vonnerstag. 22. Bkloder Diese Zeitung erscheint fagl.(auch nntags Bezugspreis durch die Boten frei Haus halbmonatlich 9.20, Anzeigen 1 mm Höhe in der 26 mm breiten Spalte 0.10, für auswärts 0.12, Reklamen 0.40. für auswärté 0.50 R.=M. Stellengesuche 25%— Die am Kopfe der Zeitung bekanntgegebenen Zeilenpreise sind für Inserenten und Verlaa rechtsverbindlich. Bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkursverfahren ist der bewilligte Radatt hinfällig. Druc u. Verlag Buersche Druckerei Omdö.G.=Buer Buersche Zeitung General=Anzeiger für Gelsenkirchen und das Emscher Lippeland Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Gelsenkirchen Amtsblatt für das Amt Westerholt und die Gemeinde Dolsum. Verordnungsblatt des Amtsgerichts Gelsenkirchen=Buer Nr. 289 7 50 78 1931 Geschäftestellen Buer, de sa Chevallertestraße 27, Fernruf G.=Buer S.=A. Sammel=Nummer 301412 Gelsenkirchen. Alter Markt 26## Orahianschrift: Zeitung Buerwestfalen. Dostscheck=Konto: Köln 20179. Bank=Konto: Commerz= und Privat=Bank A.=G. Duer. für das Erscheinen der Anzeigen in bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Unfall=Unterstützung in Höhe von 230 R.=1.— bei tödlichen Berufs=Unfällen nach Maßgabe der Versicherungs=Bedingungen. Der deutsche Wirtschaftsbeirat ernannt Die Auswahl der Reichsregierung- Heute erste Sitzung unter dem Vorsitz Hindenburgs Weg zur Lösung der deutschen Wirtschaftskrise :: Berlin, 21. Okt.(Eig. Draht.) In dem bekannten. Brieswechsel zwischen Reichopräsident und Reichskanzler vom 13. Oktober war die Schaffung eines Wirtschaftsbeirates vorgesehen worden, der in eingehender Beratung zu einer Lösung lebenswichtiger Fragen hinsichtlich der Ge staltung der deutschen Wirtschafts= und Sozialpolitik gelangen soll. Entsprechend dem in dem Brieswechsel sestgelegten Aufgaben dieses Wirtschaftsbeirates und der Art seiner Zusammensetzung hat der Herr Reichspräsident nunmehr aus Vorschlag der Reichsregierung folgende Persönlichkeiten iu Mitgliedern des Wirtschaftsbeirats ernannt: Geh. Kommerzienrat Dr. ing. h. c. Ernst von Borsig, Fabrikbesitzer, in Berlin=Tegel, Dr. Brandes, Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrats, Königsberg, Reichskanzler u. D. Geh. Oberregierungsrat Dr. Cuno, Vorsitzender des Vorstandes der Hapag, Hamburg, Gewerkschaftssekretär Wilhelm Eggert, Berlin, Gewerkschaftsfretär Peter Graßmann, Berlin, Mauter= und Zimmermeister Robert Groß, Königsberg i. Pr., Kaufmann Dr. jur., Dr. ing. h. c. Bernhard Grund, Prasident der Handelskammer Breslau. Kaufmann Dr. jur., Dr. phil. Albert Hackelsberger, Oeflingen in Baden, Papierfabrikant Georg Haindl, Augsburg, Wagenbaumeister Wilhelm Hecker, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Gutsbesitzer Dr. Holtmeier, Lienen, Kreie Tecklenburg in Westsalen, Geschaftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dr. Josef Jahn, Berlin, Kaufmann Louis Körner, Berlin, Rittergulsbesitzer von Oppen, Präsident der Landwirtschaftskammer Brandenburg. Dannenwalde, Bernhard Otte, Vorsitzender des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands, Berlin, Direktor Dr. rer. pol. h. c., Robert Pferdmengs, Köln, Bäckermeister Ernst Pflugmacher, Magdeburg, Direktor der Commerz= und Privatbank Friedrich Reinhart, Charlottenburg. Mar Rössiger, Vorstandsmitglied des Gewerkschaftsbundes der Angestellten, Verlin, Zehlendorf, Dr. jur. Schmitt, Generaldirektor der Allianz und Stuttgarter Verein A. G., Berlin. Geh. Kommerzienrat Dr. jur. h. c. Hermann Schmitz, Vorstandomitglied der I. G. Farbenindustrie A. S. Beelin, Dr. jur., Dr. ing. e. h. Paul Silverberg. Industrieller, Köln, Otto Suhr, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Freien Angestelltenbundes Verin Generaldirektor Dr. ing. Dr. phil. h. c. Albert Bögler, Dortmund, Fabrikdirektor Willi Wittte, Dresden. Wie sich aus der Zusammensetzung des Wirtschaftsbeirate ergibt, ist darauf Bedacht genommen, möglichst alle Kreise der deutschen Volkswirtschaft und alle Landesteile zu berücksichtigen. Eine Erweiterung der Mitgliederzahl würde die Aktionsfähigkeit des Beirates gefährden. Industrie, Landwirtschaft, Handel, Handwerk und Kleingewerbe, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind durch Persönlichkeiten vertreten, die Gewähr dafür bieten, daß neben den großen gemeinsamen Interessen der gesamten Volkswirtschaft auch die Interessen der einzelnen Berufsstande und Wirtschaftsgebiete gleichwertig und mit gleichem Nachdruck vertreten werden. Der Herr Reichoprasident hat gleichseitig mit der Ernennung die Mitglieder in der ersten gemeinsamen Sitzung des Wirtschaftsbeirates und der Reichoregiekung. anP auch Reichobankprasident Dr. Gnther und Ganaraldirektor der Eisenbahn, Dr. Dorpmüller, teilnehmen werden, auf Donnerstag, dem 29. Ottober, vormittags 11 Uhr in sein Haus eingeladen. Diese Eröffnungssitzung wird unter dem Vorsitz des Herrn Reichsprasidenten stattfinden. * Dem Wirtschaftskeirat der Reichsregierung, dessen Ernennung heute abend bekanntgegeben wurde, kommt nach Auffassung maßgebender Kreise ganz besondere Bedeutung zu. Das geht schon aus der Tatsache hervor, daß die Reichsregierung ihren Wunsch auf Vertagung des Reichstages gerade damit motiviert hat, daß sie sich inzwischen unbehindert den großen Aufgaben widmen wolle, für die die Hilfe des Wirtschaftsbeirates in Anspruch genommen wird. Seine Bedeutung wird aber auch dadurch besonders unterstrichen, daß der Reichspräsident nicht nur die Ernennungen selbst vollzogen hat, sondern auch die Einladung zu der ersten Sitzung selbst ergehenläßt, die unter seinem persönlichene Vorsitz stallfindet. In dem bekannten Brieswechsel mit dem Reichskanzler hat er sich auch bereiterklärt, weiteren Sitzungen zu präsidieren. An diesene Sitzungen wird natürlich auch das Reichskabinett selbst teilnehmen. Kabinettsberatungen unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten sind bekanntlich außerordentlich selten. Solche Beratungen, die etwa mit dem in Parallele zu stellen sind, was man früher als Kronrat bezeichnet hatte, haben in den letzten Jahren nur einmal zu Beginn der Tätigkeit des ersten Kabinetts Brüning und davor im Zusammenhang mit der Konferenz von Locarno stattgefunden. Ueber die Arbeitsweise des Wirtschaftsbeirats haben wir bereits ausführlich berichtet. Die Beratungen werden nun nach der amtlichen Mitteilung am nächsten Donnerstag beginne Inzwischen wird der Kanzler am Tonnabendvormittag wieder in Berlin eingetroffen sein. Dann folgen am Sonntag und Montag die beiden Tage des italienischen Besuches. Der Dienstag und der Mittwoch stehen für die Vorbereitung der Eröffnungssitzung mit dem Wirtschaftsbeirat zur Versügung. Diese Vorbereitungen müßten sich natürlich auf das Programm erstrecken. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß der Kanzler mit einer sachlich gutfundierten Initiative in die Verhandlungen hineingehen und sie auch während der Dauer der Beratungen nicht aus der Hand geben will. An sich hatte sowohl der Reichspräsident als auch das Kabinett gewünscht, daß der Wirtschaftsbeirat so klein wie möglich gehalten wird. Eine geringere Mitgliederzahl war aber schon deshalb nicht möglich, weil die Mannigsaltigkeit der Probleme, die auf eine Lösung drängen, die Heranziehung von Vertretern der verschiedenen Wirtschaftszweige und Berufsstände notwendig machte. Der Ausgleich wird ja darin gefunden werden, daß man die praktische Arbeit gleich nach den ersten Sitzungen in besonderen Fachausschüssen beginnt, die der Vollkonferenz entsprechende Vorschläge zu machen haben. In politischen und wirtschaftlichen Kreisen erwartet man, daß der Wirtschaftsb. irat dem Reichskabinett für die Lösung der großen wirtschaftlichen und sozialen Probleme die Unterstützung bringt, die die Interessen des deutschen Volkes erfordern. Die Autorität des Reichspräsidenten steht hinter diesen Verhandlungen, und man muß in ihr die beste Gewähr für einen Erfolg sehen, die es in Deutschland überhaupt gibt. Deutschlands Milglieder für die deutsch=französische Wirtschaftskommission :: Berlin, 21. Okt.(Drahtber.) Der Reichskanzler hat die nachstehend genannten Herren eingeladen, in der Eigenchaft von Sachverständigen als Vertreter von Industrie, Handel und Landwirtschaft und als Vertreter der Arbeitnehmer an den Arbeiten der Gemischten DeutschFranzösischen Wirtschaftskommission teilzunehmen: Staatssekretär a. D. Bergmann, Geheimrat Brecht, Köln, Geheimrat Dr. Bücher, Rittergutsbesitzer von Flemming, Abr. Frowein, Reichsminister a. D. Dr. Hamm, Reichsminister a. D. Dr. Hermes, Geheimrat Kastl, Clemens Lammers, Direktor Lange, Berlin, Fabrikbesitzer Lange, Krefeld, Dr. Lejeune=Jung, Reichstagsabgeordneter Lemmer, Dr. Milchior, Fabrikbesitzer Müller=Oerlinghausen, General= direktor Dr. Enst Poensgen, Reichsminister a. D. von Raumer, Graf von Roedern, Bauerngutsbesitzer Schill, Merzhausen, Karl Schmitz, Duisburg, Dr. von Schnitzler, Weingutsbesitzer Freiherr von Schorlemer=Lieser, Kommerzienrat Schwarz, Nürnberg, Ingenieur Otto Schweitzer, Staatssekretär a. D. Freiherr von Stein, Staatssekretär z. D. Dr. von Simson, Dr. Solmssen, Reichstagsabgeordneter Tarnow, Generalkonsul Valentin, Oberbergrat von Velsen, Kommerzienrat Vogel, Chemnitz, Rittergutsbesitzer Vogelsang, Fabrikbesitzer Vögele, Mannheim, Dr. Weigelt, General= direktor Welker, Duisburg, Reichsbahndirektor Wolf und Otto Wolff, Köln. Diese Liste ist nicht ausschließlich und endgültig. Es ist vielmehr vorgesehen, gegebenenfalls auch andere Sachverständige zu den Beratungen der Kommission zuzuziehen. :: In numende Arbeitolosigkeit in den Vereinigten Staaten. Nach Schätzung des amerikanischen Arbeitsministeriums hat die Zahl der beschäftigungslosen Fabrikarbeiter im Monat September um 50000 zuge nommen. „Petit Parisien“ erklärt, im Staatsdepar= iement halte man es nicht für unmöglich. daß die Vereinigten Staaten auf gewisse Neutralitätsrechte im Kriegsfalle verzichten, falls eine wirtschaftliche Blockade von anderen Mächten gegen einen Angreiserstaat geschaffen werde. Wesentliche Bedingungen für diese politische Evolution würde jedoch sein, daß die Vereinigten Staaten sich nach Fühlungnahme mit den übrigen Mächten in voller Unabhängigkeit äußern und selber den Angreiser anerkannt und als solchen proklamiert hätten. In diesem Rahmen könnte eine französisch=amerikanische Aussprache in Angriff genommen werden. Hoover erklärt zum Voungplan: 9 Ein trauriger Fehlschlag Angestrengte Arbeit für das Programm der Besprechungen mit Laval : Newyork, 21. Okt.(Draht b.) Aus gutunterrichteter Washingtoner Quelle verlautet, daß Hoover vor Finanzberatern rundweg erklärt habe, der Youngplan sei ein ebenso trauriger Fehlschlag wie der Dawesplan. Prasident Hoover ist im Augenblick noch mit der Ausarbeitung des Programms für die Besprechungen mit Laval beschäftigt. Aus diesem Grunde wird er auch an der Beisetzungsfeier für Edison nicht teilnehmen. Hoover hatte erneut lange Besprechungen mit Staatssekretär Stimson, Unterschatzsekretär Mills und an deren Beratern. Sanierung der„Wirtschoft das Thema für hoover uns Laval — Newyork, 21. Okt.(Drahtber.) Associated Preß bringt folgende eigene Meldung aus Washington über die Stellungnahme Washingtons zu den bevorstehenden Besprechungen mit Laval: Die amerikanische Regierung stellt sich als Thema zu den kommenden Besprechungen zwischen Laval und Hoover die umjassende Berichtigung der verwickelten Weltwirtschaftslage vor, einschließlich einer eventuellen Schuldenreoision und einer einschneidenden Rüstungseinschränkung, allerdings ohne eine Garantie Amerikas für die politische Sicherheit Frankreichs. Man erwartet nicht— so erklärt Associated Preß weiter— daß irgendwelche vorherige Bindung in der Form eines französisch=amerikanischen Konsultatiopaktes oder in anderer Form zur Besprechung gelangen wird. Die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage, Versprechungen hinsichtlich der Sicherheit Frankreichs oder irgendeiner anderen europäischen Nation zu machen; sollte Laval tatsächlich einen derartigen Schritt vorschlagen, so werde das hier eine Ueber raschung hervorrufen. Hier in die Auffassung vorherrschend, daß die Sanierung der Weltwirtschaft die einzige Grundlage der Besprechungen bilden wird. In offiziellen Kreisen— so heißt es weiter— ist die Erkenntnis vielfach durchgedrungen, daß das Problem der Schuldenrevision im Vordergrunde der Besprechungen stehen muß. Von jeher haben die Vereinigten Staaten darauf gedrängt, daß die„Zahlungsfähigleit“, bei der internationalen Schuldenfrage als Maßstab zu gelten hat. Hoover wird bei den Besprechungen mit Laval diesen Maßstab auch wiederum zur Anwendung bringen. Ferner haben die Vereinigten Staaten schon immer die ungeheueren Rüstungsausgaben als den verschärfenden Faktor für die Weltdrepression angesehen. Unter einem solchen wirtschaftlichen Gesichtswinkel wird auch das geRkeichssiedlungs-Kommissar Der Regierungspräsident von Trier, Saahen, wurde gestern zum Reichskommissar ür die vorstädtische Kleinsiedlung und die Bereitstellung von Kleingärten für Ererbslose ernannt. samte Rüstungsproblem von Hoover betrachtet werden. Immer stärkere Soldabzüge aus den Vereinigten Staaten :: Newyork, 21. Oktober.(Drahtb.) Die Goldabzüge aus den Vereinigten Staaten sind, wenn auch nicht sehr stark, wieder gestiegen. Nach dem letzten Ausweis der Bundesreservebank ist Gold in Höhe von 7 900 000 Dollar für auslindische Rechnung erworben worden. Die Goldverschiffungen betrugen 1 260000 Dollar, davon gingen 645 000 Dollar nach Frankreich, 415 000 Dollar nach der Schweiz, 100 000 Dollar nach Holland und 50000 Dollar nach Belgien. Man erwartet hier, daß Hoover und Laoal sich mit der Frage beschäftigen werden, wie man am besten die Dollar=Milliarden, die in allen Ländern aufgespeichert worden sind, wieder in Umlauf bringen kann. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß eine Einigung über die Regelung der Goldbewegungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten zustande kommt. Die Flucht aus der Mark, die Finanzkrise in Oesterreich der 25prozentige Kursverlust des englischen Pfundes haben sich unmittelbar in den Vereinigten Staaten durch Goldabzüge in Höhe von 700 Millionen Dollar allein im Monat September ausgewirkt. Wenn Laval und Hoover sich über das Goldproblem unterhalten werden. so sprechen sie als Vertreter von einem Goldvorrat. Davon verfügt Frankreich über 2.5 Milliarden Dollar und die Vereinigten Staaten über 4.42 Milliar= den Dollar. Mes mas. susenitt Wenn einer angreist Amerika zur Wirtschaftebiedade — Parie, 21. Okt.(Drahtbericht.) Der Washingtoner Korrespondent des Zein Moratorium der Sowjets im Jalle der deutschen Industrie. zahlungen :: Berlin, 21. Oktober.(Drahtd.) Zu den gestern abend umlaufenden Behauptungen, die Sowjet=Union beabsichtige, für die Zahlungen ausgrund der deutschen Wirtschaftslieferungen ein Moratorium zu beantragen, die bereits als unzutreffend bezeichnet worde sind, wird von amtlicher Seite erneut darauf hingewiesen, daß in keinem Fall ein Antrag aus Zahlungsaufschub gestellt worden un. Die Höhe der im Rest des lausenden Jahres und in der ersten pälfte des kommenden Jahres fällig werdenden Verpflichtungen macht einen derartigen Moratoriumsantrag unwahrscheinlich. Im letzten Quartal d. J. sind 40 Millionen Mark. im ersten Quartal 1932 32,50 Millionen und im 2. Quartal 78 killionen fällig. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres sind dann 82 Millionen im dritten Quartal und 165 Millionen im vierten Quartal fällig. Die laufenden Wechselverpflichtungen der Russen betragen bisher 500 Millionen Mark. Die Reichsausfallgarantie wird im ubrigen erst dann effektiv werden, wenn die fällig gewordenen Wechsel der Revisions= und Treuhandgesellschaft vorgelegt werden. Da die Lieferungszeiten für die einzelnen Bestellungen sehr verschieden sind. ist nicht zu übersehen, wann diese Vorlegung der Wechsel erfolgen wird. Nach Auffassung unterrichteter Kreise besteht kein Anlaß zu den in der Presse umlaufenden Behauptungen. Bewegter Seim Viderspenstige Abgeordnete Warschau, 21. Okt.(Drahtber.) Im Seim wurde gestern der Antrag des Regierungsblocks auf Abänderung der Geschäftsordnung beraten, der als eine weitere Einengung der Redefreiheit der Opposition betrachtet wird. Die Sitzung verlief recht bewegt. Die Redner der Opposition erklärten, unter solchen Umständen könne der polnische Parlamentarismus seine Pflicht nicht mehr erfüllen. Der nationaldemokratische Redner Prof. Stronski kündigte an, daß sich die nationalen Demokraten möglicherweise von den parlamentarischen Arbeiten zurückziehen würden. Demgegenüber betonte der Redner des Regierungsblocks, der frühere Justizminister Car, daß es sich hier um eine Verbesserung der Seim=Arbeiten handelt. Während der Rede Cars kam es zu einem Zwischenfall, weil zwei vom Seimmarschall ausgeschlossene Abgeordnete der Linken den Saal nicht verlassen wollten. Die Seimwächter kumen in den Saal, um die Widerspenstigen zu entfernen. Einer leistete jedoch Widerstand und wurde von seinen Kollegen so gedeckt, daß ihn die Seimwache nicht hinaustragen konnte. So sah sich der Seimmarschall genötigt, die Sitzung auf mehrere Minuten zu unterbrechen, was von den Sozialisten mit Anstimmen eines revolutionären Trutzliedes beantwortet wurde. Da die Rednerliste nicht erschöpft werden konnte, vertagte der Seimmarschall wegen der vorgerückten Stunde die Sitzung auf den kommenden Freitag. Arthue Schnitzler gestorden. Aus Wien wird gemeldet: Der Dichter Arthur Schnitler ist heute um 6.15 Uhr abende einem Schlagansall erlegen. Nummer 289 Donnerstag, den 22. Oktober Jahrgang 1931 Nummer 289 Großeinbruch in Berlin olltik im Reich und In Hamburg Für 5000 mark Kleider gestehlen :: G e r t i n. Z 1. O k t.( E i g. D r a h t b.) Bei einer Konsektionefieme in der Kronenstraße wurde durch unerkannt entkommene Täter vergangene Nacht ein großer Einbruchsdiebstahl verübt. Die Täter verschafften sich Zugang zu den Geschäftoräumen und stahlen dort etwa 800 Seiden= und Wollkleider, sowie Seiden= und Wollstosse im Gesamtwert von etwa 50 000 NM. Höchstwahrscheinlich haben die Einbrecher zum Fortschaffen der gestohlenen Sachen ein Auto benutzt. Veraubung eines Geldbriefträgers Die Geldtasche abgeschnitten :: Berlin, 21. Oktober.(Eig. Meld.) Dem Geldbriefträger Finkeisen vom Postamt 1 in Pankow wurde heute auf der Florapromenade seine Geldtasche mit rund 700 Mark von unerkannt entkommenen Tätern abgeschnitten und entwendet. Die beiden Täter kamen aus einem Motorrad dem Beamten entgegengefahren. Bei dem Versuch des Geldbriefträgers, sich zur Wehr zu setzen, wurde er von einem der Täter mit einem Messer bedroht, doch ist der Beamte nicht verletzt. Die Täter sind mit dem geraubten Geld entkommen. Die Nummer des Motorrades ist nicht erkannt worden, auch sehlt noch eine Beschreibung der beiden Täter. Schwere Zuchthausstrafe Verurleilung der Eisenbahnspione * Essen. 21. Okt. Aus Leipzig wird uns gedrahtet: In dem bekannten SpionageProzeß gegen den Reichsbahawerkstättenvorsteher Heinrich Appel aus Oberhausen und den Reichsbahnobersekretär Wenze! aus Essen hat der 4. Strafsenat des Reichs. gerichts heute mittag folgendes Urteil verkündet: Stolper gegen Schacht Eine Kundgebung der Staatspartei in Hamburg Hamburg, 21. Oktober(Eig. Meld.) Die Deutsche Staatspartei veranstaltete am Dienstagabend in Hamburg eine stark besuchte Kundgebung, in der zu der jüngsten entscheidenden Abstimmung im Reichstage und zu den bevorstehenden politischen Kamp. sen in Hamburg Stellung genommen wurde. Der erste Redner, Reichstagsabgeordneter Dr. Stolper, führte u. a. aus, wenn die Staatspartei in ihrer Entscheidung in der Stellungnahme zur Regierung Brüning noch hätte schwanken können, so habe die Harzburger Tagung der nationalen Opposition ihr den Weg gewiesen. Die Regierung habe gestürzt werden müssen, weil Deutschland sinst in eine Lage geraten ware, in der sich gegenwartig Hamburg befinde. Dr. Stolpers weitere Darlegungen zu den Wirtschafts= und Währungsfragen stellten vor allem eine scharse Kritik an der Harzburger Rede Dr. Schachts dar. Die angebliche Abkehr vom Goldstandart bedeute nichte weiter als eine Rückkehr zum wahren Goldstandard, den man aus an sich richtigen 3tonomischen Erwägungen durch Einschaltung des Vertrauenomomente, welcheo durch politisches Hazerdeur: um vernichtet wurde, verlassen hatte. Die Wiederherstellung des Vertrauens, das seit dem Herbit 1930 ständig durch eigene Schuld untergraben wurde, sei die erste Aufgabe Deutschlando, die zweite gelte der Erhaltung der Stabilität der Mark und diese Stabilität sei gegenwärtig eng verbunden mit der Erhaltung der Regierung Brüning. Schließlich sei die dritte Au gabe die Eingliederung Deutschlands in den gegenwärtigen Liquidierungsprozeß der Weltkrise. Bis Ende Februar gelte es, eine phantastische Arbeit zu bewältigen, doch ließen die Entwicklung der Handelsbilanz und selbst das Tempo der Veränderungen aus dem Arbeitomarkt die Aussichten keines. wegs hoffnungsles erscheinen. Nach der mit großem Beisall ausgenommenen Rede Dr. Stolpers besaßte Bürgermeister Dr. Petersen sich besonders mit Hamburgischen Fragen und deuteie auf die Schwierigkeiten einer Mehrheitsbildung in der neuen Bürgerschaft und die Aussichtslosigkeit der Senatsbildung bei Ausschaltung der SPD hin. Gerade Hamburg brauche als Handels= und Schiffahrtsmetropole eine stetige Führung, so daß der Wahlausgang für die Hansa=Stadt doppelt bedauerlich— wenn auch angesichts der Verhältnisse in gewissem Sinne verständlich — sei. Der Hamburger Senat, der auch gegenüber den zur Zeit ofsenbar versuchten Spaltungsversuchen geschlossen dastehe, sei willens, die schwere Arbeit, die vor ihm liege. in Angriff zu nehmen, zugleich oder sei er bereit, sie einem Nachfolger zu ülerlassen. Nalienischer Ministerbesuch Anträge für die Bergbausicherheit Bergbaufragen vor dem Landtag Die Parteien zu der Schlagwetterexplosion auf„Mont Cenis“ Appel wird wegen Verbrechens nach § 1 Abs. 1 des Spionagegesetzes zu vier Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust, Wenzel wegen eines Vergehens nach§ 133 Abs. 2 deo Strafgesetzbucher Aktenunterdrückung in gewinnsüchtiger Absicht) zu seche Monaten Gesängnie verurteilt. Appel wird die volle Un. tersuchungshaft von 19 Monaten angerechnet. Die von ihm empfangenen Spionagegelder in Höhe von 200 Mark gelten für das Reich verfallen. In der kurzen Begründung wird u. a. ausgeführt, daß durch ein teilweises Gestandnis der Angeklagten in Verbindung mit den Aussagen der Zeugen und Sachverständigen als erwiesen anzusehen ist, daß Appel für einen ausländischen Spionageagenten Beziehungen angeknüpft und unterhalten hat, und daß er diesem Agenten, den er als solchen erkannte, nach und nach eine größere Anzahl von Schriften und Zeichnungen übereignet hat oder zu übereignen versuchte, die größtenteils geheimzuhalten waren. Dieses für einen Beamten um so schwerer wiegendes Verhalten ist aus ehrloser Gesinnung geschehen, denn Appel war nicht in Not und hat sich trotzdem für seine Spionagetätigkeit bezahlen lassen und auch noch seinen Kollegen Wenzel verführt, ihm Zeichnungen vorübergehend zu überlassen — Berlin, 21. Okt.(Draytber.) Der Preußische Landtag begann am Mittwoch die Aussprache über Anträge des Handelsausschusses zum Grubensicherheitswesen, Stillegungen im Berabau usw. Verbunden wurden damit die Anträge zur jüngsten Bergwerkskatastrgphe auf Zeche Mont Cenis. Natuschka kein Leine kolle während der Käleherrschaft :: Budapest, 21. Okt.