neufestgesetzten Beträg shaltsvlan für folgend ehlbetrages von 544000 chuß baufonds 276 400 ster: ges. Meister. om 30. 1. 1935(RGB imigung der Aufsichts lt. Sie hat folgenden sberg, d. 27. Aug. 1935 st 1935— 70— betr 935. ugung vom 15. April h welche u. a. die Beiges von 67700 K. des außerordentlichen 935 genehmigt worden r Deutschen Geme.# htragshaushaltssan derweitigen Festsetzung 10.— MEK hiermit die iß der im außerordentvon 67700 M.K neu von 820 400.— R.4 ist: r Umschuldung von den Umwandlung vor ständen. ndgültig festgestellten 935 ersuche ich mir gez. Unterschrift g: er. Beglaubigt: Reg.=Büro=Assistent.“ igt gemäß 8 86 Abs. vom 4. bis einschließaus, auf Zimmer Ne 5 rbürgermeister: Reverhoff. tellung hau eptember 1935 Dortmund dustrie, HanTierschauen in sitturniere mit n Darbietunle Hannover, an. Täglich nm. KundLandaufenthalt in ruhig., waldr. Badeort, 4 Mahlzeiten, ohne jegl. Nebenk., 2.50 Mk. Brinkhoff. 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Sprechstunden der Schriftleitung: (6—1 Uhr(außer Freitags und Samstags). Rotationsdruck und Verlag von C. Th. Kartenberg, Inh. C. Holtmann, Herne. Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Schriftleitung keine Haftung. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt. Anzeigenpreis: 1 mm Höhe, 23 um Breite 4 Rpf. Reklamepreis: 1 mm Höhe, 75 mm Breite 25 Rpf. Vereinskalender(im Textteil) 1 mm Höhe. 75 mm Breite 10 Rof. Zurzeit ist die Preisliste Nr. 3 gültig. Nachlaßstaffel A.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für die durch den Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten, sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Gewähr übernommen. Annahmeschluß: Tags zuvor 16 Uhr. Erfüllungsort und Gerichtsstand: Herne in Westfalen. Nr. 205 Montag, den 2. September 1935 Nach der Verpachtung abessinischen Bodens durch den Regus: Italien will die Erteilung der Konzessionen nicht anerkennen! Ein englisch-amerikanisches Konsortium erwarb auf 75 Jahre das Recht am Abban von Erzen und an der Gewinnung von Petroleum 7„Die Meldung des Jahres“ Schachzug vor Genf X Berlin, 2. September. Von unserem Mitarbeiter Der Negus hat mit einem englisch=amerikanischen Konsortium einen Vertrag geschlossen, nach dem Abessinien diesem für die Dauer von 75 Jahren das Recht am Abbau von Erzen und an der Gewinnung von Oel in einem rund 345000 Quadratkilometer großen Gebiet des Landes. d. h. dem größten Teil des abessinischen Staates einräumt. Der Negus bekommt von den Engländern und Amerikanern für die ihnen erteilten Konzessionen 125 Millionen Dollar. Mit dem Gelde kann er sich eine sehr annehmbare Ausrüstung für sein Heer an Waffen und Munition beschaffen, und daß sie dann auch ins Land bineinkommt, dafür werden die geschäftstüchtigen Konzessionäre schon sorgen. Ganz überraschend kommt die Nachricht von der englisch=amerikanischen Zusammenarbeit zur Erschließung der Bodenschätze Abessiniens nicht. Vor ungefähr dreiviertel Jahren hat sie bereits auf der anderen Seite des Roten Meeres im Arabien Ihn Sauds eingesetzt. Ihn Saud hat mit einem ganz ähnlich zusammengesetzten Syndikat. an dem amerikanische, englische und kanadische Firmen beteiligt sind, einen Vertrag abgeschlossen. der diesem Konzern das Recht der Erforschung sämtlicher Bodenschätze in seinem Lande gewährt. Der abessinische Vertrag ist ein Paral= lelfall zu diesem arabischen, nur daß er für eine viel längere Zeit abgeschlossen ist und von vornherein auch das Ausbeuterecht einschließt, das der im Saudisch Arabien arbeitenden Gesellschaft wohl erst noch auf Grund besonderer Abmachungen nach Feststellung der Ergiebigkeit eingeräumt werden soll. Der Vertrag von Addis Abeba wurde von dem abessinischen Berawerksminister einerseits und Rickett andererseits unterzeichnet, während der amerikanische finanzielle Ratgeber des Kaisers Colson als Zeuge diente. Die ursprüngliche Absicht des Kaisers, den Vertrag selbst zu unterzeichnen, wurde wegen religiöser Verpflichtungen des Kaisers fallengelassen. Das Konzessionsgebiet verläuft von der erythräischen Grenze am 40. Längengrad entlang zum Flusse Habasch und von dort in gerader Linie südöstlich zum Rudolf See. Der Kern der Konzession sind die außerordentlich wertvollen Petroleumfelder von Aussa Jigjigga. wegen der unlängst zwischen dem Kaiser von Abessinien und Italien Verbandlungen stattgefunden haben sollen, die sich aber zerschlugen. Von diesen Petroleumfeldern soll eine 300 englische Meilen lange Röhrenleitung nach dem Meer zum Preise von mindestens 3 Millionen Pfund gebaut werden, und zwar entweder nach Zailla oder Buhlar in Britisch=Somaliland, wobei das natürliche Gefälle die Errichtung dieser Leitung erleichtere. Raffinerien werden voraussichtlich in Jigjigga gebaut. Die African Exploitaion and Develovment Corvoration ist eine Neugründung, hinter der eine der stärksten internationalen Gruppen stehen soll, die jeweils zusammengebracht wurden. Man gibt das benötigte Kapital mit mindestens zehn Millionen Pfund an, von dem der größte Teil in New York aufgebracht wird. Die Einnahmen, die Abessinien aus der Vergebung der Kon zessionen erhält, sollen innerhalb von vier oder fünf Jahren die gegenwärtigen Einnahmen des Kaiserreichs, die sich augenblicklich auf 1 Million Pfund belaufen, mindestens verdreifachen. Dieses Geld soll zur Modernisierung Abessiniens verwendet werden, das hiermit zum ersten Male in großem Umfange erschlossen werden soll. Nachts In einer Seilengasse Von Lawreneschem Mysterium ist auch das Zustandekommen des abessinischen Vertrages umgeben, mit seinen nächtlichen Sitzungen, beabsichtigter Irreführung Neugieriger und der Vertragsunterzeichnung in einer kleinen Seitengasse. Auf jeden Fall wurde das Ge heimnis so gut bewahrt, daß es nach Phillivs nur fünf Personen einschließlich des Kaisers bekannt war. Der Abschluß des Vertrages wurde mit Fruchtsaft und Kaffee gefeiert. Rickett hat sich nach Abschluß des Vertrages per Eisenbahn nach Dschibuti begeben, um von dort über Kairo nach England zu fliegen. Tana-See als nächstes Objekt! Sir Kercival Phillivs, der selbst den Abschluß eines Konzessionsvertrages zwischen Abessinien und einer englisch=amerikanischen Gesellschaft bekanntgegeben hat, macht weitere interessante Mitteilungen über die Verhandlungen, die schon seit längerer Zeit über die Tanasee=Konzessionen im Gange sind. Auch hier hat Mr. Rickett seine Hand im Spiele. Obwohl er auf die Anfrage Phillips, ob es zutreffe, daß er ein Syndikat gebildet habe, auswich, bemerkte er doch mit bedeutungsvollem Lächeln:„Würde dies nicht eine gute Sache sein?“ Phillips zufolge laufen die neuen im Gange befindlichen Verhandlungen darauf hinaus, ein Tanasee=Syndikat zu bilden, das voraussichtlich den Namen„Tana Conservaney Syndicate“ erhalten soll. Pariser Deutungen ** Paris, 2. September. Der Vertrag. durch den der Negus die Bodenschätze unter Tage im größten Teile seines Reiches an eine englisch=amerikanische Interessengemeinschaft abtritt, bietet der französischen Presse reichlich Stoff zu Besprechungen und Deutungen. Einmal hebt man in Paris hervor, daß die italienischen Truppen in Afrika Gefahr liefen, ein Land zu erobern. dessen Untergrund bereits anderweitig ver pachtet ist, zum andern aber glaubt man, daß der ganze Vorfall die Stellung Mussolinis in Genf nur gestärkt habe, denn jetzt könne England dort nicht mehr als der reine Vertreter eines hohen Ideals erscheinen und Sühnemaßnahmen gegen Italien verlangen, die nun mehr verdächtig und selbstsüchtig aussehen würden. Im übrigen ist man in Paris der Ansicht, daß die Ver lautbarungen der englischen und der amerikanischen Re gierung, die besagen, daß sie von den Plänen nichts gewußt hätten, eine gewisse Entspannung gebracht haben. Der Sonderberichterstatter von Havas meldet aus Addis Abeba, in dortigen politischen Kreisen versichere man, daß man sich mit der Frage der Petroleumkonzessionen bereits seit drei Jahren beschäftige. Man versichere in abessinischen Kreisen, daß die ganze Angelegenheit überhaupt keinen politischen Charakter trage. Werde Italien, so fragt der Pariser„Matin", sich damit zufriedengeben, ein Mandat über den Grund und Boden, nicht aber über die Bodenschätze zu haben? Man könne auch nicht sagen, daß dieser Privatvertrag gegen die Abmachungen von 1906 oder 1925 verstieße: denn Abessinien habe diese zwischen England, Frankreich und Italien abgeschlossenen Verträge nie anerkannt. Der Schlag für Italien sei hart. Andererseits aber seien durch dieses Abkommen zum ersten Male die wahren Interessen zutage getreten, die von verschiedenen Mächten im italienisch=abessinischen Streitfall gehegt worden seien. Das„Jvurnal" meint, durch einen ordnungsmäßigen Vertrag habe der Negus einer amerikanischen Gesellschaft die Ausbeutung der wahrscheinlich reichen Petroleumvorkommen eines guten Teiles seines Landes zur Verfügung gestellt. Das Banner der Standard Ooil wehe über diesem Vertrag. Wahrhaftig, das sei kein schlechtes Spiel! Ueberraschung in Washington *** Washington, 2. September. Die Meldung über den neuen abessinischen Konzessionsvertrag hat hier derartig überraschend gewirkt, daß man zunächst an der Richtigkeit der Nachricht zweifelte. Inzwischen ist das Abkommen bestätigt worden Fortsetzung siehe 2. pol. Seite Voller Erfolg der Versuchsflüge mit Menschenkraft Die Dessauer erhalten Anerkennungsprämie *** Frankfurt, 2. September. Die ersten Versuchsflüge mit Menschenkraft auf dem Flugplatz Rebstock bei Frankfurt am Main wurden Samstag fortgesetzt. Der Flieger Dünnbeil flog am Sonnabend in 20 Sekunden bei etwa 40 Kilometer Stundengeschwindigkeit in 4 bis 5 Meter Höhe eine Strecke von 204 Meter und in 21 Sekunden 221 Meter. Bei beiden Flügen beschrieb der Pilot jeweils auch eine Linkskukve. Nach dem bis 2. September gelienden Preisausschreiben der Polvtechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main konnte das Preisgericht, dem u. a. der bekannte Frankfurter Ingenieur Ursinus(der„Vater der Rhön") als die treibende Kraft zu solchen Flügen mit Menschenkraft angehört, den Hauptpreis von 5000 Mark dem Bewerberflugzeug nicht zuerkennen. Das Preisgericht gab jedoch am Sonntag bekannt, daß es mit Zustimmung des Reichsluftsportführers beschlossen hat, die Zuerkennung einer Anerkennungsprämie von 3000 Mark an den Weettbewerber Nr. 1. Flugzeug Haeser—Villinger(Führer Dünnbeil) vorzuschlagen.(Bild 3. vol. Seite.) Die beiden Ingenieure Haeseler und Vilinger sind Statiker bei den Junkersflugzeug=Werken in Dessau. Der eine von ihnen ist 25, der andere 27 Jahre alt. Die Maschinen haben sie in ihrer freien Zeit und aus eigenen Mitteln in Dessau gebaut. Mussolini von seiner Linie nicht abzubringen In Rom spricht man von einem„Faustschlag in den Rücken Italiens“ Im Widerspruch zu den Verträgen? *er Rom, 2. September. Der Abschluß eines Konzessionsvertrages, durch den einer englisch=amerikanischen Gesellschaft die wirtschaftliche Ausbeutung Abessiniens gesichert wird, hat in der italienischen Oeffentlichkeit starke Entrüstung hervorgerufen. Man erblickt in hiesigen politischen Kreisen in dem Abschluß des Vertrages zwischen dem Negus und der anglo=amerikanischen Gesellschaft, falls die Nachrichten darüber zutreffen, einen Bruch sowohl der von England eingegangenen internationalen Verträge wie der von Amerika kürzlich abgegebenen feierlichen Neutrali tätserklärung. Falls geltend gemacht werden sollte, daß es sich um eine Abmachung privater Gesellschaften haudele, würde diese Begründung nicht für stichhaltig an gesehen werden können. Eine irgendwie geartete Aner kennung und Achtung der hier als rechtswidrig betrach teten Konzessionen durch Italien wird hier als sehr un wahrscheinlich bezeichnet. Im übrigen könne der Vertrag zwischen dem Negus und der anglo=amerikanischen Gesellschaft nach hiesiger Auffassung die von Italien eingeschlagene Linie nicht ändern oder die italienische Regierung irgendwie von ihren Beschlüssen bei der Durchführung des ostafrikanischen Unternehmens abbringen. Der Abschluß des Vertrages bedeute, so erklärt die „Tribuna“, einen Schlag gegen die italienischen Interessen und habe gerade in der besonderen Lage des Augenblicks vollends den Charakter eines Faustschlages in den Rücken Italiens sowohl von seiten des Neaus wie von seiten Englands. Der abgeschlossene Vertrag decke ein Wespennest politischer und juristischer Fragen auf. Vielleicht wäre es angebracht, von einem gordischen Knoten zu reden, der nur mit einem Schwert durchhauen werden könnte. Eln Mordanschlag auf den Diener des Italienischen Konsuls Muzzl Falconi *** Addis Abeba, 2. September. Auf den eingeborenen Diener Kebbada des italienischen Konsuls Muzzi Falconi, der seinen Herrn auf seiner Reise am 22. August begleitete und Augenzeuge seiner Verwundung war, wurde in der Nacht zum Freitag ein Mordversuch verübt. Unbekannte Täter lauerten dem Diener auf und verletzten ihn durch zwei Sveerwürfe, so daß er in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Die Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet. Die englische Regierung distanziert sich Der abessinischen Regierung empfohlen, Konzession vorläufig nicht zu ertellen London möchte Zuspitzung vermeiden *** London, 2. September. Samstag wurde im Foreign Office erklärt, daß der britische Gesandte in Addis Abeba ermächtigt worden ist, für den Fall, daß der Bericht über die Erteilung Amerikas letzte Warnung an Moskau Die Sowjets sollen streng das Versprechen der Nichteinmischung einhalten Entschiedene Erklärung Hulls *** Washington, 2. September. Die amerikanische Regierung hat in einer von Staatssekretär Hull ausgegebenen öffentlichen Erklärung, die allerdings nicht in Form einer Note nach Moskau gesandt wurde, in sehr deutlicher Form zu verstehen gegeben, daß die künftigen freundschaftlichen Beziehungen swischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion einzig und allein von der strengen Innehaltung des sowietrussischen Versprechens der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des amerikanischen Volkes abhängen. Es bleibe abzuwarten, in welchem Ausmaße die in der Antwort der Sowietregie rung angedeutete Absicht, die im Widerspruch mit den früheren Versicherungen stehe, verwirklicht werde. Ob die Beziehungen zwischen den beiden großen Nationen unglücklicherweise getrübt und die Möglichkeiten gedeihlicher Zusammenarbeit zerstört würden, hänge einzig und allein von der Haltung und den Handlungen der Sowjetregierung ab. der Oelkonzessionen richtig ist, dem abessinischen Kaiser mitzuteilen, daß die britische Regierung ihm rate. die Konzession verläufig nicht zu erteilen. Die englische Presse hat sich bemüht, festzustellen, wer Mister Rickett ist. Fast sämtliche großen Oelgesellschaften haben, so heißt es, zum Teil mit sichtlicher Entrüstung jede Beziehung zu Mister Rickett abgelehnt. Der„Evening Standard“ will festgestellt haben, daß Rickett früher für die British Oil Develovment BOD.) tätig gewesen sei, das heißt für eine Gesellschaft, die mit den großen englischen Gesellschaften nicht in unmittelbarem Zusammenhange steht. Ob seine frühere Tätigkeit mit seinem neuerlichen abessinischen Erfolg in Verbindung zu bringen sei, bleibe zweifelhaft. Im übrigen zeigt die Presse deutlich ihren Unwillen über die Angelegenheit und insbesondere über die Tatsache, daß ein Teil der Auslandsvresse eine englische Intrige dahinter vermutet. Die Blätter betonen daher, daß Rickett weder eine offizielle noch eine inoffizielle Unterstützung durch die britische Regierung erhalten werde. Englands einzige Interessen. so schreibt z. B.„Evening Standard". in Abessinien befänden sich am Tana=See, und es sei darauf hinzuweisen, daß die britische Regierung die weitere Zukunft des Tana=Sees zurzeit nicht zu erörtern wünsche, weil sie äußerst bemüht sei. alles zu vermeiden, was die italienisch=abessinische Krise verschärfen wurde. Australiens Haltung gegenüber Sanktionen Ein Dementl aus Canberra] Identisch mit der Haltung Grohbritanniens „Unauterisiert und irreführend“. *** London, 2. September. Pressemeldungen, wonach die australische Regierung ihren Oberkommissar in London angewiesen haben sollte, sich der Anwendung von Sanktionen zu widersetzen, ba ben zu einer Erklärung des australischen Ministerpräsidenten Luons geführt. Nach Abschluß eines am Vormittag in Canberra abgehaltenen Kabinettsrates sagte er, diese Meldungen seien„unautorisiert und irreführend“. Die australische Regierung könne und dürfe ihre Haltung gegenüber einer Lage, die noch gar nicht entstanden sei. nicht näher darlegen. Man sollte darauf bedacht sein, eine heitle Lage nicht im voraus ungünstig zu beeinflussen und die Aufgabe der Leute, die sich um die Erhaltung des Friedens bemühten, nicht zu erschweren. Offiziell verlautet, die nach London zum Oberkommissar gekabelten Weisungen hätten besagt, Australien unterstütze Großbritanniens Bestrebungen zur Erhaltung des Friedens weitestgehend. Zwei Reden des Duce *** Bozen, 2. September. Bei herrlichem Sonnenschein wurde am Sonnabend die große Truppenschau über alle Einheiten abgehalten, die an den italienischen Alvenmanövern teilgenommen batten. Der Duce sprach im Namen des Königs den Offizieren und den Soldaten seine Anerkennung für die während der Manöver gezeigte Widerstandskraft, Hal tung und Diszivlin aus und fügte als Minister der bewaffneten Macht seine Anerkennung hinzu. Er schloß in seinem Lob auch die Truppen ein, die an den in an deren Gegenden Italiens stattfindenden Manövern teilgenommen hatten. Mussolini erklärte weiterhin, in anderen Zeiten seien die einberufenen Reservisten nach den Manövern entlassen worden, doch das geschehe in diesem Jahre nicht. Im September würden noch 200 000 Mann eingezogen, so daß die italienische Wehrmacht die vorgesehene Zahl von einer Million Mann unter den Waffen haben werde. In Trento wurde Mussolini von den Behörden und von Abordnungen der faschistischen Partei empfangen. Vor der Menge hielt er dann eine Ansprache, in der er von kommenden Zeiten sprach, die vielleicht Zeiten der Aufopferung sein werden, die die Nation mit vollem Bewußtsein der Schwierigkeiten mit tapferem Herzen ertragen werde. Diejenigen aber, die da meinen, daß sie durch eine klägliche Politik den tapferen Vormarsch des jungen faschistischen Italien anhal ten oder verlangsamen können, werden enttäuscht werden. Die Rede des Duce wurde von der Zuhörermenge mit nicht endenwollendem Beifall ausgenommen. Balbos Verhandlungen in Paris **r Paris, 2. September. Der Bozener Sonderberichterstatter des„Matin glaubt berichten zu können, daß der Hauptzweck des Besuches des italienischen Luftmarschalls Balbo in Paris die Führung von Verbandlungen über die Lieferung von französischen Industrieerzeugnissen für Italien gewesen sei. Italien gegen Konzessionen Portsetzung von der I. pol. Seite und die amerikanische Regierung bat alsbald die Haltung eingenommen, daß sie sich um private Pläne nicht kümmere, sondern lediglich darauf achte, daß amerikanische Interessen im Ausland nicht schlechter gestellt oder weniger geschützt werden als die anderer Nationen. In politischen Kreisen glaubt man indes, daß die amerikanische Regierung dieses Desinteressement nicht lange werde aufrecht erhalten können. Man ist geneigt, die Angelegenheit als ein kluges Manöver britischer Interessen aufzufassen, um den Teil Abessiniens, in den Italien im Kriegsfalle zuerst einmarschieren würde, zu einer neutralen Zone zu machen und gleich zeitig Amerika in das abessinische Problem zu verwickeln. Man nimmt weiter an, daß sich die amerikanische öffentliche Meinung zunächst abwartend und kritisch verhalten werde, daß aber die Stimmung, wenn der Vertrag wirklich durchgeführt werde und umfang reiche Bestellungen auf dem Ausfuhrverbot nicht unter liegende Waren eingehen sollten, sich allmählich für das Projekt erwärmen werde. Die öffentliche Meinung würde sich dann auch energisch gegen eine italienische Einmischung in die friedliche Entwicklung Abessiniens aussprechen. Jedenfalls bezeichnet man schon jetzt die Nachricht von dem Abschluß der Konzession als„die Meldung des Jahres". * SSA OC Die Königin der Belgier auf ihrem letzten Lager Die Aufbahrung der auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Königin Astrid in der Schloßkapelle des königlichen Palastes in Brüssel.(Weltbild, M.) Der letzte der 19 Toten geborgen Dankesworte Goebbels“ an die Bergungsmannschaften Zeugnis einer Volksgemeinschaft te* Berlin, 2. September. Auf der Unglücksstelle in der Hermann=Gäking=Straße konnte am Sonnabendabend um 19.05 Uhr nach größten Schwierigkeiten nun auch das letzte, das 19. Opfer des Einsturzunglücks geborgen werden. Dem ergreifenden feierlichen Akt der Bergung dieses letzten Opfers wohnten inmitten der rund hundert Mann, die noch an der Arbeitsstätte tätig waren, Reichsminister Dr. Goebbels und der mit der Leitung der Bergungsarbeiten beauftragte Generalleutnant der Landespolizei, Daluege. bei. Ein letztes Mal wurde eine Bahre in den Schacht getragen und dann an Seilen hinuntergelassen in den quadratisch angelegten besonderen Seitenschacht, in dessen Tiese, noch unter der alten Tunnelsohle, schon im Grundwasser, die Leiche des Schachtmeisters Dimke lag. Die Hände hoben sich zum letzten Gruß, als die Bahre mit den sterblichen Ueberresten des Schachtmeisters in die Höhe gehoben und langsam den Abhang hinaufgetragen wurde. Nachdem der Tote im Ministergarten aufgebahrt war, hielt Reichsminister Goebbels eine Ansprache an die Bergungsmannschaften, in der er u. a. ausführte:„Die Bergung ist nun zu Ende. Wir haben in den vergangenen zwei Wochen eine traurige Arbeit tun müssen. Unsere erste Hoffnung, daß es uns gelingen würde, vielleicht noch den einen oder den anderen Eurer Kameraden lebend zu bergen, hat getrogen. Wie Ihr Euren heroischen Kampf mit der Ungunst des Elements ausgefochten habt, dafür bin ich an jedem Tage Euer Zeuge gewesen. Wir können vor unserem Volk bekennen: Was überhaupt getan werden konnte, das ist von uns getan worden. Die Bergung der 19 Opfer, die wir nun der Erde abgerungen haben und die wir wieder in der Erde bergen mußten oder müssen, ist das lebendige Zeugnis einer Volksgemeinschaft, die weit über die Phrase der Versammlungssäle hinweg wirkliche Tat geworden ist, einer Volksgemeinschaft, in der Arbeiter und Soldaten zusammengestanden sind. Ich habe in dieser Stunde, da wir diese traurige Arbeit beenden, das Bedürfnis, Ihnen dafür meinen Dank, den Dank der Regierung und den Dank des deutschen Volkes auszusprechen. Ich danke allen Ar beitern, die hier geholsen haben, allen Soldaten und Feuerwehrleuten, allen Mitgliedern der Technischen Nothilfe, dem Arbeitsdienst, den Arbeitskolonnen der an der Unfallstelle tätigen Baufirmen, den Sanitätern, den Helfern der Ne=Volkswohlfahrt, den eingesetzten Polizeiformationen und nicht zuletzt den beiden Bergungstrupps der Bergarbeiter von der Ruhr und aus Han nover. In Eintracht und Kameradschaft habt Ihr ein Werk des Sozialismus vollbracht.“ Nach Abschluß der Bergungsarbeiten sandte der mit der Oberleitung dieser Arbeiten beauftragte Besehlshaber der deutschen Polizei, Generalleutnant Daluege, an den Führer folgendes Telegramm:„Mein Führer! Ich melde: Sonnabend abend 19.05 Uhr Bergung des letzten Toten auf der Unfallstelle Hermann=GöringStraße in der Reichshauptstadt und Abschluß der Ret tungsarbeiten.“ Pa. Dr. Len hat die Bergungsmannschaft eingeladen. nach dem Parteitag von Nürnberg an einer NdF=Teefahrt teilnehmen. Neue Arbeitsbeschaffungskredite der #er Berlin, 2. September. Wie uns von der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten mitgeteilt wird, sind von dieser kürzlich neue Kredite bereitgestellt worden, und zwar für einzelne besonders tedeutsame Maßnabmen in Notgebieten. So bat der WeißelsterVerband für die Talsperre bei Pirk ein größeres Darlehen erhalten. Von der deutschen Alvenstraße wird eine weitere Teilstrecke östlich von Baurischzell mit Mitteln der Oeffa ausgebaut. Daneben sind dem Freistaat Bavern größere Darlehen für Straßenbauten im Banrischen Wald zur Verfügung gestellt worden. Die Ausführung der im Rahmen des Helmuth=Planes vorgesehenen Wasserversorgung des Rhein=Main=Tales ist durch Gewährung der erforderlichen Kredite nunmehr gesichert. Durch diese Anlage werden 33 unterfränkische Gemeinden mit Wasser versorgt. An der Finanzierung der Maßnahmen ist die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosnversicherung mit Mitteln aus der Grundförderung beteiligt. Von der Oeffa wurden außerdem für den weiteren Ausbau des Reichsparteitagsgeländes, der sofort nach Beendigung des diesjährigen Parteitages fortgeführt werden soll, neue Mittel bereitgestellt. Reichsschulungswoche NSK Varlin. 