Festungsservituts r antwortete, die ilitärdepartements egen die Schweiz. u als nicht unter ertrages von 1815 ; z u e i n e r R e k l a kliege. Der BunKonflikt rchtet um Ferdinand fürch den Serben nacheht unzweifelhaft tig zum Abdanken bischen Forderune Bewegung sol swommen f. Am 12. Juni Becker von Stationsschiff in den Bosporus r hatte dabei die us, die hier von en Küste gerichte Reichstags= und ad v. Malsen sestorben. me der Börse. Der Berichtsabschnitne lustlose und unbefriedigenden n Industrieberichhöhtem Maße den ind sieht mit Beder Verhältnisse latte Haltung der schwache Wiener und es wurden Ultimo nicht ohne de. Einen stärkenarkt auf. Sie neuerliche Eruhrpreise, auf die Walzeisen= und Absatz beim österzen. Phönix und i B e g i n n 2 P r o z. sogar 2 3/8 Proz. gaben bis 1¾ elektrische Werte zmen von ½ ren relativ widerSchiffahrtsgesellem Bankenmarkte ingig. Von Verigbahn 1¼ Proz. Inschluß an Neui Käufern gaben as Geschäft entimogeld wird auf Reichsbankdiskont rozent. Privat= bericht. Die Proreisen ein, konnte if höhere Ausößerer Deckungen sen, so daß die 7 gewinnen konne anziehen. Das engen Grenzen. ssigt. Wetzen 1000 kg 00, per Sept. 204,75 ggen 1000 kg loco —000,00, per Okt. hn u. fr. W. vompreut., posener. ring 000,00—000,00 10.00, gering 000,00 0 kg fr. W. amerik. Gerste 1000 kg ab mittel 153,00—155, ussische und Donau Erbsen 1000 kg mittel 167.00—178, 0,00—000, Viktoria o inkl. S. 24,00 bis kl. S. 20,20—22,50. Mühle grobe 10,50 kleie 100 kg netto e Bohnen 100 kg 0. erik. 15„0|17./6 ul—.——— sept.— uni—. kt. 66 501 66,40 ezbr.—. h1 14. 6 24,00-28.50 17. 6 21,00-28.50 #h114. 6 20,20-22 H 17. 6 20,20-22.50 ##er.(Aufangs= Basis 88% Rendeirg per Juni.40. .=Dez. 9,87 1/8 per Fest 1 Uhr. Kasse Santos per Sept. 9¼ Gd., per Mai Weizen Ia. 21,60, 17.70 Me. Hasel Kg. Wintergerste Mk., Heu 2,40 bis zeg. Krummstro.) troy 17,00 Mt. für völ 66,50, satzweise Preßtuchen 108.00 112,00 Mt. .00, 67,00. Loko. Lubs und Notierungen der lpland loko middl llung. Gestern füt 29917 Wagen. den 18. Juni: he bis südliche bliothek ig.— von 40 Pf. fr). m. b.., Nr. 303— 85. Jahrgang Morgen=Ausgabe Mittwoch, 18. Juni 1913 Zeitung Erscheint wochentäglich zweimal, außerdem an Sonntagen einmal. Monatliche Bezugsgebühr 80 Pf., durch die Post bezogen vierteljährlich 2,50 Mark. Anzeigengebühren: 25 Pf. für die einspaltige Kolonelzeile. Annahmeschluß von Inseraten abends 6 Uhr. Hauptgeschäftsstelle, Redaktion und Druckerei: Karlstraße Nr. 5. Fernsprecher: Nr. 181, 530 und 816. Auf Anruf einer dieser Nummern meldet sich die BetriebsZentrale, welche die Verbindung mit den einzelnen Geschäftsabteilungen herstellt. Erfüllungsort Dortmund. Täglich 2 Ausgaben Anzeiger und Handelsblätt, Täglich 2 Ausgaben Unabhängiges Organ für nationale Politik, verbunden mit derWestfälischen Allgemeinen Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Stadt= und Landkreis Dortmund ster. ür Feuilleton, Kunst und Wissenchaft Th. Schäfer; für Lokales u. den übrigen Teil W Piersig: ür Inserate u. Reklamen H. Grävinghoff, sämtlich in Dortmund. Druck und Verlag: C. L. Krüger, G. m. b.., Dortmund. Für Aufbewahrung u. Rücksendung unverlangt eingesandter Manuskripte, sowie für die Aufnahme v. Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird keine Verantwortung übernommen Hierzu ein 2. Blatt und die Unterhaltungsbeilage„Mußestunden“ Zum Kaiserjubiläum Eine Ansprache des Königs von Sachsen Bei der Galatafel im königl. Schlosse hielt der König von Sachsen folgende Ansprache an den Kaiser: Eure Majestät haben uns schon heute vormittag gestattet. Eurer Majestät in feierlicher Form unsere Glückwünsche darzubringen, die wir deutschen Bundesfürsten und Vertreter des Senats der freien und Hansestädte bei dem 25jährigen Regierungsjubiläum Eurer Majestät für Allerhöchst deren Wohl auf dem Herzen tragen. Se. königliche Hoheit, der Prinzregent von Bayern, hat hierbei auch schon Gelegenheit genommen, in unser aller Namen dankvar der Segnungen zu gedenken, die dem deutschen Reiche aus der Fürsorge Eurer Majestät zugeflossen sind, und der Freude darüber Ausdruck gegeben, daß das deutsche Reich unter Eurer Majestät weiser und gerechter Leitung sein Ansehen gewahrt und die Wohlfahrt gemehrt hat. Wenn uns nun in dieser frohen und festlichen Stunde von neuem das Be dürfnis beseelt, Eurer Majestät unsere herzliche Liebe und hohe Verehrung zu bekunden, so kann auch ich zunächst nur Worte des Dankes finden da für, daß der allmächtige Gott Eure Majestät in seinen gnädigen Schutz genommen und Eurer Maje tät Leben und Handeln so sichtbar gesegnet hat. Wir aber, die wir mit Eurer Majestät durch heilige Bündnisverträge zum Wohle unseres geliebten Vaterlandes unverbrüchlich verbunden sind, dürfen es besonders dankbar rühmen, daß es Eurer Majestät Weisheit jederzeit gelungen ist, unter schwierigen Verhältnissen dem Reiche die Erfüllung seiner fortschreitenden Bedürfnisse zu sichern, den Einzelstaaten aber diejenige Selbständigkeit zu wahren, die sie zur Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben bedürfen. Wie wir aber in der uns verbürgten Selbständigkeit eine Grundlage des inneren Friedens und eine Gewähr für die Wohlfahrt des Reiches und seiner Glieder erblicken, so können auch Ew. Majestät versichert sein, daß wir mit gleicher Treue an den uns obliegenden Pflichten festhalten, und daß das Wohl des Reiches der Leitstern unserer Handlungen und Entschließungen bleiben wird. So sind wir denn alle hierher geeilt aus Süden und Norden, von den Grenzen der Alpen und des Erzgebirges, vom Rhein, der Weser, Elbe, vom Bodensee, der Nordund Ostsee, sowie von den deutschen Mittelgebirgen, um Ew. Majestät zu versichern, daß wir und unsere Lander in guten und bösen Tagen treu zu Kaiser und Reich stehen. Ew. Majestät haben vor wenigen Wochen ein glänzendes Familienfest gefeiert. Unter der freundschaft lichen Teilnahme hoher Verwandter haben Ew. Majestät unter den Glückwünschen des ganzen deutschen Volkes die liebreizende einzige Tochter vermählt. Möge dieses Familienfest, das diesen Lebens= und Regierungsabschnitt Ew. Majestät so glückhaft umstrahlt, von günstiger Vorbedeutung dafür sein, daß über die Politik des Friedens die sich Ew. Majestät zum Ziele gesetzt haben, auch fernerhin die Sonne des göttlichen Segens scheinen werde. Die kaiserlichen Gegengeschenke Eine Sondernummer des„Reichsanzeigers“ hat gestern auf dreizehn Seiten die Fülle der kaiserlichen Gegengeschenke mitgeteilt, mit denen der Monarc aus Anlaß seiner Jubiläumsfeier alle Schichten des Volkes erfreuen wollte. Es sind keine ganz uner warteten Überraschungen unter den Gaben, aber es kann ebensowenig von begründeten Enttäuschungen geredet werden. Insbesondere bietet die bei solchen feierlichen Anlässen immer erfolgende Amnestie kei nen Anlaß zu berechtigter Kritik. Im Gegenteil, der Rahmen der Begnadigungen ist diesmal weiter als sonst gesteckt, indem die Amnestie nicht an das Strafmaß oder die Art der Gesetzesverletzung gebunden wird, sondern ganz allgemein allen geeig neten Personen zu Gute kommen soll, die zu ihren Straftaten durch Not, Leichtsinn, Unbesonnenheit oder Verführung veranlaßt worden sind. Wenn die mit dem Strafvollzug beauftragten Behörden, wie anzunehmen ist, weitherzig und schnell die Prüfung der Würdigkeit und Bedürftigkeit der„geeigneten Fälle" durchführen, wird die Zahl der Begnadigten weit größer sein, als je früher bei ähnlichen An lässen. Dabei kann man dann die unerwünschte Folge wohl in Kauf nehmen, daß die größere Zahl der Straferlasse erst einige Tage nach dem Re gierungsjubiläum rechtsgiltig werden, zumal allen zweifellos würdigen und bedürftigen Inhaftierten schon unverzüglich eine vorläufige Unterbrechung der Strafvollstreckung zu Teil werden soll. Die Gnadenerweise für Armee und Marine halten sich in dem seither üblichen Rahmen, wonach nur Disziplinarstrafen erlassen werden. Die„leichten“ Sünder im bunten Rock werden also sofort und ohne weitere Nachprüfung ihrer Würdigkeit vom allerhöchsten Kriegsherrn begnadigt. Nur die Vor gesetzten aller Grade, die sich Soldatenmißhandlungen haben zu schulden kommen lassen, bleiben von jeglicher Amnestie ausgeschlossen. Man kann aus diesem kleinen aber bedeutsamen Zug wieder einmal ersehen, wie ernst es dem Kaiser mit der Bekämpfung der Soldatenmißhandlungen ist, und man begreift nach diesem neuesten Beweis kaiserlicher Gesinnung nur noch schwerer die oft so leichten Strasen, welche über Offiziere und Unteroffiziere wegen Mißhandlung oder„vorschriftswidriger Behandlung“. Untergebener von den Militärgerichten verhängt werden. Uneingeschränkte Genugtuung löst das feierliche kaiserliche Bekenntuts zur Jugendpflege aus. Erst in den letzten drei Jahren haben sich staatliche und Dem Reichstag, der heute inmitten der Jubiläumsfestlichkeiten recht mäßig besetzt war, teilte zunächst Präsident Kaempf den Dank des Kaisers auf seine Glückwünsche mit. Die militärischen Worte:„Ein Reich, ein Volk, ein Gott“ wiederholten sich in dem Dank, und dann wurde die Beratung der Militärvorlage bei dem sozialdemokratischen Zusatzantrag, ganz allgemein die einjährige Dienstzeit einzuführen, fortgesetzt. Diesen Antrag, der ganz aussichtslos ist, suchen verschiedene Anträge der Volkspartei abzuschwächen. Zunächst kamen Redner der Rechten, für das Zentrum Graf Praschma, für die Konservativen der Westpreuße Nehbel an die Reihe. Beide lehnten den Zusatzantrag ab, der letztere in einer Form, die augenscheinlich darauf berechnet war, die Sozialdemokraten recht kräftig abzuwehren. Dann versuchte es der Kriegsminister allerdings weniger angreifend im Ton, als in der Sache. Er hatte seine Rede gut vorbereitet, Satz für Satz, um sich durch eine seiner plötzlichen Offenheiten keine Blöße zu geben. Er betonte, daß die Herabsetzung der Dienstzeit ein untaugliches Mittel zur Verstärkung der Rüstungen sei. Die Kosten würden ganz erheblich steigen, und im übrigen sei, wie eine unzeitige Indiskretion des„Vorwärts“ verraten habe, die Absicht eine ganz andere. Die Armee solle demobilisiert, die Regierung dadurch geschwächt werden. Damit aber, so fuhr er unter lärmendem Widerspruch der Sozialdemokraten fort, werde weniger die Regierung als das Vaterland geschwächt. Das führte er des Näheren aus. Die Armee solle eben eine moralische Erziehungsanstalt für Vaterlandsliebe sein und bleiben. Deshalb sei es auch ganz unrichtig, daß sie gegen den inneren Feind bestimmt sei. Nirgends würde sie so wenig im Lande verwandt wie in Deutschland. Dann wandte sich Herr von Heeringen, immer wie vorher an der Hand eines sorgsam vorbereiteten Manuskripts, gegen die Einzelheiten der Anträge. Es sei nicht möglich, ohne die Einzelausbildung zu vernachlässigen, eine längere Pause zwischen der Entlassung der Reserven und der Einstellung der Rekruten eintreten zu lassen. Auch die Ausdehnung des Einjährigfreiwilligenprivilegs, namentlich auf die Turner, sei bedenklich. Ein guter Turner ist noch kein guter Soldat, und er ist auch nicht dasselbe wie ein tüchtiger Handwerker oder Künstler. Diese wirken moralisch auf andere, das tut der Turner aber nicht. Endlich verteidigte der Minister sehr lebhaft und mit einer sehr ausführlichen Begründung die jetzige Friedenspräsenzstärke, die im Hinblick auf eine Mobilisierung geradezu unentbehrlich sei, und bekämpfte den Gedanken einer Miliz in Deutschland. Deutschland müsse nach seiner Größe und Lage einen Krieg offensiv führen, und dazu sei die Miliz nicht geeignet. Alle diese Vorschläge müßten nach Ansicht der Sachverständigen zum Ruin des Heeres führen. Der Fortschrittler Liesching begründete darauf nochmals die Resolutionen seiner Partei in einer lebhaften Polemik gegen die Rechte, und dann begann die zweite Rede der Sozialdemokraten zu diesem Punkte, die diesmal der Abgeordnete Schulz hielt. Der Kriegsminister hatte es verhältnismäßig leicht, dagegen machten die Sozialdemokraten einen größeren Lärm, als er die Jugendbewegung als ganz unpolitisch hinstellte. Der fortschrittliche Bauer Koch hielt dann eine recht bewilligungsfreudige Rede, und dann sprach der dritte sozialdemokratische Abgeordnete. Quarck, zu diesem Thema. Diesmal machte er es kürzer, ader er rief doch eine Erwiderung des Kriegsministers hervor, die dieser noch verstärken mußte, als der Abgeordnete Zubeil die Angriffe Quarcks auf die Offiziere wiederholte. Die Stimmung war ziemlich geladen, als die Erörterung üder die Verkürzung der Dienstpflicht zu Ende ging. In dieser Atmosphäre begann wieder ein neuer Sozialdemokirchliche Behörden, Kreis= und Gemeindeverwaltungen, Verbände und Vereine aller Art mit berufenen Freunden und Freundinnen des heranwachsenden Geschlechtes zusammengefunden, um der schulentlassenen Jugend diejenige Pflege und Förderung angedeihen zu lassen, deren sie in den schwierigen körperlichen und geistigen Entwicklungsjahren ganz besonders bedarf, um ihren späteren Pflichten gegen Volk und Staat entsprechen zu können. Manches Ungesunde läuft in diesen ersten Beginn einer großzügigen Hilfsaktion noch mit unter, spielerische Bestrebungen drängen sich in den Vordergrund und verursachen Mißstimmung gegen das Gesamtunternehmen. Hier ist wirklich Zusammenfassung aller Kräfte und einheitliche Organisation dringend notwendig, wenn die Bewegung nicht in falsche Bahnen geraten oder doch Vorurteile hervorrufen soll, die im Wesen der Sache nicht begründet sind. krat. Stücklen, den zweiten Zusatz seiner Partei zu begründen, das Burschenwesen abzuschaffen. Generalleutnant Wandel erwiderte darauf sachlich. Die Redner der Konservativen von Gräfe und des Zentrums Graf Praschma schlossen sich ihm mit kurzen Erklärungen an. Der Sozialdemokrat Schöpflin suchte die Anträge seiner Partei nochmals zu begründen. Es kam nun noch eine kurze Erwiderung des Generals von Wandel und dann vertagte man sich. * (163. Sitzung.— Eigener Bericht.) Am Bundesratstische: Kriegsminister v. Heeringen. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. und teilt mit, daß der Reichstagsvorstand dem Kaiser zum 25jährigen Regierungsjubiläum die Glückwünsche des Reichstages ausgesprochen hat. Der Kaiser läßt dem Reichstage danken und hat in seiner Antwort die Worte hervorgehoben:„Ein Reich, ein Volk, ein Gott!“ Dann gibt der Präsident dem Hause Kenntnis vom Ableben des Zentrumsabgeordneten für Landshut, Freiherrn von Malsen=Waldkirch. Das Haus hört den Nachruf stehend an. Der Gesetzentwurf zur Einführung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz im Königreich Bayern wird in dritter Beratung ohne Erörterung verabschiedet. Die Wehrvorlage Abg. Graf Praschma(Ztr.) erklärt, daß das Zentrum den in der Freitagssitzung vom Abgeordneten Gradnauer(Soz.) begründeten Antrag auf allgemeine Einführung des Einjahrdienstes ablehnen werde. Abg. Nehbel(kons.) bekämpft den Antrag der Sozialdemokraten. Wir können doch nicht die doppelte Rekrutenzahl einstellen, das geht ja schon technisch nicht. Die Bauernsöhne an ihrem Teil bleiben oft freiwillig zwei bis vier Jahre in der Armee.(Stürmicher Widerspruch bei den Soz., Unruhe, Glocke des Präsidenten.) Die Väter wissen, daß die Jungen dort was fürs Leben lernen.(Stürmischer Widerspruch bei den Soz.) Dafür haben Sie(zu den Sozialdemokraten) kein Verständnis.(Große Unruhe bei den Soz., Glocke des Präsidenten.) Die Bauernjungen tragen mit Stolz des Königs Rock. Das ist vielen hier sehr unangenehm.(Große Unruhe bei den Soz.) Wir würden bei der einjährigen Dienstzeit völlig undisziplinierte Horden haben. Wo soll das Ausbildungspersonal, wo sollen die Richtkanoniere herkommen? Wer behauptet, daß eine ordentliche Ausbildung in einem Jahre möglich ist, hat keinen Schimmer von der Armee.