Verleger: C. Holtmann und C.-Theo Holtmann(letzterer s. Z. Wehrmacht).— Hauptschriftleiter: Willy Pranke(s. Z. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Politik allgemelnen Teil und Lokales: Albert Wemper.— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner Mittwoch, den 5. April 1944 73. Jahrgang 14 Zerstörer und Korvetten versenkt Weiterhin schwere Kämpfe an den Brennpunkten der Ostfront dnd Aus dem Führerhauptquartier, 5. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Westlich Beresowka scheiterten erneute Augriffe der Sowiets. Im Raum von Czernowitz nördlich des Dujestr stehen unsere Truppen bei schwierigen Wetterund Wegeverhältnissen weiterhin in schweren Kämpfen. Die Stadt Tarnopol wurde gegen erneute heftige Augriffe der Bolschewisten gehalten. Dabei hat sich das Grenadier=Regiment 949 unter Führung von Oberst Schönfeld hervorragend bewährt. Im Raum von Brody griffen die Sowjets an mehreren Stellen vergeblich au. Gegenangriffe unserer Truppen zerschlugen feindliche Kräfte. Nördlich von Kowel kam es zu heftigen örtlichen Kämpfen. Hauptmann Bolm und Hauptmann Reiche, Bataillousführer in einem Grenadier=Regiment, haben sich im Kampfraum von Kowel durch beispielhafte Tapserkeit hervorgetan. Südlich Pleskau setzten die Sowjets ihre Durchbruchsversuche nach Zuführung weiterer Kräfte fort. Unsere Truppen errangen in harten Kämpsen erneut einen vollen Abwehrerfolg und vernichteten 24 feindliche Panzer. Damit verloren die Bolschewisten in diesem Abschnitt in den letzten drei Tagen 172 Panzer. In Italien wurden nordwestlich Cassino starke feindliche Stoßtrupps abgewiesen. Gefangene wurden eingebracht. Ein nordamerikanischer Bomberverband führte in den Vormittagsstunden des 3. April einen Terrorangriff auf Budapest. Ein weiterer schwächerer Verband griff in der vergangenen Nacht ebenfalls die ungarische Hauptstadt an. In Wohnvierteln entstanden Schäden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Durch deutsche und ungarische Flakartillerie sowie durch deutsche und ungarische Jäger wurden 17 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Im Nordmeer griffen unsere Unterseeboote in den letzten Tagen feindliche Kriegsschiffverbände an und versenkten 14 Zerstörer und Korvetten, darnnter mehrere Großzerstörer der„Tribal“= Klasse. Im Zusammenhang mit diesen Kampfhandlungen versuchten gestern britische Trägerflugzeuge einen norwegischen Stützpunkt der Kriegsmarine anzugreifen. Der Augriff wurde durch die eigene Abwehr zersplittert und kam nicht zur vollen Wirkung. Hierbei wurden durch das Schlachtschiff „Tirpitz“ vier, durch ein Vorpostenboot zwei seindliche Flugzeuge abgeschossen. Deutsch-rumänische Frontkameradschaft Grohveranstaltung der A0 vor Verwundeten In Bukarest * Bukarest, 5. April. Im Zeichen der deutsch=rumänischen Froutkameradschaft hatte die Landesgruppe in Rumänien der AO. der NSDAP rumänische und deutsche Verwundete zu einer Bukarester Großveranstaltung geladen. Zu dieser Veranstaltung waren Vizeministerpräsident Professor Mihai Antoneseu. die Gattin des Staatsführers, Frau Maria Ano tonesen, Kriegsminister General Pantazi, Innenminister General Poveseu sowie mehrere andere Mitglieder der Regierung, von deutscher Seite der deutsche Gesandte Freiherr von Killinger, General der Kavallerie Hansen, Stabsamtsleiter der AO. der NSDAP SS=Brigadeführer Ruberg, sowie zahlreiche weitere rumänische und deutsche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der rumänischen Hauptstadt erschienen. Der Landesgruppenleiter in Rumänien der NSDAP. Kohlhammer, begrüßte die rumänischen und deutschen Verwundeten als die Verwundeten einer Front, die nicht nur die beiden verbündeten Völker, sondern Europa als Heimat Die Sowjetunion und die Dardanellen Gehelmnisvolles Vorgehen Moskaus in der Dardanellentrage Drahtbericht unseres diolomatischen Mitarbeiters om Berlin, 5. Aprtl. Unter den englischen Pressestimmen, die sich mit den Zielen bzw. der Ziellosigkeit der britischen Außenpolitik beschäftigen, ist ein Artikel der„Yorkshire Post" bemerkenswert, die bekantlich Außenminister Eden nahesteht und vielfach dessen persönliche Einstellung zum Ausdruck bringt. Dies dürfte insbesondere von dem vorliegenden Artikel gelten, von dem ausdrücklich gesagt wird. daß er von einem gut informierten diplomatischen Mitarbeiter stamme. Er behandelt die Frage des Verhältnisses Großbritanniens zur Sowjetunion und verbreitet im allgemeinen die von Eden gehaltene Linie einer Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern auf lange historische Sicht, selbst unter Preisgabe von englischen Interessen und Grundsätzen, zum Beispiel in der Frage Polens, Finnlands und der baltischen Staaten. Zur Rechtfertigung der sowjetischen Ansprüche auf diesem Gebiete wird das aus den vielen Reden Edens bekannte Argument angeführt, daß die Sowjetunion damit eine rein defensive Sicherungspolitik verfolge und keine Maßnahmen ergriffen habe, welche von der englischen Regierung eine sogenannte„starke Haltung“ fordere. Selbst die Anerkennung der Badoglio=Regierung durch die Sowietunion sei„vielleicht“ aus dem Wunsch heraus zu erklären, der britischen und der USA=Regierung gefällig zu sein. Nachdem der Artikel so unter die Ereignisse der letzten Zeit die zu den heftigen Angriffen auf die Außenpolitik Edens geführt haben, einen billigenden Schlußstrich gezogen hatte, versucht er— und dies ist das interessante— die Grenzen der britischen Nachgiebigkeit für die Zukunft abzustecken. Der Artikel erklärte, einige Wellen der sowjetischen Außenpolitik hätten über den Rand des riesigen Reservoirs der Sowjetunion hinausgeschlagen, so in Persien, Afghanistan, in der Mandschurei und in China, wo die Interessenzone des britischen Empire berührt wurden. Das besondere Inter esse lenkt der Artikel auf die Frage der Dardanellen, auf deren Lösung die Sowjetunion früher oder später bestehen werde. Dieses„schwierigste aller Probleme“ könne zu ernsten Meinungsverschiedenheiten führen, wenn die Sowjetdiplomatie das Vorbild des 19. Jahrhundert befolge, aber es könne wahrscheinlich auf freundschaftlichem Wege bereinigt werden, wenn die englisch=sowjetischen Beziehungen in großzügiger Weise behandelt würden. Aus der besonderen Betonung, die das Blatt des Außenministers in diesem Augenblick auf die Dardanellenfrage legt, ist zu schließen, daß ein Vorstoß der sowjetischen Diplomatie in dieser Richtung bereits erfolgt ist, da die„Yorkshire Post“ im Leitartikel der gleichen Nummer sich mit der Nachfolge Edens im„Foreian Office" beschäftigt und gegen die Ernennung Beaverbrooks zum Außenminister Stellung nimmt, der als unbedingter Parteigänger Moskaus gilt, so werden hier Zusammenhänge sichtbar die zwischen einer wichtigen Frage der europäischen und internationalen Politik und der gegenwärtigen Regierungskrise in England bestehen. Gerüchte über neue englisch-türkische Verhandlungen re Istanbul, 5. April. In den politischen Kreisen Ankaras hält sich hartnäckig das Gerücht, daß die Engländer bemüht seien, die vor etwa zwei Monaten unterbrochenen militärischen Besprechungen mit der Türkei wieder in Gang zu bringen, wobei allerdings damit gerechnet werde, daß neue Auseinandersetzungen nur auf einer geänderten Basis und unter völlig neuen Voraussetzungen möglich sein könnten. Auf amtlicher britischer Seite werden diese Gerüchte weder bestätigt noch unbedingt verneint, dagegen wird mit großer Entschiedenheit erklärt, daß die Nachrichten von einer bevorstehenden Entsendung einer türkischen Militär=Mission nach London, die von dem stellvertretenden türkischen Generalstabschef Omurtak geleitet werden soll, völlig aus der Luft griffen sei und in keiner Weise der Wahrheit entspreche. Zu solchen Verhandlungen bestünden im Augenblick und auch in absehbarer Zukunft keinerlei Veranlassung. der Kultur des Abendlandes verteidige. In einer reich gegliederten Vortragsfolge boten dann reichsdeutsche und rumänische Künstler ihr Bestes. Gesandter Freiherr von Killinger hatte der Veranstaltung ein Geleitwort mitgegeben, in dem er darauf hinwies, daß nichts so vordringlich und zeitgemäß sei wie die Betreuung der Soldaten, in erster Reihe der Verwundeten; denn der Soldat sei es, der mit seinem Leben für den Schutz und der Erhaltung der europäischen Kulturgüter, um sie vor dem sinnlosen Vernichtungswillen des Feindes zu bewahren eintrete. Der im Reich geübte Grundsatz. die kulturelle Arbeit in diesem Sinne weiterzuführen, solle auch hier gelten. Besser so als laufen sagt sich dieser Soldat, der mit seinem Maultier schwierige Bergpfade zu überwinden hat. Das Tier ist zwar nicht gesattelt und wenn auch der Sitz hart ist, so geht die Reise doch schneller als zu Fuß vor sich. PK=Kriegsberichter Funke PBZ/Sch Zwei Kreuzer und ein Flugzeugträger versenkt 140 Feindllugzeuge zerstört— Große japanische Erfolge Im Südwestpazitik Tokio. 5. April. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Dienstag folgende Sondermeldung bekannt: Starke feindliche Flotteneinheiten wurden am 29. März südlich des Karolinen=Archipels gesichtet. Die japanische Luftwasse nahm sofort den Kampf auf und flog vom 29. März bis 1. April mehrere scharfe Angriffe. Dabei wurden zwei Kreuzer und ein Flugzeugträger versenkt, zwei Schlachtschifse und ein anderes großes Kriegsschiff sowie mehrere weitere Schiffe schwer beschädigt oder in Brand gesetzt. Zwischen dem 30. März und dem 1. April versuchte die feindliche Luftwasse mehrsach, japanische Stellungen auf den Palan=Inseln anzugreisen. Bei diesen Operationen wurden annähernd 80 seindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein feindlicher Luftangriff gegen die MarschallInseln, die Ost=Karolinen und das BismarckArchipel wurde durch die erfolgreiche japanische Abwehr zum Scheitern gebracht. 