Buersche Monlag, den 22. Sepl. Diese Zeitung erscheint tägl.(such Sonntags) Bezugspreit durch die Doten frei Haus haldmonatlich 1.20, Anzeigen 1 mm Höhe in der 28 mm breiten Spaite 0.10, fer auswärts 0.12, Reklamen 0.40, für auswärté O. 50 R.-M. Stellengesuche 29%— Die am Kopfe der Zeitung bekanntgegebenen Beilenpreise sind für Inserenten and Verlag rechtsverdindlich. Bei Pasfhntherceni ir Radatt hinfällig. Oruc u. Verlag Amisbieit für den Stadttreis Gelsenkirchen=Zuer, Ami Wesierholl u. Gemeinde Holsam. Verordnungsblatt des Amtsgerichtsbezirks Geisenkirchen=Zuer=A. Buersche Drudereiends. G.=Buer Zeitung General=Anzeiger für das Emscher=Lippeland Kr. 259 49.30. 1937 Geschäftestellen Duer, deie Chevalleriestraße 27, Fernruf G.=Duer S.=A. Sammel=Nr. 30141 Gels.. Klosterstraße 13 Horst=E., Essener Str. 14. Drahtanschrift: Zeitung Buerwestfalen. Dostscheck.=R. Köln 20 1 79. Bank=Konto: Commerz= und Privat=Bank A.=G. Buer. Für das Erscheinen der Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Unsell=Unterstützung in Höde von 230 R.=M.— bei tödlichen Berufs=Unfällen nach Maßgabe der Versicherungs=Bedingungen. Die Ozeauflieger wieder daheim kandung von Srenaus bei Beisdam 3: Berlin, 22. Sept.(Drahtber.) Das Dornierwal=Flugzeug D 1422 des Ozeanfliegers von Gronau. das gestern mittag 12 Uhr in Hamburg gestartet war, landete bereits um 1.30 Uhr dank der westlichen Rückenwinde auf dem Plauer See, von wo die Flieger wegen der verfrühten Ankunft absichtlich erst nach einer längeren Pause wieder abflogen. Punkt 4 Uhr landete das Flugzeug, dem ein Geschwader von Lufthansa=Großflugzeugen das Ehrengeleit gab, auf dem südlichen Teil des Templiner Sees, von den in der Nähe defindlichen Schiffen mit Sirenen begrüßt. An Bord des Regierungsdampsers wurden die Flieger von Regierungspräsident Dr. Jgenicke im Namen der preußischen und der Reichsbehörden willkommen geheißen. Wolfgang von Gronau dankte zugleich im Namen seiner Flugbegleiter Zimmer, Aldrecht und Hack für den herzlichen Empfang und wiederholte auch hier den Dank der deutschen Flieger für die Hilfe und das Entgegenkommen, das ihnen in Amerika zuteil geworden ist. Darauf entbot der Oberbürgermeister von Potsdam, Dr. Rauscher, den Fliegern den Willkomm der Stadt Potsdam und die Grüße und Glückwünsche des Reichsverbandes heimattreuer Oß= und Westpreußen und überreichte von Gronau einen Erinnerungsbecher als Andenken der Stadt. Der Reichsetat ohne Boden Es fehlen 300 Millionen für die Arbelislosenversicherung 1 Erneute Beltragserhöhung und Leistungsabbau in Sicht Gerüchte um den Flieger Naab Er habell aus Rewzert in J Krefeld, 22. Sept.(Drehtber.) Wie unser Mitarbeiter vom Städtischen Verkehrsamt in Krefeld erfährt, ist ein zweites Telegramm des Fliegers Naab aus Long Island eingetroffen, in dem er um telegraphische Ueber iittlung von 300 Dollar und um Zusendung näher bezeichneten Dokumendenmaterials ersucht. Mit diesem Telegramm dokumentiert Raad, daß er zu geschäftlichen Zwecken in Amerika weilt. Gleichzeitig wird darauf verwiesen, daß Raab vor seiner Abreise den Rechtsanwalt Dr. Horster in Krefeld mit der Vertretung seiner Rechte beauftragt hat. Das Telegramm wurde Herrn Gobiet in Rothenburg, einem der Gesellschafter der Rheinischen Luftfahrtindustrie G m. d. H., vormals Naab=Katzenstein, zur Erledigung übermittelt. Noch in den letzten Wochen hat Naab zwei Maschinen für einen Europa=Flug fertiggestellt, die sich durch Konstruktionsvervollkommnungen auszeichnen. Ueber seine Amerikareise hat sich Raab niemandem gegenüber geaußert. Raab gilt allgemein als geschäftlicher Sonderling. Der ausgezeichnete, äußerst stzebsame Flieger hat wegen seines überlegenen, manchmal herrischen Wesens wenig Freunde. Wie uns versichert wird. haben die Gläubiger, vor allem die Stadt Krefeld. bisher keinen Strafantrag gegen Raad gestellt. Ein Bankräuber gesaßt? von den derandten Beamten wiedererkaunt * Köln, 22. Sept.(Drahtbericht.) Der Kriminalpolizei gelang es, gest rn in Aachen einen 32jährigen Arbeiter aus Effern bei Köln festzunehmen. Er wurde nach Köln transportiert, wo er bei der Gegenüberst llung von drei Angestellten der Porzer Filiale der Kreissparkasse einwandfrei als derjenige erkannt wurde, der bei dem Raubüberfall die Beamten mit dem Revolver bedrohte. In seinem Besitz wurden ca. 836 RM in solchen Wertscheinen vorgefunden, wie sie bei dem Ueberfall den Tätern in die Hände gefallen waren. Der Festgenommene hatte sich in Aachen ganz neu eingekleidet und wollte nach Berlin weiterreisen. Er ist ein Freund des Autodie bes, der am vergangenen Dienstag in der Merlostraße bei dem Versuche, mit anderen Komplizen ein Auto zu stehlen, im Verlauf der entstandenen Scheßerei zwischen ihnen und den Polizeib amten fesigenommen werden konnte. Es scheint sonach, als wenn di enoch flüchtigen Autodiebe auch mit den Vorzer Kassenräubern in Verbindung gestanden hütten, wenn nicht e gu Teil wit dieien dentiisch oten. Berlin, 22. Sept.(Drahtbericht! unserer Berl. Schriftleitung.) In den letzten Tagen haben die Vorschläge. die die zuständigen Stellen für die nächsten Beratungen des Reichskabinetts zur der Ctatsdeckung ausgearbeitet haben, feste Formen angenommen. Sie werden zum ersten Male in der Rabinettssitzung am 23. September nachmittags besprochen werden und wahrscheinlich die Negierung dann noch längere Zeit beschäftigen. Es handelt sich um die Pläue zur Deckung des Defizits im lausenden Stat, das aus den annnähernd 399 Millionen, die bei der Arbeitslosenversicherung sehlen, und aus einem weiteren Verlust bei den Steuereingängen besteht. Dem Kabinett wird für die Frage der Arbeitslosenversicherung— wie wir grundsätzlich schon berichten konnten— der Vorschlag gemacht werden, einen Leistungsabbeu vorzunehmen, der die Zeit der Unterstützung von bioher durch schnittlich 26 Wochen aus etwa 29 Wochen reduziert. Weiter erscheint eine erneute Beitragserhöhung bei der Versicherung sehr ernsthaft in Erwägung gezogen zu sein, und men spricht bereits in unterrichteten Kreisen von einer Erhöhung wiederum um 1 Prozent, die etwa 139 bis 140 Millionen Mehreinnahmen bringen könnte. Für später wird man sich vorbehalten, den Umbau der Reichsanstalt nach Geahrenklassen vorzunehmen. Die Maßznahmen eines Leistungsabdaus bei der Versicherung sind aber nicht durchzuführen, ohne eine Erweiterung der Krisen= fürsorge, die wiederum mindestens 150 bis 200 Millionen beanspruchen wird. Man hofft zwar, durch eine schärfere bung der jetzt schon in der Krisenfürsorge bestehenden Bedürftigkeitsprüfung ihre Inanspruchnahme einschränken zu Eönnen. Im Endeffekt würden aber alle diese Matznahmen nicht verhindern können, daß im lausenden Etat noch rund 200 Millionen benötigt werden, die im Lause des JannarFebruar vorhanden sein müssen, wennn man nicht in erneute Kassenschwierigkeiten kommen will. Es sind zwar Besprechungen über weitere Ersparnismöglichkeiten am Etat 1939 eingeleitet, die aber kaum ein Ergebnis haben dürften, da sich schon die vor kurzer Zeit vorgenommene Kürzung um 132 Millionen in der Praxis nur mit großen Schwierigkeiten durchführen läßt, weshalb man wahrscheinlich auch vorläusig davon Abstand genommen hat, die Verteilung der 132 Millionen aus die Ressorts bekanntzugeden. Nur die sachliche Arbeit maßgebend Erklärung des Christlich=Sozialen Volksdienstes — Berlin, 22. Sept.(Eig. Drahtber.) Die Pressestelle des Christlich=Sozialen Volksdienstes wendet sich wegen immer wieder auftauchende Mutmaßungen, daß die 11 Abgeordneten des Christlich=Sozialen Volksdienstes einer bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Volkspartei, Wirtschaftspartei, Landvolkpartei und Konservativen beitreten würden. Die Reichsleitung erklärt, daß darüber die Reichstagsjraktion am 3. und 4. Oktober zusammentrete. Für den Volksdienst käme entsprechend seiner grundsätzlichen Einstellung eine derartige bürgerliche Sammelfraktion nicht in Betracht. Er sei weder eine„bürgerliche" noch eine„konservative" oder „Rechtspartei“ im alten Sinne. Für ihn sei allein das sochliche Arbeitsprogramm der gegenwärtigen und jeder künftigen Regierung maßgebend. Daraus ergebe sich, daß die Form jedes Zusammenarbeitens mit anderen Fraktionen sich sachlich und zeitlich der Abwicklung dieses Arbeitsprogrammes anpassen werde. Die Unt rordnung der Volksdienstfraktion unter eine fremde parlamentorische Führung käme dabei nicht in Frage. Der Reichsführer der Christlich=Sozialen Bauern= und Landvolkpartei, der thüringische Staatsrat Höfer, nimmt in der Zeitung„Thüringer Landbund“ zum Wahlergebnis Stellung. In diesem Aussatz lehnt er eine Fraktionsgemeinschaft oder eine Arbeitsgemeinschaft mit den Volkskonservativen und dem Christlich=Sozialen Volksdienst ganz energisch ab. Der berufsständische Gedanke soll in der Landvolkjraktion vollkommen rein erhalten bleiben, damit die Fraktion in ihrer parlamentarischen Tätigkeit nicht durch fraktionelle Kompromisse gebunden sei. Die Regierungsfrage Das Verlangen der Sozialdemokratie :: Berlin, 22. Sept.(Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung unserer politischen Lage spielt selbstverständlich die Haltung der Sozialdemokraten eine ausschlaggebende Rolle. Wie man nun aus gut unterrichteten Kreisen hört, soll die Sozialdemokratie die Forderung erheben, auch koaliitonsmäßig an der Regierung beteiligt zu sein. Dadurch wurde selbstverständlich insosern eine Regierungsfrage entstehen, als Konservative und Wirtschaftspartei ein Zusammengehen mit der Sozialdemokratie ablehnen. Aus diesem Grunde trägt man sich in den zuständigen Kreisen mit der Absicht, falls die Form der kooperativen Regierung durch die Forderungen der Sozialdemokraten nicht ermöglicht wird, die Bildung einer Ne gierung von den Sozialdemokraten bis zu den Konservativen anzustreben, ohne die Parteien auf ein bestimmtes Programm zu binden, sondern lediglich eine Art Rotstand zu konstruieren, der die Arbeitsfähigleit der Regierung wenigstens einigermaßen gewährleisten würde, solange, bis die Erledigung umstrittener Probleme andere Maßnahmen verlangt. Gemachte Panikstimmung Katastrophenstimmung als Geschält und rubige Arbeit ist Staatstördernd Die fehlende revolutionäre Atmosphäre Nur — Berlin, 22. Sept.(Eig Drahtber.) Nach den Wahlen hat in Deutchland vielfach eine Panikstimmung Platz gegriffen, die sich auch auf das Ausland auswirken konnte, und die die Aktienkurse an den großen Börsen der Welt in ganz erheblichem Umfange herabdrückte. Das Wort Putsch wird wieder einmal in mannigjache Beziehungen gebracht und es gibt bereits Leute, die vermeinen, daß sie ber chtigt sind, die Katastrophenstimmung zum Geschäft zu machen. Demgegenüber muß man zunächst einmal feststellen, daß an diesen Putschg rüchten auch nicht das geringste Wort wahr ist. Die Aktiensurse hätten ohne Frage ihren Stand behaupten können, wenn nicht gewisse Kreie die Sirugtion ausnutzen wollten, um dabei zu verdienen. Es geht in Deutschland genau so friedlich her wie bisher, und es gibt kaum einen Menschen, der an solch einen Putsch glaubt. Vielleicht Vielleicht mag es diesen oder jenen kopf geben, der sich für den Putsch begeistert, die überwiegende Mehrheit des deutchen Volkes, je fast das ganze deutsche Volk hat nur das eine Verlangen, in Rube und Frieden schaffen und wirken zu können. Revolutionen sind zwar nicht immer vorauszusagen. Aber im g genwärtigen Augenblick wurde auch der geringste revolutionäre Ansatz daran scheitern, daß die revolutionäre Atmosphäre sehlt. Gewiß haben die Nationalsozialisten in den Wahlen einen Sieg davon getragen, sie konnten ihren Bestand verzehnfachn und damit zur zweitgrößten Partei des Reichstages werden. Damit ist aver nach keiner Richtung hin der Auftakt zu einem Umsturz gegeben. Eine Ressentimentstimmung wird ohne Frage umstürzlerischen Ideen leichter zugänglich ein. Das Ressentim nt, dus viele in das Lager der Nationaliozialisten trieb. ist aber nicht im ganzen deutschen Volke dominierend. Der deutsche Staat steht festgefügt. Reichsgewalt und Polizei reichen aus, um seine Existenz auch in jeder Beziehung zu sichern. Die Arbeit der Wirtschaftsbetriebe hat keine Unterbrechung zu befürchten. Es kann also nirgends ein Anhaltspunkt entdeckt werden, der die aufkommende Panikstimmung rechtfertigen könnte. Bedauerlicherweise wird aber diese Beunruhigung von manchn Kreisen in einer Weise propagiert, die dem deutschen Kredit in der Welt nur schaden kann. Die aufgeregten Meldungen aus Newyork lassen erkennen, daß man dort von diesen Panikgerüchten Kenntnis bekam, und daß man dort ofort auch ängstlich reugierte. Damit wird aber für Deutschland euch nicht das geringste erreicht. Ein Staat kann sein Ansehen nur erhalten, wenn er dafür sorgt, daß er nach außen hin auch gef stigt erscheint. Und es ist Aufgabe eines jeden Staatsbürgrs, nichts unversucht zu lassen, um die es Ansehen zu fördern. Mit Panikgerüchten erreicht man aber das Gegenteil. Es sind Schwierigkeiten in der deutschen Inn npolitik ohne Frage vorhenden. Die sind aber nur zu meistern, wenn man in Ruhe an die Lösung der vorliegenden Aufgabe herantritt. Wie sich die Dinge in den nächsten Wochen gestalten werden, muß man abwarten. Auf jeden Fall werden alle Anstrengungen gemacht, um die Fortarbeit so reibungslos wie nur möglich zu vollziehen. Und nach Lage der Dinge kann man auch damit rechnen, daß die sachliche und ruhige Arbeit zu gewährleisten ist. rasch großen Umfang annehmend, das Institut, die Räume der Latein= und Realschule, owie die Speiseräume, einige Wohnungen und auf dem Speicher lagernde Ha servorräte vernichtete. Mehrere Feuerwehren waren die ganze Nacht über bis in die Vormittagsstunden tätig, bis es gelang, ein weiteres Umsichgr isen des Feuers zu verhindern. Der Schaden ist sehr groß, doch ist für das abgebrannte Institut schon ein Neubau vorhanden, der bold bezogen werden kann. Ueber die Entstehungsursach des Brandes konnte noch nichts ermittelt werden. Ein Schloß in Flammen in Schloß Hohenheim — Giuttgart, 21. Sept. In Schloß Hohenheim brach in der vergangenen Nacht im östlichen Teil. in dem sich das Technologische Institut der Landwirtschaftlichen Hochschule befindet, Feuer aus, das, Das hat noch gesehlt Ein„Reichsverband gegen Nationalsosolene Berlin, 22. Sept.(Drahtberich: unserer Verl. Schriftleitung.) Man sollte meinen, daß mit dem Abschluß der Wahlen und dem damit beendeten Wahlkampf auch die politischen Lächerlich. keiten wieder von der Tagesordnung gestrichen worden sind. Ein Flugblatt, das in diesen Tagen scheinbar in einer größeren Auflage verbreitet worden F. und zum Eintritt in den„Reichsverband gegen den Nationalsozialismus“ auffordert, belehrt uns aber eines Besseren. Was de gesagt wird, sei der Kuriosität halber festgehalten:„Bleibe keiner zurück, wenn der Auf ertönt: Rettet den Staat, rettet Deutschland, um die Gefahr, die durch die Reichstogswahlen für den Frieden und die deutsche Aufbauarbeit entstanden ist, zu bunnen.