W Herner Druck u. Verlag: Koetbers& Röttsches, Herne, Bedelstr. 8 neden der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis da bnonatl. Mk. 1.08, monatl. Mk. 2.15, frei ins Haus gebracht. Postscheck konto: Dortmund 1907. 2 Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Di. Leo Reiners, ür den Anzeigen- u. Reklametait: Carl Bartels in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger Gerther Anzeiger Kostenlose Unfalluntersützung von Mk. 250.— bei tödlichem Berussunsall noch Maß gabe besonberer Bedingungen, die in unserer Orschaftsstelle erhältlich##nd. Anzeigenpreiso. 1 min Raumdobe lokal 7 Pfg., auswarts 8 Pfa., Arbeite und Wohnungsmarkt 5 Pfa. 1 mm Raumhöhe, im Reklamsteil 30 Psg. auf die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassalkonto wird dei Konkunon und gerichtlicher Klage hinsallig. Jernsprech= Auschluß: Sammel=Nummar 325417 Telegramm-Adresse. Anzeiger Herne. Nr. 43(Erstes Blatt) Samstag, den 20. Februar 1932 27. Jahrgang Im Tagesspiegel Daß eine der wichtigsten deutschen Wirtschaftsausgaben die grundstützende und umfassende Bereinigung und Reorganisation des deutschen Bank= und Kreditwesens sein müsse, wurde nach der Julikrise des vorigen Jahres sehr rasch deutlich. Daß die öffentliche Hand die Bewältigung dieser Aufgobe übernehmen müsse. wurde gleichfalls sehr bald als selbstverständlich hingenommen. Ungeklärt und heiß umstritten blieb nur die Frage, welche Folgerungen sich aus diesem Einsoringen des Reichs für die mächtigsten Faktoren der Privatwirtschaft ergeben würden. Diese Frage ist auch heute noch nicht geklärt, wo man bereits mitten in der Arbeit und die Reichsregierung offenbar von der Absicht geleitet ist. dem Reichstag bei seinem Zusammentritt am 23. Februar über den grundsätzlichen Abschluß der Bankenbereinigung berichten zu können. Der ganze Kompler läßt sich aufteilen in zwei Grundragen: die Frage der Bedingungen, unter denen das Reich die für die Wiederherstellung der nollen Funktionssähigkeit der Banken erfordetlichen Mittel bereitstellt und andererseits die Frage nach den Rechten, die dem Reich daraus in Zukunft zustehen sollen. Die erste Frage dürfte in den kammenden Tagen endgültig geklärt werden, ist im Grunde schon heute weitgebend geklärt. Es kann nicht mehr daran gezweiselt werden, daß auf Grund des von der Dreimännerkommission ausgearbeiteten Bilanzbereinigungsichemas in den auf die Tage vor dem Reichstagszusammentritt einberufenen oder in Aussicht genommenen Aufsichtsratssitzungen eine entsprechende Zusammenlegung mit nachfolgender Neuauffüllung der Kavitalien beschlossen werden wird. Dazu tritt die Vereinfachung des ganzen Systems durch die in den letzten Tagen schon vielsach besprochenen gusionen. die zwar noch nicht endgültig und im einzelnen beschlossene Sache sind, an deren Zustandekommen aber gleichfalls nicht mehr zu zweiseln ist. Die Phosiognomie des deutschen Bankgewerbes wird dadurch eine entscheidende und wenn auch nicht gerade erfreuliche, so doch unerläßliche Veränderung erfahren, zumal offenbar die umfangreichen und kostspieligen Filialnetze der verschiedenen Großbanken organisch ausgeteilt resp. liquidiert werden, womit ein sehr bedeutsamer Unkostensaktor verschwinden dürfte. Die Beurteilung der finanz= und fusionstechnischen Maßnahmen im einzelnen wird erst möglich sein, wenn— voraussichtlich Anfang der kommenden Woche— mindestens erst einmal die Berliner Großbanken ihre Bilanzsitzungen hinter sich haben. wobei zur Kennzeichnung der Lage nur erwähnt sein mag, daß man der Danatbank die Aufstellung einer Bilanz des Krisenjahres ersparen zu wollen scheint. Wesentlicher ist für die Oefientlichkeit die Beantwortung der Frage, was nun weiter geschehen wird. wenn zissern= und bilanzmäßig die Reorganisation des Großbankeniystems vollzogen sein wird. Es entzieht sich vorläufig noch der Beutteilung, wie boch die Summen sein werden, die Reich resp. Reichsbank(auf dem Wege über die Golddiskontbank) den Banken nach der Zusammenlegung werden zuführen müssen, um das neugeschaffene Gebilde aktionsfähig zu machen. Man wird sie wohl auf etwa eine halbe Milliarde MKark bezissern müssen, eine Leistung also, mit der letzten Endes der Steuerzahler belastet wird, abgesehen ivon, daß ja der vorzunehmende Kavitalschnitt auch schon in erbeblichem Umsange ein schmerzliches Opfer für einen immerhin nicht allzu eng begrenzten Kreis von Steuerzahlern. nämlich für die Aktionäre, bedeutet. Es scheint sich daraus als einsache Selbstverständlichkeit die Forderung nach entsprechender Ausdehnung der ösfentlichen Kontrolle der Banken und des Einflusses der öffentlichen Hand auf die Geschäftsführung der Banken zu ergeben. Würde diese Forderung von elen Beteiligten anerkannt und praktisch durchgesetzt werden. so ergäbe sich daraus zwangsläufig ein Kurs, der schließlich auf die vollige Verstaatlichung der gelamten Kreditwirtschaft hinauslaufen würde. Man mag zu diesen Forderungen stehen wie man will — und es gibt in der Tat verschiedene Standpunkte, die sich rechtfertigen lassen; zuzugeben ist, daß allzu tiefgreisende und plötzliche Veränderungen in der Handhabung des Bankensystems im gegenwärtigen Augenblick Gefahren im Gefolge haben könnten, durch die unter Umständen die Herkulesarbeit der Reorganisation des deutschen Bankwesens gefährdet würde. Entscheiden de Aufgade ist und bleibt zunächst die Wiederberstellung der Funktionsjähigkeit der Banken. Ist diese Aufgabe bewältigt und ist wieder der belebende Kontakt zwischen Kreditwirtschaft und Produktionswirtschaft geschaffen, lo wird man ins Auge fassen können, was der Staat und die Oeffentlichkeit an Rechten über das von ihnen wieder aufgebaute Gebilde beansoruchen können, ohnc die Früchte der geleisteten Arbeit zu gefährden. * Die Ueberreichung der deutschen Abrüstungsvorschläge in Gent bedeutet den Eintritt in ein Stadium der Diskussion, wo sich die Dinge klären müssen. Eo wird vor diesen Vorschlägen, die im einzelnen noch nicht erchöpsend sind— weder sein konnten noch sein sollten— ein Ausweichen und kein Täuschungsmandver mehr moglich sein. Das muß umio entKriegserklärung an China? Japans Altimatum abgelehnt Die große Schlacht hat begonnen 7 Völkerbund auf den 3. März einberufen □ Schanghai, 19. Februar 1932 Das javanische Ultimatum. die chinesischen Truppen aus dem Gebiet von Schanghai zurückzuziehen, ist von dem Kommandierenden der 19. chinesischen Armee abgelehnt worden. Die Kämpfe haben wieder begonnen. Die javanischen Truppen haben nach schwerem Artillerieund Maschinengewehrfeuer den großen Angriff auf Schapei und Wusung eingeleitet. Javanische Flugzeuge haben wieder Schapei und Wusung mit Bomben belegt. Die Chinesen leisten kräftigen Widerstand. Wie aus Nanking berichtet wird. tressen dort ununterbrochen neue Truppenzuge aus Nordchina ein. Die Zeitungsberichterstatter in Ranking sind angewiesen worden. keinerlei Berichte über die Truppenbewegungen und Munitionstransvorte zu geben. In neutralen Kreisen der internationalen Niederlassung wird die Stärke der zur Zeit im Gebiet von Schanghai befindlichen chinesischen Truppen auf etwa 100000 Mann geschätzt. Es sollen auch neue Divisionen. die mit Flugabwehrgeschützen ausgerüstet sind, eingetroffen sein. Die javanischen Truppen werden auf 18000 Mann geschätzt. 2 Tokio, 19. Februar 1932. In der Kabinettssitzung am Freitag erstattete de: Kriegsminister Bericht über die Lage in Schanghai, die immer ernstere Formen annehme, da die 19. chinesiiche Armee in Schanghai dauernd durch große Trupvenzuzüge unter dem Oberbesehl Tschiangkaischete verstarkt werde. Die Rabinettsmitglieder kamen. wie verlautet, überein, ihr äußerstes zu tun, um eine Verschlechterung der Lage, die möglicherweise eine Kriegserklärung nötig mache, zu verhüten. Erregte Ratssitzung □ Genf. 19. Febr. 1932. Der Völkervundsrat ist heute nachmittag zusammengetreten, um sich auf Antrag Chinas mit dem oftasiatischen Konflikt zu beschäftigen. Die Sitzung begann mit der Mitteilung des Ratspräsidenten Paul Boncour. daß der Völkerbundsrat auf Grund des chinesischen Antrages nunmehr zur Einberufung der Vollversammlung des Völkerbundes schreiten müsse. Der chinesische Gesandte Den gab in größter Erregung eine kurze Erklärung ab. Er teilte mit, daß der bisherige Kriegszustand in Schangbar jetzt den Charakter eines offenen Krieges gewonnen habe. Das javanische Oberkommando habe 40000 Mann in Schanghai gelandet, die mit Giftgasbomben und Dum=Dum=Geschossen ausgerüstet vorgingen. Die Lage sei völlig unhaltbar. Die chinesische Regierung habe sich daher entschlossen. den Völkerbundsrat zum sofortigen Zusammentritt zu ersuchen, um unverzüglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Man müsse sonst damit rechnen, daß ein surchtbares Blutbad in den nächsten Tagen stattfinde. Der japanische Botschafter Sato protestierte gegen die Behauptung der chinesischen Regierung. daß die javanischen Trupven Giftgasbomben verwendeten. Die japanischen Trupven besäßen lediglie## Rauchbomben, die Verschleierungszwecken dienen. Der Völkerbundsvakt könne nur bei einem Konflikt zwischen zivilisierten Staaterk in Frage kommen. China befinde sich seit zehn Jahren in dem Zustand eines fortgesetzten Bürgerkrieges. vollständiger Unordnung und der Auflösung. Daher seien diejenigen Staaten, die die entscheidenden Interessen in China hätten. gezwungen gewesen, zu außerordentlichen Maßnahmen überzugehen. Niemand könne den Schutz der japanischen Interessen Japan abnehmen. Der japanische Botschafter erklärte sodann, er habe dem Völkerbundsrat eine bedeutsame Mitteilung zu machen: Die Unabhängigkeit der Mandschurei sei soeben ausgerusen worden. Javan habe allzu weitgehende Interessen in der Mandschurei und habe allzu sehr durch das Vorgehen der chinesischen Gouverneure gelitten. als daß es nicht eine Bewegung mit Symvathie begrüßen könne. die den Schutz und die friedliche Entwicklung für japanische Interessen in der Mandschurei sichere. Die japanische Regierung unterstütze daher die Unabhängigkeitsbewegung in der Mandschurei. Wenn China sväter einmal eine normale Zentralregierung habe. so sei die javanische Regierung bereit, sich mit China über das endgültge Schicksal der Mandschurei zu verständigen Japan verfolge keinerlei territoriale Absichten in der Mandschurei und wolle sich nur die Mandschurei als Tätiakeitsfeld für seine überschüssige Bevölkerung und für seine wirtschaftliche Entwicklung sichern. Wie komme es, daß der Volkerbundsrat bieher nie dagegen protestiert habe, daß die Mongolei von der Karte Chinas verschwunden sei und von einem anderen Staate annektiert wurde? Die japanische Regierung sei bereit, ihre Truppen aus der Mandschurei zurückzuziehen. sobald das Ziel erreicht sei. daß der javanischen Auswanderung und den wirtschaftlichen Interessen keine Schwierigkeiten mehr bereitet würden Javan werde seine Truppen jedoch nur unter der Bedingung zurückziehen, daß der Schutz der Interessen Japans von einer neutralen Streitmacht übernommen werde. □ Genf. 19. Febr. Der Völkerbundsrat hat heute abend nach über dreistündiger Sitzung beschlossen, entsprechend dem chinesischen Antrag die Völkerbundsversammlung auf den 3. März einzuberufen. Vor der Reichstagsabstimmung - Sie glauben selbst nicht an den Erfolg ihrer Mißtrauenspolitik „Regierung Brüning wird Mittel und Wege finden.. — Berlin, 19. Fedr.(Eig. Drahtber.) Vou unserer Berliner Vertretung. Dem Reicstaa, der am Dienstag nach einhalbjähriger Pause zusammentritt, liegen gesetzgeberische Aufgaben nicht vor. Er soll lediglich den Termin für die Reichsvräsidentenwahl festsetzen. Da aber die rechte und linke Opposition gern ein Geschäft machen mochte, wird mit der Beratung über die Präsidentenwahl eine Aussprache über die allgemeine Politik des Kabinetts Brüning verbunden werden. Was der Hariburger Frout im verganzenen Herbst nicht gelungen ist, möchte sie jetzt wieder zu erzwingen versuchen. Mit allen Mitteln arbeitet sie aus die Annahme eines Mißtrauensaut rages gegen das Kabinett oder eines seiner Mitglieder hin. Die letzte Mehrheit im Oktober betrug für Brüning 25 Stimmen. Ausschlaggebend war damals wie heute in der Hauptsache die Wirtschaftsvartei. Die„nationale Opposition“ glaubt nun, daß in den Kreisen der Wirtschaftspartei wegen der Vierpreisfrage eine Sinnesänderung vor sich gegangen sei. Es ist nicht zu leugnen, daß die Frage der Herabsetzung des Biervreises eine gewisse Verärgerung in den Reihen der Wirtscheitspartei hervorgerufen hat. Da aber die Verhandlungen noch schweben und da besonders Reichsfinanz= minister Dietrich sich um Vergleichsvorschläge bemüht, kann damit gerechnet werden, daß das Bier der Wirtschaftsvartei keinen Anhaltspunkt bieten wird. ihre Haltung gegenüber dem Kabinett zu ändern. Schwere volitische Entscheidungen durch kleinliche wirtschaftliche Ge sichtspunkte beeinilussen zu lassen, sollte überhaupt der schiedener festgestellt werden, als die Formulierung der deutschen Abrüstungsvorschläge die Gefahr vermieden— und damit zweisellos gewisse Spekulationen zerstört hat—, durch übersvitzte Forderungen von vornherein die achliche Behandlung der deutschen Vorschläge zu gejährden oder gar unmöglich zu machen, Der Grundgedanke des deutschen Plans ist einmal eine Reduzierung der beizubehaltenden militärischen Streitkräfte auf das Maß des tatsächlichen Sicherheitsbedürfnisses, andererseits eine kategorische Ausschaltung aller Waffen und Möglichkeiten, die praktisch nur für Angriffshandlungen in Frage kommen können. Insofern dar man es für richtig halten, daß der erste Teil des deutschen Programms Eventualforderungen hinsichtlich der Landstreitkräfte enthält, was von vornherein die Wahl der milderen Eventualität als sicher erscheinen läßt. Vielleicht hätte man diese Schwäche vermeiden können, was allerdings bei Berücksichtigung der Vielfalt der in Betracht kommenden Metboden nicht einfach gewesen wäre. Auf jeden Fall wird ja die Behandlung der restlosen Probleme, der schweren Wassen, der Luftstreitkräfte und der chemischen Kriegsmittel das Entscheidende sein. Läßt der Vorschlag über die Begrenzung des Materials für die Land= und Seestreitkräfte den Verhandlungspartnern noch einen gewissen Spielraum, ohne doch die Entfaltung nennenswerter Offensivmacht zu ermög lichen, so erlaubt die Formulierung der Bestimmungen über Luftstreitkräfte und die chemischen Waisen keinerlei Komoromik. Hier liegt der Kernpunkt des ganzen Prodsemo. Die Ereignisse im Fernen Osten, wo ein knappes Dutzend Bombenflugzeuge minderer Leistungsfähigkeit schon einen grausigen Anschauungsunterricht geliefert haben, lassen deutlich genug erkennen, wo das Schwergewicht etwaiger militärischer Auseinandersetzungen zwischen den Hauptrüstungsmachten liegen würde: wer kann, mag versuchen. sich vorzustellen, was eine Verbundertfachung der von den japanischen Flugzeugen über Schanghai erzielten Verwüstungen bedeuten würde. Dabei mag mit allem Nachdruck betont werden, daß eine solche„Verbundertsachung" wahrscheinlich das Maß des tatsächlich zu Erwartenden noch bei weitem nicht ausreichend kennzeichnet, denn mit dieser keineswegs nur rbetorisch zu verstehenden Bezifse rung ist nur ungefähr die Anzahl der Flugzeuge bezeichnet. nicht aber ihre vielfach größere Leistungsfähigkeit gegenüber den japanischen Flugzeugen berücksichtigt. Mit aller Deutlichkeit allerdings kennzeichnet die Be gründung des deutschen Entwurfs die Unzulänglichkeiten der von der Vorbereitenden Kommission vorgelegten Konvention, die die Staaten nicht nur im Besit ihrer schweren Angriffswaisen beläßt, sondern ihnen sogar deren Vermehrung ermöglicht. Dies gilt insbesondere auch für die von der Abrüstungskonvention vorgesehene Bebandlung der Luftwasse, der wichtigsten und entscheidenden Angriffewaffe des Zukunftskrieges überhaupt Es war darum unerläßlich, an der Ablehnung dieses Konventionsentwurfes festzuhalten und darüber hinaus den deutschen Botschlägen noch Uebergangs= und Ueber wachungsbestimmungen anzufügen, ohne die jeglicher Ab rüstungsbeschlus als bedeutungslos angesehen werden mußte Wirtschaftsvartei nicht zugemutet werden, wenngleich nicht abzustreiten ist, daß sie die Bierpreisfrage zu einem Druck auf die Regierung benunen dürfte. Die Spekulation der„nationalen Ovpositlou“ auf die Mitbilfe der Wirtschaftspartei zum Sturz der Reichsregierung wird also wahrschei nlich fehlschlagen. Ebenso wird das gegen Groener gerichtete Mißtranensvotum scheitern, da die Sozialdemokratie sich nicht für die Geschäfte der Harzburger Front sangen läßt. Selbst die Rechtsvresse, deren größter Wunsch es wäre. Dr. Brunina von der Leitung der Reichsgeschäfte zu verdrängen, ist in einem Anfall realpolitischen Denkens zu der Einsicht gekommen, daß der Reichslanzler den Kampf bestehen wird. Die „Börsenzeitung“ äußert sich nämlich wie folgt: „So wünschenswert ein Sturz der gegenwärtigen. den Sozialdemokraten noch immer stark hörigen(!!??) Reichsregierung erscheinen mag, so wenig darf man sich bei einer nüchternen objektiven Betrachtung der vorllegenden parlamentarischen Möglichkeiten darüber täuschen, daß eine Mehrbeit für die Mihtraueusanträge gegen das Gesamtkabinett kaum zu erwarten ist. Auch die Hoffnung, daß es gelingen könnte, ans dem Wen ber den Sturz eines einzelnen Reichsministers den Gesamtrückt ritt des Kabinetts herbeizuführen, entbekrt vorläufig der Begründung. Es ist sehr wahrscheinlich, dast sich Rechte und Linke für ein gegen den Minister Groener gerichtetes Mißtrauensvotum zusammenfinden. Sollte aber schließlich der unwahrscheinliche Fall eintreten, das entweder die Sozialdemokraten bereit sein wurden. dem Mittrauensantrag der Rechten gegen Groener zuzustimmen, oder daß etwa die Rechte sich zu einer Aunahme des kommunistischen Antrages entscheiden würde, so ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Regierung Brüning auch dann Mittel und Wege sinden wird. sei eo, eine Abstimmung über die Mißtrauensanträge gegen Groener über haupt zu vermeiden, lei es, die Sozialdemokraten noch im letzten Moment abzuhalten.“ Diese Ausführungen beweisen aufs neue die Verlegenbeit der„nationalen Opvosition“. Milderung der Vierpreissenkung? Preiskommissar lehnt die Zurücknahme ab. Berlin. 19. Fedr. Die Verhandlungen der Gast wirtevertreter mit dem Reichskommissar für Preisübermachung Dr. Goerdeler sind erfolglos verlaufen. Der Reichskommissar erklärte sich außerstande. seine Verfügung zurückzunehmen. Es könne böchstens in einzelnen Punkten eine Milderung veranlaßt werden, Hapag, Lloyd und die Reichsregierung Berlin, 19. Febr.(Telegr.) In der deutschen Presse waren über die Absichten. die die Reichsregierung den großen Schiffahrtsgesellchaften Havag und Llond gegenüber verfolgt. verschiedenartige Mitteilungen verbreitet. Auf Grund amtlicher Unterrichtung können wir seitstellen, daß die Reichsregierung den Reedereien die Formen. in denen sie ihre augenblicklichen Schwierigkeiten überwinden zu können glauben. zu völlig freier Entschließung überlassen werde. Die Regierung vrr#lanat von den Reedereien den Nachweis, daß ne ihre Beiriede derart umgestalten, daß sie in der Zeit nach dem 1. Aotil nicht nur die bekannten Ueberbrückungskredite zurückzahlen sondern ihre Betriebe ohne irgend weiche weiteren Zuschüsse oder Kredite seitens der öffentlichen Hand aufrecht erhalten werden. — Bayerische Danktelegramme an Hindenburg II Munchen, 19. Jedr. Wie der Hindenburg=Ausschuß Govern mitteilt, baden folgende Persönlichkeiten sich mit Telegrammen an den Reichsbrasidenten von Hindenburg demandt: Freiherr von Cramer=Rlett telegrapdierte:„Ein Strom unermetlicher Dankbarkeit. Beredrung und Andrung ergießzt sich in hunderttausende treue deutsche Herzen bei der Nachricht des unendlichen Opsers, das Eure Exzellenz dem Vaterlande zu bringen arwillt sind. Wir alle erfleden Gottes Schun und Beistand für dateure Leben Eurer Erzellenz. Solch erhabene Tat eines grotzen, wahrhaft selbstlosen Herzeue muß stets Sottereichtten Segen auch auf unser armes Volk verabzieben.“ General der Insanterie Albert von Schoch und Heneralleutnant Karl von Schoch telegraphierten: „Regeistert ziehen wir in den Wahlkampf mit dem Ruf: „indenburg in deinem Lager ist Deutsch land!. Der Führer des baverischen Heimatschutzes. Escherich. sandte folgendes Telegramm:„Dem Vater der Baterlandes aufrichtigsten Dank des baverischen Heimatchutzes“. Leabe Voschränkung der Besubung der beulschen Sprache in Lettland bezweckt und bereits am 4. März in Kraft treten dürfte. Nach dieser Notverordnung darf in der lettländischen Wehrmacht und in allen staatlichen und kommunalen Bebörden nur die lettische Sprache denut: werden, ebenso im Verkehr orivater und juristischer Personen mit staatlichen und kommunalen Stellen. Während die Regelung der Sprachenfrage im Parlament dem Landtag selbst vorbehalten bleibt— bekanntlich sind bisder deutsche und russische Reden gestattet— müssen zetzt in den Kommunalverwaltungen beutsche und rufsische Redner auf Verlangen nur eines Parlamentsmitgliedes ihre Reden in die lettische Sprache überseten. Alle Zirmenaufschritten. Plakate. Stempel usw. müssen in lettischer Sprache ausgeführt sein. Das gilt auch für Vereine und sonstige Organisationen Nur an zweiter Stelle ist nedenbei die Sprache der Minderdeit gestattet. Im amtlichen Verkehr dürfen nur lettische geographische Bezeichnungen verwandt werden. Damit soll die Verwendung alter geschichtlicher deutscher und russischer Ortsbezeichnungen ausgerottet werden. So soll es z. B. stat: Mitau nur noch Jelgava beiben, usw. Das Bürgertum vor der Entscheidung Ein Treuebekenntnis ohne Bedingung Dingeldey für Hindenburg Aber scharf gegen Brüning Neue landwirtschaftliche Notverordnung □ Berlin, 19. Febr.(Telegr.) Das Reichskabinett hat gesern abend eine neue Notverordnung zur Ergänzung der Vorschriften über die Zwanasvollstreckung bei landwirtschaftlichen Betrieben und über das Sicherungsverfahren verabschiedet. Der Reichsprandent hat heute früh diese Verordnung unterzeichnet. Es handelt sich im wesentlichen um Ergänzungen des dritten Teiles der vierten Notverordnung vom 8. Dezember und der Sicherungsverordnung vom 17. November 1931. Unterstützung erwerbsloser Siedlungsanwärter 9 Beelin. eroffe Eine neue Verordnung. Bealin, 19. Fedr.(Telegr.) Der„Reichsanzeiger“ veroisentlicht eine vom Reichsarbeitsminister Stegerwald und Reichsinnenminister Gröner unterzeichnete„Verordnung über arbeitslose landwirtschaftliche Siedlungsanwärter“. Es wird bestimmt. unter welchen Voraussetzungen die Siedlungsanwärter Krisen= und Arbeitslosenunterstützung deanspruchen können. Die Unterstützung ist in der Regel nicht dem Siedlungsanwarter selbst. sondern demjenigen auszuzahlen. in dessen Obbut sich der Anwärter befindet ? Leipzie, 19. Jehr. 1932.(Telegr.) Der Fuhrer der Deutschen Volkspartei, Abg. Dingelden, sprach am Donnerstagabend im großen Saal des Zentral=Theaters über das Thema:„Das deutsche Burgertum vor der Entscheidung!" Die Ausführungen Dingeldens galten in der Hauptsache der bevorstebenden Reichsorälidentenwadl. Ein Volk kann so sagte er u. a., zwar eine Niederlage erleiden und den Zusammenbruch seines Staatswesens erleben, es hat ich aber erst dann selbst verloren, wenn es keinen Punkt mehr in diesem Volke gibt, der jenseits aller Parteistreitigkeiten und aller Leidenschaften des Tages Sammel= punkt des nationalen Gefühls ist und bleibt. Dieser Sammelvunkt war und ist für das deutsche Volk die Gestalt des Generalseldmarschalls von Hindenburg Der Kampf um die Tagespolitik hat nicht nur seine Berechtigung, er muß mit aller Eindeutigkeit ausgetragen werden. Aber zu der menschlich überragenden Persönlichkeit des Generalfeldmarschalls gibt es nur eins: Ein Treubekenntnis ohne Bedingung!(Beifall.) Gerade diejenigen in Deutschland, die einen Wechse! des Systems fordern, haben ihrem Ziel den schlechtesten Dienst geleistet, als sie sich nicht entschlieben konnten, als erste die Parole für Hindenburg auszugeben. Den Klatschereien gegenüber, daß Hindenburg als alter Mann ein Opfer seiner Ratgeber sei. erklärte Dingelden, er könne aus eigenem Erleben bezeugen. mit melcher Klarbeit und abgeklärter Weisbeit Hindendurg die volitische Entwicklung übersede Für mich und meine Freunde so erklarte Dingelder, gab es keinen Augenblick der Besinnung. Für uns ist die Treue nicht an Bedingungen geknupft, sondern dekundet sich durch die Tat. Das, was wir deute in der„Nationalen Fron!“ sehen, ist waoroaftig allesandere als das Bild einer inneren Stärke, eines Zielbewußtseins, einer nationalen Idee. Wem es wirklich ernst ist, eine innenpolitische Wandlung in Deutschland herbeizuführen, gerade der muß sich zu allererst hinter die Gestalt Hindenburgs stellen. Auch in dem schweren Kampf gegen die Fessel des Versailler Vertrages gibt es kein größeres Ziel, als die gesammelten Kräfte des nationalen Deutschtums hinter dem Reichsoberhaupt, dem Generalfeldmarschall von Hindenburg. einzusetzen. Der Redner beschäftigte sich dann mit dem Problem der inneren Politik und erklärte. die D. V. P. werde gerade, weil sie die Treue gegenüber dem Generalfeldmarschall nicht an Bedingungen knupfe, umso nachdrucklicher und schärfer tar Mißtrauen gegen die Reichsregierung in den kommenden Entscheidungen zum Ausdruck bringen. Die Parole müsse sein: Für Deutschlands Freibeit mit und für den Generalseldmarschall von dindenburg!(Beifall) Neue Expeditionsreise Sven Hedins Prominente Gäste auf der„Europa“. Abschieds= und Sedurtstagsseier für den schwedischen Forscher Zum Tode des ehem. Königs von Sachsen Beisetzung mit allen militärischen Ehren. 9 Breslau. 19. Febr.(Telegr.) Nachdem am Freitagvormittag der älteste Sohn des erstorbenen Königs Friedrich August. Kronprinz Georg. in Sibollenort eingetroffen in. wurde die Beisetzung auf Tienstagvormittag 11 Uhr festgesetzt. Konig Friedrich August soll in Dresden in der Hoflirche mit allen militärischen Ehren, die ihm als Generalfeldmarschall des alten Heeres zustehen, beigesetzt werden Samtliche Truppenteile der Reichswehr werden durch Abordnungen vertreten sein. Zum Ableben des ehemaligen Königs hat der lachsische Ministerorästdent dem Familienoberhaupt des Hauses Wettin. dem Prinzen Chrisian, das Beileid der lannchen Regierung ausgesprochen. Der Ministerpräsident hat angeordnet. daß am Dienstag. dem Tage der Beisetzung. die sachsischen Dienstgebäude. die Staatsschulen und die im welentlichen aus Staatsmitteln unterhaltenen Stiftungsgebäude halbmast zu beflaggen find. Hindenburgs Beileid. ∆ Berlin. 19. Febr.(Telear.) Reichspräsident von Hinden bura hai anläßlich des Ablebens der Königs von Sachsen in einem an den Prinzen Christian von Sachlen gerichteten Telegramm seine Teilnahme und sein Serleid zum Ausdruck gebracht F. Bremen, 19. Februar 1932. Der bekannte Asienforscher Sven Heoin hat sich heute vormittag auf der„Eurova“ eingeschifft. um eine neue Expeditionsreise nach Innerasien über Amerika anzutreten. An Bord der„Eurova“ fand kurz vor Abgang des Schnelldampsers eine eindrucksvolle Abschiedsseier in engstem Rahmen statt. Die Stunde war schon deshalb besonders berzlich gehalten, da der Beginn der Forschungsreise mit Sven Hedins 67. Geburtstag zusammenfällt. Von allen Seiten wurden ihm berzliche Gluckwünsche übermittelt. Gerbart Hauptmann, der sich gleichfalls an Bord befindet. sowie ein Vertreter des Norddeutschen Llond verbanden ihre Glückwunsche mit dem Wunsch für weitere Erfolge des Forschers. Dieses Zusammentreffen bekannter Persönlichkeiten wurde auch aus die deutschen Sender übertragen. In einer Unterredung sprach sich Sven Hedin über seine nächsten Pläne und Absichten aus. Er äußerte u. a. den Wunsch, daß die nächste Zeit dem deutschen Volke endlich Erleichterungen seines schweren Loses bringen möge, wobei er betonte, daß es endlich an der Zeit sei. das Friedensdirtat von Versailles sowie die deutschen Kriegstribute endgültig abzuschaffen Explosion in einer Drogerie Furchtbares Brandunglück in Spanien 4 Tote. 26 Verletzte 7 120 Familien abdachlos Lettland will die deutsche Sprache ausrotten 9 Riga, 19. Februar(Telear.) Das lettländische Ministerkabinett Skujeneck beschlotz, aus dem Wege der Notverordnung ein Sprachengesetz für Lettland zu erlassen, das u. a. eine einschneiF. Madrid, 19. Febr. In einer Drogerie in Bilbao entstand bei der Herstellung eines Machopräparates eine Exvlosion, die zu einer surchtbaren geuersbrunst führte. Wegen der leicht breunbaren Materialien stand alsbald das ganze zehnstöckige Haus in Flammen. Auch zwei Nebenhauser wurden von dem Brande erfaßt. Alle drei brannten bis aus die Grundmanern nieder. Der Einwohner bemachtigte sich eine wilde Pauik. Sie waren zum Teil durch das Feuer aogeschnitten und sprangen in ihrer Angst von den Balkons auf die Straße. Trotz dem sofortigen Eingreisen der gesamten Feuerwehr sind vier Tote, sechs Schwer= und 20 Leicht: verleste zu beklagen. 129 Familien sind durch den Brand obdachlos geworden. Blutige Zwischenfälle vor einer Zwangsversteigerung in Angarn P. Budavest, 19. Febr. Wie aus Jolgegersteg gemeldet wird, hat sich in der Gemeinde Pacsa ein blutioer Zwischensall ereignet. Am Donnerstag war Jahrmarkt. zu dem die behördlichen Viebaufseher von den Bauern das wegen Steuerrückstandes gevfändete Vieb auftreiben. Bevo: jedoch der Jahrmarkt begann. traf eine Versügung die in Autos den großten Teil Sudafrikas durchstreift hat. K des Iinanzministers ein, wodurch der Verkauf des gepsändeten Viebs verhindert wurde. Eine erregte Volksmenge, die von dieser Maßnahme leine Aenntnie datte. bewarf die Viedaufseher und Polizeibeamten mit Steinen und Glassolittern. Da dieses Bombardement nicht aufbörte, wurde eine Salve abgegeben. wodurch zwei Dorfbewohner gerotet und drei verwundet wurden. Im Perlament erklarte der Innene minister zu diesen Vorfällen, daß die Viehausseber das Vied ibren Besitzern zurückgegeben hätten. Trotzdem habe die Menge offenbar unter der Einwirkung von Hevern sowohl die Viebaufseher als auch die Polizeibeamten angegriffen. Daber sei die Polizei genotigt gewesen, von der Wafse Gebrauch zu machen. Der Flatower Riesenschmuggel 250 000 RM. Zollgebühren unterschlagen Schneidemöhl, 19. Febr. Der im Zusammenbanz mit dem großen Grenzschmuggel im Kreise Flatom vo läufig seines Postens enthobene Zollamtsverwalter in Preutenseld wurde wieder in sein Amt eingesetzt, da die Untersuchung jetzt ergeben hat, daß der Beamte unschuldig war. Es sind lediglich einige Beamte von dem Grozbutterdändler Berndt übers Ohr gebauen worden. Dienstliche Verfehlungen kommen nicht in Frage. Soweit man dis jetzt seitstellen kann. betragt die unterschlagene Zollsumme etwa 250000 Mark. Bombenexplosion in Barcelona Geistesgegenwart zweier Soldaten verhütet großeres Ungluck % Paris. 19. Jedr. Vor dem Rathaus in Barcelone explodierte am Donnerstagabend eine Bomde. Zwei Soldaten der Bürgergarde batten die Höllenmaschine wenige Augenblicke vor der Explosion entdeckt und sofort den Straßenverkehr unterdunden. Nur zwei Personen in einem gegenüberliegenden Gebäude wurden durch Glassolitter unerbeblich verletzt. Man schreibt den Anschlag den Kommunisten zu. In Tarrassa hat man bei Haussuchungen nicht weniger als 98 Bomben gefunden, die von Kommunisten dort versteckt worden waren. Der Nord an dem Vierkutscher aufgeklärt □ Berlin, 19. Febr. Das furchtbare Verbrechen an dem Bierkutscher Muller, der am 9. d. Mts. auf der Chaussee zwischen Summt und Lednitz ermordet aufgefunden wurde, hat seine Aufklärung gesunden. Die Mordkommission verhaftete den 28jahrigen Arbeiter Kohler. den 29jährigen Arbeiter Bebrend und seinen Schwager, den 23jährigen Arbeiter Barke. Köbler bai nach langem Leugnen ein Geständnis abgelegt und dadurch seine beiden Komplicen überführt. Es handelt sich um einen überlegten Plan. Köhler versuchte die Pferde des Mullerschen Wagens anzuhalten, als ein Schuß drohnte, durch den Müller getotet wurde. Die Pferde scheuten, und die Täter ergriffen die Flucht. Kodlere Angaben sind später von seiner Frau, der er sich anvertraut datte, bestätigt worden. 280 Schafe verbrannt # Kottbus. 19. Fedr. In der Nacht zum Freitan brannte der Schafstall des Rittergutsbesitzers Koschendorf vollständig nieder. In den Flammen kamen 130 Mutterschafe und 149 Lämmer um. Es wird Brandstiftung vermutet. Neuer Ausbruch des Krakatao London, 19. Febr. Aus Bandung(Java) wird ein neuer großer Ausbruch des Vulkans Krakatao gemeldet. Die Lavamassen werden bis in eine Höhe von 400 Meter emvorgeschleudert. Berliner Gastwirte beschließen Vierboykott □ Berlin, 19. Febr. Der Kamnsausschuß der Gastwirte hat deute mittag in einer Versammlung beschlossen. am Montag den Bierboykott durchzuführen. Der Vovkott soll sich nicht allein auf Bier und Weißbier ersrecken. sondern alle Produkte der Großbrauereien umfassen. Von einer Schließung der Lokale will man abieben. Eisenbahnunglück bei Leningrad #. Moskan(über Kowno), 19. Fedr. In der Nahe von Leningtad aus der Strecke Kolvino—Popowki ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem D=Zug und einem Güterzug. bei dem sechs Personen getötet und 13 verletzt wurden. Die OGPU. hat fünf Beamte verhaftet. die das Eisenbahnunglück verschuldet haben sollen. haus Schomburgk über seine Alrikaexnedition Rotterdam. 19. Fedr. Der bekannte deutsche Afri#a# reisende und Führer der nach ihm benannten deutsche Afrikaexpedition. Hans Schomburak, traf heute nach zehnmonatiger Abwesenheit mit seinem Begleiter Frin haas und dem Filmoverateur Emil Keim auf dem Dampfer„Ulu Kuma“, der Deutsch=Ostafrika=Linie dier Schomburgk erklärte, daß der Zweck der Exneditton. DIE HEXE VON EISENBRUNN Roman von Konrad Orban Conyricht hy Greiner. Ber'in WaS, Flettwellstraße 4 14. Fortsetzung. Windecker sprach nicht weiter, sondern schüttelte nur den Aopf „Grund und Boden rechnen Sie nicht?— Haben Sie diese Sammlung gesehen?— Hatte sie den Wert?— Doch eben wir davon ab: es ist nicht undere Sache!— Wir haben eine andere Pflicht zu erfüllen. Wir werden der Polizei Kenntnis von dem Schwindel über das Grab geden. „Ich werde erst noch einmal selbst mit Sörrensen orechen. Ich bin der Meinung, daß man ihm wegen dieser Lüge nicht die Polizei auf den Hals beven sollte. E: ist bestraft genug!“ „Man muß solche Schädlinge der Gesellschaft derd anlassen. Wenn mich meine Ahnung nicht trugt, ist er ein Hochstapler, der sich den Doktortitel beigelegt hat!“ „Sie seben zu schwarz. gnädiges Fräulein! Die Kriminalvolizei dat doch seinerzeit Sörrensens Papiere eingesehen und nichts gesagt. Sie würde ihn doch nicht unbebelligt gelassen haben, wenn er verdächtig wäre?“ „Ist nicht Harkamp auch sehr lange unbebelligt geblieden? Und doch steht fest, daß es einen Baron Harkamp nicht gibt?— Es ist unsere Pflicht, unseren Verdacht der Polizei mitzuteilen!“ „Ich werde ihn sofort zur Rede stellen!— Ich halte ihn nicht für einen Verbrecher. In seiner Aufregung dat er einen falschen Schritt getan!— Lassen Sie Milde walten!" „Sie wollen seine Schwester nicht bloßstellen!“ Auch uns nicht!“ „Wenn sie aber gar nicht seine Schwester ist? Sie sehen sich durchaus nicht ähnlich?“ „Ihr Miztrauen wird immer größer?“ „Versprechen Sie mir. nicht um ihre Hand anzuhalten. dis sich die Angelegenheit geklärt hat. Ich möchte nicht, daß Sie ins Unglück lausen!“ „Das will ich Ihnen versprechen, wenn Sie vorläusig keine weiteren Schritte unternehmen Ich möchte nicht daß sich ein neuer Klatsch um Ihre Person entspinnt.“ „Und um Ihre!“ „e!“ aut! Geden Sie und geben Sie mir bald scheid!“ Windecker eilte ins Hotel am Hexenstein. Er fragte, den Oberkellner nach Sorrensen. „Eben mit dem Auto abgefahren!" „Mit seiner Schwester?“ „Ja!“ Er suchte Herrn Mittmann. Endlich traf er ihn „Dr. Sorrensen ist abgereist?“ „Ja!— Er sagte, daß ihn ein Telegramm nach Hambura ruse!— Er hat mir noch einen Gruß für Sie aufgetragen. Er wird Ihnen bald schreiben!" „„om!— Schade!— Ich datte ihn gern gesprochen!“ „Der Neubau soll wohl bald in Angrisf genommen werden?“ „Es ist noch nicht die Rede davon gewesen!" „Eine Unglückovilla!“ „Auf Wiederieben!“ „Bleiben Sie nicht wieder so lange weg. Heer Baumeister!