Besareerels: Monatlich RM 2.15. halbmonatlich RM 1.03. Einzelpreis 10 Ruf.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, bervorgerufen durch böbere Gewalt können Ersatzansbrüche nicht berücksichtixt werden— Nummer 258 Zur Zeit ist Preisliste 4 gültis. in Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt binfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowle undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen Annahmeschluß: Taxe zuvor 16 Uhr Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne 1 Westt Mittwoch, den 3. November 1943 Hauptschriftleiter: Willr Pranke(zur Zeit Wehrmacht): In Vertretung: Albert Wember.— Verantwortlich für Polltik. allgemeinen Tell and Lokales Albert Wember— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Waxner— Hauptgeschäftsstelle: Herne Von-der-Heydt-Str. 9— Postscheckkonto: Dortmund 6542. 72. Jahrgang Deutsche Truppen im Gegenangriff Abwehrschlacht im Osten Feindangriff im Süden In der nogaischen Steppe herrscht Bewegungskrieg Drahtbericht unseres militärischen Mitarbeites ong Berlin, 3. November. Die Herbst offensive der Sowjets hat ihren erhofften Erfolg, die deutsche Front zu durchbrechen und auf zurollen, bisher nicht erreicht. In Gegenaugrifsen haben die deutschen Truppen die verlorenen Räume zurückgewonnen und die alte Hauptkampflinie fast überall fest in die Hand genommen. Eine Ausnahme bildet nur der Südabschnitt, wo die Herbstschlacht gerade in diesen Tagen ihren pohepunkt erreicht hat. Aber auch dort ist die deutsche Führung perr der Lage. Moskauer Kommuniqué Eine infame Beschuldigung deutscher Soldaten, den Mord an polnischen Offizieren begangen zu haben Drahtbericht unseres diplomatischen Vertreters om Berlin, 3. November. Das Schluß kommuniqué der Moskauer Konferenz bemüht sich, durch eine außergewöhnliche Länge— es ist umfangreicher als selbst die berüchtigte AtlantikCharta— den Eindruck zu verwischen, der sich bei einer kritischen Betrachtung notwendigerweise dahin einstellen muß, daß über die aller Welt bekannten Gegensätze zwischen den beiden westlichen Demokratien und der Sowjetunion keine Einigung erzielt werden konnte beziehungsweise, daß sich die Außenminister Englands und der USA den Forderungen des Kreml fügen mußten. Schwerpunkt der sowietischen Offensive ist allein noch der Raum zwischen dem Asowschen Meer und dem Duieprknie. Hier finden bei meist klarem sonnigen Wetter härteste Kämpfe statt und in deren Verlauf sowietische Angrifsgruppen wiederholt durch die deutsche Abwehrfront hindurchstoßen Das Ritterkreuz für einen Panzerknacker Der in Buer=Scholven beheimatete Obergefreite Beckmann hat nacheinander vier feindliche Panzer, die in unsere Stellungen eingebrochen waren, im Nahkampf durch Minen vernichtet. PK=Kriegsberichter Müller(P96—. Sch) konnten, da in der nogaischen Steppe keine durch laufende Front in Anlehnung an natürliche Hindernisse, Berggelände und Flußabschnitte möglich ist. An der Abriegelungsfront hat sich ein lebhafter Bewegungskrieg entwickelt, der wohl das Kennzeichen der Kampfhandlungen in diesem Raume auch für die kommenden Tage bilden wird. Ganz anders ist die Lage im großen Duieorbogen. Dort geben die deutschen Gegenangriffe dem Kampf das Gesicht. Der Durchbruchstoß auf Kriwoi Rog ist bisher restlos aufgefangen. Während diese Vorstöße scheiterten, hat sich unmittelbar nördlich Kriwoi Rog eine große Panzerschlacht entwickelt. Außer maßlosen blutigen Verlusten blieben dabei mehr als 100 sowjetische Panzerkampfwagen zerschossen im Gelände liegen. Ein Entlastungsstoß der Sowjets, der von Krementschug aus geführt wurde, endete mit dem Zurückwersen der Bolschewisten über ihre Ausgangsstellungen hinaus. An allen übrigen Frontabschnitten geben zur Zeit deutsche Gegenangriffe dem Kampf das Gepräge. Immer stärker setzt sich eine offensiv geführte Abwehr durch. Nachdem die mit stärksten Kräften und vollem Einsatz an Artillerie und Fliegern versuchten Durchbruchsversuche abgewiesen waren, haben die deutschen Gegenangriffe den in einzelnen Einbrüchen verlorenen Raum zurückgewonnen, so daß eine Aenderung des bisherigen vorbezeichneten deutschen Frontverlaufs nirgends gemeldet worden ist. An der Nordfront kennzeichnen Erkundungsunternehmen die Lage. An der süditalienischen Front stehen die britisch und nordamerikanischen Armeen seit zwei Tagen im Angriff, in dessen Vorbereitung 50 Tage verstrichen sind. Am Unterlauf des Volturno tastet sich der Gegner nach Ueberschreiten des Flusses nur zögernd an die deutschen Nachhutstellungen heran, während sich die Briten oderhalb des Flußknies in die unwegsamen Ausläufer des Matesegebirges vorzuschieben versuchen. Nordwestlich des Apennin ist der Aufmarsch der Alliierten wohl noch nicht beendet, dort werden nur Kämpfe zwischen den beiderseitigen Vorausabteilungen um den Besitz des Trignos=Flusses gemeldet. Zur ernsten Kampfberührung mit der deutschen Hauptkampflinie ist es noch nicht gekommen. kb Lissabon, 3. Nov. Die große amerikanische Zeitschrift„Fortune“ zeigt an einigen Ziffern den Abstieg Englands von der Höhe einer weltbeherrschenden Macht zu seiner gegenwärtigen abhängigen Stellung. Danach besaß England vor dem Kriege 3.5 Milliarden Pfund, an Auslandsguthaben, denen so gut wie keine Verbindlichkeiten gegenüberstanden. Dieses Guthaben ist inzwischen auf unter eine Milliarde Pfund gesunken, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß die Engänder immer noch die Anleihen an Kolonien als Guthaben berechnen, die gegenwärtig von den Japanern besetzt sind. Auf der anderen Seite sind die englischen Verbindlichkeiten an das Ausland während des Krieges auf 2,5 Milliarden Pfund angestiegen, wobei die amerikanischen Lieferungen im Rahmen des Pacht= und Leihgesetzes noch unberücksichtigt bleiben. Wenn England diese Schuld ohne Erschüttednb Aus dem Führerhauptquartier, 3. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Auf der Krim versuchte der Feind gestern beiderseits der Stadt Kertsch zu landen. An einer Stellg gelandete Sowjetkräfte wurden im Gegenangriff abgeriegelt und eingeengt. An den übrigen Landungsstellen wurde der Feind blutig abgewiesen, an Land gelangte feindliche Kräfte vernichtet. Südlich des unteren Dujepr gehen in der Nogaischen Steppe die Kämpfe mit den auf den Dujepr vorstoßenden Schnellen Verbänden der Sowjets weiter. Versuche der Bolschewisten, deutsche Kräfte zu umfassen und abzuschneiden, scheiterten ebenso wie starke Angriffe gegen unsere nördlichen und südlichen Abriegelungsfronten. Im Dujepr=Knie wurden stärkere Angriffe südwestlich Dujepropetrowsk abgewiesen und dabei an einer Stelle von 40 angreisenden Panzern 28 abgeschossen. Unser Gegenangriff im Raum nördlich Kriwoi Rog hat bereits zu großen Erfolgen geführt. Die weit vorgestoßenen feindlichen Angriffsspitzen wurden abgeschnitten und vernichtet. Seit 27. Oktober wurden dort nach bisherigen Meldungen 5000 Gesangene eingebracht, 357 Panzer, 378 Geschütze und mehr als 500 Fahrzeuge erbeutet oder vernichtet. Besonders hoch sind die blutigen Verluste der Sowjets infolge des verzweifelten Widerstandes der abgeschnittenen seindlichen Gruppen. Die eigenen Verluste sind gertag. An der übrigen Ostfront kam es bis auf einen heftigen, aber erfolglosen Angriff des Feindes in der Dujepr=Schleife südöstlich Kiew nur zu Kämpsen von örtlicher Bedeutung. Dabei wurden kleinere feindliche Einbrüche südwestlich Gomel und südwestlich Welikise Luki im Gegenstoß bereinigt oder abgeriegelt. Ein eigenes Angriffsunternehmen westlich Kritschew brachte trotz zähen feindlichen Widerstandes wesentliche Stellungsverbesserungen. Im Westabschnitt der süditalienischen Front fühlte der Feind mit stärkeren Kräften gegen unsere Stellungen vor. Aus den anderen FrontabDie Gegensätze beziehen sich, wie man weiß, erstens auf die strategische Planung des Krieges und zweitens auf die nach dem erhofften Sieg in Europa einzuschlagende Politik namentlich gegenüber den kleinen Oststaaten. In der strategischen Frage vertritt die Sowjetunion den Standpunkt, daß eine lange Dauer des Krieges für sie tödlich werden könnte und fordert deshalb rücksichtslosen Einsatz der demokratischen Armeen in Westeuropa, während England und Amerika den indirekten rung seiner Währung abtragen wollte, müßte es nach der amerikantschen Zeitschrift zehn Jahre auf jede Einfuhr verzichten und seine Ausfuhr von 1938 noch um 50 Prozent steigern. Gleichzeitig hat die innere Verschuldung Großbritanniens eine geradezu schwindelnde Höhe errecht. Sie stieg von etwa 3 Milliarden Pfund auf 17 Milliarden, was auf den Kopf der Einwohner des Landes 862 Pfund ausmacht. Die Verzinsung und Amortisation dieser Summe einschließlich der allgemeinen jährlichen Verwaltungsausgaben würden den englischen Finanzminister zwingen, etwa 60 Prozent des Nationaleinkommens der englischen Bevölkerung als Steuern zu erheben. Das ist die Situation Großbritanniens Anfang des fünften Jahres des Krieges, in den Churchill und seine Freunde das Land aus Haß gegen Deutschland gestürzt haben. schnitten wird bis auf einen erfolglosen Angriff britisch=nordamerikanischer Verbände im Raum westlich Campobasso nur geringe Kampftätigkeit gemeldet. In der vergangenen Nacht griffen starke Verbände deutscher Kampfflugzeuge den feindlichen Nachschubstützpunkt Neapel an. Durch Bombentreffer entstanden in den Hasenanlagen Brände und Zerstörungen. Mehrere Schiffe wurden schwer getroffen. Deutsche Kampfflugzeuge belegten in den gestrigen Abendstunden die Hafeneinrichtungen mehrerer Städte in Südengland mit Bomben. Weg einer Offensive von Afrika aus über Italien vorzogen, weil ihnen dieser weniger Blutopfer aufzuerlegen versprach. Die langsamen Fortschritte der Kriegführung haben die Sowjetunion erneut zu scharfen Forderungen veranlaßt, endlich mit der Bildung der zweiten Front ernn zu machen. Aus dem Kommuniqué wird nun ersichtlich, daß Eden und Hull genötigt waren, den sowietischen Das Eichenlaub mit Schwertern für Generalfeldmarschall