“ Leider enthält der Aufruf weder einen Namen noch eine Anschrift und lediglich ein Bankkonto ist für die Entgegennahme von Spenden angeführt. Dus hat wohl gerade noch gefehlt. G9A=Bundestag Revision der Rolverorbnung besordert :: München, 22. Sept.(Drahtber.) Der Bundestag der Gewerkschaft der Angestellten beschäftigte sich mit dem zur Beschlußfassung vorgelegten Leitsätzen für die zukünftige Wirtschafts= und Sozialpolitik. In diesen wird u. a. zum Ausdruck gebracht, daß es die wichtigste Aufgabe der Wirtschaftspolitik sei, unverzüglich auf allen Teilgebieten der Wirtschaft die Konsequenzen aus den weltwirtschaftlichen Konsunktur= und Strukturveränderungen zu ziehen. In der Arbeitslosenversicherung sei die Herausbildung erträglicherer Verhältnisse nur von einer Aufteilung des Risikos nach den großen Wirtschafts= und Berufsgruppen zu erwarten. Der GDA. fordert daher vom neuen Reichstag eine alsbaldige Revision und Ergänzung der durch die Rotverordnung durchgeführten Resormen. Eine Beseitigung des Notstandes in den Kreisen der älteren Angestellten sei nur durch gesetzlichen Zwang zu erreichen. Der Bundestag erwartet daher vom neuen Reichstag, daß er die Beschlüsse des Sozialpolitischen Ausschusses des alten Reichstages nach seinem Zusammentritt sofort wieder aufnimmt. Hinsichtlich der sogenannten Doppelverdiener fordert der Bundestag vom Reichstag eine Bestimmung, nach der die Pension insoweit ruht, als diese zusammen mit den Arbeitseinkommen das vor der Pension bezogene Gehalt über schreitet. Damit waren die Beratungen des Bundestages beendet. Der nächste Bundestag wird im Jahre 1933 stattfinden. Die Wahl des Tagungsortes wird dem Vorstand überlassen. Voraussichtlich wird eine der größeren Städte am Rhein zum Tagungsort ausersehen werden. Rhein.=westf. Uhrmachertag Fragen des Soldschmiedestandes * Essen, 21. Sept. Am Samstag begann in Essen die Tagung des rheinischwestfälischen Verbandes der Uhrmacher und Galdschmiede, zu der aus allen Teilen der beiden Provinzen zahlreiche Teilnehmer erschienen waren. Am Nachmittag wurde im großen Stadtgartensaal eine Ausstellung der einschlägigen Branchen eröffnet, die von einer großen Anzahl erster Zirmen Deutschlands(Bijouterie= Sold=, Silber= und Kleinsilberwaren, Juwelen, Schmuck, Bestecke, Uhren aller Art und Größe, Kristalle, Porzellanwaren usw.) beschickt ist. In der Obermeistersitzung wurde der Geschäftsbericht erstattet. Die Verhandlungen wurden am Sonntag mit dem Verbandstag der Uhrmacher und Goldschmiede fortgesetzt. Vorsitzender Nerckhoff begrüßte die Fachgenossen und Gäste, unter ihnen Vertreter befreundeter Organisationen, Innungen usw. Syndikus Dr. Schmidt erstattete den Jahresbericht. Nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten(Entlastung des Vorstandes, Haushaltsplan Glasschutzvereinigung des Verbandes, in usw.) begann die Generalversammlung. in der ebenfalls Dr. Schmidt referierte. Die Vereinigung hat sich im Berichtsjahr günstig entwickelt. Dr. Schmidt hob hervor, daß die Zahl der durch Einbruch entstandenen Schäden verhältnismäßig groß sei. Die Vereinigung ersetzt auch Tumultschäden. Vorsitzender Kerckhoff sprach über die allgemeine wirtschaftlich. Lage des Gewerbes und die Vorteile, die der Verband seinen Mitgliedern dietet. Dilger(Köln) berichtete über die Reichstagung in Münster und über die Bildung des Wirtschaftsausschusses. Schließlich wurden die aus den Mitgliederkreisen eingegangenen Anträge beraten und der Vorsitzende gewählt. Ein Unterhaltungsabend mit Tanz beschloß den Tag. Am Montag werden Fachvorträge gehalten. Die Fachausstellung im großen Stadtgartensaal war verhältnismäßig gut besucht. Fingierter Raububerfall. Aus Stuttgart wird gemeldet: Um Veruntreuungen in Höhe von etwa 20 000 Mark zu verdecken, täuschte der Kassierer einer Depositenkasse der Württembergischen Notenbank einen Raubüberfall vor. Er rief die Kriminalpolizei herbei und gad an, von einem unbekannten Mann überfallen worden zu sein, als er sich allein im Kassenraum defunden hade. Da seine Schilderungen von vornherein unglaubhaft erschienen, wurde der Kassierer festgenommen. Die sofort vorgenommene Untersuchung bestätigte dann die Vermutung, daß der Raubüberfall vorgetäuscht war. Montag, den 22. Septemder UAILIELTEELIAAETE Peltzer beslegt Viel Wind In den Borkenbergen 35000 Zuschauer beim SCC Zweller wesidenischer Segelllng-Wettbewerb /# Eine verregnete Eröflnung# Trotzden wird gellogen Die Berliner Leichtathletik=Saison sand am Sonntag mit dem Internationalen des SCC vor rund 35 000 Zuschauern einen würdigen Abschluß. Das mit Spannung erwartete Zusammentreisen des Franzosen Ledoumegue mit dem Weltrekordmann Dr. Peltzer=Stettin über 1500 Meter endete mit dem klaren Giege des Franzosen. Mit über 49 Meter Vorsprung triumphierte Ladoumegue leicht in 3:53,7 Minuten vor Dr. Peltzer und Krause. Mit großer Ueberlegenheit gewann auch Paovo Nurmi das 5000=Meter=Lausen. Die betrübliche Feststellung in diesem Wettkampf war, daß nicht einer unserer besten Langstreckenläuser mit dem Finnen auch nur einigermaßen Schritt zu halten vermochte. Nurmi gewann mit 150 Meter Vorsprung in 14:58 Minuten vor Petri und Syring. Leges-Duisbarn wesideulicher Meister 50=Kilometer=Gehermeisterschaft in DüsselBei regendrohender Witterung wurde am Sonntagmittag in Düsseldorf die westdeutsche Meisterschaft im 50=Kilometer= Gehen entschieden. Der Aachener Titelverteidiger Lahaye schien sich etwas vorgenommen zu haben, denn am Rheinstadion nach etwa 5 Kilometer, die er in 25 Minuten zurücklegte, betrug sein Vorsprung bereits 200 Meter vor Rodenbücher und Loges. In Kaiserswerth lag Lahaye 100 Meter vor Loges und in Ratingen hatte Lahaye bereits 600 Meter zwischen sich und seinem Verfolger gelegt. Loges hatte sich später näher an Lahaye herangearbeitet, an der Regierung setzte er zum entscheidenden Spurt an und nach etwa 40 Kilometer envlich hatte er den Aachener erreicht. Er ging ohne größeren Kampf an diesem vorbei, der nun entmutigt mehr und mehr nochließ und schließlich mit dem vierten Platz zufrieden sein mußte. Loges dagegen wurde fast immer schneller, er vergrößerte seinen Vorsprung andauernd und langte am Ziel nicht weniger als fünf Minuten früher als der Zweite, Rodenbücher, an. Weitab vom Verkehr, für das westliche Industriegebiet nur auf großen Umwegen zu erreichen, liegt das Segelfluggelände des Luftfahrtvereins Gelsenkirchen=Buer in den Boreknbergen. Trotz Wind und Regen hatten sich Sonntag gegen Mittag außer den 300 vollzählig anwesenden Jungfliegern mehrere hundert sportlich interessierte Menschen zusammengefunden. Der altbewährte Führer der Gruppe West des Deutschen Luftfahrtverbandes, Schröder(Essen) gab zur Eröffnung des festlichen Akts schlaglichtartig einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung des Segelflugsports. Von Lilienthal bis heute. Der 1. Vorsitzende der Gelsenkirchener Gruppe, Oberbürgermeister Zimmermann, hatte sich verfahren und kam erst nach Schluß des Weiheakts an. An seiner Statt begrüßte der geschäftsführende Vorsitzende, Dr. Marbach, die Erschienenen und weihte dann zwei neue Flugzeuge. Das eine auf den Namen Gelsenkirchen=Buer, das andere in trauernder Erinnerung an einen Helden des Segelflugsports auf den Namen Nehring tausend. Bürgermeister Dr. Rietb vom Amt Haltern übergab eine von der WestfälischAnhaltischen Sprengstoffabrik in Sythen und dem Amte Haltern gemeinsam gestiftete Wellblechbaracke ihrer Bestimmung. Redakteur Dr. Blank(Dülmen) konnte namens der Flugvereinigung Dr. Hermann Köhl(Dülmen) eine eigene Flugzeughalle der jungen Vereinigung weihen. Noch manches feiernde Wort wurde gesprochen. Das Schlußwort hatte wiederum Altmeister Schröder(Essen), der den echten Fliegergeist der jungen Piloten seierte. Mit dem Fliegen sah es zunächst böse aus. Böen und ein Regenschauer nach dem anderen ließen einen Versuch zunächst als ausgeschlossen erscheinen. Als dann gegen 4 Uhr nachmittags für eine Zeit stillerer Wind eintrat und gleichzeitig die Regenschauer aussetzten, regte ein gestifteter Tagespreis, bestehend aus 30 Mark und dem Pokal der Stadt Dülmen, die Jungflieger an, Flugversuche zu unternehmen. Es handelte sich dabei um Abnahmeprüfungen der neuen Flugzeuge, von denen 26 zur Stelle waren. Die „Kisten“ kamen aus den Hallen heraus, teils von Pferde, teils von den einzelnen Gruppen gezogen, wanderten sie auf die Höhe des Waustberges, dort auf die Abflugstelle. Gegen den Wind gezogen, standen sie auf deren Ende, ein Kommando: Das Gummiseil löst sich und die Maschine gleitet von der Höhe, vom Höhensteuer reguliert ins Leere, hebt sich, senkt sich und landet schließlich glatt und unversehrt. Eine ganze Reihe derartiger Flüge wurden ausgeführt mit einem Flugzeitdurchschnitt von 25 bis 25 Sekunden. Die Bestzeit erzielte ein Kölner Jungflieger, der 32 Sekunden in der Luft blieb. Indessen war auch weiterhin das Wetter wenig günstig. Neu auftretende schwere Regenschauer zwangen bald dazu, die Prüfungen abzubrechen. Aus Wald und Wildnis, Heide und Moor zogen die über 1000 Besucher am Spätnachmittage wieder ab, während die Jungflieger und ihre Mentoren ihre Unterkunftshallen aufsuchten, hoffend, daß die nächsten Tage besseres Wetter und Sonnenschein bringen. man nicht gewillt ist, sich selbst aufzugeben. Denen, die sich in der schweren Zeit des Meisterklubs außerhalb der sportlichen Disziplin gestellt haben, braucht nieman? nachzutrauern. Es sind eben keine Sportler. Essen 39 Schalle 95 121 Rot=Weiß Essen— Union Selsenkirchen 1:4 MBV. Linden— Horst=Emscher 4:1 Schwarz=Weiß Essen— Castrop 62 6:2 2. Bezirksklasse Wattenscheid 19— ClfR Rotthausen 4:1 Alemannia Gelsenkirchen— Wattenscheid 09 0•2 Rot=Weiß Leithe— Vektoria Rotthausen 4:1 Buer 07— Hansa Scholven 2:1 Vorwärts Brauck— Hervest=Dorsten 1:3 Holsterhausen— Resse 08 1:2 Gauklasse Union Gelsenkirchen 15— 3f3 Eintracht Katernberg—. Bonisatius Kras 4·3 Schonnebeck— Zentrum=Morgensonne 1:2 Gelsenkirchen 07 1b— Viktoria WeAlle WSV-Vereine Unschuldsengel? Heiner will dabel gewesen sein# Alle zum Amateurismas entschlossen## Das Echo Im Verband Deutschlands zwelte Niederlage Oesterreich gewinnt den Handballkampf mit 6:5 Süddeutschlands Handball=Hochburg Darmstadt stand am Sonntag im Zeichen des fünften Länderkampfes Deutschland— Oesterreich. Die deutsche Mannschaft erreichte lange nicht das Können, das man von ihr erwartet hatte und bezog eine durchaus verdiente Niederlage, die leicht hätte noch höher ausfallen können, wenn nicht Cuchra im Tor wahre Glanzleistungen vollbracht hätte. Die Oesterreicher spielen ungekünstelt und produktiv und vor allen Dingen überaus eifrig. Deutschlands Vertretung ließ dagegen den erforderlichen Zusammenhang und auch den zu einem Länderspiel nötigen Schwung vermissen. Am Samotagabend hat der Westdeutsche Spielverband im überfüllten kleinen Saale der Duisburger Tonhalle durch seinen Vorsitzenden, Notar Jersch=Bochum den großen und mittleren Vereinen seines Verbandes Aufklärung über die Entstehung und den Inhalt seiner Resormvorschläge gegeben und die Meinung der Vereinsführer eingeholt. Das Ergebnio dieser Aussprache dürfte selbst den Verbandsvorstand öberrascht haben insosern, als kaum jemals aus einer WSB.=Tagung das Bekenntnis zum Amateurismus in einer so deutlichen, um nicht zu sagen, drastischen Form erfolgte. Von den mehr als 29 Diskussionsrednern sprach nur ein einziger für Milderung der bestehenden oder der vom WSV. in neuer schärferer Form vorgeschlagenen Bestimmungen. Die überwiegende Mehrheit dagegen verlangte eine Verschärung. Richt der 100prozentige, der 380pre. zentige Amateur wurde gesordert. Die Erweiterung der Spesen, die Ausdehnung der Auolagenvergütung für zwei Trainingsabende in der Woche und für Spiele am Ort, die Stellenvermittlung, die Vergütung von Lohnausfall für im Tagelohn stehende Spieler wurden rund heraus und mit allem Nachdruck unter dem dröhnenden Beifall des bis auf den letzten Platz besetzten Saales abgelehnt. Bei dieser Stimmung war es verständlich, daß die Vereine, gegen die sich die neuen Beschlüsse und der ganze Vorschlag auf Einführung des Berusesports richteten, überhaupt nicht das Wort ergrissen, um ihre Interessen zu vertreten, und wenn sie es schon taten, dann behandelten sie nebensächliche Fragen, gingen wie die Katze um den heißen Brei, den der WSV. jetzt endlich ausgelösselt wissen will. Sie sprachen über die Ursachen, die zu den heutigen Zuständen geführt haben, wagten aber nicht, den bestehenden Zustand zuzugeben, geschweige denn, ihn zu recht: sertigen. Das war schade, denn gerade ein offenes Bekenntnis der Sünder hätte dem Vorstand die schwere Aufgabe in Dresden vor dem Bundestage erleichtert, nachzuweisen, daß der Berufssport kommen muß, weil er in der Tat längst in verkappter Form besteht. Go kam es schließlich dazu, daß vom Verbandsvorstand offen erklärt wurde, es würde nicht die volle Wahrheit gesagt. Wenn sie auch nicht gesagt wurde, sie war darum doch deutlich zu vernehmen. Außerdem bedurfte es der Ifsentlichen Beichte nicht, denn der WSV. hat, wie er glaubwürdig versichert, Material auch von Vereinen außerhalb Westdeutschlands in Händen, das seine Ansicht vom Bestehen eines verkappten Berufssports überzeugend darlegt. Es war verständlich, daß der Foll „Schalke 04“ den Ausgangspunkt des Problems bildete, daß an ihm gewissermaßen gezeigt wurde, wohin die Dinge getrieben sind. In der sehr lebhaften Aussprache wurde sofort gegen die Erweiterung der Spesensätze und vielfoch auch dagegen Einspruch erhoben, daß sich der DFB. überhaupt für den Berufssport verwenden, für seine Organisation, die nichts mit dem Amateurfußball gemein habe, einsetzen wolle. Mit Nachdruck wurde die Vergütung jeglichen Lohnausfalles abgelehnt, es gebe ohnehin genug Chauffeure und Kellner in den Vereinen, die ausgerechnet Sonnntags arbeiten müßten, um Lohnausfall beanspruchen zu können. Ebenso einhellig wurde gegen die Stellenvermittlung auch bei nachweislicher Arbeitslosigkeit Sturm gelaufen. Von den Vertretern der Großvereine wurde betont, daß die Führer der Vereine an den Zuständen, wie sie heute eingerissen seien, selbst schuld seien, weil sie sich den Forderungen gegenüber allzu nachgiebig gezeigt hätten. Nachdem ein Vertreter von Schalke 04 gebeten habe, auch Verständnis für die Umstände zu zeigen, die zu den Verstößen wesentlich beigetragen hätten, erklarte Schröder für die WSV.