Erscheint täglich uit Ausnahme der Sonn= und Abennementspreis mit der täglichen Unterhaltungsbeilage Kletigen„Illustriertem Sonntagsblatt 55 Pig, ssonal durch die Pos be,ogen für 3 Monate 1.50 Mi. #ndruck und Verlag, sowie für die Inscrate peraziwortlich: Biktor Schanzer, Dortmund. tr. verbunden Lokal-Anzeiger für mit dem Dortmund u. Hörde und der täglichen Unterhaltungsbeilage K##“ sowie der Illustrierten Sonntagsbeilage. Erpedition: Dortmund, Prinzenstraße 9—11.— Fernsprech=Anschluß Nr. 3299. Dortmund, Samstag, den 12. Februar 1910. Inserate die 8 gespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 25 PfgReklamen die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 60 PsoBeilagen nach Uebereinkunft. Bei zwangsweiser Beitreidung der Insertionsgebühren durch Klage oder Konkursverfahren wird der Radatt hinfällig. Für Aufnahme von Inseraten an bestimmt vorgeschriebenen Tagen übernehmen wir keine Garantie. Für die Fedaktion verantwortlich: Mar Sonnemann, Dortmund. 27. Jahrg. Erstes Blatt. Oder ich fall um! ms. Dortmund, 12. Februar. Der breußische Ministerpräsident Bethmann will gar nichts mehr hören. Er überläßt die reidigung seines Machwerkes, das er euphemis eine Reform des Wahlrechts nennt, dem Minides Innern v. Moltke, der sich denn auch redliche be gibt, die Häßlichkeit der Mißgeburt durch allerHokuspokus zu verdecken und unter Anwendung Schönheitspflästerchen in einen Adonis zu verneln. Nur schade, daß aller Liebe Müh umnist. Die Wahlreform der Regierung ist ein solcher bund von Häßlichkeit, daß auch die kostbarsten metika und die raffinierteste Schönheitspfleze u auszurichten vermögen. Und trotz alledem wird Scheusal, wie wir befürchten, auch mit unssentlicher Verschönerung Gnade vor den Augen der ehrheit der Landesboten finden, denn das Zenm ist trotz aller großen Worte auf dem besten Wedie Wahlrechtsreform auch mit der öffentlichen immabgabe und anderen kleinen Sachen zu lucken, weil es die ihm sonst freundlich gesinnte gierung doch nicht im Stich lassen kann. Zwar hat rAbg. Herold vom Zentrum emphatisch ausgerufen, das Zentrum an seinem prinzipiellen Standnkt zum preußischen Wahlrecht seschalte und das sichstagswahlrecht auch für die einzelnen Bundesten fordere, aber er hat schließlich nach unmotiAussällen gegen andere Parteien, deren Ehrkeit er anzweifelte, zum unzweideutigen Ausdruck racht, daß das Zentrum, da es nun einmal ein chlrecht nach seinen Wünschen nicht bekommen werversuchen werde, den vorliegenden Gesetzentwurf rart abzuändern, damit überhaupt eine Verbesserung en den jetzigen Zustand zustandekomme. Wenn Zentrum weiter nichts will, als daß nur überupt eine Verbesserung eintritt, dann braucht es nicht besonders anzustrengen, denn diese Verbesng ist schön durch die Gewährung der birekten ihl vorhanden. Herr Hérold hätte, wenn er ehrlich wollte, rund heraus erklären müssen: Wir haben Mund weit aufgerissen und als conditio sine qua n die Ersetzung der öffentlichen Stimmabgabe durch geheime gefordert. Wir stehen nun hier und nnen— auch anders. Wenn sich eben die Regiers dem geheimen Wahlrecht gegenüber durchaus abnend verhält, dann wollen auch wir keine weiteren stände machen und die öffentliche Stimmabgabe nbar beibehalten, weil wir bei Fortbestand dieser unsere Schäschen besser kontrollieren und kunzieren können, fälls sie nicht Ordre pariert haLas Zentrum wird umfallen und die gehei* stimmabgabe schnöde preis geben. Das ist bomTavon werden auch die aus der ganzen Monarchie nach Berlin gerufenen Füherten rer bereits verständigt worden sein. Damit werden diese Führer auch ihr Einverständnis schon erklärt haben. Wie nichts beständiger als der Wechsel ist, so ist auch nichts sicherer als die Unbeständigkeit und Unzuverlässigkeit des Zentrums. Wir verlangen unter allen Umständen die geheime Stimmabgabe hieß es vor dem Essen, aber nach dem Essen wird ohne Scham hinzugefügt: oder wir fallen um. Wir möchten nur wissen, welches der Lohn ist, den die Regierung dem Zentrum für seinen Umsall in Aussicht gestellt hat. Abgeordneter Albert Traeger (freisinnige Volkspartei) über die Wahlrechtsvorlage. Wir holen heute die vortrefflichen Ausführungen die der Senior der Freisinnigen Volkspartei Abg. Alb. Traeger über die Wahlrechtsvorlage am Donnerstag im preußischen Abgeordnetenhause gemacht hat, hier im Wortlaute nach: Namens meiner sämtlichen Freunde habe ich die Erklärung abzugeben, daß der vorliegende Entwurf für uns unannehmbar ist.(Bravo links). Schon aus dem Grunde, weil darin das geheime Wahlrecht fehlt. Es ist ein erklärliches Gefühl, wenn man meint, die beste Antwort auf die Vorlage wäre die kürzeste, nämlich sie abzulehnen. Da aber das Schicksal der Kommissionsberatung festzustehen scheint, so erkläre ich, daß wir uns an dieser Kommissionsberatung beteiligen werden. Wir haben nach der Erklärung, die der frühere nisterpräsident am 10. Januar 1908 in dieser Frage abgegeben hat, der Vorlage nicht mit weitgehenden Hoffnungen entgegengesehen. Wir sind aber doch überrascht dadurch, daß noch viel weniger, als wir zu hoffin gewagt hatten, erfüllt worden ist, und am meisten dadurch Überrascht, daß die Annahme, als könne das bestehende Wahlrecht, gegen das wir ankämpfen, nicht noch verschlechtert werden, durch diese Vorlage so gläuzend widerlegt ist.(Sehr gut links). Der Ministerpräsident hat heute einen erläuternden umfangreichen Komtar zu dieser Vorlage gegeben. Ich habe mich gefreut, daß von seiten des konservativen Redners dem Fleiß des Herrn Reichskanzlers alle Anerkennung gewidmet und dadurch die Frage, ob eine Vertretung für ihn in Preuken eingeführt werden solle, gegenstandslos geworden zu sein scheint.(Sehr gut und Heiterkeit links). Die Rede die heute der Ministerpräsident gehalten hat, war eine Erweiterung zu derjenigen Erklärung, die Herr v.. Bethmann bereits bei der Beratung der berühmten Wahlgesetznovelle 1906 abgegeben hat, Auch die heutige Rede war im Ton ruhiger, geschichts=philisophischer, wohlwollender Erwägung gehalten; anerkennensert in dem Bestreben objektiv zu sein, und es ist nur bedauerlich daß dieses Bestreben nicht zu einem andern Resultat geführt hat.(Heiterkeit.) Auf die ganze Rede kann ich nicht eingehen, und ich werde mich darauf beschränken, auf die eine oder die andere Ansicht des Herrn Ministerpräsidenten zurückzukommen. Eins kar aber doch nicht umgehen, er hat nämlich unsere Stellung ich will nicht sagen, angegriffen, aber doch als eine schiefe und falsche bezeichnet, er hat auch uns in Verdacht, daß wir bloße Agitation treiben wollen, vielleicht der Brautschau. Humoristischer Roman von Felix Brenta. 2 der Vater das Rosa holte, schwieg sein Linm 9.7. übe des Redens versagte ihr, sowie sie keik. Juhörer hatte. Sie begnügte sich damit, recht tief Ers zu holen und möglichst geräuschvoll mit ihren zu hantieren. git„a Vater mit der Rosa zurückkam, war es schon ma m### schien die höchste Zeit, alle Zimmer in Ordkendigtaz nder Frau Lichtenburg erkannte diese NotKaßreges:#lstandig und ergriff sogleich die nötigen #betracht der vielen drängenden Arbeit schickte nabe— 40ia wieder fort, um eine leider nicht in der Endie 2Phnende Scheuerfrau zu holen, und den Vater scem##s für die beiden Katzen, die mit emporgeuick mianz. 3 jämmerlich um ihr verlorenes FrühScha###“ einen Liter Milch zu holen. Dann mußte engesuch a# in die Druckerei laufen, um ein Mädegenbeit ai91ceber; der Vater mußte in derselben Anne Mietfrau aufsuchen, und das Rosa wurde Pennz zes Lendenfleisch für Peppi zu holen. ung" ar ein vornehmer Köter chinesischer Abstamunbehaart und sah in seiner fetten indschu wie der mit nassem Lehm gefüllte Glaceeeessteg...es Nilpferdes. Erfraß grundsätzlich nur uberlich z.“ ehem Ei, Zwiebel, Salz und Pfeffer urg die abaerzeite und während ihm Frau Lichtenzu noch eza2eit vorrichtete, mußte ihr die Scheuerläirkungen I.41g5 819 Pfennig Cognak holen. Denn die istren z. Rotweinfasses im Keller schienen für die den des heutigen Tages nicht ausreichend. chienburg dan z. es bereits zwölf Uhr schlug und Frau Elle sie das#### zuar zu sich genommen hatte, samund###=##osa, den Vater und die Scheuerfrau um den. Obne##### an, nun endlich die Zimmer zu reiFernen, tggtg###hrem Platz am duftenden Herd zu vom ersan### die drei mit kurzen Kommandoruden g##ten Stockwerk in das vierte und von da olonaise zu hetzte sie dann wieder wie eine Geidder, bin..“ den Zimmern der mittleren Stockwerke wieder noch einer der drei dienenden Personen eine Aufgabe in der Küche oder im nächsten Kramladen zuweisend, stets aber unzufrieden mit der Langsamkeit und Unordnung, die bei dem Aufräumen der Zimmer herrschte. Wie die vier Stockwerke des Hauses nach zwanzig Minuten immer noch nicht in Ordnung waren, sprach sie schließlich ein Machtwort, oder viel mehr eine Reihe von Machtwörtern. „Schnell, schnell! Seht zu, daß Ihr fertig werdet. Beim Herrn Stabsarzt braucht Ihr jetzt nicht sauber zu machen. Dessen Zimmer laßt mal wie sie sind. Er hat ja seinen Burschen. Wozu ist der faule Mensch denn da? Bei Herrn Maier hat's auch noch Zeit. Der kommt doch vor Abend nicht nach Hause. Den Herrn Baron dürft Ihr nicht stören. Der schläft jetzt noch. Aber bei Herrn Dr. Laue bringt mal geschwind alles in Ordnung. Wenn er nach Hause kommt und findet sein Zimmer nicht aufgeräumt, schimpft er. Aber rasch! Und Vater muß mir etwas aus der Apotheke holen. Ich bin zu elend heute.“ Vater wußte wohl,„Apotheke“ war eine Umschreibung für einen halben Liter Rum. Aber er entgegnete bescheiden:„Mein gutes Linchen, das Zimmer von Herrn Heuer muß doch auch erst besorgt werden!" „Ach was,“ klang die Antwort.„Herr Heuer ist ein guter, geduldiger Mann. Der läßt es sich schon gefallen, wenn er bis Nachmittag warten muß. Geh, Vater!“ Vater war an Gehorsam gewöhnt und ging. Seit Jahren war er fast nur noch als Laufbursche und Küchenmädchen seiner Frau tätig. Früher hatte er, zumal im Winter, einen schönen Verdienst als Lohndiener gehabt. Aber Frau Lichtenburg hatte ihn immer mehr zu allerhand häuslichen Verrichtungen angehalten und ihm seinen eigentlichen Beruf beinahe abgewöhnt. Wenn er frühmorgens von der Bedienung eines großen Festessens oder eines Balles abgehetzt und schläfrig nach Hause kam, hatte er keine Lust gezeigt, Stiefeln zu putzen, sondern stets ein lebhaftes Verlangen gezeigt, sich gleich früh ins Bett zu legen. Eine solche Lebensweise aber hielt Linchen für unmoralisch, und er fügte sich ihren Ansichten und Wünschen gern. Er war ja nur ein Männlein, dessen schwarzes Haupthaar ein wenig bereift erschien, während Frau Lichtenburg hochgewachsen, stattlich und wie er es an anderer Stelle ausgedrückt hatte. der Willen zur Macht dadurch kundaeben wollen. Nun meine ich allerdings, daß eine Partei im Parlament und auch im Volke die nicht den Willen zur Macht hat. von vornherein an der Erfüllung ihrer Aufgabe verzweifeln müße.(Sehrt richtig links].. Man braucht unter dem Willen zur Macht nicht einen Umsturz der bestehenStaatsform zu verstehen, sondern nur, daß die Ansprüche der Parteien anerkannt werden und ihren Ausdruck bei der Gesetzgebung, bei der Verwaltung, Überhaupt auf dem ganzen Staatsgebiete finden.(Sehr richtig links). Eine Partei die sich nicht zutraut, in dieser Beziehung ihre Macht durchzusetzen, verweifelt von vornherein an sich selbst.(Sehr richtig! links.] Allo wir haben den Willen zur Macht. Dem Ministerpräsident kommt die ganze Wahlrechksfrage vor, wie ein Sammelbecken, für alle möglichUnzufriedenheit. Warum? Wetl die Wahlrechtsfrage diejenige Frage ist, in der alle liberalen Anforderungen und Ansprüche zusammenlaufen.(Sehr richtig links), Die Faden verbinden sich hier, und wenn der Mittelpunkt fehlt, so flattern sie wirkungslos in der Luft. Keine Regierung ist heute stark genug, um gegen den ausgesprochenen Mehrheitswillen des Volkes zu regieeren.(Sehr richtig! links). Sie muß sich nach diesem Mehrheitswillen mehr oder weniger richten, sie ist mehr oder weniger das ausführends Organ der Mehrheit im Volke.= Nun sind wir der Metnung, baß in diesem hohen Hause eine an und für sich außerordentlich respektable gewiß auch zur 6“ gänzung des Ganen durchaus notwendige Partei doch einc dominierende Stellung hier einnimmt, auf die sie weder ihrer Zahl nach, noch durch sonstige Eigenschaften Anspruch hat.(Sehr richtig! links.) Und daß aus dem Vorherrschen dieser Partei Unzuträglichkeiten für die Verwaltung für die Gesetzgebung nicht bloß Preußens, sondern auch des Reiches entstehen. Wenn man bedenkt, daß das Wahlrecht, das wir haben, 60 Jahre alt ist, daß damals die Bevölkerungsziffer um 75 Prozent geringer war als gegenwärtig. daß die ganze Art des Lebens und Strebens der Bevölkerung eine andere geworden ist, dann muß man eine Abänderung des Wahlrechts nicht bloß für wünschenswert, sondern für durchaus notwendig halten. Inzwischen hat sich ein Ereignis vollzogen, das auch Preuken einen ganz anderen Charakter zuerteilt hat: Deutschland hat sich geeinigt, Preußen ist die Vormacht in Deutschland und hat aus diesem Grunde in Deutschland einen ganz maßgeebnden Einfluß auf Verwaltung und Rechtsprechung, überhaupt auf die ganze Regierung. Aber mit ddiem Standpunkt: wir sind hier in Preußen, wir machen, was wir wollen, mögen doch die anderen sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, kommt man absolut nicht weiter. Man rennt damit gegen den Reichsgedanken an.(Sehr richtig! links.“. Ist man einmal ein Teil, und zwar der wichtigste, eines Ganzen, so hat man naturgemäß die Verbindlichkeit, seine eigenen Angelegenheiten nach dem Bedürfnis und der Lage des großen Ganzen einzurichten.(Sehr richtig! links.). Darum die Unzufriedenheit im Deutschen Reiche, und ich bedauere, daß der preußische Ministerpräsident durch diese Vorlage dem Deutschen Reiche einen üblen Dienst erwiesen hat.