Besugesrele: Monattich RM1 2.30. Ic Rot— Bei Betriebsstbrungen ode höhere Oewalt können Ersatzanebrüche R## 1.22. ber vorver uien berüchsichtist werden Zur Zeit### hintällis.— auch für die Zeitung Perpruf: 311 41—68(Schrittleitung 311 42) ist Preisliste 4 gültig. in Konkurställen wird der bewilligte Rabatt Pür die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätseg. die darch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich teschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen Annahmeschluß: Taxe zuvor 16 Uhr Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1 Westt Hauptsohriftiefter: WIlly Pranke(zar Zett Wehrmacht): in Vertretung: Albert Wember.— Verantwortlich für Polttik, allgemeinen Tell und Lokales Albert Wember— Berliser Vertretung: Hauptschriltleiter Erich Waxner— Hauptgeschäftsstelle: Herne Von-der-Heydt-St 9„ Postscheckkonto Dortmund 6842. Nummer 287 Dienstag, den 7. Dezember 1943 1943 Die geistlosen Plagiatoren Wilsons Lieber ein despotisch regiertes, aber schwaches Deutschland, als ein geeintes Drahtbericht unseres diplomatischen Mitarbeiters om Berlin, 7. Dezember. Die Konferenzen in Kairo und in Irau, von denen angeblich kriegsentscheidende Wirkungen ausgehen sollten, sind längst zu Ende. Auf das in Aegypten verkündete Vernichtungsprogramm gegen Japau hat dieses in den Schlachten bei Bougainville und den Gilbert=Inseln, denen jetzt eine neue amerikanische Niederlage bei den Marschallinseln gefolgt ist, eine Antwort gegeben, die an Deut lichkeit nichts zu wünschen übrig ließ, und die selbst dem großmäuligen Marineminister Knox vorübergehend die Sprache verschlug. Zukunftslinie zu zeichnen versucht, die wenig Aussicht auf Verwirklichung hat, nachdem Eden die Ueberlassung Europas an den Bölschewismus unterzeichnet hat, so zeigt doch der harte Tadel an Smuts, wie unangenehm der britischen Politik eine so klare Folgerung ist, wie sie der SüdafriUeber die zweite Konferenz in Iran wird von den amtlichen Nachrichtenstellen in England und in den USA ein dichter Schleier des Geheimnisses zu legen versucht, nachdem Moskau mit der Bekanntgabe von dem Zusammentreffen und angelsächsische Zeitungen mit der Meldung vorgeprescht waren, daß das wichtigste Ergebnis eine Aufforderung an Deutschland und seine Verbündeten sein werde, sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Das Echo, das dieser Versuch, den Betrug mit den 14 Punkten Wilsons zu wiederholen, in Deutschland gefunden hat, dürfte die geistlosen Plagiatoren Wilsons schon jetzt davon überzeugt haben, daß es verlorene Mühe ist, Deutschland durch Drohungen oder Versprechungen moralisch zu verwirren und von seiner Entschlossenheit abzubringen, den Krieg mit derselben Kraft und demselben Siegeswillen fortzusetzen, wie er bisher geführt wurde. Selbst in der feindlichen Presse, in der infolge der schlechten Regie, mit der die beiden Konferenzen ausgewertet werden, eine starke Nervosität zu bemerken ist, werden jetzt schon Stimmen laut, die vor einer Ueberschätzung dieser sogenannten politischen Kriegführung warnen. So wendet sich der Londoner„Daily Herald“ gegen die Phrase, daß die Besprechungen in Teheran das Schicksal Deutschlands besiegeln werden. Kein denkender Mensch könne die Schwierigkeiten der Endphase des Krieges unterschätzen und man würde besser daran tun, erst einmal die ganze Kraft einzusetzen, um den Zusammenbruch Deutschlands zustande zu bringen, anstatt Mutmaßungen über das Datum anzustellen. Andere englische Presseäußerungen liefern, wenn dies noch nötig wäre, den Beweis, daß etwaige Versprechungen zwischen einem nationalsozialistischen und einem anderen Deutschland zu unterscheiden, als reines Betrugsmanöver anzusehen wären. So schreibt die Londoner Zeitschrift„19. Jahrhundert und später“, die Art des in Deutschland bestehenden Regimes sei für England nicht von Wichtigkeit. Es wäre auch in den Krieg gegangen, wenn Deutschland ein demokratischer Musterstaat gewesen wäre. Es handle sich darum, die Macht Deutschlands zu vernichten, lieber ein despotisch regiertes aber schwaches Deutschland, als ein liberales mit zuviel Macht. Als überaus unglücklich hat sich die Rede des südafrikanischen Ministerpräsidenten Smuts über die Auslieferung Europas an die Sowiets herausgestellt, um so mehr, als Smuts als Vertreter Churchills und Mitglied des Kriegskabinetts gesprochen hat. Nicht nur in allen europäischen Ländern, in denen die britische Agitation tätig war, die Sorgen vor einer Bolschewisierung zu zerstreuen, hat Smuts einmütige Ablehnung gefunden, sondern auch in England selbst erheben sich gewichtige Stimmen gegen diesen„Berater der britischen Politik“. So bezeichnet die dem Außenminister Eden nahestehende„Yorkshire Post“ die Aeußerung: Frankreich habe aufgehört als Großmacht zu eristieren, als taktlos. Frankreich werde sich, wie andere europäische Länder, rasch von dem Kriege erholen. Wenn das Blatt des Außenministers damit und mit dem Vorschlag einer westeuropäischen Koalition an der Seite Englands auch eine politische kaner gezogen hat. „Ein Schwert— ein Hirn“ Geuf, 7. Dezember. Der um Phrasen nie verlegene USA=Präsident übergab dem„Army and Navy Journal“ eine Erklärung unter der Ueberschrift:„Die USA im Kriege", in der Roosevelt in geradezu auffälliger Deutlichkeit auf die angebliche Einigkeit unter den Alliierten hinweist. Auf Grund dieser Einigkeit, so meint er, seien die USA und ihre Verbündeten„ein einziges Schwert geworden", das von einem„einzigen Gehirn und einer einzigen Hand geschwungen“ wird. Roosevelt hat sich nicht näher darüber ausgelassen, welches dieses einzige Hirn ist. Er kann aber wohl nur an seinen jüdischen Gehirntrust gedacht haben, der diesen Krieg von langer Hand eingefädelt hat und auch weiterhin die Fäden in der Hand hält. Dieser jüdische Gehirntrust vertritt den Dollarimperialismus und ist darauf bedacht, daß die mit den USA verbündeten Völker auch ja die Geschäftsinteressen des Yankee=Kapitals vertreten. Trotz der großmächtigen Redensarten muß Roosevelt zugeben, daß der Feind, also Deutschland und seine Bundesgenossen, weiterhin über gewaltige Macht verfügen. Das hindert ihn aber nicht daran, die geläusige Agitationsphrase von der„unvermeidlich bedingungslosen Kapitutalion" als Schlußpunkt hinter seine hochtönende Erklärung zu setzen. Neue Ritterkreuzträger des Heeres □ Berlin, 7. Dezember. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Werner Göritz, Kommandeur einer Infanterie=Division; Oberstleutnant Siegfried Grotheer, Kommandeur eines Grenadier=Regiments; Major Heinrich Dörnemann, Kommandeur einer Panzeraufklärungs=Abteilung. Die Todesgeißel über Indien Kein leuer großer japanischer Erfolg Wieder ein Flugzeugträger und ein großer Kreuzer versenkt ∆ Tokio, 7. Dez. Das Kaiserliche Hauptquartier gab Montag folgenden Bericht heraus: 1. Am Sonntagmorgen versuchten etwa hundert Feindflugzeuge, unseren Stützpunkt aus den Marschall=Inseln anzugreisen. Japanische MarineLuftstreitkräfte, Einheiten der Besatzung und Marine=Ueberwasserstreitkräfte wehrten aber den Feind erfolgreich ab und schossen 20 der angreisenden Flugzeuge ab. An unseren Bodenaulagen wurde einiger Schaden angerichtet. 2. Kaiserliche Marine=Luftstreitkräfte griffen in den Gewässern nordöstlich der Marschall=Inseln am Abend des gleichen Tages einen feindlichen Flottenverband an und fügten dem Feind einen vernichtenden Schlag zu. Bei dieser Operation wurden folgende Ergebnisse erzielt: Ein mittlerer Flugzeugträger und ein Kreuzer wurden schwer beschädigt und sind sehr wahrscheinlich gesunken. 3. Wir verloren dabei sechs Flugzeuge, die noch nicht zu ihren Stützpunkten zurückkehrten. Diese Luftschlacht erhält die Bezeichnung„Luftschlacht bei den Marschall=Inseln". Japanischer Luftangrift auf den Haten Kalkuttas ∆ Tokio, 7. Dez. Das kaiserliche Hauptquartier gab Montag bekannt: „Kaiserliche Armee= und Marineluftstreitkräfte griffen gemeinsam Sonntag Kalkutta an. Die Verbände bombardierten die feindlichen, im Hafen vor Anker liegenden Schiffe sowie die Hafenanlagen schwer und stellten außerdem 40 feindliche Jäger zum Kampf. Die kaiserlichen Luftstreitkräfte erzielten dabei folgende Ergebnisse: Drei große Transporter wurden beschädigt und in Brand geworfen; außerdem wurden die Hafenanlagen und zahlreiche Lagerhäuser durch Brand zerstört. Ferner wurden zwei Transporter beschädigt und zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Unsere Verluste betragen zwei Flugzeuge, die sich entweder auf ihre Ziele stürzten oder noch nicht zu ihren Stützpunkten zurückkehrten.“ Die innerpolitische Reichsgestaltung Reichsführer SS Himmler auf der Tagung der deutschen Journalisten □ Berlin, 7. Dezember. Der Reichsführer 4# Reichsinnenminister Himmler ergriff auf der Kriegsarbeitstagung der deutschen Presse das Wort zu eindrucksvollen Ausführungen, in denen er den dentschen Journalisten einen umfassenden Ueberblick über die innerdeutschen Probleme der Kriegführung und der Nachkriegszeit gab. In seinen interessanten Darlegungen erörterte der Reichsführer 44 einleitend die Fragen der inneren Sicherheit des Reiches. Auf diesem Gebiet wirken sich heute in weitgreifender Weise die zielbewußten Maßnahmen zur Bekämpfung des Berufsverbrechertums und zur Ausschaltung der asozialen Elemente aus, die der nationalsozialistische Staat seit 1933 planmäßig durchgeführt hat. Der Reichsführer teilte dabei mit, daß beispielsweise die Statistik für das dritte Kriegsjahr die niedrigste jährliche Verbrechensziffer seit Bestehen des Deutschen Reiches überhaupt ausweise. Von Der finnische Nationalfeiertag Der Führer sandte an den finnischen Staatspräsidenten einen Glückwunsch □ Helsinki. 7. Dez. Finnland feierte Montag den Nationalfeiertag der 27. Wiederkehr des Tages seiner Selbständigkeitserklärung. Im ganzen Lande läuteten die Kirchenglocken diesen Tag des stolzen Aufstieges des freien, unabhängigen Finnland ein, der im staatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben einen überzeugenden Aufschwung auslöste und heute durch die 25jährigen Jubiläen aller im Zuge des erwachsenden nationalen Lebens nach der Selbständigkeitserklärung gegründeten Vereine ein besonders starks Gepräge erhält. Nationales Bekenntnis der finnischen Arbeiterschaft □ Helsinki. 