Herner Verlag und Druck: C. Th. Kartenberg. Inh. C.& C. Th. Holtmann. Herve # 168 Verantwortlich: Hauptschriftleiter Erich Wagner. Herne Besarsoreis: Monatlich RM. 2.13. halbmonatlich RM. 1.08. wöchentlich RM. 0.54. Selbstabholer RM. 1.84 oder RM 0.92 im voraus sahlbar Einzelpreis 10 Rpf Bei Betriebsstörung oder sonstigen Ereignissen hervorgeruten durch höhere Oewalt können Ersatzansorüche nicht berücksichtigt werden— Auselgesoreie: 1 mm Höbe. 22 mm Breite 4 Rol Textmillimeterbreis: 1 mm Höhe. 75 mm Breite 23 Rpf Rummer 184 Zur Zeit ist die Preisliste 4 gültig. Nachlaßstaftel A. In Konkurställen wird der bewilligte Rabatt bintällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Gewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne in Westt Freitag, den 8. August 1941 Stellvertretender Hauptschriftleiter: I. V. Otto W. Pohle.— Verantwortlich für Polltik. Kunst und Wirtschaft: Erich Wagner. Lokales. Nachbarschaft. Westdeutschland und Sport: I. V. Otto W. Pohle.— Verantwortlicher Anzelgenleiter: Adolf Frasch.— Hauptgeschäftsstelle: Herne. Von-der-Heydt-Str. 9. Pernsprech-Anschlüsse: Sammelnummer 511 41 Drabtanschr.: Kartenberg. Herne Postscheckkonto Nr 6542 Dortmund 70. Jahrgang Die Oberbeiehlshaber der drei Heeresgruppen im Osten Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch(links), im Gespräch mit dem in der Sondermeldung aus dem Führerhauptquartier genannten General= oberst von Kleist und Generalfeldmarschall von Reichenau(rechts). „Auffallende deutsche Fortschritte Reuter-Vertreter in Moskau gesteht im„Herald“ außerordentliche Siege ein! „Sowjetsmüssen weitere Gebiete aufgeben“ Wie hat die englische Zensur diesen Bericht nur durchgehen lassen können? Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Und dann noch die Sondermeldungen! dp Stockholm, 8. August. Einer der bekanntesten britischen Publizisten, Werth, der früher in Paris als Korrespondent des „Mauchester Guardian“ war. ist jetzt als ReuterVertreter in Moskau tätig. Er veröffentlicht jetzt im arbeiterparteilichen„Daily Herald“ einen Artikel, in dem er von außerordentlich aufallenden deutschen Fortschritten spricht, die in den letzten Tagen in der Ukraine errungen seien. Wertb stellt fest, die Sowiets würden wahrscheinlich noch weitere Gebiete als bisher aufgeben müssen. Dieser Bericht wird auf die Londoner Oeffentlichkeit, die bereits anfing, optimistische Kalkulationen über die Lage in Osteuropa gutzuheißen, einigermaßen ernüchternd wirken, um so mehr als er Iran und Afghanistan an der Reihe! gab offen die neuen englischen Angriffsabsichten zu! Drahtbericht unseres eigenen diolomatischen Mitarbeiter: Die„günstige Gelegenheit“. kh Berlin, 8. August. Wahrend durch die Bekanntgabe des großen Sonderberichts des Oberkommandos der Wehrmacht die Welt ein eindrucksvolles und bis ins einzelne gegliedertes Bild von dem Stand der Operationen im Osten und von den großartigen Leistungen der deutschen Wehrmacht im Kampf gegen die Sowjetunion erhielt, versuchten im englischen Unterhaus in einer Debatte über die Kriegslage Außenminister Eden und der frühere Oppositionsführer Attlee sich und der langen Reihe der englischen Zweck= und Falschmeldungen die Krone aufzusetzen und dem Phantasiegemälde der Londoner Propagandazentrale offiziellen Charakter zu geben. Attlee, der anstelle Churchills sprach, pries belanntlich den„prächtigen Kampf“ der bolschewistischen Armee und erwähnte die vielen„zufriedenstellenden Nachrichten“, die es selbst einem philosophisch veranlagten Mann schwer sein ließen, „seine freudige Stimmung zu unterdrücken". Dieser Illusion haben die deutschen Verlautbarungen eine klare Grenze gesetzt. Wahrend Attlee in Wunschbildern redete, haben die deutschen Zahlen mit mathematischer Genauigkeit den wirklichen Stand der Ereignisse gekennzeichnet. Attlee will der Welt eine verlockende Täuschung als Wirklichkeit vorgaukeln. Auch die Rede Edens unterschied sich in ihrem Geist wenig von der Attlees. Zwar machte er weniger Aufhebens von militärischen Erfolgen Englands und der Sowjetunion, doch betonte er, die neue Kriegslage sei eine„günstige Gelegenheit" für die politische Kriegsführung Englands und für die Realisierung der britischen Kriegsansweitungspläue. Er gestand den britischen Augriff auf die politische Selbständigkeit des Iran und Afghanistans ein und bestätigte die Aggressionsabsichten im Mittleren Osten. Die Versicherung Edeus, Eugland beabsichtige nur die Herstellung der Unabhängigkeit dieser Staaten, erinnert lebhaft an ähnliche Versicherungen, die London dem Jrak und Cyrien vor deren Besetzung gegeben hat. Schließlich genießen sowohl der Iran als auch Afghanistan noch heute ihre volle politische Souveränität und sind dank ihrer kraftvollen Regierungen und der vatriotischen Gesinnung ihrer Bevölkerung wahrhaft unabhängige Staaten. Ihre Unabhängigkeit braucht also nicht gesichert, son dern kann nur zerstört werden. Mit Phrasen will Eden vor den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens die englischen Absichten bemänteln, um sie leichter ihres freien und unabhängigen. Lebens berauben zu können. Englische Truppenkonzentrationen . II Genf, 8. August. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Amerikanische Agenturen melden aus Ankara, Teheran und Kabul englische Truppenkonzentrationen an den Grenzen dieser Länder. Fernkampfbatterten beschossen die Lafenanlagen von Dover dnb Berlin, 8. August. Fernkampfbatterien fast gleichzeitig mit den deutschen Sondermeldungen eingetroffen ist. Bruno Mussolini tödlich abgestürzt dnb Rom, 8. August. Nach einer amtlichen Mitteilung ist der zweitälteste Sohn des Duce, Fliegerhauptmann Bruno Mussolini. Donnerstag vormittag 10 Uhr in der Nähe von Pisa bei einem Probeflug mit einem Versuchsflugzeng tödlich abgestürzt. Bruno Mussolini wurde 1919 in Mailand geboren. Als Flieger im Abessinienfeldzug wurde er 1936 mit der militärischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Wie erinnerlich, nahm er 1938 an dem großen Südamerika=Flug der„Grünen Mäuse“ teil und wurde später zum Generaldirektor der italienischen Fluggesellschaft nach Südamerika„Lati“ ernannt. Am Albanienfeldzug befehligte Bruno Mussolini eine Staffel und zeichnete sich in diesem Feldzug wiederholt aus. So nahm er am ersten Tage des italienisch=ariechischen Feldzuges, am 28. Oktober 1940. am Angriff auf Piräus teil. Der Due an der Bahre seines Sohnes □ Rom, 8. August. Ueber den tödlichen Absturz von Fliegerhauptmann Bruno Mussolini veröffentlicht die italienische Nachrichtenagentur Stefani folgende ergänzende Meldung:„Ein neuer viermotoriger Bomber, der einen Probeflug durchführte, stürzte am Donnerstaa vormittag um 10 Uhr in der Nähe des Fluahafens San Giusto (Pisal beim Landen aus bisher unbekannten Ursachen ab. Von den Mitgliedern der Besatzung fanden der Flugzeugführer Hauptmann Bruno Mussolini. Chef der Staffel. der zweite Flugzeug=###, auf die—.. führer Oberleutnant Vitalini. und ein weiteres getötet und 106 verletzt. Mitglied der Besatzung den Tod. Vier Mitglieder der Besatzung sowie ein Arbeiter wurden verletzt". Der Duce hat sich sofort in Begleitung des Generalstabschefs der Luftwaffe. General Pricolo, im Flugzeug nach Pisa begeben. Zusammen mit dem ältesten seiner Söhne. Oberleutnant der Flieger Vittorio Mussolini. begab sich der Duce in das Militärlazarett, wo die sterblichen Ueberreste Bruno Mussolinis aufgebahrt sind. Anschließend besichtigte der Duce die Absturzstelle. Der König und Kaiser richtete ein Telearamm an den Duce, in dem er ihm, auch im Namen der Köniain und Kaiserin, sein herzliches Beileid für den schweren Verlust zum Ausdruck brinat. Beileidstelegramm des Führers dub Berlin, 8. August. Der Führer hat dem Duce in einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm sein tiefgefühltes Beileid zum Ausdruck gebracht. Vernichtender Angriff auf Panzerzuge dnd Berlin, 8. August. Ein Verband deutscher Sturzkampfflugzeuge führte am Dienotag einen Augriff mit vernichtender Wirkung auf Pauzerzüge der Sowjets durch. Zwei Züge, die in die Flauke vorgeschobener deutscher Truppenteile herangeführt werden sollten, wurden durch Volltrefser schwerer Bomben zerstört. Die meisten Wagen wurden umgeworsen, eine der Lokomotiven wurde durch Bombensplitter der Kessel ausgerissen. Die Gleise wurden mehrsach unterbrochen. Ein auf einem Nebengleis stehender Güterzug erhielt ebenfalls mehrere Bombentresser und brannte vollstäudig aus. An einer anderen Stelle wurde ein dritter Panzerzug durch Volltresser auf das Gleis unweit vor dem Zuge zum Stehen gebracht und sodann ebensalls vollkommen zerstört. 90 Tote in Sue: ∆ Amsterdam. 8. August. Wie Reuter aus Kairo meldet, wurden bei dem letzten deutschen Luftangriff auf die Reede von Suez 90 Personen Der Verlauf des Kampfes um Smolenst Mehrere Großbrände nach erneuten Luftangriffen auf Moskau Suez=Hafenanlagen bombardiert 101 der deutschen Kriegsmarine nahmen am Mittwoch, dem 6. August, kriegswichtige Ziele in der Stadt Dover und die Hafenanlagen mit guter Wirkung unter Feuer. Dienstzeit=Vorlage angenommen Washington, 8. August. Der Senat nahm die Dienstzeitverlängerungsvorlage mit 44 gegen 28 Stimmen an. Die Dienstzeit wird um 18 Monate verlängert, so daß sie praktisch jetzt 2½ Jahre beträgt. Gestern 24 Briten am Kanal abgeschossen Drei Angriffsversuche von deutschen Zägern und Flak abgewiesen Keine eigenen Verluste dnb Berlin, 8. August. Die britische Luftwafse erlitt im Laufe des gestrigen Tages abermals schwere Berluste. Bereits am Vormittag wurden ein britischer Bomber durch Flakartillerie und ein Spitfire=Jagd= flugzeug durch Jäger im Kanalgebiet abgeschossen. Bei Angriffsversuchen eines aus Bombern und Jägern bestehenden britischen Verbandes schossen deutsche Jäger in den Mittagsstunden bei Luftkämpfen im Raum zwischen Dünkirchen und Boulogne neun Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire ab. Durch Flakartillerie wurde außerdem eine Spitfire über See zum Absturz gebracht. Ein in den Abendstunden einfliegender gemischter Verband verlor durch die deutsche Jagdabwehr im Kanalgebiet 12 Flugzeuge. Die Gesamtverluste des Feindes am gestrigen Tage betragen nach bisherigen Meldungen demnach 24 Flugzeuge. Auf deutscher Seite traten keine Verluste ein. dnb Führerhauptauartier, 8. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: „Wie bereits durch Condermeldung bekanntgegeben, hat die Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Bock im Zusemenwirken mit der Luftflotte des Generalfeldma###alls Kesselring die große Schlacht von Smolensk siegreich zu Ende geschlagen. Bei mäßigen eigenen Verlusten sind die blutigen Verluste des Gegners ungewöhnlich hoch. Rand 310 000 Gefangene sielen in unsere Hand. 3205 Pauzerkampfwagen, 3120 Geschütze und unübersehbares sonstiges Kriegsmaterial wurden erbeutet. Die Sowjetflugwaffe verlor 1098 Flugzeuge. Ueber den Verlauf der Schlacht kann nunmehr folgendes berichtet werden: Noch vor dem Abschluß der Doppelschlacht bei Bialystok und Minsk waren schuelle Verbände des Heeres und der Waffen=F auf die stark verteidigte Stalin=Linie gestoßen, die— hinter dem Dujepr und der oberen Düna verlaufend — in den befestigten Orten Mohilew, Orscha, Witebsk und Polozk über gewaltig ausgebaute Stützpunkte verfügte. Unter schweren Kämpfen gelang es, beiderseits Polozk Brückenköpfe zu bilden. Am 11. Juli wurde Witebsk genommen und der zäh verteidigte Dujepr=Abschnitt südlich Mohilew und Orscha in plaumäßigem, durch örtliche Überraschungen unterstützten Auriff über den Fluß durchbroen. In den folgenden Tagen stießen dann die schuellen Verbände beiderseits der Straße Orscha— Emolensk in breiter Frout nach Osten vor. Am 16. Juli wurde das vom Feind außerordentlich zäh verteidigte Emoleust von einer motorisierten Insanteriedivision im Kampf mit der blauken Wasse genommen und gegen fortgesetzte wütende Angriffe des Feindes gehalten. Während der Durchbruch südostwärts, ostwärts und nordostwärts von Emolensk durch Panzerverbände und motorisierte Insanteriedivisionen Maßst 1:9500000 Wologde — — di ze erweitert wurde. trotz schwerster Gegenangrifse deckten die ausschließenden Insanteriedivisionen unter ungewödnlichen Marsch= und Kampfleistunvom Feind immer wieder angegriffenen erlanken des Stoßzkeils und üdernahmen die Einkreisung des von den schnellen Berdänden durchbrochenen und in einzelne, noch kampfkräftige Gruppen zerschlagenen Feindes. In einem Raum von 250 Kilometer Breite und 150 Kilometer Ziefe entstand somit eine gewaltige Echlacht, als deren dauptsächlichste Breunpunkte neden Smolcufk die Orte Witebsk. Polosk, Newei und Mogilew zu nennen sind. Mit dem Mute der Verzweislung und unter bin: tigsten Opfern versuchten die eingeschlossenen Teile des Feindes in faßt vierwochigem Ringen idre Freiheit wiederzugewinnen, wädrend neu deraugeführte Truppen in den Kampf den, um idnen Entsan zu bringen. che scheiterten an der Wendigkeit und JZädigkeit unserer Truppe. Das Schicksal der im Raum 1wi: schen dem Dujepr. Düng und Smolensk eingeschlossenen Verdände der Cowictwehrmacht war besiegelt. Der Ueberlegenbeit der deutschen Führung, der Initiative der Unterführer sowie der Tapferkeit und Ausdauer der Truppe ist es zu verdau: ken, daß dier tron schwierigtter Nachschudverbältnisse ein Erfolg errungen werden konnte, der für die Fortführung naserer Operationen von auschlaggedender Bedeutung ist. Die Lustwasse dai an diesem Eiege dervor: ragenden Anteil. In unermüdlichem Einsatz schnsen die Heeresfliegerverdände die Aufklärungs= grundlagen für die Kampfführung auf der Erde. Jagde, Sturzkampf= und Lampffliegerverbände. durch Fernaufklärer unterstunt, führten unter chwierigsten Verhältnissen den Kampf gegen die operativen Reserven des Feindes und seiner ein: geschlossenen Teile. Sie grissen entschlossen ein. wo es galt. den Widerstand des Feindes zu brecen, seine Gegenaugriffe zu zerschlagen und i Verein mit der Flakartillerie aus der Luft anszuschalten. 126 Eisenbahnzüge, sechs Panzerzüge, Tausende von Kraftfahrzeugen und 15 Brucken wurden dier: bei vernichtet. Auch am Kampf gegen die seindlichen Bunker= und Geschunstellungen sowie gegen die Panzerkampfwagen des Gegners wirkte die Luftwaffe unter großen Erfolgen mit. Am Verlauf dieser gewaltigen Schlacht waren die Armeen des Generalfeldmarschalls von Kluge und der Generalobersten Strauß und Freiherrn von Weichs, die Panzergruppen des Generalobersten Guderian und Hotb sowie die Luftwaffenverbände der Generale der Flieger Lörzer und Freiherrn von Richtbosen ruhm: reich beteiligt. Stärkere Kampffliegerverdände griffen in der letzten Nacht wieder Moskan an. Zahlreiche Bomdenvolltresser wurden in einer Flugzeugfabrik erzielt. Im Moskwa=Bogen und ostwärts davon entstanden mehrere Großbrände. Im Kampf gegen die britische Versorgungsschifffabrt versenkten Kampfflugzeuge in der Nacht zum 7. August an der britischen Ostküste ein Handelsschiff von 10 000 BNT. In Ost= und Mittelengland wurden medrere Flugplätze mit guter Wirkung bombardiert. Vorpostenboote schossen im Kanal einen britischen Bomber ab. In Nordafrika erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombentreffer schweren Kaliders in Lagerbäusern und Materialspeichern bei Todruk und Marse Matrnk. Ein weiterer erfolgreicher Luftauarifs. der von einem stärkeren deutschen Kampffliegerverdand durchgefuhrt wurde. richtete sich gegen die Hasenanlage von Suez. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschie: denen Orten West= und EndwestdentschlandBrand= und Sorengbomden. Die Zivilbevölkerung datte einige Berluste an Toten und Verletzten Nachtjäger und Flatartillerie schossen fünf britische Bomder ab.“ Eine Aktion von Singapur aus vorbereitel? Dazikündigt an, das Australien-Acor ASA. Kriegsschiffe sehen“ werde Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Churchill will ungestört sein Der einem 1n do Stockbolm. 8. August 1ISN.=Konteradmiral Tassinder dai australischen Hasen, wo sich angenblicklich zwei schwere 11SA.=Kreuzer aufbalten, ein Intergeworsen wur view gegeden, in dem er versicherte, die Australier Alle diese Ver= wurden vermutlich wädrend dieses Krieges noch medrere UISA.=Kriegsschiffe zu seben bekommen. Die Unterbausrede Edens brachte eine„Warnung“ an die Adresse Tokios. Das Unterbaus er hielt von der Regierungsbank keine wesentlichen neuen Aufklärungen über Kriegsereignisse. Aus Autlees Worten ging nur bervor, daß das Kabinett die Aussprache auf einen Grundton maßvollen Optimismus abzustellen wünschte. Er lobte die Leistungen der Sowjetarmee und ging sodann in der zu erwartenden Ordnung auf die Luftkämpfe über dem Westen Europas, auf die Schlacht im Atlantik und schließlich auf die Hilfeleistung Amerikas über. Weder Attlee noch Eden gaben die in der vorigen Woche von Unterbausmitgliedern er betene eindeutige Erklärung über Englands Indienpolitik ab. Es scheint überdaupt. als ob CburchilI mit der Rezierung der Vereinigten Staaten in Verbandlungen steht, die sich sowohl um Eingavur wie auch um ein Abenteuer auf den Azoren drelagen und im den können, und jetzt weniger denn je der britiseine Einwirkung schen Oeffeutlichkeit aus dem Wege über das Unterbaus Gelegenheit zu einer Aussprache geben will, die seine Pläue stören könnte. Obgleich sich bestätigt, daß die normalen Oel bezuge Japans nicht unterbunden sind, ist man in London offenbar zuversichtlich über die Zwangsläufigkeit der Politik Roosevelts. Mau bemüht sich dennoch, den Druck auf die amerikanische öffentliche Meinung nicht milder werden zu lassen. Das geschiebt teils durch die Verzerrung der strategischen Verlagerungen im Stillen Ozean, teils durch die demonstrativen britischen Truppenlandungen in den malaiischen Gebieten und in Birma. Ganz unzufrieden scheint man mit der Haltung der niederländisch=indischen Behörden zu sein, die mit den Japanern am Tage nach der Oelverordnung Roosevelts ein Abkommen über die Lieferung von Robstoffen abgeschlossen haben. Versicherungsraten für Ostasien=Reisen gestiegen do Stockbolm, 8. August. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Eden scheint sich über die Gesamtlage nicht mehr allzuviel Illusionen zu machen. Das war erkennbar an seiner erneuten Warnung an Japan. In London geben alle Kriegsversicherungsraten für Reisen nach Oftasien sprunghaft in die Höhe. Man fürchtet, daß die Konfliktmöglichkeiten im Fernen Osten sich vermehrt haben. Britisches Geschwader kreuzt vor Siam A Svanavat. 8. August. Gut unterrichtete javanische Kreise haben festgestellt, daß im Golf von Siam ein britisches Geschwader aufgetaucht ist. USA.=Senat gegen Roosevelt □ New York, 8. August. Wie Associated Pretz aus Wasbington meldet hat der Senat mit 57 gegen 19 Stimmen Roosevelts Einspruch gegen die Bewilligung von 320 Millionen Dollar für den Bundesstraßenbau außer Kraft gesetzt. Dieser Beschluß geht nunmehr dem Abgeordnetenhaus zur Abstimmung zu. In 45 Tagen mehr als im Weltkriege! Nach wir vor beherrscht die deutsche Siegesbilanz auch die Auslandsbresse Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Flugzeugwerke im wieder Hauptziel der beutschen Klieger and Berlin. 8. August. Bei dem ersolgreichen Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf krieaswichtige Ziele der sowiettschen Hauptstadt Moskau in der Nacht zum 7. August entstanden wieder zahlreiche neue Großbrande. Wieder waren die Klugzeuawerke im Moskwa-Bogen das Hauptziel der deutschen Flieger. Allein in einer Klugzeugfabrik entstanden durch das erfolgreiche Bombardement sehn starke Brände, so daß mit der Zerstörung dieses Werkes gerechnet werden kann. Mit den i schreibt Ausfällen der sowietischen Flugzeuaindustrie er=ten, was leidet deren Kriegsführung darte Schlage. Die Zerstörung jeder Flugzeuamotorenfabrik und jedes Flugzeuazellenwerkes bedeutet den Ausfall von Hunderten von sowjetischen Maschinen. die nicht mehr zum Ersat für die von der deutschen Luftwaffe in Luftkämpfen und am Boden verstorten Flugzeugen an die Kront geschickt werden können. Millionen von Sowjets kampfunfähig U Gens. 8. August. Die große Bilanz, die Berlin mit seinen Condermeldungen gezogen dat, erregt in der schweizeriichen Presse wirklich ungeheures Aufsehen. Besonders unterstrichen wird in verschiedenen Blättern die Tatsache, daß die Cowjetunion dadurch. daß 4 Millionen sowjetische Coldaten kampfnnsädig sind. in 45 Tagen medr Coldaten verloren dat ale während des ganzen Weltkrieges. Beseelt von der Ditzivlmn des □ Rom. 8. August. Zu den gewaltigen Erfolgen der deutschen Truppen an der Oftfront schreibt „Giornale d'Italia“, es sei dies ein Sieg der geschickten Kriegführung und der Tapferkeit und Einsatzbereitschaft des Einzelnen. Man habe auf der einen Seite die„Dampfwalze“, auf der andern Seite starke Streitkräfte. beseelt von einer Disziplin des Geistes.„Stampa“ meint, daß die Ueberwindung des Raumes noch große Anstrengungen dem erfordern könnte, daß aber das schwierigste Ziel,„Tokio Asabi die Vernichtung der besten Sowjetarmeen, bereits„Deutschland ErZeifinder an Weitere Secresverbande über den Iniestr ind Berlin,&am. August. Beim weiteren Uederang denticher Heeresverdände über den Dujestr urchbrachen diese die Besestigungslinie an der ten rumanisch=sowjetischen Greuze von 1940. Bon diesen Truppen wurden in der Woche vom 27. Juli is 2. Auanst 1941 191 Cowjetdomder im Kampf enommen. Anßerdem raumten die Bolschewisten 12 Bunker kampflos. Ueder 9000 Gesangene wur: den gemacht und 40 Geschütze. 45 Pak. 89 Granat: werfer und 270 Laukraftwagen und Jugmaschinen erdentet oder vernichtet Taglucd schwere Sewiet Verlufte ind Berlin. 8. Auaust. Die schweren blutigen Verluste der Bolschewisten steigern sich von Tac Taa an der gesamten Ostfronut. Am Mittwoch. erreicht worden sei. Stalin batte sich nicht— wie einst Napoleons Gegner— der Entscheidungs= schlacht entzieben können, sondern sei zu ihr gezwungen und geschlagen worden. Die Antwort: ein glattes Rein! □ Madrid. 8. Auaun.„wa stellt fest, daß auch die kühnsten Erwartungen des ungebuldigen Beobachters hausdoch übertroffen worden seien Ein kalter Schauer lauft uns über den Rücken. das Blatt. wenn wir daruber nachdenaus der westlichen Kultur geworden wäre, wenn diese unbeimliche Kriegsmaschine des Bolschewismus eines Tages über uns bergefallen ware. Jeden Tag wird uns klarer, mit welchem beiligen und geschichtlichen Recht Adolf Hitler seine großen Entscheidungen getroffen hat.