(Sehr richtig!) beinahe ehrwürdig wie Chamissons rüstigste der Wäscherinnen aussah. Die Gegend ihrer Hüfte rundete sich gewaltig, und unter ihren dicken, weißen Stirnflechten breitete sich ein verquollenes Antlitz aus, in dessen gelben Fettmassen die grauen schwimmenden Augen fast verschwanden; die Nase aber ragte stattlich daraus hervor. Ihre Kleider waren nach einem rätselhaften Verfahren so zugeschnitten, daß sie iyr unergründlicherweise gleichzeitig zu eng und zu geräumig erschienen, und die ganze Erscheinung den Eindruck eines schlecht gefüllten Luftballons machte. Die einzelnen Zimmermieten brachten einen erheblichen Ueberschuß über die an den Bankier Raupach zu zahlende Hausmiete und angesichts dieser Einnahmen seiner Frau hätte sich Herr Lichtenburg gar kein Gewissen daraus machen brauchen, auf eigene Erwerbstätigkeit zu verzichten, zumal ihm Linchen auch einige Tausend Mark bares Geld in die Ehe mitgebracht hatte. Dieses Kapital bewahrte sie unter persönlichem Verschluß bei einigen wichtigen Papieren in ihrem Schreibschrank auf. Die Vorschläge ihres Mannes, die Summe lieber einer Bank oder der Sparkasse anzuvertrauen, hatte sie mit überlegenem Kopfschütteln zurückgewiesen. „Geld verborgen, macht Sorgen,“ sagtesie.„Bar Geld lacht, und die paar Taler Zinsen machen uns auch nicht selig.“ Trotz dieser Reichtümer seiner Frau sehnte sich aber Herr Lichtenburg oft recht nachdenklich nach etwas eigenem Verdienst. Er hatte die Empfindung, als teile nchen die aus der heke geholten Stärkungen krä unchristlich mit ihm, und das kränkte ihn. Einstweilen freilich war das nicht zu ändern. Als er jetzt aus der Apotheke zurückkam, trat mit ihm zugleich Herr Ernst Rother, der Mann vom Rosa, ins Haus und begehrte sich an den Mittagstisch zu setzen. Das Rosa hatte kaum seinen Schritt im Hausflur gen. 4I. Treppe ber= Die Scheuerfrau war schmunzelnd hinter ihr hergekommen, und Herr Rother setzte sich eßlustig zwischen den beiden Damen an den Küchritisch. Frau LichtenAls Fürst Bülow am 10. Januar 1908 seine Erklärung abgab, entstand in Süddeutschland— das ist keine Uebertreibung— eine gewaltige Erregung. Der Führer der Süddeutschen sprach das damals im Reichstage aus. Diese Erregung ist ins Große gediehen durch diese Vorlage. In süddeutschen Zeitungen, nicht etwa sozialdemokratischer oder demokratischer Richtung, kommen Ausdrücke ver, die das empfindliche Ohr des Ministerpräsidenten doch beleidigen können. Es ist die Sorge ausgesprochen, daß dieser reaktionäre Vorstoß der Vorlage in Preußen seine Wellen auch in die Reichsflut treiben würde. Auch in der„Chemnitzer Allgemeinen Zeitung“ ist gesagt, wie sehr man es außerhalb Preußens satt hat, an den Folgen einer verkehrten Berliner Politik fortgesetzt leiden zu müssen, und daß derartige Gesetze auch dem ruhigsten Staatsbürger die Röte des Zornes auf die Stirn treiben müssen. Sie werden mir zugeben, daß der sächsische Durchschnittsbürger ein sehr gemäßigter Mann ist; ehe dem die Röte in die Stirn getrieben wird(Heiterkeit links), da muß es schon sehr schlimm kommen. Die preußische Regierung hat sich bei der Vorlage durchaus an die Vorschriften der Thronrede gehalten. Ich bin von der außerordentlichen Pietät der Regierung, mit welcher sie die Thronrede erfüllen will, angenehm überrascht. Sie sagt, die Thronrede habe eine organische Fortbildung des verfassungsmäßigen Dreiklassensystems erwartet. Aber das muß erst herausdeduzert werdien aus dem Wortlaut der Throncede. denn der spricht nicht von dem Dreiklassensystem.(Sehr richtig! links.) Nach der Regierung soll auch die Verfassung organisch vorgebildet werden. In Artikel 70 wird hinter dem Wähler sogleich vom Wahlmann gesprochen Und an diese Einrichtung knüpft sich sogleich die Einteilung in drei Klassen. In Artikel 72 der Verfassung steht dann: die Abgeordneten werden durch die Wahlmänner gewählt. Die Wahlmänner sind jetzt beseitigt. Aber es ist der Regierung entgangen, daß sie schon dadurckh die Bahn der organischen Fortentwicklung vollkommen verläßt?(Sehr richtig! links.) Der Wahlmann ist nicht etwa eine Dekoration, er ist die Stütze dieses ganzen Systems. Wenn Sie ihn beseitigen, dann hat auch die Klasseneinteilung absolut keinen Wert mehr.(Sehr richtig! links.) Dann haben Sie eine ausgeblasene Hülse. Wenn Sie sich nicht scheuten, den unglücklichen Wahlmann in den Orkus hinabzustoßen, so mußten Sie auf dieser Bahn auch weiter fortschreiten. Wenn Sie das nicht getan haben so liegt das, nicht in Ihrer Scheu, Bestehendes zu beseitigen, sondern es liegt in ganz anderen Gründen. Geblieben ist mit dem Klassensystem die Ungleichheit des Wahlrechts. Die Begründung, die sehr viel Flüchtigkeiten enthält, enthält auch hier und da ein Goldkoen, das heißt einen Ausspruch, der von überwältigender Wahrheit ist,“Heiterkeit.) zum Beispiel:„das Stimmengewicht der Wähler bemißt sich nach der Zahl der Mitwähler, mit denen sie bei der Wahl der Wahlmänner in einer Abteilung zusammenzuwählen haben. (Bravo und Heiterkeit.) Es ist um so größer, je geringer die Zahl dieser Mitwähler ist, und, da die Zahl der Hochbesteuerten naturgemäß geringer ist, als die der Niedrig= oder Garnichtbesteuerten, größer in jeder höheren Abteilung als in der nächsten niedrigeren.“ burg war nur über die etwas schlichte Form dieser Selbst einladung verstimmt, wagte jedoch nicht zu schelten, denn sie hatte sich in dieser Tätigkeit schon ein paar. Stunden angestrengt, während Rosa noch bei frischer Stimmkraft war. Der Inhalt der Einladung und des Ernsts gesunde Eßlust machten ihr übrigens eher Freude, als Bedenken. Sie kochte ja stets für sechs bis acht Personen, wenn sie auch meist zu dritt am Tisch saßen. Sie hatte einst als Dienstmädchen in einer sehr zahlreichen Familie das Kochen gelernt, und so waren die Kochrezepte alle für eine große Tafelrunde berechnet. Auch liebte sie es, vom Dampf und der Glut des Herdes umwallt, über mächtige, reichgefüllte Töpfe zu gebieten. Weniger zu kochen, erschien ihr unwürdig.„Das ist kein Gekoche,“ sagte sie verächtlich, wenn jemand arglos von einem zweipfündigen Fleischgericht erzählte. Natürlich blieb bei jeder Mahlzeit die Hälfte übrig und wurde dann am nächsten Tage gewärmt neben die außerdem wieder vollwichtigen neuen Schüsseln gestellt und unberührt wieder abgetragen, um erst am dritten Tage in den Mülleimer geschüttet zu werden. Denn Peppi und die beiden Katzen waren selbstverständlich zu vornehm, um sich mit Abhub zu begnügen. Frau Lichtenburg war daher erfreut, vor einem Esser mehr ihre Kochkunst zeigen zu können und genehmigte für Ernst und die beiden Damen den Beginn des Mittagessens. Der Vater hingegen war noch in Herrn Dr. Laues Zimmer beschäftigt, als dieser zugleich mit Herrn Heuer nach Hause „Was wollen Sie denn hier?" herrschte der tadellos gekleidete und frisierte Dr. Laue den hungrigen Mann an, in dessen erschrockenen Händen ein Eimer mit schmutzigem Wasser zitterte.„Sind Sie denn den ganzen Vormittag über mit meinem Zimmer noch nicht fertig geworden? Sie wissen doch, daß ich immer um diese Zeit ne“** ehe habe ich fa u.—. iegt. Verfluchte Schweinewirtschaft hier in diesem Hause!“ erwiderte „Dann wird es dieh Deibel scheren. Raus!“ Hier ist mit Worten, wie man de tarer nicht finden kann(Heiterkeit link.), die Ungleichheit des Wahlrechts dargetan. Danach sollle man meinen, daß die Regierung gesagt hätte: wenn wir den Wahlmann beleitigt haben, so wollen wir auch noch die äußere Hülle des Wahlmannes beseitigen. Fällt der Herzog, dann muß der Mantel nach. Aber sie hat im Gegenteil diesen Mantel noch fester gewickelt. Zunächst die sogenannte Marimierung! Anerkennenswert ist diese Bereicherung unseres Sprachschatzes. Heiterkeit.) Aber eine Bereicherung der Materie sinde ich darin nicht.(Erneute Heiterkeit.) Die Regierung hat die Begründung mit Statistik vollgepfropft. Nun bin ich durchaus nicht einer, der die Statistik anbetet and sie, wenn sie versagt, durchprügelt. Aber es kommt bei Stastiken nicht nur auf die Zahlen an, sondern auf die Fragestellung, was man von ihr hören will, und da kann die Statistik, ohne irgendwie zu fälschen, es vielfach so einrichten, daß der Fragesteller völlig befriedigt wird. Uns ist es ganz gleichgültig, wenn uns nachgewiesen wird, daß unter Umständen ein Abgeordneter von allen drei Klassen gewählt wird, wenn die tiefsinnige Frage aufgeworfen wird, ob schon einmal die Wähler der ersten und zweiten Klasse die dritte Klasse überstimmt haben und umgekehrt. Wir fragen nur: Sind denn alle Leute, die bei der Wahl beteiligt sind, gleichen Rechtes? Oder muß der ein weit hinter dem anderen zurückstehen? Durch die Marimierung will die Regierung einen auffälligen Schönheitsfehler beseitigen, nämlich die sogenannten Einerund Zweier=Abteilungen, also die Abteilungen, in denen ein oder zwei Leute mehr Wahlrecht haben, als die übrigen Abteilungen zusammen. Das man eine ganz angenehme Verbesserung sein, aber sie trifft nur 13.000 Wähler und von 29.026 Wahlkreisen nur 36. Es wird also in den meisten übrigen Wahlkreisen alles beim alten bleiben, und die Regierung wird darauf gefaßt sein müssen, auch künftig ein= und zweispännig in der ersten Abteilung fahren zu müssen.(Sehr richtig! links.) Höchst bedenklich ist das Verfahren in den Paragraphen 8 bis 10. Da heißt es:„Nicht allein durch die unregelmäßige Abteilungsbildung unter dem Einfluß besonders hoher Steuerleistungen einzelner Urwähler werden zuweilen soziale und geistig hochstehende Wähler in die dritte Abteilung gedrängt, wo ihr Stimme nicht ins Gewicht fällt.“ Hier hat der Verfasser der Begründung den Zweck dieser Aenderung ziemlich klar gelegt.(Sehr richtig und Heiterkeit links.) Diese Worte bedeuten, daß aus der zweiten Abteilung „soziale und geistig hochstehende Wähler in die dritte gedrängt“ werden, wo ihre Stimme gar nicht zur Geltung kommt. Das heißt: Die Wähler dritter Klasse sind eigentlich eine absolut nicht zu rechnende Masse, weil die gewichtige Stimme des einzelnen dabei durchaus nicht ins Gewicht fällt. Das Proportionalwahlrecht wollte man nicht einführen, weil es keine„organische Fortentwicklung“, sondern die Beseitigung des bestehenden sei. Das saat man gegenüber dem abgeschafften Wahlmann! Nach der Begründung ist die dritte Abteilung, der gewöhnliche Plebs. der nichts zu sagen hat, eine zusammengewürfelte Masse, und die Regierung beklagt es ungemein, daß Leute, die durch ihre Bildung, Einlicht und Erfahrung hochstehen und vermöge ihres Staatsbewußtseins besonders zu wirksamem Einfluß auf die Wahlen berufen sind, mit all diesen Leuten zuammenwählen müssen. Da schafft man nun Abhilfe, Indem man diese Leute in höhere Klassen versetzt! Aber nach welchen Kriterien geschieht das? Aus der zweiten und dritten Abteilung werden Wähler in die nächst höhere Klasse versetzt, wenn sie seit 10 Jahren eine abgeschlossene akademische Bildung hinter sich haben, ilso zum Beispiel schon der bloße Referendar, auch ohne daß er die Staatsprüfung gemacht hat. Dann sollen dies Vorrecht genießen die Reichs= und Landtagsabgeordneten, soweit sie den Parlamenten gegenwärtig angehören oder wenigstens 10 Jahre angehört haben. Hier liegt ein arger Flüchtigkeitsfehler vor. Landtagsabgeordnete als solche können nämlich gar nicht wählen, weil sie eben außer bei Nachwahlen am Wahltage keine Abgeordnete sind. Drittens sollen Pkovinzialrats=, Provinzialausschuß= und unbesoldete Magistratsmitglieder diese Begünstigung erfahren. Womit haben die hochangesehenen und hochverdienten Stadtverordneten verdient, hier ausgeschlossen zu werden? Und womit die besoldeetn Magistratsmitglieder? Besoldet sein ist doch keine Schande!(Heiterkeit.]. Und die bevorzugten Beamten sind doch auch besoldet! Auch die verabschiedeten und Reserveoffiziere sollen diesen Vorzug genießen, sie sind unter allen Umständen geborene Mitglieder der zweiten Abteilung. Dann kommen die Leute mit fünfzehnjährigem Besitz von Einjährigenzeugnissen und die mit dem fünfjährigen Be sitz von Zivilversorgungsscheinen. Also alle Unter= und Mittelbeamten, auch die Schutzleute und Landgendarmen kommen in die zweite Abteilung! Wo bleiben demgegenüber die hervorragenden Schriftsteller und Künstler, und vor allem, wo die Handwerker, wo die kleinen Erwerbsstände?(Sehr richtig! links.) Sollte es nicht unter ihnen Leute geben, die vermöge ihrer Bildung, ihrer Erfahrung, ihrer praktischen Tüchtigkeit, durch die sie es im Leben vorwärts gebracht haben, einen gerechten Anspruch auf die gleiche Behandlung hätten?(Sehr richtig! links.) Und darum gebe ich der„Deutschen Tageszeitung“ unumwunden Recht, wenn sie geschrieben hat, daß diese Bestimmung die politische Entrechtung der Erwerbsstände sei.(Sehr richtig! links.) Es wird den Handwerkern, meinetwegen auch den mittleren und kleineren Landwirten offen erklärt: ihr mögt brave Leute sein, wir hoffen auch von euch, daß ihr gut wählt, aber ihr seid denn doch eigentlich ein nicht zu achtendes, geringwertiges Gesindel.(Heiterkeit.). Da gibt's Leute, denen müßt ihr unterstehen, die müssen, um von euch unterschieden zu werden und um ihren Einfluß ausüben zu können, von euch weggenommen werden. Ich gönne den Beamten alle Beförderungen, alles Ansehen und alle Ehre von ganzem Herzen; aber es fragt sich nur, ob das gerade der Weg ist, ihnen diese Anerkennung und Ehre zu erweisen. Die Beamten mögen sich auch einmal fragen, indem ich ihnen Kattowitz entgegenrufe: Ist das hier eine goldene Kette, die ihnen umgehängt wird.(Heiterkeit.) oder ist es eine eiserne Fessel, an die sie geschmiedet werden.(Zustimmung links.). Ich fürchte sehr, daß die Regierung in dieser Beziehung ihre ganz bestimmten Absichten gehabt hat(Sehr richtig! links.), Absichten, die durch Vorgänge der neuesten Tage ganz genau klargestelt und charakterisiert sind. Also die Regierung sucht die Leute aus, die eine besonders hervorragende Stellung und infolgedessen auch einen hervorragenden Einfluß auf die Wahl haben. In der Begründung sagt ja auch die Regierung, daß die geheime Wahl die Gefahr in sich berge,„daß auch in Wählerschichten, auf deren Erhaltung bei unerschütterlichem Staatsbewußtsein nicht verzichtet werden kann, das politische Verantwortungsgefühl abgestumpft wird.