(Stürmischer lärmender Widerspruch bei den Soz.) Auch der Kostenpunkt ist ein Hindernis. Durch die Herabsetzung der Dienstzeit würde die Gewähr für den Frieden und die Stärke unserer Armee gefährdet. Wer den Frieden liebt, muß gegen eine Dienstzeitverkürzung sein. Kriegsminister von Heeringen: Der Herr Abg. Gradnauer sieht in der Verkürzung der Dienstzeit ein Mittel für die Einschränkung der Rüstungen, das wäre ein sehr untaugliches Mittel. Wer die Dienstzeit herabsetzt, also die Qualität der Soldaten verringert, müßte in der Quantität in die Höhe gehen. Auch die Sozialdemokraten wollen ja jedem Mann für Verteidigung von Haus und Hof die Flinte in die Hand geben. Wenn die ganze Bevölkerung auf diese Weise wehrfähig gemacht wird, würde im Mobilmachungsfalle eine große Reihe von Vorbereitungen zu treffen sein, wodurch die Kosten zweifellos wachsen würden. Was die Sozialdemokratie mit der Verkürzung der Dienstzeit eigentlich will, hat der „Vorwärts“ im April vorigen Jahres angekündigt. Die Miliz ist vor allem eine politische Forderung, nicht eine ökonomische. Sie streben sie an im Interesse der Demokratie, um die Macht der Regierung zu schwächen. Also(zu den Sozialdemokraten gewendet) sie wollen eine Herabsetzung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Armee.(Widerspruch bei den Soz.) Sie wollen die Regierung schwächen. Tatsächlich schwächen sie damit die Sicherheit des Vaterlandes.(Lärm und Widerspruch Nimmt man zu allen aufgeführten Gegengeschen ken des Kaisers auch noch die Gnadengeschenke vor 30.000 Mark für 600 bedürftige Kriegsveteranen und die überaus zahlreichen persönlichen Auszeichnungen hinzu, die hervorragenden Männern aus allen Berufen zu teil geworden sind, so ist das Gesamturteil gewiß berechtigt, daß die kaiserlichen Gegengeschenke an Zahl und Bedeutung dem Maß der Verehrung und der Liebe entsprechen, das von seiten des Volkes in diesen Jubeltagen zum Ausdruck gekommen ist. Der erfreulichste Ertrag aber wird für den hohen Jubilar wie für das deutsche Vaterland die Gewißheit sein, daß allen antimonarchischen Bestrebungen unserer Zeit zum Trotz die gegenseitige Zuneigung zwischen Kaiser und Volk aufs neue bestätigt und bekräftigt worden ist. Möge sie sich auch im nächsten Vierteljahrhundert allezeit betätigen! bei den Soz.) Das deutsche Heer ist überhaupt kein Berufsheer mit einer so langen Dienstzeit, daß man sagen könnte, in den knappen zwei Jahren wird das Heer von allen Familienbeziehungen zu der Bevölkerung losgelöst. Daß die Armee heute ein zuverlässiges Werkzeug ist, beruht nicht auf der langen Dienstzeit, sondern auf der sachgemäßen Erziehung, die den Leuten zu teil wird(Widerspruch bei den Soz.), vor allem auf der staatstreuen Ausbildung unserer Kompagnie= und Eskadronschefs. (Widerspruch links.) Die Leute müssen aber vor allem dahin erzogen werden, daß sie ihrem Führer in Not und Gefahr folgen. Dies Gesü in die Menge des Volkes hineinzubringen, erfor#ert eine lange Zeit. Die Friedensausbildung ist nicht auf zwei oder drei Jahre bemessen, um den Soldaten zu einem aktiv brauchbaren Soldaten zu machen, sondern die Ausbildung soll auch noch für eine lange Zeit des Beurlaubtenstandes vorhalten, damit der Ausgebildete in Kriegszeiten sofort mit Erfolg gegen den Feind geführt werden kann. Man hat auch von der Verwendung der Armee gegen den inneren Feind gesprochen. Die Armee ist sich allerdings bewußt, daß sie in ernsten Zeiten unter Umständen das Rück. grat des Staates bildet und die Aufgabe hat, den Soldaten zur Treue für Kaiser und Reich, für Fürst und Vaterland zu erziehen. Wenn sie damit im Gegensatz zu demokratischen Bestrebungen steht, so ist das weder Provokation, noch Politik, sondern einfach die Ausführung einer selbstverständlichen Pflicht. Es gibt keinen Staat, für den die Armee für innere Zwecke so wenig in Betracht kommt, wie Deutschland. Gegen eine Verkürzung der Dienstzeit spricht eine ganze Reihe triftiger Gründe. In der Einschränkung des Parademäßigen und des Drills sind wir bisher an die Grenze des Möglichen herangegangen. Als Mittel, um die Bewegung und die Ausbildung großer Menschenmassen leicht zu ermöglichen, sind parademäßige übungen auch heute noch durchaus am Platze. Ein Provinzarmeekorps hat überhaupt nur an Königs Geburtstag oder alle sechs bis sieben Jahre eine Kaisermanöverparade. Im übrigen geben Paraden, für die ich mich sonst gar nicht ins Zeug legen will, einen sehr guten, raschen Überblick über die Exerzierausbildung. (Widerspruch bei den Soz.) Der Abg. Gradnauer meint, ein Fünftel der Dienstzeit werde noch auf das Parademäßige verwendet. Ließe man das wegfallen. so könnte die einjährige Dienstzeit eingeführt werden. Will denn der Herr Abgeordnete die Soldaten gar nicht in Urlaub gehen lassen?. Die Pausen, die zwischen der Reservistenentlassung und der Rekruteneinstellung liegen, sind zur Erholung des Ausbildungspersonals notwendig, und für die Vorbereitungen zur Einstellung der Rekruten unentbehrlich. Diese Perioden noch zu verlängern, wie es die freisinnige Volkspartei in einer Resolution fordert, ist nicht möglich, weil diese Zeit einen Schwächezustand der Armee darstellt. Die Hauptstärke des deutschen Heeres liegt in einer völlig gründlichen Einzelausbildung und kann nicht erreicht werden in einer Art Ausbildungspresse. Sobald wir daran rühren, rüt tlen wir an einem Grundpfeiler der Armee. Die Resolution der Volkspartei wegen der Turnere bitte ich abzulehnen. Ein guter Turner ist noch lange kein guter Soldat. So gerne ich der Anregung im übrigen Folge geben würde, muß ich doch sagen, daß sie in der Praxis unausführbar ist. Die Ausbildung einer kleineren Zahl von Leuten mit ausgesuchtem Ausbildungspersonal unter ganz besonders günstigen Umständen, läßt sich leichter fördern, als die einer Kompagnie mit 80 oder noch mehr Rekruten. Wenn die Einjährig=Freiwilligen in den Etat eingestellt würden, so würde der Beurlaubtenstand von 108000 Mann geschwächt werden und eine Mehrausgabe von 24 Millionen Mar entstehen. Gegen die einjährige Dienstzeit sprechen auch organisatorische Gründe. Wir müssen unsere Friedenspräsenzstärke beibehalten. Nur wenn sie genügend starke Friedenskadres hat, wird die Truppenausbildung gewährleistet. In Frankreich begründet man ja auch die dreijährige Dienstzeit damit, daß die Friedenskadres für die Ausbildung nicht mehr genügen. Die Durchführung der Mobilmachung erfordert ebenfalls eine Anzahl von besonders gechulten Leuten. Bei nur einjähriger Dienstzeit würden die Eisenbahnen und die Bezirkskommandos im Kriegsfalle unerträglich belastet werden. Das Einjährigen=Ideal der Roten vor dem Reichstage d Berlin, 17. Juni. Ein gewisser Prozentsatz der Mannschaft muß als Feldtruppe sofort verwendungsfähig sein. Die Ar mee muß so organisiert sein, wie es am ersten Tage eines Krieges am vorteilhaftesten ist. Wenn wir nur einen Jahrgang hätten und ihn immer völlia zur Reserve entlassen müßten, würde eine Reihe von Tagen hindurch die Armee lediglich aus Of fizieren und Unteroffizieren beste hen, also bis zur vollen Ausbildung der Rekruten wehrlos sein. Der Abg. Gradnauer hat sich auch auf das historische Gebiet begeben und auf Bulgaren und Serben verwiesen, die eine erheblich kürzere Dienstzeit hätten als wir. Ohne den deutschen Soldaten herabsetzen zu wollen, muß ich doch anerkennen, daß Bulgaren und Serben mehr Naturvölker sind, und infolgedessen kriege rische Eigenschaften in größerem Maße haben, als wir in Deutschland. Der serbische und bulgarische Soldat wird ausschließlich dem Bauernstande entnommen. Die Leute sind abgehärtet, bereiten sich ihre Nahrung im Freien und sind an starkes Marschieren gewöhnt, weil sie im Lande auf ihre Beine angewiesen sind. Zum Teil sind sie auch im Waffengebrauch geübt. Begeistert zogen sie gegen den Erzfeind. Ihnen gegenüber stand ein Rekruten heer, das in der Entwicklung begriffen war, von dem eine Anzahl von Leuten überhaupt noch kein Gewehr in der Hand gehabt oder kaum mit scharsen Patronen geschossen hatte. Die Organisation eines Heeres muß für die Aufgaben, die es im Mobilmachungsfalle erfüllen wird, vorbereiten. Wären um uns herum Milizarmeen, so könnten wir diese Frage anders betrachten. Für die deutsche Armee, die unter Umständen eine machtvolle Offensive ergreifen muß, ist es unbedingt notwendig, daß wir ein gut ausgebildetes festdiszipliniertes Heer im Frieden vorbereiten, das im Mobilmachungsfalle das deutsche Reich sichert. Ich bitte dringend, alle Anträge auf Verkürzung der Dienstzeit abzulehnen. Die jetzige Zeit ist wahrlich nicht ange tan, derartige Experimente zu machen, von denen die verantwortlichen Heeresleiter der Meinung sind, daß sie zum Ruin des deutschen Heeres führen würden.(Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Liesching(fortschr. Vpt.): Unsere Partei ist stets für die Herabsetzung der Dienstzeit eingetreten. Wenn sie einmal soweit sind, daß in Europa allgemein die Friedenspräsenz herabgesetzt wird, wird es das erste sein, daß man die Truppen nicht mehr solange bei der Fahne behält. Gegenüber dem schweizerischen System werden auch dort Stimmen laut, die erklären, es sei besser, der Mann diene eine etwas längere Zeit, als daß er immer und immer wieder einberufen und dadurch im Erwerbsleben gehindert wird. Also auch mit diesem Ideal der Sozialdemokraten hat es einen Haken. Statt unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Einrichtung des Einjährig=Freiwilligen=Dienstes zu bekämpfen, sollten die Sozialdemokraten lieber Schulter an Schulter mit uns für eine Ausdehnung des Einjährigen= Dienstes eintreten. Wir wollen nicht, daß dieses ein Privilegium der akademisch Gebildeten bleibt. Wollte man aber auch den Einjährigen=Dienst ganz abschaffen, so würde man die Möglichkeit des akademischen Studiums auf die Reichen beschränken. Wir sind überzeugt, daß eine Herabsetzung der Dienstzeit möglich ist, wenn das Parademäßige in der Ausbildung mehr zurücktritt und wenn für eine bessere körperliche Ausbildung der schulentlassenen Jugend gesorgt wird. Deshalb haben wir unsere Resolution eingebracht und wir hoffen, daß sie angenommen wird und eine weitergehende von der Kommission abgelehnt werde.(Bravo bei der Volkspartet.) Abg. Schulz=Erfurt(Soz.): Gegen die Abkürzung der Dienstzeit sprechen sicht so sehr militärische Gründe, wie der Kriegsminister sie anführt, sondern politische. Zwar bestreitet es der Kriegsminister, aber er gibt selbst zu, daß im Heere die Sozialdemokratie bekämpft werden soll. Nur nennt er das nicht Politik. Durch die militärische Überlegenheit des Kriegsministers können wir uns nicht abhalten lassen, auf die Einzelheiten einzugehen. Es haben es ja auch nicht alle Reichstagsabgeordneten so gut, wie der Reichskanzler, der vom Major gleich zum Generalleutnant ausgeruckt ist. Besonders schlimm ist der Kadavergehorsam. Gewisse Disziplin muß bei jeder Massenorganisation sein. Das brauchen Sie uns Sozialdemokraten nicht zu sagen. Das hieße ja Eulen nach Athen tragen.— Oder etwas zeitgemäßer: Fahnen nach Berlin tragen. Wer heute eingezogen wird, muß sich sagen, für die nächsten zwei Jahre bist du nicht ein freier Bürger, sondern ein willenloses Werkzeug. Du hast nicht das Recht einer eigenen religiösen oder politischen Anschauung. Du hast nicht einmal das Recht zu denken. Wenn der junge Mann in die Kaserne kommt, so legt sich schon die Kasernenluft lähmend auf ihn. Für die Herren auf der Rechten sieht das natürlich ganz anders aus, denn sie lernen den Soldaten immer nur als Vorgesetzten kennen, und seinem Vorgesetzten schüttet der Mann natürlich sein Herz nicht aus. Der Redner geht ausführlich auf Einzelheiten des Dienstes ein. Selbst die„Tägliche Rundschau“, die gewiß nicht sozialdemokratischer Gesinnung verdächtig ist, hat sich recht ungünstig über den Einjährig= FreiwilligenDienst ausgesprochen. Den Unmut über die Ungerechtigkeit dieser Privilegien werden wir weiter tragen ins Volk. Auch der„Reichsbote“ hat die Forderung erhoben, jedermann müsse zwei Jahre dienen. Ich hoffe also, daß die Herren um den Abg. Mumm herum mit uns für die Abschaffung des Einjährigen=Privilegs stimmen werden. Wir Sozialdemokraten treten ein für die Erziehung zur Wahrhaftigkeit, nicht für eine militärische Erziehung der Jugend. Darum kann den jungen Leuten das rein Militärische in verhältnismäßig kurzer Zeit beigebracht werden. Freilich gehören dazu allerlei Vorbedingungen: Gesunde Mütter, Löhne, die eine gute Ernährung der Kinder ermöglichen, gute Schulen. Wir verlangen eine Verbesserung des Turnunterrichtes mit mehr Spiel und Wanderungen. Der Redner wendet sich heftig gegen die Jungdeutschlandbewegung. Dem Jungdeutschlandbunde werden die Generalstabskarten zum halben Preise geliefert und seine Mitglieder können die Exerzierplätze verwüsten, die sozialdemokratischen Jugendorganisationen haben nicht einmal Zutritt zu ihnen. Kriegsminister von Heeringen stellt irrtümliche Auslegungen seiner Worte richtig, namentlich bezüglich der Einjährig=Freiwilligen. Die Herabsetzung der Dienstzeit zeitige eine weniger gute Ausbildung. Die Heeresvorlage will eine Verstärkung der Armee. Eine Verkürzung der Dienstzeit würde dieser im Wege stehen. Es ist gesagt worden, die Heeresvorlage stimme nicht mit Wahlrecht überein. Was würde das nutzen, wenn die Armee nicht so organisiert ist, daß sie im Ernstfalle das Vaterland schützen kann? Der Satz, daß der freie Mann sich unterwerse, wenn er die Vorschriften für nötig halte, kann für unser natürlich nicht in Betracht kommen. Heute werden die Rekruten schon in den ersten Wochen in das Gelände hinausgeführt. Seit vielen Jahren ist der Standpunkt überwunden, daß sie erst mehrere Monate in der Kaserne Griffe üben müßten. In vielem, was der Herr Abg. Schulz über die Jugend organisationen gesagt hat, kann ich ihm zustimmen. Beistimmen kann ich ihm nicht, wenn er die sozialdemokratischen Jugendvereine als die besten preist. Die Jugendpflege soll nicht mit politischen Zwecken verbunden werden.(Lärm und Widerspruch bei den Soz., erregte Zwischenrufe, Glocke des Präsidenten.) Die Statuten des Jungdeutschlandsbundes haben als besonderes Ziel, die Jugend wehrhaft und wahrhaft zu machen, körperlich und seelisch zu kräftigen und ihr Herz für die Armee zu bewahren. (Zuruf des Abg. Liebknecht: Ist das keine Politik?) Nein. Dem Jungdeutschlandbund wünsche ich weiteres Gedeihen. Abg. Hoff(fortschr. Vpt.) wünscht das Einjährigen=Privileg für Absolventen der Mittelschulen. Abg. Dr. Quarck=Frankfurt a. M.(Soz.): Das Verhältnis der Offiziere zu den Soldaten ist recht bezeichnend. Kriegsteilnehmer haben erzählt, wie plötzlich das Verhältnis ein sehr kameradschaftliches und herzliches wurde, als es ernst wurde. Das dauerte solange, als das Heer dem Feinde gegenüberstand. Sobald aber der Friede in Aussicht stand, da wurde es auf einmal wieder anders. Das war also nur Egoismus der Offiziere. Daß im Jungdeutschlandbunde nur konservative Tendenzen bestehen, kann der Kriegsminister nicht aus der Welt schaffen. Kriegsminister von Heeringen: Was der Vorredner über das Verhältnis der Offiziere zu den Soldaten im Kriege gesagt hat, ist eine schwere Beleidigung des gesamten Offizierkorps, das im Kriege Gut und Blut für das deutsche Vaterland geopfert hat. Ich weise diese Beleidigung mit Entrüstung zurück. Abg. Zubeil(Soz.): Gewiß, im Kriege war das Verhältnis ein gutes, aber der Kriegsminister kann nicht hinwegleugnen, daß es sofort anders wurde, als der Friede kam. Im Frieden haben wir dann die Miß handlungen und die Schindereien.(Stürmische Zustimmung bei den Soz., Unruhe.) Kriegsminister von Heeringen: Es ist eine unerhörte Beleidigung und Unterstellung, als hätten sich die Offiziere im Felde von der Angst vor ihren Leuten leiten lassen. Dafür fehlen mir die parlamentarischen Worte.(Lärm links.) Der deutsche Offizier hat niemals nötig, sich vor seinen Truppen zu fürchten.