Besugspreis: Monatlich RM. 2.15, halbmonatlich RM. 1.08. wöchentlich RM. 0.54. Selbstabholer RM. 1.84 oder RM. 0.92 im voraus zahlbar. Einzelpreis 10 Rpt.— Bei Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, hervorgerufen durch höbere Oewalt. können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Anzeizenoreie: 1 mm Höhe 22 mm Breite 8 Rpf. Rummer 180 Zur Zeit ist Preisliste 4 gültig. In Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß: Taxe zuvor 16 Uhr. Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne I. Westt Dienstag, den 4. August 1942 Hauptschriftleiter: WIIII Franke(z. Z. Wehrmacht). Stellvertreter: Otto Wilhelm Pohle. — Verantwortlich für Polltik und allg. Tell Otto Wilhelm Pohle. für Lokales Albert Wemper Berliner Vertretung Hauptschriftleiter Erich Wagner— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Adoll Frasch Hauptgeschäftsstelle: Herne Von-derHeydt-Straße 9.— Postscheckkonto: Dortmund 6542 71. Jahrgang Feind zwischen Sal und Von geworfen Der zügige Vormarsch an der Südostfront nähert sich dem Kuban-Oberlauf Tages- und Nachtangriffe auf England 85 Panzer im großen Donbogen bei Gegenangriffen vernichtet Die Briten verloren vom 23. Juli bis 2. August 248 Flugzeuge dab Aus dem Führerhauptquartier. 4. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Often nähert sich die zur Verfolgung angesetzte Panzerarmee dem Oberlauf des Kuban. Zusammenhangloser örtlicher Widerstand des Feindes wurde gebrochen und zahlreiche Beute, vor allem an Geschützen, eingebracht. Nordwestlich davon wurden feindliche Nachhuten vom Jeja=Abschnitt nach Süden geworsen. Auch hier hält der Vormarsch an. Zwischen Sal und Don treiben deutsche und rumänische Truppen den Feind nach Osten zurück. Starke Kampfflieger= und Zerstörerverbände griffen in diese Kämpfe ein. Die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets im KubanGebiet, besonders die Eisenbahnlinie Bakn— Rostow, waren schweren Angriffen ausgesetzt. Im großen Doubogen wurden erneute sowjetische Gegenangriffe abgewiesen und wieder 85 Panzer vernichtet. Sturzkampf= und Schlachtgeschwader sowie Flak=Artillerieabteilungen der Luftwaffe waren auch an diesen Kämpfen erfolgreich beteiligt. Bei Nachtangriffen auf die Wolgaschifffahrt wurden zwei Tanker und sechs Frachtschiffe versenkt, neun weitere Frachtschiffe beschädigt.— Nördlich Rschew, an der Wolchow=Frout und vor Leningrad scheiterten fortgesetzte Angriffe starker feindlicher Kräfte, die offenbar zur Entlastung der schwer bedrängten Südfront vom Gegner geführt werden.— In Lappland nahmen deutsche Infanterie und Gebirgsjäger, von Sturzkampffliegern wirksam unterstützt, eine vom Feind stark ausgebaute Höhe. In hartnäckigen Waldkämpfen wurde eine große Anzahl feindlicher Kampfstände zerstört. An der Murmaufront vernichteten Gebirgsjäger bei erfolgreichen Stoßtruppunternehmungen mehrere feindliche Kampfanlagen.— Die sowjetische Luftwasse verlor am gestrigen Tage 114 Flugzeuge. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt. Auf Malta wurde der Flugplatz Halfar durch deutsche und italienische Kampfflugzeuge mit guter Trefferlage bombardiert. Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Trausvortsegler. An der Ostküste Englands und in den Midlands bekämpfte die Luftwaffe am gestrigen Tage und im Verlauf der vergangenen Nacht kriegswichtige Anlagen in mehreren Orten. In der Zeit vom 23. Juli bis 2. August verlor die britische Luftwasse 248 Flugzeuge; davon 84 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Wäh Kriegswichtige Ziele in Bedsord, Karwich und Great=Barmouth getroffen □Berlin, 4. Aug. Zu den Angriffen deutscher Kampfflugzeuge auf Großbritannien, die während des Sonntags und in der Nacht zum Montag erfolgten, teilt das Oberkommando der Wehrmacht weiter mit: In den Vormittagsstunden des Sonntags waren kriegswichtige Ziele in Mittel=, Nord= und Ostengland Angriffen deutscher Kampfflugzeuge ausgesetzt. Bomben schwerer Kaliber detonierten in der Stadt York, die im Norden der britischen Insel am Ouse=Fluß liegt. Auch die Verkehrsanlagen an der britischen Ostküste wurden wirkungsvoll mit Bomben belegt. Auf einem Bahnhof südwestlich von Norwich wurden zahlreiche Bombeneinschläge beobachtet, die in Lokomotivschuppen und Gleisanlagen Zerstörungen hervorriefen. In der Nacht zum Montag setzte die deutsche Luftwaffe ihre Angriffe gegen die britische Insel fort. Aus geringen Höhen lösten die Kampfflugzeuge, in mehreren Wellen angreifend, über den wehrwirtschaftlichen Anlagen von Bedford in Mittelengland ihre Bomben aus. Nach den Detonationen entstanden in den getroffenen Zielräumen mehrere größere Brände. Zur gleichen Zeit richtete sich ein Augriff gegen Flugplätze, Flakund Scheinwerferstellungen südostwärts dieser Stadt. Andere deutsche Kampfflugzeuge belegten in der Nacht zum Montag die Hafenanlagen von Harwich und Great=Yarmouth mit Spreng= und Brandbomben. In zwei weiteren Städten an der englischen Ostküste wurden nach den Bombenwürfen mehrere Brände beobachtet. Neue Ritterkreuzträger dnb Berlin, 4. Aug. Der Führer verlieb das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Erich Geißler, Kommandeur eines Infanterie=Regiments, Hauptmann Joseph Riepold, Kompaniechef in einem Panzer=Regiment, Oberleutnant Rolf Rocholl, Kompanieführer in einem Panzerregiment. 63 Lager bolschewistischer Banden zerstört □ Berlin, 4. Aug. Im Zuge größerer Säuberungsaktionen im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes wurden in der Zeit vom 4. bis 30. Juli durch deutsche Truppen 63 Lager bolschewistischer Banden zerstört und zahlreiche Waffen vernichtet. Die feindlichen Banden dieses durch Wälder und Moore unübersichtlichen Kampfgelände mit zahlreichen Aufklärungsflügen und mit wirksamen Bombenangriffen auf Gehöfte und versteckt liegende Ortschaften, die den Banditen als Schlupfwinkel dienten. Die Bolschewisten hatten bei diesen Kämpfen schwere blutige Verluste. rend der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Kampfraumes wurden aufgerieben. Die LuftGroßbritannien 78 eigene Flugzeuge verloren. lwaffe unterstützte die Säuberungsaktionen in dem Der Stabschef beobachtet feindliche Stellungen im Raum von Leningrad. Aufn. SA-Wegener Lutze bei SA Kameraden an der Ostfront □ Berlin, 4. Aug. Der Stabschef der SA, Viktor Lutze, besuchte gelegentlich einer Reise an die Ostfront das dort eingesetzte Infanterie=Regiment „Feldherrnhalle“, das sich aus Freiwilligen der SA zusammensetzt und sich auch in den harten Kämpfen des Ostens wieder bewährt hat. Bei dieser Gelegenheit konnte der Stabschef einer Reihe von Soldaten das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse übergeben. Träume statt Taten Drahtbericht unseres diplomatischen Vertreters om Berlin, 4. August. Die Entlastungsoffensive der englisch=amerikanischen Agitation, die die öffentliche Meinung von dem Thema der zweiten Front ablenken soll, kommt in ausführlichen Erörterungen der Presse über einen neuen Plan zum Ausdruck, der angeblich das von den beiden Handelsflotten nicht zu bewältigende Transportproblem lösen soll. Der Urheber des Planes ist der amerikanische Werftbesitzer Harry Kyser. Er hat sich erboten, seine Werften auf den Bau von großen Transportflugzeugen einzustellen, von denen jedes hundert Soldaten mit der dazugehörenden Ausrüstung fassen soll. Mit fünfhundert Flugzeugen könnten so in einer Nacht 50000 Mann nach England gebracht werden, und da er 120 Flugzeuge, d. b. in einem Jahre, herstellen will, glaubt er das Problem einer Millionen=Armee nach Europa rein arithmetisch gelöst zu haben. Die Patentlösung dieses smarten Amerikaners, der sie bezeichnenderweise als„Geschäft“ zur Vernichtung der Nazis anpreist, ist angeblich vom Kriegsproduktionsamt angenommen worden und die amerikanische Presse beeilt sich, von ihr als von dem entscheidenden Faktor im Kriege zu sprechen. Auch der Londoner Sender ist darunter und begrüßt das. Er empfiehlt, die Luftangriffe der britischen Luftwaffe auf deutsche Städte einzustellen, da die allgemeine Ansicht dahin gehe, daß dies eine tatsächliche Entlastung für die Sowjetunion nicht bringen könnte. Die amerikanische Erfindung werde es möglich machen, die Luftangriffe durch Infanterieangriffe zu ersetzen, die allein den Krieg entscheiden könnten. Der Zweck des großen Reklamegeschreis ist augenscheinlich der, die Oeffentlichkeit von der sofortigen Bildung einer zweiten Front abzulenken und ihr einzureden, daß Churchill mit dieser Absicht einverstanden sei, daß man jetzt aber warten müsse, bis die amerikanischen Transportflugzeuge gebaut und ausprobiert seien. Militärische Kreise in England und Amerika haben sich bis jetzt zu dem Projekt nicht geäußert. Sie hätten, wenn sie es ernst nehmen würden, wahrscheinlich zu verhindern gewußt, daß es so breit in der Oeffentlichkeit erörtert wird, da man vernünftigerweise solche Pläne nicht vorzeitig bekannt gibt, um dem Gegner keine Möglichkeit zu bieten, sich darauf vorzubereiten. Man kann daraus wohl schließen, daß es sich in erster Linie um den Vorschlag eines geschäftstüchtigen Amerikaners handelt, bei welchem die Gewinnberechnung zuverlässiger sein dürfte als die militärische Kalkulation, und in zweiter Linie um einen neuen Versuch, die Frage der Zweckmäßigkeit der verlustreichen Luftangriffe und der sofortigen Hilfe für die Sowjetunion zu vernebeln, welche die Oeffentlichkeit heftig erregen und die