Erscheint täglich Ei Ausnahme der Sonn= und gesetzt. Feiertage. Abonnementspreis 158 Haus, mir der täglichen Unterhaltungsbeilage ##e# Zseitigen„Illustriertem Sonntagsblatt 55 Pig. vn9 Ws.## durch die Post bezogen für 3 Monate 1.50 Mi, Latationsdruck und Verlag, sowie für die Inscrate Viktor Schanzer. Dortmund. r. 49. verbunden Lokat-Anzeiger für mit dem Dortmund u. Hörde und der täglichen Unterhaltungsbeilage W# sowie der Illustrierten Sonntagsbeilage. Erpedition: Dortmund, Prinzenstraße 9—11.— Fernsprech=Anschluß Nr. 3293. suttermilch und Säuglings= Von Dr. P. Sommerfeld.*) Die Trauenmilch ist ein unersetzliches Nahrungs#itel. Keine andere Milch, von welcher Tiergattung Ee zuch sozmmt, ist imstande sie zu ersetzen. Durch keiEriei Manipulationen, chemischer oder irgendwelcher i ist es möglich, eine Tiermilch der Frauenmilch Fnlich oder gar gleich zu machen. Alle Anpreisunben von Ersatzmitteln der Frauenmilch sind gewissense zalsche Vorspiegelungen. Für den Säugling gibt zur eine natürliche Nahrung: die Milch seiner Rutter. Es ist betrübend, daß Tausende von KinAus dem soeben erschienenen hochinteressanten Luche„Milch und Molkereiprodukte“ von Dr. P. Eimmerfeld. Wissenschaft und Bildung Bd. 73). In Eriginalleinenband Mr. 1,25. Verlag von Quelle u. lieher in Leipzig. Dortmund, Montag, den 28. Februar 1910. dern auf die ihnen zustehende, mütterliche Nahrung verzichten müssen, und daran ändert auch nichts die aft erwiesene Tatsache, daß es gelingt, Kinder mit Kuhmilch oder anderen Milcharten aufzuziehen. In den letzten Jahren hat in allen Ländern eine großzügige Bewegung eingesetzt, mit dem Zweck, alle Kreise über die ungeheure Wichtigkeit der Ernährung der Kinder mit Muttermilch aufzuklären. Staat, Gemeinde und Private haben sich an diesen Bestrebungen beteiligt, und es ist zu hoffen und zu wünschen, daß ihnen ein voller Erfolg zuteil wird. Von welchem Einfluß die Ernährung auf die Sterblichkeit der Säuglinge und damit auf die Vermehrung des Volkes überhaupt ist, macht sich der Laie nur eine schwache Vorstellung. Einige statistische Angaben sollen dies erläutern. In Berlin starben im Jahre 1905 10 170 Kinder unter einem Jahr. Von 7738 konnte die Art der Ernährung festgestellt werden: 7064 waren mit Tiermilch und 674 mit Frauenmilch ernährt, d. h. von den Gestorbenen waren nur 8,7 Proz. Brustkinder. 1904 starben 11325 Kinder unter 1 Jahr, darunter nur 841 Brustkinder. 1906 starben 11762, darunter 867 Brustkinder. Die Sterblichkeit und zwar besonders die an Magendarmkrankheiten der Kinder im ersten Lebensjahre ist eine ganz besonders hohe während der heißen Jahreszeit, und hierbei spielt neben allgemeinen hygienischen Verhältnissen, insbesondere schlechter Wohnung, die Ernährung die Hauptrolle. Es starben Kinder in Berlin an Verdauungskrankheiten: Juli August Sept. in den anderen Monaten 1900 1901 1900 1901 überhaupt: 3010 2965 1733 1818 Brustkinder: 140 134 132 123 künstlich ernährte: 2870 2831 1601 1695 Diese Angaben gelten nicht nur für Berlin, sondern sie wiederholen sich für alle Länder und Städte Inserate die S gespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 25 Pfg. Reklamen die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 60 Psg. Beilagen nach Uebereinkunst. Bei zwangsweiser Beltreidung der Insertionsgebühren durch Klage oder Konkursverfahren wird der Rabatt hinfällig. Für Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen übernehmen wir keine Garantie. Für die Jedaktion verantwortlich: Max Sonnemann, Dortmund. 27. Jahrg. und erweisen klar die Wichtigkeit der Ernährung mit Muttermilch. Naturgemäß ist unsere Kenntnis von der Zusammensetzung und den Eigenschaften der Frauenmisch nicht eine so gründliche und genaue wie es bei der Kuhmilch der Fall ist; das liegt schon vor allem an der Schwierigkeit der Beschaffung des Untersuchungsmaterials. Die chemischen und physikalischen Unterschiede der Frauenmilch und der Kühmilch sind im wesentlichen die folgenden: Der Zückergehalt der Frauenmilch ist ein erheblich größerer, der Salzgehalt und der Eiweißgehalt ein geringerer. Das Verhältnis von Kasein zu den löslichen Eiweißkörpern (Albumin und Globulin) ist in der Kuhmilch 5,6: 1, in der Frauenmilch 1:1. Dieser relativ hohe Gehalt an Albumin und Globulin ist wahrscheinlich nicht ohne Einfluß auf die Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit der Frauenmilch. Früher war man allgemein der Ansicht, daß das Kuhmilchkasein für den Sängling 086& von Neuheiter für die Frühjahrs-Saison 1910— Jackenkleider, Kostüme, Blusen, Paletots, Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Seidenwaren, =Kinder- und Backtisch-Konfektion= Morgen-Röcke— Unterröcke— Korsetts Herren-Krawatten— Regenschirme Anferuigung einfacher, sowie eleganter Mäntel, Jackenkleider und Kostüme auf eigenen Ateliers. Stoffproben auf Wunsch franko. Franko Versand aller Aufträge. Auf der Brautschau. Humoristischer Roman von Felix Brenta. 25 Da er sich Theas Liebe so ehrlich erworben, schien Schm geradezu unbegreiflich, weshalb die verblendeten elein zögerten, ihm auch ihre Hand und ihre Mitgift geden. Er hatte sich doch ganz einwandfrei benomden und sann vergebens darüber nach, worin er es wa an Korrektheit habe fehlen lassen. „ Liit zäher Willenskraft hatte sich Heinz nachmittags Bulas gr.rbeit an den Schreibtisch gesetzt. Daß wegen Erkrankung sein Zimmer nicht in Ordnung geNwar, verzieh er. Aber seine noch immer weiter Scmmende Mißstimmung schlug sofort wieder in hellen Lrcmmen empor, als die wohlbekannten Töne des be„Parten Klaviers an sein Ohr trafen. Die vorzügden akust'schen Verhältnisse der Giebelwand ließen keihaus######kel darüber aufkommen, daß sich im Nebenseit Monaten ein unglückliches Menschenkind in verzehriz(0ser Leidenschaft um die Kunst der Musik unverczfich#, lieferten seine ebenso unermüdlichen, wie . 22° sterlichen Hände den schmerzlichen Beweis, daß delssahn# einer Czernischen Etüde, des sechsten MenMinzz. Liedes ohne Worte und des Chopinschen Roten ers in seinem Besitz waren und daß diese essenbar von Druckfehlern wimmelten. eeck Heuer war wütend. Er schwankte, ob es zur hal# bung seiner Nerven besser sei, den Nachbar in eine erheilanstalt zu schicken, oder selbst einen entna tenden Gegenlärm aufzuführen. Eben entschied er n#nen Las zweite. Denn er war sich darüber klar gebesgß er zweifellos dieselben imusikalischen Rechte ae nie ein Nachbar. sim.2 akte den teuflischen Entschluß einiger Fortisins zin sgien und holte tief Atem. Da trat Dr. Laue malso er und bewahrte ihn davor, sich noch einmit der a. geklich zu machen, wie schon am Vormittag schaftlichen er hatte das Bedürfnis, in kameradaich noch.. spräch sein Herz zu erleichtern. Wenn er sicht alle Hoffnungen aufgegeben hatte, so das vorläufige Mißlingen seines Heiratsplanes eine ganz scheußliche Sache, und er beschwerte sich dem Kandidaten gegenüber sehr lebhaft über sein Mißgeschick. Heinz begrüßte es zunächst mit Genugtuung, daß des Doktors geldbedürftiger Beutel ebenso erfolglos geträumt hatte, wie sein eigenes liebebedürftiges Herz. Als er aber erfuhr, daß seine Werbungen nicht Margarete, sondern ebenfalls Thea gegolten hatten, erfaßte ihn ein Schreck nachträglicher Eifersucht. „Das hätte ich Ihnen vorher sagen können," bemerkte er höhnisch,„daß Sie bei Fräulein Thea keine Aussichten hatten.“ Dr. Laue durchschaute des Kandidaten schlecht verhehlte Gefühle und erwiderte mit spöttischer Ueberlegenheit:„Dann hätten Sie mir etwas ganz falsches vorausgesagt, Herr Kamerad. Fräulein Thea ist mir äußerst gnädig gesinnt. Ohne mich rühmen zu wollen, kann ich sagen, daß meine Wünsche bei ihr nicht den geringsten Widerstand finden würden. Es sind nur die Eltern, die sich törichterweise noch sträuben, ihr Kind glücklich zu machen. Das ist ja aber schließlich nur eine Frage der Zeit. Denn wie gesagt, das Mädel ist ganz vernünftig und ich bin vollständig einig mit ihr.“ „Das ist nicht wahr," brauste der Kandidat wütend auf,„und so lange ich lebe, werden Sie Fräulein Thea niemals die Ihrige nennen.“ „Dann müßten Sie sich umgehend nach Ihrem Erbbegräbnis umsehen," versetzte der Referendar noch ziemlich ruhig.„Denn ich bin der jungen Dame glücklicherweise bereits ganz sicher.