X Druck und Verlau: 6. Th. Kartenber Bezugeereis: Monattich RM 2.15, halbmonatlich RM 1.08. Binzelpreis 10 Rof.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Breignissen, hervorgerufen durch höhere Oewalt. können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Hauptgeschäftsstelle: Herne. V.-d.-Heydt-Str. 9.— Postscheckk. Dortmund 6542 Nummer 12 Fernrutt 311 41—48(Schriftleitung 311 42) Zur Zeit ist Preististe 4 güllg. In Konkurafüllen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen. auch für die durch Fornsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr.— Erfüllungsort und Gerichtsstand Herne I. Westt. Verleger: C. Holtmann und C.-Theo Holtmann(letzterer z. Z. Wehrmacht).— Hauptschriftleiter: Willy Franke(s. Z. Wehrmacht): In Vertretung Albert Wemper.— Verantwortlich für Politik, allgemeinen Tell und Lokales: Albert Wemper.— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner Sonnabend, den 15., und Sonntag, den 16. Januar 1944 73. Jahrgang Roosevelts Bankerotterklärung Für sein„Siegesbudget“ benötigt der Präsident nur 100 Milliarden Dollar Drahtbericht unseres diblomatischen Mitarbeiters om Berlin, 15. Januar. Nach seiner poli tischen Botschaft an den Kongreß hat Präsident Roosevelt diesem jetzt auch eine finanzielle Botschaft zugeleitet. Obwohl er in seiner pomphaften Manier von einem„Siegesbudget“ spricht, in dem er für das kommende, mit dem 30. Juni 1945 endende Steuerjahr die gewaltige Summe von 100 Milliarden Dollar fordert, bereitet er den Kougreß darauf vor, daß der Krieg in diesem Jahre noch nicht zu Ende gehen und eine „ungünstige Wendung der militärischen Ereignisse“ zu noch erhöhten Forderungen nach Kriegsmaterial, also auch zu noch höheren finanziellen und steuerlichen Belastungen führen könne. In diesem Zusammenhang hält es Roosevelt für nötig, den Kongreß und das Land darauf aufmerksam zu machen, daß die Produktion all ein den Sieg nicht sicher stelle, sondern daß die USA=Truppen auf„harte Kämpfe“ gesaßt sein müßten. Es wird für die Oeffentlichkeit in den Vereinigten Staaten, die mit diesem„Blutbudget“ überrascht wird, nur einen geringen Trost bedeuten, daß Roosevelt für den Fall der Einstellung der Feindseligkeiten an einer Front eine„großangelegte Demobilisierung" in Aussicht stellt. Dagegen dürfte man in England diesen Satz aus der Botschaft mit sehr gemischten Empfindungen vernommen haben. Churchill hat sich bekanntlich in Casablanca Roosevelt gegenüber„ehrenwörtlich“ verpflichtet, die gesamte Kriegsmacht Englands in Ostasien einzusetzen, also nicht zu demobolisieren, wenn der Krieg in Eurova beendet sei, ehe es den Amerikanern gelungen ist, Japan auf die Knie zu zwingen. Dieses von Churchill auch im Parlament wiederholte Versprechen hat schon damals in England wenig Begeisterung erweckt. Jetzt hört man, daß die USA diese Kriegssolidarität nur sehr einseitig auffaßt Roosevelt hat seine Botschaft mit einem Satz geschlossen, der die härteste Verurteilung seiner inneren Politik darstellt. Er sagte, ein militärischer Sieg allein genüge nicht, wenn nicht auch die Lösung der zweiten Aufgabe gelungen sei: der Wiederaufbau einer Wirtschaft, in der jeder Arbeitswillige eine produktive Beschäftigung finden kann. Roosevelt ist im Jahre 1933 zum ersten Male zum Präsidenten gewählt worden und damals mit einem großen Programm der inneren Reform hervorgetreten, dem bekannten„New Deal“. der ungefähr dasselbe Ziel hatte, das er jetzt aufs neue verkündet. Er ist dann zweimal wiedergewählt worden, ohne daß es ihm gelungen ist, auch nur einen geringen Teil dieses Programms zu verwirklichen. Das praktische Resultat des New Deal waren bekanntlich etwa 13 Millionen Arbeitlose in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg. Wenn Roosevelt jetzt bei Verkündung eines Kriegsbudgets, das dem Lande eine ungeheure Last auflegt, seine alten Versprechungen wiederholt, so wird sich auch in den Vereinigten Staaten kaum semand finden, der bereit wäre zu glauben, daß Roosevelt und die hinter ihm stehende Finanz= und Kapitalwelt inzwischen an Fähigkeit und Bereitwilligkeit gewonnen hätten, Amerika die versprochenen„vier Freiheiten“, darunter die„Freiheit von Not“, zu schenken. Aufruf Dr. Ley's zum Kriegsberufswettkampf Schattende Jugend Grohdeutschlands! Der Führer hat euch Jungens und Mädels zum Kriegsberufswettkampf aufgerufen. Damit ist euch in Betrieben und Kontoren eine Aufgabe gestellt, die heiligste Pflicht bedeutet. Während das bolschewistische System aus seiner Jugend mit der Stachanowveitsche die letzte Kraft herauspreßt und auch der angloamerikanische Kapitalismus die Jugend zu Arbeitssklaven erniedrigt, erzieht das nationalsozialistische Deutschland seine Jugend zu selbstbewußten und freiwilligen Trägern von Volk und Staat. Durch das Jugendschutzgesetz, das einzige dieser Art in der Welt, ist die Grundlage für eine gesunde und schaffensfrohe Jugend gegeben. Neben den vorbildlichen Einrichtungen des Staates und der Wirtschaft zur Berufserziehung erschließt vor allem die Deutsche Arbeitsfront durch ihr umfassendes Berufserziehungswerk in Lehrwerkstätten. Schulungskursen, Uebungsfirmen, durch betriebliche und überbetriebliche Leistungsertüchtigungswerke, durch Ausleselager und eine systematische Begabtenförderung allen Jugendlichen die besten Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg. Der Reichsberufswettkampf, der in den Jahren des Friedens der Auslese der besten Kräfte der deutschen Jugend diente, soll euch auch jetzt Gelegenheit geben, eurem Wahlspruch getren:„Unser Kriegseinsatz ist Disziplin und Leistung am Arbeitsplatz“ euch zu bewähren. Der Kriegsberufswettkampf ruft alle schaffenden Jugendlichen, Jungen und Mädel, Lehrlinge. Anlernlinge, Ungelernte und Hilfsarbeiter und gibt jedem die Möglichkeit, an seinem Arbeitsplatz durch Leistung zur Führung zu gelangen. Der Kriegsberufswettkampf unserer schaffenden Jugend gibt jedem deutschen Jungen und Mädel ohne Ansehen der Person die Möglichkeit, alle Fähigkeiten zu entwickeln, die sie als Erbgut ihres Blutes mitbekommen haben. Er ist aber auch der Prüfstein enrer Leistung, an dem ihr erkennt, wo ihr an euch weiterarbeiten müßt, um die besten Facharbeiter zu werden, die euch von der Vorsehung in diesem Kampf auf Leben und Tbd gestellten. Aufgaben jederzeit zu meistern. Die Deutsche Arbeitsfront bereitet in engster Verbindung mit der HitlerJugend und der gewerblichen Wirtschaft diesen gewaltigen Wettkampf eures Leistungswillens vor. An euch, deutsche Jungen und Mädel, liegt es nun, durch euren Einsatz zu beweisen, daß ihr bereit seid, die Erwartungen zu erfüllen, die das deutsche Volk und vor allem der Führer in seine Ingend setzt. Heil Hitler! " g e z. D r. R. L e y. usA-Terrorflieger werden in ein Gefangenenlager eingeliefert. Sie wurden bei einem Tagesangriff auf deutsches Reichsgebiet abgeschossen. Bei ihrer Vernehmung erklärten sie, die Abwehr sei so furchtbar gewesen, daß sie sich in der Hölle wähnten. PK=Kriegsberichter Faupel Churchills Downingstreet in der Wüste Was hindert Churchill nach London zurückzukehren! Vielleicht Moskaul dp Stockholm, 15. Januar. Während Churchill langsam von seiner Lungenentzündung genaß. und sich in der gewohnten Weise während der erzwungenen Freizeit als Amateurprahler übt. ist rings um ihn herum in der afrikanischen Wüste ein improvisiertes Downingstreet entstanden. Täglich kommen Dutzende von Kurieren und Diplomaten, um ihn über den neuesten Gang der Ereignisse in London und an den Fronten zu unterrichten. Man hat den Eindruck, daß Churchill sehr wohl in der Lage wäre, sich der Gewalt seines Leibarztes Lord Moran zu entziehen und in sein Londoner Arbeitszimmer zurückzukehren, daß aber die verschiedenen unerwünschten Begleitumstände des Bündnisses mit den Bolschewisten ihn noch daran hindern. Churchill sollte froh sein, sich nicht in England zu befinden, solange seine ehemaligen Bundesgenossen aus der polnischen Emigrantenregierung mit dem Kreml nicht übereinstimmen. Die Polen nämlich können sich auf. alle feierlichen und unverbrüchlich gegebenen Zusagen der britischen Regierung berufen, in denen ihnen ihr Besitzstand bestätigt wird, eben jener Besitz, den Stalin ihnen augenblicklich mit Erfolg unter stillschweigender Duldung der Engländer streitig macht Aber auch in Kairo ist der Boden augenblicklich für Churchill zu heiß Dort sitzt Exkönig Peter von Jugoslawien mit seiner Emiarantenregierung, die ebenfalls von England und Amerika verraten worden ist. Dieser Alliierte aus dem Jahre 1941 hat gleichfalls erfahren, was es heißt, auf England und Churchill zu bauen. Er kann seine vaviernen Verträge mit dem britischen Empire nicht vorweisen, ohne auf eiskalte oder verlegene Gesichter zu stoßen, denn Moskau hat auch im Falle Jugoslawien sein Machtwort gesprochen. Aus dem Stegreif zu lösen? Ueber das Behelfsmäßige in der britischen Außenpolitik Von Gesandten ve., D. Dr. Franz Olshausen Inseinerderkletzten Nächte, Tals feindliche Fliegerkihren Bombensegen über Berlin ausschütteten, bemerktesich im Lustschutzkeller einen älteren Herrn, der von Zeit zu Zeit etwas auf einem Zettel notiertei Nach der) Entwarnungso börten wir spätersetzte er sich, da der Schlaf nun doch einmal unterbrochen war, an seinen Schreibtisch und Vereinigten=Staaten auch in diesem Fall„augen 12 brachte die Arbeit Fau! Papier Aderen Grundzüge ihm während der TAlarmstunden durch den Kopf gegangen waren. Die Amethodische4 Fortführung seiner, beruflichen Arbeit entspricht auch mehr dem Wesen des Deutschen.fals bloßer lächelnder Spott über die Anstrengungen des Feindes, die, wenn sie auch im Grunde sehl gehen, doch grausame Sou renkbinterlasse. Gerade diese Methodisr nicht die bloße Ignorierung oder) Unterschätzung der anderen: Seite, befähigt kunsjalauch, sie kennenzuler nensund zibren; Maßnahmen sbeizeiten keine wohl durchdachte Abwehrsentgegenzusetzen. Auf dersanderen Seite! spielt)schor im täglichen Leben' der Briten das, was sie einen case osemergenchfnennen, Zeine, eigentümliche Rolle 19. h. der unvorhergesehene, 7plötzlich zeingetretene Bebartsfall. für den es dann eine! schnelle Notlösung zu finden gilt.F Emergenen gründet sichtauf den Glau ben, jedes kauftauchende Problem aus dem Stegreif meistern zu können Rohne sich lange vorher über das g.Wienden* Kopfz zu zerbrechen. Diese systemlose., auf Entscheidung von„Fall zu Fall“, den emergeney.case, eingespielte Praxis reflektiert zwei spezifisch angelsächsische IIdeeneinmal die von der bevorzugten Weltgeltung#n höheren Weisheit des Civis Britannie seiner tolonialen Ablegers, des Yankecritens das Bestreben, ohne prinzivielle Bindungen jederzeit nach reinen Nützlichkeitserwägungen#u handeln, unter) Umständen sich radikal umstellen zu können ein Bestreben, das den Briten im tuternationalen Verkehr zu einem völtig tonisten stempelt. Man braucht nur an den Spanischen Erbfolgekrieg zu denken, währens dessen Großbritannien, aller gemeinschaftlichen Siene. Marlborougbs und des Prinzen Eugen ungeachtet, plötzlich die Sache der Kaiserlichen im Slich als der Tod Josephs I. den habsburnischen tendenten auf den spanischen Thron, Karl, se zum Kaiser machte und man kun in Lon## der Erneuerung eines österreichchsan periums Angst bekam. Ein Aulich wiederholte sich im Siebenh nach dem Tode Georgs,II. der Writ#e Dieses mens vom Bündnis mit Preußen übsprang und Friedrich dem Großenldie englischen Subsidien sperrte. Zahllosetzweiteres Beispiel beweisen das gleiche Solange Lein(Staat lsich ingüberlenener Macht stellung befindet)—seites, einem Partner# sei es einem Feindes gegenüber—4man er Notfallzauf seinehaugenblickliche Ent verlassen! Handelt saberzein gleichwertiger schnell und zielsicher, Vsoldaß dieL emergenen, cases sich häufen und in rascher Folgesimmer neue Entschlüsse erforderlich werden, so zwingt der Mangel ans vorausschauender Methodik, zu derart sprung hafter= Politik,swie siegzin, den kletzten: Wochen die alliierten Mächte in keinel Fülle unbeimlich schnell auseinander folgender Besprechungen. Sondermissionen, Halb=Zunds Vollkonferenzeny hetzte., So sehlerhafttes wärerunsererseits auch diese Geschäftigkeit der Anti=Euroväer mitzeinems bloßen Lacheln abzutun und die Tatsache, daß immerhin drei mit reichen. Vorräten an Menschen und Ma terialien ausgestattete Großzmächte sich fortgesetzt über unsere„ Niedereingungsberaten.,„##f dierleichte scheinlich wieder ohne festen PlankSlaußer der a gemeinen Absicht zu siegen dastehen Eines muß man Stalin lassen:gershat Methode. also gerade das!was seinen Partnern sehlt.] Man fragt sich wohl mit„Recht,sob der Beherrscher des Kreml, der doch die früheren handfesten Ausfälle Churchills gegen den Bolschewismus zkenntZwirk; lich so naiv sein sollte, die neuerlich eihmsvon der gleichen Stelle sentgegengebrachten! Schmeicheleien ernn zu nehmen. Sollte#er darin=nicht vielmebr einen Umfall alatanglaiseJerblicken. Zeinesaugen; blickliche Anpassung an den Jemergency cases der, militärischen Erfolgslosigkeit, die#en Engländer heute in eine Richtung drängt. dieter später, wenn der sowjetische Mohr erst seine Schuldigkeit getan haben wird, wieder zu verlassen gedenkt— besser gesagt: verlassen zu können, sich vielleicht einbil det? Sicherlich nicht! Zweifeklos. durchschaut Stalin seine Verbündeten, und Azweifellos fühlt er sich für den Fall eines Sieges über Europa stark genug, dem wechselvolten Anpassungsspiel seiner Partner seine eigene Methodik rücksichtsloser Bolschewisierung entgegenzusetzen! Dann aber würde dem Inselreich die Exkenuinis, dämmern, daß dem neuen Notstand, der drohenden kommunistischen Ueberflutung merrn old Englands gegenüber kein Auskunftsmittel mehr verlängt“ daß jedes Bemühen diesen emergenev=Fall glimsflich zu lösen, erfolglos bleibt. Genau betrachtet, stellt das„behelfsmäßige" Verfahren nur eine Teilerscheinung der Politik des europäischen Gleichgewichts dar, laut desser Graßt britannien sich von jeher darauf einstellte, sseine Machtmittel je nach Bedarf In die eine oder andere Waagschale zu wersen, Ginge aber der Stegestraum unserer Gegner in Erfüllung, so wäre, inHinblick auf Moskau von einem Gleichgemicht der eren Kan=Kräfte keine Rede mehr, und das Zünglein der Waage würde aufhören, sich als ausschlaggebender Faktor einschalten zu können. Mönch mit Handgranaten und Pistold: Eine karg begrünte Steinwüste zieht sich endlos am Fuße ragender kahler Felsmassive dahin. Sie scheint