von Kluge dnb Führerhauptquartier, 3. Nov. Der Führer verlieh dem Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe, Generalfeldmarschall Günther von Kluge, in dankbarer Würdigung seines immer bewährten Heldentums das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als 40. Soldaten der deutschen Wehrmacht. PK=Kriegsber. Custian(Sch) Standpunkt zu akzeptieren, wonach die Verkürzung des Krieges an erster Stelle auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt werden sollte. Wie sich die militärischen Sachverständigen der Demokratien, die bisher eine Offensive in Westeuropa abgelehnt haben, jetzt zu der bolschewistischen Forderung gestellt haben, sagt das Kommuniqué natürlich nicht, daß lediglich von„getroffenen Entscheidungen“, die bereits vorbereitet würden, spricht. Ob sich daraus die seit zwei Jahren strittige zweite Front entwickeln wird, kann erst die Zukunft lehren. Was die politischen Differenzen für die Gestaltung Europas anlangt, so können die wortreichen Ausführungen über eine geplante„Gemeinschaft der Nationen“ nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich die Sowjetunion mit Erfolg gegen jede Bindung in bezug auf ihre zukünftigen Grenzen verwahrt hat. Von den baltischen Staaten, von Finnland, Polen und der Tschechoslowakei, deren Wiederherstellung ehemals eines der Hauptkriegsziele Englands und der USA war, ist in dem Kommuniqué mit keinem Wort die Rede. Dagegen wird um so ausführlicher über die Wiederherstellung Oesterreichs gesprochen, die bis jetzt nicht gerabe zu den dringlichsten Sorgen und Interessen der Gegner Deutschlands gehörte, die seinerzeit die Rückkehr der Ostmark zwar ungern. aber mit einem resianierenden Achselzucken in Kauf genommen hatten. Man kann sich unschwer das diabolische Lachen Stalins vorstellen, als er zustimmte, daß ausgeDer erste Kriegsberutswettkampf der deutschen Jugend In der Kroll=Oper fand die feierliche Eröffnung des ersten Kriegsberufswettkampfes der deutschen Jugend statt. Ueber die Feierstunde berichtete die Herner Zeitung in der MontagAusgabe. Uebersicht während der Ansprache des Reichsjugendführers.(Scherl) Zahlen belegen den Abstieg Englands Der Finanzminister wird das Nat ionalvermögen angreifen müssen Telegramm unseres Lissaboner Mitarbeiters Harte Kämpfe in der Rogaischen Sieppe Feindlicher Nachschubstützpunkt Neapel mit Bomben belegt Bolschewisten-Pläne im Mittelmeer Internationalisierung von Gibr altar, Suez und der Dardanellen rechnet Oesterreich in dem Kommunigne zum Probefall einer demokratischen Wiederherstellungspolitik in Europa gemacht werde. Wenn ferner in dem Kommunique dem künftigen Schicksal Italiens längere Betrachtungen gewidmet werden, so liegt hier dieselbe Methode vor, ausführlich über künftige Aufgaben zu sprechen, um über die aktuelle Lage schweigen zu können. Die englisch=amerikanische Armee in Süditalien ist dem strategischen und politischen Problem, dem BadoglioVerrat, in einer für den Krieg entscheidenden Weise auszuwerten, keinen Schritt nähergekommen, im Gegenteil müssen England und die USA feststellen, daß die Konsolidierung Italiens unter der neuen faschistisch=republikanischen Regierung ständig Fortschritte macht. Es ist deshalb mehr als müßig, wenn sich das Kommunique über die künftige Regierungsform Italiens den Kopf zerbricht und Richtlinien für die Bestrafung der treugebliebenen Faschisten aufstellt. Dasselbe gilt von dem Teil der Verlautbarung, der von der Aburteilung der sogenannten deutschen Kriegsverbrecher handelt. Bemerkenswert dabei ist lediglich, daß die Außenminister Englands, und der Vereinigten Staaten nun die bolchewistischen Morde an den polnischen Offizieren dadurch formell amnestieren, daß sie sie den deutschen Truppen zuchreiben. Diese schamlose Fälschung der Wahrheit ist bisser nur gelegentlich von unverantwortlichen Stellen versucht worden, weil die Funde im Walde von Katyn allzu überjeugend waren. Jetzt haben Eden und Hull in einer amtlichen Erklärung den wirklichen Mördern Absolution erteilt und sich zu Mitschuldigen gemacht. Die Moskauer Konferenz wird natürlich in der amtlichen feindlichen Presse als großer Erfolg gerühmt. Eden soll sich sogar dahin geäußert haben, aß die Veröffentlichung des Kommuniques„der schönste Lag seines Lebens“ gewesen sei. Einzelne kritische Stimmen eigen aber schon jetzt, daß es in England doch wenige Leute sibt, die auch das lesen können, was nicht in dem Komnunigue stand. So schreibt„News Chroniele" die Ergebnisse der Konferenz enthielten eine gewaltige Lücke und inen schweren Fehler. Die Lücke sei das Fehlen jedes Hinveises auf die Westgrenze der Sowjetunion, vor allem gegenüber Polen, der schwere Fehler sei das Versäumnis, frankreich und die beratende Europakommission mit hineinunehmen. Die weitere Diskussion wird wahrscheinlich diese ritische Einstellung der Oeffentlichkeit noch schärfer zum llusdruck bringen, denn es kann niemand entgehen, daß ngland und die USA in Moskau auf der ganzen Linie vor dem bolschewistischen Druck zurückgewichen sind und die Hrundsätze verraten haben, die sie bisher vor der Welt vertreten. Eden in Kairo— Zusammentreffen mit dem türkischen Außenminister Drahtbericht unseres Mitarbeiters re Ankara, 3. November. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautet, hat der englische Außenminister Eden unmittelbar nach Abschluß der Moskauer Konferenz an den türkischen Außenminister Menemencoglu ein Telegramm gerichtet, in dem er dem Wunsche Ausdruck gibt, auf seiner Rückreise nach London mit Menemencoglu zusammenzutreffen und Kairo als Ort einer solchen Begegnung in Vorschlag bringt. Menemencoglu hat die Einladung Edens angenommen und sich am Dienstag früh von Ankara im Flugzeug nach der ägyptischen Hauptstadt begeben. In seiner Begleitung befinden sich mehrere höhere Beamte des türkischen Außenamtes, darunter der Generalsekretär Atschikalin, der von seiner früheren langjährigen diplomatischen Tätigkeit in den verschiedenen Balkan=Hauptstädten als einer der besten Kenner der Verhältnisse im europäischen Südosten gilt. Die völlig unerwartet gekommene. Einladung Edens an Menemencoglu hat in den politischen und diplomatischen Kreisen Ankaras außerordentliches Aufsehen hervorgerufen. Man nimmt an, daß Eden seinem türkischen Kollegen aus Moskau gewisse Forderungen überbringt, die auf der Dreierkonferenz beschlossen wurden und die England gegenüber seinen Bundesgenossen vertreten soll. In welchem Rahmen sich diese Forderungen bewegen, ist nach den letzten stürmischen Diskussionen über die Dardanellenfrage kaum noch zweifelhaft. Vom Feindflug nicht zurückgekehrt □ Berlin, 3. Noyember. Von einem Feindflug gegen England kehrte der Hauptmann Kurt Geisler, Staffelkapitän in einem Schnellkampfgeschwader, nicht zurück. Er hatte sich im Osten das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erworben. □ Stockholm, 3. Nov. Der Korrespondent der USA=Agentur Associated Preß in Süditalien schreibt:„Marschall Badoglio erklärte am Montag dem König Viktor Emanuel, daß er nicht imstande sei, eine neue repräsentative Regierung zu bilden, solange der König an der Macht bleibe.“ Unter dem Druck der großen„Mitstreiter“ England und USA wird dem königlichen Angstmeier und Verräter wohl nichts weiter übrig bleiben, ils seine Königs=Insignien einzumotten. Eine weitere Meldung besagt: Vor der Ausbootung Vikter Emanuels! I. Stockholm, 3. November. In gut unterrichteten neutralen sen wird erklärt, daß die Ankunft des Sonderbeauftragn Roosevelts für den Mittelmeerraum, Murphy, und des iglischen Staatsministers Me Millian in Neapel den Aufikt zur Abdankung Viktor Emanuels und seines Sohnes mberto darstelle. Viktor Emanuel und Umberto hätten Telegramm unseres I Genf, 3. Nov. Die Sowjetunion fordert In ternationalisierung der Meerengen von Gibraltar. Suez und der Dardanellen. Diese Forderung stellt der Kreml durch seinen Vertreter im Mittelmeerausschuß an die alliierten Westmächte. Ziel ist die Erreichung des freien Zugangs für die sowjetrussische Schiffahrt durch die Mittelmeerengen. Für die Dardanellen, den Suezkanal und die Straße von Gibraltar ist eine Spezialkommission vorgesehen, in welcher England, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion vertreten sein werden. Ueber die Vertretung der anderen an der Schiffahrt des Mittelmeeres direkt interessierten Staaten verlautet vorderhand nichts. Einer Information aus Algier zufolge, die dem„Curier de Geneve“ zuging, heißt es u. a.:„Sowietrußland soll Forderungen aufgestellt haben, in denen es die Errichtung einer gewissen Anzahl von Flotten= und Flugzeugstützpunkten im Mittelmeer verlangt hat. Zur Erreichung dieser Pläne soll Rußland die Abtretung einiger ägäischer Inseln vorgeschlagen haben.