“ Als jedoch die Reste seiner verschmähten Leidenschaft in Heinz immer glühender emporlohten, fühlte auch Dr. Laue neben dem finanziellen Kummer so etwas wie Eifersucht in seinem Innern erwachen. Diese Eifersucht entsprang keiner verzehrenden Liebe; aber sie war um so fester in seinem Anstandsgefühl und seiner angeborenen Ritterlichkeit begründet. Es mußte ihn naturgemäß beleidigen, wenn es ein Nebenbuhler wagte, die Augen auf die Dame zu werfen, die er selbst zu seiner Gemahlin zu erheben entschlossen war. Um seiner Ehre willen hielt er es für seine Pflicht, den anmaßlichen Schulmeister in seine Schranken zurückzuweisen, und er versuchte, ihm klar zu machen, daß es vollkommen aussichtslos für ihn sei, in Liebesangelegenheiten mit einem Kavalier wie Dr. Laue in Wettbewerb zu treten. Heinz verschloß sich jedoch dieser Einsicht hartnäckig und versuchte im Gegenteil die Aussichtslosigkeit von Dr. Laues Bestrebungen in das hellste Licht zu setzen. Der Referendar behauptete, Herr Heuer sei viel zu ungeschickt, um das Herz einer eleganten„schicken“ Dame zu gewinnen, und Herr Heuer behauptete, der Referendar führe ein viel zu unmoralisches Leben, als daß sich ein guter ehrlicher Vater entschließen könnte, ihm das Glück seiner Tochter anzuvertrauen. Diese Meinungen verfochten sie mit großem Nachdruck und Ueberzeugungsmut und wiederholten sie mit immer neuen, bald mehr, bald weniger deutlichen Worten so lange, bis in Dr. Laues Seele plötzlich der Funke eines schmählichen Verdachtes aufzuckte und sich sofort zu einer Feuersbrunst leuchtender Gewißheit verbreitete. Mit scharfer Betonung schleuderteer dem Kandidaten seine eben gewonnene Ueberzeugung ins Gesicht:„Ihre ebenso heitere wie unerschütterliche Sicherheit über Herrn Raupachs Mißwollen gegen mich wundert mich nicht. Sie erklärt sich sehr einfach. Sie haben natürlich die Gelegenheit Ihres häufigen Verkehrs in seinem Hause eifrig benutzt, um mich gründlich zu verleumden. Den unbequemen Nebenbuhler bei der Tochter auszustechen, waren Sie nicht im stande, und so schämten Sie sich nicht, seine Ehre bei den arglosen Eltern zu untergraben.“ Heinz war einen Augenblick starr. Dann entgegnete er mit mühsam bewahrter Ruhe:„Einer so niedrigen Verdächtigung sind nur Sie fähig, der Sie sich selbst Ihrer hinterlistigen Schleichwege und Kundschaftereien bewußt sind.“ „Wieso mein Herr?“ „Haben Sie nicht Herrn Lichtenburg angestellt, um Herrn Raupachs Verhältnisse auszuspionieren?“ „Auf Ihren Rat!“ Heinz zuckte die Achseln und fuhr möglichst gleichmütig fort:„Wäre es denn nur so widernatürlich, wenn der gefällige Herr Lichtenburg seine Spionenkunst auch auf Ihre Verhältnisse ausgedehnt hätte? Sie könnten ihn nicht einmal deshalb tadeln, da er auch nur ihm den wohlverdienten Lohn vorenthalten. Er hat Ihnen geleistet, wozu er sich verpflichtet hat, und wenn er sich etwa zu gleichem Dienst auch dem Herrn Raupach verdungen und ihm von Ihren kleinen Unregelmäßigkeiten Kenntnis verschafft hätte, so wäre er höchlichst zu loben. Denn er hätte das unmögliche Kunststück vollbracht, zwei Herren zugleich zu dienen!" „Sie haben diese Schurkerei angestiftet,“ rief Dr. Laue bebend. „Keineswegs!“ erwiderte Heinz mit zitterndem Lachen.„Ich habe nur der von Ihnen gewünschten Schurkerei mit Vergnügen meinen Beistand geliehen. Denn ich sah das zweischneidige Ergebnis voraus und freue mich, daß Sie so glücklich in die selbstgegrabene Grube hineingefallen sind.“ „Das heißt," versetzte Dr. Laue wütend,„Sie freuen sich, einen Kameraden um sein Lebensglück gebracht zu haben!“ „Bitte sehr! Nicht Ihr Lebensglück stand auf dem Spiele, sondern das Schicksal Fräulein Theas. Bei Ihnen handelte es sich nach Ihrem eigenen zynischen Geständnisse nur darum, sich eine reife Mitgift zu erjagen.“ „Aber die Beute, von derich Ihnen vertrauensselig sprach, ließ Ihren Neid nicht schlafen. Sie verspürten selbst Lust danach, und so bleibt es dabei, daß Sie aus gemeiner Geldgier einen Kameraden bei dessen Schwiegereltern verleumdet haben! Pfui Deubel! Sie sind ein Gauner und ein ehrloser Lump!“ Heinz erwiderte kein Wort. Bisher hatten sie sich von Aerger, Eifersucht und empörung über die beleidigenden Reden des anderen ziemlich gleichmäßig von dem Pfade der wohlgesitteten Unterhaltung ablenken lassen. Gleichmäßig hatten sie die Grenzen de' guten Tones überschritten und sich eifrig dem Gebiete der gemeinen Schimpfreden genähert. Das war vom kameradschaftlichen Standpunkt aus sehr bedauerlich. Aber sie hatten bis jetzt nichts vor einander voraus gehabt. An Betragen hatten sich die Gegner bisher ebenso ebenbürtig gegenüber gestanden, wie an Wut. Das anderte sich aber ganz plötzlich, sowie Dr. Laue als erster die schönen Schimpfworte„Gauner“ und„ehrloser Lump“ vom Zaun gepflückt hatte. 177,18 viel schwerer verdaulich sei wie das Frauenkasein. In neuerer Zeit wird diese Annahme auf Grund vieler Versuche und Erfahrungen bestritten. Man stützte sich namentlich auf die Tatsache, daß das Kuhkäsin im Magen grobe Gerinnsel bildet, während das Frauenkasein in sehr zarten Flocken gerinnt. Verdünnung der Kuhmilch mit Wasser oder Zusatz von manchen Salzen bewirkt übrigens eine feinere Girinnung des Kuhkaseins. Der Fettgehalt der Frauenmilch ist ein sehr schwankender, man kann im Durchschnitt 4,5 Prozent annehmen. Ueberhaupt sind die Schwankungen in der Zusammensetzung recht erhebliche und zwar abhängig von individuellen Eigenschaften, von der Zeit der Laktation u. a. Solange man nur die chemischen Unterschiede der einzelnen Milcharten kannte, glaubte man, dadurch, daß man die Tiermilch in ihrer chemischen Zusammensetzung gleich oder ähnlich machte, einen Ersatz für die Frauenmilch schaffen zu können. Der sohe Eiweisgehalt würde durch Verdünnung der Kuhmilch verringert und der durch die Verdünnung entstehende Verlust an Fett und Zucker durch Zufügen entsprechender Mengen von Milchzucker und ev. Rahm ausgeglichen. Oder man fügte auch iur Milchzucker in entsprechend größerer Menge hinzu, da man weiß, daß sich in der Nahrung und im Stoffhaushalt des Körpers Fett und Zucker vertreten können. Diese Methode ist übrigens die einzige, welche im Prinzip noch heute von allen Kinderärzten geübt wird, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, ein Kind mit Muttermilch zu ernähren. Alle fabrikmäßig hergestellten— wenn auch auf ähnlichen Prinzipien beruhenden— sogenannten„Ersatzmittel“ für Muttermilch sind abzulehnen. Zu erwähnen ist noch ein wichtiges Moment: die Tiermilch und besonders die Kuhmilch, enthält sehr bald nach dem Melken eine große, zuweilen mehrere Millionen betragende Menge von Pilzen(Bakterien), deren Bedeutung hier nicht besprochen werden kann. Die Frauenmilch aber ist keimfrei, oder wenigstens so gut wie keimfrei. Vor allem enthält sie keine krankheitserregende Keime. Die Gründe für die Bedeutung der Muttermilch haben wir erst in neuester Zeit kennen gelernt, sie liegen nicht zumeist in der Physikalischen oder chemischen oder bakteriologischen Verschiedenheit von Tiermilch, sondern in der„Arteigenheit“ und der gegen viele schädigende Einflüsse Schutz verleihenden Kraft. Die Ereignisse in Cibet, Preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 26. Februar. Am Samstag wurde die zweite Lesung des Etats des Ministeriums des Innern fortgesetzt. Beim Kapitel„Landratsämter“ rügte Aba. Schmabach(nat.=lib.), daß in einzelnen oft preußischen Kreisen widerrechtlich das Litauische als Versammlungssprache nicht anerkannt worden sei. Abg. v. Goßler(kons.): Die Beschwerden über die Landräte sind geringer geworden. Man soll nicht verallgemeinern, wenn irgendwo ein Landrat fehlgreift. Daß sie politischen Einfluß haben, macht sich ganz von selbst. Einen Referendar, der deshalb von der Verwaltung abgewiesen wurde, weil sein Vater liberal war, lege man uns erst auf den Tisch des Hauses.(Heiterkeit, Zuruf des Abg. Dr. Müller: Wollen wir machen! Erneute Heiterkeit.) Abg. Graf Praschma(Zentr.): In einem Ostmarkenkreise konnte die Körungskommission nicht konstituiert werden, weil die Mitglieder nicht mit einem polnischen Gutsbesitzer in der Kommission zusammensitzen wollten. Infolgedessen mußte in diesem Kreise die freie Kuhliebe verkündet werden(Stürmische Heiterkeit), erst später wurde der alte Zustand wiederhergestellt. Abg. v. Kardorff(freikons.): Die Körungskommission mußte aufgelöst werden, weil die Mitglieder einfach nicht mehr erschienen. Ich habe ein großes Verständnis für den Idealismus der Polen, nehme aber eine wesentlich andere Stellung den Deutschen gegenüber ein, die nicht das gleiche Maß von Nationalgefühl besitzen. Durch die Agitation des Zentrums wird den Leuten die Vaterlandsliebe aus dem Herzen gerissen.(Lebhafte Ohoruse im Zentrum.) Das Zentrum hat mit einem solchen Maß von Unwahrheit, ja Verlogenheit gearbeitet, daß die Leute nicht wußten, woran sie sind.(Lärm im Zentrum.) Sie haben auch die Wahl des Polen Korsanty unterstützt. Und warum, aus Mandatshunger. Die Politik des Zentrums ruht wie ein schwerer Alp auf den deutschen Katholiken in der Ostmark. Minister des Innern v. Moltke erwidert dem Abgeordneten Schwabach, er habe angeordnet, den Gebrauch der litauischen Sprache in Versammlungen allgemein zu gestatten, ohne daß es einer besonderen Anzeige bedarf. Abg. Graf Praschma(Zentr.) weist die Angriffe des Abg. Kardorff zurück. Abg. Lippmann(freis. Vg.): Die Landräte sind durchaus nicht immer die Hüter der Staatsautorität, wie der Widerstand der„Kanalrebellen“ zeigte. Wir behaupten nicht, daß es keine tüchtigen Landräte gibt. Wir sehen aber im allgemeinen in dem Institut der Landräte eine Gefahr für unsere politische Entwickelung. Abg. v. Böhlendorff=Kölpin(kons.): Was wollen die Herren eigentlich von den Landräten? Entweder nennen Sie uns Ja=Brüder oder Rebellen. Wir werden zur Unabhängigkeit erzogen, und gerade die Liberalen sollten das anerkennen. Der Redner nimmt seinen vorjährigen Antrag wieder auf, der die Provinzialräte ermächtigen will, das Wahlverfahren zu den Kreistagen zugunsten der Vertreter der Landwirtschaft zu ändern. Abg. v. Niegolewski(Pole) beklagt, daß die Landräte im Osten mit zweierlei Maß messen. Das erzeuge Erbitterung. Abg. Dr. Wiemer(freis. Volksp.): Die Konservativen sind unabhängig, nicht aber die Regierung. Sie ist abhängig von den Konservativen. Das ist vielleicht die gottgewollte Abhängigkeit, von der Herr v. Beihmann sprach.