Neuslag, den 19. August Diese Zeitung erscheint tägl.(9#. Sonntags Bezugspreis durch Boten frei Heus halbmonatlich 1.20, Anzeigen 1 mm Höhe in der 28 mm breiten Spalte 0.10, fe zuswärts 0.12, Reklamen 0.40. für auswärts 0. 30 R.=M. Stellengiche 227.— Oe am Konte Zeitung bekanntgegebenen Zeilenpreise sind für Inserenten und Verlag rechtsverbindlich. Deswan, weiser Beitreibung oder konkursverfahren ist der bewilligte Rabatt hinfällig. Druck u. Verlag Buersche Druckerei omds. G.=Buer BuerscheZeitung General=Anzeiger für das Emscher=Lippeland Amtsblatt für den Stadttreis Geisenkirchen=Buer, Amt Westerholt u. Gemeinde Polsum. Verordnungsbiett des Amtsgerichtsbezirks Gelsenkirchen=Buer=A. Nr. 225 7 49. J8. 7 1930 Geschäftestellen Buer, de ia Chevalleriestraße 27, Fernruf G.=Buer S.=A. Sammel=Nr. 30141 Gels., klosterstraße 13: Horst=E., Essener 14. Drahianschrift: Zeitung Duerwestfalen. Dostscheck.=K. Köln 20179. Bank=Konto: Commerz= und Privat=Bank A.=G. Buer. für das Erscheinen der Anzeigen an bestimmten Tagen und Dlätzen wird keine Gewähr übernommen. Unfoll= Unterstützung in Höhe von 230 R.=M.— bei tödlichen Berufs=Unfällen nach Maßgabe der Versicherungs=Bedingungen. Folgen der Sturmflut im Untereibegebiel Hamburg, 19. Aug.(Drahtber.) Das Unterelbegebiet ist von großen Ueber. schwemmungen heimgesucht. Alle Außendeichlandereien von Stadersand die nach Freiburg stehen unter Wasser. Das auf den Feldern noch liegende Getreide ist überall, soweit es nicht mit dem Wasser abgetrieden ist, durch das Schlickwasser wert. los geworden. In den Niederungen des Hinterlandes ist der Wasserstand weiter gestiegen. Weite Flachen sind bereito überschwemmt. Ueberall hat das Vieh eiligst von den Weiden genommen werden müssen. Auch die obere Oste und ihre Nebenflüsse sind in starkem Steigen begrissen und haben Wiesen und Wälder unter Wasser gesetzt. Leider hat die Sturmslut auch ein Todesopser gesordert. Der Pächter des Lokals auf der Wittenbergener Landungsbrücke ließ sich, da die Brücke unter Waser stand, vom Brückenwärter mit einem Boot an Land holen. Insolge dee hohen Wellenganges auf der Elbe schlug das Boot voll Wasser. Der Brückenwärter konnte schwimmend eine Bake erreichen, von der er später durch hinzueilende Boote gerettet wurde; der Brückenwirt ertrank. Ein Wahlreformentwurf Vorlage an das Reichsk- nelt Stalt 35 Wahlkreise 1627 Tsinansu besetzt Uuruhe um Ranking O Paris, 19. August.(Drahtber.) Wie die Agentur Indopacifique aus Schanghai meldet, haben die Hunan=Truppen Tsinanfu ohne Zwischenfall besetzt. Amerikanische katholische Missionare, die nach 13tägiger Flucht in Hunan eingetrofsen sind, äußern ihre Besorgnis über das Schichal eines protestantischen Geistlichen und mehrerer in der Stadt Kamschau(Provinz Kiangsi) zurückgebliebenen Familien, wo die Kommunisten unter Leitung von Studenten das Sowjetregime eingeführt haben. Der Korrespondent der Agentur Havas, der Ranking besucht hat, berichtet: In der Hauptstadt heirscht trotz der militärischen Fortschritte der Truppen große Besorgnis, und Tschiangkaischek bietet seine letzten Reserven an Menschen und verfügbaren finanziellen Mitteln auf. Die Mehrzahl der Polizreisteitkräfte ist militarisiert worden. Die Banditenüberfälle haben zugenommen und greisen bis an die Mauern der Hauptstadt um sich. Ein Banditenfühter hält ein Landhaus, das Tschiangkaischek selbst gehört und nur zehn Kilometer von Nanking entfernt ist, besetzt. Die Soldaten plündern, die revolutionäre Gefahr in der Hauptstadt wird immer drohender. Die Behörden suchen durch Massenhinrich= tungen dagegen anzugehen. Auch einflußreiche Persönlichkeiten wurden hingerichtet. Berlin, 19. Aug.(Eig. Draht b.) Dem Reichskabinett, das sich heute wieder versammelt, werden zwei Gesetzentwürfe vorliegen. Ueber die Reform des Reichslagswahlrechtes und die Resorm der Finanzen. Der vom Reichsinnenministerium ausgearbeitete Wahlreformentwurf enthält in der Hauptsache nur eine Aenderung der Wahlkreiseinteiung. Gegenwärtig gibt es 35 Wahlkreise. Der neue Entwurf schlägt die Bildung von 162 Wahlkreisen vor mit einer durchschnittlichen Bevölkerungszahl von 300000. Wenn das Wahlalter beibehalten wird, bedeutet das Wahlkreise mit rund 250000 Wahlberechtigten und(eine 80prozentige Wahlbeteiligung vorausgesetzt) von rund 200000 Wählern. Diese Wahlkreise ermöglichen eine unmittelbare Beziehung zwischen Wählern und Kandidaten. Von Bedeutung wird es sein, wie in den verkleinerten Wahlkreisen dem Grundsatz des Verhältniswahlrechtes Rechnung getragen wird, besonders bei der Zuweisung der Reststimmen. Denn die Reichsliste soll verschwinden. In Zukunft sollen die Reststimmen in den Wahlkreisen selbst verrechnet und aufgeteilt werden. Dr. Wirths „Aufmarsch im Osten 44 keine Heraufsetzung des Wahlalters + Görlitz, 19. August.(Drahtb.) Reichsinnenminister Dr. Wirth hielt Sonntag abend im Tivoli in Görlitz in einer stark besuchten Wahlversammlung eine Rede, in der er u. a. ausführte: Die Zentrumspartei wolle jetzt im deutschen Osten einen politischen Aufmarsch vollziehen. Die in diesen düsteren Tagen erfreuliche Tatache, daß die Reichsregierung ohne Sozialdemokratie und die Preußenregierung mit Sozialdemokraten sich in der Ostfrage geeinigt hätten, sollte es eigentlich ermöglichen, diesen Wahlkampf in solcher Form zu führen, daß nachher auch porlamentarische Arbeit geleistet werden könne. Die Frage, ob die Demokratie in Deutschland möglich ist, sei zu bejahen, wenn alle Parteien die Demokratie wollten. Dr. Wirth sagte weiter, die Sozialdemokratie habe es ihm zum Vorwurf gemacht, daß die heutige Regierung mit den Konservativen zusammen arbeite. Es könne aber sein, daß Breitscheidt in der kommenden Regierung nach den Wahlen neben Treviranus in der Regierung sitze. Da das Zentrum kulturpolitisch konservativ sei, habe es die Konservativen freundlichst begrüßt, die sich nach swölfjährigem Ringen endlich zum Staat bekannt hätten. Beim letzten Regierungswechsel seien es die Sozialdemokraten trotz gegenteiliger Behauptungen selbst gewesen, die den Antrag auf Demission gestellt hätten. Was hätte da das Zentrum anders machen sollen, als mit der Rechten zu gehen, wo die Sozialdemokratie zu start, zu formal und zu wenig elastisch gewesen sei. Es sei ganz salsch, daß da verschiedentlich behauptet werde, es bestehe die Absicht, das Wahlalter bedeutend heraufzusetzen. Kein Mensch denkt im Ernst daran, wenn es auch ein Unsinn sei, wenn von 20jährigen die Politik bestimmt würde. Die ganzen dringenden innerpolitischen Fragen der Finanzierung, der Osthilfe, der Arbeitslosenversicherung, ja auch der Erfüllung des Youngp'anes hingen davon ab, ob die staatstreuen Parleien gestärkt aus dem Wahlkampf hervorgingen. Im Schlußwort betonte der Minister, daß es eine traurige Erscheinung sei, daß trotz der Senkung der Rohstofspreise zum Teil unter den Stand der Vorkriegszeit es bis jetzt nicht möglich gewesen sei, eine allgemeine Preissenkungsaktion durchzusetzen. Die Lösung werde sich erst in einigen Wochen zeigen. Er fordere jedenfalls, daß auf dem Gebiete des Kartellwesens bei den Markenwaren etwas geschehen müsse. Das niederliegende Gewerbe könne erst wieder voll in Gang gesetzt werden, wenn neue Absatzgebiete gefunden würden. In Deutschland gehe das nur durch Hebung der Kaufkraft. Die Verhandlungen über Einführung neuen ausländischen Kapitals hingen davon ab, ob die Frage der produktiven Erwerbslosenfürsorge befriedigend gelöst werden könne. Kandidaten der 5##9 für den Bezirk Westfalen=Süd * Dortmund, 18. Aug. Der Bzirksparteitag für Westfalen=Süd stellte folgende sozialdemokratische Kandidaten für die Reichstagswahl auf: Fritz Husemann, Vorsitzender des Bergbauindustriearbeiterverbandes, Alwin Brandes, Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Berlin, Frau Bertha Schulz, Herne, Redakteur Fritz Heußler, Dortmund, Metallarbeiter Walter Oettinghaus, Hagen. Seecht begründel seine Kandidatur bei der Volkspartei — Magdeburg, 19. August.(Drahtb.) Generaloberst von Seeckt, der, wie wir bereits gemeldet haben, sich zur Uebernahme der volksparteilichen Spitzenkandadatur im Wahlkreis 10, Magdeburg=Anhalt, bereit erklärt hat, begründete seine Annahme, indem er u. a. ausführte, er habe, als ihm zunächst der volksparteiliche Führer Scholz eine Kandidatur anbot, innere Widerstände überwinden müssen. Aber er halte jeden, der Kraft in sich fühle, für verpflichtet zur Mitarbeit an der Behebung der derzeitigen gefährlichen politischen Lage. Der Deutschen Volkspartei habe er sich angeschlossen, weil er glaube, daß er sich auf ihrem Boden am besten noch einmal zur Verfügung stellen könne. Als seine politische Aufgabe bezeichnete er die Mitarbeit an der Einigung einer nationaldenkenden bürgerlichen Partei, die die Weiterentwicklung der politischen Dinge nach innen und außen unter Ablehnung radikaler Lösungen führen müsse. Im Wahlkampfe und insbesondere nach ihm müßten große gemeinsame Gedanken herausgestellt werden. Reichstagsspitzenkandidaten des Zentrums — Berlin, 19. Aug.(Eig. Drahtber.) Der Renichsparteivorstand der Deutschen Zentrumspartei beschloß nach längerer Beratung die Zusammenstellung der Reichsliste. Die Liste wird geführt durch Dr. Vrüning und Prälat Kaas. Es folgen an sicherer Stelle die Vertreter der Industrie, Finanzrat a. D. Bürgers, Köln und der bekannte Inoustrielle Florian Klöckner; als Vertreter der Frauen Fräulein Fehrenboom, Düsseldorf und als Vertreter des jungen Zentrums der Vorsitzende des Reichsjugendausschusses Josef Winkler, Berlin. Fran und kind erschossen Schreckenstat eines Pariser Großunternehmers m Paris, 19. August.(Drahtber.) Ein in einem Pariser Villenvorort ansassiger Großunternehmer hat gestern früh seine Frau und zwei seiner Kinder im Schlafe erschossen und dann Selbstmord verübt. In einem hinterlassenen Schreiben bedauert er, daß er nicht auch seine beiden anderen, zur zeit in den Ferien weilenden Kinder habe aus der Welt schaffen können. Die Tat durfte auf wirtschaftliche Schwierigkeiten zurückzuführen sein. Zünf Todesovfer der Berge? Von einer Gebirgslour nicht wieder zurückgekehrt — Innsbruck, 19. Aug.(Drahtd.) In den Zillertaler Alpen werden drei Louristen, darunter die Söhne des Genekaldirektors Hoffmann einer Kasseler Fadrik, Walter und Heinz, vermißt. Sie sind mit einem Bergführer vor einigen Tagen von der Berliner Hütte abmarschiert, trafen sedoch auf der Greizenhütte nicht ein. Eine Rettungsexpedition mußte wegen 1½ Neuschnees und schwerer Lawinengefahr umkehren. Es wird angenommen, daß alle vier Personen erfroren sind. Weiter wird aus Vorarlberg gemeldet: Die 48jährige Oberleutnantswitwe Jenny Kuehne aus Berlin=Steglitz ist im Camperdona=Tal tödlich abgestürzt. Die Lohnbewegung im Ruhrbergbau Erste Besprechung zwischen dem Zechenverband und den Berparbeiter-Organisalionen am kommenden Monlag 1 Zehnpozentiger Lohnabbau und Senkung des Kohlenpreises? Schiffsunglück aus einem indischen Ein Schiff, das 54 Spinnereiarbeivon einem Ufer des Hooghly zum anbeförderte, schlug unter dem Anprall Flutwoge um. 22 Arbeiter konnten ettet werden, die übrigen werden der 4 Essen, 19. Aug.(Eig. Drahtb.) Zwischen dem Zechenverband und den Bergarbeiterorganisationen ist man übereingekommen, daß die erste gemeinsame Besprechung zu der vom Zechenverband gekündigten Lohnordnung im Ruhrbergbau am kommenden Montag, dem 25. August, im Gebäude des Zechenverbandes zu Essen um 2.30 Uhr nachmittags stattfinden soll. Aus Kreisen des Vergarbeiterverbandes wird uns mitgeteilt, daß das offizielle Kündigungsschreiben des Zechenverbandes Montag bei den tarifbeteiligten Vergarbeiterorganisationen eingegungen ist. Bestimmte Forderungen bezüglich der Neuregelung der Löhne enthält das Schreiben nicht, ebenso fehlt jede Begründung der Kündigung. Ein bestimmter Termin für neue Lohnverhandlungen wird nicht mitgeteilt. Am Schluß des Schreibens wird jedoch die Bereitwilligkeit des Zechenverbaudes zum Eintreten in Verhandlungen ausgedrückt. * Das offizielle Organ des Deutschen Bergarbeiterverbandes, die„Bergbau=Industrie“, schreibt zu der vom Zechenverband erfolgten Kündigung der Lohnordnung für den Ruhrbergbau: Aus Presseäußerungen, die anscheinend vom Bergbaulichen Verein in Essen inspiriert sind, geht hervor, daß man an einen zeynprozentigen Lohnabbau denkt, mit dem eine Preisherabsetzung von 1 RM je Tonne Kohlen verbunden werden soll. Offiziell ist das noch nicht. Als die Konsumvereinsvertreter im Reichskohlenrat vor wenigen Tagen die Preisfrage anschnitten, beschränkte sich Herr Dr. Silverberg auf die einfache Bemerkung, aus der Syndikatsumlage gehe bereits hervor, daß alle markttechnischen Gesichtspunkte berücksichtigt würden. Damit wurde der Gedanke der Preisermäßigung abgelehnt, es wurde aber auch teren Wirtschaftsverschlechterung durch die Verkoppelung von Lohn= und Preis= einen Lohnkampf an der Ruhr sehen, den abbau von den Unternehmern in dieser Sozialreaktionären unterlegen zu sein. Sitzung mit keinem Wort erwahnt.] Wenn die Unternehmer auf die schlechte Inzwischen scheinen die wirtschaftlich Marktlage, die Haldenbestände usw. verVernünftigen, die die Gefahr einer wei= weisen, so verweisen die Vergarbeiter auf Unwetterverwüstungen auch in Japan die mehr als 5 Millionen Feierschichten, welche den Effektivlohn der Ruhrbergleute in einer Weise herabgedrückt haben, wie das kaum jemals zuvor der Fall gewesen ist. Im Gegensatz dazu haben die Bergbaugesellschaften an der Ruhr ein Jahr außerordentlicher Gewinne hinter sich, das ihnen die Möglichkeit geben sollte, eine schlechtere Periode auch ohne Lohnabbau zu überstehen. Der Standpunkt der Gewerkschaften ist bekannt. Unser Verband wie der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter haben erklärt, daß sie sich einen Lohnabbau nach dem Wunsch der Unternehmer nicht kampflos gefallen lassen werden. Husemann hat das in Breslau klar ausgesprochen, Imbusch wandte sich auf der christlichen Generalversammlung entschieden gegen jeden Lohnabbau. Einen Lohnabbau könne es nicht geben; man möge an der rechten Stelle abbauen, die Lebenshaltungskosten senken und besonders im Kleinhandel für einen wirksamen Preisabbau sorgen. Selbstverständlich werden die Verbände in den Verhandlungen, die in wenigen Tagen beginnen sollen, ihren Standpunkt energisch vertreten, eine gründliche Selbstkostenprüfung verlangen und dabei aufzeigen, wo andere Möglichkeiten als Lohnabbau zur Selbstkostensenkung vorhanden sind. Darüber hinaus werden die Bergarbeiterverbände selbstverständlich Lohnerhöhung fordern und begründen! Erfahrungsgemäß besteht die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit, daß Vereinbarungen oder Entscheidungen über die Lohnfrage im Ruhrbergbau die Verhältnisse auf längere Zeit regeln. Bei der Steigerung der Lebenshaltungskosten, wie sie in den letzten Monaten zu verzeichnen sind, bei dem Fehlen jeder Garantie, daß es nächstens anders wird, bei der nicht unbegründeten Hoffnung auf eine Wirtschaftsbesserung kann man von den Bergleuten nicht erwarten, daß sie sich mit Festlegung des heutigen Zustandes auf längere Zeit oder gar mit Lohnabbau einverstanden erklären. Für die Vergleute aber heißt es: Angreisend abwehren und für jeden Fall gerüstet sein! Schweres Anlobusunglück Zwei Arbeiter getötet, sechs schwer verletzt 4 Karlsbad, 19. Aug.(Drahtber.) Ein mit 22 Arbeitern besetzter Lastkraftwagen fuhr am Sonntag morgen in der Nähe des Ortes Klösterle in einen Straßengraben und stieß dann gegen einen Baum. Durch den Anprall wurden die Insassen aus dem Wagen geschleudert. Zwei von ihnen waren auf der Stelle tot. Sechs weitere, von denen zwei in Lebensgefahr schweben, wurden schwer verletzt ins Karlsbader Krankenhaus eingeliefert. Das Unglück soll darauf zurückzuführen sein, daß der Chauffeur eine Kurve in zu raschem Tempo zu nehmen versucht hatte. Auto von einem Zuge ersaßt Kopenhagen, 19. August.(Drahtb.) Ein Automobil mit fünf Insassen stieß in der Nähe von Middelfart auf der Insel Fünen bei einem Uebergang mit einem Zuge zusammen. Das Automobil wurde von der Lokomotive 40 Meter weit mitgeschleppt und vollständig zertrümmert. Drei Personen, der Hofbesitzer Mads Jensen, sein erwachsener Sohn und seine Schwägerin wurden sofort getötet, Frau Jensen und ein siebenjähriges Kind lebensgefährlich verletzt. Zugzusammenstoß in einem lothringischen Bahnhof + Saarbrücken, 19. Aug.(Drahtb.) Ein Güterzug fuhr in dem lothringischen Bahnhof Kreuzwald auf einen von Saarlouis kommenden Personenzug auf und drückte den ersten Wagen des Perionenzuges zusammen. Vier Personen wurden getötet, 15 schwer und 27 leichter verletzt. Bisher konnten erst zwei Tote identifiziert werden. Zusammenstoß zwischen Jug und Auto * Olmütz, 19. August.(Drahtber.) Auf der Strecke Skalitz—Boskowitz wurde ein mit vier Personen besetztes Automobil vom Zuge erfaßt und vollständig zertrümmert. Zwei Personen wurden tödlich und zwei leicht verletzt. Die japanischen Provinzen Osaka und Kyoto sind durch Wolkenbrüche schwer heimgesucht worden. Von den angeschwollenen Flüssen wurden zahlreiche Brücken fortgerissen— so auch eine hier gezeigte Eisenbahnbrücke über den Shinnodotluß. :: Schießerei im Newyorker Chinesen= viertel. Zu einer Schießerei kam es vorgestern im Chinesenviertel, wobei mehrere Chinesen verwundet wurden. Das Viertel wurde darauf von der Polizei sofort abgesperrt. Unter den zahlreichen chinesischen Geheimbünden besteht schon seit Wochen, und zwar in verschiedenen Städten, eine heftige Fehde. Die Schießerei steht vormit im Zusammenhang. 225 Dienstag, don 19. Rugest — 225 Die Reichszusatzhilse für das Bauprogramm 1930 — Berlin, 19. August.(Drahtber.) Ein Rundschreiben des Reichsarbeitsministers vom 8. August 1930 gibt— in Erganzung des in der Presse bereits veröffentlichten Schreibens über das zusätzliche Bauprogramm für 1930— nähere Bestimmungen für die Finanzierung dieses Bauprogramms. Der neue Erlaß betrifft hauptsächlich die Zwischenfinanzierung. Die Baukreditgesetze 1929 und 1930 ermöglichen es der Deutschen Bau= und Bodenbank AG. in Berlin, für eine Zwischenfinanzierung erste Hypotheken zu bevorschussen. Hierdurch wird der heimische Kapitalmarkt wesentlich entlastet. Die Zwischenkredite werden auf ein Jahr, jedoch nicht länger als bis zum 15. August 1931 gewährt. Ihre Verzinsung wird nicht über 7¼ v. H. bei voller Auszahlung liegen. Dieser Zinssatz ist in Anbetracht der allgemeinen Lage auf dem Geld= und Kapitalmarkt so günstig, daß den Länderregierungen empfohlen wird, die Inanspruchnahme der Zwischenkredite den Bauherren nahezulegen. Da die Zinsen für das Baukapital eine nicht unwesentliche Rolle spielen, sollen die Zinsbedingungen für die Zwischenfinanzierung vor Genehmigung der Bauvorhaben geprüft werden. Voraussetzung für eine Gewährung der Zwischenkredite ist der Nachweis einer gesicherten Dauerfinanzierung. Einzelheiten über die Bedingungen der Zwischenkredite und ihre Sicherung sind bei der Deutschen Bau= und Bodenbank und ihren Zweigniederlassungen zu erfragen. Im übrigen haben die Bauherren für die Beschaffung der ersten Hypotheken und— mit Ausnahme der Reichsbaudar= lehen— auch für die Restfinanzierung selbst u sorgen Im Hinblick auf die Erreichung einer möglichst billigen Verzinsung des Baukapitals enthält der Erlaß die Weisung, daß Reichsbaudarlehen keinesfalls gewährt werden dürfen, falls die Zins= und Tilgungsbedingungen für die aus dem privaten Rapitalmarkt entnommenen Hypotheken ungünstiger liegen als die zurzeit üblichen Sätze der führenden Institute des privaten und öffentlichen Realkredits. Von verschiedenen Seiten wurde die Befürchtung geäußert, daß die Gemeinden mit Rücksicht auf die Bautätigkeit des Reiches ihre eigene Bautätigkeit entsprechend einschränken würden und daß dadurch die Zusätzlichkeit der Maßnahme des Reiches gefährdet werden könnte. Der Reichsarbeitsminister hat deshalb die Länder ersucht, dieser Frage ihre ganze Aufmerksamkeit ## widmen und erklärt, daß, falls gegen diesen Grundsatz der Zusätzlichkeit im Einzelfalle verstoßen würde, sämtliche für die betreffende Gemeinde oder den betreffenden Bezirk gewährten Reichsdarlehen zurückgezogen würden. Gerüchte um Hindenburg keine Insammenkunft mit Hitler :: Berlin, 19. Aug.