7 Herner Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne Pernruf: 311 41—43(Schriftleitung: 311 42) Besugserels: Monatlich RM. 2.15. halbmonatlich RM. 1.08. wöchentlich RM. 0.54. Selbsabholer RM. 1.84 oder RM 0.92 im voraus zahlbar. Einzelpreis 10 Rof.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, hervorgerufen durch höhere Gewalt. können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden— Anzeizeuorels: 1 mm Höhe 22 mm Breite 9 Rol. Zur Zeit ist Preisliste 4 gültig In Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen. auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß: Tars zuvor 16 Uhr Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne I. Westt Hauptschriftleiter: WIIII Pranke(s. Z. Wehrmacht). I. V. Otto Wilhelm Pohle. — Verantwortlich für Polltik und allg. Tell Otto Wilhelm Pohle. für Lokales Albert Wemper.— Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner.— Hauptgeschäftsstelle: Herne. Von-der-Heydt-Straße 0.— Postscheckkonto: Dortmund 6542. Nummer 57 Dienstag, den 9. März 1943 72. Jahrgang W Inönü wiedergewählt! Zusammentritt der fürkischen Nationalversammlung Aukara, 9. März. In Ankara fand Montag um 14 Uhr der Zusammentritt der am 28. Februar gewählten 7. Großen Nationalversammlung unter dem Vorsitz des Alterspräsidenten Tepeyran statt. Nachdem die Abgeordneten den Eid auf die Verfassung geleistet hatten, erfolgte die Wahl des Kammerpräsidenten Abdulhalik Renda, der dieses Amt schon während der abgelaufenen Legislaturperivde bekleidet hatte, sowie des Büros des Parlaments. Unter dem Vorsitz des neuen Kammerpräsidiums nahmen die 435 anwesenden Abgeordneten darauf die Wahl des Staatspräsidenten vor. Einstimmig wurde Ismet Inönü, der bisherige Staatspräsident, wiedergewählt. Das Abstimmungsergebnis wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen und durch den Rundfunk be kanntgegeben. Nach der Bekanntgabe der Wahl begab sich eine vom Kammerpräsidenten geführte Abordnung nach der Residenz von Tschankaya, um Ismet Inönü vom Abstimmungsergebnis zu unterrichten. Wenig später erschien der in seinem Amt neu bestätigte Staatspräsident Ismet Inönü im Parlamentsgebäude, um den vorgeschriebenen Amtseid abzulegen. Beim Betreten und Verlassen des Parlamentsgebäudes erwies eine Ehrenkompanie unter dem Spiel der Nationalhymne dem Präsidenten der Republik die Ehrenbezeigungen. Ismet Inönü wurde bei seinem Erscheinen im Sitzungssaal mit lautem Beifall begrüßt. Der ersten Parlamentssitzung wohnten die Mitglieder des Diplomatischen Korps, darunter auch der deutsche Botschafter von Papen, bei. Die nächste Konferenz in Washington Vor„interalliierten wirtschaftlichen und politischen Beratungen“ Auch Stalin soll den Schleier lüften Meinungsstreit in London- Das durfte Stanley nicht sagen! Drahtbericht unseres ständigen Mitarbeiters 9. März. Die Engländer Stockholm, 9. März. Die Engländer haes bisher strikt abgelehnt, sich während des Krieges aus eine Diskussion der„politischen Probleme der Alliierten“ einzulassen. Unter diesen politischen Problemen verstehen sie nicht nur die Sorgen ihrer kleinen Trabanten der EmigrantenRegierungen in London, sondern vor allem ihre eigenen, unter denen die zukünftige Gestaltung des Empire einen besonders wichtigen Platz einnimmt. Von amerikanischer Seite ist mehr als einmal die Frage der Selbstverwaltung der Kolonien angeschnitten worden, nicht etwa, weil Washington den Kolonialvölkern das Geschenk der Freiheit machen möchte, sondern weil es ein Interesse daran hat, englischen Besitz in die Hand zu bekommen. Das ist natürlich leichter zu erreichen, wenn die Kolonien sich selbst verwalten. Sie können dann eher amerikanischen Wünschen geneigt gemacht werden. England hat also ein großes Interesse daran, daß vorläufig nicht an diesen Dingen gerührt wird. Polnische Forderung„undemokratisch“ Auch das Weiße Haus nicht hinter den Emigranten- Sikorskis verspieltes Spiel Drahtbericht unseres ständigen Berichterstatter: ew Berlin, 9. März. Nach Meldungen aus Washington hat es der USA=Historiker Asher für ratsam gehalten, die Partei der Sowjets in der Auseinandersetzung mit den polnischen Emigranten zu ergreifen. Er erklärte im Rundfunk, daß die Vereinigten Staaten niemals die volnischen Forderungen nach der Westukraine und gewissen Gebieten Westrußlands unterstützen würden, und er sagte auch warum. Man wird erstannt sein zu hören, daß es nicht ethno logische oder ähnliche Gründe sind, sondern daß es der„undemokratische Charakter“ der polnischen Forderungen ist, der den Professor veranlaßte, sich gegen sie auszusprechen. Da hinzugefügt wird, die Ausführungen Ashers seien möglicherweise inspiriert, gewinnt die Erklärung das Gewicht einer Stellungnahme des Weißen Hauses gegen die Ansprüche der Londoner EmigrantenRegierung. Sie beleuchtet aber im übrigen sehr deutlich das Interessendurcheinander auf der Gegenseite. * Nachdem England bereits im polnisch=sowjetischen Streit seine Abhängigkeit von Moskau glänzend dokumentiert hat, tritt man amerikanischerseits nun sogar offen gegen die polnischen Forderungen auf. Es ist überflüssig, zu sagen, daß für Deutsch land auch nur der geringste Grund besteht, diese Entwicklung im Sinne der Volen zu bedauern. Aber hier werden einmal besonders klar die Prak tiken der anglo=amerikanischen Großmächte demonstriert, wie man die Atlantik=Charta einmal zu handhaben gedenkt, wenn man dazu in die Lage käme. Differenzen überall, Differenzen jeder Größe und in jeder Preislage sozusagen, die zeigen, wie vollkommen die politische Uneinheitlich heit auf der Gegenseite ist. So ist wohl auch die Rede zu verstehen, die der britische Kolonialminister Stanlen in Oxford gehalten hat. Er wandte sich sehr scharf gegen die Idee, die Kolonien von einer internationalen Organisation verwalten zu lassen, und führte aus, daß die britischen Kolonien„ausschließlich von England unter englischer Verwaltung verwaltet“ wer den müßten. Diesen Ausführungen Stanleys hat, wie Reuter berichtet, der„Daily Herald“ scharf widersprochen. Wenn das Blatt dabei auf bevorstehende„interalliierte wirtschaftliche und politische Beratungen“ verwies, so hat es eine gleichlautende Meldung, die„Svenska Dagbladet“ von seinem New Yorker Mitarbeiter erhalten hat, bestätigt. Der„Daily Herald“ ist der Meinung, daß es nicht richtig sei, wenn Großbritannien mit einer vorgefaßten Meinung an diesen interalliierten Beratungen teilnehme. Großbritunnien müsse bereit sein, jeden Vorschlag zu berücksichtigen, der in der Frage der internationalen Verwaltung der Kolonien gemacht werde. Berücksichtigt man solch einen Vorschlag, so bedeutet das ja noch nicht, daß man ihn akzeptiere. Den Vorschlag aber von vornherein abzulehnen, sei unklug. Darum seien die Ausführungen Stanleys zu bedauern. Das Blatt meint, daß nicht alle, mit denen man sich auf der Konferenz treffen werde, der Meinung seien wie der britische Kolonialminister, und es wäre darum besser gewesen, wenn Stanley seine Ausführungen nicht geriacht hätte. Hieraus geht deutlich hervor, worum es sich bei der in Aussicht stehenden Konferenz, über die „Svenoka Dagbladet“ Näheres berichtet, haudeln wird. Es scheint festzustehen, daß die Besprechungen in Washington abgehalten werden sollen und daß nur die 1ISA, England, die Sowjetunion und China daran teilnehmen werden. Die anGute Fortschritte im Raum von Charkow Großer Abwehrerfolg bei Drel: Von 90 angreifenden Panzern 74 abgeschossen dnh Aus dem Führerhauptauartier. 9. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Südwestlich Cbarkow brachen unsere Angriffedivisionen den feindlichen Widerstand und trugen den Angriff bis in den Raum westlich der Stadt vor.— Im Kampfabschnitt von Orel rannten die Sowjets an einzelnen Abschnitten immer wieder von neuem gegen unsere Stellungen vergeblich an. Ein seit Tagen in schwerem Abwehrkampf stehendes Armeekoors erzielte gestern einen aroßen Abwehrefolg. Von 90 angreisenden feindlichen Panzern wurden 66 im Erdkampf und acht Panzer aus der Luft vernichtet. Im Mittelabschuitt führte der Feind zahlreiche Augrifse, um die Bewegungen der deutschen Truppen zu stören. Er wurde überall blutig zurückgeschlagen. Im Juge der seit Tagen im Gange befindlichen planmäßigen Verkürzung der Frout wurde der Ort Entschewka ohne seindlichen Druck geräumt.— Die Abwehrschlacht südlich des Ilmensees hielt auch gestern in unverminderter Härte an. Trotz starker Artilleriennterstützung und Einsatz von Kleine Meuterei in Guadalcanar? Landelsschiffsmatrosen durch den Mangel an Begleitschiffen beunruhigt Telegramm unseres Lissaboner Mitarbeiters kb Lissabon. 