Druck u. Verlag: Koeibers& Röttsches, Herne, Bedelstr. 8. neben der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis wöchentlich 60 Pfa. frei ins Haus gebracht. Postscheckkonto: Dortmund 1907 Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Dr. Leo Reiners, für den Anzeigen- und Reklameteil: Carl Bartels, beide in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gerther Anzeiger Ueder Abonnent nebst Ebefrau ist gemäß den Bedingungen mit Mk. 250.— versichert, wenn durch einen Untall der Tod oder Ganzinvalidität einteitt. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Arbeitsund Wohnungsmarkt 5 Psa. 1 min Raumböbe, im Reklameteil 30 Pfa. Der aus die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Klage hinfällig. Fernsprech=Anschluß: Sammel=Nummer 52541 Telegramm=Adresse: Anzeiger Herne. Nr. 237(Erstes Blatt) Montag, den 12. Oktober 1931 27. Jahrgang Im Tagesspiegel Es wäre verfehlt, jetzt noch über Sinn und Taktik der Demission des ersten Brüning=Kabinettes und der Verhandlungen bei der Bildung des zweiten zu rechten. Die Zeit ist zu kostbar. um in akademischen Auseinandersetzungen verschwendet zu werden. Ungleich viel keotischer allerdings darf man— nicht lediglich auf Grund der Vorgänge der letzten Tage, sondern auf Grund vielfacher praktischer Erfahrungen— der sog. nationalen Opposition gegenüberstehen, die ja nun zwar in Harzburg gewaltige Redeschlachten geschlagen hat, aber in den Abstimmungsschlachten mit den Stimmzetteln voraussichtlich wieder anders verfahren wird, als es eben noch in Harzburg beschworen wurde. Es soll gewiß nirgends bestritten werden, daß hier und dort subiektiv ehrlicher Wille am Werke ist, ehrlicher Wille, der allerdings schwer auf die Probe gestellt wird, wenn eine Veranstaltung. wie die Harzburger Tagung schon, bevor sie noch recht begornen hat, durch Differenzen über Parademärsche getrübt wird. Anders steht es mit der Frage nach dem objektiven Wert der gesagten Beschlüsse. Man darf annehmen, daß die Stunden zwischen den Schlachten noch manchem, der mit geschwellter Brust nach Harzburg fuhr, die Augen öffnen werden. Möglich auch, daß vielen die Augen schon in Harzburg nicht nur geöffnet, sondern übergegangen sind, wenn sie als Begrüßung und Auftakt für die Arbeit, die doch dem Zukunftsschicksal Deutschlands dienen sollte, Worte lesen, wie die, welche die nationalsozialistische„Niedersächsische Tageszeitung" ihnen widmet. „Wir wollen durchaus nicht verheimlichen,— so hieß es dort— daß unsere Sympathie nicht in Harzburg weilt, daß uns der varlamentarisch=taktische Begriff der „nationalen Opvosition“, keineswegs gefällt. Nationale Opvosition ist gar nicht viel. Sozialismus ist das Ziel. Wie kommt der reaktionäre Geheimrat Husenberg dazu, eine Tagung zu leiten, an der die Nationalsozialisten stärker als alle Teilnehmerverbände sich beteiligen? Wir sind uns darüber klar, daß es sich hier um eine Losung vorübergehender Zusammenarbeit fur einen negativen parlamentarischen Zweck handelt Etwas mehr werden denn doch fast alle halbwegs verantwortungsbewußten Teilnehmer von der Haczdurger Tagung erwartet haben. Bestimmt haben allerdings die Vertreter des industriellen Flügels der Deutschen Volksvartei nicht erwartet, daß ihnen in Harzburg von ihren geschätzten Prätorianern Sozialismus gepredigt werden würde. Nun— ein wenig mehr an Worten ist ja auch dabei herausgekommen. Die Frage bleibt, ob und inwieweit die Worte sich in Taten umsetzen werden. Es wäre sinnlos, sich zu verhehlen, daß der Ausgang der Schlacht, zu der das Kabinett Brüning sich am Dienstag im Reichstag stellt. vollkommen offen ist. Ebenso aut. wie man eine mögliche oder wahrscheinliche Mehrheit für Brüning errechnen kann, läßt sich das Entgegengesetzte errechnen. Der tatsächliche Verlauf hängt in hohem Mane. wenn nicht ausschließlich von dem Inhalt der Erklärung ab. mit der Brüning vor den Reichstag treten wird. Werden bis dahin auch schon die Grundlinien des Wirtschaftsvrogramms sichtbar. das in der letzten Notverordnung verheißen wurde, und an dessen Formulierung das neue Kabinett bereits in seiner ersten Sitzung wieder herangegangen ist, so würde die Entscheidung wohl nicht einfacher, dafür aber klarer und wichtiger werden. Das Bewußtsein. in einer der kritischsten Stunden Deutschlands sich Rechenschaft über die unabsehbaren Auswirkungen eines jeden einzelnen abgegebenen Stimmzettels ablegen zu müssen. sich gegebenenfalls der Verantwortung für das, was werden würde. nicht eniziehen zu können. wird wahrscheinlich im letzten Augenblick allen großen Reden zum Trotz seinen wohltätigen Einfluß nicht verfehlen. Der Ausgang der Schlacht ist zweiselhaft... aber niemand kann sich im Zweifel sein über die Gefährlichkeit der Entwicklung. die durch den Sturz Brünings herbeigeführt werden würde. Das ist vielleicht die stärkste Chance zugunsten Brünings, wenn er vor den Reichetag tritt. K Als„Retterin“ empfiehlt sich Die„nationale“ Opposition Die Harzburger Kundgebung unter Schwarz=Weiß=Rot und Hakenkreuz.Hugenberg. Hitler und Gesinnungsgegossen als Kapitolswächter.— Kampfansage gegen das Brüningkabinett. Auch die„Opposition“ kennt trotz schöner Worte kein Allheilmittel Die Tagung in Bad Harzburg #e Harzburg, 11. Oktober 1931. Zum 11. Oktober, dem Tage an dem zum ersten Male Deutschnationale, Nationalsozialisten, Stahlhelm und nationale Vereinigungen sich zu einer gemeinsamen Kundgebung versammelt haben, sind wohl an tausend Vertreter zusammengekommen. Bad Harzburg ist mit schwarz=weiß=roten und Hakenkreuz=Fahnen geschmückt. Der Tag beginnt mit der Fraktionssitzung der Nationalsozialisten Der Vorsitzende Dr. Frick gab eine kurze Darstellung, wie es zu dieser gemeinsamen Tagung in Harzburg gekommen sei. In weiten Kreisen der NSDAP. hätten Anfangs Bedenken geherrscht. Demgegenüber sei darauf hinzuweisen, daß auch Mussolini zunächst den Weg der Koalition habe geben mussen. Notwendig sei, daß die nationalee Ovvosition in geschlossenem Vorgehen die Macht erreiche. Dabei gehe aber die NSDAP. keinen Deut von ihren Zielen ab. Die Nationalsozialisten würden in den Reichstag zurückkehren, nicht um dort positive Arbeit zu leisten, sondern um die Regierung Brüning und das System zu erledigen. Frick verlas hierauf die Anträge, die von den Parteien der nationalen Opvosition im Reichstage bei seinem Wiederzusammentritt am Dienstag eingebracht werden sollen. Die gemeinsamen Anträge lauten: 1. Der Reichstag entzieht der Reichsregierung das Vertrauen. 2. Der Reichspräsident wird ersucht, den Reichstag aufzulösen und Neuwahlen auf Sonntag, den 8. November, auszuschreiben. 3. Die von dem Reichspräsidenten aufarund des Artikels 48 Absatz 2 der Reichsverfassung seit dem 19. Februar 1931 erlassenen Verordnungen sind außer Kraft zu setzen. 1. Die Zahlung der Polizeikostenzuschüsse an Preußen ist mit dem 31. Oktober 1931 einzustellen. Manisest Hitlers Im Verlaufe dieser Sitzung erschien auch Hilter. Er gab vor der Fraktion eine Erklärung ab. wie er sagte, nicht um sie gutheißen zu lassen, sondern damit die„ganze Welt“ wisse, daß hinter ihr jeder Nationalsozialist stehe. Der innerpolitische Teil dieser Kundgebung bestand aus sehr scharsen Angriffen gegen die bisberigen Regierungen, besonders gegen die derzeitige Reichsregierung, gegen die der Vorwurf erhoben wird, daß sie durch das Versäumen einer pflicht= und wahrheitsgemäßen Aufklärung über die furchtbare innere Lage Deutschlands in erster Linie mitschuldig sei an einer Katastrovbe, die heute in zwangsläufiger Auswirkung alle Kulturstaaten bedrohe. Die Kundgebung bezeichnet weiter als Ziel der Nationalsozialisten die Ueberwindung der inneren Klassengegensätze. Sie kündigt weiter dem Bolschewismus und Marxismus den schärfsten Kampf an. Die NSDAP. sei entschlossen, die Auseinandersetzung zwischen Bolschewismus und Antibolschewismus in Deutschland mit allen Mitteln bis zur letzten Konsequenz im Sinne der Erhaltung der deutschen, abendländischen und christlichen Kultur durchzuführen. In dem außenpolitischen Teil erklärt Hitler seine Bereitschaft„zur Erfüllung jeder nichtpolitischen sinanziellen Verpflichtung, die wir als Kaufmann zum Kaufmann ausgenommen haben". Ein national regiertes und damil von der übrigen Welt wieder geachtetes Deutschland sei mehr befähigt, aufrichtige friedliche Beziehungen zu den anderen Nationen anzuknüpsen, als unser heutiges von den Fieberkrisen des Bolschewismus durchschütteltes und am Ende ja vollkommen zerstörtes Volk. In der gemeinsamen Fraktionssitzung, die gegen Mittag stattfand, traten dann die Vertreter der beteiligten Richtungen nebeneinander auf. Nach der Fraktionssitzung der Nationalsozialisten sand am Mittag die gemeinsame Sitzung der parlamentarischen Vertreter des Reichstages, des Preußischen Landtages und des Braunschweigischen Landtages der in der nationalen Opposition vereinten Parteien statt. Dr. Frick erklärte in seiner Eröffnungsansprache, man stehe heute an einem Wendepunkt der deutschen Geschichte. Der Sinn der Tagung sei der, die absolute Einheit und Geschlossenheit der nationalen Opposition kundzutun. Das schließe natürlich nicht aus. daß Programme und Ziele jeder einzelnen Partei unverändert bleiben. Das gemeinsame Ziel sei die Erringung der politischen Macht Es sei auch der Sinn der Tagung. die sogenannte bürgerliche Mitte durch die heutige Kundgebung auf die Seite der nationalen Oppckition zu ziehen. Wenn das Kabinett Brüning noch mit einigen Stimmen Mehrheit sich am Ruder halten sollte, so werde das an der ganzen Entwicklung nicht das Geringste ändern. Oberfohren(Dut.) drückte seine Freude darüber aus, daß er den Ausführungen Fricks voll zustimmen könne und daß es gelungen sei. die volitische Entwicklung so zu gestalten, daß die nationalen Kräfte zu einheitlicher kraftvoller Zielsetzung zusammengesaßt würden. Die Opvosition habe die feste Absicht, durchzuhalten gegen alle Widerstände und alle Versuche, Gift in diesen Zusammenschluß hineinzuträufeln. Für das Landvolk sprach Abgeordneter Dr. Wendhausen. Das Landvolk müsse unbedingt auf der Seite der nationalen Opposition stehen, sonst würde die Geschichte das deutsche Landvolk als Verräter brandmarken. Für die preußische Landtagsfraktion der Deutschnationalen Volksvartei sprach Abg von Winterfeld. Er kam zu dem Schluß, die nationale Opposition müsse gleichzeitig im Reich und in Preußen an die Macht. Aufgabe der Landtagsfraktion der Deutschnationalen werde es sein, in eine Parallelaktion einzutreten und ähnliche Anträge wie im Reichstag zu stellen. Landtagsabgeordneter Kube, der für die nationalsozialistischen Abgeordneten des Preußischen Landtags sprach meinte: Eine Wiederkehr des Zeutrums und der Sozialdemokratie zur politischen Macht nach der Machtübernahme durch die nationale Opposition werde nicht mehr in Frage kommen. Im Laufe des Vormittags sand ein Feldgottesdienst auf einer Wiese in der Umgebung von Harzburg und im Anschluß daran ein Vorbeimarsch statt. Vor der S cmm er er mume Das neue Kabinett Brüning Von links nach rechts: Theviranus. Reichsverkehrs minister: Pros. Warmbold. Reichswirtschaftsminister; Schiele, Landwirtschaftsminister, Stegerwald, Reichsarbeitsminister: Schätzel. Reichspostminister. grohen Nachmittagskundgebung waren die Teilnehmer der Tagung bei einem gemeinsamen Mittagessen versammelt. Die Kundgebung im Kurhause Vor dem Kurhause drängten sich Tausende. die die Rückkehr der Führer mit lauten Kundgebungen begleiteten. Der große Saal des Kurbauses war dicht gefüllt. Hunderte folgten in den benachbarten Räumen der Kundgebung. Hugenberg und Hitler betraten gemeinsam den Saal. von sich immer wiederholenden stürmischen Rufen „Heil Hugenberg!“„Heil Hitler!" begrüßt. Der Ministerpräsident des Landes Braunschweig, Dr. Küchentbal, begrüßte die Vertreter der nationalen Ovvosition namens des braunschweigischen Staatsministeriums auf das herzlichste. Geheimrat Hugenberg eröffnete die Reihe der Redner. Er führte u. a. aus) Hier ist heute die Mehrheit des deutschen Volkes. Sie ruft den regierenden Parteien zu: Es ist eine neue Welt im Aufstieg!— Wir wollen euch nicht mehr! Aus diesem Volke, das in hellen Scharen hinter dieser Versammlung steht, wird ein neues, wahreres und jüngeres Deutschland wachsen. Aus dieser Gemeinschaft heraus wird, wenn es Zeit ist, die Parole für die Reichspräsidentenwahl ausgegeben werden. Was Arbeitslosigkeit der industriellen Völker heißt, weiß jetzt die ganze Erde. Ihr wird der erste große Kampf der regierenden nationalen Opvosition gelten. Jeder Blick in die Zukunft hat dem Kabinett Brüning gefehlt.(??) Der Wahn mit dovveltem Gesicht: Internationaler Marxismus und eigentlich erst aus seinen Konstruktionen zur Wirklichkeit gewordener internationaler Kavitalismus, dieser Wahn bricht jetzt in der Weltwirtschaftskrise und der davon scharf zu unterscheidenden deutschen Krise zusammen. Da gibt es keinen Mittelweg und keine Konzentration widerstrebender Kräfte. Da gibt es nur ein Entweder— Oder. Der, französische Ministerpräsident fährt nächster Tage nach A.Lerika. Er möchte das Goldland Amerika und das Goldland Frankreich zusammenknüpfen und Amerika seine Abrüstungsforderungen ausreden. Amerika wiro zu klug dazu sein. Das Goldland Frankreich ist zugleich Eurovas in Waffen starrender politischer Gläubiger. Da Amerika jetzt— ganz anders als Frankreich— das größte Industrieland der Welt ist, geht sein wirkliches Interesse dahin, seinen nationalen Kavitalismus stark und sein weißes Volk einig zu erhalten. Zu dem Zwecke müßte es— alles auf rein wirtschaftliche Formel gebracht— helfen, um den alles zerruttenden internationalen Kapitalismus abzubauen— gegen Frankreich mit England und Deutschland und den übrigen Völkern. Im Anschluß an seine Rede verlas Geheimrat Hugenberg eine gemeinsame Entschließung der nationalen Frout Die nationale Front. einig in ihren Parteien. Bünden und Gruppen. von dem Willen beseelt. gemeinsam und geschlossen zu handeln, gibt folgendes kund: Die nationale Ovvosition hat seit Jahren vergeblich gewarnt vor dem Versagen der Regierungen und des Staatsapparates gegenüber dem Blutterror des Marxismus. vor dem fortschreitenden Kulturbolschewismus und der Zerreißung der Nation durch den Klassenkampf. vor der olanmäßigen Ausschaltung der nationalen Kräfte aus der Leitung des Staates. vor einer Politik. die in der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Entmannung Deutschlands noch über das Diktat von Versailles hinausgeht. vor einer Politik. die die beimische Wirtschaft zugunsten weltwirtschaftlicher Utovien preisgibt. vor einer Politik der Unterwürfigkeit dem Ausland gegenüber, die weder die Gleichberechtigung Deutschland gebracht hat. noch den zerrissenen Osten vor einem kriegerischen Einbruch bewahrt. Entschlossen, unser Land vor dem Chaos des Bolschewismus zu bewahren, unsere Politik durch wirksame Selbsthilfe aus dem Strudel des Wirtschaftsbankerotts zu retten und damit der Welt zum wirklichen Frieden zu verhelfen, erklären wir: Wir sind bereit, im Reich und in Preußen in national geführten Regierungen die Verantwortung zu übernehmen. Wir stoßen keine Hand zurück, die sich zu wirklich ehrliche: Zusammenarbeit andietet. Wir müssen es aber ablehnen. die Erhaltung eines falschen Systems und die Fortsetzung eines falschen Kurses in einer nur national getarnten Regierung der bisherigen Kräfte irgendwie zu stützen. Jede Regierung. die gegen den Willen der geschlossenen nationalen Ovposition gebildet werden sollte, muß mit unserer Gegnerschaft rechnen. So sordern wir den sofortigen Rücktritt der Regierung Brüning und Brann. die sofortige Aufhebung der diktatorischen Vollmachten für Regierungen, deren Zusammensetzung nicht dem Volkswillen entspricht und die sich nur noch mit Notverordnungen am Ruder halten. Wir fordern sofortige Neuwahlen der überalterten Volksvertretungen. vor allem im Reich und in Preußen. Im vollen Bewußtsein der damit übernommenen Verantwortung erklären wir, daß die in der nationalen Opvosition stehenden Verbände bei kommenden Unruhen wohl Leben und Eigentum. Haus. Hof und Arbeitsstellen derjenigen verteidigen werden, die sich mit uns offen zur Nation bekennen, daß wir es aber ablehnen, die heutige Regierung und das heute herrschende System mit dem Einsatz unseres Blutes zu schützen. Wir verlangen Wiederberstellung der deutschen Wehrhoheit und Rüstungsausgleich. Einig stehen wir zu diesen Forderungen. Geächtet ist jeder, der unsere Front zerreißen will. Wir beschwören den durch uns gewählten Reichspräsidenten von Hindenbura. daß er dem stürmischen Drängen von Millionen vaterländischer Männer und Frauen. Frontsoldaten und Jugend entspricht und in letzter Stunde durch Berufung einer wirklichen nationalen Regierung den rettenden Kurswechsel herbeiführt. Die Träger dieser nationalen Regierung wissen um die Wünsche und Nöte des deutschen Volkes aus ihrer blutsmäßigen Verbundenheit mit diesem. Sie haben die Entwicklung der letzten Jahre vorausgesagt. Der Ablauf der Geschehnisse hat die Richtigkeit ihrer Vorschläge und Forderungen erwiesen. Darin sehen wir im tiefsten Sinne die Berechtigung zur Uebernahme der Regierungsgewalt. Nur der starke nationale Staat kann Wirtschafts= und Arbeitskraft schützen. Nur der starke. nationale Staat kann das Leistungsvrinziv in jeder Form verwirklichen und die zur Herbeiführung einer wahren Volksgemeinschaft notwendigen sozialen Maßnahmen durchführen. Wir verlangen von allen Volksgenossen Pflichterfüllung und Ovfer. Wir giauben an die Ersülung unseler Aufgaben * weil wir auf die deutsche Kraft. auf die Zukunft unseres Volkes vertrauen. Die Verlesung der Entschließung wurde mit stürmischen Heilrusen ausgenommen Adolf Hitler. führte unter anderem aus: Wir geben einer Zeit entgegen. in der wir mit dem heutigen deutschen Volk unterliegen müssen. Niemand wünscht den Frieden mehr als wird. Aber ich bin überzeugt, dak. wenn im harten Wettkampf die Interessen der Welt sich gegenseitig kreuzen. kein Volk verzichten wird, das Gewicht seiner Kräfte in die Wagschale zu wersen. Kein Staatsmann kann den Frieden im Instand der Wehrlosigkeit erhalten. Daber wünschen wir von der andern Welt nichts anderes als die Anerkennung als gleichberechtigte Nation. wissen aber auch, daß diese Anerkennung nicht in Genf ersochten wird. sondern in den deutschen Landen. Es muß in Deutschland entweder der Kommunismue regieren oder der Nationalismus. Es ist denkbar, daß Deutschland kommunistisch regiert wird. es ist sicher(!) daß es nationalistisch regiert werden kann. Es ist unmöglich, daß es ein Deutschland gibt. bei dem eine Hälfte kommunistisch, die andere nationaltstisch denkt. vier muß die Entscheidung gesucht und herbeigeführt werden. Das ist die größte Aufgabe. die uns die Zeit gestellt hat. Heute müssen wir über die negative Erfüllung staatsburgerlicher Pflichten hinausgehen und zum artiven Kampf schreiten. Dazu sind wir entschlossen. Oberstleutnant Düsterberg forderte hierauf Gleichberechtigung für Deutschland aus dem Gebiete der Wehrboheit. Reichsbankpräsident a. D. Dr. Schacht äußerte sich dierauf über die Frage eines nationalen Wirtschaftsprogramms. Für den Alldeutschen Verband sprach Justizrat Glab. Zum Schluß sprach General Graf von der Golz. Unter stürmischen Heilrufen schloß Hugenberg die Versammlung, die den ersten und vierten Vers des Leutschlandliedes sang. Frankreichs Rüstungsstand französische Denkschrift er Die französische Regierung übermittelte dem Heneralsekretär des Völkerbundes eine neue Rüstungsdenkschrift. in der in Erganzung der großen französischen Denkschrift vom 15. Juli. in der die französische Regierung ihren grundsätzlichen. jede Herabsetzung der Rustungen ablehnenden Standpunkt darlegte. nunmehr eingehende ziffernmäßige Angaben über den gegenwartigen französischen Rüstungsstand gemacht werden. Die außerordentlich verwickelten und wenig übersichtlichen Aufstellungen der Denkschrift geben folgende Biffern über den heutigen französischen Rüstungsstand: I. Landarmee: a) in der Heimat: Offiziere 19 530. ausgebildete Mannschaften 163000. unausgebildete Mannschaften 107000; d) in den Kolonien: Offiziere 8006. ausgebildete Mannschaften 179 500. unausgebildete Mannschaften 43.800. Gesamtstarke der Landarmee: 27500 Offiziere und 294 100 Mannschaften. (Die Mannschaften mit einer Ausbildungszeit unter 12 Monaten sind in der Denkschrift nicht aufgeführt.) 2. Marine: Offiziere 3 400 Mannschaften 66 000 3. Lufttruppen: a) in der Heimat33.500 9 in den Kolonien.. 8500 4. Ausbildungszeit: in der Heimat: 12 Monate. in den Kolonien: 3 Jahre. o. Gesamttonnage der franzosischen Flotte: 628 603 Tonnen. jedoch ausschließlich der für 1931 vorgesehenen Linienschisse sowie der Kreuzer unter 7600 Tonnen. Die französische Flotte besteht aus: M Linienschiffen, 23 Kreuzern. 92 Torpedobooten und Torvedobootszerstörern. 110 Unterseebooten und 23 Schissen der Sonderklasse. 8. Luftflotte: in der Heimat.. 1847 Flugzeuge. in den Kolonien 439 Flugzeuge. an Bord befindliche Flugzeuge: 89. Jusgesamt 2375 Flugzeuge und 3 Militarluftschiffe. 7. Jährliche Gesamtausgaben: 13.809 Milliarden französische Franken(2.6 Milliar= den Reichsmark), davon für die Heimatarmee 11.045 Milliarden und für die Kolonien 2.764 Milliarden. Von dem Gesamtbaushalt entfallen aus die Landruitung 8.655 Milliarden. auf die Seernitung 3.913 Milliarden und aus die Luftrustung 2.139 Milliarden. Die Völker fordern die Abrüstung Gleichberechtigung Von Dr. Herm. Rirchdoff. Perngia, 10. Okt. 1931. Der Völkerbund ist kein Bund der Völker. Er int eine Vereinigung der Regierungen. Und doch ist seine ganze Existenz abhängig von dem Vertrauen, das die Völker ihm entgegenbringen. Verliert er diese Plattvorm, geht der Kontakt mit der öffentlichen Meinung, der Rhothmus und Gehalt der Genfer Regierungsverbandlungen zu bestimmen hat, verloren, so bleibt das geistlose Spiel der politischen Börse mit allen Variationen des Schachers und des Spieles. voll Leidenschaft und ohne ethischen Grundgehalt. Die Erkenntnis der Notwendigkeit. das Ethos des Völkerbundsgedankens in die praktische Bölkerbundsarbeit hineinzubauen, hat vor etwa zehn Jahren zur Gründung des Weltverbandes der Bölkerbundsligen geführt. Die Ligenunion umsaßt mit 36 nationalen Völkerbundsgesellschaften und den Organisationen der nationalen Minderheiten die Sachverständigen des Völkerbundes und des Völkerrechtes die sich die Aufgabe gesetzt haben, als Gewissen des Völkerbundes in aufbauernder Kritik die Genfer Beratungen zu verfolgen, um darüber zu wachen, daß der Völkerbundsgedanke von der Burokratie eines in ministerieller Abgeschlossenbeit arbeitenden Sekretariates nicht erstickt wird. Alle Parteien und Bevölkerungsschichten in den einzelnen Ländern sind in den Ligen vertreten. Sie verkörvern wahrhaft die öffentliche Meinung, den lebendigen Kontakt zwischen Völkern und Völkerbund. In England hat die Liga den Völkerbundsgedanken in den Mittelpunkt einer Volksbewegung mit über 1 Million Mitgliedern zu stellen vermocht. Für die Tagung des Vorstandes und des Generalrates der Völkerbundligen in Perugia vom 2. bis 8. Oktober, wurde neben der Behandlung einer Fülle wertvoller Anregungen zur Ergänzung oder Vertiefung der Genser Beratungen als Haupttbema die Frage der Abrustung in den Vordergrund gestellt. Mit großer Sorge haben die Völkerbundligen seit Jahren die vorbereitenden Verhandlungen in Gens verfolgt. Mehr als einmal mußten Delegierte der Ligen feststellen, daß man in Genf scheinbar bemübt sei. durch eine geradezu raffinierte Berschlesounsstaktik gegen die Abrustung zu arbeiten, statt energisch an die im Friedensvertrag und in der Bölkerbundssatzung seierlich versprochene allgemeine Herabsetzung der Rüstungen beranzugehen. Als schließlich unter dem allgemeinen starken Druck der öffentlichen Meinung die vorbereitende Abrüstungskommission in Genf endlich ihr Arbeiten durch einen Konventionsentwurf abschloß, wurde die Enttäuschung noch größer. Dieser Entwurf setzt sich mit zonischer Brutalität über die zum Teil V des Friedensvertrages am 16. Juni 1919 von den alliierten und assozierten Mächten gegebene Erklärung binweg, wonach die deutsche Entwaffnung den ersten Schritt für eine allgemeine Herabsetzung der Rüstungen sein sollte. Die mangelnde Gleichberechtigung Deutschlands soll durch freiwillige Unterschrift aufs neue für alle Zeiten festgelegt. die Verpflichtung der anderen Staaten nach gleichen Meidoden abzurüsten, bestritten werden. Deutschland hat diesen Konventionsentwurf abgelehnt. Deutschland bleibt in seinem Kampfe für die Herbeiführung der allgemeinen Abrüstung und gegen diesen Konventionsentwurf, der nach dem Wunsche der hochgerüsteten Staaten die Basis für die große Genser Abrüstungskonserenz im Februar 1932 bilden sollte. nicht mehr isoliert. Der Weltverband der Bölkerbundligen hat in seiner Sitzung in Perugia einstimmig eine aus der Feder des belgischen Kroniuristen und Völkerrechtslehrers Henrn Rollin stammende Denkschrift als Bademecum für Abrüstungssachverständige angenommen und damit eine Grobe und Verantwortungsfrendigkeit bewielen, die die Ligenunion gegenüber der Genfer Atmespdäre aus. zeichnet. Diese Denkschrift stellt die Vorschläge des Konventionsentwurfes Punkt für Punkt den deutschen Entwaffnungsbestimmungen gegenüber, sie zitiert die Entscheidung des Völkerbundes vom Jahre 1928(9. Sitzung). wonach schon damals die„gegenwärtige Lage der Sicherheit, die durch die Völkerbundssatzung, die Friedensverträge und insbesondere durch die Herabsetzung der Rustungen auf Grund dieser Verträge" dergestellt sei, die allgemeine Abrüstung ermögliche. Auch für das Mas der Abrüstung findet die Denkschrift offene Worte. „Um wieviel wird man abrüsten können? Hier werden die Generalstäbe sagen, das zu bestimmen, sei ihre Sache. Aber nichts wäre abwegiger. Es ist im Gegenteil unbedingt notwendig, daß die Konserenz selbst ein sixes Maß für die Herabsetzung bestimmt. ohne Rücksicht auf die Militärerverten der Regierungen.