(Drahtber.) Ein Privatbeamter, Karl Matuschke, der in den gegenrevolutionären Zeit Mitglied eines Offizier=Detachements war, hat sich heute hier gemeldet. Er war seinerzeit vor ein Militärgericht gestellt, jedoch freigesprochen worden. Die in einzelnen reichsdeutschen und österreichischen Blättern erschienene Mitteilung, daß der Bia Torbagyer Attentäter, Sylvester Maiuschka, einer gegenrevolutionären Offiziersorganisation angehört hätte, beruht offenbar auf einer Verwechslung mit dem vorerwähnten Karl Matuschke. Sylvester Matuschka hat sich niemals an einer gegenrevolutionären Bewezung beteiligt, dagegen werden immer mehr Daten über seine Rolle während der kommunistischen Nateherrschaft bekannt. So war er als politischer Detektio unter dem Terroristen Corvin Klein tätig, und hatte sein Amiszimmer gemeinsam mit dem später gehängten Terroristen Gabriel Schön im Parlamentsgekäude. Auch stand er im lebhaften Verkehr mit dem Volkskommissar für Kriegswesen. Vago, da er nicht nur als volitischer, sondern auch militärischer Rechercheur tätig war. Ausschußberichterstatter Abg. Harsch (Itr.) empfiehlt den Ausschußbeschluß zur Annahme, wonach die Regierung ersucht wird, unter Berücksichtigung der furchtbaren Erfahrungen, die anläßlich der Grubenkatastrophen gesammelt wurden, einen weiteren Ausbau der Grubensicherheit durchzuführen, unter Berücksichtigung einer Reihe einzelner technischer Forderungen So sollen für den gesamten Bergbau Preußens die Bergpolizeivorschriften nach Möglichkeit vereinheitlicht werden. Weiter verlangten die Ausschußanträge u. a. Ausbau des Grubenkontrolleurwesens, Verbesserungen im Abbauwesen, in der Bewekterung, Rusbau des Gesteinstaubverfahrens, aumahliche Beseitigung von Benzollokomotiven aus den unterirdischen Betrieben. Verbot des Ueberladens von Förderwagen. Einführung von Fahrbüchern der Betriebsräte in allen Revieren, die regelmäßig von der Bergbehörde und vom Betriebsführer einzusehen sind, größere Aufmerksamkeit auf dem Gebiet der Fluchtwege aus den Gruben usw. Ministerialrat Böhm vom Handelsministerium beantwortete die kommunistische Große Anfrage über die beabsichtigte Stillegung der Concordia=Grube in Hindenburg(Oberschlesien). Eine gänzliche Stillegung der Concordia=Grube sei nicht beabsichtigt. Die Aussprache eröffnete Aba. OtterBochum(Soz.) Er verweist auf die in das Ausschußprogramm übernommenen Forderungen seiner Partei, die auf stärkste Sicherheit für die Grubenarbeiter gerichtet seien. So habe die S. P. D. verlangt, daß Fahrbücher der Betriebsräte in allen Gruben eingeführt werden und weiter, daß die Grubensicherheitskommisionen das Recht haben sollten, die Zeugen von Bergwerksunglücken unter Eid zu vernehmen. Die Wetterkontrolleute bedürsen eines erhöhten Kündigungsschutzes. Es sei oft vorgekommen, daß Wetterkontrol= leure, die ihre wichtigsten Eintragungen über Schlagwetter usw. korrekt gemacht hätten, gemaßregelt wurden. Unter Hinweis auf die Große Anfrage seiner Fraktion zum Unglück auf der Zeche Mon: Cenis, zu deren Beantwortung die Staatsregierung noch nicht bereit sei, bemerkt der Redner, daß bisher 17 Todesopfer in diesem Falle zu beklagen seien. Man müsse feststellen, daß dort nicht alles geschehen sei, um derartige Katastrophen zu verhindern. Die Tatsache der Schlagwetterexplosion beweise, daß nicht genug Sorgfalt auf die Bewetterung jedes einzelnen Betriebspunktes verwendet wurde. Die Kohlengase hätten nicht genug Abzugamöglichkeit gehabt. Wenn auch Kohlenstaub als Zündungsursache in Frage komme, ergebe sich daraus, daß das Gesteinsstaubverfahren, die Mischung von Gesteinstaub mit Kohlenstaub, nicht gut genug durchgeführt wurde. Der Redner jählte Beispiele auf, wie pflichttreue Bergwerksinspektoren, die auf größte Sorgfalt in den Schutzbestimmungen achteten, als zechenfeindlich hingestellt wurden. In den Schachtanlagen seige sich ein so unerhörtes Antreibersystem daß es nach glaubhafter Versicherung der VBergarbeiter einfach unmöglich sei, die bergpolizeilichen Vorschriften für die Grubensicherheit durchzuführen. Die Bergarbeiter sagten, daß insbesondere auch auf der Zeche Mont Cenis in den letzten Monaten nie dagewesene Zustände eingetreten seien. Hier werde die Untersuchung einsetzen müssen. Der Redner spricht für sich und seine Partei den durch das Unglück auf Mont Cenis betroffenen Familien tiefstes Beileid aus und gelobt, mit seinen politischen Freunden dafür einzutreten, daß solche Katastrophen sich nicht wiederholen können.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. v. Waldthausen(Dil.) gibt dem Mitgefühl Ausdruck, das seine Der italienische Außenminister Dino Grandi, der am 25. Oktober zu einem Besuch der Reichsregierung in Berlin eintrifft, gesehen von dem französischen Zeichner Cabrol. Komponist Albert Lortzing in Berlin geboren(gestorben 1851); 1805: Der Dichter Adalbert Stifter in Oberplan geboren (gestorden 1868); 1884: Der Maler Wilh. Leibl in Köln geboren(gestorben 1900). Die Lage im fernen Osten Der Koullikt nog nicht beigelegt — Berlin, 21. Okt.(Eig. Drahtb.) Wie die Meldungen sowohl aus Genf als auch aus der Mandschurei, China und Japan erkennen lassen, ist es bisher noch nicht gelungen, den Konflikt zwischen Freunde für die Hinterbliebenen der auf China und Japan beizulegen, oder auch dem Felde der Arbeit und der Ehre ge= nur eine Anbahnung zwischen den beiden Kontrahenten herbeizuführen. Japan jallenen Knappen empfänden. Er sprach den Wunsch aus, daß von den Verletzten möglichst alle dem Leben und der Arbeit wieder zugeführt würden. Ueber die Ursache des Unglücks auf der Zeche scheint erst dann zu Verhandlungen bereit zu sein, wenn China sich zur Anerkennung alter verbriefter Konzessionen, die mehr oder weniger einmal auf Grund der Rechte Mont Cenis könne man nicht eher spre= des Stärkeren erreicht wurden, bereit fincken, ehe nicht die endgültigen Feststellun= det. China dagegen betrachtet sich als gen der Bergbehörden verlägen. Dem An= überfallen und möchte auf dem Wege über trag, Grubenkontrolleure in allen Berg= den Völkerbund eine freiere Gestaltung bauarten einzuführen, könnten Freunde ihre Zustimmung nicht Auch der Ausschußantrag, wonach seine seiner Beziehungen zu Japan und seiner geben, volklichen Rechte auf das mandschurische die strittige Gebiet erreichen. Briand bemüht augenblickliche Zulassung von Dieselloko= sich in Genf um ein Kompromiß, das die motiven nicht weiter ausgedehnt werden beiden Gegner zunächst einmal an einen dürse, werde von seinen Freunden als zu Tisch und die Feindseligkeiten im fernen weit gehend abgelehnt. Mit der allge= Osten endgültig zum Stillstand bringen meinen Durchführung des Gesteinstaubver= soll. Ob er es erreicht, bleibt nach den fahrens könne man einverstanden sein. Ein letzten Meldungen nach wie vor abzuwarVerb t des Ueberladens der Wagen sei zen. Der Draht meldet inzwischen aus aber untragbar.(Zuruf links: Das ist Mukden von neuen Zusammenstößen zwidoch sehr bedenklich). Der Redner wendet fschen Japanern und Chinesen. sich dagegen, daß immer wieder von einem Antreibersystem gesprochen werde. Wie man in einer Zeit, in der über 9 Mill. Tonnen Kohle auf der Halde lägen und überall mit Feierschichten gearbeitet werden müsse, davon sprechen könne, daß ein Antreibersystem besonders scharf gehandhabt werde, sei völlig unerfindlich. An der Befolgung der Polizeivorschriften hätten die Zechenbesitzer genau das gleiche Interesse wie die Knappen, denn jedes große Unglück sei für die Zechenbesitzer unendlich viel schwerer zu ertragen, als die Durchführung einer Polizeiverordnung. G 38 wird umgebaut Blatz für 30 Jluggäste :: Berlin, 21. Okt.(Eig. Draht.) Das größte deutsche Landflugzeug, die Junkers G 38 D 2000, die im letzten Sommer von der Deutschen Lufthansa auf der Strecke Berlin—London eingesetzt worden war, wird zur Zeit in Dessau einem UmIm dau unterzogen. In erster Linie betrefNamen des deutschen Bergbaues habe er sen diese Arbeiten eine Veränderung des die Erklärung abzugeben, wenn von An= Rumpfes, der in seinem Mittelteil zwitreibersystem gesprochen werde, müßten schen den Tragflächen erhöht werden soll, (BeiOrkan über der Nordsee Strandung bei Scharnhörn Hamburg, 21. Ottober.(Drahtb.) Der orlanartige Sturm. der gestern an der Nord#eekuste herrschte, brachte in der Elbmündung ein bisher unbekanntes Schiff in Seenot. Gegen 1 Uhr nachts wurden von einem ampfer bei Scharhorn Notruje ausgesandt. Die beiden Hamburger Bergungsdampfer„Simion" und„Heros“ eilten ofort zur Hilfe. Sie erschienen noch in der Nacht an der Anglücksstelle, dor konnten sie den Dampfer n.cht mehr erreichen, da er schon och auf den Sirand getrieben war Weder der Name noch die Nationalität des Schifes ließen sich jeststellen. Man hegt für die Besatzung schwerite Besorgnis. Aus Cuxhaven wito weller gemeldet: Der auf Strand geworjene unbekannte Dampfer liegt auf der Westseite von Scharhörn. Insgesamz sind drei Schlepper zur Hilseleistung ausgelaufen und versuchen, an das gestrandete Schiff heranzukommen, was bei der schweren Brandung vorerst noch unmöglich ist. Die Versuche, mit dem Dampfer in funkentelegraphische Verbindung zu kommen, sind bisher vergeblich gewesen. Da das Schiff auf Funkruje keine Antwort gibt, vermutet man, daß es von der Besatzung bereits verlassen worden ist. Die Bergungsarbeiten werden fortgesetzt. Nach den letzten Meldungen aus Cuxhaven ist es heute vormittag um 14,30 Uhr einem Rettungsbooi gelungen, längsseits an dem auf Scharhörn gestrandeten Dampfer fest zumachen, so daß das Leben der Beanung als gesichert erscheinen darf Name und nationalität des Dampfers, der übrigens erst um 10.50 Uhr Rottignale gab, nach oem man sich bereits währenp der Nocht um inn bemüht hatte, stehen freilich noch immer nicht jest. Man will von Bergungsdampfern aus der Nähe beobachtet haben, dan die Mochinen wieder zu arbeiten bezinnen, und daß die Mannschaft anscheinend keine Reigung hat, das havarierte Schiff zu verlassen. Wie keiter aus Cuxhaven berichtet wird. handelt es sich bei dem auf Scharhorn gestrandeten Schiff um den dänischen in Srendborg beh imateren Dampfer„Peter Most“. Das Schiff sell verart hoch aufdamit dieser Teil der Kabine, der bisher kein Licht von außen hatte, Fenster erhalten und mit in die Passagierräume einbezogen werden kann. Von diesem höhergelegenen Kabinenteil sollen künftig einige Stufen zu dem bisherigen Passagierraum hinabführen, der außerdem noch nach dem cht möglich sein wird d.s Rumpfende zu vergrößert werden soll. sitzen, daß es nicht möglich sein wird, daß#l.- gian: un. miele Mletie hen 0 konkrete Beweise verlangt werden. fall rechts). Die Weiterberatung wurde auf Donnerstag 12 Uhr vertagt. es aus eigener Kraft frei kommt. Allerdings können zurzeit auch noch leine Schlepper an das gestrandete Schiff heran, während das Rettungsboot noch längsseits liegt. Die aus etwa 14 Köpfen bestehende Besatzung des„Peter Most“ defindet sich noch an Bord und will das Schiff auch nicht verlassen. Man plant, auf diese Weise den Einbau von bequemen Sitzplätzen für 30 Fluggäste zu ermöglichen. Allerdings werden die Probeflüge nach dem Umbau noch ergeben müssen, ob sich dadurch die aerodynamischen Eigenschaften des Großflugzeuges wesentlich verändern. Ferner will man die Geschwindigkeit der G 38 erhöhen. Bei der zweiten Mascine dieses Typs, die zur Zeit in Dessan im Bau ist, sollen die im planmäßigen Luftverkehr gesammelten Erfahrungen bereits verwertet werden. Diese neue G 38 soll auch vier gleichmäßig starke Schnee und 7 Grad Källe Wettersturz im Niesengebirge :: Hieschberg, 21. Okt.[Drahtder.) Motoren zu je 800 PS erhalten, wodurch Im Riesengebirge ist ein Wettersturz ein die Gesamtmotorenbelastung von 2500 auf getreten, der Schnee und Kälte gebracht 3200 PS gesteigert werden soll. Bei der hat. Im Hochgebirge schneit es bei 7 Grad D 2000 waren zwei Motoren zu je 800 Kälte und auch im Tal hat es bei 0 Grad und zwei zu je 450 PS eingebaut. mehrjach geschneit. Im Hochgebirge liegt 7 Zentimeter und in den Vorbergene 7—9 Zentimeter Schnee. :: Daten für den 23. Oktober 1931. Sonnenaufgang 7.06 Uhr. Sonnenuntergang 17.22 Uhr. Mondaufgang 15.27 Uhr. Monduntergang 3.35 Uhr. 1801: Der :: O t t a w a— M o i k o i n k n a p p 1 3 S t u n den. Der amerikanische Flieger. Major Doolittle startete gestern früh 4.30 Uhr in Ottawa(Kanada) und trach nach einer Zwischenlandung in Washington um 17,15 Uhr in der Stadt Mexiko ein. Die zurückgelegte Strecke beträgt 4000 km. Die Sorgen um Ihr ver ringertes Einkommen werden aurch unsere sladtbekannt niedrigen, jeder Zeit und jedem Verdienst angepaßlen Preise behoben. Durch Grotumsatz bei bescheidenster Kalzulation kaufen Ste bei uns die neuesten, apar esten. für jede Geschmacksrichtuno velerli##ten Növel preiswerter. als Sie veranschlaren. Küche zeu#e 2m 225.-1 Schlafzimmer Ruzeiche. schwe350.- Speisezimmer Flachu Siahm 260.Eine Besichtigung überzeugt Sie bestimmt, daß auch preiswerte Möbel gut und geschmackvoll sind Aus der Gerüchte um „Mai „Er(der Ha Uebertragung 1 tung auf städtist Kostenersparnis ungeiner Untersuchungsaus ten Grun lung.“ Dieser Satz aus de über die letzte Sitzung ses, der sich mit den schwachen Siedlungsge Beamtenwohnungsvere der Oessentlichkeit gro weckt und Ursache zu! geben, die um den F# erwähnten Grund schwieren. Wir sind Seiten befragt worden, Grundstücksvermittelun hat. Wie wir erfahre städtischer Beamter de der früheren Stadt E# Angelegenheit verwicke amte, der als Treuhäi Grundstücksangelegenhei Genossenschaft Mark un soll von der Genossen lungen eine Summe## erhalten haben. Wie Stadtverwaltung Ermi nebenberufliche Betätig ten eingezogen, deren E abgewartet werden u es seltsam, daß ein Bea Dienstgeschäfte, die er i als städtischer Beamter Seite Provisionen erh Man darf gespannt sei suchung ergeben wird. Neue Ril beim Sohlft (*) Mit Wirkung# treten beim Wohlfahrt Gelsenkirchen folgende in Kraft: 1. Alleinstehende mit und Haushaltungsvorst Fürsorge 34,00 Mark, 42.50 RM. 2. Ehefrauen und jed son im Haushalt Unter Allgemeine Fürsorge 17 Fürsorge 21.00 RM. 3. Minderjährige im haltungspflichtiger: All 12,50 RM. Gehobene F 4. Alleinstehende im unterhaltungspflichtiger: soge: 25 00 RM. 6 30.00 RM. Dazu werden gewäh geltung für die unter 1. aufg Allgemeine Fürsorge 2. Fürsorge 2,00 RM. für die unter 2. aufge Allgemeine Fürsorge 1,0 Fürsorge 1.00 RM. für die unter 3. ausg bis zur Jahl von 3 Ki Fürsorge 1,50 RM, 6 1.50 RM, für die unter 4. aufge Allgemeine Fürsorge 2.0 Fürsorge 2.00 RM. Die Hesundheits: 583 Broben von (*) Im 3. Vierteljah Auftrage der Städtischen in Gelsenkirchen 533 Prkungsmitteln. und Gebrauchs untersucht. Hiervon mu 1069 Prozent der Gesa falscht, verdorben ode chen Anforderungen nic anstandet werden. Die 1 standungen verteilen sich Stadtteile wie folgt: 103 Proben, 35 Beanf 30 Proben, 22 Beanf keine Beanstandungen un Interessant ist ein## Iusammenstellung über Proben. So wurden u. e vorgenommen, hierbei er anstandungen. Bei Flei waren mußten von 134 standet werden. Bei 30 den 9 beanstandet, währ bei 14 Butternrohen nu gen und bei 22 Kösepro landung erfolgte. Unbu. a. die Untersuchungsor Naraarine. Himbeersaft, Labak. hrgang 1931 Jahrgang 1931 erbesuch nister Dino zu einem BeBerlin einfranzösischen 1 Berlin geDer Dichter an geboren Maler Wilh. orben 1900). 1 Osten beigelegt Drahtb.) us Genf als China und bisher noch ikt zwischen , oder auch den beiden I. Japan ungen bereit Unerkennung , die mehr d der Rechte bereit finsich als Wege über Gestaltung und seiner andschurische and bemüht iß, das die an einen im fernen nd bringen st nach den r abzuwarischen aus stößen zwiaut sle Draht.) zeug, die tzten Somsa auf der tt worden inem Umnie detrefherung des elteil zwierden soll, der bisher senster eräume einem höherftig einige agierraum nach dem den soll. n Einbau Fluggäste rden die h ergeben rodynamilugzeuges will man öhen. Bei 5, die zur n die im elten Eren. Diese ig starke wodurch 2500 auf Bei der u je 800 t. 13 StunMajor 4.30 Uhr ach einer um 17,15 ie zurückind Nummer 289 Donnerotag, den 22. Oktober Aus der Stadt Oberbürzermeister Zimmermann: Gerüchte um die Siedlung „Mark“ „Er(der Hauptausschuß) wünscht Uebertragung der Zwangsverwaltung aus städtische Beamte zwecks Kostenersparnis und Nachprüung einer im Bericht(des Untersuchungsausschusses) erwähnten Grundstücksvermittlung.“ Dieser Satz aus dem amtlichen Bericht über die letzte Sitzung des Hauptausschusses, der sich mit den beiden sinanziell chwachen Siedlungsgesellschaften Mark u. Beamtenwohnungsverein besaßte, hat in der Oefsentlichkeit großes Befremden erweckt und Ursache zu vielen Gerüchten gegeben, die um den Fall Mark und die erwähnten Grundstücksvermittelungen schwirren. Wir sind von verschiedenen Seiten befragt worden, was es mit dieser Grundstücksvermittelung eigentlich auf sich hat. Wie wir erfahren, soll ein leitender städtischer Beamter des Grundstücksamtes der früheren Stadt Selsenkirchen in diese Angelegenheit verwickelt sein. Der Beamte, der als Treuhänder der Stadt die Grundstücksangelegenheiten zwischen der Genossenschaft Mark und der Stadt regelte, soll von der Genossenschaft für Vermittelungen eine Summe von über 3000 RM. erhalten haben. Wie es heißt, hat die Stadtverwaltung Ermittelungen über die nebenberufliche Betätigung dieses Beamten eingezogen, deren Ergebnis vorerst noch abgewartet werden muß. Immerhin ist es seltsam, daß ein Beamter der Stadt für Dienstgeschäfte, die er in seiner Eigenschaft als städtischer Beamter tätigte, von einer Seite Provisionen erhalten haben soll. Man darf gespannt sein, was die Untersuchung ergeben wird. Neue Richtsätze beim Bohlsahelsamt (*) Mit Wirkung vom 1. November treten beim Wohlfahrtsamt der Stadt Gelsenkirchen folgende Unterstützungssätze in Kraft: 1. Alleinstehende mit eigenem Haushalt und Haushaltungsvorstand:„Allgemeine Fürsorge 34,00 Mark, Gehobene Fürsorge 42,50 RM. 2. Ehefrauen und jede großjährige Person im Haushalt Unterhaltungspflichtiger: Allgemeine Fürsorge 17,00 RM, Gehobene Fürsorge 21.00 RM. 3. Minderjährige im Haushalt Unterhaltungspflichtiger:„Allgemeine Fürsorge: 12,50 RM. Gehobene Fürsorge 12,50 RM. 4. Alleinstehende im Haushalt Richtunterhaltungspflichtiger: Allgemeine Füroge: 25 00 RM, Gehobene Fürsorge 30.00 RM. Dazu werden gewährt als Kleiderabgeltung für die unter 1. aufgeführten Personen: Allgemeine Fürsorge 2.00 RM, Gehobene Fürsorge 2,00 RM. für die unter 2. aufgeführten Personen: Allgemeine Fürsorge 1,00 RM, Gehobene Fürsorge 1.00 RM. für die unter 3. aufgeführten Personen: bis zur Jahl von 3 Kindern) Allgemeine Fürsorge 1,50 RM, Gehobene Forsorge 1.50 RM, für die unter 4. aufgeführten Personen: Allgemeine Fürsorge 2.00 RM, Gehobene Fürsorge 2.00 RM. Die Hesundheitsnolizei wacht 583 Broben von Lebensmitteln (*) Im 3. Vierteljahr 1931 wurden im Auftrage der Städtischen Polizeiverwaltung in Gelsenkirchen 533 Proben von Nah. kungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen untersucht. Hiervon mußten M7 Proben (1069 Prozent der Gesamtzahl) als veralscht, verdorben oder sonst den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechend beanstandet werden. Die Proben und Beanstandungen verteilen sich auf die einzelnen Stadtteile wie folgt: Gelsenkirchen 103 M=aben. 35 Beanstandungen. Buer 30 Proven, 22 Beanstandungen Horst keine Beanstandungen und keine Proben. Interessant ist ein Auszug aus einer Zusammenstellung über Zahl und Art der Proben. So wurden u. a. 222 Mi choroben vorgenommen, hierbei ergaben sich 27 Beanstandungen. Bei Fleisch. und Wurstwaren mußten von 134 Proben 10 beantandet werden. Bei 38 Essigproben wur den 9 beanstandet, während beispielsweise 14 Butternroben nur 2 Beansandungen und bei 22 Köseproben nur 1 Beantandung erfolgte. Unbeanstandet blieben u. a. die Untersuchungsproben von Schmal;. Margarine, Himbeersaft, Mischlaffee und Labak. ver Preußenfonds für notleidende Cemeinden Erfolgt die Verteilung nicht gerecht? Fürsorgliche Gemeinden werden bestraft Vorschläge zur gerechten Verteilung Die Steuerkraftziffer als Schlüsselzahl 7 In Geisenkirchen zahlen von 1000 Einwohnern nur 250 Einkommensteuer Krasses Mißverhältnis zwischen Steuerkraft und Steuerpflichtigen Eine Anwort auf Düsseldorfer Beschwerden Oberbürgermeister Zimmermann nimmt in folgenden Ausführungen Stellung zu dem Beschwerdeartikel des Düsseldorser Beigeordneten Dr. Odenkirchen über die angebliche Geheimniskrämerei bei der Verteilung des Notsonde in Preußen.(Wir verössentlichten den Aussatz von Dr. Odenkirchen in der Ausgabe vom Freitag, dem 16. Okt.) (*) Mit der Verteilung der dem Preußischen Staat zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterstützung notleidender Gemeinden befaßt sich der Düsseldorfer städtische Finanzdezernent Dr. Odenkirchen in einem Aussatz, der die Runde durch die Zeitungen des Westens macht und auch in einem Teil der hiesigen Ortspresse Aufnahme gefunden hat. Der Verfasser wirft der Staatsregierung vor, aus der Verteilung ein Geheimnis zu machen, das nicht nur tiefes Mißtrauen gegen die Regierung selbst, sondern auch unter den Gemeinden hervorrufe, und sordert am Schluß beschleunigte Offenlegung der Dotationslisten. Auf den ersten Blick muß es dem Uneingeweihten scheinen, als ob mit diesen Ausführungen der Staat wirklich nur an eine ganz natürliche Pflicht erinnert werden solle, deren Erfüllung bei allen Beteiligten uneingeschränktes Vertrauen zum Staat und freudige Genugtuung untereinander auslösen werden. Daß keineswegs alle Gemeinden eine andere Verteilungsweise wünschen, wahrscheinlich nicht einmal die Mehrheit derselben, möge demgegenüber gleich festgestellt sein. Daß man vielleicht in Düsseldorf beunruhigt sein könnte, sollte man nicht annehmen, da diese Stadt alle Vorteile aus ihrer Nachbarschaft zum Industriegebiet zieht, von den Unannehmlichkeiten derselben aber kaum etwas zu püren bekommt. Worauf es dem Verfasser ankommt, wird man verstehen. wenn man von folgenden seiner Ausführungen ausgeht und daran die von ihm leider unterlassenen Betrachtungen knüpft: „Sobald die Gemeinden hiervon(von der Bildung eines Unterstützungsfonds) erfuhren, beantragten sie beim Ministerium des Innern, die Verteilung dieses ansehnlichen Betrages so vorzunehmen, wie das Gesetz es vorsah, nämlich nach Maßgabe der Belastung durch Wohlfahrtsausgaben. Der Preußische Städtetag schlug bestimmte Schlüsselzahlen für die Verteilung vor und ging dabei von der Erwägung aus, daß für die Belastung mit Wohljahrtslasten heute kein besserer Schlüssel als die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen, gefunden werden könne.“ Der fehlerhafte Verteilungsschlüsse! Dazu ist zu bemerken, daß tatsächlich gut zwei Drittel der von Staat und Reich zur Verfügung gestellten Mittel an die Gemeinden schlüsselmäßig unter Zugrundelegung der Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen verteilt werden. Zwar hat man nicht die absolute Zisfer der Wohlfahrts=Erwerbslosen gewählt, sondern ursprünglich im Zusammenhang mit der 2. Notverordnung vom 5. Juni 1931 für das vom Reich kommende Geld die 75 Prozent des Reichsdurchschnitts übersteigende Erwerbslosenzahl und für den aus der preußischen Staatskasse stammenden Betrag die Erwerbslosenzifser, soweit sie 20 Prozent des preußischen Durchschnitts Außergewöhnlich billig Jugendlicher VelourMantel ganz gefütlert undreich mil Pelz beseizt 17 50 Besondere Leislung Reinwollener VelourDlag.-Mantel mit großem BiberetteScholkrag., ganz gefüll. 24 50 MarengoMantel hervorragende Qual., in bleu, schwarz u. grau, In dermodernen Gürtelorm. ganz auf Duchesse 36 50 Reinwollener VelourDlag.-Mantel mit echl. Persien.-KopfKragen u. Armgernilur In den mod. Ferben, grün, braun u. schwarz 49 50 Vornehmer VelourDiag.