Herner Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne 0 Besegsereis: Monatlich RM 2.16, batbmonatlich RM 1.88. Binselpreis 10 Rot.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, bervorgerufen durch böhere Oewalt, können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Hauptgeschäftsstelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6842 Zur Zeit lst Preististe 4 galig. In Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr.— Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne I. Westt Feruruf: 311 41—43(Schriftleitung 511 42) Verleger: C. Holtmann und C.-Thee Holtmane(letzterer a. Z. Wehrmacht).— Hauptschriftleiter: Willy Pranke(a. Z. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Polltik allgemeinen Tell und Lokale: Albert Wemper.— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagne Nummer 58 Donnerstag, den 9. März 1944 75. Jahrgang Die USA als die Krämer der Welt Sensationelle Auslassungen Harry Hopkins Sollte jemand noch im unklaren gewesen sein über die Richtung, in der sich die Weltwirtschaftspläne der jüdisch=plutokratischen nordamerikanischen Kreise bewegen, wird durch die sen= sationellen Aeußerungen von Roosevelts engstem Mitarbeiter Harry Hopkins in der USAZeitschrift„American Magazine“ eines besseren belehrt. Wenn das Blatt in seiner Einleitung schreibt, das seien„die klarsten Formulierungen der nordamerikanischen Kriegsziele, die bisher aus dem Weißen Hause gekommen sind“, so wollen wir das gern glauben, beweist aber wieder einmal aufs neue die Richtigkeit der von uns stets betonten Ansicht, daß dieser Krieg ein Werk der jüdisch=plutokratischen Kriegsverdiener und aus diesem Grunde Kriegshetzer ist. Hopkins und Genossen— denn daß dieser vorgeschobene Hopkins der Strohmann der im Hintergrund lauernden Clique ist, ist ohne weiteres klar — sagen frei heraus und aus ihren Worten leuchtet die Freude der befriedigten Habgier, daß nach dem Kriege USA das reichste Land der Erde sein werde. Von allen kriegführenden Großmächten sei Nordamerika unverletzt und, was für diese Hyänen die Hauptsache ist, voll arbeits= und lieferfähig. So rechnet man sich aus, daß man mit den Sowiets glanzende Geschäfte machen werde. Im ersten Nachkriegsjahr werde Rußland für mindestens 750 Millionen Dollar in den USA an Waren in bar laufen müssen. Die Sowjetunion werde mindestens 50 Jahre brauchen, um den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zu vollenden. In all diesen Jahren werde Rußland Kunde der UISA bleiben. Auf China setzt man ebenfalls große Hoffnungen als Abnehmer. Der„Bundesbruder England“ kommt bei Hopkins schlecht fort. Folgendermaßen läßt sich Hopkins über das einst weltbeherrschende England aus: es werde immer von der englischen KonkurEichenlaubträger jagt einen Dampfer Eichenlaubträger Kapitänleutnant Emmermann auf der Brücke seines U=Bootes während der Jagd auf einen feindlichen Transporter. PK=Kriegsberichter Berndt(Sch) renz geredet. Aber erstens sei es in Euglands Interesse, sich mit den USA zu verständigen, und sweitens denke die USA=Regierung nicht daran, ihre militärischen und zivilen Stützpunkte in der Welt aufzugeben. Dann zahlt Hopkins auf. was die USA alles behalten wollen. U. a. die Karibischen Inseln. England habe diese Inseln auf 99 Jahre verpachtet und sei im übrigen„müde und stark angeschlagen“. Weiter müssen sich die Briten von ihren Vettern sagen lassen, daß die britische Welt eine Insel voll Fabriken sei, für die die Rohstoffe eingeführt werden müßten. Aber als Trost kommt gleich dahinter her, daß viele dieser Fabriken von deutschen Fliegern zerstört worden seien. Gönnerhaft wird weiter gesagt, daß England nicht „irgendwelche Ambitionen“ machen werde, zumal in einer Zeit, in der der„Drang der Völker nach Selbstbestimmung“ sich nicht länger zurückhalten lasse. England sei nicht mehr in der Lage, den Welthandel zu beherrschen. Wie bitter muß dieser Satz wirken im Hinblick auf Indien. Wenn Hopkins dann weiter schreibt:„Jetzt, da die Elendsstationen der Welt sich unter Führung der USA zu regen beginnen und nach Wohlstand streben, kann England die Bedürfnisse dieser Völker nicht befriedigen“, so muß auch ein Blinder fühlen, daß hier die jüdisch=plutokratischen Schieber sich heute schon über das absterbende Emvire hermachen und es aufteilen, wenn auch vorerst nur auf dem Pavier Zum Schluß empfiehlt popkins die USA zur Lieferung aller Waren zum Weltaufbau. Großzügig werden den Engländern als Magenpflaster folgende Trostsprüche gegeben im Hinblick auf die im Kriege verlorene Handelsflotte: wenn England Schiffe für seinen Handel braucht, wird man ihm Schiffe vermieten, keinesfalls aber verkaufen. Zum Schluß bringt Hopkins die USA der übrigen Welt in empfehlende Erinnerung zur Lieferung aller Gegenstände zum Wiederaufbau. Als Gegenleistung würden die USA soviel Bargeld verlangen, als die im Druck sitzenden Kunden zahlen könnten. Der Rest müßte in Raten unter hoher Zinszahlung beglichen werden. Das geliehene amerikanische Geld darf selbstverständlich nur für Käufe in den USA verwandt werden. Aus diesem Grunde wird die Wirtschaft des betreffenden Landes kontrolliert. Unter diesem Erpresser=, Wucher, Ausbeuterund Beschnüffelungssystem versteht man in den USA die„Zusammenarbeit unter den Völkern". Diese jüdischen Geschäftemacher wollen also nach ihrem Gutdünken mit den Mächten der Welt verfahren. Wer zahlt, muß beim nächstenmal das Doppelte zahlen. Wer ausgepowert ist, dem wird der Hals voulenos zugeschnürt. Wer aller seiner Kraft bar ist und auf der Strecke bleibt, der wird von diesen Mammonsknechten zur Seite geschohen als ein Ding, das keinen„Rebbach“ mehr abwirft. Das nennen diese Wallstreet=Börsenjobber„Gutnachbarschaft". Aber noch sind Gedanken und Worte wohlfeil wie Brombeeren, auch die eines Hovkins, selbst die eines Roosevelt. Die Völker von Europa und Ostasien werden dafür sorgen, daß die USABäume nicht in den Himmel wachsen. 1—1. Kroatische Staatsmänner Im Führerhauplquartler Unser Bild zeigt: Reichsaußenminister von Ribbentrop begrüßt den kroatischen Außenminister Peric bei der Ankunft der kroatischen Gäste im Führerhauptquartier. Weiter rechts: Ministerpräsident Mandic. Scherl=Bilderdienst— Gerd Baatz(Laur)=M. Vereitelter Tages-Großangriff auf Berlin Große Luttkämpfe vom Raum west lich Hannover ab bis Magdeburg □ Berlin, 9. März. In den frühen Nachmittagsstunden des 8. März unternahmen nordamerikanische Bomber erneut den Versuch, die Reichshauptstadt anzugreisen. Sie erlitten wiederum schwere Verluste. Von der Zuidersee bis zur Reichshauptstadt fand bei wolkenlosem Himmel eine große Luftschlacht statt. Die zahlreichen Berliner Flakbatterien bekämpften die feindlichen Verbände mit hervorragender Angloamerikanische Erpressermethoden Die Lieferungen an die Türkei werden einge stellt— Gesamier Warenverkehr unterbrochen Telegramm unsetes ständigen Mitarbeiters re Istaubul, 9. März. Die türkische Presse veröffentlicht eine Londouer Reuter=Meldung, wonach mit sofortiger Wirkung alle Lieferungen der Alliierten an die Türkei eingestellt worden sind und der gesamte Warenverkehr zwischen den beiden Ländern unterbrochen worden ist. Das amtliche Londoner Büro bestätigt damit gleichzeitig die vor mehreren Tagen von United Preß gebrachte Nachricht, daß sich die Vereinigten Staaten der Haltung Englands angeschlossen hätten. In Wirklichkeit hat die türkische Regierung bisher weder von der Entscheidung Londons noch von jener Washingtons Kenntnis erhalten, aber eine solche offizielle Verständigung ist im träger betreut werden. Die britische Außenhandelsstelld in Ankara hat die Ausgabe von Einfuhrbewilligungen für englische Waren nach der Türkei bereits eingestellt und lehnt auch Ausfuhrzertifikate nach England ab. Damit erfährt die Türkei von Seiten der Alliierten ungefähr die gleiche Behandlung wie Spanien und die türkische Presse wirft die Frage auf, welche Gründe für die Westmächte in Wirklichkeit bestehen müssen, um die wenigen noch neutralen Staaten in Eurova unter einen solchen wirtschaftlichen Druck zu stellen. Die Antwort müsse ganz von selbst gewisse Rückschlüsse auf die militärische und politische Lage Großbritanniens und der Vereinigten Staaten auslösen, Augenblick auch eigentlich gar nicht möglich, da, aus eine Lage, die wohl kaum günstig sein dürfte, wie in unterrichteten Kreisen erklärt wird, nicht nur die militärischen Verhandlungen abgebrochen worden sind, sondern auch zwischen dem türkischen Außenamt und dem Foreign Office praktisch heute keinerlei Verbindung mehr besteht und auch die beiderseitigen diplomatischen Vertretungen in London und Ankara nur noch von einem Geschäftswie man gerne glauben machen will. Im übrigen findet das Vorgehen Londons und Washingtons eine ebenso ruhige wie entschiedene Zurückweisung. Die Türkei, so ist die übereinstimmende Auffassung der gesamten Presse, würde sich niemals zu einem Kriegseintritt auf seiten der Alliierten zwingen lassen. Weiterhin harte Kämpfe an der Ostfront In drei Tagen 357 Sowjetpanzer Im Südabschnitt vernichtet dnb Aus dem Führerhauptquartier, 9. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Südwestlich Kriwoi Rog danern die erbitterten Kämpfe mit den in unsere Linien eingebrochenen starken feindlichen Kräften an. Eigene Infanterieund Panzerverbände zerschlugen westlich Kriwoi Rog in wuchtigen Gegenangriffen feindliche Kampfgruppen und nahmen vorübergehend verlorengegangene Stellungen wieder. Westlich Kirowograd traten die Bolschewisten nach heftiger Artillerievorbereitung wieder zum Angriff an. Sie wurden unter hohen blutigen Verlusten zurückgeschlagen. Im Raum von Swenigorodka und Schepetowka— Jampol stehen unsere Truppen weiter in schweren wechselvollen Kämpfen. In den letzten drei Tagen wurden hier 357 feindliche Panzer vernichtet. Zwischen Beresina und dem Dujepr scheiterten ernente Angriffe der Sowjets. An der Autobahn Emolensk— Orscha wurden auch gestern wieder alle Durchbruchsversuche mehrerer sowjetischer Divisionen mit hervorragender Uuterstützung unserer Schlachtflieger vor unseren Stellungen zerschlagen. Tausende von Toten liegen vor unseren Linien. Im Nordteil der Ostfrout griff der Feind in mehreren Abschnitten vergeblich an. Bei Narwa machten unsere Gegenangriffe trotz zähen feindlichen Widerstandes weitere Fortschritte. Bewegungen und Bereitstellungen der Bolschewisten wurden durch Artilleriefener zerschlagen. Bei den Abwehrkämpfen im mittleren Frontabschnitt hat sich die mittelrheinische 197. Insanteriedivision unter Führung des Generalmajors Wößner besonders bewährt. In Italien kam es auch gestern zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung. Fernkampfbatterien bekämpften Schiffsziele im Raum von Nettuno und schossen einen feindlichen Frachter in Brand. Nordamerikanische Flugzeuge grissen erneut Rom und andere Städte in Mittelitalien an. In einigen Stadtteilen von Rom entstanden Schäden. Unsere Jäger schossen dort und vor der südfranzösischen Küste nenn feindliche Flugzeuge ab. Einige feindliche Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben auf Gebiete in Westdeutschland. Wirkung und vermochten die Durchführung des geplanten zusammengesaßten Augriffes zu verhindern. Nur ein Teil der eingeflogenen Feindflugzeuge konnte das Stadtgebiet von Berlin erreichen. Die heutige Luftschlacht über dem nordwest= und norddeutschen Raum, die sich wiederum bis zur Reichshauptstadt hinzog, steht in engem Zusammenhang mit dem erneuten Versuchen eines zusammengefaßten Großangriffs gegen Berlin. Die ersten vorliegenden Meldungen lassen bereits erkennen daß den feindlichen Verbänden auch heute keine Schwerpunktbildung gelang. Neue Verteidigungsverfahren, besonders der Flakartillerie, haben die Absicht der Nordamerikanee zum Scheitern gebracht. Durch die schon bei Beginn des Einfluges in das Reichsgebiet einsetzende starke Abwehr durch unsere Jagd= und Zerstörerverbände wurden die in mehreren Gruppen aufliegenden Verbände bereits aufgesplittert. Ueber Berlin selbst konnte mehrfach beobachtet werden, daß die Führer der einzelnen feindlichen Verbände durch den Abwurf von Leuchtzeichen versuchten, ihre auseinandergezogenen Bomber wieder zusammenzuschließen, um dadurch eine Angriffokonzentration zu erreichen. Unsere Flakbatterien setzten in diesen entscheidenden Augenblicken mit einem genauen Wirkungsschießen ein. Durch die mitten in den Bomberpulks berstenden Granaten wurde eine größere Anzahl von Bombern zum Absturz gebracht, andererseits wurden hierdurch die Bebände aber auch vielfach zum planlosen Bombenwurf auf die Außenbezirke Berlins gezwungen. Die zersprengten feindlichen Bomberverbände drehten daraufhin mit höchster Geschwindigkeit nach Westen ab. Von den Gefechtsständen der Jagdfliegerführer wird bekannt, daß die Nordamerikaner ihre Bomber wiederum durch starke Jagdkräfte zu schützen versuchten, dabei aber wie auch am 6. 3. sehr empfindliche Verluste hinnehmen mußten. Bereits im Raum westlich von Hannover kam es zu großen Luftkämpfen, die sich bis in den Raum von Magdeburg hinzogen. Wiederum überwanden die deutschen Jagd= und Zerstörerverbände die Flankensicherungen der Bomberverbände. Ueber Hunderte von Kilometern hinweg griffen unsere Flieger in Höhen von 7000 bis 9000 Metern die Bomberwellen an. Es steht schon jetzt fest, daß die Verluste der Nordamerikaner auch bei dem heutigen zweiten Versuch eines TagesGroßangriffes gegen Berlin sehr hoch gewesen sind. Mehrere Dutzend viermotoriger Flugzeuge und eine große Anzahl von ein= und zweimotorigen Begleitsägern wurden bereits zerschmettert im norddeutschen Gebiet sowie im Raum von Groß=Berlin aufgefunden. Neu herangeführte deutsche Jagdund Zerstörergeschwader setzten nach 16 Uhr in ununterbrochenen Angriffen den abfliegenden nordamerikanischen Verbänden weiter hart zu und schossen eine weitere Anzahl von Bombern und Begleitjägern ab. Oberst Griesbach erhleit die Schwerter dnb Führerhauptquartier, 9. März. Der Führer verlieh am 6. März das Eichenlaub mit Schwer tern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Franz Griesbach, Kommandeur eines norddeutschen Grenadier=Regiments. als 53. Sol daten der deutschen Wehrmacht. Oberst Griesbach, der das Goldene Verwundetenabzeichen trägt, hat das Ritterkreuz als Major und Regimentsführer am 14. März 1942 für seinen Anteil an der Wiedereroberung von Feodosia und das Eichenlaub am 17. Mai 1943 für einen besonderen Abwehrerfolg seines Regiments in der zweiten Abwehrschlacht südlich des Ladogasees erhalten. Im Verlauf der feindlichen Offensive südlich Leningrad wird ihm eine, in aller Eile aus Alarmeinheiten und von ihrem Verband abgekommenen Soldaten verschiedener Divisionen gebildete Kampfgruppe unterstellt. Unzulänglich mit schweren Waffen und Nachrichtenmitteln ausgerüstet, zum größten Teil aus Leuten ohne besondere Kampferfahrung bestehend, muß die Kampfgruppe in der Abwehrschlacht Aufgaben übernehmen, deren Durchführung für den gesamten Frontabschnitt von entscheidender Bedeutung ist. Nur eine so überragende Führerpersönlichkeit wie Oberst. Griesbach. der es versteht seine Truppe in kürzester Zeit zu einer festen Einheit zursammenzuschweitten, kann dem zahlenmäßig weit überlegenen Kräften anstürmenden Feind entgegentreten. In zehntägigem erbitterten Ringen hat die Gruppe Griesbach einen vollen Abweherfolg errungen. Ihm ist es zu einem erheblichen Teil zu verdanken, daß der von der sowietischen Führung mit allen Mitteln angestrebte Durchbruch durch die deutsche Front südlich Leningrad verhindert wurde. Oberst Griesbach wurde am 21. 12. 1892 als Sohn des Schleusenverwalters G. in Brück Brandenburg geboren. Das Eichenlaub für zehn Offiziere der Luftwaffe □ Berlin, 9. März. Der Führer verlieh am 2. März 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an folgende Angehörige der Luftwaffe: Oberst Erich Waltber, Kommandeur eines Fallschirmjäger=Regiments: Oberst Ludwig Heilmann in einem Fallschirmjäger=Regiment; Major Kurt Buhlingen, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader: Hauptmann Horst Ademeit, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader: Oberleutnant Walter Kruvinski, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader: Hauptmann August Geiger, Gruppenkommandeur in einem Nachtiagdgeschwader: Hauptmann HansDieter Frank, Gruppenkommandeur in einem Nachtjagdgeschwader: Major Jvhannes Wiese, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader: Major Reinhard Seitler, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader: Lentnant Erich Hartmann, in einem Jagdgeschwader, als 411.—420. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Hauptmann Geiger und Hauptmann Frank sind vor der Verleihung gefallen. Neuer Ritterkreuzträger dnb Führerhauptquartier, 9. März. Der Führer hat dem ½=Obersturmbannführer Rudolf Lebmann, Erster Generalstabsoffizier der Panzerdivision„Leibstandarte /# Adolf Hitler“ aus Heidelberg am 23. Februar 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieben. Kindermord britisch-amerikanischer Luftgangster Rom, 9. März. Anglo=amerikanische Terrorflieger führten am Dienstag vormittag einen neuen schweren Tergrangeiff auf die Stadt Rom durch. In zwei aufeinanderfolgenden Wellen warfen sie über den Stadtteilen San Paolo, Testaccio und Trastavere zahlreiche Brand= und Sprengbomben ab. Zahlreiche Wohnhäuser wurden getroffen und die Kirche von San Girolano völlig zerstört. Eine große Erziehungsanstalt für verlassene Kinder stürzte unter den Bomben völlig zusammen. Bisher war es noch nicht möglich, unter den Trümmern die Zahl der getöteten Kinder festzustellen. Drei Auto=Ambulanzen des Roten Kreuzes, die sich an der Rettung der Opfer des Angriffs beteiligten, wurden von den anglo=amerikanischen Fliegern aus geringer Höhe mit Maschinengewehren beschossen. Das Angriffsziel der feindlichen Flieger war ungefähr dasselbe wie das des Angriffs vom 3. März, d. h. die links des Tiber südlich der Aurelianischen Stadtmauer gelegenen Viertel Ostiens und Testaccio. Teilangriffe richteten sich jedoch auch gegen die rechts des Tiber gelegenen Stadtviertel Trastavero und Litorio sowie gegen die große Wohnsiedlung Garbatella südöstlich des Viertels Ostiense. Zahlreiche Häuser wurden zum Einsturz gebracht. Die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung läßt sich noch nicht übersehen. Dem in zwei Wellen durchgeführten Angriff war gegen neun Uhr ein An griff mit Ma=Feuer vorausgegangen, der sich gegen Primaporta ungefähr 10 Kilometer nördlich Roms an der Via Flaminia richtete, aber keinen Schaden verursachte. Warnung vor„Gutnachbarschaftspolltik“ ∆ Tokio, 9. März. Roosevelts Vorlage vor dem Senat zur weiteren Ausdehnung der sogeannten„Gutnachbarschaftspolitik" stellt nach Auffassung hiesiger politischer Kreise einen Plan mit derart weitreichenden Kombinationen dar, daß er verdiene, selbst von mit den Vereinigten Staaten b freundeten und verbündeten Ländern mit größter Sorgfalt geprüft zu werden Roosevelt ersuchte den Kongreß um die Ermächtigung, die „Gutnachbarschaftspolitik“ auch auf die übrige Welt auszu dehnen. Nun sei sich heute jeder darüber klar, so betont man hier, wie die Praxis dieser USA=Politik aussieht. Die Län der Südamerikas seien aufschlußreiche Beispiele hierfür. Die „Gutnachbarschaftspolitik“, sei weder gut noch nachbarlich Aufschlußreicher Geheimbefehl Stalins Zwangsrekrutlerung der weihruthenischen Männer, Deportation der Frauen * Miusk, v. März. Welches Los von den Gewalthabern der Sowjetunion den kleinen Völkern zugedacht ist, kann der ermessen, der erfahren hat, welches Schicksal Stalin der weißruthenischen Bevölkerung nach einer Wiedereroberung dieses Gebietes bereiten will. Der im Kampf an der Ostfront übergelausene Hauptmann der Sowietarmee Igor Kavor gab darüber, auf Grund klarer eigener Beobachtungen und gestützt auf einen Geheimbesehl Stalius in einer Kundgebung vor der Minsker werktätigen Bevölkerung erschütternden Ausschluß. Dieser geheime Besehl Stalins an den Chef der Politischen Abteilung im Stabe der weißrnthenischen Front, Generalmajor Latschew, enthält in vier Punkten den Plau der völligen Ausrottung des weißruthenischen Volkes. Danach sollen die wehrfähigen Männer Weiß rutheniens im Alter von 15 bis 55 Jahren sofort in die Sowjetarmee