Rontag, den 12. Oklober Diese Zeitung erschei tagl.(aud Sonntags Bezugspreis durch die Boten frei Haus halbmonatlich 1.20, Ainzeigen 1 min Höhe in der 26 mm breiten Spalte 0.10, für auswärts 0.12, Reklamen 0.40. für auswärts 0.30 R.=M. Stellengesuche 25%— Die am Kopfe der Zeitung bekanntgegebenen Zeilenpreise sind für Inserenten und Verlag rechtsverbindlich. Bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkursverfahren ist der bewilligte Rabatt hinfällig. Druck u. Verlag Buersche Druckerei omdé.G.=Buer Buersche Zeitung General=Anzeiger für Gelsenkirchen und das Emscher Lippeland Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Gelsenkirchen Amtsblatt für das Amt Westerholt und die Gemeinde Dolsum. Verordnungsblatt des Amtsgerichts Gelsenkirchen=Buer Nr. 279 f 50. J6. J1931 Geschäfiestellen: Buer, de sa Chevallertestraße 27, Fernruf G.=Buer S.=A. Sammel=Nummer 301413 Gelsenkirchen. Alter Markt 269 Orahtanschrift: Zeitung Buerwestfalen. Postscheck=Konto: Köln 20179. Bank=Konto: Commerz= und Privat=Bank A.=G. Buer. für das Erscheinen der Anzeigen in bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Unsall=Unterstützung in Höhe von 230 R.=M.—, bei tödlichen Berufs=Unfällen nach Maßgabe der Versicherungs=Bedingungen. Kampfansage der Nationalen Opposition Devise: Getrennt marschieren, vereint siegen- Stellungnahme gegen Reichstag und Preußenparlament, Nationales gegen internationales Kapital 7 Hitler stellt die Alternative: Entweder Kommunismus oder Nationalsozialismus :: Bad Harzburg, 11. Okt.(Eigener Drahtbericht.) Das Städitchen Harzburg steht vollkommen im Zeichen der Tagung der Rechtsopposition. Schwarz=weißrote und Hakenkreuzjahnen, die braunen Uniformen der Nationalsozialisten und die grauen des Stahlhelmes verleihem dem außeren Bilde dieser Tagung das Gepräge. Die Beteiligung ist sehr stark und erstreckt sich außer auf die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen und den Stahlhelm auf führende Persönlichkeiten des Reichslandbundes, und eine Anzahl bekannter Wirtschaftler, unter denen das rheinisch= westsälische Industriegebiet besonders stark vertreten ist. Von der Reichstagsfrak tion der Deutschen Volkspartei ist dagegen nur Generaloberst von Seeckt anwesend. Dafür sind aber zwei führende Mitglieder der rheinisch=westsälischen Organisation der Deutschen Volkspartei. Hüttendirektor Kuh bier=Duisburg und Hembeck=Lüdenscheid, erschienen. Von der Wirtschaftspartei sieht man den Abgeordneten Sachlenberg. vier Anträge für den keichslag Reichotagsauslösung, Neuwahlen, Nußerkrastsetzung der Notverordnungen, Einstellung der Polizeikostenzuschüsse an Preußen Das sachliche Ergebnis der gemeinsa men Besprechungen, mit denen die Haupt kundgebung von Sonntag nachmiltag vor bereitet wurde, ist in vier Anträgen zu sehen, die die Fraktionen der Nationalsozialisten und der Deutschnationalen und außerdem die drei früheren Abgeordneten der Landvolkpartei im Reichstag einbringen werden. Ihr erster Antrag lautet: „Der Reichstag entzieht der Reichsregierung das Vertrauen", der zweite:„Der Reichspräsident wird ersucht, den Reichstag aufzulösen und Neuwahlen auf Sonntag, 8. November, anzuberaumen.“ Der dritte Antrag bezweckt die Außerkraftsetzung der Notverordnungen, der vierte verlangt, daß die Zahlung der Polizeilestenzuschüsse an Preußen mit dem 31. Oktober eingestellt wird. Diese vereinbarten Anträge werden aber von jeder Gruppe für sich eingebracht, damit wird ihre organisatorische Selbständigkeit betont. In allen Erklärungen, die in den einzelnen Fraktionssitzungen und in der gemeinsamen Konferenz am Vormittag abgegeben wurden, wurde die Bereitschaft zu loyaler Zusammenarbeit und zur Weiterverfolgung der bisherigen gemeinsamen Taktit auch im Reichstage betont. Dabei wurde aber gleichzeitig die Selbständigkeit in der Zielsetzung unterstrichen. So erklärte Dr. Frick in der nationalsozialistischen Fraktionssitzung, er wisse sehr wohl, dag in der nationalsozialistischen Bewegung auch gewisse Bedenken gegen die Harzburger Tagung vorhanden geween seien, aber auch Mussolini habe zunächst koalitionsmäßig vorgehen müssen. Hitler erschien Im Verlaufe dieser Sitzung erschien auch Hiller. Er gab vor der Fraction eine Erklarung ab, wie er sagle, nicht um sie gutheißen zu lassen, sondern damit die„Hunze Welt“ wisse, daß hinter ihr jeder Nationalist stehe. Der innerpolitische Teil dieser Kundgerung besteht aus neuen, sehr scharfen ungrisfen gegen die bisherigen Regierungen, disonders gegen die derzeilige Reichstegierung, gegen die der Vorwurf erhoben witt, daß sie durch das Versaumen einer pflicht= und wahrheilsgemagen Aufklärung ürer die furch.bare innere Lage Deulchlunds in erster Linie mitschuldig sei an eine: Katastrophe, die heute in zwungsläufiger Auswirlung alle Kulturluann bedrohe. Die Kundgebung bezeichnet weiler als Ziel der Nationalostansten die Ueberwindung der inneren Klassenhegen ahe. Sie kündig: weiter dem Bolschewismus und Marxismus den schärfsten Kampf an. Die NSDAP sei entschlossen, die Auseinandersetzung zwischen Bolschewismus und Antil olschewismus in Deutschland mit allen Mitteln bis zur letzten Konsequenz im Sinne der Erhaltung der deutschen, abendländischen und cheistlichen Kultur durchzuführen. In dem außenpolitischen Teil erklarte Hitler seine Bereitschaft„zur Ersüllung jeder nichtpolitischen sinanziellen Verpflichtung, die wir als Kaufmann zum Kaufmann ausgenommen haben.“ Ein national regiertes und damil von der übrigen Welt wieder geachietes Deutschland sei mehr bejähigt, aufrichtige friedliche Beziehungen zu den anderen Nationen anzuknüpfen, als unser hzutiges von den Fieberkreisen des Volewismus durchschütteltes und am Ende a vollkommen zerstörtes Volk In der gemeinsamen Fraktionssitzung, die gegen Mittag stattfand, kraten dann die Vertreter der keteiligten Richtungen nebeneinander aus. Dr. Frick beionte den Willen, die Machi auf legalem Wige zu gewinnen. Seine Ausführungen wurden durch den deutschnationalen Reichstagsatgeordneten Obersohren unterstrichen. Der##ere Landvolk=Abgeorhnet= Wenothausen sprach ebenjalls seine Sorivaritäht mit der Opposition aus. Für die preußischen Landtagsfraktionen der Rechten verlangten die Abgrordneten von Winterfeldt und Kube die Ergänzung der Aktion durch ein paralleles Vorgehen in Preußen, das z. v. durch die Klage gegen die preußische Notverordnung eingeleitet ei. Im Lause des Vormittags sand ein Feldgottesbienst auf einer Wiese in der Umgebung von Harzburg und im Anschluß daran ein Vorbeimarsch statt. Vor der großen Nachmitatgskundgebung waren die Teilnehmer der Tagung lei einem gmeinsamen Mittagessen versammelt. Die große Kundgebung Hitler und Hugenberg betreten gemeinam den Saal :: H a r z b u r g, 1 1. O k t o b e r.( E i g. D r.) Die große Kundgebung der in Harzburg vereinigten Rechtsopposition hatte sich etwas verzögert, weil vor ihrem Beginn noch eine Besprechung zwischen Hitler und Hugenberg stattsand. Die beiden betraten dann gemeinsam den Saal, wo man sie stürmisch empfing. Nach den Begrüßungsworten des deutschnationalen braunschweigischen Finanzministers Küchenthal sprach Dr. Hugenberg. In seiner Eröffnungsanprache hatte er erklärt, daß man Harzburg als Tagungsort deshalb wählte, weil man hier außerhalb des Machtbereiches der preußischen Polizei sei. Nun rief er in den Saal, hier in Harzburg sei heute die Mehrheit des deutschen Volkes, die zeige, daß eine neue Welt im Aufstieg sei. Er wandte sich dann gegen die„bisherigen Gewalthaber“, denen er ebenso wie dem internationalen Kavital, von dem er behauptete, es kämpfe irregeleitet gegen das nationale, die Schuld an der Arbeitslosigkeit zuschob. Diese könne nur von der Rechtsopposition niedergerungen werden. Er wandte sich auch gegen die Kabinettsumbildung, forderte Neuwahlen in Preußen und zeichnete abschließend die Gefahr eines Bolschewismus für Amerika. Die von ihm vorgelegte Entsckließung erklärt, daß jede Regierung, die gegen den Willen der geschlossenen Rechtsopposition gebildet worden sei, mit der Gegnerschaft rechnen müsse. Die Entschließung besaßt sich dann mit den vier Anträgen und fordert einen Kurswechsel im Sinne der Rechtsopposition. Nach Hugenberg ergriss Hitler das Wort, dessen Ausführungen von theoretischen Gesichtspunkten ausgehend, sich allmählich der Kritit der heutigen Verhältnisse zuwandten, um zu dem Schluß zu kommen, in Deutschland müsse entweder Kommuniomus oder Nationalsozialismus herrschen. Nicht um parlamentarische Veränderungen oder um Regierungsänderungen gehe der Kumpf der Rechtsopposition, sondern um eine grundsätzliche Entscheidung zwischen den beiden Systemen. Im Anschluß daran verlas Hitler eine Kundgebung. Es sprachen dann die Bundesführer des Stahlhelms. Erster Bundesfstührer Seldte betonte, daß der Stahlhelm bereit sei, ehrlich und treu mitzuarbeiten. Der zweite Bundesführer, Oberstleunant Düsterberg, sorderte Wehrhoheit. Graf Kalckreuth sagte im Namen des Reichslandbundes Opposition an. Alsdann sprach Dr. Schacht. Er wandte sich in außerordentlich scharfer Weise gegen die Führung der Finanzwirt= schaft und forderte für die nationale Opposition das Programm Friedrichs des Großen nach dem siebenjährigen Kriege, sich fest auf die heimische Wirtschaft zu stellen und aus dem heimischen Boden herauszuholen, was noch herauszuholen sei. Im übrigen: sparen und arbeiten. Es sprachen dann noch der Vorsitzende des Alldeutschen Verbandes, sowie Graf von der Goltz. Nach dem Schlußwort Hugenbergs wurde die Tagung mit dem Absingen des Deutschlandliedes geschlossen. Severing nimmt den Fehdehandschuh auf Gegenaktion gegen die Kundgebung der rechtsstehenden Opposition Kundgebung der Sozialdemokraten in Dorlmund Der Besuch hillers bei hindenburg Adolf Hitler begibt sich zum Reichspräsidenten. — Dortmund, 11. Okt.(Eig. Drahtber.) In einer heute vormittag hier abgehaltenen überfüllten Parteiversammlung der SPD ergriff auch Innenminister Severing das Wort, um sich mit der Kundgebung der rechtsstehenden Oppositionellen in Harzburg zu befassen. Er erklärte, die Pläne dieser Opposition ließen sich an den Namen der beteiligten Führer erkennen. Sie bedeuteten Zekschlagung des Tarifrechtes, zwanzigprozentigen Lohnabzug und Zusammenschluß gegen den Widerstand der Arbeiterschaft. Diesem müsse ein geschlossenes Heer einiger Republikaner entgegengestellt werden. In seinen weiteren Ausführungen wandte sich der Innenminister der jetzt erfolgten Regierungsumbildung zu und sagte, daß Umbildungen in der Reichsregierung immer von Uebel seien, weil sie allzu oft die Stabilität der Reichsregierung gefährdeten. Er wandte sich dann gegen die Behauptung, als ob die neue Zusammensetzung des Kabinetts einen Ruck nach rechts bedeute, was die Auslassungen Dingeldeys und die Stellung der Wirtschaftspartei widerlegt hätten. Ein wirklicher Ruck nach rechts, d. h. ein Eintritt der Deutschnationalen und Nationalisozialisten in die Regierung, würde die Dinge nicht bessern, sondern im Gegenteil, die Kreditkrise rapid verschärfen. Polizei und Reichswehr in der Hand der Nationalsozialisten bedeute Aufrichtung eines saschistischen Regimes. Was die Polizei bedeute, werde vielleicht in diesem Winter recht häufig“ der Oeffentlichkeit demonstriert werden müssen. Allein Finanz= und Wirtschaftsfragen liezen sich nicht mit dem Gummiknüppel, sondern nur durch Intelligenz lösen. Abschließend beschäftigte sich Severing mit den Abspaltungen von der SPD., die, wie er erklärte, daß Werk des Weiterauftaues hemmten. Wer dieses Werk zu fördern wünsche, der bleibe so wie er auf seinem Posten. Was wird aus Brüning? doß verneint mit Dingelden weilere Anterstützung Baherische Volksparlei für den Kanzler, aber gegen die letzte Rotverordnung Wirtschaftspartei für Rechlsregierung einzutreten, die den gefährdeten Länderinteressen gerecht wird. Von dem Erfolg dieser Bemühungen werde die endgültige Stellungnahme der Bayerischen Volkspartei abhängen. Wirtschaftspartei für Rechtsregierung Berlin, 11. Okt.(Drahtbericht.) Von der Parteileitung der Wirtschaftspartei wird dem Nachrichtenbüro des BD3 mitgeteilt:„Wenn einzelne Tageszeitungen berichten, daß die Haltung der Wirtschaftspartei zur Frage der Bildung einer Rechtsregierung noch unklar sei, so muß darauf verwiesen werden, daß die Stellung der Partei schon seit der Zurückziehung des Justizministers Dr Bredt festliegt. Mit diesem Schritt sollte die Umbildung des Kabinetts Brüning nach rechts und die Loslösung von der Sozialdemokratie erzwungen werden. Leider fand sich nach dem Ausscheiden der Partei aus der Regierung immer eine parlamentarische Mehrheit, welche das Kabinett Brüning stützte. Trotz des Zusammenbruchs der Wirtschafts= und Finanzpolitik unter dem Kabinett Brüning fand dieses die parlamentarische Mehrheit. Die Wirtschaftspartei verlangt nach wie vor die Zusammenfassung aller nationalen Kräfte in Deutschland zur Bildung einer Regierungsmehrheit.“ :: Breslau, 11. Okt.(Drahtber.) Der Führer der Deutschen Volkspartei, Reichstagsbageordneter Dingeldey, führte Sonntag nachmittag in Breslau vor den Vertrauensleuten des ober= und niederschlesischen Wahlkreises der Deutschen Volkspar i in einer Rede u. a. aus. Alle Anerkennung der Persönlichkeit des Kanzlers hindere die Deutsche Volkspartei nicht. die fernere Unterstützung seiner Politik zu verneinen. Es sei nicht zu verteidigen, daß Recht und Vertrag gegenüber den Beamten, Pensionären und Angestellten angetastet würden, vor den Tarisver= trägen der Gewerkschaften aber Halt gemacht werde. Wir brauchten deshalb eine Regierung, die mit großter Kraft den Freiheitswillen der Nation voranstelle Die Ervlossonshatasronhe in Gdingen Gegen die Gefahren des Kommunismus müsse ein Damm aufgerichtet werden. Nur organische Entwickelung könne Hilfe beingen. Der Redner bekannte sich zu einem Bündnis mit der„nationalen Opposition", das jedoch auf gegenseitiger Achtung der Ueberzeugung aufgebaut sein müsse. Die Ausführungen Dingeldeys wurden von der Versammlung in einer Entschliekung. in der auch dem Parteiführer das rtrauen ausgesprochen wird, geb billigt. In der polnischen Hafenstadt Gdingen bei Danzig flog ein neuerbauter Häuserblock durh eine Leuchtgacexplosion in die Luft. Bisher wurden 13 Todesopfer aus den rummern geborgen, jedoch wird noch eine weitere Anzahl Personen vermißt. Und die Bayerische Volkspartei? :: München, 11. Okt.(Erg. Draht b.) In einem Artikel, der zur Reglerungsumbildung Stellung nimmt, schreibt die Bayerische Volkspartei=Korrespondenz u. a., daß die Baherische Volkagartei nach ihrer bisherigen Haltung nicht auf Seiten verer zu finden sein werde, für die der Sturz Dr. Brunings das A und O ihrer Polinik bedeute. Wohl sei die Bayerische Volkspartei durch die letzte Rotverordnung in einen schweren innerpolitischen Gegensatz zur Regierung gedrangt worden, allein es wäre ein Ieriun=, zu hoffen, daß die Baherische Volkspartei dadurch zum Bundesgenossen der grundsätzlichen Gegner des Kanzlers geworden sei. Ein ebenso groper Iertum wäre es auch, daraus den Schluß zu ziehen, daß die Bayerische Volkspartei nun etwa bereit wäre, ihte bis setzt unbehobenen grundsätzlichen und sachlichen Beanstandungen an der neuen Rotverordnung den allgemeinen politischn Gesichtspunkten zum Opfer zu bringen, derentwegen sie die Beteiligung an einem Sturz des Kanzlers ablehne. Die Kor respondenz erklärt weiter, daß der Fall ja nicht so liege, daß Reichskanzler Dr. Brüning auss rigoroseste an der jetzigen Gestalt der neuen Notverordnung festhalte. Die Bayerische Volkspartei habe also vollkommenen Spielraum im Reichstage, für eine solche Abänderung der Notverordnung „Grüne Front“ dementiert Sie bleibt politisch neutral — Berlin, 11. Okt.