60 feindliche Maschinen wurden abgeschossen oder zerstört. Der amerikanische Vorstoß im Südpazifik ATokio, 5. April. Zu der Ankündigung des kaiserlichen Hauptquartiers am Dienstagnachmittag, daß der Gegner im Südpazifik erneut zur Offensive übergegangen ist, wird in militärischen Kreisen Tokios darauf hingewiesen, daß der Feind stärkste Kräfte in diesem Gebiet konzentriert hat. Danach verfügen die Amerikaner dort über mehr als zehn schwere Einheiten, das heißt Schlachtschiffe und Flugzeugträger, die durch einen starken Verband an Kreuzern, Zerstörern und Spezialschiffen abgeschirmt sind. Obwohl der Feind in den bisherigen Kampfhandlungen die gemeldeten schweren Schiffsverluste einstecken mußte, heben die Tokioter Sachverständigen hervor, daß er noch über beachtliche Kräfte verfügt, mit denen die japanische Verteidigung zu rechnen habe. Somit seien die Zusammenstöße südlich der KaroBunkerstadt am Allantik Breite Rollbahnen führen vorbei an den Bunkerbauten, in denen 10000 Menschen arbeiten. Man steht es ihnen äußerlich nicht an, daß sich darin Werkstätten, Wirtschafts=, Wohnräume und Gefechtsstände befinden. PK=Kriegsberichter Beuchling(PBZ=Sch) linen und im Gebiet der Palau=Gruppe nur als Auftakt zu weiteren Operationen anzusehen. Die Tatsache, daß die Amerikaner vor allem mit ihrer Luftwaffe vorgehen, wird nach hiesiger Ansicht dazu beitragen, die bevorstehenden entscheidenden Auseinandersetzungen wesentlich zu beschleunigen. Es sei daher in nächster Zeit mit weiteren Meldungen über den Verlauf dieser Kämpfe zu rechnen. In Erwartung größerer Kämpfe an der indisch-burmesischen Grenze Tokio, 5. April. Nach einem Frontbericht der Zeitung „Asahi Schimbun“ muß damit gerechnet werden, daß es in den nächsten Tagen zu größeren Kämpfen im Gebiet des Manipur=Flusses kommt, die das Schicksal des wichtigen feindlichen Stützpunktes ebenfalls entscheiden dürften. Während sich die Japaner und national=indischen Truppen von Norden und Süden her immer mehr Imphal nähern, scheint der Gegner umfangreiche Vorbereitungen für die Verteidigung dieser Basis zu treffen. Man nimmt an, daß Mountbatten alles versuchen wird. seine um und in Imphal zusammengezogenen Kräfte weiterhin zu verstärken. Bisher erfolgte die Zufuhr auf der gutausgebauten Landstraße, die von Imphal aus in nördlicher Richtung auf die Haupteisenbahnlinie stößt. Da diese Straße inzwischen jedoch von den Japanern abgeschnitten wurde, bleibt Auchinkek keine andere Möglichkeit, als die dringend erforderlichen Verstärkungen aus dem etwa 60 Meilen westlich entfernt liegenden Silchar heranzuschaffen. Allerdings führt die Straße durch stark gebirgiges Gelände, dessen tiefe Täler den Berichten zufolge bisher teils nur notdürftig überbrückt sind. Ein Nachschub von Silchar ist somit jedenfalls nur in beschränktem Maße möglich. Strikte Respektierung des Luftraumes gefordert = Bern, 5. April. Die scharfe Reaktion des schweizerischen Volkes auf den Augriff auf Schaffhausen kommt in der Presse weiterhin zum Ausdruck. In der„Neuen Berner Zeitung" heißt es: „Das Kommando der US=Luftwaffe scheint in einer ersten Mitteilung den Eindruck erwecken zu wollen, die Bomben auf Schaffhausen seien versehentlich abgeworfen worden. Aber selbst dann, wenn man diese Darstellung als richtig annehmen wolle, so sei festzustellen: Wer bei unklarer Sicht einfach mehr oder weniger aufs Geradewohl aus 5000 m Höhe irgendeine Stadt bombardiert, macht sich einer geradezu ungeheuerlichen Leichtfertigkeit schuldig". Wir wissen jetzt, was uns noch bevorstehen kann, sagt die„Solothurner Zeitung". Allerdings können die amerikanischen Flieger ihre krasse Rücksichtslosigkeit und gewalttätige Verletzung der Schweizer Grenzen und ihren grausamen Angriff auf die unschuldige Bevölkerung nicht entschuldigen, geschweige denn rechtfertigen. Nur eine geradezu fahrlässige geographische Unkenntnis, verbunden mit gewissenlosem Draufgängertum, vermögen den Frevel einigermaßen zu erklären. Deshalb ist auch die Empörung über die Herausforderung im ganzen Lande allgemein und stark“. „Rhein und Rheinfall sind Grenzmarkierungen, die nicht übersehen werden könnten". so sagt die „Neue Aargauer Zeitung" und schreibt:„Und wenn sie als Grenzmarkierungen den amerikanischen Piloten nicht bekannt waren, so fällt dem militärischen Oberkommando eine schwere Verantwortung zu. Man schickt nicht Piloten auf Bombardierungsflug in Grenzgebiete, ohne sich mit den elementarsten geographischen Verhältnissen 1 — vertraut zu machen. Es scheint dies doch der Fall zu sein. Kriegführung ohne elementarste geographische Kenntnisse in unentschuldbar. uno wenn die Entschuldigung auf Abtreiben durch Wind und schlechte Sicht angebracht wird, so können wir uns damit nicht abfinden Arr asplassen fingeb äahnia her Schuld, Ia mis die deutschen Unternehmungen gegen sich stündig versteifenWir verlangen Eingeständnis der Schuld, so wir den seindlichen Widerstand und trog schlechtester Wege= und sie vorliegt. und konkrete Garautien dafür, daß Wetterverhältnisse in den letzten Tagen langsam an Boden. olche empörenden Neutralitätsverletzungen ende Die starke Verminung des Geländes und die Zerstörung aller Erfolgreiche deutsche Angriffe gegen Ubermacht Entschlossene Verleidigung von Kowel— Durchbrechen des Einschliehungsringes □ Berlin, 5. April. Im Raum westlich Kowel gewannen lich ebenso unterbleiben wie die Ueberfliegungen ohne Abwürse. Es gibt aus diese letzte Nentralilätsverletzung keine diplomatische wohlformulierte Entschuldigung mit nachfolgender„Schadendekkun=" als Quittung. Es gibt nur noch die strikte Respektierung unseres Luftraumes, sonst werden alle Versicherungen auf Beachtung des Rechtes der kleinstaaten von alliierter Seite vom ganzen Schweizer Volk als Phrasen betrachtet" Schaffhausen und die Neutralen □ Stockholm, 5. April. Alle Berichte aus neutralen Ländern zeigen übereinstimmend, welchen verheerenden Eindruck das Bombardement von Schaffhausen durch USA=Flugzeuge am vergangenen Sonnabend gemacht hat. In Washington ucht man den Zwischenfall, den man natürlich nach außen oin offiziell„bedauert", nach Möglichkeit zu bagatellisieren. Man spricht von einem„Irrtum", der schon einmal vorkommen könne. Dieser eisige Zynismus hat auf neutrale Kreise äußerst verstimmend gewirkt. Man erklärt, die fortgesetzten Verletzungen des schweizerischen Luftraums in den etzten Monaten hätten trotz der zahlreichen Proteste aus Bern kein Ende genommen. Man habe diese Proteste in Washington achselzuckend zur Kenntnis genommen und ein paar formale Phrasen des Bedauerns gemurmelt. Im übrigen habe sich an der Ueberfliegung schweizerischen Hoheitsgebietes nicht das geringste geändert. Der beste Beweis dafür sei die Tatsache, daß erst vor kurzem an einem Tage nicht weniger als 16 amerikanische Flugzeuge auf schweizerischem Boden notlanden mußten. Wie berechtigt die schweizerischen Proteste aber waren, geht aus der Katastrophe von Schaffhausen hervor. Viel vermerkt wird in diesem Zusammenhang, daß der englische Reuterkorrespondent in Zürich im Gegensatz zu den amerikanischen Darstellungen erklärt, die Sicht über Schaffhausen sei gut gewesen, und jeder Mensch fasse sich an den Kopf, wie es unter diesen Umständen möglich war, daß die Amerikaner ganze Stadtteile konzentrisch bombardierten. Gegen Vernebelungsversuche der USA-Luftgangster Bern, 5. April. Die einflußreiche Berner Tageszeitung „Bund“, schreibt zum Terrorangriff der USA=Luftgangster unter der Ueberschrift„Bei der Wahrheit bleiben, bitte!", die schweizerische Oeffentlichkeit werde mit größtem Erstaunen die offizielle Mitteilung des amerikanischen Hauptquartiers in England zur Kenntnis nehmen, daß wegen„außerordentlicher Navigationsschwierigkeiten und schlechten Wetters einige Bomben irrtümlicherweise auf Schweizer Territorium fielen." Der Versuch des Hauptquartiers, das schwere Unglück zu bagatellisieren und die Tatsachen zu entstellen, müßte entschieden zurückgewiesen werden. Es sei unbestreitbar, daß das Wetter über Schaffhausen gute Sicht ermöglichte. Der Rhein, der Rheinfall und der Bodensee seien ausgezeichnete Orientierungsmöglichkeiten, besonders bei Tage, so daß einwandfrei geschulte Flieger sich hier zurecht finden sollten. Es berühre peinlich, wenn sich das amelikanische Hauptquartier auf schlechtes Wetter herausreden wolle. Der Fall der Neutralitätsverletzung werde dadurch nicht leichter, sondern schwerer, weil sich auch noch die Frage der Mentalität stelle. Auch in der amerikanischen Presse werde offenbar die These vom ungünstigen Wetter behandelt, was. von der Schweiz aus gesehen,„schon ein starkes Stück unrichtiger Orientierung der Weltöffentlichkeit ist, wogegen wir Protest erheden.“ „Aus Versehen“ di Berlin, 5. April.(Eigener Bericht). Der amerikanische Außenminister Cordell Hull hat nun ebenfalls das Bedürfnis empfunden, zu dem Bombenüberfall auf das Schweizer Städtchen Schaffhausen ein paar passende Worte zu sagen. In einer amtlichen USA.Erklärung, für die Cordell Hull verantwortlich zeichnet, heißt es:„In Verfolg von Bombenoperationen gegen die deutsche Kriegsmaschine ließ eine Gruppe unserer Bomber infolge einer Kette von Umständen ausgedehnte Vorsichtsmaßnahmen, die zur Verhütung solcher Vorgänge ausdrücklich ergriffen worden waren, unbeachtet, und flog aus Bersehen über Schweizer Gebiet auf der Nordseite des Rheines und warf Bomben ab. Kriegsminister Stimson drückte mir gegenüber sein tiefstes Bedauern aus, das er und die Armee=Luftwaffe dieser Tragödie gegenüber empfindet.