“ Das sind eben die Beamten. Die Regierung hat es ja bei der Kattowitzer Angelegenheit auch für ihr gutes Recht gehalten, ein Peccieren der Beamten gegen diese Auffassung und die Verantwortung der Regierung zu bestrafen. Die Regierung kann aber ihre jeweilige Stellung zu den einzelnen Parteten nicht übersehen, um dementsprechend Stellung zu nehmen, denn heute ist Kunz ihr Mann, und morgen trinkt sie mit Hinz Brüderschaft.(Heiterkeit.). Sie muß dann schon eine Sonderung in Schafe und Böcke in all ihren Regalen vornehmen.(Heiterkeit.). Mancher aber, der sich in seiner Schafteligkeit sicher fühlt, wird plötzlich dadurch erschreckt werden, daß ihn die Regierung als Bock behandelt.(Erneute große Heiterkeit.) In solchen Fragen ist auf die Regierung gar kein Verlaß, und wenn man sich in diese Abhängigkeit begibt, ist man nicht mehr Herr seiner eigenen Ueberzeugung. Man tut den armen Beamten mit dieser Bestimmung wirklich keinen Gefallen, denn von vornherein werden Mißtrauische— und deren gibt es sehr viele— die Abstimmung eines Beamten als eine kommandierte ansehen.(Sehr richtig! links.) Der Beamte wird gewissermaßen über seine Gesinnung protokollarisch vernommen.(Sehr richtig! links.). Das können die Beamten selbst nicht wünschen. Die Vernunft und die Gerechtigkeit gebietet, daß alle gleiches Wahlrecht haben. Warum sind wir alle dem Gesetz gleich? Wenn wir vor dem Gesetz vor gleich sind, sind wir erst recht vor dem Wahlrecht gleich. Das gleiche Wahlrecht ist ebenso notwendig wie das direkte und geheime Wahlrecht, Die Regierung hat nichts Neues gegen die geheime Wahl vorgebracht. Es ist hier oft gesagt worden: es gibt ein politisches Verantwortlichkeitsgefühl, aber noch zwingender Wochenplauderei. Sprechsaalwünsche— Glaubenswechsel— Getaufte Juden Mischehen. „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben— Bewahret sie.“ Schiller. Ich beabsichtige nicht vom Wetter zu plaudern, oder vom Karneval oder gar vom Januschaute,— von der Wahlrechtsreform zu sprechen, verbietet sich aus Vernunftsgründen, denn eine Reform? Giebts ja garnicht! Wir leben jetzt in der Faschingszeit, und wenn ich mich auch nicht berufen fühle, wegen mangelnder natürlicher Anlage) Kapuzinerpredigten zu halten, so darf ich doch Beobachtungen besprechen, die einem im engeren oder weiteren Bekanntenkreise nolens— volens, aufgedrängt verden. Aber nicht nur die eigenen Besbachtungen, sondern auch die Sprechsaalareikel oder Eingesandts der Tagesblätter, das Nichtredaktionelle ooer vox populi, fordern zu Besprechungen heraus. Da wirft der Hundefeind dem Hundefteund die Belästigung durch seinen Liebling vor, da wünscht der zweite in der nächsten Stadtverordnetensitzung die Besprechung der Duntelheit vor seinem Hause der dritte die Asphaltierung des Eweges unter ter höflichen Einladung, der ganze Magistrat möchte deim nächsten Regenwetter einmal die ganze Straße beim nächsten Regenwetter einmal die ganze Straße durchwaten, und dann kommt einer, der dem lieden Nächsten sein Interesse für zionistische oder andere Best rebungen vorwirft, unter gleichzeitiger liebevoller Berücksichtigung sonstiger Schwächen. Für so viele Besprechungen an öffentlicher Stelle käme nun zunächst der gute Bibelspruch„vom Balken im eigenen Auge“ in Betracht, den so viele Sprechsaalartikler kaum für einen Splitter zu halten geneigt sind. Immer feste angepackt, ohne Rücksicht auf eigene Schwächen und ohne Rücksicht darauf, #is man etwa selbst auf dem Kerbholz hat. Ein beliebter Angriffspunkt ist das Religionsbekenntnis, das für den gebildeten und nur in etwa gartsühlenden Menschen, überhaupt unantastbar sein müßte. Man scheut sich in letzter Zeit nicht, den Stadtvcrordneten wegen seiner Glaubenszugehörigkeit anzurempeln, auch wenn man von seiner allein in Frage kommenden) kommunalpolitischen Tüchtigkeit überzeugt ist. Kürzlich las ich in einem hiesigen Blatte einen Sprechsaalartikel, in dem jemand das Glaubensbekenntnis eines anderen, und damit verbundenen Bestrebungen, jüdischer Staatsbürger, bespöttelt. Die Sache war insofern belustigend, als der Angreifer jemand angefallen hatte, der mit der Sache selbst nichts zu tun hatte, wurde aber fast zum Karnevalsscherz, als man sich erzählte, daß der Angreifer selbst ein getaufter Jude sei. Das Wechseln des Religionshemdes ist(statistisch nachgewiesen), im Zunehmen, obgleich sich herausstellte, daß sich(bei Leuten israelit. Abstammung) durch die Taufe, die Form der Nase durchaus nicht in gradlinier Weise verändert hatte. Ich behaupte, daß bei 99 Prozent der Menschen, die den Glauben wechseln, rein egoistische Motive in Verbindung mit Charakterschwäche bestimmend sind, und ich glaube, es ist überflüssig, des näheren über die Motive zu rechten. Wenn ich hier von 99 Prozent sprach, so bleibt ein Prozent derer übrig, die aus Ueberzeugung den Glauben wechseln, und ich glaube, daß nur ein Bruchteil dieses einen Prozent, die Leute ausmacht, die vom jüdischen zum christlichen Glauben Übertreten. Selbstverständlich ist hier streng zu unterscheiden zwischen Glauben wechseln und Glauben ablegen. Atheisten legen ihren Glauben meistens aus Ueberzeugung ab, abgesehen von diem geringen Prozentsatze, der die Kirchensteuer schinden will. Noch eine andere Kathegorie habe ich zu erwähnen, die, die an die Lehren der ihnen ursprünglich angetauften und anerzogenen Religion nicht glauben und zu Liebe der Tiadition oder aus Pietät für die verstorbenen Eltern, in der Religionsgemeinschaft verbleiben, ohne an den kirchlichen Einrichtungen teilzunehmen; für sie gilt als höchster Grundsatz:„Religion ist die Angelegenheit meines Gewissens;, und meine Religion ist einzig und allein die Pietät!“ Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute, die als Religionsverwandlungskünstler, den christlichen Glauben, gegen den jüdischen vertauschten, bald zu Antisemiten wurden, sich in aufdringlicher Weise zu den Komitees aller erdenklichen christlichen Veranstaltungen drängten, um durch die mitausgeführte Unterschrift unter einem christlich=kirchlichen Aufruse, der Welt gegenüber zu dokumentieren„ich bin ern Christ!. Wie lächerlich ein christlich=kirchlicher Aufruf den Leser anmutet, wenn als guter Christ„Jacob Seligsohn“ oder„Moritz Wasserstrahl“ unterschrieben haben, wissen wir zur Genüge. So führen solche Leute eine Firma als Christen, sind und bleiben aber immer nur„ueraufte Juden“, selbit ihren neuen Glaubensgenossen gegenüber, die ist das menschliche Beantwortlichkeitsgefühl. Sehr wahr! links.) Es wird niemanden zugemutet werden können, seine und seiner Familie Existenz aufs Spiel zu setzen bloß aus politischer Ueberzeugung.(Sehr rich tia! links.). Auch für die Wahlen in den Kommunen muß das geheime Wahlrecht eingeführt werden. Bei den Wahlen zum Volkshause in Preußen haben wir das öffentliche Wahlrecht, bei den Wahlen zum Herrenhause haben wir das geheime Wahlrecht.(Hört, hört! links.] Das sind die sogenannten Präsentationswahlen. Die Regierung will nun zur Bildung der politischen Ueberzeugung erziehen. Dabei achtet sie oft nicht die politische Ueberzeugung anderer.(Sehr richtig! links.) Möge die Regierung sich selbst zunächlt erziehen. Das Volk drängt nach Teilnahme an der Gesetzgebung. Dem muß Rechnung getragen werden.(Lebhafter Beifall links.) Deutsches Die Zentrumspartei hat die Parteiführer aus allen preußischen Provinzen, die nicht Abgeordnete sind, nach Berlin gerufen, um mit der preußischen Landtagsfraktion die Wahlrechtsvorlage zu erörtern und die Forderungen der Partei zu formulieren.— Vorbereitung des Umfalls. Der Zentralausschuß der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, der am 9. d. M. unter dem Vorsitz des Prinzen Heinrich zu Schönaich=Carolath im Reichstage zusammentrat, stellte den Etat der Gesellschaft für das 19•0 in Einnahme und Ausgabe auf 421000 Mt. fest. Die Einnahmen betragen u. a. aus Mitgliederbeiträgen 100000 Mk., für Bibliotheksgründungen 225000 Mk., Zinsen 27000 Mk., für Vorträge und Agitation 12000 Mk., aus der Rickert=Stiftung 3000 Mt. Die Lichtbilder=Verleihanstalt hat eine Einnahme von 25000 Mk. Von den Ausgaben nimmt die Begründung und Unterstützung von Volksbibliotheken nicht weniger als 270000 Mk. in Anspruch. Für lokale Bildungszwecke wurden 25.000 Mk., für Vorträge und Agitation 27000 Mk., für die Zeitschrift„Volksbildung“ 24000 Mk. und für die Lichtbilder=Verleih=Anstalt 20 000 Mark ausgeworfen. Für die übrigen Zwecke der Gesellschaft wurden geringere Beiträge zur Verfügung gestellt.— Die diesjährige Hauptversammlung findet in Lübeck in den Herbstferien statt. Die Verhandlungen der Versammlung sollen betreffen„Die Anschauung und Anschauungsmittell in der Volksbekehrung und Volksunterhaltung". Die Vorträge und Besprechungen darüber sollen durch Demonstrationen und Ausstellungen ergänzt werden.— Der Zentralausschuß nahm Kenntnis von einem Angriff, der aus Kreisen der ebangelischen Geistlichkeit der Provinz Posen auf die Gesellschaft, sowie auf die Einrichtung der staatlichen Kaiser Wilhelm=Bibliothek in Posen erfolgt ist. Die Angriffe erscheinen geeignet, die Volksbildungsarbeit in den Ostmarken zu schädigen. Der Zentralausschuß spricht sein Bedauern darüber aus.— Vorgelegt und genehmigt wird ein Plan zur Begründung von „Eigenbüchereien“, womit eine neue Abteilung der Bibliotheksarbeit der Gesellschaft eröffnet wird. monnaie zurückzulassen. Bei seiner Rückkehr an gebliche Franzose mit dem Portemonnase. etwa 50 Mark befanden, verschwunden. —* Die Firma Sternberg& Co. meldet wird, zur Vergrößerung ihres erst#### gen Jahren neu erbauten Geschäftshauses uv. barte Besitzung der Erben Heerbeck angekauft —* Die Firma Th. Althoff hat sich dem strat gegenüber bereit erklärt, weiterhin 10.000 und zwar für einen noch näher zu bezeichnenden v.# tätigen Zweck zu zahlen, wenn das im Prinzi den Stadtverordneten bereits genehmigte Erweiter projekt endgültig genehmigt wird. Diese Genehr: dürfte nun nicht mehr auf sich warten lassen. — Gefährliches Spielzeug. Gestern der 7. Stunde spielte in der Falkenstraße eine Kinder mit einer Dynamitsprengkapfel.. Plötzlic plodierte diese. Etwa ein Dutzend Kinder trugen letzungen davon, 4 so schwere, daß sie nach dem kenhause gebracht werden mußten, während der nach Hause geführt werden konnte. Wie die 9nin den Besitz der Sprengkapsel gelangt sind, me### sefort eingeleitete Untersuchung lehren. —* Die Ueberführung über die Eisenbahn zu Zuge der Langen Straße dürfte in sechs Wochen## Verkehr übergeben werden können. * Westsälischer Provinzial=Sängerbund. Es wird m geschrieben: Als vor nunmehr drei Jahren der hm Oberpräsident von Weftfalen die Anregung zur c dung des westfälischen Provinzial=Sängerbundes gab. dachte wohl niemand daran, daß schon sobald 7500 wg sälische Sänger sich rüsteten, ein großes Bundessest u seiern. Aber noch viele Hunderte von Vereinen steig fern, nicht in grundsätzlicher Opposition, sondem am wartend und zögernd. An sie ergeht jetzt noch in leu# Stunde der Ruf: Kommt und schließet die Reihen, mit auch für Westfalens Sänger das Dichterwort au Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern! Gerin sind die Opfer, die der Bund von den Vereinen forden ganze 80 Pfennig sind jährlich für jedes singende glied zu entrichten. Dazu kommt allerdings in dien Jahre für die am Bundesfeste teilnehmenden Sänger dn Festbettrag von 1 Mark, wofür aber Noten, Festabzeich Festschrift und Festkarte geliefert werden. Eine Vin geht dann noch an alle Vereine: Bei allen sommerlichg Veranstaltungen nehme man Rücksicht auf den 3. un 4. Juli. Diese Tage gehören dem Bundesfeste in Don## mund, hier werden zum ersten Male Westfalens Sängn eine Probe ihrer hohen Kunst ablegen und Zeugnz geben von der hohen Blüte des Männergesanges auch in Lande der roten Erde. Ausland. Oesterreich=Ungarn. Innsbruck, II. Febr. In letzter Zeit fanden in Innsbruck wiederholt kleinere Zusammenstöße zwischen klerikalen und deutsch=freiheitlichen Studenten statt. Heute Nacht kam es nun zu einer blutigen Schlägerei, an der sich über hundert Studenten beider Parteien beteiligten. Eine große Anzahl von Polizisten schritt ein und zögerte nicht, vom Leder zu ziehen. Drei Studenten wurden durch Säbelhiebe bedeutend verletzt. Lokales und Orovinzielles. Dortmund, 12. Februar. —* Die Dummen werden nicht alle. Auf einen ganz plumpen Schwindel fiel am Donnerstag Abend ein hiesiger Arbeiter herein. In der Wilhelmstraße wurde er von einem Manne, angeblich einem Franzosen, ersucht, ihm in einem Laden für 1 Mark Zigarren zu holen und als Sicherheit sein PorteOespel, 12. Febr. Auf Zeche Borussia ist,## wir in der Rh.