Herner Sodinger Zeitung 65. Jahrgang Zeitung Besusspsete: Monatlich Ru. 2.15, haldmonatlich Nn 1.98. Gelbflebbelbt RM. 1.24 eber RM. 0.28 im veraus gadlder Einzelpreis 19 Pig. Erscheint tüglich mit Ansnehme der denn- und Fetertags. Regelmäßige Beilagen: Sport vom vonntag. Unterhaltungsdlatt. Humor und Gattre. Kunst=Wissen=Leden Für die Frau. Hitler=Jugend. Die H. Z. erzählt Viterarische Rundschau. Technische Beilage. Das schöne Westialen.— Bei Betriedestörungen eder sonstigen Ereignissen. hervorgerufen durch höhere all Saum Geiebanfprüche nicht verücksichtiat werden. Kortende Nr. für haltung, Ra Nachrichten: Otto Vertretung: Gustav Kreisblatt für den Stadtkreis Herne Gerther Zeitung und Wielschaft: Frich wagner, füur Kommunalpolitik und den Herner Teil: Erich Jansen; für Unterst und Sport: Alfred Nothnagel; für den Bilderdienst: Erich Wagner, sämtlich in Herne; für die vermischten ohle, Wanne=Eickel; für den Anzeigenteil u. Geschäftliches: Adolf Frasch, Herne. D. A II. 36: über 5300. Berliner ittig Berlin S W 61. Sprechstunden der Schriftleitung: 16—17 Uhr(außer Freitags und Samstags).— Rotationsdruck und Verlag von C. Th. Kartenberg, Ind. C. Holtmann, Herne. eimmt Schriftle note Einfenbungen übernimmt bie eittleitung keine Haftung. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporte beilient Ensetgenprst at 1 mm Höhe, 23 mm Breite 4 Npf. Textmillimeterpreis: 1 mm Höhe, 75 mm Breite 25 Rpf. Vereinskalender(im Textteil) i mm Höde. 75 mm Dreite 10 Rpt. Zurzeit ist die Preisliste Nr. 3 gültig. laßstaftel 4.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plägen, auch für die durch den Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Gewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 19 Uhr. Erfüllungsort und Gerichtostand: Herne in Westfalen. Nr. 70 Montag, den 23. März 1936 Das schlesische Volk hörte den Führer Deutschland läßt nicht an seinen Rechten rütteln! Jubeindes Bekenntnis in der Breslauer Jahrhunderthalle #er Breslau, 23. März. Bereits ab 14 Uhr hatten sich gestern auf dem Flughafen die Führer der Bewegung und ihre Gliederungen in Schlesien zur Begrüßung des Führers eingefunden. Um 15,14 Uhr heulte vom Beobachtungsturm die Sirene auf: Das Flugzeug des Führers kam in Sicht. Der mit der Standarte des Führers geschmückten„D 2600“ entstieg als Erster der Führer, um nacheinander vom Gauleiter, stellvertretenden Gauleiter, dem SA=Gruppenführer und den übrigen zum Empfange erschienenen Führern der Bewegung in Schlesien begrüßt zu werden. Gauleiter Wagner begab sich anschließend sofort zur Jahrbunderthalle. Die den Flughafen dicht umsäumende Menschenmenge verlangte immer wieder stürmisch nach dem Führer und brachte ein Siegheil nach dem anderen aus, bis sich kurz nach 15,30 Uhr die Wagenkolonne vom Flughafen zur Jahrbunderthalle in Bewegung setzte. Wäbrend des ganzen neun Kilometer langen Weges, der in langsamer Fabrt zurückgelegt wurde, grüßte der Führer, in seinem Wagen stebend, die ihm von allen Seiten begeistert und stürmisch zujubelnden Volksgenossen, deren Reihen um so dichter wurden, je mehr sich die Kolonne dem Stadtinneren näherte. Um 16,15 Uhr ging ein Murmeln durch die Menge in der Jahrbunderthalle. Das Kommando„Stillgestanden, Standarten und Fahnen auf!" ertönte, der Führer durchschritt, von stärkstem Beifall empfangen, den dichtbesetzten Messehof, um anschließend sofort die Jahrhunderthalle zu betreten. Auch hier riesige Begeisterung, die sich nicht legen wollte. Nachdem der Führer vom Gauleiter begrüßt und zum Platz geleitet war, dauerte es lange, bis sich die über die 12000 Menschen zählende Menge beruhigte. Gauleiter Wagner versuchte mehrmals vergeblich, das Wort zu nehmen, die Menschenmenge brach immer wieder in Heilrufe aus. Erst als er abwinkte, trat Ruhe ein und der Gauleiter konnte den Führer namens der Männer und Frauen der Provinz Schlesien willkommen heißen. Der Führer nahm das Wort Schon mit den ersten Sätzen seiner Rede, die immer wieder von stürmischem Beifall unterbrochen wurde, hatte der Führer die Massen gepackt. Als er einleitend erklärt, daß gerade über der Provinz Schlesien die Worte Ehre, Selbstbewußtsein und Freiheit in unauslöschlichen Lettern geschrieben stünden, brauste ein Orkan von langanhaltenden Heilrufen ihm entgegen, wie ihn die Jahrhunderthalle seit ihrem Bestehen wohl noch nicht erlebt hat. Und wieder fand der Führer begeisterte Zustimmung, als er feststellte, daß er nicht mit Bajonetten und Gewalt regiere, sondern mit dem Willen der überwältigendsten Mehrheit, die überhaupt ein Politiker hinter sich wissen könne. Mit wissendem Verständnis folgten die Schlesier auch den Worten des Führers, als er ihnen noch einmal den Zustand der Zerrissenheit und Ohnmacht nach innen und außen im deutschen Volke vor Augen führte und diesem Chaos die Leistungen des Nationlasozialismus gegenüberstellte, weil gerade Schlesien besonders schwer unter der marxistischen Mißwirtschaft gelitten und darum den Aufstieg unter der nationalsozialistischen Regierung um so dankbarer begrüßt hatte. Als der Führer dann auf die gegenwärtige außenpolitische Lage zu sprechen kam, da waren die Zustimmungskundgebungen der Mönner und Frauen der südostdeutschen Grenzmark zur deutschen Politik des Friedens und der Gleichberechtigung nicht minder stürmisch und begeistert, als es die ihrer Kameraden in der westlichen Grenzmark vor wenigen Tagen bei der Rede des Führers gewesen waren. Daß das ganze deutsche Volk hinter dieser Friedenspolitik des Führers steht, wurde aller Welt sichtbar, eindrucksvoll unterstrichen durch die nachhaltige Zustimmung der Massen, als der Führer erklärte, daß in diesen drei Jahren Deutschland mit keinem Wort und keinem Schritt ein anderes Volk bedroht habe. Mit Portsetzung siebe 2. ool. Seite Minister und Arbeiter an einem Tisch 600 der betriebsältesten Arbeiter Berlins, die zum Teil schon jahrzehntelang an ihrem Arbeitsplatz stehen, wurden von Reichspropagandaminister Dr. Goebbels in das„Rheingold“ geladen, wo sie mit dem Minister einen frohen, unvergeßlichen Abend verbrachten. Weltbild. M. Ribbentrop erstattet Bericht in Berlin London spricht von„Vorschlägen, die als Verhandlungsgrundlage“ gedacht selen Eden war bei Baldwin *** London, 23. März. Botschafter von Ribbentrov hat sich Samstag in den frühen Nachmittagsstunden im Flugzeug von Croydon nach Berlin begeben, um mit der deutschen Regierung zu beratschlagen; er traf um 20.30 Uhr in Berlin ein. Vor seinem Abflug stattete Ribbentrov dem volnischen Minister des Aeußern, Oberst Beck, einen Besuch ab. Auf die Nachricht von der Abreise Ribbentrovs hin änderte der britische Minister des Auswärtigen Eden seinen Plan. Anstatt in London zu bleiben, wie er beabsichtigt hatte, ist er einer Einladung des Ersten Ministers Baldwin gefolgt und nach Chequers gefahren. Die übrige deutsche Delegation, an deren Spitze Dr. Dieckhoff. bleibt aber in London, wodurch die heute morgen hier auftauchenden Gerüchte zerstört wurden, daß die Verhandlungen mit Deutschland bereits abgebrochen seien. Die Abendblätter vom Samstag rechneten damit, daß frühestens Montag eine deutsche Antwort eintreffen kann. Sie geben sich keinen Täuschungen hin, daß schwerwiegende deutsche Einwendungen zu erwarten sind, geben aber die Hoffnung nicht auf. daß die Verhandlungen fortgesetzt werden können. In maßgebenden englischen Kreisen wurde am Samstag nachdrücklich betont, daß das Weißbuch nicht ein Schriftstück sei, das Deutschland nur annehmen oder ablehnen könne. Es handele sich, wie auch der Titel besage, um Vorschläge, die als Verhandlungsgrundlage gedacht seien. Wenn Deutschland andere Vorschläge zu machen habe, so würden Großbritannien und die übrigen Locarnomächte durchaus bereit sein, sie zu erörtern. „Daily Expreß“ schreibt, das Unterhaus werde in der Aussprache am Dienstag sicherlich gegen jeden Plan revoltieren, der England verpflichten würde, sich an irgend einem festländischen Krieg zu beteiligen. Die Abgeordneten seien auch keineswegs entzückt von der Aussicht, daß britische Soldaten zur Bewachung der geplanten neutralen Zone entsandt werden sollen. Luxemburg unterrichtet *r Brüssel, 23. März. Ministerpräsident van Zeeland empfing am Freitagabend den luxemburgischen Ministerpräsidenten Blech, um ihn über die Londoner Abmachungen der Locarnomächte zu unterrichten. Unter dem falschen Gesichtswinkel Kritische Stimmen In London/ Bemerkenswerter Berliner Bericht des Pariser„Journal“ „Der allererste Abschnitt“ *** London, 23. März. Reuter berichtet, in diplomatischen Kreisen Londons glaube man, daß gewisse deutsche Gegenvorschläge zu dem Locarno=Memorandum eine Grundlage für weitere Besprechungen abgeben könnten. Man habe die Auffassung, daß es sich um den allerersten Abschnitt einer Verhandlungsveriode handele, die sich sehr lange aus. dehnen könne. „Das Aeußerste“? Das einseltige Memorandum von London + Berlin. 23. März. Von unserem Berliner Vertreter. Das vorläufige Londoner Ergebnis hat bestätigt, daß die dort versammelten Staatsmänner, sie mochten sich nun unter der Firma Locarnomächte oder Völkerbunds rat zusammensetzen, ihren Spruch unter der Einwirkung einer vorgesaßten Meinung geformt haben, und daß auch dieser Spruch genau wie die bisherige Haltung der in London versammelten Minister in einem offenkundigen Widerspruch zu der öffentlichen Meinung der Völker steht. D neue Spruch berührt Deutschland umso weniger, als e offensichtlich varteiisch ist, überdies bereits in aller Form von Deutschland genau wie? vom 17. April 1935, zurückgewiesen wurde und zudem ein allzu unverhülltes Zugeständnis an den französischen Formalismus darstellt. Praktisch ist r genau so bedeutungslos wie sein Genfer Vorgänger, darüber dürften sich auch die anderen Mächte klar sein, die sich auf das erbitterte Drängen Frankreichs zu diesem Schauprozeß hergegeben haben An der Abfassung dieses Programms, das für das sogenannte Zwischenstadium bis zur Einberufung der für den Mai in Brüssel vorgesehenen internationalen. —. 2. Wir ##en gewalKammersänger Heinrich Schlusnus: * 49 „Uns deutschen Künstlern wienen. Hitlers das Vorbild eines Idchrer. staatsmännische Begabung. sein Mut und seine Tatk Wesen und nicht zuletzt sichern ihm unsere Hochack, Zarnitz, Riemals gad es in A.teldername Bes.= Auut“ der sich so fördernd Bezirksgruvve Westfalen. Künstlerschaft einsetzte. Begeisterung werden? am 29. März geben.“ Sonderberatungen einiger Ratsmächte Die skandinavischen Länder, Itallen, Spanien und die Schweiz Gegen neue Verpflichtungen DNB London, 23. März. Die Völkerbundsvertreter der kkandinavischen Länder sowie Italiens, Spaniens und der Schweiz hielten am Tonnabend eine Sitzung ab, um eine gemeinsame Richtlinie gegenüber den Vorschlägen der Locarnomächte festzulegen. Wie der Amsterdamet„#eiegraal" erfährt, sei von verschiedenen Seiten auf die Gefahr bingewiesen worden, daß eine Verbindung zwischen dem Vorgeben der Locarnomächte und dem Völkerbund hergestellt zu werden drohe. Der Brüsseler„Standaard“ schreibt in diesem Zusammenhang, daß für Belgien aller Anlaß bestehe, sich die Haltung Hollands, der Schweiz, Spaniens, Dänemarks und Schwedens als Fingerzeig dienen zu laen. Das Blatt vertritt mit Entschiedenheit den Standpunkt, daß die kleinen Länder, zu denen auch Belgien gehöre, keine anderen Verpflichtungen auf sich nehmen könnten als die sich aus dem Völkerbundspakt ergebenden. Es scheine, daß zwei Konferenzen in Aussicht genommen seien. Die erne wurde eine Konferenz der Locarno=Mächte mit Deutschland sein, die die Vorschläge des Führers, die Revision des status quo im Rheinland und gegenseitige Unterstützungspakte aller fünf Mächte zu beraten hätte. Erst zu einem weit späteren Zeitpunkt werde dann eine zweite Konferenz mit weiteren Aufgaben einberufen werden, an der eine große Zahl von Staaten teilnehmen würde „Dailv Telegraph“ bebt besonders die Hamburger Aeußerung des Führers hervor, daß Deutschland keinen Zoll seiner Rechte vreisgeben werde. Aebnlich berichten die übrigen Zeitungen. Sie weisen allgemein darauf hin, daß Hitler fest bleiben und daß er die deutsche Gleichberechtigungsforderung erneut unterstrichen habe. Beionte Verhandlungsbereitschaft Der„Dailv Telegraph“, die„Times“ und die„Morning Post“ sind sich einig mit Blättern wie die„Dailv Heral d“ und„News Chronicle“, daß die Vorschläge vom Freitag keineswegs als „Ultimatum“ angesehen werden könnten. Es wird im Gegenteil übereinstimmend betont, daß die vier Mächte durchaus bereit seien, deutsche Gegenvorschläge zu erörtern, was dann zu weiteren ausgedehnten Verhandlungen führen würde. Neben der Betonung dieser gemeinsamen Grundeinstellung schreiben die„Times“ unter der Ueberschrift„Deutschland ist an der Reihe", binsichtlich der Vorschläge sei von vornherein festgestellt daß sie den ersten und nicht bereits den endgültigen ZuPortsetzuns siehe 3. ool. Seite Konferenz Geltung hab der gleichen Zeit nahm die Zahl mächte, teils der Völrchle von 21 845 auf 17900 ab. Die Deutschland gehört wedilten Betrugsfälle sank sogar von Gremium an. Es lie die Zahl der Urkundenfälschungen Deutschland ein Bavier10 Fälle. uind„#chlichisch sind die formulierung es keinen! 48843 auf 17.500 Fälle um nahe weniger verständlich we gegangen. Der neue Geist hat die anderen Seite Deutscher deutschen Volksgemeinschaft von mung zu den vielfachr. hauung einer„gesunden Pleite" hofft. Die Absicht de und jenen dunklen Existenzen, die pen“ übersieht, wie n achen Staat auf Kosten ihrer ehram Samstag sagten, tor Dasein fristen konnten, den sich bei den deutsche#### Gebiet handelt, währefort zum Ausland zeigt die deutsche die Absicht der Verdaulen=##reuliches Bild. England verschen Beherrschung der„ als 500000 Menschen weNacht ausdrücken. Soll v. zerwiegender Verbrechen. zu ergreifende„Maßnahmen“ in* k·00000 Verbrecher je des sogenannten Programms durch, S###chte und außerdem eine Drohung im alten Versailler Sel9!“;:n Gesetzesüber sollte sich allmählich herumgesprochtis,##aaten verDeutschland für derartig veraltete# Saisonkräh## Vergänglich geworden ist. Die Erwartung, en. kommenden Verhandlungen jeder beteill ate am Opfer bringt, ist bisher nur gegenüber Deutschli n# in Form einseitiger Zumutungen ausgesproche worden. Auch die Berliner Presse lehnt das Memorandum ab.„So geht es nicht“— mit diesen Worten über schreit„Der Angriff“ seine Stellungnahme.„So geht es nicht“— das ist auch das Urteil des deutschen Volkes über die am Freitag in London zu Pavier gebrachte Meinung der Locarnomächte, die euroväische Ordnung könne auf der dauernden Diffamierung eines 67= Millionen=Volkes gegründet werden.„Der Augriff" schreibt: Eigentlich hat von Ribbentrov schon vorher den Locarnoteilhabern die deutsche Antwort auf ihr Memorandum mit seiner Rede gegeben. Der Führer hat in Hamburg gesagt, daß wir keinen Zentimeter aus dem Rheinland zurückweichen werden. Das ist das, was wir zunächst auf das Schriftstück zu antworten haben, in dem wir nichts weiter sehen, als ein Werk der Verlegenheit und der alten, längst überfälligen Vorurteile.„Das Memorandum ist kein Ultimatum", schreibt das„Berliner Tageblatt".„Eist, so bört man unter der Hand aus London, eine Wunschliste. Es ist eine„Verbandlungsgrundlage“. Aber leider in der engen Verwebung völlig unonnehmbarer, ja kränkender Zumutungen und undiskutabler Vorschläge ist diese Basis, als Ganzes genommen, mehr für den Pavierkorb geeignet als für die Platte des Verhandlungstisches. Krankreich hat es fertig gebracht, die Engländer so weir zu treiben, daß diese Unmöglichkeiten in dieses Memorandum eingefügt worden sind. Wenn die Engländer weiter sprechen wollen, dann müssen sie sich sagen, daß diese turmhohen Hindernisse zunächst verschwinden müssen— wir denken an die 20=Kilometer=Polizei. wir denken auch an das Getriebe in das wir durch den Haager Schiedsgerichtshof hineingezogen werden sollen. Man kann nicht gut glauben, daß ein Proramm dieser Art wirklich„das Aeußerste“ sein soll. was der englische Außenminister in seiner Antwort an Neurath als englische Bemühung für eine ausdrücklich„fried liche und zufriedenstellende Lösung" zugesichert hat. Der Wortlaut des Programms zeigt, wie weit Englands Rücksichtnahme auf französische Formaliuristerei und auf französische— Wahlsorgen gegangen ist. Der Führer in Breslau Portsetzung von der I. pol Seite derselben begeisterten Zustimmung aber stellte sich das schlesische Volk hinter das Bekenntnis des Führers, daß er nicht gewillt sei. Forderungen und Ansprüche anderer Völker anzuerkennen, die auf die innere Gestaltung des Reiches und seiner souveränen Rechte Bezug haben. Die Aufforderung des Führers an das schlesische Volk. am 29. März geschlossen für das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes einzutreten, wurde von den Massen mit einem Sturm der Begeisterung ausgenommen. Unter dem Siegbeil und erneutem stürmischen Jabel verließ der Führer mit seiner Begleitung die Jahrhundertballe, um bald darauf die Rückfahrt zum Flughasen anzutreten. Auf den Straßen warteten no# immer die Menschenmassen eisern wie eine Mauer, der Rückkehr des Füdrers barrend. Wenige Minuten nach 18 Uhr erschien der Führer auf dem Flugplatz, schon von weitem durch Sieg=Heil=Rufe angekündigt. In dem gleichen Augenblick dröhnten die Motoren sämtlicher vier Maschinen los. Der Führer schritt die Kront seiner Leibstandarte ab, deren Musik= und Spielmannszug das Horst=Wessel=Lied und das Deutschlandlied spielte, und verabschiedete sich von dem Gauleiter und den übrigen Vertretern der Bewegung. Gleich darauf starteten die Flugzeuge zum Rückflug nach Berlin. Außenminister Beck bei Paul=Boncour **e London, 23. März. Der polnische Außenminister Oberst Beck besuchte am Sonnabend den französtschen Völkerbundsminister Paul=Boncour in dessen Hotel. Der Reichswahlvorschlag der NSDAP. Das Führerkorps der Partel und die bekanntesten Männer des ötfentlichen Lebens 1035 Namen ONB Berlin, 23. März. Die NSK. veröffentlicht den vom Reichswahlausschuß in der öffentlichen Sitzung am 20. März 1936 zugelassenen Reichswahlvorschlag für die am 29. März 1936 stattfindenden Wahlen zum Reichstag. Der Reichswablvorschlag umfaßt insgesamt 1035 Namen und nennt u. a. die folgenden Namen: Hitler, Adolf, Führer und Reichskanzler: Heß, Rudolf. Stellvertreter des Führers: Dr. Frick, Wilhelm, Reichsminister: Görina., Hermann, Reichsminister: Dr. Goebbels. Paul Joseph. Weiter folgen u. a. die Namen: Ritter von Evp. Reichsstatthalter, München: Hierl. Staatssekretär, Reichsarbeitsführer: Himmler, Reichsführer SS.: Hühnlein. Korvsführer des RSKK.: Kerrl. Reichsminister: Dr. Len Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront: Lohse. Gauleiter, Kiel: Lutze, Stabschef der SA.: Dr. Mener, Gauleiter, Münster: Rosenberg. Reichsleiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP.: Rust, Reichsminster: von Schirach. Reichsjugendführer: Seldte Reichsminister: Stürtz, stellvertr. Gauleiter, WelverHüttenau: Terboven. Gauleiter, Essen: Wagner, Josef, Gauleiter, Breslau. Unter den n un folgenden Namen befinden sich die bekanntesten Männer des öffentlichen Lebens, des Staates und der Partei, =A. der SS. des NSKK und des Arbeitsdienstes. führenden Männer der Gemeindeverwaltung und treter aller Berufsstände. Die Liste nennt u. a. folgmen: Dr. Bang Staatssekretär i R., Berlin: Potsdam), Generalarbeitsführer: Feder, Finanzrat Dr. Hugenberg: Braunschweig: General d. Leiter des Hauptamtes für Esführer der RSROV: franz von Papen: Botsinspekteur der NSDAP. ter Schmidt: Gouverneur Martin Spabn, Köln: er und Osten: StaatsRuhr: Generaldirektor führer Schaub: Stadtsichtswinkel #r I. vol. Seite Alten. Zur Beurteilung Mächte schreiben die biß den Eindruck überaber sie seien schließIrn enthalte. Ein Ultiid sie seien mit voller erden beiseite geworfen an die Arbeit für die achrichten aus Berlin iten darauf bin, daß #isches Gebiet fremde Beeinträchtigung der ablehnen werde Dies sefährlich, und eine Verehen Planes, durch die die kuppe völlig verschwinden würde. Fauerlich. itarbeiter von„News Chroniele" besterhaus sich ein starker Widerstand geAchlagene neue einseitige Rheinlandzone besche und daß Llond George sich vor allem geilitärbündnis mit Frankreich zu wenden beTsichtige. Eine starte Gruppe im Hause sei wegen der offensichtlichen Kapitulation gegenüber dem französischen Standpunkt besorgt. Diese Kavitulation sei auf Sir Gauleiter Wagner in Bochum und Dortmund Zwei grohe Reden ver je hun dertlausend Volksgenossen Die Nation steht hinter dem Führer Austin Chamberlain zurückzuführen, der seine Pläne der Regierung aufzuzwingen versuche. „Die Vorschläge sind schlech!“ Garvin überschreibt in seinem Artikel im„Observer“ sehr bezeichnend den zweiten Hauptabsatz des Locarno=Memorandums mit den Worten:„Wiederholtes Versailles!“ In diesem Absatz beißt es, die Vorschläge der Lorcarno=Mächte sind schlecht.„Cundav Times“ weisen in ihrem Leitartikel erneut darauf bin, daß die Vereinbarung der vier Locarno=Mächte nur ein vorläufiges Ergebnis darstelle. Zunächst müsse man zu einer Verständigung mit Deutschland kommen. Erst dann werde man zur Erörterung des Hauptvroblems. des dauernden und allumfassenden Paktes übergeben können, der den Gegenstand einer Weltkonferenz bilden solle. In einem Brief an den„Dailv Telegrapb“ schreibt ein Einsender, Hitler habe man dafür zu danken, daß er der wachsenden Flut des Bolschewismus eine Schranke gesetzt habe. Die Meinung der Pariser Presse *re Paris, 26. März. Die Presse rechnet mit einer deutschen Ablehnung des Memorandums der Locarno=Mächte. Gewisse Blätter finden dieses ViererAbkommen nicht einmal stark genug. um ein einseitiges Locarno zustande zu bringen. Das„Journal“ schreibt, die in London gefundene Verständigungsgrundlage enthalte für Deutschland recht unangenehme Züge, die jedenfalls für den Augenblick seinen Zorn erregen würden. Aber sie enthalte auch sehr viel angenehme Aussichten, nämlich die Bestätigung der vollendeten Tatsache und das Angebot, den großen Wiederaufbau auf den von Hitler vorgeschlagenen Grundlagen ins Auge zu fassen. Der Berliner Berichterstatter des„Journal“ macht auf den falschen Gesichtswinkel aufmerksam, unter dem mun außerhalb Deutschlands noch die Lage zu betrach ten gewöhnt sei. Er habe persönlich den Eindruck, daß man in London, Paris und anderswo noch nicht völlig die deutsche Politik begriffen habe, und daß man nur allzu große Reigung zeige, die nationalsozialistische Herrschaft mit der von Weimar zu verwechseln. Die Zeiten hätten sich geändert. Die Verurteilung durch den Völkerbund lasse Hitler unberührt. Daß man aber ctwa auch nur einen einzigen Augenblick daran glaube. von den Deutschen irgend etwas zu erreichen mit Vorschlägen wie denen von London, zeige, daß man zum mindesten drei Jahre rückständig sei. Der Sonderberichterstatter des„Furis Midi“ meldet seinem Blatt aus London, in den Wandelgängen des englischen Parlaments sei man der Ansicht, daß die Abmachungen der Generalstäbe nur für eine befristete Zeit höchstens für zwei bis drei Monate gelten sollten. also für die Dauer der Verhandlungen über die neue Fassung des Locarnovertrages. In denselben Kreisen soll man nach Mitteilung des Sonderberichterstatters des„Paris Midi“ zu den größten Zugeständnissen an Deutschland bereit sein. Der Berliner Sonderberichterstatter des„Temps“ glaubt in der Hamburger Rede des Führers bereits die Antwort zu sehen, die die Reichsregierung auf diese Vorschläge geben werde. Deutschland werde auch eine vorübergehende Entmilitarisierung des Rbeinlandes nicht annehmen, aber es sei noch unbestimmt, ob Berlin nicht mit Gegenvorschlägen antworten werde. Der „Intransigeant“ ist der gleichen Auffassung. Das Blatt weist ebenfalls auf die Rede des Führers in Hamburg bin. *** Bochum, 23. März. Bochum, die Stadt der Koble und des Eisens. bat in dreijähriger Aufbauarbeit das Heer seiner Erwerbslosen auf ein erträgliches Maß zurückführen können, seine Finanzen sind gesund. Handwerk und Industrie erlebten einen großen Aufschwung. Am deutlichsten spiegelt sich dieser Aufschwung in seinem größten Industriewerk, dem Bochumer Verein. wider. Samstag abend fand eine große Kundgebung mit Gauleiter Josek Wagner in der riesigen Werksballe des Bochumer Vereins statt. 40 Werke und Betriebe waren durch Postkabel an diese Großkundgebung angeschlossen, die weiter in fünf große Säle der Stadt und der Außenbezirke übertragen wurde, so daß rund 100000 Volksgenossen Gelegenbeit gegeben worden war. die Rede des Gauleiters zu bören. Nach einem packenden Vorspruch der Werkschar eröffnete Kreisleiter Riemenschneider die Massenkundgebung. Mit dem Bekenntnis, daß ein Nationalsozialist nichts anderes sein könne als ein Verfechter der Gesamtinteressen des deutschen Volkes, leitete Gauleiter Wagner seine klaren und eindrucksvollen Ausführungen ein. In mehr als 1½stündiger Professor August Bler: „Der Deutsche, der am 29. März nicht für den Fübrer stimmt, verrät sein Vaterland.“ Rede, die sich mit den Feblern vergangener Jahre auseinandersetzte und dem schaffenden Bochum aufzeigte, wie grundfalsch Deutschland bis 1933 geleitet worden ist und wieviel bittere Erkenntnis wir daraus ziehen mußten, legte der Gauleiter dar. wieviel Schäden diese Zeit angerichtet hatte. Aber in diesem Volk. so sagte Gauleiter Wagner, regten sich langsam und sicher die geistigen, willensmäßigen und seelischen Kräfte, die die Nation in die Lage versetzten. eines Tages unter Aenderung der gesamten Umstände als neuer willensmäßlger Faktor in die Erscheinung zu treten. „Nicht Glück haben wir gehabt, sondern Tatkraft und selbstloser Einsatz für das gesamte deutsche Volk schaffte die Leistungen, die wir dem deutschen Volke heute nach drei Jahren vorlegen können.