“ Von amerikanischer Seite wird hierzu erklärt, daß die USA selbstverständlich zum Schadenersatz bereit sei, wobei sich der Yankeegeist mit der Hoffnung zufriedengibt, daß eine inanzielle Wiedergutmachung die ganze Angelegenheit am besten und schnellsten bereinigen würde. Ist diese Zumutung an sich schon bezeichnend genug, so verdient doch die Erklärung Cordell Hulls, daß der Ueberfall aus„Versehen“ erfolgt sei, besondere Beachtung. Die Beispiele, bei denen in deutschen Städten„aus Versehen“ Zivilisten und zivile Einrichtungen mit Vorbedacht bombardiert wurden, läßt den ganzen Wert der Hullschen Erklärung erkennen. Brücken in den unwegsamen Sumpfgebieten konnten die Bewegungen unserer Panzerkampfwagen und Grenadiere nicht hindern. Durch immer wieder einsetzende Schneefälle war auch der Einsatz unserer Luftwaffe nur in beschränktem Umfange möglich. Unsere Verbände drangen gegen die vielfach überlegenen Kräfte der Sowjets in östlicher und südöstlicher Richtung weiter vor. Darüber hinaus wiesen sie die verzweifelten Gegenangriffe der Bolschewisten, vor allem gegen die Flanken unserer Stoßzkeile alle ab. Auch nordwestlich der Stadt machten unsere Angriffe gute Fortschritte. Das von Schmelzwasser aufgeweichte und zäh verschlammte Gelände konnte das Vordringen unserer Tritopen nicht aufhalten, die mehrere Ortschaften besetzten. Der Feind setzte sich erbittert zur Wehr, konnte dabei die Brükkenköpfe auch wieder zurückdrücken, versuchte aber vergeblich durch massierte Gegenstöße das darüber hinaus verlorene Gelände zurückzugewinnen. Ein schlesisches Panzer=Grenadier=Bataillon unter Führung des Ritterkreuzträgers Major Drewes stieß nach Eroberung eines stark verteidigten Dorfes erneut vor, nahm eine Höhenstellung und drang in den Westteil einer größeren Ortschaft ein. Die Sowjets mühten sich erfolglos, den Stoß der Panzergrenadiere zum Stehen zu bringen. Ungeachtet der offenen Flanken und ohne sich mit der Säuberung des Westteils aufzuhalten, brach Major Drewes auch in den Ostteil ein und hatte bald darauf gegen starke Uebermacht den ganzen Ort in seinen Besitz gebracht. Bei einem Einbruch sowjetischer Kräfte in Stärke von etwa 150 Mann in ein Waldgelände bei Kowel am 31. März bewies der dem Bataillonsstab eines Grenadier=Regiments angehörende Obergefreite Pollack ein besonderes Maß an Tapferkeit und Entschlußkraft. Das Bataillon des Obergefreiten hatte eine Schlüsselstellung für den Entsatz von Kowel inne. Pollack lag in der Nähe des Gefechtsstandes der 2. Kompanie mit dem Auftrag, die Stellung nach Nordwesten abzuschirmen. Plötzlich sah er einige feindliche Stoßtruppen, die von rückwärts bereits bis auf 30 Meter an den Kompaniegefechtsstand herangekommen waren. Sofort sammelte er einige Füsiliere um sich, stürmte mit ihnen gegen die Sowjets und warf sie zurück. Durch sein Beispiel angefeuert schlossen sich ihm noch zwei weitere Gruppen an, mit denen er bei einem neuen Vorstoß den Feind bis über die alte Hauptkampflinie hinaus zurücktrieb. Die tapfere Besatzung der Stadt Kowel selbst sieht sich Tag für Tag starken konzentrischen Angriffen der Bolschewisten gegenüber. Mit vier Schützendivisionen, drei PanzerRegimentern und einem Sturmpionier=Bataillon versuchen die Sowjets immer wieder, die Besatzung zur Aufgabe der Stadt zu zwingen. In den Morgenstunden des 30. März trat der Bataillonskommandeur' in einem niedersächsischen Grenadier=Bataillon, Bolm, mit Leilen seines Bataillons, unterstützt von einer Panzergruppe unter Führung des 5# Sturmführers Nicolussileck vom Westen her zum Durchbruch durch den feindlichen Sperrlegel zur Stadt hin an. Die Kampfgruppe drang tief in das vom Feind besetzte Gelände ein, bis sie auf einen Minengürtel stieß. Dort wollten die Bolschewisten den kühnen Handstreich mit 14 Panzern und aufgesessener Infanterie im Gegenstoß aufhalten. Doch ungeachtet der ringsum einschlagenden Granaten räumten die Grenadiere eine Gasse in das Minenfeld, während unsere Panzer die feindlichen Schützen niederhielten und zwei der sowjetischen Kampfwagen vernichteten, worauf die übrigen abdrehten. Das Haupthindernis war damit beseitigt. In zähem weiteren Vordringen durchbrachen die Grenadiere dann die feindliche Front und erreichten die in Kowel kämpfenden Kameraden und verstärkten durch mitgeführte Minen, Sprengladungen und Munition die Abwehrkraft der tapferen Verteidiger. Bolschewistische Wunschträume Drahtbericht unseres Mitarbeiters ol Bukarest, 4. April. Die sowjetischen Pläne auf eine Bolschewisierung des Balkanraumes werden in dem Bukarester Blatt„Vorunca Bremi“, im einzelnen auseinandergesetzt. Das Blatt meint, die Bolschewisten hätten die Absicht, jetzt mit allen Mitteln bis zur Donau=Mündung vorzustoßen, um so den Rückzug der deutschen Truppen aus dem Raum Odessa abzuschneiden, sondern a mit den Weg über die Walachei und die Dobrutscha nach dem Balkan aufzuschließen und mit einem Durchbruch durch die Karpathen und in die ungarische Tiefebene die Verbindung mit den bolschewistischen Banden Titos herzustellen. Diese Wunschträume, so meint das genannte Blatt, wurden jedoch niemals in Erfüllung gehen, und der Wehrmacht werde genügen, um die Absichten der verhindern. Rumänien habe dadurch, daß es die Sicherung seiner Halbinsel und Grenzen übernommen habe, einen wertvollen Beitrag für die Kriegführung Europas geleistet und es sei fest entschlossen, alle unzuverlässigen Elemente aus der Wehrmacht zu entfernen. Rumänien könne niemals zum Tummelplatz bolschewistischer Experimente werden, es werde sich mit allen Mitteln dagegen zur Wehr setzen, weil es überzeugt ist, daß eine Bolschewisierung des Landes gleichbedeutend wäre mit seinem Untergang und dem der rumanischen Nation. 60 Aufstellung einer roten italienischen Armee Die Kommunisten wollen In allen Reglerungen vertreten sein Drahtbesicht unseres ständigen Mitarbeiters dp Stockholm, 5. April. Ueber die Bemühnngen, eine italienisch=sowjetische Einheitsfront zu bilden, hat man den englischen Korrespondenten in Moskau neues Material zugestellt. Vor allem sind sie in der Lage mitzuteilen, daß auf sowjetischem Gebiet eine italienische rote Armee aufgestellt werden wird. Sie glauben, daß Badoglio in den Verhandlungen. die der Aufnahme des diplomatischen Verkehrs zwischen Sowjetrußland und seinem Regime vorausgingen, genötigt worden ist, hierzu seine Zustimmung zu geben. In der Beurteilung des sowjetischen Imperialismus und besonders auf seine Ansprüche in Mittel und Westeuropa ist man sich selbst in der britischen Presse nicht einig. Der Korrespondent des Labourblattes„Dailn Herald“ hat vielmehr am Montag berichtet:„Die Sowiets haben sich immer mehr davon überzeugt, daß ihre Streitkräfte, was auch in Westeuropa geschehen möge, die Hauptarbeit leisten müsse. Gleichzeitig hat sich in Moskau der Eindruck verstärkt, daß die Kräftesicherung der Sowjetunion in erster Linie durch ihre eigene Politik und nicht durch alliierte Garantien bewirkt wird. Die Sowjets haben eingesehen, daß die Sicherung ihres Landes eng verbündet ist mit der Westeuropas, denn ein moderner Krieg läßt sich nun einmal nicht lokalisieren. Demnach ist die Moskauer Regierung entschlossen, dafür zu sorgen, daß jedes europäische Kabinett, das in Europa zustande kommt, auf einer Koalition aller Kräfte beruhen mun“ Diese Erklärung bedeutet— aus der Moskauer Sprache in verständliches Deutsch übersetzt —. daß der Kreml die Beteiligung der Kommunisten in allen künftigen alliierten Regierungen fordern wird. Er hat in dieser Beziehung durch die Aufnahme eines neuen Sonderpaktvertrages mit Badoglio und durch die Forderung, daß der de Gaulle=Ausschuß in Algier zwei oder mehrere kommunistische Minister aufnehmen muß, einen Weg beschritten, der diesen Richtlinien entspricht. Sowjet-Durchbruch nach Lettland vereitelt Der Abwehrerlolg deutscher und lettischer Einheiten südostwärts Ostrow □ 5. April.(44=PK.) Im Kampfabschnitt südostuirts Ostrow haben die heftigen Kämpfe der letzten Tage einen vorläufigen Stillstand erfahren. Das weitgesteckte Ziel des Feindes, mit einer bereitgestellten Stoßarmee große operative Erfolge und einen Einbruch in den lettischen Raum zu erzielen, wurde in harten Kämpfen von lettischen und deutschen Verbänden unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner und unter Abschuß von 18 Feindpanzern vereitelt. Die Sowjets hatten für diesen Durchbruchsversuch sehr starke Kräfte an Truppen und schweren Waffen zusammengezogen, die der im rückwärtigen Raum stehenden Stotzarmee den Weg freikämpfen sollten. Als sie am 26. März Scharfe Kritik an Eden in der englischen Presse Katzenjammer in England— Furcht vor dem Sowjet-Imperlallsmus Telegramm unseres ständisen Mitarbeiters I Gens. 5. April. Das politische Empfinden in England hat— was die Betrachtung der englischsowjetischen Beziehungen angeht— viel von einem Katzenjammer an sich. Man wird sich immer mehr bewußt, daß man für die Konkurenz arbeitet und sich in der großen Weltpolitik einen Nebenbuhler herangezüchtet hat, mit dem man eines Tages zum Kampf antreten muß. Wenn man nicht von der weltpolitischen Bühne abtreten will. Man gibt in der Presse zu, daß die britische Außenpolitik einer neuen Katastrophenphase entgegeneilt. Daran sei, wie in den großen Zeitungen zu lesen ist, der wachsende Sowjetimperialismus schuld. In diesem Zusammenhang wird wieder heftig an der derzeitigen außenpolitischen Linie Anthonn Edens Kritik geübt, dessen allzugroße Nachgiebigkeit schon seit langem das Ziel schwerer Angriffe ist. So schreibt der„Daily Herald“ in seiner Montag=Ausgabe:„Die Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel auf dem Posten des Staatssekretärs für auswärtige Angelegenheiten dauern an. Es heißt, daß Eden einen anderen Titel erhalten werde, der ihn in die Lage versetzt, sich ohne Verantwortlichkeit für ein einzelnes Ressort der schwierigen Aufgabe eines Sprechers der Regierung im Unterhaus zu widmen. Die Gerüchte machen eine öffentliche Erörterung unserer Außenpolitik, die in der letzten Zeit so schwach und manchmal überhaupt nicht vorhanden zu sein schien, um so dringender". Das Blatt schreibt dann, der Eindruck würde immer stärker, daß Großbritannien nervös einmal nach Amerika, einmal nach Sowietrußland hinüberblicke um zu sehen, was sein Partner tun werde, um schnell nach Formeln zu suchen, die keinem von beiden wehe tun sollen. Eden habe kürzlich im Unterhaus erklärt, die gemeinsame Arbeit im Eurova=Ausschuß gehe gut vonstatten. Am folgenden Taae sei der scharfe Angriff der„Isvestita“ erschienen und die Anerkennung der Badoglio=Regierung durch die Sowiets, und zwar ohne vorherige Befragung Englands. Angesichts dieser Tatsachen könne man nicht gut behaupten, daß„die Maschinerie für die wechselseitigen Kon sulationen der Alliierten gut arbeite“. Des Diekter von„Deeizelnkinden 4 K Daß ein Mann erst mit 65 Jahren sein erstes voetisches A Werk veröffentlicht und denFs G noch bei Lebzeiten einer der „ mel erfolgreichsten Dichter seines Landes wird, ist in der Literaturgeschichte sehr ungewöhnlich. Friedrich Wilhelm Weber. 1818 geboren, hat 1878 sein Erstlingswerk, das Evos „Dreizehnlinder“, erscheinen lassen. Bis zu seinem Tode am 5. Avril 1894— er hat das gesegnete Alter von 81 Jahren erreicht— erlebte Zeichnung: Gerull.