ratlosen Strategen in London und Washington in immer größere Verlegenheit setzen. Riesenpropaganda in Moskau Sie gilt der„zweiten Front“ und soll die allgemeine schlechte Stimmung heben Ueber die Bahnstrecke Salsk— Tichorezt Beim Zurückwerfen des Feindes nach Osten Baschanta kämpfend durchschritten □ Berlin, 4. Aug. Zu den Kämpfen im Kubanund Don=Gebiet teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Truppen des deutschen Heeres und der Waffen= drangen in Verfolgung des Feindes über die Bahnstrecke Salsk—Tichorezk weiter gegen den Oberlauf des Kuban vor. Ostwärts davon wurde die Stadt Baschanta am Jegorlyk=Fluß kämpfend durchschritten. Planloser Widerstand feindlicher Nachhuten, die insbesondere die Flußübergänge zu verteidigen versuchten, wurde gebrochen; die Bolschewisten wurden weiter zurückgedrängt. Mehrere feindliche Kräftegruppen, die durch überholende Verfolgung von deutschen Truppen abgeschnitten und eingeschlossen worden waren, führen weit hinter den deutschen Angriffsspitzen einen aussichtslosen Kampf. Außer slowakischen Truppen waren bei den gestrigen Kämpfen auch die Rumänen erfolgreich, die zusammen mit deutschen Verbänden die Bolschewisten zwischen Don und Sal nach Osten zurückwarfen. Eine starke feindliche Kolonne, die von Norden kommend südlich des Sal durchzubrechen versuchte, wurde nach Norden zurückgeworfen. Die Luftwaffe richtete ihre gestrigen Angriffe besonders gegen den feindlichen Verkehr auf Straßen und Bahnen. Zahlreiche Geschütze, die an beherrschenden Geländepunkten zur Verstärkung eiligst ausgehobener Feldstellungen eingegraben waren, wurden durch Bomben zerstört. Auf den Straßen dieses von zahlreichen Flußläufen durchzogenen Geländes vernichteten die Kampfflugzeuge rund 100 Fahrzeuge. Durch rollende Luftangriffe gegen die wichtigsten Anlagen der Bahnstrecke von Tichoresk nach Armawir entstanden in Bahngebäuden und in der Stadt Armawir ausgedehnte Großbrände. Mehrere Transportzüge wurden auf der durch aufgerissene Gleise blockierten Strecke von Zerstörerflugzeugen in Brand geschossen. Im Verlauf heftiger Luftkämpfe über den verschiedenen Kampfgebieten des südlichen Abschnitts der Ostfront wurden 26 bolschewistische Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen. Berlin. Finnische Truppen wiesen am 1. August an der Karelischen Enge und an der Swirfront örtliche Angriffe der Bolschewisten ab. Hler Vormarsch— dort Rückkehr! Links: Staubwolken kennzeichnen die unendlich sich hinziehenden Vormarschwege im Dongebiet.— Rechts: Kaum sind die Deutschen eingezogen, strömt die Bevölkerung auch schon mit Kind und Kegel in ihre Dörfer zurück. Aufn. PK-Kriegsberichter Lohrer und Lückel re Ankara, 4. August. Die sowietische Forderung nach Errichtung einer zweiten Front wird jetzt in Moskau offenbar aus innerpolitischen Gründen auch propagandistisch im großen Stil ausgewertet, um so der tiefen Niedergeschlagenheit der Bevölkerung entgegenzuwirken. Die Rundfunksendungen des Moskauer Nachrichtendienstes haben am Montag eine Meldung des New Yorker Dienstes noch nicht direkt bestätigt, daß die Sowietunion an die Regierungen von London und Wasbington offiziell die Forderung nach der sofortigen Errichtung der zweiten Front gerichtet hat. Wohl aber haben diese Sendungen Radio Moskaus sich fast nur mit diesem Thema beschäftigt und dabei die Errichtung der zweiten Front als unmittelbar bevorstehend angekündigt. Der Moskauer Sender gab in diesem Zusammenhang auch lange Meldungen aus London und New York. nach denen die dortige Bevölkerung angeblich bisher Straßenkundgebungen für diese zweite Front veranstaltet habe. Ritterkreuz für kühnen Nachtflieger □ Berlin, 4. August. Der Führer und Oberste Befehlshaber verlieb auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe. Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Rudolf Schönert. Staffelkapitän in einem Nachtjagdgeschwader. Dieser ist ein durch rücksichtslose Kühnheit und unerhörten Angriffsgeist sich auszeichnender Nachtjäger, der in verhältnismäßig kurzer Zeit 20 Abschüsse erzielte. Sowjetisches Kriegsmaterialschiff versenkt □ Berlin, 4. Aug. Ein sowjetisches Handelsschiff mittlerer Tonnage, das auf der Fahrt von New York nach Wladiwostok den Panama Kanal passieren wollte, wurde im Karibischen Meer kurz vor Erreichen des Panama=Kanals durch ein deutsches Unterseeboot gestellt und versenkt. Das Schiff hatte Kriegsmaterial für die Sowjetunion an Bord und sank augenblicklich. Angriffe auf italienischen Geleitzug gescheitert * Rom. 4. Aug. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: In Aegypten beiderseitige lebhafte Artillerietätigkeit. Auch die beiderseitigen Luftstreitkräfte waren sehr tätig. Die italienische und deutsche Luftwafse bekämpften mit sichtlichen Ergebnissen Truppen= und Fahrzeugzusammenziehungen im seindlichen Hinterland. Die Luftadwehrbatterien der„Division Treuto“ vernichteten zwei britische Flugzeuge durch Volltreffer. Luftverbände der Achse bombardierten den Flugplatz von Halfar. Im Luftkampf wurden zwei Spitfire von deutschen Jägern abgeschossen. Wiederholte Luftangriffe gegen einen unserer im Mittelmeer auf Fahrt befindlichen Geleitzug scheiterten vollkommen durch das geschickte Manöverieren der Schisse und durch das wirksame Eingreifen des Geleits. Der Orden des„Römischen Adlers“ Drahtbericht unseres Mitarbeiters za Rom, 4. Aug. Im Palazzo Chigi ist zum ersten Male der Rat des neuen Ordens„Römi scher Adler“ unter dem Vorsitz des Außenministers Graf Ciano zusammengetreten. Der Römische Adler wird nur an Ausländer verlieben, die sich besondere Verdienste um den Faszismus erworben haben. Schneller japanischer Vormarsch ∆ Tokio, 4. August. In Giebbsialing und Feugling stürmten japanische Truppen etwa 270 Kilometer südlich Hangehow in der Provinz Chekiang am 30. Juli die beiden Orte Pehchiehchen und Sinlusan. In südwärts gerichteten Operationeu erreichten japanische Truppen in schnellem Vormarsch die Hochebene 20 km südlich Pehchiehchen. Japanische Luftangriffe auf chinestsche ∆ Kanton, 4. August. Nach Berichten aus Tschungking haben japanische Luftstreitkräfte in den vergangenen Tagen eine große Tätigkeit bis vor Fukien. Tschekiang und der Provinz Hunan entfaltet. Der Bericht meldet, da ßam 31. Juli japanische Bomber Tschangaon, einen strategischen Punkt am Nordufer des Min=Flusses in der Provinz Fukien angriffen und Bomben auf militärische Objekte warfen. Am 1. August unteriahmen die gleichen Flugzeuge einen erneuten Angriff auf Tschangmen. Am gleichen Tage griff eine andere Einheit japanischer Flugzeuge Lungtschuan in der Provinz Süd=Tschekiang an. In der Nacht zum 2. August bombardierten japanische Bomber militärische Objekte in Lungling, einer wichtigen Stadt am Siana=Fluß im Süden der Provinz Hunan. Züdischer Riesenschwindel in London □ Lissabon, 4. Aug. Nachdem erst kürzlich mehrmals über die ausgedehnte Betätigung der Juden am schwarzen Markt in England berichtet wurde, erfahren wir jetzt, daß in London drei Warenhauskonzerne Geldstrafen in Höhe von 207201 Pfund Sterling(etwa 1,5 Millionen Mark) erhielten, weil riesige Schwindeleten und Vergehen gegen die Preis= und Verkaufsvorschriften aufgedeckt wurden. Hinter den neutralen Namen der drei Gesellschaften: Houndsdutsch Warchouse Company, Burstius Ltd. und S. Brown und Co. verbergen sich die Namen folgender Direktoren, die bereits alles sagen: Philips Halvers, Isidor Burnstein, Barnet Bermann, Nathaniel Burnstein und Abraham Burnstein. Bezeichnend ist, daß der Richter bei der Strafbemessung äußerste Milde walten ließ und daß er nach seinen eigenen Worten— eigentlich das Höchstmaß in Höhe von mehreren Millionen Pfund hätte anwenden sollen. Blutrünstig— aber vielleicht wahr! Vision eines USA Korrespondenten ,D keibende Leichen unter bleichem di Lissabon, 4. Aug.(Eigene Meldung.)„Diejenigen, die am lautesten nach einer sofortigen Errichtung der zweiten Kront in Frankreich rufen, müssen sich einen Augenblick lang die Kosten an Aufrüstung und Menschenleben für die Errichtung einer solchen Front vorstellen. Sie müssen sich die Wasser des Kanals von Blut rot gefärbt ausmalen und die Tausende von Leichen britischer und amerikanischer Soldaten, die darin unter einem bleichen Mond treiben. Wenn dem Redefluß der Befürworter der zweiten Front gefolgt worden ist, ist kein anderes Ergebnis möglich.“ So schreibt der Korrespondent Quentin Reynolds in der New Yorker Zeitschrift„Colliers" und erzählt seinen Lesern, die Beobachter der britischen Lustwaffe hätten die deutschen Vereidigungsstellungen an der französischen Atlantikküste gesehen und seien sehr nachdenklich gewesen, als sie über die deutsche Bodenverteidigung und über die ausgezeichneten deutschen Flaksperren diskutiert hätten. Eine neue Lösung: Der Weltkriegsrat di Stockholm, 4. August.(Eigene Meldung.) Endlich durfte auch in der alliierten Debatte über die Kriegführung Neuseeland zu Worte kommen. Nachdem in London jeder der vielen Politiker und Militärs mindestens einen Plan vorgelegt hat, der zu einem sicheren Sieg der Alliterten führen dürfte, ist jetzt der Gesandte Neuseelands in Washington, Walter Nash, mit einer allerdings nicht ganz neuen Idee aufgetreten. Walter Nash, der zur Zeit an der Londoner Besprechung teilnimmt, schlägt die Bildung eines „Weltkriegsrates“ vor, in dem je ein Mitglied der wichtigsten alliierten Staaten, also England, der „Hllinellin!