7. Dez. Auf der 60=Jahr=Feier der ersten Zelle des finnischen Arbeiterverbandes, der heute in über 1100 Ortsvereinigungen 800 eigene Verbandshäuser besitzt und zwei Fünftel des finnischen Volkes erfaßt, sprach in Vaasa der Vorsitzende des finnischen Gewerkschaftsverbandes, Minister Tanner. Es sei das Bezeichnende für die finnische Arbeiterschaft, so führte Tanner im Verlaufe seiner Rede aus, daß sie genau so vaterländisch denke und handele, wie jeder Finne es tue, und daß sie auch im Kampf um die innere Freiheit Finnlands erfolgreich gegen jede kommu nistische Internationale gekämpft habe. Gerade der Arbeiter habe sich durch seiner Hände Arbeit eine besondere Pflicht erworben, für die Freiheit seines Landes zu kämpfen und sie zu verteidigen, denn ihr Tod wäre gleichbedeutend mit seinem eigenen Untergang. Darum stehe auch die Arbeiterschaft Finnlands heute wie je zuvor einmütig in einem Kampf, der durchgehalten werden müsse. Glückwunsch des Führers zum finnischen Nationaltag and Aus dem Führerhauptquartier, 7. Dez. Der Führer hat dem finnischen Staatspräsidenten Risto Ruti zum finnischen Nationaltage mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. diesen Darlegungen ausgehend, betonte Reichsführer Reichsinnenminister Himmler, daß es im Gesamtbereich der innerdeutschen Sicherheitslage nicht ein Moment gebe, daß sich irgendwie mit den innerdeutschen Zuständen 1917/18 vergleichen lasse. Während damals ein organisiertes politisches und kriminelles Verbrechertum dem Kampf von Front und Heimat in den Rücken fiel, steht heute die deutsche Heimatfront fest und geschlossen, im Innern gesichert, durch Prüfungen gehärtet und im Bewußtsein, daß der Kampf um Sein oder Nichtsein geht, hinter ihren Soldaten. Ausführlich ging der Reichsführer 4 auf seinen Aufgabenbereich als Reichsinnenminister ein und zeichnete in großen Linien die zukünftige Entwicklung der innerpolitischen Gestaltung des Reiches. Dem Gedanken eines absoluten Vertrauensverhältnisses zwischen der deutschen Oeffentlichkeit und jedem Zweig der Staatsverwaltung und einer klaren Reichsautorität in schicksalsbestimmten Fragen fügte Reichsführer 5 Reichsinnenminister Himmler den Begriff der Reichsfreudigkeit jedes Reichsgaues hinzu, den zu unterstreichen und dessen Entwicklung zu fördern er als ein besonderes Zukunftsziel betrachte. Der Reichsführer und Reichsinnenminister behandelte in diesem Zusammenhang eine Reihe Einzelfragen, die sich auf eine stärkere Entwicklung des örtlichen Selbstverwaltungsgedankens und auf die Auslese= und Aufstiegsmöglichkeiten der jungen Staatsbeamtenschaft bezogen. Zum Schluß seiner überaus wirkungsvollen Ausführungen hob der Reichsführer 44 im Kreise der deutschen Journalisten die besonderen Verpflichtungen hervor, die den geistig führenden Kreisen unseres Volkes besonders im Kriege gestellt sind. Gerade sie seien berufen, in vorbildlichster Form das stolze Fundament zu sichern, das Jahrhunderte geistiger Tradition in Deutschland geschaffen haben; gerade an ihre Einsatzfreudigkeit, ihren Mut und ihr Ehrgefühl ergehe in dieser Zeit, in der Entscheidungen weltweiten Ausmaßes fallen, der Ruf, es müsse unser aller Ehrgeiz sein, in der Erkenntnis der Größe unserer Tage nicht kleiner zu sein als es einstmals unsere Enkel sein werden, denen die einmalige Größe des Schöpfers unseres Reiches in ganzer Klarheit vor Augen stehen wird.„Mögen unsere Enkel," so schloß Reichsführer 44 Reichsinnenminister Himmler unter begeisterter Zustimmung,„dereinst nicht von uns sagen müssen, daß unser Deutschland einen vom Schicksal gesandten Führer hatte, daß aber die Zeitgenossen die Größe dieses Geschenkes nicht hinreichend erkannten. Möge vielmehr im Buch der Geschichte des deutschen Volkes verzeichnet stehen: Dem deutschen Volk war in schweren Tagen vom Schicksal ein großer Führer gesandt, und das Volk selbst ist es wert gewesen, unter ihm gelebt und mit ihm gekämpft zu haben eilmittel, kein Schiffsraum, aber hisky für die Zwingherren □ Genf, 7. Dez.„Whisky für die englischen Herren löschen die im Hasen von Bombay einlaufenden Schiffe, während Tausende von Indern in jeder Woche mangels ausreichender Meugen von Chinin der Malaria=lpidemie zum Opfer fallen,“ heißt es in einem Bombayer Korrespondentenbericht der„News Chronicle", in dem weiter gesagt wird, die Epidemien rafften die Inder jetzt fast schneller dahin als die Hungersnot, denn alle Chinin=Vorräte gehörten der Armee. Zusätzliche Mengen einführen könne man nicht, erklärten die zuständigen Behörden, weil es an Schiffsraum fehle. Und doch hätten die Alliierten genügend Schiffe zu ihrer Versügung klagt die indische Presse, um Whisky nach Indien zu bringen. Ein bekannter indischer Arzt habe sich folgendermaßen dem Korrespondenten gegenüber geäußert:„Können Sie die Inder tadeln, wenn sie sich bitter darüber beschweren, daß die Engläuder im Lande Whisky trinken, während das Volk an den Seuchen zugrunde geht? Die Behörden wußten vor Kriegsausbruch, daß der Malaria Hunderttausende von Indern in jedem Jahre zum Opfer fallen. Ihnen war auch bekannt, daß nach dem Verlust von Java Indien auf seine eigene kümmerliche Chininproduktion von jährlich 70 000 Pfund angewiesen ist. Sein Mindestbedarf aber beträgt eine Million Pfund im Jahr.“ „Nur etwa 100 Aerzte und zehn Spezialisten stehen in Bengalen zur Verfügung,“ schreibt der „News=Chroniele"=Korrespondent in Kalkutta, um dort mit den Seuchen, vorwiegend Cholera und Malaria, fertig zu werden. Nach fachärzt= lichen Schätzungen würden in den nächsten Monaten 500 000 bis eine Million Inder der Provinz Bengalen von einer der Seuchen erfaßt und müßten ins Hospital eingeliefert werden. Aber die vorhandenen Krankenhäuser hätten nur insgesamt 24000 Betten. Man frage sich, was man mit den Menschen machen solle. Doch diese würden sterben müssen, nachdem schon zahlreiche Inder Opfer der Hungersnot wurden. Japan zwei Jahre im Krieg Wenn es noch eines Beweises für die Kriegsschuld der Plutokraten bedurft hätte, so bietet der Kriegseintritt Japans am 8. Dezember 1941 das beste Beispiel. Roosevelt handelte im Auftrage Wallstreets, als er im Juli 1941 begann, Japan zu provozieren. Neben der Gier nach den reichen Mineralienlagern im fernen Osten war es auch der Wunsch nach der Niederhaltung Japans unter dem Büttel des Dollars. Roosevelt ging seiner Ansicht nach folgerichtig vor, indem er das seiner Meinung nach kleine Japan zunächst durch Drohungen einzuschüchtern versuchte, dann den ganzen Osten als amerikanische Interessensphäre betrachten und auch dementsprechend für seinen stets aufnahmebereiten Geldsack einspannen konnte, zum andern aber den verhaßten Achsenmächten einen wichtigen Partner zur Seite drücken konnte. Die Flotte Japans würde von der USA=Flotte vom Ozean hinweggefegt werden, und die Landmacht käme gar nicht in Frage. So dachte Delano Roosevelt. In diesem Gedanken erfolgte die erste Herausforderung Japans im Juli 1941 durch die Sperrung der japanischen Guthaben in USA. Eng land, Kanada, Südafrika und Indien. Außerdem wurden die japanischen Schiffe, die sich in amerikanischen Häfen befanden, beschlagnahmt. Die Kündigung der Handelsverträge folgte ebenfalls. Japan antwortete mit den gleichen Maßnahmen. Das konnte sich der„große Mann“ im Weißen Haus von dem vermeintlichen kleinen Japan nicht gefallen lassen. Jetzt mußten die Japaner an lebenswichtigen Einfuhrerzeugnissen angefaßt wer den. So wurde unter dem 2. August 1941 die Einsuhrsperre von Benzin und Motorölen erlassen. Japan antwortete mit der Einstellung des Schiffs verkehrs nach USA. Am 30. November erfolgte die Ueberreichung eines beleidigenden Memorandums in ultimativer Form an Japan. In diesem Memorandum for derte Roosevelt: Rückzug der japanischen Truppen aus China, Fallenlassen der Nankingregierung und Abrücken von den Achsenmächten. Das hieß also den Amerikanern freie Hand im Osten lassen, den Deutschen und Italienern die Treue brechen, damit man in Eurova ebenfalls leichteres Sviel habe. Aber Roosevelt hatte sich verrechnet. Ein weiteres Zögern Japans wäre von dem sich über mächtig dünkenden Amerika als Schwäche und Un entschlossenheit ausgelegt worden. Am 8. Dezember 1941 wurde die Kriegserklärung Japans an Anglo=Amerika in Washington überreicht. Am gleichen Tage, ein paar Stunden später, erfolgte die Kriegserklärung Amerikas an Japan, der England mit seinen Dominions beitrat. Was ist in den zwei Jahren Kriea im Often geschehen? Aus dem großmänligen Roosevelt ist ein Schaumschläger Roosevelt geworden, der die * angesagten Großtaten durch Schaumschlägerei übelster So.e ersetzt. Mandschu.uo, Burma sind freie Staaten geworden. Der unglückliche General Tschiangkaischek verliert Land und Soldaten. Das englische Dominion schmilzt zusammen. Was sich nicht selbständig macht, verfällt dem Dollar, aber auch nur für die Kriegsdauer. Die japanische Flotte im Verein mit der japanischen Luftflotte erringt einen Sieg nach dem andern. Was hatte ein Mister Knor doch für einen großen Mund wie klein nahm sich nach seinen großsprecherischen Worten Japan gegen das allmächtige Amerika aus. Welche Reichtümer an Gold und Rohstoffen standen den USA nicht zu Gebote. In„Gottes eigenem Land“ flossen Milch und Honig. in Japan dagegen sah man dem Krieg mit Kummer und Sorge entgegen, so nach den Worten des 11SA-Marineministers Knox. Wie hat sich doch alles wunderbarlich gestaltet. Das„kleine" Japan brachte dem großmächtigen Amerika eine Schlappe, einen schmerzlichen Schiffsverlust nach dem andern bei. Von den Philippinen wurden die USA=Soldaten binweggesegt. Heute besitzt Japan die ergiebigsten Mineralölquellen der Erde. Von wirtschaftlicher Bedrohung durch die Alliierten kann keine Rede sein. Statt den fernen Osten aufzuteilen und der Ausbeutung der Wallstreetfuden auszuliefern, ist der ferne Osten heute geeint zum gegenseitigen Aufbau. Indien steht auf. Sein Heer wird marschieren gegen die jahr=, hundertelangen Bedrücker. Wohin man sieht, es ist nichts von den Phrasen Roosevelts eingetroffer. Die Achse besteht mächtiger denn je trotz Verräter Badoalio. Roosevelt und seine Ratgeber mögen am Jahrestage der Kriegserklärung an Japan erkennen, daß ihre Rechnung eine Fehlrechnung war und in keinem Falle aufgeht. Wie es im Osten steht, so steht es auch im Westen. Das ist: für die Achse steht die Sache gut. Daran helfen die hochtrabenden Worte Roosevelts nichts, auch nicht die Schnavsreden Churchills, aber auch keine Haßgebete des heuchlerischen Frömmlers von Canterbury. Bei der Achse wirken Taten, Phrasendrusch unterbleibt. 