9. März. Der Mangel an Begleitschiffen zur Sicherung der Geleitzüge gegen die deutschen U=Boote hat eine Krise unter den 11SA=Handelsschiffsmatrosen ausgelöst. In einem Hafen von Guadalcanar soll es zu einer Meuterei gekommen sein. Gleichzeitig legte der Führer der größten Matrosengewerkschaft in Washington Protest gegen die Bedienung der Bordkanonen auf den Handelsschiffen durch Mitglieder der Krieasmarine ein und verlangte ihre Zurückziehung. In diesem Zusammenhang weist die„Time“ auf die kommunistische Aktivität der„National maritime Union“ hin und begrüßt das neue Programm der Regierung, das die Ausbildung junger Handelsmatrosen vorsieht, die nicht mehr gewerkschaftlich organisiert sein sollen. Auch gegen diese Maßnahme hat der Führer der„Maritime Union“ protestiert, da er darin eine langsame Zurückdrängung seines Einflusses sieht. Die durch die Streikbewegung unter den Handelsmatrosen beunruhigte Washinatoner Regierung hat jedoch für eine neue Handelsmatrosenschule auf Long Beach 14 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Zum Leiter wurde der frühere Direktor des„American=South=Afrika=Line“ erernant, der mit dem Range eines Kavitäns in die Kriegsmarine aufgenommen worden ist. Die„Time' meint zu diesem Ausbildungsprogramm der Regierung, es scheine, daß Washinaton endlich die Gefahr erkannt habe, eine weitgebende Kontrollmacht in den Händen von Gewerkschaftsführern zu belassen, die sich im Fahrwasser der bolschewistschen Politik befänden. Sechs feindliche Flugzeuge abgeschossen Berlin, 9. März. In den frühen Nachmittagsstunden des Montag versuchten feindliche Bomber unter Jagdschutz in den Küstenraum des besetzten französischen Westgebietes einzufliegen. Deutsche Jäger und Flak der Luftwaffe zersprengten die Verbände und zwangen sie nach Besten abindrehen. Hierbei wurden nach bisher vorliegen: den Meldungen innerhalb von 90 Minnten sechs seindliche Flugzeuge, darunter viermotorige Bomber, abgeschossen. Panzern und in dichten Wellen anfliegenden Schlachtfliegern bleiben die Angriffe der Sowjets im Abwehrfeuer und unter dem vernichtenden Einsatz der Luftwasse mit schwersten Verlusten liegen. Jagdflieger und Flatartil= lerie schossen über diesem Frontabkchnitt 60 Sowjetflug= zeuge ab. An der nordiunesischen Frout nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung. Jagdfliegerverbände waren in zahlreichen Luftkämpfen erfolgreich. Deutsche Jäger schossen dabei neuu Spitfire ab. Bei einem Augriff deutscher Kampflugzeuge gegen das Hasengebiet von Tripolis wurden zwei Schifse in Brand geworfen. Schuelle deutsche Kampfflugzeuge bekämpften bei Tage die Stadt Eastburne an der Sndtüste Englands. In der vergangenen Nacht wurde das Gebiet von Southampton mit Spreng. und Brandbomben belegt. Angriffe der seindlichen Luftwasse gegen das Reichsgebiet und die besetzten Westgebiete fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt. Ueber der Nordsee verlor der Feind drei mehrmotorige Flugzeuge. 134 % feindliche Minen PK=Kriegsberichter Henisch Schwerer Dienst unserer. Gebirgsertilleristen PK=Kriegsberichter Umbach Me deren„Alliierten“ sollen von den zu beratenden Fragen unterrichtet und um ihre Meinung gefragt werden. Auf der Tagesordnung der Konferenz, von der man jetzt bereits in Washington spricht, steht u. a. die Schaffung einer gemeinsamen provisorischen Verwaltung der in Besitz genommenen afrikanischen Gebiete. Außerdem will man sich mit den territorialen Fragen Osteuropas befassen, wobei, wie in der Meldung des schwedischen Blattes betont wird, es in erster Linie darauf ankomme, über Stalins Absichten Klarheit zu gewinnen. Der für England heikelste Punkt dürfte aber das Kolonialpro= blem sein, bei dem vor allem die Frage der Selbstverwaltung besprochen werden soll. Nimmt man hinzu, daß auch über die militärischen Stützpunkte verhandelt werden soll, so darf man mit Recht glauben, daß die Anregung zu diesen Besprechungen nicht von London ausgegangen sein wird. England scheint, wie die Mitteilungen über die bevorstehende Washingtoner Konferenz bestätigen, amerikanischen Wünschen nachgegeben zu haben. Tschiangkaischek fühlt sich nicht mehr sicher * Vigo, 9. März. In einem Sonderbericht für die argentinische Zeitung„Pueblo“ deutet der Korrespondent von Associated Preß in Tschungking Spencer Moosa an, daß die Regierung Tschiangkaischek sich gegenwärtig nicht mehr sicher fühle. Der chinesische Generalissimus wolle unter keinen Umständen die geringen Munitionsvorräte gegen den äußeren Feind einsetzen. Knox' große Pläne- Ausbau der nordamerikanischen Stützpunkte * Genf. 9. März. Der USA Marineminister Knox bekräftigte in Ausführungen, die er in einem Jahresbericht über die Tätigkeit der Ma rine machte, seine großspurigen Pläne über die Beherrschung aller Weltmeere. Die USA müßten die meisten Schiffe und Flugzeuge und die schlag kräftigsten Waffen besitzen. Im vergangenen Jahr seien insgesamt an 225 verschiedenen Stellen, und zwar in den USA sowie auf Stützpunkten im vereinigten Königreich, den westindischen Inseln, in Hawaii. Alaska und den Pazifik-Inseln Bauarbeiten eingeleitet worden. erste Ritterkreuz für niederländischen Kriegsfreiwilligen □ Berlin, 9. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an=Sturmmann Gerades Mooyman, Geschützführer in der Panzer=Jäger=Kompanie der Freiwilligen=Leaion„Niederlande". Der niederländische Kriegsfreiwillige, SS=Sturmmann Gerades Moonman hat bei der Abwehr starker seindlicher Angriffe indlich des Ladogusees am 13. Februar mit seiner Pak vormittags sieben Sowjetvanzer als Richtschütze und nachmittags weiter sechs Panzerkampfwagen als Geschützführer abgeschoffen. Bereits Anfang Februar gelang es ihm, als Richtschütze vier feindliche Panzer zu vernichten. Eichenlaub für Kapitänleutnant Lassen Berlin, 9. März. Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant Georg Lassen als 208. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Kapitänleutnant Georg Lassen hat aus vier Zeindfahrten 31 Schifse mit 212 544 BRT versenkt und zwei Schiffe torvediert. 17 dieser Schifse mit 101 860 BRT schoß er aus Geleitzügen beraus Die Lustangriffe auf Southampton und Eastbourne Berlin, 9. Marz. Der Angriff schneller deutscher Kampfflugzeuge auf das Gebiet von Southampion in der Nacht zum 8. März dauerte etwa eine halbe Stunde. Nach Abwehr einiger britischer Nachtjäger, die vergeblich versuchten, unsere Verbände abzudrängen, mußten unsere Flieger die um das Stadtgebiet stehenden Sperrballone umfliegen, bevor sie zum Bombenwurf kamen. Eine große Anzahl der abgeworfenen Sprengbomben, darunter auch sehr schwere Kaliber, detonierten mitten in der Stadt und richteten erhebliche Zerstörungen an. Bei dem Angriff schneller deutscher Kampfflugzeuge am 7. März auf die Stadt Eastbourne stürzten zahlreiche Gebäudekomplexe unter der Wucht der Bombendetonationen zusammen. Der Bahnhof von Eastbourne sowie eine Funkstation wurden ebenfalls schwer getroffen. Unsere Flieger kehrten vollzählig zu ihren Absprunghäfen zurück Zu den Kämpfen im Osten Die nach der Vernichtung der 3. sowjetischen Panzerormee im Raum südlich und westlich Charkow ihren Angriff fortsetzenden deutschen Truppen sind am 7. März trotz des stark aufgeweichten Geländes zügig vorwärtsgekommen und haben eine Reihe Ortschaften zurückgewonnen. Der An griff unserer Verbände überraschte den Feind durch seine Schnelligkeit.— Im Raum von Orel lag das Schwergewicht der Kämpfe auf dem Nord abschnitt. Hier führten unsere Truppen bei heftigem Schneesturm an der Oka einen Gegenangriff. Sie zerbrachen den hartnäckigen feindlichen Widerstand fast ausschließlich im Nahkampf und stellten die in diesem Abschnitt vor einigen Tagen ein gedrückte alte Hauptkampflinie wieder her. Bei den Störangriffen im mittleren Abschnitt der Ostfront setzte der Feind seine Kräfte immer nur in Bataillonsstärke ein. Bei Sytschewka suchte sich der Feind durch rege Fliegertätigkeit ein Bild von der Lage zu verschaffen, doch vertrieben unsere Jäger die feindlichen Flugzeuge. Die kampflose Räumung von Rschew, Gshatsk und Sytschewka hat den Feind offensichtlich verwirrt; nur zögernd magte er zu folgen. Dabei schoß er mehrfach in völlig leere Räume oder bereits geräumte Ortschaften. Vordringende feindliche Panzer gerieten dagegen in Minenfelder oder stießen überraschend auf Sperrstellungen, deren Feuer sie vernichtete oder zum Abdrehen zwang. Nicht anders erging es den zur gewaltsamen Erkundung vorgehenden Kräften. Auch sie stießen verschiedentlich ins Leere oder hatten, plötzlich von allen Seiten angegriffen, sehr schwere Verluste. Südlich des Ilmensees brachte der 12. Tag der Abwehrschlacht neue harte Kämpfe. Südlich Cholm stürmte der Feind dreimal hintereinan der, wurde jedoch blutig abgewiesen. Ebenso vergeblich blieben seine Vorstöße im Raum Staraja Russja. Vor Leningrad beschoß schwere Artillerie des Heeres Industrieanlagen in Lenin grad mit beobachteter Wirkung, sowie das Bahn gelände von Schlüsselburg. Fliegertätigkit in Tunesien * Rom, 9 März. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag teilt u. a. mit: Unsere Jäger schossen in harten Luftkämpfen 12 Feindflugzeuge ab. Weitere neun Flugzeuge wurden von deutschen Jägern zerstört. Deutsche Flugzeuge belegten den Hafen von Tripolis mit Bomben. Zwei Handelsschiffe wurden von schwerkalibrigen Bomben getroffen. Drei 40 000=RM.=Gewinne mit brei 500 000 RM.=Prämien gezogen □ Berlin, 9. März. Am Schlußtag der 5. Kl. der 8. Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je 40 000 RM aus die Nummer 99350. Außerdem wurde dieser Nummer noch die Prämie von dreimal 500 000 RM zugeschlagen. Eisenhower rückt von den Rotspaniern ab Zetzt erkennt er: Abschaum der Menschheit- und überläßt sie den Verbündeten Drahtbericht unseres Mitarbeiters in Rom zu Rom, 9. März. Die nordamerikanischen Offiziere, denen in Algier die Ausaabe übertragen wurde, die Eingliederung der Früheren rotspanischen Legionäre in die Armee zu organisieren, erklärten, daß es sich um einen Abschaum der Menschheit handele, der schlechter sei als die Gangster in New York und Chicago. Wo sie untergebracht wurden, gab es Mord, Totschlaa und Raubüberfälle. Zwei 11SA=Ausbildungsoffiziere wurden durch Baionettstiche schwer verletzt. Auf Grund dieses Berichtes teilte General Eisenbower dem britischen Oberkommando mit. er wolle von der Verwendung der Rotspauier im amerikanischen Expeditionskorvs absehen. Damit steht also jetzt den Engländern und Kranzosen die nnangenehme Aufgabe bevor, die roten Milizsoldaten unterzubringen. Züdische Racheaktion in Nordafrika X Algeciras, 9. März. Unter der Yankeeherrschaft in Französisch=Nordafrika haben die Juden derart Oberwasser bekommen, daß sie sogar zu Racheaktionen schreiten. So hat der Verräter General Giraud einen Departementsleiter in der nordamerikanischen Verwaltung seines Amtes ent neue Intrigen, Verschwörungen, Attentate und Streitigkeiten" zeitigten. Das Blatt spricht von einem„wirtschaftlichen Chaos“, das durch die Ankunft der nordamerikanischen Streitkräfte verursacht worden sei. Dieses wirtschaftliche Chaos habe selbstverständlich die politische Unruhe unter der eingeborenen Bevölkerung vermehrt. Dies sei eine Lage, die der Entwicklung der militärischen Operationen außerordentlich schade. Schwere Luftkämpfe im Gebiet von Akyab ∆ Tokio, 9. März. Wie von der Burma# Front berichtet wird, kam es vergangenen Freitag im Gebiet von Akvab zu schweren Luftkämpfen. In fünf nacheinanderfolgenden Wellen versuchte der Gegner, Akyab und die dortigen japanischen Stellungen anzugreifen. Der Feind setzte hierbei insgesamt 49 Maschinen ein und erschten zum ersten Mal um die Mittagsstunde über dem burmesisch=indischen Grenzgebiet. Im Verlaufe der Angriffe und Luftkämpfe, die bis zum Abend an dauerten, wurden sechs Hurricanes von japanischen Jägern und eine weitere Maschine von der Flak abgeschossen. Auf japanischer Seite büßte man zwei Maschinen ein. hoben, weil dieser seinerzeit Anordnungen der Re=—.