2. September. Reichsschulungsleiter Dr. Max Frauendorfer hat für die Zeit vom 28. August bis 7. September 1935 die Lehrkräfte sämtlicher Parteischulen zu Arbeitstagungen zusammengerufen. Reichsleiter Pg. Alfred Rosenberg und Reichsschulungsleiter Pa. Dr. Frauendorfer werden das Wort zu grundsätzlichen Ausführungen zur weltanschaulichen Lage der Gegenwart ergreifen. Weitere Waffenschiebungen in Le Havre *** Paris, 2. September. Das„Oeuvre" beschäftigt sich des weiteren mit Waffenschmuggelfällen in Le Havre und fragt, was aus einer Ladung Maschinen= vistolen geworden sei, die vor sechs Monaten in Le Havre eintraf. Ferner sei Ende vorigen Jahres in Le Havre ein Panzerkraftwagen mit eingebautem Maschinengewehrstand ausgeladen und ohne Zoll an die Adresse eines Privatmannes in Paris weiterbefördert worden. Kreistreffen der N6DAP. Wattenscheid Stellvertretender Gaulelter Stürtz, Gauwalter Stein und Gauinspekteur Meister sprachen Besichtigung der Nürnkerg-Fahrer *** Wattenscheid, 2. September. Samstag und Sonntag stand Wattenscheid im Zeichen des Kreistreffens der NSDAP, mit dem eine Besichtigung der Nürnberg=Fahrer der Gauinspektion 1 Westfalen=Süd, die die Kreise Wattenscheid, Bochum, Witten, Hattingen, Herne, Castrov=Rauxel und WanneEickel umfaßt, verbunden war. Den Auftakt bildete am Samstagabend eine Parteimitgliederversammlung im großen Festzelt auf dem Gertrudisplatz, in deren Mittelpunkt eine richtungwei sende Rede des stellvertretenden Gauleiters Pg. Stürtz stand. Pg. Stürtz sprach hier von der Notwendigkeit der geistigen Umstellung des deutschen Menschen nach dem überwundenen Liberalismus. Auf die Erkenntnis des gemeinsamen Marschierenmüssens, auf das große ge meinsame Ziel komme es an. Bei den Opfern und Pflichten beginne die Durchführung des Nationalsozialis mus. Der Satz vom Gemeinnutz, der vor dem Eigennutz stehen müsse, sei hart. Er sei das Kernstück na tionalsozialistischer Auffassung und werde stets durchgeführt, wenn es das Wohl der Gesamtheit gelte. Zum Schluß kam Stürtz auch auf den politischen Konfessiona lismus zu sprechen, wobei er betonte, daß der National sozialismus keine Einmischung in seine politische Arbeit dulde, die der Sorge um das Erdendasein des deutschen Volkes gelte. Sonntagmorgen fand im Festzelt eine große Kund gebung der Deutschen Arbeitsfront statt, in der der Gau walter der DAr und Präsident der Arbeitskammer Westfalen=Livve Pg. Stein über das Thema„Na tionalsozialismus und Arbeiter“ sprach. Auf dem Ger trudisplatz wurde zur gleichen Zeit die Besichtigung der etwa 900 Nürnbergfahrer der Gauinspektion durch die Gauinspekteure Meister=Herne und Am Wege vorgenommen. Den äußeren Höhepunkt bildete am Nachmittag ein großer Provagandamarsch aller Formationen der Partei durch die Stadt, der nach einem Vorbeimarsch am Rathaus und einer kurzen Ansprache von Gauinspekteur Meister=Herne aus dem Ger trudisplatz sein Ende fand. Ein Volksfest beschloß den Tag. Hilfskasse der Partei NSK. Berlin, 2. September. Der Reichsschatz meister gibt bekannt:„Verschiedenen Anregungen folgend, ordne ich an, daß mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 die vom Reichsorganisationsleiter der NSDAP. ernannten Walter und Warte, die den der NSDAP. angeschlossenen Verbänden angehören, doch nicht Parteignossen sind, in gleicher Weise wie Parteimitglieder zur Hilfskasse gemeldet werden können. Die Meldung hat durch die für den zu Meldenden zuständige volitische Ortsgruppen= oder Stützpunktleitung(HilfskassenEröffnungssitzung der Arbeitskammer Dr. Ley über Grundtragen der Arbeitsordnung auf weite Sicht ** Berlkn, 2. September. Die Reichsarbeitskammer, eine neue wichtige Säule im organischen Aufbau des Staates, hat am Sonnabend in feierlichem Rahmen ihre Eröffnungssitzung abgehalten. Zusammen mit den 80 Mitgliedern der Kammer— den Amtsleitern und Gauwaltern der Deutschen Ar beitsfront, den Leitern der Reichsbetriebsgemeinschaf ten und einer Reihe von Einzelpersonen— waren im festlich geschmückten Sitzungssaal der„Bank der deut schen Arbeit“ viele Ehrengäste erschienen. Staatssekre tär Krohn vom Reichs= und preußischen Arbeitsministerium überbrachte der Kammer die Glückwünsche namens der geladenen Reichs= und preußischen Minister, Behörden und Ehrengäste. Dann nahm der Reichsorganisationsleiter der RSAP und Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront. Dr. Lev. in seiner Eigenschaft als Leiter der Reichsarbeitskammer das Wort. Er führte u. o. aus:„Wie für den Marxismus der Klassenkampf ein Glaubensbekenntnis ist, so ist für uns der Satz „Der Betrieb ist eine Einheit“ ein Glaubenssatz, über den es keine Erörterung mehr aibt. Unsere Sozialpolitik ist auf weite Sicht eingestellt. Wir dürfen uns gerade auf diesem Gebiet nicht verleiten lassen, Flickwerr zu tun. Nur wenn sie allen nützt, hat sie Wert. Wenn man dem Arbeiter etwas neymen muß, um es der Wirtschaft zu geben oder umgekehrt, so wäre eine solche Sozialpolitik verderblich. Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, daß nicht etwa die Lohnfrage die Sozialordnung des Menschen allein ausfüllt, daß es vielmehr eine Stellung im Volk, seine Ehre ist. Es ist eine Lüge, daß der Arbeiter nur um Lohnpfennige gekämpft hatte. Er hat gekämpft um die Anerkennung seiner selbst und seiner Ehre. Große und schwere Aufgaben darren der Deutschen Arbeitsfront.“ Anschließend nahm der Leiter der Reichsarbeitskammer nach Abnahme des Eides die Verpflichtung jedes einzelnen Mitgliedes durch Handschlag vor. Nach einer kurzen Mittagspause sand Sonnabend nachmittag die erste konstituierende Tagung der Reichsarbeitskammer ihre Fortsetzung. Der zweite Teil der Lagung galt der praktischen Arbeit. Er stand unter dem Eindruck eines erschöpfenden politischen und organisa torischen Rechenschaftsberichtes des Leiters der Deutschen ####ront. Pg. Dr. Len. Eine offene Aussprache der ##tblieder der Reichsarbeitskammer über sozialpolitische Fragen oes Tages schloß sich an. obmann) zu erfolgen. Der monatliche Beitrag wird gleich dem Hilfskassenbeitrag der Mitglieder der NSDAP. auf 0.30 Reichsmark festgesetzt.“ Ueber 50 000 Teilnehmer am Frontloldaten-Kriegsopfer-Ehrentag ** Kiel, 2. September. Die Kriegsmarinestadt Kiel hatte am Sonntag wieder einen großen Tag: Ueber 50000 Frontkameraden und Kriegsopfer waren aus Schleswig=Holstein, Hamburg, Lübeck, Mecklenburg und Osthannover zum Frontsoldaten= und Kriegsopferehrentag der Gauinspektion Nord der NSKOV. nach Kiel gekommen. Reichskriegsopferführer Oberlindober hielt eine oft von Beifall unterbrochene Rede. Kommunistische Kundgebung in Wien **“ Wien, 2. September. Am Sonnabend veranstalteten, wie amtlich verlautet, kommunistische Parteigänger im 6. Wiener Gemeindebezirk unter Abbrennung eines Sowietsterns eine lärmende Kundgebung. Ein Schutzkorpsbeamter versuchte, einen der Demon stranten festzunehmen, wurde aber von einer Anzahl Gegner umringt und durch Mißhandlungen am Konf leicht verletzt. Er gab schließlich in seiner Bedrängnis aus seiner Dienstvistole mehrere Schüsse ab. Durch diese Schüsse wurde ein Demonstrant tödlich getroffen. Die übrigen Demonstranten ergriffen die Flucht. „Polonia" beschlagnahmt *** Kattowitz, 2. September. Auf Anordnung der Woiwodschaftsbehörde wurden die Mittwoch=Ausgaben des Korfanty=Blattes„Polonia" und von zwei in demselben Verlage erscheinenden Konfblättern beschlagnahmt. Die drei Blätter hatten wiederum unflätige Greuelmeldungen über die nationalsozialistische Regierung veröffentlicht. Ernteunfall in Frankreich: drei Tote *** Paris, 2. September. In einem Dorfe bei Nantes ereignete sich ein schwerer Ernteunfall. Beim Standortwechsel einer Mähmaschine berührte ein Teil der Maschine die auf 3000 Volt gespannte Starkstromleitung. Drei Mann der Bedienungsmannschaft, die die Mähmaschine in diesem Augenblick berührten, kamen ums Leben. Die drei Verunglückten sind sämtlich verheiratet und hinterlassen fünf Kinder. Weltflieger in Alaska gelandet **= gairvanks(Alaska), 2. September. Die beiden in Mexico gestarteten Flieger, der Deutsche Fritz Bieler und der Engländer Harold Farauhard, sind in Hardinglake, 50 Meilen von Fairbanks(Alaska) gelandet. Zwei Grubenunglücke in Frankreich **= Paris, 2. September. In den Kohlenberg werken von Bruar(Nord=Frankreich) sind in der Nacht sum Sonnabend sechs Arbeiter durch Sauerstoffmangel ums Leben gekommen. In Südfrankreich wurden in den Bergwerken von Molieres=sur=Ceze zwei Bergarbeiter durch einen Steinblock, der sich plötzlich löste. zermalmt. Roosevelt unterzeichnet Neutralitätsvorlage *** Washington, 2. September. Präsident Roosevelt hat am Sonnabend die Neutralitätsvorlage unterzeichnet. Weitläufiger Verwandter des vormaligen Königs von Spanien in Paris verhaftet *** Paris, 2. September. Die Pariser Polizei verhaftete am Freitag einen weitläufigen Verwandten des vormaligen Königs von Spanien. Don Luis de Sevilla, Herzog von Mendez, wegen Ausgabe eines ungedeckten Schecks über 15000 Franc. Mnsteriöser Befreiungsversuch *** Shangbai, 2. September. Vier in Shanghai ansässige Ausländer, zwei Amerikaner, ein Russe und ein angeblichen Engländer, sind in Hankau verhaftet worden. Sie stehen im Verdacht, versucht zu haben, Chinas geheimnisvollen kommunistischen Svion Dr. Maximus Rivosh, aus dem Gefängnis von Wutschang zu betreien. Zweites Blatt Nr. 205 Sodinger Zeitung Herner Zeitung Geriher Zeitung Montag, den 2. September 1935 Schloß= M. dent Roorlage unialigen rhaftet lizei verten des Sevilla, gedeckten hanghai usse und verhaftet ChiMaxi= zu bed rachen itrag wird ieder der ntag gsmarinestadt großen Tag: sopfer waren Mecklenburg KriegsopferKOV. nach berlindober ien nd veranse ParteiAbbrenKundgebung. Demon= Anzahl am Konf Bedräng= ab. Durch getroffen. lucht. Anordnung ttwoch=Auszwei in beschlagunflätige sche Regieote Dorfe bei Beim ein Teil tarkstromschaft, die kamen tlich verDie beiche Fritz sind in ka) geihlenberg= der Nacht offmangel surden in Berg= lich löste. Der Abschied von den Opfern des Berliner Einsturzunglücks für die im Berliner Lustgarten eine eindrucksvolle Trauerfeier veranstaltet wurde.(Presse-Illustrationen Heinrich Hoffmann, M.) Der Bericht der Flottmann AG. Das Inlandgeschäft befriedigend- Der Export konnte gehalten werden Die Aussichlen günstig beurteilt (!) Herne. 2. September. Die Flottmann=AG in Herne berichtet über eine gleichmäßig steigende Beschäftigung in 1934. Namentlich bei den gut beschäftigten Bauunternehmungen und der Steinindustrie sanden die Fabrikate der Gesellschaft günstigen Absatz, während im Bergbau, der zur Hauptkundschaft zählt, keine nennenswerte Belebung zu verzeichnen war. Im ganzen war das Inlandgeschäft befriedigend: der Export konnte wertmäßig auf der Höbe der Vorjahre gehalten werden. Das finanzielle Ergebnis gestattet noch nicht die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung: bei einem auf 2.72(2.03) Millionen Mark erhöhten Fabrikationsüberschuß wird nach Abschreibungen von 0.36(0.19) Millionen Mark ein Reingewinn von nur 0.05(0.12) Millionen Mark ausgewiesen, aus dem noch rund 41000 Mark Verlustvortrag zu decken sind, so daß ein kleiner Rest von rund 12 600 Mark zum Vortrag auf neue Rechnung verbleibt. Löhne und Gehälter erhöhten sich auf 1.47(1.19) Millionen Mark. Beim Vergleich der Ertragsrechnung mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, daß außerordentliche Erträge nur noch in Höhe von rund 100000 Mark(370 000 Mark) vereinnahmt werden konnten. Die Bilanz zeigt — Aktienkapital 2.5 Millionen, Reserve 0.25 Millionen — eine Steigerung der Verbindlichkeiten auf insgesamt 2.00(1.68) Millionen Mark, wobei sich u. a. die Bankschulden von 1.06 auf 1.22 Millionen Mark erhöhten, die Warenkreditoren von 0.29 auf 0.51 Millionen Mark. Andererseits stiegen die Vorräte von 1.31 auf 1.68 Millionen Mark, Forderungen von 1.05 auf 1.33 Millionen Mark, während die flüssigen Mitel 0.04 Millionen Mark (unverändert) betragen. Die Aussichten für das neue Geschäftsjahr werden günstig beurteilt. Ein neuer Wohnblock in der Bödestraße Der gemeinnützige Wohn- und Sparverein Herne baut 14 Wohnungen Volkswohnungen- aber mit Komfort Baubeginn: Januar-Februar —. Herne, 2. September. Gestern morgen um 10 Uhr hielt der Gemeinnützige Bau= und Sparverein Herne in der Wirtschaft Brinkmann eine Sitzung ab. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die Genehmigung des Bauprogramms im Jahre 1936. Darnach sollen in der Vödestraße 14 Wohnungen errichtet werden. Es sollen zwar Volkswohnungen sein, doch wird aber ein bescheidener Komfort nicht vermißt. Die Wohnungen sind selbstverständlich abgeschlossen, besitzen eine Diele, Speisekammer, Spül nische, Klosett. Unter den Wohnungen befinden sich zwei Dopvelhäuser. Die Wohnungen teilen sich in neun 2½=Zimmer=Wohnungen und fünf 3½=ZimmerWohnungen. Mit dem Bau hofft man im JanuarFebruar beginnen zu können. Die Bauausführung liegt in den Händen von Architekt August Hesse, Herne. Im einzelnen staffeln sich die Wohnungen wie folgt: 1 Wohnung mit Küche und zwei Zimmern 41,30 am, 2 Wohnungen mit Küche und zwei Zimmern 44,80 am, 1 Wohnung mit Küche und zwei Zimmern 42,10 am, 4 Wohnungen mit Küche und ein Zimmer 34,05 am, 2 Wohnungen mit Küche und ein Zimmer 34.40 am, 2 Wohnungen mit Küche und ein Zimmer 27,30 am. Hinsichtlich eines eventuellen Reichszuschusses wurden nach keinerlei Beschlüsse gefaßt. Das geht Hernes ambulantes Gewerbe an Bestimmung über das ambulante Gewerbe am Wohnort Die Erleilung der Erlaubnis (!) Herne, 2. September. Das Amtsblatt der Regierung in Arnsberg bringt in seiner neuesten Ausgabe eine sehr wichtige Bestimmung über das ambulante Gewerbe am Wohnort, die auch für das Herner ambulante Gewerbe von größter Wichtigkeit ist. Wir entnehmen dem amtlichen Text das Folgende: „Auf Grund des§ 42b der Reichsgewerbeordnung (R6O) in der Fassung des Gesetzes zum Schutze des Einzelhandels vom 12. Mai 1933 Artikel II Ziffer 2 (RGBI. I S. 262) und des Gesetzes zur Aenderung der Gewerbeordnung vom 3. Juli 1934(RGBl. I S. 566) wird nach Anhörung der Gemeindebehörden und der zuständigen gesetzlichen Berufsvertretungen für die Stadtkreise: Bochum, Castrov=Rauxel, Dortmund, Hagen, Hamm, Herne, Iserlohn, Lüdenscheid, Lünen, Eiegen, Wanne=Eickel, Wattenscheid, Witten: für die Städte Altena, Arnsberg, Gevelsberg, Hattingen, Hohenlimburg, Kamen, Lippstadt, Menden, Neheim, Schwelm, Schwerte, Soest, Unna, und für die Landgemeinden: Werdohl, Milsve, Hemer, Weidenau, Herringen, das Folgende bestimmt: Erlaubnis. (1) Wer: a) in einem Gemeindebezirk einen Wohnsitz oder eine gewerbliche Niederlassung hat und b) innerhalb dieses Gemeindebezirks aa) auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten oder bb) ohne vorgängige Bestellung von Haus zu Haus 1. Waren feilhalten oder 2. Waren aa) bei anderen Personen als bei Kaufleuten oder solchen Personen, welche die Waren herstellen, oder bb) an anderen Orten als in offenen Verkaufsstellen zum Wiederverkauf ankaufen oder 3. Warenbestellungen bei Personen, in deren Gewerbebetriebe Waren der angebotenen Art keine Verwendung finden, aufsuchen, oder 4. aa) gewerbliche Leistungen, hinsichtlich deren dies nicht Ladensgebrauch ist, anbieten oder bb) Bestellungen auf solche aufsuchen will, bedarf der Erlaubnis. Die Erteilung der Erlaubnis ist abhängig von dem Nachweise eines Bedürfnisses. Die Erlaubnis ist nicht erforderlich: 1. zum Feilhalten von Erzeugnissen der Land= und Fortstwirtschaft, des Garten= und Obstbaues, der Geflügel= und Bienenzucht, der Jagd und Fischerei, auch wenn sie nicht selbst gewonnen oder verfertigt sind: 2. zum Feilhalten von Gegenständen, die zum Wo chenmarkt zugelassen sind oder die der Regierungs präsident außerdem auf Grund§ 66 Absatz 2 RGO bestimmt, auch wenn sie nicht selbst gewonnen oder selbst verfertigt sind: 8. zum Feilhalten von Druckschriften, anderen Schrif ten und Bildwerken, auch wenn sie nicht selbst ver fertigt sind, wenn der Gewerbebetrieb nur von Haus zu Haus stattfindet: 4. zum Anbieten von gewerblichen Leistungen, binsichtlich deren dies Landesgebrauch ist; 5. für Fabrikanten und Großhändler mit Gold= und Silberwaren, Taschenuhren Bijouterie= und Schildvlattwaren: 6. für Großhändler mit Edelsteinen, Perlen, Kameen und Korallen: 7. für Weinhändler: 8. für Händler mit Erzeugnissen der Leinen= und Wäscheberstellung: 9. für Händler mit Nähmaschinen: 10. für Handlungsagenten. Die Erlaubnis wird durch die Aushändigung eines Erlaubnisscheines erteilt. Dieser ist mit sich zu führen und auf Verlangen den zuständigen Behörden oder Beamten vorzuweisen. Der Erlaubnisschein wird für ein Kalenderjahr ausgestellt. Die Gebühr für die ge gesamte Zeit der Ausstellung beträgt 3 bis 50 RM. An träge sind der Ortsvolizeibehörde(in Gemeinden mit staatlicher Polizei der staatlichen Polizeibehörde) einzureichen. Achlung! Kraftfahrer! Erweiterung der Berutskenntnisse Die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der DAF, Gau Westfalen=Süd, hat die zusätz liche Weiterbildung aller Männer im Verkehrsberufe aufgenommen. Die Gaubetriebsgemeinschaft 10.„Ver kehr und öffentliche Betriebe“, wird in bereitswilligster Zusammenarbeit mit uns stehen. Unsere Schulung trägt nicht allein einen rein theoretischen Charakter, sondern sie baut sich auch auf prak tische Erfahrungen und fachmännisches Können auf. sie wird eine kameradschaftliche Arbeitsgemeinschaft, die für jedermann von Nutzen ist, sein. Und noch mehr! Kameraden, habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, daß es nicht damit abgetan ist. Euer Fahrzeug zu fahren? Ueberall regt sich in unserem Vaterlande neues schaffendes Leben.— Der Führer baut die gewaltigsten Autostraßen der Welt. Ein gesundes Wirtschaftsliben kann sich nur bei einer fortschrittlichen Verkehrsentwicklung gestalten. Ja noch mehr! Der Verkehr und die Verkehrsträger müssen der Mo dernisierung von Industrie, Handel und Gewerbe vorauseilen. Alle Kraftfahrer haben den gegenwärtigen Verkehrsund Verordnungszustand zu beherrschen. Als Männer des Fortschritts und der Praxis müssen Sie mit allen Einzelheiten vertraut sein. Diese Möglichkeit der Erweiterung der Berufskenntnisse, das Immer=auf=dem=Laufenden=sein, das Vorwärtsschauen, gibt Euch die DAF, die Organisation aller Schaffenden. Zu diesem Zwecke werden in sämtlichen Ortswaltungen von uns Kraftfahrer=Kurse eingerichtet. Wenden Sie sich vertrauensvoll an die„Abt. für Arbeitsführung und Berufserziebung“ in der DAF. Sie werden hier über alle Zweifelsfragen die nötige Aufklärung erhalten. Wir hoffen, daß Sie unserer Einladung Folge leisten werden. Die Leistungsgemeinschaft, die Berufspflicht, das Streben nach Leistung ist Dienst am Vaterlande. Große Erfolge eines Herner Schriftstellers (!) Das heitere Sviel„Meine kleine bescheidene Frau“ des in Hamburg lebenden Schriftstellers Wilhelm Ernst Asbeck, der einer Herner Familie entstammt, erzielte bei der Uraufführung in der Schiller=Over in Hamburg einen starken Erfolg. Am 6. Oktober gelangt sein Volksstück„Käpp'n Smidt“ an der Hamburger Schaubühne zur Uraufführung. Asbeck ist in Norddeutschland als Heimatschriftsteller im besten Sinne des Wortes bekannt. Von ihm erschienen seit Oktober vorigen Jahres der große Hamburg=Roman „Käv'n Smidt“, fünf volkstümliche Skalden=Bücher un ter dem Gesamttitel„Die Geschichten um Knut Eriks son“ und in diesem Monat kommen vier weitere Hefte: „Nordstrands Untergang",„Tortuga, die Pirateninsel", Der Führer bei den Flottenübungen Nach dem Abschluß der großen Schießübungen der Flotte, denen der Führer an Bord verschiedener Kriegsschiffe beiwohnte, lief der Aviso„Grille“ mit dem Führer und seinem Stab sowie den höchsten militärischen Befehlshabern in die Kieler Förde ein. Die Aufnahme zeigt(von links) den Ober befehlshaber der Reichsluftwaffe, General der Flieger Göring, den Führer, den Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg, den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Admiral Dr. d. c. Raeder und gans rechts, im Profil) Vizeadmiral Albrecht. den Kommandierenden Admiral der Marinestation der Ostsee.(Urbabns, M.) „Bruder gegen Bruder" und„Das Elefantenschiff" heraus. Gleichzeitig bringt der Drei=Türme=Verlag, Berlin, seinen großen Hallig=Roman„Die letzten Keiths auf Balumoog" und im Danner=Verlag erschienen die Bühnenwerke„Meer, Sturm und Mensch“, ein Chorwerk und„Eine Stenotyvistin stellt sich vor“ ein Spiel aus dem Alltag. Endlich hat der Bertelsmann=Verlag in Gütersloh für die Serie„Spannende Geschichten“ seine beiden Heimaterzählungen„Die Insel der Geächteten" und„Der Falke vom Falkenberg" erworben. Die „Herner Zeitung" veröffentlichte aus seiner Feder einige Kurzgeschichten. Ueberhand nehmende Diebstähle (!) In ganz erheblichem Maße mehren sich seit einiger Zeit die Felddiebstähle. Auch Stalleinbrüche sind nicht selten. So wurde vor kurzer Zeit einem Erwerbslosen aus dem Garten ungefähr ein Zentner Mohrrüben und etwa 20 Pfund Zwiebeln gestoblen. In der vorletzten Nacht stahl man einem andern Mitbürger ungefähr einen Zentner Kartoffeln. Dieses alles geschah in Horsthausen in der Nähe der Emscher und des Landwehrbachs. Vielleicht könnten hier Feldhüterstreifen eingesetzt werden, wie schon im vorigen Jahr. Versammlung der evangelischen Meisterund Gesellenbruderschaft Herne (!) Gestern morgen hatte die evangel. Meister= und Gesellenbruderschaft Herne im evangelischen Vereinshaus eine Monatsversammlung, in der der Bruderschaftsführer, nach Erledigung der üblichen Tagesordnung, eingehend auf das Aufgabengebiet der Gesamtbewegung einging und dabei betonte, daß schon die Bezeichnung„Evang. Bruderschaften“ eine Betätigung auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete ausschließe. Die Bruderschaften würden sich nur auf kirchlichem. kulturellem und karitativem Gebiete betätigen. Sie arbeiten als kirchliche Bewegung ohne weiteres am Aufbau des Vaterlandes und am Ausbau der Volksgemeinschaft mit. Das 40jährige Bestehen der Bruderschaft soll voraussichtlich im Oktober im kleinen Rahmen im Ev. Vereinshaus begangen werden. Die Ausgestaltung der Feier wurde in großen Linien festgelegt. Die nächste Versammlung soll sich eingehend damit beschäftigen. Außerdem wird beabsichtigt, am 15. d. M. einen Ausflug in die nähere Umgebung zu machen. Schwerer Verkehrsunfall in der Mont=Cenis=Straße (!) Als gestern abend ein Fußgänger in der Nähe des Hauses Mont=Cenis=Straße 14 die Straße überqueren wollte, wurde er von einem daberkommenden Motorradfahrer erfaßt und auf die Straße geschleudert. Dabei erlitt der Passant eine Gehirnerschütterung und mußte in das Katholische Kankenhaus eingeliefert werden. Lebensgefahr besteht keine. Allem Anschein nach soll der Fußgänger selbst die Schuld tragen, da er ohne nähere Vorsichtsmaßnahmen den Fahrdamm überschritten hatte. Vom Motorrad angefahren (1Als am Samstagnachmittag ein Radfabrer von der Bahnhof= in die Behrensstraße einbiegen wollte, wurde er von einem Motorradfahrer erfaßt und auf die Straße geworfen. Neben erheblichen Fußverletzungen wurde ihm seine Jacke vollkommen zerrissen. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde er einem Arzt zugeführt. Die Schuldfrage konnte noch nicht geklärt werden. 60 Schwerer Betriebsunfall (!) Dem Bergmann G. aus der Goethestraße drang in der Morgenschicht der vorigen Woche auf einer hiesigen Schachtanlage bei Ausübung seiner Tätigkeit ein Schalholz in den Leib. Die Verletzungen waren so schwer, daß der Leib ausschwoll und der Bedauerns werte sofort in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Verkehrsunfall (!) Am 30. August, gegen 18.15 Uhr, stießen auf der Bahnhofstraße, in Höhe der evangelischen Kirche, ein Motorradfahrer und ein Radfahrer zusammen. Der Radfahrer erlitt dabei einen Schädelbruch und fand im Evangelischen Krankenhaus Aufnahme. Von der Trevoe gefallen (!) Die Ehefrau L. C. von der Goetbestraße siel am Samstag nachmittag von der Treppe ihres Hauses und sog sich einen Unterschenkelbruch zu. Sie mußte in das Evangelische Krankenbaus gebracht werden. Die HZ gratuliert: Feier der silbernen Hochzeit (1) Heute feiern die Eheleute Adolf Kausche und Frau Wilhelmine, geb. Ebbinghaus, Franz=Seldte= Straße 63, das Fest der silbernen Hochzeit. Auch unhererseits die berzlichsten Gluckwünsche! Sprachgut in bäuerlichen Kamen Unsere verbreitesten Sippennamen bezeugen uns, wie sehr zu allen Zeiten die Stadtbevölkerung vom Dorfe ber aufgefüllt worden ist. Denn der dem Geschlecht bleibende Name wurde gewäblt, um dieses von anderen zu unterscheiden. In der Stadt gab es viele Schmiede und Müller, die in ihrer Zunft zusammengeschlossen waren. Dort konnten also diese Namen nicht entstehen, sondern man mußte, wenn man schon einen Mann nach einem dieser Berufe nennen wollte, noch eine besondere Unterscheidung binzufügen, und so entstanden die Klein schmidt, Oberschmitt, Kaltschmied, Weizmüller. Puch miller. Roßmöller usw., soweit nicht schon auf größeren Dörfern eine Unterscheidung nötig war, die zu Formen wie Obermüller und Talschmied führte. Meist aber reichte für das Dorf ein Schmied und ein Müller: die Sippen, die als bleibenden Namen diese einfache Bezeichnung des Berufes führen, haben ihn überwiegend in ihrer Dorfheimat bekommen und der Name war schon fest geworden, als sie ihn in die Stadt mitbrachten. Einer großen Zahl von Namen sieht man jetzt ihre dörfliche Herkunft nicht mehr an. Dazu gebören die vielen, die mit Münzforten zusammenhängen, wie Heller, Thaler, Pfennig, Dreier, Vierling, Hundertmark, besonders mit solchen Münzsorten, die heute in Vergessenheit geraten sind, wie Stüber, Oertel, Schilling, Plappart und ähnlichen. Die Entstehung der Namen ist hier vielfach so zu erklären, daß das die Be träge waren, die ein Hof für ein Pachtarundstück zu entrichten hatte. Aber auch die Naturalleistungen der Vorfahren sind in vielen Fällen verewigt worden so in Hopfner, Flachsmann, Gänsler, Oehlhofer uno verwandten Formen. Schließlich sei noch des scherzhaften Falles gedacht, daß ein Bauer Bauer heißen kann, ohne es zu wissen. Wir haben nämlich den nicht ganz ungewöhnlichen Bauernnamen Grickel. Der ist so entstanden: Der Vorfahr kam in die Stadt, und weil er sich durch ausgesprochen bäuerliches Wesen auszeichnete, nannte man ihn Bauer, und dabei blieb es vorerst. Bis dann in der Humanistenzeit ein Nachkomme die Nase zu tief in die gelehrten lateinischen Bücher gesteckt hatte. Dem gefiel der deutsche Name Bauer nicht mehr und er machte einen hochseinen römischen Agricola daraus. Dessen Nachkommen zogen dann wieder aufs Land und wurden wieder rechte Bauern: nur konnten oder mochten die Nachbarn und bald die Namensträger selbst den gespreizten römischen Agricola nicht mehr aussprechen. Darum wurde daraus ein Grickel, und bei alledem war der Bauer ein Bauer geblieben. Organischer Aufbau der Raumord nung von unten her ist gefordert Kein halt vor Ländergrenzen Herne, 1. September. Arbeitsnachmittag des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft (!) Der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft hält heute nachmittag eine Arbeitstagung ab. Es sind interessante Referate zu hören. Der tägliche Fahrraddiebstahl (!) Am 30. August, zwischen 19 und 21 Uhr, wurde aus dem Hausflur des Hauses Mittelstraße 15 ein Herrenfahrrad, Marke Westfalen, Nr. 158 487, gestohlen. Schönes Neues aus unserm Giesenberger Zoo (!) Unserm Giesenberger Zoo wurden am Samstag zwei schöne Ereignisse beschert, auf die die Herner Be völkerung stolz sein darf. Einmal erbielt unser Tierpark einen Zuwachs um junge Wölfe. Nach unseren Mitteilungen kamen sie aus der Ausstellung„Mensch und Tier" aus Essen. Die Tiere sind noch in einem provisorischen Zwinger untergebracht. Das zweite Er eignis ist, daß die Konzession für den Ausschank von Bier und, sonstigen alkoholischen Getränken erteilt wurde.