“ USA, der Sowjetunion und Tschungking=Chinas vertreten sein soll. Dieser Weltkriegsrat soll die gesamte alliierte Kriegführung in sich vereinigen und sie somit vereinfachen. Der neuseeländische Gesandte hat diesen Plan sicher nicht ohne Absicht gerade in dem Augenblick vorgetragen, in welchem Roosevelt erneut seinen alten Wunsch durchzudrükken versucht, die alltierte Kriegführung in die Hand eines amerikanischen Generals legen zu lassen— eine Vorstellung, mit denen sich die Engländer aus Prestigegründen immer noch nicht abfinden wollen. Wie alle anderen verband Nash seinen Kriegsplan ebenfalls mit einem Friedensplan, in der er einen„Wiederaufbaurat“ für die Nachkriegszeit vorschlug, mit den gleichen Mitgliedern und ebenfalls mit dem Hinweis auf die damit mögliche„Vereinfachung der Probleme“ im Sinne der in dem Rat vereinigten Staaten. Portugals Reis und Kautschuk Drahtbericht unseres Mitarbeiters U Geuf, 4. Aug. Die portugiesischen Behörden machen weitestgehende Anstrengungen, um den Ausfall der Kautschuk= und Reis=Importe aus Malaya und Niederländisch=Indien wettzumachen. Hierzu wird aus Mozambique gemeldet, daß in Portugiesisch=Ostafrika große Reisplantagen angelegt werden sollen, um die Versorgung der großen Kolonie mit diesem wichtigen Nahrungsmittel zu sichern. Weiter soll die Kautschuk=Produktion in der nördlichen Provinz Niassa(Aufbaugebiet Portugiesisch=Ostafrika) eine besondere Beachtung erfahren. Pläne für große Anlagen sind bereits ausgearbeitet worden und sollen jetzt durch Unterstützung der vortugiesischen Behörden zur Verwendung gelangen. Was der UsA-Bürger nicht wissen darf... Das Zbeal der offenen Verträge und einige andere gehen flöten Telegramm unseres ständigen Korrespondenten kb Lissabon, 4. Aug. Obwohl das USA= Marine=Ministerium bisher nur die Schiffsverluste zugab, die es auf Grund vieler Augenzeugen nicht verschweigen konnte, sind die Wirkungen solcher depremierender Nachrichten auf die öffentliche Moral außerordentlich stark. Deshalb hat der USA=Zensor Byron Price neue Vorschriften über die Behandlung dieser Meldungen in der Presse erlassen. Grundsätzlich darf in den USA=Zeitungen nach einer Information der Zeitschrist„Lime“, über Schiffsbewegungen und Versenkungen nichts mehr berichtet werden. Dieses Verbot erstreckt sich auch auf neutrale Schiffe. Nur Nachrichten, die von den zuständigen Marinestellen ausgegeben werden, dürfen gebracht werden. Die Zeitschrift erklärt zu dieser Anweisung: Das USAVolk würde nunmehr über den Stand der Schlacht im Atlantik nicht mehr unterrichtet. Auch einige andere Zensuranweisungen sind von einem gewissen Interesse; so ist das ganze Kapitel der Sabotage für Tabu erklärt worden. Damit wird nach der„Time“ der falsche Eindruck erweckt, als ob es in diesem Kriege keine Sabotageakte gäbe. Gerüchte sollen die Zeitungen ebenfalls nicht weiter verbreiten; mit Recht sagt die„Time“: Wenn die Regierung mehr wahre Nachrichten zuließe, würden Gerüchte überhaupt nicht entstehen. Besonders scharf aber wendet sich die Zeitschrift gegen die Warnung des Zensors, an die Presse verfrühte Enthüllungen über diplomatische Verhandlungen zu machen. Die Wirkung dieser Art von Verboten, so sagt sie, überschreite bei weitem das Gebiet der reinen militärischen Zensur und entwickele sie zu einer ausgesprochenen politischen. Damit sei die Regierung praktisch in der Lage, politische Abkommen hinter dem Rücken des Volkes zu schließen, wie es Roosevelt mit Molotow bereits getan habe. Eine Admiral Dönitz: Der Versenkungskrieg „Mehr Schiffsraum vernichten, als unsere Feinde zusammen nachbauen können“ □ Berlin, 4. Aug. Admiral Dönitz, der Befehlshaber der U=Boote, hat dem Kriegsberichter Gerbart Weise einige Fragen beantwortet über den Kampf der deutschen U=Boote gegen den feindlichen Schiffsraum. Der Admiral stellt in seinen Antworten zunächst fest, daß sich die englische Kriegführung entsprechend dem altmodischen Staatsgefüge auch militärisch auf alten und unrevolutionären Bahnen bewege. Eckpfeiler der englischen Abwehr sei das Geleitzug=System geblieben. Wir seien selbstverständlich nicht untätig gewesen, um durch unsere Ausbildung, unsere Ueberlegungen und technischen Entwicklungen dieses System wirkungslos zu machen. Der Admiral erwähnte in diesem Zusammenhaug das Schlagwort„Rudeltaktik“. Admiral Dönitz widerlegte die These der Feindmächte, daß es sich bei der Verlagerung der wichtigsten Kampfzonen um eine Art„Flucht" der deutschen U=Boote in leere, weite Räume handele. „Wir haben verschiedene bisherige Schauplätze unserer Wirksamkeit verlassen, um den Stier an anderen Stellen bei den Hörnern zu packen.“ Im Mittelmeer sei dadurch der Kampf zwischen der Nord=Süd=Verbindung und der Ost=West=Verbindung zugunsten der Nord=Süd=Richtung entschieden worden. Die Verlegung des Versenkungsgebietes unter die amerikanische Küste sei vorgenommen worden, um den Gegner durch rasche, harte Schläge empfindlich zu treffen.„Ich freue mich,“ so äußerte sich der Admiral weiter,„daß unsere Gegner sich anscheinend in dem Glauben befunden haben, unsere U-Boote könnten nicht bis zur amerikanischen Küste vorstoßen. Bereits im Frieden habe ich mich oft darüber amüsiert, daß man unserer 500=Tonnen=Boote als„Küstenboote“ bezeichnete. Wir haben es fertiggebracht, unsere Boote so zu bauen, daß im Verhältnis zu ihrer Größe aller verfügbare Raum nur für die Verwendung von Kampfkraft ausgenutzt wurde.“ Die Kampfkraft der Boote sei im Vergleich mit ihrer Größe in einem früher für unmöglich gehaltenen Maß verstärkt worden. Der Admiral betonte, daß der Kampf in den amerikanischen Gewässern durchaus keine einfache Sache sei. Ueber das Verhältnis zwischen U=Boot und Flugzeug sagte er, keines dieser Kampfmittel könne das andere bis zur Vernichtung bekämpfen, das Flugzeug könne das U=Boot stören, aber nie ausschalten. Das gemeinsame Overieren deutscher UBoote und Flugzeuge bezeichnete er als außerordentlich glücklich.„Man kann das ungleiche Gespann U=Boot— Flugzeug sehr wohl und sehr erfolgreich koppeln, und die Erfolge werden immer größer sein als die Bedrohung des U=Bootes durch feindliche Flugzeuge. Das hat die deutsche Wehrmacht bewiesen.“ Nachdem Admiral Dönitz sich ironisch geäußert hatte über die Sprengstoffvergeudung der Engländer, wenn sie ihre Bomben auf die betongeschützten Liegestätten der U=Boote an der Küste werfen, bezeichnete er als das strategische Ziel des U. Boot=Krieges: Mehr feindlichen Schiffsraum zu vernichten, als alle unsere Feinde zusammen nachbauen können. Es werde dann der Tag kommen, an dem unsere Gegner nicht mehr die Freiheit über ihre strategischen Entschlüsse besitzen. solche Methode aber zerstöre das amerikanische Ideal der offenen Verträge, die vor dem ganzen Volke eingegangen und von diesem gebilligt werden. Judenknecht Smuts bricht eine Lanze □ Berlin, 4. Aug. Der südamerikanische Ministerpräsident Smuts richtete, wie einer Reutermeldung zu entnehmen ist, an den Kongreß der südafrikanischen jüdischen Abgeordneten eine Botschaft, in der er sich mit phrasenhaften Worten für die„Wiederherstellung der Freiheit und Gleichheit der Juden“ nach dem Kriege einsetzte. Der Antisemitismus,“ so sagte Smuts dann wörtlich, „ist ein Krebsgeschwür am Herzen des Christentums, das ausgemerzt werden muß. Die Juden sind die ersten Opfer dieses brutalen und barbarischen Regimes gewesen, das so viele der teuer gewordenen Grundsätze der westlichen Zivilisation mit Füßen getreten hat.“ Daß Smuts sich ebenso wie Roosevelt und Churchill als Verfechter einer sogenannten„westlichen Zivilisation“ bezeichnet und sich zugleich für die Belange des Judentums einsetzt, ist an sich nichts Neues; bemerkenswert ist dabei nur das Ausmaß der Abhängigkeit dieser Kriegshetzer vom Juden tum überhaupt. Sie sind in Wahrheit lediglich die Ausführenden der Pläne und Befehle des Weltjudentums, das in seinem grenzenlosen Haß das neue Deutschland, das seine Absichten durchschaut und sein volksschädigendes Parasitentum erkannt hat, vernichten möchte. Englische Schmugolerorganisation in Spanien + Madrid, 4. Aug. Während die Engländer einerseits keine Mittel unversucht lassen, um den spanischen Außenhandel, vor allem mit neutralen Staaten wie Argentinien zu stören, haben sie auderseits eine Organisation aufgebaut, deren einziger Zweck Sabotage an der wiedererstarkenden spanischen Wirtschaft von innen ist. Vor allem suchen die Engländer die spanischen Staatsmonopole zu unterhöhlen, und sich in den Besitz von Produkten zu bringen, deren Verkauf von der spanischen Regierung besonders überwacht wird. So gelang der spanischen Polizei jetzt die Aufdeckung eines weitverzweigten Ringes von Schmugglern, der über die vortugiesische Grenze und einige spanische Häfen Wolfram=Metall an englische Empfänger verschob. In Nova bei La Coruna wurde ein Schmuggellager entdeckt, wo nicht weniger als 4 200 Kilogramm Wolfram versandsertig in Säcken zu 40 Kilogramm aufgestapelt waren und auf ihre Verschiebung nach Großbritannien warteten. Auch Gold und Silber ist von dieser englischen Schmuggler= und Schieberorganisation in steigendem Maße angekauft und auf raffinierte Weise ins Ausland gebracht worden. Indizien deuten darauf hin, daß die Wirtschaftsabteilung der britischen Botschaft in Madrid diese ungesetzlichen Ankäufe finanziert. Neues in Kürze Berlin. Am 30. Juli 1942 starb in Berlin Generalmajor Hans=Joachim Haupt. Ritter des Ordens vour le mérite aus dem Weltkriea. Berlin. Reichsjugendführer Armann empfing den Leiter des vortugiesischen Instituts für Leibesübungen und Jugendführer Quintino de Costa und eine Abordnung junger Portugiesen und Portugiesinnen. Tokio. Japanische Truppen haben an der Tschekiang=Front die Stadt Hsinkuwan eingenommen. Berlin. Am 4. August feiert der General der Pioniere und Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres. General der Pioniere Alfred Jacob sein vierzigjähriges Militärjubiläum. Buenos Aires. Wie aus San Salvador berichtet wird, ist der dortige Außenminister Miquel Aruajo gestorben. „Bitte nach Ihnen, Mister Churchill!" „Aber bitte nach Ihnen, Mister Roosevelt!