“ Die Ausschließung der eigentlichen Mittelmeermächte von diesen Verhandlungen wird namentlich in Spanien und in der Türkei als schwere Bedrohung ihrer Interessen empfunden werden. Es zeigt sich auch hier, daß □ Stockholm, 3. Nov. Die Streikbewegung in den Industriebezirken der Vereinigten Staaten hat einen erheblichen Umfang angenommen. Sie stellt sich immer eindeutiger als Protest gegen die sozialreaktionäre Regierungspolitik und gegen die asozialen kapitalistischen Ausbeutungsmethoden des Unternehmertums dar. Wie weit in ihr bolschewistische Agenten und Parolen wirksam sind, ist bisher nicht zu übersehen, auf alle Fälle bereitet der Umfang der Streikbewegung Präsident Roosevelt schwere Sorgen, da sie weite Kreise der Oeffentlichkeit auf Mißstände aufmerksam macht, deren Aufdeckung ihm im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen nicht gleichgültig sein kann. Es liegt dem Repräsentanten des Kapitals, Roosevelt, aber beileibe nicht daran, dem Grundübel der Arbeitsbedingungen in den USA. sozialer Tiefstand und schlechte Entlohnung bei hohen Lebensmittelpreisen, zu steuern, im Gegenteil, er sucht und findet das echt demokratische Allheilmittel in der Niederknüppelung der durch Streik demonstrierenden Bergarbeiter, wie nachstehende Meldung besagt: Der Streik wird mit Watlengewalt unterbunden □ Stockholm, 3. Nov. Wie zu erwarten war, hat Roosevelt als Repräsentant des jüdischen Kapitals gegen die streikenden Arbeiter der Kohlengruben Stellung genommen und den Innenminister Ickes beauftragt. Truppen in den Bergbaubezirken einzusetzen. Die soziale Reaktion in 11SA scheut sich also nicht, zur Fortsetzung ihrer Ausbeutungsmethoden die Arbeiter mit Wassengewalt niederzuhalten. Sämtliche Bergwerke werden sofort von der Regierung übernommen und in deren Namen weitergeführt. Nach den letzten Meldunalles versucht, um die Krone für sich zu retten. Diese Versuche seien aber gescheitert, da Badoglio die Mitarbeit der verschiedenen Emigrationszirkel nur dadurch erreichen könne, daß er den König fallen lasse. Badoglio habe, so wird weiter berichtet, als er am Sonntag von amerikanischen Journalisten wegen der Abdankung des Königs gefragt wurde, verlegen und ausw chend geantwortet, während Sforza kühl darauf hingewiesen habe, daß eine Abdankung des Königs nud die Einsetzung einer Regentschaft verfassungsmäßig sehr wohl möglich sei. Wenn ein Schurkenstreich schnelle Sühne fand, so ist es das Fallenlassen dieses traurigen, zweifachen Treue brechenden ehemaligen Königs. Es ist eine bittere Ironie, daß ihm der Mann, der Mithelfer und Täter am Verrat war, der einmalig in solcher Gestalt existierende Marschall Badoglio seinem Herrn und Meister den Verzicht und die Abdankung nahe legen muß so unter dem Druck, man darf ruhig sagen, Drohung, daß bei einem Verbleiben des Königs alles verloren gehe. Aber auch dieser Verzicht ist zu nichts nütze. Es ist schon alles pleite. ständigen Mitarbeiters England und die USA nicht in der Lage sind, dem bolschewistischen Imperialismus Widerstand zu leisten. Portugal verlor durch Kriegseinwirkung bisher zehn Handelsschiffe Lissabon, 3. November. Die Ueberlebenden des portugiesischen Dampfers„Padua“, der im Mittelmeer auf eine Mine gelaufen ist, wurden von dem portugiesischen Dampfer „Lobito" nach Lissabon gebracht. Wie„O Seculo" errechnet, sind seit Beginn des Krieges bereits zehn portugiesische Schiffe durch unmittelbare Kriegseinwirkung verloren gegangen. Dabei kamen über 85 portugiesische Seeleute oder Fahrgäste ums Leben Immer stärkere Anlehnung Kanadas an die USA Genf, 3. November. Kanada ist in seiner Anlehnung an die Bereinigten Staaten wieder einen Schritt weiter gegangen. Man habe nämlich, so berichtet„Daily Expreß“, den anglo=amerikanischen Apparat für Verteilung und Erzeugung von Lebensmitteln reorganisiert. Danach gehöre Kanada in Zukunft dem kombinierten Lebensmittelausschuß in Washington an, während im Londoner Lebensmittelrat nur noch Vertreter Australiens, Reuseelands, Südafrikas und Indiens säßen. gen streikt etwa eine halbe Million Grubenarbeiter. Fast sämtliche Kohlenbergwerke der USA liegen still. Uebergreifen des Streiks auf Kanada □ Stockholm, 3. Nov. Die Unruhe in den USABergwerken hat, wie Reuter meldet, auf Westkanada übergegriffen. Ueber 1400 Bergarbeiter in Nanaimo, Cumberland, auf der VancouverInsel und in Princeton(Britisch=Kolumbien) stimmten für den Streik. Schätzungsweise 2300 weitere Bergarbeiter in Britisch=Columbien stimmten an anderen Orten darüber ab, ob sie sich mit der Streikanweisung, die von der Gewerkschaft in Calgary herausgegeben wurde, einverstanden erklären sollten. Die anglo=amerikanischen„Befreier“ in Süditalien Mailand, 3. November. Einen aufsehenerregenden Bericht über die katastrophale Versorgungslage in den von den Anglo=Amerikanern besetzten Teil Italiens erstattete, wie „Corriere della Sera“ meldet, ein Mitglied der Kommission des USA=Ministers Mogenthau. In diesem Bericht heißt es u. a., daß an einem einzigen Tage in Neapel 250 Kinder in den Armen ihrer Mütter gestorben seien. Lastwagen mit Brot für die Besatzungstruppen seien von den ausgehungerten Italienern gestürmt und geplündert worden. Die begleitenden Soldaten hätten auf die Menge geschossen und viele Personen getötet. Der Bericht fügt hinzu, daß die anglo=amerikanischen Soldaten das Recht hätten, jederzeit Haussuchungen vorzunehmen und alles das zu requirieren, was den Besatzungstruppen dienlich erscheine. Die Bevölkerung lebe in ständiger Angst vor solchen rigoros durchgeführten Requisitionen. In Palermo wurden strengste Repressalien gegen die italienischen Hafenarbeiter angeordnet, die als Protest gegen das anglo=amerikanische Verbot von Lebensmitteltransporten für die Zivilbevölkerung die Arbeit verweigern wollten. Den Kanadiern wurde Befehl gegeben, mit Waffengewalt gegen„Widerspenstige“ vorzugehen. Unter der Ueberschrift„Paradies der Worte und Hölle der Taten“ gab Radio Rom zu diesen Indiskretionen einer hohen nordamerikanischen Persönlichkeit einen Kommentar, in dem an die schönen Worte der Anglo=Amerikaner, die sich dem italienischen Volk gegenüber als Befrzier aufgespielt hatten, erinnert wird. Das zugegebene grauenhafte Elend und die brutale Unterdrückung dürfte kranke Gehirne, die vielleicht an diese„Berfeiung" durch die Anglo=Amerikaner geglaubt hatten, geheilt haben. Im übrigen sollten die Anglo=Amerikaner nicht glauben, das italienische Volk verkaufe sein Vaterland für ein Stück Brot oder eine Handvoll Körner. Ueberragende Leistung eines Panzer=Pionier=Bataillons □ Berlin, 3. November. In den Abwehrkämpfen an der süditalienischen Front hat ein Panzer=Pionier=Bataillon, oft unter schwerstem feindlichem Artilleriefeuer, das Vordringen motorisierter feindlicher Kräfte durch Sprengung hingehalten und dadurch verhindert, daß der Gegner die Operationen der eigenen Panzer=Division stören konnte. Hierbei wurde von den Pionieren an mehr als 400 Stellen das Straßennetz unterbrochen und über 300 Brücken zerstört. Gleichzeitig unterbrachen sie sämtliche Eisenbahn= und Telegaphen=Verbindungen. Im einzelnen handelt es sich um die Sprengung von 49 Eisenbahnbrücken, 27 Bahnhöfen mit Verachtung und Schmach für den Verräter Der Verräterkönig Viktor Emanuel soll abdanken Bergarbeiterstreik in UsA sehr ungelegen Aufdeckung sozialer Mißstände paß tnicht in Roosevelts Programm Von Wünders ummseben Uralter Werkstoff Glas Schon seit Jahrhunderten ist die Kulturmenschheit daran gewöhnt, das Glas als etwas nicht eben sehr Wertvolles anzusehen. Jetzt sorgt der Krieg dafür, daß dieses technische Erzeugnis wieder sehr in der Achtung aller steigt. Glas ist aber an sich ein Gebilde, das uns als ein Wunder erscheinen müßte, wenn wir nicht durch den täglichen Umgang mit ihm längst verlernt hätten, es zu bestaunen. Eine feste Masse, durch die man hindurchsehen kann, als sei sie nichts! Dergleichen kommt, in so reiner Form, in der ganzen Natur nicht vor. Kein Wunder, daß die„Wilden“ früherer Zeiten, wenn sie es in den Händen listiger Händler blitzen sahen, das Ding für Zauberei hielten und bereit waren, Vieh und Felle, Elfenbein und Kokosnüsse. Gold, Silber und Edelsteine dafür=herzugeben. Es ist aber immerhin auch erst etwa fünfhundert Jahre her, daß es allgemein üblich wurde, die Fenster des Hauses mit Glasscheiben zu verschließen. Noch zur Zeit Luthers konnte sich nicht jedermann diesen Lurns leisten. Die alten Griechen scheinen Glas nur als kostbares Einfuhrgut gekannt zu haben. Die Römer der Revublik verschlossen ihre Fenster durch schwach durchsichtige Platten aus dünnem Marmor, aus Marienglas oder Achat— die oberen Zehntausend natürlich nur!— Fensterglas aber kam erst zur Zeit Ciceros in Gebrauch. Die alte Geschichte, die der römische Schriftsteller Plinius erzählt: phönizisische Schiffer hätten sich einmal an der sandreichen Mündung des Flusses Belus einen Ofen bauen wollen, um sich ihr Frühstück zu bereiten, und dabei, weil sie keine geeigneten Steine fanden, große Sodastücke verwendet, die sie zufällig als Ware an Bord mitführten und hätten dann, nach der Mahlzeit, in der Asche das erste Glas gefunden, ist zweifellos „Schifferlatein“, das der brave Plinius gläubig hinnahm. Denn auf so einfache, zufällige Weise konnte aus Sand und Soda noch keineswegs Glas entstehen. Wir wissen nicht, wo die Menschheit zuerst das Geheimnis des Glasmachens entdeckt hat, ob es die Chinesen waren, oder ob dieses bedeutsame kulturelle Ereignis in der Hallstattevoche der Bronzezeit, aus der Glasverlen erhalten sind, stattfand. Sicher ist, daß die Kunst in weiten Gebieten des Orients bereits etwa 2000 Jahre v. Chr. bekannt war, aber erst viel später nach Westen, nach Europa gelangte Mit dem Soda und dem Sand hatte Plinius freilich recht Glas entsteht aus Kieselsäure, die im Sand enthalten ist, als Hauptbestandteil, unter Hinzutritt von mindestens zwei Basen, für die die Technik, Kali, Natron, Kalk, Tonerde, Bleioryd, und andere verwandte Stoffe wählt. Glas zu machen aber ist eine feine, hohe und schwere Kunst, und die Vielfältigkeit, die sich in ihr im Laufe der Jahrhunderte hinsichtlich der Herstellungsverfahren, der Glasarten, der technischen und künstlerischen Verwendung herausgebildet hat, ist so umfangreich, daß eine weitschichtige Literatur sie kaum erschöpft. Was gibt es nicht alles für Glas! Optisches Glas, Hohlglas zahlloser Sorten für Gefäße, Bleiglas, Kristallglas, Milchglas, Glas, leuchtend in allen Farben des Regenbogens, Spiegelglas, Hartglas, Gußglas, Preßglas, nicht splitterndes Glas. Das Fensterglas führt fachlich den Namen Tafelglas und zählt seinerseits wieder mehrere Arten. In den letzten hundert Jahren ist es der Technik gelungen, die Herstellung dieses Massenverbrauchsglases ständig zu verbessern und zu verbilligen. Um die Jahrhundertwende wurden in Deutschland fährlich im Durchschnitt etwa 80.000 Tonnen Fensteralas hergestellt. Seitdem haben Erzeugung und Verbrauch weiter dauernd zugenommen. Den Stimmungszauber, der um die alten Glashütten in Schlesien im Schwarzwald, im Spessart und in anderen Gegenden Deutschlands schwebte, hat mancher deutschen Dichter— man denke an Wilhelm Hauff. an Gerhart Hauptmann und andere— eingefangen