„Dreizehnlinden“ 70 Auflagen. Auch seine„Gedichte“ 1881) und der„Goliats“(1892), sein zweites evisches Werk, fanden einen weiten Leserkreis. Webers Leben und Dichten wurzelte in seiner westfälischen Heimat. Sein Geburtsort Albausen bei Dribura ebenso wie sein Sterbeort Niebeim im Kreis Hörter, die Stätten seines beruflichen Wirkens als Arzt. Driburg und Livyspringe, endlich Thienhausen, wo er nach Jahrzehnten beruflicher Arbeit Ruhe, Erbolung und Muße zu dichterischem Schaffen fand— sie alle liegen auf westfälischer Erde. Von der Kraft westfälischre Art und der Schönheit westfälischer Erde kündet auch das Evos„Dreizehnlinder". Diese Verbundenheit mit dem Heimatboden, dieser Stolz auf die eigene Art, endlich die Geschlossenheit und Männlichkeit der Weltanschanung, die aus Webers Dichtung stand nach Verständigung der zuständigen griechischen Behörden geborgen. Selbstverständlich verbleibt auch diese Statue wie alle von der deutschen Wehrmacht gefundenen Kunstgegenstände und Kulturdokumente im Besitz des griechischen Staates. Die Statue soll nach Uebergabe an die griechischen Behörden in Kürze im Pantheon des Galerius Aufstellung finden. Der Vorgang ist ein neues Beispiel dafür, wie die deutsche Wehrmacht die Kulturwerte in den von ihr besetzten Ländern achtet und hütet, im Gegensatz zu den US=Amerikanern und Engländern, die Kunstschätze aus Süditalien verschleppen und verschachern. In diesem Zusammenhang ist auch die Meldung von Interesse, daß die deutsche Wehrmacht in der westgriechischen Stadt Joannina, die seit vielen Jahren verloren geglaubte berühmte Sossimaia=Bibliothek, die über 6000 Bände umfaßt, bei Aufräumungsarbeiten gefunden und sichergestellt hat. Die Bibllothek wurde in verwahrlostem Zustand in einem Keller am Stadtrand aufgefunden, wo sie in kurzer Zeit Feuchtigkeit und Schimmel vernichtet worden wäre. Nunmehr steht die wertvolle Bibliothek wieder der griechischen Wissenschaft zur Verfügung. Wie hören im Ründtunte Mittwoch: Reichsprogramm: 7.30—7.45: Zum Hören und Behalten: Eine geographische Betrachtung über Frankreichs Kolonialreich. 11.30—12: Ueber Land und Meer(nur Berlin, Leipzia. Posen). 12.85—12.45: Bericht zur Lage. 12.45—14: Konzert des Niedersachsenorchesters, Leitung Otto Ebel von Sosen. 15—15.80: Kleines Konzert. 15.30—16: Solistenmusik: Mar Reger. 16—17: Ausbekannten Overn. 17.15—18.30: Bunte Melodienfolge. 18.30—19: Der Zeitsviegel. 19.15—19.30: Krontberichte. 20.15—21:„Die klin. gende Leinwand“, beliebte Tonfilmmelodien. 21—22: Die — E Sevalbeiten, vis in den letzten bunte Stunde.— Deutschlandsender: 17.15—18.30: EinsoTagen auf einem Platz in Saloniki durchgeführt wurden, nische Musik von Schumann und Cälar Kranck. Lieder von fand man eine wertvolle spätantike Statue aus der Zeit Huao Wolf u. a. 20.15—21: Abendkonzert mit Werken von Konstantins des Großen. Von den deutschen Soldaten wurde Kurt Striegler, Max Fiedler, Liszt und Chovin. 21—22: die Statue vorsichtig freigelegt und in guterhaltenem Zu]„Der Schauspieldirektor“. Singsviel von Mozart. spricht, haben seinem Evos wohl den Erfolg gesichert, den es weit über die Generation seines Schöpfers gehabt hat. Im„Goliatk“ hat Weber einen Stoff aus dem Lebenskreise des norwegischen Bauerntums gewählt. Auch hier sind es, wie in„Dreizehnlinder", stolze. aufrechte, gerade Menschen, die in ernster und herber Art mit ihrem Schicksal ringen und in aller Not und Fährde ihrem Wesen gemäß handeln. Diese Liebe des Dichters zum nordischen Menschentum macht sein Schaffen über die zeitbedingten Formen seiner Even hinaus bemerkenswert. Auch in seinen Gedichten steht manch gutes Wort, das von inniger Verbundenheit mit der mütterlichen Erde kündet. Eines dieser Gedichte mag für das Wesen der Dichtungen Webers zeugen: „Es wächst viel Brot in der Winternacht. Weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat: Erst wenn im Lenze die Sonne lacht. Spürst du. was Gutes der Winter tat. Und däucht die Welt dir öb’ und leer Und sind die Tage dir raub und schwer— Sei still und habe des Wandels acht: Es wächst viel Brot in der Winternacht“ Die berühmte Sosslmala-Bibllothek aufgefunden □ Berlin, 5. April. Bei Erdarbeiten, die in den letzten im Abschnitt einer lettischen ½ Freiwilligen=Einheit nach heftigem Trommelfeuer aus einer Unmasse von schweren und leichten Geschützen den Angriff eröffneten, waren die feindlichen Divisionen, darunter mehrere Gardeschützen=Divisionen, auf einer Front=Breite von nur sieben Kilometern versammelt. Unter dem Schutz von starken Schlachtflieger=Verbänden und dem pausenlosen Feuer seiner Artillerie gelang es dem Gegner, über einen Flußabschnitt zu setzen und einen Einbruch zu erzielen. In heftigen Nahkämpfen und mit letzten Reserven verteidigten die lettischen Freiwilligen jeden Fußbreit Boden. Aber erst nach Einsatz von Teilen einer reichsdeutschen 4=Division, deren Männer sich bei den bisherigen Kämpfen im Osten ausgezeichnet haben, und einer bewährten deutschen Füsiliereinheit konnte der Einbruchsraum abgeriegelt und die Lage gefestigt werden. Deutsche Stukaverbände unterstützten dabei in rollenden Einsätzen den Kampf der Erdtruppen und fügten dem Gegner und seinem Nachschub schwere Verluste zu. Am nächsten Morgen traten deutsche Eingreifreserven zusammen mit lettischen Freiwilligen zum Gegenangriff an und erzwangen in hartem Ringen eine wesentliche Verbesserung der eigenen Frontlinien. In den pausenlosen Kämpfen, die bis in die Nachtstunden anhielten, wurden neun feindliche Panzer abgeschossen, darunter von lettischen Freiwilligen im Nahkampf zwei T 34. Trotz seiner in den Vortagen erlittenen hohen Ausfälle versuchte der Gegner am 28. März nach Heranziehung frischer Reserven noch einmal den Einbruchsraum auszuweiten und den entscheidenden Durchbruch zu erzwingen. Seine heftigen Vorstöße blieben jedoch im zusammengefaßten Feuer aller Waffen vor den deutschen und lettischen Stellungen liegen. Nach dem Verlust von sieben weiteren Panzern und nach großen blutigen Ausfällen mußte der Gegner seine Angriffe einstellen. Bei diesen Kämpfen zeichneten sich besonders die Grenadiere einer Heeresdivision aus, die im stärksten feindlichen Feuer vier sowjetische Angriffe in Regd mentsstärke und mehrere schwächere Vorstöße abschlugen. Die hohen Menschenverluste des Feindes wurden in den folgenden Tagen deutlich. Nach Erschöpfung der bereitgestellten Reserven konnten die Sowjets nur noch in schwächeren Vorstößen angreifen. Wohl versuchten sie dabei, durch starken Einsatz von Schlachtfliegern und massiertem Artilleriefeuer die deutschen und lettischen Stellungen zu erschüttern, aber auch diesen Belastungen zeigten sich der deutsche Grenadier und der lettische Freiwillige gewachsen. Durch das Zusammenwirken deutscher Einheiten und lettischer Freiwilligenverbände ist im Abschnitt ostwärts Ostrow der großangelegte sowjetische Durchbruch gestoppt worden. Einen örtlich begrenzten Einbruch hat der Gegner mit hohen blutigen Verlusten bezahlen müssen -Kriegsberichter Werner Schöne. Kelne Bereitwilligkeit zur Arbeitsaufnahme □ Stockholm, 5. April. Trotz der günstigen Abstimmungen In einigen Gebieten während des Wochenendes sind, wie Reuter aus London meldet, noch wenig Zeichen von Bereitwilligkeit bei den Bergarbeitern in Yorkshire für eine Rückkehr zur Arbeit festzustellen. In Leilen des Yorkshirer Kohlenbeckens, in denen Beschlüsse getroffen wurden, die Arbeit wieder aufzunehmen, stellten die Arbeitswilligen nur einen kleinen Prozentsatz der Bergarbeiter dar, so daß die Streikenden immer noch auf etwa 80000 Mann geschätzt werden. Die Gefahr neuer Schwierigkeiten wurde aus Durham gegemeldet, wo die Arbeiter einer Grube mit der Arbeitseinstellung im ganzen Lande gedroht haben, falls die Regierung nicht einige Unzuträglichkeiten abstellen sollte. Die am Tyne streikenden englischen Lehrlinge geben nicht im geringsten den Ueberredungsversuchen der zuständigen Gewerkschaftsführer, die Arbeit wieder aufzunehmen, nach, schreibt der Sonderkorrespondent der„News Chroniele". „Wofür, zum Teufel, kämpfen wir?“ di Berlin, 5. April.(Eigener Bericht). Der Londoner „Daily Mirroe“ nimmt die Erklärung eines USA=Soldaten zum Anlaß, um sich als Tugendwächter der anglo=amerikanischen Kriegsmoral aufzuspielen. Er läßt einen amerikanischen Soldaten, der die Kämpfe um Quadalcanar mitmachte, zur Sprache kommen und über seine Erlebnisse zu Hause wie folgt berichten:„Als die Nachrichten über einen Sitzstreik in einem amerikanischen Rüstungsbetrieb den USA=Soldaten in den Schützengräben erreichte, haben diese die Waffen niedergelegt und in ihren Fuchshöhlen einen Proteststreik veranstaltet, wobei sie erklärten.„wofür, zum Teufel, kämpfen wir, wenn unsere Landsleute zur Erzwingung von Lohnerhöhungen Streiks veranstalten.“ Dem englischen Blatt scheint ganz entgangen zu sein, daß augenblicklich Bergarbeiter= und Lehrlingsstreiks in England denselben Motiven entspeingen, so daß die moralische Entrüstung dieses Blattes reichlich komisch wirkt.—— I 0 6 60 0 6 De üuch die Litztagenekaung Unsere Ernährung ist durchaus gesichert Ueber dem Reichsgebiet befinden sich keine seindlichen Flugzeuge“, das hören wir immer am liebsten und dann gibt es wohl auch keinen, der nicht die Luftlagemeldungen des Rundfunks bejaht. Wer aber schon nervös wird, sobald der Einflug einzelner Störflugzeuge durchgesagt wird, hat den Sinn dieser nunmehr schon bewährten und von den meisten dankbar begrüßten Einrichtung mißverstanden. Sie will uns ja nicht beunruhigen, die Luftmeldung. sondern uns Gewißheit verschafsen, und Gewißheit zu haben, ist immer gut. Im übrigen ist es angebracht, sich in seiner Tageseinteilung nicht beirren zu lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen allerdings wird man mit Rücksicht auf die Luftlage eine Arbeit beschleunigen, damit im Alarmfall kein unnotiger Zeitverlust entsteht. Auch wird man Kinder nicht aus dem Hause schicken, wenn man gehört hat, daß sich stärkere Feindverbände im Anflug auf das eigene Wohngebiet befinden. So hat die Luftlagemeldung für uns alle das Gute, daß wir nicht im Dunkeln zu tappen brauchen. Bei dieser Gelegenheit wird auch gleich jenen eigenartigen Zeitgenossen das Handwerr gelegt, die immer eine private Luftlagemeldung aus der Westentasche zur Verfügung hatten und so aus Dummheit, wenn nicht gar Boshaftigkeit durch ihre Gerüchtemacherei Beunruhigung erzeugten. Jetzt weiß wenigstens jeder Bescheid und Grundregel bleibt: Immer luftschutzbereit sein, dann kann uns nichts überraschen! In der öffentlichen Durchgabe der Luftlage im Rundfunk erkennen wir aber zugleich einen Vertrauensbeweis der Führung, die sich darauf verläßt, daß jeder in echt soldatischer Haltung diese Information ruhig und besonnen zum eigenen und zum Nutzen der Allgemeinheit in der Art verwertet, daß bei jeder Luftlage die Zeit am besten ausgenützt und Störungen oder besondere Gefährdung möglichst vermieden werden. Jedem das, was ihm zusteht