-Mantel mit grobem Persianer: Schelbragen, in den modischen Ferben 59 50 Jugendl. Fllz-Kappe mit jescher FanlasieGernitur 2.20 1 90 Reizende Backtischglocke slott und schick garniert 25 4.90 FilzChasseur mit hübscher neuartiger Germituur 6.90 5 90 Aparter Filz-Hut besonders kleidsame, hübsche Formen 9.50 7 25 es geht doch nichts über HEIe Es gibt„Kontektion“ der man auf den ersten Blick die Billigkeit und nach kur zem Tragen Ihre„Qualitäl“ansicht. Und es gint Alsberg-Mäntel und Alsberg-Kleider, die aus den bedeulendsten Modewerkstätten stammen daher ihr vorbildlicher Schnitt und ihre Kleidsamkeit- daher die beispiellose Belieb heit der schönen AlsbergKleidung weit über Buers Grenzen! Ebenso meine Damen geht es mit den Alsberg-Hüten. FrauenHut elegante Form, auch in gropen Weilen vorralig 7.50 4 90 übersteigt. Auf Grund der 3. Notverordnung vom 6. November d. Is. werden neuerdings von 230 Millionen insgesamt rund 150 Millionen nach der Erwerbolosenzahl verteilt. welche 50 v. H. des Reichsdurchschnitto übersteigt. 80 Millionen, davon 50 Millionen in Preußen, behalten die Länder in Reserve und verwenden sie nach Bedars und Ausgleich. BeRosenthal das billige Schuhhaus Buer. Essener Strabe 12, hat 3 Rekordtage reits die ersten bekanntgewordenen Zahlen der schlüsselmäßigen Verteilung des ersterwähnten Betrages von 150 Millionen RM. haben lebhaftes Befremden hervorgerufen. Besonders auffällig waren die Unterschiede der einzelnen zugeteilten Beträge und ganz mit Recht betonte die Kritik der Bezirkspresse, daß z. B. die Städte Essen und Selsenkirchen, die durch eine dauernde und planmäßige Arbeitsfürsorge den Stand ihrer Erwerbslosenzifser niedrig halten, bei diesem Verteilungsverfahren„bestraft", die nur Unterstützung ohne Gegenleistung gewährenden Gemeinden dagegen noch besonders „belohnt“ werden. Anlaß zur Kritik gibt also nicht der Umstand, daß ein knappes Dritel der auf Preußen entfallenden Rotmittel nicht schlüsselmäßig verteilt wird, sondern vielmehr der fehlerhafte Schlüssel für die Verteilung des Hauptbetrages. Denn die Zugrundelegung lediglich der Erwerbslosenzahl führt zu einem völlig einseitigen und unzulänglichen Ergebnis. Die Ungerechtigkeit des Schlüssels liegt neben dem oben erwähnten Umstand darin, daß er keine Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden nimmt. Es ist etwas ganz anderes, od dieselbe relative Erwerbslosenzahl eine gut fundierte oder eine leistungsschwache Gemeinde belastet. Ja es ist durchaus denkbar, daß die erstere Gemeinde eine weit über den Reichsdurchschnitt liegende Erwerbslosenzahl besser tragen kann als die letzte eine in demselben Maß darunter liegende Zahl der Erwerbslosen. Bei den Verhandlungen im Vorstand des Preußischen Städtetages ist darauf besonders hingewiesen und verlangt worden, daß die Leistungsfähigkeit der mindestens in gleicher Weise bei Maßstab für die Verteilung zu berücksichtigen sei, wie die Zahl der Erwerbslosen. Wenn die gesamte für die Gemeinden zur Verfügung stehende Unterstützungssumme zur Hälfte nach der Zahl der Erwerbslosen und zur Hälfte nach der Leistungsfähigkeit der Gemeinden zur Ausschüttung käme, würde Preußen wahrscheinlich höchstens 10 bis 15 Millionen für besondere Härtefälle zu reservieren brauchen, für welchen Betrag Herr Odenkirchen eine diskretionäre Verteilung zur Rot gestatten will. Der jetzt gewählte Schlüssel kann nur den Beifall solcher Gemeinden finden, die zwar über 50 Prozent des Reichsdurchschnitts an Erwerbslosen nachweisen können, die aber keine Rechenschaft darüber geben möchten, was sie aus eigener Kraft zur Bewältigung der Erwerbolosenlast noch aufbringen Eönnen. Bei diesem Schlüssel können Gemeinden selbst dann recht annehmbare Summen aus den Notstandsbeihilfen erhalten, wenn sie die Folgen der Erwerbslosigkeit auch ohne jede Unterstützung zu überwinden vermögen. Aber weder dies noch der weitergehende Wunsch, auch den in einen Ausgleich sstock für wirkliche Notfälle zurückgelegten Betrag nach dem gleichen Schlüssel zu verteilen, dürfte dem Zweck der Bereitstellung der spärlichen Rotmittel entsprechen. Der Schlüssel muß daher, wenn er brauchbar sein soll, nach dem Gesichtspunkt der Leistungsfähigkeit der Gemeinden ergänzt werden. Für die Findung eines gerechten Verteilungsschlüssels könnte man z. B. die Steuerkraftziffer und die Steuerpflicktigenziffer heranziehen. Der gerechte Verteilungsschlüsse Die Steuerkraftzifter erbant man durch Addition der auf ben Ropf der Bevölkerung berechneten Steuerbeträge aus dem Steuerabzug vom Fummer 289 den 22. Ci##### Jahrgang 1931 Modern, kormsckön und äußferst prei werden Sie meine Husstellung für Qualltätsmöbel finden.— Ilein bede lusstellung für Qualltätsmöbel finden.— Ilein bedeutend vergrößertas Lager in Herten- und Speisezimmern Eiche und Hlußbaum, Schlafzimmer in allen Holzarten und Größen, ganz aparte IIlodelle u. die enorme Auswahl in Schleiflack, farbig und lasierlen Richen stehen Ihnen ohne Kaufzwang für die Besichtigung zur Verfügung EEEE AOEE A--ee! früher Caspary& Co. der Einkommensteuerveranlagung, der Körperschaftssteuerveranlagung und der Vermögenssteuerveranlagung. Die Steuerpflichtigenziffer jetzt sich zusammen aus der Zahl der steuerbelasteten Lohnsteuerpflichtigen und veranlagten Einkommensteuer= pilichtigen, bezogen auf je 1000 Einwohner. Die Mittel der die der Gruppe A berichts Deutscer Städte beträgt im Steuerkraftzissern für des statistischen JahrStädte angehörigen Jahre 1928 gleich 188,6. Gellenkirchen, das die niedrigste Steuerkraftzisser der Gruppe# hat, nämlich 40,5, liegt also ganz erhedlich unter dem Mittel. Das Mittel der Pflichtigenziffer beträgt für die genannte Städtegruppe 362 Gelsenkirchen liegt mit seiner Pflichtigenzisser gleich 250 auch hier beträchtlich unter dem Mittel. Das heißt, von 1000 Einwohnern der Stadt sind nur 2°0 Einwohner zur Einkommensteuer herangezogen, während im Mittel der Städtegruppe von 1000 Einwohnern 362 einkommensteuerbelaltet sind. Es zeigt sich also, daß der Verteilungsschlüssel einer ganz grundlegenden Veränderung und Verbesserung bedarf, wenn er für die Verteilung der gesamten Rotmittel Anwendung finden soll. Das obige Beispiel von dem Mißverhältnis von Steuerkraft und Steuerpflichtigen beweist in krasser Focm, daß es klaisende Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden gibt, was bisher bei dem Kampf um den interkommunalen Finanz= und Lastenausgleich von einem Teil der Gemeinden stets betont, von den anderen aber geflissentlich übersehen wurde. Um einen Ausschnitt aus diesem latenden Kampf handelt es sich auch hier. Man kann die Bedeutung der Frage nitt dadurch herabmindern, daß, wie es gelegentlich in bestimmter Adsicht geschehen ist, man Was den Kommunen nicht alles zugemutet wird Die Kommunen sollenbüßen Zisinski, August=Straße 11 wohnhaft, durch einen unglücklichen Zusammenprall einen Bruch des linken Oberschenkels davon Die städtische Unjallwiche in Buer sorgte für die Ueberführung des Verletzten in das Erler Krankenhaus. Die Provinzumlage soll auf Kosten der Gemeinden erhöht weiden schon genug gespait?„ Vor neuen Steuererhöhungen? Hat die Provinz Die Nachricht, daß die Provinz auf anderes mehr als eine neue EinkomAngeilung des Ministers des Innern die mensteuer, zwar in etwas abgeänderrovinzumlage erhöhen soll, ter Form, im Endefselt aber gleich der Kommunalverbänden zur Erleichterung der um für die Kiedile, die Staat und Reich Einkommensteuer. Nicht anders ist es mit finanziellen Lasten verlangt werden, bei druck gekommen, daß die rigorosen Spar= maßnahmen, die von den Kommunen und den Landeslanken im Westen üverwiesen, Burgschaft leisten zu können, he: der Oesseutlichen berechtigtes Kopischütteln verursacht. Jlder, der nur einigermaßen die Verhältnisse in den Kommunen, ihre sinanzielle Lage, die sich immer ehr zu einer furchtbaren Rotlage auswächst kennt, wird berechtigten Zweisel an der Möglichkeit der Durchführlarkeit dieser Forderung haben. Man weiß noch den Erhöhungen der Bier= und Ge= der Provinz keineswegs in dem gleichen tränkesteuer. Auch hier bewirkt der Maße Platz gegrissen haben. Auf der anVerbrauchsrückgang das Gegenteil von dem deren Seite wird die Provinz auch nicht was mit den Erhöhungen beabsichtigt und durch Wohljah###sausgaben infolge des Anbezweckt werden sollte. Alle Verordnungen, die auf Erhöhung wachsens der Erwerbslosigkeit belastet, sendern die Wohlfahrtsaufwendungen der Provinz sind nicht wie die der Kommunen der kommunalen Steuern hinzielen, aussichtolos. Und überhaupt ist es sind zwangsläufiger, sondern nur freiwilliger ei Natur. Dazu kommi noch, daß auch auf mehr als merkwürdiges Ansinnen an die nicht, von welchem Gedanken sich der Mi= Kommunen, neue Steuererhöhungen zu be von soliden und unsoliden Geweinden spricht. welch letztere bei einer individuellen Unterstützung aus einem zentralen Ausgleichssonde bevorzugt wurden. Daher kann man es Preußen auch nicht verdenlen, wenn es umsomehr Mittel in einem Ausgleichsstoc zurückhält je unvollkommener der Maßstab für die schlusselmäßige Verteilung ist, da es im Falle eines Kassenzusammendeuches einer wirklich überbelasteten Gemeinde der Staat doch helsen muß. Die Bemerkung, daß ein geschickter Kassenleiter einem„Kassenzujammendruch erwas nachhelfen“ könne, um die Voraussetzung für die Dotierung aus dem Ausgleichssonde zu schaffen, beaucht den Staat nicht zu schrecen, nachdem er durt seine Kommissare die Verhältnisse der einzelnen Gemeinden eingehend hat prüfen lassen und den Grad der bisher in den einzelnen Gemeinden befolgten Sparsamkeit sowie ihre Kassenlage durchaus zu beurteilen in der Lage ist. Wenn also schon die Zahlen der außerschlüsselmäßigen Verteilung bekanntgegeden werden sollen, wogegen an sich keine Bedenken bestehen, dann müssen auch die Zissern der Leistungsfühigkeit und die Einschränkungen gleichzeitig veröffentlicht werden, die sich die bedachten Stadte haden auserlegen müssen. nister bei seinem Vorgehen leiten läßt, d.nn daß er glaubt, durch neue Erhöhung der Steuern weitere Mittel von den Kommunen zu erhalten, ist wohl schwer anzunehmen. Es ware mehr als Optimismus, glauben zu wollen, daß jetzt mitten im Etatsjahr die Kommunen so ohne writeres zwangsweise verhängte Ausgabenerhöhungen akzeptieren und ausführen können. Man muß sich gerade bei Regierungsstellen von dem Irrwahn freimachen, daß es genügt, einjach eine Verordnung loszulassen und dann sind die Mittel da. Das ist ein verhängnisvoller Irrtum der Regierungsstellen. Ohne zu bedenken, daß jede Lastenerhöhung eine Einkommenschmälerung für die breiten Massen wird, glaubte man mit Verfügungen jede Finanzkalomität aus der Welt schaisen zu können. Das letzte Stück kommunaler Regierungskunst war die Erhohung der Bier= und Bürgerschließen, die nicht ihnen selbst, sondern der Provinz zugute kommen sollen. Von den Kommunen ist in den letzten Monaten so viel gesordert worden, sie haben anderen Gebieten im Haushaltsplan der Provinz sogenannte Pusserpositionen enthalten sind, mit deren Verringerung weitere Einiparungen möglich sein würden. Angesichts dieser offenkundigen Tatsachen hält man es in kommunalpolitieingespart, war nut iegendwie zu sparen schen Kreisen für ausgeschlossen, daß, wähwar. Es mag sein, daß auch innerhalb der rend den Kommunen jede Abgabenerhöhung Kommunen kleinere Einsparungen mog= auf das strikteste untersagt wird, Staat lich sind. Vielleicht lieben sich Ersparnisse oder Oberpräsident bei der Provinz durch durch die neue Besoldungsresorm machen, einfache Verfügung eine gewaltige ErhöAber gerade das ist eine Resorm, die nicht hung der Provinzialabgaben herbeiführen von der Stelle ruckt. Mau hat hier den können, die letzten Endes doch auch nur in Kommunalvetwaltungen selbst die Initia= Zuschlägen zu den Grundbeträgen der tive überlassen, aber es scheint, daß die kom. Steuern bestehen. Ein derartiges Vorgehen munale Initiative in diesem Falle zu ver= unter Ausschaltung oder bei ablehnender sagen scheint. Man berüt nun schon seit Haltung des Provinziallandtages würde Wochenüber diese Angelegenheit in den Kom, eine schwere Verletzung der verfassungsmämunen selbst, ohne indet auch nur einen zigen Rechte des Provinzialparlamentes Schritt weiter zu kommen. Wie es heißt, bedeuten und man nimmt immer noch an, ist man sich über die Neugrupierung der daß dus Vorgehen des Minis'#rs durch die unteren und mittleren Beamten sehr Latsache diktiert wird, daß Kommunen und schnell einig gewoiden, une über die Neu. Kommunalverbände aus ihrer eigenen Not euer. Ohne Wissen der Bevölkerung einstufung der höheren und höchsten, lage heraus außerordentlich säumig in der wird einsach verjügt, diese und jene Steuer ist zu erhöhen. So ist die Bürgersteuer, die an sich eine nicht bedingungslos abzulehnende Steuer ist. weil alle Bürger zu den Lasten für die Stadt herangezogen werden, durch die vielen zwangsweisen Erhöhungen Rommunalbienten Lang= man biührung ihrer Abgaben an die Provinz ich nicht versündigen. Oder sollte sind und daß daher letzten Endes dieses hier nicht der eigene Wille maßgebend und Vorgehen einen Versuchsballon bedeutet verschleppend sein. und nicht von der festen Absicht getragen * wird, die geforderte Erhöhung der ProBei der Beratung des Provinzialhaus= vinzialumlage auch wirklich durchzuführen. (*) Interessantes Verkehrsunglück. Ein Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 5 Uhr auf der Oststraße in Buer=Resse in Höhe des Knabenbaches. Ein Bergmann K. aus der Middelicher Straße in BuerResse befuhr mit seinem Kleinkraftrade die Oststraße in Richtung Buer=Erle. Vor ihm befand sich ein Mann mit einem Handwagen. Als der Kraftfahrer diesen überholen wollte, fuhr er ihn an, so daß er zu Boden geworsen wurde, ohne jedoch Verletzungen zu erhalten. Der Kraftfahrer hingegen kam zu Fall und zog sich Verletzungen zu, so daß er mit dem städtischen Unfallwagen dem Krankenhause zugeführt werden mußte. (*) Raninchendiebe stehlen ein Fahrrad. In der Nacht zum Dienstag wurde einem Bergmann an der Wrangelstraße der Stall erbrochen und aus diesem zwei schwarze französische Kaninchen entwendet. Feiner entwendeten die Diebe noch ein im Stalle stehendes Fahrrad(Renner). Das Rad ist mit einem dunklen Rennsattel versehen und hat rote Bereifung.— In derselden Nacht haben auch Diebe einem Bergmann an der Essener Straße den Stall erbrochen und aus demselben zwei Kaninchen entwendet. (*) Der braune Mann am Bahnhof Buer=Nord. Am Donnerstag gegen 18 Uhr trieb sich am Bahnhof Buer=Nord in den Anlagen eine Mannsperson umher, die dort Kinder anlockte und sich diesen in schamloser Weise zeigte. Wenn die Kinder fortliefen, drohte er mit den Worten:„Ich werfe euch von den Person war mit einer braunen Hose und draunem Pullower mit Reißverschluß bekleidet. Sachdienliche Angaben, die zur Feststellung der Personalien des Täter: dienlich sein können, werden von allen Polizei=Dienststellen entgegengenommen. die von oben her verfügt wurden, nichts haltsplanes ist verschiedentlich zum Ausder dollar winkt Die tönende Wochenschau beschließt Programm. das wag Einfacheres in der Besetzung eines Kammerorchesters zu Gehör bringen. Infolge der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse sind die Eintrittspreise so nieorig gehalten, 50 Pfg., Schüler 30 Pfg., daß selbst bei vollem Soal die Unkosten nicht gedeckt werden können. Trotzdem werden solche Konzerte ständig weiter durchgeführt, da eine derartige Uebung Evangel. Kirchengemeinde öuer-Mitle Einführung des neuen Pfarter(*) Am kommenden Sonntag, dem 25. Oktober, findet in der Kirche zu BuerMitte die Einführung des neuen Pfarrers in der Sicherheit des äffentlichen AuftreRobert Quest in sein Psarramt statt. Die zens für die Schüler sehr wertvoll ist und Festpredigt hält Superintendent Kramm. schon seit mehr als 10 Jahren zum StuMit Rücksicht auf die Schwere der Zeit dienplan der Vestischen Musikschule gehört. hat man von besonderen Feierlichkeiten[Wenn zudem die Schüler der Bestischen abgesehen, es findet nach der Einführung Musikschule im Unterricht neben der solilediglich eine bescheidene Feier bei einem stischen Ausbildung auch zu anspruchsvoleinfachen Frühstück im Vereinshaus statt. ler Kammermusik herangebildet werden— Ein Nachzügler zur„Deutschen Woche“ Filmvorführung in der Schauburg: „Im Sonnenland!“ (*) Die„Deutsche Woche“ hat am Sonn tag:bend ihre Pforten geschlossen, kurz nach. dem der 10 000. Besucher durch die Sperte gegangen war. Die Veranstalterin, der Deutsche Hausfrauenverein. GelsenkirchenBuer, kann mit dem Erfolge, dem ideellen, wie dem materiellen, sehr zufrieden sein. Und oas int erreicht, tronzdem nicht alle geplanten Veranstaltungen zur Ausführung lommen konnten. So mußten unter anderem Filmvorjührungen, die den Zielen und Bestrebungen der Deutschen Wohe dienten, ausjallen. Das Versäumte soll sum Teil nachgeholt werden. Heute. Donnerstag, läuft in der Schauburg von 230 bie 3.45 Uhr, der im Auftrage der Reicheverbandes deut cher Kleingärtner hergestellt wurde und der in belehrender und unterhaltender, aber immer wirkungsvoller Form über die Ziele. die Bedeutung und die Leistungen des Kleingärtnerwesene aufkärt. Der Hausfrauenverein und der Ver ein der Kleingärtner empfehlen bringen## ven Besuch nicht nur ihren Mitgliedern. ondern allen. Es ist ein mustergultiger Kulturfilm. Wir erleben das Entstehen Evangel. Gemeindeabend Buer=Mitte Am Donnerstag, dem 22. Oktober, um 7 Uhr abends, findet in der Kirche BuerMitte ein ofjener Gemeindeabend statt, zu dem alle Gemeindeglieder willkommen sind. Den einleitenden Vortrag wird Pastor Heimann aus Gladbeck, der provinzial#ir## liche Vertreter für Evangelisation und „Tein ist mein ganzes Herz“ sang Richard Volksmission in Westfalen halten. Sofort Tauber, als er sich auf dem Wege nach anschließend daran wird Missionar ElsAmerika von Deutschland verabschiedete, ner aus der Karmel=Mission über seine Neben ihm Kapitan Ziegenbein, der Erlebnisse in Syrien und Palästina spreFührer des Lloyddampfers„Bremen“. chen. Die Karmelmission hat ihren Hauptin auf dem berühmten Berge gleichen Naund Werden des Kleingartens, des Schre= menz im Norden Palästinas. Dort dewie ein Blick in das Konzertprogramm zeigt— so ist dies nicht nur für die Schüler selbst, sondern auch für anßenstehende Konzertbesucher eine Anregung zum eigenen häuslichen Musizieren (“) Rücktrauspest dus Bomit und Schwerin. Die in den Landkreisen Bomst und Schwerin untergedrachten Kinder treffen am kommenden Freitag, 10.05 Uhr, in Buer=Norv ein. Die Eltern müssen zur Abholung ihrer Kinder pünktlich am Bahnhof sein. horster vorm bnerschen Gericht Ein schlechter Groschen (") Der Arbeiter R aus Horst hatte sich wegen Einbruchsdiebstahls und versuchten Diebstahls zu verantworten. Dem N. war bekannt, daß seine Flurnachbarin alte Silbergroschen besaß. Eines abends, als die Nachbarin abwesend war, drang der Angeklagte in ihre Wohnung ein und eignete sich die Silbergroschen an. Damit begab er sich in ein Lokal und warf sie in einen Geldautomaten, jedoch versagte der Automat. Ein Einbruch in die Wohnung konnte ihm nicht nat gewiesen werden. Er wurde deshalb nur wegen Diedstahls und versuchten Betruges zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. Komplizierte Geschichte Der Chauffeur L. bog mit seinem Auto von der Blumenstraße in die Heßler Str. ein, in dem Augenblick kan. ein Motorradfahrer. Da der Chauffeur die Kurve unvorschriftsmäßig befuhr, so faßte er den Motorradfahrer und schleuderte ihn zur Seite. Aus der entgegengesetzten Richtung kam nun ein Auto. Um den Motorradfahrer und eine Dame, die sich auf dem Soziussitz befand, nicht zu überfahren, bog der Autoführer scarf nach rechts und fuhr gegen einen Baum. Die Insassen des Autos und der Motorradfahrer erlitten Ver(“) Beim Futzballspielen ein Bein ges letzungen. Der Angeklagte wurde zu 1 brochen. Bei einem Uebungsspiel auf dem Monat Gefängnie mit Bewährungsfrist Platz der Sportvereinigung Suer=Erle 19 verurteilt. Außerdem muß er 100 Mark bergartens, der Laubenkolonie vor den sitzt sie auch ein für europäische Bedürs= an der Oststraße trug der Bergmann Gutav Buße zahlen. Toren der Großstadt, die Arbeit, die ge= nisse eingerichtetes Erholungsheim. Ihre leistet werden muß, die Vorteile, die der Missionstätigkeit erstreckt sich von Beirut Gatten gerade für den Arbeiter und Klein= an dis nach Transjordanien. Wer sich für bürger arwirst, die weitergehenden seeli= Land und Leute Palästinas und die heuschen Wirkungen für die gasze Volks= tigen Verhaltnisse vort interessiert, wird gemeinschaft. Bild wechielt mit Gegenbild; gebeten, zu dem Vortrag zu erscheinen. Hier Enge. Dumpfheit der Straßen und!— Höfe der Großstadt, die Schalheit ihrer Ver.I(?) Schülerkonzert der Bestischen Augnügungen, dort Freiheit. Licht, Luft— sikschule. Das bereits angekündigte SchüWochenende im Sonnenlande. lerkonzert findet am Sonntag, dem 25 Der Eintrittopreie detragt 0.50 RM Oktober, vormittags 10.45 Uhr, in der für alle Plätze. Die Besucher der Films Aula des Lyzeums Buer statt. Außer haben auch die Berechtigung, das sich an= einer Reihe bemerkenswerter vierhandichließende Tagesprogramm der Schauburg ger Klavierwerte iß Diesmal beiondere Neuheiten der Punkausstellung werden Ihnen unvervindlich vergefährt Gröbte Auswahl in lachm. gepfühen Rundfunkgeräten wie Tolefunken. Biemene, A. E. C., Mende usw., ferner beste Marken-Lauteprecher in allen Preisiegen mit unehmen, das jetzt besonders sehenswert ist. Zunachst der Film: Im Geheimdienst, der uns die ganzen Aufregungen einer Spionagefalles aus dem großen Kriege miterleben läßt. Die schon vielerische Leistung der Mitwirkenden die Photographie und die Tonwirkung sind ganz vor jüglich. Das weitere zeigt Buster Ra ton. der nie lächelnde. seine unwiderstehliche Komtk in einer hochst unvollkommenen Ehe. Sorgsalt auf wertvolle Kammermusit gelegt worden. So enthält das Programm u. a. ein Klaviertrie von Haydn, ein Klavierquartett von Mozart, einige so selten gehörte„Schottische Lieder“ von Beethoven mit Triobegleitung, Biolin=Duette und Terzette, ferner eine brillante Koloraturarte. Chopin=Walzer usw. Das scon in großeren Konzert= und Opernwerten erprodte Schülerorchester wird diesmal etRadio-Boos Buer Orbabuchi! pie 2 für. 9 Schallplatten-- Akku-Croßiade- Station den Dieber Ein Einbruch (*) In der Er# der gestrigen Geh des Amtsgerichtes würde, brachen T Mittwoch in die gerichtes ein. Behältern war be Geld vor und mu abziehen. Werden haben? (*) Die Scheib Lotterieeinnehmer Essener Straße wi nach 11 Uhr die e schlagen. Der Tä dort ausgestellten (Imitationen) ein floh damit in die den Mann eigent! „Einbruch“ veranlo heraus. Bieder Verbl Eine Veranstaltn (") Der Schalle sich in seiner letzten Plan, auch in die Werbewoche zu ver genen Jahre hatte woche al gehaltene schlagenden Erfolg. habe man in Krei den den Wunsch Werbewoche in die holen. Rektor I Versammlung leite arbeiten einer bese übertragen, die allsoll. In einer im Versammlung soll! Werbewoche ausge? (—) Soldene Ho Im Namen der Pr rung hat der Pol leuter August Ren geb. Orzech in Straße 11, aus Anlo zeit am heutigen 2 überreichen lassen. (—) Hermann 1 senkirchen. Der ber Violoncellos spielt tag im Hans Sachsschen Sinfoniekonzer bert Schumanns her zert a=moll. Die Vo ner Joseph Haydns D=Dur(die„Zweit zwölf„Londoner" e voll unverwelkbarer licher, ungesucht m und Johannes Bra fonie Nr. 4 in e=m Konzertes liegt in Ausführende: Städt. Beginn 20 Uhr. A Karten zu 3.50, 2.50 im städt. Bildungsan Zimmer 228), in der nebenstellen der Ste an der Abendkasse Vormietekarten, in können jederzeit noc amt(Hans Sachs=Ha auch an der Abendkaf Sparkassen u Befürchtungen# Die ungünstig Finanzen einiger Ge Arbeitslosigkeit gen in Sparerkreisen tei hervorgerufen. Man durch die finanzielle mune könnte auch d ihrem Bezirk gehöre trächtigt werden. D von jeher grundlos. war stets vom Vern laut gesetzlicher und völlig getrennt. Ein griff einer Finanzver mogen der Sparkasse die Selbständigkeit der Sparkassen von d unterstreichen und zu Rotverordnung vom von weiteren Sichern bracht. Von besond ierbei die Verleihun persönlichkeit an die waren die Sparkassen richtungen der Gemei den sie zu Anstalten persönlichkeit umgesta seit langen Jahren in Fall ist. Damit and Haftung der Gemeind Ne weiter bestehen bi erhalten lediglich im nalen Verwaltung ei digkeit, wie sie die m chrer Einrichtung erst als bisher wird das kassen von dem kommi trennt. Um eine stär der öffentlichen Wirt tung der Sparkassen den sachkundige Persi Wirtschaftsleben in d Ferner in die Kredit Kommunen stark degr auch in dieser Richt Bokt kon vorliegt. Donnerstag, den 22. Oktober Jahrgang 1941 Jahrgang 1931 ELHAUT GII wohnhaft, durch menprall einen kels davon Die uer sorgte für fletzten in das hesunglück. Ein Dienstag gegen Buer=Resse in Ein Bergmann traße in Buereinkraftrade die uer=Erle. Vor in mit einem iftfahrer diesen ihn an, so daß urde, ohne jeu. Der KraftU und zog sich mit dem städtiankenhause zulen ein Fahrienstag wurde Wrangelstraße is diesem zwei nchen entwenie Diebe noch ahrrad(Reneinem dunklen hat rote BeNacht haben 1 an der Esseochen und aus entwendet. am Bahnhof ag gegen 18 Buer=Nord in erson umher, nd sich diesen Wenn die mit den Worn Zug!