“ Die Denkschrift soll dem Völkerbund und allen Abrüstungsdelegierten als Mahnung vorgelegt werden. Im Kreis der Völkerbundligen ist man sich, wie die Verhandlungen in Perugia ergeben haben, klar darüber, daß im Falle eines Versagens der Abrüstungskonserenz der Bölkerbund in eine Krisis hineingeraten würde, die er aller Voraussicht nach nicht überleben wurde. Mit starker Bewegung und ernster Zustimmung nahm der Kongreß die eindrucksvolle und wuchtig belegte Rede des deutschen Delegierten, des Reichstagsabgeordneten Professor Dr. Schreiber. auf. der feststellte, daß die Zahl der Völkerbundfreunde dezimiert sei und das Mißtrauen ständig im Wachsen. Das Monovol des Völkerbundes auf politische Verständigung sei dahin Es müßten ernste Reformen eingeleitet werden. soweit das möglich sei. Die treue Anhängerin des Völkerbundsgedankens und Vorkämpferin des Minderheitenschutzes, Frau Baker van Bosse, stellte sogar mit tiefer Sorge fest, daß die Bölker ansingen, sich über den Bölkerbund lustig zu machen. Unter dem Eindruck dieser Feststellungen wurde ein deutscher Antrag einstimmig angenommen, auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung der Ligenunion, die im Juni 1932 in Paris stattfindet, die Frage der Krisis des Bölkerbundes als politisches Hauptthema zu setzen. Doch die Abrüstungsfrage läßt sich nicht bis zum nächsten Jahre verschieben. Die Ligenunion beschloß daher. eine auf den 25. November nach Paris zusammen. berufene Konferenz aller großen Vereine und Verbände der Welt, deren Vorsitz der englische Hauptdelegierte beim Völkerbund, Lord Robert Cecil. übernommen hat, mit allen Mitteln zu unterstüten. Ueber zweitausend Vereinigungen mit etwa vierzig Millionen Mitgliedern werden den Grundsätzen einer im Mai dieses Jahres in Budapest gesaßten Resolution die Ligen zur Abrüstungsfrage zustimmen. Dadurch wird die Forderung der Völkerbundligen auf Anerkennung des Grundsatzes der Eleichberichtigung in der Abrustungsfrage zu einem Schrei der Massen, zur Abrüstungsforderung der Völker. Wenn sich auch nicht eine sofortige Herabsetzung der Rüstungen aller Länder auf den deutschen Stand mit genauer Zahlgleichheit durchführen läßt, so soll doch von allen Staaten anerkannt werden, daß das, was Deutschland verboten ist, allen Staaten verboten werden muß. Gleiche Sicherheit für alle soll zum Fundamentalsatz der Genser Abrüstungsverhandlungen werden. In der Ruhe der italienischen Universitätsstadt. unter Leitung des bisherigen Präsidenten. des holländischen Staatsrates Dr. Limbourg. der Güte mit energischer Geschäftsführung vereinte, kamen die Verhandlungen im Palazzo Gallango, der italienischen Fremdenuniversität, gut vorwarts. Die Bölkerbundligen sind mit dem Formalismus des Völkerbundes nicht belastet. Sie werden die Genfer Abrüstungsverhandlungen mit scharfem Auge überwachen und den Bölkerbund fühlen lassen, daß die Völker nabe sind und Taten sordern. Das neue Schlagwort: Weltwährung Ein guter Gedanke Aber die Praxis? In den letzten Tagen ist ein neues Allheilmittel geboren worden, das wie ein lockendes Rettungsvbantom der von Krisen erschönften Bevölkerung Europas und der Welt dargeboten wird. Es beißt: Weltwährung. Wie verlautet, sollen sich die Kabinette in Paris. Washington und London bereits mit der Möglichkeit einer solchen Neustabilisierung der internationalen Finanzbasis beschäftigt haden. Auch bei dem Besuch des englischen Außenministers. Lord Reading. in Paris und bei dem Zwiegespräch zwischen Laval und Hoover soll dieser neue Währungsvlan eingebend besprochen werden. Schon der Ruf nach einer neuen internationalen Wahrung beweist, daß die internationale Geltung der meisten Währungssysteme im Wanken ist. Man ersehnt, was man nicht hat. Bleibt nur die Frage. ob das Ziel der Sehnsucht realisierbar ist. In der Tat hatten wir bisher zwei Währungssysteme von internationaler Geltung und— Sicherheit: Das Sterling= und Dollar=System. Durch die englische Sterlingkrise ist das Sterling=Sostem ins Gleiten gekommen. Man weiß noch nicht. ob und auf welcher Basis seine Neufestigung erfolgen kann. Dafür ist an seine Stelle der Frank getreten. Die Goldborte In Ametika und Frankrefc beftimmen Grad der Sicherheit, den man gegenwärtig einer Währung überdaupt roch zuzusprechen wagt. I.— grähete Durch diese beiden Länder, die bei Teil des Goldes der Erde im Besitz haben, soll nun die neue Weltwährung garantiert werden. Man denkt sich es. Du. Befung der Weitwähruns lo. daß bei der Baseler Internationalen Bank ein Goldhort von einer Milliarde legt wird. der zu zwei Dritteln aus Amerika und zu einem Drittel aus Frankreich stammt. Auf Grund dieses schatzes sollen dann Noten oder Zertisikate in vienleich drei= bis viersacher Höhe ausgegeben werden. die zusätzliches Weltgeld auf dem Wege des„Kredite in einzelnen Länder fließen und dort eine Neuankurbelung der Wirtschaft in die Wege leiten würden. Es ist keineswegs zu verkennen, daß in diesem Ge danken der Weltwährung zweisellos ein Kern steckt. Es ist unbedingt notwendig, daß der Golddort Frankreichs und Amerikas wieder flüssig gemacht und dadurch die sinnlose und gefahrliche Vertrauenskrise über wunden wird. Die B. J. 3. ware für eine solche groß: zügige internationale Kreditgewährung unter Umständen auch der geeignete Durchgangspunkt. Nur ist eines dabei nicht zu vergessen. Selbst der größte internationale Kredit verpufft beute wirkungslos, solange nicht die politische Klärung der internationalen Beziebungen seinem Einsatz vorausgegangen is. Oter M der Drebvunkt. an dem sich auch der Gedanke einer zusätzlichen internationalen Währung erst wirklich zu bewähren hat. So lange das Nevarationsproblem noch in eine Weise behandelt wird, die sich selbst ad absurdum führt. so lange die militärischen Rüstungen die Finanzen der Volker zerstören. so lange ein unsinnig überhohter dienst die Schuldnerländer immer wieder neu zu Boden drückt, so lange bleibt eine Weltwährung eine Utovie. Gerade Deutschland bat ein Interesse daran. Laval und Hoover auf diese Voraussetzungen einer wirklichen Hilfe aufmerksam zu machen. Die schonste internationale Währungskonserenz muß scheitern, die nicht unlösbaren Zusammenhang zwischen finanzieller und volitischer Bereinigung anerkennt. Spanien und die Kirche * Madrid, 11. Oktober 1931. Ministervräsident Zamora trat gestern in der Kammer für die Beseitigung der dem bewilligten Zuschüsle ein und empfahl gesetzliche Maßnahmen, die eine staatsgefährliche Tätigkeit der reu#giosen Vereinigungen verbindern sollen. Wie er weite: ausführte, dürften die Trennung von Staat und Rirche und der Abschluß eines Konkordates mit dem Vatikan nicht als Bestimmungen in die Versassung ausgenommen werden. weil Rom den Beschluß der Cortes unter Umständen nicht annehmen würde. Man müsse zuerst mit dem Papst verhandeln. Sollte der Verfassungsentwurf in seiner gegenwärtigen Form nicht gebilligt werden. dann würde er an das Land appellieren und Neuwahlen fordern, damit die Versassung von einer neuen Kammer abgeändert werden könne. Im übrigen würde er in diesem Falle seinen Ministerkollegen anbeimstellen, ob er weiterhin der Regierung angebören solle. Die Verfassungskommission wird nun wahrscheinlich einen neuen Entwurf im Plenum vorlegen. Außenminister Lerroux erklärte, daß er sich sämtliche vom Ministervrasidenten vertretenen Ansichten nict zu eigen machen könne. Um den Rigaer Dom Die deutsche Gemeinde verläßt ihn alo Protest. Riga, 11. Okt. Die deutsche Domgemeinde hat beschlossen, unter Wahrung aller Rechte als Protest gegen die durch die Notverordnung erfolgte Umgestaltung der Kirchenverwaltung, die tatsächlich eine Enteignung der Kirche bedeutet, das angestammte Gotteshaus zu verlassen. Die 12 000köofige deutsche Domgemeinde ist auf Grund der Erjahrungen des gegen sie geführten Kampies der Ueberzeugung. daß es ihr unter den neuen Bedingungen nicht möglich sein wird. im Dom ihr gottesdienstliches Leben so zu gestalten, wie es entsprechend iorer großen Mitgliederzahl erforderlich ist. Es läßt sich schon jetzt voraussehen, daß die drei Vertreter der deutschen Domgemeinde. die 12000 Gemeindemitglieder vertreten, von den sechs Vertretern der lettischen Gemeinde, die zusammen 6000 Mitglieder zählt. völlig an die Wand gedruckt werden. Die deutsche Domgemeinde erklärt daher, daß sie an der neuen Domkirchenverwaltung nicht teilnehmen werde und gegen die auf Grund des Notvaragrapben erlassene Verordnung seierlich vor aller Welt Verwahrung einlegt. Die deursche Domgemeinde wird iore durch Geschichte und Versassung zustehenden Rechte wiederberzustellen und wiederzuerlangen immer bestrebt sein. SDUR Allanta Roman von Werner E. Hintz Sopuright bu Verlag Presse-Tages-Dienst, Berlin W 33 * 3 2. F o r t s e t z u n g. „Sie meinen, weil Hilmar ein Linkshänder ist?“ warf Hessenkamp bastig ein. „Allerdings!— Das ist der Punkt. der dafür spricht, daß er nicht der Mörder gewesen ist!“ „Und— Sie glauben fest, daß in dieser Hinsicht ein Irrtum nicht möglich ist?“ „Ich— weiß, daß die tödliche Wunde dem Diener niemals von einem Linkshänder beigebracht werden konnte“ versicherte Senius ruhig. Schweigend überlegend saßen sich die drei gegenüber. Dann vlötzlich sprang Kavitän Siemssen auf und machte seiner Erregung luft:„Also. Herr Senius, um die Tatsachen zusammenzufassen: keiner der beiden Lundquists kann der Täter gewesen sein?" „So scheint es!“ Und— trotzdem wollen Sie jetzt das Geheimnis klären?“ „Ich will es versuchen!“ „Dann— alio— ich... ich werde nicht mehr klug aus der Geschichte!“ rief Siemssen und schob die Hände in die Hosentaschen. Hessenkamp machte ein Gesicht, aus dem man etwas Aehnliches unschwer herauslesen konnte. Auch er erbob sich jetzt und ging mit kurzen, erregten Schritten durch die Kabine. Dann blieb er vor Senius stehen, der seelenruhig im Sessel lehnte und an seiner Zioarte sog. „Also bitte!—“ Der andere blickte auf.„Wohlgemerkt, meine Herren, ich will es versuchen. Eine Gewähr für ein Gelingen kann ich nicht geben!— Aber zu diesem Versuch brauche ich vom Kavitän eine Vollmacht für mein Handeln!" „Die haben Sie— in Gottes Namen!" warf Siemssen ein. „Also schön!— Dann, Herr Kavitän, haben Sie wohl die Liedenswürdigkeit und lassen durch einen Steward die Fürstin Manierska, ihre Tochter und die Brüder Lundquist vierber in Ihre Kabine bitten!“ „Und dann...?“ Dann— werde ich versuchen, den Täter zu entlorben!“ Hessenkamp beobachtete seinen Kollegen von der Seite. Ein ungläubiges Lächeln spielte um seine Mundwinkel. Inzwischen war Siemssen zur Tür gegangen und hatte einem Steward den Auftrag gegeben, die vier Passagiere herzubitten. Dann warteten sie alle drei, schweigend in ihre Gedanken vertieft.—— Hilmar und Esten Lundauist kamen als die Ersten. Gleich nach ihnen traten die Fürstin und Annja ein. Alle vier schienen nicht recht zu wissen, was sie von dieser Zusammenkunft halten sollten. Senius, der sich in der Nähe der Tür aufgehalten hatte. trat mit einem Male lachend in den Gang hinaus. Er hatte ganz deutlich den Mann gesehen, der sich jetzt bastig zu entfernen suchte. „Hallo. Herr Kniaht!“ rief er ihm nach.„Bitte kommen Sie doch auch! Ich hätte Sie sowieso rufen lassen sollen, denn ich kenne ja Ihr Interesse für diesen Fall.. Der Ingenieur hatte wieder sein unverschämtes Lächeln um die Lippen, als er zum großen Erstaunen Hessenkamps und des Kavitäns die Rabine betrat und nach allen Seiten grüßte, allerdings, ohne sich vor: zustellen. „So.— nun wären wir ja vollzählig!“. Senius ließ seinen Blick von dem einen zu dem anderen schweisen.„Ich bitte um Entschuldigung, meine Herrschaften, daß ich Sie hierher bemühte, aber ich nehme an, daß Sie alle daran interessiert sein werden. den letzten Akt eines Dramas mitzuerleben, in dem Sie alle mehr oder weniger eine Rolle gespielt haben. Es handelt sich, wie Sie ja wissen, um einen Mord. der in der vorgestrigen Nacht während des Maskenballes begangen wurde. Das Ovfer war der Diener der Fürstin Manierska. Der Grund zur Tat ist darin zu sehen, daß dieser Diener der Täter beim Raub des Familienschmuckes der Fürstin überraschte. Mehrere Spuren waren vorbanden, aber sie alle verliefen im Sande. Eine ganze Reibe höchst sonderbarer Zwischenfälle sorgte dafür, daß der Tatbestand immer verwickelter wurde.— Trotzdem darf ich mich rühmen, den wahren Täter zu kennen.— Ich muß mir nur noch von Ihnen die Erlaubnis zu ein paar informatorischen Fragen erbitten. die zur endgültigen Klärung des Ganzen notwendig sind — Und zwar mochte ich bei Ihnen beginnen. Komtesse!“ „Bitte—!“ Annja blickte ihn erwartungsvoll an Ich bedauere. auf einen Punkt zuruckkommen zu mussen. der Ihnen allem Anschein nach veinlich ist. aber Sie werden begreifen, daß ich keiner Rücksichtnahme..." „Bitte!“ wiederholte sie nur mit unbeweglicher Miene. „Ei handelt sich—— nun— um Walter Kersten!“ Hessenkamp neigte sich erstaunt zu Senius binüber: „Aber ich denke doch, daß Walter Rersten...“ Eine uhgeduldige Handbewegung des anderen ließ ihn neriummen „Wie gesagt— es handelt sich um Nersten!“ fuhr der Detektiv fort.„Ich möchte wissen, wie lange Sie ihn bereits kennen— näher kennen. Komtesse!" Erregt warf Annja den Koof in den Nacken:„Mit welchem Recht fragen Sie mich das?— Sie scheinen nicht zu wissen, was Sie sagen, mein Herr!— Ich habe Kersten hier an Bord als William Kniabt kennen gelernt...“ „Schade, unter diesen Umständen ware ich doch lieber mein Herr Stellvertreter gewesen!“ warf der Ingenieur lächelnd ein. „Bitte, wollen Sie sich ruhig verhalten!" wies ihn Senius in seine Schranken zurück. Dann wandte er sich wieder an das Mädchen:„Ich muß Sie um eine wahrheitsgemäße Beantwortung dieser Frage ersuchen, Komtesse! Es hängt davon mehr ab, als Sie glauben!“ „Ich kann nur wiederholen, was ich Ihnen soeben sagte!“ „Hm— und das rechtfertigte ein Erscheinen Rerstens in Ihrer Kabine?— Das rechtfertigte vor allem die Art. in der Sie seine Flucht begünstigten? Ich sebe da einen Widerspruch „Ich habe seine Flucht nicht begünstigt!“ „Nicht?— So,— und warum haben Sie sich nicht durch Hilferufe bemerkbar gemacht...?“ „Weil ich mich durch ihn nicht bedroht fühlte!“ Schlag auf Schlag folgten Frage und Antwort einander. Atemlos verfolgten die übrigen dieses sich immer mehr zuspitzende Rededuell. Nur die Fürstin schien erregt eingreisen zu wollen. Sie kam nicht dazu. Blitzartig warf Senius seine nächste Frage hin:„Sie wußten aber, daß er von uns als der Täter verfolgt wurde?" „Ich wußte es— und wußte ebenso gut, daß er unschuldig war— höchstens ein Opfer unglücklicher Indizien!“ „Ist Ihnen klar, daß Sie sich durch Ihr Verhalten verdächtig gemacht haben?“ „Verdächtig—.— ich?“...„ „Ja!— Sie, die doch eigentlich das größte Interesse an der Entdeckung des Täters und der Wiederberbeischaffung des Schmuckes hatten, lassen den Mann, gegen den sich unser Argwohn richtete, entfliehen!— Dos läßt sich nicht recht miteinander vereinbaren, Komtesse!" „Was wollen Sie damit sagen, mein Herr?" „Das wissen Sie ganz genau!— Warum begünstigten Sie Kersteno Fiucht?" „Weil ich wußte, daß er unschuldig ist, und daß Sie sich täuschen mußten...“ Die abwehrende Handbewegung des anderen unterdrach ste. I. „Lassen Sie. Komtesse!— Wenn Sie es nicht tun, muß ich Ihnen den wahren Grund für Ihre Handlungsweise nennen!— Sie schützen ihn, weil... Sie ihn schützer mußten.— weil Sie mit ihm gemeinsame Arbeit machten!“ Keines Wortes mächtig schrie Annja auf. Esten Lundquist riß das Wort an sich:„Herr Seniun ich verstehe nicht, wie Sie zu einer derart... wahnwitzigen Behauptung kommen können!— Annja mit diesem Verbrecher im Bunde?— Das spricht ja allet Vernunft Hohn!“ „Das meinen Sie!" gab der andere gereizt zurück „Aber wenn Sie sich die Zusammenhänge logisch über denken...“ „Ich sehe darin keine Logik...“ „Lassen Sie, Esten—“. Annja war aufgesorungen und trat mit blitzenden Augen auf den Detiktiv zu.„Wagen Sie noch einmal diese Unverschamtheit zu wiederholen mein Herr...“ „Im Gegenteil— ich wage noch mehr!— Ich wage sie zu beweisen!“ „Beweisen...? schrie die Fürstin schrill dazwischen „Annja— Kind— was soll das beißen...? „Laß. Mama, das ist ja alles Wahnsinn, was dieset Mensch da sagt...“ Ein erregtes Durcheinander der Stimmen. Siemssen tauschte hastige Worte mit Hessenkamp, die Lundquist: versuchten, Senius das Unhaltbare seiner Behauptungen klar zu machen. „Die Komtesse hatte doch keinen Grund dafür, mit diesem Kersten...- beteuerte Hilmar atemlos Nur William Knight saß in seinem Sessel und lächelte verwundert. „Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit, meine Herrschaften!“ verschaffte sich jetzt Senius Gehör, der den Einwurf Hilmars gar nicht beachtet hatte. Unwillkürlich trat eine beklommene Stille ein. Ewar, als ob man ahnte, daß jetzt der große Schlaa fallen wurde. Die Komtesse stand schwer atmend an den Tisch gelehnt. Neben ihr die Fürstin hatte die Lehne ihre: Sessels umklammert Senius hatte hastig in die Tasche gegriffen. Jetzt legte er sorgfältig Stück um Stück den Schmuck auf den Tisch. Annja stieß einen leisen Schrei aus. Ihre Mutter hatte sich halb erhoben und starrte nur immer wie gebannt auf die alitzernden Edelsteine. „Nicht wahr?— das ist der verschwundene Schmuck?“ fragte Senius langsam und überlegen „Ja— ja—!“ Das Mädchen stammelte es fassungslos Die übrigen schwiegen verblufft, nur Hessenkamp wechselte mit dem Kapitän ein verständnisloses:„Was soll das nun wieder heißen...?“ Bis mit einem Male wieder Senius scharf und schneidend das Wort nahm:„Ihr Schmuck. Komtesse. den Sie nicht ungeschickt unten im Materialraum des Schiises verdeckt hatten.“ 4.4— Nummer 237, Zweites Blatt Herner Anzeiger Montag, den 12. Oktober 1931 Die Bautätigkeit der Stadt Herne in der Nachkriegszeit. 12 Millionen M. für Kanäle, Straßen, Wohnungen und Behördenbauten. Erweiterung der Friedhofskapelle(bewilligt 20000 M., tatsächliche Baukosten 18 504 M., Kapitaldienst 1671 M., Gesamtkosten also 20 175 M., Ueberschreitung 0,85%) und die Erweiterung Die Ara Knöll. Ueber den Bau von 470 eigenen und die Förderung von mehreren tausend andern Wohnungen durch die Stadt Herne haben wir bereits eingehend berichtet. Von ebenso großer Bedeutung war ihre übrige Hochbautätigkeit. on der Inflationszeit spielten eine große Rolle die Barackenbauten. Außer den beim Wohnungsbau bereits erwähnten Wohnbaracken an der Hafenstraße und am Grenzweg entstand die„Ferienkolonie“ Hullern(1920=21) im Werte von 26 915 M., ferner die Schulbaracken an der Schule Neustraße(2), der Schule Dietrichstraße, dem Lyzeum, der Schule Wilhelmstraße, der Schule Mont=Cenis=Straße, dem Gymnasium, Schulstraße und der Schule Forellstraße. die Bürobaracke am Rathaus. baute man eine Reihe Bedürfnisanstalten und zwar an der Ecke Wilhelm= und Lönsstraße (Goldwert 2450 M.), an der Breddestraße(3200 M.), Verkehrszählungen sind beute nichts Neues mehr. Neustraße(2400 M.) und auf dem Rathausplatz Wer mit dem Verkehr irgendwie zu tun hat, weiß darum (8000 M.). Die Einfriedigungsmauer an der Echule Bescheid, entweder war er aktiv als Zähler oder passiv kosten 50 054 M., Ersparnis 5,7¾) und die Großmarkthalle(bewilligt 136000 M., tatsächliche Baukosten 120 868 M., Kapitaldienst 9777 M., Gesamtkosten 130 645 M., Ersparnis 3,95%). Das neben dem Versorgungshaus größte und—. umstrittenste Projekt war das Sommerbad, 17000 M., f) Sprungturm 2772 M., g) Wasserrutschbahn 2089 M., h) Sandliegeplatz 10.600 M i) Bademäntelablage 1507 M., zusammen für Tiefbauten 386307 M. m 3. Hochbauten a) Aus= und Ankleidehalle n55 926 M., b) Fahrradhalle 16 667 M., c) Licht= und agnalanlage 10 534 M., zusammen für Hochbauten der Schule Dazu kam Weiterhin das im Winter 1927 in Angriff und im Juli 1929 in. 111= Hähung uun schaffen und die Archeitelosigkeit Betrieb genommen wurde. Es dürfte folgende Abe. 8—4— sckaßen und de Arbenzlosgten n Setten iiee fregerrr##r Bauhandwerker wenigstens tenweise beseitigen zu r.e kein:— venen Kosten von besonderem In ,en, hot der Zentralverbard Deutcher Haus= und 8 tet W, undb sitzervereine in einer an den Reichofinanzmi„ 1. runk xwerb(Grundstücks= und Auflas ter und den Reichsarbeitsminister gerich eren Einsungskosten 103 885 M., Grunderwerbssteuer 4007,70) h. an Antrag geseur, daß derjenige Hauseigender Schule Kirchhofstraße(bewilligt 50000 107 892,70 M. 2. Tiefbauarbeiten a) Wasser= er der in der senigen schweren Zeit Revaratut Mark, Gesamtkosten einschl. 3868 M. Kapitaldienst gewinnung und=zuführung 68 500 M.(42.000 M. für heiten an seinem Hause machen läßt, aus der Haus anderen Quellen ausreichende Mittel osten einschl. 3868 M. Kapitaldienst gewinnung und=zuführung 68 500 M.(42000 M. für heiten an seine 54 796 M.= 9,6% Ueberschreitung). Weiter wurden Quellfassung, 14000 für Wasserleitung, 12 500 M. 2— oder im Jahre 1927 gebaut: die Kaldauenwäschefür al hi Kamal am Notschlachthof(bewilligt 11000 M., Gesamtkosten 11 467 M., Ueberschreitung 4,3¾5), die Tagesheilstätte 2. Teil(bewilligt 69 560 M., Gesamtkosten einschl. 7163 M. Kapitaldienst 84 426 M., Ueberschreitung 21,375), die Erweiterung des Kinderheims in Hullern(bewilligt 53100 M., Gesamtfür Warmwasserleitung), b) Entwässerungsleitungen für erhält 3. Sehgah#gengggge###„Mar. De Notwendigkeit einer sofortigen Regelung 31 338 zn für Befestig, der Pscens. ei Einne it nach Ansicht der Spitzenorganisa 8505 an en—2m. für Befestigung der Beckensoy#on des Housbesitzes um 1o dringender ersorderlich, als 8393 M. für Plattenbelag über dem Wasserspiegeür die Vorbereitungen zu diesen Arbeiten m Anbe33232 M., e) Einfriedigung ur gärtnerske, Anlage,rieren Die Bedeutung der Verkehrszählung der Reichsbahn.— Wo bleiben die Straßenbahnen? Reichsbahn den Nachbarortsverkehr weiter aus? Kirchhofstraße(1923) und ein Verkaufsraum an der Bahnhofstraße runden das Tätigkeitsfeld der Inflationszeit ab. Insgesamt wurden, auf Gold umgerechnet, für 155193 M. Werte geschaffen. Große Bauarbeiten bringt erst das Jahr 1925=26 mit der Erweiterung des Lyzeums. Bewilligt waren dafür(einschl. zwei Nachbewilligungen) 477 500 M., die tatsächlichen Baukosten betrugen 467 437 M., hierzu kamen jedoch 67318 M. Kapitaldienst, so daß die Gesamtkosten sich auf 534 755 Mark beliefen, was eine Ueberschreitung der bewilligten Bausumme um 57 255 M.— 12% bedeutet. Im gleichen Baujahr 1925=26 entstand noch die unterirdische Bedürfnisanstalt am Bahnhofsvorplatz, für die 24300 M. bewilligt waren. Die tatsächlichen Baukosten betrugen 26 778 M., die Gesamtkosten einschl. 770.70 M. Kapitaldienst 27548 M., so daß eine Ueberschreitung von 3248 M. = 13.47 entstand. In das Jahr 1925 fällt noch die Tagesheilstätte erster Teil, für die 10.000 M. bewilligt waren. Die Gesamtkosten einschließlich Kapitaldienst stellten sich auf 9867 M.