“ Von brausendem Beifall unterstrichen wurden die Sätze des Gauleiters. in denen er die Friedensliebe Deutschlands darlegte. Wenn wir heute mit gutem Gewissen sagen können, in den drei Jahren haben wir ganz Großes. weithin Sichtbares geschaffen, das geschaffen, daß wir eine Zukunft darauf bauen können, haben wir das gute Recht, zu fordern, daß jeder ehrliche und anständige Deutsche in diesen großen Dingen bedingungslos zur Führung, zum Volk und zum Staat stebt. Je einheitlicher diese Willenskundgebung vor der Welt in Erscheinung tritt umso klarer wird es dieser werden, daß hier eine Kraft ist, die sie nicht mehr auszuschalten vermag. In seinem Schlußsatz forderte Gauleiter Wagner auf. der Welt am 29. März zu zeigen, daß hinter dem Fahnenträger Adolf Hitler auch die die Fahne bejahende Nation Deutschland steht. Die Kundgebung in Dortmund *** Dortmund, 23. März. Am Sonntag rief die NSDAP. und die Deutsche Arbeitsfront alle Schaffenden Dortmunds zu einem gewaltigen Avvell in den Werksballen zusammen. In der größten Montagehalle der Firma C. H. Jucho sprach vor einer nach vielen Tausenden zählenden Menge von Volksgenossen der Gauleiter Staatsrat Josef Wagner und der Gauwalter der DAF. Ernst Stein. Die Riesenhalle war festlich geschmückt. Zwei Kapellen spielten flotte Marschweisen, die Werkscharen waren vor der erhöhten Rednertribüne aufmarschiert, dazu zahlreiche Fahnengruppen. An der Kundgebung nahmen die Gefolgschaften von Dortmund=Hafen. Hoesch. Ost. Südost und Mitte unmittelbar teil— schätzungsweise 30 000 Mann—. außerdem wurde sie nach 12 anderen Plätzen und Zechen übertragen, so daß die Zahl von 100000 Zuhörern nicht zu boch gegriffen zu sein scheint. Gauwalter Stein, der als erster Redner das Wort nahm. führte aus, der Nationalsozialismus habe sich allen Widerständen zum Trotz siegreich durchgesetzt. Nun solle das Volk selbst die Entscheidung treffen über die Leistung der drei letzten Jahre. die für Deutschland Jahre unaufhaltsamen Aufstieges gewesen seien. Darauf sprach Gauleiter Wagner. Seine 1¼ stündige Rede war getragen von hoher Begeisterung für den Führe und sein Werk. Die Welt nehme uns heute wieder ernst. Deutschland wolle nichts geschenkt haben, es verlange nur sein Recht. Auf unsere Fahnen hätten Kulturarbeit am Film Gesteigerte Leistungen und wirtschaftliche Gesundung X Berlin. im März1936. Von unserem Korrespondenten. Drei Jahre Kulturaufbau in Deutschland, dreiviertel des großen Plans, den sich die Reichsregierung als Aufgabe gesetzt hat! Eine Ueberschau auch auf dem Gebiet des Films über das bisher Erreichte, zugleich ein Blick auf die nächsten Ziele schien uns gerade in diesen Wochen der nationalen Besinnung von Wert. Wir haben darum den Geschäftsführer der Reichsfilmkammer Carl Meizer gebeten, uns über die Aufbauarbeit am deutschen Film etwas zu sagen. Gemeinschaftsarbeit In der Reichstilmkammer „Die Grundlage des neuen, kulturellen Aufbaus in Deutschland war die Reichskulturkammer, die als gemeinsames Bindeglied auch die Reichsfilmkammer umfaßt. Nach der Errichtung einer„vorläutigen Film= kammer“ wurde im Juni 1933 die Reichskulturkammer durch Gesetz geschaffen, und damit auch die„Reichsfilm= kammer“, die sämtliche deutschen Zilmschaffenden in ihren Reihen vereint. Der wesentlichste Erfolg ihrer Arbeit scheint mir darin zu liegen, daß sie alle Grupven. die früher in Interessenverbänden gegeneinander tanden, die sich untereinander aufs beftigste bekämpften, heute in einer berufsständischen Organisation zusammengesaßzt hat, die den Gedanken der Gemeinschaftsarbeit zum Ausbruck bringt und damit zugleich im Zuge der gesamten Neuordnung unseres staatlichen und kulturellen Lebens liegt. Wichtig ist dabei, daß die Organisation nie Seldstzweck wird, sondern lediglich dem Berufsstand dient. So haben wir den Aufbau der Filmkammer einer gründlichen Nachprüfung unterzogen, die heute noch nicht abgeschlossen ist. und streben Überall nach der modernsten Form, die sich aus den bisherigen Erfahrungen berausbilden soll. Es wird notwendig sein, einen lebendigen Organismus zu schaffen. in dem die Bürokratie weitgehend zurücktreten muß Schon heute dürfen wir diesen inneren Zusammenhalt als Erfolg buchen, daß alle einzelnen Fachgruppen wirk. lich ein Ganzes bilden im Interesse des deutschen Films.“ Der wirtschaftliche Neuaufbau des Flims Da der Film seiner ganzen Struktur nach stark wirtschaftlich bedingt ist, daten wir Herrn Melzer, sich auch gerade zu diesem Punkt einmal zu äußern.„Der wirtschaftliche Aufbau des deutschen Films wurde an der entscheidenden Stelle in Angriff genommen, beim Theaterbesitz. Durch Beseitigung unlauteren Wettbewerbs zwischen den einzelnen Unternehmungen, durch eine Beschränkung der Kinonenbauten wurde eine Gesundung der Einnahmen erreicht, die dem Verleiber wiederum eine schnellere und sichere Amortisation der investierten Kapitalien ermöglichte. Der neue Präsident, Staatsminister a. D. Professor Dr. Leonich, brachte neues Vertrauen und damit neue Beruhigung in die Produktion. indem er einen Ausgleich zwischen den beteiligten Gruppen schaffen konnte. Eines der wichtigsten Instrumente zur Durchführung der beabsichtigten Maßnahmen ist die Filmkreditbank, die der Stabilisierung der deutschen Filmwirtschaft dienen soll. Es wird ver sucht, die kommende Jabresproduktion entsprechend den Wünschen des Reichsprovaganda=Ministers Dr. Goebbels durch eine sachgemäße Planung auf das ganze Jahr zu verteilen, und damit ein wirtschaftlich und künstlerisch gesichertes Arbeiten zu gewährleisten. Wegbereiter für den künstlerischen Film Das führt zu einer Steigerung der Leistungen, die heute auch im Durchschnittsfilm schon ein beachtliches Niveau erreicht haben. Es werden mehr und mehr Versuche unternommen, künstlerisch wertvolle Filme zu schaffen, und die Reichsfilmkammer ermutigt alle diese Versuche, um die neue, moderne Form des deutschen Films zu finden. Es ist ja auch hier keineswegs so daß man Genies aus dem Boden stampfen kann. Wir als staatliche Filmkammer können nur den Künstlern und Produzenten, die sich bereit finden. Neues zu wagen man muß anerkennen, daß es nicht wenige sind— LII Dagover: „25 Jahre Frieden! Unser Führer hat ihn angeboten in offenster, nobelster Form. Wir Frauen werden glücklich sein, am 29. März Adolf Hitler dafür banken zu können!“ wir den unerschütterlichen Glauben an die deutsche Zukunft geschrieben. Die vom Führer gesorderte Gleichberechtigung sei nicht nur eine militärische, sondern auch eine staats= und wirtschaftspolitische Forderung Der Zukunft des Volkes diene des Führers zielbewuß tes Handeln. Die Wehrfreibeit sei die Sicherung des Friedens. die Befreiung der Rbeinlande die Antwort auf den Deutschland bedrohenden Russenvakt Frankreichs. Jeder Deutsche wisse, daß es am 29. März darauf ankomme, der Welt zu zeigen, daß binter dem Führer ein fest geschlossenes Volk steht. Stabschef Lutze in Essen *er Essen, 28. März. In einer vom alten Kampfgeist der SA. getragenen Kundgebung im großen Saal des städtischm Saalbaues in Essen richtete der Stabschef der SA. Riktor Lutze einen mitreißenden Avvell zum 29. März an die Bevölkerung Essens und des Ruhrgebietes. Z. vor fand in abendlicher Stunde aus dem Adolf=Hitl sr=Platz ein Appell der SA., SS., des RSKK. und de HJ. statt wobei der Stabschef mit leidenschaftlichem Ernst ein Bekenntnis zum Führer und zu seinem Wrk ablegte In seiner Rede im Laalbau erklärte der Stabschef: „Wir wollen am 29. Marz beweisen und dem Ausland zeigen, daß in Deutschland nur eines gil, das, was der Führer sagt und tut, daß des Führers Atimme die Stimme des deutschen Volkes ist, daß sein Wille der Wille der Nation und sein Schicksal das Sdicksal des ganzen deutschen Volkes ist. Das ist der eigentliche Sinn der Wahl, die der Führer selbst gefordert dat. Wir wollen dem Ausland beweisen, daß das Friedensangebot Adolf Hitlers nicht nur sein Friedensangebot ist. sondern das des ganzen deutschen Volkes, daß has, was der Führer gewollt bat. Wirklichkeit geworden ist: ein Volk. ein Wille, ein Weg und ein Ziel. In gläubigem Vertrauen und unerschütterlicher Treue werden wir hinter dem Führer stehen wie ein geschlossener Block und ihm beweisen, daß, nachdem er drei Jahre in harter Arbeit gestanden nud immer nur die Sorge um das deutsche Volk gekannt hat, das deutsche Volk jetzt nur eine Sorge hat, am 29. März eine einzige Stimme für den Führer abzugeben. Heute handelt es sich um die eine klare Entscheidung: Für Deutschland oder gegen Deutschland!" Begeistert gaben die Tausende ihren Willen kund, am Tage der Entscheidung dem Führer durch ihre Stimmme Dank und Treue zu bezeugen. Reichsminister Rust sprach Freitagabend in Freidurg. Darré in Banreutb. Hilgenfeldt in Gera, Dr. Frank in Kottbus, Dr Schlösser, Eugen Klöpfer und Hans Hinkel in einer Wablkundgebung der Berliner Bühnenkunst Am Samstag sprach Professor Grimm in Düsseldorf, Alfred Rosenbera in Zwickau, Rudolf Heß in Stettin Göring in Dresden, Dr. Grick in Heidelberg, Darré in Uelzen, Frau Scholt=Klink in Passau. Sonntag sprach Rudolf Heß in Plauen und Dr. Lev in Julda, Gau leiter Dr. Mever in Recklinghausen. Reichsminister Goebbels in Nürnberg. Rust in Marburg, Stabschef Lutze in Vonn, Schlrach in Halberstadt. Dr. Krick in Neumünster und Darré in Elmsborn. An die Christen aller Völker *es Berlin, 23. März. Der Vorsitzende des Reichskirchenausschusses, in dessen Händen die Leitung der Deutschen Evangeltschen Kirche liegt, D. Wilhelm Zoellner, hat„an die Christen aller Völker“ einen Aufruf ergehen lassen, der zeigt, wie ernst er seine Aufgabe auch der gesamten christlichen Welt gegenüber auffaßt. Der Aufruf lautet u. a. In seiner Rede vom 7. März hat der Führer und Kanzler des deutschen Volkes erneut das politische Gewissen des deutschen Volkes und der Völker der Welt ausgerufen. Er hat auch den Feind der Völker und des Völkerfriedens genannt, dessen satanischer Haß sich in erster Linie gegen die Kirchen wendet, weil er weiß, daß er die Völker erst dann vernichten kann, wenn er zerstört hat, was ibnen heilig ist. Es handelt sich im Kampf gegen Bolschewismus wahrhaftig nicht nur um Deutschland. Das deutsche Volk, dessen völkerversöhnender Friedenswillen in den deutschen Friedensgarantien und Anerbietungen klar zum Ausdruck gekommen ist, wird und muß gleichzeitig Hort und Bürge des Christentums bleiben. Was auch immer die Welt in den Kämpfen der letzten Jahre aus politischen Motiven heraus in uns seben wollte, Deutschland will nichts anderes sein, als unter freien Völkern ein freies Volk, das nach Gott fragt und im tiefsten Sinne immer ein christliches Volk war und bleiben wird. Wir hoffen darum, daß die christlichen Kirchen der Erde in diesen für die ganze Welt entscheidenden Tagen nüchtern und klar erkennen um was es geht, und über alle politischen Bedenken binweg sich mit entschlossenem Nachdruck in den Kampf einsetzen: Hie Christentum! Hie Bolschewismus! die Schwierigkeiten aus dem Wea räumen und den Boden ebnen. Im Zuge dieser Arbeit liegt vor allem die Nachwuchsförderung, die sich die Filmkammer besonders angelegen sein läßt. Sie hat auch Mittel bereit gestellt, um Autoren und Regisseure, Darsteller und Komponisten an die praktische Arbeit heranzuführen, und zugleich dem deutschen Film neue Kräfte dienstbar zu machen. Die vielen neuen Gesichter, die man in unseren Filmen siebt, und die Steigerung des Ensemblespiels, sprechen für den Erfolg dieser Arbeit Die nächsten Ziele So sind die Umsätze im deutschen Film seit der Machtübernahme ständig gestiegen, alles durch die Steigerung der Besucherzahlen, die man als wesentlichste Aufgabe auch für die Zukunft noch ansieht. Wenn man bedenkt. daß in Deutschland bei 60 Millionen Einwodnern jährlich nur 300 Millionen Kinobesucher gezählt werden, so beweist dies, daß das deutsche Volk noch nicht in seiner Gesamtheit erfaßt ist. Hier setzt die Zusammenarbeit mit der NSDAP. ein, der ein großer Anteil am Dank für den Aufbau unseres kulturellen Lebens zukommt Eine weitere Hebung des künstlerischen Niveaus unserer Filme im Zusammenhang mit einer geschmacklichen Erziehung des Publikums, das ist die große Aufgabe, die wir uns alle für die Zukunft gestellt haben. Ebenso wie wir die Ordnung des Filmo in Deutschland durchgeführt haben, werden wir auch versuchen, die Auslandsbeziehungen zu beben, und zu vermehren, wie er schon kürzlich in versönlichen Besprechungen in Budapest begonnen wurde. Einmal um der wirtschaftlichen Gesundung, zum andern um der Anerkennung des deutschen Films in der Welt willen.“ Zweites Blatt Rr 70 Sodinger Zetung Herner Zeitung Gerider Zeitung Montag, den 23. März 1936 Ein gewaltiges Bekenntnis zum Führer Sämtliche Partelerganisationen, SA., SS. und die Männer der Deutschen Arbeitstront Im Prepagandamarsch Aufruf und Bekenninis (1) Herne, 28. März. In diesen Tagen der Wohlvorbereitung wird es uns immer wieder zum Erlebnis, daß das deutsche Volk einig geworden ist, daß es eine geschlossene Gemeinschaft bildet, die, ganz dem Führer verschworen, ihm treue Gefolgschaft leistet in seinem so schweren Kampf um die Wiedererringung deutscher Ehre und Freiheit. Jeder Volksgenosse, dessen Herz auf dem rechten Fleck sitzt, der ein Deutscher sein und kein Verräter werden will . den großen Lielen, stebert doch darauf, dem Führer mn 29. März zu bekunden, daß er mit seinem ganzen Sein sich für das Aufbauwerk des Führers einsetzen will. Wenn in diesen Tagen ein Herner Volksgenosse, der früber verblendet dem Kommunismus verfallen war, sagte, daß es doch bei dieser Wahl überhaupt keinen Zweifel geben könne, was man zu stimmen habe, und daß jeder, der noch ein Fünkchen Ebre besitze und deutsch zu empfinden vermöge, dem Führer seine Stimme geben müsse, dann beweist das uns wieder einmal, daß sich die einzigartigen Leistungen und die nur von der Sorge um das deutsche Volk gebotenen großartigen Taten des Führers sich die Anerkennung eines jeden erzwingen und daß auch die ebemaligen schlimmsten Gegner des Nationalsozialismus, sofern nicht jedes deutsche Empfinden in ihrer Seele erstickt worden ist, nun sich gern eingliedern in die große Gemeinschaft, die dem Führer die Kraft zu seinen Taten gibt. So war auch der gestrige Provagandamarsch der SA., SS., der Politischen Organisation und der übrigen Parteigliederungen sowie der Männer der Arbeitsfront wieder eine gewaltige Kundgebung dieses geballten Willens des deutschen Volkes, den Führer bei seinen Aufgaben für die friedliche Wiederaufbauarbeit mit allen Mitteln zu unterstützen. Der gestrige Aufmarsch war nicht so sehr ein Provagandamarsch, nicht so sehr eine Mahnung für jeden, am 29. März seiner Pflicht zu genügen, als vielmehr ein demonstratives Bekenntnis zu dem Kampf des Führers und eine erhebende Kundgebung einer im großen Ziel fest geschlossenen und geeinten Nation. Ueberall in den Straßen wurde der Zug von der Bevölkerung freudig begrüßt, und überall, wo sich in den Straßen die Hände zum Gruß der Hakenkreuzfahnen streckten, da bekannten sich die Volksgenossen zu den großen Taten des Führers. Schon gestern morgen waren die SA., SA.=Reserve, Marine=SA., SS, SS.=Reserve angetreten, um nach einem langen Ummarschweg nach Sodingen zu marschieren, wo auch in den verschiedenen Lokalen ein gemeinsames Eintopfessen eingenommen wurde. Mittags traten dan die Männer der Deutschen Arbeitsfront an, um ebenfalis in verschiedenen Säu en nach Sodingen zu marschieren, von wo aus dann nachmittags gemeinsam der große Marsch durch die Straßen Hernes erfolgte, der am Rathaus mit einem Vorbeimarsch an den Führern der Partei und der SA. endete. Ein Aufruf und Bekenntnis zugleich war dieser Aufmarsch, der die Geschlossenhei: bewies, mit der sich Herne am Sonntag hinter seinen Führer stellen wird. Propagandafahrt des USRR. (!) Gestern morgen stellte sich auch das RSKK. Sturm 17/M 67, in den Dienst der Wahlprovaganda. Der Zweck der Provagandafahrt war, möglichst alle abgelegenen Teile unserer Stadt zu berühren, um so in Ergänzung des Provagandamarsches der SA. auch hier die Bewohner auf die Bedeutung der Wahl eindringlich binzuweisen. Transparente mit Aufschriften„Jede Stimme dem Führer",„Tue Deine Pflicht",„Deutschland erwache" und anderen Aufrufen waren eine Mahnung für jeden, seiner Pflicht am 29. März zu genügen. Ein Sprechchor ermahnte ebenfalls jeden Volksgenossen an seine Pflicht. Vom Neumarkt fubren vor der eigentlichen Provagandafahrt mehrere Wagen unter der Führung des Obertruppführers Künne ab, um an die Stadtgrenze in Pöppinghausen die Motorstandarte 69 Witten, die von Castrop=Rauxe. Em zu empfangen. Auch sie führte Sprechchöre, Musikkapellen und Transparente mit und wurde von unserem Sturm durch die Stadt bis nach Wanne=Eickel begleitet. In der Zwischenzeit sammelten sich die Mitglieder des NSKK. auf dem AdolfHitler=Platz und als die Führer eintkafen, waren 30 Fabrzeuge und 12 Motorradfahrer, die den Sturm begleiteten, startbereit. Durch die Bahnhofstraße, die Straßen östlich der Bahnhofstraße nach Horsthausen durch die Holverheide— Hafenstraße zurück durch den westlichen Teil der Stadt ging es zur Vöde und dem Beringhauser Viertel, über den Feldkamp nach Baukau und von dort am Kanal entlang wieder zum Adolf=Hitler=Platz. An allen öffentlichen Plätzen trat der Sprechchor in Tätigkeit und im Nu waren viele Volksgenossen berbeigeeilt, sich die Mahnung des Chores zu Herzen zu nehmen. In allen Straßen wurde die Wagenkolonne lebhaft begrüßt. Es war ein wirkungsvoller Angell.— immer im Geiste an den Geschehnissen im Verband teilnehme. Im zweiten Teil des Abends begeisterte dann wieder das Trompeterkorps, bis auch der letzte Marsch des offiziellen Programms verklungen war und die Soldaten zum Tanz ausspielten. Jung und alt drehte sich nach ihrem Spiel. Schnell stieg die Stimmung an, auf dem Schießstand gab es überdies eine willkommene Abwechslung und so verlebte man einen schönen Abend, über dessen Erfolg sich vor allem die Kriegerkameradschaft Herne=Bahnhof freuen darf. Junger Wähler, denke daran! Wahlberechtigt ist, wer am 29. März sein 20. Lebensjahr vollendet hat, d. b., wer am 29. März 1936 20 Jahre alt geworden ist. Denke daran, junger Deutscher! Denke daran, deutsches Mädel! Nachprüfung der Kraftfahrzeuge Wichtig für Krattiahrzeughalter aller Alt (!) Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Die vielfachen Verkehrsunfälle machen es zum Gebot, daß im Laufe dieses und des kommenden Monats eine allgemeine volizeiliche Nachprüfung der Kraftfahrzeuge auf ihre Betriebs= und Verkehrssicherheit erfolgt. Die Eigentümer der Kraftfahrzeuge werden in Kürze durch entsprechende Schreiben, die durch das zuständige Polizeirevier zugestellt werden. rechtzeitig von den in Frage kommenden Zulassungsstellen aufgefordert, ihre Fahrzeuge zu einer bestimmten Zeit an einem näher bezeichneten Ort vorzuführen. Die Kraftfahrzeugeigentümer werden nochmals darauf hingewiesen, die Kraftfahrzeuge rechtzeitig in einen ordnungsmäßigen und betriebssicheren Zustand bringen zu lassen. 586 Arbeitsuchende weniger Ertreuliche Entwicklung des Arbeitsmarktes Der Arbeitseinsatz im Februar Eine Militärkapelle begeisterte die Herner Eine gelungene Veranstaltung der Kriegerkameradschaft Herne-Bahnhof Ehrung der Jubilare Herne. 23. März. seines Erfolges sicher. der schneidigen Musik Ein Militärkonzert ist immer Denn wer möchte sich nicht von—. sonemigen mn 51. Oemssebn Ae-lächt einer solchen Kapelle mitreißen und begeistern lassen, den ausgezeichnet die Kameraden Dorlöchter, über dem Kuffhäuserbund. Deshalb müsse ihnen einmal der Dank dafür abgestattet werden, wozu jetzt die Gelegenheit gegeben sei. Dann nahm Oberstleutnant a. D. Hüger die Auszeichnung der Jubilare vor, denen er einzeln mit den besten Glückwünschen die Ehrenzeichen überreichte. Für 50jährige Mitgliedschaft wurwer möchte nicht in dem Rhythmus der Märsche mitschwingen! Es war daber nur zu selbstverständlich. daß der Strickmannsche Saal am Samstagabend gefüllt war, als das von der Kriegerkameradschaft Herne=Bahnhof veranstaltete Militärkonzert seinen Anfang nahm. Zuvor hatte es aber etwas für Herne Bemerkenswertes gegeben: Zum ersten Male sah man wieder Soldaten im grauen Rock durch die Straßen Hernes marschieren. In geschlossenem Zuge marschierte die Kriegerkameradschaft Herne=Bahnhof zum Strickmannschen Saalbau und den Zug führte das Tromveterkorps der Nachrichten=Abteilung 16 aus Münster. Seine flotten Märsche klangen durch die Straßen Hernes, wo allenthalben die Bevölkerung sich dieses Anblicks freute und sich von der Musik in den Marsch= tritt bringen ließ. Bevor das Konzert seinen Anfang nahm, sprach der Kameradschaftsführer Berger herzliche Begrüßungs worte, in denen er seinen Gruß im besonderen dem Kreisverbandsführer, Oberstleutnant a. D. Hüger. und seinen Adjutanten Schumacher und Röhrken sowie Dr Hohmann und seinem Adjutanten und dem Ehrenführer der Kriegerkameradschaft Herne=Bahnhof, Jean Vogel, entbot. Dann erklangen die Märsche. Walzer und Ouvertüren, bei denen das Trompeterkorps gute musikalische Durchbildung zeigte. Es erwies sich als ein diszivlinierter Klangkörper, den Korpsführer Schmidt sicher zu handhaben und zu führen wußte so daß der Beifall immer erneut einsetzte und sich Zugaben erzwang, die mit gleicher Anerkennung und Dank ausgenommen wurden. Es war ein buntes Programm. das die Kapelle bot. Nicht nur Märsche, auch Ouvertüren, Partien aus Overn und Walzer spielte die Kapelle, sich immer auf die Eigenarten der Tonstücke einstellend und um die Herausarbeitung der musikalischen Eigenarten und des musikalischen Gehal tes bemüht. Dabei war Korpsführer Schmidt seiner Kavelle ein sehr feiner Leiter und Dirigent. der alle Spieler mitzureißen wußte. Die Fanfarenmärsche hatten natürlich wieder einen besonderen Erfolg, sie lie den ebenso wie die übrigen Märsche die alten Soldatenherzen höher schlagen. Und der große Beifall bewies der Kavelle, daß sie den Hernern einen schönen Abend bereitete. Ehrung der Jubllare Mit dem Konzert war zugleich die Ehrung der In bilare der Kameradschaft verbunden, bei der viele für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihre treue, unermüdliche Arbeit für die Belange des Kufshäuser bundes geehrt werden konnten. Kreisverbandsführer Oberstleutnant a. D. Hüger wandte sich mit herzlichen Worten an die Jubilare, die auf der Bühne Aufstellung genommen hatten und hob ihre Verdienste für den Kuffbäuserbund hervor: 25. 40. 50 Jahre hätten diese Männer sich ganz eingesetzt für die Wahrung der alten Soldatentraditionen und für die Pflege echten Soldatengeistes. Kameradschaft, das sei die Aufgabe, für die diese alten Soldaten gekämpft und gestrebt hätten und vorbildlich seien sie in ihrer Treue gegenHoppe, Wippermann und Wümmer, für 25jährige Mitgliedschaft die Kameraden Fröbel und Pohlmann. Für 40jährige Zugehörigkeit zum Kyffhäuserbund wurde den Kameraden Hamann, Meinbardt, Styza und Wenzel das Kuffhäuserbild überreicht. Das Kriegerverbandsehrenzeichen erster Klasse erhielt Kamerad Szillat und das Kriegerverbandsehrenzeichen zweiter Klasse erhielten die Kameraden Berger und Wewer. Kreisverbandsführer Hüger gedachte dann noch des 79. Geburtstages des früheren stellvertretenden Kreisverbandsführers Jean Vogel, den dieser gestern feiern konnte, und sprach ihm in Anerkennung seiner Bemühungen um das Kriegerverbandswesen berzliche Glückwünsche aus. Im Namen der Jubilare dankte dann Kamerad Dorlöchter für die Auszeichnung und er versprach, daß sie alle wie bisher sich ganz für den Kuffhäuserbund und seine Aufgaben einsetzen würden. Auch der Ehrenführer der Kameradschaft Jean Vogel sprach Dankesworte, in denen er bekundete, daß er, wenn er auch wohl nicht mehr so mitmachen könne, wie früher, doch (!) Herne, 26. März. 18 351 Arbeitsuchende am 31. 1. 1936, 17 765 Arbeitsuchende am 29. 2. 1936,— 586= 3,2 Prozent Abnahme. 6 385 Hauptunterstützungsempfänger am 31. 1. 1936, 6549 Hauptunterstützungsempfänger am 29. 2. 19936. + 164= 2,6 Prozent Zunahme. Davon bezogen am 31. 1. 1936, Arbeitslosenunterstützung: 1291(20,2 Proz.), Krisenunterstützung: 5094 (79,8 Proz.); am 29. 2. 1936 Arbeitslosenunterstützung: 1334(20,5 Proz.), Krisenunterstützungsempfänger 5206 (79,5 Proz.). 9038 anerkannte Wohlfahrtserwerbslose am 31. 1. 1936, 8 682 anerkannte Woblfahrtserwerbslose am 29. 2. 1936. Die bereits im Vormonat beobachtete fortschreitende Entwicklung des Arbeitseinsatzes bat sich bereits im zweiten Monat des neuen Jahres in größerem Umfange ausgewirkt. Die Arbeitsuchendenziffern weisen erfreulicherweise einen recht beachtlichen Rückgang um 586 auf. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als das Baugewerbe und die Landwirtsaft die Abrufe noch recht zögernd vornahmen. Im kommenden Monat zinsonthese, Generatorenanlage, Wassergasanlage, Kühltürme und Lagerräume). Die Beschäftigungs= und Absatzlage hat sich außerordentlich günstig gestaltet Sowohl die Werke in Wanne=Eickel als auch die Werke in Castrop=Rauxel berichten über gesteigerten Absatz. 88 Arbeitskräfte fanden für einige Monate Beschäftigung. In der metallverarbeitenden Industrie ist der Arbeitseinsatz anhaltend günstig. Die Maschinen= fabriken ergänzten ihre Werkzeugmaschinenanlagen, die Besetzung der freien Stellen mit Spezialfacharbeitern war möglich. Durch die Erweiterung der Werksanlagen der Röhrenschweißwerke Kunze konnten weitere Fachkräfte Beschäftigung erhalten. Der weitaus größte Teil der Vermittelten konnte im eigenen Bezirk angesetzt werden. Den Metallbetrieben konnten 89 Facharbeiter(75 Vermittlungen, 14 namentliche Anforderungen) zugeführt werden. Im Wege des zwischenbezirklichen Ausgleichs wurden 27 Metallarbeiter untergebracht. Im Baugewerbe trat die durch die günstigWitterung mögliche Inangriffnahme der Bauvorhabses durch erhöhte Abrufe fühlbar in die Erscheinung. Laufe des Berichtsmonats wurde diese Entwiagabe allerdings durch eine Frostperiode unterbrochen. Wir einer lebhafteren Fluktuation führte. Dem Bez ist jedoch mit vermehrten Einstellungen zu rechnen. Ix wurden 200 Arbeitskräfte zugefübrt, ne den Wirtschaftsgruppen Bergbau, Metallindustrie und Chemische Industrie hat sich der günstige Stand des Arbeitseinsatzes noch verbessern können. Im Handwerk und Handel ist eine Aenderung der Lage nicht eingetreten. In Notstandsarbeiten wurden eingewiesen: im eigenen Bezirk 222, nach auswärts 126, zusammen 348 Arbeitslose. Landwirtschaft: Der Berichtsmonat brachte nach den bisherigen Beobachtungen die Erkenntnis, daß die Landwirtschaft fast nur gelernte Kräfte einzustellen gewillt ist. Die Nachfrage nach gelernten bezw. angelernten Kräften, insbesondere nach Melkburschen, stieg ganz erheblich an. Im Gegensatz zu den Abrufen in den Vorjahren wurden Jugendliche ohne Vorkenntnisse kaum gefragt. Dies trifft vor allen Dingen für Jugendliche von 14—16 Jahren zu, für die keine Stellen vorhanden sind. Dadurch, daß in den letzten Jahren zahlreiche Jugendliche durch die Landhilfe=Beschäftigung die Möglichkeit batten, sich landwirtschaftliche Kenntnisse anzueignen steht ein guter Stamm einsatzfähiger Kräfte zur Verfügung. Diese wertvollen Kräfte für die Erzeugungsschlacht einzusetzen, wird umso leichter sein, als sich die Löhne für gelernte Kräfte gegenüber dem Vorjahr— vornehmlich im westfälischen Aufnahmebezirk— eryöht haben. Im Berichtsmonat waren die Bezirke Gütersloh und Iserlohn die Hauptaufnahmegebiete. Insgesamt wurden 183 Burschen und 85 Mädchen in die Landwirtschaft übergeführt. Die Arbeitsmarktlage des Bergbaues war auch im Berichtsmonat Februar günstig. Die Zechen gehen immer mehr dazu über, die älteren Belegschaftsmitglieder mit Rentenansprüchen zu entlassen und dafür jüngere Kräfte einzustellen. Es wurden in Arbeit gebracht: bei den Schachtanlagen 122, bei Zechenunternehmern 61, zusammen 183 Bergarbeiter. Chemische Industrie: Bei den Stickstoffwerken schreiten die großen Neubauarbeiten rüstig fort.