eingezogen und Strafkompanien zugeteilt werden. Die übrige arbeitsfähige Zivilbevölkerung, hauptsächlich Frauen, sollen zwangsweise ausgehoben und zum Wiederaufbau in das Donez=Gebiet abgeschoben werden. Die Mütter werden von ihren Kindern getrennt. Sämtliche Kinder bis zu 14 Jahren sollen zur Erziehung in besondere Kinderheime des RKWD übergeben werden, das dafür zu sorgen hat, daß diese Kinder im sowietischen Sinne erzogen werden. Die Durchführung der einzelnen Maßnahmen soll der von Stalin berufene Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der weißruthenischen Volksrevublik, Ponomarenko, mit den Abteilungen der Frontarmee=Stäbe festlegen. Zur Durchführung dieses Befehls weilte Vonomarenko mehrmals zu Besprechungen beim Stab der weißruthenischen Front und nahm auf den Sitzungen mit dem Oberbefehlshaber der weißruthenischen Front, Armeegeneral Rokossomstit, dem Chef des Stabes sowie dem Chef der Politischen Abteilung teil. Wie Hauptmann Kavor berichtete, wurde in den geräumten Teilen des Gebietes Witebsk. Mogilew und Gomel die vorgesehene Ausrottung der weißruthenischen Bevölkeruna planmäßig in Angriff genommen. Die Männer wurden unausgebildet und kaum bewassnet an die Front geschickt. Eisenbahnzug um Eisenbahnzug mit den ihrer Männer und Kinder beraubten Frauen rollte in die serngelegenen Industriegebiete. Die zurückgebliebenen Kinder wurden herdenweise zusammengetrieben und mit nnbekanntem Ziel verschleppt. Das war die„Befreiung" des weißruthenischen Volkes. Hauptmann Kavor konnte die gleiche von Mord und Terror begleitete Befreiung in der Ukraine erleben. Selbst die in den von den Sowiets zurückgewonnenen Gebieten ehemals tätig gewesenen Bandenmitglieder blieben von diesem Schicksal nicht verschont. Insbesondere die weiblichen Angehörigen der Banden erlitten das gleiche Schicksal der Zwangsverschickung Der erschütternde Tatsachenbericht von Hauptmann Kavor wirkte gerade durch die knappe und schlichte Sprache des Soldaten überzeugend auf die Zuhörer. Anschließend brachte ein Mitglied des weißruthenischen Zentralrates die Emvörung des weißruthenischen Volkes gegenüber diesem teuflischen Plan Moskaus und den Willen zum Ausdruck, niemals wieder eine Herrschaft des Bol schewismus zuzulassen. Vor neuen ernsten Unruhen in Palästina Arabischer Protest gegen jüdische Provokationen Drahtbericht unseres ständigen Mitarbeiters sondern diene— nüchtern ausgesprochen— zur systemati„„„„„„„ schen Beherrschung aller Länder Amerikas durch die Ver= fügungsrecht der Juden über Palästina und die einigten Staaten. Wenn Roosevelt daher jetzt die Ausdehnung dieser Politik verlange, so sei darin die klare Absicht zur systematischen arringung der Weltherrschaft zu sehen. Zwar gebe sich Roosevelt nur Wunschträmen hin, erklärte man hier abschließend, aber sein Vorgehen sollte doch allen Staaten ein warnendes Zeichen sein. Zweifel darüber, daß man in London die künftige Palästina=Politik ungeachtet der sich daraus ergebenden und heute noch gar nicht zu übersehenden Folgen den jüdischen Wünschen anpassen will. Ein Kompromiß würde die Kapitulation bedeuten Tokio, 9. März. Der Verband der japanischen Presse, die Organisation der Verleger des Landes und die japanische Nachrichtenagentur Domei veranstalteten am Dienstagnachmittag zusammen mit den fünf bedeutendsten Zeitungen Tokios eine große nationale Kundgebung, in deren Verlauf führende Männer der japanischen Presse, darunter der 84= jährige S. Tohutomi, das Wort ergriffen. Am Schluß der Versammlung wurde die folgende Entschließung gefaßt, die am heutigen Mittwoch von der gesamten Presse des Landes in größter Aufmachung veröffentlicht wird: „Das japanische Volk ist erfüllt vom Geist der kaiserlichen Kriegsproklamation vom 8. März 1941. Es gelobt, geschlossen alle seine Kräfte einzusetzen zur höchsten Produktions= steigerung der Kriegsindustrie des Landes, um so die Kriegführung erfolgreich und tatkräftig zu unterstützen. Der Großostasten=Krieg ist ein Kampf zur Sicherung der nationalen Existenz des Landes und zur Erfüllung seiner Staatsidee. Ein Kompromiß in diesem Kriege würde die Kapitulation bedeuten. Es gibt daher keinen anderen Weg, als die Feinde Amerika und England zu vernichten. Das japanische Volk gelobt, zur Erringung dieses Sieges alle Schwierigkeiten zu überwinden und jede Notlage zu ertragen und bis zum Endsieg zu kämpfen.“ Anglo-amerikanische Presse von den Sowjets gerüffelt Genf, 9. März. Wie der Moskauer Korrespondent des „Daily Expreß“ berichtet, hat einer der kürzlich in der amerikanischen und britischen Presse übre Polen und die baltischen Länder erschienenen Artikel„Größtes Befremden in Moskau“, erregt, so daß sich die Bolschewisten unverhüllte Zensur der angeblich so freien demokratischen Presse Englands und Amerikas anmaßten. Moskau sagt, die Engländer Kopf stellen und avermals eine das volle Ver= und Amerikaner ließen bei der Erörterung dieser Themen bestimmte fundamentale Momente völlig außer acht; denn in sowjetischen Augen seien einige der nur akademisch im Westen behandelten Themen überhaupt nicht von Moskau zu solchen Stellungnahmen freigegeben(!). So z. B. sehe man auf den Landkarten der Sowjetunion die drei baltiLänder als Bestandteile Sowjetrußzlands. Für die Sowjets sei das eine vollendete Tatsache, über die sie sich mit den Engländern und Amerikanern in keine Diskussion einließen. re Istaubul, 9. März. Die Lage in Palästina wird in den Berichten der türkischen Presse augenblicklich als überans gespannt geschildert und der Kommandant der dort befindlichen, in der letzten Zeit übrigens wesentlich verstärkten britischen Streitkräfte, General MacConnel, sah sich bereits gezwungen, eine Reihe strenger militärischer Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ruhe anzuordnen. In den Straßen von Jernsalem, Haiffa, Tel Aviv und anderer größerer Städte ist ein tändiger Patrouillendienst durch britische Truppenabteilungen angefordert worden. An wichtigen Plätzen und Straßenkrenzungen wurden Maschinengewehre in Stellung gebracht. Die Passanten werden auf Wassenbesitz untersucht, wobei man besonders scharf gegen die arabische Bevölkerung vorgeht und in einigen Distrikten ist für die Abend= und Nachtstunden ein Ausgehverbot verhäugt worden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Juden und Arabern, aber selbst eine amtliche Verlautbarung des britischen Hochkommissariats muß zugeben, daß nach dem Ergebnis der voltzeilichen Untersuchungen in überwie gendem Maße das provokatorische Verhalten der Radikalen Zionisten die Schuld trägt. Auch die zahlreichen Sprengstoffanschläge auf die Regierungsgebäude von Jerusalem und Haiffa, sind ausschließlich von jüdischer Seite verübt worden. Die Aktionen aller arabischen Länder in Washington gegen eine Einmischung des nordameri kanischen Senats in die Angelegenheiten Palästi nas haben jetzt in der gesamten jüdischen Presse des Landes einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen, wobei die Blätter die Tatsachen auf den Verräter auf dem Richterstuhl 9. März. Ausgerechnet die ehrlosen und des Verrats wiederholt überführten französischen Emigranten— man braucht nur an den Verräter General Giraud zu denken— haben in Algier jetzt einen Schauprozeß gegen den früheren Innenminister der Vichy=Regierung, Pucheu, aufgezogen. Der Verätergeneral Giraud: der frühere Oberkommandierende, als Zeuge vernommen, erklärte in seiner Aussage:„Ich weiß jetzt, daß die Vichy=Männer, die am 10. November 1942 der französischen Armee nicht den Befehl erteilten, den Deutschen weiteren Widerstand zu leisten, sich selbst die Ehre genommen haben.“ Diese Aussage aus dem Munde eines wiederholten Verräters, der sein Offiziersehrenwort zweimal gebrochen hat und den Reuter selbst einmal ironisch als„Spezialisten im Fliehen aus der Gefangenschaft und im Richthalten des Ehrenwortes" bezeichnete, ist geradezu grotesk und kennzeichnet die ganze Atmosphäre, in der dieser Prozeß aufgezogen wird. Aus dem„Heldenleben" des WortbruchGenerals Girand Die Hauptdaten seines Lebens sind: im April 1942 entfloh er unter Bruch seines gegebenen Ehrenwortes von der Festung Königstein; dem Marschall Petain stellte er sich zur Verfügung unter ausdrücklicher Anerkennung der Politik des Marschalls Deutschlands gegenüber. Unter Abgabe seines Offizier=Ehrenwortes betonte er seine loyale Gesinnung dem Marschall gegenüber; 1915 bereits unter Bruch des Ehrenwortes aus deutscher Gefangenschaft entflohen, wurde ihm von Reuter der Titel eines„Spezialisten im Fliehen aus der Gefangenschaft" und„im Nichteinhalten des Ehrenwortes“ verliehen; er machte sich unter erneutem Bruch seines Ehrenwortes aus Frankreich fort und lieferte als ehrloser Verräter das französische Kolonialreich an die Amerikaner aus. Marschall Petain bezeichnete diesen Generak als„Wortbrüchigen“, der der französischen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt wurde; er ist mitverantwortlich für die Auslieferung Nordafrikas an den Bolschewismus; er richtete sich selbst, wenn er am 5. April 1943 erklärte: Ich verstehe nichts von Politik Und dieser wortbrüchige Lump wagt es, andere als ehrlos zu bezeichnen! USA-Juden als Wegbereiter des Bolschewismus □ Stockholm, 9. März. Der jüdische USA=Journalist Walter Lippmann liefert eine neue Bestätigung dafür, daß die Juden in aller Welt die Wegbereiter des Bolschewismus sind. Lippmann ist ein hervoragender Vertreter seiner Rasse in den USA, tritt in den Spalten der„New York Herald Tribune" stets als der Wortführer der USA=Juden auf, so daß bei dem bekannten Hörigkeitsverhältnis Roosevelts zu der Judenschaft seinen Erklärungen besonderes Gewicht zukommt. Lippmann behandelt in der„New York Tribune" die Frage des freien Zutritts der Sowjetunion zum offenen Meer im Frieden und im Krieg und stellt talmudistisch fest, daß „von der klugen und erfolgreichen Lösung dieser Frage vielleicht die Beziehungen zwischen den Westmächten und der Sowjetunion abhängig sein könnten“. Ein so großes Land wie die Sowjetunion mit seiner unerhört wachsenden Bevölkerung könne nicht auf die Dauer eingesperrt bleiben. Obwohl die Juden über ein besonderes