1—r. Heldentod eines Ritterkreuzträgers □□ Berlin, 7. Dezember. Oberleutnant Frank Führ Kecht, rer eines Grenadier=Bataillons aus Homburg(Saar) stürmte in der zweiten Schlacht am Mius im Gegenangriff mit 150 Grenadieren mehrere Ortschaften und eine beherrschende Höhe. Während der nächsten beiden Tage konzentrierten sich die Kämpfe in diesem Abschnit vor allem um die von ihm eroberte Höhe. Starke Teile von zwei sowjetischen Schützendivisionen rannten immer wieder gegen die Stellungen der Homburger Grenadiere an; achtmal nahm der Feind mit großer Uebermacht die Höhe, achtmal warf ihn Oberleutnant Kecht an der Spitze seiner Grenadiere wieder herunter. Einer bei diesen Kämpfen erlittenen schweren Verwundung ist er, kurz nachdem ihm für seine heldenmütige Waffentat das Ritterkreuz verliehen worden war, erlegen Sowjekangriffe im großen Onseprbogen In heftigen Panzerkämpfen 80 Sowjetpanzer abgeschossen dub Aus dem Führerhauptquartier, 7. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim setzten die Sowjets ihre starken Angriffe nordöstlich Kertsch den ganzen Tag über fort. Sie wurden mit wirkungsvoller Unterstützung durch Artillerie und Sturmgeschütze größtenteils vor den eigenen Stellungen zerschlagen und dabei 25 feindliche Panzer vernichtet oder bewegungsunfähig geschossen. Südlich Kertsch machte der Angriff rumänischer Truppen weitere Fortschritte. Der feindliche Landekopf wurde wesentlich eingeengt. Im großen Onjepr=Bogen nahm der Feind bei starkem Schneetreiben mit überlegenen Kräften seine Angriffe wieder auf. Gie wurden nordöstlich und nordwestlich Kriwoi Rog sowie südwestlich Krementschug in heftigen bis in die Dunkelheit fortgesetzten Kämpfen abgewehrt. An einer Einbruchsstelle entwickelten sich heftige Panzerkämpfe die noch im Gange sind. Insgesamt wurden in diesem Raum gestern 80 Sowjetpanzer abgeschossen. Bei Tscherkassy schlugen unsere Truppen wiederholte Angriffe ab und vernichteten weitere, in den Kämpfen der Vortage abgeschnittene feindliche Kampfgruppen. In diesem Frontabschnitt hat sich die moselländische 72. InfanterieDivision unter Führung von Oberst Hohn zusammen mit Teilen der###Panzer=Division„Wiking“ und Einheiten der 10. Flak=Division durch vorbildliche kämpferische Haltung in den tagelang hin= und herwogenden Kämpfen besonders ausgezeichnet. Von der übrigen Ostfront werden lebhaftere örtliche Kämpfe nur noch aus den Abschnitten nordwestlich Gomel und westlich Newel gemeldet. In Süditalien kam es gestern bei anhaltend schlechtem Wetter nur in einigen Frontabschnitten zu lebhaften örtlichen Gefechten. Dabei wurden sechs Panzer aus einer seindlichen Kampfgruppe abgeschossen, die an der adriatischen Küste gegen unsere Stellungen vorfühlten. Rumänien stolz auf den Erfolg südlich Kertsch Bukarest, 7. Dezember. Der neueste Erfolg der rumänischen Truppen, die, wie der deutsche Wehrmachtbericht vom Sonntag meldete, den sowjetischen Landekopf südlich Kertsch angriffen, die feindlichen Stellungen durchbrachen und bis zur Küste durchstießen, wird von der Bukarester Presse mit großen Schlagzeilen auf den Titelseiten der Blätter besonders hervorgehoben „Viatza“, spricht von Waffentaten, die die heiligen Fahnen Rumäniens ehren.“ In berechtigtem Stolz bewundere das Land den Heldenmut seiner Söhne, der einen neuen Beweis für die Leistungskraft des rumänischen Frontkämpfers darstellt. „An der Seite der deutschen Führung und des deutschen Soldaten auf der Krim" so schreibt General Dabila im „Curentul“, erfüllen die rumänische Führung und der rumänische Soldat vollauf ihre Pflicht. Sie kämpfen treu und voller Hingabe zu ihrer höchsten Ehre und zum Ruhme des rumänischen Volkes“ Mit„Tigris“ gingen 63 Mann unter Genf, 7. Dezember. Jetzt erst teilt die Londoner Admiralität mit, wie„Daily Expeß“ meldet, wie viel Mann des U.Bootes„Tigris“, das im April als überfällig gemeldet wurde, mit ihm untergingen. Es handelt sich um sechs Offiziere und 57 Mann. Die Aufgaben des Arbeitseinsatzes Gauleiter Sauckel sprach zu den deutschen Schriftleitern □ Berlin, 7. Dez. Vor den zu der Kriegsarbeitstagung versammelten Vertretern der deutschen Presse sprach der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Reichsstatthalter Sauckel. Er kennzeichnete in eingehenden Darstellungen die Aufgaben des Arbeitseinsatzes im Reich wie in den von der Wehrmacht besetzten bzw. unter den Schutz des Reiches gestellten Gebieten. Gauleiter Sauckel rechnete in überzeugender Weise mit den Lügen der Feindpropaganda von der sogenannten„Devortation“ ab. Bisher, so erklärte er, seien im Laufe der euroväischen Geschichte Deportationen nur von den kapitalistischen Mächten des Westens, insbesondere von England, sowie vom zaristischen und bolschewistischen Rußland betrieben worden. Jahrhundertelang habe England seine Verbrecher, religiös Andersgläubige, politisch unerwünschte Elemente, aber auch Neger und weiße Arbeitssklaven devortiert und Die Exilregierungen gegen Smuts Die Ausführungen dieses Diplomaten=Generals seien taktlos und undiplomatisch Telegrammunseres II Geuf, 7. Dezember. Die Exilregierungen in London und Kairo sowie auch der französische Befreiungsausschuß in Algier laufen gegen die Auffassungs Smuts über die zukünftige Weltaufteilung Sturm. Es geht augenblicklich in 3 den diplomatischen Kreisen der mit den Angelsachsen zusammenarbeitenden Exilregierungen hoch her. Sie alle haben direkt oder indirekt schon Anfragen in Washington und London gestellt, inwieweit die Ausführungen Smuts als offiziellen Ausdruck der britischen Regierung aufzufassen sei. Die verschiedenen Blätter greifen sogar Smuts sehr heftig an, und zwar hauptsächlich den Punkt seiner Rede, in dem er von nur drei Mächten spricht, die die„Neue Welt“ regieren werden. Doch die Exilregierungen stehen mit ihrer Kritik nicht allein da. Auch die englische Presse und in parlamentarischen Kreisen Großbritanniens bildet sich eine Opposition heraus. Ueber Sonntag kam es im Hydepack sogar zu einigen Protestversammlungen links gerichteter Kreise. Ganz energisch gegen Marschall Smuts geht jedoch der Daily Herald“ vor. Das Blatt schreibt, der General spreche zuviel von Führerschaft und zu wenig von Freiheit und Demokratie. Das sozialistische Blatt fühlt einen Ton ständigen Mitarbeiters von Mißachtung der kleinen und schwächeren Nationen und eine gewisse Uebersetzung der Disziplin aus der Rede des südafrikanischen Premierministers. Selbst„News Chroniele" äußert nach der„Tat“ in Zürich einige Bedenken darüber, ob die Politik von Smuts nicht noch zu einer Aufteilung Europas in gegensätzliche Interessensphären führen müsse. Der London=Korrespondent der„Tat" fährt dann wörtlich fort:„Die Ausführungen von Smuts erscheinen in der Tat im Vergleich zu britischen Ministerreden geradezu provokant undiplomatisch. In London herrscht größtes Rätselraten darüber, wieweit die Rede ein rein persönliches Dokument darstelle oder wieweit sie die Auffassung der Regierung wiedergebe. Amtlich wird sich das Kabinett wohl kaum mit einer so herausfordernden offenen Meinungsäußerung indentifizieren. Daß aber die Rede Tendenzen widerspiegelt, die auch der offiziellen britischen Außenpolitik nicht völlig fremd sind, scheint wahrscheinlich. Ob England tatsächlich beabsichtige, seine Weltstellung durch ein Zusammenspiel von Empirepolitik und Kontinentalpolitik zu festigen, wird sich ja bald in der Praxis zeigen. verunsie recht= und schutzlos in fremde Länder schleppt. Ebenso habe das zaristische und in geheurem Ausmaß das bolschewistische Rußland Devortationen in die Einöden Sibiriens vorgenommen. Demgegenüber habe Deutschland niemals auch nur einen einzigen Arbeiter deportiert. Die heute nach Deutschland zur Arbeit kommenden Werktätigen benachbarter Völker würden voll in die sozialistische Arbeitsgemeinschaft des deutschen Volkes ausgenommen. Sie erhielten ihren zeitlich begrenzten, juristisch genau definierten Arbeitsvertrag, sie erführen eine volle soziale Betreuung und genössen einen umfassenden sozialpolitischen Schutz genau so wie der deutsche Arbeiter. Es sei. so erklärte Sauckel, nur natürlich daß, wenn ein Millionenheer von deutschen Soldaten Europa vor der bolschewistischen Gefahr schütze, diejenigen europäischen Nationen, die dem deutschen Siege die Erhaltung ihrer staatlichen Existenz, ihres völkischen Lebens und ihrer Kultur zu verdanken haben, bereit seien, durch Abstellung ausreichender Arbeitskräfte zu diesem Kampfe beizutragen. „Ich kann feststellen,“ so schloß Gauleiter Sauckel, „daß die fremdländischen Arbeiter im nationalsozialistischen Reich gerechter, korrekter und sorgsamer behandelt und betreut werden als die Arbeiterschaft in irgendeinem anderen Lande der Welt. Bei uns haben die ausländischen Arbeiter das sozialistischste Land der Erde gefunden. Sie erleben in Deutschland den wahren Sozialismus in seiner Praxis, sie erfahren aus eigener Anschauung, welchen sozialen Aufstieg er für die Werktätigen bedeutet. Millionen europäischer Arbeiter sind heute für den deutschen Sieg und damit für Europa tätig. So wird aus diesem Kriege nicht nur politisch ein neues Europa hervorgehen, sondern auch ein neues einiges, sozialistisches europätsches Arbeitertum.