* Jesterhalter Ste estr., Koloniest: ker Str., SteinStr., von EsseSamstag. Düppelstr., Ost dergstr., GrollI. Schertamps= Sedanstr. bis KöniggräßzerFreitag. karnopstr. Tel is Haue Nr 97 bis Haus Nr aus Nr 28—29. Sutumerfeldstr, ldstr bie Haus annscherpenstr, elstr., Eckertstr Str bis Haus us Rr 9—20, Krähend Nstr, samstag. . bis Horste ssener Str. bis alker Str. von unsglück nerstag. von der Unten Am PixmühUnterführung Uhlenbrockstr pektorenhäuser, bis Bülfestr., str., Bannitzaückstr., VelsenBahnwinkel reitag. str. dis Wie Hardenbergstr von der Zeinastr., AnnaValentinstr Str.. Gustav g. Bennackerinerstag. Mährfeldstr. I., Nateweg Innenkampstr Verbindungs= Valentinstr., str., Hasseler e vom Fiskus weg. Marler Stadtgrenze, Marler Str. ellstr., Egonenze, Bärenrführung bis str., Zweckles nstr., Hamm198, Heegerkelstr., Zolleweg. Heide. eg. Herbertindstr.. NeuNienkamp= LösterfeldHaldenweg. stag. ldstr. bezw Friedrichstr. KronprinManusstr., enstr., Nordag. k., SachsenBismarastr Wilhelmstr. kr. von der n der WilEngernstr. tag. Mittelstsalbstr. bis Auguststr., Franzieistr., Wilstr., Schul 1g. Riddeliche: SchlägelGrenzstr. eineichst: Lückshoff. icher Str., nstr., Lärs Middem Markt. riedhofstr Vielenstr. ddeliche: rastt. von I. Kreuz Rollen= eillenstr., bis Haus ge en er en=74 mll Ausnahme der Sonn= zur veiertage. Bezugspreis durc Peien#re. ne 29.912 zenrald monallic 18.00 Mark, durch die Dost bezogen vierteljährtic ## Mark eusichnecne Be“=1geld Anzeigen 1 mm Höhe m der 38 mm dreiten Spalie 9. für auswärte### Dra., Reklamen 300 Pfg., auswärts 330 Pfz. Keine Gewähr für das Ereinenan desiimmten Tagen und Dlätzen. Bei zwangsweiser Beitreidung oder Konkursverfahren: er eiwa dewilligte Radat hinfällig. Zahlungs= und Crtone-vort fün beide Tolle Buer i. W Jeder Adennent deser Zeitung M mit 1000 Mark gegen Unran mn wdiichem Ausgang nun besonderen Bedingungen, welche in unserm Verlage zu jeder Zeit einzuieden sind, versichert. Geschäftsstelle u. Schriftleitung Duer, de la Chevalleriefnr 23 Tei. Horst=K. 63 u. 44. Orabi=Anschrift: Zeitung Duerwestfalen. Postscheck=Konto Köln Nr 20 170. Bank=Konte: Commeri= u. Drtvatdank All.=Ges.. Buer l. 28.— Oruck Buersche Druckerei. Smdt. Tofi: Daul Resels: Inseralentell Rud. Heint au Srfunur Ar für Veirt Tcht PauE— uersche GZeitung Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Buer in Westfalen 7 Allgemeine Zeitung für das Best und für die Herrlichkeit Lembeck Amtliches Verordnungsblatt für den Amtsgerichtsbezirk Buer, 41. Javraana" Gemeinde=Verordnungsblatt der Gemeinde dolsum=Bertlich Unsere Sonderveilegen: Montag:„Der Bestische Sport“, Dienstags: Der Bestische Hofund Gartenfreund“ Oonnerstags:„Dle Bestische Hausfrau“ Unsere Sonderdeilagen Freitags:„Der Bestische Erzähler“" Samsaan: Di: illustrierte Heimatschrift:„Dle Bestische Heimal“ Die deutsche Delegation für Genua Dir Ernennung der Ritglieder C Berlin, 30. März.(Eigener Drahtbericht.) die führenden Mitglieder der deutschen Abordnung für benua sind nunmehr ernannt worden. Es handelt sich am folgende Persönlichkeiten: Abg. Dr. Cremer, Geheimrat Oppenheimer, Staatssekretär Bergmann, Geheimrat von Simson. Staatssekretä: Hirsch, Hauptschriftleiter Georg Bernhard. Der Umsang der deutschen Abordnung ist aus Sparsamkeitsrücksichten auf eine Mindestzahl festgesetzt worden: sie umsaßt neben dem technischen Personal nur etwa 40 Köpfe. Ob die geolante Mitentsendung des Reichsaußen= und des Reichswirtschaftsministers zustandekommt, hängt von der Haltung der englischen und der (ranzösischen Telegationen in dieser Beziehung ab. Kosten für die Untersuchung des Erzberger-Nordes Stark übertriebene Angaben. ( Berlin, 30. März.(Eigener Drahtbericht.) die von verschiedenen Seiten verbreitete Meldung, die Untersuchung über den Erzbergermord habe dem Reich bisher einen Kostenaufwand von 6 Millionen verursacht, ist stark übertrieben. Die Kosten belaufen sich bisher auf etwa 400000 Mark. Die Untersuchung gegen Minister Dr. Hermes Schlußberatung in einer öffentlichen Sitzung. 4) Berlin, 30. März.(Eigener Drahtbericht.) In dem Untersuchungsausschuß, der sich mit den gegen den Reichsfinanzminister erhobenen Vorwürfen befaßt, erstatteten heute in vertraulicher Besprechung die Abgg. Dr. Rießer und Dr. Semler Bericht über den bisherigen Gang der Untersuchung. Die Beratungen werden an einem der ersten Tage der nächsten Woche in öffentlicher Sitzung zu Ende geführt werden. *—** Wrangel in Amerika „Amerika und Rußland, die Völker der Zukunft". O Newyork, 30. März.(Eigener Drahtbeicht.) Der augenblicklich hier weilende General Wrangel, der bekanntlich die gegenrevolutionäre Armee in Südrußland geführt hat, äußerte sich über die Zustände Rußlands folgendermaßen: Rußland hat in Amerika heute seinen einzigen wahrhaften und uneigennützigen Freund. Amerika und Rußland sind die beiden großen Völker der Zukunft. Es naht der Tag, an dem Rußland, das heute von Fremden beherrscht ist, wieder frei sein wird. Dann wird auch der Tag des Gerichtes für die kommen, die unser Volk verraten und gekreuzigt haben. Der Bolschewismus ist ein Fremdkörper im russischen Volkskörper, sein Fall ist näher, als manche glauben. Die russischen Monarchisten werden dann an der Schaffung eines Nußlands mitarbeiten, gleichgültig. ob unter einer monarchistischen oder republikanischen Regierung; doch steht das eine fest, daß die Republik in Rußzland keine Zukunft hat. Lenin, pokitisch ein„ioter Mann“ fll. ufl#rsliem Ssasf.l. O London, 30. Marz(Drahtbericht.) Reuter neldet aus Reval, ein Telegramm aus Moskau berichte. daß die Aerzte, die Lenin behandeln, zu dem Schlusse gekommen sind, daß er an progressiver Paralyse in der ntuten Form leide. Das Telegramm fügt hinzu, daß. vom poiltischen Standpunkt betrachtet, Lenin als toter Rann angesehen werden kann. X Keine Sommerzeit auf der Eisenbohn. Vom Reichsverkehrsministerium in Berlin wird uns mitgeteilt, daß die vielfach gewünschte Einführung der Sommerzeit jetzt schon aus praktischen Gründen nicht mehr möglich sei, da die Umstellung der Betriebe von langer Hand vorbereitet werden müsse. Auch der Plan der Einführung der Sommerzeit für einen späteren Termin wenig Aussicht auf Erfolg. X Wieviel Geld darf man über die Greuze mitnehven? Aus Berlin wird uns gedrahtet: Nachdem der Reichstag der Verlängerung det Gültigkeitsdauer des Kapitalfluchtgesetzes dis zum 31. Dezember 1922 zugestimmt hat. hat der Reichssinanzminister die bisherigen Bestimmungen über die Höchstgrenze der Zahlungsmittel bei Grenzüberschreitungen abgeändert. Die bisherige Höchstgrenze von 3000 Mark ist auf 20000 Märk ehrt worden. Für kleinere Grenzüberschreitungen und ir die Einreise in das Saargebiet bleibt es bei den alten Pestimmungen. - Man kennt sich nicht mehr and. Zwei tuvische Noen aus Wiener Blättern:„Jener Chauffeur, der ern vermittag für eine Fahrt statt zwei Fünstausondern zwei Noten je 50 000 Kronen erhielt, wird gebeten. egen angemessene Belohnung den Mehrbetrag 9. Bezirk Seeoitengasse Nr. 22. Tür 8, abzugeben“.—„Am 20 gegen 5 Uhr nachmittags führte der Chauffeur des Autotaxis A VI 943 Matthias Erringer zwei Herin erscheinend Ausländer. Die Fahrgäste bezahlten den Fuhrsohn von 7000 Kronen irrtümlich mit einer Rote in 3000 Kronen und zwei Roten zu je 10000 Kronen: # dem gaden sie dem Chauiseur als Trinkgeld Rote zu 10,000 Kronen mit jenen zu 1000 Kronen. Der auffeur hat den Sachverhalt bei Kommissariat Beieran mit der Erli#rung angezeigt, daß er bereit sei. Mehrbetrag von 27000 Kronen zurückzuerstatten.“ Neue Bedrohung des Ruhrgebiets Folgen der Hamborner Zwischenfälle— 28 Schupobeamten durch Belgier in Oderhausen verdaftet Französische Rüstungen c Paris, 30. März(Drahtbericht.) Meldungen aus dem besetzten Gebiet wie aus dem Innern Frankreiche kassen erkennen, daß die Franzosen militärische Mahnahmen treffen, die sich nur gegen Deutschland richten können. In der Umgebung von Trier und Cochem sind Quartiermacher der französischen 11. und 13. Inanterie=Division aus Nancy und Epinal eingetrossen, die erzählen, daß ihre Truppenteile in ihren Garnisonen den Besehl erhalten hätten zu erhöhter Marschbereit. schaft, und angeblich an der Mojel eine neue französi sche Truppe unter dem Kommando des Generals Videlon bilden sollen. Gleichzeitig damit sei Anweisung aus Paris gekommen, die im März zur Entlassung kommenden Heeresangehörigen der Jahresrlasse 1921 zunächst nicht zu entlassen. = Berlin, 30. März.(Eig. Drahtbericht.) Ein Berliner Morgenblatt gibt eine Pariser Meldung wieder, wonach der französische Generalstab beabsichtigt, noch im kommenden Monat das Nuhrgebiet und ganz Oberschlesten zu besetzen, da die dann dort bestimmt zu erwartenden kommunistischen Aufstände die Kohlenabfuhr für Frankreich gefährdeten. Wie uns hierzu vom Auswärtigen Amt mitgeteilt wird, handelt es sich bei diesen Absichten um ältere Pläne, die längst bekannt sind und heute keinerlei praktische Bedeutung mehr haben. Im übrigen ist der deutschen Regierung von etwaigen anderweitigen Besetzungsplänen des Pariser Generalstabes nichto bekannt. Belagerungszustand über Duisburg Duisburg, 30. März.(Eigener Drahtdericht.) Ueber Duisburg ist durch die belgische Besatzungsbehörde der Belagerungszustand verhängt worden. Sämtliche Lokale müssen um 9 Uhr geschlossen sein. Auch alle Zusammenkünfte und Veranstaltungen in privaten Kroisen müssen vorher durch die Besatzungsbehörden genehmigt werden. Eine in dieset Woche veranstaltete Kundgebung der Jugend mußte abgesagt werden. Sämtliche belgische Offiziere haben Telephonanschluß erhalten, amt sie auf schnellste Weise zu erreichen sind. Folgender Vorfall kennzeichnet die Erregung der belgischen Besatzungstruppen: Auf dem Markt in Ruhrort fand abends gegen 11 Uhr eine Paßkontrolle statt. Alle Ausweise waren in Ordnung. Als sich ein junger Mann der in der Nähe eines belgischen Offiziers stand, eine Zigarette ansteckte, schlug ihm der Offizier die Zigarette aus der Hand. Darauf wurde der junge Mann verhaftet und von der Besatzungsbehörde abgeführt. Unerhörte Uebergriff in Oberhausen G Oberhausen, 30. März.(Eigener Drehtb.) Gestern mittag zwischen 12 und 1 Uhr wurde ein Wacht. automobil der Schutzpolizei, das die ablösende Wache in Stärke von 28 Mann nach dem Wachtlokal in Oberhausen=Altstaden brachte, von belgischen Teuppen angehalten. Die Beamten wurden sämtlich verhaftet und mit dem Automobil ins besetzte Gebiet abtransportiert. Den sofort vom Kommandanten der Schutzpolizei in Oberhausen zum Tatort entsandten Offizieren, die Verhandlungen anbahnen wollten, wurde von dem belgischen Offizier erklärt, daß er sich auf keine Verhandlungen einlassen könne. Er handle aus Besehl deo Kommandanten des Brückenkopfes Duisburg. Iegendwelche Gründe, die die Verhaftung der Schupobeamten rechtsertigen könnten, wurden seitens der Belgier nicht angegeben. Wie verlautet, hat die Oberhausener Schutzpolizei sich an die Regierung um Vermittelung bezw. Freilassung der verhafteten Schupobeamten gewandt. Oberhausen gehört an sich nicht zum besetzten Gebiet, sein westlicher Stadtteil Alstaden fällt aber in die sogenannte Bewegungszone, die von belgischen Sicherungspatrouillen begangen wird, und für die die gleichen Bestimmungen wie für das besetzte Gebiet gelten. Es versieht daher auch die Oberhausener Schutzpoltzei ihren Dienst in diesem Teile der Stadt nur in Mütze und mit den von der Entente vorgeschriebenen Armbinden und Ausweisen. Der Polizeipräsident in Essen hat sich sofort mit dem belgischen General in Duisburg wegen Freilassung der Beamten in Verbindung gesetzt und angeordnet, daß die Obethausenee Schutzpolizei bis zur Klärung der Angelegenheit ihren Dienst in dem besetzten Stadtteil einstellt. Inzwischen sind von den verhafteten Beamten drei, die zur Wache Alstaden gehörten und infolgedessen eine Armbinde hatten wieder freigelassen worden. Die übrigen Beamten hatten keine Binden, da sie zum Dienst auf den anderen Wachen bestimmt waren und daher das besetzte Gebiet nur vorübergehend bei der Durchfahrt des Kraftwagens berührten, ein B=fahren, das seit Monaten geübt und bioher von den Belgiern niemals beanstandet worden ist. Leberwältigende Mehrheit für Dr. Wirh Annahme eines Vertrauensvoiums mit 248 Stimmen der Regierungsparteien einschließlich der 2.3. gegen 81 Stimmen der Deutschnationalen bei 43 Stimmenthaltungen der A.S.p. und der K.A.G. Die Marschroute für Genua Die Antwort des deutschen Volkes an die Entente ( Berlin, 30. März.