Oft wird nur durch Gedankenlosigkeit gesündigt. arbeitern zustehenden Lebensmittelzulagen von der Wenn z. B. die den Schwerst=, Schwer= und LangFamilie mitverzehrt werden, was oft der Fall ist, so„wird dadurch der Gesundheitszustand dieser Schwerarbeitenden gefährdet. Sie erhalten die Zulage zum Ausgleich für den größeren Kräfteverbrauch. Die Männer selbst beanspruchen die Sonderzulage nie allein für sich, sondern wollen ihre Familie daran teilhaben lassen. Das ist menschlich verständlich. Aber die Hausfrau muß sich der Verantwortung bewußt sein, die sie für den Gesundheitszustand des schwer arbeitenden Mannes oder Sohnes trägt. Richtig ist, daß jeder das erhält, was ihm zusteht! Die Zubereitung macht es! Legen wir doch endlich das Vorurteil gegen die Steckrübe ab. Gut zubcreitet und immer wieder auf eine andere Art, ist sie den anderen Wintergemüsen ebenbürtig. Man kann sie, wie Teltower Rübchen, in Fett und gebräuntem Zucker garen. Steckrüben schmecken auch ausgezeichnet mit einer sauren Specksoße. Sie können auch in Viertel oder Achtel geteilt, ausgehöhlt und, mit Hackfleisch gefüllt, geschmort werden. Und wer von der Familie würde eine Steckrübenpastete verachten, die schon so appetitlich aussieht? Wir benötigen dazu: 1 ka Steckrüben, 250 g Mehl, 25 a Hefe, ein Achtel Liter Milch, Salz, 20 g Mehl, 20 g Fett nud Krauter. Von dem gegangenen Teig nimmt man zwei Trittel und belegt eine gefettete Auflauf= oder Porzellanform, gibt darauf die in Streifen geschnittenen, gedünsteten und mit Mehl gebundenen Steckrüben uno zu oberst die mehrmals durchstochene Teigplatte. Backzeit etwa 25 Minuten.— Steckrüben als Eintopf, auch mit Mohrrüben gemischt, dem man kurz vor dem Garsein einige Fleischklößchen beifügen kann, wird jedem schmekken. Also Hausfrauen: die Abwechslung macht es! Kostenlose Rezepte erhält jedermann in den Beratungsstellen. Mütterschulen und sonstigen Dienststellen der NS=Frauenschaft. Allen Feindhoffnungen zum Trotz ist sie nicht zu erschüttern Die Natur bat uns im vergangenen Jahr eine recht gute Brotgetreideernte beschert. Auch in den übrigen europäischen Hauptanbaugebieten für Getreide sind erhebliche Mehrerträge gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen gewesen. Bei Kartoffeln wirkte sich dagegen das trockene Sommerwetter aus, so daß wir nicht wie im Vorjahr aus dem Vollen wirtschaften können und sich auch gewisse Folgerungen für unsere Viehwirtschaft ergeben. Trotzdem aber sind die für unsere Fettversorgung entscheidenden Leistungen auf dem Gebiet der Milchwirtschaft ungefähr die gleichen wie vorher geblieben. Was das bedeutet, kann man daran ermessen, daß etwa 60 Prozent unserer Nahrungssette aus Erzeugnissen der Milchwirtschaft bestehen. Schon aus diesen wenigen Andeutungen geht hervor, daß unsere Ernährung in erster Linie auf der Arbeit der deutschen Bauern beruht. So erfreulich auch jede Bezuschussung aus anderen Erzeugergebieten war und ist, so hat die deutsche Ernährungspolitik ihre Hauptsorge doch stets der Versorgung aus dem eigenen Raum gewidmet und allein hierauf ihre Maßnahmen und ihre Erfolge aufgebaut. Die deutsche Ernährungslage kann infolgedessen auch nicht durch die Aufgabe dieser oder fener jenseits unserer Grenzen liegenden Zonen in ihren Grundlagen erschüttert werden, ganz abgesehen davon, daß es gelungen ist, die Ernten aus dem Osten weitgehend sicherzustellen. Die seit 1939 in unseren Versorgungsraum einbezogenen Gebiete nehmen heute mit ganz anderen Produktionsleistungen an dem Ausgleich unserer Ernährungsbilanz teil wie damals. Dafür nur wenige Beispiele: So verringerte sich der Einfuhrbedarf des Elsaß und Lotbringens von 182 000 Tonnen Brotgetreide auf 30000 Tonnen im Vorjahr. Die neuen Ostgaue lieferten im ersten Kriegsjahr dagegen bereits 825000 Tonnen, und im lausenden Erzeugungsabschnitt dürften die Ueberschüsse 1 Million Tonnen erreichen. Auch im Protektorat Böhmen und Mähren hat sich die Lage grundsätzlich gewandelt. Im Erntejahr 1940/41 lieferte das Reich dorthin 354000 Tonnen Brotgetreide zur Sicherung der Brotversorgung. Schon im folgenden Jahr sank der Zuschußbedarf auf weniger als ein Viertel dieser Menge, während 1942/43 bereits ein Ueberschuß von 174000 Tonnen zu verzeichnen war, der sich dank der guten letztjährigen Ernte noch vergrößern wird. Zusammengerechnet ergeben allein diese Beispiele eine Mehrleistung von über 1.5 Millionen Tonnen Brotgetreide. Nun betrug aber nicht allein der deutsche, sondern der gesamteuroväische Einfuhrüberschuß an Brotgetreide vor dem Kriege bei Weizen 2 Millionen Tonnen und bei Roggen 0.4 Millionen Tonnen. Berücksichtigt man, daß teilweise noch erheblich größere Mehrleistungen in anderen europäischen Gebieten seit 1939 erzielt wurden und außerdem die deutschen Ernten trotz der kriegsbedingten Erschwerungen auf erstaunlich hohem Stande gehalten werden konnten, so kann man an dem Beispiel der Brotgetreideerzeugung erkennen, daß die Sicherung unserer Ernährung allen Feindhoffnungen zum Trotz nicht zu erschüttern ist. Ihren Ausweis bitte!— Vergessen! Diese Vergeßlichkeit kann unangenehme Folgen haben Aus Gründen der Reichssicherheit müssen gerade wahrend des Krieges häufiger als sonst Personenkontrollen durch Wehrmacht= und Polizeistreifen durchgeführt werden. Da jeder über 15 Jahre alte deutsche Reichsangehörige gesetzlich verpflichtet ist, sich auf amtliches Anfordern jederzeit durch einen amtlichen Lichtbildausweis auszuweisen, kann es keinen Volksgenossen überraschen, wenn auch er nach seinem Ausweis gefragt wird. Wenn er nun keinen besitzt oder ihn gerade nicht bei sich führt, kann das für ihn recht unangenehme Folgen haben uno zu einem ihm unter Umständen sehr unerwünschten Zeitverlust, bei Reisen sogar zur Unterbrechung der Reise führen. Deswegen ist es dringend erforderlich, daß jeder Volksgenosse sich ungesäumt einen amtlichen Lichtbildausweis beschafft. Ueberall, auf der Straße, in Gaststätten, Lichtspielhäusern, Theatern und Verkehrsmitteln, und hier besonders auf der Eisenbahn, kann er schon morgen in arge Verlegenheit geraten, wenn die Aufforderung an ihn gerichtet wird:„Ihren Ausweis, bitte!" Es ist dabei durchaus angebracht, wenn man, besonders auf Reisen, nicht nur den amtlichen Lichtbildausweis bei sich führt, sondern auch Nachweise über die Heimatanschrift, den Besitz einer eigenen Wohnung, über sein Arbeitsverhältnis, über etwaigen Urlaub usw. Man erleichtert dadurch den mit der Kontrolle beauftragten Beamten ihre nicht leichte Aufgabe und vermeidet auf diese Weise, daß Rückfragen a tellt werden, die einem in Gegenwart fremder Menschen vielleicht nicht angenehm sind. Als amtliche Lichtbildausweise gelten insbesondere der Reisepaß(notfalls auch der abgelaufene), der Wehrpaß, die Kennkarte, amtliche Dienstausweise, der Führerschein, der Postausweis oder das Mitgliedsbuch der NSTAP. Die Beschaffung eines amtlichen Lichtbildausweises ist zwar heute nicht auf Anhieb möglich, doch kann ihn sich auch jetzt noch jeder beschaffen, der sich ein wenig Mühe gibt. Zum Schluß sei gesagt: Solange man wirklich keinen amtlichen Lichtbildausweis besitzt, ist jeder andere Lichtbildausweis oder überhaupt Personalausweis besser als überhaupt kein Nachweis über die eigene Person. Straffere Eiererfassung Da im Wirtschaftsjahr 1943/44 die ständige Kontrolle der Eierablieferung den Erfassungsbetrieben übertragen worden ist, sind diese dafür verantwortlich, daß ihre Sammler, Sammlerinnen und Ortssammelstellen die Ablieferung jedes einzelnen Geflügelhalters ihres Gebietes sorgsam überwachen. Die Schulung der Sammler durch eine große Anzahl von Vorträgen hat in einzelnen Reichsgebieten bereits eingesetzt. Passionsmusik am Karfreitag Karfreitag findet um 17 Uhr in der Herner Hauptkirche eine Passionsmusik statt, die aus Bachs Passionen und Hoher Messe die ergreisendsten Rezitative. Arien und Choräle zur Darbietung bringt. Kirchenchor, Streicher, Orgel und als Solisten Frau Becker=Glebe, Frau Hochstrate=Emend und Herr Fritz Schäfer wirken mit. Eingangs spielt Adolf Prümers, der Leiter der Passionsmusik, das große Esdur=Orgel präludium von Bach. Schach ist schön. Schach bringt Freude Unter diesem Motto werden von der NSG „Kraft durch Freude“ in nächster Zeit Lehrgänge zur Erlernung des Schachspiels eingerichtet. Alle diejenigen, welche Lust und Liebe dazu haben, sich in das Schachspiel einführen bzw. sich weiterbilden zu lassen, können an diesen kostenlosen Kursen teilnehmen. Als Lehrpersonen sind namhafte Spieler der Meisterklasse gewonnen, so daß die beste Gewähr gegeben ist, das Schachsviel schnell und gründlich zu erlernen. Zur Durchführung gelangen folgende Kurse: Notation und Einführung in das Schachspiel. Eröffnungslehre und Schachstrategie. Das Mittelspiel. Das Endspiel. Alle Volksgenossen, Männer und Frauen, Jugendliche und Schüler, die an diesen Kursen teilnehmen wollen, melden sich in den KdF=Dienststellen. Ehem. Angehörige des 15. A. K. Sonntag traten die Kameraden der Kriegerkameradschaft ehem. Angehöriger des 15. A. K. im Kameradschaftsheim Strickmann zum Appell an. Der Kameradschaftsführer gedachte des Sohnes unseres Kameraden Franz Fenger, der auf dem Felde der Ehre sein Leben für Großdeutschland gab. Es folgten die politischen Betrachtungen, ferner ein Vortrag über Verhalten bei Fliegeralarm und Terrorangriffen. In seinen weiteren Ausführungen über Kriegerkameradschaften betonte der Kameradschaftsführer, daß über 42000 Kriegerkameradschaften im Reich das Sammelbecken aller gedienten Soldaten sind, die freiwillig ihre Einsatzfreudigkeit und Opferbereitschaft immer wieder unter Beweis stellen. Anschließend gab er einen Bericht über den Heldengedenktag und die Straßensammlung am Tage der Wehrmacht. Auf Anregung wurde weiter beschlossen, einen namhaften Betrag für das Deutsche Rote Kreuz zusammenzubringen, für dessen Gelingen sich alle Kameraven voll einzusetzen haben. Der Kameradschaftoführer schloß den Appell mit den Worten:„Je länger der Kampf bauert, desto fanatischer werden wir für den Sieg kämpfen. Wir vertrauen auf unseren Führer, der uns allen Vorbild ist.“ Kleine Herner Stadtnachrichten Besörderung. Der Oberfähnrich Donald Schneider. Herne=Mitte. wurde zum Leutnant befördert.— Vom Unteroffizier zum Feldwebel wurde Walter Beckmann aus Herne=West befördert. 