“ Zeichnung: K. Stoye]„Bilder und Studien“ Das tägliche Brot in der Türkei ldt Istanbul. Anfana August. Von unserem eigenen Mitarbeiter Die neue türkische Regierung hat zwei wichtige Entscheidungen getroffen, nämlich den Ankaufspreis des jetzt in Anatolien geernteten bezw. noch einzubringenden Getreides um fünfzia Prozent zu erböhen und den bisberigen Getreideablieferungszwang in einen nur noch teilweisen abzumildern. Diese neue Maßnahme wurde von der Oeffentlichkeit mit Beifall ausgenommen, nur wenige Zweifler befürchten von der Preiserhöhung für Getreide eine Preisschraube ohne Ende auch für andere Waren. Der Preis des Brotes stieg bereits um ebenfalls fünfzig Prozent. Bei den anderen Waren wäre ein Mitgehen insofern unberechtigt, als der Getreidepreis künstlich stabil gehalten wurde, während alle andern Güter seit Kriegsausbruch um durchschnittlich das Dreifache gestiegen sind. Luftalarm in Los Angeles di Lissabon, 4. August.(Eigene Meldung.) Das Filmparadies Los Angeles und Hollywood erlebte in der Nacht zum Sonntag einen gründlichen Schock, als plötzlich die Alarmsirenen losgingen. Wie die dortigen Militärdienststellen mitteilen, wurde der Alarm durch Flugzeuge„unbekannter Nationalität“ ausgelöst, die sich von der kalifornischen Küste von der See her genähert hätten. Auch der Rundfunksender von Los Angeles stellte sofort seine Sendungen ein. Schulungstagung der DAF □ Berlin, 4. August. Im Anschluß an die Schulungstagung der Deutschen Arbeitsfront in der Reichsschule Berlin=Wannsee solate unter Leitung des Reichsorganisationsleiters Dr. Len eine mehrtägige Arbeitsbesprechung der Gauschulungsleiter der NSDAP und der Reichsschulungsbeauftragten der angeschlossenen Verbände. Am ersten Tage sprachen die Reichsleiter Dr. Len und Rosenberg zu grundlegenden volitischen Fragen unserer Zeit. Arbeitstagung NS=Reichskriegerbundes □ Straßburg, 4. August. Der Welt größter Bund der Soldaten, der NS=Reichskriegerbund, führte in Straßburg zum ersten Mal eine Arbeitstagung durch, zu der neben leitenden Persönlichkeiten der Reichskriegerführung die Provagandaund Presseobmänner sämtlicher Gaue des Großdeutschen Reiches erschienen waren. Eingeleitet wurde die Arbeitstagung nach einem Kameradschaftsabend am Sonnabend und nach einem Vorbeimarsch der Straßburger Kriegerkameradschaften am Sonntagvormittag auf dem Adolf=Hitler=Platz mit einer Veranstaltung im Festsaal des Rathauses. Der Gaukriegerführer. Generalmator Gröneveld. konnte dabei neben Vertretern der Partei und Wehrmacht, des Staates und der Stadt auch Mitglieder des Fascio begrüßen. Der Stabsführer des Reichskriegerbundes, H=Oberführer Freiherr von der Goltz übermittelte der Dagung die Grüße des Reichskriegerführers. Nach weiteren Grußworten sprach Reichsamtsleiter Krämer von der Reichsprovagandaleitung historische Entwicklung und betonte, daß im NS=Reichskriegerbund heute ein volitisches Soldatentum organisiert sei.— Die Tagungen am Sonntagnachmittag und am Montag waren der Behandlung interner Fragen gewidmet. Niederländische für die Ukraine Unter den 85 Mann, die der für Charkow bestimmte Transport zadlt, befino. sich Architekten, Ingenieure, ElektrotechniWir hören im Ründeunte: Iienstag. Nichsprogramm: Helmut Zernick und Conrad Hanen spielen Kammermusik von Brahms und Mozart von 1)—11.30 5r.„„ gart mit seinen Orchestern wartet mit bunter Musik Beethopens„Fidelie“ und Weders„Freiund Wagner von 16—17 Uhr. Der Moder Hitler=Jugend dietet alte Volksweisen und KammerSäte nan 201, 20 4 Uh.„Franz Lehar und Max Schön. #er jenen sich mit Adele Ker., Liesl Andergast, Dermota u. a. ür klassische Operettenmusik u. a. von 21—22 Uhr ein. Musik „### Udt.„ Deutschlandsender: Konzertmusik des 19. Jahrhunderts von 17,15—18,30 Uhr. Lilli Claus, Nee M ig. 31“ Uhe Tneme, Prs Buao Schrader widenen sio von Operettenmusik von Nieo Dostal unter De Seuge ibe„Kreus. Duc. en gi. iu duer SStunde. lr. 94c Des Stiels uns weiche ich das Biest!“. Aufatmend, im Triumph entsaltet Vater seine Zeitung, die er gerade zur Waffe gegen eine Mücke benutzt hat. Aber er wird nicht lange Ruhe haben. Schon „warmen unzäblige der kleinen, leicht beweglichen Tiere heran, und überfallen ihn aufs Neue. sater, schaut neidisch zu seinem Sohn, der sich in de dige Tabakswolke„eingenebelt" und„getarnt“ hat. Aber er vertreibt nicht nur die Mücken damit, auch die übrigen Familienmitglieder flüchten aus seiner Näbe. Die winzigen Wesen können einem viel zu schaffen machen. Wie mancher beneidet die Kuh. die mit ihrem bequasteten Schwanz sich alle Quälgeister vom Leibe hält. Man ist manchmal geneigt zu glauben, daß die Mücken einen besonderen Sinn dafür hätten, sich gerade an die Stellen des Körpers zu setzen. an denen man sich am wenigsten kratzen kann. Einen Freund überraschte ich neulich bei einer merkwürdigen Beschäftigung. Er stand mit dem Rücken gegen einen Türvfosten gelehnt und scheuerte sich daran. Auf meine Frage erklärte er, daß es die einzige Möglichkeit sei, sich an der Stelle zu kratzen, an der ihn ein vaar Mücken gestochen hätten. Ein andermal beobachtete ich auf einer Bank im Park ein Pärchen, das sich ausdauernd küßte. Auf einmal fuhr der junge Mann auf. als habe ihn eine Tarantel gestochen. Es war aber nur eine Mücke gewesen, denn ich sah ihn nun ebenso ausdauernd sein Schienbein scheuern. Während ihn das Mädchen noch auslachte, griff sie vlötzlich an ihre Wade, und nun hatten beide wieder die gleiche Beschäftigung. Einen kenne ich, der die Mücken haßt, wie nichts anderes auf der Welt. Das ist mein Hund. Liegt er faul blinzelnd in der Sonne. so belästigen ihn die vegsamen Tiere. Sie setzen sich ihm auf die Schnauze, an die Augen, und, was für ihn das Schlimmste ist, auf die Ohren. Das ist seine kitzlichste Stelle und er kann sich nur durch fortwährendes Obrenwackeln von den Plageaeistern befreien. Genüat das noch nicht, dann schnappt er mit weit geöffneter Schnauze nach besonders vorwitzigen Mücken. Aber es ist ihm bei der Mückenjagd genau so selten ein Erfola beschieden wie den Menschen. Heilpflanzen, die wir im August sammeln An jeder Schule im Gau Westfalen=Süd leisten Lehrkräfte auch in den Ferien Krieaseinsatz mit der Heilpflanzensammlung. Planvoll und regelmäßig wird die gesamte Jugend bei der Sammlung. Trocknung und dem Versand eingesetzt. Jeder Taa wird ausgenutzt, um die Heilkraft der Natur für die Wehrmacht und für die Bevölkerung als Drogen in größten Mengen zu erfassen. Der Gauanteil Westfalen=Süd am Reichsauftrag erfordert folgende Arten und Mengen: 1. Brombeerblätter 30000 kg. 2. Erdbeerblätter. Garten und Wald gerennt halten. 10000 ka: 3. Finaerhutblätter 20000 ka; 4. Haselnußblätter 5000 ka: 5. Himbeerblätter 15000 kg; 6. Lindenblätter 5000 kg; 7. Schafgarbenblüten in Dolden 3000 ka: 8. Schafgarbenkraut 6000 ka. Von diesen Hauptarten liefern alle Jugendlichen im schulpflichtigen Alter in den Ferien wöchentlich wenigstens 1 Kilo ab.— Außerdem ist aus einem besonderen Grunde die Kamillensammlung ganz besonders zu fördern. Was bei Bombenabwürfen zu beachten ist Ueber dieses zeitgemäße Thema sprach Sonnabend im Führerappell der NSDAP im Hotel Schmitz ein Polizeioffizier anhand von Anschauungsmaterial. Der Redner behandelte Zusammensetzung, Wirkung und Behandlung der feindlichen Abwurfmittel. Für die Bevölkerung von Bedeutung ist die immer wieder gestellte Forderung. äußerste Vorsicht an der Fundstelle zu beobachten und jede Beobachtung und Feststellung über feindliche Abwurfmittel der nächsten Polizeistelle zu melden. Die seitens des Publikums immer wieder geübt Neugierde hat schon manchen Unfall, ja sogar Todesfälle herbeigeführt. Für den Einsatz des Führerkorps vermittelte dieser Vortrag aufschlußreiche Kenntnisse. Eisernes Kreuz Der Schütze Karl Thiele aus Herne erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.