— Wir vermissen Ihre Gesellschaft!" „Empfeblen Sie mich Idren Damen!" Windecker ging. Er hatte nicht Lust. weitere neugierige Fragen beantworten zu müssen. Mittmann lächelte hinter ihm her. Er ahnte in seiner Verschmitztheit, daß irgend etwas nicht stimmte Hedwig Escheldach wunderte sich, daß Windecker so schnell wieder zurücktebrte. „Sie sind abgereist!“ „Ein zweiter Harkamo!— Nun schnell zur Polizei!“ „Er will mir schreibden!“ „Sie können eine Schuld auf sich laden, wenn durch Ihr Zaudern der Mann entwischt!" „Er ist doch kein Verbrecher!— Wegen der Lüge wird ihn die Polizei nicht verfolgen!“ „Das ist nicht unlere Sache! Wir haben nur die Pflicht, die Polizei in Kenntnis zu setzen. Es muß ihr übe lassen bleiden, ob sie unsere Mitteilung verwerten will.“ „Ich bringe es nicht übers Herz. einen Menschen, der mir freundschaftlich nahe gestanden hat, der Polizei zu verdächtigen!“ „So werde ich zur Polizei geben!“ Hedwig schritt auch sofort zur Ausführung ihres Vorhabens. Sie ging aufs Polizeiamt. * Der Juni war einem glubend heißen Juli gewichen Bad Eisenbrunn war überfullt von Fremden. Reges Leden füllte die Straßen und Piade. Alle Hauser wasen besetzt. Im Hotel am Herenstein wogte der Hochbet jeb in allen Räumen. Täglich konzertierte eine Kavesse Oetter fanden Gesellschaftsadende mit Tanz statt. Ein Fest löste das andere ab. Um sich zu verstreuen suchte auch Windecker öfter als zuvor wieder den Jamilientisch auf und plauderte gern mit Lotte und Irma „Also ist es wahr, daß sich Tiovelt verbeitaten wird?“ „Ja!— Er heiratet seine Wirtin!“ „Das kann für ihn gefahrlich werden! Er liebt einen guten Trunk und sitzt nun ständig an der Quelle!" „Er soll sich vollstandig geandert haben! Er gebt jetzt seinem Geschäft nach und ist nur abends in der Gastwirtchaft tatig. Die Frau scheint einen starken Einfluß auf ihn ausgeübt zu baben „Haben Sie von Dr. Sörrensen eine Nachricht erhalten?“ „Bis beute nicht!“ „Auch von seiner Schwester nicht?“ Windecker schwieg „Herr Baumeister“, Herr Baumeister!" drohte ihm Irma „Glauben Sie nicht an den Klatsch!— Ich habe von Fräulein Sörrensen nur den Aufttag erhalten, das Gelände zu verkaufen!" „Nebenbei!“ „Hauptsächlich! Dr. Sörrensen ist nach Afrika gegangen!“ Der Direktor kam an den Tisch. Windecker hatte schon langst beobachtet, daß sein Umgang mit Lotte recht vertrauliche Formen angenommen hatte. „Guten Abend. Herr Baumeister! Haben Idnen die Damen schon mitgeteilt, daß wir nicht abgeneigt sind. den Sörrensenschen Besin zu kausen?" „Das wollten wir! Wir haben es vergessen!— Papa will sich dort eine Villa für sich im Heibst bauen lassen!“ „Für sich?“ Lotte lachelte und blickte den Direktor an. „Ihnen dürfen wir in die verttauliche Mitteilung machen, daß mich mein zukünftiger Herr Schwiegervater als Teilhabe; ausgenommen dat,“ erklärte der Direktor. „#n!“ Windecker zwang sich nicht, sein Erstaunen zu unterdrücken „Meine derzlichsten Wünsche. Fraulein Lotte. und auch Ihnen. Herr van der Eck!— Ich bin überrascht!“ Nachdem nun das hieder sorglich gehutete Gebeimnis preisgegeden wa;, wurde die Unterhaltung lebbafter und flüssiger. Die Vergangenheit blieb natürlich underührt Niemard waate daran zu tionen. Auch Windecker nicht. denn er hatte ja nun auch seine Vergangenheit. „Ueber den Pau will Papa erst socter mit Ihnen verdandeln. Mir sind jen: zu stark beschaftigt. Aber üder den Ankaut soll möglichst bald verhandelt werden Sie sind dech bevollmächtigt?“ „Nein! Ich gede. Ihnen die Adresse von Fräulein Sorrensen zur unmitteldaren Verbandlung!“ Der Direktor wu de wieder abberusen. Noch ein wenig worde weiter seolaudett, dann verabschicdete sich auch Windecker * Am nächsten Samstag bei der Lohnzadlung kündigten ein Maurervolier und zehen Mauter und Zim merleute der Firma auf Hedwig kam zu Theodor „Mitten in der größten Arbeit? Was soll das deiben? Reden Sie doch mit den Leuten!" Windecker ging mit ihr. Nur der Polier war zuruch geblieben „Aber Herr Müller. Sie werden uns doch jeut nicht im Stich lassen!“ „In vierzehn Tagen— Schluß! Unwiderruflich!" „Warum wollen Sie uns plönlich verlassen“ Haber Sie sich über irgend etwas zu beklagen?" „Das ist nämlich so!— Mein Nesse ist damals auch mit Dreicher zum Protest hierder in den Bauhof gelausen. Er hat seine Strafe bezahlt. Die ganze Gesellschaft war betrunken. Und schön ist das nicht, daß man sie alle vors Gericht geschleppt dat. Und nun kommt eben der Austrag. Vierzig sind bestraft worden. Mit den Vierzig ist das ganze Dorf verwandt. Und wir lassen uns das nicht gefallen!— Da gibt's kein Gesine! Schluß!“ Müller hörte nicht mehr auf die begütigenden Worte Windeckers. sondern krachte stolz die Tür zu „Das ist ein neuer unerwünschter Erfolg jenes Abends! Es wäre richtiger gewesen, über diesen Ulk zu lachen, statt gerichtliche Sühne zu fordern. Soiche Leute daben besondere Rechtsbegrisse!" „Sie müssen deshalb mit dem Prügel belehrt werden!“ „Schön.— Der Georügelte läßt darauf den Haß in sich wachsen!— Den Erfolg haben Sie gesehen.“ „Der Steinwurf mußte gesühnt werden!— Um Ihretwillen drang ich auf die Verfolgung der Tat.— Sie dürfen sich nicht beleidigen lassen!“ „Ich finde Ihre Fürsorge für mich sehr liebenswürdig. aber sie geht über das Ziel hinaus. Sie haben dadurch das Geschäft über die Maßen geschädigt. Sie wußen zudem, daß ich mich nicht beleidigt fühlte. Solche dumme Leute können mich nicht beleidigen!“ „Dieser Steinwurf hätte Ihren Tod verursachen können!— „Vergessen Sie nicht, daß der Täter nur in einer ihm gewiß selbst unerwarteten Aufwallung gebandelt hat, daß er gewiß nicht die Absicht gehabt hat, jemand zu töten.— Solchen Leuten muß man mehr Liebe entgegenbringen.— Wer Liebe säet der kann auch Liebe ernten, wer sie aber nicht austeilet, der wird schwetlich Freude erleben!“ „Sie säen auch nicht die Liebe!“ bedwig hatte eigentümlich weich gesprochen, zag und schüchtern. Theodor sturte (Fortsetzung folgt.) 45.— NKummer 42 Zweites Blatt... Herner Anzeiger Herner Schnitzel Eine neue Kirche in Herne.— Jahrpreisermäßigung um 33½ Prozent.— Ist sie durchzuhalten?— Herne als Beschäftigungs-Mittelpunkt an der Emscher.— Was die Untersuchung der Verkehrsströme lehrt.— Gas. zapfverluste“ in Herne und anderswo.— Der Magistrat beschloß Mieterhöhung um 0.3 Prozent! Zwei große Ereignisse geben dem mor gigen Tag seine Bedeutung: das Gedenken an die Millionen gefallenen deutschen Soldaten und die Weihe der neuen Kirche in Holthausen Das erste ist eine Angelegenheit, die in ganz Preußen in Trauerfeiern begangen wird, das zweite eine rein örtliche. Es bedeutet wirklich etwas Besonderes, wenn nach 23 Jahren(die letzte neue Kirche wurde 1909 in Horschausen eingeweiht) zum ersten Male wieder in Herne ein neues Gotteshaus seiner für Generationen und Jahrhunserte gedachten Bestimmung über geben wird. Die neue Kirche in Holthausen ist ein bleibendes Zeugnis für unsere schwere Zeit. Mit wieviel Enttäuschungen und Rückschlägen ist ihr Bau vorbereitet, mit welcher Liede ihr der Ausdruck unserer aus Wesenheit. Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit gerichteten Zeit aufgedrückt. Sie ist modern, aber nicht in übertriebener Weise. Sie ist stilvoll. aber nicht in der Wiederholung vergangener Formen, sondern in neuer Gestaltung. Sie ist schön, aber nicht üppig. sie ist geraumig, aber nicht das Intime vernachlässigend, sie ist im Reeengehalt wahrhaft Kirche, wahrhaft Wohnung Gottes. des Gottes voll Macht und Herrlichken. Alles Zweitrangige wie Heiligeniguren, Marienaltäre tritt beiseite, es ist do, aber stört nicht das Theozentrische. Die Kirche ist auch ganz Bauwerk, ohne Zuhilfenahme von Stuck und aufgeklebter Plastik, ohne störende Einfügung wie Kanzel uw. Die Kanzel ist in feiner Lösung zum organischen Teil des Boukörpers gemacht, wie die Pradigt nur Teil nicht Hauptsache des Gottesdienstes ist. Ein wahrhaft kostvares Werk ist den Holthausern gelungen. Sie haven allen Grund, sich dessen zu dreuen. Und man möchte manchen Behörden wünschen, sie hätten es fertig gebracht, ihre Bauwerke auch so sparsam und billig zu erstellen * Wir leben augenblicklich ja in einer Zeit, da alles billiger werden oll. Wo auch von der öffentlichen Hand Großrügigkeit verlangt wird. Mit der Gasund Strompreissenkung hat unsere Stadt keine Lorheeren geerntet, aber dafür an einer anderen Stelle eine Tarisermäßigung von einem Umjange vorgenommen, die in Erstaunen zetzt. Sie wird allerdings noch wenig beachtet. Es ist die Einführung der Rückfahrscheine bei der Straßenbahn Herne— Castrop=Rauxel. Wahrend die Reichsbahn nur zum Wochenend(und gelegentlich Mittwochs) Rückahrkarten ausgibt, tut es unsere Straßenbahn täglich Wer jetzt in die Straßenbahn der Linie B einsteigt. wird gleich gefragt, ov er wieder zurückfährt, dann erhält er einen„Hin= und Rückfahrichein" und spart dabei evenzuell viel Geld. Eine Reise nach Castrop und zurück kostet jetzt statt 1 Mark nur 70 Pfennig Wer zum Giesenberg fahren will, zahlt vom Finanzamt aus nur noch 30 Psennig für die Hin= und Rückfahrt, also 15 Pfennig für die Einzelfahrt. Das ist doch sicherlich ein schönes Entgegenkommen. Aber mon hatte als Fahrgast schon genügend Zeit zu der Berbachtung, daß fast nur Rückfahrscheine gelöst werden, so daß die Schaffner schon die Meinung äußerten. der Einnahmeausfall werde so groß, daß man am nächsten Ersten vielleicht diese Vergünstigung wieder werde einschränken müssen. Hoffentlich braucht man das nicht zu tun und erfüllt sich die Erwartung, daß jetzt entsprechend mehr Leute die Straßenbahn bemitzen. * Eine große Bedeutung hat die Straßenwahn zur Berufstätige, die zwischen Wohnung und Arbeitsstätte hin= und herfahren müssen. Mit diesen sog. Beruisverkehrsströmen hat sich auch die Arbeitsgemein choft für die Aufstellung eines General= verkehrsplanes beschäftigt. Eingehende Untersuchungen haben ergeben, daß ein sehr starker Austausch der Arbeitstätigen zwischen den Städten des Industriebezirkes stattfindet. Hierbei haben sich bemerkenswerte Unterschiede gezeigt. In Bochum z. B. überwiegt die Zahl der von auswärts kommenden Arbeiter diejenige der auswarts beschäftigten sehr erheblich, während in Wanne=Eickel wesentlich mehr Einwohner ihrer Arveir auswärts nachgehen, als Arbeitnehmer aus anderen Gemeinden nach dort konnnen. In Herne sind auch mehr Auswärtige beschäftigt als Herner nach auswärts fahren. Von Wanne=Eickel z. B. kommen 1813 Arbeitnehmer täglich nach Herne. wahrend 339 Herner nach dort fahren. Von Castrop= Raurel kommen 687, während 278 Herner nach dort fohren. Allerdings jahren 1624 Herner taglich nach Bochum zur Arbeit, wohingegen 853 Bochumer nach hier kommen. Auch von Recklinghausen kommen viel mehr Arbeiter nach hier als von Herne nach dort ahren Nach Dortmund allerdings fahren 203 Herner, von dort kommen zu uns dagegen nur 47 Arbetter Es ist eine recht interessante Untersuchung, die da unter der Leitung des Siedlungsveibandes angestellt wurde. Sie zeigt. daß Herne auf die drei Nach barstädte Wanne=Eickel. Castrop=Rauxel und Reck. linghausen arbeitsmarktpolitisch eine bemerkenswerte Anziehungskraft eusübt. während anderseits Bochum wieder auf Herne anziehend einwirkt. * Ueberall, wo etwas durch die Leitung geht, rechnet man mit dem sog. Zapfverlust. Damit rechnet man am Bierkran sowohl wie am— Gaskran. Aber während man am Bierkran mit einem ziemlich einheitlichen Zapfverlust arbeitet, ist der„Zapfverlust" bei der Gasversorgung ungewöhnlich schwankend. Als„Zapfverlust“ git bei den Baswerken jene Gasmenge, die auf dem Wege vom Hersteller bis zum Verbraucher nicht nutzbar erfaßt wird, d. h. also weder im Verkaufswege noch im Selbstverbrauch noch als Straßenbeleuchtungsverbrauch auftaucht. Der durchschnittliche Zapfverlust bei den Gaswerken betragt im allgemeinen 6—7 Prozent der Gesamtmenge In Herne hatten wir 1929 7,48 Prozent, 1930 6,94 Prozent Verlust im Stadtnetz. Das waren zwar 625 847 bzw. 554 311 chm, aber immerhin noch wenig gegen einzelne andere Städte. So beklagte Gelsenkirchen 1936 13 Prozent„Zapfverlust", Wanne=Eickel 23,5 Prozent, Castrop=Rauxel 18.9 Prozent, Bochum 16,5 Prozent, Wattenscheid und Gladbeck je 15,7 Pro zent. Diesen sechs Städten gegenüber, die überhaupt die Städte mit den höchsten Zapfverluften in der Gasversorgung sind, kann sich Herne demnach wohl sehen lassen * Da wir nun einmal bei städtischen Regiebetrieben sind, sei zum Schluß noch etwas gesagt über den Fuhrpark und seine Auswirkung auf die Miete. BekanntN. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Ortsgruppe Herne Deutschland muß leben, und wenn wir sterben mussen Sonntag, den 21. Februar 1932(Reminiscere) Die Ortsgruppe Herne des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Veranstälter am Sonntag, dem 21. Februar 1932, um 11 Uhr vormittags in der Schauburg zu Ehren der im Weltkriege Gefallenen eine Gedächtnisfeier zu der die Bevolkerung der Stadi Herne hiermit herzlichst eingeleden wird Mitwirkende: Das Streichorchester der erwerbslosen Musiker der Stadt Herne unter Leitung von Musikdirektor Adolf Prümers: Herner Mannerchor unter Leitung von Musikdircktor Albert Lamberts(Dortmund) Gesang: Elsc Hasse: Orgel: Musikdirektor Adolf Prümers Vortragsfolge: 1. Orgel-Präludium I. S. Bach 2. Vorspruch: Remiiscere(gesprochen von Rudolf Stabenaul. Germanicus 5. Ases-Tod(Streichorchester) Grieg 4. Den Gefallenen(Männerchorl O. Wohlgemuth 5. Aus den ernsten Gesängen Brahms a) Ich wandte mich b) O Tod, wie bitter bist du (Gesang: Else Hasse; an der Orgel: Adolf Prumers) o. Air D-Dur(Streichorchester) I. S. Bach 7. Deutscher Glaube(Mannerchor) F. Nagler 8. Gedachtnisrede des Herrn Vikar Karl Engmann(Herne) 9. Gemeinsames Lied: Ich hatt einen Kamcraden. Am Ausgang findet eine Sammlung statt, deren Ertrag zur Ausschmuckung der Kriegergräber im Auslande bestimmt ist Spenden für den gleichen Zweck werden auf das Konto der Ortsgruppe Herne des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfursorge e. V. bei der Städtischen Sparkasse in Herne erbeten Am Volkstrauerlage legt der Vorstand der Ortsgruppe Herne des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. auf dem Ehrenfriedhofc zum Gedachtnis der Gefallenen einen Kranz nieder EN SE Samstag, den 20. Februar 1932 lich sollen nach einer Anordnung des Ministers dierhöhten Betriebskosten für Müllabfuhr, Straßenrei nigung und Kanalisation in Form von Hundertsätzen der Friedensmiete auf die Mieter abgewälzt werden können. Für die in den letzten beiden Jahren in Herne eingetretenen Betriebskostenerhöhungen hatte der Magistrat bislang trotz Drängen der Hausbesitzer keine Erhöhung des Hundertsatzes von 2 Prozent vor genommen. Der H. A. hat aber schon neulich muge teilt, daß nunmehr mit einer Erhöhung zu rechne sei. In der Tat hat der Mogistrat jüngst beschlos sen, den Prozentsatz für Betriebskosten von 2 auf 2,3 Prozent zu steigetn.„Diese Steigerung, so schreibt die Haus= und Grundbesitzer Zeitung, ist aber so geringfügig, daß sie in der Mietc kaum einen Ausdruck findet, da sich die gesetzliche Miete bei einer Friedensmiete von 20 Mark um 8 Pf.(Soll es nicht 6 heißen?) steigert. Da der Verein eine Steigerung von etwa 1 Prozent be antragt hat, finden bei der Stadt noch Erhebungen statt, um festzustellen, ob dieser Prozentsatz von 0.3 Prozent nicht noch erhöht werden kann.“ Man er fährt also am diesem Umwege über eine vom Magistrat beschlossene Mieterhöhung. Muß das sein? Wo bleiben die Presseberichte über Magistratssitzungen“ Inquit. Herner Gartner und Stadtgärtnere Man denkt nicht an eine Auflösung. Zu dem Artikel„Nach dem Fuhrpark die Stad: gärtnerei“ in der Ausgabe vom 18. ds. Mts. wird uns von den der Gruppe Emscher des Reichsverban des des deurschen Gartenbaues angeschlossenen Herner Gärtnern geschrieben: Soweit die Herner Gärtner bisher gegen die Stadt gärtnerei Stellung genommen haben, beabsichtigten sie mit ihren Vorschlägen, wie in den Besprechungen bei der städtischen Verwaltung auch klar zum Ausdruck gekommen ist, in erster Linie eine Sentung der Ausgaben für den Betrieb der Stadtgärtnerei, eine Einschränkung, die durchaus im Bereich der Möglichkeit liegt, ohne allzu große Härten beim Perional eintreten zu lassen. Von den Herner Gärtnern ist, was wir hervorheben möchten, eine restlose Auflösung der Stadtgärtnerund die Ausführung ihrer Arbeiten durch Privathand bisher nicht in Erwägung gezogen. Es sind aber Wege gezeigt, die Unterhaltung der öffentlichen Grünflächen und die Straßen=Baumbepflanzung und deren Unterhaltung wesentlich billiger auszuführen unter der Leitung des städt. Stadtgartenamtes Die Voraussetzungen für die in Ihrem Artikel als notwendig beronte einheitliche Linie in der Gestaltung cer Grünflächen sind nach den bereits gemachten und noch zu ergänzenden Vorschlägen durchaus gegeben. Die mögliche Veiringerung der Kosten moge durch folgendes Beispiel gezeigt werden: Die Kosten der Bepslanzung der Behnho#f# straße mit kleinkronigen Bäumen(Akazien oder Rotdorn) wurde von Herrn Baurat Knöll auf 10.000 RM. beziffert. Eine Berechnung unter Zugrundelegung der Konkurrenzpreise für erstklassiges Materigl ergab bei Ausführung durch die hiesigen Gärtner lediglich einen Kostenpunkt von etwa 5000 RM Die in Ihrem Artikel als notwendig hervorgeho venen Entlossungen treifen den Kern der Frage nicht ebensowenig die von den eotl. Entlassenen auszuführende Schwarzarbeit. In den bisherigen Verhand lungen ist von den Herner Gärtnern bereits auf diese obwegige Argumentation hingewiesen worden. Erfreulich ist, daß in Ihrem Artikel die Freigabe ner inrappflege und Lamit die Beseinigung der Monopolstellung der Stadtgärtnerei gefordert wird. Diese Forderung entspricht der Gerecht#a keit und ist Las Wesentliche unserer ganzen Bemühungen nach Einschränkung der Stadtgärtnere Ferner begrüßen wir die Forderung, daß die Stodtgartenverwaltung ihren Bedarf, ganz gleschgültig welcher Art, bei einheimischen Firmen deckt. selbstverstänklich zu Konkurrenzpreisen Die Herner Gärtner erhossen von den städtischen Körperschaften Verständnig für die vorgetragenen Würsche, damit nicht nur eine wesentliche Ersparnis im Stadtgarten= und Friedhofsetat ermöglicht, sondern auch die schwer um ihre Existenz ringenden selbständigen Gärtner gestützt werden, und zwar nach dem Grundsatz:„Allen zum Nutzen, keinem zum Schalen.“ Auch bei einer Einschränkung der Stadtgärtnerei glauben wir nicht, daß auf die bewährte Kraft des Herrn Stadtgartendirektors Ahrens verzichtet werden kann, umsomehr, wenn Herr Ahrens sich nachdrücklichst bemüht, künftig nur diejenigen Pflanzen in der Stadtgärtnerei ziehen zu lassen, die als Bedarf für die Bepflanzung der öffentlichen Grünanlagen und Friedhöfe sich eignen. Aus dem Zeitgeschehen Stichel- und Stachelverse. Von Dr. Stichel=Stacheldorn. n. 1. Die Konferens in Vermanenz. In Genf am gesichelten Sec Bespeist man den rettenden Dreh Doch kann man aus allerlei Gründen Den richtigen Dreh noch nicht finden In Genf am gesichelten Sec Tun vielen die Köpfe schon weh. Doch wie wir schon alle vernommen. Man ist noch nicht weiter gekommen In Genf am gesichelten See Geht's jetzt um die große Armee. Man möchte sie kleiner gestalten. Doch Frankreich sie mochte behalten. Mancher kehrte alles rein, Mancher tat es nur zum Schein; Jener tat nun seine Pflicht, Dieser aber tat sie nicht. So entstand in jener Zeit Manchmal schon ein Bürgerstreit, Um den Kehricht und den Mist. Was auch sehr begreiflich ist Dieses hatten nun die Stad: Und auch viele Bürger satt. Und so wur“' die Reinlichk Städt'sche Angelegenheit Einer nun für alle kam Der die Arbeit übernahm Diesem wurde dafür Geld Von den Bürgern zugestellt. In Genf am gesichelten See Steht Frankreich auf einsamer Höh'. Es schwärmt für die großen Kanonen Für Kreuzer und bläuliche Bohnen. In Genf am gesichelten See Bespricht man so manche Idee, Doch hört man beständig hier wieder Französische Sicherheitslieder. In Genf am gesichelten See ehlt leider die gütige Fee. ie alle Bedenken verwindet, Bis endlich das Mißtrauen schwindet 2. Der Kompf um den Juhrpark. In der alten, guten Zeit War man auch für Reinlichkeit. Doch es kehrte für und für Jeder nur von seiner Tür. Als nun stieg die Stadt empor, Kamen auch mal Klagen vor Auch die Kosten wurden hoch. Die der Mann dafür bezog Also nahm die Stadt nun die Reinlichkeit in Selbstregie, Schaffte Pferd und Wagen an Und den Fuhr- und Karrenmann Als ein Hof verkauflich stond, Kaufte sie ihn kurzer Hand Und sie hatte, tausendfroh. Nun auch Räume fürs Bür Spater fühlte sie sich stark Auch für einen Autopark. Der zwar keinen Hafer frißt Aber dennoch teuer ist Nun, da alles fertig steht. Man dem Park zu Leibe geht. Ja, in dieser Zeit der Not Denkt man gar an seinen Tod Unsre Vater stritten sich Um den Fuhrpark fürchterlich Lange tobte hin und her Kampf dafür und Gegenwehr Endlich siegte die Vernunft In dem Rat der Väterzunft. Was man so geschaffen hat. Bleibt erhalten nun der Stadt Der Betrieb kann weitergehn, Weil der Fuhrpark bleibt bestehn, Wenn man ihn geschlossen hätt“. Wäre Herne Schöppenstedt. 3. Jum Preisabbau. Alles geht so kunterbunter In den Preisen nun herunter. Alle Fenster sino bebildert, Und die Sachen sind beschildert. Weil des Reiches Kommissar Für den Schwund der Preise war. Viele Sachen, groß und klein. Müssen jetzt beschildert sein. Auf den Schildern ist zu sehn. Wie zur Zeit die Preise stehn, Wie z. B. gilt der Preis ür Kartoffeln und für Reis ür Gemüse. Obst und Brot n der Zeit der großen Not. ür Kakao, Schmalz und Fett, ür die Wurst, gefüllt mit Mett, ür den Hering und den Speck ur das Fleisch und Kleingebäck ür das Mehl und Makkaronen Und für Erbsen, Linsen. Bohnen, Auch für Butter, Margarine Und für Honig von der Biene, Auch für Kaffee, Grieß und Grutze Kommt der Abbau uns zunütze. Auch für Käse und für Nudeln Sinken Preise in den Strudeln. Auch für Haarschnitt und Frisar Und für Schuhreparatur, Schließlich auch, so lesen wir. Für das echte Herner Bier Dabei spielt nun eine Rolle Auch die Polizeikontrolle, Die sich immer sehr bemüht Und die Preise oft besieht. Prüfend wird dann festgestellt. Wie man's mit den Preisen hält. Ob auch alles richtig stimmt. Und was man für Preise nimmt Werden wir nicht gut bemuttert. Wenn nun alles klappt und buttert? Das kann so im allgemeinen Und als löblich nur erscheinen, Do#t sei hiermit festgestellt: Alles da, nur fehlt— das Geld 4. Merkwürdig. Manchmal werden, wie man schaut, Neue Schachte aufgebaut. Alte werden unentwegt Nacheinander stillgelegt läne werden ausgeheckt eld wird in den Bau gesteckt. Unermüdlich. Tag und Nacht. Wird ein neuer Pütt gemacht Wenn sodann nach langer Frist Alles fix und fertig ist, Wird die Arbeit konzentriert Automatisch durchgeführt Wenn die Leitung es nun will. Steht das Ganze wieder still, Wieder wird ein Plan gemacht Für den allerneusten Schacht Jeder Berg= und Kohlenmann Sieht das alles zweifelnd an Und der Laie steht davor. Wie der Ochs vorm neuen Tor 5. Warnung vor dem Konal. Mein Sohn, geh' nicht auf den Kanal! Das ware für dich sehr fatal, Das Eis ist nämlich nicht so fest Daß es sich viel gefallen läßt Schon mancher, der das Eis betrat Fand im Kanal ein kaltes Bad, Und wenn er nicht darin ertrank So schuldet er dem Retter Dank Die Jugend ist zwar jederzeit Zu einem Unsinn aern bereit, Doch manchmal büßt sie auch dafur Mein lieber Sohn, das sag' ich dir. Sei nicht so kühn und nicht so toll Das sage ich dir liebevoll, Bleib lieber an dem Ufer stehn, Dann kannst du auch nicht unter gehr Das Leben ist ein hohes Gut, Zerstör es nicht im Uebermut! Drum merke dir, in dem Kanal Ertrinkt man nur ein einzig Mai Ce S Leben— Sterben— Auferstehen I Abesdrot Aut einem Grabe Steht der Schnitter Tod. Die Sichel hängt in seiner Hand. Es harft der Wind an ihrem Rand Und er bedenkt sein grausig Werk. Da wächst er riesengroß. Sein Schatten dunkelt über die Gefilde Und sieh, der Hugel zahllose Gebilde MMit ihren Kreuzen allen Heben sich empor wie auf ein machtvolle: Oebor: Pemtniscere— gedenke Aut einem Grabe steht der Schnitter Tod, Und es wird Nacht——— Am nächsten Morgen aber feiern, iroh erwacht. Da wo des Todes Schatten lag. Auf Feld und Flur, in Wald und Hag. Mkrzveilchen prangend ihres Daseins ersten Tag Haus Witt! Granaten, Sonne und Karpathen 6 Erinnerungen Geisduts zum Gedachtuiotag der im Kriege Gesallenen. Lochwinter in den Karvartden. Tiefer Schnee und eine Und schaut in die Weite. In den stummen Judel dieser klirrende Kälte. Die Bergspitzen alitzern wie riesige einsamen Sonnenseligkeit. io voller Majestät und voller— Zuckerhüte. Alle Wege und Pässe sind vereist. Eine Versödnung. Als ob der Herrgott diesen Morgen ganz unendliche weiße Wuste, die nur selten dunkel durchbrochen eigens für ihn und seine Soldaten so verschwenderisch mit wird von langen Zügen mübselig kletternder Saumtiere dem Uebersluß an Schönheit und Güte aus einer anderen und schweigender Soldaten. Esliegt eine geisterhafte Stille Welt geschmückt hätte Symbel des Tages Von Prälat Dr. Raue M. d. N. itionale Gedenktage haben nur dann einen Sinn. ####wenn sie dem Gemeinschaftsbewußtsein s.g ganzen Volkes entsoringen oder wenigstens die Gemeinschaftskräfte anregen und stärken. Das deutsche Volk und sein Staat sind arm an einigenden Sombolen und Gemeinschaftsformen. Das kann nicht nur erklärt werden als Reaktion gegen das Zuviel an Aeußerlichkeiten im alten Regime. Es hat auch seine Ursache in dem Pluralismus der geschichtlichen Entwicklung. in der Uneinigkeit und Zersolitterung des deutschen Volkes. in leiner histortschen Zwietracht. die kein sombolformendes Einbeitsbewußtsein aufkommen ließ. Gewachsene, nicht intellektuell konstruierte Gemeinschaften finden ihre Sombolformen aus der Selbstverkändlichkeit ihrer inneren Gemeinsamkeiten. In dem Streben weiter Volkskreise nach lolchen Nevräsentationsformen braucht man nicht ohne weiteres eine Sucht nach prunkhaften Aeußerlichkeiten zu seben. Dann müßte man— wie das ja auch viele aus zeitbesangenen Vorurteilen tun— die katholische Kirche wegen ihrer Fülle an sinnbedeutenden Formen der Veräußerlichung zeihen. In den Sombolen liegt eine tiefere Bedeutung als es dem Nationalismus des liberalen Zeitalters schien. Jede Sombolik vermittelt in unmittelbaret Form Erkenntnisse von Wesenheiten, die sie darstellt. Sie ist Ausdruck einer schöpferisch gestaltenden Gemeinschaftskraft. Was der Kirche gemäß ist, braucht dem Staat nicht zum Schaden zu gereichen. Es wäre dringend zu wünschen. daß unsere Staatstevräsentation, die nicht nur eine Repräsentation der Staatsform. sondern auch der Staatsidee sein sollte, sich ihrer puritanischen Abstraktheit entkleidete. Sie Sehnsucht unseres Volkes nach einigenden symbolhaften Gemeinschaftsformen ist der Beweis für den Niedergang der individualistischen Gemeinschaftslosigkeit. Es muß gerade die Aufgabe unseres noch in Sitten und Gebräuchen bebarrenden katholischen Volkstums sein. dieses Gemeinschaftsstreben vor der nationalistischen und kollektivistischen Verirrung zu bewahren. es der Parteiung zu entreißen und in unparteilichen Formen, die dem ganzen Volke ungeteilt angebören. fruchtbar werden zu lassen. Da ist die besondere Aufgabe des katdolischen Volksteils. den positiven Kern der Volkstumsbewegung für unseren heutigen Staat und seine sombolische Formgestaltung zu retten. Der Volkstrauertag soll in diesem Sinne umfassendes Sumbol für die aus den Gräbern unserer Gefallenen sich erneuernde Einigkeit und Volksgemeinschaft werden. Es ist ein guter und heilsamer Gedanke, für die Abgestorbenen zu beten und in gemeinsamen Gedenken an sie einer neuen Versöhnung und Einigung entgegenzuschreiten. Hüten wir uns aber, dieses Leute, was das ganze Volk noch an einigenden Gedanken hat, den Gedenktag der Toten des Weltkrieges, zu einem Parteischauspiel zu machen. Die Toten gebören dem ganzen deutschen Volke. Sie können nicht von einigen aktivistischen Gruppen nur für sich in Anspruch genommen werden. Die Gefallenen haben nicht für Parteiideale gekämpft, sie sind nicht für Parteiziele gestorben, die nach glücklich erlangtem inneren über diesen Bergen. Ein singender Frieden. als ob es tag täglich Weibnachten wäre.— Und dann blötzlich ein rasendes Aufheulen aus unsichtbaren Maulern. ein dumpfes Wimmern und ein endloses Krachen: als ob die ewigen Berge in ihren Angeln zerbersten wollten. Schauriggrandiose Ouvertüre zur Winterschlacht in den Karparthen... Es ist Nacht geworden. Und die Kälte steht unbeweglich steif und starr wie Glas. Es darf kein Feuer gemacht werden und kein Licht. Die Soldaten haben sich in Mäntel und Decken gewickelt. Und versuchen zu schlafen. Die Posten lauern. Da brüllen unerwartet aus allen Vergen russische Kanonen auf. Schwere Minenwerser lassen ihre scheußlichen Geschosse wie betrunkene Zigarren gegen die Wachtdobe torkeln. Bunte Raketen und leuchtende Fallschirme spannen märchenhafte Lichterbogen von zauberischer Farbenpracht und Helle unter den sternigem Himmel. Die Stille der winterlichen Nacht ist zum rasenden Orkan von Metall und Eisen geworden:— ein Feuerüberfall der russischen Artillerie. Dann bricht das Feuer plötzlich ab. Und eine müde. dumpfe Schwere fällt auf den Berg: als ob die Erde stille stand. Der Offizier hat mit dem Fernglas in der Hand in einer kleinen Mulde nahe bei dem einen Minenwerser gebockt. Jetzt steht er aus. schüttelt den Schnee ab. ruft und winkt und soringt zu den dunkeln Gestalten. die noch immer am Boden liegen. Stöhnen und Wimmern und manchmal langgezogene Schreie! Aus einigen Löchern erbeben sich Leichtverwundete. andere sind noch ganz heil. Die meisten aber dleiben liegen und sind— stumm... Tote. fast alles Tote——— Die Toten sind tot. Die Verwundeten liegen in Decken und Schnee und stöhnen nach Hilfe. Die vaar, die ganz verschont geblieben sind. lausen stapfend umber, kauend oder rauchend. Der Offizier steht ganz allein am Rand eines groten Granattrichters; da. wo der Berg so steil nach Osten fällt. Und neben ihm liegen die Toten und jammern die Verwundeten... Sie sehen nicht die Sonne und spüren nichts von der drokatenen Rube dieser unendlichen Wintereinsamkeit: schuldlose Opfer einer babalonischen Geistesverwirtung. die schließlich im Blutrausch dieses Massenmordens enden mußte. Dieser Gottesmorgen der Karparthen in seiner überirdischen Schönbeit und Harmonie! Und dort im Schnee: drei Dutzend tote und zersetzte Menschen... Kinder einerseits die lotrechten. kablen pflanzenleeren Felstürme der Ritse, anderseits die weich gewellten, in üvoigsten Graswuchs und wunderbarer Blumenfülle prangenden Almweiden zu unseren Füßen. Neu ausgebaute Ortschafter mit ihren schmucken Häusern erfreuen unser Auge. Doch bestürmt uns unaufbörlich eine wehmütige und schmerzvolle Erinnerung an die Schrecknisse des Weltkrieges. an gesichts der neuen Häuser und vereinzelt stebender Ruinen Wir kommen nach„Certina d’Amvesze“. einen liedlichen, idollisch gelegenen Stadtchen inmitten diese: Wunderwelt. Nach kurzer Rast fahren wir weiter gei Osten. Blitzartig schnell wechselt hier das Landschaftsbild Schon nach einigen Kilometern andert sich der Anblick de Umgebung in so starkem Maßze, daß wir in einem wei entsernten Tale und inmitten ganz anderer Berge 3. fahren glauben. Wir meinen, in ein Märchenland der setzt zu sein, wenn die her ischen Givselgestalten, die idol lischen Tälchen, die schattigen Waldgründe, die malerischer Holzhütten, die lachenden Blütenfelder in buntem Wechse. vorüberzieben. Purvurrot grüßt dinaub der Givsel„Tre Croci"(Drei Kreuze). Zu unsern Füßen erblicken wir im Wiesengrunde viele weiße Kreuze eines italienischen Gottes! Viel mehr noch als Sonne. Schnee und Berge Kriegerfriedboses; überall stoßen wir auch hier noch an Kinder Gottes sind 1 Granattrichter und Häuserruinen. In rascher Folge und Der Offizier erschrickt. als er diesen Gedanken zu Ende denken will! Da klafsen Schlunde auf. die breiter und buntem Wechsel fahren wir vorbei an dem„Lago d Misurina", das Kampfgebiet des Weltkrieges hinter unt sieter sind, als der Abkand zwischen seiner zerschosenen zu., as.u Pischastadt„Pressenone. Priten=— und Höhe und den verdorgenen Artilleriestellungen der Russen.en# 2#, Melt der eiatlaten Gletscher diUnd er kann keine Brücke finden. Soll das der Sinn und 21 IX2— afh=maiben Saiben suhig und matestätiich in der Erfolg der missionalen Aufgabe an die Apostel vor####t#oten ow.. M#ä#en glänten im jetzt schon fast zweitausend Jahren sein:„Gebet bin und des Friedens für die gane Weltl Und— da im Schau; vie man es in manchen Augen sedt beim Absciednedmen. in Flandern, an de: Wie kill ist es doch dier! Der Tageslärm ist verstummt Und in Galizien, vor Verdun, in Flandern, an der nur die Berge reden leise, und der Wald flüstert. LaurSomme llos gleitet der Rosenmantel von den Schultern der BergEs mußz etwas nicht stimmen in der Welt! Mit idrer rielen. und das Gold ihrer Kronen erblaßt. In schneller Kultur. mit ihrer Philosovdie. mit ihrem Christentum. Fahrt erreichen wir wieder unser geliebtes„Volzano“— mit ihrer Gerechtigkeit! Es muß etwas nicht stimmen„Boze-“—. glücklich, diese unvergleichliche Landschaft der mit diesem Kriege... Dolomiten mit ihrer gebeimnisvollen Stimmung und Der Offizier schaut in die Weite. Und wendet sich um voetischen Reizen gesehen zu haben. Doch stille Wehmut Zu den Toten. Sie bleiben stumm. Er geht zu den Ver= bleibt in unserm Herzen zurück angesichts der vielen Helden. die in diesem schönsten aller Alvenländer ihre letzte Rudestätte gefunden haben. Irt.=Sellentirchen. Lotte Tiedemann Ein altes Zeitungsblatt J: wundeten. Sie reden wirre Dinge und stöhnen nach Wasser. Er ruft seine Soldaten zusammen. Es sind ihrer noch keine zehn. Und dann führt er sie an die Stelle. wo er eben selbst gestanden hat. Und zeigt ihnen die Sonne und die weißblübende Pracht der Karvartben. Und sagt kein Wort. Und auch die Soldaten schweigen Da setzt die russische Artillerie wieder ein. Volltreffer auf Volltreffer: Granaten und schwere Minen. Und der Schnee wird wieder rot——— d stebe an der Haltestelle der elektrischen Bohn oie eden davon gefahren ik. Kridbelnder Mitzmut durchströmt mich und läßt meine Füße ungeduldig scharren. Noch zehn Minuten dauernt es. bis zur nächsten Bahn. die mich hinüber nach Mainz bringen soll. Verstimmenderes als Warten gibt es nicht. Die Straße in ziemlich leer. Kurz nach 3 Uhr. am frühen Nachmittag, ist sie das meistens. Ein vaar Kinder svielen Hickel. Sie hüpfen auf m letzten Sommer saßte ich den Entschluß, das schöne dort liegenden Heldensöhne einen Grus aus der Heimat einem Bein von Kreideviereck zu Kreideviereck und tragen. Land Tirol auszusuchen. Vor allem dachte ich daran, zu widmen. Unter den vielen Deutschötterreichern liegen einen Stein auf der Handfläche.„Dumies Sviel!" denk den deutschen Brüdern und Schwestern Südtirols einen hier bestattet fünf reichsdeutsche Soldaten. Jedes Grab ist sich verächtlich und wende mich ab. Schaufenster gibt er auch hier wie überall mit einem schlichten schwarzen Kreuz versehen. Nach einigen Minuten stillen Gedenkens verlassen wir diesen Friedbof. und unser Auto hält an dem 1670 Meter boch gelegenen Lago di Caresza(Karersee). Es ist. als steigt ein ganzes Menschenleben aus diesen Tiefen mit dem Jammer und der Qual. der Lust und dem Glanz. der Last und dem Fluch. der Freude und dem Segen, ein Menschenleben mit seiner Sehnsucht nach Sonne und Rosen. Es ist, als tauche die ganze WunderUnseren Dolomitenkärnpfern 3 Besuch abzustatten, jenes deutsche Land aufzusuchen, um dessen Besitz fast 4 Jahre lang in mörderischem Kampfe gestritten wurde. Daher wandte ich mich an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Berlin mit der Bitte, mir mitzuteilen. an welchen Orten deutsche Kriegergräber sich befinden Kur nar meiner Abreise lief die Nachricht ein, daß deutsche Helden an folgenden Orten ruhen: in Col di Noda 83. in Balvarola 25. in Moena 5. in Lagazuei 5. in Canazei 4 und in Predazzo 4 Deutsche. So ging es nach meiner Ankunft in Innsbruck eines Tages von hier aus mit der Bahn über die jetzige Grenzstation Brenner in Neu=Italien hinein, zunächst bis nach Bolzano(Bozen). Nach einer Besichtigung dieser wunderschön gelegenen deutschen Kulturstadt(Standbild des Lyrikers Waltber von der Vogelweide), wandte ich mich an die deutsche Reichsbilfe für das Dolomitenland in Bol hier nicht oder nur langweilige...