70 Jahre alt. Heute vollendet der Uhrmachermeister Fritz Fromme, Bahnhofstraße 85, sein 70. Lebensjahr. Fr. wurde in Dortmund geboren. Seit vielen Jahren in Herne ansässig, genießt er einen guten Ruf, begründet durch Lauterkeit und Aufrichtigkeit. Dem Kavallerieverein gehört Fromme einige Jahre als Mitglied an. Sportliche Betätigung übte er in der Jugend als eifriger Radfahrer. Unseren Glückwunsch. 70 Jahre alt. Der Rentner Julius Löns, Schulstraße 49. wird heute 70 Jahre alt. Unseren Glückwunsch. 70 Jahre alt. Die Witwe Maria Knefelkamv. Mont=Cenis=Straße 35. vollendet heute in körperlicher Frische ihr 70. Lebensjahr.— Ihren 70 Geburtstag konnte die Witwe Mogae. Baumstraße 80. feiern. Unsere besten Glückwünsche! 70. Geburtstag. Wwe. Clementine Twiehoff, Wiescherstraße 46, feiert heute ihren 70. Geburtstag. Wir gratulieren. Der Wochenmarkt auf dem Adolf=Hitler=Platz in Herne wird von Freitag, den 7. April, auf Donnerstag, den 6. April verlegt. Luftwaffenhelfer bestohlen. Am 2. April wurde einem Luftwaffenhelfer in einer Stadtgartenwirtschaft ein dunkelbrauner Handkoffer und eine dunkelbraune lederne Aktentasche mit folgendem Inhalt gestohlen: Ein Postsparbuch über 400 RM. auf den Namen Hans Bernd Koester, Ulm. lautend: Einige HI=Ausweise, ein Etui mit Ring und dunkelgrünem Stein, ein Wehrmachtrucksack, ein Wäschebeutel, ein braun=gelber und ein beiger Schal und einige Schulbücher. Fahrraddiebstahl. Am 31. März wurde in Herne ein Damenfahrrad, Marke„Pellerdiek, Bielefeld“, Nr. 39716, im Werte von 40 RM. gestohlen. Spende für das Deutsche Rote Kreuz. Der Kaninchen=Züchterverein Herne(247) spendete für das Deutsche Rote Kreuz 56.70 RM. Herner Schülerkapelle spielte in Treptow. Der Musiklehrer Max Imhorst an der Oberschule für Jungen in Herne, zur Zeit in Treptow Rega, hat eine Schülerkapelle gebildet, die als Probe ihres Könnens dem Kreisleiter Ohm in Teptow zum 50. Geburtstag ein Ständchen brachte. Da kann uns für das Musikleben unserer Stadt nicht bange sein. Wenn diese Jugend erwachsen ist, werden die Symphoniekonzerte einen besseren Besuch aufweisen als heutzutage. Spendenfreudige Sportler und AOK. Bei der Hochzeitsfeier des Mittelstürmers Paul Matzkowski am 1. April sammelten im engsten Kreise die Angehörigen und einige Sportler 120 RM. für das WHW. Bei einem geselligen Beisammensein in der AOK.(Frau Matzkowski ist dort beschäftigt) stellte das junge Paar die überreichte Fußballmannschaft(11 Stutenkerle) zur Versteigerung. Hierbei wurden 163 RM. ersteigert. Der Gesamtbetrag von 283 RM. wurde der NSVübergeben. Osterwanderung mit„Kraft durch Freude". Ostersonntag treffen sich alle wanderfreudigen Volksgenossen um 7.15 Uhr an der Evgl. Kirche in Herne zu einer Wanderung nach Pörtingsieven—Werden(mittlere Wanderung).— Der Singeabend der Köf=Wandergruppen findet jeden Freitag um 19.30 Uhr im Lokal Borgmann an der Altenhöfener Straße 1, statt. Auch hierzu laden wir alle Wanderfreunde ein. Böser Fall. Der Arbeiter St. aus Herne=Mitte rutschte auf dem Wege zur Arbeit auf dem Bürgersteig aus und fiel so unglücklich, daß er eine Knieverletzung erlitt. Diebstähle. Am 1. April wurde einer Schülerin in einem Kaufhaus eine braunlederne Brieftasche mit folgendem Inhalt gestohlen: Sämtliche Lebensmittelkarten der 61. Zuteilungsveriode und eine Arbeitsbescheinigung auf den Namen Ruth Marzinzk, Herne und eine 4. Reichskleiderkarte auf den Namen Ilse Marzinzk, Herne, lautend. Als Täterin soll ein etwa 15jähriges Mädchen in Frage kommen, das einen braunen Mantel trug. Zisierhen Recht und PLLicht Romen von G. H. Hansen Urheberrechtsschutz Deutscher Roman-Verlag, Bad Sachsa Südhars 17 Sie hatte sich von ihm losgemacht und stand vor ihm. öhre Entgegnung wurde abgeschnitten, bevor der erste Laut aus dem Munde kam. Seine damit verbundene Handbewegung war herrisch, beinahe grob. Er fuhr fort, als habe er Furcht, unterbrochen zu werden, bevor alles gesagt war. „Daß der Ehrgeiz hinzugetreten ist, kann man verstehen. Frauen in künstlerischen Berufen sind oft viel ehrgeiziger als Männer. Schauspielerinnen liefern dafür manches Beispiel. Hast du aber auch bedacht, daß Ehen mit solchen ehrgeizigen Frauen voll künstlerischen Aspirationen selten gut ausgehen? Es ist kein Wunder. Eine Frau, die aus ihrem natürlichen Wirkungskreis herausstrebt, muß notwendig Kindern, Mann und Haushalt entfremdet werden. Ihre Gedanken und Wünsche tragen sie weit über die kleinen Dinge des Alltags hinaus. Sie findet dafür keine Würdigung mehr, obwohl sie vielleicht rein theoretisch zugibt, daß Staubwischen sich nicht mit der Handlung erschöpft, sondern darüber hinaus einen Dienst an der Familie bedeutet, der in jedem Falle heilig ist.“ Jürgen fuhr sich mit der Hand durch das leicht ergraute Haar, sog heftig an der Zigarre und ging mit vier, fünf schweren Schritten um den Tisch. Er blieb dann vor ihr stehen und sah ihr in das erregte, blasse Gesicht, dessen Augen wie voller Angst weit geöffnet waren. „Ich will keine Szene heraufbeschwören, Inge. Ich war nie ein Mann, der Szenen liebt. Ich will nur versuchen, mich dir verständlich zu machen. Hast du nicht auch Angst, daß diese Entwicklung einen Keil in die bisherige Harmonie treiben mus?“ „Nein,“ sagte sie entschlossen und herb.„Das bildest du dir nur ein. Du glaubst, großzügig zu sein und bleibst streng auf der einseitigen Plattform, die Männer sich für ihre Lebenspraxis zurechtgemacht haben. Frauen haben es von jeher schwerer gehabt sich durchzusetzen als Männer. Ihr seid der Grund dafür. Daß ich um des Geldes froh bin, ist kein Vorwurf für dich. Ich freue mich um unser aller willen darüber. Du klammerst dich nur an die Verdienstfrage, weil dir die primitivsten Beispiele gewärtig sind. Es ist doch ein Unterschied, ob eine Frau durch schriftstellerische Arbeit Honorare verdient oder durch irgendeinen Dienst bei fremden Menschen.“ „Hm, mag sein.“ „Siehst du,“ fuhr sie halb erleichtert fort.„Und dann mein Ehrgeiz. Lieber Jürgen.“. Sie nahm seine Hand und drückte sie schmerzhaft.„Ich habe vor dir als Mann, Mensch und Arzt sehr viel Achtung. Das weißt du auch. Ich denke nicht daran, eine zufällige Begabung als Wertmesser neben dich zu stellen. Und hat dir meine Haushaltsführung nicht gezeigt, wie wichtig ich auch in dieser Zeit alles genommen habe, jede Kleinigkeit?“ „Möglich.“ Er räusperte sich.„Das Buch host du in den Ferien geschrieben. Damals fandest du Zeit genug dazu. Wenn du aber hier anfangen willst, einen neuen Roman zu schreiben, kannst du das unmöglich mit deinen Haushaltspflichten vereinbaren.“ Sie lächelte, weil sie über dieses Problem schon nachgedacht hatte.„Das nächste Mal werde ich nicht wie eine Wilde in fünf Wochen ein großes Manuskript schreiben, sondern mir Zeit nehmen und wenn es eine ganze Reihe von Monaten dauert. Trotzdem ist es natürlich nicht so einfach, wie wenn ich nur eine kleine Skizze für Bernd schrieb. Deshalb habe ich mir überlegt, wir nehmen eine erfahrene Wirtschafterin. Es belastet den Haushalt nicht, weil ich die Kosten aus den eingehenden Honoraren decken kann. Ich behalte die Aufsicht, mache mich aber jeden Tag für drei bis vier Stunden frei.“ „Nein.“ Das kam laut, fordernd und defehlend. Er hatte, zornige Falten auf der Stirn und einen verkniffenen Mund. Im Augenblick fiel ihm ein, daß er schon vor Wochen überlegt hatte, wie man weiter große schriftstellerische Arbeiten unterbinden könne. Jetzt nahm er sich nicht Zeit, zur Erreichung dieses Zieles einen vernünftigen Weg zu suchen. Er suchte seine Zuflucht beim einfachsten und männlichsten Mittel, dem Verbot. „Ich möchte dir ganz ernsthaft sagen, daß ich es nicht will. Du sollst nicht Haushalt, Kinder und Mann als Nebensache ansehen und ganz im Schriftstellern aufgehen. Mit dem Bekenntnis, wie du dir die Zukunft denkst, hast du meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Ehe ich mich nicht mehr in der Lage sehe mit Aussicht auf Erfolg ein Veto einzulegen, erkläre ich dir heute, daß ich es nicht geduldig hinnehme, daß du nun plötzlich alles über den Haufen wirfst, was unser Leben bisher ausgemacht hat.“ Sie stand fassungslos vor diesem Ausbruch. Daß er er völlig ernst meinte, war nicht zu bezweifeln. Trotzdem mußte man versuchen, ihn zu einer anderen Ansicht zu bekehren. „Ich will doch nicht den Haushalt, die Kinder und dich vernachlässigen. Es gibt Tausende von Frauen, die zwei oder drei Mädchen haben und trotzdem um alles persönlich bemüht sind. Es ist doch nicht unbedingt notwendig, daß man jede Kartoffel schält und jedes Möbelstück selbst abreibt.“! „Wir haben unsere Ehe schlicht begonnen und bioher schlicht geführt. Es widerstrebt mir, jetzt auf der Basis deines Verdienstes einen Luxushaushalt aufzumachen.“ „Das ist ungerecht," schluchzte sie und unterdrückte tapfer die aufsteigenden Tränen.„Du bist nur darum bemüht, mir jeden Gedanken an Selbständigkeit zu nehmen und glaubst wunders, wie männlich es sei, einer Frau keinen Schritt außerhalb des häuslichen Alltags zu gestatten. Ich will...“ „Es ist mir ganz gleich, was du willst“, unterbrach er sie scharf und in einem Tonfall, den sie nie an ihm vernommen hatte.„Mein Gedankengang ist ebenso logisch und einfach wie meine daraus refultierende Forderung. Unser Leben bleibt, wie es bisher war. Ich mache mich nicht vor mir und anderen lächerlich, indem ich auf Kosten meiner Frau auf einmal in einem Stil lebe, den wir nie gekannt haben" „Also bist du doch kleinlich.“ staunte sle.„Kleinlich, kindisch und eifersüchtig. Begreifst du denn nicht, daß gerade das lächerlich wirken muß?“ „Ich verbitte mir jeden derartigen Anwurf. Du verlangst von mir als Mann, ich solle mich beleidigender Worte enthalten, und wendest diese Selbstverständlichkeit nicht auf dis an.“ „Beleidigungen?" „Ja, Beleidigungen. Oder wie bezeichnest du das als Dichterin, wenn du mir vorwirfst, ich sei kindisch, kleinlich und lächerlich, obendrein auch noch eifersüchtig.“ Er zerdrückte wütend die Zigarre im Aschenbecher und bekam einen hochroten Kopf. „Unter diesen Umständen können wir nicht weitersprechen.