raffiniertes Tarnungsgeschick verfügen und ihre wirklichen Absichten meist zu verschleiern wissen, hat Lippmann die Katze aus dem Sack gelassen. Seinen Erklärungen, die die Weltherrschaft der Sowiets vorbereiten sollen, ist nichts hinzuzufügen, als daß die Juden in den USA in Roosevelt ein absolut zuverlässiges Ausführungsorgan besitzen. unbeschränkte Einwanderung der Juden nach der im englischen Weißbuch festgelegten Sperre am 1. April d. J. fordern. Tatsächlich geben die britischen Behörden ohne Rücksicht auf diesen Stichlag in verstärktem Umfang neue Einwanderungsbewilligungen aus und es besteht kaum noch ein Agnes Miegel Zu Ihrem 65. Geburtstag am 9. März In Königsberg ist Agnes Miegel vor 65 Jahren, am 9. März 1879, geboren worden. Die ostpreußische Heimat hat das Wesen ihrer Dichtungen geprägt. Wie der Osten nicht alles aussagt, was er birgt, so vulst das Leben auch in den Dichtungen von Agnes Miegel verhalten, dunkel und schwer. Mit großer Meisterschaft versteht sie es, das Unsagbare abnen zu lassen, dem unbewußt Wirkenden einen schwebenden. den Hörer ergreifenden Ausdruck zu geben. In dieser Kraft ist wohl vor allem die starke Wirkung ihrer Balladen zu suchen, die kein Geringerer als Börries von Münchhausen mit dem Bekenntnis gerühmt hat: der größte deutsche Balladendichter heiße Agnes Miegel. Unter den Balladen der Agnes Miegel sind einige, die zu den schönsten Werken deutscher Sprache in dieser Kunstform gerechnet werden dürfen. So„Die Mär vom Ritter Manuel“. die jene uralte Rätselfrage nach den Grenzen von Sein und Schein in eine dichterische Vision, in Handlung, Bild und Klang geradezu beglückend auflöst.„Schön Agnete“.„Die Domina“ und„Chevalier errant“ seien als weitere, sehr bekannte Beispiele genannt. Knappheit, Bildkraft und Fülle Zeichnung: Gerull. eignet allen diesen Balladen in gleicher Weise. Sinnliche Anschauung und gedankliche Kraft wirken hier in einer starken, unauflöslichen Verbindung, die in eine formal vollendete Fassung eingeschlossen ist. „Gedichte“(1901),„Balladen und Lieder“(1907), „Gedichte und Spiele“(1913) lauten die Titel der Gedichtbände von Agnes Miegel. 1927 hat die Dichterin diese Werke in den„Gesammelten Gedichten“ vereinigt— Erzählende Prosa hat Agnes Miegel in den Bänden„Geschichten aus Altvreußen“ und„Schöne Malone“(beide 1926) geboten. Es sind Erzählungen von kraftvoller Gedrungenheit, die von Wesen und Geschichte ihrer ostvreu ßischen Heimat künden. 1942 ist Agnes Miegel mit dem Dichterring für das beste Werk des Jahres über den deutschen Osten ausgezeichnet worden. D P.3 Zuwachs bei Mümmelmanns Jetzt werden die„Märzhasen“ geseizt Von Mitte bis Ende März vollzieht sich in der Familie Lampe der erste Familienzuwachs des Jahres. Junge Hasen werden nicht geboren oder geworfen— sie werden„gesetzt". Darum heißt ihre Mama, die Häsin „Setz= oder Satzhase". Bei Mümmelmanns, der weitverbreiteten Familie, deren Mitglieder Wald und Flur als ihr eigenstes Reich betrachten und munter über die Felder hoppeln, gibt es eigentlich das ganze Jahr hindurch Familien= freuden. Das beginnt in seltenen Fällen schon im Januar oder Februar. Die ersten großen Familienfeste um das Erscheinen des Nachwuchses werden aber im März gefeiert, hauptsächlich in der zweiten Märzhälfte, wenn die jungen „Märzhasen", das Licht der Welt erblicken. Es sind immer drei bis fünf kleine Hasen, die sich gleichzeitig einstellen. die waidmännisch ausgedrückt,„gesetzt“ werden. Das wiederholt sich dann alle paar Wochen, bis im August zum vierten und letzten Male Herr Mümmelmann Vaterfreuden erlebt. Schließlich gibt es Hasenfamilien, die sich mit dieser jährlichen Nachkommenschaft von durchschnittlich zwölf bis zwanzig Hasenkindern nicht zufriedengeben wollen und von denen sich dann noch im Monat November einzelne kleine Nachkömmlinge herumtummeln Wenn diese jüngsten Geschwister ins Leben blicken, sind die ältesten schon wieder zu dreiviertel erwachsenen Hasen, zu sogenannten„Dreiläufern“, herangewachsen. Hasen sind außerordentlich fortpflanzungsfreudig— ein Junghase ist bereits im ersten Jahre seines Lebens heiratsfähig und schreitet emsig zur Famillengründung. Daß kleine Hasen das Licht der Welt„erblicken“, kann man durchaus wörtlich nehmen— im Gegensatz zu vielen anderen Kleintieren werden sie mit offenen Augen und schon sehr gut ausgebildet geboren und sind bereits nach wenigen Tagen ziemlich unternehmungslustig. Hier sei auch erwähnt, daß die Behauptung, Hasen schliefen mit offenen Augen, auf einer Fabel beruht. Im Gegenteil, des nachts drücken sie nicht nur ein, sondern beide Augen zu... Wie hören im Ründkunke: Donnerstaa: Reichsprogramm: 8 bis 8.15 Uhr: Zum Hören und Behalten: Kolbenbevers Trilogie„Paracelsus“. 12,35 bis 12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage. 14.15 bis 15 Uhr: Allerlei von zwei bis drei. 15 bis 16 Uhr: Melodien am lausenden Band“. 17.15 bis 18 Uhr: Musik zur Unterhaltung. 18 bis 18 30 Uhr:„Ein schönes Lied zur Abendstund“ von der Rundkunkspielschar Berlin, Leitung Will Traeder. 18.30 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15 bis 19.30 Uhr: Frontberichte. 19.45 bis 20 Uhr: Pros. Hermann Zilcher: Goethe und die Musik. 20.15 bis 21,15 Uhr:„Mac Beth“. Oper von Verdi(3. und 5. Akt). Leitung: Karl Böhm. 21.15—22 Uhr: Abendkonzert des Großen Berliner Rundfunkorchesters mit Werken von Gretn=Mottl und Mozart. Leitung: Robert Heger und Bruno Aulich. Solist Ludwig Kusche. Deutschlandsender: 17.15 bis 18.90 Uhr: Zeitgenössische Musik: Werke von Paul Breuer und Gerhard Münch. 20.15 bis 22 Uhr: Bunte Melodienkette aus Tonfilm, Singsviel, Overette. Wirre Zukunftspläne sa Norditalien, 9. März. Der Wortführer der bei der Viktor=Emanuel=Badoglio=Elique in Süditalien weilende Emigrant, Graf Ssorza, gewährte dem Vertreter der„Review Times“ in Reapel eine Unterredung, in der er die Gebiete auszählte, auf die Italien seiner Meinung nach verzichten müsse. Griechenland so führte er aus, habe Anspruch auf den Dodekanes, Jugoslawien auf ganz Dalmatien, Aethiopien, Albanien und Montenegro dagegen müßten ihre Unabhänggkeit wieder erhalten. Fiume sollte die Form eines Protektorats bekommen und Triest ein Freihafen unter italienischer, jugoslawischer, österreichischer, tschechoslowakischer und ungarischer Verwaltung werden. Der Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten im französischen Komitee in Algier, Massigli formulierte die territorialen Ansprüche Frankreichs. Sie lauten: Die Täler, von Aosta, Tresona, Susa, Fisone und Pellice sowie verschiedene Inselgruppen, darunter die Insel Pantelleria, und Flottenstützpunkte auf Sant Antioco, Sardinien und Sizilien. Von englischer Seite wurde damals gemeldet, Sforza habe diese Ansprüche als gerechtfertigt bezeichnet. In seiner Unterredung mit dem„Review Times“=Vertreter ging er noch über die feindlichen Forderungen hinaus und schlug eine noch weitergehende Zerstückelung vor. Es gab noch manchen, der in dem Grafen Sforza nicht nur den Emigranten und den geschworenen Feind der faschistischen Staatsform, sondern auch einen immerhin noch achtenswerten Mann sehen wollten, der glaubte, seinem Vaterlande auch im gegnerischen Lager Rutzen zu können. Seine letzten Aeußerungen beweisen, daß Sforza nicht einmal den Anspruch erheben darf, Italiener zu sein. Glühender Ideallsmus der akademischen Jugend Berlin, 9. März. In Anwesenheit zahlreicher japanischer Studenten, Akademiker und Professoren fand unter Teilnahme von Abordnungen deutscher Frontstudenten in St. Christoph am Arlberg die diesjährige deutsch=japanische Akademikertagung der Reichsstudentenführung statt. Die Tagung wurde eine eindrucksvolle Kundgebung des engen Verbundenheit beider Völker im Schicksalskampf um die Durchsetzung einer besseren Weltordnung. Den Höhepunkt bildeten die vom stärksten Glauben an den Sieg getragenen Ansprachen des kaiserlich=japanischen Botschafters Oshima und des Reichsstudentenführers Dr. Scheel. Botschafter Oshima kündigte an, daß er in einer eigenen Rundfunkansprache der japanischen Nation über diese Tagung berichten werde, und erklärte dann:„Der geschichtlich beispiellose Kampf, in dem unsere beiden Soldatenvölker stehen, gilt der Verteidigung ihrer ehrwürdigen Kultur vor vernunftlosen feindlichen Angriffen". Mit größter Genugtuung, so stellte der Botschafter fest, beobachtete er die gewaltigen Waffentaten und den unerschütterlichen Kampfeswillen des Reiches. „Ich verneige mich“, bekannte Botschafter Oshima abschließend,„in Ehrfurcht vor den Seelen der studentischen Jugend unserer beiden Länder, die in glühendem Idealismus ihr Leben für die hehre Sache der Nation gaben und in ihrem Opfer die höchste Erfüllung ihres Lebens erblickte“. Die Tagung wurde in Verbindung mit der DeutschJapanischen Gesellschaft durchgeführt, deren Präsident Abmiral z. D. Förster, ebenfalls teilnahm. Die Arbeitsbesprechungen brachten an Referaten und Aussprachen eine eingehende Behandlung der Probleme des großostasiatischen und des europäischen Raumes. Auch über gemeinsame Fragen der Wissenschaft und Hochschule und des Studententums peider„ttionen fand ein eingehender Gedankenaustausch statt. Besondere Beachtung wurde dabei dem Vortrag des Gesandten Sakuma von der kaiserlich=sapanischen Botschaft in Berlin zuteil. Abschließend vereinten sich die Teilnehmer am Ehrenmal der deutschen Alpenuniversität Innsbruck zu einem Gedenkbei dem auch Gauleiter Hofer das Wort ergeiff. Ersillt von dem leidenschaftlichen Willen zum bedingungslosen Kampf bis zum Endsieg wurde auch die deutsch=sapanische Akademikertagung der Reichsstudentenführung ein bebeutsamer Schritt zur weiteren Vertiefung dee kulturellen Beziehungen zwischen beiden Nationen. lle dengedenktag-Opfersonntag Am kommenden Sountag wollen wir unserer gefallenen Helden gedenken, unserer Helden, die a. Weses, shr Jeben u— Deutschlands Zukunst h. Leben gegeben haben. Welch ein Opfer haben sie damit gebracht! Wir wollen an diesem Tage darüber nachdenken, was das heißt nur ein Leben zu vergeben und gab es bedenkenlos, um die Heimat zu schützen.: Nicht Gut und Geld opferte er, nein, sein Leben Dieser Tag soll auch für uns ein Opfersonntag sein, ein Opfertag, wo wir uns vor Augen stellen, was jeder gelitten hat: wo wir uns sagen müssen wie können wir ihrer würdig sein? Ist denn unser Opfer so groß, wenn wir wirklich eine Spende geben? Rein, darum seien wir uns eingedenk, daß auch wir in der Heimat ihnen nacheifern können und wollen, indem wir am kommenden Sonntag ein Opfer bringen. Die Losung soll auch für uns sein: Wir gedenken unserer Gefallenen, indem jeder einzelne von uns ein Opfer bringt für Deutschlands Zukunft. Diese Volksspende am Opfersonntag ist siegesgewisse Antwort an unsere Feinde! Kleine Herner Stadtnachrichten Eisernes Krenz. Obergefreiter Artur Hasenfürgen, Herne=Süd, wurde mit dem E. K. 2. Kl. ausgezeichnet.