5 elaufe! n Birkensoft enthöh. r Birken— lie wirken! 60. 4.20, 6.80, 12umunien Rosenkränze, Welhkessel, und sonstige k-Artikel.— ihl in Gesang. ebetbüchern und guter Austühtert bIIIIes enrich, Neumerkt 24 dereinrehmungen. Imerssen gsten Fällen werden * Garantie durch das tverschönerungsmittel seitigt. Keine SchälRitesfer Stärke A gerie Herten. Ewaldstraße 102=104 Dorsten er Abend und Umgegend rechen einen beliebten Militärdorf. chen Tünge 929 erhielt Okase de e. ellt. Die verwendeten tsprülung durch en 1ed. Lehusen). aner kannte Sexucl I begleubigte AnerDenkschreiben denk. Wirkung! Trotsden chmals, ciekre. verabe umsonst eressante Droschüre onen-Apotheke, Zu hoben allen Agoticker! t frei! eei durc . A51.7 den 21. Mal ise Zestung erscheint 1#gl.(auch ansage) Bezugspreis durch die tan frei Haus haldmonatlich o. Anzeigen 1 mm Höhe in der am breiten Spalte 0.10, für bswärts 0.12, Reklamen 0.40, auswärts 0.30 N.=M. Stellenhache 29½.— Die am Joose Zeitung bekanntgegebenen elenpreise sind für Inserenten rechtsverbindlich. Bei angsweiser Beltreibung oder haotursverfahren ist der bewilligte chost hinfälle, Orud u, Verlag Egsiche Drutersionds.= Duer General=Anzeiger für Gelsenkirchen=Buer und das Emscher=Lippeland Amtsblatt für den Stadttreis Geisenkirchen=Zuer. Amt Westerhelt u. Gememnde Hoisam. Verordnangsblatt des Amisgerichtsbeziris Geisenkirchen=Buer=R. Nr. 138 49. J8. 1930 Geschäftestellen: Geiser Klosterstraße 13, Telephon? Buer, de ie Chevalleriestraße: Telephon Horst=Emscher 43 u. Horst=Emscher, Essener Str. 14 Tel. 267. Bankkonten: Ce und Drivat=Bank A.=G., Geis.=Buer u. Spark. des Herst=Emscher. Keine Gewähr das Erscheinen der Anzeigen bestimmten Tagen und Pätze Anfell-Unterstüthung in von—30 R.-M.- bei Berufs=Unfällen noch Maß der Versicherungs=Bedingun irth spricht Fraktur gegen Fricks Touren Ein Brief und einige Reden im Haushaltsausschuß des Reichstags-- Noch geharnischter als Severing Weimar 1930 ind die Weimarer Verfassung Schulgebeie gegen die Juden ) Berlin, 21. Mai.(Drahtber.) Im Haushaltsausschuß des Reichstages pulde gestern mit der zweiten Beratung des Haushalts des Reichsinnenministeri= ums begonnen. Vor Eintritt in die Tagesordnung nachte Reichsinnenminister Dr Wirty ber die Unglücksfälle in Lübeck bei Ansendung des Calmetteschen Schutzimpfungserjahrens eine längere Mitteilung. Nach den Referaten einiger Berichterkatter in kleineren Angelegenheiten verliest dann Reichsinnenminister Dr. Wirth den Brief. den er in der Angelegenheit fria an den Vorsitzenden des thüringihen Staatsministeriums, Staatsminister saum, gerichtet hat: „Von Ihrer Mitteilung, daß sich das hüringische Gesamtministerium mir der Frage der Errichtung von Polizeidirektorstellen noch nicht befaßt hat, habe ich mit Dank Kenntnis genommen. Ich hoffe und pünsche, daß es Ihnen möglich sein wird, die bevorstehende Beschlußfassung dahin zu seeinflussen, daß eine Wiederaufrollung er Reinungsverschiedenheiten, die ich durch nsere Aussprache als erledigt ansehen urste. vermieden werden kann. Es ist Uhnen aus unserer Besprechung bekannt, elche Bedeutung für meinen Entschluß, die von meinem Herrn Amtsvorgänger erfügte Sperrung der Polizeizuschüsse ##zuheben, Ihre Erklärung gehabt hat, saßz seit der Ernennung des Herrn Miniers Fria nur solche Veränderungen in er thüringischen Landespolizei vorgenomnen worden sind, die bereits vor seinem amtsantritt in Aussicht genommen waren, laß insbesondere kein Nationalistsozialist in die thüringische Landespolizei ausgenommen worden ist. Diese Tatsache ist für mich der entscheidende Grund meiner Stellungnahme gewesen. 1 Die Ernennung eines als Angehörigen der nationalsozialistischen Partei bekannten Beamten zum Leiter einer größeren Behörde der staatlichen Polizei würde zweisellos großes Aufsehen erregen, und mit Rücksicht auf die erzielte Einigung die Reichsregierung und auch die thüringische Zegierung in eine peinliche Lage versetzen Was die grundsätzliche Frage anbetifst, ob ein Nationalsozialist Beamter ein lann, so hat mein Ministerium unter geinen Amtsvorgängern ständig den Standpunkt vertreten, daß ein Beamter sich A einer staatsseindlichen Partei„beken#n könne“, aber nicht in diesem Sinne #„betätigen“ dürse. Die Frage, ob die nationalsozialistische Partei staatsseindlich X nöchte ich hier unerörtert lassen. Selbst venn man die Frage verneinen und zu er Ansicht kommen sollte, daß die natiokalsozialistische Partei die Aenderung der Sktigen Staatssorm lediglich auf legalem Dege betriebe, würde die Einstellung einen der nationalsozialistischen Partei tätigen Ramten in eine leitende Stelle der Staatobeitzei schweren Bedenken begegnen kön. Ich könnte mir denken, daß dieser Tichtspunkt bei der Prüsung der Frage, # eine solche Einstellung mit den Grunden über die Gewährung von PolizeiDen durch das Reich an die Länder ver#r sei, eine ausschlaggebende Rolle vielen wird. Wenn ich im Vorstehendem, ohne meine dene Auffassung zum Ausdruck zu bein. Ihnen die schweren Bedenken nur gedeutet habe, so wollen Sie daraus eine große Besorgnis ersehen, daß die erzlich beigelegte Meinungsverschiedenheit wischen dem Reich und Thüringen neu Alieden könnte Aus dieser Sorge herne möchte ich auch auf einen anderen Lergang hinweisen, der in der Oeffentlich„. und besonders in mir nahestehenden keisen unliebsames Aufsehen erregt hat. Unwidersprochenen Zeitungsmeldundat Minister Frick durch einen Er" thüringischen Schulen mehrere #lgebete empfohlen. In diesen Geben nicht ohne Grund eine betont parpolitische Tendenz erblickt worden, die #.' veinlicher emnfunden wird als Herr Fria in der Sitzung des Haushaltsausschusses des Thüringischen Landtags erklärt haben soll, daß sich die Gebete gegen rassenfremde Elemente, nämlich die Inden, richten sollten. Ich darf gestehen, daß dieser Vorgang den Reichsminister des Innern, der über Sinn und Geist der Weimarer Verfassung pflichtmäßig zu wachen hat, schmerzlich berühren muß. Die Betonung politischer Dinge in einem Teil der empfohlenen Gebete und die von Herrn Minister Frick ihnen im Ausschuß beigelegte Tendenz werfen von selbst die Frage nach der Verfassungsmäßigkeit auf. Erlauben Sie mir noch, mit allem Freimut als Mensch und Christ die Bemerkung hinzuzufügen, daß politische Hinweise in solchen Gebeten nach meiner persönlichen Auffassung dem Sinn des Religiösen widersprechen.“ Reichsinnenminister Dr. Wirth erklärte dazu, daß er abschließend zu der Angelegenheit solange keine Stellung nehmen könne, als eine Antwort von Staatsminister Baum noch nicht eingetroffen ist.“ Abg. Mumm(Christl.=Nat.) erklärt darauf:„Die thüringische Regierung ist keine Parteiregierung. Wir begrüßen es, wenn der jetzige Innenminister in größter Ruhe versucht, Konflikte abzumildern.“ Reichsinnenminister Dr. Wirth: Die ganze deutsche Beamtenschaft war beunruhigt über das thüringische Ermächtigungsgesetz, das dem Reichsinnenminister als nicht verfassungsmäßig erscheint. Wir haben diesen Streitpunkt vor das Reichsgericht gebracht und warten die Entscheidung ab, die wohl schon in einiger Zeit erfolgen wird. Der zweite Streitfall, die vom Minister Dr. Frick empfohlenen Schulgebete, enthält die ablosute Notwendigkeit einer kritischen Nachprüfung der Verfassungsmäßigkeit. Wenn wir dazu kommen, daß die einzelnen Länder ohne Benehmen mit den zuständigen Religionsgesellschaften derartige Gebete weitergeben, so haben wir zu prüfen, ob diese Gebete mit der Weimarer Verfassung in Einklang stehen. Ich muß das leider bestreiten, und kann nicht diese Sache auf sich beruhen lassen. Ich wäre nicht willens, einen Tag im Amte zu bleiben, wenn in irgendeinem deutschen Lande eine derartige Stellungnahme gegen eine Gruppe deutscher Staatsbürger erfolgen würde, wie sie jetzt in Thüringen erfolgt ist. Darüber will ich keinen Zweisel lassen, und ich habe zu dieser Stellungnahme keiner Mahnung von irgendeiner Seite bedurft. Nötigenfalls ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, einen derartigen Vorgang auch vor das Reichsgericht zu beingen.— Der dritte Streitfall ist die Frage des Eintritts von Nationalsozialisten in die Beamtenschaft. Ich habe die thüringische Staatsregierung mit allem Nachdruck darauf hingewiesen, daß nach den zwischen dem Reich und Län Boeß mit Dienstentlassung bestraft Verhandlung ver dem Bezirksausichus# Das Urtell des Gerichts lautet auf Dienkentialung „unwürdigen Verhaltens“ :: Berlin, 21. Mai.(Drahtber.) Vor dem preußischen Bezirksausschuß zu Berlin begann gestern vormittag die Hauptdisziplinarverhandlung gegen Oberbürgermeister Boeß. Das Disziplinargericht steht unter dem Vorsitz von Präsident Mooshake von der Bau= und Finanzdirektion. Vor dem Gebäude des Bezirksausschusses hatten sich vor Beginn der Verhandlung neben einigen wenigen Neugierigen zahlreiche Pressephotographen eingefunden. Ein verstärktes Ueberfallkommando hatte für alle Fälle Ausstellung genommen. Zwei Beamte wurden vor dem Eingang des großen Sitzungssaales im ersten Stock des Gebäudes postiert. Kurz nach 9,45 Uhr erschien Oberbürgermeister Boeß in Begleitung seiner Anwälte. Die Verhandlung fand unter völligem Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Angeklagte kann durch Berufung gegen das Urteil des Disziplinarhofes noch die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes anrufen. Weiter wird dazu gemeldet: In der Disziplinarsache gegen den Oberbürgermeister Boeß fällte das Gericht folgendes Urteil: Der Angeschuldigte hat die Pflichten verletzt, die ihm sein Amt auserlegte und sich durch sein Verhalten in und außer dem Amte der Achtung, des Ansehens und des Vertrauens, die sein Beruf erfordern, unwürdig gezeigt; er wird deshalb mit Dienstentlassung bestraft. Dem Angeklagten wird auf Lebenszeit zweidrittel des ihm reglementmäßig zustehenden Pensionsbetrages als Unterstützung gewährt. Die baren Auslagen des Verfahrens fallen dem Angeschuldigten zur Last. Der Angeschuldigte hat sofort gegen das Urteil Beruung eingelegt. „Graf Zeppelin“ wieder über dem Ozean In Seullia zur Südamerihafahrt gellartet 19 Polagiere an Berd Große Umwege Fahrt nach Sevlla Die Karbe Hbe machte eine Landung unmöglich an der — Sevilla, 21. Mai.(Drahtb.) Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ ist gestern vormittag 9,30 Uhr ME3 zu seiner Süd. amerikafahrt aufgestiegen. An Bord befinden sich 19 Passagiere. Der Start erfolgte bei heerlichstem Wetter. Das Luftschiff entschwand nach kurzer Zeit in fürlicher Richtung den Blicken. * Ueber den Flug des Luftschiffes„Graf Zeppelin“ ging um 19,45 Uhr beim Luftchiffbau Friedrichshafen folgender Funkspruch ein „16,34 Uhr 34 Grad Nord, 12 Grad West; Luftschiff fährt noch nicht besonders schnell, da Gegenwinde aus Süb bis Südwest, ausholen nach Westen, Richtung Madeira, um Tief nördlich Kanarischen Inseln zu umfahren und eher Passat zu erreechin.“ Mit dem Zeppelin bis Cadiz — Sevilla, 21. Mai.(Vom Sonderberichterstatter des WTB): Während der letzten Stunde vor dem Start des„Graf Zeppelin“ überflog das dreimotorige LuftHansa=Flugzeug mit Berliner Pressevertretern an Bord den Zeppelin und umkreiste fortge etzt das Schiff, während des Weiterfluges. Das Flugzeug übersandte dem Luftschiff folgenden Funkspruch:„Die deutsche Presse und die Lufthänsa=Besatzung des D 1089 wünschen dem„Graf Zeppelin“ glückliche Fahrt.“ Zur Antwort winkten die Zeppelin=Passagiere aus den dicht besetzten Kabinen ihren Dank herüber. Das Flugzeug begleitete den Zeppelin in Kreisflügen bis Cadiz und kehrte dann um, während der Zeppelin sich auf den Atlantischen Ozean hinausbegab. Die wicd das Betler? auf der Flugroute des„Graf Zeppelin? biet teilt das Seeflugreferat der Deutschen Seewarte mit: Von den Azoren bis Frankreich erstreckt sich ein Gebiet hohen Luftdrucks, von dem aus ein Keil hohen Drucks nach den Kapverdischen Inseln reicht. Dagegen befindet sich über Marokko ein Tief. Von dem Marokkotief aus erstreckt sich ein Teiltief nach Südwest=Spanien. das tagsüber infolge der starken Erwärmung über dem Land ausgeprägter ist, während es nachts fast vollständig verschwindet. Im Bereich der zwilchen Spanien und den Kanarischen Inseln herrscht bei dieser Luftdruckverteilung nur schwache Luftbewegung aus vorwiegend nordöstlicher Richtung bei nur mäßiger Bewölkung= mit Schnöwetter=Cumuluswolken. In der Nähe der marokkanischen Küste liegen noch strichweise flache Nebelbänke, die durch die kalten, auffrischenden Meeresströmungen verursacht werden, welche in den Sommermonaten besonders stark ausgeprägt sind. Zwischen den Kanarischen und den Kapverdischen Inseln herrscht eine zleichmäßige Passatströmung, in der das Luftschiff bei schönem Wetter gute Fahrt machen wird. „Sraf Zeppelin“ gesichtet — Newyork, 21. Mai.(Drahtber.) Die Londoner Vertretung der Associadet Pretz erhielt eine Privatmeldung des Dampfers„Orita“, der den„Graf Zeppelin“ um 5.24 Uhr nachmittags Greenvicher Zeit unter 34 Grad und 44 Minuten nördlicher Breite und 12 Grad 53 Minuten westlicher Länge gesichtet hat. Es herrschte leichter Südwestwind. Die See war ruhig. die Sicht gut. „An Vord alles woll“ Funkspruch vom Luftschiff„Seaf Zeppelin“ — Friedrichshafen, 21. Mai.(Drahtbericht.) Funkspruch von Bord des Graf Zeppelin“, 8 Uhr abends, etwa 32 — Hamburg, 21. Mai.[Drahtd.) Grad Nord, 14 Srad West. Immer noch Ueber die Wetterlage in dem von dem südliche Gegenwinde. Kurs auf Tenerifsa. Luftschift„Sraf Zeppelin" derührten Ge= Schönes Wetter. An Bord alles in Ord nung. Das Schiff hatte regen Verkehr mit Norddeich. Steht augenblicklich in Funkverkehr mit einem deutschen Dampfer. Die Tage von Sevilla Die Spanier begeistert Dr. Eckener läßt sich nicht aushorchen — Sevilla, 21. Mai.(Telegramm des Sonderberichterstatters des WTB): Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ war während seines Aufenthaltes auf dem hiesigen Flugplatz das Ziel einer zahllosen Menchenmenge. In unabsehbaren Scharen waren die Einwohner der Stadt und der umliegenden Ortschaften nach dem 10 Klm. von der Stadt entfernten Flugplatz gekommen, um den Luftriesen zu bewundern. Auf allen Zufahrtsstraßen stauten sich die Automobile, so daß ein Vorwärtskommen nur schrittweise möglich war. Die von der Menge mit großer Spannung erwartete Ankunft des Luftschiffes hatte sich stark verzögert, in der Nacht von Sonntag auf Montag konnte er infolge des Mistrals nur 200 Klm. zurücklegen. Das Luftschiff überflog die afritanische Küste, Ceuta und Tetuan mit vier abgedrosselten Motoren, da die Landung in Sevilla infolge der sengenden Sonnenglut erst in den späten Nachmittogestunden möglich war. Zu Ehren der Offiziere und der Mannschaft des„Sraf Zeppelin“ wurde ein Bankett veranstaltet. Einige Journalisten versuchten Dr. Eckener zu interviewen, aber dieser lehnte jede Erklärung ab. Dr. Eckener soll jedoch einigen in Sevilla wohnenden Deutschen gesagt haben, daß er diese neue Reise unternommen habe, weil sie eine endgültige Prode für die Errichtung regelmäßiger Luftfahrtverbindungen mit Südamerika darstellt und auch weil zum ersten Male der Zeppelin den Aequator übersliegt. dern vereinbarten Grundsätzen die Länder geeignete Maßnahmen zu treffen haben, daß der unpolitische Charakter der Schutzpolizei unbedingt gewährleistet ist. Ich muß abwarten, wie die Ernennung andeter Persönlichkeiten zu bewerten ist, und welche Stellungnahme daraus grundsätzlich hervorzugehen hat, da ja dadurch auch die Frage der kommunistischen Beamten aufgeworfen wurde. Bei dem Stahlhelmverbot muß ich diese Dinge iauch im Hinblick auf gewisse Bestimmungen des Versailler Vertrages und der Haager Abmachungen prüfen. Es würde sich wirklich nicht lohnen, wenn durch pseudomilitärische Uebungen solcher Verbände unseren Gegnern im Auslande willkommenes Material gegen Deutschland geboten würde; auch der Reichswehrminister legt auf solche Uebungen nicht den geringsten Wert. Ich werde selbstverständlich diese Frage weiter verfolgen, und es kann notwendig werden, daß überhaupt die Frage dieser Verbände, wobei ich keinen ausschließe, bei der gegenwärtigen Erhitzung der politischen Leidenschaften in Deutschland einer Nachprüfung unterzogen werden muß. Unsere Aufgabe, den Staatsbürger zu schützen, wird schließlich unmöglich gemache, wenn politische Gruppen in Uniform und mit Abzeichen, gleicham bewaffnete Gruppen, einen Staat im Staate bilden. Zur Wahlreform erklärte der Minister, daß er nicht daran denke, diese mit Art. 48 durchzuführen, er sei allerdings ein Todfeind der Listenwahlen, wie wir sie heute haben. Wenn er einen Entwurf dem Kabinett vorlege, so sei das bescheidene Ziel, die Wahlkreise zu verkleinern. Wenn die Wahlreform aber zu lange hinausgechoben werde, so werde das deutsche Volk des diplomatischen Getriebes überhaupt müde werden Es sei eine Unmöglichkeit, dem Staat vom reinen Staatsinteresse aus, wie es viele wollten, zu regieren. Der thüringische Reichsratsbevollmächtigte, Minister Dr. Münzel, erklärte, es sei nicht richtig, daß die thüringische Regierung die Aeußerungen des Ministers Dr. Frck gegen Reichsminister Severing nicht gemißbilligt habe. Es sei auch nicht richtig, daß die Richtlinien für die Gewährung von Polizeikostenzuschüssen an die Länder die Sperre dieser Zuschüsse an Thüringen durch den Minister Severing gerechtfertigt hätten. Inzwischen habe Dr. Frick den Eid auf die thüringische Verfassung geleistet, und es müsse nun erst abgewartet werden, ob er den Verfassungseid verletze. Zurückweisen müsse er auch die Bemerkung, daß Dr. Frick Thüringen diktatorisch regiere. In der Abendsitzung wurde der Etat des Reichsinnenministeriums weiter beraten. Abg. Schreiber(Zentr.) sprach der thüringischen Staatsregierung das Recht ab, ohne Einwilligung der interessierten Kirche die bekannten Gebete in den Schulen vorzuschreiben, die, soweit sie von Betrug und Verrat sprechen, gemeinschaftszerstörend wirken und der Reichsverfassung widersprächen. Die Reichsregierung dürfe der thüringischen Staatsregierung gegenüber keinen Standpunkt einnehmen, der dem republikanischen Gedanken abträglich werden könne. Abg. Sachsenberg(W. P.) forderte die Heraussetzung des Wahlalters, da die Verpolitisierung der Jugend kaum noch verantwortet werden könne. Abg. Dr. Leicht(Bayr. Bot.) besprach ebenfalls den Konflikt mit Thüringen. Was die Vorschrift der Gebete anlange, so sei zu bezweiseln, od Frick auch nur den kleinen Befähigungsnachweis habe (Heiterkeit). Nachdem Aba. Steinkopf(Soz.) noch auf die nationalsozialistischen Umtriebe in Reichsbehörden hingewiesen und die Freihaltung des Beamtenkörpers von republikfeindlichen Elementen verlangt hatte, vertagte sich der Ausschußz auf Mitt:: Zahleeiche Verkehrsunfälle in Paris. Aus Paris wird gemeldet: Die Bilanz der gestrigen Verkehrsunfälle schließt ab mit 12 Toten und 79 Verletzten. 5 Haraktri eines japanischen Stabeoffiziers. Aus Tokio wird gemeldet: Oberstleutnant Kusakari, der dem Generalstab angehört, hat Selbstmord durch Harakiri begangen. Die Verzweiflung über die Herabsetzung der sapanischen Streitkräfte durch den Londoner Flottenpakt soll ihn in don Tod getrieben haber Rummer 138 Mittwoch, den 21. Mai Jahrgang Das Säuglingssterben in Lübeck bisber 18 Tole Dr. Wirth erklärt dazu... Lübeck, 21. Mai.(Drahtber.) Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind nach dem Stande der Ermittlungen bis zum 17. Mai von 243 erkranken Kindern 18 gestorben, Bei 13 wurde positiv Calmette=Fütterung als Todesurusache festgestellt. Krank sind 33 Kinder, davon acht schwer. Gebessert sind zehn Kinder. In ärztlicher Behandlung befinden sich noch 78 Kinder. 61 sind gesund, von denen allerdings, wie anzunehmen ist, noch ein Teil erkranken kann. Unbekannt ist der Gesundheitszustand von 42 Kindern. * In der gestrigen Sitzung des Haushaltsausschusses des Reichstages machte vor Eintritt in die Tagesordnung Reichsinnenminister Dr. Wirt über die Unglücksfälle in Lübeck bei Anwendung des Calmetteschen Schutzimpfungsverfahrens folgende Mitteilung: Die tief bedauerlichen Vorkommnisse in Lübeck haben mir Veranlassung gegeben, umgehend einen besonderen Bericht vom Reichsgesundheitsamt über die dortigen Vorgänge einzufordern. Nach dem Bericht des Reichsgesundheitsamtes hat der fachliche Leiter des Gesundheitsamtes in Lübeck im November v. J. auf Grund der in Frankreich und auch in anderen Ländern an Hunderttausenden von Fällen gesammelten Erfahrungen empfohlen, das Calmettesche Verfahren zur Schutzimpfung gegen Tuberkulose in Lübeck zur Anwendung zu bringen. Im Jahre war von Professor Calmette eine Kultur bezogen worden, die in Lübeck durch Weiterimpfung in vierwöchentlichen Zwischenräumen weitergezüchtet war. Die Weiterzüchtung und die Herstellung von Impfstoffaufschwemmungen war in Lübeck unter persönlicher Verantwortung des Professors Deyske. Direktor des Allgemeinen Krankenhauses in Lübeck, erfolgt. Am 26. April 1930 wurde dem Gesundheitsamt Lübeck ein Todesfall und vier Ertrankungen unter den geimpften Säuglingen bekannt, worauf die Herausgabe der Impfstoffaufschwemmungen eingestellt wurde. Die Sachverständigen kamen zu dem Ergebnis, daß die Todesfälle und wahrscheinlich die Erkrankungen durch eine durch die Impfung bedingte Tuberkulose verursacht sind. Die Frage, worauf es zurückzuführen ist, daß im Gegensatz zu allen sonstigen bisherigen Erfahrungen die Impfstoffausschwemmungen so verheerend wirkten, bedarf noch weiterer Klärung. Umfassende Untersuchungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, sind hierüber im Gange. Falls Versehlungen vorgekommen sind. werden die verantwortlichen Personen in vollem Maße zur Rechenschaft gezogen werden. Ich habe sofort an sämtliche Landesregierungen ein Rundschreiben gerichtet, von der Anwendung des Calmetteschen Verfahrens ganz allgemein abzusehen, bis eine völlige Klarstellung erfolgt ist. Die Parlamente melden: Steuer- und Haushaltstragen im Preußenhaus Verkehrsauflölung des Landlags in Sachlen und Junizetatsannahme im Reicstag Tod in der Sommerfrische Eine Berlinerin im Glatzer Vergland ermordet :: Breslau, 21. Mai.