“ Fliegertod eines Ritterkreuzträgers □ Berlin, 7. Dezember. Den Fliegertod starb der Kommodore eines Schnellkampfgeschwaders, Major Heinz Schumann, der sich im Kampf gegen England und die Sowjetunion das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erworben hatte. Botschafter Dieckhoff in Berlin gr Madrid, 7. Dezember. Der deutsche Botschafter in Madrid, Hans Dieckhoff, ist zur Berichterstattung nach Berlin abgereist. Es handelt sich um eine rontinemäßige Informationsreise. Nachdem Botschafter Dieckhoff nunmehr sieben Monate den Madrider Posten bekleidet hat, wurde er am Freitag abend vom spanischen Staatschef General Franco in Gegenwart des spanischen Außenministers Grafen Jor# dana in Audienz empfangen und hatte mit ihm eine etwe einstündige Unterredung. In den Klauen der Gpu Bukarest, 7. Dezember. Ein erschütterndes Gespräch mit dem Bischof Nikolae Wissiliewitsch von Rostow gibt die„Viatza“ wieder. Bischof Nikolae, der sich seit der Räumung von Rostow in einem rumänischen Kloster aufhält, war im Jahre 1931 auf den Bischofsstuhl von Rostow gekommen, nachdem sein Vorgänger Seraphin Silicov, zur Zwangsarbeit verurteilt worden war. Bischof Seraphin ist an den Strapazen der Zwangsarbeit am WolgaKanal gestorben. Bischof Nikolae Wissiliewitsch war schon vor seiner Einsetzung mehrere Jahre in verschiedenen sibirischen Gefängnissen, dann aber wegen seiner Popularität wieder freigelassen worden. Nach der Bischofswahl wurde er zur GPU gerufen, wo er sich schriftlich verpflichten mußte, das Bischofsgebäude niemals zu verlassen. Bis zum 23. Mai 1935 wurde er mehr als 100 Mal verhört und immer wieder freigelassen mit der Verpflichtung, niemand in seinem Haus zu empfangen. An diesem Tage(23. Mai 1935), wurde er in das unterirdische GPU=Gefängnis Rostow geschleppt. Ein vorwiegend aus Juden zusammengesetztes Gericht verurteilte ihn in Abwesenheit zu fünf Jahren Zwangsarbeit. Aus den engen Zellen des Rostower GPU=Gefängnisses wurden jede Nacht Dutzende von Häftlingen herausgeholt und hingerichtet, manchmal wurden sie auch in den Zellen erschossen. Trotzdem wurden die Zellen nicht leer, denn täglich wurden neue Opfer eingeliefert Bischof Nikolae wurde 180 Tage lang jede Nacht um 1 Uhr zum Verhör gerufen, das zwei bis drei Stunden dauerte. Am frühen Morgen mußte er dann wieder zur Arbeit. Eine Zeitlang mußte er Kartoffeln roden. Für jede Kartoffel, die nach der Arbeit noch irgendwo gefunden wurde, erhielten die Gefangenen einen Schlag mit einer Peitsche aus Eisendraht. Dann kam er nach Sibirien. Viele der Mitgefangenen starben im Zug, da sie zu 35 in Abteile gesperrt waren, die nach einer Türaufschrift für zehn Personen bestimmt waren. Da zum Hinlegen kein Platz war. schliefen sie stehend aneinandergelehnt. Tagelang erhielten sie kein Wasser und konnten schließlich nicht mehr sprechen, sondern sich nur noch durch Zeichen verständigen. Der Gefangenenwaggon wurde zu mehreren sibirischen Gefängnissen geschoben, die aber alle überfüllt waren und die Aufnahme neuer Gefangener verweigerten. Schließlich wurden sie in eine abgeschiedene unfruchtbare Steppengegend in ein aus Erdhöhlen bestehendes Dorf abgeschoben und hier mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen. Bischof Nikolae wurde dann, als er schließlich nach Verbüßung der Strafe zurückkehren konnte, bald von den deutschen und rumänischen Truppen befreit. Von seinen elf Kindern hatte man inzwischen sieben hingerichtet, eins war zu Zwangsarbeit verurteilt worden, und drei waren geflüchtet, ohne bisher eine Nachricht gegeben zu haben. Badoglio gelüstet nach Ruhmestaten □ Stockholm, 7. Dezember. Badoglio hat wieder einmal genheit genommen, um sich seinen Auftraggebern zu empfehlen und die ihm verbliebenen italienischen Streitkräfte als Kanonenfutter für den anglo=amerikanischen Krieg anzubieten. Wie gewöhnlich hat der Verrätergeneral den Mund wieder sehr voll genommen, um den Anschein zu erwecken, daß seine Truppen darauf brennen, sich auf der Schlachtfeldern zu betätigen. In einem Interview, daß er einem Reutervertreter gab, legte er großen Wert auf seine mehrfachen Beteuerungen, daß seine Truppen unbedingt im Kriege zum Einsatz kommen wollten.„Wir wünschen, zur Befreiung Italiens mit unserem Blut beizutragen“, erklärte Badoglio, ohne zu sagen, wie weit er zu einer solchen Versicherung von seinen Truppen beauftragt ist. Wenn er darauf verwies, daß die Badoglio=Italiener„auf Korsika gegen die Deuschen tapfer kämpften,“ so übersteht er geflissentlich, daß der Kampf auf Korsika ausschließlich von den gaullistischen Truppen geführt wurde, während die feigen Badoglio=Italiener erst zu schießen begannen, als der letzte deutsche Soldat in die Boote gestiegen war. Bemerkenswert in dem einstündigen Interview mit Neuter ist Badoglios Geständnis, daß es seinen Truppen an Brot und medizinischen Artikeln mangelt. Damit bestätigt er, daß er für seinen Verrat nicht einmal das Notwendigste hat kaufen können. Den Anglo=Amerikanern fehlt es weder an Brot noch an Medikamenten. Sie leben einen guten Tag in Italien. Allerdings scheuen sie sich nicht, das Land bis zum letzten auszusaugen. Es kümmert sie nicht, ob die badogliohörigen Truppen ausreichend ernährt werden noch interesisert es sie, ob das italienische Volk im besetzten Gebiet hungert. Auch Badoglios Gewinsel wird an diesen Verhältnissen nichts ändern. Der Tag des deutschen Eisenbahners □ Berlin, 7. Dez. Am 7. Dezember begehen die Eisenbahner in jedem Jahr den„Tag des deutschen Eisenbahners" zur Erinnerung an die Gründung der ersten deutschen Dampfeisenbahnen im Jahre 1835. Zu diesem Ereignis hat das deutsche Volk in diesem Jahre ein ganz besonderes Verhältnis. Gerade in den Tagen des verstärkten Bombenterrors zeigt sich aufs deutlichste, was der stärkste Verkehrsträger, die Deutsche Reichsbahn, über alle wirtschaftliche und militärische Bedentung hinausgehend, für das gesamte Volksleben bedeutet. Die Moral des Volkes ist heute von gleicher Wichtigkeit wie die Stärke der Waffen. Wenn die Moral, ein ideeller Faktor, durch materielle Mittel mitgesichert werden kann, so geschah und geschieht dies nicht zuletzt durch unseren Verkehrsapparat, dessen bedeutendster Träger unsere Eisenbahnen sind. Sei es nun, daß durch die vorsorgliche Evakuierung Millionen deutscher Kinder in weniger luftgefährdete Gaue verbracht wurden.— eine Leistung. die mit anderen Verkehrsmitteln nicht zu bewältigen gewesen wäre—. sei es, daß nach großen Bombenangriffen die obdachlos gewordene Bevölkerung umquartiert oder betroffene Betriebe verlagert werden müssen. Wenn unsere Eisenbahnen, allen voran unsere Reichsbahn, derartige Leistungen bis heute immer wieder zum Erstauden der ganzen Welt bewältigt hat— Berlin ist zur Zeit das überragendste Beispiel— so nur deshalb. weil sich jeder Eisenbahner, vom Präsidenten bis zum letzten Lehrling in den Ausbesserungs= werken seiner volksverpflichteten Aufaabe bewußt ist und das letzte hergibt, um der Volksgemeinschaft in dieser härtesten Bewährungsfrist zu dienen. Was hiermit heute dem ganzen deutschen Volke sichtbar geworden ist, die verschworene Arbeits= und Kampfgemeinschaft der deutschen Eisenbahner, das hat der deutsche Soldat seit langem erkannt, wenn auch nicht viel darüber gesprochen und geschrieben wurde. Die moderne Kriegführung wäre ohne das Vorhandensein des gewaltigen Personal= und Sachapparates der deutschen Eisenbahnen überhaupt nicht möglich. Und besonders die bewegliche Kampfführung unserer motorisierten Heere, die für Angriff und Verteidigung zur Entwicklung der Kräfte sehr große Räume benötigt und nicht mehr an starke Verteidigungssysteme gebunden werden kann, bedarf der Mithilfe der Eisenbahnen in ganz besonderem Maße. Der Führer selbst hat in seinen Reden über den Kriegsverlauf mehrfach auf diese Tatsache hingewiesen und durch hohe und höchste Auszeichnungen diese Leistungen anerkannt. Weitesten Kreisen bekannt geworden sind inzwischen auch die harten Belastungsproben, denen unsere Eisenbahner bei der Befahrung der Bandengebiete ausgesetzt sind. So mancher Eisenbahner mußte hier die Treue zu seiner Aufgabe mit dem Tode besiegeln. Eisenbahndienst ist schon zu Friedenszeiten ein harter Dienst, und die Männer, denen im Fahrdienst die Sicherheit und das Leben von Millionen Volksgenossen Tag um Tag anvertraut wird, müssen ebenso tatbereite wie verantwortungsfreudige Männer sein. So ist es kein Wunder, wenn im Bandenkampf der Wehrgeist und die Standhaftigkeit unserer Eisenbahner spontan in Erscheinung traten und niemand zögerte. das Maschinengemehr oder die Maschinen vistole mit auf den Führerstand zu nehmen, um sich den Weg, den hinterhältiges Gesindel ihm zu verlegen sucht, freizukämpfen. Ebenso mußten die Fahrdienstleiter, die auf den entlegenen Stationen in den Bandengebieten ihren Dienst verrichten, ihr Blockhaus in eine kleine Festung verwandeln, um jederzeit in den Kampf um die gefährdete Strecke eingreifen zu können. So mancher Eisenbahner trägt heute für den hierbei bewiesenen Heldenmut, der oft noch härtere Nerven als die offene Feldschlacht verlangt, das Eiserne Kreuz oder die Kriegsverdienstkreuze mit Schwertern. Aber noch eine andere, sehr erfreuliche Beziehung hat der deutsche Soldat in diesem Kriege zu unseren Eisenbahnern gewonnen. Diese beruht auf dem im Gegensatz zum vorigen Kriege besonders glücklich organisierten Urlauberverkehr, der Front und Heimat verbindet. Auch hier trägt die Eisenbahn durch ihren Dienst in ganz besonderem Maße dazu bei, die moralischen Kräfte unserer Volksgemeinschaft zu stärken, denn die Erhaltung der Familienbande und der persönliche Erfahrungsaustausch und Erlebnisbericht zwischen Front und Heimat., also zwischen Urlauber. Familie und Kameradschaftskreis haben sich als eine der stärksten Kraftquellen der deutschen Nation erwiesen, da gerade heute der Frontsoldat als politischer Soldat um seine Aufgabe weiß und mit seiner in den härtesten Schlachten gestählten seelischen Kraft auf die Heimat zurückstrahlt und ihr den Mut und die Zuversicht einflößt, auch ihrerseits allen Belastungsnroben standzuhalten. So gedenkt heute am Ehrentag der deutschen Eisenbahner das ganze deutsche Volk seines wichtigen Verkehrsträgers und der Männer und Frauen, die ihn bedienen. Und wenn mancher Volksgenosse. der bis jetzt durch unbelehrbares Verhalten unserem Zug= und Stationspersonal noch immer das Leben unnötig schwer machte, in sich gehend auch seinerseits die nun einmal unbedingt notwendigen Verkehrsregeln in Zukunft befolgen würde, so wäre das für unsere Eisenbahner der schönste Dank. A 43 „Goddam, ich versuche alle Tricks und diese schwarze Bestie will nicht parieren!“ Wie hören im Rundsunte: Dienstag. Reichsprogramm. 8.00 bis 8.15 Uhr: Zum Hören und Bebalten. 11.00 bis 12.00 Uhr: Zeitgenössischen Unterhaltungsmusik. 12.35 bis 12.45 Uhr: Der Bericht####h1 Lage. 14.15 bis 15.00 Uhr: Es spielt die Kavelle Willy Uhr: Solistenmusik von Mozart. 16.00 bis 17.00 Uhr: Overnsendung mit Solisten der Opernhäuser Münster und Hagen. 17.15 bis 18.00 Uhr: Kurzweil am Nachmittag. 18.00 bis 18.30 Uhr: Chormusik der Jugend. 18.80 bis 19.00 Uhr: Der Zeitspiegel. 19.15 bis 19.30 Uhr: Krontberichte. 25.1. bis 21.00 Uhr: Heitere Weisen. 21.00 bis 22.00 Uhr: Eine unterhaltsame Stunde für dich. Deutschlandsender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Sinsonisches Kon— Handn, Mozart u. a. 20.15 bis 22.00 Uhr: Das große Konzert— Ewige Musk *—*********** in Bere Ininmehr rde er Franco Jor etw bespräch von de, der inischen ofsstuhl eraphin Bischof Wolgaer EinGefängfreiger GPU bischofs. ai 1935 den freidaus zu e er in t. Ein rurteilte Aus den den jede gerichtet, Trotz= den neue m 1 Uhr dauerte. it. 