=Spruchkammer, daß diese die volle Verantwortung für den Spruch übernehme. Die Meinungen über die Einführung des Berufssportes waren geteilt. Bezeichnenderweise lehnte auch der Vertreter eines Kölner Großvereins das Profitum ab, der aber eine zeitgemähe Erweiterung der Spesen verlangte. Im Schlußwort durfte Notar Jersch darauf hinweisen, daß der Verbandsvorstand aus den Darlegungen habe erkennen können, daß der Wille zur Rückkehr und daß man wohl auch die vom WSV. vorgeschlagenen Wege, die nur als Ganzes behandelt werden könnten, als die richtigen ansehe. Der BV hatt im ersten Meisterschaftsspiel den schwersten Gegner der Gruppe zu Gast. Der Sieg ist für Resse sehr schmeichelhaft. Nach den beiderseitigen Leistungen hatte der Platzverein genau so gut der Sieger sein könnens Halbzeit 0:0. Sechs Minuten nach Wiederanstoß erzielte der Mittelstürmer des Gastgebers den Treffer für den BV. Erst ungefähr 20 Minuten später kam Resse zum Ausgleich. Der Rechtsaußen trat 10 Minuten vor Schluß das Tor 2:1 für Resse. 2. Mannschaft— Resse 3 1. Jugend— Erle 08 420 2. Jugend— Erle 08 125 Sportverein Hardt— Sportv. Dorsten 4•3 Fußball im Reich 2.3 3•3 129 Lönderspiele Oesterreich— Ungarn Belgien— Tschechoslowakei Norwegen— Dänemark Berin BfR Pankow— Union Oberschöneweide 321 Norden=Nordwest— Polizei 4•3 Tasmanta— Wacker 04 2•0 Kickers— Viktoria 80 2•8 Berliner SV 92— Tennis Vorussia 0:1 Spandauer SV— Südstern 020 Weißensee 1900— Minerva 93 2·3 Weltrekordmann Henne Revolte“ bei Schalke 04 Vier neue Notortad=Weltrekorde auigestellt hat am 29. September der bekannte Münchener Nennfahrer Ernst Henne. Ee gelang ihm, folgende neue Weltbestzeiten zu erreichen: in der 500=ccm=Klasse 203.5 Stundenktlometer für den Kilometer und 200.2 Stundenkilometer für die englische Meile— in der 750=cem=Klasse 221.5 für den Rilometer und für die Die alten Mekrere mässen es Schaften# Disziplinverwelgerung der Ersatell# Ein Sieg der Alten Spieler Spiaet Guoges ASV Nürnberg— 1. FC Nürnberg 123 BfR Fürth— Sp.=Vag. Fürth 125 Bayern Hof— Würzburger Kichers 2:4 1. FC Bayreuth— Würzburger FV 04 123 DSV München— Bayern München 1:1 München 1860— Teutonia München 3.0 Wacker München— Schwaben Augsburg 9•3 Jahn Regensburg— Ingolstadt=Ring= en 10•0 Jugend gegen Alter Schalbe 04— Germania Bochum 3:2 Nach dem mehr als mäßigen Spiel der Schalker Ersatzmannschaft gegen Horst=E. glaubten auch die Unentwegtesten nicht mehr, daß es den Schallern gelingen würde, se bald wieder eine seiner Meisterwürde entsprechende Stellung einzunehmen. Der „Ersatz“ spielte laff, ideenarm und ohne seden Mumm. Das wai nicht der Schaller Seist, der die Massen mitgerissen, der noch in den letzten schwierigen Sekunden, wenn es Rot dat, die Energie aufbrachte und den Sieg und die Ehre rettete. Eo mußten wieder Brecher, Könner in die Mannschaft in den Sturm: denn nur dann konnte es wieder etwas werden. Der Vorstand sah das ein. Hatte man noch Krafte, die man einsetzen konnte? Ja, man hatte sie! Zwai pielen sie bereits in der elten Herrenmannschaft, sind alt, aber sie kämpfen noch mit einem Kampfgeist, der den Jungen. eben dem Ersag se ganz fehlt. Alio mußte man auf die alte Garde zurüsgreifen. Abe: e weh! Jotzt kam etwas, mas niemand erwartet hatte. Die Jungen widersetzten ich dem Bestreden des Vorstandes, die Mannschaft durch die Alten wieder start zu machen. Die Folge, eine Nevelte mit UIt: matum, geheimen Sitzungen und Neden an Viertisch Selten kommt ein Unglück allein, derricht des Feld. das mußte der Vorstand zu seinem Leidwesen erfahren. Die Meisterelf. durch den Verband kaltgestellt, jetzt dieser Schlag Aber die Jungen hatten sich geiert! Sie fanden den Vorstand stark, so stark, daß er die Deserteure zur Disposition stellte und die gesamte Alte Herrenmannschaft aufrief. Dazu kamen dann noch der Torwart Mellage, der inz ischen spielberechtigt geworden ist und Kellner. Zwar mußte man auf die Punkte im voraus verzichten, eber dafür übernahm man die Aufgabe, das alte Ansehen wieder herzustellen! Und des gelang! Mußte gelingen, weil jeder seine Pflicht tat und kämpfte. So bekamen die knapp 200 Zuschauer, die erschienen waren. wieder ein Spiel zu sehen wie einst im Mai. Zwar sind noch einige Posten schwach, aber der Geist ist wieder da, der Geist, der Schalle groß werden ließ, der nur den Er folg auf dem grünen Rasen anerkannte Selbstbewußt nahmen die alten Kampen das Spiel auf. gegen einen Gegner, der jünger und daher bebender war, aber wennn man dafür sah, wie die Auhenstürmer ihrer Bewachung davonliefen, dem Tore zustrebten, und so zu dem Erfolg beitrugen, dann mußte man sich wieder freuen. Schon in den ersten Minuten In Schalle erfolgreich und die zur Pause gelingt es. den Vorsprung auf 210 und 2:1 zu erhöhen Tept zeigt en sich, daß Julius Neumann, ein Beuder des früherene Verteidigers, noch nicht zum alten Eisen gehört. Er beimmer brauchbar und in der Verteidigung steht Jurner, der alte Standartverteidiger. im Sturm ist Seppelfricke der tonangebende. Diese Alten spielen, nein, kämpfen um die alte Ehre des Vereins und das ist es. was ihnen die Sympathien aller Zuschauer und auch aller Sportrfeunde einbringt. Und wenn diese Mannschaft auch verloren hätte, dann hätte doch jeder das Bewußtsein gehabt, daß sie den Sieg gewollt hätten, und das ist es gerade, was wir von den Mannschaften sehen wollen. Germania wehrte sich, wehrte sich tapfer, holte auch Tore auf, stellte nach der Halbzeit sogar die Partie wieder auf remis 2:2, aber sie stand vor einem Rätsel, als die Schalker wieder und immer wieder angriffen. Und dann hatte die Mannschaft eine Stütze im Tor. Mellage! Er zeigte, daß man Vertrauen zu ihm haben kann, zeigte sich allen Lagen gewachsen. Auch als Bochum glaubte, die Schalker umrennen zu können, fanden sich diese zurecht und verteidigten sich stärker. Und zum Schluß zeigten die Schalker trot des nassen. schweren Bodens einen Endspurt, der ihnen auch noch ein viertes Tor einbrochte, leider wurde es vom Schiederichter nicht gegeben. So war das Spiel eine Enttäuschung für alle, die nicht gekommen waren, für alle, die nun an eine Serie von Niederlagen glaubten. Aber es war ne Enttäuschung nach der angenehmen Seite hin. Wenn auch wieder Rückschläge und Niederlagen kommen, Schalke hat mit eis erbracht, daß Panktespiele im Westen Berg.=Märk. Bezirk Viktoria Düsseldorf—. VfL. Benrat 221 Natingen 04— Eller 04 7•3 Düsseldorfer SC 99— Oberkassel 2:2 Gerresheim 08— Fortuna Düsseldorf 2:3 Rhein=Beziek CfR. Köln—. KBC. Köln 235 Vingst 05— SC. M.=Gladbach 2:1 Bonner FV.— Sülz 0:4 Rheydter SV.— Grün=Weiß Viersen 5:1 SV. Wickrath— SV. Troisdorf 3•3 VfR. Köln— Rhenania Köln 12 Blau=Weiß Köln— Berg. Gladbach 322 Odenkirchen— Mülheimer SB. 322 SpVag, Waldhausen— SC. Düren 03 2:1 Borussia M.=Gladbach— Alemannia Nachen 2:7 Niederrdein=Bezirk SpVg. Oberhausen— Homberger SB. 22 Union Krefeld— Duisburg FV. O8 3:1 Meidericher SV.— Grasschafter Moers 6#2# Duisburg 99— SB. Kaldenkirchen 320 Vorlagen#nd diesem Sieg dach den Vorussia Rheine— SpBg. Herton 1 Ein technisch hochstehender S. iel, 1 man es in Puntkekämpsen nur selten sehen bekommt. Die Mannschafte., wa sich völlig ebenbürtig. Herten brachte entschlossenen Sturm mit, dafür war Platzverein in der Hintermannschaft## ker. SpBg. Hamm— Westfalie Uhlen 1 B/V. Bielefeld— Teutonie Lippstadt 4 Preuhen Münster— Sparte ? 2 Nummet 25# Ehedt in He Bluttat eines Die Gemeinde durch die Schreckensng folgenschweren Ehedra regung versetzt. Der mann W. Fendrich ar hat gestern vormittag den Arbeiter Freib Bei Freiberg besteht Zu dieser grausige gende Einzelheiten be alte Bergmann Fen wohnhaft, lebt seit Frau in unglücklicher allgemein als ruhiger während man seiner sinn nachsagt. Da d Ehepaar zwei Kinde nicht im wünschensm ist es in der letzten tigkeiten zwischen de men. Am Samstag Frau mit dem in ein nenden Arbeiter Fre einem Motorrad. hörte, stellte er seine Die Frau stritt die hin begab sich Fen zu Freiberg, der ge des Motorrades best gab zu, mit der### Motorradfahrt unte Daraushin geriet 8 und gab aus ein Schüsse auf die Frai Beide sanken schwe schüsse zu Boden u kenhaus gebracht u hoffnungslosem 31 Der Täter stellte### gab auch seine Pi Nummet 2## Montag, den 22. September Jahrgang 1330 Ehedrama in Herten Bluttat eines Ehemannes Die Gemeinde Herten wurde gestern durch die Schreckensnachricht von einem folgenschweren Ehedrama in große Aufregung versetzt. Der 30 Jahre alte Vergmann W. Fendrich aus der Schützenstraße hat gestern vormittag seine Ehefrau und den Arbeiter Freiberg niedergeschossen. Bei Freiberg besteht höchste Lebensgefahr. Zu dieser grausigen Taat werden solgende Einzelheiten bekannt: Der 30 Jahre alte Bergmann Fendrich, Schützenstraße wohnhaft, lebt seit langem mit seiner Frau in unglücklicher Ehe. Fendrich gilt allgemein als ruhiger und fleißiger Mann, während man seiner Frau großen Leichtsinn nachsagt. Da die Frau, obwohl das Ehepaar zwei Kinder hat, den Haushalt nicht im wünschenswerten Maße versorgt, ist es in der letzten Zeit häusig zu Streitigkeiten zwischen den Eheleuten gekommen. Am Samstag nun unternahm die Frau mit dem in einem Nachbarhaus wohnenden Arbeiter Freiberg eine Fahrt mit einem Motorrad. Als Fendrich davon hörte, stellte er seine Frau erregt zur Rede. Die Frau stritt die Fahrt ab. Daraufhin begab sich Fendrich mit seiner Frau zu Freiberg, der gerade mit dem Putzen des Motorrades beschäftigt war. Freiberg gab zu, mit der Frau des Fendrich eine Motorradfahrt unternommen zu haben. Daraushin geriet Fendrich in große Wut und gab aus einer 6=Millimeter=Pistole Schüsse auf die Frau und den Arbeiter ab. Beide sanken schwer verletzt durch Steckschüsse zu Boden und mußten ins Krankenhaus gebracht werden, wo Freiberg in hoffnungslosem Zustande darniederliegt. Der Täter stellte sich selbst der Polizei. Er gab auch seine Pistole freiwillig ab. Das Rettungswesen im Landkreis Recklinghausen Ein verzwelgles Orge-isatlonsnetz Praktische Nächstenliebe durch Uniallhllte und Rettungsdlenst Sanllätspasten auch auf dem Hlachen Lande# 13 Sanitätskoloiinen Im bestischen Landkreis # Vor etwa zwei Jahren regte der Hilfe bei landw. Unfällen ab Preußische Minister für Volkswohlfahrt die Schaffung von provinziellen Arbeitsgemeinschaften für das Rettungs= und Krankenbeförderungswesen an, die sich in Kreisarbeitsgemeinschaften gliedern sollten. In der Kreisarbeitsgemeinschaft soll die Kleinarbeit geleistet werden. Diesen Anregungen ist die Kreisverwaltung Recklinghausen sofort mit lebhaftem Interesse gefolgt Heute erstreckt sich über das ganze Kreisgebiet ein verzweigtes Netz der mannigfachen Einrichtungen zur Gewährung der ersten Hilfe bei Unglücksfällen usw. Schon im Sommer 1928 wurde die Kreisarbeitsgemeinschaft gegründet und es wurden örtliche Unterausschüsse gebildet. Seither ist das Arbeitsgebiet allseits tatkräftig in Angriff genommen worden Insbesondere sind auch vielfach die Aerzte für die Mitarbeit gewonnen. In der praktischen Unfallhilfe und dem Rettungsdienst betätigen sich vornehmlich— teils selbständig, teils in Verbindung mit den amtlichen Einrichtungen und den Hilfsorganen der Zechen— die freiw. Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz und der Arbeiter=Samariter= bund. Da die industriellen Gemeinden mit ihrer großen Bevölkerungsdichte schon über ein sorgfältig angelegtes Netz von Unfallmeldestellen verfügen, hat die Kreisarbeitsgemeinschaft zusammen mit dem Roten Kreuz der Unfallfürsorge auf dem Lande und der Errichtung ländlicher Sanitätsposten ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Kreisverein vom Roten Kreuz schloß mit dem Genossenschaftsvorstand der Westf. landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft im Juli ds. Is. einen Vertrag betr. Gewährung der ersten wodurch er sich zur Schaffung von Unfallhilfsstellen auf dem Lande verpflichtet. Für den Landkreis kommt insbesondere der Ausbau des Unfallhilfswesens in der Gemeinde Kirchhellen, der Herrlichkeit Lembeck und im Amtsbezirk Haltern in Betracht. In Kirchhellen ist im vergangenen Jahre eine freiw. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz gegründet worden und dadurch die Grundlage für eine planmäßige Inangriffnahme des Rettungsdienstes geschaffen. Für die Ausrüstung von Sanitätsposten in Gegenden mit starker, landwirtschaftstreiben= der Bevölkerung wurden alsdann den Kolonnen in Kirchhellen, der Sanitätskolonne für die Herrlichkeit Lembeck und der Kolonne in Haltern Beihilfen des Kreises, des Roten Kreuzes und der Westf. landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zugewiesen. Außerdem hat der Landkreis für die Aufstellung und Auffüllung von Verbandskästen und dergleichen den 13 Kolonnen des Kreisbezirks je 100 Mark zur Verfügung gestellt. Ueber die Einrichtungen in den einzelnen Kreisgemeinden ist zu sagen: In Dorsten bestehen 12 Unfallmeldestellen, in denen z. T. Verbandskästen aufgestellt sind. In den Unfallmeldestellen und bei einer großen Zahl von Fernsprechteilnehmern werden Verzeichnisse aufgehängt, auf denen die erforderlichen Angaben zur schnellen Benachrichtigung von Sanitätskolonnen und Sanitätsautos verzeichnet stehen. Auch sind in den Außenbezirken des Stadtgebietes und den angrenzenden Teilen der benachbarten Landgemeinden Unfallmeldestellen eingerichtet und durch entsprechende Beschildebezirks sowie die Rettungsmannschaften der einzelnen Zechen sind hervorragend ausgebildet und ausgerüstet. Ein weiterer Ausbau des Unfallhilfswesens erscheint nicht erforderlich. Lediglich in den an der Peripherie gelegenen Bauernsiedlungen können bei einigen Landwirten, die im Besitz eines Telefons sind, Unfallmeldestellen noch eingerichtet werden. Für die Krankenbeförderung steht das Gemeindeauto zur Verfügung, für die Unterbringung der Verletzten das Krankenhaus Herten. Der Vaterländische Frauenverein hat 6 Helferinnen im Rettungsdienst ausgebildet. In Westerholt bestehen 3 Verbandsstellen und in Bertlich ebenfalls 3 Verbandsstellen der Sanitätskolonne, die mit dem erforderlichen Verbandsmaterial ausgerüstet sind. Geplant rung kenntlich gemacht. Zwischen Sanitätskolonne und Feuerwehr besteht eine Arbeitsgemeinschaft bei Unglücksfällen. Für die Unterbringung der Verletzten steht das Elisabeth=Hospital zur Verfügung. In Datteln bestehen 10 Meldestellen. An den an ver“ in die Einrichtung einer weiteren Verbandsstelle in Westerholt. Auf dem Bahnder Mitglieder der freiw. Sant#n#uugt##: hof, der Polizeiwache, in den Schulen, Gastwirtschaften und bei den Aerzten hänAuschrift„Unfallmeldestelle der freiw.]