(Drahtber.) Die als Kurgast in einem Logierhaus in Wölfelsgrund wohnende 51jährige Witwe Wolfssohn verließ vorgestern ihre Unterkunft zu einem Spaziergang und wurde von diesem Zeitpunkt ab vermißt. Ein Streifkommando fand die Leiche der Vermißten im Buckelsbach, 600 Meter hinter dem östlichen Ausgang von Wölfelsgrund Die Schuhe fehlten. Einer von ihnen wurde unweit des Fundortes der Leiche, der andere etwa 50 Meter oberhalb des Baches dicht an der Straße gefunden. Dor: waren Blutspuren zu sehen, so daß diese Stelle als Tatort angesehen werden kann. Von diesem Tatort führten Schleifspuren nach der Fundstelle. Der Kopf der Toten weist mehrere Stiche im Hinterkopf und einige über dem rechten Auge auf. :: Berlin, 21. Mai.(Drahtber.) In der Dienstagssitzung des Preußischen Landtags fand zunachst Annahme ein untrag des Handelsausschusses, bei der Vergebung der Anfertigung von Bekleidungsstücken für die Schutzpolizei vorzugsweise die Grenzbezirke möglichst zu berücksichtigen. Annahme sand auch eine Entschließung, wonach die Hergabe von Hauszinssteuerhypotheken davon abhängig gemacht werden soll, daß mehr als bisher Kinderreiche und Schwerkriegsbeschädigte bei der Vergebung der Wohnungen berücksichtigt werden. Die Novelle zur Wanderlagersteuer, durch die auch der Lebensmittelhandel dieser Steuer unterworfen wird, wurde in dritter Lesung verabschiedet. Die Haushalte der Oberrechnungskammer und des preußischen Staatsministeriums, einschließlich dem des Ministerpräsidenten, wurden in zweiter Lesung angenommen. Der Antrag der Deutschen Volkspartei, der sich gegen die Disziplinierung von Beamten wegen Eintragung in die Listen des Volksbegehrens richtete, wurde abgelehnt. Es folgte die zweite Beratung der Grundvermögenssteuer erh öhung. Abg. Howe(dnatl.) begründete Aenderungsanträge seiner Fraktion, die eine Erhöhung der Freigrenze und die Steuerfreiheit der Werkwohnungen verlangen. Abg. Oberdörster(Komm.) erklärte, die Gegnerschaft der Rechten und der Wirtschaftspartei gegen die Grundsteuererhöhung sei Spiegelsechterei. Abg. Neumann=Frohnau(D Vpt.) empfahl Aenderungsanträge seiner Fraktion, die u. a. eine Befreiung sämtlicher gewerblicher Räume von der erhöhten Grundsteuer verlangen, um eine Verteuerung der Produktion zu verhindern. Abg. Mentz(Wirtschpt.) lehnte den Antrag der Regierungsparteien als unerträgliche Neubelastung des Altwohnraumes ab. Abg. Schmidt=Limburg(Deutsche Fraktion) spricht sich gleichfalls gegen die Steuer aus. Desgleichen Aba. KerrlPeine(Natsoz.). Damit schließt die Aussprache.— Der grundlegende Paragraph, der die Verdoppelung der staatlichen Grundsteuer vorsteht für den bebauten Grundbesitz(die Landwirtschaft wird nicht besteuert), wurde mit 186 Stimmen der Regierungsparteien gegen 146 Stimmen der Opposition angenommen. Abgelehnt wurden die Aenderungsanträge der Deutschnationalen und der Volkspariei, darunter der deutschnationale An trag auf Freilassung der getrennten Grenz geviele von der Steuererhöhung. Hiermit ist die zweite Lesung der Grundvermögenssteuer beendet. Die dritte Lesung soll am Freitag vorgenommen werden. Nunmehr wurde die am Montag begonnene zweite Lesung des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung fortgesetzt. Abg. Haase=Liegnitz(Wirtschpt.) erklärt: Nachdem unsere Wirtschaft von den herrschenden Gewerkschaftssekretären zugrunde gerichtet ist, suchen Sie(zu den Sozialdemokraten) Hilfe beim ausländischen Kapital. Wir sagen dieser Regierung unsere Unterstützung nicht zu, sondern wir erstreben einen Wandel in der preußischen Regierungsmethode und lehnen deshalb den Etat ab. Der Haushalt der allgemeinen Finanz= verwaltung wurde angenommen. Annahme fand auch eine Entschließung, wonach mit dem Reich Verhandlungen über eine Senkung der Realsteuern, namentlich mit Rücksicht auf die notleidende Landwirtschaft, gepflogen werden sollen. Ohne Ausspfrache wurde auch das Haushaltsgesetz in zweiter Lesung angenommen. Damit war die zweite Lesung des Haushalts für 1930 erledigt. Um 18,15 Uhr vertagte sich das Haus auf Mittwoch 12 Uhr: Dritte Haushaltsberatung. Elatsberatungen im Reichslag :: Berlin, 21. Mai.(Drahtber.) In der Dienstagsitzung des Reichstages wurde die 2. Beratung des Haushalts des Reichsverkehrsministeriums fortgesetzt. Abg. Dr. Hintzmann(D. V.) bezeichnet es als unmöglich, bei der jetzigen schlechten Finanzlage für die Wasserstraßen Bauprogramme auf lange Sicht aufzustellen. Es seien auch nicht die Entschließungen zu billigen, die gegen die Schließung von Eisenbahnwerkstätten protestieren. Die Reichsbahnverwaltung dürfe nicht durch das Parlament an den Nationalisierungs= maßnahmen gehindert werden. Reichsverkehrsminister von Guerard geht auf die Ausführungen verschiedener Debatteredner ein. Für den Luftverkehr werden ausgegeben auf den Kopf der Bevölkerung in Frankreich 8.30 Mark, in England 7,70. Mark und in Deutschland nur 0.78 Mark. Die Beiräte bei den Verkehrseinrichtungen beruhen auf gesetzlicher Grundlage. Der Weltfrachtkonferenz hat das Reichsverkehrsministerium die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Es werde sich an dieser wichtigen Konferenz beteiligen und dort auch über verschiedene Fragen Referate halten lassen. Bei der Reichsbahn werde das Reichsverkehrsministerium durch Förderung ihrer Kreditfähigkeit dazu kommen, daß die neuen Anlagen aus Anleihemitteln gedeckt werden. Die Bezuge der leitenden Beamten werden geprüft werden. Bei der schlechten Finanz= lage der Reichsbahn ist es unerträglich. wenn sie Gehälter zahlt, die jedes Bedürfnis übersteigen. Abg. von Troila(Du.) begründet eine Entschließung, in der Fahrpreisermäßigungen für Besichtigung der Kriegergräber durch die bedürftigen nächsten Angehörigen verlangt wird. Abg. Schulor= Steglitz(Dem.) erörtert Fragen der Reichsbahnbeamten und verlangt die Einsetzung einer objektiven Instanz zur Prüfung der Finanzlage der Reichsbahn, die heute immer noch das bestfundierte Unternehmen in Deutschland sei. Abg. Vollmers= Altendorf(D. Fr.) hält der preußischen Regierung die Finanzpolitik Thüringens als nachahmenswertes Beispiel vor. Von der Einführung eines Verwaltungskostenbeitrages in Verkoppelung mit den Realsteuern erwartet der Redner eine Ausgabendrosselung bei den Gemeinden. Damit schließt die Aussprache. Der Haushalt des Verkehrsministeriums wird in der Ausschußfassung angenommen mit den von dem Ausschuß gestellten Anträgen gegen die Tariferhöhung auf der Berliner Stadtbahn, für Gleichstellung der Kleinkrafträder bei den Kraftfahrzeugen im Kraftfahrzeugverkehrsgesetz und auf Beseitigung der Uferabbrüche an der Unterelbe. Angenommen wird auch der Antrag Troilo auf Fahrpreisermäßigung bei Reisen nach den Kriegergräbern. Damit ist der der Verkehrsetat erledigt. Die dann vorgenommenen Abstimmungen zum Justizetat ergeben die Annahme dieses Etats nach den Ausschußvorschlägen Der kommunistische Mißtrauensantrag gegen den Reichsjustizminister wird gegen die Antragsteller abgelehnt. Um 20 Uhr vertagt sich das Haus auf Mittwoch 15 Uhr. Auf der Tagesordnung steht der Wehretat. Das Sachsenhaus aufgeslogen :: Dresden, 21. Mai.(Drahtber.) Im sächsischen Landtag sand gestern nachmittag in der 5. Stunde die Abstimmung über die Auflösungsanträge statt. Für die Anträge wurden 50 Stimmen abgegeben, dagegen 48. Landtagspräsident Weckel erklärte um 4.25 Uhr den sächsischen Landtag auf Grund dieses Stimmergebnisses für aufgelöst. Durchflochtene Volkswirtschaft Proteller Dr. Bedmann-Bonn lprach gellern abend in Derken über„Die Verflechtung ven Indukrie und Landwirtichaft in Wendenlichland“.] Neuen Ulern In der Vollswirtichalt entgegen? Aus Anlaß ihres 10jährigen Bestehenveranstaltet die Bestische Verwaltungsschule in diesen Tagen in einigen Städten des Emscher=Lippelandes mehrere Verwaltungshochschulvorträge, von denen wohl der wichtigste, zumindest aber der interessanteste gestern abend in der städtischen Turnhalle in Dorsten vor einem großen Kreise von Hörern aus den Lippeorten wie auch aus Buer, Gladbeck und Recklinghausen gehalten wurde. An diesem Abend sprach einer der modernsten deutschen Volkswirtschaftswissenschaftler, Universitätsprofessor Dr. Beckmann von der Bonn=Poppelsdorfer Landwirtschaftlichen Hochschule über das aktuelle Thema:„#ie Verpflechtung Fridtsof Ransens letzte Fahrt 4 7 er Trauerzug der am 17. Mai— dem norwegischen Nationalfeiertage— in Oslo orwegens großen Sohn nach einer Trauerseier in der Universität(im Hintergrunde) zur letzten Ruhe geleitete von Industrie und Landwietschaft in Westdeutschland“. Um in der Abwicklung seines Vortrages nicht zu weit greisen zu müssen, skizzierte der Redner eingangs seine Beschränkung auf die Auswirlungen und die inneren Kausalzusammenhänge der wirtschaftlichen Verpflechtung von Industrie und Landwirtschaft Pros. Dr. Beckmann unterschied zwei Arten des industriellen Aufbaus, die zusammengeballte(Kohlenindustrie), die zu Großstadtbildungen führe, und die dezentralisierte(alle übrigen Industriezweige). die für eine gesunde Vermischung von Land= und Industrievolk sorge. Der dezentralisierten Industriestruktur gab der Vortragende den unbedingten Vorzug. Die Großstadt sei die Wurzel vieler heute auftretenden volkswirtschaftlichen Schwierigkeiten und Störungen. Die durch Landwirtschaft untermauerte Arbeiterschaft sei ein typisches Zeichen des Ruhrgebietes, vor allem dort, wo, wie an den Ruhrhängen. vor dem Eindringen der Industrie das Land stark besiedelt gewesen sei. Der Vortragende schilderte dann, Vergleiche ziehend, die wesentliche Andersartung der englischen Industrieentwicklung und kam dann auf die wachsende Großkapitalisierung der deutschen Wirtschaft zu sprechen. Diesem zunehmenden Großkapitalismus stünde das zunehmende Heer der Besitzlosen gegenüber. Dem Ansturm der Besitzlosen könne nur begegnet werden durch besitzschaffende Maßnahmen. Nicht der Kollektivismus Sowjet=Rußlands, sondern ein Kollektivismus, der die Masse wieder mit Besitz, vor allem Bodenbesitz ausstatte, könne der Gefahr des vollendeten Großkapitalismus wirksam gegenübergestellt werden. Von außerordentlicher Bedeutung sei, daß durch die Besitzschaffung für die arbeitenden Massen ein wirksames Ventil gegen den mecha isierten Produtionsprozeß des Großkapitalismus geschaffen werde. Wir Künden heute erst im Anfang der großkapitalistischen Produktionsmechanisterung. Und schon jetzt müsse dafür Sorge getragen werden, daß den in den mechanisterten Betrieben Arbeitenden wieder die Verpflechtung mit dem landwirtschaftlich bearbeiteten Boden gegeben werde, um sie vor dem geistigen und seelischen Untergang zu bewahren. Wie sehr schon heute der arbeitende Mensch das Bedürfnis nach einer Ablösung vom mechanisierten Produktionsprozeß habe, ersehe man deutlich aus dem modernen Sportbetrieb Als eine besonders deutlich erkennbare Folge der begonnenen Mechanisierung des Produktionspro= zesses sah der Vortragende die begonnene Umstellung der menschlichen Ernährung an. An die Stelle von kohlehydrathaltigen Nahrungsmitteln(Kartoffeln, Roggen usw.) trete der gesteigerte Bedarf an weißhaltigen Nährstoffen(Eier, usw.). An dieser physiologischen Folge mechanisierten Produktionsprozesses kön auch ein Roggengesetz nichts ändern Auch aus bevölkerungspolitischen Grü den heraus trat Professor Dr. Beckma## für die Landverbindung des Arbeiters un In Berlin seien im Vorjahre weniger burten als Eheschließungen zu verzeich gewesen(43.000 gegen 47.000). Dem burtenrückgang auch bei der Masse der beitenden könne man durch eine neue Ve## bindung mit dem ländlichen Boden ersol## reich entgegentreten. Die Verflechtung### Industriemenschen mit der Landwirtscha# fördere aber noch einen anderen volkswic schaftlich wichtigen Faktor, nämlich Geldsparwillen, der dort am stärksten### wo der Mensch neben seiner Erwerbsarbe# über einen kleineren Bodenbesitz verfüg So bestehe auf dem Wege über die ne Besitzschaffung für die besitzlosen Industri menschen und damit auf dem Wege übe den neubelebten Sparsinn die Möglichtes einer Befreiung der deutschen Wirtsch## vom ausländischen Anleihenmarkt und gleich die Aussicht auf neue inländist Kapitalbildung. Nachdem der Vortragende, dann n unter verschiedenen Blickwinkeln den Staa der heutigen Technik in Industrie un Landwirtschaft erörtert hatte, stellte er Zukunftsverspektiven der deutschen Boden politik. Nach und nach komme man der individualistischen Bodenauffassung einem Bodenrecht, das in erster Linie der Schutz des Bodenbesitzlosen diene Kons## quent müsse der dazu erforderliche Boder bedarf der öffentlichen Hand zu einer drängung der reinen Landwirtschaft### andere Bezirke führen Der Vortragen## trat in diesem Zusammenyang für systematische Umsiedlung der westdeutsch Landwirtschaft ein. In Verfolg seiner zukunftsperspektoi schen Betrachtungen sah der Vortragen das Bild einer durch die Verflechtung v## Industrie und Landwirtschaft hervorge rufenen sozialen Egalisierung aller Bev### kerungsschichten Wenn diese Egalisieru eingetreten sei, gäbe es keine Klassenunte schiede mehr, sondern nur noch die Ve schiedenheit der beruflichen Betätigung aus der dann ein neuer Aufstiegsdran des Einzelnen geboren werde. In diese Zusammenhang prägte der Vortragende Grundtendenz seiner Ausführungen Wort von der„durchflochtenen Volkswin schaft“. Er zeigte dabei noch, wie sehr persönlicher Beziehung diese Durchflet tung heute schon im Westen Wirklichkeit Zum Schluß seines begeistert aufgenor menen, mit viel herzhaften und launig Episoden und witzigen Bemerkungen würzten und dennoch sehr gewichtigen Vo trages stellte Prof. Dr. Beckmann seieinleuchtenden Ausführungen unter Blickpunkt der 37 Vollreparationsjahre. Vor Beginn des Vortrages hatte Re Assessor Dr. Ackmann den Referent namens des verhinderten Landrates grüßt, während nach dem Vortrag der La ter der Vestischen Verwaltungsschule, rektor Dr. Keimer. den Dank der merksamen Hörerschaft in herzliche zu fassen wußte. Unter den Hörern man übrigens auch führende Vertreter kor munaler und anderer Behörden aus Vest. Trauriger Abschluß einer vierfachen Hochzeitsfeier Paris, 21. Mai.(Drahtber Eine Hochzeit in einer Ortschaft der En tagne— es handelt sich um die gleich tige Eheschließung zweier junger Leut sowie die silberne Hochzeit der Eltern Braut und die goldene Hochzeit der Gr## eltern der Braut— an der die ganze### völkerung lebhaften Anteil nahm, son einen traurigen Abschluß. Als die zeitsgäste in Lastautos heimbefördert wu den, fuhr ein Wagen gegen einen B und 18 der im Wagen befindlichen Pers nen wurden mehr oder weniger schwer ber letzt. Für ein neues Europa Vom Paneuropa=Kongreß in Berlin, der unter Teilnahme von Delegierten aus sämtlichen europäischen Staaten am 18. Mai eröffnet wurde(von 11“s): mas Mann— die Schauspielerin Ida Roland, die Gattin des Grafen“ udenhor“ Kalergi— Graf Coudenhove=Kalergi, der Präsident der Paneuropäisch= Union der frühere jugoslawische Außenminister Rintschitsch— der frühere fre ösische“ beitsminister Loucheur. Rummer 198 Trübe Zortdauer im 51 Es muß mit gerech mp; Obwohl inz gekundigte Entlas schaftsmitgliedern lagen der Bergwe durchgeführt ist, der Lage im St noch nicht das Gerend ursprünglich mit dem Augenbli Entlassungen die len, hat sich jetzt keit, die bei norm ten Kohlen und 1 setzen, als notwei auf weiteres jede einzulegen. Darül falls keine Besseru tritt, damit gered benenfalls erneute und damit verbund stattfinden. Zum anlagen der Bergi lassungen erfolgt, des seierzeit aufges hinausgehen. Da h Abgang durch Alt tritt und von Seit eine strenge Ein gesamten Schachtal die Belegschaftszif Schachtanlagen au lange dieser Zusta wird, hängt einzig satzverhältnissen, d denkbar trübe sind, Gesaßzle Zwei Brände e Am Morger dem Gehöft des La in Herbern, Kre Brand ausgebrock weilte um diese und Schwester in H waren nur zwei blieben. Mit Wir Feuer, das in den reiche Nahrung so die Stallungen übden Feuerwehr wa das Vieh zu rette Pferde, 7 Kühe und Flammen zum Op Teil der Erntevort den. Der entstan enorm. Die La Recklinghausen nal lungen bezüglich Diese haben ergebe nädchen als Brand Die Täterin, die si abscheulichen Tat nerken ließ, wurde Antsgericht in Ka Die Landeskrimi ist ferner in Hopft einer Brandstiftung sicherungsbetrug an Hier brannte in de 1. J. ein Wohnhaf aufgenommenen Ei deskriminalpolizei dung einer zwei 1 troleum getränkten Brandstelle. Ferne amten der Landesk eine große Kiste, B isw. vorgefunden, leum getränkt war bilar gerette word hierfür eine Sumn eine Versicherung Als Brandstifter wi des Hausbewohner, Die ein Ko Die nen Milchstre tinente Nachdem die e das Planetensystem ischt hatte, wandte proviem zu, der Ei ystems. Unsere So Sternen. Sollte al Sternen Ordnung errschen, so wie Sonne und im klei einzelnen Planeten wuller! Schon frühzeitig Lösung dieser FraRilchstraße. Denn findung der Fernro# Sternen bestehl Lichtschwäche und kehen dem Auge Erscheinen. In der Zeit herausgeste im großen und gan Sterne angeord 9 fast alle in eine bestalt einer Linse L#schenuhr bet. 2 Edene der Milchstre techt dazu verhältn dieses Gebiets Sterne, aber sie sin Jahrgang Rummer 198 Mittwoch, den 21. Miel gesteigerte Bedarf an hrstoffen(Eier, Zle physiologischen Folge roduktionsprozesses kön esetz nichts ändern stterungspolitischen Gr## Professor Dr. Beckmay indung des Arbeiters im Vorjahre weniger ließungen zu verzeicht gegen 47.000). Dem ich bei der Masse der nan durch eine neue Ve## ländlichen Boden ersol en. Die Verflechtung mit der Landwirtscho einen anderen volkswig Faktor, nämlich### er dort am stärksten ben seiner Erwerbsarbe ren Bodenbesitz verfüg em Wege über die ner die besitzlosen Industria nit auf dem Wege übe Sparsinn die Möglichte der deutschen WirtschAnleihenmarkt und auf neue inländist Vortragende dann na Blickwinkeln den Stan nik in Industrie un rtert hatte, stellte er# en der deutschen Boden# nach komme man vo hen Bodenauffassung das in erster Linie der besitzlosen diene Kons# azu erforderliche Bode chen Hand zu einer inen Landwirtschaft hren Der Vortragen usammenhang für ein dlung der westdeutsch iner zukunftsperspekto sah der Vortragen ich die Verflechtung v## andwirtschaft hervorg galisierung aller Bev## Venn diese Egalisiern e es keine Klassenunte rn nur noch die eruflichen Betätigung neuer Aufstiegsdran ren werde. In diese gte der Vortragende a## r Ausführungen ichflochtenen Volkswin dabei noch, wie sehr hung diese Durchflet Westen Wirklichkeit es begeistert aufgenor rzhaften und launig gen Bemerkungen h sehr gewichtigen Dr. Beckmann sein ührungen unter sollreparationsjahre. Vortrages hatte Re ann den Referent derten Landrates dem Vortrag der La Verwaltungsschule, r, den Dank der ift in herzliche Won Inter den Hörern ührende Vertreter r Behörden aus * Abschluß n Hochzeitsfeier u.(Drahtbericht er Ortschaft der E## sich um die gleich weier junger Leu ochzeit der Eltern ne Hochzeit der Gre an der die ganze Anteil nahm, son chluß. Als die 's heimbefördert wu i gegen einen B in befindlichen Pers r weniger schwer bei Jahrgang 1930 Delegierten auss# (von 11•s): The brasen" udenhes“ opäische Union ere fr. ösische Trüve Aussichten Fortdauernd schlechte kage im Staalsbergban Es muß mit weiteren Entlassungen gerechnet weiden mp; Obwohl inzwischen die seinerzeit angekundigte Entlassung von 650 Belegschaftsmitgliedern der einzelnen Schachtanlagen der Bergwerks=A.=G. Recklinghausen durchgeführt ist, ist von einer Besserung der Lage im Staatsbergbau einstweilen noch nicht das Geringste zu spüren. Wäh. rend ursprünglich ins Auge gefaßt war, mit dem Augenblick der Durchführung der Entlassungen die Feierschichten einzustellen, hat sich jetzt angesichts der Unmöglich keit, die bei normalem Betriebe geförderten Kohlen und Koksmengen völlig abzu setzen, als notwendig herausgestellt, bis auf weiteres jede Woche eine Feierschicht einzulegen. Darüber hinaus mug aber, falls keine Besserung der Verhältnisse ein tritt, damit gerechnet werden, daß gegebenenfalls erneute Betriebseinschränkungen und damit verbundene Arbeiterentlassungen stattfinden. Zum Teil sind auf den Schacht anlagen der Bergwerks=A.