— Obergefreiter Theo Nowak aus Herne=Constantin erhielt das E. K. 2. Kl. Die Gewinne in der WHw=Lotterie mehren sich. In jeder Woche hat die HZ mehrfach von großen und mittleren Gewinnen aus der WHW=Lotterie berichten können. In den letzten Tagen sind wieder drei ansehnliche Beträge auf Glückslose gezahlt worden. Die Glücksfrau 25 konnte zweimal 50 RM auszahlen, der Glücksmann 23 einmal 50 RM. Man sieht hieraus, man muß dem Glück die Hand reichen. Diebstahl. Am 6. März gegen 12 Uhr wurde einer Volksgenossin vor einem Schuhmachergeschäft auf der Franz=Seldte=Straße ein weißgestrichener Kinderwagen gestohlen. Angaben. die zur Ermittlung des Täters führen können, erbittet die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidienststelle. Ausgerutscht. Die Ehefrau K. aus Herne=Süd rutschte auf der Straße aus und erlitt beim Fall einen Unterschenkelbruch. Sie mußte in das Krankenhaus gebracht werden. Betriebsunfall. In einem hiesigen Werk fiel die Arbeiterin S. aus Herne=Mitte von einer Treppe herunter uno zog sich einen Beinbruch zu. Sie mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Eierverteilung im 60. Zuteilungszeitraum Im 60. Zuteilungszeitraum(vom 6. März bis 2. April 1944) werden an die Verbraucher, die im Besitz der Reichseierkarte sind. 6 Eier ausgegeben, und zwar 2 Stück auf den Abschnitt a und 4 Stück auf den Abschnitt b der Reichseierkarte. Sofern die Eier nicht bis zum Schluß des 60. Zuteilungszeitraumes 12. April 1944) angeliefert werden können, werden sie noch nachträglich ausgegeben. Der Zeitpunkt der Ausgabe wird von den Ernährungsämtern bekanntgegeben. Reparaturstoff für Anzug=Ausbesserung Wie bereits bekanntgegeben, sind für den Normalverbraucher zur Ausbesserung eines Anzugs 0.80 Quadratmeter Reparaturstoff bewilligt. Wenn diese Stoffmenge für die Ausbesserung des Anzugs aber nicht ausreicht, so kann der Verbraucher sich von seinem Schneider eine Bescheinigung geben lassen, wieviel Revaraturstoff er in diesem Falle braucht. Dann macht er einen schriftlichen Antrag an die Kartenstelle auf Ausstellung eines Bezugscheines über die vom Schneider für die Ausbesserung benötigte Stoffmenge(die Bescheinigung des Schneiders beilegen). Der Antrag muß natürlich begründet werden. Wenn die Kartenstelle die Begründung anerkennt, kann sie einen Bezugschein über die tatsächlich benötigte Stoffmenge unter Abtrennung von fälligen Punkten der Dritten oder Vierten Reichskleiderkarte ausstellen. Dieser Weg ist notwendig, um die Revaraturstoffe gerecht zu verteilen. Gerade du stehst noch beiseite? Ein offenes Wort der Zeit an die Herner männliche Jugend Zu allen Zeiten der ruhmvollen Vergangenbeit unseres Volkes hat der Befehl des Gewissens den besten„Deutschen in schicksalsschwerer Stunde den Weg zu den Fahnen gewiesen. Diesem Besehl folgte Theodor Körner, als er sich 1813 in das Lützowsche Freikorps einreihte und damit zum Vorbild der kampfentschlossenen deutschen Jugend wurde, und auch alle die Deutschen, welche sich nach dem unglücklichen Ausgang des ersten Weltkrieges in den damals zur Befreiung des Vaterlandes gebildeten Freikorps zusammenfanden bis zu den Freiwilligen, die sich von der ersten Stunde der nationalsozialistischen Revolution an um die Standarten des Führers scharten. Sie alle geben euch, ebenso wie unsere Väter und Brüder, die heute im europäischen Schicksalskampf gegen die Mächte der Zerstörung stehen, ein heldenhaftes Beispiel glühender Vaterlandsliebe. Folge gerade du diesem Vorbild und reihe dich ein in die Wafdie mit ihren vollmotorisierten Divisionen und Kavallerieeinheiten folgende Waffengattungen umfaßt: Insanterie, Kavallerie, Artillerie, Panzer, Panzerjäger. Pioniere, Kradschützen, Flak, Gebirgs=, Nachrichten= und Sanitätstruppen. Bei sofortiger Meldung besteht die Möglichkeit, bereits mit 16½ Jahren zur Waffen=f angenommen zu werden. Da die Arbeitsdienstzeit für Freiwillige der Waffen=f auf nur ¼4 Jahr festgesetzt ist, werden diese Freiwilligen dann mit 16¾/4 Jahren als Vorzeitigdienende dem Reichsarbeitsdienst zugeführt und mit 17 Jahren zur Waffen=f einberufen. Bei Eignung, Leistung und Bewährung als Soldat und Nationalsozialist steht jedem Freiwilligen ohne Rücksicht auf Herkunft und Schulbildung die aktive Führerlaufbahn und die des Beurlaubtenstandes offen. Die Meldung als Führerbewerber ist nicht an einen bestimmten Termin gebunden, sie kann sofort erfolgen. Bewerber mit beruflicher Vorbildung oder einer besonderen Berufseignung können verschiedene Sonderlaufbahnen einschlagen. Die Fürsorge und Versorgung ist gesetzlich geregelt. Die Annahmeuntersuchungen finden statt in Herne(Bann 239) am 26. März, 9 Uhr. Gaststätte Grünendahl. Bahnhofstraße 156. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Geeignete Bewerber melden sich bei der Annahmeuntersuchung. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, sofern sie noch nicht ausgehoben sind. Die Einstellungsbedingungen sind aus einem ausführlichen Merkblatt zu ersehen, das anzufordern ist bei allen Dienststellen der Allgemeinen+. der Polizei, der Gendarmerie und insbesondere bei der Ergänzungsstelle West(VI) der Waffen=. Düsseldorf. Frentagstraße 7—9 Zeichen der Treue zu Führer und Volk Anläßlich der Namensgebung des Luftschutzstollens an der Wiescherstraße, bei der alten Ziegelei, Ortsgruppe Constantin, auf den Namen„Selbsthilfe“ wurde in Anbetracht der kleinen Gemeinschaft die ansehnliche Summe von 565 RM gesammelt. Ein„Glück auf“ euch, ihr Erbauer des Stollens„Selbsthilfe“. Lauscher in der Bahn Zwei Herren sitzen in der Bahn und sprechen über dies und das, von Bombenkrieg und Britenhaß, was man dagegen machen kann? ob gleich, ob später oder wann...? Der dritte Herr sitzt nebenan. Die beiden Herren in der Bahn, ein Ingenieur, ein Fabrikant. die wissen auch so allerband; erst fühlt man sich mal auf den Zahn. dann stellt man fest: ein Ebrenmann. Doch keiner guckt nach nebenan! So harmlos das Gespräch begann, so interessant wird's mit der Zeit, denn beide wissen ja Bescheid. „Nicht wahr. Sie kennen doch den Plan, und was man schon daran getan?“ Der Dritte bört es schweigend an. Herr Mever und Herr Anderlahn sind nun am Ziel und steigen aus: „Gai mich gefreut!“—„Bin hier zu Haus!“ Ein Händedruck von Mann zu Mann, dann zieht ein jeder seine Bahn. Auch jener Herr von nebenan. Die beiden aus der Eisenbahn als Beispiel sind sie euch gezeigt, daß man auf Reisen besser schweigt. Denn wißt ihr, ob nicht nebenan, ganz unauffällig angetan. als Lauscher sitzt der dritte Mann? W. Gooch MMRRRRMRRRGRRRRRTRRRRRRRRRRRRR Unsere langdienende Kasierklinge Kleine Winke zur Verlängerung der Gebrauchsdauer Rasierklingen gehören zu den verknappten Bedarfsartikeln. Man muß also dahinstreben, die Gebrauchsfähigkeit lange zu erhalten. Nun gibt es viele ausgeprobte praktische Winke über Abziehen und Behelfsschärfen. Es ist aber gut, diese Winke von Zeit zu Zeit in die Erinnerung zurückzurufen. In nachstehenden Zeilen geben wir zu Nutz und Frommen unserer Leser eine Zuschrift an„Das Reich“ wieder. Es heißt da: „Zum Umgang mit Bart und Rasierklinge ist gründliches Einseifen mit möglichst weichem Wasser, am besten mit Regenwasser, erste VorbedinHeute wird von 18.23—6.57 Uhr verdunkel!! bis sechs Zentimeter zurückzulegen hat; nach zwanzigmaligem„Richtungswechsel“, drehe man die Klinge um und beginne die Prozedur von neuem.“ Jeder Selbstrasierer mag nun in der Praxis ausprobieren, ob diese Rezepte Erfola versprechen. Preisauszeichnung auch in Behelfsschaufenstern Die Anordnungen des Reichskommissars für die Preisbildung in bezug aus die Preisauszeichnung gelten nach wie vor, und auch in den Behelfsschaufenstern müssen die ausgelegten Waren mit Preisschildern versehen werden. Es genügt an sich, wenn sie notfalls mit dem Blaustift deutlich leserlich geschrieben sind. Die Belieferung von Bezugsrechten Die Belieferung von Bezugsrechten darf bekanntlich sowohl gegenüber dem Verbraucher als auch im Warenverkehr nicht von der Möglichleit der Wiederbeschaffung abhängig= gemacht werden. Die gewöhnlichen Bezugscheine werden heute in der Regel nur dann ausgestellt, wenn ein außerordentlicher Notstand vorliegt oder die Bewilligung eines Bezugscheines zur Sicherung des Arbeitseinsatzes dringend erforderlich ist. Auch diese Bezugsrechte müssen deshalb— wenn die Möglichkeit dazu besteht— unbedingt beliesert werden. Eine Zurückweisung gewöhnlicher Bezugsrechte nur deshalb, weil diese Bezugsrechte nicht die gleichen Wiederbeschaffungsmöglichkeiten bieten wie Fl.=Bezugsrechte, ist unter keinen Umständen zulässig. Eine Nichtbelieferung gewöhnlicher Bezugsrechte könnte nur dann als vertretbar angesehen werden, wenn gleichzeitig Fl.=Bezugsrechte vorliegen und die Belieferung dieser Fl.