“ Mi gliederverzeichntsse der freiw. SaSanitätskolonne von„Zagtel„Kreug v.2., nitätskolonne des Roten Kreuzes aus. Bei bracht worden. Außerdem is in gee Ge L.: Ralizei befindet sich außerdem ein auf meinde Datteln in einem gemeinegr#9-##, dem lausenden gehaltenes Verzeichnis der House ein, Ponzo#schig, ingerichten arbeitsfreien Kolonnenmitzlieder, welche 8 bis 22 Uhr täglich besetzt ist, eingerichte: im Bedarfsfalle herangeholt werden Eönworden. Die Wachmannschaften degleiten nen. An Transportmitteln hat die Koden amtlichen Krankenwagen und leisten in lonne einen Pferdekrankenwagen und eine fahrbare Krankentrage. Ein Krankenhaus ist vorhanden. Für Unterrichtszwecke hat Oer=Erkenschwick stehen Räume für ständige Unfallwache zur Verfügung. Die freiwillige Sanitätskolonne Datteln wird... gesta#lt in nächster Zeit für die Bauerschaften Per gung kum, Markfeld und Napen Sanitätsposten für erste Hilfe ins Leben rufen. In Waltrop sind Unfallhilfsstellen nicht vorhanden; es die Gemeinde ein Schulzimmer zur VerfüIm Bezirk Kirchhellen sind insgesamt 7 Unfallmeldestellen eingerichtet und als solche kenntlich gemacht. Im Amtsbezirk Hervest=Dorsten dürfte von der Einrichtung solcher Stellen sind 18 Unfallmeldestellen eingerichtet, von mit Rücksicht darauf, daß die in den Ges denen 5 als Unfallhilfsstellen im Sinne der meinden des Amtsbezirks bestehenden fünf Ziffer 2 der Richtlinien angesehen werden Unfallmeldestellen für ausreichend gehalten können. Die weitere Einrichtung von Sawerden, vorläufig abzusehen sein. Die nitätsposten in den ländlichen Bezirken ist Einrichtung von 2 bis 3 weiteren Unfallmeldestellen in den Bauerschaften und die Beschaffung einer Krankentrage ist für die Gemeinde Horneburg geplant. Im Amtsbezirk Herten sind insgesamt 27 Unfallmeldestellen eingerichtet. Die Sanitätskolonnen des Amtsbeabsichtigt. Die Unfallhilfe wird von der Sanitätskolonne und dem Arbeiter=Samariterbund ausgeübt. Die Gemeinde Hervest besitzt ein Sanitätsauto. Ein Krankenhaus befindet sich in Lembeck. Im Marler Bezirk sind insgesamt 6 Unfallhilfsstellen vorhanechess Cürtolloem, mit gre Sem Biberette-Kragen, ganz gesürkart.Ingendicher wittolgrater Fünhet Ottomane-Mantel marine, mit halbem Gürtel Biesen-Rückengarnierung u Seal ragen. ganz gefüttert Tiefe kleidsame WvIe WIeIOsaR=— Flizglocke 375 Moderner Mantel aus reinwoll. Charmelaine, tadelloser Sitz, mit großem Biberette-Kragen und derner Aermelgarnierung Moderne Samtkappe mit weißer Ripeblende, prima Qualitat 6 aus reinwollenem Duvetias, in mod. Farben, mit Waschbür-Kragen, 00 Vorneh m. Kappe aus Für EESEEEEEEEEETE Sl 20 — 3 ESSER 22. Septembee 1330 den. An Rettungswesen sind beteiligt die reiw. Sanitätskolonne in Marl und Hüls, der Arbeiter=Samariterbund in Marl und Hüls sowie die Hilfsstellen der ZechenverHaltungen. Krankenauto steht zur Verfügung. In der Stadt Haltern sind. 3 Unfallhilfostellen, die den Bedingungen der Richtlinien entsprechen, eingerichtet. Amtsbezirk Haltern sind Unfallhilfsstellen noch nicht eingerichtet. Die freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz für den Stadt= und Amtsdezirk greift bei Unglücksfällen ein und sorgt für erste Hilfeleistung. Fahrrad oder Straßerbohn? Eine zellgemäße Frage für viele Aus unsern Leserkreisen schreibt man uns:„Ich wohne in einiger Entfernung von meiner Arbeitsstätte und scheue den Fußmarsch von meiner Wohnung zu meinem„Kotten". Früher fuhr ich stets auf Straßenbahn=Zeitkarte zu und von meiner Arbeitsstätte. Infolge der wiederholten Fahrpreiserhöhung glaubte ich bei der Benutzung eines Fahrrades an Stelle der Straßenbahn billiger davonzukommen. Jetzt aber zeigt es sich, daß meine Vermutung trügerisch war. Ich kaufte mir ein Fahrrad für 80 Mark. Bevor ich es recht abgezahlt hatte, mußte ich für kleinere und größere Reparaturen rund 20 Mark bezahlen. Das Fahrrad hat mich also glatte 100 Mark gekostet. Da mir die Pflege des Fahrrades während meiner Arbeitszeit nicht möglich ist, sieht das Rad alles andere als schön aus, und es macht mir keine Freude. Ich habe nun den Rechenstift in die Hand genommen und ich din zu dem Ergebnis gekommen, daß ich für den Betrag, den ich für mein Fahrrad aufwenden mußte, über ein Jahr lang aus Wochenkarte mit de Straßenbahn hätte fahren können. Wie häufig habe ich meine Arbeitskollegen beneidet, die bei Wind und Wetter wohlgeschützt in der Straßenbahn saßen, während ich durchnäßt oder vor Kälte zitternd zur Arbeit trampelte! Und manch„schöne“ Erkältung hatte ich noch nebenbei! Ich werde in Zukunft wieder die Straßenbahn benutzen. Zu diesem Entschluß erleichtert mich Ihre Meldung, daß die„Vestische" nun endlich mit dem Preisabbau ernst macht. Ich schreibe Ihnen dies, weil sich vermutlich mancher meiner Mitleser schon die Frage überlegt hat, ob es zweckmäßiger für ihn sei. mit der Straßenbahn oder mit dem Fahrrad zur Arbeitsstätte zu fahren" Bestsällscher Bauernverein Sprechtage der Hauptgeschäftestelle Recklinghausen Die Sprechtage der Hauptgeschäftsstelle des Westfälischen Bauernvereins, Bezirksverband Industriebezin, sind in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober folgende: Recklinghausen: Sprechtag in Recklinghausen. Breukerhaus, Tel. 2188, an jedem Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 1 Uhr. Sprechtag des Justitiars am Montag. den 29. September, 6. und 13. Oktober, von 10 bis 12 Uhr. Dorsten: Sprechtag an jedem Montag von 9 bis 1 Uhr, Spar= und Darlehnskasse. Gladbeck: Sprechtag an jedem Donnerstag von 9 bis 1 Uhr. Wirtschaft Surmann, Kaiserstraße. Gelsenkirchen: Sprechtag an jedem Freitag von 3 bis 6 Uhr, Wirtschaft Nettebeck. Schalker Straße. * F o r t b i l d u n g s l e h r g ä n g e f ü r E l e k t r o moneure. Im kommenden Winterhalbjahre 1930=31 werden vom Elektrotechnischen Verein des rheinisch=westfälischen Industziebezirks neue Fortbildungslehrgänge für Elektromonteure eingerichtet. Diese Lehrgänge sind von den Handwerkskammern zu Düsseldorf und Dortmuno und vom Reichsverband des deutschen ElektroInstallationsgewerdes anerkannt. Der erfolgreiche Besuch dieser Kurse berechtigt zur Teilnahme an den von den Handwerkskammern zu Düsseldorf und Dortmund eingerichteten besonderen Fachkuren zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Elektro=Installationsgewerbe. Anmeldungen nimmt in Essen der Direktor der Industrie=Berufsschule, Essen=West, Altendorfer Straße 241, entgegen. Die Lehrgänge beginnen Anfang Oktober 1930. Inmeldungen werden schon jetzt entgegengenommen. Ein hase verursacht einen AutoAls der Jagdanpächter B. mit seinem Personekraftwagen den Feldweg zwischen den Gehöften Man und SchulteNover in Hervest passierte, überquerte plötzlich ein Hase den Weg und geriet hierbei auf den Kühler des Kraftwagens. Durch den Anprall wurde die Windschutz= scheibe des Autos zertrümmert: der Hase flog in das Innene des Wageno. Der Wagenführer erlitt durch die herumfliegenden Glassplitter nicht unerhebliche Schnittverletzungen im Gesicht, so daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Verantwortlich für Volitik. Provinz und Vermisch e: W1111 W1tt. für Lokale: Spert und Zeutlieten: Geul Rleie für Theater Konzerte und bildende Kunst Dr Devenden tetl: Rubell 9 senkirchen=Buer Reel Sisder Technikertagung in Gelsenkirchen Kundgeb..1 des Uel ban des deutscher Teinniher 1 Der Techniker im virtschaltlichen und polllischen leben. Der 5. Verbandstog des Verbande. deutscher Techniker, verbunden mit dem 12. Gautag des Gaues Rheinland und Westsalen, der am gestrigen Sonntag im Berllner Hof in Gelsenkirchen stattfand, war aus allen Verbandsgebieten stark besuche, so daß der große Saal des Hotels bis auf den letzten Platz gefüllt war. In stattlicher Anzahl waren die Vertreter der Behörden der Berufsorganisationen erschienen. u. a als Vertreter der Stadtverwaltung Herr Endemann, als Vertreter der Reichsanstalt für Erbeitsvermittlung, Herr Haldfell. Gegen 11 Uhr wurde die Togung vom Gauvorsitzenden, Herrn vom Dahl, eröffnet der in seiner Begrütungsansprache darauf hinwies, daß der Techniker heute mehr denn je an den politischen und wirtschaftlichen Fragen Anteil nehmen müsse, wenn er im Kampse um seine Existenz und die Geltung im Staat erfolgreich sein wolle. Das erste Reserat hielt Verbandsvorsitzender Ing Petersen, Essen. Er führte etwa folgendes aus: Wirtschaftspolitische Fragen stehen heute im Mittelpunkt des Interesses. Die letzten Wahlen zum Reichstag haben das mit desonderer Deutlichkeit ebenfolls gezeigt. Die parteipolitischen Auseinandersetzungen der letzten Wochen haben das Bild über wirtschaftliche Dinge mehr verdunkelt als aufgehellt. Diese Tatsache ist umsomehr dedauerlich, als damit gleichzeitig der Wirtschaftspessimismus in unerhörtem Umsange sich verbreitet hat. Wirtschaftliche Dinge aus dem Gesichtswinkel der gewerkschaftlichen Aufgaben zu betrachten ist, verglichen mit parteipoltischer Betrachtungsweise, ohne Zweifel wertvoller. Die Gewerkschaften sind aus ihrer Tätigkeit heraus viel enger an die wirtschaftliche Verantwortung gebunden. Die Gautage des Verbander Deutscher Techniker haben insofern eine desondere Note, als der nüchtern prüfende Blick es Technikers Wirtschaftsfragen gegenüber für eine breitere Oeffentlichkeit wertvoll sein muß. Im allgemeinen werden Wirtschaftsfragen und wirtschaftspolitische Maßnahmen viel zu sehr vom reinen Interessenstandpunkt aus beurteilt. Dieser Gefahr unterliegen auch die Gewerkschaften. Sich dieser Gefahr bewußt zu sein, bildet die notwendige Voraussetzung, um die Ursachen der heutigen Krise einigermaßen richtig zu erkennen. Wenn heute zweckmäßige Gehalts= und Sozialpolitik betrieden werden soll, dann ist zwingend notwendig, den Krisenursachen in der Weise nachzugehen, daß auch die wirtschaftspolttischen Maßnahmen der Gewerkschaften auf Milderung und Behedung der Schwierigkeiten drängen. Eine Frage von besonderer Wichtigkeit verlangt nach Antwort und dar ist die: Hat die heutige Krise überwiegend Ursachen, die in dem natürlichen Auf und Ab der Konjunkturen begründet liegen oder sind es zusätzliche, gewissermaßen unnatürliche Ursachen. die außerdem noch in Frage kommen? Das letztere muß man zweifellos bejahen. In ganz starker Weise muß man die Kriegsschulden als Ursache der Weltkrise mit in Betracht ziehen. Die Kapitalüber= tragungen und internationalen Kaufkraftverschiebungen auf Grund der Kriegsschulden, also politische Ursachen, stören den weltwirtschaftlichen Kreislauf von Waren und Geld. Im Zusammenhang damit erklären sich die Fehlleitungen von Gold nach Stellen, die keinen Goldbedarf haben. Frankreich und Amerika saugen in stärkstem Maße Gold an. Frankreich hat im Jahre 1929 fast die ganze Jahres=Goldproduktion an sich gezogen. In den Jahren von 1925 bis 1929 hat Deutschland rund 20 Milliarden Mark, im Durchschnitt jährlich mehr als 4 Milliarden Mark fremdes Kapital hereingenommen, davon die Hälfte als kurzfristigen Kredit und ist dadurch in allergefährlichste„Abhängigkeit zu den Gläubigerstaaten gekommen. Die Veranlassung hierfür waren insbesondere die Reparationsverpflichtungen, jährlich rund 2 Milliarden Mark So sehen wir denn, wie in all den Jahren immer ein bestimmter Kapitalbedarf unbefriedigt bleibt, auf der anderen Seite aber häuften sich in den Gläubigerländern Ueberschußkapitalbeträge, die zeitlich ohne Verwendung blieben und deshalb besonders in Frankreich und Amerika zur Goldanhäufung führten. Die außereuropäischen Länder fanden deshald, und das ist ganz natürlich, in den mitteleuropäischen Ländern, vor allen Dingen auch in Deutschland eine geschwächte Kaufkraft vor, die dann das starke Sinken der Rohstoffpreise verursachte. Abgesehen von seiner Wirkung als weltwirtschaftlicher Krisenverursacher kann Deutschland aber auf die Dauer unmöglich den Youngplan tragen. Solange wir in dieser Beziehung nicht mit Erleichterungen rechnen können, wird diese Krisenursache uns besonders drücken. Dennoch brauchen wir unser Selbstvertrauen nicht zu verlieren. Von großer Bedeutung ist es, daß der Staat und die staatlichen Körperschaften nun endlich wirtschaftspolitische Maßnahmen treffen, die geeignet sind. Stetigkeit und Sicherheit herbeizuführen. Mit den wilden Lohnabbaumaßnahmen muß Schluß gemacht werden Die Frage der Preissenkung ist nicht allein eine Lohnfrage, in ebenso starkem Maße ist sie verknüpft an die heutige Kartellpolitik. 25 bis 30 Prozent des deutschen Industrieumsatzes ist durch kartellmäßige Preisbindungen beeinflußt. Das trifft insbesondere für die sehr wichtigen Rohstoff= und Halbfertegwaren zu. Trotz der schwierigen geldpolttischen Lage Deutschlands wird man mit allergrößtem Nachdruck Bestrebungen fördern müssen, die auf eine Senkung der Zinsen hinauslaufen. Es ist einfach unerträglich, wenn bei einem Reichsbankdiskont von 4 Prozent gute Betriebe unter Einrechnung der Provision 13 Prozent zahlen müssen. So sind auch die Hypothekenpfandbriefe mit 6.7 und 8 Prozent für die Wirtschaft auf längere Zeit untragbar. Vielfach ist die Nationalisierung überspitzt worden, weil sie nicht von der Bedarfsdeckung, sondern vom Kapitalsinteresse her orientiert wurde. Nach dem mit starkem Beifall ausgenommenen Ausführungen und den Dankesworten des Gauvorsitzenden an den Redner übermittelte als Vertreter der Stadtverwaltung Herr Endemann die Grüße des Oberburgermeister, in den Zeiten schwerster Wirtschaftskrisen sei der Techniker in erster Linie dazu berusen, am Wiederaufbau der Wirtschaft mitzuarbeiten. Der Leiter des Arbeitsamtes Gelsenkirchen, Direktor Halbsell, dankte für die Einladung zum Verbandstag. Die Gewerkschaften müßten in heutiger Zeit die Ereignisse der Wirtschaft aufmerksam verfolgen und nicht zuletzt der Techniker sei es. den die Wirtschaft benötige. Redner wünschte dem Verbandstag einen guten Verlauf. Herr Hubbe als Vertreter des Bauschulbundes und des A. H=Verbandes der Baugewerkschule in Essen gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Techniker im deutschen Staate bald an die Stelle gesetzt werde, die ihm gebühre. Fräulein Schäfer sprach als Vertreterin des Verbandes weiblicher Angestellten. Sie hoffe, daß die Arbeit am Wiederaufbau der Wirtschaft von einem christlich=nationalen Gemeinschaftsgeist getragen werde. Nachdem noch ein Vertreter der Konservativen Volkspartei und des Deutschnationalen Handlungsgehilfen=Verbandes der Versammlung die Grüße ihrer Organisationen übermittelt und der Tagung einen ersprießlichen Verlauf gewünscht hatten, ergriff der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Herr Breddemann, das Wort zu einem Referat: Der Techniker über Politik und politische Parteien“. Auch die Ausführungen dieses Redners wurden mit Beifall ausgenommen. Der Gauvorsitzende dankte den Rednern für ihre anregenden Ausführungen und schloß gegen 12 Uhr die öffentliche Kundgebung. Auf dem am Nachmittag abgehaltenen 12. ordentlichen Gautag des Gaues RheinRuhr legte Gauvorsteher vom Dahl, Essen, einen eingehend gehaltenen schriftlichen Bericht vor der durch mündliche Ausführungen noch ergänzt wurde. Aus dem Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr 1929 ging hervor, daß der Verband Deutscher Techniker im rheinisch=westfältschen Industriegebiet eine gute Fortentwicktung erzielt und auch erfolgreiche Arbeit geleistet hat. Die reine Mitgliedersteigerung betrug rund 22 Prozent, was als außerordentlich gut zu bezeichnen ist. Ebenfalls ist die Entwicklung der Verbandskrankenlasse gut gewesen. Auf dem Gebiete der Tarifpolitik ist zu erwähnen, daß der Verband im rheinisch=westfälischen Industriegebiet an 13 Tarifverträgen für Techniker beteiligt