=G. bereits Entlassungen erfolgt, die über den Rahmen des seierzeit aufgestellten Abbauprogramms hinausgehen. Da hierzu noch der natürliche Abgang durch Alter, Invalidität und Tod tritt und von Seiten der Hauptverwaltung eine strenge Einstellungssperre über die gesamten Schachtanlagen verhängt ist, geht die Belegschaftsziffer auf den einzelnen Schachtanlagen automatisch zurück. Wie lange dieser Zustand noch weiter gehen wird, hängt einzig und allein von den Absatzverhältnissen, deren Aussichten zurzeil denkbar trübe sind, ab. Gesaßzle Brandstister Zwei Brände fanden Aufklärung a Am Morgen des 16. April war in dem Gehöft des Landwirts Heinrich Budde in Herbern, Kreis Lüdinghausen, ein Brand ausgebrochen. Der Hausbesitzer weilte um diese Zeit mit seiner Mutter und Schwester in Hamm und auf dem Hofe waren nur zwei Dienstmädchen zurückgeblieben. Mit Windeselie dehnte sich das Feuer, das in den vorbandenen Vorräten reiche Nahrung fand, aus und griff auf die Stallungen über. Der rasch anrückenden Feuerwehr war es nicht mehr möglich, das Vieh zu retten und so fielen zwei Pferde, 7 Kühe und 15 Stück Jungvieh den Flammen zum Opfer. Nur ein geringer Leil der Erntevorräte konnte gerettet werden. Der entstandene Sachschaden war enorm. Die Landeskriminalpolizeistelle Recklinghausen nahm sofort die Ermittelungen bezüglich der Brandursache auf. Diese haben ergeben, daß eines der Dienstnädchen als Brandstifter in Frage kommt. Die Täterin, die sich nach Ausführung der abscheulichen Tat nicht das geringste annerken ließ, wurde festgenommen und dem Antsgericht in Kamen vorgeführt. Die Landeskriminalstelle Recklinghausen ist ferner in Hopsten, Kreis Tecklenburg, einer Brandstiftung verbunden mit Versicherungsbetrug auf die Spur gekommen. hier brannte in der Nacht zum 30. April d. J. ein Wohnhaus nieder. Die sofort aufgenommenen Ermittelungen der Landeskriminalpolizei führten zu der Auffindung einer zwei Meter langen, mit Petoleum getränkten Tapetenrolle an der Brandstelle. Ferner wurden durch die Beamten der Landeskriminalpolizei daselbst eine große Kiste, Bretter, Flaschen, Papier tsw. vorgefunden, die sämtlich mit Petroleum getränkt waren. Obwohl das Mobilar gerette worden war, ließ man sich hierfür eine Summe von 4700 RM durch eine Versicherungsgesellschaft auszahlen. Als Brandstifter wurde der 22jährige Sohn des Hausbewohners festgenommen. Neuregelung des Schleßsportes In Preußen Ein Runderlaß des Minikers Jugendliche unter 17 Jahras vom Schleßlport auspelchloßlen Wer In für den Schleßlland verantwortlich? Verschiedentlich aufgetauchte Zweifel darüber, ob und inwieweit die auf Grund des Runderlasses vom 16. Januar 1927 erlassenen Polizeiverordnungen über die Regelung des Schießsports durch das inzwischen in Kraft getretene Reichsgesetz über Schußwaffen und Munition vom 12. April 1928 überholt worden sind, geben dem preußischen Minister des Innern Anlaß zu Bemerkungen, denen wir folgendes entnehmen: In Anbetracht der erheblichen Zunahme des Schießsports und der durch seine willkürliche Ausübung für Personen und Eigentum erwachsenden Gefahren war es erforderlich, die Ausübung des Schießsports nur nach bestimmten polizeilichen Nichtlinien zuzulassen. Welche Arten von Schußwaffen danach in die Regelung einzubeziehen sind, haben diejenigen Dienststellen zu entscheiden, die für den Erlaß der erwähnten Polizeiverordnungen zuständig sind. Die Annahme, daß die nach§ 1 der Ausführungsverordnung vom 13. Juli 1928 von den Vorschriften des Schußwafsengesetzes befreiten Schußwaffen im Gebrauch zu Sportszweden gemäß§ 29 des Schußwafsengesetzes durch die Länder keiner weitergehenden Beschränkung unterworfen werden dürfen, geht sehl, denn unter die dort aufgezählten Begriffe(Herstellung. Handel, Erwerb, Führen und Besitz) fällt der Schießsport nicht.(Vergleiche auch§ 15 Absatz 1 Satz 2 des Schußwafsengesetzes.) Deshalb besteht auch die im wesentlichen zum Schutze der Jugendlichen selbst vorgesehene Beschränkung, daß Jugendliche unter 17 Jahren vom Schießen auszuschließen sind, durchaus zu Recht. Die Bezugnahme auf die Waffenbesitzverordnuns vom 13. Januar 1919 ist durch die Einführung des Schußwafsengesetzes überholt. Im übrigen weist der Minister noch darauf hin, daß in den Lolizeiverordnungen über die Regelung des Schießports zwar übereinstimmend die Vorschrift enthalten ist, Schießsport dürfe nur auf Schießständen betrieben werden, die von dier Ortspolizeibehörde genehmigt und ordniingsmäßig abgenommen sind, daß aber fast überall eine Bestimmung darüber sehllt, wer die Schießstände bei der Ortspolllzeibehörde zur Genehmigung und Abnalhme anzumelden hat(ob z. B. der Eigentünner des Geländes, der Vorsitzende des Spairtvereins, die der Ortspolizeibehörde namihaft zu machende Aussichtsperson oder andeue). Um Zweifel, die sich nach dieser Rithtung in der Rechtssprechung ergeben halsen, auszuschalten, werden die betrefsenlden Polizeiverordnungen entsprechend zu eergänzen sein. Auch wird sich zur Vermeödung von Weiterungen der Zusatz empfehlien, daß die Genehmigung künftig bereitts vor der Anlage des Schießstandes nach zusuchen ist. Das Rettungswesen im Ruhrkohlenbergbau 1929 Die Arbelt der Haupthehle für das Grubenrettungswelen# Das aroderne Rettungsmaterial## Die Untahzitter lank Weniger Teie als 1913, trotz Stelgerung derr Fürderung Eines der wichtigsten Kapitel im Bergbau betrifft ohne Zweifel das Grubenrettungswesen und es ist natürlich, daß sich der Jahresbericht des Bergbaulichen Vereins sehr ausführlich damit befaßt. Wir erfahren aus ihm, daß im Jahre 1929 201 Schachtanlagen zum Tätigkeitsbereich der„Hauptstelle für das Grubenrettungs= ween“ gehörten. Letztere besaß für Ausbildungszwecke sowie für Einsatz im Ernstfall folgende Geräte; 10 Dräger=Gasschutzgeräte, Mod. 24; 4 Audos=Gasschutz=Geräte, Kommen Ste denn beide int pieder der Billige Mlittwoch! In unserein sraum gerehgeichen üir de vielbegehrten billigen Hillwoeh-Nachmilag-Gedeess Buer Mod. 25; 6 Audos=Gasschutzgeräte, Mod. 27; sämtlich für zweistündige Verwertungsdauenr. Außerdem waren vorhanden: 1 Dräger=Einstundengerät, KG=Modell 28, und 1 Audos=Studiengerät, Modell 26; ferner 5 Degen Co=Geräte für die versuchsweise Verwendung in Ernstfällen untertage; mehrere Grubentelephone, die gebräuchlichen Schlauchgeräte, Wiederbelebungsgeräte u. a. m. Weil in anderen Bergbaurevieren mehrsoch Verager der Luftreinigungspatronen beobachtet worden sind, hat die Hauptstelle in ihrem Laboratorium eingehende Verfuche mit Patronen aus den Grubenbeständen unternommen. Es wurde festgestellt, daß die Absorptionsergebnisse ticht in allen Fällen genügten, auch daß leine Konstruktionsänderungen vorlagen. der eingehende Meinungsaustausch desniegen, mit den Lieferanten, berechtigt zu der Hoffnung, daß in Zukunft keinerlei Schwierigkeiten mehr auftauchen. Die Versuche mit chemischen Geräten wiunnden fortgesetzt, man kam zu dem Ergelnis, daß die Geräte nach wie vor noch nicht als vollwertig angesprochen werden können. Es ist immer noch keine ausreichende Lösung gefunden, welche gestattet, die kriti'che Zeit der ungenügenden Sauerstoff abgabe dieser Geräte in der Einatmungszeit befriedigend zu überwinden. An den Gasschutzgeräten sind verschiedene: Verbesserungen getroffen worden, die es ermöglichen, die Temperaturmessungen der Atmungsluft bei wechselnden Außentemperaturen, leichter vornehmen zu könneu und die ferner die Quecksilberthermometer überflüssig machen. Es wurden auch im Berichtsjahre Uebungen mannigfacher Art mit den Geräten unternommen, vor allem galt es bei Befahrung enger Grubenbaue darauf hinauszuarbeiten, daß das Gerbt unter voller Aufrechterhaltung der Gerädeatmung vom Rücken genommen und HIN BUER e) SE leIE ZELIZEIe I. Sossler aben, Klicheuche L.äuser. nach Ueberwindung des Hindernisses wieder umgehängt werden konnte. Staubbekämpfung und Gasschutzgeräte Den schädlichen Einwirkungen des Staudes auf die Atmungsorgane der Bergleute wurde große Beichtung geschenkt. Die zahlreichen Anfragen, welche Staubfilter zum Schutze empfohlen werden könnten, führten zum Bau einer besonderen Staubprüfanlage, die es ermöglicht, die verschiedenen Staubmasken in objektiver Weise auf ihre Brauchbarkeit zu prüfen. Die Messungen zeigten, daß die bisher verfolgte Methode der rein subjektiven Prüfung nur bis zu einem bestimmten Grad zu verwerten ist, während die wesentlichen Punkte, die Widerstandszunahme bei der Atmung und die Filterwirkung nur durch objektive Messungen zu erfassen sind. Die Prüfanlage der Hauptstelle fand den Beifall des für das amtliche Preisausschreiben eingesetzten Prüfungsausschusses, der sie bei der Untersuchung der beim Preisausschreiben eingereichten Bewerbungen verwandte; ein Beweis, daß der Ruhrkohlenbergbau in seinen Bemühungen, die Staubplage zu bekämpfen, zweifellos mit an erster Stelle steht. Die Bestrebungen, auch im GasschutzGerätebau eine Normung durchzuführen, scheinen bei der Schwierigkeit der Materie und der noch im Fluß befindlichen Entwicklung der Geräte noch wenig erfolreich. Infolge der neuzeitlichen technischen Entwicklung der Kokereibetriebe und Nebenproduktenanlagen müssen vielfach Arbeiten in giftigen Gasen ausgeführt werden, wodurch die Betriebe sich veranlaßt sahen, sich in größerem Umfange als bisher mit Gasschutzgeräten auszurüsten. Da die Verwendung dieser Geräte von im Gasschutz ungeschulten Leuten für die Geräteträger erfahrungsgemäß, nicht ohne Gefahr ist, wurde eine besondere Organisation des Gasschutzes für solche Betriebe geschaffen. Die Organisation baut sich in ähnlicher, jedoch einfacherer Form als die der Grubenwehr auf. Für die Leiter des Gasschutzes dere sowohl Kokereien als auch der Gruben wurden, zum Zwecke besonderer Ausbildung, Spezialkurse bei der Hauptstelle eingerichtet, die dafür eine besondere Uebungsanlage einrichtete. Während für die Grubenwehren bergmännisch ausgebaute Uebungsstrecken notwendig, sind, in denen in Nauchgasen mit Gasschutzgeräten geübt wird, war es für die Uebungen der Leiter des Gasschutzes auf Kokereien erforderlich eine besondere Kesselanlage zu schaffen, die den Verhältnissen der Kokereien entspricht. Die Anlage wurde im Hofraum der Hauptstelle errichtet und besteht aus vier miteinander verbundenen Einzelkesseln, von denen 2 parallel übereinander angeordnet sind. Die Einsteigeöffnungen können gasdicht verschlossen werden. Eine Anzahl Beobachtungsfenster ermöglicht eine vollkommene Uebersicht über das Innere; außerdem sind die Kessel mit einer explosionssicheren Lichtanlage ausgestattet. In den Kesseln sind Vorrichtungen Die Mlichstraße, ein Kontinent des Weltalls? Die neue Theorie des Amerikaners Chapley] Der Durchmesser der Milchstraße beträgt 290 009 Lichtjahre Sterninseln und Himmelskontinente Sternhausen und kosmische Nebelwolken Nachdem die astronomische Forschung Planetensystem in großen Umrissen erlorscht hatte, wandte sie sich einem größeren Problem zu, der Erforschung des Stern[Rems. Unsere Sonne ist ein Stern unter Sternen. Sollte aber nicht auch unter den Sternen Ordnung und Gesetzmäßigkeit eerischen, so wie im Machtbereich der sonne und im kleinen Kräftebereich jeder einzelnen Planeten unumstößliche Gesetze vuller! Schon frühzeitig erkannte man für die Slung dieser Frage die Bedeutung der Rilchstraße. Denn wir wissen seit der Erindung der Fernrohre, daß die Milchstraße (us Sternen besteht, die nur durch ihre Lichtschwäche und ihr dichtes Beseinandersehen dem Auge als leuchtenve Wolken Erscheinen. In der Tat hat sich im Lauf eer Zeit herausgestellt, daß die Milchstraße großen und ganzen erkennen läßt, wie de Sterne angeordnet sind. Sie befinden ast alle in einem Gebiet, das etwa die bestalt einer Linse oder auch die einer Leschenuhr hat. Die Ausdehnung in der Sene der Milchstraße ist sehr groß, senkhen dazu verhältnismäßig gering. Außereeld dieses Gediets gibt es zwar auch noch aber sie sind sohr spärlich verteilt. Ueber die Bewegungen der Sterne in diesem System wissen wir noch wenig, wohl aber haben eine Reihe von Sternwarten versucht, Einzelheiten über die Verteilung der Sterne innerhalb dieses großen Milchstraßensystems zu erforschen. Und natürlich hat sich bald eine Frage erhoben: Das Milchstraßensystem ist zwar sehr groß, sein Durchmesser(also der Durchmesser jener Linse) beträgt mindestens 200 000 Lichtjahre, aber es ist nicht unendlich. Was befindet sich außerhalb der Milchstraße draußen im Raum, gibt es vielleicht gar noch andere Milchstraßen? Nun hat man eine Reihe kosmischer Gebilde kennen gelernt, die wirklich außerhalb des Milchstraßensystems stehen und die mit ihm gar nichts zu tun haben. Das sind die Spiralnebel, serne zarte Nebelgebilde, die in Wirklichkeit aus Sternen bestehen. Von diesen Eternenn können wir allerdings nur die allergrößten als Einzelwesen erkennen, aber das Spektrum des Redels sagt uns, daß tatsächlich hunderttausende von Sonnen diese ferne leuchtende Wolke bilden. Diese Gebilde kommen in verschiedener Gestalt vor, stets aber ist ihre Form ehr regelmäßig. Die Annahme, es mit lachen linsenförmigen Gebilden zu tun zu haben, die wir von den verschiedensten Seiten sehen, genügt, um all die verschiedenen beobachteten Formen zu erklären. Lange Zeit glaubte man an diese fernen Spiralnebel als Forschungen amerikanischer Astronomen uns über Entfernung und Größe dieser Sternsysteme Aufschluß gaben. Da zeigte sich, daß diese Gebilde viel kleiner sind als unsere Milchstraße, durchschnittlich 40 bis 50 mal so klein. Man hat dasür zuerst in der amerikanischen Astronomie das anschauliche Bild gebraucht: Die Spiralnebel sind Inseln im Weltenraum, unsere Milchstraße aber ist ein Kontinent. Aber gerade Shapley, der zuerst diesen glücklichen Ausdruck prägte, hat sich nicht damit zufrieden gegeben, sondern gesucht, ob sich nicht doch Gebilde im Weltenraum finden lassen, die der Milchstraße vergleichbar sind. Wir kennen nun eine Reihe von Ansammlungen von Spiralnebeln an verschiedenen Stellen des Himmels. Man kann dabei direkt von„Nebelhausen" sprechen, o wie man eine Gruppe eng zusammenstehender Sterne als Sternhaufen bezeichnet. Ein besonders bekanntes Beispiel ist der Nebelhaufen in den Sternenbildern „Jungfrau“ und„Coma“, er enthält etwa 300 Nebel. Shapley stellt nun die Hypothese auf, daß auch unsere Milchstraße eine Ansammlung von echten Spiralnebeln ist: vielleicht auch etwa 300 Nebel befinden sich hier in einem ziemlich flachen Gebiet vereinigt. 3. B. würde dann die helle Milchstraßenwolke im Schützen ein Nebel innerhalb der Milchstraße sein, ebenso die große Wolke im Sternbild des Schwans. A#ber auch unser„lokales Sternensostem“ ist solch ein Untersystem der übergeerd neten großen der gesamten Milchstraße. Wir wissen nämlich schon seit längerer Zeit, daß misere Sonne zusammen mit fast allen hellerzen Sternen am Himmel einen großen Sternlhausen bildet, der von den Sternen der Milchsraßenwolken ziemlich weit ent fernt ist. Zu diesem lokalen Sternsystem gehören auch eine Reihe von wirklichen Garne beln, leuchtende, kosmetische Nebel, die besonders die hellen Sterne umgeben, z. B. im Orion und um das ganze Sieben. gestirn herum. Vermutlich gehören aber auch„dunkle Nebel“ zu diesem engeren Systam hinzu, die wir natürlich nicht direkt sehen, können, die wir aber vor hellen Milchstraßenpartien als große Lücken in der!Rilchstraße bemerken, und die man oft als„Kohlensäcke" bezeichnet. Das Auftreten von hellen und dunkeln Gaswolken beobachten wir auch in den Spiralnebeln, fernar sogenannte„Knoten“, d. h. besonders helle Stellen, offenbar Verdichtungen von Sternen. In unserem lokalen System können z. B. das Siebengestirn mit seinen hunderten von Sternen von weit draußen ehr gut als solche Verdichtung erscheinen. Das was den Spiralnebeln den Namen gibt, die spiralige Struktur, die wir erkennen, wenn wir sie nicht allzusehr von der Seite sehen, diese Struktur muß allerAngs im lokalen Sternsystem noch nachgewiesen werden. Ebenso kennen wir in den hellen Milchstraßenwolben den Aufhau im einzelnen noch gar nicht. Natürlich wird er noch langer und mü hevoller Forschungsarbeit bedürfen, ehe wir wissen werden, od Sdapleys Gedanke mit intnitiver Kraft die wirklichen Verh### tnisse im Weltall ersaßt oder ob seine geiftreiche Hypothese nur eine Stufe auf dem Wege zu weiterer Erkenntnio bedeutet. Dr. h. C. Freieoleben 9 alte Bierchenherrlichkeit (Nach bekannter Melodie zu singen) O alte Bierchenherrlichkeit wohin bist du entschwunden, nie kehrst du wieder gold'ne Zeit so froh und ungebunden. Das Gläschen Bier, es lockt nicht mehr, fünf Pfennig kostet es jetzt mehr. O jerum, jerum, jerum, schrumm, 8 armer Nervus terum. Wie schön war doch die alte Zeit, man ließ sich's gern was kosten, man liebte die Gemütlichkeit und braucht" nicht einzurosten. Man trank fünf, sechs und noch viel mehr, heut" überlegt man sich das sehr. O jerum, jerum, jerum, schrumm, 9 armer Nervus rerum. Und trat man früher ins Lokal um einen noch zu heben, Stimmung und Freude überall, es war ne Lust zu leben. Heut' blicke ich betrübt umher, die Kneipen liegen 5d und leer. .: O jerum, ferum, jerum, schrumm, das kommt vom Nervus rerum.:,: Ihr lieben Wirte, denkt was kommt, nach diesem kurzen Leben, Ihr solkt“ ja haben was euch frommt, doch laßt auch and're leben. Auch ihr mößt' einmal ja ins Grab und andere nehmen euch dann ab: :: O jerum, ferum, ferum, schrumm; den ganzen Nervus rerum. ##a.m Der Roerceiner. Rummer 138 Mittwoch, den 21. Mai 1923 angebracht, die eine sachgemäße Uebungsarbeit im Gas ermöglichen. Uebungen und Retlungsmaterial Mehrere Unglücksfälle beim Vorgehen mit Gasschutzgeräten gaben Veranlassung, sämtliche Betriebsführer und Oberfuhrer der angeschlossenen Gruben durch Vorträge über die Ursachen dieser Unfälle und die daraus zu ziehenden Folgerungen zu unterrichten, sowie allgemeine Fragen des Grubenrettungswesens mit ihnen zu besprechen. Auch für die Betriebsführer der Kokereien und Nebenproduktenanlagen wurden Vorträge über die heutigen Gasschutzfragen veranstaltet, denen sich die Besichtigung der Hauptstelle für das GrubenRettungswesen anschloß. Der Außendienst dieser Stelle erstreckt sich in erster Linie auf die Prüfung und Kontrolle der Gasschutzeinrichtungen der Gruben und Kolereien, sowie auf Uebermachung der Uebungen der Grubenwehren. Auch wirkten die Beamten in Ernstfällen, bei denen längere Zeit mit Gasschutzgeräten gearbeitet wurde, unterstützend mit. 691 Revisionsbesuche in den Gruben, 91 Kontrollen der Gasschutzanlagen des Uebertagebetriebes, 157 Ueberwachungen der Uebungen von Gruben= bzw. Gaeschutzwehren wurden im Berichtsjahre von den Beamten vorgenommen. Außerdem fanden 24 Ausbildungskurse mit 210 Teilnehmern für Führer und Gerätewarte statt. Von den Kursusteilnehmern selbst wurden 453, von den Grubenwehren der südlichen Randzecken 183 Uebungen ausgeführt. 36 Schüler der Essener Vergschule sind außerdem mit Gasschutzgeräten ausgebildet worden. Von den Gruben des Neviers versügten am 1. Januar 1930, 185 Anlagen über 1338 Gasschutzgeräte zweistündiger Verwendungsdauer, die restlichen 15 Anlagen, die im südlichen Randgebiet liegen, sind nur mil Schlauchgeräten ausgerüstet. Außerdem besitzen die Gruben 279 Schlauchgeräte und 543 Wiederbelebungsgeräte. Die Kokereien und Nebengewinnungs= anlagen verfüglen insgesamt über 51 Sauerstoffgeräte von einstündiger Gebrauchsdauer, 115 Schlauchgeräte und 62 Wiederbelebungsgeräte. Ferner sind neben 40 CO=Filtergeräten 210 Fillergeräte für andere Gase vorhanden. Unsälle im Jahre 1929 Im Berichtsjahr wurden von den Grubenwehren in 36 Ernstjällen Gasschutzgeräte gebraucht. Veranlassung hierzu gaben 2 Schlagwetterexplosionen mit anschließender Brandbekämpfung, ferner 3 Bremskammerbrände und 21 Flözbrände. Neben der Verwendung von Gasschutzgeräten in 5 Sondersällen wurden' in7 Fallen die tberäte zur Bergung von Mestschen gebraucht. Wiederbelebungsversuche an Verunglückten sind in 24 Fällen ausgeführt worden. Von 15 Verunglückten, die mit Wiederbelebungsgeraten bearbeitet wurden, konnten 6 wiederbelebt werden, von 9 Wiederbelebungsversuchen an Hand waren 4 erfolgreich. Größere Massenunfälle, insbesondere schwere Explosionenn, sind 1929 im Ruhrrevier ersteulicherweise nicht vorgekommen. Leider fehlte es nicht an Unfällen, die gleichzeitig mehrere Todesopjer(3—4) sorderten. Eine genaue Stotistil zeigt, daß die Entwicklung der tödlichen Unfälle sowie der Unfälle mit einer Arbeitsunterbrechung von 4 Wochen und mehr sowie der angemeldeten Unjälle im Berichtsjahre erfreulicherweise nich. gestiegen ist, sondern eine wenn auch nur prozentuale Verminderung erfahren hat. Eine Statistit der tödlichen Unfälle im Ruyrkohlenbergbau seit 1912 ergibt ein noch erfreulicheres Bild. Gegenüber dem Jahre 1913 hat die Zahl der Unfälle mit Todeserfolg im Jahre 1929 um 19 Prosent abgenommen. Noch wesentlich stärker ist die Abnahme der Unfälle berechnet auf die Färderung, die rund 30 Prozent beträgt. Während die erstere für die Bergleute selbst und ihre Angehörigen von größtem Interesse ist(191:: 1039 tödliche Unfälle gegen 716 im Jahre 1829), weil sie den Gejahrencharakter für den einzelner. Mann angibt und erkennen läßt, in welchem Maße eine Besserung eingetreten„#t, hat die Zahl der Unfälle je 1000 Tonnen Förderung eine große volkswirtschaftliche Bedeitung. Die Zehlentasel läßt erkennen, daß im Jahre 1929 trotz einer um 9 Millionen Tonnen höberen Förderung 373 tödliche Unfälle weniger zu verzeichnen sind als im Jahre 1913. Zum Schlusse der Unfallstatistil, aus der wir vorstehend das wichtigste ausgeführt haben, weist der Bericht auf die vielen Falchmeldungen über Unfälle im Bergbau hin, die immer wieder in der Tagespresse anzutreisen seien. Wenn an chließend die Hoffnung ausgesprechen wird, daß diese Mißstände in de: Berichterstatiung, die besonders im Ruhrgebiei auftauchen, endlich beseitigt werden, so ist dem unbedingt zuzustimmen, denn die Fal chmeldungen bringen nur Unruhe unter die Bergleute und dienen dazu, die Unfallgefahr größer darzustellen, als sie wirtlich ist. Leider kann man aber auch mancher Zechenverwaltung den Vorwurf nicht ersparen, daß sie der Tagespresse gegenüber außerordentlich zugeknöpst ist und bei Erkundigungen über eingetretene Unsälle nicht selten entweder die Auskunft ablehnt oder Mitteilungen macht, die den totsächlichen Verhältnissen nicht entsprechen. Ersren'icherweise scheint aber auch in dieser Hinsicht eine Besserung eintreten zu wellen Die vestisch. Wauarbeiter fordern Arbeit Konterem des Arinnchen Bauarbeiterverbands Uge Enlichließung Berichte über die Jozlaipolltliche Lage# WichRaketenforscher Valier tödlich verunglückt K. 426 752 Der christliche Bauarbeiterverband für das Vest hatte am vergangenen Sonntag seine Vertrauensleute in das Gesellenhaus zu Gladbeck einberusen. Fast sämiliche angeschlossenen Ortsgruppen hatten ihre Vertreter entsandt. Der Geschäftsführer, Gewerkschafts ekretär Einig gas einen klaren und umfassenden Bericht über das erste Vierteljahr, aus dem folgenden erwähnenswert ist: Die Mitgliederbewegung sei erfreulich. Mehr als 200 neue Streiter für die chrinliche Gewerkschaftsidee konnten gewonneen weiden. Hierunter befinden sich 25 Lehelinge und 36 Uebertritte aus Konkurrenz= organisationen. Der jugendliche Ragwuchs ist in ständigem Wachsen begrifsen. Rund 35 Prozent der Mitglieder sind nn dem Alter bis zu 21 Jahren.