(Eigener Drahtbericht.) Schon nach dem bieherigen Verlauf der Reichstagsaus. prache über die letzte, jedes erträgliche Maß bei weitem Übersteiegende Enteute=Note war anzunehmen, daß die Mehrheit des Reichstags hinter dem„Nein" des Kanzlers stehen würde. Die Abstimmung in der heutigen Sitzung über die verschiedenen Vertrauens= und Mittrauensvoten aber erbrachte den Beweis, daß über alle Parteien hinweg die neue Gewaltnote den hellsten Widerspruch und erbitterte Empörung in allen Kreisen des deutschen Volkes hervorgerusen hat. Bedauerlich ist nur, daß sich auch heute keine geschlossene Einheitsfront im Reichstag erzielen ließ. Die Deutschnationalen mißbil ligten zwar die neuen Ententeforderungen, schlossen sich aber der gemeinsamen Erklärung der Regierungsparteien nicht an; sie ließen auch heute nicht von ihrer Parteidoktrin ab und brachten einen Mißtrauensantrag ein, um den mißbeliebten Dr. Wirth zu stürzen. Sie blieben aber trotz der Unterstützung der Kommunisten mit 81 Stimmen allein aus weiter Flur. Selbst die Deutsche Volkspartei rückte weit von ihnen ab und simmte ge schlossen mit den Regierungsparteien für ein Vertrauensvotum. So ergab sich eine überwältigende Mehrheit von 248 Stimmen für die Negierung Wirth. Die kommunistische Arbeitogemeinschaft und die Unabhängigen lehnten es ab, den Deutschnationalen Handlangerdienste im Kampf gegen das Kabinett Wirth zu leisten; sle enthielten sich der Stimme. An diesem Ausgang der Abstimmung wird die Entente gekennen, daß das deutsche Volk nicht gewillt ist, sein eigener Totengrüber zu sein. Die Regierung Wirth aber hat Rüchalt genug. um aufrecht und in fester Haltung vor der Ronferenz von Genug zu erscheinen. Der Sitzungsverlauf In der heutigen Sitzung des Reichstags steht zur Beratung ein Antrag auer Parteien mit Ausnahme der Unabhängigen und Kommunisten, der den Rentenempfängern der Invaliden= und Angestelltenversicherung insosern eine erhöhte Unterstützung zuwenden will, als das Gesamteinkommen des Empfängers einer Invaliden= oder Altersrente oder eines Ruhegeldes jährlich 4800 Mark detragen soll, während die Witwenrente auf 3300, die Waisenrente auf 2000 Mark festgesetzt wird. Aba. Karsten(Unabh.) fordert, daß in allen Fällen Rechtsanspruch auf die Unterstützung gewährt wird und die Frage der Würdigkeit oder Bedürftigkeit außer Betracht bleibt. Auch die Höhe des Zuschusses sei völlig ungenügend. Im Laufe der Debatte betonte Ministerialdirektor Dr. Ritter, daß die Finanzlage uns zwinge, uns in den Grenzen des Möglichen zu halten. Der Antrag Karsten würde uns 10 Milliarden Mark kosten. Abg. Karnen(Unabh.) bestreitet, daß die Höhe dieser Summe zutresse. Der Antrag Karsten wurde abgelehnt und der Antrag der Parteien in erster und zweiter Lesung angenommen. Die endgültige Regelung in dritter Lelung scheiterte an dem Widerspruch des Abg. Karsten. Präsident Loebe stellt dieses fest mit dem Bemerken, daß es damit unmöglich gemacht werde, den Invaliden noch zum 1. April die Zuwendung zu gewähren.(Hört, hört!) Darauf wird die Besprechung der Regierungserklärung fortgesetzt. Abg. Dr. Leicht(D. Vp.) bedauert, daß bei unseren Gegnern noch nichts von einem wahren Friedenssinn und dem Wunsch nach einem raschen Wiederaufbau zu spüren sei. Es zeige sich nur immer wieder der Geist des Hasses. Wir begrüßen es, daß der Reichskanzler sofort mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder Fühlung genommen hat und daß sich Einmütigkeit in der Auffassung über die Unmöglichkeit der Erfüllung der gestellten Forderung und über den unwürdigen und entehrenden Ton des Begleitschreibene ergeben hat. Redner bedauert, daß diese Einmütigkeit sich nicht auch im Reichstage gezeigt hat und polemisiert gegen die Ausführungen des Adgeordneten Breidscheidt über die Beseitigung der einzelnen Bundesstaaten. Wo oll denn gespart werden? Etwa durch Streichung der Säuglingskürsorge oder der neuen Zulagen für Angestellte. Beamte und Arbeiter? Verschärft die Entente noch die Gefahren, welche die neue Steuern=Teuerungewelle über unser Land bringt, dürften Unruhe und Emporung an den Grenzen Deutschlands nicht Halt machen. Mögen also diejenigen, welche Europas Geschicke lenken. dafür sorgen, daß nicht statt Frieden und Wieder aufbau Chaos und Untergang das Schick##l Europas werde. Die Anträge Während der fast dreistündigen Ausjüh. rungen des Abg. Fröhlich(Komm.) ist ein Antrag Marx(Zentr.) und Gen. eingegangen, der besagt: „Der Reichstag wolle beschließen: Der Reichota, verwahrt sich gegen die in der Note der Reparationekommislion vom 21. März 1322 dem deutschen Volkangesonnenen unerträglichen Forderungen und billigt daher von der Reichoregierung zu der Note abgegebenen Erklärungen.“ Ferner liegt ein Mißtrauensvotum de: Deutschnationalen vor, in dem dem Unannehmbar zugestimmt, im übrigen aber der Regierung das Vertrauen versagt wird, da die Fraktion weder in den Fragen der 720 Millionen in bar und 1450 Millionen zu Sachleistungen noch in der Frage der Sicherstellung des deutschen Privatbesitzes irgend eine Sicherheit für die Fortsetzung dieser Haltung erkennt. Die Deutschnationalen beantragen ferner, in dem Zentrumsantrag den letzten Satz zu streichen. Ein weiterer Zusatz= antrag der Deutschnationalen zum Zentrumsantrag wendet sich gegen den Eingriff der Reparationskommission in die Souveränität des Deutschen Reiches und gegen die Deutschland auferlegten Kontributionsleistungen. Die Kommunisten stellen zum deutschnationalen Antrag den Abänderungsantrag, alle übrigen Teile zu streichen und dafür zu sagen: Der Reichstag versagt der Regierung das Vertrauen, dessen sie zur zur Führung der Geschäfte bedarf. Die Stellungnahme der Parteien Abg. Hergt(deutschnat.) begründet die Anträge sei ner Partei damit, daß die von ihm gewünschte Klar stellung zur Frage der Reparationsleistungen und we gen des Schutzes des Privatbesitzes nicht erfolgt sei. Abg. Henke(U.) betont in der Erklärung seine. Partei, daß sie die gegenwärtig zur Entscheidung ste hende Außenpolitik der Regierung Wirth in den großen Linien zwar billige und insbesondere den Eingriff in die deutsche Finanzhoheit und die Kontrolle in der deutschen Wirtschaft für unerträglich halte, daß aber die in nerpolitische Fundamentierung dieser Außenpolitik insbesondere durch das Steuerkompromiß mit der großkapitalistischen Deutschen Volkspartei schärfsten Widerspruch herausfordere. Seine Partei lehne daher das Mißtrauensvotum der Deutschnationalen ab werde sich dagegen gegenüber dem Zentrumsantrag der Stimme enthalten. Abg. Dr. Stresemann(D. V.) bedauert, daß die deutschnationale Volkspartei in solcher Situation so weit tragende Anträge eingereicht habe. Da es notwendig sei, hinter das Nein der Regierung eine möglichst breite Front des Reichstages und des deutschen Volkes zu setzen, stimme seine Partei dem Antrag zu und lehne alle anderer Abänderungsanträge ab. Aba. Leoi(Kommunistische Arbeitsgemeinschaft) lehnt das Mißtrauensvotum ab, da seine Partei die Bettgenossenschaft mit den Deutsch=Nationalen leid sei Abg. Schult=Bromberg(D. N.) begründet dar späte Einbringen der deutschnationalen Anträge damit, daß der Zentrumsantrag erst seit kurzer Zeit vorliege. Seine Partei sehe in dem Zentrumsantrag weniger ein Vertrauensvotum als die Umgehung eines Vertrauensvotums. Deshalb wäre angesichts der bestehenden Untlarheiten im Reichstag eine Vertagung zweckmäßig, um eine Einigung zu suchen. Nachdem die Abag. Wels(Soz.) und Marx(Ztr.) alle Abänderungsanträge zum Zentrumsantrag abgelehnt und erklärt haben, daß eine Vertagung des Vertrauensvotums nicht möglich sei. spricht sich Abg. Dr. Stresemann(D. V.) ebenfalls gegen eine Vertagung aus und bezeichnet den Antrag als ein untetlbares Ganze. Der Antrag werde der Regierung die Möglichkeit geben, bei den politischen Situationen, die sich vorbereiteten, sich auf dieses Vertrauensvotum stützen zu können. In diesem Sinne werde die Deutsche Volkspartei dem Antrag Marx zustimmen. Wir bedauern, daß die Deutsch=Nationalen es nicht verstehen, in einem solchen Augenblick ebenso zu handeln.(Lebhafter Beifall.) Aba. Leicht(Bayr. Volksp.) beoauert, daß die Deutsch=Nationalen die gespannte Situation durch die Einbringung eines Mißtrauensantrags noch verschärf ten.(Stürmischer Beifall); große Unruhe und Protest bei den Deutsch=Nationalen). Der Ernst der Situation, dem auch Dr. Stresemann gerecht geworden ist. verlangt daß wir uns in einem Augenblick, wo es sich um die Entscheidung um Deutschlands Schichsal handelt, geschlossen hinter die Regierung stellen.(Stürmischer Beifall: Unterbrechungen und Zurufe rechts: Zurufe der Kommunisten:„Sie Verbrecher!". Die Abaa. Künstler und mann werden deshalb zur Ordnung gerufen. Die Abstimmung Nachweiterer Aussprache nahm der Reichstag dar Vertrauensvotum der Koalitionoparteien für die Regierung Wirth mit 248 gegen 81 Stimmen bei 43 Stimmenthaltungen an. Für das Vertrauensdetum Rimmten die Fraktionen der Deutschen Volkspartei bis zu den Mehrheitesozialisten geschlossen: die Unabhängigen und Kommunistische Aebeitegemeinschaft enthielten sich der Stimme. Gegen den Antrag kimmten nur die Deutsch Nationalen und die Kommunisten. Die beiden von den Deutsch=Natienaler noch in letzter Minute eingebrachten Abänderungsanträge, die praktisch das Vertrauensvotum in einem Mißtrauensvotum umgewandelt hütten. wurden mit 312 gegen 69 bezw. 362 gegen 38 Stimmen (bei 19 Stimmenthaltangen) abgelebnt Nummer 76 Freitag, den 31. Mär. Jahraaua 192: Rummer 76 Westfalen= Rheinland Angeklagte wurde wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu einer Gefängniestrase von 4 Jahren verurtei!:. * H e r u e, 3 0. M ä r z. E i n e M i l l i o n f ü r e i n e wohnung. Von der Verteuerung des Bauens lann die Stadt Herne ein Lied stugen. Gi. will für den Direk tor ihtes Ger, Wasser= und Olel. eizidtewerkes eine Dienstwohnung errichten. für die gemäß An'schlag 600 000 Nark bewillig siad. Nach den zegt eingelaufenen Angeboten für Maurer=, Beionbau= und Zimmerarbeiten verschlingen diese allein schon 500 000 Wark. Dementprechend rechnet man, daß der Bau auf 1 Million Mack, wenn nicht mehr zu stehen kommt Dortmand. 30. März. Eine Demonstration mit Hin vernissen. Gelegentlich einer Demonstration der sozia listischen Jugend zugansten der Freilaffung einiger mi: Arrest destrafter Fortbildungsschuler kam es zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Diese sah sich genötigt, mit der blanken Waffe einzugreisen. Sieden Teilneh mer des Aufzuges wurden verletzt. “ D o r t m u n d, 3 9. M ä r z. B e i m S c h e i b e n s c h i e t z e n e r chossen. Bei einem Scheidonschiehen, das in Eving stattand, schoß der Bergmann Meisterknocht den plötzlich in die Schußlinie tretenden elfjährigen Schüler M. so unglücklich in die Stirn, daß der Knabe nach kurzer Zei: starb. Der unglückliche Schütze wurde festgenommen. * Selm. 30. März. Der 1. Mai schulfret. Die Ge neindevertretung beschloß in ihrer letzten Sitzung laut einem Dringlichkeitsantrag der sozialdemokratischen Partei, den Unterricht in den Volksschalen der Gemeinde Seim am 1. Mai ausfallen zu lassen. Das Gras wachsen hören „Radiophon“, die neueste Erfindung. Gabon. Laiter der Insektenabteilung deo Londoner Naturgeschichtlichen Museums:„Gewiß wird das Nadiophon für Entomologon und Botaniker von größtem Wert sein. Es gibt viele Insekten, die Geräusche erzeugen, ohne daß wir sie bisher mit unseren Ohren hören konnten. Wir wissen aber, daß sie„sprechen“, da untet dem Mikroskop Münster, 29. März. Ein gefährlicher Schwindler. Scher1! Ein Schwindler in der Uniform eines Schupo=Offiziers. geschmückt mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse, treibt im Münsterland sein Unwesen. Er hat es namentlich auf Gutsbesitzer und Landwirte abgesehen, denen er vorgaukelt, Ouartiere für die Schuno vordereiten zu wollen. Nach einer guten Verpflegung läßzt er sich gewöhnlich ein Fahrrad leihen, um sich so schneller mit seiner Abteilung in Verbindung setzen zu können Hiermtt hat er sein Ziel erreicht, denn von dem Herrn Ossizier und dem Rad sieht man nichts mehr. Bereits zweimal ist dem Burschen dieser Gaunertrick geglückt, in Rinkerode und in Raestrup=Everswinkel. Eine Einquartierung der Schupo kann überhaupt nicht in Frage kommen, da sie im Bedarfssalle mit Kraftwagen an Ort und Stelle befördert wird. * Hagen, 30. März. Ein 205 Millionen=Stat. Der Voranschlog für den neuen städtischen Haushalt schließt mit 205 Millionen Mark ab. In der Vorkriegszeit erreichte er knapp 4 Millionen Mark. * R ö h l i n g h a u s e n, 3 0. M ä r z. E i n z w e c m ä ß i g e s V o l k s. aus. Ein Volkshans. das u. a. Versammlungslokale. ein Schulkins, Badeeinrichtungen enthalten soll. soll hier laut Beschluß des Geweinderats errichtet werden. Die Gesamtkosten werden etwa 3 Millionen Mark betragen. Ueber den non den Sozialdemokraten eingebrachten Antrag auf Errichtung einer weltlichen Schule konnte nicht abgestimmt werden, da das Zentrum und die Deutsche Volkspartei den Soal vor der Aussprache verließen, wodurch die Sitzung beschlußunfähig wurde * Köln, 28. März. Wie die Teuerung fortschreitet Die fortlausenden Teuerungvermittelungen in der Stadt Köln haben im Monat März als Gesamtkosten des Lebensunterhaltes einer vierköpfigen Arbeitersamilie von Vater, Mutter, 10jährigem Sohn und 6jähriger Tochter ergeben: Der Geldbedarf der Lebenshaltung stieg von 3400 Mark im Februar 1922 aus 3934 Mark bei den Lebensmittelpreisen vom 8. März und auf 4011 Mark bei denen vom 22. März, im Durchschnitt auf 3872 Mark. ersten Fall ergibt sich gegen den Durchschnitt der Preise von 1913=14 eine Steigerung um das 29.10sache, im zweiten Fall um das 29,66fache und im Durchschnit autf das 39,87fache. * m 8n enrn mm n. Der 19jährige landwirtschaftliche Hilfsarbeiter Heinrich Koßler aus Vaihingen bei Stuttgart war auf dem Gute des Grafen Beißel in Schneppenheim bei Derkum im November v. Is. beschäftigt gewesen, noch 14 Tagen aber wegen Streites mit einem andeten Knecht entlassen worden. Aus Rache steckte er die mit Frucht gefüllte Gutoschenne in Brand, die bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Der Gesamtschaden wurde auf 1 Million Mark geschätzt. Keßler hatie seelenruhig dem Wüten des Feuers zugesehen und wurde verhaftet, als er mit dem Zuge nach Bonn fahren wollte. Vor Gericht entgegnete der Angeklagte auf die Frage des Vorsitzenden, ob ihm die Sache heute leid tue, mit größter Gemüteruhe:„Rein, das ist mir gens egel; ich wollte mich en dem Pächter rächon!" Der Es gibt ein parodistisches Lied, in dem davon erzähl: wird, daß man die Nachtigall trampeln hört. Diese phantastische Vorstellung wird aber zur Wahrheit durch die Ersindung eines neuen Apparates, der die höchsten Tonverstärkungen hervorbringt, die bisher mäglich sind Diese in den Laberatorien einer amerikanischon Elektrizitätsgesellschaft gemachte Erfindung hat den Namer „Nadiophon" erhalten und ist ein drahtloses Telephon. das jeden Laut in geradezu unglaublicher Weise verstähekt. Ediion, der dieser Nadsophon eine der größten elektrischon Ersindungen unseres Zeitalters genannt hat, erzählt davon in amerikanischen Blättern erstannliche Dinge. Er glaubt, daß man mit diesem Apparat, wenn er vervollkommne ist. Millionen von Geräuschen wird hören können, die vorber nie an ein menschliches Ohr drangen. Das Geräusch, das die Fühe einer Fliege beim Kriechen verursachen, wird durch das Nadiophon wie ein dumpfer Donner vernommen: wenn etwas Usche auf einen Teppich fällt, so wird das durch das Radiophon klingen, als ob Fellen übereinander stürzten; das Fallen eines Blumenblattes durch die Luft gibt bei dieser Verstärkung einen pleisenden Ton von sich, und das Ge räusch, das eine Käsemilbe in einem Stück reisen Silton Käses verursacht, wenn sie sich ihren Wog gräbt, ähnelt dem Gedröhn einer Säge, die Stahl schneidet. Von dem Geräusch, das Grassamen hervorruft, wenn es aus seiner Hülle platzt, wird gesagt, daß es durch das Nadiophon wie ein Kanonenschuß klinge. Auf diese Weise kann man also sehr vernehmlich das Gras wachsen hören, und es ist ganz selbstverständlich, daß eine Nachtigall, die von Zweig zu Zweig hüpft, mindestens so laut trampelt, wie ein Mann mit Kanonenstiefeln. Ueber den Wert dieser neuen Entdeckung für die Wissenschaft sogte Presessor deutlich Laumerlzeuge erkenndar sind.