“„ABC“ fragt sich ob die versprochene englische und ameri= die einen Angriff kanische Hilfe angesichts der niederschmetternden abschnin versuchte Ergebnisse die Lage an der Ostfront noch in irgendeiner Weise zu andern vermoge. Die Antwort sei ein glattes Rein.„Arriba“ bezeichnet die knaooe militärische Sprache des deutschen Oberkommandos als charakteristisches Merkmal eines Siegers. der sich der Unantastbarkeit und Bedeutung seines Sieges bewußt sei. schlagen“.„Die Erfolge haben die kühnsten wartungen übertroffen“, so überschreiben die tungen den deutschen Siegesbericht. Weiter den auch die aus Berlin gemeldeten Erfolge finnischen Truppen große Beachtung. Budapest ruhmt Feldherrngenie bes Füdrers □ Budaves, 8. August. Das Regierungsblatt „# ugurrienseg“ schreibt: Das Feldderrn genie des Fuhrers und die überlegene Kunst der deutschen militärischen Führung haben im Verein mit der sieggewohnten deutschen Wehrmacht eine der machteasten Armeen der Welt ausgerieben schon setzt Europa von der bolschewistischen fahr befreit. Tokio sagt: Absoluter Sira □ Tokio, 8. August. Die ernen Seiten sast aller Zeitungen werden von den deutichen Siegesmeldungen, die durch die neuetten Funkbilder aus dem Kamofgebiet unterstutzt werden. beberrscht. Schimbun“ wadlt die Ueberschrift: gibt den absoluten Gieg in der und Ge Schlacht im Emolensk=Gediet bekannt."„Tokio Nitscht Nutscht“ schreibt. die deutsche Armee erringt einen überragenden Sieg und aibt in großen Schlagzeilen die Gefangenen= und Beutezahlen bekannt“. Keindlicher Angriss in Rerdafrika verlustreich zrückgeschlagen dem Kampfvor dem gefallene SoDir gigantischste Freut der Weltaeschichte □ Bichv. 8. Augun.ulfeur“ bemerkt vor 25 Jahren habe man gewiß gewaltige Kämpfe erlebt. sie seien jedoch stets räumlich und zeitlich begrenzt gewesen. Heute dauere in Osteurova die Schlacht ununterbrochen seit sieben Wochen an Sie dedne sich auf die gigantischste Kront aus, die die Geschichte je gekannt habe.„Action Fraucaise- nimmt die Veröffentlichung der deutschen Heeresberichte zur Gelegenheit. noch einmal auf die von den deutschen Armeen entdeckten Schand taten der Bolschewiken binzuweisen. Krrude im verbändeten Finntand 2 dem 6. Anaust. wurden allein vor abschnitt einer deutschen Division Gefechtsstand einer Flakdatterie# wiets festgestellt. *-" □ Helsinki. 8. August. Auf der ersten Seite Seriprengte Belschewinten vernichlel und in großer Aufmachung, mit gausseitigen Überind Berlin s August. Kleinere versorengte schriften, bringt die finnische Presse die SonderLowjet=Gruppen, die den Anschlut an ihre zuruck; meldungen bes dent segz.,„Schrefien wernder## weichenden Verdände verloren hatten, versuchten Wehrmacht. In den Ueberschriften werd. sich durch die vorderen Linien der deutichen Trupe gewaltigen Zadlen hervorgedoben, ferner find in pen bindurchzuschlagen, wurden aber an vielen der Zeitung„unn Euomi“ die an der Oetren Stellen von den deutichen und verbündeten Krunz führenden Marchälle und Generale abgedildet. pen abgesangen und vernichtet. 1„Die gigantisch ausgerüstete Sowjetarmee in geand Rom. 8. Auaust. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag dat folgenden Wortlaut: „Uniere Torpedofingzeuge baden im östlichen Mittelmeer einen seindlichen Schisseverdand angegrissen und mit Torpedos zwei Torpedobooihzer: körer getroffen. Nordafrike wurde eine seindliche Abteilung, auf unsere Stellungen im Ofvon unseren Truppen im Gegenangriff gezwungen, sich unter Verinsten zurück: zuzieden. Luftverbände der Achse baden Verteidigungs= anlagen. Magazine und Hasenaulagen von Tobruk bomdardiert, wodurch Bräude und Explosionen entstanden und ein im Hasen liegendes Schiff mit Volltreffern getrofsen wurde. Außerdem wurdein feindlicher Luftstünpunkt mit Bomden belegt In Ostafrika bai die feindliche Luftwasse ernen: das Wohnviertel von Gondar bombardiert. Unter der Eingeborenenbevölkerung gab es fünf Verwundete. In der Nacht zum 6. baden britische Flugzeuge einige Bomden über Augusta und Katania abgeworien: Ein Toter und einige Berwundete Eines unserer U=Boote unter dem Besehl des Kapitäulentnants Gialiano Prini bat im Atlantik zwei Schiffe mit insgesamt 11000 Tonnen versenkt. Stimson als Rachfelger Sulls? ∆ New Vork. 8. August. Der bekannte Rundfunksorecher und Hearskorrespondent Boake Carter schreibt im„New Vork Dailo Mirror“. Außenminister Hull werde. verläßlichen Informationen zufolge aus Gesundbeitsgründen aurücktreten. Es bestebe dann die Möglichkeit, daß Kriegsminister Stimson den bereits früder innegebabten Bosten als Auf enminitter wieder einnehmen werde. An seiner Stelle werde, wie Catter wissen will Wen del Willkie das Krieasministerium übernehmen. Stalin gilt der Mensch nichts Die Zahl der Toten des Sowjetheeres beträgt, wie von unserer Seite festgestellt wird, ein faches der Zahl der Gesangenen. Völlig unzureichend ausgebildete Mannschaften, die re#n„r fahrung im Gebrauch der mechanischen Wafsen haben, werden sinnlos und ohne jeden ersichtlichen Zweck in den sicheren Tod gehetzt. Die sowjetiichen Verbände sind bereits derartig durcheinander gewürfelt durch den aufreibenden Kampf, daß von einer einheitlichen Truppenführung überhaupt nicht mehr gesprochen werden kann. Aus Gefangenenaussagen geht hervor, daß frisch aus den Garnisonen kommende Sowjetsoldaten neuerdings an Geschützen und Maschinengewehren eingesetzt wurden, ohne daß sie je vorher solche Wassen überhaupt zu Gesicht bekommen hatten! Ein gesangener Sowjetsoldat, ein Bauer, spricht davon bei der Vernehmung, daß er überhaupt nicht gewußt habe, was vor sich gehe, es seien dann„Männer mit eisernen Hüten“ gekommen, die ihn gefangen genommen hatten. Der Mann kannte also einen Stahlhelm überhaupt nicht!„Alle diese Dinge zeigen, daß hier von einer militärischen Führung des Bolschewismus überhaupt nicht mehr die Rede sein kann. Was auf Paraden gezeigt wurde, waren Ausnahmeregimenter, waren sozusagen tyvische „Potemkinsche Dörfer“, nichts anderes. Wir er kennen hieraus deutlich, daß auch die Kriegsführung der Menschenschlächter vom Kreml nur die Fortsetzung der blutigen Methoden des politischen Kampfes ist. Ein Menschenleben gilt nichts wenn es zu Ehren Stalins gemordet wird, ein Soldat im Felde gilt nichts. Nicht eine Spur von Gefühl ist in Moskau dafür vorhanden, daß das Blut der Nation kostbar ist, daß jeder ihrer Söhne es wert ist, daß sein Leben für den Dienst am Volk und Land geschont wird. Der Mangel an Empfin den für diese oberste Lehre der Staatsführung zeigt am besten, daß das Somietregime nur eine Evisode in der Geschichte der Menschheit sein kann, mehr nicht. Bölliger Mißerfolg des britischen Angriffsversuches auf Kirkenes dnd Berlin. 8. August. Wie bereits gemeldet unternahm die britische Luftwasse am 30. Juli einen Angriffsversuch auf Kirkenes, der mit einem völligen Mißerfolg der Briten endete. Von den angreisenden 40 britischen Flugzeugen konnten bekanntlich nur 10 und diese zum Teil mit schwe ren Beschadigungen zu ihrem Stutzpunkt zurück kehren. 23 Maschinen, vorwiegend Torpedoflug zeuge, wurden von deutschen Jägern abgeschossen 5 von der deutschen Bodenabwehr zum Absturz ge bracht. Zwei weitere britische Flugzeuge wurden so schwer beschadigt, daß sie ihren Stutzpunkt nicht mehr erreichten. Da das britische Luftfahrtministerium auch von diesen großen Verlusten bei Kirkenes nur einen Bruchteil zugab. werden, wie schon nach der Luf: schlacht über dem Kanal, nachfolgend die der britischen Piloten bekanntgegeben, die bei die sem vollig zusammengebrochenen Angriffsversuc gesangengenommen wurden. Eo wurden in deut sche Gefangenschaft eingeliefert: I. Lt. R. R. Alastair Trevithte Eanen, 2. Zub % Rodert Stanlen Miller, A. Lt. R. N. John Ferrabn Olsen. 4. Lt. R. N. Hugo Hastings Brat ken. 5. Lt. R. N. Harold Frederick Bond. 6. L. N. A Edward Lancaster. 7. Lt. R. N. Tavid Miles Lub dock. k. Eud. Lt. Artbur Percival Keev, 9. Eub Lt. Tom Eadie Blacklock. 10. Eub. Lt. Charles Howard. 11. Lud. Lt. Gerard Luvion Turner, 12 L. N. A. Donald Edward Polmeer, 13. Lt. R. N. Rodert Rotz=Tavlor, 14. End. Lt. Peter John Greenslade. 15. Eub. Li. William Walter Barsene. 16. Li. R. N. Peckuv. 17. Lt. R. N. Miles. 1d. L.N.A Harro Griffin, 19. Lud Lt. N. A. Tavid Moles. M. Lt. R. R. L. E. R. Beblairs, 21. Lt. R. N Bulford. Viele Briten fanden den Tod in den Wellen. Außerdem wurden zahlreiche britische Flieger als Leichen geborgen. Diese konnten aber zum größ ten Teil nicht identikiziert werden. Lediglich von vier toten Piloten wurden die Namen bisher fest gestellt. Es handelt sich um: Li. N. A. Beer. Lt. N. A. Barrow. Lt. N. A. Clavion, Lt. N. A. Nade. Im Juli 463 britische Zlugzeuge ubder dem Kanal abgescheisen dnd Berlin, 8. August. Während der zwar groß angekundigten, aber kläglich gescheiterten britischen Luftossensive verlor die britische Luftwafse allein im Juli 463 Maschinen über dem Kanal. Außer den bereits gemeldeten Piloten, die in acht Tagen des Monats Juli in deutsche Gesangenschaft gerieten, wurden im gleichen Zettraum die unten genannten brittschen Flieger mit Verwundungen und Verletzungen in deutsche Pazarette aufgenommen: Sergeant Hans Soal. Erkennungsnummer 650 186, aus Brockru. 21 W. Pulvoronab. Sergeant Ernest Agoold. Erkennungsnummer 759244, aus London NW. 9. Creret Kinaburn Highmeadow 30. Sergeant Kennctd Kemp aus Watten. Herts Coach House. Gergeant William John Jackman. Erkennungsnummer 1 168 494. aus London W. 12. Sbepberds Busb. Richmondgardens 55: Sergeant Grabam Krancts Breckon. Erkennungsnummer NS 402 162. aus Pt. Cbevalier, Auckland Neuseeland. Dignan Road 14; Gergeant Edward William Perkins, Erkennungsnummer 7481, aus Orford, Ifsav Road Howard Street Road 6: Sergeant Joseph Biel. Erkennungsnummer 780 378; Pilot=Officter Cbeick. Erkennungsnummer P. O. 548. Sergeant Hilkens. Lrutsches Vorpostenboot schet britisches Bombenflugzeug ab □ Berlin, g. August. Deutsche Vorpostenboote bekämpften im Verlauf des Mittwoch medtere britische Flugzeuge über dem Kanal mit gutem Erfolg. Nachdem woblgezieltes Flakfeuer die britischen Maschinen zum Abdreben gezwun gen hatte. schoß ein deutsches Vorpostendoot ein britisches Bombenflugzeug ab. Betrieb ineriühungeng werden geschult swartinnen Nachdem am vorletzten Sonntag die Uebungswarte der Herner und Castrover Betriebssvortgemeinschaften zu einer Kreisschulung auf dem Sportvlatzgelände der Zeche Friedrich der Große vereinigt waren, unterzogen sich am vergangenen Sonntag die Uebungswartinnen einer eingebenden Schulung auf der Sportplatzanlage der Zeche Shamrock 1/2. Unter der Leitung von Fräulein Graul wurden sie theoretisch und praktisch in den vorgeschriebenen Uebungen des am 14. Gevtember anstehenden Sommersporttages und des Mannschaftswettbewerbes für Frauen am 21. September lände um auf dem Hibernia=Sportgelände unterwiesen. Der Verlauf der Schulung ließ erkennen, daß auch der weibliche Betriebssport aus dem Vormarsch ist. Wichtig für eingezogene Gastwirte! Nach Paragraph 4 des Gaststättengesetzes erlischt die Erlaudnis zum Betriebe einer Gast. oder Schankwirtschaft, wenn der Erlaubnieinhaber seinen Betrieb seit einem Jahre nicht mehr aus. geübt hat, ohne daß ihm darüber hinaus eine Frist gewährt worden ist, innerhalb deren der Betrieb wieder aufgenommen worden ist. Diese einjährige Frist kann im Einzelfalle verlängert werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Als wichtiger Grund ist u. a. die Einberufung zum Heeresdienst oder zur sonstigen Verwendung anzusehen. Der Antrag auf Fristung ist von dem Erlaubnisinhaber innerhalb eines Jahres nach der Betriebseinstellung beim zuständigen Stadtverwaltungsgericht zu stellen. Nach 6. des Gaststättengesetzes ist die Ausübung der im K——— Paragraph 1 tzes bezeichneten Gewerbe(Gastwirtschaft, Schankhandel mit Branntwein) durch einen StellvertreAbs. 