch langsames Ziehen(nicht Reißen!) an der Lasche des Gummiringes öffnen! „ Sonderzug nach Pommern In Pommern stehen zahlreiche gute Quartiere, die durch die Rückreise der Schulabgänge frei geworden sind. für die Aufnahme von Schulkindern im Alter von 6—10 Jahren zur Versügung. Der Sonderzug geht Mitte Mai. Aumeldungen für die Verschickung nehmen die Hilfsstellen Mutter und Kind in Herne, Bismarckstraße 81, Kaiser=Wilhelm= Straße 20. Bahnhofstraße La und in Sodingen Kantstraße 8 bis zum 13. Mai entgegen. Die Eltern sollten im Interesse ihrer Kinder von der Benutzung dieses voraussichtlich letzten Sonderzuges Gebrauch machen Wichtig für die Besucher der Großausstellung„1918“ in der Dortmunder Westfalenhalle Um der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, auch in den Abendstunden die interessante Ausstellung „1918“ in der Dortmunder Westfalenhalle zu besuchen, bleibt die Ausstellung ab Mittwoch, den 10. Mai 1944, abends eine Stunde länger geöffnet. Die Besuchszeit ist nunmehr von 9 bis 20 Uhr. Karten sind bei den Betriebsobmännern und in den KöF=Dienststellen im Vorverkauf zu 35 Rpf. zu erhalten. Der Eintrittsvreis an der Tageskasse beträgt 50 Rpf. 14 Jugendwohnheime in Westfalen-Süd Uebernahme durch die Hitler=Jugend Vor allem der Luftterror brachte es mit sich, daß durch die Evakuierung von Mutter und Kind und Betriebsverlagerungen die schaffende weibliche Jugend ihr Zuhause verlor. Dieses Problem, das schon vorher durch den Krieg in Fragestellung gerückt war, wurde von der Partei energisch angefaßt und durch Erstellung von Jugendwohnheimen gelöst. So konnten im Gau West salen=Süd in den letzten Monaten mit Hilfe der Gemeinde= und Parteistellen 14 Jugendwohnheime für die weibliche schaffende Jugend erstellt und eingerichtet werden. Sie wurden gestern von der Hitler=Jugend übernommen. Symbolisch für diese allgemeine Uebernahme war die Uebergabe des Jugendwohnheims Dortmund, in dessen Räumen in der Prinz=Friedrich-Karl=Straße sich zahlreiche Vertreter aus Partei und Elternschaft gestern nachmittag eingefunden hatten, um Zeuge dieses für die Heimunterbringung bedeutsamen Aktes zu sein Nach herzlichen Begrüßungsworten durch Bannführer Arnboldt übergab der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Dr. Banicke, als Eigner des Grundstücks das Heim dem K.=Führer des Gebietes, Hauptbannführer=Bald, zu treuen Händen mit den herzlichsten Wünschen. Dieser übernahm das Heim mit herzlichen Dankworten an die Stadt Dortmund und an die Bannmädelführerin, deren Einsatzbereitschaft und Initiative die Ausgestaltung dieses Heimes zu danken sei. Anschließend nahm der Amtschef der Reichsjugendführung. Gebietsführer Schröder, Gelegenheit, um in einem längeren Vortrag die grundlegende Frage der Jugenderziehung in den Jugendwohn heimen zu erörtern. Er behandelte die Entwick lung des Jugendwohnheimwesens, das heute eine vordringliche kriegswichtige Aufgabe geworden sei, und stellte fest, daß Westfalen Süd das erste Jugendwohnheim erstellte und daß dank der planvol len Aufbauarbeit die Hitler=Jugend heute über 846 Jugendwohnheime mit rund 55000 Insassen verfüge. Berufs= und wirtschaftspolitische Gründe hätten den Bau von Jugendwohnheimen notwendig gemacht. Dabei betonte er ausdrücklich, daß das Jugendwohnheim nur ein Notzustand sei und daß nach wie vor die Erhaltung und Stärkung der Familie das Hauptziel und der erzieherische Einfluß der Eltern erhalten bleiben müsse. Die Erziehung der Jugendlichen in den Heimen obliege natürlich der Hitler=Jugend, sie erfolge nach den von der Hitler=Jugend aufgestellten Grundsätzen und Bestimmungen. Abwegig sei, das Jugendheim als Elternersatz anzusprechen. Denn das Elternhaus könne nicht ersetzt werden. Wohl sei es erwünscht, daß Elternhaus. Betrieb und Gemeinde an den Erziehungsaufaaben teilnehmen. Auch lehnte er die Unterbringung von Jugendlichen in Lagern mit Erwachsenen ab. Wo es aber einmal nicht anders gebe. müsse der Jugendliche räumlich von dem Erwachsenen getrennt werden Er sprach sich für gute und solide Breitenarbeit in der Erziebung von Jugendlichen in den Heimen aus. Das Heim solle eine lebensnahe Erziehungsstätte sein, in der die Jugend gleichgestellt sei mit gleichen Rechten und Pflichten und gleicher Behandlung. Bei dieser Erziehungsarbeit müsse auch die Persönlichkeit zu ihrem Recht kommen. Beruhigt könnten die Eltern ihre Kinder in diese Jugendwohnheime schicken, die alle erziehungsmäßigen Anforderungen erfüllten. Ein Rundgang durch das schöne und vorbildlich ausgestattete Heim schloß sich an Hundert Jahre Tapetenhaus Jansen Es bürgt für die soliden Grundsätze eines Kaufmanns, wenn sein Geschäft nicht nur floriert, sondern sich durch das Vertrauen der Kundschaft über eine Zeit von hundert Jahren hält. Man wende nicht ein, daß diese Grundsätze bei unseren Eltern und Großeltern mal Geltung gehabt hätten. Gerade in solchen bewegten Zeiten, die hinter uns liegen, ist ein Beweis für die reellen Grundsätze der Geschäftsinhaber und ihrer Tüchtigkeit im Beruf. Das Tapetenhaus Jansen, Inhaber Walter Jansen, kann in diesen Tagen auf das seltene Jubiläum des hundertjährigen Bestehens zurück blicken. Wir wünschen dem jetzigen Inhaber, der in der dritten Generation das Geschäft führt, ein weiteres Blühen des großelterlichen Erbes. Aus der Geschichte des Geschäftes werden folgende Daten unsere Leser interessieren: Die Eröffnungsanzeige vor hundert Jahren besagte:„Einem aeehrten Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich mich hierselbst als Tavezierer, Glaser und Anstreicher etabliert habe. Ich empfehle mich daher in allen. in meinem vorerwähnten Geschäfte vorkommenden Arbeiten unter dem Versvrechen prompter und reeller Redienung. Carl Iansen wohnhaft bei meiner Mutter. der Witwe Jansen. am Bungartthor.