=Westf. Ztg. lesen, wegen Ausbesern des Förderseiles die Seilfahrt gestundet. Die der sozialdemokratischen Presse, daß die Arbeiter halb streikten, weil sie gezwungen werden sollten, Fahrten zu benutzen, ist unrichtig. Vorgestern uu# gen haben sich allerdings mehrere Leute abgemell weil sie sich scheuten, die Fahrten zu benutzen; siesn gestern Abend jedoch wieder angefahren. Essen, 12. Febr. Die Sozialdemokraten planen### morgen, Sonntag, im ganzen rheinisch=westfälischen: dustriegebiet Straßendemonstrationen für das in# Wahlrecht in Preußen. Die Polizei will diese Ku### gebungen nicht zulassen. Elberfeld, 12. Febr. Eine Stiftung von 14811 Mark vermachte eine alte Dame, Fräulein Laura kerling von hier, dem Verein der Diakonissinnen# reformierten Gemeinde. Barmen, 12. Febr. Gestern morgen 4 Uhrs Min. entgleiste bei der Ausfahrt aus dem Bahn# Wicklinghausen der 17. Wagen des Güterzuges### Der Wagen wurde bis zum Bahnhofe Barmen# mitgeschleift. Einige an der Strecke gelegene Hän wurden schwer beschädigt, auch andere Wagen des Gütn zuges erlitten Beschädigungen. Personen wurden### verletzt.. Die Ursache des Unglücks konnte noch m ermittelt werden. Der Materialschaden ist unbedeut Duisburg, 12. Febr. Wegen des Hochwasserdie Schiffahrt im Hafen vollständig eingestellt. Schleusen sind geschlossen worden. Die Ruhrnieden#### wurden gestern unter Wasser gestellt. Einige### teile sind überschwemmt. Remscheid, 12. Febr. Zwei Polizisten wollten# stern einen Mann kestnehmen, der von verschtenn Seiten Hilfe erhielt. Auch der Schmiedegeselle Jah suchte den Verhafteten zu befreien und einem oft zu zartfühlend sind, offen auszusprechen, was sie geheim denken. Zur Bekämpfung der konfessionellen Gegensätze wurden die Mischehen empfohlen und mit Recht— jedoch nur unter Beibehaltung des alten Glaubens für beide Teile und Festlegung einer Bestimmung,= welchem Glauben die Kinder(resp. welchem die Knaben und welchem die Mädchen) angehören sollen. Ich stehe auch auf dem Standpunkt, daß durch Crziehung erworbene Religionszugehörigkeit sich nicht durch Taufe aus dem Herzen reißen läßt— wer aber seine Religion aus Ueberzeugung wechselt, wird auch die verlassene Religionslehre zu achten und ehren wissen, so wie der gebildete Mensch jede politische Ueberzeugung zu achten, die moralische Verpflichtung hat. Ich gehöre zu den Menschen, deren Religion in zwei Worten auszudrücken ist— Pietät und Natur und deshalb möchte ich meinen Mitmenschen wünschen: Die Läuterungen der religiösen Vorstellungen nach Mäßgabe unserer movernen Bildung, die Fortbildung eines jeden Religionsbekenntnisses zum allgemeinen Menschentum, die Hinarbeitung darauf, daß wir denken lernen über Gott, Welt, und Mensch, nicht mit der beschränkten Erkenntnis vergangener Jahrtausende, sondern mit dem geläuterten Urteil einer fortgeschrittenen und aufgeklärten Zeit. D. Eloesser. Dortmunder Stadttbeater. ms. Dortmund, 11. Februar. Zum 1. Male. „O diese Leutnants“. Lustspiel in 8 Akten von Kurt Kraatz. O diese Leutnants,„die erst Schulden machen und bann reich heiraten“ sind nun auch bei uns eingezogen und mit Jubel von den Tortmundern begrüßt und aufgenommen. Soldatenstücke, sind seit G. v. Moser das Repertoire der deutschen Bühnen bereichert hat, in Mode geblieben, denn in der Uniform steckt nun einmar ein eigener Zauber, der nicht nur auf das zarte Geschlecht seine Wirkung ausübt. Kein Wunder, eitere ärstück„O diese Leutnants“ von Kraatz, der diesmal ohne Kompagnon gearbeitet hat, ein dankbares Vublikum gekunden hat. anderwarts sowohl wie auch hier. Allerdinz## nicht verschwiegen, daß dies Wert ein hochtrabend Lustspiel genannt wird, aber als Schwank zu bezeichnen ist. Dieser# mit seinem Gegensatz zwischen preußischem Miticnle mus u. Amerikanismus bringt neben Eigenem dl kannten Dichters auch viel Anklänge an Moser, Am burg und Blumenthal. Immerhin aber sindiese Leutnants“ die drastische Situationskon schlagfertige Witz der unverwüstliche Humor, i# kungsvollen Aktschlüsse zu loben. Taß danteben der Sentimentalität Raum gewährt wiro. grade als Fehler anzusehen. Kurz es In h da, um ein wenig anspruchsvolles Auditocium lich zu unterhalten. Daß das gutbesetzte Haus. auf seine Rechnung kam, dafür sorgten alle— kenden mit Lust und Liebe, indem sie weder die*“ stik der Situationen noch die Pointen des— wirkungslos verpuffen ließen, sondern gleichi Anfang an das Publikum in die heiterste mundg versetzten und zu Beifall hinrissen. fahrenen Viveur und liebenswürdigen bert im großen und ganzen eine anertenn: Nell Leistung. Ein reizender Wildfang war die Frl. Leonie's, anmutig die von Frl. Hkr:## verkörperte Komtesse Annemarie von Wein2m#n derkorberte Komtesse Unnemarte von*rmer nen belustigenden Kadetten stellte Frr. G#l# er auf die Bühne. Dem Burschen Peter#u### wurde Herr Laumen in Spiel und Dialet,, aus gerecht. Der Kulike des Herrn#######zi, vol auch als Leiter der Aufführung verdient mach„e ein Wachtmeister von Schrot und Korn. Boll„# len anderen Personen seien noch herausge) suggerierende und rechnende Leutnant v. Wit:: ge# des Herrn Gerdes, die ahnenstolze Erstschen Herrn Binder, der Rittmeister des Herf“, F####er Ich bezweisle nicht, daß„O diese Leutnants ieg gere Zeit sich hier in Quartier legen werden u rice gerletaungen Bi. tigen Strichen zeichnete und volles Interesse. spruch nahm. Herr Kaufmann war als von militärischer Schneidigkeit und gesellsche Gewandheit, ein durchaus liebenswerter Leuth#n ehrenhaftem Charakter. Die„im Gelde falt# de“ Amerikanerin Mabel Parker wurde# Proß mit vorzüglichen Momenten sehr Hhme gespielt. Als Yankee Mob Wurster bot wer:#n bert im großen und ganzen eine anerkennem Ssln. 12. Fevi. Iu de nns doch zu größere * man zunächst festst ## autlassen worden, die hsch Stich und ande Sue gefunden hatten. dich fett Schnee= und n ein starkes Zurück Vertehr Brigten von Fänser mußten von gecämmt werden. Me Das Vorgelär % überflutet. Ein um bei Rettungsarl Saarbrücken, 12. Febr. B Eieregiments v. Er Aadstraße mit se nach 2 pamuten ro. un dortnund, 11. se die Firma„Deutsche #st m. b. H. zu Dortm last bezweckt die Ausnu chemisters„Opernasa Herass ute 8 Uhr letzter Son# hrem Sensationsprogra türmischsten Beshall! erzielt. 11 Nor Nr. Stankope Zerthos Wunde Gotlieb Reeck, Hoto-Baby vom Aithoffs Atache Der arme Unke Morgen lez grosse Vor Nachmittags 4 Khr In beiden Vorstellun aktionen des gläßen! sthaer Feue sank auf G Im Jahre dem Rechnungsabschl dr zur Verteilung kon 74 P gezahlten Prämien. Die Mitglieder empfange Ablauf der Versichern Amechnung auf die neu bezeichneten Ausnahm ten Agenturen: Dortmund Balkenstraße Herdecke, städtisch Verkauf der verfal Nonat Dezember 1904 uer 1910 vorn 15, statt. Die bei der Verstei ald 6 Wochen nach d adttheate . 4. L. Fe 3½ Schülervorstel Braut von M lerspiel von S Padiese v. Rob. den 13. Fel Schmittags 31 lkstümliche Großstal ank von Blur Kadelbu #- 10½0 piel Blackeanes V. Mendelssohn artholdy. bematograps stral-Automat Steinplatz. Von heute ab Mleittspreife: wene 20 Pf. Kinder 10 P kückkehr war sonnase, in den under. 90. bst. u hres erst vor shauses die 5 ea angekauft. hat sich dem terhin 10000 M. bezeichnenden daos as im Prinzip migte Erweitern Venehnic arten lassen. Gei ern Abend, kenstraße eine S##### apfel.. Plötzlich Kinder trugen##. sie nach dem K , w ä h r e n d d e r# e. Wie die elangt sind, mus ehren.— er die Eisenbahn# in sechs Wochen erbund. 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V##ten von den Einwohnern schleuHäuser, werden. Mehrere Straßen stehen ungechunst Vorgelände zum rechtsrheinischen 8 überflutet. Ein größerer Dampfer liegt u. bei Rettungsarbeiten sofort einzugreisen. „shrücken, 12. Febr. Der Oberst des 70. Inzuents v. Schwartzkoppen ist heute mittag Eer Landstraße mit seinem Pferde gestürzt und #n Ppoto e. Handel und Verkehr. . s 1 1. F e b r. I n d a s H a n d e l s r e g i s t e r die Eirma„Deutsche Opernglas=Automaten=Geb. H. zu Dortmund eingetragen. Die Geii bezweckt die Ausnutzung und Verwertung des Frasters, Opernosas=Antomat“. Das Stamme sse. 10 99 ersticheg von ii be aoo Narl. Wiihsahrer nnd-Raufmann Kurt Gotthelf und Optiker und Mechaniker Hermann Weiler hier.. Letzte Telegramme. Das Schicksal der Wahlrechtsvorlage. Berlin, 11. Febr. Wie von wohlunterrichteter Seite gemeldet wird, herrscht an den maß gebenden hohen Stellen über das Schicksal der Wahlrechtsvorlage eine sehr pessimistische Stimmung. Kaiser und Kanzlee hatten heute eine fünfviertelstündige ernste Unterredung. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die Nationalliberalen auf alle Fälle von der Forderung der geheimen Wahl nicht avgehen werden, und das um so mehr, als sich bereits acht Freikonservative und vier konservative Abgeordnete bereit erklärt haben, im Plenum für die geheime Wahl zu stimmen. Somit darf als möglich erachtet werden, daß die Vorlage mit der Abänderung der Einführung der geheimen Stimmabgabe bis ans Herrenhaus gelangt, wo sie allerdings keine Mehrheit finden wird. Die Regierung hofft jedoch noch auf die Annahme eines neuen Vermittlungsantrages, der mit Hilfe der vereinigten Konservativen und Nationalliberalen durchgebracht werden soll. Deutsch=französische Zollplänkeleien. Berlin, 11. Febr. Wie verlautet, hat die nationalliberale Fraktion des deutschen Reichstages einen Antrag eingebracht, in dem der Reichskanzler ersucht wird, die Frankreich durch Bundesratsbeschluß zugestandenen ermanigungen für Schaumwein, Branntwein, Arrar Rum, Kognak, Parfümerien und kosmetische Mittel bei Inkrafttreten des Zolltarifes wieder auszuheben. Ferner hat die Fraktion beantragt, daß der Reichskanzler durch Herbeiführung eines entsprechenden Bundesratsbeschlusses dafür Sorge tragen möge, daß die französischen Einfuhrartikel, die nicht handelsvertraglich gebunden sind, für den Fall, daß der französische Zolltarif wesentliche Erchwerungen für die deutsche Einfuhr nach Frankreich enthalte, in entsprechender Weise erhöht werden. Die österreichisch=russische Annäherung. Wien, 11. Febr. Wie von informierter Seite mitgeteilt wird, nehmen die in Petersburg stattfindenden Pourparlers über die Annäherung zwischen Oesterreich und Rußland hinsichtlich der Balkanpolitik keinen normalen Verlauf. Nach dem bisherigen Gange der Verhandlungen wird erwartet, daß bis zum endgültigen Abschluß noch längere Zeit erforderlich sein wird. Der deutsche Gesandte in Brüssel. Brüssel, 12. Febr. In hiesigen diplomatischen und politischen Kreisen hat das piötzliche Scheiden des deutschen Gesandten, Graf v. Wallwitz, große Sensation hervorgerufen. Die vor kurzem eingereichte Demission ist in Berlin sofort angenommen worden, was hier allgemein als ein Zeichen großer Ungnade aufgefaßt wird. Es wird darauf hingewiesen, daß Deutschland augenblicklich in seiner Kolonialpolitik einen neuen Kurs angeschlagen habe. Begegnung zwischen dem Zaren und König Eduard. London, 11. Febr.„Daily Chroniele" berichter aus Helsingfors, daß zwischen dem Zaren und König Eduard voraussichtlich im Sommer im finnischen Meerbusen eine Begegnung stattfinden wird und zwar aus offener Ser in der Nähe von Pitkapaast. Auentat auf einen Konsul. Algier, 12. Febr. Auf deu bolivianischen Konsul Dazhot wurden gestern von einem Unbekannten vier Revolverschüsse abgegeven, als er in einem Automobil eine Ausfahrt unternehmen wollte. Der Konsul war sofort tot. Frankreich in Marokko. Mazagan, 11. Febr. Im Schaujagebiet begingen zwei Azemurleute und ein Angehöriger des Schrakastammes einen Mord. Ihre Auslieferung an die französischen Behörden wurde vom Pascha Azemurs verweigert. Daraufhin überschritten eine Tirailleurabteilung den Um=Zebis und besetzten die Tore von Azemur. Der Pascha lieferte die Schuldigen sodann gleich aus Aufhebung der Theaterzensur in Däuemark. openhagen, 12. Febr. Der dänische Ministere präsident Zeyle hat dem Reichstag den Entwurf eines neuen Theatergesetzes vorgelegt. Danach wird der Theaterbetrieb als freies Gewerbe angesehen und die Z### fur wird vollständig aufgehoben. Im Kinematographen im Zentral=Automar am Steinplatz ist heute Programmwechsel. Das neue Programm bringt u. a. eine historische Episode aus dem Jahre 1832„Die Verhaftung der Herzogin von Berry“ und andere hervorragende Bilder. Auf allen Plätzen haben Erwachsene 20 und Kinder 10 Pfennige zu zahlen. „Hum Blücher“, Münsterstraße. Die gemütlichen Familien=Abende und die so beliebten Konzertabende werden wieder regelmäßig abgehalten. Sonntag nachmittag von viereinhalb Uhr ab ist großes KünstlerKonzert mit reichhaltigem Programm. Der Eintritt ist frei. eube gen. 6 erm der dre. 1 ben 92 12 enz . Uhr letzter Sonnabend mit dem wunderhrem Sensationsprogramm, welches allabendlich ftürmischsten Beifall des ausverkruften Hauses erzielt. 11 Novitäten 11. U. a.: Nr. Stankope elektrisches Rätsel! Zerthos Wundertressur(30 Hunde) Gottlieb Reeck, brill. Humorirt! Hoto-Baby vom Cirkus Busch, Berlin, Rithoffs Atacher Jeckey-Akt, Der arme Unkel urkomtsche Patomine. Morgen lezter Sonntag grosse Vorstellungen 2 Nachmittags 4 Khr und abends 8 Uhr In beiden Vorstellungen die gesamten 11 Weltrattionen des gläßenden Februar=Program s. sthaer Feuerversicherungssank auf Gegenseitigkeit Im Jahre 1821 eröffnet. dem Rechnungsabschluß der Bank für das Jahr 1909 dr zur Verteilung kommende Ueberschuß: 74 gezahlten Prämien. Die Mitglieder empfangen ihren Ueberschuß=Anteil beim en Ablauf der Versicherung oder des Versicherungsjahres Amechnung auf die neue Prämie, in den im§ 11 der zng bezeichneten Ausnahmefällen aber bar durch die unterun Agenturen: 302 Dortmund, Agent W. J. Richter, Balkenstraße Nr. 41. Ferusp. Nr. 2679. Herdecke, Agent Paul Schulte. städtisches Leihhaus. * Verkauf der verfallenen Pfänder Nr. 22634—25359 aus konat Dezember 1908 findet am Mittwoch, den 16. ar 1910 vor mittaas 9 Uhr, im Geschäftslokale ##hof 15, statt. „Te#ei der Versteigerung erzielten Ueberschüsse können #ald 6 Bochen nach dem Verkaufe erhoben werden. 264 adttheater bend. d. I2. Febr 1910 schmittags 3½. Uhr Schülervorstellung Braut von Messina Fr7ciel von Schiller. 4 8-10¼ C. 34 Opernpr. Paadiese Nahomets V. Rob. Planquette. den 13. Februar 1910. 3½ Uhr. lkstümliche Preise. Großstadtluft. ###k von Blumenthal u. " Aidelburg. # 8—10 Opernpreis. Ganeruadtstraus Plel von Shakespeare. V. Mendelssohn Bartholdv. bematograpo im Wral-Hutomat Steinplatz. Von heute ab u. a: lerhaftung der 2cgin von Berry el hält Pichene 20 Pf. Kinder 10 Pf. Gabelsberger Stenographen-Verein Dortmund.(gegr. 1864) Beginn 11.0 Uhr. Restaurant Bie dermeier „Zum Blücher“ 77 Münsterstrasse 77. Heute Sonnabend: Gemütlicher Familien-Abend bei freiem Entree. Sonntag nachm. v. 4½ Uhr: Grosses Künstler-Konzert m. besond. reichb. Programm Mitwirk.: Baritonist Steidl und Salenhumerist Veric. Eintritt frei. 7•67 Bras“& Co. Aneenstr 90/91. Thalia-Theater Brückstrasse 45. Etablissement ersten Ranges für Kinomatographische Aufführungen. 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Der Andrang zum Hause hatte nachgelassen; es war aber immer noch strenge gontrolle eingeführt und auch die Schutzmannsposten har den Eingängen in der Leipziger Straße und PrinzAlbrechtstraße waren zur Stelle. Am Ministertische: v. Moltke, Beseler, v. Wahnschaffe. Der Sitz des Ministerpräsidenten ist zunächst ser, Haus und Tribünen sind wiederum stark Eigepräsident Dr. Porsch eröffnet die Sitzung um Uhr 15 Minuten. Abg. Herold(Ztr.): An unserem prinzipiellen Standpunkt zum preußischen Wahlrecht halten wir fest. nas dem Reiche im Reichstagswahlrecht gewährt wird, wird auf die Dauer den Einzelstaaten nicht vorenthalten werden können.