9 50 Herner Druck und Verlag: E. Th. Kartenberg. Herne Besageerele: Monatlich RM 2.15, halbmonatlich RM 1.93. Einzelpreis 10 Rol— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereixnissen, bervorzeruien durch böhere Oewalt können Ersatzansbrüche nicht berücksichtist werden— Zur Zeit ist Preisliste 4 gültig. in Konkurställen wird der bewilligte Rabatt binfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen. auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen Annahmeschluß: Taxe zuvor 15 Uhr" Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1 Westt Hauptschriftleiter: Willr Pranke(zur Zeit Wehrmacht): in Vertretung: Albert Wemper.— Verantwortlich für Politik allgemeinen Tell und Lokales Albert Wemoer— Berliner Vertretung: Hauptschrittleite: Erich Wagner— Haupt. geschäftsstelle: Herne Von-der-Heydt-Str 9— Postscheckkonto Dortmund 6542. Nummer 289 Donnerstag, den 9. Dezember 1943 72. Jahrgang Vernichtende Anklage gegen Roosevelt Kritik des Abgeordneten Sumner an der Politik des„Weltpräsidenten“ Drahtbericht unseres diplomatischen Mitarbeiters om Berlin, 9. Dezember. Aus der irischnachträglich eine Rede bekannt, die der Vertreter Zeit im Repräsentantenhaus gehalten hat, und Stillschweigen hinweggegangen war. Die Rede der Abgeordnete sagte, daß es in der ganzen zosen, Aegyptern, Indern, Burmesen und den Deutschland und Japan, sondern noch viele Seinen Hauptangriff aber richtete Sumner gegen die persönliche Politik des Präsidenten und seinen Plan, einen die ganze Welt umfassenden Nationenverband zu errichten, an dessen Spitze er als Weltpräsident treten wolle. Wie er das amerikanische Volk Schritt für Schritt in den Krieg gegen Deutschland und Japan getrieben habe, indem er die angeblichen amerikanischen Interessen mit denen Englands, verknüpfte, so gebrauche er auch jetzt wieder den Trick, die amerikanische Politik mit England so eng zu verbinden, daß die 11SA nicht mehr zurück könnten und schließlich in die Händel in aller Welt verwickelt würden. Als Erklärung für diese wahnsinnige Politik bezeichnet der Abgeordnete den persönlichen Ehrgeiz Roosevelts. Die ihn umgebende Clique wisse, daß das Schmeicheln seiner Ambitionen der Schlüssel zum USA=Schatzamt ist und daß sie auf diese * amerikanischen Wochenschrift„Leander" wird des Staates Illinois, J. Eumner, vor einiger über die die andere amerikanische Presse mit war formell gegen England gerichtet, von dem Welt von den Mohamedanern, den Iren, FrauChinesen gehaßt und nicht nur den Krieg gegen Kriege auszukämpfen haben werde. zieht dabei den Schluß, wobei er sich auf den amerikanischen Journalisten Walter Lippmann stützt, daß ein dritter und noch furchtbarerer Weltkrieg zu erwarten sei, und zwar mit einer Erhebung der Kommunisten in allen Länden zugunsten der Sowjetunion und gegen Amerika. Was eine amerikanisch=russische Zusammenarbeit angeht, schreibt der„Curier de Geneve“, daß den Vereinigten Staaten das politische Regime Sowjet=Rußlands noch nie gefallen habe, ob es nun zaristisch oder sowjetisch sei. Die Russen hingegen sähen in Amerika den Eckpfeiler des Kapitalismus. „Welches sollen also die Beziehungen dieser beiden Länder sein!“ fragt wörtlich das Genfer Blatt. Von einem alliierten Sieg ausgehend würde Europa nach der Auffassung Lippmanns ganz von Rußland abhängen. Die Atlantikländer würden vom russischen Einfluß ebenfalls bedroht, aber auch im Pazifik würde die russisch=amerikanische Konkurrenz aktuell. Neue Ritterkreuzträger □ Berlin, 9. Dez. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Flocher, Chef des Generalstabes einer Luftflotte.— Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz an Major Walter Stein, Bataillonskommandeur in einem Grenadier=Regiment: Hauptmann Werner Möller, Bataillonsführer in einem Panzergrenadier=Regiment. Ein neues Manöver gegen Spanien Uruguay und Kuba wurde von den„Alliierten vorgeschickt Telegramm unseres ständigen Mitarbeiters Fertigmachen zum Einsalz Die Besatzung des Tigerpanzers bereitet sich für den angekündigten Einsatz vor. Der Mündungsschoner wird entfernt. PK=Kriegsber. Elle— Weldbild(GD) Weise das Geld erhalten könnte, daß sie brauche. Sie hörten deshalb nicht auf. den Präsidenten zu erzählen, daß es keinen Krieg mehr geben werde, wenn man eine Weltregierung einrichte und an ihre Spitze ihn selbst als Weltpräsident stelle. Das historische Urteil über Roosevelt werde deshalb einst lauten, wie dasjenige über Karl V., von dem gesagt wird, daß ihm sein eigenes Land nicht interessiert habe, weil er von dem Ehrgeiz besessen war, Beherrscher der Welt genanni zu werden. Das hier wiedergegebene Urteil über Roosevelt, seine Politik und seine Zukunftspläne ist zweifellos nicht vereinzelt, sondern wird in weiten Kreisen der Vereinigten Staaten geteilt. Wenn dies nur selten in so offener und drastischer Weise zum Ausdruck kommt, so liegt dies daran, daß die breiten Massen in USA infolge der systematischen Bearbeitung durch die jüdische und kapitalistische Presse heute noch nicht aufnahmebereit für solche Wahrheiten sind. Nur in einem Lande mit sogenannter„Pressefreiheit“ ist es möglich, daß die Regierung eine ganze Reihe verlorener Schlachten, wie die im Pazifik, nicht wochenlang verschweigen, sondern sogar in ebensoviele Siege um fälschen kann. Wenn das USA=Volk eines Tages die Wahrheit erfahren wird, was sich nicht vermeiden läßt, wird das Urteil des Abgeordneten Sumner zur Stimme der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten werden Rußland— Amerika Drahtbericht unseres Mitarbeiters II Genf, 9. Dezember.„Ist eine russisch=amerikanische Zusammenarbeit möglich?“ unter diesem Titel stellt das katholische Blatt, der„Courier de Geneve“, interessante Untersuchungen über die Zusammenarbeit Washingtons und Londons in der Nachkriegszeit an. Der„Courier de Geneve“ I Genf, 9. Dez. Ein Kesseltreiben gegen Spanien und die Türkei ist eine weitere Folge der Konferenzen von Kairo und Teheran. Im Parlament von Montevideo wurde ein Antrag auf Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Franco=Spanien eingebracht und dabei darauf hingewiesen, daß Spanien dem Kreis der„Vereinigten Nationen“ nicht angehöre und sich also außerhalb des Freundeskreises der„Alliierten gestellt habe“. In Washington erwartet man mit Spannung den Besuch des eubanischen Polizeichefs, der die Veröffentlichung von Geheimdokumenten, welche die Franco=Regierung belasten sollen, versprochen habe. Roosevelt und Stalin möchten die Türkei auf Wunsch Stalins dahinbringen, die Dardanellen als Lieferstraße zugunsten der Sowjets im Schwarzen Meer zu öffnen. Montenegriner greifen zur Selbsthilfe. Drahtbericht unseres Mitarbeiters i Agram, 9. Dez. Die furchtbaren Grausamkeiten, die von den Banden in Serbien und Montenegro seit Monaten begangen werden, haben nun zu einer energischen Gegenaktion in Montenegro geführt, die von Tag zu Tag weitere Kreise erfaßt und bereits zu heftigen Zusammenstößen mit den Banden geführt hat. Es zeigt sich wieder, daß die Banden aus allerlei Gesindel, ehemaligen spanischen Rotgardisten, Kommunisten, entlassenen Häftlingen und anderen lichtscheuen Elementen bestehen, die jede Gelegenheit ergreifen, zu plündern uno zu rauben. Die Schwierigkeiten des bergigen Landes machen die Verfolgung der Banden äußerst schwierig. Zum Teil erpressen sie auch die Mithilfe der eingeborenen Bevölkerung, die unter Todesdrohungen gezwungen wird. Lebensmittel und anderen Bedarf zu liefern. Wiederholt ist festgestellt worden, daß englische Offiziere das Kommando der räuberischen Horden führen, die mit Waffen meist englischer und amerikanischer Herkunft ausgestattet sind. Nun erhebt sich ein großer Teil der Bevölkerung gegen die fortwährenden Brandschatzungen. Ein Kommando, das in Danilowgrad seinen Sitz hat, hat sich an die wehrfähigen Männer des Landes mit einem Aufruf gewendet, den Kampf gegen die verbrecherischen volksfremden Elemente aufzunehmen. Aus allen Dörfern strömen die Kämpfer herbei, um im Verein mit der deutschen Wehrmacht den Kampf zu führen. Zahlreiche Scharmützel haben bereits mit den Banden stattgefunden. Schützengräben über der Erde Im nassen und sumpfigen Gelände ist es unzweckmäßig, Lauf= und Verteidigungsgräben anzulegen. Wie immer, weiß sich der deutsche Grenadier auch hier zu helfen. Grasnarben, Rasenplatten in Ziegelform hebt er aus und türmt sie aufeinander und verstärkt die Wälle mit Holz, Steinen und sogar mit Beton. PK=Kriegsberichter Pospischil(Sch) Reichsaußenminister von Ribbentrop besuchte Botschafter Oshima □ Berlin, 9. Dez. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop besuchte heute den kaiserlich=japanischen Botschafter Oshima aus Anlaß eines Empfanges, den der' Botschafter zur Feier des zweiten Jahrestages des Eintsitts Japans in den Krieg veranstaltete. Ostasiens Völker kämpfen bis zum Sieg Ministerpräsident Tojo an die Völker Ost asiens A Tokio, 9. Dez. Den Höhepunkt der mehrtägigen Feiern in Japau anläßlich des 2. Jahrestages des Ausbruchs des großostasiatischen Krieges bildete, wie Domei meldet, eine Rundfunkansprache des Ministerpräsidenten Tojo an die Völker Oftasiens. Zwei Jahre sind seit dem Erlaß des Tennos, durch den die Kriegserklärung erfolgte, vergangen. Am 8. Dezember vor zwei Jahren schwuren die 100 Millionen Japaner unseren Souverän zu schützen. Seit Beginn des Krieges haben die japanischen Streitkräfte unter Seiner Majestät dem Tenno strategisch geschickte und tapfere Kämpfe geliefert und besonders in letzter Zeit eine ununterbrochene Reihe von Siegen errungen. Ich danke bei dieser Gelegenheit allen, die auf dem Schlachtfelde ihr Leben geopfert haben und spreche ihnen unsere Hochachtung aus. Der Aufbau Großostasiens ist nur durch eine erfolgreiche Durchführung des Krieges möglich. Ob eine Milliarde Menschen in diesem Gebiete in Frieden und Sicherheit leben und gemeinsam sich Landekopf südlich Kertsch zerschlagen Wesentliches Nachlassen der Angriffe im großen Dujepr=Bogen dnh Aus dem Führerhauptquartier, 9. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Auf der Krim haben Verbände der 6. rumänischen Kavallerie=Division unter Führung des bereits mit dem Ritterkreuz ausgezeichneten Generalleutnants Teodorini, durch deutsche Artillerie und Sturmgeschütze sowie deutsche, rumänische und kroatische Fliegerkräfte unterstützt, den feindlichen Landekopf südlich Kertsch zerschlagen.„ In dreitägigen schweren Kämpfen wurden die sowjetischen Landungsverbände aufgerieben und rund 2000 Gefangene eingebracht. Leichte deutsche Seestreitkräfte haben zu diesem Erfolg beigetragen. Sie vereitelten unter schwersten Einsatzbedingungen eine regelmäßige Versorgung der sowjetischen Landungstruppen. Alle Versuche der Bolschewisten, den angegriffenen Landekopf in der Nacht zum 7. Dezember zu räumen, wurden verhindert, sieden feindliche Fahrzeuge dabei versenkt. Damit haben unsere in der Kertsch=Straße eingesetzten Seestreitkräfte während der 35tägigen Seeblockade acht Motorkanonenboote, zwei Schnellboote, zwei Schlepper, zwei Leichter sowie 23 Landungsfahrzeuge vernichtet und zahlreiche weitere beschädigt. Feindliche Entlastungsangriffe, die die Sowjets gestern aus dem Brückenkopf nordwestlich Rertsch führten, scheiterten. Im großen Oujepr=Bogen ließ die feindliche Angriffstätig. keit wesentlich nach. Dagegen unternahmen die Gowjete südwestlich Krementschug mit zusammengefaßten Kräften fortgesetzte schwere Angriffe, um ihre Einbruchsstelle zu erweitern. Heftige Kämpfe sind noch im Gange. Ein eigener Gegenangriff gewann trotz zähen feindlichen Widerstandes vorübergehend verloren gegangenes Gelände wieder zurück. Im Raum nordöstlich Schitomir und südlich Korosten macht der eigene Gegenangriff gegen zähen Widerstand der So wiets gute Fortschritte. Zahlreiche Ortschaften wurden im Sturm genommen und feindliche Kräfte zerschlagen. An der übrigen Ostfront fanden lebhaftere örtliche Kämpfe zwischen Pripjet und Beresina, westlich Kritschew und westlich Newel statt. Vom 4. bis 7. Dezember wurden in Luftkämpfen und durch Flakartillerie über der Ostfront 115 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Zehn deutsche Flugzeuge werden vermißt. Im Westabschnitt der süditalienischen Front flaute die Kampftätigkeit gestern wieder ab. Nur an zwei Einbruchsstellen, die in den Kämpfen des Vortages entstanden waren, dauerten die Kämpfe noch an. Am linken Flügel der Front setzte der Feind starke Kräfte zum Angriff gegen unsere Stellungen an den Osthängen des Maiella=Gebirges an. Sie wurden in schweren Kämpfen blutig abgewiesen. Unterseeboote versenkten aus Geleitzügen und bei Einzeljagd im Atlantik und Mittelmeer sieben Schiffe mit 48.000 BRT. des Wohlstandes erfreuen können oder ob sie wieder unter die nordamerikanische und britische Miß herrschaft fallen und die Leiden unterdrückter Völker erdulden müssen, hängt allein von diesem großen Krieg ab. „Meine Landsleute! Ihr habt euren Posten in der Schlacht bezogen. Wir, hundert Millionen Menschen unserer Nation, ernenern unseren Entschluß, daß wir ebenfalls in det kämpfenden Front stehen, daß wir unsere Lebenshaltung in der Kriegszeit eingehend ändern, unsere Kampfkraft und uns selbst für einen verlängerten Krieg stärken. Heute vor zwei Jahren hatte Japan keine an dere Wahl, als entschlossen zu den Waffen zu grei fen, um seine Existenz zu verteidigen, die durch die gefährliche Lage bedroht war, die sich gleichzeitig infolge des wirtschaftlichen und militärischen Drucks der Vereinigten Staaten und Großbritan niens ergab. Zusammen mit unseren Streitkräf ten begann die Gerechtigkeit ihren Vormarsch, um die aggressiven Einflüsse der Vereinigten Staa ten und Großbritanniens mit Blitzesschnelle aus dem ganzen Gebiet Ostasiens herauszujagen und das Volk Großostasiens zu erwecken uno zu begei stern. Unsere Truppen ergossen sich wie eine La wine in die Länge und Breite Großostasiens, und jetzt marschieren die Völker Ostasiens entschlossen auf das gemeinsame Ziel der Errichtung Großostasiens auf den Grundlagen der Gerechtigkeit. Der feste gemeinschaftliche Entschluß von einer Milliarde Menschen Großostasiens wurde durch die Konferenz der großostasiatischen Nationen, die kürzlich stattgefunden hat, bestätigt. Im Vergleich zu der Lage vor dem Kriege haben sich die Aus sichten Großostasiens völlig verändert, und unsere Zukunft erscheint uns voller glänzender Hoff nungen. Auch die mit uns verbündeten Nationen in Europa werden immer stärker in ihrem Entschluß und Willen, zu kämpfen und ihren heldenhaften Kampf fortzusetzen, bis alle Schwierigkeiten über wunden sind. Unsere Zusammenarbeit mit unse ren Verbündeten wird täglich fester und die mit uns verbündeten Nationen in Ost und West teilen gemeinsam den finsteren Absichten Großbritan niens und der Vereinigten Staaten vernichtende Schläge aus, bis erreicht unser Ziel: die Errich tung einer neuen Weltordnung. Zur Lage im feindlichen Lager stellen wir fest, daß die leitenden Männer der Vereinigten Staa ten und Großbritanniens, während sie vorgeben, für Gerechtigkeit und Menschlichkeit, Wohlwollen und Barmherzigkeit zu kämpfen, Handlungen be gehen, die das genaue Gegenteil dessen sind, was sie zu vertreten vorgeben. Solche himmelschreien*—a 1********* De. Goebbels an die Eisenbahner der weusche Diche. u meran inn jeeimt zer Jesgangen in ####ark- zur nuh dirder kämmfer“ = a 1 f. 1.##1##tor ses Pume ur Ab" Ai ie 8 2.df chafe Ter zutschuir, zun guoten Fuytwag im Masseuiu“#. A. P 2r Tr. duer BoA S#im 1991: —* Jutis 1r37. Sraie 2 Jor: 41 p 1 er Sopmstor! Prunß amltneßers# nuet vin 2 err S ernn Fuson zun a ue“st..5amtite-1nn r 5 2f. Szmrs„. mr aue Pmn 103 Iliges inn Tea aucr imn ür 2.n 12— nar ner A., 1111110 S ann 11. S. 1e— 1 wis zemanen.„Die kutschnen unn Nutiafen S#n zes 21es 1#en zus 1110 *# 10 im aim Sue## #in du Sm ragstst 2nn: *** * 9 2 322 * 0 di Juaund. Aam-POr PASJA4 1.8 fr2 uur Wusr-A9ir Sn PJge du. Anfu Wi 18. PneinAr Mrtsfus de. T2111* 2 10 * 4 uy — n a igene n angne in Jhrz zemun nus um iem Bale Emn ue Aniea a mne d#ch: die Sgen ven Sei# prr#u: 2177 9•4. Auau. „ Uun gpaur Ti d Ur 20.. 14n dun 1 9-11. Se Se Tuura fni Patha!. 1 Tau dau Nrr Az V. 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T1a zer###ur * Die F1 19—7•4— 1.n172 Schluß des deutschen Journalistentages " wnd 9umuseusschlessenheit im Bimheutenim Bekenntnis zum deutschen Sieg 4##R. 9•*** ehage. #g. S. 4/2. 2 in A gen dn en -Agnc, g. * 2 99 di. 40.9u1. 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Segeuer Lns zeite ne 1# mhr 1mmm der zer in nen####iar Die der Linne unn Jerse ipel. er iemSatermm— 1n f De 1011.10 uun Jerhie! I n h10 1 zer e1= ninin zer Teuerzang z zem int une Jer# u re käte gaf t. ne nm ne Sne Unan 1gen. En duick nrmen der fer##e zar ia# n u U u n m ü g l i c h s a n i n i m A n l u h# 12= nn utr. cen A.1 ie—uug tur head.uur uu Su1 1. f#lehen ann e#r tan## sch zur i em 1arin n2 u 22.