“ Im Jahre 1884 ging das Geschäft auf den Sohn Carl Iansen über. der in Bochum, Brückstraße 48, ein Tavetengeschäft aus baute. Carl Jansen errichtete am 1. Avrik 1905 in Herne. Bahnhofstraße 13, ein Zweiggeschäft, das im Frühjahr 1919 von dem Sohn Walter Iansen übernommen wurde, der es in alter Tradition noch gegenwärtig führt. Wohnung im Hotel als Nutzungsschaden? Die Kriegsschädenbestimmungen schließen es nicht aus, daß ein Bombengeschädigter für kürzere Zeit Unterkunft in einem Beherbergungsbetriebe sucht. Da aber jeder verpflichtet ist. den Schaden so gering wie möglich zu halten, kommt eine Kostenerstattung nur in Frage, wenn der Nachweis dafür erbracht wird, daß es trotz Ausnutzung der städtischen Wohnungsfürsorge und aller sonstigen zur Verfügung stehendn Hilfseinrichtungn nicht möglich gewesen ist, eine billigere Unterkunftsmöglichkeit zu erhalten Vier Reichssieger im Gau Westfalen=Süd Nach Abschluß der Reichswettkämpfe im Kriegsberufswettkampf der deutschen Jugend wurden in einer Feierstunde unter Anwesenheit des Reichsorganisationsleiters Dr. Len und des Reichssugendführers Armann in Dresden die Reichssieger bekanntgegeben. Von den ermittelten Reichssiegern stellte der Gau Westfalen=Süd zwei Reichssieger und zwei Reichssiegerinnen. Die diesjährigen Reichssieger im Gau Westfalen=Süd sind der Bauzeichner Herbert Grimm und der Martinstahlwerker Wolfgang Lachermund: beide aus Dortmund. Als Reichssiegerinnen wurden in Dresden die Postangestellte Lieselotte Thon aus Bochum und die Töpferin Bärbel Behler aus Witten ausgezeichnet. Kleine Herner Stadtnachrichten Deutsches Kreuz in Gold. Der in der gestrigen Notiz genannte Oberwachtmeister heißt richtig Hetmanczyk. Bei dieser Gelegenheit bitten wir bei allen Einsendungen um deutliche Schreibung der Personennamen. Silberne Hochzeit. Die Eheleute Albin Leistner, Ewaldstraße 2, feiern heute ihre Silberhochzeit. Silberne Hochzeit. Die Eheleute Otto Mücke, Ludwigstraße 20, feiern heute das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Unsern Glückwunsch! Verteilung von Süßwaren. Im Bereich des Landesernährungsamtes Westfalen werden in der 62. Zuteilungsverivde an Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren 125 Gramm Süßwaren ausgegeben. Die Einzelheiten ersehen unsère Leser aus der Bekanntmachung im Anzeigenteil. Nachahmenswert. Die Stollengemeinschaft„Feldkamp“ hat nach Fertigstellung ihres Stollens aus Tankbarkeit zum Besten des Roten Kreuzes den Betrag von 1 165.20 RM gespendet. Fahrraddiebstähle. Am 6. Mai wurde ein an der Vödestraße in Herne abgestelltes Herrenfahrrad, Marke Mercedes. Nr. 5259, im Werte von 80 RM gestohlen. Angaben zur Ermittlung des Täters erbittet die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle. Die Kriegerkameradschaft ehem. Angehöriger des 15. AK. trat am Sonntag zum Appell an. In seinen politischen Betrachtungen sprach der Kameradschaftsführer Stemmermann über das Thema „Mund halten". Leutnant Struck, der seit Be ginn der Kämpfe im Osten steht, hatte es sich nicht nehmen lassen, seine alten Kameraden im Avvell zu besuchen und wurde mit großer Freude begrüßt. Derselbe berichtete in seinen Ausführungen über das Heldentum unserer Soldaten an der Front und sprach der Heimat Dank und Anerkennung aus. Der Kameradschaftsführer dankte dem Kam. Lin. Struck für seine Ausführungen und gab die Versicherung das die Heimat stets alles tun werde um den Kampf unserer tapferen Soldaten zu unterstützen. Achtung— lunggesellen Wer allein steht, hat es heute wahrhaftig nicht leicht— und doch hat der„aus dem Koffer“ Lebende den anderen elwas voraus: Er ist ein Meister der Beschrönkung und weiß, was mon unbedingt broucht und was nur unnützer Ballast ist. in einem Haushalt sommeln sich immer wieder alte Wösche- und Kleidungsstücke, Stoffreste, Flicklumpen— all des gehört heute dringender denn je in die Spinnstoftsommlung, die Neues aus Altem schaftt für den gewaltigen Bedarf von Front und Heimafnotgebieten. Junggesellen, Sachverständige für Ueberflüssiges— heitt bei der Spinnstofl-, Wäsche- u. Kleidersemmlung 7. Mai bis 27. Moi 1944 den RxICHSSE LUFFRAGTE DER VSDAP. FOR ALTDATERALERFISSUNG Zieischen Recht und P#LLiekt Roman von G. H. Hansen Urheberrechtsschutz Deutscher RRoman-Verlag. Bad Sachaa Südharz 44 Bei diesem Gedanken mußten beide lachen, Inge