1 des Gesetzes wirtschaft Kleinhandel mit Branntwein, durch einen Strubertie. ter nur mit besonderer Erlaubnis(Stellvertretungserlaubnis) gestattet. Diese Vorschrift hat in der Gegenwart erhöhte Bedeutung dadurch gewonnen, daß viele Gewerbetreibende der oben bezeichneten Art zur Wehrmacht oder sonstigen Verwendung einberufen worden sind und der Betrieb durch einen Stellvertreter(Ehefrau, sonstige Angehörige) im Namen und für Rechnung des Inhabers der Erlaubnis ausgeülbt wird. Auch in diesen Fällen ist die Stellvertretungserlaubnis erforderlich. Anträge auf Erteilung der Stellvertretungserlaubnis sind von dem Erlaubnisinhaber an das zuständige Stadtverwaltungsgericht zu richten. Vorsicht mit elektrischen Heizösen! Eine Ehefrau hatte Wäschestücke ihres Kleinkindes auf einen elektrischen Heizosen geleat. diesen eingeschaltet, im Drange der Arbeit aber vergessen, danach zu sehen. Nach einiger Zeit aber nahm man Brandgeruch wahr. und aleich darauf mußte die Hausfrau feststellen, daß einige der vergessenen Wäschestücke in Brand geraten waren. B P 1 efkast en J. J. 29: Wenn keine Kündigungsfrist vereinbart ist, kann der Mieter das Mietverhältnis nur für den Schluß eines Kalendermonats kündigen. Die Kündigung hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen. Diese Kündigung gilt nur dann, wenn der Mietzins nach Monaten bemessen ist. Ist der Mietzino nach Wochen bemessen, so ist die Kündigung nur für den Schluß einer Kalenderwoche zulässig. In diesem Falle hat sie spätestens am ersten Werktage der Woche zu erfolgen H. K. Herue: Der Friseur ist für den entstandenen Schaden haftbar. Nachdem inzwischen schon die Heilung erfolgt ist, wird sich die Höhe der Schadens im Prozeßwege schwer nachweisen lassen. Eine gütliche Einigung ist daher ratsam. R. R.: Ob der Ort bei Frankreich verbleiden oder nach Frank. reich gekommen ist, läßt sich von hier aus schwer feststellen, es ist aber möglich, daß er Deutschland zugeschlagen wurde. Im besten wenden Sie sich an das Büro des Chefo der Zivilverwaltung in Mez. Das Sremde Gesickt Ea roonee wsccnte Roman von CAREN Sein Herz überschlug sich in einem irrsinnigen Glücksgefühl. Im ersten Impuls wollte er aufspringen und ihr entgegeneilen. Aber er hielt sich zurück. Es war schöner, sie hier zu erwarten und diese köstliche Spannung noch um ein paar Gekunden zu verlängern. Lächelnd beugte er sich über sein Buch und nahm eine scheinbar vertiefte Haltung an. Gleich darauf hörte er Evelyn eintreten. Argus sprang mit einem winselnden Freudengeheul an ihr hoch. Die junge Frau stieß einen kleinen Schrei aus und versuchte mit beiden Händen den Hund von sich abzuwehren. „Pfut, Argus— nicht! Mit deinen Schmutzpfoten! Was tust du denn überhaupt im Zimmer?“ Ihre Stimme hatte etwas Atemloses, Gestörtes, das dem Ohr des Arztes nicht entging. Langsam drehte er sich nach ihr um. Als erstes fiel ihm auf, daß sie kein Abendkleid anhatte, sondern ihr Straßenkostüm. Ihre sammetbraunen Augen unter dem kleinen Halbschleier kamen ihm größter vor als sonst, und ihr zartes Gesicht hatte diese seltsame Blässe, die er nach großen Erregungen zuweilen an ihr bemerkt hatte. Eine besorgte Frage drängte sich ihm auf die Livpen, aber er sprach sie nicht aus. Irgend etwas wie eine plötzliche innere Hemmung verschloß ihm den Mund. Er ließ Evelyn auf sich zukommen und streckte ihr über die Stuhllehne hin die Hand entgegen. Sie beugte sich zu ihm hinab. Ihre kühlen Lippen berührten flüchtig die seinen. Aus ihrem Haar stieg ein fremder Geruch, ein Geruch nach kaltem Zigarettenrauch. „Guten Abend, Liebster— noch nicht zu Bett?“ fargte sie leichthin.„Du solltest Dich früher schlasen legen bei der vielen Arbeit, die Du hast.“ „Ich wollte doch auf Dich warten. Man steht sich tagsüber ohnehin so wenig.“ Er hielt ihre Hand fest, die sich durch den Wildlederhandschuh hindurch eisig kalt ansaßte. „Ist Dir nicht gut, Evy?“ Ihre Lider gerieten unter seinem besorgt sorschenden Blick ins Flattern. Mit gezwungenem Auflachen befreite sie ihre Hand. „Aber ja— durchaus. Warum denn? Ein bißchen durchfroren bin ich, das ist alles... Hast Du noch einen Schluck Tee?“ Sie griff nach der neben ihm stehenden Tasse und trank sie auf einen Zug aus.„Sie sollten endlich das Theater heizen. Wir haben doch schon Mitte September und....“ Sie brach mitten im Satze ab und spielte sich mit kleinen nervösen Schritten in den Hintergrund. Alland folgte ihr starr mit den Augen. Ihm war, als habe er einen Schlag auf den Kopf bekommen. Das ganze Zimmer schwankte um ihn wie bei einem Erdbeben. „Das Theater...hörte er sich mit schwerer Zunge fragen.„Wie war es denn?“ „Ob. herrlich! Die Jeritza war natürlich hinreißend— auch im Spiel. Schade, das Du nicht mitkommen konntest...“ Sie blinzelte unsicher. „Was schaust Du mich denn so an „Weil Du kein Abendkleid anhast— fällt mir eben auf.“ „Ja— ich...“ Frau Alland errötete jäh. Mit nervösen Fingern riß sie sich die kleine Filzkappe vom Kopf und begann vor dem Kaminspiegel ihr Haar zu ordnen. Ihre sonst so anmutigen Bewegungen bekamen etwas sonderbar Fahriges, Unharmonisches. Sie schluckte ein paarmal, bevor sie weitersprach. „Nämlich— es regnete so, und ich konnte nicht den Wagen nehmen. Der Scheinwerfer funktioniert nicht. Da zog ich einfach mein Kostüm an, damit ich nicht klitschnaß ins Theater kam. Es war mir zuerst ein bißchen veinlich, weil alles in Abendtoilette war. Aber dann war ich doch ganz froh. Frank Alland beschattete mit beiden Händen sein Gesicht. „Um halb acht hat es nicht mehr geregnet“, kam es schwer hinter seinen Fingern hervor. Evelyn streifte ihn im Spiegel mit einem unruhig sichernden Seitenblick. „Nein“, erklärte sie hastig,„aber ich ging schon früher weg, schon um halb sieben. Weil ich näm lich vorher noch zu Landings mußte. Ich wollte Gina statt Deiner mit in die Oper nehmen, damit das Billett nicht verfällt.“ „Und...?“ „Gina konnte leider nicht weg. Ihr Kleiner hat die Masern. So mußte ich denn allein...“ Der Satz brach ihr mitten entzwei. Ihr lächelnMund bekam langsam etwas maskenhaft Starres, und eine gläserne Blässe überzog ihr Gesicht. Alland hatte plötzlich die Hände sinken lassen und blickte ihr gerade ins Gesicht. Und dieser Blick, in dem sich ein tödlicher Schmerz mit Vorwurf und Verachtung paarte, hatte etwas Vernichtendes. „Warum lügst Du mich an, Evelyn?“ fragte er in die quälende Stille hinein. Seine Stimme klang ganz ruhig, unheimlich ruhig. Evelyn gab keine Antwort. Mit kindlich hochgezogenen Schultern lehnte sie am Kamin, unbeweglich, und ein schmerzlich verstockter Zug trat in ihr Gesicht. „Warum belügst Du mich— sag?“ fragte er noch einmal.„Du bist ja gar nicht bei Gina Landing gewesen. Ich weiß es, weil ich selbst mit ihr telephoniert habe. Und auch im Theater warst Du nicht. Jedes Wort, das Du sprichst, ist gelogen.“ Er sprang plötzlich auf und kam in drohender Haltung auf sie zu. „Um halb sieben bist Du von zu Hause weggegangen. Jetzt ist es drei Viertel zwölf. Willst Du mir sagen, wo Du in dieser Zeit gewesen bist? Ich will es wissen— hörst Du!?“ Wieder kam keine Antwort. Der verstockte Zug um Evelyns Mundwinkel trat nur noch deutlicher hervor, und zwischen ihren Brauen vertiefte sich eine kleine steile Falte. Dieses hartnäckige Schweigen versetzte Alland plötzlich in tobsüchtige Wut. „Antworte!“ schrie er sie an.„Wo hast Du Dich die fünf Stunden herumgetrieben?“ Keuchend flog sein Atem. Er packte ihre zarten Handgelenke und schüttelte sie wie von Sinnen. Da sah sie ihn an. Hilfloses Entsetzen weitete ihre Pupillen, ihre Augen füllten sich langsam mit Tränen. Mit einem wimmernden Laut ließ sie sich auf den nächsten Gessel fallen und vergrub aufschluchzend ihr Gesicht in den Händen. Der Dobermann verließ seine Ecke und drückte sich leise wedelnd an die Knie der Weinenden, als wollte er für sie Partei ergreifen. Dieser Anblick entwaffnete den Zornigen. Seine Wut schlug in eine finstere Traurigkeit um. „Evelyn“, sagte er fast flehend,„sei doch aufrichtig zu mir, Evelyn. Zieh doch unsere Liebe nicht mit solchen unwürdigen Lügen in den Schmutz. Das hab ich doch, weiß Gott, nicht verdient. Wenn Du“, er atmete schwer,„wenn Du mich nicht mehr lieb hast, dann sag es mir doch.“ „Liebster!“ Frank Alland überhörte den erstickenden Aufschrei. Fröstelnd vor Erregung lief er im Zimmer auf und ab. „Wir, die sechs Jahre lang jeden Gedanken miteinander geteilt haben! Wir, die wir... stietz ein bitteres Lachen aus.„Früher sagtest Du einmal, ich sei der einzige Mensch, zu dem Du Vertrauen hättest— der einzige, den Du nie belügen könntest. Und jetzt? Hast Du vergessen, was uns zusammengeführt hat, und wie wir gekämpft haben um unser Glück? Mehr, weit mehr als jedes durchschnittliche Liebespaar. Hast Du das alles schon vergessen?“ Evelyn hob den Kopf und kehrte ihm ihr tränenüberströmtes Gesicht zu. „O nein, Frank,— ich werde mich noch oft daran erinnern müssen“, sagte sie leise mit schmerzlicher Betonung. „Dann handle an mir, wie es der Anstand erfordert einem Menschen gegenüber, den man einmal geliebt hat. Sag mir die Wahrheit!" „Eben weil ich Dich geliebt habe und noch liebe — kann ich sie Dir nicht sagen. Ich kann nicht, hörst Du, Frank— und ich will auch nicht.“ Ihre Tränen waren versiegt, aber ihr kleines Gesicht war ganz schmal geworden, ganz ausgelöscht vor Kummer. Mühsam erhob sie sich und griff nach Handtasche und Hut. Ihr Gang hatte etwas Müdes, Gebrochenes. Mitten im Zimmer blieb sie noch einmal stehen und sagte mit zuckenden Lippen: „Nur das eine, wenn Du mir glauben wolltest — daß ich mich nie an unsere Liebe versündig: habe, und daß...“ Die Stimme versagte ihr. Mit einer hilfloser Gebärde streichelte sie über den Kopf des Hundes der ihr bis zur Tür folgte. Fortsetzung folgt Richard Ewerwin Prümers Llanne Prümers Vermählle Herne Herne-Sedingen Bohnhofetr. 92 Mesorteir 20 8. Augunt 1941 Gustav Langefeld Im Kamen der Angehörigen: 9eont don k. Auguß 1961. Ot Beerbigung Hubet an 2. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein über alles geliedter, herzensguter Mann und lieber, treusorgender Vater meiner beiden Kinder, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Better, der Gefreite Josef Basinski im blühenden Alter von 81 Jahren in dem Gefecht bei Porhoff in der Gowjetunion sein Leben gelassen hat. Nachdem er die Kämpfe in Polen, Belgien und Frankreich glücklich Überstanden hat, ereilte ihn am 15. Juli 1941 das Schicksal. Wer ihn gekannt, weiß was wie verlieren. Ein frohes Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. In tiefem Schmerz: Frau Auguste Basinfki, ged. Wenzel und Kinder Rolf und Ursel nibst Augehöeige. Herne(Bochumer Str. 143), 7. August 1941. Nach einem arbeitereichen Leben verschied heute nach langem schweren Beiden im Alter von 88 Jahren mein guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Druder, und Onkel Alex Löhr und Frau 9. Auguß, nachmittags 3.20 Uhr, von der Feiedhofskapelle an der Wiescherstraße aus natt. Für die uns auläßlich des uns betroffenen schweren Verlustes durch den Tod meiner lieben Frau und unserer guten Mutter erwiesene Teilnahme und für die vielen Blumen= und Kranzspenden sprechen wir hiermit unseren derslichsten Dank aus. August Schneider und Söhne Herne=Börnig, im August 1941. Sämtliche Familiendrucksachen in ieber Ausfäbrung Iiefert in weuigen Stunden 8. I. seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, Montag nacht infolge Unglücksfalles auf der Zeche Shamrock meinen innigstgeliebten Mann, unsern treusorgenden Vater, meinen lieben Sohn, unsern Bruder, Schwager und Onkel Albert Wüstefeld im Alter von 34 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiofer Trauer: Frau Martha Wästefeld, geb. Ducaczik und Rinder, Frau Witwe Christine Wüstefeld und Anverwandte. Herne, Wanne=Lickel, Philadelphie(Nordamerika), Montevideo(Südamerika), den 8. August 1941. Die Veerdigung findet am Freitag, dem s. August, nachmittage 15.30 Uhr, vom Trauerhause, La=Roche=Straße 2, aus statt.— Das Seelenamt ist Freitog morgen 7,10 Uhr in der St.=Marien=Kirche. Verkauf Fast neuer SakkoAnzug Größe 54, preiswert zu verkaufen. Zu erfrag. in der Herner Zeitung. S Voeginf er Drogerlen Dickehage Herne, Bahnhofstraße 9 c, Sodingen, Am Amtshaus Guterhaltenes HerrenJahrrad zu verkaufen. Be. sichtigung von 1—3 mittags. Zu erfrag. in der Herner Zeitung. Kleine Anzeigen gehören in die Herner Zeitung. Sinmochenkinderleicht Friko Generel-Vertretung für Westtalen: Ernst Volkmann, 15. Ruf 81 533 Meist auch Bezugsquellen nach das natürliche Beruhigungs. und Schlafmittel, 200 St. 1.00 Drogerlen Diekehage Herne, Bahnhofstraße 9e Sodingen, am Amtshaus Wegen Erkrankung bleibt mein Geschäft vom 11. August bis zum 23. August geschlossen Friseurgeschäft Eugen Dörr Bahnhofstraße 122 Großer handwagen zu verkaufen. * Herne. Stammstraße 7, rechts. Die Wirkung einer Dauerangeige naübertrefflich! Ankaut Guterhaltener KüchenHerd zu kaufen gesucht. Jeder Heimatfreund liest die„Herner Zeitung“ K TT AA STANDARD- BLEICHSODA zum Einpeichen SPULWEISS zum Bleichen WII aum Retnigen- TROLL, sum Scheuem und im Frieden auch STANDARD-STAUT fü die große Wäsche SCHALLO für Wolle und Seide Nummer 184, 2. Blatt HERNER ZEITUNG * B di ze 0 C * Freitag, 8. August 1941 Teischaus! Die Sente e#st! „.... und so habe ich mich auch in diesem Jahre wieder zur Erntebilfe gemeldet“ schreibt mir ein städtischer Beamter.„und ich freue mich, daß ich den Bauersleuten so recht zur Hand geben kann. Der Hof. auf dem ich arbeite. liegt im Kreise Soest mitten in Wald und Feld. Knorrige Eichen umsäumen das Anwesen. und vor dem Hause spenden zwei dickstämmige Kastanien Schatten in der sengenden Julihitze. Die Hofaebäude, Scheunen und Ställe schließen sich an das Wohnhaus an, alle in gutem und sauberem Zustand. Es ist ein alter Erbhof. und die Inschriften über den Toren und Türen sprechene von manchem Geschlecht. Außer mir ist noch ein Berufskamerad von der Justiz hier auf dem Hofe als Erntehelfer tätig. Wir bewohnen ein schönes Zimmer mit Aussicht auf Weiden. Wiesen und Felder. Die Eichen rauschen fast in das Zimmer hinein. Moraens früh, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume blitzen, springen wir schon aus den Betten und gehen an unsere Arbeit, wir helfen in den Ställen und machen uns überall nützlich. Nach dem Frühstück aeht es mit dem Roggenschneider aufs Feld. Der Roggen wird gebunden und aufgerichtet. Das aeht alles wie am Schnürchen und macht uns viel Freude. Zum Mittagessen haben wir dann den richtigen Avvetit bekommen. Nach einer kurzen Rast wird nachmittags von anderen Feldern eingefahren. Die Garben müssen beraufgereicht und verpackt werden. Das kostet oft manchen Schweißtropsen. aber es macht Spaß. So bin ich hier den ganzen Taa in der freien Natur beschäftigt. Die Sonne brennt uns braun und der Körver wird durch die Arbeit gestählt. Während ich sonst bei dem ewigen Sitzen im Büro oft gesundheitliche Störungen hatte, fühle ich mich hier durch die tägliche Beweguna wie neu geboren. Ich schlafe wie ein Bär und habe keine Beschwerden. Ich kann nur allen Berufskameraden empfehlen, sich recht zahlreich zur Erntehilfe zu melden und sich einmal so richtig in der frischen Luft auszuarbeiten.“ ng Wie kochen wir neue Kartoffeln? Die guten neuen Kartoffeln sind jetzt reichlich vorhanden. und wir können sie täglich auf den Tisch bringen. Sie haben einen großen Reichtum an Mineralstoffen wie Eisen. Kalium. Manaan und Magnesium, besiven vollwertiges Eiweiß und außerdem viel Koblehndrate. Dies alles läßt die Kartoffel zu einem vollwertigen Nahrungsmittel werden, welches durch seine große Billigkeit und Anspruchslosigkeit an Bodenverhältnisse als deutsches Volksnahrungsmittel allt. Aber leider nehmen viele Hausfrauen auch heute noch einen großen Teil des Nährwertes der Kartofsel durch salsche Zubereitung fort. Es ist verschwenderisch und unklug. die Kartofseln zu schälen und dann in Wasser auslaugen zu lassen. Besonders bei den frischen. jungen Kartofseln bedeutet das eine unverzeihliche Verschwendung. Die Kartofseln werden gewaschen und in der Schale entweder mit Wasser oder auf einem Drahteinsatz in Dampf gekocht. Dann wird die Schale abaczogen und die Kartoffel kommt schön glatt und rund mit allen Nährwerten auf den Tisch. Die feine zarte Haut der jungen Kartofseln kann aber auch bedenkenlos mitgegessen werden. Es ist nicht einmal nötia, die Zubereitungsweise des Winters dafür anzuwenden. nämlich die Kartosseln mit etwas Oel eingevinselt im Ofen zu überbacken. sondern wir können richtig in die mit der Schale gekochte Kartoffel bineinbeißen. Auf keinen Fall aber wird die Kartofsel vor dem Kochen abgeschält. Am 12. August Heilkräuter abliefern! Die Herner Kreissammelstelle für Heilkräuter wiro am heutigen Freitag in die Schule Kaiser-Wilhelm Straße verlegt. Der nächste Ablieferungstermin ist der kommende Dienstag, 12. August. nachmittags von 15—17 Uhr. Für die Stadtteile Sodingen. Börnig und Holthausen(Sammelstelle Ortsgruppe MontCenis=Straße 292) gilt der gleiche Termin. Keine Drachen steigen lassen! Mit Beginn der Ernte hat auf den abaeernteten Feldern, aber auch auf Straßen und Plätzen. das Steigenlassen von Drachen in erheblichem Maße zugenommen. Neben den Gefahren, die durch Störungen elektrischer Leitungen entstehen, ist das Steigenlassen von Drachen, besonders während des Krieges. aus Sicherheitsgründen verboten und unter Strafe gestellt. Keine Annahme beschädigter Reichsbanknoten! Vor der Annahme zerschnittener, wieder zusammengesetzter und in der Beschriftung verstümmelter Noten wird nochmals gewarnt, da stets die Möglichkeit besteht, daß es sich um Fälschungen handelt und der Empfänger Gefahr läuft, sie bei der Reichsbank nicht umgetauscht zu erhalten. Wenn sich die Zahlung mit derartigen Noten unter verdächtigen Umständen vollzieht, in stets die Kriminalpolizei zu verständigen. Allgemein empfiehlt es sich, zusammengeklebte Noten nicht anzunehmen, sondern die Inhaber an die Reichsbank zu verweisen. Mitteln, die kein Alkall und keine Kalkseife Im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß nachdunkelt. also mit Schwarzkopf„Extra-Blond He SCHAUMPON Jeder herner Schwimmer ein Retter! Aber zuvor muß jeder Herner auch ein Schwimmer werden- Die dopvelte Losung Kampf dem nassen Tod! pospa Herne. 8. Aug. In den vergangenen Wochen haben viele Herner den Grundschein bzw. Leistungsschein d. Deutschen Lebensrettungsgesellschaft erworben. Wir haben fortlausend über das Ergebnis der Lehrgänge berichtet, die sowohl im Kanal wie im Sommerbad abgehalten wurden. Noch vor wenigen Tagen haben 26 Herner die nötigen Prüfungen erfolgreich bestanden: in der kommenden Woche wird im Sommerbad wieder ein Lehrgang unter der Leitung des Schwimmeisters Wittkämver stattfinden.— Rettungsschwimmen tut not! Allein im Rhein=Herne=Kaual fallen in jedem Sommer eine Reihe junger Meuschen dem sogenannten„wilden Baden" zum Opfer. 3000 Menschen fährlich sind die Opfer des nassen Todes. Eine furchtbare Bilanz, wenn man sich vergegenwärtiat. wieviel kostbares zum Teil junaes Leben hier vernichtet wird. nicht weil diese Menschen den Tod freiwillig suchten. sondern weil hier sinn= und zwecklos viele Träger wertvollen Erbautes geopfert werden. Man sage nicht, daß dieser furchtbare Tod vom Schicksal vorberbestimmt sei. Wir sind keine Fatalisten, die sich einfach in ihr Schicksal ergeben, sondern wir sind Kämpfer, die mit allen Mitteln alles Wertvolle der deutschen Gemeinschaft erhalten wollen. Und so wurde aus dem Kampf um die Erhaltung wertvollen Volksgutes die Idee des Rettungsschwimmens geboren, die sich verwirklichte in der Gründung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, die seit ihrer Gründung kurz vor dem Weltkriea Ungeheures geleistet hat. Fast drei Jahrzehnte wird von dieser auf freiwilligem Ehrendienst am deutschen Volke aufgebauten Gesellschaft der harte Kampf gegen den Ertrinkungstod durchgeführt. Ueberall. wo größere Badegelegenheiten sind, sind Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft jederzeit bereit, wenn der Ruf an sie ergeht oder wenn sie jemand in Lebensgefahr sehen, den Kampf gegen den Tod aufzunehmen. Das soll aber nun für uns kein Freibrief sein, uns nun selbst nur auf diese Männer und Frauen zu verlassen, sondern wir haben die Pflicht. auch selbst jeder einzelne für sich, den Kampf aegen den nassen Tod aufzunehmen. Das setzt einmal voraus daß jeder Deutsche ein Schwimmer werden muß. Es ist uns heute so leicht gemacht, diese Selbstverständlichkeit uns anzueignen. In den deutschen Leibesübungen treibenden Vereinen hat jeder die Möglichkeit, schwimmen zu lernen. Das Schwimmen ist heute eine Brauchkunst geworden, die von jedem beherrscht werden muß. Augenblicklich läuft eine vom NSRL. ausgeschriebene Schwimmwerbezeit, die den Zweck hat. auch den letzten Volksgenossen zu diesem schönen Svort heranzuziehen. Die„NSG. Kraft durch Freude" rührt dauernd ihre Werbetrommel und Tausende und Abertausende, die sonst das Schwimmen nicht erlernt hätten, haben durch diese Gemeinschaft nicht allein das Schwimmen gelernt, sondern haben sich auch den Grundschein für die Lebensrettung erworben. Erziehung von starken. mutigen Menschen. Erhaltuna von Volkskraft und Förderung der Volksgesundheit als Aufgabe nationalsozialistischer Erziehung und völkischer Verpflichtung ist der Zweck der augenblicklich lausenden Werbung. Jeder Deutsche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter! Das muß die Losung sein! Unvergeßlich für die Herner Bayreuth4 Gespräch mit einem Soldaten, der mit dem Rb3. Jührer...1 J Sonderzug zu den Festsvielen fuhr „Man kann es nicht beschreiben“. b Herne. 