Was sagen die Kriegsartikei? Riemand darf sich im Kriege über kriegsbadinete Einschränkungen seiner persönlichen Freiheit beklagen. Was bedeuten diese auch schon angesichts der Tatsache, daß ungezahlte Männer, ja sogar Frauen und Kinder, eine solche Beschränkung bis zum Verlust ihres Lebens auf sich nehmen müssen! Der Krieg erfordert von uns allen eine ganze Hingabe an ihn und seine Pflichten. Alles, was uns noch vom Frieden erhalten geblieben ist, kann nur als Geschenk auf Widerruf angesehen werden. Wir müssen immer damit rechnen, daß wir früher oder später vor der Notwendigkiet stehen, auch darauf zu verzichten. Wir kämpfen in diesem Kriege nicht um die Erhaltung, sondern um die Wiederherstellung des Friedens. Gerade im Kriege gilt das Gesetz, daß man das zum Einsatz bringen muß, was man verteidigen will. Artikel 25: Nichts ist zu kostbar, um für die Freiheit geopfert zu werden. Alles, was wir besitzen, haben wir uns als freies Volk erkämpft, erworben und aufgebaut. Es würde ohne die Freiheit seinen Sinn, seinen Zweck, aber auch seine Daseinsmöglichkeit verlieren. Es ist besser für eine Nation, zwar bettelarm, aber frei, als scheinbar ungeschmälert in ihrem Besitz, aber unfrei aus einem Kriege hervorzugehen. Ein freies Volk kann sich alles das, was es in der Verteidigung seiner Freiheit verloren hat, wieder neu erwerben und aufbauen. Ein unfreies Volk wird alles das, was es im Kampf um seine Freiheit geschont hat, verlieren und dazu auch noch die Fähigkeit, es jemals wieder zurückzugewinnen. allen Anlagen, elf Tunnels sowie 998 Lokomotiven und 446 Güterwagen. Dem Feind waren damit auch die letzten noch vorhandenen Verkehrsmittel genommen. Am wichtigsten war jedoch die umfassende Verminung des für die Räumung bestimmten Geländes, sowie der nach Zerstörung der Gebirgsstraßen besonders wichtigen Nehenstraßen, Eselspfade und Gemssteige. Es wurden insgesamt über 200 Kilometer Straße vermint. Diese Strecke würde der Entfernung Frankfurt—Nürnberg, oder München—Stuttgart entsprechen. An besonderen Objekten sprengten oder zerstörten die Panzer=Pioniere einen bedeutenden Flughafen, 17 Elektrizitätswerke, darunter eine Funkzentrale und ein Großkraftwerk, acht Wasserwerke, drei Schwefelwerke, ein Zementwerk, eine Oelraffinerie, 21 Postämter sowie umfangreiche Vorrats= und Munitionslager. Aber nicht nur bei der Sprengung der für den Feind wertvollen Anlagen haben die Pioniere Ueberragendes geleistet, sondern auch bei der Wiederherstellung des durch feindliche Angriffe zerstörten Gutes. Um dem Gegner notwendiges Wagenmaterial zu entziehen, verlegten sie in einem Bahnhof 260 Meter Gleise neu und stellten zwei zerstörte Eisenbahnbrücken wieder her. Hierdurch konnte eine größere Zahl deutscher Waggons in Sicherheit gebracht werden. Die leichte Pionierkolonne des Bataillons legte mit ihren Fahrzeugen, oftmals von feindlichen Tieffliegern angegriffen, hierbei eine Strecke von insgesamt 150000 Kilometer zurück. Neue Ritterkreuzträger dnb Führerhauptquartier, 3. Nov. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Heinz Mothes, Führer eines Grenadier=Bataillons: Hauptmann Emil Rentschler. Kommandeur eines Grenadier=Bataillons; Oberleutnant Arno Taulien, Kompaniechef in einem Panzer=Regiment: Leutnant d. R. Herbert Wollschläger, Beobachtungs=Offizier in einem Artillerie=Regiment. Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Walter Grasemann, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Korvettenkapitän Franz Kohlauf. Heldentod eines Ritterkreuzträgers □ Berlin, 3. November. Bei der schweren Abwehrschlacht nordwestlich Orel im März dieses Jahres hatte Major Friedrich=Karl Henrici mit seinem Panzergrenadier=Bataillon ein beherrschendes Höhengelände sechs Tage lang gegen erdrückende feindliche Uebermacht gehalten. Er unternahm dabei selbst einen erfolgreichen Angriff, der zu einer Verbesserung seiner Stellung zu einer Verkürzung der Front führte. Durch seine tapfere Haltung stärkte er den Verteidigungswillen seiner Panzergrenadiere, die, durch das Beispiel ihres Kommandeurs angespornt, alle sowjetischen Angriffe blutig abwiesen. Am 14. April=1943 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 11. Oktober ist dieser tapfere Offizier bei den weiteren Kämpfen im Osten gefallen. Heimarbeiterverdienst wird nicht angerechnet □ Berlin, 3. November. In Kreisen der Heimarbeiterinnen ist vereinzelt die Auffassung vertreten, als ob die Einnahmen aus ihrer Heimarbeit angerechnet würden auf die Renten, die diese Heimarbeiterinnen als Kriegswitwen beziehen oder auf den Familienunterhalt, der ihnen als Soldatenfrau zusteht. Gelegentlich haben aus einer irrtümlichen Auffassung heraus Heimarbeiterinnen sogar die Ansicht vertreten, es hätte keinen Zweck für sie, weitere Aufträge anzunehmen, weil ihr Verdienst zu großen Abzügen unterliege. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat nun in einem Erlaß klargestellt, daß es sich hier um einen Irrtum der Heimarbeiterinnen handelt. Nach den Versorgungsgesetzen für die alte und die neue Wehrmacht, ebenso aber auch nach der Reichsversicherungsordnung ist die Höhe der Witwenrenten unabhängig von der Höhe des Einkommens der Witwe; ebenso werden nach dem Familienunterhaltsrecht die Bezüge weiblicher Berechtigter ohne Rücksicht auf die Arbeitsentgeltes gezahlt. Die Heimarbeiterinnen stellen heute eine unentbehrliche Arbeitsreserve im Kriegseinsatz dar. Es ist deshalb notwendig, Mißverständnisse der erwähnten Art aufzuklären und festzustellen, daß für Heimarbeiterinnen, die Hinterbliebenen=Rente, Familienunterhalt, Invalidenrente oder Fürsorgeleistungen beziehen, kein berechtigter Anlaß besteht, einer angeblichen Einkommenskürzung wegen auf die Heimarbeit zu verzichten. Wie kören im Ründunie: Mittwoch: Reichsprogramm: 10 bis 11 Uhr: Kompolieber Berlin, Leipzig, Posen). 12.35 bis 12.45 Uhr zur Lage. 14.15 bis 14.45 Uhr: Das Deutsche 959 Ausg Hähse ar beschwinaten Weisen. 15.30 bis wermusiesäte, za big 2gernklänge, Einsonie= und Kam17.15 bis 1250 1shr:“„ Ubr: Otto Dobrindt birtaiert. 30 Do Le. hor;, Jos, Boh. der. Jaik. sdim dis is ühr. uhr: Heitere Gegenfagg“ Klanoe der Heimat. 21 bis 2 Sendung 21 bis 29 Uhr: Aneleie schöner Schallplatten. * Geschwätz und seine Folgen Eine Mahnung an pflicht= und ehrvergessene Volksgenossen In England wird zur Zeit ein neuer Provagandafeldzug gegen Deutschland gestartet. Die Londoner Blätter veröffentlichen angebliche Mitleilungen, die einige der im Austauschverfahren setzt nach England zurückgekehrte schwerverwundete englische Kriegsgefangene über die deutsche Heimatfront gemacht haben sollen. Der englische Minister Thomas Johnston saßt diese angeblichen Aussagen der englischen Kriegsgefangenen in der Behauptung zusammen, aus Gesprächen mit Deutchen hätten Heimgekehrte die Ueberzeugung gewonnen, daß man mit einem Zusammenbruch Deutschlands rechnen könne, wenn die alltierten Bomber ihre Angriffe gegen Deutschland fortsetzen. Die englische Presse zieht daraus die Schlußfolgerung, die britische und amerikanische Luftwaffe müsse den gegen das deutsche Volk geführten Luftterror mit aller Energie rücksichtslos und brutal fortsetzen. Wenn auch diese angeblichen Aeußerungen von Deutschen, die London jetzt durch den Mund freigelassener englischer Kriegsgefangener der Welt als Sensation verkünden läßt, offensichtlich frei erfunden oder doch stark übertrieben sind und nur Heute wird von 16.59—7.25 Uhr verdunkelt! einen neuen Trick in dem von unseren Gegnern inszenierten Nervenkrieg und Lügenfeldzug darstellen, so muß das deutsche Volk doch aus den Erklärungen der englischen Heimkehrer die Lehre ziehen und erkennen, welche schwerwiegenden Folgen defaitistische Aeußerungen— wenn auch nur einiger pflicht= und ehrvergessener Deutscher— für das gesamte deutsche Volk haben können. Die englische Presse ihrerseits hat schon seit Wochen stärkste Zweifel an der Wirksamkeit des britisch=amerikanischen Luftterrors geäußert, vor allem seitdem die Verluste der britisch=amerikanischen Luftwaffe von Woche zu Woche enorm gestiegen sind. Wenn aber die Hoffnung des englischen Volkes und seiner Führung auf eine vermeintliche entscheidende Wirkung des britisch=amerikanischen Luftterrors gegen das deutsche Volk durch gedankenlose oder bewußt defaitistische Aeußerungen neue Nahrung erhält und infolgedessen der Luftterror gegen deutsche Städte und ihre Zivilbevölkerung mit vermehrter Wucht fortgesetzt werden sollte, so kann sich das deutsche Volk in erster Linie dafür bei jenen pflicht= und ehrvergessenen Schwätzern bedanken. Sie sind es, die durch einen verbrecherischen Defaitismus, den sie äußern, dem ganzen deutschen Volke schaden und so vielen Volksgenossen bitteres Leid zufügen. Deshalb ist es die heiligste Pflicht jedes Deutschen, gewissenlosen Schwätzern und ehrvergessenen Defaitisten, wo immer sie auch in die Erscheinung treten, sofort mit aller Schärfe entgegenzutreten und sie der Bestrafung zu überantworten. Er dient damit nicht nur dem deutschen Volke, seinem Leben und seiner Zukunft, sondern seiner eigenen Sicherheit sowie dem Schutze seiner Familie und seines Eigentums. Annahmeuntersuchungen für die Waffen=SS Zum ersten Mal in der Geschichte wird der Gedanke einer neuen europäischen Wehrgemeinschaft durch die Waffen=SS in die Tat umgesetzt. Neben den ruhmreichen SS=PanzerGrenadier=Divisionen zusammen mit den Kameraden aus allen Gauen Großdeutschlands und den volksdeutschen Gebieten kämpfen auch die Freiwilligen aus den germanischen Ländern wie Norwegen, Dänemark, Niederlande, Flandern, Finnland und den baltischen Staaten gegen die Todfeinde Europas. Aber auch Franzosen und Wallonen wollen bei der Endentscheidung nicht abseits stehen und mit der Waffe in der Hand ihren Beitrag für die Unabhängigkeit Europas leisten. Im Rahmen des weiteren Ausbaues der gesamten Waffen=SS ist erneut Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, in der Waffen=SS ihre Wehrpflicht zu erfüllen. Die