= 1,375 Erparnis. Im Baujahr 1926 wurde nur die Bedürfnisanstalt am Neumarkt gebaut(bewilligt 5000 Mark, Gesamtkosten 4643 M., Ersparnis 7,2¾5). Große Projekte brachte dann das Jahr 1927. Zunächst das Versorgungshaus (Bauzeit Mai 1927 bis November 1928). Es waren dafür bewilligt(erste Bewilligung und 6 Nachbewilligungen) 798 138 M., die ratsächlichen Baukosten stell Neuregelung des Verkehrs im Ruhrgebiet. mie vir erschen hatienat de Vot. sheutden letzten Jahren auch während des diesjährigen WeihBaut dinachts= und Neujahrsfestes verbilligte Glückwunschtelegramme einzuführen. Die Einrichtung wird nach Art und Umfang der vorjährigen gleichen. Im deutschen Verkehr wird man für ein Ortstelegramm verse. Edenlo wird die Ne chebak an jer de R 2.9u einen tünktlersch a. werfen. Ebenso wird die Reichsbahn auch jetzt die Vgestellt werden soll, 1.50 RM. Im Fernverkehr kostet ein kehrszählung nicht bloß zum Zeitvertreib oder kgleich langes Telegramm 75 Rpf. oder 1.75 RM. Jedes Wissenschaft halber vornehmen, sondern verspricht sweitere Wort wird mit 5 Nos. berechnet. Im Verkehr von deren Auswirkung auch Vorteile. mit deutschen Schissen in See wird die Wortgebühr 40 den Straßenbahnen. Aof. betragen gegen 75 Rpf. bei vollbezahlten Telegram„ Bei„ Straßenbahnen men. Da in diesem Verkehr kein Mindestgebührensatz bedes Ruhrgebiets sind sicher ebenfalls schon seit längerbeht. kann man, wenn man dazu noch einen der festen Zeit Verhandlungen im Gange. um Verkehrserleichte=ste benutzt, wie sie auch in diesem Jahre wieder zur rungen und Verbesserungen zu schaffen. Diese müssen stwahl angeboten werden sollen, von einem deutschen aber jetzt intensiv und unter Zurückstellung aller Prestige= UIl. in, See aus scon mit 4 his 5 Hehührenmörtern nach noch durch Abwanderung von Fahrgasten verstärkt werden. Es soll nicht einer sinnlosen Konkurrenz das Wort geredet werden, sondern daß die Straßenbahnen gleich= P4Atthanta Dartmund falls Verbesserungen durchführen, damit sie ihren bis= Stabithrater Vorimund. berigen Besitzstand im Gesamtverkehr halten und viel-Montag, 12. Oktober:„Aida“ leicht noch durch eine geschickte Werbung vergrößern. Hienst g, 13. Oktober:„Die Toni aus Wien“. als Gezählter daran beteiligt, oder er hat zumindestens mal an irgendeiner Straße interessiert zugesehen, wie ein Mann dauernd Striche auf ein großes Blatt Pavier macht. Diese Zählungen sind ungeheuer wichtig für die Verkehrssachleute. Die Straßenbauverwaltung muß die Belastung der Straße kennen, um beim nächsten Neubau eine entsprechend starke Decke zu verwenden oder Verbreiterungen und Umgehungsstraßen anzulegen. Der Polizeipräsident benötigt die Zählungen für Einführung von Richtungsverkehr und die Verkehrsverwaltung für die Fahrplangestaltung. An sich ist es also nichts Besonderes, wenn irgendwo eine Verkehrszählung durchgeführt wird. Kürzlich hat die Reichsbahndirektion Essen innerhalb ihres Bezirks und einigen Anschlußstrecken bis Hagen. Schwerte und Soest eine umfassende Zählung vorgenommen. Auf Grund der Ergebnisse dieser Zählung will die Reichsbahn ihren Verkehr verbessern. Es ist klar, daß sich an Hand dieser Unterlagen ein viel besserer Fahrolan aufbauen läßt als nur nach den bisherigen Methoden der Fahrgästeersassung. Warum ist nun diese Verkehrszählung für die Straßenbahner im Ruhrgebiet so bedeutungsvoll? Kein Verkehrsunternehmen steht isoliert da, sondern muß mit seinen Konkurrenten rechnen. Bringt dieser Verbesserungen durch Verbilligung oder Beschleunigung des Verkehrs. so hat dies auch eine Abwanderung von Fahrgästen oder Gütern zur Folge. Die Schienenbahnen bzw. ihre Verwaltungen können da ein schönes Lied von ihrem lieben Konkurrenten. dem Kraftwagen. singen. Gelingt es der Reichsbahn. an Hand der jetzt getroffenen Feststellungen die Züge günstiger zu legen und vor allem die notwendigen Nord=Süd=Verbindungen besser auszubauen und damit dem Reisenden schnellere Verbindungen zu schaffen. so wird dies zwar eine sehr gute Verkehrsverbesserung sein, sich aber zum Nachteil der Straßenbahnen des Ruhrgebietes auswirken, wenn ten sich auf 787 104 M.(— 11 034 M.„Ersparnis“), diese sich nicht aus die Hinterbeine setzen und etwas der Kapitaldienst forderte 109 909 M., so daß die Gleichwertiges bieten. Es können hier einide Beispiele Gesamtkosten sich auf 897014 M. stellten(— 12,42#zitiert werden, wie sie Hamburg und Berlin bieten. Ueberschreitung der bewilligten Summen). Hierzu Für das Ruhrgebiet steht das Schnellbabnprojekt Dortkamen aber noch allerlei Gelder aus dem Etat des kusk.“ uuaota.hst., marsag“ haben die Reichsbahn und einige interessierte Kreise dies zu vereiteln gewußt und baut die Reichsbahn jetzt mit fast gleicher Linienführung eine neue Fernverbindung. An die Schnellbahn ist in absehbarer Zeit nicht mehr zu denken. auch nicht wenn Wohlfahrtsamtes für die Innenausstattung und spätere Ergänzungen. Zu gleicher Zeit wie das Versorgungshaus wurden In Angriff genommen: die Bedürfnisanstalt— im Friedhofseingang(bewilligt 35000 M., sich die Wirtschaftslage wesentlich bessert. Denn die Besamtkosten 39 702 M., Ueberschreitung 13.5⅞), die Reichsbahn will doch diese Millionenbeträge, die sie in treisen erjährt, steht man dieser Frage. Rittwoch, 14. Oktober:„Die einsame Tat auch von dieser Seite ans nicht gleicgültig gegen. Freitag, 16, Dtober:„Der Revsor“ Von diesen wird schon seit langem der Standpunkt ver..“ ag. 17. Oktober. 15.30 Uhr:„Der Revisor treten, daß das günstigste eine Zusammenlegung aller Straßenbahnen wäre, weil damit viele Hindernisse. die jetzt einer Verkehrsverbesserung entgegenstehen, beseitigt würden. Solange dies aber nicht möglich ist, sollte man doch versuchen, durch Zusammenarbeit die meisten Schwierigkeiten zu beseitigen. Für die Beschleunigung des Verkehrs wäre es sehr dienlich, wenn neben einer guten Anpassung der verschiedenen Fahrpläne auch in starkem Maße durchgehende Züge geschaffen würden, damit das zeitraubende Umsteigen wegfällt. Beisvielsweise könnten drei Wagenzüge in zwei Wagenzüge ausgeteilt und an Stelle der letzteren mehr Triebwagen fahren gelassen werden. um die Reisegeschwindigkeit zu erhöhen und die Wartezeit für die Reisenden zu vermindern. Was die Studiengesellschaft für den Schnellbahnbau angeht, hat sich diese noch nicht aufgegeben, sondern vielmehr wertvolle Vorarbeiten für eine Vereinheitlichung des ganzen Straßenbahnwesens im Ruhrgebiet geleistet. Die Studiengesellschaft wird ihre ganze Initiative einsetzen müssen für weitgehende organisatorische Maßnahmen. i heute alles bare Geld zur Unterhaltung ihrer WohlStraßenbahnen ganz ins Hintertreifen kommen und die####menh#####e, banätien beftehm Ei. Ai m. Reichsbahn auch noch weitgehendst den Nachbarortsver= sahrtserwerbslgsen benötigen, bestehen für die Reichskehr an sich reißt, wie sie das Schnellbahnprojekt an sich bahn in oieser Richtung allerdings geringe Aussichten. Einschränkung der Eisenbahnbauten im Ruhrgebiet. Die stark verringerten Einnahmen der Reichsbahn zwingen zu mancherlei Einschränkungen. Auch das Neubauprogramm der Reichsbahn wird dadurch betroifen. Die Verwirklichung des Rhein=Ruhr=Programms, das vor allem der Förderung des Bezirksschnellverkehrs dienen soll, hat sich schon seit zwei Jahren in verlangsamtem Tempo vollzogen. Nun wird es, wie die K. V. erfährt, wohl so kommen, daß einzelne größere Bauplätze überhaupt stillgelegt werden. Zum Teil wird die For führung der Arbeiten auch davon abhängig gemacht wenden, ob die Städte die vertnagsmäßig übernommenen Zuschüsse zu den neuen Anlagen— man denke an die Hauptbahnhöfe Duisburg und Oberhausen und an die große Straßenunterführung am Hauptbahnhof in Essen— leisten können. Da die Städte gerissen hat, als es spruchreif war. Vordem sanden alle Klagen über die schlechten Verbindungen im Industriegebiet ein nur sehr geringes Gehör. Im übrigen vertmtt man bei der Reichsbahn auch die Auffassung, daß infolge des starken Verkehrsrückganges der Ausbau dieser Strecken bzw. Bahnhöse nicht 8629 Roman von Grete von Saß Coppright by Martin Feuchtwanger, Halle(Saale) 31) (Nachdruck verboten.) „Herrgott, daß man immer so allein ist!“ klagte Ottilie Tönnies Hans=Achim sah sie kaum mehr. Der vergrub sich förmlich in seine Arbeit. Und bei Rose traf man imer fremde Menschen. Zu den Freunden Roses, mit denen man die Wochen in Borkum verlebi, hatten sich neue gesunden, die ihr ebensowenig gefielen. Und Rose schien es auch gar nicht gern zu sehen, daß sie kam. So ging es ihr auch mit Eva, die sie zuweilen aufsuchte, wenn sie wußte, daß ihr Mann nicht da war. Ihm ging sie aus dem Wege, wei Rose und ihr Vater es von ihr verlangten, daß sie sich von ihm fernhielt. Das kränkte Eva. Und nun hiel: diese sich von ihr zurück Tags zuvor hatte sie Eva telephonisch gebeten, zu ihr zu kommen, um ihr beim Umräumen ihres Schlafzimmers zu helfen, das sie vermietet hatte. Da hatte Eva gean wortet, sie wisse noch nicht, ob sie abkömmsich sei. Aber dann war sie um acht Uhr früh doch bei ihr erschienen. „Bis Mittag habe ich nur Zeit, Mama. Werden wir bis dahin fertig sein?" „Ich weiß nicht, Eva. Es ist ziemlich viel zu tun Die Schränke und Kommoden müssen ausgekramt, mein Bett auf den Boden geschafft werden. Aber das Hinauftragen macht der Portier. Der kommt um elf Uhr „Wieso? Dein Bett brauchst du doch!“ „Nein, ich werde im Wohneimmer auf der Chaiselongue schlafen“, sagte sie und seufzte schwer auf. „Auf was ich noch werde verzichten müssen! Ach Gort, es ist bald unerträglich, dies Leben! Es besteht nur noch aus Sorgen und Entbehrungen.“ Eva, die wenig für dieses Klagelied übrig hatte, mahnte: „Ich denke, Mama, jetzt gehen wir an die Arbeit. Sag mir, bitte, was ich zuerst machen soll.“ „Papas Wäschekommode auskramen. Die steht noch unberührt so da, wie Papo sie hinterlassen hat. Ich habe mich davor gescheut, an Papas Sachen zu rühren, um nicht schmerzliche Erinnerungen wachzurufen.“ Eva begriff das nicht. Mit einem kaum merklichen Kopfschütteln sah sie die Mutter an. Dann ging sie an ihre Arbeit. „Was macht man mir Papas Wäsche? Friedrich paßt sie nicht. Und Achim— ob er sie tragen wird?" Eva sah auf den Packen Oberhemden, die sie auf dem Arm hielt „Wir wollen ihn fragen, Eva. Gib sie her!" Eva schüttelte den Kopf. „Wo kann ich sie hinpacken?“ „Dort in den Koffer, bitte.“ Sie wies auf des Geheimrats Reisekoffer. Als Eva sich mit dem Packen im Arm bückte, fiel aus ihm eine Karte heraus. Ottilie hob sie auf. Es war eine Ansichtskarte. Ottilie erkannte sofort, daß diese aus Flinsburg war. Sie las die Adresse: Lina Knorpe. Wie kam diese Karte hierher? „Wirf sie doch einfach fort“, sagte Eva Ottilie wollte es eben tun, als ihr Blick auf die Worte siel: Morgen ist Fastnacht. Wir freuen uns alle sehr darauf. Herr Kommerzienrat ist mit Frau Geheimrat im Auso nach Breslau gefahren, um Fastnachtskostüme zu kaufen— Frau Geheimrat war glückselig Ottilies Hand, die die Karte hielt, zuterte. „Eva, lies!“ Eva warf nur einen flüchtigen Blick auf das Geschriebene. „Korrespondenz zwischen Dienstmädeln, die kann uns doch wirklich nicht interessieren, Mama“ Aber Ottilie starrte auf die Karte Es klopfte. Das Mädchen kam, um zu sagen, das Lina Knorpe da sei, um zu fragen, ob sie heifen sollte „Lassen Sie sie herein“, befahl Ottilie. „Wozu?“ fragte Eva.„Hier gibt es nichts für ste zu zun.“ Aber da stand Lina schon in der Tür. „Lina, wie kommt diese Karte hierher?“ fragte die Geheimrätin „Ach die— die hab' ich schon lange gesucht. Kommerzienrats Mädchen hat sie mir geschickt vorigen Winter. Ich habe sie Herrn Geheimrat— wissen Sie, Frau Geheimrat, es war an dem schrecklichen Tage— vormittags gab ich sie dem Herrn Geheimrat— ein paar Stunden später war er kot und...“ „Gehen Sie!“ sagte Eva.„Nehmen Sie Ihre Karte gleich mit!" Lina sah sie mit einem bösen Blick an und verschwand. Ottilie war totenblaß. Ihre Lippen zitterten. „Mama, was ist dir?“ „Herrgott, Eva, begreifst du nicht? Papa hat diese Karte gelesen— hat aus ihr etwas herausgelesen, das ihn in begreifliche Erregung versetzt hat" Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Und dann brach es unter fassungslosem Schluchzen aus ihr heraus: „Hätte ich damals diese unglückselige Einladung Münchmeyers nicht angenommen— ich tat es aus Trotz gegen Papa— Papa hat darunter gelitten— ich fühlte es ganz deutlich, wartete darauf, daß er mir ein gu es Wort geben, mich bitten sollte, nicht zu reisen, und während ich auf diese Bitte vergebens wartete, vergrub ich mich mehr und mehr in meinen Trotz. O Gott. hätte ich das doch nicht ge'an!“ Ihr Weinen wurde heftiger, es schüttelte sie förmlich. Era führte sie zu der Chaiselongue. „Leg dich nieder, Mama. Versuch ruhig zu werden!“ Sie redete ihr gur zu „Versuch es ncht, mich zu trösten. Eva. Für mich gibt es keinen Trost— ich verdiene auch keinen— denn glaub mir: ich bin schuld an all dem Unglück, das uns betroffen.“ Bald, nachdem sich Eva verabschiedet hatte, erschien Münchmeyer... Linas Augen leuchteten auf. Das war nun der Dank für alles, was er für die Familie Tönnis getan! Der Kommerzienrat war außer sich. Aus jedem Wort, das die Geheimrä in zu ihm gesprochen, hatten die bittersten Vorwürfe geklungen Danach war er schuld an all ihrem Unglück. War schuld an der Entfremdung zwischen ihr und ihrer Tochter. Und wie sie ihm das alles ins Gesicht geschrien— und mit funkelnden Augen und keuchendem Atem! Und guletzt hatte sie ihn for geschickt wie einen Bettler! Nachdem er Wut und Enttäuschung in zwei Flaschen Rotwein ertränkt, fuhr er nach Hause. Es war bereits vier Uhr nachmittags. Er schickte den Diener zu Rose, um sie zu sich binten zu lassen. Sie war auch even erst heimgekehrt und erschien sofort. „Na, was war?“ fragte sie.„Kann man dir gratulieren?“ „Ja, zu dem Rausschmiß, den ich erlebt“ Rose sah in sein Gesicht. Es war ror und gedunsen. „Du hast getrunken. Papa?“ „Ja. feste! Einen Spaß muß der Mensch doch haben! Also hör zu— kannst du das verstehen: sie hat mich mit Vorwürfen überhäuft— mir ganz sinnlosen. Ich kann dir die natürlich nicht wiederholen. Daß wir beide— du und un— eine vollig falsche Aufassung vom Leben und unseren Pflichten gegen andere hätten, das war noch das Mildeste. Na ja, und danach hat sie mich abgefertigt, in einer Weise— na, ch kann dir sagen, so was hast du noch nicht erlebt. Als wäre meine Bank bereits verkracht und ich hätte um ein Almosen bei ihr gebeten. Im Treppenhause stieß ich dann noch auf deine verehrte Schwägerin, die Chaufteursgattin. Ich war über diese Begegnung so sehr verplex, daß ich den Gruß vergaß— das wird man mir natürlich nie verzeihen.“ Rose fah ihn kopfschürtelnd an. „Ich begreife das nicht. Papa, aber das ist ja auch nicht nötig. Für mich ist es so, wie es gekommen ist gut! Ich freue mich, Papa.“ Sie legte ihre Arme um seinen Hals, sah ihm mit hinterlistigem Lächeln ins Gesicht „Es tut mir nur leid für dich, daß du so einen Abfall erlebt. Nun, den wirst du auch wieder vergessen. Leg dich nun für eine Stunde hin, um deinen Rausch auszuschlafen." „Was für einen Rausch? Ich hab' gar keinen.“ „Na, ich danke!" Sie ließ die Arme von seinem Hals, machte mit der Hand eine wehende Bewegung durch die Luft „Rotweindunst! Pfui, er macht einem Uebelkeit! Also ich rate dir, schlaf dich aus! Um fünf Uhr erwarte ich Gäste zum Tee. Wirst du heraufkommen?" Er ließ sich in einen Sessel fallen, zuckte mit den breiten Schultern und sah stier vor sich hin. Rose eilee, daß sie aus dem Zimmer kam.—— (Fortsetzung folgt.) in dem Mate vordringlich sei, wie er vor drei Jahren noch betrach'er wurde Wie verlautet, wird in nächster Zeit Reichsbahngeneraldirektor Dr. Dorpmüller in Industriegemei eintrerten und sich genaue Intormationen über don Stand der Dinge verschaffen. Dann wird voraursichtlich bei der Reichsbahnorrernon Essen in seiner Gegenwart entschieden werden, welche Bauten fortgeführt und welche eingestellt werden sollen. Es ist zu befurchten, daß es dann manche Ueberraschung für diese oder jene Stadt geben wird Belzmodenschau beim Kaninchenzüchter. verein„Eintracht“ des K sern Z B. Gartrachz“ weiter von Erteig deglettet Aus uns für Herne Kein Staatsmann kann den Frieden im Instand der Wehrlosigkeit erhalten. Daber wünschen wir von der andern Welt nichts anderes als die Anerkennung als gleichberechtigte Nation. wissen aber auch, daß diese Anerkennung nicht in Genf ersochten wird. sondern in den deutschen Landen. Es muß in Deutschland entweder der Kommunismue regieren oder der Nationalismus. Es ist denkbar, daß Deutschland kommunistisch regiert wird. es ist sicher(!) daß es nationalistisch regiert werden kann. Es ist unmöglich, das es ein Deutschland gibt, bei dem eine Hälfte kommunistisch, die andere notionalistisch denkt. Hier muß die Entscheidung gesucht und herbeigeführt werden. Das ist die größte Aufgabe. die uns die Zeit gestellt hat. Heute müssen wir über die negative Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten hinausgehen und zum aktiven Kampf schreiten. Dazu sind wir entschlossen. Oberstleutnant Düsterberg forderte hierauf Gleichberechtigung für Deutschland auf dem Gebiete der Wehrbobeit. Reichsbankpräsident a. D. Dr. Schacht äußerte sich hierauf über die Frage eines nationalen Wirtschaftsvrogramms. Fur den Alldeutschen Verband sprach Justizrat Glaß. Zum Schluß sprach General Graf von der Golt. Unter stürmischen Heilrufen schloß Hugenberg die Versammlung, die den ersten und vierten Vers des Leutschlandliedes sang. Neuer Gefahrentaris im Bergbau Der Kaninchenzuch erein„Eintracht" pflegt alljahrlich für seine Frauengruppe einen Pelz=Nähturus abzuhalten, der stets von Fräulein Held aus] Im Sitzungssaale der Industrie= und HandelskamDortmund=Hörde geleitet wird. Verarbeitet werden mer Münster trat die Knappschaftsberufsgenossennur die Felle der von den Vereinsmitgliedern selbst schaft, die den gesamten deutschen Bergbau umfaßt, gezüchteten Tiere. In diesem Jahre standen erwa unter dem Vorsitz des Geheimen Bergrats Dr. Hilger 150 Felle für den Pelz=Nähkurfus, an dem 21 Da=(Berlin) zur Vorstandssitzung und nachfolgenden Gemen teilnahmen, zur Verfügung. Am Sonnabend nossenschaftsversommlung zusommen, on der erwa wurde der 14tägige Kursus mit einer Pelz=Moden- 90 Vertreter aus allen Teilen der deutschen Gebiete. schau abgeschlossen, die im Vereinslokale E. Groote vor allem ooer aus dem rheinisch=westsälischen Inau der Neustraße startfand. Gleich deim Betreten des dustriegebiete, teilnohmen. Der wichrigste VerhandSaaleg sah man m Kätigen eine Zusammenstellung lungsgegenstand war die Schoffung eines neuen in den dichtbewohnten von Kaninchen=Zuchteremplaren wie Widder, Ja- Gesodrentarits. Diese Frage ist dadurch besonimeutren, verlangt unbedingt die Erhaltung ponck.—i wioder und Luchse. Dann demontwierte ders bedeutungsvoll, weil gerade in der jüngsten Zeit jezentren, verlangt unbedingt die Erdeltuns der Verein den Besuchern den Nahr= und Nutzwerk infolge des allgemeinen wirtschaftlichen Rückganges von Kaninchen. Vom ungegerbten Rohfell schrit man die Aubringung der zur Erfüllung der gesetzlichen zu den gegerbten, aus denen Biberetts, Seal und ar: Aufgaben notwendigen Mittel und dami: die Versorandere Farbselle hergestellt werden können. Man sey gung der im Bergbau Unfallverletzten wesentlich Rollkragen, die in keiner Weie den Eindruck billiger schwerer wird, als es bieher der Fall war Es machte Pelze machten. Mancher Besucher kam von einem sich aber auch das einhellige Bestreben geltend, die Staunen ins andere, als ihm die Leiterin der Frauen= Verrage möglichst tragbar, dabei aber auch so festFrau Sturm, die auf einem Tische ausFrankreichs Rüstungsstand Neue französische Denkschrift er Die franzosische Regierung übermittelte dem Heneralsekretär des Völkerbundes eine neue Rüstungsdenkschrift. in der in Ergänzung der großen französischen Denkschrift vom 15. Juli. in der die französische Regierung ihren grundsätzlichen, jede Herabsetzung der Rustungen ablehnenden Standpunkt darlegte. nunmehr eingehende ziffernmäßige Angaben über den gegenwartigen französischen Rüstungsstand gemacht werden., übersichtStaatsbeihilfen zur Erhaltung unserer Waldbestände. Die Industriezentren des schon Ktark eingeschrumoften Wald: bestandes. Gerade aber in Zeiten der Wirtschaftsnot ist der Wald in Privatbesitz, der in ihm eine Erwerbsquelle sucht, stark gefadrdet. Aus diesem Grunde, aber auch, weil grundsätzlich die Allgemeinheit die Kosten für die Güter tragen soll, die ihr allein zu nutze sind. ist es richtig, wenn öffentliche Gemeinwesen den Besitz solcher Wälder erwerben. Nicht aber nur die Städte, die an die Wälder angrenzen, sind an der Erhaltung des WaldHestandes interessiert, sondern auch der Staat hat daran gaus volksgesundbeitlichen und klimatischen Gründen ein Hervorragendes Interesse. Deswegen ist es wohl berechdigt. wenn der Staat den Gemeinden beim Erwerb geAbrdeter Wälder bebilflich ist. Dieser Pflicht ist sich der Staat bewußt. So haben von Preußen zu den Zinsen, irie durch die Aufnahme von Anleiben, kurzfristige Darehn usw. für den Ankauf erhaltenswerter Waldbestände Bereich des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk vermrsacht wurden, folgende Städte und Landkreise im Rechreungsjahr 1930 Beihilfen erhalten: Gellenkirchen RM, Vorrm 21000 RM, Herne 20000 MR. amm 11“4 RM., Landkreis Recklinghausen 22 650 RM., Dui-burg=Hamborn 31000 RM., Blankenstein 3460 RM., Dortmund 9500 RM., Wattenscheid 960 RM., Enneve=Ruhr=Kreis 960 RM., Neukirchen=Vluyn 840 RM. *** gruppe, Frau gebreiteten beitverarbeiteten Sachen wie Halskragen, Hermelinwürger mit i wendiger guter Verarbeitung, mit Seal ausgefütter Pantoi#el, Würger aus Chinchilla geschoren, imitierten Fuchs=Zovel, Rollschalkragen aus Chinchilla im Langhaar, Krawatten, Kissen in Natur aus Japaner, paragonisch blaue Chinchillasachen. Handtaschen aus Seal, Krawatten mit Blumenverzierung aus Hermelin usw. zeigte. Sogar schöne Damenhute für den Winter gelang er fertigzustellen. Das Allerneueste war ein Rollhalskragen mit einem Fuchskopf im Rücken. Bettvorleger mit passenden Kissen dazu usw unw. gaben der Pelzmodenschau weiteres interessantes Gepräge. Den Ausstellungsrag schloß eine kleine Feier bei Groote mit Kafefetrinken und einer kleinen Theateraufführung, in der eines Kaninchenzüchters Malheur von Ueber die Ursachen des Geburtenrückganges im Verlause dieses Jahres ist schon viel geschrieben worden, so daß un einzelnen nicht darauf eingegangen zu werden braucht. Ganz erheblich ist aber nach den vorliegenden Ergebnissen der Geburtenrückgang auch in den rheinisch westfältichen Industriestädten. Die Arbeitogemeinschaft der staristischen Aemter westdeutscher Städte veröffentlicht soeben die Zahlen über den Die außerordentlich verwickelten und wenig lichen Aufstellungen der Denkschrift geben folgende Biffern über den heutigen französischen Rüstungsstand:* * I. Landarmee: a) in der Heimat: Offiziere 19530. ausgebildetet dieses auf die mogliche Devatte uver die Flage nueiderkammer— Hölkeskamp— Dem. Partei zurück. D. Red.) Der Artikel ist nicht unterzeichnet. Der betreffende Passus, den ich hier niedriger hänge, lautet: „Daß dem Herrn Stadtverordneten Nießen diese Debatte unbequem war, ergab sich daraus, daß er der letzten Stadtverordnetenversammlung fernblieb.“ Dem ungenannten Artikelschreiber, der hier das.—.—.— Rezept befolgt:„Calumniare audacter“—„Lustig nats im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres darauf los verdächtigen,„semper haeret aliquid“— bringen ganz bedeuname Verschiebungen für die einetwas bleibt immer haften—. bin ich keine Antwort zelnen Stadte schuldig. Die Oeffentlichkeit aber kläre ich pflichtgemäß Während em August 1930 die Stadt Oberhau##ssen mit einem Geburtenüverschuß von 143 auf 1. Habe ich dem Herrn Fraktionsvorsitzenden recht: 1000 der Bevölkerung umgerechnet an der Spitze zeitig unter Angabe des Grundes mitgeteilt, daß 19, aller wesideutschen Städte stand, wird sie am August habe ihn gebeten, mich beim Stadtverordnetenvor: Oieses Jahres miu einer Jayi von 9/8 von der Sad: steher zu entschuldigen. Ich habe keinen Grund, anzunehmen, daß dies nicht geschehen ist. 2. Der Grund meines Fernbleibens war folgender Ich bin Organist der hiesigen israel. Gemeinde. Der Termin der Stadtverordnetensitzung(21. 9. 1931, zusetzen, daß sie ihren Zweck erfüllen, wobei vor allem die möglichst richige und gerechte Aufbringung und Umlegung der Lasten auf die einzelnen Mitglieder unter Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ausschlaggebend sein mußte. Nach umsengreichen Verhandlungen wurde der neue Gefahrentarn in allen Einzelhéiten sestgesetzt und angenommen. * Schwierige Straßenbahnarbeiten Die schwierigsten Stellen für die Straßenbahnarbeiten auf der Bahnhofstr. waren an der Vinckestr., Mont=Cenis=Str. und am Steinweg. Die beiden erftgenannten Stellen waren schon seit längerer Zeit ferAmgur von tig, in der Nacht zum Sonntag ist aber auch die zweirschene Wieten des Perens kaund in Reven des 1. worden. Man hoft. dis um 15. d. R. das Doppelgeiz Vorsigenden der„Eintracht“, Ostermann, des auch auf dem Stück vom Steinweg bis zur Bochumer Vorsitzenden Nowak vom Sted verband und des##taße fertiggestellt zu haben. Kreisverbandsvorsitzenden Köhlhoff seine Wür=u Herbsigeneralversammlung des Haus= und Grunddigung. Möge die Vielgestaltigkeit und Regsamkeit besitzervereins. Die übliche Herbstgeneralversammlung des Herner Starker Geburtenrückgang in den Industriestädten. herne noch am günftigsten in Westdeutschland. Haus= und Grundbesitzervereins findet am Sonntag, dem 25. Oktober, nachmittags 4 Uhr im Hotel Schmitz statt. Neben Geschäftsbericht. Festsetzung der Beiträge usw. steht auf der Tagesordnung ein Vortrag von Verbandsgeschäftsführer Dr. Düppe. Essen. über„Die Hauszinssteuer und der Kampf um sie.“ * 83 Jahre alt. Frau Theresia Klupsch, ged. Müller, feiert Stadt Rülheim=Nuhr auf nicht wenger Als 2°½1: V#rl. I#„She Mgerage## Der noch rüstigen Mutter Klupsch herzl. Glückwünsche! * Silberhochzeit. Die Eheleute Heinrich Gesing und Frau Wilhelmine, geb. Schäfer, Altenhöfener Straße 45, feier5,4 in diesem Jahr. Aeußerst bedenklich erscheint in der Statistik die Stadt Recklinghausen. die im vorigen Jahr eine Geburtenüberschußzahl von 10,9 aufwies, im August ds. Is. dagegen nur 4,9 Mir an erster Stelle steht dagegen wiederum Wan Sia Ranalbammanhsmnmmme ne= Eicket, das nur eine sehr geringe Bevölterungszustand und die Bevotterumg###.