### der. 9 Suen Jes- uu 10. 7. p es un Se ien Tu zegen 1en Sonr#u Tirn kurgeegee #gen mu l#e Reueruugsgeifgen u Mrins I. niesen u 1en uu Tazen#5 Jeruum dee Sn 3= 1.1.10 S 10231— Bennruhigung im Batikan ** 4* 1 4 Ter zm 7 Przender ggeiel ahre dne Coeronat#g der 1%42, 44 hatte ein vorl#i#niges Ergehats von 5 2741(112½ PM. Bei der ale - hanhantes murhen 44 1-= 77,47 P aufgehree. Es in iomit eine Steigerung des Ergebaisses um 11 681 72=/51 RM. gleich 264 v. H., zu verzeichnen Treffen Roosevelts und Churchills mit Inönü in Kairo Berlin, 2. Dezen der. Wie Neuter aus Rairo berichtet, hatten Roglenelt und Churchill auf ihrer Rückreise von Tehean. Zusammenkunft mit dem Pröcdenten der türkischen Reoublik, Jomet Inhnül. Die Begegnung fand in Rarco hatt, unser Anmesenheit des türkischen Außenministers, des heit“4n Aubenministers und des Somjetbotschafters in Anga. In dem Neuter=Kommunique heint es, ban man d'e %e Lage durchgesprochen und gev#t habe im Lichte der gemeinsamen unn der Einzelinteressen der drei Länder. P#egt en. Tezenter 213 In den ar iu den er 2n iem Ss zu#: an 1 1 ten 1r Rahr are 2us ten se###z#zu der u b#1rgr. Es war som Bor#- 7 ar nig. u. #ten uun S# imn Si Beregen.### von krz#r- Anur Rerzel 2: der enz.# gen Besen#n##n Pnru 3urn gun * Unsere Ernährung im Katastrophenfall Zwrigtschelteng und Sicherung der Versor gung nach einem Angriff —* nrut Nin 80.41. fu 4-2.1.—. 1 A n-’chs M..——*— „ en T Tu—.— V7.—% geregenwa Oerara uf B. Tfiur Bevölkernna miihen Dir Sitirhi menten Ber##1 er zult eug. t-,un P Tatsache, amerikanischen Benzsc— M.nf fl.## genossen zu den neuen e#Me#uge gebrochenem Arbeitswillen und Sg und Kampfentschlossenheit gekennze chnGeneralleutnant Warlimont gab in12.#.#1 führungen einen eingehenden Ueberblick## gesamte militärische Lage am Jahresende 1½42 Ausgehend von einer Schilderung der strategischen Absichten, mit denen unsere Feinde in dieses Jahr eintraten und die sie mit einem lange angesammelten Aufgebot an Offensivkräften zu verwirklichen trachteten, entwarf Generalleutnant Warlimont ein überaus wirkungsvolles und überzeugendes Bild von der kämpferischen Leistung des deutschen Soldatentums, das an allen Fronten des euroväischen Krieges dem Ansturm standgehalten und die Vernichtungsabsichten des Feindes zunichte gemacht hat. Bei nüchterner Abwägung der militärischen Gegebenheiten und unter Würdigung des Einflusses des ostasiatischen Kriegsschauplatzes auf die allgemeine strategische Lage befaßte sich Generalleutnant Warlimont mit dem Gesamtbild des Krieges, wie es sich setzt darstellt. und kenneichnete die neuesten propagandistischen Manöver der Feindmächte als eine logische Folge der Tatsache, daß jede weitere operative Maßnahme ihnen Opfer in steigendem Umfange auszwingt. GeneBAe. Dontur Einftoria.A Se Ausoi nam 90 " 1— beiet ur Tesf'g W5vgtnn Prt. AAbreer Mm F Bihunnts. P.. Uer arren Mn! Soh.. Detesname. den schcn Se. i.—h walieg. 44.... —*— dlen Pogpe Ue 7.#y.791. Jun be: De7. -—"—— Aol. Anf 19019774— * 1.—#ecns Pachahmen un Tes17on 38. ü 4Pmn be- pien mule snn 9½: —%afnnur unnTaen Vuny 1. 1 n Wun Hie Jnn uu. TMrol-auntW. uis 1e* MN. ENTP i. 944 V.— 110 5·8. #, aclagpe Der io#snn Jui0 vs R.Se. 4ur— 1... an 1 3/4rgen 2. — 5• . #ge e der k.— 1 " 797— AAD FS Bokkur 144. * 44e.. „Aen 1uen 15# der Tist Re.## Pohen ber 93 Sicherung ves 4 30n ehe Nuufgn triebe nn settaa Urtur Aur für erwa bes#4#121. Der: 1ue 7.1 können. Co in un###n ain4 D.:4la### zun notwendigen Anweisungen an We Unau.A#1: 30 ni 294.: von denen aus dann under######### wa ner gtsn 400 Dar, rungsmittel auf den Weg gebracht So konnten z. B. für Berlin nach einem Aa#.. angriff sofort eine Million Brote von ausmärte#. werden, die vollauf genügten, eine vorübergehende gungslücke zu schließen. Auch Kartofseln und Gemüle gleich in so ausreichender Menge herangeführt, daß losc# wieder Vorratslager gebildet werden konnten. Am schwierigsten ist die Frage der Milchversorgung, was nicht zuletzt mit dem Rücktransport der Milchkannen zum Erzeuger zusammenhängt. Aber auch hier ist nach Möglichkeit Abhilfe geschaffen worden. Dank der umfassenden Planung sei in jedem Falle die laufende Versorgung der nichtausgebombten und nicht unmistelbar betraffenen Bevöllerung sowie der Obdachlosen 4 Zin beignbe#es Rabitel der Ernährungseinrichtungen bil- nie Sanderzuteilungen bestimmter Mangelware, wie Bohnenkaltee, Sützigkeiten, kondensierte Milch usw. W##n aelsgentisch die Sanderzuteilungen nicht gleich nach dem nt verhanden leten, lo ergaben sich die Verzögerungen ie: Bei st#fung aus besonderen Umständen. Bohnenkaffee : D m u l l e e r n g e r t s t e t w e r d e n, d a s i c h g e r ö s t e t e r K a f f e e h anf Tager halten würde. Die Röstung aber erfordere e#eteus eime Frist non acht Tagen. Daneben könne von — Scle#er= uner ais Zuteilung zusätzlicher Lebensmittel, we„ 8. Zie sch neerngt werden. Eine solche Sonderzu—* f a. m e t l i n j e g t e r n m a l i g e r f o l g t. A u c h ü b e r d i e #ag: ung logenannter Dres=Tage-Karten, die den vom Petraffenen deim Aussall der Kochstelle ein n####men Wlien scheen sollen habe der Hauleiter zu ent 4* 1 #####am aer N##es; schloß seine Ausführungen mit der anent der oufzuglichen Zusammenellen, der NEß. der ##ch anb Jur.sss: Syhenatihnen zu danken sei, wenn in e Ke. 919.-. Jor J.ns m so gut wie gar keine # nach l####dl chen Teregrangwisen einträten. „ an Then, bat sie Tenährungswirtschaft ihre 4. Wim Paft. bevanden hade, und meiter bestehen Churchill=Standhild in Washington Deof. 9. P#emder Nach Daslo Vzpreß“ soll demnächst * Meitsnigs vin Soonbwih non S.huch11! enshstllt werden. ###s Wiart mitt Meter Taflache beiandere Bedentung bei, #n 98 bes vone Wai le11 bem. Detteben der 11“, A. Hundeshausthanf fu. ben vn Anemee falche Shrung erfahren Wirh Bom Ue d-Stanbpunft aue nechien! er Re auch denn d# gibt keinen englischen Premier, der auch nur annähernd so viel zur Schwächung Englande und zur Vermehrung dee USA-Kolonialbesitzee und der UG d. Rellmact beigetragen hat wie Churchtl! 10 000 Juden mußten Rom verlassen * Rorditalien Deuser. Ar G####nd der Se: ###n aue Juben in Ronzentranonslag 2 ihr gesamtes dewezliches und undewegliches Vernözen# beschlagnahmen ist, mutten 10(11) Personen jüd der Alstammung Rom verleisen. Da schon serger ein gro##er Te## der in der Hauptstadt anfässigen Juden ihren Wernin verlegt hatte, schägt man, daß ungefähr 20000 Sodnuneen frei werden. Diese sollen den Bombengeschädigten und Fluchtlingen Süditaliens zur Verfügung gestellt werr: UsA eine Gefahr für das britische Empire * Gens. 9. Dez. Ueber Ausführungen, die der jetzt in England lebende fruhere kanadische Premierminister Viscount Bennett vor dem Verband für verfassungsrechtliche Forschung machte, berichtete die englische Zeitschrift„Weekly Review“. Zur Frage Englands und die Dmoinien erklärte Bennett, hier entstünden für das Mutterland gewaltige Probleme, vor allem das, sich auf eine gemeinsame außenpolitische Linie zu einigen. Was Kanada angehe, so dürfe England nicht vergessen, daß seine 11 bis 12 Millionen starke Bevölkerung eine in die Billionen gehende Kriegsschuld auf sich geladen und dabei recht intime Beziehungen zu den USA angeknüpft hätte. Die französische Bevölkerung Kanadas habe die Wehrpflicht abge lehnt, und es sei in dieser Beziehung wichtig zu wissen, daß sie sich schätzungsweise bis 1950 wesentlich stärker als die Briten vermehre und diese schließlich übertreffe. Nach Kriegsende werde der Einfluß der 1ISA in Kanada ein außerordentlich ernster Faktor sein. Die Amerikaner verlangten zweifellos Konzessionen, doch würde es von briti scher Seite falsch sein, all diesen Forderungen zu zustimmen. Insbesondere müsse England sich da vor hüten, sein Emvire stückweise all denen zu geben, die laut genug einen Teil verlangten. Solange der Vorrat reicht gr Madrid, 8. Dezember. Ein unerwarteter Whisky=Segen ergießt sich seit Tagen über die Aktionäre einer nordamerikanischen Großdestillation. Die Firma geht während der Dauer des Krieges zur Fabrikation von synthetischem Gummi und Bomben über und bietet nun, um ihre Bestände von 47 Millionen Flaschen Whisky zu räumen, jedem Aktionär 192 Flaschen zum Originalpreis an. Nun gehört