**— 4 Herner Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich Mark 1.08, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus gebracht; durch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzeitungsgebühr, hierzu Bestellgeld 36 Pf.— Postscheckkonto: Dortmund 1007. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gertber Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne Hermann=Göring=Straße 8, neben der Hauptpost. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe 8 Pf., im Textteil 25 Pf. Vereinskalender(im Textteil) se mm 10 Pf.; Bäder= und Sommerfrischenanzeigen se mm 3½ Pf. Sifser= und Auskunftsgebühr 25 Pf.= Fernsprecher: Sammel=Nummer 52341„ Drabianschrift: Anzeiger Herne. Nr. 101(Erstes Blatt) — Donnerstag, den 30. April 1936 32. ia Der Suezkanal In die Sperrung möglich: Das internationale Neutralitätsabkommen In den letzten Tagen ist erneut die Frage auftaucht, ob der Suezkanal unter Umständen für die calienischen Schiffstransporte nach Ostafrika gesperrt werden könne. Die englische Völkerbundsliga hat eine entsprechende Entschließung gefaßt und die Sperrung des Kanals verlangt, um auf diese Weise der Sanktionspolitik des Völkerbundes einen stärkeren Nachdruck und eine größere Aussicht auf einen durchschlagenden Erfolg gegenüber Italien zu verschaffen. Auch andere englische Kreise haben in den letzten Tagen diesen Gedanken erwogen, weniger aus dem Bedürfnis, Abessinien zu helfen und dem Kriege in Ostafrika bald ein Ende zu machen, sondern um in der Machtprobe zwischen England und Italien den letzten und stärksten Trumpf auszuspielen. Bereits im vorigen Jahre, vor dem Beginn des ostafrikanischen Krieges ist diese Frage lebhaft erörtert worden, ohne daß England sich dazu entschlossen hat, durch eine wirkliche Sperrung des Kanals die italienischen Transporte zu behindern, und es besteht auchjetzt keine Aussicht, daß England sich in allernächster Zeit zu einer solchen entscheidenden Maßnahme entschließen würde. Die Frage einer Sperrung des Suezkanals ist zunächst eine Rechtsfrage, dann aber auch eine politische und militärische Machtfrage. Der Suezkanal ist juristisch betrachtet Eigentum einer privaten Gesellschaft, der sogenannten Suezkanal=Aktiengesellschaft. Während England jahrzehntelang gegen den Bau des Kanals gewesen ist und ihn zu verhindern suchte, hat es von dem Augenblick an, da er unter der energischen Förderung der französischen Regierung und mit Hilfe französischen Kapitals gebaut worden war, danach gestrebt, einen maßgebenden Einfluß auf die Gesellschaft zu gewinnen. In einem überraschenden Finanzmanöver hat der englische Ministerpräsident Lord Baconsfield Disrealy im Jahre 1875, also sechs Jahre nach der Eröffnung des Kanals, mit Unterstützung des Bankhauses Rothschild vom ägyptischen Khediven ein großes Aktienpaket und damit fast die Hälfte des Kapitals an sich gebracht. Seitdem verfügt die englische Regierung über den maßgebenden Einfluß in der Suezkanal=Gesellschaft, sowohl juristisch als auch politisch, nachdem es im Jahre 1882 nach dem Bombardement Alexandriens auch Aegypten militärisch besetzt und sich bis auf den heutigen Tag die Oberherrschaft über Aegypten und den ganzen Sudan gesichert hat. Seit diesem Zeitpunkt tauchten aber auch die Befürchtungen der anderen, handelspolitisch am Suezkanal interessierten Mächte auf, daß England im Kriegsfalle den Kanal sperren und auch die am Kriege nicht beteiligten Mächte an der Benutzung des Kanals behindern könne. Die englische Regierung hat diese Befürchtungen sofort zu zerstreuen versucht, indem sie damals erklärte, daß sie selbst eine internationale Abmachung über die Neutralisierung des Kanals vorschlagen werde. Aber der englisch=französische Gegensatz in Ostafrika verhinderte lange Zeit das Zustandekommen einer solchen internationalen Abmachung, weil Frankreich versuchte, vorher den verlorengegangenen Einfluß in der Kanalgesellschaft wiederzugewinnen. Das ist ihm nicht gelungen. Erst im Oktober 1888 kam der Vertrag von Konstantinopel zustande, in dem die„Befriedung“ des Suezkanals völkerrechtlich festgelegt wurde. Der Art. 1 dieses Abkommen lautet: „Der maritime Suez=Kanal wird stets in Kriegswie in Friedenszeiten jedem Handels= oder Kriegsschiff ohne Unterschied der Flagge frei und offen stehen. Dementsprechend kommen die vertragschließenden Parteien überein, die freie Benutzung des Kanals in Kriegs= wie in Friedenszeiten nicht zu beeinträchtigen. Der Kanal wird niemals der Ausübung des Blockaderechtes unterworfen werden.“ Im Artikel 2 heißt es,„daß kein Kriegsrecht, kein Akt der Feindseligkeit, noch auch irgendein Akt zu dem Zwecke, die freie Schiffahrt auf dem Kanal zu behindern, im Kanal und in seinen Einfahrtshäfen sowie amsehen, WPetrf. enannte Zeugenberge, also Reste einer altes Geländeoberfläche; der Wind hat Mulden aufgeblasch und Reste der alten Geländeoberflöche stehen lassen das sind die Hügel. Sie sind mit einer höchstens bir 0.80 Meter mächtigen Flugsandschicht bedeckt. Die Westruper Heide ist somit kein Dünengebiet; sie stellt dasselbe dar, wie die Borkenberge, nur im verkleiner## ten Maßstabe. Auch die Borkenberge sind durch Windausblasung entstanden, wie zuerst Prof. R. Bärtlin Berlin, darlegte. Interessant ist, daß sich unter Flugsand begraben am Lippeniederterrassenrand in der süd lichen Westruper Heide Gruben mit germa nischen Siedlungsresten aus dem 2. bis 5. Jahrhunoert nach Christi fanden. Als wir auf diesen Fund(1933) stießen, benachrichtigten wir Pro sessor Wegner(“) und Professor Stieren, Münster, weil der Befund zu wichtig war; beide Herren überzeugten sich davon, daß unter Dünen begraben germanische Siedlungsreste vorhanden waren. Damit wird nahegelegt, daß einige unserer Dünen ziemlich ungen Alters sind!— I Gewiß haben viele Herner auch den langen Wall am Stausee in Haltern gesehen, der wenig östlich des Seehofes beginnt und parallel mit der Straße nach Hullern verläuft. Es ist unglaublich, zu welchen Phantasien dieser Wall Jeder Hernei Die Reichshauptstadtrüstet zum 1.Mai Die letzten Vorbereitungen 7 Dr. Goe bbels besichtigt die Kundgebungsstätten Berlin, 29. April. Der Reichspropagandaleiter Reichsminister Dr. Goebbels hatte für Mittwoch nachmittag alle Sachbearbeiter für den nationalen Feiertag des deutschen Volkes in der Reichshauptstadt zu einer letzten Besprechung geladen, um mit ihnen die technischen Vorbereitungen dieser gewaltigen Feierlichkeiten durchzusehen. Dabei konnten die Sachbearbeiter für den Aufmarsch, die Absperrung, den Sanitätsdienst, die Ausschmückung, die Lautsprecher=Anlage und für die Film= und Presseangelegenheiten dem Minister melden, daß auch der vierte nationale Feiertag des deutschen, Volkes bis in alle Einzelheiten vorbereitet ist und sich seinen Vorgängern würdig anschließen wird. Bei der Besprechung der Ab sperrungsmaßnahmen wies der Minister mit Nachdruck darauf hin, daß die lebensgefährlichen Versuche der Kinder, sich auf die Fahrbahn vorzudrängen, um Blumen zu überreichen oder Autogramme zu erbitten, mit allen Mitteln verhindert werden müssen. Der Minister appellierte dabei auch an die Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren ihres Handelns hinzuweisen. An die Besprechung schloß sich eine Fahrt über die Anmarschstraßen und eine Besichtigung aller Kundgebungsstätten an. Auf den Anmarschstraßen, vornehmlich in der Siegesallee und vor den Kundgebungsstätten, waren bereits Fahnengruppen und Bänderkränze ausgezogen, Girlanden gewunden und Ehrenpforten errichtet Am weitesten gediehen ist die Ausschmückung des Lustgartens, wo der Staatsakt vor sich geht. Der 40 Meter hohe Maibaum aus dem Warndt in seinem prächtigen Schmucke beherrscht das Bild. Die hohen Säulen hinter den weißen Ehrentribünen der Längsseite, die mit goldenen Hoheitszeichen gekrönt sind, rahmen den Aufmarschplatz wirkungsvoll ein, dessen Hintergrund der schöne Säulenbau des Alten Museums bildet. Der Minister, der überall von den beim Bau beschäftigen Arbeitern und den rasch hinzueilenden Männern begeistert begrüßt wurde, ließ sich eingehend über alle Maßnahmen unterrichten. :„Freut Euch des Lebens“ Dr. Ley gibt die Parole aus. Berlin, 29. April. Am Donnerstag, dem 30. April, übertragen alle Reichssender, mit Ausnahme des Deutschland=Senders, den Aufruf des Reichsorganisationsleiters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, mit dem unter der Parole „Freut Euch des Lebens!" die„Kraft=durch=Freude"= Manifeste im ganzen Reich eingeleitet werden. Der Aufruf, der von Darbietungen der Werkscharen umrahmt ist, wird von dem Amtsleiter der NS. Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, Horst Dreßler=Andreß. verkündet. Mit dem Aufruf, der überall im Gemeinschaftsempfang gehört wird, beginnen im ganzen Reich die„Kraft=durch= Freude"=Veranstaltungen am Vorabend des 1. Mai. Nach dem Gemeinschaftsempfang wird die neue Fassung des Liedes„Freut Euch des Lebens“ gesungen. Der Aufruf des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley, Oer Rundfunk am 1. Das Programm am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Berlin, 29. April. Die Reichssendeleitung führt am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes fur alle deutschen Sender die Uebertragung folgender Veranstaltungen durch: 8.00— 9,20 Uhr: Jugendkundgebung im Berliner Post=Stadion. Es spricht der Führer. Einleitend nehmen Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort 10,30—11,30 Uhr: Festsitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Opernhaus, Berlin, mit der Verleihung des Buchund Filmpreises 1936 durch Reichsminister Dr. Goebbels. 