(Lebhafte Zustimmung rechts. Unruhe und Lärm links.) Die Diskussion über die Verkürzung der Dienstzeit wird geschlossen. Abg. Stücklen(Soz.): Die Eigenschaften, die man von einem Burschen verlangt, sind eigenartig genug. Er soll im Stande sein, die Kognakflasche seines Herrn unangetastet zu lassen. Es wird ihm strengste Verschwiegenheit auferlegt über alles, was er innerhalb der vier Pfähle seines Offiziers sieht. Er muß frei sein von üblem Geruch, sauber, er muß sich die Fingernägel richtig schneiden können, darf nur Zigarren rauchen— natürlich nicht die seines Herrn,— in der Anwesenheit von Damen darf er aber auch das nicht. Er wird verwendet als Mädchen für alles und muß, wenn sein Herr verheiratet ist, alle Befehle von der Frau des Offiziers mit derselben Ehrfurcht entgegennehmen. Redner verliest unter steigernder Heiterkeit des Hauses weitere Einzelheiten über den Dienst des Burschen aus dem im Verlage des Armeeverordnungsblattes erschienenen Buche, wonach der Bursche verantwortlich dafür ist, daß sein Herr rechtzeitig zum Dienst kommt, und daher alle Mittel anzuwenden befugt ist, um ihn zum rechtzeitigen Aufstehen zu bewegen. Wie soll das einmal im Ernstfalle werden, wenn unter Umständen ein Offizier nicht gegen den Feind ausrücken kann, weil niemand da ist, der ihm die Hosenrichtig anzieht.(Stürmische Heiterkeit.) Alles das beweist doch deutlich genug, daß die zweijährige Dienstzeit wahrlich nicht nötig ist bloß für die militärische Ausbildung. Generalleutnant von Wandel: Der Abg. Stücklen hat dieselben Unrichtigkeiten zu dem Burschenthema vorgebracht, wie in der Budgetkommission. Dort habe ich bereits richtig gestellt, daß nicht 30000 dem Dienst entzogen werden, sonder nur 11000 dienstfreie Burschen vorhanden sind. Alle Burschen haben eine einjährige volle Ausbildung.(Zuruf bei den Soz.:„Aha, also einjährig!) Schießübungen und Manöver müssen sie mitmachen. Das zitierte Buch steht mit der Militärverwaltung in keinem Zusammenhang, es grenzt im höchsten Grade an Komik und enthält unglaubliche Dinge. Die Feuerwerksoffiziere haben eine Geldentschädigung der Burschenstellung vorgezogen. Abg. von Graefe=Güstrow(kons): Wir stimmen gegen jede Anderung in der Burschenfrage. Nach kurzer Ausführung des Abg. Graf Praschma(Ztr.) und nochmaliger heftiger Besehdung des Burschenwesens durch Abg. Schöpflin (Soz.), dem General von Wandel abermals entgegentritt, wird die Diskussion geschlossen. Die Abstimmung wird auf Mittwoch vertagt. Kurz vor 6 Uhr vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch 3 Uhr. Unduldsam Gegen den zum Generalsuperintendenten in Vorschlag gebrachten Berliner Hosprediger Ohly hat in nassauischen kirch lichen Kreisen eine Protestbewegung eingesetzt, die immer weiter um sich greift. In einer Zuschrift an das Wiesbadener„Tageblatt" weist ein nassaui scher Geistlicher auf das bezeichnende Selbstporträt des Gewählten hin in der bisher unberichtigt ge bliebenen Mitteilung des„Protestanten= blattes": Hosprediger Ohly nannte es im Hinblick auf gewisse Erscheinungen der jüngsten ge radezu„eine maßlose Frechheit, daß man nicht nur bloß mit der Forderung der Gleichberechtigung in der Kirche komme, sondern uns jetzt sogar in die Ecke drücken will. Was Stöcker einst dem Juden tum zurufen mußte, das müssen heute die Anhänger des biblischen Christentums den Vertretern des freien Christentums zurufen: Etwas mehr Bescheidenheit! Daß es so weit gekommen ist, daran trägt unser Kirchenregiment eine Mitschuld. Wir ge stehen den Vertretern des freien Christentums keine Gleichberechtigung in der Kirche zu— niemals! Wir tragen sie! Wie lange? Das steht bei Gott. Wir wollen, wie D. Philipps sagte, den Bruch nicht herbeiführen; aber die Geduld der gläubigen Gemeinde hat auch einmal ein Ende!“— Man hofft übrigens, daß Prediger Ohly die nur mit einer Stimme Mehrheit erfolgte Wahl ableynen wird, in der richtigen Erkenntnis, daß die auf der Gleichberech tigung der verschiedenen Richtungen stehende nassauische Kirche keine einseitigen Parteileute an ihrer Spitze vertragen kann. Kundgebung anläßlich des Regierungssubiläums des deutschen Kaisers. Wegen eines ungestörten Verlaufs der Kundgebung verhandelte vor der Sitzung der Präsident mit den tschechischen Agrariern, Slowenen und Tschechisch=Radikalen. Die tschechischen Agrarier erklärten, daß sie mit den Polen die Obstruktion beschlossen hätten und solidarisch vorgehen würden, während die Slowenen und Tschechisch=Radikalen dem Präsidenten mitteilten, daß sie im Hause gegen eine derartige Kundgebung mit Lärmen demonstrieren würden, da auch aus Anlaß des Romanow=Jubiläums keine Kundgebung des Abgeordnetenhauses veranstaltet worden sei. Infolgedessen sah der Präsident von einer Kundgebung für den deutschen Kaiser ab Deutsches Reich Reiseabsichten des Kaiserpaares Das Kaiserpaar wird Sonnabend, den 21. Juni, auf der Fahrt nach Hamburg im Auto durch die Lüneburger Heide nach Lüneburg fahren, um dort kurzen Aufenthalt zu nehmen und die Johanniskirche zu besichtigen, für die der Kaiser ein hübsches Fenster gestiftet hat. Amnestie in Mecklenburg Zum Regierungsjubiläum des Kaisers ist vom Großherzog von Mecklenburg=Schwerin und vom Großherzog von Mecklenburg=Strelitz ein AmnestieErlaß ergangen. Italien Zum Generalstreik wird aus Mailand gemeldet: In zahlreichen Betrieben wird gearbeitet. Die Straßenbahnen gaben den Versuch auf, den Betrieb wieder aufzunehmen, wegen des unzureichenden Personals. Die Streikenden versuchten, den Betrieb der Überlandlinien zu stören, wurden aber von den Truppen zerstreut. In den Gaswerken ist der Streik allgemein. Alle Betriebe, die noch Gas haben, liefern es an die Bäckereien, um Brotmangel zu verhüten. Die städtischen Straßenreiniger schlossen sich dem Streik an. Reichstagsmitglied Frhr. v. Malsen=Waldkirch## Konrad Frhr. v. Malsen=Waldkirch, königl. Kammerherr und Mitglied des bayrischen Zentrums im Landtage, wie Mitglied des Reichstages, ist in letzter Nacht plötzlich im Alter von 44 Jahren auf seinem Gute Schernau bei Dingelfeld gestorben. v. Malsen war einer der einflußreichsten Politiker der Zentrumspartei auf dem konservativen Zentrumsflügel. Er galt als kommender Mann und man glaubte, daß er später einmal einen Ministersessel einnehmen würde. Vielfach wurde er auch als Nachfolger des bayrischen Ministerpräsidenten Frhrn. v. Hertling genannt. Bulgarien Truppenmeuterei Das griechische Blatt„Neologos“ meldet: In Warna haben bulgarische Reservisten gemeutert, die zu Schiff von Tschataldscha eingetroffen waren und nach der serbischen Grenze weitergehen sollten. Vierzig Rädelsführer wurden zum Tode durch Erschießen verurteilt, doch weigerten sich die übrigen Mannschaften, auf ihre Kameraden zu schießen. Die strenge bulgarische Zensur verhindert die telegraphische Verbreitung der Nachricht von dem Vorfall Die Bremer Handelskammer gegen die Deckungsvorlage Der Stand der Welfenfrage Einer Berliner Korrespondenz zufolge wird angeblich aus Bundesratskreisen über den derzeitigen Stand der Welfenfrage folgendes mitgeteilt: Bisher haben nur vertrauliche Sondierungen beim Bundesrat bezüglich einer Neuregelung der braunschweigischen Thronfolgefrage stattgefunden, und zwar in der Zeit, als Prinz Mar von Baden in Berlin weilte. Der seinerzeit gesaßte Beschluß des Bundesrats besagt bekanntlich, daß die Thronfolge in Braunschweig eine Verzichtleistung aller Mitglieder des Hauses Cumberland auf Hannover zur Voraussetzung haben muß, da niemand den Thron eines deutschen Bundesstaates besteigen kann, dessen Familie ein Mitglied angehört, das auf einen Gebietsteil von einem andern Teile des deutschen Reiches Anspruch erhebt. Die Rechtsfrage ist zurzeit dieselbe und wird nach außen hin durch das Gmundener Danktelegramm weiter erhellt. Weder der Herzog von Cumberland noch Prinz Ernst August haben erklärt, daß sie auf ihre Ansprüche auf Hannover Verzicht leisten, wenn auch beide versprochen haben, für ihre Person keine Gewaltsamkeiten gegen Preußen zu unternehmen. Vom staatsrechtlichen Standpunkte aus genügt das aber nicht. Der Herzog hat auch in der Zeit vor und während der Hochzeit seines Sohnes aus diesem Rechtszustand niemals einen Hehl gemacht, und dies ist nicht nur bei seinen Besuchen bei Anhängern der Welfenpartei in Berlin während seines Aufenthalts zum Ausdruck gekommen, sondern wird auch in Privatbriefen bekundet, die von Persönlichkeiten ausgehen, die dem Welfenhause nahestehen Die Messingindustriellen Gestern fand im Savoyhotel in Berlin eine Versammlung der Messingindustriellen Deutschlands statt, in der fast sämtliche Werke vertreten waren. Es wurde dabei die wirtschaftliche Vereinigung der deutschen Messingwerke als eingetragener Verein errichtet. Die Vereinigung bezweckt nach dem Vorbilde anderer Industriczweige die Wahrnehmung der wirtschaftlichen, sozialpolitischen und technischen Interessen der deutschen Messingindustrie und wird ihren Sitz in Köln haben. Ein deutschfeindliches Dorf Das Gouvernement von Metz gibt bekannt, daß den Mannschaften der Garnison bis auf weiteres der Besuch des Dorfes Vorny verboten ist, wenn sie nicht dienstlich dort zu tun haben. In Borny, vor dessen Gemarkung die Kavalleriekaserne der 13. Dragoner liegt, wurde stets eine deutschlandfeindliche Tendenz unter der Einwohnerschaft bemerkt. Es kam verschiedentlich zu Schlägereien, die von den Dorfburschen begonnen wurden. Die Soldaten sind auch öfter verhöhnt worden. Kleine Anfragen Dem Reichstage ist folgende kleine Anfrage von „olnischer Seite zugegangen:„Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß der oberschlesische bergund hüttenmännische Verein Kattowitz eine Arbeiteraussperrung von drei Monaten angesetzt hat und jeden Zuwiderhandelnden mit 1500 Mark Konventionalstrafe belegt, und daß die betroffenen Arbeiter weder auf Gruben, Hütten und Fabriken, die von den Vereinsmitgliedern abhängig sind, Arbeit erhalten, obwohl tausende ausländischer Arbeiter tätig sind. Ist dem Herrn Reichskanzler insbesondere bekannt, daß die königlich preußische Bergwerksdirektion Zabrze diesem Beschluß entsprechend handelt? Was gedenkt der Herr Reichskanzler zum Schutz der Arbeiter gegen diese, der Reichsgewerbeordnung widerstreitenden Maßnahmen zu tun? Österreich= Ungarn Bereitelte Kundgebung für Kaiser Wilhelm Zu Beginn der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses plante der Präsident Dr. Silvestre eine Serbien Pasitsch Ministerpräsident Pasitsch überreichte dem Könige die Demission des Kabinetts, die jedoch vom Könige nicht angenommen wurde. Die Ministerkrise ist damit beendet und Pasitsch wird mit der in seinem letzten Exposé gekennzeichneten Politik fortfahren. aller Welt Die Bremer Handelskammer veröffentlicht gegen die Beschlüsse der Budgetkommission zur Deckungsvorlage einen Protest, in dem es heißt:„Vor allem muß die von der Kommission beschlossene Kapitalisierung des Einkommens von den gewerblichen Ständen als eine willkürliche und ungerechte Maßnahme empfunden werden. Bei dem oft in außerordentlichem Maße schwankenden Einkommen des Kaufmanns wie des Fabrikanten und Kleinunternehmers ist es ein Unding, die zufällige Höhe der Einnahme eines Jahres als Maßstab für die dauernde Vermögenslage festzusetzen. Zum mindesten müßte der Durchschnitt einer längeren Reihe von Jahren, und zwar mindestens ein fünfjähriger Durchschnitt, zugrunde gelegt werden. Auch ist zu berücksichtigen, daß gerade das gewerbliche Einkommen ohnehin durch die bundesstaatliche Einkommen= und Gewerbesteuer schon besonders schwer belastet ist. Zugleich erfüllt es uns vom bremischen Standpunkte aus mit schwerer Sorge, daß der Wehrbeitrag in der Form der Kommissionsbeschlüsse eine unverhältnismäßige Schwächung der Steuerkräfte derjenigen Bundesstaaten bedeuten würde, die ausschließlich gewerbliche Bevölkerung haben.“ Eine Familientragödie Als gestern morgen in Wien die Polizei in die Wohnung des Privatbeamten Karl Erfurt eindrang, da alle Vorbedingungen für eine Familien. tragödie gegeben waren, fand sie Erfurt und seinbeiden Söhne mit durchschossenen Schläfen auf den Fußboden liegend vor. Seit dem Tode seiner Frau zeigte Erfurt ein niedergeschlagenes Wesen, so daß man annehmen darf, daß er die Tat in einem Zustande geistiger Unzurechnungsfähigkeit begangen hat. Sein jüngster Sohn war noch am Leben, doch ist wenig Hoffnung, ihn zu retten. Der andere Sohn war tot. Eisenbahnunglüc Der mittags 12 Uhr 54 Min. von Brandenburg abgehende=Zug 30 entgleiste in der Nähe von Großwusterwitz. Die beiden letzten Wagen sprangen aus den Schienen und rollten die Böschung hinab. Der Schaffner Kloß aus Berlin ist tot. Drei Personen, Marie Habermann aus Schöneberg wurde schwer, Bernhard Gieseler aus Iserlohn und Albrecht Drüger aus Berlin wurden leicht verletzt. Mörderischer Streit In der Kolonie der beim Bau des Mont'OrTunnels in Vallorbe beschäftigten italienischen Arbeiter brach nachts ein blutiger Streit aus, bei dem mehrere Arbeiter getötet und verletzt wurden. Drei Arbeiter wurden verhaftet. Folgenschwerer Sturz Bei der Vorstellung einer Seiltänzertruppe in Pohlitz(Thüringen) auf dem Schützenplatze zerriß ein 15 Meter hohes Turmseil. Der Seiltänzer stürzte auf einen siebenjährigen Knaben, der tödlich verletzt wurde. Der Seiltänzer selbst erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald darauf starb. Automobilunglück Bei einer Fahrt von München nach Pfaffenhofen fuhr das Automobil, in welchem sich die Gräfin von Dandizell befand, gegen einen Baum. Die Insassen wurden herausgeschleudert. Die Gräfin wurde leicht, ihre Kammerjungfer schwer verletzt. Handel und Industrie b Zu den Bestrebungen auf Bildung eines neuen Stabeisenverbandes hören wir, daß die Kommission, die in den letzten Tagen der vergangenen Woche die vorbereitenden Arbeiten zur Schaffung eines Syndikates erledigt hat, lediglich einen Vertragsentwurf für den zu bildenden Verband ausgearbeitet hat. Die Ausräumung der Schwierigkeiten, die der Verbandsbildung entgegenstehen und die auch von den Beteiligten keineswegs gering geschätzt werden, muß erst noch in den weiteren Verhandlungen erfolgen. b Westdeutsche Sprengstoffwerke Aktiengesen. schaft, Hagen i. W. In der gestern nachmittag in Essen abgehaltenen Generalversammlung vertraten drei Aktionäre 808 Stammaktien und 636 Vorzugsaktien. Der Jahresabschluß, wonach auf die Vorzugsaktien insgesamt 24 Prozent rückständige Vorzugsdividende verteilt wird, wurde ohne Erörterung genehmigt. Ein Aktionär, der fünfzehn Stimmen vertrat, erhob, wie auch in früheren Jahren, als Vertreter der Aktionärminderheit, die seit Jahren einen Regreßprozeß gegen die Mitglieder des Aufsichtsrates, der Vorgängerin der Gesellschaft, der Castroper Sicherheitssprengstoff Aktiengesellschaft führt, Widerspruch gegen die Genehmigung des Jahresabschlusses zur Niederschrift des Notars. Die vorgeschlagene Satzungsänderung, wonach die Mindesttantieme für den Aufsichtsrat von 12000 auf 15 000 i erhöht wird, wurde gleichfalls genehmigt. b Von der Röhrenkonvention. Die Bestrebungen, die lose Vereinigung der Röhrenwerke in ein sestes Syndikat umzuwandeln, sind, nachdem die Differenzen zwischen der Gelsenkirchener Bergwerksaktiengsellschaft und den Mannesmann=Röhrenwerken, hinsichtlich des von den letzteren für ihre Erzeugnisse verlangten Produktionsschutzes, beseitigt worden waren, doch noch daran gescheitert, daß über die Quotenforderung der Firma Thyssen& Co. keine Verständigung erzielt werden konnte. Die Firma Thyssen& Co., die in Dinslaken ein großes neues Röhrenwalzwerk errichtet hat und dort neuerdings auch in der Lage ist, nahtlose Röhren von über 160 Millimeter lichter Weite herzustellen, was bisher ausschließlich bei den Mannesmannwerken der Fall war, verlangt für dieses neue Werk eine entsprechend hohe Beteiligung in dem neu zu bildenden Röhrensyndihat. Die Mannesmannwerke, die sich durch diese neue Tyssensche Anlage in ihrer Monopolstellung für die Herstellung nahtloser Röhren von größeren Weiten bedroht sehen, wandten sich gegen die Thyssensche Forderung, deren Bewilligung auch von den übrigen in Betracht kommenden Werke abgelehnt wurde. Telefonist der Dort Erwiderung d des Kö Berlin, 17. J die Rede des Köni folgendes: Eure 9# mir in seinem wei gen Wünsche und holen, die in der h mit meinen hohen rer Seine königlich Bayern mir kundz Eure Majestät und Vertreter der fre Dankbarkeit für d der Liebe gewiß; 25. Jahres meiner Maße von den Ob staaten entgegenge dieser Ehrungen u erblicke darin ein der Entwicklung, einige Deutschland einem unauflöslich seiner Glieder nich Fleisch und Blut zu haben und für Tage die Anerken: zu finden, gibt mir kaiserliches Amt in bestrebt bin, auf Reiches und aller kenntnis dent mir aus Eurer Me entgegenklang, find digsten Widerhall. dafür, wie mächtig und den Stämmen tionalen Einheit le Zukunft erblicken. freundlicher Anteili das vor kurzem I mir durch die Veri den wurde. Es wdiesen Herzensbunk vollzogen wir die ernsten, aber auch von guter Vorbedei der Dankbarkeit, 1 trauens, in denen i. meiner hohen Verb diese Gefühle zusar deutschen Bundesfül und Hansastädte Hu spielte„Deutschland Kaiser trank darauf Kriegeris Straßburg, Jubiläumsrede hat Saale des Sängerl neral des 15. Arm halten. Er pries d der Deutschen und Wir wollen ihm tre ihm helfen im Ke Kräfte, gegen diejer tracht säen, gegen? die Stunde kommen nicht kommen wird kommen muß,— de schlecht finden, nicht Luxus und Wohllel Friedensutopien, so energisch, opferfreud ich hinzugeben. Ueber Berlin, 17. J rern und dem Reig Reichstage Vorbesp: promiß statt, bei de Stellungnahme der kannt gab. Die Be Natur. Es verlaut herigen Vorschläge Grundlage bezeichn wünsche, über die d den sollen. Von m Budgetkommission, 1 dem Besitzeuergesetz beabsichtigt, bis mo festzulegen, da sich d gewisse Widerstände allem widerstrebt no man wird bei der kommission an dei: Grundlagen festhalte vielleicht doch noch können. Große Berlin. 