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Ein Programm muß angekurbelt werden und es dauert heute ein vaar Tage. bis es wie am Schnürchen läuft. Aber nun läuft es und nicht nur Unterhaltung bringt es, sondern auch kunstbildnerische Erhebung. Das Ensemble der fünf Bottroffs zeigt in magischer Beleuchtung neun lebende Bilder sportgestählter Körver. deren künstlerische Gruppierung und plastische Darstellung uneingeschränktes Lob verdienen. Ein von zwei Figuren flankiertes und mit einer dritten Figur gekröntes Tor weckt durch seinen allegorischen Ernst tiefe Besinnlichkeit. Das Bauerntum mit den Attributen des Ackerbaues wird abgelöst von dem die Weltkugel tragenden Atlas. An das Urteil des Paris erinnert die nächste Plastik, die voll griechischer Schönheit war. Mars, der römische Gott des Krieges, regierte in der folgenden Schau: ein am Boden liegender verwundeter Kämpfer erfährt Hilfe und Anerkennung aus Göttinnenhand. Ein begeistertes Loblied auf Dionysos, den Gott des Weinbaues, verkörpert ein weiteres Bild; ihm reiht sich die Jagd an, deren Bogenschützen frei und gelöst in klassischem Ebenmaß gestaltet sind. Den Beschluß macht die Szene des antiken Kriegers, der auf zweispännigem und zweirädrigem Streitwagen siegreich heimkehrt. Was hier an hehrer Bildhauerkunst als Akt gezeigt wird, ist belehrend, kunstbildend und erhebend: griechische Kunst— das Schönheitsideal des nordischen Menschen. Vier Bottroffs(zwei Damen, zwei Herren) boten als Konstrukteure in schönster Gemessenheit Figuren geometrischer Natur, borizontal=vertikal, auch blattförmig seitwärts, bald in einer Kette fliegender Menschen, bald am kreisenden Trapez. Zuvor schufen zwei Bottroffs in erstaunlich ruhigem Zeitmaß Hand auf Hand Spiegelbild und Waage. Am Doppelreck leisteten die zwei Solbracs erstrangige Akrobatik; auch Exzentrik(Welle am Stuhl) wirkte verblüffend. Inge Hag als Rollschuh=Jongleuse amüsierte. Dolly Ley, die zugleich Primaballerina und„Fräulein Numner“ war, ertanzte sich mit zwei temperamentvollrassigen Charakterstücken und mit einem Straußwalzer reichen und wohlverdienten Beifall. Den bunten artistischen Reigen schlossen das ZanoniTrio mit spannenden Zauberkünsten, der sehr verlachte Humorist Anton Lindner und Konzertsänger Franz Köller mit dankbaren Liedern(Wolgalied. Dein ist mein ganzes Herz, Frühlingsreißen). Die Kapelle Pontzin wird gewiß weiterhin bemüht sein, den erforderlichen Kontakt mit den Bühnenkünstlern zu erlangen; der Walzer von Strauß bedarf noch einer gründlichen Ueberholung. Die Musik des Varietes läuft zwar nur an der Peripherie des Musiklebens entlang, aber auch sie will höllisch ernst genommen sein und höher hinauf zu streben, gibt doch erst Sinn dem Leben. Adolf Prümers Auszeichnungen im DRK Sonntag fand im Rahmen einer Feierstunde die Auszeichnung von 37 bewährten DRK=Männern der Herner Kreisstelle statt. DRK=Feldführer Amtsarzt Dr. Meyer gab in seiner Ansprache ein Bild von dem verantwortungsbewußten DRKMann. Die Verdienstborte wurde für 5=, 10= und 15jährigen Einsatz verliehen. Ausgezeichnet wurden für 15 Dienstjahre: Franz Braciszewski, Friedr. Böhle, Wilh. Dickmann, Christ. Gautier, Wilh. Gosebrink, Rich. Groß, Heinr. Konrad, Stanislaus Kaczmarek, Paul Moser, Jakob Mühlenbrok, Friedr. Muhlack, Heinr. Norwig, Thomas Pocholek, Gustav Schwirklies, Franz Volsek; für 10 Dienstjahre: Erich Bretin, Heinr. Bultmann, Heinr. Boudon, Wilh. Jokusch, Karl Kruck, Bruno Langner, Valentin Michalowski, Ottokar Posolda. Otto Rubach. Alfred Schmidt, Heinr. Wecker, Fr. Kuhlmann; für 5 Dienstjahre: Aug. Böckhaus, Jos. Borkowski, Heinr. Hillesheim. Artur Höflich, Peter Ludhardt, Alb. Meier, Franz Neubauer, Paul Peters. Otto Sundermeyer, Heinrich Voß. Preisregelung für Papierbindfaden Der Preiskommissar hat die Preise für die verschiedenen Sorten der Papierbindfäden sowohl für den Großhandel als auch für den Einzelhandel festgesetzt. Im Einzelhandel betragt z. B. der Preis für eine Kleinaufmachung unter Normalgewicht der Sorte P 800 einfach 2.60 RM je Kilogramm unpoliert und 2,80 RM je Kilogramm poliert. Bei geschlossenen Lieferungen von mindestens 100 Kilogramm und mehr hat der Einzelhandel ebenfalls Abschläge je nach der Menge zu gewähren. Die neuen Preise gelten für den Einzelhandel ab 1. Dezember 1943 Rüstungsarbeiterinnen in Erholungsheimen Die Dr.=Ley=Spende ermöglich es auch mehreren hundert südwestfälischen Frauen und Mädeln aus kriegswirtschaftlichen Betrieben, 14 Tage lang auszuspannen und in ein Erholungsheim zu fahren. Heime für diesen Zweck unterhält die Deutsche Arbeitsfront in Baden. Niederbronn(Elsaß), Bad Sulzbach. Bergen(Oberbayern), Joachimsbad. Halturn und in Berchtesgaden. Der Aufenthalt und die Fahrt sind für die Frauen kostenlos. Die in Erholung Geschickten kommen mit neuen Kräften zurück und denken mit Freude und Dankbarkeit an die schönen Tage zurück, die sie in den Erholungsheimen verleben durften. In letzter Zeit ist viel über das Erfinderwesen gesprochen und geschrieben worden. Es könnte trotzdem die Frage entstehen:„Welche Voraussetzungen sind für das Erfinden allgemein gegeben?". Die Antwort lautet: Erfinden kann jeder Mensch, der mit offenem Blick durch das Leben geht und der den Grundsatz des Erfinders kennt, nämlich:„Dazu beizutragen, den Kampf um das menschliche Leben zu erleichtern und zu vereinfachen.“ Es ist doch so, daß unser Leben von den Gegenwirkungen des Lebens: Tod und Gefahren, abhängig ist. Nicht nur im Kriege, sondern auch im Frieden führen wir einen ständigen Kampf gegen diese negativen Kräfte mit allen Mitteln, die wir irgendwie schaffen können. Wenn es um die Erhaltung des Lebens geht, brauchen wir Pflug, Spaten, Obdach. Ob es die Gesunderhaltung und den Schutz gegen Witterungseinflüsse betrifft(Hitze, Kälte, Feuchtigkeit) oder die Herstellung von Hilfsmitteln(Werkzeuge, Geräte, Maschinen), wir brauchen in stets steigendem Maße und entsprechend der Kulturhöhe Gegenstände aller Art, um unsere Lebensbedürfnisse zu befriedigen. Nun schaffen wir aber nur durch die Rohstoffe, die die Natur uns bietet. Diese müssen gewonnen und verarbeitet werden auf mehr oder weniger umständliche Art. Aber auch Rohstoffe sind teilweise knapp. Es gilt, bei dem stärkeren Bedarf dafür Austauschstoffe zu finden. Wir wollen aber nicht nur schaffen und arbeiten und den Körper schützen, sondern wir verlangen auch ein Leben in Ruhe und Sicherheit. Also auch für Kunst, Wissenschaft, Fortbildung, Sport werden in wechselweiser Steigerung Ansprüche, Wünsche, Forderungen sowie weitere Entwicklungen und Handhabungen des Gegenständlichen durch Forschungen und geistige Arbeit notwendig. Alle diese Aufgaben liegen — soweit sie nicht reine Vorschläge zur Verbesserung bestehender Zustände und Einrichtungen betreffen— fast nur im Gebiet der Technik. Auch neue Verfahren zur Gewinnung von Werkstoffen, deren Bearbeitung, die Verbesserung von Geräten, Instrumenten, Werkzeugen, Maschinen und Vorrichtungen aller Art, werden gefordert. Zu den technischen Verbesserungen und Erfindungen gehören auch Verfahren zur Verminderung des Verschleißes, der Geräusche, Erschütterungen und die Schaffung neuer Energiequellen. Die Beeinträchtigungen durch Licht, Luft, bitze. Kälte, Zerknall, Blitz, Feuer, Wasser,— da wo sie nicht angebracht sind— sollen vermieden werden. Die mannigfachen Verkehrsaufgaben, die Forschung selbst, die Vermittlung unserer Erfahrungen durch Wort. Schrift. Bild und Ton sind Felder der erfinderischen Betätigung. Ein ungeheures Gebiet liegt also vor uns und als Aufgabe des Erfinders vor seinem Können und Wissen. Fassen wir das Gesagte in einigen Fragen zusammen: 1. Warum erfinden? Weil wir leben wollen. Dabei kommt es darauf an, den Notwendigkeiten des Lebens Rechnung zu tragen. 2. Was erfinden? Alles, was dazu dient, das Leben der Menschen zu erhalten, zu vereinfachen und zu verschönen. Heute heißt zwar die Forderung: Kampf mit den Waffen zu Wasser, zu Lande, in der Luft und mit den dazu erforderlichen schwimmenden, rollenden und fliegenden Verkehrsmitteln. Im Frieden gelten andere Aufgaben. 3. Wie erfindet man? Darüber gibt es weder ein Lehrbuch, noch Regeln. Aus der Not des Lebens, aus der Enge und den Mängeln beWeihnachtspaketdienst der Deutschen Reichspost: Um der Bevölkerung ausreichende Gelegenheit zu geben, Weihnachtssendungen zur Post zu liesern, bat die Deutsche Reichspost für die Zeit vom 0. bis einschließlich 15. Dezember den uneingeschränkten Paketdienst zugelassen. Zur Aufarbeitung der in dieser Zeit anfallenden Paketmassen muß vom 16. Dezember an eine Annahmesperre für Pakete und Päckchen eintreten. Vom 27. Dezember an wird neben dem Päckchendienst ein beschränkter Paketdienst voraussichtlich wieder zugestanden werden können. Damit die Deutsche Heute wird von 16.19—8.21 Uhr verdunkelt! Reichspost imstande ist, die erheblichen Massen von Weihnachtssendungen an ihre Bestimmungsorte zu befördern, richtet sie die dringende Bitte an die Bevölkerung, Pakete, die nicht für Weihnachten bestimmt sind, zurückzuhalten und ihre Einlieferung aus die Zeit nach Weihnachten zu verschieben. Da bei der angespannten Lage im Transvortwesen mit einer langen Beförderungsdauer zu rechnen ist, wird vor der Verwendung verderblicher Lebensmittel dringend gewarnt. Feste Verpackung und richtige Aufschrift sind unbedingtes Erfordernis für alle Pakete und Päckchen, auch soll in jedes Paket und Päckchen ein Doppel der Aufschrift gelegt werden. stehender Zustände versuche man Verbesserungen zu treffen. Es kommt darauf an, daß man etwas schafft, was vorher nicht da war. 4. Wer ist Erfinder? Erfinden ist kein Beruf. Erfinder brauchen keinen Lehrgang durchzumachen. Erfinder kann jeder sein, der— möglichst aus seinen gründlichen Berufskenntnissen und der Praxis des Könnens und Wissens heraus mit einer klaren Erkenntnis der Notwendigkeiten und der unbedingten Zweckmäßigkeit der Volksgemeinschafthelfen will, den Lebenskampf zu führen und den Sieg zu erringen. Was ist eine Erfindung? Jede technische Neuerung, die Menschen, Zeit, Roh=, und Werkstoffe sowie Energien einspart und der Allgemeinheit Nutzen bringt. Das wäre zunächst einiges, was über das Erfinden gesagt werden kann. Erfinder sind besondere Menschen. Sie haben Ideen, die andere nicht haben, weil sie erfinden wollen. Dadurch kommen sie leicht auf abwegige Dinge. Sie sind zähe, hartnäckig und tifteln an allen möglichen Sachen herum. Infolgedessen werden sie leicht eigenbrödlerisch und unbelehrbar, weil sie glauben, mehr zu