ausgestorben, alles Leben scheint aus ihr gebannt. Aber der Karstbusch hat Leben. wiewohl er es dem Auge des Unkündigen zu verbergen weit. Kleine Schaf= und Ziegenherden freisen sich durch das magere Gestrüpp, und manchmal trägt der Wind einen Hahnenschrei über die schütter bewachsenen Hügel. Der Busch birgt! AnFsiedtungen, aber er versteckt die armseligen Steinuütten, bis man plötzlich vor ihnen steht. Arm sind die Menschen im Busch, ste ringen den winzigen. von Steinwällen schützend umzogenen Aeckern in Senken ihre Nahrung ar. der Stein ihnen läßt, so sie sich aus ihm. Wortlos chen im Busch. eine Schrecken, seine BeSchon manchen hat die Dornen festgehalten, er Spuf nud der Busch schwieg. Man nur mit stärkerem Gefolge in seine ckende Monotonie einzubrechen, tggclang chan durln herumirren der Busch bietet im das gleiche Bild erbarmungsloser Eintönig. Wohl-führen Pfade durch ins Gestrüpn, aber De wohner Wildnis verschiv tut gutfdar verstrickend kann mer keit.s der wer Die durch Auchseinen en ihur Trostlosigkeit schritten. Und da stand plötzlich eine seltsame Erscheinung vor uns. Wie aus dem Stein gewachsen stand da ein Mönch. Ein Mönch in weiter brauner Kutte, die eine dicke weiße Kordel zusammenhielt. Und— wir trauten unseren Augen kaum— an der Kordel hingen Pistole und Handgranaten, in der Hand hielt der Mann, dessen Welt man im allgemeinen hinter altersgrauen Klostermauern wähnt, ein Fernrohr. Er stand da, als hätte er uns längst erwartet. Und auf sein Zeichen erhoben sich hinter ihm aus dem Gestrüpp etwa ein Dutzend Männer, teils mit Gewehren, teils mit Pistolen und Handaranaten bewaffnet. Irgendwo auf einem der Hügel stand versteckt eine kleine Kirche, in der der Mönch seines Amtes waltete. Aber es sind Zeiten über die Menschen im Busch hereingebrochen, in denen mit dem Wort allein nichts getan ist, in denen die Tat alles ist. Diese Menschen hängen an ihrem kargen Stück Heimat, an ihrem mehr als bescheidenen Eigentum, das von durchziehenden Banden immer wieder bedroht wird. Unter Führung des Mönches hatte der Busch eine Art Selbstschutz ausgeboten, um der Unsicherheit der Zeitläuse im gegebenen Augenblick zu begegnen, und der Trupp. der vor uns stand, befand sich gerade auf Streife. In weitem Umkreis hatte der Träger des geistlichen Gewandes die Männer zur Verteidigung aufgerufen. Der Busch ist menschenarm, immerhin aber waren so viele zusammengekommen, daß bereits stärkeren Bandenkräften erfolgreich Widerstand entgegengesetzt werden konnte, bis die ausgesandten Melder Unterstützung von den nächstliegen den Truppenteilen heranführen konnten. Die ihm zur Verfügung stehenden Männer hat ihr Anführer im braunen Habit in die beherrschenden Höhenstellungen eingewiesen, die geschickt angelegt und gut ausgebaut wurden. Im Turnus geht täglich eine Streife durch den Busch, meist führt der Mönch sie selbst. Ansonsten aber steht er mit dem Fernrohr spähend auf dem Kirchturm, um beim Herannahen des Feindes verabredungsgemäß die Glocken zum Alarm zu läuten. Wir geben unserer Verwunderung Ausdruck, daß er sich als Diener der Kirche zum bewaffneten Widerstand entschlossen hat.„Ich habe Leichen hingeschlachteter Bauern gesehen, ich sah Kirchen brennen und jammernde Hirten kamen zu mir, denen sie das Vieh weggetrieben haben. Das sind keine Menschen mehr! Die Welt ist verrückt, wenn sie glaubt, daß dies, was hier geschieht, mit Politik oder Kriegführung noch etwas zu tun hat!" Nur das sagte er, und er sagte es nicht im Tone des Eiferers, er sprach es als mitfühlender, verantwortungsbewußter Mensch aus, der sich in der Stunde der Bedrängnis entschlossen über seine Aufgabe und die um ihn gescharten Menschen erhoben hat, denen nicht mit dem Wort allein, sondern nur mehr durch die mannhafte Tat zu helfen ist. Hier steht einer, der es mit eigenen Augen cesehen hat und es bezeugen kann:„Das sind keine Menschen mehr... die Welt ist verrückt Aber es gibt eine Welt, die glaubt, was ihr in den Kram paßt, die bedient sich auch des Auswurfes der Menschheit. Wir mußten darüber nachdenken, als den wehrhaften Kirchenmann mit seinem Gefolge der Busch schon lange verschlungen hatte. So wie er ist sollte er auf den Kanzeln der Kathedralen stehen, in denen Kirchenfürsten sich vor den Emblemen des Bolschewismus verneigen, dem sie die ehrwürdigen Portale erschlossen haben. Nur ein Mönch im Karstbusch— er weist eine Welt in die Schranken. t=Kriegsberichter Andreas Albrecht. 335 Sowjetpanzer in zwei Tagen vernichtet Steigende Hettigkeit der Käm pie bei Venatro In Südltallen dnb Führerhauptquartier, 15. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Am Brückenkopf von Nikovol dehnten die Bolschewisten ihre Angriffe auf weitere Abschnitte aus. Sie wurden in schweren Kämpfen abgewehrt. Im Raum westlich Kirowograd zerschlugen unsere Truppen mehrere feindliche Augriffsgruppen. Nach harten Kämpfen wurde hier im Gegenaugriff eine Frontlücke geschlossen. Zehn seindliche Panzer und 30 Geschütze wurden dabei vernichtet. Südlich und südwestlich Tscherkassy sind Kämpfe mit örtlich eingebrochenem Feind im Gange. Raum südwestlich Pogrebischtsche wurden die Sowjets im Gegenaugriff weiter zurückgeworsen. Westlich Berditschew wurde eine ins Hintergelände durchgebrochene sowjetische Panzergruppe nach Abschuß von 55 feindlichen Pauzern und acht Sturmgeschützen vernichtet. Im Raum südwestlich und westlich Nowograd— Wolynsk leisteten unsere Truppen gegenüber dem vordringenden Feind weiter hartnäckigen Widerstand. Westlich Retschiza hielt der starke Druck des Feindes an. Bei der Abwehr der schweren seindlichen Augriffe vernichteten Truppen einer Pauzerdivision 19 durchgebrochene Panzer. Im Kampfraum von Witebsk ließ die Wucht der seindlichen Angriffe unter dem Eindruck der schweren Verluste des Vortages nach. Schwächere Augrisse wurden abgewiesen. Nordwestlich Newel führten die Sowjets auch gestern heftige Angriffe, die in harten Kämpfen abgewehrt wurden. In den beiden letzten Tagen verloren die Bolschewisten an der Ostfront 335 Panzer. In Süditalien greift der Feind im Abschnitt westlich und nordwestlich Venafro mit steigender Heftigkeit an. Schwere Kämpfe sind hier im Gange Au der übrigen Front fanden außer Vorpostengesechten am Garigliano keine wesentlichen Kampf handlungen statt. Feindliche Zerstörer wurden bei dem Versuch, die Stadt Civitanova an der Adria=Küste zu beschießen, von Marineküstenbatterien unter Feuer genommen. Nach mehreren Treffern drehten die Zerstörer nach Süden ab. In der vergangenen Nacht warfen einige britische Flugzeuge Bomben auf westdeutsches Gebiet. In den Abendstunden des gestrigen Tages grissen deutsche Flugzeuge Ziele in Südost=England an Was Churchill und Roosevelt jetzt zugeben Die schweren Schitisverluste— 1.6 Millionen BRT mehr versenkt □ Berlin, 15. Januar. Seit einiger Zeit geben die Briten und Nordamerikaner monatlich eine gemeinsame Erklärung Roosevelts und Churchills über den Stand des UBoot=Krieges heraus. Sie wurde erstmalig Mitte des vorigen Jahres veröffentlicht, als infolge der zunehmenden feindlichen U-Boot=Abwehr die Versenkungserfolge unserer Unterseeboote zurückgingen. Ausgehend von dieser Tatsache, wurden die Erklärungen zu zahlreichen tendenziölen: Meldungen benutzt, von denen eine regelmäßig wiederkehrt, daß nämlich die U-Boot=Gefahr„endgültig“ beseitigt sei. In der neuesten Verlautbarung, welche die Ereignisse des U=Boot=Krieges im Mona: Dezember 1943 umfaßt, wird zugegeben, daß sich die Operationsgebiete der U-Boote erneut erweitert haben. Von den Handelsschiffsversenkungen, die sich im Dezember 1943 auf 117 500 BRT stellten, ist jedoch ebenso wenig die Rede wie von den besonders hohen Zerstörerverlusten. Dagegen wurden erstmalig die feindlichne Handelsschiffsverluste der Jahre 1942 und 1943 erwähnt und den Handelsschiffsneubauten gegenübergestellt, ohne das letztere zahlenmäßig angesprochen wurden. Von größter Bedeutung aber ist folgendes: Roosevelt und Churchill behaupteten im zweiten Teil ihrer Erklärung, daß sich die durch U.Boote verursachten Handelsschiffsverluste des Jahres 1943 auf nur 440 vom Hundert der Verluste des Jahres 1942 beliefen, ferner, daß fast die Hälfte der Verluste des vergangenen Jahres in den ersten drei Monaten eintrat, während im zweiten Vierteljahr 27 v. H. und in den letzten sechs Monaten nur 26 v. H. vernichtet wurden. Legt man diesen prozentualen Werten die amtlich mitgeteilten deutschen Versenkungserfolge durch U=Boote, die sich 1943 auf 8728000 BRT beliefen, zugrunde, dann wurden von Januar bis März rund 1 805000 BRT oder 48 v. H., von April bis Juni etwa 902000 BRT oder 24 v. H. und vom Juli bis Dezember 1021 000 BRT oder rund 26 n H. versenkt. Der Unterschied von einigen Prozent, der e was über 50000 BRT ausmacht, kann unberücksichtigt bleiben Da diese Jahresverluste entsprechend der gegnerischen Behauptung nur 40 v. H. derjenigen von 1942 betragen, stellen sich diese demnach auf rund 9 200000 BRT. Das sind 1,6 Noch keine Antwort Polens an Moskau Meinungsverschiedenheiten im polnischn Emigranten-Kabinett Telegramm unseres ständigen Mitarbeiters Millionen BRT mehr als die mit fast 7,6 Millionen BRT deutscherseits amtlich gemeldeten U.Boot=Versenkungserfolge für 1942. Bei einer Durchschnittstonnage von 5000 BRT se Schiff besagt dies, daß der Feind mindestens 320 Han delsschiffe, von deren Verlust bisher nichts bekannt war, zu sätzlich eingebüßt hat. Bei diesem Eingeständnis handelt es sich um das erste dieser Art, so daß angenommen werden kann, daß die Bri ten und Nordamerikaner ihre schweren Verluste an Schiffs raum und die innen= und außenpolitischen Folgen ihrer Be kanntgabe durch die Herausstellung ihrer Schiffsneubauten die 1943 angeblich doppelt so hoch wie im Vorjahre gewesen ein sollen, verwischen wollten. Der über 1½ Millionen BRT betragende Unterschied zwischen den tatsächlich einge tretenen Verlusten und der von unseren U.Booten als ver enkt gemeldeten Tonnage zeigt erneut, wie vorsichtig unsere U. Boot=Kommandanten die Tonnage der von ihnen versenk ten Schiffe einschätzten und wie viele der als torpediert ge meldeten Schiffe nachträglich noch gesunken sind. Mit Recht kann daher die Frage aufgeworfen werden, wie sich dieser erhebliche prozentuale Unterschied auf die Gesamtversen kungserfolge der Dreierpaktmächte während dieses Krieges auswirkt. Erstaunliche Kombination neuester Waffen und Methoden □ Stockholm, 15. Januar. Der britische Funkkommentator Oliver Stewart, erklärte u. a.:„Die großen Luftschlach ten, die von den amerikanischen Bombern und ihrer Jäger begleitung durchgeführt wurden, haben uns die große Stärke der deutschen Verteidigung ins Gedächtnis zurückgerufen. Die alliierte Luftoffensive stößt jetzt auf den größtmöglichen Widerstand. Deutschlands Luftverteidigung im Westen ist eine erstaunliche Kombination neuester Waffen und Methoden Deutschland hat alt seinen bekannten militärischen Erfin dergeist aufgeboten, um uns entgegenzutreten. Wir müssen also jetzt nicht nur mit der Kampfkraft des Feindes, sondern auch mit seiner Erfindergabe rechnen. Deutschland ist da bei, völlig neue Waffen und Methoden zu erfinden, und die deutsche Luftwaffe zeigt noch nicht das geringste Anzeichen irgendwelcher Ermattung oder irgendwelchen Nachlassens. Genf, 15. Januar. Im polnischen Exilkabinett zu London ist infolge von Meinungsverschiedenheiten eine schwere Krise ausgebrochen. Vollsitzungen folgen auf Besprechungen aller Art. Zwischendurch erfolgen offizielle Fühlungnahmen mit Vertretern des Foreign Office. Von Stunde zu Stunde batte man Donnerstag eine offizielle oder offiziöse Verlautbarung des fast in Permanenz beratenen Exilkabinetts erwartet. Man konnte sich aber immer wieder nicht einigen und in neutralen politischen und publizistischen Beobachterkreisen Londons sprach man Donnerstagabend rückhaltlos von grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten. Schon finden sich sogar Niederschläge in den Berichten der schweizerischen Korrespondenten in London. Der England=Vertreter der„Tat“ in Zürich schreibt Freitag u. a.: Nach allen vorliegenden Berichten scheint es im polnischen Kabinett zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten gekommen zu sein. Weder über die grundsätzliche Haltung noch über das taktische Vorgehen war bis gestern abend eine völlige Einigung erzielt worden. Eine Gruppe innerhalb derpolnischen Regierung hat sich offenbar dafür ausgesprochen, die russischen Vorschläge en bloc anzunehmen um auf diese Weise die Gelegenheit zur Normalisierung der polnischen Beziehungen zu Rußland nicht zu vervassen. Ein anderer Teil des Kabinetts hält es für unmöglich, die Diskussion weiter zu führen. Dieselben Kreise befürchten, daß bei der Annahme des russischen Angebots Polen Gefahr liefe, in direkten Verhandlungen mit Mos kau als der schwächere Teil sich dem Diktat des stärkeren unterwerfen zu müssen, worauf die Befirworter einer Verständigung anworten, daß Polen überhaupt gar keine Wahl habe und daß ohne Verhandlungen die Sowiets erst recht die schließliche Regierung im Osten einseitig diktieren würden. Eisenhower„entschuldigt“ sich = Genf, 15. Januar. Der langsame, zu den bombastischen Ankündigungen in schreiendem Gegensatz stehende Verlauf des alltierten Feldzuges in Italien, so saat„Times“, habe sowohl in England wie in den USA sehr scharfe Kritik hervorgerufen Kurz vor der Uebernahme seines neuen Postens als Invasionsleiter habe General Eisenhower nun m einer Pressekonferenz diesen Fehlschlag zu entschuldigen versucht. Er gab zu, daß der Wassenstillstandsvertrag mit Badoalio nicht die erhofften militärischen Vorteile in vollem Umfange ge bracht hat. Er mußte ferner zugeben, daß die Alliierten erwartet hatten, schon längst in Rom zu ein. Aber auf der anderen Seite müsse man bedenken, daß durch diesen Feldzug die italienische Flotte ausgeschaltet wurde und daß man den Hafen von Neavel gewonnen habe. Dadurch habe man die Möglichkeit für einen Flankenangriff auf Süd frankreich und auf die adriatische Küste. Schließlich sei durch diesen Feldzug eine Anzahl deutscher Divisionen gebunden worden. Eisenhower, so sagte„Times“, ließ sich nicht darüber aus, wie es hätte anders kommen können. Tatsache sei aber. daß irgend etwas schief gegangen sei. denn der Feldzug begann mit großem Tamtam in Nordafrika, ging in aleichem Stile in Sizilien bis an die italienische Küste und wurde dann plötzlich ganz klein und still. Ein Hauptgrund für dieses Versagen bilde die Taktik der deutschen Generale und die erstklassige Kampfkraft der deutschen Soldaten. Die plötzliche Kapitulation Italiens im September hatte die deutschen Truppen in eine äußerst gefährliche Lage gebracht. Aber sie erkannten die Situation sofort, verhinderten den Marsch von Salerno nach Rom und warfen die Pläne der Alliierten über den Hausen. Die Souveränitätsforderungen der Kleinstaaten Drahtbericht unseres Mitarbeiters if Sofia, 15. Januar. Nach hier vorliegenden Meldungen aus Kairo finden dort augenblicklich Verhandlungen zwischen der jugoslawischen und der griechischen Exilregierung statt, um in der Frage ihrer Souveränitätsforderungen ein engeres und gemeinsames Vorgehen gegenüber den alliierten Großmächten festzulegen. An diesen Verhandlungen nimmt als Beobachter auch ein Vertrauensmann der Londoner volnischen Emigrantenkreise teil. Es heißt, daß die genann ten Exilregierungen eine grundsätzliche Erklärung vorbereiten in der sie unter Berufung auf die Atlantikcharta die Ein haltung der englisch=amerikanischen Garantieversprechungen verlangen werden, die sie auch für die Zukunft als bindend betrachten. Den letzten Anstoß zu diesen jugoslawisch=grie chischen Verhandlungen scheinen bestimmte Meldungen aus dem griechischen Bandengebiet gewesen zu sein, daß Moskau nach dem Muster Titos im jugoslawischen Raum nun auch für Griechenland eine kommunistische Gegenregierung zu pro klamieren beabsichtige, als deren Leiter ein ehemaliger Pro fessor aus Salonikl, Svolos, ausersehen ist. Soolos gilt als der Führer der ziffernmäßig übrigene nur sehr geringfügigen Partisanenbewegung in Griechisch=Mazedonien. Auch Titos„Hauptstadt“ Banden entrissen den Belgrad, 15. Januar.