17. vormittag herrscht krankungen und# das dem Innung Rettungsmannscha stellen hatten alle zweckmäßig erwie tungswesen gemei eingeführte Neuert kleine Wasserwage Publikum Trinkw nahm das Publikt Inso Berlin, 17. J Reichskolonialamtes Bahre mit kleiner reise nach Kamerun Ausreise wird am 9. Telefonischer Spezialdienst der Dortmunder Zeitung Die Galatafel Erwiderung des Kaisers auf die Rede des Königs von Sachsen Berlin, 17. Juni. In seiner Erwiderung au die Rede des Königs von Sachsen sagte der Kaiser folgendes: Eure Majestät haben die Gnade gehabt, mir in seinem weiten Kreis den Ausdruck der gütigen Wünsche und herzlichen Gesinnungen zu wiederholen, die in der heutigen feierlichen Zusammenkunft mit meinen hohen Verbündeten als deren Wortführer Seine königliche Hoheit der Prinzregent von Bayern mir kundzugeben geruht hat. Ich bitte Eure Majestät und alle anwesenden Fürsten und Vertreter der freien Hansastädte meiner tiefen Dankbarkeit für die zu Herzen gehenden Beweise der Liebe gewiß zu sein, die bei Vollendung des 25. Jahres meiner Regierung mir in so reichem Maße von den Oberhäuptern der deutschen Bundes staaten entgegengebracht wurden. Ich freue mich dieser Ehrungen nicht nur für meine Person, ich erblicke darin ein neues Unterpfand für den Segen der Entwicklung, die uns das Reich, das starke einige Deutschland beschert. Diese Gemeinschaft in einem unauflöslichen Bunde, der das Eigenleben seiner Glieder nicht beeinträchtigt, ist uns alle in Fleisch und Blut übergegangen. Dazu mitgewirkt zu haben und für diese Bestrebungen am heutigen Tage die Anerkennung meiner hohen Verbündeten zu finden, gibt mir das Bewußtsein, daß ich mein kaiserliches Amt im Geiste der Verträge zu führen bestrebt bin, auf denen die Unantastbarkeit des Reiches und aller seiner Teile beruht. Das Bekenntnis deutscher Bundestreue, das mir aus Eurer Majestät beredten Worten so warm entgegenklang, findet in meinem Herzen den freu digsten Widerhall. Ich nehme es als Bestätigung dafür, wie mächtig bei den Fürsten, den Regierungen und den Stämmen unseres Volkes der Wille zur nationalen Einheit lebt, in der wir das Heil für alle Zukunft erblicken. Eure Majestät geruhten auch mit freundlicher Anteilnahme des Glückes zu gedenken, das vor kurzem Ihrer Majestät der Kaiserin und mir durch die Vermählung unserer Tochter beschieden wurde. Es war uns eine innige Elternfreude, diesen Herzensbund segnen zu können, und gerne vollzogen wir die schöne Feier in diesem Jahre ernsten, aber auch freudigen Gedenkens. Möge sie von guter Vorbedeutung sein; das sind die Gefühle der Dankbarkeit, der Treue und des Gottvertrauens, in denen ich den heutigen Tag in der Mitte meiner hohen Verbündeten begehe, und ich lasse diese Gefühle zusammenklingen in den Ruf: Die deutschen Bundesfürsten und die Vertreter der freien und Hansastädte Hurra, hurra, hurra!— Die Musik spielte„Deutschland, Deutschland über alles“. Der Kaiser trank darauf den Bundesfürsten zu. Kriegerische Jubiläumsrede Straßbura, 17. Juni. Eine kriegerische Jubiläumsrede hat bei dem Festmahle im großen Saale des Sängerhauses der kommandierende General des 15. Armeekorps, von Deimling, gehalten. Er pries den Kaiser als den Deutschesten der Deutschen und führte dann unter anderem aus: Wir wollen ihm treu zur Seite stehen. Wir wollen ihm helfen im Kampfe gegen alle destruktiven Kräfte, gegen diejenigen, die Unfrieden und Zwietracht säen, gegen die Reichsseinde. Wenn einmal die Stunde kommen sollte,— und wer weiß, ob sie nicht kommen wird und mit Naturnotwendigkeit kommen muß,— dann soll diese Stunde ein Geschlecht finden, nicht ein Geschlecht, geschwächt durch Luxus und Wohlleben, nicht entnervt durch falsche Friedensutopien, sondern ein Geschlecht, tatkräftig, energisch, opferfreudig, gewillt, für das Vaterland ich hinzugeben. Ueber das Steuerkompromiß Berlin, 17. Juni. Zwischen den Parteiführern und dem Reichsschatzsekretär fanden heute im Reichstage Vorbesprechungen über das Steuerkompromiß statt, bei denen der Reichsschatzsekretär die Stellungnahme der Regierung zum Kompromiß bekannt gab. Die Besprechungen waren vertraulicher Natur. Es verlautet, daß die Regierung die bisherigen Vorschläge der Fraktionen als brauchbare Grundlage bezeichne, aber noch Abänderungen wünsche, über die die Fraktionen noch gehört werden sollen. Von morgen früh an tagt wieder die Budgetkommission, und sie wird sich nunmehr mit dem Besitzeuergesetz zu befassen haben. Es ist nicht beabsichtigt, bis morgen ein fertiges Kompromiß festzulegen, da sich dessen endgültiger Formulierung gewisse Widerstände entgegengestellt haben. Vor allem widerstrebt noch ein Teil des Zentrums, aber man wird bei der Beantwortung in der Budgetkommission an den bisher in Aussicht genommenen Grundlagen festhalten, in der Hoffnung, auf sie vielleicht doch noch eine Mehrheit vereinigen zu können. Große Hitze in Berlin Berlin, 17. Juni. Die große Hitze, die heute vormittag herrschte, hatte zahlreiche Fälle von Erkrankungen und Ohnmachten unter dem Publikum, das dem Innungsfeste zuschaute, zur Folge. Die Rettungsmannschaften und städtischen Rettungsstellen hatten alle Hände voll zu tun. Als sehr zweckmäßig erwies sich eine vom städtischen Rettungswesen gemeinsam mit der Straßenreinigung eingeführte Neuerung. Es fuhren unter den Linden kleine Wasserwagen entlang, deren Begleiter das Publikum Trinkwasser reichten. Diese Einrichtung nahm das Publikum stark in Anspruch. Informationsreise Berlin, 17. Juni. Der Staatssekretär des Reichskolonialamtes Dr. Solf wird in diesem Bahre mit kleiner Begleitung eine Informationsreise nach Kamerun und Togo unternehmen. Die Ausreise wird am 9. August erfolgen. Kaiserliches Gnadengeschenk Breslau, 17. Juni. Der Kaiser hat durch allerhöchsten Erlaß dem Magistrat der Stadt Breslau für die kunstgeschichtliche Abteilung der Ausstellung zur Jahrhundertfeier der Freiheitskriege ein Gnadengeschenk von 20 000 Mark aus dem allerhöchsten Dispositionssonds bewilligt. Die Bewilligung erfolgt ausnahmsweise und nur aus dem Gesichtspunkt, daß hierdurch weitere Kreise für die Förderung des Unternehmens gewonnen werden sollen. Arbeitsverhältnisse der Rechtsanwaltsangestellten Berlin, 17. Juni. Ein Gesetzentwurf über die Neuregelung der Arbeitsverhältnisse der Rechtsanwaltsangestellten im Reiche ist bei den zuständigen Ressorts fertig gestellt worden, so daß die Vorlage zunächst dem preußischen Staatsministerium zur Stellungnahme übersandt werden kann. Es handelt sich in der Hauptsache um die Festlegung von Bestimmungen, die sich mit den Urlaubsverhältnissen der Angestellten befassen. Ferner dürfte eine geeignete Fortbildung der Lehrlinge in Betracht kommen und weiter die Frage der Fortzahlung des Lohnes bei unverschuldeter Dienstversäumnis. Auch steht die Regelung der Sonntagsruhe der Angestellten der Rechtsanwälte in Frage. Eine Stiftung Carnegies Berlin, 17. Juni. Der zurzeit hier weilende amerikanische Milliardär Carnegie hat eine Stiftung von 100000 M der offiziellen Zeitung der deutschen Friedensgesellschaft„Deutsche Eiche“ mit dem besonderen Zwecke gewidmet, die Verbreitung der Zeitung zu erweitern und hauptsächlich die deutsch=englischen Beziehungen zu verbessern. Erwiderungstelegramm Ballins Hamburg, 17. Juni. Generaldirektor Ballin richtete an den Vertreter der Hamburg=Amerikalinie in London, Grafen von Wengerky, folgendes Telegramm: Ich bitte Sie, den englischen Journalisten den wärmsten Dank für das freundliche Telegramm von Bord des„Imperator“ auszusprechen. Ihr Lob befriedigt mich sehr, ihr Besuch auf dem „Imperator ist ein neuer Beweis des angenehmen Verhältnisses, das gegenwärtig zwischen den beiden großen Nationen existiert, dessen Aufrechterhaltung die Pflicht eines jeden ehrlichen Engländers und Deutschen sein sollte. Sturme umgekommen Kiel, 17. Juni. Am 7. Mai unternahmen drei Studenten der Medizin eine große Segeltour, von der sie noch nicht zurückgekehrt sind. Heute ist ein Segler aus Königsberg mit dem Boot der drei Studenten im Schlepptau hier eingetroffen. Der Segler hatte das Boot auf See treibend gefunden. Im Segelboot befand sich das Tagebuch, das bis zum 10. Mai reicht unv schwere Stürme verzeichnet. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die drei jungen Leute im Sturme umgekommen sind. Grubenunglück Rothenburg b. Fulda, 17. Juni. Auf dem Kalischacht Heeringen sind heute zwei Arbeiter infolge„Grubengasvergiftung tödlich verunglückt. Einer der Verunglückten hatte erst vorgestern geheiratet. Immer wieder das Zarentelegramm Wien, 17. Juni. Den Blättern zufolge sind die übrigen Großmächte durch Österreich verständigt worden, daß das Telegramm des Zaren keine glückliche Handlung im Interesse des Weltfriedens darstelle. In österreichischen diplomatischen Kreisen soll man diese ganze Vermittelungsaktion mehr als eine Sache des Panslavismus ansehen, mit deren Übernahme sich Rußland gleichzeitig ein unausführbares Unternehmen aufgehalst habe. Sollte jedoch wider Erwarten der Sache zum Siege verholsen werden, so steht Österreich vor schwerwiegenden Entschlüssen. Neue bulgarische Anleihe Rom, 17. Juni. Gestern ist in Brindist ein hoher bulgarischer Beamter eingetroffen, der sich au dem Wege nach Paris befindet, um dort eine neue bulgarische Anleihe abzuschließen. Bulgarien will 120 Millionen Franken zu einem Zinssuße von 4½ Prozent aufnehmen und sich dagegen verpflich ten, seine gesamten Aufträge in Kriegsmaterial der französischen Industrie zu übertragen. Es handelt sich hauptsächlich um die Neubewaffnung des bulga rischen Heeres mit modernen Feldgeschützen, die an die Firma Schneider=Creusot vergeben werden sollen. Verurteilte Frauenrechtlerinnen London, 17. Juni. In dem Prozeß gegen Anhängerinnen des Frauenstimmrechts wegen Verabredungen, Schaden zu stiften und wegen Aufreizung anderer wurde heute das Urteil gefällt. Es erhielten die Frauen Kerr zwei Monate, Lake und Lennex sechs Monate, Barret neun, Anders 15 und Kenney 18 Monate, der Chemiker Slay 21 Monate Gefängnis. Studentenausschreitungen Leipzig, 17. Juni. Slavische Studenten haben sich in einem Cabaret in der Sonntagnacht zu großen Flegeleien gegen Deutsche hinreißen lassen. Sie sangen provozierender Weise die serbische Nationalhymne, und als sich die Nächstsitzenden den Lärm verbaten und ein anwesender Leipziger Arzt die Ausländer ersuchte, darauf Rücksicht zu nehmen, daß sie sich in Deutschland befänden, wurde der Lärm noch größer, wobei mehrere dieser Studenten sich erdreisteten, die Anwesenden„Deutsche Schweine" zu nennen. Es kam nun zu Tätlichkeiten, in veren Verlauf einer der Gäste von einem der Serben mit einem Schlagring schwer am Auge verletzt wurde. Zu guterletzt hatte einer der Verhafteten auch noch die Frechheit, in Anwesenheit der inzwischen herbei geholten Polizei ein Hoch auf Frankreich auszubrin gen. Es steht fest, daß diese sogenannten Studenten keineswegs betrunken waren. Es sind bereits Beschwerden beim Polizeiamt und auch an die Universitätsbehörden ergangen, worin eine nachdrück liche Bestrafung gefordert wird. Protest der Deutschen in Belgien Brüssel. 17. Juni. 80000 deutschsprechende Belgier der Provinz Luxemburg übersandten der Regierung einen Protest gegen das neue Wehrgesetz, weil es die deutsche Sprache als Militärsprache hinter die französische und flämische gestellt. Die Petition fordert, daß die Offiziere, die in luxemburgischen Garnisonen dienen, Kenntnis der deutschen Sprache besitzen. Sternickel und Genossen Berlin, 17. Juni. Die Hinrichtung Sternickels und seiner beiden Komplizen, die zum Tode verurteilt wurden, soll Ende dieses Monats auf dem Gefängnishof in Frankfurt an der Oder erfolgen. Nachdem das Reichsgericht jetzt die Todesurteile gegen Georg Kersten und Franz Schliewentz aus Berlin, die mit Willi Kersten Sternickel beim Morde in Ortwig unterstützten, für rechtsgültig erklärt hat, ist seitens der Verteidigung ein letzter Schritt versucht worden, um den im 19. Lebensjahre stehenden Franz Schliewentz dem Henkertode zu entreißen. Die Verteidigung beabsichtigte, für diesen ungen Verbrecher ein Gnadengesuch an den Kaiser zu richten und fragte deshalb bei der Staatsanwaltchaft in Frankfurt an der Oder an, ob sie ein solches Gnadengesuch unterstützen würde. Die Staatsanwaltschaft hat es aber abgelehnt, ein Gnadengesuch beim Justizminister zu befürworten. Unter diesen Umständen hat die Verteidigung von einem Gnadengesuch abgesehen. Die drei Todesurteile werden noch in dieser Woche an den Justizminister gesandt, der sie dem Kaiser zur Genehmigung der Vollstreckung unterbreiten wird. Willi Kersten, der wegen seiner Jugend nicht zum Tode verurteilt werden konnte, hat seine 15jährige Gesängnisstrafe bereits angetreten. * Rom, 17. Juni. Die italienische Königsjacht „Teinaeria“ ist gestern nach Kiel abgegangen, von wo aus sie den König und die Königin von Italien nach Schweden bringen wird. Der König und die Königin von Italien beabsichtigen, dem König und der Königin von Schweden in Stockholm einen offiziellen Gegenbesuch zu machen. Die Jacht „Trinacria“ wird von den Kreuzern„Amalfi“ und „St. Marco“ begleitet. Auf der Rückreise von Schweden ist in Kiel eine Zusammenkunft des Königs Emanuel mit Kaiser Wilhelm. Aus Stadt und Land * Straßenbahnabnahme. Gestern fand die landespolizeiliche Abnahme der neuen Strecke über den Westfalendamm statt, an der sich die Vertreter der Regierung, der Stadt und des Landkreises, sowie Straßenbahndirektor Petersen beteiligten. Auf dieser Strecke verkehren nur Wagen mit geschlossenen Perrons, und zwar Motor= und Anhängewagen. Es ist für diese Linie ein besonderes Depot errichtet worden, das am Westfalendamm, gegenüber der Fabrik von Lind, steht. Vorläufig fahren die Wagen nur bis zum Nußbaumweg in Wambel, der von der Rennbahn begrenzt wird, und zwar von der Ringstraße aus. * Rheinisch=westsälische Kalkwerke zu Dornap. Die Verwaltung beantragte bei einer außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals um 1,5 Millionen auf 13½ Millionen zwecks Beteiligung an einem anderen Unternehmen durch Ankauf der betreffenden Aktien. Hamburg, 17. Juni. nachmittags 8 Uhr. Kaffee (Rachmittagsberichtl. Good average Santos ver Sept. 18¾, per Dezbr. 48¼ per März 49, per Mai 49¾. Tend.: Stetig. Hamburg, 17. Juni.(Zuckermarkt.) Schlußbericht. Rüben=Rohzucker 1. Produkt Basis 88% Rendsment neue Usance frei an Vord Hamburg ver Inni 9,30, per Juli.45, per August.62½ per Okt.=Dezbr. ½,80, per Jan.=März 9,95, per Mai 10,10. Tend.: Mait. Frankfurt a.., 17. Juni. Effekten=Sozietät.(Ansang:. Träge. Glasgow, 17. Juni.