(Eig. Drahtber.) Von der Grünen Fronz wird offiziell mitgeteilt: Die Meldungen über Stellungnahme der Grunen Froni zum umgebildeten Reichskabinett sind völlig unzue trefsend. Die Grüne Front war sich in ihren Beratungen vom 9. Oktober zwar darüb er einig, daß ihre ernsten und fortgesetzten Bemuhungen um einen Schutz der bäuetlichen Leiedelungswirtschaft nicht die Unterstutzung der Reichsregierung gefunden hätten, daß es daher nötig sei, den Kampf um die Rettung des deutschen Bauernu ms mit allem Nachoruck fortzusetzen. Da aler die Grüne Front einen rein berufsständigen Charakter hat, und auf dessen Wahrung entscheidendes Gewicht legt, hat sie zu der Frage des Vertrauens zu einem umgebildeten Kabinett Brüning in keiner Weise Stellung genommen. Bfarrer Eckert amisenthoben Strafmatnahmen für einen Sozialisten :: Rarlsruhe, 11. Okt.(Drahtb.) Die evangelische Kirchengemeinde hat gegen den Pfarter Edert das dienstgerichtliche Verfahren mit dem Jiel der Entlasung aus dem Kicchendienn eingeleitet u. ihn mit sofortiger Wirtung seines Amtes enthoben. Die Maznahmen gegen ihn wurden damit begrundet, dag es mit dem Amte eines aktiven evangelischen Gbeistlichen niat vereinbar sei, agitatorisch fur eine Partei tätig zu sein, die dem Christentum den scharisten Kampf angesagt hat. Beschlagnahme von Fiugblättern des „Bundschuh“. Aus Aschersieben wird gemeldet: In der Hauptgesaftsstelle der vor einigen Wochen hier gegrundeten radikalen Bauernorganiation„Bundchuh, Kampfbund schollentreuer Bauern“ nahm die politische Polizei gestern eine Hausuchung vor und bess lagnahmte etwn 3000 Flugblätter. Die Bechlagnahme erfolgte insveondete wegen der darin enthaltenen beleidigenden Neußerungen gegen Staatsbeamte und wegen der Aufforderung, Stoßtrups für die Biltatur zu bilden. Nummer 270 Montag, den 12. Oktober Jahrgang 1931 Die 833 tagt Vorbesprechungen und Bläne Basel, 11. Okt.(Drahtbericht.) Nach zweimonatiger Pause kritt der Verwaltungsrat der Bank für den internationalen Zahlungsausgleich morgen wieder zu einer Sitzung zusammen, zu der die Mitglieder des Verwaltungsrates schon heute sehr zahlreich in Basel eingetrofsen sind, um sich an vorausgehenden inoffiziellen Besprechungen zu beteiligen Von deutscher Seite sind die drei Verwaltungsratsmitglieder Reichobankpräsident Dr. Luther, Bankier Meschior und Generaldirektor Reusch zugegen. An den heute nachmittag ausgenommenen Vorbesprechungen beteiligten sich u. a. auch der Gouverneur der Bank von England, der Gouverneur der Bank von Frankreich. die italienischen Vertreter, serner der Präsident der Bank von Danzig und der Präsident der Schweizerischen Nationalbank. Einzelne Delegationen sind diesmal auch von Sachverständigen begleitet und weisen auch sonst stärkere Besetzung auf. 3. August und den am 18. August beendeten sogenannten Stillhalteverhandlungen in Basel, die mit der Veröffentlichung des bekannten Layton=Berichtes ihren Abhlub. sanden, bat sich die Lage auf dem jationalen Geldmarkt so grundlegend verändert, daß die Notwendigkeit eingehender Prüfung auf der Hand liegt. So weilt auch der Vizepräsident der Federal Reserve Bank in Newyork, Randolph Burgeß. seit Freitag in Basel und hatte zahlreiche Besprechungen. Burgeß tritt für eine amerikanisch=französische Anleihe an die BJ3 ein, die in Form von Goldzertifikaten an in Schwierigkeiten geratene Notenbanken gegeben werden sollen. Diese Frage wird jedoch vom Verwaltungsrat morgen nicht behandelt wer den. Kampf um die Schule Lagung der evangelischen Schulgemeinden in Essen Entschließungen zur Frage der konfessionellen Schule rage eingereicht hat. Er stellte die dem ni * Essen, 11. Oktober. Den Verhandlungen anläßlich der Essener Tagung des Richsvervandes der ehemaligen Schulgemeinden ging eine Festpredigt von Pfarrer Hasselmann in der Erlosertirche vorauf, die ganz auf das Tagungsthema abgestimmt war.„Mit der Schule für die Bibel". Nach den Sonderberatungen der einzelnen Gruppen begann gegen 15 Uhr eine offentlich: Kundgevung in der Kaupenhohe. Pfarter Holzel(Barmen) sprach über die Kollektiverziehung in Rußland und Deutschland. Kollektiverziehung sei die Uebersteigerung des sozialen Erziehungsdeals. Heute wie zur Zarenzeit stehe sie in Rußland im Dienste der Politik. Weil die Gemeinwirtschaft das Ziel der Politik Sowjetrußlands sei, darum müsse die russische Schule den Kollektiomenschen bilden. Dieser sei ein Wesen, das alles eigene Denken, Fühlen und Woller aufgegeben, jede Verbindung mit Gott verloren habe. Um diesen Kollektivmenschen zu züchten, wurden in Ni und alle Regungen des perönlichen, vens schon im Kinde gelotet. Eine auf solche Art erzogene Jugend sei bar aller sittlichen Regungen und zu allem fähig, sie kenne nur noch eine sittliche Norm:„Was ist nützlich für die kommunistische Partei?“ Der verderdliche Einfluß des Boischewismus mache sich heute schon auf deutschen Schulen bemerkbar. indem auf deutschen Schulen von dem „Gottlosen=Bund Zellen errichtet und bolschewistische Zeitungen“ verteilt wurden. Dieser Kollektiverziehung stelle die evangelische Elternschaft die christliche Ersiehung entgegen, deren Ziel sei, die Kinder durch Verbindung mit Gott zu freien Persönlichkeiten zu bild.n, die In echter sozialer, brüderlicher Weise bereit seien, dem Nachsten zu dienen. Verbandovorsitzender Direktor Grünweller(Rheydi) sprach über den Entwurk, den der Verband der evangelischen Schulgemeinden zur Reichoschulgesetzeswurf zu Grunde liegenden leitenden C. Lanken heraus I. Sichrung des Einflusses der Eltern als der von Gott gewollten Erzieher auf die„Schulerziehung. Eine freie Schulgemeinde müsse das Fundament einer gerechten und gesunden Schulversassung sein. Kampf allen samilienseindlichen Bestrebungen 2. Festhalten an dem alten biblischen Evangelium von Jesus Christus als dem Fundament der evangelischen Bekenninieschule.„Kampf allen Gegnern des positivbibiischen resormatorischen Christentums. 3. Volle Durchführung der Reichsversassungsbestimmung in Artikel 146, Abs. 2. die den Eltern„Schulen ihres Bekenntnisses zusichert. im Sinne der Ausführungen unter 1 und 2. Ablehnung der sogenannten neutralen Einheitsschule. Die Versammlung spendete beiden Rednern starken Beifall. Schätl bleibt Also Unterstutzung des zweiten Rabinette Brüning durch die Bayrische Volkspartei — Berlin, 11. Okt.(Eig. Drahtber.) Reichspostminister Schätzl, der gestern seine endgültige Erklärung über sein Verbleiben im Amte dem Heren Reichopräsidenten gegenüber noch vorbehalten hatte, hat seine Bereitwilligkeit, das Amt des Reichspostministers wiederum zu übernehmen, mitgeteilt. Seine Zusage läßt darauf schließen, daß auch die Bayrische Volkopartei, deren Haltung gestern noch nicht ganz geklärt war, das zweite Kabinett Brüning ktüten wird. Mit 30000 Mark flüchtig Schuldenwirtschaft eines Rechlsanwalts “ Nachen, 11. Okt. Wie wir zuverlässig erfahren, hat der Nachener Rechtsanwalt Pauli Anfang dieser Woche unter Mitnahme von Kundengeldern in Begleitung seiner Frau Aachen im Kraftwagen verlassen. Er wurde am Donnerstagabend an der deutsch=schweizerischen Grenze verhaftet. Die Unterschlagungen sollen sich auf 30000 Mark delaufen. Pauli soll sehr hohe Schulden gehabt hoben, die ihm über den Kopf gewalsen waren. Hierin dürfte auch der Grund für die unverantwortliche Tat zu suchen sein. Essener Kundgebung des 391 Regierungspräsident Bergemann spricht * Essen, 11. Oktober. In einer am Sonntag in Essen stattgesundenen stark besuchten Kundgebung des Gaues Rheinland= Westsalen im Zentralverband der Angestellten ergrisf Regierungsprasident Bergemann(Düsseldorf) das Wort zur Frage der Sicherung des Tarisvertags= und Schlichtungswesens auch über die gegenwärtige Krise hinaus, eintreten wurden, da in einer von allen solchen Bindungen befreiten Wirtschaft die Arbeitnehmerschaft am härtesten zu leiden hätte. Andererseits müßten die Gewerkschaften bei Taris= und Schlichtungsverhandlungen den wirtschaftlichen Grundgesetzen(Verhältnie zwischen Angebot und Nachfrage, Beeinflussung des Preises durch die Selbstlosten usw.) Rech nung tragen. Der Reserent des Verbandes. Acko (Berlin) erklärte in seinm Vortrage, daß die Arbeitnehmer aller Schichten wie gelegentlich des Kapputsches zum Mittel des nerasstreits greisen würden wenn etwa eine Rechtoregierung ihre Recht antasten sollt. Komische Instände Bergmann grundlos überfallen * Hamborn, 11. Okt. Nachdem erst vor einigen Tagen ein Arbeiter in den Abendstunden überfallen und durch Messerstiche schwer verletzt wurde, trug sich in der Der„Panlher“ wird versteigert zeichneten Behörden und Organisationen bitten, überall da, wo Schwarzarbeit festgestellt wird. um Benachrichtigung. Die Schwarzarbeit hat für den Arbeitgeber owohl als für den Ausführenden ernste Gefahren Im allgemeinen ist mit einer minderwertigen Arbeitsausführung zu rechnen. Bei Unfällen ist der Arbeitgeber persönlich hafttar. Werden Beiträge zur Sozialversicherung nicht entrichtet, so sind erhebliche Geldstrafen zu erwarten. Der Arbeitgeder ist verpflichtet, dem betrefsenden Arbeiter Lohnsummensteuer einzubehalten und abzuführen. Auch der Arbeitnehmer läuft bei Schwarzarbeit ernstlich Gefahr bei vorkommenden Unfällen keine Unterstützung zu erhalten. Bezieht er gleichzeitig Arbeitslosen=, Krisen=, Wohlfahrts= oder KrankenUnterstützung, so macht er sich des Betruges schuldig. Die Ausübung eines Gewerbes ohne gewerbepolizeiliche Erlaubnis ist unstatthaft. Aus all diesen Gründen ergebt an die gesamte Bevölkerung nochmals der dringende Ruf, bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit mitzuwirken. Die zuständigen Berussorganisationen sind gern bereit, in jedem Falle zu helsen und Auskünfte zu geben. Auftraggeber und Arbeitnehmer werden so vor Schaden bewahrt. Stadtverwaltung Gelsenkirchen—. Finanzamt Gelsenkirchen— Arbeitsamt Gelsenkirchen— Die Krankenkassen in Gelenkirchen. Buer und Horst— Die Innungsausschüsse Gelsenkirchen, Buer und Horst— Die Haus= und Grundbesitzervereine in Gelsenkirchen, Buer, Horst und Rotthausen.— Der V erein selbständiger Kaufleute in Gelsenkirchen— Vereinigte Kaufmannschaft in Buer— Die WirteInnung Gelsenkirchen, Buer und Horst— Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Ortskartell Gelsenkirchen— Ortsausschuß des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Gelsenkirchen— Asa=Bund Gelsenkirchen— Gesamtverband der Angestellten=Gewerkschaften. Gelsenkirchen— Gewerkschaftsring Deutscher Arbeiter, Angestellten= und Beamten=Verbände. Das durch den„Panthersprung nach Agadir“ berühmt gewordene deutsche Kanonenbott— 980 Tonnen, erbaut im Jahre 1901—, das nach dem Kriege als Vermessungsschiff der Reichsmarine verwendet wurde, soll jetzt versteigert werden. Nacht zum Samstag wieder ein solcher Fall zu. Ein Bergmann, der sich auf dem Wege zu seiner Wohnung besand, wurde auf offener Straße ohne jeden Grund überfallen und durch Messerstiche übel zugerichtet. Die Täter konnten uneronnt entkommen. * Wanne=Eickel, 11. Okt. Zwei Schmuggler dingfest gemacht? In den späten Abend stunden des Freitags wurden am Bahnhof in Wanne=Eickel von einem Kriminal= beamten zwei Männer bemerkt, die je einen Koffer in verdächtiger Weise bei sich führten. Bei Durchsuchung der Kosser ergab sich, daß darin ca. 416 Pakete unversteuerter Tabak enthalten waren, den die Besitzer vermutlich eingeschmuggelt hatten. Sie wollen den Tabak von einer ihnen unbekannten Person gekauft haben. Der Tabak wurde beschlagnahmt und die Täter vorläufig festgenommen. Es handelt sich um zwei Männer aus Wanne=Eickel. Kampf der Schwarzarbeit Maßznahmen des Arbeitsamles zur Beseitigung der Schwarzarbeit Einheitsfront der Arbeilgeber und Arbeilnehmer Absichtlich totgefahren Ausklärung des Anglücks im Pesburger Wald * Mülheim, 11. Okt. Der Polizei ist es gelungen, die Ursache des furchtbaren Unglucks aufzuklären, das sich am 7. August morgens in der Monning im Duisburger Walde ereignete hatte. Damals wurde der 30jährige Arbeiter Heinrich Hauschild aus Mulheim=Speldorf, als er auf seinem Motorrade zu seiner Arbeitsstatte fuhr, von einem entgegenkommenden Auto zur Seite gescleudert, so daß er besinnungslos liegen blied. Wenige Stunden spater stard er im Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Die Untersuchung hat nun ergeben, daß der 32 Jahre alte Kaufmann Mogh aus Oberhausen, der mit einem im Auhestand befindlichen Oberstadtsekretär tags zuvor eine Spritztour unternommen hatte, den H. absichtlich totgefahren hat. Als er spät abende in einem Hamborner Kaffee die Bekanntschaft zweier Mädchen gemacht hatte, nahmen diese das Angedot zu einer Vergnügungsfahrt an. In rascher Fahrt ging es über Duisburg nach Mulheim, wobei der Wagen immer im Zickzackkurs die Chaussee maß. Als der Motorradfahrer in Sicht kam, gebrauchte M. nicht wiederzugebende Worte und äußerte dann zu einer seiner Begleiterinnen:„Den fahren wir kaputt!" er steuerte auch direkt auf h. los und schleuderte ihn auf die Straße. Dabei wurde sein eigener Wagen so chwer beschädigt, daß er nicht weiter fahren konnte. Die beiden Begleiterinnen mußton mit schweren Schnittwunden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden, während sich der Oberstadtsekretät aus dem Staube machte. Ackt Tage darauf besuchte M. einer seiner Fahrtgenossinnen im Krankenhaus. Er beschenkte sie mit Süssigkeiten, Früchten und Zigaretten und versuchte dann, sie zu bewegen, der Polizei eine falsche Aussage zu machen. Das lehnte sie aber kategorisch ab. worauf sie von dem rabiaten„Kavalier“ bedroht wurde. Jetzt hat nun die Staatsanwaltschaft gegen M., der in Haft genommen wurde, die Anklage wegen dringenden Verdachts des Mordes und der Verleitung zum Meineid erhoben. (“) Das Arbeitsamt hatte am Freitag, den 9. Oktober 1931, vormittags die Innungsausschüsse von Gelsenkirchen, Buer und Horst, die Ver. Kaufmannschaft, die Haus= und Grundbesitzer=Vereine, die Wirte=Innungen und die Stadtverwaltung zu einer Besprechung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit eingeladen. Einleitend legte der Leiter des Arbeitsamtes dar, welche Maßnahmen das Arbeitsamt zur Bekämpfung der Schwarzarbeit bisher ergriffen hat, wobei zu beachten ist, daß die vermehrte Erwerbslosigkeit und die wachsende Not auch die Ursachen und Gelegenheiten zur Schwarzarbeit vermehren, so daß hierdurch ernste Gefahren für Handwerk und Gewerbe entstehen. Auch die Sozialversicherung, insbesondere die Arbeitslosenversicherung, die Kranken= und Unfallversicherung werden geschädigt. Von den Vertretern der Körperschaften wurden die Erklärungen des Arbeitsamtes reudig begrüßt. Insbesondere hielt man die individuelle Kontrolle für notwendig und richtig. Man war sich jedoch darüber klar, daß hiermit im Kampfe gegen die Schwarzarbeit nur ein kleiner Schritt getan sei und daß auch die Kontrollmannahmen des Arbeitsamtes durch die intensivste Mitarbeit der interessierten Kreise gestütz werden müssen. Auch die Arbeit der Gewerbepolizei kann hier nur Gutes leisten, wenn auch hier ebenso wie beim Arbeitsamt die Mitarbeit der Gerichte in schwierigeren, Fällen mangelhaft erscheint. Insbesondert wurde darauf hingewiesen, daß in der Landwirtschaft noch häufig einzelne Bauhandwerker, Sattler, Schmiede usw. als Schwarzarbeiter beschäftigt werden. Immer wieder gäbe es noch Haus= und Grundbesitzer, die trotz aller Gefahren Reparaturen durch Schwarzarbeiter vornehmen lieeßn. In anderen Berufen, so z. B. bei den Friseuren, Schuhmachern, Schneidern usw. sei der Kampf gegen die Schwarz= arbeit besonders schwierig, da diese Gewerbe im Haus ausgeübt werden und darum außerordentlich schwer zu kontrollieren sind. Die erwerbslosen Schneiderinnen lehnten die Arbeiten bei Meisterinnen in vielen Fällen ab, und es sei hier besonders begründeter Verdacht, daß dieses geschehe, um neben der Arbeitslosenunterstützung Schwarzarbeit verrichten zu können. Richtig wäre es, wenn der Großhandel Material an Schwarzarbeizer nicht abgäbe, was besonders für den Klempner= beruf zu wünichen sei. Es sei auch notwendig. die Wohlfahrts=Erwerdslosen ähnlich außergewöhnlichen Kontrollen zu unEi# Sechierzug Cesser hengste terwersen, wie das beim Arbeitsamt geschehe. Engste Zusammenarbeit aller interessierten Kreise und weitgehende Mitarbeit der Bürgerschaft sei jedoch alles, was an Selbsthilfemaßnahmen geschehen könne. Es wurde daher verlangt, daß man bei den zuständigen Körperschaften vorstellig werde, um Bestimmungen zu verlangen, die den Kampf gegen die Schwarzarbeit