=Bezugsrechte bei Berücksichtigung gewöhnlicher Bezugscheine nicht gewährleistet wäre. 10 000 Bergmänner im Rettungswesen gung. Sofortiges Rasieren gegen den Strich ist nicht even zur Schonung der Klinge wie des Gesichts angetan. Die Klinge selbst„ermüdet" nach einer gewissen Zeit und„erholt“ sich auch wieder. Wenn eine Klinge stumpf zu werden beginnt, empsiehlt es sich also, sie ein bis zwei Wochen„ausruhen; zu lassen Ein zweiter Wink. Beim Rasiermesser war es selbstverständlich, daß es vor Benutzung abgezogen wurde; man sollte dasselbe auch mit der Klinge tun. Es bedarf dazu nicht einmal eines Apparates, der Handballen genügt. Wer seine Klinge sowohl am Abend wie vor der morgendlichen Rasur so behandelt, wird doppelten Gewinn davon haben. Daß die Klinge nach der Benutzung gründlich abgetrocknet werden muß, versteht sich von selbst. Wer diese Ratschläge beachtet, wird seiner Klinge bereits zu einer beträchtlichen Lebensdauer verhelfen. Um sie jedoch ein halbes Jahr, wenn nicht länger, benutzen zu können, hat sich ein einfacher Trick bewährt: Man hehme ein auf der Innenseite gleichmäßig rundes Glas, an dessen Wand jedoch kein Staubteilchen haften darf, fülle es zu etwa einem Drittel mit lauwarmem Wasser, dann lege man bei schräger Haltung des Glases etwa in dessen Mitte die Klinge an die innere Seitenwand an, und zwar so, daß das untere Ende zur Hälfte ins Wasser ragt: jetzt führe man die Klinge mit dem Zeigefinger unter Anwendung eines ganz leichten Druckes an der Glaswand etwa zwanzigmal hin und her, wobei sie einen Weg von fünf Vor dem Weltkrieg 1914/18 sab man im Ruhrgebiet bei festlichen Gelegenheiten Beramänner, die das Band des Kreuzes der Ebrenlegion trugen. Sie waren an der erfolgreichen Rettungsaktion beim Grubenunglück in Courrieres, das damals die gesamte Weltöffentlichkeit beschäftigte, beteiligt gewesen. Beramänner, vorwiegend die Steiger dieser-Rettungsexpedition besatzen auch den von Frankreich geschenkten Bronzeauß von Meuniers„Frau aus dem Volk“. Der Kumpel an der Uuhr hat sich seit dem Aufblühen des Kohlenbergbauds um das beramännische Rettungswesen bemüht. Seine Ausbildung erhält er in der zu diesem Zweck geschaffenen Einrichtung der Westsälischen Berggewerkschaftskasse in Bochum. Die Beragewerkschaftskasse in Bochum unterhält seit dem Jahre 1873 die Abteilung Taucherei und Rettungswesen, in der Beraschütler der beramännischen Lehranstalten im Tauchen und in der Handhabung der Geräte zum Vordringen in unatembare Gase ausgebildet werden. Die Taucherstelle ist eine der wenigen Taucherschulen des Großzdeutschen Reiches. Sie wird nicht nur für Taucharbeiten unter Tage, sondern auch von Industrie= und Stadtwerken, Hasenverwaltungen, Talsverrenverbänden usw. rege in Anspruch genommen. Für die Taucherausbildung steht ein Taucherbaus mit einem 20 m tiesen und 3 m breiten Taucherschacht zur Verfügung. Mehr als 10 000 Grubenbeamte haben in der Abteilung als Bergschüler ihre Unterweisungen im Rettungswesen erhalten. Dieser ersten Unterweisung folgten in vielen Fällen eine weitere Ausbildung in Lehraängen zur Einführung in das Grubensanitäts- und Feuerwehrwesen. Bei vielen Schlagwetterunfällen haben sich die Männer des bergmännischen Rettungswesens bewährt. Durch Energie und Umsicht und rasches Zupacken sind bei Grubenunfällen dem Tode viele Menschenleben entrissen worden. Heute findet das beramännische Rettungswesen die größte Unterstützung und Förderung durch das Reich, die Berabauorganisation, die TAk und nicht zuletzt auch durch das betriebliche Vorschlagswesen. Die Kameradschaft ehemalige Angehörige des 15. AR. trat im Kameradschaftsheim Strickmann zum Appell an. Der Kameradschaftsführer Stemmermann sprach über Verhalten und Umgang mit ausländischen Arbeitskräften. Auch über Terrorangriffe gab er wegweisende Anordnungen. Zum Schießwart der Kameradschaft wurde der Kamerad Funke ernannt. Die Verlesung der Post zeigte die Verbindung zwischen Front und Heimat wie sie sein soll. Es sprach dann der Kamerad Unteroffizier Rehbein über seine Erlebnisse in Albanien. Briefkasten Maz V. Es fragt sich, sind die im Garten stehenden Obstbäume von Ihnen gepflanzt worden, ooer haben Sie die Bäume von dem vorherigen Gartenpachter übernommen? Es fragt sich weiter, ob der Vermieter ein Recht an den Früchten erworben hat. Es ist dieses nicht anzunehmen, aber möglich und zu berücksichtigen. Der Vermieter hat sonst auf ihrem gepachteten Gartenland nichts zu suchen. Falls er Obst gegen Ihren Willen von Ihren Bäumen pflückt, erstatten Sie Anzeige wegen Diebstahl. Auf Altenhammer Roman einer Ehe Von Dina Ernstberger 33 Sie trat auf die Türe zu und legte die Hand auf den iff. Mit zwei Schriten stand die andere neben ihr und riß ihr 1 Griff aus der Hand. In den Augen funkelte der Haß. schleuderte die Tür so heftig gegen die Wand, daß ein ück Mörtel herunterfiel. „Die Stunde sollen Sie mir büßen! Ich weiß, wie ich e treffen kann und tue es auch!“ zischte sie. krachend wurde die Türe zugeschlagen. Wie gehetzt floh Stine die Treppe hinunter auf die Straße. anlos eilte sie weiter; nur fort wollte sie, weit weg! Nasch bog sie um die Ecke; da stieß sie mit einer Arbeifrau zusamen:„Haben Sie keine Augen im Kopf? Sie zen ja einem das Hirn ein!“ schimpfte sie und eine dere, die mit ihr ging, meinte lachend:„Er wartet schon, Sie kommen, Ihr Schatz, Fräulein; nur langsam!“ Vorübergehende lachten mit und schauten sie an. Da eilte ine noch mehr, daß sie weiter kam. Sie kam an einer Kirche vorbei, deren Türe offen stand. schaute hinein. Vor dem Altare brannte eine Lampe. er trat sie ein. Die Einsamkeit beruhigte sie; aufatmend pfand sie diese Wohltat. Sie setzte sich in die erste Bank d schlug den Schleier hinauf. Die Hände über den Knien altet, blieb sie eine Zeitlang regungslos sitzen. Erst nach und nach ordnete sich wieder alles in Stines hirn, daß sie ruhig denken und begreifen konnte, was sie en erlebt hatte. Von der Straße herein hörte sie die Vorergehenden lachen und sprechen. Das trieb sie tiefer in Kirche. Neben dem Chor war eine tiefe Nische mit er em itenaltar. Vom dunklen Hintergrund hob sich ein großes uzifix mit dem Gekreuzigten. In die Spitze des Altarches waren mit rotem Garn die Worte eingestickt: Kommt mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erMühselig! Das war auch sie! Gie las das nochmal und chmal und dann den ganzen Satz. Ein schluchzender, wimrnder Laut kam aus ihrem Munde und der Kopf auf die Bank. Alles überflutend, brach sich der Schmerz Bahn. Stine konnte wieder weinen! Ein altes Weiblein kam durch das Kirchenschiff gegangen. Die Filzsohlen unter den dicken Winterschuhen machten seine Schritte unhörbar. Vor dem Hauptaltar blieb sie betend stehen. Jetzt hob sie lauschend den Kopf und ging dem Schluchzen nach, in die Rische. Mitleidig blickte sie auf die weinende Fremde, trat näher und tippte Stine leise auf den Arm. Der Kopf mit dem schwarzen Hut unter dem die goldenen Haarwellen hervorschauten, fuhr empor. Die rotgeweinten Augen schauten erschrocken in das runzlige Gesicht. „Nicht so verzweifeln, liedes Fräulein“, sagte sie weich. „Der dort hat das Kreuz geschickt und nimmt es auch wieder, wenn es Zeit ist. Schauen Sie, ich habe auch schwer Kreuz tragen müssen im Leben und war von Jugend auf nicht daran gewöhnt. Als ich geheiratet habe, hat mein Unglück angefangen... Bis hierher hatte Stine die Plauderei der Alten wie eine Belästigung empfunden; jetzt sah sie zum ersten Male der Frau ins Gesicht. „Ja, ja, Fräulein. Denn schauen Sie, mein Mann ist mir vom ersten Tag an untreu gewesen und beim dritten Kind ist er mit einer andern durch, nach Amerika hinüber, und hat mir nichts dagelassen wie die Kinder und die Schulden. Von dem Tag ab war ich ärmer wie eine Bettelfrau, denn eher wäre ich verhungert, als daß ich gebettelt hätte. Das Betteln lernt sich nicht so schnell, wenn man von Jugend auf ans Geben gewöhnt ist. Damals ist Winter gewesen; gerade noch vierzehn Tage auf Lichtmeß; eine Hundskälte und keinen Stecken Holz, kein Stück Brot. Fräulein, das ist hart, wenn man seine Kinder hungern sieht und frieren und kann nicht helfen. Hundertmal habe ich da gedacht: Jetzt bringst dich um, dich und deine Kinder. Aber dann habe ich mich aufgerafft, habe die Aermel gestülpt bis über die Ellbogen hinauf und habe bei Fremden gearbeitet, was keine andere tun hat mögen. Und unser Herrgott hat mir geholfen und mich gesegnet; bald haben meine Kinder nicht mehr hungern missen, groß sind sie worden und gesund sind sie geblieben. Heute sind sie aule gut versorgt und ich bin zufrieden.“ Rasselnd hub die Kirchenuhr zum Schlag aus. Es schlug zwei Ube. Da erinnerte sich Stine, daß um halb drei vom Bahnhof die Post nach Reichmannsdorf ging. Wortlos drückte sie der Alten die schwielige Hand; noch einen Blick auf das Christusbild, dann eilte sie fort. Als sie wieder auf der Straße stand, wußte sie nicht, wohin sie geraten war. Sie ging eint Straße weiter, aber auch da konnte sie sich nicht zurechtfinden. Als sie endlich eine Frau fragte, wo denn der Bahnhof sei, hörte sie, daß sie in eine ganz entgegengesetzte Richtung gekommen war. Nach langem Fragen und Laufen erreichte sie endlich den Bahnhof— da war die Post schon weggefahren! Sie sah auf die Uhr; es war dreiviertel drei Uhr. Wenn sie gleich wegging, konnte sie bis fünf in Reichmannsdorf sein. Sonst hätte sle sich gefürchtet, den weiten Weg allein zu machen; heute war ihr alles gleichgültig. Als sie vor die Stadt kam, fing es an zu schneien. Große Flocken flogen in den wässerigen Schnee der Straße, und die Wolken hingen so tief herab, daß sie die Spitzen der Tannen am Waldsaum zu berühren schienen. Der Schnee wurde auf ihren Kleidern zu Wasser; sie merkte es nicht. In die Erinnerung an das Selbsterlebte mischte sich immer wieder die Erzählung der alten Frau... Sie war so müde als hingen Bleikugeln an ihren Füßen. Abseits von der Straße lag ein Pfarrdorf; der Schlag der Turmuhr klang zu ihr herüber: vier Uhr. Noch waren dreiviertel Stunden zu gehen, und seit frühmorgens hatte sie nicht einen Bissen zu sich genommen. Imme müder und schwerer wurden ihre Füße. In dumpfer Gleichgültigkeit schritt sie dahin; den Oberkörper vornübergeneigt, wie einer, der schwere Last auf den Schultern mit sich schleppt. Es dunkelte schon, als sie nach Reichmannsdorf kam. Ueber den Häusern lagerte der Abendrauch, der aus den Kaminen emporstieg, da und dort blitzten Lichter auf. Sie schlug den Feldweg ein, der hinten ums Dorf herumging und am Friedhof vorüberführte. Dort begegnete ihr niemand. Die Reichmannsdorfer vermieden in der Dunkelheit am Kirchhof vornderzugehen. Die einundneunzigjährige Totenkundl, die, solange sie noch gehen und sehen konnte, die Verstorbenen von Reichmannsdorf für die letzte Reise