— Die de# Jugendwerbeversammlungen in Gladdeck, Buer und Bottros waren roon 110 Jugendlichen besucht. Die Rechtsschutztätigkeit war sehr rege. 73 Streitfragen, aus dem Arbeitsverhältnis, der Kranken= und Unfallverscherung scwie der Arbeitslosenversicherung galt es zu klären. Hierdurch konnte ein geldlicher Gewinn von 3305,20 NM eczielt werden. In diesem Zusammenhange wies der Sekretär darauf hin, daß bei Entlassungen die sogen Ausgleichsquittung die Bauar= beiter nicht zu unterschreiben brauchten. Den Restlohn und die Papiere müßten die Arbeitgeber auch ohne eine Quittung aushändigen. Auch müsse die 21tägige Ausschlußfrist für Streitfragen an die Schlichtungskommi sion des Baugewerbes gezahrt werden. Desgleichen müsse größerer Wert auf die viermon tliche tarifliche Verjöhrung zur Einreichung einer Klage deim Arbeitsgericht gelegt werden. Zur Belebung der Bautätigkeit konnte die Verbandsleitung sich erfolgreich in Gladbeck, Westerholt und Borken betätigen. In diesem Sinne wurde auch weiter gearbeitet. Nach einem Ueberblick über die Finanzgebarung im ersten Quartal dankte der 1 Geschäftsführer allen treuen Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Tätigkeit und bar diese auch in der Zukunft in diesem Sinne zu wirken. Der Bericht wurde beifällig aufgenommen. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Geschäftsführer einstimmig Entlastung erteilt. Der stellvertretende Vorsitzender erteilte nunmehr dem Bezirksleiter Koch, Bochum, für das rheinisch=westsälische Industriegebiet das Wort zu einem Vortrag über die sozialpolitische wirtschaftliche Lage. Nachdem der Geschäftsführer mitgeteilt hatte, daß die Ehrung der diesjährigen Jubilare am 22. Juni in Gladbeck stattfinde, und acht Tage später die geplante Wanderung der Jugendgruppen, erklärte sich die Konferenz damit einverstanden, daß am 20. Juli ein Ausflug der Ortsgruppen Gladbeck, Buer, und Dorsten nach der Wirtschaft Klopries sein soll. Am Schluß der Konferenz wurde nachstehende Entschließung einstimmig angenommen und beschlossen, diese der Bezirkspresse dem„Deut'chen“, dem Verbandsorgan, dem Hauptausschuß, der Reichsanstalt, der christl. Gewerkschaftsbewegung nahestehenden Abgeordneten und dem Reichsarbeitsministerium zuzusenden: „Die am Sonntag, den 18. Mai im Gseellenhause zu Gladbeck sehr zahlreich versammelten Vertrauensleute des christl. Bauarbeiterverbandes für das Vest, nahmen Kenntnis von dem Beschluß des Vorstandes der Reichsanstalt zur Sanierung der Arbeitslosenversicherung. Sie können in dem gemachten Vorschlag, keine Verbesserung, sondern vielmehr gerade für die baugewerblichen Arbeiter eine wesentliche Verschlechterung erblicken. Bei der heutigen trostlosen Lage im Baugewerbe, wird es keinem Bauarbeiter möglich sein, eine Anwartschaft von mehr als 52 Wochen aufzuweisen. Aber gerade hierdurch werden die baugewerblichen Arbeiter dazu verurteilt, während des ganzen Jahres nur mit den Sätzen der Krisenunterstützung ihr Dasein fristen zu müssen. Das ist ein unhaltbarer Zustand.— Die christl. Bauarbeiter im Vest fordern sodann die Einbeziehung der baugewerblichen Arbeiter in die Krisenfürsorge. Die heutige Arbeitslosigkeit in ihrem niegekannten Ausmaß ist in der Hauptsache von konjunkturellen Einwirkungen bedingt. Die Eingliederung der Bauarbeiter in die Krisenfürsorge ist daher eine Lebensnotwendigkeit. Der Ausschluß der Jugendlichen unter 17 Jahren und der alten Leute über 65 Jahren, von dem Bezuge der Arbeitslo enversicherung, ist eine soziale Ungerechtigkeit. Die christlichen Bauarbeiter für das Best verlangen neben Gerechtigkeit in der Arbeitslosenversicherung, in erster Linie Arbeit. Daher fordern sie, daß seitens der Kommunen und aller in Frage kommenden Instanzen mit allen Mitetln die Belebung der Wohnungstätigkeit angestrebt wird. Es ist ja geradezu katastrophal, daß mitten in der besten Bauzeit, mehr als die Hälfte der bangewerblichen Arbeiter arbeitslos ist. Große volkswirtschaftliche und sittliche Werte gehen hier verloren. Daher ist die Ankurbelung der Wohnungsbautatigkeit eine volkswirtschaftliche und staatspolitische Notwendigkeit. Von der Neuregelung der Krankenversicherung erwerten die christlichen Bauarbeiter einen weiteren sozialen Fortschritt. Daher sind die diesbezüglichen Anträge von Arbeitgeberseite unbedingt abzulehnen, da diese einen sozialen Rückschritt bedeuten. Gefordert wird, daß alle nicht leistungsfähigen Betriebs= und Innungskrankenkassen den Ortskrankenkassen angegliedert werden. Der zukünftigen Gründung von Betriebs= und Innungskrankenkassen mudurch die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen entgegen gewirkt werden. Die christl. Bauarbeiter erblicken nur in gutausgebauten und leistungsfähigen Ortskrankenkassen ihren gesetzlichen Versicherungszweig gegen Krankheit. Schließlich sind die christlichen Arbeiter der Auffassung, daß des Problem der Vertrauensärzte bei der Neuregelung unbedingt in eine so14 Der Ingenieur Max Valier— bekannt durch seine zahlreichen Versuche, die Rückstoßkraft der Rakete zu einem Antriebsmittel für Fahrzeuge und Flugzeuge zu entwickeln— ist am 17. Mai in BerlinBritz bei der Prüfung eines neuen Rückstoßapparates durch dessen Exnlosion tödlich verletzt worden. zialere Form gekleidet werden muß. Die Ersahrungen, die gerade die baugewerblichen Arbeiter auf die em Gebiete machen mußten, sind sehr ungünstig. Die Vertrauensleute des christlichen Bauarbeiterverbendes im Vest erwarten von der jetzigen Reichsregierung sowie von den Abgeordneten der chr stl. Arbeitneymerschaft, daß sie alle reaktionären Bestrebungen gegenüber der deutschen Sozialversicherung ablehnen. Weiterer Ausbau derselben und planmäßige Eingliederung der Arbeitnehmerschaft in den Wirtschaftsprozeß. das muß die vornehmste Aufgabe der nächsten Zeit, neben der Sanierung der gesamten deutschen Finanz= und Wirtschaftslage sein. Sport-Zefir 0 AE 70 cm brei:, uni und gestreift, solide Qualität O.%5 Sport-Leinen B EN 70 cm breit koruert. in frischen Dessins 0.57 C.30 Beiderwand(Kunstseide.)* 0 un und gesteilt in hübschen Farben 080 C.03 Trachtenstofte naE indatbrenfarbi-, in echönen Dessina OISS Wiener Halbleinen a an 80 cm breit. für maktische Hauskleider 1 1O Geminder Halbleinen" 60 Wasch-Mussellne" B EA hübsche kleine Muster u.58 OISO Wasch-Kumstseide ∆ 76 cm brast in Fvoller Musterauswahl 0.95, 0.75 C.53 Woll-Mussbline" 42 80 cm breit. In schönen, neuen Zeichnungen 1.60 1.23 Woll-Musseline 2 En Japon-Seiden2 75 90 cm wreit in aparten Neudrucks 4.50 Gil S Satin Richs 1 0n 90 cm bren. übsche Mumenmuster 480 Georgette Musseline 1 05 beduckt, ca. 100 cm breit, für elegante Kleider...... 5.95 2-S# Bezirkskonferenz der Hirsch=Duncker der Kumpel in Not Wichtige Entschließungen Der Gewerkverein Hirsch=Duncker, Ab.eilung Bergarbeiter, hielt am 18. Mai in Wanne=Eickel eine Bezirkskonferenz ar. Diese nahm zu den im Vordergrunde stehenden Problemen Stellung. Insbesondere auch zu den vielen Entlassungen und andauernden Feierschichten. Nach einem Bericht des Bezirksleiters Franz Schmidt und eingehender Aussprache wurden mehrere Entschließungen angenommen in denen u. a. gesagt wird, daß die Verhältnisse für die Bergarbeiter sich batastrophal entwickeln. Viele Bergarbeiter hätten in den letzten vier Monaten durch Feierschichten einen ganzen Monatslohn eingebüßt. Ohne jeden Sinn und Verstand würden die Bergarbeiter dem Elend preisgegeben. Die Bergarbeiter hätten gegen eine vernünftige Nationalisierung, Technisierung und Mechanisierung der Betriebe nichts einzuwenden. Was wir jetzt aber erlebten, könne als vernünftig nicht mehr ange prochen werden. Da der eigentliche Zweck, die Verbilligung der Produktion, nicht erreicht worden sei. Die Bergarbeiter, wie auch die große Masse der Bevölkerung hätten absolut kein Interesse an der weiteren Investierung von Kapital zur Steigerung der Förderung, wenn diese Förderung nicht abgesetzt werden könne. habe keinen Sinn, hunderte von Millionen Mark in Umbauten und Maschinen anzulegen, die Förderung aber teils auf Halde zu legen und die Bergarbeiter auf die Straße zu setzen. Die Unternehmer wollten durch lange Arbeitszeit und Lohnobbau zu weiterem Export kommen und so dem Uebel abhelfen. Selbstverständlich setze sich das Ausland zur Gegenwehr. Dami- könne als wirklich Hilfe nicht gebracht werden. Uebrigens müsse es möglich sein, betr. des Exports wie sonst in bestrittenen Absatzgebieten, international zu einer Verständigung zu kommen. Unverständlich sei auch das Drängen wetter Unternehmerkreise auf Abbau in der Sozialversicherung, ja in der Sozialpolitik überhaupt. Die jetzige Zoll= und Steuergesetzgebung sei auch abwegig. Sie belaste die Verbraucher schlechthin und nütze nicht einmal der gesamten Landwirtschaft, sondern nut den Großgrundbesitzern. Priefkasten 5. K. 199. Der Artikel ist deshalb nicht von uns gebracht worden, weil erst einmal abgewartet werden mußte, welchen Kurs die neue Regierung einschlagen würde. Außerdem wurde ein„FreuWort" kaum etwas am Lauf und Weses geändert haben; denn Buer ist nicht Betlin, und hohe Politik macht man wo anders. Allein aus diesen Gründen sahen wir von einer Veröffentlichung ab. Spaterverband Selsenkirchen. Raunmangel erlaubt uns nicht, den eingesandten Artikel zum Abdruck zu bringen. Außerdem ist die Materie so schwer, daß sie uud wenige Leser interessieren würde. 39A-B Forderungen## Um die Mi # Der 4. Verl schaftlichen Handlr engestellten in St. unter lebhafter An befreundeten Orgar nit den wichtigen lebens der Gegen schäftsbericht betor stzende Otto Ur eines weiteren Aus da die Bestrebung zunehmendem Maß legungen und Loh Angestellten zu 1 pähnte wichtige B selltenbewegung, d höchsten Bereitschaf Der Nachmitta brachte weitere Er sprach der Kassiere Finanzverhältnisse von der wirtschaftli einflußt worden sin In einem Beric ind Jugendarbeite mitglied Georg A tonung der beruf den Ortsgruppen d Berichterstattung d die Aussprache zu Referenten. Unter sch zahlreiche weibl großem Rachdrucke der Frau in der ger ation forderten. Der Wol i Regierung im J * Noch den F. hen Statistischen Aegierungsbezirk 1 340 Wohngebäude erbaut. Die Bautäl iber dem Jahre 19 gebände mit 6359 1 den, eine Zunahme Von der Gesamt estellten Wohngeb antfielen auf den Luer 296 Wohngeb gen; auf den E Bohngebände mit Außer den vorst Städten Bocholt, Vuer, Sladbeck, Mi n seien auch die nehr als 20 000 Ei Ahlen 64 Wohn tungen; Herten 22 Bohnungen; Marl 313 Wohnungen; 2 mit 95 Wohnungen bände mit 164 Wol Gruppiert man des Bezirks nach nan folgende Zahl leit: In den Gemeind ner 247 Wohngeb. af je 100 Einwo Einwohner: 406 Bohrungen. 15 5000—10 000 Einm. binde mit 702 Wo Einwohner: 1000 23 Wohngebände se 160 Einn Einwohner: 405 2 Bohnungen, 583 50 000—100 000 Ein Nube mit 1614 M3 10 Einwohner: 100 #5 Wohngebkude auf je 100 Ei 80 Behggetäobe 428 auf je 100 Die eerchafton und Boh(Hei m.) Durch Amban: 9 Se##r(drni And #). bstung teopeie 2 De r 2. 4n Valier lückt von 91. er— bekannt uche. die Rücknem AntriebsFlugzeuge zu Kai in Berlins neuen RückExnlosion tödden. den muß. Die ie baugewerbGebiete machen es christlichen Vest erwarten rung sowie von stl. Arbeitneyionären Bestrechen Sozialverer Ausbau dergliederung der Wirtschaftsprote Aufgabe der Sanierung der iz= und Wirtrenz sicker Not sungen rsch=Duncker, im 18. Mai inferenz ab. unde stehennsbesondere en und aneinem BeSchmidt und en mehrere in denen hältnisse für ophal entitten in den feierschichten ebüßt. Ohne en die Berggeben. Die ne vernünfsierung und lichts einzur erlebten, hr angesproliche Zwea, on, nicht errbeiter, wie Bevölkerung an der weii zur Steidiese Förkönne. Es n Millionen hinen anzus auf Halde er auf die durch lange zu weiterem lebel abhelh das Auskönne al ht werden. n, betr. des enen Absatzängen In der politik ENNEE— Janund de, gecg and Perster., Hun Masener Strasse 3dA-Verbandstag Sorderungen der Handlungsgebillen Um die Mitarbeit der Frau ## Der 4. Verbandetag der freigewerkschaftlichen Handlungsgehilfen und Büroangestellten in Stuttgart beschäftigte sich unter lebhafter Anteilnahme der Behörden, befreundeten Organisationen und der Presse nit den wichtigen Fragen des Wirtschaftslebens der Gegenwart. In seinem Ge schäftsbericht betonte der Verbandsvor stzende Otto Urban die Notwendigkeit eines weiteren Ausbaues der Organisation, da die Bestrebungen der Untetnehmer in znehmendem Maße wachsen, durch Stilllegungen und Lohnabbau die Lage der Angestellten zu verschlechtern. Er erpähnte wichtige Vorgänge in der Angeselltenbewegung, die die Organisation zur höchsten Bereitschaft zwingen. Der Nachmittag des ersten Tages brachte weitere Ergänzungsberichte.# sprach der Kassierer Wucher über die Finanzverhältnisse des Verbandes, die von der wirtschaftlichen Lage erheblich beeinflußt worden sind. In einem Bericht über die Bildungsind Jugendarbeit erwähnte das Vorstandsmitglied Georg Ucko die erfreuliche Betonung der berufskundlichen Arbeit in den Ortsgruppen des 3. d. A. Nach der Berichterstattung des Vorstandes erfolgte die Aussprache zu den Darlegungen der Referenten. Unter den Rednern befinden sch zahlreiche weibliche Delegierte, die mit großem Nachdruck eine stärkere Mitarbeit der Frau in der gewerkschaftlichen Organisation forderten. Der Wohnungsbau i Roslasnmanbasich mfialten Legiernugsbezien Münster im Jahre 1929 * N a c h d e n F e s t s t e l l u n g e n d e s P r e u ß i chen Statistischen Landesamtes wurden im Aegierungsbezirk Münster im Jahre 1929 340 Wohngebäude mit 7146 Wohnungen erbaut. Die Bautätigkeit hat damit gegeniber dem Jahre 1928, in dem 3153 Wohngebände mit 6359 Wohnungen erhaut wurden, eine Zunahme erfahren. Von der Gesamtzahl der im Jahre 1929 eistellten Wohngebäude und Wohnungen entfielen auf den Stadtkreis Gelsenkirchenduer 293 Wohngebäude mit 1025 Wohnungen; auf den Stadtkreis Glodbec 170 Bohngebände mit 607 Wohnungen. Außer den vorstehend schon genannten Städten Bocholt, Bottrop, SelsenkirchenVuer, Sladbeck, Münster und Recklinghauseien auch die übrigen Gemeinden mit nehr als 20 000 Einwohnern genannt: Uhlen 64 Wohngebände mit 133 Wohtungen; Herten 22 Wohngebäude mit 96 Bohnungen; Marl 110 Wohngebäude mit 313 Wohnungen; Datteln 35 Wohngebäude mit 95 Wohnungen; Rheine 30 Wohnae. binde mit 164 Wohnungen. Gruppiert man sämtliche Gemeinden Ais Bezirks nach Größenklassen, so erhält nnn folgende Zahlen über die Bantätigbeit: In den Gemeinden unter 20 Einwolner 247 Wohngebände, 440 Wohnungen auf ne 100 Einwohner 2,81; 2300—5000 Einwohner: 408 Wohngebäube mit 640 Bohnungen. 2.93 auf 100 Einwohner; 2000—10 000 Einwohner: 431 Wohngebinde mit 702 Wohnungen, 4/25 auf 100 Einwohner: 10000—30 000 Einwehner: 523 Wohngebände mit 304 Wohnungen, 7/36 e se 160 Einwehner: 20 000—30 000 Einwohner: 405 Wohngebände mit 944 Kohnungen, 583 auf je 100 90 000—100 000 Einmehner: ##nde mit 1614 Wehnungen, 7,12 auf se 100 Einwooner: 100 000 u. mn. #5 Wohngebkube mit 2002 #. auf je 100 Einwohner. 240 Wohngebäude mit 1746 auf je 100 Einwehner. Die Feststellungen der 1746 4n eerchaften und Bäder Im Emscher-Lippeland Die Freiböder wieder geöilnel Sperttrendige und„waberichese“ Gemeinden imn Uen ##. Die Freibadesaison hat begonnen; m 15. Mai haben die meisten vestischen Freibäder ihre Töre geöffnet. Mindestens acht Monate im Jahr sind unsere Schwimmer auf die wenigen Hallenbäder angewiesen; umso mehr freuen sie sich, wenn sie nun wieder ihren geliebten Sport drauben in freier Natür aufnehmen können, wo zu der belebenden Kraft des Wassers noch die Heilkraft von Luft und Sonne tritt. Der Schwimmsport ist die Krone der Uebungsstätten=Bestanderhebung der Bezirksjugendpflege Münster zeigt, ist im Best der Landkreis Recklinghausen relativ gut mit Sommerbädern versehen, während die Stadtgebiete im Süden des Vestes(Buer, Gladbeck, Vottrop, Osterfeld und auch Gelsenkirchen) die schlechtesten Zahlen aufweisen. Wir wollen einen kurzen Ueberblick über die Bestischen Sommerbäder geben. Da liegt zunächst im Norden eins der neidenswerter Lage ist das Amt Haltern mit seinen vielen Bädern, die fast alle mit der Stever und dem großen Halterner Stausee zusammenhängen. Zuoberst an der Stever liegt das idyllische Bad Hei minghof; dort, wo die Stever in den Stausee fließt, finden wir das vom ganzen Vest besuchte Flußbad„Alter Garten“, besser bekannt unter dem Namen„Haus Niemen“; zwei insgesamt 200 m lange und 60 m breite getrennte Bäder sind hier Badeanstaller Leiderübungen; er gibt einfach keine Sportart, deren körperbildender und hygienischer Wert an das Schwimmen heranreicht. Die geringe Anzohl der Hallenbäder in unserem Gediet des Bestes ist bestimmt ein großer Mangel, weil dadurch die Ausübung des gesunden Schwimmsports für die große Masse nur auf die kurzen Sommermonate beschränkt wird. Bisher stehen nur zwei Schwimmhaklen zur Verfügung: in Gladdeck an der Schützenstraße und das Hallenbad an der Hiudenburgstraße in Selsenkirchen, das zwei Schwimmvellen ense weist. Wie befruchtend diese beide:. Enlagen auf den örtlichen Schwimmsport einger ickt haben, zeigen die beiden blühenden Schwimmvereine, die Schwimmvereinigen 04 in Gelsenkirchen und der Schwimmverein Sladbeck von 1913; bei beiden Vereinen fallen die Gründungsjahre mit den Eröffnungsdaten der Hallenbüder zusammen. Mit dem 1. Juni dieses Jahres werden wir im Best noch ein weiteres Hallenbad dazubekommen; das ist das ganz modern angelegte Schwimmbad in DerEr kenschwick, das zu dem erstaunlich geringen Preise von 220 000 Mark angelegt werden konnte, weil die Gewerkschaft Ewald das zum Botrieb des Bades nötige Warmwasser besorgt, so daß der Bau der kostIntelism O###ianten. Pleligen Resselanlagt sbristel. Wichtiger allerdings für die Aus breier infolge seiauf dem besten Wege int, Dder“ Volkssport zu werden, sind die Freibüder, die infolge ihrer größeren Anzahl mehr die Massen heranziehen. Wie die gichem Beitichen Freiliäbe ull ienn gn wimmfläche, die Badeanstalt„Lippestrand“ am Lippe=Seiten=Kanal, die der Stadt Dorsten gehört und im vorigen Jahr eine Besuchorzahl von 21000 Badenden hatte. Nur über die Hälfte der Schwimmfläche verfügt die Flußbadeanstalt in Hervest=Dorsten(100 mal 5 m). Auch die Gemeinde Wulsen hat eine kleine Flußbadeanstalt, die allerdings bei 100 m Länge nur 2,5 m Breite hat. In ganz beauf die neue rUar RA#chrunchufiuhe frif und terschnech eerseumen! Sact es e LIED UND CHOR Durch Amban oder ## Gun S##ng von 7130 25. für don ReDer In ven Konsek und Hofsmann. Der Bericht über die Kafenverhöltnißse im Westfältschen Sängervunde war den Mitgliedern des Gesamtausschussen vor der Sitzung zur Kenntaiz gebracht worden. Der Kassenprüser Esser, Lünen, gab eingehende Erurde festgestellt, in dem aufgestanten Steverfluß angelegt. Das größte aller vestischen Sommerbäder wird das Seehofbad demnächst sein; auf der 50 Morgen großen Halbinsel am Stausee werden 10 000 Badende Platz finden. Ihm gegenüber liegt auf der anderen Seeseite das Bad am Overather Hef, das auch seit Jahren viel besucht wird. In der nordöstlichsten Ecke des Landkreises Recklinghausen finden wir eine Reihe von Miniatur=Seea, die des Grundwasser in den großen Sandgruben geschaffen hat. In einem dieser klaren Gewösser hat die Stadt Dülmen im Verein mit der Herzoglich Croyschen Gutsverwaltung ein Freibad angelegt. Wenn wir uns nach Süden wenden, so finden wir in Datteln eine große Freiluftbad=Stauanlage, die dem Amte Datteln gehört, und die im vorigen Johre bei 3000 am Schwimmfläche 30.000 Besucher hatte. Eine Behelfsmaßnohme in das kleine Hafenbed, das sich der Turnverein in Waltror geschaffen hat. Sünstig liegen die Verhältnisse auch in dem schwimmfreudigen Marl, des drei Freibadonlagen aufweist. Zwei davon# hören dem Amte Marl und zwar die Se metabéDabeankalt am Mühlenbach in Alt=Marl(45 mal 55 m) und die Stauam Silvertbach in Lenkerbot (2 Bossins von insgesamt 40 wal 25 m). Die Befucherzahl beider Unlagen betrug im Vorjahre zusammen eu. 22 000. Doneben det Marl noch eine großt 2500 am Schwimmfläche messende Privatbedeanstalt am Loemüblendach in De (Besiner Fr. Schulte). Die Stadt Recklingdensen besitzt zwei assene Büder; die Schwimme Mollbice besitzt leider nur die maße 50 mal 12 Meter, wöhrend das Ausder, wöhrend des Bed am Stadthafen mit P zwei mal 28 Meter mißt. 1929 mit 36.000 eine ganz betrüchtliche Beabgesehen von kassentechnischon MänVersehlungen daß der das abgesehen von gen strafbare Ber die Rauenfuhrung mit der ban tn acher Ahrie die henfährung oblteg SanteBuns. Verschiebener“ wurde ein namhafinr Betung bes Defizite som a. Wostäfthon Bundenfeß euf bin Bonbenbaße überten: lpertlich diumendfrei tie 10nd über 48 00 Besm Sohe ungkußtig liegen die jetzt mit seinen 1500 qm Schwimmfläche und seinem Luftbad eine einwandfreie Schwimmsport= und Volkserholungsstätte darstellt. Im Jahre 1926 wurden auf dem Gautag des Deutschen Schwimmverbandes in Buer den anwesenden Vertretern die Pländer großen Schwimmanlagen vorgelegt, die bei Schloß Berge entstehen sollen; bisher ist es aber nur bei Plänen= geblieben, und bei der allmählich epidemisch werdenden Sparsucht der Stadtverwaltung ist wohl in den nächsten Jahren kaum mit der Verwirklichung des großen Freibades am Berger See zu rechnen. Die unstreitig schmuchsten und großzügigsten Freibadeanlagen besitzen Gladbeck und Gelsenkirchen. Gladbeck, die Stadt mit der sportfreudigen Verwaltung, hat sich in der„Bestischen Kampfbahn“ ein sportliches Denkmal gesetzt, das mit ähnlichen Anlagen in Westdeutschland bestimmt wetteifern kann. Die aus Beton erbaute, von hohen Erdtribünen umfaßte Schwimmbahn von 50 Metern is das Mittelstück der Anlage; senkrecht## ihr steht die 100=Metet=Bahn; beide Bahnen sind je 25 Meter breit. Die Kreisausschnitte sind als Richtschwimmerbecken ausgenutzt. Die Wassertiefe steigt von 1,30 Meter an den Kopfenden auf 5 Meter unter dem Sprungturm, der als Halbparabelbogen in Eisenbeton als Wahrzeichon dieser schönen Anlage 50=Meterbahn in ihrer ganzen Breitseite überspannt. An der Ostseite der Schwimmbahn steigt an der prachtvollen Allee neben der Schützenstraße der Hochbau, in dem Restauration und Umkleideräume untergebracht sind, als plastischer Körper aus Klinkerstein scharf begrenzt, in strenger, straffer, reiner Linienführung und schönstem Farbenspiel auf. Eine ähnliche imposante Anloge schuf sich Gelsenkirchen in seinem Freibad Schloß Grimberg. Auf dem 30 Morgroßen Gelände sind neben dem Luftbad mehrere Schwimmbecken untergebracht: ein Familienbad 30 mal 80 Meter, ein Frauenschwimmbecken 25 mal 30 Meter eine Kampfbahn 25 mal 50 Meter und ein Sprungbecken 12 mal 25 Meter; den bis 10 Metern aufragenden Sprungturm schuf die bekannte Spezialfirma SternGelsenkirchen. Grimberg überbietet mit einer Besucherzahl von 100 000 diejenige des Gladbecker Freibades im Wittringer Wald um das 2½ fache. Je ein Sommerbad nur besitzen die Kommunen Bettrop und Osterseld. In Bottrop liegt die im Besitz der Stadt befindlichen Schwimmanstalt an der Stenkhoffstraße; das Schwimmer= und Richtschwimmesbogen haben bei 23 Meter Breite eine Gesamtlänge von 100 Metern. Das schmucke Bad ist sportlich einwandfrei angelegt. Es wurde 1029 von ca. 16 000 Peronen besucht. Beniger komfertabel in die 55 mat 29 Meter große Städtische Badeanstalt in Okerfeld; gegenüber dem Vortotl, daß sie über klarstes Bachwasser verfügt, weist sie don Mangel auf, daß für Luftbäder nur vorhältniomäßig wenig Raum zur Verfügung steht. Sowohl in Bottrop els auch in #e#ld haben sich soit der Zeit der der Bäder zu dus gebtibet. Wir sind am Ende unseter Rundreise durch die Bestischen Sommerbäder und haben festgestellt, daß der nördliche, mehr ländliche Teil des Bestes sohr günstig ab#chneidet, wöhrend des Südvest, in dessen Industriestädten sich die Bevölkerungswassen anlasen, leider in der Frage der ech manche Pünsche offen In Vuer, Bottrop und Sladbeck hat — auf den Ropf der Bevölkerung umhmet— die geringsten Badeflächen unillon Gemeinden des Rogierungs##s Münster. Für Gelsenkirchen, das vor kurzem in Münster gekommen ist, gänstiger. Die in Grimdera und Wittringen on diofer Tatsache. * Büder dos Bestos haben einen VorK u. den t#.. thes für i Srrtchr außern ##t elle sind durch die Linien der behum bequem zu errei#n den sehr eitrige Schwin 138 Mittwoch, den 2. Mei Jahegang um des Große Abstimmungsseier Vereins heimattreuer Ost= und Westpreutzen, Selsenkirchen (—) Der Verein hatte die Mitglieder am Sonntag zu einer Versammlung mit Kaffeetrinken in den großen Saal des Vereinshauses, Mühlenstraße, eingeladen. In der Begrüßungsansprache wies der 1. Vorsitzende, Pfarrer Mückeley, auf die Wirtschaftsnot Ostpreußens, besonders der Landwirtschaft, hin und streifte auch die polnische Wirtschaft in Pommerellen und die Schikanierung der Deutschen durch die polnischen Behörden. Im geschäftlichen Teil wurde der Punkt Abstimmungsfeier am 21. und 29. Juni zur Erinnerung an die 10jährige Abstimnung der Deutschen gegen Polen ausgiebig besprochen, und zwar ist am 21. 