(Benwurden 17 Bauarbeiter überwiesen ührer. Verkehrsgewerb erstmalig wieder einen und zwar zu auswär“. Teil über große Auft Zarnitz. auch biesige Firmen#r Wirtschaftsgruppe Einzelbandel kommende Monat br Bezirksgruvve Westfalen. lastung. Die Hafer fälische Transport= dank der für die F während des ganze: Post wurden einige ner und 97 Musi„„„„ Bei den Karnevalsv### der gleichen Zeit nahm die Zahl reiche Beschäftigungs cähle von 21 845 auf 17.900 ab. Die eilten Betrugsfälle sank sogar von Der Arbeitseinsatz die Zahl der Urkundenfälschungen Berichtsmonat günstigs0 Fälle. Und schließlich sind die und bei Behörden kom 48843 auf 17 500 Fälle um nahe gung gebracht werden. gegangen. Der neue Geist hat die er deutschen Volksgemeinschaft von hauung einer„gesunden Pleite" Arbeitsmarkt für W und jenen dunklen Existenzen, die Staat auf Kosten ihrer ehrDasein fristen konnten, den 3 Jahre Nationalsozialismus. Rdolf Hitler schuf das deutsche Volksbeer Landwirtschaf verstärkte Nachfrage; tor kungen der Aufnahme. bereit, für die angefort zum Ausland zeigt die deutsche gere Mädchen einzustellenreuliches Bild. England vermittelt. als 500000 Menschen weDas Rebloidungsg#m verwiegender Verbrechen. E#s Lungsgew.er 200000 Verbrecher je blick den für Modistinnen üblichen S##chte und außerdem innen wurden dagegen bereits angeforb#### Gesetzesüber und Schankwirtsgewerbe hält die#agten vervon Bewerbungsunterlagen, für die Saisonkräf: VerEs wurden bereits einige Kräfte abgerufen. Die bauswirtschaftliche Gruppe zeigte am Ort recht günstige Vermittlungsmöglichkeiten. 65 Mädchen wurden vermittelt. Für ungelernte Arbeiterinnen ergaben sich Beschäftigungsmöglichkeiten in einem auswärtigen Betrieb. 13 Mädchen wurden eingestellt, weitere Abrufe sind bereits erfolgt. Die Angenellten=Berufe zeigen wenig Veränderung. 16 weibliche Angestellte erhielten Beschäftigung. Aufruf zum Lehrlingseinsatz (!) Der Wirtschaftsbeauftragte des Führers hat kol genden Aufruf an alle Betriebsführer erlassen: „In einigen Wochen verlassen über eine Million deut sche Jungen und Mädel die Schule, um in das praktische Leben einzutreten. Es ist Ehrenpflicht aller Betriebsführer, durch verstärkte Einstellung von Lehrlingen dem jungen Arbeitsnachwuchs Gelegenheit zu geben. sich frühzeitig zu tüchtigen Facharbeitern auszubilden. Je großzügiger diese Verpflichtung erfüllt wird, desto günstiger wird in Zukunft die Auswirkung auf die ge samte deutsche Wirtschaft sein. Arbeitsbereitschaft und Arbeitswilligkeit dürfen nicht brachliegen, und der junge Jahrgang darf den demoralisierenden Folgen der Arbeitslosigkeit nicht anheimfallen. Gleichzeitig wer den die jungen Menschen frühzeitig auf ein Lebensziel angesetzt. nämlich durch Leistung und Tüchtigkeit sich emvorzuarbeiten. Für die deutschen Betriebsführer ist die vermehrte Einstellung der Lehrlinge, ganz besonders deshalb eine Pflicht, weil in den vergangenen Jahren der Enstemzeit auf diesem Gebiet Ungenügendes geleistet wurde. Die Folge davon sehen wir heute in einem fühlbaren Mangel an bochqualifizierten Facharbeitern. Doher trage jeder Betriebsführer das Seine dazu bei, diesem Mangel abzuhelfen und die Fehler der Vergangenheit wieder gutzumachen. gez. Revvler, Beauftragter des Führers und Reichskanzlers für Wirtschaftsfragen. Die heutige Ausgabe umsaßt 12 Seiten Heute Vor Jahren wurde das Ermächtigungsgesetz für die Regierung des Führers vom Reichstag angenommen mit 411 Stimmen gegen 94 der 892.— 1842: Der französische Schriftsteller Frederic de Stendbal(Maria Henri Beole) in Paris gest.(geb. 1788).— 1868: Der Dichter Dietrich Eckart, Freund Adolf Hitlers. in Neumark, Oberpfalz, ged.(gest. 1923).— 1915: Der Historiker Karl Theodor Heigel in München gest.(geb. 1842). 1918: Litauen erklärt sich als selbständiger Staat. Auf der Sonnenseite Ganz merkwürdig ist das, in diesen Früblingstagen aurch die Straden zu geben. Da kann man immen wieder dieselbe Beobachdung machen: die eine Straßenseite ist gekrängt vou von Menschen, die andere fast leer. NaUrlich müßte man nun eigentlich, bssonders wenn man es eilig hat und recht schnell vovwärts kommen will. die gute Gelegenheit benutzen und auf der leeren St#adenseite gehen, wo man mit Riesenschritten vorwärts kommen kann. Aber man denkt garnicht daran. Man schwenkt ebenfalls noch auf die eine Seit: binüber, auf der alle Leute entlanglaufen und schiebt sich getuldig in gemäßigtem Tempo vorwärts. In diesen Tagen gibt es keine andere Möglichkeit. Es göbt nur diese eine St abenseite. Und das ist eben die Sonnenseite. Hier ist es sommersich warm, drüben, im Schatten ist fast noch Winter. Und ist es nicht selbstverständlich, daß man dem Frühling und der Sonne fröblich entgegeneilt? Aber reden wir nicht von eilen. Kein Mensch eilt auf den Sonnenseite. Alle haben Zeit. Nie habe ich soviele Menschen gemütlich schlendern seben, so als ob sie absolut nichts zu versäumen hätten! Machen wir's also ebenso: bummeln wir gemütlich im ersten wärmenden Früblingssonnenschein die Straße entlang. Schon am frühen Morgen gebt die Sache mit der Sonnenseite los. Täglich geh man den gleichen Weg zur Berufsarbeit, und, weil die Straße einen Bogen macht und der Bogen auf der rechden Seite ein bißchen kleiner ist, gebt man natürlich immer auf der rechten Seite. In all den langen Wintevmonaten fiel morgens noch kein Sonnenstrahl in die lange Straße hinab. Jetzt auf einmal erleben wir das erste Lenzeswunder: Die linke Straßenseite liegt im hellen, warmen Sonnenschein. Wer wollt; da noch länger auf der rechten Seite lausen, auch wenn man vielleicht zwei Minuten Weges spart? Fröhlich schwenken wir auf die linke Seite binüber. Und man bastet nicht ganz so wie sonst, man gebt ein bißchen behaglicher. Und genießt mit jedem Schritt Frühling und Sonne! Plötzlich muß man fast lachen und lächelt dann verständnisinnig. Da kommt uns doch wahrhaftig der Mann mit dem Lodenmantel entgegen! Der geht doch sonst auch immen auf der anderen Seite. Heute macht er's gen au man selbst, auch er hat die Sonne aufgesucht. Und Lacht aneinander vorbei und zwimkert sich vergwüg#und dann hinauf zum blauen Himmel. Ja. ja, Sonne— die treibt uns beide vom gekun wind der tägliche Weg zum berrliches Erlebnis. Und an „UStück Sonnensesigkeit mehr sin er 8p; R4 00 übrst der Polizei! en Gewinner! IUhnn der Herr Polizeir Schleßmann dem #e Verteilung des ReinIltewaß die Summe auf die Mäialbezirks anteilmäßig vißfallen über 4000 Mark.) abkgesetzt, denn alle sechs rnn Schlacht tapfer mitged der Polizei findet mit rde Abschluß. Die bis heute ae verfallen, wie auf der sageben, dem Winterbilfsttlewinner, denen Fortuna Uüir Ihnen zum Abschluß dung noch etwas erzäblen. „Fr. ch noch der Ausstellungs#elk. Jeder Loskäufer hat dain gestanden und sich schon das #½ einen Gewinn berausgesucht. Aber Gewinn nur einmal vergeben werllinun Ihren Gewinn nicht bekommen baen Sie sich mit den Glücklichen, die jetzt zu sprechen werden. Der Gewinne des Hauptgenns— Hanomagwagen— dürfte durch die seinerzeitige Veröffentlichung an dieser Stelle noch in bester Erinnerung sein. Dann kam das Motorrad mit Beiwagen. Wer hätte das wohl besser brauchen können, als der Klempner Fritz Hepv in Bochum, Weitmarer Straße 24. Oder nehmen wir die beiden Waschmaschinen, die immer so dicht beisammen gestanden haben, daß sie auch nach der Ziebung zusammen nach Herne kamen. Sie blieben auch wieder so dicht beisammen, daß die eine Maschine z. B. in das Haus Nr. 15 und die andere Maschine in das Haus Nr. 17 kam. Na, und dann die Nähmaschine! Kam doch da ein hübsches junges Fräulein und gab ihr Los mit dem Bemerken ab:„Ich möchte mir die Nähmaschine abholen.“ Obwohl nur die Gewinnlose bekanntgegeben wurden, hatte doch diese weibliche Schönheit so eine Art Vorahnung oder mögen Sie es nennen wie Sie wollen. Der Beamte an der Ausgabe nahm das Los, sah in der Gewinnliste nach und traute seinen Augen nicht, daß das Los wirklich die Näbmaschine gewonnen hatte. Wir könnten Ihnen ja noch so viel kleine Erlebnisse aus diesen Tagen erzählen, aber eine Begebenheit dürsen wir Ihnen nicht vorenthalten. Der Gewinner der Küche ist der glückliche Bräutigam Wilhelm Kasver aus Bochum, Karl=Ernst=Straße 34. Es gibt doch noch Menschen, die baben Dusel, das kann man wohl sagen. „Ich bin zwei Jahre arbeitslos gewesen— sagte der glückliche Gewinner— und habe seit 1933 wieder Arbeit. Meine Ersparnisse reichten bisher für die Anschaffung von Möbeln noch nicht aus. Im nächsten Jahre beabsichtige ich zu beiraten. Der Gewinn der Küche wird die Wartezeit vielleicht noch etwas verkürsen, denn nun bin ich eine große Sorge los.“ Sehen Sie, und so war es bei den großen Gewinnen fast durchweg. Die Freude war immer sehr groß, denn die Hauptgewinne sind immer an den richtigen Mann gekommen. Jetzt macht die Polizei eine kleine Pause bis nach der Wahl, aber dann geht es wieder ran an den Tag der deutschen Polizei. Der Führer hat in diesen drei Jahren nur die Sorge um sein Volk gekannt Ein Friede der Ehre, ein einiges Volk Pg. Mechel, Reichsprepagandaleiter der NSKOV. und P. Schramm, 10 d. R. sprachen ist so: wir müssen unserem Gott banken, daß er uns unseren Führer geschenkt hat, er ist unser Retter, ihm bangen wir an bis zum letzten Mann! Die Hz gratuliert: Kundgebung der AsdAp. 28 Herne, 28. März. Wir müssen dankbar sein, daß wir in dieser Zeit leben und mitkämpfen dürfen um die völlige Wiederaufrichtung unseres Vaterlandes. Wir müssen dankbar sein, daß uns in dieser schweren Zeit ein Fübrer gegeben ist, zu dem wir aufblicken können und dem wir treue Gefolgschaft geloben und dem wir mit allen Fasern unseres Herzens anbangen. Es ist etwas Herrliches, gerade in der augenblicklichen Veriode Zeuge sein zu dürfen der sich immer wieder zeigenden Gemeinschaft anläßlich der Wahlpropaganda für den 29. März. Aus allen Schichten der Bevölkerung setzen sich die Zuhörer zusammen, es gibt keine Unterschiede mehr, weil sie alle gleich fühlen, denken und im richtigen Augenblick auch bandeln. Das ganze Deutschland hat sich wieder zu sich selbst zurückgefunden dank der Kraft unseres Führers, der uns den Glauben an uns selbst wiedergegeben hat. Es ist von größter Wichtigkeit, daß wir in dieser schweren Zeit in die Versammlungsräume gerufen werden, wo wir gemeinschaftlich gepackt und mitgerissen werden von der Wucht und bezwingenden Kraft einer Wahlkundgebung. Das, was uns am Samstag im Evangelischen Vereinshaus die Redner Parteigenossen Meckel, Reichspropagandaleiter der NSKOB. und Schramm, M. d. R., Breslau sagten, war von einer einzigen Begeisterung getragen. Schlag auf Schlag kamen die Aufzählungen der großen Taten unseres Führers, wurde uns die wahnsinnige Politik der Novemberparteien vor Augen geführt. Da fragte man sich unwillkürlich, wie es überhaupt solche Männer in Deutschland hat geben können, die sich im Ausland als vom deutschen Volke geschickt ausgaben und in Wirklichkeit nur von einer kleinen Interessenclique anerkannt waren. Sie baben dem Ausland gegenüber Verbeugungen gemacht und die Schmiergelder in ihre Tasche gesteckt, ihnen lag nichts an dem Wobl unseres herrlichen Volkes. Als noch niemand wußte, was Pazisismus war als man aus dem Krieg kam und den Versprechungen der Revolutionäre glaubte, die einen„Himmel auf Erden“ versprachen, da war aber schon der Frontsoldat Adolf Hitler sich darüber klar, daß das Volk dem Untergang entgegengeführt wurde. Und dann begann er seinen gigantischen Kampf. verkannt und angevöbelt von allen. Aber ihm half der Glaube an das Gute im deutschen Volke, und dieser Glaube hat ihm die Übernatürliche Kraft gegeben, diesen Kampf durchzuhalten. Langsam kamen die jungen Menschen zu ihm, die an seine politische Sendung glaubten und waren ihm Stützen, auf die er sich verlassen konnte. Sie wurden Blutzeugen der Idee. Nach Ueberwindung der unglaublichen Schwierigkeiten kam Adolf Hitler an die Macht, aber er mußte damit auch ein furchtbares Erbe übernehmen. Das Land war verschuldet, 7 Millionen waren ohne Arbeit, das übrige waffenstarende Europa stand an unseren Grenzen und bewachte uns ängstlich. Aber alles hat der Führer überwunden, und das, was noch geschafft werden muß das wird ihm ebenso gelingen. Er führte die Arbeitsuchenden in den Arbeitsprozeß zurück, er tilgte die Schulden so gut es ging, er machte das Volk wieder wehrhaft und dann vollbrachte er das größte Werk: er gab Deutschland am 7. März seine völlige Gleichberechtigung durch die Aufbebung der entmilitarisierten Zone zurück. Das ist der herrlichste Beweis für die Kraft und das Wollen unseres Führers, daß er entschlossen so handelte, wie es im Interesse des Volkes stand. Jetzt bat er den Berg überwunden, letzt barren andere Aufgaben ihrer Erfüllung, und jetzt hat er wieder Kraft nötig, die er nur aus dem ganzen Volke schöpfen kann. Und darum treten wir alle am 29. März an die Urne und geben unserem Führer die Stimme, denn nur bei ihm liegt die Kraft, der Wille, Deutschland wieder besseren Zeiten entgegenzuführen. Unbeschreiblicher Beisall setzte nach diesen Worten ein, denen man atemlos gelauscht hatte. Ja, es Kreisobmann Pg. Lutz sprach Herne, 23. März. Am Samstag abend fanden sich die Mitglieder des NSLB. Kreis Herne, zu einer Tagung in der Westfalenschänke zusammen. Schulungsleiter Lehrer Streitbürger begrüßte eingangs die überaus zahlreich erschienenen Mitglieder des NSLB und wies dann auf die Bedeutung der kommenden Reichstagswahl bin, bei der sich auch der letzte Deutsche binter seinen Führer stellen muß. Der Führer braucht keine Provaganda für einzelne Stimmen, nein, es gilt heute der Welt zu zeigen, daß wir wieder ein geeintes deutsches Volk sind. Dann ergriff Kreisobmann Pa. Lutz das Wort zu einer längeren Rede. Nachdem Parteigenosse Lutz zunächst die Entwicklung in Deutschland seit Kriegsausbruch behandelt hatte, leitete er dazu über, wie der Nationalsozialismus zur Macht gekommen sei und das Steuer des Staatsschiffes ergriffen habe, um Deutschland zu erZean Vogel 79 Jahre alt (!) Gestern vollendete eine stadtbekannte Persönlichkeit ihr 79. Lebensjahr: Jean Vogel. Im öffentlichen Leben ist Jean Vogel mit großer Initiative tätig gewesen und in vielen Zweigen des Wirtschafstlebens hat er sich mit unermüdlicher Arbeitskraft zur Förderung ihrer. Interessen eingesetzt, so vor allem in der deutschen Ton= und Ziegelindustrie, in der er an maßgebender Stelle gestanden hat. Auch im Gastwirtschaftsgewerbe hat Jean Vogel eine große Rolle gespielt, was am deutlichsten daraus bervorgebt, daß der Herner Wirteverein ihn ebenso wie der Westsälische ProvinzialWirteverein zum Ehrenmitglied ernannt hat. Abgesehen von seiner bekannten kommunalpolitischen Tätigkeit hat Jean Vogel sich auch im Kuffhäuserbund sowie für die Turnsache stets mit Eiser eingesetzt. Er war stellvertretender Kreiskriegerverbandsführer und ist Ebrenführer der Kriegerkameradschaft Herne=Bahnhof und des Turnerbundes Herne. Go werden ihm an seinem gestrigen Geburtstag aus vielen Kreisen der Bevölkerung Glückwünsche zuteil geworden sein. Und auch wir gratulieren berzlich. retten. Von Zeit zu Zeit ordne der Führer eine Volksbefragung an, besonders aus Anlaß großer volitischer Ereignisse, um zu erfahren, ob das Volk mit den Taten der Regierung zufrieden sei. Der Führer wolle beweisen, daß er mit dem Volke untrennbar verbunden sei. Wie war es aber früber? Als Hitler zur Macht gekommen sei, habe Deutschland am Abgrund gestanden. es sei für den Bolschewismus reif gewesen. Die Länder und Kommunen seien verschuldet gewesen. Auf den Straßen habe der Kampf aller gegen alle getobt. Das alles aber sei allzu schnell vergessen worden. Und wie stehe es heute? Pg. Lutz ging kurz auf die geleisteten Aufbauarbeiten ein, die Beseitigung der Arbeitslosigkeit, die Errettung des Bauern vor dem Ruin, die Schaffung des Arbeitsdienstes und all die anderen groben Leistungen. Das einstmals verzagte Volk glaube wieder an seine Zukunft. Allerdings versuchten füdische Drahtzieber die Annäberung der Völker zu hintertreiben, aber wenn wir ein einiges und starkes Volk seien, dann würden wir unser Ziel erreichen. Langanhaltender Beifall dankte Kreisobmann Pa. Lutz für Kreislagung des us.-Lehrerbundes In Stapelage soll ein Schulungslager eingerichtet werden Sperre für Jungmädel aufgehoben Aufnahme der Jahrgänge 1922 bis 1926 Endgültige Sperre am 1. Mai (1) Herne, 26. März. Mit sofortiger Wirkung wird die Sperre für die Jungmädel(Alter von 10—14 Jahren) aufgehoben. Die Jahrgänge 26 und 25 werden, soweit die Voraussetzungen zur Aufnahme in die 5J.(erbgesund, reichsdeutsch und arische Abstammung) erfüllt sind, sofort aufgenommen, bis zum 20. Avril. Nach dem 20. Aoril erfolgt keine Aufnahme mehr. Die Jahrgänge 24, 23, 22 werden ausgenommen in der Zeit vom 23. März bis zum 30. April. Die neuaufzunehmenden Mädel melden sich mit ihren Klassenkameradinnen, die schon IM. sind, bei den zuständigen IM.=Gruppenführerinnen an den Dienststunden. Heimnachmittagen und am Staatsjugendtag. Anmeldungen nehmen sonst noch entgegen: der IM.=Untergau 259, Herne, Polizeiamt, Zimmer 326, für den Stadtbezirk Herne und Ring Herne=Alt. Für HerneMitte und Herne=Stadt: Ringführerin Hilde Müller. Herne, Schulstraße 21. Für Herne=Nord: IM.=Ring= führerin Inge Leithäuser, Herne, Bahnbofstraße 82. Für Sodingen: IM.=Ringführerin Lilli Moufang, Sodingen, Kirchstraße, Mittwochs und Donnerstags von 10 bis 11 Uhr. Für Castrov: IM.=Ringführerin Martha Cuyvers, Montags und Donnerstags von 16 bis 18 Uhr im BöM.=Heim, Realgymnasium. Für Rauxel: IM.=Ring= führerin Martha Cuyvers, Mittwochs und Donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Heim, Kaiserstraße. Am 1. Mai 1936 tritt eine generelle Sperre ein, so daß nach diesem Zeitpunkt kein Mädel mehr ausgenommen werden kann. seine Ausfübrungen. Nach kurzer Pause nahm Schulrat Pg. Lutz noch einmal das Wort zu kurzen Mitteilungen. Die Verbandlungen wegen der Einrichtung eines Schulungslagers in Stapelage stünden kurz vor dem Abschluß. Das Heim sei besichtigt worden: es weise 120 Betten auf: alle Räume seien in bester Ordnung und auch eine glasbedeckte Liegehalle sei vorbanden. Ein grodes Wiesengelände, wie geschaffen zur Morgengymnastik, grenze an das Haus. Das Erholungsheim liege direkt am Teutoburger Wald, einige Minuten vom Hermannsdenkmal entfernt. Schulungsleiter Streitbürger sprach hierauf ein kurzes Schlußwort und brachte auf den Führer ein dreisaches Siegheil aus. Das Horst=Wessel=Lied gab den Ausklang der Veranstaltung. hustav Tamm: (!) Am Samstag abend starb nach langem und schweem Leiden der Kaufmann Gustav Tamm, Heinrich= raße 5, im besten Mannesalter. Der Verstorbene war Thüringen geboren, aber schon viele Jahre In Cerne nsässig. Rege betätigte er sich in vielen Vereinen, so aß sein Hinscheiden von einem großen Freundeskreis REKK.-Männer! Deutsche Kraftfahrer Unser Führer hat in den Rheinlanden die uneingeschränkten Hoheltsrechte des Reiches und damit die vollsländige Gleichberechtigung wiederhergestellt. Er gab damit einem Reichsgeblet von über 33 500 gkm mit 14 Millionen Einwohnern das höchste, ewig unveräußerliche Recht eines krelen Volkes wieder. In den alten Friedensgarnisonen sind die Watlenträger der Nation unter dem Jubel der Bevölkerung eingerückt. Der Jubel, der in diesen Tagen ganz Deutschland und Insbesondere die betreiten Geblete durchbrauste, hat der Welt gezeigl, daß dat Deutsche Volk einmütig hinter seinem Führer steht. Jeder deutsche Volksgenosse soll dies Bekenntnis mit seinem Stimmschschein bestätigen. Der Führer soll der Welt ein einstimmiges„Ia“ entgegenhalten können. Es geht bei dieser Wahl nicht um Reichstag oder Kandldaten! Es geht um Deutschland! Deutsche Kraftt ahrer! Denkt daran, was vor allem Ihr dem Führer zu verdanken habl! Denkt an sein gewaltiges Motorislerungs-Programm! Denkt an die Betrelung der deutschen Kraftfahrt von allen kleinlichen und hemmenden Belastungen! Denkt an das gigantische Werk der Reichsautobahnen! Denkt daran, daß das deutsche Kraftfahrzeug von einem Luxusgegensland zum Gemeingut des Volkes geworden Ist! Arbeiter in den Krattiahrzeugwerken! Ingenleure, Monteure und Aufoschlosser! Berufskraftiahrer! Fahriehrer! Kraftdroschkenführer! Autoverleiher und Tankwartel Euer Dank soll ein ebenso gewaltiges Treuebekenntnis sein! Kameraden des NSKKI Denkt zurück an die Wahlschlachten der Kampfzeit! Denkt daran, wie Ihr In diesen schweren Zeiten Eure Fahrzeuge Tag und Nacht zur Verfügung gestellt habt! Denkt daran, wie Ihr Tausende und aber Tausende Zentner von Propagandamaterlal hinausgefahren habt auf das Nache Lend und In die Industriegebletel Zeigt, daß dieser alle Geist noch In Euch lebi! Die mit der Durchführung der Wahl beauttragte polllische Leitung soll In Euch wiederum die besten und zuverlässigsten Helfer finden! Am Wahltag selbst seid Ihr die Garanten dafür, daß kein einziger deutscher Volksgenosse an der Urne sehl!! Alle Kranken und Gebrechlichen sind Eurer besonderen Obsorge anvertraut. Ihr werdet den letzten Kriegsbesch ädigten und das leizte alle Müllerchen an die Wahlurne bringen! Wenn dann In der Nacht vom 29. auf den 30. Mürz die deutschen Sender der Welt eine überwältigende Vertrauenskundgebung des deutschen Volkes zu seinem Führer verkunden können, so soll uns, NSKK.-Männer und Deutsche Kratttahrer, das slolze Bewußtsein erfüllen: Wir haben unsere Pflicht getan! Der Krattiahrinspekteur West: Seydel, Gruppenführer, M. d. R. Rentenzahlungen für April bei dem Postamt Herne(Katholisches Gesellenhaus) und in Herne=Sodingen(Wirtschaft Luke neben dem Postamt): Die Heeresrenten werden Sonnabend. den 28. März, die Unfall= und Invaliden=Versicherungsrenten Mittwoch, den 1. Avril, gezahlt. Pünktliche Abholung ist unbedingt erforderlich. Wiedersehensfeier der 238. Inf.=Division (!) Die 288. Inf.=Division, die sich aus den Inf.= Regimentern 463. 464 und 465 zusammensetzt, feiert am 9. und 10. Mai 1936 ihren 2. Wiedersebenstag in der alten Herzogsstadt Celle. Der Kamerad Albert Alvermann, Celle, Bergstraße 27, erteilt nähere Auskunft und nimmt Anmeldungen der Teilnehmer an. Ein Neubau entsteht. (!) An der Straße„Im Wietel“ ist wan wieder einmal mit Bauarbeiten beschäftigt. Hier läßt der Beamte Köbler ein Eiggenheim errichten, das sich in seiner Bauart den anderen genau anpassen wird. Die Arbeiten sind bereits soweit fortgeschritten, daß man in einigen Tagen das Richtfest feiern wird. K Ausbesserungsarbeiten. (! Der Holzbelag des Fußgängersteiges der Eisenbahnbrücke, die in der Nähe der Rottstraße über den Kanal führt, hatte in der letzten Zeit manche Schäben aufzuweisen. Diese werden nunmehr beseitigt und die Brücke wird mit einem neuen Holzbelag versehen.. Stalleinbruch. (!) In der Nacht zum 20. März wurden aus einem verschlossenen Stall des Hauses Vödestraße 39 zwei weiße Leghornhühner im Werte von 10 Reichsmark gestohlen. Verkehrsunfälle. (1) Am 20. März gegen 15.05 Uhr wurde vor dem Hause Mont=Cenis=Straße 450 eine Frau von einem Personenkraftwagen angefahren und erheblich verletzt. Sie mußte mit einem doppelten Knöchelbruch in das Krankenhaus eingeliefert werden. Die Schuldfrage ist ungeklärt.