—„„„„ gierung in Vichy über die Ueberwachung des Trei= Wie die Araber verdrängt werden... bens der Juden in der amtlichen„Gazette Alge=.#####. 5 mi. mi 1 Ce rienne" hatte veröffentlichen lassen.. 28 Bn uge####. Wie au umei det wird, wurde das arabische Dorf As Sumeil der völlig jüdischen Stadtverwaltung eingemeindet. Die hebräische Presse begrüßt diese Entscheidung, da es der erste krasse Fall der Einverleibung einer rein arabischen Gemeinde in eine jüdische Verwaltung ist. Es wird geplant, die arabische Bevölkerung allmählich aus ihrem Besitz hinaus zudrängen und diesen jüdischen Zuwanderern zu übereignen. „Wirtschaftiches Chaos in Nordafrika“ X Stockholm, 9. März. In den USA beschäf tigt man sich nach einem Bericht der Zeitschrift „Atlantie“ weiter lebhaft mit der politisch und wirtschaftlich ungeklärten Lage in Nordafrika und stellt fest, daß die politischen Auswirkungen der nordamerikanisch=englischen Expedition„immer England, Moskau und die kleinen Staaten „Nur noch Gebilde der Einbildung"- Deshalb beten sie für Stalin? □ Stockholm, 9. März. Die Londoner Presse vom Sonntagmorgen zeigt besonderes Interesse für die europäischen Länder. In einem Leitartikel des„Toferver“ unter der Ueberschrift„Die Erfordernisse Europas“ heißt es, daß die tragische Reihe von Blitzkriegen bewiesen habe, daß die meisten europäischen Nationen zu klein geworden sind, um sich selbst wirksam zu verteidigen. Ihre Souveränität sei nur noch ein Gebilde der Einfährt das Blatt fort, beweist eine Verständigung und Uebereinstimmung in den Anschauungen der beiden Organisationen. Beide arbeiten zusammen, indem sie Haß und Unzufrie denheit säen, die in diesem Augenblick die Höllenwinde, die Unruhe und das Unglück der Völker Europas nähren.— Und da will England, dessen Souveränität selbst nur noch ein„Gebilde der Einbildung“ ist, über das Schicksal der kleinen bildung. Föderation sei die einzige Alternative Nationen verfügen? Wo es gleichzeitig, wie Karfür die kleinen Nationen, um der Unterdrückung dinal Hinslen in einem neuen Hirtenbrief ver und der Annektierung durch den größeren Nach barn zu entgehen. Ob man in England dabei wohl auch an Moskau und den Bolschewismus denkt? Von ihm dürften sich die kleinen europäischen Staaten doch wohl in erster Linie bedroht fühlen,“ wie das Presse=Echo der letzten Wochen beweist. Jedenfalls liegt im Osten die weitestgreifende Bedrohung öffentlicht,„jeden Tag für die Sowjets betet"? Lächerlich! Abschluß der Spanienreise des Reichsstudentenführers * Berlin, 9. März. Reichsstudentenführer, Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel schloß sonst würden nicht in den iberischen Staaten noch seine Spanienreise an der Spitze einer Abordnung immer warnende Stimmen laut werden. So be= der Reichsstudentenführung, in deren Reihen sich tont die portugiesische„A Voz“ unter Hinweis auf zwei Ritterkreuzträger befanden. ab. Die deutsche die freimaurerischen Dokumente erneut die Not wendigkeit, das jüdisch=bolschewistische Freimaurer tum zu bekämpfen.„Nur degenerierte Völker näh Abordnung wurde überall in Spanien von der Be völkerung und vor allem von der Jugend herzlichst begrüßt. Der Besuch brachte eine Vertiefung men Zuflucht zur Demokratie.“ Von ihr zum der deutsch=spanischen Freundschaft. ReichsstuBolschewismus sei nur ein Schritt „Diario da Manha" berichtet u. a., noch vor ganz kurzem seien von der Komintern herausgegebene Verhaltungsmaßregeln beschlagnahmt worden, die Klarheit über die sowjetischen imperialistischen Kriegsziele gäben. In einer dieser Verhaltungsmaßregeln an die bolschewistischen Dilettanten heiße es:„Du mußt dich als Falaugist, als Monarchist, als Katholik, als irgendetwas ausgeben, was den Verhältnissen entsprechend ratsam scheint, um Zwietracht zu säen und das Versagen der faschistischen Regierung herbeizuführen. Wir bauen auf den Hunger, auf alle Unzufriedenen und Meckerer, auf die mut uus Sympathisierenden“ usw. Das Zusammentreffen der Gedanken und der dentenführer Dr. Scheel konnte während seiner Reise Besprechungen mit zahlreichen hohen Persönlichkeiten Spaniens durchführen. Neue Richtlinien zur Fremdenverkehrslenkung □ Berlin, 9. März. Die neuen vom Reichsfremdenverkehrsverband bekanntgegebenen Richtlinien zur Lenkung des Fremdenverkehrs im Kriege bestimmen, daß die dritte Reichskleiderkarte für den Eintrag der Aufenthaltsdauer bis zum 31. März 1943 befristet ist. Der Reichsfremdenverkehrsverband weist darauf hin, daß ab 1. April 1943, dem Beginn eines neuen Urlaubsjahres im Sinne der Fremdenverkehrslenkung, für die Ein Programme in der Tätigkeit der Freimaure=tragung von Kur= und Erholungsaufenthalten rei und der britten Internationale, so ausschließlich die vierte Reichskleiderkarte gilt. Politische Kurzmeldungen Vigo. Das brasilianische Marineministerium ab die Versenkung der brasilianischen Dampfer„Alsonso Penna“(3540 BRT) und„Brasiloide“(6075 BRT) bekannt. Stockholm. Die Engländer und Amerikaner Svenska Dagbladet“ aus Mekka, berichtet, Luftstützpunkte in Saudi=Arabien angelegt. Buenos Aires. Die Schiffsraumnot nötigt auch die brasilianische Presse zu Einschränkungen. Rom. In Syrien ist der Postpaketverkehr eingestellt worden, da die Eisenbahnen nahezu vollständig dem Verkehr der Besatzungsmächte vorbehalten sind Rom. Nach einer Mitteilung im amtlichen Gesetzblatt ist der Posten eines stellv. Chefs des italienischen Wehrmacht=Generalstabs neu geschaffen Rom. Der Duce hat Nationalrat Oberstleutnant Dr. Pileri zum Leiter des Kriegsteilnehmerwerkes ernannt. Tokio. Im Gebiet der Salomonen und NeuGuinea zerstörten japanische Heeres= und Marinestreitkräfte in der Zeit vom 16. Februar bis 5 März 124 fenidliche Flugzeuge und 4 U=Bodte. Tokio. Am Jahrestag der Besetzung Ranguns durch die Japaner erklärte ein Mitglied der bur mesischen Regierung, daß der Aufbau der Zu kunft des burmesischen Volkes durch die Japaner einer der wichtigsten Meilensteine im ostasiatischen Kriege sei. Augsburg. In Augsburg fand am Sonntag eine Massenkundgebung der NSTAP statt, auf der Gauleiter Wahl und Reichsleiter Alfred Rosenberg sprachen. Also doch die Erbschaft! □ Stockholm, 9. März. Kaum hat Sumner Welles(im Auftrage Roosevelts) die Erklärung abgegeben, daß es den USA bei ihrem Stützpunktsprecher nicht um„Dauererwerbungen“ zu tun sei, da liefert der den Staat Maryland im US A=Kongreß vertretende Senator Millard Tydnings zur Beerbungspolitik Roosevelts einen bemerkenswerten gegenteiligen Beitrag. Gydings verlangt, wie aus Washington berichtet wird, die Umwandlung der Leih= und Pachthilfe in eine„Straße des wechselseitigen Verkehrs" und fordert, daß die Empfänger der USA=Hilfe, besonders Großbritannien, jetzt einen Gegendienst leisten sollten, indem sie den USA strategisch wichtige Basen endgültig überlassen sollen. Der Senator nennt in diesem Zusammenhang als Beisviel gewisse Inseln im Karabischen Meer und meint ironisch. Churchill persönlich habe festgestellt, daß die Politik der Pacht= und Leihhilfe der USA den edelmütigsten Akt darstelle, der je von einer Regierung in der Geschichte der Welt unternommen wurde. Wenn diese Feststellung Churchills zutreffe, dann mache England die kleine Geste nichts, den USA als kleine Kompensation für ihren Edelmut diese Basen für die Dauer zu überlassen. Demonstrationen in indischen Städten Bangkok, 9. März. Der freie indische Rundfunksender in Schonan meldet, daß am Sonntag weiterhin Demonstrationen in zahlreichen indischen Städten stattfanden. In Bomban kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und indischen Nationalisten. Die Inder versuchten die indische Nationalflagge zu hissen. In Buna begab sich eine große Menschenmenge zu dem Hause, in dem sich Gandhi jetzt in Haft befindet. Die Polizei vertrieb die Menge mit dem Lathi. Es wurden dabei mehrere Inder schwer verletzt. Bei Zusammenstößen zwischen indischen Nationalisten und der Polizei in Ahmedabad setzten sich die Inder zur Wehr, und es gab auf beiden Seiten Verwun dete. In Aladabad machte die Polizei von der Schußzwafse Gebrauch. Wir kören im Ründkunie: Dienstag: Reichsprogramm: 15,30 bis 16 Uhr: Lied= und Kammermusik unserer Zeit.— 16 bis 17 Uhr: Opernkonzert des Landestheaters Darmstadt.— 17,15 bis 18 Uhr: „Dus klingende Tierbilderbuch“(Unterbaltungsmusik).— 18 bis 18,10 Uhr: Das neue Buch: Ottfried Graf Fincken= stein„ammerung". Martin Stiebing„Wandlungen zum Ich“.— 18.80 bis 19 Uhr: Der Zeitspiegel.