— Kohlenbaufen in Brand geraten (!Am Samstag morgen 2.30 Uhr wurde die Feuer wehr nach der Bäckerei Sp., Bahnhofstraße, gerufen, wo ein Kohlenbriketthaufen in Brand geraten war. Wahrscheinlich liegt Selbstentzündung vor. Nach zwei Stunden konnte die Wehr, die mit zwei Löschwagen ausgerückt war, wieder den Brandplatz verlassen. Der Sachschaden beträgt etwa 150 RM.— Betriebsunfall (!) Der Tagesarbeiter V. von der Strünkeder Straße war am Samstag auf einer benachbarten Schachtanlage mit dem Zusammenkoppeln zweier Eisenbahnwagen beschäftigt. Dabei geriet er mit der Hand zwischen die Puffer und trug erhebliche Quetschungen davon. Er mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Gleisarbeiten (1) Gleisarbeiten werden gegenwärtig auf der Eisenbahnstrecke in der Nähe der Unterführung an der LaRoche=Straße vorgenommen. Eine Anzahl Schwellen werden ausgewechselt und der Bahndamm mit einem festen Unterbau versehen. □ Dr. von Schmeling macht im Gemeindetag u. a. sol gende Ausführungen zur Gründung der„Reichostelle für Raumordnung“, die wobl als offiziös zu betrachten sind: Die Aufgabe der Reichsplanung und raumwirt schaftlichen Regelung ist an sich eine umfassende. Es gehört dazu nicht nur das Gebiet des Verkebrowesens. des Wohnungs= und Siedlungswesens, der Landeskul tur, der Energiewirtschaft, sondern auch allgemeine Fra gen der Bevölkerungspolitik und der Förderung der Kultur schlechthin. Trotz dieses Universalcharakters der Landesplanung bleibt sie an bestimmte Räume ge bunden. Sie wird gerade auch bei dem verschiedenartigen Charakter der Landschaften und idrer Bedürfnisse nicht nach einem einheitlichen Maßstab oder Schema aufgezogen und durchgeführt werden dürfen. Aufgabe der Raumordnung wird es daher nicht sein können, die Planung von oben her zu betreiben. Vielmehr ist ein organischer Aufbau der Raumordnung von unten der das Gegebene: nur auf diesem Wege wird eine praktische Lösung erzielt werden können. Diese Erwägungen führen dazu, daß die Einzelplanungen der Gemeinden und Gemeindeverbände keineswegs überflüssig werden, sondern sogar erst recht notwendig sind. Die Landesplanungsverbände werden darüber hinaus die überört lichen Zusammenhänge für die einzelnen Landschaften herzustellen haben und nötigenfalls für die Einzelpla nungen bestimmte Hinweise geben. Die Reichsstelle für Raumordnung wird ihrerseits die großen Gesichtspunkte angeben, nach denen diese Arbeiten ausgerichtet sein müssen. Die planmäßige Leitung der Raumwirtschaft über das ganze Reich bin durch eine Reichsstelle für Raumord nung in zu begrüßen und unentbehrlich. Die besonderen Zuständigkeiten der einzelnen Ressorts auf ihren Gebieten für die Wobnungswirtschaft, das Siedlungs= wesen, die Ernährungswirtschaft usw. werden durch die Reichsstelle für Raumordnung an sich nicht eingeschränkt. Nur soll im Interesse einer umfassenden Gesamtplanung fortgesetzt mit der Reichsstelle für Raumordnung Verbindung gehalten werden, um Dispositionen zu vermeiden, die nicht zweckentsprechend sein würden. Die Reichsstelle für Raumordnung wird nach den Erklärungen ihres Leiters gegen Planungen der einzelnen zuständigen Stellen nur insoweit Einspruch erbeben müssen, als es die Erfordernisse und böheren Gesichtspunkte der Gesamtplanung bedingt. Wichtigste Aufgabe der Reichsstelle wird es sein, die Ressorts und alle mit der Raumordnung defaßten Stellen vom Standpunkt der Gesamtplanung der zu beraten und darauf den nötigen überörtlichen Einfluß zu nehmen. Nicht daß damit den nzelnen Ressorts die Arbeit der Planung genommen werden soll: vielmedr sollen sie nach wie vor alle Maßnahmen, die sie für notwendig erachten, zur besseren Ausnuvung des deutschen Bodens auch weiterhin in eigener Regie ausarbeiten. Jeder Vorschlag, den beispielsweise das Reichvernäbrungsministerium oder das Reichskriegsministerium oder das Reichsverkehrsministerium vorzubringen hat, wird künftig von der Reichsstelle aus geprüft werden müssen: sie wird ihr Hauptaugenmerk darauf zu richten haben, ob der vorgelegte Plan nach jeder Richtung din als die beste Lösung angesprochen werden kann. Da die Reichsstelle sich bei ihren Entscheidungen nur von dem Gedanken leiten zu lassen braucht, ob der Vorschlag eines Ressorts im Interesse des ganzen Volkes liegt, andererseits seine Besugnisse auf das ganze Reich ausgedehnt sind. also vor Ländergrenzen nicht Halt zu machen braucht, ist die Gewähr dafür gegeben, daß bei jeder neuen Arbeit, die begonnen wird, ein wesentlicher Schritt in der Richtung auf einen vernünftigen Dauerzustand getan wird. In diesem Sinne ist auch das Haus der Reichsplanung. des Reichsheimstättenamts der NSDAP der Reichsstelle für Raumordnung ange gliedert. Als leitender Gedanke wird in den Mittelpunkt zu stellen sein, daß die Landesplanung eine echte Selbstverwaltungsaufgabe ist, die für die praktische Durchführung einer schöpferischen Unabhängigkeit und Beweglichkeit bedarf. In Kürze wird die Frage gelöst werden, in welcher Weise zwischen den Abschnitten der Reichsstelle für Raumordnung und den bisherigen Landesplanungsstellen eine organische Verbindung herzustellen ist. Das Ziel wird also sein: Grundsätzliche Leitung und Lenkung der Raumwirtschaft durch die neue Reichsstelle, praktische Durchführung dieser Aufgaben durch unab hängige bewegliche Landesplanungsverbände auf der Grundlage der Selbstverwaltung, d. b. unter tatkräf tiger Mitwirkung der Gemeinden und Gemeindeverbände. Volkstum im Ruhrgebiet Sitz: Gelsenkirchen Der Herzog von Gloucelter der dritte Sohn des Königs von England, hat sich mit Ladn Montagu=Douglas=Scott, der Tochter des Herzogs von Buccleuch, verlobt.(Auslandsbild New"ark Times. M. Essen. Der wissenschaftliche Leiter der kürzlich gegründeten Forschungsstelle für das Volkstum im Ruhrgebiet, Dr. Brevohl, Gelsenkirchen, schildert in „Ruhr und Rhein“ die großen und bedeutsamen Forschungsaufgaben, die er durchführen will.„Ueber das Volk an der Ruhr", so führt Dr. Brevohl aus,„hat man bisher noch recht wenig Studien angestellt, und doch sind sie ebenso nötig wie die über Wirtschaft, Siedlungs= und Verkehrswesen: ist es doch von entscheidender Wichtigkeit, wie die Menschen sind, die diesem riesigen Industrieorganismus ihre Kräfte widmen und die davon Brot und Arbeit haben. Zu keiner Zeit hat sich die Wirtschaft darauf beschränkt, Arbeiter in ausreichender Zahl zu haben. Schon sehr früh hat sie Erfahrungen, wenn auch unsystematischer Art, gesammelt über Charakter, Leistung und Lebensgewohnheiten ihrer Arbeiter: denn seit Jahrzehnten kümmern sich die „Werke“, um manche„private“, Angelegenheit der Belegschaften— aus der klaren Erkenntnis beraus, daß es nicht unwichtig ist, des Arbeiters persönliche Art zu kennen. Gewiß ist allgemein bekannt, daß die Menschen hier aus allen Himmelsgegenden zusammengeströmt sind, daß insbesondere aus den östlichen Provinzen viele tausend Männer und Frauen hier wohnen. Aber wel che Bedeutung diese Zuwanderung für Charakter und Leben des Reviers hat, ist kaum behandelt worden. Ja, nicht einmal die Zahlen sind zweckentsprechend zusammengestellt— obwohl das nicht allzu schwer wäre—. und doch sollten sie die Grundlage einer vollständigen Kunde vom Volkstum an der Ruhr sein. Wenn heute eine Forschungsstelle in Tätigkeit tritt, die diesem Volkstum ihre ganze Aufmerksamkeit widmen soll, dann hat sie unstreitig als eine der ersten und wichtigsten Aufgaben die, festzustellen, wie der Zuzug sich über das ganze Revier abgespielt bat, woher die Menschen gekommen sind, was sie an Erbgut und damit an Grundlagen für Kultur mitgebracht haben, wie sie sich unter dem Einfluß des Industrielebens umwandeln. Ist erst einmal das Bild der Einwanderung und der Binnenwanderung statistisch ermittelt, dann folgt notwendigerweise die volkskundliche Auswertung. Es sind Tausende von Hessen, Thüringern, Saarländern und Siegerländern, von Posenern, Ost= und Westpreußen, Polen, Tschechen und Slowenen eingewandert. Jeder dieser Zugewanderten hat irgend etwas an körperlicher Eigenart und kultureller Form mitgebracht und schließlich sein besonderes soziales und berufliches Schicksal gehabt. Wenn wir überhaupt ein Interesse haben, diese Erscheinungen kennenzulernen, dann gilt es, Gruppe für Gruppe, Stamm für Stamm zu studieren. Nun sind aber die Werke, insbesondere die großen, älteren, Kristallisationspunkte für die Zuwanderung. Je nach Zeit, Lage und Konjunkturen verschieden habei sich die Neulinge bei ihnen niedergelassen. Das hat weitgehend die Entwicklung des Volkskörvers im Revier mibestimmt. Darum wird man die Zuwanderung nicht nur nach Landmannschaften untersuchen, man muß vielmehr auch die Entwicklung an den vielen Kristallisationspunkten verfolgen, um so noch weiter in das Werden des Ruhrvolks hineinleuchten zu können. Eine andere Abteilung von Forschungen wird sich mit der Beobachtung der Lebensgewohnheiten und damit beschäftigen, inwiefern diese Industriemenschen ein neues Volkstum unter sich entwickeln. Ohne eine solche bis ins einzelne gebende Kenntnis des Volkstums ist weder ein gerechtes menschliches Urteil noch eine PoliBild später auch ausfällt, o ist doch schon sicher, daß man mit dem überkommenen Schema der Volkskunde, die nach Sitte und Brauch, Sprache und Volkslied, Aberalauben und Sage forscht, den atsachen nicht sehr nahekommen kann. Wir wer## eine von Grund aus neue Ordnung schaffen Diese bis jetzt erwähnten Forschungen sind so vielseitig, daß es nicht möglich ist, einem allein die ganze Arbeit zuzumuten. Hier müssen alle zusammenarbeiten, die des Landes kundig sind und die Menschen aus eigenem Miterleben kennen, die außerdem aber in den in Frage kommenden Wissenschaften geschult sind. Um hier nun einen Anfang zu machen, hat das Provinzialinstitut für westfälische Landes= und Volkskunde in Münster im Einvernehmen mit dem Institut für rheinische Landeskunde in Bonn eine besondere Forschungsstelle für das Volkstum im Ruhrgebiet ins Leben gerufen. Mit voller Absicht hat man die Forschungsstelle nach Gelsenkirchen gelegt; denn dort, in einer ausgesprochenen Arbeiterstadt, lassen sich die Zusammenhänge gut erfassen. Die Forschungsstelle will nicht nur der Wissenschaft dienen, sie will auch der Praxis des Arbeitslebens ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen. Jedenfalls wird auch die Pädagogik Vorteile haben.“ Verschönerung der Rosenstraße (!) Der in der Rosenstraße vor einiger Zeit abge brannte Schuppen und die vorstehende Mauer waren stets ein Hindernis und ein unschönes Bild für die Rosenstraße. Jetzt ist dort ein massiver Lagerschuppen im Entstehen begriffen, der in der Fluchtlinie zu stehen kommt und die Mauer damit verschwinden läßt. Nach Fertigstellung des Schuppens und nach Beseitigung der Mauer dürfte sodann dem Ausbau der bolverigen Straße nichts mehr im Wege stehen.— Reichsparteitage der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei! Untrennbar damit verbunden ist die Weibe der Standarten der SA, jener Zeichen, die zum Symbol der Nemegung geworden sind, für die Tau sende ihr Leben in die Schanze schlugen und Hunderte den Opfertod gestorben sind. München 1928. Kalt segt der Januarwind über das Marsfeld, als der Führer die vier ersten Standarten, und zwar München, München 2, Nürnberg und Landshut, seiner SA übergibt. Kaum ein Jahr später ist infolge des schmählichen Verrats vom 9. November 1923 äußerlich nichts meor von der Bewegung geblieben. Aber wenn auch der Führer in Haft sitzt, wenn auch die Anhänger dieser stolzen Bewegung verfolgt werden, die Idee als solche lebt. Das Jahr 1926 steht ihre Neugeburt, und der Parteitag in Weimar bringt bereits die Weihe von acht neuen Standarten, darunter auch Berlin und Sachsen. Und nun geht es immer nur vorwärts und auswärts und auswärts. Nürnberg 1927. Zum erstenmal marschiert die Bewegung anläßlich eines Parteitages in dieser altehrwürdigen Stadt. Zwölf neue Standarten vom Führer geweiht, trägt die SA in die Heimat zurück. Schon fehlt kaum noch ein deutscher Gau, in dem nicht eine Standarte der SA siegreich flattert und das Vorwärtsschreiten der Bewegung symbolisiert. Es folgt der Parteitag 1929, wieder in Nürnberg, das nun schon zur„Stadt der Parteitage“ geworden ist. Waren es bisher 24 Standarten, so verdoppelt sich jetzt ihre Zahl. Zu den bisherigen 24 verleibt der Führer 24 neue Standarten seiner kampfgewohnten SA. Darunter befinden sich die Standarten Kuetemever, Schlageter und Knickmann. Von Sieg zu Sieg schreitet die Bewegung. Mancher bezahlt seine Treue zur Fahne mit seinem Blut. aber nichts mehr vermag den kommenden Sieg aufzuhalten. Braunschweig 1931. Wieder 24 neue Standarten, die der Führer weiht. Auch die Standarte Horst Wessel hat nun ihr Zeichen. Braunschweig war der letzte große Appell vor der Machtübernahme. Nürnberg 1933. Reichsvarteitag im Zeichen des Sieges. Neben den alten Standarten aus der Kampfzeit marschieren 118 neue Standarten auf, um aus der Hand des Führers und Kanzlers die Weihe zu erhalten. Die Standarten der SA flattern seit Monaten siegreich über deutschen Landen und verkünden der Welt, daß in Deutschland der beldische und stets opferbereite Geist der Bewegung gesiegt hat. Die SA als die politische Kampftruppe des Führers versinnbildlicht die Bejahung des Willens zur Macht, die ihr niemand mehr entreißen kann. Die SA wächst. Neue Standarten müssen gebildet werden. Nürnberg 1934. Der Führer ist das alleinige Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches. Trotz einer schweren und dunklen Stunde, die die große Masse der SA völlig unberührt ließ, ist das Verhältnis des Führers zu seiner SA noch enger, noch inniger geworden. 118 neue Standarten verleiht ihr der Führer in Nürnberg. Insgesamt 308 Standarten trägt die SA vor ihren unübersehbaren Kolonnen. Und nun steht der Reichsparteitag 1935 bevor. Wieder wird Nürnberg die braunen Kolonnen am Führer vor beimarschieren sehen, und wieder werden neben den al ten Standarten sich neue zu Ehren der Toten der Be wegung neigen. 36 neue Standarten wird der Führer weihen und seiner SA übergeben. Es sind folgende: Niederbayern, Weiden, Berlin=Lichtenfeld, Steigerwald, Vogelsberg. Hofgeismar, München=Land, Zweibrücken, Ludwigshafen, Rhein=Neckar, Kraich Gau, Saarlouis, Saarbrücken, Mansfeld, Wittenberg, Schönebeck, Neuhaldensleben, Köln, Blankenburg, Haithabu, Schlochau, Soldin, Grenzland=Ost, Labes, Kreuzburg, Löwenberg, Breslau=Süd, Trebnitz, Neusalz, Engzaau. Oberschwa ben, Schleiz, Nordhausen, Arnsberg. WestfalenSüd, Mittelrbein. Die SA lebt, und solange die SA als die volitische Kampftruppe der Bewegung lebt, wird auch Deutschland leben. Ihre Standarten sind das Symbol der endlich errungenen Volksgemeinschaft und das Deutschland, das sich auf die Wurzeln seiner Kraft wiederbesonnen hat. Sie sind mehr denn je eine heilige Verpflichtung, dem Vaterland mit allen Kräften zu dienen. Kreis-Posaunentreffen in Festgoffeschenst in der Christuskirce— Eine kirchenmusikalische Feierstunde Die Kreisfachschaftstagung Gertbe, 1. September. Am Sonntag stand Gerthe im Zeichen des großen Posaunentreffens der Chöre aus der Synode Bochum. Schon am frühen Morgen trasen die Posaunenchöre aus den verschiedenen Bochumer Gemeinden ein, um die Kreisfachschaftstagung mit einem Festgottesdienst in der Christuskirche einzuleiten. Pastor Strümpfel legte seiner tiefempfundenen Festpredigt das Bibelwort Luk. 18, Vers 9—14, mit dem Inhalt des Gleichnisses vom Pharisäer und Zöllner zugrunde. Der verstärkte Gerther Posaunenchor unter Leitung von Willi Schwekutsch und der Frauenchor unter Stabführung von Rektor Lütz verschönerten den festlichen Gottesdienst mit ihren Darbietungen. Im Anschluß an den Gottesdienst fand dann im Haus „Bethanien“ die Kreisfachschaftstagung statt, die zunächst im Zeichen der Schulungsarbeit stand. Unter Leitung von Landesverbandsobmann Walter Duwe(Bethel), einer der Bläser aus dem berühmten Kublo=Sertett, fanden praktische Uebungen der Tonbildung und Blaskechnik statt. Einen breiteren Raum nahmen die an schliebend vom Landesverbandsobmann Duwe gemachten Ausführungen ein, in denen er die Stellung der Posaunenchöre innerhalb der Reichsmusikkammer und das Verhältnis zur Berufsmusik klar herausschälte. Er belontte besonders, daß die Arbeit der Posaunenchöre Dienst an der Gemeinde ohne jegliche Gewinnabsichten ist. Nach der Arbeitstagung, die für alle Teilnehmer sehr lehrreich verlief. bezogen die auswärtigen Gäste ihre Mittagsquartiere, die von der Gemeinde Gerthe im überreichen Maße zur Verfügung gestellt worden waren. Der gemeinsamen Probe am Nachmittag schloß sich der Hauptvortrag der Tagung an. den Pastor füllung dieser Aufgabe liege der wesentlichste Unterschied zwischen den Posaunenchören und anderen Musikvereinigungen. Den Abschluß der Tagung bildete am späten Nachmittag die kirchenmusikalische Feierstunde in der Christuskirche, die neben Posaunendarbietungen mit Schriftverlesungen und Gebetsgesängen ausgestaltet war. Das Programm enthielt eine reichhaltige Auslese aus den Kraftquellen des alten Choralgutes, besonders der diesjährigen Jubiläums=Kirchenmustker Bach, Schütz und Händel. Die Doppelchörigkeit wurde dadurch hergestellt, daß der Weitmarer Posaunenchor unter Leitung des Kreisverbandsobmannes Schmitz von der Seitenemvore und die zusammengestellten Posaunenchöre unter Leitung von Landesverbandsobmann Duwe auf der Orgelempore im Wechsel mit Gemeindegesang und Orgelspiel musi zierten. Als Leitfaden durch die ganze Programmgestaltung zog sich das Glaubensbekenntnis an die Dreieingkeit Gottes. Die Kreisfachschaftstagung hat im bedeutenden Maße der Aufbauarbeit der Bochumer Posaunenchöre gedient und die Veranstaltung wird ihre Werbekraft für den Gertber Posaunenchor als dem Träger der Tagung nicht verfehlt haben. □ 25jähriges Dienstiubiläum a. Heute, kann der Polizeihauptwachtmeister Ernst Pentinghaus aus Gerthe auf eine 25jährige ununterbrochene Dienstzeit bei der Stadtverwaltung Bochum bzw. beim früheren Amt Harpen zurückblicken. Vordem war der Jubilar bei der Polizeiverwaltung in Hamm tätig. Er ist einer der wenigen noch lebenden Beamten, die Zeuge des gewaltigen Aufschwunges des ebemaligen Amtes Harven gewesen sind. Aus der altpreußischen Schule hervorgegangen, zeichnen ihn vor allem Pflichttreue, Gewissenhaftigkeit und Freundlichkeit gegen jedermann aus. Dem allgemein beliebten trumnsel(Gerthe) über das Thema„Die volkemissio= Beamten werden zu seinem heutigen Ebrentage manchernartiche Aufgabe der Posaunenchore" vielt. In der Er=Ilei Ebrungen zuteil werden. 1— ** Nach klarer Führung am ersten Tage verloren unsere Leichtathleten den„Boden unter den Füßen“ 7 Schlechte Aussichten für 1936? Beinahe=Sieg am Samstag Es war vorauszusehen, daß die Reichshauptstadt für den vielversprechenden Fünfländerkampf der Leichtathleten aus Schweden, Ungarn. Italien, Javan und Deutschland den entsprechenden Rahmen schaffen würde. Reibungslos entwickelte sich der Anmarsch der Massen und die Anfahrt der Wagen ab und schließlich stellten sich auch bereits 20 000 Zuschauer zum ersten Tage des Fünfländerkampfes im Poststadion ein. Ringsum wehten an 20 Masten die Farben der teilnehmenden Nationen. Dr. Ritter von Halt, der Führer der deutschen Leichtathletik, hielt die Begrüßungsansprache. Eingeleitet wurden die Samstagkämpfe mit dem 200 m=Lauf. Schon in der Kurve hatte der innen laufende Ungar Sir erheblich aufgeholt und auf der Geraden war er mit dem Schweden Strandberg fast auf gleicher Höhe. Aus dem heftigen Endkampf holte sich Sir mit einem halben Meter Vorsprung in 21.4 schließlich den Sieg. Neckermann führte mit erheblichem Abstand die zweite Gruppe heran und schaffte für uns noch knapp vor dem Japaner Taniguchi und dem Italiener Gonelli in 22 Sek. den dritten Platz. Woellkes Europarekord=Wurf Helle Freude der Deutschen stellte sich im Kugelstotzen ein. Nachdem der Japaner Kikumoto nach dem ersten ungültigen Wurf seine Uebung erledigt hatte, betrat unser Meister Woellke als zweiter den Wurfkreis und siehe da: schon sein erster Wurf war ein neuer deutscher und Europa=Rekord! 16.21 m stieß der Berliner die Kugel und verbesserte damit seine erst am Vorsonntag in Helsingfors aufgestellte Leistung um sechs Zentimeter. Die übrigen Teilnehmer blieben hinter dieser Glanzleistung weit zurück. Dr. DaranviUngarn sicherte sich mit einem Wurf von 15,32 m noch überlegen den zweiten Platz. Der Rest kam über die 15 m=Grenze nicht hinaus. Fesselnd war das Rennen über 400 m. Schon nach der ersten Kurve hatte der Schwede von Wachenfeldt den Italiener Tavernari eingeholt. Die zwei liefen ein scharfes Rennen und machten gegen den auf der dritten Bahn lausenden Deutschen Hamann viel Boden gut. Der Schwede siegte sehr sicher in 48,6 mit einem Meter Vorsprung vor unserem Hamann, der erst auf den letzten Metern den Italiener und den dichtauf folgenden Ungarn gerade noch abschütteln konnte. Der Hochsprung war ein sehr interessanter Zweikampf zwischen dem deutschen Meister und Rekordhalter Weinkötz und dem Japaner Asakuma. Bei 1,90 m kamen auch der Schwede Lundauist und der Ungar Bodosi nicht mehr mit. Bei einer Höhe von 1,94 m rissen Weinkötz und Asakuma aber auch. so daß man die Punkte für den ersten Platz und auch für die nächsten teilen mußte. Nerven kostete der Start über die kurze Hürdenstrecke. Auch Meister Wegner war nicht frei und verursachte zunächst zwei Fehlstarts, beim dritten Start war es ein anderer und dann war auch noch einmal der Japaner Murakami zu schnell hoch. Endlich klappte es denn zum fünften Male. Wegener führte bis zu 50 m klar, als aber der neben ihm auf der Außenbahn lausende Japaner eine Hürde gerissen hatte, kam auch er aus dem Schwung. Der deutsche Rekordmann stolperte über die letzte Hürde und so siegte der Schwede Lidman in 14.8 mit gut zwei Meter Vorsprung. Mit dem deutschen Rekordmann Gerhard Stöck war der Sieger im Speerwerfen gegeben. Mit einem Wurf von 71,05 m sicherte er uns weitere wertvolle fünf Punkte.