ist. Der Erstattung des Geschäftsberichtes folgte eine rege Aussprache, die Anregungen für die künftige Verbandsarbeit gab, weiter folgte die Neuwahl des Gauvorstandes und schließlich die Beratung der in großer Anzahl vorliegenden Anträge. Mit einer geselligen Veranstaltung wurde die arbeitsreiche Tagung geschlossen. Buersche Jungen auf dem Land Zusammenkaalt der sem Arbelisamt Buer auls Land geschlcten Jungen in Celle Bergsame Beirenung durn das Arbellsamt Buer (*) Die vornehmste Aufgabe der Reichs anstalt für Arbeitsvermittlung und Nrbeitslosenversicherung ist die Vermistlung Erwerdsloset in Arbeit. Leider stößt diese Aufgabe in vielen Fällen auf erhebliche Schwierigkeiten. Nur wenige Berufszweige der deutschen Wirt. schaft bilden hiervon eine Ausnahme. Die Sorge um die Ernährung der Bevölkerung wird mit Zunahme derselben und dem Vordringen der Industrie ständig größer. Wir müssen heute z. T. auf die Erzeugnisse des Auslandes zurückgreisen, wodurch dem deutschen Volksvermögen beachtliche Verluste entstehen. Es ist daher notwendig. alles aufzudieten, um hier Wandel zu schaf sen und die heimische Landwirtschaft nat Kräften zu fördern. Um jedoch ihre Leistungen steigern zu können, müssen ihr genügend geeignete Arbeitskräfte zugeführt werden. Die Landwirtschaft in Konjunkturschwankungen wie die Industrie weniger unterworfen; darüber hinaus ist sie noch in weitem Maße ausbaufähig. Diese Tatsache hat die Reichsanstalt für Ardeitsvermittlung und Arbeitolesenversicherung erkannt und führt deshalb den landwirtGaftlichen Seirieben boschliegense Nr. beitskräfte in hoher Zahl zu. Adgesehen von den moralischen Berteilen hut biese Art der Beschäftigung große Vorteile in gesundheitlicher Beziehung bstreibt die landwirtschaftliche Vermittlung nach den verschiedensten Gegenden Deutschlande ganz intensie, vernehml'ch natütlich nech ben Srengen unseter engeren Heimat. Es werden aber auch angrenzeude Gebiete bei Bodarf nicht vernachlässigt Mit dar Vermittlung allein ist es jedoch nicht geten. Erst nachher setzt die Hauptsorge des Vermittlers ein, nämlich die Betrenung der Vermittelten in ihrem neuen Wirkungskreis. Wohn= und Lohnverhältnisse. Arbeitszeit und Verpflegung müssen geregelt werden. Der Arbeitnehmer muß angehalten werden, fortgesetzt in Verbindung mit dem Arbeitsamt zu bleiden, um eine eingehende Betreuung zu ermöglichen. Sehr günstige Erfahrungen mit der Zuweisung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte sind mit dem Bezirk Celle (Hannover) gemacht worden, wo im Laufe der Zeit eine stattliche Anzahl arbeitsloser Buerscher Jungen untergebracht werden k. inte. Um auch hier diesen jungen Leuten ein. Abwechllung zu bieten und die freundschaftlichen Beziehungen untereinarder zu stärken, ferner denselden Gelegendeit I0 einer zwanglosen Aussprache zu geben, wurde ein Teil der nach dort Vermittelten zum Samstag, den 7. September d. J. nuck Celle eingeladen. Außer den Herren vom Arbeiteamt Celle war ein Herr vom Londesarbeitsamt Niedersachsen, desgleichen der lendwirtschaftliche Arbeitsvermittler von Buer, durch den die jungen Leute ihre Stellen erhalten hatten, zugegen. Leider hatte der Wettergott mit dieser Veranstalung wenig Einsehen. Es goß duchstädl in Mosen. Trotzdem waren 30 von den erwareten 60 Buerschen Jungen erschienen Zuern freudige Begrktung untereinander, dann Fragen. Gegenfragen. Ein Stüd von Duer innerhalb ven oserscher Sseuzen! Die nicht so Bekannten fühlton sich schnell heimisch.„Der ist aus Hassel, der aus Erle; bist du nicht aus Scholven? Wir sind miteinander gekommen! Der Heer hat unhierher gebracht!" Dieses Stimmengewier beherrschte eine Zeitlang die Sitnation. Inzwischen war es möglich, die einzelnen Gesichter zu studieren. Die Sonne und die frische Luft hatten dazu heigetragen, diesen Jungen die früheren blassen und schmalen Backen wegzuzaubern. Durchweg war jeder mit seiner Stelle und seiner Arbeit zufrieden. Der kleine H. erklärte ganz freudig. daß er dauernd mit zwei schonen Pferden zu arbeiten hätte. Wer in Celle gewesen ist und nicht das Landgestüt besichtigt hat, ist nicht in Celle gewesen. Also ging es zum Landesgestüt. In demselben wird schon seit vielen Jahr zehnten die Aufzucht von Rassepferden betrieben. Zurzeit beläuft sich der Bestand auf ca. 350 Hengste. Das war nun etwar für unsere Jungens! Ein jeder von ihnen hatte sich ja schon so etwas„Pferdeverstand“ angeeignet. Da wurde mit Kennerdlicken betrachtet, befühlt und beklopft; der gerissenste Pferdehändler hätte neidisch werden können. In der ersten Woche des Oktobers findet alljährlich die große Hengsteparade statt. Die Vorführungen des„Zehnerzuges“. Sprung= und Gangarten der Pferde sind sehenswert. Selbst die interessantesten Besichtigungen wirken auf die Dauer auf den Magen, zumal, wenn es gerade Kaffeeseit ist. Also zurück zum Arbeitsamt. Vorher noch an einer neuzeitlichen Schule vorbei, die im wahren Sinne des Wortes nur aus Glas erbaut int. Aber nun schnell Kaffeel Auf dem Arbeitsamt hatten fürsorgliche Hände Katiee gebraut. Dazu gab es Berge von Gebäck und Butterkuchen, eine Spezialität der Hannoverschen Gegend. Restlos verschwand alles. Magenkranke hatten wir nicht bei uns. Der Vorsitzende des Arbeitsamtes Celle sowie der Vertreter des Landesarbeitsamtes nahmen die andächtige Ruhe während dieser hochwichtigen Beschäftigung wahr, um die Erschienenen zunächst einmal ordnungsmäßig zu begrüßen. Anschließend daran legte der landwirtschaftliche Arbeitsvermittler von Buer den Jungen zunächst einmal die augenblickliche wirtschaftliche Lage, speziell in Buer, klar und schloß mit der eindringlichen Mahnung, die Stellen nicht leichtfertig aufzugeben und nach Möglichkeit auch den Winter über in den Stellen zu verbleiben. Aber auch die Angehörigen sollten Teil an der Freude ihrer Jungen haben. Deshalb erhielt jeder eine Ansichtskarte, die an Ort und Stelle geschrieben und vom Arbeitsamt frankiert und befördert wurde; denn auch die Verbindung mit dem Elternhaus darf nicht abreißen. Jetzt erschien der Photograph. Schnell war das Nötige arrangiert und nun zweimal„Bitte recht freundlich". und ein bleibendes Andenken an diese schönen Stunden ist gesichert. Einige Lautensänger stellten sich in liebenswürdiger Weise zur Verfügung, um auch ihrerseite zur Nun ging es zum „Naturkundlichen Museum“, das im Schloß Celle untergebracht ist. Viel Sehenswürdigkeiten sind von einem sachkundigen Herrn mit viel Mühe zusammengetragen und zu einer Sammlung vereinigt worden, die man wohl kaum in einem Großstadtmuseum zu sehen bekommt. Au den Gesichtern der Jungen las man das größte Interesse. Allerdings muß man sagen, daß unser Führer in blendender Art Erklärungen sand mit gelegentlich humoristischem Einschlag, der ihm von Anfang an das größte Interesse der Jungen sicherte. Gezeigt wurden heimische Vögel, Eiersorten, Naturkuriositäten, Rohstoffe der Lüneburger Heide und deren Verarbeitung. Schmetterlinge usw. Baß erstaunt wor man allgemein, daß in Celle eine Knopffabrik besteht, die ihre Erzeugnisse aus Tierblut herstellt. Die meiste Anziehungskraft besaß ein unter Glas gesetzter lebender Bienenschwarm, und man bewunderte allgemein die eifrige Arbeit dieser kleinen emsigen Schar. Die Königin war auch bald gefunden. So etwas hatte man in der Schule wohl einmal gehört, aber noch nie gesehen. Nachdem nun im Anschluß daran noch einige schöne, alte Häuser mit ihrer mittelalterlichen Architektur, an denen Celle so reich ist, besichtigt waren, ging der schöne Tag zur Reige, und der Heimweg mußte angetreten werden. Aber wir mußten ja den Jungen noch eine Frage beantworten: jeder fragte nämlich:„Wann kommen wir wieder hierher?“„Recht bald". war die Antwort. Anschließend noch eine Mahnung den Angehörigen zur Beherzigung! Unterstützt das Arbeitsamt in der Weise, daß auch Ihr Eure Söhne und Töchter anhalter, Stellen nicht grundlos aufzugeben oder gar dieselben nach hier zurückzurufen. Aus dem vorstehend Geschilderten möge jeder erkennen, daß das Arbeitsamt bemüht ist, gute Stellen zu vermitteln und auch die weitere Betrenung zu übernehmen. Der Winter steht vor der Tür. Laßt Eure Söhne und Töchter auch den Winter über in ihren Stellen verbleiben! Es ist besser, als wenn sie hier arbeitslos sind! Ruhrkohle nach Elsaß=Lothringen Neues Abbommen ull Franbreich a Zach lüngern Berbendlungn wurhe n ein Abkommen, das die Einfuhr von Ruhrkohle in Elsaß=Lothringen fördern soll, endgültig abgeschlossen und von der deutschen sowie von der französischen Regierung genehmigt. Auf Grund dieses Abkommens wird eine französische Gesellschaft gegründet, die ihren Sitz in Straßburg hat und an der die im Ruhrbergbau maßgebenden Kohlenhandelsfirmen und französische Gesellschaften beteiligt sind. Von deutscher Seite werden etwa 30 Firmen beteiligt sein, wie z V. Strohmeyer. Hugo Stinnes, Matthias Stinnes. Haniel, Naab=Kareher usw. Von französischer Seite werden die maßgebenden Vertriebsgesellschaften mit ihren Untergesellschaften ihre ganze Geschäftsorganisation in die neue Gesellschaft einbringen. Die Beteiligung selbst soll nach einem bestimmten Schlüssel erfolgen. Die endgültige Gründung und Organisation der neuen Gesellschaft muß nach dem Vortrage am 31. Dezember dieses Jahres beendet sein. Nach einer Verlautbarung des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikats wird aber sofort mit der Durchführung des Vertrages begonnen werden, da die in Frage kommenden elsaß=lothringischen Kohlenhändlergruppen schon jetzt alle Mas. 20men trossen, um für den Absatz der Nuhrkohle in Elsaß=Lothringen die bestmöglichsten Bedingungen zu schaffen. Die neu zu gründende Gesellschaft hat das alleinige Verkaufsrecht für Ruhrkohle in Elsaß=Lothringen die zum Jahne 1932. Das Rheinisch=Westfälische Kohlensondikat hat das alleinige Lieferrecht an diese Gesellschaft. Hoffen wir, daß bieses der Ansang einer deutsch=französtschen verständigung is. Jahrgeng 1330 s Berge von Gebäck Spezialität der Restlos verschwand satten wir nicht bei des Arbeitsamtes reter des Landesarie andächtige Ruhe chtigen Beschäftigung enen zunächst einmal rüßen. Anschließend irtschaftliche Arbeiteden Jungen zunächst kliche klar und schloß mit ihnung, die Stellen geben und nach Möger über in den Stellber auch die Angein der Freude ihrer Alb erhielt jeder eine Ort und Stelle geArbeitsamt frankiert denn auch die Verrnhaus darf nicht abder Photograph. ige arrangiert und recht freundlich". und ken an diese schönen Einige Lautensönebenswürdiger Weise auch ihrerseite zur sen Museum“ intergebracht ist. Viel ind von einem sachviel Mühe zusammenSammlung vereinigt hl kaum in einem sehen bekommt. 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Jugend=Schulungskurse der Oristlichen Bauarbeiler im Best (*) In dieser Woche sanden im Vest eine Reihe sehr interessanter Versammlungen der christlichen Bauarbeiterjugend statt. Vor allem wies der Geschäftsführer Einig auf den überragenden Wert und die große Bedeutung des Zusammenschlusses der Bauarbeiterjugend hin. Die heutige Wirtschaftskrise gehe nicht spurlos an der heranwachsenden Jugend vorüber. Arbeitslosigkeit und die damit verbundenen großen Gefahren für die sittlichen und ethischen Ideen der christlichen Erziehung würden allzusehr von weiten Kreisen unbeachtet gelassen. Der christliche Bauarbeiterverband habe sich zur Aufgabe gemacht, in einen Jugendgruppen die jungen Bauarbeiter zu überzeugungstreuen Anhängern der Bewegung und zu charakterfesten Menschen und Staatsbürgern heranzubilden. Nicht mit Schlagworten und Phrasen solle und könne dieses bewerkstelligt werden, sondern durch zielbewußte und planmäßige Schulung und Ausbildung. In gut vorbereiteten Kursen und Schulungsabenden würden die Jungmannen zu praktischen und kenntnisreichen Handwerkern erzogen, die dereinst in der Lage sind, das Bauhandwerk würdig zu vertreten Bei solcher Art Ausbildung und Schulung wird auch das gewerkschaftliche Moment nicht vernachlässigt. Sodann wurde im einzelnen die Schulungsarbeit für den kommenden Herbst und Winter festgelegt. In Buer, Westerholt und Horst sollen vorerst die monatlichen Zusaammenkünfte jeden dritten Donnerstag im neuen Jugendheim des christlichen Bauarbeiterverbandes für die Jugendgruppen Buer, Horst und Westerholt zu Buer stattfinden. Am 16. November ist eine große Jugendkundgebung des christlichen Bauarbeiterverbandes für die Ingendgruppen Buer, Horst und Westerholt in Buer geplant. Desgleichen soll dieselbe Veranstaltung Anfang Dezember, vielleicht auch schon früher, für die Jugendgruppen Bottrop und Gladbeck in Gladbeck stattfinden. Mitgeteilt wurde schließlich noch, daß im Monat Oktober eine Jugendführertagung in Essen für das ganze rheinisch= westfälische Industriegebiet stattfinden soll. Die vestischen Jungmannen des christlichen Bauarbeiterverbandes werden ihre Obleute und ersten Führer dorthin entsenden. Mit dem Gesang des Jugendliedes„Wann wir schreiten“, fanden die Versammlungen in Gladbeck, Bottrop und Buer ihr Ende. Bühnenvolksbund Buer Es sind noch Vormietekarten zu haben (“) Der städtische Hauptausschuß hat zweimal, infolge der wirtschaftlichen Notlage, einen Abstrich am diesjährigen Theateretat vorgenommen. Aus diesem Grunde sieht sich der Theaterdezernent gezwungen, die Vormietepreise für die Bühnenverbände heraufzusetzen, und zwar werden die Preise für Sperrsitz und den 1. Platz erhöht. Die Vergünstigungen für den 2. und 8. Platz konnten beibehalten werden. Die neue Preisgestaltung der Vormieten für 8 Schauspiele und 4 Opern ist folgende: Sperrsitz 35 Mark, 1. Platz 25 Mark, 2. Platz 15,50 Mark, 3. Platz 7,80 Mark. Diese vorgenannten Beträge können aber auch, wie bisher, in 5 Raten entrichtet werden. Die Eröffnung der diesjährigen Spielzeit muß bis Anfang Oktober hinausgeschoben werden, da die Verhandlungen mit der Schauburg noch nicht zum Abschluß gebracht worden sind. Das Münstersche Stadttheater wird mit Büchners Dantons Tod“ zuerst aufwarten. Vormieten, mit Ausnahme für den? Platz, werden noch in den bekannten Aus gabestellen entgegengenommen. Jum Segellugweltbewert in den Vorkenbergen Sonntagskarten von Buer=Nord (*) Teilnehmer und Besucher des 2. Westdeutschen Segelflugwettbewerbes in den Borkenbergen erhalten am 24. und 25. September vom Bahnhof Buer=Nord aus Sonntagsfahrkarten nach Dülmen oder Haltern, oder Lüdinghausen oder Ondrup. Ein neues Blumenhaus der Gärtnerei Rottmann in Buer=Mitte (") Die bekannte alte Gärtnerei Rott mann an der Essener Straße in Buer Mitte, die sich früher mit einem kleinen Ausstellungsraum im Hause Essener Straße 13a begnügen mußte, konnte am Sonnabend einen neuen geräumigen Verkaufs= und Ausstellungsraum eröffnen. Es steht wohl außer Zweifel, daß damit zunächst einmal ein früher wenig anziehender Blickpunkt an der Essener Straße eine äußerst geschmackvolle dekorative Wirkung erhalten hat, die noch bedeutend