— An der Ecke Bochumer= und HermannGöring=Straße wurde am 20. März ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren und derart verletzt, daß er in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Der nächste Heimabend der Mädelgruppe des Arbeitsdankes findet am 28. März im Kasino Friedrichseck(Horstbausen) um 20 Uhr statt. Drittes Blatt Rr 70 Sodinger Zetung Herner Zeitung cender Zelung Montag, den 23. März 1936 Vom Abgrund zur Sicherheit Die Sozialversicherung wurde gerettet und ist wieder gesund Von Dr. Ludwia Münz, Oberregierungsrat im Reichsarbeitsministerium deutsche Sozialversicherung besteht seit mehr als 50 Jahren. Sie war in der Vorkriegszeit ein Vorbild für die Arbeiterversorgung der ganzen Welt geworden. Dem Einfluß der marxistischen Gewerkschaften in der Nachkriegszeit ist es zuzuschreiben, daß der durch die Inflation schwer erschütterte Bau der Sozialversicherung an den Rand des Abgrundes gebracht wurde. Immer neue Leistungen wurden verlangt und vom Parlament bewilligt, ohne daß gleichzeitig für die nach Versicherungsgrundsätzen notwendige Deckung gesorgt wurde. Man hatte vergessen, daß der Krieg und der Versailler Vertrag mit all ihren Begleiterscheinungen das ganze Kapital, das eine Vorkriegsgeneration erarbeitet hatte, vernichtet hatte. Man übersab, daß die Betriebe ihr Eigenkapital verloren hatten und mit zu viel Leihkapital arbeiten mußten. Damit in einem kapitalarm gewordenen Land eine gesunde Wirtschaft zu betreiben und außerdem überversicherung den Betrag decken müsse, der nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung mit Zins und Zinseszinsen erforderlich ist, um alle künftigen Aufwendungen zu bestreiten. Es war eine soziale Großtat der Reichsregierung, daß sie so schnell nach der Machtübernahme mit einem entscheidenden Werke der Arbeiterschaft die Sicherung ihrer Invaliditäts=, Alters= und Hinterbliebenenversorgung wiedergab. Denn die Sanierung, wie sie das Gesetz vom Dezember 1933 vorsicht, war die erste Voraussetzung dafür, daß die Sozialversicherung weiter bestehen konnte. Damit ist nach menschlichem Ermessen die Invaliden= und Angestelltenversicherung auf eine gesunde Grundlage gestellt. Die deutsche Arbeiterschaft hat dies auch dankbar anerkannt. Sie weiß, daß es richtiger ist, sich mit unwesentlich geringeren Leistungen zu bescheiden, diese aber nach menschlicher Voraussicht für die Dauer geDiezahl. der-Arbeitstosen. sirbt basothseinbmemen seint große Sozialleistungen zu gewähren; ist unmöglich. Diese Erkenntnis oder vielmehr der Mut zur Einsicht fehlte in jenen Jahren. Das mußte sich aber gerade für die Sozialversorgung bitter rächen. So war es denn kein Wunder, daß sie, insbesondere ihre für die Arbeiterschaft wichtigsten Teile vor dem Zusammenbruch standen. Die Notverordnungen vor 1933 nahmen bereits Lei stungskürzungen vor, um einen völligen Zusammenbruch zu verbindern. Es zeigte sich jedoch bald, daß diese Maßnahmen nicht genügten, um den dauernden Bestand der Sozialversicherung zu gewährleisten. Nur der völlige Umbau des Systems und die Rückkehr zu einwandfreien und bewährten versicherungstechnischen Grundsätzen konnten hier noch helfen. Diesen Schritt hat die nationalsozialistische Regierung im Jahre 1933 getan, als sie in voller Erkenntnis der ungeheuren Gefahren, die Millionen von Arbeitern durch den Zusammenbruch der Sozialversicherung drohten und zugleich im Bewußtsein höchster Verantwortung mit der Reform durch das Sanierungsgesetz vom 7. Dezember 1933 begann. Sie stellte zugleich den grundlegenden Satz auf, daß der Wert aller künftigen Beiträge samt dem Vermögen und samt den Reichsmitteln in der Invaliden= liche Ziffern und Zahlen, besonders im Hinblick auf die gemilderte Notlage ganzer Familien, die vielfach jahrelang dem Elend der Arbeitsnot und dem Druck einer ungewissen Zukunft preisgegeben waren. Es ist selbstverständlich, daß die Besserung der Arbeitslage in Deutschland mit einer vermehrten Arbeitsleistung verbunden ist. Der Produktionswert der industriellen Erzeugung dürfte von 1933 mit 41 Milliarden RM. auf zirka 58 Milliarden im vergangenen Jahre gestiegen sein. Allein der Steinkohlenbergbau hat statt 110 Millionen Tonnen im Jahre 1933 annähernd 145 Millionen Tonnen gefördert. Auf den Ruhrbergbau entfallen davon fast 70 Prozent bzw. 98 Millionen Tonnen. Noch stärker als die Steinkohlenförderung ist die Gewinnung von Roheisen und Rohstahl gestiegen. Sie hat sich von 1933 an gerechnet mehr als verdoppelt. Die Bautätigkeit ist in derselben Zeit um 50 Prozent gestiegen. Würde man das Jahr 1932, in dem der Baumarkt fast brachlag, zum Vergleich beranziehen, dann kämen noch andere Ziffern zustande. Am besten von allen Industriezweigen hat sich naturgemäß der Kraftwagenbau entwickelt. 90000 Personenwagen 1933 und und 190000 im Jahre 1935, das sind zwei Produktionsgrößen, deren Gegenüberstellung einen Begriff von der Intensivierung der Erzeugung in diesem Wirtschaftszweig vermittelt. Das Ruhrgebiet insbesondere konnte seine monatliche Steinkohlenförderung von 6.25 Mill. Tonnen Anfang 1933 auf 9 Mill. Tonnen gegen Ende des Vorjahres steigern. Die arbeitstägliche Leistung wuchs von 250000 Tonnen auf 360000 Tonnen. Noch auffälliger war die Entwicklung der Kokserzeugung von 1,18 Mill. Tonnen auf 2 Mill. Tonnen, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Vorräte von Kohlen und Koks von 9.5 Mill. Tonnen auf rund 5 Mill. Tonnen. Ueber die Eisenerzeugung in Rheinland und Westfalen lassen sich ähnliche Angaben machen. Wenn man weiß, daß die Eisenproduktion allein von 1 Mill. Tonnen Mitte 1935 auf fast 1,17 Mill. Tonnen Ende 1985 stieg. verdeutlicht diese Entwicklung schon zur Genüge die Auftriebskräfte, die sich in diesem für unser westdeutsches Gebiet so wichtigen Wirtschaftszweig auswirken. Auch verkehrsmäßig gesehen sind günstige Fortschritte zu verzeichnen. Der Austausch der Leistungen im Inland und auch mit dem Ausland hat zugenommen. Ein Gradmesser dafür sind nicht allein die Wagengestellungsziffern der Deutschen Reichsbahn, sondern überhaupt die Menge der auf dem Schienenwege beförderten Güter: nicht zuletzt der Umschlagsverkehr in den Häfen Westdeutschlands. Stellte die Reichsbahn zum Beispiel im Jabresdurchschnitt 1983 nur 105000 Wagen täglich, dann mußte sie 1935 für die deutsche Wirtschaft durchschnittlich 125000 Wagen bereit halten. Allein im Koblenverkehr des Ruhrgebietes nahm die Zahl der angeforderten Waggons von 16 800 auf 21000 arbeitstäglich zu. Die Menge der beförderten Güter stieg von 25.7 Mill. Tonnen auf 34 Mill. Tonnen. Der Verkehr im Duisburg=Ruhrorter Hafen— um nur ein Beispiel zu nennen— wuchs mengenmäßig von 800000 Tonnen Anfang 1933 auf 1,25 Mill. Tonnen Ende 1935. Das sind nur einige, wenn auch die hauptsächlichsten Beispiele für den Fortschritt der Wirtschaftsentwicklung im Reich und im deutschen Westen. Sie lassen nicht nur den unbeugsamen Willen einer zielbewußten Reichs= und Stacesführung erkennen, sondern auch die Wichtigkeit der von ihr mit Macht und Ueberzeugung versochtenen Ideen. sichert zu sehen, als eine kurze Zeitlang noch die früheren, überspannten Leistungen zu beziehen, was zu einer Katastrophe der Sozialversicherung führen mußte und zahllose schaffende Volksgenossen in Not und Elend gestürzt hätte. Der echte Wert der Rentenversicherung wird nicht nach der Höhe der Rente gemessen: der Wert der Versicherung und gerade der Sozialversicherung liegt vielmehr in der dauernden Leistungsfäbigkeit der Versicherungsträer. Daß diese nunmehr wiederbergestellt ist, hat große Beruhigung in den Kreisen aller schaffenden Volksgenossen hervorgerufen. Denn nichts ist verderblicher für den sozialen Frieden, als eine zahlungsunfähige Sozialversicherung. Die Reichsregierung hat also durch das Gesetz vom 7. Dezember 1933 eine schwere Sorge vom deutschen Volk genommen. Gleichzeitig muß darauf hingewiesen werden, daß das Sanierungsgesetz eine Berechnungsart einführt, die sozialgerechter als bisher ist. Denn die Höhe der Rente richtet sich nunmehr mehr als bisher nach der Länge der Versicherungszeit und der Höhe des verdienten Arbeitslohnes. Eine ungerechte Nivellierung in der Rentenhöhe gibt es künftig nicht mehr. Damit ist auch hier das nationalsozialistische Leistungsprinzip verwirklicht worden. Deutscher Kaufmann und Handwerker! Wir wollen Frieden und Ordnung! Der Marxismus nahm beides. Der Führer sicherte uns Frieden, Freiheit und Ehre. Während die ganze Welt in Auf ruhr und Mord brennt, bauen wir in Deutschland auf. Auch wir Handwerker und Kaufleute haben die Auswirkungen des nationalsozialistischen Aufbaues gespürt. Wir danken dem Führer nicht nur für den wirtschaftlichen Aufbau und den inneren Frieden, sondern auch für sein großes Friedenswerk in der Außenpolitik. Wir sehen es als unsere besondere Aufgabe an, all unseren Kunden und Bekannten die Leistungen des Nationalsozialismus vor Augen zu führen. Wir werden ihnen verständlich machen, wie klein ihr Dank für das Werk des Führers im Vergleich zu den gewaltigen Leistungen durch die Abgabe ihrer Stimme am 29. März ist. Dre Dank des Volkes besteht in der Einmütigkeit des Bekenntnisses zum Führer. Für Frieden, Ebre und Arbeit! Spratte. Gauamtsleiter des Amtes für Handwerk und Handel Westfalen=Süd. 8arnit Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelbandel Bezirksgrupve Westfalen. Die Fortschritte der Wirtschaftsentwicklung Drei Jahre Wirtschaftskampf im Reich und Westen Kohle und Eisen die Grundlage (9 Herne, 23. März. Die rückschauenden Betrachtungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands sind im allgemeinen in zu engem Rahmen gehalten, als daß sie einen vollständigen Begriff von dem wirklichen Umfang des Wirtschaftsaufschwunges seit dem Jahre 1933 vermitteln könnten. Das ist erst möglich bei einer Beobachtung längerer Zeiträume, die mindestens beginnen müssen mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus und enden sollen in der Gegenwart. Erst wenn man das soziale und wirtschaftliche Geschehen in diesem auch für ein Menschenalter kurzen Zeitraum von drei Jahren betrachtet, empfängt man einen einigermaßen zutreffenden Eindruck von der elementaren Wucht, mit der sich die neuen Gedanken und Ideen und die revolutionierenden Auffassungen über Wirtschaftsgeschehen und Wirtschaftspolitik, wie sie der Nationalsozialismuss vertritt. durchgesetzt haben. Jeder von uns weiß aus seiner eigenen Erfahrung über Teilerfolge aus dem viel fältigen Gebiet wirtschaftlichen Lebens zu berichten: seien es Zahlen, die sich auf das ganze Reich beziehen oder solche, die nur die Leistungssteigerung innerhalb eines engeren Wirtschaftsgebietes wie dem Ruhrbezirk erkennen lassen. Mögen es Ziffern sein, die den Grad der Verringerung der drückenden Arbeitsnot in Deutschland deutlich machen, oder Zahlen, die die Arbeitsleistung und ihre Steigerung aufzeichnen, oder gar die weniger beliebten Statistiken, aus denen wir den Umfang der Besserung unserer öffentlichen Finanzen, einer der Haupttriebkräfte der Konsunktur der Gegenwart erkennen können! In jedem Falle werden uns mindestens Bruchstücke des Geschehens vermittelt das sich 1933 anbahnte. Einen wirklich umfassenden Ueberblick gibt aber erst eine möglichst vollständige Darstellung aller Ereignisse und Tatsachen, die insgesamt das Wirtschaftsleben ausmachen. Sie sollen aus dem Reich und im Vergleich dazu aus dem rheinisch=westfälischen Industriegebiet gegeben werden. Es ist für uns heute kaum noch vorstellbar, daß wir Ende Januar 1933 in Deutschland 6 Millionen Arbeitslose hatten, daß also unter Einrechnung der Familien= angehörigen rund 20 Millionen Menschen in Deutschland von öffentlicher Unterstützung leben mußten. Wir können uns auch heute kaum noch vorstellen, daß das deutsche Volkseinkommen, das in den besten Jahren einmal 70 bis 75 Milliarden RM. betrug, im Jahre 1933 auf 45 Milliarden RM. gesunken war. Alles das haben wir— manchmal müssen wir es ehrlich bedauern.— vergessen! Die Arbeitslosigkeit ist inzwischen von 6 Millionen auf 2,5 Millionen im ganzen Reich gesunken, und das Volkseinkommen des Jahres 1935 betrug 56 Milliarden RM. Aehnlich wie die Entwicklung in ganz Deutschland war sie auch in unserer engeren Heimat, dem rheinisch=westfälischen Industriegebiet. Die eine Millionen Arbeitslose von Anfang 1933 besteht längst nicht mehr. Sie ist auf etwa 420000 gesunken. Allein im Bergbau und in der Hüttenindustrie hat die Zahl der erwerbslosen Arbeiter im gleichen Zeitraum von 120000 auf 60 000 abgenommen. Auf den Ruhrbergbau entfallen von diesen wieder eingestellten 60 000 schafsenden Volksgenossen allein annähernd 40000. ErfreuSchmidt, Landesbandwerksmeister. Die Nation wurde sauber Ist uns schon allgemein klar geworden, was der Nationalsozialismus in der Bekämpfung des Verbrechertums geleistet hat? Wer weiß z. B., daß die Zahl der Verbrechen seit 1933 niedriger gewesen ist als jemals seit der Jahrhundertwende? 1932 zählte man noch 390 760 verurteilte Verbrecher. 1933 nur noch 329744 und 1934 288000. Für 1935 rechnet man mit 278000. Von 1932 bis 1935 haben die Verbrechen also um nicht weniger als 30 v. H. abgenommen. Das ist— wie erwähnt— ein Tiefstand. wie er seit Bestehen der Kriminalstatistik in Deutschland noch nicht verzeichnet worden ist. Dieser Rückgang der Kriminalität innerhalb der letzten drei Jahre ist nicht auf eine einzelne Maßnahme der neuen Führung zurückzuführen, sondern auf eine Zusammenwirkung der Säuberungsmaßnahmen auf den verschiedensten Gebieten. Einerseits hat die innerpolitische Beruhigung und die zielbewußte Erziehungsarbeit des Nationalsozialismsu viel zur Unterdrückung des Verbrechertums beigetragen. Sodann schuf die Verringerung der Arbeitslosigkeit und die allgemeine wirtschaftliche Besserung eine starke Stütze gegen das Verbrechen. Und schließlich haben die direkten Strafverschärfungen, die vorbeugenden. Maßnahmen der Regierung und die ganze neue Auffassung von der Strafgerichtsbarkeit ihr übriges getan, um zu diesem gewaltigen Erfolg zu gelangen. Insbesondere ist der erhebliche Rückgang der jugendlichen Verbrecher hervorzuheben. Die Zahl der Verurteilten bis zum Alter von 18 Jahren hat sich von 20.000 im Jahre 1932 bis auf etwa 9000 im verflossenen Jahre verringert. d. b. um mehr als die Hälfte! Die Erziehung der Jugend auf eine wieder hoffnungsvolle Zukunft anstatt der Trostlosigkeit der früheren Jahre zeigen in diesen Ziffern ihre erfreulichen Ergebnisse. Die Zahl der einfachen Diebstähle verminderte sich von 77510 im Jahre 1932 auf rund 60000 im voMMMMMMMMMNNMMMMRA Reichstag für Freiheit und Frieden Wahlkreis Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Rdolf hitler heß Frich Göring Goebbels Der Stimmzettel zum 29. März Hinter das„Wahlkreis" tritt jeweils die Bezeichnung des entsprechenden Bezirks.(Scherl Bilderdienst, M). rigen Jahre. In der gleichen Zeit nahm die Zahl der schweren Diebstähle von 21 845 aus 17 900 ab. Die Anzahl der verurteilten Betrugsfälle sank sogar von 57.667 auf 32.000. die Zahl der Urkundenfälschungen von 12 746 auf 6400 Fälle. Und schließlich sind die Unterschlagungen von 48 843 auf 17 500 Fälle um nahe zu zweidrittel zurückgegangen. Der neue Geist hat die Moralbegriffe in der deutschen Volksgemeinschaft von der jüdischen Anschauung einer„gesunden Pleite“ gründlich gesäubert und jenen dunklen Existenzen, die nur in einem schwachen Staat auf Kosten ihrer ehrlichen Mitmenschen ihr Dasein fristen konnten, den Garaus gemacht. Auch im Vergleich zum Ausland zeigt die deutsche Kriminalität jetzt ein erfreuliches Bild. England verurteilt beispielsweise mehr als 500000 Menschen wegen mehr oder minder schwerwiegender Verbrechen. In Frankreich verlassen rund 300000 Verbrecher je des Jahr die Schranken der Gerichte und außerdem werden jährlich etwa 800000 Fälle von Gesetzesüber tretungen abgeurteilt. Die Vereinigten Staaten verurteilen im Jahr etwa anderthalb Millionen Ver brecher. Bochum Das 548. Maiabendfest rückt näher ( Bochum. Das 548. Maiabendfest rückt immer näher Seit uralter Zeit geht dem Ausmarsch der Bochumer Junggesellen einige Wochen die Einschreibung der Junggesellen voraus. Die erste erfolgte am Sonntag vormit tag durch das Junggesellenoffizierskorps in dem Bieder meierlokal der Junggesellenkompagnie Steffen in der Altstadt. Es meldete sich schon jetzt eine stattliche Zahl Junggesellen zu dem althistorischen Ausmarsch nach Harven. Die Einschreibelisten liegen nun drei Wachen in vielen Lokalen der Stadt auf. Als nächster Akt. der auch aus uralter Vorzeit erhalten ist, kommt die seierliche Einführung der Fähnriche in das Junggesellenoffizierskorps. Westdeutschland General Dieffenbachs letzte Fahrt ( Düsseldorf. Am Freitag vormittag fand auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof unter militärischen Ehren die feierliche Beisetzung des am Dienstag verstorbenen Generals der Infanterie a. D. Carl Diefsenbach statt. Der Beisetzung vorauf ging eine eindrucksvolle Trauerfeier in der würdig ausgeschmückten Friedhofskavelle. Von Angehörigen der Wehrmacht wurde dann der Sarg binaus vor die Halle getragen, wo an ihm unter dem Kommando von Generalmajor Balver unter Trommelwirbel und Trauerweisen des Musikkorvs die militärische Parade vorüberzog. Während sich die Fahnen senkten, wurde der Sarg unter einem Ehrensalut der Wehrmacht und unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden in die Gruft gesenkt, wo politische Leiter mit der Reichsflagge die Wache hielten. Den Gebeten des Pfarers folgten die zahlreichen Kranzniederlegungen, unter denen sich auch ein Kranz des Oberbeseblshabers des Heeres befand. Genenger, Sietas und Nüske Rekordleistungen bei der Reichs-Olumpiaprüfung der Schwimmer in Dortmund Erwin Sietas-Hamburg stellte In 2:41,1 einen neuen deutschen Rekord im 200 m-Brustschwimmen auf. (WEZ-Archiv, M.) Das 40jährige Gründungs=Jubiläum des SB Westfalen Dortmund wurde mit der diesjährigen Reichs Olympiaprüfung des Fachamtes Schwimmen verbunden. Im Dortmunder Südbad, das am Samstag abend einen besseren Besuch verdient gehabt hätte jaben sich die Olympia=Kernmannschaft und einige talentierte Nachwuchskräfte das letzte offizielle Stelldichein auf einer Hallenbahn. Schon vom 1. April ab werden unsere Olympiaschwimmer eine wohlverdiente Wettkampfpause bis zur Freiwassersaison einlegen. Wie stets in den letzten Wochen bei ähnlich großen Veranstaltungen warteten unsere Brustschwimmen und =schwimmerinnen; wieder mit grotzartigen Leistungen auf. So verbesserte die Krefelderin Marta Genenger ihren deutschen und Eurovarekord im 200 m=Brustschwimmen von 3:00.8 auf 3:00.5 Min. und Erwin Sietas=Hamburg unterbot seinen erst kürzlich in Hamburg aufgestellten deutschen Rekord über 200 m Brust von 2:42 auf 2:41.1 Minuten. Doch damit nicht genug. Auch unsere Kraul: schwimmer zeigten weitere Verbesserungen und erreichten über den internationalen Durchschnitt liegende Zeiten.— Die interessantesten Rennen wohl waren die 200 m Brust für Männer und Frauen. Marta Genenger hatte die Plauenerin Hanni Hölzne: nach 80 m schon eingeholt, wendete bei 100 m in 1:268 und siegte nach wundervollem Spurt, bei im mer länger werdenden Armzug, in neuer Eurovarerorozelt von 3:00.5. Auch unsere Weltrekordlerin Hölzner bewies, daß sie über 200 m schneller geworden ist. In 3:01,2 wurde sie Zweite. Beden Männern führte bis 50 m der junge Dortmunder Balke in 33 Sek., bei 100 m war Sietas schon bei ihm, um in neuer deutscher Rekordzeit von 2:41,1 knapp aber sicher vor Schwarz=Göppingen(2•42,71 und dem immer noch nicht ganz gesunden Balke=Dortmund(2:42,9) zu siegen. Sehr gut gefiel auch der Stettiner Gerhard Rüske, wohl unser technisch zur Zeit bester Meisterschwimmer. In 2:16,7 wurde er Tritter hinter den im toten Rennen in 2:15,4 über 200 m Kraul siegenden Gaucke und Fischer, während er die 400 m Kraul sicher in der famosen Zeit von 4:57,8 gewann. Auch der Wünsdorfer Rücken. schwimmer Schlauch überraschte mit einer guten Leistung. Endlich gelang es ihm. seinen Kameraden und deutschen Meister Hans Schwartz zu schlagen Seine Zeit betrug 1:08.5 und verdient alle Anerkennung. Bei den Kraulwettbewerben fehlten die Char lottenburger Nixen Gisela Arendt und Rutb Halbs guth am Start.— Ergebnisse: Männer: 100 m Kraul: 1. Fischer=Bremen 58,6, 2 Jabusch=Magdeburg 1:00,1, 8. Heibel=Bremen.— 200 m Kraul: Totes Rennen zwischen Gaucke und Fischer=Bremen 2:15.4, 3. Nüske=Stettin 2:16,7, 4. Heibel 2:18.5. 400 m Kraul: 1. Nüske=Stettin 4:57,8, 2 Freese=Bremen 5:01,9, 3. Przywara=Hindenburg 5:12.6 100 m Rücken: 1. Schlauch=Wünsdorf 1:08.5, 2 Schwartz=Wünsdorf 1:10, 3. Simon=Gladbeck 1:10.8 200 m Brust: 1. Sietas=Hamburg 2:41,1(neuer deutscher Rekord:, 2. Schwarz=Göppingen 2:42,7, 3. BalkeDortmund 2:42,9, 4. Obligschläger=Trier 2:47. Frauen: 100 m Kraul: 1. Groth=Breslau 1:10.5. 2 Pollack=Spandau 1:11,5, 3. Schmidt=Spandau 1:12 100 m Rücken: 1. Kellermann=Hamm 1:22,7, 2. Heiling=Dortmund 1:23,8, 3. Stolte=Düsseldorf 1:24.5. 200 m Brust: 1. Genenger=Krefeld 3:00,5(neuer Eu. ropa= und deutscher Rekord), 2. Hölzner=Plauen 3:01.2. 3. Wollschläger=Duisburg 3:08. Kunstspringen für Männer(nach fünf Pflichtübungen): 1. Leo EsserWünsdorf 59.84 Punkte, 2. Kurt Lorenz=Wünsdorf 57,39 P., 3. Hoff=Spandau 04 50,08 P., 4. Weiß=Dresden 46.39 Punkte. Neuer Rekord von Rüske Die Olymvia=Prüfungskämpfe der Schwimmer wurden am Sonntag im Dortmunder Südbad fortgesetzt und brachten wiederum in allen Weitbewerben Leistungen, die sich gemessen am internationalen Leistungsstandard ganz gut sehen lassen können. Der Stettiner Rüske schaffte über 400 m Kraul eine Verbesserung der deutschen Höchstleistung, die bisher von Deiters mit 4:55,6 Min. gehalten wurde. Der Stettiner unterbot diesen aus dem Jahre 1933 stammenden Rekord mit fünf Zehntel Sek. Nüske ließ sich auch die 200 m nicht nehmen, die er vor seinem Landsmann Ganke gewann In einem Einlagekampf über 100 m Brust schwamm der Dortmunder Balke die famose Zeit von 1:12,8, ohne allerdings den von ihm gehaltenen Rekord zu erreichen. Auf der längeren Bruststrecke schwamm wiederum Erwin Sietas mit 2:41,9 eine ganz vorzügliche Zeit. Die Uruquayer sollen heimreisen Die Pariser Liga hat gegen die groben Verstöße der uruguayischen Fußballer einen energischen Vorstoß unternommen, der recht übele Folgen für die Sildamerikaner haben dürste. Durch den französischen FußballVerband hat die Liga den Südamerikanern anheimstellen lassen, auf die Austragung der weiteren abgeschlossenen Spiele zu verzichten und die Rückreise anzutreten. Da auch der Niederländische Fußballverband erklärte, daß er kaum Wert auf einen Besuch der Uruguaver lege und auch von Marseille ihnliche Stimmen zu hören sind befinden sich die Urnguaner in einer bösen Zwickmühle.(Wie später mitgeteilt wird, sind die„Wilden“ aus Uruguan bereits gestern wieder heimgereist.: und auch Schwarz=Göppingen blieb mit 2:42 nicht viel dahinter. Die beiden Wünsdorfer Schlauch und Schwarz machten das 100 m Rückenschmimmen unter sich aus. Schlauch siegte diesmal in 1:10 Min. Das Kunstspringen der Männer das diesmal mit fünf Kürsprüngen fortgesetzt wurde, sah überraschend den Dresdener Weiß vor Leo Esser und seinem Wünsdorfer Kameraden in Front. Bei den Schwimmerinnen war diesmal Nire Charlottenburg auch durch Ruth Halbsgurh verireten, die das 100 m Rückenschwimmen in 1:21,7 vor Frl. Kellermann=Hamm und der Dortmunderin Heiling an sich brachte. Martha Genenger gewann ihre Spezialstrecke über 200 m Brust in 3:01 wiederum überlegen vor Anni Hölzner und Trude Wollschläger. Das Wasserballspiel sah wiederum die Mannschaft des Gaues Niederrhein über Deutschland siegreich „Die vom Niederrhein“ siegten mit 7:3(4:2). Die Ergebnisse: Männer: Kraul 400 m 1. Nüske=Stettin 4:55,1 (neuer deutscher Rekord), 2. Freese=Bremen 5:03,9, 3. Heimlich=Reichenbach 5:06,3.— Brust 200 m: 1. Sietas=Hamburg 2:41,9, 2. Schwarz=Göppingen 2:42 3. Ohligschläger=Trier 2:47,4, 4. Balke=Dortmund 2:48 — Kraul 200 m: 1. Nüske=Stettin 2:15,7, 2. Gaucke Stettin 2:16.8, 3. Schultze=Magdeburg 96 2:20.— Kraul 100 m: 1. Fischer=Bremen 58.8, 2. Jabusch=Hellas Magdeburg 1:00.4, 3. Heibel=Bremen 1:00,5.— 100 m Rücken: 1. Schlauch=Wünsdorf 1:10, 2. Schwarz= Gövpingen 1:10.1, 3. Simon=Gladbeck 1:10.8.— Kunstspringen: 1. Weiß=Dresden 124,81 Punkte, 2. EsserWünsdorf 124.31 P., 3. Lorenz=Wünsdorf 121,79 P.— Brust 100 m(Einlage): 1. Balke=Dortmund 1:12.8, 2 Schwarz=Göppingen 1:13,5, 3. Köhne=Hellas Magdeburg 1:14,1. Frauen: Brust 200 m: 1. Martha Genenger=Krefeld 3:01, 2. Hölzner=Plauen 3:02.3, 3. Wollschläger=Duisburg 8:08,1.— Rücken 100 m: 1. Halbsguth=Nire Charlottenburg 1:21,7, 2. Kellermann=Rote Erde Hamm 1:23,4, 3. Heiling=Dotrmund 1:23,9.— Kunstspringen: Italiens berühmtes. Straßenrennen Mailand— San Remo über 281 km stand unter einem unglückseligen Stern. Bis Novi verlief das Rennen planmäßig. Ausgangs des kleinen Städtchens ereignete sich dann ein verhängnisvoller Sturz, in den eine ganze Reihe von Fahrern verwickelt wurde. Der junge Italiener Pierre Guelfi zog sich einen Schädelbruch zu und starb kurze Zeit darauf im Krankenhaus. Bei einem anderen Unfall kamen Alfred Binda und Guerra schwer zu Fall. Binda brach sich das rechte Bein, Guerra mußte wegen kleiner, aber schmerzhafter Verletzungen aufgeben. Das Rennen beendete Vareze in 7:42 als Sieger. Er fuhr den ganz hervorragenden Stundendurchschnitt von 36.50. Zweiter wurde Romanotti vor Bizzi, Gotti, Vignoli und Olmo. Richter und Lohmann in Paris Im Pariser Wintervelodrom schlossen am Sonntag international besetzte Radrennen die Wintersaison der französischen Hauptstadt av. Richter und Lohmann vertraten die deutschen Farben, Richter startete in einem Fliegerkampf Frankreich— Ausland. Zusammen mit dem Belgier Scherens und dem Dänen Falck=Hansen gewann er mit 26 Punkten das Matsch gegen die französische Mannschaft Michard. Gerardin und Jezo. Den Abschiedspreis der Dauerfahrer holte sich Ronsse mit 2 Punkten vor Lohmann mit 4 Punkten, Blanc=Garin 6 und Marechal 8 Punkte. Archamband gewann Paris— Die große Radsernfahrt Krankreichs, das Rennen Paris— Nizza in sechs Etappen, wurde am Sonntag mit dem letzten Abschnitt beendet. Es ging von Cannnes nach Nizza über 135 km. Der Belgier Cogan ge1. Heinze=B.=Schöneberg 68.40 V., 2. Kapp=Frankfurt 67,91 P., 3. Eckstein=Nept. Erkenschwick 57.57 P.— Kraul 100 m: 1. Groth=Breslau 1:10.2. 2. PollackSpandau 1:10,7, 8. Schmitz=Spandau 1:11.6. Schwimmrekorde in der Schweiz und Norwegen In Basel hielt der Schweizer Schwimmverband ein Olymviaprüfungsschwimmen ab. Es gab verschiedene neue Landesrekorde. So erzielte Brenner im 400 m Kraulschwimmen der Männer die Zeit von Die Gaumannschaften von Schlesien und Niederrhein wurden am Sonntag vormittag von der Stadt Mülheim begrüßt. Als dann am Nachmittag das Vorschlußrundenspiel auf dem städtischen Platz zu Mülheim=Ruhr begann, hatten sich bei schönstem Frühlingswetter rund 4500 Zuschauer zu diesem Sviel eingefunden. Die Niederrhein=Elf schlug sich recht tapfer und lag bei der Pause schon mit 7:5 in Front. Dank des vorzüglichen Stürmerspiels im zweiten Spielabschnitt behielt der Niederrhein schließlich mit 14:8 die Oberhand und trifft nun im Endspiel auf den Gau Baden, die Badenser behielten nämlich über den Gau Südwest knapp mit 7:6(5:1) Oberwasser.— Während der Gau Schlesien in angekündigter Aufstellung antrat, mußte der Niederrheingau in letzter Minute noch einige Aenwann den letzten Abschnitt. Gesamtsieger der Fernfahrt wurde Archambaud in 86:26,44, 2. Fontenei 36:29,52, 3. A. Deloor 36:37,07, 4. Kint 36:37,26, 5. Verwaecke 36:40.42. Chikagoer Sechstagerennen Im Chikagoer Sechstagerennen geht es diesmal nicht allzu„amerikanisch“ zu. Es ist eine gewisse „feste Tendenz“ festzustellen. Das Feld beherrschen Peden(Audi. Kilian]Vovel und Grillo Giorgetti, die schon nach 102 Stunden die Spitze hatten und nach 126 Stunden in derselben Reihenfolge mit den Punktunterschieden 332— 294— 293 zusammen mit Yates van Sloembroeck(216) die Spitzengruppe mit Rundenvorsprung bilden. Der Deutsche Wissel liegt zusammen mit dem Amerikaner Schaller sechs Runden zurück. * Karel Kaers, der vorjährige belgische Straßenweltmeister, will in der nächsten Woche auf der Bahn von Arcachon die Weltrekorde über einen Kilometer bei stehendem und fliegendem Start angreifen. 8000 Zuschauer bejubelten am Samstag im Düsseldorfer Eisstadion das Kunstlauf=Meistervaar HerberBaier. Im Eisbockey fiegte der SC Riessersee über eine Düsseldorf=Brüsseler Kombination 1:0(0:0. 1:0 0:0). Am Conntag waren 7000 Zuschauer in Düsseldorf erschienen. Wieder fanden Herber Baier und der Kanadier Wilson reichen Beifall; der SC Riessersee siegte diesmal im Eishockensviel über Düsseldorf mit 6:1(2:0, 0:0, 4:1). 