vollmotorisierten Divisionen der Waffen=SS umfassen folgende Truppenteile: Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Panzer=, Panzerjäger=, Pionier=, Kradschützen=, Flak=, Gebirgs=, Nachrichten= und Sanitäts=Truppen. Bei sofortiger Meldung besteht die Möglichkeit, bereits mit 16½ Jahren zur WaffenSS angenommen zu werden. Da die Arbeitsdienstzeit für Freiwillige der Waffen=SS auf nur ¼ Jahr festgesetzt ist, werden diese Freiwilligen dann mit 16% Jahren als„Vorzeitigdienende“ dem Reichsarbeitsdienst zugeführt und mit 7 Jahren zur Waffen=SS einberufen. Bei Eignung, Leistung und Bewährung als Soldat und Nationalsozialist steht jedem Freiwilligen ohne Rücksicht auf Herkunft und Schulbildung die aktive Führerlaufbahn und die des Beurlaubtenstandes offen. Die Meldung als Führerbewerber ist nicht an einen bestimmten Termin gebunden, sie kann sdfort erfolgen. Bewerber mit beruflicher Vorbildung oder einer besonderen Berufseignung können verschiedene Sonderlaufbahnen einschlagen. Die Fürsorge und Versorgung ist gesetzlich geregelt. Die Annahmeuntersuchungen finden statt: am 8. November, 9 Uhr, in Bochum, Polizeikaserne, Ziegelstraße. Arbeitsbuch und Wehrpaß sind mitzubringen. Geeignete Bewerber melden sich bei der Annahmeuntersuchung. Von der Wehrmacht Gemusterte können sich melden, sofern sie noch nicht ausgehoben sind. Die Einstellungsbedingungen sind aus einem ausführlichen Merkblatt zu ersehen, das anzufordern ist bei allen Dienststellen der Allgemeinen=SS, der Polizei, der Gendarmerie, der H3 und insbesondere bei der Ergänzungsstelle West(6) der WaffenSS, Düsseldorf, Graf=Recke=Straße 72. In der Herner Bürgerschaft ist die Einziehung von Haltestellen der elektrischen Straßenbahn mit gemischten Gefühlen ausgenommen worden. Die einen wollten den alten Zustand belassen wissen, während andere wieder der Einziehung der Haltestelle Bahnhofstraße—Von=der=Heydt=Straße zustimmten, dagegen die Beibehaltung des Haltepunktes an der Straße der SA förderten. Grund zur Verringerung der Haltestellen lag in den Zeitumständen bedingt. Welche Haltestellen konnten verlegt bzw. eingezogen werden? Bei ruhiger Ueberlegung muß man sich sagen, daß die Haltestellen in gleichmäßigen Abständen eingerichtet werden müssen. Auf der Straße nach Bochum, im freien Gelände können die Abstände größer, in bewohnten Gegenden müssen sie geringer sein. Wir haben auf der Stadtkarte, berausgegeben vom Verkehrsverein Herne, die Bahnhofstraße vom Bahnhof bis Kirchplatz nachgemessen und gefunden, daß die Franz=Seldte=Straße fast genau in der Mitte liegt. Also wäre gegen die Einrichtung nichts einzuwenden. Gewiß kann man die öffentlichen Gebäude auf geradem Wege durch die Straße der SA erreichen, aber was tut das. Der Zugang durch die Franz=Seldte=Straße ist nicht viel weiter. Wie steht es aber mit den Haltestellen in der Fortsetzung der Bochumer Straße? Die Haltestelle an der Altenhöfener Straße ist aufgehoben. Unseres Erachtens war diese Strecke Kirchplatz—Altenhöfener Straße auch zu kurz. Die nächste Haltestelle befindet sich an der KurfürstenDie Woche der schaffenden Jugend im Kreisgebiet Herne—Castrop=Rauxel wurde am Montag abend im Hotel Schmitz mit einem Appell der betrieblichen Führungskräfte eröffnet. Der überaus starke Besuch ließ erkennen, daß unseren heimischen betrieblichen Erziehern das Wohl und die Zukunft unserer Jugend sehr am Herzen liegt. Es dürfte kaum ein Betrieb, und wenn auch noch so klein, gefehlt haben. Der Appell stand unter dem Motto: „Deutsche Jugend steht fest in Treue und Glauben zum Führer". Nach einer kurzen Begrüßung und Hinweisung auf Sinn und Zweck der Aktion durch den Kreisobmann"a. Baum ergriff der Redner Hauptgefolgschaftsführer Pg. Daniel(Berlin) das Wort. Er wolle, so führte er einleitend aus, als Beauftragter für die Jugendsache aus der Praxis und seinen eigenen mit der Jugend gemachten Erfahrungen zu denen, die besonders zur Führung der Jugend beauftragt sind, reden. In früheren Jahren habe man sich um die Jugend nicht so gekümmert, wie es hätte sein müssen; das beweise die fehlende Gesetzgebung. Unzählige Bünde, Vereine usw. hätten die Jugend gesammelt und auf ihre Art und politische Einstellung erzogen. aber zum Schaden der Jugend, denn sie sei dadurch zersplittert und vielfach nicht in staatsfreundlichem und bejahendem Sinne erzogen worden. Die Jugend befände sich in diesem Alter im Pubertätszustande und sei deshalb mehr für das Negative als das Positive empfänglich. Das träfe auf Sitte. Moral sowohl als auf die Einstellung zu Staat- und Gesellschaftsordnung zu. Hier erwachse für die betrieblichen Führungskräfte Schmieröl geht nicht mehr daneben Genau so wie Fette zur menschlichen Ernährung sind auch die Schmierfette für Maschinen ein Material, das sorgfältig und sparsam verwendet werden muß. Demgegenüber steht aber noch häufig die Tatsache, daß in den Betrieben sehr viel Schmierfette nutzlos vergeudet werden Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens müsse., deshalb auch unbedingt Aufgaben zur Einsparung von Schmierfetten gestellt werden. Daß auch hier große Erfolge möglich sind, zeigt das Beispiel einer mestdeutschen Bergwerksgenossenschaft, in der es gelungen ist, mit Hilfe einfacher Vorrichtungen 85 vH. des Zylinder= und Lageröls bestimmter Betriebsmaschinen wieder zurückzugewinnen. In diesem Einzelfall wurden 1100 Kilogramm Oel monatlich eingespart. straße, die zweite ist bei der Wirtschaft Maris an der Gräffstraße. Nach unserer Ansicht, die auch die Meinung vieler wirklicher Interessenten ist. gehört die erste Haltestelle an die Sievenstraße, an der früher auch schon eine Haltestelle war. Gegenüber zweigt die Kronprinzenstraße ab. Die Siepenstraße hat Verbindung mit der Altenhöfener Straße überhaupt mit dem stark bebauten Stadtteil Herne=Süd. Die an dieser Stelle Anschluß erhalten können zum Bahnhof und weiter nach Recklinghausen. Fahrgäste, die an der Sievenstraße aussteigen, benutzen zum Rathaus und den sonstigen öffentlichen Gebäuden die Kronprinzenstraße und gelangen auf Asphalt dorthin. An der Gräffstraße stehen wenige Häuser. Wir schlagen daher die Flottmannstraße als geeigneter vor. Benachbart ist die Hiberniastraße. Beide Straßen werden auf jeden Fall mehr begangen, als dieses bei der Gräffstraße der Fall ist. Wer sich mal an diese Haltestelle begibt und Umschau hält, dem wird es auffallen, daß viele Fahrgäste den Weg weiter unter die„Beine nehmen" und zu den beiden genannten Straßen laufen. Ohne Beeinflussung von der oder jener Seite haben wir aus rein praktischen Erwägungen un sere Vorschläge niedergelegt. Das die Straßenbahn benutzende Publikum wird uns zustimmen, daß unsere Vorschläge wirklich dem praktischen Bedürfnis entsprechen. Wenn man endlich mit den vielen Haltestellen aufräumen will, dann aber den Bedürfnissen entsprechend. eine ganz besondere Aufgabe. Zu der vom Staat erlassenen Gesetzgebung müßte sich die Einflußnahme der betrieblichen Führungskräfte gesellen. Jede einzelne jugendliche Seele zu erringen sei eine dankbare Aufgabe. Auch die älteren Gefolgschaftsmitglieder können hier segensreich wirken. Sie müßten im wahrsten Sinne des Wortes Vorbild der Jugend sein. An Hand vieler selbst erlebter Beispiele gab der Redner wertvolle Fingerzeige.„Schutz dem Edlen, Kampf und Vernichtung dem Schlechten“ sei das Gebot der Stunde. Der Vortrag war es wert, vor einem noch größeren Kreis gehört zu werden. Die Führerehrung beschloß den Appell. Notschlachtungen Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Es wird darauf hingewiesen, daß alle Notschlachtungen, die als Hausschlachtungen außerhalb der Schlachthöfe vorgenommen werden, bei dem zuständigen Fleischbeschauer und Trichinenschauer anzumelden sind, der sodann, falls er als Laienfleischbeschauer für die Beschau unzuständig ist, diese dem Ergänzungsfleischbeschautierarzt zu überweisen hat. Der Laienfleischbeschauer hat vorher jedoch die Trichinenschau vorzunehmen. Es ist also unstatthaft, daß bei den Hausschlachtungen Schweine, die notgeschlachtet worden sind, ohne Inanspruchnahme des zuständigen Fleischbeschauers und Trichinenschauers in die Schlachthöfe gebracht werden. An unsere Leser in Sodingen! Die Bezieher folgender Straßen: Mont=CenisStraße vom Amtshaus bis Nr. 161, Gusenberg= straße. In der Tennscheuer. Auf dem Robde, Schwarzer Weg, Grüner Weg, Mühlenkampstraße, Sandstraße und Ostbachtal werden gebeten, die Zeitung vorübergehend in unserer Sodinger Geschäftsstelle Walter Flunkert, Mont=Cenis=Str. 286. abholen zu wollen. Herner Zeitung Kleine Herner Stadtnachrichten Eisernes Kreuz. Der Gefreite Karlheinz Spilker. Wiesenstraße 14, erhielt das E. K. 2. Klasse. Goldene Hochzeit. Heute jährt sich zum fünfzigsten Male der Tag, an dem die Eheleute Wilhelm Haber und Frau, Emilie, geb. Stemmermann, Berkelstraße 40, den Bund fürs Leben schlossen. Haber wurde in Unshausen im Hessenland geboren. Er kam vor dem Jahre 1870 nach dem Industriegebiet und arbeitete einige Jahre auf der Zeche Friedrich der Große. Er zog nach Börnig, wo er sich ein Eigentum erwarb und arbeitete bis zum Jahre 1928 auf der Zeche Mont Cenis. Frau Haber wurde im Stadtteil Horsthausen geboren. Zwei Kinder und vier Enkelkinder stehen heute am Gratulationstisch. Dem noch recht rüstigen Ehepaar wünschen auch wir zu seinem Ehrentage viel Glück— Der Polizeipräsident wird ebenfalls heute namens der Preußischen Staatsregierung durch einen Vertreter die Glückwünsche überbringen lassen. Die Horsthauser Kriegerkameradschaft hatte sich am Sonntag im Vereinsheim Krahwinkel, Roonstraße, zu einem außerordentlichen Kameradschaftsappell eingefunden. Nach der Eröffnung gab der Kameradschaftsführer zunächst einen Ueberblick über die politische und militärische Lage. Er wies nochmals auf die Entstehung des Weltbrandes, hervorgerufen durch das Wiedererstarken des deutschen Reiches hin und pries in zündenden Worten die ungeheuren Leistungen unserer Wehrmacht auf allen Fronten. So wie es den