(Heiterkeit links.) Durch die Haltung der Konservativen gegenüber der Regierung, aber auch durch die Haltung der Regierung ihnen gegenüber ist die Staatsautorität aufs schwerste geschädigt worden. (Widerspruch rechts.) Wir bestreiten den Landräten nicht das Recht, sich politisch zu betätigen, aber sie sollen nicht als Agenten der konservativen Partei austreten. Das Verhalten der Konservativen beseitigt alle Voraussetzungen für ein künftiges Zusammenarbeiten. Sie sind in solcher Stärke hier nur auf Grund eines überlebten Wahlrechts und einer ungerechten Wahlkreiseinteilung. Wir werden darauf hinarbeiten, daß das geändert wird. Ein Schlußantrag wird angenommen. Persönlich bemerkt Abg. v. Kardorff(freikons.): Graf Praschma hat weine Behauptuna. Erzpriester Schmidt habe ein Hoch Flucht das Dalai Lama — Bisenbahnen. — lauptbandelsdrassen. — Verbindung: — Landssgrensen. Masstab. Kilometer von H. Winand. gewerbe von V. Westheim.— Als künstlerngabe enthält das Heft ein Porträt Maria m.## Jankolvska. Mentezzg Statistik der an den höheren technischen Stag, und Kommunalschulen, sowie an den privaten#.“ ken, Polntechniken und Akademien gelehrten#### nen, sowie der für die einezlnen Unterrichtsfa. gewendeten Stundenzahlen. Herausgegeben„. org Matthes, Direktor der Gewerbe=Atademie lin. Druck und Verlag von Wilhelm Ißleib SW. 48, Wilhelmstraße 119=120. Preis 1 Man Der Verfasser hat in vier Tabellen eine Uebersia, über die an den obengenannten Anstalten gesehr.Disziplinen und die hierfür aufgewendeten Stuad.= zahlen gegeben. Auf Grund dieser Tabellen. di. den Angaben der neuesten Programme der technfa. Unterrichtsanstalten zusammengestellt sind, gelange zu dem Resultat, daß die Privatanstalten den Sie und Kommunalschulen zum mindesten gleichtvert: vielen Fällen sogar überlegen sind. Den Tabellen beig. gebene Erläuterungen rechtfertigen die Ansicht des### fassers. 00 Sprechsaal. Der Dalai Lama von Tibel ist aulg rünt; er hat seine Hauptstadt Lhasa fluchtartig vor chinesischem Militär, das plündernd in das tibetanische Gebiet einrückte, verlassen. Die einzige Mitteilung von der Flucht kam aus Yatung. Der Dalai Lama ist näch Indien geflüchtet um die britische Regierung um Schutz zu bitten. Die Bevölkerung von Lhasa soll von chincsischen berittener Infanterie überwältigt und viele Tibekaner getötet worven sein. Die britische Regierung steht bereits in Verhandlung mit China über die geschaffene unerwartete Situation. Der Dalai Lama wird in Kalkutta Wohnung nehmen und mit den größten Ehren empfangen werden. Die brilische Regierung wird die strengste Neutralität bewahren. Was die Chinesen veranlaßte, in Tibet einzufallen, wird die Zeit lehren und die weiteren Verhandlungen aufklären. Der 100. Grvurtstag des Papstes Leo XIII. Am 2. März dieses Jahres sind es 100 Jahre, daß der im Jahre 1903 gestorbene Papst Leo 13. in Carpineto bei Anagni geboren wurde. Leo 13. hieß früher Gioachino Vincenzo Pecci und stammte aus einer gräflichen Familie. Im Kollegio romano erzogen, besuchte er vier Jahre die Academia pontifici und wurde im Jahre 1837 vom Papst Gregor 16. zum Hausprälaten, 1838 zum Delegaten in Benevent ernannt. Pecci erhielt dann im Jahre 1841 die Legation von Spoleto und in demselben Jahre die von Perugia. Zum Erzbischof von Damiette geweiht, ging er 1843 nach Brüssel als Nuntius, 1846 wurde er Bischof von Perugia und 1853 zum Kardinal ernannt. Am 6. November 1876 nach Rom berufen erhielt er ein Jahr später das Amt eines Kämmerers der römischen Kirche. Als solcher leitete er nach Pius 9. Tod(7. Februar 1878) die Geschäfte der Kurie, und wurde am 20. Februar desselben Jahres zum Papste gewählt. Leo 13. war 25 Jahre Papst und starb am 20. Juli 1903. Von den Arbeitgeber=Arbeitsnachweisen. Man schreibt unsDie vor einiger Zeit vom Bergknappen, den d.. gan des Verbandes christlicher Bergarbeiter bers. fentlichen sensationellen Mitteilungen über den#. beitsnachweis der Industrie Mannheim=Ludwigzy, sen dürften noch in Erinnerung sein. Mißliebig g. wordene Arbeiter würden, so behauptet der Benknappe, durch geheime Zeichen erkenntlich gemit und von der Arbeitsvermittlung ausgeschlossen. Di angeblichen„Enthüllungen" des Bergknappen habg damals viel Staub aufgewirbelt; sie wurden fast von allen Zeitungen wiedergegeben und von den Arbeiter organisationen und der ihne nahestehenden Press, in erster Linie als Material bei der Betämpfung v# im Ruhrkohlenrevier eingerichteten Arbeitsnachtet ses versandt. Wie der Vorstand des Arbeitsnachwei#es der dustrie Mannheim=Ludwigshafen jetzt bekannt git hat die Staatsanwaltschaft infolge einer Anzeize g## gen den Geschäftsführer des Arbeitsnachweises, Mi. bius ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das nu#mehr eingestellt worden ist, Die Staatsanwaltschat hat nicht nur anerkannt, daß die Einrichtung### Arbeitsnachweises nicht gegen den Paragr. 123 d Gewerbeordnung verstößt, sie hat auch in schlüssige Weise festgestellt, daß die leidenschaftlichen Vorwür se, welche gegen den Arbeitsnachweis wegen angeb licher geheimer Kennzeichnung von Arbeitern eche ben wurden, jeglicher Begründung entbehren.“ In Anbetracht der lebhaften Agitation die an Grund der Mitteilungen des Bergknapßen über# Vorgänge im Arbeitsnachweise Mannheim=Ludwitz hafen von den Anhängern der paritätischen## keitsnachweise gegen die Arbeitgebernachweise bemtben wurde, dürfte dieses Ergebnis des Untersuchun## verfahrens für weiteste Kreise von Interesse sc Es ist namentlich auch deshalb von besonderer Beder tung, weil das von den Bergarbeitern des Ru# remers dem Arbeitsnachweise des Zechenverbandt anfangs entgegengebrachte Mißtrauen zweisellos zm großen Teil auf jene Veröffentlichungen, die außerdem noch in Form einer Broschüre unter den Vey## arbeitern vertrieben wurden, zurückzuführen ist. Ueber die Handhabung des Arbeitsnachweises n Ruhrrevier, der nunmehr 2 Monate in Tätigkeit# hat es in der industriefeindlichen Presse zwar## Verdöchtigungen nicht gefehlt, doch haben diese d# Ansehen des Verbandes eher gefördert als gesah digt, da sie als frei erfunden nachgewiesen werden konnten. Wenn der Arbeitsnachweis des Zechenner bandes in der bisherigen Weise seine Tätigkeit son setzt, so dars man mit Sicherheit erwarten, daß au die Arbeiter der Einrichtung mehr Vertrauen entee genbringen, und daß die Streikgelüste sozialhent kratischer Agitatoren an der Besonnenheit der den arbeiter scheitern werden. auf Herrn Korsamy ausgebracht, als irrig bezeichnet. Ich nehme die Behauptung zurück. Abg. Graf Praschma(Zentr.): Ich habe nicht bestritten, daß Erzpriester Schmidt ein Hoch auf Korsanty ausgebracht hat.(Hört, hört! bei den Konservativen.) Er wollte mit dem Hoch nur die Dankbarkeit für die von Korfanty geleistete Wahlhilfe zum Ausdruck bringen. Der freikonservative Herr Rzesnitzek hat früher ebenfalls den Radikalpolen Korfanty und Kowalski für ihre Wahlhilfe schriftlich und mündlich gedankt. Herr Schmidt hat aber im Auftrage der Zentrumspartei gehandelt.(Heiterkeit.) Abg. Schwabach(nat.=lib.): Wenn Herr v. Goßler die konservative Gesinnung der Landräte für so segensreich hält, so begrüße ich es, daß wenigstens er selbst dem Staate nicht mehr seine schätzbaren Dienste als Landrat widmet.(Heiterkett.) Abg. v. Kardorff(freikons.): Nachdem feststeht, daß der Erzpriester das Hoch doch ausgebracht hat, so halte ich selbstverständlich meine Vorwürfe gegen die Zentrumspartei in vollem Umfange aufrecht. Der Titel Landräte wird bewilligt, ebenso der Titel Kreissekretäre. Bei der Debatte des Kapitels Polizeiverwaltungen protestiert namentlich Abg. Liebknecht(Soz.) gegen die Tätigkeit der politischen Polizei und gegen das russische Spitzelwesen in Deutschland. Die Abgg. Heine(nat.=lib.) und Schlepp(freis. Vp.) und Dr. Müller(freis. Vp.) treten für Besserstellung der Polizeibeamten ein. Montag 11 Uhr: Fortsetzung und Etat der Bergverwaltung. Schluß 45 Uhr. erscheinen lassen, die gemeinverständlich diese Frage aus den geschichtlichen Quellen beantwortet. Die außerchristlichen Zeugnisse, die äußeren und inneren Beweise in den Evangelien und bei Paulus, die Hypothese eines vorchristlichen Jesus sind übersichtlich dargestellt und beurteilt. Der Preis der bei jedem Buchhändler zu beziehenden Broschüre ist mit 50 Pfennigen um der Massenverbreitung willen niedrig angesetzt. Literatur. „Pat Jesus gelebt?“. Unter diesem Titel hat der Berliner Universitätsprofessor Dr. von Soden im Verlag„Protestantischer Schriftenvertrieb“, Schönebem bei Berlin, Eisenachstraße 45, eine Broschüre Das Nietzsche=Archivin Weimar. Ueber die Tätigkeit und Zweck dieses Archivs berichtet der Vorsitzende Dr. Oehler in einer geschmackvoll ausgestatteten mit Friedrich Nietzsches Porträt nach Klinger geschmückten Broschüre, welche im Verlage von Alfred Kröner in Leipzig soeben erschienen und in allen Buchhandlungen gratis zu haben ist. Viele irrtümliche Vorstellungen betr. Nietzsche und die Publikation seiner nachgelassenen Werke werden darin aufgeklärt. *** Die Sozialistischen Monatshefte haben soeben das 4. Heft ihres 16. Jahrganges erscheinen lassen. Aus seinem Inhalt heben wir hervor: Dr. Leo Arons: Zu Eugust Bebels 70. Geburtstag.