12.00—12,30 Uhr: Funkbericht von dem Aufmarsch der Millionen im Lustgarten und in den Aufmarschstraßen. 12,30—13,30 Uhr: Staatsakt im Berliner Lustgarten— Es spricht der Führer. Die Eröffnungsansprache hält Reichsminister Dr. Goebbels. Das Schlußwort spricht Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. 22,00—23,00 Uhr: Abendkundgebung im Berliner Lustgarren— Es spricht Ministerpräsident Generaloberst Göring. Die deutschen Sender bringen an diesem Tage ein großes Gemeinschaftsprogramm, das durch festlich=heitere Darbietungen dem Feiertag des deutschen Volkes Rechnung trägt. Lediglich für die Zeit von 20,50—21,00 Uhr hat jeder Sender Funkberichte von den Maiseiern seines Sendebereichs vorgesehen. Von den Betriebsfeiern der NS Gemeinschaft„Kraft durch Freude" am Samstag und den Ausflügen und Fahrten der Betriebe am Sonntag werden alle deutschen Sender Uebertragungen und Funkberichte durchführen. Aenderungen in der Vortragsfolge des Reichssenders Köln Der Reichssender Köln teilt mit: In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai überträgt der Reichssender Köln von 23,45 bis 0,15 Uhr aus Osnabrück eine Feierstunde am Gedenkstein des Komponisten des Mailiedes Wilhelm Lyra. Am 2. Mai übernimmt der Reichssender Köln von 19.30 bis 19,55 Uhr aus Hamburg zwei Kurzsunkberichte, und zwar von der Grundsteinlegung des Arbeiterseebades Saßnitz auf der Insel Rügen und von der Riellegung des ersten neuen KdF.=Dampfers auf den Howaldt=Werken in Hamburg. Am gleichen Tage, von 20,10 bis 22,00 Uhr, wird aus Berlin eine große musikalische Veranstaltung„Freut Euch des Lebens“ übernommen. Am 4. Mai, von 19,40 bis 20,00 Uhr. übernimmt der Reichssender Köln vom Deutschland=Sender eine Rede des Stabschefs Viktor Lutze, der über das„Dankopfer der Nation“ sprechen wird. S Ausstellung„Die lebende Front“ der RöK9V eröffnet Im Reichstag in Berlin wurde eine Ausstellung„Die lebende Front“, die von der Nationalsozialistischen Kriegzopfer=Versorgung geschaffen ist, eröffnet. Das Bild zeigt Reichskriegsopferführer Oberlindober bei einem Rundgang durch die Ausstellung. Hinter ihm sieht man(mit Bart) den Führer der augenblicklich in Berlin weilenden Abordnung des finnischen Frontkampferbundes, Lundström.(Scherl=Bilderdienst=M.) lage, sondern das eigene Interesse, d. h. machtpolitische heraus es unterlassen, das Risiko einer Schließung und militärische Gesichtspunkte für ihre Haltung in des Kanals auf sich zu nehmen. Dafür waren aber der Frage des Suezkanals maßgevend sein laßt. Im nicht die Rechtslage, sondern die zur Zeit herrschenFalle des italienisch=abessinischen Krieges hat die den militarisch=politischen Krafteverhältnisse maßenglische Regierung aus militärischen Erwägungen gebend. der am Donnerstag im Gemeinschaftsempfang gehört werden soll, wird in der Zeit von 19,45 bis 20 Uhr gesandt. Am 1. Mai Luftsperrgebiet über Berlin Das Reichsluftfahrtministerium teilt mit. Am Freitag. 1. Mai 1936, wird anläßlich des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes der Luftraum über dem Stadtgebiet Groß=Berlin innerhalb des Ringes der s=Bahn, Südgrenze der Linie vom S=Bahnhof Kolonnen= straße bis zum S=Bahnhof Treptow. in der Zeit von 7 Uhr bis 15 Uhr zum Luftsperrgebiet erklärt. Ausnahmen behält sich das Reichsluftfahrtministerium vor. Zuwiderhandlungen werden nach dem Luftverkehrsgesetz bestraft, soweit nicht nach anderen Strafgesetzen eine höhere Strafe verwirkt wird. Die Auslandsdeutschen feiern den 1. Mai Weit über 50 Heimatredner für die Veranstaltungen der deutschen Auslandskolonien. Für die Auslandsdeutschen ist der 1. Mai wie für den Deutschen im Reich der Festtag der Arbeit und des Aufbaues. Er bedeutet für sie eine Feier, aus der sie Kraft und Freude schöpfen. Darüber hinaus gibt dieser Tag ihnen Gelegenheit, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Verbundenseins mit der Heimat zu stärken und zu beweisen. Darum feiern die Volksgenossen draußen in der Welt dieses Fest der Arbeit mit besonderer Begeisterung. Von den über 50 Ortsgruppen der Auslandsorganisation der RSDAP werden überall in der Welt, wo Deutsche leben. Feiern veranstaltet Auf den ro. 180 Veranstaltungen in den reichsdeutschen Kolonien im europäischen Ausland werden mehr als 50 führende Männer der Bewegung sprechen, die die Auslandsorganisation zu den Deutschen draußen senden wird. Gerade diesem Einsatz kommt große Bedeutung zu, gibt er doch den Auslandsdeutschen die Möglichkeit, aus berufenem Munde Berichte über das Geschehen im Reich und über die Ziele des Nationalsozialismus zu hören und so in engere Verbindung mit der Heimat zu kommen. Durchsichtiges Manöver Politische Brunnenvergiftung Berlin, 29. April. In den letzten Tagen sind in mehreren ausländischen Zeitungen Meldungen aufgetaucht, die von verstärkten militärischen Vorbereitungen Deutschlands an der österreichischen Grenze und im Zusammenhang damit von einer Bedrohung Oesterreichs wissen wollen. Es wurde darin von„emem Einmarsch bewaffneter Legionäre aus Deutschland“, von der„Möglichkeit eines neuen Nazistreiches in naher Zukunft", bald nur ganz allgemein von einer „deutschen militärischen Tätigkeit an der österreichischen Grenze“ und ähnlichen angeblichen „Beobachtungen“ gefabelt. Es bedarf kaum eines Hinweises, daß es sich bei diesen Meldungen um einen ebenso bösartigen wie plumpen Versuch politischer Brunnenveraiftung handelt. Sie kann wiederum als Beweis dafür gelten, daß, während Deutschland es als eine seiner vornehmsten außenpolitischen Aufgaben betrachtet, eine Beruhigung der europäischen politischen Atmosphäre anzustreben und zu schaffen, von anderer Seite in verantwortungslosester Weise der Versuch unternommen wird, Unruhe und Unsicherheit in die europäische Oeffentlichkeit zu tragen. Wie völlig aus der Luft gegriffen die genannten Lügenmeldungen sind, geht übrigens allein schon daraus hervor, daß sie von anderen ausländischen Korrespondenzen, teilweise aber auch von solchen, die diese unwahren Berichte selbst lieferten, nach Ueberprüfung des Sachverhalts bereits in aller Form dementiert werden. Von den an einer Unruhestiftung interessierten Drahtziehern wird hier offenbar damit gerechnet, daß eine Lüge zunächst einmal politisch vergiftend wirkt und, wenn sie dann später entlarvt wird, von ihrem Gift immer noch ein Rest zurückbleibt. Empfang des Bürgermeisters von Athen durch den Hamburger Genat Hamburg, 29. April. Der Bürgermeister von Athen Kotzias, der in Ham. burg eingetroffen ist, wurde Mittwoch mittag vom Senat im Rathaus empfangen. Im Verlauf des Empfanges hieß regierender Bürgermeister Kroamann den griechischen Gast und seine Begleiter in Hamburg herzlichst willkommen. Er wies auf ie großen Kulturwerte des alten Griechenland und vor allem Athens hin, auf die die abendländische Kultur aufgebaut sei. Die Sympathie, die Deutschland für die Kulturwerte Griechenlands hege, beruhe auf ähnlichem Denken und Fühlen Der regierende Bürgermeister erinnerte dann an den Besuch des preußischen Ministerpräsidenten Göring in Athen, der ein Zeichen gewesen sei für die herzlichen Empfindungen, die das griechische Volk dem deutschen Volk und seinem Führer entgegenbringe. Griechenland dürfe versichert sein, daß diese Empfindungen auf das herzlichste vom deutschen Volk erwidert würden. Zum Schluß seiner Ansprache überreichte Bürgermeister Krogmann dem Bürgermeister von Athen ein Exemplar der Bilderhandschrift des Hamburger Stadtrechtes von 1497 als ein Symbol der Verbundenheit Hamburgs mit Athen. Der Bürgermeister von Athen antwortete mit herzlichen Worten des Dankes für die freundliche Aufnahme und überbrachte der Stadt Hamburg einen Olivenzweig von der Akropolis, während er dem regierenden Bürgermeister die silberne Medaille der Stadt Athen und eine griechische Fahne überreichte. Er schloß mit einem Hoch auf Adolf Hitler, dem Schöpfer des neuen Deutschlands, das deutsche Volk und die Bewohner der Stadt Hamburg Danach sprach der griechische Generalkonsul in Hamburg Argyropulos den Hamburgischen Behörden seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. Er betonte besonders den lebhaften deutsch=griechischen Kul##taustausch in der Gegenwart und schloß mit einem Gruß an das deutsche Volk und seinen Führer. ** Notizen Oberpräsident Lutze überreichte in der Göttinger Universität im Auftrage des Führers an Geheimrat Tammann den Adlerschild. * Vom Reichowirtschafteminister Dr Schacht und dem Handelsvertreter der UdSSR in Deutschland, Kandelaki, wurde am Mittwoch eine Vereinbarung unterzeichnet, die den gegenseitigen Waren- und Zahlungsverkehr im Jahre 1936 regelt. zum Teil erneuerte französische Grotschiff„Normandie“, hat am Dienstag seine erste Probefahrt angetreten. * Die Polizei von Lille hat einen 25jährigen dretonischen Autonomisten verhaftet, der im Jahre 1933 an dem Attentat gegen den Zug teilgenommen haben soll, in dem sich der damalige Ministerpräsident Herriot besand. * Die albanische Nachrichtenagentur dementiert die Nachricht, wonach 300 000 italienische Siedler demnächst in Albanien angesiedelt werden sollen und daß in den meisten Städten Albaniens italienische Schulen eingerichtet würden. Botschafter v. Ribbentrov empfing gestern den zum Besuch in Deutschland weilenden italienischen Landwirtschaftsminister Rossoni. * Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Borschafter des Deutschen Reiches. Joachim v. Ribbentrop, wird am 30. April 43 Jahre alt. Erlaß über die Errichtung eines Reichssportamtes Berlin, 29. April. Im„Reichsgesetzblatt" wird folgender Erlaß des Führers und Reichskanzlers veröffentlicht Zur Bearbeitung aller Sportfragen wird im Geschäftsbereich des Reichsministers des Innern ein Reichssvortamt errichtet. Der Leiter dieser Behörde führt die Bezeichnung Reichssportführer. Mit der Durchführung des Erlasses, besonders der Abgrenzung des Reichssportamtes, beauftrage ich den Reichsminister des Innern. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Der Reichsminister des Innern Frick. Der Bauunglück=Prozeß Berlin, 29. April. Am Mittwoch wurde im Berliner Bauunglück=Prozeß die Vernehmung des Reichsbahnrates Weyher fortgesetzt. Er erklärte, daß er das Fehlen der Verschwertungen, der sogenannten Andreas=Kreuze festgestellt und ihre Anbringung mehrjach verlangt habe. Auch das Fehlen der U=Eisen als Widerlager für die Steifen will er an der östlichen Mittelwand festgestellt und bemängelt, ihre Anbringung jedoch nicht für so dringlich gehalten haben, daß deshalb der ganze Baubetrieb hätte stillgelegt werden müssen. Wenher betannte sich im übrigen zu Noths Theorie über die Gründe des Einsturzes. Er hält es gleichfalls für möglich, daß durch den Erddruck auf der Tiergartenseite Bohlen aus den Flanschen der Rammträger herausgetrieben worden sind, und daß sich der örtliche Durchbruch sodann auf die ganze Länge der Einsturzstelle übertragen hat. Weyher will aber nach dem damaligen Stand seiner Kenntnis niemals damit gerechnet haben, daß ein solcher Durchbruch der Sandmassen erfolgen konnte. Zur Frage der Ausschachtung erklärte er. er habe die Anweisung gegeben, daß der Aushub nicht weiter als zwei Meter unter die unterste Steifenlage getrieben werden sollte. Vorsitzender: Dann muß man Ihre Anweisung in der Baubesprechung vom 16. August nicht verstanden haben, denn tatsächlich ist tiefer ausgeschachtet worden. Wenher: Das kann ich mir kaum denken, jedenfalls habe ich nichts davon gewußt. Vorsitzender: Wie war es mit den gestoßenen Steifen? Weyher: Ich habe die gestoßenen Steifen beanstandet, mich dann aber von ihrer technischen Sicherheit überzeugt und mich damit begnügt, eine noch weitergehende Verwendung zu verbieten. Auch gegen die Verwendung der Konsolkonstruktionen zur Verlängerung der verwendeten zu kurzen Steifen will Weyher keine sachlichen Bedenken gehabt haben, wenn er auch in diesem Punkte vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei. Man habe diese Konsolen eingebaut, ohne ihn vorher um seine Genehmigung zu fragen. Das Gesetz über den Volksgerichtshof Die Durchführungsverordnung Berlin, 29. April. Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht die Verordnung zur Durchfuhrung des Gesetzes über den Volksgerichtshof Die Verordnung bestimmt, daß der Volksgerichtshof seinen Sitz in Berlin hat. Der Vorsitzende eines Senats kann bestimmen, daß einzelne Sitzungen nicht am Sitze des Volksgerichtshofes abzuhalten sind. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Volksgerichtshofes haben vor ihrer ersten Dienstleistung einen Richtereid zu leisten. Der Präsident des Volksgerichtshofes verteilt vor Beginn eines jeden Geschaftsjahres für seine Dauer die Geschäfte unter die Senate Er bestimmt vor Beginn des Geschäitsjahres, welchem Senat er sich anschließt, und teilt die Mitglieder des Volksgerichtshofee den Senaten zu. Er soll darauf Bedacht nehmen, daß insbesondere die ehrenamtlichen Mitglieder einem Senat zugeteilt werden, in dem sie ihre besonderen Fachkenntnisse verwerten konnen. Der Vorsitzende eines Senats wird in allen Fällen der Behinderung durch das vom Präsidenten vor Beginn des Geschaftsjahres für seine Dauer bestellte hauptamtliche Mitglied vertreten. In anderen Geschäften als dem Vorsitz im Senat wird der Prasident durch seinen ständigen Vertreter vertreten. Diesen bestellt der Reichsminister der Justiz. Bei der Abstimmung gibt zunächst der Berichterstatter eine Stimme ab Sodann stimmen die ehrenamtlichen Mitglieder dem Lebensalter nach, vom jüngsten aufwärts. Zuletzt stimmt der Vorsitzende Die Richter an den Amtsgerichten, den Landgerichten und den Oberlandesgerichten sind verpflichtet, richterliche Geschäfte am Volksgerichtshof wahrzunehmen Der Reichsanwalt und die Staatsanwälte beim Volksgerichtshof können durch Verfügung des Führers und Reichskanzlers jeder Zeit mit Gewährung des gesetzlichen Wartegeldes einstweilen in den Ruhestand versetzt werden. Der Leiter der Staatsanwaltschaft beim Volksgerichtshof führt die Dienstbezeichnung„der Reichsanwalt beim Volksgerichtshof". Seinen ständigen Vertreter bestellt der Reichsminister der Justiz. Der Reichsanwalt übt die Dienstaussicht über die Staatsanwaltschaft beim Volksgerichtshof aus Die Verordnung tritt am 1. April 1936 in Kraft. Die fünfte Verordnung zur Ausführung des Milchgesetzes Im Reichsgesetzblatt ist soeben die fünfte Verordnung zur Ausführung des Milchgesetzes erschienen. Durch sie regelt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft die Ausbildung des Molkereipersonals. Die grundlegende Bestimmung dieser Verordnung besagt, daß künftig nur Personen mit abgeschlossener milchwirtschaftlicher Fachausbildung die verantwortliche technische Leitung von Molkereien und ähnlichen Betrieben übernehmen dürfen. Uebergangsbestimmungen dienen zur Vermeidung von Härten. Im übrigen ist auch diese Verordnung nur eine Rahmenregelung. Sie gibt für die Berufsausbildung nur einige Grundlagen und ermächtigt darüber hinaus den Reichsnährstand, die Einzelheiten des Ausbildungsganges zu regeln. Die Gesamtdauer der Ausbildung muß mindestens sieben Jahre und sechs Monate betragen. Ihr Ziel ist der Erwerb des Molkereimeisterbrieses, der als Nachweis abgeschlossener Fachausbildung gilt. Eine besondere Ausbildung ist für die Emmentaler Käserei vorgesehen. Erleichterte Ausbildungsbedingungen sind für Personen mit abgeschlossener Hochschulbildung sowie für Bewerber mit besonders hervorragender Befähigung in Aussicht genommen Die Verordnung entspricht einem lang gehegten Wunsch der deutschen Milchwirtschaft. Sie wird zweifellos dazu beitragen, das Ansehen und die Leistungen des deutschen Molkereiwesens weiter zu heben. *. Franz Polster Werkzeugmacher, München, 8. Heinrich Weniger, Retuscheur, Leipzig 9. Rudolf Seitfert, Papierwerker, Kressen(Gau Sachsen),„—— 10. Wilhelm Heuberger, Maler, Haar(Gau München= Oberbayern), 11. Bernhard Analmann. Ewerführer, Hamburg, 12. Günther Leuschner, Maschinenbautechniker, Breslau 13. Helmut Steger. Kunstglasbläser, Neuhaus(Gau Thüringen). 14 Hans Sander. Bankangestellter. Offenbach. 15. Wolfgang Anrdi, Friseur, Altenburg(Gau Thüringen), 16. Werner Christahl, Dentist, Königsberg. 17. Otto Liesenmeier, Winzer, Stetten(Gau Koblenz= Trier).„— 18. Hans Busch. Förster, Steinbusch über Woldenberg (Gau Kurmark). 19. Alfred Lang, Bergmann, Schafthausen(Gau Saarpfalz) 20. Hans Braun. Student. München 21. Theodor Petzold. Fachschüler. Danzig. 22. Fritz Caspar. Chemiearbeiter. Oppau(Gau Saarpfalz) 23. Johann Gerfracher. Kaufmann, Baden Mädel: 1. Nora Hübbe. Photographin. Gauting bei München, 2. Hildegard Vogel. Alleinmädchen. Würzburg, 3. Gertrud Sandweg. Schneiderin. Wildau bei Berlin, 4. Elsa Förtsch. Korbflechterin, Weidhausen d. Koburg (Gau Sachsen), 5. Wilfriede von Dassel. Kindergärtnerin, Sorau 6. Martha, Schröder, Kontoristin, Ischoppau(Gau Sachsen), 7. Hilga Otte. Stepperin. Lünen(Gau Westfalen=Süd), 8. Gerda Lasch. Wirkerin, Jahnsdorf. 9. Marianne Heing, Landmädel. Domäne Bingart (Gau Kurhessen) 10. Annemarie Zeller, technische Assistentin, Hoheluchen. 11. Gertrud Wieland. Fachschülerin, Loheland bei Fulda(Gau Mein=Franken), 12. Lore Neureuther, Studentin, Stuttgart. Die Danziger Note an Reichsjugendführer verkündet die Reichssieger Der Abschluß des Reichsberufswettkampfes Königsberg, 29. April. Der Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend 1936 fand am Mittwochabend in einer gewaltigen Kundgebung in der Königsberger Schlageter=Halle seinen festlichen Abschluß. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley nahmen gemeinsam in Anwesenheit aller Wettkampfteilnehmer und Wettkampfleiter sowie zahlreicher Volksenossen die Siegerverkündung vor. Unmittelbar nach lbschluß der Kundgebung fuhren die ermittelten 35 besten Reichssieger mit dem Nachtzug nach Borlin, wo sie vom 30. April bis 2. Mai Gäste der Reichsregierung sein werden. Zum letzten Male versammelten sich die 650 Jungen und Mädel, die zum Reichsberufswettkampf aus allen deutschen Gauen in Königsberg zusammengeströmt waren, in der festlich ausgeschmückten Schlageter=Halle. Obergebietsführer Armann, der Schöpfer und Leiter des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend, eröffnete die Abschlußkundgebung und begrüßte die zahlreichen Ehrengäste. Dann ergriff der Reichsjugendführer Valdur von Schirach das Wort. Er knüpfte an die Feier am Reichsehrenmal Tannenberg vor der Gruft des toten Generalfeldmarschalls an und sagte:„Unser Berufswettkampf gilt dem Gedächtnis dieses großen Toten. Er ist zugleich ein Bekenntnis=zu dem großen Lebenden, dem wir dienen und dem wir uns verschworen haben. Der Reichsberufswettkampf ist ein Gelöbnis der Jugend, dem Vorbild der deutschen Arbeiter auch in aller Zukunft treu zu bleiben. Er ist zugleich ein Bekenntnis zu dem höchsten Adel, den Adolf Hitler im deutschen Volk proklamiert hat, zum Adel der Arbeit.