6. Eröffnungsfeier in der Stadthalle mit anschließendem Fackelzug, am 22. 6. Festgottesdienst in der Altstadt=Kirche, Promenadenkonzert am Neumarkt, Schalker Markt und Heinrichs=Platz, Umzug von 70 landmännischen Vereinen durch die Stadt, anschließend Haupt=Gedächtnisfeier in der Ausstellungshalle. Während sich die Mitglieder guten Kaffee und Kuchen munden ließen, wartete die Musikgruppe, die Landoleute Lux, Lill und Meinke— mit schönen Weisen auf wie„Die Himmel rühmen", „Dies Land bleibt deutsch“,„Holdes Mägdelein von Stuhn" usw. Die Gesangabteilung unter Leitung des neuen Dirigenten Boenisch erfreute die Zuhörer mit Gesangsstücken. Für alle Vorträge, auch für die Schler=Gedichte, zollten die Anwesenden freudigen Beifall. An den Veranstaltungen der Bruder=Vereine in Essen, Bottrop, Wattenscheid, Wanne und Buer im Juli und August wird sich der Verein zahlreich beteiligen. Für treue Vereinsarbeit wurde dem Landsmann Kroll im Schalker Bezirk die höchste Verbands=Auszeichnung, die„Goldene Nadel", durch den Vorsitzenden mit einer Ansprache überreicht. Das Problem, Gaspreiserhöhung Gedanken aus der Bürperichan zum Fell„Gaspreisersbhung“ in Gellenhirchen-Buer Das Eco anf die Vergänge in Duer-Hallel 1— Nach einem Beschluß der Hauptausschusses, der von der Stadtverordnetenversammlung noch nicht genehmigt ist, sind in GelsenkirchenBuer die Gas= und Lichtpreise neu geregelt worden. Diese„Neurene. lung" nun hat in der Bürgerschaft größten Unwillen erweckt, in BuerHassel ist es sogar so weit daß ein groder Teil der bewohner, die die Gebühren den neuen Sätzen zahlen sollen, d. h. pro Zimmer so und so viel, obwohl die meisten nur in der Rüche eine Flamme brennen, daß diese Bewohner zur alten Petroleumbeleuchtung zurückgekehrt sind. Auch in der übrigen Bürgerschaft hat diese recht komplizierte Gebührenrechnung größtes Besremden erregt. Das zeigt auch folgende Zuschrift aus Buerschen Bürgerkreisen, die wir veröfsentlichen, ohne ganz mit ihr einig zu gehen. Andererseits aber muß geagt werden, daß das über die Mahen distanzierte Verhalten der Lichtwerksdirektion sehr zum Steigen des Unwillens in der Bevölkerung beitragen muß. Ait einem Jaß unterwegs Ein Zeichen der Zeit— Netpeopagande (—) Die heutige große Wirtschaftsnot hat auch die deutschen Winzer in großem Maße betroffen. Deshalb haben sich zwei Winzer aus Carden an der Mosel aufgemacht, um auf ihre Weise den bedrohten Winzern und damit dem deutschen Weinbau zu helsen. Sie machen zu Fuß eine Propagandareise nach Berlin und zurück, wobei sie alle deutschen Großstädte besuchen wollen. Zu ihrer Propaganda bedienen sie sich eines Weinfasses von 1098 Litern Inhalt aus dem Jahre 15n, welches Weinetiketten aus allen Weinbauorten der Mosel trägt. Außerdem sind auf dem Faß folgende Inschriften angebracht:„Helft den verarmten Winzern! Trinkt unverfälschten deutschen Wein! Wir sind aus dem verarmten Moelland!“. Daneben trägt das Faß noch die Plaketten aller auf der Reise brührten Orte. Dieses Faß rollen die beiden vor sich her, sich durch Postkartenverkauf ihren Unterhalt verdienend. Eine lolle Angelegenhent Er Smiams Geilsafien vor dem Amtsgericht Selsenlirchen (—) Am 13. März kam ein junger Mann von 23 Jahren in ein Lokal. Er war gut gekleidet und wußte sich zu benehmen. Er gab abwechselnd Bier, Wein und Sektlagen zum Besten. Auch eine Angestellte des Lokals hatte die Unterhaltung des jungen Kavaliers gesucht und gesunden. Gegen sechs Uhr morgens wurde dann ein Auto bestellt und man wollte nach Düsseldorf fahren. Er verließ für einen Augenblick das Auto, und als er zurückkam, sah er die Angestellte auf dem Boden des Autos liegen. In ihren Händen fand er seine Brieftasche, die bis auf den letzten Pfennig geleert war. Er wähnte sich bestohlen und fuhr gleich nach GelsenDie Zuschrift lautet:„Wie wir einem Bericht Ihrer Zeitung entnehmen, haben in der vorigen Woche die Bürgervereine der einzelnen Buerschen Stadtteile, die in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen sind, in einer Versammlung auf Schloß Berge zu der Frage der Gebührenerhöhung der städtischen Lichtwerke Stellung genommen. Erklärlich ist, daß diese Stellungnahme nur in einem Protest gegen die Preisgestaltung der Lichtwerke enden konnte. Man muß nur bedauern, daß diese Protestaktion auf einen so kleinen Kreis beschränkt geblieben ist, ein größeres Forum wäre notwendig, um der Protestaktion ein stärkeres Echo zu verschaffen. Leider scheint nun die Bürgerschaft, abgesehen von der Bevölkerung der Siedlungen Hassel und Bergmannsglück, die von der Gebührenpreiserhöhung besonders hart betroffen wird, auch dieses neue Uebel in der Reihe einer großen Anzahl solcher Zeitübel geduldig über sich ergehen lassen zu wollen. Bei aller Anerkennung der städttschen Finanz= not und der Pflicht der Bürgerschaft, zur Beseitigung dieser Nöte beitragen zu müsen, ist es doch notwendig, daß die Heranziehung der Bürgerschaft auch in erträglichen und vernünftigen Grenzen bleibt. Es ist geradezu unverständlich, wie die Mitglieder des Hauptausschusses, die gewählten Vertreter des Bürgerschaft, zu einem solchen Vorgehen der Lichtwerksdirektion Ja und Amen sagen können. Unverständlich schon deshalb, weil dieses Monstrum von Gebührenordnung das Zeichen der sozialen Ungerechtigkeit an der Stirn trägt. Abgesehen davon, daß die kinderreichen Familien, die notgedrungen größere Wohnungen haben müssen als kinderarme oder kinderlose Familien, besonders schwer unter der Raumstaffelung leiden, ist es geradezu widerfinnig, die Gebühren nach der Raumzahl einziehen zu wollen, da doch in den meisten Familien nur in einem, höchstens zwei Räumen Flammen oder Lampen brennen. Dazu kommt noch, daß man die verbrauchte Strom= oder Gasmenge noch nach dem Ergebnis der Zählung bezahlen muß. Bei allem Verständnis für die Finanznöte muß es verwundern, daß die Lichtwerke noch mit einem Apparat arbeiten, der an Umsang und Kostspieligkeit schwerlich zu übertreffen sein wird. Bekanntlich sind die in der zusammengelegten Stadt Gelsenkirchen=Buer vorhandenen drei städtischen Licht= und Gaswerke gleichfalls zusammengelegt worden. Als Folge davon wurde die Gasproduktion im Buerschen Gaswerk vollkommen eingestells. Der neue Gasometer, dessen Bau die Leitung des Lichtwerkes in vielen Kämpfen im Verwaltungsrat des Lichtwerkes durchsetzte, steht jetzt also verwaist do. Die neue Lademaschine, die neuen Oefen, alle die Einrichtungen, die nach langen Besichtigungsreisen in„anderer Leute" Lichtwerke angeschafft wurden, stehen jetzt nutzlos herum, für sie hat man keinerlei Verwendung mehr. Hat man aber jemals etwag davon gehört, daß man diese Neueinrichtungen, die man auf Kosten der Buerschen Steuerzahler angeschafft hat, obwohl schon damals der Gedanke nahe liegen mußte, die Gasproduktion einzustellen und das Gas von einer Zeche am Orte zu beziehen, die Gas in Hülle und Fülle hatte und es oft in die Luft blasen mußte, weil keine Adnehmer dafür vorhanden waren, hat man jemals etwas davon gehört, wie man diese Neuanlagen jetzt verwenden will. Es ist zuweilen geradezu himmelschreiend, mit welcher Kurzsichtigkeit gearbeitet wird. Im Lande der modernsten Kokereien der Welt gehen die Kommunen Hin und, deuen eigene Gaswerke und bauen diese, obwohl die Unrentabilität klar vor Augen steht, noch weiter aus. Jetzt, nachdem die Nutzlosigkeit dieses Beginnens eingesehen hat, schließt man Verträge mit den Gasgroßproduzenten ab und verdient nunmehr sein Geld als Zwischenhändler auf Kosten der Allgemeinheit, denn, wenn die Zechen das Gas direkt an die Verbraucher abgeben würden, würde es mindestens um die Hälfte billiger sein. Das Buersche Gaswerk also ist nur noch eine Durchgangestation für das verbrauchte Gas geworden. Und dafür muß der Bürger nun schwer blechen. Aber hat man je gehört, daß auf dem stillgelegten Lichtwerk irgend ein Mann abgebant worden ist? Wir sind keine Freunde de. Abbautheorie um jeden Preis, aber was sein muß, muß sein, auch wenn es sich um Beamte bei einem kommunalen, außer Betrieb gesetzten Lichtwerk handelt. Von den 68 Angestellten und Beamten, die auf dem Lichtwerk während des vollen Betriebes tätig waren, ist jetzt nach der Stillegung auch nicht einer weniger geworden. Das muß doch auffallen. Hat man für die Beamten irgend eine andere, der Stadt nützlichere Verwendung gefunden, würde sich die Bürgerschaft sicher darüber freuen. Aber daß man auf Kosten der Steuerzahler einen Betrieb, der am besten ganz aus der Welt geschafft würde, aufrechterhalten will, das kann nicht gebilligt werden. Die Stadtverwaltung hätte, da sie doch einmal Stillegungsabsichten hatte, lieber das Lichtwerk in Buer stillegen sollen, als den Schlachthof, der doch kein Zuschußbetrieb gewesen ist. Die Steuerzahler, die das Defizit der Stadt beseitigen sollen, müssen aufs bestimmteste darauf bestehen, daß die nötigen und auch angebrachten Sparmaßnahmen ergriffen werden.“ kirchen zurück. Hier wurde die Angestellte P — Einbruchssiebstahl in Seiseunichen. von der Polizei untersucht und stehe, aus Bei einem Anwohner der Wittekindstraße ihrer Bluse sielen 550 Mark heraus. Selbst= wurde am Montag ein Einbruchsdiebstahl verständlich händigte die Polizei dem Ka= verübt. Es wurde ein brauner Lederkosvalier das Geld sofort wieder aus. Die Angestellte hatte sich wegen Tiebstahls zu verantworten. Sie wollte die Brieftasche in sinnloser Trunkenheit gestohlen haben und bekam dafür einen Monat Gefängnis bei einer Bewährungsfrist. (—) Achtung! Schleichdiebe! Schleichdiebe scheinen ihr Tätigkeitsfeld nach Gelsenkirchen verlegt zu haben. Es vergeht kaum ein Tag, an dem der Polizei keine Diebstähle gemeldet werden. Vor einigen Tagen wurde einem Anwohner der Hochstraße ein Mansardenzimmer mittels Nachschlüssels geöffnet und aus dem Zimmer Lebensmittel gestohlen. Einem Anwohner des Alten Markter wurde durch Einbruch aus einem Wäscheschrank eine Schmuckkasette mit wertvollen Ringen, Armbändern, Ketten usw. gestohlen.— Weiter wurde ein Arzt in der hiesigen Bahnhofstraße von einem Schleichdieb heimgesucht. Entwendet wurde hier eine eine Beille. Ledertasche. 1 Taschenmesser und ein Füllfederhalter. Vor Ankauf der gestohlenen Sachen wird gewarnt. Mitteilungen über die Diebstähle erbittet die Kriminalpolizei Gelsenkirchen, Wildenbruchstraße 11—13, Zimmer 1 bie 1. Die Mitteilungen werden auf Wunsch vertraulich behandelt. fer und für erwa 300 Mark Wäsche gestohlen. Die Polizei fahndet nach dem bis jetzt noch unbekannten Täter. und Jaschismus“ vortrag der Hoffmann=Münum 19230 Uhr (=) Der öffentliche Universitätsprosesser Dr. ster am Donnerstagaben in der Stadthalle Gelsenkirchen hölt, besaßt sich mit Problemen, die nicht nur wissenschaftlichen Charakter haben.„Syndikalismus, Bokschewismus und Faschiomus" berühren das wirtschaftliche und polikische Leben unserer Tage und sind daher hochaktuelle Fragen, mit denen sich joder ausEinanderleden muß, der Anteil nehmen will, an den Dingen des öffentlichen Lebens. Zu dem Vortrag wird ein Eintrittsgeld nicht erhoben. Angehörige aller und Stände sind willkommen. SLIIT Teute Eröffnung der Juternationalen Hygieneausstellung Freies Wort Sie Seont ges bratr. Auz, anhe ihr e. bogm zur Verfügung. Beschwerden,# nus die puchorten Ich weiß nicht, ob ich mich mit weinen folgenden Ausführungen an die richtige Adresse wende, wenn nicht, dann leite bitte die Beschwerde weiter an die richtige Stelle: Ich meine den Stadtplan oder besser und richtiger gesagt, die verschiedenen Belanntmachungen neben dem Stadtplan, der unter den Normaluhren in der Stadt angebracht sind. Es sind alte Pläne, weit über zwei Jahre alt, deshalb dürfte er allmählich Zeit sein, dort richtige Angaben anbringen zu lassen. Da heißt es z. B. Finauzamt: Widenbruchstraße. Da war es früher einmal. Schon länger als ein Jahr ist das neue Finanzamtsgebäude in der Zeppelinallee seiner Benutzung übergehen.— Wohnungsamt: Weststraße(Alte Schule). Das Wohnungsamt befindet sich schon seit langer Zeit im Hans=Sachs=Haus im vierten Obergeschoß, In der alten Schule an der Weststraße ist bekanntlich jetzt 8 h I ONSHMD Voranzeige! Am Preitag, den 23. Mai 1930 2. großer Sonder-Abend Berufsberatung tergebracht.— Mieteinigungsamt! Schaller Straße(Luther Schule). Diese Schule wird schon seit langer Zeit wieder als Schule benutzt. Das Mieteinigungsamt befindet sich im Verwaltungsgebäude neben dem Rathaus an der Ahstraße.— Verkehrsverein: Alte evangelische Schule neben der evangelischen Kirche.— Das alte Schulgebände existiert überhaupt nicht mehr, es ist dem Erdboden gleichgemacht. Der Verkehrsverein hat scholängst ein neues gemätliches Heim am Bahnhofsvorplatz.— Die meisten Einheimischen dürften wohl wissen, wo sich die vier genannten Stellen jetzt befinden. Aber wenn ein Fremder sich nach der Tasel richtet, und beispielsweise das Wohnungsamt oder den Verkehrsverein oder das Finanzamt aussuchen will(Wattenscheid gehört bekanntlich zu unserem Finanzamt, es soll ja dann und wann vorkommen, daß einer mal nach dem Finanzamt gehen möchte), dann wird er vergebliche Wegmachen, beim Verkehrsverein wird e buchstäblich vor einem Nichts stehen!— Also, liebe Stadtverwaltung, sorge bitte dafür, daß hier möglichst bald die richtigen Bezeichnungen angebracht werden.— Zwettmäßig wäre es auch, statt des Stadtplanes der alten Stadt Gelsenkirchen gelegentlich den Plan der neuen Gesamtstadt anbringen zu lassen. Seit dem 1. April 1928 gehören je wohl die Stadtteile Buer und Horst zur Gesamtstadt Gelsenkirchen! Ein Bürger. NonditoreiCafe Pöppinghaus Bestellgeschif Telephon 2150 Die Arbeiten Sparkassenneubau#ind in den letzten Tegen soweit gediehen, deß am Montagnachmttian der Richtkrans aufseicht werden „fttich der Riciiturg“ Woig. tonnk. Damn i der Rohoar vieser Iu posanten Verwaltungsgebäudes innerhalb 6 Monaten fertiggestellt worden. Man rechnet damit, daß die Innenarbeiten in zwei Monaten beendet sein werden, so daß Anfang August die Uebergabe des Sparkassennenbaues und der Verwaltungszweigstelle Horst erfolgen kann. O Unglücosall aus dem Horster Kirsplatz. Am Montag ereignete sich auf n Kirmesplatz ein Unglücksfall. Der Arbeiter B. aus der Blumenstraße hatte sich in die Kettenkarussell gesetzt, ohne sich festzuschnallen. Er flog in eine Gruppe von Kirmesbesuchern, webei die Frau Stlviaa aus der Fischerstraße so schwer de, daß sie dem Horser Kranlenhause zugeführt werden mußte, wo ste Ein deutsches Gefallenendenkmal in Italien Indusktriestraße in Hoon ansässige Schnei dermeister Söno vermißzt. Er Die Eröffnung der Interuationalen bei der der Präsident der Neuen den Vertretern der Reichsin Dresden am 17. Mai, rüger, die Festrede hielt und der fremden Nationen und hat sei:! lassen. Die Horster Kriminalpolizei sind bisher Für die Besatzung des am 16. März 1916 vor Tarent versenkten deutschen U=Bootes „U. C. 12“ wurde auf dem Tarenter Friedhof ein Denkmal errichtet und kürziich in Aawesenheit der italienischen Behörden und eines Vertreters des Deutscheo Reiches eingeweiht. Gus.2 Ein füchliger vor dem Buerschen (“) Des ewigen Arl Leute leid, machte sich d mal selbständig. Aberd auch nicht recht geklappt kurzer Zeit schon hatte gewechselt. Mit den## ging auch in der neuen schäft mehr und mehr be ihm schließlich zum Off Noch zweimal wechselte nes Wirkens. Dagegen etwas einzuwenden, bl. Restsummen der Miete Offe nbarungseid nahm noch für 300 Mark T versprach, mit dem Erlö einrichtung ihn zu beza tung war aber gar nie gesamt um 640 Mark h densten Gläubiger gepr trugs erhielt er 1 Me Wochen sollen ihm erle er seine Gläubiger inne friedigt. Ausland! der deutschen *) Die allgemeine in Deutschland, die hohstigen Abgaben aller! deutschen großen ZirkuJahr notgedrungen in Sarrasani ist in Frank augenblicklich in Wien, in Italien, und der ju Zirkus, das mit zäher Jahren überraschend Unternehmen des Kapi den Sommer über in dem er im vorigen I und im letzten Winte Spanien Gastspiele geg der Pressedienst de Schneider dazu weiter für Gelsenkirchen=Buer mene Gastspiel aus o dieses Jahr abgesagt Die Kaupen Sroße Schüden in (“) Der Goldafter kommen. Im Stadtte in der Kolonie sind d zur Plage geworden. riesigen Scharen trotz auf eine noch größer Vorjahren schließen. Es müßten sofort werden, um die in d naten gesäuberten B ten. Vor allem sei a. exemplare an der Be straße hingewiesen. könnten hier schon vie dungen nördlich der Ungeziefer nicht mehr bereits von den Bau sen. Die Wege sind Schädlingen dicht bez (*) Verein heimat preußzen e. V. Buerdem 18. 5. hat der Monat sversammlung Saale abgehalten. E gesordnung wurde i 10jährige Stiftungsft sprochen, das am 2., in sämtlichen Räume Vereinswirtes Kalde Im Anschluß an die ein gemütliches Bei dem die Kathreiner chaft Kaffee und erwachsene Personen steuerte. Zwei lehr nannten Gesellschaft Unterhaltung. Als 1 Chr. Delissen, Selsei den Vortrag, der di undheit fördernden Kathreiner=Getränke: (*) Gufflärung und ihre Heilung# Schuhhaus Grüte! Stoaße 23—25, am Borttäge werden völ namhaften Fußexper nach Bedarf mit It zuch Messungen mit p Apparaten verbunde aufhin in der Lagder Entstehung deg ystematisch zu ausgenommen Spez Jn. Zur Anwen! alle“JFuhgelenkstütze individnell regulie tan 138 Mittwoch, den 21. W:1 Jahrgang 1930 BUER Mai 1930 er-Abend gungsamt! Schule). Diese ser Zeit wieder Mieteinigungsaltungsgebäude r Ahstraße.— te evangelische chen Kirche.— stiert überhaupt boden gleichgein hat schon iches Heim am meisten Einheien, wo sich die befinden. Aber nach der Tasel das Wohnungskein oder das (Wattenscheid em Finanzamt, nn vorkommen, inanzamt gehen ergebliche Wegein wird e chts stehen!— ng. sorge bitte ild die richtigen erden.— Zwettdes Stadtplanes hen gelegentlich imtstadt anbrin1. April 1928 tteile Buer und senkirchen! Ein Bürger. eroisafe nghaus on2150 llien Gus. Durn Ein küchtiger Kaufmann vor dem Buerschen Einzelrichter (“*) Des ewigen Arbeitens für andere Leute leid, machte sich der Friseur E. einmal selbständig. Aber damit muß es wohl auch nicht recht geklappt haben Denn in kurzer Zeit schon hatte er sein Ladenlokal gewechselt. Mit den vielen Feierschichten ging auch in der neuen Gegend sein Geschäft mehr und mehr bergab, so daß es mit ihm schließlich zum Offenbarungseid kam. Noch zweimal wechselte er die Stätte seines Wirkens. Dagegen hatte ja niemand etwas einzuwenden, bloß E. ließ überall Restsummen der Miete stehen. Nach dem Offenbarungseid nahm er einem Kaufmann noch für 300 Mark Tabakwaren ab und versprach, mit dem Erlös der alten Ladeneinrichtung ihn zu bezahlen. Die Einrichtung war aber gar nicht mehr da. Insgesamt um 640 Mark hat E. seine verschiedensten Gläubiger geprellt. Wegen Betrugs erhielt er 1 Monat Gefängnis. 