— Wilhelm Schröder: Arbeiter und Sozialreform.— Otto Lang: Strafrecht und Klassenkampf.— Emile Verhaeren: Die Menge.— Eduard Bernstein: Marie Mendelsohn=Jankowska.— Paul Müller: Der Zusammenschluß der deutschen Verkehrsarbeiter zu Wasser und zu Lande.— Dr. Ivanoe Bonomi: Die Arbektererganisationen Italiens.— Wirtschaft von R. Wissell. — Getverkschaftsbewegung von H. Stühmer.— Frauenbewegung von W. Zepler.— Philosophie von Prof. Dr. K. Staudinger.— Soizalwissenschaften von Dr. K. Hervorragende Sozialpolitikek, gieniker und andere, haben längst die volkswitltn liche Bedeutung der Margarine anerkannt, die vor Jahrzehnten auf dem Lebensmittelmirkten große Rolle spielte. Und wenn dieses schon kam der Fall war, so ist es dies heute in weit autg: dehnterem Maße. Seitdem es gelang, die rine in einer Feinheit und Güte herzustellen, baß:. selbe von bester Naturbutter nicht mehr zu unterch“ den ist.„ Der bekannte Hygieniker, Professor Dr. b. ers let, gab in seinem Bericht an das Generalcomit des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern, in cher er die Taseinsberechtigung der Maraa Volksnahrungsmittel nachwies, derselben den 9# namen der„Milchschwester der Naturbutter:.u Als Bahnbrecherin in der Margaxrinerrte hat sich die Firma Ban den Bergy's Mceynsen sellschaft m. b. H. in Cleve durch ihre epochenuctt: Neuerungen seit langem an die Spitze der Vrz### Industrie gestellt. Ihre Spezialmarken„Lter„ und„Vitello“ übertressen an Vollkommenhel! tersenui Borlts. Buttergleichheit alle bisher auf dem ten Butterersatzmittel und erwarben sich im 2 dei Reissuppe auf schnellste Art. 6#:„ich, sonen wird ein Würfel Maggi's Reissupr= in dreiviertel Liter siedendes Wasser, ohne s## oder Fleischbrühe dazuzunehmen, gestreut, e188 eisse Batistmit Tüllpasse u. Bp eisse Sticker in schöner Verarbei isse Batis)mit hübschen Feste durchsätzen reich Deisse Damen-B ten Butterersatzmittel und erwarben sich im— ziu Zeit bei allen klugen und sparsamen Hausfra.. gradezu beispiellose Beliebtheit. Wiederaufkochen 20 Minuten(ein größeres. länger) bei kleinem Feuer langsam gekocht.### feinert wird die Suppe, wenn man sie überen chen füße Tafelbutter anrichtet.— Mags!“—Ase# helfen Zeit, Geld und Arbeit sparen, sind 9°°sg tig und enthalten alle zu einer vollständise,## erforderlichen Zutaten. Ein Würfel ergibt, nur„ ser kurze Zeit gekocht, 2—3 Tellot: leichez#en## Suppe. Mehr als 30 verschiedene„Sorte# gewünschte Abwechslung. 204 in der Königl. I. s- und Gartenba im Jahre 1910 1. Oeffentlicher Reb 16. Februar. 2. Obstbaukursus v#i# einschk. #. Baumwärterkurst 5. März einschl. 4. Obstbaunachkursu 5. Baumwärternach einschl. Obstverwertungs 6. August einschl Obstverwertungs 19. August einse 8 Analysenkursus 1 s. Hefekursus vom Unterrichtshonorar fütr Kursus 1: nichts, für Kursus 2 u. 4: fl. p 9 für Kursus 3. u. 5:9 3 0 für Kursus für Kursus Anmeld bis 7 an Füglich de des Begen sich devinz Der berate für I Ebo vom Hli Sei 15 Ph. Wo Winand.— Maria n technischen Stat. prionten Tahe gesehrten Dängi. uusgegeben von a. be=Akademie mu 2. helm Ißleib, Pras 1 Mam. Aertaosite: Leirig Anstalten gelshei jewendeten Stunder Tabellen, die un amme der techaseellt sind, gelangt„ unstalten den Staatsesten gleichwerig.„ Den Tabellen hein. die Ansicht des Vo. al. itsnachweisen. ergknappen, dem De Bergarbeiter ver## ungen über den### annheim=Ludwigih sein. behauptet der Veuerkenntlich geausgeschlossen. D## Bergknappen haben ; s i e w u r d e n f a s t d o n nd von den Arbeiter nahestehenden Presse der Bekämpfung## eten Arbeitsnach### itsnachweises der In## n jetzt bekannt giüt lge einer Anzeize## beitsnachweises, Mi. eingeleitet, das nus ie Staatsanwaltschaf die Einrichtung de den Paragr. 123 at auch inst nschaftlichen Vorwürichweis wegen angeb von Arbeitern eihe ing entbehnen.“ en Agitation die an BergknaptFen über# Mannheim=Ludwis= der paritätischen##gebernachweise bemtis des Untersuchun von Interesse st von besonderer Beden zarbeitern des Ruhtdes Zechenverbandet trauen zweisellos zm tlichungen, die außerhüre unter den Bey## zurückzuführen ist. Arbeitsnachweises in onate in Tätigkeit ichen Presse zwar a doch haben diese du gefördert als nachgewiesen werden ichweis des Zechenber e seine Tätigkeit soneit erwarten, daß nehr Vertrauen entgereikgelüste sozialdeme esonnenheit der Ben# politiker, W e volkswirtschaft rkannt, die sch nittelmirkte ses schon damilt in weit guser ang, bie Aagg zustellen, daß die ehr zu untersche oche Husserordentlich billige Angebote 1n eisse Damen-Blusen eisse Batist-Blusen 15 mit Tüllpasse u. 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August einschl. Obstverwertungskursus für Männer vom 8. bis 19. August einschl. 4 Analysenkursus vom 2. bis 13. August einschl. 9 Hefekursus vom 16. bis 27. August einschl. Unterrichtshonorar beträgt: fütr Kursus 1: nichts, str Kursus 2 u. 4: für Preußen 20 Mk, für Nichtpreußen(auch Lehrer) 30 Mi Preußische Lehrer sind frei Personen, die nur am Nachkursus(Nr. 4) teilnehmen, zah— len 8 Mk., Nichtpreußen 12 Mk. Iür Kursus 3. u. 5: Preußen sind frei; Nichtpreußen zahlen 10 Mk. und wenn sie nur am Nachkursus(Nr. 5) teil— nehmen 5 Mk., Aür Kursus 6 u. 7: für Preußen je 6 Mk., für Nichtpreußen je 9 Mk., Aür Kursus 8. u. 9: für Preußen je 20 Mk., für Nichtpreußen je 25 Mt. wozu noch 20 Mk. für Gebbrauchsgegenstände und 1 Mk. für Bedienung kommen. Anmeldungen sind zu richten, bezüglich der Kurse 7 an die Direktion der Königlichen Lehranstalt, kglich des Kursus 8 an den Vorstand der mechaniVersuchsstation der Königl. Lehranstalt und beich des Kursus 9 an den Vorstand der pflanzen##logischen Versuchsstation der Königl. Lehranstalt. „Begen Zulassung zum Reblauskursus(Nr. 1) sich Preußen an den Herrn Oberpräsidenten der ihres Wohnsitzes, Nichtpreußen an ihre mbesregierung wenden. Veitere Auskunft ergeben die von der Anstalt mei zu beziehenden Satzungen. Seisenbeim, den 11. Dezember 1909. Direktor, Prosessor, Dr. Wortmann, Geb. Reg.=Rat. Ritter-Bier. Hervorragendes Flaschenbier. Kragenechse Triceratops Prorsus Marsh Reichardts Kunstblätter„Tiere der Urwelt“, Serie 1 Nr. 7. In den Reichardt=Filialen für je 3 Mk. Einkauf 1 vielfarbiges Kunstblatt(Format 19X27 cm) umsonst, im Post= und Bahnversand für je 5 Mk. Diese Blätter besitzen hohen wissenschaftlichen Wert. Der zum Schlüssel Erfolg ist für jeden IIserenton bei allen seinen Anzeigen, gleich eer welcher Art und ob für hiesige — taswärtige Zeitungen. die Aunoncen-Expedition Aug. Rolef in g. durch 30jährige Geschäftspraxis in der Graig-se ist, nur für die betreffenden Inkeignete Zeitungen zu wählen. ine Freise mit den Zeitungs=Expeditionen Wendere Vortelle. Ersparnis an Zeit, Geld, Arbeit. für Dulsburg (210000 Einwohnot) and den Niederrhein veröffentlicht man im weitverbreiteten rreis vom Niederrhein, Duisburg. 19 PI. Wohnungs- und Stellenanzeigen 10 Pig.) liefern die hauptsächlichsten Bestandtelle der einzig dastehenden Pflanzen=Wargarine Sanella die aus keinstem Pflanzenkett unter dem Schutze des D. R.-D. Nr. 100 922 mit süßer Wandelmisch hergestellt wird; daher besitzt Sanella das feine Aroma sowie den milden, nußartigen Pohlgeschmack, wie überhaupt alle Eigenschaften und Vorzüge keinster Naturbutter. Die Verwendung von füßer 7Dandelmilch ist unter ausschließliches Recht, weshalb andere Oflanzenmargarinc= Drodukte mit Sanella nicht verglichen werden können. In den einschlägigen Geschäften erhältlich. Allein hergestellt von: Sana-Gesellschaft m. b. H., Cleve. Eber* — T— Am 1. April d. I. beginnt die Erneuerung der Versicherung für Dienstboten und alleinstehende Personen auf freie Kur und Verpflegung im städtischen Krankenhause Luisenhospital. Die Bedingungen liegen bei der Stadthauptkasse, Beswordtstraße 2, zur Einsicht aus und werden daselbst mündlich und schriftliche Anmeldungen entgegengenommen. Der Versicherungsbeitrag beträgt für das Jahr 10.00 Mk. und berechtigt zur Verflegung eines erkrankten Dienstboten auf die Dauer von 13 Wochen. Wer mehrere Dienstboten oder dem Kassenzwange nicht unterworfene Lehrlinge hat, muß sämtliche, soweit sie zum Hausstande gehören, anmelden und für sie den Beitrag entrichten, widrigenfalls er jegliche Ansprüche an das städtische Krankenhaus verliert und von der Versicherung ausgeschlossen werden kann. Den bereits Versicherten wird der Versicherungsschein für 1910 in nächster Zeit zugestellt werden. Dortmund, den 26. Februar 1910. Die Verssaltung des städt. Kraukenhauses Laisenhespital. Es halt sotort! Dies bestätigen über 1000 Anerkennungen Kranker, die Limoen-Telisten Gicht, Rheumatismus anderen Harnsäure=Leiden erprobten. Eine Probe unseres Mittels, nebst ausführlich aufklärender Broschüren Anerkennungen senden kosfonlgs an alle Leidenden die uns per wir KUStenlOs Postkarte ihre Adresse mitteilen. Chemisches Loberaterium Limssan. Postt. 