Whisky neben Zigaretten zu den Artikeln, die immer seltener zu haben sind, selbst am Schwarzen Markt nur noch mit besonders guten Beziehungen. Die Aktien der Whisky spendenden Firma sind sofort nach Bekanntwerden des Angebots an einem einzigen Tage um 25 Punkte gestiegen und werden wohl auch noch weiter klettern, solange der Alkoholvorrat reicht. Wie begehrt das kostbare Naß sein mag, geht daraus hervor, daß eine Preiskommission, die seit einer Woche in Nlem York Erhebungen darüber anstellt, ob Whisky über Preie verkauft wird, bis jetzt überhaupt keine Bestände leststellen konnte. Diese Whisky=Knappheit ist vor allem auf die gesteigerte Verwendung des Alkohols für kriegswichtige Zwecke zurückzuführen. Ein Biertel aller nordamerikanischen Staaten sind bereits zur Rationierung ihrer Whiskybestände übergegangen 0 0 — — * 0 Die Gemüsesaatgut-Versorgung 1944 Der Kleingärtner bezieht vom Erwerbsgärtner Setzpflanzen Verbesserte Altersgrenze für die Elternversorgung Gefallener Das Oberkommando der Wehrmacht hat die Versorgungsmöglichkeiten für die Eltern Gefallener weiter verbessert. Für die Gewährung der Versorgung spielt das Einkommen aus nicht selbständiger Tätigkeit eine gewisse Rolle. Dieses Cinkommen wird jedoch in keiner Weise in Absatz gebracht, wenn die zu versorgenden Eltern bzw. Elternteile bereits das 70. Lebensjahr vollendet haben. Die neue Anordnung des OKW setzt nunHeute wird von 16.18—8.24 Uhr verdunkel!! mehr die Altersgrenze vom vollendeten 70. auf das vollendete 65. Lebensjahr herab, so daß bereits von 65 Jahren an Elternversorgung ohne Rücksicht auf die Arbeitseinkommen in Betracht kommt. Gleichzeitig wird bestimmt, daß Anträgen auf Gewährung oder Erhöhung der Elternversorgung, die nach dieser Neuregelung in Frage kommen, vom Ersten des Monats ab entsprochen werden kann, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind, frühestens ab 1. Oktober 1943. Kriegsbesoldungsempfänger und neue Steuerkarte In den nächsten Tagen erfolgt durch die Steuer behörden der Stadt= und Gemeindeverwaltungen eine Neuausgabe von Steuerkarten für die Jahre 1944 bis 1946. Die Angehörigen der Kriegsbesoldungsempfänger, die eine solche Steuerkarte erhalten, werden darauf aufmerksam gemacht, daß es unbedingt erforderlich ist, die neue Steuerkarte sogleich nach Empfang, ohne erst die Anmahnung abzuwarten, der zuständigen Heeresstandortverwal tung, von der die Kriegsbesoldung gezahlt wird. einzusenden. Wichtig für den Stadtteil Sodingen Die Außenstelle des Kriegssachschädenamtes, Ringstraße 55, wird mit Wirkung vom 11. Dezember aufgehoben. Am 11. Dezember bleibt die Dienststelle geschlossen. Die Bearbeitung der Anträge auf Entschädigung nach der Kriegssachschädenverordnung erfolgt für die im Stadtteil Sodingen entstandenen Schäden fortan wieder im Sparkassengebäude. Zimmer 2. Im Rahmen einer gemeinsamen Gauveranstaltung der DAF und HS erfolgte in Wetter an der Ruhr der Start zum Kriegsberufswettkampf im Gau Westfalen=Süd. Die Eröffnung, zu der sich in der geschmückten Lehrwerkstatt eines Großbetriebes Vertreter aus Partei, Staat und Wirtschaft mit dem Gefolgschaftsführer und den Ausbildern eingefunden hatte, während Kopf an Kopf die schaffende Jugend dieses Betriebes die Halle füllt, nahm der stellvertretende Leiter des Reichsberufswettkampfes, Hauptbannführer Wiese von der Reichsführung der H3 vor, der von Bannführer Arnold von der Gebietsführung der H3 herzlich willkommen geheißen wurde. Wenn man hört, daß im Gau Westfalen=Süd sich 60 000 Jungen und Mädel für den Wettkampf gemeldet haben und daß in einzelnen Bannen sogar eine hundertprozentige Beteiligung festzustellen ist, so läßt das erkennen, wie stark, gläubig und unbeugsam in Haltung und Gesinnung unsere Jugend auch im fünften Kriegsjahr ist. Sie schöpft aus dem großen anspornenden Beispiel ihrer kämpfenden Väter und Kamergden, sie atmet in vollen Zügen den heroischen Geist unserer Zeit und lebt und kämpft aus einer nie nachlassenden inneren Spannkraft. Sie ist sich ihres Wertes bewußt, weil sie eine Mission hat, die sie zwingt, täglich über sich selbst hinauszuwachsen und in edlem Wettbewerb jeden zu übertreffen, der es mit ihr aufnehmen möchte. So ist dieser Kriegsberufswettkampf nicht nur eine Generalmobilisierung des Leistungsvermögens aller Jungen und Mädel, sondern auch eine politische Demonstration, die im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen zu betrachten ist. Diesen Gedankengang verfolgte denn auch Hauptbannführer Wiese in seiner richtungweisenden Eröffnungsansprache, indem er den Berufswettkampf in die großen Zusammenhänge des deutschen Schicksalskampfes stellte und eingangs auf den Aufruf des Führers verwies, wonach die Jugend in freiwilliger Einsatzbereitschaft ihren Leistungswillen unter Beweis zu stellen habe. So sei dieser Berufswettkampf nicht nur von der beruflichen Seite zu betrachten, sondern im Zusammenhang des Zeitgeschehens. Der 9. November vor zwanzig Jahren sei der Tag der großen Schicksalswende, die mit der Auslese weniger um den Führer begonnen habe und die inzwischen so stark angewachsen sei, daß sie das gesamte Volk durchdrungen habe. Wie aber im politischen Leben sich aus der breiten Schicht des Volkes die Auslese vollzogen habe, so müsse diese Auslese jetzt auch auf dem Gebiet des Berufslebens vollzogen werden. Den besonderen militärischen Erfolgen stellte der Redner die größeren LeiWenn auch die Gemüsesaalgut-Anzucht und=versorgung in den letzten Jahren teilweise unter ungünstiger Witterung usw. zu leiden hatte, so darf doch neuerdings mit Genugtuung festgestellt werden, daß dank der erheblichen Ausweitung der Saatgut-Anzuchtfläche und der dadurch bedingten reichlicheren Ablieferung, aber auch dank der spar samen Verwendung jeglichen Gemüsegutes die Vorräte teilweise zugenommen haben wozu na turgemäß auch die für die Saatzucht günstigere Witterung im abgelausenen Jahr ihr Teil beigetragen hat. Dank der besseren Ernte kann man nun auch eine Erleichterung in der kommenden Saatgutversorgung erwarten, die manche bisheri gen Schwierigkeiten(z. B Wegfall des Anbauund Bedarsausweises usw.) aufheben dürfte. Trotzdem muß in kluger und weitschauender Voraussicht nach wie vor mit dem Verbrauch des Saatgutes sparsam umgegangen werden, denn kein Mensch weiß, wie die nächste Samen=Ernte ausfallen wird. Daneben muß aber auch noch mehr Verständnis für die kriegsbedingte Knapp heit einzelner Gemüsearten und=sorten, sowie für die unliebsamen Auswirkungen etwaiger höherer Gewalt(Luftangriffe. Bahn= und Postsperre, stren ger Frost u. a. m.) aufgebracht werden. Deshalb sind auch Sonderwünsche in Gemüse und Blumensamen. ebenso wie in Obst= und Zier sträuchern, Stauden usw. möglichst zurückzustellen und jede unnötige Schreiberei oder Mahnung zu vermeiden; denn der Mangel an genügend eingelernter Gefolaschaft ist inzwischen noch größer geworden und deshalb sind Einsicht und Geduld nach wie vor unentbehrlich. Es empfiehlt sich aber auf alle Fälle, rechtzeitig. d. h. sofort nach dem Eingang der neuen Preislisten zu bestellen, damit die Versandfirmen entsprechend vorbereiten und vorarbeiten können. Denn man vergesse nicht, daß die Aufträge stets nach der Reihenfolge ihres Eingangs erledigt werden. wenigstens soweit Samen in Betracht kommt Bei Pflanzen und Knollen usw., die erst im Laufe des Frühjahrs versandt werden können, sprechen Witterung und Vorräte mit: nach den letzteren richtet sich selbstverständlich auch die Erledigung der Aufträge. stungen in der Heimat gegenüber. Die entscheidenden Faktoren seien die eigene Leistungskraft und Arbeitskraft. Die Leistungskraft aber sei nicht unerschöpflich und unbegrenzt. Sie sei abhängig von der Volkszahl und der Wertigkeit der Erbanlagen. Bei gleichen Voraussetzungen, also bei gleichem Lehrwillen und gleicher Einsatzbereitschaft, können die Leistungen doch verschieden sein. Es sei daher nicht möglich, nur nach Außerlichkeiten einen Beruf zu wählen, sondern dazu seien bestimmte Fähigkeiten und Anlagen erforderlich. Es komme daher darauf an, die völkische Kraft richtig einzusetzen und als geschlossenes Ganzes planvoll zu lenken in bester Ausbildung und Berufslenkung. Hauptbannführer Wiese wandte sich dann an die schaffende Jugend, indem er zunächst ihren psychologischen Zustand, in dem sie sich zur Zeit befindet, umriß, um ihr dann ihre Aufgaben und