— Im Weitsprung hatten die Teilnehmer sehr unter den Strahlen der tiefstehenden Sonne zu leiden. Der Japaner Tajima legte im ersten Sprung 7,58 m vor. Erst im vorletzten Sprung hatte der deutsche Rekordmann mit 7,68 m den Sieg sicher. Johnsson vor Syring Die 500 m wurden zu einem schnellen und schönen Rennen. Der Japaner Murakoso wurde in der Führung bald von dem Ungarn Kelen abgelöst. Nach 1000 m setzte sich der Schwede Johnsson an die Spitze und hinter ihn legten sich Cerati=Italien und der Deutsche Meister Syring. Kurz vor 1500 m, die in 4:28,8 zurückgelegt wurden, zog der Schwede stärker an mit dem Erfolg, daß der Italiener und der Deutsche zurückbleiben mußten. Syring steigerte zum Schluß seine Geschwindigkeit so stark, daß er auf den letzten 150 m erheblichen Boden gegen den in 14:56,2 siegenden Schweden gutmachte und für die lange Strecke noch sehr knapp geschlagen wurde. Die abschließende 4 mal 100 m= Staffel brachte einen glänzenden deutschen Sieg. Leichum als Startmann auf der Außenbahn entschied bereits das Rennen durch einen wundervollen Sprint, in dem er gegen die gefürchtete ungarische Staffel, für die Minai startete, mehr als zwei Meter in der Kurve herausholte. Zwar klappte der folgende Wechsel mit Hornberger nicht recht, aber der Pfälzer lief hervorragend, evenso Neckermann, so daß Borchmever mit gut zehn Meter Vorsprung als letzter Mann den Stab bekam. Obwohl hier der Ungar Sir als Schlußmann seiner Staffel ausgezeichnet lief, gewann Deutschland sicher mit vier Meter Vorsprung in 41,2. Den dritten Platz hatten die Schweden jederzeit sicher, während in dem scharfen Kampf um den letzten Platz die Japaner fast auf gleicher Höhe mit Italien durch das Ziel gingen. Klare deutsche Führung Deutschland führte also nach dem ersten Tage sehr eindeutig mit 35 Punkten vor Schweden mit 26.5 P., Ungarn 20,5 P., Japan 12 P. und Italien 5 P. Schlappe am zweiten Tage Der Fünfländerkampf der Leichtathleten in der Reichshauptstadt war wirklich ein sportliches Erlebnis ersten Ranges. Nach der feinen deutschen Führung des Vortages war vorauszusehen, daß der entscheidende Sonntag mit seiner Besucherziffer die Bedeutung der Auseinandersetzung auch nach außen hin wieder unterstreichen würde. Unter diesen Umständen blieb es nicht aus, daß sich 35000 Zuschauer im Poststadion einstellten. Solche Ziffern kennt die deutsche Leichtathletik noch nicht lange. Als die 400 m Hürden gestartet wurden, lugte die Sonne durch die Wolkendecke und zauberte ein grandioses Bild. Die Kampfbahn war brechend voll. Kopf an Kopf stauten sich die 35000, um von den Kämpfen möglichst viel mitzubekommen. Freilich waren die Deutschen unter ihnen von der Einleitung nicht gerade erbaut; denn unser Meister Scheele=Altona kam über den vierten Rang nicht hinaus. Und das war für uns nur ein Punkt. Facelli startete auf der Innenbahn und war bis 300 m zweifelsohne der schnellste Mann, als plötzlich ausgangs der Zielkurve Kovacs vorstieß und in einem fabelhaften Endspurt in 53,6 den Sieg für Ungarn gegen Areskoug, Facelli, Scheele und den Japaner sicherte. Schaumburg hinter Beccali Ueber 1500 m stellte der Italiener Beccali erneut unter Beweis, daß er nicht von ungefähr zu seinem Olympiasiege gekommen war. Er führte zunächst das Feld an, dann drückte Schaumburg bald auf das nur mittelmäßige Tempo und bis zur letzten Runde lautete die Reihenfolge: Schaumburg, Beccali, Nilsson und Szabo. Am Eingang der Zielkurve zog der Italiener spielend an dem Deutschen vorbei und siegte schließlich mit gut zehn Metern Vorsprung. Ueber 100 Meter setzte es für uns eine herbe Enttäuschung. Erst der dritte Start glückte. Ausgerechnet unser Leichum kam schlecht weg und obendrein lief er auch noch überaus schwer. Wieder war es ein Japaner, der überraschte. Suzuki lief ein glänzendes Rennen und fing im Ziel den ungarischen Studentenweltmeister Sir in 10.6 Sek. gerade noch ab. Das war Suzukis Revanche für Budapest. Hinter ihnen belegte der Schwede Strandberg mit einem Meter Vorsprung und in 10,7 vor Leichum(10,8) und dem Italiener Toetti den wertvollen dritten Platz. Ueber 800 m holten sich die Italiener einen weiteren schönen Sieg und wertvolle Punkte. Lang und der Schwede Wennberg lösten sich zunächst in einem scharfen Rennen in der Führung ab, aber es rächte sich für den Deutschen. Schließlich konnte er dem kraftvolleren Italiener Livpi nicht mehr widerstehen und verlor zum guten Schluß auch noch seinen zweiten Platz an den spurtstarken Wennberg. Der Italiener siegte mit 15 m und in 1:52,2 vor dem Schweden, der seinerseits wieder den Deutschen mit gut 4 Meter zurückließ. Im Diskuswerfen legte Schwedens Rekordmann Harald Andersson gleich die anständige Weite von runden 51,50 m vor. Der Schwede holte auch für sein Land mit 52,12 m den Sieg. Hinter ihm belegten Donogan(47,23) und Biancani(45,37) die nächsten Plätze. Würfelsdobler hielt mit 44,39 m den vierten Platz. Trotzdem führte in der Gesamtwertung Deutschland noch mit 43 Punkten vor Schweden(41.5) und den übrigen drei Ländern. Stabhochsprung für Japan 1½ Stunden lang sprangen die Stabhochspringer. Hartmann mußte bereits bei der bescheidenen Höhe von 3.60 m aufstecken und daß war natürlich ein bitterer Ausfall, da Deutschland nun ohne Punkte blieb. Der Japaner Mishida sprang von 3.90 m an allein weiter und siegte schließlich mit 4,30 m überlegen. Welch ein Klassenunterschied zwischen ihm und seinen Mitbewerbern lag, mag man daraus entnehmen, daß der Schwede Lindblad mit 3,90 m den zweiten Platz besetzte. Zwischendurch improvisierte man eine Einlage mit der Vorstellung der Fahrer von Warschau— Berlin. Die siegreichen Deutschen und die tapferen Polen fuhren auf der Außenbahn eine Ehrenrunde und konnten sich über stürmischen Beifall freuen. Lindgren macht sich unbeliebt Die 10000 m waren wirklich keine reine Freude für uns. Nachdem zunächst unter wechselnder Führung — den Japanern ausgenommen— reichlich gebummelt wurde, löste ein Zwischenfall bei den Zuschauern größte Empörung aus. Haag machte an und für sich einen etwas müden Eindruck und dann wurde er sechs Runden vor Schluß von dem Schweden Lindgreen regelrecht gerempelt. Haag stürzte und ehe er wieder auf war, hatte er bereits runde 50 m verloren. Nun löste sich der Japaner Muracoso vom Felde, holte einen immer größeren Vorsprung heraus und schließlich auch den Sieg. Allerdings ist seine Zeit von 32:44 nicht gerade überragend. Hinter ihm besetzten der Italiener Lipp und Szilagay=Ungarn die nächsten Plätze vor Haag. Sofort nach dem Rennen setzte sich das Schiedsgericht, in dem natürlich Deutschland und Schweden nicht vertreten waren, zusammen. Das Ergebnis: Lindgreen wurde disqualifiziert und sein Land bekam nicht nur keine Wertungspunkte, sondern noch einen Minuspunkt. Haag rückte damit auf den vierten Platz vor, und das war wenigstens ein Punkt für uns. 51,66 m Blask' Rekordwurf Verheißungsvoll ließ sich das Hammerwersen für uns an; denn es sah lange Zeit nach einem Siege unseres Meisters Blask aus, der mit 51,66 m den erst am Samstag von dem Kölner Lörring aufgestellten deutschen Rekord von 50,48 m verbesserte. Aber Der Preis des Führers für den Leichtathletik-Fünfländerkampf.(Scherls Bilderdienst, M.) noch besser als er war der Schwede Jansson, der mit 51,76 m aufwartete und seinem Lande damit weitere fünf wertvolle Punkte verschaffte. Schweden führte nun im Gesamtergebnis vor Deutschland(49,5 P.) mit 51 P. Der Rest kam mit diesen beiden Spezialisten des Hammerwurfes nicht mit. Mit seinem ersten Sprung von 15,29 m hatte der Japaner Oshima im Dreisprung auch bereits den Sieg in der Tasche. Einen packenden Zweikampf setzte es zwischen Joch=Quedlinburg und dem Schweden Andersson, die aber beide über 14,86 m nicht hinauskamen und sich so die Punkte teilten. Schwedensieg in der Staffel um den Länderkampf Nach all dem, was sich bis dahin getan hatte, mußte der letzte Wettbewerb des großen Fünfländerkampfes, die 4 mal 400 m= Staffel, entscheiden. Es läßt sich leicht denken, wie hoch die Spannung der 35.000 gestiegen war. Für uns waren die Aussichten nicht gerade rosig. Der verletzte Hamann mußte durch den Hamburger Stein ersetzt werden, der als erster vom Mal lief. Strömberg übergab den Stab als erster mit knappem Vorsprung vor Stein, den Ungarn und den Italiener Helmle, machte sich energisch an die Verfolgung des Schweden Phil, konnte es aber doch nicht ganz schaffen. Kluvsch hatte gegen den dritten Schweden Danielson einen Rückstand von zwei Metern, konnte aber natürlich auch nicht viel reißen. So lagen unsere Hoffnungen nur noch auf Metzner, der gegen den schwedischen Läufer von Wachenfeldt ein fabelhaftes Rennen lief, ihn auch fast erreichen, aber in einem mitreißenden Endspurt doch noch von dem Schweden zurückgelassen wurde. Schweden siegte in der neuen Landesbestzeit von 3:14,2 und konnte den letzten Wettbewerb für sich entscheiden. Die deutsche Staffel konnte ebenfalls mit 3:16 einen neuen Rekord aufstellen. Um die Plätze lieferten sich Italien und Ungarn ein scharfes Rennen, das schließlich der Ungar Jägy knapp für sein Land herausholen konnte. Schlußwertung: 1. Schweden 2. Deutschland 3. Ungarn 4. Japan 5. Italien 56 Punkte 52,5 Punkte 40 Punkte 33 Punkte 26,5 Punkte Boxer retten Deutschlands Ansehen Der Länderkampf gegen Polen in Warschau wurde mit 10:6 Punkten gewonnen 7 Ueberzeugende Siege von Schmedes und Murach Vier Westdeutsche—vier Siege Die National=Borstaffeln von Polen und Deutschland trafen sich am gestrigen Sonntag zum 7. Male im Länderkampf. Für die deutschen Amateu:boxer war das ihr 40. Länderkampf überhaupt, den sie wiederum mit einem eindrucksvollen Sieg abschließen und damit ihre führende Stellung im europäischen Borsport erneut unter Beweis stellen konnten. (Bekanntlich hat Deutschland den Mitrova=Cup schon sicher.) In Warschau brachte man diesem Länderkampf ein riesiges Interesse entgegen. 30000 Zuschauer hatten sich im Militärstadion eingefunden, das schon so häufig der Schauplatz großer Fußballkämpfe war. Mit diesem ungemein starken Rückhalt, den ihnen ihre Landsleute gaben, gingen die polnischen Amateurborer ganz aus sich heraus. Trotzdem konnten sie aber den deutschen Gesamtsieg nicht gefährden, besonders bestechende Leistungen auf deutscher Seite zeigten der Breslauer Büttner 2 und der Bonner Ste:n. Auch die Westsalen Schmedes und Murach, von denen man Siege schon von vornherein erwartet, hefteten in eindrucksvoller Manier zwei Erfolge an die deutschen Fahnen. Die Kämpfe im einzelnen: Fliegengewicht: Färber(Augsburg), der deutsche Fliegengewichtsmeister, hatte gegen Rotholz(Warschau) nicht seinen besten Tag. Außerdem war der Pole körperlich überlegen. Mit kurzen Haken und aus Halbdistanz lag er dauernd in Front und gewann klar nach Punkten.(0:2) Bantamnewicht: Ravpsilber(Frankfurt) wurde das Opfer eines krassen Fehlurteils. Sein Gegner Krzeminski(Graudenz) stellte sich in Rechtsauslage, konnte dem Deutschen aber nicht gefährlic werden. Seinen knappen Vorsorung holte Raprsilher in einer hochüberlegenen Schlußrunde mehr als an Des Punktgericht gab den Sieg an den Polen: das Publikum begleitete diese Entscheidung mit scharfen fallenskundgebungen.(0:4) Federgewicht: Büttner 2(Breslau), der Ueberraschungsmann der Deutschen Meisterschaften, lief gegen Polus(Warschau) zu einer unerwartet großartigen Form auf. In der dritten Runde stand nur noch ein Mann im Ring: Büttner, dessen Sieg boch und eindrucksvoll war. 12:4) Leichtgewicht: Schmedes(Dortmund), Deutschlands bester Ringstratege, unterschätzte den Polen Sipinski(Posen) scheinbar und lief in der 1. Runde dauernd in die barten Konter des Gegners. Ab der 2. Runde spielte der Dortmunder aber seine ganze technische Reise aus und beherrschte den Polen vollkommen. Sipinski war in der Schlußrunde vollkommen erschöpft, Schmedes Sieg stand nicht in Frage.(4:4) Weltergewicht: Auch Murach(Schalke) siegte über Misiurewicz(Posen) überzeugend. Die barte Rechte Murachs nahm den Polen so stark mit, daß er in der 3. Runde vollkommen fertig war und den hohen Punktsieg an Murach abgab. Mittelgewicht: Der Kampf zwischen Stein(Bonn) und Maichrzycki(Posen) begann sehr schnell. Der Pole legte mächtig los und brachte den verduzten Rheinländer zunächst ins Hintertreffen. Ab der 2. Runde drehte Stein auf und hatte in der Schlußrunde den Gegner am Boden. Der Pole war reif für eine k. o.Niederlage, hielt aber tapfer und kam noch über die Runden. Hoher Punktsieger Stein.(8:4) Halbschwergewicht: Jaspers(Stettin) zeigte eine bescheidene Leistung. Allerdings ist Chmielewski (Posen) ein international erprobter guter Gegner, der durch seine Schnelligkeit den Kampf diktierte. Der klare Punktsieg fiel an den Polen.(8:6) Schon in der 1. Runde ging der Pole nach einem harten rechten Haken auf die Matte, er erholte sich aber und kam noch über die Runden, ohne den Punktsieg Runges jemals zu gefährden.(10:6) Mit diesem Ländersieg Deutschlands feierte auch der westdeutsche Borsvort einen neuen Triumph, denn von den vier westdeutschen Vertretern verlor nicht ein einziger. Sie bolten allein acht Punkte. Heuser haushoher Punktsieger über Livan Die erste Boxveranstaltung der neuen Saison im Berliner Sportvalast war Sonnabend mit knapp 3000 Zuschauern kein Publikumserfolg und auch der sportliche Verlauf konnte nicht immer befriedigen. Im Einleitungs= kampf standen sich im Schwergewicht Klein=Solingen und Kreimes=Mannheim gegenüber. Klein gewann übe. acht Runden sicher nach Punk. ten. Im Leichtgewicht mußte Adolf Heuser sich Stegemann mit einem Unentschieden gegen den tschechischen Meister Novotny begnügen.— Im Welterge wichtstreffen trug Katter=Berlin einen Punktsieg über den Italiener Bonetti davon; der aber recht zweifelhaft war.— Im Hauptkampf des Abends trafen sich Adolf Heuser und der italienische Meister Vittorio Livan. Heuser war durchweg überlegen und kam zu einem haushohen Punktsieg.— Im SchlußSchwergewicht: Runge(Elberfeld) war seinem kampf trennten sich Marohn=Berlin und MaierGegner Choma(Posen) um eine Klasse überlegen." Singen nach acht Runden unentschieden. Deutschland gewinnt WarschauDeutsche Sommerspielmeisterschaften In Hannover wurden am Sonntag die deutschen Meisterschaften im Faustball und Schlagball für Männer und Frauen entschieden. Im Faustball der Männer holte sich die Tam. Landsbut den Titel durch einen 34:26= Finalsieg über Lichtluftbad Frankfurt a. M.— Bei den Frauen siegte Nymphenburg Neuhausen; hier zeigte sich Gisela Mauermeyer von bester Seite. Gut Heil Arbergen holte sich die Meisterschaft im Schlagball der Männer, TV Wittgensdorf wurde hier Meister der Frauen. Dollinger lief Rekord Im Rahmen des Leichtathletik=Städtekampfes der Frauen zwischen Warschau und Posen starteten in Posen auch die beiden deutschen Meisterinnen Käthe Krauß und Marie Dollinger. Ueber 40 m stellte Marie Dollinger=Nürnberg in 7,6 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf, der aber offiziell nicht mehr geführt wird. Noch ein Schwedensieg Holland mit 82:58 Punkten besiegt. Der Sonntag wurde zu einem nachhaltigen Beweis für den Hochstand der schwedischen Leichtathletik. Nach dem seinen Siege von Berlin im Fünfländerkampf hiel! eine zweite Garnitur der Schweden in Groningen auch Holland im Länderkampf nieder. 5000 Zuschauer sahen nur über 100 und 200 m, sowie in der Schwedenstaffel holländische Siege. Alle übrigen Wettbe werbe fielen— meist mit Doppelerfolg— an die Schweden. Selbst im 100 m=Lauf wurde Berger(H) von Osendarv(Sch.) in 10.6 Sek. geschlagen. „Rund um die Solitude“ über 116 km wurde eine Beute des A=Klassenfahrers Barkowski=Schweinfurt (Zeit 28:20). Viktor Rausch, der bekannte Kölner Radrennfahrer, ist wieder von Amerika zurückgekehrt. Bei den Elberfelder Radrennen am Freitag siegte Metze vor Krewer, Lohmann, van der Wulv und Möller; die Veranstaltung mußte wegen Regens abgebrochen werden. Bei den Schweizer Tennismeisterschaften kam Gottfried von Cramm durch einen 6:2=, 6:1=Sieg über Aeschlimann in die Vorschlußrunde. Peltzer=Essen wurde Sieger des Aachener Tennisturniers; im Finale schlug er Nourney=Köln 6:4, 3:6, 6•4, nachdem er vorher Dettmer 6:2, 6:0 geschlagen hatte. Bei den Frauen siegte Frau Bartes=Kallmeyer. Die USA=Tennismeisterschaften begannen in Forest Hills: Perry war spielfrei, während Brugnon bereits von Mako ausgeschaltet wurde. W. Menzel gewann das Homburger Tennisturnier durch einen leichten Endsieg von 6:3, 6:2, 6:4 über Kuhlmann. Meisterschaftsstart in England Während in Schottland die Meisterschaftskämpfe der Fußballer schon etwas früher einsetzten, erfolgte die Premiere der englischen Berufsfußballer am letzten Augusttage. Der Meister Arsenal setzte sich mit 3:1 über Sunderland in Front, während Aston Villa auf eigenem Gelände dem Pokalsieger Sheffield Wednesday mit 1:2 unterlag. Everton konnte übeDerby County einen hohen 4:0=Sieg feiern. Skiläufer tagten in Berlin Füßball am 1. September Berlin Hauswald Einzelsieger In der großen Straßenfernfahrt Warschau— Berlin, dem zweiten Radländerkampf auf der Straße zwischen Deutschland und Polen fiel am Sonntag der Gesamtsieg an Deutschland. In der Gesamtwertung wiederholte der Chemnitzer Hauswald mit 5:31 vor dem Düsseldorfer Karl Wierz und dem jungen Polen Starzynski seinen Sieg aus dem Vorjahre. Hauswald bekam dafür den Ehrenpreis des Führers und Wierz die Ehrengabe des Staatskommissars der Reichshauptstadt. Gesamtwertung: 1. Hauswald(D) 24:50:59,4, 2. Wierz(D) 24:56:30,4, 3. Starzynski(P) 25:00:10,3, 4. Kaviak(P) 25:07:08,2, 5. Leppich(D) 25:08:12.4, 6. Krückl(D) 25:20:04,6, 7. Napieralla(P) 25:20:49, 8. Weiß(D) 25:23:33,6, 9. Konopczynski(P) 25:24:11, 10. Meier(D) 25:24:12.4.— Länderwertung: 1. Deutschland 99:38:57,2, 2. Polen 100:16:36.9. Richter und Metze in Paris Auf der Pariser Prinzenparkbahn bestritten die besien französischen Berufsflieger und Steher einen Wettkampf gegen die besten Vertreter des Auslandes. Richter vermochte ein 3000 m=Fahren gegen den Franzosen Gérardin sicher zu gewinnen. Im Dauerrennen über eine Stunde siegte der französische Weltmeister Lacquehan mit 71,460 km über Severgnini=Italien, Metze=Deutschland, Ronsse=Belgien und Paillard=Frankreich, die er sämtlich überrundet hatte. Rinaldi Sieger der„Tour de Suisse“. Die Schweizer Radfernfahrt wurde am Sonnabend mit der siebenten Etappe von Olten nach Zürich über 259,3 km beendet. Sieger im Gesamtergebnis wurde der Franzose Rinaldi in 55:16:35 Stunden vor dem Schweizer Amberg(55:18:08), Garnier=Belgien und Romanatti=Italien. In der Länderwertung belegte die Schweiz den ersten Rang vor Frankreich, Italien und Deutschland. Im vergangenen Jahre hatte Deutschland im Nationenklassement gesiegt. Ausklang in Iffezheim Ebro siegt im„Preis der Stadt Baden“. Von herrlichem Sommerwetter begünstigt nahm auch der Schlußtag der internationalen Rennwoche in BadenBaden einen sportlich ausgezeichneten Verlauf. Im Mittelspunkt des Schlußrenntages stand der„Preis der Stadt Baden=Baden über 2100 m. Die Prüfung war mit 8300 Mk. dotiert und wurde von sieben Pferden bestritten. Als Favorit startete Ebro vom Stall Haniel. Der Oleander=Sohn rechtfertigte auch ganz das in ihn gesetzte Vertrauen und gewann sicher mit dreiviertel Länge vor Ricardo und Manzanares. 1. Damen=Preis: 1. Butzkes Novalis(Am. Schlaefke), 2. Dark Stone, 3. Tantris. Ferner: Immerfort, Adagio, Barcelona, Tortue. Sieg 25 Platz 14, 14, 13.— 2. Badener Meile: 1. Graditz Andante(R. Schmidt), 2. Artischocke, 3. Enak. Ferner Goldtaler. Sieg 12 Platz 13, 15.— 3. Heidelberg=Ausgleich: 1. Seutets Ammonius(Kriegelstein), 2. Vogelweid, 3. Origenes. Ferner Airolo, Grandseigneur, Wolkenflug, Pontifer, On Top. Sieg 43 Platz 17, 15, 32.— 4. Preis der Stadt Baden=Baden: 1. Haniels Ebro(Zehmisch), 2. Ricardo, 3. Valparaiso. Ferner Famasino, Mazanares, Ausonius. Prinzregent. Sieg 22 Pltz 12, 20, 15. — 5. Abschieds=Rennen: 1. Beckmanns Mondsee(Schlegel), 2. Goal, 3. Teechen. Ferner Talbot, Kohinor, Narrhalla, Humor, Monte Christo. Sieg 57 Platz 15, 16, 13.— 6. Altes Badener Jagdrennen: 1. Junks Creolin(Peters), 2. Horos, 3. Laus. Ferner Hysos, Agnello, Steinbruch. Rennen zu Mülheim=Duisburg. 1. R.(1. Abtlg.): 1. Hülsemanns Florian Gener (Opacsiti), 2. Perlmuschel, 3. Rote Tante. Sieg 87 Platz 14, 15, 11.— 2. Abtlg.: 1. Maiers Herzaß(Mäßig), 2. Grenzwall, 3. Wernigerode. Sieg 161 Platz 35, 17, 36.— 2. R.: 1. Ohlmeiers Chorherr(Buge), 2. Römerfahrt, 3. Bronceluster, 4. Asti. Sieg 45 Platz 11, 11, 12, 12.— 3. R.: 1. Dydas Standarte(Ohst), 2. Auswahl, 3. Jungritter, 4. Perdita. Sieg 179 Platz 25, 10, 17, 15.— 4. N.: 1. Röslers Polarstern(Pinter), 2. Missouri, 3. Marnka. Sieg 15 Platz 12, 25. — 5. R.: 1. Röslers Curator(Stock), 2. Gnom, 3. Scävola. Siea 106 Platz 19, 16. 15.— 6. R.; 1. Pferdmenges Husar(Zachmann), 2. Nikolaus, 3. Windsor. Sieg 62 Platz 17, 20, 15.— 7. R.: 1. Boeckers Natange(Pinter), 2. Melle, 3. Musterknabe, 4. Renvers. Sieg 33 Platz 15, 14, 19.— 8. R.: 1. Zimmermanns Monarchist(Vlugt), 2. Ma Clochette, 3. Faland, 4. Kernpunkt. Sieg 53 Platz 21, 13, 18, 17.— Siegdoppelwette: 4. und 5. Rennen Polarstern=Curator 174:10. Rennen zu Dieppe. 1. R.: 1. Choiseuls Dew Drop(Dubus), 2. Ecto d' Algerie, 3. Happy Land. Sieg 26 Platz 13, 13.— 2. R.: 1. Sterns Amalaric(Lock), 2. Lili Eder, 3. Alde. Sieg 17.— 3. R.: 1. Chacons Miß France(Kallen), 2. Monte la Dessus 2, 3. Dragon Rouge 2. Sieg 24 Platz 15, 14.— 4. R.: 1. Tacquets Bush Voy(Bates), 2. Gadeau, 3. Bill. Sieg 69 Platz 21, 17.— 5. R.: 1. Montagnes Dollar(Dubus), 2. Islette, 3. Harold 4. Sieg 39 Platz 19, 16.— 6. R.: 1. Choiseuls Ma Gigolette(Dubus), 2. Casse Noix, 3. Saint Cor 2. Sieg 28 Platz 14, 14. Rennen zu Chantilly: 1. R.: 1. Prats Megnere(Dupuit), 2. Aetha, 3. Serifontaine. Sieg 37 Platz 18, 16, 25.— 2. N.: 1. Wide ers Saint Andrews(Semblat), 2. Alternance, 3. Leyland: Sieg 13 Platz 13, 31.— 3. R.: 1. Es monds Mistreß Ford(Semblat), 2. Evianbis, 3. Bland Careß. Sieg 11.— 4. R.: 1. Peraldis Racleur(Bouchard), 2. Reaumur, 3. Hornets Cap. Sieg 59 Platz 21, 23, 21.— 5. R: 1. Rothschilds Fingall(Semblat), 2. Tabou, 3. Goodbye Blues. Sieg 87 Platz 19. 66, 48.— 6. R.: 1. Hanssens Broom(Bridgland), 2. Titien 3, 3. Verset. Sieg 96 Platz 42, 18, 16 Rennen zu Clairesontaine. 1. R.: 1. Lieux La Recontre(Gallagher), 2. Caracalla, 3. Gre Gre. Sieg 67 Platz 45, 43.— 2. R.: 1. Adeles Paradou 2(Brethes), 2. Gouvate, 8. Brunet. Sieg 75 Platz 23, 16.— 3. R.: 1. Ades Roxelane(Pavee), 2. Luminalette, 3. Gatinaise. Sieg 28 Platz 18, 55.— 4. R.: 1. Molas Dark Ring(Scutour), 2. Endiablee 2, 3. Miß Fiterari 2. Sieg 52 Platz 20, 19, 20.— 5. R.: 1. Reniers Drina(Delaurie), 2. Alda, 3. Sadiya. Sieg 29 Platz 27, 35. * Den Preis der Nationen in Riga gewann die lettische Reitermannschaft vor Polen und Deutschland. Unter dem Vorsitz des Fachamtsleiters Josef Maier=München fand am vergangenen Wochenende in der Reichshauptstadt eine Führertagung des Fachamts Skilaufs(DSV) statt, auf der beschlossen wurde, im Rahmen des Olympia=Kampfschulungsplanes im kommenden Winter drei große Prüfungen durchzuführen: Die Schwarzwald=Skimeisterschaften am 2. Januar auf dem Feldberg, die Bayrischen Titelkämpfe am 12. Januar in Berchtesgaden, und die zum ersten Mal national ausgeschriebenen Meisterschaften von Deutschland vom 14. bis 19. Januar in Oberstdorf im Allgäu. Aus den Berichten war zu erkennen, daß dank der regen Werbetätigkeit des DSV sich die Mitgliederzahl wieder gehoben hat. Wir haben heute 85 228 Skiläufer, davon sind 20110 jugendliche und rund 20000 Frauen. Im Bestreben, seine Mitglieder immer mehr zu bieten, hat sich der DSV entschlossen, in Oberammergau ein eigenes Heim zu errichten, für das das Passions= dorf Grund und Boden zur Verfügung gestellt hat. Die Werbung für den deutschen Skisport wird künftighin das im Oktober erstmalig erscheinende amtliche Organ„Skisport“ übernehmen. Wichtiges in Kürze Die Südwest=Leichtathleten schlugen die luxemburgische Mannschaft im„inoffiziellen Länderkampf“ mit 75½:72½ Punkten. Einen neuen Frauenweltrekord im 220 Bards=Laufen stellte die ern 17jährige amerikanische Sprinterin Helen Stephens mit 23,9 Sek. auf.(Bish. Weltrekord St. Walasiewicz 34,3 Sek.) Einen neuen deutschen Hammerwurf=Rekord stellte Lörring=Köln mit 50,48 m auf.(Der Rekord wurde gestern beim Fünfländerkampf bereits wieder überboten!) Der„Jahnstaffellauf“, der Berliner Turner wurde vom Schöneberger TSC gewonnen. Willie den Ouden schwamm in Oslo die 200 m Kraul in 2:33,2 Min.(100 m in 1:10,8 Min.) und unterbot damit gleichzeitig die norwegischen Rekorde. Csik=Ungarn schwamm bei den Polnischen Schwimmeisterschaften in Kattowitz 100 m Brust in neuer ungarischer Rekordzeit von 1:14,8 Min. und gewann vor Schulze=Magdeburg(1:20,9). Der Deutsche Schumann gewann die 100 m Rücken in 1:14,8 und Schulze die 200 m Brust in 2:58. Ueber 100 m Kraul blieb wiederum Csik in 6:01 siegreich. Den Großen Straßenpreis von Caarbrücken gewann der Frankfurter Gänzler im Endspurt vor FischerDüsseldorf. Witthaus Seegers gewannen das Mannschaftsrennen in Dinslaken vor Wilde Krimme, Auberg Jansson usw. In Düsseldorf wurde das Straßenrennen„Um den Zukunftspreis der Stadt Düsseldorf über 6,5 km ausgefahren; Voigt=Solingen siegte in 2:50 mit halber Länge vor dem Düsseldorfer Breuer. Der Olumpia-Zug fahrbereit Der Olympia-Zug, der In den Dienst der Innerdeutschen Werbung für die Olympiade gestellt wird, hat am 31. Aug. von Berlin aus seine Fahrt nach Ostdeutschland angetreten, um zum erstenmal in Königsberg eingesetzt zu werden. Vorher wurde er auf dem Berliner Kalser-Franz-JosephPlatz so aufgebaut, wie er als Ausstellungsstätte verwendet wird. Hierzu wird aus den 12 Fahrzeugen des Zuges— vier Zuglastwagen mit ie zwei Anhängern— eine Wagenburg gebildet, In deren Mitte ein für Flimvorführungen dienendes Zeit aufveschlagen wird.(Scherls-Bilderdienst-M.) Ostpreußen: SV 1919 Neufahrwasser—. Preuten Danzie 1:2 Polizei Danzig— BuEV Danzig 0:3 Brandenburg(Verbandsspiele): VfB Bankow— Tennis=Borussia 2:1 Berliner SV 92— Viktoria 89 Berlin 3:5 Blau=Weiß— Nowawes 03 5:1 Wacker 04— Spandauer SV 2:0 Schlesien: Hertba Breslau— BfB Breslau 2:1 Sachsen: Tura Leipzig— Guts Muts Dresden Preußen Chemnitz— Eintracht Leipzig Chemnitzer BC— ASV Nürnberg FC Roßwein— AsV Nürnberg Crimmitschau 06— Fortuna Leipzig Dresdensia Dresden— DFK Reichenberg Mitte: SpVg. Erfurt— Borussia Fulda BfL 96 Halle— TuR Weißenfels SV Köthen 02— Dresdner SC BfB Pößneck— Fortuna Leipzig Dessau 05— Viktoria Leipzig Nordmark: Union Altona— Sperber Hamburg 0•2 Polizei Lübeck— Altona 93 0:1 Niedersachsen: Arminia Hannover— aE Schalke 04 1:9 BfB Peine— Viktoria 96 Magdeburg 1:0 Algermissen 1911— Hannover 97 5:0 Westfalen: VfR Hagen 72— SB Höntrov 2:5 Westfalia Herne— Borussia Harburg 5:2 Westfalia Bochum— Germania Neheim 3:0 Union Gelsenkirchen— Rot=Weiß Essen 3:2 Niederrhein: Schwarz=Weiß Essen— SV Höntrov 5:1 Kreiself Düren— Rot=Weiß Oberhausen 0:3 Turn Düsseldorf— Köln=Sülz 07 2:3 Duisburger FV 08— TuS Bochum 1:3 Landespolizei Wesel— VfL Benrath 0:3 Borussia M.=Gladbach— Germania Bochum 2:0 Mittelrhein: Kölner SC 99— Borussia Harburg 5:2 Tura Bonn— Turn Düsseldorf 1:3 Südwest: r Saarbrücken— Eintracht Frankfurt 1:2 FK Pirmasens— BfL Neckarau 1:0 Borussia Neunkirchen— Saar 05 Saarbrücken 5:1 Baden: Amicitia Viernheim— Phönix Karlsrube 3:3 1. FC Pforzheim— 1. SSV Ulm 6:1 SV Waldhof— FsV Frankfurt 3:4 38 Offenburg— PfB Mühlburg 3:3 Bayern: SvVa. Traunstein— München 1860 0:9 Länderspiele: Stockholm: Schweden— Rumänien 7:1(1:0) Kattowitz: Ostoberschlesien— Westoberschl. 9:1(8:0) 1. Vereinsvokal=Hauptrunde: Masovia Luck— SC Tilfit 7•8 VfL Bitterfeld— Hertha BSC Berlin 1:2 u. V. Stettiner SC— Minerva 93 Berlin 0:1 Vorw.