991 Limbach-Sa. Echt nur bei unverletztem Kals-Stikett. Landkreis Dortmand, Bekanntmachung Die Verhandlung und Entscheidung über die zum diesjährigen Kreis=Ersatz=Geschäft angebrachten MilitärReklamationen findet wie folgt im Gewerbe=Uerein, zu Dortmund, Kuhstraße statt: I. am 6. April 1910, vormittags 8 Uhr für die Reklamanten aus der Stadt Lunen, Stadt Castrop, den Aemtern, Brackel, Mengede, Giesenberg=Sodingen un Rauxel 2. am 7. April 1910, vormittags 8 Uhr. für die Reklamanten aus den Aemtern Dorstfelo, Lütgendortmund, Derne und Eving. Zu denselben Terminen findet auch die Verhandlung über die Zurückstellungsgebühr der Mannschaften der Re serve, Marine-Reserve, Landwehr, Seewehr, Ersatzreserv:, und Marine=Ersatz=Reserve, sowie ausgebildeter Landsturmpflichtiger des zweiten Aufgebots gemäß 8123, Nr. 2 der Wehr=Ordnung statt. Gemäß bestehender Vorschrift müssen diejenigen Familien=Angehörigen eines Militärpflichtigen auf deren angebliche Erwerbs- resp. Aufsichts=Unfähigkeit ein Anspruch auf Befreiung oder Zurückstellung des Letzteren vom Dienste im stehenden Heere gegründet werden soll, sich sowohl der Ersatz= als der Ober-Ersatz=Kommission persönlich vorstellen. Indem ich dieses zur öffentlichen Kenntnis bringe, mache ich zugleich darauf aufmerksam, daß die Reklamanten den Nachteil, der ihnen durch die etwaige Nicht befolgung dieser Vorschrift erwachsen möchte, sich selb beizumessen haben. Dortmund, den 2. Februar 1910. Der Landrat: v. Rynsch. 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Meine genaue Kenntnis der Artikel Spitzen und Besätze= Seidenstoffe Modewaren- Handschuhe-Strümpfe- Damenwäsche Blusen- Jupons- Kurzwaren- Bänder- Schleier garantieren alle Vorzüge des modernen Specialgeschäftes. Feine persönlichen Dispositionen all der genannten Artikel bleten Ihnen die Gewähr, dass jedes Stück Ware fachmännisch eingekauft wird und demgemäss in Preiswürdigkeit und Qualität hervorragend sein wird. Mein Bestreben wird es sein, jeden Artikel als Spezialität für sich zu behandeln und so mein Geschäft zu einer Spezial-Einkaufsstätte im wahrsten Sinne des Wortes zu machen. Erscheint täglich 5 Ausnahme der Sonn= und gesetzt. Feiertage. Abonnementspreis 1 Haus, mit der täglichen Unterhaltungsbeilage ## 4# Zseitigen„Illustriertem Sonntagsblatt 50 Psg. bezogen für 3 Monate 1.50 Mf. vaiationsdruck und Verlag, sowie für die Inscrate botot mätlich; Viktor Schanzer, Dortmund. r. 49. verbunden mit dem Dortmund u. Hörde und der täglichen Unterhaltungsbeilage U## sowie der Illustrierten Sonntagsbeilage. Erpedition: Dortmund, Prinzenstraße 9—11.— Fernsprech=Anschluß Nr. 3299. Inserate die 8 gespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 25 Pfg. Reklamen die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 60 Beilagen nach Uebereinkunst. Bei zwangsweiser Beitreibung der Insertionsgebühren durch Klage oder Konkursverfahren wird der Rabatt hinfällig. Für Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen übernehmen wir keine Garantie. Für die Jedaktion verantwortlich: ax Sonnemann, Dortmund. Dortmund, Montag, den 28. Februar 1910. 27. Jahrg. suttermilch und Säuglings= Von Dr. P. Sommerfeld.*) Zie Frauenmilch ist ein unersetzliches NahrungsKeine andere Milch, von welcher Tiergattung uch smmmt, ist imstande sie zu ersetzen. Durch keiEi Manipulationen, chemischer oder irgendwelcher it es möglich, eine Tiermilch der Frauenmilch sich oder gar gleich zu machen. Alle Anpreisunvon Ersatzmitteln der Frauenmilch sind gewissene###lsche Vorspiegelungen. Für den Säugling gibt nur eine natürliche Nahrung: die Milch seiner nter. Es ist betrübend, daß Tausende von KinAus dem soeben erschienenen hochinteressanten Milch und Molkereiprodukte“ von Dr. P. rfeld. Wissenschaft und Bildung Bd. 73). In illeinenband Mr. 1,25. Verlag von Quelle u. in Leipzig. dern auf die ihnen zustehende, mütterliche Nahrung verzichten müssen, und daran ändert auch nichts die aft erwiesene Tatsache, daß es gelingt, Kinder mit Kuhmilch oder anderen Milcharten aufzuziehen. In den letzten Jahren hat in allen Ländern eine großzügige Bewegung eingesetzt, mit dem Zweck, alle Kreise über die ungeheure Wichtigkeit der Ernährung der Kinder mit Muttermilch aufzuklären. Staat, Gemeinde und Private haben sich an diesen Bestrebungen beteiligt, und es ist zu hoffen und zu toünschen, daß ihnen ein voller Erfolg zuteil wird. Von welchem Einfluß die Ernährung auf die Sterblichkeit der Säuglinge und damit auf die Vermehrung des Volkes überhaupt ist, macht sich der Laie nur eine schwache Vorstellung. Einige statistische Angaben sollen dies erläutern. In Berlin starben im Jahre 1905 10 170 Kinder unter einem Jahr. Von 7738 konnte die Art der Ernährung festgestellt werden: 7064 waren mit Tiermilch und 674 mit Frauenmilch ernährt, d. h. von den Gestorbenen waren nur 8.7 Proz. Brustkinder. 1904 starben 11325 Kinder unter 1 Jahr, darunter nur 841 Brustkinder. 1906 starben 1170—, darunter 867 Brustkinder. Die Sterblichkeit und zwar besonders die an gendarmkrankheiten der Kinder im ersten Lebensjahre ist eine ganz besonders hohe während der heißen Jahreszeit, und hierbei spielt neben allgemeinen hygienischen Verhältnissen, insbesondere schlechter Wohnung, die Ernährung die Hauptrolle. Es starben Kinder in Berlin an Verdauungskrankheiten: Juli August Sept. in den anderen Monaten 1900 1901 1900 1901 überhaupt: 3010 2965 1733 1818 Brustkinder: 140 134 132 123 künstlich ernährte: 2870 2831 1601 1695 Diese Angaben gelten nicht nur für Berlin, sondern sie wiederholen sich für alle Länder und Städte und erweisen klar die Wichtigkeit der Ernährung mit Muttermilch. Naturgemäß ist unsere Kenntnis von der Zusammensetzung und den Eigenschaften der Frauenmisch nicht eine so gründliche und genaue wie es bei der Kuhmilch der Fall ist; das liegt schon vor allem an der Schwierigkeit der Beschaffung des Untersuchungsmaterials. Die chemischen und physikalischen Unterschiede der Frauenmilch und der Kühmilch sind im wesentlichen die folgenden: Der Zückergehalt der Frauenmilch ist ein erheblich größerer, der Salzgehalt und der Eiweißgehalt ein geringerer. Das Verhältnis von Kasein zu den löslichen Eiweißkörpern (Albumin und Globulin) ist in der Kuhmilch 5.6: 1, in der Frauenmilch 1:1. Dieser relativ hohe Gehalt an Albumin und Globulin ist wahrscheinlich nicht ohne Einfluß auf die Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit der Frauenmilch. Früher war man allgemein der Ansicht, daß das Kuhmilchkasein für den Säugling HIIIITL Eingan N von für die Frühjahrs-Saison 1910 Jackenkleider, Kostüme, Blusen, Paletots, Kleiderstoffe, Blusenstoffe, Seidenwaren, =Kinder- und Backtisch-Konfektion= Morgen-Röcke— Unterröcke— Korsetts Herren-Kramatten Regenschirme Anferugung einfacher, sowie eleganter Mäntel, Jackenkleider und Kostüme auf eigenen Ateliers. Stoffproben auf Wunsch franko.„ Franko Versand aller Aufträge. Auf der Brautschau. Humoristischer Roman von Felix Brenta. 25 ## er sich Theas Liebe so ehrlich erworben, schien veradezu unbegreiflich, weshalb die verblendeten „i zögerten, ihm auch ihre Hand und ihre Mitgift Koen. Er hatte sich doch ganz einwandfrei benomund sann vergebens darüber nach, worin er es #en Korrektheit habe fehlen lassen. nul zäher Willenskraft hatte sich Heinz nachmittags E, 7zur Arbeit an den Schreibtisch gesetzt. Daß wegen Erkrankung sein Zimmer nicht in Ordnung ge# ar, verzieh er. Aber seine noch immer weiter Eeinende Mißstimmung schlug sofort wieder in hellen „ien empor, als die wohlbekannten Töne des bePParten Klaviers an sein Ohr trafen. Die vorzügAustischen Verhältnisse der Giebelwand ließen keiu5 ai an darüber aufkommen, daß sich im Nebenshung2%,##ten ein unglückliches Menschenkind in Fsehrz.er Leidenschaft um die Kunst der Musik werheste. lieferten seine ebenso unermüdlichen, wie m.Aserlichen Hände den schmerzlichen Beweis, daß ssohr; einer Czernischen Etüde, des sechsten Men—Ptschen Liedes ohne Worte und des Chopinschen vien o': Ze's in seinem Besitz waren und daß diese esenbar von Druckfehlern wimmelten. *s:* Heuer war wütend. Er schwankte, ob es zur twasfers, seiner Nerven besser sei, den Nachbar in eine enderz clanstalt zu schicken, oder selbst einen entfür: Begenlärm aufzuführen. Eben entschied er Lis zweite. Denn er war sich darüber klar geaß, mir zweifellos dieselben unmusikalischen Rechte vo=Solte den teuflischen Entschluß einiger FortisZimz=3cen und holte tief Atem. Da trat Dr. Laue also reter und bewahrte ihn davor, sich noch einit der##erlich zu machen, wie schon am Vormittag un wguser=Arie. Atlichem gng##oar hatte das Bedürfnis, in kamerad6 noch nich? 1c, sein Herz zu erleichtern. Wenn er #.7 nicht alle Hoffnungen aufgegeben hatte, so Evorläufige Mißlingen seines Heiratsplanes eine ganz scheußliche Sache, und er beschwerte sich dem Kandidaten gegenüber sehr lebhaft über sein Mißgeschick. Heinz begrüßte es zunächst mit Genugtuung, daß des Doktors geldbedürftiger Beutel ebenso erfolglos geträumt hatte, wie sein eigenes liebebedürftiges Herz. Als er aber erfuhr, daß seine Werbungen nicht Margarete, sondern ebenfalls Thea gegolten hatten, erfaßte ihn ein Schreck nachträglicher Eifersucht. „Das hätte ich Ihnen vorher sagen können,“ bemerkte er höhnisch,„daß Sie bei Fräulein Thea keine Aussichten hatten.“ Dr. Laue durchschaute des Kandidaten schlecht verhehlte Gefühle und erwiderte mit spöttischer Ueberlegenheit:„Dann hätten Sie mir etwas ganz falsches vorausgesagt, Herr Kamerad. Fräulein Thea ist mir äußerst gnädig gesinnt. Ohne mich rühmen zu wollen, kann ich sagen, daß meine Wünsche bei ihr nicht den geringsten Widerstand finden würden. Es sind nur die Eltern, die sich törichterweise noch sträuben, ihr Kind glücklich zu machen. Das ist ja aber schließlich nur eine Frage der Zeit. Denn wie gesagt, das Mädel ist ganz vernünftig und ich bin vollständig einig mit ihr.