“ — Eine gleitende Stadt. Die Bewohner von Cedar= Falls sind sehr beunruhigt, weil ihre auf einem Hügel pedaute Stadt gegen einen benachbarten See zuzurutschen beginnt. Wenn dieses Rutschen, das bereits 11 Fuß erreicht, andauert. werden sie zum Verlassen der Stadt genötgt sein. Alle Teile der Stadt bewegen sich gleichzeitig in derselben Rächtung * Die größte Eisenbahnstation der Welt. In Abweenheit des Königs. der an Fieber leidet, eröffnete die Aönigin, wie ein Londoner Telegramm zu welden weiß, die neue Station in Waterloo„Great London“, die Endstation der Londoner Südwesteisendahn. Die Arbeit zur Rekonstruierung hat sich über 20 Jahre erstreckt. Waterlo ist jetzt die größte Station der Welt und mit den neuesten Einrichtungen versehen. Abschwächung am Devisenmarkt 1 Dollar= 324 Mk.— Zurückhaltung am Efsektenmarkt (9) Berlin, 30. März.(Eigener Drahtbericht.) Auf dem Devisenmarkt zeigte sich heute nach festem Beginn eine Abschwächung. Der Tollar ging auf 322 zurück. Der Rückgang der Devisen hing zusammen mit einer besseren Meinung des Auslandes, die sich in höheren Markkursen ausdrückt. Im Effektenverkehr war das Geschäft anfänglich sehr zurückhaltend, die Kurse nur wenig verändert und eher etwas schwächer. Die Spekulation hält sich stark zurück und nimmt vielsach Realisationen vor. wegen der unklaren innerpolitischen Lage, die hervorgerufen wird durch das neuerliche Mudra verieidigt sich... Eine anderthalbständige. wohlgesetzte Rede, getragen von impulsiver Seidstäberbedung „Reine ehrenhafte und anständige Gesinnung“— Kein Engel ist so rein.... Mudras letztes Wort X Essen, 30. März.(Eigener Drahtbericht.) Die Donnerstagssitzung im Mudra-Prozeß war ausschließlich den ungeklagten gewidmet, denen das Schlußwori zu ihrer Verteidigung erteilt wurde. Von dem Schlußwort aber machte außer einem Mitangeklagten nur Mudra Gebrauch, dieser dafür um so ausgiebiger. In anderthalbstündiger, wohlgesetzter Rede suchte er in letzter Stunde zu retten, was er zu retten hoffte. Wie die ganze Verhandlung hindurch, bewies er auch in seinem Schlußwort, wenigstens nach außen hin, einen beneidenswerten Optimismus. Er hält ein Urtetl, das Schuldig und Strafe ausspricht, für gänzlich unverständlich und drückt die bestimmte Erwartung aus, daß der Gerichtshof zu einer Freisprechung, wenigstens in den wesentlichsten Punkten der Anklage kommen werde. Seine Verteidigungsrede ist getragen von impulsiver Selbstüberhebung, von beredten Lobesworten auf das, was er im Dienste der Allgemeinheit und des Roten Kreuzes geleistet haben will. Er schildert seine Tätigkeit am Kölner Brückenkopf und betont das Vertrauen, das er bei der englischen Besatzungsbehörde genossen habe, die ihm das Paszamt und damit ein Vertrauensamt übertrug, wie es außer ihm kein anderer im ganzen besetzten Gebiet gehabt habe. Major Schwink habe sich genau nach ihm erkundigt, bevor er die Stellung als Abteilungsleiter des Roten Kreuzes am Kölner Brückenkopf erhielt. Man habe ihm sehr viel zu verdanken, denn er habe die Flüchtlingsfürsorge im ganzen Westen geschaffen und organisiert. Im übrigen beruft er sich auf seine bekannten außerordentlich weit reichenden Vollmachten, die er vom Roten Kreuz erhalten hat und läßt die Einschränkungen und Vorbehalte, die die Herren vom Roten Kreuz in die Vollmachten hineingelegt wissen wollen, schlechte:dings nicht gelten. Den Vorwurf. Unterschleife verübt zu haben, weist er weit von sich. Es sei eden ein Fehler gewesen, daß er durch seine dauernden Konserenzen und eine Arbeitslast seinem Amt nicht mit der erforderlichen Sorgsalt habe vorstehen können. Dazu komme, daß ihm das tüchtige Hilfspersonal gesehlt habe. Er schilder: dann das hohe Ansehen, das er in allen Kreisen genossen und das ihm die Toren zu den Ministerien und zu den besten Berliner Kreisen geöffnet habe. Mit pathetischem Nachdruck erklärt er:„Ich habe keine Rote Kreuzgelder veruntreut. Die Gelder des Roten Kreuses habe ich stets als Heiligtum betrachte: und als solches behandelt. Meine ehrenhafte und anständige Gesinnung verdietet es mir, auf meine Kölne: Privatgeschäse einzugehen, weil ich diejenigen Personen, die an ihnen beteiligt sind, nicht vor der Oeffentlichkeit bloßstellen will.“ Er betont nochmals, daß er aus den Erträgnissen dieser Privatgeschäfte seine persönlichen Ausgaben bestritten habe. Das Zigarettengeschäft will er trotz aller gegenteiligen Behauptungen auf Rechnung des Roten Kreuzes abgeschlossen haben. Der Angeklagt bittet zum Schluß unter Berufung auf seine bahndrechende Tätigkeit im Dienste des Roten Kreuzes und der Allgemeinheit um seine Freisprechung. Wenn er etwas Strafbares begangen habe, könne höchstens das Zollvergehen in Frage kommen. Sonst fühle er sich vollkommen unschuldig. Man könne ihn für die Fehlbetruge strafrechtlich nicht zur Rechenschaft ziehen. Hätte man ihn auf freiem Fuß gelassen, so würde er nach kiner festen Ueberzeugung alle geschäftlichen Disseren zen mit dem Roten Kreuz ausgeglichen haben. Eine noch weitere Freiheitsstrafe würde er bei seinem ge schwächten Gesundheitszustand nicht ertragen können. Als Mudra sein Schlußwort beendet hat, erinnert ihn der Gerichtsvorsitzende daran, ob er sich zu der ihm zur Last gelegten versuchten Verleitung zum Meineid nicht äußern wolle. Der Angeklagte schweigt eine Weile, dann geht er zögernd und stockend auf diese Angelegenheit i.n und versucht, den verfänglichen Briefen an die Herren vom Roten Kreuz eine harmlose Deutung zu geben, wie er es bei seiner Vernehmung im Anfang des Prozesses getan hat. Von den Mitangeklagten nimmt nur einer das Wort zu seiner letzten Rechtsertigung. Die übrigen verzichten auf das Schlußwort. Hierauf wird die Verhandlung abgebrochen. Es folgt nunmehr noch die Beratung des Gerichtshoses. Das Urteil wird bestimmt im Laufe des Freitag verkündet werden. Der Andrang zu dem heutigen Verhandlungstage, an dem man bereits das Urteil erwartete, war sehr lebhaft. vortreten der Deutschen Volkspartei. Auf allen Mart= gedieten zeigten sich zum Teil leichtere Rückgange. Amtliche Devisenkurse Berlin. Für je 100 der Landeowährung in Mark Attienkapital und Neierven cn. 420 000 000 Mk. An. und Verkauf von Kuxen, Anteilen, Obligationen, und Aktien ohne Börsennotiz. Eigene Vertretung ar Das freie Wort Diele Rubrik seht allen Lesern ohne Rücksicht auf die Partet zure Kussprade über wichtige Tagesfragen zur Verfügung. Mänsche, Anregungen, versönliche Ansichten können dier geäußert werden. a1t bie de#ffentii chung im Interefie der Allgemetndett liegt. Ote SchrifLeitung trägt für biele Einsenbungen nur die wrokgelenliche Verantwortung Otto Samnes Buer 1. M. Regenschirme " g Prime Stoffe- Moderne Stöcke Repareiuren An Kindes Statt Roman 5. Rachdr. verbeten Helene Lelbig=Cränkner Ottmuthes Blick war suchend über die Anwesenden geglitten. Er war nicht da, vielleicht hatte ein eiliger Gang ihn davon abgehalten. Was sollte auch Doktor Werther hier, war sie ihm ja nichts weiter als das Kind des befreundeten Hauses, höchstens ein Problem, ein„interessanter Fall“, sonst nichts, konnte ihm ja nichts sein, dem reiferen Manne, der sich don Sturm des Lebens schon hatte um die Stirn wehen lassen. Letzten Endes noch ein pfochologisches Rätsel, das Kind eines Geheimnisses, eines längst überwundenen Unrechts, nicht die feine Gesellschaftoblüte mit dem adligen Stammbaum, Nenne! Etwas wie Bitterkeit stieg in ihr empor. Frühking and Undestimmtheit, Sehnen und wirte, noch knospende Jugend rangen in ihrem Innern, und ihr Herz war schwer „Eine schöne Rede,“ sagte die alte Frau Rehschuh, nicht, Ottmuthe? Wie Bunen stolz auf unsern Pfarder sein!“ „Rein.“ hätte diele antworten mögen, und doch vermochte sie nicht, sich gegen den an sich verehrungswärdigen Mann aufzslohnen. Was hatte sie denn mit ferhaanammen nun hinn. m-Min IKEZ Sgenn Ens berser Presill. hreno Der bie Fülle ibrer Gedenken sich wie ein Wiedetsturm durch ibren Ropf aewäizt batte! Dies eine nur:„Ruse mich an in der Not“, doß ihre Mutter dien nicht getan hatte. in threm Innern hafton gleich einem seurigen nal tun würde, wenn üder sie die Not Leden mit seinem wilden Brausen sie 2, oder se sie wie ihre Mutter im zornigen Trotze sich dagegen auflehnon und gegen den Baum kemmen würde, der sie stützte? Irsendwo mußte aber ein Baum sein, irgendwo, ob ihre eigene Kraft der Baum sein könnte. Sie hob ihre Arme, sie waren schwach und mädchenhaft unmuskelös, aber— es gab ja noch eine andere Kraft, die höher war als die der Glieder— eine, die alle zu zwingen vermochte, die Kunst, die ihre Mutter emporgetragen über alles Niedere hinaus. „Run bist du kein Kind mehr!“ sagte Hertha Schönheide und neigte ihre Wange an Ottmuthes Schulter, denn diese überagte sie um eine Stirn. „Rein, Mutter, aber das deine für immer!" erwiderte sie und drückte die Hand der Frau, die ihre ganze mütterliche Liedeskraft für sie eingesetzt hatte. Es war ein sommerlicher Frühlingstag, die Osterzeit fiel diesmal ties in den April hinein, und an den Kirschbäumen fingen schon die Blüten an aufzubrechen, auch der Flieder sprengte die grünen Hüllen und malte sich blau, eo war köstlich. Man hatte im Garten den Kaffeetisch gedeckt, ein duftender Kuchen lud zum Zugreifon ein, und um den runden Tisch herum lief eine Ranke von Tannengrün und Tausendschön. Oberförster Schönheide ind seine Gäste zum Sttzen ein, während Ottmuthe noch mit Hertha im Hause verweilte. Sie logte den ernsten Schmuck des Tages, ihr Gesangduch, ein goldenes Krouz, das ihr Frau Hertha geschenkt. und das zierliche Spitzentaschentuch, das ihr Aenne von Bohlen gebracht, beisette. „Du bis zu ernst, Ottmuthe,“ sagte Frau Hertha, „die Jugend ist doch so schön, Kind, und du kannst sie genieden— wir wollen sie dir doch recht sonnig gestalten, steh, das elte, liebe Haus, der Garton, der Wald, das Dorf, alles, was du lieb hast, aber mir wellen dich fröhlich sehen, Ottmuthe, unser fröhliches Kind, das das Leden auch fröhlich grüßt. Ich— habe dich se#so kieb. Ottmuthe, wie— mein eigenes Kind!“ setzte sie noch gleich einem scheuen Geständals hinzu „Mutter. ib— ich will ja fröhlich sein— euch Freude bereiten, ader mir ist, als müßtet ihr Leid von mir erfahren, dann ich— ich, acd Mutten, ich möchte etwas werden, etwas können, eine Kraft vorwenden, Die in mir ist, ich möchte lernen, möchte Uinens, fort in die Welt.“ Es war ihr zu früh entglitten, was sie all die Wochen seit sie ihre Mutter zum erston und letzten Male geehen, in sich bewahrt hatte, der Entschluß, der in ihr gereift war, als sie von undekannter Hand das Zeitungsblatt erhalten, in dem ihrer Mutter künstlerisches Wirken gewürdigt worden war. Men hatte sie eine geniale Kraft und ihre Arbeiten Ausflösse einer reinen und edlen Phantasie genannt. Stolz war sie darauf gewesen, und ein Sehnen, es ihr gleichzutun, ihren Weg n wandeln, war in ibr emporgestiegen. Rein! Dankr sein, die Schuld abtragen, die man von ihr fordern würde, diese beiden Menschen Kind. liebendes, demstiges Kind sein, das war ihre Pflicht. „Ich meinte, du würdest nun bei uns bleiden für immer, Ottmuihe, bis einmal ein draver Mann dich von uns holt. Wir wollen ja nur dein Glück.— aber — von uns gehen, Ottmuthe, das— das kannst du uns doch nicht anton!“ „Nein, Mutter, ich bleibe ja bei auch,“ erwiderte diese, aber ihre Lippen zitterten wie von verhaltenem Weinen. Frau Herthe streichekte ihre Wangen. „Und rot und rund sollen die werdon, nun du nicht mehr von dem bösen Lernen geplagt sein wirst. Meine Stütze, mein Haustöchterlein wirdst du sein und unsere Augenfreude, Väterchen kann en schon gar nicht mohr erwarten, daß du ihm früb die Suppe wärzest und das Frühstöck einpacs. Ach Otti. er wird eine schöne Zeit.“ Ottmuthe küßte ihrer Mutter die Hände. Dann gingen sie in den Garten, und Ottmuthe wurde allseitig geseiert. Man sprach von häuslichen Dingen, von Jagd und Jägerglück, und der Oberförster wußte manche Schnurre zu erzählen mit ein wenig Jägerlatein vermischt, und seine vellen stahldlouon Augen lachten dabei zu Ottmuthe hinüber. Die alte Frau Rehschub. die Ottmuthe innig ins Herz geschlossen und im stillen kleine einfache Romane pann, die ihren Sohn und Ottmuthe zu Helden hatten, versuchte deharrlich, die beiden näher zu bringen. Aber Philipp Rehschuh unterhielt sich gut und gern mit Frau Herthe, und Ottmuthe fand gar nichts an dem braven, aber reichlich alltäglichen, für sie schon onkelhaft scheiAus Zuer Win Wollen wir einen neuen Krieg? Am Mittwoch, den 29. März, wurde in der Presse in einem Parlamentobericht, der von einer Berliner Zentrale ausging, geschrieben, daß der Abgeordnete Herz von der Deutschnationalen Volkspartei in seiner Redgefordert hätte, Deutschland müsse es der Türkei gleich tente entgegentreten. Es handelt sich hier um eine bewußte Irreführn. des Volkes und Aufhetzung gegen die Deutschnationale Volkspartei. Hergt hat gesagt:„Gegenüber der Offensive Frankreichs wollen wir eine große Abwehraktion. (Ruse links: Neuen Krieg!) Richt mit Waffen. Wir wollen, daß die Erfüllungspolitik endgültig abgeschworen wird.