aussichtsreicher gestalten. Besonders übel wirke sich aus, daß die Bürgerschaft glaubt, wenn sie einen Erwerbslosen beschäftigt, schon hiermit Gutes getan zu haben. Das sei keineswegs immer richtig, denn der einzelne könne nicht kontrollieren, ob dieser Mann Schwarzarbeiter sei. Es müsse daher immer wieder in der Oeffentlichkeit betont und die Bürgerschaft darauf hingewiesen werden, daß eine ordnnugsmäßige Arbeit nur durch das ortsansässige Gewerbe und Handwerk ausgefsthrt werden könne, das auch wieder gehalten sei, ortsansässige Arbeiter zu beschäftigen. Es wurde darauf hingewiesen, daß bei Unfällen während der Schwarzarbeit der Arbeitgeber persönlich hafte. Weiter wurde darauf hingewiesen, daß das Arbeitsamt durch den Spruchausschuß gegen Arbeitgeber, die Schwarzarbeit verrichten lassen, mit besonderer Schärfe vorgeht, und daß auch die Gewerbepolizei in Zukunft noch schärfere Maßnahmen als bisher ergreift. Es ist daher vor der Verrichtung von Schwarzarbeit ebenso wie vor der Vergebung von Arbeiten auf dem Wege der Schwarzarbeit nachdrücklichst zu warnen. #i. Oalen Ein Aufru Die unterzeichneten Behörden und Organisationen erlassen folgenden Aufruf: Neuer Vorsitzender für den Provinziallandtag Am 10. Oktober trat der Westfältsche Provinzialausschuß im Landeshause zu Münster zu einer Sitzung zusammen. Zu Beginn der Sitzung widmete der Ausschußvorsitzende, Oberbürgermeister Dr. Eichhoff. Dortmund, dem kürzlich verstorbenen Landesbaurat und Provinzialkonservator Körner einen warmherzigen Nachruf. Ferner gab der Vorsitzende ein Schreiben des bisherigen Präsidenten des Westfälischen Provinziallandtags Oberbürger= meister Hamm, Recklinghausen, bekannt, in dem Oberbürgermeister Hamm mitteilt, daß er wegen seiner Pensionierung und der Verlegung seines Wohnsitzes nach Köln sein Mandat als Mitglied des Provinziallandtages niederlegt. Der Provinzialausschuß beschäftigte sich dann mit den Fragen der Besoldungsneuregelung, wie sie durch die neue Preußische Notverordnung verlangt wird, und nahm entsprechend den Richtlinien, die die Notverordnung enthält, die Gehaltssenkungen vor. Der Provinzialausschuß nahm darauf einen eingehenden Finanzbericht entgegen, an den anschließend eine ausführliche Aussprache über die Finanzlage der Provinz stattfand. Neben der Erledigung verschiedener Personalien wurde der Geschäftsbericht der Provinzial=Lebensversicherungsanstalt für 1930 sowie der Geschäftsplan für die Ausbildungsversicherung genehmigt. Als Nachfolger für das verstorbene Mitglied des Provinziallandtags, Konrektor Fründt, wurde der Landwirt Karl Hovekamp in Neuenkirchen festgestellt.— An Stelle des verstorbenen Mitgliedes des Grundsteuerberufungsausschusses für den Regierungsbezirk Münster, Kaufmann Theodor Althoff, Münster, wurde der Kaufmann Dr. Ehring, Münster, in den Ausschuß gewählt. „Die große Noi unserer Wirtschaft, annten Arb Die jetzt zeigten, bunden mit einer nie gekannten Arbeitslosigkeit haben die Gefahren der Schwarz= arbeit außerordentlich gesteigert. Immer wieder wird beobachtet, daß Arbeiten an unselbständige Personen vergeben werden Fälle, in denen Schwarzarbeiter gleichzeitia Unterstützung beziehen, sind alltäglich. Oft in für denjenigen, der den Auftrag vergibt der Grund maßgebend, daß die Arbeiten scheintar billiger ausgeführt werden. insbesondere beswegen, weil er dann die Beiträge zur Sozialversicherung, Steuern usw. spart. Mit derartigen Manipulationen werden Handwerk und Gewerbe. gleichzeitig aber auch die Allgemeinheit berühmte Celler Hengstparade wur de trotz der schlechten Wrs“aftslage auch empfindlich geschädigt. Eo liegt aber im jeder veranstaltet. Bei den Vorführungen, die das beste Pferdematerial Interesse aller dafür zu sorgen, daß der artige Vorgänge unterbleiben. siel besonders der hier abgebildete vorbildliche Sechserzug auf. Die unter* S p r e c h t a g e d e r L a n d w i r t e. D i e Sprechtage des Westf. Bauernvereins Bezirksverband„Industriegebiet“ sind in der Zeit vom 15. bis 30. September folgende: Recklinghausen: Sprechtag in Recklinghausen, Breukerhaus an jedem Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9—1 Uhr vorm.— Sprechtag des Justitiars am Montag, dem 19. und 26. Oktober 1931, von 10—12 Uhr im Breukerhaus.— Sprechtag in Dorsten, an jedem Montag von 9—1 Uhr, Wirtschaft Koop, am Markt.— Sprechtag in Gladbeck am Donnerstag, dem 22. Okt., von 9—1 Uhr, Wirtschaft Suermann, Kaiserstraße.— Sprechtag in Gelsenkirchen, am Freitag, dem 16. und 30. Oktober, von 3—6 Uhr nachm., Wirtschaft Rettebeck, Schalker Straße. Briand fährt nach Geuf. Aus Paris wird gemeldet:„Journal“ bezeichnet es als sicher, daß Außenminister Briand am Montag in Begleitung seiner Kabinettschefs Leger nach Genf abreisen werde. Seine Anwesenheit sei umso notwendiger, als der chinesisch=japanische Konflikt die ernsteste Probe darstelle, die der Völkerbund seit seiner Gründung zu bestehen habe. Neue bücher Phöniz=Kalender für die deutsche Jugend 1932=33. Führer durch das Sculjahr für Schüler und Schülerinnen. Neu bearbeitet von Dr. Karl Hellwig, reich lustriert, 330 Seiten mit 2 Preisausschreiden und 1 Preisrätsel, in(anzleinen elegant ged. RM. 1,63. Phöniz=Verlag Carl Siwinna, Berlin SW. 11. Nummer 279 Montag, den 12. Oktober Jahrgang 1931 Aus der Stadt Der neue Pfarrer von St. Urban in Buer Die selerliche Elnbolung (*) Die katholische Pfarlegemeinde St. Urbanus hatte gestern einen in doppelt und dreifacher Beziehung bemetlenswerten Tag. Zuerst waren die Jugenolichen des ganzen Stadtbezirks gewissermaßen bei ihr zu Gast. Kaum arer waren die Glogen des Festgottesdienstes der Jugendverbände vertlungen, als sich ihr eherner Mund wiederum zu froher Kunde offnete. Es galt, den neuen Pfarrer von St. Urbanus zu begrüßen, der am gestrigen Abeno eingeholt wurde und der am heutigen Morgen in seierlicher Weise in sein Amt eingeführt werden wird. Pfarrer Roosens Amtsantritt fällt fast mit dem Gedenktage der Einweihung der Urbanuskirche zusammen. Am gestrigen Tage wa ren es nämlich 38 Jahre, daß der damalige Bischof von Münster zum ersten Male die hl. Firmung in der Kirche spendete, nachdem er sie am Tage vorher(10. Ot tober) eingeweiht hatte. Zu der Einho lung ihres neuen Pfarrer: war die Urbanusgemeinde so stark vertreten, daß die große Kirche zum zweiten Male an diesein Nachmittage bis auf den letzten Platz besetzt war. Nachdem die Mitglieder des Kirchenvorstandes Pfarrer Roosen von seinem bisherigen Wirkungsort Gladbeck abgeholt hatten, wurde der neue Seelenhirte an der Kreuzer Gladbecker und Dorstener Straße von der Geistlichkeit, dem Cäcilienchor, der Ehrengarde und den Schulen begrüßt. Im Namen der Geistlichkeit und der gesamten Pfarrgemeinde hieß Vikar Sendermann den neuen Leiter der Urbanusgemeinde herzlichst willkommen. Dann gab die Gemeinde ihm das Ehrengeleit zur Kirche. wo Pfarrer Roosen seinen ihm vom Bischof anvertrauten Pfarrkindern die erste zu Herzen gehende Ansprache hielt. In dieser wies er auf die schwere Verantwortung des Priesters hin und bat seine Pfarrkinder, ihn nach Kräften in der Erfüllung seiner Pflichten zu unterstützen. Er sprach die Hoffnung aus, daß es ihm mit Gottes Hilfe gelingen moge, in dieser Notzeit seinen Pfarrkindern ein guter Hirte zu sein. Weiter wies er auf die hohe Bedeutung des Christentums hin. Dann fand die gestrige Feier nach kurzem Andachtsakt ihren Abschluß. Betrifft Bersouenstandsaufnahme Anweisung zur Aussüllung der Listen (=) Die zugestellten Vordrucke sind nach dem Stande vom 10. Oktober auszufüllen. In die Haushaltungslisten sind vom Haushaltungsvorstand sämtliche zur Haushaltung gehörigen Personen(auch Logisgänger) einzutragen. Die polizeiliche Anmeldung muß sich mit der Wohnung der Personenstandsaufnahme decken. Dienstpersonal ist dort einzutragen, wo es auch polizeilich gemeldet ist. Die Angabe der Religionszugehörigkeit muß auf jeden Fall geschehen, damit unliebsame Wege zum Finanzamt wegen unrichtiger Kirchensteuerveranlagung erspart bleiben. Gleichfalls muß die Arbeitsstelle angegeben werden. Erwerbslose wollen ihren gelernten Beruf ingeben und dahinter vermerken:„zurzeit arbeitslos“. Die Hauslisten sind vom Haus= oder Grundbesitzer, Bevollmächtigten oder gesetzlichen Vertrete oder Hausverwalter auszufüllen. Die Betriebsinhaber wollen die Betriebsblätter für gewerbliche Betriebsstätten, Lagerräume, Büros, Behörden, Verwaltungen usw. auf. Falls Vordrucke bis zum 14. Oktober, abends nicht abgeholt worden sind, sind sie der Stadtverwaltung(Wahlamt, Neumarkt 1, Ortsteil Gelsenkirchen) einzusenden. Die Zähler sind ehrenamtlich tätig. Es wird gebeten, ihnen das Amt leicht zu machen. Katholischer Jugendtag in Buer 6000 hatholische Jugendverbändler marschieren auf Riesenveransaltung auf dem Marhlpiat in Buer Bekenninis zum Christenlum Gegen Klassenhaßkämpse (*) Berichte über Festoeranstaltungen, versammlungen usw. schweigen gern in Super.ativen, wenn sie mit parteigesärbter Tinte geschrieben sind, bringen andererseits gern Herabsetzungen, wenn seindliche Stimmungen die Feder geführt haben, mit anderen Worten, es ist selten wahre Objektivitäl festzustellen, besonders, wenn es sich um größere Veranstallungen politischer oder konsessioneller Art handelt. Aber wir sind der Ansicht, daß selbst alle diejenigen, welche den konsessionellen Verbänden fern stehen oder sie bekämpfen, anerkennen müssen, daß die Kundgebung der katholischen Jugendvereinigungen aus Buer und Westerholt, die am gestrigen Nachmittage in Buer stattfand, die großte dieser Art war, die j mals in Buer veranstaltet worden ist. Einer jener Herbsttage, die den schön sten Frühlings= und Sommertagen gleichzustellen sind, grüßte die vieltausend Teilnehmer, die kurz nach 2 Uhr mittags in geschlossenen Zügen aus den einzelnen Stadtteilen unter tlingendem Spiel der Kapellen, Pseiser= und Trommlerkorps, dem Markt= platz in Buer=Mitte zuströmten. Der Zustrom schien gar kein Ende nehmen zu wollen und als gegen 3 Uhr die letzten teilnehmenden Vereine am Sammelplatz eingetrofsen waren, konnte man etwa 6.000 Jugendliche beiderlei Geschlechts zählen, die der Parole„Für Christus den König" gewaren. Nach der Aufstellung auf dem karkiplatz marschierten die Teilnehmer in geschlossenem Zuge zur Urbanuskirche, wo ein kurzer Festgottesdienst stattsand. Die gewaltige Kirche konnte die riesige Menschenmenge natürlich nicht fassen, deshalb mußten die Letzten des Zuges sich damit begnugen, in den Portalen Aufstellung„zu nehmen. Während des Festgottesdienster hielt ein Pater eine zündende Ansprach: in der er auf die heutige Notzeit hinwies Das Merkmal dieser Zeit sei die Sucht nach lüsternen Sensationen, sei geistige Hohlheit. Das geistige und wahrhaft Kulturelle sei verdrängt worden durch übertriebene Sport. betätigung, Schönheitskonkurrenzen usw Die grossen Sonder-Tagg an weichen die besten Tesetllmarktes und der Wintermode erheblich Ein rabiater Beugel Er bedrohte seine Eltern (—) Am Sonntag nachmittag forderte der 20jährige K. aus der Hertener Straße in Gelsenkirchen von seinen Eltern Sonntagsgeld in Höhe von 15 Mark(!). Als die Eltern ihm dies verweigerten, geriet er in eine solche Wut, daß er seine Eltern bedrohte, mißhandelte, die Leibwäsche zerschnitt und drohte, die Betten in Brand zu stecken. Die herbeigerufene Polizei machte ihn dingfest. angeboten werden in kaunhaus Wichtigste letzt ist en Los der Staatslotterle nächste Woche Munlwoch beginnt die neue Lose aller Abschnille erhaiten Sie bei Meese Bdek i. W.. Wec.5. fe 35. Die katholische Jugend müsse sich gegen diese Zeit wehren und mithelfen, an dem Aufbau einer neuen Zeit, in der Christus wieder der Herr und Herrscher sei. Nach dem Gottesdienst sornierte sich der Festzug, dem einige Mitglieder des landwirtschaftlichen Reitervereins darunter eine Dame. voraufritten. Der Zug bewegte sich durch verschiedene Straßen wieder zum Marktplatz, wo dann die große Kundgebung stattfand, zu der sich außer den beteiligten Vereinen noch vieltausend Zuschauer einsefunden hatten. Kopf an Kopf standen sie Menschen auf dem großen Platz, auch die benachbarten Straßen waren noch von vielhunderten umsäumt. Der Vorsitzende der Werksjugend. Beram. Lepver. begrüßte die Riesenschar im Namen des veranstaltenden Festausschusses mit herzlichen Worten und wies auf den Zweck der Veranstaltung sowie auf die Ziele der katholischen Jugendverbände hin. Nicht Haßkämpfe und Demonstrationen seien Zweck und Ziel der katholischen Jugendverbände. Alle Menschen als Brüder und Schwestern zu sehen, im echten Sinne Christi des Führers, die Erneuerung des christlichen Lebens nach der Ordnung Gottes, die Stählung des Geistes im Kampfe für Christus und seine Lehren, das sei das Bestreben der in den Vereinigungen aller Art zusammengeschlossenen jungen Katholiken. Der Redner ermahnte die Jugendlichen treu; zur Fahne zu stehen und mitzukämpfen gegen den Materialismus dieser Zeit, deren Nöte nicht zuletzt zurückzuführen seien auf die Verleugnung der christlichen Grundsatze. Es folgte eine Strophe des Liedes„Wann wir schreiten.“ Und dann nahm Fräul. Rodehüser das Wort zu einer Ansprache, die besonders den Jungmaochen galt. Auch sie betonte die schwere Nöte der Zeit, einer Zeit voller Gegensätze. Doch gehe durch die katholische Jugerd ein neuer Zug, sie wolle mitkämpfen im christlichen Sinne, um den Aufbau einer neuen Zeit, in der Christus der Herrscher wieder volle Anerkennung finde. Die Worte schlossen mit dem Gelobnis für die weibliche Jugend, treu mitzuwirken in dem Kampf um die gute Sache, in ehrlicher, echt christlicher und fraulicher Opferbereitschaft. Nach einem von dem Gesellenvereinsmitglied Luckemeyer meisterhaft vorgetragenen Gedicht über die Not der Zeit, das in seinem Ausklang auf Christus als den Retter aus dieser Not hinwies, nahm Dr. Reiner= mann(Köln), das Wort. Auch er ging einleitend von den schweren Zeitnöten aus, deren bitterste Signatur die Arbeitslosig= keit sei. Aber das Sucher. nach Mitteln und Wegen, diese Nöte erfolgreich zu bekämpfen, gleiche fast der babylonischen Verwirrung. Den wahren Helfer und Führer, der aller Not gewachsen sei, finde man nicht. Die katholische Jugend aber wolle diesen Kampf unter dem Banner dieser Führers, der kein anderer als Christus sei, kämpfen, für die neue Zeit, die nicht mit radikalen Klassenhaßmitteln ausgebaut wer. den könnten. Auch dieser Redner bezeichnete den Kampf gegen den Materialismus als eine Notwendigkeit, nur das Christentum könne aus dem Chaos retten. Nach dem ein Herr des Festausschusses noch ein Ergebenheitstelegr amm an den Erzbischof in Münster verlesen hatte, schloß die Versammlung mit dem Liede:„Großer Gott wir loben dich“. Es muß bemerkt werden, daß die ganze Niesenveranstaltung ohne jeden Zwischenjall und jede Verkehrsstörung verlief. Die Polizei hatte beste Vorkehrungen getroffen, ohne besonders in den Vordergrund zu treten. Auch die zahlreichen Andersgläubigen und Andersdenkenden, die dem Festzuge zusahen oder der Veranstaltung auf dem Markte beiwohnten, gaben zu keiner auch noch so geringen Klage Anlaß; ein sehr erfreuliches Zeichen in der jetzigen sonst so kampfdurchtosten Zeit. Der Festausschuß hatte die nötigen Vorbereitungen getroffen. daß die Reden überall verstanden werden konnten; die Lautsprecher funktionierten vorzüglich. Die Frühzeit der Instrumentelmusik Zum ersten Konzert des Gelsenkirchener Kammerorchestere am Montag, dem 12. Oktober 1. Sonate und Konzert. Das erste Konzert des Gelsenkirchener Kammerorchesters weist in die Frühzeit mer Orchestermusik. Während der Herrchaft des polyphonen(mehrstimmigen) Ri#s im 15. und 16. Jahrhundert gibt es eine vokal gebundene Instrumentalkunst, die sich fast ausschließlich auf die kunstvolle Begleitung des Madrigals und auf die Mitwirkung in Chorwerken de schränkt. Kleine Vor= und Zwischenspiele und die Stützung der allenfalls etwas ausgeschmückten Gesangsst:—. sind hier ihre einzige Aufgabe.. en insbesondere im 10. Jahrhundert mehrstimmige Musiken auch ganz ohne Gesang ausgeführt, doch handelt es sich hierbei um eigentliche Chorstücke bei denen die