wissen als andere Menschen. In diesen Eigentümlichkeiten liegen Gefahren, die schließlich von Ideen zur Phantasterei und zu Abwegen führen. Davor müssen wir uns hüten, denn dazu sind die Zeiten zu ernst. Man soll sich nach Möglichkeit nur mit Aufgaben befassen, die auf einer genauen Kenntnis der Naturgesetze, der Eigenschaften, der Werkstoffe, von Mechanik und Technik beruhen. So wesentlich und wichtig Erfindungen sind, die umwälzende Neuerungen bringen, so sehr muß man sich hüten, Utopien nachzugehen oder sich mit Stückwerk abzugeben. Es ist in der heutigen Zeit nicht möglich, alle abnormen Gedanken und Neuerungen überhaupt eingehend zu prüfen, wie der„Erfinder“, es für notwendig erachtet, weil er nur seine Pläne sieht. Leider ist die Schar derer, die erfinden möchten und glauben, Erfinder zu sein, ungeheuer groß; die Zahl der Auserwählten ist dagegen immer noch sehr klein. Das wirkliche Genie wird sich zwar durchsetzen, aber viele Enttäuschungen liegen am Wege. So gegensätzlich all dies ist, was das Erfinden anbetrifft, so ist auch das Los des Erfinfen und Munition, die auch die Leistungen und Wirkungen und neuen Gedanken, Wille zur Gestaltung und Enttäuschung wegen der Ohnmacht sowie den Unzulänglichkeiten auf den verschiedenen Gebieten. Der Deutsche ist nun einmal der typische Erfinder mit seinem Suchen und Verbessernwollen. So gewiß es unermeßliche Dinge gibt, die des Erfindens und des Erfinders harren, so gewiß ist es auch, daß Grenzen für den Erfinder gesteckt sind. Man beginne mit den besseren Leistungen von Menschen, Maschinen, Werkstoffen, Geräte. Man versuche, Unzulänglichkeiten und Fehler in der Arbeit von Menschen, Maschinen, Werkstoffen und Geräten auszuschalten, sodann wird man zu weiteren Aufgaben kommen. Mehr leisten als andere in jeder Beziehung, ist das Ziel, das uns subjektiv oder objektiv vorschweben muß. Mehr leisten als schaffender Mensch, mehr leisten an Waffen und Munition, wie auch die Leistungen und Wirkungen beim Gegner übertreffen müssen. Schnellere Verkehrsmittel, weiter reichende Geschosse, Verringerung der Fehler, größere Sicherheiten, größere Zuverlässigkeiten, bessere Verständigungen so oder so, das sind Aufgaben, die uns gestellt sind. Wer hilft dabei? Auskünfte und Rat über rechnische Verbesserungen und Erfindungen erteilen die Erfinderbetreuer, die in allen BeWichtiger Hinweis für Hausschlachtung Schon seit Jahren wird ein großer Teil der in Schlachthäusern geschlachteten Schweine enthau tet. Das Resultat ist ein vollwertiges Leder für die verschiedensten Zwecke. Für die ländliche Be völkerung besteht eine ausgezeichnete Möglich keit, die eigene Schuh= oder Lederversorgung zu verbessern, wenn auch die Hausschlachtungs schweine enthäutet werden. Für Schweinehäute im Gewicht von 3.5 Kilogramm bis zu 5 Kilo gramm darf der Hausschlachtungsberechtigte ein Paar Kinderstraßenschuhe bis zur Größe 35 oder sertiges Leder in der Gewichtsmenge von 20 v des Frischgewichtes der abgelieferten Häute be ziehen. Für Häute über 5 Kilogramm besteht ein Anrecht auf Ausstellung eines Bezugssche nes für ein Paar Männer= oder Frauenstraßen oder Arbeitsschuhe. Die Bezugscheine werden ohne Anrechnung auf den sonstigen Schuhbezug ausgestellt. Das Entbäuten wird in den meisten Fällen von Angebörigen des Fleischerhandwerks aus geführt werden müssen. Sonstige Hausschläch ter verfügen gewöhnlich nicht über die hierbei notwendigen Erfahrungen. Die Häute werden beim nächstgelegenen Häutehändler oder der Häuteverwertungsgenossenschaft abgeliefert. Auskünfte geben Kreisbauernschaften und Fleischer. Der Handel stellt bei der Ablieferung eine Be scheinigung mit Gewichtsangabe aus, für die das zuständige Wirtschaftsamt einen Bezugschein für Schuhwerk oder Leder liefert. Schincken und Rückenspeck lassen sich auch ohne die Schwarte ohne weiteres haltbar machen. Vor Beschmut zung müssen sie allerdings besonders sorgfältig bewahrt werden. trieben des Gaues Westfalen=Süd in Verbindung mit der DAF eingesetzt sind. Ferner geben jederzeit Auskunft die Hauptämter für Technik der NSDAP in den Kreisen und das Gauhauptamt für Technik., Dortmund, Schwanenstraße 87. Kleine Herner Stadtnachrichten Eisernes Kreuz. Der Feldwebel Rudolf Moller aus Herne wurde mit dem E. K. 1. Kl. aus gezeichnet. Beförderung. Der Leutnant Fritz Molter aus Herne wurde nach dem Heldentod zum Ober leutnant befördert.— Der Oberfähnrich Georg Klein aus Herne, Kaiserstraße 28, wurde mit Wirkung vom 1. November d. J. zum Leutnant in der Kriegsmarine befördert. Lebensmittelkartenausgabe um 1 Stunde vorverlegt. Die Lebensmittelkartenausgabe ist mit Rücksicht auf die früh eintretende Dunkelheit um 1 Stunde vorverlegt worden. Sie findet in der Zeit von 14—16.30 Uhr statt. Die Mitglieder der Kriegerkameradschaft ehem. 16er(Hacketäuer) traten am Sonntag im Kame radschaftsheim Pitsch zu ihrem Jahresschlußapvell an. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die Erläuterungen des Kameradschaftsführers über die Bedeutung und die Bestimmungen der Unfall und Haftpflichtversicherung der Kriegerkameradschaften. Außerdem wurde zu den Geschehnissen auf den Kriegsschauplätzen Stellung genommen. Die Vorbereitungsarbeiten für den Jahreshauptappell wurden einer Aussprache unterzogen. Er wurde auf den 1. Januar festgelegt. Die Kriegerkameradschaft des ehem. Res.=Inf.= Reg. 7 befaßte sich am Sonntag in ihrem bei Padberg stattgefundenen Appell mit derselben Tagesordnung. Kamerad Ellerkamp hielt einen interessanten Vortrag über die neuesten Ereignisse des Krieges. Fuhrmannsverein perne. Am Sonntagvormittag hielt der Fuhrmannsverein Herne im Lokale Padberg seine Monatsversammlung ab, die vom stellvertretenden Vereinsführer Lemeke eröffnet wurde. Neben der üblichen Tagesordnung stand ein Vortrag über das Frontgeschehen zu Gehör. Der Bergarbeiter schafft für den Sleg Köln. In einer großen Kundgebung des Aachener Bergbaus sprach in einem Zechenbetrieb des Wurm=Reviers Gauleiter Staatsrat Grobe zu den Bergarbeitern. In der Kundgebung kam erneut die Entschlossenheit des deutschen Bergarbeiters zum Ausdruck, alle Kräfte für den deutschen Sieg einzusetzen. Die Rede des Gauleiters wurde immer wieder durch Beifallsbezeugungen unterstrichen, die zeigten, daß der Bergarbeiter den Sinn dieses Krieges begrissen hat und trotz der großen kriegsbedinaten Schwierigkeiten und der Terrorangriffe niemals in seiner Bereitschaft, alles für den Endsieg einzusetzen, erlahmen wird. Der schaffende Mensch als Erfinder Seine Betreuung durch die Partei Und das Glück kam doch ins Haus Romen von Dorothee Goebeler 20 „Entschuldige, daß ich dich warten ließ". Konstanzes Stimme schreckte ihn aus seinen Grübeleien auf. Das Fräulein hatte sich auf dem Sofa niedergelassen. Starr und steif saß sie da. „Es handelt sich nicht um mich, ich möchte mit dir über Hetty sprechen.“ „Ueber Hetty?“ horchte er auf.„Was ist denn mit dem Kind?“ „Daß du es nicht siehst, lieber Klemens, ist ja nicht weiter verwunderlich. Du hast dein Amt und bist in Anspruch genommen. Ich aber bin entsetzt. Das Kind sieht erschrekken blaß aus. Es hat morgens öfter Kopfschmerzen, das ist ja sein altes Leiden.“ „Möchtest du das nicht lieber mit Maria selbst besprechen?“ Er wurde nervös. „Öffen gestanden, lieber Klemens, das möchte ich nicht.“ „Du kannst es ohne Bedenken tun. Du kennst Hetty länger als Mika. Warum sollt ihr beide nicht in der Liebe zu dem Kinde gemeinsam arbeiten?“ Konstanze antwortete nicht gleich. Erst nach langem Ueberlegen nahm sie wieder oas Wort:„Ich glaube, wir lassen es lieber. Wir haben doch eine zu verschiedene Einstellung. Hetty ist meiner toten Schwester Kind und deine Frau ist immer hier nur die Stiefmutter.“ „Ich glaube, das hat Hetty noch niemals empfunden. „Nein, nein, ganz bestimmt nicht; sie hat sich auch nie beRlagss I „Das möchte ich ihr auch nicht geraten haben. „Du verstehst mich falsch. Gewiß könnte ich mit deiner Frau sprechen, aber sie würde das sicher als Einmischung ansehen, als unerwünschte dazu. Beobachte doch Hetty! Sieh dir das Kind an, dann wirst du ja selbst sehen, daß man mit ihm auf einem falschen Wege ist. Sage ja nicht oben, daß ich mit dir gesprochen habe. Deine Frau ist wohl etwas mißtrauisch— sagen wir schon ruhig— sie lächelte mokant —„eifersüchtig“, das sind ja zweite Frauen immer auf alles, was mit der ersten zusammenhängt. Du mußt reden um Hettys, um ihrer toten Mutter willen.“ Er ging. „Um Hettys, um ihrer toten Mutter willen?" Er wiederholte die Worte, als er oben in seinem Arbeitszimmer saß, und wieder kroch das alte Schuldgefühl in ihm empor— war sie nicht tot um seiner Kälte willen? Aber was war denn mit Hetty? Hatte er über all seinem Liebesglück vergessen, auf Julianes Kind zu achten? So strahlend hatte sein Lebensglück vor ihm gelegen, woher kamen die Schatten? Dann horchte er auf und ein helles Leuchten ging über sein Gesicht. Er hörte Marias Stimme auf der Diele. Dann lachte Hetty. Sie hatte dem Kinde anscheinend etwas mitgebracht, ein Spielzeug, das Musik machte, allerhand piepsende, knarrende Töne wurden laut. Da klang Hettys Lachen noch einmal, dann ein Türenschlagen, und dann stand Maria auf der Schwelle. „Was ist denn Klemens?“ Mit zwei Schritten war sie neben ihm. „Nichts ist. Was soll denn sein? Froh bin ich, daß ich dich wieder habe.“ Sie sah ihn ein paar Augenblicke schweigend an.„Klemens, wir wollen uns doch nicht mit Ausflüchten hinhalten. wenn einem von uns etwas auf der Seele liegt. Auf deiner liegt etwas, Klemens—“ Und nun faßte sie seine Hand und preßte sie mit angstvollem Druck:„Ist der Mann daran schuld? Der fremde Mann?“ „Welcher Mann?“. Er richtete sich rasch auf, und sein Erstaunen sagte ihr besser als Worte, daß sie auf dem wege gewesen war. Jetzt war er es, der ihre Hand ergriff. „Welcher Mann, Mika? Träumst du?" „Nein, ich träume nicht und wenn es das nicht ist, dann ist es ja gut. Ich habe ihn schon ein paarmal hier um das Haus schleichen sehen. Ein großer, schwarzer Mensch, sehr elend, sehr verkommen, verbummelter Schauspieler scheint es mir. Als ich eben zurückkam, war er wieder da und sah hinüber nach Konstanzes Fenstern.“ „Also eine Eroberung von Konstanze, vielleicht der Zukünftige, den wir ihr wünschen.“ „Ach. Klemens, lache nicht! Er hatte mir etwas Unheimliches, und seine Augen— ich weiß nicht, wo ich die Augen schon gesehen habe. Mir ist es, als ginge Unheil von ihnen aus.“ „Und du meinst, daß dieser Mensch an meiner Verstimmung schuld gewesen?