herrichtete, sagte, das käme nur vom Rosenwirt seinem Bierkeller her, daß die Reichmannsdorfer, so Furcht vor den Loten hätten. Die mußte das aber wissen, denn die verstand sich auf die Toten. Das aber war so gekommen. Als dem Rosenwirt sein Urgroßvater den Bierkeller grub, mußte: man bis nabe an die Kirche berangraben. Nachdem man tiefer hineingrub, stieß man auf Totengebein und Totengerippe. Denn um die Kirche herum war in alten Zeiten der Friedhof gewesen. Die Leute vom Rosenwirt aber haben die Totenbeine einfach ausgegraben und ganz durcheinander auf einen Haufen geworfen, daß die Toten ihre Knochen nicht mohr auseinander fanden. Wer dortmals in der Nähe der Kirche wohnte, hörte nachts zwischen elf und zwölf Uhr die Totenbeine klappern und hin= und herwerfen. Der Totengräber=Heiner, der dortmals auch Nachtwächter war, trug seinen Spieß und sein Tuthorn zum Schultes hin und sagte, da soll nur der Rosenwirt den Nachtwächter machen, denn der sei schuld daran, daß die Toten nun keine Ruhe mehr hätten und alle Nacht umgingen. Aus dieser Zeit stammte die Furcht der Reichmannsdorfer vor den Toten. Als Stine an der Kirchenmauer entlang ging, stiegen schreiend zwei Raben auf. Da erst kam es ihr zum Bewußtsien, daß sie am Gottesacker vorüberging, Sie blieb stehen. Ihre Blicke suchten das hohe schwarze Marmorkreuz, das weit über die anderen Grabsteine ragte und im Dämmerlicht aussah, als streckten sich zwei Arme nach ihr aus. Würde man hier auch sie begraben? Nein, nicht in Reichmannsdorf wollte sie beoraben sein; daheim in Ebach, unter den Kastanienbäumen, neben der Fichtenhecke, wo im Frühling die Finken schlugen und die Stieglitze ihre Restchen bauten, da wollte sie ruhen. Daß sie daran nicht schon früher gedacht hatte! Gleich morgen wollte sie es der Base sagen. Sie hatte die Lichter von Reichmannsdorf im Rücken. In dunklen Umrissen sah sie auf der Landstraße, wo der Weg nach Altenhammer abzweigte, den Wegweiser stehen, der den Fremden im Sommer den Feldweg durch üppige Wiesen und Getreidefelder anzeigte. Dort, auf der kleinen Anhöhe, wo der graubemooste Marterstein stand, hatte sie von Peter Abschied genommen. Damals war alles grün, die Vögel sangen und im„Westen strahlte ein glühendes Abendrot. Heute war alles Schnee und Eis. Am Marterstein blieb sie stehen. Durch die entlaubten Bäume schimmerte ein Licht; das war Altenhammer. Nun brauchte sie nicht mehr so zu eilen und Sorge haben, daß die Nacht sie auf fremden Wegen überraschen könnte; sie stand schon auf eigenem Grund und Boden und wollde sich ein wenig ausruhen. * DER SPORT Beste Klasse in Dortmund Dreistunden-Mannschaftsrennen am 12. März Das Radsvortprogramm in der Dortmunder Westfalenhalle besteht am bevorstehenden Sonntag, 12. März, aus einem Dreistunden=Mannschaftsrennen, für das zwölf Paare zugelassen sind. Die Zusammenstellung der Mannschaften ist, mo einigen geringfügigen Aenderungen, im wesentlichen die gleiche geblieben wie am letzten Sonntag. Der Dortmunder Erich Bautz wurde mit dem Niederländer Evers gepaart und der Zwickauer Gläsel fährt mit dem Berliner Lorenz. Die Sieger vom Tonntag, die Niederländer Schulte=Bovens, werden es diesmal in erster Linie mit dem Dortmunder Sechstagepaar Kilian Vovel und Steher.meister Lohmann Pelenaars zu tun haben. Folgende Paare werden den Kampf am Sonntag aufneh men: Schulte Bonens(Niederlande), Kilian Vovel(Dortmund), Lohmann Pelenaars(Bochum=Niederlande), Neuens Didier, Schorn Ceuppens, Vermeiren Zims, Brunell van Schill, Meulemeester van der Acker und P. Clemens Majerus sowie Bautz(Evers(Dortmund=Niederland) und Gläsel Lorenz. Dazu soll noch eine starke slämische Mannschaft verpflichte werden. Beginn 16 Uhr. Schalke Sonntag in Essen Die Schalker Meisterelf bereitet sich langsam aber sicher im Jubiläumsjahr 1944 für höhere Aufgaben vor. Die Elf soll nicht rasten, und deshalb benutzt man den zweiten Märzsonntag zu einem Freundschaftsspiel gegen den vorjährigen niederrheinischen Tschammervokalsieger Sportfreunde Katernberg. Als Austragungsstätte wurde die Mar=Ring=Kampfbahn am Essener Uhlenkrug gewählt, wo die Königsblauen vom Schalker Markt in früheren Jahren gegen ETB. Schwarz Weiß Essen große Spiele geliefert haben. Mitte Februar gastierten die Essener Vorstadter im Gau Westfalen und schlugen die Spielvereinigung Röblinghausen auf eigenem Platz mit 5:4(2:2). Das onntägliche Freundschaftsspiel gegen Schalke dürfte also einen recht spannenden Verlauf nehmen, zumal die Nachbarn aus dem„Kohlenpott“ in stärkster Besetzung antreten werden. Schalke spielt in folgender Aufstellung: Flotho: Dargaschewfki, Berg?: Lichtner, Schweißfurt, Megert: Kanthak, Szevan, Winkler, Tibulski und Lehrmann. Westialens Aufgebol für Rheinhausen Fur die Gruppenausscheidungen im Boxen zur beutschen Jugendmeisterschaft in Prag haben die beiden Westfalengebiete Süd(42) und Nord(9) ihre besten Nachwuchsborer nominiert. Insgesamt nehmen aus beiden Gebieten 15 Jungen teil, und zwar acht aus Süd und sieben aus Nord. Westfalen=Süd ist am kommenden Wochenende, 11. und 12. Mare in Rheinhausen, wo die Besten der Gruppe V kämpfen, wie folgt vertreten: Fliegen: Heuse(Bann 185 Hagen), Bantam: Rohde Bann 130 Dortmund), Feder: Bern Kotz(Bann 67 Bochum), Leicht: Peterlein(Bann 190 Dortmund), Welter: Jamus(Bann 190 Dortmund), Mittel A: Weber(Bann 190 Dortmund), Mittel B: Strelecki(Bann 130 Dortmund) und Schwergewicht: Schwitten(Bann 131 Unna). Westfalen=Noré entsendet folgendes Aufgebot: Bantam: Seib(Bann 252 Recklinghausen), Feder: Cordes 1 Bann 188 Herford), Leicht: Neumann(Bann 252 Reckling= hausen), Welter: Watzlawik(Bann 252 Recklingbausen), Mittel B: Strablke(Bann 188 Herford), Halbschwer A: Bockhorn(Bann 13 Münster) und Schwergewicht: Saalfeld(Bann 252 Recklinghausen). Normaler Verlauf in Itallen Mit dem Beginn der Rückspiele näbern sich die Kampfe in Italiens ußballmeisterschaft nun auch der Entscheidung. In der Gruppe Liaurien(Piemont und in der Gruppe Lombarbei blieben die Meisterschaftssavoriten FC Turin und Ambrosiana Mailand weiterhin ohne Verlust. punkte. Die wichtigsten Ergebnisse waren: aC Genua— Liguria 1:3, Juventus Turin— Casale 5:1, Biella— Asti 3•0, Ambrosiana— Pre Patria 2•0, Cremona— aC Mailand 0:0, Varese— Atalanta 3•0, Monfalcone— Cermons 1•0. San Ginste— Görz 2:0. Todesstrafe gegen einen Gewohnheitsverbrecher Bottrov. Das Sondergericht Essen verhandelte in Bottrov gegen den 91jährigen Geora Kudelke aus Bottrov, Am Kruppwald 55. Selbst wer die Vorstrafen nicht kannte, konnte schon daran, wie der Angeklagte sich im Vorverfahren und in der Hauptverhandlung benahm, erkennen, wes Geistes Kind der Angeklagte war. Der Angeklagte war sich darüber klar. worum es für ihn ging. Er leugnete zäh Aus der Untersuchungshaft brach er aus, ohne allerdings weit zu kommen. In der Hauptverhandlung erfüllte sich sein Schicksal, das Schicksal eines früh verdorbenen Menschen, der sich außerbalb der Volksgemeinschaft gestellt hatte. Bezeichnend war ein Vorfall, der in der Hauptverhandlung zur Sprache kam. Als der Angeklagte vor Jahren durch das Schöfsengericht Bottrov wegen Diebstahls zu einer längeren Gesängnisstrafe verurteilt wurde, rief er nach der Urteilsverkündung:„Ich lege keine Berufung ein, aber wehe wenn ich heraus komme!" Das war der Abschluß der fünften Hauptverbandlung gegen den Angeklagten. Weitere fünf Hauptverbandlungen folgten. Am 4. 12. 1935 verurteilte ihn die Strafkammer des Landgerichts Köln wegen schweren Rückfalldiebstahls, Waffenbesitzes, Widerstands und Bedrohung zu vier Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte war damals mit einem anderen auf Diebesfahrt gegangen. Die beiden Verbrecher führten Pistolen bei sich. Bei der Verhaftung leisteten sie Widerstand. Der Angeklagte versuchte dabei, von der Pistole Gebrauch zu machen. Damals ging es hart an der Sicherungsverwabrung vorbei. Aus dem Zuchthaus entlassen, führte er sich schlecht. Bei der Arbeit zeigte er sich aufsässig; er brüstete sich mit seinen Zuchthausstrafen; auch bummelte er wiederholt. Seine Ebefrau behandelte er schlecht. Häufig prügelte er sie. Er verschaffte sich auch wieder eine Schußzwasse. Vor das Sondergericht brachte ihn ein Fahrraddiebstahl, den er unter Ausnutzung der Verdunkelung in Borgborst beging. Er stahl einem Soldaten ein Fahrrad, das dieser auf einem Hof abgestellt hatte. Fahrraddiebstähle werden von den Gerichten allgemein scharf geahndet. Diebstähle, die unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen werden, fallen unter die im Kriege verschärften Strafbestimmungen der Volksschädlingsverordnung. Gegen Gewohnheitsverbrecher wird mit aller Schärfe vorgegangen, weil sie eine Gefahr für die Gemeinschaft bedeuten. Sie werden rücksichtslos ausgemerzt. Das Sondergericht verhängte gegen den Angeklagten Kudelko nach eingebender Verhandlung die Todesstrafe. Ehrenschutz für einen vermitten Soldaten Essen. Ehrsurcht vor dem tiefen Leid, das der Krieg über manche Familie gebracht hat, ist uns allen selbstverständliche Pflicht. Und doch gibt es Menschen, die keine Schranken kennen. Das zeigte eine Verhandlung vor der Essener Strafkammer. Auf der Anklagebank saß eine als zänkisch bekannte und wegen Beleidigung bereits vorbestrafte Frau aus Gladbeck. Ein Hausstreit bildete den Rahmen dieser Strafsache. Der Staatsanwalt hatte öffentliche Anklage gegen die Frau erhoben, weil er eine scharfe Ahndung für erforderlich hielt. Bei einem häuslichen Streit hatte die Angeklagte einer Nachbarin, deren Ehemann an der Ostfront vermißt ist, zugerufen:„Du hast ja Deine Strafe. Der Herrgott wird Dich weiter strafen.