8. Auaust. Die großen Tage der Bavreuther Krieasfestviele sind vorüber. Die Abfahrt des letzten Sonderzuges mit Gästen aus dem Gau Wartbeland, die Frau Winifried Wagner und Gauleiter Wächtler am Bahnhof verabschiedeten, war eine einzige Demonstration des Dankes für das Bavreutber Erlebnis. Erlebnis— Begeisterung— Dank. das sind Worte, die leicht niedergeschrieben sind. Aber daß es Worte waren, die nur der unzulängliche Ausdruck sind für tiefste Freude und völlig neue, einmalige Eindrücke und seelische Werte. das wissen Der Abschied von Bayreuth Als die letzten Besucher Bayreuth verließen, erschien auch Frau Winifried Wagner am Bahnhof, um ihnen einen letzten Gruß zuzuwinken. Scherl am besten die Herner, die selbst unter den Glücklichen waren, die mit dem Sonderzug des Gaues Westfalen=Süd zur Festspielstadt gefahren sind. Einer der Teilnehmer, Soldat, beim Feldzug im Westen verwundet, gibt folgende anschauliche Schilderung seiner Bayreuther Erlebnisse. Die Tage vergingen wie im Flua. Es aab auch nicht den allergeringsten Mißklang. Sie können sich kaum ein Bild machen, wie vorzüglich überall und immer die Organisation klavvte. In bequemen Abteilen 2. Klasse fuhren wir nach Bayreuth. Die Sonne meinte es gut mit uns und lachte an allen Tagen. Am Bahnhof wurden wir mit Musik empfangen, überall standen Autos für uns zur Verfügung, ausgezeichnet wurden wir im Haus des NSLB. bewirtet und aufgenommen. Und daß die Bevölkerung. bei der wir in Privatquartieren untergebracht wurden. uns Soldaten jeden Wunsch erfüllten und rührend besorgt waren. hat uns besonders erarikfen. Er hat so viel und frischweg zu erzählen, von den zahlreichen Besichtigungen der Sebenswurdiakeiten der Wagnerstadt, von Haus Wahnfried. von der Eremitage. von dem ebenso leicht verständlichen wie gründlichen Einführungsvortrag zur„Götterdämmerung". daß der Faden keinen Augenblick abreißt. Und dann das Erlebnis der Festaufführung.„Da saßen wir nun Nachmittags von 8 bis kurz nach 9 Uhr. mit Denic an die eechtzeitige Ueedunkelung! der Unterbrechung von zwei Pausen. im Festspielhaus. Aber die Zeit verging uns wie im Fluge. Nein. man vergißt alles bei dieser herrlichen Musik, bei dieser Sangeskunst und bei diesen Bübnenbildern...“ Nicht zuletzt hatte es ihnen die Inszenierung angetan. Sie beschreiben begeistert alle Einzelheiten der Bühnenbilder, die wuchtige Felsenlandschaft, die ziehenden Wolken. die Bäume und mitten im anschaulichen Bericht, den die Begeisterung so flüssig diktiert, saat einer vlötzlich: „Kein, man kann es doch nicht beschreiben. man muß es sehen, wie wir es geseben haben...“ Ja, es geht uns im Reich oft so. daß wir von solchen Kulturtaten mitten im Entscheidungskampf unseres Volkes nur so nebenher Notiz nehmen. Aber wer wie wir Gelegenheit gehabt hätte. diesen Soldaten erzählen zu hören, dem wäre eine klare, tiefe Vorstellung geworden von der Größe einer solchen kulturellen Tat, deren Klang im Leben dieser Männer nie verloren gehen wird. Ein Klang aus der Welt des Schönen, die im neuen Deutschland jedem Schaffenden geöffnet sein wird. Sammelt Brombeeren! In diesem Jahre sind die Brombeeren besonders gut geraten, auf den Oedlandflächen und an Wegesrainen kann man sie ohne besondere Mübe sammeln. Wir sind sicher, daß es nur dieses Hinweises bedarf. um vor allem die Jugend anzuregen, diese schmackhafte Wildfrucht nicht verkommen zu lassen. Diebstahl einer Geldbörse In der Zeit vom 2. bis 5. August wurde aus dem verschlossenen Mädchenzimmer eines Hauses an der Bahnhofstraße eine Geldbörse aus blauem Saffianleder mit etwa 58 RM. Inhalt gestoblen. Es handelt sich um einen 50=RM.=, einen 5=RM.=, einen 1=RM.=Schein und etwas Kleinaeld. Das Zimmer war mittels Nachschlüssels aeöffnet worden. Wer in der fraglichen Zeit irgendwelche Wahrnehmungen gemacht hat, die zur Ermittlung und Ueberführung des Täters führen könnten, wird gebeten, sich bei der Kriminalvolizei in Herne zu melden. Der Gauleiter gratulierte Gauleiter Wagner übermittelte den Ebeleuten Ernst Grüger. Hilligenwall 5. zur Goldenen Hochzeit seine persönlichen Glückwünsche. Wir möchten, daß die Frau Frau bleibt in ihrem Wesen. in ihrem ganzen Leben und in der Zielsetzung und der Erfüllung dieses Lebens. Es gibt neben dem Beruf der Mutter keinen, der dem Wesen der Frau so entspricht, wie der der Schwester.— Mädel, werdet NSV=Schwestern! Iis Crunge wied's Geßendig! Die Cranger Kirmes, die jedes Jahr im August(im vergangenen ausgenommen stattfindet ist genau so eine Herner Wanne=Eickeler Angelegenheit. Daß das alte Dörschen Crange sich nach unserer Nachbarstadt hin„entwickelt" hat, ist ein geographischer Zufall. Fest steht, daß der 500 Jahre alte„LauSchiffschaukel— immer noch beliebt (Aufn. Henning). und Eickeler. Schließlich grenzt unser Stadtteil Baukau ebenso nahe, wenn nicht näher an Crange und an dem traditionellen Pserdemarkt wie am Jahrmarkt haben alle umliegenden Dörfer immer gleichermaßen Auteil gehabt. Auch in diesen Tagen werden viele wieder nach Crange wandern, wie immer, wenn das stille Dorf aus seinem Doruröschenschlaf erwacht und einige glanzvoll=bunte Tage feiert. Mit dem„Feiern“ ist das im Kriege allerdings so'ne Sache. Die Hauptsache sollen wohl die Märkte(Pferde= und Schweinemarkt) sein, von denen man natürlich augenblicklich nicht viel erwarten kann. Das Kirmestreiben mußte unbedingt hinzugenommen werden. Warum auch nicht? So bleibt wenigstens die alte Tradition gewahrt. Seit einigen Tagen herrscht wieder Leben im Dors. Die Vorarbeiten zeigten, daß das wandernde Gewerbe auf die Cranger Kirmes große Stücke hält und wieder stark vertreten ist mit Karnssells, Schissoschaukeln, Riesenrad, Mondrakete u. v. m. Zu essen und zu trinken gibt's auch! Fischkonserven wurden in Mengen angeliesert und auch viele Bierfässer sollen zur Dorstener Straße gerollt sein. Und da soll es nicht lebendig werden in Crange? poe. Wer anderen eine Grube gräbt... Die Ehefrau G. Ma. war vom Schöfsengericht wegen leichtfertig falscher Anschuldigung zu Monaten Gefängnis verurteilt worden. Gegen dieses Urteil kämpfte sie im Berufungswege bei der Großen Strafkammer des Landgerichtes an Die Angeklagte hatte im Januar 1941 in einem anonymen Schreiben an die Kriminalpolizeistelle vier Frauen der Abtreibung bezichtigt. Die Folge war die Einleitung eines Ermittelungsverfahrens gegen die vier Frauen durch die Staatsanwaltschaft Bochum, das aber ergebnislos verlief und daher das Verfahren eingestellt wurde. Aus dem Verfahren ging hervor, daß die anonym Anzeigende grobfahrlässig die vier Frauen in ihrer Ehre gekränkt hat und zwar aus einer Spannung heraus, die zwischen ihr und den Frauen bestand. Es bewahrheitete sich auch in diesem Fall wieder das Sprich wort„Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ Auch die mehrstündige Verhandlung vor der Strafkammer vermochte in keinem Falle etwas Nachteiliges gegen die von der Angeklagten angegriffenen Frauen erbringen, wohl wurde viel müßiges Frauengespräch wiedergegeben. Die Strafkammer war der Ansicht, daß eine Milderung des Strafmaßes nicht in Frage komme. Eine Frau, die so grobfahrlässig und äußerst leichtfertig die Ehre anderer herabsetze und diese sogar eines Verbrechens beschuldige, gehöre ins Gefängnis. Kommen Kopfschmerzen vom Magen? haben. Hierbei ist an Ueberanstrengung, rheumatische Störungen und eine große Anzahl anderer Erkrandenken. Das kann nur der Arzt entscheiden. Wirklich nachbaltig belfen kann dann auch nur eine gegen die Ursache gerichtete Behandlung. Daneben braucht der Kranke aver doch vielfach ein Koptschmersmittel, das ihn wenigstens zeitweise von seinen Schmerzen befreit. In manchen Fällen, so bei chen und nervös bedingten Kooff Hilfe sogar eine dauerhafte sein. bei Kopf= und Nervenschmerzen wie— ppe und Erkältungs= rheumatischen uno nervos wedingten sovischmerzen, kann diese Hilfe sogar eine dauerhafte sein. Ein seit 20. Fayren bei Kopf= und Nervenschmerzen wie auch bei Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe und Erkältungskrankheiten bewährtes Mittel ist Togal. Toaal fördert die Heilung und stellt Schaffenskraft und Wohlbefinden bald wieder ber. Keine unangenehmen Nebenerscheinungen! Togal verdient auch Ihr Vertrauen! Es gibt keinen Toagl=Ersatz! Sie bekomwen Togal zum Preise von Mk.—.89 und Mk. 2.19 in jeder Apotbeke. Kostenlos erhalten Sie das interessante, farbig JJustrierte Buch„Der Kampf gegen Rbeuma, Rervenmerzen und Erkültungskrankheiten“ vom Togalwerk ünchen 8—Os14 Verwundeter Leutnant ertellt Beiehle Unser Bild veranschaulicht ebenfalls, mit welchem Mut und mit welcher Zähigkeit von unseren Soldaten gekämpft wird. Ein Leutnant ist bei einem Gefecht verwundet worden. Mit notdürftig verbundenem Arm erteilt er jedoch seine Befehle weiter Der Kriegsberichter von Estorff, der dieses Kampferlebnis noch im Bilde festhielt, stand ebenfalls in vorderster Front und fand kurze Zeit danach den Helden= tod. PK.— von Estorff# heute wehl ein anderer Wind— sagt kom Italien entsnnt sich noch der Kohlensperre während des Sanktionskrieges Drahtbericht unseres eigenen ständigen Korrespondenten Und heute hat England Heizsorgen sa Rom, 3. August. Zwei britische Abgeordnete haben im Unterhaus ihre Bedenken über die Kohlenversorgung Englands geäußert und darauf hingewiesen, daß die Moral des Volkes in hohem Grade von den Heizmoglichkeiten im kommenden Winter abhängt. Besonders die ärmeren Leute seien voraussichtlich dem Erfrierungstode ausgesetzt. Man erinnert sich hier noch daran, daß England während des Abessinien=Krieges die Kohlensperre als ein besonders geeignetes Mittel ansah, Italien auf die Knie zu zwingen.„Deute weht ein anderer Wind, meine Herren!“ ruft ein bekanntes römisches Blatt aus. Hoffnungen, aber weniger Kohle dy Stockholm, 8. August. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Recht unerwartet für den größten Teil der britischen Oeffentlichkeit hat der Bergwerksminister mitgeteilt, daß die soeben erst eingeführten Beschränkungen für den Kohlenverkauf an Privat= haushalte wieder ausgehoben werden. Da sich die Mehrzahl der britischen Hausbesitzer noch nicht eingedeckt hatte, war diese Maßnahme wohl unbedingt notwendig geworden.„Dailn Mail“ hatte der allgemeinen Mißstimmung über die Kohlendehatte im Unterhaus Ausdruck gegeben. indem sie ihr Reserat überschrieb„Mehr Hoffnungen. aber weniger Kohlen". Englands gesamte Kohlenreserven sollen im Augenblick nur 1250000 Tonnen betragen. Die jetzt an die Hausbesitzer ab zugebenden Kohlen sollen fast ausschließlich aus Wales stammen; es handelt sich um Qualitäten. die man früher für weniger geeignet bielt. „... solange die Gelder der Sowjets reichen“ Washingion, 8. August. Es sollen, wie der Sowictbotschafter Umanskn vor der Presse an deutete, die ersten 11SA Materialsendungen schon unterwegs sein, und zwar aus den nordamerikanischen Heeresbeständen. Dies ist an sich nur für die Transaktionen nach dem Pacht= und Leihgesetz gestattet, dessen Ausdehnung auf die Sowietunion offiziell noch abgeleugnet wird, während die „New York Times“ dazu schreiben:„Es ist ein offenes Geheimnis, daß Oberst Philipp Fanmonville, der die Hilfe aus dem Pachtlethgesetz für Sowjetrußland beaufsichtigt, schon die Verschiffung des vorhandenen Kriegsmaterials nach Sowjetrußland besorgt. Später, so wird angenommen, wird die Sowietunion auch Flugzeuge und andere Vorräte erhalten, abgesehen von Baumwolle. Benzin, Häuten und Soldatenausrüstungen. Die Amtsstellen erklärten, daß Rußland so lange für diese Waren in bar bezahlen werde, als die Gelder der Sowiets reichen.