“ Die nen Hose und verschluß beden, die zur des Täter: von allen ngenommen. Gericht en Horst hatte und verorten. Dem lurnachbarin nes abends, war, drang ung ein und an. Damit nd warf sie och versagte n die Wohwiesen wervegen Diebs zu vier die seinem Auto Heßler Str. ein Motordie Kurve saßte er den te ihn zur ken Richtung 1 Motorradich auf dem rfahren, bog us und fuhr sen des Aurlitten Verburde zu 1 ährungsfrist 100 Mark ng den Dieben in nichts beillg Ein Einbruch, der nicht lohnte (*) In der Erwartung, daß aus Anlaß der gestrigen Gehaltszahlung die Kasse des Amtsgerichtes Buer wohlgefüllt sein würde, brachen Diebe in der Nacht zum Mittwoch in die Kassenräume des Amtsgerichtes ein. Ihr Suchen in Kästen und Behältern war vergeblich, sie fanden kein Geld vor und mußten ohne Beute wieder abziehen. Werden die sich aber geärgert haben? (*) Die Scheiben klirren. Bei dem Lotterieeinnehmer Beckbauer auf der Essener Straße wurde gestern abend kurz nach 11 Uhr die Schaufensterscheibe eingeschlagen. Der Täter raffte sich von den dort ausgestellten ausländischen Banknoten (Imitationen) einen Pack zusammen und floh damit in die Beckeradstraße. Was den Mann eigentlich zu diesem seltsamen „Einbruch“ veranlaßt hat, ist noch nicht heraus. Bieder Verbewoche in Schalle Eine Veranstaltung des Bürgervereins (") Der Schalker Bürgerverein besaßte sich in seiner letzten Versammlung mit dem Plan, auch in diesem Jahre wieder eine Werbewoche zu veranstalten. Im vergangenen Jahre hatte die in der Weihaachtswoche algehaltene Werbewoche einen durch. schlagenden Erfolg. Aus diesem Grunde habe man in Kreisen der Gewerbetreibenden den Wunsch geaußert, eine derartige Werbewoche in diesem Jahre zu wieder holen. Rektor Ischerland. der die Versammlung leitete, recte an, die Vor arbeiten einer besonderen Kommission zu übertragen, die alle Einzelheiten festlegen soll. In einer im Nooembe: stattfindenden Versammlung soll das Pcogramm für die Werbewoche ausgearbeitet werden. (—) Soldene Hochzeit in Selsenkirchen. Im Namen der Preußischen Staatsregierung hat der Polizeipräsident den Eheleuter August Rensbog und Katharina ged. Orzech in Gelsenkirchen, Bulmker Straße 11, aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeit am heutigen Tage ein Geldgeschenk überreichen lassen. (—) Hermann Busch kommt nech Gelsenkirchen. Der berühmte Meister des Violoncellos spielt am kommenden Montag im Hans Sachs=Haus im ersten städtischen Sinsoniekonzert dieses Winters Robert Schumanns herrliches Violoncell=Konzert a=moll. Die Vortragsfolge nennt ferner Joseph Haydus Sinfonie Nr. 5 in D=Dur(die„Zweite" der bedeutenden zwölf„Londoner“ Sinfonien), ein Werk voll unverwelkbarer Frische und natürlicher, ungesucht melodischer Erfindung, und Johannes Brahms großartige Sinsonie Nr. 4 in e=moll. Die Leitung des Konzertes liegt in Händen Paul Belkers. Ausführende: Städt. Orchester Bochum. Beginn 20 Uhr. Nichtvormieter erhalten Karten zu 3.50, 2,50, 1,75 und 0.80 RM. im städt. Bildungsamt(Hans Sachs=Haus, Zimmer 228), in den bekannten Verkaufsnebenstellen der Stadt und am Montag an der Abendkasse im Hans Sachs=Haus. Vormietekarten, in vier Raten zahlbar, können jederzeit noch im städt. Bildungsamt(Hans Sachs=Haus, Zimmer 228) oder auch an der Abendkasse entnommen werden. Sparkassen und Kommunen Befürchtungen und nicht an KUIE4direkt-verkauf ab fabrik wird heute eröffnet! Endlich haben Sie die Gelegenheit den ersehnten Wintermantel oder Anzug direkt ab Fabrik zu kaufen!— Weil Sie nun direktt ab Fabrik kaufen, bekommen Sie auch für wenig Geld Qualitätsware! Hier der Beweis: unsere Einheltspreise S S EIE EEE EEE Der feuerste Mantel oder Anzug' kostet bei uns nur 58.- Mk. Aber auch für 1850 Mk. bekommen Sie ein tadelloses Kleidungsstück. Was Sie für dieses Geld erhalten, davon müssen Sie sich selbst überzeugen. Fabrikverkaufsstelle der Kleiderfabrik Gebr. Fuchs Gelsenkirchen. Bahnhofstraße 64 Umdas Buersche Heimatmuseum und Beihnachisselern des Vereins für Auleun Ein Seimeimnienn an Oeis- und heimalbunde Zeitschrift— Kalender— (“) Dienstag sand eine Vorstandesitzung des Vereins für Orts= und Heimarkunde Buer statt. In dieser schweren Zeit möchte der Verein mehrere große volkstümliche Abende veranstalten, wenn es gehi in der Schauburg Buer, wo er im vorigen Jahre 4000 Menschen als frohe Gäste gesehen hat. Daß auch der Notwinter frohe, helle Heimatfeste beingen wird, dafür gibt gute Schulen werden des Dankes Tausender gewiß sein und des Heimatvereins dazu für alle Zeiten. Um möglichst vielen den Beitritt zum Heimatverein zu ermöglichen, will der Verein für solche Mitglieder, die auf die literarischen Gaben keinen Wert legen, den Beitrag auf 1—1,50 Mark erniedrigen, doch dürsen die literarischen Gaben, bestehend Hoffnung, daß wahrscheinlich der Niko= aus der Bestischen Zettschrift und dem Heiausavend von der Volksschule Buer vorbereitet werden wird. Dem großen Nikolausabend soll eine Nachfeier für die Kleinen folgen. Hierbei sollen arme Kinder mit Kleidungsstücken und Eßbarem vom hl. Nikolaus beschenkt werden, falls der Kinderfreund nicht vergebens vorher um Acpfel, Rüsse, Kuchen, warme Strümpfe bei den Buerschen anklopft und ihm auch etwas Geld zukommt. Es wird herzlichst um Spenden an das Heimatmuseum im Symnasium gebeten(ev. Prof. Schmitt), wo die Verteilung der Gaben geregelt werden soll. Dem Rikolaus folgt das Christkind. Die hoheren Schulen wollen die Heimatkünder, die grohen und kleinen, um den Weihnachtsbaum vereinen. Volks= wie höhere matkalender, die in den nächsten Tagen gegen Zahlung des Jahresbeitrages von 3 Mark ausgetragen werden, nicht darunter leiden. Nr. 38, Band der Zeitschrift umsaßt nicht weniger als 438 Seiten und bringt Dissertationen über die Grafen von Schaumburg=Lippe im Vest, über die bayrischen Kurfürsten 1583—1612, über das Gerichtswesen im Best vom 16. Jahrhundert bis 1802, dann den Nachruf für Professor Weskamp mit Bild und die Vereinsnachrichten. Mehr als je bedarf auch das Museum der Unterstützung vieler. Es hat mehr Raum zur Aufhaltung nötig. Im Sommer noch hatte die Stadt die Absicht, die Wirtschaftsräume von Schloß Berge— die früheren Stallungen sind gemietet— dafür herzurichten, Aber die Kosten zur Herstellung der Räume in Höhe von 1600 Mart bis 2000 Mark wurden nicht bewilligt. Je weniger die Schulen in dieser Notzeit Anschauungsmittel bekommen, um so notwendiger wäre es, die im Heimatmuseum vorhandenen auszunutzen. Der Vorstand regte an, zu versuchen, ob nicht gegen Bürgschaft von Heimatfreunden 1600 bis 2000 Mark geliehen werden könnten. Durch zahlreichen Besuch, der bei einen. Heimatmuseum auf Berge erwartet werden darf, würde sich das Kapital gewiß verzinsen. Sicherheit liegt in den Sammelgegenständen. Man wird nun zunächst etwas Luft bekommen durch den Versuch, einen Teil der Museumssammlungen auf den Fluren des Hin. denburggymnasiums aufzustellen. Das wird in den nächsten Tagen erfolgen, doch kann es sich nur um einen kleinen Teil der Sammlungen, etwa einer geologischen und vorgeschichtlichen Auswahl, handeln. Das Museum bittet auch um Ueberlassung von Schaukästen aus Geschäften usw. Serade in schwerer Zeit muß die Heimatsache gepflegt werden. Angeklagten aus, alle übrigen wußten die schaurigsten Sachen über Kr. zu erzählen. Nach vierstündiger Verhandlung war dann die Beweisaufnahme geschlossen. Der als Sachverständige vernommene Medizinalrat Dr. Wendt äußerte sich noch über die Art der Schußverletzungen und weist darauf hin, daß zwei Schüsse den Kr. getroffen haben und der Tod durch Verblutung eingetreten sei. Der Staatsanwalt sprach genau eine Stunde. Er befaßte sich in seinenk Plädoyer zunächst mit dem Hergang der Tat und schilderte Kr. als einen Menschen, der erst in dem Augenblick, als er erwerbslos geworden sei, auf die schiefe Bahn geraten wäre. Die Drohungen, die er=gegen seine Mitmenschen ausgestoßen, WA Slte elWtelltfen Ae a Sa -e lon Die ungünstige Entwicklung. die die Finanzen einiger Gemeinden infolge der Arbeitslosigkeit genommen haben, hatte in Sparerkreisen teilweise Beunruhigung hervorgerufen. Man befürchtete vielfach, durch die finanzielle Notlage einer Kommune könnte auch das Vermögen der zu ihrem Bezirk gehörenden Sparkasse beeinträchtigt werden. Diese Befürchtung war von jeher grundlos. Sparkassenvermogen war stets vom Vermögen der Gemeinde laut gesetzlicher und Satzungsvorschriften völlig getrennt. Ein eigenmächtiger Eingriff einer Finanzverwaltung in das Vermögen der Sparkasse ist ausgeschlossen. Um die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Sparkassen von den Gemeinden noch zu unterstreichen und zu erweitern, hat die Notverordnung vom 6. Oktober eine Reihe von weiteren Sicherungsbestimmungen gebracht. Von besonderer Bedeutung in ierbei die Verleihung der eigenen Rechtspersönlichkeit an die Sparkassen. Bisher waren die Sparkassen unselbständige Einrichtungen der Gemeinden; nunmehr werden sie zu Anstalten mit eigener Rechtspersönlichkeit umgestaltet, wie dies schon seit langen Jahren im Freistaat Baden der Fall ist. Damit ändert sich nichts an der Haftung der Gemeinden für die Sparkassen, Ne weiter bestehen bleibt; die Sparkassen erhalten lediglich im Nahmen der kommunalen Verwaltung eine größere Selbstandigkeit, wie sie die wirtschaftliche Eigenart chrer Einrichtung erfordert. Noch schärfer als bisher wird das Vermögen der Sparkassen von dem kommunalen Vermogen getrennt. Um eine stärkere Beteiligung auch der öffentlichen Wirtschaft an der Verwaltung der Sparkassen zu ermöglichen, werden sachkundige Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben in den Vorstand berufen Ferner is die Kreditgewährung an die Kommunen stark degrenzt worden. so daß auch in dieser Richtung kein Anlab zu Bokc kon vorliegt. Krauskopfs Tod gesühnt das Gericht (*) Der Prozeß gegen den Fuhrunternehmer Sehde aus Sellenkirchen, der gestern vor dem Schwurgericht in Eisen zu Ende geführt wurde, hutte wegen seiner prinzipiellen Seite allgemeine Bedeutung. Bis in die späten Abendstunden hinein versuchte das Gericht Klarhei: darüber zu schaffen, ob der Angeliettein Notwehr gehandelt hatte, oder e5 die Anklage auf Toischlag zu Reche bestand. Genau wie am ersten Taga sth man gestern auf Seiten der Parteien das Bestreben, die Anklage auf den Kopf zu stellen, indem man mehr oder wentiger dentlich das Lebensbild des erschossenen Krauslopi hervorkohrte. Die Verteidigung haue ein gan; umfangreiches Material gesammelt. uv den Angeklogten von jeder Scbuld freizuwaschen. Das war nicht schmiertz da Nr. in Gelsenkirchen keinen besonders guten Leumund besaß und sich durch eine tollen Streiche ein ziemlich umfangreichen Vorstrafenregister angeschafft hat. Während am ersten Verhandlungstage dei der Zeugenvernehmung nur zum Teil eine Entlastung des Angeklegten berauebr u. toaten gestern fast durchweg Zeugen auf bie gegen Krauskopf anosogten. Der Verteidiger diese Auslogen für den Angeklagten Er legte wicht wenigen alo 19 Jeudie Frage vor:„Was würden Sie iun. Ihnen Krauskopf wöhrend der Nacht entgegentreten würde?" Und ziemlich prompt erhiel: er die Antwest, dast men ihm aus dem Wege gehen würde Geget Sile #n, daß sie sich vor Krauskopf nicht sichergefühl: hütten. Dieseo Serafregister des Kr. wurde nach Eröffnung der gestrigen Verhandlung verlesen. Es stellte sich dabei heraus, daß Nr. seit 1926 nucht weniger ale 19 Vorstrafen erhalten hat. Dann stellt die Verteidigung nochmals einen Antrag auf Abhaltung eines Lokaltermins in Gelsenkirchen. Dor Lokaltermin sollte nach Eintritt der Dunkelheit stattfinden. Ein Ortstermin sei beswegen notwendig. um festzustellen, ob die Hausbewohner aus den oberen Etagen irgendwelche Geräusche in dem Hause hätten hören können. Nach kurzer Beratung des Gerichts pird der Antrag der Verteidigung auf Abhaltung eines Lokaltermins ar gelehnt. In der weiteren Zeugenvernehmung macht ein Nachbar des Angeklagten verschiedene Angaben über den erschossenen Nr. Vor allen Dingen will dieser Zeuge des öfteren gohört haben, vie Kr. die Femilie S. bedroht hat. Einmal hat Nr. die Aeußerung gebraucht:„Der Gehdesbande schneide ich noch den Hals ab.“. Der Zeuge is auch seitst schon von Nr. dätlich angegriffon worden. Von einer Strafonzeige habe mon ihm aber abgeraten, da Nr. den Paragraphon U1 habe. Der Zeuge bekundet, daß die Mehrzahl der Nachbarn In Rändiger Unalt ver Rrausfepf gelebt bätton. Die Zeugenvernehmung engibt auch weiterhin für den Kr. ein nicht gerade gün. stiges Bild. Ein interessanter Zwischenfall ereignete sich bei der Vernehmung der Zeugin K., die auch gegen Kr. aussagte. aber zugab, daß die Hausbewohner fast alle Schmuggelwaren von Nr. gekauft hätten. U. a. wird sie vom Richter und Staatsanwalt gefragt, ob ihr eigener Sohn auch von den Schmuggelwaren gekauft habe. Man macht die Zeugin darauf aufmerksam, daß sie dir Aussage verweigern könne, aber die biedere Frau war sich der Tragweite ihrer Aenßerung keineswegs bewußt, els sie den schmunzelnden Richtern und dem Staatsanwalt versicherte, daß ihr Sohn auch Paketchen Tadak von Nr. dezogen habe. Die Zeugin konnte sich dann setzen. Ein Polizeiwachtmeister gibt an, daß er auch wiederheit von Nr. bedreht wor. den sei. Man habe in Gelsenkirchen den Kr. als„Schrecen von Gelsenkirchen" dezeichnet. Der als Zeuge vernommene Gastwirt K ans Gelsenkirchen hat den Nr. sohr ost bei sich zu Gast gehabt. Er gibt zu, daß Kr. stete zu Händeln aufgelegt war und eine Gäste angegriffen habe. Wenn er nuchtern war, habe man ihm nichts Uebles nachsagen können. In dieser Art geht es nun in der Verhandlung weiter. Es war mehr eine Anklageverhandlung gegen den erschossenen Krauskopf ale gegen don Angeklagten. Nur zwei Zeugen sagten etwas gegon den habe er alle nicht wahrgemacht und man müsse deshalb die Delikte als in Trunkenheit begangen ansehene. Der Angeklagte Gehde sei durchaus kein harmloser Mensch. Wenn er auch nicht vorbestraft sei, so habe er doch schon zweimal eine Taz im Affekt begangen, die auf einen hinterlistigen Charakter schließen lasse. Er beantragte 3 Jahre und 6 Monate Gefängnis für den Angeklagten. Der Verteidiger des Angeklagten Gehde wandte sich in seinem Plädayer scharf gegen die vom Staatsanwalt gemachten Ausführungen. Er sei der Ueberzeugung, daß der Angeklagte, der im Jahre 1925 bei einem schweren Grubenunglück auf Zeche Holland der einzige Ueberlebende von 18 Bergleuten gewesen sei, sich in der Nacht zum 6. März in Notwehr befunden habe. Er bittet daher um Freisprechung. Nach einer einstündigen Mittagspause kommt es nochmals zu einer scharfen Kontroverse zwischen dem Staatsanwalt und der Verteidigung. Schließlich(gegen 4 Uhr) zieht sich das Gericht zur Beratung zurück. Das Schwurgericht zog sich in den Spät. nachmittagsstunden zus Beratung zurück, Urteil lautete wegen Toschlass en 2 Jahre 8 Monate Gesängnis. Dus Gericht hat die die erlit Auf die Strafe seit Zeit auf freiem Jutz. Der ließ ihn aber Nummer 229 d R. Oktober Jahrgang 1931 Aus der. Nachbarschaft, Zwischen Geburt und Tod Vor vorstens Einzelrichter Raninchendiebstahl in Mar! (x) Es ist eine alltägliche Erscheinung, daß Menschen fremdes Eigentum nicht achten, daß einer aber gute Bekannte bestiehlt, ist doch noch eine Seltenheit. Ein solch seltener Fall ereignete sich in Marl. Ein Erwerbsloser wußte, daß ein guter Bekannter. ein Invalide, acht Kaninchen besaß Trotzdem der Mann diese nurburten(9t männl., 82 weidl.) und 50 durchsüttert, um ab und zu Fleisch im Sterbefälle Ortseingesessener(29 Topf zu haben zog eines Nachts der An- männl., 21 weibl) gemeldet, so daß ein GeVierleifahreskalistin des Antes Marl 178 Geburten und 50 Nerbesäle erhalt Anlersütung Jeder vierte Marter — Am 1. Juli do. Jo. zählte dar Amt Marl 37 016 Einwohner. Diese Jahl hat sich bis zum 1. Ottober ds. Jo. um 10. au 37 117 erhoht Sie verteilt sich auf die Gemeinden des Amtes wie folgt: Marl 30 695, Polsum 4182 Hamm 1 414. Altendorf=Ulftotte 820 In der Berichtszeit wurden von den Standesämtern des Amtsbezirkes 178 Gegeklagte aus, seinem Bekannten die Kaninchen zu stehlen. Da er mit der Oertdurtenüderschuß von 128 zu verzeichnen it 2 Totgeburten gelangten zur Anmeldung. 38 lichkeit vertraut war, war es ihm ein Eheichließungen wurden beurkundet. 89 Leichtes, durch ein Fenster in den Stall, Kinder entstammen rein katholischen Ehen. einzudringen und die Tiere zu stehlen. 57 rein evangelischen Ehen, 4 aus disstNachdem er sie zu Hause abgeschlachtet hatte, behielt er vier für sich. Die übri gen legte er einem Freunde auf die Haustreppe. Dieser, hoch erfreut über den seltenen Fund. tat sofort zwei in den dentischen Ehen. 12 aus Ehen zwischen Prot stanten und Katholiken, 2 Kinder aus Ehen zwiechen Dissidenten und Katholiken und 8 Kinder aus dissi=evangel. Ehen Dazu kommen 4 Kinder aus anderen Ehen Topf. Die anderen beiden aber versteckte und uneheiche Geburten er. Die Krivo. die Wind von der Sache Von den 88 die Ehe schließenden Man. bekam. förderte die versteckten Tiere ans nern waren 54 Bergarbeiter, 2 Landwirte. Tageslicht. Als nun die Sache heraus 15 Handwerker und Geschäftsleute. 9 Bewar, ersetzten die Angeklagten schleunigst amte und Angestellte und 8 sonstige Ardem Bestohlenen den Schaden in der beiter. Von den 50 ortseingesessenen GeHoffnung, so der Strafe zu entgehen was natürlich unmöglich ist. Die Entschuldi, gung des ersten Angeklagten, er hätte unter dem Einfluß des Alkohols gehandelt, machte auf das Gericht wenig Eindruck. Es erkannte gegen den ersten An geklagten wegen schweren Diebstahls un der Annahme mildernder Umstände, auf eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Der unehrliche Finder der Kaninchen kam mit einer Geldstrase von 20 Mark davon. Auch die nächste Angeklagte, eine schon ältere Frau, hatte die gute Bekanntschaft storbenen waren 16 unter 1 Jahr, 8 im Alter vor. 1—5 Jahren 1 von 5—16, 6 von 15—30, 6 von 30—50, 6 von 50—60, 6 von 00—70 und 6 im Alter von über 70 Jahren. Es starben an Grippe 1. Tuberkulose 7, Krebe 5. Gehirnschlag 1. Zuckerkrankheit 1. Krämpfe der Kinder unter 1 Johr 1. Herzkankheiten 8, Bungenentzündung 4, Nierenentzündung 1, angeborener Lebenschwöche 9. Altereschwäche 1. durch Unglück und äußere Einwirkung 7, in 4 weiteren Fällen lagen die verschiedensten anderen Todesursachen vor. 32 der Gestordenen###ren katholisch, 16 evangelisch, 1 dissidentisch, 1 baptistisch und 1 andersgläudig. Die Wanderungsbewegung der genannten 3 Monate brachte einen Zuzug von 795 Personen und eine Abwanderung von 822 Personen. Der Wanderungsverlust beträgt alse 25 Personen Bei den Religionsverhältnilsen ergibt sich bei einer Gegenüberstellung des Standes vom 1. Juli und 1. Oktober ds. Jo. sich folgendes Bild: Protestanten(13 220) 13 248. Katholike(20 700), 20 758. Juden(40). 40. Angehörige anderer Belenntnisse(3.047), 3071 Im Wohlfahrtswesen wurden am 1. Juli ds. Is. im Amisbezirk Marl 3 293 Parteien(Erwerdolose, Wohlfahrtserwerdslose und sonstige Fürsorgeberechtigte) unterstützt, während am 1. Oktober do. Js. 3 658 Parteien gezählt wurden. Bei Berücksichtigung der Angehörigen(etwa 2 je Partei) ergibt sich die Tatsache daß jeder 1. Einwohner des Amtsbezirkes Marl aus öffentlichen Mitteln unterstützt wird. In den Monaten Juli, August und Sep. tember 1931 gelangten an anzeigepflichtigen Krankheiten zur Anmeldung: 50 Erkrankungen an Scharlach, 18 an Diphtherie, 5 Todesfälle an Tuberkulose. In allen diesen und in 3 weiteren Tuberkulose=Erkrankungsfällen wurden Desinsektionen vorgenommen. Viebleuchen sind in den letzten drei Monaten im Amtsbezirk Marl nicht aufgetreten Die Kulturgemeinschaft Morl eröffnete die diesjährige Thater=Spielzeit am 9. Oktober ds. Is. mit der Aufführung der Operette„Der Orlow“ von Granichstädten, dargestellt von den Vereinigten Operettenbühnen Bochum—Hamborn. furt a. O., Gartenstraße 14. Nach Aussagen von Rußlanddeutschen soll Domke im Besitze einer Liste sein, die Adressen und genaue Personalien der Rußlanddeutschen enthält. Am 1. und 2. August war Domke in Wriezen=Oder, am 4. August in Herrnstein=Neumarkt und etwa am 10. August in Fürstenwalde=Spree. Die Zahl der von Domke Geschädigten ist bereits groß. Vor Domke wird nachdrücklichst gewarnt. Lonnt sich der Obstbau im Emscher-Lippoland? Vorbildlicher Obstbau im Landkreis Ein verdienter Kreisbeamter i. N. Ein altverdienter Beamter der Kreisverwaltung Recklinghausen ist in den Ruhestand getreten: Kreisausschuß=Oberinspektor Koopmann. Nicht weniger als 32 Jahre lang ist Herr Koopmann ununterbrochen in der Kreisverwaltung tätig gewesen. Schon verhältnismäßig früh wurde er Bürovorsteher. Besondere Verdienste erwarb er sich während des Krieges in der Lebensmittelversorgung der Kreisbevölkerung. In den letzten Jahren war er Leiter des wichtigen Büros der Kommunalaufsicht. Ein ganzes Menschenalter hindurch hat Herr Koopmann dem Landkreise Recklinghausen in vorbildlicher Treue gedient. 