“ Vor Gericht wurde festgestellt, daß die Angeklagte mit dieser Bemerkung in gefühlsroher Weise auf den schweren Verlust, den die Nachbarin im Kriege erlitten bat, hindeuten wollte. Diese hämische und herzlose Ehrkränkung eines im Schicksalskampf unseres Volkes vermißten Soldaten konnte nicht unbestraft bleiben. Zwar enthält ddas Strafgesetzbuch keine unmittelbar anwendbare Bestimmung. Die Strafkammer aber wandte die für die Ehrenkränkung Gefallener geltende Bestimmung des§ 189 StrGB entsprechend an und verhängte gegen die streitsüchtige Angekagte eine Gefängnisstrafe von vier Monaten Sie raubte einen Säugling Duisburg. Die Helene Wieczorek ist durch das Condergericht in Duisburg antragsgemäß zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Sie raubte aus der Städtischen Frauen= und Kinderklinik einen etwa 10 Tage alten Säugling und gab ihn zu Hause und bei ihren Bekannten als Kind aus, um ihren damaligen Verlobten in dem irrigen Glauben zu bestärken, sie habe von ihm ein Kind geboren. Sie wollte ihn dadurch enger an sich sesseln. Ferner ist sie im Besitz eines aus einem Luftschutzkeller entwendeten Koffers mit Wäsche und Kleidungsstücken angetrossen worden, den sie von einer unauffindbaren Bekannten zur Aufbewahrung bekommen haben will. zweifellos aber selbst aus dem Luftschutzkeller gestohlen hat. Weiter hat sie in mindestens sechs Fällen Handtaschen mit Bargeld, die gesamten Lebensmittel=, Raucher= und Kleiderkarten von Familien oder einzelnen Personen aus Hausfluren oder Wohnungen, in die sie sich unter einem Vorwand begeben hatte, gestohlen und die Karten zum Teil für sich verwandt, teils auch an Bekannte oder Verwandte abgegeben. Dachs sah dem läger im Genick A#denan. Ein ungewöhnliches Jagderlebnis hatte ein Jäger aus der Umgegend. Er hatte unter großen Schwierigkeiten einen Dachs aus dem Bau herausgeholt, ihm einige wuchtige Schläge versetzt und in den Rucksack gesteckt. Auf dem Heimweg stellle er plötzlich fest, daß sich das vermeintlich tote Raubtier'am Rockkragen festgebissen hatte. In atemloser Hast rannte nun der erschrockene Jäger seinem Heim zu, wo sodann einige Helfer den Dachs vom Genick entfernten. Die Jagdgesellschaft, die sich in einiger Entfernung besand, hatte den Vorfall nicht beobachtet und konnte sich so die wilde Flucht des Dachsjägers nicht erklären. Erzählte Kleinigkeiten Nur einmal läglich Ebbe und Flut Ueberall, wo an den-Küsten der Weltmeere die Gezeiten in Erscheinung treten, vollziebt sich der Wechsel zwischen Ebbe und Flut zweimal am Tage. Eine Ausnahme davon findet man jedoch in der Tonkinbucht in Französisch= Indochina, bei der Stadt Haiphong. Es ist der einzigste Ort der Welt, wo die Gezeiten nur einmal am Tage wechseln. Die staubigste Stadt der Welt Neue Untersuchungen haben ergeben, daß Peking die staubigste Stadt der Welt ist. Der Grund liegt darin, daß die Sandstürme aus der Wüste Gobi über sie hinwegsegen. Der Sprachenwirrwart Auf der ganzen Erde werden rund 3420 verschiedene Sprachen gesprochen. Selbst das größte Sprachgenie ist also nur in der Lage, sich mit einem verhältnismäßig kleinen Teil der Menschheit zu verständigen. 100 000 Eier jährlich Im Marz beginnen die Hechte zu laichen. Nur wenige wissen, daß ein weiblicher Hecht hunderttausend Eier zugleich ablegt. Diese große Zahl ist eine weise Maßnahme der Natur zur Arterhaltung. Da die Eier im Wasser nahe der Oberfläche schwimmen, geht ein erheblicher Teil davon als Fischnahrung verloren und nur aus dem Rest entwickelt sich die junge Brut. Aus der Bewegung REDAP Ortsgruppe Herne=Süd. Donnerstaa, 18,30 Uhr, Dienstappell bei Heitkamp, Bochumer Straße#0. ½ Stunde vorber Führerbesprechung. Ortsgruppe Herne=Altenbösen. Freitag, 19 Uhr, findet im Saale Borgmann ein Dienstappell für alle Politischen Leiter, Walter und Warte der DAß und NSV und NSFrauenschaft statt. Ortsgruppe Herne=Friedrich der Große. Freitag, 18 Uhr, Dienstappell sämtlicher Politischen Leiter, Walter und Warte der DAF, NSV sowie der Zellenfrauen der NSFrauenschaft bei Gustav Grothaus, Ludwigstraße 10. Ortsgruppe Herne=Horsthausen. Sonnabend, den 11. 3. 1944 um 17 Uhr Dienstappell der Politischen Leiter bei Wiegmann. NS=Frauenschaft Ortsgruppe Herne=Holthausen. Donnerstag, 16 Uhr, Pantoffelnähen in der Ortsgruppe der NEDAP im Amtshaus. Im Fegefeuer des Examens Heltere Prüfungs-Erlebnisse Von Heinrich Riedel „Welcher deutsche Kaiser hat die Halsgerichtsordnung erlassen?“ wurde ein Berliner Jurakandidat im Examen a ragt. Der Kandidat wutzte e# nicht. beiwohnende, stets hilfsbereite Extraordinarius Rubo flu sterte ihm zu:„Kaiser Karl.“ „Welcher Kaiser Karl?“ fragte der Vorsitzende der ungskommission weiter. Unser Kandidat wußte es wieder nicht und sah hilfesuchend auf Rubo. Dieser legte seine Hand— die fünf Finger weit gespreizt— breit auf den Kopf, um anzudeuten, daß um Karl V. handle. Der Prüfling aber mißverstand ihn. Er beachtete weniger die Hand als die darunter befindliche Glatze Rubos und rief schnell und freudig:„Karl her Kahle!“ * An der Berliner Universität machten einst unter den Kandidaten der Medizin folgende beziehungsreichen Berse die Runde. Wer sich nicht stößt an den Ecken, Wer nicht bleibt im Kothe stecken, Wer glücklich kommt durch den tiefen Bach, Den frißt der Wolf doch bintennach. Diese Zeilen bezogen sich auf die Examinatoren Eck, Kothe, Diessenbach und Wolf. Als Wolf, der gefürchtetste, das hörte, sagte er ruhig: „Der Wolf frißt nur die Schafe." * In einem medizinischen Examen in Wien prüfte einst der berühmte Josef Hyrtl mit Karl Ritter von Langer einen Kandidaten zusammen. Beide waren ziemliche Gegensätze: Hyrtl großzügig und wesentlich, Langer peinlich exakt. Langer hatte einen Oberschenkelknochen unter den Rock gesteckt, so daß nur der oberste Teil davon zu sehen war. und forderte den Prüfling auf, danach anzugeben, ob der Knochen zur rechten oder zur linken Körverhälfte gehöre, ob er von einem Mann oder einer Frau sei und ähnliches mehr Nachdem der Kandidat geantwortet, kam die Reibe zu prüfen an Hortl. Dieser hielt ihm denselben Knochen mit zwei Fingern entgegen und sagte:„Können Sie mir jetzt, wo Sie den Knochen ganz sehen, vielleicht auch sagen, an welcher Krankheit der Mensch gestorben ist, wie er hieß und wo er wohnte?“ Von Langer soll sich nicht schlecht geärgert haben. * Ein Professor der Zoologie in Göttingen prüfte stets und ständig über die Würmer. Eines Tages stieg wieder eine Anzahl Prüflinge, alle glänzend auf Würmer präpariert, ins sogenannte Phusikum. Die drei ersten bestanden ausgeseichnet. Den vierten aber fragte der Professor gegen alles Herkommen:„Was wissen Sie von den Mollusken?“ Staunen und Totenstille ringsum. Schließlich kam dem Gefragten eine Erleuchtung?„Die Mollusken sind eine Gruppe von Tieren, die ihren Namen von Cuvier erhalten haben. Bis dahin zählte man sie zu den Würmern. Die Würmer werden in sechs größere Klassen eingeteilt: Plattwürmer, Fadenwürmer...“ Und nun legte er in längeren Ausführungen alles, was er über die Würmer wußte, dar, und die Sache war erledigt. * Der Gießener Professor von Löhr prüfte stets nur über drei Spezialgebiete: über Erbschaften, Mitgift und Sondervermögen. Da sich dies allmählich etwa zu stark herumgesprochen hatte, ließ er sich von seinen Kollegen schließlich bereden, auch einmal andere Prüfungsthemen zu wählen. „Was ist das Eigentum?" begann er im nächsten Examen. Der Examinand gab eine kurze Erklärung. „Richtig! Wer hat an den Mitgiftgegenständen das Eigentumsrecht? Der Mann oder die Frau?— Der Kandidat antwortete. „Richtig! Da wollen wir uns zdoch mal gleich die Mitgift etwas näher ansehen.“ Auf diese Weise war er kurzer Zeit wieder bei einem seiner Lieblingsthemen angekommen. Seine Kollegen gaben es auf. Statt Karten! Für die vielen Aufmerk. samkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer Verlobung danken wir allen recht herzlich. Ursula Wenzel, HeinMöller. Herne, im März 1944. Gott forderte von uns ein goßes Opfer. In der Vor∆ freude auf ein baldiges Wiedersehen erhielten wir die erschütternde Nachricht, daß mein lieber, guter. stets um mich besorgter, jüngster Sohn unser sonniger Bruder, unser lieber Schwager, Onkel, Resse, und Vetter, mein über alles geliebter Bräutigam Obergefreiter Heinz Höfener Inh. des C. K. 2. Klasse 8 Tage vor seinem 28. Geburtstage im Osten den Heldentod fand. In unsagbarem Schmerz: Frau Ww. Hösener und Kinder als Braut Else Lindseld Bochum=Riemke(Siebeckstraße 5), Hern, im Felde und Pommern den 7. März 1944. Hoffend auf ein baldiges Wiedersehen traf uns die tief erschütternde Nachricht. daß unser lieber, herzensguter Sohn, unser lebensfroher Bruder, Enkel, Resse und Vetter, der Geenadier Karl-Heinz Biek am 4. 2. 1944, kurz vor der Voll. endung seines 21. Lebensjahres bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. Er fiel bei der Abwehr eines feindlichen Ein. bruchs im Nahkampf. Seine Beisetzung erfolgte auf einem Helden. friedhof. In stiller Trauer: August Bick und Frau, Hedwig geb. Kranz Wilhelm Bick, z. Z. im Felde Margarete Bick, z. 8. Pommern und alle Anverwandten Herue(Bahnhofstraße 8b), Reinken. hagen i. Pommern, im März 1944. Gott forderte von mir ein großes Opfer. In der Vor. ∆ f r e u d e a u f e i n b a l d i g e s Wiedersehen erhielt ich die noch un. faßbare Nachricht, daß mein geliebter, unvergeßlicher Mann, der liebevolle Vater seines Söhnchens, welches ihm nicht vergönnt war einmal zu sehen, unser lieber Sohn und Schwiegersohn, Bruder, Schwa. ger und Onkel, der Grenadier Walter Böhm am 18. 1. 1944 im Alter von 22 Jahren im Often sein Leden ließ. Er folgte seinem Schwager nach fünf Monaten. Nun ruhen beide in fremder Erde. Unsere Gedanken weilen stets bei ihnen. In tiefem Schmerz: Frau Erna Böhm, geb. Garthmann und Söhnchen nebst Anverwandten. Bochum=Gerthe und Herne, den 1. März 1944. Pluliklehrbetrieb Erich Banle Rätzlingen b. Oebisfelde Freie Lehrstellen. In meinem Mufiklehrbetrieb sind ab 1. 4. 1944 einige Lehrstellen frei. Zur vollständigen Berufsausbildung aller Instrumente nehme ich Jugendliche ab 14 Jahren in meinem neuzeitlichen Schülerheim auf. Volle Verpflegung und Unterkunft im Schülerheim bei monatlicher Entschädigung von 25.— RM. Fordern Sie unverbindlich und kostenlos Prospekt. Musiklehrbetrieb Erich Banse, Rätzlingen b. Oebisfelde. Verloren Brieftasche mit wichtigen Ausweispapieren a. d. Wege v. Horsthaus. n. Pöppinghausen verloren. Wiederbr. erh. hohe Belohn. Abzugeben bei: J. Gölzenleuchter, Pöppinghausen 387 Eilt! Gelunden Wer vermißt einen schwarzen, imitiert. Wildieder. Handschuh? Meld. bei Kersting, Bahnhofstraße 5a. 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