verabschiedete sich in gehobener Stimmung. Ihr Selbstvertrauen hatte eine neue Stütze gefunden und sie war schon wieder derart sachlicher Ueberlegung fähig, daß ihr unterwegs einfiel sie brauche für den Ball unbedingt ein neues Gesellschaftskleid. Kurz entschlossen suchte sie einen führenden Modesalon auf, den zu bet eten sie bieher aus Mangel an Mitteln nie den Mut gefunden hätte. Eine ganze Stunde brauchte sie, bis sie das gefunden hatte, was sie wirklich befriedigte. Die notwendigen Aenderungen sollten sofort vorgenommen und das Kleid nach Kladow geschickt werden. Darüber war es Mittag geworden. Inge nahm in einem Restaurant das Essen ein und wunderte sich darüber, welchen Appetit sie entwickelte. Am frühen Nachmittag machte sie einen Schaufensterbummel, trank irgendwo Kaffee und mußte sich zusa mennehmen, um den wichtigsten Gang zu tun, den sie sich vorgenommen hatte. Um vier Uhr saß sie einem bekannten Rechtsanwalt gegenüber. Sie hatte Herzklopfen und war verlegen. Anfangs stockte sie und wußte nicht, wie sie ihr Anliegen vorbringen und ausführlich begründen könne. Es war unendlich schwer, zu einem Fremden über so heikle Dinge zu sprechen, die man sich selbst kaum zu gestehen wagte. Der erfahrene Anwalt half ihr taktvoll und klug über die Hemmungen hinweg. Sie war ihm dafür dankbar und fand sich darein ihm rückhaltlos zu berichten, wie sich das letzte Jahr ihrer Ehe gestaltet hatte. Er lauschte aufmerksam und trotz der vielen Erfahrungen auf diesem Gebiet leicht erschüttert. Sobald er sich ein umfassendes Bild gemacht hatte, fragte er vorsichtig. „Wünschen Sie, daß ich die Scheidung einleite, gnädige Frau?“ „Nein, vorläufig nicht. Ich möchte erst wissen, wie die rein rechtliche Lage ist". „Das zu beantworten ist nicht leicht. Selbst wenn ich voraussetze, daß Sie absolut sachlich und unter Vermeidung jeder Einseitigkeit Ihre Schilderung gegeben haben, müßte ich doch erst die Gegenseite hören, bevor ich mich endgültig äußern kann. Es gibt keine schwierigere Frage als die wer von den beiden Beteiligten in einem Ehescheidungsverfahren recht hat, wenn es sich nicht um ganz grobe Verstöße wie Chebruch und dergleichen handelt". „Was würden Sie mir im Falle eines Klageauftrages raten?“ „Unter der Voraussetzung, daß Sie auch die seelische Entwicklung bei Ihnen und Ihrem Gatten richtig gedeutet haben, glaube ich den Antrag vertreten zu können. Ihren Gatten allein schuldig zu sprechen“. Er verbreitete sich ausführlich über die prozeßrechtliche Seite des Falles, zog Kommentare und höchstgerichtliche Entscheidungen bei und kam zu dem Schluß. Doktor Niehaus sei nicht berechtigt, seiner Frau schriftstellerische Betätigung zu verbieten. Eine Vernachlässigung der häuslichen Pflichten liege zudem nicht vor. Das Vorgehen von Doktor Niehaus, seiner Frau die Wahl zu lassen zwischen Befolgung eines durch nichts berechtigten Befehles oder dem Verlassen des Hauses lasse die juristische Formulierung zu, daß er den Bruch der Ehe herbeigeführt habe. Wahrscheinlich werde das Gericht zu einer Scheldung aus Verschulden des Mannes kommen, „Diesem Ende strebe ich nicht zu“, erklärte Inge bestimmt.„Ich will zunächst versuchen, mich gütlich mit meinem Manne auseinanderzusetzen. Mein bie gestern bestehender ledhafter Wunsch, die Trennung sobald wie möglich wieder aufzuheben, wird sich nicht erfüllen lassen, weil die seelischen Voraussetzungen zur Fortführung der Ehe bei meinem Manne fehlen. Ich kann ihm aber aus seiner Einstellung keinen Vorwurf machen, auch wenn man sie für falich hält. Deahalf wünsche ich, daß alles in Güte geregelt und darauf Rücksi# genommen wird, daß die Kinder so wenig wie möglich unter der Entzweiung ihrer Eltern leiden". „Wenn ich Sie recht verstehe, möchten Sie also, daß ich versuche, mit Ihrem Gatten zu einer privaten Vereinbarung zu kommen, die jede unnütze Belastung vermeidet. Falls eine tragbare Regelung gefunden ist, soll das Gericht nur noch formell die Scheidung aussprechen". „Ja, so ähnlich dachte ich es mir. Ich will den Kindern den Vater auf keinen Fall entziehen, weil keine Muster ein moralisches Recht dazu hat. Ebenso muß es auch umgekehrt sein. Mein Mann wird ähnlich denken, denn bisher hat er keine Schwierigkeiten gemacht, wenn die Kinder zu mir kamen". „Aber das Gericht wird eine Entscheidung treffen müssen. Entweder werden die Kinder Ihnen oder Ihrem Manne zugesprochen. Vielleicht wird man Ihnen auch, je nach dem Urteil, die Kinder getrennt zusprechen, also jedem Elternteil zwei. „Das tut wenig zur Sache, wenn man hinterher vernünftig genug ist, aus dem Verlangen des Gesetzes nicht die letzten Konsequenzen zu ziehen. Es ist mir gleichgültig, wem die Kinder zugesprochen werden. Die praktische Regelung zwischen meinem Manne und mir muß aber dahingehen, daß jeber von uns das Recht hat, ungehindert mit den Kindern zu verkehren. Im Augenblick bin ich nicht in der Lage, die Kinder zu mir zu nehmen. Ich muß mir erst ein Heim schaffen. Erhalte ich aber die Kinder, dann wird ihr Vater sie selbstverständlich ebensoviel sehen und sprechen können wie ich. Wie das im Einzelnen zu regeln ist, muß sich noch ergeben“. „Dann werde ich Ihrem Gatten in diesem Sinne schreiben“. „Bitte senden Sie mir erst den Brief und seien Sie so liebenswürdig, Aenderungen vorzunehmen, die ich in Kenntnis des Wesens meines Mannes für notwendig halte. 