20 Millionen 4prozentiges Baugeld. Die Westfälische Landes=Bausparkasse in Munster hat am 19. Oktober ihre achte öffentliche Zuteilung von Darlehen zu 4 Prozent Zinsen mit Lebensversicherungsschutz vorgenommen. Damit hat die Landes=Bausparkasse bisher 16.3 Prozent ihrer Bausparer zugeteilt, sie ist die leistungsfähigste Bausparkasse Westfalens. Die öffentlichen Bausparkassen haben bisher über 20 Millionen RM. zu 4 Prozent Zinsen an üder 3000 Bausparer ausgeschüttet. das vorneburger Seispiel niel Scute Ausgezeichnete Voransiebungen für einen ralienellen D#1 van Eine geseznete Obüzegend un den dallerner See Obsschan und Bbstmesse in haltern mit ihrer Flurnachbarin in schnöder Weise mißbraucht. Ale diese einmal die Wohnung verließ, hat die Angeklagte den Schlüssel zur Wohnung aus dem ihr de kannten Versteck geholt. die Wohnung geoffnet und einen Posten Leinen entwendet. Für diese Tat diktierte der Richter der zeumutigen Angeklagten an Stelle der Gefängnisstrafe von vier Tagen Geldstrase von 20 Mark Seit dem Einzug der Industrie in Emscher=Lippeland hat sich die Ansicht sestg. jetzt, Obst= und Gemüsebau lohnten sich hier nicht mehr. Inzwischen ist längst erwiesen, daß ein rationeller Gemüsebau auch im Schatten der Industrie möglich ist. Dasselbe gili für den Okstbau, was leider noch lange nicht genug bekanni ist. Voraus etzung ist natürlich eine richtige Soreine tenwahl und eine pflegliche Behandl ung der Bäume und der Ernte. Als eines Tages der Gerichtsvollzieher Im Musterobstgarten des Landkreises bei einem Marler Bergmann eine ge= Recklinghausen zu Horneburg und an verpfandete Nähmaschine abholen wollte, war schiedenen anderen Stellen im Landkreis diese verschwunden. Der Angeslagte hatte sind durch den Kreisobstbauinspektor Jahre sie leihweise seiner Schwiegermutter über= lange Versuche angestellt worden, um die lassen. Das Gericht, das das Vergehen Einflüsse der Industrie auf die Obstbäume des Angeklagten auf Unkenntnis des Ge= zu ermiteln. Es hat sich ergeben, daß eine setzes zurüdfuhrte, erkannte wegen Pfand= ganze Reihe von Okstsorten auch im Indubruches auf die geringe Straje von 5 Mk. striebereich hervorragende Erträge beinEin Marler Landwirtschaftsgehilfe gen. Wie das Horneburger Gemüse, so is konnte infolge von Alimentenzahlung nicht auch das Horneburger Obst ein begehrter mehr so flott leben. Sein Freund gab Artikel auf den Großmärkten des I ihm den schlechten Rat, Vortäte seines striegediets geworden. Die Horneburger Herrn zu verkaufen. Der junge Mann erlag der Versuchung. Nach und nach ent sendete er Haser. Ammoniak und Roggenschrot und verkaufte es an seinen Freund und zwei Händler. Doch endlich wurde er abgefaßt, als er wieder ma Vorräte fortschaffte. Der ungetreue Knecht erhielt wegen schweren Diebstahls eine Geldstrase von 30 Mark. Sein Freund, der zu dem schlechten Geschäft geraten und ihm geholfen hatte, bekam eine Geldstrafe von 30 Mark. Die Händler erhielten wegen Hehlerei eine Geldstrafvon 10 Mark. C Ware braucht die ausländische Konkurrenz nicht zu scheuen. Erfreulicherweise wird durch die umsangreiche Lehrtätigkeit des Kreisobstbauinspektors erreicht, daß das Horneburger Beispiel im Emscher=Lippeland mehr und mehr Schule macht. Früher wurde das * Wuppertel, 21. Okt. Wuppertal wendet sich an die Regierung. Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters beschäftigte sich der Beirat des Fürsorgeausschusses mit der geplanten Herabsetzung der Fürsorgesätze. Der Beirat erklärte einstimmig, daß nach, aber auch sie bringt bestes Tafelobst die Herabsetzung für Wuppertal untragbar Die 3. Sorte ist Wirtschaftsobst, das zu sei und beschloß, folgende Entschließung einem billigen Preis auf den Markt ge= der Reichsregierung zuzustellen:„Der Fürbrocht wird. Nach dem Horneburger Muster gehen immer mohr Landwirte des Emscher=Lippelandes zu einem rationellen Obstbau über. Obst unserer Gegend in Körden, alten Das gils namentlich für den Halterner Be= losenfürsorge im Sinne der Vorschläge des Kisten und Säcken auf den Markt gebracht. zirk, wo die klimatischen Voraussetzungen Deutschen Städtetages.“ Der Odstzüchter nahm keine Rücksicht dar= für den Obstbau besonders günstig sind. sorgebeirat lehnt die weitere Herabsetzung der Wohlfahrtssätze ab. Er verlangt nachdrücklichstes Vorgehen bei den zuständigen Reichsstellen zur Regelung der ErwerbsBrieskasten Ist nach fünf Jahren auf, daß es sich hier um ein Edelproduk! Das Gebiet um den Halterner See ist eine handelt, das demgemäß behandelt werden gesegnete Obstgegend. Unter Führung der muß. Im Kreisobstgarten zu Horneburg Amtsverwaltung und des Landwirtschaftli= Verjährung. dagegen sind Normalkisten und Einheits=chen Lokalvereins wird eine großzugige jährt. packungen für Obst in marktfähiger Weise Nationalisierung des Halterner Obstbaues]„an„„ eingeführt. Von vornherein wird auf durchgeführt. Vom kommenden Samstog. S. G. 104. Brastlianische Konsulate Krengste Sortierung geg.#. Die Früchte dis zum Montag, den 26. do. Mts., findet besinden sich k. 6. in Biemen am Walt müssen nicht nur von gleicher Größe, son= im Sondermannschen Saale zu Haltern eine 10, in Kgin, Ronsdorser,#t aße 14 und dern auch von gleicher Qualitäs sein. Sie reichbeschickte Obstschau, verbunden mit in Wupertal(Barmen), Berliner Straße werden in drei Sorten sortiert. Bei der 1. einer Obstmesse statt. Auch die ObstverSorte handelt es sich um Schaufrüchte von wertung(Süß=Most, flüssiges Obst usw.) denkdar bester Güte und schönstem Aus= wird auf der Schau gezeigt. sehen. Die 2. Sorte steht der 1. nur hinsichtlich der Größe der einzelnen Früchte —“ Er war er nicht. Zn der stehende Holzjutterkrippe von unbekannten Tätern entwendet. Auf die Ramhaftmachung der Täter hat der Bestohlene eine Belohnung ausgesetzt.— Dem Landwirt S. in Wulsen wurde in der vorvergangenen Nacht eine sast neue Sämaschine aus einem Schuppen gestohlen.— Fleisch= liebhaber hatten es auf die Fleischkammer eines Lembecker Kötters abgesehen, wo ihnen ein Schinken, Speck und sonstige Fleischwaren in die Hände sielen.— In Rade=Leblich erbrachen Einbrecher den Stall eines Landwirts und ließen zwei Notiz(prima Läuserschweine mitgehen. In sämtDis Airr und den Aien Selihen 138. Auskünfte über Einreiseerlaubnis usw. können Sie auf dem Büro des Verkehrsvereinz in Buer, de la Chevallerie= straße(Mittelstandshaus). vom 17. Oktober 1931„Warnung vor einem lichen Fällen sind kannt entkommen. Spitzbuden unerShwindler“ teilt uns die Pressestelle des Polizeipräsidiums Recklinghausen mit, daß n es sich nicht um den Tadak= und Zucker: Während der Nachtzeit drangen mn divirenreisenden Wilhelm Vertram, früher Scheune des Landwirts Johana H. in Grisherten, setzt Gelsenkirchen, dandelt. Ver Oesterich undekannte Diede ein und stadlen tram in git dem Setrüger aus Wanne, aug dieser eiwa 25 bis 30 Zentner KartofEickel nichtidentisg. sein. Die Diebe verschafften sich dadurch Einlatz, daß sie zwei Fensterscheiben zerDas gestohlene Gut wurde Pferdefuhrwerk fortgeschafft. !) Weo nicht niet. und nagelfest Jetzt wurde dem Wirt Theo Weire in trümmerten Hervest=Dorsten eine vor seinem Hause auf einem Reichsmehe Jammalt Eir die Minter Reimswehr Ammenl für di Biller nise eichaffe beschänndes Unserer heutigen Ausgabe kiegt ein Prospekt der Firma Simmenater, Herten, bei, worauf wir empfehlend hinweisen Der Erfolg ist verblüffend! Das hat schon manche Hausfrau bestötigt.„Perwachs“, die ideale Boden=Creme, ist einfach wunderbar, denn„Perwachs“ erzeugt spiegelnden Hochglanz und doch keine Glätte.„Perwachs“ wird nur ganz leicht und hauchdünn aufgetragen, und sofort nach dem Auftragen wird poliert.(Zum Auftragen rauhes Tuch, zum Polieren weiches Tuch oder weiche Bürste.) Nach wenigen Strichen erstrahlt herrlichster Hochglanz. Für Möbel. Leder, Stein= und Marmorplatten, farbige und Lack=Schuhe ist „Perwachs“ ebenso geeignet wie für jeden Fußboden. Dazu ist„Perwachs" doppelt sparsam und hat vor allen Dingen auch noch die angenehme Eigenschaft, daß er herrlichen Tannenduft verbreitet. Hochglanz— keine Glätte, keine Fußspuren. herrlicher Tannenduft—„Perwachs“ ist wirklich verblüfsend. Auf Wunsch erhalten Sie von den Thompson=Werken G. m. b H. Düsseldorf, gerne kostenlos eine Probedose. Zur Anlegung einer grogen Verkehrsstraße in Nom zwischen der Ptazza Venezia und dem Kolosseum hat man ein ganzes Viertel alter Häuser niedergerissen. Im Hintergrunde das gewaltige Denkmal Könia Viktor Emanuels 3. das durch diese Veränderung erst ganz zur Seltung kommt. Trotzdem sofort Ermittlungen angestellt versehen. Das Ral trug die Dummer wurden. sind die Diede in der Dunkelheit 523 347, hatte deutsche Lentstange und tiemit ihrer umsangreichen Beute son Sattel von arzer Farbe (1) Zwei Schmungsler gestekt. Von einem Landsägereibeamten murben in der Wirtschaft Heßling in Erle=Oestrich zwei Der Maun engedroffen, die dem Boamten vor=] dächtig vorkamen. Als dieser sie näher un= Domke“ ausgibt, sucht seit einigen Womlt denn Sölätonen=ZenkEin Mann, der sich als„Assistent tersuchte, sand er bei ihnen einen größeren cen die in allen Teilen Deutschlands levon Holland eingeschreug= benden Rußlanddeutschen auf. Er aibt zur Linderung der Nei veranstaltet die Reichswehr in diesen Tagen eine groie Sammelaktion: Wagenzuge fahren mit freiwilligen Helfern durch die Straßen und marn mit Tromptien auf sich uno jure Tätigkeit aufmerksam. Anschließend wird eine Sammlung von Haus zu Haus durchgeführt, deren Ergebnie bann jejert in die Wagen verladen und der nächsten Sammelstelle zugejührt e. ns aibt ver, im Auftrage bes„Zentsalkomiteen Die Personalten der in Frage kommenden der Deutschen aus Rußland S B.“#= Bersonen, ins sich wegen Schmuggeins in handeln. In manchen Fällen nennt er verantworten baden, konnten festgestellt guch ven„Fürsorgeverein fur deutsche wrcdes.[Jückwanderer“, be vorigriche von Pahe (0) Sebssabdiebllahl in der Herrlich landdeutschen Beihilfen aus einem Bierloit. Von einem nubekannten Täter wurde Millionen=Fonde zu verschaffen und läßt ein vor einer Wirtschaft aufgestelltee Her= sich für seine Beratung Beträge von 10 venfahrrad entwendet. Duo Fahrrad, die 25 RM. zahlen. Die von ihm andgeim„Vorice“, desand sich noch in einem stellten Quittungen tragen stets eine vollhatte schwarzen Nab= standige Udresse; so wohnte er angeblich in Stetttn, Lindenstr abe 8 und in Ein neues Verkaufssystem:„Einheitspreise in der Herrenkonfektion" wird von der in ganz Deutschland bekannten Herren=Kleiderfabrik Gebr. Fuchs. Elberfeld, heute in Gelsenkirchen neu eingeführt. Das kausende Publikum wird diese Neueinrichtung begrüßen, da es ihm dadurch ermoglicht wird, einen Qualitäts=Anzug oder Mantel für wenig Geld zu erwerben. Die rationelle Herstellung in der modern eingerichteten Fabrik der Firma, sowie der direkte Verkauf an Private durch Ausschaltung jeglichen Zwischenhandels gibe die Gewißheit, sich wirklich vorteilhaft und zeitgemäß eir zukleiden. Die Firma hat frühzeitig die Zeit begriffen und sich demgemäß umgestellt. Sie bringt von nun au Herrenkleidung in 5 Serien und hat alle Kräfte darauf konzentriert. Es ist ihr dedurch möglich, zu diesen Preisen das Beste zu liefern. Auf das heutige Inserat wird ganz besonders hingewiesen. Vermischter und lich für Politik. Provinz und Willi Witt, für Lokales. Jeuilleten: Baul Rleie: für Theater. Konzerte und bildende Kunst: D Devenheuer. für van Anzeigen: teil Nud. Heing sämtlich in Gelsenichen=Buer: Berliner Schriftleitun 8s1 Sildher. aus der! Beschluß de * Wesel, 21. 1 stand der Ortog schaftspartei hatt nen Austritt er Versammlung de statt, die sich hin weiterten Vorstal halten der Reich stimmung über mißbilligte. Es zur Vertretung Interessen des 2 Wesel die bisheri Namen„Weseler zufassen und auf lage die Gesamt Mittelstandes zu fahren wir noch, verordneten der weiterhin als B des Deutschen M * Sinzig. 21. walt verunglückt. überführung zwis breisig verunglück Kölner Rechtsani der in Begleitun Heinzmann fuhr gegen einen en nenkraftwagen ui Kopfverletzung: e Zustand in das K bracht. Eine Schi dem Verunglückte tief ins Gesicht fiel aus dem We zen. Der Führe wurde ebenfalls lizei wurde angeWagen die Kuro Drei 1 der Preußisch= Sül :: Berlin, 21. Ein Gewinn von mer 396 259 fiel Abteilung nach! Abteilung ins Rh 50 000 Mark auf ersten Abteilung in der zweiten Ak Bayern, ein Gew Achteln auf Num Rassan und der## Beitere se für die Ron :: Berlin, 21. Der Reichstagsal hatte beim Reichdie infolge der all kung erzielten Er Reichsosthilfe zur rigen Kommunalla weitere Landkreise den Provinzen P und Niederschlesten die Landvolk=Nach nach Mitteilung d die Entscheidung u durch die beteiligt stellen noch in die unterrichteter Seit erganzend, daß der nerstag eine Besp Regierungsstellen stattfindet. Weitere Dis eita. Die Federal ladelphia(dritter Rediskontrate von höht. Die Federa Louis(ackter Dist rate ebenfalls erhöl 3.5 Prozent. Kann Johrgang 1931 Donnerstag, den 22. Oktober Jahrgang 1931 14. Nach n soll Domke im le Adressen und Rußlanddeütschen gust war Domke ugust in Herrnm 10. August in Zahl der von eits groß. Vor gewarnt. isbeamter i. N. der Kreisverin den Ruhechuß=Oberinspekweniger als 32 mann ununterltung tätig gezig früh wurde ere Verdienste Krieges in der Kreisbevölkeahren war er s der KommuMenschenalter nn dem Landbildlicher Treue itiges Baugeld. ausparkasse in ber ihre ochte Darlehen zu 4 sversicherungshat die LanProzent ihrer die leistungstfalens. Die haben bisher zu 4 Prozent parer ausgeuppertal wenUnter dem rs beschäftigte ausschusseg mit der Fürsorgenstimmig, daß tal untragbar Entschließung n:„Der FürHerabsetzung verlangt nachzuständigen der Erwerbssorschläge des Jahren verKonsulate n am Wall raße 14 und iner Straße eiseerlaubnis to des VerChevallerie= liegt ein mewauer, ihlend gad! sfrau bestöden=Creme. rwachs“ erdoch keine ganz leicht und sofort ert.(Zum Polieren ste.) Nach ichster HochStein= und k=Schuhe ist für jeden * danget: ingen auch , daß es tet. Fußspuren. wachs“ ist isch erhalken G. m. nlos eine „Einheitswird von iten HerElberfeld, ührt. Das eueinrichH ermoge ug oder rben. der moirma. soate durch dels gibt haft und rma hat sich demnun au hat alle ihr deas Beste ganz bein3 und Lokales. Kunst: Gellenbue Austritt aus der Wirtschaftsnartei beschluß der Orisgruppe Besel * Wesel, 21. Okt. Der Erweiterte Vorstand der Ortsgruppe Wesel der Wirtschaftspartei hatte vor einigen Tagen seinen Austritt erklärt. Gestern sand eine Versammlung der gesamten Ortsgruppe statt, die sich hinter die Beschlüsse des Erweiterten Vorstandes stellte und das Verhalten der Reichstagsfraktion bei der Abstimmung über die Mißtrauensanträge mißbilligte. Es wurde ferner beschlossen, zur Vertretung der kommunalpolitischen Interessen des Mittelstandes der Stadt Wesel die bisherige Ortsgruppe unter dem Namen„Weseler Mittelstand“ zusammenzufassen und auf überparteilicher Grundlage die Gesamtinteressen des Weseler Mittelstandes zu versechten. Weiter erfahren wir noch, daß ein Teil der Stadtverordneten der Wirtschaftspartei sich auch weiterhin als Vertreter der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes bekennt. Sparmaßnahmerl Schuwesen Hilfe für Richtanwärter= Die Schuleform von 1924 Die Kiassenfrequenzen * Sinzig, 21. Okt. Rölner Rechtsanwalt verunglückt. Auf der Eisenbahnüberführung zwischen Sinzig und Nieder= breisig verunglückte der 49 Jahre alte Kölner Rechtsanwalt Jakob Heinzmann, der in Begleitung seiner Gattin war. Heinzmann fuhr in einer scharfen Kurve gegen einen entgegenkommenden Personenkraftwagen und erlitt eine erhebliche Kopfverletzung; er wurde in bedenklichem Zustand in das Krankenhaus Remagen gebracht. Eine Schraube des Kabriolets war dem Verunglückten unterhalb des Auges tief ins Gesicht gedrungen. Die Gattin fiel aus dem Wagen, ohne sich zu verletzen. Der Führer des anderen Wagens wurde ebenfalls nicht verletzt. Der Polizei wurde angegeben, daß der Kölner Wagen die Kurve geschnitten habe. Drei Haupigewinne der Preußisch=Süddeutschen Klassenlotterie :: Berlin, 21. Okt.(Eigene Meld.) Ein Gewinn von 100000 Mark auf Rummer 396 259 fiel in Achteln in der ersten Abteilung nach Bayern, in der zweiten Abteilung ins Rheinland. ein Gewinn von 50 000 Mark auf Nummer 87 108 in der ersten Abteilung in Achteln nach Schlesien in der zweiten Abteilung in Vierteln nach Bayern, ein Gewinn von 10000 Mark in Achteln auf Nummer 372596 nach HessenRassan und der Provinz Sachsen. Im folgenden veröffentlichen wir den 2. Teil der Ausführungen von Ministerialrat Hans Richter über die Sparmaßnahmen im höheren Schulwesen. 1I. Aber was geschieht für die Richtanwarter, deren Zahl zurzeit etwa 500 beträgt, deren Zahl aber in schnellem Tempo ganz wesentlich anschwellen wird? Die Finanzverwaltung lehnt die rechtliche und moralische Verpflichtung des Staates ab, für die Anwärter der akademischen Berufe, auf deren Berufswahl sie keinen Einfluß hat, eine Fürsorgepflicht anzuerkennen. Man wird diese grundsätzliche Stellung anerkennen müssen. Wer ein Studium aus freiem Willen ergreift. tut es auf eigene Verantwortung und Gefahr. Das gilt für Juristen, Phili gen, Aerzte, Techniker, Künstler u s. a. u gleicher Weise. Die Unterstützung der Jurglehrer kann rechtlich wohl nur mit der Unterstützung der Anwärter verglichen werden. Den Nichtanwärtern gegenüber, die schon im Dienste der Verwaltung gestanden haben, kann und will die Unterrichtsverwaltung sich nicht auf den reinen Rechtsstandpunkt stellen. Rann sie durch Etatsmittel nicht helfen. so will sie im Einvernehmen mit den angestellten Lehrern und möglichst auch mit den Eltern hier helfen, wo und wie es geht Und hier kann und wird viel geschehen. Man sollte diese Hilfen im Kampf um Staatsmittel, die zurzeit nicht zu erlangen sind, nicht gering schätzen. Die angestellten Lehret werden bereit sein, zugunsten der Nichtanwärter auf Privatunterricht und Nebenverdienst zu verzichten. Sie werden den Unterricht an Privatschulen, Polizeischulen, Heeresfachschulen und Berufsschulen diesen jungen Kollegen überlassen oder unter Verzicht auf Gehaltsteile sich diesen Unterricht auf ihre Pflichtstunden anrechnen lassen. Alte und entlastungsbedürftige Lehrer oder solche, die für Privatarbeiten und wissenschaftliche Forschung sich frei machen möchten, können entlastet werden, wenn sie den Gehaltsverlust diesen Kollegen zuwenden Wir haben darum alle diese Nichtbeschäftigten nicht sich selbst überlassen, sondern wir überweisen sie einer Schule, an der sie Heimatrecht und Berufsgemeinschaft haben. Ihnen wird man hier Vertretungsgelder und Bezahlung von Ueberstunden zuwenden. Das alles ist gewiß keine Dauerhilfe und keine Lebensstellung, aber es ist eine unverächtliche Hilfe für viele, die sonst ganz vor dem Nichts standen. Aber stellen diese Sparmaßnahmen nicht die Schulreform von 1924 in Frage? Wie soll hochwertiger Unterricht noch gegeben werden, wenn in den unteren Klassen über 55 Schüler zusammengepfercht werden, wenn in Sekunden und Primen 44 und 33 Schüler unterrichtet werden sollen? Ich stelle zur Beruhigung die tatsächlichen Frequenzen fest. An allen öffentlichen Knaben= und Mädchenschulen haben in Sexta, der stärksten Klasse, 10,7 v. H. der Klassen dis 30 Schüler, 37,5 v. H. bis 40 Schüler, 45,7 v. H. bis 50 Schüler und nur 6,1 v. H. über 50 Schüler. In Untertertia haben 16,9 v. H. bis 20, 49,3 v. H. bis 30, 29,1 v. H. bis 40 Schüler und nur 4,7 v. H. über 40 Schüler. In Oberprima haben bis 20 Schüller 64,2 v. H., bis 30 Schüler 34,4 v. H., über 30 Schüler nur 1,4 v. H. der Klassen. Und diese Zahlen werden sich bei dem Schrumpfungsprozeß, von dem ich sprach, noch sehr schnell senken. Aber ist nicht die Verringerung der Wochenstundenzahlen, die alle Fächer gleichmäßig betrifft, ein Verzicht auf die Weiterführung der Schulresorm von 1924? Es stünde schlecht um die Ideen der Schulreform von 1924, wenn diese Aenderung der Stundentaseln sie im Kern treffen könnte. Gerade die Schulresorm von 1924 ermöglicht solche Herabsetzung der Stundenzahl. Die Schulresorm von 1924 is nicht angetastet. Der Zwang aber zur Dreißigstundenwoche von vielen gesordert und von der Verwaltung lange erstrebt, kann ein Segen für die Schule werden. Sie befreit die Schüler von der Last, an einem Vormittag durch sechs Fächer getrieben zu werden. Die fünf Vormittagsstunden, die um je 5 Minuten verlängert sind, werden ohne Hast und Nervosität voll ausgenutzt werden und dem Arbeitsunterricht besser dienen als die Ueberlast von sechs Tagesstunden. Ministerialrat Hans Richter. Von Kampfbahn und Spielplatz Beitere Seubung der kasten für die Komnunen im Osten :: Berlin, 21. Okt.(Eig. Draht.) Der Reichstagsabgeordnete Dr. Gereke hatte beim Reichsinnenminister angeregt, die infolge der allgemeinen Realsteuersenkung erzielten Ersparnisse an Mitteln der Reichsosthilfe zur Ausdehnung der bisherigen Kommunallastensenkungsgebietes auf weitere Landkreise und Landgemeinden in den Provinzen Pommern, Brandenburg und Niederschlesien zu verwenden. Wie die Landvolk=Nachrichten erfahren, wird nach Mitteilung des Reichsinnenministers die Entscheidung über diese Angelegenheit durch die beteiligten Reichs= und Staatsstellen noch in diesem Monat fallen. Von unterrichteter Seite erfahren wir hierzu ergänzend, daß bereits am morgigen Donnerstag eine Besprechung der beteiligten Regierungsstellen über diese Anregung stattfindet. : W e i t e r e D i s k o n t e r h ö h u n g e n i n A m e eita. Die Federal Reserve Bank os Philadelphia(dritter Distrikt) hat heute die Rediskontrate von 3 Prozent, f 3.5 erhöht. Die Federal Reserve Bank of St. Louis(ackter Distrikt) hat die Rediskontrate ebenfalls erhöht, und zwar von 2,5 auf 3.5 Prozent. Haken u. Schwinger 9. Müller schlägt Griselle Franz dübbers große Revauche Die Rölner Rheinlandhalle sah zu ihrem gestrigen Nampsabend rund 6000 Besucher, die voll auf ihre Rosten kamen. Im Kampf der Schwergerichte schlug sich Wallner und Pott unentschieden, ebenso machten die Mittelgewichtler Baje (Dortmund) und der Kölner Preis ein Remio. Die deutsche Kampfmaschine Franz Dübbers machte mit dem guten Franzosen Noger Simtnst was sie wollte, der Sieg des kleinen Kölnere stand eigentlich nie in Frage. Im Hauptkampf trafen sich Europameister im Schwergewicht Hein Müller und der Fronzose Seiselle. Der Franzose brachte 21 Pfund mußte dann aber allmählich das Kommando au den technisch ganz hervbrragenden Deutschen abgeben, der verschiedentlich sehr präzie und wirtungssen ters. Müller war nochder klar überlegen und holte einen vieled=jubelten schönen Punktsier. Fußball schauermenge. Die Hagener Kombination aus der ersten Bezirksklasse war gegen das ausgeseilte Spiel der Schalker machtlos, obschon diese mit dem„Breslauer Sturm“. Jatzek in der Mitte, antraten. Die Knappen machten bis zur Halbzeit drei Tore und ließen nach dem Seitentausch noch fünf weitere folgen. Die Mannschaft gefiel sehr und bewies auch in dieser Aufstellung, daß das Versagen in Südost nur Zufall war. In Zurunft will sich der C. Schalle 94 nür noch auf die Punktejagd verlegen. Aus diesem Grunde hat Kuzorta, der am Sonntag gegen OstHolland Mitte stürmen sollte, auf diese Ehre verzichtet. Die Mannschaft fährt dagegen komplett nach Herne, um das Meisterschaftsspiel gegen Germania zu erledigen. klassigen Partner bieten zu können und hat bereits mit dem 1. FC. Nürnberg Verhandlungen in die Wege geleitet. Am Schachbrett Kuzorra nicht in Gestern: hagen— Schalbe 24 0:3 Die Schaller Meisterelf gastierte Istern in Hagen vor einer ansehnlichen ZuSchaldes Spielprogramm München 63, Tennio Vorussia u. Nürnberg Nachdem Schalke erst kürzlich den deutschen Meister Hertha BSC. verpflichtet hat, ist der Tatendrang der„Knappen" keineswegs erloschen. Runmehr ist auch der andere Finalist der Deutschen Meisterschaft, München 1860, verpflichtet worden. Das Treffen steigt am Samstag, den 21. November,(Tag vor Totensonntag), nachdem sie drei Tage zuvor, am 18. November, in Berlin keinem geringeren als den TennisBorussen gegenüber gestanden haben. Das Projekt Vienna Wien für den zweiten Weihnachtsfeiertag zu einem Spiel in Schalte zu verpflichten, hot sich dagegen zerschlagen, da Terminschwierigkeiten nicht zu überbrücken waren. Man gedenkt aber dennoch, der Sportgemeinde des Nuhrgebiets zum 28. Dezember einen ganz erstSchachverein Buer 1921 Im Achter=Turnier stehen nur noch die beiden Hängepartien Straup— Kreimer und Tmer— Straup aus. Diese überaus wichtige-Treffen entscheiden über die ersten Drei Pätze. Das Gechser=Turnier bringt in der 4. Runde folgende Paarungen: Stricker — Schmitz, Walfert— Wimmelmann, Kopp — Halbeisen. Hier gehört Wimmelmann ohne Verlustpunkte zu den Aufstiegskandidaten. Ueber die beiden anderen Plätze besteht noch völlige Unklarheit. Der knatternde Motor Ein ersolgreiches Svortjahr Die Bilanz des A. u. M. C. Westerholt Der Auto= und Motorradklub, Westerholt(Adac) hielt seine diesjährige Jahreshauptversammlung im Kluolokal Kruse auf dem Berge ab. Der Klubvorsitzende. Derr Rottmann, begrußte die zahlreich erschienenen Sportfteunde. Der Schriftfaührer, perr W. Freund, legte den Jahresbericht vor. welcher einstimmig angenommen urde. Die Kassenprüfer haben die Kasse in Ordnung befunden und so konnte dem Schatzmeister, Herr August Wischmann, sodann Entlastung erteilt werden. Von den Vorstandomitgliedern schieden satzungsgemäß aus: der Schatzmeister, Heer August Wischmann, der Schriftführer, Herr W. Freund und der 2. Vorsitzende. Herr Smok. Als Schatzmeister wurde Herr Paul Reichart und als 2. Vorsitzender Herr August Wischmann sowie Herr Walter Freund einstimmig als Schriftführer wiedergewählt. Am Sonntag, den 4. 