“ Wir Deutschnationalen wissen, daß zur Zeit, nag dem uns alles an schweren Wafsen, zum größten Tei. mit infolge der Torheit unserer heutigen Ersüllungvolititer, genommen ist, für uns überhaupt an einen Krieg nicht zu denken ist; wir predigen aber immer wir der, daß wir durch Widerstand den Feinden ihren Vernichtungswillen erschweren und ihn nicht durch dauern des Nachgeben erleichtern müssen. Wie richtig dies ist haben neuerdings wieder die Veröffentlichung der Denk schrift Llopd Georges, die er der Friedenskonferenz in Jahre 1919 unterbreitet hat, und der Entgegnung Clemenceaus deutlich ergeben. Beide haben hiemnach nich: mit der glatten Annahme des Friedensvertrages seiten: Deutschlands gerechnet. und beide waren zu Zugeständ nissen bereit. Der Gegensatz zwischen England und Frankreich trat deutlich in die Erscheinung: die Enz länder wollten Deutschland in Europa größeres Enige genkommen, zum Beispiel auch inbezug auf unser Heer. die Franzosen in den Kolonien und auf dem Gebietdes Handels zeigen. Da wir aber alles sofort annahmen, haben wir nichts bekommen. Hiervon wird abe: seitens der regierenden Parteien unserem Volke nach Möglichkeit nichts mitgeteilt; wer von den Lesern hat von diesen Veröffentlichungen schon erfahren? Denn das würde nur der unseligen Parteiherrschaft der Mehr heits= und Erfüllungsparteien ein schnelleres End: machen. Die Erkenntnis wächst in unserem Volke von Tag zu Tag; sie würded aber noch viel schneller wachsen wenn nicht dem Volke so vieles verschwiegen und so vieles andere entstellt dargestellt würde. Deutschnationale Volkspartei Buer i. W. nenden Pächter von Perldorf, daß die ersten Kapite von Frau Rehschuhs Roman etwas im Sande verliefen. Hauptlehrer Gäbler betrachtete seine einstige Schd. lerin mit freudigem Stolze. Was wer sie doch hübsch geworden! Das gleiche mochte wobl auch der Oberförster denken, dessen Augen immer und immer wieder bei ihr ausruhten. Er zwirhelte den starken Schnurrbart— Himmel, Herrgott, war man denn noch jung, hatte noch ein Herz ein heißes Blut, eine Lust an schönen Mädchen? War man denn nicht Vater, Vater von Ottmuthe Schonbeide?—— „Väterchen!" Da war es ja.„Bäterchen!" Ottmuthes Augen glitten von der Esche, in derer Zweigen sie sie hinaufgeführt hatte, zu ihm zurück: „Wie heißt doch der Spruch:„Grünt die Esche vor der Eiche—..“ „.. hat der Sommer große Bleiche,“ ergänzte Philipp Rehschuh, und seine Mutter freute sich über die Anküpfung. „Wir werden einen heißen, langen Sommer haben" fügte der Oberförster hinzu,„die Eichen sind noch im Raschelkleide, und unsere Esche setzt schon dicke Hüte auf. nun, wir soll's recht sein.“ Ein ferner Donner ging hinter den Bergen gege die Wolken, so daß man sich gegenseitig erschrocken ansah. „Seht de. hatte ich nicht recht," begann der Oderförster wieder,„donert's im April, so hat der Reif sein Ziel!“ satte der Bauer.„Wir haben den Frühling.“ „Und lassen ihn zunächst auch nicht wieder fort,“ setzte Ottmuthe hinzu, was allgemein dekräftigt wurde. Aber hinter dem Hause hatte sich die Sonne verfinstert, und dicke Wolken stlegen über den Schornstein, die Vögel flatterten nurudig umber. und die Hühner im Hof kokzierten feierlich die Hühnerleiter in die Höbe dem Stalle zu. Auch die Glucke mit den kloinen Entleis kehrte von ihrem Ausflug zurück. „os wird ein Wetter kommen,“ sagte die alte Fras Rebschub und erhob sich, Umschau zu halten hinter den Haus. (Fortsetzung folgt.) Grad Kälte im Saue Ueber die Wettern:liche Wetter B A#el- und Süddeu! Kehle Asten meldete den tieseren Lagen u der Nacht 5—6 Grad Lustdruck der Költe a Oflseegebiet. der I Trus einstellt. Auch Wir hatten doder in sicher Bewolkung einz ner etwas mildere Abbau des u Tagung des komm Der Verband der zochschulen hatte in gliedertagung. Stadt sprach über„Kommu P. Störmer Lüden der Lüdenscheider Fich genden Verhandlunger freie V H. Sch. men. Von der Einri chäftsstelle wu in merhin noch in vie gegenüber eine gewist neuem wieder Platz Verbande kommunale weinden. In vier Ste eingegangen. D unten her ist ül Aufsassung. Anderer bondsmitglieder der Sch.=Sache auch in Zu boch einzelne treffliche erjaßt sind und dadur lohnend ist. Von der tung eines Verba vorläufig Abstand in Herne unter den 2 ist. Einen breiteren! das Verhältn': des! band in Witten ein.! hervorragende V. H. Preßverband hat sehr Sch.=Lehrerschaft in1 staltet. Eine neue ist gungen waren aus all Er hat diese Arbeit von anderer Seite ge auch vom Kommunal half soll auch eine Fü erfolgen, damit eine det werden kann. D eit Januar d. J. ein (Schriftl. P. Störmer. den infolge unserer# Kultur verzichten müs in eingeschränkter For her Wille geeigneter Sorge tragen. # 25 Jahre Beam Is. kann der Maeine 25jährige Dienst zurückblicken. In An unermüdlichen Pflich schlossen, ihn durch 1 und einer entsprechen! O Haus= und Rittelstandshaus tei lungslisten zu kungsbaues(M X Eine Wohlsahl Redakteure und Jour Deutschen Presse. e. Geld=Lotterie bewilli and 13. April d. Is Beethovens Drittes Chor Das gestrige 3. C von Ansang an unte Verkehrestörungen we alle zur rechten Zeit des Konzertes sich un und als dann endlich betrat, mußte er dei daß wegen eines Feh Nr. 1 G=moll von Hän haupt auf die Beglei sel. Das wurde alle lamen auf diese Wei ide Konzert von ei Arban von Berst enderen Nummern Fehlen des sicheren L demerkbar, und das L Halt in der Luft zu s Doch man ließ sich de machen, sonst wäl kigen Workes, wie es 19 den M. von vor anstreitig ein Berdien mit dieser sonst selter sters beionnt gemat Einstudierung der K gen Widerhall in de natz bezweifelt werd Text, der in seiner anübertrefflich für e höchste gesteiegerten eigentlich nich: die B dat zuteil werden Ia Kur in der gregoria Bertnung entanden heit hatte, eine Cho hören. der wird ersch und Eindringlichtelt (abreaug Auf allen Züdhgange nlin. in Mark Nummer 76 Freitag, den 31. März 2262.7 2718.25 5750 20 6843,15 6411.55 649.55 1648.35 1419.55 324.17 2917,06 6303.65 5044.95 218.25 4.83 601.25 36 61 116.35 122571 2723.75 677068•6 85 8428.43 650.65 1651.65 1422.43 6316.25 5055 05 218.75 4.37 602.65 86.65 116,65 Uhlengeiellichen Hochstraße Nr 30 500 000 Mr. n. Obligationen, Vertretung ar sort die Partei zur. gung. Beschwerden tor geäußert werden. it llegt. Ote Schritliche Verantwortung ieg? e in der Prese einer Berliner bgeordnete Herg in seiner Reder Türkei gleich zelüsten der Enhte Irreführn. Deutschnationale über der OffenAbwehraktion. mit Waffen. endgültig abgezur Zeit, nag m größten Tei. zen Ersüllungs saupt an einen iber immer wir den ihren Vert durch dauernrichtig dies ist chung der Denk enskonferenz im nigegnung Clei hiemnach nich: ertrages seiten: zu Zugeständ England und ung: die Engrößeres Enige zuf unser Heer. if dem Gebiet ; s o f o r t a n n a h von wird abe: em Volke nach den Lesern hat ahren? Denn haft der Mehr nelleres Ende tem Volke von meller wachsen viegen und so ei Buer i. W. irsten Kapite Sande vereinstige Schd ls doch hübsch ich der Obermmer wieder — Himmel, noch ein Herz ädchen? War nuthe Schönden!“ che, in derer zurück die Esche vo. de,“ ergänzte sich über die imer haben,“ sind noch im ce Hüte auf. bergen geges rocken ansah. n der Oberder Reif sein Frühling.“ r fort.“ setzte wurde. Aber finstert, und die Vögel ter im Hof Höbe dem nen Entlein e alte Fras Hinter dem Aus dem Vest Zuer 31. Näri 1022 Winters Rücklehr Grad Kälte im Sauerland— Milderes Wetter in Sicht Ueber die Wetter=Lage und=Aussichten sagt der n:liche Wetter Bericht. Das Sauerland, sowie Anel= und Suddeutsch###nd haben eine Schneedecke. Der Lehle Asten meldete gestern morgen 9 Grad Kaste. in den tieseren Lagen w.r die niedrigste Temperatur in der Nacht 5—6 Grad Kälte. Aeder England nimmt der Lustdruck der Költe ab. während sich über dem südlichen Ostseegebiet, der Jahreszeit entsprechend. niedriger Trus einstellt. Auch auf dem Ozean sintt der Luftdruck Wir hatten doher in den nächsten Tagen bei verändersicher Bewolkung einzelne Niederschläge, sowie spaner erwas milderes Wetter zu erwarten. Abbau des wesis. Volksschulwesens? Tagung des kommunalen Volkohochschulverbandes Der Verband der westfälischen kommunalen Volkszochschulen hatte in Dortmund seine ordentliche Mit gliedertagung. Stadtarchivar Dr. Schulte(Münster) sprach über„Kommunale oderfreie V. H. Sch?“. P. Störmer Lüdenscheid über„Einrichtung und Ziele der Lüdenscheider Fichte=V H. Sch.“ In den darauffolgenden Verhandlungen wurde beschlossen. in Zukunft auch freie B H. Sch. als Verhandsmitglieder auszuneh men. Von der Einrichtung einer hauptamtlichen Gechäftsstelle wurde zunächst abgesehen, wei! inmerhin noch in vielen Städten der N. H. Sch.=Frage gegenüber eine gewisse Laxheit vorhanden ist oder von neuem wieder Platz gegriffen hatt. Es gehören zum Verbande kommunaler V. H. Sch. 40 westsälische Geweinden. In vier Städten sind die V. H. Sch. wieder eingegangen. Der Bildungshunger von unten her ist überschätzt, das ist allgemeine Aufsassung. Andererscits ist in den Kreisen der Verhondsmitglieder der feste Wille vorhanden, die V. H. Sch.=Sache auch in Zukunft weiter treu zu betreiben, da boch einzelne treffliche Persönlichkeiten in der V. H. Sch. erjaßt sind und dadurch die V. H. Sch.=Arbeit durchaus lohnend ist. Von der einstmals schon geplanten Errichtung eines Verbands=V. H. Sch.=Heimes wird vorlaufta Abstand genommen, wenn auch schon z. B. in Herne unter den V. H. Sch.=Hörern dafür gesamme!! ist. Einen breiteren Raum in den Besprechungen nahm das Verhältn': des Verbandes zum Evangel. Preßverband in Witten ein, der in der Provinz Westfalen schon hervorragende V. H. Sch.=Arbeit geleistet hat. Dieser Preßzverband hat sehr erfolgreiche Tagungen der V. H Sch.=Lehrerschaft in Witten. Soest und Hagen veranstaltet. Eine neue ist in Bielefeld gerlont. Diese Tagungen waren aus allen Teilen der Provinz gut besucht. Er hat diese Arbeit übernommen, weil derartiges nicht von anderer Seite geboten wurde. Diese Arbeit wurde auch vom Kommunalverband dankbar anerkannt. Deshalf soll auch eine Fühlungnahme mit dem Preßverband erfolgen, damit eine Arbeitsgemeinschaft gebildet werden kann. Der Evangelische Preßverband gibt eit Januar d. J. eine V. H. Sch.=Zeitschrift heraus (Schriftl. P. Störmer. Lüdenscheid). Sicherlich. wir werden insolge unserer Armut auf manche Bestandteile der Kultur verzichten müssen, aber die V. H. Sch.=Sache wird in eingeschränkter Form bestehen bleiben, ein starker, zaher Wille geeigneter Persönlichkeiten wird schon dafür Gorge tragen. von 10 Mark kommen 6367 Geldgewinne im Betrage von 500 000 Mark zur Auslpielung; als Hauptgewinne sind 100000 Mark. 75000 Mark. 50000 Mark, 10 000 Mark usw ausgesetzt. Die Durchführung der Lotterte ist dem Bankkause A. Molling. Berlin W 9. Lennestr. 4 übertragen worden. Wir machen alle Freunde der Deutschen Presse auf die Veranstaltung auimerksam und bitten sie um Unterstützung des auten Zweckes willen. Lose sind in allen Verkaufsstellen zu haben. O Seche Anspanschulen an Stelle der Lehrerseminare in Westsalen. Bekanntlich sollen die 160 Lehrersem:nate eingehen und an ihre Stelle 100 deutsche Ober= und Aufbauschulen treten. Das Verzeichnis der 50 Orte. die zunächst eine solche Aufbauschule haben ollen, ist jetzt erschienen. Es sind ausnahmslos Seminarorte, zumeist kleine Landstädte. Von diesen Orten besitzen 20 bereits eine oder zwei hödere Schulen, da: unter sind 11 Städte von 5000 bis 7000 Einwohnern. Westselen soll sechs Autbauschulen erhalten, und war der Bezirk Arnsberg in Soest. Olpe. Herdecke. der Bezirk Minden in Büren und Petershagen, der Bezirk Münster in Warendorf. Bei dieser Auswahl der genannten Orte hat man zunächst der geschichtlichen Entwicklung Rechnung getragen. ( Der Märzpreis für Milch bleibt bestehen! Der westjälische Milchpreisausschuß kam in seiner am 22. März d. Is. abgehaltenen Sitzung nach eingehender Be ratung zu dem Ergebnis, daß eine Senkung des Milchpreises zur Zeit besonders infolge der ungünstigen Witterung, die den Weidegang des Viehes hinausgeschoben habe und daher nach wie vor die Fütterung mit teuren Futtermitteln erforderlich mache, nicht moslich sei. Der Marzoreis von 4.50 Mark ab Hof des Erzeugers bleibt demnach auch für den Monat April bestehen. Er gili jedoch worauf besonders hingewiesen wird. selbstverständlich nur für gute, füße Milch. Für den Fall einer wesentlichen Aenderung der den Milchpreis deeinflussenden Verhältnisse bleibt vorbehalten. nach Anhörung eines aus Vertretern der verschiedenen Interessentengruppen gebildeten Unterausschusses den Milchpreisausschuß gegen Mitte April wieder zusammenzuberufen, um in eine Nachprüfung des Mischpreises mit Wirkung vom 15 April einzutreten. □ Ungetreue Arbeitsgenossen. Einem Anwodner der Kaisersttaße wurde eine Fahrradlaterne und 92 Ma:k Bargeld aus der Waschkaue der Zeche Graf Bismarck 2=6 gestohlen. 