— Die gleiche Auszeichnung erhielt der Oberschütze Wilhelm Östermann aus Herne. Bekommt Herne eine Fern-Stadtheizung? Problem, wichtig für den ganzen rheinisch= westsätischen Industriebezirk Unsere Leser werden sich gewiß fragen. was man von der Ueberschrift halten soll. Von einer Ferngasleitung hat man gehört, auch von einer Fernversorgung mit elektrischer Kraft und Licht. Aber Pärme. Man möge aber den nachfolgenden Artikel aufmerksam durchlesen und man wird am Schlusse finden, daß bei der Einführung der Stadtheizung mit einem Schlage die Kohlenfrage im Winter gelöst wäre. Es würden Kohlen gespart, der Brand würde billiger und die Hausfrau sparte Zeit und Arbeit mit der Wohnungsreinigung, denn der Kohlenofen bringt viel Schmutz. Lassen wir dem Verfasser des Artikels das Wort: „Während heute fast jede Wohnung an ein zentrales Licht= und Wassernetz angeschlossen ist, so daß man den Schalter nur knivsen oder den Hahn nur aufdrehen muß, wird die Wärme meist noch in jedem Zimmer selbst erzeugt. Nur für die Kochwärme hat sich die zentrale Gas= und Elektrizitätsbelieferung weitgehend durchgesetzt. Welche Belastung aber das Heizen der Oefen mit sich bringt, davon weiß jede Hausfrau ihr Lied zu singen. Was für eine große Entlastung die Zentral heizung für ein Haus oder einen Häuserblock aber bedeutet, ist bekannt. Doch diese Zentralheizung ist noch keine Energieersparnis, sie frißt mehr oder minder ebensoviel Kohlen wie die Zimmerheizung. Je mehr aber die Kohle zum wertvollen Rohstoff neuer Industrien geworden ist, desto mehr ist eine sparsame Berwendung geboten. Die Möglichkeit einer rationellen Ausnutzung bei der Heizung ist aber, wie wir dem„Technischen Gemeindeblatt“ entnehmen, in verhältnismäßig großem Umfange gegeben. Die Elektrizitätswerke arbeiten mit Hochdruckturbinen. und wenn der Dampf seine Schuldigkeit in der Elektrizitätserzeugung getan hat, ist er noch längst nicht verbraucht. Der Abdampf enthält noch genügend Wärmemengen, die dienstbar gemacht werden könHeute wird von 21.14—5.57 Uhr verdunkel!! nen. Auf diese Tatsache baut der Gedanke einer zentralen Fern= oder Stadtbeizung auf. Mit nur geringen Verlusten von wenigen Wärmegraden können bei den heutigen Isoliermethoden die Abdämpfe auch durch kilometerlange Rohrleitungen in die Häuser geleitet werden. Die Elektrizitätswerke werden dadurch zu Heizwerken ganzer Stadtviertel. Seit 1939 ist dabei eine außerordentliche Aufwärtsentwicklung festzustellen, die nur durch den Krieg unterbrochen worden ist. Die tadt des Volkswagens kennt kaum noch Oefen. ie Wohnungen werden vom Elektrizitätswerk nicht elektrisch, sondern durch Dampf beheizt. Bei der Neugestaltung Berlins ist eine Fernheizung für die Versorgung der Häuser in der Nord=SüdAchse vorgesehen. Bei dem planmäßigen Aufbau neuer Industriesiedlungen gewinnt der Gedanke der„elektrischen“ Stadtheizung ebenfalls an Boden.“ Freiwillige für die Waffen=SS Die Untersuchung der Freiwilligen für die Waffen= findet am 10. August, 8 Uhr. im Hotel Schmitz, Bahnhofstraße 120, statt. 85 Jahre Aktiengesellschaft Shamrock im Ferner Stadtwappen ist der Rame(Rleeblatt) verewig! Die Errichtung der Zeche Shamrock 1/2 in Herne fällt in die Zeit, in welcher der rheinisch=westfälische Bergbau seinen Schwerpunkt von der mittleren Ruhr nach der Emscherniederung verlegte und damit die spätere aufstrebende Entwicklung dieses Gebietes anbahnte. Im Jahre 1857, mithin vor 85 Jahren, wurden die Grubenfelder Markania 1 und 2, Bochum 1 und Barbara unter dem Namen„Shamrock“ zusammengelegt. Der eigentliche Gründer war der Ire W. Th. Mulvany. Dieser ist nicht nur der Gründer von„Shamrock“ sondern auch der Gewerkschaft„Hibernia“ in Gelsenkirchen. Seiner Anhänglichkeit an seine alte Heimat Irland gab Mulvany dadurch Ausdruck, daß er der einen Gewerkschaft den Namen„Hibernia“, d. i. Irland, der anderen den Namen„Shamrock", d. i. Kleeblatt, als Wahrzeichen von Irland gab. Beide Gewerkschaften wurden im Jahre 1873 unter dem der Firma„Hibernia und Shamrock Bergwerksgesellschaft" zu einer Aktienaesellschaft vereinigt. Die Kohlen im Felde Shamrock wurden durch Wilhelm Endemann in Bochum erbohrt. Die Abteufung des ersten Schachtes erfolgte im Jahre 1857. Ende Dezember 1857 war er 62 Meter tief und am 20. Juni 1859 272 Meter. Das Steinkohlengebirge wurde bei einer Teufe von 144 Metern erreicht. Beim Abteufen wurde wenig Wasser angetroffen, so daß zur Bewältigung des vorhandenen Wassers Pumpen nicht erforderlich waren. Es wurden bei einer Teufe von 30 Lachtern zwei Kohlenflöze angetroffen. Mit dem Abteufen des Schachtes 2 hatte man im März 186=, mithin vor 80 Jahren begonnen. In einer Tiefe von 156 Metern wurde das Steinkohlengebirge erreicht. Die Kohlenförderung hatte auf der Zeche „Shamrock“ im Jahre 1860 begonnen bei einer durchschnittlichen Belegschaft von 210 Arbeitern. In diesem Jahre förderte man 21 428 Tonnen Kohlen, 1865 172 269 To., und bei der Gründung der Aktiengesellschaft 1873 100 030 To., bei einer Belegschaft von 952 Arbeitern. In der Zeit von 1875 bis 1899 gelang es, trotz des Niederganges des Bergbaues zu Ende der 70er Jahre das Unternehmen zu halten und auszubauen. Bedeutend für die Fortentwicklung der Aktiengesellschaft wurde die Auffindung der mächtigen Flöze„Sonnenschein" und„Dickebank" im nördlichen Felde der Zeche Shamrock. Gleichzeitig wurde die Angliederung der Grubenfelder„Nosthausen" und „Neuborbeck“, sowie das Feldstück„Agathe“ vollzogen, welcher Vorgang sich weiter bedeutend für „Shamrock“ ausgewirkt hat. Nosthausen und Neuborbeck erhielten die Bezeichnung„Shamrock, Schacht 3/4". Die Schachtanlage„Shamrock 1/2“ hat neben der Zeche Hibernia den Grundstock zu der Bergwerksgesellschaft Hibernia gebildet. Während die Zeche Hibernia infolge der Krise im rheinisch=westfälischen Kohlenbergbau im Jahre 1925 zur Stillegung gelangte, bildete die Zeche Shamrock 1/2 noch immer den Kern der Gesellschaft. Im Jahre 1926 betrug die Kohlenförderung 1013 660 Tonnen, die Kokserzeugung 219 978 Tonnen. An Nebenprodukten wurden im Jahre 1926 hergestellt: 5983 Tonnen Steinkohlenteer. 2665 Tonnen Ammoniak und 1733 Tonnen Rohbenzol. Die Belegschaft belief sich im Jahre 1926 auf 2989 Mann. Das Kleeblatt führt die Stadt Herne im Stadtwappen. Mulvany war auch auf anderen Gebieten führend tätig. Wir erinnern nur an den Castroper Rennplatz, dessen erster Förderer Mulvany war. Ihm hatte Castrop es zu verdanken, daß die Bahn in ganz Deutschland in hohem Ansehen stand und den Ruf genoß. die schwerste Hindernisbahn Deutschlands zu sein. Glänzende Rennen sind hier gelaufen worden bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges. pk Jubilare der Arbeit Auf den Shamrockschächten der Berawerksgesellschaft Hibernia feiern im Monat August der Maschinist Heinrich Uerlich und der Revaraturhauer Friedrich Sunderwerth ihr 40jähriges Arbeitsjubiläum, während Schlosser Karl Heller, Hauer Wilhelm Ziolka, Bürogehilfe Robert Luxas. Hauer Wilhelm Nagel. Zimmerhauer Wilhelm Schott, Wäschearbeiter Otto Fischer, Maschinist Wilhelm Stachowiak. Hauer Johann Tilly, Elektrikter Wilhelm Bäumker und Markenmeister Alfons Korst auf eine ununterbrochene 25jährige Arbeitszeit zurückblicken. Sauleiter Giesler besucht Westfalenkinder Im Rahmen der Besichtigungen und Besprechungen in den Kreisen Ingolstadt und Pfaffenhofen des Traditionsgaues München=Oberbauern stattete Gauleiter Paul Giesler auf dem Kinderlandverschickungslager Tegernbach einen Besuch ab. In dem landschaftlich schön gelegenen. nach dem auf dem Felde der Ehre gefallenen Stellv. Gauleiter Otto Nipvold benannten Heim sind seit etwa zwei Monaten 40 Mädel aus dem Gau Westfalen=Süd untergebracht. Schon das gute Aussehen der KinMahnung Tropfen werden Pluten. Fäden werden Kleid, Plüchtiger Minuten Reih ist aue unere Zeit. Jahre sind wie Stunden In des Volkes Sein. Dennoch— die Sekunden Einzelner, sind immer dein! So, wie wir es halten Jeden Augenblick, Winzig wir gestalten Ein gewaltiges Oeschick. Volks bist du ein Tellchen, Darum sei bereit: Auch an deinem Wellchen Bebt das Schicksal unserer Zeit. Halt nichts für geringe. Bleib nicht seufzend ruhn: Denn auch große Dinge Lassen sich im kleinen tun. Wilhelm Pleyer. Iimmmmmmmmm der und ihre fröhliche Laune verrät, wie vorzüglich ihnen der Aufenthalt in Tegernbach bekommt. Bei einzelnen ist eine Gewichtszunahme bis zu 15 Pfund festzustellen.— Gauleiter Paul Giesler weilte eine Zeit unter den Mädeln. die mit sichtlichem Stolz und großer Freude„ihren“ Gauleiter begrüßten. Er sprach mit ihnen von ihrer Heimat und war besonders erfreut über die mustergültige Ordnung im Lager und über die ihm zu Ehren gesungenen Heimatlieder. Glückwünsche zur Goldenen Hochzeit Aus Anlaß ihrer Goldenen Hochzeit am 5. August läßt der Polizeipräsident in Bochum den Eheleuten Wilhelm Rügge und Sophie geb. Nieland, Baarestraße 58, durch einen Vertreter die Glückwünsche der Preußischen Staatsregierung übermitteln. Arbeitsunfälle Der Schlosser P. R. aus dem südlichen Stadtteil erlitt in einem hiesigen Werk eine Unterschenkelverletzung und Bluterguß und wurde in das Krankenhaus gebracht.— Mit einem Knöchelbruch mußte der Fabrikarbeiter F. B. aus dem Stadtteil Sodingen in das Evangelische Krankenhaus gebracht werden. Er wurde von einer Eisenschiene getroffen. Fahrrad=Unfall Der einarmige Invalide P. S. aus Gerthe stürzte am Giesenberg mit seinem Fahrrad so unglücklich, daß er eine Gehirnerschütterung und Gesichtsverletzung erlitt. den Kriegerkameradschaften Kriegerkameradschaft ehem. 172/616 er Sonntag fand der Kameradschaftsavvell der Infanteristen und Kraftfahrer im Heim Korte=Düppe statt. Als Gäste konnten Kameraden der Ortsgruppe Gelsenkirchen, des 15. AK. und Fronturlauber begrüßt werden. Nach der Gefallenenehrung sprach Kameradschaftsführer Korte über Kameradschaftspflege und überreichte dem 15. AK. für Kameradenbetreuung ein Sparkassenbuch mit einem nennenswerten Betrag. Die von ihrem Front=Truppenteil zu Feldwebeln beförderten Kameraden Korte und Born spendeten aus diesem Anlaß einen Betrag für die Verwundetenfürsorge. An dem Von=Velsen=Pokalschießen am Sonntag, 9. August. 