5:22,4 Minuten, während bei den Frauen Anny Billiger(Basel) eine verhältnismäßig bessere Leistung mit 6:04.6 Minuten aufstellte. In Oslo gab es bei einem Olymvia=Prüfungd. schwimmen einen neuen Landesrekord durch Editb Betterssen, die die 400 Meter Kraul in der guten Zeit von 5:51,9 Minuten zurücklegte. Die unterbot damit ihre eigene Bestleistung um fast zehn Sekunden. * Amerikas Rückenschwimmer Dan Zehr wartete mit einer guten Leistung in Evanston(Illinois) auf. denn er legte die 150 Dards in 1:34,6 zurück. Weltrekordinhaber über diese Strecke ist sein Landsmann Adolph Kiefer mit 1:33,9 Minuten. Um den Davis-Pokal Für den in der Zeit vom 15. bis 17. Mai angesetzten Davispokalkampf der zweiten Runde gegen Jugoslawien in Agram machen sich schon jetzt die Tschechoslowaken Sorgen wegen der Aufstellung ihrer Mannschaft. Roderich Menzel soll erst Mitte des nächsten Monats zurückkehren und wenn die aus Indien, wo der Deutschböhme sich aufhält, stammenden Meldungen der Wahrheit entsprechen, ist er alles andere als in Form. In Pras hält man es durchaus nicht für unmöglich, daß Menzel in Agram nicht mir von der Partie ist. Bielleicht wird Siba, der zusammen mit Caska und Ceijnar den ganzen Winter über mit Karel Kozeluh trainierte und kürzlich an der Riviera Christian Boussus schlug. Menzels Nachfolger. Das Spiel in Agram scheint sehr offen zu sein! An den gleichen Tagen stehen sich in Wien Oesterreich und Polen gegenüber. Oesterreich hat ähnliche Sorgen, es fehlt Ersatz für Artens! Eine Woche vorher, vom 8. bis 10. Mai. wollen sich die Polen in Budapest imt den Ungarn messen. R. Menzel schlug Henkel im Endspiel des ägyptischen Tennisturniers in Kairo mit 8:10, 6:4, 6:0. * Palmieri gewann das Männereinzel im Tennisturnier zu San Remo durch einen Endsieg von 6:2. 6:8, 8:6 über Rado. Bei den Frauen siegte die Italienerin Orlandini. derungen vornehmen. Die Mannschaften kämpften dann mit folgenden Einheiten: Schlesien: Färber: Hennek. Kolassa: Spottke, Sollmann, Wilszek; Reischies, E. Laqua, Ortmann, Geiger, Kusche. Niederrhein: Kreutzberg: Oepen, Schwung: Nevries, Brinkmann, Keiter: Reinhardt, Ortmanns, Honke, Daun. Braselmann. Sofort nach Freigabe des Balles entwickelte sich ein äußerst schnelles Spiel. Als die Uhr vier Minuten nach Spielbeginn zeigte, waren auch schon vier Tore gefalDas letzie Bollwerk wird genommen (WEZ-Archiv. M.) len. Für den Niederrhein erzielte Braselmann den ersten Treffer, während Laqua direkt darau ausgleichen konnte. Derselbe Spieler war es. der zunächst dann Schleften in Führung brachte, aber kaum war das Leder wieder im Spielfeld und Honke tellte das Ergebnis auf 2:2. Der Gau Niederrhein erhielt dann zwei Strafwürfe zugesprochen, die Daun verwandelte, so daß die Gastgeber mit 4:2 in Fron jegangen waren. Die Schlesier kamen durch einen Freiwurf durch Laaua auf 8:4 heran. einige Minuten väter erzielte wieder Daun nach einer schönen Kombination ein weiteres Tor. In regelmäßigen Abständen fielen dann auf jeder Seite noch zwei weietre TrefUnstern über Mailand—San Remo Guelfi tödlich gestürzt, Binda und Guerra verletzt Niederrhein im Handball-=Pokalendspiel Gau Schlesien wurde 14: 8(7:5) ausgeschaltet ser, Wech Zusch grif und weite der Braf aber schoß rend zwei stell Eir Els! gung im hüter teidig Laau Stid Da führt Schör ebenb vorge nunm St D. A 1. Pelag (Brok 16. 41 3. Ro 4. R. Sextu R.: 1 Sieg Weber 7. R.: orgine Siegd 1. 9 Sieg Front 3. R.: 17, P 1. Wi 42. Pl tekind. 8. Ma slagge Platz treuse Wilde doppel — W 1. R Sieg (Pelat 18.— Un M 1. Les Sieg 2 wes). — 6. Grand Sain: Sieg 8 1. 3 (Manc für Ta 2. R.: celaine Yovo Platz 1 Gau=Ar in in Pommi Zweite Vik Brande Her Schlesie Vor Sachsen BB Cher 3C Forl Mitte: Dess Crid Nordme 1. Vikt Pol Ham Nieders Bort PfR Eini Hani Nordbe BI9 Kasse Südmest Wri Baden: S V VfR BB * ser, so daß die Leute vom Nieberrbeln mit 7:5 beim Wechsel in Front lagen. Nach Wiederbeginn sahen die Zuschauer zunächst ein ausgeglichenes Treisen. Das Angriffsspiel der Einheimischen war bei weitem flüssiger und so ging denn der Niederrhein schon bald mir 12:7 weiter in Front. Die Tore erzielten: Honke 8:5, Geiger 8:6. Keiter 9:6. Braselmann 10:6, Reischies 10:7, Braselmann 11:7 und 12:7. Die Gäste lieben den Mut aber nicht sinken und kämpfen tapser weiter. Reischies schoß für Schelsien noch das achte und letzte Tor, während Honke und Reinhardt für den Niederrhein durch zwei weitere Treffer das Endergebnis mit 14:8 herstellten. Ein ganz großes Spiel lieferte in der Niederrhein= Eli der Torwart Kreutzberg und in der Verteidigung war Oeven der Bessere. Die treibende Kraft im Sturm war Braselmann. Auch de schlesische Torhüter Färber präsentierte sich in bester Form, die Verteidigung und der Lauf gingen an, während im Sturm Laaua sehr gut gefiel. Südwest schlug Baden mit 7:6(5:1) Das Sviel wurde zeitweise unnötig hart durchgeführt und der Kampscharakter verdarb natürlich viele Schönheiten. Die Mannschaften waren sich ziemlich ehenbürtig. Obwohl Südwest bis zur Pause 5:1 Tore vorgelegt datte.— Sidwest und Niederrbein werden nunmehr das Endspiel bestreiten. Handball in Westfalen Schalke 04— Eintracht Dortmund 5:12 DSC Hagen— Grün=Weiß Bielefeld 10:3 Arminia Bielefeld— BfL Hagen kfl. s. B. Rennen zu Mülheim=Duisburg. 1. R.: 1. Landesfreund(Opacsiti), 2. Gängerin, 3. Pelagon. Sieg 12, Platz 12 19— 2. R.: 1. Feldstber (Broda), 2. Laudandus, 8 Lorbeerrose. Sieg 18, Platz 16. 49. 54.— 3. R.: 1. Standlaut(Mässig), 2. Faland, 3. Roman, 4. Feste Luv, Sieg 57, Platz 10. 10. 11, 10. 4. R.; 1. Obersteiger(Max Schmidt), 2. Windsor, 3. Sextus, 4. Selim, Sieg 38. Platz 17, 26. 15, 57.— 5. R.: 1. Wolkenslug(Andrie), 2. Sonny Bov, 8. Frene, Sieg 17, Platz 11, 10, 11.— 6. R.: 1. Leithirsch(H. Weber), 2. Sunion, 3. Nix. Sieg 26. Platz 14, 22.— 7. R.: 1. Szegeban(A. Schulte), 2. Chinafeuer, 3. Georgina, 4. Salur, Sieg 23, Platz 13. 32 18, 16.— Siegdoppelwette: Obersteiger— Wolkenflug 82:10. Rennen zu Strausberg. 1. R.: 1. Glücksstern(Wolff), 2. Gemma, 3. Mars, Sieg 18, Platz 15. 17.— 2. R.: 1. Petrarca(Hiller), 2. Frontkämpfer, 3. Mithra, Sieg 16. Platz 12, 18.— 3. R.: 1. Sicambria(Wolff). 2. Wolke, 3. Mary. Sies 17. Platz 12. 14.— 4. R.: 1. Metternich(Held) und 1. Wittekind(Biessev), 2. Gleisner, 8. Linda, Sieg 42. Platz 11 für Metternich. Sieg 50. Platz 22 für Wittekind. 19. 41.— 5. R.: 1. Oceanus(Dolff), 2. Goal 8. Maat. Sieg 17. Platz 15. 16. 24.— 6. R.: 1. Kriegsslagge(Müschen), 2. Altai. 8. Treuer Husar, Sieg 39, Platz 20 20.— 7. R.: 1. Wilderer(Wenzel) und Chartreuse(Berndt), 3. Winkelried. Sieg 49. Platz 59 für Wilderer, Sieg 74, Platz 46 für Chartreuse.— Siegdoppelwette: Sicambria— Metternich 50:10, Sicambria — Wittekind 124:10. Rennen zu Auteuil. 1. R.: 1. Cuanca(Bagniard), 2. L'Espoir, 3. Tosnay. Sieg 77, Platz 27 50, 27.— 2. R.: 1. Licketv Split (Pelat), 2. Cheick Rama, 3. Tant Pis. Sieg 30. Platz 17, 18.— 3. R.: 1. Menes 2(Dubus) 2. L'Indigene, 3 Un Mitrailleur, Sieg 184, Platz 47, 32, 22.— 4. R.: 1. Les Blanchons(Boileau), 2. Viccadillv, 3. Elzevir. Sieg 296. Platz 68, 71, 20.— 5. R.; 1. Cerealiste(Howes), 2. Lilium, 3. Didoric, Sieg 119, Platz 43, 56, 70. — 6. R.: 1. Hong Cop(Howes), 2. Koubiljac, 3. Le Grand Saut, Sieg 40. Platz 21, 43, 22.— 7. R.: 1. Saint Honorat(Vates), 2. Norah, 3. The Marquis, Sieg 30, Platz 16. 40, 17. Rennen zu Cannes. 1. R.: 1. Tartempion(Villion) und 1. Khedive (Mancau), 3. Mon Dragon 8. Sieg 12 und Platz 13 für Tartemvion. Sieg 14 und Platz 14 für Kbedive.— 2. R.: 1. Ain Drissa(Mancau), 2. Sevillane. 3. Porcelaine, Sieg 26, Platz 17, 75— 3. R.: 1. Prince Yovo(Arnal), 2. Sweet and Lovelv, 3. Tibi. Sieg 71, Platz 19, 24, 14. Würtiemberge SvVg. Cannstatt— 1. ESV Ulm 1:5 B Zussenhausen— 3B Feuerbach 5:1 E Stuttgart—. SpFr. Stuttgart 1:5 Banern: ASB Nürnberg— München 1860 1:2 München—. BE Augsburg 110 6C 05 Schweinfurt—. Bayern München 2:2 Niederrhein: Schwarz=Weiß Essen—. BfL Benrath 1:1 Duisburger RV 08— Hamborn 07„ 2:2 Borussia Gladbach— Preußen Krefeld 5:0 Fortung Düsseldork— 1. RC Nürnbera 2:0 Rot=Weiß Oberhausen— Arminia Hannover 3:2 Mittelrhein: Mülheimer SV— Tus Neuendorf 4:1 Kölner CIR— Eintracht Drier 5:0 Kölner SC 99— Köln=Sillz 07 2:0 Westmark Trier— BfR Köln 2:4 Alle Gaumeister ermittelt Am Sonntag wurden in den deutschen Rußball=Gauen die restlichen Gaumeister ermittelt, se deß mit den Endspielen zur„Deutschen“ programmgemäh om 5. Avril begonnen werden kann. In Pom nern siel die Entscheidung zugunsten von Viktorie Stolp. Nach dem Unentschieden in Stettin wurde dis Rückspiel gegen den Stettiner SC in Stolv erwartu##gsgemäß mit 8:1 gewonnen. Gau Nordmark staus im Zeichen des Gastspiels von Schalke 04. Der Den#be Meister besiegte den Hamburger SB 5:2. Meister ist hier der TSV Eimsbüttel.— erm Gau Niedersachsen konnte der neue Meister Werder Bremen auch das letzte Punktespiel gewinnen, das ihn in Harburg über Borussia mit 1:0 in Front sah.— Im Gau Nordhessen wurde am Sonntag die Abstiegsfrage entschieden. Die Niederlage gegen Kassel 08 gab Kurhessen Kassel den Rest, so daß die Kurhessen mit Naubeim absteigen müssen. Meister ist FC Hanau 93.— Die EntscheiImmer, wenn der Deutsche Fußballmeister an der Wasserkante spielt, dann strömen die Massen. So war es auch am Sonntag. 12000 warteten am Rothenbaum am Tonntag auf die meisterlichen„Knappen“. aus dem Ruhrgebiet, um sie im Kampf gegen„ihren“ HSV zu sehen. Sie versprachen sich sehr viel von dem Spiel und kamen auch auf ihre Kosten. Gellesch, Arban und Kallwitzki Es war ein recht schönes Spiel, in dem aber die Rothosen mit den hervorragenden Leistungen des Meisters nicht mitkamen und klar mit 2:5 am Ende binten lagen. Schalke war ohne Pörtgen gekommen, den sein Knöchelbruch im Sviel gegen Herten außer Gesecht setzte: der HSV spielte ohne Glädde. Immerbin warteten die Hanseaten mit einem außerordentlich guten Spiel in der ersten Hälfte auf und hielten auch ihre in der 10. Minute durch den Mittelstürmer Hoefmann erzielte Führung bis zwei Minuten vor dem Wechsel der Seiten. Hier aber schoß Urban nach einem herrlichen Schalker Angriff das 1:1. nachdem zuvor allerdings Mellage all sein Können aufbieten mußte, um weitere Erfolge des HSV zu vereiteln. Im zweiten Akt war es aber mit dem Widerstand des HSV vorbei, zumal er schon nach wenigen Minuten den ausgezeichneten Mittelläufer Dörsel 1 durch Verletzung verlor. Schalke spielte nun sein Sviel und der HSV kam aus dem Konzept. Nach zehn Minuten stand es auch schon 4:1 durch Gellesch, Urban und Gellesch. Das war natürlich die Entscheidung. Schalke ließ nun den kämpferischen Einsatz vermissen und begnügte sich mit einer Demonstration seines vorbildlichen technischen Könnens. So kam es auch, daß der HsV in der 19. Minute durch Hoefmann dung im Gau Südwest fiel zugunsten von Wormatia Worms, die das wichtige Sviel gegen Eintracht Frankfurt 4:1 gewann. Bei Punktegleichheit mit dem FK Pirmasens entscheidet das Torverhältnis zugunsten von Wormatia.— In Baden hat es der SV Waldhof geschafft, der den Freiburger XC 3:2 besiegte, während sein Rivale Pforzheim beim VfR Mannheim mit 0:2 das Nachsehen hatte.— In Württemberg und Bavern, die in Kickers Stuttgart bzw. 1. FC. Nürnberg ihre Meister ermittelten, wurden noch einige restliche Spiele durchgeführt. die aber lediglich auf die Plazierung Einfluß batten. Die neuen Meister der 16 Gaue, die am 5. April zur Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft antreten, sind also: Hindenburg Allenstein(1). Vikroria Stolv(2). Berliner SV 92(8), Vorwärts Rasensport Gleiwitz(4), Polizei Chemnitz(5), 1. SV Jena(6), TSV Eimsbüttel(7). Werder Bremen(8), Schalke 04(9). Fortung Düsseldorf(10), CfR Köln(11), Hanau 93(12), Wormatia Worms(18). SV Waldhof(14), Kickers Stuttgart(15) und 1. FC Nürnberg(16). Der Ungar Josef Nagv wurde als Olompiatrainer für die schwedische Fubballmannschaft verpflichtet 1. FC Nürnberg in Düsseldorf 2:0 geschlagen Das mit Spannung erwartete Gastspiel des Deutechen Pokalmeisters 1.&aE Nürnberg am Sonntag in Düsseldorf gegen den Niederrhein=Gaumeister Fortunia nahm einen überraschenden Ausgang. Die Düsseldorfer konnten den bis auf Mittelstürmer Friedel in tärkster Besetzung antretenden„Club“ verdient mit 2:0(1:0) schlagen. Dabei mußten die Düsseldorfer auf den Halbrechten Wigold verzichten und die Anein Tor aufbolen konnte, aber zehn Minuten später machte Kallwitzki das wieder wett. In der letzten Viertelstunde lag Schalke wieder stärker im Angriff. aber der HSV war nun sorgsam auf die Tordeckung bedacht und so blieb es auch beim 5:2 für den Meister. 50 000 in Wien: 1 Oesterreich— Tschechoslowakei 1:1(0:0) Der Länderkampf gegen die Tschechoslowakei war für den Wiener noch immer ein großes Erlebnis. Und so war es nicht weiter verwunderlich, daß sich am Sonntag auf der Hoben Warte über 50000 Menschen einstellten, um den Kampf gegen die Tschechen zu sehen. Er war zugleich das erste Spiel im vierten Wettbewerb um den Europapokal. Sehnlichst erwartete man in Oesterreich einen Sieg über die starke Tschechoslowakei. Aber dazu kam es nicht. Ein Mann vereitelte die besten Absichten der österreichischen Stürmer— und das war Planicka im Tschechentor. Was er in seinem 60. Länderspiel vollbrachte, das war einfach großartig. Nur vom Elfmeterpunkt aus schaffte es einmal Bican, als er nach einer knappen halben Stunde in der zweiten Hälfte einen„Foulelfer“ verwandelte. Mehr war aber nicht zu erreichen. trotzdem die Oesterreicher im zweiten Akt klar überlegen spielten. Die Seiten wurden torlos gewechselt, dann übernahm die Tschecholowakei durch einen Scharfschuß ihres Mittelstürmers Zilicek in der 14. Minute die Führung. Nach dem Ausgleich der Oesterreicher hielten die Gäste das 1:1 mit viel Glück. Aisenal und Sheffield United Um den englischen Cup Die englische Cup=Vorschlußrunde wurde am Sams. tag erledigt. Arsenal schlug Grimsbo Town knapp mit 1:0 und Sheffield United behiel über Fulham ebenfalls nur ganz knapp mit 2:1 die Oberhand, so daß also das Endsviel um den englischen Pokal Arsenal und Sheffield United bestreiten. Naturgemäß standen diese beiden Sviele am Samstag in England im Vordergrunde des Interesses. Sunderland geschlagen In den Punktespielen der ersten Liga enttäuschte der Tabellenführer Sunderland, der sich zu Hause von Brentsord mit 1:8 schlagen ließ Der Vorsprung des Spitzenreiters gegenüber der durch einen 8:2=Erfolg in Birminsham auf den zweiten Blatz vorgerückten Derby Countn=Elf beträg aber immer noch vier Punkte. Huddersfield Town siel auf den dritten Rana zurück, da die Mannschaft bei Stoke City mit 0:1 das Nachsehen hatte. Chelsea konnte Aston Villa 1:0 schlagen, die damit weiterhin zusammen mit den Blackburn Rovers auf den beiden letzten Plätzen bleibt. Die Blackburn Rovers schaftten gegen Middlesbrougb ein 2:2 und haben nun wieder Punktgleichheit mit Aston Villa erlangt. In Schottland liegt die Entscheidung nur noch zwischen den beiden Glasgower Mannschaften Celtic und Rangers. griffsreihe gänzlich umstellen. Unter den rund 12.000 Zuschauern bemerkte man auch die deutschen Olymviasieger Marie Herber Ernst Baier, die auf der Ehrentribüne satzen, wo sich auch Gruppensportwart Knebund Trainer Herberger niedergelassen hatten. Der„Club“ bot nicht die Leistung, die er zeigen kann und die er vor allem im Dezember im Rheinstadion zeigte, als er gegen Schalke 0#4 das Pokalspiel mit 2:0 gewann. Namentlich der Sturm enttäuschte stark, und hier wieder vor allem die rechte Seite mit Gußner und Eiberger. Uebelein 1 fand sich mit dem ungewohnten Posten des Mittelstürmers verhältnismäßig gut ab. er hatte nur einen sehr schweren Stand gegen Bender. Schmitt begann recht gut, verteilte die Bälle sehr schön, ließ aber später ebenfalls nach. Auch die Läuferreihe konnte in ihrer Gesamtheit nicht gefallen. Sehr stark war die Verteidigung Billmann— Munkert, der lediglich einige taktische Fehler unterliefen. Köhl Im Tor war recht gut und vor allem sehr sicher, er hätte allerdings das zweite Tor durch vorzeitiges Herauslaufen vielleicht verhüten können. Trotz des Sieges hat die Fortuna=Elf noch nicht wieder ihre beste Form erreicht. Allzu viel blieb noch Stückwerk. Die Hauptstützen waren Pesch(Elfmeter!). Jancs, Bornefeld, Mehl und Bender. Eine Enttäuschung bot Breuer durch sein schlechtes Abspiel. Im Sturm konnte Nachtigall auf Rechtsaußen gefallen. Albrecht ging an, er verfiel wieder des öfteren in den alten Kebler, den Ball zu lange zu halten. Zwolanowski besitzt zum Mittelstürmer nicht die erforderliche Entschlossenheit und Schußkraft. Czaika stellte im Felde zufrieden, war aber vor dem Tor ebenfalls ohne Durchschlagskraft. Recht vielversprechend führte sich der Jugendliche Heimbach ein, der Mitte der zweiten Hälfte mit Czaika ausgewechselt wurde und als Mittelstürmer fungierte. In Amsterdam findet Ostern ein internationales Fußballturnier statt, das die Mannschaften von Vienna Wien, Uipest Budapest. Ajax Amsterdam und Blauw=Wit Amsterdam bestreiten. Meistersieg vor 12000 Hamburger SB— Schalfe 04 2:5(1:1) Schalte 04, Fortuna Düsseldorf und CiR Köln Fußball im Reich Gau=Auswahlspiele: in Halle: Mitte— Sachsen 1:1(1:0) in Insterburg: Ostpreußen— Schlesien 2:2(1:1) Pommern: Zweites Entscheidungsspiel um die Gaumeisterschaft: Viktoria Stolp— Stettiner SC 3:1 Brandenburg: Hertha=BSC— Dresdner SE. 1:0 Schlesien: Vorwärts Breslau— Tennis=Borussia 5:1 Sachsen: BfB Leipzig— Minerva 95 Berlin 1:5 Chemnitzer BC— BE Hartha 1:2 SC Planitz— SpVg. Kürtb 3:3 Fortuna Leipzig— SV 99 Leipzig 5:3 Mitte: Dessau 05— Guts Muths Dresden 0:2 Cricket=Vikt. Magdeburg— BW Berlin 114 Nordmark: 1. SB Jena— Wacker München 1:3 Viktoria Hamburg— MsN Hansa Hamburg 5:3 Polizei Lübeck— Union Altona 3:0 Hamburger SB— Schalle 04„ 2:5 Niedersachten: Borussia Harburg— Werder Bremen 0:1 PfB Peine— Komet Bremen 8:1 Eintracht Braunschweig— Hildesheim 06 1:0 Hannover 96— Rasensport Harburg 4:1 sesldeutscher Gauliga=Fußbal Bis auf ein einziges Sviel im Gau Niederrbein ist in den westdeutschen Fußball=Gauen die Meisterschaft 1935=36 am Conntag abgeschlossen wor. den. Damit ist auch die Entscheidung im Gau Mittelrhein gefallen, und zwar zugunsten des Ci9 Köln, der nun mit Schalke 04 und Fortung Düsseldorf die westdeutschen Interessen in den D FB=Endspielen wahrzunehmen hat. Im Gau Niederrhein ist nun auch die Entscheidung über den Abstieg gefallen. Neben Union Hamborn muß Borussia Gladbach abtreten. der der klare 5:0(1:0)=Sieg über BfL Krefeld nichts mehr nutzte, da Schwarz=Weiß Essen gegen den ViL Benrath 1:1(1:1) spielte und bei Punktgleichheit das bessere Torverhältnis aufzuweisen hat. Im Gau Mittelrbein ist die Meisterschaft dem CfR Köln zugefallen, der den letzten Kampf gegen Eintracht Trier boch mit 5:0(1:0) für sich entschied. Der Mülheimer SB trug über Tus Neuendorf mit 4:1(0:11 den erwarteten Sieg davon und sicherte sich damit den vierten Plav hinter den beiden Bonner Vereinen Tura und BFV. Köln 99 besiegte Sütlz 07 mit 2:0(0:0), während Westmark Trier gegen den bisherigen Gaumeister ViR Köln mit 2:4(1:2) das Nachsehen hatte. Absteigen müssen hier Westmark und Eintracht Trier. Niederrhein: Nordbessen: VfL Osnabrück— Turn Düsseldorf 2:2 Kassel 08— Kurhessen Kassel 4:1 Südmest: Wrmatia Worms— Eintracht Frankfurt 4:1 Baden: SV Waldhof— Freiburger FC 3•2 VfR Mannheim— 1. KC Pforzheim 2•0 BfB Mühlburg— BfL Neckarau 3:3 Mittelrhein: Herlen schlägt Höntrop Auch in der Gauliga Westfalen ist nun im Kampf um Sieg und Punkte der Schlußstrich gezogen. Der letzte Sonntag brachte noch einmal zwei Sviele, von denen die Begegnung Spielvereinigung Herten gegen den SV Höntrov immerhin noch Interesse auf sich zog. Theoretisch hatten die Spielvereinler noch etwas zu fürchten, wenn— der 8B Höntros als letzter Gegner haushoch gewinnen würden. Diesmal jedoch zeigten sich die Hertener zu Hause von der besten Seite und kamen nach Kampf zu einem 4:1=Siege der nach den gezeigten Leistungen vollauf verdient ist. Das zweite Tressen dagegen war nur von unterge ordneter Bedentung. Hier traf der Abstiegskandidat Union Recklingbausen auf die spielstarke Germania Bochum. In Bochum lieferten die Jonier Um die Deutsche Fußballmeisterschaft Die ersten Paarungen. Im Kampf um die Deutsche Rußball=Meisterschaft wurden für den ersten Spieltag in den einzelnen Gaugruppen die ersten Paarungen in der Grupve 1 vorgenommen. Polize! Cbemnis und Hindenburg Allenstein stehen sich auf dem Preußen Platz in Chemnitz gegenüber und Schalke 04 und der Berliner 8B 92 tragen ihren ersten Camp in Gelsenkirchen aus. eine recht gute Abschiedsvorstellung und ließen sich nur ganz knapp mit 2:3 schlagen. Bis vier Minuten vor Schluß bieß es noch unentschieden 2:2. dann fiel durch einen Handelfer, den Kölling verwandelte, der knappe Sieg an die Bochumer. Die Germania hat mit diesem Siege den SV Höntrov, der, wie erwähnt, strauchelte, in der Punktezahl überholt und setzt sich nun an die zweite Stelle. An der Tatsache des Abstiegs hat also der letzte Sonntag nichts mehr geändert. SvVa. Herten—. SB Höntrov 4:1(2:1) Die Hertener hatten sich in diesem für sie immerbin wichtigen Sviel etwas vorgenommen, denn bald nach Beginn sahen die 3000 Zuschauer für den SB Höntrop sehr schwarz. Ueberraschend gingen die Plavberren durch Weitschuß des linken Läusers in Führung. die der Hertener Rechtsaußen Düllmann bald wieder weitmachte. Kurz vor der Pause riß der Hertener Halbrechte Zimmer die Führung an die Platzherren. Nach Wiederbeginn gab es zunächst verteilte Leistungen. Allerdings waren die Hertener im Sturm bei weitem gefährlicher, so daß Höntrovs Hineermannschaft vor eine schwere Aufgabe gestellt wurde. Zimmer erhöhte nach einem geschlossenen Angriff bald auf 3:1 und im Anschluß an eine Ecke erzielte der Halblinke Gasber den vierten Erfolg und damit den verdienten Sieg Sport aer 90 i Minainaiugs Mittwoch: Westfalia— Fortung Düsseldorf Die Herner kamen gestern zum Abschluß mit dem Niederrhein-Gau meister, der den„Club“ 2:0 schlug Eine Mannschaftsübersicht (1) Herne, 23. März. Wie wir soeben erfahren, ist der Spielabschluß zwi schen SC. Westfalia und der Düsseldorfer Fortuna gestern zustandegekommen. Das Sviel findet bestimmt statt am Mittwoch, dem 25. März. Wir können heute schon unsere Leser bekannt machen mit der Elf. die übermorgen in Herne großartiges Fußballkönnen zeigen wird, mit dem sie sogar den Pokalsieger 1. FC. Nürnberg mit 2•0 bezwangen. Das ist der Gegner der Herner: Pesch: Ohne Zweifel auch beute noch einer der besten deutschen Torwächter. Spielt seit zehn Jahren in der 1. Mannschaft des Vereins und war fünfmal Ersatzmann in der Nationalmannschaft. Janes: Einer der bekanntesten deutschen Fußballspieler, hat 21mal das Nationaltrikot getragen und wirkte zuletzt erfolgreich in den Länderkämpfen gegen England, Spanien und Portugal sowie Ungarn mit. Spielt in der Vereinsmannschaft rechter Verteidiger. Bornefeld: Linker Verteidiger, startschnell und schlagsicher, bildet zusammen mit Janes und Pesch ein verläßliches Hinterdreieck. Mehl: Rechter Läufer, spielte früher im Sturm und ist auf seinem jetzigen Posten sehr gut eingespielt. Ist Kandidat für die deutsche Olympiamannschaft und nimmt zurzeit an einem Vorbereitungskursus in Berlin teil. Bender: Ebenfalls bekannt aus der Nationalmann= schaft, in der er elfmal spielte. Harter, zäher Kämpfer mit großer Ausdauer, ebenso guter Defensiv=, wie Offensivspieler. Breuer: Der Spielfübrer der Mannschaft, spielte zweimal in der Länderelf(gegen Belgien und Norwegen) und ist eine zuverlässige Stütze der Mannschaft, guter Aufbauspieler. Infolge einer Verletzung wurde er in der letzten Zeit ersetzt durch Czaika: einen unermüdlichen und zähen Allroundspieler, der ein hervorragendes Störungsspiel zeigt. Albrecht: Mit 28 Jahren der Senior der Elf, spielte 17mal international und gehört beute wieder zu den besten Rechtsaußen Deutschlands. Technisch hochklassig und sehr schnell, ist A. eine der Haupttriebkräfte im Angriff. Wigold: Vierfacher Nationalspieler, bildet mit Albrecht einen gefährlichen rechten Flügel. Paulus: Kam zu Beginn der Spielzeit aus der Juniorenelf in die 1. Mannschaft. Rekordtorschütze im Niederrbeingau, spielte bereits repräsentativ für Gau und Stadt. Zwolanowsti: Schneller und schußsicherer Halb linker, der eigentliche Angriffsführer, technisch einer der Besten der Elf. Kobierski: Spielte 17mal in der Ländermann schaft und befindet sich zurzeit wieder in einer Form, die ihn zu den besten Vertretern auf seinem Posten stem pelt. Ist ebenfalls aussichtsreicher Olympiakandidat. Großer Routinier. Nachtigall: Ersatzmann, der auf allen Posten Verwendung finden kann und im Laufe der vergange nen Spielzeit wiederholt mit Erfolg eingesetzt wurde. guten Eindruck. Auf dem großen Wanner Gelände zeigten sie gestern gutes Können, das ihnen einen verdienten Sieg einbrachte. In der ersten Hälfte war der Kampf größtenteils verteilt. aber man merkte gleich die größere Durchschlagskraft und Wucht der technisch besser durchgebildeten Herner. Durch Handelfmeter. den der Mittelstürmer verwandelte. sicherten sie sich eine 0:1=Führung, die sie bis zum Wechsel sicher behaupten konnten. Die gefährlichen Angriffe hätten leicht noch mehrere Tore bringen können. aber die Wanner Abwehr war auf der Hut und rettete mit befreienden Schlägen. Die Preußen batten kurz nach Wiederbeginn leichte Vorteile, die sie auch nach einer Viertelstunde durch den Ausgleich bewiesen: ein schöner Weitschuß des Mittelstürmers batte sein Ziel gefunden. Die Süder ließen sich dadurch nicht von ihrem Programm abbringen, vielmehr kombinierten sie ausgezeichnet und kamen somit auch zu ihrem zweiten Tor, das der Halblinke dem Gegner in die Maschen setzte. Die Preußen wollten den Kampf nicht verlieren, sie kämpften verbissen weiter und tatsächlich bolten sie auch dieses Tor durch ihren Linksaußen wieder auf. Im Endspurt, der sehr erbittert durchgeführt wurde, konnte Süd in der Schlußminute nach vielem Drängen zum Siegtor durch den Halbrechten kommen. Der Sieg ist verdient wegen der im großen gezeigten besseren Spielweise und größeren Wucht. Wanne 11— Teutonia Riemke. 