“ „Ich glaubte es, und wenigstens gibst du jetzt zu, daß eine Verstimmung vorhanden war.“ Er schwieg ein paar Minuten. Dann sagte er:„Ja, Mika, sie war da, aber es war wirklich nichts. Allerhand Aerger im Büro, nichts weiter.— Du hast wohl Hetty etwas mitgebracht, ich hörte sie lachen.“ Sie spürte, daß er ihr etwas verbergen wollle, aber sie war zu klug, um darauf einzugehen. Sie sagte ruhig: „Ja, einen kleinen Hund, der bellt, wenn man auf einen Ball drückt. Sie hat sich sehr darüber gefreut. Sie hat mir sogar einen Kuß gegeben, ganz freiwillig, denke nur.“ Er lachte. Er hatte seine gute Laune wieder.„Ein erster Kuß also.“ „Ja, ein erster Kuß, aber einer, der gilt; es ist schwer, an Hettys Seele heranzukommen.“ „Ihr kommt doch ganz gut miteinander aus.“ „Ja, wir kommen gut aus.“ Sie sah nachdenklich vor sich hin.„Es ist etwas Merkwürdiges mit dem Kindo Liebster, es ist als kämpften zwei verschiedene Mächte in ihm, die eine treibt es zu mir, und die andere reißt es fort. 30 glaube, daß da unten im geheimen Einflüsse geschäftig sind.“ „Mika—“, eine Falte schob sich zwischen seine Brauen „Mika, das kann ich mir nicht denken. Sie würde doch wohl eher zu uns beiden sprechen, aber zu dem Kinde—!“ „O. es braucht nicht aus Bosheit zu sein—“. Sie unterbrach ihn rasch.„Aber es wird gefragt und gesagt, und dann gibt jedes seine Weisheit dazu. Es ist ja immer so, wenn eine Stiefmutter in das Haus kommt. Warum soll es bei mir anders sein?“. Sie sagte es ohne Bitterkeit. „Liegt es nicht am Ende doch an den ganzen veränderten Verhälnissen, in die das Kind hineingeriet? Fräulein Lotte ist jetzt wohl auch strenger mit ihr, als sie sonst sein durfte Daran ist unser Fräulein Tochter nicht gewöhnt.“ „Dann wird sie sich daran gewöhnen müssen,“ sagte die Frau gelassen.„Fräulein Lotte wird auch bald nicht mehr viel Zeit haben, sich ausschließlich um Hetty zu kümmern. Ich brauche sie zum Frühling anderweitig.“ „Anderweitig?“ Sie zupfte ihn am Ohrläppchen und lachte leise:„Lotte ist auch ausgebildete Babypflegerin, ich glaube, man kann ihr so ein ganz Kleines ohne Bedenken anvertrauen.“ „Maria Regina!“. Er riß sie in seine Arme.„Ist das wahr? * Es nahte Weihnachten und viel Geschäftigkeit und Heimlichkeit war im Hause. Maria Regina ging umher mit einem heimlichen Singen auf den Lippen, in ihren Augen stand ein Leuchten. Auch Hetty war zutraulicher geworden. Was man unten bei Tante Konni auch fragte und sagte, oben bei den Eltern nahm es der Weihnachtsgeist gefangen. Was war Weihnachten gewesen unten bei der Tante, was war da der Advent? Man hatte ein paarmal mit Fräulein Lottein die Kirche gehen müssen und sich furchtbar gelangweilt, weil man von der Predigt nichts verstand. Am Heiligen Abend hatte ein Christbaum gebrannt, aber nur auf eine Stunde, damit die Kerzen bis Neujahr reichten. Eine neue Puppe war dagewesen und etwas Spielzeug, aber man konnte sich nicht recht darüber freuen, man wußte sa, man bekam es bloß Sonntags, damit es nicht kaputt ging. Schneerose und Christusdorn Pflanzen, die den Weihnachtsnamen tragen Bei zwei Pflanzen, die in diesen Wochen blüben, hat das Weibnachtsfest Pate gestanden. Der Name„Nieswurz“ sagt es schon: die Pflanzen dieser Gattung haben eine niesenerregende Wirkung. Die meisten von ihnen— und es gibt rund zwanzig verschiedene Arten— sind in den Mittelmeerländern zu Hause, drei davon aber haben sich auch bei uns in Deutschland angesiedelt: die grüne Nieswurs, die im Vorfrübling blübt, die sog.„stinkende Nieswurz“ und die dritte und beliebteste Art: die schwarze Nieswurz, die im Winter blüht und daraufhin ein halbes Dutzend winterlicher bzw. weibnachtlicher Namen tragt. Als Christrose, Weibnachtsrose oder Schneerose, als Weihnachts., Christ=, Schnee= oder Eisblume, als Christwurz oder Feuerkraut kennt man sie in fast allen Gegenden Deutschlands. Die Weihnachtsblume oder Weihnachtsrose ist eine Giftpflanze und wird fast ausschließlich als Zierpflanze gezogen. Sie wird bis zu 30 cm hoch und öffnet um die Weihnachtszeit ihre prächtigen weißen bis blaß rosafarbenen Blüten. Es sind mit die größten und schönsten Blüten, die wir in Deutschland kennen, sie sind häufig bis zu sieben Zentimeter breit. Uebrigens wächst die Weihnachtsblume auch wild: man findet sie in lichten, sonnigen Gehölzen der Alven, wobei sie aber ausschließlich auf Kalkboden gedeibt. Freilich sind die Bliten der wilden Schneerose nicht so groß wie die der als Zierpflanzen gezüchteten. Ebenfalls um die Weibnachtszeit öffnet eine fakteenähnliche Zierpflanze ihre Blüten, die in Mittel= und SSüdamerika beimisch ist, aber seit längerer Zeit auch bei uns gezogen wird; der Weihnachtsstern. Es is eine strauchartige Pflanze, die über einen Meter hoch wird. Der Laie spricht im allgemeinen von ihrer prächtigen leuchtendroten„Blüte"— in Wirklichkeit ist die Blüte selbst hellgelb und ziemlich unscheinbar, aber rings um sie stekt ein Kranz leuchtend roter lanzettlicher und spatelförmiger Hochblätter, der der Pflanze den Namen„Weihnachtsstern“ gegeben hat. Selbst wenn die Blüte verblüht ist und die leuchtend roten Blätter abgefallen sind, ist der„Weihnachtsstern" noch immer mit seinen großen zugespitzten, langgestielten Blättern eine schöne winterliche Zimmerpflanze. Nah verwandt mit dem Weihnachtsstern ist der aus Madagaskar stammende„glänzende Weihnachtsstern“, der vielfach auch den Namen„Christusdorn“ trägt. Es ist eine strauchartige, bis zwei Meter hohe Pflanze, die blattarm und mit langen scharfen Dornen bewaffnet ist. Die Blüten werden von zwei zinnoberroten verwachsenen Hüllblättchen umschlossen, die man wiederum meistens für die eigentliche Blüte hält. Auch der Christusdorn wird als Zimmerpflanze oder in Gewächshäusern gezogen. Weihnachtsbacken ohne Hefe und Backpulver Hefe und Backpulver sind zur Herstellung von allerhand Gebäck nicht unbedingt erforderlich. Das gilt insbesondere für Printen und Lebkuchen. Wenn kein Kunsthonig im Haushalt vorhanden ist, verwendet man Sirup in gleicher Menge. 350 Gramm Kunsthonig rechnet man auf 450 Gramm Mehl. Der Kunsthonig wird mit einem Achtelliter Wasser erhitzt und mit Mehl vermischt. Am anderen Tag wird ein Teelöffel Pottasche, aufgelöst in Wasser, Zimtersatz, Rumaroma und einer Messerspitze Hirschhornsalz zugefügt und alles gründlich verarbeitet. Der Teig wird dann ausgerollt, in Stücke geschnitten und bei guter Mittelhitze abgebacken. Aehnlich dem Lebkuchen entstehen die Printen. 500 Gramm Kunsthonig, 180 Gramm Zucker, 125 Gramm Fett, 750 Gramm Mehl, Pfefferkuchengewürz, 15 Gramm Pottasche in drei Eßlöffel entrahmter Frischmilch gelöst, sind die Zutaten. Honig, Zucker und Fett läßt man zergehen. Das mit den Gewürzen vermischte Mehl wird damit angerührt. Dann fügt man die angerührte Pottasche dazu, verknetet gut und läßt den Teig zehn Tage stehen. Nochmals verknetet, wird er messerrückendick ausgerollt, in schmale Streifen geschnitten, aufs Blech gelegt und in Mittelhitze gebacken. Für Pflastersteine werden 200 Gramm Weizenmehl und 100 Gramm Kartoffelmehl mit einer kleinen Messerspitze Hirschhornsalz und einem halben Teelöffel Zimtersatz versiebt und mit 60 Gramm Zucker, ebensoviel Margarine, einem Eßlöffel Milei G und zwei bis drei Eßlöffel Milch rasch durchgearbeitet. Nach Ruhen wird der Teig 3 bis 4 Millimeter dick ausgerollt, in kleinere Vierecke geschnitten, am gefetteten Flech hell ausgebacken und noch warm mit einer Glasur aus Puderzucker und Wasser bevinselt. Westdeutschland Durch mangelnde Aufsicht den Tod eines Knaben verschuldet Trier. Ein schweres Unglück, bei dem ein fünfjähriger Junge zu Tode kam, war der Gegenstand eines Strafverfahrens wegen fahrlässiger Tötung. Vor der Strafkammer Trier hatten sich nun ein 28jähriger Maschinist und ein ihm beigegebener Bremser zu verantworten. Sie waren damit beschäftigt, mit Kivpwagen Material aus einem im Bau befindlichen Stollen abzufahren. Zwei Jungen im Alter von fünf bis sechs Jahren versuchten auf einen Kipp. wagen aufzuspringen, was dem einen auch gelang. Während der Fahrt stürzte er jedoch vom Wagen und erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald darauf verstarb. Die Anklage legte den beiden Männern grobe Fahrlässigkeit zur Last und dadurch den Tod des Jungen verschuldet zu haben. Beide Angeklagten bestritten ihre Schuld. Einem der Angeklagten konnte eine Schuld nicht nachgewiesen werden und wurde dshalb freigesprochen. Der Bremser war jedoch und wurde deshalb freigesprochen. Der Bremser war jedoch führt zu erachten. Er erhielt eine Gesängnisstrafe von vier Monaten. Ein Jahr Gefängnis für einen Tierquäler Münster. Die Strafkammer des Landgerichts Münster verurteilte den 30 Jahre alten staatenlosen Helmut S. aus Ennigerloh wegen Sachbeschädigungen und Tierquälerei zu einem Jahr Gesängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Der Angeklagte hatte seit dem Frühjahr 1941 bis August 1943 in mindestens 20 Fällen in der Umgebung von Neubeckum nachts in der Hauptsache wertvelle einund zweijährige Zuchtstuten und Hengste zusammengetrieben. Durch diese gemeine Handlungsweise erlitten die Tiere verschiedentlich Verletzungen durch Ausschlagen und Fesselungen mit einer Drahtschlinge, die ihnen der Rohling übergeworfen hatte. Weiter wurden die Bauern aber auch durch eine Wertminderung der Tiere geschädigt. Als Grund für sein gemeines Treiben gab der Angeklagte seruelle Motive an. Seine eigenartige strafbare Betätigung ist nach dem Gutachten des medizinischen Sachverständigen zunächst aus Neugierde entstanden und hatte schließlich zu einer gewissen Gewohnheit geführt. Ein krankhafter ververser Trieb liegt nicht vor. DER SPORT Von Europas Fußballfeldern Anderlecht und Beerschot geschlagen Wohl kaum in einem anderen europäischen FußballWettbewerb wird der Kampf um die Meisterschaft so abwechslungsreich und bart ausgetragen wie in diesem Jahr in Belgien. Vor allem die stark besetzte Spitzengruppe wechselt dauernd ihre Position und macht sich das Leben gegenseitig schwer. So wurden am Sonntag die Tabellenführer Anderlecht und Beerschot zur Abwechslung wieder einmal geschlagen, während der Titelverteidiger aC Mecheln und Antwerven hohe Siege errangen. Boca Junions Argentiniens Meister Nach einem überaus spannenden und dramatischen Verlauf endete am Sonntag der Kampf um die argentinische Meisterschaft im Berufsfußball. Der Titel fiel an Boca Juniors, das nach hartem Kampfe River Plate und San Lorenzo