Komponisten die vokale oder instrumentale Durchführung freistellen. Auch die bereits im 14. Jahrhundert entstehenden Stadtpseifereien kommen mit dem Aufspielen von Tanzliedern von der vokalen Fessel nicht los Als erste reine Instrumentalform tritt dann im 16. Jahrhundert das der Motette nachgebildete und wie dieses imitierend behandelte Lauten= und Orgelcercar hervor Rit der wie im Kanon zeitlich hutereinander erfolgenden Durchführung der Themen ist der Anfang zur Fuge gegeben, jener bedeutendsten Form der Polyphonie. die von Händel und Bach zur höchsten Vollendung gebracht wird. Die deutliche Trennung von Bokal= und Instrumentalmusik vollzieht sich um die Wende des 16. und 17. Jahrhunderts. Mit dem Aufkommen des monodischen Stils, der im Gegensatz zum polyphonen, horizontal die melodishe Gleichwertigkeit aller Stimmen betonenden Sat das Prinzip der harmonisch gestützten Herrschaft der Einzelmelodie durchsetzt, ist der Weg für eine freie Entwicklung der Instrumental= musik gebahnt. Unter Anlehnung an die französische a cappella=Chanson(Lied) entsteht die Kanzone, ein mehrstimmiges Orchesterstück, das mit seinem übermäßig starken Tempound Taktartwechsel sehr buntscheckig und formal willkürlich wirkt. Historisch wichtig ist, daß diese Kanzone, deren Teile noch unmittelbar ineinander übergehen, schon den Keim der später entwickelten höheren Formen in sich trägt. Mit der Suite ist sie Ursprung unserer modernen Sonate, deren Namen sie übrigene schon damals trägt. Die Sonate dieser Zeit hat mit der später durch die Wiener Klassiker vollen. deten Form nur wenig zu tun. Die Sonate stellt damal ganz allgemein den Gegensatz zur Kantate, zur Gesangmusik dar. Jedes für Instrumente geschriebene Tonstück, glein welcher Form, trägt diesen Namen. Die vielgliedrige Kanzone, bis in buntem Wechsel auch kleine Tanzstucke und ricercarartig imitierende Sätzchen aufnimmt, klärt sich durch Verringerung der Anzahl der Teile und durch Verbreiterung der Themen zu neuen Formen. Go entstehen Triosonate und Orchesterkonzert. Die Triosonate sorgt mit der selbständigen Führung von zwei gleichwertig behandelten Soloinstrumenten neben dem akkompagnierenden(begleitenden) Continuo für einen gesunden Ausgleich zwischen den beiden um die Vorherrschaft ringenden Prinzipien des monodischen und polvphonen Stils. Im Musikgeschehen des 17. Jahrhunderts nimmt sio einen breiten Raum ein. Erst mit dem Ende des 18. Jahrhundert= geht sie in die moderne Kammermusik auf, als deren Ausgangspunkt sie eine sehr wichtige Rolle spielt. Die allmähliche Wandlung vom pathetischen Stil der alten italienischen Meister der Biolinmusik zur vielseitig ausdrucks. vollen, jeden Weqnel der Stimmung beheirschenden Schreibwesse der Wiener Klassiker is nirgendwe u verfolgen als auf dem Gebtete der Lriesomate, der sich hervorragende Künstler wie Corelli, Abaco, Händel, Bach, Pergolesi, Graun, Gluck, Richter und Stamitz Kit besonderer Liebe gewidmet haben. Mehr noch als die Triosonate ist das Instrumentalkonzert eine natürliche, beinahe selbstverständliche Entwicklungserscheinung des um 1600 sich durchsetzenden monodischen Stils. Wie beim Gesang. kommt auch auf instrumentalem Gebiet die solistische Tendenz mehr und mehr zur Geltung. Insbesondere die Violine entwickelt sich schnell zum ausgesprochenen Soloinstrument. Hervorragende Geiger, in ihrer Mitte Corelli, schaffen ihr eine eigene Literatur. In der Solosonate für Bioline und Baß feiert ihre Birtuosität erste Triumphe. Die Aufnahme solistischer Elemente führt beinahe zwangsläufig zum Concerto grosso und zum Solokonzert. Das Concerto grosso ist nach dem Muster der doppelchörigen Musik der prachtliebenden venetianischen Meister des 16. Jahrhunderts(Willaert, Gabrieli) eine Gegenüberstellung verschiedener Instrumennd zwar eines stark besetzten Nummer 279 Montag, den 12. Oktober Jahrgang 1931 Der Kampf um die Währung Kirchenlubl äum u. Pfarterabschiedin B.-Resse Eine Bessammlung des Freiwerlicte#5-Bundes in Buer (*) In einer Zeit, in der die Wahrungsfrage nicht nur für Deutschland, sondern auch für die ganze Welt drennend geworden ist, wird die Stellungnahme des Freiwirtschaftsbundes zu diesem Problem allgemein interessieren. Sie ging ebenso klar wie entscieden aus einem Reserat des freiwirtschaftlichen Bundesführers P. Thielen hervor, das er am vergangenen Samotag im Eppmannschen Saale in Buer vor zahlreichen Zuhörern über das Thema „Schluß mit der Macht des Großkapitals" hielt. Thielen glaubt nicht, daß in der deutschen Republit die Macht tatsächlich vom Volke ausgehe, trotz des allgemeine Wahlreites. Vielmehr gehöre auch Deutschland zum Machtbereich der internationalen Hochfinanz, deren Pläne und btächten auch die Regierung Brüning keinen Widerstand entgegensetze. Die Politik sei auch nicht die Kunst des Möglichen, lor zern der Kampf zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, der erbitterte Kampf um den Gesamtertrag der Volkswirtschaft, der heute noch auf legalem Wege zur Hälste den Arbeitenden weggenommen werde. Das schaffende Volk müsse seine Macht klar erkennen. Es habe keinen Straßendemonstrationen zu veranstalten oder beim internationalen Großkapit 1l Gnade zu erbetteln. Der Freiwirt habe längst den Weg erkannt, wie man die Macht der Hochftnanz vernichten könne. Während heute in Deutschland durch Währungsexperimente Millionen auf die Straße experimentiert würden, um den Goldgötzen zu stützen, habe der Freiwirtschaftsbund längst der deutschen Regierung seine Vorschläge überreicht, die mit einem St lage allen Arbeit geben würde, wenn man sich entschlösse, sie durchzuführen. Es sei eine Politik des Wahnsinns, vom Abbau der Preise zu reden, während auf der Welt Rohstosfe vernichtet würden, um die Preise zu halten. Odschon es nicht an Rohmaterialien, an Maschinen und Arbeitskräften fehle, werde ein gesunder Produktionsprozeß nicht einsetzen, wei! das Kapital die Mangelwirtschaft, von der es lebe, nicht aufzugeben gewillt sei. Das Kapital wolle die gegenwärtige Krise, um das gegenwärtige Tarifrecht zu vernichten und eine Sozialresorm durchzudrücken. Man habe von Seiten des Finanzkapitals die Krise als eine Gesandungskrise bezeichnet, während sie in Wirklichkeit eine Verelendungskrise sei. In England habe man kurzerhand die Goldwährung ausgehoben, während man in Deutschland die Goldwährung unter allen Umständen halken wolle, trotzdem das Volk immer mehr verelende. Gold besitze keinen inneren 25jähriges Bestehen der evgl. Biarrgemende Buer-kesse Imposaule Kundgebung der evgl. Bevöl herung ver öuer kesse Eindrucksvoller Abschied von Pfarrer Gin (“) Das Silbersubiläum der evgl Pfarrgemeinde von Buer=Resse, das ge stern unter starker Beteiligung der evan gelischen Bevölterung gefeiert wurde, wai eine Feier, die man mit einem heitere und einem nassen Auge begehen muß. Denn zugleich mit dem Jubiläum mußte man auch Abschied nehmen von einem Geistlichen, der neun Jahre in der evgl. Pfarrgemeinde Buer=Resse gewirkt hatte und allgemein beliebt war. Die Berusung diees Pfarters nach Wuppertal siel zeitlich mit dem Kirchensubiläum zusammen, so daß das Presbyterium sich zu einer Doppelseier entschloß. Der bedeutungsvolle Tag wurde eingeleitet durch einen Festgokteodienst, der gestern morgen abgehalten wurde. In hellen Scharen strömten die Gläubigen zum Gotteshaus. vor dem der Resser Posaunenchor mit Choraldarbietungen auswartete. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Fest= und Abschiedspredigt von Pastor GiII. der zunächst einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung der evgl. Psarrgemeinde von Buer=Resse gab und die Opferwilligkeit der evgl. Bevölkerung hervorhob, der nicht zuletzt die starke Entwicklung des Pfarrbezirks zu danken sei. Schweren Herzens nehme er von seiner Gemeinde Abschied. Der Ruck, der heute durch die ganze Welt gehe, deute darauf hin, daß srgendwo eine Fehlkonstruktion vorhanden sel. Diese Fehlkonstruktion sei die Abwendung von dem christlichen Geist. Der Festgottesdienst wurde durch Darbietungen des Kirchenchors unter Leitung von Lehrer Weingarten verschönert. Die Jubiläumoseier Am Nachmittag versammelte sich die Pfarrgemeinde im großen Saale der Wirtchaft Wieland, der gegen 3 Uhr schon vollkommen überfüllt war, so daß Nachzügler keinen Platz mehr sanden. Der starke Besuch war der beste Beweis für die Anteil nahme der Bevölkerung an dem Jubiläumetag der Kirche und dem Abschied des Pastore Gill. Pfarrer Beckmann begrüßte die erschienen Gäste und verlas die Glückwunschschreiben des General= superintendenten und des Superintendenten. Für die Synode hatte Pfarrer Rauch aus Buer=Erle die Vertretung übernommen. Von den früheren Pfarrern begrüßte er die Pfarrer Rötiger, Engel und Fischer. Gluckwunschschleiben hatten außer. dem die Pfarter Büscher und Nelle(die am Erscheinen verhindert waren) sowie der erste Kirchenmeister der Gemeinde, Direktor Brinkmann von Zeche Ewald. gesandt. Rektor Müller hatte die Festrede übernommen. Er schilderte die geschichtliche Entwicklung der Kirchengemeinde, die sich aus ganz kleinen Ansängen heraus zu einer blühenden Gemeinde entwickelt habe. Wenn auch in den ersten Jahren die Gemeinde arm gewesen und auf die Hilfe der Pfarrer aus Crange und Buer angewiesen war, so sei sie doch innerlich reich gewesen. Dankt der Opferwilligkeit der Bevölkerung, dank der Bereitwilligkeit der Zeche Ewald in der Beschaffung von Grundstücken habe man gleich in den ersten Jahren der Selbständigkeit an die Errichtung der kirchlichen Bauten denken können. Besonderen Dank schulde man auch dem verstorbenen Herrn Feldhoff, der als Katholik kostenlos das Baugelände zum Pfarthaus zur Verfügung gestellt habe. Pfarrer Gill gab einer Freude darüber Ausdruck, daß man ihm außer der Abschiedorede noch Gelegenheit gegeben habe, zu dem Jubiläum der Pfarrgemeinde zu sprechen. Das Notvollste der heutigen Zeit sei die innere Loslösung der Menschen, das Zurücktasten auf einen antiken Geist, der den Menschen als das Maß aller Dinge betrachte, der sich in Gegensatz setze zu der These Luthers, daß Christus das Maß aller Dinge sei. Der Bolschewismus Rußlands sei nicht aus der Volkoseele geboren, sondern greise auch auf die antike Richtung vom Menschen als Maß aller Dinge zurück. Dieser Geist klopfe bedrohlich an die Pforten Europas. rüttele an unserem Volkskörper und dränge das Volk immer mehr auf die Rutschbahn des Elendo. Wenn„man aus dem Elend herauskommen wolle müsse jede Halbheit aufhören und jeder Volksteil sich zu einer wahren Gemeinschaft zusammenfinden Denn heute sei wohl eine Unzahl von Gesellschaften und Vereinen da, aber keine Gemeinschaft des ganzen Volkes. Pastor Rauch, Buer=Erle, übermittelte die Grüße des Superinsendenten an die Pfarrgemeinde. Er widmete weiterhin dem scheidenden Pastor Gill einige Worte und hob vor allen Dingen dessen Verdienste um das kirchliche Leben hervor. Besonderes Interesse janden die Ausfuhrungen der früheren Pfarrer aus Buer=Resse, die Gelegenheit nahmen, ihre früheren Pfarrgemeinde zu ihrem Jubiläum zu beglückwunschen. Es sprach zunächst Pfarrer Röttger. der erste Pfarrer von Buer=Resse, der manche interessante Begebenheit aus der ersten Geschichte der Pfarregemeinde zu berichten wußte. Seine Ausführungen wurden ergänzt durch launige Ausführungen der Pfarrer Engel und Fischer. Der zweite Teil des Abends war dem Abschied von Pfarrer Gill gewidmet. Die Abschiedsansprache hielt Pfarrer Beckmann, der eine Schilderung von dem Wirken des scheidenden Pfarreis gab und den Fortgang des allgemein beliebten Geistlichen bedauerte. Er gab dem scheidenden geistlichen Herrn die Versicherung, daß die gesamte Pfarrgemeinde ihm ein ehrendes Andenken bewahren werde. Pfarrer Gill nahm zum Schluß der Veranstaltung Gelegenheit, allen Gemeindemitgliedern, den Pfarrern und den Vereinsvertretern für alle Ehrungen zu danken, die ihm zu seinem Abschied zu eil geworden seien. Der Abschied falle ihm schwer und stets werde er in seinem neuen Wirkungskreis an die schönen Stunden denken, die er im Kreise seiner Pfarrange: hörigen verlebt habe. Zum Schluß rief er allen ein herzliches Lebewohl zu. Besondere Anerkennung verdienen der Resser Posaunenchor und der Posaunenchor aus Karnap unter Leitung des Herrn Tollmien, die mit mehreren musikalischen Darbietungen aufwarteten. Mit Deklamationen erfreuten die Damen: Frl. Hartwich, Frl. Reinert. Frl. Müller, Frl. Walendzick, Frl. Fladda, Frl. Meyer und Frl. Klinger. Herr Schmidt fand mit seinen gesanglichen Darbietungen allgemeinen Anklang, während der erst 17jährige Geiger Heimann Ansätze zu gutem Können verriet. Der Kirchenchor unter Leitung von Lehrer Weingarten, der Jungmädchenchor unter Leitung von Lehrer Wernitz sowie die Frauenchöre von Buer=Resse trugen mehrere geistliche Lieder ansprechend vor. Gemeinsame Gesänge füllten das Programm aus und beendeten die eindrucksvolle Feier. munen, durch die übersteigerte Sozialpolitik und durch die ausgeblähte Verwaltung von Reich und Ländern. Der seit 1918 gegangene Weg habe Deutschland in diese Not geführt und nur ein völliges Lösen vom bish rigen Kurs könne Deutschland vor dem Zusammenbruch reiten. Mit den kleinen Mittelchen Brünings sei die Arbeitslosigkeit nicht zu kannen. Deshalb werde die D. V. P. sich überlegen müssen, wohin sie sich am 13. Oktober schlage. Eine rege Aussprache schloß sich den Ausführungen an. (b) Bekanntmachung für Polsum. Wir weisen auf die im heutigen Anzeigenteil veröffentlichte Bekanntmachung des Bürgermeisters in Marl hin. Schwerer molorradunsall an der Ecke Luisen= und König=Wilhelm= Straße (—) Zwei Motorradfahrer stießen an der Kreuzung Luisen= und König=Wilhelm= straße in Gelsenkirchen auseinander. Die im Sozius fahrende Ehefrau L. wurde aus dem Sitz auf die Straße geschleudert und erlitt einen Schädelbruch. Der Motorradfahrer Sch. erlitt einen doppelten Beinbruch. Dr. Bamberger leistete die erste Hilfe. Beide Verletzte wurden in das evangelische Krankenhaus gebracht. Leichtsinniger Autosahrer verletzt einen Gelsenkirchener (—) Am Sonntag wollte ein Lastkraftwagen, der die Bochumer Straße in Gelenkirchen in Richtung Wattenscheid behr. eine Straßenbahn überholen. Dabei ließ es der Führer an der notwendigen Obacht sehlen. Er kam dem Bordstein zu nahe und fuhr den Schlosser Willi Mansfeld an, der schwer verletzt ins evangelische Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Lebensgefahr besteht zurzeit nicht. Gegen den Autoführer ist Anzeige erstattet. Wert, und wenn man in allen Ländern die Goldwährung ausheben würde, dann sei das Gold den Platz nicht wert, den es in den Staatsbanken einnehme. Wie illusorisch die Goldwährung sei, ergebe die Tatsache, daß die deutsche Mark bei 76 Prozent Deckung im Jahre 1929 genau so viel auf den Devisenmärkten wert sei als heute, wo sie mit 30 Prozent gedeckt sei. Nun wies der Redner auf die Ziele des Freiwirtschaftsbundes hin: ein unter Umlaufzwang gesetztes Freigeld: die Festwährung. die die gleichbleibende Kaufkraft des Geldes sichert und endlich das Freiland als ein neues soziales Bodenrecht, das jedem Menschen den freien Zugang zum Boden sichern soll. Die Gründe der Krise Versammlung der Deutschen Volkspartei Ortsgruppe Buer=Erle (*) Am Mittwoch abend hielt der Ortsverein Buer=Erle der D. V. P. bei Forst hoff eine gutbesuchte Versammlung ab. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Globes erhielt der Hauptgeschäftsführer Dr. Mehring das Wort zu seinem Vortrag Dr. Mehring behandelte das Thema: Die Arbeitslosigkeit, ihre Ursochen und ihre Beseitigung. Ausgehend von der Weltkrise behandelte er die Gründe warum dieses große Elend sich in Deutschland breit machen konnte. Reparationen, Inflation, die unvernünftige Verteilung des Goldes, die Auslandsverschuldung und als Hauptursache die deutsche Selbstkostenkrise. Die Absatzkrise kann nicht überwunden werden, da das arbeitende Kapital steril wurde und Arbeitskräfte abstieß. Durch die Ausgabenwirtschaft bei den Kom. (—) Schachabteilung des 6DA, Ortsgruppe Gelsenkirchen. Die Apbungsabende finden wieder regelmäßig Montags im Jugendheim Rotthauser Straße, statt. Die Anmeldung für das Turnier um die GDAMeisterschaft muß bis zum 20. Oktober erfolgen. —) Verband Deutsche Frauenkultur, Ortegruppe Selsenkirchen e. V. Am Mittwoch, dem 14. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, kindet im Hotel zur Post. Gelsenkirchen, eine Kleiderschau statt. 1. Kinderkleidung, 2. Kunstgewerbeschule Hildesheim. Klasse Breyer. Eintritt für Mitglieder 30 Pfg., für Nichtmitglieder 75 Pfg. Verantwortlich für Politik, Provinz und Vermischtes: Willi Witt: für Lokales, Sport und Feuilleton: Paul Klose: für Theater, Konzerte und bildende Kunst: Dr. Devenheuer: für den Anzeigenteil: Rud. peint; sämtlich in Gelsenkirchen=Buer. Berliner Schriftleitung: Karl Fischer, Berlin, Wilhelmstraße. Aadliaebbuunng Einmmmmmm Ani ub g ngg ug MAilhing Eine Sensation für Buer wird meine Neueröffnung am Dienstag, 13. Oktober 1931, 16 Uhr, sein Achten SicaurmeInDienstess-Insere 1 TERLISCHES MOBELAA EAN (hüher Caspary& Co.) Mihce Streichorchesters(Tuttt) und drei solistisch konzertierender Stimmen. Die Soloinstrumente, zwei Geigen und ein Cello, bilden das„Concertino“, die anderen das„Concerto grosso". Der erste bedeutende Komponist des Concerto grosso ist Arcangelo Corelli(1653 bis 1713). Sein im Gelsenkirchener Kammerorchester=Konzert vorgesehenes Concerto grosso Nr. 8 ist unter dem Namen„Weihnachtskonzert“(geschrieden für die Christnacht 1712) berühmt geworden. Es ist in seiner tiefen Innigkeit, umwoden von echter Weihnachtsstimmung. eine der schonsten Werke dieser Gattung Nach Corelli erreicht das Concerto grosso nit Handel und J. G. Bach seinen künstlerischen Höhepunkt. Das frische, von urgesunder Musizierkraft erfüllte Concerto grosso Nr. 2 von Händel, das den Auftakt des kommenden Ronzertwintete bilbet, wird jeden musikalisch aufgeschlossenen Menschen mit besonderer Freude erfüllen. Sein herrliches Largo, das Stephani als „Engels=Symphonie“, in das Oratorium „Jephta“ aufgenommen hat, bürfte von der Aufführung dieses Werkes durch den Musikverein unserm Publikum noch in schöner Erinnerung sein. Auf den Inholt der beiden Concerti grossi im einzelnen einzugehen, erübrigt sich. Solche Musik kann den direkten Weg zum Heczen der Hörer nicht verfehlen. Auch den Menschen unserer Zeit int sie nabe getlieden. Tatsächlich ist ja auch der Weg. ker von ihr zu unserer„heutigen“ Mußik rr. nicht allzu weit. Ruhlau wendet zum ersten Mal die Bezeichnung „Sonate“ auch für Klavier=Solowerke an. Domenico Scarlatti kehrt zur Einsätzigkeit zurück, bringt aber scho e; gewisse Gegensätzlichkeit der Themen.... für die späteren Formgesetze, in denen Symphonie, Konzert und Kammermusik sich hauptsächlich durch die verschiedene Besetzung voneinander unterscheiden, richtunggebend wird. Bacho Söhne, Richter und Stamitz sind die letzten Wegbereiter. Das Prinzip zweier konstrastierender Themen und die neue Methode der Durchführung, die„Verarbeitung" und restlose Ausschöpfung des Themenmaterials an Stelle der früher üblichen dloßen Motivwiederholung auf verschiedenen Tonstufen ist ihre Tat. So ist alles vorbereitet auf das Komnen der drei Großen, die der Musik nach Bach die höchste Weihe geben: Handn, Mozart und Beeihoven. Die Suite Die um 1600 mit dem Sieg des monodischen(aktordischen) Stils einsetzende Entwicklung einer vom Gesang unabhängigen Instrumentalmusik, die in Italien Sonate und Konzert hervorbringt, führt in Deutschland zur Schaffung der Suite. Die Suite, auch Partie oder Partita genannt, ist die älteste zuklische Form. Gie stellt eine Folge(suite) wehrerer Tonstücke dar, die, wie immer. in der mehrsatz gen Musik dio zu Bach, alle derselben Tonart angehören. Ale konstrastierendes Element wit ken einzig der verschiedene Charakter und der Taktartwechsel der einzelnen Sätze. Ihren Ursorung findet die Suite im Reigen und Nachtanz des Mittelalters. Der pathetisch schreitenden Pavane im geraden Takt folgt hier die lebhafte Saillarde, die oft die notengetreue, nur zum Tripeltakt (ungerader Takt) umgebogene Wiederholung der Pavane ist. Im 16. Jahrhunder: setzt sich der Brauch durch, ein solches Tanzpaar um ein zweites zu erweitern. Da und dort wird auch noch ein anderer Schlußtanz angehängt. Spielleute reihen Tänze verschiedener Nationalität zwanglos zu einer Rette aneinander. Besonders in der Lautenmusik reichen solche Suitenbildungen sehr weit zurück. Um 1620 ist die Suite schon voll entwickelt. Peutl und Schein, ein Vorgänger Bachs als Thomas=Kanter, pflege sie zu dieser Zeit gar schon als Variationensuite Diese schafft als kunstmäßiges, aber im übrigen der Suite durchaus nicht eigenes Element eine innere Verbindung der einzelnen Säte durch die Zugrundelegung eines einzigen Motivo für die im Charak= ter verschiedenen Stücke. Zunächst umfaßt die Suite vier bis fünf Sätze. Allmählich wächst diese Zahl. Auch Sätze, die keine Tanzstücke sind(Arten ulw.), werden aufgenommen. Um 1650 tritt eine Sinsonie oder Sonata, die mehrgliedrige italiensche Ranzone, an Stelle der Pavane an den Anfang. In dieser Gestalt wird die Suite zur Kammersonate, die seit Froberger(gestorden 1667), dem eigentlichen Schöpfer der Klaviersuite, die feste Form Allemande, Cenrante, Garabande und gue hat. Die*“ be. die die a altväterliche Pavane verdrängt bei stell: um 1600 noch einen wirklichen Volkstanz dar. Die Courante ist wie die alte Gaillarde ein schneller Tanz im Tripeltakt. der hauptsächlich als Nachtanz zur reigenmäßi gen Allemande gilt. In der Suitenmusik werden beide Tänze mehr und mehr stilisiert. Zu Bachs Zeit sind sie kaum noch als Tänze zu erkennen. An ihre Stelle treten die„modernen“ Gavotte, Rigaugon, Bouree und Menuett. Länger halten sich die beiden andern Tänze der Suite Frobergers, die ursprünglich spanische Sarabande mit ihrer sehr gravitätischen Bewegung im Tripeltakt, für die lange Noten mit vielen Verzierungen charakteristisch sind, und die sehr schnelle Gigue Neben der Kammersonate entsteht durch Kusser, einem Schüler Lullus. seit 1682 in Deutschland eine neue Orchestersuite, deren bedeutsamstes Merkmal die Einführung der sogenannten„französischen Ouverture" is. Diese von Lully, dem Kapellmeister des Sonnenkönigs Ludwig XIV., geschafsene Form wie auch die von Searlatti repräsentierte„italienische Ouverture" beide Opernvorspiele), sind entstanden aus der auf drei Teile beschränkten italienischen Kanzone oder Sonata. Lullo gestaltet seine Ouverture als einen fugierten Allegrosatz mit pathetischer Einleitung. die sich verkürzt oder nur angedeutet zum Schluß wiederholt. Scarlatti umrahmt umgekehrt einen langsamen Teil mit zwei schnellen Ecksätzen. An künstlerischem Wert at sich die französische Ouverture mit i s t a r k e n A u s d r u c k d e r l a n g s a m e n T e i l e und der gediegenen Arbeit des fugierten Mittelsatzes der italienischen zweisellos überlegen. Die außerordentlichen Erfolge der Lullyschen Orchesterdisziplin bringt der Orchestermusik einen starken Auftried. In Paris geschulte Geiger werden nach London, Dresden, Hannover, Bayreuth usw. derusen. Die Einrichtung öffentlicher Konzerte beginnt. In ihnen bleibt bis etwa 1750 die von deutschen Schülern Lullys eingeführte Suite mit französischer Ouverture(danach auch einfach„Ouverture" genannt) dominierend. An die Stelle der alten Suitenordnung Frobergers treten hier dem Charakter und der Zahl nach verschieden zusammengestellte neue Tänze, die Lully noch aus seinen Bühnenwerken übernimmt, in Deutschland nun aber eigens für Konzert zwecke komponiert werden. Die hervorragendsten Vertreter der Orchestersuite sind Kusser, Muffat, Telemann, Fasch, Förster und J. S. Bach. Ein besonders schönes Beispiel dieser Kunztgattung ist die Suite von Christoph Förster (1693 bis 1745), die das Kammerorchester in sein erstes Programm ausgenommen hat. Außer anderen, schon genannten Sätzen hat das Werk eine scherzoartige Caprice, eine Bir(instrumentales Gesangstück), eine als Schrittanz der alten Pavane ähnliche Polonaise und eine kurze, rauschende Fanfare. Besonders zei##oll ist in der Suite der Schlußsatz, die Gique, die in schnellem Tempo vorbeiwitbelt und besonders eigenartig ist wegen irtes witzigen, gänzlich überraschenden Abschlusses Haul Seiter. Nummer 279 Montag, den 12. Oktober Jahrgang 1031 vom sausenden Stahlroß Radrennen in Buer Um den großen herbstpreis Die letzte Nadrenn=Veranstaltung diees Jahres auf der Löchterheide enttäuschte die Zuschauer in mehr als einem Punkte. Die Besetzung der einzelnen Rennen war eine ausgesprochene„zweite Garnitur“, in allen Rennen gab es zahlreiche Ausfälle der Fahrer, trotzdem sich nur zwei Stürze ereigneten, die gefährlicher aussahen, als sie waren. Den ersten Vorlauf gewann der Gladbecker Haradzin von Höh, WanneEickel, den zweiten Vorlauf holte sich Wilde, Gladbeck, vor Bendrat, Oberhausen. Weber, Buer, gewann vor Weitkämper aus Gelsenkirchen den folgenden Vorlauf und Weitkamp, Gladbeck, beendete mit Reich, Oberhausen, den vierten Vorlauf. In den beiden letzten Vorläufen qualifizierten sich Göring, Bochum, und Böttcher, Ickern, bzw. Neudörfer, Ickern, und Fett, Wanne=Eickel. Nach den Zwischenläufen kamen sechs Fahrer in den Endlauf, wobei Neudörfer, Ickern, sich den ersten Platz sicherte. Haradzin, Gladbeck, kam auf den zweiten Platz, Wilde. Gladbeck, auf den dritten und Reich, Oberhausen, auf den letzten Platz dieser Wertung. Das Punktejahren über 10 Runden, wobei es in jeder zwesten Runde eine Wertung gab, wurde in zwei Vorläufen und dem Endlauf ausgefahren. Der hervorragend fahrende Göhring aus Bochum kam mit 15 Punkten an die Spitze des Endlauf=Ergebnisses, zweiter wurde Schrader, Ickern, mit 15 Punkten, dritter Weitkamp, Gladbeck, mit 10 Punkten, und vierter Weber, Buer, mit 5 Punkten. Das 100=Runden=Mannschaftsfahren nach Art der Sechstagerennen brachte zwölf Mannschaften an den Start. Das Paar Haradzin= Neudörfer setzte sich in glänzender Manier an die Spitze, scharf verfolgt von drei anderen Mannschaften. Die aus vier Fahrern bestehende Spitzengruppe wurde vor der ersten Wertung in einen Sturz verwickelt. Dann gab es Strafrunden für verschiedene Paare. Zwei andere Mannschaften blieben zurück, und aus dem Durcheinander, das entstanden war, setzte sich die Mannschaft Schrader= Böttcher mit einem ziemlichen Vorsprung an die Spitze, wodurch diese Mannschaft sich auch die meisten Punkte sicherte. Reichliches Pech hatten die Gladbecker Weitkamp und O. Janson, der Bruder des„Aschenbahnkönigs“, die durch den Sturz schwer gehandikapt wurden. Sie holten sich durch ihr tapferes Fahren mit der gleichen Punktzahl den zweiten Play. vor Haradzin: Neudörfer mit nur einem Punkt Unterschied(27). Dieses Paar lag lange in bester Position. Vierter wurden Masuhmik= Weitkämper mit 14 Punkten, während Wilde und Göring trotz der größten Anstrengungen nur auf 7 Punkte und damit auf den 5. Platz kamen, trotzdem diese Fahrer sehr viel verlorenes Gelände einholten. Das Publikum zeigte sich mit der Entscheidung des Wettfahrausschusses wenig zufrieden, doch war das Rennen so unübersichtlich gefahren worden, daß es schwer hielt, den einzelnen Paaten korrekt zu folgen. Freude und Enttäuschung treffer langte es, 04 brachte es zu sieben „Volltreffern". Uebrigens hatte die Sensation, die die Gruppe Gelsenkirchen auch Die Dunktespiele im Ruhrbezick Wirklich ersreulich ist es, daß so Sonntag für Sonntag das Programm glatt abgewickelt werden kann, daß jeweils ein Dutzend Spiele absolviert werden, und daß immer bestes und freundlichstes Fußballwetter vorherrscht. Außer den zwölf Begegnungen in den drei Gruppen gab es noch für den Ruhrbezirk etwas ganz besonderes, nämlich die Begegnung der Schalker mit dem Deutschen Meister Hertha BSC die bereits am Samstag stieg, und zu der nicht weniger als 35000 Zuschauer erschienen waren. Sein Erscheinen bereut haben wird niemand, wenn die Begegnung auch nicht so war, wie man es wohl erwartet hatte Man spielte zu sehr auf Sieg, was verständlich ist, wenn man weiß, daß die Parteien von den bisher ausgetragenen zwei Kämpfen je eins gewonnen und verloren haben. Zur Abwechselung gab es diesmal ein Unentschieden von 1:1. In den Punktekämpfen gab es am gestrigen Sonntag auch wieder so manche Ueberraschung. erfreulich für den jeweiligen Sieger, betrüblich für den Verlierer. In den drei Tabellen wurde gründlich Remedur geschaffen. Doch eins nach dem anderen....“ In der Gruppe Essen standen alle vier Begegnungen im Mittelpunkt des Interesses. Nach der Niederlage von Schwarz=Weiß haben die Sportfreunde den rechten„Mumm“ noch nicht wiedergefunden, mußten eine neue Schlappe hinnehmen und wieder einmal um ein Treppchen tiefer steigen Vonwegen Tabelle. Wenn die Niederlage von 0:1 auf eigenem Platze von Rot=Weiß auch recht knapp ausgefallen ist, und sie in der zweiten Halbseit mit nur zehn Mann zu spielen gezwungen waren, so dari doch nicht vergessen werden, daß diese neuerliche Niederlage sehr nachteilige Erscheinungen im Gefolge haben kann. Die Essen=Wester, die einen schweren Gang nach dem Uhlenkrug zu machen hatten, haben sich leichter schlagen lassen, als man es gemeinhin annahm. Die Schwarz=Weißen zeigten sich mal wieder von der besten Seite, lagen bei der Pause mit einem Tor in Fron., und scherten dem Gegner im weiteren Verlaufe noch zvei von der Sorte, so daß mit 3:0 die Begegnung ihr Ende fand. Schwarz=Weiß thront nun an erster, Essen=West ist vom dritten auf den fünften Platz gezutscht. Die Horster zu schlagen ist in diesem Jahre kein allzu großes Kunststück mehr, erst recht nicht, wenn dazu auf eigenm Gelände Gelegenheit ist. Der B. V. Altenessen machte es gestern aber in einer Bravour, die den Horster Hüter zwang, sechsmal hin. ter sich zu greifen. Daß aber die Horster ihrerseits trotz allem nicht den Mut verlieren und immer unentwegt bei der Sache sind, beweisen ihre zwei Gegentreffer. Die BVAer haben durch diesen Sieg einen schönen Sprung auf den zweiten Tabellen platz machen können, während Horst weit unten sein Unterkommen suchen mußte.— Werden 08 hat gestern aufs neue eine Niederlage hinnehmen müssen. Ein Sieg will ihnen überhaupt nicht gelingen, und es scheint, als ob ihnen der letzte Tabellenplatz vorbehalten bleiben sollte.