“ Anschließend nahm der Reichsjugendführer gemeinsam mit Dr. Ley die Siegerverkündigung vor. Unter dem sich beständig erneuernden Beisall verlas er Namen auf Namen der Reichssieger. Die Jungen und Mäoel traten auf das Podium berauf und empfingen vom Reichsjugendführer das Ehrenzeichen des Reichsberufswettkampfes. Dr. Ley und Baldur von Schirach drückten dann jedem von ihnen die Hand. Der Reichsjugendführer fuhr nach der Verlesung der annäbernd 200 Namen fort:„Ich gebe nun die Namen derjenigen Reichssiegerinnen und Reichssieger bekannt. die auf Grund ihrer außerordentlichen Leistungen übermorgen durch mich dem Führer und Reichskanzler in der ReichsSchlußkundgebung in der Schlageter=Halle kanzlei vorgestellt werden.“ Dannn verlas der Reichsjugendführer die Namen der 35 Besten und überreichte ihnen mit der Auszeichnung ein schön gebundenes Diplom. Damit war die Siegerverkündigung beendet. Der Reichsjugendführer schloß mit einem Sieg=Heil auf die tüchtigsten Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen. Der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley überbrachte nun die Glückwünsche der deutschen jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen. die stolz darauf seien, daß nunmehr wieder einmal seit 1934 alljährlich die deutsche Jugend der Welt bewiesen habe, daß ein neues Volk und ein neues Deutschland lebe. Alle im Berufe Tätigen seben neidlos, wie das neue Deutschland an der Jugend arbeite und schaffe, wie es sie nicht verkommen lasse, sondern sich der Jungen und Mädel annehme.„Wir wollen aus ihnen Männer und Frauen machen!“ so rief Dr. Ley aus.„die dermaleinst in ihrem Beruse etwas leisten und damit Deutschland dienen.“ In leidenschaftlichen Worten führte Dr. Ley der Jugend die ewige deutsche Sendung vor Augen. Er erinnerte an die Zeit des schmachvollen Unterganges von 1918 und an den glanzvollen deutschen Wiederausstieg. Er ermahnte die Reichssieger, daß sie sich der Ehre bewußt seien, die ihnen in diesen Tagen zuteil werde. Er rief sie auf, dankbar gegenüber dem Volk und dem Manne zu sein. dem sie dieses alles verdankten. Er schloß mit einem flammenden Bekenntnis zum Führer. dessen Glaube allein Deutschland aus dem Chaos gerettet habe. Mit stürmischer Begeisterung stimmte die Jugend in das von Dr. Len auf den Führer ausgebrachte Sieg=Heil ein. Das Deutschland= und Horst=Wessel=Lied beendeten die eindrucksvolle Feier. Die Reichssieger Jungen: 1. Gerbard Hallmann, Melker. Stuttgart=Wangen. 2. Rudolf Brune. Seidenweber, Mackenbruch(Gau Westsalen=Nord). 3. Emil Bäuerle, Kürschner, Waldsee(Gau Württem= berg). 4. Hermann Huber, Zuschneider. Pirmasens. 5. Hans Asmussen, Stellmacher, Österstedt(Gau Schleswig=Holstein), 6. Heinrich Wiegand. Elektro=Installateur, Harleshausen(Gau Kurhessen). Danzig. 29. April. In der von Senatspräsident Greiser dem diplomatischen Vertreter der Republik Polen, Minister Dr. Papee, überreichten Note, die sich mit den Rückwirkungen der in Polen eingeführten Devisenkontrolle auf die Interessen der Freien Stadt beschäftigt, wird zunächst u. a. der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die polnische Regierung die polnische Devisenkontrolle nicht zu Maßnahmen benutzen wird, die einen Rückgang des Warenverkehrs von der Freien Stadt Danzig nach Polen nach sich ziehen können. In der Danziger Note wird weiter erwartet, daß Polen dafür Sorge tragen wird, daß die bis zum 26. April 1936 entstandenen und zur Zeit blockierten Danziger Forderungen in Polen auf Antrag der polnischen Schuldner durch Zuteilung der erforderlichen Devisen bzw. verkehrsfreien Zlotys zur Bezahlung gelangen. Der Senatspräsident erklärt serner, daß die Danziger Regierung bereit ist, den Zloty=Verkehr im ganzen reibungslos aufrechterhalten zu lassen, soweit dies mit den Vorschriften der polnischen Devisenverordnung vereinbar ist und den Interessen Polens dient. Der Senatspräsident betont jedoch ausdrücklich, daß die Danziger Regierung dies nur unter der Voraussetzung tun kann, daß der Danziger Gulden entsprechend den bestehenden Abmachungen wieder an der Warschauer Börse amtlich notiert wird. Schließlich wird in der Danziger Note ausgeführt, daß die seit dem vergangenen Sommer eingeführte Erhebung der Danziger Zollabgaben in Danzig in Zloty durch die Einführung der polnischen Devisenkontrolle überholt sei, da die Beschaffung von Zlotynoten nunmehr schwierig werde. Die Danziger Regierung betont daher, daß sie den Zeitpunkt für gekommen halte, daß die Zölle wieder in Danziger Gulden entrichtet werden. Anläßlich der Ueberreichung der Danziger Note gibt man an zuständiger Danziger Stelle der Hoffnung Ausdruck, daß sich in unmittelbarer Verhandlung mit der polnischen Regierung Wege finden lassen werden, die eine Ueberwindung der durch die Einführung der polnischen Devisenkontrolle entstandenen Schwierigkeiten ermöglichen. Dabei kann Danzig mit Befriedigung darauf hinweisen, daß die vor einem Jahre in Danzig entstandenen währungspolitischen Schwierigkeiten restlos überwunden sind und daß die Danziger Guldenwährung mit einer Deckung von 70 bzw. 90 v. H. allen Anforderungen gewachsen ist. Zugunfall auf einem Pariser Vorortbahnhof Paris, 29. April. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Pariser Vorortzug und einer Rangierlokomotive unweit des Montparnasse=Bahnhofs wurden 20 Fayrgäste verletzt. Fünf von ihnen mußten in ein Krankenhaus übergeführt werden. Denk an Riga Roman von Wollgang Marken Urheberrechtsschuts: Korrespondenz verlas Hans Muller Leioziz C 1. 13. Fortsetzung. Anette hörte aufmerksam zu. „Feinde? Ja, gewiß hatte Mademoiselle Katharina auch Feinde. Schon in Kollegenkreisen war sie nicht beliebt, weil sie sich ganz zurückhielt. Sie stand immer vorn an erster Stelle und duldete niemand neben sich. Das brachte ihr Feindschaft ein. Ganz besonders haßte sie der Regisseur Perrin! Der brachte sie seinerzeit zum Film und hatte wohl auf einen befonderen Lohn dafür gehofft. Er war in Mademoiselle verliebt, und die Liebe wandelte sich dann in Haß.“ „Wissen Sie nicht, woher Mademoiselle stammt? Aus welchem Teile, aus welcher Stadt Rußlands?“ „Ich habe keine Ahnung! Ueber ihre Vergangenheit schwieg Mademoiselle immer. Nie hat sie ein Wort erwähnt. Ich weiß nur, daß Madame Wera Anastasia mit einem Ungarn namens Horthys die zweite Ehe einging. Ob Mademoiselle ein Kind erster oder zweiter ist, das weiß ich nicht.“ „Wissen Sie, ob Mademoiselle in Riga war?“ „Ich habe keine Ahnung!“ „Hatte Mademoiselle... Liebschaften? Könnte er möglich sein, daß ein betrogener Liebhaber sich an Katharina rächen wollte?“ „Das weiß ich nicht! Mademoiselle Katharina lebte sehr zurückge zogen. Sie machte sich nichts aus Gesellschaften, oder... sie sagte wenigstens so. Hin und wieder ließ es sich natürlich nicht vermeiden, daß Mademoiselle in der Offentlichkeit erschien. Bei Premieren, bei großen Festlichkeiten. Sie hat auch auf einer Soiree des Prasidenten gesungen.“ „Und wo hat sie ihren jetzigen Bräutigam kennengelernt?“ „Ich weiß es nicht! Ich habe keine Ahnung, Mademoiselle! Weder wer es ist, was er ist und wohin Mademoiselle Katharina gereist ist!" „So sehr geheim hielt Katharina ihr Privatleben*“ „Ja' Manchmal hatte ich den Willen, meine Stelle hier aufzugeben. Mademoiselle Katbarina hat mich zwar immer anständig behandel:. Aber sie war zu kühl und mehr als zurückhaltend. aber sie kannte keine Launen und behandelte mich immer anstandig.“ „Anette, ich habe damals mein„Ja' zu dem Abenteuer gegeben. Ich glaubte daran, daß es sich um Katharina Horthys' Glück handele, und ich habe sie bewundert, daß sie den abenteuerlichen Entschluß faßte, auf diese Weise ein anderes Leben weiterzuleben, aber heute möchte ich glauben, daß Katharina auch die Angst um das Leben zu dem Schritte veranlaßte.“ „Das ist sehr möglich, Mademoiselle! Sie haben eine schlimme Aufgabe unternommen!“ Nina reckte sich, sie fühlte sich sicher und sprach es auch aus:„Ich habe keine Angst mehr! Drei wackere Manner sind um mich. Sie werden mich schützen gegen alle, die mir Schaden zufügen wollen.“ „O ja, Mademoiselle, das werden sie gewiß tun! * Anette kommt um die Mittagszeit in die Küche, wo sie Pelissaire in der Küchenschürze, den Kochlöffel in der einen, den Drohbrief in der anderen Hand, eifrig in ihm lesend, dabei aber wacker rührend, am Herd antrifft. „Ah. Monsieur Pelissaire, so eifrig bei der Arbeit?“ „Ja. ich sorge für euch alle!“ „Haben Sie da ein Kochrezept in der Hand?" „Kochrezept? Ach nein, das ist ein Liebesbrief, Anette!“ Schmunzelnd steckt er den Drohbrief weg und sieht Anette verschmirt an. „Was für eine Großmutter schreibt Ihnen denn?“ „Ein entzückendes Mädchen von zweiundzwanzig Jahren!" Anette lachte schallend auf.„Und ich sage, es ist eine unbezahlte Schneiderrechnung!“ „Unbezahlte Schneiderrechnung!“ wiederholte Pelissaire wehmütig.„Oh. Anette, das ist mir etwas Unbekanntes!“ So? Sind Sie so solid, daß Sie unbezahlte Rechnungen nicht kennen, Monsieur Pelissaire?" „Nein, Anette, aber es gibt in Paris keinen Schneider, der mir noch etwas kreditiert! Ich muß vorher und bar bezahlen. Es ist ein Elend auf der Welt! Kein Vertrauen mehr. Anette!“ Wenn Sie eine richtige Frau hätten...! „Um Gottes willen! Ich und eine Frau? Was sollte mit meinen beiden Freunden werden? Wer würde sich um sie kümmern?" Die engagieren Sie als Hausfreunde!" Pelissaire drehte sich schnell um und sah sie mit dlißenden Augen an. denen man wahrlich nicht anmerkte, daß sein Trager in den Fünfzigern war. „Ah. ich durchschaue Sie, Anette. Sie sind eine falsche Schlange! Sie wollen mich heiraten! Und dann sollen Jean und Baptiste... Ihren sündhaften Begierden genügen! Ah... nichts zu machen, meine Liebe, ich versalze Ihnen die Suppe!