— 19.20 bis 20 Uhr: Frontberichte und politischer Bortrag.— 20,15 bis 21 Uhr: Seemannslieder(HJ.Sendung).— 21 bis 22 Uhr: Kleines Abendkonzert.— Deutschlandsender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Alte und neue sinsonische Musik.— 20.15 bis 21 Uhr: Bekannte. Operettenmelodien.— 21 bis 22 Uhr:„Eine Stunde für dich.“ Janan— melbinnmant. Die Ausstellung der deutsch-japanischen Gesellschaft Der Lichtbildkünstler Werner Cobnitz breitet im Rahmen einer Veranstaltung der deutsch=japa nischen Gesellschaft in den Räumen der Berliner Kunsthalle die Früchte einer Studienreise durch das Reich des Tenno aus. Mehrere hundert Photos, die an künstlerischem Blick ebenso, wie an technischer Schärfe und Klarheit nichts zu wünschen übrig lassen, schildern Japan, wie es heute ist in der interessanten und oft verblüssenden Ueberschneidung und Durchdringung von modernstem Geist und uralter, fernöstlicher Kultur. Man denkt in Europa bei dem Begriff„Japan“ auch heute vielfach noch an die romantisch gefärbten Bilder, in denen sich früher die westliche Vorstellung vom Inselreich östlich Asiens erschöpfte: an zierliche Spielzeuggärten, poetische„Kirschblüten" und Teehäuser, an trippelnde und tanzende Geishas, an Häuschen aus Holz und Papier, an buntbeglänzte Laternen und mondbeglänzte Tempel. Von diesem Japan, das schon vor Jahrzehnten in Wahrheit als höchst naiv und operettenhaft verkitscht zu beurteilen war, findet man in dieser Ausstellung freilich kaum noch Anklänge. Auch ist die japanische Landschaft nur spärlich vertreten. Sie ist ja auch allgemach nur allzu bekannt, und der Film hat erst recht dafür gesorgt, daß wir ziemlich gut Bescheid wissen, wie Berg und Wald, Acker und See in Japan aussehen. Auch das aktuellste Gesicht Nippons, das militärische Japan des großen Krieges in der Neuordnung des ostasiatischen Raumes, ist in diese Schau nur mit wenigen Bildern einbezogen. Um dieses Gebiet einigermaßen im Lichtbild anschaulich zu machen, bedurfte es einer besonderen Ausstellung. Um so stärker ist der Reiz, der von den überall charakteristisch ausgewählten und in gelungenen Schnappschüssen festgehaltenen Einblicken in das tägliche Leben und die vielfachen japanischen Eigentümlichkeiten ausgeht. Man sieht, wie im Japan von heute neben den uralten Tempeln mit ihren harmonisch gekehlten Architekturprofilen jetzt etwa eine blitzmoderne Hochschule für die zahn ärztliche Kunst steht, in der Stuhl neben Stuhl, die männlichen und weiblichen Studenten an ihren Patienten arbeiten. Man sieht den Sport der japanischen Jugend. Man findet, wie bei uns, eine japanische Omnibusschaffnerin fröhlich im Dienst. Da ist Tokio, mit Hochhäusern und einer„Kino straße“, da steigen auf einem Bild Geishas, auf dem Wege zu einem Tanzfest, in ein Vehikel, das die Verbindung der altiapanischen Rikscha mit dem modernen Fahrrad darstellt.— Schöne Bilder führen ferner in die Welt der kultischen Gebräuche. Die Ausstellung ist ebenso lehrreich, wie künst lerisch gelungen und malt in Photos, vom Klein format bis zur Wandbildgröße, das östliche Land und sein Volk, das gerade zähe den Weg seiner weltgeschichtlichen Sendung für Asien weitergeht. „Scampolo“-Erstaufführung in Bochum Dario Nicodemis oft gespielte Komodie von dem kleinen Mädchen mit dem Spitznamen„Scampolo“, das aus den Gas sen Roms aufsteigt zur Kreundin und Braut des ebenfalls aus Armut zu Erfolg und Glück gelangenden Ingenieurs Tito Fanti wurde jetzt auch an der Bochumer Bühne erstaufgeführt, und zwar in der an anderen Bühnen bereits erprobten Bearbeitung von Karl Lerbs. Das Stück garantiert immer den Erfolg einer geschmackvollen Unterhaltung weil es die richtige Mischung von Mutterwitz. Keßheit. rührender Unschuld und lockendem Laster hat und von Gefühlchen und Sentiments überzuckert ist. Es gab Willi Busch, der den Dreiakter inszenierte Gelegenheit, einmal eine junge Nachwuchsschauspielerin berauszustellen: Margarete Breuer, die die Puamalion=Gestalt aus Trastevere mit Wuschelkopf, blanken, schwarzen Augen und droll### ger Mundfertigkeit, einen Apfel kauend, mit der nackten Ferse sich das andere Bein kratzend und kessen Bewegungen spielte. Sie wirkte auch mit überzeugender Schlichtheit in den stilleren Minuten trauriger Nachdenklichkeit ungemacht und unverstellt, eine schauspielerische Leistung die ihr den Sonderbeifall des ausverkauften Hauses eintrug. Den jungen Ingenieur spielte Horst Baker gelokkert und gedämpft mit seinem Gefühl für die schlichten Töne. Ein Beispiel gepflegtester Dialogführung gaben Willi Schröder als Freund Benini von satter Bebaglichkeit, und Deli Maria Teichen, als dessen Frau von weib. lichem Charme und lächelnder Ueberlegenheit. Titos lokkere Gefährtin Franca sand bei Liesel Aler eine scharfe Profilierung, die humorvoll in der Liebenswürdigkeit und haltschnäuzig in der Enttäuschung gezeichnet war. Die drastische Komik, mit der Adolf Schneider den Auftritt des stotternden Herrn Holtbunsen als zuckersüchtiger Buritti. Eine Groteske als Kellner bot Knut Benecke. Busch's Einstudierung zeuate von ausgefeilter Eraktheit und begleitete die sorgfältige Dialogbehandlung mit sinnvollen Pauesn. Die Atmosphäre der von Reinbold Schaefer gestellten Bühnenbilder spiegelte die jeweiligen Vorgänge wider. Die Aufführung entsprach gans dem Herzen des Publikums, das sich sehr dankbar zeigte. Peter Schiffers. Von den Bühnen Friedrich Forsters neues Schauspiel„Die Insanten“ wurde für die Berliner Volksbühne von Generalinten= dant Eugen Köpfer zur Uraufführung angenommen Das Stadttheater Nürnberg erwarb das Lustsviel„Lorbeerkranz und Bügeleisen", von Artbur Wagner. Musik von Walter Petl, zur Uraufführung Das Badtsche Staatstheater Karlsrube wird im März die Oper„Schinderhannes“ von Gustav Kneipp, zur Uraufführung bringen. Das Staatstheater Breinen hat die lurische Tragödie „Opfertod“, von Clemens Cunis, zur Uraufführung erworben. „Die letzten Fünf“, musikalische Komödie von Wulf Rittscher, Musik von Heino Gaze, wurde vom Berliner Theater am Kurfürstendamm zur Uraufführung angenommen. Das Theater„Komödie“ zu Berlin erwarb die Komödie „Münchbausen konnte nichts dafür“ von Theodor Reimers und Hermann Krause zur Uraufführung. Aus dem Kulturleben In Wien starb 77 Jahre alt der einst sehr beliebte Feuilletonist und Romanschriftsteller Theodo. von Sosnosky. Seine Romane aus der Wiener Gesellschaft(Wiener Luft usw.) sind wertvoll als Kulturdokumente aus den Jahrzehnten vor dem ersten Weltkriege. Bei Ausgrabungen in der Näbe von Kairo entdeckte ein junger Aegypter die Skelette von 151 Würdenträgern, die vor 5000 Jahren gelebt hatten. Die Skelette waren mit reichem Schmuck versehen. Man hatte den Verstor„M#en, steinerne Waffen Spangen und Nadeln und Gerät aus Eilfenbein ins Grab mitgegeben. Wir hören vom Fllm, daß... .. der Usa=Farbfilm„Münchbausen" die Prädikate „Künstlerisch besonders wertvoll“ und„Volkstümlich wertvoll“ erhielt. das bekannte italienische Bühnenstück„Der Mensch, das Tier und die Tugend“ von Pirandello für den Film umgearbeitet wird. neuen Prag=Film„Die Geaner" begannen. .. Trude Marlen für den Berlin=Film„Die 5 den Schmestern" für die Rolle einer Grafin verpflich wurde. Teükling im Ulasmärfehen Kleine Herner Stadtnachrichten Wir haben vor dem Haus ein gans kleines Gärtchen. Es steht nur ein junger Kastanienbaum darin und ein paar Sträucher. In der Mitte ist ein einziges Beet, auf dem im Sommer ein paar Blumen wachsen. Eigentlich gibt es an dem Gärtchen nichts Besonderes zu sehen, aber aerade in diesen Tagen bleiben oft Menschen. die vorübergehen, stehen und blicken über den Gartenzaun. Denn plötzlich ist in der Mitte des Gärtchens ein Frühlingswunder im Kleinen aufgegangen— ein paar bunte Krokuffe sind aus dem Boden gekommen, gelbe und zartblaue Blüten. Die Zweige der Bäume und Sträucher ringsum sind noch imHeute wird von 18.22—7.00 Uhr verdunkel!! mer kahl, aber die Knospen beginnen doch schon zu schwellen, und wenn die Sonne scheint, fühlt man, wie in den Pflanzen die neuen Lebenssäfte seigen, wie sich die biegsamen Zweige. von neuem Leben erfüllt in den hellen Himmel recken. Wenn die Sonne scheint, gibt es aber in dem Vorgärtchen noch etwas anderes zu sehen— den Kinderwagen. in dem ebenfalls ein kleines Frühlingswunder liegt. Es ist eins von den„Winterkindern“, die in den langen dunklen Wintermonaten das Licht der Welt erblickt haben und die jetzt zum ersten Male viele Stunden lana Luft und Sonnenschein in sich aufnehmen. Meist ist es in dem Wagen ganz still. Frau Sonne blinzelt hinein bis unter das schützende Verdeck, aber man sieht nichts von dem kleinen Insassen des Wagens, denn er schläft, warm eingepackt an den spätwinterlichen Tagen. beharrlich in den Frühling hinein. Nur manchmal kommt seine Mutter in den Garten hinunter, dann klappt sie ein Weilchen das Verdeck zurück, und man sieht dann zwei kleine Arme in einem rosa Wolljäckchen in der Luft herumsuchteln. Daran erkennt man, Streichhölzer in Kinderhand. Am Sonntagnach daß der Insasse des Wagens ein kleines Mädchen mittag brach in einer Wohnung an der Ludwig ist. Es wächst genau so in Frühlina und Sonnen= straße ein Zimmerbrand aus. Kleine, unbeauf schein hinein wie die Krokusblüten auf dem! Boden Einsatz der Pflichtjahrmädel im Osten. Auch in diesem Jahr fahren wieder Mädel zur Ableistung ihres Pflichtjahres in den Osten. Die Mädel des Gebietes Westfalen=Süd(42) werden in mehreren Lagern in der Zeit vom 1. Avril bis 1. Oktober 943 zusammengefaßt und in den Kreisen Schröttersburg und Sichelbera im Regierungsbezirk Zichenau. Gebiet Ostpreußen untergebracht. BDMMädel und Führerinnen, die dort ihr Pflichtjahr ableisten möchten und mindestens 16 Jahre alt sind, melden sich