“ Sie reckte sich, machte kehrt und ging aus dem Zimmer. Jürgen starrte ihr zuerst verblüfft, dann in neuer Erbitterung nach. Er war nun mehr als je entschlossen, seinen Willen durchzusetzen. Als er eine halbe Stunde später das Schlafzimmer aufsuchte, lag Inge bereits zu Bett. Sie tat, als wenn sie ihn nicht höre. Zum ersten Male in ihrer Ehe gingen sie ohne Gruß und Kuß schlafen. Beide begriffen wie ernsthaft gerade dieses Symptom war und fanden beide nicht die Kraft, dagegen etwas zu tun und einen Ausgleich zu suchen. Die Tage vergingen in Unzufriedenheit und Spannung. Selbst die Kinder merkten sofort, daß zwischen den Eltern nicht alles in Ordnung war. Sie stellten ihr munteres Gerede ein und aßen bei Tisch schweigsam. Nur wenn sie mit einem der Eltern allein waren, fielen sie in ihre allo Lebhaftigkeit. Sonnabends sagte sich Bernd mit Helga zu Abend an. Inge hätte am liebsten mit einer Ausrede den Besuch verschoben, fand aber nicht schnell genug die passenden Worte. Sie berichtete Jürgen sofort nach seiner Heimkehr von dem Gespräch und hörte nur ein unverständliches Brummen von ihm. Fortsetzung folgt. DER SPORT Zweimal Oster-Radrennen in Dortmund Kurz vor Abschluß der Winterrennen bringt die Dortmunder Westfalenhalle noch einmal zwei große Radsportveranstaltungen heraus. Am Ostersonntag wird der Große und der Kleine Österpreis über 80 Kilometer mit zwei Vorläufen über 15 Kilometer ausgefahren. Am zweiten Ostertag erfährt die Veranstaltung eine Neuauflage, so daß allen Radsportfreunden zum Besuch Gelegenheit gegeben ist.— Für beide Feiertage wurden folgende zehn Spitzenfahrer verpflichtet: Walter Lohmann(Bochum), Erich Bautz(Dortmund), Gustav Kilian und Heinz Vovel (Dortmund), Scheller(Schweinfurt), Schorn(Köln), Majerus(Moselland) sowie die drei Klamen Michauz, Janssens und Clautier. Im Rahmenprogramm bestreiten westdeutsche Amateurfahrer Mehrkämpfe. Erich Metze startet in Hamborn Auf der Hamborner Stadion=Bahn finden am Östersonntag die Eröffnungsradrennen statt. Unter den Teilnehmern befindet sich auch wieder der frühere Weltmeister Erich Metze(Dortmund) der nach längerer Pause seinen Jels Ein vor lamm waels Duiobueg gesakren.. Achtet auf rechtzeitige Verdunkelung! schweren Sturz überwunden hat und bereits im vergangenen Jahr an einem Rennen in Moselland teilgenommen hat. Man darf gespannt sein, wie der Dortmunder sich inzwischen wieder gemacht hat. 117 Dreijährige Im Deutschlandpreis Für die größte Zuchtbrüfung der dreijährigen Vollblüter, den am 25. Juni in Hoppegarten zu lausenden Großen Deutschlandvreis der Dreijährigen(100000 K.K, 2 400 m). war die dritte Einsatzzahlung fällig. Von den am 21. September v. J. noch stehengebliebenen 166 Pferden schieden 49 aus, so daß noch 117 Bewerber verbleiben. Zu den noch startberechtigten Pferden gehört selbstverständlich die Auslese unserer Dreijährigen mit Träumerei, Gawan, Adlerauge, Mondstein, Sonnenadler, Blitzstrahl, Sudent, Guter Mond, Endsieg, Tschieper, Nordbert und Nordlicht an der Spivze. Herbert Pechan getallen Herbert Pechan, der Rechtsaußen des deutschen Fußballmeisters Dresdner SC, starb an der Ostfront den Heldentod. Glückwunsch an Oberturnwart Bäcker. Aus Anlaß des 25jährigen Jubiläums als Oberturnwart übersandte der Gauturnwart Eisermann dem Pg. Karl Bäcker ein herzlich gehaltenes Glückwunschschreiben, in dem er seinen Dank für die großen Verdienste um das Turnwesen im Emscher=Ruhr= gau aussprach. Erzählte Kleinigkeiten Schnell gefaht Der große Naturforscher Cuvier hatte einen Freund, einen Abbé, den er einst, wie mehrsach sonst, zum Essen einlud. Beide stimmten darin überein, daß sie leidenschaftlich gern Spargel aßen, jedoch liebte Cuvier sie in Oel, der andere in Butter. Cuvier gab daber seinem Koch die Anweisung, die eine Hälfte— für den Abbé— in Butter zuzubereiten, den andern Teil aber— für sich— in Oel. Während sie vor dem Essen noch ein wenig miteinander plauderten— die Spargel waren noch nicht fertig— traf den Abbé plötzlich ein Schlaganfall. Er lag im Sterben. Als Cuvier sah, daß er nicht mehr zu retten war, stürzte er schnell in die Küche und rief:„Alle Spargel in Oel!“ Kaltblütigkeit Eine aufregende Szene verursachte einst der berühmte Leinziger Pandektist von Wächter. In seinem Alter, schon krank, behandelte er eines Tages in seinem Kolleg das Erbteil oder, wie es in seiner schwäbischen Ausdrucksweise bieß, die Erbvortschion. Auf einmal hielt er in seinen juristischen Darlegungen inne und sagte:„Meine Herren, mein Puls setzt aus, und der Arzt hat mir gesagt: wenn es länger als eine Minute dauert, so ist der augenblickliche Tod die Folge“ Und nun sah er schweigend auf seine auf dem Katbeder liegende Uhr. Das Auditorium war totenstill und blickte entsetzt auf den beliebten Lehrer. Schließlich aber fing dieser wieder an zu reden und sagte ruhig:„E ischt vorüber, der Puls hat wieder eingesetzt. Ich fahre fort, meine Herren: Die allgemeine Erbportschion verringert sich also hier um einen Kopfteil.“ „Ich bin von Hamm nach Duisburg gefahren, in Stunden, da sie am Werken waren. Da sah ich sie gießen und hämmern und raffen, sah alle am heiligen Werke schaffen.“ So schrieb vor Jahren der Dichter des Industriegebietes Wilbelm Uhlmann=Bitterbeide in seinem Gedicht„Nächtliche Fahrt“. Und mancher, der lange nicht mehr im Ruhrgebiet war, mag diese Zeilen lediglich als eine schöne Erinnerung an eine vergangene Zeit lesen. Wer bingegen in diesen Tagen selbst einmal von Hamm nach Duisburg fuhr, nahm dies als stärkstes Erlebnis wieder mit hinaus an die Kront: Diese Zeilen Uhlmann=Birterbeides sind mehr denn je gerade in unseren Tagen Spiegel des Lebens an Rhein und Ruhr Wieder liegt eine der Schreckensnachte, wie sie der Heimat in den letzten Monaten so oft schon bereitet wurden, binter uns. Schon steht zu befürchten, daß der kurze Urlaubsbesuch bei Familienangehörigen wegen der Zerstörungen illusorisch wird: aber schon am frühen Morgen sind die Schaden beseitigt, und ohne Störung kann die Fahrt angetreten werden. Die Wintersonne glänzt über dem weißen Land. In seinen Flocken rieselt der Schnee, als wollte er mit seinem weißen Mantel all das Leid zudecken, das in bizarren Trümmern aus dieser Landschaft starrt. Wo gestern noch frobes Leben lachte, sieht man heute nichts mehr als menschenleere, schwelende Trümmer. Der brutale Mord an wehrlosen Frauen und Kindern ist dem Gegner das einzige Mittel geblieben, das er der nie zu erschütternden deutschen Front entgegenzusetzen weiß. Aus den Erzählungen der Menschen im Abteil unseres Zuges hört man von den ungeheuerlichen Opfern, die hier Tag um Tag von deutschen Frauen und Mädchen, von Jünglingen und Männern, Männern bis in das höchste Alter hinein, gebracht werden. Ihr Opfermut ist beldenhaft, wenn die Bomben der Luftgangster in die friedlichen Wohnstätten fallen, ungeschwächt kommen sie aus den Bunkern, in denen sie oft lange Stunden verbringen muß. ten, um zu ihrer Arbeitsstätte zu eilen. Hier atmet man in Wahrheit den Frontgeist der Heimat, wenn man erlebt, wie gerade die vom Terror am härtesten Betroffenen es sind, die nach dem ersten, wohl begreiflichen Schmerz über den Verlust des Liebsten trutzig dem Schicksal entgegentreten und als erste am Morgen wieder auf ihrem Arbeitsplatz stehen. Hier, inmitten des Chores der Arbeit spürt man, wie in der Heimat die Kampfgemeinschaft noch inniger geworden ist, wie sie alle zusammengewachsen sind in der Schicksalsstunde des Landes. Die aus den Trümmern ihrer zerstörten Heimstätten kommenden Volksgenossen sind die lebendigen Zeugen dafür, daß aus diesen Ruinen eine Kameradschaft wächst, die den Wunsch des Führers verwirklicht, daß niemand in Deutschland hungern und frieren oder sonst Not leiden soll. Darüber hinaus ist aus dieser Kameradschaft auch ein starker Wille entstanden, trotz Not und ständiger Gefahr auf das nicht zu verzichten, was den Westen des Reiches zu seinem schönsten Besitz geworden war. Fragt sie einmal die Menschen, die tief in der Erde des Landes die Kohle hauen oder im Glutfeuer der Hochösen und Walzwerke stehen, was ihnen in dieser Zeit schönste Entspannung und wahres Glück bedeutet. Theater, Konzertfäle, Bibliotheken, gar vieles ist vernichtet. Aber mehr noch als früher sieht man heute in den notdürftig erstellten Theatern und behelfsmäßig hergerichteten Konzertsälen die kantigen, zähen Gesichter der mit letzter Kraft schaffenden Werkleute. Gleich von ihrer Arbeitsstätte eilen sie dieser Entspannung zu, oder gar die Werkhalle selbst wird zur festlichen Bühne oder zum Konzertsaal und spendet mitten im Schaffen für die Front die notwendige Freude und Erbolung. Ueber Trümmern und Berge von Schutt triumphiert das Leben in all seinen Phasen und Möglichkeiten. Zutiefst aufgerüttelt von dieser starken Haltung der Heimat wird einem das Schlußwort aus der„Nächtlichen Fahrt von Uhlmann=Bixterheide zum stärksten Erlebnis des Heimaturlaubs: „So hab ich in schweigender Andacht gestanden, die deutsche Zukunft hielt mich in Banden; und haben sie tausend der Brüder vernichtet, unsere Seele steht bochgerichtet! Ich bin von Hamm nach Duisburg gefahren, in Stunden, da sie am Werken waren.“ Kriegsberichter Willn Herkenhöner Westdeutschland Kindesmord aus Angst vor dem Vater Münster. Das Landgericht Münster verurteilte die Adelheid Overech aus Burgsteinfurt=Hollich wegen versuchter Tötung ihres unebelichen Kindes kurz nach der Geburt zu drei Jahren Gesängnis. Die Angeklagte bekam am 28. Juni vergangenen Jahres ein Kind. Sie begab sich daraufhin in ihr Schlafzimmer und brachte dem Neugeborenen mit einer Schere einen Schnitt in den Hals bei. Die Leiche des Kindes verbrannte sie zwei Tage später im Küchenberd. Die Tat wurde aus Angst vor den Eltern und insbesondere vor dem leicht erregbaren und jäbzornigen Vater in einem Affektzustand begangen der die Zurechnungsfähigkeit nach dem Gutachten des Pinchiaters gemäß Paragraph 51,2 erheblich verminderte. Das Gericht hatte sich vor allem mit der Frage zu befassen, ob das Kind zu dem Zeitpunkt, als ihm die Angeklagte den Schnitt beibrachte, noch gelebt hat. Dies war nach dem Urteil des medizinischen Sachverständigen, der einen sogenannten„blassen Scheintod“ für gegeben hielt, zwar wahrscheinlich, konnte aber nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Bei der Urteilsfindung wurde daher versuchte Kindestötung angenom. men, im übrigen aber duvon ausgegangen, daß die Angeklagte das Kind selbst für lebend gehalten hatte Da nach dem geltenden Recht die Versuchshandlung zwar milder bestraft werden kann, aber nicht zu werden braucht sei man zu dem gleichen Strafmaß gekommen, das unter Berücksichtigung der sonstigen Umstände angemessen gewesen sei. 758 809 Kohlweihlinge gelangen Siegen. Der Landrat des Kreises Siegen