##[Abnahme zu verzeichnen hat, und zwar von 10.5 8 un. Die Ergebnisse garz, zs auf 9.9. Auch fur Dortmund in der diesjährige Geburtenüverschuß wesentlich gefallen, und zwar auf ten gestern das Fest ihrer Silbernen Hochzeit. Unsern langjährigen Beziehern herzl. Glückwunsch! Herne mit 11,3 überflügel: Im rheinisch-westfälischen Industriegebiet steht also Herne mit dem Geburtenüberschuß an erster Stelle. während Oberhausen an den zweiten Platz gerückt ist. 5 Uhr nachm.) fiel zusammen mit der Ausübung Dabei muß bemerkt werden, daß Herne im August meines Organistenamtes am höchsten Feiertag der des Vorjahres mit 11,5 hinter Oberhauen folgte. Gemeinde(Versöhnungstag). An diesem Tage er=] Wesentlich ist der Geburtenrückgang auch für die forderte der Organistendienst meine Anwesenheit von Stan= Duisburg=Hamborn, die mit 11.4 im 3 Uhr bis nach 7 Uhr. Auarsst 1930 auf 9,4 in diesem Jahr sank. Auch die Diese Erklärung hätte der Artikelschreiber von Stadt Gelsenkirchen hat eine empfindliche Einmir erhalten können, wenn er mich gefragt hätte. Das wusse ertitten; hier ist der Geburtenüberschuß von 10,9 aber hätte ich wenigstens von der Zeitung eines Vereins erwartet, dem ich seit 1904 als Mitglied angehöre und für den ich manche ehrenamtliche Funktion ausgeübt habe G. Nießen. *** * Tragischer Tod. Von einem schweren Schicksalsschlage heimgesucht 64 gegen 9.2 au 1000 der Bevölkerung im gleichen saepr gags, Sonnteg, g grtig Monat des Vorsahres. Zu den S adten, die eine Ab= Tr.1.1Lu— Frug“„rfrankte am Samstag nach dem Aognrsi Genuß von Obst so schwer, daß 1930, Düsseldorf mu ebenals 43 gegeg 50, Bag Zind Sonntag früh verschieden. Gladbath=Rhendt mit 5.1 gegen 6.4 Kre, das Kino Sonntag früh verschieden. feld=Uerdingen 15 gegen 2.6. Aachen 1,1 ge Unfall auf der Bahnhofstraße. gen, 52, Remscheio Co mren] Samstagabend kam der Angestellte Ludwig D. auDie Stadt Essen hat dagegen ihren Beburten= der Goethestraße an den Aufbrucharbeiten bei der überschuß gut behaupten können. Fur den Mona eval. Kirche zu Fall und erlitt einen Beinbruch. Er August die es Jahres ist zum Vergleich des August mußte ins Krankenhaus geschafft werden. 1930 sogar eine kleine Steigerung festzustellen, und zwar stellte sich der Gevurtenüberschuß auf 7,6 gegen 7,5 un Vorjahr. Dasselbe gilt für die * Kind aus dem Fenster gestürzt. Als gestern nachmittag auf der Mont=Cenis=Straße auf 8,6 gesunken. Von dem gleichen Stand 10.9 fiel Wet uamt. W###, auf fur die Kinder vom Fenster der 2. Etage aus einem mit Stadt Wuppertol, die mit einer Geburtenüber: Musik dahermarschierenden Zug zuschauen wollten schußeiffer von 2,9 erscheint gegen 2.6 im Vorjahr, so- bekam das 5jährige Töchterchen des Arbeiters Gerhard wie für die Stadt Bochum, die ihre Geburtenüber: S. das Uebergewicht und fiel hinaus. Passanten und schußziffer von 7,6 auf 8.9 in diesem Jahre erhöhen Volizsibeamte bemühten sich sofort um das Kind und brachten es ins Haus zurück. Ein hinzugerufener khiinte.[Arzt stellte einen Schädelbruch, Unterarmbruch. Beinund Brustverletzungen fest. Nach Anlegung von Noterbänden mußte die Kleine dem Krankenhaus Eine Vogelspinne vom Herner Wochenmarli# Ein Zusammensloß Der verbilligte Kohlenbezug für Erwerbslost Interessante Exoten, die es auch in herne zu sehen gibt.— Ein Jisch, der lebende Junge zur Welt bringt. fahrer mit Sozius und einem Personenauto auf der Bahnhofstraße. Wahrend der Motorradfahrer glimpflich davonkam, mußte der Soziusfahrer zum Arzt geK—.—— Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Der Bezug der vom Kohlensyndikat für die Erwerbslosen verbilligten Kohlen beginnt mit dem 1. November. Bis dahin müssen die städtischen Wohlahrtsamter die Vorbereitungen getroffen haen. Der Kohlenbezug ist von den zuständigen Stellen in Beziehung zu den Richtsätzen gebracht. In Nicht viele Menschen wird es in Herne geben, die noch nie einen lebenden„König der Tiere“, den machtigen indischen Elefanten oder den Tiger sahen, geringer sind schon die Kenntnisse von der Girafse, dem Leoparden und den selteneren Tieren der Heimat, wer Westfalen beträgt der Unterstützungssatz für einen Le= aber soh schon einiges aus den kleineren Viergattun digen im eigenen Haushalt 36 Mark einschließlich der Rings um die Terrarien herum stehen an die 90 gleichmäßig bepflanzte Wasservehälter, in denen sich schafft werden die bunte Welt der ausländischen Ziersische tummelt. Tausende möchten nun zu gern ein Glas mit diesen springlevendigen, schönen Tieren im Hause haben, die so wenig Pflege erfordern, weniger fost als Kohle, im Rheinland bzw. im Regierungsbezirk Düsseldorf 34 Mark zusätzlich des Kohlenbezugs. In welcher Form den Unterstützungsempfängern der Bezug der Kohle ermöglicht wird, wird von jeder Stadt selbst entschieden. Daß der ortsansässige Handel nicht,ausgeschaltet werden darf, ist vom Kohlensyndikat bereits bestimmt worden. Die meisten Städte werden wohl so verfahren, daß sie den Unterstützungsempfängern Kohlenbezugsscheine aushändigen, auf Grund deren der Empfänger beim örtlichen Kohlenhändler oder bei der Absatzorganisation des Kohlensyndikats oder bei den Zechen, die ihre Kohlen am Ort unmittelbar abgaben, seinen Kohlenbedarf gegen den zugestandenen Rabatt bezieht. Die Kohlensorten und den Preis, zu dem sie bezoNußIV in Betracht. Es wird sich ausschließlich um sogenannte Lagerkohle handeln, die auf Halden iegt. Abgesehen von dem besonderen Preisnachlaß verden also die Unterstützungsempfänger in den meiten Stadten des Gebietes ihre Kohle einkaufen vie jeder andere Verbraucher. * Gefahren der Dunkelheit. Samstag abend kam das Lehrfräulein Emilie M. aus der Herner Straße, die in einem hiesigen Feinkostgeschäft beschäftigt ist und auf ihrem Heimwege einen Korb Waren nach der Bochumer Straße zu bringen hatte, dort infolge der Dunkelheit zu Fall und stürzte die Treppe hinab. Mit einem Oberarmbruch und schweren Unterleibsverletzungen wurde das Mädchen aufgefunden. Der herbeigerufene Arzt überwies es zunächst nach Erhalt eines Notverbandes nach Hause, da sich der Zustand der Verletzten jedoch verschlimmerte, mußte sie am Sonntag dem Krankenhaus zugeführt werden. * Einbrüche und Diebstähle. Am Freitag gegen 15 Uhr wurden einem Handlungsgehilfen aus dem Flur eines Hauses in der Straßburger Straße 3 Zeniner Kortoffeln entwendet Am gleichen Tage gegen 18 Uhr wurden aus einer Wohnung in der Rosenstraße durch Einbruch 50 RM Bargeld und verschiedene Waschestücke gestohlen. In letzter Zeit wurden von einem Grundstück an der ##### Riemker Straße eine Anzahl Bretter gestohlen. Die Anzahl winziger Jungen geboren, die Flossenolatr aus dem Amazonenstrom(Ptero=#rener haben eine Länge von ½, 1 und 4 Meter Würmer von 8—10 Zentimeter Länge phyllum ra#are), das wie ein Aristokat durch das gen der Tropen, die seiten genug selbst in zoologischen der Goldjisch, viele aber stoßen sich an dem Begr# Gärten eine neue Heimstatt gefunden haben, weil das„Warmwasserfisch": läßt der eine seine Tierchen auf große Publikum sie neven den Riesentieren kaum be= der kalten Fensterbank in ungeheizen Zimmer tatachten würde? Und doch gibt es so etwas auch in sächlich„erfrieren“, so stellt sich der andere vor, daß Herne, nämlich im Treibhaus des Herrn diese Bewohner trovischer und suttropischer Gebiete Köching auf der Wilhelmstraße, zu beob. gar ständig in einer Art von warmem Wasser leben achten. mußten. Da sieht man an die hundert Arten dieser Da fitzt in einem mittleren Terrarium eine Vo= manchmal grell gefärbten, ein andermal sel sam geelspinne, ein Rieie unter ihresgleichen, die eine formten Fische, deren Hauptarten jo längst auch in den entimster Premciis ssrul seuit tanloniichen Handiungen au ormertien linh hen Milli. Gesam'länge von 8 Zentimeter erreicht und mit zoologischen Handlungen zu erwerven sind: den Milliihren langen Haaren und ihrer dunklen Färvung ge= onenfisch Levistes reticulatus, der nur 3—4 Zentimefährlich genug aussieht. Zwar frißt sie kaum Vögel, ter lang wird und dessen Weidchen alle 4 bis 6 wie es die Legende erzählt, immerhin aber vermag sie Wochen 20—30 lebende Jungen abseßzt, all einen Frosch mit Haut und Knochen zu verspeisen, die indiichen Barben und Damos. die prächtigen (Diese Vogelspinne stammt übrigens vom Herner Lavyrinther aus Ostasien, die ihren Sauerstoff unWochenmarkt und ist dort in einer Bananenkiste mi telbar der Luft entneymen, die Cichliden, südamegen werden können, wird der beim Kohlensyndikat gessunden und vom Museumsverwalter Brandt, dem rikanische und afrikan iche Raub eche, die ihre Jungewählte Ausschuß noch festsetzen. Voraussichtlich sie gebracht worden war, Herrn Köching überwiesengen aufopfernd wie eine menschliche Mutter pflegen kommen hauptsächlich die Sorten Nuß IIIundworden.(Im selben Behälter hat eine deutsche Blind= und unter ihnen den König der Zierfische, das schleiche eine wie glänzende Mit geschmuggeltem Tabak erwischt. Der große Unbekannte. In den späten Abendstunden des Freitags wunden durch das Laub huschen. Ein riesiges Terrarium, das Becken segelt mit Rücksicht auf seine Insassen fast ohne Ausschmuk=] Ein öffentliches Institut, erwa nach dem Muster kung geblieben ist und dafür einen kleinen Tümpei des weltberühmten Berliner Aquariums, hätte zweiaufweist, ist mu dicken Land= und Sumpf= Schilv=setlos in etwa anders ausgebaut zu werden. Da würde man auf eine gewisse Systematik nicht verkröten besetzt, während im Wasser ein MiniarurAlliaator aus dem Mississippi stumpfsinnig ins zichen können und in erster Linie würde die ganze Licht starrt. Ein dritter großer Behälter von über niedere Welt des deurichen Teiches, der Heide und des Mannshöhe enthält europätiche und erotische Nat=[Wa'des darzustellen sein, vor allem auch als wichtiges tern von der Ringelnatter mit ihren hübichen Halb=Hilfsmittel des naturkundlichen Unmondflecken am Kopfe bis zur Viper= und Vierstreisen=sterrichts in den Schulen Die gewaltigen am Bahnhof in Herne von einem Krimmnaldeamten natter, wahrend auf dem Grunde der plump aussehen= Fortschritre. die die liebheberische Beschäftigung mit zwei Männer bemerkt, die jeder einen Koffer in ver=de, aber dennoch gewandte Scheltopulik, der der Kleinwelt der Tropen und der Heimat ahne Ruckdachtiger Weise bei sich führten. Bei der Durchsuchung über einen Meier lang wird, den Beschauer mit klu=ssicht an die kritische Allgemeinlage im deutschen Volke der Koffer ergob sich, daß darin ca. 400 Packchen un=gen Augen unverwandt ansieht. Gewaltig ist die macht, lassen es als wahrscheinlich annehmen, daß versteuerter Tavak enthalten waren, den die Besitzer Anpassungsfähigkeit gerade dieser Panzersch'eiche, und spater einmal der naturkundliche Unterricht ohne Devermutlich eingeschmuggelt hatten. Sie wollen den wie der Forscher und Schrütsteller Floericke erzahlt, monstration lebender und biologisch richtig gehartener von einer ihnen unbekannten Person gekauft daß er seinen„Gelbbauch“ sogar mit Leverknödeln Objekte nicht mehr zu denken sein wird. Vieles davoa haben. Der Tabak wurde beichlagnahmt und die Tä=]gefü tert habe, so machten andere die Erfahrung, daß läßt sich mit Groschen machen und aute Ansätze sind ter vorlchung festgenammen. Es handelt sich um zwei dieses Tropentter sich sogar ausgezeichnet zur Einbür= überasl, auch in Herne, gemacht worden Manner aus Wanne=Eickel. Jgerung in deutsche Walder eignen wurde.— Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben, unvergeßlichen Mannes spreche ich auch im Namen aller Angehörigen hiermit den innigsten Dank aus Frau Sophia Herntrey. Herne-Börnig, im Oktober 1931. . Nummer 237, Drittes Blatt Herner Anzeiger Montag, den 12. Oktober 1931 Gerichtliches Nachspiel zum Fall Hüggenberg=Bauer. Der Parteivorsitzende der Herner KPD. wegen Nötigung verurleilt. „ Im Herner Amtsgericht tagte am Sonnabend das sowie von den Terrorokten gegen ihn. Bauer wurde Schöffengericht Recklinghausen. Es hatte dann vom Gericht gesragt, wieso Fernau am 16. Juli mu:„„Vorgangen zu beschäftigen, die noch Grund gehabt habe, ihm zu drohen, da er doch im. Jnli v. J. dazu führten, daß die beiden kommu= sein Mandat schon niedergelegt gehabt habe. Darauf erStadtverordneten Hüggenberg und Bauer widerte Bauer. Fernau habe ihm gegenüber in Ge hr Mandat niederlegten. Bekanntlich war lgenmart seiner Frau und eines Bekannten betont, den angeblichen Drohungen sei nur die Anwendun der Mittel gemeint gewesen, nachzuforschen, weshalb Bauer der Sitzung ferngeblieben und wo er gesteckt habe. Persönlich habe er nie etwas gegen Bauer gehabt. Er habe nur seiner Pflicht genugt, der Oeffentlichkeit über die„Korruption" bei der Wiederwahl Hölkeskamps Mitteilung zu machen, wobei man allerdings Bauer nicht mit zarten Händen habe anfassen können. Daß man gegen die KPD. selber nichts unternahm, sei ein Beweis für die Unsauberkeit dieser ganzen Angelegenheit. Das Gericht erkannte gegen den Parteiführer Fernau wegen Nötigung auf 3 Wochen Gefängnis. niederlegten. Bekanntlich war ihr Jehlen in der für die Wiederwahl des Beigeordneten Hölkeskamp entscheidenden Sitzung oer Grino zu einem großen Eklat. Der FraktionsFreispruch eines schwer belasteten Vaters. Aus der Untersuchungshaft wurde ein in den 40er Jahren stehender Bergmann vorgeführt, dessen 13genwart seiner was ihm alles passiert wäre, wenn er sein Mandat nicht niedergelege hätte. Frau Bouer bestätigte die Aussagen ihres. erem eenagheg Ee. vorsitzende der KPD., Kuhn, erklärte, seine Part:n u ugte hinzu, daß es sich an 11. Juli um jährige und erstaunlich frühreife Tochter ihn beschulhätte allen Anlaß, anzunehmen, daß das Fehlen ihr. esie Unterhaltung gehandelt habe. Fer; digte, sich an ihr vergangen zu haben. Dramatisch Lollegen absichtlich geschehen und auf Druck und Be er“4rt“: ais man ihm das Scheibeneinwerfen waren die gegenseitigen Vorwürfe vor Gericht, das sprechungen von interessierter Seite zurückzufüh“ man vergreise sich nicht an toten Gegenstän= unter Ausschluß der Oeffentlichkeit tagte. Der seiner klärung der beiden Stadtverordneten zum Abdruck, erchten i der diese angaben, auf Arbeitssuche gewesen zu! Der Staatsanwall Sraesonsmpstgiisesen se 2“ neh kongrugistice hielt die von den Zeugen vorgebrachten Aussagen be#er alzung der Kyb. nicht züglich des 11. Juli für ausreichend, den Angeklagten #; sondern für die Wiederwahl Hölkes= der Nötigung für überführt zu halten. Er beantragte 3 Wochen Gefängnis. Fernau erklärte nochmals, mit pflicht entbundene Arzt wies auf die Unmöglichkeit der Kindesaussage hin. Die Verhältnisse in des Angeklagten Ehe(seine Frau lebt bereits in Scheidung mit ihm) waren die denkbar ungünstigsten. Jedenfalls gelang es dem Verteidiger, die Aussagen der Tochter als unglaubwürdig plausibel zu machen, worauf das Gericht auf Freispruch des Vaters erkannte. außerordentlich in die Höhe geschnellten Hypothekenund Darlehnszinsen restlos aufgebraucht worden. Der Hausbesitz bedarf daher der tätigen Mithilfe der Reichsregierung. Dies um so mehr, als das Reich Hunderte von Millionen für die Erwerbslosenfürsorge und Siedlungsbauprebleme bereitstellt. Um für die nächste Zeit und den kommenden Winter eine Lösung zu schafsen und die Arbeitslosigkeit der Bauhandwerker wenigstens teilweise beseitigen zu helsen, hat der Zentralverband Deutscher Haus= und Grundbesitzervereine in einer an den Reichsfinanzminister und den Reichsarbeitsminister gerich eten Eingabe den Antrag gestellt, daß derjenige Hauseigenkümer, der in der jetzigen schweren Zeit Reparatur arbeiten an seinem Hause machen läßt, aus der Hauszin ssteuer oder anderen Quellen ausreichende Mittel dafür erhält. Die Notwendigkeit einer sofortigen Regelung in diesem Sinne ist nach Ansicht der Spitzenorganisa ion des Hausbesitzes um so dringender erforderlich, als für die Vorvereitungen zu diesen Arbeiten m Anbetracht der vorgerück en Jahreszeit keine Zeit mehr zu verlieren ist. kamps. Später bekamen die Kommunisten angeblich heraus, daß die beiden„Sünder" nicht auf Arbeitssuche. sondern 14 Tage in einer Pension an der Mosel gewesen waren, die einem früheren Sodinger Sozialdemokraten gehörte. In einem vom Parteivorsitzenden Fernau unterschriebenen Flugblatt, in dem dies der Oeffentlichkeit mitgeteilt wurde, war weiter zu lesen, daß Hüggenberg und Bauer die Erklärung in der Herner sir Kleinarbeit in der Partei ihren Fedzarint.“ Die neue No verordnung vom 6. 10. 1931 hat mit während für die Empfänger einer Vollrente die autzumachen... Partei ihren wehler wieder: Mirkung vom 1. Oktober 1931 auch die umstrittenen früheren Vorschriften mit einer Einkommensgrenze Bestimmungen über die Anrechnung des Einkommens von 329 RM netst einer gestafseiten Rententurzung würde bekannt, oaß die beiden Kom= auf die Versorgungsrenten der Kriegsbeschädigten um je ein Zehnel der Rente für jede 56,40 RM., um munisten ihr Stadtverordnetenmandat niedergelegt und Kriegerhinterbliebenen abgeändert. Ueber die welche die Einkommensgrenze überschritten wird, in hatten. Es war aber inzwischen allerlei Druck auf Neuregelung entnehmen wir einer Zusammenstellung Kraft bleiben. Kriegsopferversorgung und neue Notverordnung. die beiden„Sünder“ ausgeübt worden und deshalb stand der Vorsitzende der KPD., der Dreher Wilhelm Fernau aus Sodingen. vor Gericht. Bauer hatte ihn wegen Nötigung und Bedrohung angezeigt. Nicht nur, daß man Bauer nachts die Fensterscheiben eingeschlagen, ihn bei der Inempfangnahme seiner Wohlfahrtsunterstützung angepöbelt und ihn in einem Flugblatt stark angegriffen hatte, soll Fernau ihn auch zweimal in der Wohnung aufgesucht haben, um die Niederlegung des Mandates von ihm zu erzwingen. Bei dem einen Besuch soll er gesagt haben, lebendig werde Bauer den Sitzungssaal des Rathauses nicht betreten, selbst wenn er von 20 Schupos begleitet würde. Die Partei werde sich allerdings den Rücken freihalten, dafür werde ein anderer ins Zuchthaus gehen. Man werde jedenfalls kein Mittel unversucht lassen, ihn zur Niederlegung seines Mandates zu zwingen. Durch diesen Terror mürbe gemacht, hat Bauer dann sein Stadtverordnetenmandat niedergelegt und der Partei gegenüber betont, daß er durch Kleinarbeit Sühne leisten wolle. Nach seinem eigenen Geständnis ist ihm die Sicherheit und das Wohlergehen seiner Familie lieber gewesen als sein Amt als Stadtverordneter. Der Angeklagte Fernau bezeichnete die Angaben des Bauer, der Frau Bauer und eines Bekannten des Bauer als nicht stichhottig Es handle sich um einen Racheak:. Wegen des Flugblattes, en dem er die Angrisse gegen Hüggenberg und Bauer gerichtet habe, wolle man sich rächen, indem man ehn jetzt vor Gericht„Herre“. Nach der Rückkehr Bauers von seinem Aufenthalt an der Mosel hätte am 11. Juli in der Wohnung Bauers und in Gegenwart von Frau Bauer(den mitgekommenen Parteisekretär Buckental hatte Frau Bauer nicht hereingelassen) eine Aussprache stattgefunden, bei der Bauer dabei geblieben sei, von dem Statfinden der Stadtverordnetensitzung nichts gemußt# b##en. Er Reichsministergesetz von 1930 geändert. Sodann werFernzu, habe Bauer nur sein schmähliches Verhalten den die Höchstpensionen wie folgt gekürzt: der Porei gegenüder vorgeholten.„Es fei weder von Ergibt sich bei der Berechnung des Ruhegeldes ein leiner Seite noch von seiten der Partei auf Bauer Jahresbetrag von mehr als 12.000 Mark, so wird, ei Druck ausgeübt worden. Nach diefer Unterredung wenn der Pensionsempfänger der Besoldungsgruppe, habe man Bauer zu einer Versammlung eingeladen, in der er pensioniert wird, weniger als 5 Jahre an wo er Rechenschaft ablegen sollte. Er habe, statt z1 a-här, bat um. Al. enhlnnfsfahle. Blauhann ds Kyffhäuserverbandes der Kriegsbeschädigten und Völlig neu im Versorgungsrecht ist die Anrech= Kriegerhinterbliebenen folgendes:(nung auch des freien ArbeitseinkomBei der Anrechnung des Einkommens aus öffent=mens auf die Versorgungsrenten, was bereits das lichen Mitteln ist im Wege einer Abänderung des nicht zur Verbschiedung gelangte PensionskünzungsReichsversorgungsgesetzes die Fleigrenze von 210 gesetz vorgesehen hatte. Die neue Notverordnung RM. auf 190 RM. herabgesetzt worden. Dafür wird übernimmt en einem Kapitel„Pensionsküraber das jetzige Einkommen, nicht wie bisher das zung" Teile des früheren Entwurfs, wobei für die Einkommen vor den stattasfundenen Gehaltskürzun= Versorgungsberechtigten nunmehr folgende Regelung gen, bei der Anrechnung zugrunde gelegt. Uebersteigt gölt: Bezieh: ein Rentenempfänger ein Arbeitseinkomdas Bruro=Einkommen aus öffentlichen Mitteln diese men von mehr als 6000 RM. jährlich, so wird die Freigrenze, so werden die Versorgungsbezüge um die Rene um die Hälfte des Unterschiedsbetrages zwiHälfte des überschießenden Betrages gekürzt Dem schen dem Einkommen und 6000 RM. gekürzt. Eine Rentenempfänger verbleiden aber wenigstens drei Kürzung trut aber nur ein, soweit Einkommnen und Zehntel der Versorgungebezüge ausschließlich der er= Rente den Betrag von 9000 RM. übersteigen. Als wa zuständigen Frauen und Kinderzulgge. Einkommen gelten hier Einkünfte aus dem Betriebe Für Schwerveschadigte, die eine Rente von Landwir schaft, Forstwirtschaft, Gärtnerei, aus von 50 v. H. und mehr beziehen, ist eine Milderung Gewerbebetrieb, aus sonstiger selbständiger Berufsin der Wete vorgesehen, daß ihnen ein Betrag von tätigkeit und Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit wenigstens vier Zehn el ihrer Rentenvezüge, und Es ist eine besondere Anmeldepflicht der Renzwar hier einschließlich der etwa zuständigen Frauen= tenempfänger für die von ihnen erzielten Anrech= und Kinderzuloge, verbleibt, vorausgesetzt, daß ihr nungsinkommen vorgesehen. Einkommen aus öffentlichen Mitteln 590 RM. im Endlich ist noch zu erwähnen, daß von der AnMonat nicht übersteigt. Ist ihr Einkommen höher als rechnung von Renten und Beihilfen nach dem Reichs Verbilligte Glückwunschtelegramme Wie wir erfahren, beabsichtigt die Post. ebenso wie in den letzten Jahren auch wahrend des diesjährigen Weih nachts= und Neujahrsfestes verbilligte Glückwunschtelegramme einzuführen. Die Einrichtung wird nach Art und Umfang der vorjährigen gleichen Im deutschen Verkehr wird man für ein Ortstelegramm bis zu 10 Wörtern 50 Ros. zu zahlen haben und. wenn es aus einem künstlerisch ausgeführten Aufnahmeblatt zugestellt werden soll. 1.50 RM. Im Fernverkehr kostet ein gleich langes Telegramm 75 Rof. oder 1.75 RM. Jedes weitere Wort wird mit 5 Ros. berechnet. Im Verkehr mit deutschen Schiffen in See wird die Wortgebühr 40 Ros. betragen gegen 75 Rof. bei vollbezahlten Telegrammen. Da in diesem Verkehr kein Mindestgebührensatz besteht. kann man: wenn man dazu noch einen der festen Texte benutzt, wie sie auch in diesem Jahre wieder zur Auswahl angeboten werden sollen. von einem deutschen Schiff in See aus schon mit 4 bis 5 Gebührenwörtern nach der deutschen Heimat einen telegraphischen Festgruß übermitteln, allo für etwa? RM. Dasselbe gilt für die umgekehrte Richtung. dieser Betrag, so erfolgt die Kürzung der Renten auf drei Zehntel ihrer Bezüge Wie bisher dle ben die Empfänger einer Pflegezulage nach dem Reichsversorgungsgesetz überhaupt von der Anwendung der Ruhensvorschrift befreit, versorgungsgesetz, die beschädigten und Hinterbliebe nen auf Grund einer Kriegsdienstbeschädigung gewährt werden, ein Betrag bis zu 25 R M. monatlich(bisher 15 RM.) auf die Arbeitslosenunterstützung ausgenommen ist. Die Pensionskürzung. Neben Aenderungen des Wartegeldes wird in der] Zu diesen generellen Kürzungen treten noch die neuen Notverordnung die Pension der Reichs=[Kürzungen für Doppeloeidiener. Sie treten beamten und Heeresangehorigen auf dann ein, wenn ein Pensionsempfänger neben dem höchstens 75 Prozent des Diensteinkommens festgesetzt, Ruhegeld Arbeitseinkommen hat. Bis zur Höhe von gegen bisher 80 Prozent. Entsprechend wird auch das 6000 Mark jährlich bleibt dabei das AnrechnungseinSadann wer= kommen außer Betracht. Das Ruhegeld wird um die Hälfte des Betrages gekürzt, um den das Anrech= nungseinkommen diese 6000 M. übersteigt und auch nur insowelt, als Ruhegeld und Anrechnungseinkom*—— v o n 9 0 0 0—"---— kommen, durch einen Boten brieflich seine Mondats niederlegung mitgetetlt.(Vorher waren die Scheiben ober schon eingeworfen wonden.) Auch nach der zweiren Unterredung mit Bauer sei man freundschaftlich auseinandergegangen. Als der Richter daraufhin Fernau den Wortlaut der Drohungen, die er ausgesprochen haben soll, vorlas, erklärte er, er habe sich nur dahin ausgedrückt, daß die Bevölkerung so empört sei. daß sie Bauer den Buckel vollhauen werde, wenn er sein Mandat weiter ausübe. Die Drohungen, die er am 16. Juli ausgesprochen haben solle, seien absurd, denn damals habe Bauer ja schon sein Mandat niedergelegt gehabt Bouer sagte bei seiner Vernehmung aus. mon soge zwor, er sei durch die SPD. gekauft worden. doch stimme das nicht. Er habe mit der SPD. weder Verhandlungen gepflogen noch Vereinbarungen getrorfen. Daß er nicht in Holland und Luremburg Arbeit gesucht habe, gebe er zu, er habe ein anderes Reiieziel gehabt Bauer berichtete dann von dem Druck, den Fernau # gehört hat und die ruhegeldfähige Dienstzeit weniger als 40 Jahre beträgt, der Mehrbetrag wie folgt gekürzt: bei 4jähriger Zugehörigkeit zu der letzten Besoldungsgruppe um 10 Prozent, zwischen 3 und 4 men den Betrag von M. im Jahr übersteigen. " Vverfleigen. Diese 6000 bzw. 9000 M. erhöhen sich, falls ein Kinderzuschlag gewährt wird, für jedes Kind um 600 M. Jeder Pensionsempfänger muß sein Nebeneinkommen in nerhalb eines Monats der das Ruhegeld zahlenden Behörde oder Kasse anzeigen, andern—— Prozent,„—.„„ Jahren um 20 Prozent, zwischen 2 und 3 Jahren um falls kann er seines Ruhegeldes ganz oder teilweise 30 Prozent, zwischen 1 und 2 Jahren um 50 Prozent auf Zeit oder für die Dauer für verlustig erklärt und bei weniger als 1 Jahr um 75 Prozent. Ferner: werden. wenn die ruhegeldfähige Dienstzeit mindestens 35!