„Lumven. Altvavier Flaschen!"... ein Händler kommt die Straße berauf. die Hände in den Taschen. Er geht neben einem kleinen. munteren Pferd. das eine zweiräderige Karre mit Säcken und Gerümpel ziebt. „Lumven. Altvavier!“ Mir gegenüber öffnet sich ein Fenster. eine Frau mit rotem Gesicht winkt. der Mann bleibt stehen und sein Karren hält gerade vor mir. Er hakt den Zügel sent und läuft mit krummen Beinen über die Straße. Ich habe eigentlich weder Mann noch Pferd welt der Dolomiten aus diesem Wasser. Hinter ihm wirklich in mich ausgenommen. Geistesabwesend grissen springt der Latemar emvor wie des Domes Turm mit nur meine Augen das Bild auf. Ich ärgere mich noch Zinnen und Zacken. mit bunt wechselnder Zier. Er fängt immer über die verlorene Zeit. Das Pierd steht aber so dicht vor mir, das es sich Eingang in mein Empfindungsleben verschafft. Ich sehe es nun wirklich. Es in ein kleines Tier. mager. strunvig. mit klugem Kovi und scharsein mitenstraße mitten in das sonnigste. wechselvollste farben und blumenreichste aller Hochgebirge. Dumpf rauscht der Bach dernieder von der Alve Costalunga. Von dem tiefblauen Himmel berab wirft Frau Sonne ihre Stradlen in vollem Sommerglanze auf unsern Höbenweg. rein und klar ist die Luft. Immer gewaltiger erstehen vor unsern Augen die bis 3000 Meter hoch aufragenden Felsen des Rosengartens. Aus der Ferne leuchaus seinen ausgeplatzten Nähten allerlei altes Pavier. hauptsächlich Zeitungen. Das Pferdchen schüttelt heitig die srupvige Mähne, bleibt aber wenigstens stehen und ich sebe teilnahmslos und zufällig aus die vergilbten Papiere. Ein Blatt fällt mir durch eine ganze Reibe die Sonne auf und geleitet sie nieder aus dem dunklen Bau. Alles. was ich bisher in den Bergen gesehen und erlebt, alles steigt noch einmal aus diesem See. dem Auge zano. Ich möchte es hier nicht unterlassen, diese Reisehilfe der Dolomiten und noch viel mehr. Rätselhaftes. Undeut= Blick, durchaus frisch und kräftig. Wohl eine Art Steopenwegen ihrer sachlichen, zuverlässigen und kostenlosen Be= dares. Nie=Ersaßtes. Und wenn je ein Auge undezwing= pferdchen. Es schüttelt beitig mit dem Kovf. daß sein zuratung aller Reisenden— gleich welcher Nation— be= lich meine Liebe fordert, ist es dieses, das bezaubernd auf sammengeflicktes Geschirr klirrt und die alte Karre ächzt. sonders aber meinen Landsleuten zu empfehlen, wenn sie mir ruht..„ Seine Zähne knabbern am dlanken Gebiß und seine Zunge das Wunderland der Dolomiten kennen lernen wouen.] Noch ganz unrer dem Zauber des Kareriees stehend, wielt mit dem glatten Metall. Am Schenkel bat es eine Ein dequemes sechssitziges Reiseauto mit einem sachkun verfolgen uns aus unserer Weiterfahrt die markanten große Narbe und unter dem Kummet ist das Fell abgedigen Führer brachte uns eines Morgens in aller Früde Feisgestalten dieser Alpenwelt. Da liegt vor uns der Ort schürft. Plötzlich zieht es an und setzt beide Vorderhuse recht bald auf die seit 1909 vollendete weltberühmte Dolo= Canazei. Gleich steigen wir aus, denn wir wissen, auf den Bürgersteig daß hier deutsche Heldengräber zu finden sind. Dort an Ich erschrecke. nehme es beim Zügel und führe er einer Anhöbe stehen zahlreiche schwarze Kreuze mit weiß= zurück. obwohl ich immer etwas Angit vor Pferden habe. beschrifteten Taseln. die Namen und Trupventeile der weil ich ihnen nie in meinem Leben näberkam. Durch diese Toten angeben. Inmitten der Kreuze steht eine kleine halbe Drehung rollt ein Sack von dem schlecht geschichteten Friedhofskavelle mit der Inschrift:„Oltre la tomba, o tutti Karren herunter, und als er aus die Straße fällt, quillt fratelli Pace! Qui sulla terra, eitre la guerra, o tutti tratelli. Amore!"„Ueber das Grab hinaus. allen Brüdern Friede. Hier auf der Erde. über den Krieg hinaus. tet ewig jung und ewig schön das Firnenhaupt der Mar= allen Brudern Liebe.“— Wir photographieren die molata. Bald hält unser Reisewagen in Predazze.] Gräber unserer gefallenen Landsleute, um so auch vielleicht Schnell steige ich aus. um dem Heldenfriedbos einen Besuch den Angehörigen einen Liebesdienst erweisen zu können. Todesanzeigen besonders in die Augen. Ich hebe es, immer abzustatten. Hier ruhen neben zahlreichen Deutschöster= Auch dieser Friedhof ist bei sorgsamter Pflege gut er= noch in jener gelangweilten Stimmung des Wartens und reichern vier deutsche Krieger. Der Friedhof. auf einer halten. Auffallend ist, daß hier so viele Helden den Tod nur wenig delebt von einer nicht gerade edlen Neugier. Anhöbe liegend. macht einen guten Eindruck. Nachdem ich fanden infolge Lawinenverschüttung, wie auf den Grab= aus. Das Papier ist gelb und unsauber; als ich es in der einige Aufnahmen von diesem guterhaltenen Frieddof steinen noch zu lesen ist. Angesichts dieser Todesursache Hand halte. will ich es eigentlich schon wieder fallen lassen gemacht hatte. setzte ich mit meinen Reisebegleitern die schweisen unsere Gedanken hinauf zur ehemaligen Ver=— lese dann aber doch die oberste Anzeige: Autofahrt fort durch die Felsgestalten der Dolomiten. die teidigungslinie hoch in den Felsgesteinen der Dolomiten. in scharf gezeichneten senkrechten Linien das Gelände hoch in stiller Wehmut gedenkend all der unsäglichen Mühen.] Am 18. Februar 1916 tiel mir der dritte Sohn und mächtig überragen. Jede dieser Gestalten ist ein Strapazen und überaus großen Entbehrungen unserer! Karl Seorg Welsere Charakter, is eine Persönlichkeit für sich. Wer sie einmal draven Vaterlandsverteidiger. auf dem Felde der Ehre geseben dat, wird sie nie mehr verwechseln: er kennt und Mit einem ktillen Memento an unsere Helden besteigen unterscheidet die Türme der Drei Zinnen, die Kupveln des wir wieder unser Auto über dem„Passe di Pordei“.—. Ju tieser Trauer Cristalle, das Horn des Antelae, die Zange des Latemg:. Meter hoch. Hier kehren wir zu einer kurzen Rast und Katbarina Welsers geb. Zimmermann die Zinnenslucht des Rosengartens und den Silberschild Eri##cung ein im„Alberge Maria“. Selbst in unser „ der Marmolata. Und zu dem Zauber der Fform komm!#immer schauen hinein die bleichen Felsen der DoloFrieden das deutsche Volk wieder an die Schwelle des das Wunder der Farde. Die Dolomiten wechseln, je nach mtten, die den Himmel stürmen und die Sonne auf ihren Bürgerkrieges führen. Unser Denken am Volkstrauertag Tageszeit und Beleuchtung vom tiessten Blau üder Grau Schuliern tragen. Wir brechen auf. immer weiter gen zielt nicht auf volkszersetzende Parteiung, sondern auf und Gelb dis zum feurigsten Rot. Wenn dann der letzte Ouen, in die Welt sonniger Marchen und ungestörter vielt nicht auf vollszersetzende Bartetung, kondern— Sonnenktrahl verloscht in. erblassen die Dolomiten und Träume; kein Laut, alles still. Es ist, als munse das gavonfährt, io# m— Wetie brei Knaben, unser gesamtes deutsches Volkstum, für welches die uberstrahlen mit einem dleichen Weiß die finster umschat: Munderbare, das diese Welt birgt, ern kommen. Link risch und rotwangig, wie jene Kinder dort. zwei Millionen ihr Leben zum Opfer brachten. Wir geben reten Schluchten und Forsten. Kein Gebirge ist so mannig= und rechts von unserm Höhenwege erdlicken wir zahlreiche—#or drei Soldaten im seldgrauen Rock. unsere Toten nicht für Parteivarolen frei; sie sind nicht faltig in seinem Wechsel, so reich an Ueberraschungen. Häuserruinen. Granattrichter und Baumstümofe: wir und b####rne#ke., irgenwo in Rußland oder im Glauben und in der Hoffnung eines parteimäßig] Weiter gebt unler Auto die weltberühmte Dolomiten= im cvemaligen Kampfgediet. Unser Wagen fährt über und sebe in mmmsbuczten nälkischen Christentums verblichen, kondern straße vorbei an lieblichen Dörfern und Märkten, über den„Passe di Falzarego“ 2117 Meter boch. Auf einer! Fremdes Schicksal und doch bluteigenes Schicksal des eugekußten volkischen Chtinentums verdiiche. einsame Höben, entlang bimmelanstürmender Felsen und Ebene vor den hohen Felsblöcken erhebt sich ein schlichter eigenen Volkes greift mir mit solcher Gewalt ans Herz, im Glauben des wahren geossenbarten Christentums und Zinnen an dem Orte Moena vorbei. Doch hier machen Denkstein. ein Wahrzeichen des grausigen Weltgeschehens, daß ich die elektrische Bahr in der Hoffnung auf die Erlösung durch Jesus Christus.„wir wiederum eine kurze Rast. um den Grabern unserer Nun gleitet unser Auto die Dolomitenstraße hinunter. Tränen vor: Ich lasse die Hand finken, aber das Zeitungsblatt umschließen meine Finger. Ich sehe das lebendige, kleine Pferd nicht mehr, sebe nicht mit Bewußtsein den zurückkehrenden Mann. der schimpsend den Sack aufläd und davonfährt, ich sebe mit meiner Seele drei Knaben. „Herde, Oefen Waschmaschinen Fahrräder Hinderwagen ca. 150 Zimmer. Das führende und größte Möbel-, Herd-, und Ofenhaus im ganzen Bezirk. Bochum— Wanne-Eiche Gegr. 1890 Herne, Bahnholstr. Sa b u.e Herne— Dortmund Nummer 42, Trittes Blati Herner Anzeiger hamstag, den 20. Februar 1932 9 Freudentag in Herne-Holthausen Benediktion der neuen Dreifaltigkeitskirche. Der Bau in künstlerischer Würdigung vom Architekten Wibbe, Hamm, geschaffene Dreisaltigkeitskirche, die in schwieriger Zeit ihrer Besommung übergeben wird, ist ein Bau, der schon deswlb beachtenswert ist, weil er nach jeder Richtung sin den Verhältnissen und Bedürfnissen der Jetztzeit Rechnung trägt. Das Kirchengebäude steht auf einem Gelände, das durch den Bergbau stark gefährdet ist. Demgeman wurde die Bergschadensicherung nach den Angaben der Bergwerksverwattung der Ver. Stahlwerke durchgeführt. Der ganze Bau steht auf einem großen Eisenbetonrahmen der rechnerisch so stark bemessen ist, daß Rissebildungen unmöglich sein sollen, wohl aber ein Verkanten des ganzen Bauwerkes möglich ist.. zukommt, wird die feierlich=sakrale Wirkung des Kirchenraumes vollkommen sein. Einige mehr technische Angaben seien noch angefügt. Die größte Länge der Kirche beträgt 40 Meter, die größte Breite 18 Meter, die Traufenhöhe 10 Meter, die Gewölbenöhe 10,80 Meter. Das Innere bietet etwa 500 Sitzplätze für Erwachsene und Kinder und ca. 600 Stehplätze für Erwachsene. Außerdem ist noch die 80 Quadratmeter große Sängerbühne vorhanden, die vollständig frei ist, da die Orgel im zweiten Turmgeschoß untergebracht ist. Die Baukosten betragen inkl. Ausstattung und Inrentar ca 140 000 Mark. Das ist eine Bausumme, die bei co. 8000 Kubikmeter umbauten Raumes für mehr als mäßig Die Kirche ist ein Stahljachbau, aus Nor= anzusehen ist. Nur die gewissenhafte Arbeit des Arnalstahl hergestellt, mit Klinkern verblendet und chilekten, des Kirchenvorstandes und der Unternehmer nit Schwemmsteinen hintermauert. Diese Bautechnik konnte ein solch günstiges Resu'tat erzielen. Daß dasbedingt ohne weiteres für den Außenvau wie für den Innenraum eine entsprechend einfache sachliche Form. Schmuckendes Beiwerk, äußerlicher Zierrat konnten nicht in Frage kominen. Lediglich die gegeneinander lesetzten Baumassen selbst, das hohe Kirchenschiff mit bescheidenen, niedrigen Seitenschifsen und dem Sakristeibau, die trotz ihrer bescheidenen Höhe doch wuchtige Portol= und Turmfront mit den Orgel= und Glockenkammern, daneben der Kapellenhau, sie bewirken in ihrer Klarheit und in ihrer Grupvierung zueinarder die erwünschte Gliederung und Rannigsaltigkeit des Gesamtbaues und lassen denelben keineswegs nüchtern erscheinen. Mit einfachen ind bescheidensten Mitteln ist doch eine vorzügiche orchitektonische Wirkung erzielt. Nur an dem Hauptpoltal und an den Einfassungen der großen Frontsenster und dem Taufkapellenfenster st zur Belebung und als Gegenwirkung zu dem dunkein Klinkermaterial heller Werkstein verpandt. Turm= und Seitenschiffdächer haben Kuparbedachung, evenso sind die Rinnen und Woallrohre aus Kupfer. Das Dach des Kirchenschiffes st mit Taerto gedeckt. Wie sich die jetzige, wohlruende, grüne Färbung der Dächer im Gegenspiel zu der seinen Strultur und Färbung des Klinkernauerwerkes in der Industrieatmosphäre für die Dauer halten wird, muß erst die Zukunft lehren. Der klaren sachlichen Gestattung des Außerbaues entspricht der Innenraum. Hier ist in erster Linie eine große, geschlossene, einheitliche Raumwirkung erstrebt. Der Kirchenraum ist zast pfeilerfrei, daher gewährt er von allen Stellen aus freie Sicht auf Chor und Altar. Die Seitenschiffe, eigentch nur Seitengänge, sind bewußt niedrig gehalten, damit sie in keiner Weise die Einheit und Geschlossenheit des Hauptraumes beeinträchtigen können. Sie ollen auch nur in erster Linie als Zugang zu den Plätzen des Hauptschisses und zur Aufnahme der Beichtstühle und des Kreuzweges dienen. Laienraum und Chor der Kirche bilden architekton'sch eine Einheit, mit dem ideellen Zentrun., dem Hochaltar, um den sich die gläubige Gemeinde mit dem Priester zur liturgischen Gemeindefeier des dl. Opfers scharen soll. Demgegenüber hat mit Recht die Kanzel einen bescheidenen Platz und eine besche dene Ausbildung erhalten. Sie stört keineswegs den liturgischen Reum und erfüllt trotzdem an dieser Stelle vorzüglich ihren Zweck Bei der Ausgestaltung des architektonisch sonst so groß und konsequent gedachten Innenraumes ist später leider eine Inkonsequenz begangen worden. Urprünglich war für den oberen, etwas höher liegenden Mittelteil der Decke, entsprechen der Stahlkonstrukt on und der ganzen Struktur des Gebäudes eine flache Balkendecke vorgesehen. Dafür hat man später ein ziemlich flaches Rabitzaewölde mit etwas unruhiger, spielerisch wirkender Gliederung angebracht und auf die wotlbedachte, zum Raume passende, feine Rhythmik der Balkendecke verzichter. Die jetzige Decke bringt ein ganz fremdes Element in die Raumkonstruktion und bedeutet eine unangebrachte Konzession an alte, liebgewonnene Anschauungen. Der Hochalt### und die Kommunionbank sind aus mattpoliertem deutschen Marmor und in schlichten Formen gehalten. Das edle Material kommt so zu feinster Wirkung. Der liturgisch allein bedeutame Altartisch ist durch die nach allen Seiten weit überstehende Platte als solcher in seiner Weise betont. Nur eine kleine Leuchterbank= und ein schlichter Tabernakelschrein finden auf dem Altartische ihren Platz. Auf einen Altarausbau, der vielfach den eigenklichen Opfert''ch zur Bedeutung eines dienenden Sockels herobdrückt, ist mit gutem Recht verzichtet. Dafür hat die Alvarstätte eine einzigartige Betonung erhalten durch das herrliche Chorgemälde von Ernst Bahn, Münster. Die große fensterlose Rückwand des Chorraumes ist benutzt für die gewaltige Darstellung der hl. Dreisaltigkeit nebst Heiligengruppen zu beiden Seiten Vor der mächtigen schwebenden Gestalt des Gottvaters steht, von schwebenden Engeln gehalten, der Gottessohn am Kreuze. Ueber seinem Haupte schwebt der hl. Geist. Die Gruppe ist von einer kaum zu übervietenden Feierlichkeit und Größe. In ihrer durchschlagenden monumentalen Wucht und Erhabenheit beherrscht sie den ganzen Kirchenraum. Zu beiden Seiten steht je eine vorzüglich komponierte Gruppe ausdrucksvoller Heiligengestalten. Lokalpatrone und Standespatrone, die an beteno zur hl. Dreifaltigkeit ausschauen. Dieses Gemälde gibt der Dreifaltigkeitskirche die beherrschende Note und dem ganzen Kirchenraume eine eindringsiche Feerlichkeit. Ernst Bahn hat sich in diesem Bilde als ein Meister der großen monumentalen Komposition und der richtig verstandenen wandgemäßen Flächenkunst erwiesen. Zu bedauern ist nur, daß ihm die nötigen Geldmittel für eine Ausführung in echter Freskotechnik nicht zur Verfügung gestellt wurden Die notgedrungen angewandte Kleim'sche Technik läßt gegenüber der Freskotechnit immerhin in etwa die seine milde, künstlerisch so woo uende Farbwirkung im Sinne edelster Wandmalerei vermissen. Der übrige Kirchenraum ist einfach, in guten Farvtönen getüncht. Wenn erst die fardige Lichtwirkung der vorgesehenen Glasmalereien hinselbe nur möglich war bei Anwendung modernste Bauformen und Baumittel sei nur nebenbei erwähnt Privatdozent Dr. theol. er phil. Karl Hölker Das Chorgemälde Beherrschend erhebt sich über dem als Tisch aus deutschem Marmor gebildeten Hochaltar das Monumentalgemälde des Kirchenmalers Bahn(Münster.) Dr. Hötker hat es in seinem Arkikel schon würdigt. Hier soll noch gesagt werden, war die guren darstellen. In der Mitte befindet sich die hl. Dreifaltigkeit: Christus, der König und Triumphator, mit der Krone, die Kreuzbalken getr. gen von Engelfiguren, darüber der hl. Geist(Taube) und Gott Vater, der Schöpfer und Herr der Welt. Zu beiden Seiten der Mittelgruppe befinden sich je fünf Heiligenfiguren. Auf der Epistelseite sind es die hl. Barbara, die Patronin der Arbeiter, besonders der Vergleute, der hl. Judas Thaddäus, der als Nothelfer in unserer Gegend verehrt wird, der hl. Aloisius, der Patron der Jugend. der hl. Liborius, der Patron der Paderborner Diozese, und der hl. Blasius, der Ortspatron von Holthausen. Auf der Evangelienseite erblickt man den hl. Franz von Assisi, der gewählt wurde mit Rücksicht auf unsere notvolle, freudlose Zeit, die Nächstenliebe fordert, und mit Rücksicht auf das Leben in der Industrie fern von der reinen Natur, ferner die hl. Elisabeth, die Patronin der Armen und Kinder, den hl. Isidor, den Patron der in Holthausen noch einigermaßen zahlreich vorhandenen Landwirtschaft, den hl. Vinzenz von Paul. den Apostel der Karitas und der Waisenkinder, und schließlich der hl. Augustinus, den tiefen Denker über die Geheimnisse der hl. Dreifaltigkeit. So ist in diesen Figuren alles gesagt, was die neue Kirche sein will, was die Zeit fordert und Gemeinde und Diözese an heiligen Patronen verehrt. Die Geschichte der Pfarrgemeinde und des Kirchenbaues. Früher gehörten Holthausen, Bölnig=Sodingen, Horsthausen, Rauxel, Schwerin, Merklinde und Frohlinde zur alten Lambertus=Pfarrei in Castrop. Als in Holthausen die Kolonien der Zeche Mont Cenis entstanden und auch sonst der Bergbau immer mehr Einwohner in das dörfliche, ganz und gar ländliche Holthausen brachte und als sich die Schulklassen vermehrten, da wuchs auch das Bedürfnis nach einem eigenen Gotteshaus inmitten der Gemeinde Treibende Kraft zur Erfüllung dieses Wunsches war der Landwirt Heinrich Tappe(gest. 1911). Im Jahre 1905 wurde ein Kirchbauverein gegründet. Es gab zunächst noch heftige Kämpfe um die Lage der neuen Kirche zwischen Dorf und Kolonie, zwischen Holthausen und Castrov. viele Beratungen waren erforderlich, bis schließlich die Landwirte“ Tappe und Haacke den gordischen Knoten durchschlugen, indem sie beschlossen, das Kirchengebäude auf ihren Namen an der Mont=Cenis=Straße zu errichten. Man sah sich zunächst nach einer provisorischen Kirche um. Im Dezember 1906 kam ein Kaufvertrag mit der Kirchengemeinde St. Mariä Geburt in Essen=West zustande, nach dem man deren hölzerne Notkirche mit Inventar übernahm und auf dem Grundstück an der Mont=Cenis=Straße wieder aufbaute. Eine neue Schwierigkeit trat ein, als man entdeckte, daß im Eifer des Schaffens vergessen worden war. die Genehmigung der Regierung und zuständigen Ministerien einzuholen. Endlich war auch diese erreicht, und so konnte dann am 25. März 1908 die Einweihung der Notkirche erfolgen. Es war ein Freudentag für die ganze Gemeinde. Eine eigene Pfarrgemeinde war man allerdings vorerst nicht. Zunächst kam Sonntags ein Geistlicher von Castrop herüber, der den Gottesdienst hielt. Aber bereits kurz nach Ostern 1908 richtete der Bischof von Paderborn eine Vikarstelle ein, die dem Vikar Koch aus Bracht übertragen wurde. Sofort ging es an die Organisierung des gemeindlich kirchlichen Lebens. Als erster bildete sich der Arbeiterverein, im nächsten Jahre der Jünglingsver ein, die Jungfrauen=Kongregation und der Paramen tenverein, ebenso wurde der Elisabethverein, der schon einige Jahre vorher gegründet worden war, neu be lebt. Von den Oblatenpatres aus Grevenbroich wurd1910 die erste Mission gehalten. In diesem Jahr stifteten auch mehrere Mitglieder der Gemeinde eine Statue und den Taufstein. Eifrig war man bestrebt die dürftige Notkirche auszuschmücken, die Gemeindzusammenzuschmieden und das religiös=kirchliche Le ben zu fördern und zu entfalten. Schwierigkeiten gab es aber auch weiterhin. Dar zeigte sich besonders bei den Bemühungen, zur eigenen Pfarrei erhoben zu werden. Man war ja immer noch bloße Filialgemeinde von Castrop, und es bedurfte zahl reicher Verhandlungen mit dem Kirchenvorstand von Castrop, den geistlichen und weltlichen Behörden, bis man im Jahre 1912 die Sicherheit hatte, die Errich tung einer eigenen Pfarrei in naher Aussicht zu ha ben. Aber auch jetzt gab es noch Gegenarbeit und Proteste von Seiten einiger Bürger, die die alten Be ziehungen zu Castrop nicht abbrechen lassen wollten (dieselbe historisch bedingte Verbundenheit hat ja auch vor einigen Jahren bei den Eingemeindungskämpfen eine Rolle gespielt). Endlich, am 1. April 1914, wurde die Kirchengemeinde Holthausen zur Pfarrei erhoben. Um diele Zeit erhielt die Kirche auch das erste große Neuanschaffung eine Orgel, es wurde eine Borromäusbibliothek gegründet, und im Jahre 1915 erhielt die Kirche eine Kanzel. Kurz nach der Erhebung zur Pfarrei war inzwischen der Arieg hereingebrochen. Viel Schmerz und Leid brachte er über die Gemeinde. 81 Tote und 15 Vermißte hatte sie zu beklagen. Ihre Namen sollen in der neuen Kirche auf einer Marmortafel verewigt werden, die in der Kriegergedächtniskapelle unter der Kreuzigungsgruppe, einer schönen, neubemalten holzgeschnitzten Figurengruppe, die auf Konsolen an der Wand neben der Taufkapelle steht, angebracht werden soll. Erst nach dem Abschluß des Krieges konnte man daran denken, das ursprüngliche Ziel der Errichtung eines eigenen endgültigen Gotteshauses wieder zu verfolgen. Vorerst machte sich aber noch eine andere große und dringende Aufgabe geltend. Es war die Schaffung eines Zentralpunktes für soziale und Vereinsarbeit in der Gemeinde. Deshalb wurde im Jahre 1923 ein Grundstück an der Memeler Straße erworben, auf dem im Jahre 1928 ein Schwesternhaus errichtet wurde, das am 24. Oktober desselben Jahres eingeweiht werden konnte. In diesem schönen, Gevorgenheit ausstrahlenden Hause wohnen 4 Binzentinerinnen aus dem Paderborner Mutterhause. Diese barmherzigen Schwestern unterhalten ambulante Krankenpflege, einen Kleinkindergarten und eine Handarbeitsschule. Außerdem halten hier auch die kirchlichen Vereine ihre Versammlungen ab. Schließlich ist noch die Vorromäusbibliothek in diesem Hause untergebracht. Immer notwendiger wurde in den Jahren nach dem Kriege die Errichtung eines neuen Gotteshauses. Die hölzerne Notkirche, ärmlich, im leeren Zustande oft mehr an einen ländlichen Tanzsaal als an eine Kirche erinnernd, undicht, stets feucht, dem Einfluß von Sturm und Regen ausgesetzt, verlangte gebiete risch nach einem würdigeren Ersatz. So hielt man denn 1924=25 Ausschau nach einem Grundstück ffür die neue Kirche. Auch jetzt begann wieder das Rätselraten um die geeignetste Stelle. Zunächst wurde von der Kirchengemeinde St. Lambertus in Castrop das Grundstück an der Westseite der Memeler Straße erworben. Wichtige Gründe veranlaßten aber den Kirchenvorstand, sich das jetzige Grundstück an der Ostseite der Börsinghauser Straße zu sichern. Nun war zwar das Grundstück da, aber kein Geld zum Kirchenbau. Ein alter Fonds, der schon angesammelt war, war der Inflation zum Opfer gefallen. Und einer Arbeiterpfarrei wie Holthausen war es in der jetzigen schweren Zeit einfach unmöglich, so vie Geld aufzubringen. Da beschlossen dann im Januar 1929 die Kirchenvorstände aller kath. Pfarreien von Herne, einen Gesamtverband zu bilden, der den kleineren und schwächeren Gemeinden bei der Durchführung ihrer Aufgaben helfen sollte. Die Statuten für diesen Gesamtverband wurden von allen Kirchenvorständen einstimmig angenommen und der bischöflichen Behörde vorgelegt. Aber eine ministerielle Verfügung machte die Durchführung des groß gedachten Planes unmöglich. Auf Empfehlung des bischöflichen Gene ralvikariats in Paderborn beschlossen dann schließlich die Kirchenvorstände im Frühjahr 1930, einen jähr lichen Zuschuß zur Verzinsung und Amortisation des Baukapitals zu zahlen. Man glaubte bestimmt, im Herbst mit dem Bau beginnen zu können. Da gab es im letzten Augenblick eine neue Enttäuschung: das Ministerium hatte die auf Grund der Beschlüsse der Kirchenvorstände in Aussicht gestellte Anleihe abgelehnt. Das war ein schwerer Schlag und vorerst das Ende aller kühnen Hoffnungen. Eine Neubelebung erhielt das Kirchenbauprojekt jedoch bald darauf, als im November 1930 der hochw Herr Erzbischof Dr. Caspar Klein zur Firmungsreise nach Herne kam. Damals sicherte er dem Kirchenvor stande die Genehmigung einer Haus- und Kirchenkollekte zu, deren Ertrag den Grundstock für die Finanzierung des Kirchbaues bilden sollte. Die darüber hinaus noch notwendige Anleihe sollte mit Hilfe der übrigen Kirchengemeinden verzinst werden. Mittlerweile hatte auch der von Deipl-Ing. W####esamm geschafene Entwürf zur neuen Kirche eine Umänderung erfahren Man hatte sich aus Ersparnis= und anderen Gründen für einen Stahlikelettbau entschieden. Die neuen Pläne, die auf Forderungen der Ver. Stahlwerke zu rückgingen, die einen Steinbau auf dem Bergschäden ausgesetzten Baugelände für zu schwer gehalten hatte wurde im Januar 1931 den Behörden eingereicht, un Feoruar waren sie genehmigt, dann erfolgten noch erhandlungen mut den Vereinigten Stahlwerken, und am 1 9. Juni 1931 war endlich der seit fast 30 Jahren in Holthausen ersehnte Tag gekommen, wo der erste Spatenstich für die neue Kirche geian werden konnte. Zuerst wurde der Fundamentkranz zur Sicherung gegen Schäden durch Bodensenkung gelegt, dann wurde das Stahlfkelett errichtet, dieses wurde mit Stein umkleidet, das Dach wurde gezimmert, und als der Winter begann, stand das Werk im Rohbau fertig. Zwar brachten Frost und Kälte mehrfach Unterbrechungen, die Hoffnung, schon das Weihn#tsfest in der neuen Kirche feiern zu können, die man det der feierlichen Orundsteinlegung am 13 September noch schwach gehabt hatte, erfüllten sich nicht. und zum Schluß gab es noch Verzögerungen durch päte Lieferung bestellter Arbeiten(z. V. Fertigstellung der Orgelreparatur), doch nun ist es endlich so weit. Ein langer Leidensweg voller Rückschläge und Enttäuschungen ist überwunden, und mit um 1o größerer Freude darf, daher heute die Kirchengemeinde Holthausen mit ihrem tatkräftigen, unermüdlichen Pfarrer an der Spitze den glücklich erreichten Tag der feierlichen Ingebrauchnahme des neuen Gotteshauses begehen. Die Zeremonien der Benediktion. Wenn morgen die ursprünglich vorgesehen geweene Konsekration der neuen Kirche durch den hochwürdigsten Herrn Erzbischof vor sich gegangen wäre, so hatte man Gelegenheit gehabt, den ganzen Reichtum und die symbolische Tiefsinnigkeit der kirchlichen Zeremonien und Gebete zu erleben, die mit einer Kirchenkonsekration verbunden sind. Man hätte Gelegenheit gehabt mitzuerleben, welch gewaltiges. Generationen und vor allem Himmel und Erde miteinander verbindendes Ereignis die Ingebrauchnahme einer neuen Opferstätte, eines Zeltes Gottes unter den Menschen für die Kirche bedeutet. Man kann das äußerlich schon daran ermessen, daß eine Konsekration nicht weniger als 3 Stunden dauert und daß der konsekrierende Bischof am Tage vorher einen Fast= und Abstinenztag halten muß. Wir werden diese Konsekration allerdings noch zu erleben die Freude haben, denn eine Konsekration, hauptsächlich des Altares. muß auch bei einer benedizierten Kirche noch stattfinden Morgen wird nur eine Benediktion vorgenommen. Sie ist wesentlich einfacher. Um ½10 Uhr zieht die Prozession der Geistlichen. Engelchen und Metzdiener, ohne Teilnahme der Erwachsenen, von der alten Kirche zur neuen. Vor dem Hauptportale bleiben alle entblößten Hauptes stehen. Dechant Düwell, der vom hochw. Herrn Erzbischof mit der Benediktion beauftragt ist, spricht dort zunächst, angeran mit Albe, Stola und weißem Chormantel, ein Gebei acrones nostras) zur Herabflehung des göttlichen Segens für die nun beginnende Handlung. Dann stimmt er die Antiphon Asperges me an, die andern Geistlichen fahren fort, wie beim Sonntagshochamt vor der Austeilung des Weihwassers. Währenddessen zleht die Geistlichkeit um die Kirche herum, wobei der Dechant die obere Seite der Mauer und das Fundament mit Weihwasser besprengt. An den Ausgangspunkt zurückgekehrt, wird wieder die Antiphon Asperges me angestimmt, darauf folgt die Oration Domine Deus. in der Gott angefleht wird, die neue Kirche durch die Eingießzung seiner Gnade von allem Unziemlichen zu reinigen, sie in der Reinheit zu bewahren, wie beim Salomonischen Tempel die Wünsche der Erbauer in ihr zu vollenden und durch die hl. Dreifaltigkeit alles geistig Prosane daraus zu verdannen Nach diesem Gebete ziehen alle Geistlichen paarweise in die Kirche ein, während die Gläubigen vorerst draußen bleiden. Sie sollen erst die geweihte Kirche betreten. Im Innern ist die neue Kirche vorerst völlig schmucklos Die Altäre sind ohne Altartücher, ohne Leuchter, ohne Blumen. ohne jeden Zierat. Die eintretenden Geistlichen schreiten zunächst zum Hochaltar, knien dort nieder und singen die Litanei von allen Heiligen. Nach der Bitte„Ut omnes fidelibus detunckis“ erc. erhedt sich der Dechant und stimmt die Bitte an. Gott möge diese Kirche und diesen Altar zu seiner und der hl. Dreifaltigkeit Ehre reinigen und segnen, wobei er in Kreuzform Kirche und Altar segnet. Dann kniet er wieder nieund die andern setzen die Litanei bis zum Ende ort. Nach dem letzten Kyrie erhebt sic der Dechant betet die Oration Praeveniat nos, in der Gottes Barmherzigkeit und die Erhörung der Gebete auf die Fürbitte aller Heiligen hin erfieht wird. Danach hiet er in einiger Entfernung vom Altare. d. h zwischen Altar und Geistlichen, die um ihm herumtehen, nieder, spricht unter einem Kreuzzeichen„Deus. in adjutorium meum intende“(Gott. eile mir zu helfen), steht auf und betet nach den üblichen Responsor#en die Oration„Omnipotenz et untencors Deus“, in der Gott gebeten wird, die stellvertretende Handlung des Priesters durch seinen eigenen Einzug in das Gotteshaus zu erfüllen, das Gotteshaus zu segnen, die Damonen zu vertreiben und die Engel des Friedens einziehen zu lassen. Darauf intoniert der Dechanz die Antiphon Benedic etc.(Segne. Gott, dieses Haus, das Deinem Namen errichtet wurde), dann werden von den Geistlichen die Psalmen 119(Als ich betrübt war, rief ch zum Herrn und er erhörte mich). 120(Ich habe meine Augen zu den Bergen erhoben, von denen mir Hilfe kommt) und 121(Ich habe mich darüber gefreut. daß mir gesagt wurde: Wir gehen zum Hause des Herrn) gebetet. In dieser Zeu besprengt der Dechant, auf der Evangelienseite anfangend, die Innenwände der Kirche oben und unten unter den Worten Asperges me eic. Zum Hochaltar zurückgekehrt, spricht er die Schlußoration. die lautet: Gott. der Du die Deinem Namen geweihten Orte heiligst, gieße über dieses Haus des Gebetes Deine Gnade aus, damit alle. die hier Deinen Namen anrufen. Deine barmherzige Hilfe erfahren Unter Anrufung Christi und der dl. Dreifaltigkeit endet die wechevolle Benediktion. Nunmehr ziehl die Prozession, Erwachsene und Kinder, zur alten Kirche, von wo das Allerheiligste abgeholt und in feierlichem Zuge in das neue Gotteshaus übertragen wird. Dort ist mittlerweile der Altar geschmückt worden. Runmehr beginnt das Festhochamt * Die Verwendung der alten Kirche Der Bau der alten Kirche selbst wird, so plant nan, zu einer Turnhalle für die katholische Jugend Holthausens verwandt werden. Von der Inneneinrichtung sind die alten Bänke bereits an die Kirchengemeinde Hoppeke bei Brilon abgegeben worden, wo Dipl.=Ing. Wibbe ebenfolls eine neue Kirche erbaut hat. In diese paßten die Holthauser Bänke wie geschaffen, während sie für die neue Holthauser Kirche zu kurz waren. Die Orgel ist nach vollkommener Renovierung in die neue Rirche übernommen worden. Ebenso der Kreuzweg. eine von dem Kirchenmaler Gieimann(der die Herz=Jeig=Kirche zusmalte) auf Kupferplatten gemalte eindriscksvolle * drolge, die von dem Kirchenmaler Bahn ausge rischt wurde. Sie ist in der neuen Kirche nur auf ter Eoangelienseite im Seitenschiff untergebracht, und war aus praktischen Gründen unten beginnend. Auch der Taufstein ist aus der alten Nerche in die neue übernommen worden. Ferner die Statuen. Der Altar der Immerwährenden Hilfe ist in eine Nische neben den Portaltüren stimmungsvoll eingelassen. Er ist ein wertvolles barockes Stück. Auch die andern Statuen(hl. Joseph, hl. Antonius, Herz=Jesu) sind so angebracht, daß sie den ganz auf den eucharistischen Gott gerichteten Gesamicharakter der Kirche nicht stören. Aus der Kreuzigungsgruppe des Hochaltars der alten Kirche wurde die Kriegergedächmnisstätte neben der Taufkapelle geschaffen. So hat man von der alten Kirche übernommen, was zu übernehmen war. Daß die Paramente und sonstigen Gerätschaften, soweit sie verwendbar sind, übernommen werden, ist selbstverständlich. Man hat sogar die Platanen und Sträucher, die die alte Kirche umstanden, zur neuen Kirche versetzt. Vierzehn Bäume haben bereits die Uebersiedlung vollzogen. Was von der alten Kirche nicht für die neue verwendungsfähig ist, will man an andere Gemeinden abgeben Die am Ban betelligten Landwerker Um möglichst viel heimische Handwerker und Arbeiter an dem Kirchenbau zu beschäftigen, hat der Kirchenvorstand die Kirche nicht zur schlusselfertigen Herstellung an einen Unternehmer vergeben, sondern sich der Mühe der Einzelvergebung selber unterzogen. Die Bauleitung hatte Dipl.=Ing. Wibbe(Hamm), Bauunternehmer war Lulf, das Stahlskelett lieferten die Orangewerke Düsseldorf=Gelsenkirchen, die Klinker di Barbara=Klinkerwerke Gladbeck, den Werkstein die Firma Imberg= Bochum, den Marmor die Westdeutschen Marmorwerke Dortmund, die Fundamentierungsarbeiten führte Schrader aus, das Gewölbe Schneitker. die Dacharbeiten die Dachdeckermeister Engel und Breuer, die Plattierungsarbeiten Kürten, die Zimmermannsarbeiten Langensiepen, die Schreinerarbeiten Hilbrina sen. und jr.(Bänke), Kiefers, Heyermann, Osterloh, Schemberg und Lülf(der letztere schenkte die prachtvolle und neuartige Sakristeiausstattung), die Schlosserarbeiten führten aus: Dering, Faber und Jokisch(von Dering stammt das kunstschmiedeeiserne Gitter an der Taufkapelle, ein Meisterwerk, das von Wibbe entworfen ist. Jeder Stab ist Teil eines Symbols). Die Anstreicherarbeiten wurden ausgeführt von Gößling, Dürdaut, Michalski und Piever, das elektrische Licht von Göbel und Rebkopp, die Installation von Mahler. Die Glocken(Geschenk) stammen von der Glockengießerei Humpert=Brilon, die Kirchenfenster(von den Vereinen und Privaten gestiftet) sind bei PetersPaderborn in Auftrag gegeben, die Warmluft=Heizung stammt von Mahr=Aachen, die Reparatur der Orael führte Stockmann=Werl aus. Zum Schluß seien noch die gärtnerischen Arbeiten erwähnt. Sie wurden von freiwilligen Arbeitskräften ausgeführt. die endgültige Herrichtung hat die Gärtnerei Schüth und für Herne Sonntagsgebanken Der Mensch gleicht einem Steuermann, der sein Schiff durch die Wogen der See dorthin leiten muß, wo sein Ziel ist. Er muß fahren, wenn es auch stürmt und die Wellen haushoch branden. Schaut nur diese Steuermänner an, wie sie hart geworden sind. krotzig jeder Gefahr und aufrecht, die kein Nachgeben kennen, sondern nur ein Durch. Fragt sie einmal, od es leicht ist, ein Schiff durch hochgehende See zu führen. Auch das Leben fordert solche Steuermanner, die ihr Schifflein nicht den Wogen preisgeben und es hin und her werfen lassen, sondern mit starker Hand das Steuer meistern und aufrecht stehen bleiben, bis das Land der menschlichen Hoffnung am fernen Horizont des Lebens sichtbar wird. Für viele ist das Leden nur ein Traum, eine Kette von Tagen, ein Hin und Her, nichts Festes und nichts Ganzes, nur immer Halbes, ein Schiff, das hin und her geworfen wird mit einem schwachen Steuermann, der nicht Herr werden kann mit Wellenschlag und Stürmen Und was soll das Leben sein? Ein Festes, ein Ganzes, ein Starkes troß aller Stürme, ein Durchkämpfen durch Sturmnächte, ein Emvorringen aus dem Niederen zum Hohen und endlich ein Landen im sonnigen Land der Ewigkeit. Diese Schiffskunde wird von keinem Katheder aus gelehrt. Und wie notwendig wäre sie gerade für die Menschen unserer Zeit. Auf Handwerk und Kunst, auf Technik und Wissenschaft wird geprüft, wenn die Jugend die Schule verläßt. Die Lebenskunst aber, das Steuer zu leiten an seinem eigenen Lebensschiff. das muß jeder selbst lernen. Manche sind erzogen dazu oder haben es selbst gelernt und umsegeln vorsichtig die Klippen, die ihrem Schiff Gefahr dringen könnten. Andere erleiden Schiffbruch, können sich noch retten, aber viele gehen unter. Wer sein Kind für diese Fahrt richtig vorbereitet hat, dem wird das Licht aus dessen Leben einmal in sein stilles Altersheim fallen und sein mudes Herz noch froh machen. Kathelische Vortragsgemeinschaft Ein kunftgeschichtlicher Vortrag am Dienstag im Obertyzeum Der letzte Vorrrog dieses Winterbalbiohres finde: am kommenden Dienstag, 23. Februar, abends § 30 Uhr in der Aula des Oberlozeums in der Neustraße statt. Es wird sprechen Herr Vikar Hüfer aus Dormund über die Entwicklung der Dorstellung des Kruzisirus im Wandet der Jahrhunderte. Der Redner ist einer der beiten Renner dieses Runttgebietes und verfüg über ein einzig dattehendes Lichtbildmateriol. Er bat diesen Vortrag n allen Großstadten Westdeutchlands mit großem Erscia gehalten. Auch in Herne ist er kein Unbekannter mehr, da er hier einem kleinen Kreise einen Teil seiner Bilder bereits vorgeführt hat. Alle waren damals von der Vorführung tier ergrinen. Es wor eine Weihestunde seltener Art. Darum soll nun Lieser erlesene Kunitgenuß weitesten Kreisen geboten werden.