2 Wochen sollen ihm erlassen werden, wenn er seine Gläubiger innerhalb 3 Jahren befriedigt. Auslandsslucht der deutschen Groß=Zirkusse *) Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland, die hohen Steuern und sonstigen Abgaben aller Art haben sämtliche deutschen großen Zirkusunternehmen dieses Jahr notgedrungen ins Ausland geführt. Sarrasani ist in Frankreich, Krone gastiert augenblicklich in Wien, Gleich befindet sich in Italien, und der jüngste deutsche GroßZirkus, das mit zäher Energie binnen drei Jahren überraschend schnell aufgebaute Unternehmen des Kapitän Schneider, wird den Sommer über in Holland sein, nachdem er im vorigen Jahr in der Schweiz und im letzten Winter in England und Spanien Gastspiele gegeben hat. Wie uns der Pressedienst des Zirkus Kapitän Schneider dazu weiter schreibt, muß das für Gelsenkirchen=Buer in Aussicht genommene Gastspiel aus obigen Gründen für dieses Jahr abgesagt werden. bmen ian Galsin Die Kaupen im Augeis Sroße Schäden in Buer=Scholven (“) Der Goldafter ist in Bewegung gekommen. Im Stadtteil Scholven um und in der Kolonie sind die Schädlinge bereits zur Plage geworden. Das Auftreten der riesigen Scharen trotz der Säuberung läßt auf eine noch größere Gefahr als in den Vorjahren schließen. Es müßten sofort Maßregeln ergriffen werden, um die in den vergangenen Monaten gesäuberten Baumbestände zu retten. Vor allem sei auf die schönen Baumexemplare an der Berliner und Glückaufstraße hingewiesen. Einige Leimringe könnten hier schon vieles helfen. Die Waldungen nördlich der Kolonie sind vor dem Ungeziefer nicht mehr zu retten. Es hat bereits von den Baumkronen Besitz ergrifsen. Die Wege sind von den gefährlichen Schädlingen dicht bezogen. (*) Verein heimattreuer Ost= und West. preußzen e. V. Buer=Mitte. Am Sonntag, dem 18. 5. hat der genannte Verein seine Monat sversammlung im Kaldeweyschen Saale abgehalten. Außer der üblichen Tagesordnung wurde in der Hauptsache das 10jährige Stiftungsfest des Vereins beprochen, das am 2., 3. und 4. August 1930 in sämtlichen Räumen und einem Zelt des Vereinswirtes Kaldewey stattfinden soll. Im Anschluß an die Versammlung fand ein gemütliches Beisammensein statt, zu dem die Kathreiners Malz=Kaffee=Gesellchaft Kaffee und Kuchen für zirka 600 erwachsene Personen und 150 Kinder beisteuerte. Zwei lehrreiche Filme der gekannten Gesellschaft sorgten für die nötige Unterhaltung. Als Vertreterin hielt Frau Chr. Delissen, Selsenkirchen, einen fesselnden Vortrag, der die Bedeutung und Geundheit fördernden Eigenschaften des Kathreiner=Getränkes schilderte. (*) Aufklärungstage über Fußleiden und ihre Heilung veranstaltet die Firma Scubhaus Grüterich. Buer, Essener Straße 23—25, am 23. und 24. Mai. Die Vorttäge werden völlig kostenlos von einem samhaften Fußexperten gehalten und sind nach Bedarf mit Fußuntersuchungen. wie auch Messungen mit patentierten„Chasalla“. Apparaten verbunden. Jedermann ist daraufhin in der Lage, vorhandene oder in der Entstehung begriffene Fußleiden mit weckentsprechenden orthopädischen Mitteln stematisch zu beheben oder abzuwehren, ausgenommen Spezialfälle des Cherurgen Jv. Jur Anwendung gelangen„Thaalle“-Zuhgelenkstützen mit Fersenkord, die individuell regulierbaren fertigen Fußtschen A=Bootes let und fürzicch Wassereinbruch auf„Auguste Viktoria“ Eine ke-Pe Wallerader Bloßgeleg!## Des Waller überichwemmt die Grubenbaue# Die Belegichalt muß telern 7 Die Auswirkungen noch nicht abzulehen Auf der dritten Sohle des neuen Schachtes von Auguste Viktorie in Hüls wurde beim Schiehen eine Wasserader bloßgelegt, das heiße Wasser strömte durch 2## Querschlag, daß die Belegschaft der Neviere 10, 12 und 13 im Schacht 1 und 2 ausfihren mußten. Wie uns mitgeteilt wurde, hat man in der genanten Strecke die letzten drei Monate schon start gegen das Wasser kämpfen müssen. * Von unserem an den Ort des Geschehens geeilten Sonderberichterstatter wird dazu nach geschrieben: Vor dem Zechentor Gruppen von Bergleuten, die um das Schicksal ihres Pütts, der ihnen Arbeit und Nahrung gibt, besorgt sind. Im Direktionsgebäude ist von den leitenden Herren niemand anwesend. Sie sind alle eingefahren. Der Direktionssekretär hat die Freundlichkeit, dem Pressemann, soweit es ihm möglich ist, erschöpfende Auskunft zu geben. Danach ist der Wassereinbruch auf der erwa 800 Meter tiefen dritten Sohle erfolgt. Als am Dienstagmorgen die Kraft des Wasserdrucks sich bemerkbar machle, hat man nach und nach die gesamte Morgenschicht ausfahren lassen. Da der Wassereinbruch in seiner Bedeutung schnell festgestellt war, hat man ohne Mühe die Belegschaft in Sicherheit bringen können, so daß kein Menschenleben irgendwie in Gefahr gekommen oder gar zum Opfer geworden ist. Aber über dreitausend Belegschaftsmitglieder müssen seiern. Die Mittagschicht ist gar nicht angefahren, die Förderung ruht. Wann überhaupt der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, hängt ganz davon ab, wann und wie es möglich sein wird, die Wassermassen zu bewältigen. Die offizielle Mitteilung der Zechenverwaltung lautet folgendermaßen:„Die Wasserzuflüsse in der Grube, die bisher 3 Kubikmeter betrugen, haben sich plötzlich um mehrere Kubikmeter erhöht, so daß die Wassersaigen und die Lokomotivgleise überflutet wurden un übergelaufen sind. Die Belegschaft mußte daher heute feiern. Die Förderung kann aber wieder aufgenommen werden, sobald die Wassersaigen auf einen größeren Querschnitt erweitert sind, daß sie die erhöhten Wasserzuflüsse abführen können. Gefahr für den Betrieb besteht nicht.“ Weiteres zu berichten, ist man auf dem Sekretariat nicht in der Lage, da erst die Ausfahrt der technischen Leitung abgewartet werden muß. Nur verlautet, daß man zurzeit damit beschäftigt ist, die Wasserzuflüsse abzudämmen und zu versuchen, ihrer mit den Pumpen Herr zu werden. Besonderer Wert wird auf die Versicherung gelegt, daß der neue Schacht 4 in keiner Weise bedroht ist, da man bisher lediglich auf einem Querschlag der ersten Sohle durchschlägig geworden ist, das Wasser also über zweihundert Meter im Schacht steigen müßte, um in die erste Sohle einzudringen. Irgendein Zusammenhang mit den Fließandmassen, die im Jahre 1927 das schwere Ungkück mit sich brachten, besteht selbstverständlich nicht, da die Fließsandschicht seinerzeit wenig über hundert Metei Tübbings durchbrochen hat. tief die Draußen vor dem Zechentor tritt der Gewährsmann zu einigen alten Kumpeln, denen man es ansieht, daß sie lange Jahre im Bergbau tätig sind. Hier ist man recht pessimistisch hinsichtlich des weiteren Verlaufs. Aus eigenem Erleben heraus schildert einer dieser Vergleute das Geschehnis und seine Auswirkung. Danach ist im Revier 18(Steiger Scholz) etwa 1200 m vom Schacht entfernt in einem Querschlag, der zum neuen Schacht 4 durchgeschlagen werden sollle, am Betriebsort, in dem in Vierstundenschicht mit fünf Dritteln gearbeitet wird, am Montag gegen Abend eine heiße Wasserquelle angeschlagen worden. Zunächst waren die Wassersaigen noch in der Lage, den Zufluß zu fassen. Als aber dann gegen 5 Uhr morgens die Wasserader nochmals stärker angeschossen wurde, drang das Wasser, das eine Hitze von 60 bis 70 Grad hat, mit starkem Druck vor, überflutete Gleise und Querschlagboden, Hitze und Qualm vor sich herstoßend. Nach den Anweisungen der Verwaltung sind dann die einzelnen Reviere ausgefahren. Teilweise ist man dabei, in den Stapeln zur zweiten Sohle und von dort im Schacht auszufahren, da das Wasser inzwischen bis zum Schacht vorgedrungen war. In der Belegschaft bestehen starke Befürchtungen, daß die Pumpen nicht in der Lage sein werden, die Wassermengen zu fassen, um so mehr, als die hohe Temperatur des Wassers die Gummidichtungen der Rohrleitung und der Pumpen gejährdet. Das würde bedeuten, daß das Wasser im Schacht Meter um Meter höher steigen würde, so daß wenigstens in den Augen der Belegschaft die Gefahr eines Absausens des Schachtes als im Bereich der Möglichkeit liegend angesehen wird. Wie gegen 7 Uhr abends von einem inzwischen aus der Grube ausgesahrenen Direktionsmitgliede mitgeteilt wurde, lassen sich die Auswirkungen des Wassereinbruchs noch nicht übersehen. Fest steht, daß es sich um einen recht bedeutsamen Wassereinbruch handelt, der die Richtstrecke Überslutet hat, so daß es zurzeit nicht möglich ist, zu der Stelle vorzudeingen, wo der Einbruch erfolgt ist. Einstweilen sind die Pumpen noch nicht in der Lage, der Wassermassen Herr zu werden. Man hat daher die Fördereinrichtung zum Wasserziehen benutzt. Die Werksleitung hofft, im Lause des heutigen Mittwochs die Wassermengen eindämmen zu können, da diese erfahrungsgemäß im Anfang sehr stark auftreten, um dann später an Heftigkeit nachzulassen. Einstweilen wird jedoch die Belegschaft, so weit sie nicht bei der Wasserbekämpfung Verwendung findet, seiern müssen. O. K. Kandbemerkungen zum„Liebeswalzer“ Von Willy Fritsch Zur ersten Tonsilmoperette der Erich Pommer=Produktion der Usa mit Lilian Harvey und Willi Fritsch, die ab kommenden Freitag im KV.= Theater in Buer gegebeen wird. Zuerst eine Einleitung: Was ist O. K.? O. K. wandelt sich im Temperament der verschiedenen Völker. Es ist dasselbe wie das„vien fur“ des Franzosen, dasselbe wie das M. W. des Berliners, nur ins Amerikanische übertragen, heißt es„alles korrekt", also O. K. Weiterhin ist O. K. der neueste Schlager des Werner Richard Heymann, dessen „Haus am Michigan See“ noch unvergessen ist, kurz und gut, das Lied, das in wenirößte Erfolge erzielen Inserate In Zeitungen mit hoher Auflage und weiter Verbreitung. Diese Zeitung mit ihrem großen Leserkreisim Emscher-Lippeland eignet sien ganz besonders zur Autnahme von Anzeigen aller Art, weil die große Abonnentonzahl Gewähr bietet für ertolgreiche Insertion □ stützen nach Maß. Der Gefahren, denen die Fühe vom=Kindesalter an, später im Beruf, wie überhaupt das ganze Loben hindurch ausgesetzt sind, gibt es so viele, daß eine vernünftige Pflege der Füße in jedem Falle geboten erscheint. Die an anderer Stelle dieser Zeitung bereits angekündigte„Chasalla"=Demonstration der Firma Grüterich soll der Allgemeinheit den richtigen Weg weisen. (“) Die Ortsgruppe Buer=Mitte der Deutschen Volkspartei ladet alle Mitglieder und Freunde der DOP zu einem Vortsag des Heren Studionrats Kruse über„Die weltpolitische Lage Deutschlands“ zu Freitag, den 23. Mai, um 8 Uhr abends ins Hotel„zur Post“(Schlatholt) ein. (*) Die Frauengruppe Buer=Mitte der Deutschen Volkspartei trifft sich Donnerstag, den 22. Mai, nachmittogs 4 Uhr in Schloß Berge. Ein Tisch ist auf der Verande reserviert. (°) Feierschicht auf Scholven. Auf der Schachtanlage Scholven muß am Mittwoch, den 21. Mai, angeblich wegen Absatzschwierigkeiten geseiert werden. Es ist die vierte Feierschicht im Monat Mai. (“) Das Fahrrnd gestohlen. Einem Reisenden aus Essen wurde am 19. d. Mis. in der Mittagostunde sein Fahrrad, das er vor dem Marienhospital niedergestellt hatte, entwendet. Ihm in hierdurch ein Schaden in Höhe von 80 Mark entstanden. folgt in Warendorf am kommenden Donnerstag. 0) Bestandene Deutistenprüfung. Vor dem Prüfungsausschuß des Reichsverbandes Deutscher Dentisten bestand der Techniter=Assistent Alois Dammana jr. die Praktikantenprüfung mit„Gut“. Stearinslolle in Tapeten Will man Stearinflechke aus Tapeten entfernen, so muß man zuerst sehr vorsichtig, ohne die Tapete zu verletzen, das Stearin mit einem spitzen Gegenstand entfernen. Dann legt man ein dickes, nicht zu kleines Stück Lösckpapier dagegen und drückt ein heißes Plätteisen auf. Durch die einwirkende Wärme löst sich der Fleck in der Tapete und dringt in das Löschpapier ein. Dies muß so oft gewechselt werden, bis der Fleck ganz verschwunden ist. 73jährig gestorben () Die Gräfin Margarethe von Westerholt=Sysenberg. Schwester des im Jahre 1922 verstordenen Grasen Egon von Weterholt=Sysenberg R am gestrigen Tage in Warendorf, we sie seit etwa 20 Jahren ihren Wohnße hatte, verstorben. Die Gräfin(Komtesse Meta im früheren We= Bei der Luther=Feier in Koburg am 17. und 18. Mei— anläßlich der 400. Wieserholt genannt), war wegen ihrer Mild= derkehr des Jahres, in dem Luther während des Reichstages zu Augsburg 1530 tätigkeit sehr geachtes und hat ein Alter als Geachteter auf der Beste Koburg Zuflucht sand— wurde eine Gedenktasel mit gen Wochen in allen Cafes gespielt wird, das die Leute auf der Straße summen und die Gassenjungen pfeisen werden. O. K.— das geht in Ordnung.„Liebeswalzer“, heißt mein neuer Film; den ich unter der Produktionsleitung von Erich Pommer und der Regie von Wilhelm Thiele im Rahmen der Usa=Groß=Tonfilme spiele. Man überreichte mir das Drehbuch gleich anschließend an„Melodie des Herzens“. Ich spiele einen jungen Amerikaner, der einen österreichischen Erzherzog bei seiner Verlobung vertritt. Ich bin unerfahren in allen Dingen der europäischen „Bewaffnung". Ich stolpere über meinen Säbel, verliere meinen Helm, verwickle mich in meinen Sporen. Ich, der Leutnant aus der ungarischen Rhapsodie und der Gefreite Janos aus der„Melodie des Herzens“, ein erfahrener, alter Filmsoldat. Aber trotzdem— ich stolpere, verliere, verwickele mich und, wie mir. Wilhelm Thiele, mein Regisseur, versicherte, alles mit der notwendigen Natürlichkeit! Er war zufrieden, sagte nur: O. K. Eines Tages, es war morgens um 8 Uhr. Wir kamen ins Atelier. Wilhelm Thiele hatte einen schlechten Tag. Er war nicht recht in Stimmung. Schon bei unseren ersten Sätzen schimpfte er halblaut vor sich hin. Wir, Lilian Harvey und ich, waren das aber nicht von ihm gewohnt. Als er nun bei der Abhörprobe oben im Abhörraum war, stellten wir uns, wie zufällig, in die Nähe des Mikrophons und sprachen folgenden imposanten Dialog: „Lilian“, sagte ich,„Thiele hat heute aber eine schlechte Laune.“„Ja“, antvortete Lilian,„der muß sich sehr geärgert haben, denn heute hat er doch wirklich keinen Grund.“„Hm“, meinte ich,„sichetlich hat er sich furchtbar mit seiner Frau gezankt!“— Man muß nämlich wissen, daß Thiele sehr jung und glücklich verheiratet Ist.— Lilian meinte noch naseweis:„Ja, in einer so jungen Ehe kommen ja manche Streitigkeiten vor. wenn der Mann nicht richtig erzogen ist.“ Plötzlich öffnet sich oben das Fenster des Abhörraumes. Thiele steckt seinen Kopf heraus und ruft:„Habt ihr euch nun endlich über mich ausgemeckert?“ Wir taten bestürzt, Er war anschließend der goldigsten Laune, sozusagen schon als Beweis seiner glücklichen Ehe. Und ich flüsterte Lilian in einer kurzen Pause zu: O. K. Später haben wir ihm alles verraten, er hat herzlich gelacht. Run ist mein innigster Wunsch, daß auch unser Publikum sich bei unserem neuesten Film amüsiert und mit den Worten hinausgeht:„Liebeswalzer“ Ks 5. 8. Verantwortlich für Poliit. Provinz und Vermischt.= Will Wir. für Lokalen. Spor: und Feuilleton. Vaal Rlo#e: für Theater. Konzerte und bildende Kunst: Gerhard Kill. für den Anzeigenteil: Rudell Heing. sämilich m Gelsenkirchen= Buer Berliner Schrittleitung: Kerl Rische: Berlin Wilhelmitraße. von 79 Jahron erreicht. Die dem Relief des großen Resormatons enthüllt. den 21. Moi Krankheiten im Ruhrgebiet. Suuius ir Abiursternzeuumn Von Kampfbahn auch in Selsenkirchen=Vuer Das Institut für Hygiene und Bakteriologie zu Gelsenkirchen gibt folgenden Bericht über den Stand der ansteckenden Krankheiten im Ruhrkohlengebiet in der Zeit vom 30. März bis 3. Mai 1930 bekannt(zusammengestellt nach den von den berg, Düsseldorf und Münster zur Verfügung gestellten wöchentlichen Nachweisungen): Unterleibstyphus. Auch in der diesmaligen Berichtszeit, die sich auf 5 Wochen erstreckt, ist die Zahl der Typhuserkrankungen noch als verhältnismäßig gering zu bezeichnen. Während wir im Vormonat (4 Wochen) über 8 Erkrankungen und 2 Todesfälle berichtet haben, sind in der diesmaligen Berichtsezit 16 Erkrankungen und 2. Todesfälle zur Meldung gekommen. An Paratyphus ereigneten sich im Ruhrkohlengebiet in dieser Berichtszeit im ganzen 27 Erkrankungen. Erkrankungen an Ruhr wurden in dieser Berichtszeit insgesamt 18 gemeldet, im Vormonat(4 Wochen) 13. Während im Vormonat(4 Wochen) 996 Scharlacherkrankungen mit 18 Todesfällen zur Meldung kamen, sind diesmal, allerdings in 5 Wochen, 1029 Erkrankungen mit 17 Todesfällen bekannt geworden. Von den Erkrankungen entfallen je 45 auf Gelsenkirchen=Buer und Recklinghausen Stadt, 47 auf Recklinghausen Land. Die Zahl der Erkrankungen an Diphtherie betrug in dieser Berichtszeit(5 Wochen) 964 mit 84 Todesfällen, denen 882 Erkrankungen mit 67 Todesfällen im Vormonat(4 Wochen) gegenüberstehen. Hohe Zahlen zeigten Duisburg=Hamborn mit 153, Herne mit 146, Bochum Stadt mit 121 Erkrankungen, es folgen Essen mit 88, Gelsenkirchen=Buer mit 85, Oberhausen mit 53, Lünen mit 41, Dortmund 1 mit 38 Erkrankungen= Von den Todesfällen ereigneten sich 21 in Bochum, 13 in Duisburg, 11 in Gelsenkirchen=Buer. An Kindbettfieber nach regelrechter Geburt erkrankten 28 Frauen, davon 6 in Gelsenkirchen=Buer, 5 in Duisburg=Hamborn, 4 in Bochum. Im ganzen starben 7 Frauen. An Tuberkulose kamen in der Berichtszeit(5 Wochen) 410 Erkrankungen und 271 Todesfälle zur Meldung, denen im Vormonat(4 Wochen) 394 Erkrankungen mit 226 Todesfällen gegenüberstehen. Aus Gelsenkirchen=Buer sind 44 Erkrankungen mit 21 Todesfällen zur emtlichen Kenntnis gelangt. Geichhllüche: Die Unentdehrlichteit von Konserven Konserven sollten heute in jedem Haushalte ein unentbehrliches Nahrungomittel sein. Mag die Hausfrau neben ihren „ hausfraulichen Pflichten auch noch berufliche Pflichten anderer Art zu erfüllen haben oder nicht, stets werden ihr Konserven hoch willkommen sein. Für die Hausfran, die im Berufsleben steht und nur wenig Zeit auf Hausarbeit verwenden kann, ist es ganz unmöglich, zu jeder Mahlzeit das Gemüse oder Obst frisch einzukauson und selbst im Hause vor= und zuzubereiten. Auf Gemüsenahrung kann und wird sie aber nicht verzichten. Sie greift also zweckmäßigerweise zu den jederzeit bereiten Industrie=Konserven. Gemüseund Obstkonserven, die in großen Fabeikunternehmungen unter Aufsicht wissenschaftlicher Fachlen., unter Benutzung der modernen Lehren der Ernährungswissenschaft und unter Verwendung einer hochentwickelden Tochnik hergestellt werden, sind den Erzeugnissen haushaltomäßiger Konservierung in der Regel weit überlegen. Dauernde Forschung in Versuchsstationen für die Leuserventabnttrie aufnerkame Bohrungemittelkontrolle der emtlichen Organe und die Zuverlässigleit der fabrikmäßigen Sterillsationsverfahren bieten Sicherheit für Haltbarkeit, Bekömmlichkeit und Schutz der Sesundheit, wie sie der Haushalt nicht geben konn. Nach neuesten wissenschaftlichen Anterfuchungen in dem Caffi'schen Lande des Konservenverbrauchen, den Vereinigten Staaten von Nordomerila, wie auch in allen Ländern Europas, und insbesondere Deutschland, in festgestellt, daß fabrikmößig hergestellte Gemüse= und Obstkonserven Bitamine und Nährsalze in höherem oder mindestens im gleichen Maße enthalten, als küchenmäßig zubereitetes Gemüse und Obst. Das Vorurteil, des noch vielfach gegen den Genuß von Gemüseund Obstkonserven herrscht, i jedenfosle eis irrig erwiesen. Mohr Mllch?! Ja— aber... Milch ziomlich schwer verdaulich— nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Jetzt wissen wir aber auch, wie diesem Uebel abzuholfen I. Gerade in diesen Tegon haben nkmlich unsere Ernöhrungssohher i dn arnccen Fucheirch darüber berichtet: Milch, mil Kathreiners bofsee!) (aber nicht etwa mit Bohnendretmal so leicht verlo nannten die Forschor diehe Mischung: Milch mit Kathreiner schmett aubh siel, viel bosfer eis Milch So gut, daß die violen Monschen, die über. heupt koine Milch mösen(weil sie ihnen zn sod, zr weich schmedt!), dies Stilch wie. sehr gern trinken werden. And das kann man im Interesse unsorer Bestage sundheit gar nicht hoch geung bewerten!— uunc Spielplatz Fußball Jugendopferspiele im Westfalenbezirk Gete Paarung im Rechlinghäuler Gen Westsalia Scherlebesk spielt in Marl Der Vorstand des Gaues Recklinghausen hat die Spiele für den Jugendopfertag am 15. Juni angesetzt. Der Opfertag kommt im ganzen Westfalenbezirk zur Durchführung. Man kann wohl sagen, daß der Gau Recklinghausen seine Aufgabe glänzend gelöst hat. Das größte Interesse werden wohl die Spiele Union—Herten, Datteln—Viktoria und Marl—Scherlebeck finden. Folgende Spiele kommen zum Austrag: V. V. Marl— Westsalia Scherlebec Germania Datteln— Viktoria Reckling= hausen S. S. 13 Recklinghausen— Sp. Vag. Erkenschwick— B. V. Lünen 05— Sp. Cl. Lünen 19 Union Recklingh.=Süd— Sp. Bog. Herten B V. Selm— VfB. Waltrop Sp. V. Disteln— Preußen Hochlarmark Sp. Fr. Haltern— S. S. Hüls=Sinsen Sp. V. Hochlar— F. C. 29 Recklinghausen Union(Res.)— Stuckenbusch Germania Datteln— Schwarz=Weiß Mekkinghoven Schalte 34 Die Reisemannschaft weilte in Fröndenberg und erzielte gegen den dortigen Ligaverein ein 4:4= Ergebnis. Die Lehrmannschaft machte das Vorspiel gegen Tus Bochum und mußte eine 2:4=Niederlage gegen die Reserve einstecken. Die 2. Mannschaft verlor nach gleichwertigem Spiel gegen die 2. Mannschaft von VfL Resse 08 0: 5. 1. Handballmannschaft— Schwarz= Weitz Neustadt 9: 6. Die Jugendmannschaften betätigten sich in einem Klubkampf gegen den Meidericher Spielverein und erzielten in sechs Spielen ein Torverhältnis von 15:5 bei 4 Siegen, 1 Niederlage und 1 unentschie. nen Spiel. 1. Jgd. 5:0, 2. Jgd. 5:2, 3. Jad. S: 1, 4. Jgd. 0: 1 abgebrochen wegen Regen, 1. Schülerm. 1.: 1, 2. Schülerm. 1:0. Samstag 2. Schülerm.— Horst=E. 7: 1, 2. Schülerm.— Horst=E. 2: 2. Die Monatsversammlung für den Hauptverein findet am Samstag, den 24. Mai, im Vereinsheim Thiemeyer statt. Verein für Bewegungsspiele Selsenkirchen Der BfV Gelsenkirchen hielt am 18. Mai im Vereinslokal Janzen seine diesjährige Generalversammlung ab, welche vom 1. Vorsitzenden Tomzik eröffnet wurde. Besonderes Lod zollte er der 1. Elf, welcher es gelungen ist, nach harten Kämpfen den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse sicherzustellen. Nachdem dem alten Vorstand für seine Arbeit vom Alterspräsidenten Dank ausgesprochen worden war, wurde ihm Entlastung erteilt. Nach der Neuwahl setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Heinrich Pleiß, 2. Vorsitzender Gottlieb Tomzik, 1. Kassierer Albert Kadellka, 2. Kassierer Ehrhard Traut, 1. Schriftführer Otto Miloschewsty, Spielerobmann Willy Ratfuß, Leichtathletikobmann Willy Oppermann, Spielführer Fritz Baßmann, Ballwart Johann Mrulla. Geschäftsführer wurde wieder Herr Jakob Wilde, Gelsenkircen, Bertastraße 29. Sämtliche Anschriften betreffend Spiele usw. gehen an diesen. Mittwochabend Spielersitzung der Jugend= und Stammannschaften. Aufstellung der 1. Handballmannschaft. Die Die amtliche Spielansetzung Der 26B. hat nunmehr für die Zwischenrunde am 1. Juni folgende Spiele engeleht: in Fürth: 1. FC. Nürnberg— Schalte 64: in Köln: Spog, Köln=Sülz— Hertha BEC: in Berlin: Holstein Niel— Eintracht= Frankfurt; in Dresden oder Leipzig: SC. Dreoden— Sppgg. Fürth. Handball und Erfrischungsräumen umgebaut und die Presse wird eine eigene Poststation mit 100 Fernsprechern und zahlreichen Arbeitsräumen erhalten. Das Stadion wird ferner mit einer neuen Lautsprecheranlage und elektrischen Tiefstrahlern ausgestattet werden. Die jetzt vorhandenen Umkleideräume sollen vollkommen ausgebaut werden. Der Handball der Polizei 1. M. Polizeisportverein 1. M. spielt Hassel. Kmmu.