Feinden nicht gelinge, unsere Fronten zu zertrümmern, so stände auch die Heimat fest, trotz der feindlichen Terrorangriffe. An der am 7. November um 10.30 Uhr von den Ortsgruppen der NSTAP Herne=Horsthausen und Friedrich der Große im Kasino Friedrichseck. Roonstraße, stattfindenden GefallenenEhrung nimmt die Kameradschaft in Kuffhäuseruniform teil. Die durch die Auflösung des Kyffhäuserverbands hervorgerufene Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen. Die Kameradschaftsappelle finden während der Wintermonate vormittags statt. Nachsendung von Möbeln für Umquartierte Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden weitere Sammeltransvorte(Möbel und Gebrauchsgegenstände) für Umquartierte in Pommern zusammengestellt. Es wird Donnerstag ein Trans port nach Dramburg und Freitag ein Transport nach Friedeberg verladen. Anmeldungen werden im Rathaus, Zimmer 815, entgegengenommen. Für die Kreise Neustattin, Schlochau, Lauenburg und Belgard können auch noch Anmeldungen erfolgen. Feueranzünden eine Kunst? Für den Wilden in Busch und Wüste ist es bestimmt eine Kunst, Feuer ohne unser nützliches Streichholz zu entfachen. Aber auch wir haben über unsere technischen Errungenschaften vergessen, daß das richtige und zweckmäßige Entzünden eines Feuers sehr wohl eine Kunst sein kann, denn wir haben uns daran gewöhnt, es dadurch zu vereinfachen, daß wir aus dem Vollen schöpfen. Eine Menge Anbrennholz und eine Menge Papier wird meist benutzt und bedeutet nicht nur eine Verschwendung wertvoller Rohstoffe, sondern auch meist noch eine, soweit das Verbrennen von Pa vier in Frage kommt, Schädigung der Feuerstätten und Schornsteine durch Versottung. Beides kön nen wir uns heute nicht leisten, deshalb wird die Zuweisung von Brennholz für Anmachezwecke immer mehr gedrosselt, und an seine Stelle tritt der Kohleanzünder. Ist er einmal nicht zu haben, so kann die Hausfrau auch gänzlich ohne Hilfsmittel Kohle mit Kohle anzünden. Wie dazu ganz wenig Papier und zerkleinerte junge Brennstoffe, Brikett. Braunkohle oder Torf Verwendung finden, darüber gibt ein Merkblatt Auskunft, daß bei den Kohlenhändlern oder im zuständigen Forst= und Holzwirtschaftsamt zu haben ist. Die Haltestellenfrage im Brennpunkt Ein Vorschlag zur gerechten Einsetzung von Haltestellen für Herne=Süd Schutz dem Edlen, Kampf dem Schlechten Appell der betrieblichen Führungskräfte im Hotel Schmitz 2* HANS GUNTHER: Carl-Duncker-Verlag GROSEE STADT IM ZWIELICHT Berlin W Bb. Potsdamer Straße 81 0 42 „Ich bitte Gie, Heer Wenski— ersparen Sie mir das!“ Schwerfällig, als könnte er sich selbst mit aller Kraft nicht mehr aufrecht erhalten, sank er auf den Stuhl, der hinter ihm stand.„Oh, ich bin so allein“, stöhnte er,„so grauenhaft allein! Ich habe niemanden mehr. Nicht einen einzigen Menschen...“ Empört sprang Renate auf.„Sie versündigen sich, Herr Wenski! Ach, bliebe mir soviel wie Ihnen!“ Und da geschah das Unerwartete: Er legte sein Gesicht in beide Hände, und da er wild und haltlos aufschluchzte, überlief ein Zittern seinen Körper,— Wenski mußte die Nerven völlig verloren haben. Nein, es brauchte nicht würdelos zu sein, wenn ein Mann weinte. Aber wenn dieser Mann weinte— dann war das sämmerlich. Ekelhaft war das. Angewidert wandte Renate sich ab. „Sie haben noch eine Mutter!“ sagte sie heftig.„Eine so wundervolle und gute Mutter.. „Ja, eine Mutter, die tot ist!“ Was war das! Seinem verzweifelten Aufschrei folgte lähmende Stille Christine war tot... Und seine Mutter war tot... Vielleicht war auch Hans Thomas tot?... Wo er doch nicht kam, um sie zu wecken! Aber nein, gleich mußte Hans Thomas zur Tür hereinkommen, und mit fröhlichem Gesicht würde er fragen, was denn das für ein schlimmer, schlimmer Traum gewesen sei.— Tot? Aber, Renate, liebe kleine Renate! Du träumst ja! Die leben doch alle. Du lebst doch auch!—„Ich lebes“—— Renate zupfte an ihrem Kleid, und es tat weh, wenn sich die Nägel der rechten in die linke Hand gruben. Also lebte sie doch! Ihr verstörter Blick streifte Wenski. Wenski... Saß der wirklich dort drüben? War Wenski nicht selber tot? Längst gestorben? Nur von den Toten auferstanden, um ihr all das Furchtbare zu sagen... Als Renate jetzt, mehr mechanisch als bewußte, fragte, wann Frau Wenski denn gestorben sei, hörte sie wie aus weiter, weiter Ferne die Antwort:„Das ist nun fast auf den Tag ein halbes Jahr her.“ Ja, eigentlich hätte Renate sich über diese rätselhafte Eröffnung wundern müssen. Aber sie wunderte sich gar nicht, sie hatte nicht einmal den Eindruck, als erführe sie etwas Neues. Als wüßte sie das alles längst, so kam es ihr vor. Denn noch immer verharrte sie in jenem eigentümlichen, Zustand des Entferntseins von der gespenstischen Realität dieser an das Unheimliche rührenden Vorgänge. Sie hörte wohl, was Wenski sagte. Aber sie hörte es wie von weit her. Erst später, da sie dem, was geschehen war, unmittelbar gegenüberstand, wollte sie es kaum fassen, daß dies Wirklichkeit sein sollte. Wie aus einer Tarnce erwachend, strich Renate sich über die Stirn. Da hatte also ein alte Dame viele lange Jahre still für sich in einem großen Haus gelebt. So still, daß es keinem Menschen auffiel, als sie eines Tages ausblieb, um nie mehr wiederzukehren.“ Großer Gott, wie war das nur möglich! All diese Leute im Haus, die soviel über Frau Wenski wußten und redeten, hatten nichts gemerkt, und sie klatschten weiter und behaupteten von der alten Dame, die längst gestorben war, die unsinnigsten Dinge. Selbst sie, Renate, hatte nichts geahnt. Ohne jeden Argwohn hatte sie sich mit den unzulänglichsten Erklärungen ihres Sohnes zufriedengegeben. Monate hindurch hatte Wenski sie belogen. Aber warum nur? Weshalb dieses Geheimnis um den Tod seiner Mutter?— Wenski versuchte, es Renate zu erklären: Hatte sie denn nie darüber nachgedacht, aus welchem Grunde möglichst niemand von seiner Rückkehr hatte erfahren sollen? Hatte sie vergessen, daß damals, vor zwölf Jahren, als er Christine hatte verlassen müssen, einer„in jugendlichem Leichtsinn begangenen Dummheit“ wegen ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden war? Nun, er wäre wohl längst verhaftet worden, hielte man nicht noch immer an der durch die Todeserklärung begründeten Annahme fest, daß Frau Wenskis verschollener Sohn gar nicht mehr am Leben sei. Konnte aber, wo alles schon so verfahren war, der„Vetstorbene" einfach hingehen zur Polizei und zum Standesamt und dort den Tod seiner Mutter melden? Natürlich konnte Wenski das nicht. Wenn auch aus anderen, sehr viel gewichtigeren Gründen als denen, die er Renate nannte. Rein, die ganze Wahrheit durfte sie nie erfahren. Niemals! Nur in der Konstruktion seiner Lügen existierte jenes Landhäuschen bei Potsdam, die„Rückkehr des verlorenen Sohnes“ war eine einzige Komödie gewesen, und er hatte diese Komödie gespielt, weil er in der Aschaffenburger Straße, wo ihn von früher niemand kannte, einen neuen Unterschlupf hatte finden wollen. Aber über all das mußte er Renate gegenüber schweigen. Er liebte sie! Zum ersten Male in seinem Leben gab es eine Frau, die ihm wirklich etwas bedeutete. Um sie für sich zu erringen, hätte er jeden Einsatz gewagt. Und wagte er nicht schon viel? Viel zuviel sogar?— Er wollte erreichen, daß sie mit ihm kam, in kürzester Frist wollte er das erreichen,— ja, noch viel mehr wollte er: Er wollte ihre Liebe gewinnen. Wie aber hätte ein volles Geständnis dies bewirken sollen? Ach, am liebsten würde er jetzt seinen Kopf in den Schoß des Mädchens legen.„Sieh, das habe ich getan!“ möchte er vielleicht sagen.„Ich bin ein durch und durch verdorbener Mensch. Wie wäre ich glücklich, stünde ich nun als ein anständiger, gerader Kerl vor dir! Aber ich will versuchen, ein neues Leben zu beginnen. Hilf mir dabei! Komm mit mir! Drüben fange ich dann ganz von vorn an. Hier geht das nicht mehr!“ Wer liebt, verabscheut die Büge. Selbst dieser eiskalte, berechnende Mensch hätte sich jetzt loofogen mögen von des Lüge, in die sein Leben verstrickt war. Ein jämmerliches Leben! Ein armseliges Leben! Ein Leben, in dem allein ein kühler Verstand diktiert, das Gehirn den gemeinen, nackten Vorteil erstrebt, und nie ein warmes Gefühl, das Herz, eine Handlung hatte bestimmen dürfen. Die Menschen waren nichts als Zahlen gewesen. Kleine und große Zahlen, kleines und großes Geld... Das Geld war zum Wertmesser aller Dinge geworden. Aber nun stimmte die Rechnung plötzlich nicht mehr. Man hatte begonnen, Fehler zu machen. Fehler über Fehler. Seit langem schon. Und man hatte es nicht einmal bemerkt. Hilflos, wie ein Stümper, stand Wenski vor dem großen Unbekannten seines Lebens. Vor dem Gefühl, das ihn übermächtig bedrängte. Christine und die vielen Frauen, die ihn geliebt, hatte er unglücklich gemacht. Das Echo des Gelächters, mit denen er die Gefühle der anderen verhöhnt, kam nun zurück... Und er war verzweifelt, daß er nicht einfach aufhören durfte zu rechnen, da er zu fühlen begann, wie sehr er Renate liebte... Rein, die ganze Wahrheit konnte ihr Wenski nicht sagen, und so gestand er nicht mehr, als, unbedingt notwendig war. Wenn er erwartete, daß sie sich in ihrer Verzweiflung zu guter Letzt doch entschließen würde, ihn nach drüben zu begleiten, mußte er damit rechnen, daß sie nach seiner Mutter fragte. Er durfte ihr somit nicht vorenthalten, was an dem Nachmittag im Januar geschehen war— bei jenem Wiedersehen, da nach einer Trennung von beinahe zwölf Jahren eine überglückliche Mutter den einzigen Sohn in ihre Arme geschlossen hatte. Er habe sie gleich mit in sein Landhäuschen hinausnehmen wollen, erzählte er,— mit einer Lüge begann er also auch hier. In Wirklichkeit hatte er die Mutter nur zu einer kleinen Spazierfahrt eingeladen. Oder befser: überredek. Denn sie hatte sich sehr dagegen gesträubt. Wo es doch draußen so kalt war! Und es schneite! Ob. ihr Sohn hatte ein Auto. Einen großen, feinen Wagen. Da tät die Kälte nichts. ** DER SPORT Der westdeutsche Eissportwinter Spitzenklasse