(Zustimmung im Zentrum.) Aus diesen Gesichtspunkte heraus kann die beutige Vorlage unseren Beifau nicht sinden. Das neichstagswahlrean hat sich durchaus bewährt. Wir sind auch der Meinung. daß der Deutsche Reichstag mit seinen Leistungen hinter keinem Parlament, auch hinter dem Abgeordnetenhause, nicht zurücksteht.(Zustimmung beim Zentrum.) Der Reichstag hat das Bürgerliche Gesetzbuch geschaffen, die notwendigen Heeresausgaben bewilligt und auch die nationale Arbeit geschützt. Er hat noch mehr getan, er hat auch die notwendigen Einnahmequellen erschlossen. Von unserem Parteistandpunkte aus könnte uns jedes Wahlrecht gleichgültig sein, denn wir haben von keinem Wahlrecht Nutzen oder Schaden. Daß die Vorlage keine Neueinteilung der Wahlkreise bringt, halten wir für einen Vorzug.(Stürmisches Gelächter links.) Berlin kommt zwar in der Einwohnerzahl, nicht aber an Flächeninhalt Ländern wie Württemberg und Hessen nahe.(Zurufe.) Berlin kann sich deshalb schon wegen seines geringen Flächenraumes nicht mehr vermehren. (Zuruf: Sie unterschätzen uns! Stürmische Heiterkeit.) Wir wenden uns nicht prinzipiell gegen jede Neueinteilung der Wahlkreise. Die Begründung der Vorlage ist außerordentlich dürftig. Bedauerlich ist, daß die Vorlage nicht die geheime Wahl bringt. Es geschehen heute Beeinflussungen von oben und unten, und neuerdings ist noch der Boykott dazu gekommen. Wie kann man das öffentliche Wahlrecht beibehalten, wo Kattowitz so kurze Zeit zurückliegt!(Sehr richtig! im Zentrum.) Die Drittelung in den einzelnen Urwahlbezirken halten wir für gut, denn sie schränkt den plutocratischen Charakter des Dreiklassenwahlsystems ein. Ein Wahlrecht, das unseren Wünschen entspricht, werden wir ja in absehbarer Zeit in Preußen nicht bekommen. Das hindert uns aber nicht, an dem vorliegenden Gesetzentwurfe im einzelnen Abänderungen vorzunehmen, damit ein Werk zustande kommt, das wenigstens die schlimmsten Härten des gegenwärtigen Wahlrechts meidet.(Lebhafter Beifall im Zentrum.) Minister des Innern v. Moltke: Die Ausführungen des Abg. v. Richthofen lassen erkennen, das der Uebergang zur direkten Wahl in seiner Fraktion auf Bedenken stößt.(Sehr richtig! rechts.) Ich muß daran festhalten, daß die Gründe, die die Einführung der indirekten Wahl seinerzeit wünschenswert erscheinen ließen, heute nicht mehr vorliegen.(Widerspruch rechts.) Die Einrichtung der indirekten Wahl entstammt einer Zeit ohne Eisenbahnen, ohne Telegraphen, ohne Zeitungen und ohne Vereine. Jetzt ist die Oberfläche des öffentlichen Lebens erweitert worden. Es kommt heute darauf an, die Wähler aufzurütteln, damit sie zur Wahl kommen. Die Wahlbeteiligung war unter der indirekten Wahl eine sehr geringe, und man kann daher sagen, die indirekte Wahl hat heute kaum noch eine politische Bedeutung.(Sehr richtig! links und im Zentrum.) Gegen die Maximierung sind verschiedene Einwendungen erhoben worden. Ueber den Punkt, wo die Maximierung eintreten soll, läßt sich selbstverständlich streiten. Wie man aber auf andere Weise praktisch zu einer Milderung der beklagten plutokratischen Wirkung des Wahlrechts gelangen will, ist nicht ohne weiteres zu erkennen. Dann sino von verschiedenen, Seiten die Vorschläge angesochten worden, die sich auf die Merkmale für das Aufrücken in eine höhere Wählerklasse, beziehen. Man hat in unseren Vorschlägen eine ungerechte Benachteiligung der Gewerbetreibenden erblicken wollen. Die Wirkung unserer Vorschläge wird überschätzt. Man übersieht, daß die wichtigste Grundlage nach wie vor die Steuerleistung bleibt. Man übersieht, daß bei der Berechnung der Steuer die Grund=, bäude= und Gewerbesteuer ihre volle Verwertung findet. Man konnte daher dem Besitz nicht noch besondere Aufrückungsmerkmale geben. Die Vorlage soll auch dem Beamtentum eine zu große Berücksichtigung geben. Ja, sind denn die aufgeführten Akademiker und die, die das Freiwilligenexamen bestanden haben, ferner die, die sich im Besitz des Zivilversorgungsscheines befinden, wirklich alle Beamte? Es wurde von den Zivilversorgungsberechtigten gesagt, es wären Leute, die erst etwas werden wollten. Es sind aber in Wirklichkeit Leute, die durch eine lange Reihe von Jahren bereits etwas geleiste## haben.(Heiterkeit links.) Es mag sich ja gegen unsere Vorschläge manches und vieles einwenden lassen(Lebhaftes sehr richtig! links), aber es ist doch zu berücksichtigen, daß es nicht wünschenswert war, aus den unteren Abteilungen, besonders aus der dritten, alle Elemente herauszunehmen, die irgendwie besondere Merkmale beizubringen hatten. Es ist nicht unsere sicht, den Arbeiterstand in der dritten Klasse zu isoliere idere 854 eren G „„„„ Jehr günstiges Angebot! Betten und Bettwaren Metall-Bettstelle 90X195 cm, mit Patent-Matratzen, elfenbein lackiert Mark Metall-Bettstelle 90X195 cm,„Modell Rose“, auf Holzrahmen montierte Matratze, elfenbeiu lackiert." Mark Messing.Bettstelle 100X200 em, Ia. Vernietung, mit PrimissimaMatratze" Mark 25 75 1 — Auf der Brautschau. Humoristischer Roman von Felix Brenta. 1 (Nachdruck nicht gestattet.) Aus dem Hause Kanalstraße Nr. 3 erscholl ein starEs, gesundes Brüllen. Ein weinendes Dienstmädchen in aus der Haustüre. Sie trug ein kleines Bündel in der hand und eilte hastigen Schrittes, ohne sich umer# Es schien, als lalse nie erwas Entsetzliches hinIhr folgte mit schüchtern eingekniffenem Schwanze große, weiße Bulldogge; die Pferde des Lastwazus drüben vor der Lederfabrik zitterten ängstlich. In * anzen Nachbarschaft herrschte banges Schweigen. Frau Lichtenburg wurde der Schrecken der KanalLlaße genannt. Die Ausbrüche ihres leidenschaftlichen hare Ga1 mußten ertragen werden, wie unabwendsaht, Naturereignisse, so lange der Föhn ihres Zortes se verkrochen sich die Anwohner und kamen erst wiemor wenn der Donner ihres Mundes verklungen madi:“:(Alug das wilde Geheul einem entfernten Schutzda er ue# die Ohren. Es klang ihm nach Gewalttat, und #####P#lichttreuen und mutigen Herzens war, so stürmte ein Schauplatze des Verbrechens entgegen. Er war mann 2## 2achsener, kräftiger und wohlgenährter Schutzg#i von braunroter Gesichtsfarbe. Aber als er in die kannte.*.v99 und Frau Lichtenburgs Stimme erVerkr: erhleichten seine Wangen. Der Schauplatz des aus g.ens übte keine Anziehungskraft mehr auf ihn eine Drasch: riegen inne, und seine Augen fielen auf Schnee g., die sich mühselig durch den frischgefallenen ee hindurcharbeitete. gen. uuhuen Eutschluß trat er dem Gefährt entgeein dienstliches Schelten an und notierte die Zaihrene de Wagens in sein Buch wegen zu raschen 11 ein Buch wegen zu raschen Droschkenkutscher traten vor Rühgen, ehrlichg####“ die Augen. Der Traum eines lannahe,###r 72 Proschkenkutscherlebens war der Erfüllung den. Dieses ante wegen zu raschen Fahrens angezeigt wervom Vog und ia machte ihn fast schwindlig. Er sprang und hielt seinem Gaul fürsorglich die Ohren zu, damit sich in dem bescheidenen Pferdegemüt bei den Worten des Schutzmannes kein Größenwahn entzünde. Dann überrechnete er seine Ersparnisse und beschloß, den rühmlichen Tadel dreimal in dem„Anzeiger“ zu verkünden, an seinem Wagen aber eine Gedenktafel anzubringen, dem Publikum zur Anlockung, den Kollegen aber als immerwährende Quelle des Neides. Der starke Schutzmann achtete der Freuden nicht, die er bereitet hatte. Er schritt unaufhaltsam weiter in einer Richtung, die ihn möglichst bald aus dem Schallbereich der Kanalstraße errettete. Dort klirrten noch immer die Fensterscheiben von den Tönen, die Frau Lichtenburgs unermüdliche Lungenkraft in der Küche des Erdgeschosses erzeugte. Frau Lichtenburg war so sehr grimmig, weil sie wieder einmal kein Dienstmädchen hatte. Oder auch, sie hatte wieder einmal kein Mädchen, weil sie sehr grimmig war. Sie war nämlich sehr oft grimmig, und sie hätte mit der heute früh in ihren Dienst getretenen Ella das Fest des zweihundertfünfzigsten Dienstmädchens feiern können, wenn diese nicht aus gekränktem Zartgefühl schon nach wenigen Stunden wieder davongelausen wäre. Frau Lichtenburg hatte ihr eine Schüssel Milch an den Kopf geworfen, weil sie den beiden Katzen dieses Frühstück nicht mit hinreichend freundlicher Miene vorgesetzt hatte, und da sich Ellas Schädelbau widerstandsfähiger erwies, als das zerbrechliche Milchgeschirr, so hatte sie in gerechter Entrüstung hinzugefügt:„Die Schüssel und die Milch ziehe ich Dir natürlich am Lohn ab, Du freche Person.“ Als jedoch Ella diesem Vorschlag keinen Beifall zollte, war Frau Lichtenburgs lauter Zorn erwacht, dessen gewaltiger Klang das arme Mädchen weit mehr verletzte, als vorhin der Schüsselwurf. Ella raffte ihre Habseligkeilen zusammen und entfloh in die Freiheit. Wehmütig blickte ihr Herr Lichtenburg dahin nach; dann sah er ängstlich seine Gattin an mit jeuer Ergebenheit, die der Gefangene seinem Kerkermeister zu zeigen pflegt. Außer auf das Schimpfen verstand sich Frau Lichtenburg noch auf zwei Dinge gründlich, auf das Kochen und auf das Herrschen. In allen drei Tätigkeiten war sie unermüdlich und seit Jahren übte sie alle drei Tätigkeiten zugleich vor ihrem Kochherde stehend aus. Von diesem Posten wich sie fast nie, außer um sich zu ihrem Mittagsschläfchen niederzulegen, oder wenn sie in den Keller stieg, um etwas Stärkendes zu sich zu nehmen. Sie nahm sehr oft etwas Stärkendes zu sich und auch aus ihrem Mittagsschläschen fuhr sie oft jäh emvor. Dann nahm sie eine Flasche zur Hand, deren Stöpsel beim Oeffnen lieblich quietschte. Sie küßte den Hals der Flasche, und indem sie den Flaschenboden kühn emvorhob, wüßte sie einige klucksende Geräusche hervorzubringen, nach denen sie recht erquickt wieder in ihre Polster zurücksank. Diese regelmäßig stärkende Lebensweise hatte ihr eine große Widerstandsfähigkeit gegeben. Sie kam nicht leicht aus der Fassung, und alle Schicksalsschläge dienten nur dazu, ihre Kräfte zu immer herrlicherer Betätigung anzufachen. Zum zweihundert fünf# terl Male war sie heute ohne Dienstmädchen in dem vierwoaigen Hause, dessen möblierte Wohnungen sie au einzelne Herren vermietete. Zum zweihundertfünfzigsten Male zeigte sich Frau Lichtenburg kaltblütig dieser schwierigen Lage gewachsen. Zunächst fuhr sie fort, den Hochdruck ihrer überhitzten Gefühle in wilden Verwünschungen auszuströmen, wobei sie alle die davongelaufenen oder gekündigten Luisen und Augusten, Minnas und Bertas, der letzten Monate einer ebenso eingehenden wie unfreundlichen Besprechung unterzog. Dann wurde sie ruhiger, beklagte in erhabenem Schmerz ihre Verlassenheit, und während sie die Fleischbrühe kostete, rief sie dem in einer Ecke geduldig wartenden Gatten zu:„Vater, Du mußt das Rosa holen.“ „Ich geh schon, Linchen,“ erwiderte der Vater sanft und schnell. Das Rosa wurde in solchen Fällen immer geholt. Das war schon selbstverständlich. Aber er hätte nicht gewagt, sie eigenmächtig zu holen. Erst jetzt, auf seines Linchens ausdrücklichen Befehl, ging er fort, um ihre gewohnte Hilfe in der Not zu erbitten. Das Rosa war eine rüstige Frauensperson und hatte in der Blüte ihrer Mädchenjahre den Kosenamen Röschen geführt. Der Zahn der Zeit hatte ihr nur nicht den Liebreiz von den Wangen, sondern auch die Silbe„chen“ vom Namen genagt. Aber die Bequemlichkeit ihrer Mitmenschen, die kein grammatisches Wissen kannten, hatte sich nicht daran gewöhnen mögen, nunmehr folgerichtig die Rosa zu sagen, und so war Frau Rosa Rother im Lichtenburgschen Hause als rettender Engel immer noch unter der Bezeichnung das Rosa bekannt. „Das Rosa“ war ein Ausnahmsmensch. Sie zählte allerdings nicht etwa zu den wenigen Mädchen und Frauen der dienenden Bevölkerung, die bei Frau Lichtenburg überhaupt noch nicht gedient hatten. Auch ihr war das Schicksal nicht erspart geblieben. Aber unter all den Lichtenburgschen Dienstmädchen hatte sie in einem Punkte eine geradezu unheimliche Ausnahme gebildet; sie hatte beinahe ein volles Jahr im Dienste dieser stiminkräftigen Gebieterin ausgehalten, u., zwar war dies nur infolge einer Eigenschaft möglich gewesen, die alles herkömmliche menschliche Maß derartig überstieg, daß man sie gerechterweise einen Geburtsfehler nennen mußte. Sie war gewissermaßen stimmkrank. Denn das Schicksal hatte den zarten Mädchenkörper in grauenhaftem Mißverhältnis mit einer Stimme versehen, welche zu schildern die schlichte Rede des Prosaikers zu kraftlos ist. Wenn das Rosa sprach, so paßten sie auf die Worte des Dichters: Ein Regenstrom aus Felsenrissen, Er kommt mit Donners Ungestüm, Bergtrümmer folgen seinen Güssen Und Eichen stürzen unter ihm. Mit einem Wort, das Rosa konnte noch mächliger brüllen, als Frau Lichtenburg und wenn es zum Zanken kam, so wurden auch die rauhesten Worte der Herrin spurlos von dem Getöse verschlungen, welches den roten Lippen der Magd entquoll. Auch war es unmöglich die überlegene Schreierin etwa davon zu jagen. Die Worte der Kündigung erstarben stets ungehört im Strom ihrer Gegenrede. Infolgedessen behandelte Frau Lichtenburg das Rosa mit einem Gefühl scheuer Bewunderung und duldete sie lange in ihrem Dienste. Auch das Rosa war zufrieden, und als sie nach einem einjährigen Wettbrüllen schließlich doch schied, geschah dies nicht aus Zorn, sondern aus Liebe. Natürlich nicht aus Liebe zu Frau Lichtenburg, sondern aus Liebe zu dem Schlossergesellen Ernst Rother, als dessen Gattin sie noch gelegentlich, das heißt beim Dienstmädchenwechsel, also alle fünf bis sechs Tage bei Frau Lichtenburg arbeitete. 