— Der Eintritt ist für untere Mitglieder fre Nichtmutglieder zohlen 75 Pig. Eintritt. Naheres ist aus der Anzeige in Anzeigenteil dieser Nummer zu ersehen. *** Zum Pfarrer ernannt Der seit 1924 in Bochum=Riemke tatige Vikar Johannes Rechmann ist vom hochw. Herrn Erzbischof zum Pfarrer von St. Joseph in Witten ernunnt worden und wird sein Amt schon in nächster Zeit antreten. Weit bekannt geworden ist Vikar Rechmann durch seine schriftstellerische Tätigkeit. Nicht nur daß er das Kirchendlatt für das Dekanat Bochum redigierte und auch viele Artikel für die Tagespresse schried, verfaßte er auch eine Reihe von Büchern. Seine vier ersten Bücher erschienen bereits während des Krieges unter den Titeln:„So spricht der Herr der Heerscharen".„Zurück nach Sinai“.„Der Herr ist mein Hirt" und„Im Dienste der schmerzhaften Mutter". Wahrend des St.=Franziskus=Jubeljahres gab er das Buch„Der heilige Franziskus und wir" beraus Sein neuestes Werk ist ein großes Volks= und Familienduch„Siehe die Wohnstatte Gottes unter den Menschen". Sehr rege war Vikar Rechmann auch als Redner in Vereinen und Organisationen t# tig. Er seldst leitete in Riemke den Jungmännerverein, die D3K, den St.=Josephs=Arbeiterverein, den Volksverein und den Vorromäusverein Vor seiner Berufung nach Riemke war er als Pfarroikar in SonUnser Wetterbericht Der nach dem Nordmeer rasch abr ehende inan dische Wirbel beförert aus seiner Rucheite Kaltluftmassen subpo aren Ursprungs von Gronland nach Süden. Unter ihrem Einfluß kraftigt sich die Hoch druckbrücke, die von Großbritannien über Deutschlard Anschluß an ein rusfisches Koltlufthoch hat. De Kaltluft veranlaßt bei ihrem Auftreffen auf die standingvischen Gevirge kräftiges Rückseitenwetter, so daß die norwegischen Stationen bei starkem bis steisem nordwestlichen Wind leichten Schneefall oder Graupelniederschlag melden. Die Ausläufer der Störungs#iront reichen bis zur mittleren Nordsee, werden aber nicht weiter südwärts an Ausdehnung gewinnen. Mitteleuropa steht unter dem Einfluß zusammensinkender Kaltluftmassen. Sie veranlassen in den bodennahen Schichten allgemem Nevel, die höher gelegenen Stationen, sowie die deutschen Gebirge melden wolkenlose Himmel bei schwachen östlichen Winden. Bereits Lüdenscheid biegt in 450 m über dem Meeresspiege! oberhalb der Nebelzone. Wettervorhersoge für Sonnobend: Bei schwachen Winden aus wechselnden Richiungen zunächst noch meist neveligtrüde, togsüber nur zeit weise Aufheiterung und langsamer Temperaturanstieg bei mäßigem Nachtfrost. Wahrscheinliche Weiterentwicklung Auf West drehende Winde und dabei zunehmende Bewölkung, noch immer starke Temperaturschwankungen zwischen Tog und Nacht, Nachtfrost. dersleden in Anhalt, als Vikar in Altenbögge bei Hamm und während des Krieges als Lazarettgeistlicher in Bonn tätig. Dem neuen Pfarrer, der auch unserm Blatte stets ein warmer Freund war, wünschen wir Gottes reichsten Segen in seinem neuen Wirkungskreis. *** Lanzabend Hannah Spohrs Für die Aufnahme bühnenkünstlerischer Tanzdarbietungen muß man ein Organ haben, wie man es für Musik haben muß.„Wenn ihr's nicht erfühlt, ihr werdet's nicht erjagen.“ So kommt es denn, daß bei dem breiten Publikum das Leichte und Lustige schneller und leichter Anklang findet als das Problematische, Schwere, abgesehen von den„Organlosen“, die mehr einen menschlichen Körper als den seelischen Inhalt einer Bewegungsformen sehen. Daher wohl fand bei Hannah Spohrs diesjährigem Tanzabend in der Theatergemeinde, der eine große Besucherzahl herbeigelockt hatte, alles das einen geradezu stürmischen, sich immerzu Wiederholungen erzwingenden Beifall. was leicht und gefällig, kapriziös und erheiternd war. Hannah Spohr hatte mit Absicht ihr Programm recht bunt gestaltet. Durch Höhen und Tiefen, wie es eingangs in dem Gedicht von Anton Wildgans, das Anita Greve(Herne) rezitierte, während Hannah Spohr dazu tanzte, zum Ausdruck gebracht war. wollte sie die Zuschauer führen. Dr. Schücking gab in einem kurzen Einführungsvortrag einige Hinweise auf das Wesen der Tanzkunst. Wie der Dichter mit dem Worte, der Musiker mit dem Ton, so schaffe der Tanzer mit seinem eigenen Körper, er forme seelische Inhalte, von den niedrigsten bis zu den höchsten, den religiösen. Nach solchem Auftakt, wovon die„Harlekinade" zu dem Gedicht von Wildgans eine Reibe seiner Mo mente hatte, folgte ein Tanz von Maria Seusen:„Lied ohne Worte“ von Tschaikowsky, offensichtlich für das Publikum noch zu schwer. Mit„Anuras Tanz“ von Grieg dagegen vermochte Hannah Spohr den zündenv. Junren zu schlagen. Das war so viel beschwörende Magie und faszinierende Straffheit, daß man ganz, i den Bann dieses Tanzes gezogen wor. Lilo ld brachte darauf mit„Bagatelle". Etude von Chopin, ein recht erheiterndes Motiv. womit sie sich eine Wiederholung ertanzte. Ebenso erging es Hannah Spohr mit Korngolds„Kobold“. Ganz köstlich war das Kinderkrakowiak(Hannah Spohr und mehrere Kinder). ein russisches Liedesspiel, das rasenden Beifall auslöste. Mit der Walzerekstafe nach einer Musik von Delibes, die Hannah Spohr in einer Glanznummer zeigen sollte, fiel sie etwas ab, es war zu abstrakt für den Durchschnitt. Aehnlich erging es ihr mit dem Altarbild, das den Auftakt zum 2. Teil bildete. Es lag viel religiöses Wollen darin, herrliche Gruppenbilder und=kompositionen traten hervor. aber es war nicht das, was die Kunstlerin sich erhofft hatte Bei Walzerekstafe und Altarbild mag auch wohl viel mitgespielt haden, daß der rote Vorhang nicht den rechten Hintergrund abgab. Manchmal kontrastierten auch sonst die Farben der Kostüme nicht genug dazu, beim Altarbild hätte ein kirchlich gestimmter Rahmen da sein müssen. Mit dem Gesang„Jubilate" leitete Anita Greve zu den nächsten Tanzdarbietungen über, von denen Gavotte von Rameau und Dimmy=Dommy von Smidt-Gregor sehr gefallen konnten. Die vier Kuder, die die„Holzpuppen“ kanzten, waren nicht hölzern genug.„Camelot er son amie“ (Hannah Spohr und Hilje Hall) waren eine sehr gute „Ganoven“leistung. Das historisch=satirische„Damals“ am Schluß. eine Veräppelung der Tanzstunden von früher, fiel dagegen sehr ab. ** Gefährliche Bettler und Diebe festgenemmen Am 16. 2. 32 wurden in Wanne Eickel zwei gejahrliche Beitler und Dieve ertappt und jestgenommen, wovon einer bereits seit erwa 2 Jahren in WanneEickel und Umgebung bettelnd umherzog. Seit Oktober 1931 zogen sie gemeiniam umher. Sie schlosen bei günstigen Gelegenheiten. d. h. wenn niemand im Hause wor. Korridore und Mansardentüren nach und nahmen olles mit, wos sie gebrauchen konnten. In der Hauptsoche hatten sie es auf Barcr obgejeden. Sie nahmen eber auch Uhren und andere Schmucksachen, sowie Sparbüchten und Kiedungsstucke mit. Am 3. 2. 32, gegen 10 Uhr, hatten sie aus einer verschlossenen Mansarde eines Hauies in der Hedw#astraße einem Inao den einen guten Anzug und eine Hore entwerdet. E ner der Tater stand bei den Diebesiahrren stets Schmiere, um teinem Komplnen, der sich in die Hauiser bea b. und die Diebitahle ausfuhrte, bei Ruckkehr von Hau=bewohnern rechteitig zu warnen. Die Festgenommenen gaben ohne weitere: acht weisere Diebsto“e der gerannten Art zu. die sie in letzter Zen per Dt hatten. Es besteht jedoch der Verdacht, daß die sogenannten Klingeljahrer bei ihren Bettelgängen in Wanne=Eickel und in der Ugebung auch noch wertere Wohnungs=, Mansarden= und Korrdordiebstähle seit Okt. 1931 ausgeführt haden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei etwa 19jährige Burschen Evemt Geschädiate werden gebeten, ugehend bei der Kriminalpolizei WanneEickel, Gelsenkirchener Straße 27. bezw. bei der nächsten Polizei= oder Landsagereidsenstelle Anzeige zu erstatten, bezw. dohin Nochricht zu geben. Für 2000 Mark Waren erbeute! Einbruch in einen Werkskonsum von Mont Cevis. In der Nacht zu gestern drangen undekonnte Täder in die Lagerräume des Konsums der Zeche MontCenis. Schacht lI. in der M.=Cenis=Str. ein und entwendeten für 2000 RM. Waren. Es handelt sich um Zioarren, Zigaretten verschiedener Marken. verschiedene Wurstwaren, Kotsee, Tee. Herren=Normaldem= den. Schloidecken, Waschetuch und Spirituosen. Wer kann hinsichtlich der Tater Angaben machen? Wer hat an der froglichen Nacht vendächtige Perionen bemerkt? Perionen, die über die Täter nähere Angeven machen können, werden gebeten. umgebend bei der Kriminalpotizei Herne. oder bei der nächsten Potizeioder Londsägereidienitstelle vorzusprechen bezw dohrn Nachricht zu geben. Alle Mitterlungen werden auf Wunsch vertraulich behandelt. *** Verfels Lurik In der Vortragsreihe des Vereins„Deutscher grouenkultur“ hielt am Dienstagnochmit##g Dr. Erich Sieburg einen Vortwog über„Wersels Lorik". Der Redner führte aus: Wie George und Rilke, so werbe auch Werfel um Nachoiger. Aber er wolle nicht eine aristokratische Erscheinung sein wie George und nicht ein Magier wie Ritte. er wende sich nicht an die Adepten gewisser Bezirke, sondern on alle. Bei Wersel seien nicht nur ästhetiiche Werte wichtig, sondern Zeitstimmung und Zeitgewissen sprächen aus ihm Werfel lei Ekstatiker Sein Rausch sei Glaube. Er aaube an das Gute und Göttliche. Er sei kein Phantost, sondern Hellseher und Empiriker in einem. Eine erweckende Gewalt ei in ihm. Die Jugend solle ihn lesen. Die Schule müsse sich ihm auftun. Es gebe Gedichte von Werfel, die nur aus Freude am Sein, an den Dingen und Eindrucken des Taes geschricben seien. Die Kleinwelt des Ledens, die ihn wie uns alle einmal umgeben habe, dränge sich in seine Erinnerung. Aber aus Stimmungszauber blübe Metaphosik. Die We: des Realen enthülle sich auch in seinen zunächst ird ich gemeinten Gedichten den Sinnen. Alles wende in seiner ideellen Weienheit erfaßt. Den Liedesbegrift begreme Werfel nicht auf das Geschlecht. Nicht das Physische mache ihn zun Anbeter des Eros, sondern das Inmaterielle, das schon aus Kinderaugen ins Ewige sieht. Die zum Gedanken entkörperte Gesiebte sei höchster Gegenstand der Liede. Wersel sei ein platoniicher Geist. Seine Sehweite reiche über Gevurk und Tod hiraus. Dem unaufhörlich zum Aktiviemus aufrufenden Richter sei das Erlebms des Schau-Gottes nicht fremd. Durch grausame und unerbittliche Vernichung des Ist komme der Mensch nach Weriel naher zu Gort. Die dichterische Form. in der der Dichter sein „Verleugne dich selbst" auedrücke, sei durch keinen Exzeß des Naturalisten zu überbieten Wir ersebten heute eine Krise des Individualis= mus und eine kollektwvitätichgerichtete Wardlung der Menichen zu einander. Weriels Persönlichstes siege im Unpersönlichen, in der Tendenz zur Gemeinschaft in einem kollekt oonschen Ethos. Seine Philosophie ergebe sich aus dem Drana einer sittlichen Energe Es konnne ihm auf den Wilen und den Glauben an. die dem Ziele näher führten, und auf die Lieb zum konkreten Bruder Merich. Die Anwesenden dankten durch Beitall für den sehr interessanten Vortrag. * Steuermahnung. Das Finanzomt erinnert an die Zohlung der ruckständigen Umsansteuer(Januar), Vermogenssteuet (Februarrate), Aubringungsumloge(2 Rate 1931) und ev. Kirchensteuer derw der Kulturtteuer(4. Biertel 1931). Die Zwangsbeitreidung beginnt am 1. 3. Die Gestaltung der Tukunft ist nicht zuletzt die Aufgabe einer veran wortungsbewlußten Presse. Helfe jede diese Aufgabe lösen! Je weiter katholisch Blatter ihre Verbreitung finden, um so meh sind die Lebensfragen der Katholiken Stadt und Land der Würdigung und 24 achtung sicher.— Das große Ziel: Jede Kotholik Leser einer katholischen Tagezeitung. In Herne und Umkreis nur d## Herner Anzeiger 9 „Es ist nur ein Steinwurf weit“ schluchzte Agnes. Ja, aber eine Steinwursweite, die in jedem Meter den Tod hatte. Wenn man den Kahn hätte. der hinter dem Haus hängt!— Wenn man dem Wasser ein tieseres Abzweigbett geben würde! „Wenn einer helsen kann, dann Jörai...!“ Das war ein Rettungsanker. Man sagte nicht:— dann der schwarze Mann! Man sagte:— dann Jörgi! Jörgi...! Wo war Jörgi? Man holte ihn von einem anderen Teil der Rettungsarbeiten. Er stand nun in dem unruhigen Hausen und hörte nicht, was man auf ihn einredete. Er stand ruhig wie ein Fels. Er sah über alle hinweg nach der Mühle. Er streifte Agnes, die seinen Arm umklammerte, mit der Hand ab. Achtlos. „Ein Seil!“ rief er.„Ich hol das Kind.“ Man brachte ein Seil. Er band sich das eine Ende um den Oberkörver unter den Armen hindurch. Er nahm Ein schöner Blick auf das Charlottenburger Schloß undennnmmmummumumemmmmmmmmmmmmmmmmmmummmmmemmmemeute Der starke Jörgi Von Ludwig Haslach Die Kinder des Ortes schreckte man:„Chrrh! Chrrh! Jorgi kommt!— Paßt nur auf, Jörgi holt euch!“ Er war so etwas wie der schwarze Mann bei den Dorflern. Er war ein Findling und wurde auf Gemeindekosten erzogen. Er hatte aller Bitternis des verlassenen ausgestoßenen Kindes durchlitten und mußte so ein Abseitiger werden. Kein Tagdieb, Verdrecher oder Heimtücker etwa, nein, nur einer, der abseits von den anderen lebt, mit seiner Welt in sich, weil ihm die Tür ins Reich menschlicher Gemeinsamkeit vor der Rase zugeschlagen worden war Die Gemeindekost, die er als Kind bekommen, schie: ganz kräftig und reichlich gewesen zu sein. Jedenfalls hatte er sich zu einer wahrhaft atbletischen Natur entwickelt. Er war ein Riesenkerl mit einer Brust. auf der man Grauwacken zerklovsen konnte. Sein Muskelsviel wurde von den Burschen im weiten Umkreis bewundert. Den Kovi trug er den freien Bauern viel zu gereckt, ihrer Ansicht nach bätte er das Kinn mehr herabrenken müssen. Aber bieg einmal einer einen solchen Stiernacken. In der Wirtsstube hatte einmal ein Bauer in bezug auf Jorais Stiernacken gesagt:„Der, wenn mal geköpft wird. bricht's Fallmesser ab!“ Ein Ausspruch, der bewies, wie städlern man einerseits Jörgis Halswirbel einschätzte, mit was man ihn andererseits gern in Verbindung brachte. Letzteres war durchaus unberechtigt. Jörgi hatte sich in seinen achtundzwanzig Jahren noch ichts Rechtswidriges zuschulden kommen lassen. Doch! Ich will ihn nicht besser erscheinen lassen, als er ist. Einmal hat er einem kräftigen Burschen, Schmiedgeselle war er, eine Ohrseige gegeben, daß dem einige Backzähne abhanden kamen. Der Schmied war ihm quer gekommen— vor Jahren, sie waren beide noch nicht zwanzig und Jörgi lebte noch im Dorf unten— der Schmied hatte ihm klar zu machen versucht, daß zwischen Jörgi und den Mädchen im Dorf eine unübersteigbare Mauer bestehe, besonders zwischen Jörgi und der Mühldaueragnes. Weil der Schmied einen triftigen Grund hatte, das zu sagen, gerade deshalb war Jörgi das Blut unter die braune Gesichtshaut geschossen und das Feuer in die Augen. Dann zuckte seine Hand ohne allzu großen Radius.—„So!“ Er drehte sich um und ließ den Schmied bei seinen Backzähnen stehen. Seit diesem Tag ging die Hetze gegen ihn erst recht los. Er war schlimmer dran wie ein herrenloser räudiger Hund. Im biblischen Zeitalter hätte man ihn einfach zum Dorf hinausgesteinigt. Aber da er in unserem Jahrhundert lebte, ließ ihn der Pfarrer rusen, ein guter alter Mann.„Jorgi...'s ist halt ein Kreuz! Ich muß Ordnung halten hier. Ich bitt dich, geh von selbst. Bist ja ein junger starker Bursch. Kannst wandern. Die Welt ist weit und starke Arm braucht's überall. Es tut sonst kein gut und's kommt Schlimmeres als Ohrseigen... Jörgi wurde gans wohl ums Herz bei diesen Worten. Er lachte, was er selten tat. Er bekam nicht viel gut gemeinte Worte zu horen, deshalb lachte er.„Ich geh. bochwürdiger Herr. Ich bezieh's Steinhaus ob der Schlucht." Dort haustc er nun. Im Steinhaus über der Schlucht tausend Meter über dem Dorf. Es war eine elende Baracke, aus unbehauenen Steinen grob gefügt, mit einem Raum, der den Holzfällern als Unterschlunf gegen jähe Unwetter gad. Rein Mensch hatte sie beziehen mögen. Aber Jörgi paßte sie gerade. Sie lag in seinem Revier, im Hochwald. Er war. wozu er geschaffen worden, Holzfäller geworden. Wenn die Axt sauste, sich mit zäher Wut ins Holz biß, die gelben Solitter banddick um ihn herumspritzten, wenn endlich der Stamm prasselnd niederdonnerte— dann loderte ein wildes Feuer unter seinen Brauenduscheln.„Chrrh! Chrrb!" Jeden Arthieb begleitcte er mit einem verbissenen herausgeschleuderten Atemstoß Chrrh Er lebte abseits in der Hütte, die er sich ganz wohnlich eingerichtet hatte. Das fand wenigstens Rosei, eine Waise, die es unten im Dorf nicht besser hatte, als er cs gebabt. Im Sommer, wenn sie Beeren und Heilkräuter suchte, Rieg sie manchmal herauf bis in seine Region. Plauderte mit ihm im Holzichlag oder trank eine Schale Kaffee mit ihm, den sie in der Hütte kochte. Rosei war leine Erholung. An sie verströmte er alle Renschlichkeit. die in ihm war eine lange Stange. Er hielt sie. als wolle er einen Stabhochsorung nach der Mühle zu machen. Er reckte sich auf. In seinen Augen glomm dasselbe Feuer, wie wenn ein Baum unter seinen Hieben stürzte. „Haltet! Lockert nach, so wie ich gehe! Immer straff gespannt halten. Sink ich, zieht ihr! Aber ohne Ruck, stetig, langsam! Gottbefohlen!“ Er schritt ins Wasser. Stemmte sich gegen die Wellen, die Stange als Strebe brauchend. Schritt für Schritt tastete er sich vorwärts. Bis an die Brust ging ihm jetzt das Wasser, bald bis an den Hals. Langsam haspelte das Seil ab. „Er schafft's nicht! Er schafft's nicht!“—„Lieber Gott. wenn er doch über die tiefe Stelle kommt!" Die Menschen am User beteten. Jörgi kam über die Tiefe. Er stieß sich mit der Stange ließ sie fahren und schwamm. Schwamm in wilden Dann kam dieser seltsame Vorfrühling. Der Schnee lag haushoch und flachte die Mulden aus. Die Schlucht.. l. F. war ein graugrun schillerndes Wirrsal von Eisblöcken undoden aut eine Houmoy Hlich an Schnee. Selbst der gigantische Naturmensch Jörgi hatt: schwamm zur nachten und las endlich auf einem vor der größeren Gewalt des Winters ins Dorf flüchten müssen. Ueber Racht kam dieser Wetterumschlag mit einem unerhört schauerlichen Föhn. Er räumte im Handumdrehen mit dem Schnee auf. Im Dori herrichte Hochwassernot. Alle Männer. alle Weiber, Kinder und Greise rührten die Hände zum Rettungswerk. Jörgi mitteindrin. Aber was sind Dämme Chrrh sims der Mühle. Er winkte nicht. Aber alle. das ganze Dorf. das sich zu dem Schausviel eingefunden hatte, winkte und schrie ihm zu. Er schlug das Fenster ein, löste das Tau von der Brust und befestigte es am Fensterkreuz. Dann ging er ins Haus. Kam wieder mit dem Kind, das mörderisch in seinen Armen schrie. Der schwarze Mann hatte es gebolt Chrrh von einigen hunder: Menschen errichtet gegen solche Naturgewalt? Die segte hinweg. was sich ihr entgegenstellte .!— Jörgi hakelte den Kahn herbei, der von stürmenden Wassern gegen die Giebelwand des Hauses geklebt wurde. Er band ihn an das Tauende. Das Dorf lag ja einigermaßen geschützt. Nur einige. Er legte vorsichtig das Kind hinein. Dann gab er den Häuser standen im Tal, in welches die Schlucht auslief Männern, die am Uier das andere Tauende hielten, das Auch die Mühle. Die Mühle war fest und trotzte den Zeichen. Wassern. Die andern Häuser sanken, eines nach dem andern, unter der anstürmenden Gewalt in sich zusammen. Gewiß, die Mühle stand. Aber— aber darinnen bejand sich ein hilfloser Mensch. Das Kind der Agnes und des Schmiedes. Als der jähe Umschlag kam, hatte man das Kind im Haus gelassen, hoffend, das Wetter wurde sich bald verrast haben. Die Großen waren draußen bei der Hilfsarbeit nötig gewesen. Als man sich wieder um das Kind kümmern, es holen wollte, war es zu spät. Die das Haus umgierenden Wasser schienen jede Hilfe abzuschneiden. Ein Hausen Menschen stand vor den drohenden Fluten und gab den Eltern, die ier jammernd hin= und herrannten, nutzlose Ratschläge. Helfen? Wie konnte man da helfen. Wie wollte man über das Chaos kommen?" Sie wußten, was sie zu tun hatten. Nun stieß Jörgi ab. Der Kahn mußte zwei Gewalten gehorchen, dem Strömen des Wassers und dem Zug des Taues. Er schoß in kollkühner Kurve auf das Ufer zu, in Schach gehalten von Jörgis kräftig geführtem Ruderblatt. Die Seillänge unterhalb des erregten Haufens stößt der Kahn ans Land. Jörgi gibt das Kind der Mutter. Zu dem Vater sagt er:„Die Ohrseige dat jetzt ihr Pflaster!“ Er schüttelt die Hände, die sich ihm entgegenstrecken, weil er ein gutmütiger Nerl ist. Aber eigentlich in es ihm veinlich und widerlich zugleich. Als ihn der Schmied zu einer Einladung halten will, sagt er:„Dank schön. Es gibt noch zu tun. Und dann wartet die Rosei auf mich Mmmma zan Holländische Landschaft Kmmganng nmmm Mcmnmmmmmanmmassinnunanmmmm Wie macht man sich unbeliebt? Es ist der wissenschaftlichen Forschung gelungen, festzustellen, daß Unbeliebtheit eine ganz bestimmte Grundlage hat. In den meisten Fällen lätzt sich genau aufseigen, warum Menschen uns mißiallen oder warum wi ihnen mißfallen. Fast immer kann man finden, daß ei unbeliedter Mensch gewohnheitsmäßig Dinge tut, die d andern irgendwie peinlich sind. Wenn wir an u arbeiten, können wir solche gefähtlichen Gewohnheit wahrscheinlich unschwer ablegen. Neuerdings angestellte Exverimente ergaben ein sünfundvierzie Handlungen, durch die wir bei unsern Mit menschen Anstob erregen. Die 9 wichtigiten üblen Argewohnheiten sind in die Form folgender Fragen gekleidet, die jeder so wahrheitsgemäß wie möglich beantworten soll; er wird dann sehen, ob er bei seinen Bekannten und Umgangegenossen beliebt sein kann oder nicht. 1. Kann man sich immer daraui verlassen, daß Sie tun, was Sie versorechen?—2 Sind Sie freudig bereit. idern zu delten?— 3. Vermeiden Sie Uebertreibungen Ihren Bedauptungen?— 4. Vermeiden Sie es, sarch zu sein?— 5. Lassen Sie nicht merken, wieviel Sie issen?— 6. Wenn Sie sich Ihrem Kreise überlegen üblen,— vermeiden Sie es merken zu lassen?— 7. Vermeiden Gie eo. Leute zu bevormunden, die nicht bei Ihnen angestellt sind?— 8. Vermeiden Sie es. Leuten ander 3 Jastiig Lucas-Cranach-Fund bei Berlin „Gethsemane“, ein bisher unbekanntes Bild des großen deutschen Meisters Lucas Cranach das von dem Pfarrer der Kirche von Karlshorst(bei Berlin) aufgefunden wurde. Nach dem Gutachten von Geheimrat Friedländer, dem bekannten Berliner Kunsthistoriker. It das 85 Centimeter hohe Oelbild im Jahre 1537 entstanden. Deine Hände Ich fühle deine Hände im Haus. Sie geben wie Blut durch alle Wände Und teilen ihre Wärme aus. Sie bereiten mitten im Alltagslärme Mir taglich einen Hochzeitsschmauß. Verwandeln Sorgen in Singrögelschwärme Wie Sonnenstrahlen auf Erden wandeln Und zaubern aus Staub einen Blumenstrauß. So müssen sie Immer feurig handellf. lch fühle deine geliebten Hände. Sie geben ihren Puls dem Haus Iind gehen wie Wärme durch meine Wände Mas Dauthenden Mnnmammmneimeninmnmanmmcmmmmmmmmrmmmmmmmmmmmmmmmmammnnnn Vorwürfe zu machen, die etwas tun, was Ihnen mißfällt?— 9. Vermeiden Sie es, sich über andere binter ihrem Rücken lustig zu machen.— Es ist nachgewiesen. daß Menschen, die sich dieser 9 Fehler schuldig machen, bei ihren Mitmenschen unbeliebt sind. Einer der allergefährlichtten Fehler ist der, sich über andere Leute in ihrer Abwesenheit lustig zu machen. Das kann sehr unterhaltend und witzig sein, aber wenn es häufiger geschieht, so wird der. in dessen Gesellschaft jemand diese Bemerkungen macht, sich doch fragen, ob nicht auch hinter seinem Rücken solche und ähnliche Bemerkungen gemacht werden. Das gibt jedem ein Gefühl der Unsicherheit und mahnt zur Vorsicht diesem Spaßvogel gegenüber. Es int selbstverständlich, daß man sich von ihm zurückzieht und daß er bald unbeliebt ist in einem Kreise, in dem er anfangs wohlgelitten war. Frauen und Männer machen sich dieses Fehlers wohl in gleichem Maße schuldig, aber eine kluge Frau könnte einen Mann, der dieser schlimmen Gewohnheit verfällt, wohl behutsam darauf aufmerksam machen und darauf binwirken, daß er die unvorsichtigen Bemerkungen über seine Mitmenschen unterläßt. Sie sind gewiß oft gar nicht bösc gemeint. aber ihre Wirkung wird immer unerfreulich und nachteilig für ihren Urbeber sein. Auch ein rechthaberisches Wesen macht sich viele Feinde und Gegner. Es ist eine unangenehme Angewohnheit, immer mit seiner Ansicht als der alleinseligmachenden durchdringen zu wollen. Man soll auch die Meinung anderer Leute gelten lassen und sie vor allem nicht als Idioten bezeichnen, wenn sie sich erlauben, anderer Ansicht zu sein als man selber. Ebenso veinliche Eigenschaften sind Ironie und Sarkasmus. Sie verwunden den. der von ihnen getroffen wird. und wenn es sich um einen Menschen handelt, dem die Gabe der Beredsamkeit und des schnellen Witzes nicht im gleichen Maße gegeben ist, so hat er keine Waffe, sich gegen diese Geschosse zu wehren. Daß ein Wehrloser aber zu bitteren Empfindungen kommt, ist selbstverständlich. Natürlich gibt es noch eine Reibe anderer Eigenschaften, durch die man sich gründlich unbeliebt machen kann. Zum Beisviel sind die Streber meis eine sehr gehaßte Menschenklasse, wenigstens wenn sie alles andere ihrem Ehrgeiz unterordnen. Aber natürlich kann man, wenn man seine eigenen Febler erkennt, selbst gegen den Ehrgeiz siegreich zu Felde zieden. Auch Snobbiemus ist eine der unbeliebtesten Eigenschaften. Wer sich ehrlich bemüht, diese Febler abzulegen, wird bald sehen, wieviel angenehmer es ist. wenn man von denen, mit denen man im Leben irgendwie zu tun hat, gern gesehen wird. Beliebtheit ist ein guter Schlüssel zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben. *** ******* Winterabend Abends bleib ich öfter letzt zu Haus. Und ich kann auch wieder Stormnovellen lesen. Und mit Kognak treib ich eine Grippe aus. Leiztes Jahr war es sehr schlimm gewesen. Manchmal ist ein Freund am Teleion, Doch ich sage:„Nein, ich kann nicht kommen.“— Meine Schreibtischlampe brennt wie roter Mohn Und ich habe alte Briefe vorgenommen. Lange lag es hier im tiefsten Fach, Was von deinen Schwüren alles blieb Eine Locke, hier dein Bild und ach, All die Blätter mit dem Maienglöckchendutt, Darauf deine Sehnsucht wirre Worte schrieb. Und ich träume. Eine Uhr schlägt dann und wann. Goldgebundene Bücher dort auf dem Regale Sehn mich sinnend an. Stunden rinnen so. Ich male Andächtig auf Bricie deinen Namen. Den ich nie vergessen kann. Rudolf Lamber — Spannende Lektüre 174 kommen Sie denn her? Ich ie noch im Gipsverband und Zeichnung ven Frür Auttner. Bayerisches Idyll Zanne in München Von Erich Herting Herr Gelber will mit seinem neuen Kleinwagen von der Reichenbach= in die Frauenhoferstraße. Das ist eine der schwierigsten Angelegenheiten, weil man dabei über den Gärtnervlatz muß, in den aus allen Strahlen der Windrose Straßen und Trambahngeleise münden. Und aus allen Richtungen kommen Gejährte— das Getöff und Geklingel kann einen schon nervös machen. Das Langsamfahren nutzt da auch nichts, im Gegenteil. Wenn man ein wenig Tempo drauf hat. rutscht man leichter durch Herr Gelber gibt allo ein wenig Tempo. Aber auf einml wächst da irgendwo und von irgend woher ein Schlosserkarren aus der Erde, mit einem Lehrbuben vorn dran. Herr Gelber will ausbiegen— wo kommt denn da plotzlich der Metzgerwagen her? Und die Elektrische klingelt, klingelt— zwei Elektrische, vier Elektrische! Ruck nach links! Gang heraus! Handbremse— bum! Natürlich! Und dann noch: Krack! Nun steht der Wagen mitten auf der Straße. Der Schlosserlehrbub schreit, als läge er unter den Rädern. Der Führer des Metzgerwagens schreit und reißt seine Gaule zurück, bis der Wagen mit den Hinterrädern auf dem Bürgersteig steht. Und die vier Elektrischen klingeln, klingeln. Herr Gelber findet die Situation wenig erfreulich. Reisen geplatzt— man hat natürlich Ersatz mit. Aber auf der Straße Reisen wechseln ist nicht das höchste der Gefühle. „Wolln S' leicht da übanachtn?“, schreit der Führer des Metzgetwagens. Richtig— raus erst einmal aus dem Knäul. Herr chelber stellt den Wagen gerade, drückt auf den Anlasser, gibt Gas. „Pfuh!“. macht der Motor.„Pfuh. vfuh!“ Aber der Wagen rührt sich nicht. „Jatzt fahrn S' schon amol aus der Bahn!“, schreit der „elektrische“ Wagenführer. „Pfuh! Pfuh!“, macht der Motor, Der Kutscher des Metzgerwagens kommt näher. Zwei Schaffner sind aus der Tram gestiegen und schauen nach, was da los ist. „Warum fahrn S' denn not weg." fragt der eine Schaffner harmlos.„Mir könnan ins do zwegn Eahna nöt am Gärtnaplatz ansiedln!“ „Pfuh! Pfuh!“, macht der Motor. Herr Gelber schwitzt bereits.„Sö segn do, daß i a Panne hab!“, sagt er in einiger Verzweiflung. „un— wos— a Panne!“. lacht der Mergerwagenkutscher.„fahrn konn a nöt! Dös is da Witz. Weils an jedn Latierl an Führaschein gebn— do kemman nachber soichane Sachen her. Is eh a Mordsglück, daß ma koane Toten zum Wegschleppen ham! Jatzt gebn S' scho Gas und stinkan S ab, Sö— Herrenfahrer!“ „Pfuh! Pfuh!“, macht der Motor. Die Wagenführer der vier Elektrischen klingeln versweifelt. Die Fahrgäste sangen an zu schimpfen. Einer der Schaffner steht nun an dem Kleinwagen und betrachtet ihn mit Interesse und Sachkenntnis. „Ham S' an Gang drin?", fragt er Herrn Gelber, Natürlich ist der Gang drin. „Benzin ham S' do im Tank?“ „Zwanzig Liter!“ „Nachber is entweder der Vergaser not in Ordnung, oder es hapvert mit dö Zündkirzn“, sagt der Schaffner; man sieht ihm ordentlich an, wie er sich freut, seine Kenntnisse auspacken zu können. Herr Gelber meint, so wus habe er sich auch gedacht „Aber do davon kemman mir not weita“, sagt der Metzgerwagenkutscher.„I konn do nöt wartn, bis ma dös Schweinane zu Stinken ansangt— dös wern S' do einsegn!“ Ein Fahrgast der Elektrischen nähert sich.„Wai macht denn der Mann in der Nuckelvinne? Is wohl'n bißken inteschlaten, wat?“ „Od je!“, lacht der Metzgerwagenkutscher,„iatzt wern mas glei ham. A Preiß is do!“ Es kommt zu keiner landsmannschaftlichen Auseinandersetzung. Die Elektrischen klingeln zu laut. Die Zahrgäste sagen etwas von Schweinerei und Saustall und daß man seine Zeit doch nicht gestohlen habe, und wo denn die Polizei bleibe. Geduld— sie naht eben! Ein Schutzmann steigt die Stusen, die zum Portal des Gärtnertheaters führen, langsam berab und begibt sich auf den Kriegsschauslatz. „Was is denn da los?“ fragt er Herrn Gelber„Wolln E vielleicht wegfahrn?“ „I will scho“, sagt Herr Gelber,„aber da Wagn will per und ur 15 dar Starkerr!“ „Machen= bitte keine Witz! Wie kommen Sie denn da quer über die Straße?“ „I hab' an Schlosserkarren ausweichn wolln und von der anderen Seiten is dös Metzgerfuhrwerk kemman. Da hab' i an Wagn rumgerissen und— no ja— da steht er. Reisen kaputt. Und da Motor zagt nöt.“ Der Schutzmann sieht sich um„Wo is das Schlosserwager!?“ Das Schlosserwagerl ist nicht mehr da. Der Lehrbub hat sich aus dem Staub gemacht; er hat keine Zeit zu verlieren. Dazu sind ihm seine Ohren zu lieb. „Nachher zoagn S' amal Eahnere Papiere!“, sagt der Schutzmann. Herr Gelber tut es. „Müassn mir do glei warten, bis dö Grichtsvahandlung vorbei ist?". fragt ein Fahrgast der Elektrischen. „Mischen S' Ihnen nücht ün eine Amtshandlung!" sagt der Schutzmann hochdeutsch und streng. Er siebt jetzt Herrn Gelbers Papiere durch.„In Ordnung!", sagt er und gibt sie zurun.„Alio fahren S' iatzt raus da!“ — perr Gelder drückt und drückt. Aber der Motor mag nicht.„Unmöglich!“ „Was hoaßt unmöglich,“, fragt der Schutzmann mit einiger Schärfe.„Wann S' nöt wegfahrn könnan, nachher muaß halt der Wag'n abgeschleppt wern!“ „Do lan mir in aner Stund no do!“, sagt der Mevgerwagenkutscher Da tritt ein Mann aus der Reihe der Fahrgäste beran. „Herrgoltarn— is dir dös a Wirtschaft! Warum schiabts denn dö Nudlkistn not einsach auf d' Seitn? Mit so an Wagerl werd ma lange Gschichtn machn!“ Er kremrelt sich die Aermel auf und siebt sich um. Es finden sich wirklich noch ein vaar Freiwillige und in ein vaar Sekunden ist Herr Gelber mit seinem Kleinwagen aus der Fahrbahn geschoben. Und merkwürdig— jetzt arbeitet auf einmal der Motor und Herr Gelber fährt, mit geplatztem Reisen zwar. aber doch im 30=Kilometer= tempo weiter. In eine stille Seitenstraße. Der Knäul am Gärtnerplatz entwirrt sich. Der Mann mit den aufgekrempelten Aermeln steht noch eine Weile verwundert, dann steigt er in seinen Trambahnwagen. „So a Kerl!“, sagt er giftig.„A Maß hätt' der wahrhaftig zahln könnan! Aber a so sans. dö Benzinteifin dö vadächtigen!“ Verständnisvoll nicken die Umstehenden Der Schutzmann schreitet langsam auf seinen Beodachtungsposten zurück. Dann schreibt er die Nummer Gelders in sein Büchel— auf alle Fälle... .. Verzeihung, wul an die Thek: lassen... .. Menschenskind, m denke, Sie haben beide B# ploslich .. in diesem Augenblick. sage ich dir, haut er ihm eine runter. und als er wieder zur Besinnung kommt, sind sie auf der Polizeiwache. Aber Alex schreit: Und wenn Sie mich auf der Stelle erschießen.. das ist ja doch die ungeheure Tragik. Ich habe mich gerade mit diesem Problem jahrelang besaßt und muß gestehen, daß ich selten auf der Bühne eine so menschliche Vertiefung...“ „... unsere Zeitung hat das Stück auch so runter gemacht. Und dabei haben wir doch so schrecklich gelacht, wenn der kleine Dicke immer mit der Nase schnivote... ich weiß gar nicht, was die eigentlich immer.. .. und dann noch mal vor dem Schlasengehen. Aber nicht mehr als drei Pillen. Sie sollen einmal sehen Guten Abend! Na. ausgeschlafen. Das war doch mal wieder.. „. Theodor, wenn du das nicht bleiben läßt, kannd du dich darauf gesaßt machen, daß dich der Doktor Hermann eines Tages einsach.. .. ach geh' mir weg mit dem Quaisch. So was mag zur die ollen Griechen vielleicht... Ner. mein Lieber, ich sage immer, Hauptsache is Pinke, Pinke.. .. Abbh. huab Du könnrest dir wenigstens die Hand vor dem Mund halten...“ „... so ein Kleid habe ich schon im vorigen Winter getragen, da braucht die sich gar nicht so vatzig...“ .. geben Sie acht, das gibt im nächsten Akt noch Mord und Totschlag. Als ich zuletzt in Friedrichshafen war. hatte ich auch so'n merkwürdigen Kunden, aber der kam bei mir an die richtige Adresse, wissen Se, was ich gemacht hab'.. .. drei Helle und eine Tasse Kassee— macht zusammen ... la. la, la lalala... wenn die Elisabeth.." . wer einen Rachenkatarrh hat, soll sich ins Bett legen und nicht im Theater Sonderkonzerte.. .. ich meine, die guten alten Sachen, wie„Wonsenschmied" und„Charlens Tante"...“ es hat schon zweimal geschellt, wenn wir unnicht beeilen, können wir wieder wie das vorige Mal. .. also den Schluß erzähl' ich Ihnen nachher, nein, nein keine Angst. Frau Schuln, es ist wirklich harme los...“ .. siehst du, jetzt stehen wir im Dunklen...“ „.. Verzeihung. ist das unsere Reibe?...“ ossst. Ruhe .. es sind immer dieselben...“ .