36 will unbedingt jede Kränkung vermieden wissen". Gern. gnädige Frau. Morgen erhalten Sie den Entwurf. Am besten ist es, wenn Sie sich noch einmal persönlich zu mir bemühen, falls Sie gegen die eine oder andere Wendung Bedenken haben". Inge ging ziemlich erleichtert davon. Sie glaubte, daß dieser Weg der beste sei und war fest entschlossen, nichts zu dulden, was Jürgen als Vorwurf oder Bosheit empfinden konnte. Zu Hause kam sie in zuversichtlicher Stimmung an. Nachdem jetzt Entscheidungen gefallen waren, sah sie den kommenden Ereignissen ruhiger entgegen. Das monatelange Bangen zwischen Hoffnung und anttäuschung war zermürbend und unbefriedigend gewesen. Man mußte vom Leben nicht mehr verlangen, als es zu' geben bereit war. Lieber jetzt ein anständiges Auseinandergehen mit Jürgen, so schmerzhaft es auch sein mochte, als ein weiteres Dahinleben in einem Zustand, der nicht ja und nicht nein bedeutete. Frau Maria saß allein in ihrem Wohnzimmer, als Inge ankam. Sie riet bei dem friedlichen Alltagsgespräch, das sich zwischen ihnen entspann, welche Dinge, die neue plötzliche und überraschende Wendung herbeigeführt haben konnten und kam dabei zu keinem Schluß. Später kam Eugen nach Hause. Sie aßen zusammen Abendbrot und nahmen die schon liebgewordene Gewohnheit der Plauderstunde auf. Dann verließ die alte Dame das Zimmer, um sich zur Ruhe zu legen. Inge wollte anfangs auch aufstehen, zwang sich aber zum Bleiben, weil sie entschlossen war, keiner Entscheidung mehr auszuweichen, sondern die Dinge bis zur Reige zu erproben. Eugen berichtete von seiner Tätigkeit im Museum und von den Verhandlungen für die im Spätjahr beginnen##### neue Expedition. Da erinnerte sich Inge daran, daß sie den Namen Doktor Tettenborns auf der Liste für den Ball gelesen hatte. „Ich war heute bei meinem Verleger. Dabei erhielt ich eine Einladung zu einem Fest, das Sonnabend in einer Woche stattfindet. Auf der Liste der Eingeladenen fand ich auch Sie, Herr Doktor. Sehen wir uns an diesem Abend?“ ——. Fortsetzung folgt. ****** 2 T 11111fT1112711 — DER SPORT 2. Hauptrunde um den Tschammerpokal Ohne Schalke 04 am 21. Mai 1944 Am 21. Mai wird die zweite Hauptrunde um den Tschammervokal im Gau Westfalen durchgeführt. Neben der svielfreien Meisterels von Schalke 04 sind sieden Gauklassenvereine tätig. Die zehn Paarungen lauten: Erkenschwick— SC Borussia Rheine K S6 Bielefeld— KS6 Ablen VfL Altenbögge— KSG Kaiserau Kamen K 86 Neheim/Hüsten— SB Röhlingbausen Spottfr. Lüdenscheid— BfB Alemannia Dortmund S G Mengede— Westsalla Herne BV Borussia Dortmund— BC Bövinahausen 3B Bechum— B/9 Eickelborn MSV Lemgo— SB Neuhaus PB Weidenau— KS6 Siegen=Eiserfeld Westtalen-Süd gegen Nordsee verschoben Der für Sonntag geplante HJ=Vergleichskampf im Ringen und Gewichtbeben zwischen Westsalen=Nord und Nordsee mußte aus technischen Gründen verlegt und soll im Juni nachgebolt werden. Zerrahn leitet In Hamburg Schiedsrichter des Wiederbolungssviels zur zweiten Vorrunde um die Deutsche Fußball=Meisterschaft zwischen LSV Hamburg und Wilhelmshaven 05 ist der Mecklenburger Paul Zerrabn. Die Begegnung findet auf dem ViktoriaPlatz in Hamburg statt. Riedel Vogt in der Westtalenhalle Die zweite Boxveranstaltung in der Dortmunder Westsalenhalle findet am kommenden Sonntag statt. Das Programm sieht fünf Kämpfe vor. Im Hauptkampf stehen sich der deutsche Meister Richard Voat(Hamburg) und der slämische Schwergewichtler Robensyn im Zehnrundenkampf gegenüber. Im Fliegengewicht trifft der deutsche Meistervorer Schiffers(M.=Gladbach) im Achtrundenkampf auf den Klamen Asteslach. während im Mittelgewicht zwei Paarungen gestartet werden. Neef(Wien) erhält van Eeno(Flandern und Rene Martin(Frankreich) den Niederländer Raadschelders als Gegner. Im Halbschwergewicht wird Schmidt(München) noch mit einem guten Gegner gepaart. Die Treffen versprechen fesselnden Sport. Walter Lohmann vor Killan 10 000 bei den Bochumer Eröffnungsrennen Die um 24 Stunden verschobenen Bochumer Eröffnungsrennen wurden am Montag abend nachgeholt und hatten mit 10000 Besuchern ein ausverkauftes Haus aufzuweisen. Im Mittelpunkt stand der Große Eröffnungspreis über 55 Kilometer in zwei Läufen. Den ersten Lauf über 25 km gewann Walter Lobmann auf seiner Heimatbahn in 22:42 vor Kilian, der 120 m zurück folgte. Im zweiten Lauf über 30 km gab es von Anfang bis zum Ende einen scharfen Zweikampf zwischen Lohmann und Kilian, der auch nach dramatischem Schlußspurt im toten Rennen endete. Die Zeit für beide wurde mit 28:08 Minuten gestoppt. Im Gesamtergebnis sleate dann Lohmann vor Kilian mit 120 Meter Vorsprung. Der Dortmunder Vovel, der Moselländer Maierus und der Hannoveraner Rintelmann spielten nur eine untergeordnete Rolle. Der Amateurmehrkampf wurde von dem