— Jahre betragen hat, um 10 Prozent, zwischen 30 und Arhestebeschafsung 35 Jahren unm 20 Prozen, zwischen 25 und 30 Jah Arbeitsbeschaffung durch Haus=Revaraturen ren um 30 Prozent, zwischen 20 und 25 Jahren um Eine Eingabe des Hausbesihzer=Zentralvekbandes. 50 Prozent und bei weniger als 20 Jahren um 75es gaurreg9 Prozent. Führt die Kürzung nach der Besoldungs gruppe und nach der ruhegeldfähigen Dienstzeit zu verschiedenen Ergebnissen, so ist das für den Betref fenden günstigere Ergebnis maßgebend; ferner darf er nicht ungünstiger gestellt werden, als wenn er in einer niedrigeren Besoldungsgruppe, der er vorher angehörte, um die in der höheren Gruppe verbrachte Dienstzeit länger verblieben und sein Ruhegeld aus dieser niedrigeren Besoldungsgruppe zu berechnen wäre. Die gleichen Kürzungen gelten für der Länder, Gemeinden Beamte d der, Gemei und intgegen seinem Leugnen auf ihn ausgeübt habe, Körperschaften des öffentlichen Rechts. Es bestehr allgemein die Ansicht, daß der kommende Winter außeroidentlich schwierg werden wird. De: Hausbesitz hat wiederholt dargelegt, daß er bereit ist, an dem Wiederausbau der deu schen Wirtschaft mitzuarbeiten und dazu beizutragen, daß durch die Wiederankurbelung der Bauwirtschaft und des Reparaturgewerdes die Erwerbslosigkeit durch Arbeitsbeschafk#ing u einem sehr großen Te'l vermindert wird Wiederinstandsetzungsarbeiten am Althausbesitz sird dringend notwendig. Alle hierfür zurückgeleg en Mittel sind jedoch kurch die enormen Belastungen, vor allem durch die in letzter Zeit ganz Stadttheater Dortmund. Montag, 12. Oktober:„Aida“. Dienstag, 13. Oktober:„Die Toni aus Wien". Mittwoch, 14. Oktober:„Die einsame Tat“. Donnerstag, 15. Oktober:„Noxy"(Der Fratz). Freitag, 16. Oktober:„Der Revisor". Samstag, 17. Oktober, 15.30 Uhr:„Der Revisor“. 20 Uhr:„Meine Schwester und ich“. Sonntag, 18. Oktober, 15,30 Uhr:„Der Zigeunerbaron“; 20 Uhr:„Meine Schwester und ich“. SA Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. B. ist heute bei der unter Nr. 7 eingetragenen Firma Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerkes Friedrich der Große in Herne folgendes eingetragen worden: Dem Bergwerksdirektor Bergassessor a. D. Walter Tönnesmann in Herne und Bergwerksdirektor Wilhelm Neuhaus in Herne ist Gesamtprokura erteilt in der Weise, daß sie berechtigt sind, die Gesellschaft gemeinschaftlich zu vertreten Herne, den 6. Oktober 1931. Das Amtsgericht. Zwangsverlteigerung. Gemarkung Börnig Flur 22 Nr. 1749 82 u. 2235 81, groß 14,60 und 9,59 Ar, a) Wohnhaus mit Stall, Hofraum und Hausgarten, b) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, c) Backhaus, Dorfstraße 44 und 44a. Eigentümer: Fuhrunternehmer August Espeter in Börnig. Termin: 15. Dezember 1931, vorm. 10 Uhr, an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 4. Herne, den 5. Oktober 1931. Das Amtsgericht. Zwangsversteigerung Gemarkung Herne Flur 31 Nr. 726 95 und 729/95, groß 5,42 und 3,02 Ar. Wohnhaus mit Anbau, Hofraum und Hausgarten, Mont=Cenis=Straße 8. Eigentümer: Klempnermeister Oskar Fützmann in Herne. Termin: 18. Dezember 1931, vorm. 10 Uhr, an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 4 Herne, den 6. Oktober 1931. Das Amtsgericht. Zwangsverlteigerung. Gemarkung Baukau Flur 17 Nr. 716 91, groß 4,31 Ar, Wohn= und Geschäftshaus mit Hofraum, Schlachthaus nebst Stallgebäude, Cranger Straße 137, Gemarkung Baukau Flur 17 Nr. 715/91, groß 3.49 Ar, Wohnhaus mit Hofraum, Stall, Cranger Straße 139. Eigentümer: Eheleute Metzgermeister Karl Schroer und Elfriede geb. Möller in Herne als Miteigentümer se zur Hälfte. Termin: 15. Dezember 1931, vorm. 10 ½ Uhr, an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 4. Herne, den 6. Oktober 1931. Das Amtsgericht Wir verkaufen ab heute auf 12 Sondertischen im Erdgeschoss größere Mengen leicht angestaubter Damen-Wäsche. Kinder-Wäsche und Schürzen unter Verkaufswert. Auch besonders vorteilhafte Posten Damen- und Kinder Wäsche und Schürzen haben wir ausgelegt! Herne- Bahnhofstraße 37-39 Tagesarbeit eines bayrischen Landarztes Frin Scholl, Dachau. Stehend trank der Doktor eine Tasse Kaffee und ragte seine Frau Annemarie. ob Bestellungen da seien. Sie nahm die Notiztasel und sing an:„Grashof— Magen. Amvermoching 22— Geburt. Adlding 13— unbestimmt", und noch fünf oder sechs Fälle las sie herunter— alle„dringend".„Weiß Gott. es gäb' kein schöneres Geschäft als die Doktorei, wenn nur die Kundschaft net wär“, murmelte der Doktor.—„Was ist denn noch im Wartezimmer?"—„Nur noch'n altes Bauernmanndl und die Zose von der Gräfin vom Gut."— „Gott sei—“ „Nun Vatterl. wo sehlt's?“ „Ja mei Herr Doktor. matt bin i halt alleweil. hübsch matt— und Stuhlgang hab' i schire gar kein' mehr— bereits.“ Der Doktor untersuchte den Alten genau, sand aber nichts Besonderes.— „Was hast' denn für a G'schäft. Vatterl?“ „A Privattierbauer waar i. Herr Doktor. aber die Installation hat die zwanzigdausat Markl gefressen. wo 1 für'n Hof friegt hab. selbigsmal und mit der Arbet geht's halt nimmer a so recht. Da nehmen einen die Bauern nimmer gern, wenn ma achtasechzig is. Weil's ja Junge gibt. mehr wie net.“ Der Doktor stach mit Daumen und Zeigefinger ein Markstück aus der Westentasche, drückte es dem verdutzten Bauerlein in die Hand und sprach: „So, Vatterl. jetzt gehst' mit dem da zum Wirt nüber und taum Dir was zum Essen— dann kriegst' auch wieder Stuhlgang. Ab!“—— „Ja. und die gnädige Frau lassen sofort bitten, und sie haben eine so unleidliche Migräne, die gnädige Frau Gräfin, und der Herr Doktor sollen augenblicklich kommen.“ sagte das nette Zöschen bestimmt. Der Doktor drangte die Kleine bis hart an die Türe und beugte sich über sie. bis sein Schnurrbart nur mehr zwei Zentimeter von ihrem Näschen entsernt war. Sie wurde zwar krebsrot, hielt aber wacker stand, denn so übel war der Doktor nicht. und dann war ja auch niemand dabei „Sagen Sie der Gnädigen, daß doch ich nicht der Kranke von uns beiden bin... und die Migräne soll sie sich vom Herrn Gemahl aus dem Kopf schlagen lassen.“ Seine Rechte ergriff das Mädel bei der Schulter. die Linke die Türklinke— eine Umdrehung. noch eine und die Kleine stand draußen im Hausflur——„Jetzt döös hatt' i net denkt!“ sagte sie enttäuscht. Abends halb zehn Uhr: „War eine böse Arbeit mit Amvermochinz. Hätt bald übernacht bleiben müssen. Annamirl. gib mir rasch was zum Essen— ich hab' heut' noch eine.“ Nachts halb eins: „So. für heut' ist' Schluß und wenn der alt' Haderegger selber kommt— gut' Nacht, Annamirl.“ Nachts halb zwei— zum Fenster hinaus: „Was ist denn los?“ „Ja, Herr Doktor— wissen's, mei Frau g'fallt mir heut Nacht gar nimmer recht—“ „Mir g'sallt die meinige schon lang nimmer!“—zu flog das Fenster und der Doktor in's Bett. War das ein Sturm!— mit einem raschen Satz war der Haderegger Sepp auf seinem Radl und fuhr— die Nase auf der Lenkstange. den Sturm im Rücken— wie der Satan dem Ort zu.„Dreißig Kilometer in der Stund' werden's heut"— war aber auch notwendig. Die Mütze?— die ist gut weg.—„Wer hätt' denn dös glaubt— der Vatter war doch immer noch ganz richtig——“ Bumm!— sssssch— krrer—— bb.——— Ein paar Minuten lag der Sepp mit Brust und Gesicht im Basalthausen und wußte nicht, war ein Mander! oder ein Weiberl. Dann rappelte er sich auf— er hatte den großen Ast. den der Sturm quer über die Landstraße geworfen hatte, zu spät gesehen und das Rad hatte einen unheilbaren Achter. Also trabte er zu Fuß weiter. Drei Uhr morgens: „Richard," ruft die Frau Annamirl.—„die Nachtglocke!“ „Meinetwegen.“ ...„So schau wenigstens naus, was los ist!“ „Freilich— dumm bin ich und verkält' mich... Schau Du naus!“——— „Richard!" „Himmel!— was denn?!“ „Der alte Haderegger liegt im Sterben!"—— mit einem Satz stand der Doktor auf dem Tevoich. Frau Annamitl schlünfte in ihren Schlafmantel, sprang die Treppe hinunter und ließ den Sepp berein. Schon kam der Doktor nach „No Sepp. Du schaust ja hübsch verrupft aus—“ „Grad hat's mich vom Radl gehaut. Aber gehn's zu. Herr Doktor. i glaub es steht ungut mit'm Vatter.“ „Tut Dir was weh. Sepo?“ „Bloß um die linke Achsel rum a bissel was.“— Ein paar rasch=tastende Griffe unter die Weste.— „Das Schlüsselbein ist ab. Annamirl, bring' den Sepo in's Bett, ich flick ihn hernach zusammen.— Wiederschauen!“ * „No Hans— wie stehts mit dem Vatter Haderegger?“ Ein neuer Höhenmesser für Flugzeuge Das Barometer registriert unvollkommen.— Das Prinzip des Kreuzvendels. Eine bis heute noch ungelöste Hauptschwierigkeit des Blindfliegens. des Fliegens in Nebel= und Wolkenschichten. ist die Feustellung der Hobenlage des Flug zeuges. Jeder. der schon einmal geflogen ist. weiß daß sich in der Kabine des Flugzeuges ein Apparat defindet. der die Höbe des Flugzeuges angibt und uns zeigt. ob wir uns 400. 800 oder 2000 Meter über dem Erdboden befinden. Ein ähnlicher Apparat defindet sich auch am Stand des Flugzeugführer, auf seinem Instrumentenbrett. Auch hier kann er ablesen. in welcher Höbe sich das Flugzeug befindet. Aber diese Höhenangaben sind doch verhältnismäßig ungenau. Man kann natürlich die einDer Erfinder Haus von Braun(rechts) und sein Mitarbeiter an dem neuen Höhenmeßapparat. zelnen bundert Meter von einander unterscheiden. aber schon der Flugzeugpassagier kann beobachten, daß. sobald das Flugzeug unter die Hundertmeter=Grenze sinkt. eine genaue Registrierung durch den Apparat nicht mehr erfolgt. Daß kommt daher. weil für diesen Apparai das Barometer Verwendung findet, also das physikalische Mesinstrument, daß die Zunahme und Abnahme des Luftdrucks registriert. Abgesehen davon, daß dieses Instrument schon von den verschiedenartigen athmosphärischen Stromungen abhängig ist. und mit den Schwankungen des mit der Witterung verbundenen Luftdrucks unterliegt. ist dies Instrument auch ein außerordentlich trager Avparat. der nur sehr langsam und jedenfalls nicht aus den Meter genau anzeigt. Beim Blindfliegen handelt es sich für den Piloten nun aber darum, genau zu wissen, wie weit er sich vom Erdboden entsernt befindet. Auf den Meter genau ist es auch hier nicht notwendig. aber der Pilot muß doch mindestens wissen, ob er nur noch 20 oder nur noch 10 Meter vom Erdboden entsernt ist. Für diesen Zweck dat ein Wiener Ingenieur Hans von Braun einen Höbenmetapparat konstruiert. der diesen Anforderungen des modernen Flugverkehrs gerecht wird. Der Erfinder ging bei seinem Apparat von dem Gedanken aus, daß jeder Körver um so leichter wird. je weiter er vom Erdboden entfernt ist. Er legt also das ohysikalische Gesetz zugrunde, daß die Anziedungskraft der Erde mit der Entfernung von der Erde abnimmt. Auf Grund dieses Gesetzes baute er seinen neue Avparat. Er ist das, was man phosikalisch ein Kreuspendel nennt. zwei Kugeln, die im Ruhezustande an einer Vertikalachse aufgehängt, sast vertikal berabhängen. Beginnt nun diese Achse zu routieren, so fliegen durch die Zentrisugalkraft die Kugeln auseinander, bis sie schließlich die borizontale Höhenlage einnehmen. Auf ähnlichem Prinzip ist der Avvarat des Wiener Erfinders konstruiert. Die Achse wird durch einen kleinen Motor angetrieben. ihre Umdrehungszahl bleibt sich ständig gleich und das Gewicht der Kugeln das durch den Höhenunterschied beeinflußt wird. wird sich nun bei der gleichbleibenden Noutation in mehr oder minder borizontaler Lage des Kreusvendels auswirken. Die Idee ist sicher genial und bei den ersten arparat vorzüglich bewährt. Die Abweichungen des Kreuzvendels von der horizontalen Lage werden auf ein Zisserblatt übertragen und können nun vom Piloten bequem abgelesen werden. Das Zifferblatt des neuen Höhenmeßapparates ist in 100 Grade eingeteilt. Die Entfernung von Grad zu Grad entspricht einem Höhenunter schied von Meter. Der Pilot kann also dis auf 5 Meter genau feststellen, wie weit er sich vom Erdboden entsernt befindet. Wenn dieser Avvarat stets so funktioniert, wie er bei der Vorführung in Tempelhof funktionierte. so stellt er eine wichtige Bereicherung des Instrumentariums des modernen Flugzeugs dar. Das Prodlem des Blind fliegens ist einen wichtigen Schritt vorwärts seiner Lösung entgegengebracht worden. Es bleibt nun nur noch notwendig. diesen Avvarat automatisch auf das Höben steuer einwirken zu lassen, dann sind damit alle Gefahren des Blindfliegens. soweit sie in einem ungewollten Aufprall auf die Erde bestehen, ausgeschaltet. „Der is schon wieder auf der Höh'. Herr Doktor.“ „Ja. was hat ihm denn eigentlich gefehlt?"—— „Ja mei Herr Doktor— im Bach is er drin gelegen und mit die Händ' dat er rausg'schaut wie a Frosch und gehn hat er nimmer können und reden auch net. und da ha'mer halt glaubt, es hat ihn der Schlag troffen. Aber i mein' alleweil, dös neue Bockbier beim Unterbräu droben is halt doch zu stark für so an alten—“ „Kreuzbirnbaumholerstauden... und da sprengt ihr mich bei dem Sauwetter aus'm Bett raus?!“ „Ja mei Heer Doktor—“ ...„Weiß Gott. die Doktorei wär's schönste Geschäft. wenn nur die Kundschaft net wär——“ Medizin und Wunderkinder Wissenschaftliche Prüfung kleiner Virtuosen. Stark dervortretende Begabungen in kindlichem Alter tragen ihren Besitzern die Bezeichnung„Wunderkind“ ein. Wunderkind zu sein ist nicht leicht. Dieser Name sondert ab, gibt einen etwas varietéähnlichen Nimbus und ruft meistens eine Art Mitleid wach für solch Kind ohne Kindlichkeit. Ja. vielfach wird angenommen, daß Wunderkinder in ihren Leistungen künstlich hinaufgeschraubt werden und ihre Talente nur unter mühsamem Drill Alter angemessene Sviele. hingen über alles an ihren Eltern, wenn diese sie nicht in ihren Beschäftigungen hinderten und waren stolz darauf, durch ihre Begabung Geld verdienen zu können. Lampensieber kannten die kleinen Virtuosen nicht, alle freuten sich, ihr Talent zeigen zu können. Allgemeine Intelligenzprüfungen bestanden die meisten ebenso gut wie andere Kinder ihres Alters. Bei einigen von ihnen war alletdings zu bemerken, daß die intensive Beschäftigung mit ihrer Liebhaberei sie einseitig werden ließ Es wird gewiß viele Eltern geben, die glauben, ein Wunderkind zum Sohn oder zur Tochter zu haben. Gar nicht mal mit Unrecht. Es kommt verhältnismäßig recht oft vor, daß Kinder in bestimmter Entwicklungsstufe eine besondere Begabung ausweisen. Meistens allerdings verliert sich das Talent nach einigen Jahren, und ein Junge. der mit sieben Jahren ausgezeichnet modellierte, ist vier Jadre später nicht imstande, die Hälfte von seinen früheren Leistungen bervorzubringen. Hinter den Kulissen des internationalen Waffenhandels Der neue Fall„Falke“.— Jenseits des Geietzes.— Ein Kettengeschaft.— Es wird viel verdient. auf der Höhe halten Um nun Klarbeit darübe: zu erhalten. was eigentlich in der Seele solcher seltsam frühreis begabten Kinder vorgeht, wurde von einem Aerzteausschuß eine Prüung verschiedener Kinder abgehalten, deren Talente auffallend über ihr Alter hinausgingen und sie zu dem Namen„Wunderkinder" berechtigte. Da waren: eine achtjährige Tänzerin. ein sechsjähriger Pianist. ein achtjähriger Schachmeister, eine zehnjährige Mathematikerin. ein siebenjähriger Geograph und noch andere kleine Talente. Das Ergebnis dieser Untersuchung war, daß man einstimmig feststellte: Sämtliche Kinder gaben sich ihren Begabungen ohne„Drill“. ganz zu ihrem eigenen Vergnügen hin, sie waren alle kindlich im Wesen, liebten ihrem Von Walter Mielenz. Der ebemalige deutsche Dampfer„Falke". der jetzt „Ilse Vormauer“ heißt und in Altona beheimatet ist, ist neuerdings in Zusammenhang mit Wassen= und Munitionstransporten von einem kubanischen Kanonenboot verfolgt worden. Da dieser Fall wahrscheinlich ein diplomatisches Nachspiel haben wird. ist eine recht greifbare Parallele mit dem früheren Falke=Fall gegeben. Bei dem ehemaligen Hamburger MenschenraubProzeß bat einer der damals Angetlagten, Felix Prenzlau. einen sehr bezeichnenden Ausspruch getan. Er sagte. daß der Transport von Waffen nicht strafbar und nicht ungewöhnlich sei. Unbekannt war diese Tatsache nie. Es vergeht kein Jahr. ohne daß nicht von irgend einer Seite gegen diesen Waisenhandel Klage einläuft Wassenhandel, jawohl. Es fällt meistens nur das un Bed ene it Leu, gsl meiten Zalen, un ihre Hestimmuna, De, Lenstiant Der Wostenband= von Hamburg aus wiro Badu a ermog sache ist es, daß die Fracht, also Wassen das deutsche Hoheitsgebiet nicht bern# Ein in Hamburg kann alin ruhig in Frankreich oder sonnwo eine Schiffsladung Wassen kaufen, diese im Freidaten übernehmen und als seinen Transvort dann weiterleiten. Um es gleich auszusprechen es gibt gegenwärtig keine Moglichkeit, diesen für Deutschland zweisellos in vieler Hinsicht unerwünschten Wassenhandel gänzlich zu unterbinden. Gerade der frühere Fall„Falke“ dat gezeigt, daß unzäh: lige Mittel und Wege bestehen, diesen vandel jensetts aller gesetzlichen Vorschriften zu betreiben. Wenn es Hamburg nicht ist, dann Edingen oder Rotterdam, das ebenfalls im Wassenhandel eine große Rolle spielt oder Dublin, das über eine gleich große Tradition verjügt. Oder sonst ein euroväischer Hafen zweiten oder diitten Ranges. Der Wassenhandel ist zunächn ein Geschaft. Ein riskantes Geschäft, man kann über Nacht Hunderttausende verlieren, aber auf die Dauer doch ein gutes. dochrentables Geschäft. Watsenbestellungen und sehr dringender Natur und weil die Herren Waisenbandler gute Psychologen sind. haben sie gewöhnlich dald deraus, wo der Hase im Pieiser liegt und setzen demgemäß ihre Preise an. Es sind also sehr gepfesierte Preise und Verdienste von 300 Prozent und mehr sind gar keine Seitenbeit Das Wafsengeschäft ist seiner ganzen Natur nach ein Kettengeschäft mit allen Nachteilen eines solchen. Eine Ladung Wassen gebt oft durch unzählige Hände. bis ne endlich den Bestimmer erreicht. Dieser Zwischenhandel ist es auch, der die Ware sehr verteuert. Es gibt eine ganz bestimmte Klasse von Wassendändlern. die man die Einkaufer nennen kann. Ihre Tätigleit besteht darin, Wassenquellen ausfindig zu machen und größere Posten auf ibre eigene oder fremde maslierte Rechnung aufzukaufen. Wenn es nachher zum Skandal kommt. dann haben diese Leute immer altes. unbrauchbares Material zu„Verschrottungszwecken“ gekauft. Eine weitere Gattung von Wassenhändlern beschäftigt sich uoefhäüpt mit den Waisen selbst, sondern versieht eine reine mittlungstatigkeit, die darin besteht, daß ne die Leute aufstöbern. die Wassen benotigen oder suchen. Wie man gleich sehen wird. ist das nicht lo schwer wie man glaubt. Es gidt in dieser Welt stets einen recht ansehnlichen Wassenbedarf. Eine weitere Klasse von Zwischenhandlern vermittelt nun zwischen diesen Reflektanten und den eigentlichen Großhändlern. Wenn der Vertrag abgeschlossen ist und ein großer Teil oder besser die ganze Kaufsumme erlegt ist, dann werden die Wassen in den betrefsenden Hasen gebracht und dort aus ein Transvortschiff übernommen. Auf jedem imvotierten Gewehr lastet auf diese Weise ein ansehnlicher Posten Provinonen und Zwischengewinne. Die Herkunft der Wassen in nicht so schwer zu ermitteln. Wo sind zum Beisviel die Wassen nach der Entwaffnung des Rifkabolengebietes geblieden?. Wo de Nachlatzmasse aus den asabanischen Unruden“. Hier und ganze Wassenlager en bloc angekauft worden. Polens Kriegsindustrie betreibt ebenfalls einen schwungdaften Handel nach dem Ausland. Und schließlich hat de: Weltkrieg ein gewaltiges. fast unerschöpfliches Lager von Wassen aller Art hinterlassen, aus dem man noch Jahizehnte lang schöpfen kann. Die Reflektanten?. Es ist kein Zufall, daß ne meisens in Paris sitzen. In Paris residieren dauernd Dutzende von gestürzten südamerikanischen Prasidenten und Parteigängern. grollende Potentaten. Paris ist und bleibt für den internationalen Wassenhandel die größte Händler= und Bestellerzentrale. In Südamerika ist ständiger Bedats an Wassen und China wird ebenfalls wohl noch für Jahrzehnte ein getreuer Kunde bleiden Hat nicht Sir Basil Zaharoff. geadelt vom englischen König. vielsacher Millionär und Philantrov. sein ganzes Vermögen durch solchen Wassendandel verdient? Gegen salche Groslieferanten sind die Hamburger natutlich kleine Die Ueberraschung des Hauskäusers Dem Englander Geis aus Bedlenham war kurzlich eine seltene Ueberraschung beschieden. Kaufte er da ein Landhaus. und da der Besitzer es eilig hatte, sich aller dort befindlichen Dinge zu entledigen, so war in den Kaufpreis sämtliches lebende und tote Inventar und was sich sonst noch im Hause befinden würde, eingeschlossen. Nach dem Abschluß des Geschaftes geriet Geis auf den Einfall. einmal zu sehen, was er alles außer dem Hause selbst erstanden datte. So kam er auch in den Keller. Der schten leer zu sein. Doch dann war da eine schmale Oeffnung zu einem zweiten Raum. und von dem fuhrte eine Tür in einen dritten. von dessen Vorhandensein Geis nichts geahnt hatte. Und noch höber stieg seine Verblüffung. Denn der Keller war bis an die Decke mit Weinflaschen gefüllt. Eine rasch unternommene Stichprobe ergab, daß es sich um einen ganz ausgezeichneten Trovsen handelte, um ein wahres Vermögen. Und der alte Besitzer? Der ist nicht mehr aufzufinden, so daß Geis sich mit dem ruhigsten Gewissen seines großartigen und so billigen Weinkellers erfreuen darf. Die Verlobung Erzählung aus dem Böhmerwald Von Ewald Matt. Es war ein ärmliches Dorf und eine ärmliche Schänke— aber fröhlich ging es zu in der niedrigen Gaststube. Die Tische waren beiseite geschoben, das Grammophon spielte. und die Jugend drehte sich im Tanz. Wenn man die Woche über geschuftet hat, darf man am Sonntag mit gutem Gewissen feiern. Die Tür zur anstoßenden Kuche stand oisen.— ein wunderschöner Duft nach heißem Fett und Pflaumenmus drang von dort in die Wirtsstube. Die Wirtin duk Krapsen. und ihre Tochter. die Emmerenz. konnte gar nicht genug der knusperig bruunen. weißgezuckerten Kugeln auftragen. Am meisten davon aß natürlich der Briefträger. Er tat es aus Liebe. Denn er liebte die Emmerenz— und daß man es mit der Mutter halten muß, wenn man die Tochter haben will. ist eine alte Geschichte. Deshalb verschlang er in den Tanzpausen einen heißen Krapsen nach dem andern. um dadurch seine Hochachtung vor der Wirtin Kochkunst darzutun Die Emmerenz sah es und lachelte in sich hinein. Der Briefträger hatte sich wirklich nicht so anzustrengen brauchen. Wenn sie ihn nehmen wollte. fragte sie nach keines anderen Meinung. auch nicht nach der von Vater und Mutter. Ob sie ihn aber nehmen würde? Darüber war sie sich durchaus noch nicht schlüssig. Sie hätte genug andere haben können.— denn ihr schaifiges Wesen, ihr kräftiges, blühendes Aeußere, machten sie zur begehrtesten Schonheit im Dorse. So mancher tuchtige Waldarbeiter scherwenzelte um sie herum. und sogar der reiche Viehhändler aus dem nahen Marktflecken hatte ein Auge auf sie geworsen Doch die Emmerenz hegte dochfliegende Pläne: nur einen staatlich Angestellten wollte sie haben Insoweit ware ihr der Briefträger schon recht gewesen. Und daß er Witwer und Vater einer kleinen Horde wilder Buben war. machte ihr nichts aus. Im Gegenteil,— sie mochte Kinder gern. und wie sie es verstand. ihre zahlreichen. jüngeren Geschwister im Zaum zu halten, wurde es ihr sicherlich mit den Stiefkindern ebenso glücken Judem bedeutete im Walddorf jedes Kind eine Arbeitskraft. Je mehr Kinder, desto mehr Verdienst. Aber die Wohnung. die der Briefträger dem Kramer abgemietet hatte, die stand der Emmerenz ganz und gar nicht an. Teuren Zins zahlen und nicht einmal Herr sein im Haus. — das war ein Zustand. den man auf die Dauer nicht aushalten konnte. Dazu war die Kramersfrau eine Böse. deren Maulwerk im ganzen Dorf gefürchtet wurde.—— Heute hatte sich der Briefträger besonders sein gemacht. Um die Uniform zu schonen. trug er den dellen Anzug. den ihm der vornehme Sommerfrischler vom vergangenen Jahr— ein Bahnassistent aus Budweis— dagelassen hatte. Der Anzug war wie neu: kaum zwei Sommer mochte der Herr Assistent ihn getragen haben. Der bildschöne rosa Schlivs aber, den der Briefträger in Wallern erstanden hatte, erregte den blassen Neid sämtlicher anwesender Mannsbilder. Und das Tanzen verstand er aus dem fs. Mit drei langen Sprüngen galopvierte er durch den ganzen Raum. und seine Partnerin drehte er. bis ihr der Atem ausging und sie um Gnade flebte. Die Emmerenz sah es und Eisersucht bemächtigte sichk ihrer.„Hier bring ich frische Krapsen. Briefträger.“ rief sie.—„magst noch einen?“ Der Angeredete schüttelte den festlich vomadisierten Koos.„Jetzt geht's nimmer.“ achzte er. seine Tänzerin jahren lassend.— denn just hatte das Grammophon abgeschnappt.„Laß die Krapsen. Emmerenz. trink ein Glasel Bier mit mir." Mit dem roten Sacktuch sich das schwitzende Gesicht wischend. rutschte er auf der langen Wandbank hinter den Tisch. Gleich war auch die slinke Emmerenz wieder da mit einem Krügel schön milchig weiß schäumenden böhmischen Bieres und setzte sich zu ihm. „Du.“ sagte der Briefträger.—„nun hab' ich's, nun wird's.“ „Was hast? Was wird?“ „Ein gut Stück Geld halt.— zusammengespart— gan ein Sackerl voll Silberkronen, sag' ich Dir." „Wenn die Kronen nur mehr gelten täten!