=Rasensp. Gleiwitz— Breslau 06 0:1 Vorwärts Breslau— BE Hartha 3:1 Sportfreunde 01 Dresden— SV Klettendorf 6:1 Sv Vg. 99 Merseburg— Polizei Chemnitz 2:4 BE Elsterberg— 1. SB Jena 4:4 BfB Leipzig— 1. SC Nürnberg 1:2 Hannover 96— Kölner CiR 4:3 Eintracht Braunschweig— Reichsb. SV Berlin 6:3 SV Göttingen— IC Schalke 04 1:5 Werder Bremen— Hamburger SB 4:5 Eimsbüttel— Hamburg=Eimsbütteler BS 7:3 Viktoria Hamburg— Berolina=LSC Berlin 1:2 Holstein Kiel— Nordring Stettin 7•1 Union Recklinghausen—. BfL Benrath 0:5 Hamborn 07— SoVg. Herten 1:2 Sportring Gevelsberg— BfR Köln 2:5 Fortuna Düsseldorf— Köln 90 5:0 SV Kassel— Phönix Ludwigshafen 2:1 Germania Kassel— SpVg. Fürth 1:5 1. FC Hanau— Eintracht Windecken 5:1 Eintracht Kreuznach— SB Waldhof=Mannheim 1:6 PfR Mannheim— 38 Homburg=Saar 7•3 Wormatia Worms— FE Egelsbach 8:0 V Bretten— Freiburger FC 1:1 Karlsruher ZV— FV Feuerbach 0:2 BfB Stuttgart—. BE Augsburg 3•4 1. FC Schweinfurt— SC Steinach 4•0 3V 94 Ulm— Bayern München 5:4 Westfalia bestand die Generalprobe Borussia Harburg 5:2 geschlagen A. M. Herne, 2, September. Herner Westfalia, die gestern ihre Generalprobe vor der Meisterschaftskampagne gegen die Harburger Borufsen steigen ließ, zeigte sich in einer sehr beachtlichen Form, am Schluß des immer interessanten Sviels stand die Begegnung 5:2 für die Herner. Leider waren nur sehr wenig Zuschauer Zeuge dieses Treffens. Den Harburgern, denen ein guter Ruf vorausging, hatte man im allgemeinen meyr zugetraut. Im Spiel erwies sich die Hintermannschaft als sehr sicher, besonders gefiel der linke Verteidiger Täger, der mit seinem weiten Schlag immer für Luft sorgte. Die Läufer arbeiteten sehr solide und zuverlässig, ohne aber ganz große Linie zu erreichen. Das Schmerzenskind des Gastes war der Sturm. Vor dem Tor konnte er sich, obwohl im Feld immer gut vorgearbeitet wurde, zu keiner Einheit entfalten, auch wurde mangelnde Schußkraft deutlich festgestellt. Der Rechtsaußen und der Mittelstürmer gingen noch an, die anderen aber kamen nicht über den Durchschnitt. Diese Elf war nicht dazu in der Lage, die Herner zu schlagen, denn unsere Vertreter befanden sich in einer Form, die für die ersten Meisterschaftsspiele einiges erhoffen läßt. In der Verteidigung hatte man für Krüger, der immer noch an seiner Verletzung laboriert, wieder Kroll und Niepel aufgestellt, Sabota hielt in gewohnt sicherer Manier sein Heiligtum rein. Niklas im Lauf überzeugte ebenso wie Wischnewske, dagegen hinterließ Haake, obwohl er sehr fleißig war, nicht den besten Eindruck. Unser sonstiges Schmerzenskind, der Angriff, läßt mit seinen gestrigen Leistungen allerhand erwarten. Er wurde geführt von Klein 1, Kannacher und Joswiak machten die linke Seite aus, während Klein 2 und Wittfeld auf der rechten Seite standen. In dieser Zusammensetzung werden auch die ersten Meisterschaftsspiele bestritten werden, und sie ist wirklich dazu angetan, die immer besorgten Gemüter zu beruhigen. Die Tore, die wir von den Gebrüdern Klein sahen, waren wirklich in bester Ordnung. Alle fünf Stürmer schossen so, wie es sich gehört, die erzielten 5 Tore gaben unbedingt das Stärkeverhältnis richtig wieder. Ueber den Spielverlauf ist kurz folgendes zu sagen: Westfalia konnte sich in den ersten Minuten nicht zusammenfinden, Harburg hatte Oberwasser, ohne aber die aufopfernd spielende Herner Läuferreibe beunruhigen zu können. Joswiak war es dann, der den Bann nach geraumer Zeit Brach: eine Steilvorlage von Klein 1 konnte er zum Fübrungstor verwandeln. Bei diesem Stand blieb es bis zum Wechsel. Nach der Pause holten die Harburger auf. um dann aber die Westfalen vorgehen zu lassen. Klein 2 machte ein schönes Führungstor, und die Ueberlegenheitsveriode nutzte Klein 1 mit einem dritten Tor aus. Als dann gar noch Klein 2 das vierte Tor erzielte, rafften sich die Gäste wieder auf. Ein Nachschuß im Anschluß an einen von Sabota fabelhaft abgewehrten Elfmeter führte für sie zum zweiten Tor, wobei es aber auch bis zum Schluß bleiben sollte. Westsalia hingegen führte weiter, und Klein 1 sorgte durch unhaltbaren Langschuß für den 5:2=Stand. der nach dem Verlauf des Spieles auch verdient ist. Westfalia A5— Germania Ab, 1:1. Vor dem Sviel der beiden ersten Mannschaften trafen sich die Alten Herren der Lokalrivalen. Tus Bochum hatte die Germanen im Stich gelassen, während Fortuna bei Westfalia nicht antrat. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf, die beiden Mannschaften waren sich durchaus gleichwertig. Germania 1. Jg.— Holsterhausen 1. Js., 3:2 Germania 2. Jg.— Holsterhausen 2. Ju., 4:0 Die Herner Stadtbesten im Schwimmen Sehr gute Leistungen bei gutem Besuch und gutem Wetter Die Kreisklasse im Wettkampf Ansprechender Besuch H. M. Herne, 2, September. Auch unsere Kreisklassenvereine stellten sich gestern zahlreich zum letzten Sonntag vor der Pause. Es standen einige Lokalspiele auf dem Programm, die ohne Ausnahme mit Siegen der Favoriten endeten. SV. Sodingen— Castrop 11 S:0(1:0) Sodingens stark verjüngte Mannschaft, die sich schon am vergangenen Sonntag gegen Wanne 11 so gut schlug, brachte in diesem Spiel einen Sieg fertig, der uns in der Höhe überrascht. Nachdem die einzelnen Leute, die aus dem Nachwuchs kommen, das Lamvensieber abgelegt hatten, sand sich die Mannschaft sehr gut zusammen und feierte einen sicheren Sieg. Bis zur Halbzeit war der Sieg allerdings noch garnicht so sicher, denn der Gast ging zielstrebig vor, ohne aber bei der starken Sodinger Deckung etwas zu erreichen. Die Hiesigen schafften bis zur Pause einen 1:0=Vorsprung durch den Mittelstürmer, der eine Flanke des Linksaußen aus der Luft verwandelte. Castrop spielte bart, aber fair weiter, aber trotzdem konnten sie es nicht verhüten, daß Sodingen mehr und mehr die Zügel in die Hand nahm. Vier weitere Tore bis zum Schlußpfiff waren die Ausbeute, sie geben die Ueberlegenheit richtig wieder. Wir sind gespannt auf das Abschneiden der Sodinger in der Meisterschaft. VIB. Börnig— SVg. Schwarz-Weit 7:2(2:2) Nach dem hohen Sieg der Schwarz=Weißen am vergangenen Sonntag mußten sie Samstag in Börnig eine überraschend hohe Niederlage hinnehmen. Sie konnten zu diesem Sviel nicht in der stärksten Aufstellung antreten, was sich natürlich stark bemerkbar machte. Drei Spieler aus der zweiten Mannschaft, die vorber gespielt hatten, machten hier mit, und ihrem Nachlassen in der zweiten Halbzeit ist es in erster Linie zuzuschreiben. daß die Niederlage so boch ausfiel. Bis zum Wechsel hielten sich die„Stämmschen“ sehr gut, allerdings war auch hier schon eine kleine Ueberlegenbeit der Börniger nicht zu verkennen. Nach Wiederanstoß drehte Börnig dann voll auf, während die abgekämpften SchwarzWeißen immer mehr abbauten. Fünf Tore für Börnig wurden bis zum Schlußpfiff erzielt, die Nieder. lage war nicht mehr aufzuhalten. BV. Herne-Süd— SC. Constanfin 2:0(0:0) Diese beiden Kreisklassenvereine aus dem südlichen Stadtteil lieferten sich ein Spiel, das von Anfang bis Ende sehr interessant verlief. Insgesamt kann gesagt werden, daß die Süder in spieltechnischer Hinsicht ihren Gästen gegenüber doch einiges voraus hatten. Die Constantiner versuchten sich mit der Sicherheitstaktik, denn ihr Mittelläufer spielte dritter Verteidiger. Damit bezweckten sie zwar, daß nicht viel Tore genommen zu werden brauchten, auf der anderen Seite aber hatte ihr Sturm nicht die erforderliche Unterstützung. Nachdem Süds Halbrechter zwei Chancen ebenso wie der Rechtsaußen der Constantiner ausgelassen hatte, ging es in die Pause. Nach dem Wechsel hatten die Platzherren das Heft immer in der Hand, und durch den Halblinken konnten sie auch den Sieg erringen. Herne=Mark spielte zu hoch, so daß keine Tore fallen konnten. Herne=Süd 2.— Constantin 2., 2:2 Herne=Süd 1. Jugend— Fortuna 1. Jugend, 3:1 Herne=Süd 2. Jugend— BfL 2. Jugend, 1:4 Herne=Süd Schüler— VfL Schüler, 4:1 SC. Viktoria— Rasensport Wanne 7:1(4:0) Die Viktorianer überraschten ihre Anhänger gestern im Spiel gegen die Wanner nach der angenehmen Seite. Der Sturm befand sich in ausgezeichneter Laune, so daß es nicht Wunder nehmen konnte, daß soviel Tore fielen. Dabei wurde der Torreigen schon sehr früh eröffnet, denn der Rechtsaußen schoß schon in der 12. Minute das Führungstor, um nach 18 Minuten zum zweiten Male einzusenden. Bis zur Pause war es dann zweimal der Halbrechte, der den Ball über die feindliche Linie brachte. Mit dieser klaren Führung gaben sich die Herner aber noch nicht zufrieden, denn nach Wiederanstoß ging es durch den Halblinken schnell auf 6:0. und der Mittelstürmer konnte in der 25. Minute noch das 7. Tor erzielen. Jetzt kamen die Wanner etwas aus. nachdem sie vorher vollkommen aufgerieben waren. Ihr Ehrentor hatten sie bei ihrem Eifer redlich verdient. Viktoria 2. Fortuna 2., 0:2 Sporttreunde Hansa- VIL. Falkenhorst 6:3(3:1) Einen sehr harten Widerstand lieferten die VfL.er ihren Gastgebern an der Gaveg. Diese Niederlage gibt zwar das Können richtig wieder, aber imvonieren mußte im Spiel die Gegenwehr, die sich die Horsthauser angelegen sein ließen. Ihre weitaus besten Leute hatten sie im rechten Verteidiger und Mittelläufer, während bei Hansa der rechte Läufer überragte. Im ganzen kann gesagt werden, daß sich die Neuerwerbungen bei Hansa gut einführten; schlecht hingegen war der linke Verteidiger, der sich nie richtig stellen konnte. VfL. hatte einen sehr guten Hüter mitgebracht, der Spezialist im Halten von Elfmetern ist, denn zweimal konnte er diese Strafstöße meistern. Der Schiedsrichter war für dieses Spiel der richtige Mann. Hansa 2.— BfL. 2. 4:0 Hansa 1. Jgd.— Herne 16 1. Jgd. 3:2 Hanso Schüler— Tbd. Eickel Schüler 3:0 SV. Herne 16— Preuhen Wanne 4:2(3:1) Die Formverbesserung der Baukauer wird mit diesem Resultat eindeutig bewiesen. Nach langer Pause stand in ihren Reihen wieder der alte Mittelstürmer, der sich mit drei Toren auch wieder richtig einführte. Die Wanner, die allen Hernern aus der früheren Zeit her bekannt sind, gaben sich, nachdem sie bis zur Halbzeit schon im Nachteil waren, die redlichste Mühe, ohne aber die Baukauer besiegen zu können. Der Sieg der Herner ist durchaus verdient. er entspricht dem Spiel verlauf. Aeußerst spannende Titelkämpfe X Herne, 2. September. Bei strablendem Sonnenschein wurden gestern die Kämpfe der Herner Schwimmvereine zur Ermittlung der Stadtbesten im Sommerbad an der Bergstraße ausgetragen. Rund hundert Schwimmer sowie 18 Mannschaften bewarben sich um den Titel:„Stadtbester im Schwimmen 1935“. Dank des schönen Wetters war der Besuch sehr gut, und die Erschienenen bekamen wieder spannende Kämpfe zu sehen. Oberwachtmeister Weiß begrüßte die erschienenen Zuschauer und Schwimmerinnen sowie Schwimmer. Dann begannen die Kämpfe. Im 200m=Brust= schwimmen für Herren sorgte Fritz Kasten vom SV. Neptun für die nötige Ueberraschung, der sich mit knappem Vorsprung den Sieg sicherte. Der 2. Kampf, 100=m=Kraul für Herren, endete mit dem Siege von Werner Rasch(SV. Neptun) erwartungsgemäß. Im Springen vom 3=m=Turm konnte sich auch diesmal Josef Kulot(SV. Neptun), der sich gestern in Höchstform zeigte, den Sieg sichern. Die 4X100=m=Brust= staffel für Herren konnte sich SC. Wiking knapp, aber sicher, vor SV. Neptun holen. Im 100=m=Rücken schwimmen für Herren konnte sich Werner Rasch (SV. Neptun) vor Dörsam(SC. Wiking) behaupten. Einen überaus spannenden Kampf gab es dann in der 3X100=m=Bruststaffel für Damen. Obwohl der SC. Wiking in den beiden ersten Staffeln klar in Front lag, bolte in der letzten Staffel die Schwimmerin der Wasserfreunde schnell auf und konnte den Sieg noch in ihren Besitz bringen. Gut schlugen sich SC. Wiking, Wasserfreunde und Baukauer 2Bd. Die Ergebnisse 200=Meter=Brustschwimmen für Herren: 1. Fritz Kasten, SV. Neptun 3.17,1 Min., 2. Walter Müller, SC. Wiking 3.19.4 Min., 3. Helmut Adomeit, SC. Wiking 3.19,9 Min 100=Meter=Kraul für Herren: 1. Werner Rasch. SV. Neptun 1.12,2 Min., Fritz Stilkenbäumer, SV. Nevtun 1.14,7 Min., 8. Heinz Kovetz, Wasserfr. 1.14,9 Min. 100=Meter=Brustschwimmen für Damen: 1. Erna Ontrup(Wiking). 50=Meter=Brustschwimmen für alte Herren: a) über 32 Jahre: 1. Richard Becking, SV. Neptun 43,2 Sek., 2. Gustav Düppe, SC. Wiking 51,3 Sek., b) über 40 Jahre: 1. Wilhelm Franke, SC. Wiking 50.0 Sek. 50=Meter=Brustschwimmen für Mädchen: 1. Gertrud Gollan, Wasserfreunde Herne 51.5 Sek., 2. Edith Smolnik, SV. Neptun 52,1 Sek., 3. Else Kasten. SC, Wiking 52.8 Sek., 4. Irene Krause, SV. C.=Rauxel 26 55 Sek., 5. Hilde Niesel, Wasserfreunde Herne 55.8 Sek., 6. Edith Jaks, Wasserfreunde Herne 56.2 Sek., 7. Elfriede Ziegat, SV. Neptun 56.7 Sek. 100=Meter=Brustschwimmen für Herrenjugend: 1. Werner Markmann, SV. Neptun 1.36,4 Min., 2. Ewald Ost. Wasserfreunde Herne 1.86,4 Min., 8. Johann Nowak, SV. C.=Rauxel 26 1.38,9 Min., 4. Walter Wendler, SV. Neptun 1.42,2 Min., 5. Paul Siegmund. Wasserfreunde Herne 1,43.0 Min., 6. Suchert, SC. Wiking 1.48,5 Minuten. 8X100=Meter=Lagenstaffel: 1. SV. Neptun. 50=Meter=Kraulschwimmen für Knaben: 1. Helmut Hahne, SC. Wiking 35,4 Sek., 2. Mar Peter, Baukauer Turnerbund 42,2 Sek., 3. Karl Boruschewski, SV. Nevtun 51.4 Sek., 4. Rudi Heckmann. SV. Neptun 57.2 Sek. 100=Meter=Rücken=Schwimmen für Damen: 1. Paula Ongsiek. SV. Neptun. 100=Meter=Brustschwimmen für Damenjugend: 1. Elfriede Tiaden. Wasserfreunde Herne 1.51,1 Min., 2. Else Böckmann, Wasserfreunde Herne 1.57,8 Min. 3X100=Meter=Jugendbruststaffel: 1. Baukauer Turnerbund 4.54.0 Min.,„2. SV. Neptun 5.08,2 Min. Springen. 1. Josef Kulot, SV. Neptun 51,6 Pkt., 2. Hans Börner, SC. Wiking 43,9 Pkt. 4X100=m=Bruststaffel für Herren. 1. SC. Wiking 6.15,4 Min., 2. SV. Neptun 6.21,0 Min. Tauchen 50 Meter. 1. Johann Nowak, C.=Rauxel 42.2,0 Sek., 2. Erich Wolowski. SC. Wiking 43.4,0 Sek., 8. Hans Glosse, SV. Neptun 46.3.— Sek., 4. Gerhard Schmidt, Wasserfrde. 48.7,0 Sek., 6. Alex Eybel, SV. Neptun 53.2,0 Sek. 100 Meter Rücken für Herren: 1. Werner Rasch, SV. Neptun 1.32,6 Min., 2. Gottfried Dörsam, SV. Neptun 1.54,1 Min. 50 Meter Brust für Knaben: 1. Arthur Bückner, Baukauer Turnerbd. 48.2 Sek., 2. Hermann Krüger, C.=Rauxel 26 48.4 Sek., 3. Werner Seidel. SV. Nevtun 49.1 Sek., 4. Ewald Teufert, Wasserfrde. Herne 49.7 Sek, 5. August Boruschewski, SV. Neptun 50.8 Sek., 6. Willi Bogdanowik, SV. Neptun 51,2 Sek., 7. Rolf Brenck, Wasserfrde. Herne 51.2 Sek., 8. Erich Krüger. C.=Rauxel 26 51.6 Sek., 9. Hermann Oenig, SC. Wiking 51.8 Sek. 100 Meter Kraul für Herrenjugend: 1. Friederich Fiege, C.=Rauxel 1.27,4 Min., 2. Heinz Pukall, SC. Wiking 1.80,9 Min. 3X100=Meter=Brustschwimmen für Damen: 1. Wasserfreunde Herne 5.57,8 Min., 2. SC. Wiking 6.19,4 Minuten. 3X100=Meter=Kraulstaffel: 1. SV. Neptun. 10X50=Meter=Bruststaffel: 1. SV. Neptun 7.16.5 Min., 2. SC. Wiking 7.25,4 Min., 8. Baukauer Turnerbund 7.49,5 Min. 10X50=Meter=Kraulstaffel: 1. SV. Neptun 6.10,1 Min., 2. SC. Wiking 6.38,0 Minuten. Wasserball SC. Wiking— SV. Neplun 2:13(1:4) Zum Schluß gab es dann ein Wasserballspiel obiger Gegner, das die Nevtuner hoch gewinnen konnten. Die Wikinger mußten allerdings mit drei Ersatzleuten antreten. Wenn die Neptuner auch stark im Vorteil lagen, so entbehrte doch das Spiel nicht der Spannung. Neue Erfolge der herner Segelflieger 3 neue A-Prüfungen, 9 A-Vorflüge, 151 Starts In den Borkenbergen (1) Herne, 2. September. Die Luftsport=Ortsgruppe Herne gab ihren Segel fliegern von Sonntag, den 25. bis Mittwoch, den 28. August erneut Gelegenheit, ihre fliegerische Ausbildung fortzusetzen. In Bezug auf Prüfungsflüge und Prüfungen gestaltete sich der Sonntag besonders er folgreich. Swiat konnte seinen 4. und 5. A=Vorflug Zielony-Niermann Sieger Mit einer Kunde Vorsprung A. M. Herne, 2. September. Das, was sich gestern beim Radrennen auf der Kampfbahn Germania ereignete, ist noch nicht dagewesen. Wieder umsäumten weit über 2500 Zuschauer die herrliche Aschenbahn, die, als es dem Herner Zielonn gelang. dem ganzen Feld zusammen mit seinem hervorragenden Partner eine Runde abzugewinnen. vollkommen aus der Fassung waren. Das Opfer der Publikumsraserei war eine abgerissene Brustwehr— Hüte und Latten wurden in die Luft geworfen. Damit hat der Herner Zielonn sein erstes Rennen gewonnen, hoffentlich folgen noch weitere Siege. Diesmal standen nur zwei Rennen auf dem Pro gramm, und zwar wurde begonnen mit dem 50=RundenJugend=Mannschaftsfahrten. Der Liebling des Herner Publikums, Kempa, war diesmal nicht dabei. Das Interesse an dieser Konkurrenz war aber ohnebin groß, und die Fahrer gaben sich die redlichste Mühe, den Zuschauern großen Kampf zu zeigen. Es waren acht Paare auf der Bahn, die sich einen lebhaften Kampf lieferten. Bei der Ausgeglichenheit der einzelnen Fahrer wurde das Rennen sehr interessant. Nach und nach stellte sich die Mannschaft Hölver=Schmitz als die stärkste heraus, und diese war es auch, die ihre Nebenbuhler alle abschüttelte. Dolle, den wir schon oft in Herne gesehen haben, hatte in Bödeker nicht den geeigneten Fahrer: er kam nur an die dritte Stelle im Gesamtlassement. Die einzelnen Spurts waren lebhaft umstritten. Hölper und Schmitz waren immer in der Spitzengruppe zu finden. Kökler=Kapdur gaben sich große Mühe, die Ausreißer wieder einzuholen, aber über den zweiten Platz kamen sie nicht hinaus. Das Endergebnis lautete so: 1. Hölver=Schmitz 18 Punkte: 2. KöklerKavdur 7 Punkte: 3. Bödeker=Dolle 5 Punkte: 4. Marzin=Maseck 8 Punkte. Das Hauptereignis des Tages, das 2=Stunden=Mann= schaftsrennen nach Sechstage=Art. verlief so, wie es das Publikum wünschte, es gab in diesem Rennen Kampf bis zur letzten Minute. Es waren sehr viel gleichwer tige Paare auf der Bahn, denn die Namen Niermann, Kottenstede. Okonowfkt, Biermann, Zielonv. Meisberger usw. garantierten von vorberein großen Kampf. Zu Beginn batte Zielonn, der diesmal mit dem in Herne nicht zu schlagenden Niermann gevaart war, nicht sonderlich viel Glück: in den Spurts erwiesen sich die Paare Okonowski=Biermann und Pöpving=Kottenstede als stärker. Als die Mannschaft Nr. 1(Zielony=Nier mann) aber nach einigen Defekten des Münsteraners und einem Sturz sich nach 140 Runden dabei machte, da war es um die übrigen Mitbewerber geschehen. Nach Punkten konnte diese Mannschaft schon nicht mehr gewinnen, denn die übrigen Paare, die einigen Vorsprung hatten, waren sehr wachsam und in den Wertungsspurts immer dabei. Dann aber war es geschehen: Zielony, der gestern sehr stark fuhr, ging, nachdem er sich seinen großen Fehler des Sich=Umsehens abgelegt batte, dem Felde auf und davon. Niermann hatte sich auch auf einen großen Streich gefaßt gemacht und haute in dieselbe Kerbe. Das war nach ungefähr 140 Runden. Die Jagd, die die Zuschauer mit ihrem Geschrei würzten, dauerte über 40 Runden; dann war es den Ausreißern gelungen, den Anschluß an das Feld wieder berzustellen mit einer Runde Vorsprung. Als Niermann den Anschluß vollzog, war das Publikum rein aus dem Häuschen. Die Brustwehr am Zielband mußte, wie wir schan sagten, dran glauben. Das war so recht nach dem Geschmack der immer zahlreicher werdenden Radsportfreunde: sie sahen ihren Herner Liebling zusammen mit seinem Partner in ganz fabelhafter Form, die sich zum Schluß, nach taktisch richtigem Fahren, einfach durchsetzen mußte. Die weitaus meisten Punkte in den Spurts holten sich dagegen die immer fleißigen Pönving=Kottenstede und Okonowski=Biermann. Auch Meisberger=Neudörfer, die beiden alten Bekannten, schafften sich mit 19 Punkten immerhin noch einen Punktoorsprung vor dem Siegerpaar. Nach den 2 Stunden waren insgesamt 212 Runden und 81,620 Kilometer gefahren, ein bestimmt hervorragendes Ergebnis. Das Ergebnis war hier: 1. Zielonv=Niermann 18 Punkte: 1 Runde zurück: 2. Okonowski=Biermann 34 Punkte: 3. PöppingKottenstede 32 Punkte: 4. Meisberger=Neudörfer 19 Punkte: 5. Bergmann=Krokowski 7 Punkte. Das zur Verlosung kommende Rad gewann die Num mer 622, deren Besitzer Herbert Krukow, Grenzweg 38, stolz die Ehrenrunde fuhr. erledigen, während Graf zunächst zu seinem 3., 4. und 5. A=Vorflug kam. In weiterem Verlauf erflogen dann Roschee und Graf von halber Höhe des Rauhen Hanges ihre A=Prüfung mit 35 und 31 Sekunden. An diesem Sonntagvormittag wurden also nicht weniger als 7 reine Prüfungsflüge erledigt. Der Sonntagnachmittag galt in erster Linie der Anfängerschulung. Meier und Pradella I erledigten eine weitere Anzahl Rutscher, während Willi Bock, Gerke. Kramer und Müller zu größeren Sprüngen kamen. Bock erreichte dabei erstmalig die 10=Sekunden=Grenze. Lindemann und Reinert kamen erneut auf je 15 Sekunden. Der Sonntag schloß mit einem Ergebnis von 5 Rutschern, 10 Sprüngen, 14 Flügen, darunter 7 Prüfungsflügen ab. Der Montag erbrachte für Becker die ersten Rutscher, desgleichen für Brennholt, Reinert und Pradella einige Sprünge. Ein kräftiger Wind mahnte zur Vorsicht. Die Vorgeschrittenen mußten sich mit Starts aus geringerer Höhe begnügen. Immerhin konnten sich späterhin Reinert, Pradella, Lindemann, Santis, Ostermeier, Hagen, Hirdes, Feige, Stratenhoff allmählich auf 10, 12, 15 und 18=Sekunden=Flüge herausschrauben. Stratenhoff kam sogar zu seinem ersten 20=Sekunden=Start, d. h. zu seinem ersten A=Vorflug. Der Montag schloß somit mit einem Ergebnis von 9 Rutschern, 2 Sprüngen und 25 Flügen, insgesamt also mit 36 Starts ab. Der Dienstag erheischte mit einer Windstärke von 4—6 Sekunden=Meter eine ganz besonders vorsichtige Schulungsarbeit. Die 10=Sekunden=Grenze konnte an diesem Tage nur von Pradella, Lindemann und Stratenhoff überschritten werden. Letzterer hatte sich allmählich so gut in die Windverhältnisse ein gefühlt, daß er zu seinem 2. A=Vorflug eingesetzt wurde. den er auch glatt mit 21 Sekunden hinter sich brachte. Becker. Dastig und der neu hinzugekommene Dr. Eilwein kamen zu weiteren Rutschern oder kurzen Sprüngen. Das Gesamtergebnis dieses Tages waren 24 Rutscher, 7 Sprünge und 17 Flüge. Insgesamt 48 Starts. Sehr erfolgreich auf der ganzen Linie gestaltete sich wieder der Mittwoch. Die Männer hatten sich inzwischen mit den Windverhältnissen, die mit unver mindert 4—6 Sekmtr. nicht unerhebliche Schwierigkeit#boten, vertraut gemacht und alle erreichten durchschnitt lich die 15=Sekunden=Grenze. Stratenhoff kam zu seinem 3. A=Vorflug, während Lindemann seinen er sten A=Vorflug meistern konnte. Auch Swiat. der sich für einen halben Tag frei machte, und für einige Stunden in die Borkenberge kam, wurde mit Starts von 12, 15, 16 und 25 Sekunden soweit gefördert, daß er mit 31 Sekunden vom Steinberg seinen A-Prüfungs flug ausführen konnte. Der windschwache Nachmittag wurde für die Anfänger benutzt. Dastig, Brennholt. Becker und Dr. Ellwein kamen zu ihren ersten Sprüngen, die fast an die 10=Sekunden=Grenze heranreichten. Das Gesamtergebnis vom Mittwoch war: 7 Rutscher, 13 Sprünge, 18 Flüge, also insgesamt 38 Starts. Olympia=Marathonsieger Jabola will nach Europa kommen und in den kommenden Wochen in Finnland und Schweden Langstreckenrennen von 5000 Meter aufwärts bestreiten. Storch(Herne) führt beim Das Jubiläum des„Vereins Herner Kegler“ , me Samstag und Sonntag wurden auf der Bahn im Vereinsheim Eberleh die ersten Augeln im Kampf den Jubiläums=Pokal des„Vereins Herner Kegler“ geworfen. Herne und Bockum=Hövel kegelten am 1. Tag. während Hörde mit einem Teil der Dortmunder, Gelsenkirchener und Herner Kegler den 2. Tag ausfüllte. na den bisherigen Ergebnissen führte der Herner W. Holz vor dem Höveler Wilhelm mit 681. Eberleh. Herne mit 679. Walberg. Hörde mit 676 und Lasontaine. Hörde mit 767 Holz. Heute werden die Kämpfe fortgesetzt; es starten u. a. auch die internationalen Gelsenkirchener Blatt und Gernhard, die am kommenden Sonntag die deutschen Farben im Länderkampf gegen Belgien in Brüssel vertreten. Wir werden morgen die weiteren Ergebnisse bekanntgeben. Wochenplan für„K.=d.=F.“=Sport Montag. den 2. September: Schwimmen für Frauen und Männer von 19.30 bis 20.30 Uhr. Herner Sommerbad; Fröhliche Gymnastik und Sviele nur für Frauen von 20—22 Uhr. Turnhalle des Realgymnasiums Mittwoch, den 4. September: Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20—22 Uhr, Turnhalle der Gräffschule(Seiteneingang). Donnerstag, den 5. September: Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle der Gräffschule: Reichssportabzeichen, Leichtathletik und Körverschule für Männer von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle des Oberlvzeums. Freitag, den 6. September: Schwimmen für Frauen und Männer(Frühkursus) von 8.30 bis 9.30 Uhr, Herner Sommerbad: Schwimmen für Frauen und Männer von 19.30 bis 20.30 Uhr. Herner Sommerbad; Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr. Turnhalle der Dietrichschule: Fröhliche Gymnastik und Sviele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr, Turnsaal des Gemeindehauses Sodingen. Sonntag. den 8. September: Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 9 Uhr ab getrennt, auf dem Westfalia=Stadion. Deutschlands Nationalmannschaft zugkräftig Aus dem Jahresbericht des Niederländischen Fußball verbandes geht hervor, daß von allen Länderspielen, die Holland in der letzten Spielzeit ausgetragen hat, das Sviel gegen Deutschland im olvmvischen Stadion von Amsterdam mit über 35000 Gulden den höchsten Reinertrag erbracht hat. Das in der gleichen Saison gegen England ausgetragene Länderspiel erbrachte nur 22000 holländische Gulden. Deutsche Handball-Länderkämpfe Die deutsche Handball=Nationalmannschaft wird in den kommenden Monaten verschiedene Länderspiele bestreiten. Am 21. und 22. September sind Treffen in Rumänien vorgesehen, die voraussichtlch in Bukarest als Länderspiel und in Hermannstadt als Städtekampf ium Austrag kommen. Inoffizielle Begegnungen folge Tage später in Polen, und zwar am 28. und 29 tember. Austragungsorte sind Krakau oder Kattowetz und Warschau. Der 6. Oktober bringt einen Zweifron tenkampf. In Bern müssen wir gegen die Schweiz an treten, während Ungarn in Budapest eine weitere deut sche Nationalmannschaft empfängt. Freistilringer rüsten zur Europameisterschaft In einem achttägigen Kursus werden auf der Hauptkampfbahn und in den Uebungshallen des Kölner Stadions die für die Europameisterschaften in Brüssel vom 5. bis 7. September in Aussicht genommenen Ringer ge schult. Unter der Leitung des Trainers der Olymviakernmannschaft, Jean Földeak, begannen am Dienstag die insgesamt 17 Teilnehmer, unter ihnen Hornfischer, Siebert, Brendel, Schäfer, Ehrl, Paar usw. mit der Vorbereitungsarbeit. Auf unsere Frage, wie es um die deutschen Aussichten in Brüssel bestellt sei, antwortete Földeak:„Es ist natürlich schwer, Einzelheiten vorauszusagen. Aber Leute wie Brendel, Ehrl. Schäfer, Paar, Siebert und Hornsischer sind gewiß keine schlechten Vertreter. Im vorigen Jahr hat Deutschland mit einem Punkt den Schweden den Sieg lassen müssen. Auf Grund unserer eingehenden Schulungsarbeit liegt nun die Wahrscheinlichkeit eines deutschen Europameisterschaftssieges im Freistilringen nahe. Schweden und vor allem auch die Eidgenossen werden unsere schärfsten Widersacher sein.