(Anfang.) Tendenz von ScotschWarrents: Willig. Scotsch Warrants Kassa, oo g. 11 d Scoisch Warrants Monat— a.— d. Middlesborough Warrants Kassa 56 sh 3½ d. Geld. Middlesborough Warrants Monat 56 sh. 10½ d. Geld. Tend. v. Midelesvorough: Unreg. Stand von Scotsch Warrants: Flau. Glasgow. 17. Juni.(Schluß.) Tendenz von ScotschWarrants: Willig. Scotsch Warrants Kassa, 55 g. 7½ d Scotsch Warrants Monat— s.— d. Middlesborongh Warrants Kassa 55 ah 11 d. Geld. Middlesborougy Warrants Monat 56 sh. 5 d. Geld. Tend. v. Middlesborough: Flau. Stand von Scotsch Warrants: Ruhig. London, 17. Juni. Metalle.(Anfang.) Chill Kupfer 65 L 12 g. 6 d. Chill Kuvser ver 8 Monate 65 L. 12 g. 6 d. Willig. Zinn Straits 205 L. 5 g.— d. Zinn Straits per 3 Mon. 205 L 10 g.— d. Flau. Zink gewöhnliche Marken 22 L. 15 g.— d. Zink. spezielle Marken, 23 L. 5 g.— d. Stetig. Blet, spanisch, 20 L. 10 g.—., Blet englisch, 20 L. 12 s. 6 d. Stetig. Teigelfen Sic nic in Ihrem Reisenecessaire das Flakon mit J7z) Eau de Cologne“. Während der Reise erhält“4711“ Sie frisch und befreit das Gesicht vom Staub. Als WasserZusatz unentbehrlich vom kosmetischen wie vom ästhetischen Standpunkt aus. m Interesse seiner Gesundheit, seines Wohlbefindens und der Hygiene sollte man stets ein Flakon mit“4r“(Eingetragene Schutzmarke= Blau-Gold-Etikette) bei sich führen. 4711“ ist einzig in Qualitat. Ganre Originalflasche M.25. Kistchen à 3 Flaschen MI 5.— Kistchen à 6 Flaschen A1.50. Fäude Coloáne London, 17. Juni. Metalle.(Schluß.) Chili Kupfer 65 L. 7 g. 6 d. Chill Kuvser per 8 Monate 65 d. 7 s. 6 d. Flau. Zinn Stratts 205 I, 7 g. 6 d. Zinn Straits per 8 Mon. 205 L. 5 a.— d. Flau. Zink, gewöhnliche Marken. 22 L. 15 g.— d. Zink, wezielle Marken, 23 L. 2 g. 6 d. Stetig. Blei. spanisch. 20 L. 12 g. 6 d. Blei, englisch, 20 L: 7 g. 6 d. Fest. Neuyork, 17. Juni Schluß. Chicago, 17. Juni.(Schluß.) Witterungsbericht von der meteorologischen Beobachtungsstation Kaiser Wilhelm=Hain in Dortmund am 17. Juni 1913. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 10¾ Uhr meinen lieben Mann, unsern guten, unvergesslichen Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager, Onkel und Vetter, den Anstreichermeister Joseph Knust nach längerer, schwerer Krankheit, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im 59. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Dorstfeld, Duisburg, Hagen, Gelsenkirchen, Dortmund, Alme, Brilon, Barmen, Mörs, Magdeburg, Berlin, den 17. Juni 1913. Die Beerdigung ist Freitag, den 20. d. Mts., vormittags 11¼ Uhr .m Jerause, Heyden-Rynschstrasse aus; das Leviten-Seelenamt findet 720 Uhr in der Pfarrkirche zu Dorstfeld statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten, so moge er diese als solche betrachten. Nachruf! Plötzlich und unerwartet verschied am Sonnabend, den 14. ds. Mts., im blühenden Alter von 33 Jahren Dortmunder LandwehrVerein. Zur Beerdigung des Kameraden Carl Komm Herr Gutsbesitzer Heinrich Haumann treten die Mitglieder am Donnerstag, den 19. Juni. morn. 10 Uhr, beim Kameraden Quetting. Kirchenstraße, an. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. in Marten Oberleutnant der Reserve des 2. Hannoverschen Ulanen-Regiments Nr. 14 Seit Jahren Mitglied unseres Vorstandes, war der Verstorbene allezeit lebhaft für unsere Sache interessiert und erwarb sich durch sein stets liebenswürdiges offenes Wesen allgemeine Sympathien. Wir werden sein Andenken in Ehren Kampfgenossen-Verein Zur Beerdigung des Kameraden halten. Molkerei-Genossenschaft Dortmund. Martin Schmitz treten die Mitglieder des Vereins am Donnerstag, den 19. Juni, nachm. 2 Uhr, im Schwarzen Raben an. Mitgliedsnummer: 728. Der Vorstand. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, am Mittwoch, den 11. Juni, abends 11½ Uhr, meinen innigstgeliebten Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Pianos, Flügel, Harmoniums Wilh. Serres infolge Unglücksfalles nach kurzem, schwerem Leiden plötzlich und unerwartet im Alter von 45 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Wwe. Serres Familie Gröning werden gründlich repariert und gestimmt von aur büchtigen Fachleuten bei Franz Reinelt, Klaviermacher, Dortmund, Balkenstrasse 14-1 am Markt. Kostenanschlag gratIs. Teleion 1992. Gegr. 1874 Brechten, Herringen, Strassburg, Essen, Köln, Lippholthausen, Dortmund, Metz, Brambauer und Lindenhorst, den 17. Juni 1913. Die Beerdigung findet am Donnerstag, 19. Juni, 9½ Uhr vormittags, vom Krankenhaus Luisenhospital, Dortmund, aus statt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten, so bitten wir diese als solche zu betrachten. Fahrräder erstklass direkt von der Fabrik an Private u. 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Sinrahmung „'s zufgestellte Verzeichnis derjenigen Handwerker=Innungen and Vereinigungen, die zur Wahl der Mitglieder der Handwerks#mer„belechtig.“###., liegt vom 11. bis 27. d. Mis. zur Einsicht der Beteiligten am Spitthof 2, 1. Obergeschoß, Zimmer 378 aus. Etwaige Beschwerden sind dinnen 14 Tagen bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. eee untergenh Dortmund, den 17. Juni 1913. Der Magistrat. J..:(gez.) Bickhoff. modern und 500 verschiedene Arten Kunsthandlung EM MaU Westenhellweg 78. + Masseuse+ Weißenburgerstr. 61, vari. HerrenWäsche Oberhemden Oberhemden Oberhemden Oberhemden a. Perkal, helle Streifen und kleine Muster, mit festen Manscheuten a. Perkal, helle u. dunkele Streifen u. kleine Muster, feste und Ersatz- oder lose Manschetten a. Perkal und Zephir, aparte Dessins. mit festen und Ersatz- oder losen Manschetten a. 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Badekommissarlat Bas Harzburg and Verkehrsverein Dortmund, Belkenstrasse 19 Zwe * Die Schreib Schreibweise der Verwirrung und amtliche Richtlini den preußischen ten, des Kultus u deren allgemeine Schreibweise ein die richtige Adres sachen von große Grundwörter straße, platz, mit dem Bestimt zusetzen: 1. Ist das 1 und bildet es, mi wörter zusammer Zusammensetzung, Grundwoorte zu traße, Schillerstr Unionstraße. 2. Ist aber die lich, so werden durch Bindestrich drigen Zusammer oder ein Titel ur vor das Grundw zweite Bestandteil wort nicht näher das Grundwort u mungswortes dur werden, also Ka Straße, Von=der3. Ist das Be wort, auch wenn tet ist, so wird e bunden, z. B. H Dagegen müssen Wettinerstraße in weil die Bestimmt namen abgeleitet zeichnen. Diese Grundzü verwaltung zu eie her ohne weiteres gierungsbehörden * J u b i l ä u m s s e schönstem Kaiserwe gymnasium die 25 rungsantritts durc in dem Gelände z 9½ Uhr wurden beiden feindlichen aus eingeleitet. U Teilnehmer entspa stigen Terrain ein jungen Krieger we schwankte der Kan die Entscheidung marschierten die ei wo die von den St ermatteten jungen wartete. Mit an men hatte die hie schaft kostenlos in schmeckende Erbsen wickelte sich auf der frisches Tummeln digte Direktor Dr. gehenden Worten d Aus jugendhellen geisterung die Nat stalt trug unter L Hallermann einige drucksvolle Lieder Sonderzug die fro Dortmund zurück. m Von einem: und schwer verletzt wohnende Knecht Brüderkrankenhaus. * Auszeichnung. dem Herrenhausm V. Weidtman wurde der königli liehen. * Zur Feier de Erinnerung an die anstaltet der Verbe zu Leipzig am kon bung am Kaiser=A syburg. Aus viRheinlands haben zur Teilnahme ang sant zu werden ve den auch die Wett gendbundes, zu de erregen. Allen Fr bandes können wir anstaltung teilzuneh c Amazonenkam Zimmerstraße woh nachmittag in eine Tätlichkeiten überg prügelten. Bei dies K. von ihrer Geg Schlag mit einer B Verletzung und mu werden. e Mengede, 17. ten hat der hiesi Schreinermeister Le 14. Schützenvogel a ein alle fünf Jahre Dortmunder Amtliches Kreisblatt für den Stadt= und Landkreis Dortmund. Zweites Blatt Morgen=Ausgabe Nr. 303 Mittwoch, den 18. Juni 1913 Aus Stadt und Land Dortmund, 18. Juni. * Die Schreibweise von Straßennamen. In der Schreibweise der Straßennamen herrscht eine große Verwirrung und Ungleichheit. Es sind darüber amtliche Richtlinien von den in Betracht kommenden preußischen Miniserien der öffentlichen Arbeiten, des Kultus und des Innern aufgestellt worden, deren allgemeine Beachtung der verschiedenartigen Schreibweise ein Ende machen und besonders für die richtige Adressierung und Beförderung der Postsachen von großer Bedeutung sein würde. Die Grundwörter aller Straßenbenennungen(... straße, platz, allee,. brücke usw.) sind mit dem Bestimmungswort, wie folgt zusammenzusetzen: 1. Ist das Bestimmungswort ein Hauptwort und bildet es, mit einem der vorgenannten Grundwörter zusammengefaßt, eine leicht übersichtliche Zusammensetzung, so verschmilzt es mit seinem Grundwoorte zu einem Wort, z. B. Mallinckrodttraße, Schillerstraße, Weiherstraße, Ringstraße, Unionstraße. 2. Ist aber die Zusammensetzung nicht übersicht lich, so werden Bestimmungs= und Grundwort durch Bindestrich getrennt. Da nun bei mehrglie drigen Zusammensetzungen, wenn zwei Namen oder ein Titel und Name als Bestimmungswörter vor das Grundwort(... straße usw.) treten, der zweite Bestandteil der Bestimmung dem Grundwort nicht nähersteht, als der erste, so muß auch das Grundwort mit dem letzten Teile des Bestim mungswortes durch einen Bindestrich verbunden werden, also Kaiser=Wilhelm=Allee, Von=der=GoltzStraße, Von=der=Tann=Straße. 3. Ist das Bestimmungswort ein Eigenschaftswort, auch wenn es von einem Hauptworte abgelei tet ist, so wird es nicht mit dem Grundwort verbunden, z. B. Hohe Straße, Lange Straße usw. Dagegen müssen Formen, wie Habsburgerplatz Wettinerstraße in einem Wort geschrieben werden, weil die Bestimmungswörter hier nicht von Städte namen abgeleitet sind, sondern das Geschlecht bezeichnen. Diese Grundzüge hat sich bereits die Reichspost verwaltung zu eigen gemacht, und es erscheint daher ohne weiteres wünschenswert, daß auch die Regierungsbehörden danach verfahren. * Jubiläumsfeier für das Realgymnasium. Bei schönstem Kaiserwetter feierte das städtische Realgymnasium die 25jährige Wiederkehr des Regierungsantritts durch ein wohlgelungenes Kriegsspiel in dem Gelände zwischen Bork und Selm. Gegen 9½ Uhr wurden die kriegerischen Operationen der beiden feindlichen Parteien von Bork und von Selm aus eingeleitet. Unter dem größten Interesse aller Teilnehmer entspann sich schon bald auf dem günstigen Terrain ein lebhafter Wettkampf. Jeder der jungen Krieger war an seinem Platze! Lange schwankte der Kampf hin und her, bis um 1 Uhr die Entscheidung fiel. Unter fröhlichen Gesängen marschierten die einzelnen Trupps zum Lagerplatz. wo die von den Strapazen des heißen Schlachttages ermatteten jungen Krieger willkommene Labung erwartete. Mit anerkennungswertem Entgegenkom men hatte die hiesige Vertretung der Maggigesellschaft kostenlos in Feldkesseln eine kräftige, wohlschmeckende Erbsensuppe abkochen lassen. Dann ent wickelte sich auf dem Lagerplatze ein frohes, jugendfrisches Tummeln und Treiben. Schließlich würdigte Direktor Dr. Auler in patriotischen, zu Herzen gehenden Worten die hohe Bedeutung des Festtages. Aus jugendhellen Kehlen erscholl mit großer Begeisterung die Nationalhymne. Der Chor der Anstalt trug unter Leitung des Realgymnasiallehrers Hallermann einige der Feier entsprechende ein drucksvolle Lieder vor. Gegen Abend brachte der Sonderzug die frohgestimmten Festteilnehmer nach Dortmund zurück. m Von einem wild gewordenen Bullen gestoßen und schwer verletzt wurde der Kurfürstenstraße 10 wohnende Knecht Max Hanemann. Er kam ins Brüderkrankenhaus. * Auszeichnung. Unserm früheren Mitbürger, dem Herrenhausmitgliede Geheimrat Dr. jur. V. Weidtman zu Schloß Rahl bei Aachen wurde der königliche Kronenorden 2. Klasse verliehen. * Zur Feier des Regierungsjubiläums und zur Erinnerung an die Zeit vor hundert Jahren ver anstaltet der Verband deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig am kommenden Sonntag eine Kundgebung am Kaiser=Wilhelm=Denkmal auf der Hohen syburg. Aus vielen Städten Westfalens und Rheinlands haben sich Mitglieder des Verbandes zur Teilnahme angemeldet, so daß die Feier imposant zu werden verspricht. Großes Interesse wer den auch die Wettspiele des kaufmännischen Jugendbundes, zu denen schöne Preise gestiftet sind, erregen. Allen Freunden und Förderern des Verbandes können wir deshalb nur raten, an der Ver anstaltung teilzunehmen. c Amazonenkampf. Zwei in einem Hause der Zimmerstraße wohnende Frauen gerieten gestern nachmittag in einen heftigen Streit, wobei sie zu Tätlichkeiten übergingen und sich gegenseitig per prügelten. Bei diesem Kampfe erhielt die Ehefrau K. von ihrer Gegnerin einen wuchtig geführten Schlag mit einer Bierflasche. Sie erlitt eine schwere Verletzung und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. tigte L. genau vor 70 Jahren für den Verein den ersten Vogel an. L. ist jetzt 90 Jahre alt und noch sehr rüstig. n Horstmar, 17. Juni. Gräßlicher Unfall. Beim Grasmähen wurde mit der Seuse dem Knecht des Landwirts Kreicke eine Schlagader durchschnitten was seinen Tod herbeiführte. Der Verletzte, Hein rich Heering, war mit dem ebenfalls bei Kreicke be diensteten Knecht Wilh. Satschewski seinem Dienst hern nach Feierabend in die Wiese gefolgt. Wäh rend Kreicke für einen Augenblick den Rücken wandte, mähte Sakschewski weiter. Bei dieser Ge legenheit ist ihm die Sense ausgerutscht und dem dicht dahinterstehenden Heering in den Ober schenkel gefahren. Obgleich sofort für arzt liche Hilfe gesorgt wurde, starb Heering infolge des Blutverlustes. Ein Verschulden an diesem bedauer lichen Unglückssall ist keinem zuzumessen. x Castrov. 17. Juni. Der gestrige Tag der Kaiser=Jubiläumsseier gehörte vorwiegend der Schuljugend. Die Stadt selbst zeigte reichsten Fah nenschmuck. Um 10 Uhr vereinigten sich im großen Saale des Gesellenhauses die Klassen der St. Ro chus=. Lambertus= und Engelsburg Schule zu einer gemeinsamen Feier; Rektor Kramwinkel hielt die Festansprache. Die Viktoriaschule beging die gleiche Feier im schönen Saale des Metropoltheaters, Festansprache von Lehrer Störmann. Bei der Augustaschule vollzog sich der Festakt unter dem grünen Laubdach der Linden auf dem Spielplatze; Rektor Schoneratte hielt hier zur Feier des Tages die Ansprache. Bei allen diesen großartig verlaufenen Schulfesten wechselten Gesänge, Deklamationen und Vorführungen in schönster Weise ab. Eine beson ders gediegene Feier hatten das Realprogym nasium und die höhere Mädchenschule ins Werk gesetzt, die um 11¼ Uhr begann. Zu Anfang der Vortragsfolge standen die Festhymne von Schnabel(Mädchenchor), der Vorspruch(Schülerin und Schüler), der Kaisergruß(Knabenchor), ein Huldigungsreigen der Mädchen und exakte Stab übungen der Quartaner. Die Festrede hielt in zündenden Worten der Leiter der beiden Anstalten, Oberlehrer Dr. Ortmann. Zu einer ebenfalls recht prächtigen Feier versammelten sich abends um 6½ Uhr im Saale des Restaurants„Zum Reichs adler“ die oberen Klassen der Luther=, Me lanchthon= und Wilhelmschule in Ca strop, sowie der Wilhelmschule in Rau rel. Überaus zahlreich waren die Eltern und andere Angehörige der Schulkinder der Einladung zu dem patriotischen Festabend gefolgt. Die Festrede hielt Rektor Thomas. Um die wohlgelungene Aufführung des Märchenspiels„Der Friedenskaiser“ hat sich Fräulein B. V. sehr verdient gemacht. Festgesänge, Deklamationen, ein Blumenreigen, turnerische Vorführungen usw. bildeten die übrigen Darbietungen des schönen Schul- und Familienfestes. * Schwerte, 17. Juni. Auszeichnungen. Dem Bureaubeamten Heinrich Hagemann wurde in Anerkennung seiner Verdienste um das Kriegervereinswesen das Verdienstkreuz in Silber, und dem Stadtverordneten Werkmeister Carl Schulte, einem der ältesten Beamten der Eisenindustrie, das Allg Ehrenzeichen verliehen. e Mengede, 17. Juni. Einen seltenen Lieferanten hat der hiesige Bürgerschützenverein. Der Schreinermeister Lehmhaus gt. Noete gab jetzt den 14. Schützenvogel an den Verein ab. Da der Verein alle fünf Jahre sein Schützenfest feiert, so ferdienten ehemaligen Soldaten von 1888 mit Festansprache des Oberbürgermeisters Dr. Büren am Kaiser=Wilhelm=Denkmal. Am Sonntag