Pflichten vor Augen zu halten. Die besten Kräfte seien angesetzt, um sie voranzubringen, zu schulen und auszubilden. An ihr sei es, die Größe der Zeit und Verantwortung zu erkennen und mit Vertrauen zu den Lehrgesellen, Meistern, Ausbildungsleitern und Betriebsführer aufzuschauen. Er anerkannte zugleich, daß die Jugend des Gaues WestfalenSüd trotz aller Terrorangriffe ihre Pflicht am Arbeitsplatz nicht vergessen habe. Trotz der zahlenmäßigen Beschränkung müsse eine Leistungssteigerung verbucht werden. Die Forderung laute daher: Gebt uns besser ausgesuchte, besser ausgebildete und besser ausgerichtete Menschen, die auch selbständig arbeiten und führen können. Ueber den Durchschnitt hinausragende Führerpersönlichkeiten seien zu suchen, sie müssen schon in der Jugend ausfindig gemacht und der Gemeinschaft zugeführt werden. Deshalb sei die Zeir der Lehre die wichtigste Zeit ihres Lebens. Der Appell richte sich an die Gelernten, die Angelernten und die Ungelernten. Jeder Junge und jedes Mädel habe im Berufswettkampf die Möglichkeit, seine Leistung unter Beweis zu stellen. Die Leistung im Kriege stelle auch eine Hilfe zum Siege dar. Unter dieser Parole stehe der diesjährige Berufswetrkampf. An die Betriebe richtete der Redner den Appell, ihre Methoden zu überprüfen, denn der Wettkampf sei nicht nur eine Leistungsbewährung der Jugend, sondern auch eine Bewährungsprobe der Ausbilder. Der Redner schloß mit der Verpflichtung der Jugend, durch hohes fachliches Können, durch zielsicheres Durchhalten und eiserne Beharrlichkeit Arbeit an sich zu leisten für Führer und Volk. Im Namen des Gauobmannes dankte Kreisobmann Röttgen dem Redner für seine Ausführungen, um dann die Gauveranstaltung mit der Führerehrung zu beschließen. Die Gartenbesitzer, Kleingärtner. Siedler und besonders unsere fleißigen Frauen, von denen sehr viele seit Kriegsbeginn in Abwesenheit ihrer Männer zusätzliche Gartenarbeit in vorbildlicher und dankenswerter Weise übernommen haben, wird serner interessieren, dan in diesem Jahr nur der Samen von Porree, Sellerie, Majoran und nur noch Thymian für sie beschlagnahmt und nur fur den Erwerbsgärtner freigegeben ist, der von diesen Gemüsearten bis zur Pflanzzeit im Frühjahr Setzware zum Verkauf heranziehen muß Diese Sparmaßnahme und auch die behördliche Bewirtschaftung und Lenkung des gesamten Gemüsesaatgutes ist erfahrungsgemäß eine unentbehrliche und zweckmäßige Einrichtung. weil früher mit dem Saatgut vielfach planlos und verschwenderisch umgegangen wurde, das, eben dank des reichen Voorats, meistens viel zu dicht gesät wurde und demzufolge auch keine einwandfreie Setzware brachte. Von allen anderen Gemüse= und Küchenkräutersämereien werden auch in diesem Jahr wieder sogenannte Sparfüllungen(Kleinpackungen) verkauft, die sich je nach der betr. Gemüseart von 0.5 bis 20 Gramm Gewicht bewegen. Jedenfalls soll der Gartenbesitzer immer nur sowiel eintausen bzw. aussäen, als er wirklich braucht, also keinesfalls vergeuden oder gar hamstern, sondern etwaige Reste bis zum nächsten Jahr aufbewahren. Dazu ist aber unbedingt erforderlich, daß er auf jede frisch gekaufte Samentüte stets sofort den Jahrgang des Einkaufs mit Tinte vermerkt, damit er später weiß, ob dieser Samen noch keimfähig ist. Gemüsesamen bleiben je nach Gattung und Art zwei bis fünf Jahre keimfähig. Deshalb sind auch von älteren Samen, bevor man sie aussät, Keimproben zu machen, sofern der Jahrgang des Einkaufs unbekannt oder nicht mehr erinnerlich ist. Zur Feststellung der Keimfähigkeit legt man je 15—20 Korn einer Sorte in einen Topf, Kistchen oder Schale in eine lockere, sandige Erde, gießt sie gut an, bedeckt sie sofort mit Papier und zählt dann die nach einigen Tagen aufgegangenen Keimlinge, an deren Zahl man den Prozentsatz der Keimfähigkeit dann selbst leicht und schnell errechnen kann. P.S. Keine Schi= und Fahrradbeförderung mit Kraftposten Der Reichspostminister erinnert daran, daß das Verbot der Beförderung von Schi als Postvaket und Postgut sowie als Reisegepäck und Poststück im Kraftpostdienst auch weiterhin Gültigkeit hat. Von sofort an werden ferner bis auf weiteres Fahrräder von der Beförderung als Reisegepäck und Poststück im Kraftpostdienst ausgeschlossen. Gründe hierfür sind die namentlich während der Dunkelheit bestehende erhöhte Unfallgefahr beim Verladen und die häufigen Beschädigungen des Wagendaches und der Wagenplane während der Beförderung. Meldepflicht bei Geschäftsschließungen Einzelhandelsgeschäfte, die aus dringenden Gründen ihre Betriebe schließen wollen, müssen bei der zuständigen Bezirksgruppe Einzelhandel der Gauwirtschaftskammer eine Meldung erstatten, weil Geschäftsschließungen meldepflichtig sind. Das trifft auch in den Fällen zu, in denen bombengeschädigte Einzelhandelsgeschäfte eine Wiedereröffnung vorläufig nicht vornehmen können. Diese Maßnahme ist vor allem im Interesse der betrofsenen Geschäfte wichtig, weil nur auf Grund der erfolgten Meldung die Gewerbeberechtigung für die Inhaber aufrechterhalten werden kann. Kleine Herner Stadtnachrichten Eisernes Krenz. Für besondere Tapferkeit vor dem Feinde wurde der Unteroffizier Josef Müller aus Herne mit dem E. K. 1. Kl. ausgezeichnet. Beförderung. Der Feldwebel Heinz Maschmeier aus Herne wurde zum Oberfeldwebel besördert.— Der Gefreite bei einer Fernaufklärer abteilung Karlheinz Helmich, Mont=CenisStraße 28, wurde zum Unteroffizier befördert. Unsere Feuerwehr hilft. Infolge der Glätte“ kam Mittwoch in den Spätnachmittagsstunden ein schweres Wagenpferd zu Fall, das trotz Hilfe von Passanten nicht wieder auf die Beine zu bringen war. Unsere Feuerwehr als Mädchen für alles kam als Retter in der Not. Die Waffen=SS ruft auch Dich! Zum ersten Mal in der Geschichte wird der Gedanke einer neuen europäischen Wehrgemeinschaft durch die Waffen= in die Tat umgesetzt. Neben den ruhmreichen#Panzer=Divisionen zusammen mit den Kameraden aus allen Gauen Großdeutschlands und den volksdeutschen Gebieten kämpfen auch die Freiwilligen aus den germanischen Ländern wie Norwegen, Dänemark, Niederlande, Flandern, Finnland und den baltischen Staaten gegen die Todfeinde Europas. Aber auch Franzosen und Wallonen wollen bei der Endentscheidung nicht abseits stehen und mit der Waffe in der Hand ihren Beitrag für die Unabhängigkeit Europas leisten. Im Rahmen des weiteren Ausbaues der gesamten Waffen- ist erneut Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, in der Waffenihre Wehrpflicht zu erfüllen. Die vollmotorisierten Divisionen der Waffen=4 umfassen folgende Truppenteile: Infanterie. Kavallerie. Artillerie, Panzer, Panzerjäger, Pionier, Kradschützen, Flak, Gebirgs=, Nachrichten= und Sanitätstruppen. Bei sofortiger Meldung besteht die Möglichkeit, bereits mit 16½ Jahren zur Waffen= angenommen zu werden Da die Arbeitsdienstzeit für Freiwillige der Waffen½ nur auf ¼ Jahr festgesetzt ist, werden diese Freiwilligen dann mit 16" Jahren als Vorzeitigdienende dem Reichsarbeitsdienst zugeführt und mit 17 Jahren zur Waffeneinberufen. Bei Eignung, Leistung und Bewährung als Soldat und Nationalsozialist steht jedem Freiwilligen ohne Rücksicht auf Herkunft und Schulbildung die aktive Führerlaufbahn und die des Beurlaubtenstandes offen. Die Meldung als Führerbewerber ist nicht an einen bestimmten Termin gebunden, sie kann sofort erfolgen. Bewerber mit beruflicher Vorbildung oder einer besonderen Berufseignung können verschiedene Sonderlaufbahnen einschlagen. Die Fürsorge und Versorgung ist gesetzlich geregelt. Die Annahmeuntersuchungen finden statt am 18. 12. 1943 8 Uhr, in Dortmund, Kölnischer Hof, Beetenstraße; am 18. 12. 1943, 15 Uhr, in Bochum, Polizeikaserne, Ziegelstraße Arbeitsbuch und Wehrpeß sind mitzubringen. Geeignete Bewerber melden sich bei der Annahmeuntersuchung. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, sofern sie noch nicht ausgehoben sind. Die Einstellungsbedingungen sind aus einem ausführlichen Merkblatt zu ersehen, das anzufordern ist bei allen Dienststellen der Allgemeinen 44. der Polizei, der Gendarmerie, der H3, und insbesondere bei der Ergänzungsstelle West(Vl) der Waffen=1, Düsseldorf, GrafRecke=Straße 72. Der Zahlungsbeginn für den Veteranensold Die Zahlung des Veteranensoldes, den ein Führererlaß vom 27. August 1939 einführte, ist hinsichtlich ihres Beginns aus Gründen der Ver waltungsvereinfachung im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister durch den Chef des OKW neu festgesetzt worden. Danach beginnt die Zah lung, wenn der Antrag innerhalb eines Jahres nach Vollendung des 70. Lebensjahres gestellt wird, mit dem Monat, in dem der Frontkampfer das 70. Lebensjahr vollendet. Wird der Antrag auf Gewährung eines Veteranensoldes erst nach Ablauf eines Jahres nach Vollendung des 70. Le bensjahres gestellt, so beginnt die Zahlung mit dem Antragsmonat. Ist der Frontkämpfer am Ersten eines Monats geboren, dann setzt die Zah lung frühestens mit dem Ersten dieses Monats ein. Hausschuhreparaturen Die alten Hausschuhe haben meist so vorzügliche Chromleder= oder Bacheledersohlen, daß das Ober material längst vorher zerschlissen ist. Die Scha den treten vorwiegend an den beiden Ballen, an der Spitze und am inneren Hacken auf. Die Re paratur kann bei einiger Geschicklichkeit selbst mit behelfsmäßigen Mitteln ein Paar lange tragbare, tüchtige Hausschuhe ergeben. Einfaches Vorschuhen oder Ballenflecke, mit starkem Zwirn oder seinem Pechdraht sauber ausgenäht und durchgenäht, kann auch eine Hilfskraft anbringen. Eventuell wird auch der Schuhmacher aushelfen, der aus Schaft teilen von Altschuhen vielleicht noch Material vor rätig hat. Die Zahl der revaratursuchenden Haus schuhe, die früher kaum je zum Ausbessern ge bracht wurden, wächst notläufig mit der Verknap pung des Marktes an neuer Ware und der Schuh handel leistet seiner Kundschaft einen freundlichen Dienst, wenn er sich ihrer annimmt. Tödlicher Verkehrsunfall Bochum. Am 7. Dezember, gegen 10.80 Uhr, befuhr ein Trecker die Bergener Straße. In Höbe der Einmündung Hagenacker“ versuchte eine 7jährige Schülerin mit noch anderen Kindern den Anhänger, der mit Kohlen beladen war, zu besteigen bew. sich anzuhängen. Die Schülerin wurde hierbei von dem hinteren Wagenrad überfahren, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Aus der Bewegung REKOB Herne: Der Leiter der Betreuungsabteilung von der Gaudienststelle Dortmund, Pg. Omes, ist am Montag, dem 13. ds. Mts., in der Geschäftsstelle, Cremersbof 4, vormittags von 10 bis 12 und nachmittags von 2 bis 4 Uhr für Ratsuchende zu sprechen. Es wird empfohlen, hiervon Gebrauch zu machen. 60000 zur Bestenauslese angetreten Der Kriegsberufswettkampf im Gau Westfalen=Süd eröffnet Und das Glück kam doch ins Haus Roman von Dorothee Goebeler Hetty war verwandelt. Immer mußte sie an das Brüder= n denken, das der Österhase mitbringen sollte. Von ihm jählte der Vater, wenn sie abends zusammensaßen, von n sprach Tante Maria, wenn sie saß und ganz kleine möchen und Jäckchen strickte, und alle meinten, man müßte liebhaben, wenn es da wäre. Aber Hetty wollte das ue Kind nicht liebhaben, wenn es da wäre. Babette wußte sie abzufangen, wenn sie aus der Schule n oder an einem der milden Vorfrühlingstage im Garten elte. Babette sagte:„Nun kommt dein Stiefbruder bald. iß mal auf, wie schnell du dann Nummer zwei bist, dann iebt sie dich ebenso beiseite, wie sie mich beiseitegeschoben t, die schöne Tante Maria. Hetty wußte es selbst nicht, daß in ihr mit einem Male ie heiße, wilde Eifersucht aufstieg, und daß sie dem neuen nde Tante Marias Liebe ganz einfach nicht gönnte. Für allein wollte sie die Mutter haben— jawohl, die utter—, ganz verschämt und bei sich im stillen gab sie doch den heiligen Namen. Aber ihre Mutter— war doch tot, und wenn das neue nd in ihrem Zimmer schlafen würde, kam sie wieder, und Stimme im Schrank sprach, und die lange, weiße Seele ugte sich in der Nacht über ihr Bett. Ich weiß nicht, was wieder mit dem Kinde ist", klagte aria Regina.„Es ist alles wieder verschüttet, was so ön zwischen uns zu blühen begann.“ Liebste, du bist nervös jetzt und überempfindlich. Er suchte sie zu beruhigen und streichelte ihre Hand, aber fühlte es auch, daß irgend etwas Neues in das Kind gehren war. Er fühlte wieder das Fremdartige, das sich zwischen ihm und das Kind schob. Aber durfte er Julianes Kind harte Worte sagen? Er, dessen kühles Herz ihm die Mutter genommen! So schwieg er und tröstete sich: Wenn der Junge erst da ist, wird alles anders. Und dann war er da und wirklich ein Junge, ein neuer Klemens Wiedenbruck, und hatte genau die großen, grauen Augen und die scharfe, gebogene Nase, die allen Männern seines Hauses seit Jahrhunderten eigentümlich gewesen. So glückerfüllt lag seine Mutter in den Kissen, so strahlend ging sein Vater durch das alte Haus, und Fräulein Lotte lachte und ließ Hetty die lebende Puppe im Wickelkissen sehen, und, merkwürdig, Hetty fühlte mit einem Male gar keinen Haß mehr. Sie nahm die rosigen Fingerchen und ließ sie sich um die eigenen Finger krallen und stand dabei, wenn Fräulein Lotte das Brüderchen badete und fand das wunder=, wunderschön Er war voll eitel Sonne und Jubel, das alte Haus am Domplatz. Und immer lachender wurde das Leben darin als Maria Regina wieder auf war und selbst ihr Kind im Arm hinüber unter die Ahnenbilder trug, damit die Väter des Hauses ihren Jüngsten segneten An einem Nachmittag war es, als Klemens Wiedenbruck aus dem Dienst heimkam. Er ging mit federnden Schritten seinem Weib, seinem Sohne, seihem ganzen lachenden Glück entgegen. Was kümmerte es ihn noch, daß im linken Seitenflügel seines Hauses eine alternde Frau saß, die an diesem Glück keinen Anteil nahm? Mit strahlenden Augen umfaßte er das Haus seiner Väter, als er über den Domplatz ging. Im selben Augenblick prallte er zurück; er war im hastigen Vorwärtsschreiten an einen Menschen angestoßen, einen Menschen, der aus seinem Hause getreten war. Irgendein Geschäftsreisender— dachte er— ein Vertreter, der Angebote gemacht hatte. Er wollte mit einem„Verzeihung“ an ihm vorüber und blieb doch stehen und sah ihm nach. Der Mann mit dem Schlapphut und schmiierigen Rantel, dieser verbummelte Komödiant, mit allen Zeichen letzter Schwindsucht im abgezehrten Gesicht, wo hatte er den schon einmal gesehen? Gesehen? Nein— aber gesprochen hatte man von ihm, wann denn? Mit einem Male wußte er es. Maria. Damals an dem Abend im Advent, als sie Hetty den kleinen Hund gekauft und Konstanze ihn mit ihren bösen Reden gepeinigt hatte.„Um das Haus herum schleicht er“— hatte Maria gesagt—„und seine Augen sind so— so. als ob sie Unheil drohten.“ Er drehte sich nach dem Fremden um und sah, daß auch der sich umgewandt hatte. Eine Sekunde tauchten ihre beiden Augenpaare ineinander, und auch ihn durchzuckte es. Diese Augen, wo hatte er schon diese Augen gesehen? Wie kam der Mensch in sein Haus? Er fuhr Berta an. die ihm öffnete:„Wer war der Fremde?“ „Welcher Fremde, Herr Doktor?“ „Der Mensch mit dem Schlapphut, der eben aus dem Hause kam.“ „Der war bei Fräulein Merkenthin.“ Bei—". Das Wort erstarb eihm auf den Lippen. Also hatte Maria recht gesehen damals, als sie sagte:„Er sah nach Konstanzes Fenstern.“ Neben ihm sprach Berta weiter: „Er ist schon einmal hiergewesen, Herr Doktor, im vorigen Frühjahr, ich glaube, er kommt um Unterstützung!“ „Schon gut, ich werde mit meiner Schwägerin gleich mal sprechen.“ Rasch entschlossen wandte er sich nach links und schellte bei Konstanze Bahette öffnete das gnädige Fräulein wäre unpäßlich. Migräne, die sehr heftig sei. Gleichviel, er wollte sie trotzdem sprechen. Sie lag auf dem Sofa. Die Jalousien waren geschlossen: trotzdem sah er, daß sie blaß und offenbar sehr verstört war. Er zog sich einen Stuhl zu ihr heran „Verzeih', daß ich dich störe, aber ich bin beunruhigt; mir begegnete da eben ein Mensch, ein Mann eine mehr als fragwürdige Erscheinung Er kam aus unserem Hause, Berta sagt, er käme von dir. Wer war der Mann?" Sie hatte sich unter seinem Redeschwall etwas gestreckt und die kühle Kompresse tief in die Stirn gezogen, ihr Gesicht war im Schatten. Sie sagte spitz:„Bin ich dir über meine Besuche Rechenschaft schuldig?“ „Ich habe sie noch nie von dir verlangt und werde sie nicht verlangen. Aber dieser Mensch, diese verlumpte Gestalt bringt das Haus in Verruf. Hat er dich etwa belästigt?“ Sie schwieg ein Weilchen, dann lachte sie leise:„Keineswegs! Danke für deine Fürsorge. Er hat vor Jahren ma in dem Hause am Wall gewohnt, wo ich mit Juliane nach dem Tode unseres Vaters einen Unterschlupf gefunden hatte Du weißt ja, wir waren völlig verarmt und konnten keine Anspeüche mehr machen. Alexander Strasinski war Sänger am Konzerthaus. Es ging ihm schon damals schlecht, und aus Mitleid ließ ich Julie mal einen Monat Lautenunter richt bei ihm nehmen. Er rückte dann eines Tages aus und ging nach Wien mit irgendeinem Frauenzimmer. Er leitet wohl daraus eine Art alte Bekanntschaft her und kommt mitunter und holt sich eine kleine Unterstützung.