umgehend bei der Sozialabteilung des Gebietes Westfalen=Süd, Bochum. Grabenstraße 25/29 Fischverteilung. Auf Abschnitl„# 4“ des Fisch bezugsausweises wird ein Pfund Frischfisch mit Kopf oder ½ Pfund ohne Kopf bzw. Filet ausgegeben. Apfelsinen für alle. Auf Abschnitt 14 werden 250 Gramm Apfelsinen an alle Altersgruppen ausgegeben. Rückkehr Herner Kinder aus Freiburg. Montag vormittag traf wieder ein Transportzug mit Kindern, die längere Zeit in der Freiburger Gegend untergebracht waren, in Herne ein. 57 Jungen und Mädel stiegen in Herne aus. Der Haupttransport ging weiter nach Dortmund. Sonder=Filmvorführung in Herne. Dienstag, 9. März, findet um 17 Uhr im Saale Wippermann, Ludwigstraße 113, eine Filmveranstaltung in Verbindung mit der Gaufilmstelle statt. Zur Aufführung gelangt der Tonfilm:„Annelie“, dazu die neueste Wochenschau. Da der Film nicht jugendfrei ist, wird in einer Jugendvorstellung um 14 Uhr der Märchenfilm„Tischlein deck dich“ aufgeführt. Der Eintrittspreis für Kinder beträgt 20 Pf., für Erwachsene 40 Pf. Für die Filmvorführung„Annelie“ sind Karten zum Preise von 10 Pf. an der Kasse zu haben. Streichhölzer in Kinderhand. Das Reifezeugnis für 45 herner Schüler Würdige Entlassungsfeier an der Oberschule für Jungen in Herne Am 26. Februar fand unter dem Vorsitz des Anstaltsleiters, Oberstudiendirektor Kracht, an der Oberschule für Jungen die diesjährige Reiseprufung statt. Acht Schüler unterzogen sich der Prüfung, und zwar Manfred Albrecht. Karl=Heinz Auge, Anselm Hoischen. Ernst Ibing, Gerd Schröer, Helmut Sewina. Horst Steffen und Wilhelm Umbach. Sämtliche Schüler bestanden die Prüfung. Am Freitag fand nun in der Oberschule der Jungen die Entlassungsfeier der Abiturienten statt, die in schlichtem Rahmen durchgeführt wurde. Neben dem Lehrerkolleaium und den Schülern hatten sich auch die Eltern eingefunden. Zu Beginn der Entlassungsfeier wurde das Lied „Ein junges Volk steht auf“ gemeinschaftlich gesungen. Studienrat Nellius und der Abiturient Umbach spielten dann die Romanze in G=dur von Beethoven. Von dem Schüler Heiermann wurde das Gedicht„Das deutsche Werde" von Jünemann vorgetragen. Der Abiturient Anselm Hoischen sprach im Namen seiner Mitschüler Karl=Reinhard Ortmann. Gerhard Pilz. Walter Rau. Willi Reifenrath. Hans Günter Reiß, Wilhelm Strödter. Ernst ter Veen. Günther Vieregge, Heinrich Watermann, Engelbrecht Wedekind. KarlHeinz Zapp und Hans Dieter Zoch. Nach einer kurzen packenden Ansprache verteilte der Anstaltsleiter die Zeugnisse und entließ die Abiturienten mit den besten Wünschen aus der Schulgemeinschaft. Die Führerehrung schloß mit der Mahnung an Alle. Volk und Vaterland meyr zu lieben als sich selbst. Die zur Wehrmacht Einberufenen können ihr Reifezeugnis durch ihre Wehrmachtsdienststelle bei der Oberschule für Jungen anfordern. J. V. Schüler=Konzert Snnntag veranstaltete die hiesige Musiklehrerin Trudel Geisler=Tratz ihr diesjähriges Schülerkonzert. Da die Veranstaltung zu Gunsten des WHW gina, war es besonders erfreulich, daß der Markanertreue einer 87jährigen Hernerin „Auch ich muß dem Führer helfen durch meiner wunde Fleiß. Wir müssen den Kriea gewinnen, und jeder muß dafür sorgen, daß er für uns siegreich beendet wird. Was würde mit uns passieren, wenn die Russen hierher kommen würden, das wäre nicht auszudenken". Das ist der Ausspruch der heute 87jährigen Witwe Elisabeth Herberg aus Herne, die vom frühen Morgen bis zum Abend mit Garn, sichtigte Kinder spielten mit Feuerzeug, so daß in ter von den Hoff. Siegirieo Holke. Tocvoor Hol a. die Sachschulstudierenden kurzer Zeit die ganze Wohnungseinrichtung in scher, August Kanigowski. Werner Kaufhold, Ulrich 1#ux##t Eine zufätliche Kinderbeihilfe nach den Flammen stand. Die Feuerwehr mußte herbei= Konsek, Friedrich Kulik, Wilhelm Küpverfahren= kn. an########t g#stenden Sätzen kann daneben gerufen werden, die den Brand auf seinen Herd berg, Helmut Kurzreuther. Hans Werner Meyer für Reichsbeamte geltenden Sätzen kann danchen beschränkte. Der Schaden ist erheblich. und stattete dem Kolleaium und der Schule den Sgzl, des Hotels Schnitz dicht besetzt war. T, Ir Sirss2.2 ut Sug u meisten zeigten reise künstlerische Leistungen. Hervorzuheben sind die guten Zusammenspiele in Gruppen, Duetten und Gesang mit Klavierbegleitung. Das Konzert gab einen guten Einblick in die intensive Arbeit des Unterrichts der veranstaltenden Schule. Familienbeihilfe für studierende Kriegsteilnehmer auch an den Fachschulen Der Soldatendienst der Reichsstudentenführung gibt bekannt: Nach einem neuen Erlaß des Reichsministers für Wissenschaft. Erziehung und Volksbildung wird die Familienbeihilfe der Sonderförderung der Kriegsteilnehmer in der Höhe von Esser, Friedhelm Fulda, Werner Füntmann, Gün= monatlich RM. 60 bzw. RM. 70 und RM. 80, geter von den Hoff. Siegfried Holke. Theodor Hölrief seinen Mitschülern ein herzliches Lebewohl zu. Das von Studienrat Nellius und dem Abiturienten Umbach gespielte Menuett von Bocherini sowie das von dem Schüler Holthausen vorgetragene Gedicht„Gelöbnis“ von Maureu füllten das Programm dieser Entlassungsfeier aus. Oberstudiendirektor Kracht ergriff das Wort. Er gedachte der 87 bereits zum Wehrdienst einberufenen Schüler dieser Klasse, die durch ihre Einberufung bereits den Reisevermerk erhalten haben. Es sind die ehemaligen Schüler Johann Ulrich Albracht, Hans Bohner. Hans Bohnsacke, Kurt Bollenbach. Klaus Brand. Werner Busch, Karl Causin, Karl Drenhaus. Karl Encke. Hans staffelt nach dem Lebensalter des KrieasteilnehHelmut Müller, Gerhard Niever, Joachim Oder, Der Grubenbrand und seine Bekämpfung Neue Forschungsergebnisse jahrelanger Untersuchungen Bekanntlich zahli zu den Forschungsanstalten ge, in welcher Entfernung ein Grubenbrand ab„r„Westfälischen Berggewerkschaftskasse auch eine zudämmen ist, kann nur von Fall zu Fall beant#nd Scher# am Werr ist, um ohne Unterlaß Versuchsgrube, die einzige dieser Art in Deutsch=swortet werden. Andere Versuche lehrten, daß der land, in der seit Jahren schon auch Versuche über Explosionsgefahr mit Explosionstüren und Keildie Entstehung von Grubenbränden und zur Er= dämmen begegnet werden kann. Auch hier kann zu flicken, zu stopfen und zu häkeln. Zweimal bereits übergab sie den sich durch diese saure Arbeit verdienten Wochenlohn der NS=Volkswohlfahrt. Frau Herberg befindet sich im Städtischen Altersheim in Herne. Sie ist noch so rüstia, daß sie von 1933 bis zum vergangenen Jahr als Helferin in der NSV tätig war. Sie gina bei Reichsstraßensammlungen mit der Büchse auf die Straße, und bei Opfersonntagen sammelte sie die Beträge mit der Spendenliste ein. Nach dem Aufruf des Führers meldete sie sich beim Herner Arbeitsamt zum Einsatz für eine leichte Arbeit in der Rüstungsindustrie. Eine Vermittlung war natürlich nicht möglich. Dafür hat sie ihren Arbeitsvlatz in ihrem Zimmer jetzt ausgebaut. Ehefrau wird vermißt Vermißt wird seit dem 22. Februar die Ehefrau Else Holzgreve, geb. Bollbrock, geboren am 12. August 1892 zu Bochum, wohnhaft zuletzt in Bo chum, Rembrandtstraße 10. Beschreibuna: 1.68 groß, vollschlank, dunkelblondes Haar.(Nackenrolle), rötliche Gesichtsfarbe, hohe Stirn. blaue Augen. Besondere Kennzeichen: Am rechten Mundwinkel linsengroße Warze. Bekleidung: Blauer Winterhut, graumelierter Mantel. braunarünkariertes Wollkleid, grau= und buntgemusterter Pullover, bewilliet werden. Der Erlaß gilt rückwirkend für das Wintersemester 1942/43 und an allen Schulen, an welchen die Sonderförderung durchgeführt wird. Die Beträge werden im einzelnen durch das Reichsstudentenwerk und seine Dienststellen bewilligt. Mit diesem Ergänzungserlaß tritt nunmehr die Sonderförderung der Krieasteilnehmer und die Familienbeihilfe, nochdem sie vor kurzem auch auf die Kunsthochschulen ausgedehnt worden ist, für alle studierenden Kriegsteilnehmer ein. die Glaswolle wirksam eingesetzt werden. Zum probung von Mitteln zu ihrer Bekämpfung durchgeführt werden. Ueber ihre Ergebnisse berichtete der Leiter dieser Versuchsstrecke. Bergassessor Schultze=Rhonhof in einem anderthalbstün=] Wochenspruch der NSDAP.„Mit s—nrrren digen Vortrag in der Bergschule vor den Männern wird nichts Gauzes gewonnen. Der höchste Preis des Bergbaues. Es erwies sich, daß die mit den Versuchen gewonnenen Erkenntnisse auch von eminent praktischer Bedeutung sind. Der Redner behandelte zunächst die Entstehung offener Grubenbrände, die zugleich auch meistens versteckte! Brände sind, da man den Brandherd erst gar nicht Schluß bemerkt. Dann untersuchte er die Betriebsmittel, die zur Entzündung von Kohlenstaub führen. Vor allem die elektrischen; hier haben die Versuche ergeben, daß die Grenztemperatur bei 200 Grad liegt. Weiter behandelte er die Betriebsmittel, die durch Reibung einen Brand hervorrufen können. so besonders das Förderband, das die Ursache von Förderbränden sein kann. Etwa 300 Explosionen wurden im Abbaut der Versuchsgrube hervorgerufen, um die Wirkungen und das Verhalten der Explosionsflamme zu erkunden. Besonders gefährlich sind die Schneid= und Schweißavvarate im Untertagebetrieb. Aus der Erkenntnis der Umstände, die zu Bränden führen können. wurden beigefarbige Strümpfe, schwarze Halbschuhe, Größe g###en dir Mittel zut Helampfunggery 9 Ge den Schuhen hefindet sch der Name Da dis diese mit wissenschaftlicher Gründlichkeit angestell hüten und bei ihrem Entstehen wirksam zu be kämpfen, kurzum, daß alles getan wird. um den Bergmann vor Schaden zu bewahren. Helferinnen für das Heer Das Heer benötigt lausend Heereshelferinnen, insbesondere Stabshelferinnen und Lazaretthel= ferinnen Stabshelferinnen werden nur in den dann die Mittel zur Bekämpfung ervrobt. Auch besetzten Gebieten beschäftigt, Lazaretthelferinnen 75 Millionen Glücksbriefe Nicht ganz ein Vierteljahr ist vergangen, seitdem die grauen Glücksmänner und=frauen im Dienste des Kriegswinterhilfswerkes unterwegs sind. Ueber Erwarten rasch, in kaum drei Monaten, haben sie 72 Millionen Losbriefe abgesetzt. Schon in Halbheiten den nächsten Tagen wird darum die diesjährige Kriegswinterhilfs=Lotterie durch Ausverkauf beendet sein. Kurz vor Toresschluß begegnet jeder aern noch einmal den altgetreuen Boten Fortunas. die als leibhaftige, volkstümliche Symbole durch unsere Schlug erläuterte der Redner die Versuche mit Straßen wandeln. Dem einzelnen Feuerlöschgeräten, die zurzeit noch nicht sal nicht umsonst. Wer sein Glück zu zwing abgeschlossen sind. Der Vortrag ließ erkennen, wagt, dem wird es auch einmal zu winen seindaß die Forschungen in der Versuchsstrecke mit Nur wer in immer neuem Anlauf, in immer leialler Energie, aber auch mit gutem Erfolge wei= denschaftlicherem Glauben sein Geschick mir eig ter betrieben werden, um Grubenbrände zu verdarf den höchsten Einsatz fordern.