“ „Das ist nicht wahr,“ brauste der Kandidat wütend auf,„und so lange ich lebe, werden Sie Fräulein Thea niemals die Ihrige nennen.“ „Dann müßten Sie sich umgehend nach Ihrem Erbbegräbnis umsehen," versetzte der Referendar noch ziemlich ruhig.„Denn ich bin der jungen Dame glücklicherweise bereits ganz sicher.“ Als jedoch die Reste seiner verschmähten Leidenschaft in Heinz immer glühender emporlohten, fühlte auch Dr. Laue neben dem finanziellen Kummer so elwas wie Eifersucht in seinem Innern erwachen. Diese Eifersucht entsprang keiner verzehrenden Liebe; aber sie war um so fester in seinem Anstandsgefühl und seiner angeborenen Ritterlichkeit begründet. Es mußte ihn naturgemäß beleidigen, wenn es ein Nebenbuhler wagte, die Augen auf die Dame zu werfen, die er selbst zu seiner Gemahlin zu erheben entschlossen war. Um seiner Ehre willen hielt er es für seine Pflicht, den anmaßlichen Schulmeister in seine Schranken zurückzuweisen, und er versuchte, ihm klar zu machen, daß es vollkommen aussichtslos für ihn sei, in Liebesangelegenheiten mit einem Kavalier wie Dr. Laue in Wettbewerb zu treten. Heinz verschloß sich jedoch dieser Einsicht hartnäckig und versuchte im Gegenteil die Aussichtslosigkeit von Dr. Laues Bestrebungen in das hellste Licht zu setzen. Der Referendar behauptete, Herr Heuer sei viel zu ungeschickt, um das Herz einer eleganten„schicken“ Dame zu gewinnen, und Herr Heuer behauptete, der Referendar führe ein viel zu unmoralisches Leben, als daß sich ein guter ehrlicher Vater entschließen könnte, ihm das Glück seiner Tochter anzuvertrauen. Diese Meinungen verfochten sie mit großem Nachdruck und Ueberzeugungsmut und wiederholten sie mit immer neuen, bald mehr, bald weniger deutlichen Worten so lange, bis in Dr. Laues Seele plötzlich der Funke eines schmählichen Verdachtes aufzuckte und sich sofort zu einer Feuersbrunst leuchtender Gewißheit verbreitete. Mit scharfer Betonung schleuderte er dem Kandidaten seine eben gewonnene Ueberzeugung ins Gesicht:„Ihre ebenso heitere wie unerschütterliche Sicherheit über Herrn Raupachs Mißwollen gegen mich wundert mich nicht. Sie erklärt sich sehr einfach. Sie haben natürlich die Gelegenheit Ihres häufigen Verkehrs in seinem Hause eifrig benutzt, um mich gründlich zu verleumden. Den unbequemen Nebenbuhler bei der Tochter auszustechen, waren Sie nicht im stande, und so schämten Sie sich nicht, seine Ehre bei den arglosen Eltern zu untergraben.“ Heinz war einen Augenblick starr. Dann entgegnete er mit mühsam bewahrter Ruhe:„Einer so niedrigen Verdächtigung sind nur Sie fähig, der Sie sich selbst Ihrer hinterlistigen Schleichwege und Kundschaftereien bewußt sind.“ „Wieso mein Herr?“ „Haben Sie nicht Herrn Lichtenburg angestellt, um Herrn Raupachs Verhältnisse auszuspionieren?“ „Auf Ihren Rat!“ Heinz zuckte die Achseln und fuhr möglichst gleichmütig fort:„Wäre es denn nur so widernatürlich, wenn der gefällige Herr Lichtenburg seine Spionenkunst auch auf Ihre Verhältnisse ausgedehnt hätte? Sie könnten ihn nicht einmal deshalb tadeln, daer auch nur ihm den wohlverdienten Lohn vorenthalten. Er hat Ihnen geleistet, wozu er sich verpflichtet hat, und wenn er sicn etwa zu gleichem Dienst auch dem Herrn Raupach verdungen und ihm von Ihren kleinen Unregelmäßigkeiten Kenntnis verschafft hätte, so wäre er höchlichst zu 1oben. Denn er hätte das unmögliche Kunststück vollbracht, zwei Herren zugleich zu dienen!“ „Sie haben diese Schurkerei angestiftet,“ rief Dr. Laue bebend. „Keineswegs!“ erwiderte Heinz mit zitterndem Lachen.„Ich habe nur der von Ihnen gewünschten Schurkerei mit Vergnügen meinen Beistand geliehen. Denn ich sah das zweischneidige Ergebnis voraus und freue mich, daß Sie so glücklich in die selbstgegrabene Grube hineingefallen sind.“ „Das heißt,“ versetzte Dr. Laue wütend,„Sie freuen sich, einen Kameraden um sein Lebensglück gebracht zu haben!“ „Bitte sehr! Nicht Ihr Lebensglück stand auf dem Spiele, sondern das Schicksal Fräulein Theas. Bei Ihnen handelte es sich nach Ihrem eigenen zynischen Geständnisse nur darum, sich eine reife Mitgift zu erjagen.“ „Aber die Beute, von derich Ihnen vertrauensselig sprach, ließ Ihren Neid nicht schlafen. Sie verspürten selbst Lust danach, und so bleibt es dabei, daß Sie aus gemeiner Geldgier einen Kameraden bei dessen Schwiegereltern verleumdet haben! Pfui Deubel! Sie sind ein Gauner und ein ehrloser Lump!“ Heinz erwiderte kein Wort. Bisher hatten sie sich von Aerger, Eifersucht und Empörung über die beleidigenden Reden des anderen ziemlich gleichmäßig von dem Pfade der wohlgesitteten Unterhaltung ablenken lassen. Gleichmäßig hatten sie die Grenzen des guten Tones überschritten und sich eifrig dem Gebiete der gemeinen Schimpfreden genähert. Das war vom kameradschaftlichen Standpunkt aus sehr bedauerlich. Aber sie hatten bis jetzt nichts vor einander voraus gehabt. An Betragen hatten sich die Gegner bisher ebense ebenbürtig gegenüber gestanden, wie an Wut. Das änderte sich aber ganz plötzlich, sowie Dr. Laue als erster die schönen Schimpfworte„Gauner“ und„ehrloser Lump“ vom Zaun gepflückt hatte. 177/18 viel schwerer verdaulich sei wie das Frauenkasein. In neuerer Zeit wird diese Annahme auf Grund vieler Versuche und Erfahrungen bestritten. Man stützte sich namentlich auf die Tatsache, daß das Kuhkäsin im Magen grobe Gerinnsel bildet, während das Frauenkasein in sehr zarten Flocken gerinnt. Verdünnung der Kuhmilch mit Wasser oder Zusatz von manchen Salzen bewirkt übrigens eine feinere Girinnung des Kuhkaseins. Der Fettgehalt der Frauenmilch ist ein sehr schwankender, man kann im Ducchschnitt 4,5 Prozent annehmen. Ueberhaupt sind die Schwankungen in der Zusammensetzung recht erhebliche und zwar abhängig von individuellen Eigenschaften, von der Zeit der Laktation u. a. Solange man nur die chemischen Unterschiede der einzelnen Milcharten kannte, glaubte man, dadurch, daß man die Tiermilch in ihrer chemischen Zusammensetzung gleich oder ähnlich machte, einen Ersatz für die Frauenmilch schaffen zu können. Der hohe Eiweisgehalt würde durch Verdünnung der Kuhmilch verringert und der durch die Verdünnung entstehende Verlust an Fett und Zucker durch Zufügen entsprechender Mengen von Milchzucker und ev. Rahm ausgeglichen. Oder man fügte auch nur Milchzucker in entsprechend größerer Menge hinzu, da man weiß, daß sich in der Nahrung und im Stoffhaushalt des Körpers Fett und Zucker vertreten können. Diese Methode ist übrigens die einzige, welche im Prinzip noch heute von allen Kinderärzten geübt wird, wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, ein Kind mit Muttermilch zu ernähren. Alle fabrikmäßig hergestellten— wenn auch auf ähnlichen Prinzipien beruhenden— sogenannten„Ersatzmittel“ für Muttermilch sind abzulehnen. Zu erwähnen ist noch ein wichtiges Moment: die Tiermilch und besonders die Kuhmilch, enthält sehr bald nach dem Melken eine große, zuweilen mehrere Millionen betragende Menge von Pilzen(Bakterien), deren Bedeutung hier nicht besprochen werden kann. Die Frauenmilch aber ist keimfrei, oder wenigstens so gut wie keimfrei. Vor allem enthält sie keine krankheitserregende Keime. Die Gründe für die Bedeutung der Muttermilch haben wir erst in neuester Zeit kennen gelernt, sie liegen nicht zumeist in der Physikalischen oder chemischen oder bakteriologischen Verschiedenheit von Tiermilch, sondern in der„Arteigenheit“ und der gegen viele schädigende Einflüsse Schutz verleihenden Kraft. Die Ereignisse in Cibet, Preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 26. Februar. Am Samstag wurde die zweite Lesung des Etats des Ministeriums des Innern fortgesetzt. Beim Kapitel„Landratsämter“ rügte Aba. Schmebach(nat.=lib.), daß in einzelnen oft preußischen Kreisen widerrechtlich das Litauische als Versammlungssprache nicht anerkannt worden sei. Abg. v. Goßler(kons.): Die Beschwerden über die Landräte sind geringer geworden. Man soll nicht ver allgemeinern, wenn irgendwo ein Landrat fehlgreift. Daß sie politischen Einfluß haben, macht sich ganz von selbst Einen Referendar, der deshalb von der Verwaltung abgewiesen wurde, weil sein Vater liberal war, lege man uns erst auf den Tisch des Hauses.(Heiterkeit, Zuruf des Abg. Dr. Müller: Wollen wir machen! Erneute Heiterkeit.) Abg. Graf Praschma(Zentr.): In einem Ostmarkenkreise konnte die Körungskommission nicht konstituiert werden, weil die Mitglieder nicht mit einem polnischen Gutsbesitzer in der Kommission zusammensitzen wollten. Infolgedessen mußte in diesem Kreise die freie Kuhliebe verkündet werden(Stürmische Heiterkeit), erst später wurde der alte Zustand wiederhergestellt. Abg. v. Kardorff(freikons.): Die Körungskommission mußte aufgelöst werden, weil die Mitglieder einfach nicht mehr erschienen. Ich habe ein großes Verständnis für den Idealismus der Polen, nehme aber eine wesentlich andere Stellung den Deutschen gegenüber ein, die nicht das gleiche Maß von Nationalgefühl besitzen. Durch die Agitation des Zentrums wird den Leuten die Vaterlandsliebe aus dem Herzen gerissen.(Lebhafte Ohorufe im Zentrum.) Das Zentrum hat mit einem solchen Maß von Unwahrheit, ja Verlogenheit gearbeitet, daß die Leute nicht wußten, woran sie sind.