4:0. II. Kreisklalle: SVg. Schwarz-Weit— Rasensport Wanne Wanne nicht angetreten) Eine unangenehme Ueberraschung erlebten gestern die Schwarz=Weißen durch das Nichtantreten von Rasensport Wanne. Ungefähr 400 Zuschauer mußten wieder umkehren. Die Wanner, deren Gründe für das Nichterscheinen wir nicht kennen, haben falsch gedacht, wenn sie nun mit ihrem besseren Torverhältnis rechnen. Die beiden Vereine haben die gleiche Punktjahl und nach dieser unsportlichen Handlung der Wanner— sie hatten für dieses Sviel eigens eine amtliche Aufsichtsverson angefordert und kamen trotzdem nicht— dürfte das Urteil der maßgebenden Stelle nur zu leicht zu erraten sein. Schwarz=Weiß wird in der zweiten Kreisklasse verbleiben und Rasensport wird dem Abstieg verfallen. Fortuna Wanne— SV. Fortung, 1:1(0:1) Bei den Namensvettern in Wanne hatten die Herner Fortunen nachträglich noch einmal anzutreten. Nach der ersten Niederlage hatten sich die Herner etwas vorgenommen, und es gelang ihnen auch, dem schweren Gegner ein Unentschieden abzutrotzen, womit sie sich einen ehrenvollen Abgang aus dieser Klasse verschafft haben. In der ersten Halbzeit war eine leichte Ueberlegenheit der technisch besseren Herner nicht zu verkennen, aber die starke Hintermannschaft der Wanner ließ nur einen Erfolg zu. Nach dem Wiederanstoß rissen sich die Wanner Fortunen mächtig zusammen, und da Fortuna nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren hatte, ließ sie das Spiel langsamer gehen. So kamen die Wanner zu ihrem Ausgleich, den sie nach den gezeigten Leistungen verdient haben. Tabellenstand Erfolge der herner Turner Constantin nicht mehr zu reiten Sie verloren das entscheidende Spiel gegen Holsterhausen 1:3— Auch Börnig und Germania geschlagen- Sieg von Herne-Süd Kasensport Wanne nicht angetreten X Herne, 22. März. Der gestrige Sonntag sollte also doch die von uns erwarteten Ueberraschungen bringen. Constantin mußte sich im entscheidenden Spiel von Holsterbausen 1:3 schlagen lassen. Der VfB. Gerthe hingegen konnte sich durch einen 1:0=Sieg über Börnig retten. Phönix nahm an Germania Revanche, denn mit 5:2 fiel ihr Sieg sehr deutlich aus. Herne=Süd zeigte sich den Wanner Preußen mit 3:2 überlegen.— In der zweiten Kreisklasse wird die Angelegenheit von Schwarz=Weiß zu einem besonderen Kapitel, denn zu dem entscheidenden Sviel um den Abstieg trat Rasensport Wanne nicht an. I. Kreisklalle: SC. Constantin— SV. Holsterhausen, 1:3(1:0) In den Constantinern stebt nach dieser Niederlage der erste Abstiegskandidat fest. Die Mannschaft hatte sehr wohl erkannt, worum es in diesem Spiel ging, und darum ist es umso bedauerlicher, daß sie nur durch das Versagen eines Spielers, des Schlutzmannes, um den Sieg gebracht wurde. Gleichzeitig hat sich Holsterhausen durch diesen Sieg endgültig vor dem Abstieg gerettet, für den jetzt noch Teutonia Riemke in erster Linie in Frage kommt. Das Spiel begann mit einer merklichen Ueberlegenheit der Herner. deren neu eingesetzter Rechtsaußen schon kurz nach Spielbeginn dem Holsterhausener Hüter einige sehr scharfe Schüsse auf das Tor setzte, die dieser aber mit sehr viel Glück und Können halten konnte. Die gesamte Hintermannschaft der Gäste hatte dann sehr viel zu tun, denn der Sturm der Märker befand sich in bester Verfassung. Durch die Ueberlegenheit der Herner kamen die Gäste gar nicht recht in Schwung, und als dann nach ungefähr einer halben Stunde die Constantiner durch den Mittelstürmer zum Tor kamen, nach vorherigem Täuschungsmanöver des Halbrechten, glaubte man allgemein an einen Sieg der Herner. Diese Ansicht wurde aber bald gründlich geändert, als Holsterhausens Halblinker einen Weitschuß wagte, der über den Torwart hinweg unter die Latte kam, 1:1. Unverständlicherweise waren die Herner von diesem Erfolg der Gäste so deprimiert, daß sie keinen rechten Zusammenhang mehr zeigten die Holsterhausener hatten überdies noch das Glück. einen sehr schwachen Herner Tormann vor sich zu haben, den sie noch zweimal ganz leicht überwinden konnten. VI8. Gertne— VIB. Börnig. 1:0(0:0) Auch dieses Resultat kommt überraschend, denn wir hatten mit einem knappen Sieg des Tabellenführers gerechnet. Wiederum zeigte sich aber das in letzter Zeit sehr oft zum Ausdruck gekommene Können der Gerther, die mit diesem Sieg die größten Sorgen von sich abgewälzt haben. Es müßte jetzt schon eigenartig zugehen, wenn sie noch dem Abstieg verfallen sollten Der Mannschaft sagen wir zu dieser außerordentlichen Willens= und Kraftleistung unseren Glückwunsch. Sie hat selbst in der hoffnungslosesten Situation den Mut nicht verloren. Im Spiel waren sich beide Mannschaften durchaus gleichwertig, wenngleich sich auch eine kleine technische Ueberlegenheit der Herner nicht verschweigen läßt. Sie hatten aber in dem gegnerischen Torwart und den beiden Verteidigern zu große Klivven zu überwinden, diese Hintermannschaft hat den Platzherren jedenfalls den Sieg eingebracht. Auch Börigs Torwart war in guter Verfassung. an dem einen Tor war er schuldlos. 20 Minuten vor Schluß leistete der Mittelstürmer der Platzmannschaft schöne Arbeit. der Halblinke erkannte seine Absichten und schoß die ihm gegebene Vorlage zum entscheidenden einzigen Tor ein. Obwohl sich die Börniger Stürmer um den Ausgleich bemühten, erreichten sie doch nichts. Gerthe hatte knapp, aber gewonnen. wegen des Spieleifers nicht unverdient Phönix Bochum— SC. Germania, 5:2(1:2) Das Erscheinen der Germanen in Bochum wurde mit besonderem Interesse ausgenommen. Auf dieses Spiel hatten sich die Bochumer besonders gut vorbereitet, denn sie wollten diesmal unbedingt ihre Pechsträhne abschneiden, an der sie schon seit einiger Zeit hingen. Sie zeigten sich dann auch wirklich stark ver bessert. Die Bochumer, die in der ersten Halbzeit mit dem Wind spielten, hatten gleich nach Beginn leichte Vorteile. Trotzdem mußten sie das erste Tor hinnehmen, das nach einem Durchbruch des Rechtsaußen der Herner erzielte. Vom Anstoß an kamen dann die Phönixer gut vor, sie erzielten eine Ecke, die ihr Linksaußen entschlossen einschloß. Bis zum Wechsel sollte sich dann noch etwas im Ergebnis ändern, denn ein erneuter Durchgang der Germanen ergab das zweite Tor, das diesmal der Halblinke erzielte. An diesem Stand änderte sich bis zur Halbzeit trotz aller Versuche nichts mehr. Nach Wiederanstoß machten die Germanen einen ermüdeten Eindruck. der Kampf gegen den Wind hatte sie sehr mitgenommen. Phönix wurde merklich überlegen und kam durch den Halblinken zum Ausgleich, da er eine schwache Torwartabwehr ausnutzte. Nun waren die Bochumer nicht meyr zu halten. Innerhalb von fünf Minuten fielen das dritte und vierte Tor, durch indirekten Freistoß im Strafraum durch den Halblinken und durch Strafstoß des Halbrechten. Die Germanen kamen zum Schluß noch einmal auf. aber ihnen war das Glück nicht mehr hold. Vielmehr waren es die Bochumer, die mit einem fünften Tor, geschossen vom Linksaußen, den Sieg endgültig sicherstellten. Preuhen Wanne— BV. Herne-Süd, 2:3(0:1) Die Süder= die erstmalig nach der Sperre wieder auf den Plan traten, machten gleich wieder einen sehr in Dortmund und in Wanne-Eickel herner Mannschaften an der Spitze k Herne, 23. März. Im Turnen gab es gestern Hochbetrieb. So brachte man in Dortmund das 16. Hallenturnfest der westfälischen Turner zur Austragung. Unter etwa 40 Mannschaften kam der Herner Turnklub auf einen achtbaren 3. Platz, hinter dem Siegener Turnverein und Jahn Siegen mit 2106½ Punkten. Ferner konnten hier die Herner Volksturner Suhling, Stratmann, Schlegel, Wietelmann, Brox und Thöne(alle Herner Turnklub) im volkstümlichen Vierkampf Einzelsieger werden. Einen großen Erfolg errang die Gerätemannschaft des Herner Turnklubs mit Caspelherr Fritz, Hosberg, Zakoll und Caspelherr Erich und Vövöel von der Herner Turnvereinigung 1873 in Wanne=Eickel. Unter den 10 besten Mannschaften des Industriebezirks(mit Ausnahme des Tv. Friesen Bochum und Eintracht Dortmund) errang man die Meisterschaft im Gerätemannschaftsturnen des Industriebezirks mit 792 Punkten. An drite Stelle kam die Herner Turnvereinigung 1973 mit 767½ Punkten. In der Unterkreisklasse gab es ebenfalls einen Herner Sieg durch die 2. Mannschaft der Tog. 1873 mit 760½ Punkten. Auf diese großartigen Erfolge unserer Herner Turner kommen wir morgen ausführlich zurück. Ehrennadel für unsere Olympiasieger Der Leiter des Fachamtes Skilauf, Josef Maier, überreichte den erfolgreichsten deutschen Teilnehmern der 4. Olympischen Winterspiele die goldene Ehrennadel des DsV. für ibre großen Leistungen in Garmisch=Partenkirchen. Die Auszeichnung erhielten Christl Cranz(SC. Freiburg) und Franz Pfnür(SC. Schellenberg), die Sieger der Alvinen Kombination sowie Kätbe Grasegger und Guzzi Lantschner vom SC. Partenkirchen, die im gleichen Wettbewerb die zweiten Plätze belegt hatten. Dunn als Partner Sonja Henies? Aus New York kommt die Nachricht, daß zusammen mit Sonja Henie auch der englische Eiskunstläufer Jack Dunn eingetroffen ist. Dunn soll ebenfalls mit einer amerikanischen Filmgesellschaft in Verbindung stehen. Die Kosaken sind Teufelskerle! Sie zeigten uns auf dem Germania-Sportplatz großartige Reitkunst Ratürlich großer Erfolg Herne, 22. März. Wir haben unsere Erwartungen nicht zu hoch geschraubt, als wir Samstag zum Germania=Sportplatz gingen. Die hier gastierenden Kuban=Kosaken zeigten uns wirklich alles, was wir sehen wollten: tollkühne Reiterkunststücke in höchster Vollendung. Leider hatten sich Samstag nur annähernd 1000 Zuschauer eingefunden, aber nachdem sich die großartigen Leistungen herumgesprochen hatten, war das weite Rund des Platzes am Sonntag doch dicht angefüllt.— Nachdem sich die deutschen Warmblutpferde eingelaufen hatten, begannen die immer wieder lebhaft beklatschten Darbietungen. Es begann mit dem Abschlagen eines Reisigs von einem Pfah', das abgelöst wurde vom Abstechen eines kleinen Ballens, die gleichfalls von pferdhohen Stangen geholt werden mußten. Schon hier verblüfften die mit ihren Pferden sagenden Kosaken durch ihre Sicherheit. Dann jagte eine Sensation die andere. In schnellstem Trab rafften die todesmutigen Kosaken auf den Boden gelegte kleine Tücher auf, dabei warfen sie sich mit unwahrscheinlicher Geschwindigkeit auf die Seite des Pferdes, daß man glaubte, sie würden herunterfallen. Die sast unglaubliche körverliche Gewandtheit der Kosaken zeigte sich aber am besten bei dem Abspringen und blitzschnellen Wiederanssitzen. die brachten es sogar fertig, im schnellsten Tempo, festgehalten am Zügel, mit einem Schwung sich vom Erdbodenso abzustoßen, daß sie, über den Reitsitz hinweg, mit einer Schere auf den Hals des Pferdes landeten. Sie ließen sich auch ein ganzes Stück schleifen, um dann wieder plötzlich aufzusitzen, sie stellten sich ohne Benützung des Zügels in die Steigbügel, sie nahmen, zwei nebeneinander galopvierend, einen dritten stehend in ihre Mitte und machten in der gleichen Weise einen Handstand. Es wurde auch gefeuert, und als einer der Verfolger abgeschossen wurde, wurde er auf den Nacken eines knienden Pferdes gelegt und vom Kameraden, über den Nacken hängend also, schnell weggebracht. Es würde zu weit führen, bier die Einzelheiten der über eine Stunde dauernden Darbietungen aufzuzählen. Wir sagen darum nochmals, daß die Leistungen der Kuban=Kosakenreiter die Erwartungen weit übertrafen. Die Kosaken=Reiter am Mittwoch noch einmal auf der Kampfbahn Germania (!) Wie wir hören, hat der Verein„Kampfbahn Germania" nach dem großen Erfolg— annähernd 5000 Zusachner wohnten an beiden Tagen den Vorführungen bei— die Kosaken=Reiter noch für übermorgen, Mittwoch, vernflichtet. Damit soll allen Hernern die Möglichkeit zum Besuch dieser Veranstaltung gegeven sein. Man erwartet, daß Dunn zusammen mit Sonja Heute in dem geplanten Film auftreten wird. Nachspiel zum Guggenberg-Rennen Beim letztjährigen Budapester Guggenberg-Rennen gab es zwei tödliche Unfälle im Training. Dabei verunglückte auch der Münchener Rudolf Steinweg tödlich. Die Nationale Sportkommission des Königlich Ungarischen Automobil=Clubs hat den Terezvaros: Torna Club Budapest als Veranstalter zur Verantwortung gezogen und dem TTC. die Durchführung von Automobil= und Motorradrennen auf zwei Jahre untersagt. Dem Prä sidenten des TTC. wurde jegliche Tätigkeit im Motorsport verboten. Auswahlmannschaft im Wasserspringen Der Sportwart des Fachamtes hat jetzt gemeinsam mit dem Leiter für Wasserspringen auf Grund des Olympia=Springer=Lehrganges in Berlin vom 2. bis 7. März eine Auswahlmannschaft zusammengestellt. Diese Mannschaft wiro zur weiteren Ausbildung während der Ostertage vom 9. bis 13. April zu einer Genauigkeitsschulung im Springen nach dem Berliner Sportforum zusammengezogen. Der Auswahlmannschaft gebören an: Männer: Kunstspringen: Esser, Weiß, Mahraun, Haßter, Hoff und Lorenz. Ersatz: Greusing, Kitzing. Turmspringen: Stork, Viebahn, Weiß, Ziegler, Grote und Hoff. Ersatz: Zander. Frauen: Kunstspringen: Frl. Schieche, Frau Jensch= Jordan, Frl. Daumerlang, Frl. Heinze, Frl. Hardekopf, Frl. Kapp. Turmspringen: Frl. Schieche, Frl Köhler, Frl. Kapp, Frl. Heinze, Frl. Bingel und Frl Ehscheid. „KoF“=Sport-Wochenplan Montag: Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen, von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle des Realgymnasiums. Mittwoch: Fechten für Frauen und Männer, Zeit und Ort wird noch bekanntgegeben. Außerdem Volkstanzkursus von 20 bis 22 Uhr in der Schule an der Gräffstraße. Donnerstag: Vorbereitungskursus für das deutsche Reichssportabzeichen für Frauen und Männer in der Turnhalle des Oberluzeums an der Hermann=Löns=Straße. von 20 bis 22 Uhr. Freitag: Jin=Jitsu in der Turnballe des Oberlvzeums an der Hermann=Löns=Straße, nur für Männer, von 19.45 bis 22 Uhr. Sonntag: Sportabzeichen=Vorbereitungskursus und Leichathletik, im Freien, für Frauen und Männer. auf dem neuen Westfalia=Stadion ab 9 Uhr vormittags. 3 Jahre Nationalsozialismus. Kraft durch Freude. Theater in dem Heim der Reichsautobahn=Arbeites Schicksaf in zehn Minuten ROMANVON KXTHT DONNY Alle Rechte vorbehallen bei: Horn-Verlag, Berlin W. 35. * 12„(Nachdruck verboten) Schon erbob sich auch im Saale Bewegung. Ein Teil der Zuhörer drängte hinaus, einige standen auf. um noch einmal Becker zu sehen, der nun. vermutlich zum letzten Male, als Gefangener von den beiden Gefangenenaufsehern durch die kleine Seitentür abgeführt wurde. Nach kaum einer Viertelstunde drängte alles wieder zurück. Das war die kürzeste Beratung. die man je erlebt hatte. Angesichts der Zeugenaussage des Kölve gab es ja keinen Zweifel mehr— dennoch.— als Keinow jetzt, aufrecht stebend, in dem scharfen Denkergesicht deutlich seine Bewegung meisternd, den Freispruch verkündete, ging ein Atmen wie ein Weben durch den Raum. Alle die Menschen hier waren in dieser Stunde der Entscheidung zusammengeschlossen zu einem Gedanken einem Gefühl: Das Schicksal des Menschen da vorn #a gespenstisch auf allen. War der Freispruch wirklich ie Klarbeit, das letzte Urteil? So verbarrte das Publikum noch lautlos, bis der Gerichtshof schon verschwunden war. Dann leerte sich langsam der Saal. Becker saß stumm, mit einem Gesicht. dessen Ausdruck sich niemand zu deuten wußte. Es war ein vollkommenes Nichtbegreifen in seinen Augen. Geninde streckte ihm die Hand entgegen. „Nun. Herr Becker, habe ich es Ihnen nicht gesagt, es kommt in Ordnung?" Da zuckte Beckers Hand plötzlich zurück. Seine Livven zitterten. Er bewegte den Mund. als wollte er sprechen, aber es kam kein Laut aus der Kehle. Er versuchte, sich zu erbeben, doch fiel er kraftlos wieder auf die Bank zurück. „Lassen Sie nur. Herr Becker. Ich warte, bis sich der ganze Schwarm verlaufen bat. In das Gedränge draußen brauchen Sie nicht hinein.“ Geninde sab sich suchend um. Er batte gebofft. Adda Hierzel doch zu sehen. Aber sie schien sofort nach der Aussage das Gericht verlassen zu haben. Nun war alles leer. Die Zubörerbänke standen leblos in einem müden Licht. Die Gerätschaften auf dem Richtertisch verschwammen. Der Gerichtsdiener ging hin und ber. räumte ab und verschwand mit einem Aktenstoß in der rückwärtigen Tür. Becker saß immer noch unbeweglich mit diesem kassungslosen Gesicht. „Nun kommen Sie doch. Herr Becker,“ ermunterte ihn Geninde.„aehen Sie mit dem Gefängniswärter, damit die Entlassungsformalitäten möglichst schnell erledigt werden. Wir besprechen dann. was Sie jetzt beginnen werden. Kommen Sie doch,“ sagte er jetzt ungebuldig. als Becker immer noch immer wie gelähmt sitzen blieb.„es ist ja alles gut. Es ist ja alles vorbei.“ Becker sagte etwas leise vor sich hin. Es klang wie: „Es fängt ja erst an.“ aber Geninde glaubte sich getäuscht zu haben. 12. Kavitel. Sabine hatte beute ihre ganze Energie aufbieten müssen, um ihre Arbeit zu tun. Immer wieder mitten in Telephonaten und Besprechungen über die neu eingelaufenen Fälle gingen ihre Gedanken zu der heutigen Verhandlung. Sie hatte es nicht über sich vermocht, nochmals binzugeben. Der tiefe Schrecken. den das Erlebnis mit Becker im Irrenhaus in ihr hervorgerufen, war noch nicht überwunden. Dazu kam der gestrige Abend. Sie war hinausgefahren zu Geninde. Sie hatte die Stummheit nicht mehr zu ertragen gewußt. Von der Gartentrevve aus hatte sie sein Zimmer gesehen, erbellt. Und in dieser Helle stand eine fremde Frau. Das schmerzte so, daß sie sich in der durchwachten Nacht immer wieder gesagt hatte: Schluß! Nicht mehr dran rühren! Sich abfinden! Wie lange hatte sie an dieser Liebe zu Geninde gebangen? Wie sehr um ihn gekämpft. Und nun war da längst eine Andere! Ihr Instinkt, sonst so wach, schten sie in allem verlassen zu haben. Was sie an Geninde so stark berangezogen, war nicht der der geistige Eindruck, nicht das Männliche allein, sondern ebenso stark wohl das Gefühl: hier ist ein Mensch, sehr einsam und sehr unglücklich. Das Mütterliche in ihr. stets wach und bereit, sich helfend hinzugeben, war von Genindes Kummer, sofort erweckt worden. Das Mütterliche hatte ihr Geduld gegeben zu warten — immer wieder zu warten. Nun sie aber wußte, er gab einer Anderen, was er ihr vorenthielt. einer Anderen, war ihr Unglück vollkommen. Sie machte sich nichts vor. Es würde schwer sein, wenn nicht unmöglich, mit dieser Liebe fertig zu werden. Aber sie wollte es, wenigstens soweit, daß sie ihr tätiges Leben nicht davon bedroht fühlte wie in den letzten Wochen. Alle Augenblicke schaute sie nach der Uhr. Bei dem erdrückenden Indizienbeweis würde die Verhandlung sicherlich nicht lange dauern. Schließlich bielt sie es nicht mehr aus. Sie rief zu Hause an: „Mein Vater schon da?“ fragte sie.„ia, bann verbinden Sie mich.“ „Nun, Kind.“ börte sie die Stimme des Vaters,„du bist sicher auch neugierig. Was meinst du. was aus dem Erich Becker geworden ist?“ „Ich weiß doch nicht.“ Sie börte ihre eigene Stimme fremd und leblos. Angst war in ihr um Geninde. Wie würde er die Niederlage ertragen? „Ein Freispruch ist es geworden. Stell dir vor, dieser Unbekannte, den Becker immer wieder als Kronzeugen nannte, bat sich tatsächlich gemeldet. Wie? Nein, nicht der Wächter, sondern ein anderer Mann, aber jedenfalls der, den Becker nach der Zeit gefragt hat.“ Sabine hörte stumm. Es war ihr unmöglich, etwas zu sagen. Ein ungebeurer Aufruhr war in ibr. Eigentlich hätte sie doch für Geninde frob sein müssen Sie allein wußte ja, wie er für diese Sache Beckers gekämpft. Nun war ja alles klar. Vielmehr— es hätte klar sein müssen. Was sollte in ihr nur dieses Gefübl der vollkommenen Verwirrung? Und nun tauchte wieder Beckers Gesicht aus der Irrenanstalt vor ihr auf. Sie sah die jäbe dunkle Röte über die fable Haut fliegen. Sab das verwandelte Gesicht, den Mund sehr groß. sehr wild geöffnet— den Schrei, den er ausgestoßen, der sie aus dem Zim ner hatte flüchten lassen. Irgend etwas in ihr kämpfte gegen diesen Freispruch. Oder kämpfte es gegen Geninde?„Alles war in einem dumpfen Wirbel und sie hineingerissen, fortgetrieben ohne Ziel, ohne Kraft. Geninde ging in seinem Arbeitszimmer auf und ab. Er überdachte die letzten Ereignisse. Adda Hierzel war tatsächlich sofort nach der Verhandlung wieder abgereist. Er fand bei sich zu Hause ein paar kurze Zeilen von ihr vor. „Ich hätte vielleicht warten müssen, um Sie noch einmal zu sehen und Ihnen zu sagen, wieviel der gestrige Abend mir bedeutet hat. Ohne das Gespräch mit Ihnen wäre das Wiedersehen mit Becker tragisch für mich gewesen. So fühlte ich mich durch unsere Unterredung irgendwie freigesprochen. Es ist mir, als wäre mein ganzes Leben seit diesem Erlebnis mit Becker bis jetzt in einer Art Helldunkel dahingegangen, als fände ich erst jetzt mich in der völligen Klarheit wieder. Ich glaube, ich kann Ihnen nicht besser danken, als wenn ich so schnell wie möglich in die Heimat zurückkehre. Sie wissen, man wartet auf mich. Ich schreibe Ihnen sofort wieder, wie es zwischen Thomas und mir wurde. Hoffentlich ist er nicht zu tief verletzt. Geninde lächelte froh. Dieser befreiende Abschluß für Adda war auch für ihn eine Freude. Mintheffer würde mit diesem keinen Mädchen ein gutes Leben haben. Er wollte morgen gleich schreiben. Eine Enttäuschung war es ihm nur, daß er von Sabine nichts hörte. War sie so verletzt, daß selbst die Nachricht von Beckers Freispruch sie nicht zu einem Wort oder einem Anruf veranlassen konnte? „Wie schwankend ich bin.“ sagte er zu sich selber, „ich will, daß es Schluß ist zwischen Sabine und mir, und dennoch warte ich, daß sie wiederkommt.“ Nur gut, daß er andere Gedanken hatte, die ihn ablenkten. Er hatte ja jetzt die eine Pflicht: zu sehen, was aus Becker wurde. Gleich am anderen Morgen fragte er bei Anotheker Seidel an. Aber der wehrte leidenschaftlich ab. Becker wieder einzustellen. „Ich habe genug von den Sensationen,“ erklärte er wittend,„ich brauche einen Provisor. aber keinen Prozeßhelden.“ Geninde wußte, da half kein Zureden. Es würde schwer sein. für wecker jetzt eine Stellung zu finden Wieder fehlte ihm Sabine, die mit ihrem praktischen Blick und ihrer Kenntnis der Unterbringungsmöglichkeiten von Menschen schon so viel erreicht hatte. Es würde doch nichts helfen, er würde sie noch einmal für Becker bemühen müssen. Zunächst freilich würde man Becker hören müssen. Er hatte mit ihm natürlich noch gar nicht über die Zukunft gesprochen. Denn sie hatte ja erst mit der Freisprechung begonnen. Er hatte keinerlei Ahnung. ob Becker vielleicht einige Mittel hatte, um einige Monate durchzuhalten. Oder ob man ihn für einige Monate unterstützen mußte? Nun. er hatte ihn ja für heute abend zu sich gebeten. Man würde dann klarer sehen. Es war genau um die festgesetzte Zeit, neun Uhr. Da klingelte es an der Gartenpforte. Es mußte Becker sein. Geninde ging selbst öffnen. Er hatte absichtlich Frau Schonert heute abend nicht dabehalten. Sie wurde ohnehin von einer hemmungslosen Neugier gegenüber allen Prozessen von Geninde geplagt. Unmöglich, sie hier zu haben, wenn Becker kam. Der Mann war ja so empfindlich, daß er schon vor jedem Blick zusammenzuckte. Geninde ging durch den Vorgarten. Draußen, binter der Pforte sah er undeutlich die Gestalt Beckers. Er schaltete das Licht der Lampe über dem blumenbestandenen Wege zur Pforte ein. Es überflammte jäb Beckers zusammengefallene magere Gestalt und ein bleiches Gesicht. Geninde verhielt den Schritt einen Augenblick, eigentümlich berübrt. Geninde sab Becker wie neu und wie damals beim ersten Male, als er ihn als Verteidiger in der Zelle besuchte. Seither war er durch die Identifizierung mit seinem Fall so nabe an ihn berangekommen, daß er jenes erste Emofinden vergessen hatte. Jetzt tauchte es wieder auf: Abneigung und doch gebeimnisvolles Herangezogensein. Aber— solche unlogischen Regungen mußte man anderen Menschen überlassen. „Nun kommen Sie, Herr Becker. Das ist schön, daß Sie Wort halten. Wir wollen in Rube besprechen, was werden soll.“ Beckers Hand lag leblos in der Genindes. Geninde füblte den Puls heftig klopfen. Ofsenbar, der Mann war rein physisch noch keineswegs in Ordnung. Und schon zog Becker seine Hand zurück wie auf der Flucht vor dem warmen, zuvackenden Griff Genindes. Er ging stumm neben Geninde her, sah sich ab und zu scheu um. Einmal fuhr er zusammen., als die Linde links vom Hause im Nachtwind stärker aufrauschte. „Sie sind sehr herunter. Becker, nun, das wird sich geben. Das ist nur der Wind. Erschrecken Sie doch nicht. Da ist niemand. Wovor sollten Sie sich jetzt noch fürchten?" Geninde öffnete schon die Haustür, dann saßen sie sich gegenüber, Becker in demselben Gessel, in dem gestern Adda gesessen. Er schwieg, es war Geninde nicht möglich, ihn zu einem Gespräch aufzulockern. „Trinken Sie doch.“ er schob ihm das Glas mit dem kühlen Rheinwein herüber.„Sie müssen ein bißchen Schwung bekommen, um über das Gestern zu dem Morgen zu kommen.“ Becker sab ihn an. Leidvoll und stumpf zugleich Dann nickte er eckig. Geninde hob das Glas: „Auf den Freispruch, Herr Becker, und auf ein neues Leben!" „Neues Leben?“ fragte Becker.„as gibt für mich kein neues Leben. Herr Rechtsanwalt.“ „Was für ein Pessimismus! Wenn Sie gestern so gesprochen hätten, ebe wir das obsiegende Urteil hatten? Aber heute? Und sehen Sie, zwischen gestern und heute liegen nur 24 Stunden, und schon ist alles vollkommen anders. Nur so eine kurze Spanne Zeit und das ganze Leben ist verändert.“ „Manchmal brauchts gar nicht so lange, manchmal brauchts nur 10 Minuten.“ Becker sagte es aus der halben Dunkelbeit. „Ach. Sie denken an diese 10 Minuten, die Ihnen das Leben gerettet haben? Richtig! Hätten Sie den Wächter oder vielmehr den Mann am Elektrizitätswerk nicht nach der Zeit gefragt, ich glaube, ich hätte Sie nicht freibekommen. Diese 10 Minuten haben entschieden.“ „Warum haben Sie sich eigentlich so für mich eingesetzt, Herr Rechtsanwalt? Haben Sie von vornberein geglaubt, daß ich unschuldig bin?“ „Hätte ich das nicht geglaubt. so hätte ich Sie nicht vertreten,“ sagte Geninde mit einer leisen Verwunderung. Dann fuhr er sich mit der Hand über die Stirn: „Die Gerechtigkeit ist das einzige, wofür ich noch lebe.“ Becker goß das zweite Glas berunter. Sein fables Gesicht wurde röter. Geninde füllte Beckers Glas zum dritten Male. „Auf die Gerechtigkeit, Becker!“ Genindes große, mächtige Augen versenkten sich in die seines Gastes. Beckers Glas schwankte. Er hatte sich zu rasch vorgebeugt. Ein vaar Tropfen verspritzten auf den Tisch. „Verzeibung.