“ Theodor Fontane. 8. In den Schuhen befindet sich der Name. Da die Vermißte nervenkrank ist, ist Unglücksfall nicht ausgeschlossen. Die HZ gratuliert Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Bootsmannsmaat Anton Franz, Börnig. Beförderung. Zum Oberleutnant befördert wurde Fritz Kasten, Altenhöfener Straße 38. ten Versuche wurden im Lichtbild verständlich gemacht. So hat sich herausgestellt, daß die mit Glaswolle umkleideten Wettertüren die beste Abwehr bieten, wie denn überhaupt die Abschirin Reservelazaretten des Heimatkriegsgebietes, sonstige Helferinnen vorwiegend im Bürodienst wird. bei Kommando= und Verwaltungsdienststellen des Heimatkriegesgebietes. Die Abfindung regelt sich! D nach den Tarifbestimmungen für GefolaschaftsmitHand meistert, der verdient sich seine letzte Gunst. Das ist im Großen so wie im Kleinen. Und klein ist nichts, was zum Großen beiträgt. Das bescheidenste Rädchen gehört zum wertvollen Uhrgetriebe, und der kleine Losbrief stellt seinen wichtigen Anteil am Gelingen des großen deutschen Kriegswinterhilfswerkes. Die letzten Glückstreffer sind noch zu haben! Wer ließe sich diese entaehen! Dabei enthält jeder Losbrief noch einen Prämienschein, der am 31. März zur Auslosung gelangt und vielen noch nachträglich eine freudige Ueberraschuna bereiten mung mit Glaswolle ein gutes Isolierungsmit= glieder im öffentlichen Dienst; in den besetzten Ge tel darstellt. Dasselbe gilt von einer Kombination aus Holz und Beton. Ferner wurden eingehende Brandversuche im abgedammten Raum re f kasten „Beramann": Die Durchschnittsleistung des körperlich arbeitenden Menschen berechnete man auf den 21. Teil bieten erhalten die Helferinnen daneben freie Ver= einer Vserdekrast. Dabei verbraucht der Mensch etwa s pflegung, Unterbringung und Einsatzzulage von ka Nabrung, gleich dem 20. Teil seines Gewichts ##e-summten Gaum täglich 1,90 RM. und höher. Meldung kann bei. Karl 5: Bis 1860 gav es in Amerika tatsächlich keine angestellt, um die Abhängigkeit der Flammen und den Wehrkreisverwaltungen und allen Heeres= Spatzen. Diese wurden aus Europa zur Bekämpfung der die Brenngeschwindigkeit festzustellen. Die Fra= standortverwaltungen erfolgen. Raupenplage eingeführt. Die wielt Ließen dürfen Roman einer schicksalhatten Erfüllung von Amélie Gorden Urheber-Rechtsschutz: Drei-Quellen Verlag. Königsbrück Bes. Dresden) 21 Der Zug ratterte. Inge lag in den Polstern und atmete tief. Der Zug ratterte, ratterte— dann fuhr er plötzlich angsam und hielt. Die Grenze. Zoll, und Devisenkontrolle Gedampfte Stimmen kamen durch den Korridor. Polisei mit großen Metallhelmen, stand den ganzen Zug entlang. Ein alltäglicher Vorgang— und doch wurde Marim Salvia plötzlich von einer gewissen Nervosität befallen. Was habe ich zu befürchten? Mein Paß ist aut. Ich führe keine Schmuggelware bei mir. Und doch „Paßkontrolle, bitte!“ Immer näher kam dieser Rus. Die Abteiltüren wurden aufgeschoben und wieder zugeklappt. „Fräulein Inge!“ Inge fuhr aus einem Traum boch. Sie war gerade in ie Hände montenegrinischer Banditen geraten, die ihr die drei Gemmen stehlen wollten. Das Etui hielt sie fest an den Leib gepreßt. Ihr angstverzerrter Mund konnte kein Wort keinen Hilfeschrei herausbringen In diesem Augenblick erwachte sie. Die saß im Abteil. Der Zug hielt. Salvia hatte gerufen Paßkontrolle!“ sagte er lächelnd und schonungsvoll Nur langsam fand sich Inge aus dem schrecklichen Traum zurück. Sicher waren die Abenteuergeschichten Salvias, die er von den Schwarzen Bergen und der Bucht von Cattaro erzählt hatte, in ihr haften goblieben. Zwei Zeamte traten ein, bläterten in den Pässen, drück. ten einen blivzschuellen Blick durch das Abteil, salutierten und gingen weiler An der Tür blieb der eine stehen und sah sich noch einmal nach Salvia um. Er zog eine lange Liste aus der Tasche und erbat sich den Paß des Levantiners aufs neue. Maxim Salvia verfärbte sich. Seine Hautfarbe wurde fast olivgrün. Er hielt die Zähne fest auseinandergepreßt. Der Beamte überflog noch immer die lange Liste. Dann steckte er sie unentschlossen ein Sorafältig wendete er im Paß Seite für Seite um verglich das Paßbild mit dem Original— zuckte schließlich die Achseln und gab den Paß mit einem höflichen„Merci!" zurück Salvia saß noch immer unbeweglich. Erst als der Zug leise anzog, nahm er mit zitternden Händen eine Ziaarette. „Was“— was war das?" fragte Inge. Sie schluckte mehrere Male hintereinander, bevor sie weitersprechen konnte:„Was wollte der von Ihnen?“ Sie sind ja ganz blaß geworden, Herr Salvia!“ Der Levantiner blies den Rauch seiner Zigarette weit von sich. Unter Lächeln mit einer wegwerfenden Geste antwortete er: „Nichts, Fräulein Inge! Daran müssen Sie sich gewöhnen! Due ist der Balkan!" Schneller und schneller fuhr der Zug. Holpernd sprang er über die letzten Weichen der Station. Dann hatte er wieder freie Fahrt. Ein Schaffner in hellblauer Uniform kontrollierte die Fahrkarten Man fuhr durch jugoslawisches Land. * Lichtpünkichen tauchen auf. Immer mehr und mehr. Der Zug fuhr donnend über eine weitgespannte Brücke „Das ist Belarad!“ sagte Salvia und half in den Mantel. Vergessen war der peinliche Zwischenfall an der Grenze. Nach einem ausgedehnten Abendessen im Speisewagen, bei dem Inge die erste Bekanntschaft mit dem herrlichen dalmatinischen Wein gemacht hatte, war die Stimmung Salvias in die gewohnt heitere und mitreißende Art umgeschlagen. Er hatte gelacht und gescherzt und tolle serbische Anekdoten und Jugendstreiche aus seinem Heimatdorf erzählt, dessen Nationalität Inge allerdings nicht recht ergründen konnte. „Beograd!“ riesen die Schaffner. Bremsen kreischten auf. Der Expreß rollte in die weite Halle des Bahnbofs. Als Inge auf den Bahnsteig trat, tauchte sie in ein wogendes Meer von Menschen. Alle Sprachen des Landes schwirrten auf sie ein. Händler und Träger schrien durcheinander. Bauern in malerischen Trachten. die Früchte ge waltige Käserollen und lebendige Tiere für den Markt brachten, schoben sich mit viel Lärm und Gestikulationen durch die Sperre. Bosnische Kinder, in weiten, weißen Hosen, die zum Besuch der Hauptstadt gekommen waren, führten sich an den Händen und sangen unaufhörlich das gleiche Volkslied. Dazwischen drängten sich Soldaten, Priester in wallenden Gewändern und immer und immer wieder Militär. „Von diesem Land ging der aroße Krieg aus,“ sagte Salvia erklärend und steuerte seine staunende Bealeiterin durch das Gewimmel.„Hier ist einst viel, viel Blut geflossen.“ fügte er mit gemachter Trauer in der Stimme hinzu Er ließ dabei die Frage offen, ob und aus welche: Seite er damals gekämpft hatte. Inge tat auch besser daran, nicht danach zu fragen. Draußen überfiel sie der brausende Lärm des Bahnhofsplatzes mit seinen Trambahnen, Taris, Pserdedroschken Bauernwagen und mit den Hotelvortiers, Geldwechslern und sicher auch Taschendieben Es roch beißend nach Knoblauch und frisch gebratenem Hammelfleisch Lichtreklamen überschütteten den glänzenden Asphalt. Es war wie in Paris, London, Berlin oder Mailand. Polizisten mit schwarzen Helmen regelten den Verkehr. Aus allen Kaffeehäusern kam Musik. Ein Krüppel. der sein Holzbein weit von sich gestreckt hatte, bat mit krächzender Stimme um ein Almosen Das war Inges erster Eindruck von Belgrad Die blitzende Drehtür eines Mammuthotels tat sich auf. Der Architekt hatte versucht, Orient und Amerika zu vereinen. Hohe Kuppeln ragten über einem gewaltigen nüchternen Kasten. „Die Herrschaften wünschen zwei getrennte Zimmer?" Dieses Ansinnen kam scheinbar im Hotel„Aleksandra“ sehr selten vor, denn der vorbildlich gekleidete Empfangsberr schütttelte diskret erstannt seinen vomadisierten Kopf; dann übergab er etwas zögernd dem Boy zwei Schlüssel. Es waren die Zimmer 22 und 23, die er angewiesen batte. Fürsorglich waren sie durch ein gemeinsames Bad verbunden. Besser war besser. „Wünsche eine recht gute Nacht! Lacu noc! Bonne nutt! Good niaht!