“ „Nicht die Suppe, bitte, bitte nicht, lieber, guter Pelissaire! Ich verspreche Ihnen auch fest, daß ich Sie nie heirate!" Gerührt sah er sie an und gab ihr schnell einen Kuß. „Monsieur...!“ donnerte ihn Anette wütend an. „Der Kuß eines dankbaren Vaters!" erklärte Pelissaire feierlich.„Aber nun genug der Scherze, setzen Sie sich, Mademoiselle Anette Paupin, ich habe ernsthaft mit Ihnen zu reden!“ „Um Himmels willen keinen Antrag!“ „Ich habe gesagt... ernsthaft reden! Da macht man doch nicht solche Scherze! Setzen Sie sich!“ Jetzt war es wieder einmal der richtige grobe Ton Pelissaires. Anette fuhr zusammen, und schon saß sie. „Wie lange dienen Sie bei Mademoiselle Horthys?“ „Zwei Jahre!“ „Nennen Sie mir die Namen der Liebhaber von Mademoiselle Horthys, die Sie in den Jahren kennengelernt haben!“ „Keinen!“ Pelissaire sah sie überrascht und erfreut an.„Keinen? Stimmt das wirklich? Soviel mir bekannt ist, wurde doch Mademoiselle in Verbindung mut mancher Affäre genannt!“ „Ist mir unbekannt!“ „Sie lügen!“ donnerte Palissaire wütend, daß Anette wieder zusammenfuhr. „Wirklich, ich weiß keinen einzigen Fall!“ „Sie hat unzählige Männer ruiniert!" meinte Pelissaire mit düsterer: Miene.„Oder stimmt, das nicht?“ „Aus stimmt nicht. Mademoiselle ist ein Engel!“ „Sehr gut, Anette!“ Viel Wohlwollen war jetzt in dem Tone des Polizisten.„Aver Sie wissen doch, daß Mademoiselles Leben boch versichert ist?“ „Ja, das habe ich zufällig gehört! Mit einer Million Franken!" „Ein schones Sümmchen! Und bei welcher Gesell schaft?“ „Bei der Mercurbank, die ja auch große Versicherungen annimmt!“ „Ist mir bekannt! Sehr solides Unternehmen! Und wissen Sie auch, wem das Geld im Falle eines Todes von Mademoiselle zufällt?“ „Da habe ich keine Ahnung!“ „Gut! Das genügt vorlaufig! Sie können gehen!“ Anette erhob sich, wandte sich zur Tür, blieb aber stehen.„Haben Sie nicht eine Tasse Fleischbrühe für mich, Monsieur Pelissaire? Die ist bei Ihnen so wundervoll!" Wenn Pelissaire einer sagte, daß er ein ausgezeichneter Polizist sei, dann ließ es ihn kalt, aber wenn einer seine Kochkünste lobte, der konnte alles von ihm haben. Also gab er ihr das Gewünschte, und Anette zog vergnügt ab. „Jean!" Pelissaire ließ sein kräftiges Organ durch das ganze Haus erschallen, und Jean kam sofort herbeigestürzt. „Was ist denn los?“ ort Nr. 101(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Donnerstag, den 30. April 1936 brundlagen der deutschen Außenpolitik Die Rede des Oberbürgermeisters Reister auf den beiden Parallelkundgebungen. In seiner Rede auf den Parallelversammlungen im Evgl. Vereinshaus und im Ständehaus führte Oberbürgermeister Meister aus: Zu den Bauern und Arbeitern gehört der Soldat. Diese drei sind Ausdruck des Lebenswillens der Nation. Als am 9. November 1918 das deutsche Volk im Ringen gegen eine Welt zusammenbrach, war das Verhängnisvollste die Auflösung des Heeres und die schematische Zerstörung des Wehrwillens. Denn sie war Ausdruck mangelnden nationalen Lebenswillens und machte Deutschland zum Spielball seiner Gegner(Versailler Schandvertrag), was Bauern und Arbeiter am stärksten zu spüren bekamen(Tribute). Aus den Freikorps wuchs zwar das 100 000=Mann=Herr der Reichswehr, aber es stand im Gegensatz zur herrschenden politischen Anschauung. Der Wehrwille kristallisierte sich allein in nationalsozialistischen Bewegung. Als diese Volk Dauer der Fahrten ist nicht nur Gelegenheit zur eingehenden Besichtigung der Ausstellung und der Tierschau, sondern auch zu Ausflügen ins Rhein=, Main. und Neckargebiet reichlich geboten. Die Unkosten für Hin= und Rückfahrt, Dampferfahrt, Eintritt, Quartier für zwei Nächte mit Frühstück belaufen sich je nach den benutzten Sonderzügen auf 16 bis 20 RM. gelegt wird. Nach ihrem Zustand und nach dem Verhalten der in ihnen tatigen Staatsdiener wird der Staat selbst beurteilt. Ich erwarte daher von allen Behördenleitern meines Bezirks, daß sie die Bestrebungen des Amtes „Schönheit der Arbeit" tatkräftig unterstützen und ersuche insbesondere die Staatshochbauamter, bei den jährlichen Baubesichtigungen ihr Augenmerk hierau,„A richten und die Mittel für die erforderlichen Schönheitsreparaturen in den Bauunterhaltungsanschlägen vorzusehen. Darüber hinaus erwarte ich von den Beamten und Angestellten der öffentlichen Behörden, da sie es sich im besonderen Maße angelegen sein lassen, rige Maifeier stattfindet. Für gute Unterhaltung wird gesorgt. Es wird erwartet, daß alle Betriebsführer und Gefolgschafter an dieser Gemeinschaftsfeier teilnehmen. * Kurzarbeiterunterstützung und 1. Mai Der Prasident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung erläßt eine vom 23. April datierte Ergänzungsverordnung zur Verordnung über Kurzarbeiterunterstützung vom 27. August 1931 in der Fassung vom 1. Juli 1932. Danach wird dem Absatz 4 der genannten Verordnung folgender zweiter Satz anUmgehende Teilanmeldungen bei den zuständigen die sozialistische Arbeit des Amtes„Schönheit Kreisbauernschaften ist notwendig, da die Sonderzug= Arbeit“ d.*-planung bis 28. d. M. abgeschlossen sein muß. am unmittelbarsten entgegen. Es ist deshalb erfordas Land der großen außenpolitischen derlich, daß in Zukunft mehr als bisher Wert lehrt uns, daß eine erfolgreichesauf eine schöne und gesunde Ausstattung Beschaffenheit in den staatlichen Diensträumen ) F# r d e, w a r e s n u r n o c h e i n S c h r i t t z u r W e h r h a f t #chung der Nation. Hilers Proklamierung der ehrhoheit und allgemeinen Wehrpflicht am 16. 3. 35, auf die das Volk mit einhelligem Jubel antwortete, war ein entscheidender Baustein in der gewaltigen Aufbauleistung des Nationalsozialismus. Die Arbeit hatte wieder ihren Schutz. Deutschland war wieder eingetreten in die Reihe der Großmächte. England Tradition, Außenpolitik von zwei Dingen abhängig ist, und von der militärischen Macht eines Landes undi den charakterlichen Verhältnissen eines Volkes Mit einem schwachen Heere kann man keine wirm kungsvolle Außenpolitik gegenüber hochgerüstetenr Ländern machen. Wohl kann ein Heer, wie Hitler in „Mein Kampf“ ausgeführt hat, in einem gewissenr Grade ersetzt werden durch die Einigkeit undd Entschlossenheit eines ganzen Volkesn Wenn unsere Feinde gesehen hätten, daß unser gan, zes Volk entschlossen gewesen wäre, lieber zugrunden zu gehen als zu kapitulieren, so wäre mancher Er=, pressungsversuch am deutschen Volke unterbliebeng Uns fehlte aber nicht nur ein starkes Heer, sondern. auch ein einiges Volk. England hat zwar auch mehrerer Parteien, aber keine 40—50, wie wir sie hatten. Auchr bleibt bei allen Parteigegensätzen in England der Grundsatz von der Stetigkeit der Außenpolitik unde der Sinn für nationale Würde und nationale Interessen gewahrt. Zuerst kommt England, dann erst die Partei. Und wie war es bei uns? Die Parteien lie== ßen sich von marxistischen, alljüdischen und internationalen Interessen leiten oder schadeten dem deutschen Ansehen durch überspitzte, chauvinistische Forer derungen. Dazu kam, daß das deutsche Volk und seiner Regierungen nicht mehr bündnisfähig waren. Rurd ein Volk, das man achten kann, auf dasman sich unbedingt verlassen kann, hat Aussicht ausWeltgeltung. Solange der Landesverrat in Deutsch== land eine„Kavalierstugend“ war und man sich offen; gegen das eigene Volk aussprach, konnte Deutschland nicht bündnisfähig sein. In diesem Zusammenhang teilte der Redner mit, daß der Mann, der einst in Deutschland fast wie ein Diktator regiert habe, dem man nachgelaufen sei und den man als den Mann der Zukunft, als einen Mann mit ungeheuren Fähigkei ten gepriesen habe, Brüning, heute in Nordamerika Würdige und schöne Ausgestaltung der Diensträume bei den Behörden Ein Aufruf des Arnsberger Regierungspräsidenten. „Die Forderung des Amtes„Schönheit der Arbeit“ in der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" auf eine würdige und schöne Ausgestaltung der Arbeitsstätten unserer schaffenden Volksgenossen und Volksgenossinnen hat nicht nur für die Fabrikbetriebe Geltung, sondern sie betrifft ebensosehr die Dienststellen der öffentlichen Behörden. Denn gerade hier tritt den Volksgenossen das nationalsozialistische Deutschland Arbeit" durch vorbildliche Gestaltung un Erhaltung ihrer Diensträume zu unterstützen.“ CSC Durchführung der Familienunterstützung Eine Stellungnahme des Ministers. 936 Wege entstanden ist. Wir haben uns auch mit diesem Wall beschäftigt und sind der Meinung, daß die ausgeblasenen Sandmassen aus der Westruper Heide hier teilweise in Form eines Walles aufgeblasen wurden; Wanderkünen rücken ja auch bisweilen in Form eines langgestreckten, Walles vor. Aehnliche Wälle, wie den Niemenwall am Seehof in Haltern haben wir dann noch bei Stockwiese(östlich Sythen) nördlich von Haltern und in der Leversumer Heide(östlich der BorkenBei der Durchführung von Familienunterstützungen sind von einzelnen Bezirksfürsorgestellen Zweifelsfragen dem Minister des Innern unterbreitet worden, der hierzufolgende Anordnung getroffen hat: n Familienunterstützung darf nicht für eine zurück liegende Zeit gewährt werden. Wird der Antrag erst“ nach dem Gestellungstage gestellt, so kann sie frühestens vom Tage der Antragstellung an gewährt werden.