Kölner Westerholt mit 17 Punkten vor Albertn(Münster) 13 Punkten gewonnen. Gefängnis für Beihilfe zur Fahnenflucht Koblenz. Vor dem Condergericht in Koblenz batte sich die 32jährige Ebefrau K. Sp. aus Sobernheim wegen Beihilfe zur Fahnenflucht zu verantworten. Die Angeklagte lernte Ende vorigen Jahres am Bahnhof in Sobernbeim einen Soldaten kennen, dei angab. auf Urlaub zu sein. Er habe aber keine Angehörigen und wisse nicht wohin. „Liebevoll“ nahm sich die Angeklagte des Soldaten an vermittelte ihm ein Unterkommen und man verlebte nach geschlossener engerer Kreundschaft zusammen den 14tägigen Aufenthalt des Soldaten in Sobernheim. Kurz vor Weibnachten schrieb er dann an die Freundin der Angeklagten, wo er seinerzeit gewohnt hatte, er habe 10 Wochen„Bau“ bekommen. Tatsächlich hatte er 14 Monate Gesängnis abzusitzen. Plötzlich erschien er im Februar wieder in Sobernbeim bei der Angeklagten, behauptete, seine Strafe abgesessen und nun wieder Urlaub zu haben. Tatsächlich war er fahnenflüchtig. Inzwischen aber war bei der Angeklagten ein Polizeibeamter gewesen und batte ihr gesagt, daß der Soldat von der Polizei gesucht werde. Daraus hatte sie sehr wohl entnehmen können, daß mit ihrem Liebhaber etwas nicht in Ordnung war. Der Polizeibeamte hatte ihr die Auflage gemacht, wenn der Soldat erscheine sofort die Polizei zu benachrichtigen. Um ihr weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen, hatte er sie auch gewarnt, dem Soldaten davon etwas zu sagen, daß er von der Polizei gesucht werde. Die Angeklagte folgte dieser Warnung nicht und tat auch nichts dergleichen sondern unterrichtete den Soldaten, als er in Sobernheim eintraf, daß er gesucht werde. Sie verlebte mit ihm noch zwei schöne Tage. Anschließend machte sich der Mann aus dem Staube, war auf und davon und ist bis heute nicht mehr aufgefunden worden. Vor Gericht wollte die Angeklagte es so darstellen, als habe sie nicht gewußt worum es sich handelte. Der Richter hielt ihr vor, daß sie einmal von dem Polizeibeamten genügend unterrichtet worden war und es ihr andererseits auch hätte auffallen müssen, daß keiner nach Verbüßung einer zehnwöchigen Strafe zur Belohnung noch in Urlaub geschickt werde. Alle Anzeichen sprachen dafür, daß die Angeklagte vollkommen unterrichtet war. Sie hatte sich der Beihilfe zur Fahnenflucht schuldig gemacht und wurde in eine Gefängnisstrafe von einem Jahr genommen. Der Schnaps brachte es an den Tag Schnaps auf gestohlene Bezugsausweise bezogen zu haben, aber jedenfalls konnte ihnen nachgewiesen werden, daß sie die 400 Bezugsausweise vor der Vernichtung in der Papiermühle geschutzt und für sich auf die Seite gebracht hatten. Als die beiden pflichtvergessenen Angestellten die Anklagebank des Sondergerichts wieder verließzen, war jeder von ihnen nach Antrag des Anklägers zu zwei Jahren Zucht„Unter Leltung seiner Frau“ Essen. Dem 28 Jahre alten Hinsberg aus Essen-Katernberg war wenige Monate nach seiner Verbeiratung regelte Arbeit leid geworden. Da das Bummeln als Hauptberuf eine ziemlich brotlose Angelegenheit ist. versuchte Hinsberg seinen Lebensunterhalt durch Einbrüche und Diebstähle bereinzubekommen. In vier nachgewiesenen Fällen hatte er arbeitsamen Volksgenossen Tiere aus dem Kaninchenstall herausgebolt. Einem Wohnungsnachbarn hatte er nach und nach dreißig Gläser Eingemachtes aus dem Keller gestoblen. Mit dem Angeklagten Hinsberg nahm auch dessen 22 Jahre alte Ebefrau auf der Anklagebank des Essener Sondergerichts Platz, denn sie hatte die gestohlenen Lebensmittel mit gegessen. Dem Gericht wollte sie allerdings weismachen sie habe von den Diebstählen keine Abnung gehabt. Der Angeklagte war rückhaltlos geständig, und als der= Gerichtsvorsitzer ihn fragte, wie er zu solchen bodenlosen Gemeinheiten gekommen sei, anwortete er: „Alles unter Leitung meiner Krau!“. Die Frau habe sich tage= und nächtelang berumgetrieben, und wenn sie wieder einmal nach Hause gekommen sei, habe sie ihn gestoßen, Eßbares aus Nachbarkellern und Nachbarställen berbeizuschaffen. Schon der räumliche Abstand, den die beiden Angeklagten auf der Anklageband zwischen sich legten, ließ auf keine barmonische Ebe schließen Der Angeklagte Hinsberg wurde als Volksschädling zu 4 Jahren Zuchthaus und 4 Jahren Ehrverlust verurteilt, seine Ebefrau eryielt wegen Hehlerei ein Jahr Gesängnis. Damit aber Kaninchendiebe und solche, die es werden wollen, nicht annehmen, ein Jahr Zuchthaus für ein gestohlenes Kanin sei der sondergerichtliche„Höchstpreis": der Gerichtsvorsitzer sagte dem Angeklagten, wenn ein schon einschlägig Vorbestrafter mit solchen Sachen in die Anklagebank des Sondergerichts käme, sei der Kopf fällig. Essen. Der 87 Jahre alte Hans Landgräber aus EssenKray war Angestellter, der 58 Jahre alte Gustav Wrobel war Kriegsausbilfsangestellter beim Essener Ernährungsund Wirtschaftsamt. Die beiden Männer batten den verantwortungsvollen Auftrag in der Papiermühle zu EssenWerden in ihrer Gegenwart überzählich Bezugsausweise einstampfen zu lassen und die gründliche Vernichtung dieser