in Düsseldort und Köln vertreten Im Kreise der deutschen Kunsteisbahnen, die im fünsten Kriegswinter der Betreuung der Soldaten und Rüstungsschafsenden in der Heimat zur Verfügung beben, ist der Westen mit den schönen Anlagen in Düsseldorf und Köln vertreten, deren Eröffnungsveranstaltungen bereits für den 4. Dezember angekündigt worden sind. Das Westdeutsche Eisstadion in Düsseldorf wird vom Dezember bis Februar eine ganse Reihe bemerkenswerter Sportveranstaltungen sehen, für deren Durchführung die Düsseldorfer EG verantwortlich zeichnet. Bei der ersten Veranstaltung am 4. und 5. Dezember werden Horst Faber, Lydia Veicht und Strauch Noack kunstlausen und die Düsseldorfer EG gegen eine Berliner Kombination BSC Rot=Weiß Eishocken spielen. Zu Weihnachten gibt es am 24. und 25. Dezember ein Kunstlausen mit BaranFalck, Ulrich Kuhn und Gudrun Olbricht sowie ein Eisbockeyspiel der D E G gegen E G Königsbera die Wiener Spitzenklasse im Kunstlaufen. Am 5. und 6. Februar folgt die Deutsche Meisterschaft im Kunstlausen der Männer und mit dem Reichssiegerwettbewerb der Junioren und einem Eishockeyviel DEG gegen die Wiener EG. Den Beschluß wird dann am 26 und 27. Februar ein„Tag der Deutschen Meister 943“ machen, zu dem es ein Eishockentreffen der Düsseldorfer EG gegen Klagenfurt geben soll. Breslau 02 verlor in Prehburg Die Sportvreinigung Breslau 02 erlitt in ihrem zweiten spiel auf Preßburger Boden gegen die Elf des Deutschen sportklubs eine Niederlage mit dem seltsamen Ergebnis von 7:9(2:7) Toren. Zunächst verlief das Sviel offen, beide Mannschaften batten durch Baloab und Kuba(Preßburg) bzw. Klingler und Schöne(Breslau) je zwei Tore erzielt, dann aber gelangen Venutti innerhalb von sechs Minuten drei prächtige Tore, denen Marcelli und Baloah bis zur Pause zwei weitere folgen ließen, Trotz des vorzüglichen Preßburger Torhüters Lukacs holten Fleischer(2), Plener und Schöne(2) gegenüber zwei Erfolgen von Baoab gewaltig auf. Mit Ausnahme von Klingler und Schaletzki enttäuschten die Breslauer auch in ihrem zweiten Spiel. Stadtelf der Hanseladt gegen Berlin Das Gefüge der Hamburger Stadtmannschaft, die am 7. November in der Hansestadt gegen die Elf der Reichshauptstadt antritt, wird von Spielern des LSV gebildet. Daneben stellt der HSV drei Spieler, so daß die Mannschaft folgendes Aussehen hat: Jürissen(LSV); Janes HSV), Miller(LSV), Seeler(HSV), Gärtner, Gebhardt(beide LSV); Mühle(LSV), Spundflasche(HSN), Gornick, Heinrich, Lotz(alles LSV). SGOP Recklinghausen Ist Herbstmeister Die erste Serie in der Staffel Süd um die Westfälische Handballmeisterschaft steht kure vor dem Ab. schluß. Der vorjährige Westfalenmeister SGOP Recklinghausen hat sich bereits die Herbstmeisterschaft gesichert. Ohne jeden Punkt rangiert Reichsbahn Witten auf dem letzten Tabellenplatz. SGOP Recklinghausen 5 5 1 9. 75:27 11:1 Reichsbahn Recklinghausen 7 4 6 8 58:68 8:6 AIB Dorstfeld 7 8 1 S 37:56 7:7 Sportring Gevelsbera 5 2 2 1 35:29 6:4 IB Eintracht Dortmund 4 2 0 2 30:15 4:4 Turnclub Wanne 5 2 0 8 37:50 4:6 Tus Holsterhausen 4 1 9 5 25:27 2:6 Reichsbahn Witten 4 6 0 4 17:37 0:8 emereseln urd Uenterd„Ilated in Lland“ Die Ahnen unseres Pferdes waren 20 Zentimeter hoch Der Pferd, der treue Kampfgenosse unserer Soldaten und Hausgenosse des Menschen tauchte wie dieser zuerst in der Altsteinzeit auf. Die frühesten Spuren des Menschen auf unserer Erde sind keine Knochenfunde, sondern die sogenannten„Colitben“, die ersten grobzubehauenen Steinwerkzeuge, die sich der Mensch schuf. Sie geben heute davon Kunde, daß in der Altsteinzeit, dem Paläolithikum, die ersten Menschen gelebt haben. Genau zur gleichen Zeit aber, das wissen wir heute ebenfalls, tauchte in der Entwicklungsgeschichte der Erde auch das Pferd auf. Freilich nicht das Pferd in seiner heutigen Gestalt, das zu einem treuen Gefährten und Hausgenossen des Menschen geworden ist, sondern zunächst das sogenannte„Urpferd". Die Versteinerungen, die man von diesem Tier in freigelegten Erdschichten gefunden hat, zeigen ein kleines Tier von gedrungenem Körperbau, das nicht höher als 20 bis 30 Zentimeter war. Aus dieser ersten, dreizehigen Pferderasse, die in Europa nachgewiesen worden ist, hat sich später, im Laufe langer Zeiträume das Wildpferd entwickelt, das besonders die jüngere Steinzeit beherrschte. Im Zeitabschnitt des sog. Aurignacien müssen Mensch und Pferd schon enger in Beziehung gestanden haben, vielleicht wurde das Wildpferd bereits gejagt, denn aus dieser Zeit hat man die frühesten künstlerischen Darstellungen des Pferdes gefunden, Ritzzeichnungen im rohen Felsgestein, später Elfenbein= und Renntierhornschnitzereien. Im Dienste des Menschen findet man das Pferd zuerst im Anfang der Bronzezeit. Wahrscheinlich hielt sich der Mensch zuerst die Rudel noch halbwilder Pferde, die ganz allmählich als Reittiere abgerichtet und als Zugtiere gewonnen wurden. Darstellungen früherer keltischer Streitwagen Europameister Schäfer auf der Matte Bei dem am 21. November im Berliner Europahaus stattfindenden Ringerturnier hat nach Heini Nettesheim nun in dem Mittelgewichtler Fritz Schäfer ein weiterer Europameister gemeldet. Der Ludwigshafener, der Deutschland in 30 Länderkämpfen vertreten hat, wurde dreimal Eurapomeister im klassischen Stil und hält den Titel im Freistil. Zwölfmal war er Deutscher Meister, siebenmal im klassischen, fünfmal im freien Stil. Im Leichtgewicht tritt Fw. Otto Hirsch(Dortmund) gegen Fren(Berlin) an. Im Bantamgewicht begegnen sich die Nachwuchsringer Bykol(Dormund) und Gallus(Berlin). Wesideutschland triftt sich io Dortmund Das westdeutsche Hallenschwimmfest am 7. November in Dortmund bringt die Spitzenklasse von Westfalen, Niederrhein und Köln=Aachen an den Start. Unter den Schwimmerinnen sind besonders die für Oberhausen startende Niederländerin Alie Stifl. Hilde. Rose(Hamm) und Ilse vornung(Hagen) im Kraulschwimmen zu nennen. Im Springen treten Olga Eckstein, Paula Tatareck (Erkenschwick) und Röschen Bongart(Köln) an. Max Hönike 50 Jahre Mar Hönike, der Reichsfachamtsleiter für Eislauf und Rollschubsport, feierte gestern seinen 50. Geburtstag. Im September 1938 vom verstorbenen Reichssportführer von Tschammer und Osten auf diesen verantwortungsvollen Posten gesetzt, hat Max Hönike, dank jahrelanger Erfahrungen und ausgezeichneter Fachkenntnisse sich schnell das Vertrauen sowohl seiner„Gefolgschaft“ als auch aller derjenigen erworben, die ihm inner= und außerhalb des NSRL als Mitarbeiter zur Seite stehen. Der deutsche Sport verdankt ihm, gerade in dieser Zeit, viel. zeigen zuerst das Pferd als Zugtier dieser Wagen. Sehr viel später erst ging der Mensch, der seinen Acker bestellte, daran, das Pferd vor seinen Pflug zu fpannen. Im Verlauf des 8. Jahrtausende v. Chr. eroberte das Pferd den Orient, über den Balkan und Kleinasien wurde es in Babylon und Assur eingeführt. Später, gegen Ende des Mittleren Reiches, fand es auch in Aegypten Eingang, wo gegen Ende des Neuen Reichs in Unterägypten bereits eine berühmte Pferdezucht betrieben wurde. Die Zucht des nordafrikanischen Berberpferdes reicht bis in das 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. Bei den Griechen stand das Pferd bereits in hohen Ehren und erschient vielfach als Begleiter der Götter= und Heldengestalten. 350 Jahre v. Chr. verfaßte Jenophon eine Schrift über die Reitkunst, die das erste literarische Zeugnis über das Pferd darstellt. Im Götterglauben der Germanen hat das Pferd schon, frühzeitig eine bedeutende Rolle gespielt. Die Walküren ritten in den Kampf, die „Wilde Jagd“ brauste auf Rossen vorüber. Gleichzeitig wurde das Pferd zum heiligen Opfertier, dem Pferdeschädel schrieb man einen starken Abwehrzauber zu. Reste davon sind noch heute in den geschnitzten Pferdeköpfen zu finden, die oft den First eines bäuerlichen Hauses schmücken. In Sage und Märchen ist die Heiligkeit des Pferdes bis in unsere Zeit lebendig geblieben. Westdeutschland Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger sprach Bochum. Zu einem großen Appell fanden sich viele Hunderte berufstätiger Mädel aus Bochumer Betrieben im festlich hergerichteten Arbeitssaal der Schürzenfabrik Pongs und Zahn in Bochum zusammen. Die Gebietsmädelführerin Luise Oberbeckmann begrüßte die Reichsreferentin in der Reichsjugendführung, Dr. Jutta Rudiger, und die zahlreich erschienenen anderen Ehrengäste sowie die Bannmädelführerinnen aus dem Gebiet Westfalen=Süd. Auch K=Bannführer Bald und Kreisleiter Riemenschneider nahmen an dem Appell teil. Nach der Gebietsmädelführerin ergriff die Reichsreferentin das Wort. Sie sagte den Mädeln, wie unendlich stolz die Jugend des ganzen Reiches auf die Kameradinnen des Westens ist, die sich im Arbeitseinsatz und besonders im Einsatz bei der Bekämpfung des Bombenterrors hervorragend bewährt haben. Nach dem Kriege wird in Deutschland die Persönlichkeit nicht bestimmt durch Geld oder Gold, durch Herkunft oder Wappen, es kommt einzig und allein auf den Charakter an. Dr. Jutta Rüdiger erwähnte den Kriegsberufswettkampf der Deutschen Jugend, der wiederum das Können auch der deutschen Jugend zeigen wird. Zum Schluß wandte sich der K=Gebietsführer an die Mädel., Der Chor des Bannes 67 Bochum unter Oberscharführer Günther Hildebrandt gab dem Appell einen stimmungsvollen Rahmen. Reichsverband der gemischten Chöre Deutschlands Duisburg. Der Chorkreis Niederrbein=Ruhr(polit. Gebiet Gau Essen) des Reichsverbandes der gemischten Chöre Deutschlands hielt in Duisburg eine Kreisführerratssitzung ab. Der Chorkreisführer Niederrhein=Ruhr, Friedrich Schröder, Essen, berichtete über die Arbeit der Chöre. Beschlossen wurde, am Sonntag, dem 16. Januar 1944 in Essen eine Tagung der Vereinsführer und Chorleiter abzuhalten, während die Chorkreistagung Niederrhein=Ruhr 1944 in Duisburg stattfinden soll. Ein bestimmter Termin wurde noch nicht festgesetzt. Komponist Willy Sendt= Duisburg=Hamborn übernimmt die Stelle eines Kreischormeisters Niederrhein=Ruhr. Empfindliche