16 Uhr. Schießstand Holthausen. nehmen die besten Schützen der Kameradschaft teil. Nachdem alle Appellteilnehmer sich durch eine schmackhafte Erbsensuppe gestärkt hatten, wechselten humoristische Vorträge, Verlosung und Preisschießen in bunter Reihenfolge ab. Die praktischen Gewinne lösten viel Freude aus. Ehem. 16er(Hacketäuer) Die Kriegerkameradschaft der ebemaligen 16er (Hacketäuer) hielt Sonntag im Lokale Pitsch ihren Monatsappell ab. Nach der Bekanntaabe der Parolebestimmungen wurden die Vorarbeiten für das Sonntag auf dem Tellstande in Holthausen stattfindende Von=Velsen=Pokalschießen und für die am 22. und 23. August stattfindende Straßensammlung für das Deutsche Rote Kreuz erledigt. Im belehrenden Teil sprach der Kameradschaftsführer über den 2. August als ersten Mobilmachungstag im Weltkrieg und dessen Auswirkungen.— Aus einem sich anschließenden Preisschießen ging der Kamerad Heinz Schwerina als erster Sieger bervor. Kurdirektor in Vertretung ROMAN VON CHRISTL BROEHL-DELHAES Copyright by Karl Köhler& Co.. Berlin-Schwargendorf 52 Brassen sprang plötzlich auf. und lief ein paarmal aufgeregt durch das Zimmer. „Brigitta liebt mich? Das sagen Sie! Woher wissen Sie das?“ „Sie hat es mir selbst gesaat.“ „Sie hat es Ihnen gesagt? Warum schnitt Sie mir jedes Wort ab, das ich in dieser Sache an sie richten wollte?" Elisabeth erkannte, daß seine Bestürzung echt war, nur wußte sie diese weder nach der einen noch nach der anderen Seite zu deuten. „Sie hat Ihr Gefühl nicht für echt gehalten, entgegnete sie,„und für Svielereien ist sich Bri„Spielereien“ Brassen wieate traurig den Kopf.„Und ich dachte, sie bätte mich nicht ernst genommen! Durfte ich einer Fraue Leben anbieten, wie sie es an meiner Seite führen gezwungen ist? Kaum gibt es da ein festes Heim. Immer Reisen, Gastspiele. Aufenthalte für kurze Zeit und wieder neue Reisen.“ „Eine junge Frau mit Mut und hält das spielend aus“, beruhigte ihn Elisabeth.— „Ja, Betata“, Limnie ür Brassen zu. er blieb plötzlich vor Elisabeth stehen beide Hände bin.„Wie kann ich Ihnen danken, daß Sie zu mir gekommen sind?! Nach meinem Konzert will ich Brigitta fragen, ob sie meine Frau werden will.“ Elisabeth wußte nicht, ob sie so viel erwartet hatte. Das Herz schlug ihr mit einem Male bis in den Hals hinauf. Brigitte würde glücklich werden! Sie hatte sich nicht getäuscht in Erik Brassen! Der Sänger würde sie zu seiner Frau machen. „Bitte. o bitte.“ flüsterte sie,„ich habe es für Bigitte getan. Sie verdient es. ein volles Glück zu erlangen.“ „Sie haben es auch für mich getan!“ Er bestand auf seinen Dank.„Ob. ich bin so glücklich! Wie werde ich singen! So, wie ich noch nie gesungen habe! Oder doch: damals in den Wiesen. Damals trug ich Brigitte auf den Armen. weil das Gras zu naß war für ihre kleinen, dünnen Schuhe.“ Die Achs waren noch nie in Leuchterborn gewesen. Brigitte holte die Eltern an der Bahn ab; zwischen ihnen schritt sie dann selig dahin, rechts die Mutter und links den Vater untergefaßt. Die Mutter hatte sie unbesehen und zärtlich auf beide Wangen geküßt. Der Vater schob sie nur ein wenig von sich ab und sah ihr in die Augen. Hätte er nicht sagen können:„Du siehst gut aus, Mädel, hübsch und so, als wärst du noch gewachsen!?“ Statt dessen sagte er gar nichts. Das gefiel Brigitte nicht. Hätte er wenigstens gemeint:„Bist ein bisserl blaß, Mädchen! Arbeitest du zuviel?!“ Aber nein, er sagte nichts. Oh, Vater war ein Kamerad, der wußte gewiß gleich Bescheid! Aber er fragte nicht. Brigitte hatte dem Direktor versprechen müssen, ihre Eltern zur Kurverwaltung zu bringen. Nun hielt sie Wort. Die beiden Herren begrüßten sich freundschaftlich und so, als hätten sie sich schon immer gekannt. Nach wenigen Sätzen schon waren sie in einer Unterhaltung, in der sie viele gemeinsame Berührungspunkte feststellten. Sie kamen überein, am Spätnachmittag— noch vor Begin des Konzertes— eine gemeinsame Trink= und Plauderstunde im Bräustübl“ des Kurhauses abzuhalten. Frau Ach hatte das Bedürfnis, sich nach der Reise, die sie ein wenig angestrengt hatte, etwas hinzulegen. Doktor Ach jedoch faßte seine Tochter unter und begehrte, den Park zu sehen. Brigitte ahnte, daß der Vater— dieser verständnisvollste Freund— mit ihr allein zu sein wünschte. Sie bangte davor und empfand auch wiederum eine Erleichterung. Vielleicht— wenn die Stunde gnädig war— konnte sie ihm alles erzählen... Ach, sie war in einer Weise sonst ihrem klugen, erfahrenen Vater so ähnlich: im Verschließen. Doktor Ach bewunderte die auffallend schönen Kuranlagen gebührend und so, als sei er wirklich nur ihretwegen in den Park gegangen. Brigitte fühlte sich fast irre werden an ihrer Vermutung. Hatte er doch nichts gemerkt? Entstammten ihre Beobachtungen allein ihrem eigenen belasteten Gewissen? Glaubte sie nur, daß ihr die Bedrückung auf der Stirn geschrieben stehe? Sie begegneten auch einigen Menschen, obwohl um diese Tageszeit die meisten in ihren Zimmern waren oder in den Liegestühlen ruhten. Fast alle grüßten Brigitte, und sie taten es mit einem sehr freundlichen und herzlichen Ausdruck, mit Freude und aue ein wenig mit Dansbarrei.. Doktor Ach sah ohne jede weitere Erklärung, daß seine Tochter hier beliebt war und ganze Arbeit tat. Nun, sie hätte nicht seine Tochter sein müssen... Der Landarzt Ach, der drei Viertel der gesamten Erde bereist und kennengelernt hatte, war nicht eitel und vor allem nicht eingebildet. Aber er wußte von sich selber, daß er ganze Arbeit tat, wo sie zu tun war. Und seine Tochter hatte diese Art geerbt. Im Anschluß an das Grüßen der Vorüberkommenden war eine entsprechende Anknüpfung nicht schwer. Doktor Ach strebte einer Bank zu, die versteckt zwischen blühenden Büschen lag und Sammlung gewährte. „So, mein Töchting“, sagte er,„so, nun setz' dich mal her und berichte von deinem Wirkungskreis. Daß er dir Freude macht, haben wir aus deinen spärlichen, aber ehrlichen Kartengrüßen ersehen. Nun aber erzähle mal etwas Näheres.“ Und als Brigitte nicht sofort antwortete, fügte er hinzu:„Bist ja ein Glücksmädel! Hast in deiner „Jugend solch einen verantwortungsvollen Posten, der größte innere Sicherheit verlangt!“ Und dabei sah er von der Seite her in Brigittes verschlossenes Gesicht mit den schmal gewordenen Wangen. Brigitte antwortete noch immer nicht. Sie sah auf ihre Hände herab, die sie faltete und wieder löste; sie malte mit der Fußspitze kleine, feine Gebilde in den hellen Sand. Endlich brachte sie bernor: „Diese Jugend gerade, Vater, ist gar kein so großer Vorzug, wie du da angibst.“ „Na— höre mal, Mädel! Jugend ist alles! Sie erreicht alles, sie überwindet alles, sie bezwingt alles. Wie hätte ich damals— vor vielen Jahren — die ungeheuren Strapazen, die Abenteuer Zwischenfälle ertragen und aushalten können, wenn ich nicht eben noch so herrlich jung gewesen wäre?!“ (Fortsetzung folgt) 50 Jahre Kohlensyndikat Nach mannigfachen Vorbereitungen und mehreren vorausgegangenen Besprechungen, zu denen Emil Kirdorf eingeladen hatte, wurde im Sommer 1892 das Rheinisch=Westfälische Kohlensyndikat gegründet. Damit wurde der Kohlenverkauf von einer Stelle aus geregelt, die gleichzeitig für die Preisfestsetzung und für alle anderen Fragen des Absatzes verantwortlich war. Eine Versammlung von Zechenvertretern, die am 30. Juli 1892 in Dortmund stattfand und in der als leitende Männer des Syndikats Emil Kirdorf. Robert Müser und Unckell=Dortmund auftraten. wurde die Grundsatzung des Kohlensyndikats vorgelegt. Die Versammlung stimmte mit Ausnahme der Vertreter von zwei Gruben, die ihre Ablehnung bekundeten. und der Vertreter von zwei Zechen, die sich der Stimme enthielten, einmütig dieser Satzung zu. Das Vertrauen genügte Kirdorf jedoch nicht, so daß er die Versammlung schloß und den weiteren Verlauf der Dinge abwartete. Erst Anfang September 1892 konnten die Verhandlungen wieder ausgenommen werden und eine neue Versammlung wurde nach Dortmund einberufen, in der die Geschlossenheit so stark war, daß die Vertreter der Zechen mit einer Förderung von über 30 Millionen Tonnen der Bildung eines Kohlensyndikats zustimmten und die Verkreter von nur rund 600 000 Tonnen Förderung dagegen. Eisernes Arbeitssubiläum — Bochum, 4. August. Bei der Gelsenkirchener Bergwerks=AG konnte als Zechenbote der Schachtanlage„Friedlicher Nachbar“ in Bochum Heinrich Rath das 60jährige Arbeitsjubiläum begehen. In einer Feierstunde brachte Betriebsführer Bergassessor Eichler zum Ausdruck, daß die Gelsenkirchener Bergwerks=AG dieses Jubiläum als ein auch sie ehrendes Ereignis von besonderer Bedeutung betrachtet. Er sprach dem Jubilar die Glückwünsche der Verwaltung aus und überreichte ihm ein Geschenk. Die Bergbehörde aratulierte und im Auftrag des Reichsorganisationsleiters Dr. Len auch Kreisobmann Meinert Das„Sowjetparadies“ kommt nach Essen Essen, Anfang August. Die große antibolschewistische Aus. stellung„Das Sowjetparadies“, die in Wein eröffnet und dort ebenso wie in der Reichshauptstadt und in Prag mit allergrößtem Erfolg gezeigt worden ist, wird am 26. September in der Gauhauptstadt Essen ihre Pforten öffnen. Bisher haben mehrere Millionen Volksgenossen diese Sonderschau gesehen, die in zwingender Klarheit und erstaunlicher Vielfalt den bolschewistischen Weltfeind demaskiert. Was ungezählte deutsche Soldaten im Osten mit eigenen Augen sahen und erlebten, wird diese Ausstellung allen Volksgenossen der Heimat vor Augen führen. Die Ausstellung„Das Sowjetparadies“, die augenblicklich in Hamburg aufgebaut ist, wird bis zum 1. November ds. Is. in Essen bleiben. In einem Fahr 900 Schweine gemästet Hagen, Anfang Aug. Einen