2 Vom Spielplan deo Redlich Theaters. Heute, Freitag, bleibt das Theater wegen Vorbereitungen geschlossen. Das lustige Stück„Nas werden die Leute sagen“ gelang: Sonntag zum letzten Male zur Aufführung. Neueinstudiert wird das GesangsVolksstück„Mein Leopold“, das nächste Woche zum Benefiz für den Komiker Karl Stark in Szene geht Ferner steht auf dem Spielplan für nächste Woche der Schwank mit Gesang„Die schöne Holländerin“ und das Gastspiel des ehemaligen Hofschauspielers Georg Mandt in dem Sudermann=Schauspiel„Die Raschoff X Die neuen Lohnforderungen der Bergarbeiter. Wie schon mitgeteilt, haben die vier großen Vergarbeiterverbände an die Fachgruppe Bergbau des Reichsverbandes der deut'chen Industrie ein Schreiben gerichtet, in welchem sie die Forderung auf neue Lohnerhöhungen ab 15. Aus vestischen Gemeindeparlamenten # 25 Jahre Beamter der Stadt Buer. Am 1. April Is. kann der Magistratssekretär Josef Nückel auf eine 25jährige Dienstzeit als Beamter der Stadt Buer zurückblicken. In Anerkennung der berufsfreudigen und unermüdlichen Pflichterfüllung hat der Magistrat beschlossen. ihn durch Ueberreichung eines Geldgeschenkes und einer entsprechenden Urkunde zu ehren. O Haus= und Grundbesitzer=Verein Buer. Das Rittelstandshaus teilt uns mit. daß die Verteilungslisten zur Förderung des Wohkungsbaues(Mietsteuer) neu eingetrossen sind. X Eine Wohlfahrtslotterie zugunsten der deutschen Redakteure und Journalisten. Dem Reichsverband der Deutschen Presse. e. V., ist für Wohlfahrtszwecke eine Geld=Lotterie bewilligt worden, deren Ziehung am 12. and 13. April d. Is. stattfindet. Bei einem Lospreis Beethovens C-Dur=Messe in Buer Drittes Chorkonzert des Musikbereins Das gestrige 3. Chorkonzert des Musikvereins schien von Ansang an unter einem Unstern zu stehen. Durch Verkehrestörungen war es den Solisten nicht möglich. alle zur rechten Zeit zu erscheinen, so daß der Anfang Konzertes sich um fast eine ganze Stunde verschob. und als dann endlich Mar Storsberg das Podium detrat, mußte er der harrenden Gemeinde verkünden. daß wegen eines Fehlers an der Orgel das Orgelkonzert Nr. 1 G=moll von Händel ausfallen müsse, wie denn überhaupt auf die Begleitung der Orgel Verzicht zu leisten el. Das wurde allgemein bedauert, denn die Zuhörer lamen auf diese Weise um den hohen Genuß. das herrKonzert von einem so tüchtigen Orgelmeister wie Arbau von Verst gespielt zu hören. Auch bei den enderen Nummern, des Programms machte sich das Fehler des sicheren Orgelfundamentes sehr unangenehm demerkbar, und das Orchester schien manchmal ohne festen Halt in der Luft zu schweden. Doch man ließ sich durch dieses Mißgeschick nicht mutde machen, sonst wäre die Aufführung eines so schwiekigen Woerkes, wie es die C= dur=Messe von Beet19den ist. von vornherein unmöglich gewesen. Es ist anstreitig ein Verdienst von Max Storsberg. daß er uns mit dieser sonst selten gehörten Messe des großen Meibesonnt gemadt hat. Ob all die Mühe, die die Einstudierung der Kompofition gemacht hat. den nötiden Widerhall in den Herzen der Hörer gesunden hat. natz bezweifelt werden. Der wunderbare Uturgische Lext, der in seiner lapidaren Einfachheit und Klarbeit anübertrefflich für alle Zeiten den Ausdruck einer ins döchste gesteiegerten Religiosität darstellt, verträgt doch eigentlich nich: die Bearbeitung. die Beethoven ihm hier dat zuteil werden lassen. Uns scheint zu diesen Worten Kur in der gregorianischen Choralmusik die kongeniale Berinung estanden zu sein, und wer jemals Gelegenheit hatte, eine Choralmesse bei den Benediktinern zu hören. der wird erschüttert gewesen sein von der Wucht und Eindringlichtelt dieser Welodien. die Errichtung eines Museums in Recklinghausen Museum oder Bücherei? In der Stadtverordnetensitzung zu Recklinghausen am Mittwoch wurde die Errichtung eines Museums beschlos sen, um so Schulen und Erwachsenen tiefere Kenntnisse der Heimatgeschichte an Hand eines praktischen Anschau ungsunterrichtes zu vermitteln und so mit der Heimatkunde auch die Heimatliebe zu fördern. Die zerstreuten Altertumsschätze sollen hier gesammelt und der Oessentlichkeit unentgeltlich zugänglich gemacht werden. Zur Unterbringung des Museums steht der Raum des Untergeschosses des Rathauses gegenüber der Polizeiwache zur Versügung. Für die Amänderungsarbeiten und die Anschaffung der notwendigen Einrichtungen sind 35 000 Mark erfordetlich. Die Oberleitung des Museums hat Studienrat Dr. Pennings, die Leitung der erdgeschichtlichen Abteilung Lehrer Otto Müller. Zwar wurde in der Aussprache von verschiedenen Seiten gewünscht, zunächst eine Bücherei zu schafsen, doch drang das Argument des Oderbürgermeisters Hamm durch, daß die Altertumsschätze schon vorhanden seien, während die Bücherei erst mit viel Geld geschaffen werden müsse. Für die Errichtung des Museums wurden 35000 Mark bewilligt.— Die Erhöhung der Schulgeldsätze für die höheren Schulen wurde in der Weise festgesetzt, daß für das erste Kind 1200 Mark. für jedes weitere Kind 300 Mark weniger zu zahlen sind. Auswärtige zahlen 50 Prozent Zuschlag.— Die Errichtung einer Verwertungsgesellschaft am Oerweg für die im Sommer überslssige Milch wurde genehmigt. Zu diesem Zweck soll eine G. m. b. H. mit einem Stammkapital von 21000 Mark gegründet werden. Eine deutsche Oberschule in Gladbeck Einheitsschulgeld für Höhere Schulen? Die Gladbecker Stadtv.=Versammlung setzte gestern die Erhöhung des Strompreises auf 3 Mark für den Kubikmeter fest, und zwar einheitlich für Licht=, Heiz= und Kraftgas.— Die Gebühren für den Anschluß an die städtischen Entwässerungsanlagen wurden für jeden Anschluß auf 5000 Mark festgesetzt. Eine einheitliche Regelung soll noch erfolgen.— Die Erhöhung der Entlohnung für den nebenamtlichen Unterricht an den gewerblichen Schulen wird genehmigt, und zwar wird für jede Jahresstunde 640 Mark festgesetzt. Die Schulgelder an den gewerblichen und kaufmännischen Schulen entsprechend erhöht.— Die Erhöhung der Schulgelder für die städtischen höheren Schulen wurden nach folgenden Sätzen genehmigt: Für das erste Kind sollen 1000 Mark gezahlt werden, für jedes folgende Kind 200 Mark weniger. Die Vorlage wurde mit der Einschränkung angenommen, daß mit den anderen Nachbarstädten wie Buer Jahrhunderte überdauert haben. Der Beethovenschen Vertonung fehlt die sakrale Weihe, die diese Kulttexte erheischen. Sie sind unter seinen Händen verweltlicht worden und stellen ein interessantes Experiment dar. das jedoch nicht zur letzten Uebereinstimmung von Wort und Ton gelangt, die der gregorianische Choral erreicht. Die Aufführung war in manchen Einzelheiten sehr gut. Besonders fiel der merkliche Fortschritt auf. den das Orchester gemacht hat. Zwar könnten die Instrumente noch exakter im Zusammenspiel sein, noch mehr zu einem Klangkörper verschmelzen, doch das wird Zeit und Uebung schon bringen. Es ist auf dem besten Wege dazu. Der Chor erwies sich als zu schwach, was besonders in den Männerstimmen auffiel. Sie ertranken in den Fluten des Orchesters. Es soll nicht verkannt sein. daß der lateinische Text eine Beseelung des Vortrags von vornherein erschwerte und daß der schwierigen Einsätze schier zu viel sind. Die außerordenttichen Zumntungen, die solch ein Werk an die Sänger stellt, drängt einem die Frage auf. ob man in Zukunft nicht doch lieber auf die Aufführung solcher Niesenwerke verzichten will. Der wackere Chor tat sein Möglichstes: aber es gibt Grenzen, die man nie vergessen soll. In der Wahl der Solisten hatte der Verein wieder eine äußerst glückliche Hand. Ein Sopran, wie Henny Wolff=Bonn ihn ihr eigen nennt, ist ein Himmelsgeschenk. Sie führte mit ihrer Stimme, die von außerordentlichem Umsang und von einer Schmiegsamkeit und Beseelung sondergleichen ist. Höhepunkte von ergreifender Wirkung herauf. Wärdig reihte sich ihr die geschätzte Recklinghauser Altistin Kätde Schellhase=Thomas an. die ihre Partie mit viel Verständnis und großer Kunst erledigte. Von den Herren machte der Bassist Bruno Bergmann=Essen den stärtsten Eindruck. Er wußte die große Behkantate von J. S. Bach:„Ich will den Kreuzstad gerne tragen zu einem wundervollen Erlebnio zu gestalten. Die ganze Qual einer geängstigten Seele. formte er zu einem ergreifenden Drama. Erstaunlich gut folgte das Orchester in diesem Teile dem Dirigenten. Es war die beste Leistung des Abends. Karl Jeroschek=Frankfurt(Tenor) und Dorsten eine einheitliche Regelung getroffen wird, daß sämtliche Kinder der vertragschließenden Städte in diesen Städten keine höheren Schulgeldsätze zu zahlen brauchen als die einheimischen. Die Zahl der Freistellen wird bis zu 20 Prozent der Gesamtzahl der Schüler festgesetzt.— Die Umwandlung des Lyzeums in eine deutsche Oberschule ist durch die Annahme der betr. Vor lage nun endlich gesichert. Diese Frage beschäftigte schon seit Jahren die Gladbecker Oeffentlichkeit. Es ist erfreu lich, daß nun endlich für die Gladbecker Schülerinnen die Gelegenheit geboten wird. eine möglichst vollkommene. nach zeitgemäßen Grundsätzen vermittelte Bildung zu erhalten. Aus der Herrlichkeit Hervest gegen das Dorstener Brückengeld Das Dekizit im Haushaltsetat der Gemeinde HervestDorsten für 1921(420000 Mark) soll gedeckt werden durch eine stärkere Belastung der Grund und Gebäudesteuer, der Gewerbesteuer, der Besitzsteuer und der Kopfsteuer. Die neuen Sätze sollen jedoch vorläufig noch nicht erhoben werden, vielmehr ein Erhebungsbeschluß durch die Gemeindevertretung abgewartet werden. Ein Antrag auf Erhebung einer Wohnungsluxussteuer wurde vertagt, da vorerst eine Erhebung stattfinden soll, wieviel Wohnungen dafür in Frage kommen und wieviel die Steuer eventuell einbringt. Bezüglich der Bereitstellung einer Summe für eine 2 Meter breite Fußgängerbrücke neben der neuen Lippebrücke wurde ein Antrag angenommen, der verlangt, daß die Kosten vorher prozentual für die Interessenten festgelegt werden sollen, daß weiterhin die Stadt Dorsten Abstand nimmt von der Erhebung des Brückengeldes. In einem Protest an die zuständige Stelle wandte sich die Gemeindeevrtretung bezüglich der durch nichts berechtigten Zurücksetzung von Hervest bei der Festsetzung der Wirtschaftsbeihilfen für Beamte. Es sei geradezu lächerlich, wenn Feldhausen und Dorsten höhere Beihilfen bekämen als Hervest, zumal Hervest schon durch die spätere Einstufung in Ortsklasse A genügend geschädigt sei. Das Deftzit der Gemeinde Holsterhausen Zur Aufbringung des Fehlbedarses des Haushaltsetats der Gemeinde Holsterhausen(218000 Mark) wurde die Grund= und Gebäudesteuer mit 1000 Prozent, die Gewerbesteuer in der 1. Kl. mit 1000 Prozent. in der 2. Kl. mit 500 Prozent. in der 3. Kl. mit 100 Prozent: die betriebssteuer mit 100 Prozent; die Kopfsteuer mit 55 Mark belastet. Die Kopfsteuer bringt bei 2200 Arbeitern allein 110000 Mark auf. Die Erhebung wird abhängig gemacht von einem Beschluß der Gemeindevertretung. über eine vornehme und reife Kultur der nicht besonders reichen Stimme. So war der Abend sehr anregend und dankenswert. Max Storsberg gab sein Bestes her und führte seinen Chor und das Orchester mit viel Energie und Umsicht. Wenn das Konzert dennoch manchen Wunsch offen ließ. so liegt das an den Verhältnissen, die es heute noch nicht gestatten, daß der Verein sich an solche Aufgaben heranmacht. Doch kann die Zukunft da noch manches ändern. Das Konzert war ziemlich gut besucht. Dr. Adolf Pottheff. Das beleidigte Telefonfräulein Ein Beckumer Schwank zum Totlachen. Der Amtssekretär des Amtes Neubeckum telepho niert. Störung. Ein Beckumer Telephonfräulein in der Leitung. Aergerliche Auseinandersetzung. Der Amtssekretär im Zorn:„Fräulein, Sie sind wohl verrückt, Sie gehören nach Apierbeck!“ Schluß. Beschwerde des Telephonfräuleins bei der Oderpostdirektion Münster Der Amtssekretär soll die Beleidigung zurücknehmen und 300 Mark Buße zahlen. Tut er nicht. Drohung der Oberpostdirektion: Zurücknahme der Beleidigung und Zahlung der Geldduße bis 12 Uhr mittags, sonst Sperrung des Amtstelephono. Der Amtssekretät ist zur Kindtause nach Hause gefahren. Amtmann:„Ich kann für den Amtssekretär keine Beleidigungen zurücknehmen Mich und das Amt geht die Geschichte überhaupt nichte an.“ Sperrung des Amtotelephono. Schluß des 1. Akles Imtssekretär von der Kindtaufe zurück. Gescheiterter Verm tilungsversuch des Amtmanns. Behauptung der Amtssekretärs:„Das Telephonfräulein hat mich zuerst beleidigt durch die Bemerkung:„Machen Sie keinen Blödsinn!" Alle Erwiderung einer Beleidigung auf der Stelle. Mein gutes Recht.“ Der Amtmann an das Postamt Neudeckum:„Wird der Telephonanschluß nicht bis heute nachmittag 8 Uhr wiederhergestellt. ist das Posamt von heute abend ab ohne elektrisches Licht.“ Post amt Neudeckum:„Zu un'erem Bedauern sind wir nich: in der Lage. eine Anordnung der Oberpostdirektion r## einzis mu machen.“ Schluß deo 2. Akteg. Jeergng April d. Is. erhel a. Es wird keine bestimmte Summe genannt, da nach Ansicht der Bergarbeiterver dände die ständig steigende Teuerung das nach ihrer Meinung notwendige Ausmaß der Lohnerhöhungen noch nicht übersehen läßt. Die Fachgruppe Vergbau wird wie die Deutsche Bergwerks=Zeitung mitteilt, das Schreiben der Verbände dahingehend beantworten, daß nach ihrer Ueberzeugung eine Lohnerhöhung, welche gerade in die Monatsmitte falle, große Schwierigkeiten mit sich bringen würde, daß man aber eventuell bereit sei, in Verhandlungen über Leinerhöhung mit Wirkung ab 1. Mai eiretreten Wegen Bettelei verhaftet. Festgenommen un dem hiesigen Amtsgericht vorgeführt wurde ein Obdachloser auf Grund eines gegen ihn erlassenen Steckbrieses wegen Bettelne O Zurückgegebenes Diebesaut. Einem Anwohner der Horster Straße wurde eine Uhr, ein Ring und eine Joppe im Gesamtwerte von 500 Mark von einem Logiegast gestehlen, der die Sachen später freiwillig herausgab und sich dann von hier entsernte. SI X Aus Sorgen in den Tod getrieben. Der 50jäh rige Kostgänger Levke machte seinem sorgenvollen Leben durch Erhängen ein Ende. Turnen= Spiel:Sport Bedeutende Fußballspiele im Westen In Köln Düsseldorf und M.=Gladbach Im Frühjahr trägt der Westdeutsche Spiel=Verbanz mit seiner Verbandsmannschaft zwei Spiele, gegen den Verband Brandenburgischer Ballspielvereine(Berlin) und gegen Ostholland aus. Das Treffen gegen Berlin findet am 23. April in Köln statt und soll von einem sitbdeutschen Schiederichter geleitet werden. Der fährlich wiederkehrende Kampf Westdeutschland— Ostholland wird bestimmungsgemäß wieder in Düsseldorf zum Austrag gelangen, und zwar am 11. Mai. Als Schiedsrichter wird Hirle=Basel gebeten werden. Der Fußball Länderkampf Deutschland— Ungarn am 2. Juli ist vom Verbands=Fußballausschuß in das M.