— Die Gladbecckr, die den Gegner abgaben, hatten auf eigenem Gelände trotzdem wacker zu kämpfen, um schließlich das 3:0=Ergebnis herzustellen. Die Fußballer im Gelsenkirchener Bezirk standen am Sonntag noch ganz unter dem Eindruck des vortäglichen Spiels zwischen Hertha—04. Obwohl den Schalkern dieser Kampf allerdings Energie gekostet hatte, mußten sie am Sonntag den 96ern gegen übertreten, die isich daraufhin allerhand corgenommen hatten, es aber nicht in die Tat umsetzen konnten. Nur zum Ehrentreffer langte es, 04 brachte es zu sieben „Volltreffern". Uebrigens hatte die Sensation, die die Gruppe Gelsenkirchen auch an diesem Sonntag zu melden weiß, an den Beginn der Besprechung gehört, nämlich: Höntrop geschlagen! Der Neuling, der sich so bravourös in sechs Spielen zu behaupten wußte, mußte von Westfalia Herne eine 0:1=Niederlage hinnehmen. Den zweiten Tabellenplatz behauptet er aber nach wie vor, wie überhaupt das Bild im Tabellenanfang das alte geblieben ist, nur daß Schalle 04 auf den vierten Platz heraufgerückt ist. Germania Herne, die gestern Gelsenkirchen 07 mit 5:2 hereinlegte, solgt auf dem fünften Platze. Und noch eine Ueberraschung. Der augenblickliche Tabellendritte, Rotthausen, mußte es erleben, daß er vom bisherigen Tabellenletzten, Castrop 11 auf dessen Platz, schließlich mit 2:3 der Geschlagene war. Ein neuer Sieg Schalle 96 gegen Schalte 04 1:7 Trotz des großen Spieles am Samstag hatte Schalle 96 zu diesem Meisterschaftsspiele einen guten Besuch. Wenn man angenommen hatte, daß nach dem schweren Spiel gegen Hertha die Schalker Mannschaft abgekämpft wäre, dann sah man sich getäuscht. Das Spiel begann mit einem schönen Tempo und in Abständen von je 5 Minuten sielen die ersten drei Tore. Szepan hatte die Unsicherheit vom Samstag ganz abgestreift und lieferte mal wieder ein ganz großes Spiel. Er trat auch die beiden ersten Tore und das dritte erzielte Kuzorra. Ueberhaupt war das Zusammenspiel dieser beiden Spieler außerordentlich gut. Es hätten aber mehr Tore erzielt werden können, wenn die Stürmer nicht ängstlich bemüht gewesen wären, immer dem anderen die Bälle zum Schuß vorzulegen. Ein ganz typisches Beispiel dafür ist Nattkämper. Frei vor dem Tore stehend, versuchte er immer noch dem anderen den Fall zuzuschieben, schoß er aber, dann gab es Tore. So gelang es ihm, kurz vor der Halbzeit noch den 4. Treffer anzubringen. Auch nach der Pause ging es gleich im forschen Tempo weiter. Es scheint, als wenn die Schalker einen Augenblick das Spiel zu leicht genommen haben. Vor dem Tor gibt es ein Gedränge. Mellage läuft heraus, drei Beine treten nach dem Ball und dieser geht mit Wucht ins leere Tor. Es schien, als wenn es ein Selbsttor gewesen wäre. Durch diesen Erfolg werden die 96er mächtig angespornt. Zwar verderben sie sich in ihrem Uebereifer eine schöne Torgelegenheit, aber kurz darauf erhalten sie abermals eine Gelegenheit, zu Toren zu kommen. Badorek hat Hand gemacht, aber Reidegeld verschießt den Elfmeter. Schalle 04 dreht jetzt mächtig auf. Der Sturm liegt im Angriff, da die Läuferreihe auf das Temvo drängt und immer wieder den Sturm mit Vorlagen versieht. Nattkämper ist der Schütze der beiden nächsten Tore. Kuzorra besckließt den Torreigen mit einem schönen 7. Tor. Bei Schalke 96 war der Rechtsaußen und der Halblinke in guter Form. Der Torwart hatte verschiedentlich Glück. Schalle 04 hielt auch heute das Tempo gut durch. Scharmann fand sich zunächst auf dem linken Verteidigerposten nicht zurecht, war aber dann sehr fleißig. Badorek hatte zeitweise ganz gute Momente. Im Sturm überragte auch heute wieder die linke Seite. Der Sturm stand meistens geschlossen im Angriff. nur spielt man zeitweise zu uneigennützig und gibt dadurch der gegnerischen Verteidigung immer wieder Gelegenheit dazwischen zu fahren und den Angriff zu zerstören. Die Schalker Reservemannschaft schlug V/B. Gelsenkirchen 8:0. Die Spiele im einzelnen: Gruppe Essen: VfL Sportfr.— Rot=Weiß. Essen 0:1 Schwarz=Weiß, Essen— Essen=West 81 3:0 Altenessen— Horst=Emscher 6•2 Gladbeck— Werden 08 3:0 Gruppe Gelsenkirchen: Westsalia Herne— Höntrop 1:0 Schalke 96— Schalle 04 1:7 Gelsenkirchen 07— Germania Herne 2:5 Castrop 11— Rotthausen 3:2 Gruppe Bochum—Dortmund Germania Bochum— Tus Bochum 0:2 Sportfr. Dortmund— Alem. Dortm. 1:1 Die 1. Bezirksklasse meldet Die in Gruppen der Ersten Bezirksklasse zur Entscheidung gelangten Spiele zeitigten folgende Ergebnisse: BV Stoppenberg— Eintracht Essen 2:4 Essen=Nord— Essen 1919 212 Sus Essen 05— Rellinghausen 0:1 Rheinland Essen— Karnap 07 4:1 Rhenania Essen—. Preußen Essen 1:3 SC Hassel— Preußen Gladbeck 7:1 Resse 08— Rasensport Gelsenkirchen 4:1 Katernberg— Erle 08 12 — Pr — Rasei Katernberg— Erle us 1 32 EFV Gelsenkirchen— Schonnebeck 114 SC Dahlbusch— Hervest=Dorsten 012 MBV Linden— Vfl Hörde Mengede— SulV Werne Gruppe Essen: 3:1 3•2 Buer 07— Gelsenkirchen 00 0:2 Buer 07 war gezwungen, diesen Kampf gegen den Tabellenführer mit einer etwas geschwächten Mannschaft aufzunehmen, hielt sich aber wider Erwarten gut. Wäre der Sturm nur halb so gut wie die Hintermannschaft gewesen, hätte es zum mindesten zu einem Unentschieden gelangt. Die Fünserreihe spielte mit Ausnahme des Linksaußen genau so saft= und kraftlos wie gegen Erle 08. Es ist bezeichnend, daß dieser Sturm in vier Spielen ganze zwei Tore getreten hat. Die Gelsenkirchener waren nicht so gut, wie ihr Tabellenstand vermuten läßt, und, wenn nicht alles trügt, werden sie am Schluß der Meisterschaftsspiele kaum an der Spitze zu finden ein. Ihre besten Leute hatten sie in dem Mittelläufer und dem linken Läuser, dem Halbrechten und Linksaußen. Der Schiedsrichter war zu kleinlich; es wurde aber vermieden, daß zu hart gespielt gespielt wurde. Zum Spielverlauf sei kurz bemerkt: Während der ersten Halbzeit ist der Kampf im großen und ganzen offen, dann und wann setzen sich die Gelsenkirchener kurze Zeit vor dem Buerschen Tor fest, ohne aber zu einem Erfolge zu kommen. Auch einige Ecken vermögen sie nicht auszuwerten. Direkte Torchancen bieten sich eigentlich eher dem Buerschen Sturm. aber — na, ja... man gewöhnt sich allmählich daran. Die Zuschauer sind schon unzufrieden, daß überhaupt kein Ball ins Netz will, als ungefähr 20 Minuten nach der Pause der Gelsenkirchener Linksaußen — für den Torwart unhaltbar— scharf eintritt. Als dann 10 Minuten später der Halblinke mit einem flachen Schuß auf 2:0 erhöht und somit der Sieg der Platzmannschaft sicher ist, rappelt sich die Buersche Elf wie immer in der letzten Viertelstunde stark auf— natürlich zu spät. Zeitweilig wird mit 7 Mann gestürmt, d. h., die Läufer stürmen, während die Stürmer— siehe oben. Es bleibt bei 2:0 für Gelsenkirchen, und das Resultat entspricht. auch wohl dem Spielverlauf. Gergie auch auf der Streßel * epturlich wochen nu #n S0ccunet a 1. Im Rahmen einer Rennveranstaltung auf dem Karlshorster Rennplatz bei Verlin ritten Mitglieder des Parjorcejagd=Clubs Berlin eine Jagd hinter Hunden mit Auslauf. Unser Bild zeigt das Feld beim Passieren eines künstlichen Sees. Kunst der Werktätigen Jestkonzert anläßlich des zehnjährigen bestehens der Freien Beinsbühne Geisenbirchen Geleil- und Gedenkworte Oberbürgermeisters Zimmermann Magistratsral Dr. Große-Boymann weiß auf die kulturelle Bedeutung der Freien Volksbühne hin Bestdeutsche Araufführung einer Kantale „Tausendfältig und abertausendfältig drückt des Daseins Roi uns Aus R. Kahne Kantate„Befreiung". (“) as gab einst eine Zeit, fast sagenhaft dünkt sie uns heute. in der der Arleiter aus dim Kunstleben ausgestoßen chien. Einzelne Einsame gab es wonl. benen Dichters Gabe in stiller Stunde zur Bereicherung wurde, aber der Masse Not und Qual hörte kein Dichter und Musil=r. und die Masse selbst stand Schöpjungen aus dem bürgerlichen Lebenskreise fremd gegenüber. Bis eine neue Zeit anbrach, bie morgendämm rnd neue Gestalt und neue Formung wand, und der Arbeiter in den Rittelpunkt einer Kunstrichtung trat. Noch heute zaubert Gerhart Hauptmanns„Weher“ in uns, noch heute nähren sich soziale Strömungen aus Marx, Engels und dem deutschbewußt= n, seinjinnigen Lasalle. Aber. ist es nicht so. als ob drangendem, stürmichem Mut tiefe Resianation gefolgt sei. ist es nicht so. daß sich immer der Seufser von der Roz und Qual wiederholt? In olcher Situation wurde das zehnjährige Bestehen der Freien Volksbühne. Gelsenkirchen, das am Samstag jestlich begangen wurde, zu einem bedeutsamen Zeichen: er wies tückwarts und vorwarts. De: Vorsitzende der Freien Volksbühne, Immler, Gbesenkirchen, wies einleitend auf die heutige Unterrewertung der Kultur und Kunst hin und deutete gleichzeitig die Bedeutung der Freien Volksbühne an. Bürgermeister a. D. Osmer=Herjord zeigte in der aus tiesem, seelischem Erjahrungs chatz gespeistn Festrede den langen Weg auf. den die Freie Vollsbühne zurücklegte. Er gedachte der zahlreichen Aufführungen in Gelsenkirchen und der Notwendigkeit witerer, taikräftiger Arbeit. Aus iner immer zündenden Rede verdienen seine Anschauungen über die Stellung der heutigen Jugend zur Kunst hervorgehoben zu wrden. Es sei eine andere Jugend. die heute auf den Plan getreten sei. so meinie Bürgermeister Oomer, aber diese ander- Jugend sei ehrlicher. Nur scheinlar sei sie der Kunst abgewandt. gerade in der Sportbegeisterung liege eine un. erfüllte Seynsucht, die bereit sei, zur Kunst zu stoßen. Allerdings verlange sie eine blutvolle, lebendige Kunst, nicht des Wortes wildes Säuseln, sondern Sturmwind. Daß die Freie Vollsbühne auch Anerkennung in der städtischen Verwaltung geunden hat, ging aus den Worten des Oberbürgermeisters Zimmermann und Magistraterate Dr. Große=Boymann hervor Warme Worte der Anertnnung fand Oberbürgermeister Zimmermann für die Täigkeit der Freien Volksbühne, die allen Unbilden der letzten Jahre standgehalten habe. Besonders müsse hierbei der Name Alfred Zingler ehrend genannt werden. Magistratsvat Dr Große-Boymann gab in eindringlicher und gehaltvoller Rede die Entwicklungslinien der Freien Volksbühne im städtischen Rulturleben. Auch er anerkannte, daß die Freie Volksbühne nicht aus dem kulturellen Leden Gelienkirchene wegindenken sei und man sie nicht gerne missen mochte Was in den Aniprachen anklang: Das Streben des Werktätigen nach Licht, das fand treifenden Ausdruck in der Kantate Soitsten— G SS—— Er—. # 0-h— ihre westdeutsche Uraufführung erledte. Ist die Kantate selbst in künstlerischer Blickichtung ungleichmäßig— so fällt z. B „Auf der Genien“ deutlich ab—, ist sie als Ganzes nicht von eindeutiger Linienführung, so brachte sie der Volkschor unter Essers Leitung doch zu einer guten und selbst treiflichen Wiedergabe. Auch das Philharmonische Orchester, dessen Fortchritte man bereits in der einleitenden Overtüre deutlich erkannte, fügte sich sehr gut ein. Die Klang= und Melodienbildung im Chor wie im Orchester waren von tiefer Eindruckskraft, sie ließen die Kantate zum Erlebnis werden. Prachtvoll das wechelvoll trotzige und eraurige„Miserere“ zündender Akkord aus dem Herzen Schwergeprüfter. Ist dieses Miserere vielleicht das stärkste Stück der Komposition, der Volkschor gab ihm lebendiges Leben und wenn nachhallend die Instrumente das Seufzen der Qual und Rot gaben, dann gab es Aufflammen selbst in der kältesten unbeteiligsten Seele. Ja, mußte es denn so weit kommen, daß Geschlecht auf Geschlecht zu gleicher Drangsal. gleicher Not emporwuchs, dan Volksgenossen verelendeten, daß mit dem Arbeiter auch der Burger in Nacht und Elend sank?... Wieder trotziger Aufschrei:„Es lebt noch eine Flamme. eo grünt noch eine Saat, versage nicht“, später is tiefinnige und tiefsinnige„Nicht alle sind toi. die begraben sind" und befreiender Ausklang im Erleben des Unermeßlichen. Tiefst Sinndeutung: Freiheit ist in erster und letzter Linie geistige Befreiung. Soll hervergehoben werden, so möchten wir loben den schönen Klana. die reine Linienführung der ersten Geigen. die Stimmkultur namentlich der Frauenstimmen. Als Solist erward sich Christian Streib(Tenor) Verdienste, wenngleich dei Vollklang in der oberen Lage zu wünschen übrig ließ. Erwähnen wir noch den gut und akzentuiert gesprochenen Prolog Kläre Klietsch'sso ist ein kurzer Abriß des Festes gegeben, das von der Kunst der Werktätigen sprach. 52 Geschäftliches Das dürfte heute nict mehr passieren, daß jemand wegen zu glatt gebohnertem Boden zu Fall kommt. Jeder müßte größten Wert darauf legen, daß Treppen und Fußböden nur noch mit„Perwachs“ gebohnert werden, denn„Perwachs“ macht tatsächlich nicht glatt. Ausrutschen is normalerweise ausgeschlossen. Dabei aibt „Perwachs“, herrlichen Hochglanz, erfrischenden Tannenduft, hinterläßt keine Fußpuren, ist wasserfest, äußerst ergiedig und sparsam. Die eigene Sicherheit und der eigene Vorteil verlangt deshald, daß zum Bohnern nur noch„Perwachs" verwanot wird. Auch zum Polieren aller Türen. Möbel. Leder, Stein= und Marmorplatten, farbigen und Lack=Schuhe in„Perwachs“ hervorragend. Eo muß aler immer darauf geachtet werden, daß„Perwachs“ nur hauchdünn aufgetragen und nach dem Auftragen sofort voliert wird. (Auftragen mit rauhem Tuch, polieren mit weichem Tuch oder weicher Bürste). Auf Wunsch erhalten Sie von den Thompson=Werken G. m. b. H., Düsseldorf. gerne kostenlos eine Probedose. Nummer 279 Montag, den 12. Oktober Jahrgang 1931 Um den 2FB=Pokal Brandenburg schlägt mitteldentschland 1:3 Der V3B, der auf dem Bundestag in Bonn den Antrag gestellt hatte, die Pokalspiele abzuschaffen, ist von seiner Mannschaft beschamt worden. Die ziemlich bunt zusammengewürfelte Elf schlug sich vor 15000 Zuschauern bei schönem Herbstwetter auf dem Berliner Preußenplatz ausgezeichnet und siegte etwas knapp aber verdient über Mitteldeutschland mit 4:3. Die Sachsen waren in der ersten Spielhälfte die weitaus bessere Mannschaft und ührten nach ihren Leistungen verdient bis zur Pause schon 3:2. norddentschland— Baltenverband 1:3 Das zweite Vorrundenspiel um den DFB=Pokal führte in Braunschweig vor 10 000 Zuschauern die Auswahlmannschaften von Norddeutschland und des Baltenverbandes zusammen. Nach hervorragendem Widerstand unterlagen die sehr eifrigen Ostpreußen nur sehr knapp mit 3:4. die Norddeutschen konnten ihren mageren Sieg nur dank ihrer größeren technischen Schulung und der Spielerfahrung erringen. Sensationen im Jubbau Finnland schlägt Dänemark 3:2 Zum fälligen Länderspiel und im Wettbewerb um die skandinavische Meisterschaft traten sich am Sonntag in Kopenhagen vor mehr als 20000 Zuschauern die Nationalmannschaften von Dänemark und Finnland gegenüber. Die Finnen überraschten durch einen unerwarteten Sieg mit 3:2(2:1). Die Torschützen der siegreichen Mannschaft waren Aström, Kanerva und Grönlund, während für die Dänen Kai Uldall beide Treffer erzielte. Belgien schlägt Polen 2: 1 Der im Heysel=Stadion zu Brüssel ausgetragene Fußballländerkampf zwischen Belgien und Polen endete mit dem knappen Siege der Belgier mit 2:1, die schon zur Pause mit 1:0 in Führung gelegen tten. 1. FC Nürnberg beßegt den 5SB mit 3:1 Zu dem Freundschaftstressen der Spitzenvereine von Nord- und Süddeutschland am Sonntag in Hamburg hatten sich etwa 15 000 Zuschauer eingesunden. Nach interessantem und abwechilungsreichen Kampf bleiben die Nürnberger mit 3:1 (1:0) recht glückliche Sieger. Ausschlaggebend für den Erfolg der Süddeutschen war die geschlossenere Leistung der Stürmerreihe. Bayern=München geschlagen Einer der wichtigsten Kämpfe bei den süddeutschen Punktespielen war am Sonntag in München der große Lokalkampf zwischen 1860 und Bayern München, zu dem über 20000 Zuschauer erschienen waren Die Münchener Löwen bereiteten den Bayern mit 2:0(1:0) eine verdiente Niederlage. Fußball im Reich Berlin 1. F. C. Neukölln—. Adlershoser BC 4:3 Spandauer SV— Tennis Borussia 3•2 Polizei SV— Preußen 4•2 Norden Nordwest— Blau=Weiß 6•2 Südstern— BfB Pankow 4:1 Berliner SV 92— Wacker 04 3:0 Süddentschland Spielo. Fürth— Würzbucger Kickers 6 04 Würzburg— 1. FC. Bayreuth 0 ASV Nürnberg— VfR Fürth 4 Bayern München— 1860 Munchen## DsV München— SSB Ulm Jahn Regensburg— Wacker München 3 Vfs Ingelstadt— Fm Straubing 2 Union Niederrad— Offenbacher Kickers Germania Bieder— Spog. Griesheim 3 VfL Neu Isenburg— Eintracht Frankf. 1 SB Frankfurt— Germania 94 Frankf. 3 Rot=Weiß Frankf.— FSV Heusenstamm 5 Jußball am Rbein Berg. Mark. Bezirk SSB Elberseld— Germania Elberfeld 1 Küllenhahn— Fortuna 35 Dusseldorf 0 Solingen 95— Du im Dusseldorf 2: Hilden 03— VjL Venrath 0 SSB Overkassel— Sonnvorn 07 4: Schwarz=Weiß Dusseldorf. Langerfeld 3 Gerresheim 06— Grafkath 2 Schwelm— Tura Barmen 2: Vittoria Düsseldorf FE Ohlige 2 Sch. W. Barmnen— XXU Tusseldocf VfR Ohligs—. BV 04 Dusseldorf 3: Lüttringhausen— Eller 04 7: Rheinbeziek: Rhenania Köln— Alemannia Nachen 4: Waldhausen— Koiner Bl. 1 Biersen— Baesheiler 2: Borussia Hlasbach— Dellbrück 1 Viktoria Aheydi— SC M.=Gladbach 3: BfB Aachen— Bonner F. B. 2: Sülz 07— Blau=Weiß=Koln 2 Wickrath— Troisdorf 4: Dürener SpB— Rhendter SB 1: Mülheimer SB— Odenkirchen Tura Bonn— BfR Köln 2: Siegburg— Berg. Gladbach 4 Bingst— Wurselen 3: Neederrheinbezirk Kaldenkirchen— Duisburg 1900 3: Meidericher SB— Union Kreseld 3: Hamvorn 07— Ruhrort 0: Tura 30 Duisburg— Meiderich# 2: Mosto— Bottron 2: Sportft. Kres.— SVg. Oberhausen 2: Duisburer Spielv.— Union Hamborn 9: Duisburg 39— Speloorf 1: Sterkrade— Preuzen Krejeld 1: Der OFB.