“ 200 Ermordete in Vorvat ausgegraben □ Dorvat, 8. August. Die deutsche Wehrmacht hat auch in Dorpat dafür gesorgt, daß in dieser estnischen Großstadt, die die abziehenden Bolschewisten schwer heimgesucht haben, wieder geordnetes Leben einzieht. Manche Stadtteile bieten noch Bilder furchtbarer Verwüstung. Die Geschäfte der schönen, sauberen Stadt wurden von der bolschewistischen Soldateska, unter Anführung ihrer Kommissare geplündert und zerstört. Auf dem Zuchthaushof wurden vor einigen Tagen noch die Leichen von 200 Männern und Frauen ausgegraben, die die bolschewisttschen Meuchelmörder kurz vor ihrer Flucht haben verscharren lassen. Alle Persönlichkeiten der Stadt, die bei den Sowjets nicht gut angeschrieben waren, wurden erschossen. Auch die Bibliothek der Dorpater Universität, die zu den wertvollsten Europas zählt wurde von den Sowjets verwüstet und verschleppt. Kunstvolle Handschriften liegen zerrissen auf den Straßen. Furchtbarer Geiselmord in Reval A Helsinki, 8. August. In der Stadt Reval hat sich ein scheußlicher Geiselmord abzespielt, dem 20 der angesehensten estnischen Frauen zum Opfer sielen. Ein höherer bolschewistischer Offizier war nachts auf der Straße erschossen worden. Als es nicht gelang, die Täter zu entdecken, wurden 20 Frauen aus angesehenen Familien auf dem Hauptplatz vollkommen entkleidet. Dann wurden sie so gefesselt, daß sie sich nicht rühren konnten und nebeneinander in einem Abstand von zwei Meter an Pfähle gebunden. Dann erhielt jede von ihnen eine abgezogene Handgranate um den Hals gehängt. Flämische Freiwillige feierlich verabschiedet □ Brüssel, 8. August. Zu den Kämpfen gegen den Bolschewismus hat sich das erste Bataillon der flämischen Legion gesellt. In einer Feierstunde im Marmorsaal des Palais der Schönen Künste in Brüssel wurden die Legionäre verabschiedet. Saboteuren wird aufgeräumt k Belgrad. 8. August. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Im Gebiet der Gemeinde Grab kam es zu einem harten Kampf zwischen Tschetnitzi und Kommunisten, bei dem drei Tschetnitzi und vier Kommuni sten erschossen wurden. und Verluste werden die Foige sein □ New York, 8. August. In einer Rundsunkansprache wandte sich der republikanische Senator Brooks gegen die Annahme der Dienstzeitverlängerungsvorlage. Die UISA. befänden sich so dicht am Rande des wirklichen Krieges. so erklärte Senator Brooks, daß von jetzt an jeder Schritt weit bedeutsamer sei als je. Der Redner forderte die Hörer auf. durch Zuschriften an die Kongreßvertreter gegen eine Annahme der Vorlage zu opponieren. Gegen einen Kriegseintritt der USA. wandte sich ferner der republikanische Abgcordnete Johnson. Krieg oder Frieden. so stellte er fest, sei eine Sache eigener Wahl. Die 1ISA. könnten das eine oder andere haben, wie sie ihre Wahl trafen. Die Gefahr eines Angriffs auf Nordamerika bestehe weder setzt noch in Zukunft, gleichgültig. ob England stehe oder falle. Die Kriegstreiber verbreiteten Furcht, damit die 11SA., ehe sie überhaupt für einen Defensivkrieg gerüstet seien. in einen Offensivkrieg hineintaumelten. Chaos und Verlust aller Freiheiten, so warnte Johnson, werde das Endresultat sein. Wieder nächtlicher Verkehr in Budapest oi Bukarest, 3. August. Drahtbericht unseres Mitarbeiters Im Ministerrat wurde beschlossen, den nächtlichen Straßenverkehr in der Hauptstadt wieder freizugeben. Bisher war der Verkehr auf den Straßen nur bis 20 Uhr gestattet. 30 Schiffsbrüchtae in Gibraltar eingetroffen □ La Linea, 8. August. Am Mittwoch, dem 6. August, brachten drei spanische Dampfer 80 britische Schiffbrüchige in Gibraltar an Land. Diese britischen Schiffbrüchigen wurden an verschiedenen Stellen im Atlantik von den spanischen Schiffen an Bord genommen. Die Schiffe, zu denen die 80 Ueberlebenden gehörten, wurden von deutschen Unterseebooten im mittleren Atlantik aus einem britischen Geleitzug herausgeschossen und versenkt. Ehrungen für Präsident Varaas □ Rio de Janeiro. 8. August. Brasiliens Geisteswelt bereitete Präsident Varaas verschiedene Ehrungen als Dank für das kulturelle Aufbauwerk des brasilianischen neuen Staates. So erfolgte die Wahl des Präsidenten zum Mitglied der brasilianischen Schrifttums=Akademie. Außerdem ernannte Brasiliens Presseverband Varaas zum Ehrenvorsitzenden. Vatikanstaat gibt eigene Münzen aus w Rom, im August. Der Vatikanstaat dat eine Ausgabe von Münzen in Höhe von 800000 Lire gemäß den Abmachungen mit dem' italienischen Staat beschlossen. Der indische Dichter Tagore gestorben □ Kalkutta, 8. August. Der indische Dichter Rabindranath Tagore. dessen Schriften früher auch in Deutschland bekannt waren, ist gestorben. Roosevelts Absichten im Fall Belmonte Engere Zusammenarbett der La Plata=Staaten sollte verhindert werden Das war Washingtons Regie! □ Berlin, 8. August. Unter der Ueberschrift„Skrupellose USA.= Regie“ veröffentlicht das„Hamburger Kremdenblatt“ folgende Meldung: Während das Zusammentreffen des brasilianischen Bundesvräsidenten mit dem Präsidenten Morinigo von Paraguay zu einem vollen Erfolg und ku einer Manifestation des herzlichen nachbarlichen Verhältnisses wurde, kam das ebenfalls geplante Zusammentreffen mit dem bolivianischen Präsidenten Penaranda nicht zustande. Penaranda saate im letzten Augenblick ab und ließ sich an der brasilianischen Grenzstation durch seinen Außenminister vertreten. Wie man sowohl aus bolivianischen als auch aus brasilianischen Kreisen erfährt, wurde dieses versönliche Treffen durch ein Eingreisen Nordamerikas verhindert. und zwar durch Inszeuierung des Belmonte=Falles. Dadurch sollte innen= und außenpolitisch eine so gespannte Atmospbäre in Bolivien geschaffen werden, daß Penaranda von der Hauptstadt nicht abwesend sein konnte. Der nordamerikanischen Regierung laa vor allem daran, zu verhindern, daß durch diesen Besuch die Solidarität. Zusammenarbeit und Unabhängigkeit der La Plata=Länder gestärkt würde. In den Ländern der La Plata=Staaten beobachtet man diesen neuen Versuch Wasbingtons, zwischen den südamerikanischen Staaten Zwietracht zu säen, mit wachsender Besoranis. Weißer wird zum Reger kk New York, im August. Aufsehen erregte in den Vereinigten Staaten von Amerika der merkwürdige Fall des jungen Allam Trent aus Richmond(Virginia). Der 18jährige junge Mann, Sohn eines angesehenen und gesuchten Arztes, war stets gesund gewesen und hatte die Schule mit günstigem Erfolge besucht. Er bewarb sich um die Aufnahme in die Marine=Akademie zu Annapolis, da er die Laufbahn eines Seeoffiziers einschlagen wollte. Doch vor einigen Monaten zeigte sich bei ihm eine Reihe seltsamer Erscheinungen, die gesondert betrachtet, zuerst unbedeutend schienen, jedoch insgesamt ihm und seinen Angehörigen die größten Besorgnisse einflößten. Seine Gesichtsfarbe wurde dunkler, nahm allmählich Erdfarbe an, um endlich fast so schwarz wie Ebenholz zu werden. Seine früher feingeschwungenen Lippen wurden binnen zwei Monaten wulstig wie die eines Negers und die Haare wurden wollig. Kurz — derselbe junge Mann, der im April ein Weißer gewesen war, hat sich in der Zwischenzeit völlig in einen Neger verwandelt. Zur Verzweiflung seiner Familie! Die Eltern haben wissenschaftliche Autoritäten zu Rate gezogen. Diese waren der Meinung, im Prinzip sei es möglich, das Fortschreitens eines solchen Phänomens zu bekämpfen, praktisch sei es aber bereits zu spät. Der junge Mann mußte wohl oder übel die Schule verlassen und auf seine Bewerbung für Annapolis verzichten. Der Vater sieht seine Praxis ruiniert, die Schwester, ein hübsches Mädchen, wurde von ihrem Verlobten verlassen. Gesellschaftlich war nun die Fckmilie Trent geächtet. Dabei waren sich die Eltern nicht bewußt, daß irgendein Vorfahre einen Tropfen Negerblut gehabt habe. Es handelt sich offenbar um einen Fall von Atavismus, wie ähnliche schon öfter in den Vereinigten Staaten, freilich kaum in solcher Kraßheit, beobachtet worden sind. Marieluise Claudius gestorben □ Berlin, 8. August. Die bekannte Film- und Bühnenschauspielerin Marieluise Claudius ist im Alter von 29 Jahren einem Herzleiden erlegen Rüdern als Lleidmittel Versshndete treißen Jnort * Herne, 8. August. bereits im Weltkriege im Jahre 1917 die ersten Veruche unternommen wurden, um Arieaebeschabiaten, be. ondere Bein= und Armamputierten, wieder neuen Mut zum Leden und Freude und Vertrauen in die eigene körperliche Leistunge fahigkeit durch eine planmaßige Ausbildung im Rudesn zu geden, ist diese Art der funktionellen Bedandlung jegt auf eine erheblich breitere Grundlage gestellt worden. Die verschiedenen Veröffentlichungen aus diesem Gediet werden jetzt durch den Leiter eines Berliner Reservelgzaretts, Oberstabsarat Dr. Mail#i## erganzt, der im„Wassersport" die Entwicklungsstufen behaubelt. die das Rudern als Heilmittel für Berwundete genommen hat. Oberstabsarzt Dr Mallwißz, ein erfahrener Sportmediziner und alter Pionier der deutschen Sportbewegung, kommt zu dem Schluß daß das Rudern in Lazaretten, die in oder an der Nähe von Gewässern liegen heute an der Tagesordnung ist, dank der Unterstütung durch die Rudervereine, die Lehrkräfte und Erfahrungen. Bootebäuser und Boote zur Verfügung gestellt haben. Im Zuge der funktionellen Therapie, wie der Mediziner den Verwundetensport nennt so schreibt Oberstadearzt Dr Mallwitz, kommen für das Rudern besonders Verwundete mit mäßigen Gelentschäden Versteifungen. Muskelzerreißungen Amputierte usw. in Betracht Bei einer im Mai abgehaltenen Tagung„Sport für Einsasbeschädigte“ in der Militärärztlichen Akademie in Berlin, an der Chefärzte und Sanitdtooffiziere, Sanitäts=Dienstgrade Sportlehrer und Gymnastiklehrerinnen des ganzen Wehrkreises S teilnah. men, wurde auch bereits ein Film vorgeführt, der das Rudern von Kriegebeschädigten in Berlin als Teil der Uebungstherapie zeigte. Diese Vorführung mit ihren Erläuterungen war insofern von besonderer Bedeutung als die Heeres=Sanitdteinsp.ktion durch Merkdlätter des ORH den Chefärzten die Einführung von sportlichen Uebungen in der Verwundetenfürsorge zur Pflicht gemacht hat. Der Film wird in einer Kopie dem Heeresarchiv ein. verliebt werden und als Zeitdokument dienen. Den Berwundeten Ledenemut und Arbeitosrende wieder geben, das ist die große Aufgabe, der alle Betreuung gilt. Der deutsche Sport dar sich glücklich schafzen, zu einem Teil mitdelsen zu können. Eine schönere Aufgabe ale Die. Rriegsverwundeten zu delsen und die Rückkehr in das Leben vorzubereiten. IR hm nech nie gesteült worden und darum muß die Durchfuhrung portlicher Uebungen in der Verwundetenfürsorge aucd auf allen In Betracht kommenden Sportgebieten mit döchstem Einsaß unterstügt werden Schalkes Eis gegen Fortung Für den großen Pokalkampf des kommenden Gonntag gegen Fortung Dusselders wird Schalke ot die stärkste Elf ausbieten: Klodt: Ratten, Schweißfurth: Füller, Xibulski, Gellesch: Burdenfki. Gzepan, Eppenhoff, Ruzerra, Hinz. Scharfe Kämpfe in Bad Deynhausen In der vierten Runde des Schachturniers um die Großdeutsche Meisterschaft setzte Junge seinen Siegeozug gegen Lachmann 15 Ringe über