(Drahtbericht.) Zu den in einem Teil der Presse aufgetauchten Gerüchten, die den Herrn Reichspräsidenten mit der Besprechung zwischen Herrn Reichsminister Schiele und dem Kammerherrn von Oldenburg=Januschau in Verbindung bringen oder von einer bevorstehenden Zusammenkunft des Herrn Reichspräsidenten mit dem Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Adolf Hitler, wissen wollen, wird nochmals festgestellt, daß diese Meldungen in allen Teilen unzutreffend sind. Der Herr Reichspräsident, der zurzeit seinen Erholungsurlaub in Dietramszell verbringt, hat keinerlei Schritte in dem behaupteten Sinne getan. Er mischt sich grundsätzlich in keiner Weise in den Wahlkampf ein. Auch seine Erklärung in dem Prozeß gegen Dr. Goebbels hat keinerlei politische Gründe, sondern ist aus rein menschlichen Erwägungen erfolgt. vier Stunden von der Belt abgeschnitten Mysteriöse Gabotage in Lemberg Drei Unglücke im Münsterland England wünscht einen Thronerbei Motorrad fährt auf unbeleuchteten Lastzugwagen auf mit einem Fahrrad unter einen Trecker gekommen Zwel Motorröder fahren Inelnander Inspesamt vier Tole ** * Münster, 18. August. In der vergangenen Nacht fuhr in Warendorf gegen 4 Uhr ein mit drei Personen besetztes Motorrad in der Nähe des Schützenhofes auf einen unbeleuchteten Anhänger eines Lastzuges aus Hamburg auf. Der Führer, Heinrich Steltenkamp aus Greven, war auf der Stelle tot, die Mitfahrerin, Anna Möllers aus Telgte, erlitt so schwere Verletzungen, daß an ihrem Aufkommen gezweiselt wird. Der dritte Mitfahrer, H. Julkenbeck aus Greven, trug gleichfalls so schwere Verletzungen davon, daß seine Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich wurde, doch besteht bei ihm keine Lebensgefahr. Ein zweiter folgenschwerer Zusammenstoß ereignete sich in Hopsten bei Rheine Dort wollten zwei Motorradfahrer ein Fuhrwerk überholen. Der Versuch mißlang jedoch, die beiden Motorräder fuhren ineinander. Dabei wurde der Bauunternehmer Möllers so schwer verletzt, daß er noch in der Nacht seinen Verletzungen erlag. Er ist Vater von fünf unmündigen Kindern. Der andere Fahrer, ein Fabrikant Meyer, erlitt nur leichtere Verletzungen. Ein weiteres Menschenleben forderte ein Unfall, der sich am Samstagabend bei Ochtrup zutrug. Der Ingenieur T. Helling aus Aschersleben wollte einen aus der Richtung Burgsteinfurt kommenden Bulldog mit seinem Fahrarde überholen. Hierbei wurde er von einem Rade des Rade unter den Trecker. Die Verletzungen waren derart schwer, daß der Tod unmittelbar darauf eintrat. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Selbstmard einer multer weil sie ihren Sohn nicht leiden sehen konnte * Dortmund, 18. August. In der Nacht zum Montag hat sich die 74 Jahre alte Witwe L. aus der unteren Markstraße in Dortmund=Berghosen in ihrem am Hause gelegenen Garten an einem Apfelbaum erhängt. Der Grund zu der Tat ist darin zu suchen, daß ihr Sohn lange Zeit an einer schweren Krankheit litt und die Frau die Leiden ihres Sohnes nicht länger mit ansehen konnte. Tod durch einen hasen Pferde scheuten, als ein Hase kam * Mainz, 18. August. Durch einen vorüberspringenden Hasen scheuten auf der Landstraße nach Bodenheim die beiden jungen Pferde des 65jährigen Landwirts August Hubel aus Bodenheim und gingen mit dem schwer beladenen Fuhrwerk durch. Rubel stürzte auf die Wagendeichsel und wurde eine Strecke weit mitgeschleift. Als die Pferde zum Stehen gebracht worden Fuhrwerk hervorgeholt. Rubel ist im Krankenhaus den schweren Verletzungen, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zb haben, erlegen. Ihr Kind ersticht Wahnsinnstat einer Mutter * F r o h n h a u s e n( D i l l k r e i s), 1 8. A u g u s t In Abwesenheit der übrigen Angehörigen legte die Ehefrau M. ihr vierjähriges Kind in das Bett und wickelte es so in das Bettzeug ein, daß das Kind binnen kurzer Zeit erstickte. Die Frau litt seit längerer Zeit an nervösen Störungen, so daß die Tat auf einen Anfall geistiger Umnachtung zurückzuführen sein dürfte. Vor einiger Zeit ist bereits ein anderes Kind gestorben. Ob auch hier die Frau mitschuldig ist, muß noch näher geklärt werden. Die Polizeiverwaltung hat die Ueberführung der Frau in die Landesheilanstalt Herborn angeordnet. Bulldogs gestreift und geriet mit seinem waren, wurde er bewußtlos unter dem * T e l g t e b e i M ü n s t e r, 1 8. A u g. V o m Spiel in den Tod. Das dreijährige Töchterchen der Eheleute Malbelder spielte auf dem Fußweg der Chaussee Telgte—Osthe= vern. Als ein Lieserwagen die Chaussee passierte, überquerte das Kind die Straße, lief aber direkt vor einen anderen Kraftwagen, der aus entgegengesetzter Richtung kam. Das Kind trug schwere Verletzungen davon, denen es bald darauf erlag. Der in am Halse Deutschlands Geht es unaufhaltsam der Katastrophe entgegen? I Austall an Kaufkraft. Iawinenhattes Anschwellen der Lohnaustallzitiern## Das Problem„Lohnabbeu— Preissenhung“ Warschau, 19. Aug.(Drahtber.) Die Hauptstadt Ost=Galiziens, Lemberg. war vorgestern nacht vier Stunden lang von der Welt abgeschnitten. Unbekannte Täter hatten gleichzeitig sämtliche Tele phon= und Telegraphendrähte durchschnitten. Edenso wurde mit den Leitungsdrähten verfahren, die zu den Eisenbahneinfahrtssignalen führten. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, daß die Einfahrt von zwei infolgedessen ohne Vorsignal ankommenden Eilzügen ohne Zusammenstoß ablief. Die polnische Presse erklärt, daß man es hier vermutlich wiederum mit einem Sobotageakt der geheimen ukrainischen Militärorganisation oder vielleicht auch der Kommunisten zu tun habe. Die Blätter berichten auch, daß die Polizei bisher schon 21 Ukrainer verhaftet habe. Einer aufsehenerregenden Verlautbarung von freigewerkschaftlicher Seite entnehmen wir: Zweidreiviertel Millionen Arbeitslose! Ueber eine Milliarde Mark Defizit, von denen dreiviertel Milliarden durch die Notverordnungen hereingebracht werden sollen. Dies Defizit wird bis zum Winter gewaltig steigen! Soll es wieder durch weiteren Abbau der Sozialfürsorge oder nach neuer Reichstagauslosung mit § 48 beseitigt werden? Der Aussall an Kaufkraft durch die Arbeitslosigkeit wird vom Institut für Konjunkturforschung statistisch erfaßt. Danach beträgt der Lohnaussall durch Arbeitslosigkeit 1927; 2526 000000 Mark; 1928: 2 680 000 000 Mark; 1929: 3 820 000 000 Mark; 1930(1. Halbjahr): 2050 000 000 Mark. Wenn man von diesen ungeheuerlichen Ziffern die gezahlten Unterstützungen abzieht, so bleiben(für 1927 liegen keine vollständigen Zahlen vor) 1928; 1600 000 000 Mark; 1929: 2370 000000 Mark; 1930 (1. Halbjahr): 1850000000 Mark. Das sind wahrhaftig erschreckende Zahlen! Sie bedeuten eine Summe von Elend und Not für Millionen arbeitswilliger Menschen! Sie bedeuten auch weitere Verelendung von Mittelschichten. Daß man dieser Entwicklung nicht mit einem Zaubermittel begegnen kann, liegt auf der Hand. Aber alle denkbaren vernünftigen Mittel sollten angewandt werden, diesem Elend zu begegnen. Wir sagen: Preisabbau; die Unternehmer: Lohnabbau; Stegerwald sucht Lohn= und Preisabbau nach Oeynhauser Art zu verquicken. Notwendig ist eine Preissenkung für Inlandswaren! Sie kann aber praktisch gar nicht oder nicht in der Hauptsache durch Lohnsenkung erfolgen. Es müßte eine praktisch gar nicht denkbare Lohnermäßigung erfolgen, um durch sie zu einer nennenswerten Preivermäßigung zu komnen. Im Ruhrkohlenbergbau betrug nach Schmalenbach 1927 der Lohnanteil 7,18 Mark bei 13,64 Mark Selbstkosten, im Mai ds. Js. betrug der Lohnanteil 6,75 Mark. Das sind etwa 50 Prozent der Selbstkosten. Nach den Zahlen des Instituts für Konjunkturforschung haben nur wenige Industrien ähnlich hohe Lohnkosten, so die Kleineisenindustrie 45 bis 50 Prozent, Elektrotechnik 35 bis 40 Prozent, Machinenbau 25 bis 30 Prozent. In eine: Reihe von Industrien kiegen die Lohnkosten sehr niedrig: Braunkohlenbrikettfabriken 15 Prozent, Textilindustrie 12 bis 17 Prozent, Chemische Industrie 10 Prozent, Walzwerke 13 Prozent, Lederindustrie 10 Prozent, Steinkohlenkokerei 10 Prozent. Eine Preissenkung um 10 Prozent auf Kosten der Löhne bedingte einen Lohnabbau um rung 20 Prozent im Bergbau, den Eisenindustrien usw. In den Industrien mit niedrigem Lohnanteil müßten es 30, 50 und mehr Prozent sein. Daß so etwas unmöglich ist, liegt auf der Hand. Lohnabbau wäre nur zu ertragen, wenn mindestens Preissenkung für den notwendigen Lebensunterhalt der breiten Massen in gleichem Ausmaß gegenüberstände. Von den Ausgaben in Arbeitnehmerfamilien entfallen aber mindestens 60 Prozent auf Ernährung, Wohnung, Versicherung, Steuern und Beiträge. Es bleiben höchstens 40 Prozent, die von einer Preissenkung für Industriewaren usw. beeinflußt werden könnten. Wie groß müßten diese Preissenkungen sein, um die Lebenshaltung zu beeinflussen, einen Ausgleich für Lohnsenkungen zu bieten und die alte Kaufkraft zu erhalten? Eine Senkung der Preise ist schon deshalb notwendig, um der gegenwärtigen und der drohenden Verteuerung der Lebenshaltung entgegenzuwirken. Was geschieht aber auf dem Gebiet des Preisabbaues? Einstweilen wird geredet. Duisberg verkündet: Preisabbau unmöglich. Senkung der Baustoffvreise wird abgelehnt, dafür wird aber welcher Hohn!) Raumersparnis als Mittel zu billigerem Wohnungsbau empfohlen. Besonders bei Klein= und Kleinstwohnungen soll an Korridoren usw. gespart werden, Badeeinrichtungen sollen wegfallen! Das von der Reichsregierung erbetene Gutachten über die Möglichkeit von Preissenkungen ist erstattet. Es wird noch ausführlicher darauf zurückzukommen sein. Bei den Beratungen ergaben sich selbstverständlich Meinungsverschiedenheiten. In der Hauptsache ist aber das Gutachten positiv. Bei der gegenwartigen Notlage der deutschen Wirtschaft, so heißt es in dem Gutachten, sei es grundsätzlich notwendig, auf jede wirtschaftlich mogliche Senkung der Preise hinzuwirken. Der Anteil der Waren mit kartellmäßig gebundenen Preisen werde von Regierungsstellen für das Jahr 1929 auf 15 von 30 bis 60 Millionen Mark Industrieumsatz geschätzt, also auf 25 dis 30 Prozent des deutschen Industrieumsatzes überhaupt. Jedenfalls seien die kartellmäßigen Preisbindungen von erheblicher Bedeutung für die Gesamtpreislage, zumal solche Preisbindungen gerade bei sehr wichtigen Rohstoff= und Halbfertigwaren vorliegen. Einmütig war der Reichswirtschaftsrat der Meinung, daß eine allgemeine und plötzliche Beseitigung aller Preisbindungen erhebliche Verschärfungen der gegenwärtigen Wirtschaftsschwierigkeiten herbeiführen werde. Wenn aber auch eine durchgängige Aufhebung der Kartellpreise, d. h. letztlich ein Verbot der Kartelle, nicht empfohlen werden könne, so sei es doch erwünscht, die Bindungen in einzelnen Fällen, wo unangemessen hohe Preise oder Preisspannen vorliegen, nötigenfalls durch Anwendung der Regierungsvollmachten zu beseitigen. Mit der Kartellnotverordnung ließe sich, etwa in der Hand eines klugen, rücksichtslosen Reichswirtschaftoministers, sehe viel mächen. Aber wer glaubt denn, daß dies unter der Regierung Beüning geschehen wird? Ueber eine Milliarde Mark Defizit war Ende Juli in der Reichskasse vorhanden. Um 1. August betrug aber der Fehlbetrag schon über eine Milliarde Mark. im Winter werden es bei 3.5 Millionen Arbeitslosen an zwei Milliarden sein! hoesch' Keise nach Berlin Besprechung mit Curtivs über Bölkerbundsfragen Zum Bastorenmord in Mechlenburg Gorch Joch Polnische Kundgebung gegen Reichsminister Treviranus unter der Parole: Die Front zum Meer und zu Pommerellen!“ zu mobilisieren. :: Brüning Spitzenkandidat in Sachsen. Die Zentrumspartei hat für die drei sachsischen Wahlkreise einen einheitlichen Wahlvorschlag aufgestellt, dessen Spitzenkandidatur Reichskanzler Dr. Brüning übernommen hat. Die in Sachsen abgegebenen Zentrumsstimmen kommen dem Reichswahlvorschlag der Deutschen Zentrumspartei zugute, — Dirschau, 18. August.(Drahtder.) In den fünf Weichseldörfern, die trotz des allgemeinen deutschen Abstimmungssieges Polen zugeteilt wurden, fand die Zehnjahrfeier der Uebernahme dieser Orte statt, an der ein großer Teil der Starosten(Landräte) des angrenzenden polnischen Gedietes und Vertreter der Militär= und Zinilbehörden mit dem pommerellischen Wojewoden Lamo teilnahmen. Nach der Ansprache es Wojewoden Lamo und des Bürgermeisters von Mewe hielt der Direktor des polnischen Westmarkenvereine eine Rede, die in einer vom Westmarkenverein eingebrachten Resolution, die sich in schärfster Form gegen Reicheminister Treviranus wendet, wird von der„Möglichkeit eines deutsch=polnischen Krieges" gesprochen und von der polnischen Regierung eine energische divlomatische Intervention verlangt. Zum Schluß wird die volnische Bevölkerung aufgerufen,„alle Krafte Segelflug-hochbetries in der Ahön Kronfeld=Wien erringt den Zielflugpreie Ausgezeichnete Leistungen Nach tagelangem Warten bei Nebel und Regen lachte am Sonntag endlich auf der Wasserkuppe die Sonne und gab damit das Signal zu einer emsigen Tätigkeit der Segelflieger. Von dem schönen Wetter angelockt, waren die Ausflügler in Scharen herbeigeeilt und erlebten das seltene Schauspiel, bis zu zehn Segelflugzeuge gleichzeitig in der Luft zu sehen. Die sportliche Ausbeute des ersten Sonnentages übertraf bei frischem, bis zu 14 Meter starken Winde alle Erwartungen. Go wurden besonders im Dauerfluge ausgezeichnete Leistungen vollbracht. Hier war der erfolgreichste Flieger von Hussen=Göttingen, der mit seinem Doppelsitzer„Poppenhausen“ 8 Stunden und 37 Minuten in der Luft blieb. An diesen glänzenden Flug kam Mayer=Aachen auf„M 1“ mit 8:28.00 dicht heran, nachdem dessen engerer Landsmann Pär auf dem gleichen Apparat 7:46.00 Std geflogen war. Muschick=Dresden hielt sich auf seinem Doppelsitzer„Bau 9“ 6:53.00 Std. in der Luft und Starck auf„Darmstadt“ segelte 6:17.00 im Aether. Der Zie flugpreis dürfte dem Wiener Kronfeld nach seinem phänomenalen Fluge über 150 Kilo meter in der Vorwoche nicht menr zu nehmen sein. Die restlichen Preise sicherte sich Günther Groenhoff auf„Fafnir“ mit einem exakt ausgeführten Fluge von der Wasser kuppe nach dem Kreuzberg und von dort zurück zum Startplatz. * 5 Sartbereit zum Dzeausiung Costes und Bellonte wollen es □ Parie, 19. August.(Drahtber.) Der bekannte französische Weitstreckenflieger Costes hatte vorgestern abend sein Flugzeng„Fragezeichen“ von Villacoublay Gorch Fock, der Dichter seiner schen Heimat, der bei dem U Kreuzers„Wiesbaden“ in de Schlacht den Heldentod gestorh am 22. August vor 50 Jat, Wahl an den H haus wehrt euch vor Die Eltern des künftigen englischen Thron. folgers, dessen Geburt jetzt von ganz England erhofft wird: der Herzog von York, der zweite Sohn des Königs Georg und seine Gemahlin, die jetzt ihrer zweiten Niederkunft entgegensieht.— Die Thron= folgeverhältnisse in England sind etwas kompliziert. Die Hoffnung, daß der Prinz von Wales sich noch vermählen wird, hat man aufgegeben. Sein Nachfolger wird also sein Bruder, der Herzog von York, sein. Da dessen erstgeborenes Kind ein Mädchen ist, fehlt dem Lande ein männlicher Thronerbe. Die jetzige Spannung ganz Englands ist also begreiflich. Die Wahlsch! Nicht lange mehr u Wahlreden stürmt# #ufe auf den Wähle Plakate in allen Gi deherrschen dann di den Wähler gewisser Tritt. Man sieht Hauswände und in gert sich schwarz und nen, aber nunmehr strich. Denn leider mancher Parteien kümmern sich nicht gesetzlichen Vorschrif fremden Eigentums verbieten. Es geht daß das Städtebild Wahlschlachten verse man manchem He einen mehr oder m zufügt. An erster teileitungen Sorge Verteilen und Ank betreuten Leute ent bekommen und sie a Weg ist ein Absch Parteien mit d tuten, die fast u und Gemeinden hie klamewände a tere allein sind für Wahlaufruse geeigr aber, dessen Haus rücksichtslos vorgehoder Parteileitunge richteten Schaden 1 ist es auch, daß die besonders auf jene die mit Pinsel und aufruse gleich auf o daß mancher vird, sein Haus nnach Le Bourget schaffen lassen, um gestern früh mit dem Flieger Bellonte zum Fluge Paris—Newyork zu starten. Da aber nachts ungünstige Wetterberichte eintrafen, wurde der Start verschoben. Immerhin sind sämtliche Vorbereitungen getroffen und Costes und Bellonte können jede Minute das große Wagnis der ostwestlichen Ueberquerung des Atlantischen Ozeans unternehmen, dessen Durchführung bisher nur zwei Mannschaften, einer deutsch=irischen und einer australischen, gelungen ist. Gutt für Pilz= un Viel in den der — Berlin, 19. August.(Drahtber.) Der deutsche Botschafter in Paris, von Hoesch, wird in diesen Tagen zu Besprechungen mit dem Reichsaußenminister Dr. Curtius nach Berlin kommen. Wie wir von unterichteten Seite erfahren, handeit es sich nicht um einen Urlaub, sondern tatsächlich um eine nur zum Zwecke der Besprechung mit dem Reichsaußenminister unternommene Reise. Es werden in ihr Völkerbundsfragen besprochen werden, wie das jedesmal vor Beginn einer Natstagung der Fall ist. Der Reise eine andere Bedeutung zu geben, wird als abwegig bezeichnet. K Unübersehl and Beerensuchern das Wald- und keit, den Dämme und dis Ausläuse strömt, am nach! die günstige Koni Tages auszunntzen dustriegebiet zurüc der Bahn Winter: Os—Buer=Süd—G Wanne waren von Rucksäcken, Körben räten ausgerüstete suchern überfüllt, Schwierigkeiten 1 noch unterzubring Haltestellen Gladb senkirchen=Bismard Oderhausen stiege die vor allen Din gefunden hatten, ihren Heimatsorte barmärkte zu bevi Verhaftung eines Mordverdächtigen — Rostock, 19. August.(Drahtb.) Der Polizei ist es gelungen, in der Ortschaft Rensow(Mecklenburg) einen Mann zu verhaften, von dem die Untersuchungsbehörden als gewiß annehmen, daß er an dem Mord an Pastor Kappel in Ducherow beteiligt ist, obwohl er die Tat bisher entschieden bestreitet. Die Beschreibung, die der vor einigen Tagen hier wegen Mordes verhaftete Russe von seinem Komplizen gegeben hat, paßt genau auf den jetzt Festgenommenen, auch hat die Polizei festgestellt, daß er sich in der Mordnacht in unmittelbarer Nähe von Ducherow aufgehalten hat. 50 Mill Die Soldt Gel dbeit Halbjah stik“ Mi gen von Milliar! nähernd Zunahm Jahres. 12L Zeitra In der er Goldvo als ei Mark pas a Prozen ederdeutgang des stagerrak= st. wurde geboren. Buer, C ###. □ Sammer 225 Dienstag, den 19. August sen Thronerdei nenglischen Thron. etzt von ganz EngHerzog von York, königs Georg und etzt ihrer zweiten t.— Die Thron= gland sind etwas ing. daß der Prinz rmählen wird, hat Nachfolger wird Herzog von York, borenes Kind ein Lande ein mannjetzige Spannung also begreiflich. lassen, um gestern Bellonte zum Fluge arten. Da aber erberichte eintrafen, choben. Immerhin eitungen getroffen se können jede Mider ostwestlichen lantischen Ozeans urchführung bisher , einer deutsch=iriischen, gelungen ist. nach Berlin Curtivs über sfragen st.(Drahtber.) " in Paris, von Tagen zu Bespressaußenminister Dr. ommen. Wie wir erfahren, handeit n Urlaub, sondern r zum Zwecke der Reichsaußenminister Es werden in ihr rochen werden, wie zinn einer RatstaReise eine andere wird als abwegig eenmord nburg Nordverdächtigen igust.(Drahtb.) ungen, in der Ortburg) einen Mann die Untersuchungsnehmen, daß er un kappel in Ducherom die Tat bisher ente Beschreibung, die hier wegen Mordes seinem Komplizen auf den jetzt Festdie Polizei festgeder Mordnacht in m Ducherow aufgeJoch r seiner dem Ur in de gestork 10 ederdeutgang des stagerrakst. wurde geboren. Wahlaufruse an den Hauswänden hausbesitzer. wehri euch vor der Verschandelung Die Wahlschlacht stehl vor der Tür. Nicht lange mehr und neben der Flut der Pahlreden stürmt die Flut der Wahlaufese auf den Wähler ein. Wurfzettel und Plakate in allen Größen und Variationen beherrschen dann die Tage und verfolgen den Wähler gewissermaßen auf Schritt und Tritt. Man sieht beklebte und beklexte Hauswände und mancher Hausbesitzer ärgert sich schwarz und blau über seinen schönen, aber nunmehr verschandelten Hausanstrich. Denn leider ist den Zettelanklebern mancher Parteien nichts heilig und sie tummern sich nicht im geringsten um die gesetzlichen Vorschriften, die das Bekleben fremden Eigentums unter Strafandrohung verbieten. Es geht aber wirklich nicht an, daß das Städtebild immer wieder bei den Wahlschlachten verschandelt wird, und daß man manchem Hausbesitzer rücksichtslos einen mehr oder weniger großen Schaden zufügt. An erster Stelle mogen die Parteileitungen Sorge tragen daß die mit dem Verteilen und Ankleben der Wahlaufruse betreuten Leute entsprechende Anweisungen bekommen und sie auch befolgen. Der beste Weg ist ein Abschluß der einzelnen Parteien mit den Reklameinstituten, die fast überall in den Städten und Gemeinden hiesiger Gegend ihre Reklamewände aufgestellt haben. Letztere allein sind für die Aufnahme auch der Wahlaufruse geeignet. Jeder Hausbesitzer aber, dessen Haus verschandelt wird, sollte rücksichtslos vorgehen und die Uebeltäter oder Parteileitungen haftbar für den angerichteten Schaden machen. Wünschenswert ist es auch, daß die Polizei ihr Augenmerk besonders auf jene Schmierfinken richtet, die mit Pinsel und Farbentopf ihre Wahlaufruse gleich auf die Hauswände tragen, so daß mancher Hausbesitzer gezwungen vird, sein Haus neu anstreichen zu lassen Gute Zeiten für Pilz- und Beerensucher Viel Betrieb in den herrlichheitswäldern * Unübersehbare Scharen von Pilzund Beerensuchern waren am Sonntag in das Wald= und Heidegebiet der Herrlichkeit, den Dämmerwald, die Hohe Mark uns die Ausläuser der Borkenberge gestromt, am nach der langen Regenperiode die günstige Konjunktur eines sonnigen Tages auszunntzen. Die abends ins Industriegebiet zurückkehrenden Züge sowohl der Bahn Winterswyk—Dorsten—Gladbeck= Os—Buer=Süd—Gelsenkirchen=Bismarck— Wanne waren von den mit Kiepen, Kästen, Rucksäcken, Körben und sonstigen Traggeraten ausgerüsteten Pilz= und Beerensuchern überfüllt, so daß es manchmal Schwierigkeiten hatte, andere Fahrgäste noch unterzubringen. Besonders auf den Haltestellen Gladbeck=Ost, Buer=Süd, Gelenkirchen=Bismarck, Wanne, Bottrop und Oderhausen stiegen die bepackten Sucher, die vor allen Dingen eine reiche Pilzernte gefunden hatten, scharenweise aus, um von ihren Heimatsorten aus die nächsten Nachbarmärkte zu bevölkern. Münster im Zeichen der Feuerwehr 20 000 Wehrleute in Westialens Hauptstadt## Ueberal begelsterte Weller begünstigt die Schauübungen## Ein brandieser Festzug Herrlichtes Aus Münster wird uns berichtet: Hatte die Tagung der preußischen und westfalischen Wehren bisher erheblich unter dem mit kurzen Unterbrechungen