„.. nehmen Sie doch endlich gesalligst da runter... meinen Sie vielleicht.. „Schschschtitt... Ruhe Der Vorhang gebt auf... ein letztes Stühleknacken... Dritter Akt die Fuse MDEMERRMNENENDAMRERRGMNHRRRRERMRMERRNRR EMETRRRERMRRAR EHRGAR Rotes Licht Große Fause energisches R UAACNRENRRDTEERRESTEDERM GERSERRFERRLARTRILREMIANHIMNHMMNHHHH MHHMLHZ BERMRRN Ende des zweiten Akts. Pause. Zaghaftes Halberheben von den Klappsitzen der Stadthalle, ob auch das rote Licht... Tatsächlich! Es ist nicht nur Pause. Es ist große Pause. Anderswo geht der eiserne Vorhang herunter. Hier geht das rote Licht an. Der Effekt ist der gleiche. Die Menschen stehen aus, recken ein wenig, aber mit verstohlenem Anstand natürlich, die etwas steif gewordenen Glieder, und langsam setzen sich die Kolonnen in Bewegung. Wohin? Zum Teil ins Restaurant, zum Teil in den an der andern Seite gelegenen Vorraum, zum Teil bleibt man zur Seite der Bühne stehen, zum Teil bleibt man auch sitzen. Man plaudert, lacht, raucht und trinkt. soweit man im Restaurant ist, begrüßt sich, kurz, tut alles, was man eben in der großen Pause zu tun pflegt. Aber am interessantesten ist es doch, wenn man nirgend steht, sondern an den einzelnen Gruppen vorüberwandelt. Aus Gesprächsfragmenten, die man im Vorübergehen erhascht, bildet sich da ein seltsames Mosaik. Eine kleine Auslese: , hatte ich mir eigentlich ganz anders gedacht. Die Kleine ist übrigens entzückend. Wenn wir das nächstemal gehen, wollen wir doch auch der Frau Möller. . übrigens hätteß du dir denken können, daß ich nicht um 7 Uhr fertig stehen konnte. Mit Euch Frauen ist es immer dasselbe Theater, kaum hat man gelagt.. n' Abend. Herr Doktor, n' Abend, n' Abend schon gehört? Was? Pst! Nachber, ja?.. „... um Himmelswillen, dreh' dich nicht rum, Elsi! Die alberne Gans brauchst du nicht zu grü... also doch! Na ja! Ab... welche Ueberraschung. fabelhaft Jor Kleid, gnädige Frau...“ „.. ich möchte bloß wissen, ob die Rita Burg wirklich.. .. statten ein bißchen Feuer...“ .. muß ich dem Stück vollkommen recht geben. Darüber kommt kein Mann hinweg. Sehen Sie Fräulein Schmidt, wenn meine Klassenkameraden vielleicht...“ In der Loge Feschnans von O. A. Nre: Ein Gri## in die Witskiste Große Monner. (Aus Aufsatzbesten gesammelt.) Marius und sein Sohn starben kinderlos.— Luther hauchte sein Leben zu Füßen der Wartdurg aus.— Leicester hatte schon zweimal die Hand der Maria abgeschlagen.— Karl der Fünfte stand mit dem einen Fuße noch im Mittelalter, mit dem andern winkte er bereite einer neuen Zeit entgegen.— Lenau wurde auf ein langjähriges Krankenbett geworsen.— Als aber Navoleon seine nach Ruhm lechzende Zunge bis nach den Eisfeldern von Rußland ausstreckte, mußte er sich mit verbrannten Fingern zurückziehen. Der Vorichlag. „Wenn ich das Büro betrete“, sprach der Chef.„wunsche ich jedermann mit Eiser an seiner Arbeit zu sehen. Esollte mich freuen, aus Ihrem Kreise Vorschläge zu erhalten, wie das erreicht werden kann.“ Am nächsten Tage sand er folgenden Vorschlag in der Post vor:„Schaffen Sie Ihre Gummisohlen ab!“ Die Firma tanzt. Auf dem jährlichen Tanzsest der Firma hatte der jüngste Buchhalter eine beionders nette Partnerin erwischt. Er plauderte:„Der Bürovorsteher ist der größte Trottel. den ich in meinem Leben geseben habe. Der gehört nicht in anständige Gesellschaft.“ Sie blieb mitten im Tanzen stehen:„Junger Mann, wissen Sie, wer ich bin?“ Keine Ahnung!" „Ich bin die Frau vom Bürovorsteher!" „Donnerschlag!“ entfuhr es ihm.... und wissen Sie. wer ich bin?“ „Nein!" sprach die entrüstete Partnerin. „Gott sei's gelobt!“ atmete der junge Mann auf und verschwand Der indische Wahrsager. Der Sekretär:„Wünschen Sie Abdullah Rajaputra. den großen indischen Wahrsager zu sorechen. Madame?“ Besucherin:„Ja. junger Mann. sagen Sie ihm, seine Schwester aus Köln=Nivves wär da.“ Erinnerung. Ein junger Mann wurde von einem„ewigen“ Madchen aufgegabelt. Er schien verloren... Auf einmal flüstert er:„Entsinnen Sie sich noch Ihres Klassenkameraden. der Sie in der Schule unter dem Rinn kitzelte?" „Oh ja.“ schmachtete sie ihn an.„So. Sie waren das!" „Nein— kam er zurück— das war mein Vater Die Raufmannstochter. Vater: Was. Lilln. dieses kleine. unbedeutende Kerlchen willst Du heiraten? Du sagtest doch immer. Du wolltest nur einen heiraten, der mindestens sechs Fuß gron ist!“ Lilln:„Ich weiß. Papi. Aber ich habe mich doch ent schlossen. gegen sofortige Kasse zwanzig Prozent Rabatt zu geden.“ Privatmittagstisch. Servieritauleia: Himbeer= oder Ananasbudding ode: Griesflammerie?“ Herr:„Ist ganz gleich— lassen Sie mich raten was en war. wenn ich's gegessen habe!“ — 49 — S TPPHPRT! TTINNOA JSTFINPIMDI 3 1 81 S e C. Inhalt der heutigen Nummer: Meine Stellung zur katholischen Kirche. Ich glaube an die hl. katholische Kirche" So beten wir im apostolischen Glaubensbekenntais. Ist unser Glaube nun wirklich lebendig, d. h. handeln wir nach unseren Worten, folgen wir der Kirche?— Bist du von der vornehmen, ehrlichen Gesinnung, von der Tüchtigkeit eines Menschen überzeugt, so hörst du gern auf seinen Rat, läßt dich freudig beeinflussen, ja führen. Wer ist nun die Kirche, die du hören sollst? Die Kirche ist der unsichtbare Christus.„Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“—„Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“ Christus ist also König seiner Kirche. Er hält das Zepter, er regiert Der Papst neben seinen Bischöfen und Priestern als rechtmäßige Nachfolger des hl. Petrus neben den übrigen Aposteln sind Christi sichtbare Stellvertreter. Ihnen hat der Heiland weitgehende Vollmachten erteilt, das kostbare Erbe treu und unverfälscht zu verwalten. Er hat ihnen das Lehr=, Priester= und Hirtenamt übertragen. Hohe Würde hat er ihnen verliehen; aber auch heilige Pflichten von ihnen gefordert.„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz verdirbt, womit soll man es salzen? Es taugt zu nichts weiter, als daß es weggeworfen und von den Menschen zertreten werde.“...„So leuchte Euer Licht vor den Menschen, auf daß sie Eure guten Werke sehen und Euren Vater preisen, der im Himmel ist.“ Wir kennen einen Judas, aber auch einen Pe trus. Wir wissen von schlechten Verwaltern Christi, aber auch von heiligmäßigen, treuen Päpsten und Priestern, denen das Heilandswort gilt:„Wer Euch höret, der höret mich: wer Euch verachtet, der verachtet mich; wer Euch verfolget, der verfolget mich.“ Dem Leibe nach verlangt der Mensch nach einem sichtbaren Oberhaupt, das anzuerkennen, zu ehren, zu lieben und— zu hören, eines Christen heiligste Pflicht und vornehmstes Gebot sein sollte. Ja, hätte der hl. Vater in Rom folgsamere Kinder, es wäre besser um sie bestellt! Im Auftrage des göttlichen Meisters will er im Verein mit seinen eifrigen Priestern dich. o Mensch, dorthin führen, wonach deine Seele sehnlichst verlangt, nach dem Inbegriff aller Wahrheit, aller Schönheit, zu deinem Herrn und Heiland. Christus rust dich also durch seine Kirche zu deinem eigenen Glück, zu deiner Berufung in den Himmel. Wer möchte ihm nun wohl die Gefolgschaft verweigern? Er gibt dir so reiche Mittel, so mannigache Wege an die Hand. den Kontakt zwischen deiner und seiner Seele herzustellen.„Kommet zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken!" Ja, gehen wir zum Heiland, zum besten Menschenkenner und Menschentröster; legen wir in andächtigem Flehen unser schwaches Herz ihm zu Füßen, damit er es in seine segnenden Hände nehme und spreche:„Ego te absolvo a peccatis tuis.. und auf daß er freudig darin Wohnung nehme und ans tief in seine Wesensgemeinschaft einführe! Feierich laßt uns besonders jetzt in der schweren Zeit den Schwur erneuern: „Fest soll mein Taufbund immer steh'n. Ich will die Kirche hören. Sie soll mich allzeit gläubig seh'n Und folgsam ihren Lehren. Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad' In seine Kirch' berufen hat! Nie will ich von ihr weichen!" fangenen der Liebe“ ein, geistigerweise zu dir zu kommen. Einst zeigte der Heiland einer seiner Dienerinnen zwei Gefäße, das eine von Gold, das andere von Silber. Dabei sprach er:„In diesem Gefäß von Gold bewahre ich deine wirklichen Kommunionen, in diesem von Silber deine geistigen Kommunionen.“ Nur einmal am Tage kannst du dich wirklich einen mit dem eucharistischen Heiland. Aber„so oft dein Herz klopfet“, kannst du ihn einladen mit all seiner Gnadenfülle:„Immerwährend will ich Dich in der geistigen Kommunion empfangen; nach Dir sehne ich mich und will nur von Deinem Leben leben. Alles sei für Dich, nichts für mich.“(Aus dem Bittgebet der ehrw. Mutter Maria Ignatia von Heriling, Ka puzinerin.) Fest soll mein Taufbund immer stehn... In aller Menschen Herzen liegt die Sehnsucht nach Leben, nach Freude. Und darum gehen so viele Menschen dem Lärm nach, weil sie dort Freude wähnen. Und was ist's um diese Freude? Die Antwort darauf, die, ach, so traurig klingt, gab mir so ein junges Menschenkind, von dem ich dachte, daß es froh und glücklich sei:„Glücklich und froh war ich damals, als ich ein Kind war und mit ganzer Seele glaubte.“ Glauben mit ganzer Seele heißt: nach allem Guten und Lichten suchen und greifen, heißt: nicht irre werden durch die vielen dunklen Menschenpfade. Im Glauben liegt Friede und Freude. Wir glauben an eine heilige, katholische Kirche, weil Christus ihr Wahrheit und Segen gab. Und es blieb und bleibt die Wahrheit, und es bleibt die Kirche troß aller Stürme, denn Christus ist bei ihr, er hat es ihr versprochen: „Ich bin bei euch bis an das Ende der Zeiten.“ Und wir alle gehören zur Kirche Christi. Unser Leben ist aufgebaut auf den ewigen Wahrheiten unserer Kirche. Ist es nicht etwas Gewaltiges, so hoch Beglückendes zu wissen, daß man die Wahrheit besitzt, daß die Dinge sich in Wirklich,keit so verhalten wie wir es glauben. Durch Gottes Gnade sind wir Kinder dieser Kirche. Seien wir uns doch dieses hohen Glückes bewußt, seien wir dafür dankbar. Wir müssen ganze Christen sein. Unsere Lebensaufgabe ist, daß wir Christi Wesen, seine Güte und Liebe, seine Treue und Demut immer meyr in uns verwirklichen. Mag es auch Kampf und Mühe kosten Dann aber müssen wir auch Christus hineintragen in die Welt. Wir müssen treu nach unserem Glauben leben, überall, in der Familie, im Beruf, im öffentlichen Leben. Das gute Beispiel ist die wirksamste Predigt für das Reich Christi, für die katholische Kirche. Zeigen wir, daß es etwas zu bedeuten hat, wenn ein Mädchen, ein Jungmann katholisch ist. Gibt es nicht zu denken, so ein kleines Erlebnis, das ich einmal hatte. Tritt da in unser Geschäft ein junges Mädchen. Einer meiner Kollegen machte eine unfeine Bemerkung, worauf ihm eine Kollegin zu verstehen gab: Laß ab von deinem Vorhaben, das Mädchen ist katholisch. Auf seine Frage, ob sie das Mädchen nä her kenne, sagte sie: Das nicht, aber ich sehe es dem Die katholische Kirche und unsere Zeit O stille mein Verlangen. Du Seelenbräutigam, Dich geiitig zu empfangen, dich wahres Gotteslamm!“ Auch in diesem Jahre der Not hat man es erlebt, daß Menschenkinder morgens um 7 Uhr heimkehrten vom Fastnachtstrubel, um sich nach hastigem Imbiß an die Arbeit zu begeben. Im rauschenden Lärm, im tollen Jauchzen glaubten sie Freude gefunden zu haben. Rein, nie und nimmer wirst du in solchen Stunden Freude und Glück finden. Einst durfte ich ein Erlebnis wahrhaft tiefer Freude haben. In der Christmette war's. Zu Anfang des hl. Opfers verklangen die Töne von Händels Largo. Bei der hl. Wandlung, nachdem der Priester sich anbetend gebeugt hatte, ertönte die Einladung: „Laß den Heiland ein!“ Ach, daß du die sehnsüchtigen Blicke der Kranken gesehen hättest! Von jedem Alter waren sie vertreten. Der Priester schritt von Krankenbett zu Krankenbett. Immer wieder ertönte es von seinen Lippen:„Corpus Domi nostri Jesu Christi custodiet anmmam loam in vilam gelesnam. Amen „Der Leib unseres Herrn Jesus Christus bewahre deine Seele zum ewigen Leben. Amen. Nun beügte er sich in goldenem Gewand, in weißen Händen den strahlenden Kelch, zu einem Knaben nieder. Bleich war des Kindes Angesicht; andächtig lagen die zarten Hände gefaltet: seine Augen waren der Spiegel der tiesen Sehnsucht seiner Seele. Und ein gütiges, unendlich seines Lächeln jubelte den tiefen Dank seines Herzens, als der Freund seiner Seele Cinkehr gehalten hatte Mußt auch du erst krank werden, um Jesu heiliges Kommen ganz zu verstehen, dieses hohen ganz inne zu werden? Ich lade dickh em, recht beutig mit ihm,; O#h zu halten. Und wenn du nicht taglin zum heiligen Mahle schreiten kannst, so lade den„göttlichen Jesus Christus, der Stifter unserer heiligen Kirche, hat uns erwählt, Kinder seiner wahren Kirche zu sein. Zwar hat er allen Christen die Gnade gegeben. selig zu werden, wenn sie, treu den Grundsätzen ihrer Kirche, für Christus leben, doch hat er ihnen nicht den Schatz seiner Gnaden in dem Maße erschlossen, wie es uns katholischen Christen zuteil geworden ist; aber auch keine Kirche hat die Kämpfe führen müssen, keine ist stets so von Feinden umringt worden, wie unsere römisch=katholische Kirche. Sie war zu allen Zeiten und oft den schrecklichsten Verfolgungen ausgesetzt, doch ist sie unter dem Schutze ihres hohen Führers Jesus Christus immer wieder siegreich aus allen Kämpfen hervorgegangen. Trotzdem hat der Sturm der Gottlosigkeit nie ganz geruht. Er hat sich fortbewegt durch die Jahrhunderte bis in unsere Zeit. Ja, mehr denn je sucht man alles auszurotten und zu erniedrigen, was mit Christus ist, und triumphierend erheben will man das, was wider Christus ist. Wie ein Flammenmeer lodert der Gotteshaß durch die Welt. Viele unserer Glaubensbrüder und Schwestern mußten ihr Leben lassen. Sie sind, geschmückt mit Lilie und Palme, für Christus in den Tod gegangen. Und wir Katholiken im deutschen Vaterlande? Wohl ist die Not bei Tausenden unseres Volkes eingekehrt, doch größer als alles materielle, alles leibliche Elend unseres Volkes ist die Not der Seele. Ach, wie viele haben sich blenden lassen vom Glanz der Welt, wie viele hat die harte Not Gott entfremdet. Und doch, ist er nicht für alle vom Himmel hernieder gekommen, hat er nicht für alle die größten Schmerzen ertragen, um endlich den bittersten Tod am Kreuze zu sterben? Und weilt er nicht noch heute unter uns Menschen im Tabernakel und ladet uns tagtäglich ein? Ja, alle ladet er ein, auch die seiner Kirche noch fern stehen, jene, die ihren Treuschwur nicht gehalten haben. Es gehören auch Jugendliche dazu, ja vielleicht auch manche, die vor gar nicht langer Zeit mit uns am heiligen Altar standen und schworen, nie von der Kirche zu weichen Ach wir, die wir uns noch Kinder seiner Kirche nennen, wollen, wenn wir immer können, zu ihm gehen. An seinem Gnadenthron laßt uns mit unserer Mutter, der heiligen katholischen Kirche, bitten für ihr Oberhaupt, den Hl. Vater, für alle Bischöfe und Priester und alle Gläubigen der ganzen Christen heit. Laßt uns beten für alle Ungläubigen und im Weltsinn Versunkenen, die ihn noch nicht kennen; für unsere Brüder und Schwestern, die den Kinderglauben verloren haben, damit auch sie wieder Kinder unseres Vaters werden. Beten wollen wir für die Feinde unserer Kirche, die noch immer den Zorn der göttlichen Gerechtigkeit herausfordern, damit ein Gnadenstrahl der Barmherzigkeit Gottes in ihre haß erfüllte Seele fällt. In dieser hl. Zeit der Buße wollen wir die Frevel fühnen, die ihm Gottlosigkeit und Gotteshaß zugefügt haben. Drum auf, katholische Jugend! Mit heiliger Begeisterung mit Christus und für Christes in den Kampf. Dem ewigen König sind wir geweiht, ihm sollen unsre Herzen in reiner Liebe entgegenschlagen. wir wollen mit starkem Glauben und frohem Hoffen die Feinde unseres Heiles überwinden. Dann werden wir uns unserer Auserwählung würdig zeigen, und der König der Herrlichkeit wird uns dereinst im Him mel zu Mitgliedern einer ewig triumphierenden Kirche machen. Mädchen an, daß es katholisch ist, das Benehmen, die Kleidung, das ganze Wesen spricht dafür.— Und es war auch katholisch, ich wußte es zufällig, daß es eine aus unseren Reihen war. Möchten auch wir doch immer und überall durch unser Verhalten unser echtes Katholischsein bekunden. Und mehr noch als das. Zeigen wir doch mehr Be kennermut da, wo man unser Höchstes bespöttelt und herabwürdigt, da, wo man alles das. was uns Ka tholiken heilig ist, in den Schmutz zieht Treten wir doch mit heiliger Begeisterung für die Wahrheit ein. Gerade unsere Zeit erfordert einen radikalen Glauben angesichts des gewaltigen Vorstürmens der Gottfeinde, die an jeder Straßenecke sich breit machen Mag auch die Gottlosenbewegung manchen Erfolg haben, aber zu einem Enderfolg, zum Siege wird sie nie kommen, so lange katholische Jugend treu zu Chri stus steht, treu zur Kirche. Zeigen wir, daß wir ganze Katholiken sind, die aus tiefster Herzensüberzeugung Christi Kreuzesfahne hochhalten. Je lauter der Ruf der Gottlosen erschallt: „Hinweg mit Christus, hinweg mit der Kirche!", um so beharrlicher wollen wir beteuern: „Christus, Herr der neuen Ein Glaube— eine Kirche Wachet und beiet! Wenn ich mich in den Dienst einer Sache stelle, ist es selbstverständlich, daß ich für dieselbe einstehe Wenn wir nun im Dienste der kath. Kirche stehen, ist es rein logisch, daß wir uns dafür einsetzen, das heißt. ihr unsere besten Kräfte zur Verfügung stellen. Es gibt gerade in unserer Zeit Gelegenheit genug, unsere Stellung zur kath. Kirche zu behaupten, zu zeigen. was wir sind. Es ist nicht nötig, daß man dazu immer in großartigen Versammlungen oder in schreiender Reklame seine Gefühle zum Ausdruck bringt: es ist vielmehr tausendmal wertvoller, wenn wir uns in uns selbst festigen, geschlossen bleiben; wir müssen gleichsam eine eiserne Front bilden gegen die Anstürme, die von allen Seiten versuchen, die Grundfesten unserer hl. Kirche zu zerstören. Es ist unbedingt erforderlich, daß wir in diesen Tagen eins sind im Denken mit unserer Kirche. Sicher, es fällt ja auch in unseren Tagen ganz besonders schwer, wo so viele die Straße der Gottlosen ziehen, all die vielen, die es nicht nötig hatten, über Bestimmungen der Kirche nachzudenken; sie haben alles, was lästig wurde, abgeschüttelt. Einfachste Erledigung. Es ist dieses aber auch wohl das gefährlichste Uebel, woran unser kath. Volk krankt, daß es mit seinen Gedanken nicht immer eins mit seiner Kirche ist. Was nützt uns da das Beten, denn nur wenn Wachen und Beten verbunden ist, kann es uns tatkräftig helfen. Denn Jesus selber sagte doch:„Wachet und betet“, nicht aber„Betet und wachet": er hat das Wachen an die erste Stelle gesetzt; und dieser wußte wohl, was er tat. Wir müssen wach bleiben, wach für den Kampf. der uns von allen Seiten angesagt wird, und wie können wir das besser, als wenn wir im Denken und Beten mit unserer Kirche sind; wir sammeln neue Glaubenskräfte und gleichzeitig das beste Abwehrmaterial. Und außerdem stände ein trager Friede doch nicht im Einklang mit unserer Jugend. Wir wollen ja gar nicht Kampf und Zweifel künstlich von uns fernhalten: es wäre doch nur ein trauriges Bollwerk gegen die Versuche der Welt. Wir verlangen vielmehr nach Ansturm und nach Betätigung unserer Glaubenskraft, um uns durch Kampf und Zweifel zur vollen Klarheit unseres Glaubens durchzuringen. Wir haben ja unsere Aufgabe als streitende Kirche Christi zu erfüllen, und die Parole unserer Kirche im Kampf wie im Sieg ist auch die Parole unserer Seelen, und wird sie heute sowie morgen und allezeit sein: Christus, Herr der Jeit! Eigentlich sollte es etwas Selbstverständliches sein, daß es nur einen Glauben und eine Kirche gibt. Aber die Menschen wollen es ja immer besser wissen Sehen wir uns einmal die Zerrissenheit in der Welt an. Man kann die christlichen Kirchen und Sekten gar nicht alle aufzählen, die es gibt, Und sie wollen doch alle die wahre Kirche Christi sein. Aber dieser Wirrwarr und dieses Durcheinander führen uns nur zur Zersetzung und zum Untergang. Sehen wir nicht die unheilvollen Folgen nur zu deutlich? Unzählige Menschen fragen zweifelnd wie einst Pilatus: „Was ist Wahrheit?“ Hinter alles machen sie ein großes Fragezeichen: ob es einen Gott gäbe— ob Christus Gottes Sohn sei— ob er überhaupt gelebt habe— ob der Mensch eine unsterbliche Seele habe — ob es eine Ewigkeit gäbe oder mit dem Tode alles aus sei? Ist das nicht eine grauenhafte Verwirrung? Ist's nicht ein großer Wahn zu denken, es sei einerlei. ob man in der Wahrheit oder im Irrtum dahinlebe— es sel einerlei, ob man nach den Grundsätzen der wahren Religion oder nach den Grundsätzen der Welt sein Leben einrichte? Ist dieses alles nicht ein schweres Unrecht gegen Gott, der uns einen wahren Glauben gegeben und Christum deshalb in die Welt geschickt und eine wahre Kirche für alle gestiftet hat? Ist es nicht dasselbe, als wenn man einem schrecklichen Abgrund entgegeneilt, die Augen schließt und sagt:„Es ist einerlei!“— Gehst du vielleicht nicht auch solch einem Abgrund entgegen? Bedenke, du lebst, um zu sterben, und jeder Tag bringt dich dem Tode näher. Sehen wir es nicht an unterem Volke, wie unheitvoll sick, der Unglaube auswirkt? Was ist das für eine Zerrissenheit, eine Zerklüftung in Parteien! Was ist das eine Gehässigkeit, eine Unwahrhaf igkeit, mit der man sich gegenseitig bekämpft! Wie vielen ist nichts mohr heilig. Wie ist die Ehrfurcht geschwunden Dieses alles wäre unmöglich wenn wir festständen und geeint wären in demselben Glauben. Wenn die Interessen und Meinungen auch verschieden wären, aber sie würden sich nicht so unheilvoll aus wirken für das ganze Volk. Dieses sind die Aus wirkungen im Diesseitsleben der Menschen. Aber wieviel schlimmer sind die Folgen dieser Zerrissenheit im Glauben für das ewige Schicksal der Menschen? Wir verstehen es nun. warum der Heiland eine so große Sorge hatte um die Einheit der Menschen im Glauben, daß er im hobenvriesterlichen Gebet vor seinem Leiden flehte:„Ich bitte auch für jene, die an mich glauben werden, damit sie eins seien. wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir.“ Wollen nicht auch wir mit dem Heiland um„die Wieder vereinigung im Glauben" beten und in dieser Meinung die hl. Kommunion aufopfern? Wir müssen auch noch mehr tun. Wir müssen treu nach unserm Glanden leben, und zwar überall: in der Familie, im Berus, im öffertlichen Leben. Wir wollen immer zeigen, daß es e'was zu bedeuten hat, wenn ein Mäd aut.Reiluel ist die beste digt für den katho Vor allem aber% zukünftige Familie d begründtt sein. Do der, niemals eine und darum auch ni und wenn uns an und geboten wird Spiete: der Glaub schweren Stunden Seligkeit vieler ur jenigen, die vielle teren Generation So laßt auch daß bald ein Hiet ∆ e 05 Pres feststehen: die 1Glaubenseinheit ter, lieber Brueine Mischehe, e Bekanntschoft, des versprochen heres auf dem ck. das auch in allem die ewige die Seelen der t aus unserer Famisie und späervorgehen werden. is beten und leben und wirken so. nd eine Herde werde“. Die nachste Rummer unseres„Kath. Jugendreiches“ erscheint in vierzehn Tagen. Datum: Samstag, 5. März. Zuschriften bis Montag. den 29. Februa., an den Schriftleiter, Vikar Bitter(St. Bonisatius). Wir haben damals vor Weihnachten der Adventszeit eine eigene Nummer gewidmet, und da wir in unserer Zeitung uns in etwa wenigstens an das Geschehen im Kirchenjahr halten wollen, soll die nächste Nummer als Thema: Sinn der Fastenzeit für den jungen katholischen Menschen behandeln. Bei der Behandlung dieses Themas— ich möchte ein paar Gedanken dazu geben— soll nicht so sehr der Sinn der Fasten als Enthaltung von einer bestimmten Menge Nahrung herausgestellt werden, sondern ich denke mir den Sinn der Fastenzeit in etwas weiterem Sinne: als Vertiefung des katholischen Glaubenslebens durch Miterleben des Geschehens auf Golgatha,(allein darüber läßt sich viel schreiben); als Willensschule für den einzelnen durch Verzicht auf an sich erlaubte Genusse (ein Gedanke, der für die Zurunft des einzelnen eine große Bedeutung hat: Opfer bringen für die Familie: Ertragen von Härten, die das Leben mit sich bringt. usw.); etwas über die Liturgie der Fastenzeit. Ein wenig Nachdenken über dieses schöne Thema wird die Mitarbeiter von selbst dafür begeistern. Bitte genauen Termin einhalten Vikar Bitter. St. Vonisatius. Der Artikel über unseren neuen Zeitungskopf konnte leider keine Aufnahme finden, da der Raum unserer B.ilage schon durch andere Artikel vollständig in An spruch genommen war Falsche Handhabung der Devisenbewirtschaftung. Große Erregung in den Kreisen des westdeutschen Handels. In det Handhabung der Devisenbewirtaaftung, haben sich im Lauie der Zeit Zustände eingeschlichen, die zu einer großen Erregung in den Kreisen des westdeutschen Handels geführt haben und die auch zu einem Einschreiten der Handelskammern bei den maßgebenden Berliner Stellen Anlaß bieten. Wir erfahren darüber folgendes: Die Devisenbewirtschaftung ist eingeführt worden, um den jetzigen Devisenbestand der Reichsbank zu stützen und Devisen nur für solche Geschäfte mit dem Ausland zuzuteilen, die volkswirtschaftlich als notwendig angesehen werden. Durch die infolge der immer weiter währenden Devisenabflüsse und durch die Lücken des Stillhalteabkommens(von der Reichsbank werden die Devisenabflüsse von Ende Juli bis Anfang Oezember 1931 auf etwa 1 Milliarde RM. beziffert.) hat sich der Devisenbestand der Reichsbank trotz immer knapper werdender Devisenzuteilung fur Auslandsgechäfte langsam aber sicher weiter verschlechtert. Es ist daber eine höchst unangenehme, aber im Interesse der sochhaltung der Währung unentbehrliche Maßnahme, weiterhin beim System der Devisenzuteilung zu beharren Auch diejenigen deutschen Wirtschaftskreise. insbesondere der Handel. die mit dem Auslande in jahrelangen Gechäftsbeziehungen stehen und naturgemäß die immer stärker werdende Devisenverknappung in ihrem Geschäft empfindlich zu spüren bekommen, haben sich der Notwendigkeit der Devisenbewirtschaftung nicht nur nicht verchlossen, sondern im Gegenteil mit allen Kräften daran mitgewirkt, daß Umgehungen der Devisenbestimmungen Not der Zeit— Billigkeit! 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Bahnhofftraße 824 durch empfindliche Kontrollmöglichkeiten an den Grenzübergangspunkten usw. verhindert werden. Gerade die westdeutschen Handelskreiie haben der Reichsregierung und der Reichsbank in ihrem Bestreben nach Hochhaltung des Devisenbestandes wertvolle Hilfestellung geleistet. 3. B. ist das sehr umjangreiche und wichtige Gebiet der Kontrolle in vielen Besprechungen mit der Reichsbahn, Handelskammern, den Finanzämtern usw. behandelt worden. Es ist bedauerlich, daß diese wesentlichen Fingerzeige von den maßgebenden Zentral= behörden in Berlin immer noch nicht mit dem nötigen Ernst behandelt worden sind, wie diese es im Reichsinteresse verdient hätten. Was soll men aber dazu sagen, wenn neuerdings bekannt wird, daß tron der schlechten Devisenloge und tron der oft über Gebühr beruntergesetzten Devisenzuteilung an seriöse Firmen, rein auslandische und auch nur im Ausland ansässige Firmen Devisenkontingente von monatlich 200 000 RM. und mehr seitens der zuständigen deutschen Devisenbewirtschaftungsstelle zugeteilt werden. Wie verträgt sich diese Maßnahme mit der Notwendigkeit, eine Devisenbewirtschaftung überhaupt einzuführen und aufrechtzuerhalten, und wie weiter damit, daß man den hier ausässigen und Steuern zahlenden deutschen Firmen zum Teil nur äußerst geringe Zuteilungen gibt? Wie wir erfahren soll über diese Frage seitens der westlichen Handelskreise eingehend gesprochen werden um eotl. im Benehmen mit den niederrheinisch=westfälischen Handelskammern energische Schritte zu ergreisen und Stadttheater Bochum Samstag, 20. Februar, 16.30 bis 18.45 Uhr. Zum ersten Male! Volksvorstellung: „Der wahre Jakob". Schwank in 3 Akt. v. Frz. 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Samstag. 27. Februar, 16—18.15 Uhr. Volksvorstellung:„Der wahre Jakod“. Pr.: 0.30. 0.60 . 1.— 2 20—22 Uhr: Außer Vormiete: Einmaliges Gastpiel der HinduTanzgruppe Uday Shan-Kar und Siemki. Sonntag, 28. Februar, 15.30 bis 18.30 Ubr Außer Vormiete: „Der Hauptmann von Köpenich". Ein deutsches Märch. in 3 Akten v. C. Zuckmayer. Preise: 0.30 bis 2.— M. 20—22.15 Uhr: Außer Vormiete: „Das verf.. Geld". Kartenvorverkauf in Fr. Stücks Buchhandlung, Herne. Bahnhofstraße 30. Fernruf 506 diese Angelegenheit einer völligen und den deutschen Belangen Rechnung tragenden Weise zur Erledigung zu bringen Karitas ins Volk! su diesem Thema, das im Winter der Not zeit gemaß erscheint. schreibt im Januarheft der Karitas“. der vom Deutschen Naritasverband herausgegebenen Zeitschrift für Karitaswissenschaft und Karitasarbeit(Freiburg i. Br., Karitasverlag). Heinrich Höfler, u. a. in einem einfuhrenden Aussatz: Viele wollen aus der Entwicklungslinie des Karitasverbandes, wie sie sich gerade in den letztvergangenen Zeiten darbot, wie auch aus anderen Beobachtungen er schließen, daß die Naritas und der sie tragende Verband dem Begreisen und dem Herzen des Volkes um so viel näbergekommen seien. Unser Standort sei gegenwärtig ungefähr der: zwischen Organisation und Bewesung! Oder sollte es nur Selbsttäuschung sein, wenn wir meinen, daß die in der Karitas zusammengesatzten Kräfte im Aufbruch beariffen, sozusagen in Bewegung geraten sind? Deutlicher: daß die Stunde da mn. um das Bemühen einzelner und einzelner Gruppen um die Werke christlicher Liebe in den mächtigen alle und alles mitreißenden Strom einer aus ewigen Quellen entspringenden. aus ewigen Schächten genährten und die Millionenzahl leidgenrütter Menschen dem göttlichen Urgrund allen Seins entgegentragenden mächtigen Volksbewegung einmünden zu lassen? Die Stunde der Karitas ist wahrhaftig da! Nicht im Sinne der gerade aktuellen Winterhilfe für Arbeitslose und Notleidende. sondern viel allgemeiner im Sinne der offenbar epochemachenden Erkenntnis, daß nach dem für viele unerwarteten. in seiner Totalität entmutigenden Versagen eines fast für alle Zeiten unerschütterlich gehaltenen Gesellschaitsaufbaus, seiner Sicherungen und sog. Ordnungen. woran die Menschen jahr zehntelang Sorge Kraft und perzen hangten. Reitung nur sichtbar in in der Rückkehr zur Karitas. zur als der lange entthronten und verschmähren Urtrafi in gottgeschaffenen Seelen Die Rartlas soll und kann, ja sie muß zum Gnadenweg werden, auf dem Vaierland und Menschheit zur ewigen Liede. zu Gott heimkehren. Karitas mun zur erweckenden, zur aufrüttelnden und zur reitenden Parole werden! Es gem bei alldem uum um die Rehabilitierung chrinlichen Wesens üderhaupt, das doch Liebe sein sollte.„das Band der Voll kommenheit“! Uns wenigstens laßt in dieser Bedrangni# nicht Kampfparolen gegeneinander schleudern! Was der giftet ist durch Haß der Parteien. der Schichten. der Völker. spure wieder das Heilende, das Erlösende chrintlicher Karitas. Haß ist gefrorene Liebe: Raritas taue die Herzen auf! Lasse Hilfe. Erdarmen, heiligen Willen zum Bruder= und Schwestersein durch tausend Schleusen ins Brachland und Oedield der Menschheit strömen, daß Geist der Liede sie fruchtbar mache wie des Rils erquickende Flut Aegopiens ausgebrannte Wüste! Jetzt eben. in dieser Hoch zei der Not ist uns eine große Aussicht eröffnet, das aus dem Winter der Entbebrung ein Frühlina der Naritas werde. Heimlich spüren es schon viele: Karitas, die ont so unbequeme„Bettlerin für desekte Eristenzen“ geht heute durchs Land wie die Köniain eines kommenden Reiches Eine Königin deren Herrschergeheimnis die Demut des Dienens ist! Die einen im Volke lehrt sie geben. die andern empfangen: alle aber verzehren sie und bitten Komme zu uns. Karitas, bleibe bei uns! Nützen wir frol den Anruf der Stunde! Jetzt ist die Zeit, daß Karita zur Volksbewegung werde! An uns an ihre: Jüngern liegt es. ihr den Weg zu bahnen!“ Wer kauft, leiltet praktilche Nothilfe, denn Kaufen verhütet weitere Erwerbs- und Arbeitsloligheit. ZEIZUILEA S-TEE : Wir empfehlen elegante einzelne Karten mit Prägung, Gold- oder Silberschrift, hochteiner Karton, in reicher Auswahl, z. B. für: Geburtstag Namenstag Verlobung Vermählung Frohes Ereignis Wiederkehr des Hochzeitstages Silberbochzeit Goldene Hochzeit Trauerfälle Primizfeler Priesterjubiläum Dienstjubillam Geschäftseröffnung Geschäftsjubilkum Tischkarten ferner Glückwunschkarten für allgemeine Zwecke.— Preis je Stück mit Umschlag 10—50 Pig. Roethers& Röttsches Herne Buch- und Kunsthandlung— 8 Bebelstraße 8— neben dem Postamt Bitte auf richtige Haus-Nr. achten! E. Kapitol gesucht! Für Grundstück an der Bahnhofstraße(Wohn= u. Geschäftshaus) z. Abdechung erststellig. 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Deshalb hat am Mittwoch eine Besprechung mit den Spitzenverbänden der HotelRestaurant. und Kafseehausangestellten und dem Reichskommislar für Preisüberwachung mit dem Ergebnis stattgefunden, daß die Spitzenverbände ihre Verbandsmitglieder veranlassen sollen, von dem Abrundungssostem abzusehen und auch einzelne Psennige wieder berauszugeben. Vielfach sind an dem Verhalten der HotelRestaurant= und Kafseehausangestellten weniger die Angestellten selbst als vielmehr das Publikum schuld. das aus einer gewissen Bequemlichkeit beraus die Annahme von Pienniabeträgen ablehnt. Earbeitet damit durchaus den Bestrebungen der Beseitigung des Trinkgeldunwesens entgegen. Einschränkungsbestrebungen beim Siedlungsverband. Radikale Pläne. Tarifsenkung bei der„Bestischen 40 Prozent Ermäßigung für Wochenkarten.— Jahrscheinhefte für eine Teilstrecke.— Die 52-JohrtenStrecke.— Jahrt in die Haord 30 Pfennig. Der Aussichtsrat der Vestischen Kleinbahnen beschäftigte sich in seiner vorgestrigen Sitzung mit der Frage der Tarifsenkung der Bestischen Kleinbahnen. Die auf Grund der 4. Notverordnung zu erwartenden Ersparnisse betragen etwa 175000 RM. im Jahr. Trotz mancher Bedenken entschloß sich der Aufsichtsrat, diese Ersparnisse in vollem Umjange der Bevölkerung zugute kommen zu lassen. Da die erzielten Einsparungen im Verhältnis zum Gesamtumsatz nur gering sind, muß sich die Tariflenkung in bescheidenem Rahmen halten. In erster Linie soll der werktätigen Bevölkerung gebolfen werden. Es ist daher der Ermäßigungssatz welcher aus Wochenkarten und Arbeiterwochenkarten gewährt wird. von 33½ auf 40 Prozent erhobt worden Ferner konnte ein alter Wunsch der Oefsentlichkeit erfüllt werden. den Fahroreis für die oritte Zahlarenze von 30 Pig auf 25 Pfg zu senken, eine Maßnahme, die für sehr viele wichtigen Verkehrsbeziehungen von Bedeutung ist. Die von manchen gewünschte Einführung eines 10=Pfg=Fahrscheines war leider nicht möglich. die Kurzfahrer genießen aber durch die Fahrscheinbeftchen für eine Teilstrecke noch eine besondere Vergünstigung. da der Fahrpreis für den Einzelschein der Fahrscheinbeftchen unter 12½ Pfa. beträgt, sodaß dem Wunsche nach einem 10=Pfg.=Schein schon fast entsprochen worden ist. Aber auch den Langstreckenfadrern bringt die Tarifsenkung Erleichterungen, indem der Preis für die 7., 9., 11., 13. Zahlgrenze usw. um 10 Pfg. gesenkt worden ist. Durch Leilstreckenverschiebungen konnten serner einige lang gebegte Wunsche erfüllt werden. Auch der Erholung suchenden Bevölkerung ist gedacht worden. indem der Fahrvreis von Recklingbausen nach Sinsen— dem Zugang der Haard— durch Aufbebung einer Zahlgrenze von 40 Pig auf 30 Pia ermäßigt worden ist Den Monatskarteninhabern wurde schon am 1. Januar eine welentliche Erleichterung gebracht durch Einführung der 52=Fahrten=Karten. welche eine Ermaßigung dis zu 60 Prozent der Barfabroreise gebracht haben Diese Karten sind nur an die eine Bedingung gekaüpft, daß sie innerhalb eines Monats abgejahren sein müssen, wobei an den einzelnen Tagen beliebig viele Fahrten ausgeführt werden können. Der Aufsichtsrat und die Verwaltung der Vestischen Kleinbahnen glauben, mit vorstebend skizzierter Tarifsenkung alles dis zur äußersten Grenze des Möglichen getan zu haben. Die Einführung der neuen Tarise wird am 1. März 1932 erfolgen *** 2 80 Jahre alt. Der Invalide Thomas Kurzawa, Bahnhofstraße 114, feiert heute seinen 80. Geburtstag. 6 Kinder, 8 Enkel und 1 Urenkel freuen sich mit ihm dieses Tages. Auch unserseits herzl. Glückwunsch! * Nächtliche Polizeihundübung. Der Zweigverein des 1. deutschen Polizeihund Vereins. Sitz Duieburg.