schönen Erfolg meldet die Schweinemastanstalt auf Gut Ischeland bei Hagen, die von der RSV vorbildlich eingerichtet wurde. Auch sie hat zur Sicherung der Ernährung einen beachtlichen Beitrag geleistet; denn allein in einem Jahr werden hier aus den gesammelten Küchen. und Nahrungsmittelabfällen über 900 Schweine gemästet. Im Jahre 1941 waren es 902 Schweine, die mit einem Gesamtgewicht von 177000 Pfund dem Schlachtviehhof in Hagen zugeführt werden konnten. Leichkathletische Prüfungskämpfe Die heimischen Leichtathleten hielten sich ausgezeichnet In der Kampfbahn„Rote Erde“ zu Dortmund mußten sich die besten Leichtathleten des Gebietes Westfalen einer nochmaligen Prüfung vor den Deutschen Jugendmeisterschaften in Breslau unterziehen. Unter besten äußeren Vorbedingungen wurden auf der ganzen Linie recht gute Leistungen erzielt. Ganz besonders ist der 100 m=Lauf von Fischer=Bielefeld zu erwähnen der im Endlauf 11,1 Sek. schaffte. Mit je 11,2 belegten Twarndow: ski und Brinkmann die nächsten Plätze. Im Keulenwurf schaffte Brinkmann vom Bann 835 die beachtliche Weite von 76,60 m. Im Hochsprung erzielte der Dortmunder Becker 1,77 m und im 110 m.Hürdenlauf durchriß der gleiche Läufer mit 15.8 Sekunden das Zielband. Nowicki(Bann 300 Wanne=Eickel) holte sich im Stabhochsprung mit 3,32 m den 2. Platz hinter Rischan (Bann 131) mit 3.42 m. In der 4 mal 100 m=Staffel belegten die Wanne=Eickeler mit 46,0 den 3. Platz hinter der Gebietsstaffel(45) und Bann 228(45,9). Im 800 m=Lauf führte Opser (Bann 259 Herne) bis kurz vorm Ziel, wurde dann abgehängt, siel zurück und wurde fünfter. Die Zeit von 2,05 Min. ist beachtlich.— Auch König vom gleichen Bann, welcher die 110 m. Hürden bestritt, erstritt einen guten vierten Platz. Auch die übrigen Leistungen waren zufriedenstellend. Abendsportfest des Kreises Mark in Hattingen Zielinski lief 11,2 Sekunden Das 4. Abendsportfest des Kreises Mark richtete am Wochenende auf der schönen Platzanlage von Tura Hattingen die dortige Ortsgruppe im RSRL. aus. Leichtahleten aus den Städten Dortmund, Bochum, Hagen, Haspe, Hattingen, Lüdenscheid, Eilpe sowie einige Wehrmachtsangehörige waren trotz widriger Umstände nach Hattingen gekommen, um im friedlichen Wettkampf ihre Kräfte zu messen. Bei besten Voraussetzungen konnten dann auch die Wettkämpfe der Männer und Frauen reibungslos ab. gewickelt werden. Auf der schweren Bahn erzielte der Dortmunder Zielinski noch 11,2 Sekunden. Der Bochumer Kramer war über 400 und 1500 m erfolgreich, während bei den Frauen die talentierte Herholdt=Eilpe sofort in drei Konkurrenzen siegreich blieb. Im Mannschaftskampf behielt der VfL Bochum 48 mit 48 Punkten vor dem Dortmunder Hüttenverein— 41 Punkte— die Oberhand. Knapper Sieg des deutschen Meisters Der deutsche Handballmeister Ordnungspolizei Magdeburg kam am Sonntag im Freundschaftsspiel über die Ordnungspolizei Berlin mit 9:7(3:2) Toren zu einem knappen Sieg. Die Berliner Europäischer Sportverband Neuordnung Im Sport Aus Anlaß der internationalen Kriegswettkämpfe im Olympiastadion zu Berlin fanden zwischen den anwesenden Sportführern der Länder Bulgarien, Finnland, Italien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Slowakei und Ungarn Besprechungen statt, die von herzlichem Einvernehmen getragen waren. Es wurde festgestellt, daß der europäische Sportverkehr trotz der Schwierigkeiten des Krieges sich steigend entwickelt, daß aber der internationale Sportverband sehr lückenhaft arbeitet. Es wurde daher angesichts der Notwendigkeit, den kommenden Aufschwung des europäischen Sports auszufangen und die Entwicklung einheitlich zu lenken, die Gründung eines europäischen Sportverbandes und sobald auf den einzelnen Sportgebieten die bisherigen internationalen Verbände ausgefallen sind, die Gründung von europäischen Fachverbänden angeregt. Die Zustimmung Spaniens lag bereits vor. Reichssportführer von Tschammer und Osten wurde ein. stimmig beauftragt, zu diesem Grunde eine europüische Sportkonferenz einzuberufen. Eine entsprechende Mitteilung an die nicht anwesenden Nationen, die für die nächste Zusammenkunft in Frage kommen, ist sofort ergangen. So zeichnen sich auch im Sport das Zusammengehörigkeitsgefühl, der Aufbauwille und die Einmütigkeit des neuen Europa ab. Gäste waren in der Deckung sehr stark, so daß Sturm nur schwer durchsetzen konnte. Vor 8000 Zuschauern hielten die Gäste bis 6:6 mit, dann aber zog Magdeburg davon, bis es Berlin gelang, das Ergebnis auf 9:7 zu verbessern. Er. folgreichster Stürmer bei Magdeburg war Thielecke mit vier Treffern, für Berlin warf Büsgen drei Tore. Dritte Kriegsmeisterschatten Im Rudern Vor zahlreichen Zuschauern wurden am Sonntag auf der Olympia=Regatta=Bahn in Berlin=Grünau die elf Titelwettbe. werbe des 31. Meisterschaftsrudern entschieden. In allen Bootgattungen trugen sich neue Meister in die Ehrliste ein, wobei die Berliner Vereine mit fünf Titel am erfolgreichsten abschnitten. Die übrigen Meisterschaften wurden nach Mannheim, Straßburg. Roßlau, Stettin und Hannover entführt. Finnland plant vier Länderspiele Finnlands Fußballsport will nach langer Pause wieder an Länderspielen teilnehmen. Vorgesehen sind vier internationale Treffen, und zwar am 23. August gegen Schweden in Stock. holm, am 13. September gegen Dänemark in Kopenhagen, am 4. Oktober gegen Deutschland auf deutschem Boden und eine noch festzulegende Begegnung mit Estland in Helsinki. Der neunte und letzte deutsch=finnische Länderkampf fand am 5. Oktober 1941 in Helsinkt statt und wurde von unserer Mannschaft mit 6:0 gewonnen. Bochumer Radrennen abgesagt Die für kommenden Sonntag geplanten Dauerrennen auf der Bochumer Radrennbahn sind aus technischen Gründen abgesagt worden. Die gelösten Eintrittskarten können zurückgegeben werden. 24-Stunden-Weltrekord Im Radfahren Der dänische Langstreckenfahrer Sven Christensen, der kürzlich schon einen neuen Weltrekord im 12.Stunden=Fahren aufstellte, schuf jetzt auch eine neue Weltrekordleistung über 24 Stunden, und zwar mit genau 728 km. Der alte Rekord wurde mit 704,925 km seit 1913 von dem deutschen Dauerfahrer Weise gehalten. Schön In Wuppertal überlegen Achttausend Zuschauer waren zu den Steherrennen in Wuppertal gekommen, die einen überlegenen Sieg des Wiesbadeners Schön über 150 km vor Hoffmann und Fransman erlebten. Vorgeschichtliche Funde im Rheinund Moselgebiet — Koblenz, Anfang August. In dem durch seine Bimssteinindustrie bekannten Neuwieder Becken wurden kürzlich bedeutende Grabfunde gemacht. Man stieß auf zahlreiche Spuren einer um etwa 1000 vor der Zeitrechnung eindringenden Bevölke. rung in Urnenbrandgräbern. Bei Irlich wird ein derartiges großes Gräberfeld freigelegt. Auch bei Gladbach im Kreis Neuwied und bei Gmünden im Hunsrück gaben Grabfunde für die Erforschung der ersten Germanen reichliche Aufschlüsse. Bei Koblenz selbst wurde kürzlich ein schön verzierter Becher aus der jüngeren Steinzeit bloßgelegt. Weiter wurden auf dem Hunsrück 14 eiserne Spitzbarren von etwa 4—7 Pfund Gewicht geborgen, wie sie in den letzten Jahrhunderten v. d. Zeitwende in der damals üblichen Gestalt gehandelt wurden. Die Barren dürften aus der Rheinpfalz stammen. Ablieferungspflicht, für erzeugte Schafwolle Laut Verordnung über die Erfassung und den Absatz inländischer Schafwolle vom 30. 1. 1934(RGBI. I, 5. 78) in der Fassung vom 8. 9. 1967(RGBl. I, S. 975). der Verordnung über den Warenverkehr in der Fassung vom 18. S. 1939(RGBl. 1 S. 1430) der Anordnung Nr. 1 des Sonderbeauftragten für die Spinnstoffwirtschaft vom 4. 9. 1939(Deutscher Reichsanzeiger und Preuß. Staatsanzeiger Nr. 205) und vom 24. 5. 1940(Verk Bl. des RRSt. Nr. 43) sowie der Anordnung des Beauftragten des RRSt. für inländische Wolle und Faserpflanzen vom 1. 12. 1941 (Verk. Bl. des RRSt. Nr. 73) ist sämtliche im Inlande von den Schafbesitzern erzeugte Schafwolle für das Reich zur lung der Wehrmachtsbekleidung beschlagnahmt. Auf Grund der vorstehenden Anordnung wird jedem Schafbesitzer, ob er nur 1 Schaf oder große Schafbestände(Herden) besitzt, zur Pflicht gemacht, die in seinem Betrieb erzeugte Schafwolle restlos an die beauftragte Reichsstelle— Reichswollverwertung Gmbh., Abt. West, Paderborn, Wollmarktstraße 115— oder an deren einAAT GEIPH nnn ozahlung abzlllteoder Verarbeitung für den Eigenbedarf zu Strickgarn und Steppdecken usw. ist verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 10000 RM belegt. Als Entgelt für die kriegswirtschaftlich wichtige Schafhaltung wird den Schafbesitzern für die ersten abgelieferten 4 kg Schmutzwolle 300 gr, für jede weiteren 4 kg je 50 gr hochwertige Strickwolle zum Preise von 10.