„Novo Breme“ berichtet aus führlich über die Befreiung der nordwestbosnischen Stadt Jaize am Oberlauf des Brbas=Flusses, die der Sitz des Sta bes des kommunistischen Bandenhäuptlings Tito gewesen sei Nach den vernichtenden Schlägen der deutschen Wehrmacht gegen die Banden in Ost= und Südostbosnien habe die kom munistische Führung nun auch ihre„Hauptstadt“ verloren auf die sie wegen ihrer Tradition als Krönungsstadt der bosnischen Könige viel Wert gelegt habe. Endgültig verspielt... Drahtbericht unseres Mitarbeiters ii Agram, 15. Januar. Anläßlich des Neujahrsempfanges hat der Vorsitzende der kroatischen Regierung, Ministerpäsident Mandic, eine vielbemerkte Rede gehalten, in der er unter anderem ausführte, daß nach dem Verrat Badoglios und der Wiedereingliederung des dalmatinischen Küstengebie tes der designierte König, ein Prinz aus dem Hause Sa voyen, für immer seinen Anspruch auf den kroatischen Kö nigsthron verloren habe. Infolge dieses Ergebnisses von ge schichtlicher Bedeutung scheine heute auch die politische Lage des Poglavnik Pavelitsch endgültig geregelt, der nun gesetz lich zum lebenslänglichen Staatsoberhaupt Kroatiens gewor den ist. Brutale Worte eines englischen Geistlichen * Genf, 15. Januar. In seinem Pfarrblatt schrieb der Vikar von der St. Maria de Castro Kirche in Leicester, J. R. Collins:„Ich freue mich auf die Zeit, wenn es der britischen Luftwaffe gelungen sein wird, Berlin und die anderen deutschen Städte auszutilgen. Ich nehme an, es ist unmöglich, das ganze Land zu zerstören. Der Vikar Collins ist ein„würdiger" Träger des geistlichen Rockes. Seine für die britische Brutalität tyvischen Worte verdienen niedriger gehängt zu werden. Das deutsche Volk wird sich derartige Aeußerungen merken. Jüdische Dokumentenfälscherbande gefaßt - Budapest, 15. Januar. Der ungarischen Polizei gelang es in Kaschau abermals, eine neue jüdische Dokumentenfälscherbande zu fassen. Verhaftet wurden vier Juden, darunter auch der Sekretär der jüdischen Kultusgemeinde von Kaschau, die gewerbsmäßig in großen Mengen Taufscheine der verschiedenen christlichen Konfessionen herstellte. Der Preis, der gefordert wurde, richtete sich je nach der Vermögenslage des Auftraggebers und schwankte zwischen 150 und 500 Vengs. Verstärkte Spannungen zwischen Argentinien und den USA di Stockholm, 15. Januar.(Eigener Bericht.) Die nordReschce eche eie. Seche ele der iu westen I.Aung geführt, zumal bekannt gewor: en ist., baß dieser neue Plan des ungehemmten Dollar. Inperial dell Hull Rechnung tragen, als er kürzlich auf konferenz erlärte, 2, Ve., Aautz, Blogh iu entegens wäre, Die Poltik der sogenannten guten Nachbarschaft sei ernstlich tinie möglich war, in anderen südameikanischen Staaten Schule machen werde, wo die Bevölkerung angesichts der virschaftlichen Vor der Inlaton und des heperkemegenanz des Schieber= und Spekulantentums sich immer meyr nach einer nationalen Revolution In diesem Zusammenhang ist es interessant, daß vor wenigen Tagen die amtlichen Stellen in Argentinien sich genotigt sahen, die im Ausland erschienenen Meldungen, wonach es zu Judenverfolgungen in ganz Argentinien gekommen sei, zu dementieren. Dieses„Dementi“ enthüllt mehr, als es in seinem Bestreben nach Ablehnung verbergen kann. Roosevelts Wahlniederlage als sicher betrachtet Telegramm unseres Korrespondenten kb Lissabon, 15. Januar. Der nationale Ausschuß der republikanischen Partei Amerikas hat auf seiner Tagung in Chikago Beschlüsse von größter Bedeutung im Hinblick auf die kommenden Präsidentschaftswahlen gefaßt. Gegen den äußerst scharfen Widerstand der Internationalisten vom Schlage Willkies wurde bestimmt, daß die Parteikonvention, die den Präsidentschaftskandidaten erwählt, am 26. Juni in Chikago zusammentreten soll. Die Auswahl dieser Stadt ist symtomatisch, denn Chikago stellt mit der„Chikago Tribune“ das Zentrum des nationalistischen Flügels der Partei dar, der Willkie ebenso scharf wie Roosevelt bekämpft. Der nationale Ausschuß setzt sich aus neunzig Mitgliedern zusammen. In einer unverbindlichen Vorabstimmung über den Kandidaten erhielt der gegenwärtige Gouverneur von New York, Dewey, eine große Mehrheit. An zweiter Stelle entschieden sich die Delegierten für den Gouverneur von Ohio, Bricker, und erst an dritter Stelle folgte Willkie. Der Präsident der republikanischen Partei, Senator Spangler, erklärte zu Beginn der Sitzung, es sei völlig gleichgültig, wen die Partei zum Kandidaten erwählen würde, denn jeder Kandidat hätte den Sieg in der Tasche. Die Verärgerung der breiten Massen des Volkes über Roosevelt und seine Verwaltung sei so groß, daß sie für jeden Gegner Roosevelts stimmen würden. Im Londoner„„News Chronicle“ bespricht A. I. Cummings den großen Prestigeverlust Roosevelts bei seinen früheren Freunden. Vor wenigen Wochen wären alle Engländer und Amerikaner, die nach London kamen, der Meinung gewesen, Roosevelt würde wiedergewählt, wenn er kandidiere. Heute seien alle informierten Leute vom Gegenteil überzeugt. Wenn Roosevelt nicht wiedergewählt, oder als Gefangener des Kongresses aus der Wahl hervorgehen würde, so erlitte die Sache der Vereinigten Nationen einen unübersehbaren Schaden. USA verlangen Barrückzahlung Lissabon, 15. Januar. Die augenblicklich von Schatzsekretär Morgenthau mit Staatssekretär Hull und Botschafter Halifax geführten Besprechungen über die aus den Pachtund Leihlieferungen für England entstehenden Verpflichtungen werden von den englischen Finanz= und Wirtschaft#kreisen mit großer Unruhe verfolgt. Morgenthau drängt, von England für die Lieferungen aus dem Pacht= und Leihvertrag Barrückzahlungen zu erhalten. Die Londoner City=Leute weisen demgegenüber darauf hin, daß England nicht ohne Dumping=Export in der Lage wäre, seine Verpflichtungen in bar abzutragen. Ein britischer Dumping=Export nach dem Kriege würde voraussetzen, daß England eine stärkere Abwertung des Pfundes und die Vereinigten Staaten eine Herabsetzung der Zölle auf britische Waren vornehmen; beides widerspricht aber den wirtschaftlichen Tendenzen des Weißen Hauses, so daß England, wie der Londoner.„Economist“ androht, sich auf das Wirtschaftssystem der Autarkie im Empire festlegen müßte. Jedenfalls bereitet die kapitalistische Unfähigkeit Großbritanniens, seinen Verpflichtungen aus dem Pacht= und Leihvertrag nachzukommen, der Londoner City zunehmende Sorgen, zumal sich der USA=Wirtschaftsimperialismus immer tiefer auf den einstigen britischen Märkten einnistet und der Abbau der britischen Auslandsinvestierungen rapide fortschreitet. Moderne Sklavenhalterel in Südltallen * Lissabon, 15. Janugr. Nachrichten aus Neapel besagen, daß die Lage der italienschen Arbeiter in Süditalien in ein Stadium getreten ist, das einer modernen Sklaverei durchaus entspricht. In Neapel wurde ein großes Warenhaus eröffnet, in dem an italienische Arbeiter Waren nur für eine bestimmte Arbeitsleistung abgegeben werden. Wer aus diesem Warenhaus Waren ohne Bezahlung beziehen will, erhält dort ein Formular, auf dem vermerkt ist, was man für eine bestimmte Arbeitszeit und Stundenarbeit an Waren haben könne. Der Arbeiter muß danach mit diesem Formular zu einer italienischen Arbeitsstelle gehen, dort seine Leistung abgelten und das Formular bescheinigen lassen. Je nach feiner Leistung kann er dann seinen Lohn aus dem Warenhaus in natura beziehen. ### man die Italiener nicht freiwillig zur Arbeitsleistung heranziehen kann, versucht man, die miserable Ernährungslage in Süditalien auszunuden und die Italiener vor die Alternative zu stellen, entweder Hungers zu sterben oder für die Anglo=Amerikaner zu arbeiten. Der deutsche Soldat erstklassig und slegessicher 15. Januar. Nach„Daily Sketch“ äußerte General Montgomery über die deutschen Tri#en in Italien:„Der Deutsche ist ein außergewöhnlich guter, vorzüglich ausgebildeter, erstklassiger Soldat. Die an der italienischen Front eingebrachten wenigen Gefangenen weisen eine vortreffliche Haltung auf. Die füngsten sind bebegeisterte Nationalsozialisten. In Hitler=Jugendbewegung aufgewachsen, find n durchdrungen von nationalsozialistischem Gedan ngut und völlig siegessicher. Bei ihnen besteht überhaupt kein Zweifel, welcher Seite der Sieg zufallen wird“. .„#. Darlegungen des Generals werden von # Blatt noch einmal wörtlich in seinem täglichen Lettartikel zur Lage ausgenommen, wohei betont wird, daß der General gerabe diese Aeußemit besonderem Nachdruck gemacht habe, #9 der sie * e 1 * F e e h 9 1 r 5 h r Nummer 1I, R. Blati ITUNG Sohnabend, 1S. Junuar 1944 9 Warme Füße sind die Hauptsache Bei einer im Mittelabschnitt der Ostfront kümpfenden Einheit sind neue Wintersachen eingetroffen. Besondere Freude erregen bei den Soldaten die wärmenden Filzstiefel. PK=Kriegsberichter Scheffler(Ech) Zür Vorgesehielte„Unserer Eisenkaln II. „Großartig ist der Plan, eine Eisenbahn von Minden nach Köln zu legen. Seit den Tagen des Hansabundes hat keine wichtigere Frage über Ackerbau, Handel und Gewerbe der Länder zwischen Weser und Rhein die öffentliche Meinung in Anspruch genommen". Mit diesen Worten hatte Friedrich Harkort im Jahre 1883 in einer zweiten Schrift„Die Eisenbahn von Minden nach Köln“ für seinen Plan geworben. Unter seinem Einfluß hatte sich bereits 1832 in Minden ein Eisenbahnkomitee für eine Rhein=WeserBahn gebildet, eine der ersten Körverschaften dieser Art in Deutschland. Diese gut gemeinte Gründung hat die Verwirklichung von Harkorts Plan um Jahre hinausgezögert, weil sie ihr Ziel nicht erreichte, andererseits aber die Entscheidungen des Königs mehrfach zu ungunsten anderer Planungen beeinflußte. Man sah in Berlin ganz richtig die Rhein=WeserBahn als die Hauptlinie des zu planenden rheinisch=westfälischen Eisenbahnsystems an. Deshalb wurde an die den Elberfeldern unter dem 18. April 1936 erteilte Konzession für eine Eisenbahnlinie von Elberfeld nach Witten die Bedingung geknüpft, daß sie mit allen technischen Vorarbeiten an die Rhein=Weser=Bahngesellschaft abgetreten werden müßte, falls diese binnen einer bestimmten Frist ihr Aktienkapital in voller Höhe untergebracht haben sollte. So selbstverständlich erschien es damals, daß eine Köln=Mindener Eisenbahn die großen Industrie= und Handelsstädte im Wuppertal nicht werde abseits liegen lassen können. Ueber das Notwendige Von Herl Rheinfurth Dem elementaren Geschehen des Krieges werden wir nicht gerecht, wenn wir in ihm nur eine Geißel der Menschheit erblicken. Ohne Zweifel ist er in der verruchten Form, in der er von unseren Feinden vorbereitet und vom Zaun gebrochen wurde und nunmehr geführt wird, ein Verbrechen sowohl an den Völkern, gegen die er geführt wird, als auch von den Völkern selbst, die in ihn gehetzt werden. Das deutsche Volk aber hat in den Kriegen, die es zu bestehen genötigt ward, von jeher mehr gesehen als eine Aktion der Willkür, die es unter Entfesselung der niedrigsten Instinkte zur Befriedigung der Macht= und Profitgier einiger Drahtzieher und ihrer Cliquen zu unternehmen galt. Wir haben den Krieg nie geliebt und ihn nie gesucht, wir sind ihm nie nachgejagt— aber wo er uns als das Unausweichliche entgegentrat, haben wir uns ihm gestellt, haben wir mit ihm gerungen unter dem Einsatz der gesamten Substanz unseres Wesens. Das problematische Dunkel seiner grausamen Wirklichkeit haben wir gelichtet durch die Härte des deutschen Charakters, durch den Mut deutschen Mannestums und durch die deutsche Tat. Wir haben in ihm das Notwendiaste erkannt, mit dem wir fertig werden mußten und auch stets fertig geworden sind. Nur durch die Erfüllung und Beherrschung des Notwendigen gelang es uns immer wieder, die Not, die unser Schicksal geworden war, zu wenden uno zu überwinden. Darum ist für uns der Krieg mehr als eine Geißel der Menschheit, mehr als ein großes Volks unglück. Er ist nicht nur der erbarmüngslose Töter, sondern auch der schöpferische Erzeuger von Kräften, die nur in seinem feurigen Atem zum Le ben erwachen. Nur ein Volk, das wie das unsere in einem ihm aufgezwungenen Krieg um seine Ehre und Freiheit, um sein Leben und dessen heiligste Werte kämpft, erlebt in einem Krieg trotz aller Trauer um die Verluste besten Blutes eine Neugeburt, in deren Ansehung ihm die höchste ausgleichende Gerechtigkeit der Vorsehung und des Geistes des Lebens den Sieg zuspricht. Es gibt kein Volk, das durch die Stärke und Tiefe seines Gefühls und Gemütes leidensfähiger wäre, als es unser Volk ist. Aus dieser seelischen Haltung heraus sind wir in den dunkelsten Zeiten unserer Geschichte bereit gewesen, das Notwen dige zu bejahen uno zu ertragen bis zur Selbst aufgabe. Es hat sich dann immer wieder heraus gestellt, daß uns diese