“ meinte das Madchen steotisch tun s“ gelten. Ich hab' mich schon befragt. Grund und Boden krieg' ich dafür umsonst vom Fürsten. und Zimmerholz darf ich mir auch absagen im Wald. Auf meiner Tour hab' ich leuthin in der Ziegelei nachgefragt — drüben im Sahlau— der Besitzer läßt mir die Ziegeln billig. wenn er sie nit mit Pferden herführen muß. Der Emmerenz', Augen wurden groß vor Ueberraschung.„Willst dauen?" fragte sie mit stockendem Atem. „Freilich, freilich.— und in dieser Woche sang' ich an.“ rief der Briefträger, und sein wetterbraunes Gesicht strahlte vor Glück—„bis Martini. mein' ich, ist's lang schon geschafft. Am Abend. wann ich von der Tour komm'. werd' ich mir immer von Sohlau einen Karren voll Ziegeln mit bernehmen und was meine ältesten zwei Buben san, die mögen untertags auch je eine Karte voll holen. Gestern abend hab' ich schon die Gruben ausgeworsen für den Kalk.“ „Wer soll Dir's Häusel bauen?" erkundigte sich die Emmerenz. Der Briefträger reckte seine beiden Hände in die Luft. Es waren jeste Arbeitsvranken.„Ich selbst halt. Maderl. und die Buben müssen mir zutragen, versteht sich. Die Fenster will mir der Kramer billig versorgen. Er ist heilfroh, daß dann die Oberstuse frei wird.— sein Weid geht mit dem achten Rind. da mangelt ihnen der Platz.“ Die Emmerenz winkte beistimmend. Daß sich im Dorf einer sein Haus mit eigenen Händen baute, war just nichts Besonderes.— nur die Zeit halt! Wo kriegt so ein staatlich Angestellter die Zeit der zum Bauen? Doch der Briefträger berubigte sie. Jetzt. wo die Sonne noch früb auf und spät nieder gina, könne er taglich gut vor und nach der Tour am Häusel weiter schaffen. Er zog ein Papier aus der Tasche.„Der Bauplan. Emmerenz.“ sagte er stolz.—„ganz allein von mir aussinniert.— Da schau der! Hier. das ist die Wohnstuben mit der Ruchel, daneben die Schlafkammer. Die Hühnersteigen dahier führt binauf zum Boden. Dort werden die Buben hausen.— sixt es?" „Ja.“ stockerte die Emmerenz und errötete bis unter's glatt gescheitelte Stirnbaar.—„wan*'s aber nit bei den Buben bleidt? Wann mal a Mäderl kommt.“—— „Wird an Verschlag gemacht am Boden.“ fiel ihr der künftige Hausbesitzer begeistert ins Wort.—ist alles vorgesehen und vorbedacht.— Und schau: schön unterkellert ist's Häuserl.— und hier ein Anbau mit Stall und Schuppen und— na. Du weißt schon. Und an Garten vorm Haus mit an seichen Gloriettel drinnen.— Was saast jeut?“ Das Madchen saßte nach seiner rechten Hand und drückte sie kräftig. „So ist auf Martini Hochzeit.“ sagte sie fest.„Es wird Zeit, daß Deine Buben in ein ordentliches Hausregiment kommen. Sie erbarmen mich schon seit langem, die armen Hascherin.“ Der Briefträger stieß einen Juchzer aus.„Wirt.“ rief er so laut, daß die anderen Gäste erstaunt aufdorchten. —„hast nit' an Roten im Kellet? Heut mag was drauf gehn! Wir seiern Verspruch heut abend— ich und die Emmerenz!" * Am Sankt Martinstag stand das Haus fix und fertig da. Ein wenig windschief freilich, und die kleinen Fenster nicht ganz so symmetrisch eingesetzt, wie man es sonst gewohnt war.— im Dorf aber löste der Neubau durchweg Lob und Staunen aus. Um die Tür hatten die Briesträgerbuben eine schöne grüne Girlande gelegt mit leuchtend roten Pavierrosen darin, die der Kramer nodler Weise spendiert hatte. In der Schänke aber war es an diesem Tage ganz wie man es bei einer Hochzeit haben will: so warm. das einem der Schweiß von der Stirne lief. und die Stube voll von guten, wahrhaften Kuchengeruchen. Oben an der Festtafel saßen die Hochzeiter.— Er in sescher Uniform, sie im modisch gearbeiteten Staatskleid, mit Schleier und Martenkranz. Es ging boch her. Wirt und Wirtin ließen sich nicht lumpen am Ebrentag des altesten Kindes. Das halbe Dorf war geladen, und die Gäste hieben tuchtig ein in den fetten Schweinsbraten. der hübich härtlich war.— da spürte man doch, daß man wirklich einmal Fleisch zwischen den Zahnen hatte! Und nach den grauen Anödeln mit dem weißen Nern rohen Mehlein der Mitte berrschte rege Nachfrage.— vor allem die vier Buben konnten gar nicht genug davon bekommen. Das Grammopben svielte, man tanzte einen flotten chaloov. und es war hubsch anzusehen, wie Hochzeiter und Hochzeiterin mit drei. vier langen Sprüngen durch die Stube segten, hinter idnen mit genau den gleichen Bewegungen als lebendiger Schweif die vier Buden. auf die das Tanzgenie des Vaters sichtbarlich übergegangen war Und dann tat sich das Jungvolk zusammen und sang das liebe alte Böhmerwaldlied, und unter seinen Klängen trat das junge Paar den Weg nach Hause an. Da lag das Anwesen im Mondschein vor ihnen. solide und fest: gefügt, eigenwillig nach der Seite geneigt. total andere und weit aparter, als sonst Häuser zu sein pflegen. Erst andachtig ruhten der Emmerenz Blicke auf dem eigenen veim und voller Hochachtung aus dem Mann und den oier Buden.— deren fleißige Hande Ziegel zu Ziegel. Stein zu Stein gefugt hatten. Stolz schwellte ihre Brust. Nun war sie nicht mehr das schonste Madchen.— nein. die allererste Frau im Dorse. Denn sie hatte— als Einzige im Ort— einen staatlich Angestellten zum Mannund der wohnte im eigenen, selbstgebauten Haus 144 Miontag, den 12. Oktbr. 1931 Waffenstillstand in der Amateurfrage Die Jahresversammlung des**B beschließt: Kürzung der Diäten der Bundesbeamten 20000 RM Spende für Erwerbslosenkurse 7 Aenderung für die Zwischen= und Endspiele der Deutschen Meisierschaft Dübbers bleibt Meister Max Schmeling in der Westsalenhalle 6000 Zuschauer retteten der Dortmunder Weitfalenhalle ei ihrer Saisoneröffnung noch das Geschäft. Die schlechten Zeiten sind auch in Dortmund nicht spurlos vorübergegangen. immerhin war dieser Zustrom noch als Erfolg und. was nicht unwichtiger ist. als Geschäft zu buchen. Neben dem Eder=Desmedt=Kampf interessierte natürlich vor allem die Ehrung des Weltmeisters Schmeling. die nach dem ersten Kampf stieg. Direktor Picard ehrte Schmeling in einer längeren Ansprache. In seinen Hochrus stimmte die Menge begeistert ein Der Düsseldorfer Wallner schlug im Schwergewicht den Kreselder Weiher nach Punkten und lieferte damit ein Im Ausscheidungskampf des Mittelgewichts zeigte der Berliner Erich Seelig gegen den Kreselder Franz Krüppel eine gute Boxarbeit. Seeligs Punktsieg nach acht Runden stand außer Frage und war sehr sicher. Der Bochumer Wieser traf aus den Münchener Weltergewichtler Konrad Stein. Der Kampf verlief ohne Entscheidung. Im Kampf um die deutsche Leichtgewichtsmeisterschaft gingen der Titelbalter Franz Dübbers=Köln(120) und der Berliner Paul Czirson(120.2) über die ganze Distanz von 12 Runden. Obwohl der Kölner die Situation von Beginn an beherrschte und nur eine Runde. die 6.. vielleicht abgeben mußte, war der Kampf sehr spannend und schön. Czirson war zwar technisch und auch taktisch überlegen. kämpfte auch so verbissen und angriffsfreudig, daß seine blitzichnellen Ausfälle immer für Dübbers gefährlich waren. Zudem gesiel die Standhaftigkeit des Berliners. der dreimal zu Boden mußte und doch noch zum Schluß glänzend kämpfte. Czirson hatte allerdings Glück bei seinen Niederschlagen, zweimal rettete ihn der Gong. Im letzten Kampf des Abends standen sich der Deutsche Weltergewichtsmeister Gustav Eder=Dortmund und der Belgier Camille Desmedt gegenüber. Beide Borer waren in ausgezeichneter Form. Den Punktsieg Eders über 10 Runden konnte Desmedt aber nicht erschüttern. Der Dortmunder tontor groß geseiert. Die Tagung des DrB Präsident Linnemann, eröffnete am Samstag im Königshoj zu Bonn die diesjährige Jahrestagung des Deutschen Fußballbundes mit einigen Begrüßungsworten. wobei er der Toten des Jahres gedachte: Guvens. Fuhrmann und Rosenberger. Rechtsanwalt Jersch=Bochum begrüßte die Versammlung als Vorsitzender des Westdeutschen Spielverbandes. Herr Jersch ging auf den letzten Bundestag in Dresden ein, wo bekanntlich der Vorstoß des Westdeutschen Svielverbandes gegen den verkappten Amateurismus nicht er folgreich gewesen is. Der heutige Zustand, das betonte Herr Jersch, lei nur ein Waffenstillstand. 102 Stimmen waren insgesamt vertreten. Auf Süddeutschland entsielen 31 Stimmen. Westdeutschland stellte 30 Stimmen. Mittel 14. Norddeutschland und Brandenburg je 9. Baltenverband 3 und Südostdeutschland 6 Stimmen. Ueberraschend schnell und ohne Debatte wurden die verschiedenen Berichte des Vorstandes. die gedruckt vorlagen. erledigt. Etwas lebhafter ging es allerdings bei der Finanzberatung zu. Die Ausschüsse und der Vorstand wurden ohne weiteres entlaste: Alle Länderspiele und DSB.=Meisterschaften sind in Zukunft allgemein für den Runfunk freigegeben. Nachdem die Kassenvrüfer ihren amtlichen Bericht abgegeden hatten, kam man zu den Neuwahlen. wobei Jersch vorschlug. den Vorstand wiederzuwählen. So wurde allo Linnemann wieder als Präsident gewählt, während Hoffmann=Mitteldeutschland den Posten eines 2. Beisitzers für den verstorbenen Fuhrmann erhielt Eine lebhafte Diskussion ergab sich bei der Aufstellung des Haushaltsplanes. Für Erwerbslosenkurse forderte Kartini vom Bund eine finanzielle Unterstützung von 10000 Mk. Hierzu ergriff Faber=Berlin das Wort und unterstrich insbesondere, daß man auch an der Unterstützung der Vereine nicht vorbeigeben könne. Allein Westdeutschland habe Forderungen für diese Zwecke in Höhe von 50000 Mk. gestellt. Es kam zu der Beschlußfassung. einen Unterstützungsfonds von 20 000 Mk. in den Etat aufzunehmen. Bei der Behandlung der Diäten der Verbandsbeamten und Spieler ergab sich eine starke Debatte. Man einigte sich auf eine 20 prozentige Kürzung der Svesen. Dieser Beschluß vermochte die erregten Gemüter wieder zu beruhigen. Westdeutschlands Dringlichkeitsantrag deir Paragraph 66 der Bun dessatzung wurde abgelehnt. Man gab dem Vorstand bei dringender Forderung auf. überall äußerst sparsam zu per jahren. Von einer Aufhebung der Jugendzeitung will man absehen, aber versuchen diese billiger zu gestalten. Satzungsänderungen. l. Die Sommersvielpause ist auf mindestens vier Wochen zu setzen, wobei es allerdings den Landesverbanden freigestellt wird. die Bause auszudehnen. 2. Die Zwischenrunden und das Endspiel zur Deutschen Meisterschaft brauchen in Zukunft nicht ausnahmslos in neutralen Verbandsgebieten stattzufinden. Mithin ist die Möglichkeit da. im eigenen Verbandsgebiet entscheidende Treffen abzuwickeln. Damit wöre der vorjährige Antrag rückgangig gemacht. 3. Der Antrag Berlins auf Abschaffung der BundesPokalspiele wurde abgelehnt. 4. Ein weiterer Berliner Antrag auf Bearenzung der Spielverbote bei Landerspielen versiel gleichfalls der Ablehnung. In rein sportlicher Beziehung versagte der Bundestag vollkommen. Die Amateurfrage scheint in ihrer Verworrenheit für den DFB. erledigt— es darf nicht daran gerührt werden. Und die Frage der Förderung der zurückgehenden deutschen Svielstärke existierte für die Verwaltungsmenschen des DFB. überhaupt nicht. Erst unter Punkt„Verschiedenes" hielt der nichtbeamtete Dr. Bauwens den Herren eine Lektion. Er legte die Fehlerquellen unseres Rückganges bloß— man hörte ihm ehrfürchtig zu — die Tagesordnung war bereits geschlossen Ein Sparjahr Vorstandssitzung des D. S. V. in Leipzig. Recht harmonisch war die Zusammenarbeit auf der Gesamtvornandssitzung des Deutschen Schwimmverbandes in Leinzig zwischen dem Verbandsvorstand und den Vorständen der einzelnen Kreise. Zunächst konnte erfreulich festgestellt werden, daß die Mitgliederzahl nicht gesunken ist, wie man es in anderen Verbänden feststellen konnte. Die kleine Abnahme ist prozentual lo gering, das der OSP. auch für die weitere Zukunft mit seinem heutigen Mitgliederstamm rechnen darf. Das kommende Jahr soll ein Jahr des Svarens sein. Aus diesem Grunde schon wurde der für Breslau angesetzte Verbandstag um ein Jahr verschoben. Alle Verbands= und Kreissitzungen sollen nach Möglichkeit in Fortfall kommen. Dem verdienstvollen Vorstandsmitglied Dr. Höflmayr=München purde die hachste Auszeichnung des DSV., der Ehrenbrief. für seine fruchtbare Arbeit überreicht. Die Olymvischen Sviele will man besuchen, wenn der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen die nötigen Rittel aufbringen kann, so daß der DSV. nicht allzu stark in Anspruch genommen wird. Die Deutschen Meisterschaften 1932 am 2. und 3. Juli sollen im 100-Meter=Bad zu Dresden, dem Arnoldsbad. ausgetragen werden. Auch die Kamofspiele will der DsV. fördern. er meint aber. daß es besser sei. mit ihnen jeweils die Meisterschaften der Verbände zu verbinden. Die Zusammenarbeit mit der D. T. sei gut und zweckmäßig. * ##aung des Deutschen Voo-Verbandes. Der Deutsche Bobverband hielt am Samstag in Berlin seine diesjährige ordentliche Versammlung ab. in der u. a. folgender Beschluß gejaßt wurde: „Der Deutsche Bobverband beschickt die Olymvischen Spiele in Amerika. falls die vom Deutschen Reichsausschuß und von anderer Seite in Aussicht gestellten Mittel tatsächlich zur Verfügung genellt werden.“ Die Begegnung der großen lokalen Rivalen Schalke 96 streicht vor Schalke 04 die Segel 1:7 an der Bergmannstraße Was ist aus der anfangs so hoffnungsvollen Mannsait von Schalle 96 geworden? Eine dezimierte Elf. lan hat in der Mannschaft. besonders im Sturm, umstellt, so daß jede Aussicht genommen wurde, daß der turm etwas Fruchtbares leisten würde. Ein Sturm nn Durchschnitt sein. wenn er aber den Kampfgeist rmissen läßt und lediglich nur mit den Beinen wielt. inn ist das Ende eine Katastrophe. Der Sturm perht sich schließlich selber nicht mehr. Gewiß. die Platz= annschaft hatte gegen die Meistermannschaft durchaus ine Sieachance: bedauerlich ist nur. daß wir in Gelsenrchen außer Union nicht eine annäbernd gleichwertige lannschaft auszubieten haben. die Schalke 04 zu ganzer raftentfaltung zwingen könnte. Ein Beweis dafur. iß der lebendige, begeisterungswürdige. Geist in den kannschaften lahm geworden ist. Es sehlt besonders n Stürmerreihen die Willenskraft. sich durchzusetzen. Ue Spieler sind sogenannte Techniker. die wohl wissen. te der Ball bebandelt werden muß. doch mangelt der tarkmut in erschreckendem Maße. Auch dem alten chalker Sturm. Schalle 04 spielte seine Linie ab. egant und geistvoll. Der Sturm arbeitete blendende orgelegenheiten heraus, man verwirkte aber nur einen ruchteil. 96 hatte den linken Läuser in den Mitteluf stellen müssen, der sich hervorragend schlug. Wenn an bedenkt, daß er auf ungewohntem Posten stand und e ganze Drucklast des Schalker Angriffs zu tragen hatte. wird man ermessen, welche enorme Energie er an den Tag legte. um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Alle anderen waren ziemlich unzulänglich Als Schalle die Angriffsmaschine in Schwung setzte. war es mit der Platzmannschaft geschehen. Man suchte Zuflucht in dem Jerstörungssviel. es war aber düritig aufgebaut. Dadurch wurde die Planlosigkeit in er höhtem Maße in die Mannschaft hineingetragen. Die Läuser des Meisters hatten leichte Arbeit, ne brauchten immer nur den Ball wieder dem Sturm vorzulegen. so rollte dann eine Angriffslawine nach der anderen gegen das 96er Tor. Daß die Verteidigung allein außerstande ist. die Tordeckung abzudichten, ist klar. Schon bald kam der Halbrechte des Meisters zum ersten. bald nach gutem Durchsviel zum zweiten Treffer. 96 versuchte die Abwehr zu organisieren, es gelang ihnen kurze. Zeit. die Angrifse zu brechen. Bald schoß der Mittelstürmer des Meisters. der in dieses Format des Gegners hinein raßte, den dritten und vierten Treifer. Natürlich wurde er entsorechend bedient. Nach dem Stellungswechsel kam 96 für kurze Zeit etwas auf. Alle Energien wurden er schörst. es glückte dem Halblinken ein Gegentor. Aber gleich zogen die Gäste die Fäden des Angriffs wieder zusammen. Schalke 04 dominierte bis zum Schluß und erhöhte das Ergebnis durch den Mittelsturmer um drei Tore. Ein Elfmeter für 96 wurde von gem Linkerußen noch verschossen. ngede— S. T. V. Werne 2•3 Svortfreunde Essen— Rot=Weiß Essen 0:1 Schwarz=Weiß Essen— Essen 81 3:0. Schwarz=Gelb Gladbeck— Werden 08 Westsalia Herne— S. V. Höntrop 1: 3:0. Tabelle der Liga Gruppe Esen. Gruppe Gelsenkirchen. Union Gelsenkirchen SV. Höntron SV. Rotthausen Schalke 04 Germania Herne Westsalia Herne Gelsenkirchen 07 Schalke 96 Castrop 11 Castrop 02 6 7 7 1 3 3 9 15•4 10•2 14:6 10•4 15•14 7•7 15•4 6•2 10:10 6•6 11:16 6:8 16:22 6:10 16:23 5:11 6:11 4:4 7•14 4:10 Gruppe Dortmund=Bochum. MBV. Linden 7 Tus Bochum Germania Bechum 6 Preußen Bochum 6 TuB Mengede 6 ViL. Hörde 5 Sportsteunde Dortmund 6 Alemannia Dortmund 6 S1V. Werne 5 4 4 3 1 3 3 *) 1 * 1 1 1 4 4 25:11 11•3 20:9 10:4 12:8 7:5 14:11 7:5 9:10 7•5 10:10 6•4 5:16 3•9 7:18 2:10 11:20 1:9 Stabile Führung in der ersten Bezirksklasse Die Tabellenführer sind immer noch Erle 08 und Gelsenkirchen 06 Die immer noch verlierenden Mannschaften heißen Dahlbusch und Rasensport 08 Die unbeständigen Mannschaften heißen immer Germania=Herne bezwingt Gelsenkirchen 07 2:5 ie vergaesereu, der Sgeräie szihelihe der gesamte Innensturm ist. Der Mittelstürmer ar eifrig. ihm sehlt aber jedes Format zum sturmer. er ist zu weich und hat keine SpielüberDas Spiel verloren haben in erner Linie der rt. der rechte Verteidiger, dann der Innensturm. der alte 07=Geist geblieben? Er in in e hineingetragen worden und ist dort in doppelr Art fruchtbar geworden. Was 07 augenblicklich mofgeist einzusetzen hat, ist nicht viel. Wenn man auf dem absteigenden Ast in. warum soll man die Krise aushalten? So denken zu viele Spieler Das Wirken dieser Leute haucht soor8- de Psieres. gaul der. Junse detr Joschauet urTZ, Pa. S auad i. Soset. Der Scheis bltb war jede Begeiserung######r Er datte es balblinke beionders iet he ber. g, Lonntg nicht mebr nötig, ic endunten-Guagang des Treisens verborgen bleiben, wie de. M/16, ,achsegen d der Halbozit machte 07 auch nicht viel aus, daß ein fünftes Tor er zielt wurde, das auf das Konto des rechten Verteidigers zu setzen ist. Germania stellte eine schnelle, energische und kraftvolle Mannschaft. Schier nicht wiederzuerkennen war die Mannschaft gegenüber den Vorsonntagen. Der Mittelstürmer, die Außenstürmer waren die besten Leute, während bei 07 nur der rechte Läufer groß spielte. BV. Altenessen- Horst=Emscher 6:2 Im Altenessener Kaiservark lieferten sich der B. P Altenessen und Horst=Emscher einen harten Punktetampf. Die Platzherren waren meist leicht überlegen und ge wannen das Treifen verdient. In der 15. Minute duchte der Halbrechte das erste und der Mittelstürmer bald darauf das zweite Tor für Altenessen. In der zweiten Hälfte könfte Winkler das dritte Tor und der Halbrechte das vierte. Die Begegnung nahm jetzt sei weise unnötig harte Formen an. wobei die Horster mächtig aufkamen. Aus einem Gedränge kommen die ster durch einen Köpfer zum ersten Gegentreffer, wogegen die Altenessener das fünfte Tor setzen können. Die sechste Ecke für Horst wird wiederum eingeköpft. und zwar durch den Halblinken. Der Mittelstürmer der Altenessener macht dann noch kurs vor Schluß das halbe Dutzend voll. Eine Minute vor Schluß mun der Horster rechte Verteidiger wegen Unfairneß den Platz verlassen. der Elfmeter wird verschossen. Castrop 11— S. V. Rotthausen 3:2 Das Meisterschaftstreisen der beiden Neulinge endete zu Gunsten der Platzherren. 2000 Zuschauer saben einen sorichen und schönen Kampf. Die Castrover kamen nach acht Minuten zum Führungstor und vermochten dis zun Wechsel auf 2:0 zu erhöhen. Eine Minute vor der Pause schoß der Rotthauser Halbrechte das erste Gegentor. Nach Seitenwechsel erhöhten die Platzberren auf 3:1. und in der 41. Minute kam Rotthausen durch einen Elfmeter zum zweiten Tor. * Germania Bochum— Tus Bochum M. B. V. Linden— V. f. L. L#ioe S Sporttt Dortmund— Alemannia Dortmund 1.1. noch Hüllen 07. V. Resse 08— Rasensport 08 4:1 Zunächst ein hartnäckiger Feldkampf, beider Mannschaften. Die Angriffe der Rasensportler sind zenwesse gejährlich. 0:1 für den Gast. Die Freude wahrte indes nicht lange. Der Mittelstürmer besorgte für Resse den Ausgleich. der Halbrechte beforderte einen Eckball mit Kooi ins Tor. Resse hat die Führung. Nach der Halbzeit waren die Rasensportler ziemlich abgekämpft. Die Resser kamen immer stärker auf und konnten durch den Mittelstürmer und Halblinken zwei gute Tore anbringen. Sportfreunde Katernberg— Erle 08 1:2 Was Erle an Svielerfahrung voraus hatte. ersetzte Katernberg durch Kampfgeist und Aufovierung. Die Erler kamen erst in der zweiten Hälfte des Spiels besser auf. Bis dahin hatte sich die Platzmannschaft die Führung verschafft. Ein Elimeter drachte Erle den Ausgleich. Erle munte auf den Halblinken verzichten, war tronzdem im Angriff leicht im Vorteil. Der Rechtsaußen umspielte die Abwehr der Katernberger und kam so zu dem Siegtresser Gelsenkirchen 06— Buer 07 2:0 Der Gast aus Buer war besser als man erwartete. Die erste Hälfte des Sviels verlief torlos. Dann konnte Buer das Temvo nur mühsam vollhalten. Die Läuferreihe gab sich verschiedentlich Schwächen. 06 schickt sich an. diese auszunützen. Erst konnte die Verteidigung wider stehen, dann aber umspielte der Linksaußen doch die Ab wehr. 06 lag in Führung. Buer gab auf der Halbrechte kam schon leichter zum zweiten Tor. Der Sieg war für Gelsenkirchen 06 verdient. hassel— Preußen Gladbeck 7:1 Die Hasseler kamen zum Erfolg. gleich ließen die Preußen die Flügel hängen. Die Hasseler begeisterten sich derart an dem von ihnen nicht einmal erwarteten Sieg. daß sie schließlich jedes kindernis über den Hausen kannten und zum Sieg kamen. Wattenscheid 19— Union Günnigseld 1:1 Bei einem Vorstoß der Günnigfelder gerat der Wattender Laufer in arge Bedrängnis: er kann nicht anders s. V. Gelsenkirchen wehren, als den Ball ins eigene Tor zu lenken. Dami kam Günnigfeld zum Tor und Ausgleich, der auch won als verdient anzusprechen ist. Dahlbusch— Hervest=Dorsten 0:2 Torlos werden die Seiten gewechselt. Nach der Halbzeit kam die Wendung. Der Tormann der Platzmannschaft hatte schon einen Ball aufgesangen. Er ließ ihn fallen. Der Linksaußen der Gäste war behilflich, den Ball ins Tor zu befördern. Jetzt wurde es dem Halbrechten leichter. die Trefferspanne um ein weiteres Tor zu erhöhen. V. s. V. Gelsenkirchen— Schonnebeck 1910 1:4 Die Schonnebecker nahmen für die früher von V. f B. eingesteckten Niederlagen sportliche Vergeltung. Schonnebeck stellte unstreitig die spielreifere und bessere Els. Die einzelnen Spieler sind talentierter und wissen auch etwas aus dem Spiel zu machen. Bei Halbzeit lag Schonnebeck bereits in Führung. Der Schonnebecker Mittelstürmer sorgte dafür, daß der Sieg sicher nach Schonnebeck gemeldet werden konnte. TB. Eickel— Rasensport Bochum 1:1 Die Eickeler kamen durch den Halbrechten zum ersten Treffer. Ein schönes Zusammenspiel des ganzen Sturms schuf diese Torgelegenbeit. Nach der Pause konnte Rasensport zu dem verdienten Ausgleich durch den Mittelstürmer lommen Kran 04— Hüllen 67 1:1 Die Hüllener lieferten ein ansorechendes Sviel. Die Kraver munten sich ganz energisch zur Wehr jetzen, um zuerst die Angriffswucht der Hüllener unfruchtbar zu machen. Man muß sagen, daß die Kraver Läuserreihe ein bedeutendes Spiel zeigte. Dann konnte auch die Verteidigung der Hüllener gefallen, die sehr aufmerksam und sicher handelte. Gesellschaftsspiele Rodlinghausen— Union Gelsenkirchen 1:1. Röhlinghausen bewies in diesem Spiel. daß es immer noch einen ernsten Gegner darstellt. Durch den Mittel umte um Augtigl volging, ersielle Aöhtinshausen gen ernen Treiser. Erst in der zweiten alpzeit kam Union Gelsenkirchen zum Ausgleich durch enter eines Läusers von Röblinghausen. Wattenscheid 09— Rot=Weiß Leitbe 9.4. Wattenscheid 09 wurde empfindlich von den aufstreben den Leithern geschlagen. Die Wattenscheider probten neue Leute aus. Doch zeigte sich, daß die Rot Weißen weitaus mehr Zusammenhang in der Mannschaft auswiesen. Preußen Wanne— Witten 67 6:2 Schon in der ersten Halbzeit leaten die Preußen fünf zute Tore vor. Sie beschränkten sich dann aus Abwebr sie Wittener kamen jetzt zeitweise besser auf und konnten wei Lore entgegensetzen. Für Berlin sehr schmeichelhatt 2. Bezirksklasse Weitfalia Schalle— Reichsbahn Wanne 2:1 Fortuna Gelsenkirchen— V. s. J. Gellenkirchen 2•0 Eintracht Katernberg— Cl. s. R. Rotthausen 2:5 Centrum Wattenscheid— Vonisatius Kras 1:0 Eintracht Günnigfeld— Friedberg 1:0 Vorwärts Brauck—. B. B. 1912 4:1 Pesterholt— Hardt 3:1 Sportfreunde Gladbeck— Westfalia Buer Erle 19— Holsterhausen 8:2 Börnig— Herne=Süd 3:3 chwarz=Weiß Herne— Wanne 1911 0:3 Rasensport Wanne— V. s. L. Herne 3:1. Gauklasse Postsportverein— Werksiugend 2:2 Krav=Süd— Gelsenguß 2:3 Sportfr. Rotthausen— Schalke 30 4:1 sandballklubkampf Gelsenkirchen 97— Schalke##4 1. Mannschaft Gelsenkirchen 07— Schalke 04 2:5 2. Mannschaft Gelsenkirchen 07— Schalke 04 4:6 1. Jugend Gelsenkirchen 07— Schalke 04 1:5. * Rasensportverband Gelsenkirchen 6. C. Wacker Wattenscheid— Sv. V. Blau=Weiß Uecken. dorf 1:3(Gesellschaftsspiel). S. V. Altstadt— Tus Katernberg=Beisen 2•3 Tus Rhenania Ueckendorf— F. C. Rot=Weiß Bismarck 7:1 F. V. Union=Teutonia— F. C. Rot=Weiß Gelsenkirchen 4:1 C. Blau=Weiß Katernberg— Sp. V. Schwatz=Weiß Ueckendorf 3:1 Sportfr. Gelsenkirchen(Ern)— Sp. C. Wacker Bismars 9•9 Sportft. M. R. W. Grillo— F. C. Adler Katernbers 2:3 * C. Ballfreunde Bismarck kampflos gewonnen Schalke 04— Hertha BSC. 1:1 Trotz allerstärkster Ueberlegenheit erzielen die Schalker nur ein Unentschieden 7 Der Schalker Sturm in allerbester Versassung 7 Die Berliner Mannschaft enttäuschte stark 35000 Zuschauer rcht. Schalke 04 gegen Hertha B. S. C., zweimaligen Deutschen Fußballmeister. Das war das Signal zu einem Massenaufbruch gen Schalke zur Kampfbahn„Gluckauf", die schon so manchen Großkampf erlebte, die schon so oft vielen Zehntausenden Platz geboten bat zu prächtigen Klassespielen. Und heuer ist es das gewohnte Bild bei Großveranstaltungen. Dichte Massen drängen sich durch die Häuserreiden. Fahrzeuge aller Art aus allen Gauen schieben sich dazwischen, im Schneckentemvo geht es der Platzanlage zu, allwo man vor den Eingangstoren Reihe steben mus, um abgesertigt zu werden. Alle Stände und noch verschiedentlich zum Angriff vor. aber einmal ist es Zajons. ein zweites Mal Scharmann, die die befreienden Stoße ausführen. Kirsei vollführt einen schonen Durchbruch, er schießt scharf auf das Schalker Tor. aber Mellage hält in prachtiger Manier. Dann aber legt Schalle die Fesseln vollkommen ab. Angriff auf Angriff rollt gegen das Berliner Tor. aber die Hintermannschaft des Gastes arbeitet ausgezeichnet. Mehrjach hängt der Ausgleich in der Luft. Tibuliki flankt zur Mitte, Szevan nimmt an und schießt über die Latte. Dann ist es Auzorta. der einen Ball von Tibulski nicht erreichen kann, so daß eine abermalige Berufe sind vertreten. Auch den Erwerdslosen ist dank günstige Gelegenheit ausbleibt. Zwischendurch kommen des Entgegenkommens der Vereinsleitung von Schalke##### die Berliner noch einigemale für kurze Zeit auf. Sobek. Gelegenheit zum Besuch gegeben. Was wunder, daß sich kurs vor dem Lor, schießt daneben. Dann dat Lehmann mehr und mehr der Platz. der im Flaggenschmuck prangte den Ball, der an Greschus weiter gibt, dessen Schutz aber füllt, bis allmählich an die 35000 Zuschauer in dicht gedrängten Reihen Unterkunft gefunden haben. Kurs vor 4 Uhr erscheinen zunächst die Spieler des Deutschen Meisters, mit starkem Beifall begleitet, aus dem Spielfeld. Bald folgen ihnen die Schalker. Nur noch einige Augenblicke, dann stellen sich beide Mannschaften in folgender Aufstellung dem Schiedsrichter Molls von Gelsenkirchen 07: Berlin: Geblhaar Völker Wilhelm Stahr Müller Liskow Ruch Sobek Lehmann Kirsei Greschus Rothardt Ruzorra Nattkämver Szevan Tibulski Valentin Javek Böke Zajons Scharmann Mellage Schalke 04: Das Spiel beginnt Fußball im Neidericher SV.