Strale für Betrügerin Hamm. Die 22 Jahre alte Hausgebilfin Gertrud Trokkel aus Hamm, Nassauer Straße 25, ist trotz ihrer Jugend schon eine recht verkommene Person. Sie mußte bereits 1941 wegen Arbeitsverweigerung und wegen wissentlich salscher Anschuldigung bestraft werden.; weil sie ihren eigenen Vater wahrheitswidrig schwerer sittlicher Versehlungen bezichtigt hatte. Auch in den folgenden Jahren trieb sie sich lieber ovdachlos umher, als zu arbeiten Sie verließ ihre Stellen und gab sich als Bombengeschadigte aus. deren Angehörige bei Bombenangriffen ums Leben gekommen seien. Sie erregte auf diese Weise Mitleid und betrog andere Volksgenossen, sie stahl Geld, Kleidungsstücke und ein Fahrrad. Das Sondergericht Bielefeld verhängte gegen sie drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust und sprach die Hoffnung aus, daß vielleicht diese Strafe die verkommene Angeklagte wieder auf den rechten Weg zurückbringen werde. Gewohnheitsverbrecher hingerichtet Dortmund. Ende Oktober 1943 ist der 45 Jahre alte Albert Letkowski aus Dortmund= Lütgendortmund hingerichtet worden, den das Sondergericht in Dortmund als Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteilt hatte. L., der wegen Diebstahls schwer vorbestraft ist, hat erneut zahlreiche Einbrüche verübt und in einem Falle aus einem bombenbeschädigten Hause Geld und Schmuck gestohlen. Nach dem„großen“ Vogelzug der Krähenzug Aus dem Bergischen. Nachdem uns fast alle Singvögel, die den Sommer über in der engeren Heimat weilten, verlassen haben und der sogenannte„große“ Vogelzug beendet ist, bat in diesen Tagen der Krabenzug begonnen Zu Tausenden schwirren die schwarzen Gesellen durch die Lüfte und zwar eigenartigerweise nach verschiedenen Richtungen. Bei den Vögeln, die gen Süden ziehen, handelt es sich in erster Linie um Saatkrähen, die ihre eigentliche Heimat im Osten haben. Hinzu gesellen sich einige Dohlen, die kleiner als die übrigen Kräbenarten sind und auch durch ihren„Jack=Ruf“ sich besonders bemerkbar machen. Dagegen nimmt die Nebelkräbe, die zwar häufig auch den Winter im westlichen Deutschland verbringt, bei ihrem augenblicklichen„Umzuge“. die entgegengesetzte Richtung. Sie gehört zu den„Strolchen" und „Stromern“ ihrer Art und streicht von einer Gegend zur anderen. Zunehmende Betriebsärztezahl Gelsenkirchen. Der Einsatz von Betriebsärzten hat sich bestens bewährt und ist vor allem jetzt im Kriege schon deshalb wichtig, weil durch ihre Tätigkeit Tausende von Arbeitsstunden durch den Wegfall des Weges zum Arzt und durch unnütz lange Wartezeiten eingespart werden können. Allein im Kreise Emscher=Lippe des Gaues Westfalen=Nord sind beute schon in 27 Großbetrieben Betriebsärzte tätig, und die DAF ist bestrebt, ihre Zahl auch in Zuknft zu erhöhen. Kind im Löschteich ertrunken Bochum. Im Löschteich an der Heinrich=Gustav=Straße ertrank ein dreijähriges Kind das wahrscheinlich beim Spielen in den Teich gefallen ist. Aus der Bewegung RSDAP Ortsgruppe Herne=West: Donnerstag, 19,30 Uhr, Dienstappell bei Sacher. Alle Politischen Leiter, Walter und Warte, sowie NS=Frauenschaftsleiterinnen, Zellen= und Blockleiterinnen der NS=Frauenschaft, Führer der HJ und BDM haben teilzunehmen. Deutsches Frauenwerk Ortsgruppe Herne=Constantin. Donnerstag, 15,30 Uhr, Gemeinschaftsstunde bei Voortmann, Schillerstraße 32. Es spricht die Kreisabteilungsleiterin Pan. Schwick über den Osten. Schwer tragen wir an der harten und unerwarteten Nachricht, daß mein geliebter Mann, mein guter Vater, mein treusorgender Sohn, unser lieber Bruder Schwiegersohn, Schwager und Onkel 1-Obersturmführer Josef Kaptur Inhaber des EK 1. und 2. Kl., des Panzer=Kampfabzeichens in Bronze und des Verwundetenabzeichene in Schwarz bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod starb. Er fiel am 1. Oktober 1943 im Alter von fast 28 Jahren. Pflichtbewußt und treu, und in unerschütterlicher Siegeszuversicht fiel er bei Krementschug als leuchtendes Vorbild seiner 44-Männer an der Spitze seiner Kompanie. Die Kameraden seiner Kompanie haben ihn zur letzten Ruhe bestattet. In stiller Trauer: Frau Lieselotte Raptur, ged. Schuth und Sohn Rolf Frau Ww. Hedwig Kaptur und Familie Familie Gustav Schuth und Anverwandte Bochum=Gerthe, den 25. Oktober 1943 (Castroper Hellweg 597) 0 Fern von seiner geliebten Heimat und seinen Lieben, für uns unfaßbar, starb in einem Feldlazarett an den Folgen einer schweren Verwundung am 18. Oktober mein geliebter, treuer Gatte. der liebevollste Vater seines einzigen Kindes, unser lieber, guter, unvergeßlicher, ältester Sohn, Schwiegersohn. Bruder, Schwager, Onkel, Reffe und Vetter Schütze August Spieckermann im blühenden Alter von 38 Jahren Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren haben. In tiefem Herzeleid: Frau Elisabeth Spieckermann, geb. Kemper und Söhnchen August Dieter Familie August Spieckermann sen. und Kinder Familie Hermann Kemper und Kinder Herne(Flottmannstraße 72), Wiedenbrück, Hattingen, Hagen, Ickern, Dortmund, Neuwied, Berlin und im Felde, den 28. Oktober 1943. 1 Im festen Glauben en ein Wiedersehen traf uns die schmerzliche Nachricht, daß unser innigstgeliebter, herzensguter Bruder, Schwager. Onkel, Reffe und Vetter, der Kriegstrelwillige Gefreite Georg Kluger Inh, des Verwundeten=Abzeichens und der Ostmedaille am 28. August 1943 im blühenden Alter von 33 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen bei Orel den Helden. tod fand In tiefer Trauer: Paul Kluger Alfred Kluger und Frau, Rosa ged. Hönig Franz Kluger und Frau, Franziska ged. Miß Max Kluger und Frau, Maria geb. Zulkowski Ww. Käte Kluger, geb. Zulkowfki und alle Anverwandten Herne=Holthausen(Mont Cenis=Straße 392). Herten und Breslau, den 26 Oktober 1943 „ F ü r d i e v i e l e n B e w e i s e a u f r i c h t i g e r A n t e i l n a h m e beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herglichsten Dank. Otto Lauer nebst Kindern und Unverwandten Herne(Poststraße 11), im November 1943 Jutta 23. 10. 45 Unser Klaus hat ein Schwesterchen bekommen Dieses zeigen in großer Freude an Willl Kaiser, Oberfeldwebel Irmgard Kalser. geb. Kleinschmidt Herne. Forellstraße 4 Ihre Verlobung geben bekannt Tony Stuppi Franz Stiens Herne Bergstr. 87 Bochum Hiltroper Str. 27 z. Zt. Arnsberg. den BI. Okt 1943 Als Verlobte grüßen Hildegard Hoffmann Heinz Grum Herne Bergstr. 100 Herne Vödestr. 100 31. Oktober 194 Ihre Vermählung geben bekannt Willi Kraft Obergefreiter Anneliese Kraft geb. Herdejürgen Herne s. Z. Urlaub Jean-Vogelstr. 7 im November 1943 Unser aller Sonnenschein, unser lieber, sonniger Jusige, mein liebes Brüderchen Franz-Josef nahm der Herr nach kurzer, schwe. rer Krankheit im Alter von 7 Jah. ren zu sich in den Himmel. In tiesem Schmerz: Franz Giersz und Frau, Marianne geb. Baranowski und alle Anverwandten. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 3. November 1943, um 3 Uhr vom Trauerhause. Leibnizstraße 61. aus statt. Dann in den Drogerien Diekehage tragen.— Flasche RM. 0.64 Voranmeldungen für Bohnenkaffee u. Spirituosen nehmen wir entgegen Drogerien Lesener Herne, Bahnhofstraße 9 c, Sodingen. Am Amtshaus Vorbestellung von Spirituosen auf Nährmittelkarte 55 nimmt entgegen: Destillation und Weinhandlung Fritz Möller Herne, Von-der-Heydt-Straße 65 Kaffee-und Spirituosen Vorbestellung bitte Nährmittelkarte 55 zwecks Eintragung mitbringen Katteerösterei— Spirllussen Bahnhofstraße 47 und Filiglen Für Spirltuosen Bahnhofstr. 47 1.135 Geldbörse mit Schlüssel u. a. Inhalt am Bahnhof verloren. Abzugeben in der Herner Zeitung. Am 1. November i Kaufhaus Christensen ein kl., blaues Spielauto verloren, Wiederbring, erhält gute Belohn. Abzu. geben bei: Arnold Pehl, Herne Schu lstraße 40. Gürtel mit Silberspange Kronprinzenstraße (Saardenkmal) gefunden. Abzuholen Adalbertstraße 13. Parterre. Heirat Led. Mann, 40 J., w. Briefwechsel mit Dame aus Gerthe zwecks späterer Heirat Zuschr. unt. A. E. 100. Hauptpostlag. Bochum. Kohlenklau's Helfershelfer Nr. Frau von immerso Immer noch ganz„Schloßherrin“. Nett, aber hoffnungslos vorgestrig— und dadurch hochgradig kohlenklau-gefährlich. Zum Beispiel: Alle Mieter heizen einmütig nur das am wärmegünstigsten gelegene Eßszimmer. Frau v. Immerso mus3 Ihre Extrawurst haben. Sie kann auf ihren geheizten „Salon“ nicht verzichten, falls doch mal erlauchter Besuch kommt. Das war schon bei der seligen Ahnfrau so. Kohlenklau strahit natürlich. Wir aber rechnen: Nur 4 Briketts täglich verpulvert, das macht 8 Zentner Kohle in einem Winter. Wieviele Brote könnten damit gebacken werden! Und jetzt mal Hand auf': Herz: Kaf ater Herne. Bahnhotstraße 1 d Vom 1. bis 15. November Fröhlicher Auffakt mit Hans Lorenz, der Safano=Ballett, Tanzschau 2 Regöczi, Equilibristen 2 Brodex, kom. Raskadeure Walter Milano, Schnellzeichner Dondo, Stehtrapez Trio Dura, Eislauf Sasano=Ballett 2 Ronas, Perche=Akt Recha, Zauberschau Saigno=Ballett Fresco u. Camillo, Faßspringer Kapelle Tytgat DIE DEUTSCHE ARBEITSFRONT NSG.„KRAFT DURCH FREUDE“ Herne—Costrop-Rauze Neue Anfangszeiten im KAF-Theates: Täglich 16 Uhr, Mittwochs, Sonnabends und Sonntags 13 u. 16 Uhr Saalbau Anlauf Heute Mittwoch: Konzert Anlang 17.30 Uhr. M Abgabe ohne Scheine Tomatenmark tiefrot. vitaminreich, für Suppen, Soßen und Brotaufstrich.2 Poket 200 Gramn 0, 03 EHAGE Bahnhofstr. 47 u Fllialen. 2=Zimmer=Wohnung gegen 3=Zimmer=Wohnung zu tauschen gesucht Zu erfragen in der Herner Zeitung. Aeltere Leute such. ab sofort od. spät. eine abgeschlessene 4=Zimmer=Wohnung Evtl. gegen Tausch einer anderen. Schriftl Angeb. u. B 14 a. H. 8tg. Alleinst. Frau sucht leeres Zimmer Schriftl. Ang. unt. B 10 a. d. d. 8tg. 3—4=ZimmerWohnung mit Bad zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. u. B 13 a. d. H. 8tg. Eine zuverlässige, tüchtige Hausgehilfin für sofort gesucht. Zu erfragen in der erner Zeitung. Zuverlässige Botin für einen kleineren Bezirk in Sodingen sofort gesucht. 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