=Gladbacher Stadion verlegt worden, da in Köln schon das Spiel Westdeutschland— Berlin stattfindet. Die Leitung des Spiels wird ein holländischer Schiedsrichter übernehmen. Die bisherigen Spiele mit der Schwe.; Das Frankfurter Spiel hat bewiesen, welch große Fortschritt das deutsche Fußballspiel in den letzten Jahren gemacht hat. Bei der Wiederaufnahme des sportlichen Verkehrs zwischen Deutschland und der Schweiz (am 27. Juni 1920 in Zürich) mußte Deutschland mit 4: 1 unterliegen. Die technisch sehr gut, ja überlegen spielende deutsche Mannschaft war zu weich, infolge der Kriegsstravazen nicht stehfest genug. Mittelstürmer Jäger(Altona) erzielte Deutschlands einzigen Treffer. Im ganzen trugen beide Länder acht Spiele aus. von denen Deutschland vier gewann, drei verlor und jetzt 1 unentschieden spielte. Das Torverhältnis ist 19: 12 zugunsten Deutschlands. Berg's Sportaldum Eine freudige Ueberraschung für jeden Sportsmanz bildet der soeben erschienene Katalog der Firma Berg. Nürnberg. Der Titel„Berg's Sportalbum“ sagt in der Tat nicht zu viel. Schon da sprächtige Titelbild. nach einem Entwurf von Prosessor Hohlwein=München in Fünffarbendruck ausgeführt, ist eine Zierde. Der Inhalt ist lesenswert und interessant. Als Vorwort hat Sportlehrer Waitzer einen Aufsatz über die Deutschen Kampfspiele geschrieben, dessen Gedanken sich jeder an führende: Stelle stehende Sportsmann zu eigen machen muß. Dann folgen Aufsätze über Ergänzungssport, Leicht= u. Schwerathletik. Zimmergymnastik, Fußball. Hockey usw. Dazwischen erhält der Leser Aufklärung über technische Fragen. Er liest wie ein guter Rennschuh oder Fußballstiefel. ein Speer oder Diskus beschaffen sein muß, um den höchsten Anforderungen zu genügen. Lehrreiche Anleitungen zur Ausführung der leichtathletischen Uebungen wechseln ab mit den neuesten Wettkampfbestimmungen und Vorschriften. Auch die deutschen Weltrekorde in der Leichtathletik sind bereits enthalten. Kurz eine Fülle des Wissenswerten ist in dem Büchlein zu finden Zahlreiche Neuheiten in Sportgeräten beweisen die unermüdliche Arbeit der Firma Kaspar Berg in dieser Richtung. Das ca. 100 Seiten starke Sportalbum wird gegen Erstattung von 5 Mark und 1 Mark Porto zugesandt, die bei Bestellung wieder zurückvergütet werden. Das Umschlagbild ist als wirksames Sportplakat ebenfalls von der Firma zu bezlehen. Zu Beginn des 3. Aktes sieht man im Hintergrunde einen Verbrecher entweichen, weil die Polizeidehörde telephonisch nicht zu erreichen ist. Unterbrechung der Lichtleitung zum Postamt durch die Gemeinde Neubeckum. Vorzeitiger Feierabend im stockfinsteren Postamt. Tele gramm des Amtes. des Gemeindevorstandes und der Polizeidehörde Renbeckum an den Reichspostminister: „Giesberts hilf!“ Schluß des 3. Aktes. Sobald der Schwank komplett ist, so schreibt di „Glocke“—, wird ihn die Gemeinde Neubeckum auf einer Serie von Notgeldscheinen bildlich darstellen und damit ohne Zweifel in der ganzen Welt ein ebenso gutes Go schäft machen wie die Oelder mit ihrer in derselben Weise verwerteten Geschichte vom fahrlässigen Kupferschied.“ Der Streit zwischen Amt und Postamt dauert an Das Postamt in Beckum bleibt dabei, daß der Amtssekre tär ein Telephonfräulein beleidigt hat und da er nich zur Vernehmung erschienen sei, hade das Postamt vor dem ihm gesetzlich zustehenden Recht der Sperrung der Fernsprechanschlusses ohne Rücksicht auf die Person unt den Charakter des Teilnehmers Gebrauch gemacht. Ueber die Sperrung der Lichtzufuhr zum Postamt Neubeckum und zur Wohnung des Postamtsvorstehers seien die Akten noch nicht geschlossen. Der Fernsprechdienst in Neubeckum mu ß wegen der Lichtentziehung schen gegen Eintritt der Dunkelheit, erwa gegen 4 bis 5 Uhr nachmittags einge tellt werden — Er trügt einen Schraubstock. Er trägt eine: Schraubstock(Il porte l’etau), so heißt es, wie daPil'ner Tagblatt berichtet. in Pässen, die von de: Piliner Paßbehörde für Leute ausgestellt werden, die einen— Kneiser tragen. Wadrscheinlich hat der Aussteller bei der Uebersetzung das tschechische Wort Skripec (zu deutsch Kneifer) im französischen Wörterbuch nachge schlagen und nur das Wort l’etan gefunden und die richtige Uebersenung, nämlich„Hincenez“, übersehen.— Dei tschechische Ehrgeiz die deutsche Sprache nicht zu verstehen. und sich dafür mit der französischen zu beitden. zeltiat Ziter solche neckischen Zwischenfälle. ng folgt.) e. mamemem um mmmrumn mm Ei. m GrIRNE Mm. ccmtn GRE Zchrs 1972 KRARNE KG 8 .— ge * W Der Paradicsapfel Eine Erzählung Von Erich Sieburg=Herne Im dritten Jahrhundert nach Christi Geburt lebte in Alerandrien ein Geschlecht jüdischer Kaufleute. Sie entsandten alljährlich ihre mit Getreide beladenen Seg ler nach Ostia, unterhielten außerdem einen lebhaften Karawanenhandel mit dem ägyptischen und lybischen Hinterlande und erfreuten sich bei dem ihnen mehr und mehr zuwachsenden Reichtum im Umgang mit dem griechisch=römischen Geldadel jener öffentlichen Wertschätzung die ihre Glaubensgenossen zum Teil vergeblich an strebten oder auch als hochmütige Eiserer von sich wiesen wenn man ihnen entgegen kam. Dabei gehorchten sie dem Gesetz. hielten die Speisegebote, zündeten am Sab bat die Lampen an und erzogen ihre Kinder im Hofsen auf das messianische Reich. Da erfuhr die heilere Gelassenheit, die die Väter den Söhnen ale besten Besitz zu vererben pflegten. eine jähe Erschütterung. Das war in den Tagen, als der Araber Philippus mit Ducius um die Herrschaft kämpfte und Leben und Kaisertum an ihn verlor. Ein fremder Rabbi, weit berühmt wegen der gewaltigen Kraft seiner Rede, war nach Alexandrien gekommen und hatte. ein hochgeehrter Gast der Kaufmannosamilie. in der auf den Versöhnungstag folgenden Woche jeden Abend die Besten der ägyptischen Judenschaft in der großen Synagoge um sich versammelt. Mochte nun der durch den Meister veranlaßte Zuzug aus den benachbarten Küsten. orten daran schuld sein oder ein tückischer Zufall mitspielen, noch hatte der fremde Lehrer die Stadt nicht verlassen, als eine Pest ausbrach, die von den jüdischen Bezirken auf andere Stadteile übergriff. Unter den Opsern besand sich auch der Rabbi, der auf dem Heimwege aus der Synagoge den Steinwürfen der verhetzten Menge erlag, die ihn in abergläubischer Verblendung der Schuld an dem Unglück bezichtigte. Zu spät rückte der römische Zenturio an, die Tobenden zu zerstreuen. Sie waren bereits in das Haus der Gastfreunde gelangt, vor dessen Tür der Unglückliche soeben zusammenbrach. Vergebens versuchte es der Hausherr mit be schwörenden Vorstellungen, während Frau und Tochter in wildem Entsetzen vor den Eindringlingen sich auf das Dach zu retten suchten, von dem sie sich, da man ihnen auch hierbin gefolgt war, eng verschlungen herab stürzten. Das Gesinde stob feige auseinander, und der numidische Hausverwalter, ein kräftiger Neger. der vom Garten her das Furchtbare angesehen hatte. kam zu spät. Er fand seinen Herrn bereits tot. den Kopf mit der klassenden Stirnwunde im Wasserbehälter des Pe ristyls, in das die Mörder mit ihrem Opser vor den nachdrängenden Ledionären geslüchtet waren. Von den Soldaten alsbald in Fesseln gelegt. saben sie sich In ihren Absichten auf Raub und Plünderung zwar behin dert, aber mit keinem Wort dankte Narcissus, der in der Nacht von einer Handelsfahrt heimlehrende Sohn des Hauses, für d endurch eine starte Schutzwache gesicherten väterlichen Besitz und die auch den Glaubensbrüdern gezeigte Fürsorge. Die Nacht hindurch raste der Unglückliche und rang mit dem treuen Nubier. der ihn, damit er nicht gegen sich selber wüte, nicht aus den Armen ließ. Am Tage schlief er den Schlaf des Erschöpften. Betäubten. während man Vater. Mutter und Schwester hinaustrug. Als man ihm sagte, alles sei voruber, nickte er die Antwort des Erebenen. Und immer wieder gab er lolchen Bescheid Bochen hindurch. Monate oder Jahre. Die Zeit stand ihm still, und über dem in die Ewigkeit sich Träumenden verweste die Fülle des Reichtums. Der Knecht trauerte um den Versall. soßte sich ein Herz und ging zu den Maklern in den Markthallen als ob sein Herr ihn schicke, und kaufte und verkaufte indem er auf Vollmachten hinwies, die er nicht besaß. und man sprach in Alexandtien wieder von dem Juden Narcissue und lobte ihn wegen seinere Umsicht, und in seinem Volke pries man seinen Reichtum, denn au b darin hielt es der Verwalter mit den alten Bräuche### des Hauses. Narcissus lobte seine Freigebigkeit.„Gib“, sagte er.„verschwende, schütte aus! Mit ward Kunde von einem Reich, das nicht von dieser Welt ist.“ „Das Reich der Christen,“ lagte der Knecht miß billigend. Er war beschnitteu um seiner Herren willen und eifrig im Gesetz. Narcissus aber lächelte in gütigem Spott, lächelte nach langer Zeit sein erstes Lächeln, „Meines Vaters Reich und das Reich meiner Mutter und der Schwester. Hieße es nicht Gott lästern, wollte ich zweiseln, daß er sie zu seiner Herrlichkeit erhöhte? Ich fluchte ihm. er aber segnete mich mit dem Glauben an den letzten Tag.“ Der Getreue verstand ihn nicht, und als er von anderem reden wollte. nahm Narcissus die Schriftrolle. in der er gelesen, und winkte ihm zu gehen. Und er suchte nach einem Schriftwort von jenem Reich. von dem der christliche Gastfreund in Ostia ihm esagt hatte, daß es geschaut sei in den Gesichtern der ropheten. Und er las des Daniel Verkündung der lebenzig Wochen, die vergehen müßten die zum Erscheinen des Gesalbten, und er zählte und rechnete und erschrak über die vielen Jahre, die schon vergangen waren, seit die Zeiten sich erfüllt hatten. gen erging ein Befehl des Decius, die lItäre der Götter zu schleppen und vor des Kaisers, und wer sich weigere zu opfern, der solle sterden. Und Nercislue mischte sich unter die Menge in den Gerichtshäusern; es verlangte ihn nach Zeugnissen, gewichtigeren ale die Weissagungen der Seher es waren, nach blutbesiegelten Bekenntnissen. Und er wurde irre. Mußten nicht alle zeugen. die an jenes Reich glaubten? Da ward auch Porphyrius vor den Prätor gebracht der Freund seiner ersten Jünglingsjahre, mit dem er in der Akademie des Plotlnus disputiert hatte. Wie hatte der Frühreife. der Schwärmer, es verstanden zu verachten und von sich zu weisen alles, was vom Fleische kam und zum Fleische führte. Auch Handel und Schifffahrt seien nur um des Fleisches willen und nicht Sache derer, die Gott berufen, ewig in seinem Geiste zu le143.— „So reden die Christen,“ hatte Narcissus ihn demals angeschrien. „Dann din ich also ein Christ,“ erwiderte Porphy rius, derselhe, der dem Richter jetzt die Schrift überreichte. in der er bewiesen hatte, daß ein Freund der Philosophie kein Nazarener sein könne Der Richter entließ den Abtrünnigen unter vielen Gutschuldigungen. und Narcissus, nunmehr ganzlin ere an der ihm aufdammernden neuen Erkenntnis. wollte betrübt von dannen gehen, als ein Mann aus der In diesen Tager Christen vor die 2 die Standbilder de Menge hervortrat und den Lästerer zu widerlegen sich erbot. Narcissus erkannte in ihm den Rdetor Julianu## den vor wenigen Jahren noch in Mode stehenden Lehrer der vornehmen Jugend, in dessen Hörsaal auch er einige Male zu Gast gewelen war. Heute bedürfe es keiner Probe seiner Kunst, bedeutete der Richter dem Eiserer. er ei schon zufrieden, seiner Gesinnung sich zu versichern uund wies auf die vor der Bildsäule des Kaisers alim mernde Kohlenpsanne. Aber Julianus ließ die Welh rauchkörner, die man ihm in die Hand zwangte, zu Boden fallen. In diesem Augenblick brach ein Mädchen aus dem Schwarm der Gasser und umklammerte aufschreiend seine Knie. „Ein lieblich Kind hast du, Julianus.“ sagte der Prätor. und winkte. ihm die Schale mit den Körnern noch einmal zu reichen, und als Julianus die Rechte wie segnend auf den Scheitel des Mädchens, nur flehend zum Himmel blickte, zuckte der Prätor, wie in Mitleid mit dem Verblendeten und seiner Tochter, die Schultern und befahl. ihn hinauszuführen. Narcissus aber folgte ihnen, und die Gewißheit, nach der er sich verzehrte, ward ihm auf diesem Todesgang Was der Blutzeuge hineinsprach in das Geschrei der Mädchens, verstand er nicht. Nur die letzten Worte des bereits dem Holzstoß Zugewandten erreichten ihn. „Nun gehe ich zur Krone. und Du fürchtest Dich Laß ab Hero, wir gehen fröhlich hineln!