Weltrekord schoß— wie wir schon berichteten— der deutsche Welt. meister Walter Geymann bei einem Prüfungsschießen in Karlsruhe. Gehmann erzielte in den drei Anschlag. arten liegend 191. knsend 177 und stehend 177 Ringe. Wehrmacht-Sportfeste, ein Gruß der Heimat Mit den in Paris und Brüssel abgehaltenen großen Wehrmacht Sportfesten wurde ein neuer Abschnitt in der Truppenbetreuung eingeleitet, bei dem Wehrmacht, Partei und RSRL. gemeinsam zusammenarbeiten. Der Erfolg ist lo groß, daß demnächst weitere bedeutungsvolle Veransta tungen vor sich gehen werden. Die Anteilnahme an den ab gehaltenen Sportfesten ging weit über den Rahmen der Wehrmacht, der OK. und deutschen Verwaltungsstellen hin aus. Go waren in Brüssel auch viele Belgier unter den Zu schauern vertreten, die hier ein eindrucksvolles Bild von dem Gemeinschaftsgeist und dem Leistungostand erhielten mit dem Sport und Wehrmacht verbunden sind In der in Belgien erscheinenden deutschen„Brüsseler Zei tung“ werden die Wehrmacht=Sportfeste ein Gruß de Heimat genannt, mit denen der Sport dazu beiträgt da Band zwischen Heimat und Front fester zu knüpfen. Au Paris und Brüssel werden jetzt auch Amsterdam Warschau und Kopenhagen mit großen Wehrmacht Sportfesten folgen und an anderen Orten werden kleinere Veranstaltungen, die dem gleichen Ziel dienen, zur Abhaltung kommen. An einem vollen Erfolg wird es auch hier nicht fehlen. Dei deutsche Sport hat mit der Unterstützung dieser Wehrmacht Sportfeste eine neue Aufgabe übertragen bekommen, die bester Weise auch die Gelegenheit gibt, der kämpfende Front die Stärke und die Kraft der arbeitenden Deimat zu zeigen fort und zeigte ein sohr kaltblütigee Verteidigungsspiel. Auch in den anderen Partien wurde so scharf gekampft, daß nur eine un entschieden endete, und zwar Müller gegen Rieninger. In den Ubrigen Treffen slegten Ernst über Lokvene, Richter über Pseitter Schmidt über Rürnberg. Reiistab über Weinttschke, Kranki ilb Brunöhler und Palme über In. Rahn Junge hat 3½ Zähler und einen Punkt Vorsprung vor Ernst. Müller, Palme und Schmidt e 2½ Punkte zahres-Weltbestleistung von Storch Im Mittelpunkt des Oberhausener Leichtathletik=Abende stand bekanntlich der große Lauf der Langstreckenmeister Mar Syring und Hano Raff über 2000 Meter, zu denen noch der tüchtig Warnemünde aus Hamburg und Hochgeschurz=Oberhausen sie“ Sieger wurde der junge Warnemünde von St. Georg van burg, der in einem großartigen Endspurt seine großartigen Wider sacher sicher abschüttelte. Er lief die hervorragende Zeit vo 5:26,2. Im Hammerwurf wartete Meister Storch aus Fulda mit der Weltbestleistung des Jahres von 57.48 m auf Sonia Lenie schlug alle Filmrekorde Sonsa Henie, die frühere norwegische Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Eiskunstlauf, hat in Amerika alle Rekorde der bekannten Filmschauspielerinnen schlagen können. Nach de jetzt bekannt gewordenen Rekordgagen im amerikanischen Film wesen hat Sonja Henie im Jahre 1939 nicht weniger als 2491 Dollar verdient und damit die nächsthöchste Frauengage um 30 00“ Dollar übertrofsen. Weiter hatte Sonja Henie aus ihren Cielau Schauvorführungen noch hohe Einnahmen, so daß die Norwegeri# mit ihrem großen Können ihren Sportruhm in einen reichen Dollarsegen umsetzen konnte. Bärlund gegen Der in den USA. kämpfende finnische Schwergewichtsboxer Gunnar Bärlund soll noch in diesem=Herbst einen Kampf gegen den farbigen Weltmeister Joe Louis erhalten. Louis bestreitet im September einen Titelkampf gegen Lou Rova. Anscheinend er wartet man auch in diesem Treffen wieder einen Sieg des Reger vorers, denn Bärlund wird schon als der nächste Gegner von Louis bei der ersten Hallenveranstaltung im New Yorker Madison Square Garden genannt. Pariser Voxkämpfe verleat Die am 17. August im Rahmen des Großen Wehrmachtsport festes in Paris geplanten Kämpfe deutscher Berufoboxer, mit dem Trainingskampf Neusel gegen Heuser als Hauptnummer, sind auf einen späteren. noch zu bestimmenden Zeitpunkt verlegt worden. Noch 23 Pferde im großen Preis Mit dem Großen Preis der Reichshauptstadt wird am 14. Sep tember in Hoppegarten das dritte deutsche 100 000 Mark=Rennen entschieden. Nach dem dritten Einsatz sind an dieser wertvollen Prüfung noch insgesamt 23 dreijährige und ältere Pferde tei nahmeberechtigt. In erster Linie sind von den genannten drei Italienern Bellini, der Vorjahrsfieger im Braunen Band, und der Dreijährige Riccola Del! Arca zu nennen. An deutschen Vol blütern sind u. a. noch Magnat, Orator, Ruvolari, Deichvogt, Alesana, ferner Birikil, Ellrich, Sonnenorden, Gewerke, Oeta vianus, Samurai, Transporter, Tresor und Oogandy vortreten. SCHAUBURG Ruf 509.06 HERNE Bohnhofstr. 72 Wieder ein ganz ausgezeichneter Zilm! Werr- Oige u. Jürgen?“ Lilde Sessck Fleiter In glanzvollstem Rahmen ein großangelegtes amüsantes und spannendes Spiel von LIEBE, PFLICHT UND EHR Kulturfilm und die neue deutsche Wochenschau Weshenlegs: Soonton 3.15 8.35 7.55 Uhr 1 1.45 8.40 5.45 3.30 6.10 8.30 Uhr 2.20 4.20 C.25 Für Jugendliche ab 14 Jahren zugel Aecherschen 7.53 Un, 8.30 Uh,“ An Frollag bis einschlieblich Hontag ..reitet für Deutschland Willy Birgel Anlengssellen 300 530 g. 7·45 Uh Jugendtrei Sonntag Kindervorltellong Anlang 1 Uhr Robert und Bertram IE mit bchnangeAbgeschlossene 3-ZimmerWohnung im Reubau, sofort oder später zu mie. ten gesucht. Schriftl. 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Helmatland Heimatller, lern ich bin und ganz allein. könnt“ ich ein einz'ges Mal. einmal nur stlll bei dir geborgen seln. Nachts im Traume glanzen deine Sterne hernieder zu mir. und ich denke dein in weiter Ferne, o wie sehn“ ich mich nach dir! Helmatland. Helmatland, mein gelichtes. stilles Tal. mein schönes Helmatland. Helmatland, sei gegrüßt viel tausendmal! Dazu: Die neueste Deutsche Wochenschau mit den aktuellsten Gildberichten vom Siegeszug unserer Truppen in der Sowjet-Union! Merken Sie sich bitte die Programm-Anlangszeiten: 3.00 5.20 7.50 Uhr! Froh kommen heißt, sich einen guten Platz sichern. Jugendliche über 14 Jahre zugeldsen Das weltbekannte Zeichen des Ertolges Lumpen sind oit nicht beliebt. Well es auch zweibein'ge gibt: Aber Lumpen aus Textil Nützen uns'rer Wirtschaft viel! 51141 Merken Sie sich bitte diese Rufnummer für die Aufgabe von H3=Kleinanzeigen. Ein galanter Lokomotivführer — Milspe, 8. August. In dem Augenblick, als ein Tal. zug einen Wegeübergang passierte, waren einem Bäckermädel, das noch schnell die Gleise überqueren wollte, eine Anzahl frischer Brötchen auf die Gleise gefallen. Der Lokomotivführer hatte den Vorsall bemerkt, ließ rasch den Zug halten und gab dadurch dem Mädel die Möglichkeit, alle die leckeren Semmel wieder aufzusuchen. Dann setzte er unter dem Schmunzeln der Zuschauer seine Maschine erst wieder in Bewegung.(Uebergeschrieben: Die Kleinbahn!) Lastwagen prallt gegen zwei Häuser — rachen, 8. August. Ein schwerer Verkehrsunfall, der vier Schwerverletzte forderte, ereignete sich an der Aachen— Kölner Straße bei Haaren. Ein vom Kaninoberg kommender schwerer Lastwagen mit Anhänger wurde infolge zu hoher Geschwindigkeit aus der Kurve getragen und prallte gegen zwei Häuser, die erheblich beschädigt wurden. Zwei ältere Frauen, die sich in einem Zimmer an der Straße aufhielten, und ein junger Mann, der gerade vorüberkam, wurden schwer verletzt. Bei den sofort ausgenommenen Aufräumungsarbeiten zog sich auch ein Angehöriger der zur Hilfeleistung eingesetzten Kräfte schwere Verletzungen zu. Ein zutrauliches Schwalbenvaar — Remscheid, 8. August. In einer hiesigen Gaststätte niccht ge Fenste,, das zum Ein= und Ausfliegen benutzt wird, geschlossen; dann ist auch das Paar im Hause. Im Herbst zieht es wieder fort und pünktlich im Mai treffen die munteren Vögel wieder ein. Totgemeldete erscheint vor der Volizei ### de 2n a ch. J. Lugust: Mit einem eigenartigen Fall die Andernacher Kriminalpolizei zu befassen. Eine Volksgenossin, die bereits seit längerer Zeit in Andernach als verstorben gemeldet war, erschien vor der Polizei, um nachzuweisen, daß Leven in. Es stellte sich heraus, daß es sich um die Verwechslung und einen Irrtum einer auswärtigen Stelle handelte. Die angeblich Tote lebt in einem Ort des Bergischen Landes und geht dort ihrem Beruf nach. Nach längeren Ermittlungen konnte die Sachlage dort einwandfrei geklärt werden. Großfeuer aus einem Bauernhofe — Coeofeld. 8. August. Auf dem in der Bauerschaft Stevede gelegenen Hose des Bauern Heinrich Kaup=Tötte brach ein Schadenfeuer aus, zu dessen Bekämpfung zwar die Feuerwehren von Coesfeld=Stadt und=Land ausrückten. Leider aber war es ihnen nicht mehr möglich, das Wohnhaus und das Wirtschaftsgebäude zu retten. Das Vieh, der Hausrat wie auch der größte Teil der Landmaschinen konnte von den Hausbewohnern und den Nachbarn gerettet werden. die Schwalben an Pünktlichkeit , w i e s i c h n o c h Um 22 Uhr wird Grun Eine Gemäldegalerie für Dortmund Die Grrichtung einer Gemäldegalerie, die bislang in Dortmund noch fehlte, wird vom Dortmunder Museumsverein geplant. Einen Grundstock sollen die jetzt im Museum für Kunst und Kulturgeschichte für die Mitglieder des Vereins ausgehängten Neuerwerbungen bilden. Darunter befinden sich Werke von Louis Gurlitt, Hackert, Heinrich Rienhold und Johann Martin von Rohdens, Italienische Landschaften, ferner ein Bildnis der Prinzessin Char. lotte von Preußen von Schadow und ein„Italienisches Mädchen“ von Theobald von Oer. Tödliche Verbrühung durch heißen Obstkuchen kk Leipzia, im August. In Geusa(Kreis Merseburg) fuhr ein Mädchen seinen kleinen der im Kinderwagen. Eine 10jährige Schülerin, die eben zwei Blechkuchen vom Backosen geholt hatte, hielt den Kinderwagen an. Dabei setzte sie einen der Kuchen, ein Johannisbeerkuchen, auf den Rand des Kinderwagens. Unglücklicherweise ergoß sich nun der noch heiße flüssige Johannisbeerbrei auf das Gesicht des kleinen Kindes, das erst vier Monate zählte. Es zog sich dermaßen schwere Verbrühungen zu, daß es am nächsten Tage starb. Ein Wels von 114 Pfund kk Frankfur: a. d. Oder, im August. In Züllichau(Provinz Brandenburg) gelang es einem Fischermeister einen 53 Pfund schweren Wels im Netz zu fangen. Es ist ein besonderer Glücksfall, wenn ein stattlicher Wels ins Garn geht oder am Angelhaken anbeißt. Doch von Zeit zu Zeit wird von solchen Fängen des in der Mark Brandenburg heimischen Wels berichtet. Neulich fing ein Fischer im Grüpelsee bei Königswusterhausen einen 2,04 Meter langen, 114 Pfund schweren Weks. Derselbe Fischer hatte einige Jahre zuvor einen Wels gefangen, der 1.7 Meter lang war und ein Gewicht von 86 Pfund hatte. Auch Tiere retten einander k Stockholm, im August. Schwedische Blätter bringen folgenden erneuten Bewies dafür, daß auch die Tiere sich gegenseitig das Leben retten. Ein Mann. dessen Katze vier Junge gebracht hatte. ließ drei davon in den Teich hinter dem Gehöft werfen. Zwei der jungen Tierchen aingen sofort unter, das dritte Kätzchen aber, das sehr kräftig war, hielt sich eine Weile über Wasser und mignte fürchterlich. Das hörte im Nachbarhof eine din. die auch gerade Junge hatte. Sie kam herbe gerannt, schwamm zu dem Kätzchen. rette es. trug es zu ihren Jungen und zoa es mit diesen zusammen auf. *