=Bundestag 1931 in Bonn kelbungsloser Tagungsverlauf Diskussion über den Hausballsplan# Sparmaßnahmen und Erwerbslosenunterkühung Bonn, 12. Oktober. Die Jahreshauptversammlung des Deutschen Fußballbundes nahm in Bonn einen glatten Verlauf. Vertreten wuren auf dem Bundestag 102 Stimmen, im einzelnen Süd mit 31, West mit 30, Mittel mit 14, Nord und Brandenburg mit je 9. Südwest mit 6 und die Balten mit 3 Stimmen. Bei der Begrütung der Anwesenden gedachte der Bundes vorsitzende Linnemann der Toten des Jahres, wie Fuhrmann=Leipzig, GuyenzEssen und Rosenberger=Köln. Der erste Punkt der Tagesordnung, Erstattung des Jahresberichts, wurde glatt erledigt, ebenso reibungslos verlief die Neuwahl, die durch Zuruf erfolgte und keine Veränderung brachte. Das Bundeopräsidium setzt sich wie zuvor zusammen, und zwar: 1. Vorsitzender Felix Linnemann=Berlin, 2. Vorsitzender Schmidt=Hannover, 3. Vorsitzender Dr. Schricker=Karlsruhe, Beisitzer Dr. Wagner=Lanzig, Hofmann=Leipzig und Pros. Dr. GlaserFreiburg. Die Ergänzungswahl zum Spielausschuß, dessen Vorsitzender Professor Glaser ist, wurde erst nach einer Satzungsänderung vorgenommen. Finanz=, Presse= und Schiedsrichterausschuß wurden aus Sparsamkeitsgründen gestrichen, dafür wurde neben Rave=Hamburg und KneheDuisburg in Birlem=Berlin ein dritter Beisitzer in den Spielausschuß gewählt der aber nur an solchen Sitzungen teilnimmt, in denen Schiedsrichterangglegenheiten behandelt werden. Die Besetzung des Bundesgerichts des Jugendausschusses und der Kassenprüser bleibt wie bisher. In den Erweiterten Bundesvorstand entsenden die Landesverbände wiederum die gleichen Vertreter. Bei der Aufstellung des Haushaltsplanes gab es bei den Erwerbsosenkursen die erste größere Debatte. Für die Kurse wurde schließlich ein Betrag von 20000 Mark eingesetzt. Beschlosen wurde die Herabsetzung der Spesensätze für die Verwaltungsbeamten und für die Spieler um 20 Prozent. Hierzu ist jedoch noch eine Aenderung des§ 66 ersorderlich, da die Bundesspesensätze jetzt niedriger sind als die der Landesverbände. Gewünscht wurde auch eine Verminderung der Repräsentativkosten, während sich gegen den Abbau der mit 67 000 Beziehern gutsundierten Jugendzeitung eine große Mehrheit sand. Bald war der Haushaltsplan angenommen. Bei den Anträgen wurde eine Berliner Anfrage wegen der Verluste der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik als nicht zur Tagesordnung gehörig zurückgewiesen. Ein weiterer Antrag des VBB., Radioübertragen von großen Fußballspielen von der Genehmigung der Landesverbände abhängig zu machen, wurde abgelehnt. Dem Bundesausschuß wurde das Recht zugeprochen, Spieler, die in internationalen Kämpfen oder in Bundespokalspielen wegen roher Spielweise vom Felde verwieen werden, automatisch zu sperren. Diese Strafe trifft auch in den Fällen ein, in denen aus irgendeinem Grunde ein Platzverweis nicht erfolgt ist. Der Verkürzung der Sommersperre wurde leider zugestimmt. Mitteldeutschland begründete seinen Antrag mit den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen, der schließ'ich gegen die Stimmen von West angenammen wird. Die Spielpause wird jetzt auf vier Wochen beschränkt, doch bleibt es den einzelnen Landesverbänden überlassen, von sich aus eine längere Sperre festzusetzen Die Meisterschaftespiele des DFB. werden künftighin nur noch auf neutralen Plätzen aber nicht mehr wie bisher, im Gebiete eines nichtbeteiligten Landesverbandes ausgetragen. Dann beantragte Süddeutschland trotz der vorgesehenen Sparmaßnahmen eine stärkere Berücksichtigung der sogenannten Erwerbslosenkurse. die sich vor allem in Süddeutschland gut eingeführt haben und auch in anderen Lanesverbänden reiche Früchte tragen werden. Dieser Vorschlag sand allgemeinen Anklang und nachdem sich Vertreter fast aller Verbände stark dafür eingesetzt hatten, beschloß die Versammlung schließlich mit 62:40 Stimmen die Einsetzung eines Betrages von 20 000 Mark für diesen Zweck. Ein Antrag, 25000 Mart zur Versügung zu stellen war vorher mit etwa dem gleichen Stimmenverhältnis abgelehnt worden. Als Ausgleich für diese nicht vorgesehene Mehrausgabe wird dann eine Kürzung der Diäten für die Bundesausschuß=Mitglieder und die Spieler bei D/B.=Spielen vorgeschlagen. Zunächst gab es hier eine längere Debatte, ob es sich um eine Satzungsänderung handele ober nicht. Nach der Klarstellung werden zwei von Klose formulierte Anträge eis timmig angenommen, die sowohl für Auschußmitglieder als auch für die Spieler eine Diätenkürzung von 20 Prozent vorlehen. Ein weiterer Antrag, den§ 66 der Bundessatzungen zu ändern und auch bei den Landesverbänden und Vereinen die Spesensätze um 20 Prozent zu kürzen, kam nicht zur Verhandlung. weil ihm gegen die Stimmen von Westdeutschland, Berlin, Südostdeutschland und Baltenverband die Dringlichkeit versagt wurde. Zum Schluß bedauerte der Kölner Schiedsrichter Dr. Bauwens, daß über die rein spielerischen Fragen zu wenig gesprochen wurde. Man müsse sich darüber klar sein, daß der deutsche Fußballsport zurückgegangen sei. Das System bedarf einer gründlichen Umänderung. Vorbedingung sei die Schaffung einer kleineren Spitzenklasse, die wenig Meisterschaftsspiele, dafür aber um so mehr internationalen Spielverlauf pflegen soll. Er wendet sich auch gegen das Kurssystem des Reichstrainers Nerz und bemängelte die zu wenig sorgfältige Auswahl der Spieler bei internationalen Kämpfen. Der Vorsitzende Linnemann empfiehlt, diese Fragen und weitere Anregungen an den Spielausschuß weiterzuleiten. Arbeilersoort Buer 25— Eintracht Recklinghausen 2:2 Das Spiel war sehr flott. Bei Buer sehlen die Torwürfe. Buer 25 war überlegen und stand immer vor des Gegners Tor. Bei Durchbrüchen von Eintracht= Recklinghausen wurden die 2 Tore geworsen. Buer 25 Schüler— Bottrop=Boy 313. Turf und Toto Düssern— Osterseld 06 2:1 Homberg— Duisburg 08 1:5 Rasensport Oderhausen— Cleve 3:0 herlha 556 flegl in Münster Preußen unterliegt 1:2 Wie ein an sich spielkulturell unterlegener Gegner in seiner Leistung wachsen kann, wenn er gegen eine führende Klassemannschaft im Kampfe steht, das mußte am Sonntag Hertha BSC erfahren. Der Deutiche Meister gastierte in Münster, der zweiten Etappe auf seiner kleinen Exkursion nach dem Westen. Gegner war der dortige Sonderklassenverein SC Preußen. In diesem Kampfe überbot er sich selbst; allerdings eröffnete sich ihm diese Möglichkeit nicht zuletzt durch die Tatsache, daß Hertha, durch das Spiel des Vortages in Schalke noch ziemlich mitgenommen, nicht in bester Besetzung spielen konnte. Ueberdies kämpfte man in völlig veränderter Staffelung: Gehlhaar; Domscheidt, Wilhelm. Völker, Müller, Lieskow: Sobeck, Stahr, Kirsen und Greschus. Vor 7000 Interessenten entwickelte sich ein in der ersten Hälfte torloses Spiel. Zwar hatte man auf beiden Seiten Erfolgsmöglichkeiten, doch die Schlußleute standen über den Situationen. Im zweiten Akt führte Hertha alle Energien in den Kampf. Sobeck schoß bei einem Gedrange vor dem gegnerischen Tote den 1. Treffer und in der 20. Minute erhöhte der rechte Läufer Völker bei einem Durchbruch auf 2:0. Die gute Leistung des Gegners, der sich sehr tapfer wehrte, sand dann auch zehn Minuten vor dem Ende durch das Ehrentor, das der Halbreckte Paust schoß, ihren zahlenmäßigen Niederschlag. Westfalenbezirk Gruppe Ost: Bieleild 06=07— Westfalia Ahlen Union Herford— Sus Ahlen SC 08 Unna— Arminia Bielefeld Gruppe West: Borussia Rheine— VfL Osnabrück FC 09 Gronau— Westjalia Scherlebe SVg. Herten— S“ 06 Münster Union Recklingh.— Sus Recklingh. Gruppe Ost Hammer SpVa 7 5 0 2 14:8 10 BfI 08 Paderborn S 5 0 3 18:12 10 BfB Bielefeld 7 4 1 2 14:10 9 Westfalia Ahlen S 4 0 2 17:10 8 SpEl 08 Unna 6 4 0 2 11:10 8 SpVg Bielef. 06=07 7 4 0 3 14:11 8 Teutonia Lippstadt 7 2 2 3 12:16 6 Arminia Bielefeld 6 2 1 S 10:14 5 SuS Ahlen 5 1 1 3 10:12 3 Union Herford 6 1 1 4 12:19 3 SpVag Gütersloh 7 1 0 6 8:18 2 Gruppe West Jotal Husperkauf wegen vollständiger Geschäftsaufgabe. Die Preise für Damen-, Herrenund Kinderkonfektion, sowie für Baumwollwaren, Kleiderstoffe Wäsche, Gardinen, Bettwaren, Strumpfwaren usn., sind bis zu 0 herabgesetzt. M. Fromm Kaiserstrasse Herten Kaiserstrasse Kampf um den Winterhafer die letzten Ereignisse im Tur Der gestrige Turssonntag brachte eine Fülle von Ereignissen. Allein auf vier deutschen Bahnen wurden die letzten Entscheidungen ausgetragen, bei denen es nicht ohne besondere Ueberraschungen abging. Im Mittelpunkt der Ereignisse stand das Ratibor=Rennen, das auf der Hoppegartener Bahn zum Austrag kam. Das Rennen lag zwischen Aventin und Mio d'Arezzo. von denen man Aventin rein gefühlsmäßig einen kleinen Vorzug gab. Mio d'Arezzo konnte jedoch wiederum ihre gute Klasse beweisen, während Aventin noch durch Weinbergs Janus um das zweite Geld gebracht wurde. Von den übrigen Begegnungen interessieren besonders das Berggeist=Rennen, das mit einem Ueberraschungssieg von Feierzauber (153:10) endete und das Hortari=Rennen, in dem Heuchler ganz überlegen gewann und über 10faches Geld einbrachte. In Dortmund brachte man besonderes Interesse dem August=Klömme=Erinnerungsrennen entgegen, zu dem Null Ouvert als heißer Favorit startete. Es gab für diesen Mydlinghoven=Hengst kein Verlieren. Besonders gut lief auch Papageno, der Audi auf den dritten Platz verwies. Die übrigen Rennen hatten, abgesehen von dem Nixen=Rennen(wo Jason neunjaches Geld zahlte) und dem Elsen=Jagdrennen. in dem Janette überraschte, ganz normalen Verlauf. Dortmund: 1. R.: Grünrock(Neumann), Leutvogt, Turmgras. Sieg 31:10, Platz 14, 17, 25:10. 2. R.: Jason(Buge), Damast, Schatz= finder. Sieg: 90:10, Platz 19, 12, 22:10. 3. R.: Radeasteiner(Uhl) Ordinaria, Maharadschah. Sieg 28:10, Platz 13, 18. 13:10. 4. R.: Ferrari(Neumann), Alpina, Halde. Sieg 43:10, Platz 16, 23. 16:10. 5. R.: Null Ouvert(Rastenberger), Papageno, Audi. Sieg 18:10, Platz 12, 21. 14:10. 6 R.: Janette(Naumann), Comtesse Isola, Lauscher. Sieg 52:10, Platz 22, 16, 20.10. 7. R.: Sifaro(Klotz), Eichenkrone, Smaragd. Sieg 83:10, Platz 19, 22, 16:10. Hoppegarten 1. R.: Feuerzauber(Printen). Cobra, Himmelfahrt. Sieg 153:10, Platz 39, 46, 35:10. 2. R.: Kavallerist(Haynes), Lateran, Groll. Sieg 26:10. drei Pferde liefen. 3. R.: Geranium(Grabsch). Teddy, Carus. Sieg 25:10, Platz 12, 12, 16:10. 4. R.: Makrele(O. Schmidt), Georgia, Willkomm. Sieg 44:10, Platz 14, 15, 13:10. 5. R.: Mio d'Arezzo(Printen), Janus, Aventin. Sieg 28:10. Platz 13, 16. 12:10. 6. Seelsorge(Sajdick), Orenburg, Jlos. Jlos. Sieg 31:10,. Platz 13. 14, 15:10. 7. Heuchler(Visek). Venusta, Helmut. Loe. Sieg 107:10, Platz 25, 17, 30, 35:10. Haken u. Schwinger Ueberlegener Sieg B. C. Diener— Wattenscheid 14:4 Am Samstagabend fand im Saale des deutschen Hauses ein Boxmatch der Boxabteilung„Diener“ von Schalke 96 gegen die junge Boxmannschaft von Wattensch. 3 31 statt. Die Wattenscheider, die unstreitig ehr gute Kräfte in ihren Reihen aufweisen können, hatten gegen die routinierten Diener=Leute nicht viel zu bestellen. Sie wurden mit 14:4 Punkten überfahren. Jugendjedergewicht: Hühne(96) gegen Rozomawiki(96) Punktsieg des Letzteren. Jugendfedergewicht: Tereck(W.— Biernath(96) ko. für 96. Bantam: Brecklinghaus(Wattenscheid gegen Liedmann(96) (fur Wattenscheid), Jugendfedergewicht: Küpper(96) gegen Bergmann(Wattenscheid) Punktsieg für 96. Dignate(96) gegen Estner(W.) für 96. Mittelgewicht: Stachowiack(W.)— Boja(96) ko. für Wattenscheid. Im Halbschwergewicht schafften es aber wieder die heimischen Boxer. Surmann(96) trat gegen Schmettkort(Wattenscheid) an und war diesem haushoch überlegen. Schon in der ersten Runde hatte er seinen Gegner durch ko. zu Boden gestreckt. Besonderes Interesse fand der Kampf im Leichtgewicht zwischen Reichel(Wattenscheid) und Nazanowski 1. Beide Gegner waren sich vollständig ebenbürtig und lieferten sich einen flotten und fairen Kampf. Das unentschiedene Erjebnis entsprach durchaus dem Verlauf dieses Treisens, das für den Wattenscheider von besonderer Bedeutung war, da er zum 25. Male im Ring war wofür ihm von der Vereinsleitung ein Geschenk überreicht wurde. Zum Abschluß gab es dann das Treifen im Weltergewicht, wo die „Kanone“ vom Vorklub„Diener". Biernath. im Ring erschien, der gegen Grethoff(Mattenscheid) anzutreten hatte. Biernath setzte seinem Gegner in den ersten Runden derart stark zu, daß dieser, um sich vor dem Niederschlaa zu schützen, rechtzeitig aufgad. Sämtliche Kämpfe wurden unter der Leitung des Ringrichters Ihlen fair durchgeführt. Der Vorsitzende von Scalfe 96, Dr. Vollmer, nahm während der Pause Gelegenheit, den Mitgliedern seiner Vorabteilung m ihren Erfolgen die Glückmünsche des Hauntvereins zu übermitteln und gab der Haffnung Ausdruck, daß sie such bei einem entl. stattfindenden Kampf e#nen die Vorabteilung von Schalle 04 ebenso ehrenvoll abschneiden würden. ***— 9#ss . S—5— 5 #n Sois L85SE AgScßs S8Pan S 2 FSS EFFI Roman von Marlise Sonnebort.(Erike Forst) Copyright by Martin Feuchtwanger. Halle(Saale) 1931 r Goriehung Man galte in den D.pendenzen sogleim degonnen. Ueberstunden zu machen um auf alle Fälle Tie Auftrage vom Ausland dr. friedigen z., konnen Die durch die angericht.t. Zerstörung beschäftigungslosen ArNitslräfte hatte man dade' derünsichigt, um Rot und Kummer in den Familien nach Moglichtei zu ersparen. Die Bauarbeiten an der Fadrik erforderten ihre AnteilNahme Neue Chemiker mußlen gewonnen werden Rastlos lief die Arbeit weiter. Wie ihr, Arbeiter an die Machine— und deren F ino geiessel bestimmt se war aucd sie, die Besitzerin die Leitern gebunden dsstimmt eingespannt in eine Rotwendigkeit, aus der es lein Entslieden gab Doppett. weil der alte Wolt langsam zu versagen dgann: vergeßlich, unentschen wurde gleschgultig uninteresstert. „Machen Sie alles wie Sie#en, lie Freundin— mir ist es recht!" er Frau Bardaras Bitten um sein Ur eil ab und es wurde norwendig daß se in die Abteilungen die ganz und gar in lei er Hand lag u. Einsicht nahm Der Tod des Sohnes hatte dem alten Heren #us per; gebrochen Seine vor kursem noch o elastische Gestalt ank in sich zusammen. le#üe(p danken vermechten nicht me r### onst zu beharten, durchzudringen: er wur zerstreut vergeßlich, ungeduldig. Frau Bardas iprach mit Hermann Es wird no Hermann daß Sie den Vater erseyen vertreten" Aber der wehrte ab Dazu jedlen mir denn doch noch Ersad ung und Einsicht Vater wird sich erholn“ Hart gegen sich seldst unerdittlich ihr Denken und Fudlen zwingend und ddertchend ging Frau Bardata iren Wn * Sechs Wochen jast walen vergang n seit der jurchtdaren Racht— und immer. Im ner noch rung Hel! Vollwank mit dem Tode. der dennoch— dennoch Sieger bleiden mußte Was ärztliches Wissen und Können vermochte, das geschah— nicht zu heilen— unmeglichl Aber zu lindern. Nota wich nicht von seinem Bei! Frau Vollwank e###er dalte, nachdem dell sein Testam nn in Noras Adwesenheit anigesetzt, den Vorschlug gemacht daß er sich mit seiner Brauz aus dem— Kranlen lager, datte sie gesprochen— ach sie wußle nur zu gut. es hien Totendett—. auf dem Krankenlager elle sollte ttauen lassen Hell latte glücklich gelächelt bei dem Gedanken— und aus Noras übergroß gewordenen Augen hatte ine delle Lankdarkeit der Mutier ihres Geliebten entgegengeleuchtet. Es war in stille. kurze Zeremonie geworden, denn die Kräfte des Verungluckten duriten nicht u. sehr in Anspruch genommen werden „Nun trägst du doo unseren Ramen, Nora“, datte Frau Vordara in ernster Beriedigung gesagt Frau von Feldheim, nur von weil#m das Geschin ihrer jüngeren Tochter versolgend. datte ihr geschrieden:„Ist es denn ganz unmöglich, daß er Dir erhalten bleidi?“ Und Noras Antwort war gewesen: „Weck. Du. liede Mutter. in mir keine Hofnung, die ich mit aller Gewalt zu unter. drücken suche! Wenn ich hoffte— und würde dann enttäuscht— wie sollte ich das ertragen?" Es gad Stunden, in denen Hell wenig lit Dann lag er mit einem stillen zufriedenen Lächeln um die blassen Lippen in den Kissen— oder im Wasserbad— und konnte scherzen und jroh sein. Aber je länger kein Leiden währte, desto därter wurin— auch seelisch— seine Anjechtungen traure, traure um mein Leden!" rang es sich eines Abends von seinen Lippen, als nach einem schweren und ichmerzensbolten Tag endlich eine Erleichletung einirat und Mutter und Gattin an seinem Bethaßen„Oh. hatte— hatte ich meine Zeit g.nußt und den Menschen gegeben, w.s ich geden konnte: meine Kunst! Ach. wenn auch nur mein Eeld!“ Wer. Hell— wer konnte dies ahnen! Du warst so jung— dein Leben schien ern zu beginnen!