“ Die Henker stießen sie zurück und hörten nicht auf ihre Beteuerungen. ihr Vater zähle zu den Gutgesinnten und des Richters Spruch sei ungerecht. Und Narcissus hielt die Ohnmächtige in den Armen. Der Rhetor Julianus zählte unter die letzten Opfer die zu Alexandrien der Wut des Docius versielen: bald kam die Nachricht. Decius sei im Kampf mit den Zeinden des Reiches umgekommen, und ein Ausatmen ging durch die christlichen Gemeinden: denn. sagte man sich es sei keine Sünde, das Leben zu lieben und seine: Güter sich zu erfreuen. Auch sie kämen sa von Gott. Und auch Narcissus jetzt unter den alerandrinischen Christen der Angesehensten einer verbrachte seine Tage wieder geschäftig wie ehedem, und es mehrte sich sein Reichtum und sein Glück. „Den Erwählten“ nannten sie ihn in der Gemeinde Und wahrlich! Hatte er nicht leiden müssen. Vater Mutter und Schwester hingeben müssen. weil Gott ihn erwählt hatte? Und ihm wurde fröhliche Gewißheit aus seinem Schmerz. wenn er an die Toten dachte die Fltern und die Schwester.... und an Julianus. Wies nicht auch dessen Hingang auf seine Erwählung? Wohl raunte, wenn er im Erinnern an den Gerichtetag den elsenheinernen Leib der bewußtlosen Hero an einer Brust fühlte. eine Stimme. es sei das die Erwählung des Fleisches, und sie komme vom Bösen. Aber eine andere Stimme höhnte darwischen. rede Gatt durch das Fleisch etwa nicht? Und sich selbst scheltend wegen seiner törichten Bedenklichkeit, machte Narcissus sich dann allemal auf nach dem kleinen Hause der Hero. sich dor! um ihre grämliche Mutter zu bemühen und deren Klazen, wie sie es doch schwer hätten, seit Julianus sie im Elend zursckgelassen, durch immer reichlicher gespendete Gaben zum Schweigen zu bringen. Und dazwischen Ktritt er mit den gelehrten Freunden des Hauses. Schülern des Bintzeugen, und solchen die sich der Freundschaft des troßen Lehrers Origines rühmten von dem man erzählte, er habe sich seiner Männlichkeit begeben, um unangefochten vom Weide Gatt zu dienen. Aber der selbe Meister hatte ja auch von der Welt der Sinne ge snrochen, dem Läuterungsfeuer, durch das fir von Ewig keit her aus Gott geborene. von ihm abgefallene Seele hindurch müßte, um zu ihm zurück zu finden. Um solcherlei Weisheit stritt man im Hause der Hero, und manchmal gab es gerötete Köpfe und heisere Stimmen Das Mädchen aver kauerte. während die Gelehrten sich anschrien und sich wohl auch in die Bärte fuhren. in seinem Winkel, die Arme um die hochgeiogenen Kniee. schlätrig blinzelnd. und vergebens suchte Nar cissus. wenn er etwas Kluges gesagt hatte. nach einem ermunternden Blick und einem Zeichen, daß sle ihm beipflichte Es waren aber auch Abende, da sie das Haus vor den eifernden Heißspornen verschlossen, an denen sie nur dem Narcissus euftaten. Dann empfing ihn die mür rische Alte und wies ihn wortlos nach dem oderen Stock werk. unr immer wiederholte sich zwischen ihm und dem Mädchen das Spiel. von dem sie gelesen halten, daß de: Dichter es mit der Geliebten spiele, wenn sie sich hin übergeträumt aus der Glut des Nachmittags in das Dämmern des Abends und in die Kühle der Mondnacht Sanft löste er vom Ruhebett das Haupt der Schlasenden und während er das Nosengewinde darum legte, erwachte sie und hängte sich an seinen Hals. Ihre Augen suchten dabei das Geschenk. mit dem er. während sie ruhte, sein Kommen anzeigte: Das elfenbeinfüßige Tischchen aus Citrusholz, das er dann zu ihr hineinbringen ließ, den Trinkbecher aus Bergkristall oder den in Babylon gestickten Teppich. Einmal hatte er eine fruchtgefüllte Schale aus korinthischer Bronze geschickt. Hero griff nach dem Apsel der odenauf lag. „Was ist das? Solch Obst gedeiht nicht in Aegypten.“ „Es ist aus dem Garten Gottes.“ sagte Narcissus. „Vom Baume der Erkenntnis?" lachte sie und biß hinein. „Koste, wie füß!" Und Narcissus aß. A#ber er wurde nicht sehend. Nur als er dann bei der Mahlzeit, die die Mutter inzwischen aus erlesenen Dingen gerichtet hatte, aus dem Polster lag und Here ihm den Wein herzutrug und das dargereichte Gefäß im neckischen Spiel immer wieder zurückzog, war ihm als kühre eine eisige Hand seinen danach ausgestreckten Aom; aber edenso schnell zerann auch die seinem verschleierten Blick entgegendrohende Gestalt des Julianus. und im Gekicher der Leichtfertigen verhallte das war: nende Wort. Es währte nicht lange, und die weisen Freunde fanden Abend für Abend die Türe des toten Julianus verschlossen, denn Abend für Abend hatte dort Naxcissus. der Gewählte, der Stolz der Alexandrinischen Christen ein Stelldichein mit seinem Mädchen. Und nicht nur dort. Schon lange hatte ihm Hero in den Ohren gelegen. sie wollte sein Haus sehen und die Wunder, die man in der Stadt danon erzählte, sehen. Immer neue Ausreden suchte Nareissus; denn wie konnte er der Genossin seiner Freuden die Halle auftun die seines Vaters Blut getrunken, die den Todesschrei der Mutter und der Schwester gehört! Lie kam uneingeladen. Der Hausderr war in Geschaften fort, und den Nubier machte sie mit einem Lächeln gefügig, daß er ihr helfe, don Tisch dereiton und Lichter und Blumenschmus herrichten. Doch ratlos sah der Heimgekehrte auf den festlichen Empfang.——— „Wie wußte doch Hero den Traurigen zu trösten, den Suchenden zu führen. Ist mir nicht, da sie mich an ihre festliche Tafel zerrt, als reiße sie mich zum Pfuhl?“ Die Schlaue sah seine bösen Gedanken und ging ihm um den Bart mit Schmeicheln und Schmollen und tat weise, als komme auch sie als Schülerin vom großen Lehrer Ortgines. der nichte wisse von Hölle und Verdammnis. und vom Plato. der seine beste Weisheit bei Wein und Gastmahl gespendet habe. Und sie tran! ihm zu und neckte ihn wie sonst, daß die trühen Bilder e#rrannen und er zu schwatzen begann von dem Hause das er wieder auftun wolle nach Art seiner Väter. und von den Großen der Stadt, die darin aus= und eingehen würden. Und Hero klatschte in die Hände, denn sie sah sich gefeiert und gerühmt als des weisen Narcissus Freundin und——— Gattin——— Ach nein! Narcissus, der große Kaufmann, würde eines Tages die Hand nach einer Mitgift ausstrecken, und er würde, wenn er es noch nicht wußte, eines Tages erfahren, daß man MRMMRARETERMEHRERT un Uümentilhinummulsh: 1 Sperrmauer einer Talsperre Von Josef Voh(Buer) Sie bat den Leib von Berg zu Berg gebogen Und sich talein geklemmst, in Murwärtsbrang Und Niedersturz von gleichem Ueberschwang. Und hei voll Gier aus hartem Feisgebein Urelten, dunken Ttotz in sich gesogen. Schon brandei Ewigleit von ihrem Stein. In Duft und Vogelruf war ich versengen Und hörte noch des Woldee Herzschlog gehn De ist vor ihres Alems grobem Wehn, Als mir ihr Steingesicht entgegenschwoll, Der süde Traum verdorrt und säh vergangen. Ich sauchzte auf, des neuen Wunders vo#: Daß diese Meuer, die in einer Racht Als Vision aufstieg em Dimmelsrand. Hinsank in eines Menschen Schöpferhand, Von ihm errechnet und vorausgedacht. Er bei ein Ornament von schienten Bogen Vor idrer Stirn fleglechend bingezogen, Auf bed sie es wwie eine Rette irtige Und ewig demulvonl sich seinem Willen füge. W minch sle. des Märtyrers Julianus Kind, die Hetäre nannte konst aber kam es. wie es wollte. Gelächter und Deusik erfüllte das Haus. und eine edle Gesellschaft schmauste an den Tischen. Pylades, der Wagenlenker. Bathyllus der Kitharöde und Paris. der große. berühmte Panio mime. Undekehrte zumeist, die Gäste des Christen. aber hatte nicht auch der Nazarener mit Heiden gespeist und seine Füße salben lassen von einer Sünderin? (Fortsetzung folgt.) Vom Regen in die Traufe Elwas Naturgeschichtliche: Von Oskar Lendzian=Marl Unsagbarer Weltenschmerz ersatzte mich neulich. Ich par sertig mit der Welt. fertig mit der Menschheit, be sondere mit dein weiblichen Geschlecht. Ich zitierte Karl Reor.„Menschen. Menschen, heuchlerische Kroko dilenbrut„!“. Richts mehr wollte ich von allen wissen Aber de das dumme Heri doch etwas für sich verlangt so flüchtete ich an den Busen der Natur.„Im Wald da ist Liden“ murmelte ich leise. nahm Hut und Wan derstab und pilgerte hinaus in den herrlichen grünen Wald. um dier Entschädigung zu suchen. für das enttäuschte Herz. Als ich den Waldessaum betrat, rauschten mir die knorrigen Eichen, die stolze Buche und die seiden umsponnene Birke ein herzliches Willkommen entgegen und ich fühle mich veranlaßt, eine ebensolche Begrüßung vom Stapel zu lassen: „Ich grüße euch. ihr stolzen Waldesbäume!“ rief ich ihnen zu.„Bei euch ist Kraft und Ehrlichkeit. ihr wiß nichts von Lua. ihr kennt keinen Trug. Aufrecht und ohne Falsch steht ihr de. An euch, ihr starken, soll mein geknicktes Herz sich wieder aufrichten.“ Eine verlegene Pause entstand in dem stolzen Rau schen und etwae verwundert ob dieser olönlichen Verlegenheit schaue ich sie mißtrauisch an.— Da schlägt ein dünnes Stimmchen an mein Oohr: „Hihldi.“ kicherte es aus unsicht barem Munde.„Ehre wem Ehre gedührt. Wäre ich nicht da, das wässerige fardlose und unsichtdare Pilzgeslecht, das dem verrottenden Laube die Nährstoffe entzieht und sie den großen stolzen Bäumen übermittelt, dann ware es schlecht bestellt um deine stolzen Waldesdäume. Hungrig und mager, klein und krumm würden sie vor dir stehen. Ich bitte alse. de mir diese hohen Bäume soviel verdanken. auch meine Wenigkeit in der Begrüßungsrede zu er wähnen, denn:„Ehre, wem Ehre gedührt". schloß er gekränkt. Mit verwurfsvollem Bsick mustere ich die hohen Bäume, deren Wipfel verlegen im Schein der Abend sonne erröten und wende ihnen verächtlich den Rücken Auch hier Lua und Betrug! So muß ich denn etwaanderes für meln sehnendes Herz suchen. Da ich mi den Großen so üdle Erfahrungen gemacht habe, versuche ich es mal mit den Kleinen. Da z. B. der Aronstab, der neben dem herrliche Streußzfarn steht. Er in gewiß ohne Falsch, denn die dunkelpurperne Bracht der Blütentraube läßzt jeden Schwindel ausgeschlossen erscheinen. Ich lege mich der Länge nach in den fildernen Epheuteopich, um dieses selisame Kraut des Waldes recht nahe in Augenschein zu nehmen. Plötzlich gibt es in einer der Biüten einen Mords als wäre in einer Wietschaft eine solenne Keilere ausgebrochen. Gleich darauf erscheint an dem oberen Rande der trichterförmig sich nach unten verengenden BIüte, der dicke Kopf eines kleinen Kälers, der prustend und schnaubend die steile Billienwand heraufgskrabbe!! lommt. „De eine Gemeinheit“, schnaubis er wütend.„Ein ganz elander Gauner int dieser Azonstad! Ladet uns da zu einem soliden Freitrunk in seiner gemütlichen. pupurnen Wirtsstude; und hat man des Guten etwas zu viel genossen und will nach Hause zu Weib und Kind. da versperrt er einem den Ausgang durch lauter solch niederträchtige Borsten. von denen man beim Hineingehen garnichts gemerkt hat. War das ein Getrample und Gesluche in der engen Bude! Freiheitsberaubung st das! Eine Gemeinheit, die nach dem Staatsanwalt schreit! Na. ich bin nur froh, daß ich glücklich heraus bin. und will nun eilen heimzukommen. Frau und Kinder werden durch mein langes Ausbleiben schon bennruhigt sein und eine schöne Gardinenpredigt wird es absetzen.“ Eilig kletterte er hinab und bald war er in dem Gewirt des Waldbodens verschwunden. Das helle Blut steigt dem Aronstabe bei dieser Anschuldigung ins Gesicht so daß er jetzt glüht wie eine Bessemer Stahldirne. Und verlegen die protzigen Blätter hin und her schlenkernd gesteht er zögernd. daß er das Getrampele der angeheiterten Gäste zur Befruchtung seiner Blüten benötige. Ist diese mit Hilfe der luchenden Gäste durchgeführt, dann fallen die den Weg versperrenden Vorsten, die wie die Stacheln in einer Nausefalle nach unten zeigen, ab. und der Weg in die Freiheit ist offen. Erst aber müssen die Göste arbeiten. d. h. durch ihr Getrampele und Taumeln die Blüte befruchten. Also der Nötigung, der quallfizierten Nötigung machst du dich schuldig. du heuchlerischer Aronstab! Fort mit dir. hinaus aus meinem Herzen, du salscher Geselle! Nicht mehr ansehen will ich dich, ich suche mir andere Freunde. Da lobe ich mir hier den Kuhwachtelweizen. Mit einen gelben Blüten und den himmelblauen Deckblättern darüber steht er so ehrlich und vertrauenerweckend aus, daß ich hoffen darf, es läßt sich besser mit ihm umgehen. Aber wer schon mit der Ehrlichkeit protzt. dem ist in der Regel garnscht zu trauen. Und richtig entpuppt er sich auch bald als ein ganz gefährlicher Schwindelmeier, der mit Schwindelplakaten und und Vorspiegelungen salscher Tatsachen arbeitet. Denn warum hat er die Deckblätter seiner Blüten, die von Rechts= und den Naturgesetzen wegen doch grün sein sollten, so blau jefärbt? Doch nur. um solche Bienen anzulocken, die an 5laue Blüten fliegen. Dabei sind seine gelb wie Butter. Nee. alter Freund. auch du kannst mir gestohlen werden! Für solche Bekanntschaften danke ich. Hier der Osterluzei und dem Pseisenstrauche würdige ich erst gar keines Blickes, denn ihre Blüten handeln genau so hinterlistig, wie die des Aronstades. Langsam schlendere ich weiter und denke über die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen und die der Pflanzenwelt im Besonderen nach. Aber als ich am Schlusse meines Nachdenkens den Vergleich zwischen den Kindern der Flora und den Menschen ziehe, fällt er immer noch zu Gunsten der ersteren aus. Wird auch hier mancher kleine Geschäftskniff und manch kleine Betrügerei angewandt. so vermisse ich zwei ganz gefährliche Subsekte unter ihnen, und zwar den Mörder und den Wucherer. Diese Tatsache erfreute mich so. daß ein zehnfach widerhallender Juchzer über meine Lippen quillt. Aber nicht zu früh gesubell, alter Knabe: denn dort die Nesselseide, die mit wirrem. rosenrotem Geranke die Brennestel umgarnt. Is ein Wucherer übelsler Sorte. Erst keim: sie ganz bescheiden, wie jede anständige Pflonze zu Füßen der Nessel. Dann rankt sie daran empor, heftet sich mit vielen Saugnäpsen fest und gibt ihren Zusammenhang mit dem Erdboden auf. Nun lebt sie ganz und gar von der fleißigen Nessel. die ganz verwunderte Augen macht, daß ihre Brennhaare in diesem Falle garnicht wirken, um den ungebelenen Gast vom Leide zu halten. Weiter, nur weiter, der Quellschlucht unten zu. In der Nähe des spiegelblanken Walddächleins kann keine Schlechtigkeit gedeihen. kein Unheil lauern. Aber hier finde ich erst den richtigen. den Schuppenwurz Ein ganz gefährlicher Schmarotzer und Mörder In einer Person. Erst zwingt er die Haselstrauchwurzel sie dick und fett zu füttern. und dann lockt er auch noch mit irgend einer Tunke allerlei harmloses Getter an seine schuppigen Wurzeln und frißt sie einsach auf. Und das Feldkraut dort auf der Wiese ist auch ein Mörder. Mit seinen Gummiarabicum=Blättern, die aussehen, als gäbe es dort ganz was Besonderes zum Schmausen, lockt er allerlei Insekten an. Ist eins so dumm und setzt sich drauf. so bleidt es unweigerlich kleben und wird bei lebendigem Leide verdaut. Also Mord gepaart mit Grausamkeit!— Berr.— mir läuft ein eiskalter Schauer über den Rücken und ich mache, daß ich weiter komme. Aber hier scheine ich ins richtige Mörderviertel hineingeraten zu sein. Denn dort stehen unjählige Pechnelken, an deren Beinringen sich halbtote Ameisen zu Tode zappeln. und hier murkst das Geisblatt kaltlächelnd eine junge Buche ab. Nicht mehr ansehen kann ich das! Also die Beine lang, eine Wendung nach rechts, zwei nach links und dann geradeaus, damit ich aus dem be rüchtigten Viertel herauskomme. Aber wo ich auch hineile. Schwindel überall. Da hängt der Ephen schwer an der knorrigen Eiche und schwindelt die anderen Sträucher vor. wenn er nicht die Eiche festhielte, wäre sie längst umgefallen. Ist sowas wohl erlaubt? Allmählich ringt sich in mir die Erkenntnis durch, daß ich aus dem Regen in die Traufe geraten din. Mit den Menschen bin ich fertig die Kinder der Flora sind mir auch verleidet,— was iun? Ich lege den rechten Zeigefinger an die Nasenwurzel und denke: Hm“— und dann breite ich die Arme aus und ruse:„Kommt her ihr Menschen.