— Union Krefeld 3:0. Homberger SV.— Duisburg 08 1:5. Duisburger SV.— Union Hamborn 9:1. SC. 08 Unna— Arminia Bielefeld 2•0. Germania Küllenhahn— Fortuna Düsseldorf 0:3. Hilden 03— VfL. Benratb 0:1. Schwarz=Weiß Barmen— TRI Düsseldorf 6:2. FC. Schwelm— Tura Barmen 2:0 Rhenania Köln— Alemannia Aachen 4:6. Borussia M.Gladbach— Preußen Dellbrück 1:1. PfB. 08 Aachen— Bonner 3V. 2:0. Viktoria Rheydt— SC. M.Gladbach 3:1. Blau=Weiß 06 Köln— So. Vag. Köln=Sülz 07 0:3. Mülbeimer SV.— Odenkirchen 05107 0:5 SV. Düren— Rheydter SB. 1:1 Bonner TV. 60— BfR. Köln 2:3. FV. Neuendorf—. Koblenz 00 02 5:2. Hunen 09— Hagen 05 1:1. Hapen 72— Hagen 11 2:0. Hessen Kassel— SC. 03 Kassel 1:2. Borussia Fulda— Kurhessen Kassel 3•2. Sv. Bag Fürth— Kickers Würzburg 7•0. A SV. Nürnberg— BfR. Fürth 4•2 Bavern München—. München 1860 0:2. Jahn Regensburg— Wacker München 3:1. SV. Waldhof— VfR. Mannheim 3:1. „V. Saarbrücken— FC. Pirmasens 311. VfL. Neu=Bsenburg— Eintracht Fankfurt 1:3. FSV Frankfurt— Germania 94 Frankfurt 3:0 Rot=Weiß Frankfurt— FSV. Heusenstamm 5:0. SV. Wiesbaden— Wormatia Worms 1:5. Hamburger SV.— 1. FC. Nürnberg 1•3. Svandauer SV.— Tennis Borussia Berlin 3:2. ViB. Eintracht komb.— Tennis Bor. Berlin 0•7. Gesellschaftssviel. Guts Muts Dresden—. Minerva Berlin, 3:2. Gesellschaftssviel. Vorrunde um den Bundespokal Beilin: Brandenburg— Mitteldeutschland 4•3 Braunschweig: Norddeutschland— Baltenverband 4•3 Hertha siegt in Rünster kna## Der Deutsche Meister hatte in Müniter schwer zu kampfen, denn die Preußen aus Münster wuchsen in allen Punkten über ihr ganzes Können dinaus. Nach einer torlosen ersten Halbzeit kamen nach dem Wechsel die Gäste durch den ausgezeichneten Sobeck zu zwei sicheren Toren Erst eine Viertelstunde vor dem Abpfiss gelang den Gast gebern der verdiente Ehrentreffer. Bei den Berlinern war Kirsen neben Sodeck der beste Mann aus dem Sturm Hinten hatte Gehlhar sehr viel zu tun. Einige turze Worte der Segrüßung, dann kann das Spiel beginnen. Schalke 04 ist vorerst noch etwas sehr ängstlich, tastet vorsichtig ab. verliert dadurch aber erbeb lich an Zeit. Die Berliner gehen dagegen gleich zum Angriff über, der allerdings etwas nervös durchgeführt wird und daher an der Hintermannschaft des Gastgebers zerschellen muß. Dann wechselt das Bild. Szevan erbält den Ball. steht ziemlich sicher, schießt den Ball aber über die Latte. Eine Ecke für Berlin verläuft ergebnislos. Dann ist es Ruzorra, der gut vorkommt. aber die Berliner Verteidigung ist zur Stelle und klärt frühzeitig. Ecke für Schalle. Rothardt gibt gut zur Mitte. Ruzorra ist zur Stelle, aber der samose Berliner Torwart halt. Dann bat Jatzek den Ball, er gibt ihn zu Rothardt, doch dessen Schuß ist zu kurz. Jetzt sind die Berliner sehr stark üderlegen. Schalke hat alle Mühe, das Tor rein zu halten. In der 11. Minute hat schließlich Greschus den Ball. er schießzt aus kurzer Entfernung auss Tor, der Ball prallt an der Latte ab. Aber Greschus steht wieder sertig und setzt im Nachschuß eine Bombe auf das Schalker Tor, die für Mellage nicht zu halten war. neden dem Pfosten landet. Der Schalker Angriff baut sich zumeist auf der linken Seite auf. Im Verlauf dessen wird Rotbardi stark abgedeckt, aber er schlünft immer noch wie ein Wiesel durch und wird des öfteren sehr gefährlich Tibuliki bekommt eine gute Vorlage, die er an Auzorra gibt. dieser aber könft kurz vor dem Tore, aber Gehlbaar sischt sich den Ball noch soeben deraus. Die kritischen Augenblicke vor dem Berliner Tor ver„nehren sich. Schalle sorciert das Sviel, das nunmehr ungebeuer schnell durchgeführt wird. Aber alle gut gemeinten Vorsätze der Schalker zerschellen an der guten Verteidigung der Berliner. Mehrere Durchbrüche von Rothardt und Ruzorra werden früh genug abgebrochen. Eine Bombe Kuzorras findet bei Geblbaar kein Entgegenkommen, der eine prächtige Parade ritt. Ruzorra arbeitet sich verschiedentlich gut vor. aber sein Schutz landet am zun Völkers. der die Gefahr klärt. Ein andermal ist es wieder Rothardt, der Gehldaar zu schaffen macht. Ueberhaupt hat sich die Hintermannschaft der Berliner kaum über Arbeit zu beklagen. Immer wieder mun sie in großter Gefahr eingreisen, um den Ausgleich. der eigentlich schon lange fällig gewesen wäre. zu unterbinden. Schalke ist vom Pech verfolgt. Kurz vor der Halbze### kommt es zu einem unliebsamen Zwischenfall. Kirsei hat den Ball, Zajons will abwedren, trifft aber aus Verseben, nicht aus Absicht, den Mann, der nunmehr vom Platz getragen werden mus und für die Dauer des Spieles nicht mehr in Frage kommt. Zaions wird des Plavzes verwiesen, statt dessen wird Badorek eingestellt Bis zur Halbzeit spielt Berlin dann nur noch mit 10 Mann. wegnehmen. Dann kann Berlin sich vorübergebend fremachen und Angriffe einleiten. Verschiedentlich ist Ruch, der bei Durchbrüchen selbst die Schalker Hintermannschaft überspielt, aber Mellage weiß seine Schüsse schadlos zu machen. Dann vermasseln die Schalker eine todsichere Sache, die den Ausgleich hätte bringen können. Nattkämver erhält den Ball, aber anstatt ihn an Rothardt weiterzugeben, der frei vor dem Tore steht, schießt er aus beträchtlicher Entfernung in den Berliner Kasten. wo Gehlbaar keine Mübe hatte, ihn zu halten. Kuzorra arbeitet sich bis kurz vor das Tor durch, köpft aber knapp über die Latte. Dann knallt Bocke eine Bombe aufs Tor. aber hier zeigte sich Gehlbaar als sicherer Torwart. Berlin hat nichts mehr zu bestellen. Die Schalker forcieren das Spiel derart, daß die Berliner bald ausgevumpt sind. In der 27. Minute gibt Nattkamver, der sich in der zweiten Spielzeit besser bewährte als in der ersten, an Rothardt. Dieser flankt zur Mitte. Szevan erwischt den Ball und schießt ihn aus kurter Entfernung mit einer Wucht auss Tor, daß Gehlhaar ihn passieren lassen muß. Damit ist der langersehnte Ausgleich erreicht. 1:1 Schalke bleibt weiter im Angriff. Gehlbaar bekommi eine Portion Arbeit, aber die Schalker Torschüsse sind zu schwach, als daß sie den Berlinern hätten ernstlich gefähr; lich sein können. Dem schnellen Tempo fällt allmählich Szevan zum Opfer, der nunmehr die Folgen seiner Beinverletzung erbeblich zu spüren bekommt Hauptsächlich ist es die linke Seite, die immer wieder den Angriff vorbringt. In den letzten 10 Minuten können die Berliger etwas aufkommen. Die Angriffe wechseln, verschiedentlich kommen beide Tore in Gefahr, aber an dem Ergednis ändert sich nichts mehr. trotzdem die Schalker noch Gelegenheit hatten, ein besseres Resultat berauszuholen Nach der 0:1 für Berlin laute: das Ergebnis und so sollte es lange bleiden. Die Schalker sind aber keineswegs entmutigt, sie setzen jetzt Dampf drauf und im Verlauf des weiteren Sviels entwickeln sie sich zu einer Hochform, wie man es bisher selten gesehen dat. Fast dis zum Schluß des Svieles sind sie nunmehr tonangebend, nur hin und wieder kann Berlin einen Durchbruch wagen, der aber für das Schalker Tor kaum gefährlich werden kann. Während bisher Mellage ziemlich mit Arbeit überhäuft war, ist es nunmehr an das gleiche Bild. Schalle ist dauernd überlegen. Die Berliner haben nichts mehr zu bestellen, als nur hier und da einmal einen kleinen Angriff, der aber an der Verteidigung zusammenbricht. Das Spiel verläuft fast durchweg im Spielfeld der Gäste. die über die Mittellinie kaum noch hinauskommen. Berlin muß fast mit 11 Mann per teidigen. Auch die Umstellung nach der Halbzeit brachte den Berlinern keinen Vorteil. Hanne Sobek als Mittelstürmer konnte den Sturm nicht dirigieren, der ganz zu. sammendanglos spielt. Trotzdem aber will der Ausgleich nicht fallen. Ruzorra vor dem Tore frei stehend. schießt haushoch darüber. Das Zusammenspiel der Schalker wird flüssiger, wird berechneter, ist geradezu ausgezeichnet. Aber gegen elf Verteidiger kann der Sturm nicht ankommen. Auch Rothardt ist des öfteren vom Pech verfolgt. Entweder landet der Schuß knavo neben dem Pfosten oder in den Händen des Berliner Torwarts. Bei einem Gedränge vor dem Berliner Tor steht Rothardt in Gehlhaar, seine Kunst zu zeigen. Zunächst geht Berlin glänzender Position, aber er läßt sich das Leder vom Fuß Mannschaftskritik Die Schalker Mannschaft hat sich zu einer selten gesehenen Form emvorgearbeitet. Die Sturmreibe erbeitete ausgezeichnet. vor allem gilt dies von Rothardt. der immer wieder stark bedient wurde und auf den die Berliner ein besonderes Auge geworsen datten. Tibuliki war Hauptsächlich in der ersten Halbzeit mit tonangebend. Auzorra und Szepan brachten immer wieder den Sturm nach vorne. während Nattkämper als Mittelstürmer in der ersten Halbseit ars schwerfällig und langsam arbeitete. Ern in der zweiten Halbzeit wurde er durch das schnelle Sviel mitgerissen und kam dann auf. Die Läuserreibe der Schalker arbeitete gut. In der ersten Halbzeit vermißte man jedoch in der Verteidigung das genaue Absviel und die notwendige Schnelligkeit. Mellage bekam hauptsächlich in der ersten Halbzeit Arbeit, wo er verschiedentlich scharfe Schüsse zu halten hatte. In der Berliner Mannschaft ragte vor allem Hanne Sodeck dervor. Daneben betätigte sich auch Rirsei dis zu seinem Ausscheiden als prächtiger Stürmer. Der Sturnführer Ledmann war sehr unsicher und verstand nicht, die Bälle entsprechend zu verteilen. Greschus kam weniger in Erscheinung, da der größte Teil des Spieles auf dem rechten Flügel durchgefuhrt wurde, wobei Ruch seine liebe Last hatte, den flinken Rothardt zu überwachen. Ueber die Hintermannschaft der Berliner ist wenig zu sagen. Ihr allein ist es zu verdanken, daß das Ergednis nicht döder für Schalke 04 ausgelausen ist. Besonders Geblbaar zeigte sich von der prächtigsten Seite. Das Ergebnis dürfte für den Deutschen Meister recht schmeichelhaft sein. seigt aber auch, daß man mit Schalle 04 in den Meisterschaftskämpfen zu rechnen hat. Ein hoderes Ergebais hätten die Schalker unter allen Umständen verdient. Der Abzug der Massen vollzog sich dank der guten Organisation und der Unterstützung der Polizei ohne Zwischenfall. bei den Entscheidungen um die Gruppen= und Bezirksmeisterschaft gezeigt hatte. ist nicht nur die gleiche geblieben. die Mannschaft hat sich noch gebessert. Leisteten die Ueckendorfer in der ersten Hälste noch einigen Wider stand. so daß mit 1:0 Toren die Seiten gewechselt wurden. so war es in der zweiten Hälfte mit ihrem Können aus Auch die zweite Mannschaft des Iklb. Gelsenkirchen 74 ernielte einen ansprechenden und verdienten Erfolg. Sie chlug die früher einmal so gefürchtete erste Mannschaft des Iv. Naternberg mit 3:2 Toren. Die dritte Mannschaft des Tklb. Gelsenkirchen 74 siegte über die 2. Mannschaft vom To. Ueckendorf mit 2:1 Toren. Um den Reigen voll zu machen. schlug die Jugendmannschaft vom Tkld. Gelsenkirchen 74 die 2. Jugend vom W. T. S. V. Gelsenkirchen mit 5:2 Toren. To. Frillendorf— To. Rettwie 1:11. Nur den Ehrentreffer gönnten die Rettwiger dem To. Frillendorf. der in dielem Spiele erwartungsgemäß auch rein gar nichts zu bestellen datte. Auch die 2. Mann schaft vom Tv. Frillendorf wurde geschlagen, mit 1:3 mußte sie sich dem To. Horst=E. beugen. Thd. Beckdausen— Tv. Katernberg 2. 9:6. Wenn die Aaternberger gewinnen wollen. dann mussen sie schon eine andere Mannschaft zum Tbd. Beckhausen schicken, der in diesem Spiele sich von der allerdesten Seite zeigte. Sprechende Zahlen Handball der 9T. Die Bezirkstabellen der OIK Tklb. Heßler 84— Tv. Beeck 1:4. Das Sviel beider Mannschaften konnte in keiner Weise befriedigen. Immerhin hatten die Beecker idrem Gegner einen anerkenneswerten Eiser und ein um ein geringes besseres Zusammenspiel im Sturm voraus. Dazu hatte der Gast einen Torhüter mitgebracht, der die Angrisse der Heßleraner, soweit sie in ihrer Kraftlosigkeit überhaupt bis zum gegnerischen Tor vorgebracht wurden. restlos zunichte machte. Es war tatsächlich so. daß bei Heßler jegliches Zusammeniviel und Verstandnis sehlte. wozu noch vollkommen ungenügende Einzelleistungen kamen. Nur der Mittelläuser gab sein Bestes der. Tv. Segeroth— To. Hehler 2:2. Was für den Bruderverein Tklb. Heßler gilt. kommt auch für den Iv. Heßler, wenn auch nicht in solch großem Maße. in Frage. Man spielte reichlich lau, so daß es den Segerotbern. die im allgemeinen nicht über die Spielstarke des Gegners verfügen, nicht sonderlich schwex wurde. ein Unentschieden zu erzielen. Xv. Wattenscheid— Xv. Schalke 77 4:2. Die groben Hoffnungen, die man auf die neue Schalker Mannschaft in diesem Jahre gesegzt datte, werden lang ham und sicher zunichte gemacht. Tron guter Einzelkrafte bringt es die Mannschaft immer noch nicht fertig. gutes Gesamtkönnen zu zeigen. In diesem Spiel beberrschten sie zwar in den ersten 10 Minuten das Feld. um dann uder abgekampft dem Gegner das Feld zu überlassen. Tkld. Heßler 84 2.— WISV. Gelsenkirchen 1. 2:6. Der ungestume Eiser der jungen Lehrlingsmannschaft brachte dem Verein wieder einen 2:6=Sieg. Verstanden De dir Heßleraner, im Felde das Spiel offen und verreilt nu gestalten. so gaben vor dem Tore die besseren Stürmerleistungen des Gastes den Ausschlag. Bis zur Halbzeit waren die Platzberren noch einigermaßen ebenbürtig. so daß mit dem Stande von 0:1 die Seiten gewechselt wurden. Xv. Rotthausen— Tv. Stovvenberg 2. 5:8. Das Fehlen einiger guter Leute. die im vergangenen Jahre zu Rotthausens Aufstieg ein ant Teil beigetragen hatten. und der Ersaphuter machten sich in diesem Spief zehr stark demerkbar. Immerhin lieben sich die Heimischen. als Stoppenberg schon mit 0:4 Toren führte, durchaus nicht entmutigen. Ihr Eiser und auch ein wenig Glück bewirkten, daß das Spiel bis auf den T d von 4:4 gebracht wurde. In den letzten 10 Minul, wurden die Rotthausener wieder zurückgedrängt. 1 kld. Gelienkirchen 74— Tv. Uestendort Die Zerm. die Gelsenkiichen 74 im vergangenen Jahre Nach dem Stand der Spiele vom 4. d. Mts. lassen wir nachstehend die Punktewertung der fünf Bezirksklassen folgen. In der A=Klasse interessiert die Spitzenfuhrung von Wattenscheid=Neustadt, denen Westfalia Günnigfeld relativ gleichkommt. Relativ schlecht stehen Grün Weiß und Borussia Gelsenkirchen. Beide Mannschaften haben von vier bzw. 3 Spielen 4 Verlustvunkte auf dem Konto steden. Das ist im Augenblick viel, hat aber vielleicht noch nichts zu besagen. DIK Ueckendorf könnte nach den letzten Leistungen unter Umständen noch ein Stück voran kommen. Ob Höntroo wohl das Tabellenende bedalten wird? In der B=Klasse bilden Eintracht Erle und Schwarz= Weiß Gelsenkirchen dasselbe Verhältnis wie die Spitze der A=Klasse. Vermutlich durfte sich das Duell dieser beiden Tabellenführer wohl fortsetzer Auffallen muß die günstige Stellung der Adlerleute und Teutonen von Gelsenkirchen. Das frische Blut dieser beiden Mannschaften gestaltet Fußballeinbeiten. gegen die Wattenscheid=Altstadt und Resse sich noch kräftig anstrengen müssen. Wozu es Bismard=Os noch bringen wird. bleidi abzuwarten. Die Soitze in der Gau=2=Klasse dat Rotthausen übernommen. In dieser Klasse liegen allerdings noch gefährliche Rivalen im Rennen, zu denen vor allen Dingen Boruslia Scholven Arminia Hassel und Eintracht Gellenkirchen zu zahlen sind. Scholnen steht nächst Rotthausen am günstigtten da. Jung=Siegfried Buer und HorstEmscher müssen noch gehörig aufdreben, sonst ist alles verloren. 3-Klasse Erle Schwarz=Weiz Feldmark Teutonia Wattenscheid=Altstad: Resse Bismarck=Ost S— 1 1 I— — — — 1 San=2=Klasse Rotthausen Schalke Hassel Scholven Buer=MittHorst=EnFalke 3 2— 3— 3 2— A=Klasse 1 *— 3— 1— A=2=Klasse Pattenscheid=Neustadt Uederdor Günnigfeld Heßler 3 2 1 S 2 1 S 1— *—— Wattenscheid=Neustadt Günnigfeld 3 Heßler Hüllen Uedendorf Höntron S— 9.3 11•6 11:14 5•4 12•12 3:12 B=2=Klasse Rotthause Buer=Mitt Falke Feldmark 3 2— 2— S 1— 3—— 9•2 9•3 6•6 7•7 3•3 9:12 3•8 16•4 7:16 9•7 2•0 1:15 3:7 16:1 9•3 9•5 3•4 3:11 9•0 4•8 2•4 2:5 6:0 6•0 3•3 2:4 2•4 2•6 1:3 6:0 6•2 4•2 1:0 2:6 0•6 0:6 5:1 5:1 2•4 0:6 8:0 4•2 2•4 0:6 16. 23. 16:10. Ferner: Boniburg. Lausitzer. Saufeder. Immerireude. Frivol 5. August=Klonne=Erinnerungsrennen: 1. Gest. Modlingdovens Null Ouvert(J. Rastenberger), 2. Papageno. I. Aufi. Toto: Sieg 18. Pl. 12. 21. 14:10. Ferner: Hagestolz. Chamberlin. Gebt Feuer. Kradristan. Mauser, Landesfreund. S. Elsen=Jagdrennen: 1. H. Berses Janette(R. Raumann), 2. Komtesse Jlola. 3. Lauscher. Toto: Sieg 52. Pl. 22. 16. 20:10. Ferner: Grieswart. Zarenkrone. Dagmar. Schwertleite. Nennen zu Hoppegarten. 1. Berageist=Rennen: 1. M. J. Oppenbeimers Heuersauder(W. Printen). 2. Cobrar. 3. Himmelfahrt. Toto: Sieg 153. Pl. 39. 46, 35:10. Ferner: Trinum. Borea# Aroma. Madame Laisitte. Rosisera. Maximilian. Marceina. Goldfer. Masia. Donna, Valetta. 2. Sisophus=Rennen: 1. Gesch. Korns Kavallerikt /# Pretzner). 2. Lateran, 3. Groll. Toto: Sies 26. 3. Patbos=Rennen: 1. A. Schumans Geranium(E. Grabsch), 2. Teddv. 3. Carna. Toto: Sieg 25. Pl. 12. 12 16:10. Ferner: Machial. Randglosse. Wissenschaft. Monderr. Morgenrot. Margberita d'Ar#esso. 4. Wolkenschieber=Nennen: 1. A. und C. v. Weinberas Makrele(O. Schmidt). 2. Georgia. 3. Willkomm. Toto: Steg 44. Pl. 14. 15. 13:10. Ferner: Rosmarin Herodias. Tarquinius Suverbus. Mannestreue. 5. Nativor=Rennen: 1. M. J. Oppenheimers Mie d'Arezzo(W. Printen), 2. Janus. 3. Aventin. Toto: Steg 28. Pl. 13. 16. 12:10. Ferner: Tumult. Horos, Wilderich. Sextus. Alemannia. Weltmann=Rennen: 1. O. Weinbergs Seelsorge (A. Sajdik), 2. Orenburg, 3. Hos. Toto: Sieg 31. Pl. 13, 14. 15:10. Ferner: Shafi. Cocktail. Pati. Altenstein. „ 7, Hortari=Rennen: 1. W. Sternbergs Heuchler(8. Vehla). 2. Venusta. 3. Helmut, 4. Loe. Toto: Sieg 107, Pl. 25. 17. 30. 35:10. Ferner: Dominikaner. Fra Diavolo, Grenzmark. Feldwebel. Berenice. Lusisias. Irrigoyen. Festkönigin. Huri. Laerta. Zennen zu Baris. #: 1. P a c o t i l l e( J. J e n n i g s), 2. B e l l e A u d e, 3. Blackamoor. Toto: Sieg 81. Plaz 24. 21. 2A 110. Fernes liesen 15 Pferde. „#uen: 1. Pous Seule(A. Rabde). 2. Neverende 2. I. Phite Bait. Toto: Sieg 47. Plaz 16. 14. 135 9. White Bait. Toto: Sieg 36. Platz 21. 38:10. Ferner liefen 2 Pferde 3. Rennen: 1. Brunbild(Vatard). 2. Duchetz of Marldorougb. 3. Metidja. Toto: Steg 47. Plan 10. 14. 15:10, Ferner liesen 5 Pferde. 4. Rennen: 1. x'a Bourrasaue(G. Dusorez), 2. La Hecassing, 3. Disguise. Toto: Sieg 86. Platz 20. 51. 32110. Ferner liefen 11 Pferde " k. Rennen: 1. Sweet Briar(C. Elliot), 2. Venerati### veie1PPeie 7910: Stea 34. Blaz 18. 17110, ferr“ 5. Nennen: 1. Gerbert(A. Rabde), 2. Medaille. 3 I5 wiers“ Stes 106. Plat 32. 2. 29.10. Ferner Nennen zu Dortmund. I. Rottärochen=Rennen: 1. Gest. Gravenbergs Grunrock(A. Neumann). 2. Leutvoat. 3 Turmaraf. Toto: Sieg 31. Pl. 14. 17. 25:10. Ferner: Birgit. Reger. Almansor. General Steuden. Haudegen. Souvenik. 2. Riren=Rennen: 1. A. u. J. Pfaso Jason(R. Buge). 2. Damakt. 3. Schapfinder. Toto: Sieg 90. Vl. 16. 12. 22:10. Ferner: Luderbach. Majestät. Hellas. Ostsee. Dollo von Saaan. 5. Schneewittch=n= Jgadrennen: 1. H. Schweitzers ir Rabensteiner(A. Udl). 2. Ordianria, 3. Madaradscha Toto: Sieg 28. Pl. 13. 18. 13 10. Ferner: Brigant. Völkerbund. Lotteken. Hornscheid 4. Doruröschen=Rennen: 1. W. Wartendergs Ferrari (A. Neumann). 2. Alvina. 3. Halde. Toto. Sieg 43. Pl. Wissenswertes Allerlei Indien ist das dichtestbevölkerte Land des englischen Imperiums. Die Gesamtzahl der Bevölkerung wird au 320 Millionen geschätzt, darunter sind nur 300 000 Weiße. * Unter jugendlichen Verdrechern findet ich bei Knaben die Reigung. in Banden zusammenzuarbeiten, während Mädchen fast stets allein arbeiten. * Westfalia schlägt Höntrop. Westsalia Herne- Söntrov 1:0(0:0) Einen glücklichen Sieg. den in erster Linie der Herner Hüter verantwort9.cg.. Derne buchen; die übrigen Mannschaftsteile von Herne konnten nur in der erWar schon in der er Sturm nie so richtig auf der zweiren Hälfte fast vollkommen raschend Bereits nach 5 Minuten Spielzett hieß es für die besonders gut aufgelegten Fortunen 2•0. Durch Elfum nach weiteren 4 Minuten schon in Führung zu gehen. Im Anschluß an eine Ecke glich der Linksaußen der Gastgeber 5 Minuten später die Partie wieder aus. Der Kampf ging unentwegt weiter, da beide Mannschaften eifrig bemüht blieben, bis zur ven###— wiggn Ger alen dnr Bulc Pause noch einen Vorsprung herauszuarbeiten. Beide meter kamen die Gaste zum Ehrentor und die For„# eeint au. Et minon in##r Tore waren recht häufig in Gefahr, einfach überrannt turnen bis zur Pause zum dritten Treffer. ersten Halfte der Herner Sturm nie so richtig auf der zu werden, aber die Hintermannschaften hielten stand.###### der anderen Köst.—mi uu. 2 mzrcagssen Halfte fast vollkommen] 9 Minuten nach Wiederbeginn wurde die eifrige geber glücklicher, so daß sie noch zweimal den Ball lae falg um der iun der grdern e. Masie war gel. zu Mühe der Gäste wieggrzem, beloont,„Der, Regzsaußen uver die Limte bringen konmen. Man cheimt bei For. und der h., ver andern Hälfte zu abgekämpft. ging durch und im nächsten Augenblick hing das Le= tunn die richtige Aufstellung endlich getunden zu Die üdregen, wa nchgitstelle waren in beden Halb= der im Netz. Das Spiel bei den Holthausern wurde!#### erchticge Austellung endich gerungen iu Fortung Herne- Lerne=Mark 5:1. daßz sich die Markleute so bezwingen bießen, hätte ssei mn einem Stam, der sio verreve, die Voltsgelundhett man nicht erwartet. Es soll zugegeben werden, daß zu beben, ein dovveltes Unrecht gegen die I# man verschiedentlich ausgesprochenes Pech hatte, so, kommt die Niederlage in dieser Höhe doch überDie Innungen wüßten sich eins mit dem gesamten deutschen Bäckergewerbe und würden alle Bestrebungen unterstützen, die geeignet seien, ihrem Standpunkt Geltung zu verschaffen. Zeiten mit Eiser und hier und da auch mit Verständ= jetzt zerfahren, man war sichtlich deprimiert, aber die nis bei der Sache. Einige fast unverständliche Schnin= anfeuernden Zurufe der Massen ließen schnell wieder der mußte man sich aber doch erlauben, ohne das geht Bewegung in die Reihen kommen. 15 Minuten vor es nun ernmal nicht. Es ist eigentlich schwer zu sa Schluß fiel unter lauten Beifallsrufen der längst vergen, wer von beiden Parteien der Bessere war. Auf= diente Ausgleich. Es ging ein Aufatmen durch die fallig bleit es aben, daß die Höntroper nun einmal Reihen, als endlich die letzte Viertelstunde, die so reich gegen die Westialen kein Bein auf die Erde bekom= war an wirklich interessantem Fußballspiel, durch den men. So oft diese beiden Vereine gegeneinander ge Schlußpfiff des Schiedsrichters ihr Ende erreichte. spiel: haben, immer blieben die Herner Sieger Auch gestern waren die Gäste nicht schlecht. Man kampfte und kämpfte, und als es gar nicht klappen wollte, nahm man zu unfauberer Spielweise seine Zuflucht mit dem Erfolg, daß der Leiter auf der Höhe war und energisch durchgriff, In der ersten Hälfte waren sich die Parreien ungefähr gleichwernig, die Westfalen hatten aber einige sehr klare Torchancen, wobei man unverständlicherweise dem Hüter in die yande oder über und neben das Tor schoß. so klare Torgelegenheiten haben die Gäste denn doch nicht gehabt. Lütgendortmund— Laer 2:1. Dorstfeld— Marten 1:1. 