— RM je 1 kg ohne Anrechnung auf die Kleiderkarte zurück. geliefert. Die Schafbesitzer werden hiermit erneut auf die erlassenen Anordnungen aufmerksam gemacht und strengste Erfüllung ihre vaterländischen Pflicht zur Sicherung des dringenden Wollbedarfs für die Wehrmacht erwartet. Volksschädlinge finden keine Gnade Essen, Anfang Aug. Der Angeklagte Heinrich Köster aus Bottrop, der sich bisher im Leben einwandfrei geführt hat, verübte in der Zeit von Oktober 1941 bis Anfang 1942 sechs Einbruchsdiebstähle in Molkereien in Bottrop und Borken i. W., wobei er größere Mengen Butter erbeutete. In sämtlichen Fällen nutzte er dabei die zur Abwehr von Fliegergefahr getroffenen Verdunkelungsmaßnahmen aus. Das Sondergericht, das in Bottrop tagte, verurteilte Kösters als Volksschädling zu insgesamt acht Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust. Bei zwei dieser Taten war Paul Fiedeler aus Bottrop als Mittäter beteiligt. In zwei weiteren Fällen nahm er die von Köster entwendete Butter ab und verkaufte sie mit erheblichem Gewinn. Das Sondergericht verurteilte ihn ebenfalls als Volksschädling und wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu sieben Jahren Zuchthaus und sieben Jahren Ehrverlust. Zweijährige im Fluß ertrunken Nordhorn, Anfang Aug. Im Garten der Eltern kam hier ein zweijähriges Mädchen der vorbeifließenden Vechte zu nahe und stürzte in den Fluß. Leiche geborgen werden. Das Kind konnte nur noch als B F 1 fkast n M. G.: Wenden Sie sich bitte an die Feldpoststelle des ORW, Berlin W 35, Tirpitz=Ufer 72/76; dort werden Sie bei genauer Angabe der letzten Anschrift des jetzt Gesuchten die gewünschte Feldpostnummer erfahren können. K. S.: Von der menschlichen Lunge werden in jeder Minute etwa 7 Liter Luft ein- und ausgeatmet. Tödlicher Unfall auf der Straße Münster, Anfang Aug. Wie der Polizeibericht mitteilt, ereignete sich vor dem Hause Krummer Timpen 47 beim Aufladen von Bauschutt ein tödlicher Unglücksfall. Vor dem Hause war ein Fuhrmann damit beschäftigt, sein Fuhrwerk mit Bauschutt zu beladen, wobri ein Polier neben dem Fuhrwerk zur Straßenmitte stand. Plötzlich wurde der Polier zwischen einen Möbelwagen, der die enge Straße passierte, und den mit Schutt beladenen Wagen gequetscht. Der Verunglückte zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er zur Universitätsklinik gebracht werden mußte, wo er seinen Verletzungen erlag. Günstiger Stand der Trauben Koblenz, Anfang Aug. Nachdem der Hauptteil der Rebschädlingsbekämpfungsarbeiten durchgeführt ist, kann man dank der günstigen Witterung feststellen, daß die Entwicklung der Wein. berge, soweit sie nicht durch den letzten Winter einen Totalausfall zu verzeichnen haben, in der letzten Zeit sehr gute Fortschritte gemacht hat. haben sich bereits sehr gut entwickelt. Erfreulich ist, daß die Rebkrankheiten in diesem Jahre nur wenig in Erscheinung getreten sind. Da die frei verkäuflichen Quanten Wein zum weitaus größten Teil bereits abgesetzt sind, ist es geschäftlich auf dem Weinmarkt sehr still. Wir erhielten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, mein lieber Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Reffe und Better Feldwebel Felix Brenker Zugführer in einem Juftr.=Regt.(mot.) Inhaber des E. K. II u. anderer Auszeichnungen in treuer Pflichterfüllung am 2. 7. 42 im Alter von 27 Jahren an der Spitze seines Zuges den Heldentod fand. Auch war er Teilnehmer der Feldzüge gegen Frankreich und Jugoslavien. Wir werden ihn nie vergessen! In unsagbarem Schmerz: Frau Käthi Brenker, geb. Stiebing; Wwe. A. Brenker; Familie Ladek; Familie Paul Brenker; Familie Eduard Brenker; Familie Franz Marchelek; Familie Michael Brenker; Familie Alfred Plokarz; Familie Andreas Stiebing. Lüdenscheid(Kaiserallee 22), Herne, Kattowitz und im Felde, den 3. August 1942. Von Beileidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen. Tieferschüttert erhielten wir die Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser guter Bruder und Schwager, der Gefreite Josef Wiesberg im Alter von 22 Jahren am 7. Juli 1942 im Osten für Führer und Vaterland den Heldentod gefunden hat. In tiefer Trauer: Frau Julianne Wiesberg, geb. Cirson; Leo Wiesberg, z. Zt. im Felde: Franz 3t. im Felde: Stefan Krich, z. Zt. im Felde und Frau, Verry geb. Wiesberg; Mathias Polders, z. Zt. im Felde und Frau, Anny geb. Wiesberg. Herne(Grenzweg 45), den 81. Juli 1942. Statt jeder besonderen Anzeige! Von ihrem schweren Leiden erlöste Gott der Allmächtige durch einen sanften Tod meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Sofie Brockmeier geb. Knollenborg im Alter von 67 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Hermann Brockmeier, Familie Heinrich Herne(Jobststr. 16), den 3. August 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 5. August 1942, um 15,30 Uhr, von der Kapelle des Baukauer Friedhofes an der Kaiserstraße aus statt. Hart traf uns die Nachricht, daß unses lieber Sohn, Bruder und Neffe Josef Menge nach langem Leiden, im Alter von 20 Jahren, für immer von uns gegangen ist. In viefer Trauer: Franz Menge und Frau, Martha geb. Rowal und Bruder Manfred nebst Anverwandten. Herne(Bahnhofstr. 96), den 8. August 1942. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. In der Frühe des 28. Juli nahm uns der Herr über Leben und Tod plötzlich und unerwartet unseren einzigen, innigstgeliebten, herzensguten Sohn, Bruder, Reffen und Vetter, den Musiker Hanswerner Koch im blühenden Alter von fast 28 Jahren zu sich in die Ewigkeit. In tiefem Schmerz: Franz Koch u. Frau; Toni Koch, geb. Schütz; Christa Maria Koch und alle Anverwandten. Herne(Straßburger Str. 31), Dortmund, Esbierg (Dänemark), Schmeicheln u. im Felde, d. 3. Aug. 1942. Das feierliche Levitenhochamt findet Sonnabend, den 8. August, um 8 Uhr, in der Herz=Jesu=Kirche statt.— Beileidsbesuche dankend verbeten. Statt besonderer Anzeige! Am Sonnabend, dem 1. August 1942, verschied nach einem mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe, hoffnungsvolle Tochter Anneliese Gebauer im Alter von 20 Jahren. In diefer Trauer: Frau Anna Gebauer. Herne(Wiescherstr. 16), den. 3. August. 1942. Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. August 1942, un 15,30 Uhr, von der Friedhofskapelle an der Wiescherstraße, aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heldentode meines lieben Mannes und Vaters, unseres Sohnes, sprechen wir unsern herzlichen Dank aus. Frau Hubertine Piplak, geb. Schüppen, u. Töchterchen Helga; Gustav Piplak und Frau Margarete als Eltern. Herne, im August 1942. Danksagung. Beweise Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heldentode unseres lieben, jungsten Sohnes und Bruders Kurt sagen wir allen nniasten unseren innigsten Dank. Herne, im August 1942. Georg Kloster u. Familie. Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sprechen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Kiehl für die trostreichen Worte unseren tiefempfundenen Dank aus. Wwe. Pauline Klimpel u. Kinder. Herne, im August 1942. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Autmerksamkeiten danken herzlich Robert Braunschweig u. Frau Edith Herne, Im August 1942 C Wir haben uns verlobt: Lissi Pfingst Hans Wolko Herne Schillerstr. 4 z. Z. Wehrmacht Auchen, den 2. August 1942 ( Stut Karen Wir haben uns verlobf: Kläre Nigges Fritz Borgmann Recklingh. S I Weddigenstr. 16a z. Z. in Urlaub 2. August 1942 ( Btati Karten IhreVermählung geben bekannt Peter Thelen Helga Thelen geb. Niehaus 5. August 1942 Honnet a. Rh. Herne Verloren Schwarzer Regenmantel Sonntagmorgen a. dem Wege z. Ar. beit v. Herne Beck. straße g. Hochlar. markt verloren. Gegen Belohnung abzugeben. Herne, Beckstr. 23, 2. Et. Heirat Wwe., 48 Jahre, wünscht Herrn im Alter von 46—52 Jahren, Bergmann bevorzugt, kennen zu lernen zwecks späterer Heirat. Schriftl. Angebote unter N. 21 an die Herner Zeitung. Alhambra-Theater Herne-Bodingen zeigt bis einschl. Donnerstag: Diener lassen bitten mit Horbert Hübner. Gertrud de Lalski, Hertha Guthmar, HanSöhnker, Flta Benkhoff. Walter " Steinbeck u. a. Kulturfilm: Rhythmus u. Gymnastik Die Deutsche Wochenschau Täglich: 4 80 u. 7.00 Uhr. Jugendliche haben keinen Zutritt Nur geschlossene Vorstellungen Ankaut Kaninchen zu kaufen gesucht. Gebe auch 1 Paar Schuhe, Gr. 37, in Zahlung. Vorzusprechen ab 15 Uhr. Zu erfrag. in der Geschäftsstelle der Herner Zeitung. Roten Einige Bbe.„Sang u. Klang“, gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter N 20 an die Geschäftsstelle der Herner Zeitung. Roch gut erhalt. Eisschrank für Privathaushalt zu kausen gesucht. Schriftl. Angebote unter M 87 an d. Geschäftsstelle der Herner Zeitung. Gut erhalt. Schlafzimmer Küchenherd u. Zimmerofen zu. kaufen gesucht. Fr. Nöthe, Bochumer Str. 148c (Gartenhaus) Wer die Herner Zeitung liest ist stets aut unterrichtet ohl, oder 1 Psd. SchnittStadt Herne. Amtliche Bekanntmachung Auf den Bezugsausweis für Gemüse und Obst sind aus. zugeben: Abschnitt Nr. 17: 1 Kopf Blumenkohl, Abschnitt Nr. 18: 3 Psd. Erbsen bohnen. Herne, den 3. August 1942. Der Oberbürgermeister. D Für die uns zu unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Blumenspenden danken wir herzlich Bernhard Breuker u. Frau Elisebeih geb. Struck Herae, Iin August 1942 Verkauf Gut erhat. Kinderwagen für 55 RM zu verkaufen. Dworackt, Herne, Mittelstr. 7. Tausch Gute Nähmaschine gege-! Smoking=Anzug Gr. 44—46 zu tauschen gesucht. Zu erfrag. in der Geschäftsstelle der Herner Zeitung. Gut erhalt. Damenfahrrad gegen nur gut erh. Sportwag. zu tauschen gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle der Herner Zeitung. Gut erhalt. Staubsanger (Elektrolux), 110 V. geg. gleichwertigen 220 V. zu tauschen gesucht. Seyler, Kaiser=Wilhelmstr. 4. 2=Z.=Wohnung zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter N 22 an die Geschäftsstelle der Herner Zeitung. Buchstaben und Rummern auf Ossertbriefe lovasäktig und richtig schreiben 3.—4=8.=Wohnung für sofort oder später(Stadtmitte) gesucht. Zenker, Hausm. i. Hause Gebr. Sinn. Schöne abgeschl. 2=Z.=Wohnung gegen gleiche oder größere zu tauschen gesucht. Schriftl. 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