— Geschwister des Einberufenen sind nicht unterstützungsberechtigt, auch, wenn sie im Haushalt des unterstützungs berechtigten Vaters des Eingezogenen leben. Wird mit dem Einsetzen der Familienunterstützung die dem Vater des Einberufenen gewährte Krisenunterstützung einschließlich der Familienzuschläge für die Geschwister des Einberufenen eingestellt, so muß für die letzteren erforder lichenfalls die öffentliche Fürsorge eintreten. Wht un druck von Dünenfeldern entsteht. Für die Leversumer mit kleinerem, kaum mittlerem Bodenbesitz zu tun haden. Wenn wir die einzelnen Größen und Morgen umrechnen, so erhalten wir für die angeführten einundzwanzig Bauergüter der beiden Ortschaften folgende Gruppen: 1. über 40 Morgen 1 Gert En.-N..- P.—. UP•ee p.— Eine sehr große Anzahl von Straßen= und Geschäftsschildern, aber auch Werbeanschläge aller Art, Zeitungsdruckstöcke, graphische Erzeugnisse, Stempel, Siegel, Denkmünzen u. a. zeigen, wie in einem Erlaß des Reichserziehungsministers festgestellt wird, immer wieder bei den Kleinbuchstaben falsche Anwendungen der s=Buchstaben sowohl in der„Fraktur“ wie in der „Antiqua". Besonders unsachlich wirkt die häufige An wendung des kleinens(Schluß=s) inmitten eines(nicht Heide ist charakteristisch, daß sich an manchen dünen Zulammengesetzten) Worte:## der dekorativen Anähnlichen Erhebungen richtige Windprallhänge befin wendung eines Wortes den. Hier fallen die Abhange so steil ab, daß man ohn Verwendungsfrage des ziemlich ebenmäßigen er prallte dagegen Vorstehendes ist weiteres sieht, daß sich hier der Wind gefangen hat ein unvollständiger Abriß lang jähriger Untersuchungen heimischer Oberflächenmor phologie. An geeigneter Stelle werde ich noch ein gehender darüber berichten. K. Brand, Herne Stetigkeit des bäuerlichen Grundbesihzes in unferer Gegend Besonders in unserer Heimatprovinz Westfalen waren die bäuerlichen Besitzverhältnisse von einer seltenen Beständigkeit bestimmt, und der größte Teil der Bauerngüter ist Jahrhunderte hindurch in der Hand einer Bauernfamilie geblieben; eine bekannte Tatsache, für die es der Beweise nicht bedarf. In unserer näheren Umgebung indessen sind durch den Einzug der Industrie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts alle Besitzverhältnisse am Grund und Boden so tiefgreifend geändert, daß von den früheren Zuständen fast nichts Orisgigst der Bammera einer ununterbrache: feiern im Hotel Schlenkhoff, Bahnhofstraße. Die Mit Betriebsgemeinschaft glieder der Betriebsgemeinschaft Handwerk tref an Deuischland bezahlen lasse, In seiner Ragsaer schaften an Deutschland bezahlen lasse. In seiner Begleitung Kard, feiern in folgenden Lokalen: Gastwirtschaft Prinz von S##hleich Strünkeder Straße. Gastwirtschaft D bezahlen lasse. In seiner Begleitung befinde sich der auch in Herne bekannte Löwenstein. Adolf Hitler, der das dautsch= Mas: Schleich, Strünkeder Straße, Gastwirtschaft Drögengeeint nar Zaun A.###tler, der das deiztsche Vgst kamp, Rottstraße, Gastwirtschaft Lücking, Scharngeeint, vor dem Hungertode bewahrt und ihm die vorststraße. Die Mitglieder der Ortsgruppe Herne#orch bie Sodingen versammeln sich in d“, Gastwirschaft Außenpolitiker der Welt. Heute horche die T.—:4. Miagmann. Am 6 Außenpolitiker der Welt ganze Welt auf ihn. In seinem Kampfe sei das einmütige Wahlbekenntnis des deut schen Volkes mehr wert gewesen als eine gewonnene Schlacht. Dadurch würden auch Schlachten der Zukunft verhindert. Der Redner zitierte dann die kritischen Aeußerungen Lloyd Georges über Völkerbund, Kollektivität, über Frankreichs Abrüstungssabotage und daß ein„Gerichtshof der Gerechtigkeit" Deutschland Recht geben würde. Weiter sprach der Redner über den großen konstruktiven Plan des Führers zur Sicherung des europäischen Friedens, im Vergleich zu dem das Locarnomemorandum und die französischen Gegenvorschläge blutleere Schemen seien. Hitlers Vorschläge seien das geschickteste diplomatische Dokument aus Berlin seit Bismarck, habe ein ausländisches Blatt geschrieben. Ein englischer General habe sich geäußert, man müsse Deutschland den Minderwertigkeitskomplex und Frankreich den Angstkomplex nehmen. Das nationalsozialistische Deutschland wisse sich frei von Minderwertigkeitskomplexen, doch das sei das Große am Vorschlag des Führers, daß er durch die Garantiekommission Frankreichs Sicherheit gewährleiste und ihm so den Furchtkomplex nehme. Sovingen versammeln sich in der Gastwirtschaft Heute horche„u; Heinrich Wiegmann, Am Kricken, Gastwirtschaft außenpolltischen Theodor Lülf, Castroper Straße, Gastwirtschaft Paul Rösner, Castroper Straße. wird stets kleinen 3 zur Klärung der (Schluß=s) vom handschriftlich deutsch geschriebenen Wortbild auszugehen sein. Nur an Stelle im Schmuck=Wortbild ist dann das Schluß=s einzusetzen, wo eas auch im handgeschriebenen Wort steht. Ueberall sonst sollte nicht auf das für das Wortbild außerordentlich charakteristische lange„s“ verzichtet werden. Dieser für das deutsche Gecht der Schrift wesentliche Buchstabe lang s ist nicht nur in der Fraktur, sondern auch in fast allen deutschen Antiqua=Druckschriften, eben in Rücksicht auf die deutsche Rechtschreibung, vorhanden. Lediglich die Schreibmaschine mit lateinischer Schrift lassen ihn leider vermissen. In allen Zusammensetzungen des Buchstaben mit ch, p. t. z. zu sch, sp. st. ß. ist die Verwendung des Schlußes sinnwidrig und geht gegen das Sprach= und Wortgefühl. Ein Blick auf eine große Anzahl dekorativer Darstellungen aller An geigt heute leider sehr häufig die falsche Verwendung der verschiedenen s=Buchstaben. Der Minister ersucht, in allen in Frage kommenden Klassen der Berufs= und Fachschulen stets wieder darauf hinzuweisen. Kd#Karten für das Carl=Napp=Gastspiel in der Lichtburg. Die Deutsche Arbeitsfront, NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, gibt für ihre Mitglieder für das Carl= Napp=Gastspiel in der Lichtburg verbilligte Eintrittskarten heraus. Carl Napp kommt mit seiner neuen Revue„Lachende Welt“, mit der er zuletzt in Hamburg und Hannover gastierte. Er ist den Hernern kein Unbekannter mehr. Seine Revue„Napfkuchen mit Rosinen“ hat uns Hernern viel Freude bereitet. Die neue Revue spielt im ersten Teil beim Zeus. Carl Napp, dem es oben im Himmel zu langweilig wird, bittet Zeus, doch einmal noch die Welt sehen zu dürfen. Diese Bitte wird ihm erfüllt, jedoch gibt Zeus ihm seinen Das Sundament der Lucienkapelle freigelegt 14 Baumstammsärge in einer Reihe, selbst unter dem Turmfundament. Die Ausgrabungen auf dem Alten Markt schreiten weiter fort. Bei der Legung des Kanalisationsgrabens von der Platzmitte zum Konfirmandenhaus, wobei auch der östliche Teil des Turmfundamentes ausgehoben werden mußte, wurden nicht weniger als 14 Baumstammsärge angetroffen, die in gleicher Tiefe (etwa 80 cm unter der jetzigen Oberfläche) und in einer Reihe parallel zueinander lagen. Da diese Reihe auch unter dem Turmfundament hergeht, ist damit serwiesen, daß die Baumstammsargbestattungen vor dem Bau der im 12. Jahrhundert errichteten und außerhalb der daher kleiner gewesenen vorher September 1880 einem Grubenunglück„auf 1. Bezeichnend sei die negangenen Kirche erfolgt sind. Die Ausdehnung lende Grabdenkmal für 6 brave Knappen, die am 27. Stimme aus dem französischen Volke:„Adolf Hitler Mnn„„„ Gerr7 hat endgültig die Führung der Friedensbewegung ven ist, während in dem älteren diese erst zusammenEuropas in die Hand genommen.“ Der Führer sei gerechnet werden muß, da es die einzelnen Güter nach sehr zuversichtlich. Die Glieder der europäischen Vöyl dex Bodengute in vier Teilen aufgeteilt angibt, nämkerfamilie zankten sich zwar manchmal, aber sie seier; lich„guies, gl 2s his mittelmäßiges, mittelmäßiges unto sehen, aver t#erdut#sind. Birimeht undes und schiechtes Land. sogenannte Zeugenberge, also Reste einer alten!. Unter diesen Voraussetzungen finden wir für Geländeoberfläche; der Wind hat Mulden aufgeblasen und Reste der alten Geländeoberflöche stehen lassen, das sind die Hügel. Sie sind mit einer höchstens bis 0.80 Meter mächtigen Flugsandschicht bedeckt. Die Westruper Heide ist somit kein Dünengebiet; sie stellt dasselbe dar, wie die Borkenberge, nur im verkleinerten Maßstabe. Auch die Borkenberge sind durch Windausblasung entstanden, wie zuerst Prof. R. Bärtling, Berlin, darlegte. Interessant ist, daß sich unter Flugsand begraben amLippeniederterrassenrand in der südlichen Westruper Heide Gruben mit germazischen Siedlungsresten aus dem 2. bis 3. Jahrhunoert nach Christi fanden. Als wir auf diesen Fund(1933) stießen, benachrichtigten wir Professor Wegner(“) und Professor Stieren, Münster, weil der Befund zu wichtig war; beide Herren überzeugten sich davon, daß unter Dünen begraben germanische Siedlungsreste vorhanden waren. Damit wird nahegelegt, daß einige unserer Dünen ziemlich ungen Alters sind!— Gewiß haben viele Herner auch den langen Wall am Stausee in Haltern gesehen, der wenig östlich des Seehofes beginnt und parallel mit der Straße nach Hullern verläuft. Es m unglaublich, zu welchen Phantasien dieser Wall Horsthausen für die Zeit um 1675 folgende Besitzungen: Name: Größe: Von Dr. Hoischen, Herne. Außerdem enthält das jüngere Verzeichnis nock folgende kleinere Besitzungen in Horsthausen ohn Angabe der Größe: Hegemann, Rossebohn oder Hirschhorn, Kötter, Lipperheide Müller=Siepmann. Für diese lauten die An gaben stets auf„Haus und Garten“, d. h. sie habekeinen landwirtschaftlichen Grundbesitz. Vergleich man die Aufstellungen miteinander, so ist auf den ersten Blick ersichtlich, daß die Besitzverhältnisse nicht konstant geblieben sind. Warum bei drei Höfen in dem döngeen toient Zukomimen äenangabe fehlt ist nicht Essen, den 14. April 1936. gez. Hahn. Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen. * Maiseier im Gaststättengewerbe Die Deutsche Arbeitsfront, Fachgruppe Gaststättengewerbe, in Verbindung mit der Wirtschaftsgruppe Sohn als Aufpasser mit, damit er die Gewißheit hat, Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe weist darauf daß dieser Carl Napp auch zum Himmel zurückkehrt. hin, daß am Montag, dem 4. Mai, abends 8.15 Uhr, In einer Reihe von bunten Bildern erleben wir jetzt in den Räumen des Hotels Schlenkhoff die diesjäh das Möglichste und Unmöglichste, die Lacher holt Carl Napp immer mehr auf seine Seite, und so erleben wir Stunden des Lachens wie selten. Im Filmteil hören und sehen wir den neuesten Hammer=Tonfilm„Donaumelodien". Budapest mit seinem temperamentvollen Leven, seinem Riesenverkehr auf der blauen Donau ist der Hauptort der Handlung dieses musikalisch reizvollen Films, den Willi Reiber mit Maria Andergast und Wolfgang Liebeneiner in den Hauptrollen inszeniert hat und in dem noch Darsteller wie Joe Stöckel, Georg Alexander, Oskar Sabo, Tibor v. Halmay, Gretl Theimer, Liliane Dietz und Tina Eilers mitwirken.„Donaumelodien“ zählt zu den melodiösen, stimmungsvollen Filmen, die sich stets der Gunst unseres Publikums erfreuen. Wir empfehlen nun allen unseren Mitgliedern diees Carl=Napp=Gastspiel. Carl Napp gastiert nur vier Tage, d. h. vom 1. bis 4. Mai, und so muß sich jeder beeilen, wenn er Carl Napp sehen will. Vorverkaufsstellen: Kreisamt„Kraft durch Freude", Schulstr. 28; Buchhandlung B. Ewert, Bahnhofstr. 105; Zigarrengeschäft Alb. Meyer, Bahnhofstr. 32; Stücks Buchhandlung, Bahnhofstr. 40; Zigarrengeschäft Frau Köhler, Bahnhofstr. 50; Zigarrengeschäft Landgräber, Am Bahnhofsvorpl.; Verkehrsverein Herne. Am Bahnhofsvorpl., und bei den„Kraft=durch=Freude"= Betriebswarten Jedenfalls ist jetzt das Fundament der Dionysiuskirche, von dem bisher das Fundament der Lucien kapelle fehlte, vollständig aufgefunden. Der Sarkophag aus dem Friedhof an der Behrensstraße wird instandgesetzt Erinnerung an ein Grubenunglück auf Zeche Shamrock im Jahre 1880. Jeder Herner kennt im Friedhofspark an der Behrensstraße das einen steineren Sarkophag darstel Sonntag Schulte Pantring Spinn Doemann Geißmann Nettelbeck Weitkämper 3918 4945 2857 1067 2682 2256 1148 Ruten Ruten Ruten 222 9. Huhnerbusch Diese neun Besitzungen Ruten Ruten Ruten Ruten 214 Ruten 435 Ruten Zeche 84 Fuß! 277 FußeFuß“ Fuß s Fuß Fuß Juß 220 200 50 135 200 Fuh derselben Um das Jahr 1800, also 125 Jahre später, erhalten wir aus dem Steuerverzeichnis für die Ortschaft Horsthausen folgenden Besitzstand: Name: Größe: 1. Schulte in der Langforth fehlt 2. Sudkamp fehlt 3. Erternest 1023 Ruten 110 Fuß 4. Heiermann 4551 Ruten 100 Fuß 5. Punge 589 Ruten— Fuß 6. Schulte am Esch fehlt 7. Trimbusch: 1801 Ruten 225 Fuß sind also in Größe erhalten geblieben. Verschwunden sind ansch nend vier Bauerngüter(Lappe, Budde, Weffer und Hülsmann), die noch vor 125 Jahren aufgeführt waten. Indessen ist auch um 1800 der Hof von Hülsmann noch genannt, nur fehlt die Angabe der Größe. Daß es aber noch ein großerer Besitz gewesen sein muß, geht aus seinem Steuerwert hervor, der auf 3265 Thaler angegeben wird. Die drei anderen Bauerngüter scheinen um 1800 nicht mehr in der früheren Form bestanden zu haben. Da um diese Zeit noch eine Anzahl kleinerer Kotten onne Größenangabe im Verzeichnis erscheinen, werden sie darin aufgeteilt sein. Im gan zen aber bekräftigt unsere Aufstellung die Auffassung, daß der bäuerliche Besitzstand im 17. und 18. Jahrhundert eine bemerkenswerte Stetigkeit gezeigt hal, da von den dreizehn Besitzungen der Bauerschaft Pöppinghausen nicht weniger als zehn die gleiche Große behalten haben und im Eigentum desselben Bauerngeschlechtes geblieben sind. Betrachten wir noch kurz die Größe der bauerlichen Guter in den beiden Ortschaften, so ergibt sich, daß wir es durchgehend Jeder Herner einmal im Jahr im He Maria Andergast und Wolfang Liebeneiner in dem Cinephon=Hammer=Tonfilm „Donaumelodien“. Aus und für Herne Opferfreudigkeit der Volizeibeamten 64 240 Mark für das WHW 1935 36 im Präsidialbezirk Bochum. Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Dem Winterhilfswerk wurden aus Spenden der Angehörigen der staatlichen Polizeiverwaltung Bochum in den Monaten Oktober 1985 bis einschließlich März 1936 10,184 Mark zugeführt. AußerKreisleitung der RS=Frauenschaft, Polizeiamt Zimmer 30, außerdem Frau Ursula Kauisch, Baumstr. 6, die Kreisleitung der RS=Frauenschaft, die Ortsgruppenleiterin der NS=Frauenschaft, die NS=Volkswohlfahrt, Evangel. Frauenhilfe, Vaterl. Frauenverein, Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, Verein Deutsche Frauenkultur und die Deutsche Arbeitefront, in Sodingen, Börnig und Holthausen Frl. Christine Gelsmann, Horst=Wessel=Str. 24, die rtsgruppenleiterin der NS Frauenschaft, die Evgl * E i n J u b l i c u m. Fräulein Paula Droste, Wiescherstraße 17, tst am 1. Mai 20 Jahre bei der Kreishandwerkerschaft In Herne, Behrenostraße 12, beschäftigt. Wir gratuieren. Einen Wohnhausneubau läßt gegenwärtig die Hibernia=AG. an der Ecke Brunnenstraße und Grenzweg für einen nach Herne zur Versetzungen kommenden Beamten von der Zeche Waltrop erstehen. Auf dem Gelände werden, wie wir schon berichteten, weitere Bauten folgen. * Gemeiner Diebstahl auf der Arbeitsstätte. Am 24. April wurde aus einem verschlossenen dem zeichneten die Beamten, Angestellten und Arbei=###########r#. 1.25##### Mateef Rrssemmsrain amfannen# um 28. übrn wurdr aus einemepcgyenr „ 446 2 Mark. Aus Frauenhilfe und der Vaterl. Frauenverein entgegen. Spind der Schmiedewerkstatt der Zeche Constantin, * Schacht 4/5, eine silberne Herrentaschenuhr im Werte Fischschaukochen.. von 25 Mark gestohlen. Es handelt sich um eine Uhr Nachdem die Abt. Volkswirtschaft Hauswirtschaft Fit remischen Ziffern. Das Zifferblatt ist erwas bebereits vor Ostern im Rahmen der Mütterschulung schäbigt. Fischkochkurse durchgeführt hat, veranstaltet sie augen=s# Wohnungseinbruch. blicklich em Fischschaukochen für die Mitglieder der Am Dienstag wurden in der Zeit zwischen 14.30 NS=Frauenschaft. Da der Raum beschränkt ist, können und 15.30 Uhr aus einer verschlossenen Wohnung des nur immer ca. 50 Frauen daran teilnehmen. Blsher Hauses Kirchstraße 59 durch Nachschließen der Wohwaren die Frauen der Ortsgruppen Herne=Nor) und nungstür aus einem verschlossenen Kleiderschrank ein Herne=Mitte da. Es wird den Frauen die vienruge brauner Herrenanzug mit Karos, Größe 46, und ein und an bläuliches weißgestreiftes Damenkleid mit grünen Auf—„„ Wer ter für das Buchdes Opfers 3418.50 verschiedenen Veranstaltungen konnte der Betrag von 50 637,81 Mark überwiesen werden. präsident Herriot befand. Die albanische Nachrichtenagentur dementiert die Nachricht, wonach 300000 italienische Siedler demnächst in Albanien angesiedelt werden sollen und daß in den meisten Städten Albaniens italienische Schulen eingerichtet würden. Botschafter v. Ribbentrop empfing gestern den zum Besuch in Deutschland weilenden italienischen Landwirtschaftsminister Rossoni. * Der Außerordentliche und Bevollmächtigte Borschafter des Deutschen Reiches. Joachim v. Ribbentrop. wird am 30. April 43 Jahre alt. Verwertungsmöglichkeit des Fisches gezeigt, un Kostproten können sie die Schmackhaftigteit br vor; schlägen, im Werte von erwa 100 RM gestohlen richte festiellen. Die Kochnachmittgge b/#. gu, ghgren kann bezüglich der Täter Angaben machen? Ortsgruppen werden noch an den Frauenschafts= abenden bekanntgegeben. S. Maiseuer auf dem„Berg“. I. Am Vorabend des nationalen Feiertages wird von Wichtige Verbesserungen im Reiseverkehr Feuer seine Flammen weithin leuchten lassen.“ Mit Ab 1. Mai wird eine Verbesserung bei der Ur= dem Errichten des gewaltigen Holzstoßes hat man gelaubskarte und bei der Ostpreußen=Ruck= stern begonnen. fahrkarte eintreten. Die Zahl der auf der Rück= Freibank. fahrt möglichen Fahrtunterbrechungen wird auf vier] Am heutigen Donnerstag findet auf der Freibank, * Eine unbekannte alte Frau auf der Straße zusammengebrochen. Am Dienstag gegen 14.30 Uhr ist auf der Roonstraße eine etwa 70 bis 75 Jahre alte Frau zusammengebrochen. Sie mußte in das Krankenhaus eingeliefer: werden. Es handelt sich bei ihr vermutlich um eine zeistig geschwächte Person. Ihre Personalien konnten bisher nicht festgestellt werden. Sie nennt sich„Neumann“,„Konska" und„Kalinowfki". * Richt so schlimm. den Fahriunterorech erhöht. Für die Rückfahrt kann ein Umweg gewählt Grenzwea 18. der Verkauf von minderwertigem Gestern mittag gegen 13 Uhr bemerkten AnwohDer ssnansiher hems Ginme. s h., Gall..—“„„„„* werden, der gegenüber dem Hinweg um die Hälfte Rind= und länger ist. Bisher waren nur drei Unterbrechungen, und ein um ein Drittel längerer Umweg gestattet. schweinefleisch statt. ner im Hause Kaiser=Wilhelm=Straße 25 starken Achtung für Kriegstellnehmer und Krontsoldaten! Wir verweisen nochmals auf unseren gestrigen Artikel, wonach heute der letzte Tag ist, an dem die Aufnahme in die NS=Kriegsopferversorgung ohne Aufnahmegebühr erfolgt. Mitglieder der REKOV sind nicht nur Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene(Witwen, Waisen, Eltern), die eine Kriegsrente beziehen, sondern alle Irontsoldaten und Ehrenkreuzträger.