“ Deutsche Gewichtheber für Paris Deutschland wird bei den Europameisterschaften im Gewichtheben, die am 10. und 1. November in Paris ausgetragen werden, in allen fünf Gewichtsklassen durch je zwei Bewerber vertreten sein. Rudolf Ismayr= München, der Titelverteidiger, und Hans GottschalkEssen stehen schon fürs Mittelgewicht fest. Im Halbschwergewicht treten Deutsch=Augsburg und Richard Leopold=Erfurt an, während für das Leichtgewicht bisher die Teilnahme des Meisters Karl Jansen=Wanne bisher sicher ist. Zwischen Hans Wölvert=München und Schwitalle=Breslau wird der zweite Bewerber noch ermittelt. Im Feder= und Schwergewicht gibt es ebenfalls noch Ausscheidungskämpfe zwischen den drei Erstplazierten der deutschen Meisterschaft: Max WalterSaarbrücken, Helmuth Schäfer=Stuttgart, Georg LiebschDüsseldorf bzw. Josef Manger=Freising, Josef Straß berger München und Paul Wahl=Stuttgart. Pistulla boxt den Elsässer Rutz Der Berliner Spichernring bringt am 6. September zwei besonders interessante internationale Paarungen. Ernst Pistulla trifft auf den französischen Halbschwergewichtler Charles Rutz und der Berliner Erwin Bruch hat den Italiener Zanetti zum Gegner. Rutz machte mit Hans Schönrath und Pürsch jeweils ein Unentschie den, Zanetti konnte Jakob Schönrath ichlagen. Westdeutschland es mit schweren Verletzungen dem Krankenhaus zugeführt werden mußte, wo es am folgenden Tage starb. 25jähriges Dienstiubiläum ( Bochum. Stadtinspektor Berohüser, Stadtkasse, begebt am 3. September 1935 sein 25jähriges Dienstjubiläum. Wir gratulieren berzlichst! Wanne-Eickel Treffen der 129er Wanne=Eickel. Am 20. Oktober 1935 findet in WanneEickel eine Wiedersebensfeier aller ebemaligen Angebörigen des Regiments und der aus dem Regiment hervorgegangenen Ersatzformationen statt, soweit sie in Westfalen und Rbeinland bebeimatet sind. Kameraden, die ihre Anschrift noch nicht mitgeteilt haben, wollen dies unter Beifügung des Rückportos baldigst tun. Die Zuschriften sind zu richten an Kamerad Julius Ratb, Wanne=Cickel, Hindenburgstraße 73. Vater überfährt den eigenen Sohn O Wanne=Eickel. Samstagvormittag gegen 9.15 Uhr kam auf der Emscherstraße der 14jährige Sohn eines Brothändlers aus der Karlstraße auf tragische Weise ums Leben. Der Verunglückte war mit dem Vater zur Bäckerei Timmerbrink in der Emscherstraße gefahren, um hier Brot abzuholen. Der Brothändler wollte seinen Wagen rückwärts in die Toreinfahrt der Bäckerei bringen. Der 14jährige als Beifahrer tätige Sohn sprang vom Wagen, um dem Vater durch Zurufe das Hereinfahren auf den Bäckereihof zu erleichtern. Der Sohn rief dem Vater zu„Laß nur den Wagen kommen!“ Er ist dann zur Seite gesprungen, muß wohl aber noch vom Wagen erfaßt worden sein und wurde gegen die Mauer gequetscht. Der bedauernswerte Junge erlitt einen doppelten Schädelbruch und war sofort tot. Die Polizei war kurze Zeit darauf am Tatort, um die Untersuchung vorzunehmen. Geschäftsschließung eines Rasseschanders ( Essen. Der Polizeipräsident hat dem Metzgermeister Albert Mendel, Essen, Kahrstraße 91, wegen der ihm zur Last gelegten Rasseschändung und anderen Sittlichkeitsverbrechen die Ausübung des Handels mit Gegenständen des täglichen Bedarfs untersagt und die Geschäftsräume schließen lassen. Heatt Aueck Feeude S — Indie 65 Zeichnung: Schröder „Onkel Paul schreibt’ne Ansichtskarte von einer Norwegenfahrt!!!—— Der hat wohl det große Los jewonnen!?!“ —„I wo, der hat sicher bloß’ne Reisesparkarte!“ Massenbesuch auf der Westfalenschau ( Dortmund. Die am Freitag, dem 30. August, in der Westfalenhalle zu Dortmund eröffnete Westfalenschau, veranstaltet von der Landesbauernschaft Westfalen, hat überall größten Anklang gefunden, nicht nur in Westfalen und im benachbarten Rheinland, sondern, wie der Besuch zeigt, auch weit über die Grenzen Westfalens hinaus. Selbst das Ausland, vor allen Dingen Holland, ist stark vertreten. So sah man bereits am Sonnabendmorgen sehr zahlreiche Besucher an allen Ständen und auf dem Freigelände, wo sich die Tierzelte, Lehrschauen und die Plätze für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte befinden. Am Nachmittag setzte ein massenhafter Zustrom ein. Raubüberfall in Durchholz geklärt O Hekbede. Der am Dienstag, dem 27. August 1935, auf die Geschwister Wegermann in Durchbolz ausgeführte Raubüberfall, bei dem die Täter rund 600 Mark Bargeld und eine goldene Damenuhr erbeuteten, bat seine Aufklärung gefunden. In gemeinsamem Zusammenarbeiten mit den Gendarmeriebeamten der Polizeibebörde Herbede hatte die Kriminalpolizei sofort alle Maßnahmen ergrifsen, um den unbekannten Tätern auf die Spur zu kommen. Die Ermittlungen wurden anfangs außerordentlich dadurch erschwert, daß die Geschädigten die Täter nur sehr mangelhaft beschreiben konnten. Nachdem es durch Ermittlung eines Zeugen, der die vermutlichen Täter in Durchholz gesehen batte, gelungen war, eine bessere Personalbeschreibung zu erhalten, lenkte sich der Verdacht sehr bald auf die der Kriminalpolizei bekannten und vorbestraften Täter Werner B. und Franz K. aus Witten.— B. konnte bereits am 29. d. M. — allerdings erst nach Brechung heftigen Widerstandes — in einem Lokal in Witten festgenommen werden. Er hatte von dem gestohlenen Gelde noch 206 Mark und eine neu gekaufte Uhr im Werte von 45 Mark bei sich. K. wurde am 30. August 1935 bei einer ihm bekannten Familie in Bochum ermittelt und festgenommen. Bei ihm wurde die gestohlene Damenuhr und auch noch etwas Geld gesunden. Den größten Teil seiner Beute hatte er bereits in Dortmund und Bochum veriubelt und für allerlei Anschaffungen ausgegeben. K. war von Anfang an geständig und hat auch noch einen vor kurzem unter gleichartigen Umständen zusammen mit B ausgeführten Einbruchsdiebstahl in Vormholz zugegeben. Auch B. legte nach hartnäckigem Leugnen ein Geständnis ab. K., der öfter hausiert und auch für Versicherungen gereist ist, kannte aus dieser Tätigkeit die örtlichen Verhältnisse an den Tatorten. Beide Täter wurden dem Amtsgericht zugeführt. Ehemalige 13er, herhören! Münster. Am 21. und 22. September ist in Münster eine große Wiedersehensfeier des aktiven, Reserve und Landwehrregiments, sowie der Kriegsformationen. Alles, was die Nummer 13 getragen hat, sieht sich endlich nach zehn Jahren einmal wieder. Umgehende An meldungen mit Angabe des Regiments und der Kompanie beim Kamerad I. Viehoff, Münster i. W., Ludgeristraße 112. Ein gemeiner Nacheakt ( Duisburg. Statt in ehrlichem Wettstreit der Lei stung seine Lebenslage zu bessern, hat Josef Zierer zu einem ganz gemeinen Racheakt gegriffen, als er sich von seinem Arbeitgeber zugunsten eines anderen Ar beitskollegen zurückgesetzt fühlte. Während der andere als Vollmatrose entlohnt wurde hatte man ihn nur als Schiffsjunge geführt. Seine Rache gegen den Schiffsführer wurde ihm durch einen Aufenthalt des Schiffes in Straßburg erleichtert, wo es ihm mühelos gelang, ein ganzes Paket staatsfeindlicher Schriften heimlich an Bord zu schaffen und im Kohlenbunker zu verstecken. Dann schrieb er einen Brief an die Polizei, in dem er den Schiffsführer des Hochverrats bezichtigte, als wolle dieser die kommunistischen Hetzschriften nach Deutschland einschmuggeln. Sein Plan aber konnte noch rechtzeitig aufgedeckt werden. In der Gerichtsverhandlung betonte der Staatsanwalt, daß der nationalsozialistische Staat mit Recht den Hochverrat als das schwerste Verbrechen mit den schwersten Strafen ahnde. Wenn aber ein Mensch die Unverfrorenheit besitze, einen Volksgenossen fälschlich des Hochverrats zu bezichtigen, könne er mit keiner milden Strafe rechnen. Das Gericht verurteilte Zierer antragsgemäß zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. Aus Publikation des Urteils wurde ebenfalls erkannt. Wenig Pilze und Beeren in der Eisel ( Aus der Eisel. Neben dem starken Wassermangel in den Eiseler Landorten und dem Mangel an Viehfutter in der bäuerlichen Wirtschaft hat die anhaltende Bodentrockenheit auch eine sehr schlechte Entwicklung der wildwachsenden Beerenfrüchte im Gefolge gehabt. Da selbst die Waldungen weder genügend Feuchtigkeit noch einigen Schatten bieten konnten, sind die meisten Früchte, wie Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren am Stengel vertrocknet oder gar nicht zur Entwicklung gekommen. Unter den Beerenfrüchten hatten die spätreifenden Brombeeren wohl den relativ besseren Ertrag aufzuweisen. Die Eifeler Bevölkerung, die aus der Ernte dieser Beeren einen nicht unbedeutenden Nebenverdienst zieht, hatte eine wesentliche Einnahme weniger. Ebenso schlecht sind die Erträge der Pilzsammler. Da die Pilze zu ihrem Wachstum zunächst große Bodenfeuchtigkei benötigen, werden gute Pisze nur sehr spärlich gefunden. Bochum Steuerfälligkeit im Monat September 1935 Die Stadtkasse Bochum macht darauf aufmerksam, daß bis zum 4. September 1935 das Schulgeld für die staatlichen höheren Lehranstalten und die Unterhaltsbeiträge für September, bis zum 10. September die Getränkesteuer für August, bis zum 15. September die Biersteuer und die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für August, die Abgaben vom Grundbesitz(staatliche Steuer vom Grundvermögen, Hauszins= und Gemeindegrundsteuer nebst Gebühren und Beiträgen), die Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen und die städtischen Schulgelder für September an die Stadtkasse — Steuerkasse— während der Kassenstunden von 8 bis 13 Uhr zu zahlen sind. In den eingemeindeten Stadtteilen kann Zahlung an die Irtliche Zahlstelle und an den bekanntgegebenen Kassentagen erfolgen. Die Arbeitgeber sind verpflichte, die im September 1935 fällig werdende Bürgersteuer für 1935 bei den Lohnzahlungen vom 10. September ab vom Arbeitslohn einzubehalten und an die obenbezeichnete Kasse unter Angabe der Hebebuch=Nummer abzuführen. Die Ueberweisung auf ein Bank= oder Postscheckkonto der Stadtkasse wird empfohlen. Die Stadtkasse hat Konten bei allen Bochumer Banken und Postscheckkonte Dortmund 19.637. Zu Tode gestürzt (0 Bochum. Am Mittwochnachmittag stürzite ein 7 jähriges Mädchen im Hause der elterlichen Wohnung in Bochum=Linden so unglücklich die Haustreppe herab, daß Wir sallen keue Schauburg „Liselotte von der Pfalz“ Es gibt wenige so anziehende Gestalten des 18. Jahrhunderts wie die der Liselotte, Gattin des Herzogs von Orleans. Schwägerin des„Sonnenkönigs" Ludwig XIV. Aus politischen Gründen an den Pariser Hof verheiratet, kämpft dieses natürliche Pfälzer Kind in der Flut alberner Hoffart und höfischer Verlogenheit um die Liebe ihres Gatten, für die Rettung ihrer Heimat, um schließlich gegen alle Ränkesüchtigen und Neider den Sieg zu erringen. Karl Froelich lieb dem Werk seine Filmerfahrung. Durch klare Sauberkeit der Haltung, durch seine innere Freiheit, durch die Reinheit der Gefühle und Erlebnisse, durch die Lauterkeit der inneren Haltung überhaupt entstand ein Film, der zu den edelsten Schöpfungen der letzten Zeit gehört und dem Filmschafsen des neuen Deutschland zur Ebre gereicht. Aus der privaten Atmosphäre des Mädchens, das sich in der Fremde nach der Heirat mit dem Herzog von Orleans seinen Platz als Frau erobert, hebt die meisterhafte Regie Karl Froelichs diesen Stoff zur großen allgemeinen Bedeutung. In der geschichtlichen Figur der Liselotte von der Pfalz wird Renate Müllers Sviel zur symbolischen Offenbarung deutschen Charakters. Und viel stärker, als er es in groben Strichen hätte tun können, meißelt Froelich gerade durch die kunstvolle Untermalung der barocken französischen Welt des 17. Jahrhunderts mit ihrer tyvischen Gestalt des Sonnenkönigs, des mokanten, verliebten und doch nie die große Linie verlierenden Herrschers, den Gegensatz zu deutschem Wesen heraus. Wie sich Liselotte auf dem glatten Parkett von Versailles durchsetzt, wie sie ihre Pfälzer Landsleute verteidigt und vor dem Untergang rettet, bringt den Film in die große Politik. Michael Bohnen als Ludwig XIV. ist der große Gegenspieler von Renate Müller. Eine Prachtgestalt in seiner schwäbischen Gutmütigkeit Eugen Klöpfer als Kurfürst von der Pfalz. Hilde Hildebrandt und Dorotbea Wieck machen die politischen Künste französischer Frauen glaubhaft, Hans Stüwe als Herzog von Orleans kommt neben Renate Müller nicht ganz zur Entfaltung. Als Randfiguren Lothar Körner, Alexander Golling, Heinz von Cleve, Ida Wüst, Else Ehser, Aribert Wäscher. Das Drebbuch und die Dialoge, an denen Froelich, Gillmann und Hoffmann=Harnisch arbeiteten, ist fehlerlos. Ausgezeichnet die großartige Ausstattung Franz Schroedters. Ein Film, der in seiner Art bahabrechend ist und höchste Beachtung verdient. Er paßt für unsere Zeit, denn er zeichnet einen deutschen Charakter, grunddeutsches Wesen und Brauchtum durch. Das geschieht mit so feinem und vornehmem Gegenspiel, daß man sehr wohl versteht, wenn er die ehrende Auszeichnung„künstlerisch und staatspolitisch wertvoll“ erhielt. In der„Schauburg“, die diesen Film gelegentlich der Uebernahme des Theaters durch den Essener Lichtspieltheaterbesitzer Benno Schröder herausbrachte, war dem Film ein außerordentlich glücklicher Start beschieden. In der glänzend besuchten Festvorstellung am Freitagabend richtete Pg. Heuke=Essen nach einem Ueberblick über die Entwicklung des deutschen Films Worte herzlichen Grußes an den neuen Inhaber der „Schauburg". Lichtburg „Amphitryon“ Der Film„Amphitrvon“ hat von Anfang an sehr lustige Momente, er verzichtet auch nicht auf satnrische Anspielungen auf Gewohnheiten der Jetztzeit, und man merkt es allen Beteiligten an, daß sie mit Lust und Liebe bei der Sache waren, und das Herner P# blikum in der Lichtburg schüttelt sich vor Lachen. Die Handlung von dem Ausflug des Göttervaters Juviter auf die Erde, der sich von der Jahrtausende langen Ehe mit der Göttin Juno erholen und als Krieger Amphitryon in der Gestalt desselben mit dessen Gattin Alkmene lustwandeln möchte, ist mit viel Grazie und geFilme in Herne stutzt auf gut durchdachte optische Wirkungen filmisch umgesetzt worden. Was bei den Dramatisierungen ernst hafterer Dichter als der Filmautoren, welche den Stoff als Komödienidee gewertet haben, psychologisch untermauert wurde, ist hier von der leichtesten Seite genommen worden. Und das ist gut so. Es ist ohnehin schon fraglich, ob ein unvorgebildetes und unverbildetes Publikum überhaupt den Sinn der Handlung versteht: jedenfalls wäre eine ernsthaftere Auswertung der gesamten Stoffmaterie für die breite Masse sa gut wie unverständlich gewesen. Es ist dem Spielleiter Schünzel zu danken, daß er den Film als leichte Parodie auf den antiken Götterglauben gedacht hat, was sich fast in jeder Szene ausdrückt. Dadurch wird jedem Besucher, auch dem, der sich niemals mit Göttersagen befaßt hat, etwas gegeben. Die Besetzung, sowohl darstellerisch wie technisch, ist mit viel Glück vorgenommen worden. Da ist der vergnügungssüchtige Göttervater Juviter des Willy Fritsch, sowohl in der Maske als auch in der schauspielerischen Leistung ausgezeichnet. Seine Partnerin, eine vielversprechende Neuentdeckung für den Film, ist Käthe Gold als Alkmene. Besonders glücklich gewählt sind die Darsteller der bumoristischen Rollen. Ihre bisher beste filmische Leistung vollbringt Fita Benkhoff, deren übersprudelndes Temverament das Gesicht des Films mitbestimmt. Dauernde Sonderlachsalven bei dem vollbesetzten Haus holt sich Paul Kemv. ein Merkur und Sosias, bei dem kein Auge trocken bleibt. Ober er mit Rollschuhen bewaffnet sich durch den Olymp bewegt, ob er als trottelhafter Ehemann mit Andria=Fita Benkhoff über nichtige Dinge debattiert, stets meistert er die Szene. Die Göttermutter Juno ist Adele Sandrock, grotesk, obwohl ohne unmotivierte Uebertreibung. Auch Hilde Hildebrand, assistiert von Anni Ann, Vilma Beckendorf und Hilde Boenisch, trägt das ihre zur guten Stimmung bei. Einen guten Partner bei der Gestaltung des Films hatte der Spielleiter in dem Musiker Franz Doelle, der nicht Begleitmusik geschaffen hat, sondern dessen musikalische Untermalung des Geschebens den Film mitträgt. Die Kameraleute Fritz Arno Wagner und Werner Bonne gingen mit neuen eigenen Ideen an die Arbeit und verwendeten geschickt die Spiegeltech nik, die viele Unmöglichkeiten möglich machte. Einen charaktervollen und stilsicheren Rahmen für die altertümliche Komödie schufen die Architekten Robert Herlth und Walter Roehrig in den Säulen Altgriechenlands und des Olymps. Eine architektonische Sonderleistung. — Der Louis=Trenker=Film„Polarstürme“ imvonierte durch herrliche Landschaftsbilder. Gloria-Palast „Abschiedswalzer“ Das Leben des Romantikers Chovin zieht in diesem Film an unserem Auge vorüber. Der Polnische Aufstand vom Jahre 1831 durchzuckt das biedermeierliche Geschehen. Chovin ist allerdings schon in Paris. Auf diesem großlinigen, weite und tiefe Perspektiven offenlassenden Hintergrund malt Geza von Bolvary mit sicherer Hand, gleichermaßen auf die Leuchtkraft der Farbe, der großen Aspekte wie die seinste Abschattierung der kleinen Dinge bedacht, die das Leben ausmachen. Es ist kaum einmal zuvor so vortrefflich gelungen, klasstsche Musik zwanglos und wirksam einer Filmhandlung einzufügen, ja diese dadurch ern zu den eindrucksvollen Höhepunkten zu treiben. Mal klingt eine kleine Melodie hindurch und trägt den Stimmungsgehalt einer Szene, dann gibt es jene einzigartige Evisode des ChovinKonzerts in Paris. in dem der Komponist von einer zarten Mozartweise übergeht zu einem improvisierten wilden Revolutionsfurioso, eine Inspiration, die ihm im Augenblick des Spielens in Gedanken an die gerade in Polen tobenden Kämpfe eingegeben wird. In der Chovinrolle weiß Wolfgang Liebeneiner das Visionäre des genialen Menschen stark zum Ausdruck zu bringen. Ein Pat und Patachon=Film vervollständigt das Programm. Jagd nach dem Bildnis der Kaiserin Poppäa Mibih, Da. a. Sa#.... i. aunununnuen. (Nachdruck verboten.) Roman von Wilhelm Schneider Plötzlich läuft ein Mädel auf mich zu „Ich steh also oben auf der Kronvorg, auf der Flaggenbatterie. Unter mir liegt der Sund, die blaue See mit den weißen, jagenden Wellenköpfen, und drüben auf der schwedischen Seite sind die roten Dächer von Helsingborg. Weißt du, wie ich so dastebe, packt mich plötzlich eine tiefe Unruhe: es ist mir heute noch nicht klar, was es eigentlich war. Jedenfalls mußte ich fort, hinunter in die Stadt. als ob da unten etwas auf mich warte. Nun, dieses Helsingör ist eine alte kleine Stadt mit winkligen, schmalen Gassen, so wie bei euch um den Steffel berum. Ich gehe also hinunter. Gerade hiege ich um eine Ecke. plötzlich läuft ein Mädel auf mich zu: schwarzer Pagenkopf. Stunsnase, niedlich, sehr zierlich, der Figur nach noch ein richtiges Kind. Und schon ist sie an mir vorüber, sagt weiter. Aber eine Sekunde lang hat sie mir ins Gesicht gestarrt, und dieser Blick war mir durch und durch gegangen. Ich stehe und fühle mich erschüttert, begreife nicht, warum mich das anrührt: das Weh und der Schmerz des klei nen Mädels.“ „Hattest dich verliebt. Michael?" „I wo denn. keine Spur. Es war reines Mitleid, weiter nichts. Ich mußte etwas für sie tun. deshalb lief ich hinter ihr her.“ „Das sagt ihr so. ihr Mannsleut!" „Annerl, du kannst es mir glauben. Ich wollte weiternichts, als ihr belfen.“ „Gut. will's dir glauben.“ Betting— abgebrannt „Ich lief ihr also nach. Ich sab sie gerade um die nächste Ecke verschwinden und mußte mich beeilen, wenn ich sie einholen wollte. Die Gasse stieg steil zur Stadt hinauf, plötzlich stoppte die Kleine und verschwand in einem Laden. Es war ein Uhrmachergeschäft. Ich baute mich vor der kleinen Scheibe auf, drinnen war es halb dunkel, aber ich sah trotzdem, daß das Mädchen eine Armbanduhr auf den Tisch legte. Sie wollte das Ding wohl verkaufen. Der Mann hinter dem Ladentisch nahm die Uhr und blickte mit der Lupe hinein. Dann sab er auf und nannte einen Preis. Es war wohl sehr wenig, denn die Hände der Kleinen umklammerten den Tisch, der Schreck knickte sie zusammen. Aber dann erholte sie sich schnell und was sie jetzt begann, das ging an die Nerven. Sie beschwor den alten Mann, sie hob die Hände. Es war eine rührende, halb drohende, halb flehende Gebärde, sie sprach leidenschaftlich auf ihn ein. Aber der Uhrmacher zuckte die Achseln und zündete sich eine Pfeise an. Da gab sie es auf und rannte aus dem Laden.“ „Abgebrannt, die kleine Bettina?“ „Jawohl, abgebrannt und das in einem fremden Land. Ich jagte hinter ihr her, ich wollte ihr helfen, auf jeden Fall. Sie mußte etwas Schlimmes erlebt haben. Plötzlich schien sie einen Einfall zu haben. Sie bog um viele Ecken. aber ich erkannte deutlich, daß es ein planmäßiger Weg war. So gelangte sie zur Kronborg. wo sie vor dem Parkplatz der Anotmobile stehon blieb. Hier stand auch mein eigener Wagen. Und nun erriet ich ihren Plan: ihr war die Idee gekommen, einen Wagen für eine Freifahrt nach Kovenhagen aufsutreiben. Ich setzte mich also einfach in meinen Wagen hinein und wartete. Und richtig: kaum saß ich da, da war sie auch schon neben mir am Schlag. Ob mein Ziel Kovenhagen sei, fragte sie mich kurz, und ob ich geneigt sei, sie mitzunehmen: sie hätte gesehen, daß ich eine deutsche Nummer führe und sie wende sich an mich. weil ich ihr Landsmann sei. Natürlich sagte sie das allee mit bochrotem Gesicht. Als ich ihr antwortete, daß sie rubig einsteigen könnte, zauderte sie. Und dann kam sie damit beraus: ich dürfe sie nicht ausfragen. das ertrage sie nicht. Die Wahrheit könne sie mir lei der nicht verraten und die Lüge sei nicht ihre Sache. Sie hasse jede Lüge." „O ie“, wirft Anna ein,„sie ist noch ein Kind, später kernt mans ganz von selbst.“ Eine Chance „Die nicht. Annerl. die Bettina nicht. Die ist aus ganz besonderem Holz geschnitzt. Aber nun bör an, was weiter geschah. Ich versprach ihr, keinerlei Fragen an sie zu stellen. Darauf stieg sie ein. In Kovendagen sagte ich ihr, daß ich noch in der gleichen Nacht nach Deutschland zurückfahren würde und wenn sie es wünsche, so nähme ich sie mit. Da geriet sie ganz außer sich. begann plötzlich zu weinen und fiel mir an die Brust, mitten auf dem Rathausplatz. Am Abend fuhken wir los und waren schon am nächsten Vormittag Die Uhr der Rönigin Von Helnrich POHL Die Schreckensnachricht von der unglücklichen Schlacht dei Jena durchlief mit Windeseile die preußischen cande. Es war ein fürchterliches Erwachen! Alle waten fest davon überzeugt gewesen, daß die Macht Navocons an der stolzen preußischen Armee, der Schöpung Friedrichs des Großen, unter dem noch mancher Hildter und Soldat gedient hatte, zerschellen würde. znn war die Bestürzung umso größer, und mit Schrekin sab man dem Einmarsch der Franzosen entgegen. Nan hatte gehört, daß ihre aus aller Herren Länder ommengewürfelten Truppen schonungslos raubten s btünderten. Da galt es, Vorsorge zu treffen und kostbarkeiten, die man besaß, zu verbergen. märkischen Schlößchen derer von wicn derrschte große Aufregung. Der Major v. Quast iiie mit beiden Söhnen beim Heer, die Majorin, eine un etwas kränkliche Dame, war in Tränen aufge in. Luise Henriette, die siebzehnjährige Tochter, könn“ in dieser schwierigen Lage heisen zu die##. Da war es ein Glück, daß die Großmutter. sichgjährige Frau von Quast, noch rüstig und um kenug war, um die nötigen Besehle zu erteilen. niie Diener und die beiden weiblichen Dienstboten dabei, das Haus zum Empfang der ingebetenen Gäste bereit zu machen. die maa“ Frau von Quast musterte in ihrem Zimmer ge Schätze, die sie besaß, ein paar Ringe und P#### ine goldene Schnupftabakdose und ähnliches. weni.. ste war eine zierliche Rokokostanduhr, nur kaich.„. ats die damals ztemlich umsangreichen mnühren. Diese Uhr hütete die alte Dame wie ein in Hamburg. Zwischendurch setzten wir uns an allerlei Gastbaustische, ich konnte sie doch nicht verbungern lassen. Und jedesmal versicherte sie mir mit Tränen in den Augen, daß sie mir alle Auslagen bestimmt zurückerstatten würde, sobald sie wieder zu Geld gekommen sei. Endlich wurde sie auch gesprächiger und erzählte mir freiwillig, daß sie Bürofräulein sei, mit der Schreibmaschine umgeben könne und daß sie leidlich englisch korresvondiere. Als wir in Hamburg ankamen, fuhr ich zunächst bei der Hauptpost vor. Da fand ich dann unter allerlei Geschäftssachen einen Brief aus Urling vor. Turi lud mich ein, für ein vaar Wochen zu ihm zu kommen. Und wenn ich zufällig ein Mädel auftreiben würde, das sich aufs Maschinenschreiben verstünde, so sollte ich sie nur ruhig mitbringen: seine Sekretärin habe er leider wieder einmal entlassen müssen. Ich wisse ja, was er brauche: vor allen Dingen müsse sie verschwiegen sein. Nun, ich sab sofort eine Chance für meine kleine Bettina. Sie batte mir a gesagt, daß sie ohne Stellung sei und daß sie in Hamburg wohl eine Zeitlang berumlungern müsse, bevor sie etwas finden würde. Sie war ganz verrückt vor Glück, als ich es ihr sagte, und erklärte sich sofort bereit. Siehst du, Annerl, jetzt weißt du alles. Ich glaube, ich bin kurz genug gewesen.