“ sagte er. „Ja. Sie haben es mir nicht leicht gemacht, Becker. Nächtelang habe ich gegrübelt, wie ich Sie durchbekommen konnte. Es ist wie bei allen Dingen: Der Anfang ist das Schwieriaste. Hat man erst den richtigen Anfang, so wickelt sich alles weitere folgerichtig ab. Nach längerem Zweifeln hatte ich mich— schon vor der Aussage des Kölve— entschlossen, die Begegnung mit dem Wächter als Ausgangspunkt zu nehmen. Zwanzig Minuten nach zehn fragten Sie ihn nach der Zekt. Genau zur selben Minute, in der der Mord geschah. Das Elektrizitätswerk ist zehn Minuten von der Mordstelle entfernt. Sehen Sie, nicht ich habe Sie gerettet, die zehn Minuten haben es getan.“ Becker sah ins Dunkel. „Also erst die Uhr war———“ „War Leben und Tod für Gie. Ein Beschuldigter freilich weiß manchmal nicht, daß die Juristen aus dem Kleinsten oft die größten Schlüsse zieben. Dei Laie bemübt sich um die großen Dinge und siebt nicht. wo das Entscheidende verborgen liegt. Er hält die Juristen meist für lächerliche Bedanten. Aber gerade Ihr Fall beweist, wie recht diese Pedanterie ist. Zehn Minuten, ein paar Tropfen Zeit, und dennoch für Sie das ganze Leben.“ „Ja— das ganze Leben,“ sagte Becker. Seine Hand zitterte wie die eines leicht Trunkenen. als er das Glas wiederum beruntergoß. Geninde sab diese erregt zitternde Hand. „Nun wollen wir endlich einmal von diesem Thema fortgeben, Becker. Aber was ist Ihnen denn?“ Becker beugte sich vor. Sein Gesicht war bartnäckig wie das eines Menschen, der dem Rausch schon unterliegt. „Angenommen. die Uhr der— der—“ der Wendling. meinen Sie?" Becker nickte. „Angenommen— die Uhr— wäre vorgegangen?“ Es klang wieder eigentümlich dumpf. Geninde schloß die Augen. Eine Falte grub sich in seine Stirn. Wider seinen Willen baute sich ihm der Fall so auf. wie er nun durch Beckers Frage umgeformt wurde. Er fuhr auf. als wäre er in einen Traum versunken. Wieso konnte er plötzlich Beckers Gesicht nicht deutlich erkennen? „Dann könnten Sie der Mörder sein.“ Hatte er es leise gesprochen oder laut? Er wußte es nicht, das Wort stand plötzlich im Raume. Es hallte gleichsam von den Wänden wider. Er warf sich an den schweigenden Becker, ritz ihn boch. Aug in Aug standen sich die beiden jetzt gegenüber. Was lag in Beckers Augen? Angst? Entsetzen? Verzweiflung des Entschlusses? Was in denen Genindes? Unerbittliches Forschen! Eine Frage. tief heraufgehelt aus dem Unterbewußtsein des Menschen. Es war eine schreckliche Stille. Und nun begann Becker zu sprechen, stockend wie im Trancezustand. „Eine Uhr. jedesmal war eine Uhr dabei. Wissen Sie, wie das ist, wenn man wartet? Wartet— und die, auf die man wartet, kommt nicht? Und man steht wie im Nebel— und es sind zwei Minuten und fünf Minuten— 10 Minuten. Und alles ist einsam? Und man weiß nicht, wohin mit sich. Ganz allein auf der Welt ist man und sehnt sich. Und ist wieder betrogen. Man wartet wie ein Narr. Es wird immer später. Die ganze Welt ist auf einmal wie eine Uhr. Plötzlich aus dem Orte schlägt es von allen Türmen. Man weiß, jetzt müßte es sein, daß man einmal das Mädel bekommen könnte. Und wieder nichts. Und da kommt die Andere. So im Nebel. Als wenn sies selber wäre— die Richtige. Auf die man die ganzen Jahre gewartet hat. Steht da und hat dasselbe Gesicht und steht und sieht gerade auf eine Uhr— und da—“ Mit einer Gebärde, als wäre seine Hand etwas, was abgetrennt von ihm, ein eigenes Leben führt, grif er in die Tasche, zog eine winzige, brillantenbesetzte Damenuhr beraus. Er hielt sie in seinem Handteller, als wäre sie ein lebendiges Wesen. Geninde starrte auf die Uhr. Die Steine funkelten Es war. als ob eine hypnotisierende Macht aus ihnen auf ihn berüberströmte und auch auf Becker. Sie standen beide unbeweglich und starrten auf dies Blitzen der Uhr. Die einzige Bewegung war die von Beckers Hand. Sie ging bin und ber in einem schreck lichen Rhuthmus. „Keiner hat es je erfabren,“ sagte Becker mit dieser toten Stimme,„keiner. Es war so still im Wald. Ganz still.“ Ein Schatten siel über ihn. Geninde machte eine Bewegung, als wollte er die Luft um sich herum teilen, abschütteln den furchtbaren Bann. Er beugte sich über den Tisch: „Die Uhr.“ sagte er heiser.„die Uhr...“ Becker schien zu erwachen, schloß die Hand fest um das Schmuckstück. „Die Uhr, die Uhr,“ sagte Geninde noch einmal. Es grollte dumpf in seiner Stimme. Er gritf über den Tisch. Es klirrte. Annettes Bild— heruntergeworfen— fiel Becker zu Füßen. „Adda!“ schrie Becker auf.„Adda ist schuld. Damit hats angefangen. Nehmen Sie das Bild fort!“ „Aber das ist doch nicht Adda, das ist doch meine Frau.“ Becker taumelte rückwärts. Sein Mund öffnete sich zu einem neuen Schrei. (Fortsetzung folgt.) Es geht um die Shr' Von Wilhelm Lennemann Ein Großbauer war in meiner Heimat: Sievmann ieß er. Reich war er und stolz und steifnackig und widerhaarig dazu, wie sich das für einen Bauer gehört. Und besatz nur eine Tochter und keinen Sohn und Erben. Also war auch die Anna wohl des Bauern Stolz, aber auch sein Schmerz: denn da war ihm hinterbracht worden, daß zwischen ihr und dem Karl Rode eine wunderliche Heimlichkeit bin und her laufe. Dem Siepmann stieg das Blut heiß in den Kopf. Der Karl Rode war zwar ein anständiger Bursche aber nur der Sohn eines Einspänners. Ein ganzes Pferd im Stall, was wollte das sagen! Nun, für den Siepmann übergenug! Flugs stellte er die Anna zur Rede. Die sah ihren Vater aus dunklen Augen an. Stolz hob sie den Kopf:„Ob ich möcht, weiß ich nicht: aber ich weiß daß das ein Unding ist!" Damit mußte sich der Alte zufrieden geben, wußte aber trotzdem nicht, wie er daran war. Den Karl Rode zu stellen, das litt seine Ehre nicht! Aber Zeit war's schon, daß Anna sorgte, sie ging in die fünfundzwanzig und er selbst war ja auch schon an die Sechzig. Die taten ihm zwar nicht wehe: er schaffte noch, wie ein Junger: und wenn's an's Schneiden ging, mußten sich die Knechte daranhalten, wenn sie gleichen Schritt halten wolten. Da kam ein Sonntag, da dem Alten die Schicksalsücke zum Verhängnis werden sollte. Abend war's, die lauern saßen im Krug. Die zünftigen an dem runden Lisch. nahe der Schenke, die Burschen weitab in einer rcke. Die Bauern prunkten von ihrer Ernte: nur der Zievmann saß still. Sein stolzes Schweigen reizte die Bauern„Sitzest da. als ob dich alles nichts anzinge und noch die Beine unter des Vaters Tisch stredteit Mist dos auch kein Irnder mehn“ „Auch kein Alter!“ knurrte der Bauer mit geschlossenen Lippen; denn er hatte die Pseise zwischen den Zähnen.— „Oh na, ich mein, die Sechzig wären schon reif fürs Altenteil: der Bruch will seine Ruh haben, daß er nicht ganz zerschlägt!“ Sprang der Sievmann auf, ritz die Pfeise aus dem Mund. ballte die Fäuste und schrie:„Wer sagt, daß ich Bruch wär! Nehm's noch mit einem Jungen auf! Her damit!“ und sab die Bauern der Reibe nach mit glimmenden Blicken an. Da ward's lebendig im Krug: auch die Burschen borchten auf.„Wir sind alleweil nicht mehr jung," wehrte der Angegriffene ab,„da weis' deine Kraft an den Burschen!" Der Sievmann setzte sich. War im Innersten beleidigt. Seit wann raufte ein Bauer mit einem Knecht! Sein Aerger rauchte: er sprach kein Wort. In diese gefährliche Stille höhnte es:„Also wozu das Geschwätz!“ Einen Augenblick saß der Siepmann, die Hand am Krug..., nein, er zog sie zurück, stand auf, schob krachend den Stuhl zurück, ging mit steifen Schritten an den Tisch der Jungen:„Also, wer mag!“ Und zog seine Jacke aus. Die Burschen sahen den Bauer groß an, steckten die Köpfe zusammen, tuschelten...„Du Karl,“ flüsterte es,„da leg ihn sein säuberlich bin, daß er ganz klein wird, da kommt dann leicht ein„Ja!“ „Vielleicht wär's vom andern End’ besser!“ zweifelte es besinnlich. Diese Bedenklichkeit aber wurde schon als Zustimmung angesehen:„Hier, der Karl Rode!" bestimmte der Tisch. Damit schoben die Burschen ihren Kandidaten vor. Nun standen sich die beiden gegenüber, voll Grimm der Bauer, mit einem leisen Lächeln der Karl.„Hier gibt's nichts zu lachen,“ rief der Bauer,„hier geht's um meine Ehr“!“. Er stieß den Jungen an; der stand wie gepfählt. Wußte noch nicht„wie er dn Alten nehmen sollte.„Da weis ber dein Pranken, und hier,“ er streckte seine Faust vor,„da magst mich fassen!“ Jetzt war sich der Karl im klaren. Wie arglos hob er die Hand. Gleich hatte sie der Bauer bochgerissen und den Jungen mit einem Ruck an sich gezogen: und unter die offenen Achseln stieß er nun seine umklammernden Arme zum überlegenen Untergriff. Donnerwetter! bewunderte man den Bauern. Wie konnte der Karl auch nur auf diesen alten Kniff hereinfallen. „Also, wohin soll ich dich legen!“ Der Bauer fühlte sich schon als Sieger. Seine Hände schlossen sich wie eine würgende Kette, daß er dem Jungen die Luft abpresse oder in die Knie zwinge. „Hat Zeit!“ „Also da machen wir ein End'!" Der Bauer legte sich gewichtig vornüber und suchte den Rücken einzuknicken. Aber auf einmal fühlte er sich gehoben. Der Karl hatte ihn links und rechts an die Hüfte gepackt und seine Beine bochgezerrt... und drebte ihn einige Male zur Belustigung im Kreise berum. Die Bauern lachten: der Siepmann zappelte, stieß und warf sich vornüber; daß der Karl beinahe das Uebergewicht bekommen hätte. Dem Bauer war's, er habe einen Klotz gepackt, der mit Klammern in der Erde stecke. „Willst nicht! Willst denn gar nicht!" rief er und gab sich die verzweifelte Mübe, den Jungen auf die Erde zu reiben. „Doch, jetzt mag ich?“ sagte der Karl und faßte zu und schob den Bauer wie einen Kornsack vor sich her in eine abgelegene Ecke, zog sich an ihn und flüsterte:„Es geb tum Eure Ehr', Bauer!" „Jawohl, es gebt um die Ehr'!“ schnaubte es. Der Karl drückte ein wenig, daß dem Bauern die Luft ausging:„Jetzt sang ich an. daß Ihr's wißt, bislang hatte ich nur so ein wenig gespielt! Und bei mir, da gehl's noch um mehr, da geht's um die Anna! Ich laß Euch nech Luft für ein„Ja“, Kauar!“ Dem Bauer wurd's schwindlig. Da drohte es:„Wenn Ihr ein„Kein“, sagt, da werf ich Euch über die Tisch durchs heile Fenster auf die Straß' Soll ich?“ „Wart“ ein wenig.“ stöhnte es benommen. Also da hatten die bösen Mäuler doch Recht gehabt. Aber ein Mordskerl war's und ein Satan von Stärke! Der würde die Knechte schon in Zucht halten. Und dann war zwischen Stöhnen und Schieben ein Flüstern hin und ber. Und dann hatte wohl die Ehr gesiegt. Der Bauer kam wieder auf: wie das oft so ist in einem Kampfe. Der Karl aber hatte sich abgerungen Der Bauer drängte ihn vor sich her in die Mitte der Stube.. „Aber nun muß ein End' sein!“ rief er, und er packte und rieß und stieß, und da tat's einen Knall und Fall, und der Karl lag der Länge nach auf dem Boden. Warf sich burtig der Bauer auf ihn.„Laß ab!“ „Hurra!“ schrien die Bauern und sahen den Sevmann voll ehrlichen Erstaunens an. Er war doch noch ein ganzer Ker!! Die Jungen aber waren ganz verdattert. Sie wußten nicht, was sie zu dem„Fall“ sagen sollten. „Eine Lage Bier!“ triumpbierte der Bauer.„Ich die zweite!“ rief der Karl, und er lachte übers ganze Gesicht. Da wurden die Jungen nachdenklich... „Nix da, beut' bezahl ich!" bestimmte der Bauer. Da hat denn ein fröhlich Zechen angesangen. Haben auch die Alten und die Jungen bald durcheinander gesessen, und kamen auch der Sieger und der Besiegte wieder beieinader.„Auf meine Ehr!“ sagte der Bauer.„Auf die Anna!“ antwortete es leis. Sie baben die Gläser klingend aneinandergestoßen. Nach acht Tagen lief eine Mär durchs Dorf: die Anna und der Karl waren miteinander versprochen. Da haben sich die Alten, da haben sich auch die Jungen verständnisinnig zugelächelt, aber gesagt hat keiner ctwas. Sie ließen dem einen die Ebre und dem andern die Anna. Wie ealten neue Fülme in Herne Lichtburg: „Heißes Blut“ Etwas Paprika, ein Glas Tokaver und dazu ein feuriger aaufpeitschender Csardas, dann, ja dann kommt das beiße Blut ins Wallen. So stellen wir uns die Bedingungen vor, die dazu angetan sind, uns in die so herrliche Ekstafe zu bringen, die uns das Schwere des Alltags vergessen läßt. Wenn das Blut wallt, dann singt und klingt es in uns, dann mischt sich auch wohl in unsere Stimmung ein Schuß Sentimentalität, aber zuletzt sind wir doch wieder obenauf, dann singen wir und tanzen und freuen uns unseres Lebens. In diese Stimmung versetzt uns der neue Ufa=Film„Heißes Blut". Wie könnte es anders sein, als daß zur Trägerin der Hauptrolle wieder die quicklebendige, rassige, und feurige Marika Rökk ausersehen wurde, die ihre hervorragende Bestimmung für diese Rollen in„Leichte Kavallerie“ eindrücklich unter Beweis stellte. Sie ist diesmal die verarmte Baroneß, die durch einen tollen Trick ihr Lieblingspferd aus der Konkursmasse zu retten weiß. Um diesen wilden„Satan“ drebt sich nun alles, er wird durch Tibor(Hans Stüwe) wieder der rechtmäßigen Eigentümerin zurückgegeben, worauf sich dann ein Krach zwischen Marika und Tibor ergibt, der nur durch die große Liebe der beiden zueinander wieder ausgeglichen wird. Ehe sie aber vollkommen einig sind. ergeben sich noch lustige und verzwickte Situationen, deren Erfolg nicht zuletzt von Paul Kemp bestimmt wird, der hier einen zugetanen Diener gibt, dem das Wohl und Webe seiner Herrin Marika über alles geht. Ab und zu wirbelt Paul als Jozci durch die Szenen und spricht mit Gelassenheit seine urdrolligen Worte. Ursula Grablev. Max Gülstorff und Heinrich Berg wurden vom Spielleiter Georg Jacobv an die richtigen Stellen gesetzt, sie sind nicht zuletzt beteiligt am Erfolg.— Das Beiprogramm sieht Rudolf Platte im Kurzfilm„Hier irrt Schiller“, in dem er seinen köstlichen Humor zum Besten gibt. Schauburg: „Die Leuchter des Kaisers“ Karl Hartl bat als Regisseur verschiedener Filme, denen schon vom Aufwand ber mehr als eine gewöhnliche Bedeutung zukam, nachhaltigen Ruf gewonnen, wir erinnern nur in„FP 1“ antwortet nicht und an den„Zigeunerbaron". Als Drehbuchautor ist er aber nicht so stark wie als Regisseur. Das mag auch in dem Film„Die Leuchter des Kaisers" wieder zu erkennen sein, für den Karl Hartl das Drehbuch schrieb Aber das Drehbuch wird zu einem Film von gehobenem, darstellerischem Niveau, sobald neben den Autor Hartl der Regisseur Hartl tritt. Schon der Einsatz der Wiener Redoute zu Anfang wird außerordentlich geschickt gesetzt. Und das Motiv zu den zwei gestohlenen Leuchtern, in deren je einem die Gegner ein Geheimdokument versteckten, und denen sie beide nuchjagen, wird filmoptisch ausgezeichnet durchgeführt. Doch das große Prinziv beginnt eigentlich erst mit der Besetzung und mit ihrer Führung durch den Regisseur. Mit Sybille Schmitz als russischer Agentin und Karl Ludwig Diehl als polnischem Parteigänger spielt Hartl den Film in den Hauptrollen so menschlich motiviert aus, daß über dem Roman ein intimer Reiz spürbar wird. Diehl hat von Natur aus den Reiz für solche taktvolle Wirkung. Seine Reserviertbeit wirkt auch hier nie eng, sondern durchaus persönlich. Und die Sybille Schmitz führt ihre Abenteuerin auf die Linie, auf der wir sie als Miß Cheveley im„Idealen Gatten“ kennen gelernt haben. Zwei wirklich vortreffliche Darstellerleistungen. Und Hartl nützt sie so, daß er den Film fast ausschließlich auf diese beiden Leistungen hinordnet. Durch ihre Betonung bekommt der Film. berausgerückt aus der bloßen Sphäre der Verbrecherromantik, seine eigentliche Form. Mit Joe Heesters als jungem russischen Großfürst, Max Gülstorff als belustigend gesetztem Graf Surowkin, mit Heinrich Schroth. Fritz Rasp wird die Entführungshandlung des Großfürsten durchgeführt. Friedl Czeva als maskierte Entführerin fällt dabei später durch gute Haltung auf. Anton Edthofer und Inge List geben weitere Evisoden. Willi Schmidt Gentners Musik verdient ebenfalls noch als bemerkenswert in diesem sehenswerten Film hervorgehoben zu werden. Glorla-Palast „Himmel auf Erden“ „Der Himmel auf Erden" betitelt sich der Film, den der Gloria=Palast zeigt. Es ist ein ergötzliches Lustspiel, in dem eine Anzahl erstklassiger Komiker dafür sorgt, daß die Lachmuskeln der Zuschauer während des ganzen Filmes nicht außer Tätigkeit kommen. Man A5 Ind 22. In Deutschlang haben Anspruch auf bezahlten Urlaub: G F PCD-Aeen Im übrigen kuropg sindes aber nur 7% Deutscher Arbeiter! oulebst im sozialsten Stadte kuropas. Dafür danke ndolf hitler braucht nur die Namen der Hauptdarsteller zu nennen, um anzudeuten, daß es lustig zugeht in diesem Film. Da ist es der ewig nuschelnde Hans Moser, der mit seiner Aufgeregtheit und Nervosität alles in Unruhe bringt, dann ist da die unverwüstliche Adele Sandrock, wie immer der gefürchtete Drachen, Heinz Rühmann, der seinem Freunde Hermann Thimig helfen muß, daß er doch noch sein Lebensglück finden kann, wobei diesem Lizzi Holzschuh als seine Gattin mit viel Liebe zur Seite steht. Erwöhnen wir noch Theo Lingen den Theaterdirektor, der nach dem„Himmel auf Erden“ schreit, dann mag jeder erkennen, daß diesem Aufgebot an Filmkomikern an den erwünschten Heiterkeitserfolgen nicht fehlen kann. Ein zweites Lustspiel ergänzt das Programm. Gerthe Elternabend der Evangelischen Volksschule an der Heinrichstraße g. Die Evangelische Volksschule an der Heinrichstraße veranstaltete erstmalig im Saale Kalthoff einen Elternabend, der dazu dienen sollte, die durch Ministerial= erlaß an jeder Schule gegründete Schulgemeinde, die aus den Eltern und Lebrern der Kinder gebildet wird, in Erscheinung treten zu lassen. Im Rahmen dieser Schulgemeinde und der für die Schule besonders ernannten Jugendwalter aus Vertretern der Elternschaft und der von der Hitler=Jugend bestimmten Jugendführer und Jugendführerinnen sollte der Abend einen Einblick in die Arbeit der Schule geben, wie sie durch den Ministerialerlaß über Schulgemeinden gefordert wird. In diesem Sinne hielt der Schulleiter, Rettor Lütz. seine Begrüßungsansprache und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß dem ersten Aufruf der Schule so zahlreich Folge geleistet worden war. Die nun folgenden Darbietungen, bestehend aus Sprechchör,, Gedichten, musikalischen Darbietungen in Lied, Chorgesang und Flötenspiel, Volkstänzen, turnerischen Vorführungen der Grundschule und Oberstufe sowie kleine Aufführungen zeigten, in welchem Geiste heute die Schule ihre Arbeit an der Jugend leistet. Im zweiten Teil des Programms wurden zwei Schmalfilme gezeigt, die die Eltern davon überzeugten, daß dieses moderne Anschauungsmittel in vielen Unterrichtsfächern unentbehrlich geworden ist und daß der vierteljährlich erbetene geringe Lehrmittelbeitrag den Kindern in der Ausbildung zugute kommt. □ Aus amtlichen Bekanntmachungen Im hiesigen Handelsregister Abt. A Nr. 322 ist bei der Firma Albert Louis Fröbel in Herne, am 17. Februar 1936 zu der Prokura des Walter Esser folgendes eingetragen worden: Der Kaufmann Walter Esser führt auf Grund des Kindesannahmevertrages jetzt den Namen„Walter Fröbel“. Amtsgericht Herne. Alles tat der Führer für uns! (!) Kaum drei Jahre sind vergangen seit jenem 27. Februar 1933. an dem lodernde Flammen aus der Kupvel des Reichstagsgebäudes in Berlin schlugen. Flammenzeichen, die Fanal sein sollten für einen Bürgerkrieg, in dem der Bolschewismus das nationalsozialistische Deutschland in Fluten von Blut zu ertränken gehofft hatte. Das wäre das Ende der Nation, das Ende unseres Volkes und unseres Lebenswillens gewesen. Ein Blick nach Sowjetrußzland genügt, um jedem zu zeigen, in welchen Zustand das Reich versunken wäre. In dem weiten Rußland mit seinen gewaltigen Naturschätzen säumen den grauenvollen Weg des Bolschewismus Millionen von Leichensteine der Verbungerten und Hingemordeten. Dem eng bevölkerten Deutschland hätte die Gewaltherrschaft Moskaus in wenigen Monaten schon die Ruhe der Friedhöfe gebracht. Der letzte Rest von Lebenswillen wäre erstickt, der Name Deutschland für alle Zeiten aus dem Buch der Geschichte gelöscht. Vor diesem Geschick hat Adolf Hitler die Nation in letzter Stunde zurückgerissen. Hat ihr ihre Freiheit, ihre Ehre und ihre Gleichberechtigung wiedergegeben, hat uns den Glauben an unsere und unsere Kinder Zukunft wiedergeschenkt. Noch gibt es viel zu tun. viel zu bessern und viel Schwierigkeiten zu überwinden. Ein Rückblick auf dier ersten drei Jahre nationalsozialistischer Regierungsführung unter Adolf Hitler zeigt uns aber die gewaltigen Erfolge, die auf zahllosen Gebieten schon erzielt wurden. Und diese Erfolge berechtigen uns zu der Hoffnung, daß wir unter der Führung des ersten Arbeiters der Nation auch dieser Schwierigkeiten Herr werden. Am 29. März schreitet das deutsche Volk zur Wahl. Es ist kein Wahltag wie in den Jahren des Haders der Parteien von einst, sondern der Tag, zu dem Adolf Hitler das Volk aufgerufen hat. der Welt zu beweisen, daß der Führer und Deutschland untrennbar sind. Arbeitskameraden und Arbeitskameradinnen! Denkt immer daran: Alles tat der Führer für uns! Am 29. März unsere Stimme für Adolf Hitler! Bücher Zeitschriften Münchener Illustrierte Presse. Wenn in Bavreuth Festspieljahr ist, merkt man das schon Monate vorber. Früber als sonst legt die Stadt die winterliche Stille ab und mit den ersten Schneeglöckchen, die im Hofgarten längs des Kanales blühen, setzt Geschäftigkeit ein. Denn die Wagnerstadt Bayreuth ist nicht nur Erinnerungsstätte, die alte Traditionen hütet. gerade das Festspielhaus und was um es herum in, wandelt sich immer nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten einer neuen Zeit. In der Wagnerstadt hat die Münchener Illustrierte Presse Besuch gemacht und zeigt nun das Ergebnis dieses Besuches in einer Bilderfolge in der neuesten Nummer 12. Das neue Daheim(Nr. 25) bringt unter dem Titel „Zwanzigtausend Lebensretter— jährlich zweitausend Gerettete“ einen reichillustrierten, spannenden Bericht über die australischen Lebensrettervereinigungen an den Küsten des Stillen Ozeans.(Verlag Velhagen& Klasing, Leipzia). Germanien— Monatshefte für Vorgeschichte zur Erkenntnis deutschen Wesens. K. F. Koebler, Verlag, Leipzia. 1936 Heft 3. Vierteljährlich 3 Hefte. Das vorliegende Heft beginnt mit einem Rückblick auf die Kämpfe der Zeitschrift, deren oberstes Ziel,„die erbmäßigen Eigenwerte der deutschen Seele zu schützen", unbeirrt festgehalten wird, von dem langjährigen Mitarbeiter und jetzigen Hauptschriftleiter Dr. J. O. Plaßzmann. Eremita schildert den Kampf um Symbole der deutschen Seele, zum Beisviel des Weihnachtsbrauchtum. Universitätsvrofessor Dr. Tbeo Sommerlad enthüllt die erschütternde„Umwandlung germanischen Brauchtums durch die Kirche". Ueberraschend gegenwartsnabe mutet die Darstellung„Der altgermanische Staat“ von Dr. Wolfgang Hofmann an. Dr. Siegfried Sieber erzählt fesselnd von einer(Anfang des 20. Jahrhunderts verschwundenen)„Trojaburg in Pommern“ und den an sie geknünften Bräuchen, die 1935 wieder aufgenommen wurden. Von kleineren Beiträgen sei „Alte Hirtenrufe, Zeugnisse für die Gesangskunst unserer Abnen“ von K. Wehrhan(mit Notenbeispielen) hervorgeboben. Die meisten Beiträge werden durch zahlreiche Bilder ergänzt. Ein Blick durchs Fenster zeigt den Frühling. Ein Blick in die Fliegenden Blätter beweist sofort den immer frischen vielseitigen Humor dieses altbewährten Familien= witzblattes!(Verlag Schreiber, München 27). Zwei Bilder— Zwei Dokumente Früher kümmerte sich um die Aermsten der Armen niemand. Sie etwas Verwertbares zu finden.(Sennecke. M.) durchsuchten die Schutthalden, um irgend Heute betreut das Winterhilfswerk diese Volksgenossen, von denen keiner — hungern oder zu frieren braucht. Graphische Werkstätten, M.) Wirtschaft für alle Reichsbahn im Aufschwung Der größere Verkchr Von Generaldirekter Dr. DORPMULLEF„ Hauptversammlung der Reichsbank Der Führer sprach in Hamburg Ein Blick in die überfüllte Hanseaten=Halle in Hamburg während der mit noch nie gesebener Begeisterung ausgenommenen Rede Adolf Hitlers. Heinrich Hoffmann. M. Es gibt nur eine Möglichkeit Die Hamburger Rede des Führers] Appell an das deutsche Volk in vermeintlichen Erfolg von Tagen. Vooder Monaten, dann würden sie erschrecken in der Erkenntnis der notwendigen Folgen einer solchen ungeschichtlichen Handlung. Als Führer der deutschen Nation und ihr verantwortlicher Sprecher und Leiter, din ich nicht in der Lage, auch nur einen Schritt zu tun, der mit der Ehre der deutschen Nation unvereinbar ist! Ich kann so bandeln, weil ich weiß, daß in diesem Entschluß die ganze deutsche Nation hinter mir steht.(Minutenlanger Jubel.) Die Welt, wenn sie an der Beständigkeit dieser Entschlußkraft zweifeln sollte, wird am 29. März ein klares Urteil der gesamten Nation und damit ihr Bekenntnis erbalten.“ Der Führer gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß ohne eine grundsätzliche Klärung in Europa eine dauerbafte friedvolle Zusammenarbeit der Staaten und Nationen gar nicht möglich sei.„Wenn die andere Welt den Geist von Versailles noch nicht verloren haben sollte, die deutsche Nation bat ihn abgelegt, und zwar endgültig!" Das Problem, das von uns zu lösen ist, sei nicht die Revision der Buchstaben eines Vertrages, sondern die Revision einer Gesinnung, die sich darin offenbart, daß man nun, nachdem der Krieg vor 17 Jahren beendet wurde, immer noch glaube, weiterhin dem deutschen Volk seine Gleichberechtigung verweigern zu können. Dieses Problem muß gelöst werden, und es gibt nur eine Möglichkeit: Entweder, es wird so anständig gelöst, wie wir das erstreben, und man ermöglicht uns dadurch die Zusammenarbeit mit dem übrigen Eurova, oder Deutschland wird seinen Weg allein gehen aber unter keinen Umständen noch einmal sein Recht oder seine Ehre preisgeben! Dieser Entschluß bedroht niemanden. Im Gegenteil, er befreit die Welt von einer unmöglichen Belastung. Aus diesem Entschluß ist unser großes Angebot gemacht worden, von dem wir uns erhoffen— noch immer erhoffen—, daß es mithelfen kann. Eurova die langersehnte Ruhe zu geben. Wir stehen zu diesem Angebot. Die Welt fragt: Ja. ob sie es auch halten? Sie hat gar keine Berechtigung, vom Nichteinhalten von Verträgen zu reden!(Beifall.) Wir könnten eine Rechnung aufmachen seit dem Jahre 1918, wie Verträge gehalten worden sind. Ich habe diese Wahl ausgeschrieben, damit alle sehen, daß nicht ich allein solche Ehrbegriffe besitze, sondern daß sie die ganze Nation ihr eigen nennt! Man soll auch seben, daß ich nicht allein dieses Angebot zum Fried##nache, sondern daß ich es stelle im Namen dieser 67 Pllionen, aber auch, daß nicht ich allein beleidigende Zu Gutungen zurückweise, sondern daß das ganze deutsche Volk sich solche nicht bieten lassen will!