=F reztkub Hassel 1. R. w im nassen Element Turnerbund Burgsteinfurt— T. V. Herten 2:1 Das letzte Spiel vor der Spielsperre führte die Hertener nach Burgsteinfurt zu dem Turnerbund, dem Zweiten des Münsterlandgaues. Es wurde ein heißes Ringen, das die Burgsteinfurter als glücklicher Sieger sah. Während die Hertener drei Ersatzleute einstellen mußten, trat der Gastgeehr in stärkster Aufstellung an. Kurz vor Schluß setzte ein Platzregen ein und der Schiedsrichter bricht das Spiel ab. Burgsteinfurt ist glücklicher Sieger. Rot=Weiß Stuckenbusch 2. M.— To. Herten 2. M. 5:0(1.20) Leichtathletik Olymp. Spiele 1936 in Berün? •E MRT E 1— bewirdt si0— Stadion wir Der Der Magistrat der Stadt Berlin hat jetzt eine Denkschrift bekanntgegeben, die dem am 25. Mai in Berlin seine Tagungen beginnenden Olympischen Kongreß gewidmet ist und in der vor allem Bürgermeister Scholtz die Genugtnung ausspricht, daß das Internationale Olympische Komitee gerade die deutsche Reichshauptstadt als Tagungsort für diesen wichtigen Kongreß gewählt hat. Zugleich knüpft Bürgermeister Scholtz daran die Hoffnung, daß Berlin im Jahre 1936 die Möglichkeit gegeben werden kann, Stätte der Olympischen Spiele zu werden. Der Magistrat hat sich jetzt auch rein formell um die Olympischen Spiele 1836 beworben. Den Olympischen Spielen 1936 soll vor allem durch einen Ausbau des Deutschen Stadions Rechnung getragen werden. Es ist beschlossen worden, die jetzt um den großen Innenraum führende 666 Meter lange Radrennbahn herauszunehmen und den Innenraum so zu verkleinern, daß die jetzt 600 Meter lange Laufbahn auf eine 500=Meter=Strecke verkürzt wird. Die gesamte Innenfläche wird um 4½ Meter tiefer gelegt und die Zuschauerränge entsprechend herabgeführt. wodurch 70 000 Menschen untergebracht werden Innen. Die Längsseite mit der Hauptloge wird vollkommen überdacht, die Räume unter den Logen werden zu AufenthaltoSchwimmverein Buer 24 Am 29. Mai, am Himmelfahrtstage, unternimmt der Schwimmverein Buer seine jährliche Himmelfahrtswanderung, die in diesem Jahre nach Herdeck Hohensyburg führt. Die Abfahrt erfolgt um 6,06 Uhr von Buer=Süd; Treffpunkt für sämtliche Teilnehmer ist um 5 Uhr beim Vereinslokal Baumeister am Stern. Ankunft in Wetter um 7,47 Uhr. Die Rückfahrt erfolgt um 17,43 Uhr von Westhofen, so daß die Teilnehmer um 20,01 Uhr wieder in Buer eintreffen. Anmeldungen können noch bis zum 25. d. M. an den 1. Schwimmwart, H. Hackstein, Buer, Bergmannsglückstraße 57, gerichtet werden; mit der Anmeldung ist der Fahrtbeitrag von zwei Mark zu bezahlen. Spätere Anmeldungs. werden nicht mehr berücksichtigt, so daß dann der volle Fahrpreis zu zahlen wäre. Die Damenabteilung des Schwimmvereins Buer versammelt sich am Sonntag, dem 18. d. M., morgens um 9,15 Uhr, zum Training im Gelsenkirchener Hallenbade. Lotte Schönemann schwimmt Rekord Rugby=Länderkampf Deutschland— Spanien Eine neue deutsche Höchstleistung im 500Meter=Freistilschwimmen wurde von bekannten Dresdner Schwimmerin Lotte Schönemann mit 7:52,1 aufgestellt und mit die bisherige deutsche Bestzeit um 23.7 Sekunden Am Schachbrett den, der am 19. Mai im Nahmen portveranstaltungen in Dresden stattSpiel der Spanier(dunkler Anzug) mit einem 5: 8. Die Aufnahme gibt einen interessanten Spielmoment wieder, nem ftürmischen Gedränge der deutsche Gedrängehald mit dem Vall Nachdem in der Mitgliederversammlung am Sonntag die letzten Fragen geklärt wurden, beginnt jetzt das Vereinsturnier allgemein am Sonntag, dem 25. Mai, vormittags 10 Uhr, im Lokale Feldmann für die A= und B=Klasse. Die Spiele der C=Klasse sind schon einige Zeit im Gange und werden bei Düker jeden Freitagabend erledigt. In der Versammlung wurde die Verteilung wertvoller Preise für die Sieger in den einzelnen Klassen beschlossen. Ferner muß jeder Teilnehmer vor Beginn des Turniers 50 Pig. Spielgeld entrichten. Es spielen unn am kommenden Sonntag: A=Klasse(1. Runde): Müller—Dölle, Ortmann—Trier, Straup—Stoffers, WilB=Klasse(1. Runde): Wimmelmann— Halbeisen, Conrad—Steinbach, Bohn— Courte, Kraft—Kreimer, Hüdner—Kober. E=Klasse(4. Runde): Zwachoven— Kloß—Petzuik, Persch—Dietel, Domhöfer, Haltermann—Tewes. Die Erstgenannten haben immer Weiß. Dir Spielgelegenheiten nus mir Tbigt geregelt: Conntagvormittag ab 19 Uhr im Lokal Feldmann, Sonntagnochmittag ab 2 Uhr im Lokal Düter(kostenloser theoretischer Unterricht auch für Richtmitglieder), Mittwechabend ab 7 Uhr Pflichtabend im Kafsee Brinkhaus(täglich freler Schachverkehr dort), Freitagabend ab Uhr im Lokal Düker. Turf und Toto Eln neuer und ein alter Meister Mit die besten Leichtathletik=Leistungen der neuen Saison gab es Sonntag in Halle. Wegener, der Stabhochsprung=Rekordmann, sprang leicht über 3,90 Meter— eine Leistung, die für eine Verbesserung des Rekords, der noch nicht zu den Ruhmesleistungen gehört, die besten Aussichten eröffnet. Und dann konnte man sich noch über die Leistung eines neuen Mannes freuen: der Hassenser Polizist Biebach kam im Weitsprung auf 7,20 Meter. Die gehrigen Rennen Grunewald 1. Nenen: 1. Ottogebe, 2. Merkur 2, 3. Großfürstin. Toto: 114, 18, 16, 15:10. 2. Rennen: 1. Ostris, 2. Mucker, 3. Tornedo. Toto: 70, 24, 48, 28:10. 3. Rennen: 1. Flaggengruß, 2. Immerzu, 3. Skorpus. Toto: 70, 24, 13, 14:10. 4. Rennen: 1. Oberjäger, 2. Nernak. 3. Vigor. Toto: 29:10. Es liefen nnur drei Pferde. 5. Rennen: 1. Mosellen, 2. Don Jose, 3. Lopreder. Toto: 126, 27, 17, 57:10. 6. Rennen: 1. Mundschenk, 2. Gallina, 3. Pantomime. Toto: 32, 18, 19:10. 7. Rennen: 1. Mynheer, 2. Francesko, 3. Rotenstein, 4. Morgenrot. Toto: 50, 1., 29, 16:10. Enghien 1. Rennen: 1. Chisson, 2. Sari Signy, 3. Bean Drago. Toto: 38, 15, 18, 15:10. 2. Rennen: 1. Gratitude, 2. Rabirolle, 3. Grand Soleit. Toto: 17, 18, 23:10. 3. Rennen: 1. Le Carice, 2. Pierresonds, 3. Miranda. Toto: 71, 21, 30, 24:10. 4. Rennen: 1. Alfonso, 2. Sakols, 9. Gabon. Toto: 40, 17, 13, 19: 10. 5. Rennen: 1. Le Miranett, 3. Gaucho, 3. Lilas. Toto: 105, 24, 12: 10. 6. Rennen: 1. Liebertin 8, 2. Labuse, 3. Jvry. Toto: 30, 13, 13:10. Mitglückter Raubüberfall auf einer Seidbriefträger Der Täter versucht, Selbstmord zu begehen 32 Berlin, 21. Mai.(Drahtber.) In der Immanuelkirchstraße Nordosten Berlins versuchte gestern früh gegen 9 Uhr der 20jährige kaufmännische Angestellte Willi Preuß, einen Geldbriefträger, der sich auf seinem Bestellgang befand, zu überfallen und zu berauben. Preuß lauerte dem Beamten auf dem Treppenflur eines Hauses in unmittelbarer Nähe des Postamtes auf, stürzte sich auf den die Treppe hinaufsteigenden Beamten, gab, anscheinend aus einer Schreckschußpistole, einen Schuß ab und versuchte, die Tasche mit dem Gelde dem Beamten zu entreißen. Der Briefträger hielt seine Tasche jedoch krampfhaft fest, rief laut um Hilfe und schlug auf den Räuber ein. Als dieser sah, daß er den Beamten nicht überwältigen konnte, wandte er sich zur Flucht. Passanten und Polizeibeamte eines Reviers, an dem der Räuber vorbeirannte, verfolgten ihn und holten ihn nach kurzer Jagd ein. Auf der Polizeiwache zog Preuß, ehe man ihn durchsuchen konnte, plötzlich eine scharfgeladene Pistole und versuchte, sich in den Kopf zu schießen. Die Wasse wurde ihm aber aus der Hand geschlagen, so daß die Kugel ihn in die linke Halsseite traf. Der Verletzte wurde als Polizeigefangener in das Staatskrankenhaus gebracht. Die Verletzungen des Postbeamten sind nur leichter Natur. Sichernngsmaßnahmen in Brozes Freuzel Die Zeugenvernehmungen ergaben nichte neues : Berlin, 2. Mai.(Drahtber.) Rach den letzten Vorgängen an Gerichtsstelle hat der Vorsitzende im Potsdamer Prozeß Frenzel gestern Sicherungsmaßnahmen getroffen, damit solche Vorfälle nicht wieder eintreten. Zum Schutz der Belastungszeugen nehmen drei Schutzpolizeibeamte an der Verhandlung teil. Auch die beiden Gruppen der Be= und Entlastungszeugen wurden getrennt in das Verhandlungszimmer hereingelassen. Nach dem Aufruf der Zeugen wies der Sachverständige Dr. Mognus Hirschfeld darauf hin, daß die nervöse Spannung, die die Lwischenfälle verursacht hätte, sicherlich auf das lange Warten der Fomilienmitglieder auf ihre Vernehmung zurückzuführen soi. Die Mitglieder der Familie Frenzel müßten schon seit Tagen auf dem Gerichtskorridor warten und seien dort einer sehr großen Nervenprobe ausgesetzt. Der Vorsitzende meinte aber, daß aus prozessualen Gründen erst andere Zeugen gehört werden müßten, worauf die Verteidigung den Kompromißvorschlag machte, die Familienmitglieder zunächst zu beurlauben. Die gestrige Zeugenvernehmung ergab keine Neuigkeiten. Es wurde eine Reihe von Zeugen aus dem Dorse vernommen, wo die Sertrud Frenzel dort sehr oft getanzt habe und auch im Automobil wit ihren Freundinnen die Tanzlokale Nachbarschaft besucht habe. Auf Befragen des Vorsitzenden betonten aber sämtliche Zeugen, daß es bei diesen Tanzereien Rets ehr enständig zugegangen### * • anSexsr 13 " 10 Se S—— ** 90* 8 Saßs # S 5 L5 •• "* S —* VICKY VAN Jahrg. 1930 Kriminalröman von E. Floquet-Grohs Copyricht by Marie Brüsmenn, München 11. Fortetzung „Ich din überzeugt davon. Sie schauten einander mit der förmlichen Höflichkeit von Fremden an. Is kenne Miß van Allen gut! Sie kann nicht deucheln. Ich din sicher, daß sie diesen Mann mit keinem Blick vorder geehen hat: sie kann ihn einsach nicht getotet haden!" Ariadnes weitere Auslegen ergaben ebensowenig Weientliches als die der anderen Säste der Gesell chaft jenes Abends, ausgenommen Mistreß Reeves, welte üder Bickos Privatieben mehr wußte, als irgend semand von uns: doch audd ihre Auskünfte waren ziemlich belanglos Sie hatten sich zum erstenmal bei einem Kunstleredend Miß Gales getroffen, und gleich aneinander groden Gefallen gesun„Und wo baben Sie die Dame kennengelernt. Miß Gale?" fragte der Unteruchungsrichter weiter. „Sie stattete in meinem Atelier einen Besuch ab. um meine Vilder zu besit tigen“. war die Antwort.„Sie bewunderte sie und kauft auch eins; meine Arbeiten interessierten sie so sehr, daß sie zwei=, dreimal kam; ich lud sie dann gelegentlich zu einer kleinen Ateliergesell chift ein. Sie befreundete sich rosch mit den enwesenden Gästen, und forderte alle auf. sie zu besuchen. Ich war vor zwei Jahren zum erstenmal bei ihe.“ „Ich auch“, wars Mistreß Neeves ein, „und seither din ich häufig dort gewesen: und so oft ich Bickn sah, gefiel sie mir besser. Doch sie hatte immer etwas Geheimntsvolles an sich. Ich gestehe, daß ich einige Male versucht habe, etwas über ihe früheres Leben zu ersehren; doch sie wich steig meinen Fragen aus und wußte geschickt das Gesprächsthema zu wechseln. Aus zufälligen Bemerkungen glaube ich entnehmen zu können, daß ihre Heimat irgendwo im Westen gelegen ist.“ „Eine recht unbestimmte Angabe!" bemerkte Richter Fenn. „Leider ist das alles, was ich weiß.“ „Wo hat sich Miß van Allen während ihrer häufigen Abwesenheit ausgehalten?“ fragte er weiter. „Das weiß ich auch nicht! Oft war sie eine Woche fort, und nach ihrer Heimkehr erzählte sie von einem lustigen Aufenthalt auf Long=Island oder von einem Ausflug nach Westershire; doch erinnere ich mich keines bestimmten Ortes, den sie genannt hätte!“ „#der ich!" zirpte Ariadne.„Sie gebt est nach Greenwich, Connectivut und nach ronxwille. Ich habe sie öfter von diesen Ausflügen sprechen gehört. Sie hat dort einen großen Bekanntenkreis, und ist der Lieblin ling aller natürlich der „Darf ich ein Beweisstück vorlogen? rief plötzlich Mistreß Neeves.„Es is ein Brief von Miß von Allen, den ich erst heute früh erhalten habe.“ Das machte Sensation. Ein Brief von Vichy Ban! Eben angekommen! Ich spürte meine Knie zittern, und wußte nicht warum. Fürchtete ich, daß man Miß van Allen finden könnte? Wollte ich eine Verbrecherin schützen? Und ich mußte mir gestehen, daß derartige Gedanken durch meiRent anse wahrt. Vicky schien wirklich sehr verlassen. So viele Freunde sie auch hatte, es war nicht einer darunter, der in der Lage gewesen wäre, ihr zu helfen. Doch wenn sie jemals— freiwillig oder gezwungen— zurückkehren würde, sollte sie in Chester Caldonn einen Freund und Beschützer finden! Mistreß Neeves händigte den Brief dem Richter ein. der folgendes vorlas: „Liede Mistreß Neeves! Sie sind mir immer eine so liebe Freundin gewesen, daß ich Ihnen einige Zeilen senden mug. Ich habe Sie als die beste und gütigste Frau kennengelernt, und will als letzte Gunst von Ihnen erbitten, mich nun genz und für immer zu vergessen. Ich reise fort, um niemals zurückzukehren! Denken Sie nickts Schlechtes von mir, und wenn Sie den Stunden, die wir zusammen verbracht haben, ein liebevolles Gedenken bewahren können, so inn Sie es, bitte! Zur Erinnerung an mich, möchte ich Ihnen mein kleines elektrisches Auto überlassen, das in Ronnards Garage steht. Ich habe dorthin gechrieben, damit es Ihnen ausgehändigt wird. Ich werde unser fröhliches Zusammensein sehr vermissen, aber— ich I. un nie zurückkehren! Sorgen Sie sich nicht um mich, ich din in Sicherheit! Steis Ihre Sie liebende Bicky Van.“ „Sind Sie sicher, daß dieser Brief von Miß van Allen ist?“ fragte Fenn. „O ja!“ versetzte Mistreß Neeves.„Diese Schrift ist nicht zu verwechseln.“ Ich kannte Vickos Schrijtzüge, die höchst originell waren. Niemals bisher hatte ich eine solche Handschrift gesehen; eckig, etwas grös und sohr charakteristisch! Eo wäre er schwer, sie nachzuahmen. Auch hätte niemand Grund gehabt, einen solchen Brief an Mistreß Neeves zu schreiben. Diese hatte Vickys Angaben bestätigt gefunden; denn ein schriftlicher Auftrag hatte den Garagenbesitzer angewiesen, das Auto Mistreß Neeves zu übergeben. Beide Briefe waren in Newyork aufgegeben, am Abend vorher, und zeigten den Poststempel des Bezirks, zu dem Vickys Haus gehörte. Verbarg sie sich denn jetzt noch in der Nähe ihres Heims? Oder hatte sie die Briefe durch einen Beauftragten aufgeben lassen? Durch Julie vielleicht, die sicherlich bei ihrer Herrin war. wo immer es auch sein mochte? Lowney prüfte den am Mistreß Neeves gerichteten Brief eingehend: gewöhnliches Papier, wie es in jedem Papiergeschäft erhältlich ist, kein Monogramm, keine Instiale, auch kein Wasserzeichen im Briefpapier. Aber ein Dutzend anwesende Leute erkannten Bickys Handschrift, und der Unterchter beschlagnahmte den Brief Wer. und meinen lephonges Zeugenschaft ab, nur erwähnte ich weder Besuch noch unser Teun mich mein Gewissen mahnte, beschwichtige ich es mit meiner Ritterlichkeit, die mir nicht erlaubte, eine Frau dem Gesetz auszuliefern. Mistreh Noeves Brief bewies klar, daß Vicky Van wußte, es würden Nachforschungen nach ihr angestellt; sie war jedoch entschlossen, sich nicht finden zu lassen. Es war Sonnabend; und als das Verhör auf Montag vertogt warde, konnte ich nicht umhin, mir zu denken, es könnte ebensogut für immer aufgeschoben werden. Endlich ging ich heim, tief erregt bei dem Gedanken, daß ich heute nacht Vickys Post aus den Briefkasten holen und an dem bezeichneten Platze verbergen sollte. Ich hoffte zwar heimlich, Vicky im Hause anzutreffen, wo sie ihre Briefe erwartete, wagte aber kaum ernstlich an ein Wiederehen zu glauben. Ein Briel von Vicky Die Polizei hatte mir einen Hausschlüssel überlassen in dem Glauben, ich würde eventuell neue Anhaltspunkte finden. Sie war mit ihrer Weisheit zu Ende, und nahm gern meine Hilfe an in der Meinung, ein Freund Vickys könnte vielleicht doch mehr in Erfahrung bringen als ein gleichgültiger Polizist. So wartete ich, bis die Patrouille, lange nach Mitternacht, ihre Runde gemacht hatte, und ging dann hinüber. Rasch öffnete ich den Briefkasten, und entnahm ihm eine Menge Briefe. Dann schloß ich lautlos die Haustür auf und trat ein. Ich hatte mich mit einer Taschenlampe versehen, da ich vermeiden wollte, Licht im Hause aufzudrehen. Ich ging sogleich in das Musikzimmer, um meinen Auftrag auszuführen. Wie seltsam erschien mir alles! Das entzückende Zimmer mit den zierlichen weiß=goldenen Möbeln erinnerte mich lebhaft an die bezaubernde Besitzerin. Tausend Fragen durchkreuzten meinen Sinn. Was würde aus diesem reizenden Heim werden? Die Bilder und kleinen Ziersachen, die Mödel und Teppiche, wenn auch nicht prächtig, waren doch äußerst gediegen und viele davon sogar kostbar. Die große chinesische Vase, in welcher ich die Briese verbergen sollte, war ein Kleinod in ihrer Art, obwohl auch ein Kenner sie nicht geschätzt hätte. Ich hob den Deckel mit dem Drachen empor und ließ die Briefe hineingleiten. Nachdem ich die Vase geschlossen, zogerte ich noch einen Augenblick. Mein Auftrag war zwar ausgeführt, aber ich fühlte den Drang zu. bleiden. Alles sprach mir von Bicky n. Wo war sie jetzt? Sie war ein Rätsel, und ich— ich wollte unbedingt dieses Rätsel lösen. Allein im Zimmer da oben um Mitternacht, beschloß ich, meine Zeit, meine Tatkraft, mein Leden. soweit ich konnte, der Enthüllung der Wahrheit über Bicky Van zu weihen. Als ich das Musikzimmer verließ und durch die lange Halle ging, kam ich an Vickys Schlafzimmer vorüber und blickte fast ehrfürchtig binein. Würde sie je zurückkommen? Ich wanderte weiter und sah auch in ihr Ankleidezimmer. Ich fühlte mich dazu berechtigt, denn es war nicht eitle Neugierde. Das echt weibliche Boudoir gab Zeugnis von ihrem künstlerischen Geschmack. Ich ließ meine Taschenlampe aufblitzen, aber einem plötzlichen Impuls gehorchend, drehte ich eine Lampe neben dem hohen Ankleidespiegel auf. Ich blickte hinein, wie Vicky Van er oft geran haben mußte, wenn sie sich für ihre Gesellschaften **####### an janem verhängnisvollen rentinerArabesken hing eine der Soldperlenfransen von Bicky Bans Abendkleid. Ich sah im Geiste, wie sie sich mit der ihr eigenen Grazie vor dem Spiegel drehte und die Franse in der goldenen Verzierung hängenblieb. Vorsichtig löste ich die kleine Perlensgenie ans der Schniberet, und verwahrte in meiner Brieftasche als ein Andenken an das liebe Geschöpf. Dann umfaßte ich mit einem letzten Blick, gleichsam zum Abschied, das hübsche behagliche Rest, und ging ie Treppe hinab. Plötzlich gedachte ich des Winks bezüg. lich der Dachluke. Im nächsten Augenblick lief ich auch schon in das oberste Stockwerk. Dort war eine Dachluke mit einer Falltür, die innen verriegelt war. Das sagte genug. Bicky Van war dort seer nicht kimonegekliettert; ich meinerseite te das auch nie angenommen. mußte, wenn sie sich für ihre Gesell schmückte, auch an jenem verhängnis Abend. In dem geschnitzten Florer rahmen mit den verzweigten Ara te ich, das Haus zu zögerte—„ ging wieder die Treppe Noch immer in das Wohn. zimmer und kam ins Speisezimmer. Lange betrachtete ich das Büfett, vor welchem Randolph Schuylers Leiche gelegen hatte. Glas= und Silbergeräte standen dort in schönster Ordnung, als wäre alles der Gesellschaft zu Ehren besonders sorgsältig hergerichtet worden. Ohne daß genommen von einem——ir das Messer fehlte. Ich kannte Vickys Tischgeräte nicht so genau; aber die Richtung, n der die Gabel lag, ließ vermuten, daß das Messer quer über derselben gelegen, und daß man es weggenommen hatte. (Fortsetzung folgt.) Mittwoch, den 21. Mai Nr. 138 DIEPLAUDERNTUNDE BEILAGE ZUM GENERALANZEIGER FÜR DAS EMSCHER-LIPPELAN D. Siegerbis zuletzt Roman von Erfka Riedberg; Copyricht by Martin Feuchtwanger, Halle(Saa.c) ** 15. Fortsetzung Tränen liefen über ihr Gesicht— der Dank an das Land, in dem sie gesund geworden, so gesund, daß sie, wie Marie Griesbach sagte, wieder mit beiden Füßen auf der Erde stand. Gegen Morgen setzte sie sich an den Schreibtisch. Ganze Bogen füllte ihre klare Schrift: eine Beichte für sich selbst und für die einzige Heimat, die sie auf der Welt hatte. Und als das lange Schriftstück fertig war, zerriß sie es; auf den kleinen, modernen Briefdogen schrieb sie dann: Liebe Mutter! Ich möchte heimkehren. Wird Albrecht mich holen?“ Acht Tage später waren die Geschwister — Gabriele Hellen und Albrecht von Kampen, ihr Verlobter— in Genua. Professor Griesbach und Marie wollten das Brautpaar auf der Rückreise begleiten. Marie hatte gemeint: „Ich ertrage dieses Land des Gesanges noch nicht. Ich muß in herbere Luft, damit ich Widerstand lerne.“ Auf Gabrieles Bitten entschloß sie sich, mit nach Kampen zu kommen. Dort sollte sie gesund und stark werden, indessen ihr Bruder sich zu einer Fußtour in die Schweizer Berge rüstete. In einem der herrlichsten, alten Paläste der Stadt Genua hatten sie Wohnung genommen. Es war der letzte Abend. Albrecht von Kampen stand mit seiner Braut an der Brüstung einer der offenen, erleuchteten Bogengänge, die, durch mehrere Stockwerke gehend, den Palasthof umgaben. Es war ein Architekturbild von edler Pracht und entzückender Anmut. Sie sahen beide hinunter auf den in der Tiefe des Hofes plätschernden Springbrunnen. „Wie wunderbar schön!“ sagte Albrecht leise. „Ja! Und ich freue mich, daß wir dies noch gemeinsam genießen. Ich habe dir viel Herrliches voraus. Er zog Gabriele fest an sich. „Du Liebes! Geliedtes! Was hättest du mir nicht voraus!“ „Oh! Richt so etwas sagen!“ Ihr leiser, inniger Ton überwältigte ihn. „Ach!