fortgesetzt niedergehenden Regen gelitten, so brachte der Sonnlag die unerwartele Ueberraschung, daß nach langer Zeit nicht nur regenfrei war, vielmehr die Sommersonne ständig an Kraft gewann und am Nachmittag die schönste Sommersonne die Haupt= und Massenveranstaltung des gro ßen Preußentages aufs beste begünstigte. Münster prangte im schönsten Festesschmuck. Fahnen wehten von allen Häusern, namentlich der Allstadt, und wenn auch die große Illumination am Samstag abend noch unter dem Unwetter schwer gelitten hatte, so kamen doch alle voll auf ihre Kosten, die mit einem großen Eindruck der Sonntagsbeleuchtung gerechnet hatten. Vom frühen Morgen an brachten regelmäßige und viele Sonderzüge, viele Automobile und Fuhrwerke aller Art eine solche Fülle von Feuerwehren und Fremden nach Münster, daß man am Sonntagmittag auf dem Prinzipalmarkt und die angrenzenden Straßen fast über die Köpfe der Passanten hinwegschreiten konnte. So dicht waren die Straßen Münsters von Besuchern überfüllt. So war denn auch die Feuerwehrausstellung in der Münsterlandhalle wie auch die Ausstellung des Feuerweyrmuseums in der neuen Feuerwache schon vom frühen Vormittag an außerordentlich stark besucht. Außerordentlich starke Beachtung sand auch das reich ausgestattete Feuerschutzmuseum in der Provinzial=Feuersozietät, die übrigens in ihren Räumlichkeiten Schlafgelegenheit für 200 Feuerwehrleute hergerichtet hatte. Nach vorsichtiger Schätzung darf die Zahl der Feuerwehrleute, die in Münster waren, auf 18 000 bis 20 000 angegeben werden. Und mindestens 10.000 Fremde kamen noch hinzu. Wenn man bedenkt, daß in dem Festzuge 78 Musik= kapellen gemeldet waren, wird man auch verstehen, daß vom frühen Morgen bis in den späten Abend hinein die Umzüge mit Musik und Konzerte nicht abreißen woll. ten. Die Wirtschaften waren so überfüllt, daß zeitweise nicht daran zu denken war, hineinzukommen, und um das Rauchbedürfnis zu befriedigen, hatte der Regierungspräsident gestattet, daß die Tabak= und Zigarrengeschäfte von 11 bis 18 Uhr verkausen durften. Vormittags 10 Uhr begannen an dem großen Uebungsturm der städtischen Feuerwache die Schulübungen der münsterischen und der ländlichen Wehren. Zeitweise konnte man 16 Steiger gleichzeitig die exakten Uebungen an dem vier Fenster breiten Turm ausführen sehen. Große Aufmerksamkeit fand dabei die gute Ausrüstung der münsterischen Berufswehr. Nachmittags 2,30 Uhr bewegte sich vom Hindenburgplatz aus der große Festmarsch durch die Stadt und marschierte über den Prinzipalmarkt, wo die Spitzen der Behörden Aufstellung genommen hatten, an der Feuersozietät vorbei über die Warendorfer Straße und den Hohenzollernring zu dem Riesenneubau der städtischen Handelslehranstalten am Friedrich=Ebert=Platz, mo die münsterische Wehr eine vom stellv. Branddirektor Grewe ausgearbeitete Angriffsübung in Gegenwart der Behördenvertreter ausführte. Dabei sprang zweimal ein Feuerwehrmann aus dem zweiten Stockwerke in das Sprungtuch. Die Uebung klappte vorzüglich. Der Vorbeimarsch des Zuges mit seinen Vertretern aus den 11 übrigen Landeoverbänden und den rund 170 westfälischen Wehren dauerte 1¾ Stunden. Die während der Uebung und kurz nachher von der Bochumer Wehr auf dem Friedrich=Ebert=Platz ausgeführten Schauübungen der Leibesübungen fanden reges Interesse, während sich in den Nachbarstraßen die Menschenmasse Popf an Kopf staute. Bis tief in den Abend hinein herrschte unbeschreibliche Begeisterung in der Stadt. Ständig durchziehen Musikkapellen die Straßen, und die abziehenden Wehren, die ihr „Muß i denn“ spielen, werden beim Durch zug durch die Straßen und vor dem Bahnhof wie auch beim Abfahren in den großen Autobussen von der Bevölkerung unaufhörlich mit lebhaften, begeisterten Zurufen begrüßt. Die Begeisterung erreicht ihren Höhepunkt, als am Abend die Hauptgebäude der Stadt im Flutlicht erstrahlten und die herrlichen alten Bogenhäuser — diesmal vom schönsten Spätsommerwetter begünstigt— die alte, prächtige Kerzenillumination aufleuchten ließen. Münster hat wohl selten eine solche Begeisterung und Harmonie eines Riesenfestes erlebt, wie die beim ersten Preußi schen Feuerwehrtag Fall, bei denen Dreiviertel der Abgeordneten Akademiker waren. Eine ausgepragte„Volksschüler"=Fraktion ist auch die der KPD mit 69 Prozent ehemaligen Volksschülern. Nach den Demokraten hatlen die Deutsche Volkspartei(69 Prozent) und die Deutschnationalen(63 Prozent) den stärksten Akademikeranteil im letzten Reichstag. Alo„Fraktion der Mittel= und höheren Schüler" repräsentierte sich die Wirtschaftspartei mit 52 Prozent. Beim Zentrum und bei den Nationalsozialisten bestand die eine Hälfte der Reichstagsabgeordneten aus Akademikern und die andere Hälfte aus Volks=, Mittel= und höheren Schülern. Die zweisellos interessanteste Statistik ist die der Berufsgliederung unserer letzten Reichstagsparlamentarier. Diese Statistik sieht in Prozenten ausgedrückt folgendermaßen aus: Das M. d. R. in der Statistik Wie all waren unsere letten Reichstagsabgeerünetent# Velksschüler und Aladembter Partelen Einiges aus dem Berutsieben der Reichstagsabgeordneten in den Angesichts der bevorstehenden Reichstagswahlen dürfte es einmal recht interessant sein nachzusehen, wie sich die Angehörigen des verflossenen Reichstages in der Alters=, Bildungs= und Berufsstatistik ausmachen. Man gewinnt dabei(auch für den Wähler) zweifellos sehr lehrreiche Einblicke in die altersmäßige, soziale und soziologische Gliederung und Struktur der Reichstagsparteien. Beginnen wir mit dem Alter. Die Tatsache, daß wir als sozusagen„Wasserscheide“ die Grenze des 50. Lebensjahres nach oben unten nehmen, kennzeichnet schon allein den mehr senatorenhaften als volksgemäßen Charakter des Reichstages. Im Folgenden, wie auch in allen nachfolgenden Statistiken, sind die maßgebenden Parteien und Parteigruppen des Reichstages aufgeführt. Die Altersstatistik zeigt uns folgendes Bild: 50 Milliarden Gold die Soldvorräte Curovas Die zu Geldzwecken verwendeten Goldbestände der Welt haben sich im ersten Halbjahr 1930 nach„Wirtschaft und Statistik" wieder beträchtlich vermehrt; sie stiesen von 48,4 Ende Dezember 1929 auf 49,3 Milliarden Mark. Die Zunahme von angähernd einer Milliarde übertraf noch die Junahme des vorangegangenen halben Jahres. Sie ist höher als der Ertrag, den die Golderzeugung der Welt im gleichen Zeitraum erzielt haben dürfte. In der Verteilung haben sich auch wieder erhebliche Wandlungen vollzogen. Die Goldvorräte Europas haben sich um mehr als eine Milliarde auf 21½ Milliarden Mark erhöht; damit ist der Anteil Eurodas am Goldbestande der Welt auf 43.4 Prozent gestiegen. Der weitaus größte Teil sämtlicher boldvorräte befindet sich bei den Zentralkoten=Banken. Nur 18,4 Prozent sind rm freien Verkehr. Den Altersrekord hielt danach im letzten Rechstag die Demokratenpartei, bei der nur etwas mehr als der fünfte Teil der AbgeEin phantastischer Plan ordneten unter 50 Jahren alt war. Bekanntlich hat sich jetzt die DDP mit dem Jungdo und einigen anderen politischen Gruppen der jungen Generation zur Staatspartei vereinigt unter besonderen Berücksichtigung eben dieser jungen Genenation, so daß eine Verjüngung von dieser Seite her im neuen Reichstag sicherlich zu erwarten sein wird. Aehnliche Verjün gungskurven werden ja auch von verschiedenen anderen Parteien in Aussicht gestellt Es ist dabei allerdings zu berücksichtigen, daß im Reichstag allgemein schon Abgeordnete unter 40 Jahren als„jugendliche Parlamentarier" betrachtet werden. Den„Jugendrekord“ im verflossenen Reichstag die KPD mit 96 Prozent Abgeordneten im Alter unter 50 Jahren. Das wird sich auch im neuen Reichstag kaum ändern, desitzt doch die KPD eine ganze Reihe von Reichstagsabgeordneten, die nicht einmal das 30. Lebensjahr überschritten haben. Erstaunlich schwach war im letzten Reichstag der Jugendanteil bei der Partei Hugenbergs, die bekanntlich noch bei den Kämpfen um den Youngplan die„Sammlung der nationalen Jugend“ auf ihre Fahnen geschrieben hatte. Die jugendlichste Partei nach der KPD waren im letzten Reichstag die Nationalsozialisten, die ebenfalls über einige Abgeordnete um das 30 Lebensjahr herum verfügten. Die überaltertsten Parteien nach den Demokraten waren die Wirtschaftspartei, die Deutsche Volkspartei und die Deutschnationalen. Wie sahen nun die alten Reichstagsparteien an dem Bildungsgang ihrer Fraktionsmitglieder gemessen aus? Die Statistik verrät folgendes: Mittel= und Frakt. Volksschül. höh. Schüler Akadem. 14 Prz 11 Prz 63 Prz 49 Prz. Bei dieser Statistik tritt besonders hervor, daß sich die KPD=Reichstagsfraktion zu mehr als Zweidritteln aus Arbeitern, Angestellten und Sekretären zusammensetzte. Unter„Sekretären“ sind bei dieser wie auch bei den anderen Fraktionen natürlich Partei= und Gewekschaftssekretäre zu verstehen. Nach der KPD zeigte im letzten Reichstag die SPD=Fraktion den stärksten Anteil an Arbeitern, Angestellten und Sekretären, d. h. 42 Prozent. Die verhältnismäßig meisten Beamten und Lehrer hatten folgende Fraktionen: Demokraten (28 Prozent), Deutschnationale(27 Proz.), Zentrum(26 Prozent), Deutsche Volkspartei(25 Prozent). Unter den Freien Berusen(Redakteure, Schriftsteller, Jnristen usw.) führten die Nationalsozialisten mit 58 Prozent; ihnen folgten die Sozialdemokraten mit 39 Prozent, die Demokraten mit 35 Prozent. Die verhältnismäßig meisten Direktoren und Fabrikanten befanden sich in der DBP(34 Prozent), danach bei der Wirtschaftspartei(21 Prozent). In keinem Vergleich zu irgendeiner Fraktion stand die Zahl der Kleingewerbetreibenden bei der Wirtschaftsparteifraktion mit 61 Prozent überragend an der Spitze. Die verhältnismäßig meisten Landwirte hatte die Reichstagsfraktion der Bayrischen Volkspartei mit 36 Prozent, danach die Deutschnationalen mit 34 Prozent. Man könnte die statistischen Untersuchungen über den letzten Reichstag und üder die letzten Mitglieder des Reichstages noch weiterführen. Interessant ist z. B. auch noch die Feststellung, daß ungefähr die Hälfte aller Reichstagsabgeordneten aus Arbeitersamilien und mehr als ein Viertel aus dem Kleinbürgertum kommt. Jedoch wollen wir es bei den vorstehenden Statistiken bewenden lassen und abwarten, wie sich der kommende Reichstig in der Statistik gestalten wird. Geschäftsfreie Sonntage im Jahre 1930 # Die zukünftigen geschäftsfreien Sonntage des Jahres 1930 sind für das gesamte rheinisch=westfälische Industriegebiet einheitlich festgelegt. Wie das Polizeipräsidium dazu mitteilt, sind in diesem Jahre folgende Sonntage geschäftsfrei: Sonntag. den 5. Oktober. Sonntag, den 26. Oktober, Sonntag, den 14. Dezember, Sonntag, den 21. Dezember. An diesen Sonntagen können offene Ladengeschäfte in der Zeit von 14 bis 18 Uhr für den Geschäftsverkehr offengehalten werden. Während dieser Zeit ist die Beschäftigung von kaufmännischen Personen gestattet. In dieser Rußschale über den Ozean will der Greko=Amerikaner Gongapolos fahren, um seine Heimatstadt Athen zu besuchen. Er ist bereits vor einigen Tagen von Miami(Florida) in See gegangen. Zu diesen Zahlengebilden lassen sich gleichfalls sehr interessante Betrachtungen anstellen. An der Spitze marschiert die Briefkasten Kriegsbeschädigter. Selbstverständlich 50 Prz können Sie noch den Anspruch erheben, na16 Prz. türlich ist der Nachweis zu erbringen, daß 66 Prz. Sie sich das Leiden oder die Ursachen da74 Prz zu im Kriege geholt haben. Wenden Sie 35 Prz sich an das Versorgungsamt Gelsenkirchen, Industriestraße 61. F. V. 28. Sie setzen sich am besten mit dem Hausbesitzer in Verbindung. Sollte SPD als„Volksschüler"=Partei, haben doch dieser in beiden Fällen keine Sorge traDreiviertel ihrer Reichstagsabgeordneten gen, daß der Uebelstand radikal beseitigt nur die Volksschule besucht. Genau das wird, so rufen Sie das Mieteinigungsamt Gegenteil war bei den Demokraten der an. Konkurs=Verkauf in Schuhwaren Buer, Essener Straße Nr. 16a(Schuhhaus Hesse). Der Konkursverwalter. der Waren ohne jeden Kaufzwang. Jedes Daar kann ordnungsgemäß anprobiert werden. Rummer 225 Dienstag, den 19. August Jahrgang 1330 Aus Bunn Die westfälischen Kleingärttter kommen Eine Gartenbauausstellung in Buer (*) Am 11. und 12. Oktober d. J. findet im Goldberghaus, Stadtteil Buer, der achte Westfälische Kleingärtnertag statt. Vertreter des Oberprasidenten Münster, der Regierungspräsidenten in Münster, Minden und Arnsberg, des Siedlungspräsidenten in Essen, sowie der hiesigen staatlichen und städtischen Behörden werden an der Tagung teilnehmen. Der 1. Vorsitzende des Reichsverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands, Rektor Förster, Frankfurt a. M., wird durch seinen Vortrag die Anwesenden über die Bedeutung des Kleingartenwesenz in Verbindung mit der Schreberjugendpflege unterrichten. Gelegentlich dieser Tagung veranstaltet der Stadtverband der Kleingartenvereine Gelsenkirchen=Buer eine Gartenbauausstellung. Oberbürgermeister Zimmermann hat als Förderer der Kleingartenbestrebungen in liebenswürdiger Weise das Protettorat der Ausstellung übernommen. Die Ausstellung soll alle Besucher der Tagung und der Ausstellung über den Nutzen des Kleingartenbaues im Inoustriegebiet unterrichten und dahin wirken, daß noch vielmehr als bisher Selbsterzeugung von Nahrungsmitteln durch Kleingartenbau betrieben werden muß, um uns von der Einfuhr von Gemüse freizumachen. Der Besuch der Ausstellung sei daher allen Bürgern der Stadt auf das wärmste empfohlen. Musik aus der Lust Aetberwellenmusik bei Alsberg öuer (*) Moderne Kaufhäuser sind heute nicht nur bloße Einkausszentralen. Sie sind auch bestrebt, ihren Kunden den Aufenthalt im Hause möglichst angenehm zu machen. Das Kaufhau Alsberg in Buer wartet in diesen Tagen in seinem Erfrischungsraum, der zu jeder Zeit angenehmen Aufenthalt bietet, mit einer musikalischen Attraktion aus. Herr Tscharikoff führt den neuen Aetherwellenmusikapparat vor. Der Erfinder Prosessor Theremin hat einen Apparat erfunden, der durch Bewegung mit der Hand Töne erzeugt, die sich zu Melodien formen lassen. Prosessor Theremin hat im vorigen Winter seinen Apparat im Hans=Sachs=Haus vorgeführt. Damals konnte man sich zwar eines Gefühls der Bewunderung für die neue Erfindung nicht erwehren, die künstlerischen Darbietungen befriedigten jedenfalls nicht ganz. Herr Tscharikoff hat diesen Apparat nun weiter vervollkommnet. Im allgemeinen arbeitet der Apparat nach folgenden Prinzipien: ! Ein Apparat erzeugt elektrische Wellen, die um den Apparat ein sogenanntes elektromagnetisches Feld bilden. Durch Bewegung der Hand erleiden die unsichtbaren Wellen dieses Feldes eine Aenderung, nähert man die Hand dem Apparat, so wird der Ton tiefer. Auch die Tonstärke kann vom zartesten Pianissimo bis zum brausenden Fortissimo in seinster Abstufung reguliert werden. Töne werden erzeugt. die dem allerbesten Cello, einer alten Geige. einem Blasinstrument, ja sogar der menschlichen Stimme ähneln. Das Publikum zeigte sich für die Darbietungen sehr interessiert und dankbar. Herr Tscharikoff hat sich zu einem wahren Virtuosen auf diesem neuzeitlichen Musikinstrument ausgebildet. Er spielte mit Sicherheit und großer Einfühlungsgade Werke von Schubert und anderen Komponisten. Ebenso sicher aber auch moderne Werke und Lieder. Im großen und ganzen ist die Sache ein interessantes Erveriment. des Ansehens und Anhörens wert. Die schönsten Balkone der„Heimat Blumenwettbewert In der Buerschen Helmeisiedlung# Tretz der Regenwochen schöne Ergebmisse 1 Die Preisvertellung am Sonnlag (*) Das Beispiel von Buer=Hassel, das sich im Lause der Jahren von einem„Negerdorf" zu einer„Blumenstadt" gewandelt hat, beginnt Schule zu machen; denn nunmehr ist auch die Verwaltung der schmucken Siedlung am Nordring in BuerNoxd dazu übergegangen, Blumenwettbewerbe unter den Bewohnern der Siedlung zu veranstalten. Da die Siedlungswohnungen weder parzellierte Vor= noch Hofgärten besitzen, die Gelegenheit zu Blumenpflanzungen der Hausbewohner bieten konnen, beschränkt sich der Wettbewerb naturgemäß auf die Pflege des Balkonschmuckes. Erstmalig trat man in diesem Jahre mit einer solchen Veranstaltung in der Heimatsiedlung hervor. Die Blumenschmuckwettbewerbe sollen in den kommenden Jahren zu einer ständigen Einrichtung werden. Die Idee als solche hat auf die Berliner Zentralleitung der Heimat=Siedlung=A.=G. bereits einen solchen Eindruck gemacht, daß sie ihre Durchführung auch für all ihre anderen Siedlungen im ganzen Reiche empfohlen hat. Die Verwaltung der Buerschen HeimatSiedlung hatte am Sonntag ein Preisrich= terkollegium zusammengerufen, das sich am Nachmittag bei leuchtendem Sonnenschein einer von den Bewohnern der Siedlung aufmerksam verfolgten Aufgabe in einem Zeitraume von ungefähr zwei Stunden unterzog. Das Preisrichterkollegium bestand aus drei Herren der Ortspresse; als Vertreter des Verkehrsvereins Buer: Gärtnereibesitzer Berger: als Vertreter des Verkehrsvereins Gelsenkirchen:„Gärtnereibesitzer Hoffmann; als Vertreter der Siedlung: Diplom=Gartenbauinspektor Jahnke. Mit Papier und Stift bewaffnet, zog das Richterkollegium von Haus zu Haus, die„blumigen“ Bemühungen der Wohnungsinhaber scharf aufs Korn nehmend. Man hatte es sich zur Aufgabe gesetzt, die Wertung auf Grund der ausgewandten Mühe, der sichtbaren Leistung und des gezeigten Geschmacks vorzunehmen. Durchweg sielen die Entscheidungen der einzelnen Preisrichter übereinstimmend oder zumindest sich angleichend aus, so daß das letztlich gewonnene Ergebnis der Punktewertung als durchaus objektiv betrachtet werden darf. Die Führung des Preisrichterkollegiums durch den Siedlungsbereich hatte der rührige„Heimat"=Geschäftsfuhrer Wolter übernommen. Noch Beendigung des Ganges durch die Siedlung fallte das Preisrichterkollegium folgende Urteile: Die Preisträger 1. Preis: 1 Blumenangebinde und eine Barpramie von 30 Mark, Polizeihauptmann Fritz, Heimat Nr. 10, 103 Punkte. 2. Preis: 1 Blumenangebinde und eine Barprämie von 20 Mark. Obergerichtsvollzieher a. D. Humsoldt, Heimat 12, 102 Punkte. 3. Preis: Ein Blumenangebinde und eine Barprämie von 10 Mark, Herr Peter Adamski, Heimat Nr. 9, 99 Punkte. 4. Preis: Eine Palme, Herr Wesemann, Heimat Nr. 9, 96 Punkte. 5. Preis: Inspektor Mertens, Heimat Nr. 2, 94 Punkte. 6. Preis: Herr Karl Weiß, Heimat Nr. 9, 90 Punkte. 8. Preis: Herr Josef Gerber, Bärenkampstraße 58, 81 Punkte. 9. Preis: Fräulein Erna Lütz, Nordring 33, 80 Punkte. 10. Preis: Herr Josef Faaber, Nordring 37, 79 Punkte. 11. Preis: Herr Max Otto, Heimat Nr. 10, 68 Punkte. 12. Preis: Herr Bruno Biernatzki, Heimat Nr. 9, 68 Punkte. 13. Preis: Herr Emil Wolter, Bärenkampftraße 56, 67 Punkte. 14. Preis: Herr Friedrich Sendig, Nordring 33, 67 Punkte. 15. Preis: Herr Hermann Grimberg, Heinat Nr. 10, 66 Punkte. Außer diesen Preisen gab es noch weitege 50 Preise. Bedenkt man, daß das wochenlange regnerische und der Jahreszeit durchaus nicht entsprechende Wetter eine ordnungsmäßige Pflege auch von Balkongewächsen vor allem auf den Regenseiten der Siedlung verhindert hat, daß serner die meisten Bewohner der Siedlung erst in diesem Sommer Gelegenheit gefunden haben, ihre Balkone mit Blumen zu bepflanzen, und endlich, daß es sich um den ersten Wettbewerb dieser Art handelt, so sind die erzielten Resultate, wie sie sich den Preisrichtern darboten, durchaus zufriedenstellend zu nennen. Möge die diesjährige Veranstaltung den„Heimat"=Bewohnern Anreiz zu noch intensiverer Balkonblumenpflege sein. Um so mehr erscheint diese Aufforderung berechtigt, als die Gesellschaft durch kostenlose Gestellung der Blumenkästen den Hausbewohnern entgegenkommt und sie überdies die Absicht hat, beim nächstjährigen Wettbewerb eine Erhöhung der Hauptpreise vorzunehmen. Der schönste Halkon der„Heimal schlechten Bodenverhältnisse ein Fundament aus Eisenbeton auf Eisenbeionpfahlgründung. Die eigentliche Höhe des im Bau begriffenen Kuhlturmes beträgt 32.50 Meter. (“) Kinderferienseier in Buer=Hassel. Am Sonntag veranstaltete der Elternbeirat der katholischen Schule, System 1, in BuerHassel in dem Gelande des Landwirts Teltrop ein großangelegtes Kinderfest. Im Anschluß an die Nachmittagsandacht sammelten sich die Schulkinder auf dem Schulhofe zu einem Ausfluge nach dem Hofe des Landwirts Teltrop in Buer=Hassel, wo sie mit Milch und Kuchen bewirtet wurden. Allerlei Spiele, wie Stangenklettern. Strickziehen, Eier= und Sacklaufen u. a. m., wurden unter Leitung des Rektors Kuhne und des Elternbeirates mit den Kindern unternommen. Auch Onkel Albert trug mit seinem urkomischen Humor und heiteren Witzen welentlich zur Verschönerung des Festes bei. (*) Als vermiß gemeldet. Vermißt wird seit dem 14. d. Mts. der am 18. Juni 1906 zu Schwerstein gedorene, zuletzt in BuerErle. Springbach, wohnhafte Emil Lippka. Verselbe ist seit längerer Zeit arbeitslos und nervenkrank. Es ist nicht ausgeschlos sen, daß L. sich ein Leid angetan hat. L. Romanowski. Platzwirt E. Grendetzki. Geist etwa 1,70 Meter groß, schmachtig, bart=ratewart F. Tadday. Jugendleiter A. los. Bekleidet war er mit einem schwarzen Filzhut, einem dunklen Jackett, mit Brecheshose, grünem Nesselhemd, schwarzroten Strümpfen und Grubenschuhen.