Hingabe an das Schwerste nicht zerbrochen hat, sondern daß sie den einzelnen wie die Gesamtheit und Gemeinschaft des Volkes stärkte und stählte. Der Wille zum Ertragen von Leid, Prüfungen und Schicksalsschlägen, die Ge duld und Opferbereitschaft sind nichts anderes als eine vertiefte, den Wurzeln der geistigen Substanz entstammende Form des Mutes und der Stand haftigkeit. Wenn wir auf dem tiefsten Punkt unserer Leidensfähigkeit angelangt waren, brach wie ein Blitz die gesammelte Kraft hervor und riß uns empor zur Höhe der Ueberwindung, der Tat und des Sieges. Unser Volk hak im vergangenen Jahr. härteste Proben der Bewährung bestanden. Es hat in den dunkelsten Tagen, Wochen und Monaten Kräfte gesammelt, deren Entfaltung nach dem Gesetz einer allem Geschehen innewohnenden Gerechtigkeit nicht ausbleiben kann und nicht ausbleiben wird. Wir tragen und ertragen das Notwendige stolz und stark in der Gewißheit, daß allein das Notwendige, von unserem Willen bezwungen, die Not wenden und uns den Sieg bringen wird. Kaufmann Hermann Döppers letzte Fahrt Mittwoch wurde Kaufmann Hermann Döp ver. der infolge eines Unglücksfalles so jäh aus seinem arbeitsreichen Leben gerissen wurde, zu Grabe getragen. Welche Wertschätzung der Ver storbene sich erworben hatte, zeigte die überaus große Beteiligung. Hermann Döpper ist geborener Baukauer und Teilnehmer des Weltkrieges 1914/18. Gleich nach dem Weltkriege hat er das elterliche Geschäft, Cranger Straße 12, übernommen und Blüte gebracht, so daß es ihm möglich war, in Horsthausen ein zweites Geschäft zu eröffnen. Stets freundlich und zuvorkommend, erfreute er sich größter Beliebtheit im Kreise seiner Kunden und bei allen, die ihn kannten. Er ruhe sanft. Kleine Herner Stadtnachrichten Auszeichnungen. Der Gefreite Alwis Fel denz, Kaiser=Wilhelm=Straße 42 und der Steuermanns=Gefreite Josef Wallbrunn, Horst Wessel=Straße 13, erhielten das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Beförderung. Der Obergefreite Fritz Nordmann. Auf dem Breil 42, wurde zum Unteroffizier befördert. Bestandene Prüfung. Vor der Gauwirtschafts kammer Dortmund bestand Alfred Golz, Bo chumer Straße 170, seine Prüfung als Bauzeichner mit dem Prädikat„Gut“. Silberhochzeit. Die Eheleute Franz und Elisa beth Sendler, Ludwigstraße 79, können morgen das Fest ihrer Silberhochzeit begehen. 70. Geburtstag. Die Ehefrau Wwe. Maria Schulz, Ringstraße 183, feierte am 10. Januar 1944 ihren 70. Geburtstag. Unseren Glückwunsch Geschäftsjubiläum. In diesen Tagen kann Uhrmachermeister Fritz Krause, Mont=Cenis=Straße 29, auf das 25jährige Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. In diesen zurückliegenden Jahren hat Herr Krause manchen Zeitmesser wieder„flott“ gemacht. Durch zuverlässige Arbeit und stets freundliches Entgegenkommen steht ihm ein großer Stamm treuer Kunden zur Seite, die ihm auch das Geleit ins neue Vierteljahrhundert geben werden. Grüße an die Heimat und die H8 sandten aus dem RAD A. Hohmuth, H. Drevermann, F. Vierbitzki, O. Kraus, R. Peine, K. G. Schneider, A. Chuchrek, W. Rätsch.— Aus einem KLV=Lager in Oberbayern Friedhelm Sorge, Eugen Meyer.— Aus Kroatien sendet Uffz. W. Schimann herzliche Grüße. Die Allgemeine Ortskrankenkasse erinnert an die Zahlung der rückständigen Beiträge. Siehe amtliche Bekanntmachung in der heutigen Ausgabe. Es war, wie paradox es auf den ersten Blick cheinen mag, geradezu ein Unheil für die rheinischvestfälische Verkehrsentwicklung, daß es dem Minsener Komitee gegen allgemeines Erwarten gelang, am 29. September 1836, einen Tag vor Abauf der von der Regierung gestellten Frist, die letzten noch notwendigen Aktienzeichnungen zu erhalten und so die Rhein=Weser=Eisenbahngesellschaft zu gründen. Es war ein Unheil, weil es sich um einen Scheinerfolg handelte, der nicht nur den Bau der Eisenbahn von Elberfeld zum östlichen Ruhrkohlenrevier, sondern auch den der Köln=Mindener Linie um Jahre hinauszögerte. Als gerade um diese Zeit, zum Teil veranlaßt durch große finanzielle Schwierigkeiten der Rheinischen Eisenbahngesellschaft in Köln, die Geldbesitzer von tiefem Mißtrauen gegen die Eisenbahnaktien ergriffen wurden, weigerten sich viele der Mindener Aktienzeichner, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, und ließen es auf Prozesse ankommen. So gerieten die vorbereitenden Arbeiten für die Köln=Mindener Linie bald ins Stocken. Die Gesellschaft kämpfte noch einige Jahre vergeblich um ihr Dasein, bis sie im Mai 1889 in Liquidaton treten mußte. Sechs Jahre waren nutzlos vertan. Inzwischen war in Köln eine Epoche des Streits abgeschlossen worden, die die besten, am weitesten schauenden Männer des Rheinlandes in erbitterter Fehde einander hatte gegenüberstehen sehen. Unter Führung des Kaufmanns und Bankiers Ludolf Camphausen, eines Mannes von hohem geistigen Range, war 1833 die Rheinische Eisenbahngesellschaft mit dem Zweck gegründet worden, eine Eisenbahn von Köln zur belgischen Grenze zu erbauen, um dort Anschluß an eine belgische Bahn nach Antwerven zu finden Da Gefahr bestand, daß der Kölner Eisenbahnplan die Stadt Aachen wegen Geländeschwierigkeiten abseits liegen lassen werde, gründeten die Aachener unter Führung des Kaufmanns David Hansemannn, einer Persönlichkeit von mindestens glei cher Bedeutung wie Camphausen, die Preußisch Rheinische Eisenbahngesellschaft. Hansemanns über aus kluger und zäher Taktik verdankten die Aache ner eine Vermittlung der Regierung, durch die im Jahre 1887 die beiden konkurrierenden Gesellschaften zur Rheinischen Eisenbahngesellschaft vereinigt und die Aachener Wünsche erfüllt wurden. Geisti ger Führer des Gemeinschaftsunternehmens wurde Hansemann, dem Camphausen nach einem in vornehmsten Formen ausgetragenen Ringen um Grundsätzliches wich, ohne daß eine unüberbrück bare Kluft zwischen den beiden Männern verblieb Um die spätere Vorgeschichte der Köln=Mindener Eisenbahn zu verstehen, muß man wissen, daß im Verlauf der Köln=Aachener Streitigkeiten der rheinische Oberpräsident von Bodelschwingh mehrfach seine Stellung wechselte und schließlich in erhebliche Meinungsverschiedenheiten mit Hansemann geriet unter Umständen, die niemals mehr ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden haben aufkommen lassen. Bodelschwingh wurde gerade in einem für die Geschichte der Köln=Mindener Eisenbahn entscheidenden Augenblick preußivon Alvensleben erhielt er am 22. Januar 1841 die vorläufige Konzession für die RheinWeser=Bahn. Seitdem widmete er einen großen Teil seiner Arbeitskraft diesem Unternehmen. Seine monatelang persönlich durchgeführten Voruntersuchungen führten ihn zu der Ueberzeugung, daß zwar die von Harkort geplante Linienführung von Köln über Elberfeld und Lippstadt nach Minden einer weit größeren Bevölkerung zugute kommen würde, daß sie auch für die allgemeinen staatswirtschaftlichen Interessen wichtiger sei, als die Linienführung über Düsseldorf und Duisburg. daß man aber der letzteren doch den Vorzug geben müsse, weil die Linie über Elberfeld, obwohl die kürzeste, infolge von Geländeschwierigkeiten um 8 Mill. Taler teurer zu stehen kommen würde und für sie deshalb eine Rentabilität nicht zu erwarten sei. Ein neues Unheil wollte es, daß, als die Dinge in jeder Beziehung spruchreif zu sein schienen, Finanzminister von Alvensleben durch von Bodelschwingh abgelöst wurde, womit eine Aera der Gegenwirkungen gegen Hansemanns umfassende Pläne begann. Bodelschwingh erklärte sich zwar grundsätzlich bereit, die Rhein=Weser=Bahn finanziell zu Am Wochenend klappern die Sammelbüchsen Es ist die Gaustraßensammlung. Ihr Aufkommen wird restlos für die Arbeit der RSV im Gau Westfalen=Süd verwandt. Wir wollen uns nicht umsonst bitten lassen, sondern reichlich spenden. Sonnabend und Sonntag wird von 16.47—8.30 Uhr verdunkelt! scher Finanzminister, und von diesem Finanzminister sagte Hansemann, daß weder er noch seine Räte etwas von Finanzoperationen verstünden, wodurch seine Verhandlungen in Berlin so außerordentlich erschwert würden. Andererseits verhielt sich Bodelschwingh gegenüber Hansemanns Bemühungen um die Köln=Mindener Bahn so merkwürdig, daß Hansemanns Biograph Bergenaruen mit Recht sagt, die Haltung des Ministers lasse sich nicht befriedigend erklären. Hansemann betrachtete„den Bau der KölnMindener Eisenbahn als eine der wichtigsten und notwendigsten Angelegenheiten des preußischen Staates". Gleichzeitig bildete diese Linie aber auch die gegebene Fortsetzung des rheinischen Eisenbahnsystems nach Osten hin. So lag es nahe, daß Hansemann sich um die Erbschaft der Köln=Mindener Eisenbahngesellschaft bemühte. Dank der Vermittelung des noch amtierenden Finanzministers Wie die alten Herner den Sonntag feierten Es ist für jeden Menschen ein ungeschriebenes Gesetz, nach Tagen angestrengter Arbeit zu ruhen. Im allgemeinen ist dazu der Sonntag bestimmt. Da kann jeder tun und lassen, was ihm beliebt, was ihm Freude macht, was ihm zur Erholung dient. Da geht der eine spazieren, der andere treibt Sport, der dritte liest ein gutes Buch, der nächste wandert, grade wie es den Neigungen des einzelnen entspricht. In alten Zeiten war ein hochwohlweiser Rat auf jede Art und Weise bemüht, den geduldigen Bürger am Gängelband zu führen und bestrafte alle nach damaligem Geldwert schwer und empfindlich, die sich gegen die Verordnungen, die oft nach heutigen Begriffen lächerlich waren, vergingen. Es war zum Beispiel verboten, am Sonntag zu jagen und zu fischen. In Städten hatten die Torwächter darauf zu achten, daß kein Bürger mit der Büchse oder der Angelruthe das Tor passierte. Man ging sogar so weit, während des Gottesdienstes die Stadttore zu schließen, damit niemand in Versuchung käme, sich aus der Stadt zu entfernen und damit den Gottesdienst zu versäumen. Wer in dringenden Fällen die Stadt verlassen mußte, konnte dieses nur mit einer Erlaubnis des Rates tun. Aber die äußerliche Heilighaltung des Sonntags wurde noch ängstlicher, man kann sagen pharisäerhafter gehandhabt. Unter dem Gottesdienst durfte sich niemand beim Branntwein oder bei sonstigen alkoholischen Getränken antreffen lassen. Also war es vor ungefähr 200 Jahren mit dem heute oft so ausgedehnten Frühschoppen, oder dem Matinee schlecht bestellt. In Lippstadt ist dem Schreiber dieser Zeilen dieses Verweigern eines Trunkes am Sonntag vormittag unter der Kirche noch vor etwa 30 Jahren passiert. Als er mit noch einem Wandergenossen nach stundnlangem Marsch eine Wirtschaft in Lipp stadt betrat, um zu dem Butterbrot ein Glas Bier zu trinken, wurde uns damals jungen Leuten seitens einer alten Frau Senniger Srrabe 1s, übernommen und die barsche Antwort gegeben:„Unner dä Kiärke wet nix durch Fleiß und Schaffensfreude zur heutigenuttappet.“— In der damaligen Einstellung konnte man dieses verstehen. Daß aber während der Nachmittagspredigt der Besuch der Schnaps=, Bier= und Weinhäuser ebenfalls verboten war, will uns nicht in den Sinn. Kegel=. Kartenund Würfelspiel war ebenfalls verboten. Wo blieben da die Herner Doppelkopfspieler, wäre die Verordnung heute noch in Kraft. Aber auch die Kindtaufsgastereien waren verboten. Daß die Arbeit verboten wurde, können wir nur begrüßen. Auch daß den Brotbäckern, Eseltreibern und Mühlenknechten verboten war, zur und von der Mühle Korn bzw. Getreide zu befördern. Jede Zuwiderhandlung stand unter harter Strafe. Wenn aber jemand seine Pferde und Kühe am Sonntag unter der Festpredigt auf die Weide trieb und das Vieh durch die Dienstleute hüten ließ, machte sich strafbar. Die Kühe und Pferde mußten in den Ställen bleiben, oder der Besitzer mußte sie in das Gemeindeholz treiben. Wollte es aber jemand schlau anfangen und ließ sein Vieh von Sonn abend zum Sonntag auf der Weide, so wurde das Vieh in den Pfandstall gebracht und die Besitzer als Uebeltäter bestraft. Da wird mancher unserer Zeitgenossen sagen, da danken wir für die uns so romantisch anmutende gute, alte Zeit. Man darf aber nicht vergessen, daß zu der Zeit des Geld rar war. Die Oberschicht in den Städten, die Kaufleute und Gewerbetreibenden, konnten sich auf andere Art und Weise vergnügen und taten es auch. Die erste Schicht, die Patrizier, schieden sich so wie so vom Bürgertum. Darum blieben die Verordnungen und die Bestrafungen wie so oft auf dem„gemeinen“ Volk hängen. Der Bauer auf dem Lande war von Natur aus sparsam und sparte seine Taler im Strumpf. Wir wollen uns freuen, daß wir in der Jetztzeit jeder nach seinem„Gusto“ leben und den Sonntag verbringen kann wie er will. 10—7. fördern, wollte auch der Direktionsführung durch die Rheinische Gesellschaft zustimmen, stellte aber für die Eingliederung der Rhein=Weser=Bahn in die Rheinische Gesellschaft unannehmbare Bedingungen. So kam es zu der denkwürdigen Generalversammlung der Rheinischen Eisenbahngesellschaft vom 19. August 1843, die einstimmig die Bedingungen des Ministers verwarf und erklärte, daß ihr mit unbilliger und grundloser Härte begegnet worden sei. Auf Camphausens, von Hansemann warm befürworteten Vorschlag traten die Aktionäre sofort nach der Sitzung zusammen, um die Ostrheinische Gesellschaft zu gründen mit dem Ziel, sich um die Konzession für die Rhein=WeserBahn zu bewerben. Hansemann lehnte seine Wahl in das leitende Komitee der neuen Gesellschaft ab, weil er seine großartige und organische Eisenbahnplanung durch Bodelschwingh durchkrenzt sah. Die Ostrheinische Gesellschaft vereinigte sich Ende 1843, 11 Jahre nach Gründung des Mindener Eisenbahnkomitees, mit einer inzwischen in Düsseldorf gegründeten Gesellschaft zur Köln=Mindener=Eisenbahngesellschaft, die dann auf Grund der vor 100 Jahren, am 18. Dezember 1843, erteilten Konzession, die Bahn erbaute. Ueber die Leistungen der Köln=Mindener Eisenbahn, die unter dem maßgebenden Einfluß des jüdischen Kölner Bankiers Abraham Oppenheim stand, lassen wir den Gründer der Hibernia, den großen Verkehrsfachmann Mulvany sprechen: „Würden wir aus England einen der sehr erfahrenen praktischen Betriebsdirektoren... zur Besichtigung der den Kohlendistrikt durchziehenden Bahnen einladen und ihm die schiefen Ebenen und kleinen Stationen der Bergisch=Märkischen Eisenbahn, oie kleinen und ungenügenden Stationen der Köln=Mindener, das ungetrennte System von Passagier= und Güterverkehr auf diesen kleinen Stationen, die Kopfstationen der Köln=Mindener Bahn in Düsseldorf, die der Bergisch=Märkischen in Dortmund, das Kreuzen der Bahnen übereinander auf demselben Niveau, die unzähligen Uebergänge von Chausseen und Straßen über diese Eisenbahnen, auch auf demselben Niveau und besonders in Städten und Dörfern auf den Stationen selbst, gerade an solchen Stellen, welche zum Rangieren nötig sind, wie in Dortmund, Gelsenkirchen, Elberfeld und Barmen, Oberhausen und Duisburg mit ihren verschiedenen Eisenbahnanschlüssen— würden wir ihm, sage ich, dieses alles in einem dicht bevölkerten Lande zeigen, ich glaube, der Railway=Manager würde in Verzweiflung davonlaufen und uns beim Abschied den Rat geben: Wenn Sie Betriebsdirektoren und Stationsvorsteher haben oder finden können, die unter solchen Verhältnissen ihren Transport betrieben haben, so seien Sie in Gottes Namen zufrieden; ich würde unter keinen Bedingungen sogar nur den Versuch machen, solchen Verkehr unter solchen Umständen zu leiten.