gesteigert werden könnte, wenn man das Uebermaß von Reklameschildern an der Giebelseite des Flachbaues auf eine vernünftige Wirkung in Farde und Form beschränken würde. Der Verkaufsraum hat durch seine intim gehal tene Ausstattung nichts ladenmäßiges an sich und wirkt daher äußerst anziehend und geschmackvoll. Der Binderaum wird durch einen zweiteiligen durch eine Portiere vo bundenen Schrankaufbau, der in hellen Pastellfarben gehalten ist, von dem Ver kaufsraum abgetrennt. Die tiefen Schau fensterauslagen haben durch zwei senkrechte Spiegelflächen eine erhöhte reizvolle Wir lung erhalten. Es bleibt noch zu erwäh den, daß die erforderlich gewesenen Mauder=, Schreiner= und Anstreicherarbetten durchweg von bekannten und erprodten wickelten ein reises Können und ernteten mit ihren Darbietungen starken Beifall Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Unterhaltungsabend in der Stadthalle, der von den Musikkapellen des Gymnasiums, des Realgymnasiums, der Oberreal= schule sowie der Jugendgruppe bestritten wurde. Unterbrochen wurden diese musikalischen Darbietungen durch Tanzvorführungen der Schülerinnen der höheren Lehranstalten Gelsenkirchens. Den Abschluß bildete eine Tanzbelustigung für jung und alt, die die Teilnehmer der Veranstaltung in bester Stimmung beisammenhielt. (—) Alte Frachtbriefe sind noch gültig. Der Verein selbständiger Kaufleute schreibt uns: Die Industrie= und Handelskammer hat mitgeteilt, daß nach der ihr von der Pressestelle der Reichsbahndirektion Essen (12 /(Azu.) gemachten Mitteilung die Reichsbahndirektion Essen sich damit einverstanden erklärt hat, daß die Frachtbriefexemplare in der Größe von 420 X 297 mit altem Aufdruck, auch wenn sie nicht aus Normalpapier 4a hergestellt sind, noch bis zum 31. März 1981 als Frachtbrief=Doppel (Frachtbrief=Duplikat) verwendet werden dürfen, sofern unter der Aufschrift Frachtbrief das Wort„Doppel“ handschriftlich oder in anderer Weise hinzugefügt wird. Auf die eben erwähnte Weise wird also ein großer Teil der alten Frachtbriese noch Verwendung finden können. Verbehrsunfälle in Gelsenkirchen Radfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Lieferauto verletzt (—) An der Ecke Ueckendorfer und Dessauer Straße in Gelsenkirchen stieß der Radfahrer Judwik aus der Dessauer Straße mit einem Lieserwagen zusammen Der Radfahrer stürzte und erlitt dabei eine schwere Schädelverletzung. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Wieder ein Kind verletzt Gestern nachmittag rannte der 3jährige Knabe Karl M. aus der Schonnebecker Straße gegen ein Auto. Er trug eine leichte Gehirnerschütterung davon. Den Kraftwagenführer soll keine Schuld treffen. Nus Loust das horfter Bannerschießen Der Marineverein erringt das Banner O Das gestern im Schützenhof Göbel veranstaltete Bannerschießen des Ortskriegerbundes Horst=Emscher erfreute sich einer starken Beteiligung seitens der Kriegervereine. In geschlossenem Zuge, dem das verhüllte Banner vorangetragen wurde, marschierte man unter Vorantritt der Horster Feuerwehrkapelle zum Schießstand, wo den ganzen Nachmittag die Vereine sich in den Schießleistungen zu überbieten versuchten. Der Marineverein Horst blieb schließlich in dem fast dreistündigen Kampfe Sieger. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden des Ortskriegerbundes wurde dem Verein das Banner überreicht. Im Vereinslokale des Marinevereinz wurde die Veranstaltung durch eine interne Siegesfeier beschlossen. Sebver) (“) Verkehrsunfälle in Buer. Sams tag abend ereignete sich auf der Gladbecke. Straße, in der Nähe der Wirtschaft Hüchte brock ein Verkehrsunfall. Ein etwa 17jäh riger junger Mann hatte sich mit seinem Fahrrad, um bequemer vorwärts zu kommen, an ein Lieferauto gehängt. Als der Lieferwagen in eine Seitenstraße einbiegen mußte, verlor der Radler die Uebersicht und fuhr gegen einen Straßenbaum. Bei dem Sturz trug er eine Armverletzung davon. Auch wurde das Fahrrad beschädigt. Ein weiterer Unfall ereignete sich am Sonntag in der Mittagszeit auf der Bochumer Straße. Hier geriet ein jugendlicher Radfahrer in die Straßenbahnschienen und mußte bei dem nachfolgenden Sturz Bekanntschaft mit dem Straßenpflaster machen. Er trug eine Verletzung am rechten Knie davon. G Geburtstag: Verkauf Geburtstags Verkauf M Geburtstags i-Zamilienkrach in öuer-Erle Den Schwager mit der Vierflasche niedergeschlagen (*) In einem Hause in der Bismarckstraße gerieten während des Kartenspiels mehrere Männer in Streit. Dabei wurde der Bergmann Sch. von seinem Schwager P. mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen. Der Verletzte mußte von der Unfallwache ins Krankenhaus geschafft werden. Es besteht Lebensgefahr. 0) Gemeinderatssitzung in Westerholt. Donnerstag, den 25. September 1930, nachmittags 4 Uhr, findet im Saale der Wirt schaft Capelle, Schloßstraße, eine Sitzung der Gemeidevertretung mit folgender Ta gesordnung statt: 1. Festsetzung der Berufsschulbeiträge für 1930. 2. Umlegung der Handwerkskammerbeiträge. 3. Antrag der Ww. Klasmann auf Ermäßigung der Miete. 4. Stellungnahme zu den Bestrebungen des Arbeitsamtes Buer, die Kontrolle der Westerholter Erwerbs losen und auch die Unterstützungs zahlung künftig in Buer vorzuneh men. 5. Errichtung einer 10. Lehrstelle an der evgl. Schule. 6. Beschlußfassung über die Bereitstellung weiterer Reisekosten und über die Kontrolle der Rechnungsbelege Gäs Am B91-Kundgedung in Seisenbirchen Für die Erhaltung der deutschen Auslandsschulen (—) Die von der Ortsgruppe Gelsen kirchen des V. D. A. am Samstag veran staltete Kundgebung im Stadtgarten und der Stadthalle hatte sich eines starken Zu spruchs aus der Gelsenkirchener Bevöl! rung zu erfreuen. Das am Nachmittag vei dem Schülerorchester des Realgymnesium: in Wanne=Eickel veranstaltete Konzer brachte eine geschmackvolle Auslese guter Konzertmusik. Die jungen Musiker antGeburtstags-Angebot zu ganz billigen Geburtstags-Preisen Mantel-Stoffe Neuer Mantelstolt englischer Art. für Beckfischmäntel, ca. 140 cm breit Meter 3.50 Mantelstoft mit Abselte in mod. Ausmusterung, ca. 140 cmn breit: Meier Mantel-Ottomalfe a. 140 em breit, gute dauerhatte Quol, in marine u. schwers kieter Jausen-Jacquara a. 140 cm breit. mit gerauhter Abseite, schwere werme Winterquaität, für Kinder- und Mädchenmäntel:: Meter Velour-ROyAl ua. 140 cm br. m. gereuhter Abselte, preisw. Mant elstott, mer. u. schwerz Meter Mod. Manteiston a. 140 cm br., in neuen Farben, wie beige, nachtblau, weinrot Meter Ottomane-Reversible ca. 140 cm breit, schwere Winterqual., auch z. Durchtreg. Meter Neuheiten in Mantelstotten wie sie die Mode verlangt, bringen wir in großer Auswehl u. in guten Qualit. 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Zwei dunkle Männergestalten waren ihm auf dem engen Straßenpflester entgegengestürmt und der vordere von den beiden. der es besonders eilig zu haben schien, war mit solcher Wucht an Egon angerannt, daß er den Prinzen zwar nicht aus seinem Gleise gebracht hatte, selbst aber zur Seite flog, über den Rinnstein taumelte u nd sich mit aller Mühe jenseits desselben aufrecht hielt. Mit einem halblauten Fluch jagte er dann weiter. Sein Begleiter, um vieles älter als er, keuchte ihm kurzatmig nach. Die laufen, als hätten sie kein besonders gutes Gewissen, dachte Egon. Wes der Mensch, der gegen mich anlief, für ein angstverzerrtes Gesicht hatte. Wie die groben, dunklen Augen stierten, als hätten sie Grauenhaftes gesehen. Jung war er, das bleiche, eingefallene Gesicht war von einem aufketmenden Bart uma den, ein von Leidenschaft durchwühltes Gesicht. Ich glaube, ich werde es sobald nicht vergessen, die es plötzlich aus dem Dunkel dicht vor mir auftanchende Haupt. Egon setzte seinen Weg fort. Es wurde ihm nicht leicht. die Nummer des Glimmerschen Hauses festzustellen. Die in der Nähe drennende Laterne war von Schncenebel umlegert. Nun aber stand Egon docd vor der Haustüre. Zu seinem Erstannen sand er sie nogt verschlossen, sondern nur angelehnt. Nach einigem Zögern öffnete er und trat ein. Wahrscheinlich war die Tür für ihn unverschlossen geblieden. In dieser Vermutung wurde er durch den Umstand befestigt, daß der Flur. in welchem er sich befangd, durch eine kleine. in einer Rische stehenden Petroleumlampe erleuchtet war. Doch wodin sich wenden? Im Hause berrschte tiese Stille. Niemand kam. der dem nächtlichen Besucher hätte mitteilen können, ob er die Treppe emporsteigen oder hier im Erdgeschoß die Glimmer aufsuchen sollte Egon räusperte sich einigemale. Auch das verfing nicht. Durch keinen Laut, keinen Schritt wurde die Todesstille unterbrochen. Da entschloß sich der junge Mann, ohne weiteres auf die nächste Tür loszugehen und bie zu öffnen. Dunkelbeit starrte ihm entgegen. Er stieß einen leisen Ruf hervor. Niemand antwortete ihm. Egon beganan die Sache unheimlich zu werden. Schon wollte er sich auf der Schwelle des Gemaches wenden und das Haus verlassen, als ein seltener Laut an sein Ohr schlug. Ein Röcheln war's. ein leises Stöhnen. Im nächsten Augenblick zog Prinz Egon ein Jeines silbernes Etui aus der Tasche und ließ ein elektrisches Licht aufblitzen. Er machte eine furchtbare Entdeckung. Eine ältere grau— er glaubte in ihr die Elimmer zu erkennen— lag völlig angekleidet auf dem Boden. in der unmittelbaren Nähe einer geöffneten Tür, die zu einer Küche zu führen schien. Egon neigte sich über die Frau, welche das rechte Auge sest geschlossen hatte, wähzend das linke weit geöffnet war. Eine unnatürliche Verzerrung der Züge, besonders das Herabhängen des rechten Mundwinkels ließ Egon sofort ahnen, was hier gescheben. „Nein, um ein Verbrechen handelte es sich hier nicht, aber Furchtbares mochte der Elimmer widerfahren sein, vielleicht gerade, da sie sich bereitgehalten hatte, ihren nächtlichen Besucher, den sie brieflich zu sich geladen, zu erwarten. Der Schlag hatte die Souffleuse getroffen. Selbstverständlich begriff Egon sofort, daß er die Anglückliche nicht sich selbst überlassen durfte, ihr mußte Hilse gebracht werdn. War denn kein Dienstmädchen im Hause anzutreisen, hauste die Elimmer hier ganz allein? Die Situation war für ihn im Grade peinlich, seinem guten Rufe vielleicht sogar gefährlich. Er begann laut zu rufen, in der Hoffnung. daß sich doch ein dienstbarer Geist melden werde. Nun sielen seine Blicke auf die Treppe. die zum Oberstock hinaufführte Sollte die Dienerin der Glimmer dort oben unter dem Dache schlafen? Sogleich stieg er die Treppe empor. Seine Taschenlaterne beleuchtete ihm genugend den Weg. Bald stand er vor einer Tür. Er klopfte energisch mehrere Male an.„He— Holla! Ist da jemand?— Ein Anglück ist im Hause geschehen, bitte wachen Sie auf!“ Ein Dehnen und Recken auf einer krachenden Bettstelle war die nächste Folge dieser Aufforderung. dann tappte, offenbar durch das hinter der Tür herrschende Dunkel jemand durch den Raum und eine männliche Stimme fragte: „Was ist denn los?— Frau Glimmer. sind Sie es?“ „Frau Glimmer liegt in ihrem Zimmer bewußtlos,“ antwortete Egon,„ich fürchte, ein Schlaganfall hat sie niedergeworfen. Oeffnen Sie und ich will Ihnen sogleich alles erklären, auch meine Anweenheit in dem mir sonst fremden Haus.“ „Nur eine Minute, ich fahre nur in meine Hosen hinein.“ Und während der Sprechende dieses höchst notwendige Geschäft zu besorgen schien, fügte er selbstbewußt „Theobald Schmirgel kennt keine Furcht. Und wenn der Seist meines seligen Vaters mir wie weiland dem Dänenprinzen erschiene, ich würde ihm zurusen: Steh. verklärter Geist!" Nun wußte Prinz Egon schon, wer der Bewohner des Dachzimmers war. Theobald Schmirgel, das Faktotum Ludwig Satanders, in dessen Hause der Prinz oft genug in anregendem Gedankenaustausch mit dem verewigten Künstler geweilt haite. Dabei hatte er natürlich auch das iginal Schmirgel kennen gelernt. Doch wußte er auch, daß der kleine, verwachsene Komödiant ein ehrenhafter Mensch war „So, da bin ich— nun, verehrter Fremder, sagen Sie mir. woder des Weges und was ist das für eine Unglücksbotschaft über Frau Glimmer. Was mich selbst andetrifft— ich bin Schmirgel— kurzweg Schmirgel. das genügt. Sie aber— ah — ah— Blendwerk der Hölle— täuschen mich meine Augen oder——“ Der Kleine, der schnell die Tür geöffnet und mit einer helleuchtenden Lampe hinausgetreten war. erstickte alle weiteren Worte, die seinen Lippen entfliehen wollten. unter einer tiefen Verbeugung. „Wir kennen uns ja, Herr Schmirgel.“ antwortete Egon,„deshalb bitte ich Sie, mir alle weiteren Erklärungen vorläufig zu erlassen. Später sollen Sie wissen, was mich hierher geführt hat. Jetzt folgen Sie mir. der Zustand der Frau da unten erscheint mir sehr bedenklich.“ Bald waren die beiden Männer um die Kranke beschäftigt. Schmirgel hatte die groge, über dem Tisch hängende Lampe angezündet. Bei ihrem hellen Schein ließ sich alles genau überblicken. Es war zweifellos, daß die Glimmer ganz plötzlich. und zwar in dem Moment, in welchem sie sich in die Küche begeben wollte, zusammengebrochen war. Sie hatte eine kleine Lampe getragen, deren Scherben jetzt neben ihr am Boden lagen. Glücklicherweise war die Flamme schnell erloschen. Die Unglückliche hatte sich nicht wieder aufzurichten vermocht, sie hatte, wie Schmirgel sofort feststellte, eine rechtsseitige Lähmung erlitten. Da mußte natürlich so schnell wie möglich ein Arzt herbei. Nachdem Egon und der kleine Komödiant die Leidende behutsam aufgehoben und auf den Diwan im Wohnzimmer gebettet hatten, erklärte sich Schmirgel bereit, einen Arzt zu holen, der in einer nur wenige Minuten entsernten Nebenstraße wohnte. Egon war mit diesem Vorschlag einverstanden und wollte inzwischen bei der Kranken, die jetzt verzweifelte Anstrengungen machte, mit lallender Stimme Worte hervorzustoßen, zurückbleiden. Aber vor allem sollte doch meinte der Prinz. Schmirgel Wasser herbeiholen. Man müsse doch die=Aermste laben! „Sogleich— Wasser gibt es ja in der Füche" Schmirgel nahm seine Lampe vom Tisch und verlor sich in den Nebenraum. Plötzlich— es war noch keine halbe Minute vergangen, hörte Egon ihn aufschreien, dann erschien der Kleine mit ganz verstörtem Gesichtsausdruck an der Schwelle. „Ich weiß alles— ein Einbruch hat stattgefunden, durch das Rüchenfenster sind sie hineingekommen— die Glimmer muß ein verdächtiges Geräusch gehört haben— sie wollte nachsehen— als sie die Einbre#er bei der Arbeit erblickte, hat sie vor sreck und Furcht der Schlag getroffen!" „Vielleicht hat man die Frau mit einem stumpfen Instrument niedergeschlagen, doch da müßte eine Wunde zu sehen sein— Blut— sie dürften recht haben. Herr Schmirgel— das bloße Entseyzen hat die Glimmer neidergeworfen. Und jetzt erinnere ich mich, daß zwei verdächtig ausehende Nerle in der Kleiststraße an mit vorüberrannten. Der eine prallte dabei an mich an und kam fast zu Fall. Das Gesicht dieses Menschen hat sich meinem Gedächtnis scharf eingeprägt. Unter Tausenden würde ich es herauskennen!" hatte Schmi Inzwischen zirgel „ für Wasser gesorgt. Er flößte es seiner Hauswirtin ein, sie schluckte mit größter Mühe. Nun lief der Kleine nach dem Doktor. Egon war mit der Leidenden allein. Er fühlte ihre Stirn, gab ihr wieder zu trinken und versuchte durch freundliche Anreden ihre Gedanken wieder halbwegs in Gang zu bringen. Und wirklich, er erzielte einen gewissen Erfolg. Es hatte den Anschein, als ob die Glimmer langsam ein wenig Licht in die Finsternis ihres Gehirns bekäme. Erinnerungen an die letzten Ereignisse stiegen in ihr auf. Und mit einer Energie, die selbst den kranken Körper dieer Frau zu außerordentlicher Anstrengung aufstachelte, stieß sie, allerdings mit schwerer, kaum beweglicher Zunge hervor: „Er— er— mein Versteck— ob— er— er!