— Paulsen. Beisitzer K. Olschewski, Jendrian, I. Terboven, W. Kasper, Schaar. Spielausschuß H. Dzikus, A. Paulsen, I. Warich. Presseobmann A. Steinbacher. Der Weiter wird vermißt die am 15. Mai 1908 Vorschlag, am 6. September eine Aufstiegzu Bochum geborene, zuletzt in Buer, Gel= feier zu veranstalten, fand lebhaften Ansenkirchener Straße, wohnhaft gewesene Ag= klang. nes Kuretzka. Sie ist etwa 1.55 Meter groß. gesetzt, hat dunkelblondes, langes. dichtes Haar. rundes Gesicht, niedrige Stirn, blaue Augen, wulstige Lippen. Bekleidung undekannt.— Sachdienstliche Angaben über den Aufenthalt der beiden Personen werden von allen Polizeidienststellen entgegengenommen. (“) Vorstandvergänzungswahl bei der Sportvereinigung Buer=Erle. In der am machen. Nach einer Kneiperei im StadtSamstag, den 16. August, im neuen Ver= Kaffee wurde M. so lästig, daß der Wirt einslokale Terdoven abgehaltenen General= gezwungen war, die Polizei zu holen. M. versammlung wurden die Ergänzungswah aber hatte wohl Lunte gerochen und verlen zum Vorstande vorgenommen. Nach ließ beizeiten das Lokal. Anstatt aber die diesen Wahlen setzt sich der Vorstand aus ihm auf der Treppe begegnenden Beamten folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzen=unbehelligt zu lassen, konnte er es sich nicht der H. Libuda, 2. Vorsitzender J. Reichen= versagen, sie gebührend zu empfangen Ein tapferes Schneiderlein vor dem buerschen Richter (*) Schon kleine Mengen Alkohol genugen laut ärztlichem Attest, den Schneider Josef M. aus Buer„fertig" zu „Die rote Hand“ von Holsterhausen vorm Landgericht Essen unschädlich gemacht ∆. Bekanntlich wurde Anfang dieses Jahres in den Gemeinden Hervest und Holsterhausen eine Anzahl Einbruchs= und sonstiger Diebstähle begangen, ohne daß es gelang, die Diebe zu fassen. In verschiedenen Fällen hatten diese an dem Tatort Zettel niedergelegt, mit der Aufschrift „Die rote Hand“. Auch waren zu dieser Zeit Autoberaubungen an der Tagesord. nung und, als eines Tages eine solche Beraubung der Polizei gemeldet wurde, gelang es dieser, den Täter in der Person des Schlossers P. aus Holsterhausen und hiermit den Anführer der Einbrecherbande „Die rote Hand“ zu fassen. Die Ermittelungen führten dann auch zu der Festnahme der übrigen Komplizen, und zwar der Schlosser K. aus Holsterhausen und W. aus Hervest=Dorsten, sowie des Kaufmanns R. aus Dorsten und des Musikers W. ebensalls aus Dorsten. Sämtliche Beschuldigten konnten festgenommen werden und gaben nach einigem Leugnen die begangenen Straftaten zu, worauf sie dem Amtsgericht in Dorsten zugeführt wurden. Während die vier Erstgenannten in Haft verblieben, wurde W. nach der richterlichen Vernehmung entlassen. Nach längerer Untersuchungshaft wurden auch die übrigen Beschuldigten entlassen und der Hauptanführer P. hat es vorgezogen, sich der Bestrafung durch die Flucht zu entziehen und ist in die Fremdenlegion eingetreten. Die übrigen Personen hatten sich wegen der gangenen Straftaten nunmehr am Samstag vor dem Essener Landgericht zu verantworten. Sämtliche Angeklagten legten vor dem Richter ein reumütiges Geständnis ab und gaben an, von dem flüchtigen P. verführt zu sein. Nach kurzer Beweisaufnahme beantragte der Anklagevertreter gegen K., welcher mittlerweile wieder festgenommen war und aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde. 9 Monate Gefängnis, gegen N. der ebenfalls wegen einer anderen Straftat sich in Haft befand, 4 Monate Gefängnis und gegen den Schlosser W. 2 Monate Gefängnis und gegen den Musiker W. Freisprechung. Der Verteidiger des K., Rechtsanwalt Beisenkötter(Hervest=Dorsten), dat in seinem Plädoyer um Freisprechung und führte im besonderen an, daß K. das Opfer des nunmehr flüchtigen P. geworden sei und vollständig unter dessen Einfluß gestanden hätte. Am Schluß seiner Ausführungen bat er nochmals um Freisprechung oder aber um eine gelinde Strafe und um Aufhebung des Haftbefehls, sowie um Aussetzung der Strafe. Nach kurzer Beratung verkündete das Gericht folgendes Urteil: K. erhielt 5 Monate Gefängnis und wurde ihm die volle Untersuchungshaft angerechnet, während der Rest der Strafe auf drei Jahre ausgesetzt wurde. R. wurde zu 4 Monaten, der Schlosser W. zu 100 RM. Geldstrafe evtl. 20 Tage Gefängnis verurteilt. Der Musiker W. wurde freigesprochen. derg. Geschäftsführer P. Adamski. Schaumeister V. Terdenge. Platzkassierer Klimmek. W. Schieritz. H. Stübchen und Rohmann. Beitragskassierer A. Paulsen, B. Gettschietzen in Buer-Scholven Die 7. Kompagnie flegt über Hubertue Zwedel (*) Die Buerschen Schützen der 7. Kompagnie Scholven hatten die Zweckeler Hubertus=Schützen zum Revanchekampf aufgefordert. Schon Wochen vorher wurde geübt, um dem Nachbarverein würdig gegenübertreten zu können. So begann am Sonntag, punkt 11 Uhr, der friedliche Wettkampf. der stundenlang hin und her wogte, dis die Entscheidung dahin stel, daß am Schluß die 7. Kompagnie Scholven mit einer Gesamtzahl von 568 Ringen gegen 537 Ringe den Sieg davontrug. Als deste Tageoschutzon gingen hervor: Hubertus Zweckel: Oberst Bauer 49 Ringe, Feldwedel Witzak 49 Ringe, Adjutant Kläsener Cl. 48 Ringe, Oderlentnant Bauer Karl 47 Ringe; 7. Komp. Buer: Kolwann 57 Ringe, Jünemann 54 Ringe, Zimmermann 52 Ringe. Neuer Kühltuem aus Hugo 2. Auf der Schachtanlage Hugo 2 hat in der vergangenen Woche vie parpener BergbauA.=S. mit dem Neubau einer modernen Kühlturmes in der Nähe von Haus Hamm begonnen. Der Kühlturm, dessen Unterbau 12 Meter hoch ist, hat einen Radius von 27.30 Meter und erhält wegen der Neuland im Polargebiet entdeckt FRANZ-JOJEF-LAND—.— „Was sucht ihr hier? Was wollt ihr von mir? Wißt ihr, wer ich bin? Ich bin Gerichtsreserendar.“ Aufgefordert, ruhig zu sein, bekam M. erst recht Mut und vertieg sich zu den Worten:„Ihr Lumpen, ihr armseligen Reservisten.“ Dann folgte noch eine Menge der unflätigsten Ausdrücke. M. wurde daraufhin mit zur Wache genommen. In der Verhandlung kann er sich an nichts mehr erinnern und schreibt alles dem Alkohol zu. Wegen öffentlicher Beleidigung bekam er zwei Wochen Gefängnis Außerdem wurde den Beamten zugestanden. das Urteil auf Kosten des Verurteilten in der Buerschen Zeitung zu veröffentlichen Der Mann, den der„Geist“ verließ Um schnell zur Arbeitsstatte zu fahren, lieh sich der Heizungsmonteur R. aus Essen von seinem Arbeitgeber ein Fahrrad. Von der Fahrt kehrte er nie zurück und ließ alles. sogar seine Arbeit, im Stich. Erst nach langer Zeit konnte er aufgespürt werden. Ueber den Verbleib des Rades weiß er nichts zu berichten. An dem betreffenden Tage hätte er ein p#ar Glas Bier ge trunken. Infolge einer Gehirnnerletzung sei ihm der Alkohol so zu Kopf gestiegen. daß ihm für einige Zeit der„Geist“ gefehlt habe und er sich an nichts mehr erinnern könne. Diese Verteidigung sah das Ge richt als mißglückte Täuschung an, besonders, da K. sich auch weigerte, seinen „Geist“ auf den angegebenen Defekt hin sowjetrussischer Eiodrecher, der sich auf einer Forschung=reise im Nördlichen Eis= untersuchen zu lassen. Wegen Unterschlameer defindet, hat nordostlich der Insel Nowaja Semlja unter 79 Grad nordlicher zung erhielt er eine Woche Gejängnis auf Breite und 76 Grad ästlicher Länge eine unbekannte große Insel entdeckt. Bewährungbillige Jahrt nach Oberammergan vom 27. August bis 3. September Mit dem guten Wetter ist auch die Reiselust wieder rege geworden. Um so begrüßenswerter ist oa eine Fahrt nach Oberammergau, welche die Reichsbahn zum ermäßigten Preise veranstaltet und die auch Gelegenheit zum Besuch der Oberammergauer Festspiele gibt. Eine äußerst genußreiche Fahrt in beschleunigt durchgeführtem, zuschlagsfreiem Sonderzuge 3. Klasse zu einem um ein Drittel ermäßigten Fahrpreise in die herrlichen Berge Oberbayerns. Jedem Fahrtteilnehmer ist ein Sitzplatz gesichert. Unterkunft für sieben Uebernachtungen einschließlich Frühstück, Bedienung und Fremdenabgabe in guten und sauberen Hotels, Gasthöfen und Privatpensionen, eine Stadtrundfahrt und eine Besichtigung des Deutschen Museums in München zu folgenden, sich nach der Ausstattung richtenden Preisen: Gruppe A 43 RM. Gruppe B 19 RM Gruppe C 55 RM und Gruppe D 58 RM. Ferner auf Wunsch: Eine Berg= und Lalfahrt mit der vor kurzem eröffneten bayerischen Zugspitzbahn zu dem um ein Drittel ermäßigten Preise von 20 RM. Gutscheine für den Besuch der Festspiele in Oberammergan(Eintrittspreise 1. Platz 20 RM. 2. Platz 15 RM., 3. Platz 10 RM und 4. Platz 5 RM). Von der nicht miteinbegriffenen Mittag= und Abendbeköstigung abgesehen, betragen die Gesamtkosten einschließlich Fahrgeld je nach Ansprüchen nur 100 bis 135 KM! Auskunfte sowie Reisepläne geben bereitwilligst die Eisenbahn=Fahrkartenstellen. wo auch die Anmeldungen in Empfang genommen werden. Besonders kann darauf hingewiesen werden, daß der Sonderzug bequem von allen heimischen Eisenbahnstationen aus zu erreichen ist. * Bremm(Mosel), 17. August. teiligtes Opser eines Zusammenstoßes. Auf der Moselstraße wollte ein Lieferwagen einen anderen überholen. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß, wobei der eine Wagen zur Seite gedrückt wurde. Ein neunjähriges Madchen, das ausweichen wollte, wurde von einem Wagen so heftig gegen ein Geländer gedruckt, daß der Too eintrat Dienstag, den 19. August Jahrgang 1930 223 TILIEUEIIIDEE SAAAEIE Haken u. Schwinser Berlin-Tokio 65:48 Das große Rätselraten * Wer kämpft um die Weltmeisterschaft? Das Rätselraten um den kommenden Weltmeisterschaftskampf im Schwergewichtsboxen scheint jetzt erst loszugehen. Nach den letzten Meldungen über einen Titelkampf Stribblings mit Schmeling und eines Ausscheidungskampfes Jack Sharkeys mit Primo Carnera kommen jetzt aus Amerika neue Funksprüche mit anderen Plänen. Es wird sich natürlich zum größden Teil wieder um Reklame=Machenschaften handeln, die in erster Linie das durch den Ausgang des letzten Meisterschaftskampfes gesunkene Interesse der Oeffentlichkett wieder wecken sollen. Nach einem neuen Funkspruch aus Newyork soll Jack Sharkey nicht mit dem französischen Niesen Carnera boxen, sondern bereits am 25. September gegen den Argentinier Vittorio Campolo antreten. Dieses Match wird vom Madison Square Garden durchgeführt und sichert Sharkey eine Börse von 100 000 Dollar bezw. 45 Prozent der Einnahme. Nach den letzten amerikanischen Meldungen soll der Sieger dieses Kampfes im Februar 1931 in Miami gegen Stribbling boxen, der dann wahrscheinlich gegen Schmeling um die Weltmeisterschaft kämpsen wird. Schalker Boxer siegreich Faustkämpfer Wanne-Eldtel mit 9:3 geschlagen Die Boxabteilung des FC. Schalke 0#4 weilte om letzten Sonntag in Wanne=Eickel und konnte ihren dortigen Clubkampf gegen die Wanner Faustkämpfer mit 9:3 gewinnen. Die Schalker Boxabteilung war gezwungen, verschiedene Neueinstellungen vorzunehmen, die sich jedoch im allgemeinen gut bewährten. Als erstes Paar im Ingendfliegengewicht stellten sich im Clubkampf dem Ringrichter: Hannecke(WanneEickel) und Schumacher(GelsenkirchenSchalke 04). Schumacher, der seinen ersten Kampf machte, führte sich gut ein und verlor den Kampf gegen den schwereren Gegner nur knapp nach Punkten. Alsdann starteten im Bantamgewicht: Kienkopf(Wanne=Eickel) gegen Nickel (Schalke 04). Der Kampf ging flott über alle drei Runden und sah Nickel, der verschiedentlich hart konterte, als Sieger. Nun kamen im Federgewicht: Trojan (Wanne=Eickel) und Plewa(Schalke 04). Plewa, ein typischer Distanz=Voxer, konnte seinen Gegner mehrere Male zu Boden bringen, ohne ihn jedoch ganz fertig zu machen. Sieger hoch nach Punkten Plewa. Im Leichtgewicht kämpfte Thiemann (Wanne=Eickel) gegen Murach(Schalke 04). Beide lieferten einen guten Kampf, der unentschieden endete. Im Einlagekampf schlug Hölscher(Mengede) van Bremen(Bochum) knapp nach Punkten. Der nächste Kampf im Weltergewicht zwischen Schleehofer(Wanne=Eickel) und Kalina(Schalke 04) wurde ebenfalls eine Beute des Schalkers. Nachdem Schleehofer die ersten zwei Runden geführt hatte, legte Kalina in der 3. Runde los. Er brachte seinen Gegner des öfteren zu Boden und konnte so den Kampf nach Punkten gewinnen. Alsdann standen sich im Mittelgewicht Reichenberg(Union Günnigfeld) und Buschke(Schalke 04) gegenüber. Der Schalker, der seinen ersten Kampf machte, verlor denselben in der dritten Runde durch k. o. Dieser Kampf zählte nicht zum ClubZampf. Im Halbschwergewichtstreffen zeigte sich Riedzolla(Schalke 04) von der guten Seite. Sein Gegner Mathei(Wanne=Eickel) mußte allerhand einstecken und wurde durch Linksund Nochtshaken schwer erschüttert. Er hiett aber tapfer durch, so daß Niedzolka hohen Punktsieg für sich buchen Im Schwergewicht traten sich Buchsbaum(Wanne=Eickel) und Wollmann Schalle 04) gegenüber. Da beide reichlich aufgeregt waren und unsauber lämpften, brach der Ringrichter diesen Kampf ohne Entscheidung ab. Die Voxabteilung des FußballklubSchalbe 04 hält jeden Dienstag= und Frei####bend von 8 bis 10 Uhr ihre Trainingsstunde ab. Versammlungen finden monatlich am ersten Sonntag eines jeden Monats statt, und zwar im Trainigslokal AusLeichtathleten Punkten Städtekampf Berlin— Tohlo# Die Reichshauptstädter slegen mit 65.5:48.5 Am Sonntag trafen in der Reichshauptstadt die Auswahlmannschaften von Tokio und Berlin in Anwesenheit des Bruders des japanischen Kaisers zusammen. Die Berliner erwiesen sich den Gästen aus dem Fernen Osten durchweg überlegen und konnten im Gesamtergebnis einen hohen Sieg feiern. Nachstehend die Ergebnisse der einzelnen Wettbewerbe: 100 Meter: 1. Körnig(Berlin) 10,9 Sek.; 2. Großer(Berlin) 11 Sek.; 3. Yohijoka(Japan) 11,1 Sek.; 4. Sasaka(Japan) 11,3 Sekunden. 400 Meter: 1. Schmidt(B) 50,4 Sek.; 2. Nakajima(I) 51,5 Sek.; 3. Wiese(B) 51,5 Sek.; 4. Jwanasha(I) 52,8 Sek. 1500 Meter: 1. Wichmann(B) 4:16,8 Min.; 2. Gottschalk(B) 4:20,5 Min.; 3. Kakutani(I) 4:25,6 Min.; Dashiba (nicht angetreten). 110=Meter=Hürden: 1. Troßbach(B) 15,8 Sek.; 2. Beschetznik(B) 15,9 Sek.; 3. Jujita(I) 15,9 Sek.; 4. Jwanaga(I) 16,1 Sekunden. Hochsprung: 1. Betz(B) 1,84 Meter; 1. Kimura(I) 1,84 Meter; 3. Lange(B) 1,79 Meter; 4. Ota(I) 1,74 Meter. Weitsprung: 1. Ota(I) 6,93 Meter; 2. Schlößke 1.(B) 6,81 Meter; 3. Ladewig(B) 6,79 Meter; 4. Kimura(I) 6,35. Stabhochsprung: 1. Nishida(I) 4,00 Meter; 2. Mochicuki(I) 3.45 Meter, 3. Leninger(B) 3.45 Meter; 4. Eberle (B) 3,25 Meter. Disknswersen: 1. Hänchen(B) 41,86 Meter; 2. Doshigawe(I) 87,90 Meter; 3. Hölscher(B) 36,23 Meter); 4. Sumijoshi(I) 34,52 Meter. Speerwersen: 1. Sumijoshi(I) 58,15 Meter; 2. Oto(I) 57,78 Meter; 3. Wedekind(B) 55.05 Meter; 4. Jerrendorf(B) 53,62 Meter. 4 mal 100=Meter=Staffel; 1. Berlin (Schlößke 2, Großer, Nathan, Körnig) 42,9 Sek.; 2. Tokio 45,1 Sek. Olympische Staffel; 1. Berlin(Müller, Wiese, Nathan, Schlößke 2) 3:38,1 Min.; 2. Tokio 3:44 Min. Japans Vertreter beim Leichtathletik=Länderkampf Tokio—Berlin, der am I7. August in der Reichohauptstadt ausgetragen w'rs — oben(von links): Olympiasieger Oda, Hoch, und Weitsprung— Kimura, Japans bester Hochspringer— Nifhida, dessen Stabhochsprungrekorde auf deutschen Bahnen überhaupt noch nicht erreicht wurde— unten(von links): die ausgezeichneten Sperrwerfer Suminoshi und Ito— der Kurzstreckler Nakajima(vorn), Der Horster Jubiläumspreis Der Höhepunkt der Horster Rennsalsen## Das„Herster Crlierium“.] Die deutsche Rennstalellte in Horst Nach dem glänzenden Auftakt„ Horster Herbst=Meeting am Sonntag hat man innerhalb der großen westdeutschen Turfgemeinde dem zweiten Renntag mit erhöhtem Interesse entgegengesehen, zumal es Tradition im Rennsport ist, duß an den ausgesprochenen Flachrenn=Tagen, wie es der Haupttag des Herbstmeetings ist, sich die Elite des deutschen Rennsports zu trefsen pflegt. Das Mittwochprogramm des Horster Rennvereins bietet in dieser Hinsicht manche Delikatessen, denn die wertvollen Ausschreibungen des Vereins haben auf die deutschen Rennstallbesitzer eine außerordentlich große Zugkraft ausgeübt. Wenn man zehn Berliner Pferde auf einer westdeutschen Bahn hat, so bedeutet das einen Berliner Nennungsrekord für den westdeutschen Pferdesport. Wenn man außerdem noch die erste Auslese Berliner Jockeys in Horst treffen kann, so beweist das ungefähr das Interesse der sitzer an den großen Preisen, die durch den Jubiläumspreis und das Horster Criterium gegeben sind. Der Horster Jubiläumspreis wird in diesem Jahre zum zehntenmal gelaufen und der Essen=Horster Rennverein hat das Glück, daß er zu diesem Rennen ein Feld von sieben Pferden an den Start bringen kann. Es dürfte mithin bei dem voraussichtlich guten Wetter der Umsatz in dem Hauptrennen(der am Sonntag beim Preis vom Ruhrland allein 35 000 Mark betrug) nennenswert sein, da drei Pferde zahlen. Zum Jubiläumspreis hat die Stadt Essen einen Ehrenpreis in Form eines silbernen(innen mit Gold ausgelegten) Pokals gestiftet, der am Mitzwoch dem Besitzer des siegenden Pferdes vom Oberbürgermeister Bracht persönlich überreicht wird. Im übrigen ist diese Prüfung mit 5000 Mark dotiert, von denen 3500 Mark dem Sieger zufallen Dem Jubiläumspreis voraus geht das „Horster Criterium“, eine ebenso wertvolle und gleich hoch detierte Prüfung für zweijährige inländische Pferde. Man kann bei diesem Rennen von einer Vorprüfung für das am 21. September stattfindende Kartellrennen der Zweijährigen sprechen und von dem Ausgang dieses Rennens wertvolle Rückschlüsse auf den augenblicklichen Stand der zweijährigen Zucht ziehen. Man rechnet damit, daß sich in diesem Rennen wenigstens fünf Zweijährige ein Stelldichein geben werden. Für den Sieger ist vom Verein ein wertvoller Ehrenpreis ausgeetzt worden. Wenn für diese beiden Hauptprüfungen Reiter wie Bleuler, Grabsch, Rastenberger, Böhlke und Pretzner nach Horst kommen, so ist ohne weiteres klar, daß man mit einem außerordentlich spannenden Verlauf der Nennen rechnen kann und wohl kaum wird bei der vorgesehenen Besetzung der Hauptprüfungen der Kampf zwischen Westdeutschland und Berlin jemals wieder o scharf werden wie in diesem Jahre. Neben den Berlinern haben noch die Ställe aus Hannover Unterschriften abgegeben. Die Süddeutschen, die am Sonntag außerordentlich schlecht abgeschnitten haben, sind bis auf wenige Ausnahmen wieder abgereist. In den die Hauptrennen umrahmenden Veranstallungen wird man wieder starke Felder haben, da die ergangenen Nennungen zum größten Teil stehen geblieben sind. Zusammenfassend kann man sagen, daß das Mittwoch=Programm bezgl. der Ausschreibungen den ersten Tag des Horster Herbstmeetings bei weitem übertrifft und man deswegen nur erstklassigen Sport zu sehen bekommt. Den Anjang des Mittwoch=Programms macht der Bergbau=Preis(1200 Meter), der für dreijährige inländische Maiden ausgeschrieben worden ist. Hier wird sich schon ein starkes Feld dem Starter stellen, von denen der Stall Opel allein zwei Vertreter abgibt. Siegfried und Edeldame, die in Süddeutschland schon Einiges gezeigt haben, müssen in diesem Rennen beweisen, ob sie Senora vom Stall Oppenheimer schlagen können. Zu fen macht allen Edelmann aus dem Stall Dilthen, der vielleicht noch Admiral als Führpferd mit ins Rennen nimmt. Ober der Stall Röttgen mit Fanfare, die den Berliner Reiter Böhlke mit auf die Reise nimmt, erfolgreich sein kann, erscheint uns zweifelhaft. Unsere Ansicht ist Stall Opel vor Senora und Edelmann. Der Handelspreis(1400 Meter) wird zwischen den Pferden Goldwert, Trutzfeste und Tirano entschieden werden. Goldwert soll Grabsch als Reiter erhalten und hat damit auf Grund des günstigen Gewichts von 54 Kilo die beste Chance. Trutzfeste hat den„westdeutschen Grabsch“ den Jockey Buge, im Sattel, der seine vornehme und doch finessenreiche Reitkunst wiederholt unter Beweis stellen konnte Tirano mit Zimmermann muß 61,5 Kilo im Sattel schleppen, ist aber noch gut genug, die 1400=Meter=Strecke auszuhalten Echwarzwaldfürst aus dem Gestüt Röttgen hat einmal in Krefeld gewonnen und seitdem nichts mehr gezeigt. Ob ihm die dedurch entstandenen Gewichtsvorteile(48.5) nützen werden, muß erst abgewartet werden. Normalerweise müßte Goldwert in diesem Rennen kaum etwas zu schlagen haben. Der Landwirtschaftspreis (1600 Meter) ist eine ziemlich offene Sache. Fernamt, die am Sonntag auch über 1600 Meter gut im Rennen lag, aber von Saydick zu früh angefaßt wurde, soll jetzt von Petzner ausprobiert werden. Das Pferd ttägt 3 Kilo weniger und hat ohne weiteres dadurch mehr Aussichten für den Sieg. Der Lehrling Neumann sollte einen Teufelsjunge, der neben Fernamt das beste Pferd im Rennen ist, nicht vorsichtig genug behandeln und deshalb geben wir dem dreijährigen Opelschen Hengst Siegfried eine größere Chance. Ueberraschen kann Selim, der am Mittwoch zudem noch von Böhlke geritten wird. Das Horster Criterium(1200 Meter) bringt das erste Zusammentreffen bertiner und westdeutscher Pferde und Reiter, bei dem von dem Ausgang sehr viel abhängt. In dieser Prüsung der Zweijährigen werden wohl Hegemeister, Null Ouvert, Grandel, Helmut und Wanderin an den Start gehen. Wanderin ist in Berlin gekauft und wird in Horst trainiert. Man hat auf diese Stute am Sonntag schon große Hoffnungen gesetzt, die sich aber restlos nicht erfüllten. Das beste Pferd in diesem Rennen ist unstreitig Hegemeister, der, von Buge geritten, mit seinen Konkurrenten wohl fertig werden könnte. Null Ouvert hat allerdings schon in Neuß gegen Hegemeister gewonnen und, wenn die Form ihres Debuts beständig ist, kann man auch am Mittwoch mit dieser aus dem Stall Pfeiffer stammende. Stute rechnen. Von Berlin sind noch Helmut und Vichy genannt, von denen Helmut starten dürfte. Dieser Wallach ist auf der GrunewaldBahn zweimal gelaufen und war einmal Dritter. Hegemeister, Null Oouvert und Helmut könnte das Ergebnis in diesem Rennen lauten. Der Horster (1800 Meter) ist in diesem Jahre stärker beschickt. Man wird sieben bis acht Pferde am Ablauf sehen, unter denen sich auch der Dritte im Deutschen Derby, Weltmanns Orion, befindet. Dieses westdeutsche Pferd hat durchweg 10 Kilo mehr im Rennen tragen als seine Konkurrenten, was aber kaum bei der guten Klasse dieses von Morawez trainierten Hengstes etwas ausmachen wird. Das Gestüt Mydlinghoven stellt für den Hauptpreis Sternkarte, während von Berlin noch Adebar aus dem Stall Matthiessens und Herodias aus dem Stall Böhm gekommen sind, beide mit bester Berliner Reiterbesetzung. Ob Goldjäger im Jubiläumspreis besser abschneiden kann als am Sonntag, kann erst der Verlauf des Rennens zeigen. Er nimmt nur ein halbes Kilo weniger mit ins Rennen und deshalb geben wir ihm vor Orion und Adebar keine Chance. Wenn aber Orion erst im sechsten Rennen startet, sollte mit Goldjäger für die ersten drei Plätze zu rechnen sein. Im Industriepreis(2000 Meter) ist Orion auch als Starter angegeben. Man muß also abwarten, in welchem Rennen sich Besitzer und Trainer zum Start entscheiden. Hier hat Orion kaum etwas zu schlagen, zumal er, da es sich um einen Ausgleich 2 handelt, 3.5 Kilo weniger im Rennen zu tragen braucht. Man kann für diese Prüfung nur noch Daland, Pastete und Lucca hervorheben, die eine gute Form aufweisen und im Westen verschiedentlich die Plätze belegen konnten. Startet Orion in dem Nennen nicht, wird Daland in erster Linie für den Sieg in Frage kommen. Zum Schluß wird der GewerbePreis(1400 Meter) ausgetragen, der infolge der 32 stehengebiebenen Unterschriften wohl geteilt werden muß. Dieses Rennen ist eine ganz offene Angelegenheit, da man in diesem Handicap 3 eine bunte Auslese westdeutscher Rennpferde vorfindet. Chevalier ist unter allen das schnellste Pferd und sollte nicht einmal von dem Hannoveraner Eilbote zu schlagen sein, der von Grabsch geritten wird. Zu beachten sind in dem Schlußrennen noch Graf Leister, Fahnenweihe und Schneise. Unsere Voraussagen 1. Nennen: Stall Opel— Genora— Edelmann. 