“ „Man muß solchen Elementen gegenüber nicht zu gutmütig sein, Konstanze, gib mir doch seine Adresse. Wenn es ihm wirklich schlecht geht und er es verdient, kann man ihm am Ende noch ausgiebiger helfen.“ „Nein, nein, laß nur! Ich habe ihm schon gegeben, und seine Adresse weiß ich auch nicht. Ich glaube auch, er verläßt morgen die Stadt.“ Sie sprach schnell und eifrig Klemens Wiedenbruck sah seine Schwägerin etwas verdutzt an. Er wurde nicht recht klug aus ihr. Gedankenvoll sagte er vor sich hin:„Was der Kerl bloß für Augen hatte! Ich möchte wissen, wo ich die schon gesehen habe.“ „Vielleicht auf einem Bilde, Klemens. Damals, als er hier sang, hing ja sein Bild in den Schaufenstern aus. Er sah damals aber natürlich anders aus als heute.“ „Ja, das wird er wohl. Na, dann gute Besserung, Konstanze! Ich will nicht weiter stören.“ Er hatte noch nicht den ersten Stock erreicht, als Konstanze Merkenthin aufsprang und an ihren Schreibtisch eilte. Mit fester Hand schrieb sie eilig ein vaar Zeilen. a folgt. Ersatzleistung in Natur oder in bar Klare Entscheidung des Reichstriegsschädeuamts Eine wirma, die bei einem Fliegerangriff durch einen Bombenschaden betrossen wurde, hatte Entschädigung auf Grund der Kriegssachschädenverordnung beantragt, und zwar beantragte sie Ersatzleistung in Natur und bat. ihren Anspruch auf Wiederberstellung zerstörter Gebäude in Natur dem Grunde nach anzuerkennen und das Verfahren bis zu dem Zaitpunkt auszusetzen, in dem die Wiederherstellung möglich ist. Hierzu hat das Reichskriegsschädenamt in letzter Instanz Stellung genommen und in seiner Entscheidung folgenden Rechtssatz aufgestellt: 1. Der Geschädigte hat keinen im Beschwerdeweg des Paragraphen 22 KSSchVO verfolgbaren Anspruch und auch keinen sachlichen Rechtsanspruch auf Entschädigung durch Ersatzleistung in Natur. Er kann daher auch nicht beanspruchen, daß, sofern die Ersatzleistung in Natur zur Zeit nicht durchführbar ist, das Verfahren ausgesetzt werde unter Anerkennung der Entschädigungspflicht des Reiches durch Ersatzleistung in Natur. 2. Hat die Feststellungsbehörde gemäß Paragraph 20. Abs. 2, KSSchVO die Ersatzpflicht des Reiches ausgesprochen und das Verfahren ausgesetzt, so ist sie hierdurch nicht gehindert, später anzuoronen, daß der Schaden durch Ersatzleistung in Natur abzugelten sei. In den Entscheidungsgründen wird u. a. darauf hingewiesen, daß ein sachlicher Rechtsanspruch auf Ersatzleistung in Natur dem Geschädigten nicht zustehe. Die Kriegssachschädenverordnung gewähre nur einen Anspruch auf Entschädigung überhaupt. Ob diese in Geld oder durch Ersatzleistung in Natur zu gewähren sei, liege im Ermessen der Feststellungsbehörde. Diese könne Ersatzleistung in Natur auch dann anordnen, wenn Entschädigung in Geld beantragt sei. Sie habe aber im übrigen die Wahl zwischen beiden Entschädigungsformen. Westdeutschland 6 Monate Gefängnis für Arbeitsvertragsbruch Münster. Seit dem 9. August d. J. war die 20 Jahre alte Maria T. aus Oelde aus nichtigen Gründen ihrer Arbeit in einem Oelder Werk ferngeblieben. Trotzdem sie verwarnt wurde, eine Ordnungsstrafe erhielt und auch in Polizeihaft genommen wurde, kam sie nicht zur Vernunft. Das Schöffengericht Münster verurteilte die Angeklagte wegen Arbeitsvertragsbruch zu sechs Monaten Gefängnis und machte ihr damit klar, welche Pflichten sie der Volksgemeinschaft gegenüber zu erfüllen hat. Für zwei Jahre Lebensmittelkarten erschwindelt Münster. Die 55 Jahre alte Frau R. aus Ahlen erschwindelte sich in den Jahren 1941 bis 1943 für nicht weniger als 19 Zuteilungsverioden die Lebensmittelkarten für ihren zur Wehrmacht einberufenen Sohn, außerdem aber noch für einen anderen in einer Anstalt befindlichen Sohn die vierte Reichskleiderkarte. Es war selbstverständlich, daß dieser Schwindlerin eine harte Strafe treffen mußte, die dann auch vom Schöffengericht in Münster mit acht Monaten Gefängnis dementsprechend erging. Da Fluchtverdacht bestand, wurde die Angeklagte sofort in Haft genommen. „Wiegenlied“ Wiegenlied— Kinderland— Mädchentanz— Minnelied— Fest der Bejahung, das sind die fünf Sätze der„Melodie des Lebens“, einer Tanzsuite von Jutta Nlumt. Unser Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Wiegenlied, getanzt von Gertrud Rauh. Schirner(GD) Das Haus an der Grenze Nachen. Tyvische Kriegsschieber standen vor dem Sondergericht Aachen, und zwar der Oberschieber Hausmann aus Remscheid=Lüttringhausen und die Landwirte Adolf Philippen und Schürmann aus Tuddern bei Geilenkirchen. Schürmann, dessen Gehöft an der deutsch=niederländischen Grenze liegt, teilweise sogar in Holland, brachte über die Grenze, was er nur berbeischleppen konnte. In Rauchwaren, Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs entstand sehr bald ein umfangreicher Handel. Butter und selbst schwarzgeschlachtetes Vieh vervollständigte dann den „Geschäftsbetrieb". Ohne große Mühe gelang es den Volksschädlingen, sich einen hohen und schnellen Verdienst zu verschaffen. Die Tochter des Schürmann half, die Waren in Remscheid abzusetzen. In der Wohnung des Hausmann sand die Fahndungsbehörde Waren aller Art. u. a. 46 Kisten Zigarren, vier Anzüge, 32 Paar Strümpfe, 75 Pakete Kakaopulver und vieles andere. Das Sondergericht verurteilte Hausmann zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, Schürmann zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust und Philippen zu einem Jahr und neun Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Ein Angeklagter, der beim Schwarzbuttern mithalf, erhielt fünf Monate Gefängnis. Fischsterben In der Mosel Sierck. Seit Tagen sieht man massenweise hin= und berschießende sterbende Fische die Mosel abwarts treiben. Schweren Herzens müssen die Angler zusehen, wie die einst so fischreiche Mosel immer mehr entvölkert wird. Die noch lebenden Fische werden von den Anwohnern der Mosel unterhalb Diedenhofens als willkommene Beute in großer Zahl gefangen DER SPORT Pataki— Meister der freien Ueberschläge Deutsch-ungarisches Freundschaftstretten der Turner Dem schnell improvisierten Ländertreffen im Gerateturnen, das am Sonntag, dem 12. Dezember. in Dresden ausgetragen wird, gingen seit 1935 sechs Länderkämpfe Deutschland— Ungarn voraus, die sämtlich von Deutschland gewonnen wurden, der letzte 1942 in Budapest mit dem bisher knappsten Ergebnis von 190.5:189.2 Punkten. Aus der ungarischen Mannschaft die sich auf dem Wege nach Helsinki zum Länderkampf mit Finnland befindet ragt vor allem der Meister Ferenc Pataki bervor dessen besondere Starke das Bodenturnen ist und wo er in der Welt keinen Gegner besitzt. Seine geradezu artistische Kürübung ist eine einzige Folge von Schwierigkeiten und weist 3. B. freie Ueberschläge mit halber Drehung einen Ueberschlag rückwärts in die sichere Standwaage und vor allen Dingen seine blitzartig ausgeführten dreifachen Handstandüberschläge mit anschließendem gestreckten hohen Salto auf. Durch seine zäh erarbeitete Vervollkommnung an den Geraten hat er sich soweit verbessert, daß er beim letzten Länderkampf gegen Deutschland Bester der Einzelwertung war. Der junge Jenoe Börtsök, mit großer Armmuskel= und Schnellkrast ausgestattet, vermochte in der Landesmeisterschaft Zweiter zu werden und den Vertreter der älteren Turner, den untersetzten Mogyorossi sowie den schlanken, eleganten und zuverlässigen Toth hinter sich zu lassen. Neben Szoos und Gaal verdient noch der gute Haltungsturner Dr. Nemere erwähnt zu werden Die deutsche Riege Schnell zusammengeholt und vielleicht nicht einmal wie geplant zur Stelle, hat zunächst die vier Erstplazierten der Zwölfkampfmeisterschaft von Augsburg, Meister Erich Wied, seinen Bruder Theo Wied. Hans Friedrich und Adalbert Dickhut in ihren Reiben. Eugen Göggel, der deutsche Gerätemeister, Alfred Müller, Meister an den Schauckelringen und Willi Stadel aus der deutschen Olympiariege sind weiter dabei. Stadel, deutscher Gerätemeister 1941 und außerdem an Barren. Reck. im Pferdsprung und in der Bodenübung, zählt nach Heilung seiner Knieverletzung wieder zu den Ersten. Friedrich, der Zwölfkampfsieger des