2. Bezirksklasse Börnig— Herue-Süd 3:3 Schwarz=Weiß Herue— Wanne 11 0:3 Rasensport Wanne— BfL. Herue 3:1. Börnig- Herne=Süd 3:3. „—„ Bei den Börnigern hatte die Vorschau gute Wirzweiten Hälfte drängten die Westfalen kung getan, aber auch die Gäste hatten ihre Schußrubergehend, aber bald antworteten die Gäste mit stiefel mitgebracht. Nach dem Anstoß Börnigs überenergischen Gegenstößen, so daß sich das Spiel mehr nahmen die Südleute das Kommando und konnten Fortung 1. Jgd.— Sodingen 1. Jod. 1:3 Fortung 2. Jad.— Sodingen 2. Jgd. 0:1 Forruna II— Herne=Mark II 2:2. Samstag: Fortung 1. Schüler— V. f. L. Herne 1. Schiller 1:3 Fortuna 2. Schüler— Wanne 11 2. Schüler 1:5 Fortumng 16— Westfolia Res. 1:3 Calmette=Prozeß vor das Landgericht verwiesen Nur noch Revisionsmöglichkeit beim Reichsgericht. Lübeck. 11. Okt. Auf Grund der dritten Notverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirschaft und Finanzen und zur Bekämpfung politische: Ausschreitungen vom 6. Oktober 1931. 6. Teil(Rechtspflege), findet der Calmette=Prozeß nicht vor dem Großen maiiengericht. sondern vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts in Lübeck statt. Terminzeit und Terminort bleiben bestehen, ebenso die Ladungen aller Zeugen und Sachverständigen. Den Vorsitz fül auch bei diesem Gericht Amtsgerichtsrat Wibel. Aus bleibt Landrichter Dr. Geodern beisitzender Richter. Als zweiter beisitzender Berufsrichter fungiert Landgerichtsrat Staunau. Die praktische Folge dieser Maßnahme ist, daß eine Berufungsverhandlung nicht Mefticfen deuuten Lin i mehr gegeben ist und als einziges Rechtsmittel die Die technisch besseren Westfalen konnten hier einen Revision beim Reichsgericht bleibt. verdienten Sieg buchen. Damen=Landball. Geka herne— Tobu(Theod. Althoff) Buer 1:0. Dieses Handballspiel, wie man es öfter zu sehen wünscht, war reich an spannenden Kampfmomenten, wurde stets fair und flott durchgeführt Geka erzielte nach 10 Minuten das einzige Tor, das aus einem geschickt ausgeführten Strafwurf refultierte. In der ersten Halbzeit gab meist Geka den Ton an. Nach dem Wechsel sah man ausgeglichene LeistunSonstige Svortnachrichten. Deutschland— Belgien erst 1933. an; einmal war es beim Linksaußen, es wurde ge gleichen konnte. Börnig ging abermals in Führung, schassen, abgewehrt, gedrängt, gesperrt usw., jedenfalls diesen Vorsprung holten aber die Gäste bis zur wollte der Ball ins Netz. der Linksaußen schien sich Pause auf. die zwei Punkte als Glückskind erdrängt zu haben.! Da Börnigs linker Verteidiger verletzt war, mußte daher der Name Niederdratng. Auf jeden Fall hat man umstellen, trotzdem konnte man nach 10 Minuten 1, der Svieer zwei Punkte erdrängt, die unter Spielzeit in Führung gehen. Später konnte Börnigs Umstanden von ausschlaggebender Bedeutung sein Mittelläufer nur noch als Statist mitwirken, während Orgn. der Linksaußen für kurze Zeit ausschied. 2 Minuten Die Hönrroper drehten setzt noch mehr auf, vor vor Schluß gelang den Gästen der abermalige Ausdem Herner Tor sah es oft sehr bedenklich aus, meist gleich ließ man aber den Stur, auf kurzer Distanz vor dem Tore stehend, nicht zum Schuß kommen, oder aber der Herner Hüter stand voll seinen Mann. Man Gut waren bei beiden Parteien die Hintermannschaften, hervorgehoben sei besonders der rechte Verteidiger, der eine Börniger Niederlage verhinderte. zeigten rechte Läuferin und Mittelstürmerin, bei Geka Torwärterin und Minelstürmerin besondere Leistungen.— Der Schiedsrichter leitete einwandfrei. Herner Ballspielklub 1— Tabn Buer 1:1 Ein rassiges Kompfspiel mit stets wechselnden Spannungsmomenten. Die Firmenmannschaft, glänzend aufeinander eingespielt, führte ein technisch hervorragendes Spiel vor, das dennoch einer großen wie ursprünglich vorgeschlagen nich mehr in der laufenden Fußballsaison ermöglichen. Belgien trat spät an den Deutschen Fußball=Bund zu den notwendigen Vorbesprechungen heran als daß sich noch für diese Saison ein Spiel hätte abmachen lassen. Die Austragung der ersten Begegnung wunde deshalb auf das Jahr 1933 verschoben. Eine Ehrennadel für Handballer. Die Deutsche Sportbehörde für Leichathleiik hat Wucht nicht entbehrte. Die Herner fanden sich in der auch eine Ehrennadel für verdiente Handvallspieler zweiten Hälfte glänzend zusammen. Zunächst lag gescheifen, die jetzt erstmalig vergeben wurde. Von Tabu mit schnellen Angriffen in Front, dann über= bekannten westdeutschen Spielern wurden Rheinberg nnimn aannhati. Mar 4 2# H Al. Eithenne bas All-h. 101100 M1—L-IL„ a Z n."— denke an den Schuß, der im Anschluß an eine Ecke Der Leiter war gut, nur machte ihm die Auslegung nahm zeitweise der H. B. C. die Führung. Ein Mitz=(BfB Aachen). Solbach(SchwarzWeiß Barmen), Dram den unteren Torwinkel geschossen wurde, aber der Abseitsregel gewisse Schwierigkeiten. verständnis zwischen der Herner Hintermannschaft pe(Polizei=SV Dortmund), Fink(Dürener S vom Hüter durch Wersen blendend abgewehrt wurde Gegen Schluß des Spiels kam auch der Herner Sturm durch bedeutungslose Angriffe noch erwas zur Geltung. Gerthe 11— Sodingen 1:1(1:0) Das gestrige Spiel zeigte weniger erfreuliche Handlungen. Es erübrigt sich, viel darüber zu schreiben. Der Schiedsrichter war diesem Spiel nicht gewachsen, von Anfang an waren seine Entscheidungen #alich. Dem Gastgeber gestatteie er alles. für die Gäste aber fand er nie den gerechten Maßstab. Nachdem das Spiel seinen Anfang genommen hatte, dauerte es nicht lange, da entstand ein kleines Gesecht. verursach durch einen Gerther Spieler; durch Ordnungsleute wurde dieser Fall erledigt. Dann glückte dem Gastgeber ein glattes Abseitstor. Mit diesem Resul at ging es in die Pause Nach dem Wechsel wurde es nicht besser Gauklasse Fortung Herne— Herne=Mark 5:1 Preußen Herne— Herne 16 0:2 Holsterhausen— Viktoria Herne 7:1 Dingen— Fortuna Wanne 2:1 nutzte der gegnerische Mittelläufer geschickt zum 1•0 mas(Kurhessen Kassel) und Hubert(Sportfreunde aus. Die zwette Hälfte sah den H. B. C. leicht in Front. Nach glänzender Vorlage des Mittellelläufers schoß Parberg zum verdienten Ausgleich ein. Beiderseitige Bemühungen um den Sieg scheiterten an den aufmerksamen Hintermannschaften. Abpaddeln der DIK=Kanuten. Zur letzten offiziellen Ausfahrt flatterte noch einmal der stolze Wimpel am Fahnenmast des Bootshauses der Kanusportabteilung Falkenhorst. Abpakdeln war das Sonntagsprogramm der Kanuren in Verbindung mir Abteilungsmeisterschaften Nach über 1000 Meter Still, im Verborgenen liegt das Boatshaus und eichstor. Danach wurde die Hol= schmiegt sich an die User des Dortmund=Ems=Kane## r. und ehe man sich versah, war Still und kaum bemerkt ist auch die große Sxich die schönste Schlägerei zwischen leistung dieser Ab eilung in den verflossenen Mosendüberlegenem Spiel traten dann die Gäste in der 70. Minute das Ausgleichstor zerei noch schlimmer, auf dem Spielfeld die schonste Schlagerei zwischen leistung dieser Ab eilung in den verflossenen Mo Spielern und Publikum im Gange. Nach Aussetzung eines schlechten Sommers gewesen. Ein kurzer#t in von 5 Minuten ging das Spiel werter, aber keine blick soll daher auch dieser Leistung Beachtun Kaum war das letzte Stückchen Eis von serfläche verschwunden, als auch schon einig Verleihung der goldenen Ehrennadel der 93K. In Anerkennung ziehung der Bernhe Partei konnte den Sieg für sich herausholen Fortuna Herne 2. Jgd.— Sodingen 2. Jgd. 0:1 Sodingen 1. Jgd. 1:3 Jortuna Herne 1. Jgd. Sodingen Res.- Castrov 74 5:3(3:1) horster" zur ersten Ausfahrt rüsteten. Ab 29. März begann mu dem Anpaddeln Oihren haben. son, welche für die junge Abteilung so mie Einladung odene bringen sollte. Sonntag für Sonntag u überbracht Beide Parteien kieferten sich einen spannenden Werktagen sanden wir die DIK=Wimp Kampf. Direkt vom Anstoß an kam Sodingen in den mischen Wasserstraße. Gibt es denn alte wird die von Besitz des Balles und belagerte das Gäste or. Bereilo neres, als in dieser trostlosen Zeit schricht demenin der 6. Minute fiel das erste Tor ur Sodingen, keit hinauszupoddeln m die schöne s#####ns, 2öorgten; weitere 5 Minuten später hieß es schon 2:0 und kurz den kleinere und größere Fahrten, 2a der Kriegsvor dem Wechel konnte der Halblinke das 3. Tor anbringen. Einen Elimeter verschenkte man großzügig. Die Gäste warteten durch einen Durchbruch mit einem Gegentor auf. Nach der Pause hatte Sodingen weniger zu bestellen, die Gäste, welche jetzt nur noch mit 10 Mann spielten, waren den Sodingern zeitweise überlegen, brachten dies auch durch 2 Tore zum Ausdruck. Die Sürmer von Sodingen zeigten in dieser Hälfte wenig Zusammenhang und nur durch ihre guken Außenstürmer gelangen ihnen noch 2 Tore. Der Schiedsrichter war nur in der zweiten Hälfte gut, en der ersten versagte er oft. Lehrmannschaft Sodingen II— Castrop II 0:2. # Rasensport 27— VB. Gerthe 3:3(2:2) Der Platz der Rasensportler hatte gestern einen Rekordbesuch aufzuweisen. Die vielen Zuschauer sind aber auch restlos auf ihre Kosten gekommen, denn das Spiel war wirklich bis zum Schlußpfiff äußerst interessant, da beide Mannschaften ihr Bestes boten. Dank der vorzüglichen Leitung des Unparteiischen wurde eine allzu scharfe Spielweise vermieden. Besonders in der letzten Viertelstunde, wo es darum ging, da das nächste Tor das Spiel entschieden haben würde, war eine umsichtige Leitung unbedingt erforderlich.„„„ m.f Die neue Mannschaftsaufstellung bei dem Gastgeber sprach ganz gut an, und wir können nur empgrößere Fahrten nung der KriegsOstern ging es troß Wind und Regauf die Reise. Obwohl es noch draußen zu zelten, wird die Fah lich bleben. Einige Wochen später pöllige Wahrheit die Zelte in Anspruch genommen u ja selbst gekocht. Am Wochenende andere mit heiserer hinaus, ofr standen die Zelte erst=gann dann stockend: um nach einigen Stumden Schlafti— aber— es war packt zu werden. In echter Kamertekn abend auf dem gergeist gepflegt. Acht= und mehr d####omen., ugld ren keine Selenheit. Die Mosel“mehr, wag ich tat! die Lippe, Stever und der Halteschmuckes entstand in Zielpunkte und selbst die Ems, zr Kabine der Fürstin telandkanal wurden befahren.„isse Ihres letzten Beunternahmen die weite Reise win würde.— Es war rück in ihren Booten. Mir 19“, während des Balles. 600 Fahrten ausgeführt mit Handtasche zu übervon über 12 200. Neben den?“ auch eifrig für Rennen traimie gtte sich mit der K mAbteilung der Höhepunkt, als gutlich erseben konnte, regatto übertragen wurde und:— Ich trank— und an der 1. Kreisregatta in Mit eren Widerstandes.—“ Bezirksregatta wurde das R=“ und preßte den Koof Ab eilungsangelegenheit, da aur langsam und tonlos sehlte. Im Zweier entführte dine 238, Saxonia Marl die Sieße.., Hesicht trug, erwurde ein großer Erfolg. 4e mich an der Kehle brachte die Abteilung bei schön gen den Tisch— und Kreismeister wurden: im Einer der Hand.— Blind= Die Hühnerbrille Ein Mann. dem das morgendliche Aufsteben anscheinend schwer siel. konstruierte eine Weckvorrichtung. die auch dem Faulsten auf die Beine delsen kann: Das ist ein Bett, in welches ein Uhrwerk eingebaut wurde, das zu bestimmter Stunde den Insassen einsach auf den Boden fallen läßt. Ebenfalls dem Langschlafer dient ein Rasierapvarat. der ohne langes Einseisen einfach den Bart abschleift. Wenn in der Eile ein Stückchen Haut mitgebt. darf das nicht weiter verdrießen. Ein Tierfteund ließ Hühnerbrillen vatentieren. Nicht, daß die Hühneraugen besser sehen könnten, sondern, damit sich Siegen) mit der Auszeichnung bedacht. Boja gegen Praiß. Bei den Kölner Berufsborkämpfen am 21. Okr., in deren Mittelpunkt bekanntlich der Revanchekampf zwischen Hein Müller und Maurice Griselle stehen wird, werden der Dortmunder Franz Boja und der Kölner Herbert Praiß einen der Rahmenkämpfe bestreiten. Sparta Prag protestiert... In einer Nachtsitzung faßte der Vorstand der Prager Sparta den Beschluß, den Tschechischen FußballVerband zu beauftragen, gegen?=—"= Ein„aussichtsreicher" Regenschirm worden. Man denke nur an den Mann, der zuerst Blet stifte verkaufte, an deren anderem Ende ein Radier= gummi befestigt war: an den erfinderischen Kovf. der zuerst Gummiabsätze herstellen ließ; viele andere gibt es noch. denen ein Einfall und seine geschickte Ausnützung zu Reichtümern verhalf. Es gibt noch eine Unzahl Dinge. die erst erfunden werden müssen— ihr Schöpfer kann ein berühmter Mann werden. Wie stellt man Papier her, das sich als Wasche verwenden läßt? Wie kann man Pappe billig anfertigen, daß man sie als Geschirr brauchen kann und das Abwaschen erspart? Wie webt man unzerreißbare Strümpse? Wie stellt man Regenschirme her. die nicht stehen gelassen werden? 500000 Patente sind allein auf dem Berliner Patentamt angemeldet. Und anscheinend sind es immer noch nicht genug. Aber täglich vervollkommnet sich die Sammlung menschlicher Einfälle. Ob es einmal eine Zeit geben wird, in der die Menschheit am Ende ihrer Weisheit stehen wird? Und ob sie sich dann wohler fühlt? ehlen, daß man dem nächsten Gegner in derselben er die Gebrüder Mußmann. Die den Schmuck an mich Aufstellung gegenübertritt. Etwas eifriger hätte der die 4 mal 100-Meter=Pendelstafftr versuchte ich, durch Sturm in der zweiten Halbzeit allerdings sein kon= ust die Nichtteilnahme an den wicht zu kommen. nen. Erfreulich war es, festzustellen, daß man letz! dach die ernste Notzeit machte dfürstin—— und das endlich begriffen zu haben scheint, daß man ein Spiel] Wenn auch mit dem gestrige....„auch nach außen verlegen muß, wenn es nötig ist. Pardelzeit vorbei ist, so werd mit der vand über von den brit Toren lonmen zwuet au dons Jonuvo der, de. Kchmagten Veonze 2s Feiat, krn. Petatrhauser Torwart, der auch die unmöglichsten Bälle hielt. Bei den Gästen konnte die Stürmerreihe beDer Gastgeber übernahm schon nach 3 Minuten die Führung. Es war dies unstreitig das schönste Lor de Tages. Nach wunderbarer Kombingtion var es der Rechtsaußen der Holthauser, der den Ball Spiel lag setzt meistens in Holthausene Hälfte, und Zusommenkunft berreisse Meisteg, nach ca. 16 Minuten Spieldauer glich der Gast aus sen der DIK. in Dortmund. Wir aber wünschen der kan Das kann im au eirrt. Gewiß, sie sab kenhorst“ ein kräftiges„Aho!" ntiag— aber dieser und Aufwärtsstreben. wahr—“ wandte er doch gleichfalls einen Iten verluchen, sich in Die DöK.-Schülerabteilun(gruder trug, an Komhat am heutigen Abend im Jus Senius wartete Komtesse über ihn dachte—— oder ob Sie hoffen durften, ihre Zuneigung zu erringen—“ Wieder nickte Hilmar Lundquist. Der andere erhob sich und trat zu Hessenkamp und dem Kavitän:„So, nun wäre das Rätsel wohl endgültig gelöst. Zu Heren Lundquists Geständnis wäre kaum noch etwas hinzuzufügen!“ William Knigdt, der die ganze Zeit über, von den übrigen kaum beachtet, dagesessen hatte. schien das Wort ergreisen zu wollen, allein Hessenkamp kam ihm zuvor. „Gewiß. dieses Geständnis hat alles aufgeklärt. Dieses Geständnis—“ er lachte gereizt—„hat Sie sogar vor einer großen Blamage gerettet, mein Lieber!— Die Beschuldigung der Komtesse war.. „... Bluff!— Das wollten Sie doch wohl sagen?—“ fiel ihm der andere überlegen ins Wort.„Oder sollten Sie noch nicht begriffen haben, daß ich in dieser Form nur vorging, um Esten Lundquist moralisch zu zwingen. die Wahrheit zu gestehen, die— das gebe ich zu— ich sonst wohl schwerlich aus ihm berausbekommen hätte. Ich din nämlich fest davon überzeugt, daß sein Bruder. der seine Schuld ahnte, ihn in jeder Weise geschützt und verteidigt hätte,— nur um ihren Namen nicht bloßzustellen! — Ist es nicht so. Herr Hilmar Lundquist?“ „— gad der Gefragte zögernd zu Hessenkamp schien noch immer nicht zufrieden zu sein. „Also Sie wußten, daß Esten der Täter wahr?— Dann „Nein— was soll ich denn sagen?— Ich bin es gewesen—— und ich bereue, was ich getan habe!— Ich habe nur noch eine Bitte. meine Herren: ersparen Sie mir hier an Bord die Schande einer Verhaftung! Lassen Sie mich in meiner Kabine!— Wenn wir an Land kommen, werde ich mich den Behörden stellen— und— büßen.“ Senius wechselte einen hastigen Blick mit dem Kavitän. Dann nickte Siemssen:„Ich glaube, daß ich Ihnen das gestatten kann!“ „Ich danke Ihnen, Herr Kavitän—“ Er erhob sich schwankend.„Komm, Hilmar. begleite mich in die Kabine——“ Langsam und ohne einen Blick auf die Zurückbleibenden verließen die Beiden den Raum. Senius blickte ihnen achselzuckend nach.„Es war eine Affekthandlung! Sch vin nur neugierig, was die Richter dazu sagen werden!“ meinte er dann. „Unsere Sorge!“ Siemssen hatte sich hastig erhoben. „Gott sei Dank, daß das alles nun seine Klärung gefunden hat!“ „Und... Walter Kersten?“ Ganz unvermittelt hatte es Hessenkamp gefragt. Senius lächelte und blickte zu William Knight hinüber.„Auch das ist kein Rätsel mehr! - Wenn es Ihnen recht ist, dann wollen wir jetzt auch das erledigen, nur wäre es mir lieb, wenn die Fürstin und ihre Tochter Zeugen dieser letzten Aufklärung werden Sie mir vielleicht auch erklären können, wie es kam, daß wir seinen Bruder gestern nacht beim Verbergen waren...“ des Schmuckes beobachteten?"]„Dafür sehe ich keinen Grund!“ warf der Ingenieur „Aber gewiß, mein Lieber!— Die Lösung dieser Frage bastig ein. liegt in einer Tatsache: Hilmar Lunquist war nicht der]„Ich aber!" bestand der andere.„Herr bessenkamp. Verfolgte, sondern selbst ein Verfolger! Er beobachtete wollen Sie so liebenswürdig sein und die Damen hierher nämlich seinen Bruder, der den bis dahin in der Kabine bitten...?“ aufbewahrten Schmuck besser verstecken wollte!— Der Zu=] Wenige Minuten später waren die Fürstin Manierska sammenbang wurde mir klar, als Sie mir berichteten, daß und Annja wieder in der Kabine. Mit bastigen Worten an Stelle des erwarteten Hilmar sein Bruder Esten als berichtete Senius über das Geständnis Estens, überging erster in die Kabine zurückkehrte. Dafür gab es nur eine dabei aber die Gründe, die den Schweden zu seiner Tat logische Lösung, eben daß Hilmar seinen Bruder verfolgt hatte. Er kam dann nach ihm in die Kabine und aus dem Gesprach. das wir belauschten, konnte man ja unsweiselhaft den Zusammenbang entnehmen!— Es stimmt doch so. wie ich es darstellte?“ wandte er sich plötzlich an Hilmar Der schrak nervos zusammen, um schließlich langsam zu gebeten, denn er veranlaßt hatten. „Und nun—“ schloß er lächelnd,„soll auch das letzte Rätsel gelöst werden, das Sie, meine Damen, und uns beschäftigt hat. Es handelt sich darum. Walter Kersten die... Maske vom Gesicht zu reißen!— Nicht umsonst habe ich zu diesem Zwecke Herrn... William Knight hererklären:„Ja. es ist so gewesen!— Als Sie mir von dem blauen Domino erzählten, den Sie in der Nähe der Kabine der Fürstin geseben hatten, tauchte in mir der Verdacht auf, daß nur Esten es gewesen sein könnte— und desbalb folgte ich ihm auch gestern nacht, als er den fuhr fort:„Weil Sie Schmuck versteckte ruder— das war der!„Haben Sie noch etwas dazu zu sage e wissen wollten, wie die Lundquist?“ fragte Senius nun, err Ester „Er ist Kersten!“ rief Hessenkamp erregt.„Ich hatte es von Anfang an geahnt!“ Der Ingenieur machte ihm im Sitzen eine spöttische Verbeugung:„Sehr gut, mein Herr. aber, ich muß Sie enttäuschen!— Wie Sie mich hier sehen, bin ich zwar nicht William Kniaht, wohl aber—— der Detektio Gregor Senius (Schluß folgt).1 Haardarn-Tenpien an TT024#00 reines Material, gute, moderne Muster Unsere greße Leistung: 950 Haardarn-Tendich es. 200i##0 n 0750 Anker-Tenpich en 2301330 n 1 solldes, reines Materlal, in neuen Dessins„„ des bervorragende Markenlabrikat in Velour unsere große Leistung: 0—! 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Allen, denen aus Veisehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese Anzelge als solche. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Freitag nachmittag meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Ehefrau geb. Backwinkel Im Alter von 60 Jahren, wohlvorbereitet dusch den Empfang der hl. Sakramente, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen, Herne-Börnig. Dortmund, Gerthe, Riemke, Hofstede und Hagen, den 10. Oktober 1931 Die Beerdigung findet statt am Montag. dem 12. Oktober, nachmttrags 3,30 Uhr vom Sterbehause, Gerther Straße 57, aus Das Levitenhochamt ist am gleichen Tage morgens 7¼ Uhr in der Plarrkische zu Börnig-Sodingen. Neu! Neu! Elkamo=Parfümerie Herne, Vinckestraße Nr. 22 Großhandlung in Parfümerien und Toiletteartikeln, führt alle bekannten Markenartikel der Branche— auch Kabinettware Nur für Wiederverkäufer, Friseure u. dergl. Priestermangel. Ach, das klingt so bedrückend und trostlos: Keine Priester! Zu wenig Priester! Am größten und schlimmsten aber ist der Priestermangel in den Missionsländern.— Müssen wir nicht alle mithelfen, diesem trostlosen Priestermangel im Heidenland abzuhelsen? Hilf daher Missionspriester herandilden!— Ist es nicht eine unbeschreibliche Süßigkeit und ein großer Trost in der Sterbestunde, einem armen Jüngling zum Priestertum zu verhelfen?— Man kann an diesem Werkteilnehmen durch jede noch so kleine Spende. 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O 6.30: Gymnastik. — anschl.: Frühkonzert# 10.35, 13.30: Nachrichten. B 12: für den Landwirt m 12.05: Schallvlatten bzw. Schulfunk. Nauener Zeit. e 14.00: Schallolatten. m 15.30: Wetter. Börse. Deutsche Welle: Montag. 12. Oktober. 14.45: Kinderstunde. 15.40: Jugend zur Jugend: Wir und die Klassiker. 16.00: g. Wienece: Aus der Arbeit der Volks= und Landschulen. 16.30: Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30: Dr. Ebhardt: Die Geheimnisse der Arv Schnittger=Orgel. Mitw.: W. Auler Orgel). 18.00: Priv.=Dozent Dr. Arland: An den Grenzlinien des Lebens. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Wetter für die Landwirtschaft. 19.00: Min.=Rai Weil: Wie halten wir die ländliche Fortbildungsschule im Winter 1931=32 durch 19.25: Min.=Rat Dr. Strunden: Dänische Vordilder Eindrücke einer Studtenreiie 19.45: Od.=Ing. Ratrz: Viertelstunde Funktechnik. anschl. Wetter für die Landwirtschaft. 20.00: Orchesterkonzert. Orchestei des Westdeutschen Rundin Intermeno: Lebende Dichter: Heinrich Mann. 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Lichtenstein Rud. Stratz. Die letzte Wahl F. W. Weder. Dreizehnlinden Timmermans, Dallieter Hanns Julins Wille, Juan Sorolla, Roman... Roder! Walter. Der Stein der Narren, Roman Luise Westkirch. Der verlorene Sohn, Roman. Hans v. Hülsen, Güldenboden, Roman Emil Lucka. Am Sterndrunnen, Roman Helmuth Unger, Passagiere, Roman Rud. Huch. Hans der Träumer, Roman Georg Hirschfeld. Der Mann im Morgendämmer Roman Rod. Walter. Die Igeliade. Ein humoristischer Roman Heinr. Federer, Pilatus. Eine Erzählung aus den Bergen Daul Keller. Der Sohn der Hager Daul Keller, Waldwinier Daul Reller, Marie Heinrich Daul Keller erzählt 1.20 1.30 1.60 2.— 2.— 2.— 2.20 2.25 2.25 2.25 5, 2.25 2.25 2.25 2.25 2.40 2.40 2.40 2.40 2.40 2.40 2.50 7.50 2.75 2.75 2.75 2.75 2.75 2.75 2.75 2.75 2.75 2.80 2.85 2.85 2.85 2.85 Paul Keller, Die Insel der Einsamen 2.85 Daul Keller. Hudertus 2.85 Daul Keller, In fremden Spiegeln 2.85 Daul Keller, Ferien vom Ich 2.85 Marhold, Literaturgeschichte der Gegenwart. 2.85 Ferdinande v. Brachel, Die Tochter des Kunstreiters 2,8 E. Phillips. Der fremde Prinz 2.85 E. Nesbil. Die lustige Ehe 2,85 Handel-Mazzelki, Meinrad Helmpergers denkwürdiges Jahr. Kulturgeschichtl. Roman. 2.85 C. Ludw. Schleich, Besonnte Vergangenheit.. 2.85 Franz Wersel, Verdi. Roman der Oper. 2.85 Ludwig Mathar, Herr Johannes, der Roman eines Priesters 2.85 Thomas Mann, Buddendroohs. Ein Meisterroman 2.85 Bürgerliches Gesetzduch 2.85 Handelsgesetzduch 2.85 Deutsches Arbeitsrecht einschl. Gewerbeordnung 2.85 Reichssleuergesetz 2.85 Strafgesetzduch, Strafprozeßordnung und strafrechtliche Redengesetze Ausgewählle Werke der Rodelpreisträger Kuuf Hamsun, Selma Lagerlös. Björnson Ausgewählte Werke eic. Reymont, Sienkiewicz Deledda Ausgewählte Werke ekc. Gerhart Hauptmann, Rudyart Ripling, Bernh. Shaw Danke, Göltliche Komödie 2.85 Pf. Steph. Berghoff. Schwestern von heute, wie sie leiden und sterden Das kleine Staatsbürger=Lexikon Kürschners Handlexikon für alle Wissensgediete. 900 Setten, 32 Tafeln Felicitas Rose, Heideschulmeister Uwe Karsten. Roman Felicitas Rose, Das Lyzeum in Birkbolz Felicitas Rose, Erlenkamp Erden. Roman Felicitas Rose. Der graue Alltag und sein Licht 3.80 Ottokar Janetschek, Mozart. Ein Künstlerieden 3.80 Erde, Wörterduch der deutschen Rechtschreidung 3.80 Widbell, Nur ein Viertelstündchen 3.88 Der Große Duden 4.50 Das Deutschland-Buch. 296 ganzseitige Bilder In Kupfertiefdruck nebst Erläuterungen. Ein Bilderwerk von bezwingender Schönhett.. 4,80 Thrasolt, Dr. Sonnenschein Kart. 4.80 Deutsche Arbeit. Bilder vom Wiederaufstieg Deutschlands. 92 Aufnahmen von Hoppe. Ganzleinen 5.— 2.83 2.85 2.85 2.83 4.— 1.80 3.80 3.80 3.80 Sämtliche Werke sind neu; nicht antiquarisch. Vielfach Novitäten! Buchhandlung Koethers& Röttsches s Bebelstraße 8. Herne. neben dem Postamt.