(Begeisterte Zustimmung.) Deutschlands evangelische Pfarrer stehen in Treue zum Führer *rs Berlin, 23. März. Der Reichskirchenausschuß gibt bekannt, daß der Reichsbund der deutschen evangelischen Pfarrervereine eine Entschließung gesaßt hat: „Die zur Reichsführerratssitzung des Reichsbundes der deutschen evangelischen Pfarrervereine, e. B., in Berlin versammelten Vereinsführer haben freudig die Kundgebung unserer evangelischen Kirche, wie sie in dem Telegramm von Generalsuperintendent D. Zoellner vorliegt, begrüßt. Sie haben sich diese Treukundgebung für den Führer in dieser Entscheidungsstunde unseres Volkes vollinhaltlich zu eigen gemacht.“ chor, die Polizeikavelle, die Werkscharen und die Pimpfe. Gauwalter der NSG Kraft durch Freude Westfalen=Süd Breidenbach hob in einer Ansprache bervor, daß die Urlaubsreisen für das Jahr 1936 infolge der gesteigerten Nachfrage um 70 Prozent gegenüber 1935 hätten erhöht werden müssen. Das sei ein Zeichen, wie sehr die NSG Kraft durch Freude im Volke verankert sel. Kraft durch Freude habe der Führer dem deutschen Volke wiedergegeben. Dafür sollten ihm alle am 20 März Dank wissen. Zum Schluß wurde der Parteitagfilm 1935„Triumph des Willens" vorgeführt. Leistungsschau ruhrländischen Handwerks in Essen ** Essen, 23. März. Samstag vormittag wurde im Hause der Ständigen Gewerbeschau in Essen eine Leistungsschau des ruhrländischen Handwerks eröffnet, die dem Charakter der ständigen Gewerbeschau entsorechend als Dauerausstellung gedacht ist Die Unterredungen von Rom, 26. Mäz. Der ungarische Ministerprästdent Gömbös und der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg haben am Sonntag nachmittag in Begleitung ihrer Außenminister die dritte Unterredung mit dem italienischen Regierungschef gehabt, die ungefähr zwei Stunden dauerte. Nach der Unterredung wurde folgende kurze amtliche Mitteilung ausgegeben:„Die italientsch=österreichisch=ungarischen Besprechungen, die am Samstag begonnen wurden, sind am Sonntag nachmittag im Palazzo, Benezia fortgesetzt worden. Sie haben zum Abschluß von Vereinbarungen geführt, die am Montag unterzeichnet werden". Limes" über die Gefahr eines Militärbündnisses DNB London, 23. März. In der„Sunday Times“ vertritt Seruator, nachdem er im einzelnen die Vorschläge der Locarnomächte zerpflückt hat, die Ansicht, daß die auf der Grundlage der Gegenseitigkeit in Aussicht genommenen Besprechungen der Stäbe unvermeidlich zu einem Militärbündnis führen würden. Die Einkreisung, die im Jahre 1914 eine Redensart gewesen sei, würde dann Wirklichkeit werden und endgültig die Vereinsamung Deutschlands in Europa bedeuten. Sport-Nachtrag Unsere Voraussagen für heute: Saint Cloud: 1. R.: Canard— Cote Basaue 2. 2. R.: Berset— Saint Mibiel. 3. R.: Carvia— Flora. 4. R.: Fantastic— Ursus. 5. R.: Dupleix— Morvillars. 6. R.: Sainte Catberinette— Le Ner. 7. R.: Broom— Sarn. Die Schlüsselstellung, die die Deutsche Reichsbahn in der deutschen Volksgemeinschaft einnimmt, ist durch die Größe ihres Betriebes und durch ihre das ganze deutsche Vaterland umfassende Organisation begründet. Als Hauptträgerin des deutschen Verkebrs gibt sie dem heutigen Kulturstand und der Lebenshaltung des Volkes die Voraussetzung und die Möglichkeit zur Aufwärtsentwicklung. Die Stärke des Verkehrs. welcher der Reichsbabn ihre Aufgaben stellt, ist ein Gradmesser der jeweiligen Wirtschaftslage. Denn Erzeugung und Verbrauch bestimmen— neben dem Durchfuhrverkehr— den Umfang des Güterverkehrs Der Beschäftigungsgrad der Volksgenossen und das dem Woblstand des Volkes entspringende Reisebedürfnis bestimmen den Personenverkehr. Die Schwankungen der Verkehrsleistungen der Reichsbahn sind daber sowohl im Personen= als auch im Güterverkehr ein Spiegelbild der deutschen Wirtschaftsentwicklung. Die Verkehrsentwicklung zwischen 1925 und 1935 beweist die weitgebende Uebereinstimmung mit der wirtschaftspolitischen Lage dieser Jahre. Welche Verkehrsoder Betriebsgröße man auch immer untersucht, ob Zugkilometer, ob Achskilometer, ob Zabl der beförderten Tonnen und Reisenden. ob Wagenstellung. ob BrennHeroische Redensarten? „Sie haben uns, die wir an der politischen Front steben, verböhnt und sich selbst beroischer Redensarten bedient. Ich bekenne mich zur Verständigung und friedlichen Befreiungsvolitik. Es gibt keinen anderen Weg für die deutsche Befreiung als den geistigen Ringens um die Gerechtigkeit.“ So sprach erbittert einer der bekanntesten Abgeordneten des System=Reichstages. Er wie seine Fraktionsfreunde hatten beim Schluß ihrer politischen Tätigkeit fünfzehn Jahre„geistigen Ringens“ für Gerechtigkeit hinter sich. Ihre Erfolge waren gleich Null! Der, welcher angeblich nur heroische Redensarten machen konnte. Adolf Hltler hat in wahrhaftem geistigem Kampfe mit einer feindlichen Umwelt dem deutschen Volke sein Recht verschafft und die deutsche Befreiung in einem Fünftel der von seinen Vorgängern nutzlos vertanen Zeitspanne wahrgemacht. Das dankt Ihm das deutsche Volk am 29. März stoffverbrauch, immer zeigt sich die gleiche Tendenz: bis 1929 während der Zeit der durch verfehlte Anleihe politik erzeugten Scheinblüte ein beträchtlicher Anstieg alsdann während dre Krisenjahre bis 1932 ein jäber Abfall. Seit Uebernahme der Macht durch den Nationalsozialismus steigen die gleichen Kurven bis beute stetig an, ein Abbild der mit zäher Energie wieder in Ordnung gebrachten Wirtschaft, der in dieser Zeit bewerk stelligten Minderung der Arbeitslosigkeit und der Erhöhung der Erzeugung und des Verbrauchs. Der stark anwachsende Verkehr brachte der Reichsbahn erhöhte Einnahmen. Sie konnte daher Tausende von Kräften neu einstellen und ihre Aufträge an die Wirtschaft stark steigern und steuerte so ihrerseits zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung in ausschlaggebendem Ausmaße bei. Die durch wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung geweckte Initiative auf allen Gebieten gab bei der Reichsbahn auch den Auftrieb zu beschleunigter technischer Weiterentwigiuna— Erweiterung des elektrischen Betriebes, Erhöbung der Geschwindigkeiten. Bau von Stromlinienfahrzeugen—, zur Durchführung gewaltiger Bauten,— wie die Rheinbrücken. der Rügendamm. die Nord=Süd=S=Bahn Berlin u. a. m.—, zum Aufbau des Personalwesens nach nationalsozialisttschen Gesichtspunkten und zu großen organisatorischen Veränderungen. Wenn uns so die Reichsbahn in ihren Betriobs= und Verkehrsergebnissen ein Sviegelbild der deutschen Wirtschaftsentwicklung vorhält, so steht sie umgekehrt in unlöslicher Verbindung mit dem Wohlergeben des deutschen Volkes. Für dieses allein ist sie da, für dieses schafft sie aus ganzer Kraft mit an dem Aufbauwerk des Führers. Spaten als Waffen des Friedens Reichsarbeitsführer Hierl spricht zu 200 000 Arbeitsdienstmännern Der rechte Sozialismus Rdz. Gauveranstaltung unter freiem Himmel rwd Bochum, 23. März. Zum ersten Male hatte der Gau Westfalen=Süd der NSG Kraft durch Freude am Sonntag abend in Bochum auf dem Moltkeplatz eine Veranstaltung unter freiem Himmel durchgeführt. Bei dem berrlichen Frühlingswetter wurde sie ein voller Erfolg. 15000 Volksgenossen hatten sich eingefunden. Das Rahmenprogramm bestritten ein Massens Berlin, 23. März. Der Reichsarbeitsführer empfing am Sonntag im Rahmen einer Morgenseier im großen Gendesaal der Funkhauses, der auch das Führerkorps des Reichsarbeitsdienstes beiwohnte, die ansscheidenden Arbeitsmänner. Mebr als 200000 Arbeitsmänner standen dazu ge meinsam mit der Kopf= und Stadtgemeinde ihrer Lagerheimat versammelt, um die Abschiedsworte zu bören. Reichsarbeitstührer Konstantin Hierl sprach dann zu den scheidenden Arbeitsmännern:„In wenigen Tagen werdet Ihr Abschied nehmen von Euren Arbeitsstätten. Ihr könnt mit Stolz auf Eure Arbeit zurückblicken, die Ihr im Ehrendienst des deutschen Volkes und für seine Ernährungsfreibeit geleistet habt. Ihr seid in soldatisch strenger Zucht gebalten worden. Ihr habt einsehen lernen, daß der Geborsam für eine Ge meinschaft eine Wohltat für alle ist. Ihr habt im Reichsarbeitsdienst aber auch erlebt, daß unsere Gemeinschaft ebenso auch durch die Kameradschaft zusammengebalten wird. Geborsam und Kameradschaft zusammen gibt den rechten Sozialismus. Haltet auch nach Eurem Ausscheiden an diesem Gemeinschaftsgeist fest und übertragt ihn auf unser ganzes deutsches Volk. Bekennt auch in Zukunft zum Lebensgesetz der Treue, des Geborsams und der Kameradschaft, dann werdet Ihr wertvolle Söhne Eures Volkes sein!“ „Nationalsozialistische Schartmacher!“ schrien sie einst und kündigten Mord und Brand durch nationalsozialistische Kriegshete an. Die das prophezeiten, haben unrecht behalten! Mit Polen schlossen wir einen Friedensvakt! Im Westen stellten wir die Vorbedingungen eines wirklichen Friedens sicher! Mit England einigten wir uns im Klottenabkommen! Adolf Hitlers große Vorschläge zeigen den Weg zur Befriedung Eurovas! Deshalb vorwärts mit Adolf Hitler! Seiner Friedenspolilik alle Stimmen am 29. Mürz! In der HV. der Reichsbank war ein Kapital von 47,8 Mill. RM. durch 82 Anteilseigner vertreten. Die Tagesordnung wurde ohne Aussprache erledigt und die Dividende auf 12 Prozent festgesetzt, wovon bekanntlich 8 Prozent den Anteilseignern in bar zufließen und 4 Prozent in den Anleibestock geben. Präsident Dr. Schach nahm das Wort zu folgender Erklärung: In diesem Zeitpunkt, in dem das britte Geschäftsjahr der Reichsbank unter der nationalsozialistischen Regierung abgeschlossen ist, wirbt der Führer und Reichskanzler erneut um das Vertrauen des deutschen Volkes. Die Reichsbank bat an dem Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung durch finanzielle Hilfeleistung und ohne Störung des Geld= und Kapitalmarktes mitgewirkt. Sie hat im Gegenteil den zerrütteten Geld= und Kapitalmarkt wieder bewegungsfähig gemacht. Die Ausweitung des Zahlungsmittelumlaufs und des Kreditvolumens ist da bei nicht erheblich gewesen, und sie ist wesentlich hinter der Steigerung der volkswirtschaftlichen Umsätze zurückgeblieben. An die Emissionskraft des Kapitalmarktes sind erhebliche Ansprüche gestellt worden, ohne das Zinsniveau zu erhöben. Im Gegenteil, die Zinsen sind auf der ganzen Linie des lang= und kurzfristigen Kredits gesenkt worden. Die Auslandschulden sind weiter erheblich abgebaut worden, ebenfalls unter Senkung der Zinsen. Das alles ist unter Stabilbaltung der Reichsmark erfolgt. Der deutsche Arbeiter und Sparer wird dafür seinen Dank dem Fübrer bei der Wahl aussprechen. Aus dem Lothringen-Konzern In der außerordentlichen Vollversammlung der Gewerken der in Liquidation befindlichen Gewerkschaften Alte Haase 1, 2 und 8 wurde die LiquidationsSchlußrechnung geneymigt und beschlossen, je Kur eine Schlußrate von 71,60 RM. auszuschütten, nachdem bereits 1935 eine Liquidationsrate von 300 RM. je Kur zur Verteilung gekommen war, so daß bei der Liautdation eine Schlußquote von 871,60 RM. je Kur entfallen ist. Dem Liquidator wurde Entlastung erteilt Von den 3000 Kuren der Gewerkschaft waren 2805 Kure in der Versammlung vertreten. Der größte Teil der Kuxe befindet sich im Besitz des Lothringen=Konzerns. Der Etat des Arbeiters und Angestellten nek Das Einkommen der Arbeiter, Angestellten und Beamten war im letzten Vierteljahr vor der Machtergreifung auf 6.5 Milliarden Reichsmark abgesunken. Das Schlußvierteljahr 1935 brachte demgegenüber eine Aufbesserung auf 8,1 Milliarden RM. Im Jahre 1933 hatten 63 v. H. aller Arbeiter einen Wochenlohn unter 24 RM., 1935 nur noch 55,1 v. H. Der Anteil derjenigen, die mehr als 36 RM. in der Woche verdienten stieg von 17,1 v. H. im Jahre 1933 auf 22.8 v. H. im Jahre 1935. Bei den Angestellten hatten 1933 38 v. H ein Monatsgehalt von höchstens 100 RM. 1935 waren es nur noch 31,7 v. H., die so gering bezahlt wurden Die Gehälter zwischen 100 und 200 RM. stiegen von 31.4 v. H. auf 33,5 v. H. Im gleichen Verhältnis erhöhte sich auch der Anteil der böberen Gehaltsgruppen. Der Kleingärtner wird geschützt Der Reichsarbeitsminister weist in einem Erlaß# darauf hin, daß die vorhandenen Kleingärten zu schützen sind, soweit dies irgend vertretbar ist. Wird eine Kleingartenanlage für andere Zwecke verwendet, so werden nicht nur die Werte, die der Kleingärtner mit Fleiß und Opfern geschaffen hat zerstört, sondern auch die seelische Verbindung mit dem Boden zerrissen. Bei der Gesamtplanung soll deshalb darauf Rücksicht genommen werden, damit die vorbandenen Kleingärten bestehen bleiben. Der Erlaß befaßt sich mit der Frage, was wichtige Kündigungsgründe sind. Für die Kleinsiedlung dürfen Kleingärten nicht in Anspruch genommen werden, es sei denn zu Gunsten des Kleingärtners Als wichtiger Kündigungsgrund gilt ein Bauvorhaben nur dann, wenn Bauland an anderen Stellen nicht zu: Verfügung steht und die Finanzierung des Neubaues gesichert ist. Muß ein Kleingarten geräumt werden, so soll geeignetes Ersatzland, das dauernd zur Verfügung steht, beschafft werden. Nur noch die Hälfte Koks auf den Halden nsk Die Kokswirtschaft, deren Beschäftigung vom Geschäftsgang wichtiger anderer Wirtschaftszweige zum Teil auch von der Kaufkraft des Verbrauchers abbhängt, ist ein guter Gradmesser für den Wirt schaftsan stieg. Um so erfreulicher ist die Tatsache, daß die deutsche Kokserzeugung im letzten Vierteljahr 1935 auf 8,16 Millionen Tonnen gestiegen ist, wäbrend sie im vierten Vierteljabr 19932 nicht mehr als 5.08 Mill. Tonnen ausmachte. Das bedeutet, auch wenn man die Leistung der hinzugekommenen Saarwirtschaft abrechnet, eine Zunabme um über 50 v. H.! Die Zahl der beschäftigten Arbeiter lag 1935 um mehr als ein Viertel über dem Stand von 1933, der im Vergleich zum letzten Systemjahr schon wesentlich gebessert war. Der Ausfubrüberschuß erhöhte sich im vergangenen Jahr um 470000 Tonnen. Auf den Halden lagert gegenwär tig nur mehr soviel Koks wie im Sommer 1930 nach der Hochkonjunkturveriode. Der günstige Absatz bat die in der Krisenzeit aufgebäuften Lagerbestände halbiert. Letzte Nachrichten Baldwin und Eden wieder in London, 26. März. Baldwin und Eden uud Conntäg nachmittag nach London zurückgekehrt. wir leben Trotz enösten Lebensraums nsk Berlin, im März. Durch die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Beziehungen war Deutschland gezwungen, die für das Volk ebensnotwendigsten Nabrungsmittel in mögichst weitem Umfange aus eigenem Grund und Boden zu erarbeiten. Die Entwicklungstendenzen in allen Ländern gingen dabin, mehr oder weniger geschlossene Nationalwirtschaften zu bilden, da die Erfahrungen des Weltkrieges gezeigt hatten, daß ein Volk nur dann allen Kämpfen gewappnet gegenübersteht, wenn es seine Angehörigen mit eigenwirtschaftlichen Lebensmitteln ernähren kann. Nun ist aber der deutsche Lebensraum, im Vergleich gesetzt zu der Zabl seiner Bewohner, mit der kleinste in der ganzen Welt. Nur einige wenige Staaten haben eine noch dichtere Bevölkerung aufzuweisen als Deutschland. Rund 45 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche stehen hier für je 100 Einwohner zur Verfügung. Wie überaus ungünstig dieses Verhältnis ist, ergibt ein Vergleich mit anderen Staaten. So entfallen auf je 100 Einwohner an landwirtschaftlich genutzter Fläche in Italien 56 Hektar. in Dänemark und Frankreich je 85 Hektar, in den Vereinigten Staaten von Amerika sogar 120 Hektar. schließlich stehen Kanada bei diesem Vergleich 262 Hektar zur Verfügung und endlich der Union der SowietRepubliken 317 Hektar. Es ist selbstverständlich, daß, je kleiner der zur Verfügung stebende landwirtschaftlich nutzbare Raum ist, desto größer die Aufwendungen sind, die angewandt werden müssen, um die notwendigen Nahrungsmittel zu erstellen. Es wäre nach diesem Gesetz also verständlich, wenn Deutschland die verhältnismäßig höchsten Preise für Nabrungsmittel hätte. Jedoch zeigen die Tatsachen daß dieses Preisentwicklungsgesetz durch die Maßnahmen der nationalsozialistischen Agrarpolitik über den Hausen geworfen ist. Während die Ernährungskosten sich bei uns seit 1932 in verhältnismäßig nur geringem Umfange erhöht billigsten! haben, war in den meisten andeken Ländern Eurovas und der Welt eine z. T. recht erbebliche Steigerung festzustellen. Dabei muß außerdem noch bemerkt werden. daß durch die Marktordnung= und Festvreisgesetze bei den wichtigsten Massenbedarfsgütern die Preise völlig stabil blieben, zum Beispiel bei Brot, Milch, Butter, Margarine usw. Bei einem der wichtigsten Nahrungs. mittel, bei Kartoffeln wurden die Preise im Jahre 1935 sogar recht fühlbar gesenkt. Die Berechnung der gesamten Ernäbrungskosten für Deutschland ergab nun folgendes: Von 115,5 Punkten im Monatsdurchschnitt des Jahres 1932 stieg der Inder dieser Kosten auf 120,4 Punkte im Jahre 1935. Es handelt sich dabei also um eine nur geringfügige prozentuale Erhöhung. Eine andere Entwicklung aber nahm die Preisbeweaung für Nabrungsmittel in den meisten anderen Ländern. So stiegen zum Beispiel in Dänemark die Ernährungskosten um 22,1 v. H.: in Schweden um 10,9 v. H.: in Großbritannien um 14,9 v. H.: in Kanada um 22,0 v. H.: in Ungarn um 15.8 v. H.: in Belgien um 22.6 v. H.: ja, in den Vereinigten Staaten von Amerika ergab sich sogar eine Steigerung von fast 41,0 v. H. Damit ist die Liste der Staaten, die eine wesentliche Erhöhung der Ernährungskosten tragen mußten, aber noch lange nicht erschöpft. Die Union der Sowjet=Republiken kann man in diesem Zusammenhang als Beispiel überhaupt schon nicht mehr heranziehen. Die Lebenshaltung der sowietrussischen Bauern und Arbeiter hat einen Tiefstand erreicht, der eine Vergleichsmöglichkeit mit dem Lebensstandard der europäischen Völker einfach nicht mehr gestattet. Diese Vergleiche über die Entwicklungskurve der Ernährungskosten in den einzelnen Ländern mit dem den einzelnen Völkern zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Nutzraum läßt erkennen, welch ungeheure Arbeitsleistung im nationalsozialistischen Deutschland durchgeführt worden ist. Wenn es gelang, die Preise für Lebensmittel in Deutschland auf einem für den Verbraucher tragbaren Stand zu halten, so ist das im wesentlichen ein Erfolg der Maßnahmen der national. sozialistischen Agrarpolitik zur Ordnung der Märkte und zum Aufbau eines umfassenden Festpreissostems, Darüber hinaus selbstverständlich ein Erfolg der Arbeiten zur Durchführung der Erzeugungsschlacht, durch die eine erhebliche Leistungssteigerung auf allen Gebieten der Landwirtschaft erreicht wurde. Die entscheidende Bedeutung dieser Leistungssteigerungen kommt z. B. deutlich bei dem Einfuhrrückgang der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, einschließlich der landwirtschaftlichen Rohstoffe, zum Ausdruck. Bestand hier im Jahre 1929 noch ein Einfuhrüberschuß von etwa 7 Milljarden RM., so gelang es doch, bis zum Jahre 1933 diesen Einfuhrüberschuß auf 2.4 Milliarden RM. zurück. zudrängen. Der Wert des Einfuhrüberschusses an Nahrungs= und Futtermitteln sank dabei von 4.4 Milliarden RM. im Jahre 1929 auf 1,28 Milliarden RM. im Jahre 1935. Die entstehenden Lücken mußte die deutsche Landwirtschaft ausgleichen und— das läßt sich wohl ohne weiteres sagen— sie bat die ihr zugefallene schwere Aufgabe gemeistert! Das aber war nur möglich durch die Ausschaltung aller jener Kräfte, die nur daran dachten, durch Spekulationsmanöver für den eigenen Geldbeutel zu arbeiten, ohne sich irgendwie dem Volke verpflichtet zu fühlen. Die Spekulanten sind in Deutschland ausgeschaltet, während sie in anderen Ländern zumeist ihr verderbliches Handwerk noch ausüben können. Man hat früher swar niemals geglaubt, daß die nationalsozialistische Bewegung diesen Finanzmächten an den Kragen fahren würde, doch dürften die bisherigen tatsächlichen Geschehnisse bewiesen haben, daß der Nationalsozialismus nichts versprochen hat, was er nicht auch unbedingt gehalten und noch zu halten gewillt ist. Jedenfalls dürften die vorstehend genannten Zahlen jedem Volksgenossen eindeutig bewiesen haben, daß die Stetigkeit ihrer Lebenshaltung nur dem Werk der nationalsozialistischen Bewegung und der Arbeit des Führers zu verdanken ist. Wer darum auch in Zukunft Ruhe und Sicherheit und eine Stetigkeit seiner Lebensführung, wer ein arbeitsfreudiges, ein nach Innen und Außen lebensstarkes, selbstbewußtes Deutschland will. der kann nichts anderes als die Treue, die der Führer ihm gehalten bat, wieder mit Treue zu vergelten und dem Führer am 29. März seine Stimme zu geben! Arbeitslose ohne Unterstützung nsk Mit dem Jahre 1933 und der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus kam in Deutschland das Anschwellen der Arbeitslosigkeit zum Stillstand, und der settdem geführte Kampf gegen Arbeitslosigkeit bat die Zahl der Erwerbslosen von einem Höchststande im Winter 1933 von 6013 600 auf 2.4 Millionen zu Beginn des Jahres 1936 berabgedrückt. In Sowietrußland setzte zur gleichen Zeit, als in Deutschland die ersten Erfolge der Arbeitsschlacht bekannt wurden, eine gegenteilige Entwicklung ein. Im Jahre 1933 wurden 300 000 Bebördenangestellte durch den Beamtenabbau um ihre Existenzmöglichkeiten gebracht. Dieser Abbau wurde auch im Jahre 1934 fortgesetzt, außerdem wurde der Industrie die Weisung erteilt, an Personalausgaben zu sparen, wodurch die Zahl der Arbeitslosen beträchtlich zunabm. Als Arbeitslose können auch die Angebörigen der früheren Bourgoisie nud die vertriebenen Kulaken gelten. Trotz Anwachsens der Arbeitslosigkeit gibt es aber im Rätestaat seit 11. Oktober 1934 keine Arbeitslosenunterstützung! Ausländer besuchen uns! nsk Daß die fremden Völker anders denken, als ibre Zeitungen und Regierungen wahrhaben möchten, daf an die in ihren Zeitungen verkündeten„Fackel. A“ deutschen Aufruhrs“ nicht glauben, sondern ve lichen Aufbau in Deutschland überzeugt sind, beweis#### uns die Zahlen des Ausländerbesuches in Deutschland. Nachdem 1933 noch ein Rückgang der Besucher festzustellen war, stieg 1934 die Zahl der Auslandsbesucher um 55.5 v. H., eine Entwicklung, die sich auch 1935 fortsetzte. Deutschland empfing im Sommerbalbjahr 1935 1076591 Auslandsreisende gegenüber nur 591000 im Jahre 1983. Die Fremden müssen sich recht wohl gefüblt haben, denn aus der Zahl der Uebernachtungen (3 169000 im Sommer 1935 gegenüber 1708000 im Sommer 1933) ist die erhöhte durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Ausländer zu erkennen. Der OlymviaSommer 1936 wird wieder erhöhten Besuch bringen. Um das vorauszusagen, bedarf es keiner Provhetengabe. sondern nur eines Hinweises auf die Besucherzahl der Winter=Olympiade. Staft besonderer Anzeigel Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief am Sonnabend, dem 21. März, gegen 21¼ Uhr, mein lieber Mann, mein herzensguter Vater, der Kaufmann Gustav Tamm Im Alter von beinahe 50 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Ella Tamm geb. Finkemeyer, und Sohn Heinz Herne, den 23. März 1936. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 25. März, 15.30 Uhr, vom Trauerhause, Heinrichstraße 5, statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Beileidsbesuche dankend verbeten. Derbe Sattlerware billigst bei ALTENBERND Nacht.(Inh. Hövener-Bohe) Bahnhoistr. 47 Her“ Zentsehmmfen UI KNI. 1. ZÄünchener Illustrierte Presse. Wenn in Bavreutd wird jeder spieljahr ist, merkt man das schon Monate vorber. ber als sonst legt die Stadt die winterliche Stille ab mit den ersten Schneeglöckchen, die im Hofgarten gereinigt, gebageis des Kanales blühen, setzt Geschäftigkeit ein. Denn und modern umg=Wagnerstadt Bayreutb ist nicht nur Erinnerungsdie aue Traditionen hütet, gerade das Festspielg# und was um es herum ist, wandelt sich immer Thieigpanzasene den Bedürfnissen und Möglichkeiten einer neuen Annahme in Herne Heißmangel Franr Seidte Straße 2 Bahnhotstraße 134 Hont Cenisstrabe 9 Der Blindenverein Herne erbittet für nachstebende Mitglieder Aufträge: Strick= und Häkelarbeiten: Maria Mackowiak, Nordstraße 34: Kunststrickerei und Häkelarbeiten: Aenne Pützer. Schloßstraße 26: Klavierstimmen, Revaraturen, Polieren leigene Werknatt: Mahlstedt. Bahnhofstraße 15 a. Teleobon 500 38: Blumen und Kränze: Wienbolt. Steinweg 4, Telephon 512 94: Stuhlflechter: Karl Sälzer. 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Aus dem Funkhaus: Zu den spielenden Kindern. In den zoologischen Garten. Auf die Landstraße und ins Dorf. Was wir fahen und hörten. Verantwortlich: H. Häuschen. 17.55 Gemüsenotierungen. 18.00 Von Stuttgart: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. Mitw.: Anny von Kruyswyk, Engelbert Czubok: Karl Jautz, Tenor. Erich Wassilke: 24 Zigeunerbuben: Hubert Giesen; das Rundfunkorchester. Musikalische Leitung: Gustav Görlich. 19.00 Schallplattenkonzert. 19.45 Kleine Musik. 20.00 Erste Abendmeldungen. 20.10 Montag=Abendausgabe. Es spielt das Kleine Orchester. Leitung: Leo Evsoldt und zwischendurch hört man die westd. Wochenschau. 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.20 Das Schatzkästlein ist diesmal ein Bilderbuch, ge sprochen u gespielt von Martha Kallinich, Paul Avel und E. Rummel. 23.00 bis 24.00 Von Breslau: Musikalischer Stafettenlauf. Mitw.: Großes Orchester. Leitung: Ernst Tovitz Funktanzkavelle. Leitung: Karl Rau. Musikkorps des Inf.=Regts. Schweidnitz. Leitung: Franz Engel. Dienstau. 24. 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Was sich die Arbeiter des Sendegebietes wünschen. 13.00 Mittagsmeldungen und Glückwünsche. 13 15 Von Leipzig: Mittagskonzert. Virtuose Unterhaltungsmusik. 14.00 Mittagsmeldungen. 14.15 Das Kammerquintett spielt 15.00 Sendepause. 15.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Alte und neue Stimmen der Kindbeit. Besinnliche und fröhliche Erinnerungen und Schilderungen des Kinderlebens in Vergangenheit und Gegenwart, dargebracht in Vers und Prosa mit viel Musik und vielen Liedern Zusammenstellung: C. Jenssen. 18.00 Von München: Musik zum Feierabend. Unterhaltungsorchester. Leitung: Erich Kloß. Mitw.: Eugenie Ebner, Harfe und ein Saxophon=Quintett. 19.00 Schallplattenkonzert. 19.45 Momentaufnahme. In der Waanerstadt hat die Münchener Illu* 5.. Reichsbahnbeamter sucht mögl. bald schöne. sonnige Wohnung in od Nähe Herne Schriftl. Angeb. erbet. an Bahuhof Herne. ohnungsAngebote Schöne 4 ZimmerReubau=Wg. geräumig und neuzeitlich eingerichtet, 2. Etage, Miete 55.20 Mk., sofort zu vermieten. 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