“ rief er dienernd binter dem seltsamen Paar her Er sprach zehn Sprachen und machte stets davon Gebrauch. In wetteren zwanzig Sprachen konnte er fluchen und wußte die Worte für„danke",„bitte",„leider alles besetzt.!" Er war der richtige Empfangschef für das„Aleksandra“. Schon im Lift ftelen Inge die Augen vor Müdigkeit fast zu. Die lange Fahrt und der dalmatinische Wein machten sich bemerkvar. Oben verabschiedete sie sich mit einem versteckten Gähnen von ihrem treuen Trabanten und sank vier Minuten später in ein sehr anständiges Bett. Das Laken war blendend weiß. An der bellgeblümten Tapete entdeckte man keinerlei Spuren bewußter Tierchen. Sogar die Nachttischlampe brannte. Erst am nächsten Morgen entdeckte Inge, daß der Hahn mit dem Aufdruck „Warm“ nur kaltes Wasser gab, daß der Abfluß verstonft war und der Handtuchhalter höchst gefährlich an einer Reißzwecke hing. Aber das waren ja schließlich nur Kleinigkeiten Inge gähnte ein zweites und ein drittes Mal ziemlich umfangreich und machte sich gar kein Gewissen daraus, daß sie sich weder die Zähne geputzt noch das Gesicht gekremt hatte. Und das wollte allerlei heißen! Zu einem vierten Gähnen kam es nicht— Inge schlief bereits— traumlos und tier Es war immerbin schade, daß sie nicht bemerkte, wie ein Mann sich um sie bemühte. Nicht etwa Salvia! Der Levantiner ging in Zimmer 28 unruhig auf und ab. In seinem schwefelgelbem Pysama sah er fast wie ein Mandarin aus " sast. Es war da irgend etwas nicht in Ordnung mit ihm. Was hatte der Grenzbeamte an seinem Paß auszusetzen? Der Paß war gut. Er war auch nicht billig gewesen. Salvia besaß ihn bereits vier Jahre. * 9 Aus den Kriegerkameradschaften Kriegerkameradschaft ehem. 172 616er Insanteristen und Kraftfahrer batten sich Conntag im Kriegerbeim Korte=Dupe zu einem gutbesuchten Kamerad. chaftsappell versammelt, der von Kamerad Mackseld geleitet wurde. Nach der Gefallenenebrung aab Kamerad Eul einen ausführlichen Bericht über den letzten Kreiskrieoerverbandsappell. Anschließend bielt Provaganda. wart Born einen interessanten Vortrag über„Enaland als Weltseind“, der Vortrag sand den Beifall aller Kameraden. Mit der großen goldenen Schieß Ehrennadel wurden die Kameraden August Pott und Andreas Baetzel ausgezeichnet. Eingebend bebandelt der ApvellLeiter Mackfeld das Schießwesen und bat die Kameraden, zahlreich an den Ebrennadel=, Wettkamp= und Opferschießen teilzunehmen. Als Vorbild wurde der 68jährige Kamerad Nikolaus Conrad herausgestellt, der letztbin mit 5 Schuß 56 Ringe erzielte. Nach der Begründung durch den Propagandawart wurde für die Betreuung von Kameraden die„Mar=Lemke=Stiftung“ ins Leben gernfen. Der nachste Appell findet am 4. April statt. Nachdem sich mehrere Kameraden für die nächste Reichsstraßensammlung freiwililg gemeldet hatten sand der Avvell mit der Führerebrung seinen Abschluß. Die Kriegerkameradschaft der ehem. 16er(Hacketäuer) hielt am Sonntag im Lokale Pitsch ihren gutbesuchten Monatsappell av. Nach einem Rückblick über die Geschehnisse an den Kriegsfronten durch den Kameradschaftsführer erfolgte die Berichterstattung aus den einzelnen Aufgabengebieten. Zuerst wurde ein Bericht über den Verlauf der Kreiskrieger=Führerrats=Besprechung gegeben. Es schloß sich die Berichterstattung über das Fecht. Schießund Kassenwesen an. Der Schießbericht erstreckte sich besonders auf das WHW=Opfer, und das Kleinkaliber=Wettkampfschießen. Hier wurden die Vorarbeiten erledigt. Dem Kassenwart, Kamerad Rodden, wurde für seine mustergültige Kassenführung Entlastung erteilt. Als Schießwart wurde der Kamerad Baranowski eingesetzt Im kameradschaftlichen Teil wurde mit dem WHW=Opferschießen das im kommenden Avvell fortgesetzt werden wird, begonnen. Kriegerkameradschaft Herne=Süd Die Mitglieder traten am Sonntag in starker Zahl zu ihrem Monatsappell im Lokale Köster auf der Böde an Zur Frende aller wurden die in Urlaub weilenden Kameraden Thun sen. und Thun jun von dem stellvertretenden Kameradschaftsführer aufs verzlichste begrüßt. Nach einem Vortrag über die Ereignisse an der Ostfront wurden die Anordnungen des NS=Reichskriegerbundes bekanntgegeben. Es erfolgte sodann die Berichterstattung über den Verlauf der Kreiskrieger=Führerratsbesprechung. Einen besonderen Raum nahmen die Vorarbeiten für das WHW=Opfer. und das Kleinkaliberwettkampfschießen ein. Das WHW=Ovserschießen wurde anschließend an die Tagesordnung durchgeführt. Die Kameraden hatten dazu mehrere Preise gestiftet so daß die Startkarten restlos umgesetzt werden konnten. Hundert Jahre Kriegerkameradschaft Bochum. Die älteste Kriegerkameradschaft der Grafschaft Mark, die Bochumer Krieger= und Landwehrkamerddschaft tritt am 10. März 1943 in ihr 100. Lebensjahr. Sie wurde am 10. März 1844 als Verein Vaterländischer Krieger für den Kreis Bochum gegründet. Als solcher umfaßte er den damaligen gesamten Altkreis Bochum mit den Bezirken Bochum, Bochum=Land Herne, Witten, Hattingen und Gelsenkirchen. Es war eine Vereinigung der in diesen Bezirken vorhandenen Kämpfer aus den großen Befreiungskriegen 1813—1815. Die Gründungsakte nennen als Zweck des Vereins: Ehrenvolles Begräbnis der Freiheitskämpfer, Unterstützung bedürftiger Kameraden und deren Hinterolie= benen und die Feier eines alljährlichen Erinnerungsfestes. Letzteres Erinerungsfest wurde abwechselnd in den genannten Bezirken abgehalten. Mit Ende des Jahres 1852 machte 8.PFLICHT falle Odnung an Oeinem Slbeilentalg.! sich der Wittener Bezirk und 1853 der Hattinger Bezirk selb ständig unter Abtrenunng vom Bochumer Kriegerverein, ihnen folgten in den 60er und 70er Jahren noch weitere Bezirke, so Herne und Gelsenkirchen, so daß schließlich die räumliche Ausdehnung des Vereins nur noch BochumStadt und=Land betraf. Nach der Bestimmung des Gründungsaktes waren die Vereinsmitglieder nur zur Beiwohnung der in den Bezirken, welchen sie angebörten, vorkommenden Trauerparaden verpflichtet. So waren auch wegen der räumlichen Ausdehnung des Vereinsgebietes die Mitglieder in Bezirke eingeteilt. Bei den schlechten Verkehrsverhältnissen, es gab damals noch keine Eisenbahnen in der Grafschaft Mark, war darum die Bestimmung über die Trauerparaden geboten Aus jedem Bezirk wurde ein Vorstandsmitglied gewählt. Interessant ist dann noch die Angabe, daß die die Leichenparade begleitende Trauermusik in der Regel in zwei verhüllten Trommeln bestand. Die Erinnerungsfeste galten dem Andenken der großen Zeit der Befreiungskriege. Führertagung des Sandwerks im Gau Landeshandwerksmeister Schmidt hatte die westfälisch=niederrheinischen Bezirksinnungsmeister der Reichsinnungsverbände sowie die Kreishand werksmeister aus Westfalen=Süd mit ihren Geschäftsführern zu einer Arbeitstagung nach Hagen einberufen. Gegenstand der Tagunt war die Stilllegungsaktion handwerklicher Betriebe. Nach einleitenden Ausführungen des Landeshandwerks meisters über die kriegswirtschaftliche Bedeutung der Aktion legte Hauptgeschäftsführer Dr. Sackmann die Notwendigkeit der einheitlichen Handhabung der Durchführung dar. Vor allem behandelte er eingehend die technische Seite der Frage. Es kamen auch die Bezirksinnungsmeister der verschiedenen Berufsgruppen zu Wort und legten die Verhältnisse ihrer Berufsgruppe inbezug auf die Kriegswirtschaft dar. Aus der Bewegung Ortsgruppe Herne=Constantin. Mittwoch, 19,30 Uhr, Gaststätte Hirdes, Wiescherstraße 2, Führerappell. Im Anschluß an den Führerappell 20 Uhr Pflichtappell für sämtliche Politische Leiter, Amtsleiter, Zellen, und Blockobmänner der DAF., Block= und Zellenwalter der NSV., und sämtliche Mitarbeiterinnen der Gliederungen. Ortsaruppe Herne=Constantin. Freitag, 19 Uhr, Lokal Hirdes Ostentor, öffentliche Kundgebung. Redner: Kreisleiter Niever. Die Herner Bevölkerung wird schon heute zu dieser Kundgebung eingeladen. Deutsches Frauenwerk Ortsarupe Herne=Süd. Die Singschar übt Mittwoch um 3,30 Uhr bei Knapp. Keine Lockerung der Sportdisziplin! Jeder Versloh ist ohne Nachsicht zu ahnden Das Verständnis für die Erfordernisse der Zeit ist auch im Sport weitgehend, aber es bat da eine Grenze, wo durch Nachgeben oder Entgegenkommen die Gefahr besteht der Allgemeinheit erbeblichen Schaden zuzfügen. Unterordnung, Einsatzberettschaft und der Wille, dem Ganzen zu dienen, sind erste Erfordernisse im Sportbetrieh. Diese Tatsache darf niemals außer acht gelassen werden. Wer an der Disaivlin lockert, schadet der Sportbewegung in starkem Maße. Wer deshalb die einsachen und klaren Gesetze der Kameradschaft vergißt und glaubt ein Recht zu haben, Unterordnung und ritterliche Auffassung vergessen zu dürfen, muß durch unzweideutige Beweise für das Bestehen der alten Gesetze auf den Weg der klaren Erkenntnis zurückgebracht werden. Zucht und Ordnung sind in Kriegszeiten unabdingbares Gut des Volkskörpers. Pflicht aller Volksgenossen ist es, diese zu wahren uno zu erbalten Ein Abweichen soll es in keinem Falle, auch nicht bei Soldaten und Urlaubern geben, da jeder die Regeln spoktlichen Anstandes und der Rit. terlichkeit zu achten hat und es zweierlei Recht nicht geben kann, weil damit die ganze erzieherische Arbeit Schiffbruch erleiden würde. Kein Soldat kann vom Schiedsrichter eine andere Behandlung verlangen, als dieser sie jedem anderen Spieler gegenüber einnehmen muß, weil die Bestimmungen keine Ausnahme kennen, so daß auch der Schiedsrichter, der die Dinge anders sieht, verkehrt handelt und zu Recht Vorwürfe einstecken muß. Einzelne Entgleisungen, die ja niemals ganz auszumerzen sein werden, sollen nicht verallgemeinert werden. Es ist erfreulich, daß von zuständiger Seite eine klare Haltung festgelegt worden ist. Die Klarstellungen richten sich auch mit an die Zuschauer, die hier und da in Verkennung der Tragweite für eine entschuldigende Behandlung und Abschwächung eintreten, wenn betspielsweise ein Schiedsrichter gegen einen Urlauber enzuschreiten hat. Die Nöte des Krieges und die zeitbedingten Umstände, unter denen heute der Sportbetrieb weitergeführt wird, können kein Grund sein, die Auffassung über die notwendige Einordnung des Einzelnen außer Kraft zu setzen. Das ist der Standpunkt, der bestimmend für die Haltung in jedem sportlichen Wettkampf sein soll und dem man uneingeschränkt zustimmen muß. Turnklub Wanne ist Kreismeister In der Handball=Kreisklasse ist nun am Sonntag im Kreise Bochum auch die endgültige Entscheidung gefallen. Durch einen 11:6=Sieg über den VfL 48 Bochum hat sich der Turnklub endgültig den Meistertitel gesichert. Im Tus=Stadion zu Bochum zeigten die Turner eine gute Leistung. Nachdem sie in der Pause bereits mit 6:4 führten, konnten sie ihren Vorsprung im zweiten Spielabschnitt auf 11:6 ausdehnen. Der Turnklub nimmt nunmehr an den Aufstiegspielen zur Gauklasse teil. Köln-Aachens neue Bormeister In Köln wurden die Amateurvormeisterschaften des Sportgaues Köln=Aachen mit gutem Erfolg veranstaltet Mit Ausnahme des Leichtgewichts wurden alle neuen Meister mit Niederschlagssiegen ermittelt. Die neuen Titelträger beißen: Leichtgewicht: Schlitzer(Colonia), Weltergewicht: Ulderich(Colonia), Mitelgewicht: Brickel(Bonn), Schwergewicht: Haamann(Post Köln). Allce StIll Doppelslegerin Westfalens Schwimmer bei„Undine“ M.