„Bochum=Nord“, hatte am Mittwoch auf der Böde eine pol gemeldete Nachtübung am ungeschutzten Helser. Dazu waren 12 Hunde erschienen. Gute Leistungen hatten folgende Tiere: Deurche Schäterhündin„Betty" v. d. Halster Eiche, Bes. Stibbling=Herne: deutsche Schäferhünden „Burga", Bes. Noobe Herne; 4 Hunde aus dem Irninger v. d. Metmannstr. Riemke, die Dobermannhundin, Bes. K. Bolz=Riemke und der deutsche Schäferhund„Jack", Bes. Stadtrat Stumpf=Bochum * Eigentümer gesucht. Bei der Kriminalpalizei sind eine schwarze, rindlederne Aktentasche uni zwei Fächern und ein Herren=Freundschaftring 333 gestempelt, sichergestellt Die Sachen rühren vermutlich aus strafbaren Handlungen her. Die Eigentümer beim Personen, die er die# ven Angeven machen können werden gebeten. umachend auf Zimmer 215 im Pobzeiamt Herne vor zusprechen * Kroftdreirad umgekippl. Am Donnerstig gegen 13.15 Uhr befuhr ein Kraftfahrer mi einem Kraitdreirade die Bahnhofstraße Als er an der Bismarckstraße einem Straßenbahn magen ausweichen wollte, kippte er mit seinem Dreirade um, webei es stark deschädigt wurde. Perionen wurden nicht verletzt. * Jusammenstoß. Am Donnerstag gegen 14 Uhr stießen an der Bebelstraße ein Lastkraftwagen und ein Pferdefurhrwerk zusommen. Personen wurden nicht verlent. Es ist nur geringer Sochschaden enttanden. *. Welche Schülerin wurde am Constantiner Busch unsittlich belästigt? Am Donnerstog gegen 12 Uhr soll ein etwa 1 bis 12jahriges Mädchen von einem älteren Mann am Constantiner Buich in unsittlicher Wesse belästigt worden sein. Das Mädchen bezw deren Eltern werden dringend gebeten, umgehend bei der Kriminallizei, Polizeiamt Herne, Z. 215, vorzusprechen. Zwei Karrenräder gestohlen. In der Nacht zum Donnerstag wurden aus dem Hofe des Hauses Düngelstraße 81 zwei eiserne Handkarenräder von der Karre ohmontiert und gestohlen. Die Räder hatten einen Durchmesser von 50 cm eingeschweißte Speichen, 23 mm große Navenbohrungen und 5 cm breite Reisen. * Ein Personenauto bestohlen. Am Donnerstag zw ichen 19 und 19.30 Uhr wurde einem Kaunann aus einem Personenkraftwagen, den er kurze Zeit auf der Marienstraße ohne Aufsicht hatte stehen lassen, eine braune, lederne Mustertasche mit einem Musterabbum(BDer der Sarottisohr kate), 1 Auftragbuch und ardere Schrftttucke, die an den Kaummann B gerichtet waren, gestohlen * Theateraufführung„Die Secmannsbraut. Am Sonntag führt der Theoterverein Puimen: freunde im Borgmannschen Sa#le nach guter Vorbereitung„Die Seemonnebraut“ von W. A Pannek. genußreich zu werden.(Nah. siete Vereinskolender). Bleibt Verbandsdirekter Dr. Schmidt? Der Zwang und der Wille zum Sparen ergreift nun auch Einrichtungen, die vor Jahren als eine Großtat gefeiert wurden. Der Siedlungsverband Ruhrkoblen= bezirk, geschaffen durch Gesetz vom 20. Mai 1920, ist neuerdings die Stelle, wo man zu sparen gedenkt. Man will Verwaltungsvereinfachung. Aufgabenbeschränkung und Ersparung von Personalkosten. Es sind Kreise aus dem Parlament des Siedlungsverbandes selbst, die diese für den Verband einschneidenden Maßnahmen befürworten. Mit den Plänen, die letzten Endes auf nichts anderes hinauslausen als auf eine Auflösung des Verbandspräsidiums und auf eine gänzliche Neugestaltung des Ruhrsiedlungsverbandes überhaupt geben ganz natürlich auch die Besetzung höherer Verwaltungsstellen innerhalb des Verbandes konform. Nun aber bedürfen die Pläne auf Neugestaltung des Siedlungsverbandes zunächst der gesetzgeberischen Sanktionierung. Und bis dahin kann noch manche Zeit vergehen. Immerhin aber werfen diese Ereignisse ihre Schatten heute schon voraus. Und zwar bei der Neuwabl des Siedlungsdirektors. Bekanntlich ist die Amtszeit des jetzigen Verbandsdirektors Dr. Schmidt in diesem Jahre abgelausen und mit einer Neubesetzung dieser Position muß gerechnet werden. Es sind nun verschiedene Möglichkeiten gegeben. Zunächst die, daß man den jetzigen Verbandsdirektor wiederwählt. Diese Möglichkeit hat im Augenblick die größte Wahrscheinlichkeit, zumal die Kommunalvertreter po * innerhalb des Verbandsparlaments sich wohl restlos für den jetzigen Stelleninhaber aussprechen dürften. Durch die erstgenannten Pläne einer vollkommenen Neugestaltung des Siedlungsverbandes aber ergeben sich hier Schwierigkeiten, da die Erfahrung gelehrt ba., daß bei Durchführung etwaiger Neupläne gerade die Persönlichkeitsfrage eine große Rolle spielt und nicht selten ein direktes Hindernis bedeutet. Aus diesem Grunde wünscht eine andere Gruppe des Siedlungsparlamentes wohl die Wiederwahl des jetzigen Verbandsdirektors Dr. Schmidt. aber auch die Absicht des Sparens verwirklicht sehen hinaus, was praktisch bedeutet, daß die Amtszeit des Verbandsdirektors nur eine kurze sein würde. da Dr. Schmidt ja kurz vor Erreichung dieses Alters steht. Wiederum eine andere Grupve aber, und zwar die Trägerin der Idee einer Verwaltungsreform im Siedlungsverband spricht sich gegen eine Neuwahl eines Verbandsdirektors überhaupt aus und wünscht die Besetzung dieser Stelle zunächst einmal hinauszuschieben, da sie einmal die Vorentscheidung über ihre Pläne abwarten und dann aber auch die Absicht des Sparen verwirklicht sehen möchte. Nach den Wünschen dieser Gruppe soll man sich zunächst einmal mit einer Führung der Geschäfte durch den Stellvertreter des Verbandsdirektors begnügen, um sich sväter über das Weitere schlüssig zu werden. Immerhin ist eine endgültige Entscheidung noch von keiner Seite und auch nach keiner Seite der drei Richtungen hin gefallen, so daß man bei der Neuwahl des Verbandsdirektor mit Ueberraschungen rechnen muß. schäftsführer Direktor Böcling der über Verteskung der eingegangenen Spenden berichtete Westdeutsche Theaterplanwirtschaft. Im Blickfeld der Wirtschaft.— Auffassungen und Forderungen Die„Rhein= und Nuhr=WirtschaftsZeitung" bringt in ihrem neuesten Heft bemerkenswerte Ausführungen zur Frage der westdeutschen beaterplanwirtschaft, die dieses viel erorterte Thema vom Standpunkt der Wittschaft beleuchten. Die Ergebnisse der bisherigen Bemühungen um die Schaffung einer kulturellen Planwirtschaft im Raum von Düsseldors bis Dortmund seien mehr als enttauschend. Sich gegen eine solche Entwick. lung zur Wehr zu setzen, lei das gute Recht der Wirtschaft. Der Aufsatz beschäftigt, sich mit den Verhältnissen im rheinisch= westfälischen, Konzert= und Theaterwesen, die nach Ansicht aller Beteiligten unter dem Druck der Wirtschaftskrise in ihrer bisberigen Form nicht besteben bleiben könnten. Unter ausdrücklicher Betonung der materiellen und oeellen Verbundendeit der westdeutschen Wirtschaft mit der össentlichen Kunst= und Kulturpflege in den rheinisch=westfälischen Großstädten wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die gegenwärtige„Autarkie" der Gemeinden im Konzert= und Theaterwesen in Zukunft nicht aufrechterhalten werden könne. Nur eine großzügige Planwirtchalt aus diesem Gebiete vermöge Gewähr dafür zu leisten, daß der Bevölkerung in der kommenden Spielzeit Konzert= und Theateraufführungen geboten würden. die sowohl allen berechtigten Ansprüchen genügen, als auch hinsichtlich ihrer Kosten sich im Rahmen der Mittel halten, die zur Verfügung gestellt werden können. An dem Beispiel des Niederrhein=Kreises im Entwurf des rheinischen Obervräsidenten wird der Versuch gemacht. einen Weg zur Verwirklichung der Forderungen zu zeigen. Dieser Niederrbein=Kreis. der sich als ein sehr brauchbares räumliches Gebilde darstelle. umsaßt die vier Städte Quisburg=Hamhorn. Gladbach=Rbeodt. Oberhausen und Mülbeim= Nuhr mit überwiegender Arbeiterbevölkerung. also verhältnismäßig leistungsschwache Gebilde, mit zwei anderen im Bevölkerungsaufbau verschiedenen und wirtschaftlich verhältnismäßig stärkeren Gemeinden. Dülleldorf und Krefeld=Uerdingen. Die Verteilung der öffentlichen Kultureinrichtungen auf üsseldorf. Krefeld=Uerdingen. Gladbach=Rheodt. Duisburg=Hamborn, Oberbausen und Mülbeim=Ruhr sei in der heutigen Zeit nicht meor durchzuhalten. In dem Aussatz werden weiter drei Möglichkeiten zur Abhilfe genannt: Schließung aller öffentlichen Kultureinrichtungen. die nur in Erwägung gezogen werden könne. wenn alle anderen Wege versverrt seien. Die zweite Möglichkeit würde der Versuch sein alle Einrichtungen mit stark gedrosselten Zuschüssen durchzuhalten und „Nottheater, zu svielen. wofür auch die kleinsten Summen zu schade wären. Det einzig gangbare Weg sei die Planwirtschaft. Als die für einen planwirtschaftlichen Zugriff am ebesten geeignete öffentliche Kultureinrichtung wird das reine Konzertorchester bezeichnet. Die Versorgung mit Konzerten von einer Stelle aus sei lediglich eine Befördezungsirage, deren Lösung keine Schwierigkeiten biete. Deshalb werde in Anlehnung an den Entwurf des Oberpräsidenten die Bildung eines großen Konzertorchesters in Stärke von rund 89 Mann mit einem einzigen Leiter zu prüsen sein. Für die Sommermonate könnte das Orchester ganz oder geteilt in Kurorte„verlieben“ werden. ine entsprechende Umlage der Konzecttage dieses großen Konzertorchesters ergebe, daß alle berechtigten Anforderungen der niederrheinischen Stadte erfüllt werden könnten. Auch bei Oper und Overette lasse sich ein gangbarer Weg weisen. Bei einer Spielzeit von 11 Monaten und täglich zweimaligem Sviel erhalte man rund 700 Aufführungen, die von einem Overn= und einem Overettenkörver mit einem Orchester von etwa 90 Mann bestritten werden könnten. Der Nachteil eines begrenzten Svielplanes werde durch besser durchgearbeitete Vorfülrungen aufgehoben. Die Zuteilung der Aufführungen an die einzelnen Städte werde von den jeweiligen örtlichen Verhaltnissen(Fremdenverkehr. Theatersteundlichkeit der Bevölkerung. Größe der Stadt, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit usw.) abhängig gemacht werden müssen. Auf dem Gebiete des Schausviels würde die einfachste Lösung ebenso wie bei der Over und Overette in der Zusammenstellung einer großen Schauspieltruppe zu seben sein. als deren Kern das Düsseldorfer Schauspielhaus beranzuzieben wäre. Es werde sich empfehlen, von zwei Schausvielkörpern auszugeben, wie sie im Düsseldocfer und etwa im Krejelder Schausviel vorliege. Wädrend das Düsseldorser Schauspielhaus im wesentlichen Düsseldorf allein bespielen und nur mit einzelnen Stücken in einer gewissen Anzahl von Vorführungen andere Städte versorgen könne. hätte der zweite Schauspielkorper als eigentliche Wandertruppe zu gelten. Der Artikel beschäftigt sich weiter mit dem Entwuri des Oberpräsidenten für eine Theatervlanwirtschaft und kommt zu dem Schluß, daß die in dem Präsidialentwurf errechnete Ersparnis von 2.6 Mill. RM. in den ersten Jahren nicht zu erzieien sein dürfte. Aber als entscheidender Gesichtspunkt komme hinzu, daß für alle Beteiligten bei einer großzügigen und festorganisierten Planwirtschaft die Gewähr geboten sei, zu geringeren Kosten als bisher Konzert= und Theaterdardietungen zu bekommen, die eine wirklich künstlerische Höbe halten. Bei gutem Willen aller Beteiligten sollte es nicht schwer fallen, die stizzierten Vorschlage auf das ganze Industriegebiet und darüber hinaus aus die Provinzen Rheinland und Westsalen entsprechend auszudehnen. Von hier aus ließe sich dann ein bedeutsamer Umbruch des heute völlig verfahrenen Theater= und Konzertwesens im ganzen Reiche erwarten, der sich zweisellos kulturell wie wirtschaftlich gleichermaßen fruchtbar auswirken müßte. Die Fletichverbilligung für Erwerbslest belebt die Wirtschaft Die Mitte Dezember von der Reichsregierung eingeleitete Fleischverbilligungsaktion für Erwerdslose wird in ihrer Bedeutung für die Landwirtschaft vielfach unterschätzt. Die Aktion führte zu einer nicht unbedeutenden Entlastung der Viedmarkte. die praktische Auswirkung wurde allerdings durch einen Rückgang unserer Viehausfuhr und starke Beschickung der Viebmärkte durch die Landwirtschaft beeinträchtigt. Der Rückgang der Viehausfuhr beruht auf der Einführung neuer Absverrmaßnahmen leitens der Länder, die uns bisher größere Viehmengen abnahmen Durch die Fleischverbelligungsaktion wurden in bieder 2 Wochen 45 Millionen Pfund Frischfleisch um 30 Avsa. gegenuber dem Tagespreis verbilligt Dies entspricht einer Viehmenge von 225 000 Schweinen oder von 45000 Rindern. Diese Viehmengen waren ohne die Fleischverbilligung nur schwer absetzbat gewesen, denn die Arbeitslosen hätten ihren Fleischverbrauch zweifellos stark eingeschränkt, wenn sie die üblichen Tagespreise für das Fleisch hätten bezahlen müssen. Der Umsang der Entlastung unserer Viehmärkte ist auch dadurch gekennzeichnet, daß z. B. die Ausfuhr von Schweinen trotz kräftiger Förderung durch das Reich im Lause des letzten Halbjahres 1931 nicht über monatlich durchschnittlich 10—15000 Stück gesteigert werden konnte Briefkasten Anfragen an unsern Briefkasten müssen mit Unterschrift versehen un ebenso muß die letztgultige Qutung beigefügt sein Wo dieses Fall in erfolgt kein der Beantwortung. Ein Neugieriger. 1. Bereiten Sie einen dicker Brei aus Magnesia und reinem Benzin und belegen damit die Flecken. Wenn das Benzin verflogen ist, sind auch die Flecken verschwunden; wenn nicht, muß das Verfahren noch einmal wiederholt werden. Nach Abblasen der Magnesia sieht man, daß auch kein Rand zurückbleibt.— 2. Die Sommersprossen treten besonders unter der Einwirkung ultravioletter und violetter Sonnenstrahlen hervor. Die für Sommersprossen disponierten Personen schützen sich zweckmäßig dagegen der art, daß sie ihr Gesicht mit einem dunkler gefärbten Puder leicht behandeln. In der Hauptsache kommen solche Präparate in Frage, die eine bleichende Wirkung ausüben. Derartige Bleichmittel, die in der Apotheke oder Drogenhandlung geführt werden, haben den Charakter einer Hautcreme. Die Bleichcremes werden den ganzen Sommer über zur Anwendung gebracht. in der ersten Zeit täglich früh und abends und nach dem Bleicheffekt mindestens einmal täglich. Es gibt auch Bleichsalben, die ein stärkeres Hervortreten der Sommersprossen verhindern. Radikalere Mittel zur Beseitigung der Sommersprossen sind die Schälkuren Hier ist jedoch Vorsicht am Platze. Ehe man zu einer solchen Kur übergeht, lasse man sich vom Fachmann beraten. Ferner empfehlen wir folgende Mittel: Auf 100 Gr. geschabten Meerrettich gieße man 100 Gr guten Weinessig. Diesen Brei läßt man an der Sonne ziehen, seiht ihn durch und parfümiert ihn mit 10 Gr. Lawendelspiritus. Vor dem Schlafengehen wäscht man damit das Gesicht.— Um Sommersprossen we niger sichtbar zu machen, presse man den Saft einer Zitrone in ein halb Liter Rosenwasser und befeuchte hiermit dreimal täglich die Gesichtshaut, ohne das Gesicht abzutrocknen.— Man kann auch die Sommersprossen mehreremale täglich- mit verdünnter, frischer Zitronensäure betupfen. A. M. 204. Wir geben Ihnen folgende Adresen an: J. H. J. Strating Metaalindustrie, Amsteram, N. Achtergracht 102; Joh. Tacoma, Amsterdam, Nw Doelenstraat 6: Metaalindustrie Trio oih Millnaar & Koningen, Amsterdam, Borgerstr. 140; N.8. Fabriek voor Metaalbewerking„Voorwaarts“, Imsterdam. Schaafstr. 18: Johan Welters, Verwerstaat 26. Amsterdam; N. V. Vetters Maschinenfahriek en Slijperij. Amsterdam, Dirk van Hasseltsteg s2 K. h. Beim Volksentscheid am 10. Agust 1931 gab es 26 459 175 Wahlberechtigte in Deuschland. *„Mandschurei und Mongolei.“ Ueber dieses Thema spricht auf Veranlassung des Reichsbundes akademisch gebi ldeter Voskomrie e. V., Ortsgruppe Bochum=Gelsenkirchen, Konsul Dr. Fritz Werthmeier, Stuttgart. am Donnerstag. 25. 2., abends 8 Uhr in der Verwaltungsgkademe Bochum. Wittener Str. 61. Der von Lichtbüd ern begleitete Vortrag, der in Augenblick besonderes Interesse beonspruchen darf, ist öffentlich und frei. * Hannah Spohr. die durch die Herner Theatergemeinde weiren Kreisen unserer Stadt bekannt geworden ist, hält im Hotel Schlenkhoff einen Tanzkursus ab. Außerdem unterrichtet sie in rhythmischer Gymnastik.(Siehe Anzeige.) * Stadtgartenrestaurant Herne. Morgen veranstaltet die Hauskapelle unter Kapellmeister Diel ein großes Konzert.(Siehe Anzeige.) * Restaurant„Jum Gambrinus“. Heute und morgen erstklassige Tanzmusik der beliebten Hauskapelle.(Siehe Anzeige.) * S a a l b a u A n l a u f. Samstag und Sonntag großer Unterhaltungsabend. Es spielt das beliebte Hausorchester unter Leitung von F. Tossy=Klups.(Siehe Anzeige.) * Singspielhalle(Dir. Fingerhut). Das große Varieteeprogramm mit Unterhaltungsmusik ganz besonderer Güte.(Siehe Anzeige.) * Zauberkünstler Bellachini. Heute Samstag und morgen Sonntag Auftreten des Zauberkünstlers Bellachint im Saalbau Strickmann. Der Dauerwellen=Zakeb In Herne ereilte ihn das Schicksal. Ein recht geschäftskundiget verfiel auf den Gedanken. ein bringen, das kürztes Verfahren“ in Anwendung zu bringen, das Form eines„Dauerwellen=Schonbeitzeliziers“ au gärkten und an Strabenständen nam Art des c. Bochum, 18. Fedr Herr aus dem Wupverta! „abgeku er in Jahrmärkten und an Sitomn Wahren Jakod“ anbot. die Flasche preiswert zu einer Mark. Er machte die Durchreise durchs gesamte Industriegebiet, hielt sich wochenlang mit seinem Stande in Heine, Bochum, Gerthe, Sodingen, Rechling hausen, Wanne-Eichel, Gelsenkirchen und an vielen andern Orten auf. Er hatte einen grohen Zulauf weil er den Frauen und Mädchen beizubringen wußte das sein Schönheitselirier ohne besondere Arbeit die gewunschten Dauerwellen bervorrufe und man uim nicht mehr der langdauernden elektrischen daar=Beheizungskräuselung in den Friseurläden unterziehen brauche. Das von ihm selbst dergestellte Schönheitselixier sand, reißenden Absatz. Bei der Anpreisung ließ er durchblicken, daß er die Ware zurücknehme, wenn sie die gewünschte Wirkung nicht erzeuge. Kam aber jemand. der sein Geld wieder zurückhaben wollte dann war nicht das Schonheitswasser, sondern stets die Ungewandtheit der Käuseein Schuld an dem Mißerfolg. 2 Herner Fachmänner der daarkräuselkunst nadmen eine Flasche und machten Proben an toten und lebendigen Haaren mit der Feststellung dat man mit gewöhnlichem Leitungswasser genau die „wunderbaren Erfolge“, hervorzaubern konnte. Die Flasche wurde dem amtlichen Chemiker in Bochum zur Untersuchung übergeben, der folgende Analose feststellte Inhalt destilliertes Wasser. Zusatz ein Trovsen Ammoniak oder Salmiakgeist, ein Anilin=Färbemittel, wie es kosmetische Wasser vielfach aufweisen und was der Angeklagte noch hinzugesetzt haben will ein Tröpflein Rosenöl das aber nach der Ansicht des Chemikers kaum eine Wirkung auslöst. Dieser würdige wahre Jakob. wortgewandt, mußte sich nun vor dem Erweiterten Schöffengericht in Bochum wegen Betruges und Verstobes gegen das Gesen zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes verantworten. Das Gericht ließ ihn mit einer Geldbuße von 1000 Mk wegen Betruges und wegen unlauteren Wettbewerdes davonkommen. Stadt Wanne=Eickel. Jahresrückschau der Kaufmannschaft : In einer gutbesuchten Mitgliederversammlung im Kurhause sab der Kaufmännische Verein auf das sorgenschwere Jahr 1931 zurück. Der Vorsitzende Dr. Krondeim. wies besonders darauf bin, daß sich im Lause des vergangenen Jahres. einer Anregung des Handwerksamtes folgend. eine Arbeitsgemeinschaft der wirtschaftlichen Verbände gebildet habe, die in verschiedenen Fragen von großer allgemeiner Bedeutung bereits mit einer Reibe von Stadtverordneten Füdlung genommen habe und u. a. besonders für Abbau der Regiebetriebe und Senkung der Tarife eintreten wolle. Geschäftsführer Dr. Schaaf gab anschließend den Jahresbericht, aus dem bervorgebt, daß im Jahre 1931 das Vereinsleben äußerst rege war. was dereits die Zahl der Sitzungen und Versammlungen(15 Vorstandssitzungen und 4 gutbesuchte Mitgliederversammlungen mit Fachreseraten), bekunde. Die Einkaufsgenossenschaft Hansa=Großhandel feierte ihr 10jähriges Bestehen Der Wettbewerdsausschuß hat sich bestens bewährt. An der Arbeit der Vereinigung wirtschaftlicher Verbande hat der Verein regen Anteil genommen. An der Rotgemeinschaft hat die Kaufmannschaft sich führend beteiligt und — abgesehen von Sondergaben einzelner Mitglieder— bisher über 1500 Mork dor und 2000 Mark in Waren abgeführt Der Kassierer Bogelsang wurde nach Bericht der Kassenprüfer entlastet. Die Vorstandswahl ergab Wiederwahl des gesamten dieberigen Vorstandes: Dr Kron.hei m als 1. Vorsitzender. Baum als Schriftführer und Bogellang als Kassierer, ferner wurden die ausscheidenden Beisitzer wiedergewählt und der Vorstand durch die Mitglieder Lissmann und Luwaldr: gänzt.— Ueber die Notgemeinschaft sprach, dann der GeEin Kapitel zur Abrültungslonferenz. Noch geht in China das Wogen ds Kampfes hin und her! Alle Welt blickt gespannt euf die Vorgänge im Osten. Noch stehen die Großmächte geristet. Jeder kennt die furchtbarsten Waffen des moernen Krieges— Gas— Tank— U=Boot! Kürsich erst wurde das II=Boot=Problem durch die tramige Katastrophe der „M. 2“ von neuem in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Wie groß aber auch die Gefährlichkeit moderner Kriegsrüstung, wie groß das Entsetzen vor ihr ist, das zeigen die Abwehrbestredungen gegen den Gaskrieg, die innerhalb des Roten Kreuzes und anderer Verbände einen wirksamen Schutz für die Zivelbevolkerung im Ernstfau zu organisieren suchen. Deutschland steht umgeben von gerüsteten Ländern allein in seiner fast vollkommenen Wehrlosigkeit, die den Reichskanzler Dr. Brüning dazu veranlaßte, in seiner Rede auf der Genfer Konferenz diesen besonders eindrucksvollen Satz auszusprechen, den auch die neue Nummer der„Heimat und Welt“ unter einem Bild, das den Kanzler während der Rede zeigt, wiederholt: „Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk fordern nach der eigenen Entwaffnung die allgemeine Abrüstung. Das deutsche Volk hat darauf einen rechtlichen und moralischen Anspruch, der von niemand in Zweifel gezogen werden kann Versäumen Sie nicht, die neue Nummer der „Heimat und Welt“ zu lesen, die alle die eben angeschnittenen Fragen mit sorgfättig zusammengestelltem Bild= und Textmaterial behandelt. Abonnieren Sie die„Heimat und Welt“, falls Sie das nicht schon dem Beispiel eines großen Teiles deutscher Katholiken folgend längst getan haben. Heimat und West“ ist die stark verbreitete, im modernen Kupfertiefdruck dergestellte Wochenzeitschrift und kostet für die Bezieher des Herner Anzeigers wöchentlich nur 7 Ufg. frei ins Haus gebracht. Bestellungen werden zu jeder Zeit entgegengenommen. Vereinskalender. Turnvereinigung 1873. Heute abend nach der Turnstunde findet im Vereinsheim unsere Monatsversammlung statt. Es ladet ein 529a Der Vorstand. Frauengruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland(BDA.). Unterhaltungsnachmittag am 25. Februar, nachmittags 4 Uhr, im Hotel Schlenkboi. 8600 Theaterverein„Bühnenfreund Sodingen. Sonntag, den 21. Februar, Theaterabend im Saale Borg mann:„Die Seemannsbraut" von W. Panek. Musik von M. Vogel. Einlaß 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Eintritt im Vorverkauf 50 Pf., an######### Kasse höher. 5460 * Kathol. Vortragsvereinigung Lichtbildervortrag Die Darstellung des Kruzifixus im Wandel der Jahrhunderte von VikarAlfred Hüffer, Dortmund m Dienstag. dem 25. Febinar. abendss„Abr Anla des Oberiyceums Eintrit für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 0.75 M. Karten sind an der Abendkasse im Oberlyceum, Neustraße, zu haben. 5400 Vovorksors Olessorirt Samstag— Sonntag— Großes Ulut#r#o#klimgs Konns mit Tunz! Erstklass. Tanzoichestei Hans Schmitt 547e unter Leitung F. Tosey-Klups! Verlangerte Pellzeistunde! Eintritt frei! Gaststätte„Zum Gambrinus“ Inh: Willy Pinkemeyer, Herne, Bahnhofztr 88 Heute Samstag und Sonntag 5493 SCHAUBURG Luise Hönigin von Dreußen m!„Henny Porten“ Noch sellen machte ein Film so warm, waren die Besucher s0 mit dem Heizen dabet 2. Der Ufs Großtontilm in 8 Akten Sein Scheidungs Haupidassteller: Lien Deyere, Johannes Riemann, Paul Hörbiger 3. Das reichhalt. Belprogramm Zauberfürst Bellachini Heute Samstag) morgen(Sonntag abends 315 Uhr im großen Seale Strichmann Riesenprogramm Hommen— Schen— Biaunen Eineritt 9.49. 6.60 und 9.30 RN Sonntag nachm. 4 Uhr Kinder und Familen-Vorsteliung Erwachsene zahlen euf allen Platzen #o. Kinder 10 Plennig. Vorverkauf ab 19 Uhr im Saal. A. W. Gerbsch“ STo#Pes“ Feine Maßschneiderei Altenhöfenerstr. 5/ Rut 56515 Gewinnauszug 5. Klasse 38. Preutzisch=Enddeutsche (264. Preußz.) Staats-Lotterie Odue Gewähr Nachdruck verdoter Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich De. 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Fedruar 1932 ziehung wurden Gewinne I. gezogen 109140 182118 75037 268726 274027 4 G=ührur zu 10000 M. 8 Gertane zu 5000 M. 234988 30 Gen me m 3000 S. 61059 80935 100072 170730 171816 211093 24468" 246174 26258 269752 270724 297812 338194 346419 383274 76 Cemran- au 2000— 23637 31317 36226 37764 64309 65750 69479 71526 73449 79381 97636 104927 112598 124872 136034 143058 200666 722882 293 25302— 256148 268792 2688270627 266779 288768 293465 303343 312119 331506 336513 349265 363557 379155 379312 385820 38854- 395184 94 Gewinne zu 000 M. 19646 61944 67739 69112 72707 78951 812 4 81763 83453 84654 92037 92060 94764 113181 119762 123341 124447 135173 67263 157409 89904 193559 195138 19618. 227543 240721 212750 247513 250921 280215 280913 282000 262094 266774 290446 297260 290446 297 3175 333343 S22625 363276 357324 365 Restau. an nh.: Willy Pedbeig. Am Sonntag, dem 21 Februar 1932: Großes Konzert unter Leitung von Kapellmeister Diel. Die Preise für Speisen und Oettänke sind bedeutend herabgeseizt. Feinste Maßanzüge Conbuser Tuchfabrik liesert an Beamie, Angestetlte und zahlungsjähige Per Qualitäts-Stoffe Tolide Kassapreise. Zahlb m 3 Monats Roten. Verlangen Sie Bertreierbesuch unter L 3 75 an den Herner Vnzeiger Auto-Transporte führt aus F. Wienke Herne, Eschstrasse 26. Rut 50194 Jeden Montag Leerfahrten nach Dortmund. 3065 277404 381191 388943 386613 80 Geminne mn 500 T. 14772 15317 16630 17676 17991 22040 24034 30013 40993 42948 43928 4943. 50823 59668 61334 69522 78263 80914 82162 63500 88856 90561 95006 90544 101630 101838 105482 110719 118938 120405 131079 135919 13831: 38532 139499 142758 142759 160065 165190 169996 166287 174135 175060 176683 177648 184967 185233 192940 200545 214489 222615 231874 232119 232940 239962 245959 261767 266295 268261 269563 270637 279300 27939. 285191 297190 300073 306560 302191 304476 204767 307320 309661 J1M11 319062 320650 322375 322923 330532 31 403 343598 340706 960348 367712 373472 37901 378490 37882. 385619 389916 392991 In der heutigen über 400: wurden Gewinne gezogen 78246 292015 m 10000 S. 63556 m 5000 G. 29703 1906 382775 nus zu 3000 M. 67582 89447 91042 35264 54713 182909 196602 211899 213284 290120 305610 58 Gemiune in 2000 S. 15914 21511 42361 44296 45504 667997 63562 69387 7165 89090 9219. 112887 119212 122787 128326 133896 147245 188436 215300 2188871 235180 248119 294572 296616 341034 342682—.078 384 72 396676 102 Gewinne m 1000 M. 4636 10689 15699 23815 31319 32660 36102 41305 60904 97818 127462 P— 144514 144875 148223 16018. 168431 187474 191220 200685 237556 247300 258573 256912 272746 274682 267074 314337 338220 343116 347544 348935 35199: 361787 367129 367610 371679 373950 384669 392524 397649 160 Deminne zu 600 CN. 3966 4677 8600 9644 1600. 10351. 33300 37816 38931 40594 41796 17501 37447 606100719 29568 140496 1844 168233 676 221544 STTS 1956 16184 20467 16850 132170 352936 377379 231607 254652 274399 114964 13960 364486 3 63445 70223 70327 76180 86720 86366 110076 111290 113242 117376 120406 126443 126012 148480 151168 182875 159751 163389 165608 166716 171906 178941 181647 204571 206839 211585 234267 240942 249619 260102 251607 264666 262572 267183 269658 270688 279825 283027 283478 298557 309668 319646 322414 323185 324841 336914 383665 360244 361361 363310 363303 368135 380696 390677 398183 Gewinnrade verblieben: * 50000. 2 rionatrabe Aroinget. 2 Prämien zu * 9UD, 2 Gewinne zu se 500000, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu se 75000, 10 zu u 50000, 20 zu je 25000, 128 zu je 10000, 324 zu je 5000, 680 zu se 3000, 2020 zu je 2000, 4106 zu je 1000, 6678 zu je 500, 20004 zu je 400 M Aloys Lansink Holzhandlung. 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Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose 12.10: Mechanische Musik o 12.50: Wetter. O 12.55: Nauener Zeit O 13.05: Konzert. O 15.30: JJeit, Wirtschaftsberichte D 15.50: Kindersunk. S 17: Resperkonzert 6 19: Wirtschaftsmeldungen. Wetter. Sport Jeit. o 19.55: Abendmeldungen. Wetter.# ca. 22: Meldungen. Sport. Conntag. 21 7.00: Hamburger Hasenkonzert D 8.30: W. Wingen: Eiveranto. 9.00: Morgenseier Menschen im Kampf. 11.00: Lebende Dichter Alfred Mombert: Dichtungen. 11.30: Dr. Wendel: George Wasdington. Zu seinem 200. Geburts12 00: Berlin: Gedenffeter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürlorge für die im Weltkrieg Gesallenen. 13 00: Mittagskonzert Werke von Schubert. Mendelssohn. 14 30: H Molitor: Deutsche Einheitskurzschrift. 14.50: Schachfunk 15.25: H. Krandk: Stieziedann. Erzählung. 15.45: Ungedruckte Dichter. Josei Hüsch: Der Toltojaner. 16.10: Dr. Damrau: Kulturelle und wirtschaftliche Jeitfragen Ostpreutzens 16.35: Natur und Geist Untv.=Pros. Dr. Reichenbach: Raum und Zeit. 17.80: Bielefeld: Musikalische Feierstunde. Jum Gedächtnis der im Weitkriege Gefallenen. Auss.: Männergelangverein„Sängerwarte“. St. Johanniskirchenchor Solisten: Soohia Dassel(Sopran). G Bunk Orgel). 18.35: Münster: Hallensportfest des Sportklubs Preußen. Schallplattenbericht. 19.05: Die Welt anf der Schallplatte Dr. Radel: Afrika singt. 19.45: Sportvorbericht 20.00: Feierliches Koniert zum Volkstrauertag. Orchester u. HerrenHor des Westdeutschen Rundsunks. Solistin: Irma Drummer (Alt. 22.05: Lezte Meldungen. Bericht über das geistige Leben, Sport Montag. 22. Fedruar. 9 45: Hilde Bremus: Gomnastik für Frauen. 11.20: Schulfunk: Der deutsche Güteraustausch mit dem Ausland 16.20: Jugendfunk: Im Auto Lustiges Hörsviel.— Werkarbei. für die Jugend: Verkehrsbildung in Scherenschnitten. 18.00: Hilde Hirsch=Stern: Gomnastik für Jungmädchen 18.20: Die Welt auf der Schallplatte. E. M. Eber: Musik auWestafrika 18 60: Elternstunde Rektor Thill: Schale und Kern im Weien der Jugendlichen. 19.00: Berlin Staatsiekretät a. D. Dr. Bredow: Heinrich Herz. Zum 75. Gedurtstag 19.20: Jugend in Deutschland Bericht auf Schallplatten. 20.00: Ersie Abendmeldungen. 20.10: Collegium musicum Wiener Musikerdumor in Wort und Ton. Anschl. Nachtmusit und Tanz. 23.00: Konzertübertragung. Dienstag. 23 Fedruaz. 16.20: Mittellungen aus dem Schulfunk 16.30: Stud.=Rai Dr. Franke: Die Kunstbetrachtung im Nahmer der Anstalte= und Jadrespläne. Die Oberrealschule— Die Mädchenschule. 18.00: Retzereien zur Zett Dr. Marcuse: Mißtrauen. 18.20: Meister der Naturschilderung K. v. Tschudi: Die Gemse. 18.40: Dipl.=Landwirt Siebold: Neue Wege zur Verbilligung landwirt chaftlicher Meliorationen. 19.00: Berlin: Dir Di Magnus: Vom Rundfunk. 19.45: Jehn Minuten Kuntnachrichten. 20.00: Breslau: Havdn=Sinionie G=dur Orford-Sinsonie). Ausf.: Schleiische Philbarmonie. 20.30: Klänge von Julius Einddsbofer Funkorchester. Mitteon. 24. Sebruer. 9.15: Mutter und Kind Gespräch. 9.45: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 11.20: Musikalischer Schulfunk. Einführung in die Welt der Instrumente. Werke des 19. Jahrdunderts. 16.25: Die Reichspost hat das Wort. 16.40: W. Kircher: Bäuerlicher Lebensraum, Landkind und Schulreform. 18.15: Büchereidirekton Dr. Winker: Der Bauernroman der Gegenwart. 18.40: Landrat Teimborn: Industrielandkreise und Wirtschaftsnot. 19.15: A Schorn: Gut kochen für wenig Geld. 19.30: Landeshauptmann Dr. Horion: Die Wohlfadrtspflege und die neue Zeit 20.00: H Ebert: Von der Flöte zur Bauke. 30.30: Sinsoniekonzert des Kunkorcheiters. Solistin: Cecilia Hansen Violine). Werke von Wetzler. Tschaikowsky, Strauß ca. 22.45: Berlin: Tanzmusik der Kavelle Alfred Beres. Donnerstag. 25. Fedruar. 16.10: Mitteflungen aus dem Schulfank. 16.20: Funko##dagogische Arbeitsgemeinschaft Grundformen und=techniken des Arbeitsunterrichts. 18.00: Meister des Reiseberichts. Priv.=Doz. Dr. Lützeler: Volk in Schottland. 18.40: Italienisch. 19 15: Vom Tage. 19.30: Rechtsanwalt Dr. Jost: Vierte Notverordnung und Wohnungswirtschaft. 20 00: Die unsterdliche Stimme. Leo Schützendorf 1. Heitere Schallplatten. Von Mozart bis Millöcker. Verbindende Worte: B. H. Gehln. 20.30: Frankfurt: Brücke und Damm. Rhein=mainisches Land. Eine Hörbildersolge. 22.50: Frankfurt: Nachtmusik des Funkorchesters. Freitag. 26. Fedruar. 9.45: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 11.20: Schulfunk: Französisch 16.20: Jugendsunk: Besuch einer Autowerkstatt. 18.00: Joh Kirschweng: Meine Heimat 18 20: Dr. Pabst: Moderne Werkstoffe für Schnitzer und Drechstein Architektur und Haushalt. 18.40: Englisch 19.15: Drei Deutsche sprechen miteinander. 20.00: Berlin: Voris Godunoff Oper von Mussorgsky. Anschl. Berlin: Konzert der Kapellen Michael Schugalté und Adob Einsburg. Samstag. 27. Bedeuar. 9.00: Gewerbeoberlehrerin Muller: Ztele und Wege zeitgemaßen Unterrichts m Leidesübungen an Mädchenberufsschulen. 11.20: Deutschkundlicher Schulfunk. Naturstimmung in Lorik und Musik: Das Meer. 14.35: Wochenend=Konzert. 16.20: Erika Filcher: Gomnastik für Frauen reiteren Alters. 16.40: Englisch 18.00: Staatsarchivdtr Dr. Vollmer: Die Staatsarchwe i Dusseldort und Kodienz. 18.20: Natur und Geist Untv.=Bros. Dr. Driesch: Vitalismus. 18.40: D. Gathen: Vor verschlossenen Toren. Erlednisse unter jungen Arbeitslosen. 19.00: Wien: Hörbericht aus dem Museum der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien anläßlich des Handn Jahres. 20.00: Gelienkirchen Lustiger Abend Jum Besten der Winterditte des Westdeutschen Rundfunks. 23.00: Essen: Deutsche Amateur=Billard=Meisterschaft der 1. Klasse. Schallplatten=Horbert 20: Nachtmusik. ericht Besonders preiswerte Radioapparats: NetigerAt al Urtizrehn 69.— Loewe Fer nemplänger un Lesturcau 123.75 Eswe 3, der guis fernempfleget vion 191- uur sc0... 149.— Te.eianken-Schir meitter an der Stationsstele 194.— Der beste ist der dese„Saba“ Viertühren trensich u. keine Picht nen 259.70 Julius Berke · Herne Spezialhans für Elektrosechmk, Bahnhofstt 77 7 Rut 51305 Aquarien Bogelbäfige besonders billig. Hellmann Nachf. Bahnhofstraße 107 Heinrich Schlenkhoft Hohlen Hoks Briketts Rul: 50241 Aundfunk=Vortragsfolge Deutsche Welle 11635) Deutsche Welle. Gleichdleidenden Werktags=Programm. 6.30: Gymnastik. O 6.45: Wetter für die Landwirtschaft O ta. 6 50: Frshkonzert# 10.35. 13.30: Nachrichten. m 12: Wetter für den Landwirt O 14: Konzert# 15.30: Wetter, Börse. O 18.55: Wetter für den Landwirt. Deutsche Welle: Sonntag. TI. Fedeuer. 6.45: Funkaymnastik 7.00: Hamburger Hasenkonzert. 3.00: Mitteilungen und praktische Winke für den Landwirt. 8.15: Wochenrückblick auf die Marktlage 8.25: Divl.=Landwirt Seder: Erfahrungen aus der Verardberung der Weizenanbaufläche im Jahre 1931. 8.55: Morgenfeier Anschl. Glodengeläut des Berliner Doms. 10.05: Wettervorbersage 11.00: Magdeburg: Orgelkonzert. Werke von Bach. Reger, Franck. 11.30: Erich Ernst Schwabach liest eigene Dichtungen 12.00: Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. 13.00: Gedichte in Prosa von Iwan Turgenieif. 13 15: Mittagskonzert Notstandsorchester des Arbeitsamtes BerlinMitte. 14.30: Elternsprechstunde. Lehrsptel von Dr. Hajek. 15.00: Gesallenen=Gedächtnisseier des Kriegerdankbund e. V., Bin. 15.45: Dr. Moser: Banrische Fastnachtsspiele und baorisches Bauerntheater. 16.10: Unterhaltungsmusit der Kavelle Altres Ve## 18.20: Dr. Bloem: George Wasbinaton zum 200. Gedurtstage. 18.45: Junge Generation spricht: Abrustung— Aufrüstung? Mehrgespräch. 19.30: Dr Weismantel: Helft!— Helft! 19.50: Sportnachrichten 20.00: Vollstrauertag Das Berliner Funkorchester spielt Werte von Beethoven, Händel. Schubert. 21.00: Leipzia:=Kriegs=Neamem von H. Ambrosius. Dichtung von H. Frank Auss.: Leipziger Sinsonieorchester und Soliften=Chor. Solisten: Dorothea Schröder Alt. R. Gerbardt(Bartion), J. Krade Sprecher 22.05: Wetter=, Tages= und Svortnachrichten. Anschl. Königsbera: Orchesterkonzert des Orchesters des Rba. Overnhauses. 