“ Die Rheinische Eisenbahngesellschaft war es, die das arg mißbrauchte Monovol der Köln=Mindener und Bergisch=Märkischen Gesellschaft brach. Wie ganz anders wäre die Verkehrsgeschichte des Ruhrgebiets verlaufen, wenn die Rheinische Gesellschaft, damit Männer wie Hansemann und sein Nachfolger Gustav Mevissen die Köln=Mindener Bahn verwaltet hätten. Männer, die die Eisenbahn als eine gemeinnützige und wirtschaftsfördernde Einrichtung und nicht als Verdiener fetter Dividenden ansahen. Eine solche Entwicklung verhindert zu haben. ist die Schuld des Finanzministers von Bodelschwingb Neue Lehrgänge in der Herner Mütterschule In der kommenden Woche beginnen wir mit neuen Lehrgängen in Kochen, Nähen, Säuglingspflege, häusliche Gesundheits= und Krankenpflege und Erziehungsfragen mit Basteln verbunden. Anmeldungen in der Mütterschule Kaiser=Wilhelm=Straße 375, vormittags von 10 bis 12 Uhr, Telephon 51717. Der Eauerländische Gebirgsverein labet zu Sonntag zu einer Wanderung nach Sinsen—Flaes= heim ein. Abfahr 8.10 Uhr mit der Straßenbahn bis Sinsen. Der Kuhrbergmann ein Garan des Sieges Dr. Ley sprach vor den Männern des Ruhr bergbaus. Tagung des Fachamtes Bergbau = Essen, 15. Januar. In entscheidungsvoller Stunde, die zu höchster Sammlung und Kraftanstrengung aufruft, sprach am Donnerstag in der Gauhauptstadt Essen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley auf einer Tagung des Fachamtes Bergbau der Deutschen Arbeitsfront und der führenden Männer des Ruhrbergbaues. Die Tagung galt in vertrauensvoller und kameradschaftlicher Ausspache den mannigfachen Sorgen und Problemen des Ruhrbergbaues und diente der Vertiefung der Gemeinschaft von Betriebsführer und Geoflgschaften. Darüber hinaus gab sie mit dem spontan und rückhaltlos bekundeten Dank für die einzigartige Kriegsleistung des Ruhrbergmannes zu erkennen, wie stark die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Reichsorganisationsleiter, dem Fachamt Bergbau der DAF und dem Ruhrbergbau von dem Willen beseelt ist, dem schwer und opferfreudig schaffenden Bergmann im Ruhrrevier alle erdenkliche Fürsorge angedeihen zu lassen. Unter stürmischem Beifall der versammelten Betriebsführer und Betriebsobmänner erklärte Dr. Ley daß der Ruhrbergmann in seiner Treue, seiner bedingungslosen Leistungsbereitschaft und in seiner soldatischen Haltung das Fundament des siegreichen Freiheitskampfes sei. Er sei an der Seite des heldenhaften deutschen Frontsoldaten der Garant des Sieges. Die Tagung, an der Gaustabsleiter Fischer im Auftrage des Gauleiter=Stellvertreters Schleßzmann teilnahm, wurde von Kriegsgauobmann Dr. Sturm mit herzlichen Grußworten und mit dem Gelöbnis an den Reichsorganisationsleiter eröffnet. Der Stellvertretende Reichsfachamtsleiter Siebert vom Fachamt Bergbau der DAF berichtete über die trotz aller Kriegslasten erzielte Leistungssteigerung im deutschen Bergbau und stellte die Erhöhung der Förderleistung des Ruhrbergmannes besonders heraus. Die Leistung des Ruhrbergbaues sei gerade deshalb, weil sie unter schwerstem Luftterror vollbracht worden ist, beispielgebend für das ganze schaffende Deutschland geworden. Die Antrittsstärke nach Terrornächten, die Beseitigung der verursachten Bombenschäden, die Ableistung freiwilliger Schichten und die über den Ausgleich ausgefallener Kohlenfördernug hinausgehende Steigerung des Solls seien Merkmale der siegbewußten und zu jedem Opfer bereiten Haltung des Ruhrbergbaues, der damit eine Entscheidungsschlacht in des Wortes wahrster Bedeutung geschlagen hat. Der Reichsorganisationsleiter betonte zu Beginn seiner Ausführungen, daß die gewaltige Leistung der deutschen Kriegswirtschaft immer aufs neue durch Ideen und Tatkraft, durch gemeinsames Planen und Vollbringen gesteigert werden müsse. Mit den wachsenden Aufgaben, die der Kampf uns stellt, müssen unsere Anstrengungen sich erhöhen. Keine Aufgabe, die wir nicht meistern wollen und können. Ein Volk wie das deutsche, das die Produktionskraft nahezu ganz Europas mobilisiert hat, und dem alle erforderlichen Bodenschätze zur Verfügung stehen, vermag alles und sei niemals zu schlagen. Das Heldenbeispiel der kämpfenden Front lege uns allen die Pflicht auf, das Letzte an Kraft und Leistung in die Waagschale der Entscheidung zu werfen. In den Betrieben gelte es, die Leistungsreserven zu mobilisieren. Alle Produktionshemmnisse müßten ausgeräumt werden. Hierbei mitzuwirken durch Nachdenken und Vorschläge, durch kameradschaftliche Zusammenarbeit und betriebsverbundene Gesinnung sei die Aufgabe aller Betriebsgemeinschaften. In der Aussprache wurde eine Reihe der augenblicklich brennendsten Probleme des Ruhrbergbaues erörtert, wobei Betriebsführer und Betriebsobmänner dem Reichsorganisationsleiter in freimütiger Offenheit Rechenschaft von den tatsächlichen Verhältnissen gaben. Neben vielen anderen Fragen kamen die Probleme des Ausländereinatzes, der Fehlschichten, der Verpflegung, des Urlaubs, der Berufskrankheiten und gesundheitlichen Betreuung zur Sprache. So drastisch notfalls die Maßnahmen gegen notorische Bummelanten im Interesse der anständigen Gefolgschafter sein werden, so selbstverständlich sei die Förderung und Betreuung des treu und redlich schaffenden Bergmannnes. Zum Thema des bergmännischen Nachwuchses entwickelte Dr. Ley die geundsätzlichen Voraussetzungen, die zur Lösung dieses besonders dringlichen Problems erfüllt werden müßten. Durch Lohn allein könne es nicht gelöst werden, hinzu kommen müsse die Hebung des gesamten Lebensstandards des schwer schaffenden Bergmanns. Verbesserung der Arbeitsverhältnisse, die Schaffung vorbildlicher Heimstätten, ausreichender Urlaub und andere Betreuungsmaßnahmen müßten sich mit dem Willen verbinden, den Bergarbeiterstand zum ersten Stand des deutschen Volkes zu erheben. Die Kohle sei der Grundstoff aller Arbeit und jeden Aufstiegs, ohne sie könne man keine Panzer herstellen, keine Häuser bauen und keine Nahrungsmittel veredeln. Deshalb müsse der Stand, der diesen Schatz birgt, zu höchstem Ansehen gebracht werden. Diesem Ziel werden nach dem Sieg die ersten Maßnahmen der Staatsführung dienen. Das ist unsere heiligste Absicht, betonte der Reichsorganisationsleiter, und der Führer ist entschlossen, diese soziale Aufgabe mit allen Mitteln zu lösen. Der in der Aussprache behandelte Mangel an Revierartten soll, wie Reichsorganisationsleiter Ley erklärte, durch Heranbildung eines ärztlichen Hilfskorps soweit wie möglich ausgeglichen werden. Der Bau der Luftschutzstollen schreitet, wie in der Tagung hervorgehoben wurde, erfreulich voran. Neben der Wiederherstellung der dur* Fliegerangriffe beschädigten Heimstätten wird der Bau der Behelfsbeime eine der wichtigsten Aufgaben der Betriebe sein, worüber Dr. Hupfauer ebenso wie über Verpflegungsfragen und Ausländereinsatz klare Aufschlüsse gab. Dr. Ley wies darauf hin, daß es durchaus möglich sei, Behelfsheime in Selbsthilfe zu errichten. Die umfangreiche Aussprache ergab nicht nur ein überzeugendes Bild von der vertrauensvollen Zusammenarbeit aller um den Ruhrbergbau besorgten Stellen, sondern wies auch die Wege zur Lösung der vorgetragenen Probleme, unter denen, wie Dr. Ley nachdrücklich feststellte, keines ist, das nicht gelöst werden könne. In seiner SchlußAnspeache faßte er Gesinnung und Geist aller im Ruhrbergdau schaffenden Menschen in einem unerschütterlichen Bekenntnis zum Sieg der deutschen Waffen zusammen. Unter freudigem Beifall erklärte der Reichsorganisationsleiter, daß er nie ein größerer Optimist gewesn sei als heute, da der gigantische Freiheitskampf offenbar in sein entscheidendes Stadium getreten sei. „Ich glaube mehr denn je an unseren absoluten Sieg. Der Volschewismus setzt alles auf eine Karte. An der Winteroffensive im Osten wird einer zerbrechen. Deutschland wird das sicherlich nicht sein, das steht fest. Riegendwo sind Anzeichen dafür vorhanden, daß wir diesen Krieg aus Mange! an Kohlen, Erzen, Nahrung, Waffen, Munition oder gar an Menschen verlieren müßten. Auch der Luftkrieg kann uns nicht entscheidend treffen. Jede Bombe, die Churchills und Roosevelts Terrorflieger auf unsere Städte werfen, ist ein Nagel an ihrem eigenen Garg. Der Bergbau ist heute der Träger unseres Willens und Kampfes. Er versteht es, wenn ich ihm sage: Schafft noch mehr Kohle, denn wir brauchen sie, um mehr Eisen zu bekomemn, mehr Waffen, Panzer und Munition. Ohne Waffen kann der tapferste Soldat keine Siege erringen. Wenn dann der Sieg unser ist, dann danken wir dem Himmel auch für diese harten und opfervollen Kriegsjahre. Sie führten uns alle enger zusammen. Die Volksgemeinschaft und Betriebsgemeinschaft sind im Feuer dieses Kampfes unlösbar zusammengeschweißt worden. Führung und Gefolgschaft lernten sich erst richtig kennen und schätzen, und die letzten Reste von Klassenfeindschaften wurUI-Boot-Einsatz im Indischen Gzean Die neue Wochenschau Im Turm eines U.Bootes. Eben wurde das Kommando„Fächer los!" gegeben. Die Torpedos laufen. Der Kommandant hat das Sehrohr eingezogen. Neben ihm steht, die Stoppuhr in der Hand. der Obersteuermann. Die spannenden Sekunden zwischen dem Abschuß und dem zu erwartenden Erfolg zeichnen die Gesichter der Männer. Schweigend verfolgen sie die schnellen Sprünge der Zeiger über das Zifserblatt. Im Booi ist nur das Rauschen der E=Maschinen zu hören. Blötzlich beben sich die Kövfe und die Gesichter entspannen sich zu einem Lächeln. Die Detonation hat es ausgelöst, die Detonation, die das Zeichen des Erfolges ist. Die Torpedos haben zur erwarteten Sekunde ihr Ziel gesunden. Dies ist eine Szene aus der neuen Deutschen Wochen schau, die die Fortsetzung zu einem vor einigen Wochen gegebenen Bericht bildet. Wie begleiten diesmal den Eichenlaubträger Korvettenkavitän Gysä mit seiner Besatzung auf Feindfahrt im Indischen Ozean und werden Zeuge des harten und entbehrungsreichen Soldatenlebens auf hoher See. Von besonderem Eindruck ist die Begegnung des Bootes mit einem Versorgungs=U=Boot. In der hohen Dünung des Indischen Ozeans geht ein kranker Kamerad von Bord, um mit dem Versorgungs=U=Boot auf schnell stem Wege in die Heimat gebracht zu werden. Der bervorragende Filmstreisen endet mit der Versenkung eines Frachtdampfers vor der afrikanischen Küste. Unsere unverwüstlichen und unverzagten Grenadiere, die in erbitterten Kämpfen die Front bei Newel gehalten haben und nun abgelöst werden, ziehen an uns vorbei Bei Kirowograd erleben wir den Gegenstoß einer deut schen Infanterieeinheit mit. Eine bolschewistische Gruppe wird abgeschnitten und vernichtet. Männer einer Panzerabteilung sind auf dem Schlachtfeld angetreten. Der russische Wintertag gibi dieser Szene einen grauen Rahmen. Es ist der Ehrentag des Ober gefreiten Albus, der aus der Hand des Generalobersten Reinbhard das ihm vom Führer verliehene Ritterkreuz er hält. Im Kampfaum um Leningrad ist es der Oberfeld webel Hrostak der diese hohe Auszeichnung empfangen darf An der fernen Eismeerfront ist wieder einmal General Dietl bei seinen in der vordersten Linie kämpfenden Män nern erschienen. Der General kommt nie mit leeren Hän den und noch weniger mit leerem Herzen. Die Bilder die bei diesen Begegnungen Dietls und seiner Soldaten an uns vorüberziehen, machen jedes weitere Wort über flüssig. Die Gesichter dieser Männer widerspiegeln das berzliche kameradschaftliche Verhältnis zwischen dem Gene ral und seinen Soldaten. Wochenend in Ileeues Licktepieftheatern Lichtburg:„Ich werde dich auf Händen tragen“ Frau Karin bit ganz recht, wenn sie ihren Mann immer wieder darauf hinweist, daß es höchst rücksichtslos ist, ihre Hausfrauentätigkeit so wenig anzuerkennen. Heute mehr denn je ist die Arbeit der Hausfrau eine wirkliche Aufgabe und es bedeutet durchaus keine Phrase, wenn immer wieder betont i. ird, welche verantwortungsvolle Stellung die Hausfrau im Gefüge des Staates einnimmt.— Herbert Hartung sollte eine derbe Kur durchmachen, bis er merkte, was er an seiner Karin hatte. Monatelanges Alleinwirtschaften und ein Sortiment meist sehr seltsamer Hausdamen brachte ihn zur Erkenntnis seines Unrechts. Wenn schließ. lich in dem Tobis=Lustspiel„Ich werde dich auf Händen tragen“ Karin(Heli Finkenzeller) zu ihrem Herbert(Hans Nielsen) zurückkehrt, darf sie getrost damit rechnen, einen reuigen Sünder vorzufinden, der es in Zukunft an keiner lei Rücksichten seiner Frau gegenüber fehlen lassen wird. Schauburg:„Tolle Nacht“ Eifersucht ist eine Leidenschaft— die Leiden schafft, heißt es im Sprichwort. Für den Tobis=Film„Tolle Nacht“ möchte man es allerdings dahingebend ändern, daß sie lachen macht: denn aus den Eisersüchteleien der Freunde Peter und Viktor entstehen die spaßigsten Verwicklungen. Da Theo Lingen gleichzeitig Regie führte und eine Hauptrolle spielt, ist ein großer Lacherfolg sicher. Selbstverständlich geht es um die Liebe. Peter und Viktor hatten sich gleichzeitig in die schöne Gloria verliebt und versetzen durch hre Eifersucht nicht nur ein ganzes Hotel in Aufruhr, sondern bringen auch ihre alte Freundschaft ernstlich in Gefahr. Zu den drei Hauptfiguren, die durch Marte Harell(Gloria), Gustav Fröhlich(Peter), Tbeo Lingen Viktor) verkörpert werden, kommt noch ein junges Paar, das in beimlicher Ehe lebt, und eine strenge Tante, die von eben dieser Ebe nichts wissen darf. Marina Ried, Hansi Arnstaedt und Werner Stock leiben diesem zweiten Trio ihre Schauspielkunst und ihre gute Laune. Gloria=Palast:„Verliebte Unschuld" Ein Waisenmädchen— Kind„fahrender Leute“— liebt den jungen leichtsinnigen Anstaltsarzt um dessen Gunst sich zwei Frauen bemüben, ein blondes Mädchen aus rei chem Hause und eine sesche Revuesängerin. Wie schließlich das kleine Mädchen aus dem Waisenhause den Mann gewinnt, erzählt in humorvoller Weise der neue ACJ. Film der DIFU„Verliebte Unschuld", der ab gestern im Gloria=Palast über die Leinwand läuft. Unter der Spielleitung von Vittorio de Sica, der auch selbst die männliche Hauptrolle spielt, verkörpern Adriana Benetti, Irasema Dilian und Anna Magnani die drei Frauen, zwischen denen der Mann zu wählen hat. Alhambra=Theater:„Die kluge Marianne“ Keine geringere als Paula Wesselv spielt die kleine Frau, die ihrem arroganten Manne, der auf einmal an ihr so viel auszusetzen hat, und dessen drei Freunden eine köstliche Komödie vorspielt, in dem sie sich wunschgemäß in eine„mondäne“. Dame verwandelt, was zur Folge hat daß sich die Freunde sterblich in sie verlieben, während der Mann alle Qualen der Eisersucht erlebt. Hermann Thimig, Hans Holt, Arel von Ambesser und Attila Hörbiger sind die weiteren Mitwirkenden. den dadurch vernichtet. Ale höchstes Ziel aber winkt uns mit dem Frieden auch die Freiheit, um die schon unsere Bäter und Ahnen gestritten und geblutet haben. Richts wird uns dann mehr daran hindern, jenes soziale Deutschland zu bauen, das unser aller Gehnsucht geworden ist. Unsere Städte und Wohnungen werden schöner als je zuvor erstehen. In diesem Reich des Friedens und der Ehre können wir dann der Zukunft leben, unseren Kindern und allen nachkommen= a. den Geschlechtern. Darum geht dieser Kampf. Wir werden ihn durchstehn bis zur Stunde des Gieges, denn kapitulieren wird dieses starke und stolze, dieses tapfere und fleißige deutsche Volk uiemals.