2. Nennen: Goldwert— Tirono— Teutzfeste. 3. Nennen: Fernumr— Teufelsjunge— Siegfried. 4. Rennen: Hegemeister— Noll Ouvert— Helmut. 5. Rennen:(Orion) Adebar— Herodian — Soldjäger. k. Rennen: Orion(Daland)— Postete— Luccu. 7. Nennen: Chevalier— Eilbote— Seaf A KxeT. Des Tralners Leid und Freud Ein Treiner gewinnt 1000 Mark in Der glückliche Gewinner des Rennpferdes im Fortuna=Preis auf der Horster Rennbahn konnte am Sonntagabend noch ermittelt werden. Es handelt sich um den Trainer Karl Broda aus Mülheim=Speldorf, der sich vor dem Rennen in Horst ein Los kaufte und dieses einem Bekannten mitgab, der es auf dem Rennplatz abwarf. Karl Broda zählte früher zu ven bekanntesten Trainern des Westeus,# Dienstag, den 19. August Jahrgang 12.0 jedoch infolge zu starker Gewichtszunahme um seine Pferde gekommen. Vier Jahre chon mußte er sich kümmerlich als Hilfsarbeiter bei den Ställen ernähren, so daß ihm der Gewinn am Sonntag sehr zustatten gekommen sein dürfte. Trainer Broda zog es jedoch vor, auf den Besitz eines Rennpferdes zu verzichten und ließ sich die dafür ausgesetzten 1000 Mark auszahlen. * Deauville 1. Rennen: 1. Mario 2, 2. Jrish Pride, 3. Artichaut. Toto: Sieg 56:10; Platz 18, 34, 16:10. 2. Rennen: 1. Dean Swift, 2. Le Chatelet. Toto: 49:10. 3. Rennen: 1. Verberis, 2. Tereus, 3. Britannicus. Toto: Sieg 258:10, Platz 85, 79, 26:10. 4. Rennen: 1. Dogaresse, 2. Le Bougnat, 3. Yvan le Terrible. Toto: Sieg 24:10; Plsatz 16, 45, 36:10. 5. Rennen: 1. Flying Fool, 2. Switz Miß, 3. Energie. Toto: Sieg 88:10; Platz 26, 14:10. Fußball D.IK-Werbeiest Falke siegt überlegen— Vorvssia Scholven verliert nach hartem Kampfe Das Bezirkssest der DJK., das am Sonntag in Rotthausen stattsand, war ein voller Erfolg. Das Haupttrefsen zwischen Falke Gelsenkirchen und Rotthausen 1910 endete mit einem überiegenen 4:1=Siege der Falkespieler. Im Auswahlspiel siegte die A=Mannschaft mit 3:1. Die Buerschen Spieler waren in Hochform. Vorussia Scholven— Turn Horst 1:4 Die durch mehrere Ersatzleute geschwachten Borussen verloren nach hartem Kampfe 4:1. Turn Horst 1b— Borussio Scholven 1b 2:0. Borussia Scholven 2. Jugend— Eintracht Erle 2. Jugend 3: 1. Mittwochabend 8.30 Uhr Spielersitzung der Borussen Scholven. Blau=Weitz Essen 1. Jgd.— Erle 08 1. Jgd. 1:4 Erle 08 1. Jugend fuhr Sonntag ohne Siegesaussichten nach Essen, un den BlauWeißen das fällige Rückspiel zu liefern. Während die Essener komplett antraten, hatten die Erler nur 10 Mann zur Stelle. Anfänglich finden sich die Mannschaften schlecht zusammen. Die Gäste sind leicht überlegen. Nach etwa halbstündiger Spieldauer gelingt es dem Mittelstürmer der Grün=Weißen, seinem Verein die Führung zu verschaffen. Beide Tore geraten bis zur Halbzeit öfter in Gefahr. Doch es bleibt 1:0 für den Gast. Nach der Halbzeit gibt Erle den Ton an. Im Endspurt kamen die Essener etwas auf und erzielten eine Minute vor Schluß das Ehrentor. Erle 08 15 Jgd.— Hüllen 07 1. Jgd. 3:2 Erle 08 2. Jgd.— Hüllen 07 2. Jgd. 2•3 : Erle 08 3. Jgd.— Hüllen 07 3. Jad. 1:2 Erle 08 1. Handballjugend— Union Gelsenkirchen 2:5 Sportvereinigung Dorsten— V. f. L. Dülmen 2:3 Die 1. Mannschaft der S. V. D. nahm Sonntag an den Pokalspielen des V. f. L. Dülmen teil. Da der B. V. Selm aus geblieben war, bekam Dorsten Dülmen als Gegner zugesprochen. Nach dem vorsonn täglichem Spiel gegen Rasensport war die Sportvereinigung kaum wiederzuerkennen. In der ersten Halbzeit war Dorsten durchweg üverlegen. Der Wechsel soh, nachdem die erste Halbzeit 1:0 für Dorsten stand, Dülmen als die bessere Partei. In dieser Periode trat Dülmen das Ausgleichstor. Kurz vor Schluß der eigentlichen Spielzeit wurde von Dülmen ein Elfer verschossen, was umgekehrt Dorsten zu Anfang der ersten Verlängerung machte Gegen Ende der ersten Verlängerung ließ Dorsten stark nach, wodurch der V. f. L. innerhalb fünf Minuten 2 Tore anbringen konnte. Nach Wiederbeginn setzten die Leute vom Lippestrand noch einmal zum Endspurt an: doch langte es nur noch zu einem Erfolg J. K. Wulsen— D. J. K. Bottrop=Von 4:0 Die Wulfener bewiesen wieder einmal. daß sie auf eigenem Platz in ihrem Element sind. Als der Halbzeitpfiff ertonte, stand das Spiel schon 3:0 für Wulfen. In der zweiten Halhzeit zeigten beide Parteinn nur mäßige Leistungen. 2. Jod. D. J. K. Wulsen— 2. Jod. St. Josef, Hervest=Dorsten 2:9 1. Jod. D. J. K. Wulsen, 1. Jad. 2. J. K. Dorsten 1:1 Arbeitersportverein Vorwärts HervestDorsten— Tus Zweckel 9:5 Mit einer unverdient derben Packung mußte Vorwärts die Heimreise antreten. Zur Pause hatte der Spitzenführer mit 4•0 den Sieg schon in der Tasche. 2. Mannschaft— Tus Zweckel#### BfL. Buer=Resse 05(Jugendabteilung) Die 1. Jugend des BfL. Buer=Resse hatte die 1. Jugend von Viktoria Westerholt zum Gegner und konnte diese mit nicht weniger als 6:0 nach Hause schicken. Die Resser spielten wie am Schnürchen und stehen in diesem Jahre noch ungeschlagen da. Der beste Mann der Westerholter war ohne Zweifel der Torwart, der eine noch hähere Niederlage seiner Mannschaft verhinderte.— Die 2. Jugend des VjL. weilte in Gelsenkirchen und ve###or gegen die 1. Jugend von Gelsenkirchen 06 mit 3:1 Toren. SC. Buer=Hassel Buer=Hassels Reserve spielte gegen Buer 07 0: 1.— Die 1. Jugend von BuerHassel schlug Schwarz=Gelb Gladbeck 9:0. — Die Handballmannschaft von Buer=Hassel konnte gegen Preußen Gladbeck ein 5. 4= Ergebnis erzielen. Sporttreffen auf der Bertlicher Kampfbah Leichtathletische Amtsmeisterschatten des AUn Marl Der technische Ausschuß des Amtsverbandes für Leibesübungen Marl beschaftigte sich in seiner letzten Sitzung mit der Festsetzung der Wettkämpfe und des Rahmenprogramm für die leichathletischen Amtsmeisterschaften, die in diesem Jahre auf der Kampfbahn in Bertlich am 31. ds. Mts. stattfinden werden. Nach längerer Aussprache wurde man sich darüber einig, für die Senioren eine erste und zweite Klasse auszuschreiben. Die Jugend ist in drei Klassen eingeteilt. Ausschreibung: Senioren=Klasse 1: 109. 200=, 400=, 800=, 5000=Meter=Laus. Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskuswersen, Dreikampf bestehend aus 100=Meter=Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen; 4 mal 101Meter=Staffel, Olympische Staffel(800, 200, 200, 400 Meter). Beide Staffeln sind Vereins=Senioren=Staffeln, in der also Läufer der 1. und 2. Klasse starten können. Senioren=Klasse 2: 100=, 200=, 400=, 800=, 5000=Meter=Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen; Dreikampf, bestehend aus 100=Meter=Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen. Jugendklasse 1(Jahrgang 12=13) 100=, 400=, 1500=Meter=Laus, Weitsprung. Speerwerfen. 4 mal 100=Meter=Staffe! offen für Jugendklasse 1 und 2). Jugendklasse 2(Jahrgang 14=15): 100=, 800=Meterlauf, Weitsprung, Kugelstoßen. Jugendklasse 3(Jahrgang 16 und jünger, nur Volksschulentlassene): 75=Meterlauf, 300=Meterlauf, Weitsprung. Lederballweitwurf, 4 mal 75=Meter=Staffel. Das Nahmenprogramm Die Veranstaltung wird mit einem Radballspiel eingeleitet. Wahrend des 5000Weterl, ses wird ein Radreigen vorgeahr! Ein Ardrennen über 10 Plaurunden— 1000 Meter, bildet den Abschluß. Die schwerathletischen Amtsmeisterschaften sollen an einem späteren Termin im Saale Overberg stattfinden. Die technische Oberleitung ist Herrn Rovert Müller(Marl) übertragen worden. Das Schiedsgericht besteht aus den Herren Nehm als Obmann, Rigge und Schreiber Für die einzelnen Sportzweige sind als Obleute vorgesehen: Lauterbach(Hüls) für Läufe, Kluge (Marl) für Wurse, Faroer(Hüls) für Sprünge. Obmann des Kampfgerichtes ist der Vorsitzende des A. f. L., Beigeordneter Matthaei. Als Starter wird Reißner(Marl) fungieren. Die Teilnehmer sind von den Vereinen bis zum 27. ds. Mts. dem Amtsverband für Leibesübungen zu melden. Handball im Bezirk Horn-E.— 80 Eintradt Essen 3:10 Horst=E.— Eintracht Essen 3:10 Unverständlicherweise spielte Horst auf eigenem Platze nur mit zehn Mann und konnte trotzdem bis zur Halbzeit mit 3:2 führen. Beckhausen 65 1. Wanne 1911 3:5 Eine Ueberraschung brachte Beckhaufen 05, das allerdings ersatzgeschwächt antreten mußte. Die 2. Mannschaft von Beckhausen 05 behauptete sich gegen Rohlinghausens 2. M. und konnte das Spiel mit 4:4 halten. Erle 08— Karnap 5:12 Eine Niederlage mußte sich die neu zusammengestellte Mannschaft von Erle#### fallen lassen. Sparta Essen— Gelsenkirchen 37 2:0 Trotz des schweren Spieles mußte 07 auf seine vier besten Stürmer verzichten. Der Vorwart von 07 war in jeder Beziehung eine Klasse für sich. Die Spartaner, die in der 1. Halbzeit eine abgerundete Leistung zeigten, verlegten sich in der zweiten Halbzeit auf das Innenspiel Schalle 84 1.— Meidericher Spiel=Vag. 2:5 Schalke 04 konnte nicht überzeugen und verlor verdient. Schalke 04 2.— Meiderich 2. 2:5 Schalke 04 1. J.— 1. J. Meiderich 13:1 Rellinghausen— Preußen Essen 2:8 Sportklub Mülheim— Preußen Essen 8:10 Werden 08— Blau=Weiß Bochum 7•3 Sp. u., Sp. Polsum— Duisburg=Meiderich Die Teilnahme an den Pokalspielen in Westerholt brachte den Spiel und Sportlern aus Polsum einen hohen sicheren Sieg. Wahrend die anderen Spiele mit einem knappen Ergebnis endigten, waren die Polsumer ihrem Gegner durch ihr gutes Zusammenspiel weit überlegen. Die Rheinländer waren nicht so schwach, wie es das Resultat von 6:2 zeigt, sie hatten jedoch das Pech, die Polsumer in blendender Form anzutreffen, so daß sie ihnen trotz allen Kämpfens nicht gewachsen waren. Der Sturm der Polsumer überraschte durch sein schnelles Spiel, durch das sie die Hintermannschaft der Duisburger oftmals in Verwirrung brachten. Bei Halbzeit stand das Ergebnis 2:1 für Polium. Die zweite Halbzeit stand ganz im Zeichen der Polsumer. Sie erhohten das Resultat in blendendem Spiel auf 6:1, welchen die Rheinländer nur eins durch einen Durchbruch erzielt, entgegensetzen konnten. Die Polsumer haben sich durch diesen Sieg die Teilnahme an dem Endspiele gesichert. Als Gegner stehen ihnen in diesem Kampfe die Vestianer aus Disteln gegenüber, welche in ihrem Spiel am Sonntag„Wienfridia“. Hochlar aus dem Rennen zu wersen vermochten. Hirschteld wieder genesen Er kam in Dresden zu einem Doppelerfolg Bei den leichtathletischen Kämpfen in Dresden kam Hirschfeld zu einem schönen Doppelersolge. Der Allensteiner gewann das Augelstoßen mit 14,55 Metern und das Diskuswersen mit 41,36 Metern, beide Male vor Seraidaris. In den Sprinterwettbewerben dominierten die Hannoveraner. Die 100 Meter holte sich Jonath in 10,8 Sekunden, die 200 Meter Gillmeister in 22,1 Sekunden, und die 4 mal 100Meter=Staffel gewann Hannover 78 in 42,7 Sekunden. Dresdensia Dresden fiegte in der 10 mal 100=Meter=Staffel in 1:5222 Minuten und stellte mit dieser Zeit einen neuen mitteldeutschen Rekord auf. Vom 11. Rhön=Segelflug=Wettbewerb Blick auf die Wasserkuppe mit dem vor dem Berggasthof gelegenen Startplatz und dem Fliegerlager. O Täler weit.e Höhen! Das Sugelflugzeug„Darmstadt“(Akadem ische Fliegergruppe), vom begleitenden Motorflugzeug aus gesehen Aus dem Türner-Lager Faustball im 3. Bezirk Munsterländer Gau Bekanntlich ermittelte der Recklinghauer Bezirk des Münsterländer Turngaues vor einigen Sonntagen eine Bestmannchaften. Es wurde in zwei Gruppen gespielt, West= und Ostgruppe. Aus diesem Treffen gingen in der einen Gruppe TV. Gladbeck und Recklinghausen 1863 und in der anderen TV. Datteln und Tamde Selm als die besten Mannschaften hervor, von denen sich vorgestern die drei erstgenannten Vereine in Recklinghausen mn der Kampfbahn Hillerheide gegenüberstanden Tgmde. Selm war nicht erschienen. 1V. Gladbeck gewann gegen Recklinghausen und Datteln und nimmt an den Spielen um den Wanderpreis des Münsterländer Turngaues teil. Gladbeck und Recklinghausen 1863 als nächstbester Verein im Bezirk spielen im nächsten Jahre in der Kreisklasse. Die Ergebnisse der gestrigen Spiele lauten: IV. Gladbeck— WV. Datteln 56 25 XV. Gladbeck— Recklinghausen 1863 43:30 Recklinghausen 1863— TV. Datteln 51:30 Hanoball der OT Turnverein Herten— Turnvereen Datteln S: 2(4: 1) Mit einer ersatzgeschwachten Mannchaft mußten die Hertener ihrem Gegner, dem TV. Datteln, gegenübertreten. Die Gäste stellten eine sehr eifrige Elf, die aber technisch den Hertenern unterlegen war. Der Kompf war sehr abwechllungsreich, wurde aber mitunter zu hart durckgeführt. Datteln hat Anstoß und geht gleich forsch zum Angriff über, der auch den ersten Erfolg einbringt. 1:0 für Datteln. Wenige Minuten später stellt Ahlers im Alleingang die Partie auf 1:1. Eine fabelhafte Kombination Rottier=Ahlers führt zum zweiten Treffer. Das Tempo steigert sich. Unermüdlich seitet der Hertener Sturm mit Hilfe der guten Halbceihe Angriff auf Angriff ein Datteln wird förmlich zurükgedrängt und stellt sich auf Deckung ein. Hertens Halbrechter, erzielt durch scharfen Wurf das dritte Tor. Manche sichere Torgelegenheit bleibt aus, da der Ball haarscharf am Pfosten vorbeigeht. Bevor noch der Pfiff zum Seitenwechsel ertönt, erzielt Herten noch den vierten Treffer. Mit 4:1 Toren für Herten geht es in die Pause. In der zweiten Halbzeit kommen die Dattelner mehr auf. Verschiedentlich kommt es zu einigen unnotigen Härten, so daß der Schiedsrichter Verweise erteilt. Auf jeder Seite fällt noch ein Tor und mit 5:2 geht der 1B Herten als Sieger aus dem scharfen Kampf hervor. IV. Herten 2.— WV. Datteln 2. 1:4 Datteln zeigte besserer Können und siegte verdient. Bei den Hertenern vermißte man den notigen Zusammenhang. Der Taubenschlag Den Ahlen bis Herst Der#lug der Horner Driestannen Die Emschertaler Reisevereinigung veranstaltete gestern im Nahmen ihres diesjahrigen Reiseprogramms eine Vortour. die von Ahlen ihren Ausgang nahm. Der Flug ging unter normalen Witterungsverhältnissen vor sich. Die erste Taube traf gegen 9.45 wieder auf ihrem heimatlichen Schlag ein. Die letzte Taube kam gegen 11,30 Uhr an. Die besten LeistunKI-AE SM S gen entülten auf Attenessener Bereine. Dr. Peiter begnadigt Starterlaubnis für ein Jubiläumssportsest Der deutsche Weltrekordläufer Dr. Otto Peltzer konnte am Sonntag mit Erlaubnis der D. S. B. beim Jubiläumssportfest des V. M. B. V. in Coburg an den Start gehen. Damit dürfte auch automatisch die über ihn verhängte Suspendierung aufgehoben sein. Wir erfahren in dieser Angelegenheit noch, daß die von der D. S. B. eingesetzte Untersuchungskommission, bestehend aus den drei Vorstandsmitgliedern des V. B. A. V., nach Prüfung des vorliegenden Materials der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik anheimgestellt habe, von ihrem Gnadenrechte Gebrauch zu machen S. M. das Publikum Eigerartiger Literaturstreit in Voris Avvell an den Lesergeschmack Henry Ford teilt die Menschen in solche ein, die„verkaufen“ konnen und in solche, die es nicht konnen. Er hat sogar Schulen gegrundet, in welchen die Verbaufstalente des hoffnungsvollen Nachwuchses von früh auf gezüchtet werden sollen. Nun, Herr Ford verkauft richtige Ware und unsere Volkswirtschaft kann schließlich nicht ohne Verkaufer leben. Diesen„Verkauser"=Standpunkt aber auch auf geistige Erzeugnisse auszudehnen, das blieb einigen Pariser BelletristikVerlegern vorbehalten. Die Auflagen der bekannten, schlecht gedruckten und broschierten französischen Romanbändchen sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Verleger folgerten daraus, daß die Schriftsteller nicht mehr den Geschmack des Publikums treffen. Sie kamen nun auf die— wie ihnen schien— glänzende Idee, die Leser ihrer Bücher um Meinungsäußerung und Kritik zu bitten. Sie erklärten gleichzeitig, daß sie restlos der Meinung des Publikums folgen wür den, d. h. daß sie je nach der Meinung des Publikums die Bücher ganz vom Verkau zurückziehen oder bei den neuen Auflage ändern lassen würden. Das happheen wird also auf Wunsch ium tragischen Ende gemacht oder umgekehrt, die Moral wird der allgemeinen Meinung angepaßt, die Charaktere des Romans werden„verbessert" usw. Selbstverständlich lassen sich das die Schriftsteller nicht gefallen und rufer. um Kampfe für die Kunst auf. Sie streben den Bonkott dieser Verleger an. Wer weiß, was bei diesem eigenartigen#teraturstreit herauskommt. Zur schönsten Frau der Best erdüürt Zur schönsten Frau der Welt erklärt m Preisgericht des Internationalen Schonheitswettbewerbes in Galveston die 17jährige Amerikanerin Dorothy Goff. der mit der Krone der Weltschönheitskönigen der Titel„Miß Universum 1930“ zuerlannt wurde. Nummer 15 Dienstag, den 19. August Jahrgang 1930 Kandidaten der Wirtschaftspartei meddermeister Abt Kandidat der Gelsenkirchener Orlsgrupbe für Westsalen-nord (•) In Hamm hatten sich am Sonntag ca. 120 Delegierte der Wirtschaftspartei aus Westfalen=Nord zur Wahlkreis=Konserenz zusammengefunden, um die Kandidaten für die Reichstagsliste zu benennen. Unter dem Vorsitz des Spediteurs Franz Lücke=Gelsenkirchen=Buer, der an Stelle des erkrankten Wahlkreisvorsitzenden Linnemann die Leitung übertragen bekam, nahm man zunächst eine Zoneneinteilung innerhalb des Wahlkreises Westsalen=Nord vor. Danach setzt sich die Zone 1 aus dem südlichen Teil Nord=Westfalens, also mit Gelsenkirchen, Best Recklinghausen und Umgebung, Zone„ aus der Minden=Ravensberger Gegend und Zone 3 aus dem Paderborner= und Münsterland zusammen. Diejenige Zone, die die meisten Stimmen auf sich vereinigt, stellt den ersten Abgeordneten. Einstimmig wurde für die Zone 1(Gelsenkirchen, Recklinghausen pp.) der bisherige Reichstagsabgeornete Kaufmann Hömberg aus Recklinghausen und als dessen Rückrück=Kandidat Metzgermeister Karl Abt aus GelsenkirchenSchalke aufgestellt. Die Kandidaten aus den anderen Zonen wurden benannt mit: Baugewerksmeister Peter=Münster, Landgerichtsrat Hestermann=Bielefeld, Wirt Homann=Lüdinghausen. Schlachtermeister Stöppler=Lage=Lippe, Handelsvertreter Koch=Hersord, Schneidermeister PopulohWarendorf, Gastwirt Schwarte=Gladbeck, Tischlermeister Kuhlmann=Herringhausen und Rechtsanwalt Capelle=Werne. Nach Erledigung weiterer organisatorischer Fragen und nach einem kurzen Referat des Landtagsabgeordneten GrüterScherlebeck brachte der stellvertretende Wahlkreisvorsitzende Lücke=GelsenkirchenBuer nachstehende Entschließung zur Verlesung, die einstimmige Annahme fand: „Den am 14. September aus dem Wahlkreis Westfalen=Nord gewählten Reichstagsabgeordneten der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes(Wirtschaftspartei) macht es die am 17. August in Hamm tagende Wahlkreiskonferenz zur unbedingten Aufgabe, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für die Durchführung nachstehender vier Fordegungen einzusetzen: 1. Gerechte Angleichung der Gehälter der Kommunalbeamten an die der Reichs= und Staatsbeamten; 2. Einführung der gesetzlichen Arbeitsdienstpflicht gemäß den bereits von der Wirtschaftspartei eingereichten Vorschlägen; 3. Restlose Freigabe des Haus= und Grundbesitzes. Beseitigung jeglicher Zwangswirtschaft; 4. Heraufsetzung des Wahlalters auf 25 Jahre. Das Schreckgespenst der Gelsenkirchener Unterwelt vor dem Schöffengericht Gelsenbirchen (—) Josef Pluta, der erst vor einigen Wochen wegen des Totschlages im Wildenbruch zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist, stand gestern vor dem Gelsenkirchener Schöffengericht. Mit inm aber waren einige„Damen“ aus der Welt erschienen, der P. auf lange Jahre entzogen worden ist. Im Wildenbruch war P. unumschränkter Herrscher. Alles zitterte vor dem Mann. der sich stets in der Nähe seiner Frau aufhielt. Beide waren von ihrer gegenseitigen„Tüchtigkeit" überzeugt und B. erklarte in einem Falle:„Wäre ich nicht dazwischen gekommen, hätte sie eine Zeugin) dicke Augen bekommen und stände heute nicht mehr vor Gericht.