(Lärm im Zentrum.) Sie haben auch die Wahl des Polen Korsanty unterstützt. Und warum, aus Mandatshunger. Die Politik des Zentrums ruht wie ein schwerer Alp auf den deutschen Katholiken in der Ostmark. Minister des Innern v. Moltke erwidert dem Abgeordneten Schwabach, er habe angeordnet, den Gebrauch der litauischen Sprache in Versammlungen allgemein zu gestatten, ohne daß es einer besonderen Anzeige bedarf. Abg. Graf Praschma(Zentr.) weist die Angriffe des Abg. Kardorff zurück. Abg. Lippmann(freis. Vg.): Die Landräte sind durchaus nicht immer die Hüter der Staatsautorität, wie der Widerstand der„Kanalrebellen“ zeigte. Wir behaupten nicht, daß es keine tüchtigen Landräte gibt. Wir sehen aber im allgemeinen in dem Institut der Landräte eine Gefahr für unsere politische Entwickelung. Abg. v. Böhlendorff=Kölpin(kons.): Was wollen die Herren eigentlich von den Landräten? Entweder neunen Sie uns Ja=Brüder oder Rebellen. Wir werden zur Unabhängigkeit erzogen, und gerade die Liberalen sollten das anerkennen. Der Redner nimmt seinen vorjährigen Antrag wieder auf, der die Provinzialräte ermächtigen will, das Wahlverfahren zu den Kreistagen zugunsten der Vertreter der Landwirtschaft zu ändern. Abg. v. Niegolewski(Pole) beklagt, daß die Landräte im Osten mit zweierlei Maß messen. Das erzeuge Erbitterung. Abg. Dr. Wiemer(freis. Volksp.): Die Konservativen sind unabhängig, nicht aber die Regierung. Sie ist abhängig von den Konservativen. Das ist vielleicht die gottgewollte Abhängigkeit, von der Herr v. Bethmann sprach.(Heiterkeit links.) Durch die Haltung der Konservativen gegenüber der Regierung, aber auch durch die Haltung der Regierung ihnen gegenüber ist die Staatsautorität aufs schwerste geschädigt worden. (Widerspruch rechts.) Wir bestreiten den Landräten nicht das Recht, sich politisch zu betätigen, aber sie sollen nicht als Agenten der konservativen Partei austreten. Das Verhalten der Konservativen beseitigt alle Voraussetzungen für ein künftiges Zusammenarbeiten. Sie sind in solcher Stärke hier nur auf Grund eines überlebten Wahlrechts und einer ungerechten Wahlkreiseinteilung. Wir werden darauf hinarbeiten, daß das geändert wird. Ein Schlußantrag wird angenommen. Persönlich bemerkt Abg. v. Kardorff(freikons.): Graf Praschma hat weine Behauptuna. Erzpriester Schmidt habe ein Hoch - Flucht das Dolai Lama — Bisenbahnen. — laupthandelsstressen. — Verbindungsuege ——— Landesgrennen. Masstab. Kttometer Der Dalai Lama von Tibet ist au gerült; er hat seine Hauptstadt Lhasa fluchtartig vor chinesischem Militär, das plündernd in das tibetanische Gebiet einrückte, verlassen. Die einzige Mitteilung von der Flucht kam aus Yatung. Der Dalai Lama ist näch Indien geflüchtet um die britische Regierung um Schutz zu bitten. Die Bevölkerung von Lhasa soll von chinesischen berittener Infanterie überwältigt und viele Tibetaner getötet worden sein. Die britische Regierung steht bereits in Verhandlung mit China über die geschaffene unerwartete Situation. Der Dalai Lama wird in Kalkutta Wohnung nehmen und mit den größten Ehren empfangen werden. Die britische Regierung wird die strengste Neutralität bewahren. Was die Chinesen veranlaßte, in Tibet einzufallen, wird die Zeit lehren und die weiteren Verhandlungen aufklären. Der 100. Geburtstag des Papstes Leo XIII. Am 2. März dieses Jahres sind es 100 Jahre, daß der im Jahre 1903 gestorbene Papst Leo 13. in Carpineto bei Anagni geboren wurde. Leo 13. hieß früher Gioachino Vincenzo Pecci und stammte aus einer gräflichen Familie. Im Kollegio romano erzogen, besuchte er vier Jahre die Academia pontifici und wurde im Jahre 1837 vom Papst Gregor 16. zum Hausprälaten, 1838 zum Delegaten in Benevent ernannt. Pecci erhielt dann im Jahre 1841 die Legation von Spoleto und in demselben Jahre die von Perugia. Zum Erzbischof von Damiette geweiht, ging er 1843 nach Brüssel als Nuntius, 1846 wurde er Bischof von Perugia und 1853 zum Kardinal ernannt. Am 6. November 1876 nach Rom berufen erhielt er ein Jahr später das Amt eines Kämmerers der römischen Kirche. Als solcher leitete er nach Pius 9. Tod(7. Februar 1878) die Geschäfte der Kurie, und wurde am 20. Februar desselben Jahres zum Papste gewählt. Leo 13. war 25 Jahre Papst und starb am 20. Juli 1903. Schmidt.— Buhnenkunst von H. Winand, gewerbe von P. Westheim.— Als künstlerg. gabe enthält das Heft ein Porträt Maria w.““ Jankolvska. 06 *** Statistik der an den höheren technischen und Kommunalschulen, sowie an den privaten# ken, Polntechniken und Akademien gesehrten nen, sowie der für die einezlnen Unterrichtsfage gewendeten Stundenzahlen. Herausgegeben uaorg Matthes, Direktor der Gewerbe=Akademi. lin. Druck und Verlag von Wilhelm Ißleib# SW. 48, Wilhelmstraße 119=120. Preis 1 m Der Verfasser hat in vier Tabellen eine#### über die an den obengenannten Anstalten gese Disziplinen und die hierfür aufgewendeten zahlen gegeben. Auf Grund dieser Tabellen, u den Angaben der neuesten Programme der teinn Unterrichtsanstalten zusammengestellt sind, gelang zu dem Resultat, daß die Privatanstalten den E#. und Kommunalschulen zum mindesten gleichtwenz vielen Fällen sogar überlegen sind. Den Tabellen gebene Erläuterungen rechtfertigen die Ansicht der fassers. Sprechsaal. Von den Arbeitgeber=Arbeitsnachweisen Man schreibt unsDie vor einiger Zeit vom Bergknappen, den gan des Verbandes christlicher Bergarbeiter fentlichen sensationellen Mitteilungen über den beitsnachweis der Industrie Mannheim=Ludwi# sen dürsten noch in Erinnerung sein. Mißliebi wordene Arbeiter würden, so behauptet der knappe, durch geheime Zeichen erkenntlich ge# und von der Arbeitsvermittlung ausgeschlossen angeblichen„Enthüllungen“ des Bergknappen damals viel Staub aufgewirbelt; sie wurden allen Zeitungen wiedergegeben und von den Arb### organisationen und der ihne nahestehenden### in erster Linie als Material bei der Bekämpfung im Ruhrkohlenrevier eingerichteten Arbeitsna# ses versandt. Wie der Vorstand des Arbeitsnachweises da# dustrie Mannheim=Ludwigshafen jetzt bekannt hat die Staatsanwaltschaft infolge einer Anzein gen den Geschäftsführer des Arbeitsnachweises, bius ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das mehr eingestellt worden ist, Die Staatsanwalti hat nicht nur anerkannt, daß die Einrichtung Arbeitsnachweises nicht gegen den Paragr. 13 Gewerbeordnung verstößt, sie hat auch in schlüst Weise festgestellt, daß die leidenschaftlichen Vo## se, welche gegen den Arbeitsnachweis wegen## licher geheimer Kennzeichnung von Arbeitern ben wurden, jeglicher Begründung entbehren.“ In Anbetracht der lebhaften Agitationi Grund der Mitteilungen des Bergknappen übr Vorgänge im Arbeitsnachweise Mannheim=Lut# hasen von den Anhängern der paritätischen keitsnachweise gegen die Arbeitgebernachweise ben wurde, dürfte dieses Ergebnis des Untersuch verfahrens für weiteste Kreise von Interesse Es ist namentlich auch deshalb von besonderer tung, weil das von den Bergarbeitern des remers dem Arbeitsnachweise des Zechenverk## anfangs entgegengebrachte Mißtrauen zweisellos großen Teil auf jene Veröffentlichungen, die## dem noch in Form einer Broschüre unter den arbeitern vertrieben wurden, zurückzuführenst Ueber die Handhabung des Arbeitsnachweist Ruhrrevier, der nunmehr 2 Monate in Tätigkeit hat es in der industriefeindlichen Presse zwar Verdöchtigungen nicht gefehlt, doch haben dies Ansehen des Verbandes eher gefördert als digt, da sie als frei erfunden nachgewiesen wea konnten. Wenn der Arbeitsnachweis des Zechem bandes in der bisherigen Weise seine Tätigkeit setzt, so dars man mit Sicherheit erwarten, die Arbeiter der Einrichtung mehr Vertrauen genbringen, und daß die Streikgelüste sozialda kratischer Agitatoren an der Besonnenheit der arbeiter scheitern werden. auf Herrn worfanty ausgebracht, als irrig bezeichnet. Ich nehme die Behauptung zurück. Abg. Graf Praschma(Zentr.): Ich habe nicht bestritten, daß Erzpriester Schmidt ein Hoch aus Korfanty ausgebracht hat.(Hört, hört! bei den Konservativen.) Er wollte mit dem Hoch nur die Dankbarkeit für die von Korfanty geleistete Wahlhilfe zum Ausdruck bringen. Der freikonservative Herr Rzesnitzek hat früher ebenfalls den Radikalpolen Korfanty und Kowalski für ihre Wahlhilfe schriftlich und mündlich gedankt. Herr Schmidt hat aber im Auftrage der Zentkumspartei gehandelt.(Heiterkeit.) Abg. Schwabach(nat.=lib.): Wenn Herr v. Goßler die konservative Gesinnung der Landräte für so segensreich hält, so begrüße ich es, daß wenigstens er selbst dem Staate nicht mehr seine schätzbaren Dienste als Landrat widmet.(Heiterkeit.) Abg. v. Kardorff(freikons.): Nachdem feststeht, daß der Erzpriester das Hoch doch ausgebracht hat, so halte ich selbstverständlich meine Vorwürfe gegen die Zentrumspartei in vollem Umsange aufrecht. Der Titel Landräte wird bewilligt, ebenso der Titel Kreissekretäre. Bei der Debatte des Kapitels Polizeiverwaltungen protestiert namentlich Abg. Liebknecht(Soz.) gegen die Tätigkeit der politischen Polizei und gegen das russische Spitzelwesen in Deutschland. Die Abgg. Heine(nat.=lib.) und Schlepp(freis. Vp.) und Dr. Müller(freis. Vp.) treten für Besserstellung der Polizeibeamten ein. Montag 11 Uhr: Fortsetzung und Etat der Bergverwaltung. Schluß 45 Uhr. Literatur. „Hat Jesus gelebt?