177,18 Alle Abteilungen sind untereinander greich und greich gut. (Lautes Gelächter links.) Wer von Wählern erster oder dritter Qualität spricht, hat den Sinn des Dreiklassenwahlrechts nicht ersaßt(Wiederholtes Gelächter linis), oder will das nur zu agitatorischen Zwecken ausuntzen. Rach wie vor sollen die matertellen Leistungen für das Staatswesen unter besonderer Berücksichtigung des realen Besitzes die Grundlage für die Abteilungsbildung bleiben. In der Kommission werden wir uns weiter über Einzelheiten verständigen. Frhr. v. Zedlitz(freikons.): Ein starker demokratischer Zug geht heute durch unser Volk. Leider aber ist diese demokratische Bewegung zum Teil antimonarchisch, und sie geht auf die Erschütterung der monarchischen Gewalt und damit auf die Gefährdung der staatlichen Machtstellung Preußens, die der Grundpfeiler des Relches ist, aus.(Lachen lines, Beifall rechts.) Dem entspricht es, wenn von diesen Demokraten das heutige Preußen in unerhörter Weise verunglimpft wird. Ich bin stolz darauf, ein Preuße zu sein.(Lebhafter Beifall rechts.) Und ich weiß, daß die Einrichtungen meines Landes keinen Vergleich mit denen eines anderen zu scheuen haben.(Zustimmung rechts.) Wenn ich auf solche Verunglimpfungen unseres Landes stoße, dann regt sich in mir ein Gefühl der Entrüstung. Ich halte es mit den Worten des Fürsten Bülow: Preußen in Deutschland voran. Deshalb eben fordere ich auch meinerseits die Beseitigung von öffentlichen Mißständen. Man hat die Resormwürdigkeit des Wahlrechts häufig damit begründet, daß es uns eine zu starke Vertretung des Großgrundbesitzes und damit des Landes überhaupt verschafft. Nun ist aber nicht das Wahlrecht, sondern die stark konservative Gesinnung im Volke die Ursache der starken Vertretung der Rechten im preußischen Volkshause.(Zuruf: Volkshaus?) Der Ministerpräsident hat versichert, er wolle nicht, daß die Beamten eine bestimmte Partei begünstigen. Das glaube ich ihm. Aber nicht auf sein Wollen, sondern auf Tatsachen kommt es an.(Sehr richtig! links.) Auf eine organische Fortbildung des preußischen Wahlrechts können wir nicht verzichten. Die Reformbedürftigkeit des jetzigen Wahlrechts erkennen wir an. Sehr bedeutsam ist in der Vorlage die Ersetzung der indirekten durch die direkte Wahl. Bei der direkten Wahl, wie die Regierung sie vorschlägt, kommen in der Tat auch sowohl die städtischen, wie die ländlichen Minoritäten genügend zur Geltung, mehr jedenfalls als heute. Insofern bringen die Vorschläge der Regierung ervebliche materielle Vorteile.(Ministerpräsident v. Bethmann Hollweg betritt den Saal.) Aber es stehen ihnen auch erhebliche Bedenken gegenüber. Die Umwandlung der bisherigen Urwahlbezirke in reine Stimmbezirke ist zu bedenken. Die Maximierung wird anscheinend und nicht immer gute Wirkungen haben. Diese könnte abgeschwächt werden, wenn man die Drittelung nach Gemeindebezirken zuläßt. Die Drittelung der Urwahlbezirke wird in vielen Fällen nur der Sozialdemokratie zugute kommen.(Lebhafte Zustimmung rechts.) Die Privilegierung ist ein vernünftiger Gedanke, Bildung und Besitz sind meist nicht mehr wie früher miteinander vereint. Da ist eine besondere Berücksichtigung der Gebildeten gerechtfertigt. Aber man darf nicht einseitig die Studierten privilegieren, auch die Männer der Praxis müssen solche Privilegien erhalten. Unangenehm ist für uns die Bevorzugung der Militäranwärter, weil sie die anderen Beamten, vor allem aber den erwerbstätigen Mittelstand, benachteiligen. Man müßte den selbständigen Gewerbetreibenden und den Bauern mit einem Einkommen von mehr als 1800 Mark das Aufrücken in die höhere Wählerklasse gewähren. Die geheime Stimmabgabe ist heute der Sozialdemokratie weniger vorteilhaft als die öffentliche. Aber wie dem auch sei, etwas Positives wird bei dieser Vorlage nur herauskommen auf der Grundlage der öffentlichen Wahl. (Lebhafter Beifall rechts, Unruhe links.) Wir haben Bedenken wegen des Terrorismus der Sozialdemokratie, wegen des Einflusses der katholischen Geistlichkeit(Großes Hallo) und wegen der zweisprachigen Landesteile. Großes Hallo.) Die geheime Wahl würde das Gesetz zweifellos im Herrenhaus scheitern lassen.(Lebhafter Widerspruch und Bewegung.) Täuschen Sie sich doch nicht selbst über die Lage der Dinge.(Lebhafter Widerpruch links.) Herr Erzberger hat heute selbst noch im „Tag“ das kundgegeben.(Unruhe im Zentrum.) Also zutweder öffentliche Stimmabgabe oder gar nichts.(Lebhafter Beifall rechts, stürmischer Widerspruch links.) Das Fortdauern des Wahlkampfes würde aber für unsere ganze Entwicklung verhängnisvoll. Dazu kommt, was der Ministerpräsident gesagt hat, daß die Abhängigkeitsverhältnisse lange nicht mehr so groß sind wie früher. (Widerspruch links.) Tausende von Arbeitern haben ihre Arbeitgeber öffentlich niedergestimmt, und die Bauern lassen sich auch von ihren Landräten nicht beeinflussen.(Großes Gelächter und Zurufe links.) Ein nnkt allerdings macht bedenklich: Das ist der gewerbBerliner Brief. -h. Berlin, 11. Februar. Wenn man von den kaiserlichen Kindern spricht so hat man doch immer die Bilder im Auge, wel von der kaiserlichen Familie aus früheren Zeiten stammen, denn den Zeitgenossen fällt es nicht sofort ein, daß das Kaiserpaar bereits die fünfzig überschritten, daß mittlerweile auch die jüngsten Kinder des Kaisers herangewachsen sind. So war man vor wenigen Monaten höchst erstaunt, als gelegentlich der Einsegnung der kaiserlichen Prinzessin Bilder auftauchten, in denen uns eine erblühte junge Dame bezegnete. Als solche hat die Kaisertochter die Hoffestlichkeiten in dieser Saison mitgemacht, und demnächst soll sie auch, wie verlautet, selbständig, natürlich in Begleitung des üblichen Gefölges, eine Reise an den englischen Hos unternehmen. Königin Alexandra, welche der jungen Prinzessin große Symrathien entgegenbringen soll, hat sie zu einem längeren Besuche nach Schloß Sandrigham eingeladen, u. diese Reise soll im Frühjahr unternommen werden; sräterhin soll das Kaiserpaar folgen, um einen offiziellen Besuch in England abzustatten. In der Hofgesellschaft will man allerdings wissen, daß diese Reise noch einen anderen Zweck verfolgt. Es heißt, die Prinzessin sei als Braut des Prinzen Arthur von ounaught ausersehen, der jetzt im 27. Lebensjahre keht. Sein Vater ist bekanntlich Schwiegersohn des Prinzen Friedrich Karl von Preußen und somit Schwager des Prinzen Friedrich Leopold, sadaß das verwandschaftliche Verhältnis ein ziemlich nahes ist. Bekannt ist auch, daß der Herzog von Connaught auch in den Zeiten der chauvinistischen Hochflut in England niemals aus seinen Sympathien für Deutschland einen Hehl machte. Wenn man Authentisches auch vor vollzogener Verlobung aus begreiflichen Gründen nicht hören wird, so hat nach alledem die Nachricht doch viel wahrscheinliches für sich, es wäre seit langer Zeit wieder das erste Mal, daß zwischen dem Geschlecht der Hohenzollern und dem in England residierenden Zweig des Hauses Coburg eine Hohenzollernallianz zustande käme. In dieser Woche hat man Fastnacht begangen, in Berlin selbst ist davon freilich nicht allzuviel zu spüren, höchstens daß in Familien zum Nachmittagskaffee Pfannkuchen gegessen werden und abends in einigen Etablissements Maskenbälle stattfinden. Das ist aber auch alles, im Straßenleben geht der Tag völlig spurlos vorüber und unsere stramme Polizei Hauleresche Kometenlaufbahn. keit suchte der weinisterpräsident vie ummerne von dem Kernpunkte der Sache abzulenken. a:“ # Massen werden die Hände über dem Kopfe mis=.231 ES schlagen, wie ein so weltfremder Mann erster Preußens sein kann. Er versuchte, das Reich wahlrecht in der öffentlichen Meinung herabzutVizepräsident Dr. Porsch: Das können Sie nicht sagen, sondern höchstens der Meinung sein dieser Effekt erreicht wurde. erreicht wurde. Abg. Korsanty(Pole) fortfahrend: Ich habe nich gesagt, daß er es bewußt getan hat; vielleicht tat.# unbewußt.(Lachen.) Der Reichstag steht in seing eistungen so himmelhoch über dem Abgeordnetenhaus Schallendes Gelächter rechts), daß wirklich hierzu# Inlaß vorlag. Herr v. Zedlitz hat wieder nur z. wieder nur sein eiden alten Steckenpferdchen geritten, die mokratie und die katholische Geistlichkeit.(Heitersei as Dreiklassenwahlrecht ist eine Karikatur jedes chen Wahlrechts. Schon aus politischer Klugheit hän nne solche Vorlage nicht gemacht werden dürfen, deroch nie ist in der Geschichte die dauernde Entrechtuder armern Klassen ungestraft geblieben. Das klassenwahlrecht ist unmoralisch, weil es bei der abgabe zur Unwahrheit anreizt. Der Redner verlang Durch das Erscheinen des Halley'schen Kometen, der bereits in den Tagen des Mittelalters als Vorbote furchtbarer Katastrophen wie Pest, Krieg usw. gefürchtet wurde, bereiten sich die kleinen Menschen dieser Erde auf einen Weltuntergang vor. Der Komet kreuzt am 11. März zum ersten Male die Laufbahn der Erde und erreicht am 20. April die größte Sonnennähe. Sodann schneidet der Komet die Venusbahn und nähert sich von neuem der Erde. In der Nacht vom 18. zum 19. Mai erreicht er seine größte Erdennähe mit 23 Millionen Kilometern. Hierbei muß die Erde durch den Schweif des Kometen gehen und da der Schweif giftige Gase zurückläßt, durch die„Alles Lebende“ auf der Erde erstickt werden würde, fürchtet man den schon so oftmals prophezeiten Weltuntergang. liche Mittelstand, der vor der Gejahr des scheußlichen Boykotts steht, und nur deshalb nimmt die Minderheit meiner Freunde ihre Stellung für die geheime Wahl ein. Aber auch die Mehrheit meiner Freunde will diesen Druck von dem gewerblichen Mittelstand und der Kommission wegnehmen.(Zuruf: Ja wie denn? Große Heiterkeit.) Schwierigkeiten sind bekanntlich dazu da, um überwunden zu werden. Das wird wohl gelingen.(Gelächter links.) Hoffentlich kommen wir auf Grundlage dieser Vorlage zu einem Wahlrecht, wodurch das preußische Wahlrecht und damit auch der preußische Staat noch fester fundamentiert wird, als bisher. Den Nutzen davon wird auch das Reich haben, denn wir sind nicht nur Preußen, sondern auch Deutsche.(Beifall rechts.) Abg. Ströbel(Soz.): Die Vorlage ist eine Provokation der weitesten Kreise des Volkes. Warum schlossen Sie sich unserm Protest nicht an? Nur ein ganz kleiner Bruchteil des Volkes wünscht die Beibehaltung der öffentlichen Wahl, und von diesem kleinen Bruchteil läßt die Regierung sich kommandieren. Die Reichskanzler und Ministerpräsidenten wissen ja, sie werden gestürzt, sobald sie nicht mehr die Lakaien der Junker sein wollen. Die Sozialdemokratie will nicht, wie der Ministerpräsident meint, den Staat unterminieren, sondern ein wahrhaftes Staatsgefüge erst organisieren.(Lachen rechts.) Der Ministerpräsident hätte allen Anlaß, dafür zu sorgen, daß das Reichstagswahlrecht nicht angetastet wird, vor allem auch nicht durch solche Ausführungen, wie er selbst sie gestern hier machte. Wenn wirklich der Parlamentarismus die politische Bildung verflache, wie er behauptet, dann tragen seine Reden gewiß nicht in letzter Linie dazu bei. Die Konservativen beschweren sich über unsern Ton, und dabei bezeichnen sie meine Parteifreunde als Wegelagerer und Strolche. Ein Konservativer war es, der ein sozialdemokratisches Mitglied des Hauses mit dem Zuruf:„Bengel“ bedachte, und ein Konservativer dicht dabei war es, der selbst von den Ministern sagte: „Sie könnten ihm sonst was!" Ob sie also gerade zu Lehrmeistern des guten Tons berufen sind, ist mir recht zweifelhaft. Die Geschichte zeigt, wohin es führt, wenn die Krone den Ratschlägen der Junker folgt. Bis in die nationalliberale Presse konnte man lesen, daß die Wahlreform ein Ausfluß eines armseligen Polizeigeistes ist. Die Privilegierung des Besitzes ist eine Privilegierung der Volksausbeutung. Die Großgrundbesitzer arbeiten nicht im Sonnenbrand, das sind die entrechteten Weinbauern. Die Einkommensteuerstatistik und die Zahlen der Spareinlagen beweisen die ungeheure Ausplünderung des Volkes. Eine kleine Besserung bedeutet die Maximierung. Unterstreichen wollen wir es, daß der Vertreter des Zentrums eingetreten ist für die ungeheure Entrechtung der Städte durch die jetzige Wahlkreiseinteilung. Etwas Dümmeres und Unverfroreneres als die Wahlkreiseinteilung gibt es nicht. Eine kannibalische Verachtung des menschlichen Seelenlebens gehört dazu. Wir werden durch Erregung eines Volkssturms(Lachen rechts) dafür sorgen, daß die Regierung eine neue Vorlage einbringt. Wenn die Drittelung des ganzen Wahlkreises oder der Gemeinde erfolgte, so wäre das eine bedeutende Verschlechterung des jetzigen Zustandes. Vom Zentrum, von Nationalliberalen und Freisinnigen erwarten wir, daß sie keinesfalls für Schaffung neuer Privilegien eintreten. Die Regierung will sich in den Unteroffizieren eine Prätorianertruppe schaffen, weil sie annimmt, daß bald kein vernünftiger Mensch mehr für sie eintritt. Beseitigen Sie die öffentliche Abstimmung, dann beseitigen Sie den Terror! Die Vorlage ist eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes. In Oesterreich gibt man das allgemeine Wahlrecht, bei uns begegnet die Krone dem Volk mit seindseligem Mißtrauen. Vizepräsident Dr. Krause: Eine solche Verletzung der Ehrfurcht vor dem König verletzt auch die Ordnung des Hauses. Herr Abgeordneter Ströbel, ich ruse Sie zur Ordnung.(Beifall.) Abg. Ströbel(Soz.) fortfahrend: Die Krone muß erst der Masse beweisen durch die Tat, daß sie Zutrauen zu ihr hat. Die Sozialdemokratie sorgt dagegen für die Kultur des Volkes. Sie veranstaltet Kunstabende und sorgt für die Emporentwicklung zur Sonnenhöhe der Kultur.(Lachen rechts.) Wir besitzen nationalen Sinn. Es wäre zu wünschen, wenn Sie sich von diesem echt nationalen Pflichtgefühl etwas aneigneten.(Lachen rechts.) Führen Sie auf der Linken den Wahlrechtskampf mit uns gemeinsam, unsere Parole bleibt: Fort mit dieser hundsföttischen Vorlage! Vizepräsident Dr. Krause: Herr Abgeordneter Ströbel, wegen dieser letzten Aeußerung rufe ich Sie wiederum zur Ordnung.(Beifall rechts.) Abg. Korfantv(Pole): Mit erstaunlicher Geschicklichdas Reichstagswahlrecht für Preußen. Samstag 11 Uhr: Wahlreform(Fortsetzung), Schluß 4 Uhr. 447pung, Deutscher Reichstag. Berlin, 11. Februer. Die Beratung des Militäretals wird fortgesetzt bei dem Kapitel: Bekleidung un Ausrüstung der Truppen. Abg. Görcke(nat.