Papiere gewissenhaft zu überwachen. Als die beiden„Vertrauensmänner“ im Februar d. J. aber einmal in solchem Auftrage in der Werdener Paviermühle ankamen, waren sie derartig bezecht, daß sie dort bei den Angestellten und Arbeitern schwer auffielen. Nach Anruf beim Wirtschaftsamt wurden sie abgeholt, und dann stellte sich heraus, daß sie einen Posten von 400 Bezugsausweisen für die vorjährige Weihnachtssonderzuteilung auf die Seite gebracht hatten, auf die es bekanntlich außer Weizenmehl, Butter, Zucker, Süßwaren und Bohnenkaffee auch eine halbe Flasche Spirituosen gab. Wenn es den beiden gelungen wäre, die 400 Bezugsausweise in Ware umzusetzen, hätten sie einen kleinen Lebensmittelhandel anfangen können. Zuvor hatten sie einmal erst ein Quantum Schnaps darauf bezogen, das aber völlig genügte, die beiden vertrauenswürdigen Angestellten vor das Essener Sondergericht zu bringen. Hier bestritten sie zwar, den verräterischen Briefkasten V. 100. Gegen eine derartige Unart der Hühner gibt es kein Mittel. Das beste ist, Sie schlachten die Hühner ab. A. L. Wir möchten abraten, eine solche Bastelei an der Radioröhre vorzunehmen. Wenden Sie sich an eine gute Radiofirma. W. L. 9. In Bochum bestand eine Schauspielschule. Ob diele heute in der Kriegszeit noch besteht, entzieht sich unserer Kenntnis. Aber eine Anfrage an das Schauspielhaus der Gauhauptstadt Bochum wird Ihnen die gewünschte Aufklärung und auch den erwünschten Bescheid über einen evtl. Eintritt bringen. Witwe Kr. Es fragt sich, ob Sie sich das Eigentumsrecht an der Lampe gewahrt haben, ob Sie die Lampe in der jetzigen Wohnung unbedingt benötigen und ob der jetzige Wohnungsinhaber die Lampe benutzt bzw. ob er sich als Fliegergeschädigter eine neue Beleuchtungsart zulegen kann. Die Lampe bleibt Ihnen als Eigentum, nur fragt sich, ob Sie in dieser veränderten Zeit die Lampe, die Sie selbst nicht benötigen, einfach fortnehmen können. Treten Sie mit dem Wohnungsinhaber in Verbindung und verkaufen Sie dem Volksgenossen die Lamve. 1a-Loäen Dichse bilaksstenums Kleiner Scherz von Anton Stieger Am Stammtisch saßen Mips, Mavs. Movs und Mups. Heute habe ich,“ erzahlte Mivs,„einen sehr interessanten Zeitungsartikel gelesen. Einen Zeitungsartikel über WahrW#t: Leen Movs, Maps und Mups zugleich,;„sehr interessant! Ja, sa, die Wahrtraume: Unbeimlich, was da alles schon vorgekommen sein soll,“ emählte Mips weiter.„Die Leute, die solche Wahrträume haben, nennt man Spökengucker. Am verbreitetsten sind sie in Schottland und an der Meeresküste. Diese Leute träumen sehr deutlich, und alles was sie träumen, erfüllt sich in Wirklichkeit. Ein solcher Spökengucker träumte einmal, seine Frau sei gestorben. Und wirklich war seine Ehehälfte slebenundzwanzig Jahre später eine Leiche. Die Altersschwäche hatte sie dahingerafft! Unglaublich! Nicht?" Die Stammtischrunde nickte tiessinnig. „Ich selbst,“ ergänzte Mops den Bericht,„ich selbst habe auch schon einmal so einen Wahrtraum gebabt. In einer Jännernacht träumte ich daß das Wasserleitungsrohr geplatzt wäre. Wir hatten damals auch wirklich eine ungebeuerliche Kälte. Und tatsächlich platzte wenige Tage später unser Wasserleitungsrobr.“ „Auffallend, sehr auffallend!!" bestätigte die Stammtisch= runde.„Noch dazu, wo du doch garnicht an der Meeresküste wohnst!" „Ach was,“ sagte Maps.„Um Spökengucker zu sein, braucht man nicht unbedingt an der Meeresküste zu wohnen! Auch ich habe schon einmal einen Wahrtraum gehabt. Während der Nach träumte ich, daß gerade der Ostersonntag sei. Und als ich wach wurde, na da war wirklich der Östersonntag.“ „Phantastisch!" Die Stammtischrunde geriet geradezu in Ekstafe. „Eure Wahrträume,“ sagte schließlich Mups,„sind gewiß bestaunenswert. Sie werden aber in den Schatten gestellt von meinem Wahrtraum, den ich unlängst hatte. Ein unheimlicher Wahrtraum, sage ich euch!" „Erzähle,“ bat die Stammtischrunde. Mups vieselte es kalt über den Rücken, als er begann. Also... ich träumte sehr deutlich, ich sei im Konzert. Und stellt euch nur vor... als ich wach wurde, da... war ich wirklich im Konzert!" Aus der Bewegung RSDAP Ortsgruppe Herne=Süd. Donnerstag, 19.90 Uhr, Dienstappell bei Heitkamp, Bochumer Straße 69. Eine halbe Stunde vorher Führerbesprechung. Deutsches Frauenwerk Ortsgruppe Herne=Friedrich der Große. Donnerstag, 17 Uhr. Schulung für alle Mitarbeiterinnen, bei Grünendahl. Ortsgruppen Herne=Sodingen und Börnig. Donnerstag, 16 Uhr, Schulungsvortrag für Abteilungs=, Zellen= und Blockfrauenschaftsleiterinnen im Heim, Mont=Cenis=Straße 289. Ortsgruppe Herne=Stadtgarten(Jugendaruppe). Mittwoch, 19 Uhr. Heimabend in der Mütterschule, KaiserWilhelm=Straße 375. Ortsgruppe Herne=Stadtgarten. Donnerstaa, 16 Uhr, Arbeitsbesprechung der Mitarbeiterinnen im Heim, Heinrichstraße. Ortsgruppe Herne=Horsthausen. Donnerstag, 17 Uhr, ist Singscharprobe für den Muttertag im Kasino„Friedrichs= ec“. Ernst= Friedrich! 7. S. 1944. Ein gesunder Sonntagsjunge ist angekom. men. Cläre Pillich, geb. Rebbe, Ernst Pillich, Wachtmeister, z. 8. Marienhospital(Privat). Herne, Jobststraße 1. Als Verlobte grüßen: Toni Löper, Herne. Franz.