“ seufzte Frau Vollwank. „Ich habe mein H k;— ach meinen Trotz an dieses Mädch.u gehängt. Ich habe mich zum Rarten gemacht wegen ihr. Man sollte wissen, früh wissen, daß niemand dem Leben etwas abtrogen kann. Es gidi eden doch nur eins das keine Reue hin erläßt— so nüchtern es klingt—. nur eins. Pflicherfüllung! Du. Mutter, du lennst sie— und Nora, diese kleine. junge Nora sie wußte es! Nur ich ich habe nie daran gegrandt— und nun— zu spät— zu gäi!“ Niemand wußt. so zari zu tristen wie Er# pappe: Er kam oft— so oft er konnte Zuweilen ich ckte ihn Frau Vollwank. Sie ging selbst in den Saal. in dem er arbeit#te„Happel mein Sohn leidet lo schner Seine junge Frau telephoniert mir vom Krank nhause aus Geden Sie zu ihm! Es voll nicht ihr Schaden sein" Man wird immer ern klug. wenn es zu spät in!“ rang es sich einmal von Hells Lippen als Happel an seinen Lager weilte Die er lächelte wissend Herr Vollwank solunge einer noch alm.! Jann. er wirken! And Sie haben gewirkt, von Ihrem Schmerzensbett aus, mehr vielleicht, als sonst ein ganzes langes Leden" Aber ich— ich— ich din doch auch ein Mensch!“ stöhnte Hell.„Mein Leben sollte gerade ern d.ginnen— meine Kunst! Happel. meine Ceise! Warum, warum hade ich lle ver perrt!? Ich— ja. Happel— ich hätte doch so gern— so gern noch gelebt!“ Ach ja Herr Vollwank das kann man versteden!“ urs lag so viel Anteilnahme in den wenigen Worten Sie machten Hell unwillkürlich rudiger u ihrer ichlichten Seltstverstan dlichteit Und die Ardeiter?“ fragte Hell ein anderes Mal.„Was sagen Sie jetzt über u10 „Sie Mten an einem großen und guten Werk deteiligt, als Sie das Unglück traf. Sie hatten geholsen. Menschen zu retten. Das vergigt Ihnen niemand! Das hat gemacht, daß alle für Sie und mit Ihnen empfinden.“ Happel log nicht Man sprach von Hell unter den Arbeitern mit einer warmen und anerkennenden Sympathie Er hatte seine Jugend noch nicht überwunden!“ sagte einmal ein alter Werktätiger.„Der ware noch geworden!" Dieses Urteil uder ihn hatte sich verallgemeiner:— jeder sprach es nach „Wir sollten einmal erwas für ihn tun, Genossen!" dai Happel unter den Werksleuten„er leidet, leidet unter der Verein amung, meint, daß keiner mehr an ihn dächte.“ Und sie berieten und sanden einen Schlimmer und schlimmer wurde Hells Leiden und schwächer und schwächer seine Ledenskraft. Es gad mitunter Stunden, in denen er dalag wig bereits gestorden — und mehr und mehr erwachte er nur noch zu furchtdarem Schmerz Nora, die um jede Stunde seines Ledens bisher gefleht wie um ein Geschenk— Nora selbst detete im stillen: Richt zu lange mehr— nicht mehr zu lange!“ Manchmal ergriff er ihre Hand und dielt sie jest wie eine letzte Hoffnung Dir kann es niemals schlecht geben im Leden— du dist zu gut zu mir gewesen.“ „Vergiß nicht“, sagle er ein underes Mal, zwischen schmerzvollem Stohnen.„Ich genne dir jedes Glück— jedes! Du wirst mich doch nie vergessen; aber sei glücklich — auch ohne mich! „Hell! Hel!!“ dat sie adwehrend. „Ich wünsche— ich will es!" flüsterte er mait und sah sie zärtlich an.„Gott segne dich, du meine schwesterliche, kleine Frau!“ Hell geizte immer noch mit den Stunden. klammerte sich aus Dasein, als ob es für ihn noch ein letztes Erleben, eine letzte erleuchtende, verklärende Stunde geben müsse Und eines Tages— es war ein schwerer Tag und Hell rang ojjensichtlich mit dem Tode— öffnete der Arzt weit die Tür. winkte Frau Bardara und Nora, die an der Seite des wie bewußtlos schlummernden Hell warteten, mit geheimnisvoller Miene zu und ließ die Besucher eintreten, eine Schar jüngerer Männer, acht zehn oder zwanzig an der Zahl. von einem reiferen Herrn mut einem sein durchgeistigten Künstlergesicht gefuhrt. Lautlos fast verteilten sie sich in kleinen Gruppen untereinander. Und dann gedämpft zuerst, um den Kranken necht zu erschrecken— aber, als er die Augen geöffnet hatte und. erblickend und verstehend, mit glücklichem Lächeln sich dem Lauschen hingad. anschwellend und stärker, sang der Arbeiterchor der Vollwankschen Fabrik dem Sterbenden ein trönendes, ein erhebendes Lied Der Chor war gut. Und der Dirigent, jung noch, doch voll Talent und Kraft, hatte die ungeschulten Stimmen wundervoll zur Geltung zu bringen vermocht. Sie hatten sich lange bedacht, was sie singen sollten. Aber dann hatten sie alle es so richtig gesunden, wie Happel es vorgeschlagen. „Warum immer verhehlen? Den Tatsachen ins Auge sehen— das ist nicht nur wahrhaftig das ist auch hilfreich— und der ist nicht seige!“ Was sie sangen, war ein Sterbelied: „Mit Fried“ und Freud' fahr' ich dahin Ein Sterbelied? (Fortsetzung folg:) Der Pessimist „Ra. so ein Unglück kann auch nur mir passieren— jetzt hole ich mir doch sicher einen Heuschnupfen!“ STES“"— 0 5 9 Se#ga: SSSTEET GSar „ exAeEn 3 Montag. den 12. Oktober DIE PLAUDERNTUNDE BEILAGE ZUM GENERALANZEIGER FÜR DAS EMSCHER-LIPPELAN D. Nr. 279 ### i S c h w e s t e r n w e r d e n g l ü c k l i c h Roman von Helma He“lermann; Copyright by Martin Feuchtwenger Halle[Saale) Ferlsetzung Neilychen hat übrigens einen prophetischen Geist" bemerkte Barbara zu ihrem Chef„Meine mir so liebgewordene Stellung als Ihre Privatiekretärin werde ich wohl bald aufgeben müssen. Herr Doktor, so bitter leid es mir tut. Aber Exzellenz möchte die Schwester seiner zukünftigen Frau nicht als Angestellte in seinen Werken wissen. Das kann man begreisen— nicht wahr?" Zu der alten Dame gewandt. deren helle Vogelaugen fragend von ihr zum Sohn wanderten.„Exzellenz. Plessing hat sich dieser Tage mit meiner Schwester verlobt“, fügte sie erklarend hinzu. „Ach!“. Die kleine Geheimrätin war ganz Interesse.„Da macht Ihre Schwester ja eine glänzende Partie, liebes Fräulein Poh!! Mein Sohn hat mir schon viel von Exzellenz erzählt, er ist ja eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der deutschen Industrie." Das ist er“, bestätigte Barbara freundlich. den Kopf neigend. Sie mag ihn nicht, dachte die alie Dume, sie forschend betrachtend. Sie hat sich gut in der Gewalt. dachte ihr Sohn, dasselbe tuend Aber daß diese olle Heiraterei Sie mir rauben könnte, fiel mir noch gar nicht ein". sagte er laut und hatte auf einmal ein ganz verstörtes Gesicht.„Exzellenz kriegt wieder ine Frau— und ich wieder ne Gans Schöne Schweinerei!“ „Ja“, sagte Nelly, heftig nickend, Schweinerei!" Das Wort schien ihr sehr zu gefallen.„Und jetzt müssen wir gehen! Nicht wahr, Tante Bärde!? Und du mußt auch gehen", zum Doktor, deine Mami hat auch großen Hunger und will! Mittag essen!" „Du Balg", knurrte der Doktor. Es klang wie ein Kosename. Das ist ein zarter Wink". lachte die kleine Geheimrätin herzlich.„aber die Kleine hat ganz recht, wir müssen wirklich weiter.“ Liebenswurdig reichte sie Barbara die Hand.„Besuchen Sie mich doch morgen im Hotel zum Tee“, bat sie.„Ihr Schwesterchen wird Sie schon einmal freigeben! Mein Sohn kommt auch. Am fünf Uhr. ja?“ Barbara zögerte, sagte dann dankend zu. Die alte Dame hatte gar so liebe Augen. Relly gab artig Psotchen, wie der Doktor es nannte, dann trennte man sich mit herzlichem:„Auf Wiedersehen!"—— „Das ist ja’ne schöne Bescherung", sagte Unruh, mit hängendem Kopf neben seiner Mutter hertrabend. Er war noch ganz benommen von dem Gehörten.„Nun schnappt mir diese blöde Verlobung das samose Mädel unter der Nase weg. So eine Hilfe kriege ich ja im Leben nicht wieder— und überhaupt.. Was nur machen...“ „Auch heiraten", erwiderte die kleine alte Dame latonisch, mit erhobener Nase nach dem Rosenduft schnuppernd, der von dem großen blühenden Beet, dem sie sich nahten herüberwehte. Ihr Sohn zuckte ungeduldig mit den Achseln. „Herrgott, daß ihr Frauen immer nur das Heiraten im Kopf habt— ich will doch eine Sekretärin, keine Salonpuppe!“ „Weiß ich. Eben deswegen!" Die alte Dame lächelte vor sich hin und hängte sich bei ihrem Sohn ein. „Du bist zwar achlundvierzig Jahre alt und ein seyr bekannter Gelehrter— aber ein Esel bist du doch, mein Jung.“ * Die Nachricht von der Verlobung Alerander Plessings mit Brigitte Pohl sprach sich trotz der großten Verschwiegenheit der Beteiligten doch bald in der Stadt herum und erregie ungeheures Aufsehen. beionders in jenen Kreisen, die die erste Frau des berühmten Großindustriellen noch gekannt hatten. Mit viel Neugier beäugte man den großen schlanken Mann, der sich nun öffentlich mit Brigitte zeigte, und das schöne Mädchen an seiner Seite, von dem erzählt wurde daß es nur eine unbedeutende kleine Stenotypistin in den Chemischen Werken gewesen sei. Es war schwierig, das zu glauben, wenn man die schlanke, anmutige Gestalt betrachtete, deren feines Köpschen so stol; auf den Schultern ruhte, die ihre zwar unauffällige, aber kostbar gediegene Eleganz mit einer Selbstverständlichkeit trug. die meist nur dem seit Generationen Besitzenden eigen. Plessing merkte nichts von der gaffenden Neugier. Sein ganzes Denken und Trachten galt einzig und allein seiner jungen Liede. Aber Brigitte spürte sie desto mehr. trotzdem sie kein Wort darüber verlor. Wie wohlige Wärme rieselte ihr jeder bewundernde Blick durchs Blut * „Entzückend ist Ihr Schwesterchen", schwärmte die kleine Geheimrätin. bei der Barbara einen schönen, stillen Nachmittag verlebt. und die ihren Sohn dessen Chef und die beiden Schwesteri, zum Tee gebeten hatte.„Kein Wunder dayer, daß Erzellenz sobald wie möglich heiraten möchte!“ Sie betrachtete lächelnd Brigitte, die sich in übermütiger Heiterkeit mit Doktor Unruh neckte. Immer wieder flatterte ihr weiches Lachen wie ein warmer, heller Hauch durch den Salon. Mattblaue Seide umfloß sie in schimmernden Falten, einzig von einer kostbaren Perlenkette geschmückt, die sich in zwei Reihen um den schlanken weißen Hals schlang und auf die Brust fiel, die der Atem sanft auf und nieder bewegte. „Und lockiges Haar hat sie auch. gerade wie Sie— wirklich eine kleine Schönheit“ Der bewundernde Blick der alten Dame, die in schwarzem Crepe de Chine und echten Spitzen wie eine kleine Marquise aus galanter Zeit wirkte mit ihrem weißen, hochfrisierten Haar und ihrer zierlichen Figur wanderte zu Barbara und wurde noch um eine Schattierung herzlicher. „Was werden Sie nachher beginnen liedes Fräulein Pohl?“ erkundigte sie sich teilnehmend.„Einem so fleißigen und begabten Menschenkind wie Ihnen wir es schwerfallen, ohne geregelte Tätigkeit zu sein.“ „Ich habe schon einen Trost gefunden. gnädige Frau" erwiderte Barbara und hatte plötzlich wieder ihre lrohen Mutteraugen, wie es die alte Dame insgeheim nannde.„Die kleine Nelly darf für die Dauer der Abwesenheit ihres Vaters bei mir wohnen! Zu Weihnachten wird meine Schwester heiraten, am ersten Jannar tritt Kammersänger Berger eine dreimonatige Gastspielreise ins Ausland an. So fügt sich alles aufs beste Nellylein ist selig— und ich bin es auch" perr Berger ist wohl ein alter Freund von Ihnen?“ Frau Unruh machte, ohne es zu wissen, ein sehr mißbilligendes Gesicht. Künstlern traute sie nicht, und wenn sie Witwer waren, erst recht nich:! Der wollte gewiß dieses nette Fräulein Pohl heiraten die sie doch für ihren Sohn bestimmt hatte, für diesen dummen Bub. der vor lauter Gelehrsamkeit nächstens seinen Schlips vergaß! Aber ihre Mienen glätteten sich, als Barbara nun kurz von ihrer Bekanntschaft mit Nelly und deren Vaier erzählte. Die Sache war erst im Werden, da konnte man noch fein und unbemerkt dezwischenfahren. Die kleine Geheimrätin lächelte still vor sich hin Oh. sie würde es schon schlau anfangen! „Eigentlich furcht bar nett von mir, Ihnen meine beste Zigarette zu geden Exzellenz“ bemerkte Doktor Unruh trocken, das Etni seinem Gast anbietend. wo Sie mich so schmählich der einzigen Sekretärin berauben, die etwas kann! Es gibt nur einen Ausweg, mich vor völliger Verzweiflung zu retten: Sie müssen Ihre Verlobung wieder lösen! Sonst hänge ich meine „Brauerei“ an den Nagel und verkloppe Schnürsenkel auf der Wedergasse." Die schmunzelnden Blicke der beiden Männer trafen sich über der glimmenden Zigarette Unruhs, an der Plessing, sich ein wenig niederbeugend, Feuer nahm. Er mochte diesen Doktor Uuruh lieber als all die anderen Herren der Werke. Tja, es ist eine traurige Wahrheit, Doktor: Was dem einen sin Uhl. ist dem annern sin Nachtigall“, erwiderte er lachend.„Aber ich kann die Sröße Ihrer Kummers ermessen. Menichen wie meine liebe Schwägerin Barbara findet man nicht jeden Tag.“ Warm und herzlich war der Blick, der das neben der Geheimrätin sitzende Mädchen grüßte.„Es geht aber leider nicht anders" „Wenn ich das nicht wüßte, mordete ich irgendwen". stellte der Doktor grimmig sen und wandte sich in dem allgemeinen heiteren Gelächter wieder an Brigitte. trotzdem es ihn zu Barbara zog. Seit die Mutter jene holbe And utung getan, war eine ganz merkwürdige Scheu gegen seine Sekretärin in ihm erwacht Der Mann, der in seinem Beruf als Autorität galt und überall seine Ansichten klar und zielbewußt durchzusetzen wußte war auf dem Gebiet der Liebe wie ein unbeholfener, äußerst empfindlicher Junge. Jene eine böse Enttäuschung in der Jugendzeit hatte ihn zaghaft gemacht. Gefiel ihm wirklich einmal eine Frau. so fürchtete er ähnliche Bitternis wie damals zu erleben, und sog sich zurück im Augenblick wo eine Erklärung erwartet wurde.(Fortsetzung folgt.) Rums 279 Montag, den 12. Oktober Jahrgang 1931 Geleedosen sortiert Stüchk Waschbecken mit flachem Rana Stück Saucleren masslv und lest..Stüch Platten . Wurst u. Mar garine, Steing., Stüch Neinblerkrüge sortter! Stück Katteekannen konlsch goldr. Stück Nuchenteller mit Poltergoldgritten Stück Schüsseln net mit Ohren Stück Tertinen Porzellan, lest. Stüch Oeckelschüsseln orzelan, sortiert Stück Fleischplatten grob. sortiert Stück Tee-od. Katfeekann. zum Aussuchen Stück CXIEELIEEIE II GmANECUTTEL HEIMAT Wohnhausgruppe Gelsenkirch.-Buer Wir heben noch eine 5-Zim.-Wohnung mit Manserde für 90 M., eine 3-Zim.-Wohnung für 52 M. zu vermieten. Besichtigungszeit von 9 bis 13 Uhr. Verwaltungsstelle: Buer, Bärenkampstraße 56 20-jöhriges Jubiläum Oeher bei Einkeuf von 15 Mk allbernen Bleisilft, bei 25 Mk. Weckuhr gralls. Aeussersie Preise und modernsie Weren Im Schausensler beachlen Taschenuhren von 2.30 MA an TRAURINGEA-Chshens 333 gestempelt von 3.30 Mk. an. Grevur solort groils. 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Der Bürgermeister, Die neuesten Modeschöpfungen in Delzwaren und Schirmen sehen Sieheute in meinens Schalfenstern BUER Hochstrope 50 Schauburg- Buer Donnerstag den 15. Oktober 1931, abends 8 Uhr, II. Theaterabend der Städtischen Vormiete: Sturm im Wasser g.as Lustspiel von Bruno Frank. Vorverkauf täglich ab 3 Uhr nachmittags an der Theaterkasse.— Preise Mark 0.80 bis 2.50. Das heutige Rundsunkprogramm Werkd. E.: Ein Frauentreisen im Zeichen Kunsistopferei GOchrauuchte Herren= und Damenfahrräder Zuer Essener Straße 71 u. 1 Nähmaschine Deselbst werden Damen= u. Kinder hüte bistig zu verkauten sillig und ant umgearbeite Laeie, Busr, Neumarfie Montag, 12. Oktober. 10.15: Hilde Bremus: Gomnastik für Frauen. 16.20: Jugendsunk: Die Jauberslasche. Volksmärchen.— arbeit für die Jugend. 13.00: F. Diettrich: Eigenes. 18.20: Martha Donhoff. M. der Zeit. 18.40: Religionslehrer Herions: Die Eltern als Lebensführer. 19.20: Vom Taue. 19.30: Univ.=Pros. Dr. Hanmann: Mertwurdige Rechtställe der Alltaas. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Volkskonzert des Funkorchesters.— Intermezzo: Lebende Dichter. Heinrich Mann: Erlebte Weisheiten. anschl. Nachtmusik und Tanz. die Se uss Se 11el X 4172 He 0 Bae“ Buer raße 81 Besserer Werr sucht aut mebl Zimmer Ladenlokal zu vermieten Näberet " deveiste 17 Parterte o0e1 1 Buer=Mute (Ttade Mädchen icht unter 18 Jahreri. wechee an schnelles und sauder:s Arbenen geechnelletag; dar lopign estr aste e.* Laei. de a Chevallerestraße 27. ( co e angeschlosfene HHPsehstne Aideie e ga m##: aner Schmiel Herten 94.: zu beri 19n. Pertenersirape 916 Deisum, Friedhofstr. 37. 8 chließung dei städt. Büros Zur Durchführung der Der onen sande auf nahme bieiben die städt. Büros und Kassen mit Ausnahme der Sparkassen. GWC=Werse. Standesämter, Lejesäle, Ofandleihanstalten, der Badeanstalt und des Schlachthofes am Diene= tag den 13. Oktober für das publikum geschlossen. Geisenkirchen den S. Oktober 1931. 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