“ Diese Zeugin hatte sich vor P. und seiner Frau nicht mehr retten können und war zur Polizei gelaufen. Davon hatte er Wind bekommen und er hatte die Zeugin gefragt, oo sie ihn„##lchurt“ gehen lassen wollte. Eine Verwarnung folgte und es sollte„hallern“, so hatte P. gesagt. Kurz darauf versetzte er einer Zeugin in einer Wirtschaft eine Ohrfeige. Durch ähnliche Dinge hatte sich P. einen Namen gemacht und sich den Haß aller Wildenbrüchlerinnen zugezogen. In essen kam sehr viel an den Tag und jetzt konnte P. wegen Zuhalterei an seiner Frau bestraft werden. Die Körperverletzung wurde auf Grund der hohen Zuchthausstrafe ad acta gelegt, und mit einem Jahr Gefangnis konnte sich P mieder abführen lassen. Wie immer, wird Trostloser Baumarkt in Horst Vorzelliger Abschluß der Bauarbellen## Bisher keine welleren Bauvorhaben# Verdoppelung der Arbeltslosigkelt?# Appell der christlichen Bauarbelter O Am Sonntag besprachen die Horster christlichen Bauarbeiter im Ver einslokal Steinrötter die Situation im Horster Baugewerbe. Der Versammlungsleiter führt u. a. folgendes aus: Die Verhältnisse im Horster Baugewerbe liegen so, daß in kurzer Zeit sämtliche Bauarbeiten beendet sind. Weitere Woy nungsbauvorhaben sind in Horst für die nächste Zeit selbst nicht bekannt geworden. In der vorigen Woche wurden die 100 Wohnungen an der Karnaper Grenze an Karnaper und Essener Unternehmer vergeben. Bauherr ist die Bergmannssiedlung. Ob hier jedoch Horster Bauarbeiter in größerem Umsange eingestellt werden, ist noch nicht sicher. Die Bauarbeiten auf der Zentralkokerei„Kordstern“ gehen dem Ende zu. 3. Zt. sind dort noch 169 Bauarbeiter beschäftigt. Man arbeitet täglich bis zu 10 Stunden und sogar an den Sonntagen. Am 20. August sollen schon die ersten Oesen angeheitt werden. Wahrscheinlich wird die Inbetriebnahme teilweise sogar im Oktober erfolgen. Durch die Beschleunigung der gesamten Bauund Montagearbeiten ist der Endtermin für die Fertigstellung in greifbare Nahe gerückt. Bereits in dieser Woche werden die ersten Entlassungen bei der Firma Still erfolgen. Man rechnet da mit, daß in zirka 3—4 Wochen die meisten Bau= und Montagearbeiter zur Entlassung gekommen sind. Damit ist auch die letzte Beschäftigungsmöglichkeit in der Horster Bauwirtschaft erschopft. Heute sind schon mehr als 200 Bauarbeiter aller Berufe in Horst arbeitslos. Falls in den nächsten Tagen und Wochen die Kündigungen und Entlassungen in dem zu erwartenden Sinne erfolgen, wird sich die Zahl der erwerbslosen Bauarbeiter in Horst auf das Doppelte erhöhen. Das sind trostlose Aussichten für die nächsten Monate. Daher appellieren die Horster christlichen Bauarbeiter erneut an die Stadtverwaltung, alle verfügbaren Mittel für die Bereitstellung von Bauaufträgen flüssig zu machen. Gewiß sind auch den christlichen Bauarbeitern von Horst die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt bekannt. Dennoch sind sie der Auffassung, daß nichts unversucht gelassen werden darf, in den restlichen Monaten das denkbar Mögliche für die Belebung der Horster Bauwirtschaft zu tun. Ist es doch eine eigenartige Erscheinung, daß seit der Eingemeindung die Bauwirtschaft in Horst ständig bezüglich der Beschäftigung zurückgegangen ist. Hieran kann die allgemeine Wirtschaftekrise nicht allein Schuld sein. Vielmehr müssen andere Umstände hierbei maßgeb lich mitsprechen. Fast kann man sagen, daß die heutigen Verhältnisse in der Horster Bauwirtschaft zu einer Lebens= und Existenzfrage geworden sind. Der Zusammenbruch selbständiger Existenzen und die gänzliche Verarmung vieler Bauarbeitersamilien wird die unausbleibliche Folge sein, wenn nicht baldigst dem Horster Baugewerbe und seinen zahlreichen Nebenberufen Arbeit und Verdienst gegeben wird. Gehandelt muß werden, und swar so schnell wie möglich, wenn man die Katastrophe mit ihren unübersehbaren Folgen abwenden will. Nur auf dem Wege der Arbeitsbeschaffung kann auch in der Horster Bauwirtschaft die Gesundung erfolgen. Jlla Revin r Wenn jemand eine Reise tut und unterwegs einen Untall erleidet...] Gelahren der Reile 1 Die tücklsche Abtelltür und das Illegende Kohlensläubchen# Hettpllaster hann schädlich sein Einer der größten Maler des Rußlands der Vorkriegszeit, Ilfa Revin, dessen Werke namentlich Szenen aus der russischen Geschichte und dem russischen Volksleben darstellen, ist am 14. August im Alter von 86 Jahren in Finnland gestorben. gens wurde hierbei angedrückt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen werden. Am Samstag kam es auf der Dorstener Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Lieserwagen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. „Glückliche Reise". diesen Wunsch pflegen wir Verwandten, Freunden und Bekannten zuzurufen, wenn der Zug Bahnhofshalle verläßt. Wir denken dabei im allgemeinen nur an die Möglichkeit, daß ein Unfall dem Zuge selbst und damit seinen Insassen zustoßen könnte; indessen die Betriebssicherheit auf der Eisenbahn ist heutzutage glücklicherweise so groß geworden, daß Eisenbahnzusammenstöße, Entgleisungen und ähnliche Zugunfalle mit ihren fürchterlichen Folgen sehr selten geworden sind. Viel häufiger sind leider jene Unfälle auf Reisen, die uns durch eigenen Leichtsinn oder eigene Unachtsamkeit zu stoßen. Hierher gehört zunächst der Sturz aus dem fahrenden Zuge. ein Ereignis, das si leider in den letzten Tagen wieder mehrfach zugetragen hat. Ganz besonders Kinder sollte man auf Eisenbahnfahrten ängstlich von den Wagentüren fernhalten. Aber auch Erwachsene nüssen sorglich vermeiden, dem Türschloß während der Fahrt zu nahe zu kommen oder gar die Tür zu öffnen, etwa um frische Luft zu schöpfen. Eine Unsitte, die manchen schmerzhaften Unfall nach sich zieht, ist das Zuschlagen der Türen. Nur zu leicht wird dabei eine Hand oder ein Finger eingequetscht. Ist das Unglück einmal geschehen, dann gilt es vor allem, sich zweckmäßig zu verhalten. Man drücke und quetsche an solchen Wunden nicht herum und versuche nicht, sie unter dem nächst erreichbaren Wasserhahn abzuspülen. Auf diese Weise werden nämlich nur Schmutz und Krankheitskeime hereingebracht und die Gefahr einer Eiterung, wenn nicht gar einer Blutvergiftung, unnötig heraufbeschworen. Auch der Versuch, kleine, offene Wunden mit Heftpflaster zu verschließen, ist gefährlich, denn auch hierbei werden leicht der Oberfläche anhaftende Keime in die Tiefe gepreßt. Eine offene Wunde lasse man vielmehr zunächst ruhig ein wenig bluten und verschließe sie dann mit einem reinen, frisch gebügelten Taschentuch, bis die Möglichkeit für einen keimfreien Verschluß durch Auflegen eines Verbandpäckchens oder mittels steriler Gaze und Binde ge geben ist. Deshalb sollte jeder, der auf Reisen geht, und zumal, wenn er mit Kindern reist, etwas fauberen Verbandsstoff, am besten einen in jeder Apotheke oder Drogerie für wenige Pfennige käuflichen Schnellverband mit sich führen. Selbstverständlich bedürfen größere Wunden oder solche, bei denen sich Schmerzen, Klopfen usw. einstellen, sofortiger ärztlicher Behandlung. Der häufigste, wenn auch meist harmlose Unfall auf Reisen ist das Hineinfliegen eines Kohlenstäubchens ins Auge. Anlaß hierzu gibt der Wunsch, wahrend der Fahrt den Kopf aus dem Fenster zu stecken, um möglichst viel von der vorbeifliegenden Landschaft sehen zu können. Leider versuchen viele Menschen, sich durch Reiben des Auges dabei zu helfen. Dabei wird aber das Ganze hochstens schlimmer gemacht. Entweder versuche man, durch häusiges Auf= und Zumachen des Augenlides den Fremdkörper herauszuschwemmen oder aber, wenn das Kohlenstäuben im Unterlid sitzt, durch Abziehen des letzteren das Körnchen mit der Spitze eines sauberen Taschentuches oder, noch besser, mit etwas sauberer Watte herauszufischen. Ist das Staubkorn ins Oberlio geraten, so gelingt seine Entfernung manchmal auch der geübten Hand eines Laien. Man fasse dazu das Oberlid bei den Wimpern, lasse nach unten sehen und versuche, das Oberlid eotl. unter Auflegen eines Streichhölzchens umzuklappen; dann wird auf der Innenfläche der Fremdkör= per meist sichtbar und kann wie beim Unterlid mit einer sauberen Taschentuchecke entfernt werden. Wenn das nicht gelingt oder der Fremdkörper gar in die Hornhaut resp. in das Innere des Auges eingedrungen ist, dann ist Gefahr im Verzuge und schleunige ärztliche Hilfe dringend von nöten. er auch jetzt gegen das Urteil Berufung einlegen. Das Ende eines bösen Liedes Im Anfang hatte die Ehefrau F. ihrem Bruder G. die Papiere ihres Mannes ausgehändigt, damit dieser für sie ein Fahrrad kaufen konnte. Natürlich gegen geringe Anzahlung. Nun unterschrieb der Bruder den Kaufvertrag mit dem Namen des Mannes und sie hatte das Fahrrad sehr schnell zu Geld gemacht. Schließlich hatte sich das Geschwisterpaar zu verantworten. Er wurde aus der Haft in einer anderen Sache vorgeführt. Frau F. bekam wegen Begünstigung eine Woche auf Bewährung und G. wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug zwei Wochen Gefängnis. Aus dem Gelsenkirchener Monte Carlo Im Bulmker Stadtgarten ist bekanntlich des Gelsenkirchener Monte Cario, nur mit dem Unterschied, daß sich die Spieler größtenteils aus Arbeitern und Erwerbslosen zusammensetzen. Am 11. Mai kam ein Schupomann durch den Stadtgarten und sah in der Wetterschutzhütte etwa 30 junge Männer beim Kartenspiel. Er konnte aber nur den Arbeiter O. schnappen, der schließlich angab, mit dem Arbeiter L. und dem Berufszocker N. Karten gespielt zu haben. Das hatte eine Anzeige zur Folge und N. sollte als gewerbs mäßiger Spieler abgeurteilt werden. Vor Gericht aber nahm O. seine Belastungen zurück und erklärte, daß N. nicht mitgespielt habe. L. bekam 20 und O. 40 Mark Geldstrafe, während R. einen Freispruch erzielte. Breutisch-Süddeutsche Klassenlotterie 5. Klasse(Hauptziehung), 7. Ziehungstag (—) Am 7. Ziehungstag fielen in die Lotterie=Einnahmen von Gelsenkirchen und Buer folgende Gewinne zu 150 FM(Einsatzgewinn): 15 797, 21 469, 21 503, 27 452, 38 033, 62 564, 62 721, 62 765, 77 784, 77 792, 80 019, 83 111. 91 246, 108 525, 112 568, 111 256, 114 394, 158 641, 164 066, 164 201, 169 590, 187 569, 187 574, 203 838, 205 636, 205 711, 205 805. 205 813, 208 197, 209 357, 218 116. 218 117, 224616. 240 276, 240 674, 341 912, 341 914, 348 175, 357 124, 369 864, 369 884. 369897, 377 30 Die höheren Gewinne werden den Spielern durch verschlossenen Brief mitgeteilt. Für gezogene Nummern sind Ersatzlose noch zu haben. August, abends 8 Uhr, sämtliche Mitglieder zur Rollenverteilung im Vereinsheim, Witwe Stens, Bochumer Straße 173, ein. G6 (—) Der Stadtverband für Volks= und Laienspiele hielt am Sonntag, den 10. August, im Lokale Rirchmayer in Rotthausen(Vereinsheim der Gesellschaft Rhenania) seine Delegiertentagung ab. In Abwesenheit des Vorsitzenden Thielert leitete der 2. Vorsitzende Danid die Tagung. welche einen sehr sachlichen Verlauf hatte. Um das Winterprogramm des Verbandes zu regeln, findet am Samstag. den 23 August, abends 8 Uhr, im Verbandslokale W. Krantz eine erweiterte Vorstandssitzung statt, in der die einzelnen Gesellschaften ihre festgesetzten Veranstaltungen bekanntgeben.— Die Kleinkunstbuhne Frohsinn, Mitglied des Stadtverbandes für Volksund Laienspiele uno der Volksspielkunst e. V. Dresden, ladet zu Dienstag. den 19. Recklinghäuser Verkehrsunsallchronik Mehrere Verletzte durch Trunkenheit ( Am Samstag, gegen 9,35 Uhr, befuhr der Invalide Alois Dallausky aus Huls, Blücherstraße 31 wohnend, mit seinem Fahrlad die Hertener Straße in Richtung Herten. Bei der Straßenbahnhaltestelle Wilhelmshöhe wurde er von einem ihn überholenden Personenkraftwagen erfaßt und noch einige Meter weit mitgeschleift. Der Radfahrer trug glücklicherweise nur leichte Arm= und Beinverletzungen davon. Das Fahrrad wurde vollständig zertrümmert. Die Schuldfrage wird durch die Polizei geklärt.„ Ein weiterer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstagnachmittag ebenfalls auf der Hertener Straße. Ein Paketwagen der Reichspost befuhr diese Straße in Richtung Recklinghausen. Es kam ihm ein einspänniges Pferdefuhrwerk entgegen, in dem zwei stark angetrunkene Männer saßen, die das Fuhrwerk ständig von der einen nach der anderen Straßenseite wechseln ließen. Kurz vor dem Bostlieferwagen setzten die Betrunkenen ihr gefährliches Spiel fort. Letzterer fuhr sehr langsam und wurde dennoch von dem Pferdefuhrwerk angefahren. Der vordere linke Kotflügel des LieferwaDiebstahl oder Verbrechen? Geheimnisvoller Kosserfund in herves (!) Am Freitag wurde von einem Bewohner der Gemeinde Hervest auf der Kreisstraße Wulsen in Hervest in der Nähe einer Fichtenschonung. ein Koffer mit Kleidungsstücken gefunden. Es handelt sich um einen braunen Koffer„Vulkanfiber“ und um Kleidungsstücke, welche anscheinend einem 16= bis 18jährigen Burschen gehören. Die Sachen sind fast neu und gut erhalten, u. a. handelt es sich um eine Joppe, eine fast neue Hose(engl. Leder) Wäschestücke und Schuhe. Da nach Lage der Fundstelle und nach Beschaffenheit des Koffers mit seinem Inhalt ein Verbrechen nicht ausgeschlossen schien, sondern mit aller Wahrscheinlichkeit angenommen werden konnte, begab sich die Polizei sofort mit einem größeren Aufgebot unter Mitnahme eines Suchhundes zu der Fundstelle, um in Verbindung mit der Landjägerei, welche sich ebenfalls an der Suche beteiligte, das fragliche Gelände abzusuchen. Das mehrstündige Absuchen des ehr schwierigen und unübersichtlichen Geländes(Fichtenschonung mit dichtem Untergestrüp) führte zu keinem Ergebnis. Da es trotzdem nicht ausgeschlossen ist, daß ein Verbrechen oder zumindest eine strafbare Handlung vorl##egt. werden die Personen, die irgendwelche Angaben zu diesem Fund bezw. über die Herkunft der Sachen machen können, gebeten. diese unverzüglich dem Polizeikommissariet in Holsterhausen bezw. der nachsten Polizeioder Landjägerstation zu machen. Vergewaltigungsversuch bei dorsten Die Beschutzer des Madchens biutig geschlagen (!) Einem Roheitsakt, wie er schlimmer kaum gedacht werden kann, fielen am Samstagnachmittag der Kaufmann K. aus Hervest=Dorsten und dessen jugendlicher Begleiter F. aus Hervest zum Opfer. K. kam mit seinem Gespann die Marler Straße hinter Dorsten gefahren, als er junge Burschen bemerkte, die eine jugendliche Radlerin in den Graben geworfen hatten und dort sittlich belästigten. R. legte sich nun mit seinem Begleiter ins Mittel und versuchte, durch gütliches Zureden die Burschen von ihrem Tun abzuhalten. Run fiel die Bande über K. und dessen Begleiter her und brachten beiden Verletzungen am Kopf und im Gesicht bei, so daß beide schleunigst das Weite suchen mußten. Einige Zeit spater wurde der jugendliche F., der noch einige Kunden bedienen mußte, von den Rohlingen auf Fahrrädern eingeholt und blutig geschlagen, u. a. erlitt der 17jährige junge Mann einen Bruch des rechten Unterarms. Die Burschen sind bekannt, und ein gerichtliches Nachspiel wird die Folge sein. Verantwortlich für Politik. Provinz und Vermischtes Willi Wi:t. für Lokales. Sport und Feuilleton: Paul Klose: für Theater. Konzerte und bildende Kunst: Gerhard“:1I. für den Anzeigenteil: Rudolf Heinn: sämtlich in Gelsenkirchen. Buer. Berliner Schriftlettung: Karl Fischer Berlin Wilhelmstraße. Sall C- FAIRGNTTEE Jahrgeng 1230 Dienstag, den 19. August Die Emschertaler Reisevereinigung veranstaltete gestern im Nahmen ihres diesjährigen Reiseprogramms eine Vortour. die von Ahlen ihren Ausgang nahm. Der Flug ging unter normalen Witterungsverhältnissen vor sich. Die erste Taube traf gegen 9.45 wieder auf ihrem heimatlichen Schlag ein. Die letzte Taube kam gegen 11,30 Uhr an. Die besten Leistunae entjallen auf Altenessener Vereine. Zur schönsten Frau der Welt erklärt wurde vom Preisgericht des Internationalen Schonheitswettbewerbes in Galveston die 17jährige Amerikanerin Dorothn Goff, der mit der Krone der Weltschönheitskönigen der Titel„Miß Universum 1930“ zuerlannt wurde. jedoch infolge zu starker Gewichtszunahme um seine Pferde gekommen. Vier Jahre chon mußte er sich kümmerlich als Hilfsarbeiter bei den Stallen ernähren, so daß ihm der Gewinn am Sonntag sehr zustatten gekommen sein dürfte. Trainer Broda zog es jedoch vor, auf den Besitz eines Rennpferdes zu verzichten und ließ sich die dafür ausgesetzten 1000 Mark auszahlen. * Deauville 1. Rennen: 1. Mario 2, 2. Jrish Pride, 3. Artichaut. Toto: Sieg 56:10; Platz 18, 34, 16:10. 2. Rennen: 1. Dean Swift, 2. Le Chatelet. Toto: 49:10. 3. Rennen: 1. Berberis, 2. Tereus, 3. Britannicus. Toto: Sieg 258:10, Platz 85, 79, 26:10. 4. Rennen: 1. Dogaresse, 2. Le Bougnat, 3. Yvan le Terridle. Toto: Sieg 24:10; Plsatz 16, 45, 36:10. 5. Rennen: 1. Flying Fool, 2. Switz Miß, 3. Energie. Toto: Sieg 88:10; Platz 26, 14:10. Fußball D.IK-Werbeiest Falke siegt überlegen— Vorvssia Scholven verliert nach hartem Kampfe Das Bezirksjest der DIK., das am Sonntag in Rotthausen stattsand, war ein voller Erfolg. Das Haupttrefsen zwischen Falke Gelsenkirchen und Rotthausen 1910 endete mit einem überiegenen 4:1=Siege der Falkespieler. Im Auswahlspiel segte die A=Mannschaft mit 3:1. Die Buerschen Spieler waren in Hochform. Vorussia Scholven— Turn Horst 1:4 Die durch mehrere Ersatzleute geschwachten Borussen verloren nach hartem Kampfe 4:1. Turn Horst 1b— Borussio Scholven 1b 2:0. Borussia Scholven 2. Jugend— Eintracht Erle 2. Jugend 3: 1. Mittwachabend 8.30 Uhr Spielersitzung der Borussen Scholven. Blau=Weiß Essen 1. Jgd.— Erle 08 1. Jgd. 1:4 Erle 08 1. Jugend fuhr Sonntag ohne Siegesaussichten nach Essen, un den BlauWeißen das fällige Rückspiel zu liefern. Wahrend die Essener komplett antraten, hatten die Erler nur 10 Mann zur Stelle. Anfänglich finden sich die Mannschaften schlecht zusammen. Die Gäste sind leicht überlegen. Nach etwa halbstundiger Spieldauer gelingt es dem Mittelsturmer der Grün=Weißen, seinem Verein die Führung zu verschaffen. Beide Tore geraten bis zur Halbzeit öfter in Gefahr. Doch es bleibt 1:0 für den Gast. Nach der Halbzeit gibt Erle den Ton an. Im Endspurt kamen die Essener etwas auf und erzielten eine Minute vor Schluß das Ehrentor. Erle 08 15 Jgd.— Hüllen 07 1. Jad. 3:2 Erle 08 2. Jgd.— Hüllen 07 2. Jgd. 2:3 Erle 08 3. Jgd.— Hüllen 07 3. Jad. 1:2 Erle 08 1. Handballjugend— Union Gelsenkirchen 2:5 Sportvereinigung Dorsten— V. f. L. Dülmen 2:3 Die 1. Mannschaft der S. V. D. nahm Sonntag an den Pokalspielen des V. f. 2. Dülmen teil. Da der V. V. Selm aus geblieben war, bekam Dorsten Dülmen als Gegner zugesprochen. Nach dem vorsonn täglichem Spiel gegen Rasensport war die Sportvereinigung kaum wiederzuerkennen. der ersten Halbzeit war Dorsten durchweg überlegen. Der Wechsel soh, nachdem die erste Halbzeit 100 für Dorsten stand, Dülmen als die bessere Partei. In dieser Periode trat Dülmen das Ausgleichstor. Kurz vor Schluß der eigentlichen Spielzeit wurde von Dülmen ein Elser verschossen, was umgekehrt Dorsten zu Anfang der ersten Verlängerung machte. Gegen Ende der ersten Verlängerung ließ Dorsten stark nach, wodurch der V. f. 2. innerhalb fünf Minuten 2 Tore anbringen konnte. Nach Wiederbeginn setzten die Leute vom Lippestrand noch einmal zum Blick auf die Wasserkuppe Endspurt an; doch langte es nur noch zu 1 mit dem vor dem Berggasthof gelegenen Startplatz und dem Fliegerlager. einem Erfolg. J. K. Wulsen— D. J. K. Bottrop=Von 4:0 Die Wulfener bewiesen wieder einmal. daß sie auf eigenem Platz in ihrem Element sind. Als der Halbzeitpfiff ertonte, stand das Spiel schon 3•0 für Wulfen. In der zweiten Halbzeit zeigten beide Parteien nur mäßige Leistungen. 2. Jod. 2. J. K. Wulsen— 2. Jod. St. Josef, Hervest=Dorsten 2:9 1. Jod. D. J. K. Wulsen, 1. Jad. 2. J. K. Dorsten 1:1 Arbeitersportverein Vorwarts Hervest Dorsten— Tus Zweckel 9:5 Mit einer unverdient derben Pockung mußte Vorwärts die Heimreise antreten Zur Pause hatte der Spitzenführer mit 4•0 den Sieg schon in der Tasche. Der Taubenschlag Den dblen bis Herst Der Flug der Horster Beiestauben 2. Mannschaft— Tus Zweckel#### schaft verhinderte.— Die 2. Jugend des VjL. weilte in Gelsenkirchen undene##or gegen die 1. Jugend von Gelsenkirchen 06 mit 8:1 Toren. SC. Buer=Hassel Buer=Hassels Reserve spielte gegen Buer 07 0:1.— Die 1. Jugend von BuerHassel schlug Schwarz=Gelb Gladbeck 9:0 — Die Handballmannschaft von Buer=Hassel konnte gegen Preußen Gladbeck ein 5. 4= Ergebnis erzielen. Sporttreffen auf der Bertlicher Kampfbah Leichtathletische Amtsmelsterschatten des AUh. Marl Der technische Ausschuß des Amtsverbandes für Leibesübungen Marl beschaftigte sich in seiner letzten Sitzung mit der Festsetzung der Wettkampfe und des Rahmenprogramm für die leichathletischen Amtsmeisterschaften, die in diesem Jahre auf der Kampfbahn in Bertlich am 31. ds. Mts. stattfinden werden. Nach längerer Aussprache wurde man sich darüber einig, für die Senioren eine erste und zweite Klasse auszuschreiben. Die ist in drei Klassen eingeteilt. Ausschreibung: Senioren=Klasse 1: 100-, 200=, 400=, 800=, 5000=Meter=Laus. Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskuswersen, Dreikampf bestehend aus 100=Meter=Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen; 4 mal 100Meter=Staffel, Olympische Staffel(800, 200, 200, 400 Meter). Beide Staffeln sind Vereins=Senioren=Staffeln, in der also Läufer der 1. und 2. Klasse starten können. Senioren=Klasse 2: 100=, 200=. 400=, 800=, 5000=Meter=Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Rugelstoßen, Diskuswerfen; Dreikampf. bestehend aus 100=Meter=Lauf. Weitsprung und Kugelstoßen. Jugendklasse 1(Jahrgang 12=13) 100=, 400=, 1500=Meter=Laus, Weitsprung. Speerwersen. 4 mal 100=Meter=Staffe! offen für Jugendklasse 1 und 2). Jugendklasse 2(Jahrgang 14=15): 100=, 800=Meterlauf, Weitsprung, Augelstoßen. Jugendklasse 3(Jahrgang 16 und jün zer, nur Volksschulentlassene): 75=Meterlauf, 300=Meterlauf, Weitsprung. Lederballweitwurf, 4 mal 75=Meter=Staffel. Das Nahmenprogramm Die Veranstaltung wird mit einem Radballspiel eingeleitet. Wahrend des 5000Pet rl, tes wird ein Radreigen vorgeahrt Ein Ridrennen über 10 Platzrunden— 1000 Meter, bildet den Abschluß. Die schwerathletischen Amtsmeisterschaften sollen on einem späteren Termin im Saale Overberg stattfinden. Die technische Oberleitung ist Herrn Robert Müller(Marl) übertragen worden. Das Schiedsgericht besteht aus den Herren Nehm als Obmann, Rigge und Schreiber Für die einzelnen Sportzweige sind als Obleute vorgesehen: Lauterbach(Hüls) für Laufe, Kluge (Marl) für Würse, Färder(Hüls) für Sprünge. Obmann des Kampfgerichtes ist der Vorsitzende des A. f. L., Beigeordneter Matthaei. Als Starter wird Reißner(Marl) fungieren. Die Teilnehmer sind von den Vereinen bis zum 27. ds. Mts. dem Amtsverband für Leibesübungen zu melden. Handball im Bezirk Horh-E.— 80 Eintracht Essen 3:10 Horst=E.— Eintracht Essen 3:10 Unverständlicherweise spielte Horst auf eigenem Platze nur mit zehn Mann und konnte trotzdem bis zur Halbzeit mit 3:2 führen. Beckhausen 65 1. Wanne 1911 3:3 Eine Ueberraschung brachte Beckhaufen 05. das allerdings ersatzgeschwächt antreten mußte. Die 2. Mannschaft von Beckhausen 05 behauptete sich gegen Rohlinghausens 2. M. und konnte das Spiel mit 4:4 halten. Erle 08— Karnap 6:12 Eine Niederlage mußte sich die neu zusammengestellte Mannschaft von Erle gefallen lassen. Sparta Essen— Gelsenkirchen 87 2:0 Trotz des schweren Spieles mußte 07 auf seine vier besten Stürmer verzichten. Der Vorwart von 07 war in jeder Beziehung eine Klasse für sich. Die Spartaner, die in der 1. Halbzeit eine abgerundete Leistung zeigten, verlegten sich in der zweiten Halbzeit auf das Innenspiel Schalle 84 1.— Meidericher Spiel=Vag. 2:5 Schalke 04 konnte nicht überzeugen und verlor verdient. Schalke 04 2.— Meiderich 2. 2:5 Schalke 04 1. J.— 1. J. Meiderich 13:1 Rellinghausen— Preußen Essen 2:8 Vom 11. Rhön=Segelflug=Wettbewerb Sportklub Mülheim—. Preußen Essen 8:10 Werden 08— Blau=Weiß Bochum 7•3 Sp. u., Sp. Polsum— Duisburg=Meiderich 6:2 Die Teilnahme an den Pokalspielen in Westerholt brachte den Spiel und Sportlern aus Polsum einen hohen sicheren Sieg. Wahrend die anderen Spiele mit einem knappen Ergebnis endigten, waren die Polsumer ihrem Gegner durch ihr gutes Zusammenspiel weit überlegen. Die Rheinländer waren nicht so schwach, wie es das Resultat von 6:2 zeigt, sie hatten jedoch das Pech, die Polsumer in blendender Form anzutreffen, so daß sie ihnen trotz allen Kämpfens nicht gewachsen waren. Der Sturm der Polsumer überraschte durch sein schnelles Spiel, durch das sie die Hintermannschaft der Duisburger oftmals in Verwirrung brachten. Bei Halbzeit stond das Ergebnis 2:1 für Polium. Die zweite Halbzeit stand ganz im Zeichen der Polsumer. Sie erhöhten das Resultat in blendendem Spiel auf 6:1, welchen die Rheinländer nur eins durch einen Durchbruch erzielt, entgegensetzen konnten. Die Polsumer haben sich durch diesen Sieg die Teilnahme an dem Endspiele gesichert. Als Gegner stehen ihnen in diesem Kampfe die Vestianer aus Disteln gegenüber, welche in ihrem Spiel am Sonntag„Wienfridia“ Hochlar aus dem Rennen zu wersen vermochten. Aus dem Turner-Lager Faustball im 3. Bezirk Münsterländer Gau Bekanntlich ermittelte der Recklinghäuer Bezirk des Münsterländer Turngaues vor einigen Sonntagen seine Bestmannschaften. Es wurde in zwei Gruppen gespielt, West= und Ostgruppe. Aus diesem Treffen gingen in der einen Gruppe 7V. Gladbeck und Recklinghausen 1863 und in der anderen TV. Datteln und Tamde Selm als die besten Mannschaften hervor, von denen sich vorgestern die drei erstgenannten Vereine in Recklinghausen in der Kampfbahn Hillerheide gegenüberstanden Tgmde. Selm war nicht erschienen. V. Gladbeck gewann gegen Recklinghausen und Datteln und nimmt an den Spielen um den Wanderpreis des Münsterländer Turngaues teil. Gladbeck und Recklinghausen 1863 als nächstbester Verein im Bezirk spielen im nächsten Jahre in der Kreisklasse. Die Ergebnisse der gestrigen Spiele lauten: XV. Gladbeck— WV. Datteln 36•25 V. Gladbeck— Recklinghausen 1863 43:30 Recklinghausen 1863— TB. Datteln 51:30 Handball der OT Datteln Turnverein Herten— T 5: 2(4: 1) Mit einer ersatzgeschwachten Mannchaft mußten die Hertener ihrem Gegner, dem TV. Datteln, gegenübertreten. Die Gäste stellten eine sehr eifrige Elf, die aber technisch den Hertenern unterlegen war. Der Kompf war sehr abwechlungsreich, wurde aber mitunter zu hart durckgeführt. Datteln hat Anstoß und geht gleich forsch zum Angriff über, der auch den ersten Erfolg einbringt. 1:0 für Datteln. Wenige Minuten, später stellt Ahlers im Alleingang o Partie auf 1:1. Eine fabelhafte Kombination Rottier=Ahlers führt zum zweiten Treffer. Das Tempo steigert sich. Unermüdlich leitet der Hertener Sturm mit Hilfe der guten Halbceihe Angriff auf Angriff ein. Datteln wird förmlich zurückgedrängt und stellt sich auf Deckung ein. Hertens Halbrechter, erzielt durch scharfen Wurf das dritte Tor. Manche sichere Torgelegenheit bleibt aus, da der Ball haarscharf am Pfosten vorbeigeht. Bevor noch der Pfiff zum Seitenwechsel ertönt, erzielt Herten noch den vierten Treffer. Mit 4:1 Toren für Herten geht es in die Pause. In der zweiten Halbzeit kommen die Dattelner mehr auf. Verschiedentlich kommt es zu einigen unnotigen Härten, so daß der Schiedsrichter Verweise erteilt. Auf jeder Seite fällt noch ein Tor und mit 5:2 geht der 1.B. Herten als Sieger aus dem scharfen Kampf hernor. IV. Herten 2.— WV. Datteln 2. 1: 4 Hirschteld wieder genesen Er kam in Dresden zu einem Doppelerfolg Bei den leichtathletischen Kämpfen in Dresden kam Hirschfeld zu einem schönen Doppelersolge. Der Allensteiner gewann das Kugelstoßen mit 14.55 Metern und das Diskuswersen mit 41.36 Metern, beide Male vor Seraidaris. In den Sprinterwettbewerben oominierten die Hannoveraner. Die 100 Meter holte sich Jonath in 10,8 Sekunden, die 200 Meter Gillmeister in 22,1 Sekunden, und die 4 mal 100Meter=Staffel gewann Hannover 78 in 42,7 Sekunden. Dresdensia Dresden fiegte in der 10 mal 100=Meter=Staffel in 1:522 Minuten und stellte mit dieser Zeit einen neuen mitteldeutschen Rekord auf. Dr. Peitzer begnadigt Starterlaubnis für ein Jubiläumesporthest Der deutsche Weltrekordläufer Dr. Otto Peltzer konnte am Sonntag mit Erlaubnis der D. S. B. beim Jubiläumssportfest des V. M. B. V. in Coburg an den Start gehen. Damit dürfte auch automatisch die über ihn verhängte Suspendierung aufgehoben sein. Wir erfahren in dieser Angelegenheit noch, daß die von der D. S. B. eingesetzte Untersuchungskommission, bestehend aus den drei Vorstandsmitgliedern des V. B. A. V., nach Prüfung des vorliegenden Materials der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik anheimgestellt habe, von ihrem Gnadenrechte Gebrauch zu machen. C. M. das Publikum Eigenartiger Literaturstreit in Voris Appell an den Lesergeschmack Henry Ford teilt die Menschen in solche ein, die„verkaufen" konnen und in solche, die es nicht konnen. Er hat sogar Schulen gegrundet, in welchen die Verkaufstalente des hoffnungsvollen Nachwuchses von früh auf gezüchtet werden sollen. Nun, Herr Ford verkauft richtige Ware und unsere Volkswirtschaft kann schließlich nicht ohne Verkaufer leben. Diesen„Verkauser"=Standpunkt aber auch auf geistige Erzeugnisse auszudehnen, das blieb einigen Pariser BelletristikVerlegern vorbehalten. Die Auflagen der bekannten, schlecht gedruckten und broschierten franzosischen Romanbändchen sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Verleger folgerten daraus, daß die Schriftsteller nicht mehr den Geschmack des Publikums treffen. Sie kamen nun auf die— wie ihnen schien— glanzende Idee, die Leser ihrer Bücher um Meinungsäußerung und Kritik zu bitten. Sie erklärten gleichzeitig, daß ne restlos der Meinung des Publikums folgen würden, d. h. daß sie je nach der Meinung des Publikums die Bücher ganz vom Verkau zurückziehen oder bei den neuen Auflagen ändern lassen würden. Das happheen wird also auf Wunsch zum tragischen Ende gemacht oder umgekehrt, die Moral wird der allgemeinen Meinung angepaßt, die Charaktere des Romans werden„verbessert" usw. Selbstverständlich lassen sich das die Schriftsteller nicht gefallen und rufen zum Kampfe für die Kunst auf. Sie streben den Bonkott dieser Verleger on. Wer weiß, was bei diesem eigenartigen Siteraturstreit herauskommt. Zur schönsten Frau der Best ertüürt B/L. Bver=Resse es(Jugendabteilung) Die 1. Jugend der BfL. Buer=Resse hatte die 1. Jugend von Viktoria Westerholt zum Gegner und konnte diese mit nan weniger als 6:0 nach Hause schicken. Die Resser spielten wie am Schnürchn und stehen in diesem Jahre noch ungeschlagen da. Der beste Mann der Westerhalter war odne Zweifel der Torwart, der eins noch hähere Riederlage seiner MannO Täler weit, o Höhen! Das Sugelflugzeug„Darmstadt“(Akadem ische Fliegergruppe), vom begleisenden Motorflugzeug aus gesehen Datteln zeigte besserer Können und siegte verdient. Bei den Hertenern vermißte man den nötigen Zusammenhang. Dienstag, den 19. August Jahrgang 1930 Süs Gettautietten Trostloser Baumarkt in Horst Kandidaten der Wirtschaftspartei mezdermeister Abt Kandidat der Gelsenkirchener Ortsgruppe für Westsalen-nord (•) In Hamm hatten sich am Sonnt#g ca. 120 Delegierte der Wirtschaftspartei aus Westfalen=Nord zur Wahlkreis=Konserenz zusammengefunden, um die Kandidaten für die Reichstagsliste zu benennen. Unter dem Vorsitz des Spediteurs Franz Lücke=Gelsenkirchen=Buer, der an Stelle des erkrankten Wahlkreisvorsitzenden Linnemann die Leitung übertragen bekam, nahm man zunächst eine Zoneneinteilung innerhalb des Wahlkreises Westsalen=Nord vor. lichen Teil Nord=Westfalens, also mit Gelsenkirchen, Best Recklinghausen und Umgebung, Zone 2 aus der Minden=Ravensberger Gegend und Zone 3 aus dem Paderborner= und Münsterland zusammen. Diejenige Zone, die die meisten Stimmen auf sich vereinigt, stellt den ersten Abgeordneten. Einstimmig wurde für die Zone 1(Gelsenkirchen, Recklinghausen pp.) der bisherige Reichstagsabgeornete Kaufmann Hömbera aus Recklinghausen und als dessen Rückrück=Kandidat Metzgermeister Karl Abt aus GelsenkirchenSchalke aufgestellt. Die Kandidaten aus den anderen Zonen wurden benannt mit: Baugewerksmeister Peter=Münster, Landgerichtsrat Hestermann=Bielefeld Wirt Homann=Lüdinghausen, Schlachtermeister Stöppler=Lage=Lippe, Handelsvertreter Koch=Herford, Schneidermeister PopulohWarendorf, Gastwirt Schwarte=Gladbeck, Tischlermeister Kuhlmann=Herringhausen und Rechtsanwalt Capelle=Werne. Nach Erledigung weiterer organisatorischer Fragen und nach einem kurzen Referat des Landtagsubgeordneten GrüterScherlebeck brachte der stellvertretende Wahlkreisvors tzende Lücke=GelsenkirchenBuer nachstehende Entschließung zur Verlesung, die einstimmig: Annahme fand: „Den am 14.(September aus dem Wahlkreis Westfalen=Nord gewählten Reichstagsabgeordneten der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes(Wirtschaftspartei) macht es die am 17. August in Hamm tagende Wahlkreiskonferenz zur unbedingten Aufgebe, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für die Durchführung nachstehender vier Fordegungen einzusetzen: 1. Gerechte Angleichung der Gehälter der Kommunalbeamten an die der Reichs= und Staatsbeamten; 2. Einführung der gesetzlichen Arbeitsdienstpflicht gemäß den bereits von der Wirtschaftspartei eingereichten Vorschlägen; 3. Restlose Freigabe des Haus= und Grundbesitzes. Beseitigung jeglicher Zwangswirtschaft: 4. Heraufsetzung des Wahlalters auf 25 Jahre. das Schreckgespenst der Gelsenkirchener Unterwelt vor dem Schöffengericht Gelsenbirchen (—) Josef Pluta, der erst vor einigen Wochen wegen des Totschlages im Wildenbruch zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist, stand gestern vor dem Gelsenkirchener Schöffengericht. Mit ihm aber waren einige„Damen“ aus der Welt erschienen, der P. auf lange Jahre entzogen worden ist. Im Wildenbruch war P. unumschränkter Herrscher. Alles zitterte vor dem Mann, der sich stets in der Nähe seiner Frau aufhielt. Beide waren von ihrer gegenseitigen„Tüchtigkeit" überzeugt und P. erklärte in einem Falle:„Wäre ich nicht dazwischen gekommen, hätte sie (eine Zeugin) dicke Augen bekommen und stände heute nicht mehr vor Gericht.“ Diese Zeugin hatte sich vor P. und seiner Frau nicht mehr retten können und war zur Polizei gelaufen. Davon hatte er Wind bekommen und er hatte die Zeugin gefragt, ob sie ihn„verschütt“ gehen lassen wollte. Eine Verwarnung folgte und es sollte„ballern“, so hatte P. gesagt. Kurz darauf versetzte er einer Zeugin in einer Wirtschaft eine Ohrfeige. Durch ähnliche Dinge hatte sich P. einen Namen gemacht und sich den Haß aller Wildenbrüchlerinnen zugezogen. In Essen kam sehr viel an den Tag und jetzt konnte P. wegen Zuhalterei an seiner Frau bestraft werden. Die Körperverletzung wurde auf Grund der hohen Zuchthausstrafe ad acta gelegt, und mit einem Jahr Gesangnis konnte sich P wieder abführen lassen. Wie immer, wird Slla Revin r Vorzeilliger Abschluß der Bauarbellen Blisher keine welleren Bauvorhaben# Verdoppelung der Arbeltslosigkeli?# Appell der christlichen Bauarbeiter O Am Sonntag besprachen die Horster christlichen Bauarbeiter im Vereinslokal Steinrötter die Situation im Horster Baugewerbe. Der Versammlungsleiter führt u. a. folgendes aus: Die Verhältnisse im Horster Baugewerbe liegen so, daß in kurzer Zeit sämtliche Bauarbeiten beendet sind. Weitere Woh nungsbauvorhaben sind in Horst für die nächste Zeit selbst nicht bekannt geworden. In der vorigen Woche wurden die 100 Wohnungen an der Karnaper Grenze an Karnaper und Essener Unternehmer vergeben. Bauherr ist die Bergmannssiedlung. Ob hier jedoch Horster Bauarbeiter in größerem Umsange eingestellt werden, ist noch nicht sicher. Die Bauarbeiten auf der Zentralkokerei„Nordstern“ gehen dem Ende zu. 3. Zt. sind dort noch 169 Bauarbeiter beschäftigt. Man arbeitet täglich bis zu 10 Stunden und sogar an den Sonntagen. Am 20. August sollen schon die ersten Oesen angeheizt werden. Wahrscheinlich wird die Inbetriebnahme teilweise sogar im Oktober erfolgen. Durch die Beschleunigung der gesamten Bauund Montagearbeiten ist der Endtermin für die Fertigstellung in greifoare Nähe gerückt. Bereits in dieser Woche werden die ersten Entlassungen bei der Firma Still erfolgen. Man rechnet damit, daß in zirka 3—4 Wochen die meisten Bau= und Montagearbeiter zur Entlassung gekommen sind. Damit ist auch die letzte Beschäftigungsmöglichkeit in der Horster Bauwirtschaft erschöpft. Heute sind schon mehr als 200 Bauarbeiter aller Berufe in Horst arbeitslos. Falls in den nächsten Tagen und Wochen die Kündigungen und Entlassungen in dem zu erwartenden Sinne erfolgen, wird sich die Zahl der erwerbslosen Bauarbeiter in Horst auf das Doppelte erhöhen. Das sind trostlose Aussichten für die nächsten Monate. Daher appellieren die Horster christlichen Bauarbeiter erneut an die Stadtverwaltung, alle verfügbaren Mittel für die Bereitstellung von Bauaufträgen flüssig zu machen. Gewiß sind auch den christlichen Bauarbeitern von Horst die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt bekannt. Dennoch sind sie der Auffassung, daß nichts unversucht gelassen werden darf, in den restlichen Monaten das denkbar Mögliche für die Belebung der Horster Bauwirtschaft zu tun. Ist es doch eine eigenartige Erscheinung, daß seit der Eingemeindung die Bauwirtschaft in Horst ständig bezüglich der Beschäftigung zurückgegangen ist. Hieran kann die allgemeine Wirtschaftskrise nicht allein Schuld sein. Vielmehr müssen andere Umstände hierbei maßgeb lich mitsprechen. Fast kann man sagen, daß die heutigen Verhältnisse in der Horster Bauwirtschaft zu einer Lebens= und Existenzfrage geworden sind. Der Zusammenbruch selbständiger Existenzen und die gänzliche Verarmung vieler Bauarbeitersamilien wird die rnausbleibliche Folge sein, wenn nicht baldigst dem Horster Baugewerbe und seinen zahlreichen Nebenberufen Arbeit und Verdienst gegeben wird. Gehandelt muß werden, und swar so schnell wie möglich, wenn man die Katastrophe mit ihren unübersehbaren Folgen abwenden will. Nur auf dem Wege der Arbeitsbeschaffung kann auch in der Horster Bauwirtschaft die Gesundung erfolgen. Wenn jemand eine Reise tut und unterwegs einen Untall erleidet...] Gelahren der Reile 1# Die tücklsche Ablelltür und das Illegende Kohlenstäubchen# Hettpllaster kann Schädlich sein Einer der größten Maler des Rußlands der Vorkriegszeit, Ilfa Revin, dessen Werke namentlich Szenen aus der russischen Geschichte und dem russischen Volksleben darstellen, ist am 14. August im Alter von 86 Jahren in Finnland gestorben. gens wurde hierbei angedrückt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Schuldigen werden zur Verantwortung gezogen werden. Am Samstag kam es auf der Dorstener Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Lieserwagen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. „Glückliche Reise". diesen Wunsch pflegen wir Verwandten, Freunden und Bekannten zuzurufen, wenn der Zug die Bahnhofshalle verläßt. Wir denken dabei im allgemeinen nur an die Möglichkeit, daß ein Unfall dem Zuge selbst und damit seinen Insassen zustoßen könnte; indessen die Betriebssicherheit auf der Eisenbahn ist heutzutage glücklicherweise so groß geworden, daß Eisenbahnzusammenstöße, Entgleisungen und ähnliche Zugunjälle mit ihren fürchterlichen Folgen sehr selten geworden sind. Viel häufiger sind leider jene Unfälle auf Reisen, die uns durch eigenen Leichtsinn oder eigene Unachtsamkeit zu stoßen. Hierher gehört zunächst der Sturz aus dem fahrenden Zuge. ein Ereignis, das si leider in den letzten Tagen wieder mehrfach zugetragen hat. Ganz besonders Kinder sollte man auf Eisenbahnfahrten ängstlich von den Wagentüren fernhalten. Aber auch Erwachsene müssen sorglich vermeiden, dem Türschloß während der Fahrt zu nahe zu kommen oder gar die Tür zu öffnen, etwa um frische Luft zu schöpfen. Eine Unsitte, die manchen schmerzhaften Unfall nach sich zieht, ist das Zuschlagen der Türen. Nur zu leicht wird dabei eine Hand oder ein Finger eingequetscht. Ist das Unglück einmal geschehen, dann gilt es vor allem, sich zweckmäßig zu verhalten. Man drücke und quetsche an solchen Wunden nicht herum und versuche nicht, sie unter dem nächst erreichbaren Wasserhahn abzuspülen. Auf diese Weise werden nämlich nur Schmutz und Krankheitskeime hereingebracht und die Gefahr einer Eiterung, wenn nicht gar einer Blutvergiftung, unnötig heraufbeschworen. Auch der Versuch, kleine, offene Wunden mit Heftpflaster zu verschließen, ist gefährlich, denn auch hierbei werden leicht der Oberfläche anhaftende Keime in die Tiefe gepreßt. Eine offene Wunde lasse man vielmehr zunächst ruhig ein wenig bluten und verschließe sie dann mit einem reinen, frisch gebügelten Taschentuch, bis die Möglichkeit für einen keimfreien Verschluß durch Auflegen eines Verbandpäckchens oder mittels steriler Gaze und Binde gegeben ist. Deshalb sollte jeder, der auf Reisen geht, und zumal, wenn er mit Kindern reist, etwas fauberen Verbandsstoff, am besten einen in jeder Apotheke oder Drogerie für wenige Pfennige käuflichen Schnellverband mit sich führen. Selbstverständlich bedürsen größere Wunden oder solche, bei denen sich Schmerzen, Klopfen usw. einstellen, sofortiger ärztlicher Behandlung. Der häufigste, wenn auch meist harmlose Unfall auf Reisen ist das Hineinfliegen eines Kohlenstäubchens ins Auge. Anlaß hierzu gibt der Wunsch, während der Fahrt den Kopf aus dem Fenster zu stecken, um möglichst viel von der vorbeifliegenden Landschaft sehen zu können. Leider versuchen viele Menschen, sich durch Reiben des Auges dabei zu helfen. Dabei wird aber das Ganze höchstens schlimmer gemacht. Entweder versuche man, durch häufiges Auf= und Zumachen des Augenlides den Fremdkörper herauszuschwemmen oder aber, wenn das Kohlenstäuben im Unterlid sitzt, durch Abziehen des letzteren das Körnchen mit der Spitze eines sauberen Taschentuches oder, noch besser, mit etwas sauberer Watte herauszufischen. Ist das Staubkorn ins Ober lid geraten, so gelingt seine Entfernung manchmal auch der geübten Hand eines Laien. Man fasse dazu das Oberlid bei den Wimpern, lasse nach unten sehen und versuche, das Oberlid eotl. unter Auflegen eines Streichhölzchens umzuklappen; dann wird auf der Innenfläche der Fremdkör= per meist sichtbar und kann wie beim Unterlid mit einer sauberen Taschentuchecke entfernt werden. Wenn das nicht gelingt oder der Fremdkörper gar in die Hornhaut resp. in das Innere des Auges eingedrungen ist, dann ist Gefahr im Verzuge und schleunige ärztliche Hilfe dringend vonnöten. er auch jetzt gegen das Urteil Berufung einlegen. Das Ende eines bösen Liedes Im Anfang hatte die Ehefrau F. ihrem Bruder G. die Papiere ihres Mannes ausgehändigt, damit dieser für sie ein Fahrrad kaufen konnte. Natürlich gegen geringe Anzahlung. Nun unterschrieb der Bruder den Kaufvertrag mit dem Namen des Mannes und sie hatte das Fahrrad sehr schnell zu Geld gemacht. Schließlich hatte sich das Geschwisterpaar zu verantworten. Er wurde aus der Haft in einer anderen Sache vorgeführt. Frau F. bekam wegen Begünstigung eine Woche auf Bewährung und G. wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug zwei Wochen Ge fängnis. Aus dem Gelsenkirchener Monte Carlo Im Bulmker Stadtgarten ist bekanntlich das Gelsenkirchener Monte Carlo, nur mit dem Unterschied, daß sich die Spieler größtenteils aus Arbeitern und Erwerbslosen zusammensetzen. Am 11. Mai kam ein Schupomann durch den Stadtgarten und sah in der Wetterschutzhütte etwa 30 junge Männer beim Kartenspiel. Er konnte aber nur den Arbeiter O. schnappen, der schließlich angab, mit dem Arbeiter L. und dem Berufszocker N. Karten gespielt zu haben. Das hatte eine Anzeige zur Folge und N. sollte als gewerbs maßiger Spieler abgeurteilt urden. Vor Gericht aber nahm O. seine Belastungen zurück und erklärte, daß N. nicht mitgespielt habe. L. bekam 20 und O. 40 Mark Geldstrafe, während N. einen Freispruch erzielte. Breußisch-Süddeutsche Klassenlotterie 5. Klasse(Hauptziehung), 7. Ziehungstag (—) Am 7. Ziehungstag fielen in die Lotterie=Einnahmen von Gelsenkirchen und Buer folgende Gewinne zu 150 FM(Einsatzgewinn): 15 797. 