“ Das klang wie mißlungenes Schluchzen, wie das Winseln eines niedergeschlagenen Hundes. Er?— Von weg mag sie reden? — Egon fand natürlich keine Antwort auf diese Frage. Schmirgel kam in Begleitung des Arztes. eines kleinen, graubärtigen Herrn, der über die Störung seiner Nachtruhe nicht sonderlich erfreut schien. Das erste, was er Egon, den er übrigens nicht kannte. mitteilte, war, daß Frau Glimmer nicht zu seinen angestammten Patienten gehöre. Sie halte es mit der Homöopathie, kuriere sich und andere— auf das„andere“ legte der Doktor besonders grimmig Nachdruck, — mit weißen Kügelchen und anderem wertlosen Zeug. Er sei sogar schon einmal nahe daran gewesen, sie wegen Kurpfuscherei anzuzeigen. Dabei ging er aber eifrig an die Untersuchung der Kranken. Schmirgel assistierte ihm. „Apoplexie— rechtsseitige Lähmung— im Augenblick Sprache stark behindert, Denkfähigkeit stark ausgeschaltet, aber keine momentane Gefahr! Dann traf er einige Anordnungen, die Schmirgel auszuführen versprach, und während er sich in einem herbeigeholten Becken die Hände reinigte, rief er mit schnarrender Stimme: (Fortsetzung folgt.) Hentag, 28. Septen Nr. 259 DIE PLAUDERNTUNDE BEILAGE ZUM GENERALANZEIGER FUR DASEMSCHER-LIPPELAND. Erkämpftes Glück Roman von Rudolf Nchls; Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle(Saale) Forisegzung Aber wenn man näher hinsah— wie sie zan Vespsiel eten vor ihm grskonden tte—. so waren die Augen der beiden ädchen die gleichen. Nur daß bei Fräulein Kopreit die bellblauen Augensterne zu ihrem dunklen Haar einen eigenartigen Kontrast bildeten. Vielleicht hatte auch wohl die sonstige Aebnlichkeit der beiden Mädchen ihn veranlaßt, daß er die Hand seiner Sekretärin ein wenig länger und kräftiger gedrückt hatte, als es eigentlich seine Absicht gewesen war. Als Nieburg nach Hause kam, fand er den Abendtisch schon gedeckt. Loni war nicht im Zimmer. Auf Nieburgs Frage erwiderte grau Uhlers, daß Loni noch beim Umkleiden sei. Sie schlug ihm vor, er sollte sich auch erst für den Abend fertig machen; dann wollten sie gemeinsam essen. Nieburg war so vergnügt, daß er ein Lied vor sich hinsummte. Er beeilte sich, fertig zu werden. Es dauerte auch nicht lange, so stand er im Smoking vor Frau Ahlers, die ihn wohlgefällig musterte. „Run. Herr Nieburg, da will ich mal unser Komteßchen holen; sie wird auch fertig sein.“ Damit verließ sie das Zimmer, und Nieburg ging ungeduldig ein paarmal auf und ab. Aber seine Geduld wurde auf keine allzu harte Probe gestellt, denn nicht lange dauerte es, da wurde die Tür geöffnet. Erwartungsvoll blickte Nieburg auf, dann bleib er überrascht stehen. Er mußte sich erst vergewissern, ob er sich nicht getäuscht hatte. Aber dann wurden seine Augen immer größer. Ehrliches Erstaunen sprach aus seinen Mienen. Gewiß, das junge Mädchen, das ins Zimmer trat, war Komtesse Loni. Aber wie anders sah sie aus als bisher! Wirklich, es war kein Wunder, daß er sie im ersten Augenblick nicht erkannt hatte. Niebura hatte sie bisher nur in dem einfachen Kleid gesehen. Es war noch immer dasselbe, das sie in der Pension getragen hatte. Jetzt stand eine elegante Dame vor ihm, in einem duftigen Stilkleid! Auch ihr Haar war anders frisiert. Loni sah seine bemundernden Blicke. Sie wagte kaum, die Augen aufzuschlagen. Frau Ablers stand mit einem strahlenden Lächeln neben ihr und amüsierte sich über ein überraschtes Gesicht „Ja, Herr Nieburg, da schauen Sie? So haben Sie unser Komteßchen noch gar nicht gesehen! Sie mußte sich doch schön machen, wenn sie mit Ihnen ausgeht. In doch alles nobel, wo Sie hingehen. Da darf Loni nicht abstechen.“ Niebura konnte sich nicht satt sehen an einem Schützling. Es war ihm gar nicht aufgefallen— er hatte auch gar nicht daran gedacht—, daß Loni so einfach und o wenig nach der Mode gekleidet ging. Aber die gute Frau Ablers hatte gleich für alles gesorgt. Denn unbedingt war es Frau Uhlers, die Loni das Kleid gekauft hatte. burg aber nicht, wie künste es bedurft hatte, n, die Tus uhnte Nieburg vieler Ueberredungskünft um Loni zu bewegen, die Hilfe der guten Frau Ablers anzunehmen. Erst als diese immer wieder erklärt hatte, ihr Vater würde bestimmt damit einverstanden sein, daß ste ihr die Sachen kaufte, und er würde ihr das Geld später wiedergeben, da war sie bereit gewesen, sich eines der Kleider auszusuchen, von denen Krau Ahlers eine Auswahlsendung hatte kommen lassen. Nieburg reichte Loni die Hand. Er hatte sie ja noch gar nicht begrüßt. Niedura wußte kaum, was er ihr sagen sollte. Jedes Kompliment erschien ihm zu danal. in warmer Blick aus seinen Augen em„Wbie schön Sie sind, Fräulein Loni,“ lagte er schließlich zu ihr. Es war Loni peinlich „Das macht das Kleid. Herr Nieburg.“ sagte sie.„Frau Uhlers trägt die Schuld daran, 36 an, daß ich se aufgeputzi gehe wollte ja gar nicht.“ „War es nicht ganz richtig von mir. Herr Nieburg?“ fragte Frau Ahlers.„daß ich Loni zuredete, sich zu dem heutigen Abend schön zu kleiden? Loni is jung: sich auch schön kleiden jetzt kommen Sie zu Tisch: es zu spät. Sie müssen bald sie maß Aber wird son geben. Sie setzten sich. Mit Genugtuung stellte rau Ahlers fest, daß die beiden ein#aar ien, wie füreinander geschaffen. über e hütete sich, es zu sagen. Loni sollte um Gottes willen nicht merken, daß sie besondere Absichten verfolgte. Es würde sich alles von selber ergeven. Gar nicht ange dauern würde es. und die jungen Leute würden dann wissen, daß sie nicht voneinander lassen konnten. Nach dem Essen hatte Nieburg ein Auto kommen lassen. und nebeneinander fuhren sie durch die hellerleuchteten Straßen nach der Friedrichstadt mit ihrem Meer von Licht Es war eines der schönsten Varietes. in das Nieburg die kleine Loni führte. Ein Page half ihr dienstbereit aus dem Mantel: Loni war verlegen. Die bewundernden Blicke, die das schöne Paar auf sich zog. glaubte Loni, galten ihrem Begleiter, und sie ahnte nicht, daß man vor allem ihrer Schönheit huldigte. Nieburg sab es, wie die anderen Besucher im Fover ihn um seine schöne Begleiterin beneideten und es schmeichelte seiner Eitelkeit. Loni ging wie im Traum neben ihm her. Es war ihr alles so wunderbar. was sie erlebte, daß sie glaubte, sie müsse erwachen. und alles könnte gar nicht Wirklichkeit sein Dann saß sie mit ihm an einem kleinen Tischchen in einer reizenden Ecke: und als ein junges Mädchen Blumen anbot, kaufte er ihr drei herrliche weiße Chrosan= themen ab. ließ von dem Kellner eine Vase bringen und stellte sie auf den Tisch. Loni blickte verstohlen umher, ob die anderen Damen. die an anderen Tischen saßen, auch Blumen hatten; aber sie war die einzige. Dann wurden ihre Augen nach der Bühne grienti, wo rm e,runne Clown seine Späße vorführte; und in kindlicher Freude sah Loni zu Niebura war in bester Laune. Ihm waren die Dardietungen ja nichts Neues; er freute sich aber, daß es Loni so gut gesiel. Er hatte eine Flasche Wein bestellt, und Loni trank, weil er iht wirklich schmeckte. Der Wein war süß und angenehm. Nieburg vermied es aber, ihr unnötig zuzutrinken, denn er wußte, daß sie die berauschende Wirkung nicht ahnte, und der Abend sollte keinen Körenden Abschluß finden. Nie hatte Loni etwar Gehnliches er lebt. Die festlich gekleideten Menschen unter dieser Lichtfülle, die frohe Stimmung, die über dem Sanzen lag, die Vorräge der Künstler, die Musik und nicht zuletzt der Wein, der die Nerven erregte und die Sprache leichter machte— all dar versetzte Loni in eine nie gekannte Stimmung Loni war wie in einem Rausch. Sie war kaum fähig, alles Schöne zugleich in sich aufzunehmen Und dann kam die Nachhausefahrt. Nieburg hatte wieder eine Autodroschte genommen. Loni saßz neben ihm in den weichen Polstern und wehrte ihm nicht, ale er ihre Hand suchte und sie zärtlich drückte Und befeligt fuhren zwei glückliche Menschen durch die Nacht Niebura war am nächsten Morgen mit einem Expedienten nach Hamburg gefahren: doch Dickens von der Handelsgesellschaft Nirvalla war nicht dort. Er batte aber einen Brief hinterlassen, der besagte, daß er Direktor Warren nach Kopenhagen nachgereist sei. Nieburg möge aucd sofort *## ommen na vom Ende. wenn nicht gar das Ende selbst. Der Schlag konnte ihn ruinieren Seine Züge spannten sich. Und auf der linken Seite. da. wo der Granatsplitter quer über der Wange die Narbe zurückgelassen, zog sich eine scharfe Falte vom Nasenbein bis zum Mundwinkel. Handeln hieß es. sollte gerettet werden, was zu retten war. Es war zehn Uhr. Um elf Uhr würde er nach Kopenbagen Vlegen Er brachte seinen Expedienten zum Hotel Exzelsior und sagte ihm, er solle warten: er käme gleich wieder. Dann ging er noch schnell zum Barbier. der nebenan wohnte. Als Rolf Nieburg die Augen aufschlug. sab er Licht Er lag ganz ruhig und blickte in eine elektrische Birne, die grell ihren Schein in sein Gesicht war. Er schaute odne einen Gedanken nach oben, bis seine Augen schmerzten und sich das Licht in Dunkel verwandelte, das nichte mehr erkennen ließ. Dann schloß er die Lider (Fortsetzung folgt.) 259 Monteg, don 2. Geptemder Rlesenüberraschung im Horster Kartellrennen Der Fovarll Hegemeister von Ostertreude geschlagen Eine Ueberrestungsgucte von 285:10 Der Haupttag 4“: Rennsa.sen tolel verregnel Es wer wirklich eine traurige Angelegenhoit, dieser Haupttag der Horster Rennsaison, der Tag des Kortellrennens der Zweijährigen. Morgens hatte man noch ein wenig Hoffnung, als die Sonne nach einem Dauerregen durchkam und es einige Zeit trocken blieb. Aber man wurde doch schmählich getäuscht. Bis zum Beginn des Rennens goß es in Strömen und als man zum Teutonenpreis startete, war es noch nicht besser geworden. Die Stimmung war deswegen richt gedrückt, obwohl das Publikum trotz des miserablen Wetters noch in überraschend stattlicher Fülle zur Horster Bahn gepilgert war. Es wurde eben nicht recht munter, die Wettlust kam nicht auf, da der Boden abgrundtief war und keinen normalen Verlauf eines Renneus gewöhrleistete. Schade darum, denn der Essen=Horster=Rennverein hatte den gestrigen Renntag glänzend aufgezogen. In allen Prüfungen hatte man durchweg höhere Dotierungen vorgenommen und des weiteren hatte man noch erreicht, daß sich zum Kartellrennen ein Feld von fünf Pferden dem Starter stellte. Die Prominenten des Turfs hatein es sich nicht nehmen lassen, zum Kartellrennen zu erscheinen, sie konnten aber nicht den guten Eindruck von der Horster Vahn mit nach Hause nehmen, den sie bei günstiger Witterung bestimmt erhalion hätten. Der Westdeutsche Rundfunk hatte noch etwas mehr Glück. Seine angesagte Uebertragung wäre auch beinahe ins Wasser gefallen, da im Augenblick der Uebe tragung einige Blitze em Himmel zuckten und Donnerrollen ein Gewitter ankündigte. Es ging aber noch noch eben gut. Ein Glück nur, daß die Rennstollbesitzer sich durch die schlechten Witterungsverhältnisse nicht halten ließen, ihre Pferde an den Start zu schicken. In den sieben Rennen hatte man, wenn man von Herm. Küster=Rennen und den Kartellrennen absieht, durchweg gutbesetzte Felder im sichsten Rennen starteten nicht weniger als 16 Pferde. Daß natürlich bei dem gestrigen Wetter die Ueberraschungen nicht ausblieben, war zu erwarten und in fünf Prüfungen wurden alle Papierformen über den Hausen geworfen. Die größte Ueberraschung hatte man zur Abwechselung mal im Hauptrennen, wo Hegemeister eine katastrophale Niederlage erlitt und Osterfreude mit 289:10 ihren wenigen Anhängern eine annehmbare Sonntagsfreude bereitete. Hegemeister verlor in einer Weise. die für einen in allen Sätteln gerittenen Jule Rastenberger geradezu beschämend ist. Dieser Berliner Reiter hat den besten westdeutschen Zweijährigen glatt um den Sieg gebracht, de er iihn einsoch nicht ausritt und weit vor dem Ziel schon die Zügel hängen ließ. Bis auf den dritten Platz wurde Hegemeister zurückgedrängt, da im letzten Augenblick auch noch Null=Ouver“ an dem gepallten Hegemeister vorbeikam. So kam das sieggewohnte Gestüt Mydlinghoven um den Kartellpreis von 10 000 AM für den Sieger, den Herr Bresges und sein Trainer Bauermeister lächelnd einstreicsen konnten. Es war aber 9 als wenn jetzt bis zum Schluß die Auhenseiter Sieger bleiben sollten; im Märkerding=Ausgleich trudelte Vigilant im letzten Augenblick zuerst durchs Ziel brachte 174:10 und zum Schluß war Sinumbra, die in den letzten Monaten immer über Knüppel gegangen war und erst gestern wieder dem legitimen Sport buldigte. plötzlich zur Siegerin erklärt, als sie um Nosenlänge vor Solistin ankam. Der Trainer Morawez wurde allo zum Schluß durch sein eigenes Pferd für die Niederlage Hegemeisters in etwa entschädigt. Der Teutonen=Preis begenn mit einem starken Feld, onter denen Charakter der Papierform nach am besten wer. Man setzte außerdem noch Rostenberger in den Sattel, der nach dem Start allerdings sich nicht im Feld durchzusetzen vermochte. Grenzstein hatte die Führung, mußte sie aber beld an Porta Rigra abtreten, die von dem Horster Jockey Janzen geritten, beim Einlaus in die Gerade gut aufgeschlossen hatte und bis zur zweiten Tribüne klar in Front leg. Ra war es für Feldjäger zu spät, ein schärferes Tompo anzuschlagen. Volumnis vergrößerte bis zum Ziel seinen Vorsprung erheblich. während Numea mit Feldjäger vergeblich um die zweite Stelle kämpfte. Das Nortellrennen der Zweijährigen wurde durch des Hinzukommen von RullOuvert zu folgendem Feld zusammengestellt: Hegemeister, Osterfreude, Null Ouvert, Be. pasion, Lamde. Es rognete Bindsäden, ale die Pferde zum Start geschickt wurden und wohl ein jeder bangte um Hegemeister, der bei diesen Bodenverhältnissen unsicher werden konnte. Des trat jedoch nicht ein, denn gleich nach dem Ablauf sah man, daß Hegemeister sich gut hielt und sich auch nicht scheute, des Feld anzuführen. Infolge des Regens krochen die Pserde nur über den Rasen, stampften tiese Löcher und kamen nicht vom Fleck. Hegemeister wurde dann von Rastemener angesaßt. Wie elektristert ging der Henglt noch vorn und hielt sich ert eine Bünge vor Rull Ouvert. Rouberger glaubte sich dann schon seines lgen r Iber, Preichete Lictistent die Hegemelsters und ließ die Zügel bugen. Do lam von auben Ottersreude, von dem Jacken Wenzel scharf angetrieben. Ehe Rastenberger die Gefahr richtig erkannt hette, war Osterfrende schon durche Ziel gegangen. Im letzten Augenblick hatte denn auch Rull Ouvert den Vorteil wahr: genommen und war blitzschnell an Hegemeister vorbei. Die Einzelergebvisse: I. Teutonen=Preis: 1. Charakter(I. Rastenberger), 2. Porta Nigra, 3. Grenzstein, ferner Axel, Harnisch, Teut, Fra Diavolo, Malteserin, Psennig komm schnell, Abendrot, Negunde. Tot. 23, Pl. 14, 32, 16. 