=lib.) befürwortet eine Resoln tion seiner Fraktion auf Vorlegung einer Denk. schrift, über die Organisation de# Militär=Bekleidungswesens und über d# Kosten des früheren und des jetzigen Systems. Die Ersetzung der Militärhandwerker, so führt Redner au durch Zivilhandwerker hat große Enttäuschungen hir sichtlich der Kostenfrage gebracht. Stark verrechnet ha man sich namentlich mit der früheren Annahme, dar die 3000 Militärhandwerker sich durch 1200 Zivilhand werker würden ersetzen lassen. Deshalb besonders sin die Etatsansätze so stark beschnitten worden, und esist zu überlegen, ob an dem jetzigen System überhaup festgehalten werden soll. Auch sonst bedarf die ganz Organisation einer Prüfung nach verschiedenen Rich tungen. Kriegsminister v. Heeringen: Der Hauptgrund weshalb wir seinerzeit zu den Zivilhandwerkern über gingen, war nicht der, daß wir dabei billiger zu fahreglaubten, sondern die Rücksicht auf die Gerechtigteit, Das frühere konservative Mitglied des Hauses, Jacobs kötter, klagte damals wiederholt darüber, daß gerade nur Schneider und Schuhmacher zum Militär ein gezogen würden, andere Gewerke aber davon verschont blieben, was ungerecht sei. Daß der Wechsel Mehrl kosten verursachen würde, darüber war man sich schot damals klar. Abg. Faßbender(Zentr.): Wir erkennen e dankbar an, daß sowohl die Heeres= wie die Postverwaltung bemüht sind, die Beteiligung an Lieferunge# für die Verwaltungen den Handwerkervereinigungenu# erleichtern und dadurch das Handwerk zu fördern. Aba. Stücklen(Soz.): Wir wünschen, daß d## jetzige System bei den Bekleidungsämtern im Interesse ses freien Handwerks beibehalten wird. Wenn die Kosten als hohe bezeichnet werden, so liegt das an der Besetzung der Aemter mit so und so viel hochbezahlter höheren Offizieren. Diese sind auch im Einkauf vor Waren sicherlich nicht so sachverständig wie die Leite von Privatbetrieben gleicher Art. Abg. Erzberger(Zentr.): Der Resolution stimmen wir zu. Für seine Denkschrift hört der Kriegs, minister hoffentlich auch die Handwerkskammern. Di Erfüllung von Wünschen des Reichstags läuft meistens auf eine Verteuerung hinaus. Dem Laien unbegreiflich ist die große Zahl der Offiziere bei den Bekleidungs ämtern, so elf Offiziere bei dem des Gardekorps. Abg. Albrecht(Soz.): Bei der Vergebung de Militärlieferungen sollten nur solche Unternehmer be rücksichtigt werden, die die verabredeten Löhne au wirklich zahlen. Abg. Wiedeberg(Zentr.): Ich bitte die Heinarbeiterinnen bei Militärlieferungen besonders zu berücksichtigen. Kriegsminister v. Heeringen: Wir sind ständi, bemüht, mit den Handwerkerorganisationen in Fühlung zu bleiben. Wenn die Herren Sozialdemokraten eme Umgestaltung der Bekleidungsämter wünschen, dam sollen sie die Mittel dazu bewilligen. würde ein derartig lustiges Treiben, wie es in Westund Süddeutschland herrscht, gewaltig krumm nehmen; man würde sofort mit dem Unfugsparagraphen vorgehen und hunderte von Strafmandate wären die Folge; die Polizei hat eben für Humor bei uns nichts übrig, ihre Autorität könnte ja darunter Schaden leiden. Mit Fastnacht ist freilich der winterliche Trubel bei uns noch lange nicht zu Ende, im Gegenteil, mit ihm setzt oft die Hochsaison ein, und man vergnügt sich bis Ende März, ja sogar bis in den April hinein. je nachdem der Ostertermin früher oder später fällt. Eine gemütliche größere Veranstaltung ist und bseibt nach wie vor der Alpenball, den die Sektion des deutsch=österreichischen Alpenvereins arrangiert und bei welchem nur Mitglieder mit ihren Familien tritt haben. Das wüste Treiben mit der obligaten gemischten Gesellschaft, wie man es bei anderen Veranstaltungen mit großen Dekorationen 2c. hat, findet hier keine Stätte; in den prachtvollen und naturgetreu umgestalteten Räumen des Krollschen Etablissements herrscht wahre Gemütlichkeit. An diesem Abend hat der Berliner den sonstigen Adam ausgezogen und mit der Alpentracht auch seinen sonstigen Charakter umgemodelt, sodaß er garnicht wiederzuerkennen ist. Es wird gescherzt, gelacht, getanzt, und dazu tüchtig getrunken und nicht zu wenig— gebusselt, ohne daß irgend jemand etwas übeluimmt. Es wäre nur zu wünschen, daß der Berliner diesen „Hamur“ auch in seinem sonstigen Leben stets zeigen möchte. Ein Zeichen unserer überreizten Zeit ist auch die Schmähbriesaffäre, in welche eine den besten Kreisen von Berlin W. angehörige Kaufmannsfamilie verwickelt ist. Es ist bekannt, daß gerade die Bühnenkünstler das Ziel der Liebessehnsucht von Backsischen wie selbst älteren Frauen bilden und sich vor Anträgen oft nicht retten können. So ergeht es auch dem Star des Metropoltheaters Joseph Giampietro. der zwar über ein mehr als häßliches Gesicht verfügt, im übrigen aber eine tonangebende Kavaliererschein= ung ist, und der sehr umschwärmt wird, obwohl er längst verheiratet ist. Wie gemeldet, erhielt er seit Jahren die gemeinsten Schmähbriese, ohne daß der Urheber eruiert werden konnte, und niemals hätte jemand geglaubt, daß dliese von einer intim in der Familie des Künstlers verkehrenden Tame herrühren könnten. Die ganze Art des Vorgehens dieser Frau macht einen psychopathischen Eindruck, und man könnte es an u. für sich auf sich beruhen lassen, wenn derartige Fälle sich nicht mehrfach wiederholten en geführt haben, ohne eit etwas davon gemerkt und oft zu bösen daß die breitere Oeffentli hätte. Da ist doch eine Bühne für die Herzen der Zuschauer weit weniger gefährlich, die sich jetzt im bekannten Kunstsalon von Keller und Reiner aufgetan hat, nämlich das Marionettentheater Münchechener Künstler, denn die hier auftretenden Mimen haben kein Herz, sie sind aus Holz geschnitzt. Es handelt sich da um einen recht interessanten Versuch, der wider Erwarten viel Zuspruch findet. Hervorzuheben ist allerdings der künstlerische Zug, der das ganze umschwebt und ihn über den Rahmen einer bloßen Spielerei hinaushebt. Tagtäglich füllt ein elegantes Publikum den intimen Raum, indessen wäre zu wünschen, daß die Vorstellungen mit entsprechenden Stücken auch der Jugend zugänglich gemacht werden. Dortmunder Stadttheater. Spielplan von Sonntag, den 13. Februar bis Sonntag, den 20. Februar 1910. Sonntag, den 13. Februar 1910. Nachmittags=Vorstellung zu volkstümlichen Preisen. Anfang dreieinhalb Uhr.„Die Großstadtluft". Schwank in vier„Aufzügen von Oskar Bkumenthal und Gustav Kadelburg. Abends acht Uhr. Opernpreise.„Ein Sommer= nachtstraum". Lustspiel in drei Aufzügen n von W. von Felix Mendelssohn=BarShakespeare. tholdy. Montag, den 14. Februar 1910. Anfang siebeneinhalb Uhr. Schauspielpreise. Serie A. Nr. 36, grüne Karten. Zum ersten Male.„Wenn wir Toten erwachen“. Ein dramatischer Epilog in drei Aufzügen von Henrik Ibsen. Dienstag. den 15. Februar 1910. Anfang siebeneinristag, den 15. Februar 1910. Anfang siebeneinhalb Uhr. Opernpreise. Serie B. Nr. 86, braune Karten.„Hans Heiling". Romantische Oper in drei Aufzügen nebst einem Vorspiel von Heinrich Marschner. Mittwoch, den 16.. Februar 1910. Anfang siebeneinhalb Uhr. Schauspielpreise. Serie C, Nr. 35, rote Karten. Zum zweiten Male.„O diese Leutnants". Lustspiel in drei Aufzügen von Kurt Kraat. ER-EET Donnerstag, den 17. Februar 1910. Anfang siebeneinhalb Uhr. Opernpreise. Serie A. Nr. 37, grüne Karten. Zum vierten Male. Mit vollständig neuer militärischer Ausstattung.„Ein Herbstmanöper“. Overette in drei Aufzügen von Emmerich Kalman. Freitag, den 18. Februar 1910. Anfang siebenei halb Uhr. Volksvorstellung bei ausgehobeneg Abonnement. Jahreskarten giltig. Vorkstümich Preise. Zum vierten Male.„Der deutsche# nig".. Schauspiel in fünf Auszügen von Ernst vor Wildenbruch. Sonnabend, den 19.. Februar 1910. Anfang sieba Uhr. Opernpreise. Serie C, Nr. 36, rote Ru ten.„Die Walküre“. Erster Tag aus dem nenfestspiel„Der Ring des Nibelungen“. Hanelun in drei Aufzügen von Richard Wagner. Sonntag, den 20. Februar 1910. Nachmittaßs## stellung zu volkstümlichen Preisen. Anfang 3 Um. „Hasemann's Töchter". Volksstück in 4 Vutzugen von Adolf L'Arronge. Abends siebeneinhalb Uhr. Opernpreise. Zum Male.„Im Paradiese Mahomets“. Overette drei Aufzügen von Robert Planquette(Komron der„Glocken von Comeville“). Humoristisches. Aus dem„Ull“. Nachträge zur Wahlrechtsvorlage. Paragraph 8 a. Der ersten Abteilung mrhen# ewiesen Wähler der zweiten und dritten Abteinnn e entweder 1. vom Adel find, 2. in einem Garderegfment einjährig gedient“ Bursche eines adligen Gardeoffiziers gewesen 3.. sich gegen das Duellgesetz vergangen haben. Auf Wunsch der Generalsynode hinzugefügt; Paragraph 28 lauter: Die Väter dreier ehest“ borenen militärdiensttauglichen Knaben rücken in höhere Klasse auf. Väter unehelicher Kinder wähle.! mer in der dritten Klasse. Wer selbst uneheliches ist, verliert sein Wahlrecht. Aus Küche und Keller. Marie, das Hausmädchen, beklagt sich Herrschaft, daß sich die neue Köchin nicht wästhl:— diese deshalb zur Rede gestellt wird, fragt sie beleidigt, was man denn eigentlich von ihr der wäre von Natur aus rein. enl. Kabeltelegramm. An den deutschen Reichskanzler. Euer Exzellenz! Ehrfurchtsvollen Dank alten Offtzieren mit Wahlvorlage geschinkte Ver Newyork, 10. Februar 1910.— Verein ehem. Offiziere der deutschen Arme“: Palke, Aushilfskellner; v. Pinnedork, Baron Rackom. tiehmben Ws.— die Meilichl kend.— mus abgestellt ode gunde schsehzich maus Bur Gapitel Beim T““ist Wal Die au. er Ger 3 vn Ersehstelo an unmel r Sr eruier De. Srischuse. Aus dem Zuei Bestellschein Stettefehl vo uen Saud berscheg dene Waren. Der An purde wegen Urkunde heumentressen mit 8 nis verurteilt. Ein kritischer Ta Jamar v. J. für de den Spediteur K Kasser und den Kutsc borgezagen hat, seinen wisten Pfadie r 2eh. 0 J a n u a r e i n e B e c Ernst des Tages hatte päter Stunde kehrten Kloster“ ein, wo die( der, den Kutscher Gri sch die Lellnerin Mil br bessere Tage gese Verwandten war im recht gespanntes, eine Rindel versetzte, war sroßen Rauferei, wol zeklagten auf der an den. Die Mindel fli ter auf die Straße es Grof in der E Angeklagten, und dr ung ein, mißhandelte noch aus dem Fen der Anklage beantra Erzeß gegen Heinrich anderen je 6 Monat urteilte die beiden z 12 Wochen Gesän Berlin, 11. 8 Rilitärdiebsta Wachtmeister und Se verurteilte das den Wachtmeister K Diebstahl, den Vizew Schutzmann, frühere Serganten Wahl Monaten Gefängnis wegen Diebstahls Gefängnis. Allen Ronate auf die Un wachtmeister Rauten Hamburg, 12. Lampfer„Plauen fahrtsgesellschaft hat verloren. Am 27. 2 200 Seemeilen von Offizier infolge geschleudert. zu, der Offizier wur und an seiner Stelle enstauchen. Der 111 Opser gefallen. Wiesbaden, hlagungen lichen Zentra urt, die bis vor ku wvird bekannt, daß tor Werner der lüchtigen Rendantbetrügereien verat Jahren an der Be im arbeiteten. reien Geleits aus virrung des Eltv Auch den Zusamme er durch seine unl assung der Anklag ehemaliger R berhaftet wor. end im Verdacht den beiden Beschul uir Darlehnskasse Vellle sich jedoch vollkommen unsch Dresden, 1 drama hat sich betel der Altstad ein angebliches E premdenbuch al keichenberg einge zummer. Heute etelitr, daß in #und die junge in Boden liegen Eensalls blutt u sich einen Sa Eidlichen Ermit riss Ingeni abrikanten in jjährige Dona er Tat dürste Einspruchs der sich war. 1 URIN Ber. A Kopfe aufen das Reichstag kömnen Sie). Zeinung sein,# 1g sient in seine lbgeordnetenhau wieder nur seig (Heiterlet rikatur jedes wil her Klugheit hi rden dürsen, den ernde Entrechtun eben. Das 9. es bei der Stime „Redner berlang (Fortsetzung), Istag. n, 11. Februar. kleidung ung sortet eine Resolz na einer Denk. iisation der Ins und über in en Systems. Die führt Redner aus nttäuschungen bin tark verrechnet hal #n Annahme, das ch 1200 Zivilhand alv besonders sind worden, und es ist System überhaup t bedarf die ganze verschiedenen Rich : Der Hauptgrund handwerkern über billiger zu fahret if die Gerechtigkeit, es Hauses, Jacobstrüber, daß gerade zum Militär einder davon verschont der Wechsel Mehrl var man sich schon Wir erkennen s, wie die Postverng an Lieferungen ervereinigungenu verk zu fördern. wünschen, daß dal imtern im Interesse wird. Wenn die so liegt das an der o viel hochbezahlten ch im Einkauf vor idig wie die Leite der Resolution stim. ft hört der Kriegs, erkskammern. Die tags läuft meistens Laien unbegreiflich i den Bekleidungses Gardekorps. der Vergebung de de Unternehmer be redeten Löhne auc Ich bitte die Heinn besonders zu ben: Wir sind ständig ationen in Fühlung zialdemokraten ein er wünschen, dam N Anfang stebenen bei aufgehobenen ltig. Vorkstümlitz „Der deutsche igen von Ernst von ieba KarNühHandlung 10. Anfang Nr. 36, rote Tag aus dem B elungen“. Herd Wagner. Nachmittags=Ver en. Anfang 3 Uhr. stück in 4 Aufzügen )pernpreise. Zum 3. mets“. Operette## inquette(Komponik hes. svorlage. bteilung werden dritten Abteilung jährig gedient bde iers gewesen sind. ergangen haben. e hinzugefügt: ter dreier ehelich e aben rücken in eine r Kinder wählen in bst uneheliches Kind bei ihrr scht. ssie gan nzler. illen Dank. khr geschenkte Vertianet (freis. Vp.): Die Schmutzkonkuraog.