auf die Plätze verweisen konnte. Grohwardeln in bester Form Der Kampf um die ungarische Fußball=Meisterschaft steht in diesen Wochen völlig im Zeichen der Mannschaft des NAC Großwardein, die bisher in dreizehn Spielen erst eine Niederlage erlitt, am Sonntag Kispest 3:0(1:0) bezwang und bei 24:2 Punkten nach der Herbst=Meisterschaft mit klarem Vorsprung auf das Endziel zu marschiert. Tag der Unentschieden Einige Ueberragungen gab es auch in der elften Runde zur Schweizer Fußball=Meisterschaft, wo u. a. der FC St. Gallen es fertig brachte, dem Spitzenreiter Cantonal. Neuenburg ein 1:1 abzutrotzen. Auch Chaux de Fonds mußte sich beim FC Basel mit einem 1:1 begnügen, während der Züricher Großkampf zwischen Graßhoppers und Servette Genf mit einer knappen 0:1=Niederlage des Schweizers Altmeister endete. Hoher Sieg von Lens Nur ein Meisterschaftsspiel gab es diesmal im französischen Berufs=Fußball, und zwar traf hier der Tabellenführer Lens auf Nizza. Lenz siegte nach Gefallen mit 7:1 Toren und bleibt mit 23 Punkten vor Lille mit 20 Punkten an der Spitze der Tabelle. Unentschieden von Tenet In Paris trat der französische Mittelgewichtsmeister Edouard Tenet seinem Herausforderer Diouff gegenüber. Tenet behielt seinen Titel nur durch ein unentschieden. Auf Belgiens Winterbahnen In Antwerven ging nach längerer Pause der Fliegerweltmeister Arie van Vliet wieder an den Start, der ihm gleich einen Sieg mit acht Punkten vor Gererdin 18), Scherens, Gosselin(beide 9 P.) und Härbos(11) einbrachte. Im Dauerrennen über eine Stunde siegte Michaux, der am kommenden Sonntag in der Dortmunder Westfalenhalle auf Meister Lohmann treffen wird, mit 61.045 km vor Clautier(60 m zur.), Lode Janssens, der ebenfalls in Dortmund startet, Lemoine und Minardi Gute Zeiten In Kopenhagen Anläßlich ihres 25jährigen Jubiläums veranstaltet die Kopenhagener Schwimm=Union am Sonntag einige recht gut besetzte Wettbewerbe. Die Zeiten und Leistungen entsprachen dem dänischen Niveau. So gwann bei den Frauen Inge Sörensen das 200.m=Brustschwimmen ohne jeden Kampf in 3:01.5, Margarete Harup die 100.m=Kraul in 1:09.1 und Grete R. Jörgensen die 100=m=Rücken in 1:16.4 Die beachtlichste Leistung bei den Männern erzielte ChriEinen schwedischen Tanz in schwedischer Nationaltracht zeigte die schwedische Eiskunstläuferin Sonja Fuhrmann. Scherl stophersen über 200.m=Kraul mit 2:21.8 Minuten. In den Rahmenwettbewerben sah man eine Reihe alter und bekannter Meister und Meisterinnen des dänischen Schwimmsports am Start. KS6 Herne— LSV Menden 12:15(4:6) Die Luftwaffensportler traten mit einer sehr starken Mannschaft an und siegten nach spannendem Kampf knapp. Leider mußte die KSG auf einige Spieler des Herner Turn-Clubs verzichten. Die Tore warfen Krumpe 5, Fiebinger 4, August 2, Schneider 1. Der Torwart Fromm war in ausgezeichneter Versassung. Das Einschrumpfen von Obst und Gemüse im Winterlager(Keller usw.) kann man durch Verhängen der Fenster, dichtes Verschließen der Tür, Offenlassen der Fenster an windstillen frostfreien Tagen bei Tag und Nacht, sowie durch Aufstellen von Wasserbehältern verhüten und einschränken. Man sei sehr sorgsam bei der Ueberwinterung und kontrolliere alle Woche einmal seinen Gemüse= und Obstvorrat, schließe bei starkem Frost oder Sturm die Fenster, lüfte aber regelmäßig bei mildem frostfreien Wetter. Im Notfall kann man auch, bei sehr trockenen Kellern, bei an haltendem Regenwetter lüften oder Wassergefäße zur Verdunstung aufstellen, damit der Keller auf diese Weise etwas feuchte Luft anziehen kann. In an sich zu feuchten Kellern dagegen streut man etwas Torfmull und feinen Brandkalk aus. Aus der Bewegung Deutsches Frauenwerk Ortsgruppen Herne=Stadtgarten u. Herne=West: Dienstag, 15 Uhr, Gemeinschaftsstunde in der Westsalenschänke. Heute vormittag, 11.30 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden, jedoch plötzlich und unerwartet, meine liebe Frau, unsere liebe, gute, stets um uns besorgte Mutter, Schwiegermutter, Großzmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Ida Hücker geb. Schriewer Tragerin des silbernen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter im Alter von 67 Jahren. In tiefem Schmerz: Karl Hücker sen. Luise Bartuszies, ged. Hücker Karl Hücker jun. und Frau, Elisabeth ged. Kassebaum Elfriede Fröchte, geb. Hücker Else Malessa, geb. Hücker Henny Mische, ged. Hücker Willy Bartuszies Paul Fröchte Willy Malessa, 9 Enkelkinder und alle Anverwandten Herne(Oskarstraße 23). Litzmannstadt, Goslar. z. 8. Pommern, den 4. Dezember 1943. Die Beerdigung finder am Mittwoch, dem 8. Dezember 1943, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Kommunalfriedhofes an der Wiescherstraße aus statt. Allen denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. * Am Samstag, dem 4. Dezember 1943, entschlief nach langer, schwerer Krankheit unsere liebe, herzensgute Mutter, Grotzmutter und Tante Helene Coring geb. Prützmann im Alter von 70 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Helene Beckmann, geb. Coring Frau Elfriede Putz, geb. Coring nebst allen Anverwandten Herne(Von=der=Heydt=Str. 4), den 4. Dez. 1943. Die Einäscherung und Beisetzung findet in aller Stille statt. Statt besonderer Anzeige! Heute morgen, 6 Uhr, entschlief sanft, infolge Herz. schlages unsere liebe, gute Schwester und Tante Luise Claas im 57. Lebensjahre. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Karl Claas Ernst Claas Wanne=Eickel,(Auf der Wilbe 9). Bad Godesberg und Herne, den 5. Dezember 1943. Die Beisetzung erfolgt am Donnerstag, dem 9. Dezember 1943, nachmittags 3.30 Uhr, auf dem Evgl. Friedhof an der Kirchhofstraße in Herne vom Tor desselben aus Heute abend, um 19 Uhr, entschlief sanft im Herrn mein herzensguter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Friedrich Liese nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Hulda Liese nebst Kindern und Enkelkindern Wanne=Eickel, den 4. Dezember 1943. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 8. Dezember 1943, um 14.30 Uhr. vom Trauerhause, Wanne. Eickel. Rottbruchstraße 111, aus statt. Nach Gottes heiligem Willen verschied Sonnabend, um 10 Uhr, meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroß. mutter und Tante Elisabeth Hebel geb. Treder im Alter von 88 Jahren. Sie starb nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, gestärkt mit den hl. Sakramenten der Kath. Kirche. In tiefer Trauer: Th. Hebel nebst Kindern und Anverwandten Herne(Ilsederstraße 1), den 6. Dezember 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 7. Dezember 1943, um 3 Uhr. von der Leichenhalle Widumerstraße aus statt.— Das Seelenamt ist am gleichen Tage um 7.30 Uhr in der Pfarrkirche zu Börnig. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Stadt Herne. Amtliche Bekanntmachung Die Lebensmittelkarten für die 57. Zuteilungsperiode werden am Mittwoch, dem 8. Dezember, in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr in den bekannten Lokalen für die in Herne polizeilich gemeldete Bevölkerung ausgegeben. Die Ausgabestelle im Städt. Altersheim(früher Steins) ist zur Wirtschaft Hirdes, Wiescherstraße 2, verlegt worden. Die Constantinstraße Rummer 2—16 ist der Ausgabestelle Krehmer, Wiescherstraße, zugeteilt worden. Ferner sind die Häuser Wiescherstraße 1—72(gerade und ungerade Rummern) der Ausgabestelle Hirdes und die Häuser Wiescherstraße 77—211(gerade und ungerade Nummern) der Ausgabestelle Krehmer zugeteilt worden. Mit den Lebensmittelkarten werden eine Fleisch=Sonderkarte für die 3 Jahre und älteren Personen und die Weihnachts=Sonderkarten ausgegeben. Die Lebensmittelkarten sind beim Empfang sofort auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen. Nachträgliche Reklamationen können nicht berücksichtigt werden. Als Ausweis ist der Haushaltsausweis vorzulegen. Die Bestellscheine der Lebensmittelkarten sind bis zum 11. Dezember in den Geschäften abzugeben. Unberechtigter Bezug von Lebensmittelkarten wird streng bestraft. Die städtischen Dienststellen sind am 8. Dezember aus Anlaß der Lebensmittelkartenausgabe ab 11 Uhr, die Sparkasse und die Stadtkasse ab 10 Uhr geschlossen. Ferner sind die Kartenstellen des Ernährungsamtes am 9. November bis 10 Uhr geschlossen. Herne. den 6. Dezember 1943. Der Oberbürgermeister. Ihre Verlobung geben bekannt Hilde Sommerfeld Josef Brüggemann Herne Franz-Seldte-Str. 91 Bschstr. 41 5. Dezember 1943 Erhalte heute Dienstagmittag wieder eine Ladung laoldenburger Schweine Karl Stock Recklinghausen=Süd II(Hiller Heide) Heidestraße 52, Telefon 4042 DKA-Theater 8 Herne. Bahnhofstraße 1 d Vom 1. bis 15. Dezember: Bunter artistischer Reigen Anlenassallen: Täglich 16.00 Uhr— Mittwochs, Sonnabends und Sonntogs um 13 00 Uhr und 16 00 Uhr DIE DEUTSCHE ARBEITSFRONT NSG„KRAFT DURCH FREUDE“ Herne- Costrop-Rauzel Verloren Am Freitagnachm. auf dem Wege v. d. Bahnhofstr. bis Recklinghausen=Süd eine rote, lederne Brieftasche mit größ. Inhalt verloren. Wiederbringer erhält Belohnung. Abzugeb. bei: Wanda Skrypzak. Recklinghaus.=Süd, Boch. Str. 149. Bekanntmachung Neue Fernsprechnummern der Dienststellen der Reichsbahn Die im Amtlichen Fernsprechbuch bei Dortmund unter Reichsbahn“, angegebenen Dienststellen, die bisher die Sammelrufnummer 305 91 führten, sind von sofort ab durch die Posthauptanschlüsse 336 41/27, 339 07 und 339 08 zu erPürk. sind Im a. Krlegswirtschaftsjahr das Cebelfüralle! Pellkartoffeln Gold. Damen=Uhr in d. Evgl. Hauptkirche gefunden. Abzuholen bei: Küster Hüsken, Willi=Woide=Str. 6 Dunkelblaue Strickweste mit Reißverschluß am 2. 12. 1943, auf dem Wege FranzSeldte=, Poststraße bis zur Post verloren. Abzugeben geg. Belohng. bei Rademacher, Buchhandlung, Franz.Seldte=Str. Entlauten Braun. weißer Hund Drahthaarfox, nicht kupiert, entlaufen. Wiederbringer erhält Belohnung. G. Schulte zu Berge Bochum=Gerthe, Bergener Str. 36a. Ankauf Kinderspielzeug für 3jähr. Jungen zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. C 35 a. d. H. 8tg. Gut erhaltenes 1.—2schläs. Bett mit Matratze und Kleiderschrank zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. C 34 a. d. H. 8tg. Am Mittwoch dem 1. 12. 1943 beim Gemüfestand Schalk ein Paar blaue Lederhandschuhe abhanden gekommen. Der ehrliche Finder wird geb., dieselben geg. Belohnung bei Schalk, Bochumer Straße, etaugrden Suche gut erhalt. Bettstellen mit Matratz., eotl. 1 großes Bett, auch sonstig. 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