sand Fest gottesdienst, heute vormittag Schulaktus und auf Kosten der Stadt Promenadenkonzert der Kapelle der königl. Schutzmannschaft Bochum statt. Abends folgte die Bürgerschaft zu Tausenden der Einladung der Stadt zu einem volkstümlichen Instrumental= und Gesangskonzert mit Feuerwerk im Stadtgarten. Die Nachbargemeinde Sodingen be nennt den von ihr geschaffenen großen Volkspark zu Ehren des Kaisers„Kaiser=Wilhelm= Hain". Der aus lauter Bergleuten bestehende Kriegerverein Gertye gratulierte dem Kaiser durch ein Telegramm. * Herne, 17. Juni. Der evangelische Arbeiterbund an den Kaiser. In der Bundes=Vorstandssitzung, welche am Sonntag in Werden abgehalten wurde, gedachte der Vorsitzende Rektor Tegeder Herne in warmempfundenen Worten des KaiserJubiläums und wies dabei insbesondere auf den Ausbau der sozialen Gesetzgebung in der 25 jäh rigen Regierungszeit Wilhelms II. hin. Die segens reichen Wirkungen dieser Gesetzgebung lassen die nationalgesinnte Arbeiterschaft freudig einstimmen in den Gruß, den das deutsche Volk in diesen Ta * Duisburg,.. Juni. Begnadigt. Vor einiger Zeit wurden, wie wir seinerzeit berichteten, von der Strafkammer der Mädchenhändler Hahnen zu fünf Jahren und seine Helferin, die Verkäuferin Magdalena Spieß, zu 1 Jahr und 1 Monat Zuchthaus und Nebenstrafen verurteilt. Das Urteil gegen das Mädchen, das zu dem Verbrechen verführt wurde, ist jetzt in eine Gesängnisstrafe unter Wegfall der Nebenstrafen im Gnadenwege umgewandelt worden. * Österfeld,.. Juni. Zu wüsten Ausschreitungen kam es zwischen einer Anzahl holländischer Arbeiter in der Nähe der Sandgräbereien. Die Leute hatten sich betrunken und geschlagen, wobei ein Arbeiter van der Stats ins Bein geschossen wurde. Die Kugel blieb in der Muskel stecken und der Täter, ebenfalls ein Landsmann, ergriff die Flucht. * Hamborn, 17. Juni. Selbstmord. Der Bergmann Johann Rühling, der hier gewohnt hat und seit dem 25. Mai d. J. vermißt wurde, ist jetzt in Voerde als Leiche gelandet. R. war verheiratet. Soviel bis jetzt bekannt, hat er sich selbst das Leben genommen. * Köln, 17. Juni. Mit den Kindern in den Tod. Eine etwa 30 Jahre alte Frau stürzte sich mit gen dem Reichs=Oberhaupte entbietet. Einstimmig ihren beiden Töchtern im Alter von drei Jahren wurde beschlossen, an den Kaiser folgendes Tele gramm zu richten: Aus Westfalen und benachbarten Provinzen s Kamen, 17. Juni. In besonders feierlicher Weise begingen die hiesigen militärischen Vereine das Regierungsjubiläum des Kaisers. Eingeleitet wurde die Festlichkeit am Samstag avend durch einen Zapfenstreich mit anschließender Gedächtnis feier am Kriegerdenkmal, wobei Metzgermeister Ebbinghaus die Gedenkrede hielt. Vorgestern vormittag fand gemeinsamer Kirchgang der militärischen Vereine statt, während nachmittags letztere auf dem Marktplatz Paradeaufstellung nahmen. Rittmeister d. R. Schulze=Böing hielt die Festrede, worauf der Vorsitzende des Kreis=Kriegerverbandes Hamm, Fabrikbesitzer H. Wigger (Unna), die Weihe der neuen Fahne des hiesigen Vereins ehemaliger 16er vollzog. Zu dieser Feier ments, sowie de Vorsitzend de“ 16er Verbandes, der Göhrnstraße von der ersten Etage ab und blieb Seiner Majestät dem Kaiser. Berlin. Ein Jubelruf geht durch das deutsche Land: Heil unserem Kaiser! In ihm soll auch der Glückwunsch erklingen den Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät viele tausende im Evangelischen Arbeiterbund auf dem Boden der Königstreue und Vater landsliebe vereinigte evangelische Arbeiter ehr surchtsvoll darbringen. Bewegten Herzens auf den 15. Juni 1888 zu rückblickend, preisen wir, die wir auf den Arbeits stätten des rheinisch=westfälischen Industrievezirks zumeist in Bergbau und Fabrik unser Tagewerk verrichten, das wahrhaft landesväterliche Walten Euerer Majestät. Wir wissen, daß auch für uns das Herz unse res Kaisers schlägt. Darum lieben wir ihn. Durch die Stürme der Zeit hat uns seine Hand sicher hindurch geführt. Zu reichen Garben haben Friedenssaaten aufsprießen können. Das danken wir ihm. Unser Empfinden am heutigenTage fassen wir zusammen in der Bitte zum Lenker aller Geschicke: Schütze und schirme auch ferner unseren kai serlichen Herrn! Erfülle ihn mit Weisheit und stärke ihn mit deiner Kraft. Sein Wollen und sein Vollbringen kröne mit deinem Segen! In unwandelbarer Treue der in Werden an der Ruhr versammelte Vorstand des Evangelischen Arbeiterbundes. Namens desselben der 1. Vorsitzende: Tegeder, Rektor=Herne. * Werne, 17. Juni. Fliegerlandung. Der gestern abend 7½ Uhr in Munster aufgestiegene Offiziersflieger Leutnant v. Appel mit Oberleutnant Rosemüller als Begleiter, die über Dortmund nach We sel zu fliegen beabsichtigten, mußte etwa vier Kilometer von hier in der Richtung auf Kamen wegen Motordefekts eine Zwischenlandung vornehmen. Bei der Landung, die in steilem Gleitfluge erolgte, zerbrachen der Propeller und das Fahrgetell; die Flieger wurden nur unerheblich verletzt. * Lüdenscheid, 1. Juni. Der Verband rheinischwestfälischer Konsumvereine hielt seinen Verbands tag in Lüdenscheid ab. Mit dem Verbandstag ist das 50 jährige Jubiläum des Lüdenscheider Kon umvereins, m.., des ältesten Verbandsvereins, verbunden. An der Tagung nahmen die Spitzen der Regierung teil. Die Entwicklung des Verbau des ist trotz der durch anhaltende Teurung ungün tig beeinflußten Geschäftslage befriedigend gewe sen. Der Verband zählt 44 Genossenschaften mit rund 27.500 Mitgliedern. Der Geschäftsumsatz betrug rund 9 Millionen Mark, von denen 10 Prozent als Dividende zurückvergütet werden konnten. Die Reserven stellen sich auf 464 377 M. Professor Dr. Krüger, als Genossenschaftsanwalt, hielt einen Vortrag über die Bedeutung der Genossenchaften. * Herford, 17. Juni. Beim Fensterreinigen stürzte gestern das Dienstmädchen L. Siekmann aus Eisenbahnsekretär Hartmann(Essen) erschienen. Nach althergebrachter Sitte wurde abends wie stets bei größeren Festen auf dem Marktplatz die Polonäse getanzt, woran sich etwa 650 Personen beteiligten. s Unna, 16. Juni. Ehrung. Anläßlich seines bevorstehenden Wegzuges von Unna brachte die freiwillige Feuerwehr Unna dem Stadtbaurat Modersohn, der 20 Jahre an der Spitze der Wehr stand, einen Fackelzug dar. Der Genannte wurde hierauf von der Wehr nach dem Drögeschen Saal geleitet. Hier überreichte der Bürgermeister Pfeiffer namens der Wehr dem Stadtbaurat ein großes photographisches Tableau, das die Photographien der Wehr, der Gerätehäuser usw. enthält. Brandmeister Brandstetter machte dem Scheidenden die Mitteilung, daß die Wehr ihn zu ihrem Ehrenbranddirektor ernannt habe. * Herne, 16. Juni. In unserer schwarzen Koh lenstadt ist trotz ihrer zahlreichen Polenbevölkerung solcher Festschmuck wie heute noch nicht beobachtet worden; mit den von den Zechentürmen in den goldigen Tag flatternden Fahnen bietet sie einen fast lieblichen Anblick. Einige große Maschinensabriken feiern, bezahlen ihren Leuten aber den Jubiläumsfeiertag. Die Festlichkeiten eröffnete am Samstag ein Umzug der unter drei Kaisern gemit zerschmetterten Gliedern tot liegen. * Krefeld,.. Juni. Von einem Automobil überfahren und getötet wurde gestern nachmittag die Frau des Kleinhändlers Quix. Sie wollte ihrem Manne, der sich zur Rennbahn begeben hatte. nachfahren und war gerade im Begriff, in die Elektrische zu steigen, als sie von einem aus entgegenkommender Richtung heranbrausenden Automobil überfahren wurde. Die Frau erlitt schwere Verletzungen des Rückgrats und starb bald darauf. * Mülheim=Ruhr, 17. Juni. Vom Auto angerannt und von der Straßenbahn überfahren. Der neunjährige Sohn des Arbeiters Gurta aus Saarn wurde gestern von einem über die Saarner Straße fahrenden Auto angefahren und beiseite geschleudert. In diesem Augenblick kam ein Straßenbahnwagen und das Kind geriet darunter. Nur mit großer Mühe gelang es, den schwerverletzten Knaben unter dem Wagen hervorzuholen. Das Kind wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht. * Mülheim=Ruhr,.. Juni. Defraudant. Ein Postassistent in Dümpten, der Sohn eines Postsekretärs, der einen Wertbrief mit 1000 K unterschlug, um mit dem Gelde Wettschulden zu bezahlen, wurde von der Polizei verhaftet. bezw. vier Monaten am Kaiser Wilhelm=Ufer in selbstmörderischer Absicht in den Rhein. Es gelang, die Mutter und die älteste Tochter zu retten, das kleine Kindchen ertrank. Der furchtbaren Tat soll ein ehelicher Zwist voraufgegangen sein. * Köln, 17. Juni. Todessturz. Eine 32 Jahre alte Frau stürzte in einem Hause an der Dechenstraße in Köln=Ehrenfeld beim Wäscheaufhängen aus dem Fenster des ersten Stockwerkes auf den Hof. Der Tod trat alsbald ein. Die Verunglückte war verheiratet und Mutter von drei Kindern, Köln, 17. Juni. Zwei schwere Mordtaten haben sich gestern in der Umgegend ereignet. Auf dem Militärschießplatz Wahn kam es zwischen drei Arbeitern zu einem Streit. Als ein 30 jähriger Arbeiter auf seine Kollegen mit einer Vogelflinte anlegte, drangen diese auf ihn ein und töteten ihn durch einen Stich ins Herz.— Eine zweite Bluttat passierte in Bezdorf, wo Kirmes stattfand. Als ein 24 jähriger Schreiner seine Braut mit einem Soldaten zusah, feuerte er nach kurzem Wortwechsel auf das 22 jährige Mädchen drei Revolverschüsse ab und tötete es auf der Stelle. Der Mann versuchte darauf sich selbst zu erschießen. Er verwundete sich jedoch nur und wurde ins Gefängnis geschafft. * Köln, 17. Juni. Ertrunken. Ein 18 jähriger Schlosser, der über ein Gangbord ein hier vor Anker liegendes Schiff besteigen wollte, bekam das Übergewicht, fiel in den Rhein und ertrank. * Bonn, 17. Juni. Vor dem Schwurgerichte hatte sich heute der 23 Jahre alte Schiffsmatrose Adam Lenz aus Caub wegen Mordes zu verantworten. Er hatte in Oberkassel das 21 jährige Dienstmädchen Anna Held aus Meßter wegen verschmähter Liebe erstochen. Das Urteil lautete wegen Totschlags auf acht Jahre Zuchthaus. * Emden, 17. Juni. Das bislang herrschende regnerische, ungestüme Wetter scheint jetzt, nach Eintritt einer nordöstlichen Luftströmung mehr zur Trockenheit geneigt zu sein. Auf See haben vielfach schwere Stürme gehaust, die Schaden an Schiffsmaterial verursacht haben. Der Logger„Borkum“ kehrte mit Verlust eines Mastes aus See zurück. Heringe sind bis jetzt noch nicht angebracht worden. Nach der Weser sind zwei Dampflogger mit zusammen 1100 Fässern Heringen unterwegs. Im Hafenarbeiterausstand ist noch immer keine Wendung zum Besseren eingetreten. Zwar wurden einige Dampfer nach anderen Häfen umbestimmt, der Umschlagsverkehr erleidet jedoch keine Stockung. Abgesehen vom weniger lebhaften Verkehr an den Delften, merkt man in der Stadt kaum etwas von der Kraft= und Machtprobe, da sich alle ruhig verhalten. In der verflossenen Woche kamen 41 Fahrzeuge an, darunter 16 Dampfer, während 24(15) den Hasen verließen. Von Dortmund trafen u. a. ein:„Union“,„L.& Co.“,„Unterweser“; von Herne:„Silvania“,„Badenia",„Rheingold“, „Heinrich“,„Beveland",„L.& Co. 22“,„Franziska“, W..=.=G. 46, 27, 23; von König Ludwig:„Ba denia“, W..=.=G. 48. 70,„Dora“,„Union“, L. & Co. Nach Viktor gingen:„Rauxel 1, 2 und 3“ ab. In Delfzyl trafen von Dortmund ein:„De Tyd“,„Gruno“,„Berentje",„Zwaantina“,„Goede Verwachting“; von Herne:„Ambulant",„Berendina“. Abwechslung in Sommer=Süßspeisen. Außer dem allbekannten Milchflammeri ist Kondamin die Hauptsache zu vielen billigen Süßspeisen, wie z..: Mondamin=Fruchtauflauf, Banauen=Moudamin=Flammeri, Mondamin=Sahnen= Créme, Makronen=Mondamin=Flammeri, natürliche Fruchtflammeris, Mondamin=Schokoladen=Eis, Schokoladen=Flammeri, Mondamin=Rote=Grütze. Schreiben Sie um ein„.“=Büchlein an das MondaminKkontor Berlin C. 2. Es enthält ausgezeichnete einache Rezepte für diese und andere Sommerspeisen. Hauptdepot für Rheinland und Westfalen: P. A. Stenger jr., Köln. Chasala D. R. P. 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Dann wollte man endlich auch mal einen ansehnlichen Gewinn erzielen, damit dadurch bewiesen würde, daß die Bank an einer Brauerei beteiligt ist, die Dividenden abwerfe. Es fand daher eine Unterredung mit Hartwig statt und man kam zu dem Entschluß, Püttmann dafür zu interessieren, der in geeigneter Weise dafür Vergütung einheimsen sollte. Ohm sprach dann mit Püttmann; die Schenkung geschah zur Deckung von Verlusten. Daß der Gewinn mit der Schenkung Püttmanns so genau übereinstimmt, ist Zufall. Püttmanns Geld wurde aufgebracht, indem die Brauerei sein Konto belastete und die Bank ihm dafür Mittel zur Verfügung stellte. Die Zuwendung geschah im Dezember. Der entsprechende Vertrag mit Püttmann wegen Vergütung durch die Bank erfolgte aber erst im Mai des näch sten Jahres. Die Anklage ist der Ansicht, daß eine Zurück datierung stattgefunden hat. Ohm war aber anderer Auffassung. Die Verrechung der Wechsel war so geschehen, daß sie dem Konsortium belastet wurden. Die Handelsgesellschaft habe das Brauhaus nicht für die Wechsel haftbar machen dürfen. Denn sie hätte wissen müssen, daß ein Konsortium keine Wechsel ausstellen konnte.— Vors.: Der Gewinn von 1907 resultierte also aus der Zuwendung Püttmanns?— Ohm: Ja. Davon hat auch der Aufsichtsrat gewußt. Ich habe in der Sitzung laut und deutlich gesagt: Wir haben wieder nur durch eine Schenkung die Ergebnisse verbessert. Im Walle fragte: Wem haben wir denn den Erfolg zu verdanken? Als ich erwiderte: Herrn Püttmann, sagte Im Walle: Sie sind ja ein reizender Mensch. Angesichts dieser Tatsachen wird keiner der anderen Angeklagten bestreiten, etwas von der Schenkung gewußt zu haben. Peuker wußte aber nichts davon. Hartwig war im Protokollführen so fix, daß er es sicher notiert haben würde, wenn die Worte gefallen wä ren. Die anderen Angeklagten äußerten sich ähnlich Ohm: Wenn ich hier als Zeuge vernommen würde, könnte ich nichts anderes sagen, aber ich muß es ja natürlich den Herren überlassen, wie sie sich verteidig.n wollen. Dann kam es zur Vernehmung Huchzermeiers: er erklärte auf das Bestimmteste, nie etwas von den 95000 A Püttmanns gehört zu haben. Ichbestreiteentschieden, daß die Worte gefallen sind, die Ohm hier vorgebracht hat. Püttmann interessierte sich von allen Gründungen am meisten um den Geschäftsbetrieb des Brauhauses.— Huchzermeier hat nie daran gedacht, daß der Geschäftsbericht auf solch eigen tümliche Weise entstanden war. Daß das Brauhaus Verpflichtungen für das Konsortium wegen der Kapitalerhöhung übernommen hatte, war Huchzermeier bekannt. Frank I: Auch Vor dem Esche hat gesagt, er erinnere sich nicht an die Mitteilung Ohms, Er hat aber bei der Voruntersuchung eine Bemerkung gemacht, aus der hervorgeht, daß Peuker, mithin auch er, über diesen Punkt informiert waren.— Vors.: Es steht da, Peuker habe gesagt: Das Brauhaus könne gut Dividenden verteilen, wenn Püttmann große Stiftungen mache.— Peuker bestritt heute, daß die Worte so gefallen seien, wie sie hier zur Sprache kämen. Dann kam es zur Vernehmung Püttmanns, der sich des Vorfalles nicht mehr entsinnen konnte, aber die Sache schon für richtig hielt Er hat nur die Unterschrift geleistet. Daß der Reingewinn nur auf seiner Schenkung beruhte, erkannte er nicht. In der Bilanzsitzung war er zugegen, doch hat er nie den Verhandlungen folgen können, weshalb er, ohne sich weitere Gedanken zu machen, seine Unterschrift gab. Daß Geheimrat Im Walle von ihm gesagt habe, er sei ein reizender Mensch, bestätigte er, doch hat er die Worte nur scherzhaft aufgefaßt. Angeklagter Im Walle gab an: Als mir vom Untersuchungsrichter die Frage vorgelegt wurde, ob ich über die 95000 M Püttmanns etwas wisse, sagte ich nein. Später habe ich mich aber erinnert, daß Püttmann eine Zuwendung an das Brauhaus gemacht haben sollte, wenigstens machte Ohm einmal, ich weiß nicht, im Ernst oder im Scherz, Bemerkungen darüber. Die Bilanz wurde fertig vorgelegt, ich habe mich indessen um sie nicht gekümmert und sah nur das günstige Resultat, was mich nicht wunderte, da der Bericht der vorigen Jahre ein gutes Geschäftsjahr voraussagte. Weil Hartwig die Bücher geprüft hatte, kamen mir keine Zweifel. Der Angeklagte Hartwig betonte zunächst, daß er die Bilanz vom 31. Dezember 1907 revidiert habe. über die Bücher gab er an Ohm einen Bericht, in dem festgelegt war, daß die Erwartungen nicht eingetroffen seien. Die Rentabilität hätte weit höher sein müssen. Am 28. April war die Prüfung beendet, ohne Berücksichtigung der 95.000 A. Die Aufstellung ergab einen Gewinn von 22000 M, sie enthält einige Posten, die nachträglich in der offiziellen Bilanz geändert worden sind Dieser Bericht wurde den Vorstandsmitgliedern mitgeteilt.