=Seldte=Straße 10. Adolf Fiedler, Obergefr., z Z. Urlaub. Im Mai 1944. Ihre Vermählung beehren sich bekanntzugeben: Alois König, Uffz. in einem Gren.=Regt., Mia König, ged. Krümberg. Merzen U. Bramsche. Herne, den 10. Mai 1944. Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Golde. nen Hochzeit, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Johann Amting und Frau, Lina geb. Böticher. Für die vielen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer Vermählung danken wir recht herzlich. Heinrich Böcker und Frau. Elisabeth geb. Prolesch. Herne, Schlägelstraße 31, im Mai 1944. heute wurde mir mein lieber Mann unser guter Vater und Bruder, Schwa. ger und Onkel Pg. Hauptmann Rudolf Hüls Inh. des E. K. 2 und des Kriegsverdienstkreuzes 1. und 2. Kl. mit Schwertern u. and. Auszeichnung. durch einen Herzschlag, einen Tag vor seinem 56. Geburtstag, genommen. In tiefem Schmerz: Frau Grete Hüls, geb. Sellerdeck. Helga Büls, Lore Hüls, Gisela Hüls Hannover=Langenhagen, 28. 4. 1044 (Evershorster Straße 45) . Kurz vor seinem erwarteten Heimaturläub fiel im Osten für Führer und Vaterland mein lieber Mann, der treusorgende und stolze Vater unserer 3 Kinder, mein lieber Sohn, unser Schwiegersohn, Schwa. ger und Vetter Landesoberverwaltungsrat und Gauhauptstellenleiter Unteroffizier Hans-August Brüggestrat Inhaber des Kriegsverdienstkreuzes 2. Klasse 9. 9. 1901 A1 4. 1944 Er folgte seinem Vater nach drei Wochen in den Tod. In stiller Trauer: Frau Erna Brüggestrat, geb. Mertmann=Röhne und Kinder, Klara Brüggestrat als Mutter, Fam. Mertmann und Röhne. Münster=Westf. Holsteiner Str. 17, g. 8. Schwalemberg Lippe. Papenwinkel 34. Schweres Herzeleid brachte uns die unerwartete und schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser lieber, guter Papi, mein einziger, geliebter Sohn und Bruder, mein guter Schwiegersohn, unser Schwager, Onkel, Reffe und Vetter, der Unteroffizier und Zugführer in einer Ins.=Geschütz=Abteilung Emil Mlodoch Inh. des C. K. 2, des Inf.=Sturm. abzeichens in Silber und anderer Auszeichnungen am 12. März, kurz nach seinem Urlaub, aber immer in der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seinen Lieben, im blühenden Alter von 31 Jahren, den Heldentod gefunden hat. In der Blüte seines Lebens. nach fast 5jähriger, glück. licher Ehe und vierjähriger, treuer soldatischer Pflichterfüllung opferte er sein Leben für unser geliebtes Vaterland. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz verstehen. In unsagbarem Schmerz: Edith Mlodoch, ged. Koch. Söhnchen Jürgen und Lothar, Witwe Marie Mlodoch als Mutter und Geschwister, Familie Emil Koch Herne=Börnig. Schlägelstraße 55, Pommern, Wattenscheid, und im Felde, im Mai 1944. Schweres Herzeleid brachte uns die unerwartete, ∆ s c h m e r z l i c h e N a c h r i c h t, d a ß mein lieber Mann, der gute Vater seiner Kinder Erich und Helga, unser treuer Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Grenadier Erich Paul im blühenden Alter von kast 29 Jahren, in den schweren Kämpfen im Osten, gefallen ist. Auf einem Heldenfriedhof im Osten wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Möge ihm die fremde Erde leicht sein. In schwerem Herzeleid: Frau Käthe Paul, geb. Böhme nebst Kindern u. Anverwandten Herne(Eckstraße 25), Hüls, im Felde, Welschneudorf, Werth Stol. berg, Wuppertal und Paderborn, den 8. Mai 1944. Kriegerkameradschaft ehemaliger Freikorpskämpfer Antreten sämtlicher Kameraden zur Beerdigung des Kameraden August Mika, am Donnerstag, dem 11. Mai, 15.45 Uhr, am Amtohaus Sodingen. Kösfer, Kameradschaftsführer. Kontrolliert das Eingemachte! Der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Chef der Transport. einheiten Speer, Berlin RW 40, Alsen. straße 4. Teleson: 11 65 81, sucht: Kraft. fahrer, Kraftfahranlernlinge, Fachkräfte der Autobranche aller Art. Bulkaniseure, Stellmacher, Ingenieure, Maschinenbuchhalter(=innen), Adremapräger(=innen), Abrechner(=innen), Buchhalter und Lohnbuchhalter(=innen), gelernte Rausleute, Zahntechnikers=helfer), Anlernlinge für Zahntechniker, Köche, Schuhmacher, Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Schneider(=innen), Bügler(=innen). Einsatz im Reich und den besetzten Gebieten. Meldung auch über das zuständige Arbeits. amt. Zum Einkassieren von Beiträgen(halb. jährlich) wird ein dlterer, zuverlässiger Mann gesucht Zu melden ab 19 Uhr beim Rassierer des Herner Männerchores, Herne, Schlageterstraße 87 Vavterre Verteilung von Süzwaren In der 62. Zuteilungsperiode vom 1. 5. bis 28. 