“ Ein erschütternder Laut kam von seinen Lippen. Dieses Weib, dieses lange geliebte, schon verloren geglaubte Weib war sein, sein fürs ganze Leben! Er fühlte es: täglich brach Gutes, Liebes, Vertrauendes neu in ihrem Herzen für ihn auf. „Du Liebstes! Liebstes Ich danke dir! Wie unendlich viel gibst du mir! Was gebe ich dir dafür?“ „Alles!“ sagte sie schlicht. Und fester hat nie ein Mensch in ehrlichster Aufrichtigkeit gegen sich selbst geglaubt, daß er mit der Vergangenheit serMit einer zarten, liebreizenden Gebärde legte sie ihre Hände um sein ernstes Antlitz, als ob sie gutmachen wollte, was er all die Jahre des Wartens und Werbens hatte entbehren müssen. Glück geben konnte doch ein Glück werden— wenn man gern gab. Zwei Tage später lag Italien hinter ihnen. Die rauhere Luft des Nordens umwehte ihre Stirn, machte ihre Herzen stark und fest, und stählte sie zu neuer Arbeit und zu einem neuen Leben. * In Veras kleinen, weißen Salon wartete der Flieger Lenken auf ihr Erscheinen. Sie hatte ihn herbestellt, denn sie starb fast vor Neugier: Er sollte ihr etwas von Klaus Zurpforten erzählen. Gern war er nicht gekommen. Etwas in ihm widersetzte sich dem Ansinnen, Vera Rehdern über seinen Freund zu berichten. Er hatte das Gefühl, daß damals diese traurige Angelegenheit wohl in geschickten, nicht aber in zarten Händen bei ihr gewesen sei. Nur im Vorüberstürmen, zwischen überstürzten Zurüstungen zu einer Orientreise, hatte er Zurpforten nach seiner Flucht aus der Heimat gesehen und nichts aus ihm herausgebracht, als einige höhnische, bissig zurückweise Bemerkungen. Später hörte er dann alles von Vera Rehdern. Aber da war Klaus Zurpforten verschwunden. Ein ganzes Jahr lang hatte man nichts von ihm gehört. Eines Tages war er wieder da: braun gebrannt, das Haar auf dem prachtvoll modellierten Rassekopf ergraut. „Von der Wüstensonne!“ sogte er mit einem Lächeln, das wie ein schnelles, spöttisches Zucken um die Lippen flog. Die Rennwelt stand auf dem Kopf. Man machte einen Triumph aus seiner Rückkehr. War er doch nicht allein wieder im Lande; er war nun wieder einer der ihren! Zur rechten Zeit noch vernünftig geworden. Gehörte wieder dem Rennsport: ein Meister, ein unerreichter Meister der Reitkunst. „Zurpforten ist dal Zurpforten reitet wieder! Es war wie ein Alarmruf! Die Menge war begeistert. Die Rennstallbesitzer rissen sich um ihn. Und er ließ sein hartes Reiterauge, das so viel kälter und mitleidloser geworden war, über sie hinwegschweifen und gedachte der Stunde, da er die Pistole in den Kasten gerückgemerken: „Brutal und theatralisch! Wollen's natürlicher machen— in den Sielen!" Kalt und überlegen stand er in dem alten Kreise. Ohne einen Schimmer von Befriedigung, ohne einen Schimmer von Freundlichkeit—.— Ein in der Stunde Gescheiterter, wo er bereit und fähig war, der beste Mensch zu werden. Einer, dem aus Neue und Erkenntnis die Kraft zu Gutem, zu Großem erwacht war und der, als er die erste Hand an sein Werk legte, grausam von der Vergeltung zurückgerissen wurde. Ein Mensch, der nur einmal eine Frage an die unsichtbaren Machte hat und, bleibt die Antwort aus, sie nicht wiederholt. Von dessen Lippen keine zweite Bitte kommt. Er ließ keinen, auch Lenken nicht, an sich heran. Der Letzte beim Zechgelage, der Tollste beim Spiel, scherte er sich nicht um Tod und Teusel. Wenn nach Strömen von Sekt, nach unsinnigen; nervenzerrüttendem Spiel fast keiner seiner Sinne mehr mächtig war, saß er unerschüttert da, sein zu Spott erstarttes Lächeln um die Lippen, hob den Kelch mit sicherer Hand, ließ die Karten kühl durch die schlanken Finger gleiten. Wenn endlich alle gegangen, blieb er allein zurück, trank langsam Glas um Glas, düster, schweigend vor sich hinstarrend. Hätte dann ein Mensch in sein Angesicht geblickt, er wäre bis ins Herz ergrisfen gewesen von der Hoffnungslosigkeit in diesen Augen. Lenken ahnte seine geheimen Schmerzen. Er litt um ihn, mit ihm. Er wurde traurig und nervös vor Sorgen um den Freund, der keinen Freund mehr wollte in dieser Welt. Und von diesem Manne, der stumm, klaglos seinen Kampf im Verborgenen kämpfte, dessen jetziges Leben nur auf die Verwirklichung von des Altmeisters eisig klarem Rat zugeschnitten war: „Sei gefühllos! Ein leichtbewegtes Herz Ist ein elend Gut Auf der wankenden Erde—“ von dem sollte er jetzt Vera Rehdern erzählen! Sein Gefühl sträubte sich dagegen. Er wollte nicht. Aber, wie immer, setzte sie ihren Willen durch. Ungeduldig und abgespannt vom Warten saß er, fast schon eine Stunde, auf dem mit weißer Seide bezogenen Goldstühlchen. Wenn sie nicht bald kam...! Aergerlich sah er sich die hundertmal gesehenen Bilder an. Im Grunde genommen mochte er Vera nicht leider. Er verachtete sie sogar etwas, und zwar wegen ihrer Spielleidenschaft, der vielen Heimlichkeiten und des mannigfachen, für eine Dame so abscheulichen und demütigenden Drum=und=Drans, den norwendigen, üblen Folgen eben dieser Heimlichkeiten. „Die ist geschäftskundig und gerissener im Pumpen, als der windigste Gent", das hatte mal ein alter Geldverleiher laut hinter der Baronin von Rehdern hergerufen. Lenken überlief es heiß und kalt bei der Vorstellung, der Oberregierungsrat könnte, müßte über kurz oder lang zur Erkenntnis über das Treiben seiner noch immer von ihm blind vergötterten Frau kommen. Jeder der Bekannten war empört über sie, und doch verbanden sich alle ihr zum Schutz und zur Hilfe. (Fortsetzung folgt.) — Am Schachbrett Budapelter Gamblt Gespielt als Fernpartie des Deutscher Schachbundes in Gruppe 36 Weiß: Haas=Gladbeck Schwarz: Elm=Eenen l. d2—84, Spr. g8—f6; 2.(2—44, e7— e5; 3. d4Xe5, Spr. s6—94; 4. 62—24, (Weiß verzichtet also auf die Verteidigung des Bauern, da der Textzug immer noch das Beste gilt, um möglichst schnell zu entwickeln.) 4.... Spr. g4Xe5; 5. f2 —f4, Spr. e5—66;(Nach Tarakower„Das neuromantische Schach“, elastisch und Spr. e5—96 vorzuziehen. Falls Spr. e5—96, setzt Weiß mit Spr. 51—c3 fort.) 6. Spr. 61—f3, L f8—65!; 7. Spr. 51—c3, 97—06; 8. L f1—93, 0—0; 9. a2 a3, a7—a5;(Um 52— b4 zu verhindern.) 10. D 91—82, 7—s5;(Schwarz wird agressiv.) 11. L c1 —43, L cöXes; 12. D ezXes. Spr. 58—07! 13. 0—0.(In betracht kommt auch die lange Rochade,) 13....T f8—e8.(Der Kampf steht etwa gleich. Bis hierhin wurde die Partie beiderseits theoretisch nach Tarakower aufgebaut. Nun folgt ein hübscher Schluß, der den geringen Entwicklungsvorteil von Weiß klar erkennen läßt.) 14. D e2—f3, Spr. 97—65(2); 15. Df2—c2, SpresxLds;(kommt den Absichten des Weißen nur entgegen); 16. De2X 93, /5Xe4; 17. Spre3Xes, Le8—f5; 18. Sprf3—g5!,(deckt den angegriffenen Springer zum zweitenmal, zielt auf den Punkt 57 und enthält die Drohung Dd3—05-); 18.... L/5Xes: 19. Spr. g5Xe4, Dd8— e7(?); 20. Ta1—e1, De7—f7|?); 21. Spr. 64—g5. Schwarz gibt auf. Weltschachbund Die Tagung des Weltschachbundes in Hamburg findet am 12. bis 27. Juli 1930 satt. Länderturniere: Jedes Land entsendet eine Mannschaft von 4 Spielern und einen Ersatzmann. Teilnahmeberechtigt sind Amateute und Berufsspieler. Gleichfalls wird ein Turnier um die Dame iweltmeisterschaft ausgetragen, wobei 6—8 Teilnehmerinnen vorgesehen sind. Der Hamburger Schachklub, d.: die Tagung anläßlich seines hundertjährigen Bestehens feiert, bietet allen Teilnehmern freien Aufenthalt. Meldungen bis 31. März an W. Robinow, Hamburg. Schlußzstand des internationalen Turniers zu San Nemo 1. Dr. Aljechin 14 Punkte(aus 15!) 2. Nimzowitsch 10½, 3. Rubinstein 10, 4. Bogoljubow 9½, 5. Obates 9. Es folgen Ahnes 8½, Spielmann 8. Prof. Vidmar 8, Maroczy und Dr. Tartakower je 7½, Colle, Kmoch je 6½, Araiza 4½, Monticelli 4, Grau 3½ und Romi 2½. Aufgabe Nr. 6 F. Lazard, Paris ***„„* Matt in 3 Zügen Nr. 7 K. A. Kubbel, Leningrad *„„ Matt in 3 Zügen Nr. 8 B. Ehms, Marienwerder Matt in 2 Zügen Lösungen: Studie Nr. 1, Henri Rink: 1. Da1— 91-, Kg8—f8, 2. D91—65-, Kf6—98, 3. De5—e7, Td8—93, 4. De7—e8-+, K98—67!, 5. Des—65-, Kg7—57, 6. De5—e4, Th8— 58, 7. Kf5—f6-, Kh7—58, 8. De4—h4-, (51-), Kh8—gs, 9. Dh4—g5 oder g4-, Kg8—f8, 10. Dg7+ und Matt im nächsten Zuge oor:.... 5. Kg7—98, 6. Kf5—06 usw. und gewinnt. 3. T28—d1, 4. De7—es-, e6-, Kg8—67, 5. De5-, Kg7—98, 6. De5—93+, Kg8—f81 7. Dg3—b8-+, Kf8—67, 8. Dbs —52-, Kg7—57, 9. Db2—c2 und gewinnt. 3. Td8—95, f8- oder Th8—h5-, 4. Kf5—96 und gewinnt. 3.... Td8—04, 4. De7—gé und gewinnt.: 3.... Td8—a8, (bs, c8), 4. De7—66+, Kg8—67(f8), 5. De6—f6-, Kgs!, 8. Kf5—96, Th8—57!, 7. Df6—66-, Kg8—h8, 8. De6—25+, Kbs —98, 9. De5—05+, und gewinnt. 7..... Kg8—f8, 8. De6—86-, f5- und gewinnt. Aufgabe Nr. 1, S. Boros: Kbi, Deö, Taz, es, L57, c5, Sprei, d4. Ber, g3,— Kes, Det, Tel, Lhé, Spres, h1, Bf5, 24, DeöXf5. Nr. 2, J. Manskopf: Kd2, Ld8, Sprf6. Ba4, b4, 93, f4, g4,— Kd4, Td6, Baß, 95. 96 3K. 1. Spr. 16—97. Tef(et), 2. Spr. 97—65(e5), TXSpr., 3. Lf6(b6) 4. 2.—, bel. 3.— Sprb3(s3)4. 1.— 46—05,(96—95). 2. Spreb (e5). 3. Spr. b3(s3)4. Nr. 3 J. Schmidt: Kfs, Dg2, Td1. Spr. 47, g7, Bb6, f3, g5,— Kd8, Te2, Ld2, Spr. 24, h1, Bab, b7, e3, 97, 96, 34. 1. Da2—94, Spr. e6-, 2. Spr. e3X-t, 1. Do2—94, Spreß-, 2. Dfl. 1.—, Les, 2. Det, 1.—, Sprhi, bel. 2. DX94. 1.—, Spre2, 2. De4. 1.—, Lf4, 2. DXft. 1.—, 2X95, 2. Doött. 1.— Lei, 2. DXd4. Auch eine Theaterwerbung Der 30 000. Besucher bekommt 103 Mark Das Oldenburger Landestheater veröffentlicht in der Presse folgende Kundgebung: „Guter Besuch ist die beste Garantie für den Fortbestand eines Theaters. Durch guten Besuch ist es möglich, den öffentlichen Zuschuß für das Landestheater herabzumindern und dadurch den einzelnen Steuerzahler zu entlasten 26000 Besucher haben in der vergangenen Spielzeit während der Monate Mai und Juni das Landestheater besucht. Es ist ein Leichtes, diese Zahl zu übertreffen, wenn jeder einzelne, der bisher abseits stand, nur ein einziges Mal im Monat das Landestheater, wenn jeder bisherige Anrechtinhaber oder regelmäßige Theaterbesucher eine einzige Vorstellung monatlich mehr im Landestheater besuchen würde! Ein gesteigerter Besuch für den Monat April, Mai, Juni schafft eine erhebliche Reserve für die kommende Spielzeit. Stehen Sie daher nicht abseits beim Aufbau Ihres Theaters und bestichen Sie regelmäßig die Vorstellungen. Auf jeden kommt es an! Wie bereits mitgeteilt wurde, setzt das Landestheater für die kommenden Monate wertvolle Besucherprämien aus, die nach folgendem Plan zur Verteilung kommen: Der 27tausendste, 28tausendste, 29tausendste Besucher erhalten je ein Dutzendheft (Parkett oder 1. Nang). Der 30tausendste Besucher erhält 100 Mark in bar. Der 32=, 33=, 34tausendste Besucher erhalten je ein Freianrecht. Der 35tausendste Besucher erhält 300 Mark in bar. Der 37=, 38=. 39tausendste Besucher erhalten je ein Freianrecht. Der 40tausendste Besucher erhält 500 Mark in bar. Der 41=, 42=, 43=, 44tausendste Besucher erhalten je ein Freianrecht. Der 45tausendste Besucher erhält 1000 Mark in bar.“ Verfrühte Vaterfreude g g Rummer 138 Mittwoch, den 21. Mai 1330 Nachruf! Am 18. d Mis, vormittegs 9 30 Uhr, sterb nech langer Krankheit der Werkmeister Herr Allred Neumann Im Alter von 53 Jahren. Der Verstorbene, seit 11. August 1902 Im Dienste der Stadt, war ein pflichttreuer und diensteitriger Beemter. Er erfreute sich sowohl bei seinen Vorgesetzten als auch bei seinen Kollegen allgemeiner Beliebtheit. Ein ehrendes Gedenken wird ihm bewahrt blelben. Gelsenklrchen-Buer, den 19. Mal 1930. Der Oberbürgermeister Nachrut! Am Sonnabend, den 17. ds. Mis., versterb nech langem, schwerem Leiden unser Haten-Versandmeister Friedrich Buschmann Im Alter von 46 Jahren. Der Verstorbene hat fast 33 Jehre lang. devon 17 jehre els Hafen-Versandmeister, unserer Gesellschaft gute Dienste geleistet. Er wer ein fleibiger und pflichttreuer Beamter, der bei Vorgeseizten und Kollegen in hohem Ansehen stand. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken ellezeit bewahren. Die verwalung u. die beau en der Deutschen Erobl-Akliengesensena.l Zsche üre Dtamaren es crute Ache besonders durchgebackenen Scefisch eus der Deutschen Fischbratküche Gelsenkirchen 7 Bahnhofstraße 70 HE Gold, Porzellen, Silber Zühno mil und ohne Platte in jeder Ausführung und Preislage. Opestellldl: Coldkronen u. Soicbrücken aus bestem, im Munde verwenchungslähigem Gold Ihmarbeidungen. Reperaturen i einig. Stunden fertig Zahnziehen mit örtlicher Betäubung. Plomben in Zement zu bekannt billigen Preisen. Deutschlands gropte EheVermittlung. vor: nehme u. leistungsfähigste, mit großen Zweigstellen(keine Annahmestellen) betreibt diskr. u. keell: FrauA. Derendorf Essen, Hindenburgstr 85. Tel. 23 116 Hunderte Partien mit u. Vermögen. Gevsw. tete vorgemerkt. Auch Sonntags zu sprechen ohne Vermögen. schäften, Süter sind bei mir 1. Hypotheken 6 bis 7½ Proz. Zinsen, 100 Proz Auszahlung, schnelistens. Angeb unter G16S? an die Geschäftsstel'e, Gelsenk., Klosterstr. 13. Ge0d auf 6=12 Mon. schnell u. verschwiegen durch Aug. Sgage. Gelsenkirchen. Heysestraße 1, Ecke Augustastraße 1000 Mt. sofort gegen hohe Zinsen für nur kurze Zeit zu leihen ges. Gute Sicherheit ist vorh. Selbigelr) kann daselbst eine sohr hoh. 2 Aise Pe 4.5 de wird ngcb. unt. B S 327 Geschäftsstelle, Buer. Ia Chevallerieftr. 27. Einj.-Abitur Ther. Große Versteigerung im Saale des holels zur Post herten Am Donnerstag, den 22., und Freitag, den 23. d. Mts., von vormittags 10 bis 1 und nachmittag 2 bis 7 Uhr werden wegen vollständiger Aufgabe des Geschäftes für Rechnung meines Auftraggebers folgende neue und gebrauchte Gegenstände im freiwilligen Auftrage öffentlich meistbietend gegen bar versteigert. Günstig für Wirte, Hausierer und Wiederverkäufer. I. Ein großer Posten Kochtöpse in Emaille und Aluminium, Zinkwannen, Kafseekessel, Kaffeeservice, Brottrommeln, Teller, Tassen, Schüsseln, Brattöpse, Tonnen= und Waschgarnituren, Einkoch=, Wein=, Bier=, Wasser= und Likörgläser, Ste hen= und Stubenbesen, Schrubber, Abseifbürsten, Putzzeuge, Bestecke, braunes Steingut, wie Blumentöpse, Milchtöpse und Schüsseln, 1 groher Posten Holzwaren, Einkaufskörbe, Haushaltswaagen, Fleischmaschinen, 1 großer Posten Handtaschen, Portemonnaies und Toiletteartikel, Geschenkartikel, Wachstuch, 1 groher Posten Spielwaren, wie Puppen, Unterhaltungsspiele, Eisenbahnen(Uhrwerk und elektrisch), Puppenwagen, Schaukelpferde, Schlitten, Kinderstühle, Roller, Autos, Kinderservice, Karnevalsartikel, ein Geammophon und vieles mehr. II. Ferner: 1 Klavier, 1 fahrbereiter Fordlieferwagen, 1 Schreibtisch, 1 Schreibmaschine, 1 Kleiderschrank, 1 komplette Ladeneinrichtung, elektrische Lampen, Treppenleitern, Stühle, Tische, Latten und Beennholz. Die Gegenstände zu I sind neu, zu II gebraucht und können 2 Stunden vorher besichtigt werden. Die Versteigerun findet bestimmt statt. Bernhard Hechmann, Auktionalor. Herten, Ewaldstraße 12, Rus Recklinh. 568. Wenn alles versagt, dann hilft Trainers Augenwasser das sich seit 120 Jahren als Kräftigungsmittel für schwache Augen glänzend bewährt hat. Alleinverkauf für Herten Medizinal=Drogerie Conr ad Miller Kaiserstraße 49 und Ewaldstraße 102 Tempo=Dreiadwagen steuer= und führerscheinfrei. Der stärtste und wirtschaftlichste Kleinwagen der Gegenwart. 10 Zentner Tragkraft, 6 PS. Kein Heißlausen des Motors, da Wasserkühlung, unenidehrlich für Händler und Gewerbeireibende. Von keinem Konkurrenz=Fabrikat erreicht. Verlangen Sie unverbindliche Vorführung durch die Alleinvertretung: Gelsenkirchen, Hochstraße 50. Stadtkaffee Buer Familienlokal Mittwochs, Semstags, Sonntags Tanz Dortmunder Union-Bier Modernes Thealer: Brodway Kirchensteuer=Hebetermine für das 1. Vierieijahr 1930. 1.) In Hassel, Scholven und Westerholt am 23. Mai 1930. 2.) In Erle und Resse am 24. Mai 1930. 3.) In Beckhausen u Horst am 26. Mai 1930. Zahlungen können auch auf Postscheckkonto Essen Nr. 4014 geleistet werden. Buer, den 21 Mai 1930. Kuchensteuerstelle des Finanzamts Buer. „n IAGELIIE II NEMIILLETIEL Zuckerkranke Wie Sie Ihren Zucker los und wieder arbeitsfähig werden, telle ich jedem Kranken unentgeltlich mit. Fr. Löw. Walldort B 28(Hess.) Zahn-Prazis J. Rothschild Hochst. 15(NeubauTiemann). Sprechstunden 8/ 12, 2.7 Uhr. Tel. 1906 Das heutige Rundfunkvrogramm — Mittwoch 21 Mei. 8.30: Mutter und Kind. Gespräch zwischen Frau Aenne Pfilletei und Stadtiurforgerin Eisbeid Theisen 99.30: Frantiun a.M: Das Goethebaus in Frankfurt Eine Revorttage. 0 15: Eie Vordembeige Von Biiesen und vom Briesschreiden. 0 15.45: Kenne Gausebes: Das ländlich=bauswirtschaftliche Ledrlingswesen. S 16.05: Jakod Schaffner: Aus einer Erzählung. 9 16.35: Funkvädagogische Arbeitegememschaft der Lehrer an Volksschulen S 17.20: Renndahn Dortmund=Wamdel: Breis von Westsalen S 11.35: Ronier! Dvorak; Walzer.— Weber: Ouo 1„Abu, Hahsan“.— Bach: Ariele. Tochler der Lust— Tschatoffl: Hovol. kleinrust Rosalentam.— Schumann: Bilder an: dem Osten; Traumere!— Boite: Melodien aus„Mefistoleler e 19.15: Eraßi Toller: Fers# 19.40: Proi, Dr. Auose; Egong 0 20:„Amelia“ oder„Ein Maskenball“. Over von G. Berdi * Danach: Romett.—————„— WOLLEN SIE kostenlos in den Besitz feiner Bettwäsche gelangen? DANN BESUCHEN SIE UNS UND SICHERN SIE SICH SCHNELL EINEN BERECHTIGUNGS-SCHIEIN OTTO MESS LRBENSMTTTEL-SPEZIALOESCHAFTE BUER. Essener Straße 6 ERLE, Bismarckstraße 170 Täglich Künstler-Konzerte 3 Carols Heute Tanz Vornehme Wein- und P. ssiube Sollde Preise Restaurant Weslsä ischer Hof Vertreter: H. Sense Buer. Hagenstraße 31 Angenehmer Familienaufenthalt Bierpreise: 4/20 20 Pfg. 7/20 30 Pfg. 10/20 40 pfg. Separates Nebenzimmer Frisur 0.50 Rochochneiden 850 kfle. Neu-Heerschnitt 1.50 Mk. Die kommende Mode Ist Deuerwel e, Wichel 40 Pig. Paul Wirow, Bulzt Oemen- Friseurmelster (an der Ihbanusktrche). Hochstrebe 37. Felke-Heilweise Homöopatbie, Physikalischdiätetische Therepie Essener 10 Sprechstunden: Monlags 1—6 UNrr. Mittwochs, Donnerstags, Samslag: 9-12 Uhr und 1—6 Uhr. F. Köp, Buer, Mni: PFAFE Pechtenen veiichen Markenbeute wie ellhner Bechstein Steinway Feurich A een Zehlweise zn Kusscberben 5 Der Mk. 690.— Garaniie. Ves lohn! Eseen, BredeneyerStr. 3 Telephon 41341. Gügetige Geletenheit! eine gröbere Anuch! geer. Niaues (einige last neu) in allen Pretelagen uun eehr gümneiigen Tell. schlungebedingsen gen abaugeben. C. Schmitt, Hagen. Hotpienofabrik. Str. 69. 300 ccm. wenn auch reparaturde. dürfshgeni Verzahlung Angeb unt. B 3s32 an d. Geschäftest Buer, de ia Chevallerieftr. 27. Kaufe Eigenheim in Buer Hode Tauschin Gelsentirch 331 Zuer, allerteit 27 Oeiittlamze in Buer-Mitte für ofort oder später zu vermieten Näheres in der Geschäftestelle Duer, de 1a Chevallertsstraße 77 Oohen, dauernden Neberverdiens! finden Dam u. Herr mit großem Bekanntenkreis, durch Verkaufv Strümpson zu Engrospreisen Anfr erd an Schließfach 136, Leipi g=Süd 3/94. Iasheioge)(Selenginde.) Tüchtiges, zuverlässig mit sehr guten sucht Stelle Haushal! % Tage. 33529 elle Buer, riestr. 27. (suur“ Verlalebenes Vertausche einen 1½ Jahre alten Dobermann (Rübe) sehr wachsam, gegen gube Orte tauben oder Küken. Näheres in der Geschäftsstelle Buer, de ie Chevalleriestraße 27. Bahnamtliche Spebttlen Vernhard Beczmann tei Paht sn 611. Amt Recklinghausen Svezialität Möbellrausperte m In= u zumAusland Sroße hauderei Bei Ausflugsfahrten s. Vereine u Gesellschaften Preisermäß Erklassige Leichenfubrwerde sämtl Konfession Prompte Bedienung S'“igste Berechnung. Jede einzeine ein Meisterwerk deutscher Technik, besser, schöner, sellder! Verlangen Sie Prospekte! Plail-Nänmaschinen-laus Buer. Essener Streße 126, Ecke Paelostr. Kressensehreiber vergidt noch M.“. John, Erfurt 841/1. FortschrittWaschmaschinen In Hand- und WasserniDlor(D R. S. M.) sind die voll kommendsten eut dem Weltmarkt Bessere Maschinen wie diese gibt es nicht. Sie stellen des vollkommenste Verk der Technis der. Besichtigen Sie beim Kaut einer Weschmaschine mein reichhaltiges Lager. Auber Fortschritt-Maschinen führe ich auch alle andern bekannten Merten-deschinen wie Aiele, Cordes, Schaede usw. zu konkurrensios billigen Preisen. Bequen2e Zahlungsweise. Eigene Reperaturwerksiall. Lieferung trei Haus Waschmaschinen-Zentrale B#er, Besener Str. 99, Geisenkirae, Alter Markt 2 jr6btes Spezielgeschält in Weschmaschinen, Wringern. Mangeln. Wassermotoren und Ersatztellen. den 22. diese Zeitung erscheint täg Snadlans Pungeree frei Haus haldm Boten frei Haus haldm 20 Anzeigen 1 mm Höh 28 mm breiten Spalte 0. auswärts 0.12, Reklame für auswärté 0.30 N,;M e e- Sie m Zeliung bekannigeg Zellenpreise sind für In und Verlag rechtsverbindl zwaggswaser Deitreibun Konkursverfahren ist der de Rabatt hinfällig. Druck u. Buersche Druckerei Die Lübecker K Zehn weitere Kinde Berlin, 22. Die Lübecker Kindertr nunmehr sind 19 Säug! Wirkung des Versahr den 61 Kindern, die, nach der Calmette=Met her gesund geblieben w brei als neu erkrankt davon ein Kind gleich Schlimmste zu befürcht mithin gegenwärtig u in unmittelbater Lebe neue Insektionen trete Sechs Sänglinge# Nach Anwendung Sern :: Budapest. 22 „Az Est“ zufolge solle Sänglinge, die mit Serum geimpft wor! ein. Das Blatt wai ständigen Aerzte um erklärten jedoch, wie Est“ berichtet, daß die Laienpublikum gehöt werde in Szeged ein finden, auf dem sie 1b nit dem Calmettesche statten werden. „Am Fübecher An Eine Erklärun :: Paris, 22. Professor Calmette der Entdecker des 2 8. C. G., gibt im„ über die Vorgänge Institut Pasteur“, so fert den Impfstoff Zustande nur in Fr in frischem Zustond# Institut Pasteur tri wortung für die Li mehreren Jahren gi ausländischen Labor trag stellen, B C. die entsprechenden L den Impfstoff an O Laboratorium von B. C. G.=Kultur er 1930 schrieb Dr. Alt zent der im Lüber Säuglinge ohne Z: Impfstoff geimpft also seitdem in Lüb im Institut Pasteur Impfstoff ist an d sicherlich unschuldig.“ von der Vol Zehn schwere Siegen, 21 Aufklärung im Dentald geführten großen Lieben Gold= un betrage von 20 0 len, konnte die angreichen Erm kahmen und lar Einbrüche aufklä der gestohlenen 7. Bis heute Lrimin zlpolizei bersonen festger de unter Führr erwerbelosen un lings die Einb Sämtliche Einbr ter von 17 bi: 2 Geldbeträge wur begenstände der #e auch ei Ermittlung beiter. keichenbergung