10., wurde vom gleichen Klub die programmäßig angesetzte Abfahrt nach Wulsen(Friedel Schramen) ausgeführt. Die Mitglieder versammelten sich hierzu beim Klubwirt Kruse um 14 Uhr.— Am 17. 10. beging sodann der Auto= und Motorradklub, Westerholt, im Klublokal Kruse, auf dem Berge, seine diesjährige Klubmeisterehrung. Um 20 Uhr konnte der 1. Vorsitzende, Herr W. Rottmann, 84 Klubmitglieder mit ihren Soziussen begrüßen. Nach einleitenden Worten über das verflossene Sportjahr, welches am 15. 3. mit der Anjahrt begonnen und am 1. 10. mit der Abfahrt beendet wurde, ging der 1. Vorsitzende nochmals kurz die Sportjahre seit Bestehen des Klubs(1928) durch. Hierauf ergriff der 2. Vorsitzende. Herr August Wischmann das Wort und begrüßte herzlichst den 1. Vorsitzenden, Herrn Rottmann, und wünschte ihm Glück für den errungenen Klubmeistertitel 1931=32. Alle 12 festgesetzten Klubausfahrten hat er ausgeführt und 1831 Kilometer zusammengejahren. Als zweiter Anwärter kam Herr Emil Hartung mit 1356 Kilometern infrage. Insgesamt hat der Klub 24644 Kilometer in diesem Sportjahre gefahren. Eine schöne Leistung. Der Kassierer, Herr Paul Richardt übereichte sodann dem neuen Klubmeister mit ehrenden Worten ein sehr schönes Klubgeschenk. Nach vielen sinnreichen Worten, Vorträgen und Rezitationen, an denen sich besonders die Herren W. Freund, A. Damman, K. Reit, M. Upat, J. Kleine=Böes und Frau und Herr Vogel beteiligten, dankte Herr Rottmann bestens für alles, das ihm der Abend gebracht hatte und schloß mit einem dreifach kräftigen Töff=Töff Hurrg auf den Auto= und Motorradklub. Westerholt, sowie auf den gesamten Adac. Turt und Toto Penh 1. R.: 1. Champagner(Helm. Schmidt), 2. Stober, 3. Ordensbanner. Sieg 119:10; Platz 27, 13, 28:10. 2. N.: 1. Stilicho(Grütz), 2. Gold und Silber, 3. Halde. Sieg 236:10; Platz 36, 49, 19:10. 3. R.: 1. Bandola(Hr. Baumgärtner), 2. Enthustast, 3. Flügelmann. Sieg 31:10; Platz 18, 32, 22:10. 4. R.: 1. Totes Rennen zwischen Fino (H. Wenzel) und Regent(J. Pinter), 2. Jahrtausend. Sieg 29. 44:10; Platz 25, 30:10. 5. R.: 1. Comtesse Isola(H. Siegling), 2. Bölkerbund, 3. Lotteken. Sieg 105:10; Platz 30. 29. 34:10. 6. N.: 1. Mauerzinne(B. Klotz), 2. Wilma, 3. Prachtmädel. Sieg 29:10: Platz 16, 26:10. 7. R.: 1. Nerur.)(P. Krabbes), 2. Farten, 3. Peloria. Sieg 27:10; Platz 17, 32:10. De Tremblay 1. R.: 1. Tudan(Semblat), 2. Pougatchew, 3. Pacotille. Sieg 34:10; Platz 16, 14, 21:10. 2. R.: 1. Nemee(Harter), 2. Parthe 3. Mouramour 2. Sieg 19:10; Platz 13, 20, 18:10. 3. A.: 1. Fee Esterel(Bouillon), 2. Prior, 3. Orlanda. Sieg 64:10; Platz 25, 47, 79:10. 4. R.: 1. Basilens(Herve), 2. Tchang Ti, 3. Shikar. Sieg 102:10; Platz 31, 22, 34:10. 5. A.: 1. Tournesol(Delaurie), 2. Merry Guard, 3. Marie Rose 3. Sieg 202:10; Platz 56, 61, 73:10. 6. N.: 1. Catimini(Peckett), 2. Were la Poule, 3. Sirfili. Sieg 43:10; Platz 16, 32, 18:10. Numner 2“3 Donnerstag, den 22. Oktober 1331 14 durch Brand Aeiner verehrten Kundschaft gebe ich hiermit bekannt, daß die in meinen Geschäftsräumen Ewaldstral nicht beschädigten Waren im gegenüber iegenden Lokale Ewaldstraße 11. vorubergehend zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft werden Johann Horst, Herrenartikel u. Pelzwaren, Herten, Ewaldstraße HANDELUND JNDUSTRIE Börsensituationsbericht Berlin, den 21. Oktober. Die freundliche Hrundstimmung, die in den heutigen Vormittagsstunden im Verkehr von Büro zu Büro jestzustellen war, wurde einmal durch die Festigkeit der Auslandsbörsen hervorgerufen, zum zweiten beurteilte man aber auch die innerdeutsche Situation in jeder Beziehung etwas besser. Aus der enerzischen Haltung des Reichsinnenministers könne man erkennen, daß die Staatsgewalt gewillt ist, allen Störungen extremer Kreise entgegenzutreten. Weiterhin müsse es außerordentlich befriedigen, daß sich die Reichsfinanzen in der sweiten Oktoberwoche durch größere Steuereingange erhevlich gebessert hätten, auch daß die Arbeitolosigkeit nicht in so rapidem Umfange, wie man es befürchtet hatte, zunimmt, könne als erfreulich angesehen werden. Die ausländischen Pressestimmen beurleilen die deutsche Wirtschaftslage benfalls optimistischer, und besonders in Londoner Finanzkreisen betont man immer wieder, daß Deutschland seinen Verpflichtungen nachkommen könne, sobald die Reparationslasten fortfallen. Obwohl das Geschäft als solches kleiner geworden ist, wurden die Kurse zunächst doch 1—2 Prozent über gestriger Basis gesprochen. Später stellte sich auf dem erhöhten Riveau aber Abgabeneigung ein, so daß diese Anfangsgewinne größtenteils wieder verloren gingen. Für festverzinsliche Werte erhielt sich bei unveränderten Kursen Interesse, bei den achtprozentigen Goldpfandbriefen zum Beispiel haben sich jedoch schon #e nach Bonität der Ausgabestellen Kuradifferensen bis zu 5 Prozent herausgebildet. Ueber die neuen Richtlinien im Telephonverkehr ist noch nichts bekannt. Man hofft, bis morgen mit den notwendigen Besprechungen fertig zu sein. Schon gestern kursierten Gerüchte von einem Plan der Reichobank, Goldkäufe im Auslande gegen Reicheschatzanweisungen vorzunehmen. Angeblich sei der Reichsfinanzminister noch Basel gefahren, um dort über dieses Projekt mit der B33. zu verhandeln. Diese Gerüchte entsprechen nach unseren Informationen nicht den Tatsachen. In den Mittagsstunden war die Umsatztätigkeit im Telephonverkehr nur gering. Am Geldmarkt änderte sich an der Situation nichts. Von Devisen notierten das Pfund im Einklang mit der internationalen Befestigung 25 Pfg. höher, der Gulden zog um 10 Pfg. an. Devise Wien stellte sich in der Notiz erneut 25 Pfg. höher(58.75 RM.). Auch die übrigen, im Fahrwasser des englischen Pfundes laufenden Devisen(Kairo, Lissabon, Danzig und die nordischen Länder), hatten Kursbesserungn im Rahmen von 20 bis 40 Pfg. aufzuweisen. Wahrend die Londoner Börse heute zu Beginn wieder recht fest war, und das Geschäft lebhaften Charakter hatte, neigte die Tendenz an der Amsterdamer Börse später eher zur Schwäche. Die deutschen Zuckerfahriken im September 1931 Im September 1931 sind in den deutschen Zuckerfabriken 372624 Dz. Rohzucker und 29•219 Dz. Verbrauchszucker verarbeitet worden gegen über 109 492 Dz. Rohzucker bezw. 32 905 Dz. Verbrauchszucker im September 1930. Gewonnen wurden im September 1931 131 Dz. Rohzucker und 402 152 Dz. Verbrauchszucker gegenüber 25 928 Dz. Rohzucker bezw 203 511 Dz. Verbrauchszucker im Sept. 1930. Im September 1931 sind 1428 Dz. Rohzucker und 1019620 Dz. Verbrauchszucker in den freien Verkehr übergeführt worden gegenüber 926 Dz. Rohzucker bezw.1 233033 Dz. Verbrauchszucker im September 1930, auf die 21.43 Mill. RM. Zuckersteuer entfielen gegenüber 12,96 Mill. RM. im September 1920 Steuerfrei abgelassen(ausgeführt) wurden im September 1931 1 050 Dz. Rohzucker und 32 486 D Verbrauchszucker gegenüber 30 666 Dz. Rohzu ker bezw. 80 566 Dz. Verbrauchszucker im Sepkember 1930. Die gesamte Herstellung in Rohzuckerwert beeechnet betrug im September 1931 42 177 Dz., dagzegen im September 1930 105 998 Dz. Unbefriedigende Lage der Präzisionswerkzeugindustrie Die völlige Stille am Baumarkt hat im Zusammenwirken mit der unzulänglichen Beschäftigung der weiterverarbettenden Eisen= und MaschinenIndustrie in den letzten Wochen und Monaten eine außerordentliche Verschlechterung der Geschäftslage der Präzisionswerkzeugindustrie mit sich gebracht, weshalb sämtliche Werke zu erneuten, teilweise recht beträchtlichen, Betriebseinschränkungen und Teilstillegungen gezwungen waren. Die Nachfrage ist fast in sämtlichen Werkzeugarten, sowohl in hochwertigen Meßwerkzeugen als auch in Spiralbohrern, Ahlen, Bohrfuttern, Fräsern gleich ungünstig. Da vorerst nicht die geringsten Anzeichen für eine Belebung dei Bautätigkeit und Auftragssteigerung der Maschinenbauanstalten, Eisenkonstruktions= Werkstätten, Brückenbauunternehmungen usw. vorhanden ist, muß mit einem weiteren Beschäftigungsrückgung bei der Werkzeugindustrie gerechnet werden. Die unübersichtlichen Wirtschaftsverhältnisse zwingen nicht nur die Verbraucher zu weitest gehender Einschrankung, sondern üben auch auf die Händlerschaft größte Zurückhaltung aus. Die Anhäufung größerer Vorratsbestände wird infolge der angespannten Geldverhältnisse vermieden, weshalb umfangreichere Lagerorders, wie man sie früher kannte, heute gänzlich fehlen und die Werke über den Eingang äußerst zersplitterter Spezifikationen, die die Aufstellung rationeller Fabrikationsprogramme erschweren oder ganz unmöglich machen, klagen. Im Hinblick auf die Absatzstagnation in verschiedenen Präziy###nswerkzeugarten und das Fehlen fester Verkaufsorganisationen werden die Preise selbstverständlich von Seiten der Ab nehmer stark gedrückt, sodaß die Produzen ven mitunter sogar Verlustgeschäfte abzu chließen gezwungen sind. Die Vorratsbestände sino bei verschiedenen Werken noch ziemlich er heblich eine Tatsache, die ebenfalls zur Ver wässerung des Preisniveaus beiträgt, denn die weldknappheit erfordert zuweilen gebieterisch Realisierung von Warenbeständen unter weitest gehenden Konzessionen. Das Ervortgeschäft ging in den letzten Wochen in Auswirkung der allgemeinen Welt. wirtschaftskrise evenfalls stark zurück, ledig lich nach Rußland vermochten sich die Lieferungen zu steigern. In den beiden letzten Monaten erhielt die Sowjet=Union etwa 100 To hochwertige Werkzeuge, im besonderen Reibahlen, Spiralbohrer, Fräser und Meßwerkzeuge. Emp findlich zurückgegangen ist infolge des Pfundsturzes der Export nach England, das bisher neben Holland der beste Abnehmer deutscher Präzisions werkzeuge war. Verschiedene Werke und Exporteure haben noch aus früheren Lieferungen beträchtliche Außenstände in England und müssen nun durch den Kursrückgang erhebliche Verluste mit in Kauf nehmen. Insgesamt belief sich die Präzisionswerkzeugausfuhr in den letzten Monaten auf etwa je 300 To. im Werte von 2,5 Mill. Reichsmark. LUNL es antehersehte Chemische Werke Brockhues u.— Niederwalluf a. Nh. Die Gesellschaft, deren Abschlußzahlen zum Leil bereits bekannt sind, erzielte im Jahre 1930 einen Betriebsüberschuß von 1.30(1.46) Mill. RM, dem Generalunkosten mit 1,54(1,18) Mill. AM. gegenüberstehen. der Bilanz er cheinen Ansagewerte mit 3.73(3.86) Mill. RM., Beteiligungen. auf die eine Sonderabschreibung von 150000 RM. vorgenammen wird, stehen mit 14000(164000) RM zu Biiche. Die greifbaren Mittel betragen 1%0(1.64) Ffll. 3M., davon Debitoren 1.15 (1.53) Mill RM. Hinzu kommt noch ein erstmalig ausgewiesenes Bankguthaben von 26 000 RM. Neu erscheint ferner eine Hypothekenforderung von 146 000 RM. diese stellt einen Petrag dar. den die Gesellschaft einem ausländischen Großunternehmen für die vorzugsweise Belieferung mit einem bestimmten wichtigen Rohmatersal zur Verfüanna gestellt hat. Dieser.=g, welcher der Gesellschaft selbst wieder nor„ Pank kreditiert worden ist. wird im Laufe der nächsten Jahre von dem Schuldner durch seine Lieferungen an die Gesellschaft amor tisiert werden. Warenbestände sind mit 0,86 (0,93) Mill. RM. bewertet, darunter Halb= und Fertigfabrikate mit 0.26(0,32) Mill. RM. und Rohmaterialien usw. mit 0,60(0,61) Mill RM. Andererseits betragen Kreditoren 0,31 (0,37) Millionen RM., Bankschulden 1,10(0,93) Mill. RM. und Hypotheken 0,82(0,95) Mill RM. Um den Verlust von 436 106 RM., der sich nach Absetzung der regulären Abschreibungen von 207000(143000) RM. unter Berücksichtigung von 10214 RM. Gewinnvortrag aus dem Vorjahre(4 Prozent Dividende aus 180 214 RM. Reingewinn) ergibt, zu tilgen und gewisse Wertansätze der Aktiven auf einen dem heutigen gestiegenen Goldwert angepaßten Stand herbe zuführen, schlögt die Verwaltung, wie bereits mitgeteilt, der G. B. die Zusammenlegung des Grundkapitals von 4 auf 2 Mill. RM. vor. Es handelt sich dabei um eine durch die Ungunst der Verhältnisse nachträglich erforderlich gewordene Korrektur der Goldmarkbilanz. In der Hoffnung, über das Geschäftsjahr 1931 positive Angaben machen zu können, habe die Verwaltung mit der Veröffentlichung der Bilanz bis jetzt gewartet. Die wachsende Unsicherheit auf dem internationalen Markte gestatte aber bei dem ausgedehnten Auslandsgeschäft der Ge sellschaft auch heute noch keine Vorhersage. Geserhersammlungen Rauh u. Co. Solinger Gesenkschmi. de Engels, A.=G., Solingen Die a. o. G. V. beschloß, zur Deckung des Ver lustes, der Ende September mehr als die Hälfte des A.=K. betrug, und zur Vornahme von Abschreibungen auf Anlagen und Bestände das A.=K. von 170 Mill. RM. auf 170 00 RM. her abzusetzen und dann um 500 000 RM. auf 750000 RM. wieder zu erhöhen. Die neuen Aktien werden von den bieherigen Aktionären (Heinrich August Schulte A.=G., Dortmund, Otto Wolff, Köln, Alexanderwerk, Nemscheid, Schmolz u. Bickenbach A.=G., Düsseldorf, und Barmer Bankverein) übernommen. Der Vertreter des Alexanderwerks enthielt sich bei der Abstimmung. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Direktor Julius Lamarche(Ver. Stahlwerke) und Heinrich Warth(Otto Wolff). Rheinische Handei=Plantagen=Gesellschaft, Köln In der o. H. B. wurden der Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 1930 und der Hauptabschluß für den 31. Dezember 1930 einmmig genehmigt und dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Ordnungsmäßig als Vorstand und Revisor ausscheidende Herren wurden wiedergewählt. Die Gesellschaft hat auf ihre Unterbeteiligungen an ostafrikanischen Pilanzungsunternehmungen, die mit den darauf eingezahlten 167 565 RM. zu Buch standen, im Berichtsjahr 30 000 RM. abgeschrieben. Da infolge der inzwischen eingetretenen weiteren wesentlichen Verschlechterung der Kolonialwerte diese Abschreibung nicht ausreicht, sollen 1931 weitere Abschreibungen vorgenommen werden. Auch sollen die Reichsschuldbiech intragungen, de n die Bilanz mit 102 550 RM. ansgenemmen sind, im nächsten Abschluß wesentlich niedriger bewertet werden. Zur teilweisen Deckung der diesjährigen Abschreibung von 30 000 RM. int die boherige Rücklage von 7530 RM. benutzt dea Nnhlensundihate des Homtensy dem Bericht des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikate hat sich der Absatz im Septemder 1931 wie folgt entwickelt: Der seine Syndikatsabsatz(auf die Verkaufsbeteiligung in Anrechnung kommend) erhöhte sich von 4 998 972 Tonnen im August auf 5 151 396 Tonnen im September. Davon wurden in das bestrittene Gebiet 2523101(August 2 608 282 Tonnen) und in das unbestrittene Gebiet 2628 295(2381 690 Tonnen) abgesetzt. Der Werkselbstverbrauch(auf die Verhrauchobeteiligung in Anrechnung kommend) ging auf 1 068 344(1 158 590 Tonnen) zurück, während sich der Zechenselbstverbrauch auf 634 177(628 257) Tonnen stellte. Der Gesamtkohlenabsetz erfuhr eine Erhöhung auf 6 853 917(6 776 819) Tonnen oder arbeitstäglich auf 263 612(260 647) Tonnen. Der Gesamtkohlenabsatz ausschließlich Zechenselbstverbrauch zerfällt in 4340 089(4202 590) Tonnen Kohlen, 1 273369(1 353 628) Tonnen Koks und 262 664(222357) Tonnen Briletts. Im ersten Halbjahr 1931=32(April bis September) ging der Syndikatsabsatz(auf die Verkaufsbeteiligung in Anrechnung kommend) von 33,86 Mill. Tonnen im zweiten Halbjahr 1930=31(Oktober bis März) auf 29.9 Mill. Tonnen zurück. Davon gingen 14,80 (16,18) Mill. Tonnen in das bestrittene und 15,10(17,67) Mill. Tonnen in das unbestrittene Gebiet. Der Werksselbstverbrauch betrug im ersten Halbjahr 1931=32 7,12(8.29) Mill. Tonnen, der Zechenselbstverbrauch 3.86(4,33) Mill. Tonnen. Der Gesamtkohlenabsatz stellte sich mithin auf 40,88 (46,48) Mill. Tonnen. Das bedeutet gegenüber dem zweiten Halbjahr 1930.31 einen Rückgang der täglichen Förderung auf 269 403(309 099) Tonnen. Rridendamorrchling enser Papier= und Pergamentpapier=Fabrik A.=G., Neuß Die Verwaltung der Neußer Papier= und Pergamentpapier=Fabrik A.=G., Neuß, schlägt der am 10. November stattfindenden GV. die Verteilung von 10%(i. B. 1275) Dividende vor. Gladbacher Wollindustrie A.=O., vorm. L. Josten, B.=Gladbach In der Bilanzsitzung der Gladbacher Wollindustrie A.=G., vorm. L. Josten, M.=Gladbach, beschloß der Aufsichtsrat, die Generalversammlung auf den 14. November d. J. einzuberufen und für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr die Verteilung einer Dividende von 11% (wie im Vorjahr) vorzuschlagen. Kleine Mie Vereinigte Stahlwerke A.=S., Büsseldorf Wie der WTB.=Handelsdienst von zuständiger Seite erfährt, sind die Gerüchte über Beratungen innerhalb der Verwaltung der Vereinigten Stahlwerke A.=G., Düsseldorf, mit dem Ziel einer Dezentralisation der Verwaltung unrichtig. Abgesehen von den laufenden Vereinfachungen, sind umfassende organisatorische Veränderungen überhaupt nicht erortert worden. Einschrünkung des tschechoslowakischen Bostgeld verkehrs nach Deutschland Das tschechoslowakische Postministerium hat angeordnet: Vom 21. Oktober ab können aus der Tschechoslowakei nach Deutschland Nachnahmesendungen nur bis zum Höchstbetrage von 200 RM. gesandt werden. Für Nachnahmen und Postaufträge, deren eingezogene Beträge auf ein Postscheckkonto in Deutschland überwiesen werden sollen, gilt der bisherige Höchst betrag von 600 RM. Verschlechterung der Lage der ostoverschlesischen „= E i s e n h ü t t e n Die Lage der Eisenhütten in Ostoberschlesien verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die Königshütte, die Bismarckhütte und die Falvahütte mit ihren Martinsstahlwerken und Walzwerken haben ihren Betrieb bedeutend eingeschränkt. Zahlreiche Feierschichten mußten eingelegt werden. Eine Wiederaufnahme der Arbeit in vollem Umfange ist wegen Mangels an Auftrögen in nächster Zeit nicht zu erwarten. Diskonterhöhung in Amerika Die Federal Reserve Bank of Dallas hat die Rodiskontrate von 3 auf 4 Prozent Schiedsspruch für das ostoberschlesische Handelsgewerbe Die Schiedskommission für das Handelsgewerbe hat gestern einen Schiedsspruch gefällt. Nach diesem werden die Gehälter der kaufmännischen Angestellten bis zum 20. Jahre um 5%, die der Gruppe 1 um 8% und die der Gruppe 2 um 9¾, die der Gruppen 3, 4 und 5 um 10% gesenkt. Die Arbeitgeber hatten eine Herabetzung der Gehälter um 20% gefordert. Der Schiedsspruch gilt bis zum 31. März 1932. Wagengestellung für das Ruhrgebiet Für den Versand von Kohlen, Koks und Briketts wurden am 20. Oktober 1931 für das Ruhrgebiet angefordert und gestellt 16 852 Wagen, gerechnet zu je 10 Tonnen; beloden zurückgeliefert wurden am gleichen Tage 16 618 Wagen gefehlt haben keine. Märkte Berliner Metall=Notierungen Berlin, 21. Okt. Elektrolytkupfer,(wirebars) prompt, eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 70¼, Original=Hütten=Aluminium, 98—99½, in Blöcken 170, desgl. in Walz. oder Drahtbarren 174, Reinnickel, 98—99% 350, Antimon=Regulus 47—49 RM. per 100 Klgr. Silber in Barren ca. 1000 sein per Klar. 41 3/—45 RM. Warenmärkte Notierungen der Frankfurter Getreidebörse Frankfurt, 21. Okt. Weizen(Hessen und Provinz Hessen=Rassau), Durchschnittsqualität, Hek, tolitergew. v. 76 Klgr., gesund u. trocken 227¼ bis 228 ½4, Sommergerste für Brauzwecke 179 bis 177½, Hafer(inländ.) 167½—170, Weizenkleie 8—8,10 RM. Tendenz: ruhig. Berliner Produktenbörse Berlin, 21. Okt.(Amtlich.) Weizen, märk. prompt, ab Station. fest, 212—215, Okt. 228 bie 229.50. Dez. 231—232; Roggen, märk., promot. al Station, fester, 185—187, Okt. 195.75—197. Dez. 195.50—196: Gerste, ab Station, Braugerste, ruhig. 163—173: Futter= und Industriegerste. fester. 154 bis 162: Haser“), märk., prompt, ab Station. fest. 130—148. Okt. 152—154, Dez. 157: Weizenmehl“), prompt. ruhig. 27.25—32.25; Roagenmehl. 70 7. prompt. fester, 26.25—28.75; Weizenkleie““), behauptet. 9.90—10.10; Roggenkleie, behauptet. 9.10 bis 9.30: Viktoriaerbsen 20—27: Leinkuchen. Basis 37 F. 13.20—13.40: Erdnußkuchen. Basis 50 x. ab Hamburg 11.49: Erdnußkuchenmehl. Basis 50%. ab Hamburg. 11.30: Trockenschnitzel 6; extrahiertes Soyabohnenschrot, 46 F. ab Hamburg. 11.50; extrahiertes Soyabohnenschrot, 46%. ab Stettin. 12.— *) Feinste Marken über Notiz bezahlt.**) Ab lsd. Nr. 21 unvercodet. Preise in RM.— Getreide und Oelsaaten per 1000 Klar., sonst per 100 Klar., Raufutter per 50 Klar. frei Waggon ab märk. Station. Für Mehl und Kleie per 100 Klar. brutto einschließlich Sack frei Berlin. bezw. bei Kleie ab Bahn und ab Mühle.— Kartoffeln nur Montag und Donnerstag. Rauhfutter nur Dienstag.— Allgemeine Tendenz: fester. Viehmärkte Dortmunder Zucht= und Faselviehmarkt Dortmund, 21. Okt. Zum heutigen Zucht= und Faselviehmarkt wurden aufgetrieben: 413 Großvieh, 207 Schweine, 35 Kälber, 1 Schaf. Der Handel in guten Tieren war sehr langsam. Hochtragende und frisch melkende Kühe kosteten: 1. Sorte 400—465, 2. Sorte 325—400, 3. Sorte 210—325 RM. Rinder kosteten 200—375 RM. Beste Ziere über Notiz bezahlt. Sätliches zum Markt aufgetriebenes Vieh ist gegen Maul= und Klauenseuche geimpft. Am Schweinemarkt war der Handel flau. Es wurde bezahlt für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 7—9. 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 9—14, 10 bis 12 Wochenalte Ferkel 14 bis 26 RM. Der nächste Markt findet am 28. Oktober statt. Berli. er Devisenkarte 00 Hare BURGERIN LOUISE „#n sehe I# boede dier Bim geflossen „Daß Sie 4. Fortsetzung Adrienne stieg die Treppe zum ersten Stockwerk des Landhauses empor. in d.se en Schlafzimmer die kleine Flora ruhte ... und trunken von Liede und Dichlung und Sconheit folgte Auguste Rodrur Es war Adriennes greßes und dreiles himmeldett, in dem die Kleine schlief Das Bett, das die Angedetete einst als eine der glücklichsten ihres Geschlechts mit dem Offioier in seligen Rächten gerei!: hatt Ela reich mit Gald und Elsendein vernertes. über dem sich ein Himmel aus dellblauem Seidendamast wölbte Das Kind schlug due grozen. graublauen Aagen, das Erbteil seiner schonen Mutter. nicht auf. So schlief rudig und sicher weiter in den Daunen des prunkvollen Himmelbetts, und die gelddlonten Locken wallten, wie ein Stradlendiadem über seine weige und hode Stirn. Der Diohier Auguste Redeur jellete bei btetem Andlick die Hände „Was in Ihnen, Auguste?“ Er war keines Wortes mächtig. Seine Augen startten auf das Kind. „Wissen Sie, was icd dier jede. Adrienne stammelte Augulee Rodeur unter Tränen. denn, wein Freund?“ Er suchte di schlunken Hände Udrennes. udrte ür beide an seine Lippen, bedeckte *. mit deißen Küssen und die drennendon Tranen seiner Augen fielen auf diese Hande. io das Adrienne loise erbedte. ndlich hatte er sich gesaßt „Ii sehe dier die Inkanft. Adrienne! sede dier die Jukunft, für die all das oen m und noch fließt auch immer nur an dieser eine denken!" „Ach je. Gertenne! Ich sede dier das Gute. das Erhadene, das döchste Wesen. die Vernunft, für die wir alle Lluten und leiden nüssen. Jed sede hier die Welt. die Menschheit. ib sehe Frankreich, das Frankreich Adrienne das einst die Frucht. die süße Frucht aus diesem blutgedungten Ader ernten wird! Ob. meine Kreundin. wenn Flera einmel ernten soll... dann din auch ich dozu der it.. „Wozu.“ ziof da Adrienne voll Entseten.„wazu.. woran denken Gie denn, uguste Rodeu:?“ „An bas woran wir deute allen denen mussen, moran wir alle denken sollen, Adrienne! Was sagte der Undestechliche. als man ihm vorhielt, dag eines Tages die Sonne aucd seinem Blutgericht leuchten könnte— was jagte er?