23.30: George Walhington Ein Ledenslauf. für den Rundsunk bearbeitet von F. Laukisch Deutiche Welle: Montag. 22. Fedruar. 9.35: Pros Dr. Amsel: Lehrgang für Einheitslurzschrin 10.10: Schulfunk: Frodliche Geschichten und Gedichte 12.05: Schulfunk: Englisch für Fortgeschrittene 14.45: Kinderstunde Wir spielen Zeitung. 15.40: Stunde für die reitere Jugend Das Getier im Garten. 16.00: P Erteld: Aus der metbodischen Erfahrung der Gegenwart. 16.30: Berlin: Nachmittagskonzert 17.30: Prot Dr. Reichwein: Die angelsächstschen Mächte im Kampf um die Vormacht 18.00: A Spörrn: Goethe und das deutsche Lied. 18.30: Spanisch für Anfänger 19.00: Staatssekreict a D. Dr Bredow: Heinrich Herz zum 75. Geburtstag. 19.15: Tuslegee Regerquartett Uebertragung aus Amertia. 19.50: Dr. Schurig. Richtige Anwendung der Düngemittel verbisligt die Produktion. Anschl. Wetter für die Landwirtschaft. 20.00: Tanzabend Ausgewählte Schlager. Jazzorchester H. Schindler. 21.00: Tages= und Sportnachrichten 21.10: Joseph Sziaeti spielt Mitw.: Berliner Funkorchester. 22.15: Dr. Räuscher: Politische Zeitungsschau. Anschl. Wetter=. Tages= und Sportnachrichten. 22.50: Leipzig: Unterhaltungskonzert des Sinionieorchester# Deutiche Welle: Oienstag. 23. Fedeuar. 10.10: Schulfunk: Goetbelieder 11.30: Rechtsanwalt Mai: Die Zwangsvollstreckung in landwirtschaftliche Betriede. 12.05: Schulfunk: Französisch für Fortgeschrittene. 14.30: Englisch für sortgeschrittene 15.00: Jugendstunde: Silberbüchse und Henry-Stutzen. Anlaglich des 90. Geburtstages von Kar! May 15.45: Frauenstunde Wir stricken 16 20: Leipzig: Nachmittagskonzert Pn-#l. Rudermann: Die Eugenik und der Aufgang des 16.30:„„„ 17.30: Dr. Mener=Eckhardt: Die Antike und wir 18.00: Od.=Landw.=Rat Dr Thoering: Der deutsche Weinbau mn alter und neuei Zeit. 18.30: Pros Dr Muder Abendlandes. 19.00: Direkter Dr Magnus: Vom Rundtunk. 19.30: Unterhaltungemusik der Rapelle Arkadt Flato. 20.00: Reicheminister Dr Steaerwald. Die Winterhilfe. 20.15: Aktuelle Stunde 21.00: Stuttoart Schwaden Ausf.: Das gesamte Funk=Ensemdie, da: Philbarmonische Orchester Stuttgart. 22.30" Wene: Tages= und Sportnachrichten.....—. Anschl Hambure: Soätioniert des II Norag=Orchestere Mittoon. 24. Fedruar. 9 00: Schulfunk: In 30 Minuter nach Amerika? Naketenversuche ans dem Tegeler Schieb###loz. 9.35: Die Technit des Verkaufens. Briv.=Doz. Dr. Koch: Verkaufsvorgang 14.45: Rindertheater: Hadschi Hales Omar Hörspiel nach Karl Man. Hude Cgesar-Weigel: Elektrische Geräte im Landhausdalt. 16.00: R. Friebel. H. Monzel: Funkpädagogische Arbeitsgemein16.30: Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30: Generalmajor a. D. Pros. Dr. Haushofer: Die geschichtliche Bedeutung der natürlichen und politischen Grenzen. 17.55: Pros. Bickerich u. Mitw.: Der nationale Charakter der Völker im Spiegel ihrer Musik. 18.20: weh. Rat Pros. Dr. Grützmacher: Amerika, du hast es besser. Goethe). 18.30: Dr. Langheinrich=Anthos: Das Unbeimliche in der Weitliteratur. 19.00: M. Müller=Jadusch: Weltpolitische Stunde. 19.30: O Mosbach: Der heutige Stand der Zivilversorgung 20.00: Unterbaltungsmusil der Kavelle Ilia Livschakoff. 20.45: Pros. Dr. Schmitt: Was ist legal? 21.15: Wien: Geistliche Musik Ausf.: Hofmusiklavelle. Wiener Sangerknaben. Mitglieder der Wiener Phildarmoniker und des Staatsovernchores. 22.10: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten. 22.30: Zweiter Akt aus: Der Bettelstudent Overette von Milloder, 23.20: Konzert aus dem Haus Vaterland. Berlin. Anschl. Tanzmusik der Kapelle Oscar Joost Deutsche Welle: Donnersteg. 25. Februar. 10.10: Schulfunk: Besuch beim Lappen Sarri. 15.00: Rinderstunde: Kunterbuntes von unseren Haustieren 15.45: Frauenstunde H. v. d. Warth: Wie kommt der Fleisapreis zustande? 16.00: H Schneider: Neue Wege zur staatsdürgerlichen Bildung der Landjugend. 16.30: Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Dr. Mener=Eckhardt: Die Antike und wir 18.00: Vortraa: Der Lebensraum des deutschen Akademikers. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene 1. 00: Ritterautsdesitzer v. Richthofen: Wie kann die Frühjab#bestellung verbilligt werden? 19.30: Blasorchester=Konzert des Arbeitslosen=Blasorchesters des Arbeitsamtes Berlin=Mitte. 21.00: Tages= und Sportnachrichten. Pros Dr. Hüdner: Goethe und die deutsche Sprache 22.00: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten 22.20: Hamburg: Tanzmusit des I. Norag=Orchesters. Deutsche Welle: Freitag. 26. Fedruar. 10.10: Schulfunk: Wie können Ru kuren und Städte zugrunde geben? 11.30: Ob.=Landw.=Rat Pfannenstiel: Weiche Gesichtspunkte sind bei der Wirtschaftseinrichtung und Leitung bestimmend? 15.00: Jungmadchenstunde: Könnt Ihr auch kochen? 15.40: Jugendstunde: Kampt mit Haschisch=Schmugglern 16.00: Ob.=Stud. Dir. Dr. Schade: Die Krise des Reuphilologen Spiegel der neueren Fachliteratur. 16.30: Berlin: Nachmittagskonzen 17.30: Dr. Heider: Das Gesicht der ostelbischen Kleinstadt 18.00: Bürgermeister Dr Elsas: Die stadtischen Verkehrstarife der Krise. 18.30: Pros. Dr. Mersmann: Hören musikalischer Formen. Arbeitsgemeinschaft. 19.00: Wissenschaftlicher Vortrag für Tierärzte. 19.30: Erika Dernburg u. H. Brockmann: Arbeit und Dichtung Anschl. Wetter für die Landwirtschaft. 20.00: Egris Hoounow. Oper von Mussorgsky. Einführende Wortes Pros. Dr. In den Pausen: Tages= und Svortnachrichten. Anschl. Tanz= und Unterhaitungsmusik. Ravellen Michael Schugalte und Adolf Ginsdurg. . Deutsche Welle: Sonnabend, 27. Februer 9.30: Stunde der Unterhaltung 12.05: Schulfunk: Sagen und Märchen im Volkslied 14.50: Kinderbastelstunde Eine kleine Töpferei Weinbe.g:„Waz, die Volksschblerin werden samn16.00: F. Stiemer: Der Unterhaltungsroman. 6.30: Hamburg: Nachmittagskonzert —.99: Ar Saas: Seelische Störungen und Zahnlockerung. 17.50: Ob. Jug Rairz: Viertelstunde Funktechnik. 18.05: Dr. Günther. Deutsch für Deutsche 18.25: Maria Menoni: Goethe„Der ehrliche Liedhaber“.(Novelle aus den Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter.) 18.45: Englisch für Anfänger 19.00: Wien: Besuch im Museum der„Gesellschaft der Musikfreund=“, anläßlich der Handn=Jahres. Hörbericht. 19.45: Pros Staeblin: Vom Sinn des Leides. 20.15: Kassel: Bunter Abend Anschl Tayzmusik vom Ball des Zentralverbandes der Angestellten Zapelle Bernard Ette.— Ale Einlage: Tauzmusil vom Ball der Ruderriege der Berliner Turnerschaft. Ravelle Ilta Lioschakoff. In der D3K. beginnen die Kreisendspiele. Gaue und Bezirke erledigen die restlichen Meisterschaftsspiele. Hinter uns liegen der Gau= und Bezirkstag, vorbei sind die Neuwahlen. Mit frischer Arbeitskraft wird die Arbeit für die Jugend fortgesetzt. Mit der Hoffnung, daß auch dieses Jahr ein Jahr des Aufschwunges sein möge, haben die neuen Führer ihre schwere Arbeit mit doppeltem Eiser ausgenommen. Dieser kommende Sonntag aber ist für die DöK. von besonderer Bedeutung und das Augenmerk des Kreises ist auf den Beginn der Kreisendspiele im Fußball gerichtet, welche mit der Vorrunde einsetzen. Gespielt wird im sogenannten k.o.=System, der Verlierer scheidet aus und die Sieger werden neu gepaart für die erste Zwischenrunde. Im Kreishandball steht die Westgruppe vor den letzten Spielen, doch scheint hier die Entscheidung erst in dem noch rückständigen Spiel Tus gegen Mülheim=Styrum zu fallen, wenn nicht der 21. eine Ueberraschung bringt. Im Bezirk Herne gibt es nur in der B=Klasse Meisterschaftsspiele und einige Spiele der unteren Klassen, sonst sind die Abteilungen mit Freundschaftspielen beschäftigt. Die erste Runde bei den Kreisendspielen Roland Bladenhorst— Sp. u. Sp. Störmede Falke Gelsenkirchen— Eintracht Lüdenscheid DIK. Herdorf— Westfalen Langendreer Sportfreunde Altenessen— Jugendsport Hüsten Roland Marten— DIK. Maumke Saxonia B.=Grumme— DIK. Niederense Arminia Oberhausen— Tus Lünen=Altstadt Adler Frintrop— Wacker Ahlen Winfriedia Hochlar— VfL. Ahaus Saronia Münster— DIK. Tudorf Preußen Wetter— Sterkrade=Buschhausen Blau=Weiß Bottrop— Arminia Klosterhardt Obwohl im Vorjahre nur 15 Mannschaften an den Endspielen beteiligt waren gegen 24 in diesem Jahre, erscheinen von den alten Teilnehmern nur noch fünf Mannschaften. Es sind: Roland Bladenhorst, Falke Bulmke, Tudorf, Wacker Ahlen und VfL. Ahaus. Alle underen Beteiligten sind Neulinge. Ein Zeichen des Aufschwungs der DIK. gerade in den ländlichen Gebieten. Roland Bladenhorst hat im ersten Spiel einen verhältnismäßig leichten Gegner, aber gerade diese Mannschaften sind oft sehr gefährlich. Roland wird daher mit aller Aufmerksamkeit diesen Gegner behandeln müssen, der eigene Platz sollte ihnen große Vorteile bieten— Falke Gelsenkirchen hat einen ziemlich starken Gegner, sollte aber dennoch dem alten Ruf Ehre machen und diesen Gegner niederhalten können.— Vor einer ziemlich weiten Reise stehen die Westfalen aus Langendreer, welche ins Siegerland fahren. Ihr Gegner, Herdorf, ist sehr gefürchtet und wird Langendreer vor eine harte Aufgabe stellen. Wir lassen den Ausgang dieses Spiels offen.— Offen ind auch die Spiele in Altenessen und Marten. Saronia Bochum. Arminia Oderhausen und Adler Frintrop werden sichere Siege landen. Alle übrigen Spiele sind eine offene Angelegenheit, da wir die einzelnen Gegner für ziemlich ebenbürtig halten.— Von den 24 bleiben 12 übrig, wer wird es sein? Die letzten Spiele der Kreishandballer Gruppe West. Elmar Hagen— Tus 03 Hagen Westfalia Welper— Essen=Stoppenberg Altendorf 09— Mülheim=Styrum 06 Das schwerste Spiel des Sonntags steigt in Hagen. Sollte in dem dortigen Lokalkampf Elmar erfolgreich sein, so würde Mülheim aufjubeln. Wir erwarten aber Tus Hagen als Sieger.— Welper dürfte auf eigenem Boden abermals erfolgreich sein, ob er aber ausreichen wird, sich vom Abstieg zu retten, ist kaum anzunehmen.— Altendorf wird dem Altmeister nicht jewachsen sein. Vor der Entscheidung in der FußballB-Klasse Tus Merklinde— Saxonia Wanne=Eickel Wacker Castrop— Siegfried Eickel Adler Castrop— Elmar Herne Markomania Castrop— Roland Wanne=Eickel Das bedeutendste Spiel der B=Klasse steigt in Merklinde. In guter Erinnerung steht allen noch das gute Spiel der 1. Serie. Hier übertrafen sich beide Mannschaften. Es war ein Spiel, welches über den Durchschnitt sonstiger B=Klassen=Spiele stand. Inzwischen haben beide Mannschaften ihr gutes Können schon des öfteren unter Beweis gestellt und sich annehmbare Plätze in der Tabelle erobert. Beide haben noch stille Hoffnungen auf die Spitze und warten auf das Straucheln von Wacker.— Wacker Castrop wird allgemein als der B=Meister angesehen. Siegfried gilt als bedeutend schwächer und hat wenig Aussichten, gegen Wacker zu bestehen, vor allem, da Wacker noch Platzverein ist.— Auch Elmar Herne muß den Weg nach Castrop antreten, doch ist dieses Spiel weniger von Bedeutung. Beide Mannschaften könnten nur ihre Tabellenplätze verbessern. Da Adler Castrop letzthin auch bessere Leistungen zeigte, ist ein Sieg Elmars noch sehr in Frage gestellt. Wir lassen den Ausgang des Spiels offen.— Als vierter im Bunde tritt Roland Wanne die Reise nach Castrop an. Hier rechnet man aber mit einem Siege Rolands, wenn auch die Wanner in den letzten Spielen weniger überzeugten. Markomania Castrop 2.— Roland Wanne=Eickel 2. Um die Bezirks=Meisterschaft der Fußball Jugend Die ersten Spiele um die Jugendmeisterschaft steigen am kommenden Sonntag, dem 21. Februar. Auf dem Platz der DOK. Roland Wanne steigt das Spiel der Gruppenmeister aus den Gruppen Castrop und Wanne. Gegner sind: Roland Wanne— Wacker Castrop. Auf dem Platz der DöK. Adler Castrop wird der Gruppenmeister der Herner Gruppe ermittelt. Gegner sind die Jugendmannschaften: Arminia Sodingen— Roland Bladenhorft. Auch hier wird es ein ausgeglichenes Spiel geben, doch dürfte Sodingens Jugend stärker sein. Spiele der 93K. Falkenhorst Herne Fußball. Jalkenhorst 1.— Teutonia Wanne=Eickel 1. Die Falkenhorster erneuern ihre guten Beziehungen zu Teutonia Wanne mit einer Art Klubkampf. Nicht weniger als 3 Mannschaften schickt Teutonia nach Herne. Im Fußball halten wir die Herner für unbedingt stärker. Teutonia zeigte in den letzten Spielen der Meisterschaft sehr schwache Leistungen. Wenn auch die Falkenhorster nicht sonderlich überzeugten, so werden sie in diesem Spiel wohl einen Sieg landen können Sportfreunde 19 1.— Jalkenhorst 15. Handball. Jalkenhorst 1.— Teutonia Wanne=Eickel 1. Im Spiel der Handballer rechnen wir mit einer ausgeglichenen Partie. Beide Mannschaften lieferten sich schon manchen harten, schönen Kampf mit wechselnden Erfolgen. Aus diesmal wird es ein schönes Werbespiel geben, bei welchem die Siegerfrage eigentlich nebensächlich ist. Jalkenhorst 2.— Teutonia Wanne=Eickel 2. (Meisterschaftsspiel.) Im Anschluß an diese Spiele ist am Abend bei den Falkenhorstern die diesjährige Generalversammlung der Gesamtabteilung. Es wird erwartet, daß alle Mitglieder zur Stelle sind. Arminia Eickels Zußballer in S.=Sodingen Arminia Sodingen 1.— Arminia Eickel 1. Die Eickeler Namensvetkern der Sodinger werden hier einen harten Kampf haben. Zwar spielen die Eickeler in einer höheren Klesse, doch ist Sodingen immer ein gefährlicher Gegner, gerade bei solchen Gegnern. Auch ist der Sodinger Boden ein heißes Pflaster, auf dem sehr schwer zu gewinnen ist. Wir lassen daher den Spielausgang offen. Spiele der 93K. Blau=Weiß Herne Fußball. Blau=Weiß 1.— Bestia Disteln 1. Blau=Weiß hat an diesem Sonntag eine der stärksten Gaumannschaften Recklinghausens zum Gegner. Die Distelner spielen einen ruhigen und fairen Ball. Blau=Weiß muß schon in bester Form sein, wenn es gut gehen soll. Wir rechnen allerdings mit einem Siege Vestias. Blau=Weiß 2.— Elmar Herue 2. Blau=Weiß 1. Jgd.— Elmar Herne 1. Jgd. Handball. Blau=Weiß 1.— Elmar Herne 15 Auch in diesem Spiel hat Blau=Weiß einen schweren Stand, denn die Reserven Elmars gelten als sehr gefährlich. Spoktfr. 17 Wanne 1.— Arminia Eickel Lehrmannsch. Der Herner A=Meister hat die gute Lehrmannschaft von Eickel zum Gegner. Wir halten aber die Sportfreunde für stark genug, um gegen die Reserven des Kreisgruppenmeisters bestehen zu können Jetzt ist noch die Abstiegstrage zu Hlären Germania Herne Rotthausen. Westsalia bei den Wanner Preußen— Sodingen und Holthausen vor lösbaren gaben- Lokalkämpfe in der 2. Bezirksklasse und Gauklasse. AufRhein=, Westfalen= und Hessen=Hannover=Bezirk haben ihre sämtlichen Gruppenmeister bereits ermittelt. Im Berg=Mark= und Ruhr=Bezirk stehen je zwei Abteilungsmeister fest sei Schalke 04 bedarf es nur der formellen Bestätigung). Am Niederund Mittelrhein sowie im Südwestfalen=Bezirk ist man noch eifrig auf der Suche nach Titelträgern, und es dürften noch einige Kampagne=Tage verfließen, bis in diesen Bezirken endgültige Klarheit geschaffen ist. Der vorletzte Februar=Sonntag wartet mit folgendem Programm auf: Ruhrbezirk: Gruppe Bochum-Dortmund: Preußen Bochum— VfL. Hörde Germania Bochum— Tub Mengede Alemannia Dortmund— STV. Werne Gruppe Essen: Rot=Weiß Essen— Sportfreunde Essen Gladbeck— BV. Altenessen Werden 08— Essen=West 81 Gruppe Gelsenkirchen: Schalke 04— SV. Höntrop Germania Herne— SV. Rotthausen Castrop 11— Gelsenkirchen 07 Preußen Wanne— Westfalia Herne(Ges=Sp.) Da Germania Bochum am vergangenen Sonntag in der Bochum=Dortmunder Gruppe Meister wurde, wird man jetzt das Augenmerk mehr auf die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte richten. Tub Mengede wird wohl kaum die Möglichkeit haben, vom letzten Platz wegzukommen. Der zweite im Bunde ist entweder Sportfreunde oder Alemannia Dortmund oder Werne, das aber vor den besseren Aussichten steht, so daß mit einem Dortmunder Verein zu rechnen ist. In Gruppe Essen wird wohl der Fall einer Punktegleichheit zwischen Schwarz=Weiß und Sportfreunde Essen eintreten, allerdings bedarf es dazu eines Sieges der Sportfreunde bei Rot=Weiß. Werden 08 und"-:- Reiß Essen sind Abstiegskandidaten. In der Gelsenkirchener Gruppe müßte Schalke 04 am Sonntag sein Meisterstück machen. Den Knappen genügt schon ein Punkt, und den sollten sie gegen Höntrop erreichen. Castrop 11 und Schalke 96 werden sich wohl in das bittere Schicksal des Abstiegs fügen müssen. Germania Serne- Rotthausen Nur die Germanen brachten es im Hinspiel fertig als einziger Verein ihre morgigen Gäste auf eigenem Grund und Boden zu besiegen. Wenn auch die Gäste auswärts nicht so spielstark sind, so dürfte den Hernern eine Wiederholung des ersten Sieges doch nicht leicht fallen. Für unsere Saardeutschen Der rührige Herner Saarverein tritt am Sonntog. dem 6. März mit einer größeren sportlichen Veranstaltung an die Oeffentlichkeit. Auch diesesmal ist der Platz der Germanen Herne zur Abwickelung dieser Veranstaltung ausersehen. Zuerst gibt es das schor lange erwartete Revanchespiel im Handball: Polizei Serne- Arminia Wanne=Eitte Bekanntlich verloren die Ordnungsleute damalmit 10:5. Nach diesem Spiel treffen sich: Stadtmeister Caitrop=Raurel OJK. - Stadtmeister Herne 0.K. Nach diesen beiden Spielen findet ein Kommers statt, wobei den Siegern schöne Erinnerungswimpel überreicht werden. K Preußen Wanne- Westsalia Herne Die Wanner Preußen sind auch augenblicklich noch Anwärter auf den ersten Tabellenplatz in iherr Gruppe, so daß die Westfalen ihren Gastgeber nicht im Schritt abtun können. Doch sollte es eigentlich zu einem knappen Siege der Herner langen. Westfalia Herne 2— Preußen Wanne 2 Westfalia 1. Handb.— Eintracht Bochum Westfalia 1. Handb.=Igd.— Hochlarmark Westfalia la Igd.— Sodingen Westfalia lb Igd.— Sodingen Westfalia 2a Jgd.— Germania Westfalia 1. Schüler— Reichsbahn Wanne Westfalia 2. Schüler— Reichsbahn Wanne 1. Bezirksklalle. Sodingen-. Gerthe 11 Laer— Lütgendortmund V. f. B. Gerthe— Holtheusen Marten— Dorstfeld. Sodingen 1- Gerthe 11 Die Kampfesart der friedlichen Nachbarn aus Gerthe ist den Sodingern ja wohl bekannt. Immerhin muß sich die Platzelf auch bei diesem Spiel anstrengen und mit ganzer Hergabe ihr Können vom Vorsonntag beweisen. Erfolgt dieses, so liegt mit Bestimmtheit ein Sieg für Sodingen in greifbarer Nähe, oder sollte man sich auf den letztgeholten Lorbeeren wieder aus ruhen wollen und schon im voraus gewonnen haben? Samstag: Sodingen Schuler— Herne-Mark Schüler Sonntag: Sodingen 2. Jgd.— Westfalia Herne 2. Jgd Sodingen 1. Jgd.— Westfalia Herne 1. Jgd. 9sB. Gerthe- Rasensvort 27. Gelingt es den Holthausern morgen nicht, einen einwandfreien Sieg über den Gastgeber zu erringen, dann dürfte ihr Abstieg sicher sein. Bei der ersten Begegnung langte es allerdings nur zu einem Unentschieden; berücksichtigt man jedoch die jetzige Spielstärke der Gäste(wir denken hier an den Vorsonntag). dann liegt ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen. Aber auch der Gastgeber hat nichts zu verschenken und wird alles versuchen, um die Punkte am Ort zu belassen. 2. Bezirksklalle Herne=Süd— Börnig V. f. L. Herne— Rasensport Wanne Herne-Süd— Börnig. Der Ausgang dieses Spiels. dürfte endgultig Klarheit schaffen, wer den zweiten Tabellenplatz besetzen soll. Auf eigenem Platz werden die Südleute diesmal versuchen, den im Augenblick in seiner Spielstärke etwas zurückgegangenen Gast aus Börnig zu bezwingen. Herne=Süd 2— Börnig 2. Jugendspiele. Herne=Süd 1. Jgd.— Preußen Herne 1. Jgd. Herne=Süd 2. Jgd.— Fortuna Herne 2. Jgd BfL. Herne 1— Rasensport Wanne 1. Sonntag nachmittag trägt der VfL. sein letzten Meisterschaftsspiel in Horsthausen aus. Der Gast. Rasensport Wanne, konnte vorigen Sonntag Börnig bezwingen. Doch wird es den Horsthausern schwer fallen, einen Sieg an ihre Farben zu heften. Wanne stellte eine flotte junge Mannschaft ins Feld. Auf WDas muss jeder von Haus Bergmann Klasse LLZ wissen Haus Bergmann Klasse ist ein Meisterstück der deutschen ZigarettenIndustrie. 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Schwarz=Weiß will versuchen, in den kommenden Gesellschaftsspielen mit ihren jeweiligen Gegnern den Zuschauern guten Sport zu zeigen: dies beweist schon der erste Spielabschluß.— Schwarz=Weiß tritt in einer Neuaufstellung an. Vorher Spiel der unteren Mannschaften. Gaublalle Turnklub Herne— Holsterhausen erne 16— Herne=Mark Castrop=Nord— Viktoria Herne Fortuna Herne— Preußen Herne herner Turnklub 1— Sp. B. Holsterhausen 1. Diese Gegner stehen sich morgen auf dem TurnAlubplatz am Sommerbad erstmalig gegenüver. Der Sportverein Holsterhausen steht mit einem Punktverhältnis von 31:1 ungeschlagen an der Spitze der Tavelle. Noch am letzten Sonntag konnte Spielverein 1916 Herne hoch mit 6:1 geschlagen werden. Die Turner müssen sich schon mächtig anstrengen, um gegen diesen Gegner gut bestehen zu können. Hoffentlich ist ein guter Leiter zur Stelle.— Vorher: Herner Turnklub 2— Sp.V. Holsterhausen 2 Herner Turnklub 3— Sp.V. Holsterhausen 3. Herne 16— Herne=Mark. Die augenblicklich sehr spielstarken Markleute werden sich wohl ihren Gastgevern gegenüber als stärker erweisen, da die 16er durch Verletzungen einiger Spieler geschwächt antreten müssen. Das Spiel findet an der Schwedenstraße statt. Fortuna Herne 1— Preußen Herne 1. Beim ersten Spiel konnte Preußen Fortuna mit 2:1 schlagen. Preußen hat bei den letzten Spielen achtungsvolle Resultate erzielt, die von einer Form verbesserung zeugt. Fortuna Herne hat eine Umstel lung in der Mannschaft vorgenommen. Ob die Um stellung von Erfolg sein wird, muß abgewartet wer den. Vorher: Fortuna 2— Preußen 2 Fortuna 3— Preußen 3 Union Recklingh.=Süd 1. J.— Fortuna 1. J. Samstag: Union Recklingh.=S. 1. Sch.— Fortuna 1. Sch V. f. L. 2. Sch.— Fortuna 2. Sch. V. f. L. 3. Sch.— Fortung 3. Sch. sonders da erstmalig jüngere Kräfte mitwirken. Es ist jedenfalls mit einem interessanten Spiel zu rechnen Das Spiel findet vormittags auf dem Turnklubplatz statt. (Anmerk. d. Red.: Bitte leserliche Manuskripte hereinreichen. Jortung 1.— Sodingen 1. Fortung 2.— Turnklub 2. BfB. Börnig 1— Athletik-Club Dortmund 1. BfB. Börnia 2— Athletik-Club Dortmund 2. Um gegen diesen Gegner bestehen zu können, müssen sich die Börniger schwer anstrengen, aber auch der Gast muß sich mächtig ins Werk legen, um nicht am Schluß des Spiels enttäuscht zu sein. Die Spiele finden morgen nachmittag auf dem Platz an der Schadeburg statt. Polizei Dortmund kann Atem schöpfen. Der Ruhrbezirkszweite im Handball, die eben erst ermittelte Polizei aus Dortmund, sollte schon am kommenden Sonntag in der„Runde der Zweiten“ in Aachen gegen die Alemannia spielen. Da nun aber am gleichen Tage der Fußballgroßkampf Alemannia Aoche. O. n irchen dort steigt, hat man das Handballspiel abgeblasen und auf einen noch nicht genannten Termin vertagt. Diese Regelung ist durchaus zu begrüßen, da nunmehr unser Vertreter etwas zu Atem kommen kann und demzufolge auch mit besseren Nerven in die„Runde der Zweiten“, wo eine Niederlage das Ausscheiden bedeutet, eintreten wird. SV. Neptun 1— SB. Bottrop 1 SB. Reptun Jgd.— SB. Bottrov Jgd. Der SV. Neptun hat am Sonntag den SV. Bottrop mit 2 Mannschaften zu Gast. Beide Mannschaften lieferten sich bisher harte Kämpfe, so daß auch morgen mit einem interessanten Spiel zu rechnen ist Den Ausgang lassen wir offen. Damen-Handball Reichsbahn Wanne 1.— Fortuna Herne 1 Am vorigen Sonntag spielten die Damen der Fortunen gegen Union Recklinghausen-Süd und konnten ein schönes Resultat erzielen. Beim Schlußpfiff hieß es 0.0. Die Damen der Fortunen fahren am Sonntag zum fälligen Rückspiel gegen Reichsbahn Wanne. 4 Vereine messen ihre Kräfte im Kunstturnen. Kunstturnwettkampf der Turnvereinigung 1873 am 12. März in Herne. Und„Karlchens“ Meinung: Preußen Bochum— V. f. L. Hörde 3•2 Germania Bochum— Mengede 4:1 Alemannia Dortmund— Werne 3•2 Gladbeck— Altenessen 3•2 Werden— Essen 81 2:1 Kot=Weiß Essen— Sportfreunde Essen 2:2 Germania Herne— Rotthausen 2:3 Castrop 11— Gelsenkirchen 07 3•2 Schalke 04— Höntrop 6•0 Sodingen— Gerthe 11 3:1 Laer— Lütgendortmund 4•2 VfV. Gerthe— Holthausen 3•2 Marten— Dorstfeld 4:1 Herne=Süd— Börnig 3•2 V. f. L. Herne— Rasensport Wanne 2:3 Turnklub Herne— Holsterhausen 0:2 Herne 16— Herne=Mark 3•3 Castrop=Nord— Viktoria Herne 4•2 Fortuna Herne— Preußen Herne 3•2 Rasensport Herne-Mark fahrt zum Gesellschaftsspiel zur 1. Bezirksklasse, zum BfB. 1919 Bochum=Gerthe. Leider muß die 1. Mann schaft mit Ersatz antreten, da am Vorsonntag in Rauxel gegen Alemannia sich mehrere Spieler durch die schlechten Bodenverhältnisse verletzten. Wir erwarten, daß Rasensport seinen Siegeslauf nicht unterbricht. Postsportverein Herne 1— Borussia Herne 1. Sonntagnachmittag erwarten die Postler auf ihrem Platz am Luftschacht Schillerstraße die jetzigen Borufsen, die über eine spielstarke Mannschaft verfugen. Die treten. So kann der gute Halbrechte, der an einem Kreisspiel teilnehmen muß, nicht mit von der Partie sein. Vorher spielt: Postsportverein 2— Borussia 2. Spiel und Sport herne— Germania Holthausen. Sonntagnachmittag treffen sich auf dem Preußenplatz am Stadtgarten diese Vereine. Germania konnte zurzeit Spiel und Sport 4:2 schlagen. Spiel u. Sport will daher versuchen, den Spieß umzudrehen, so daß ein interessantes Spiel zu erwarten ist. Handbal Weitsolia 1- Eintracht Bechum 1. Zu ihrem ersten Gesellschaftstreffen haben die Westfalen Sonntagmorgen die Bochumer DT=Mannschaft verpflichtet. Im vorigen Jahr konnten diese noch den Kreismeistertitel erringen. Wenn die Gäste auch in diesem Jahr den Titel abtreten mußten, so erkämpften sie sich aber sicher den zweiten Tabellenplotz. Die Hauptstärke der Mannschaft ist die Stürmerreihe, in der der Mittelstürmer die kreibende Kraft ist. Wollen die Westfalen als Sieger aus dem Spiel hervorgehen, so müssen sie schon ihr ganzes Können in die Wagschale werfen. Germania-— Pelizeisportverein Herne. Zu einem spannenden Treffen wird es Samstag nachmittag auf dem Germaniaplatz kommen. Germania wird versuchen, den Sieg der Ordnungsleute aus dem Hinspiel auszuwetzen, Beide Mannschaften geten komplett an. UfL. Herne 1— Germania Herne! Dieses Lokaltressen findet am Sonntag in Horstsausen statt. Beide Mannschaften lieferten sich bisher mmer spannende Kämpfe, so daß wir mit einem schonen Spiele rechnen können. VfL. Herne 2— Germania Herne 2. Mehr als je zuvor nimmt das Kunstturnen an den Geräten, wie Barren. Pferd und Reck innerhalb des Zweiges Deutscher Leibesübungen eine beachtenswerte Stellung ein. Kunstturnwettkämpfe, wie die traditionellen Kämpfe,„Hamburg— Berlin— Leip zig" oder„Munchen— Nürnberg“, die Gerätemeisterschaften der Deurschen Turnerschaft(im vorigen Jahre zum ersten Male in der Ruhrstodt Essen ausge tragen) und die traditionelten Kämpfe der Turnkreise Rheinland und Westsalen. Alle diese Kämpfe haben die Massen zu begeistern gewußt, haben sie lehren los: sen. dieses Gebiet der Erziehung persönlichen Mutes der Stärkung der Willenskraft sowie der Förderung der Körperbeherrschung zum Allgemeingut zu machen Bei allen Veranstaltungen gab es ausverkaufte Häuser, überall eine begeisterte Zuschauermenge, überall Anteilnahme aller Kreise der Bevölkerung und Behörden. Diese Beweise der Wertschätzung des Kunstturnens in Westfalen oder Rheinland oder überall in deutschen Gauen, ganz gleich ob es sich um Ost-, Nord= oder Süddeutschland handelt, geben zugleich den Vereinen die Aufgabe, das Erreichte zu halten und zu festigen, sowie neue Jünger des Kunstturnens heranzubilden. Von den Herner Vereinen nimmt im Geräteturnen die Turnervereinigung 1873 eine beochtenswerte Stellung ein. Erwähnt sei der nur im vorigen Jahre zum ersten Mole in Herne von ihr durchgeführte und in bester Erinnerung stehende Kunstrurnwettkampf gegen„Eintracht Dortmund",„Eintracht Bochum" unter Mitwirkung des tüchtigen Geräteturners Platzeck. Die Uebungen haben voll und ganz bewiesen, daß die Kampfstärke der Herner Turner nicht weit hinter der der auswartigen Turner zurücksteht. Das Gewinnen zweier Vereinsgerätewettkämpfe in Blankenstein a. d. Ruhr und in Gevelsverg. sowie das erfolgreiche Abschneiden ihrer Vereinsmannschaft auf dem Kreisgerätemannschaftswettkampf in Hamm zeugen ron dem guten Können ihrer Mannschaft. Wenn die Turnervereinigung wiederum mit enem größerem Kunstturnwettkampf an die Herner Oeffentlichkeit tritt, dann ist es ein Beweis, daß sie sich ihrer turnerischen Stelbung bewußt ist. Wurde im vorigen Jahre der Kamni von insgesamt 3 Vereinen ausgeführt, so nehmen diesmal vier Vereine teil. Zu Gegnern sird vernilichtet worden, die Schwerter Turnerschaft von 1868, der Turnerbund Iserlohn von 188s und der Turnverein Hörde von 1861. Eine be ondere Note erhält der Kampf durch die Mitwirkung des bekannten Schwerter Kunstturners Klinger Konnte dieser Turner im vorigen Jahre doch bei dem Kreisgerätemannschaftswetrkampf in Hamm nach dem bekannten Kunstturner Winter den zweiten Platz einnehmen. Erst dann folgten andere bekannte Tur ner, wie Stracke. Grüdelbach, Neuhaus, Fink und Platzeck. Letterer den Hernern noch vom vorjährigen Kunstturnwettkampf her in bester Erinnerung Der Kampf findet am 12. März im Strick mannschen Saalbau statt. Jeder Verein stellt 6 Wettkämpfer. Bei der Bewertung scheidet der schkechteste aus. Geturnt wird an den Geräten wie Pferd, Barren und Reck. Außerdem wird von 3 Turnern jeder Manrschoft ein Pserdsprung und eine Kürfreiübung ausgeführt. Diese Veranstaltung beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Kampf selbst, sondern Rahmenvorführungen der Turnerinnen mit vollig neuen Schöpfungen des Frauenturnwarts Schorrig füllen den Abend aus. Möge der Turnogg. 1873 Herne für ihr Streben an diesem Abend ein volles Haus vergönnt sein. Schlägerei im Berliner Sportpalast. Erregung um Piet van Kempen Ein zweiter Fall Frankenstein Eine aufschlußreiche Haltung des Wettfahrt=Ausschusses Im Berliner Svortvalast hat sich beim 27. Berliner Sechstagerennen am Donnerstagmorgen jener übele Vorsall einer Schlägerei unter den Fahrern. Managern und Pflegern, der im 4. Kölner Sechstagerennen im Dezember die Gemüter um den Kölner Theo Frankenstein erregte. wiederholt. Diesmal war es der Sechstagekönig Viet van Kempen. der gegen 5.30 Uhr. als die Halle vom Publikum geräumt wurde. versuchte, sich noch vorn zu bringen und kurz entschlossen zu einem Vorstoß antrat. Im Augenblick herrschte das großte Durcheinander in der Halle. Auf der Bahn wurde gejagt, indes man heftig protestierte. Schließlich kam es zu ernsten Zusammenstoßen. Nachdem der sonst so ruhige Kölner Gottfried Hürtgen auf den„fliegenden Holländer“ geprallt war. bekamen sich schließlich Miethe und Piet van Kempen in die paarc. Die Auseinandersetzung dehnte sich noch zwischen den Managern. Fahrern. Pflegern uw. aus. Mit größter Mühe konnte der Wettfahrtausschuß wieder Ruhe stiften und die Xampfbähne voneinander trennen. Während dieses für Sechstagerennen nun scheinbat bezeichnenden Vorfalles, war das Verhalten des Wettfahrtausschusses gegenüber den anmesenden Journalisten sehr aufschlußreich Man wollte mit allen Mitteln verhüten, daß die Presse etwas von diesem Vorsall erfahren sollte und versuchte schon zu Beginn der Schlagerei die Journalisten aus der Halle zu entsernen Glucklicherweise gelang es diesen vom Bund Deutscher Radfahrer bestätigten Herren des Wettfahrtausschusses nicht. ihr Vorhaben vollends durchzuführen. Im Bunde mit dieser handgreiflichen Auseinandersetzung der Fahrer gibt das Verhalten des Wettfahrtausschusses ein sehr deutliches Schwarz=Weiß=Bild von der totalen Verruttung im Berufs=Radsvortlager. wie deutsche Presse soll es sich gründlich überlegen, ob sie über solche Sechstageereignisse die vom Sport und der sportlichen Ehrlichkeit soweit entfernt sind wie die bochtrabenden Erklärungen des Bundes Deutscher Radfahrer von seinen Handlungen. in Zukunft noch Bericht geben soll Und wieder fiegten Brettarde Lietz. Pünktlich um 23 Uhr am Donnerstegabend verkundelen 3 Schüsse das Ende des 27. Berliner Sechstagerennens. Die französisch deutiche Mannschaft Broccardo Tietz, die bekanntlich das„26. Berliner“ nach Hause fohren konnte, holte sich auch diesmal wieder den End###eg. Das Siegerpoar lag ja jast immer mit in der Spitzengruppe und besonders am letzten Aben? zeigte es ganz großes Können. Zeitweise lagen die Kölner Rausch=Hürtgen allein an der Spitze, aber auch Charlier=Deneef konnten vorübergehend die Führung behaupten. In der Spurtstunde, in der sich besonders Charlier, Rausch und Pet von Kempen auszeichneten, gewannen Broccardo=Tietz zwei Runden und verwiesen lamit Rausch=Hürtgen mit Rundenrückstand auf den wweiten Platz. Gefahren wurden insgesamt 3133.300 km. Das Erdergebniz: Sieger: Broccardo=Tieß 256 P. eine Runde zurück: 2 Ru#ch Hurtgen 297 P., zwe: Runken zurück: 3. Charer Deneef 250 P., drei Runden zurück: 4 Rieger Preuß 226 P., vier Runden zurück: 5. Gebr. von Kempen 426 P., 6 Schön=Gösel 265 P., für Runden zurück: 7. Kroll=Junda 189 P., sechs Runden zurück: 8. Siegel=Thiemach 268 Punkte. herner Turnklub— Germania Scherlebeck. Zum Beginn der Freundschaftsspiele haben sich die Herner eine flinke und kampffreudige Mannschaft aus dem Münsterländer Gau verpflichtet. Die Herner nüssen alles bergeben, um den Sieg zu behalten, beWasserball S. B. Neptun(Igd.)— To. Datteln(Igd.) 2:2 Die Jugendwasserballmannschaft des S. V. Neptun trug am Donnerstag in Erkenschwick ein Wettspiel gegen die gleiche Mannschaft des To. Datteln aus Trotz der langen Ruhepause woren die Herner dauernd überlegen. Der Schiedsiichter machte den Hiesigen aber selbst das Unentschieden recht schwer Gut Zaust Börnig- Sieofried Gerthe. Für morgen hat der Boxklub Gut Faust Börnig den kampfstarken Vorklub Siegfried Gerthe verpflich tet. Kampflokal ist das Kasino Teutoburgia. Gut Faust Börnig muß schon sein ganzes Können aufbieten, um gegen Siegfried Gerthe einen Punktsieg herauszuholen. Es kämpfen: Gut Faust Börnig Siegfried Gerthe Einlagekampf: Eberhardt— Ebrecht Schülerpapier: Lauterbach 3— Woischewil (Stadtmeister) Papiergewicht: Burgath— Woiters Fliegengewicht: Zimnewski— Karasch Bantamgewicht: Lauterbach 2— Reichert (Bezirksmeister) Jedergewicht: Hennemann 2— Morschei Leichtgewicht: Rößner— Liebenbild Weltergewicht: Kwialkowfki 2— Mart Mittelgewicht: Roßner— Kogaß Halbschwergewicht: Haag— Fischer 1 Hauptkampf: Weltergew.: Jung—. Poschadel. Fingen Herne 1920— Alemann'a Dortmund, Gaumeister. Morgen vormittog findet dieses interessante Treisen zwischen dem Gaumeister des Westialengaues. Ale mannia Dortmund, gegen Herne 1920 statt. Da beide Mannschaften in kompletter Aufstellung antreten, sind erbitterte Kämpfe zu erwarten. Den Sieger vorher nu best minen, Lürkte schwer fallen, da beide Vereine über gute Ringer verfügen. Die Mannscha#ten treten in folgender Aufstellung an. Alemannia Dortmund: Pawlak. Christner, Pörsche, Bargel. He'd. Regaliki und Schütz. Herne 1920: Stank, Matyla, Märtin, Dettmarg, Nausokat. Kreisler und Aeugle. Dortmund hat seine besten Vertreter in Pawlak, Christner, Re gobki und Schütz, wenn letzterer sich nicht zu viel auf Verteidigung legt. Der Kampf dürfte auf die Interessenten des Rinalports eine große Anziehungskraf ausüben. Skandal um Heuser Neuer, entscheidender Sieg des Deutschen. Ado' Heuser, der ausgezeichnete rheinsiche Halb schwergewichtsboxer, feierte in der Nacht zum Freitag in Neuyork einen neuen Sieg. Er traf auf den Amerikaner Nick Palmer, dem er von Ansang an einen ganz überlegenen Kampf lieferte. Schon in der 5. Runde mußte Palmer bis„neun" zu Boden und nur die Pause rettete ihn hier vor dem k. o. In der 6. und letzten Runde war dann die Ueberlegenheit des Deutschen 1o groß, daß der Ringrichter den Kompf 1 Sekunden vor Schluß abbrach und Heuser zum Sie ger durch technischen k. o. erklärte. Jetzt geschah etwas, was in einem Boxring schon öfters passiert ist Nick Palmer, mit dem Urteil des Ringrichters nicht einverstanden, stürzte sich wutenbrannt auf den Ring richter und Heuser und es entstand nun im Ring ein fürchterlicher Tumult. Der rasende Amerikaner konnte erst durch Drei Polizisten unschädlich gemacht und aus dem Ring geschafft werden. Mit dem Vallon in 9000 Meter Hohe.. Bitterfeld, 18. Jebr. Der seit längerer Zeit vorgesehene Start des Ballon: „Ernst Brandenburg“ in die Substratosphäre in heute vormittag erfolgt. Der Ballon wird von Schütz (Vitterfeld) geführt. der zweite Insasse ist ein Studen: der Meteorologie aus Berlin namens Suckstore. Die beiden deabsichtigen, bei diesem Flug die in diese: sonate auftretenden Höbenstrahlungen zu ersotschen. Dem Start wohnte eine zahlreiche Menschenmenge bei. Bitterseld, 18. Febr. Nach einem um 18.30 Uhr in Rotbemühle(Westsalen) ausgegebenen Telegramm is der Ballon„Ernst Brandenburg" bei Olve in Westsalen glatt gelandet. Es wurde eine Höhe von 900e Mete: erreicht, sodaß der Zweck der Höhenfahrt erfüll sein dürfte. Zu der Landung erjahren wir aus Olve folgendes Der Ballon erschien kurz vor 4 Uhr aus östlicher Richtung in ganz geringer Höhe über Nothermühle. einer kleinen Ortschaft im Kreise Olve i. W., und trieb nach Westen ab Bei dem Beisuch zu landen streifte er eine elektrischichtleitung und berührte ein Haus.