rief im Mai 1948 die Volksschulen zu einer Bekämpfung der Koblweißlinge auf. Er setzte für das Sammeln von Kohlweißlingen als Raupe oder als Schmetterling eine Belohnnug von 1 Pfennig je Stück aus. Verschiedene Gemeinden und auch Gartenbauvereine bewilligten zusätzlich Prämien. Der Aufruf fand starke Beachtung. Lehrer und Schüler wetteiferten um den Erfolg In jedem Dorf machte die Jugend Jagd auf den Schmetterling mit dem Erfolg, daß 758 809 Schmetterlinge gefangen bezw. als Raupen gesammelt wurden. In 20 Jahren 350 000 Mark veruntreut Duisburg. Zwei Angestellte eines großen Oberhausener Werkes, Wilhelm Bergmann und Wilhelm Evers aus Oberhausen, hatten es verstanden, in enger Zusammenarbeit mit einer inzwischen verstorbenen Firmeninhaberin auf Grund singierter Rechnungen das Werr nach und nach um eine Gesamtsumme von rund 350 000 R.a zu schädigen. Von dem Betrage, dessen Veruntreuung im Jahre 1925 begann, ist nichts übriggeblieben. Beide Angestellte wollen ihren Anteil entweder restlos für die Familie, in Wirtshäusern oder auf Rennplätzen verausgabt haben. Die Große Strafkammer des Landgerichts Duisburg verurteilte sie je zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus, 1000 K.K Geldstrafe und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. Wissenswertes Allerlei Osterhase—„sell Ollms Zeiten“ Wie lange kennt man eigentlich schon den Österbasen? Ein alter Vers aus den 1789 in der Schweiz erschienenen Kinderliedern scheint darauf binzuweisen: „War's schon seit Olims Zeiten doch Gebrauch Und ist es noch, nach frohem Mittagsschmaus (an Ostern) hochlärmend durch das ganze Haus zu sagen—— Was?— den Österhasen!" Die Redewendung„seit Olims Zeiten“ läßt also darauf schließen, daß der Österhase schon damals auf ein hobes Alter zurückblickte. Für Nichtlateiner sei erklärend hinzugefügt, daß„Olim“ nicht der Name eines berühmten Mannes aus dem grauen Altertum ist, sondern daß das lateinische Wort„olim“ auf deutsch„einst, einstmals" bedeutet. Warum„Fliegenpllz“! Der Fliegenvilz hat seinen Namen erhalten, weil er in früherer Zeit mit Vorliebe zum Töten von Fliegen benutzt wurde. Man zerschnitt ihn in Stücke, die in Milch oder Wasser gelegt wurden.: Fliegen, die von dieser Flüssigkeit trinken, sterben in kurzer Zeit. Besonders merkwürdig ist die Tatsache, daß man in Kamtschatka aus Fliegenpilzen und den Blättern der Sumpfheidelbeere und verschiedenen anderen Kräutern ein berauschendes Getränk zubereitet. Bei manchen osteuropäischen Völkerstämmen wird der Fliegenvilz sogar gegessen, nachdem er durch Kochen in Wasser und Essig giftfrei gemacht worden ist. Für Kleingärtner und Kleintierzüchter Rettich für den Frühsommer In der vitamin=gemüsearmen Zeit ist der Rettich als Frühgemüse hochwillkommen. In lockerem, nahrhaftem Boden, der jedoch nicht frisch gedüngt und gejaucht sein darf, säen wir im April auf ein warmgelegtes Beet recht dünn die Sorten Östergruß oder Bayerischer Sommerrettich aus. Stehen die Pflänzchen dichter als 5—10 em, müssen sie verpflanzt oder vereinzelt werden. Die Gefahr des Holzigwerdens besteht nur bei zu großer Trockenheit; bewässern wir die kleinen Pflanzen tüchtig, dann können wir gewiß sein, in einigen wenigen Wochen schöne, weichfleischige Rettiche zu ernten. Anbinden von Himbeerpflanzen Im allgemeinen werden Himbeerpflanzen mit Draht festgebunden, doch man kann sich durch das Anbringen von zwei dünnen Latten anstatt des Drahtes das Festbinden sehr erleichtern. Die Latten werden in geringem Abstand, in derselben Höhe, in der sonst der Draht befestigt ist, an den Pfosten angenagelt. Die Himbeerpflanzen werden dann von selber zwischen den Stangen festgehalten, so daß das Festbinden fast ganz gespart wird. Zwischen den beiden Latten können sich die Pflanzen frei bewegen, aber nicht seitwärts umfallen. Zu lange Ranken wird man in der sonst üblichen Form bogenförmig herabbinden. Champignonkultur im Garten Pferdemist ist der eigentliche Kulturboden für den Champignon. Man setzt den Mist zunächst auf Haufen, die eine Länge von 3 Meter, eine Breite von 2 Meter und eine Höhe von 1,50 Meter haben. Er wird lagenweise gepackt, jede Lage wird gut gegossen und jede dritte Lage angetreten. Die Haufen bleiben 7 Tage liegen und werden dann so umgesetzt, daß der innere Dünger nach außen, der äußere Dünger nach innen kommt. Nach weiteren 7 Tagen erfolgt ein zweites und dann später noch ein drittes Umsetzen. Wenn der Dünger fertig ist, kommt er auf schmalen Beeten, die unten 50 cm breit, 25 cm hoch und oben 35 cm breit sind, an die vorgesehenen schattigen Gartenstellen. Die Gehstege zwischen den Beeten sind 30 cm breit. In diese Düngerbeete wird die Champignonbrut hineingelegt. Diese besteht aus eigroßen Düngerstückchen, die vom Vegetationskörper der Pilze(Myzelium) durchzogen sind. Man macht beim Auslegen mit der Hand eine entsprechende Vertiefung und legt die Brutstücke hinein, die mit der Düngeroberfläche abschließen müssen. Die Auslegung der Brut erfolgt im Verband in einer Entfernung von 25 cm. Nach 8 Tagen wird die ganze Düngeroberfläche mit einer 1 cm hohen Schicht von ganz feingesiebtem, durchlässigem Gartenboden bedeckt. Vor diesem Bedecken wird das Beet gründlich angegossen; von jetzt ab wird nun auch regelmäßig gegossen, nicht zuviel, aber doch so stark, daß der Boden selbst bei großer Trockenheit nicht austrocknet. Schon nach 3 bis 4 Wochen kann mit dem Erscheinen der ersten Champignons gerechnet werden. Die kleinen sind die feinsten. Sie werden am Stiel angefaßt und herausgedreht. Von 1 gm Beetfläche kann man bei guter Pflege 6 kg Pilze ernten. Kaninchenzucht sinnvoll lenken Man spricht von Monatskaninchenzucht, wenn man die Häsin in jedem Monat der laufenden Zuchtperiode belegen läßt, um möglichst schnell eine große Anzahl von Jungkaninchen zu haben. Wie das wilde Käninchen, so ist nämlich auch das zahme sehr fruchtbar. Bereits wenige Stunden nach dem letzten Wurf kann es wieder zum Rammler gebracht werden, und pünktlich nach 31 Tagen sind dann auch die Jungen wieder da. Treibt man eine derartige Zucht vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst, so kann man tatsächlich auf einen Kaninchenbestand von 40 bis 60 Stück kommen. Kann man.— Soll man es auch tun? Es ist doch offenbar, daß eine Häsin, die innerhalb kurzer Zeit mehrmals jungt, sehr von Kräften kommt. Das wirkt sich auch auf die zu erwartenden und gesetzten Jungen aus. Sie sind Kümmerlinge, die kaum lebensfähig bleiben, nie das gesteckte Zuchtziel erreichen. Daneben erhebt sich noch die Frage, ob man eine derartige Kaninchenmenge überhaupt halten und füttern kann. Viele Neuzüchter, die in letzter Zeit dazu gekommen sind, ihren Küchenzettel durch das Fleisch und Fett eines Stallhasen zu bereichern, neigen sehr häufig dazu, ihre Kaninchenzucht ins Uferlose zu steigern. * Statt jeder besonderen Anzeige! " Kurz nach seinem so glücklich verlebten Heimaturlaub ∆ erhielten wir die für uns noch immer unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, stets um uns besorgter, hoffnungsvoller Sohn, unser immer lebensfroher Bruder, Vetter und Reffe, unser herzensguter Schwiegersohn, mein innigst. geliebter Bräutigam Pg. Hermann Cordes Leutnant und Kompanieführer in einem Panz.=Gren.=Regt. Inh. d. E. K. 2, des Verwun. detenabzeichens in Silber, des Insanterie=Sturmabzeichenund anderer Auszeichnungen im Alter von 26 Jahren am 30. November 1943 an der Spitze seines Stoßtrupps den Heldentod fand. Nachdem er alle Feldzüge gut überstanden hatte, traf ihn im Osten die feindliche Kugel. In tiefem Schmerz: Karl Cordes nebst Frau und Kinder, Margrit van der Hoek als Braut nebst Eitern, und alle Anverwandte Herne(Bochumer Straße 94, und Mulvanystraße 2). Bei.eidsbesuche dankend verbeten. Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, ∆ daß unser einziger, lieber, hoffnungsvoller, lebensfroher Sohn, mein guter Bruder, Schwager, Enkel. Reffe und Vetter Pionier Franz Nowak im blühenden Alter von 18 Jah. ren im Süden der Ostfront am 13. März 1944 den Heldentod fand. Mit ihm sind Wünsche, Hoffnungen und Pläne in Feindeoland begraben. Wir gaben unser Bestes! In tiefer Trauer: " Franz Nowak und Frau, Auguste, ged. Büchtemeier, Paula Ritter, ged. Nowak, Siegfried Ritter und alle übrigen Verwandten Herne(Bertastraße 27). Ihre Verlobung geben bekannt: Liesl Dirscheel, Schwarzenfeld Obpf., Schwägerstr. 207, Affz. Heinz Eller. brock, z. 8. Urlaub, im April 1944. Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir allen recht herzlich. Leo Adamezak und Frau, Lotte, geb. Berzyk. Herne, im April 1944. DANKSAGUNGEN Für die uns in unserem großen Schmerz entgegengebrachte Teilnahme beim Tode unseres lieben Angehörigen sagen wir allen herzlichsten Dank. Im Namen aller Verwandten: Frau Martha Dybowski und Kinder. Herne, Am Stadtgarten 5, April 1944. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unsern innigsten Dank. Geschwister Gewing und Angehörige. Herne, im April 1944. Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Vaters sagen wir allen unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Kinder: Wilh. Clases. Herne(Bahnhofstr. 141), im April 1944. Allen denen, die mir beim Hinscheiden meines herzensguten Hausmütterchens, meiner lieben Maria, ihre Anteilnahme bekun. deten, sage ich meinen aufrichtigen Dank. August Köhne. Herne, Bahnhofstraße 192, imn April 1944. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden unseres lieben unvergeßlichen Entschlafenen sagen wir allen unseren innigsten Dank. Wwe. Rosa Solbach und Kinder. Herne, Bahnhofstr. 200, im April 1944. Noch gel Grd Bchressser*) port sie Kohle, Gas und sie de für dem„Kohlenlder“ Fecugeusk Uelter 51141 Merken Sie sich bitte diese Rufnummer für die Aufgabe von 6Z-Kleinanzeigen Wer zu Burnus greift. muß wissen: Burus wirkt als Schmutzlöser echon beim Einweichen. Deshelb muß Burnus heute für sterk angeschmutzte Wäsche aufgespart werden. Sind Anschmutzungen besonders hartnöckig. vo braucht man nicht gleich die ganze Einweichbrühe zu verstärken. Es genügt, die Schmutzstellen dünn mit Burnus einzustreuen, die Wäschestücke zusammenzurollen und denn Ins Einweichwasser zu legen. So schädigt man die Wäsche nicht durch scherfes Reiben und zu lenges Kochen. LNE Junge Mädel finden bei voller Verpflegung frdl. u. billige Aufnahme in gutem Hause. 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