“ Anna Ludbartinger liegt mit geschlossenen Augen in der Morgensonne und rührt sich nicht. Sie lächelt. Es ist ein müdes Lächeln, das viele Fältchen freilegt. um den Mund. um die Augen. Nir is a'wesen Endlich fragt sie kurz:„Hat's dir wirklich nix verraten. die Kleine?“ „Nein.“ „Is wohl eine Liebesgeschicht...“ „Möglich. Sicher was Abenteuerliches.“ „Hast mi sonst nix zu erzähln, Michael? Früher hast mir manchmal andre G'schichten bracht, wenns heimkommen bist. Hast nir erlebt auf dem Schiff oder in Amerika? Nir Narrisches oder Wildes? Bist net verliebt gewesen die ganze Zeit?“ Er streichelt verspielt über ihren Arm. Und fällt ins Wienerische:„Annerl, meiner Seel, nix as g wesen, kanns beschwören.“ „Dummer Bub“ sagt sie, es klingt so weich, fast mütterlich,„willst auch anfangen alt zu werden?“ Und seufzend setzt sie hinzu:„Weißt, daß mich außischmeißen wollen im Theater? Ich soll Mütter svieln und ich will net, ich will net.. Drittes Kavite! Bettina treibt sich inzwischen auf dem See herum. Michael Wank hat ihr heute gesagt, daß im Schuppen ein Kanu liegt. Sie könne, falls sie damit umzugehen verstehe, es gern benützen. Auch ein kleiner Außenbordmotor sei vorhanden. Schober, der Verwalter, würde sie gern mit Benzin versorgen. Und nun knattert sie über die blanke Silberfläche des Sees, schießt in sämtliche Buchten hinein, kommt an Urling vorüber, dem Spielzeugörtchen, das am Tage ebenso am Berg klebt wie in der Nacht. An der äußeren Seespitze hat sie schon gebadet, dort, wo sich ein schmaler Streifen sandigen Strandes zeigt, sonst gibt es hier nur Felsenufer und Steingeröll. Nach dem Bad hat sie den arasgrünen Priama angezogen — ihr bestes und geliebtestes Stück— und nun rast sie als Laubfrosch über den See. Knatternd durchschnei det sie mit dem Boot die ganze Länge, bis das gelbe „Schlössel" wieder in Sicht kommt: schließlich drosselt sie den Motor, um das Kanu sanfi ausgleiten zu lassen und sich still in den zahmen Wellenschlag zu legen. Augenblicklich liegt sie ausgestreckt in den Kissen des Kanu und blickt mit glänzenden Augen emvor zu den Bergen, die sich mit ihren dunklen Wäldern und son nenbeschienenen Matten steil in die Höhe schieben. Sie glaubt immer noch nicht so recht an die Wirklichkeit, vielleicht wacht sie plötzlich auf in irgendeinem möblierten Zimmer, die dicke Wirtin steckt den Kouf zur Tür herein und fragt, ob sie denn ewig schlafen wolle— mit dem Schlafen könne sie kein Geld verdienen, sie solle ihr endlich die Miete bezahlen... Bettina im Boot Die kleine grasgrüne Bettina in ihrem roten Kanu stößt einen wilden Schrei aus sie will sich davon überzeugen, daß sie wirklich wach ist, denn von einem solchen Schrei müßte sie doch erwachen. In siebenfachem Echo rollt der Schrei um die Berge und Bettina stellt fest, Heiligtum, denn sie war ein Geschenk der Königin Sophie Dorothee, der Gattin Friedrich Wilhelms des Ersten, deren Hoffräulein ste in jungen Jahren gewesen war. Als sie den Herrn von Quast beiratete, hatte ihr die Königin als Zeichen ihrer Zuneigung die Uhr geschenkt, die nun schon lange nicht mehr so recht geben wollte. Nur der Wecker spielte noch mit blechernem Klang die paar Takte eines längst verklungenen Me nuetts, die bei ihm die Stelle des Klingelzeichens ver traten. Frau von Quast blickte gedankenversunken auf die durch die Jahre gebräunten Elfenbeinsäulchen und die verblaßten Muschelornamente der Uhr. Behntsam hob sie hier einen Hebel, drehte dort einen Schlüssel. Da wurde plötzlich die Tür ausgerissen und der alte Friedrich stürzte ins Zimmer: „Gnädige Frau— die Franzosen sind hier!“ rief er atemlos, an allen Gliedern zitternd. Nach einem Augenblick der Fassungslosigkeit sagte Frau von Quast ruhig: „Nimm sie in Empfang, Friedrich, ich komme sogleich hinunter!" Die Franzosen, einem Dragoner=Regiment zugehörig, hatten ihre Pserde an die Bäume des herbstlichen Parke gebunden und durchsuchten Wirtschaftsgebäude und Schloß, wobei sie rücksichtslos Stühle umstießen und Schränke mit ihren Säbeln öffneten. Ein Korvoral, dem die alte Frau von Quast, die als ehemalige Hof dame gut französisch sprach, ersuchte, zuckte die Achseln mit dem Hinweis:„C'est la guerre!“. Frau von Quast blickte hilflos umher, als sie einen bochgewachsenen äl teren Offizier, von seinem Stabe begleitet, eintreten sab. der zwischen den scheu zurückweichenden Soldaten schnellen Schrittes auf sie zukam. Er stellte sich als Oberst von Montiann vor und bat um Entschuldigung, wenn sich seine Leute Uebergrisse erlaubt haben soll ten, die er streng bestrafen würde. Frau von Quast versprach, daß für Quartier und Essen genügend ge daß sie im Kanu liegt und der See immer noch in der mildwarmen Septembersonne glänzt und schimmert, Herrgott, ist das alles schön, überirdisch schön! Und diese Faulenzerei, diese Sorglosigkeit! Der Baron ist noch immer verreist, man erwartet ihn erst in einigen Tagen, denn er ist nach München gefahren, um ein wenig die Großstadtluft zu genießen. Gestern bat sie fast den ganzen Tag in der Badeanstalt zugebracht und niemand hat sich um sie gekümmert. Es sind ja augenblicklich nur wenige Menschen im Schloß: die beiden Diener Xaver und Franzl, der Chauffeur Ulrich, der Verwalter Schober und ein vaar Dienstmädchen. Und oben auf der sogenannten„Alm“ haust nur der Herr Wank mit der blonden Schauspielerin. Die beiden sind augenblicklich die einzigen Gäste des Barons. Der Chauffeur Ulrich hat ihr von den vielen Menschen erzäblt, die sich während des ganzen Sommers auf dem„Schlössel" und der„Alm“ herumgetrieben hätten: in der vorigen Woche seien sie alle davongefahren. Bis auf die Wiener Schauspielerin mit dem platingebleichten Haar: die habe auf den Kunsthändler Wank gewartet, der ja auch endlich gekommen sei. Viel „Narrische" wären unter den Gästen gewesen, hat ihr der Chauffeur Ulrich anvertraut, aber es sei nun einmal die Passion des Barons, möglichst viel„Wülde" um sich zu versammeln. Alles einfach märchenhaft Nein. Bettina wohnt nicht oben auf der„Alm“, sondern unten im„Schlössel", damit sie dem Baron nach seiner Rückkehr jederzeit zur Hand sein kann, wenn er ihr etwas diktieren will. Jetzt, wo sie im Boot liegt. in der warmen Sonne. schließt sie die Augen und zau bert sich ihr Zimmer wieder hervor, in dem sie haust. Es ist ein kleiner Salon mit verschossener violetter Seidentapete und mit Biedermeiermöbeln. In der Ecke, hinter einem Paravent, steht ihr Bett. Alles einfach märchenhaft! Das Zimmer liegt im Erdgeschoß, vom Fenster aus kann sie zwischen den Bäumen hin durch auf den See hinausblicken, auf den Urz und auf den Maienkogel. Gestern abend hat sie sich an ihren kleinen Sekretär gesetzt und alles genau beschrieben, alles hat sie ihrem Tagebuch anvertraut, viele Seiten lang, damit sie es später schwarz auf weiß besitze, was sie hier erlebte. Nein, sie bat diese Aufzeichnungen nicht hinausgeschoben, denn schließlich ist es möglich, daß der verrückte Baron sie schon in den nächsten Tagen hinauswirft, und dann hätte sie sicher alle Freude daran verloren, es zu schildern und aufzuschreiben. Bis um Mitternacht hat sie so geschrieben, bis ihr schließlich die Augen zugefallen sind.— Sentimental ist sie nicht, die kleine Bettina. Das Leben hat sie nicht verzogen und verhätschelt: es ist fast immer drüber und drunter gegangen, und dabei hat sie gelernt, das Gewesene als erledigt zu betrachten. Ein taktvoller Kavalier So liegt sie in der Sonne und läßt sich vom Wellen schlag schaukeln. Endlich setzt sie sich auf, um zum Ufer hinüberzuspähen. Und jetzt erst entdeckt sie die beiden Menschen auf den Brettern der Badeanstalt. Es ist Michael Wank und die Schauspielerin. Der Chauf feur Ulrich hat ihr gestern nach dem Mittagessen viel von den beiden erzählt und es ist maßlos interessant gewesen, atemlos hat sie alles in sich ausgenommen. Der Wank und die Wienerin sind seit zehn Jahren Gäste des Barons, Sommer für Sommer. Noch vor fünf Jahren sind die beiden Liebesleute gewesen. aber dann haben sie sich getrennt. Sie sind gleichaltrig, beide gegen vier zig. aber die schnell verblühende Ludbartinger vaßte wohl nicht mehr zu dem kraftvollen Wank, der sich von Jahr zu Jahr verjüngte. Das alte Lied! Einen„to len. etwas verschrobenen Kerl“ hatte der Chauffeur den Kunsthändler Wank genannt. und er hatte binzu gesetzt, daß sich alle Damen immer in Wank verlieb ten, während er sich nicht übermäßig viel aus Frauen mache. Er kenne nur eine einzige Leidenschaft: die Kunst. Bettinas Gedanken kreisen um Wank. Eine seltsame Situation, als er mit ihr im rasenden Tempo von Helsingör nach Hamburg fuhr! Sehr zartfühlend ist er gewesen, ein taktvoller Kavalier. Dabei hätte er sie gern küssen können auf der Fahrt, sie hätte es ihm sicher nicht verwehrt. Es wäre sogar sehr gut gewesen und eine kleine Rache an dem Menschen, dem sie die größte Folterung ihres Lebens verdankte, aber auch Balsam für die brennende Wunde. Jetzt ist es damit endgültig aus und vorbei... Wie herrlich liegt das kleine gelbe Schlössel drüben sorgt werden würde und das Mahl für die Offiziere in einer Stunde bereit sei. Der Oberst dankte mit der Höflichkeit des Weltmannes und bat um die Anwesenheit der Damen an seiner Tafel, damit sie sich davon überzeugen könnten, daß die Franzosen auch als Feinde gesiittete Leute wären. Im übrigen hoffe er, daß der preußische König bald der Freund und Bundesgenosse seines Kaisers sein würde. Die alte Dame sagte nach kurzem Ueberlegen ihr Erscheinen zu, da sie bei einer Weigerung schlimme Folgen fürchtete. Die französischen Offiziere saßen in dem mit Ahnenbildern geschmückten Speisesaal des Schlosses und spran gen auf, als die drei Damen Quast eintraten, die hüb sche Luise Henriette, die blasse Majorin, deren Augen viele vergossene Tränen verrieten, und die Grohmutter. diese in einem Kleide, das sie wohl vor sechzig Jahren am Hofe getragen hatte. Es war ein weites bauschiges Kleid aus grauer Seide, mit Bändern geschmückt und dem altertümlichen, Contouche genannten, langen und breiten Ueberwurf, der den Rock so besonders umfang reich erscheinen ließ. Der Oberst, den der Anblick der weißhaarigen, gebrechlichen und doch so merkwürdig willensstarken Greisin in der altertümlichen Tracht selt sam ergriff, ging ihr entgegen und bot ihr den Arm, während er die andern beiden Damen respektvoll begrüßte. Dann nahmen alle an der Tafel Platz. Es wollte kein richtiges Gespräch zustande kommen, obgleich sich Herr von Montiann redliche Mühe gab. Aber die Sorge um ihre beim Heere weilenden Lieben und das Schicksal des Vaterlandes lastete zu schwer auf den Frauen, als daß sie gesprächig geworden wären. Es blieb schließlich bei kurzen Fragen und ebensolchen Antworten und gelegentlichen Bemerkungen der Offiziere. Die drückende Stille wurde plötzlich auf besondere Weise unterbrochen: Auf dem Sessel der alten Frau von Quast begann es dumpf zu rasseln und dann er in der Sonne. Es ist kurz nach achtzehnbundert erbaut worden, wie ihr der Verwalter erzählt hat. Und gleich über dem lustigen kleinen Schloß mit seinen Bal konen, der Freitrepve und der breiten Terrasse, auf der die bunten Riesenschirme steben, um die Sonne von den Tischen abzuhalten. gleich darüber, etwa zwanzig Meter den Berg hinauf dort liegt die„Alm“: ein breites, wuchtiges Bauernhaus, mit einer Galerie um den ersten Stock und Blumenkästen an den Fenstern. Es heißt die Alm. weil dahinter eine saftige Bergwiese liegt, es ist vom Baron erbaut worden, um Gäste unterzubringen, wenn sich allzuviele eingefunden haben. Fast alle wollen sie auf der Alm hausen: es ist so lustig, sich in den Zimmern zu besuchen, man kann jeden Raum von der Galerie aus erreichen. Dort oben wohnen also augenblicklich der Wank und die Wienerin. Bettina bat noch kaum fünf Worte mit der Ludhartinger gewechselt, sie reißt sich auch nicht dar nach. Diese Dame mit den seltsamen Haaren. dem teils hoheitsvollen, teils burschikosen Benehmen und den grellbunten wehenden, immer ein wenig zu langen Kleidern, ist so gar nicht ihr Geschmack. Und im Grunde ihres Herzens billigt sie sogar, daß Wank ihr den Laufpatz gegeben hat. Dief in Bettina hockt die Grausamkeit der Jugend: wenn man alt wurde, galt es mit Würde abzutreten, es war häßlich, die gottgegebene Frist künstlich zu verlängern. Das Leben war hart, jeder wußte es und mußte sich eben darauf einzurichten trachten. Droschke mit Fahrgästen Die kleine Bettina kuschelt sich von neuem in die Kissen hinein und schließt die Augen. Das Kann schaukelt im sanften Wellenschlag und schläfert sie ein, immer wobliger wird ihr, ihre Atemzüge werden lang und ruhig und schon versinkt sie in der Tiefe eines traumlosen Schlafes. Als sie wach wird, weiß sie nicht, wie lange sie geschlafen hat. in Wirklichkeit sind es nur zehn Minuten gewesen. Erschrocken richtet sie sich auf. Irgend ein Ruf liegt ihr im Ohr und sie sieht, wie ein langgestreckter hölzerner Kahn über die alitzernde Fläche des Sees auf sie zugleitet. Ein Mann ragt in die Luft, er bedient das Stehruder: er ist bärtig, trägt kurze Lederhosen, er bat einen verwegenen grünen Hut mit einem Gamsbart auf dem Kopf. Ein gewaltiger Kohn ist es, der da auf sie zukommen, aus rohbearbeiteten Brettern. bunt bemalt mit Rosen und Girlanden. Bet tina hat schon mehrere dieser Fahrzeuge hier gesehen: es sind die aus grauer Vorzeit herübergeretteten Was serdroschken des Urling=Sees. Und diese Droschke kommt mit Fahrgästen, daber: mitten im Boot sitzen sie, bequem zurückgelehnt, ein Herr und eine Dame. Nun ist das Boot nur wenige Meter noch entfernt. Der Bärtige bremst mit dem Stehruder und der große Kahn gleitet dicht neben das kleine Kanu. Im selben Augenblick erhebt sich der männliche Fahrgast von seinem Sitz, stemmt die Hände in die Hüften und sein großer, dunkler Blick heftet sich forschend-ernst und ver wundert auf Bettina. Es ist ein hochgewachsener, älterer Herr. sehr schlank, sehr elegant wirkend im gutgeschnit tenen grauen Flanellanzug. Das haaere, braunverbrannte Gesicht mit der scharfen Adlernase, den buschigen Augenbrauen und der weißen, weich zurückfallenden Welle des Haupthaares wächst in Bettina hinein und erfüllt sie augenblicklich mit dem Glanz und der Größe einer starken Persönlichkeit. Gebannt, mit jäh aufnochendem Herz, gibt sie den Blick zurück „Sie sind doch höchstens fünfzehn" „Hallob“, sagt der große Mann— sonnor und knarrend liegt sein Organ in der Luft,„das ist doch mern Boot. Was machst du hier? Wer bist du?" Bettina hat das Gefühl. ein winziger Spatz zu sein und ein riesengroßer Adler schwebe über sie dahin. Nur mit großer Mühe reißt sie sich zusammen. Das ist sicher kein anderer als der Baron. So ein Pech. sich dem hohen Herrn und Gebieter in diesem grasgrünen Aufzug zu präsentieren! Nur stotternd kommt sie mit der Sprache heraus: „Verzeihung— ich bin die neue Sekretärin— seit zwei Tagen bin ich schon hier— man hat mir gesagt...“ Weiter bringt sie es nicht. Der Baron hat die bu schigen weißen Brauen in die Höhe gezogen und fährt ihr ins Wort:„Wie kann mir der Schafskopf von Wank so ein Kind schicken! Sie sind doch höchstens fünfzehn.“ (Fortsetzung folgt. tönte mit blechernem Klang eine dünne, altmodische Tanzmelodie, die nur wenige der Anwesenden je gehört hatten. Ueberrascht blickten alle die Greisin an, die be stürzt nach ihrer Contouche griff. unter der die Musik schnell verstummte. Die Majorin und ihre Tochter waren tief erschrocken, da ihnen sofort klar geworden war, daß die Großmutter die Uhr der Königin aus Furcht vor Diebstahl unter ihren Kleidern verborgen hatte. Der Oberst, der den Zusammenhang ahnte, run zelte die Stirn und blickte finster vor sich hin. Die jungen Offiziere konnten sich jedoch kaum das Lachen verbeißen, und ein Leutnant mit dunkler Gesichtsfarve und glänzendem schwarzen Haar sagte zu seinem Nach barn: „Die schlafmützigen Preußen werden wohl keinen Wecker mehr brauchen, der Kaiser wird sie munter machen!" Die alte Frau, die einen Augenblick wie abwesend dagesessen, aber jedes Wort verstanden hatte, erhob sich plötzlich, mit zitternden Händen die Tischkante umfas send. Kerzengerade, mit blitzenden Augen stand sie da, als ware sie um zwanzig Jahre jünger geworden. Den verlegen errötenden Leutnant fest ansehend, rief sie mit lauter Stimme: „Die Preußen werden Ihnen allen noch ein schreckliches Erwachen bereiten! Mich hat aber der Wecker daran erinnert, daß es sich für eine Preußin nicht ge hört, mit den Feinden ihres Volkes an einem Tisch zu sitzen!“ Damit schritt sie zur Tür, begleitet von Schwiegertochter und Enkelin. Den französischen Offizieren war die Spottlust vergangen und, da keine rechte Stimmung mehr aufkommen wollte, standen sie bald von der Tafel auf und gingen in ihre Zimmer. Ein paar Tage später rückten lie ab, ohne die Damen des Hauses noch einmal zu Gesicht bekommen zu haben. Zur Frage schreibt die lischen Dieba nahme Engla „Besonders würdigt, daß Dinge hinter dauernd sein Status quo b Katastrophe gen haben. ki mderungsvor em und ent Kürden. dieser An angeregt mandate rech uns mit eine bindert werdsteht. Eine eigentlichen Eindruck beg der Furcht v fen. Nichts Frieden und Verdacht, da aufrüsten, w (Sennecke. M.) (Wide World. Flugabwehrgeschütz wird feuerbereit gemacht Tankabwehrgeschütz in Feuerstellung Die Blätt der Kleinen gesaßt wurd Als wichti der politisch zösisch=italien zu den dam Die Kleine endgültig E schlossen, da lebhaftester Gleichzeitig der französis Notwendigke überein unt Interessen" nur die Gr arbeit mit freundschaft! Entente ein seits. Gleid die Nützlich! sie den von einnimmt, d paktes der der Rüstung sicht auf Ur Entente, do ihrer eigene Form“ mög Einer Res allen ihren die absolute kommene S# ein Bekennt einziges In ansehe. Landarb Mitarbei ** Dor gungszeltba freigelände mittag die der Begrüßt anstaltung h. a. aus: rbeiters 5 Den Bauern * en für bei denheit zu Wohle des # tion. Der die Tatsack judentum und bonkot die Bewegi unglückliche kriegszeit bil gemacht auch diese sie sei zum umgestaltur unsere Wit glückliche 2 Wirtschafts den wären, hätten. Al des Führer Pg. Rein (Fodor-Bildmatern-Dienst) Fernsprechtrupp unter einem Netz. das gegen Fliegersicht schützt (H. Hoffmann, M.) (Weltbild. M.) Maschinengewehr unserer Gebirgstruppen am Berghang Die jüngste Waffe der deutschen Wehrmacht (Weltbild, M (Scherls Bilderdienst, M.) Französisches motorisiertes Fliegerabwehrgeschütz Neue amerikanische Flugabwehrgeschütze ** Do wirtschaftshat, wie 3 die Bevölk punkt der Tagen, nie unter allei (Auslandsbild New Vork Timés. M.) Ein Flugzeug-Abhörapparat in einem Fort von Paris Derartige Abhörgeräte sind neuerdings so vervollkommnet worden, daß man mit ihnen nicht nur die Entfernung herannahender Flugzeuge, sondern auch ihre Anzahl und ihre Motorenstärke mit hoher Genauigkeit feststellen und daraus Rückschlüsse auf Art und Stärke eines bevorstehenden Angriffs ziehen kann. ** Do in Dortmi korps, des Vormittag am Ehren Kamerader (Scherls Bilderdienst. M.) (Auslandsbild New Vork Times, M.) USA-Schlachtschiffe in Kiellinie Massenaufmarsch russischer Tank Für Neuverteilung der Kolonialmandate Wieder zwei Londoner Zeitungen für Aufrollung der Frage Kein status quo *** London, 2. September. Zur Frage der Neuverteilung der Kolonialmandate schreibt die„Morning Post“, das Blatt der englischen Diebards, im Zusammenhang mit der Stellungnahme Englands zum italienisch=abessinischen Konflikt: „Besonders in Großbritannien wird die Tatsache gewürdigt, daß die Friedensregelung eine Ordnung der Dinge hinterlassen hat, die in vielerlei Hinsicht nicht dauernd sein kann und sollte. Rücksichtslos auf dem Status quo bestehen, würde früher oder später zu dieser Katastrophe führen. Länder, die Beschwerden vorzubringen haben, können versichert sein, daß vernünftige Abnderungsvorschläge vom britischen Reich in großzügiund entgegenkommendem Geist, erwogen werden ürden. In dieser Beziehung ist kürzlich in verschiedenen Kreiin angeregt worden, daß die Revision der Völkerbundsmandate rechtzeitig erwogen werden sollte. Wenn wir uns mit einem solchen Gedanken beschäftigen, muß verbindert werden, daß hieraus eine falsche Auffassung entsteht. Eine Neuverteilung der Mandate würde dem eigentlichen Zweck zuwiderlaufen, wenn sie von dem Eindruck begleitet wäre, daß man unter dem Eindruck der Furcht versuche, einen unbequemen Rivalen zu kaufen. Nichts könnte gefährlicher für den allgemeinen Frieden und für unsere eigene Sicherheit sein als der Verdacht, daß wir unter Zwang handeln. Wir müssen aufrüsten, wenn wir großzügig sein wollen.“ Collin Brooks bebandelt in der großen Londoner Sonntagszeitung,„Sundan Disvatch“, unter der Ueberschrift„Wie steht es mit Deutschland?“ die Frage der deutschen Kolonien. Er schreibt u. a.:„Deutschlands Anspruch wird nicht auf bloßer Zweckmäßigkeit gegrün det sein. Er wird auf einem moralischen Appell beruben, der schon von denen zugegeben ist, die für diese Dinge zuständig sind. Am 5. November 1918 erklärte sich Deutschland zum Friedensschluß bereit auf der Grund lage von Präsidenten Wilsons Rede vom 8. Januar 1918, die die berühmten 14 Punkte enthielt. Einer dieser Punkte verlangt„eine freie offenberzige und absolut unparteiische Bereinigung aller kolonialen Ansprüche". Der Waffenstillstand vom 11. November wurde geschlof sen im Einvernehmen darüber, daß Großbritannien und die alliierten Mächte keine territoriale Ausdehnung anstreben würden. Nach Abschluß des Waffenstillstandes geschah etwas, das ohne Beispiel in der Geschichte der europäischen Diplomatie und des Krieges ist. Der Friedensvertrag wurde nicht ausgebandelt. Er wurde von der einen Seite aufgestellt und der anderen Seite mit dem Bajonette aufgezwungen. Die deutschen Proteste wegen Ungerechtigkeit und Schikane ließ man unberücksichtigt. 15 Jahre später treibt Deutschland der Mangel an überseeischen Besitzung und die Notwendigkeit von Absatzmärkten dazu, die Rückgabe seiner Besitzungen zu verlangen. Der britische Außenminister hat sein Recht auf Ausdehnung stillschweigend zugegeben. Seine Forderung, wie es sie sieht, ist einfach auf Gerechtigkeit und Gleichberechtigung begründet, nicht weniger als auf einer unumgänglichen Zweckmäßigkeit.“ Die Beschlüsse der Konferenz von Veldes Donaupakt unter Vorausselzungen] Gleichzeitig für den Ostpakt Mit allen Mitteln gegen Habsburg ** Belgrad. 2. September. Die Blätter berichten ausführlich über die Beschlüsse der Kleinen Entente, die auf der Konferenz von Beldes gefaßt wurden. Als wichtigster Teil dieser Beschlüsse wird in Belgra der politischen Kreisen die Stellungnahme zum französisch=italienischen Donaupakt=Vorschlag sowie zu den damit zusammenhängenden Fragen angesehen. Die Kleine Entente hat zu diesem Vorschlag noch nicht endgültig Stellung genommen und vorläufig nur beschlossen, daß die Paktidee„auch weiter Gegenstand lebhaftester Erörterungen ihrer Politik bleiben wird. Gleichzeitig stimmten aber die drei Außenminister mit der französischen Regierung grundsätzlich hinsichtlich der Notwendigkeit des Abschlusses eines derartigen Paktes überein unter der Bedingung, daß„ihre nationalen Interessen“ gewahrt werden. Sie erblicken in ihm nicht nur die Grundlagen für eine freundliche Zusammenarbeit mit Oesterreich und Ungarn, sondern auch für freundschaftliche Beziehungen zwischen der Kleinen Entente einerseits, Italien und Deutschland andererseits. Gleichzeitig betont die Kleine Entente aber auch die Nützlichkeit des Abschlusses eines Ostpaktes, wobei sie den von ihr schon früher vertretenen Standpunkt einnimmt, daß varallel mit dem Abschluß des Donaupaktes der eines Ostvaktes gehen sollte. Zur Frage der Rüstungsgleichberechtigung, die vor allem mit Rück sicht auf Ungarn bedeutsam ist, erklärt die Kleine Entente, daß ihre Lösung nur unter der Bedingung ihrer eigenen Sicherheit„in konkreter und wirksamer Form“ möglich sei. Einer Restauration werde sich die Kleine Entente„mit allen ihren Kräften" entgegensetzen. Es wurde ferner die absolute Einmütigkeit der Ansichten und die vollkommene Solidarität in allen Fragen festgestellt sowie ein Bekenntnis zur Friedenspolitik abgelegt als deren einziges Instrument die Kleine Entente den Völkerbund ansehe. Landarbeiter vollwertiger Mitarbeiter des Bauern! *** Dortmund, 2. September. Im großen Tagungszeltbau auf der Volkswiese im Ausstellungsfreigelände der„Westfalenschau“ fand am Sonntagnach mittag die große Landarbeiterkundgebung statt. Nach der Begrüßung der Ehrengäste durch den Leiter der Veranstaltung sprach Landesbauernführer Habbes, er führte v. a. aus:„Wir wollen bewußt den Stand des Landrbeiters heben, denn mit ihm beben wir den gesamen Bauernstand. Gleiche Rechte und auch gleiche Pflichen für beide, vereinigt beide in einer Betriebsverbun denheit zu gegenseitiger fruchtbringender Arbeit zum Wohle des einzelnen Betriebes und der gesamten Nation. Der stellvertretende Gauleiter Stürtz erklärte, die Tatsache, daß das neue Deutschland vom Weltiudentum und vom internationalen Kapital bekämpft und bonkottiert werde, sei der beste Beweis dafür, daß die Bewegung auf dem richtigen Wege sei. Wie der unglückliche Ausgang des Krieges und die Noi der Nachkriegszeit die edelsten sittlichen Kräfte im Volke mobil gemacht habe, so werde das Volk vielleicht dereinst auch diese anonyme Gegnerschaft der Welt segnen, denn sie sei zum Motor der nationalsozialistischen Wirtschaftsumgestaltung geworden, indem sie uns gezwungen habe, unsere Wirtschaft auf eigene Füße zu stellen, die unglückliche Vertrustung der Wirtschaft zu sprengen und Wirtschaftsexverimente zu wagen, die nie gemacht worden wären, wenn die Gegner uns nicht dazu gezwungen hätten. Als letzter Redner sprach der Sonderbeauftragte des Führers für Landarbeiterfragen, Reichskommissar Pg. Reinke(Berlin). Schon 61 000 Besucher der Westfalenschau *** Dortmund. 