= Durch Ab wersen eines Sandjackes gelang es dem Führer aber wieder hochzukommen. Wenige Minuten säter vollzog sich die Landung glatt aus ebener Fläche. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Sonstige Sportnachrichten. Auf der Fahrt nach Hause. Die deutschen Bobfahrer(außer Hauptmann Wer ner Zahn) haben mit dem Dampfer„New York“ di Reise nach Deutschland angetreten. Der Vorsitzend des Deutschen Bob=Verbandes. Erwin Hochmann, di Fahrer Ludwig. Mehlhorn, Roßner, serner die nod Verletzten Grau, Brehme und Hopmann sind a. Bord Der„Jall Wetter“. Der„Fall Wetter“, der die Gemüter in Sudwest cen beunruhigte, ist nun endgültig geklärt Hage 11 hat darauf verzichtet, das Spiel gegen Wetter 11 zu wiederholen und ist mit dem einen erzielten Punk) zufrieden. Wetter 10 muß nun nur die gewonnene Begegnung gegen Hagen 72 wiederholen, bleibt aus weiter mit Hüsten 09 ans dem ersten Platz. Urbel Kraus für den„Club" frei. Urbel Kraus ist ab Mitte April für den 1. FC. Nürberg, dem er sich bekonntlich vor einiger Zei angeschlossen hat. spielberechtigt. Od er auch spfelt, muß man abwarten. Nüßlein nicht zu schlagen. Am zweiten Tag der Berufsspieler=Tenniskämpfe in Miami(USA) siegte der deutsche Meister Hans Nüßlein. über den Engländer Albert Burke mit 6:4 :3 während Taden nur knapp mn 6:8, 7:5 0.4 üder Raman Najuch erfolgreich blieb Sport Humor Was ist in der Ehe wichtiger? Auf der Columbia=Universität erklarte eine auf diesem Gebiet anscheinend sehr erfahrene Lehrerin des Teacher=College dieser Tage, daß ein junges Mädchen sich eine gewisse Technik erwerben sollte, um am Heiratsmarkt Beachtung zu finden.„Sie sollte em wenig Bridge spielen können“, meinte sie,„ein wenig Tennis, ein wenig Golf und etwas Klavier...!" Sollte es nicht auch ganz zweckmäckig sein, wenn sie„ein wenia“ kochen und einen Knopf annähen könnte. verehrteste Dame?! Verantwortlich für den Sportteil: Josef Möller, Herne. Stadttheater Dortmund. 20. Februar:„Lohengrin". „Mignon"; abends: BSK. 30 Sodingen- Aitoria Bochum Für morgen hat der BEK. 30 die Kampfstaftel von Astor a Bochum verv#lichtet. Der Ge#t stellt eine ausgeglichene Mannschaft, welche den Sedingern das Siegen recht schwer machen wird. Im Hauptkampf des Abends trifft Bregenstroth, Herne 22, welcher für den verletzten Burgath einspringt, auf den 2. Gaumeister, Schwer. Bregenstroth hat hier einen schweren Gegner, wir glauben eber doch, daß er den Sieg erringen wird Die anderen Paarungen lauten: Reinatz— Ostkamp 2: Bregenstroth— Schwer 2 Gaumeister: Wollert 2— Hansmann: Schmilewfki— Ostkamp 1; Wollert 1— Gerok: Cwodzinfti 1— Steinhagen; Cwodzinski 2— Droste: Weiland— Sanetzki; Bäcker— Krückeburg. * BSK. 26 Suderwich- Herner Athletik=Club„Moderne“ Padogogik! Der bereits längst totgeg'audte Herner Athletik=] In der Staatsschule St. Charles im Staate Illinoi# Club startet morgen abend im Gemeindegasthaus in wurde soeben eine vädagogische Neuerung eingeführt Suderwich gegen die bekannte Boxste###el des BSK 26 Nach dem Mittagessen und dem Abendbrot werden die Suterwick. Diese Gestgeber bilden durch ihre Kamp- Schüler über 15 Jahre im Rauchen unterrichtet der wie: Joswig I und 2, Glaser uw. eine gute Diese amerikanischen Jungens brauchen sich nicht mehr Gamufftatial benen die Herrer mit ihrer ebentanz hinter Hecken herumzutreiben und ihre ersen RauchKompfstafiel, denen die Herner, mit ihrer even-; ver uce mit trockenen Reden= und Hollunderblättern zu verstarkten Kampfstafiel gegenübertreten. Da kurch machen sie lernen von Kennern, wie man Pseisen raucht. Zugang alter, ehem Kämpfer die Herner an Kampf= Ueber diese Neuerung ist ganz Amerika in helles Entstärke wesentlich zugenommen haben, dürkte man aulf setzen geraten. Es spricht geradezu von einer#ädagodas Ergebnis des 1. diesjährigen Kampfes gespannt gischen Unglaublichkeit. Die Jungens rauchen ungerührt sein. weiter. Samstag, Sonntag. 21. Februar, nachm.: „Der Freischütz". Montag, 22. Februar:„Das Herz“ Dienstag, 23. Februar:„Der Kreidekreis“ Mittwoch, 24. Februar:„Lohengrin". Donnerstag. 25. Februar, nachm.: Vorstellung für Erwerbslose:„Finden Sie, daß Constance sich richtig verhält?“: abends:„Mignon“. Freitag, 26. Februar:„Der Kreidekreis". Samstag, 27. Februar:„Der Kreidekreis". Sonntag, 28. Februar, nachm.:„Die Czardasfürstin"; abends:„Die Blume von Hawai“. In jeder Binsicht glenzend erreicht worden sei. Man dabwilde Tiere in der Natur aus eine Weise pbotograpbiert. die vorber niemand für möglich gehalten hätte. U. a. habe man zwölf Exemplare des so seltenen weißen Nasborns und die außerordentlich scheuen Nuala=Antiloven aus rachster Nähe aufnehmen können. Insgesamt seien 16 000 Meter Film abgedreht und auch Tonfilmaufnahmen geracht worden. Zusammenschluß der Commerzbauk— Barmer Bankverein beschlossen Wie von zuständiger Stelle bestatigt wird. kann der mgekündigte Zusammenschluß der Commerz= und Privatsank A.G. mit dem Barmer Bankverein, vormals dinsberg. Fischer& Co., als beschlossen angesehen werden. Provinzielles Fine Falschmünzerbande hinter Schloß und Riegel ∆ Dortmund, 19. Febr. Vor einiger Zeit konnte in Dortmund in der Küche der Frau Eickhoff eine Falsch= nünzerwerkstatt ausgeboben werden. Im Anschluß daran wurden in Dillenburg drei Personen angehalten, die Falichgeld in den Verkehr bringen wollten. Zwei konnten festgenommen werden, während der dritte entkam. Es handelt sich um den 39jährigen Obermonteur Heinrich Vieth von hier. Frau Eickhoff wurde vorerst auch festgenommen. Da ihr jedoch nichts nachgewiesen werden konnte. setzte man sie wieder auf freien Fuß. Auch der Bruder des gesuchten Vieth stand schon einige Zeit in Verdacht der Mittäterschaft. Die beiden Vieth bestritten entschieden. selbst Falichgeld bergestellt zu haben Sie wollten den Koffer mit Falschgeld, der bei ihnen gefunden wurde, nur zum Unterstellen bekommen haben. Die Polizei konnte jedoch in der Zwischenzeit feststellen, daß Heinrich Vieth der Hersteller des Falschgeldes ist. Er stellte 50=Pfennig=Stücke, Zwei= und Fünf=Mark=Stücke her. Auch konnte ermittelt werden, daß die Frau Eickhoff als Mittäterin in Frage kommt. Sie wurde deshalb jetzt erneut festgenommen. Die Verhaftete bestreitet wie bei ihrer ersten Verhaftung, irgend etwas mit der Herstellung des Geldes zu tun gehabt zu haben. Auch Heinrich Vieth leugnet immer noch bartnäckig. Auf Grund der polizeilichen Ermittlungstätigkeit sind die beiden jedoch als überführt anzusehen. Auf dem Eise eingebrochen und ertrunken 4 Güterslob, 19. Febr. Der 12jährige Sohn der Familie Rammert spielte mit mehreren Kindern auf der Ems, deren Eis schon brüchig geworden war. Plötzlich brach die Eisdecke und der Knabe verschwand unter der Eisdecke. Auf die Hilferuse des Knaben eilten mehrere Perionen herbei. Aber ebe Hilfe zur Stelle war, war es schon zu spät. Die Wiederbelebungsversuche blieben leider erfolglos. Einbruch mit Festgelage A Oberbausen, 19. Febr. In der vorlenten Nacht brachen bisher unbekannte Burschen in das Lebensmittelgeschäft Jansen in der Roonstraße ein. Man stahl Lebensmittel. Wein. Zigaretten usw. sowie einen kleinen Barbetrag. Die Beute der Diebe beziffert sich auf rund 500 Mark. Nachdem die Eindringlinge ihre Beute zusammengepackt hatten, veranstalteten sie in dem Geschäft ein Festgelage. Man tat sich an den Eßwaren gütlich, trank Wein und rauchte Zigarren und Zigaretten. Die volizeilichen Ermittelungen nach den Einbrechern sind im Gange. Sechs Einbrüche in einer Nacht ∆ Bielefeld. 19. Febr. In der vorletzten Nacht wurden in verschiedenen Stadtteilen der Stadt insgesamt sechs große Einbrüche ausgeführt. Bei einem Pferdemenger wurden 8 Rollschinken von je 5 Pfund Gewicht und 15 Plockwürste im Gewicht von etwa 2 Pfund gestohlen. Aus einem Zigarrenvavillon an der Heeverstraße wurden über Zigaretten der verschiedensten Marken entwendet. Ein werterer Einbruch wurde in die Räume der Ortskrankenkasse im Stadtteil Schildesche verübt. Durch Einschlagen eines Fensters verschaffte man sich Eingang in das Innere. Die Täter durchwühlten alle Behältnisse. erbeuteten aber nur einen Herrenwintermantel. Bei einem Einbruch in ein hiefiges Jugendheim wurde ein Radioanvarat. Marke „Telefunken". Batteriegerät. vier Röhren und ein Holzkasten gestohlen. Ein weiterer Einbruch wurde in dem Haus Herforderstraße 104 verübt. Die Täter hatten sich bereits Eingang in den binter dem Hause befindlichen Hühnerstall verschafft, wurden aber dann bemerkt und vercheucht. Ebenfalls ergebnislos verlief ein Einbruch in den Laden der Firma Mann, da die in der Kasse befindlichen Gelder vorher weggebracht worden waren. „Ein wahres Wunder persönlicher Autorität“ Dr. Brüning im Spiegel des Auslandes Die„Basler Nachrichten“ Nr. 40 vom 10. Februar bringen unter dem Titel„#ine allzu frühe Abreise“ über das erste Auftreten des Reichskanzlers Dr. Brünina folgende sehr interessante Ausführungen: „Knapp zwei Tage hat Reichskanzler Brüning in Geni geweilt. Er hat eine Rede vor der Weltabrüstungskonserenz gehalten und der internationalen Presse eine kurze Erklärung abgegeben. Beide Aeußerungen enthielten, was man in der gegebenen Situation von einem ziel- und verantwortungsbewußten deutschen Staatsmann erwarten konnte, nicht weniger und nicht mehr. Und doch ist es während dieses kurzen Aufenthalts Brünings jedem aufmerksamen Beobachter vergonnt gewesen, ein wahres Wunder persönlicher Autorität festzustellen. Man mochte sprechen, mit wem man wollte— die parteivolitischen Gegner des Kanzlers natürlich ausgenommen— so trat einem ein relpektvolles Zutrauen zu diesem Manne entgegen, wie es kein Vertreter Deutschlands in Gens je genossen hat, auch Stresemann in seinen besten Tagen nicht. Solche Wunder kann man nicht erklären. Wir begnügen uns mit der einfachen Konstatierung. Aber nun ist Brüning so plötzlich wieder verschwunden, wie er gekommen war. Leider! Wir sind unter dem starken Eindruck des merkwürdigen Genfer Erlebnisses der festen Ueberzeugung: Brüning konnte bei längerer Betätigung an der Konserenz viel für sein Land erreichen. Nicht die Umkrempelung des verlorenen Weltkrieges und die Annullierung des Versailler Vertrages. So stark ist unser Wunderglaube immerbin nicht gewachsen. Wohl aber eine ausgiebige und dauernde Erleichterung der deutschen Wirtschaftslage! Er könnte Frankreich von der verbängnisvollen Methode abbringen, Deutschland immerfort am kurzen Strick zu halten und so seine wirkliche Erbolung zu verhindern. Und er könnte auf dem Wege zur vollen deutschen Militärsouveränität eine große Etappe zurücklegen. Sveziell auf dem letzteren Gebiet stünden nach unserer Kenntnis der Dinge die Möglichkeiten Deutschlands sehr viel besser. als es oberflächlicher Betrachtung erscheinen mag. Es ist schon überaus wertvoll. daß Minister Tardien in dieser Richtung nur prozessuale Einwände gemacht hat— die Konferenz sei nicht berusen, an den Friedensverträgen herumzukorrigieren—. aber kein sachliches Veio ausgesorochen hat. Sein Hinweis darauf, daß der Versailler Friede Partien enthalt, die nur der momentanen Zeitlage entsorungen sind, war zwar nicht ein Ausfluß der macchiavellistischen Theorie Bismarcks, internationale Verträge hätten nur redus sic stantibus zu gelten. Aber es war noch weniger die ewige französische Deklamation von der Heiligkeit des letzten Vertragsbuchstabens. Es wehte Völkerbundsluft in Tardieus Worten. Sie weckten die Erinnerung an den Art. 19 des Palts. der von der Wiedererwägung unanwendbar gewordener Verträge spricht. Wir erinnern uns nicht, daß Briand je so unbefangen von seiner Heiligkeit dem Vertrag von Versailles gesprochen hat Der verantwortliche Chef der deutschen Regierung könnte in diese Möglichkeiten eindaken. Die divlomatische Delegation, die ihn in Genf vertritt, wird das nicht so leicht können. Sie liegt zwar in sehr guten Händen. Es ist ausgeschlossen, daß sie politisches Geschirr zerbricht. Aber sie hat weder die amtliche, noch die versönliche Autorität Brünings, und ohne diese Imvonderabilien geht es kaum. Ob sich der Reichskanzler selbst von dieser vsochologischen Situation Rechenschaft gibt? Wie dem auch sei. er hält seine Anwesenheit in Berlin zur Zeit für notiger als die in Genf. Möge er sich nicht täuschen! Möge er in Berlin wenigstens erreichen, was er dort zu erreichen hofft: die Wiederwahl des Reichspräsidenten von Hindenburg... Warum soll Deutschland der frische Luftzug einer völlig freien Reichsoräsidentenwahl etwas schaden?— Wir glauben nicht an die Schädlichkeit freier Wahlen. Die Neuwahl des preußischen Landtags und je nach deren Ausgang auch die Neuwahl des Reichstages kann eine gute Klärung des Volkswillens bringen. Eine Reichspräsidentenwahl, ohne die Kandidatur Hindenburgs, dagegen nicht! Schon jetzt läßt sich mit voller Sicherheit erkennen, daß dadurch die inneren Wirrungen Deutschlands nur noch wirrer würden, als sie schon sind. Es ist gar nicht ausgeschlossen, daß der Kampf um das Reichspräsidium zum Ausgangspunkt des Bürgerkrieges würde Es macht Brünings Scheiden von Genf vielleicht verständlich. Aber vom Standpunkt der deutschen Außenpolitik aus ist und bleibt es tief zu bedauern. Darum hat uns an Brünings Aussprache an die Presse am besten das letzte Wort gefallen: „Auf Wiedersehen, meine Herren,— womöglich— in Genf!“ sprache zwischen dem Verteidiger Katzenellendogens. Prof, Dr. Alsberg. und Direktor von Stauß. Es handelt sick dabei um den Kauf eigener Aktien. Rauenellenbogen bemerkt hierzu. dan es allgemeiner Gebraum gewesen sei. solche Käufe vorzunehmen. ohne den Aufsichtsrat zu befragen. Direktor von Stauß erklärt, daß jedenfalls Bei der Deutschen Bank größere Aktienposten niemals gekauft worden waren, ohne daß der Aussichtsrat gefragt worden sei. Der Zeuge betont weiter, daß er sich die Beweggründe Kavenellenhogens nur so habe erklären können. daß dieser geglaubt habe. die Kurse von Schultheiß würden in die Höhe geben. Direktor von Stauß per neint, daß er durch die Pressestelle der Deutschen Bank die Schultheiß=Angelegenheit in die Oessentlichkeit gebracht habe. Er habe aus der Presse viel eber von der #ache gehört als aus der Verwaltung seiner eigenen Bank. Nachdem die Verteidigung Direktor von Stauß noch eine Anzahl Fragen vorgelegt hatte, erklärte von Stauß am Schluß seiner Vernehmung nochmals, daß er selten einen Konzern gesehen habe. in dem die leitenden Herren so vertrauensvoll miteinander gearbeitet hätten wie im Schultheiß=Patzenhofer=Konzern. Dieses Vertrauen würde auch heute noch bestehen. wenn eben nicht verschiedenes vorgefallen wäte. was schließlich zu dem heutigen Prozeß geführt habe.„— Am Montag werden die Sachverständigen zu Worte kommen. Kirchliche Nachrichten Spanische Jesuiten lassen sich in Galizien nieder Lemberg, 19. Febr.(Telegr.) Aus Jaroslau wird berichtet, das eine Gruppe von 60 aus Spanien vertriebenen Jesuiten dort eingetroffen ist, die sich in dem früheren Jesuitenkloster ansässig machen wollen. Dieses Klostergebäude diente vor dem Kriege als Kaserne und war während des Krieges stark beschädigt worden. Die Jesuiten haben es von den gegenwärtigen Eigentümern, den Salesianern übernommen und wollen es wieder aufbauen und berrichten. Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen 5000 Saar-Vergleute werden abgebaut Saarbrücken, 19. Febr.(Telegr.) Die Bemühnn. gen der Bergarbeiterorganisationen, den von der franzosischen Bergwerksverwaltung beschlossenen Abbau non 5000 Bergleuten zu vermeiden, blieben ertolglos, obwohl die gesamte Belegschaft sich zu weiteren Arbeitszeitkürzungen bereiterklärte. Die Bergbaunerwaltung hat mitgeteilt, daß bereits am 27. Februar 3000 von der vorgesehenen Gesamtzahl von 5000 entlassen werden Darunter befinden sich 800 Saargänger. Schultheiß-Prozeß Direktor von Stauß als Zeuge r Berlin. 19. Fedr. In der Freitagssitzung im Schultbeiß=PatzenhoserProzeß wurde Direktor von eraus von der Deutschen Bank als Zeuge vernommen über den Kredit, den die Deutsche Bank der Tochtergesellschaft der Ostwerke. der Norddeutschen Hefe=Industrie A. G., in Hobe von 2½ Millionen Dollar auf ein Jabt gegeben hat. von Stauß erklärte, daß die„Nordbese“ ein Unternehmen in aufsteigender Entwicklung gewesen sei. deshalb habe man bei der Deutschen Bank geglaubt, den Kredit auf ein Jahr geben zu können. Als der Kredit nach einem Jahr verlängert worden sei, habe die Deutsche Bank eine sormelle Bürgschaft verlangt. Er habe sich mit Katzenellenhagen aus eine Aussallbürgschaft geeinigt, die nach Ansicht Katzenellenbogens in die Bilanzen nicht ausgenommen zu werden brauchte im Gegensatz zur formellen Bürgschaft. In dem Prospekt zur Zulassung der jungen Aktien habe einer Meinung nach diese Ausfallbürgschaft nicht aufgenommen zu werden brauchen. Allerdings bätte die Ausfallburgschaft in die Liste ausgenommen werden müssen. in der für die Deutsche Bank die Garantieverbindlichkeiten verzeichnet gewesen seien. Zu den Stützungskäusen des Konzerns sagte von Stauß aus. Natzenellenbogen habe ihm eines Tages erklärt, die Stützungskäufe betrügen zwar nominell 13 Millionen RM. in Wirklichkeit aber machten sie 35 Millionen RM. aus. Am nächsten Tage sei festgestellt worden, daß die Schulden sogar noch erheblich hober als 35 Millionen RM. waren. von Stauß erklärte weiter, daß er über die Enthüllungen entsetzt gewesen sei. Nach den Enthüllungen habe eine Präsidialsitzung stattgesunden. Kaenellenbogen habe dort gesagt, daß er auf Grund seines ungeheuren Ootimismus geglaubt habe. infolge der soliden inneren Struktur des Konzerns würden bei einer Besserung der Pirtschaftslage die Kurse bald wieder steigen. Nach obernheim sei bei einer Sitzung des Generaldirektoriums beschlossen worden, den Aussichtsrat nicht zu untereichten. um den Kreis der Eingeweibten nicht zu erweitern. Gegen die Stimme Sobernheims habe man im General= direktorium beschlossen, auch nicht das engere Präsidium einzuweiben. Er selbst habe es einfach für undenkbar gehalten, das das Generaldirektorium ohne Wissen des Präsidiums Auskäuse in eigenen Aktien mache. Das Familienvermögen Katenellenbagens habe man auf 10 Millionen geschätzt. in Schlesien sogar noch viel höher. Direktor von Stauß wird dann noch zu den geschäftlichen Transaktionen der Finanzabteilung bei der „Nordbese" vernommen. Er erklärt, daß deren Engagements, wie ihm angegehen worden sei. aus Konzerninteressen nicht in die Bilanzen ausgenommen worden seien. Mit der Gründung des Effektenkonsortiums sei er einverstanden gewesen. Dann kommt es zu einer AusSpiel= Turnen* Sport Radsport Vroccardo=Tietz Sieger im 27. Berliner Sechstagerennen. Im 27. Berliner Sechstagerennen, das am Donnerstag zu Ende ging. siegte nach Zurücklegung von 3133 Kilonneter die französisch=deutsche Mannschaft Broccardo=Tietz m: Rundenvoriorung vor den Kölnern Rausch=Hürtgen und mit zwei Runden Vorsprung vor den Belgiern Charlier= Deneef. Rennen zu Cannes. 1. Rennen: 1. Fin(Lacaze). 2. Les Blanchous. 3. ans Gene XI. Toto: 47·10. 20. 20:10. Ferner lief 1 Pferd. 2. Rennen: 1. Dva(Arrivat). 2. Bussola. 3. Lindberah oto: 20:10. 13. 12:10. Ferner liefen 3 Pferde 3. Rennen: 1. Whimsen(Matbet). 2. Wild Riv. X ere 1 Am. Toto: 41:10. 15. 17. 12:10. Ferner liefen Vierde.„„*— 4. Rennen: 1. Koulibiac(Davy), 2. Debat. 3. Titus Handel Gewerbe= Industrie Wertpapier=Freiverkehr Berlin ziemlich fest, später leicht abgechwaai.— Eisen=Düsseldorf aut bebauptet Im Berliner Freiverkehr war die Grundtendenz für Aktien ansangs ziemlich fest. Besonders zeigte sich reges Interesse für Kaliwerte, von denen miederum Salsdetfurth zu nennen sind, die im Kurse enige Prozent gewinnen konnten. Ausgebend vom Bankaktienmarkt trat später eine Abschwachung ein. Besonders schwach lagen die Aktien der Danatbank. die im Kurse gegen gestern etwa 5 Prozent nachgeben mußten. Auch die Aktien der übrigen Großbanken gingen leicht zurück. Lediglich Deutsche Bank konnten sich gut behaupten. Recht schwach lagen auch Reichsbankanteile. die einen Kursverlun von 3 bis 4 Prozent zu verzeich nen hatten. Auf den übrigen Markten waren wesentliche lenderungen nicht eingetreten. Im allgemeinen war das Geschaft heute sehr still. Anleiben neigten leicht zur Schwache. Im rbeinisch=westsälischen Verkehr dewegte sich das Geschäft ebenfalls in ziemlich engen Grenzen. Mehr oder weniger trat Abgabenneigung hervor. Die Kursgestaltung war sowohl nach beiden Richtungen geringfügig. Etwas lebhafter war es in Kaliwerten. wobei allerdings die Kurse etwas einbüßten. Nur Wintersvill zeichneten sich durch eine gewisse Festigkeit aus. Der Kurs gewann etwa 1 Prozent. Montanwerte lagen still. Auch der Kurenmarkt blieb mangels jeglicher Nachfrage ehrig. nennerzingliche Werte Still und kaum verandert. Vor Erösinung der Borsen Der Berliner Börsenvorstand. Abt. Wertpapierborse. beschlossen. die Wertvavierbörse am 25. Februar für Verkehr in Wertvavieren und in inlandischen Wechmit den folgenden Maßgaden wieder zu eröffnen: Ber enversammlungen finden an allen Werktagen t und dauern von 12 bis 14 Uhr. Samstag von 11 13 Uhr. Die Börsentäume werden um 11.45 Udr. nstags um 10.45 Uhr geoffnet. Von einer amtlichen esseitstellung wird einstweilen abgeseben. Ein Termindel findet nicht statt. Der Geschäftsverkehr unterliegt Bedingungen für die Geschafte an der Berliner rtravierbörse“ mit den Abänderungen und Ergänzunrenvorstand noch beschließen wird. Der angsverkauf verpfandeter Wertpapiere, aus freier zum lausenden Preis ist dis aus weiteres unterPer Borservorstand wird sich mit den Berufsvergungen des Bankgewerbes in Verbindung leten, daste ihren Mitgliedern die Pflicht auferlegen, Zmangsläufe reipfandeter Wertpapiere aus feeier Hand zum senden Preis dis auf weiteres nicht vorzunehmen durch den Börsenvorstand angeordnete Verpflichtung Unterlassung von Psarderekutionen dezieht die Berechtigung zuc öffentlichen Versteigerungen von rtvapieren. In dieser Hinsicht bleibt es bei dem bisgen Rechtszustand. Es ist in Aussicht genommen, die erbindung der Psanderekutionen zu lockern. sobald [IIsang und Art des Börsenverkehrs der regelmäßige eleich non Anocbat und Nachitans zu ermarten iIt. Sperrkonten 10. Durchführungsverordnung zur Devisenverordnung # Berlin. 19. Febr. Die starken Devisenadflusse der letzten Wochen sind. wie amtlich mitgeteilt wird, ofsenbar in erbeblichem Umsang darauf zurückzufuhren, daß Inländer unter Mißachtung der bisherigen Vorschriften zum Zweck der Kavitalflucht Reichsmarkbeträge in das Ausland geschafft haben und daß Auslander teilweise unter Mitwirkung von inländischen Petionen es verstanden haben. die Beschränkungen zu umgeben. denen an sich der Erlös ihrer im Inland getätigten Efjektenverkäufe unterliegt. Auch diese Beträge sind entweder in bar über die Grenze geschafft oder unter Verschleierung des wahren Sachverhalts auf freie Konten bei deutschen Banken eingezahlt worden. Infolgedessen hat der Rücksluß von Reichsmarknoten aus dem Ausland eine auffallende Zunahme erfahren. Die Reichsregierung hält es im Einvernehmen mit der Reichsbank für erforderlich, diesen Machenschaften nachdrücklich entgegenzutreten. Die heute erlassene 10. Durchführungsverordnung zur Die Kohlenforderung im Januar Im Januar 1932 wurden im Ruhrgebiet insgesamt in 24.66 Arbeitstagen 6127 413 To. Kohle gefördert gegen 6 417821 To. in 24.77 Arbeitstagen im Dezember 1931 und§ 500 579 To. in 25.76 Arbeitagen im Januax 1931. Arbeitstäglich betrug die Kohlenförderung im Januar 1932 248 476 To. gegen 259097 To. im Dezember 19.1 und 329991 To. im Januar 1931. Die Kolserzeugung des Ruhrgebietes stellte sich im Januar 1932 auf 1312 132 To.(täglich 42 337 To.). im Dezember 1931 aus 1337.663 To.(43 150 To.) und 1895 669 To.(61151 To.) im Januar 1931. Auf den Kokereien wird auch Sonntags gearbeitet. Die Brikettherstellung hat im Januar 1932 insgesamt 233 121 To. betragen(arbeitstäglich 9153 To.) gegen 223 054 To. 19005 To.) im Dezember 1931 und 307 336 To.(11 931,To.) im Januar 1931. Die Bestande der Zechen an Kohle. Koks und Preskoble(d. I. Haldenbestande, ferner die in Wagen. Türmen und Kahnen befindlichen. noch nicht ver'andten Mengen einschl Kok= und Pretzkodle, leuztere beiden aus Kohle zurückgerechnet) tellten sich Ende Januar 1932 auf rund 10.40 Millionen Io. gegen 10.51 Millionen To. Ende Dezember 1931. Vierzu kommen noch die Syndikatsläger in Höbe von 1.40 Millionen To. Die Gesamtiahl der angelegten Arbeiter stellte sich Ende Januar 1932 aus 220 054 gegen 223 457 Ende Dezember 1931 und 287 956 Ende Januar 1931. Die Zahl der Feierschichten wegen Absatzmangels belief sich im Januar 1932 nach vorläusiger Ermittlung auf rund 951 000. Das entspricht erwo 4.32 Feierschichten auf 1 Mann der Gesamtbeleoschait Devisenverordnung bestimmt daher, daß Reichsmarknoten. die aus dem Ausland oder dem Saargebiet an inländische Kreditinstitute eingesandt werden, dort nur auf Spertkonto gutgebracht werden dursen: ebenso kommen Einzahlungen von Ausländern, die im Inland auf Auslanderkonten geleistet werden, zunachst aus Sverrkonto. Inländische Personen duriten bekanntlich schon disher auf Ausländerkonten nur mit Genehmigung der Devisenbewirtschaftungsstelle Einzahlungen leisten. Eine Verfügung über dieses Sverrguthaben wird nur gestattet werden wenn der Nachweis geführt wird, daß die eingezahlten Beträge dem betrefsenden Ausländer mit Genehmigung der Devisenbewirtschaftsstelle im Inland ausgehändigt wurde. oder daß er sie in anderer Form als in Reichsmarknoten aus dem Ausland mitgebracht oder von dort zugesandt erhalten hat. Kann ein solcher Nachweis nicht geführt werden. so wird eine Verfügung übe die gutgebrachten Beträge— wie über andere Sper: konnten— nur zu langfristiger Kapitalanlage im Ir land gestattet. Warenmärkte Hamburger Getreidebörse. X Hambura. 19. Febr. Es notierten: Weizen 25.00 25.20. Roggen 20.60—20.80. Wintergerste 16.00—16. Sommergerite 16.40—16.60. Donaugerste. unversollt 10 bis 10.10. vaser 15.20—16.00. Weizenmehl, dies. Aus Mühlen 44.25. dto. Bäckermehl dies. Mühlen 38.75.? inl. Auszugsmebl 37.25-39.25, dio. inl.„Topxozent 30.00—32.00, Roggenmehl dies. Mühlen 29.50—31.50 1 grod hies. Muhlen 23.25—24.75. dto. 70prozentiges Mudlen 2600—29.00. dto, grob inl. Müdlen 21.00—22 RM. für die 100 Klg. Tendenz: stetig. Hamburger Warenmärkte. X Hamburg. 19 Fehr. Auf dem Kasseemar seigte sich für Brastlosserten wohl defriedigende Na frage, doch blieben die Preise unverändert. Für Termi ware wurden etwas hobere Preise bezahlt. Die Lokoore konnten sich gut bedaupten.— Auf dem Reismar trat in der Gesamtlage keine wesentliche Verändern ein.— Auf dem Hülsenfruchtmarkt entwicke sich bei durchweg un eränderten Peeisen nur kleines# haft.— Auf dem Gewürzmarkt blied es b## kommen geschättelos.— Auf dem Schmalzmartkru die Tendenz ruhig. Es notierten: Amerikanisches Ste Lard 15 Dollar. amerikanisches raffiniertes Schmalzr schiedener Marken in Tierces 16.25—16.75 Dollar Firkins zu 20 Kla. 0.5 Dollar. in Eimern zu ie 12.5 K 1.5 Dollas teuter als in Tierces). Hamburger Schm in Oritteltonnen. Marke Kreuz. 18.50 Dollor für die 100 Klg. netto Faß. Kolner Getreideborse. X Koln, 19. Febr. An der Kölner Getreideborse wurden notiert: rheinischer Weizen 25.75. Weizen. ausl. 1.75—32.75. theinischer Roggen 22.25. ausl. Roggen 22.50 dis 23. hiesiger Haser 15—16. norddeutscher vaser 16.9 bis 18. ausl. Futtergerste 17—17.25. inl. Wintergerste 17.50—18. inl. Sommergerste 17.50—18.50, grober Mais 16.50—16.75, kleiner Mais 18.25. inl. Weizenmebl 35.30. rheinisches Weizenbäckermehl mit Auslandsweizen 37.30, 70proz. inl. Roggenmebl 30.50—31.30. 70proz. Roggene mehl mit Auslandsroggen 52. inl. Roggenschrot 26. dto. mit Auslandsroggen 26.50. Weizenkleie 8.75—10.75, Roggenkleie 8.30—9. Biertreber 11.75—12.50,. 38proz Leinkuchenmehl 13—13.25. 30prez. Erdnußkuchenmehl 13.35—13.50. dto. 54ocos. 14.35—14.50, 46proz. Soiaschrot 12—1225. 38proz. Ravskuchen 9. Palmkernkuchen, losc. 11—11.75. Trockenschnitel. lose. 6.50—7. Zuckerschnitzel lose. 8.50—9. Rohmelasse 6.75—7.25. inl. Wiesenheu. lose. 150—5. Kleeheu. inl., lose. 6—7. Roggenstrob 2.40 bis 2 60. Weizenstroh. gevreßt. 2.10—2.40. Haserstrob. gepreßt. 1.70—2 RM. für die 100 Klg. Tendenz: Inländisches Brotgetreide leicht besestigt. Futtermittel gut behauntet, alles andere unverändert. Kalner Marenbärl STATT KARTEN Zehnerzt Dr. Ernst Guttmann llse Guttmann geb. Reinsberg Vermählte Treutug Als Verlobte grüßen: Herne, den 21 Pebr. 1932 Febr Düss Grafenbergerallee 73. Sonntan, de leseldort Lnge Hertha Weinberg Julius Dillenberg Höxter a. d. Weser Empfang Sonntag 11 bis 2 Uhr. Müh’ und Arbeit wer sein Leben Ruhe hei ihm Gott gegeben. Gotl dem Allmöchtigen hal es gefellen, Freitag morgen? Uhr meinen lieben, guten Menn, unsern treusorgenden Vater, Bruder, Schwager und Onkel, den wohlechtberen Herrn Albert Hedke im Alter von 53½ Jehren nech lenger Krenkheit, jedech plötzlich und unerwertel, nech einem trommen, christlichen Lebenswandel zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnehme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Nerne und Schrotz(Kr. Deutschkr.), den 19. Februer 1932. Die Beerdigung findet em d. Mts., nechmittegs 4.15 Uhr Wiescherstreße 126, aus siaft. Des Seelenemt ist Montag In der Herz-Jesu-Kirche. Monteg, dem 22. vom Sterbeheuse, morgen 7.10 Uhr Für die ersic hl. Kommunion Bleule-Anzüge Jacken und Kleierteorm besonders beliebt wegen 0625 3000 3329 hrei praktisch. 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Sanenr und Herrestrisser-beschäft an Potte Ich bin such beim Landgericht Bochum sugelasgen Herne, den 15. Februar 1932. Bahnhofstr. 44. Linneborn Rechtsenwalt C Berein der Heimatireunde mit Sterbekasse Sitz Dortmuns Für 85 Pig monatlich erhält ganze Familie eine kostenlose Bestattung durch Beitritt in den obengenannten Berein. Jeder muß Mitglied werden! Interessenten erhalten Auskunft beim Bertragslieteranten Oswald Hippe. Herne. Wiescherstraße 12. Kyfthäuser-Technikum Und Del uher hausen! We.) trieb, Autemobilben. Stahlben. Lieen werbeu..###g ann ssiertern. Für schweret und le chter Art bei bilugster Berechnang Ruf 50273 Wohnungsverein Herne e. G. m. b. H. Einladung TUr ordentlichen Hauptversammlung em Sonnabend. dem 27. Februar 1932. abend: 8 Uhr im Seeie des Resleurent:„Zum Dortmunder“ jEduard Köster). Behnhofstreße 103. Tageserdnung: 1. Gascheitsbericht. 2. Bericht über die geseitliche Revision vom 21. 8. 1931. 3. Genahmigung der Jehresrechnung. Vertellung de: Reingewinns und Entiestung des Vorstende: 4. Erseizwehl zum Vorstende S. Ersetrwehlen zum Aufsichtsrate. 6. Genchmigung neuer Satzungen auf Grund der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 1. 12. 1930 7. Allgemeine Aussprache. Die Jahresrechnung liegt vom 20. bis zum 27. Februet 1932 in unserem Gescheitszimmer, Herne, Bochumerstr. 72, ur Einsicht der Genossen aus Zu der Versemmlung heben nur Mitglieder(keine Femitienengehörige) Zutritt. Wegen der umiengreichen agesordnung wird pünktlich begonnen werden. Der Autsichtsralf: Ratsch, Vorstizender Die Weltmission der Kirche ruft um Priester! aufend Millionen Heiden und unter ihnen wirken nur erst 15000 katholische Priester. die Weltmission muß Priester haben eine Lebensfrage der Heidenmission ist die Heranbildung weler Priester für die Rissionsländer— Wäre es nicht in unserer Todesstunde ein Trost ohnegleichen, wenn wir einem emen Knaben zum Priestertum verholfen hätten? Man kann an diesem edlen Werke teilnehmen durch jede noch so kleine Gabe Alle Spenden nimmt dankbar entgegen der Franzielne sverins Rissionsverein, Aachen(Postscheckkonto Köln 47860). Deutscher Zweig des Pärstlichen Werkes der Glaubensverbreitung.— Kein Geld in gewöhnliche Briese legen. Westrae Sönntagmörgen die Bochana. Vormonn= schaft verpflichtet. Im vorigen Jahr konnten diese noch den Kreismeistertitel erringen. Wenn die Gäste auch in diesem Jahr den Titel abtreten mußten, so erkämpften sie sich aber sicher den zweiten Tabellenplotz. Die Hauptstärke der Mannschaft ist die Stürmerreihe, in der der Mittelstürmer die treibende Kraft ist. Wollen die Westfalen als Sieger aus dem Spiel hervorgehen, so müssen sie schon ihr ganzes Können in die Wagschale werfen. Germania- Polizeiivortverein Herne. Zu einem spannenden Treffen wird es Sams= lag nachmittag auf dem Germaniaplatz kommen. Germania wird versuchen, den Sieg der Ordnungsleute aus dem Hinspiel auszuwetzen. Beide Mannschaften geten komplett an. BfL. Herne 1— Germania Herne 1 Dieses Lokaltressen findet am Sonntag in Horstsausen statt. Beide Mannschaften lieferten sich bisher mmer spannende Kämpfe, so daß wir mit einem schonen Spiele rechnen können VfL. Herne 2— Germania Herne 2. Herner Turnklub— Germania Scheriebeck. Zum Beginn der Freunoschaftsspiele haben sich die Herner eine flinke und kampffreudige Mannschaft aus dem Münsterländer Gau verpflichtet. Die Herner missen alles bergeben, um den Sieg zu behalten, beKannah Spohr Neuer Tanzkursus März- Juhi wöchentlich eine Doppelstunde. Montag s 20 30 Uhr Heiel Schlenuhet! Sorechstunden dortselbet Montags 20.58 Uhr Honorer monstlich Merk rhuthm. Summastik von 19 Uhr ab. monatlich Merk 8.— Einzeichnungsliste: Hotel Schlenkhoff Ausserder Hobere Privatschole(Internat) zn Rietberg in Westi. Resie, tealkymna-iale u gymn. Abtl. von Sexta bis Untersekunda einschl Spezialpfiege Im schwache und zurücksebliebene Schüler. 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Martha Appel=Mobius: Filmkinder im Arbeitsschutzgesetz. 16.40: Englisch. 18.00: H. van Ham: Rudolf Böcking, Mitbegründer der modernen Saarindustrie. 18.20: Oberreg.=Rat Dr. Lehmann: Das Krümversystem. ein neuer Versuch zur Betämpfung der Arbeitslosigkeit. 18.40: Der westfalische Lebensraum. H. Roselieb: Christian Dietrich Grabbe. 19.15: Zehn Minuten Bezirkskunkhilfe. Bemerkenswerte Fälle aus unserer Praris. 19.30: H. Wille: Ein Mensch macht Freude. 20.00: Lustiger Abend Kavelle Evsoldt. Anschl. Wird noch belanntgegeben. Rundfunk=Vortragsfolge Zeutsche Welle(1635) Deutsche Welle. Gleicbleidendes Werktags=Programm. 6.30: S 6.45: Wetter für die Landwirtschaft. O ca. 6.50: Fruhkonzert o 10.35. 13.30: Nachrichten# 12: Wetter für den Landwirt. o 14: Konzert# 1820: Wetter, Börse. c 18.55: Wetter für den Landwirt. Deutsche Welle: Sonnadend. 29. Fedruar. 9.30: Stunde der Unterbaltung 12.05: Schulfunk: Szenen aus„Camont“. von 3 W. von Goethe. 14.50: Kinderdastelstunde: Unter Handwerfsschrönschen. 15.45: Louise Diel: Mutterschaft und Beruf 16.00: Der Unterdaltungsroman F. Stiemer: Das erotische Abenteuer. (6.30: Hamburg: Nachmittagekonzert 17.30: Dr Jocobsohn: Männei gegen Tod und Teufel. 17.50: Obering Natrz: Viertelstunde Funktechnik. 18.05: Dr Göntder: Deutsch für Deutsche 18.30: Proi Wundt: Die geistigen Grundlagen des neuen Nationalismus. 19.00: Englisch für Anfänger Anschl Stille Stunde: Der beicelte Alltag. 20.00: München. Jedem des Seine Eine bunte Stunde. 21.30: Operndall der Staatsover zum Besten ihrer Unterstötzungskassen im Kroll=Theater Unterdaltungs=und Tanzmusik der Rovelle Bernard Ette 22.00: Wetter= Lages= und Sportnachrichten 22.20 Vorführungen im Kroll=Theatei Mitw.: Orchester. Chor u. Sollsten der Staatsover 2.45: Fortletzung der Unterhaltungs= und Tanzmusik der Kapelle Bernard Ette 0.16: Es dirigieren die Generalmusikditektoren: Wildelm Furtwängler Erich Kleider. Otto Klemveier.