21 469, 21 503, 27 452, 38 033, 62 564, 62 721, 62 765, 77 784, 77 792, 80 019, 83 111, 91 246, 108 525, 112 568, 111 256, 114 394, 158 641, 164 066, 164 201, 169 590, 187 569, 187 574, 203 838, 205 636, 205 711, 205 805. 205 813, 208 197, 209 357, 218 116. 218 117, 224616. 240 276, 240 674, 341 912, 341 914, 348 175, 357 124, 369 864, 369 884, 369 897, 37730 Die höheren Gewinne werden den Spielern durch verschlossenen Brief mitgeteilt. Für gezogene Nummern sind Ersatzlose noch zu haben. (—) Der Stadtverband für Volks= und Laienspiele hielt am Sonntag, den 10. August, im Lokale Kirchmeyer in Rotthausen(Vereinsheim der Gesellschaft Rhenania) seine Delegiertentagung ab. In Abwesenheit des Vorsitzenden Thielert leitete der 2. Vorsitzende Danid die Tagung, welche einen sehr sachlichen Verlauf hatte. Um das Winterprogramm des Verbandes zu regeln, findet am Samstag. den 23. August, abends 8 Uhr, im Verbandslokale W. Krantz eine erweiterte Vorstandssitzung statt, in der die einzelnen Gesellschaften ihre festgesetzten Veranstaltungen bekanntgeben.— Die Kleinkunstbuhne Frohsinn, Mitglied des Stadtverbandes für Volksund Laienspiele und der Volksspielkunst e. V. Dresden, ladet zu Dienstag. den 19. August, abends 8 Uhr, sämtliche Mitglieder zur Rollenverteilung im Vereinsheim, Witwe Stens, Bochumer Straße 173, ein. Gh Recklinghäuser Verkehrsunfallchronik Mehrere Verletzte durch Trunkenheil ( Am Samstag, gegen 9.35 Uhr, befuhr der Invalide Alois Dallausky aus Hüls. Blücherstraße 37 wohnend, mit seinem Fahrtad die Hertener Straße in Richtung Herten. Bei der Straßenbahnhaltestelle Wilhelmshöhe wurde er von einem ihn überholenden Personenkraftwagen erfaßt und noch einige Meter weit mitgeschleift. Der Radfahrer trug glücklicherweise nur leichte Arm= und Beinverletzungen davon. Das Fahrrad wurde vollständig zertrümmert. Die Schuldfrage wird durch die Polizei geklärt. Ein weiterer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstagnachmittag ebenfalls auf der Hertener Straße. Ein Paketwagen der Reichspost befuhr diese Straße in Richtung Recklinghausen. Es kam ihm ein einspänniges Pferdefuhrwerk entgegen, in dem zwei stark angetrunkene Männer saßen, die das Fuhrwerk ständig von der einen nach der anderen Straßenseite wechseln ließen. Kurz vor dem Postlieferwagen setzten die Betrunkenen ihr gefährliches Spiel fort. Letzterer fuhr sehr langsam und wurde dennoch von dem Pferdefuhrwerk angefahren. Der vordere linke Kotflügel des LieferwaDiebstahl oder Verbrechen? Geheimnisvoller Koffersund in herves (!) Am Freitag wurde von einem Bewohner der Gemeinde Hervest auf der Kreisstraße Wulfen in Hervest in der Nähe einer Fichtenschonung, ein Koffer mit Kleidungsstücken gefunden. Es handelt sich um einen braunen Koffer„Vulkanfiber" und um Kleidungsstücke, welche anscheinend einem 16= bis 18jährigen Burschen gehören. Die Sachen sind fast neu und gut erhalten, u. a. handelt es sich um eine Joppe, eine fast neue Hose(engl. Leder) Wäschestücke und Schuhe. Da nach Lage der Fundstelle und nach Beschaffenheit des Koffers mit seinem Inhalt ein Verbrechen nicht ausgeschlossen schien, sondern mit aller Wahrscheinlichkeit angenommen werden konnte, begab sich die Polizei sofort mit einem größeren Aufgebot unter Mitnahme eines Suchhundes zu der Fundstelle, um in Verbindung mit der Landjägerei, welche sich ebenfalls an der Suche beteiligte, das fragliche Gelände abzusuchen. Das mehrstündige Absuchen des sehr schwierigen und unübersichtlichen Geländes(Fichtenschonung mit dichtem Untergestrüp) führte zu keinem Ergebnis. Da es trotzdem nicht ausgeschlossen ist, daß ein Verbrechen oder zumindest eine strafbare Handlung vorliegt, werden die Personen, die irgendwelche Angaben zu diesem Fund bezw. über die Herkunft der Sachen machen können, gebeten, diese unverzüglich dem Polizeikommissariat in Holsterhausen bezw. der nächsten Polizeioder Landjägerstation zu machen. Vergewaltigungsversuch bei vorsten Die Beschutzer des Mädchens biutig geschlagen (!) Einem Roheitsakt, wie er schlimmer kaum gedacht werden kann, fielen am Samstagnachmittag der Kaufmann K. aus Hervest=Dorsten und dessen jugendlicher Begleiter F. aus Hervest zum Opfer. K. kam mit seinem Gespann die Marler Straße hinter Dorsten gefahren, als er junge Burschen bemerkte, die eine jugendliche Radlerin in den Graben geworfen hatten und dort sittlich belästigten. K. legte sich nun mit seinem Begleiter ins Mittel und versuchte, durch gütliches Zureden die Burschen von ihrem Tun abzuhalten. Nun fiel die Bande über K. und dessen Begleiter her und brachten beiden Verletzungen am Kopf und im Gesicht bei, so daß beide schleunigst das Weite suchen mußten. Einige Zeit spater wurde der jugendliche F., der noch einige Kunden bedienen mußte, von den Rohlingen auf Fahrrädern eingeholt und blutig geschlagen, u. a. erlitt der 17jährige junge Mann einen Bruch des rechten Unterarms. Die Burschen sind bekannt, und ein gerichtliches Nachspiel wird die Folge sein. Verantwortlich für Politik. Provinz und Vermischtes Will: We:t. für Lokales. Sport und Feuilleton: Paul Klose: für Theater. Kor Gerhal Rudol-Wilich kirchen= Buer. Berliner Schriftleitung: Karl Fischer Berlin Wilhelmstraße. und Heuilleton: Woni Klose; ater. Konzerte und bildende Kunst: rd“.III. für den Anzeigenteil: I Heing: sämtlich in GelsenSallLe U FAIERENTTEI Nuumer 10 Unversteuer Schwere Strafer Trier, 18. De Erweiterte S am Freitag gegen Eisel und von der der Schwaczbrenn der Hehlerei schuld der Angeklagten Verschlußdrennerei der Haussuchung, vorgenommen wur dem Brennereibesi tion, durch die d parat entnommen durch den Zähler dings hatte dieser geschmack, der du klagten beseitigt steuerte Branntw geklagten zu niet Das Gericht ver wegen Schwarzbr je 35 686 RM G im Nichtbeitreibu ein Tag Gefängn strafe von je drei gen vorsätzlichen RM bzw. 5889 A RM Wertersatz. wurden freigespro nahmten 42prozen eingezogen. Die beirog Bochum, 19 Konditorei“ da 1926 und lernte ger, dem Kaffeel K. kennen. Kar seit der Bekann und ließ sich vor genen Winter ziell versorgen. natlich von ihrer dabei, offen gesa chen die stille H heiratet zu werd Karl von Helen Smoking hinter folgenden Tage denten in Essen vorstellen konn Schwindel. Len in süßen Geda als Bahnmeiste eine Ehe einzut Wanne Eickel ei nieur aus und Braut, in derer verkehrte. Ein Wasser, bis er für den zwanzi den beiden Brä lochte ihn ein, zweiten Angeb Student zu sei hatte er sich S. gekratzt. Also bank, und He was die eine nung" hatte, ke 12750 R2 hatt Die bis z enen und z## gaden: 1. Stoatl mögen 2. Gemei Grund3. Hauszi 4. Gewer für 3 5. Lohnsu 6. Hunde sind innerha Steuerkasse, Stadtteilen endernfalls zwangsverfa Selsenkirch Nuumer 18 Diensteg, don 19. August Jahrgang Unversteuerter Branntwein Schwere Strafen für Scwarzbrenner Trier, 18. August.(Drahtber.) De Erweiterte Schofsengericht verhandelte am Freitag gegen acht Angeklagte aus der Eisel und von der unteren Mosel, die sich der Schwarzbrennerei bzw. Beihilfe und der Hehlerei schuldig gemacht hatten. Einer der Angeklagten hatte eine gewerbliche Verschlußdrennerei käuflich erworben. Bei der Haussuchung, die durch die Zollbehörde vorgenommen wurde, entdeckte man die von dem Brennereibesitzer geschaffene Konstruktion, durch die der Branntwein dem Apparat entnommen werden konnte, ehe er durch den Zähler gelaufen war. Allerdings hatte dieser Branntwein einen Beigeschmack, der durch einen zweiten Angeklagten beseitigt wurde. Dieser nicht versteuerte Branntwein wurde von den Angeklagten zu niedrigen Preisen verkauft. Das Gericht verurteilte zwei Angeklagte wegen Schwarzbrennerei bzw. Beihilfe zu je 35 686 RM Geldstrafe, an deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle für je 300 RM ein Tag Gefängnis, sowie zu einer Zusatzstrafe von je drei Monaten Gefängnis wegen vorsätzlichen Handelns und zu je 4357 RM bzw. 5889 RM Geldstrafe und zu 777 RM Wertersatz. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. 3900 Liter beschlagnahmten 42prozentigen Brnnweins wurden eingezogen. Karl und Helene die betrogene Ehekandidatin Bochum, 19. Aug.„In einer kleinen Konditorei“, da saß Karl Sch. im Frühjahr 1926 und lernte hier die bei ihrem Schwager, dem Kaffeebesitzer, beschäftigte Helene K. kennen. Karl zählt jetzt 25 Jahre, tat seit der Bekanntschaft keinen Strich mehr und ließ sich von Helene bis zum vergangenen Winter ff. durchfüttern und finanziell versorgen. 20 RM gab sie ihm monatlich von ihrem Verdienst ab. Sie hegte dabei, ofsen gesagt, wie viele andere Madchen die stille Hoffnung, von Karlchen geheiratet zu werden. Eines Tages lieh sich Karl von Helene 15 RM. die er für einen Smoking hinterlegen sollte, weil er am folgenden Tage sich dem Reichsbahnpräsidenten in Essen für eotl. Stellungannahme vorstellen konnte. Das war natürlich Schwindel. Leni wiegte sich natürlich schon in süßen Gedanken, ihren Liebling bald als Bahnmeister zu sehen und dann in eine Ehe einzutreten. Karlchen gab sich in Wanne Eickel eines Tages als Diplomingenieur aus und hatte auch dort schnell eine Braut. in deren elterlichem Haus er auch verkehrte. Ein Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht. Die Polizei zeigte für den zwanzigjährigen Neppbruder mit den beiden Bräuten plötzlich Interesse und lochte ihn ein, nachdem er zuvor noch der zweiten Angebeteten vorgetäuscht hatte, Student zu sein. Mit’nem Rasiermesser hatte er sich Schmisse in sein Antlitz reingekratzt. Also kam Karl auf die Anklagebank. und Helene wurde geladen. Na, was die eine Wut auf„ihre ganze Hoffnung" hatte, kann man nicht wiedergeben. 12750 RA hatte sie ihm außer voller PenAtlantis: Märchen oder Wirklichkeit? Der versunkene Erdtell 9000 Erdbeben jährlich Die vielen Erdbeben dieses Jahres, die erneute Tätigkeit verschiedener Vulkane und das große Seebeben im Februar dieses Jahres haben in der Wissenschaft wieder einmal den Gedanken austauchen lassen, ob alles dies nicht Anzeichen eien für riesige Neuformationen der Erdoberfläche. Und wieder beschaftigt man sich ganz ernsthaft mit der Frage, ob durch solche Neuformationen vor Jahrtausenden nicht doch das sagenhafte Land Atlantis, die Brücke zwischen Europa und Amerika, von den Wellen des Meeres ver schlungen worden sei, uralte Kulturen zerstörend. Wir sind stets der Meinung, daß nichts so fest sei wie der Boden, auf dem wir stehen. In ihn graben wir die Fundamente unserer Häuser, auf ihm wandeln wir durchs Leben, in ihn werden wir nach unserem Tode versenkt. Und doch— plötzlich werden wir jäh daran erinnert, daß auch dieser Boden keineswegs unverrückbar fest steht, und dann erklingt der Schrekkensruf: Erdbeben!!—— Erdbeben!!—-Als die Seismographen in der letzten Zeit wiederholt untermeerische Beben im Atlantischen Ozean festgestellt hatten, da war man in wissenschaftlichen Kreisen recht gespannt zu ermitteln, ob sich bedeutende Veränderungen des Meerbodens würden erkennen lassen, ob die gewaltige Katastrophe in jenen Tiefen, die„die Götter bedecken mit Nacht und Grauen", sich auch irgendwie an der Erdoberfläche, bezw. über dem Meeresspiegel, bemerkbar machen würde, ob, wie ja bei früheren Beben schon festgestellt, irgendeine Insel unter der Wasserfläche versunken oder gar vielleicht eine neue aufgetaucht sein könnte. Run, die Auswirkungen jener Seebehen scheinen diesmal wirklich von außerordentlich katastrophalem Umfang gewesen zu sein. Wenn wir den ersten Meldungen glauben dürfen, sind an Stellen, wo man bisher 6000 Meter Tiese gelotet hatte, plötzlich 8000 Meter Tiefe festgestellt worden! Und wirklich ist auch eine Insel und zwar im westindischen Archipel in der Nähe der Bahama=Inseln aufgetaucht. Aber nicht genug damit: als größte Sensation kam die Nachricht: Diese Insel trägt die Ruinen einer alten Stadt! Hier ist also ein Stück Land, das eistens von Menschen bewohnt war, die als Städtebauer doch immerhin eine gewisse Kulturstufe gehabt haben müssen, in entsetzlicher sion im Lause der Zeit gegeben. Unter Tränen erklärte sie, daß die ganze Liebe nun aus sei und sie Karl nicht mehr sehen möge. Vorerst sitzt er nun drei Monate hinter Gefängnismauern. Katastrophe vom Meere verschlungen worden. Und jetzt gibt Poseidon das ehemals Geraubte— wenigstens wohl teilweise— zurück. Das Meer gibt mit unterirdischem Grollen und Beben ein Geheimnis preis, über dem vielleicht viele Jahrhunderte hindurch die Wogen des Ozeans gebrandet haben. Es mögen noch viele solcher Geheimnisse (deren Lösung gerade die moderne Wissenschaft besonders reizen dürfte) tief unter den Wogen schlummern. Und eines der interessantesten— und für die Gelehrten wichtigsten— ist die bisher ungelöste Frage: Hat ein Atlantis, eine feste Landverbindung zwischen Amerika und Europa, je bestanden oder nicht? Man neigt heute dazu, diese Frage rück haltlos zu bejahen. Zu viel spricht für die Wahrscheinlichkeit. Wie aber: ist dieser „sechste Erdteil“ versunken, bevor die Erde bewohnt war von lebenden Menschen oder erst später? Ueberraschen dürfte die Nachricht, daß die Sage von dem versunkenen Erdteil Atlantis eine gewisse Bestätigung erhält durch Funde aus Zentral=Amerika. Die Mayas, ein noch heute existierender Indianerstamm, hatten einstmals eine hohe, durch die spanische Eroberung verschüttete Kultur, die der der Azteken und Inkas keineswegs nachstand. Sie trieben Schiffsbau und Handei, errichteten Häuser und Tempel aus Steinen und hatte eine eigene Schrift und Literatur. Einige kärgliche Ueberreste, darunter Inschriften und Baumrinde, die zum Teil in Dresden aufbewahrt werden, legen Zeugnis davon ab daß die Kontinente der alten Welt und Amerika ursprünglich zusammengehangen hätten und durch eine Katastrophe auseinandergerissen waren. Und wirklich, wenn man im Kartenbild die Westküste Europa— Afrikas an die Ostküste Amerikas anlegt, so passen beide völlig ineinander. Sollte dies wirklich nur Spiel des Zufalls sein? Haben doch genaue Messungen ergeben, daß sich diese Kontinente jährlich um etwa 4 Meter von einander entfernen. Man Eine solche, von dem Engländer Dr Ronald Strath entzifferte Inschrift erzählt von Groten Neur, gelegen, rat und durch Klexi, 12. P22, euseng, S etzi. ei. erz: eine Kataltranhe zerstört lein soll. Un so erklaren zu können, daß die feste Erdeine Kataktephe verstärt sein Jen. Un, rinde gewissermaßen auf einem zähflüsigen geheure Wolken und gewaltige Stürme hätten 18 Monate lang die ganze Welt in Dunkel gehüllt. Als es wieder hell geworden war, sei die riesige Insel, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen, völlig verschwunden. steht Magma schwimme. Wie dem auch immer sei, nichts fest auf unserer Erde. Nicht jedes Erdbeben ist für unsere Sinne wahrnehmbar; der empfindlichste S AHARA Und wenn wir die in Zentralamerika entdeckten Spuren einer verschwundenen Kulturepoche betrachten, deren Geräte und Bauten denen der alten Aegypter außerordentlich ähneln, wenn wir an die geheimnisvollen Pyramiden Mexikos denken, so drängt sich uns die Frage auf: War einst wohl Atlantis die Brücke, auf der ein Kutturaustausch erfolgte; empfing des Abendland die Ansänge seiner Kultur aus dem Westen? Eine andere Theorie wiederum behauptet, Die beiden Besten im Vier=Meister=Schachturnier Seismograph verzeichnet gewissenhaft. So registriert er durchschnittlich im Jahre 9000 Erdbeben auf der Erde, so daß also auf jede Stunde ein Erdbeben entfällt! Alles auf Erden ist in ständigem Wechsel; wo heute festes Land ist, wogte vielleicht einmal die See. Die Wellen des Meeres schlugen einstens an die Wälle des Riesengebirges und überfluteten die Wüste Sahara. Wo heute die Straße von Gibraltar Afrika und Europa trennt, dort hingen einstens die Kontinente zusammen. Warum sollten nicht auch heute die Wogen des Weltmeeres über den Trümmern einer versunkenen Welt rauschen— über em Märchenlande Atlantis? Dr. Max Erdmann. % Glückwünsche für Lewald zu seinem 70. Geburtstag — Berlin, 13. Aug.(Drahtber.) Der Reichspräsident hat dem Vorsitzenden des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, Staatssekretär t. D. Dr. Lewald, zu seinem heutigen 70. Geburtstag den Adlerschild des Reiches verliehen und in inem Glückwunschschreiben seiner Verdienste um das Deutsche Reich und um die Förderung des deutschen Sportes mit großer Anerkennung gedacht. Auch Reichsminister Dr. Wirth und leitende Beamte des Reichsministeriums des Innern haben Glückwunschschreiben gesandt. Die beiden Besten im Vier=Meister=Schachturnier, das zwischen je zwei Vertretern Deutschlands und Amerikas vom 6. bis 14. August in Berlin ausgetragen wurde: Kashdan=Amerika, der mit 5 Punkten Sieger wurde, und Helling=Deutschland, der Leiter unserer Schachecke, der mit 3½ Punkten den zweiten Platz belegen konnte. (Nach dem Leben gezeichnet von Erich Behrendt.) Briefkosten H. H. Uns ist eine derartige Adresse nicht bekannt. Wenden Sie sich an das Arbeitsamt. (UChnr 4. CPnomio LGG AE 1/4 Silhu ozi i Statt Kerten Franz Warning Agnes Warning geh. Lene Vermählte Sper-Erle, den 19. August 1930 Die bis zum 16. do. Mts. fällig geweenen und rückständigen Steuern und Abgaden: 1. Staatliche Steuer vom Grundvermogen 2. Gemeindezuschlag zur Steuer vom Grundvermögen; 3. Hauszinssteuer; 4. Gewerbeertragssteuer=Vorauszahlung für Juli=Seviemper, 5. Lohnsummensteuer für Juli: 6. Hundesteuer für Juli=Septemver innerhalb 3 Tagen bei der städtischen Steuerkasse, sowie den Hebestellen in den Stadtteilen Buer und Horst einzuzahlen, endernfalls unverzüglich das Verwaltungszwangsverfahren durchgeführt werden muß. Selsenkirchen=Buer, den 16. Aug. 1930 Städtische Steuerkasse und Steuerbebestellen in den Stadtteilen Buer Stett jeder besonderen Anzeige! Gott dem Allmächtigen het es getallen, heute morgen 1 Uhr, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grobmutter. Tente und Kusine, die Shekran Nerm. Sickhoff losefine geb. Veumenn nech langer, schwerer, mit grober Geduld ertregener Krenkheit. gestärkt durch ötteren Empfeng der hl. Sekremente, im Alter von 75 jehren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um ein andächtiges Gebet für die liebe Verstorbene bitten: Die treuernden Angehörigen. Heus Lüttirsshof. Herne und Dettein, den 17. August 1930. Die Beerdigung, wozu ergebenst eingeleden wird, findet emn Mittwoch, den 20 Aug., morzens 7.30 Uhr, vom Martenhospital, 8 Uhr von Ecke Berliner und Dorstener Straße zum Nordtriedhof Scholven aus stett. Gleich dereut selerliches Levitenhochemt in der Plerrkiiche Von Belleidsbesuchen und Kranzspenden bitten wir Abstand zu nehmen. Es ist bestime! In Gottes Ral. dab man vom liebsien was man haf, mub scheiden. Evana. Männerverein Buer-Mitte Treuerdrucksachen liefert schnellstens der Verlag. Am 16. August 1930 starb gan: plötzlich und unerwartet unser llieber Sohn. Druder. Schwager. Onkel und Nette, mein lieber Drdutigen im bidhenden Alter von 23 jahren. In Hieter Treuer: Femille Wilhelm Deuener u. Andehörigen gebei Braut Emille Höptner. Duer, den 18. August 1930. Die Beerdigung ündet am Mittwoch, den 20. August 1930, nachmittags 3.30 Uhr. vom Sterbehause, Kornepstrabe 3 aus, statt. Unser Mitglied, Komerad wiln. Deusner F. ist gestorden. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 20 S. 3 30 Uhr, ab Karnapstraße. Die Mitglieder versammeln sich um 3 Uhr mit der Fahne im Vereinehaus. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstend Frisur 50„ Haarschneiden 30 Pfg. Neuhaarschnitt 1.30 M. Dauerwelle Wickel 40 Pfg. Paul Wirow Damen=Irseurmasser an der St. Urbanuskirche s. 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