2. September. Die große Landwirtschaftsausstellung in Dortmund,„Westfalenschau", hat, wie zu erwarten war, ihre Anziehungskraft auf die Bevölkerung nicht verfehlt. So wurden vom Zeitpunkt der Eröffnung bis zum Sonntag, also in 2½ Tagen, nicht weniger als 61000 Besucher gezählt, darunter allein am Sonntag 35000. Der Geist von Langemark lebt noch! *** Dortmund. 2. September. Am Sonntag sand in Dortmund eine Festveranstaltung des 26. Reserve korps, des sogenannten„Grünen Korps“, statt. Am Vormittag wurde durch den Bezirksführer Dr. Bein am Ehrenmal ein Kranz niedergelegt und im engeren Kameradenkreise eine kurze, aber eindrucksvolle Helden gedenkseier veranstaltet. Am Nachmittag sand die fest liche Veranstaltung des Treffens der alten Kameraden statt. Exzellenz von Watter erklärte in seiner Rede, das Wort„Langemark", das in der Geschichte des„Grünen Korps“ eine so entscheidende Rolle spiele, sei inzwischen zum Jnbegriff deutschen Heldentums geworden. Der gleiche Geist, der damals die jungen Soldaten be geisterte, müsse auch im neuen Heere des national sozialistischen Deutschland für alle Zeit lebendig bleiben. Damit weihte der alte General die neue Fahne der Bezirksgruppe Dortmund. Ein kameradschaftliches Beisammensein bei Militärkonzert beschloß die Ver anstaltung. Wirtschaft für alle Miggg Ueber 2 Millionen Kraftfahrzeuge 300000 Dersonenwagen! *er Berlin, 2. September. Die diesjährige Erhebung des Kraftfahrzeugbestandes hat eine Gesamtzahl von 2157811 Kraftfahrzeugen ergeben. In dieser Zahl sind 17374 Kraftfahrzeuge des Saarlandes enthalten. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand(ohne Saarland) um 252 805 Kraftfahr zeuge oder 13 v. H. erhöht. Die Zahl der Personehkraftwagen ist dabei von 674 523 auf 800 444(um 19 v. H.) angewachsen. An Lastkraftwagen wurden 241 381 gegenüber 191 715 im Vorjahr und an Krafträdern 1 053 556 gegenüber 983994 im Vorjahr festgestellt. Berücksichtigt man, daß jetzt alle dreiräderigen Lastfahrzeuge als Last wagen und nicht mehr(wie vor dem Inkrafttreten der Reichsstraßenverkehrsordnung) zu einem Teil als Kraft räder gezählt werden, dann ergibt sich bei den Last wagen eine Erhöhung des Bestandes um 12 v. H. und bei den Krafträdern eine solche um 10 v. H. Die Zahl der sonstigen Kraftfahrzeuge ist um 20 v. H. auf 45 053 gestiegen. Der Schiffszusammenstoß im Kanal Der deutsche Dampfer„Eisenach“ nach Dover geschleppt Drei Tote, ein Vermißter *** London, 2. September. Der deutsche Dampfer„Eisenach“, der, wie gemeldet, am Freitagabend mit dem englischen Schlachtschiff„Ramillies“ zusammenstieß, wurde am Sonnabendvormittag von zwei Schleppern mit dem Heck nach vorn in den Hasen von Dover eingeschleppt. Der Bug des Schiffes. das schwer beschädigt zu sein scheint, lag tief im Wasser. „Times“ zufolge herrschte bei dem Zusamenstoß ein Wind von einer Stärke von über 60 Stdkm. Starker Regen machte die Sichtverhältnisse schlecht. Die„Ra millies" beleuchtete die„Eisenach“ drei Stunden lang mit Scheinwerfern und ermöglichte es dadurch dem Schleppdampfer, heranzukommen und um 23.45 Uhr ein Schlepptau festzumachen. Drei Mann der Besatzung der „Eisenauch“ wurden verwundet an Bord= der„Ramil lies“ genommen, erlagen dort jedoch ihren Verletzungen. Die„Ramillies“, die leicht beschädigt wurde, befindet sich in Portmouth, um dort untersucht und wenn nötig auf Dock genommen zu werden. Wie Reuter berichtet, haben sich die deutschen Seeleute sehr anerkennend über die Hilfsmaßnahmen der englischen Schiffe ausgespro chen. Haesster-Hilinger Der erste Flug durch Menschenkraft Das von den Divlomingenieuren Haeßler und Villinger erbaute Muskelkraftflugzeug nach seinem er folgreichen Fluge, den der Pilot Dünnbeil(im oberen Bild auf dem Führersitz der Maschine) aus dem Flugplatz Rebstock bei Frankfurt am Main zurücklegte.(Weltbild, M.) Der Skandal um das„Svenska Dagbladet“ Die Leiter entwendeten Aktien aus einem verschlossenen Bankfach Nachklang zur Kreuger=Affäre P. Stockholm, Ende August. Die Stockholmer Blätter berichten spaltenlang über einen Skandalprozeß, in den die größte, durch ihre deutschfeindliche Haltung bekannte schwedische Zeitung „Svenska Dagbladet" verwickelt worden ist. Ivar Kreuger, der berüchtigte„Streichholzkönig“ und Betrüger größten Formates, hat bekanntlich im Jahre 1932 seinem Leben ein Ende gemacht. Ein Jahr vor seinem Tode übergab er seiner Familie die 14 000 tien der Aktiengesellschaft Permanenz in Stockbolm, auf denen das Eigentumsrecht am„Svenska Dagbladet" berubt. Der Vater und die Geschwister Ivar Kreugers übertrugen Torsten Kreuger, einem Bruder Ivars, die Wahrnehmung ihrer Interessen. In der Verlagsleitung der Zeitung saßen drei Männer, Jaerte, Ken und Groenfors, die die günstige Gelegenheit des glänzend florierenden Zeitungsgeschäftes zu eigener Bereicherung im großen Stile ausnutzten. Als der große Kreuger=Skandal hereinbrach, überredeten sie Torsten Kreuger, eine Neuordnung der Eigentumsverhältnisse vorzunehmen, da es doch zweifellos im Interesse der Familie Kreuger gelegen wäre, wenn ihr Name für einige Zeit aus der Oeffentlichkeit als Besitzer der größten schwedischen Zeitung verschwände. Bevor es dazu kam, wurde Torsten Kreuger in ein Die drei Verlagsleiter hatten eine neue Aktiengesellschaft gegründet. Den Universitätskanzler Schwedens, dem die Universitäten unterstehen, den Professor der Rechte Trugger, hatten sie sich dadurch zugesellt, daß sie ihm eine Anzahl der Permanenzaktien zu ungewöhnlich niedrigen Kursen verkauften. Um sich jedoch in den Besitz der Aktien zu setzen, hatten sie ein Bankfach, zu dem Torsten Kreuger allein den Schlüssel besaß, er brochen. Diese ungewöhnliche Handlungsweise fand vor Gericht, vor dem Torsten Kreuger seine Rechte geltend machte, eine wahre sensationelle Bestätigung, als einer der drei Beklagten, Kev, das Verbrecherische seiner Handlungsweise zugab, zu seiner Entschuldigung jedoch anführte, daß ihn die beiden anderen Verlagsleiter und die Göteborgs Handelsbank zu diesem Schritte ge nötigt hätten. Außerdem erklärte er sich bereit, allen Gewinn, den er aus dem Verkauf der Aktien an Trug ger erzielt hatte, und alle in seinem Besitz befindlichen Aktien zurückzugeben, um das Unrecht an der Familie Kreuger wieder gutzumachen. Mit diesem Geständnis ist das Schicksal des Prozesses natürlich entschieden. Ein Strafprozeß wird wahr scheinlich nachfolgen. Der Fall bekommt dadurch noch einen besonderen Beigeschmack, als die drei Verlags leiter wahrscheinlich nur Strohmänner der jüdischen Verlegerfamilie Bonnier sind. Sie hieß früher Schafe und hat sich den französischen Namen beigelegt, damit sie als hugenottische Abkömmlinge angesehen werden. Strafverfahren verwickelt, das mit dem Bankerott sei nes Bruders zusammenhing. Er wurde zu anderthalb! Da sich das„Svenska Dagbladet“ seit Jahren in Jahren Gesängnis verurteilt. Er büßte seine Strafe ab, sand aber bei seiner Rückkehr nach Stockbolm eine völlige Veränderung der Eigentumsverhältnisse am „Svenska Dagbladet“ vor. außerordentlich gehässigen Polemiken gegen Deutschland ergeht, werden jetzt möglicherweise Querverbindungen freigelegt, deren Zusammenbänge bislang verborgen ge glieben wagen. Photographien zeigen, daß das Schiff am Bug gerammt worden ist und ein Loch von etwa 12 m Breite aufweist.„Evening Standard“ veröffentlicht den Bericht eines Augenzeugen, wonach der hohe stählerne Bug des Kriegsschiffes wie ein Messer durch die„Eisenach“ hindurchgeschnitten hat, mitten durch das Schlafquartier der Heizer, die ahnungslos von dem Unheil überrascht wurden. Tödlich verunglückt sind der Heizer Hinrichs, der Hilfskesselwärter Besser(ursprünglich als vermißt ge meldet), sowie der Trimmer Kupki(der anfangs als schwer verletzt bezeichnet wurde). Vermißt wird der Heizer Jagow(zuerst als getötet gemeldet).— Die übrigen Besatzungsmitglieder des Dampfers„Eisenach“ sind sämtlich unverletzt und befinden sich wohlauf. Reichslichtbildausstellung in Essen ** Essen, 2. September. Im Ehrenhof der Ausstellungshalle 1 hatten sich am Samstagvormittag zahlreiche Vertreter der Behörden und Parteidienststellen und viele Freunde der Photographie zur feierlichen Eröffnung der Reichslichtbildausstellung des Verbandes Deutscher Amateurphotographen=Vereine zusammen gesunden. Nach einem Musikvortrag und dem herzlichen Willkomm, das der Vorsitzende der Photographischen Gesellschaft im Kruppschen Bildungsverein, Ingenieur Hoffmann, den Gästen namens der drei Essener Amateurphotographenvereine entbot, dankte Prof. Dr. Kröhnke=Berlin, der Vorsitzende des VDAV., herzlich allen Mithelfern am Zustandekommen der umfassenden Lichtbildausstellung in Essen. Im Namen der Stadt Essen wünschte Stadtrat Kegel der Ausstellung guten Erfolg und übernahm die Ausstellung in die Obhut der Stadt. Das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied be schlossen den festlichen Eröffnungsakt, dem sich ein Rund gang durch die in allen Teilen wohlgelungene Schau anschloß Zehn Gehote für Der Glaube an den Duce, der in den Augen seiner Landsleute als unfehlbar gilt und gleichsam das Siegesbewußtsein, im bevorstehenden italienisch=abessinischen Feldzuge verkörvert, ist nunmehr in einem besonderen Kriegs=Katechismus im Rahmen von„Zehn Geboten an die Schwarzhemden“ festgelegt worden. Das Heft wurde den Freiwilligen der berühmten Schwarzhemden Division„2. Oktober“, in feierlicher Zeremonie ausgehändigt und soll überhaupt auen Teilnehmern am abessinischen Kriege dienen. Das bisherige Motto der Fascisten, das auf die einfache Forme „Glaube, gehorche, kämpfe“, gebracht wurde, ist nunmehr ausführlich erweitert worden. Die Gebote lauten: 1. Der Marsch der bewaffneten Schwarzhemden über die Grenzen des Vaterlandes hinaus erfolgt im Namen der Gerechtigkeit und im Interesse der Zivilisation. 2. Wer dem Wege der Gerechtigkeit folgt, hat Antei am Triumph der Zivilisation. 3. Dieser Anteil am Siege der Gerechtigkeit und der Zivilisation verpflichtet zu restloser Hingabe und Aufopferneig, und erheischt in der Stunde des Kampfe den unbeugsamen Willen zum Siege. 4. Mut in der Schlacht bedeutet nicht alles. Auch der Mut in der Qual der Erwartung ist notwendig. 5.„Glaube, gehorche und kämpfe“ darf keine leere Phrase sein. Der Fascist muß auch danach zu handeln wissen. Wir glauben, weil wir wissen, daß der Duce unsehlbar ist. Wir gehorchen, weil wir wissen, daß alle Beseble von ihm stammen. Wir kämpfen, weil wir wissen, daß der Kampf unter seinem Kommando Sieg bedeutet. 6. Kein Feind kann uns überraschen, selbst wenn er beweglicher sein sollte, Schwarzhemden haben Katzen augen, denen auch in weiter Ferne nichts entgeht; zum Angriff wie zum Gegenstoß sind sie allezeit bereit. 7. Kein Feind darf sich überlegen fühlen, weil er ge ringere Lebensbedürfnisse hat. Schwarzhemden haben Seelen aus Eisen, die über das Fleisch herrschen, sich in der Gewalt haben und ihre Nöte nicht fühlbar wer den lassen. 8. Wer nicht eifersüchtig Wassen und Stiefel hütet, über sein Tragtier wacht, mit Munition nicht sparsam umgeht, wer die Trinkflasche beim geringsten Durst zückt und das so wertvolle Naß gewissenlos verschwendet, ist nicht würdig, das Schwarzhemd zu tragen, denn er ist ein gewissenloser Weichling und untanglich, die Musketc zu tragen. 9. Wenn irgend ein Truppenteil im Kampfe die Füh lung mit den übrigen Streitkräften verliert, heißt die Parole nicht abwarten, sondern immer voran und mit gezogenem Dolch gegen den Feind! 10. Gleich beim ersten Kugelregen werden die Schwarz= hemden am Horizont das Antlitz ihres Duce erblicken. Er thront in gigantischer Größe am Firmament, hinter den feindlichen Linien. Sein Anblick gleicht der eindrucksvollen Vision aus einem Heldentraume. Und denn noch wird es Wirklichkeit sein: Schwarzhemden sind schrecklich und wunderbar zugleich, stets bereit, jeden Widerstand zu brechen, Bomben in den Händen, den Dolch zwischen den Zähnen, so werden sie todesverachtend an den Feind herangeben.“ Die„10 Gebote der Schwarzgemden“ lassen an Deut lichkeit nichts zu wünschen übrig. Wie man sieht, sind sie eigens für den abessinischen Feldzug geschaften worden. Zevpekinwollte einen Zeppelin-Zug bauen Die ersten Entwürfe ∆ Berlin, 31. August. Wenn wir heute die kurze Meldung lesen, der„Zevpelin“ habe auf seiner Südamerika=Fahrt diesen oder jenen unkt erreicht, er sei drüben zur Rückfahrt gestartet oder er sei in Friedrichshafen glatt gelandet, so beschäftigen wir uns in Gedanken wohl kaum noch mit der Erfindung des Grafen Zeppelin, so alltäglich, so selbst verständlich ist uns der„Zeppelin“ geworden. Und wer denkt wohl an den 31. August 1895, als damals, vor nunmehr 40 Jahren, der 57jährige Generalleutnant a. D. Ferdinand Graf Zeppelin beim Reichspatentamt zu Berlin ein Patent auf einen„lenkbaren Luftfahrzug“ anmeldete! Und doch ist dieser Tag vor 40 Jahren wichtig genug. in der Erinnerung festgehalten zu werden, auch wenn dieser Entwurf eines Luftschiffes sich ganz erheblich von der späteren, der heutigen Gestalt unterscheidet. Graf Zeppelin hatte nämlich im Sinn, einen dem D=Zug der Eisenbahn entsprechenden„Luft=Zug“ zu bauen, an Stelle der Lokomotive plaute er ein Zug=Luftschiff. an das mehrere einzelne Luftschiffe, wie bei der Eisenbahn die Waggons, angehängt werden sollten. Durch har monikaähnliche Verbindungen, sollten diese einzelnen Luftschiffe miteinader verkoppelt werden. Lediglich das erste Luftschiff, dem also der„Zug“ oblag, sollte in Gondeln die Motoren tragen, während vorn am Buc Seitensteuer und Stabilisierungsflächen angebracht wekden sollten. Es ist oft die Frage behandelt worden, wann dem Grafen Zeppelin wohl zum ersten Male der Gedanke gekommen sei, sich mit dem Luftschiffbau zu beschäftigen. Es ist möglich, daß seine mehrjährige Studienreise nach Nordamekika, wo die Nordstaaten gegen die Südstaaten kämpften, den Grund gelegt hat: besonderen Eindruck aber hat sicher auf ihn die Tatsache gemacht, als bei der Belagerung von Paris im deutsch=französischen Krieg Gambetta im Freiballon ungehindert die Stadt verlassen konnte und die Belagerten auch später durch Ballons in ungestörter Verbindung mit der Außenwelt blieben. So ist es kein Wunder, wenn in den ersten Jahren nach dem Kriege, in denen Graf Zeppelin als Offizier in Straßburg und Ulm in Garnison stand, positive Entwürfe über ein lenkbares Luftschiff entstehen, die das Datum des Jahres 1873 tragen. Sie sollten fast 20 Jahre im Schreibtisch ruhen, denn Zeppelins Leben stand völlig im Zeichen des Soldaten. Reaimentskommandeur in Stuttgart, Militärbevoll mächtigter Württembergs in Berlin. Brigadekomman deur in Saarburg, das sind die Stationen einer gläu senden militärischen Laufbahn. Und als er dann im Jahre 1891 mit dem Charakter als Generalleutnant die Uniform auszog, da ging der 53jährige nach Jahren treuer Pflichterfüllung als Offizier nicht etwa in den wohlverdienten Ruhestand, nein, rastlos begann er ein neues Leben sich aufzubauen, die Geburtsstunde des Luftschisses war gekommen! Der mühevolle und entsagungsreiche Weg, der zunächst nur zu Enttäuschungen führte, ist bekannt. Aber der schwäbische General ließ nicht locker, beharrlich unter größten persönlichen Opfern— er gab für seine Idee sein ganzes Vermögen— und allen Widerständen und Besserwissern zum Trotz, deren es sehr viele gav, steuerte er auf sein Ziel los, seinem Vaterland ein brauchbares Luftschiff zu bauen. Dabei fand er treueste Unterstützung an seinen alten Mitarbeitern, an dem Industriellen Carl Berg aus Lüdenscheid, der ihm das um Bau des ersten Luftschiffes benötigte Aluminium kostenlos lieferte und besonders am König Wilhelm II. von Württemberg, der ihm zunächst das notwendige Gelände bei Friedrichshasen zur Verfügung stellte, später auch einen ansehnlichen Geldbetrag überwies. Am 2. Juli 1900 fand der erste Aufstieg eines Zeppelin=Luftschiffes statt, am 9. Oktober 1906 startete bereits ein neues verbessertes Luftschiff, es folgte die Katastrophe von Echterdingen— das deutsche Volk hatte schon erkannt, was das Luftschiff des Grafen Zeppelin zu bedeuten hatte. In kurzer Zeit brachte eine Geld sammlung sechs Millionen Mark ein, der Bau von Luftschiffen war damit gesichert. Die weitere Entwicklung haben wir miterlebt, vornehmlich die Bedeutung der Zeppeline im Weltkrieg. Das Ende des Krieges hat der greise Graf nicht mehr gesehen, am 8. März 191., im 75. Lebensjahr, schloß er seine Augen, seine letzten Worte waren:„Ich bin sehr müde und möchte schlafen.“ Ueber 2000 Webstühle im Kreise Minden □ Minden i. W. Von der Kreisbauernschaft wurde eine Umfrage bei den Ortsbauernführern gehalten, um festzustellen, in welcher Zahl in den Dörsern noch Webstühle in betriebsfertigem und gut erhaltenem Zustande vorbanden sind. Wohl überwiegt die Zahl der ausrangierten Webstühle die Zahl der noch in Betrieb befindlichen Stühle, aber man hält doch daran fest, daß das Bauernleinen auch heute noch in den Schrank der Bauersfrau und zur Mitgift der Tochter bei der Hochzeit gehört. Im Stadt= und Landkreis Minden einschließlich Bad Oennhausen, sind nach der Frage 2030 Webstühle vorhanden. Davon stehen bei der Unterverteilung auf die einzelnen Amtsbezirke des Kreises Minden im Amt Hartum mit seinen, acht Gemeinden die meisten. Allein in der Landgemeinde Hille sind noch 183 Webstühle vorhanden, von denen noch 93 im Betrieb sind. Vereinskalender Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abtng lung Herne, im Reichskolonialbund und im Dei schen Frauenwerk. Heute, Montag, den 2. 9., 4 Uhr. im Saale der Westfalenschänke Arbeitsnachmittag mit großem Programm. Gäste herzlich will kommen. Eintritt frei. Wir bitten um regen Besuch. Heil Hitler! Hertha Seher. 8 Preistafeln für Bäckereien 0.50 für Lebensmittel 1.nach ortspolizeilicher Vorschrift vorrätig in der Buchdruckerei C. Th. Kartenberg (inh. S. Holtmann) HERNE Bestellungen nehmen auch die Botinnen der„Herner Zeitung" entgegen. mnibusfahrt zum Manöver in der Lüneburger Heide nach Celle-Soltau. Fahrt am Donnerstag, den.5. bis 7. September. Fahrpreis RM. 13.— hin und zurück. Karten beim Omnlbus-Reisedienst, Herne Bahnhofstr. 60, Ruf 51318 Wagener& Schade, Herne I. W. von der Heydtstr. 10—12. Tel. 50095 Mein Schlafzimmer ein Schmuckkasten! Täglich neue. Freude machen die herrlichen. 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Sept. 5.55: Wetter. 6.00: Von Stuttgart: Leibesübungen. 6.30 Von Frankfurt: Morgenkonzert. 7.00 Von Frankfurt: Nachrichten.— Anschl.: Aus Köln: Choral— Morgenruf. 8.00: Hilde Bremus: Frauenturnen. 8.15: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 8.20 Frauenfunk: Cläre Meichsner: Ratschläge für den Küchenzettel der Woche. 8.30 Sendepause. 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstand. 10.10 Garteninspektor Gottschalk (Herford): Die Bienenweide. 10.30 Heitere Musik am Morgen.— Mitw.: Sechs frohe Sänger und Marga Bäuml, Gitarre. 11.00 Ilda Dezasse=Lindheim: Bei den Siebenbürger Sachsen 11.20 Richard Heinemeyer: Was brachte der Sportsonntag? 11.30 Funkwerbung. 12.00 Aus Hannover: Schloßkonzert. Mitw.: Niedersächs. SinfonieOrchester, Lig.: Otto Ebel v. Sosen. Lottn Mever=Burghardt, Koloratursovran. Karl Elbe, Flöte. 14.00 Mittagsmeldungen. 14.15 Vom Deutschlandsender: Allerlei von zwei bis drei. 14.45 Schlachtviehmarktberichte Wirtschaftsmeldungen. 15.00 Pimpf und Svießer (Streitgespräche). 15.15 HJ=Sport. 15.30 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Achtung! Sie hören Hausmusik.— Kinder musizieren. Ltg.: Hans Leo Absbagen. 16.25 Deutsch für Deutsche. Hans Alt: Mit„Wustmann" in 0 S7 Fettsucht verkürzt das Leben. Merkliche Gewichtsobnahme schon in einer Woche(D“"“hergestellt u. V. durch„JREINLR v.D. Reichspotent Nr. 505893. Gorantiert unschädlich. Herz, Leber, Niere. Darm arbeiten besser. RA 1.75, Kurpackung RM 4.50 nallen Apotheken erhältlich. Bestimmt Baukauer Apotheke. Auto-ReparaturWerkstatt fortzugshalber zu vermiet., auch als Lagerräume(18X5 Meter groß) mit Büro und mit oder ohne 3=Zimmer=Wohnung. Herne, Wiescherstraße 19. Klo. FulbodenLackfarbe 1.00 Kreide Pfund 5 4 sch w. 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Wochenschau. 23.00 Fröhliche Mozartstunde. Großes Orchester des Reichssenders Köln. Ltg.: Josef Breuer. 24.00: Funkstille. Dienstag, 3. Sept. 5.55 Wetter. 6.00 Von Stuttgart: Leibesübungen. 6.30 Morgenkonzert. Ausführende: Trompeterkoros der Reiterstandarte 71. Köln. Ltg.: M. Meier. Kleines Orch. des Reichssenders Köln, Lig.: Leo Eysoldt. 8.00 Hilde Bremus: Frauenturnen. 8.15 Zeit, Wetter, Wasserstand. 10.00 Zeit, Nachrichten, Wasserstand. 10.10 Kindergarten. 10.30 Wir und die Welt. Von Liebeslust und Leid. Am Klavier: H. Herkrath. 11.30 Funkwerbung. 12.00 Von Leipzig: Mittagskonzert. Dazwischen 13.00—13.15: Mittagsmeldungen, Glückwünsche. Fahrräder Aät.## V Herne. Bahnhofstr. 13.15 Manöverfunk von den gr. Herbstübungen des 6. Armeekorps. 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15 Vom Deutschlandsender: Allerlei von zwei bis drei. 15.00 Friedrich Schulze: Kamerad, dein Arbeitsbuch bitte! Vom Wesen und Zweck des Arbeitsbuches. 15 15 Neues aus Forschung und Wissenschaft. 15.30 Wirtschaftsmeldungen. 15.45 Frauenfunk. Dr. Berta Geißelbrecht: Die Mutter als Erzieherin. 16.00 Musik unserer Zeit. Drei Lieder von Kurt v. Wol furt. 16.30 Der Student spricht. H. Haferkamp: Studentische Grenzlandarbeit. 16.45 Rhein. Heimatmuseen erzählen. Kempen: Niederrhein. Schützensilber im KramerMuseum. Ein Bericht von L. Busch. 17.00 Von Königsberg: 18.30 Die Vandalen und ihr Vandalismus. Ursprung und Richtigstell. ein. Schimpfs. 18.45 Zeit, Wetter, Wirtschaftsmeldungen, Sport. 19.00 Da binten in der Heide. Heidebilder und Lieder. 19.30 Manöverfunk von den gr. Herbstübungen des 6. Armeekorps. 19.50 Momentaufnahme. 20.00 Abendmeldungen. 20.15 Reichssendung von Stuttgart. Stunde der Nation. 21.00 Aus Bochum: Ratshof=Konzert. Städt. Orchester Bochum. 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August 1935 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 50000 M. 387863 2 Gewinne zu 10000 M. 314901 2 Gewinne zu 3000 M. 116526 16 Gewinne zu 2000 M. 9526 21101 94282 162685 216003 221086 289698 324617 58 Gewinne zu 1000 M. 20117 31968 33130 35522 47325 50911 69662 73323 84351 90560 92452 104184 106719 112076 120200 125068 138076 163198 168159 180091 185724 195238 229456 283155 293545 311292 361121 381387 393097 100 Gewinne zu 500 M. 2188 15440 20136 26774 42786 45839 51742 55826 56003 69535 70069 78572 87038 107470 110469 120129 125189 133565 141563 143585 164297 177045 186203 187791 191658 200369 213406 213944 227211 229543 235838 242429 246989 249325 256238 261385 277202 315441 316783 318282 319448 330692 335320 339327 347803 359983 361277 370494 384176 388602 362 Gewinne zu 300 M. 1463 2179 4284 4599 8544 11955 14398 17072 17378 19972 29334 31422 32024 36031 36331 37982 40805 41561 43376 44754 46767 47805 48247 50589 62538 59288 60060 66202 67229 67571 67798 67963 68065 68687 70685 74493 75735 76907 79938 80536 84077 85482 88379 89640 89875 91997 94041 94914 96785 98108 98589 101308 108964 113249 116375 127277 127370 134320 137033 137561 139636 141281 146828 147371 149100 150077 150526 151517 152244 153125 153396 154674 155596 158198 160067 163141 165858 166391 167328 167855 167941 169983 170108 170543 172887 173359 174465 176354 183950 184438 186873 186878 187603 199504 207916 210432-211258 216322 218722, 220233 225133 228417 228476 229170 232353 235239 236156 236325 237614 238282 239107 243864 245449 245885 246911 247669 247967 250210 252115 255915 256842 257154 267461 259771 260219 263905 264415 264808 265129 265414 239833 373185 274687 276733 277838 338333 389581 280986 283899 285316 285717 287292 288503 288678 289773 292041 293299 296411 297657 298697 302364 303645 314784“ 316398 318180 321160 322250 324470 328075“ 328390 344378 355563 359923 360650 360784* 360956 361064 363506 363521 369242 371492 K 333353 seags: 381296 36456s 366362 S86403t In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 10000 M. 61121 231044 4 Gewinne zu 5000 M. 128396 223395 6 Gewinne zu 3000 M. 3834 69510 261025 16 Gewinne zu 2000 M. 4795 72436 207042 259283 283378 304201 349594 349705 48, Gewinne zu 1000 M. 13475 15714 67490 69149 99348 93892 100566 124290 159139 180195 190005 318339 373977 280767 311626 328967 355431 357205 360160 376693 387517 387967 394418 9370 10327 15146 44008 52617, 63716 67453 81352 90733 108744 111186 120240 135122 136976 149435 149794 161426 169791 174100 178570 180419 185499 188355 191925 196406 214404 29084s 303047 3048os 312692 322558 333256 89543, Sesft Fisi sz 3636s 3373i. 300 Gewinne zu 300 M. 1970 9157 9500 14803 19936 22558 27841 31377 37453 41688 43742 57615 58031 59219 61690 63767 64440 64489 64892 67672 74396 78386 78637 162902 Aoe sogen9-ggg 9702s 97389 102.85 106694 114697 116349 119812 140665 142893 155994 zsgug: 192630 136763 64326 166243 166539 167685 169777 173068 9230s 194297 19675s 183338 183859 185594 33 29933 33ält. 3535s 34dss 3331: 353 msono 33.73 Misch Wile Boch 258428 259109 259912 259922 Sscf 3sähls 363ch 308362 308594 30880s 310226 310396 311105 9937 348331 344633 333138 Bbsies 833 382193 376sös 378240 378230 353 392622 39507 396367 3976232 ,00 3cpu ie 589, 3 zu je 30000. 2 zu 3968° 3cp je 10000. 50 zu je 5000, 150 zu je 3000, 292 zu je 2000, 982 zu se 1000, 1442 zu je 500. 5986 zu je 300 Mk.