“ „Was sagte en: „Er sagte nur: Eh dien.. Eh dien. Adrienne Sourieun.. Wenn solche Znkunft abnungales schlummert... Für se .. für Se Mit diesen Worten deugte sith der Dichter Auguste Rodeur über das Kind. und leise hauchten seine Lippen einen Ruß auf die unschalbssolle Stirn des schlafenden Kindes. in dem er die lonnige Jukunft Frankreichs sab „Für dich... für dich... für dieh ... für dich und deine Alteregenossen.“ Rammelte er.„für dich, wenn dle Sonne einer neuen Zeit des Friedens und der Freiheit sich siegreich debt.“ Dann wandte er sich an Adrienne „Und wollen Sie segt hören, teuerste Freundin?“ „Was. Auguste?“ „Sie allein sollen es hören. Es wurde mir jo doch die Redle zuschnüren, wenn ich es drüben bei den anderen lesen sollte, so lieb ich die anderen auch hade..“ Er zog das Album. noch dem die alte Frau Ladiche vordin vergedlich Ausschon ehalten hatte, aus der Tasche seinen Adrienne stand dicht an seiner Seite. Und wie der eisterbende W.ndhauch des scheidenden Sommers klang die sanfte und weiche Stimme des Dichters durch das stille Schlafgemach in Louveciennes, in dessen Daunendett das Kind gesund und froh und kräftig. tief und regelmäßig atmete, als lei sein Leden eine Burgscaft. Und diese Stimme sprach von dem Versunkenen. Adrienne lauschte. Sie war der Gegenwart entrückt, und es schien, als wandle Auguste Rodeur wieder unter den Ulmen von Versailles In der Mitternachtsstunde des dreißigten Oktoder stand der Bürgersoldat Silgebracht Burgern mischen die mit dem Fall Hände voll zu iun Zeit mehr für Ehevain Parmentier Posten im Hof der Conciergerie. Sein Blut war heiß. Richt nur die Weine Vater Levisius hatten das zuwege g. dracht denn er kam aus dem Kasoe zu von Rutendündeln. Rein. wieder einmal solkte sich ein Tag des Blutes aus dem Schohe des unersättlichen Paris erbeden Ader nicht nur diese Ströme, die auf dem Altor des Vaterlandes v. rgossen werden sollten, hatten Herz und Sinne des jungen Bürgersoldaten, der für die Freiheit schwärmte und das Bild Marats. des nun Gemordeten, in einem goldenen Medaillon auf der Brust irng. so in Wallung ct. Er kam aus den Armen der eren Louise Martean, die seiner stürin Werdung endlich erlegen war Der Seist der Revolution hatte auf allen menschlichen Gedieren die Bande gelan Die Behorden, die mit dem Fallen der Bluturteile alle hatten, fanden keine ngen Silvain Parmentier war es klar. Die Bürgerin Louise Martean liedte ihn. Sie liedte ihn mit jener verzehrenden, immer dürstenden, mie die Flamme der Brandsackel auflodernden und wilden Leidenschaft, die seue Tage des Blutes und des Entsegens, des einem jeden zu jeder Stunde drohenden gewaltsamen Todeo. in den Perzen jeuer Jugend erstehen ließ. Ziedernden Blicks. mit heftig schlagenden Pulen. Flammenglut ans den Wangen, stand der Bürgersoldat Silvain Parmentier in dieser Stunde da. Dumpfes Stimmengewitr drang an sein Ohr. Es lam von draußen, von der Straße der. aber auch von drinnen aus den Dugenden von Kerkern, die mit des Todes dartenden Gefangenen übersullt waren. Der Maler Poignard hatte nur zu recht Die Gesängnisse in Paris reichten bald nicht mehr aus Wie die murrenden Wellen eines über seine User flutenden Stromes, der sich den Weg über jeder Hindernis bahnt. schlug das Leden der ungeheuren Stadt an die Mauermassen der Conciergerie. Der Burgerioldat Silvain Parmentier stierte ver uw hin. Seine Augen sielen auf den Querdalten, der den Eingang der Conciergerie krönte. Auch hier wie überall ssentlichen Gedäuden, haute man n den Spruch der einen und epublik angebracht Das Blut siedete in seinen Adern, als er jegz: wieder und wieder, zum wievielhunderistenmale, in sanatischer Begeisterung las: „Die Freiheit, die Gleichheit oder den Tod“ Longe konnte es jegt nicht mehr dauern. dann muzten sie kommen. so suhr es durch den Kopi des Bürgersoldeten Silvain Parmentier. Schon sieden Tage währte die Sitzung. nun würde Zougier Tinville, der Gerechte, zu Ende kommen. Jotzt mußte das Revolutionsgericht sein„Schuldig" aussprechen und das Bluturteil sällen Und der Bürgersoldat Silvain Parmen= tier, der oden aus den Armen der Liede Vlergerie Aoale an den Sssent!! in diesen Tagen unteilbaren Ne kam dürstete nach Blut. Ein„Schuldig"“ mußte es sein, anders war es in diesen Tagen gar nicht zu erwarten. Die Verräter des Vaterlandes, die die Sache des Konvents, die die Sache Rodespiertes, des Unbestechlichen, ihrem Mitleid und ihrer Nachsicht geopfert, sie mußten sterden. Frankreich konnte, nein, mußte dieses Opser fordern, wenn es all die Opfer. die schon verblutet waren, verantworten wollte Und er würde dabei sein! Bei den Rächern der Freiheit, bei den Verteid gern des Vaterlandes! So jauchzte es im Innern des Bürgersoldaten Silvain Parmen= tier. Der von der Straße durch die Dicke der Hofmauern und über diese hin dereindringende Lärm wurde lauter und lauter. Er ram näher und naher. Das waren sie, die Verurteilten, kein Zweise!! Die Situng mußte jetzt endlich ausgehoden sein Der Bürgersoldat Silvain Parmentier lauschte und lauschte. Aber noch war es ihm nicht möglich, auch nur ein Wort der draußen johlenden und schreienden Volksmenge zu verstehen. Nur wie ein dumpes Murren, das langsam. aber Retig zum brausenden Orkan anschwoll, drang es noch immer an sein Ohr Der Mond. der sich vor wenigen Minuten hinter den schwarzen Wolkenballen die. es Oktoberabends verkrochen hatte, trat nun wieder herver. Sein sahles Licht siel auf die Fliesen des Hoses, aus den Schmut des Wegeo, in den die Rüder der Henkerkarren ihre tiefen Spuren gegraben hatten— es siel auf einen Kehrichthausen in der Ecke. den die Gedilsen des Scharfrichters hoch aufgeschichtet datten und der m großen Teil aus abgeschnittenen Mennhaaren bestand Denn in den letzten Tagen war es des öfteren vorgekommen, dag man die letze „Toilette“ hier im Hof unter freiem Himmel vorgenommen hatte, weil es in den Kerkern der Conciergerie an Play für die „Friseure“ mangelte Das alles betrachtete der Bürgersoldat Silvain Parmentier und er lächelte. Er lächelte glücklich wie ein Kind, denn die Tage der Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit, die des Unbestechlichen der der Vernuaft und dem höchsten Wesen huldigte. sie waren endlich hereingebrochen Und näher und näher kam der Lärm. Auch drinnen in den Kerkern der Concvergerie schien es jetzt in tieser Nacht ledendig zu werden Auch von dort drangen menschliche Laute an das Ohr Silvains. Und ein drausender Ruf von draußen von der Straße her belehrte den Bürgersoldaten, daß die Soche der Freiheit wieder einmal gefiegt hatte— gesiegt, wie das nicht anders zu erwarten stand. solange der Unbestechliche das Heit in eisernen Händen bielt. Jolange Neugier Tinville öisentlicher Ankläger war Und jetzt vernahm man auch den vielhundertstimmigen Ruj. jetzt verstand ihn auch Silvain. Er kam von der Straße und schlug wie die Welle des brandenden Meetes wider die Hofmauern der Concier= gerte— der Auf „Es lebe die Repudlik!“ Feugier Tinville hatte also gesiegt. Die Geschworenen hatten ihr„Schuldig" gesprochen. Und da löste es sich auch aus dem Munde des jungen Bürgersoldaten Es war wie der Schrei eines Tietes. wie das Brüllen des Löwen, der hungrig durch die afrikanische Felsenwüste irrt und endlich die Sour einer Antilope erschnuppert hat:„Es lebe die Republik!“ Und die Antwort lleß nicht auf sich warten. (Fortsetzung folgt.) Donnerstag, den 22. Oktober Nr. 289 DIE PLAUDEENTUNDE BEILAGE ZUM GENERALANZEIGER FUR DAS EMSCHER-LIPPELAN D “###i Schwestern werden glücklich 42. Fortsetzung Der Wagen verlangsumte plötzlich seine rasche Fahrt. Viele Menschen drängten sich auf der Straße— man sah Sipo... „Was ist denn dier gesneh.n. nolig?“ fragte Brigitte, das unruhig durcheinander wogende Gewuhl durch das Fenster betrachtend. „Es scheint ein Unfall passiert zu sein, Exzellenz.“ gad der Chauffeur zurück.„Da liegt ein umgestürztes Auto und ein Lastkraftwagen mit zertrummertem Kühler und einem Rad ab! Wir können hier gar nicht vorbei, die Polizeibeamten winken pon.— Hurrgett!“. Der Ram deugie ich weit heraus, wandte sich dann haug einer Herrin zu:„Der umgesallene Wagen da sieht ja aus wie unser Mercedes, Axzelleng!“ Brigitte starrte ihn an. „Was sagen Sie. Uhlig?— Unser Mercedes?! Allmächtiger Gott!" Zugleich sprangen Herrin und Diener aus dem haltenden Wagen, eilten vorwärts an die Ecke, wo ein Polizeibeamter eifrig in sein Notizduch einschrieb. Gestammelte Fragen— Stimmen aus der im Nu erneut angewachsenen Menschenmenge gaben Auskunft. ehe der Beamte es zu tun vermochte. Der Lastkraftwagen dort war die Königsbrücker Straße heruntergesaust. in rasender Fahrt— die Bremsen hatten anscheinend versagt... Hier wäre er schräg von hinten in den Personenkraftwagen hineingefahren, der gerade vorübergekommen war. Ein Herr hätte darin gesessen. Der wäre tet, hieß er. Man hätte ihn in den Hausflur da— hindeutend— getragen und der Ambulanz telephoniert. Die beiden Führer des Lastkraftfahrzeugs und der Chaufseur wären wie durch ein Wunder nur leicht verletzt worden— der Doktor verbinde sie. der in dem Hause da wohne. Ja. das Hochhaus... Wie Brigitte über den belebten Platz kam, wußte sie nicht Da. im erleuchteten Flur. auf eiligst herbeigeschlevvten Decken und Kissen eine reglose Geüalt, neben der der Arzt im hastig übergeworsenen weißen Kittel mit aufgestreiften Aermeln hautierend knicte — Menschen an der Tür zu irgend einem Geschäft— zwei Polizeibeamte, die abweisend vortraten, ihr den Eintritt wehren wollten. Brigitte stieß sie beiseite, lief taumelnd an ihnen vorüber— sah nicht, wie eine bode Männergestalt sich von der kleinen Gruppe im Hinterarund löste und überrascht vortrat. Eine tiese, klingende Stimme:„Sitta— du bier?" Brigitte Plessings Fuß stockte. Ihr Kopf fuhr hoch. die Lippen öffneten sich. ein ungläubig storrender Blick aus Augen. die noch in Todesangst geweitet waren. Da— da stand ja— Salcha!“ Ein Wort nur. ein kurzer Ausruf Aber so voll seligsten Jubels. so glückdurchzittert. daß die Molnung zur Rube des unwillig aufsehenden Arztes erstarb und selbst die Polizeibeamten. die mühsam die am Haustor gassende Menge zurückhalten konnten, begriffen, daß hier etwas Ungewöhnliche: vor sich ging. Alexander Plessings Herz aber tat einen wilden Schlag: So rief nur die Liebe Der stolze, beherrschte Mann sah nicht die fremden Menschen um sich. vergaß. warum er hier war. In wengen Schritten war er bei der Frau und schloß die Schwankende sest an sein Herz „Du lebst. du lebst— allmächtiger Gort. ich danke dir!" Immer wieder stammelten es die blassen Lippen Kraftlos lag Brigitte Plessing in des Gatten Arm. In plotzlich war das Glück gekommen „Dachtest du denn, ich sei verunglückt. Liebes, fragte Plessing leise, die an allen Gliedern zitternde Frau feüer an sich pressend. „Ja! Oh. es war unausdenkbar— du kamst doch nicht an den Zug! Der verunglückte Wagen sei ein Mercedes=Benz. dieß es. ein Herr saß darin.. Was ich m diesen paar Minuten durchgemacht habe— das war Hölle. Hölle!" Ihre Zahne schlugen aufeinander wie im Fieder. Des Mannes Gesicht wurde tief. rust. „Es war wirklich ein Mercedes=Benz. Gitta,. und zwar der Wagen des armen Geheimrats Soldner der hier vor uns liegt. Erinnerst du dich: er und ich hatten den gleichen Typ zu gleicher Zeit gekauft, du nanntest ihn immer den„Zwilling"! N Lebers Vorsicht ist es zu verdanken, daß das Unglück nicht noch größer wurde" „Ist er schwer verletzt?“ flüsterte Brigitte. sich an ihres Mannes Seite schmiegend. der nun sauft seinen Arm von ihr gelöst hatte. Er nickte.„Schädelbruch! Wahrscheinlich schon erlost— Ich mug nur warten, bis— Ah. da kommen schon seine Söhne!" Brigitte trat zurück, während ihr Mann auf die beiden verstört hereineilenden Herren zuging, sich vorstellte und mit kurzen Worten den Anfall schilderte, dessen Zeuge er gewesen war Ein gestammelter Dank. ein Händedruck— dann traten die Herren leise an den Arzt heran, der sich erhoben hatte. Roch ein paar Fragen des Kriminal= beamten, der mit den Söhnen des Verunglückten gekommen war, eine höfliche Verbeugung „Besten Dank. Exzellenz! Wir dürfen Sie dann wohl wegen der Zeugenaussage benachrichtigen—“ Plessing war entlassen Er gab Brigitte ein Zeichen. Kaum waren sie aus dem Tor getreten, als der junge Ublig. der von seinem Kollegen den Sachverhalt erfahren hatte. durch die Menge auf seinen Herrn zustürzte „Exzellenz Erzellenz— das ist aber eine Freude! Wir waren ja ganz kopilos, als wir hörten ein Mercedes mit einem Herrn darin lei verunglückt— nee. so ein Schreck!" Dabei strahlte er über sein ganzes. rundes Gesicht. Dann riß er sich zusammen, stand stramm:„Darf ich Exzellenz ganz gehorsamst gratulieren?“ Plessing areu## ihn die Hand hin zu jestem Druck.„Ich danke Ihnen, mein Junge!". Die sonst so run ge Stimme klang bewegt Erns nickte er dem jungen Diener zu„Man sieht weder, was das Mensch nleben für ein unsicheres Ding iR Vor einer halden Stunde noch war Geheimrat Goldner ein kerngeiunter erbeitsfreudiger Mann— jetzt tragt man seine Leiche auf den Friedhof Einen Augenblick herrschte tieses Schweigen mn der umstehenden Menge. Des Todes erhabene Majestät erhod sich vor jedem einzelnen und sah ihn an mit unergründlichem Blick.„Wir weiß wie nabe dir dein Ende!" Dann richtere Plessing sich auf Der Wagen war vorgefahren „Rach Hause Weder! Lassen Se sich und Uhlig eine Flaiche Wein geben zum Abend— Sie beiden haben auch einen tüchtigen Schricken durchgemacht Bhtg. Sie kommen mit dem kleinen Wagen nach!" Ein freundliches„Danke guten Adend!". an die Umstehenden die eilfertig den Schlag geöffnet ehe Weder derabzuspringen vermocht hatte Er half Brigitte hinein setzte sich neden sie Der Motor knatterte ungeduldeg die Räder zogen an Warnend erklang die Hupe. als sie den freigegebenen Platz überauerten Dann glitt der Wagen schnell daron. Im Schutz der Dunkelheit zog Alexander Plessing sein jung:s Weib wederum in seine Arme Lachend und schluchzend streichelte Brigitte die Wangen des ihr wie durch ein Wunder neugescheukten Geliebten, kußte seine Hände und drückte ne gegen ihr Herz. als wollte sie se nie wieder lassen. Wie das Unglück gekommen war, wollte sie wissen Kurz berichtete Plessing. Er datte Goldner. der mit dem Wener Jug nach Berlin johren wollte, auf der Bautzner Straße in einem Blumengeschäft getressen. wo sie beide Blumen gekauft hatten, der alte Herr für seine Schwiegertochter, die eben eines Enkels entbunden worden war. er selber für Grete Srevensberg.„Da liegt der Strauß noch!“ Goldner sei hinter ihm gefahren beide Wagen in hohem Temvo, weil sie sich verspätet hatten „Da kam der Lastkraftwagen die Königsbrücker Straße heruntergestürzt— anders kann man es nicht nennen Weber dremste so scharf, daß wir uns fast im Kreise drebten aber der Wage.: d. Goldners Chauffeur dagegen hoftse wohl, vor dem rasenden Lastkraftfahrzeug durchzukommen. und fuhr mit höchster Geshwindigkeit weiter. Haarscharf vor uns schwenkte das Lastauto plörzlich noch rechts und stürzte auf Goldner= Wagen ihn halb unter sich begrabend Der alte Herr hat, gottlob. ein sehr schnelles. schmerzloses Ende gefunden. er mun sofort tot gewesen sein. Der ganze Hinterkonf ist zerschmettert. Ich eilte natürlich sofort an die Anglücksstelle und bot weine Hilfe an. Die Adresse des einen Sohnes war mir glücklicherweise bekannt. Deswegen kam ich n#cht an den Jug.“ (Fortsetzung folgt) Nummer 288 stag, den 22. Oktober 1931 17 Edelhochglanz de, denn #cr wir d sofort nach dem hauchdünnen Auftragenpoliert. V#schr erzeugt keine Glätte. Die Gefahren des Ausrutschens sind also beseitiat.###c desinfiziert, bindet den Staub und gibt ertrischenden Tannenduß. Ferwechr ist milde, es schont Hände, Lack und Farbe. Mit ###nur bohnern, das macht Freude. bohnert glänzend, macht nicht glatt! 9„ WE A E Hübsches junges Mädel für Bühnenläligkeit gesucht. Bedin zung Schlanke Figur. Desgleichen 1 Portier ca. 1.80 gr, kräll. schlenke Erscheinung Vorzustellen zwischen 11 und 1 Uhr Büro K.-V-Theater, Buer. 3 Mansardenräume 2 Räume mit Zentralheizung, 1 Raum mit Kochgasanschluß und Wasserleitung, in einem Neudau in Buer=Mitte(ruhige Lage) zum 1 Oezember oder später zu vermieten. Miete ist viertelsährlich im voraus zahlbar. Angebote unter B3 498 an die Geschäftestelle Buer, de la Chevallertestraße 27. Schauburg-Buer Heute Donnerstag, zum letzten Mal Im Geheimdienst mit Willi Fritsch und Brigitte Helm. Morgen Freitag, die lustige Ueberraschung Trara um Liebe mit Felix Bressart als urkomischer FestungsKommandant. (Jelenangehote) Herr gesucht zum Verkauf von Zigarren an Wirte u. Private. H. Jürgensen u. Co., Hamburg 22. (Selumunche.) Mädchen 17 Jahre alt, erfahr. in Kochen u. Nähen. sucht Stellung. Näheres in der Geschäftestelle Buer de la Chevalleriestr 27 wietangehale Schöne, geräumige, abgeschlossene 5=Zimmer= Neubauwohnung 1 Etage, mit Zubedör, Badezimmer, Balkon u e was Garten. sofort od. sodter zu vermieten W. Cur. Buer, Urdanusstraße 30 Schöne abgeschloss., vierräumige EtagenC Ich habe meine Praxis wieder aufgenommen Dr. med. Hippenbrock Pacharzt für Hals, Nasen- u Ohregleiden Buer, Essener Str. 8, Tel. 30181 Bekanntmachung Haus= und Grundbesitzervereine, sowie die Mietervereine der Gemeinden Marl, Polsum, Hamm und Altendorf=Ulfkotte werden ersucht, bis spätestens 15 November 1931 Vorschläge für die Wahl der Beisitzer nebst Stellvertretern zum Mieteinigungsamt auf Zimmer 4 des Amtehauses einzureichen. Die Wahl erfolgt durch die Gemeindevertretungen. Marl, den 20 Oktober 1931. Der Bürgermeister. Bekanntmachung An Stelle des verzogenen Gemeindever. ordneten Rohlmann ist von den Unterzeichnern des Wahlvorschlages der KPD der Invalide Franz Lange in Marl, Friedrich= bert=Straße 18, als Ersatzmann benannt worden. Einsprüch= sind innerhald 14 Tagen beim Gemeindevorstand anzubringen. Marl. den 19. Oktober 1931. Der Gemeindevorstand. Zwansversteigerung Am Freitag, dem 23. Oktober 1931, vormittags 10 Uhr, werde ich in meinem Pfandlokale beim Wirt Herrn Rottmann in Buer=Mitte, Essener Straß= Nr. 15, folgende Gegenstände: 2 Ladenschränke, 2 Ladentheken, 2 Ankerkassen, 2 Eßzimmerbusetto, 2 Klubsessel, 3 Chaiselongues, 2 Eisschränke, 2 runde Tische, 2 Stuhle, 4 Sessel, 3 Teppiche,— 1 Damenbanduhr,— 200 diverse Bücher, — 1 Schreibtisch,— 1 breitürigen Kleiderschrank,— 1 Waschtoilette mit Marmorplatte,— 1 Ausziehtisch,— 1 Sofa, — 1 Singer=Nähmaschins,— 1 PrestoLieserauto,— 1 Klavier,— 1 Glasaufsatz,— 1 Nationalkasse und viele andere Sachen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. wohnung eotl. auch mit Mansarde. in ruh. Hause in H.=Dorsten, Halterner Straße, zu vermieten. J. Brodnike, Architekt, Hervest=Dorsten, Bismarckstr. Tel. 42 Neuden B.=Ritte 2 leere Manferbengien. 1 Zimmer mit Zentralheitung und 1 Zimmer mitKochaasanschluß ium 1. Nov. ober ipdter preiswer“ zu vermieten. Ang. u. B. 3. 497 an die Geschäftsstelle Buer, de la Chevalleriestraße 27. Leeres Zimmer parterre, mit Licht. Wasser. Gas und Keller und separalem Gingang zu dei mieten. Seidel, Buer, Goldbergstraße 64. 1- o9. 2 ZimmerBohnung mögl. Buer=Mitte, sof. ges., eotl. als Untermieter. Rote Karte vorhanden. Ang. u. B. 3. 500 an die Geschäftsstelle Buer, de la Chevalleriestraße 27. 5- od. 7-ZimmerBohnung per sofort oder später gesucht. Vier erwachsene Personen. Ang. u. B. 3. 501 an die Geschäftsstelle Buer, de la Chevalleriestraße 27. (Iutustne.) Erstklassiges, gebrauchtes Salon=Piano kreuzsaitig. Eisenpanzer, Elfenbeinklaviatur, 650.zu verkaufen. Pianohaus Hilger, Essen, i. Börsenhaus am Hauptbahnhof. Haue sehr aut erh., 13 Zimmer, Stall u Hofr! B.=Resse, Gwaldstr. bei 4— 3000 Diark Anzahlung. für 8000 D. zu verkaufen. Ang. u. B. 3. 405 an die Geschaft##stelle Buer de la Chevalertestraße 27. Der Verkauf der Damenbanduhr 1 Ankerkasse findet bestimmt statt. Fürger, Obergerichtsvollzieher, Buer=Mitte. und Ich beabsichtige, meine Besitsung In Duer am Rande des Westerholler Wades gegenüber dem Forsthaus an der Wester holler Strabe preiswert zu verkaufen oder zu vermieten. Ideales Landhaus: 9 Zimmer, Hüche, Dad.Diele, Gerage. Zentralheisung. Nliebendes warme: und kaltes Wasser: neuz-itlicher Ziergarten(Platlenwege, Gerienhaus, Wasserberten. Steingarten) u. Nutrdarten in Gröbe von 1 Morgen Besichtigungieder zeit gern desialte P. Kehel: 3-3.-Wohnung Nähe Nathaus, sof. oder 1. Nov. und ein Ladenlokal billig zu vermielen. Näheres in der Geschäftsstelle Buer de la Chevalleriest: 27 Großes leeres Zimmer Altbau, sof. oder 1. Noobr. an alleinst. Person zu vermieten. Näheres in der Geschäftestelle Buer de a Chevalleriestr 27 Möbl. Zimmer in ruhigem, gut. Hause zu vermieten. Näheres in der Geschäftestelle Buer. de la Chevalleriestr 27 Achtungl Wichtig! Der Klure laDt sich nicht durch Schleuderangebote in Ramschwaren. sehlerhalten oder verallelen Stoffen verblüljen, sondern kauft wvallen nraiswen Achtung. Klempner! Abbiegebank. Rundmaschine. Sickenmaschine und sonstige Werkzeuge billig verkaufen. Näheres in der Geschäftsstelle Herten, Ewaldstraße 21. Nicht abgeholter, seiner Maß=Ulster für 50 Oberweite, (kleine Figur) unter Herstellungspreis abzugeben. J. Müller, Buer, Essener Str. 31. Billig zu verkaufen: 1 Bett m. Matratzen 15 Mark 2 Kleiderschränke 29 und 30 Mark 1 Rüchenschrank 12 Mark Sonomange! 14 Mart 1 Herrenfahrrad 14 Mart 3 Herren=Mante! 7, 8 und 15 Mark 1 Rellnerfrack salt neu, 19 Mark Puer, Hagenstr. 29. aus nur ersten deutschen Feintuchsebriken Herrenstoffe viehr: Kettwiger Tuchlager Essen, Reilingheuser Strebe 20, em Hibl. Südeusgeng Pord 9. 13/40 De, 3 Monate all, velbraun ledtert. mit voller Garartie. noch zugelassen, aub preie wer auch Heientablung ab. Angebole unter B 3100 an die Geschäntestelle Buer, de la Chevaller estrabe 21 Die Weihnachten werden gekaufte Stosfe bei hieinster Inzahlung zurüchgeleg Sonntag geöffnet! 30 feit Ooppete Dony mit Nechwagen billig zu verfaufen Duer-Gile Diemerdstreße 169. 8%% Salvador also ein guler, hochwerliger Kalfee ist immer noch in Grewer S. M. S. enlhallen, irolz dem die Zujuhren jeiner zeniralamerikanischer Kalfees kleiner u. die Qualilät geringer geworden Isl. Da Grewer Kaljee ohne werllose„Zugaben“ verkauft wird, erhallen Sie für den niedrigen Preis von R“ 2.40 schon ein ganzes Psund dieses edlen Kallees. Inlolge seines hohen Gehalls an gulem Zentralamerikaner ist er viel, kräfliger als ein einjacher Sanloskallee.— Ueberzeugen Sie sich selbst, wie kösllich dieser Kalsee schmeckt.— Sie erhallen ihn läglich frisch nur beim Kaffes-Ar ewer, Buer, Marienstr. 12-- Geisenhirchen, Kreuzstr. 11 (meigsssse) III Selbst überzeugen: Kommen Sie zum Total Husperkau Was Sie de alles billig kau,en, darüber werden Sie slaunen. Die Preise sind kolossal heruntergeselzl, teilweise zur Hällte. Jeizt ist es Zeit für Spielwaren, Puppenwagen Vermann Buer Essener Sr. 19 Kneipp-Verein Am Preilag, den 23. Oklober, abends 8 Uhr, in der Aula des Gymnaslume, nient Hotel zur Post ötlentlicher Vortrag Wechseljahre der Frau Wechseljahre des Mannes Redner: Kneipparzt Dr. Kluthe. Geisenkirchen Aus dem Inhalt: Wechseljahre- normal oder krankhaft. In weichem Alter 7 Ihre Dauer, Wechselbeziebungen im Organismus. Erscheinung (Gresistene) Die undewußte Ausage, dis ich gegen Herrn Otacdere. Duer=Resse, Hertener Str., gemacht haben soll, nehme ich hiermit zurück hreu Gichmann. 101n Eintlus das Seeienleben. Unkostenbeitrag für Mitglieder 30 Pfg., Nichtmitglieder 30 Ptg., für Arbeitslose frei. Pfarrer Houmann-Buch 27•2 Seiten, 150 Abb.— Ste ephalten Capl. emsonst and pertefrei von L. Noumann& Co., Nürnberg M 531 Pfarrer Heumann's Hollmitte! sfets aum verran im Alleindepet Alte Abotheke Buer-Aitte Achtung! Werbetage Frisieren. 40 Pig. Nachschneiden 40 Pig. Herren=Haarschnitte 50, 69, 30 Pig. 9. Faumneister. Buer=Erle. Oststr. 6. Bilhelm Schröder. B.