“ Röntgendurchleuchtungen Jugendlicher Auf Grund der Verfügung des Herrn Reichsministers des Innern vom 18. 11. 1943 ist die Durchführung von Röntgen=Reihendurchleuchtungen der Jugendlichen des Geburtsjahrganges 1927 angeordnet worden. Die Untersuchung beginnt am Sonntag, dem 23. Januar, 9 Uhr, und findet in den Räumen des Gesundheitsamtes(Rathaus, Kellergeschoß) statt. Die Jugendlichen erhalten zu diesem Termin eine Vorladung. Sollte ein Jugendlicher dieses Jahrganges keine Aufforderung erhalten habenso hat er unaufgefordert zu dem oben angegebenen Termin zu erscheinen. Erscheinen ist Pflicht! 102 000 RM. Bergmannstreuegeld Auf den Schachtanlagen der Bergbaugruppe Dortmuns wurden in den letzten Monaten 102 000 9M. an im Arbeitseinsatz unter Tage befindliche Knappschaftsrentner unter gleichzeitiger Verleihung einer Urkunde durch die Reichsknappschaft gezahlt. Die Urkunde trägt das Zitat„Der deutsche Bergmann ist und bleibt entscheidend für die Leistung des Bergbaues. Seine harte Arbeit sichert die Freiheit der deutschen Wirtschaft und den Bestand des Volkes“. In der Urkande wird dem Knappschaftsrentner bestätigt, daß er bis zum... Lebensjahr Hauerarbeit verrichtet und ihm für die dadurch bewiesene besondere Einsatzbereitschaft und Berufstreue der Präsident der Reichsknappschaft das Bergmannstreuegeld gewährt. Avollo=Theater:„Geliebter Schatz“ Ein Liebesbrief, der nach vierzehn Jahren in falsche Hände gerät und in vielen Herzen Unruhe und Verwirrung anrichtet, steht im Mittelpunkt des TerraFilms„Geliebter Schatz“, in dem Hannelore Schroth, Ida Wüst und Fritz Odemar erscheinen. Ein kleines Mädchen wird wegen des Briefes von der Schule gewiesen, drei Ehemänner geraten in den Verdacht, ein Schatzi zu besitzen. Zwei Männer müssen schwören, den Brief tatsäch lich geschrieben zu haben, und schließlich stammt der Brief aus Großmuttis Schatulle und war an den Mann ge richtet, der der Großvater des kleinen Mädchens werden sollte. Josef Beith Der Esel In Frankfurt batten sie einmal einen Charakterspieler, der durch die außergewöhnliche Größe seiner Begabung und seiner Ohren ausgezeichnet war. Man kann sich denken, welche Fülle unzarter Scherze er von seinen Kollegen hinzunehmen hatte. Am schlimmsten trieb es der„Bonvivant“,— ohne in seiner schlichten Einfalt zu ahnen, welches Unheil er eines Tages über sein Haupt bringen würde. „Tjaja,“ sagte nämlich der Charakterspieler, als es ihm zu dumm wurde, vor vielen Zeugen,„oor Kopf und meine Ohren, das gäbe einen Esel!" Die Miese kauft den größten Mist, und wenn er noch so nutzlos ist, weil man— so gibt sie meckernd an doch für sein Geld nichts kriegen kann. Sie speichert„Werte“— und vergißt, Wie wertlos dies Verschwenden ist! Kilian aus dem walde Roman von Johann F. Ehrhart Copyright by Carl Dunker. Verlag. Berlin W 62 20 Und dabei denkt er sich, wie sinnlos eine solche Frage sei, da er doch längst zu wissen glaubt, wie es um Sibylle steht. „Ich glaube, ja“, sagt Kilian. „Wäre es nicht richtiger— ich meine, wäre es nicht mutiger, wenn Sibylle bei dieser Unterredung ebenfalls zugegen wäre?“ Die Frage verwirrt Kilian. Daran hatte er nicht gedacht. Er zögert mit der Antwort. Endlich sagte er: „Sie weiß es ja gar nicht, daß ich bei Ihnen bin. Ich habe ihr das nicht sagen wollen; denn ich mochte sie nicht mit so etwas quälen. Ich glaubte, daß ihr die Entscheidung leichter fallen würde, wenn sie frei nach allen Seiten ist.“ „So, sie weiß das nicht? Sie hat sich also noch gar nicht entschieden? Und wissen Sie, oder glauben Sie zu wissen, wie sie sich entscheidet?“ „Ich wäre sonst nicht hier, Herr Professor.“ Helldorf schaut Kilian an, wie er gesenkten Hauptes vor ihm sitzt. Er hat ihn liebgewonnen, diesen jungen Menschen, trotzdem er von Anbeginn wußte, daß ihm durch ihn der größte Schmerz seines Ledens drohe. Auch jetzt kann er ihm nicht wahrhaft döse sein. „Jugend hat ihr eigenes Gesetz," denkt er sich und weiß, daß er sich mit dieser Erkenntnio für alt erklärt. Dann sagt er langsam: „Ja, das weiß ich also. Und was gedenken Sie nun zu tun?“ Kilian schweigt. „So gehen Sie denn in Gottes Kamen zu ihr,“ fährt Helldorf fort,„und sagen Sie ihr, daß ich mein Schicksal ihrer Entscheidung anvertraue. Und sagen Gie ihe auch, daß ich mich dieser Entscheidung beugen werde. Denn—“ er sagt dies wie entschuldigend und mit einem wunden Lächeln— „denn ich bin alt.“ Er steht auf und stellt sich ans Fenster. Kilian weiß, daß er hier nichts mehr zu suchen, noch zu sagen hat. Leise sagt Zund verzeihen Sie mie herr Orofesser! Und dann verläßt er dos Atellee, mit dem schmerzhaften Gefühl, trot allem unterlegen zu sein. im Flur erwardet ihn— „Sie waren bei Gregor?“ Kilian nickt. „Und hielten Sie das für richtig, ich will damit sagen, war das für Sie so wichtig, wie das eigene Leben?“ Wieder nickt Kilian. „Ja, dann— dann hat ja auch das keinen Sinn mehr, was ich Ihnen gerne gesagt hätte. Rein. Aber ich möchte trotzdem gerne, daß Sie es wissen; das was Sie da wegen Werner glauben, das stimmt nicht. Sie haben es jetzt wohl eilig, nicht wahr? Sie wollen doch rasch zu Sibylle?“ Sie wendet sich ab. Kilian versteht nicht, was Barbara eigentlich will. Er geht langsam aus dem Haus. Dann aber, als ihm bewußt wird, daß er nun alle Hindernisse aus dem Weg geräumt hat, daß ihn nun nichts mehr von Sibylle trennt, greifen seine Schritte Raum. In seinem Herzen tobt die Freude. Wenige Minuten noch, und er wied vor Sibylle stehen. Und dann erst wird das Leben beginnen, reich und wahrhaft schön zu werden. 16. Etwas später verläßt auch Gregor Helldorf das Haus. „Ich werde heute mittag nicht zu Hause essen, erwarte mich nicht,“ sagte er zu Barbara. Dann steht er auf der Straße, er geht gedankenlos seines Wegs, dann steht er auf der Brücke. Die Isar führt Hochwasser. Hohe, lehmgelbe Wasser drechen sich schäumend an den Pfeilern. Möven spielen über ihn hinweg, schreien und gleiten aufs dahineilende Wasser, das sie sanft wiegend entführt. Auf der Brücke überlegt Helldorf, was er nun tun soll. Ihm ist, als sei sein Herz ein hallenartig großer Saal, in dem er selbst ganz klein und einsam feöre. Ba, er ist einsam! Er mut einen Menschen sprechen, einen Freund, der ihn versteht. Ge geht zu Rödner. Der Bildhauer begrüßt ihn in seiner geeäuschvollen Art. Ader dann, als er Helldoef ins Gesicht schaut und den Schmerz darin steht und die trostlose Verlassenheit, erschrickt er. Er dämpft seine Stimme, legt alle Schlacken seines Wesene wie ein Kleidungsstück von sich und geleitet den Freund in den Nebenraum. „Setz dich,“ dittet er ihn,„was ist geschehen?“ „Ach, Köbner, das ist so schwer zu sagen.“ Der Bildhauer entschuldigt sich, verläßt das Zimmer und kommt nach einer kleinen Weile wieder, zwei Weinflaschen in den Händen tragend, deren Hals verstaubt und mit Spinn. weben überzogen ist. Behutsam stellt er sie auf den Tisch. bedächtig füllt er seine schönsten Gläser. Aus den vielen Facetten des Kristalls leuchtet es purpurn. „Die ließ mich vor Jahren ein wohlmeinender Gott entdecken. Es ist alter, edelster Burgunder. Ich bewahrte ihn auf, um meiner goldenen Hochzeit einmal Weihe und spätes Feuer zu geben. Aber ich glaube, heut ist er noch besser am Platze. Sieh ihn dir doch an, diesen Wein, es ist Rubin und Flamme, was wir trinken.“ Er zwingt Helldorf ein Glas in die Hand, trinkt und fragt: „Also, was gab es mit Sibylle?“ „Sie— und Kilian—“ Köbner springt heftig auf. Mit großen Schritten durch. mißt er den Raum. „Was?! Wer?! Kilian?! Dir— seinem Freund— seinem Wohltäter?“ „Kilian war soeben bei mir. Er sagte—“ „Wo ist er jetzt? Wo steckt er? Dem Burschen will ich mal zeigen, was es heißt, Freunde zu bestehlen.“ Aber Helldorf winkt müde ab. Er findet sogar Worte der Entschuldigung für Kilian. „Laß doch, Köbner, laß doch! Sibylle weiß das noch nicht. Er kam zu mir, ohne mit ihr gesprochen zu haben. Er ist jung, sie ist schön, er liebt sie und sie ihn wohl auch.“ „Aber, wenn Sibylle nichts weiß, Helldorf, was grämst du dich dann? Sie wird sich für dich entscheiden, sie muß sich ja für dich entscheiden.“ Aber Helldorf schüttelt den Kopf. „Rein, Köbner, diese Entscheidung kenne ich. Ich bin doch nicht blind. Wenn ichs recht überlege, dann kannte ich sie bereits damals, als ich Kilian den Weg in die Stadt freimachte.“ „Bist du ein Narr? Wie konntest du nur, wenn du das ülrchtetest!“... „Kann man so etwas verbindern, alter Freund? Oroht das nicht jedem, der in reifen Bahren eine schöne, blutunge Frau an sich bindet? War es nicht richtiger, so zu handeln, wie ich es tat, anstatt sie mir durch Zwang völlig zu entfremden?“ Ködner schweigt. Darauf weiß er auch keine Antwort. „Sieh mal, damals glaubte ich noch, slegreich bestehen zu können. Sidylle ist eine Frau, deren Schönheit ein junger Mensch nie enträtseln kann. Sie ist eine Frau, deren Vielfältigkeit sich nur dem Reifen enthüllt. Sibylle hat das längst erkannt und darauf daute sich ja auch unsere starke Bindung. Darauf verließ ich mich und darum hielt ich sie für unverlierbar. Und wagte den. Kampf um sie. Selbst gegen die Jugend. Aber das war eine Täuschung, die ich nun zu büßen habe. Denn Jugend ist selbst stärker noch als Erkenntnis.“ „Bist du dessen wirklich sicher?“ „Ja, Ködner.“ „Tsa, dann——“ Ködner macht eine hilflose Geste. Die Stunden vergehen. Dle Freunde sitzen beisammen. Die Dämmerung kommt. Sie trennen sich nicht. Sie sprechen auch nichts mehr. Die Gläser sind längst geleert. Die Nacht legt sich zwischen sie, daß jeder dem Blick des anderen entschwindet. Es wird keine Lampe angezündet. Ganz spät erhebt sich Helldorf. Er legt dem Freund die Hand auf die Schulter. Der Bildhauer streicht sanft darüber. Und dann steht Helldorf im Freien. Je näher er seiner Wohnung kommt, desto langsamer, desto bleierner wird sein Gang. Er kann sich sein Haus nicht ohne Sibylle denken. „Ich werde es verkaufen müssen,“ denkt er. Oben ist noch Licht. „Gute Bärbel! Ist meinetwegen wach geblieben!“ sagt er. Aber es ist nicht Bärbel, die oben wacht, es ist Sibylle. Sie sitzt aufrecht und unbeweglich in dem großen Armstuhl und steht auch nicht auf, als Gregor eintritt. „Du, Sibylle?“ „Was glaubtest du denn. Gregor?“ „Hast du ihn denn nicht gesprochen!“ „Wen! Kilian?— Was soll ich bei ihm?“ „Du hast dich entschieden?“ „War nach so vielen gemeinsamen Jahren denn überhaupt eine Entscheidung nötig, Gregor?“ Helldorf geht zu Sibylle. Er fährt sachte über ihre Stirne. „War es sehr schwer, Sibylle?“ Sie schaut ihn an. Sie schüttelt kapfer den Kopf. Aber die Augen tränen. Nach einer Welle sagt Helldorf: „Armer Kilian!“ „Er ist stark, Gregor! Stärker, als wir beide!“ „Was wird er kun?“ „Sch weiß nicht. Ich glaube er wird schaffen.“ „Wie ging er von die?“ „Dr was sehr unglücklich, Geegees denn er verstand mich nicht.