“ Militärschneider den Zivilschneidern zenz, 5##gestellt werden. Die Resolution Bassermachen, schließlich angenommen. mann, Wü,' gapitel Garnison=Serviswesen Beim Ohorst Wandel entgegenkommend zu verdobert sch hargebrachten Lokalwünschen. Kommission beschlossenen Abstriche an Die toäten für Pferdegeldex=Rationen den“ hstolos angenommen. Bei dem Kapitel werden debatt“ z sse wird die Resolution, wonach # tllsgeriammlungen der Personen des Beurlaubten, gur einmal im Jahre vorgenommen werden standes b: die Stimmen der Konservativen und Bechenspesterbe Verlauf der Debatte zog sich Abg. ggur(Soz.) einen Ordnungsruf zu. Samsnach 7 Uhr. uus dem Gerichtssaal. Strafkammer Dortmund. Dortmund, 11. Februar. grei Bestellscheine fälschte der Schuster Johann Lohann Stettesehl von Eving und verschaffte sich Grund derselben bei einem Bäckermeister verschiehone Waren. Der Angeklagte ist heute geständig, er turde wegen Urkundensälschung in einheitlichem Zusaenmnentreissen mit Betrug zu 2 Monaten Gesäng Ein kritischer Tag erster Ordnung war der 9. Jamar v. J. für den Stallmeister Heinrich Vallper den Spediteur Korl Vollmer, den Knecht Adam #tter und den Kutscher Ovenzier, welch letzterer es horgezogen hat, seinen Aufenthalt hinter die schwarz= weißen Psahle zu nehmen. Die genannten hatten am 9 J a n u a r e i n e B e e r d i g u n g s s e i e r m i t g e m a c h r, d e n Ernst des Tages hatten sie längst vergessen, abends in häter Stunde kehrten sie noch in das Restaurant„zum kloster“ ein, wo die Gebrüder Vollmer ihren Schwager, den Kutscher Groß trafen, in dessen Gesellschaft sich die Lellnerin Mindel besand, eine Tame, die früLe bessere Tage gesehen hat. Das Vechaltms der Verwandten war im Hinblick auf diesen Verkehr ein gespanntes, eine Ohrseige, die Karl Vollmer der Rindel versetzte, war das Zeichen zum Beginn einer zooßen Rauserei, wobei auf der einen Seite die Anzeklagten auf der anderen Groß und Genossen stansen. Die Mindel flüchtete schließlich durch ein Feuster auf die Straße und begab sich in die Wohnung des Groß in der Silberstraße. Hierin folgten die Angeklagten, und drangen gewaltsam in die Wohnung ein, mißhandelten die Mindel und versuchten sie nch aus dem Fenster zu werfen. Der Vertreter der Anklage beantragte mit Rücksicht auf den rohen Erzeß gegen Heinrich Vollmer 8 und gegen die beiden anderen je 6 Monate Gefängnis. Das Gericht verurteilte die beiden Brüder zu je 3 Monate, Kaiser zu 12 Wochen Gesängnis. Berlin, 11. Februar. Im Jüteroogrer Rilitärdiebstahlsprozeß gegen eine Anzahl Wachtmeister und Serganten der Artillerie=Schießschule verurteilte das Gericht der ersten Garbedivision den Wachtmeister„Karstaedt wegen Beihilfe zum Diebstahl, den Vizewachtmeister Müller, den jetzigen Schutzmann, früheren Serganten Meyer und den Serganten Wahl zu je einem Jahre und sechs Monaten Gefängnis, und den Serganten Kruschke wegen Diebstahls zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. Allen diesen Angeklagten wurden drei Ronate auf die Untersuchungshaft angerechnet. Vizewachtmeister Rautenberg wurde freigesprochen. Der Fern=Sprech= und 8 Vermischtes. hamburg, 12. Febr. Der gestern hier eingetroffene Lampfer„Plauen“ der Westaustralischen Dampfschiffahrtsgesellschaft hat auf tragische Weise einen Offizier verloren. Am 27. Dezember v. Is., als sich das Schiff 20 Seemeilen von Sidney besand, wurde der erste Offizier infolge eines plötzlichen Ruckes über Bord zeschleudert. Man warf ihm einen Rettungsring zu, der Offizier wurde aber plötzlich in die Tiefe gezogen und an seiner Stelle sah man dann mehrere Haisische enstauchen. Der Unglückliche war den Ungeheuern zum Opser gefallen. Wiesbaden. 11. Febr. Zu den Unterhlagungen bei der Landwirtschaft, sichen Zentral=Darlehnskasse in Franksurt, die bis vor kurzem ihren Sitz in Wiesbaden hatte, vird bekannt, daß der jetzt verhaftete ehemalige Direkhr Werner der Eltviller Winzergenossenschaft den otigen Rendanten Flick zu den Veruntreuungen und beitügereien veranlaßt habe, und daß beide schon seit sahren an der Beraubung der Darlehnskasse gemeinim arbeiteten. Werner war gegen die Zusicherung seen Geleits aus Paris gekommen, um die„Entstrung des Eltviller Winzerkrachs" zu ermöglichen. luch den Zusammenbruch der Winzergenossenschaft hatte s durch seine unlautern Machenschaften nach der Aufchung der Anklage herbeigeführt. Gestern ist auch ein hemaliger Rechtsanwalt aus dem Rheingau verhaftet worden, der seit längerer Zeit hier lebt end im Verdacht steht, durch geleisteten Rechtsbeistand in beiden Beschuldigten Werner und Flick zuungunsten er Tarlehnskasse genützt zu haben. Beim Verhör sich jedoch heraus, daß Rechtsanwalt Lossen volltommen unschuldig ist. Er wurde deshalb sofort — a u f f r o i e n F u n g e s e t z t. Dresden, 11. Febr. Ein blutiges Liebes. ima hat sich in der vergangenen Nacht in einem * der Altstadt zugetragen. Dort war gestern abend #. engebliches Ehepaar abgestiegen und hatte sich in das Pesch als Ingenieur Freund und Frau aus „ berg eingetragen. Sie begaben sich abends in das „mei. Heute vormittag gegen 10 Uhr entdeckte der und#., daß in dem Zimmer sich niemand rührte und #### junge Frau in einer Blutlache bewußtlos eu## liegen. Auf dem Bett wurde der junge Mann 91##„blutüberströmt tot aufgesunden. Er ## einen Schuß in die Schläfe beigebracht. Die beHiägrsag a elungen ergaben, daß der Tote der ahrigg# Ingenteur Freund, Sohn eines Dachpappenzatten in Neusalza war. Seine Begleiterin war die ### Tite vonath aus Goeda bei Bautzen. Das Motiv Finin# darin zu suchen sein, daß infolge des lich der Eltern eine eheliche Verbindung unmögDer fern-Sprechoder, wie er kurz genannt wird, der„Teletriter“, die Erfindung eines Londoner Ingenieurs, ist das vollkommenste, was in den letzten Jahren auf diesem Gebiete hergestellt und patentiert wurde. Der Apparat, dessen Patent ein englisches Syndikat erwarb, wird bereits in großen Mengen hergestellt. Der Londoner General= postmeister hat mit der Gesellschaft einen 20jährigen Vertrag geschlossen, wonach diese verpflichtet ist, die Apparate gegen einen angemessenen Betrag allen Telephonteilnehmern zu liefern. London wird also die erste Stadt sein, in der diese Erfindung praktisch geführt wird. Der„Telewriter“ besteht, wie aus dem Bild zu ersehen ist, aus dem Empfangs= und dem Gebeapparat. Wollen sich zwei Telephonteilnehmer mit einader schriftlich oder mündlich verständigen, so ist nichts Mannheim. 11. Febr. Heute nacht wurde das Ehepaar Maiental in seiner Wohnung tot aufjefunden. Es liegt Leuchtgasvergiftung vor. Der Beweggrund zu dem Selbstmord ist noch sicht aufgeklärt. Berlin, 11. Febr. Der Zentralviehhof wurde wegen Ausbruchs der Maul= und Klauenseuche gesperrt. Hirschberg. 11. Febr. Der alte, weithin bekannte Gebirgsgasthof„Forelle“ bei dem großherzoglich heifischen Schloß Fischbach ist in der vergangenen Nacht völlig niedergebrannt. Brünn, 11. Febr. Heute nacht brach in der Wollwarenfabrik von Kuhn& Co. ein verheerender Brand aus. Das Hauptgebäude wurde vollständigzerstört und mehrere Nebengebäude in Mitleidenschaft gezogen. Unter den Arbeiterinnen brach eine Panik aus. Sechs von ihnen sprangen aus den oberen Stockwerken auf die Straße hinab und zogen sich schwere Verletzungen zu. Eine Arbeiterin ist erstickt. Um 1 Uhr mittags konnte der Brand auf seinen Herd beschränkt werden. *** Bulgarische Bl uthochzeit: In dem Dorse Grasin bei Philippopel feierte der Landwirt Almuso Urjawsky seine Hochzeit mit Maria Zurin, der Tochter des Grundbesitzers Josef Zurin aus Grasin. Die Trauung sand in der Philippopeler Kirche statt und wurde von dem Popen Fedor Barin vollzogen.. Nach der Trauung fuhr man in Schlitten nach Grasin. Auf dem Wege fiel es schon dem jungen Ehemanne auf, daß der Geistliche, der mit den Neuvermählten im Schlitten saß, mit der jungen Frau Blicke wechselte. aber jeder Verdacht blieb Atjawski fern. Um Mitternacht schlich sich die junge Brat aus dem Kreise der Tanzenden und Zechenden, doch während alles glaubte, sie hätte sich ins Brautgemach zum Bräutigam begeben, lag sie in der Scheune in den Armen des Geistlichen. Die beiden liebten einander, allein der Onkel Barins zwang den jungen Mann sich dem geistlichen Stande zu widmen.. Barin glaubte sich überwunden zu haben, und traute sogar selbst die Geliebte mit einem Anderen.. In der Stunde des Abschieds wurden jedoch beide anderen Sinnes und sie beschlossen allsogleich nach Amerita zu entsliehen.. Sie spannten hastig ein flinkes Rotz vor einen Schlitten und fuhren auf und davon. Die Dienstmädchen bemerkten die Flucht und riesen den Bräutigam. Der ergriff sein Gewehr und setzte den Flüchtigen nach. Er erreichte sie auch schoß den Geistlichen nieder und erstach die Braut.. Utjawsky kehrte ins Hochzeitshaus zurück und erzählte den ahnungslos zechenden Gästen, die tragischen Ereignisse der letzten halben Stunde.. Sofort griffen die Mitglieder der Familien Utjawsky und Zuryn zu Revolvern und Messern und begannen den Kampf: die einen, um die dem Bräutigam angetane Schmach, die andern um den Mord der Braut zu rächen.. Als auf den Lärm und die Schüsse hin Gendarmen in den Saal kamen, konnten sie nichts anderes mehr tun, als 13 Schwerverwundete und einige leichter Verletzte vom Kampfplatze zu tragen. Utjawsky war von einer Cham pagnerflasche tötlich getroffen, auch Jurin, der Vater Marias lag mit einer tötlichen Wunde da.. und Schreibapparat weiter notwendig, als daß der eine in der üblichen Weise den anderen anruft, dann den untenliegendem Stift ergreift und nun gleichzeitig mündlich und schriftlich seine Wünsche zum Ausdruck bringen kann. Denn in demselben Moment, wo der erste Teilnehmer schreibt, erscheint an dem Apparat des zweiten oben die Schrift und zwar in der jeweiligen Handschrift des Telephonierenden. Auf diese Weise können also per Telephon schriftliche Verträge geschlossen werden, die großen Kaufleute und Banken sind auf diese Weise vor Betrügern geschützt und was noch ganz besonders vorteilhaft ist: Klingelt man jemand an, der nicht zu Hause ist, so ist man sofort mittels des Apparates im Stande, den Betreffendem von seinen Wünschen in Kenntnis zu setzen. Literatur. Le Traducteur- The Translateur- II Traduttore drei Halbmonatschriften zum Studium der französischen, englischen, italienischen und deutschen Sprache. Diese Lehrschriften, welche soeben einen neuen Jahrgang beginnen, machen sich zur Aufgabe, das Studium der fremden Sprachen, wenn Vorkenntnisse schon vorhanden sind, auf interressante und unterhaltende Weise weiterzuführen. Die dem Urtext nebeuan gestellte genaue Uebersetzung führt den Leser in beiden Sprachen den richtig gewählten Ausdruck vor, wodurch der Wortschatz vermehrt und die Genauigkeit in der Wiedergabe des Sinnes erlernt werden kann. Jede Nummer enthält neben einer durchlaufenden größern Erzählung mannigfaltigen Lese- und Lehrstoff, Gespräche, kaufmännische Briefe, Uebersetzungsaufgaben, sowie eine besondere Rubrik für Brief Postkarten- und Zeitungs=Austausch. Wer sich mit Sprachstudien befaßt, dem seien diese überall gut eingeführten und bekannten Zeitschriften aufs Wärmste empfohlen.— Probenummern für Französisch, Englisch oder Italienisch kostenlos durch den Verlag des Traducteur in La Chauxede-Fonds(Schweiz). katastrophe im Mittelmieer. Paris, 12. Februar. Der Passagierdampfer „General Chanzy“ der Transatlantischen Gesellschaft ist in der Nähe der Inseln Minorca und Malorca gesunken. Mit ihm sind 160 Menschen untergegangen, darunter sämtliche 87 Passagiere. Die Katastrophe erfolgte bei starkem Sturm. Das Schiff rannte in voller Fahrt auf einen Felsen und sank innerhalb einiger Minuten. Der „General Chanzy“ hatte einen Gehalt von 2920 Tonnen und stand seit achtzehn Jahren in Dienst. Er war am Mittwoch von Marseille nach Algier abgegangen. Paris, 12. Febr. Die Zahl der Opfer wird amtlich auf 164 angegeben. Zwei Mann der Besatzung wurden gerettet. Sie erzählen, daß das Schiff bis zum Einlaufen in den Kanal zwischen Minorca und Marlorca den Kurs trotz furchtbaren Unwetters genau einhalten konnte, aber aus unaufgeklärter Ursache verfehlte der Kapitan den Weg zum Eintritt in den Kanal. Von diesem Augenblick an war das Schiff ein Spiel der Wellen. Der Passagiere bemächtigte sich eine furchtbare Panik, als das Schiff auf den Felsen rannte und durch einen mehrere Meter breiten Riß das Wasser in die Räume eindrang. Die beiden Geretteten sprangen über Bord, das Schiff verschwand in wenigen Minuten in den miellen. Unter den Ertrunkenen befanden sich mehrere französische Offiziere und eine französische Artistentruppe, die in Algier Vorstellungen geben wollte. Paris, 12. Febr. Ueber das Unglück bei den Balearen werden noch folgende Einzekheiten berichtet: An Bord des„General Chancy“ befand sich der zweite Offizier Lirenzetti, der auch an Bord des Dampfers „Bourgogne“ war, als dieser im Atlantischen Ozear den bekannten Unfall erlitt. Unter den Passagieren befand sich auch der Generalintendant Blancheray. Der Gemeinderat von Marseille sprach in seiner gestrigen Sitzung den Familienangehörigen der Opfer sein Beileid aus. In der heutigen Sitzung werden die notwendigen Maßnahmen beraten werden. Der Direktor Rott von der Transatlantischen Gesellschaft erklärte, daß das Schiff wahrscheinlich infolge des schweren Südweststurmes aus dem Kurs gebracht worden ist, trotzdem in der Nähe der Unglücksstelle sich ein Feuerschiff befindet. In Algier erregte die Nachricht von der Katastrophe große Bestürzung, weil sich an Bord des Dampfers auch Passagiere aus Algler befanden, darunter ein Schöffe, der verheiratet und Vater von zwei Kindern ist. Briefkasten. M. 4. Sie fragen am besten selbst bei dem Kollekteur an, bei dem sie das Los gekauft haben. Fr. W. Sie haben spätestens am 15. aus den 1. zu kündigen. Erbschaft 100. Sie erben nichts von den Eltern Ihrer Frau. Anna H. Leider nicht druckreif. Das Manuskript liegt zur Abholung bereit. Ernst St. Wenn Sie vor Ablauf Ihres Engaments austreten, kann Ihr Chef Schadenersatz beanspruchen. Offener Arrest. Offener Arrest bedeutet, daß Niemand mehr an den Schuldner zahlen darf und der Schuldner sich jeder Verfügung über sein Vermögen zu enthalten hat. 4 Jahre.. Sie brauchen nicht zu kündigen, aber es ist unseres Erachtens doch wohl nicht mehr als anständig, wenn Sie Ihren Lehrherrn bei Zeiten benachrichtigen, daß Sie nach Ablauf der Lehrzeit das Geschäft verlassen werden. R. N. 20. Am 1. April dieses Jahres werden im Bereiche des 7. Armeekorps Freiwillige eingestellt, bei den Ins.=Reg. 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Beth er seiner Spekulatio r werden, gründlich nservativen, die von we für die Freisinnig ##sen, daß sie politische chre politische Stellu en würden. Wir bedat #rmundschaft, wir sind inden und zu tun. Selbstmord begel Selbstverschuldett der Männer, Polut, Jezgachg Beschlechtskrankheiten, nach 30jähriger prakt. Vr““# Menzel, O## gugnlrtz lerstraße 12. Für brieflich.—