2. Preis der Roten Erde: 1. Freimaurer(E. Stock), 2. Jungmanne, 3. Halde; ferner Leibkürassier, Herulet, Grenzschutz, Sternkarte, Aprache, Rabensteine, Schneise, Toto: 77 Pl. 25, 20, 19. 3. Hormann=Küster=Rennen: 1. Hohenyburg(H. Morawez), 2. Goldjager, 3. Gebt Feuer; ferner Blumenkönig. Toto: 15, Platz 14. 4. Horster Meise: 1. Volumnis(J. Pinter), 2. Feldjäger, 3. Numea; ferner Barbar, Hagestolz, Leitstern, Fortunatus. Toto 33, Platz 13, 12 20. I. Kartell=Rennen dor Zweijöhrigen: 1. Osterfreude(H. Wenzel) 2. Null Ouvert, 3. Hegemeister; ferner Lamdo, Vespanien. Toto: 283, Plotz 72, 28. Märkerding=Ausgleich: 1. Vizilant(G. Dolff), 2. Ahnenfürst, 3. Sturmbock, 4. Maurerbrecher; serner Scoich Whisky, Panzer, Halde, Jan von Werth, Grimm, Kronenzecher Edelmann Fahnenweihe, Patrella Nix, Eiderdaune, Senner. Toto: 178, Plotz 49, 37, 35, 23. 7. Slückspilz=Rennen: 1. Sinumbra(B. Klotz) 2. Solistin, 3. Mohawk; ferner Meteor, Norge, Clauswalde, Sündenhock, Isländer, Slevogt, Heiduck, Schneemann, Clou. Toto: 166 Platz 45, 31, 83. Buersche Jungbergleute betrelben Sport Elnwelhung einer neuen Kampfbahn in Buer-Huge] Die pestrige Elnwelbungsteler In dung mit Reichslagendwetthämpfen VerbinAuch die Einweihung der Kampfbahn der Zeche Hugo in Buer=Beckhausen gehört zu den Veranstaltungen, die zum Teil ein Opser der Regenmaassen wurden, welche der gestrige Sonntag überreichlich vom grauen Himmel herabsandte. Die neue Kampfbahn ist das Ergebnis einer recht umfangreichen Gemeinschaftsarbeit der Anlernwerkstätten der Zeche Hugo. Rund 150 Jungbergleute, die in den Werkstätten unter Leitung des Diplom=Ingenieurs Bonner eine planvolle Ausbildung für ihren Beruf erhalten, haben einen Teil des ehemaligen Holzplatzes der Schachtanlage 3 in einen schmucken Sportplatz umgewandelt. Durch eine Mauer ist der Platz mit der stillgelegten Schachtanlage unmittelbar vereinigt. Er enthält einen Fußballplatz, eine Aschenbahn und Wurf= und Sprungflächen. Eine Reihe von Bänken ist an den Längsseiten des Platzes aufgestellt und sogar eine Tribüne, allerdings in Miniaturformat, ist vorhanden. Die Einweihung der neuen Kampfbahn, mit deren Arbeiten im April diees Jahres begonnen wurde, vereinigte die Jungbergleute der Zechen Hugo, Julia und Recklinghausen der Harpener Bergbau=A.=G. zu Reichsjugendwettkämpfen, die nach drei verschiedenen Altersklassen getrennt ausgetragen wurden. Es waren von Hugo 124, von Julia 75, von Recklinghausen 41 jugendliche Teilnehmer erschienean. Wenn auch Rechlinghausen mit 73.1 Prozent Sieger an der Spitze steht, während Hugo mit 54,5 Prozent Sieger stellte, so ist zu bedenken, daß sowohl Recklinghausen wie Julie nur mit einer Auswahl der besten Kämpfer vertreten waren. Die eigentlichen Reichsjugendwettkämpfe sanden am Sonntag vormittag statt. Während die Pflichtudungen der Altersklasse 1916 nur aus einem Dreikampf(100=Meter=Lauf, Schlagballweitwurf. Weitsprung) bestanden, mußten die Jahrgänge 1914=15 und 1912=13 als Pflichtübung einen Fünfkampf(100=Meter=Lauf. Hochsprung. Rugelstoß. Pflichtübung am Neß und am Barren) absolvieren Der Nachmittag brachte zunächst interessante Sondervorführungen der Wettkämpfer, die in Neulenübungen(Julie. Recklinghausen), Turnen am Varren (Hugo), Lauf= und Körperschule(Rockling= hausen), Neckturnen(Hugo) und Staffelläufen(Hugo, Julie, Recklinghausen) bestanden. Ein Zußbellspiel des Siegers in den Wettkämpfen um den Wanderpreis der Harpener Bergbau=A.=S. gegen den 5. Jahrgang der Zeche Gneisenau mußte vorzeitig abgebrochen werden, obwohl man auf den benachbatten Sportplatz von Beckhausen 05 übersiedelte, de die neue Kampfbahn zu sehr aufgeweicht war Die Masstenburger hatte endlich einen Weg ans dem senfreiübungen sämtlicher Wettkämpfer —-fanden ein interessiertes Publikum, des die flüssige Körperarbeit mit Recht bewunderte. Auch die Freiübungen blieben vom Rudel gefunden, lam außen gut an Porta Nigra vorbei und blieb dis zum Ziel mit zwei Längen vor dieser in Horst stationierden Stute Noch einem lengmierigen Start zog Jungmanne mit dem Feld auf und bevon. Sie hatte mohsere Längen Vorsprung und chlug einen scharfen Galopp en. Das Feld schloß in der Geraden wieder auf und hielt sich scharf en Jungmanne, die anscheinend zu stert ausgegeben worden war und Freimauter im Endspead passieren lassen mußte. Nogro hatte sich zum Schluß nach gut de bei gehalten und landete auf dem dritten Platz Die Horster Meile Mit sieben Pferden ging der scharfe Kampf los. Feldjäger sicherte sich zuerst einen günstigen Platz im Rennen, hielt sich dicht bei Hagestolz auf, der das Feld ansänglich führte. In der Geraden lag noch alles gei beteinanben, einer wariete an! Den anberen und eis bann non außen einen Vorsto; machte, Regen nicht verschont: ein mehr als massider Gewitterregen prasselte in die Uebungen hinein. Die Giegerverkündigung fand in der Waschkaus der Schachtanlage statt. Bergassessor Schulz würdigte in einer kurzen Ansprache die Bedeutung der Leibesübungen gerade in unserer Zeit und dankte Teilnehmern und Helfern für ihre Arbeit. An die Gieger in den Reichsjugendwettkämpfen wurden Eichenkränze, an die Staffelsieger Diplome verteilt. A#ltersklasse 1916 199=Meter=Lauf: Cozeanzok(Rockling= hausen 2), 14 Sek. Weitsprung: Nowack!(Julia), 4.50 m. Schloghal: Cozeanzok(Recklinghausen 2), 70 m. Altersklasse 1914=13 199=Meter=Lauf: Zapalowsti(Hugo), 13.6 Sek. Weitsprung: Zapalowski(Hugo), 4.80 m. Schlaghal: Wolozyk(Julia), 82,5 m. Altersklasse 1912=13 196=Meter=Lauf: Kendzia(Julia), 13,8 Sek. Weitsprung: Kendzia(Julia), 4.80 m Hochsprung: Kendzie(Julia), 1.40 m. Starzinski(Julia), 1.40 m. Kugelstohen: Jüttemeyer(Julia), 9.20 m. Real(Hugo), 9.20 m. 4 mal 100=Meter=Stafseln: 1. Ausbildungsjahr: 1. Recklinghausen, 58.3 Sek.(Diplom), 3. Hugo, 638 Sek 2. Ausbildungsjehr: 1 (Diplom), 2. Julia 1, 56,4 Sek.(Brustbreite zurück), 3. Julia 2. 67,4 Sek. 3. Ausbildungsjahr: 1. Julia 1, 57.1 Sek.(Diplom), 2. Julia 2, 60,3 Sek., 3. Hugo, 60,7 Sek. den kommenden Mittwoch oder Samstoz zu verschieben. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Der genaue Termin wird noch näher bekannt gegeben. Julia, 59,0 Sek., Hugo, 56,4 Sek. Das Gelsenkirchener Dirt-Track abgeblasen Der böse Regen Fast alle Sportveranstaltungen hatten gestern sehr unter dem Regen zu leider Der Veranstalter des Gelsenkirchener DirtTrack=Rennens sah sich gezwungen. dus Rennnen wegen des starken Negeuz au; Bezirkssportfest der OT in Heßler Die Nochmittagskömpfe wegen des Regens ausgelehen Noch einmal wollten die Turner des Gelsenkirchener Bezirks in diesem Jahre Heerschau halten über das, was man im Laufe des Jahres auf dem grünen Nasen gelernt hatte. Leider machte der Wettergott einen ziemlich gründlichen Strich durch die Rechnung. Samstagnachmittag konnten zwar die Mehrkämpfe der Schüler und Schülerinnen und Sonntagmorgen die Mehrkämpfe der Turner ausgetragen werden, doch nachmittags wurden die Wettbewerbe der Turnerinnen bei der zweiten Uebung abgebrochen, da der immer stärker werdende Regen eine weitere Durchführung unmöglich machte. Ebenso mußten sämtliche Einzelwettbewerbe und die Staffeln ausfallen. Es ist dies um so bedauerlicher, da in diesem Jahre zum ersten Mal die Gatterdamstaffel unter Beteiligung„aller Altersklassen durchgeführt werden sollte. Im allgemeinen gab es trotz des schweren Bodens gute Leistungen. Sonntagabend nahm Bezirksvertreter Lauth in der Schlachthofschenke die Siegerverkündigung vor. Er dankte allen Teilnehmern für ihre Leistungen und überreichte dann den Siegern den schlichten Eichenkranz als äußeres Zeichen der Anerkennung. Mit einem „Gut Heil“ auf die Deutsche Turnerschaft, in das die Anwesenden einstimmten, schloß er. Handballspiele des 3. Bezirke Frisch=Auf Suderwich— ReichsbahnTv. Recklinghausen=Ost 0:1. Gauklasse Tv. Westerholt— Tv. Haltern 0:9 Tv. Hüls— To. Dorsten 1:4 Tv. Frisch=Auf 2.— Tv. Erkenschwick 1. 0: 1. Tv. Haltern 2.— Reichsbahn=Tv. Necklinghausen=Ost 2. 2:2. ee e Kreuzndel und wenn es gitt— schlossen: So lst sein verschmitztes Lachen nicht auf ganz besondere Sachen! Wer macht mit! Pilt wird hier in Inseraten, seinen Tip verraten! Sie wollen wissen, wer Pilt ist! Pitt ist der Vertrauensmann aller Herren, die gute Kleidung onne Sorgen kaufen wollen! Sein Un für heute und in aller Zukunft: ksufen mit 1. lung— Rest ihrem Einan entpprachend bei Buer Magenelr. 40 er 255 Montag, den 22. Geptember Jahrgang 1930 Am 1. Ottoder beginnen folgende Lehrgänge: I. Vormittagslehrgänge(Unterrichtszeit 8 bis 12 oder 9 bis 1.80). :. Abendlehrgänge, für solche, die beruflich tätig sind(Unterrichtszeit 4 oder 5 bezw. 6 bis 9). 3. Wechsel= Lehrgänge, abwechselnd ! Woche vormittags und 1 Woche nachmittags— für Bergleute mit Wechselschicht Vorkurse(Schreiben und Deutsch) fur Schüler(innen), die im Lernen zurückgeblieden sind. Lehrsächer: Kurzschrift, Maschinenschreiden, Deutsch, Schönschreiben, Rund=, Zier= und Plakatschrift, Buchführung(amerik. u. italien.), Kaufm. Rechnen. Bankrechnen, Handels= u. Wechsellehre mit Briesverkehr, Englisch Zansohns Kauim. Orivatschule, Duer, Hagenstraße 10 Telephon 1097 Ami Horst E Bei Stublverstopfung aun des Returpresukt Reda=Früchtewürfel bestimmt zu haben: Löwen-Drogerie WIlh. Lelbeck, Buer. Mmmm Minnnpmmmmmmmmmmmmmmmm Crepe Cold reine Wolle. In vielen herben vorrettg 45 Iweed den belieblen Dessins. tells mit Kunstseiden-Efsekl kleinen 95 Unsere Einkäufer haben, als sie neue Sto'fe für den Herbst einkauften, gerade den günsligen Augenblick erlaßt, da die Wollpreise den niedrigsten Stand der Nachkriegszeil erreicht hatten. Das heutige Rundfunkprogramm Rundfunk=Vrogramm Roln(uxT und Laugenden 14731 Zwischensender: Aachen(227, und Münster(227). 1.29 Mm mi Ce 100 cm breit Wollcrepe de Chine weichtlieb rein- ∆45 wollene Quoll 81 in modernen Farben Reinwoll. Tweed sollde Quolnél in ∆90 modernen Muslern Gehen Sie also beim Stofleinkauf für Ihre Herbsikleider zuerst zu Alsberg und vergleichen Sie die Preise mit denen, die Sie Im vorigen Herbst bei uns sohen. Es wird für Sie eine angenehme Überraschung sein, dabei jesislellen zu können, daß Sie gleich gule Qualilälen des Vorjahres nunmehr zu günsligeren Preisen kausen können. 7: Schallplatten. S 10 19. Moogramm. 6.45: Leibesübungen ## i 5: S c h a l l p l a t t e n.# 1 0. 3 0: W a s s e r sinde S 11.20: Schulfunk(außer Mo. u. Di.) O 12.10: Schallplatten. o 12.50: Wetter, 12.55: Nauener Zeit. O 13.05: Mittagskonzert. o 15.30: Wirtschaftsberichte o 16.25; Zweite Wirtschaftsmeldungen(außer Sam "— rischa umstags) O 18.50: Vom Tage laußer Sa.,# 19: Wirtschaftsmeldungen und Wetter. Ca. 100 cm brei Woll-Natté des beliebie Olllergewebe In reiner Wolle. In ∆70 modernen kerbeg ½ Miniin Mitinntnnnnnrnannnsrnnren Reinw. Juchschollen besonder: que Quelllhl. * Rlesenso imen! in □75 vieljorbigen Keros Immmmmmmmmm lbsrunmusummim 40 cm breit Mentelstoff englischer Art. In beige u. breunen Ferblönen 30 140 cm breit Mantelflausch einsarb. reine Wolle miebhalten Ferben 2#. für Kindermänte! 50 Fulter-Duchesse = in grauen und beige-breu* nenlonen, für sollden 75 Monleljuller. Fühimmmmumnmmmmammm Ce. 100 cm brei Woll-Georgelte gue reine Wolle: 90 hellen und aklen Ferben Waschsamidruck wirklich sollde Grundware moderne Iweed.□75 dessins in Pestellsorden........ Mantel-Tweed 40 cm breit, in reiner Wolle, mod# kleine Dessins 90 Mentel-Ottomane 40 cm brell. in reiner Wole Or den sollden ∆ 90 Mantel in merine# und schwerz Stepplutter mit angesleppier Tejelwelle. s1 des geeignele* 90 Futter für den Winlermanlel 7.30: Frühkomert aue Bad Deonhausen. Kurkavelle. 11.00: Hamburg: Schulfunk: In einer Grammophol 15.00: Kinderspielstunde: Der Zauberkasten .05: Frauenstunde. Christel Bongart:## 16.25: Fritz Bondy: Reklame(Erzählung). —: Jugendfunk: Der geslügelte Wolf. arbeit für die Jugend: Ein Lampenschirm. Grammophonfabrik. N. Blumenpflege im Herbst. 16.45: Jugendfunk: Der geflügelte Wolf. eine Uhugeschichte. Werkarbeit für die Jugend: 1..30: Vesverkonzert. 18.30: Elternstunde. I. Dietzen: Mein Kind hört schlecht. 19.15: Pros. Dr. Dessauer: Deutschlands Aussichten in der Welt19.40: Moderr, Verkehrsfragen. Prof. Dr. ing. Hellmann: Dan Rhein—Main—Donaukanal. 20.00: Aus alten Operetten. Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. Solisten: Emmy Merkel(Sopran), Jol. Schömmer(Tenor) Werke von Johann Strauß. Anschl.: Konzertübertragung. Mmmmmmmmm 100 cm brei harmelaine I Donneltedruck eir bringen unsere Hem- u qure weschbare merke„Geleleine“ ∆ 90— Queinat in höbsch. grobem Ferb— Mustern....— krilmeni„„* 50 sorümen! ummmummmmmmmmmmmmmiiuumur 190 cm brei Velour-Neige der naue Mentelsieft, guse reine Wolle dukel— 75 grundig gemuter! innnnannnn Velour de leine Kunstseidentrikot Velour de loine geraum, für Uinlerkleider. In reiner Wolle, wird gern m in allen Pastellfer.□ 50 getregen, in dunk. a za—. enterben vorrällg 8 75 # ben schworz merine und In unserem Erfrischungsraum führen wir gut gepflegie Dortmunder Aktien und 1 spielt jeden nachmillag eine ersiklassige Kapelle, Wicküler Biere sleis frisch Im AnslichI angenehme Unterhallungs-Musik Minnmmnnmmlmmcuimm Bei Nichterfolg Kukirol-Verkautsstelle: In Pechs. kostet 95 Pfa.. eine Kleine Peckung eusreichend, 30 Plennig. I Kuktrol hilft sicher! Sie Ihr Geld zurück! 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September 1930. nachmittags 5 Uhr. eingelöst und erneuert werden. Ueberschüsse können nach dem Verkaufe bei der Leihamtskasse abgehoben werden. Nack. Jahresfrist nicht abgeholte Ueberschüsse verfallen der Armenverwaltung Es kann täglich freihändig gekauft werden. Gels.=Buer, den 19. Sept. 1930. (Gustamnchete) Gelegenheitskauf. Fabritnen Ssitz. Limousine fabrikneues 1% To. Lieferwagenchassis umständehalber weit unt. Preis abzugeben. Angebote unt. B3854 a.d Geschäftsstelle Duer de la Chevallerieftr. 27. Re öller Aureigen werden, un ie beller Wir Matratzen tell., mit Kell, je nech Füllung und Oeuug 13 23 2230 und höher Ledersofas Plüschsofas Chalselon gues Komplettes Schlafzimmer Metalld, mit Matratze, sehr preisw. abzugeben Besicht von 11—12 Uhr Buer, Erlestr 33, part. Kotten * Morgen (Seiiungaho:) Vorgen groß. mit massiv Wohnhaus, 15 Zimmer, Stall und Scheune, dei 7300 Anzahlung zu verkaufen. Rich. Siinshoff, Mülbetm-Ruhr Aktienstraße 139. 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