=Gladbach Der SC„Undine“ M.=Gladbach hatte mit seinem westdeutschen Schwimmfest im Gladbacher, Kaiserbad einen sportlich schönen Erfola, denn es gab durchweg sehr schöne Kein Sport am Heldengedenktag Der RSRL gibt folgendes bekannt: Mit Rücksicht auf die am Sonntag, 14. März, zum Geldengedenktag stattsin. den Feiern von Partei und Wehrmacht kommen alle für diesen Taa vorgesehenen sportlichen Veranstaltungen in Fortfall. Kämpfe mit mancher bemerkenswert guten Leistung, wenn man auch bei den Zeiten berücksichtigen muß, daß es sich in M.=Gladbach um eine 20=m=Bahn handelt. Der Besuch hätte allerdings etwas besser ausfallen dürfen. Das Hauptinteresse fanden naturgemäß die Frauenwettbewerbe, in denen sich die Niederländerin Alice Stiil(BfL Oberbausen) mit überlegenen Kraulsiegen und die Uerdingerin Erda Westhelle durch einen ebenso eindeutigen Rückensieg aus. zeichnete, während das Brustschwimmen von der Krefelderin Claassen in achtbarer Zeit gewonnen wurde. In die beiden Staffeln teilten sich Krefeld 93 und der Veranstalter. Bei den Mänern war der junge Wolfgang Brunker von Düsseldorf 09 der erfolgreichste Teilnehmer. Er gewann beide Kraulschwimmen und verhalf seinem Verein auch in der Kraulstaffel zu einem sicheren Siege Achilles Järvinen gestorben Einer der besten finnischen Leichtatbleten, Achilles Järvinen, der Bruder des berühmten Speerwerfers Matti und Sohn des über Finnlands Grenzen hinaus bekannten Vaters der finnischen Leichtatbletik. Werner Järvinen, erlag am Sonntag in Tampers im Alter von 37 Jahren den Folgen eines Unfalles. Achilles Järvinen war vor rund 15 Jahren einer der besten Zehnkämpfer der Welt. Kurze Sportnachrichten Vienna Wien führt nach dem knappen 4:3=Stea über die Reichsbahn S6 Wien jetzt im Donau=Alvenland mit 24:4 Punkten vor Austria mit 22:8 sowie Wiener AC und Wie. ner SC mit je 20:10 Punkten. Im Bereich Württembera ist die Meisterfrage im Fusball immer noch nicht geklärt. Am Sonntag schlug BfB Stuttgart die mit dem Feuerbacher Torwart Wurster und den Planitzer Voigtmann antretenden Stuttaarter Kikkers klar mit 6:2. Am nächsten Sonntag wird im Kampfe Kickers gegen Sportfreunde wohl das letzte Wort gesprochen werden. * VfL Bochum 48 trat zum Pokalkampf gegen Teutonia Riemke mit einem holländischen Mittelstürmer van Tanten an. Zu vermerken ist noch, daß Sportlehrer Schorsch Hochgesang in diesem Treffen als Schiedsrichter einspringen mußte Läuten an unbeschrankten Wegübergängen Nach den Bestimmungen der Bau= und Betriebsordnung ist vor unbeschrankten Weaübergängen zur Warnung von Fußgängern und zeugbegleitern zu läuten und, wo es die Aufsichtsbehörde angeordnet hat, außerdem das Achtungssignal mit der Dampfpfeife zu geben. Da auf Nebenbahnen auch Lokomotiven verkehren. die nicht mit Läutevorrichtung versehen sind. muß damit gegerechnet werden, daß an Wegübergängen, an denen bisher zu läuten war, von den sich nähernden Zügen nur das Achtungssianal mit der Dampfpfeife gegeben wird. Hart und schwer traf uns das Schicksal; durch einen tragtschen Unglücksfall gab am 5. März 1943 sein blühendes Leben mein lieber Mann, unser allerliebster Vati, Schwiegersohn, unser liebster Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Siegfried Roth im 38. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Josefine Roth, ged. Lehanke Renate, Haus=Dieter und alle Angehörige Herne(Lützowstraße 63), den 5. März 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 9. März, nachmittags 15.45 Uhr, vom Trauerhause aus statt. C Von langem, schwerem Leiden erlöst, entschlief nach Gottes hl. Willen mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Paul Junghuhn im Alter von 73 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Herne(Kanalstraße 20), und Dortmund, den 6. 3. 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 9. März 1943, nachmittags 3.15 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Mechthild Ein gesundes Mädel angekommen. Dieses zelgen hochertreut an: Edith Fimpler, geb Krix San-intz. Theo Fimpler z. Z. Im Felde Bochum, Oskar-Hoffmann-Str. 110 z. Z. Evang. KrankenhausHerne Privat-Station SCHAUBURG GLocia-Pakast LICHTBURG C Ihre Kriegstrauung geben bekannt: Nur 3 Tage! Ab heute bis einschließlich Donnerstag: Brigitte Horney 1 Allilla Hörbiger Willy Eichberger in einem Spiel voll heißer Loidenschaft, Rivalität und Kampf bis zum glücklichen Erringen einer beförend schönen Frau. Friedrich Wilh Brennecke Unteroffizier Hildegard Brennecke geb. Woyhoft z. Z Urlaub 9. Mörz 1943 Herne RLutsßrüder (Bosniaken) Neueste Wochenschau Kulturtim UhT Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief heute morgen, 3.30 Uhr, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Ehefrau Maria Brendick : geb. Döpper Inh. des goldenen Ehienkreuzes der deutschen Mutter im Alter von 69 Jahren, gestärkt durch die Gnadenmittel der kath. Kirche. In tiefem Schmerz: Familie Franz Brendick und Anverwandte Herne(Cranger Straße 8), den 7. März 1943. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 10. März, 15,30 Uhr, vom Sterbehause, Cranger Straße 8 aus.— Das Seelenamt ist am gleichen Tage morgens 710 Uhr, in der St. Marienkirche. Bewerber für die Laufbahnen der Marine-Sanitätsoffiziere und der Höheren Marinebaubeamten müssen als Grundlage für das spätere Hochschulstudium bis zum Tage der Einstellung in den aktiven Dienst nachweisen: a) das Reisezeugnis, oder den vorzeitigen Reisevermerk oder die Vorsemesterbescheinigung einer Höheren Schule oder einer gleichgestellten Lehranstalt, oder b) ein Zeugnis über die Zulassung zum Hochschulstudium auf Grund einer erfolgreich abgelegten Begabtenprütung(einschließlich der Abschlußprüfung der Vorstudien. ausbildung des Langemarckstudiums). In der möglichst frühseitig einzureichenden Bewerbung ist an. zugeben, welche der vorgenannten Unterlagen beigebracht werden können und zu welchem voraussichtlichen Zeitpunkt der Abschluß erreicht sein wird Oberkommando der Kriegsmarine. Ihre Vermählung geben bekonnt: Wilhelm Eberhardt Josefine Eberhardt geb. Pieper Herne, den 9. März 1943 Mont-Cenis-Straße 133 Ulhambra-Theater Herne-Bodingen zeigt bis einschl. Donnerstag: Ein Windstoß In der Hauptrolle: Paal Kemp mit Ellen Bang. Margrit Debar Kate Kühl Lina Carstene u. a. Kulturtilm u die Deutsche Wochenschau Nur geschlossene Vorstellungen Anfang täglich 3 und 3 Uhr Jugendliche ab 11 Jahren haben Zutritt Anfang: 12.50 2.50 8.00 Hauptflim: 1.30 3.40 5. 50„ Jugendliche ab 14 Jahre zugelassen Voranzeige! Ab Freitag! Zum 25 jährigen Bestehen der UFA Willy Fritsch, Hannolore Schroth Liebesgeschichten Ein großer Ufa-Film, in den man sich verlieben kann Heute ein neues Progiamm Der lustige Film nach dem Bühnenstück„Flitterwochen“ Mein Mann dark. es wielet weissen! mut Mady Rahl, Annemarie Holtz, Günther Lüders, Grethe Weiser, Josefine Dora, Hanz Nielsen, Frliz Odemar u. g. Eine Fülle von lustigen Einfällen und Verwechslungen bringen Sie immer wieder zum Lachen Jugendliche nicht zugelassen Wochenschau f Kulturfilm Wochenschau Hauptfilm 2.20 4.15 6.10 Uhr 2 45 4.35 6.35 Uhr leute eine Ladung Verkauf ab 9 Uhr Bönte, Herne, Wiescherstr. 9 Ruf 52312. (Verschiedenes) Stadt Herne ** Amtliche Bekanntmachungen Zischverteilung Kinderstrickjacke auf dem Wege von Waldthaus.=Str. bis zur Wilhelm MeyerStr. verloren Wie. derbr. erh. Belohn. Ittmann, Wilhelm Meyer. Frischfisch mit Kopf oder ½ Pfd. Frischfisch ohne Kopf oder = P f d F i s c h f i l e t a u s g e g e b e n. D i e F i s c h v e r t e i l e r h a b e n a u f einem Aushängeschild die Nummer des aufgerufenen Abschnitts, die Warenmenge und die zu beliefernden Kundenlistennummern im Schaufenster bekannt zu geben. Bei der Belieferung ist der Abschnitt„F 4= abzutrennen und dem. nächst auf Bogen aufgeklebt gegen Empfangsbescheinigung im Ernährungsamt, Rathaus, Zimmer 415, abzugeben. Herne, den 8. März 1943. Der Oberbürgermeister. 14“ des Bezugsausweises für Obst und Alteregruppen werden 250 Gramm Apfelsinen Auf Abschnitt Gemüse aller A ausge geden Herne, den 8. März 1943 Der Oberbüegermetster. Ein gelber Kanarienvogel entflogen. Geg. Be lohnung abzugeben Schmidt, Goethestraße 85. Junge Frau nimmt noch Kunden an zum Wäscheaus bessern außer dem Hause. Angeb. unt. H 19 an die Herner Zig. Zwillings. kinderwagen zu kaufen gesucht. Boegershausen, Herne, Schützenplatz 10, Tel. 514 67. Waschmaschine zu kaufen oder geg. Eß. od. Kaffeeserv. zu tauschen gesucht. Angeb. unt. H 15 an die Herner 8ig Volksempfänger od. Kleinempfänger (Wechselstr.) zu kaufen gesucht. Angeb. unter H 9 an die Herner 8tg. 1 Heirat w., 43 J., sucht d. Bekanntsch. eines Herrn zwecke spät. Hetrat Anged. und. H 16 an die Herner 8tg. Guterhaltenes Damenfahrrad zu kaufen gesucht. Angeb. unt. H 10 an die Herner 8tg. Herd für 50.— Reichs. mark zu verkaufen. 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