“. Unter diesem Titel hat der Berliner Universitätsprofessor Dr. von Soden im Verlag„Protestantischer Schriftenvertrieb", Schöneberg bei Berlin, Eisenachstraße 45, eine Broschüre erscheinen lassen, die gemeinverständlich diese Frage aus den geschichtlichen Quellen beantwortet. Die außerchristlichen Zeugnisse, die äußeren und inneren Beweise in den Evangelien und bei Paulus, die Hypothese eines vorchristlichen Jesus sind übersichtlich dargestellt und beurteilt. Der Preis der bei jedem Buchhändler zu beziehenden Broschüre ist mit 50 Pfennigen um der Massenverbreitung willen niedrig angesetzt. *** Das Nietzsche=Archivin Weimar. Ueber die Tätigkeit und Zweck dieses Archivs berichtet der Vorsitzende Dr. Oehler in einer geschmackvoll ausgestatteten mit Friedrich Nietzsches Porträt nach Klinger geschmückten Broschüre, welche im Verlage von Alfred Kröner in Leipzig soeben erschienen und in allen Buchhandlungen gratis zu haben ist. Viele irrtümliche Vorstellungen betr. Nietzsche und die Publikation seiner nachgelassenen Werke werden darin aufgeklärt. *** Die Sozialistischen Monatshefte haben soeben das 4. Heft ihres 16. Jahrganges erscheinen lassen. Aus seinem Inhalt heben wir hervor: Dr. Leo Arons: Zu Eugust Bebels 70. Geburtstag.— Wilhelm Schröder: Arbeiter und Sozialreform.— Otto Lang: Strafrecht und Klassenkampf.— Emile Verhaeren: Die Menge.— Eduard Bernstein: Marie Mendelsohn=Jankolvska.— Paul Müller: Der Zusammenschluß der deutschen Verkehrsarbeiter zu Wasser und zu Lande.— Dr. Ivanoe Bonomi: Die Arbekterorganisationen Italiens.— Wirtschaft von N. Wissell. — Gewverkschaftsbewegung von H. Stühmer.— Frauenbewegung von W. Zepler.— Philosophie von Prof. Dr. K. Staudinger.— Spizalwissenschaften von Dr. K. Hervorragende Sozialpolitirch gieniker und andere, haben längst die volrswith liche Bedeutung der Margarine anerkannt, die vor Jahrzehnten auf dem Lebensmittelmirkt große Rolle spielte. Und wenn dieses schon der Fall war, so ist es dies heute in dehnterem Maße. Seitdem es gelang, die## rine in einer Feinheit und Güte herzustellen, da# selbe von bester Naturbutter nicht mehr zu unten den ist.„ Der bekannte Hygieniker, Professor Dr. v. let, gab in seinem Bericht an das Generalt des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern, Als Bahnbrecherin in der Margaxinerre hat sich die Firma Van den Bergh's Mgh#t sellschaft m. b. H. in Cleve durch ihre ePchenin Neuerungen seit langem an die Spitze der Industrie gestellt. Ihre Spezialmarken Aange## und„Vitello“ übertreffen an Vollkommer s# Buttergleichheit alle bisher auf dem Markt,es ten Butterersatzmittel und erwarben sich im Zeit bei allen klugen und sparsamen Hausffagradezu beispiellose Beliebtheit. Reissuppe auf schnellste Art. Für? sonen wird ein Würfel Maggi's Reissuppe.. in dreiviertel Liter siedendes Waiser, o5n### oder Fleischbrühe dazuzunehmen, gestreut, u.n Wiederaufkochen 20 Minuten(ein größere?# länger) bei kleinem Feuer langsam gekocht.„ seinert wird die Suppe, wenn man sie über chen süße Tafelbutter anrichtet.— helfen Zeit, Geld und Arbeit sparen, sind geber„ tig und enthalten alle zu einer vollständigen erforderlichen Zutaten. Ein Würfel ergibt, nu:— ser kurze Zeit gekocht, 2—3 Teller leicht ver Suppe. Mehr als 30 verschiedene Sorten gewünschte Abwechslung e188 visse Batistmit Tüllpasse u. Bp usse Sticker in schöner Verarbei bisse mit schönen Spitzer bisse Batistnit hübschen Feste durchsätzen reich eisse Damen-B der Königl. I. und Gartenba im Jahre 1910 I. Oeffentlicher Reb 16. Februar. Obstbaukursus v# einschl. #I Baumwärterkurst 5. Närz einschl. Obstbamnachkursu Baumwärternach einschl. Obstverwertungs August einschl. bstverwertungs 19. August einsc Analysenkursus 1 besekursus vom Inerrichtshonorar Kursus 1: nichts, Kursus 2 u. 4: fl. p Kursus 3. u. 5: 3 Kursus 6 u. 7: fl. p Kursus 8. u. 9: 9 De von Ii UI FE W. H. Winand.— trät Maria Meod * heren technischen e# an den privaten mien gekehrten ten Unterrichtsähg, Herausgegeben mm. ewerbe=Akademie Wilhelm Ißleib. 3.— 120. Praiz 1 Bag. Tabellen eine Uebern nten Anstalten gesei, aufgewendeten dieser Tabellen, die frogramme der techn## gestellt sind, gelang ivatanstalten den Sta# nindesten gleichtwarta find. Den Tabellen# tigen die Ansicht des saal. Arbeitsnachweisen. m Bergknappen, den cher Bergarbeiter— itteilungen über den e Mannheim=Ludwi rung sein. 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Lehranstalt für Wein-, - und Gartenbau in Geisenheim a. Rh. im Jahre 1910 folgende Unterrichtskurse statt: Oeffentlicher Reblauskursus am 14., 15. und 16. Februar. Obstbaukursus vom 14. Februar bis 5. März einschl. Baumwärterkursus vom 14. Februar bis 5. Närz einschl. Obstbaunachkursus vom 18. bis 23. Juli einsch! Baumwärternachkursus vom 18. bis 23. Juli einschl. Obsterwertungskursus für Frauen vom 1. bis August einschl. obstverwertungskursus für Männer vom 8. bis 19. August einschl. Inalysenkursus vom 2. bis 13. August einschl. besekursus vom 16. bis 27. August einschl. Unterrichtshonorar beträgt: Kursus 1: nichts, Kursus 2 u. 4: für Preußen 20 Mk, für Nichtpreußen(auch Lehrer) 30 Mi Preußische Lehrer sind frei Personen, die nur am Nach kursus(Nr. 4) teilnehmen, zah len 8 Mk., Nichtpreußen 12 Mk. Kursus 3. u. 5: Preußen sind frei; Richtpreußen zahlen 10 Mk. und wenn sie nur am Nachkursus(Nr. 5) teilnehmen 5 Mk., Kursus 6 u. 7: für Preußen je 6 Mk., für Nichtpreußen je 9 Mk., Kursus 8. u. 9: für Preußen je 20 Mk., für Nichtpreußen je 25 Mt. wozu noch 20 Mk. für Gebrauchsgegenstände und 1 Mk. für Bedienung kommen. neldungen sind zu richten. bezüglich der Kurse 7 an die Direktion der Königlichen Lehranstalt, Rich des Kursus 8 an den Vorstand der mechani Versuchsstation der Königl. Lehranstalt und be# des Kursus 9 an den Vorstand der pflanzenPlogischen Versuchsstation der Königl. Lehranstalt. Zulassung zum Reblauskursus(Nr. 1) Fn sich Preußen an den Herrn Oberpräsidenten der Pnz ihres Wohnsitzes, Nichtpreußen an ihre eeregierung wenden. beitere Auskunft ergeben die von der Anstalt iei zu beziehenden Satzungen. eisenheim, den 11. Dezember 1909. der Direktor, Prosessor, Dr. Wortmann, Geb. Reg.=Rat. Ritter-Bier. Hervorragendes Flaschenbier. 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Der Versicherungsbeitrag beträgt für das Jahr 10.00 Mk. und berechtigt zur Verflegung eines erkrankten Dienstboten auf die Dauer von 13 Wochen. Wer mehrere Dienstboten oder dem Kassenzwange nicht unterworfene Lehrlinge hat, muß sämtliche, soweit sie zum Hausstande gehören, anmelden und für sie den Beitrag entrichten, widrigenfalls er jegliche Ansprüche an das städtische Krankenhaus verliert und von der Versicherung ausgeschlossen werden kann. Den bereits Versicherten wird der Versicherungsschein für 1910 in nächster Zeit zugestellt werden. Dortmund, den 26. Februar 1910. Die Verssaltung des Städt. Krankenbauses Leisenhospital. Es halt sokort! Dies bestätigen über 1000 Anerkennungen Kranker, die Limoler-Teigties Gicht, Rheumatismus anberen Harnsäure=Leiden erprobten. Eine Probe unseres Mittels, nebst ausführlich aufklärender Broschüren Anerkennungen senden kosfonige an alle Leidenden die uns per wir KUStentos Postkarte ihre Adresse mitteilen. Chemisches Leberaterlum Limssan. Postt. 991 Limbach-Sa. Echt nur bei underletziem Kals-Stikett. Landkreis Dortmand, Bekanntmachung Die Verhandlung unb Entscheidung über die zum diesjährigen Kreis=Ersatz=Geschäft angebrachten MilitärReklamationen findet wie folgt im Gewerbe=Uerein, zu Dortmund, Kuhstraße statt: I. am 6. April 1910, vormittags 8 Uhr für die Reklamanten aus der Stadt Lünen, Stadt Castrop, den Aemtern, Brackel, Mengede, Giesenberg=Sodingen un Rauxel 2. am 7. April 1910, vormittags 8 Uhr. für die Reklamanten aus den Aemtern Dorstfeld, Lütgendortmund, Derne und Eving. Zu denselben Terminen findet auch die Verhandlung über die Zurückstellungsgebühr der Mannschaften der serve, Marine-Reserve, Landwehr, Seewehr, Ersatzreserv:, und Marine=Ersatz=Reserve, sowie ausgebildeter Landsturmpflichtiger des zweiten Aufgebots gemäß 8123, Nr. 2 der Wehr=Ordnung statt. Gemäß bestehender Vorschrift müssen diejenigen Familien=Angehörigen eines Militärpflichtigen auf deren angebliche Erwerbs- resp. Aufsichts-Unfähigkeit ein Anspruch auf Befreiung oder Zurückstellung des Letzteren vom Dienste im stehenden Heere gegründet werden soll, sich sowohl der Ersatz= als der Ober-Ersatz=Kommission persönlich vorstellen. Indem ich dieses zur öffentlichen Kenntnis bringe, mache ich zugleich darauf aufmerksam, daß die Reklamanten den Nachteil, der ihnen durch die etwaige Nicht befolgung dieser Vorschrift erwachsen möchte, sich selb beizumessen haben. Dortmund, den 2. Februar 1910. Der Landrat: v. Rynsch. Mass-Anzüge Herren- Anzüge, Faletots, Hosen nach Mass liefert elegant, schnell, billig 6117 H. Liebreich, gheinischestr. 90. Lager in Arbeitshemden, Hesen, Jeppen etc. Adolf Schustermann Zeitungsnachrichten-Bureau Berlin 80. 16, Spreipalast Größtes Nachrichten-Bureau mait Abteilungen für Bibliographie, Politik, Kunst, Wisnnschaft, Handel und Industie. Liest neben Tageszeitungen des In- und Auslandes die meisten Revuen, Wochenschriften-, Fach-, illustrierte usw. Blätter. 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