“ 17. Sibylle hatte sich, nachdem sie an jenem Abend nach Hause gekommen war, mit Zeichen großer Geregung in idrem Zimmer eingeschlossen und es erst sehe spät, vielleicht eine Stunde vor Gregors Heimkehr wieder verlafsen. In dieser langen Zeithatte sie sich unerdittlich mit sich selbst auseinandergesetzt und die Ruhe, mit der sie ihren Mann nun erwarten konnte, war schwer erkämpft. Barbara, die sie diesen ganzen Tag über nicht gesehen, noch gesprochen hatte, war darum nicht wenig überrascht, als sie am kommenden Morgen am Frühstückotisch ihre Schwester nicht nur in einem Zustand vollkommener Gefaßtheit antraf, sondern sie mit einer beinahe heiteren Gelaffenheit um Gregor bemüht soh, der jede ihrer Handreichungen mit gärtlichstem Ausbeuck verfolgte. Fortsotzung folgt + Rätsel-Scke Kreuzworträtsel DER SPORT Wintersport nun im Vordergrund Beachtliches Sportprogramm am Wochenende Das Oel der Rose als Heilmittel In jüngster Zeit bat sich die Pharmakologie mit wachsendem Interesse dem Studium der Heilkrast des Rosenöls zugewendet. Wer sollte ohne weiteres vermuten, daß die Rose, diese Königin der Schönheit im Reiche der Blumen, auch Nützlichkeitswerte von hoben Graden in sich birat? Wir sind so gewohnt, die Rosen vorwiegend unter ästbetischen Gesichtspunkten zu betrachten, daß wir kaum darauf kommen, höchst brauchbaren Prosa in ihr zu suchen. Man weiß ja wohl, daß das ätberische Oel der Rose nicht nur zur Herstellung von Wohlgerüchen dient, sondern auch in der Küche, z. B. bei der Bereitung der Leckerei des Marzipans, Verwendung findet. Aber damit ist der Nutzwert der Rose bei weitem nicht erschöpft. Die Griechen und Römer der antiken Welt wußten sehr viel mit der Rose anzufangen. Das gleiche wird von den Aegyptern berichtet, und auch im naturkundlichen Wissen vieler anderer Völker der Vergangenheit und der Gegenwart lebt die Kunde, daß die Rose nicht nur als Sinnbild prangender Schönheit in der Dichtung berrscht, sondern auch eine Heilpflanze ersten Ranges ist. Vor allem im Heilmittel; schatz des bulgarischen Volkes spielt die Rose eine führende Rolle. In der„Medizinischen Klinik“ gibt Dr. E. Döring, zur Zeit Stabsarzt bei der Wehrmacht, eine auch den Nichtsachmann fesselnde und erschöpfende Darstellung, gestützt auf eingebende eigene Versuche, von der Rose als Heilpflanze. Der pharmakologisch und therapeutisch nutzbare Bestandteil ist das Rosenöl. In neuerer Zeit wurde vorwiegend nur das ätherische Rosenöl ausgenutzt, während die Alten auch das Fettöl der Rosenblätter in ausgedehntem Maße zu Heilzwecken verwendeten. Nach den Angaben Dr. Dörings, denen die Erwähnung des Rosenöls bei dem berühmten antiken Arzt Hippokrates und bei verschiedenen Pharmakologen und Medizinern vom Mittelalter bis zum 19 Jahrbundert zugrunde liegen, gibt es kaum ein Leiden, zu deren Linderung und Heilung die Rose in alten und neueren Zeiten nicht verwendet wurde: Fieber, Ohnmacht, Geburtswebenlinderung, Durchfall, Herzleiden, Blutreinigung, Stoffwechsel, Zahnschmerzen, Geschwüre, Augenentzündungen usw. Die Römer wuschen sich„nach Zechgelagen und schlaflosen Nächten den trunkenen Kopf mit Rosenwasser“— sie benutzten die herrliche Blüte also zur Behebung katzensammerähnlicher Zustände! Der Hauptbestandteil beilender Wirkung im Rosenöl ist das Geraniol, das durch chemische Analvse als ein Alkohol aus der Fettreihe ausgewiesen wird. Dr. E. Doring saßt die Heilwirkung des Rosenöls auf Grund seiner antiken und modernen Verwendung dabin zusammen, es diene als Augenbeilmittel, als schmerzstillend und beruhigend, gegen Wurmkrankheiten und Eiterungen, als Abführmittel und schließlich gegen Entzündungen. Für bedeutsam hält der Verfasser vor allem auch die Hinweise, die sich in der antiken Literatur über die heilende Kraft des Rosenöls bei„Lungengeschwüren“ finden. Die Untersuchungen über die Wirkung von Rosenölpräparaten sind erst in jüngster Zeit in ausgedehntem Maßstab vorgenommen worden Sie scheinen zu bestätigen, daß diesem pflanzlichen Stoff allerdings eine sehr beachtliche und verschiedenartige Heilkraft innewohnt, die lange Zeit wenig beachtet wurde oder deren Kenntnis verlorengegangen war. So wurden z. B. sehr ermutigende Erfolge bei der Behandlung vor chronischer Bronchitis, von Bronchialasthma und sogar von Lungentuberkulose erzielt. Man geht heute wissenschaftlich der Verwendung sowohl des Rosenfettöls wie des ätberischen Rosenöls nach. Dabei wurde festgestellt, daß diese Stoffe schwach schmerzstillend, ähnlich wie Alkobol, Chloroform und Aetber und anästhetisierend auf die Schleimhäute, etwa wie Menthol, wirken. Die günstige Beeinflussung der Prozesse in den Lungen und des Bronchialasthmas teilt das ätberische Rosenöl mit den anderen ätherischen Oelen Es ist also so: die Rose ziert nicht nur festlich den Garten, sie erquickt nicht nur königlich unser Geruchseomfinden und bezaubert uns durch den einzigartigen Reiz ihrer Blüte— sie birgt auch Heilung und Gesundung. Wahrlich ein seltener Fall idealer Vereinigung von Poesie und Prosa! Wenn sich der Veranstaltungsplan des deutschen Sports für das dritte Januar=Wochenende auch wieder in einem zeit= und kriegsbedingten bescheidenen Rahmen hält, so verzeichnet er doch nicht weniger als fünf Internationale Wettkampfe, die im Rahmen des sogenannten„kleinen Grenzverkehrs“ ohne größeren Aufwand durchgeführt werden können und wieder einmal erkennen lassen, welch vielfache Möglichkeiten sich dem Sport auch im fünften Kriegsjahr bieten. Im Rasensvort steht nach wie vor der Meisterschaftskampf im Vordergrund des Interesses, doch meldet sich im Fußball nun auch wieder der Tschammervokal=Kampf zu Wort, der in diesem Monat traditionsgemäß in allen Gauen in den unteren Klassen mit den Vorrunden begonnen wird. An größeren Freundschaftsspielen sind diesmal nur KSG VfL 99 Köln SpBa Sülz 07 gegen Tus Neuendorf und LSV Hamburg gegen die„Roten Jäger“ zu nennen. Am umfangreichsten ist das Programm der Jahreszeit entsprechend natürlich im Wintersport. Westdeutschlond ist dabei mit zwei großen Eissportveranstaltungen in Düsseldorf vertreten, wo es neben Kunstlaufdarbietungen von Strauch Noack, Gudrun Olbricht u. a. auch zu Eishockenspielen zwischen der DEG und RotWeiß Berlin kommen wird. Zwei der internationalen Veranstaltungen aibt es im Eissport, und zwar ein Juniorenwettbewerb in Klagenfurt mit ungarischer und flowakischer Beteiligung, wobei Klagenfurter AC und Prag Eishocken spielen werden. sowie in Krynoca(Generalgouvernement) ein Eisbockerspiel GG gegen die Ostlowakei, in dessen Rahmen die Wiener Martha Musilek, Edi Rada, Madeleine Müller und Stohr Hackl kunstlaufen und tanzen werden.— Der Schisport bietet von Sonntag zu Sonntag einen umfangreicheren Kampfplan. Am 10. Januar werden die Kreismeisterschaften an vielen Orten fortgesetzt, während für die Gaue Salzburg und Franken bereits die Gautitelkämpfe angesetzt sind. Beneckenstein, Altenau im Harz, Neuberg in der Steiermark, Annabera, Garmisch=Partenkirchen und das kleine Walsertal sind Schauplatz von Lang= und Sprung= bzw. Abfahrts= und Torläufe. Auch der Radsport meldet zwei internationale Veranstaltungen, die große Amateurveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle mit niederländischer, flämischer und slowakischer Beteiligung sowie das Hallenradsportfest in Singen mit mehreren Schweizer Meistern.— Die Schwerarbletik ist in dem internationalen Programm mit dem dritten Ringer=Städtekampf zwischen Wien und Preßburg vertreten, wobei die Begegnung von Sedlmaver(Neuaubing) mit dem Olympiasieger Herda(P) im Mittelpunkt steben sollte.— Der Schwimmiport ist mit einigen Jugendvergleichskämpfen vertreten: in Hamm stehen sich die Jungen der beiden westfälischen Gebiete und die Mädel von Westfalen=Süd, Mittelelbe und Düsseldorf gegenüber, während sich in Straßburg HJ und B2M von Baden(Elsaß, Westmark und Moselland treffen.— Die Boxer endlich kommen in Rheinhausen(u. a. Runge gegen Fischer) und Hamborn beim Start des LSV Mainz, n Holzwickede(mit der KSG Köln) und in Harburg(mit Hein ten Hoff und Heini Heese) auf ihre Kosten, während im Tennis der nach Stockholm vereinbarte Länderkampf zwischen Schweden und Dänemark zu nennen ist. Westfalia will in Sicherheit! Glückt Revanche gegen Spyg Erkenschwick! Die Fußballmeisterschaft in der westfälischen Gauklasse rückt ihrer Entscheidung immer näher. Die Spannung der Fußballgemeinde im Lande der„Roten Erde“ ist in dieser Spielzeit wesentlich größer als in früheren Jahren. In der Spitzengruppe liefern sich FC. Schalke 04, Borussia Dortmund und BfL Altenbögge ein bartumstrittenes Rennen um den Meistertitel, während fast alle anderen Vereine noch in Abstiegsgefahr geraten können. Die Vereine am unteren Tabellenende machen verzweifelte Anstrengungen, so daß die große Wendung noch kommen kann. Am dritten Januar=Conntag stehen sechs Mannschaften im Punktekampf. In Wanne=Eickel tritt die SpVa Röhlingbausen gegen BfL Altenbögge an. Die Platzelf will für die 0:3=Niederlage aus dem Hinspiel Revanche nehmen, doch wird die Elf aus dem Hammer Revier nicht leicht einen Punkt abgeben. Am Schloß Strünkede in Herne will Westfalia Herne gegen SpVa Erkenschwick für die im Best Recklingbausen erlittene 1:6=Niederlage Repanche nehmen. Gelingt den Hernern dieses Vorhaben, so können sie die Abstiegsgefahr noch bannen. Schließlich steigt in der Kampfbahn„Rote Erde“ der Dortmunder Lokalkampf Borussia Dortmund gegen BfB Alemannia Merkur 07 Dortmund. Die Borussen, die setzt ohne Lenz und Erdmann spielen müssen, werden den 2:1=Sieg aus dem Hinspiel nur nach einer besonderen Leistung wiederholen können, da der Neuling sich inzwischen gefunden und über BfL Bochum 48 und SpVg. Erkenschwick schöne Erfolge errungen hat. Die KSG Bielefeld nützt den spielfreien Sonntag zu einem Freundschaftskampf gegen den LSV Güterslob. Die Bielefelder Kombinierten dürsen den„Zweitklassigen" keineswegs unterschätzen. Im Gelsenkirchener Norden sieht man der Freundschaftsbegegnung SC Hassel 1919— FC Schalke 04 mit größter Spannung entgegen. Man ist gespannt, wie der tüchtige Neuling und Meisterschaftssavorit der Staffel Gelsenkirchen gegen den sechsfachen Deutschen Fußballmeister abschneiden wird. Die Strünkeder in neuer Besetzung! Im Stadion am Schloß Strünkede wird morgen die Spannung groß sein, wenn der Gauligist Westfalia zum Rückspiel gegen die SpVa Erkenschwick antritt. Zweimal haben die Herner im Hindenburg=Stadion in Erkenschwick gegen die Schützlinge von Ernst Kuzorra gespielt. Als die Erkenschwicker den Meistertitel-'n der Staffel Recklinghausen geholt hatten, da verpflichteten sie den Herner Gauligisten zu einem Freundschaftsspiel. Die Westfalia=Elf trat in starker Besetzung an, schlug Erkenschwick mit 6:1 recht klar und binterließ im Vest Recklinghausen den besten Eindruck. Als dann die Herner zum Meisterschaftsspiel nach Erkenschwick mußten, da batten sie starke Mannschaftssorgen. Mit einem sehr schwachen Torhüter mußten sie trotz einer Feldüberlegenheit eine hohe 1:6=Niederlage binnehmen. Diese Niederlage wollen die Herner morgen wettmachen. In der morgigen Begegnung geht es aber um noch mehr, da die Herner die Abstiegsgefahr bannen wollen. Am letzten Sonntag zeigte die Herner Mannschaft im Gelsenkirchener„Feldherrnviertel" einen vorbildlichen Kampfgeist, der einen verdienten 3:2Sieg über Alemannia Gelsenkirchen und zwei wertvolle Punkte einbrachte. Wenn der Platz im Oberhaus behauptet werden soll, dann müssen aber noch mehrere Punkte erobert werden. Die Strünkeder haben sich für die noch ausstehenden Spiele gut vorbereitet. Vielleicht treten die Westfalen schon morgen in neuer Besetzung an. Es besteht die Möglichkeit, daß bereits morgen einige neue Gastspieler eingesetzt werden. Vermutlich wird der Angriff wesentlich verstärkt werden können. Da die Erkenschwicker in den letzten Wochen durch Spielerverluste eine kleine Formkrise durchmachen müssen, kann den Hernern auf eigenem Gelände vielleicht die Revanche glükken. Nur wenn dieses Vorhaben gelingt, wird sich unser heimischer Gauligist auch im fünften Kriegsjahr in der Gauklasse behaupten können. Die Entscheidung rückt näher Wie sind die Aussichten in der 1. Klasse! In der 1. Klasse wird die Meisterschaft ebenfalls fortgesetzt. Sechs Mannschaften marschieren in der Staffel Gelsenkirchen zum Punktereigen auf. SV Preußen Wanne erwartet Sus Beckbausen 05 und kann zu Hause diese Punkte erobern. SuT Horst=Emscher wird Tus Erle 08 mit einer klaren Niederlage auf die Heimreise schicken. Recht spannend dürfte das Ortstreffen zwischen SP Rattrop 1911 und BfB Bottrov 1900 verlaufen. Nach den bisherigen Leistungen zu urteilen, haben die BfB.er die besseren Siegesaussichten. Nur drei Spiele gibt es diesmal in der Staffel Dortmund. Der Tabellenführer BC Bövingbausen 04 wird KSG Werne sicher abfertigen können. KSc Castrop 02/11 kann SuS Derne sicher aus dem Felde schlagen, so daß die Anwartschaft auf den Staffelsieg bestehen bleiben wird. KSc Hörde gilt zu Hause gegen Phönix[Marathon Dortmund als Favorit. In der 2. Klasse will es nicht mehr klappen. Inzwischen sind uns neue Termine nicht zugegangen. Wie verlautet, haben BV Herne=Süd, Blau=Weiß Ickern und Sportsreunde Schwerin für die Kriegsdauer ihren Betrieb eingestellt. Nur zwei Spiele am Niederrhein Am Niederrhein werden die beiden vom letzten Spieltag der ersten Serie rückständigen Treffen nachgeholt. Dabei sollte der Tabellendritte, KSG Oberhausen, dem am Vorsonntag die Punkte gegen die Hamborner KSG kampflos zugesprochen wurden gegen die im neuen Jahr abgefallene Elf von Tus Helene Essen vor einem ziemlich sicheren Siege stehen, während die Ausgabe des VfL Benratb gegen die KSG Essen, die vor acht Tagen mit einem überraschend glatten Sieg über Gelb=Weiß Hamborn aufwartete, weit schwerer erscheint. Zweimal Hamburg— Niederrhein Wie bereits kurz berichtet, haben Niederrbein und Hamburg zwei Fußball=Freundschaftsspiele abgeschlossen, die an einem noch zu bestimmenden Sonntag im Februar in Hamburg und am 5. März in Düsseldorf vor sich geben werden. Das gleichfalls geplante Spiel Hamburg gegen Südhannover-Braunschweig hingegen fällt aus. Pretzburg— Berlin Die Fußball=Auswahlmannschaften Pretzburgs und Berlins stehen sich, wie nunmehr endgültig feststeht, am 1. März erneut, und zwar in Preßburg gegenüber. Wien und Preßburg liefern sich ihr Rückspiel am 30. April in Wien. Tus Holsterhausen wurde ausgeschlossen In der Staffel Süd der westfälischen HandballGauklasse sollten ursprünglich am Sonntag drei Meisterschaftsspiele ausgetragen werden, doch wurde die Mannschaft von Tus Holsterbausen wegen dauernden Nichtantretens vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen und alle Treffen für verlustig erklärt, so daß die Begegnung Tus Holsterbausen gegen ATV Dorstfeld binfällig wird. Turnklub Wanne erwartet den Tabellenführer und Favoriten SGOP Recklingbausen. Man darf hier einen großen Kampf erwarten. Die Meisterschaft wird den SGOP=Leuten auch in diesem Jahr kaum noch zu nehmen sein. Reichsbahn Recklinghausen trifft auf Eintracht Dortmund. In der Staffel Nord spielen MSV Lemgo— Reichsbahn Hamm und KSG Ahlen— LSV Detmold. Diesmal Favoriten in Front? Sieben Traberprüfungen In Gelsenklrchen Am Sonntag setzt der Westdeutsche Traber=, Zucht= und Rennverein Gelsenkirchen seine Winterveranstaltungen mit einem interessanten Programm fort. Sieben Rennen werden auf der Bahn am Nienbauser Busch gelaufen. In den meisten Prüfungen kommen gutbesetzte Felder an den Ablauf, so daß wieder interessanter Sport zu erwarten ist. Man ist gespannt, ob nach den zahlreichen Außenseitersiegen des Vorsonntags diesmal die Favoriten in Front enden können. Bereits um 12 Uhr werden die ersten Traber auf die Reise geschickt. Unsere Auswahl: 1. R.: Eisenbart— Claas— Stall Kruse; 2. R.: Stall Alkemade— Gimpel— Ingomar; e3. R.: Gloxinia— Battie— Thronfolger; 4. R.: Egon— Jakob— Nico; 5. R.: Erster von Osterloh—(Peter Ruth)— Zenzl— Herzkönig; 6. R.: Wattenmeer— Peter Ruth— Indus; 7. R.: Bernadotte— Nadir Shah— Zigeunerkind. Aus dem Internalionalen Ring Spaniens Amateurboxer richteten nun auch an die Elowakei eine Einladung, sie in ihrer Heimat zu besuchen. Die Slowaken haben die Einladung angenommen und werden Ende März in Madrid und anschließend daran noch einmal in der Provinz in den Ring klettern. Finnland veranstaltet seine Boxmeisterschaften am 26. und 27 Februar in Helsinki.