=Erle, Wilhelmstr. Freibank öner Freitag von 9 bis 11 Uhr von Nr. 1501 bis 1850. Schlachthof. verwaltung. Größere Inserate für die Sonntagsnummer bitten wir m Interesse einer sorglältigen Ausführung bis spateslens Samstagmittag aufzugeben Machen Sie sich die große Verbreitung dieser Zeitung im Emscher-Lippeland zunutze! Sonntag sind die Geschätte von 13-18(1-6) Uhr geöttnet 2 Schwerverletzte gestorben 17 Todesopfer in Herne Einen weiteren Schwerverletzten hofft man am Leben erhalten zu können * Essen, 2. Okt. In der vergangenen Nacht sind von den im Krankenhaus „Bergmannsheil“ in Bochum liegenden schwerverletzten Opsern der Grubenexplo. sion aus Zeche„Mont Cenio“ zwei weitere Knappen ihren schweren Brandwunden erlegen, und zwar die Bergleute Deulinsti und Gommert. Bei dem einzigen noch in Bochum befindlichen Schwerverletzten besteht die Hoffnung, ihn am Leben erhalten zu können, während sich die im Krankenhaus Börnig untergebrachten Verletzten außer Lebensgefahr befinden. Die ungeklärte Arsache des Unglücks auf Mont Cenis Bochum, 21. Okt.(Eig. Draht.) Ueber die Ursachen der Grubenexplosion auf Schachtanlage 1=3 der Zeche Mont Cenis verlauten die verschiedensten Versionen. In Bergarbeiterkreisen ist die Ansicht verbreitet, daß der zu Tode gekommene Steiger Schneider beim Ableuchten der First in einen mit Schlagwetter gefüllten Hohlraum gestoßen sei und durch unvorsichtiges Manipulieren mit der Lampe die Explosion verursacht habe. Gegen diese Annahme spricht jedoch, daß seine Leiche in ziemlich weiter Entfernung von dem Explosionvort aufgefunden wurde Auch die Auffassung, daß durch verbotenes Rauchen das Unglück entstanden sei, erscheint nicht stick haltig. Das Oberbergamt setzt die Zeugenvernehmungen fort, und es bleidt abzuwarten, ob sich hierbei Anhaltspunkte für die Unglücksursache ergeden. Wahrscheinlich dürfte nach Lage der Dinge die Frage nach der Ursache niemals geklärt werden. Sicher ist jedenfalls, daß die bergpolizeilichen Vorschriften durch die Zechenleitung erfüllt worden sind. Eine andere Frage ist jedoch, ob die bergpolizeilichen Maßnahmen den Verhältnisen auf Mont Cenis in vollem Umsange Rechnung getragen haben. Aus Kreisen des Bergarbeiterverbandes wird darauf hingewiesen, daß die Abbaustöße besser gegen Explosionsgefahren geschützt werden mußten. Diese Abbaustöße sind im allgemeinen ohne Sicherung gegen Kohlenstaubexplosion. Die sich hieraus ergebenen Gefahren seien daran zu ermessen, daß oft zwei bis drei dieser Abbaustöße ahne gegenseitige Sicherung übereinander liegen. Bei der Einführung des Gesteinstaudverfahrens waren zwar Gesteinstaub=Wandersperren zur Sicherung der Abbaustöße vorgeschrieben, jedoch habe das Oberbergamt später die Zechen von der Einrichtung derartiger Wandersperren entbunden. Hierdurch hätten die Sicherungsmaßnahmen eine gewisse Lockerung erfahren, aus denen sich große Gefahren für die Vergarbeiter ergäben. Der Bergarbeiterverband habe daher die Beibehaltung der Wandersperren und bessere Sicherung der Abbaustöße verlangt. Man kann gespannt darauf sein. wie sich die Oberbergbehörde zu den aus Anlaß der Katastrophe auf Mont Cenis erhobenen Vorwürfe rechtfertigen wird Von wohlinformierter sachmännischer Seite wird uns zu der an den Vorschriften des Oberbergamts aus Kreisen des Bergarbeiterverbandes erhobenen Kritik mitgeteilt, daß in dem vorliegenden tragischen Fall auf Schachtanlage 1=3 der Zeche Mont Cenis, selbst wenn die Forderungen in Bezug auf die Wandersperren an sich berechtigt wären, die Beanstandungen zu den Maßnahmen der Bergbaubehörde nicht zutreffen, weil die erwähnten Wandersperren hier keineswegs in Frage kommen, da es sich bei der Unglücksstatte um einen Strebstoß von verhaltnismäßig geringer Höhe handelt, der sowohl oben als auch unten durch Hauptgesteinsstaubschranken sehr gut abgeriegelt war. Im übrigen läßt sick über den Ausgangspunkt der Explosion noch gar nichts sagen. Das Gesteinsstaubverfahren, dessen gutes Funktionieren bei der Explosion auf Mont Cenis von allen Seiten anerkannt wird, hat einen schwachen Punkt, und zwai den, daß Abbaustöße selbst nicht gesichert werden können. Im Abbaustoß selbst ist Gesteinsstaub=Sicherung durch Streuen praktisch unmöglich, da immer wieder neuer Kohlenstaub entsteht. Durch das Gesteinsstaubverfahren kann lediglich das Uebergreifen der Explosion von einem Abbaustoß in dem anderen verhütet werden die Versorgung der hinterbliebenen Vor Geldnot geschugzt * Bochum, 21 Okt. Von den bei dem Unglück auf Zeche Mont Cenis verlezten Bergleuten sind in der vergangenen Nacht noch zwei gestorden. Zur Unterstützung der Hinterbliebenen hat der Vorsitzende des Grubenvorstandes personlich 10 000 Mar: zur Verfügung gestellt. Die Stadi Herne hat für jeden Toten und Verletzten den Beirag von 100 RM. bewilligt. Da zuperdem die Knappchaft in Bochum das Sterbegeld in Höhe von 200 bie 250 R.M. zur Auszahlung gebracht und die Knappschafts. berufegenossenschaft an die Hintertliebenen Dnen Vorschuß auf die Unfallrente für den Mona: Oktover gezahlt hat, kann eine geldliche Notlage bei den Hinterbliebenen nicht in Frage kommen. Die Kosten der Beisetzung übernimmt die Zechenverwaltung. Gedächtnisfeier in Alsdorf am Jahrestag des großen Unglücks * A l o d o r f, 2 1. O k t. D i e G e m e i n d e Alsdorf beging am Mittwoch, dem ersten Jahrestage des großen Grubenunglücks vom 21. Oktober 1930, eine Gedächtnisseier zu Ehren der Toten durch Abhaltung von Trauergottesdiensten in der katholischen und evangelischen Kirche und eines Traueraktes auf dem 1930 neu angelegten Gemeindefriedhof in Alsdorf, wohin sich von den Gottesdiensten aus ein großer Zug von Fahnen und Musikkapellen bewegte. Auf dem Friedhof hatten sich die Angehörigen der Toten an den geschmückten Gräbern eingesunden. An dem großen Kreuz batten die preußische Regierung, die Vertreter des Eschweiler Bergwerksvereine und die Vertreter der einzelnen Gemeinden Kränze niedergelegt. Pfarr=Rektor Georgen gedachte in einer Ansprache der Opfer des Unglücks und rief die Ueberlebenden zur Liebe auf, die allein Wunden heilen, und Notzeiten beenden könne. Vor dem Kreise gesenkter Fahnen spielte eine Kapelle„Ich hatt einen Kameraden". Dann legten Vertreter des Landrats, der Gemeinde Alsdound der zahlreichen Vereine weitere Kranzspenden nieder. Ein Choral schloß die kurze und eindrucksvolle Feier. In den mitbetroffenen Gemeinden Kellersberg, Schausenberg und Mariadorf finden heute nur Trauergottesdienste statt. Gedächtniefeiern auf den Friedhösen sind für kommenden Sonntag vorgesehen. bilder von der Schlagwelterkalastro phe auf der Grube mont Cenis Diesen Interessanten Versuch können Sie mit einem Schuh mechen, der mit Immalin gepflegt ist. Sie werden feststellen, dese der Immalin-Glanz bleibt— auch wenn der Wasserstrahl mit voller Kraft über das Oberieder Gllesst. Des Leder bleibt vollkommen trocken.— Wenn Sie die feine, glänzende Immalin-Hülle behutsam vom Schuh ablösen könnten, würden Sie schen, dess eie von der Kappe bis zur Perse eine Art zusammenhängende Haut bildet— hauchdünn, aber ein sicherer Schutz für des Leder gegen Nässe und Schmutz. In dieser vortcilhaften Dose: schwarz, weise, farblos, gelb, ochsblut, vier Arten modebraun. Grosser Inhalt-— zweckmässige Dose Immella-Werke. Mettmann-Ahid. Dem Tode entronnen Mehrere Bergleute, die sich im Augenblick der Schlagwetterkatastrophe im Schacht befanden, blieben durch einen wunderbaren Zufall unverletzt. Handschuhe usw. Die Diebe müssen sich beim Einschlagen des Dachsensters erheblich verletzt haben, da Blutspuren am Tatort vorgesunden wurden. * C a s t r o p= R a u x e l, 2 1. O k t. O p s e r s t o c k d i e. bin gesatzt. Am Dienstagvormittag wurde in einer Kirche in Castrop=Rauxel ein Mädchen dabei beobachtet, als es sich an einem Opferstock zu schaffen machte und denselben zu öffnen versuchte. Die Diebin konnte gestellt und der Polizei übergeben werden. Im Verlause der Vernehmung ergab sich, daß das Mädchen sechs weitere Opferstockdiebstähle versucht und in vier Fällen Opferstöcke geöffnet und den Inhalt gestohlen hatte. Es handelt sich um ein 18jähriges Mädchen aus Castrop=Rauxel Zimmerbrand fiel der alte Mann zum Opfer. In banger Erwartung Am Eingang zur Jecke warten Angehörige und Arbeitskollegen auf neue Nachrichten. Ein Wagen mit Sanitätern, die die ersten Rettungsarbeiten leisteten, trifft ein. Ein sellener Jall Der Oberbürgermeisterposten ohne Bewerber * M ü n s t e r, 2 1. O k t. D e r P o s t e n d e s Oberbürgermeisters von Münster scheint nuch den allerletzten Erfahrungen wohl der am allerwenigsten begehrte zu sein. Denn nachdem jetzt auch der letzte der offiziellen Bewerber, Beigeordneter Dr. Geyer aus Sochum sein Bewerbungsgesuch zurückgeogen hat, ist es recht still geworden in der schon an sich recht kleinen Runde der Lewerber für den Posten des Oberbürgermeisters der Provinzialhauptstadt Münster. Oder, wie die„W. L. 3.“ feststellt: von sich aus hat kein leitender Kommunalbeamter in ganz Deutschland ein Interesse daran, die Nachfolge des Oberbürgermeisters Dr. Sperlich anzutreten. Dazu kommt wohl noch, wie die„M. 3“ meint, die Besorgnis, ob unter den obwaltenden Umständen die Regierung einen neuen Oberbürgermeister bestätigen wird. Und da deckt sich die Ansicht dieser Zeitung, mit dem von uns kürzlich geäußerten Gedanken, daß die Regierung als Aufsicktsbehörbe die(enehterzaun neben den Beamten ein. Als die migung versagen könnte, weil sie der AnPolizisten in den Hof eindrangen, erhiel= sicht ist, die Besoldung eines neuen Oberanf ein Lohonsmittelgesthäft ten ne von dem dahinterliegenden freien bürgermeisters lasse sich nicht recht mit den auf ein Erhensmitlehes jast Felde aus wiederum Feuer. Unmittelder Grundsätzen der allen Kommunen gebodanach sahen die Beamten vier bis fünf tenen Sparsamkeit vereinbaren, da sie doch Manner in Richtung der Aschenhalde der für den pensionierten Bürgermeister Speru Zeche Woljsbank davonlaufen. Da dis lich auch noch aufkommen muß. Der ein21. 30 Uhr, drangen im Stadtteil Vordes Bessonen auf Anzuf nich stehen blieben, zige Kandidat, mit dem noch ernstliche etwa 35 bie 40 Personen, nachdem sie dis erwiderten die Beamten die Schüsse. Einer Verhandlungen gepflogen werden, scheint Eingangstür zertrümmert hatten, in die ber.—. sch e auf der Fflucht mehrere Landesrat Dr. Zuhorn zu sein, der KulVertaufestelle deo Konsumvereine Selbß. Male samt ar“, wahrscheinlich in er von zur= und Finanzoezernent der Provinzialhilfe, Neunberg 30, ein. Sie zerstorten einem der Volizeihunde gebissen worden, verwaltung. Die mit diesem geführten eine Telephonleitung und entwendeten ve. Das Abruchen des Gelänkes war erfolglos. Verhandlungen sollen aber bis jetzt noch zu keiner positiven Entscheidung geführt * Bochum, 21. Okt. 500 Mark Beloh= haben. Man darf also recht gespannt darnung für Ergreisung der Lohngeldräuber. auf sein, wie sich die Dinge bis zum 28. nichtet. Sie warsen Eier gegen die Wand. In der vergangenen Woche waren, wie ge Oktober gestalten werden, dem Tage, an zertraten Lebenomittel usw. Danach flüch= meldet, einem Förster im Stabtwald von dem die Wahl u. W. vollzogen werden soll. teten die Personen unter dem Ruse„Heil einem Rauber unter Vorhaltung eines Hitler“. Ee ist aber, wie die Polizei mit. Revolvers Lohngelder geraubt worden. teilt, einwandfrei sestgestellt, daß eo sich Der Regierungoptäsident hat auf die Erum Leute handelt, die vorher an einer kom. greisung des Täters eine Belohnung von munistischen Demonstration teilgenommen 100 Mark ausgesetzt. Ein der Tat drinhatten und duech das Uebersallkommando gend verdachtiger von auswärts stammenin eine Nevenstraße abgedrängt waren milie aushielt, wurde gestern nachmittag festgenommen und dem führt. * Bochum, 21 Okt. Für Abban bei Thossen Stillegung der Nohrenwalzwerke Bochum und Diuslaten * Dinslaken, 21. Okt. Bei der AugustThyssen=Hütte, Abteilung Dinslaken, sanden heute die Verhandlungen über die Stilllegung des Nöhrenwalzwerkes Dinslaken und Debenbetriebe statt. An den Verhandlungen, die unter dem Vorsitz des Gewerberates Dr. Hoffmann=Wesel und in Gegenwart von Dr. Busse von den Vereinigten Stahlwerken und der Gewerkschafts= und Betriebsratsvertreter stattsanden, endeten damit, daß infolge Auftragsmangels dem Stillegungsantrag zugestimmt wurde. Es kommen am 1. November 410 Arbeiter zur Entlassung. Außerdem wurde 10 Angestellten und Werkmeistern mit einer Entlassungsfrist von 1 bis 6 Monaten gekündigt. Durch diese Maßnahme kommen die Nöhrenwalzwerke von Dinslaken und Bochum zur Stillegung, während die Nöhrenwalzwerke Düsseldorf und Mülheim weiter in Betrieb bleiben. Sturm Neue Unruhen in Essen * Essen, 21. Okt. Am Dienstag, um bensmittel aller Art im Werte von 450 Mark. Mao die Täter nicht mitnehmen konnten, wurde von ihnen zerstört und per Im Belt verbraun! Die Tragodie eines Greises * Unna, 21. Okt. In der Nacht zum der Mann, der sich bei einer hiesigen###: Sonntag bemerkten Einwohner eines HauJevergesecht im Dunkel Schulle auf eine Polizeistreife es in der Höingstraße einen starten Gesängnie juge Brandgeruch. Ale man der Ursache nat: ging. sand man den 74jahrigen EisenMark dahnpensionär Stefani in seinem Beit lieStosse erbeutet. In der Nacht zum Diens= gend mit schweren Brandwunden auf. Ein * Essen, 21. Okt. In der Nacht zum tag wurde im Kaufhaus Heymann in der ofort hinzugezogener Arzt ordnete die Mittwoch. um 1.45 Uhr. wurden auf eine Hellwegstraße ein verwegener Einbruchs. Ueberfuhrung ins evangelische KrankenSchutzpoltzeistreife bestehend aus zwei Be= diebstahl ausgeführt. Die Täter stiegen haus an, wo Stesani an den schweren amten mit Diensthunden, im Stadtteil Vor= zunächst über einige Nachbardächer und Brandwunden Sonntag vormittag verbeck auf der Buststraße zwei Schüsse alge= dann durch ein Dachsenster in das Kauf= schieo. Ueber die Entstehung des Brandes fenert. Die Schüsse wurden aus dem Hofe haus ein. Gestohlen wurden für ca. 5000 ist nichts bekannt, doch dürfte Stesani ein einer dortigen Fahrschule abgegeben und Mark Wollkleiderstoffe. Seidenstoffe, Her= Streichholz angezündet haben, um nach der schlugen in einen gegenüberliegenden Bret= renstoffe, Strümpfe, Oberhemden, Kragen, Uhr zu sehen. Dem hierbei entstandenen Ohne Absicht getötet? Geständnis der Aölner Anlodiede * Köln, 21. Okt. Die im Verlaufe der Ermittelungen über die Erschießung des Kaufmanns Pfitzner bei der Verhütung eines Autobiebstahls in der Spichernstr. unter dem bringenden Verdacht der Täterschaft festgenommene Georg Kautz und Mathias Roll haben jetzt ein Gestandnis abgelegt. Kautz gibt zu, der Besitzer der Pistole gewesen zu sein und den Pfitzner erschossen zu haben. Eine Vorsätzlichkeit bestreitet er aberich behauptet vielmehr, daß er sich, als er von zwei Personen anzegriffen worden war, gewehrt und auf dem Boden liegend um sich geschossen hade. Mathias Noll leugnete die zum letzten Moment, mußle aber unter dem Druck des Geständnisses seines Mittäters zugeben, der Fahrer des Autos gewesen zu sein. Beide geben noch zwei weitere Autoviebstähle zu. Noll hat nach seinem Geständnis auch gewußt, daß Raut eine Waffe bei sich hatte, will aber mit der Tötung eines Menschen nicht einverstanden gowesen sein. “ K ö l n, 2 1. O k t. S e s a t z t e r E i s e n b a h n räuber. Am Mittwochmorgen wurde der langgesuchte Einbrecher und Eisenbahnrauber Jakob Schmitz, genannt„Doof“ festgenommen. Infolge der plötzlichen Ueberrumpelung konnte Schmitz keinen Wisterstand leisten. In seinem Nachttisch lag schußbereit eine Browningpistole mit 12 Schuß. Durch die Festnahme wird eine größere Anzahl von Verbrechen, die in den letzten Jahren begangen worden sind, aufgeklärt werden. Fabrikdirekter verhaftet * B ü r e n, 2 1. O k t. D e r D i r e k t o r d e r Papierfabrik Gebruder Schmitz in DürenMerken, Arthur Oeppert. ist heute morgen unter dem Verdacht der Unterschlagung verhaftet worden. Seine Veruntreuungen sollen sich auf rund 60 000 Mark belaufen. Nähere Einzelheiten sind noch nicht be Nummer 289 Donnerotag, den 2“. Ottober Jahrgang 1931 23. 9 Se eee A--L Künstlerklaus: Himmmmmiimn& Gp& F MMm Heute, Donnerstag. Abschiedsabend der Kapelle„Litz-Sonderland“ Verlängerte Pollzeistunde ½ Pfund-Paket Perlkaffee 95 P1. 1½ PId. Kaltee-ErSAIZ 13% Mlso. 95 PI. 10 Pfund Tafel-Aeptel 95 PI. 3 Plund Sülze 95 PI. 2 Pfund Blutwurst 95 Pf. Nein Verkau an Wiederverkhuter Unsere SpewarenAusstellung lat erötne. mmmn Achtung! Achtung! SBeld verdienen können Sie leizt. wenn Ste Ihre Faht zeude für den kommenden Winter überholen lassen. Besser wie e bin ich heute in der Lage durch Neueinstellung eines geprütten Meisters ede Reneralur an Automobilen. Motorr ädern Fahrrädern und Nähmaschinen konkurtenalos billigst euszuführen. Neueinrichtung Moderne Ladestation für sämtliche Akkus, sowie Repealuren an Licht. Anlasser, Magnet, anch Akkus für Radio. Emptehle lerner mein reichhaltiges Lader in sämtlichen Ersetztellen. Reiten-Lader in Continental, Enelsior. Petere Union. Deka. Reilenpressen kostenlos. Jetzt Oelwechsel für den Wister! Speztellfßt: Aut meinem modernen Autoheber Lacheprilzen. Federn letten. Auto und Motorrad abschmieren und waschen, alles mit den neuzeitlichen Apperaten. Meine erotbleanige Antevermietung empfichlt sich von selbet durch meine billige u. prompte Bedlenuung. Zur Besichtigung meiner modernen Biandard-Kunden Dienststelle lade ich alle Interessenten treundlichst ein. Ruf 29 Inh.: H. Heimenn 231 Lippetor 60 EKTRAPREIS PFENNIGE 1 Flasche Malaga ohne Cias. 95 PI. 1 Pfund Kümmelkäse 95 Pf. 2 Pfd. Allg. Stangenkäse 20% 95 PI. 1½ Pfund Edamer Käse 26%, 95 PI. 1 Pfund Dän. Schwolzerkäse 95 Pf. Verkauf Sowolt Vorral Freitag Nachtsitzung des intern. Artistenverbandes Verlängerte Pollzeistunde Heutiges Rundfunkprogramm Donnerstag, den 22. Oktober 1931 Dr. Ludwig BUER Geschif zoilan oder Steingut spotlbillia Verk aut im 3 Stoch 1000 Worte des L obes müßlen wir hler schreiben, wolllen wir der vorzügl. Qualllät der Oslersids- Herde gerecht werden. Aber selbsl mehr Worte wirken nicht so überzeugend wie eine zwanglose Besichligung. Wir wissen, daß der Kaus eines Osterflüs-Herdes Sie zu unserem Nändigen Kunden machl. Für die Reise erhalten Ste Zeitungen. Zeitschritten Zigarren, Zigaretten Schokolade, Keks nur erster Firmen, preiswert in der 6.45—7,00 Leibesübungen Bach 7,00 Wettervorhersage und 7,05—8,00 Morgenkonzert 8.00 Wiederholung der Wettervorhersage, Zeitangabe und Wasserstandsmeldungen 9,00—9,40 Uebertragung von der Nordischen Rundsunk=AG., Hamburg: Gemeinschaftsprogramm der deutschen Schulfunksender: Schulsunk. Aus dem Leben in Staat und Wirtschaft. Die Regierung der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit dem Mikrophon im Rathaus 10.15—1115 Schallplattenkonzert (Adler= und Orchestrolaplatten) 10.30 Unterbrechung des Schallplattenkonzertes durch: Erste Meldungen und Zeitangabe 11.20—11.40 Was will ich werden? Dr. Daniels: Berufe für Schüler mit mittlerer Reise 12.00 Schallplattenkonzert (Ultraphonplatten) Parlophonplatten) 12,50 Wetterbericht 12.55 Nauener Zeitzeichen. Mittagsmeldungen und Zeitangabe 13.05—14,30 Mittagskonzert des Olchesters des Westdeutschen Rundsunks. Leitung: Kühn 14.30 Funkwerbung mit Schallplatten 15.30 Wirtschaftsmeldungen u. Zeitangabe 15.50—16,20 Kinderstunde. Els Vordemberge: Die wunderbare Legende vom hl. Christophorus 16.20—16,30 Mitteilungen aus dem Schulsunk 16,30—17,00 Funkpädagogische Arbeitsgemeinschaft der Lehrer an Volksschulen. Dr. Heinrich Kautz: Industriepädagogik und Deutsche Zukunft 17,00—18,00 Vesperkonzert. Modest Mussorgsky 18.00—18.20 Das Problem des Leidens. Professor Dr. Robert Saitschick 18.20—18,40 Meine Heimat. Herbert Enlenberg 18.40—19,00 Italienisch. Privatdozent De. Heinermann 19.00—19.15 Wetterbericht. Wirtschaftsmeldungen sowie Sportvorber. 19.15—19,25 Vom Tage 19.30—19,55 Arbeitslosigkeit. Eine Woche der sozialen Hilfe. Pfarrer Philipps: Der Kampf der Liebe mit der Not 19.55 Erste Abendmeldungen 20,00 Longert des Kölner Konzert=Orchesters(Orchester der arbeitslosen Musiker). Leitung: Erich Walter. Solisten: Josef Kratsch(Oboe), (Fagott) Hans Laue Anschließend: Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben. Sportbericht Anschließend bis 23.00: Nachtmusik. Leitung: Wolf Jahnholswie tschalt Vorsten Inserate bringen Erfolg Heute, Freitag und Semsteg Zünck m John Schlachtefeit im Wiener Corsostube Buer, Hochstr. 58 Marktltübchen Buer, Altmerkt Heute abend Verbesprechung der Großen Karnevalsgesellschaft „Alles unter einen Nul“ Aufnahme neuer Mitglieder Der Vorsland Verlängerte Pollzeistunde Konzer! Ridderskemp Bunte Bühne. Buer jeder einmal ins Kabarett Tägl. 5 Attraktionen Zwei Kapellen Aus der Speisckarte: la Metzelsuppe mit Einlage.............- Teller 0.15 Riesenschlachtplette sanse Blut- und Leberwurst, Welldeisch und Pannes, Hertottelpüres und Weinhreut...... 0.30 Vom kalten Büfett: Portion Hausmacher-Blutwurst ce. ½. Pld. mit Bröichen O. 25 Port. Hausmacher-Leberwurst ca. ½ Pund mit Bröichen 0 25 Portion trisch Gchacktes an ¼ Ptund mit Brdichen 0.25 Portion Schinkenplockwurst mit breichen. 0.25 Grohe Bockwurst mit Broichen 0.25 Diverse Bierhappen 0.10 Bierpreise 4/20 Liie 0.28 Weinpreise großer Pokal 4/10 Liw 0.30 Diese Zeitung erschent Sonntags Bezugspreis Boten frei Haus hal 1.20, Anzeigen 1 mm! 28 mm breiten Spalte auswärts 0.12, Reklau für auswarts 0.50 R.=D gesuche 23%/8— Die der Zeitung bekonnte Zeilenpreise sind für J und Verlag rechtsverbin zwangsweiser Beitreib Konkursverfahren ist der Rabatt hinfällig. Druck Zuersche Druckerei ombe Sensation Aufsehenerrege der Sozial — Tokio, 22. Die japanische Sozial griss. eine aussehene zu vollziehen, deren innere Politik Japan sehen ist, die aber des japanischen Reich Augenblick fraglos ei dürfte. Zur allgem gab nämlich der Vor kratischen Partei, Sh rechten Flügel der gung, die Erklärung sichtige, vom Marri sozialismus als Grun Er begründete diese daß die Partei zu di sei, daß die Weltlage vorläufig eine Verwi stischen Internatione mache. Beachtlich war das Bekenntnis, daß Anstoß zu der Umstell gramme die Mand habe. Die Partei hal Problem bisher stets imperialistischen Bestre schen Reiches angesehe kämpft, jetzt aber habe ein national=wirtschaft und als solches im sozialistischen Systems Die Partei werde so## außenpolitischen Fragsamkeit zuwenden. In politischen Krei daß diese Erklärung schwenken der Sozialde erwarten läßt. Die Wirtschafts gegen angeblich falst Berlin, 22. Okto Aus Kreisen der Wir geschrieben:„Die Verha schaftspartei mit der na und dem Reichskanzler mung im Reichstag h lich auch in den Mi Wirtschaftspartei zu ei führt. Diese gab nunn Presse Veranlassung, b tionen über das Erge sprache aufzuzählen un Meldungen über„ang von Ortsgruppen werd Form“ veröffentlicht, u erwecken, als sei die Org schaftspartei in völlige griffen. Demgegenüber stellen, daß, soweit bie organisationen der Part men haben, sie einstim tung und der Reichstag trauen ausgesprochen ur Fraktion im Reichstag gebilligt haben. Die falen=Nord und Süd. Weser=Ems. Süd=Hanno haben bisher Wahlkrei halten und einmütige 2 gen abgegeben. Ebenso den Meldungen über a von Ortsgruppen. Wei gruppen Wesel(?) und Partei ausgeschieden, n# ihren Anschluß an eine klärt. Sie hat im Geg trauenserklärung für d geben. Die Ortsgruppe überhaupt noch keine S Es ist eine Unwahrhei wird, daß die Reichstagtung durch materielle 31 regierung, insbesondere größerer Kredite für m ditinstitute, hat beeinflu Keine Rotveroi über Aenderungen auf — Berlin. 22. Okt. Eine Berliner Zeitung Morgenausgabe, daß in eine Notverordnung gepl derungen auf dem Geb losenversicherung und der rung betreffen soll. D unzutreffend und völlig gitsen. Es ist weder ei Beiträge in der Arbeit noch der Wegfall der Krankenschein, noch die Versicherten an den Arzi