5. werden im Bereich des Landevernährungsamtes Westfalen an Kinder von 0—18 Jahren je 125 g Süßwaren ausgegeben. Juden, Polen, Zigeuner, Kriegs= und Strafgefangene und Insassen von Arbeitshäusern und Irrenanstalten sind von dieser Zuteilung ausgeschlossen. Die Ausgabe erfolgt für die Inhaber der Lebensmittelkarten auf die Abschnitte N 31/62 der rosa Nährmittelkarten, Klst. 0—8. Jod 3—18 und der blauen Nährmittelkarte SB G. Igl. 3—18. Soweit diese Abschnitte im Laufe der#8. Zuteilungsperiode nicht beliefert werden können, bleiden sie für die 68. Zuteilungsperiode gültig. Gemeinschaftsverpflegte erhalten die Süßzwaren durch die Gemeinschaftseinrichtungen, die beim Ernährungsamt Bezugscheine B zu beantragen hoben. Die Kleinverteiler haben die Ausgabe durch Aushang bekanntzumachen und die belieferten Abschnitte und Bezugscheine B mit Ablauf der 62. Zuteilungsperiode in der üblichen Weise bei den zuständigen Ernährungsämtern abzu. rechnen Verstöße gegen diese Anordnung werden nach der Ver. brauchsregelungsstrafverordnung verfolgt. Münster den 3. Mai 1944 Der Odeeprasident der Provinz Westfalen Landevernährungsamt Abt. B Einige Frauen für Halbtagsarbeit gesucht. Schriftl. Ang. u. O 67 a. d. H. 8tg. A4 Altmaterial und leere Hlaschen nicht wegwerten, sondern sie neuen Zwecken dienstber mochen, weil sie auch gebroucht noch wertvoll sind. Leere Formamini-Flaschen mit Schraubdeckel müssen heute an Apotheken und Drogerien zurückgegeben werden. BAUERZCIE BERLIN Veschedens Unternehmen in Bochum sucht: 1. Buchdalterinnen und Rechnerinnen für Buchhaltungsabteilung, Lohnrech= nunzswesen und dergleichen. ###ingerinnen im Mindestalter von Jahren erhalten kostenlos kurzen Zuverlässige theoretischen Werksunterricht, um an Hausgehilfin nesend je nach Geeignetheit ihren.. sofort oder 1 Bünschen ensprechend in der Lohn= Juni gesucht Statistik, Kalkulation. Be= Frau E. Schmitz, oder Geschäftsbuchhaltung und Herne eingesetzt zu werden.. Bahnhofstr. 19. Barkonnee oder Fertigkeiten sind— nicht erforderlich, dagegen gute Rechen. kenmaisse und Arbeitsfreude Bedinn Bezahlung erfolgt auch während der Dauer des Werksunterrichtes. 2. Burodilfskräfte bzw Anfängerinnen m M##destalter von 16 Jahren zur A##sbildung als Stenotyvistin oder Maschinenschreiberin. Nach erfolgeichem Besuch eines ganztägigen Verkslehrganges von etwa 3—4 Monaten Dauer erfolgt Einsatz in den einzelnen kaufm. bzw Betriebs. und Verwaltungsabteilungen Borkenntnisse und Fertigkeiten sind nicht erforderlich, dagegen einwand. freies gutes Deutsch und Arbeitsreude Bedingung. Bezahlung erfolgt auch während der Dauer des Werksunterrichtes. 3. Burohilfskräfte für Kartei. und Registraturarbeiten, Statistik Kalkulation und dergleichen, im Mindestalter von 18 Jahren. Vorkenntnisse und Fertigkeiten sind nicht erforderlich. Werkomittagstisch und Sauberhaltung und Instandsetzung der Wäsche durch Wer bringt ein Werkseinrichtungen wird geboten.] Metallbett Bewerbungen mit handgeschriebenem—— n—.Lebenslauf. Bild Zeugnisabschriften von Soest mit! Angabe der Gehaltsansprüche, des zuletzt erzielten Berdienstes sowie des frühesten Eintrittstermins erbeten unter Angabe der Kennzisser:„BB. 090344" AUfeke son man ner kurz aurkochen! Das heißt, die Muler braucht ner wenig Feverung, wenn sie ihrem Kinos„Kufeke“ und frische Milch gibt. Feuerung sporen hettt den Johtenkelon behjagen! „Febelhelte Seche, dieses Schmutzlösen mit Buraus Kenn ich ihnen dringendempsehlen! Allerdings heißt es heute eintellen: Erst die Wäsche sortieren und denn nur die Schmutzwäsche In Burnas einweichen! Dann braucht man die Stücke ger nicht mehr schaff zu reiben oder lange zu kochen- der Schmutz geht schon beim Einweichen In die Bröhe!“ ALN Die erkannte Person, die am Samstagnachmittag zwisch. 6—7 Uhr auf der Böde am Schießstand das Herrenfahrrad an sich genommen hat, wird gebeten, dasselbe b. Nawroth, Auguststraße 37, abzugeb. Die Person. welche am 4. Mai, vormittags 8 Uhr, beim Milchhändler Becking einen Bund Schlüssel aus Versehen an sich nahm, wird gebeten, dieselben dort wieder abeugeben. Stenolypistinnen befeasg Sehie gessche an die Geschäftostelle der Ala=Anzeigen Zeuanie, w.m. o. H., Essen=Stadtwald. Goldammer. Eilangebote mit Lebenslauf. Zeugnis. abschriften sowie Freigabebescheinigung— des letzten Arbeitgebers und Angabe des frühestens Antritts=Termins erbeten inter Fr 30 524d an Ala Berlin W 35. 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Vermeiden Sie es Anzeigen telefonisch zu bestellen: in besonderen Ausnahmefällen nimmt die Geschäftsstelle der„Herner Zeitung" telefonische Anzeigenbestellungen an, allerdings ehne Verantwortung Tausch Schlosser Kindersportwagen zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. u. 9 75 a. d. H. Ztg. Wenig gebr. weiß. Kinderwagen geg. D=Fahrrad zu tauschen gesucht. Zu erfragen in der Herner Zeitung. Garderobenwärter(innen) für das srädl. Semmerbed Herne gesucht. Meldungen sofort beim Jugend amt Herne, Rothaus. Zimmar 2:?“ Gebrauchter Diplomat= und Bücherschrank welcher Arbeiterinnen beaussichtigen kann, gewissenhaft in Kontrolle ist, sowie die Werkzeuge in Ordnung halten kann, findet angenehme Dauerstellung, oder auch komb. D en m. Hausten Geiocht. die derner Zeitung., Schriftl Ang u. Schluß der Aazeigenangahme 18 Uhr 119 8 a. b. 8. Ste. Gut erhaltenes Herrenfahrrad gegen Damenfahr. rad zu tauschen ges. Telf. 517 86. Herrenfahrrad geg. Damenfahrrad zu tauschen gesucht Straßburger Straße 23, 2. 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