Turn= und Sportfestes in Breslau 1938, hat mit Zähigkeit und Energie seine im Ostfeldzug erhaltene Verwundung überwunden, ist bervorragend am Reck und einer der Besten im Pferdsprung. Der junge, glänzend begabte Dickhut, ist wie Friedrich groß, kräftig und in der Leichtathletik leistungsfähig. Er zeigt vor allem eine gute Bodenübung. Der kleine, untersetzte Alfred Müller mit seinen 37 Jahren in jeder Ländermannschaft zu finden, verfügt über gewaltige Brust= und Schultermuskeln und weist eine bekannte Barrenübung auf. mit der er immer ungeheuren Beifall erzielt. Rudi Gauch, Zweiter bei den Gerätmeisterschaften des Vorjahres, zeichnet sich durch hervorragend schöne Haltung aus, und Heinz Walter ist ein kleiner, ebenmäßig gebauter und junger Turner. der schwierige Uebungen in guter Haltung turnt. Brix führt nach 200 Kugeln Wieder einmal waren die Herner Svortkegler voll. zählig zum diesjährigen zweiten Gang um die Stadtmeisterschaft angetreten. Hart und verbissen wurde um jedes Holz gekämpft, wobei in der Spitzengruppe eine kleine Verschiebung eingetreten ist. Im zweiten Gang erzielten Brix(Baukau 39) 511, Klein=Altekamp(Sportfreunde) 496, Sziben(Viktoria) 495, B. Storch(Baukau 39) 490, Janski(Viktoria) 489, Büning(Freundschaft) 486, J. Storch(Baukau 39) 482 Müller(Eintracht) 480. Papen= heim(Concordia) 477 und Pilz(Eintracht) 476 volz. Nach 200 Kugeln führt jetzt Brix(Baukau 39) mit 983 Holz, es folgen Klein=Altekamp(Sportfreunde) mit 978, Papenheim (Concordia) 974, J. Storch Baukau 39) 961, Janski(Viktoria) 958. Sziben(Vittoria) 939, B. Storch(Baukan 39) 935, J. Storch(Bankau 39) 934, Heckt(Sportfreunde) 923, Mantke(Sportfreunde) 922, Lukas(Viktoria) 916 und Büning(Freundschaft) mit 915 Holz. Verstärkte Schiausbildung der HI. Die Winter=Ausbildungsarbeit der Hitler=Jugend, die sich besonders auf die vor der Einberufung stebenden Jahrgange erstreckt und in deren Rahmen im vergangenen Winter im Reichsgebiet rund 200 000 Hitlerjungen schiläuferisch geschult wurden, erfährt in diesem Jahr eine weitere, wesentliche Verbreiterung. Das Ausbildungsvrogramm wurde, aufbauend auf den Erfahrungen der kämpfenden Truppe, in Zusammenarbeit mit den militärischen Dienststellen festgelegt. Bereits im Sommer und im Herbst wurden auf bochgelegenen Hütten die benötigten Ausbilder durch Fachkräfte geschult, so daß die Aufnahmefähigkeit der vorbereiteten Lagei weiter gestiegen ist. Allein im Gebiet Württemberg, wo zum traditionellen Winterausbildungslager Oberstaufen diesmal Steibis und Falkenhütte hinzukommen, werden zehntausend Hitler=Jungen die Schier anschnallen Der erste Lehrgang für 600 Mann hat bereits seinen Anfang genommen Im Mittelpunkt der Ausbildung steht das Erlernen des Schilaufs, vornehmlich Langlauf und Hindernislauf, ergänzt durch eine Schulung im einfachen winterlichen Pionierdienst. Durch diese Ausbildung wird nicht nur der Nachwuchs für die Gebirgstruppe gesichert, sondern auch die Masse der Jugend für primitive Notwendigkeiten des Winterkrieges im Osten vorbereitet. Der Eissport tritt neben dieser vordringlichen Ausgabe naturgemäß in den Hintergrund, demgemäß werden in diesem Jahr auch keine Eis=Kunstlaufmeisterschaften der Hitler=Jugend ausgetragen, während die Eishockenmeisterschaft wie vorgesehen durchgeführt wird— allerdings nicht mit den Schlußspielen in Klagenfurt. Am 5. März ist dafür ein großes Schaulaufen für Mädel und Jungmädel mit den besten Kräften in Amsterdam vorgesehen. Wasserkampfsplele 1944 In Breslau wurden die Termine für die deutschen Jugendmeisterschaften 1944 im Kanusport auf den 26. bis 28. Mai im Kajak=Slalom, im Kajak= und Kanadier auf die Zeit vom 7. bis 13. August festgelegt und nach Hirschberg bzw. Wien vergeben. In Wien sollen in diesem Zeitraum die Wasserkampfspiele im Kanusport, Ruder und Segel abgewickelt werden. Genie und Krämer Mozart war in allen praktischen Angelegenheiten des Lebens sehr sorglos. Oft komponierte der Stücke für Bekannte, die ihn darum baten. Da diese Kompositionen meist in aller Eile und Sorglosigkeit zu Papier gebracht wurden, befand sich darunter vieles, was nicht sehr wertvoll war. Schlaue Musikalienhändler wußten sich dann des öfteren Abschriften davon zu verschaffen, druckten die Kompositionen unbefugt und machten einträgliche Geschäfte damit, ohne Mozart das Geringste davon abzugeben. Einst kam ein Freund zu diesem und sagte:„Der A. hat wieder eine Partitur von Ihnen gedruckt. Wissen Sie davon nichts?“ „Nein“. „Dann legen Sie dem Kerl doch das Handwerk!“ „Wozu? Was soll man viel darüber reden? Er ist eben ein Lump!“ „Aber es geht nicht nur ums Geld. Es geht um Ihre künstlerische Ehre!" „Wer mich nach diesen Sachen beurteilt“, sagte Mozart abschließend, ist ein Dummkopf oder ebenfalls ein Lump.“ Immer in Gedanken bei ihm und auf ein baldiges Wiedersehen wartend erhielten wir die tieftraurige Nachricht, daß mein sonniger, stets um mich besorgter Junge, unser lieber, unvergeßlicher Bruder, Onkel. Reffe. Vetter, mein innigstgeliedter Bräutigam -Rottenführer Helmut Rohrandt im blühenden Alter von fast 23 Jahren nach einer schweren Verwundung die er im Osten erlitt, sein junges Leben geben mußte. Mit großer Siegeszuversicht zog er gegen den Feind. Möge ihm die fremde Erde leicht werden. In tiefem Schmerz: Frau L. Rohrandt, geb. Hemmerich Albert Neugebauer und Frau, Ruth geb. Rohrandt und Kinder Margret und Friedhelm als Geschwister Anneliese Rumpf als Braut und alle Anverwandten Herne(Shamrockstraße 125), den 3. Dezember 1943. Hoffend auf ein baldiges Wiedersehen, traf uns plötzlich die traurige Nachricht, daß mein geliebter Mann Renatchens Vater, mein guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager Refef und Vetter, der Unteroffizier in einem Grend.=Regt. Karl-Heinz Müller Inhaber des Ins.=Sturmabzeichens und des Verwundetenabzeichens im Alter von 22 Jahren bei einem Gefecht im Osten den Heldentod für Führer und Reich fand. Wir gaben unser Bestes. In Demut beugen wir uns dem Schicksal. Frau Gerda Müller, geb. Türke Töchterchen Renate Frau Wwe. Johann Müller, Pauline geb Droste Hans Müller, z. Z. im Felde Helmut Müller, z. 3. Arbeitsdienst 1 Willi Müller Schwiegereltern Familie Karl Türke und Anverwandte Recklinghausen=Süd III(Overbergstraße 168). Herne (Im Wietel 38), den 1. Dezember 1943. Am 7. Dezember 1943, entschlief nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, Schwester, Schwägerin und Tante Anna Ramthun geb. Flötke im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: Paul Ramthun nebst allen Anverwandten Herne( Eckstraße 34) den 8. Dezember 1943. Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 10. Dezember 1943, um 3 Uhr, von der Kapelle des Friedhofes an der Wiescherstraße aus. Karl Heinz UInser Franz-losef hat ein Brüderchen bekommen. Dieses zeigen hocherfreut an Fraa Hortha Muslelak geb. Zimmermann Stefan Musielak Herne, im Dezember 1943 Brunnenstraße 4 Unsere voll zogene Verlobung geben wir bekannt Eltriede Kostner Wilhelm Rücker Obergefreiter Herne z. Z. Wehrmacht Koloniestraße 10 im Dezember 1948 Ihre Verlobung geben bekannt Friedel Schäfers Karl Schröder Herne z. Z. Wehrmacht Bahnhofstr. 26 a im Dezember 1943 Heirat Ig. Kriegerwitwe, 23 J., mit einem Kind, möchte lieden, aufricht. Men. schen kennen lernen, zwecks spät. Heirat. Schriftl. Ang. unt. C 44 a. d. H. Stg. Bergm. 44 J. 1.60 groß, solide und arbeitsam, wünscht mit Mädel oder Frau bis 35 J. bekannt zu werden zwecks späterer Heirat. Bildzuschriften u. C 41 a. d. H. 8tg. Witwer, 44 Jahre, evgl., sucht Mädchen oder Wwe., gleichen Alters, zwecks späterer Heirat kennen zu lernen. Schriftl. Ang. unt. C 43 a. d. H. 8tg. Gas und Strom sparen heißt Watten schmieden! Handwerker, 52 J., sucht die Bekanntschaft einer Dame im Alt. v. 40—50 J. zwecks späterer Heirat. Wohnung vorhand. Schriftl. Ang. unt. C 47 a. d. H. Ztg. Am 6. Dezember 1943, um 22 Uhr, verschied nach schwerer, kurzer Krankheit, jedoch plötzlich und unerwartet meine innigstgeliebte Frau, meine gute Mutter. Schwägerin und Tante Eliese Krieger geb. Richter im Alter von 37 Jahren. In tiefem Schmerz: Otto Krieger nebst Kind und allen Anverwandten Herne(Franz=Seldte=Str 33). den 7. Dezember 1943. Die Beerdigung findet statt am Freitag dem 10. Dezember, um 15 Uhr von der Friedhofskapelle der Wiescherstraße aus. 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