— auch die weiblschen Geschlechts—, kommt her ihr Kinder der Flora. wir wollen uns wieder vertragen....“ WEERMMISUEHDGEER Ruman 6na. In mm nmmie gumm zse enzunmrnzame mnnmmmnmr tznmtisnm mmmrr, anmzgmmmma I.,. rane 22 ner gemütlichen. Guten etwas= zu Weib und na durch lauter## man beim Hin. ein Getrample heitsberaubung Staatsanwalt glücklich heraus en. Frau und= leiben schon be= enpredigt wird nd bald war er punden. bei dieser Anglüht wie eine protzigen Blät. ögernd, daß er e zur Befruchmit Hilfe der n die den Weg icheln in einer der Weg in die Gäste arbeiten. die Blüte derten Nötigung lronstab! Fort## alscher Geselle! he mir andere# = lweizen. Mit auen Deckblät. rauenerweckend besser mit ihm protzt, dem ist schtig entpuppt der Schwindel. ind Vorspiege. n warum hat n R e c h t s= u n d# ollten, so blau ulocken, die an S lb wie Butter. gestohlen werauche würdige lüten handeln abes. 8 enke über die und die der als ich am zwischen den siehe, fällt er Wird auch ich kleine Be= ganz gefähr. Mörder und ein zehnfach quillt. de: denn dort Geranke die ker Sorte. e anständige it sie daran fest und gibt aus. Nun— ssel. die ganz ennhaare in belenen Gast = u. Ja 88 kann keine n Schuppen. und Mörden dick und fett irgend einer schuppigen is Feldkraut Mit seinen Is gäbe es ockt er allerst sich drauf. bei lebendi1 Grausam= chauer über mme. viertel hinblige GechAmeisen zu kaltlächelnd nn ich das! rechts, zwei us dem beverall. Da Eiche und n er nicht len. Ist tnis durch, en din.— der Flora asenwurzel Arme aus die. weibder Flora. K die berühmte lestein mußte auf XO HIG. pro Stück erhöbt werden. Dafür rauchen Sie die bekannte gute No. 5 aus edelsten Orientiabalen. P- g I Alihahn Ab I. Hpril spielt Breithofer wieder im Destischen Hof! Mand-hri, ee gg f Undbertroffen sind die Sensationen in SIRNER A.-G·KARLSRUNE-GRUNIKF Kaufe zu bohen preisen altes Gold und Silber Sowie alte Goldv. Illdermänzen Uninainh Enano Rewrich Evers, Juwelier, Gold= u. Silberschmied, Buer i. Westfalen, Marienstraße 12 Ladenfokat in guter Geschäftslage in Buer, sofort oder sockter zu mieten gesucht.— Angebote unter B. 3. an die Geschäftsstelle d. Zeitung. Kaufe Schafe, Ziegen, auch zum Schlachten, sowie sämtliche Felle A. Heß, Resse, Cwaldstr. 42. Bekanntmachung. Wir empfehlen unseren Mitgliedern, falls sie bei den Mietern infolge der neuen Mietzinssteigerung auf Schwierigkeiten stoßen, unverzüglich beim hiesigen Mieteinigungsamt einen Antrag auf Genehmigung zur Kündigung des Mietverhältnisses, zum Zwecke einer Mietzinssteigerung auf Grund des Erlasses des Wohlfahrtsministers vom 15. Februar 1922, zu stellen. Haus= u. Grundbesitzer=Vereis Buer i. W. Ab I. April Spietd Breithofer wieder im Oestischen Hof! # Wohnhaus in Buer=Mitte zu kaufen gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle der Buerschen Zeitung. 2. Jeil: Im Rampfe gegen List und Verderben Sensations-Abenteuer in fünf Akten. Evangelischer Volksbundabend am Sonntag, den 2. April 1922, abends 6 Uhr, in der Aula des Städt. Lyzeums Vorspruch Musik Gesang Durch Liebe eriöst! Drama in fün Akten nach dem gleich. namigen Roman von Courihs Mahler 20000 Mteilen unter See! Großer Abenteurerülm in sieben Akten Vortrag: Die Bedeutung derevgl Arbeitervereine in sozialer und kirchlicher Hinsicht (Pfarrer Arndt, Recklinghausen) Alle guten Geister Ein kleines Festspiel von der evangelischen Kirche von Friedrich Hindenlang. Eintritt 5 Mark Eintritt 5 Mark * 777.1117 Hierzu ladet ein Der Vorsland Varleié Buersche Tonhalle lieute Freitag, den 31. Illärz Groder Abschieds-AuSamstag, den I. April Neues Künstler-Personal!! Sämtl. Künstler sind noch nie in Buar gewesen. Anfang 7 Uhr. K. Stoffregen. Danksagung. Für die überaus innige Hntelinahma beim tinscheiden meiner lieben Battin, unserer guten Illutter, sowie für die schönen Kranzspenden und die zahlreiche, ehrende Beglettung zur leizten Ruhestätte, sprechen mir dem Ilutterverein St. Ludgeei und allen Teilnehmern unsern herzlichsten Dank auf. Relar. Timmermann und Kinder. Buer=Scholven. Heute nachmittag 3—5½ Uhr findet die Ausgabe von Brot= und Milchkarten in den Volksschulen statt. Der Magisirat. auiumntrenti Luinminenatinng in großer Auswahl, gute Qualitäten, zu billigen Preisen, auch geg. Tellzahlung, nur im Westfäl. Möbelhaus. Inh.: M. Zwecher, Buer, Essener Straße 45. Als Einlage: Hallo,„dief euerwrehr Zum Totlachen. 1. Schulgeldsätze der höheren Lehranstalten. Die städtischen Körperschaften haben beschlossen. de Schulgeldsätze an den hiesigen höheren Lehrinstalten vom 1. April d. J. ab für einheimische ind auswärtige Schüler wie folgt zu erhöhen: a) für das 1. Kind 1000 Mark b) für das 2. Kind 800 Mark c) für das 3. Kind 600 Mark d) für das 4. und die folgenden Kinder je 400 Mark Buer i. W., den 30. März 1922. . r HT EMDM A M H M O Ab I. April spielt Mnmmemhnmmnnitinntienntnsinmtsmant reinigt und färbt als Spezialilät Färberel Malorny Marienstraße 13, Essener Stroße 85 Buer-Erle, Bismarckstraße 121 ge Dr. med.Tlager eu# Spezialarzt für Homöopathie * bladbeck, Karlstraße 15, Telefon 7715 * Innore und nervöse Erhrankungen. IIloderne; = Blutreinigungskuren. Beschlechtsleiden usm.: Elektrotherapie und bichtbahandlung * Sprechzeit 9—12, 3—6 Uhr. Sonntags 10—12 Uhr S iunumummmmmmmnumme Tüchtiges nach auswärts gesucht. Näheres in der Geschäftestelle dies. Zeitg. Ich suche per sofort oder 15. April für meinen Haushalt von 8 Perionen(Einamilienhaus) ein im Kochen und aller Hausarbeit erfahrenes, vertrauenswürdiges bei hohem Lohn und guter Behandlung. Frau vaul Bünger, Barmen, U.=Lichtenplatzerstraße 83. Die höchsten Preise zahlt für altes Gold u. Silber alte Taschenuhren und Münzen Fr. Schufte=Vogelheim: Buer Uhren und Goldwaren, Esfener Straße 72. Breithofer wieder im Destischen Hof! werdet nur altbewährte auch der echte, aud frisc sausmittel an. Zu diesem zähl! en Wachholderbeeren hergestellte Schwarzwälder Wachholder=Saft Vermöge seiner lösenden, blutreinigenden, speziell Unreinigkeiten, ausscheidenden Eigenschaften leistet er bei schlechter Verdauung, Verstopfung, Blutandrang nach dem Kopf. Rheumatismus, Ischias, Blasen= u. Nierenleiden, große Dienste. Mit mein. Siegelmarte verschle ss allein echt zu haben in Zuer=Mitte bei Drogerie Nolde, wagen= u. Hochstr.=Ecke Küchen=Büfett und ein gebrauchter Küchenberd billig zu verkaufen. Buer, Hochstraße 31, 8 Treppen, links. Wohnhaus mit 20 Zimmern in BuerMitte sofort zu verkaufen. Näberes in der Geschäftsstelle dieser Zeitung Karre Dünger zu verkaufen. Buer, Gertrudstr.#8. Gut erhaltenes Fahrrad bi#ig zu verkaufen. Erle, Engernstraße 9, 1. S Sohn achtbarer Eltern, welcher Lust zur Kunst= und Bauglaserei hat, wird noch als Lehrling engestei!. u. Glasmalerei, Buer, Lindenstraße 10. Hlleiomädehen im Haushalt von 3 Personen, welches mit all. Dausarbeiten vertraut ist und kochen kann, Wäsche außer dem Hause, bei guter Behandlung und hohem Lohn nach Pustelders per ofort oder bald gesucht Frau van den birtz, Düsseldorf, Markenstr. 26. Mädchen von 16 bis 18 Jahren für halbe Tage gesucht. Bwe. Joh. Die, Buer, Albertstraße 24. Größeres Schwein /2 zum Weiterfüttern gu verk. Gemeindegasthaus Winier, Proveres, ehrliches Mädchen Sohn achtberer Eltern, der ein Jahr die PrivatHandelsschule besucht hat, sucht Stellung auf einem Büco. Angebete unt. B S 6033 an die Geschäftsst. d. Zig. Zwei anständige Leute erhalten Schlafstelle in Buer= Hassel. Näheres in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Zwei anständige Leute Freundlich möbl. Zimmer möglichs mit Pension von ungem Heern in B.=Mitte sofort gesucht. Gefl. Ang. unter d. S. 100 an die Buersche Zeitung. Zwei junge Dame#suchen ein möbl. mögl. bei einer alleinstehenden Dame. Angeb. unt. B 36032 an die Geschäftsst. d. Ztg. Möbl. Zimmer gesucht. Rerstdelt, Buar, Spezialhaus für HerrenGarderobe. Kost u. Logis in Buer=Hassel. Näheres in der Geschäftsstelle d. Ztg. Junger Mann erhält Schlafstelle eotl. mit Mittagessen. Karl Holder, Buer. Ostfalenstr. 49. Zwei anständige Leute erhalten Mittagstisch und Schlajgelegenheit in Buer=Beckhausen. Näheres in der Geschäftsstelle dieser Zeitung. Kinderwagen PromenadenWagen Sporinagen Kaslenwagen in best. Ausführung, aut la. Fabrikat, zu alten Preisen verkauft gegen bar und Tellzahlung Teleion 74. Sonntag auf dem Marktplatze in Buer=Erle eine dür mit Rette verloren. Eingravierung: M. Bahr. Wiederbringer erhalt Se. lohnung. Abzugeben Erle, Manusstraße 21. Ab I. April spielt Breithofer wieder in Destischen Hof! Nummer 70 den 31. Theater in der Ssener Straße (Direit on Redlich) heute(Freitag) geschlossen. den 2. Arü, abends 8 Abr Zum letzten Male: Was werden die Leuts sagen? Großer Lacherfolg! Jugenlose(also behnbare) in Doudie. Charuter ulm. in 33der, 385ei und 750er Geid. Nur mod Muster. Bisige Preise. Gravieren gratis. Albert Hünebeck, Essen, Gradenstraße 106 (am Biehofer Plaz). NB. Firma und Hausnummer beadten. auf Teilzahlung. Verlangen Sie Preisliste. Besttscher NähmaschinenVertried Zeind!& Co., Beckhausen(an der kathol. Kirche). Teleson 1322. Ein Wagaon stangen angekommen. Für Wiederverkäufer Vorzugspreise. B. Schlegel& Co. G.m d. ö., Holz= und Baumaterialien, Lager Auer=Nord und Geld zurück demienigen der mir nachweist, daß maMittel gegen Hasrous#al. dünnes u. gesp l“eneo Hag. bei Ge unden und Krank= bei Grivve u. Schnerinne nicht hilft! In4 Wochenes Haar Teusend Dankschreit Flasche per Nachnadm:„— Mark. Vor in sendung 25.— Postanweisun: Postschec= konto Berlin 60 351. p. Vollb, Berlin Waidmannslu#. Patenifähige Idee Diese Ware ist in einen von meinen Schaufenstern ausgelegt zur Ausbeulung gesucht Erfinder werden un Adressenangabe gereten Ingenteur Oedenhölter. Düsselderf. Verrisgersir 92 Bekanntnachung! Durch günstigen Einkauf sind wir in der Lage, dem kaufenden Publikum in obigen Artikeln einen besonderen billigen Einkauf zu bieten. Benutzen Sie die Gelegenheit. Der Betrieb der Autobut inie Westervolt=Buer=Slad. deck wird am 1. April 1922 eingestellt. Für nicht ausgenutl Fahrten noch über der 81. März 1922 hinaus aul tiger Ermäßigungskarten leisten wir auf Antra; Rückvergütung. Herten l. W., 29. Märr 1921 Bestiiche Kleindahnen Gesstweeich Heute(Freitag) nachmitt. 8 Uhr Verkauf von minderwertinem Rindfleisch auf der Freibank. Die Schlachtdolverwaltung. Telefon 1382 Essener Str. 23 Scecn Lichtspiete Gegen Kaarschwund hilft schnell und sicher Crescrinella auch bei wenig Wurzein Proverie Krietemeyer Ab 31. März und folgende Tage Ein an Abwechselung reiches u. ganz hervorragendes Programm bieten wir Ihnen. Hpollollheater Solce Buer i. 4D. Brausende Beifallstürme Urkundenfälscher Amerikanisch. Episodenfilm in 35 Hkten II Zeitbild aus der napoleonischen Fremndherrschaft in 5 Hkten. In der Hauptrolle Karl Ruen „Jehann Bapliste Liagz“ hat überall grösstes Aufschen erregt, wurde Jedech im besetzten Geblet von den Franzesen verbeten III Die größte Seeschlacht des Weltkrieges, rhaupt d überhaupt der Weltgeschichte. Hn Hand der Aufzeichnungen des großen Hdmiralstabes zeigt der Film auf brund von „in Original-Gefechtsaufnahmen wie sie wirklich ausgelauten ist. Kein Propaganda- Film! Schenswert für alle, besonders für ehemalige Angehörige der Kriegsmarins. 3::: 22 hat Stoff? Anzüge. Covercoats und xXA M. Schlüpfer, garalit, guter Sitz und Verardeitung. von 390 an. W. F. Leugen. ier Leapven 919. direkt an der Straßendahnhaltestelle Linie durchdröhnen„Das Moderne“ bei den unnachahmlichen Bravourleistungen des Riesen Golialh Armstrong (Elmo Lincoln) in Zeinem großen Film Großer Sensallons-Film In 6 Eplsoden, beillelt: 1. Die flammende Scheibe 2. Unter den Krallen des Löwen 3. Die treibende Mine 4. Vor den Toren der Hölle S. Das Gespenst der Wüste 6. Unheimliche Mächte □ II. Wellere Derblelung: mit Sascha Cura 6 Akle Die Direktion. M „Fstr. Wanzen beseitigen Sie in(FGoIda 1“970 und zufrieden½ Styne. uu GGoldg Mlt üeber * Stündein(vom fatn derges. foig werden Sie Launen Verlangen Sie nur Eckolda beim Friseur H. Gastrich, Essener Str. 29. Kaufe kompl. sowie einzelne Herde, Oesen usw. und zahle die böchsten Tagespreise. Weidenseld, Buer, Essener Straße 47. Pes Seitung Loten we 1 arf a11“ 0 D#a., ut auser cheinen an der etwa bewillig Amtliches Montag:„D und Garte Diese Nu 4 Mt. Sämtlich — Berlin, 31. ausschuß des R aus, daß die bedarf infolge v Rechnungsjahre Mehrertrag ene nissen aufbringe mehrfaches Mill ware die Fernbi entsprechend all ren, damit eine liarde Mark he ben in Verfolg hungen ergebe von 1½ Milliar zu können, müss auf 3 Mark auf men wäre die S fur das Wort zu Dr. Wir Als# § Berlin, 30 Heute vormittag unter Vorsitz der Zusammensetzun beschäftigte. Di lanzler Dr. W werden sich befi nan Reichsfin schaftsminister e arbeilsministeri muß. Der Del beiegesellt sein: sekretär Emme Dr. Rathenau nister Schmidt 3 Hermes mahrich Reicheverkehram Stieler vertr Maltzahn vo nung angehören beschränkt wer! Beamie nachge ständigenbeirat Finanzen, Landterfragen: auch brei Mitglieder Regierung und zwar durch rium Staaterat Baycrischen Vol nennung der M zu erwarten. 100 Die Leistun Das Ver seit kurgem die soeben: schen Stils Dame heißt sich rund 1# Diebstahl e von Doll ren hatte## aber bald st Vater zweie Dame selbst Automobild war ebenso nächst einen um zunächst wünschte. solange um das für ein Kleidung m lomobilbesit dem sie sich zanze Weil lebhaft an Lages kam Bande Dor die noch ni fängnis ist der Unterr# mobilen au schon ein Dorothy ha „Jetzt habe S e.#1. hatte ein Schwe war damit nach fürlich in ein a“. st jegt hier in#