— Vors: Hat Ohm erwähnt, daß die Zuwendung von 95000 A die letzte bleiben sollte? — Hartwig: Ich muß das annehmen, denn sonst wäre doch kein Gewinn in der Höhe erzielt worden. Ob die bestimmten Worte gefallen sind, kann ich nicht behaupten. Aus dem regulären Geschäftsgewinn konnten nur höchstens 30 000 M erzielt werden, darüber mußte sich der Aufsichtsrat vollkommen klar sein. Die Frage, ob die Worte„und sonstiger Gewinn“ klar waren, ließ Hartwig offen. Der Angeklagte Ohm gab dazu an: Durch Hartwig erfuhr ich, daß die Bilanz sehr ungünstig sein würde. Hätte sich herausgestellt, daß das Ergebnis besser würde, so hätte ich die Schenkung vermindern lassen. Von Hartwig verlangte ich einen nicht zu rosigen Bericht, der in der Vorstandssitzung vorlag. Die nächste Sitzung findet Donnerstag statt. wobei der Traktierte bemerkte, daß der Spender noch mehr Geld in der Börse hatte. Kurze Zeit darauf machte sich Klapper auf den Heimweg. Als er eben die Schlachthofstraße betreten hatte, kam ihm der Angeklagte nachgelaufen und verlangte Geld. Klapper griff in die Tasche, um einen Schlüssel zur Verteidigung herauszuholen. er wurde jedoch plötzlich durch einen Fußtritt zu Boden geworfen. Der Räuber entriß ihm die Börse mit über 30 Mark und begab sich mit der Beute in die Hausemannsche Wirtschaft, wo er nach einiger Zeit festgenommen wurde. Er behauptete heute, total betrunken gewesen zu sein. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage billigten ihm aber mildernde Umstände zu. Das Urteil erging auf 1 Jahr 9 Monate Ge fängnis. Aus den Gerichtssälen m Dortmund, 17. Juni Schwurgericht. Vorsitzender: Landgerichtsdirektor Dr. Hilgenstock. Vertreter der Anklagebehörde: Staatsanw. Hefter. Verteidiger: Rechtsanw. Dr. Rath und Justizrat Dr. Kempenich. Mit dem heutigen Tage nahm die außerordentliche Schwurgerichtsperiode ihren Anfang. Der Vorsitzende hieß die Geschworenen herzlich willkommen und teilte ihnen mit, daß sämtliche Verhandlungstage besetzt seien. Zur Verhandlung standen heute zwei Sachen an. In der ersten Sache erschien auf der Anklagebank der Bergmann Andreas Peter Wrobel aus Holthausen, der sich wegen intellektueller Urkundenfälschung zu verantworten hatte. Er wurde am 5. November 1878 geboren und ist dreimal vorbestraft. Mit der zur Verhandlung stehenden Sache beschäftigte sich bereits am 19. Mai d. Is. die zweite Strafkammer, die sich aber für unzuständig erklärte. Auf Grund der Beweisaufnahme wurde folgender Sachverhalt festgestellt: Der Angeklagte lebt schon mehrere Jahre mit einer Frau Jetziaski in wilder Ehe, deren Mann sich im Irrenhause besindet. Dieser wilden Ehe entsprossen vier Kinder, von denen das letzte am 24. Januar 1912 geboren wurde und am 27. August 1912 starb. Um nun auf der Zeche einen Vorschuß von 20 Mark zu bekommen, meldete er das Kind auf dem Standesamt als Franz Wrobel ab, während es bei der Geburt als Franz Jetziaski in die Register eingetragen worden war. Der Angeklagte legte ein volles Geständnis ab, erklärte aber, er habe sich nichts dabei gedacht. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten der Urkundenfälschung schuldig, verneinten jedoch die Frage nach gewinnsüchtiger Absicht, auch billigten sie dem Angeklagten mildernde Umstände zu. Das Urteil lauteet auf 2 Wochen Gefängnis. A Dortmund, 17. Juni. Erste Strafkammer. Vorsitzender Landgerichtsrat Westhoff. Wegen Betrugs stand der aus Rußland stammende Kaufmann Mar Makowski von hier unter Anklage. Im September des vorigen Jahres kaufte er unter der Vorspiegelung falscher Vermögensangaben von dem Kaufmann Adolf Selig Waren, die er abholen durfte, sobald er sie bezahlt hatte. Der Betrag belief sich auf fast 6000 M, doch war der Angeklagte absolut zahlungsunfähig. Er leistete eine Anzahlung von 100 M. nahm eine Kiste voll Waren mit nach Paderborn und schrieb dann nach Dortmund zurück, daß er das Geschäft rückgangig machen wolle, die Sachen seien schon abgeschickt. Als sie aber nicht ankamen, suchte man bei ihm nach und fand, daß sie noch gar nicht eingepackt waren. Das fremde Eigentum wurde aber schließlich doch, nach Angaben des Angeklagten, voll ständig zurückerstattet. Makowski, der sich nicht ungeschickt verteidigte, ist schon häufig geisteskrank gewesen, so daß nach dem Gutachten eines sachverständigen Arztes er in seinem Handeln auch in diesem Falle keine freie Willensbestimmung hatte. Das Gericht sprach ihn deshalb frei. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit hatte sich der Reisende Willy Niemann von hier wegen Zuhälterei zu verantworten. Das Gericht fand den Angeklagten schuldig und erkannte gegen ihn auf 6 Monate Gefängnis, 5 Jahre Ehrverlust und Überweisung an die Landespolizeibehörde. Wegen Verbrechens im Sinne des Paragraphen 176,3 des St. G. B. wurde der Bergmann Johann Maslonka aus Sodingen zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Heimatstation wieder auf. Jedenfalls konnte man sich eine lebhafte Vorstellung davon machen, eine wie gefährliche und wichtige Waffe die Flugmaschine im Ernstfall ist und sein wird. Die Ballone hielten bis zu Ende ihrer Fahrt den nordwestlichen Kurs bei und landeten alle glatt vor der holländischen Grenze bezw. in der Nähe der deutschen Grenzstation Goch. Auch die Automobile leisteten hervorragendes, indem von 16 Ballonen nur—4 sich der Gefangennahme entziehen konnten, obgleich den Automobilen nur eine viertel Stunde Zeit nach der Landung zur Verfügung stand.(Wer den Teilnehmern als Sieger hervorgehen wird, äßt sich zurzeit noch nicht feststellen und wird diein den nächsten Tagen entschieden werden.) Nachstehend die Liste der Ballone: 1. Busley(Führ: W. R. Greven=Köln,, 2. Dr. von Abercron(Dr. Rasche=Düsseldorf), 3. Hardesust(Hans Hiedemann= Köln), 4. Barmen(Hugo Kalllen=Elberfeld), 5. Elberfeld(Apotheker Dieckmann=Dortmund), 6. Godesberg(Gustav P. Stollwerck), 7. Düsseldorf II (Rittmeister Stach von Goltzheim=Krefeld), 8. Koblenz(J. Sehl=Düsseldorf), 9. Krefeld(E. Barthelmeß=Düsseldorf), 10. Wallraf(Dir. Schade11. Overstolz(M. J. Stelzmann=Köln), 12. Essen(E. Leimkugel=Essen), 13. Malkasten(Major Dr. von Abercron=Mülheim=Rhein), 14. DüsselKaufmann=.=Gladbach), 15. Clouth I ###. Clouth=Köln), 16. Köln(Dr. J. HeimannUm den großen Preis des Pariser Aeroklubs Von den 20 Freiballons, die gestern in St. Clond um den großen Preis des Aeroklubs aufgestiegen sind, landeten vier erfolglos. Die Führer waren Dubois, Pierron, der voraussichtliche Sieger, Reimpelmayer und Bourgeois. Die Luftschiffer Dubonnet und Jourdon wurden von einem holländischen Dampfer im Meere treibend und an die Trümmer ihrer Ballons geklammert, aufgefischt und nach Southampton gebracht. Von Leblanc und seiner Gefährtin, Fräulein Marschall von der komischen Oper, fehlen noch Nachrichten. Spiel und Sport Wegen Straßenraubs hatte sich in der zweiten Sache der Knecht Karl Vehring, ohne festen Wohnsitz, zu verantworten. Er wurde am 1. Dezember 1887 in Kamen geboren und ist nur einmal wegen Beleidigung vorbestraft. Den ihm zur Last gelegten Raub führte Vehring am 10. März d. Is in seiner Vaterstadt aus, wo er bis zum 9. März bei dem Karussellbesitzer Rumpf in Diensten stand. Am genannten Tage kam der Angeklagte in der Dümmeringschen Wirtschaft mit den Bergleuten Josef Schie und Lewinus Klapper zusammen. Letzterer bezahlte für Vehring einen Schoppen Schnaps, Fußball Das Schlußspiel um die Verbandsmeisterschaft des westdeutschen Spielverbandes zwischen dem Ligameister„Duisburger Spielverein“ und dem westdeutschen=Klasse=Meister„Union"(Düsseldorf) findet am kommenden Sonntag in Duisburg auf dem Platz der Duisburger„Preußen" statt. Luftschiffahrt Kaiser Wilhelm=Jubiläumswettfliegen zu Köln Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand das vom Kölner Klub für Luftfahrt veranstaltete Kaiser Wilhelm=Jubiläumswettfliegen statt, an dem sich 16 Freiballone beteiligten, die von 2 Flugmaschinen und 15 Automobilen verfolgt wurden. Dem ge meinsamen Luftfahrzeug= und Automobilwettbewerb war folgende Kriegslage zu Grunde gelegt: Köln ist eingeschlossen und im Umkreis von 50 Kilometern von feindlichen Truppen besetzt. Aus Köln sollen wertvolle Nachrichten und wichtige Personen gleichzeitig herausbefördert werden. Die Leitung der Einschließungsarmee erkennt diesen Durchbre chungsversuch und befiehlt: Automobile und Flugzeuge verfolgen und vernichten die Ballone und nehmen die Besatzung gefangen. Das Überfliegen der Reichsgrenze war verboten, ebenso durften die Ballone während der ersten ¾ Stunde eine Höhe von 1500 Metern nicht übersteigen. Den Automobilen war es gestattet, ¼ Stunde vor dem Aufstieg der Ballone ab zufahren; als Wegweiser stieg ¼ vor 9 Uhr ein Ballon außer Konkurrenz auf, während die übrigen Ballone um 9 Uhr sich innerhalb 5 Minuten in die Luft erhoben. Schon nach wenigen Minuten war das Knattern der Flugmaschinen= motore vernehmbar und bald umkreisten die Flugzeuge die Ballone, auf deren oberer Hülle große Nummern angebracht waren, die von dem Beglei ter des Flugzeugführers erkannt und notiert werden mußten. Bei der günstigen Wetterlage war es Spielerei für die Offiziersflieger, die Ballone sämtlich nacheinander aufs Korn zu nehmen und sich die Nummern aufzuschreiben, ein Bild, das gleich interessant für die Ballonfahrer, Flieger und das Publikum war. Die Flugzeuge verfolgten die Ballone ungefähr eine Stunde lang und suchten dann ihre Brindejone Der französische Flieger Brindejonc de Moulinais ist gestern vormittag 11 Uhr 25 Min., von Dwinsk kommend, auf dem Petersburger Militärflugplatze eingetroffen. Er hat die Strecke von Dwinsk bis Petersburg trotz starken Windes in 3 Stunden 40 Min. zurückgelegt. Er gedenkt nach zweitägiger Erholung seine Rückkehr nach Paris über Helsingfors, Stockholm und Kopenhagen anzutreten. Der Flieger Brindejone de Moulinais hat mit seinem Fluge Paris=Berlin=Warschau=Dünaburg(russisch Dwinsk)=Petersburg eine flugsportliche Leistung vollbracht, die bis jetzt noch nie erreicht wurde. Die gesamte Strecke, die der kühne Pilot hat, beträgt 2340 Kilometer, nämlich Paris=Warschau 1240 Kilometer, Warschau=Dünaburg 590 Kilometer und Dünaburg=Petersburg 510 Kilometer. Brindejone brauchte zu dieser großen Entfernung nur 19 Stunden Flugzeit, wobei auf der ersten Etappe der äußerst starke Rückenwind die große Geschwindigkeit seines leichten MeraneSaulnier=Eindeckers noch bedeutend vergrößerte. Rennen zu Enghien 1. Rennen. 1. Dorking 2 und Silver Cherry, 3. Hygie.,Tot. 22, 16, Pl. 14, 13, 13. 2. Rennen. 1. Clin’Oeil, 2. Tenor, 3. Odr. Tot. 47. Platz 27, 16. 3. Rennen. 1. Nemrod, 2. Saigon 3, 3. Geniale. Tot. 126, Pl. 30, 28, 28. 4. Rennen. 1. Infortune, 2. Corton 2, 3. Mastigadour. Tot. 41, Pl. 21, 24, 53. 5. Rennen. 1. Pickles, 2. Marignac, 3. Chatterbox. Tot. 63, Pl. 18, 149, 40. 6. Rennen. 1. Fran16. Fl. 38 23. 1, Lom Ombo, 3. Staliger. Tot Rennen zu Hannover 1. Rennen. 1. Monolog, 2. Salomo, 3. Pilgrim. Tot. 44, Platz 1a, 12. 2. Rennen. 1. Col„ 2. Asteroid, 3. Snowdens Kuigh. Tot. 22, Pl. 14, 23. 3. Rennen. 1. Blue in Blue, 2. Character, 3. Madge Whinstone, Tot. 202 Pl. 53 20, 21. 4. Rennen. 1. Festarok, 2. Basalt 2, 3. Lavalliere. Tot. 18, Pl. 13, 30. 5. Rennen. u Traviata, 2. Maganzo, 1, 3. Drakon. Tot. 436, Pl. 146, 36, 22. ####s 1. Hebron, 2. Stradella, 3. Dryade. Tot. 80, Pl. 20, 18, 15. 7. Rennen. 1. Loki, 2. Brunonia, 3. Lerobi. Tot. 16. Aus den Vereinen m Lein 28. Stiftungsfest, verbunden mit einer Kaiserfeier, begeht der Dortmunder Fuhrmannsverein am nächsten Sonntag in den Anlagen und Sälen des Fredenbaums. Um dies Fest in gebührender Weise vorzubereiten, fand im Lokale des Pirts„ Sauerland am Brüderweg eine Versammung statt, die sehr gut besucht war. Der Vorsitzende Sest##e teilte mir, paß zu dem geplanten bistorischen Festzuge, mit dem das Fest eingeleitet wird, die Harmoniums der rühmlichst bekannten Hof-Harmoniumfabrik M. Hörügel, Leinzia, finden Sie in reichhaltiger Auswahl und billigster Preislage In dem Pianoforte Schulze zur Wiesch& Co. Manazin Dortmund Pernsprecher 3766 Kleine Mitteilungen Der Gewohnheitsdieb als Wohltäter Die Wiener Geschworenen hatten sich, wie der „Inf.“ aus Wien geschrieben wird, dieser Tage mit einem psycholgisch höchst eigenartigen Fall zu be gen. Auf der Anklagebank saß ein Gewohnheitsdieb, der seit Jahren eine große Anzahl von Diebstählen begangen hatte, um— anderen wohlzutun. Dieser merkwürdige Dieb war seit Jahren der uneigennützigste Wohltäter, den man sich denken kann. Er selbst hatte nur einen so geringen Arbeitsverdienst, daß er nur bei den allerbescheidensten Ansprüchen selbst notdürftig leben konnte. Trotzdem verschenkte er alles, um das er gebeten wurde, und wenn er dann noch übrig zu haben glaubte, dann verschenkte er noch das Letzte, war er besaß. Und wenn er nichts mehr zu verschenken hatte, dann stahl er für die, die noch ärmer waren als er. So ist er hunderte von Malen aus dem Triebe zum Wohltun zum Dieb geworden, und er hat bereits zwanzig Jahre seines Lebens hinter Kerkermauern verbracht. Der Gerichtshof, vor dem er diesmal stand, konnte auch jetzt keine Milde walten lassen, und so haben sich die Kerkermauern von neuem hinter dem sonderbaren Verbrecher geschlossen. Es ist allerdings eine Frage, ob die Bezeichnung„Verbrecher“ auf diesen Menschen zutrifft. Man könnte ihn vielleicht einen Anarchisten nennen, im guten Sinne aber, einen Menschen, für den es keinen anderen Gesichtspunkt gibt, als den der Wohltätigkeit. Zweifellos aber hat man es hier mit einer merkwürdigen psychischen Veranlagung zu tun, durch die hem. Liel, eine Reihe von Hemmungen ausgeschaltet sind, die den normalen Menschen hindern würden, Ahnliches zu tun. Jedenfalls kann man dem Verurteilten eine gewisse Sympathie nicht absprechen, denn sein Trieb richtete sich in erster Linie auf das Gute. Er hatte den Trieb und das Bezu tun, dafür fehlte ihm das Verständnis dafür, daß er an anderen Verbrechen beging. Charakteristisch für ihn ist, daß er weder rauchte. spielte, noch trank. Seine einzige Leidenschaft war das Schenken an Arme. Man kann das Urteil, das ihn wieder auf fünf Jahre in den Kerker schickt, vielleicht hart empfinden, das Gesetz aber will es so, und es ist nicht das erste Mal, daß es mit ganzer Schwere einen Menschen trifft, der nicht schlecht genannt werden kann. „Echte ägyptische Mumien in Originalverpackung“ Von dem großen Umfang, den die Fälschung ägyptischer Altertümer heutzutage angenommen hat, macht sich der Laie keinen auch nur entfernten Begriff. Es ist erstaunlich, mit welcher Geschicklichkeit und welchem Raffinement die Fälscher vorgehen. Jetzt hat der namhafte Agyptologe Dr. Wakeling in London über dieses Thema ein umfangreiches Buch geschrieben, in dem er die ergötzlichsten Dinge über den großen Schwindel mit ägyptischen Altertümern, dem besonders die amerikanischen Sammler zum Opfer fallen, berichtet. Am meisten wirft die Herstellung von echten Mumnien in Originalverpackung ab. Die Herstellung einer solchen kostet nur fünf Pfund und eine ganze Menge Arbeit, dafür kann der Fälscher aber bequem tausend Pfund oder mehr einstreichen. Diese Summe reicht völlig aus, um einen Agypter bis an sein Lebensende zu versorgen. Die Herstellung einer Mumie ist im Grunde sehr einfach. Eine mumifiziert Leiche zu bekommen, ist nicht sehr schwer. Mumien, die nicht identifiziert sind, sind in Agypten nicht besonders selten Im Notfalle genügen auch zur Füllung der„Originalverpackung“ eine Anzahl von— Rinderknochen. Diese werden mit Lumpen umwickelt, und dann kommt die Hauptsache: die„echte Bemalung". Zu diesem Zwecke kopiert der Fälscher die Umhüllung einer echten Mumie, auf deren Nachahmung schon die ganze Fälschung, d. h. Form, Gestalt usw., von vornherein angelegt ist. Um die Mumie an einen gläubigen Sammler zu bringen, wird dann eine kleine Komödie gespielt. Man kann z. B. für die Mumie ein echtes altes Grab herstellen und den Sammler dann an das„Grab des Pharaos Soundso“ oder mindestens seines Ministers führen, die im Grabe vorgefundenen Gegenstände(wie sie in allen ägyptischen Gräbern gefunden werden) zum Beweise zeigen, und der begeisterte Amerikaner zielt schon sein Portemonnaie und zahlt. Ein amerikanischer Sammler, für den ein solches Grab eigens entdeckt wurde, und der über das Glück, das in höuste Entzückung geriet, legte gleich 20000 Pfund Sterling auf den Tisch des Hauses und zog beglückt mit seiner echten Mumie von dannen. Die Anlegung eines Grabes für diesen Zweck ist ein recht lohnendes Unternehmen, da man es im Laufe der Zeit mehrsach wieder füllen und seinen Inhalt an den Mann bringen kann. Auch mit anderen Altertümern wird unglaublicher Schwindel getrieben. Namentlich Skarabäen werden in zahlloser Menge gefälscht, ebenso alte ägyptische Krüge, Goldsachen, Perlenketten usw. Viele dieser Dinge kommen sogar erst aus Europa nach Agypten, um dort teuer verkauft zu werden. Man tut also besser daran, sie gleich in Europa zu kaufen. Dann spart man neben dem Preisaufschlag noch den Transport und den Zoll, und weniger unecht als die in Agypten verkauften sind die in Europa angebotenen altägyptischen Kunstwerke sicherlich nicht. Buffalo Bills Erkrankung Der amerikanische„Oberst" Cody, besser bekannt dem Namen Buffalo Bill, ist in einer kleinen Stadt Tennessees schwer erkrankt. Während einer seiner bekannten pittoresken Vorstellungen wurde er von einem schweren Unwohlsein befallen; man brachte ihn in das Haus eines Verwandten, und die Arzte stellten fest, daß es sich eine, durch ein inneres Leiden verursachte nervöse Erschöpfung handelte. Buffalo Bill war übrigens schon seit langem nicht mehr der Mann, als den ganz Europa ihn kennen groß und kräftig, mit dem schönen Künstlerkopf und auf einem herrlichen weißen Rosse sitzend und durch den Zirkus dahinsausend. Er ist — so erzählt der„Caffaro“— in den letzten Jahren auch äußerlich recht alt geworden und ist mit seiner hageren Gestalt nur noch ein Schatten seiner selbst In den letzten Jahren stieg er auch nicht mehr zu Pferde, sondern nahm an den Schaustellungen in einem kleinen Wagen teil; das Schießen aber hat er auch jetzt noch nicht verlernt. Bufsalo Bill war nicht bloß ein Zirkuskünstler, son on einst auch ein sehr tüchtiger Soldat; den Obertteurang allerdings mag er sich wie jeder Amerikaner, der etwas auf sich hält, eigenmächtig zugelegt haben. Er nahm als Soldat an dem großen amerikanischen Bruderkriege teil und stand in Beziehungen zu den großen Heerführern Sherman, Sheridan und anderen. Bei vielen schwierigen Expeditionen diente er den Generalen als Führer und Pfadfinder, und was er unternahm, hatte Erfolg. Großen Ruhm erwarb er. als er in einem Zweikampf den Siouxhäuptling„Gelbe Hand“ tötete und dadurch nicht unwesentlich zur Beendigung des Krieges zwischen Amerikanern und Indianern beitrug. Auch gegen andere Indianer= häuptlinge hat er gekämpft, gegen Wilde, die sich mit blutgieriger Grausamkeit schlugen und kein Mitleid kannten. Gefangene wurden nicht gemacht: es war ein Krieg auf Tod und Verderben. Nach den Indianerkriegen aber machte Buffalo Bill aus den Gefühlen, die er immer für seine schlecht beratenen und geführten Gegner gehegt u Heyl: er erbat und erhielt von der amerikanischen Regierung die Erlaubnis, zwei Indianerhäuptlinge und 28 gefangene Indianer in den Jahren 1890/91 nach Europa mitzunehmen, damit sie die Welt kennen lernten und ihre mangelhafte Erziehung vervollständigten; nach der Rückkehr in die Heimat trugen diese Indianer viel zur Herbeiführung eines dauernden Friedens mit den BleichSheapte Faa# mein— Narnen Bufsalo Vill erhielt Oberst Cody, weil er in den Tagen des Krieges ein großer Büffeljäger gewesen war: die Büffel bildeten in jenen schweren Zeiten für die Truppen und für die Gesangenen oft das einzige Subsistenzmittel. Vor etwa zwanzig Jahren unternahm Oberst Cody einmal auf einer italienischen Rennbahn ein inmit dem Rennfahrer Buni: während Buni mit seinem Rade antrat, erschien Buffao Bill hoch zu Roß; das stählerne Roß trug jedoch den Sieg davon über das von Buffalo Bill gerittene lehendige, obwohl der Reiter damals noch im Vollbesitz seines jugendlichen„Elans“ war Schwedische Sänger Heute, Mittwoch, 18. Juni, findet am Fredenbaum, abends 8 Uhr, das Konzert des Elite=Gesangchors der schwedischen Studenten aus Upsala statt Lirigent ist Herr königlicher Universitätsmusikdirekesch destesic aui.:.— Wir machen nochmals ig icklich auf die bervorragenden Leistungen aufBraueretbesitzer, Grof ger Weise ihre Pferde stellt hätten, und daß an der Feier beteilig fünf vorhandenen Ju soll am Fredenbaum durch eine Annonce 11 werden. Briefkaste W. R. 100. D 49 zens oder der große Leistungsfähigkeit n (sog. Herzfehler.) 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Nach den Vill aus den imer für seine Gegner gehegt von der amezwei Indiadianer in den lehmen, damit e mangelhafte r Rückkehr in A zur Herbeiit den BleichBill erhielt Krieges ein Büffel bildeten lppen und für ubsistenzmittel. 1 Oberst Cody bahn ein innfahrer Buni: ntrat, erschien rne Roß trug Buffalo Bill damals noch ins" war. am FredenElite=GesangUpsala statt. ätsmusikdireksen nochmals eistungen aufBrauereibesitzer, Großraufleute usw. in liebenswurdiger Weise ihre Pferde und Wagen zur Verfügung gestellt hätten, und daß sich mehrere auswärtige Vereine an der Feier beteiligen würden. Die Ehrung der fünf vorhandenen Jubilare des festgebenden Vereins soll am Fredenbaum geschehen. Alles Nähere wird durch eine Annonce in dieser Zeitung bekannt gegeben werden. Briefkasten der Redaktion W. R. 100. D 49 bedeutet Krankheiten des Her zens oder der großen Gefäße, die die körperliche Leistungsfähigkeit nicht wesentlich beeinträchtigen. (sog. Herzfehler.) O. in Wellinghofen. Rheinland. (Schluß des redaktionellen Teils.) Tausendfach bewährte * Nahrung bei: Brechdurchfall, amuer- Diarrhöe, nahrung Darmkatarrh. erc -Krankenkost Bergnügungspark Fredenbaum Eine 25jährige Bühnen=Jubiläumsfeier in der Liliputstadt im Vergnügungspark Fredenbaum begeht heute nachmittag die älteste Bewohnerin der Zwergstadt, die Künstlerin Fräulein Kämpfe. Die Jubilarin, aus Erfurt gebürtigt, steht im Alter von 52 Jahren und ist eine der lebhaftesten und beliebtesten der Liliputaner. Um 5 Uhr werden ihr heute große Ehrungen und überraschungen zu Teil. Der feierliche Festatt beginnt mit einer Festrede des Bürgermeisters der Zwergstadt: anschließend daran überreichung der Geschenke. Nach dem Festakt finden Fremden=Vorstellungen statt, wobei Frl. Kämpfe jedesmal in ihrer Glanzrolle auftritt. Die kleine Stadt ist aus Anlaß der Jubelfeier herrlich geschmückt. Bei Eintritt der Dunkelheit wird als Festabschluß von dem Bürgermeister der Liliputaner, unter Assistenz des Pyrotechnikers Herrn Bauer, ein Brillant=Feuerwerk abgebrannt. Pastor Felke-Heilweise. Raterteilung an Kranke aller Art— Montags u. Donnerstags 9½—1 u.-5½ Uhr.— Dortmund, Burgwall 27, part. rechte. Dr, phil. Mayus, vom’astor Feike beglaubigter Vertreter. Großes Konzert der Kapelle Hubert am Fredenbaum Heute, Mittwoch, nachmittag konzertiert die verstärkte Kapelle Hubert in den Anlagen des Fredenbaum. Die Quittungskarten=Revision wird fortgesetzt: Schützenstraße. Schillerstraße, Körne, südlicher Teil. Vom Rheinisch= Westfälischen Kurenmarkt. Bericht von Gebrüder Stern, Bankgeschäft. Dortmund, 17. Juni. (Vor der Börse.) Der durch die freundliche Beurteilung der politischen Lage hervorgerufene Stimmungsumschwung an den größeren Börsen blieb auch nicht ohne Einfluß auf den Kohlenmarkt. Wenn auch die Kursveränderungen auf diesem Gebiete ohne Belang sind, so zeigte sich zu den ermäßigten Kursen doch verschiedentlich Karflust. Von schweren Werten waren Konstantin der Große(bei ca. K 48.000) gefragt; auch für Ewald besteht zu letztem Kurse(bei ca. M 44 200) Aufnahmeneigung. Niedriger erhältlich blieben Helene u. Amalie, die erst unter K 20000 umgesetzt wurden. Die Notierungen für Dorstfeld, Graf Schwerin, König Ludwig und Lothringen blieben fast nominell und fanden auch Umsätze kaum statt. Leicht erholt schließen Langenbrahm, die nach anfänglichen. Verkehr(bei ca. K 20 800) wieder(bei ca. M 20 500) gesucht bleiben. Unser Fritz sind(bei ca. M 20000) weiter angeboten, ohne jedoch einer entsprechenden Nachfrage zu begegnen. Von mittleren und leichten Werten sind Johann Deimelsberg leicht gebessert, dagegen überwog in Adler, Caroline und Oespel das Angebot. Weiter abgeschwächt schließen auch Hermann—3 und Trier—3, die(bei ca. M 3400 bezw. in 4450) im Verkehr waren. Für Trappe bleibt(bei ca. M 2450) Nachfrage bestehen; auf letzter Basis wurden Westfalen vereinzelt umgesetzt. Während für Rheinische Bohranteile, das Interesse im Augenblick nachgelassen hat und(bei ca. M 1400) Material angeboten wurde, traten für Anneliese(bei ca. M 1150) Käufer auf. Braunkohlenwerte sind sehr ruhig und weisen Veränderungen nicht auf. Am Kalimarkte machten die Rückgänge zu Beginn der Woche weitere Fortschritte, jedoch zeigte sich auch hier in übereinstimmung mit der festeren Tendenz an den großen Börsen eine leichte Erholung des Kursniveaus. Kauflust zeigte sich für Alexandershall, Beienrode, Hohenzollern, Hugo, Rothenberg und Wilhelmshall. Zu letzten Preisen bestand Angebot in Burbach, Carlsfund. Großherzog Wilhelm Ernst,„Güntbershall, Salzmünde und Walbeck. Stärker rückgängig sind Volkenroda, die auf die zu bewilligende Zubuße(bis ca. M 4000) nachgaben. Größerem Angebot unterlagen auch Sachsen=Weimar, die ohne Kauflust zu begegnen(bei ca. in 5500) erhältlich bleiben. Von den übrigen Werten erhielt sich für Heringen, Immenrode, Hansa Silberberg und Johannashall zu unveränderten Preisen einige Nachfrage, dagegen waren Einigkeit auf Zwangsverkäufe niedriger im Verreyr. Von leichten Werten kamen in Heldrungen 1 und 2 und Hermann 2 zu letzten Notierungen Umsätze zustande. Von jüngeren Syndikatswerten zeigte sich für Felsenfest, Hüpstedt, Neu=Sollstedt und Schwarzburg zu den ermäßigten Preisen Kauflust. Stärker rückgängig waren vorübergehend Bergmannssegen, um jedoch leicht erholt zu schließen. Walter waren unter dem Druck der zur Ausschreibung gelangenden Zubuße(bis ca. M 300) rückgängig. Von den elsässischen Werten machte sich für Marie und Marie Louise auf ermäßigter Basis Kauflust geltend, während Max, sowie Prinz Eugen und Theodor vollständig vernachlässigt bezw. billiger erhältlich blieben. Gehandelt wurden noch Irmgard(bei ca. K 200), sowie Wilhelmine(bei ca. K 650). In schachtbauenden Werten war der Verkehr sehr ruhig. Ziemlich behaupten konnten sich Fallersleben(bei ca. M 700), Mariaglück(bei ca. K 600), Erichsglück(bei ca. M 700) und Moltkeshall(bei ca. M 200). Etwas lebhafter war der Verkehr in Carlshall, die jedoch schließlich(bei ca. M 950) niedriger sind. Vereinzelt Abgebelust zeigte sich noch für Herfa und Neurode, die auf die zur Ausschreibung gelangten Zubuße(bei ca. K 1450) angeboten wurden. Am Aktienmarkte gaben Heldburg anfangs stärker nach, um jedoch etwas erholt zu schließen. Ziemlich unverändert notieren bei vereinzeltem Verkehr Adler, Bismarckshall, Hallesche Kali, Hattorf, Justus, Ronnenberg und Steinförde. Von Erzkuxen blieben Louise Brauneisenstein und Henriette gefragt. Olympiatheater Mit dem Sensationsschlager„Krone und Fessel“ bietet das Berliner Thalia=Ensemble ein Stück eigenartigen Reizes. Die bunten, abwechselungsreichen Bühnenbilder ziehen vor den entzückten Zuschauern vorüber und verschaffen ihnen einen genußreichen, angenehm verlebten Abend. 12 Wohlbehagen empfindet jeder auf Continental Gummi-Absätzen. Erschütterungen des Körpers vermindert. Angenehm weicher, elastischer Gang. Dauerhafter als Leder. Fordern Sie daher stets von Ihrem Schuhmacher Continental Gummi-Absätze auch erhältlich in Lederhandlungen und Schuhgeschäften. Schwolmer Gummlwaren-Industrie 6. m. b.., Schweim I. W. Die ersten holländischen Tolberinge# Reisebeamten sind eingetroffen n sind eingetroffen, = Die Qualität ist in diesem Jahre besonders schön.= Ferner empfehle ich von täglich frischen Sendungen die bekannt feinen Extra Castiebay Matjes-Heringe am Markt u. Hansastr. 50. Gegründet 1853. W Wir suchen für einen Teil unseres Generalagentur=Bezirks Dortmund einen mit den Verhältnissen des Industriegebietes vertrauten und erprobten gegen hohe Bezüge. 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Spar- und Darlehnskassen Verein Mengege 5. Verschiedene Gläubiger 6 Rückständige Milchgelder 7. Kautionen 8. Gewinn-Vortrag vom Vorjahre 9. Gewinn im laufendem Jahre 245 1 300 450 38 000 1714 7 158 600 43 615 00 00 00 00 78 54 00 02 21 HOTEL SANSSOUCI, OBERHOF. Civile Preise. Sorgsamste Verpflegung. Schönste Lage. Grosser Park. K. A. C.— 6 moderne Auto-Garagen.— Kgl B. A. C. Telegr-Adr.: Sanssouol.— Telefon 1.— Prospekte frei. 50 126 55 50 126 55 Mitgliederbewegung Zahl der Genossen Ende 1911 Zugang im laufenden Jahre Abgang im laufenden Jahre Zahl der Genossen Ende 1912 46 1 45 Molkerei Genossenschaft Hengede, e. E. m. H. Radioaktive Schwefelbäder, Schwefel-Schlammbäder, Solbäder, Schwefel- und Sol-Inhalationen, rsru russ.-röm. u. elektr. Bäder, Zandersaal. Bewährt bei: Rheumatissmus, Gicht. schlas. Hautkrankhelten, Lues, Skrotulose d. Kinder, Frauenleiden Kurkapelle, Militärkonserte, Theater und andere Vergnügungen Druckschriften frei durch die Königl. Bade-Verwaltung. 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Danksagung. 1913 1913 Mattoni's Giesshübler Sauerbrunn und Königl. Fachinger Mineralwasser in ½ und I Flaschen liefert billigst für Dortmund und ca. 25 Km. im Urkreis frei Haus durch die Fuhre Dem Herrn I. Overmann sagen wir auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank, daß er unsere Tochter, die vom 8. Jahre an mit Drusengeschwulst und Hautausschlag behaftet war. von diesem Leiden dinuen 4 Wochen befrett hat. Alles, was wir bisher angewandt hatten, nutzte nichts. Wir können daher Herrn Overmanns Heilmethode jedem ähnlich an„— und er. Wanderer Aug. Strötker, Leidenden aus voller Ueberzeugung empfehlen. — ahnstraß= Heisingen b. Essen, Bahnstraße 172. Heinz. Baumgerten und Frau. ff. Fahrräder ff. stebs am Lager. Falkenberg& Büsing Weillenburgerstr. 18. Bromerstr. 25. Tolephon Nr. 2388. Entleerte Mineralwasserflaschen werden per Stück mit 3 u. 5 Pf. zurückgekauft. Erscheint wochentägli außerdem an Sonnta Monatliche Bezugsge durch die Post bezogen v 2,50 Mark. 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Sonnenbei licher Gegner des C Und angesichts zialdemokratie eine Dienstzeit auf ein I Weg einschlüge, die privilegs verlangte, ten Bedenken der# die in Österreiche Nichtqualifizierten z rusen und immerhit an ihren demokratis verdienen. Aber „Sgalité“ dadurch h sprödeste oder gar dungsfähige Mater jahre laufen läßt, ernsten Willen gezei werden: das heißt wußt an einer Schy traft arbeiten! Besonnener ist dem sich gleichfalls in der gestrigen S Nur gute turnerisch tigen Zeit soll ein kürzung geben; au an eine Mindestgre sein. Der Kriegsmi diese Anregungen. gute Turner noch daten bedeuten. und Fortbildungs Vereinsleben der werden müssen; un terordnung unter! ziemlich himmelwe platze und der Z bleibt, liegt auf der den Turnvereinen ßere Fürsorge gew Fall gewesen ist. Dazu treten die ten, nicht nach Vol Dienstzeit im steh soll, ohne dessen Ge bloß 100 000 der in eingestellten Rekrut so fähe das förmli zosen und Russen Überfällen auf die Friedensarmee au fast allgemeiner wäre alle Mannschaften“ so hohem Grade gegründet ist. Den ten beaustragten offizieren würde! der Gefreiten usw erschwert werden. Der Kriegsmin gierung einer Aus durch Erleichterun