— Eine Reihe bester finnischer Amateure ist ins Lager der Berufsborer übergetreten, so Ville, Salminen und Koikonen. Wie weiter verlautet, soll der Este Raadik, der jetzt ebenso wie sein Landsmann Issajew=Leet in Helsinki ansässig ist, demnächst eine Wettkampfreise durch Europa antreten und dabei u. a. in Dänemark, Belgien und den Niederlanden in den Ring geben. Amaleure Im Holzwickeder Ring Eine größere boxsportliche Vormittags=Veranstaltung zieht am Sonntag im Saalbau„Herkelmann“ die Borabteilung der Spielvereinigung 1912 Holzwickede auf. Die verstärkte Holzwickeder Mannschaft trifft auf die neue Kriegssportgemeinschaft Köln, die sich aus den früheren Boxvereinen„Colonia— Post— SG— Stollwerck“ zusammensetzt. Für Holzwickede starten u. a. Scholl, Geldermann, Tomczak(Dortmund). Petermann(Bochum), während in der Kölner Staffel u. a. Meister Obermauer, Gales, Virnich, Mertens(Neuß) usw. mitwirken sollen. Zwei Vergleichskämpfe In Hamm Zwei interessante Vergleichskämpfe im Schwimmen kommen am Sonntag im Hammer Stadtbad zur Abwicklung. Erstmalig messen die besten Schwimmer von WestfalenSüd und Westfalen=Nord ihre Kräfte, und außerdem stehen sich noch die BTM=Mannschaften von WestfalenSüd, Mittelelbe und Düsseldorf im Vergleichskampf gegenüber. Da alle Gebiete mit den besten Kräften in Hamm antreten, ist mit spannenden Rennen in den einzelnen Staffeln zu rechnen. Geschwommen werden: 4mal 100 m Kraul, 4mal 100 m Brust, 3mal 100 m Lagen und 3mal 100 m Rücken. Ueberfüllter Zug entschuldigt nicht Zu einem im Sportgau Sachsen ausgetretenen Tatbestand hat das Reichsfachamt Fußball im NSRL eine grundsätzliche Entscheidung gefällt, die überall zur Kenntnis genommen werden sollte. Man hatte in Sachsen dem SV Riesa nach dem Treffen mit Tura Leipzia beide Punkte zuerkannt, da Tura unvollständig angetreten war. Dieses Urteil des Gausachamts, hat das Reichsfachamt, von Tura zur letzten Entscheidung angerufen, bestätigt. In der Begründung wird als unerheblich bezeichnet, ob der Zug, mit dem Tura nach Riesa fuhr, überfüllt war oder nicht. Pflicht der anreisenden Mannschaft wäre gewesen, sich rechtzeitig auf dem Bahnhof einzufinden, damit die Mitfahrt auf alle Fälle gesichert war, zumal der in Frage kommende Zug in Leipzig leer eingesetzt wurde. Lohmann In Antwerpen Der deutsche Stebermeister Walter Lohmann,(Bochum) wird am Sonntag im Antwerpener Sportvalcst gegen beste internationale Klasse antreten. Zu seinen Gegnern zählen die Belgier Meuleman, Clautier und Janssens sowie der Kranzose Chaillot und der Schweizer Besson. Waagrecht: 1. Säugetier, 3. Papagei, 8. Hauptstadt der Samoainsel Uvolu. 9. Fluß in Ungarn, 10. Farbe, 11. Blume, 12. Ablagerung aus der Luft, 15. Hausvorbau, 18. Künstler, 20. inneres Organ, 22. Kurort, 24. Musikinstrument, 25. modernes Verkehrsmittel, 26. Segelstange, 27. Grasfläche. Senkrecht: 1. Herrschertitel, 2. Heldenlied, 3. Wunsch, 4. Sonnengott, 5. Fisch, 6. Oelpflanze, 7. Tageszeit, 9. russische Münze, 11. Pfefserfresser, 13. großer Truppenkörper, 14. Witz, 16. Bilderrätsel, 17. Stadt in Südwestarabien, 19. Teilzahlung, 21. port. Besitz in Vorderindien, 23. Fluß in Rußland, 25. Fluß in Kurland. * Auflösung zum Kreuzworträtsel Waagrecht: 1. Flensburg, 7. Rat, 8. Leu, 9. Ural, 11. Naht, 12. Turin, 14. Tag, 15. Mosel, 17. Egon, 19. Rest, 21. Inn, 22. Dee, 23. Sudermann. Senkrecht: 1. Fruchteis, 2. Lar, 3. Etat, 4. Ulan, 5. Reh. 6. Gutachten, 10. Luton, 11. Niger, 13. Ras, 15. Mond, 16. Leda, 18. Gnu, 20. Sen. Auflösung zum Silbenrätsel 1. Euklid, 2. Rienzi, 3. Liane, 4. Insel, 5. Eboli, 6. Banane, 7. Erwerb, 8. Posaune, 9. Rimini, 10. Erebus, 11. Imperfekt, 12. Samarkand.= Die Liebe ist der Liebe Preis. Auflösung zur Ersatzaufgabe: Friesen, Welle, Mangel, Biese, Wildfang, Wasserfall, Füllhorn, Mauer, Flieger, Verzeihung, Atem, Gebäude, Hegel: Segelflugzeug. Aus der Bewegung NSDAP Ortsgruppe Herne=Tüd: Sonntag, 17 Uhr, im Saale Heitkamp, Bochumer Straße 69, Appell der Politischen Leiter, Amtswalter und Amtswalterinnen. verbunden mit dem Zellenabend der Zellen 1, 2, 3 und 4. Führerbesprechung ½ Stunde vorber Ortsgruppe Herne=Stadtgarten: Sonntag, 10.30 Uhr, Mitgliederversammlung in der Aula der Oberschule für Mädchen. Mitgliedskarten und Mitgliedsbücher werden nur in den Mitgliederversammlungen ausgegeben. Ortsgruppe Herne=Constantin: Der Zellenappell für die Zellen 7, 8, 9 am 16. Januar bei Voß fällt wegen der Gaustraßensammlung aus. Ortsaruppe Herne=West: Sonntag, 16.30 Uhr, Mitgliederversammlung in der Aula der Oberschule für Jungen an der Franz=Seldte=Straße. Es weden Mitgliedsbücher und Mitgliedskarten ausgegeben. Erscheinen sämtlicher Parteigenossen ist Pflicht. Wie kören im Ründsunie: Sounabend: Reichoprogramm: 8—8.15: Zum Hören und Behalten: Johann Sebastian Bach. 11.90—12.40: Ueber Land und Meer(nur Berlin, Leipzia, Posen). 12.85 bis 12.45: Der Bericht zur Lage. 14.15—15: Musik„Am lausenden Band“. 15.30—16: Frontberichte. 16—17: Ein bunter Melodienstraut. 17.10—18: Tänzerische Röuthmen und gefällige Melodien. 18—18.30: Kleine musikalische Skizzen. 18.30—19: Der Zeitspiegel 19.15—19.80: Frontberichte. 20.15—22:„Bunte Palette“, unterhaltsame Weisen und virtuose Kleinigkeiten. 22.30—24: Wochenausklang mit Unterhaltungsorchestern und Sollsten.— Deutschlandsender: 17.10—18; Sinsonisches Konzert des Berliner Rundsunkorchesters, Solist: Tivor de Machula. 18—18.30: Solistensendung„Auch kleine Dinge können uns entzükken“. 20.15—22: Beschwingte Musik aus Oper und Overette. Sonntaa: Reichsprogramm: 8—8.30: Orgelwerke von Joh. Seb. Bach. 9—10: Frohe Weisen am Sonntagmorgen. 10.15—11: Vom großen Vaterland:„Wir rufen Deutschland“, eine Sendung von Friedrich Richter. 11.05 bis 11.30: Chor= und Spielmusik vom Mozartchor und der Rundfunkspielschar Berlin der HJ. 11.30—12.30: Beschwingtes Mittagskonzert. 12.40—14: Das Deutsche Volkskonzert. 14.15—15: Muntere Noten. 15—15.30: Ursula Burg erzählt ein Märchen. 15.30—16: Solistenkonzert: Else C. Krauß, Hans Hotter, Michael Raucheisen. 16—18: Was sich Soldaten wünschen. 18—19: Konzert der Berliner Pbilbarmoniker: Violinkonzert von Beethoven, Solist: Erich Röhm, Leitung: Wilbelm Furtwängler. 10—20: Eine Stunde Zeitgeschehen. 20.15—22: Bunte Melodien= kette aus Film und Operette.— Deutschlandsender: 9—10: „Unser Schatzkästlein“, Sprecher: Erwin Linder und Stig von Nauckhoff. 10.15—11: Unterhaltsame Weisen. 11.40 bis 12: Schöne Konzertmusik am Sonntag. 15.30—16.50: Opernsendung des Großdeutschen Rundfunks:„Der Bajazzo“, von Leoncavallo, Leitung: Artbur Rother. 16.50 bis 18: Beschwingte Musik. 18—19: Beliebte Melodien und tänzerische Klänge. 20.15—20.55: Meisterwerke deutschei Kammermusik: Streichauartett 130 von Beethoven. 20.55 bis 22: Schöne Melodien aus romantischen Opern. Tausalz schützt Löschwasser, Weichen usw. vor dem Eintrieren. 1 Zir. Poplersock S.— RM. 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Januar 1944 Unseren lieden Eltern, den Cheleuten Josef Tomiak, Blücherstraße 32, zu ihrer am 15. Januar 1944 stattfinden. den Silberhochzeit die herzlichsten blück. und Segenswünsche. Gewidmet von ihren dankbaren Söhnen Theo, Haus und Albert. Für die vielen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer Verlobung danken wir allen recht herzlich. Anneliese Schulte, Josef Alix, Herne, Gustloffstr. 13 im Jan. 1944. —. Wir erhielten die tieftrau. nige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, unser guter Sohn, Bruder, Schwager Onkel und Refse, der Obergetreite Altred Kürbis im Alter von 33 Jahren im Osten bei den schweren Abwedrkämpfen den Heldentod gesunden da: In tieser Trauer: fran Elisaderd Kurdis, geb. S#c#l#rkamp Permann Kurdie und Frau. Anna ged. hotredtt allen Anverwandten Herne Rortür#0) 12 Jon. 1044 V, Wir erhielten die tieftrau. rige Nachricht, daß mein ∆ lieber, herzensguter Mann, mein guter Sohn, Schwiegersohn. Bruder, Schwager und Onke Obergefreiter Josef Daleki nach kurzem Eheglück in den schweren Kämpfen an der nördlichen Ostfront sein Leben im Alter von 38 Jahren dahingegeben hat. Wir gaben unser Bestes! Möge ihm die fremde Erde leicht sein! In unsagbarem Schmerz: Frau Klara Daleki, geb. Goebel Wwe. Frau Daleki Familie Karl Goebel nebst allen Geschwistern Herne(Hiberniastr. 53). Evangelischer Kirchendienst Sonntag, den 19. Januar 1944: Herue: Hauptkirche: 8.30 Uhr Frühgottesdienst. Diakon Kunstmann; 10 Uhr Hauptgottesdienst. Pfarrer Kill: 11 Uhr Taufen; 11.20 Uhr Kindergottesdienst Waldschule Konstantin: 10 Uhr Gotiesdienst. Diakon Tripp; 11 Uhr Kindergottesdienst Kapelle Horsthausen: 10 Uhr Lesegotteodienst. Aeltester Kunze; 11.20 Uhr Kindergotteodienst Lutherhaus: 10 Uhr Gottesdienst Diakon Kunstmann; 11.20 Uhr Kindergottesdienst Amtswoche und Vorsitz im Presdytertum: Pfarrer Kill Mont=Cenis=Straße 5. Evang. Freikirche, Manteuffelstraße: 10 Uhr Gottesdienst, 15 Uhr Gottesdienst Prediger Reploeg Bankan; 10 Uhr Gottesdienst, Stadtmissionar Benecke aus Herne; 11.15 Uhr Kindergottesdienst: 12.10 Uhr Taufen Freitag 17 Uhr Betstunde. Sodingen: 8 Uhr Frühgottesdienst in der Schadedurg Pfarrer Barner; 9.45 Uhr Gotteodienst Pfarrer Barner; 11 Uhr Taufen. Riemke: 9 45 Uhr Gortesdienst Pastor Mühge: 11 Uhr Taufstunde. Holsterhausen: 10 Uhr Gottesdienst, Pfr. Steil: 11 Uhr Kindergottesdienst; 11.45 Uhr Tausstunde Mittwoch 16 Uhr: Gemeindebibelstunde Reuapostolische Gemeinde: 9—17 Uhr. D. C. Nationalkirchl. Einung. Um 10 Uhr 30 Gottesfeter in der Aula, Franz=Seldte=Straße. Es spricht Pfarrer Kerstner, Herford. Gosia Pakast Der hellere Film: Vrukiröln Nuschirs MIt VITTORIO DE SICA ADRIANA BINETT ANNA MAGNAN De packende Geschichte eines Waisenmädehens— eine glück lohe Mischung von Humor u. Erns# ugend nicht sugelassen WOCHENSCHAU· KULTURFILN Wochenschau 1.10 S.o5 5.00 Uhr Hauptfilm 1.30 S 25 5. 20 n c P drachte uns infaß die noch immer unsaßbare ∆ R a c r i c h t, d a ß m e i n l i e d e r, ger Junge unser stets um = owgegter Bruder. Resse und Berter der Geirene Eberhardt Müller Jnd. des Verwundetenabzeichen: Dezember 1943. 4 Wochen vor seinem 20. Geburtstog. im Os.den Heldentod sand In nieser Trauer Wwe. Augufte Muher ger Falk. Eloire und Raro als Schwettern. Herne(Schillerstr. 15), 12. Jor 120. Das Seelenamt ist Monzag der 17. Jan. 1944 um 8: Uhr er de: Bonfanus-Kirche Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief nach Gottes unerforschlichem Willen meine liebe Gattin, unsere liebe Mutter. Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Tante und Schwägerin Luise Grüning geb. Redderhase im Auer von 47 Jahren In tiefer Trauer: Familie Emil Grnning und Kinder Herne, 14. Januar 1944. Die Beerdigung findet am Mon. tag. dem 17. Jan. 1944 15½ Udr von der Leichenhalle des Friedhofes an der Wiescherstraße aus statt. FÜREL INHABER DIPL.-ING ALBERTSCHLENKHOFF Elektrotechnische IndustrieMontagen und Apparatebau HERNE I. W. Versicherungen aller Art Kraftfahrzeug— Transport-(See— Fluß- Land) Reisegepäck— Garderobe— Feuer— Wasserleitung Sturm— Einbruch— Glas— Haushalt— Haftpflicht — Unfall— Leben— Montage— Maschinen—. Bau. wesen— Betriebsunterbrechung Sachgemäße Bearbei tung Heinrich Geck General=Vertreter der„Agrippina“ Verf. 8.=G. Bahnhofstraße 42. Nuf 52364. HIRRR Werkzeuge säubern, dann geordnet weglegen! so werden sie geschont und wertolle: Rohmalerial gespen.— Münen wir unsere eigenen, uns von der Natur geschenkten well werlvolleren„Werkzeuge“ nicht ebenso plleglich behendein? Selbst eine kleine Verletzung kann böse Folgen haben. Derum auch solche Wunden schülzen met RIIIINARE DANKSAGUNGEN . F u r d u B e w e n e h e r z i c h e r Anteilnahme beim Helden, ∆ tode unseres lieden SohneB uders August sagen Wir unseren tiefempfundenen Anton Schneegaus und eran Friederike, ged. Pröpper, erdst Rindern. Herne, Straß. rurger Straße 24). Für die vielen Beweise -zlicher Teilnahme an. slich des Heldentodes lieden Gatten und guten brechen wir dierdurch ##asten Dank aus Frau ##rai Krämer, ged. Junker, dit Lochrerchen Beide und Anerwandte. Herne. 5 Jan. 1944. Later: de vielen Beweise inniger 1 nnsazme deim Tode unserer S##schlafenen sagen wir “ d i e s e m W e g e u n s e r e n Hermann Inan nedst Kindern und allen Anvetwendien. Herne im Ja. au: 1944 die vielen Beweise aufrichtiTeilnodme deim Tode mei** K— — Rannes und unseres gaten Baiers sagen wir allen — vernschiten Dank. Frau Swe. Matdias Neudoff nebst Kindern. Herne. Bahndofstr. 99. Für die liebevolle Teilnahme, die uns anläßlich des Todes meines jeden Mannes, unseres guten Vatere und Schwiegervaters er. wiesen wurde, sagen wir allen Verwandten und Bekannten auf diesem Wege unsern herzl. Dank. Frau Wilhelmine Cramer und Kinder. Herne, Riemker Str 11. Für die vielen Trostesworte und Anteilnahme beim so plötzlichen Hinscheiden meines geliebten Gatten, unseres lieben Vaters, sagen wir hiermit unseren herz. lichsten Dank. Frau Grete Haus und Kinder. Herne(Marien. straße 17), den 12. Januar 1944 A- Sucg 1. Jar 11.2 Unr # n a n L u m u r A r m n t k t e: m M3en1ngien Tramurgemn Stutegeunutte. Orraf Sm Einnuner un S nca Lremtanst un Roluer m Atue: um# Juart. be nen nan une Beniarrei tarer „ Somr u pe. Emictte: #o Fu dur aru Rl. Verloren ür 4. Jen. 189 Mher 18 u. 29 n 2. Stelisnn Sctilur Rmminstr, nu Surnammtnen Imnttras ri. Kam im rec: Quseha b#l. weg#l. Her-= Lenderugten— V.— Brus zus Deine. Neier Bezzor Pe bemzr de rend. Uber: u 1 sroe ###.#m 0077. Kelozen. Biecer. ginger en tlanget Smte 8 Terr Prelle 1 Kohlenklau's Meitersheifer Nr. Problemi! „Geht mir vom Leibel Viel zu schwierig, hab ich nie gemocht, kann mon von mir nicht verlangen!“ Er sieht Probleme .. wo es keine gibt! Oder ist es ehwo schwierig, die Platte eines Kochherdes aufzunehmen und darunter Ruß und Hugaschs zu entfernen, bei dieser Gelegenheit auch des Schornsteinanschlußrohr zu säubern und vielleicht sogor den Herdrost mit Lehm und Ziegelstein zu verkleinern? Nur Mut, mein lieber! Du kriegst den Herd wieder zusommen und freust Dich später über isporte und Kohlenklau obgejogte Kilo Kohle. Und donn merk Oir:„Konn nicht“ wohnt nicht weit von„Mog nicht“ Und seirt mol Hond oof: Herz Frau ROMBA nran tumzraise 54 S.x: T# du s1 n L1: ge. enhrugreut. EipeoreresFrutahtaseng aler Lreue I. ALLbe:-TEL-E: PTTO.“ unn Aumrtesger u. Temmalage## 9 RPITTNIASRS. Pe. vul. M un hausnatt erntgen #nmfl. berm## abe###t. a.d: sullig vo 11—1 T1 Stottern Institut G. 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