— Alle Baltikum= und Freikorpskämpfer stehen selbstverständlich ebenfalls in den Reichsjugendführer verkündet die Reichssieger Der Abschluß des Reichsberufswettkampfes Schlußkundgebung in der Schlageter=Halle Königsberg, 29. April. Der Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend 936 fand am Mittwochabend in einer gewaltigen Kundjebung in der Königsberger Schlageter=Halle seinen festichen Abschluß. Der Reichsjugendführer Baldur von chirach und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley men gemeinsam in Anwesenheit aller Wettkampfteilsehmer und Wettkampfleiter sowie zahlreicher Volksgenossen die Siegerverkündung vor. Unmittelbar nach vom 30. April bis 2. Mai Gäste der Reichsregierung nen der Gefallenen. Angeschlossen sind dem Front soldatenbund, wie ihn die NSKOV verkörpert, auch alle im Kampf um das Dritte Reich verletzten Kämpfer und die Hinterbliebenen der 400 Toten der nationalsozialistischen Bewegung. *** Wieder Gewinnbeteiligung der Belegschaft von Friedrich der Große. sein werden. Zum letzten Male versammelten sich die 650 Jungen und Mädel, die zum Reichsberufswettkampf aus allen deutschen Gauen in Königsberg zusammengeströmt waren, in der festlich ausgeschmückten Schlageter=Halle. Oberzebietsführer Axmann, der Schöpfer und Leiter des Reichsberufswettkampfes der deutschen Jugend, eröffnete sie Abschlußkundgebung und begrüßte die zahlreichen Ehrengäste. Dann ergriff der Reichsjugendführer Valdur kanzlei vorgestellt werden.“ Dannn verlas der Reichsjugendführer die Namen der 35 Besten und überreichte ihnen mit der Auszeichnung ein schön gebundenes Diplom. Damit war die Siegerverkündigung beendet. Der Reichsjugendführer schloß mit einem Sieg=Heil auf die tüchtigsten Jungarbeiter und Jungarbeiterinnen. Der Reichsorganisationsleiter Dr. Leo überbrachte nun die Glückwünsche der deutschen jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen, die stolz darauf seien, daß nunmehr wieder einmal seit 1934 alljährlich die deutsche Jugend der Welt bewiesen habe, daß ein neues Volk und ein neues Deutschland lebe. Alle im Berufe Tätigen sehen neidlos, wie das neue Deutschland an der Jugend arbeite und schaffe, wie es sie nicht verkommen lasse, sondern sich der Jungen und Mädel annehme.„Wir wollen aus ihnen Männer und Frauen machen!“ so rief Dr. Ley aus,„die dermaleinst in ihrem Berufe etwas leisten und damit Deutschland dienen.“ In leidenschaftlichen Worten führte Dr. Ley der Jugend die ewige deutsche Sendung vor Augen. Er erinnerte an die Zeit des schmachvollen Unterganges von 1918 und an den glanzvollen deutschen Wiederausstieg. Er ermahnte die Reichssieger, daß sie sich der Ehre bewußt seien, die ihnen in diesen Tagen zutein, werde. Er rief sie auf, dankbar gegenüber dem Volk und dem Manne zu sein, dem sie dieses alles verdankten. Er schloß mit einem flammenden Bekenntnis zum Führer. Rauch, der aus den Kellerräumen hervordrang. Schnell alarmierte man die Freiwillige Feuerwehr, die bei ihrem Heranrücken jedoch nicht mehr einzugreifen brauchte. * Vor ein Personenauto gelaufen. Als das fünfjährige Söhnchen der Eheleute Kr. aus der Wiescherstraße gestern nachmittag seinen entflogenen Ball von der Fahrbahn zurückholen wollte, wurde es von einem vorüberfahrenden Personenaute angefahren und auf das Straßenpflaster geworfen. Das Kind erlitt dabei Kopf= und Beinverletzungen und wurde von dem Autoführer zu einem Arzt gebracht. * In der Grube verunglückt. Im Untertagebetrieb der Zeche Friedrich der Große zog sich der Jungknappe Karl K. aus der Vonder=Heydt=Straße einen Schlüsselbeinbruch zu und mußte mit dem Zechenauto zum Bergmannsheil geschafft werden. * Das nennt man Glück. Um die Mittagsstunde des gestrigen Tages wollte ein Dreiradfahrer mit seinem Fahrzeug aus der Franz=Seldte=Straße in die Bahnhofstraße einblegen, wurde aber durch herannahende Fahrzeuge zum plotzlichen Bremsen gezwungen, dadurch wurde er vom Sitz hochgeschleudert und flog nach vorne auf die Straße. Als er sich zum Erstaunen der vielen Passanten, die ihn ernevlich verletzt glaubten, unverletzt wieder erhob, lag sein Fahrzeug umgestürzt und stark beschä digt am Boden. * In hohe Gefahr geriet vorgestern nachmittag ein Schüler auf Bahnhofstraße, der, ohne nach rechts und links Um schau zu halten, den Fahrdamm überqueren wollte Er lief dabei vor ein Motorrad und ware angefahren worden, wenn nicht der Fahrer den Lenker herumgerissen hatte. Er kam allerdings selbst mit der Maschine zu Fall, trug aber glücklicherweise nur unerhebliche Verletzungen davon. * Kameradschaftliches Wettbewerbsschießen. Zwischen den Kreisverbänden Bochum und Herne des Deutschen Reichskriegerbundes(Kyffhäuer) wird in nächster Zeit ein Freundschaftsschießen mit Wehrmannbüchse stattfinden. Das Ausscheidungsschießen für den Kreisverband Bochum erfolgt am Sonntag, dem 3. Mai, auf dem Schießstand Düppe in der Wanne. Die in den Ausscheidungskämpfen festgestellten zehn besten Schützen beider Kreisverbände treten dann am Sonntag, dem 21. Juni, in Herne zu einem Entscheidungskampf in diesem kameradschaftlichen Schießwettbewerb zusammen. Dann ergriff der Reichsjugendführer Valdur von Ueber das Geschäftsergebnis der Ilseder Hütte Schirach das Wort. Er knüpfte an die Feier am AG., Peine, der auch die Zeche Friedrich der Große[Reichsehrenmal Tannenberg vor der Gruft des toten in Herne gehört, wird mitgeteilt:[Generalfeldmarschalls an und sagte:„Unser BerufswettNach Abschreibungen in Höhe von 9.11(i N 9.07) kampf gilt dem Gedächtnis dieses großen Toten. Er ist ischlos mie... Mill. RM. beträgt der Reingewinn des Geschäftsiah=lzugleich ein Bekenntnis=zu dem großen Lebenden, dem dessen Glaube allein Deutschland aus dem Chaos gerettet res 1935 rund 3.59(3.17) Mill. RM. Der HV. ammir dienen und 27. Mai soll eine Dividende von 8(7) Proz. vorgeschlagen werden, von der 7 Prozent in bar ausgezahlt werden und 1 Prozent in den Anleihestock fliehen. Die Gefolgschaft der Ilseder hütte und ihrer Tochtergesellschaften erhält aus dem Jahresergebnis rund 1.15 Millionen RM. unter besonderer Berücksichtigung des Familienstandes zugewiesen. Der Ge „Zu spät!“ Ein Zubilar der Arbeit Ein pädagogisch-hygienisches Zweckdrama von Müller-Manger und Schwank-Telfan, aufgeführt von der Deutschen Bühne für Volkshygiene Kassel. Vor über 1000 Herner Volksgenossen wurde am Es folgte dann die Aufführung. Die Leitung diechaftegang im lausenden Jahre ist weiterhin be Dienstag abend im Saalbau Strickmann dieses The= ses von Berufsschauspielern dargebotenen Schauspieles friedigeno. aterstück gegen den Krebs aufgeführt. Nachdem der hatte der Mitverfasser Pg. Müller=Manger, der übri*** Pg. Niederdraing die Besucherschaft im Auf= gens auch die männliche Hauptrolle spielte. In diesem trage des Kreisamtes der NSV begrüßt hatte, nahm Werk wird von einer Arztgattin erzählt, deren Mann Dr. Niklas das Wort, um eine kurz umrissene Auf= ein großer Forscher ist. Sie ist an Krebs erkrankt, Obermaterlalverwalter Ruhm 50 Jahre bei harpen. klärung über die Volksseuche„Krebs“ zu geben. Er will sich aber von keinem fremden Menschen behandeln Ein halbes Jahrhundert treuer beruflicher Pflicht= schilderte zunächst die Erscheinung des Krebses als die lassen. Ihr Gatte lehnt die Behandlung erfüllung ist nicht vielen Menschen beschieden. Ein einer krankhaft anormalen Wucherung im menschlichen Familie ab, da seine eigene Mutter troß all seiner solches Jubiläum kann am 1. Mai der Obermaterial= Körper, die blindwütig wachsend, durch dieses Wachs Aufopferung den Tod fand, und so fürchtet er, nochverwalter Ruhm bei der Harvener Bergbau=A.=G. tum giftige Stoffwechselprodukte um sich verbreite, bis mals mitschuldig am Tode einer geliebten Perion zu verwalier Nudm bei der Harpener Verapau=u.=—, Lan Menischen der Zustand der Auszeyrung erfasse, der sein. Als ihm die Gattin ihre Krankheit offenbart da zum Tode führe. Nach Anführung von Beispielen ist es zu spät, um noch helfen zu können. Neben dem schilderte er den Krebs, dessen Erreger zu finden der Arztehepaar tritt, um die Handlung bühnengerechter zu ärztlichen Wissenschaft leider bis zum heutigen Tage gestalten, ein Liebespaar auf. die Schwester der versagt geblieben sei, als heilbar, wenn sie noch örtlich Krebskranken, eine Künstlerin, und der Freund der beschränkt sei und man rechtzeitig den Arzt aufsuche. Familie, ein Krebsforscher, der sie liebt. Die fünf gut Bestrahlungen. Röntgenbehandlung und Operationen aufeinander eingespielten Darsteller ließen im Sinne seien die Waffen der Heilkunst gegen den Krebs. Der dieses Zweckschauspiels keinen Wunsch offen. Heide Krebs sei zum Glück keine ansteckende Krankheit. Wenn Müller=Manger gestaltete sich die immer schwerer auftretenden Gemütsdepressionen der Krebskranken, Fran; Erdmann spielte den Ehemann. Maada Andre und der Verfasser stellten das zweite Paar. Dem Vater der beiden Frauen gab Fred Meuter eine persönliche Note. begehen. Gustav Ruhm wurde am 3. Sept. 1871 in Baukau geboren. Nach Beendigung seiner Schulzeit in Coswich(Anhalt) erhielt er auf der Zeche Julia Beschaftigung in der Schichtmeisterei, im Magazinbüro und in der Materialverwaltung. Mit großem Fleiß und Eifer erfüllte er seine Pflicht, so daß er nach der Schachtanlage von der Heydt als Materialverwalter versetzt wurde. Vor über 20 Jahren wurde er zum Obermaterialverwalter befördert, und dieses Amt als:.###cr im Wma.. sogenannter Einkaufsverwalter für die Jechen von der jeder Fall von Krebs im Frühstadium rechtzeitig erHeydt, Julia, Recklinghausen 1 und 2 bekleidet er kannt und die Scheu vor der ärztlichen Behandlung noch heute Bei seinen Vorgesetzten und Arbeitskameraden ist Gustav Ruhm allgemein beliebt und geschätzt. Er nahm regen Anteil an der Entwicklung und dem Aufbau des Werkes, und besonders bei kameradschaftlichen Anlässen der Betriebsgemeinschaft stand er in der vordersten Reihe. 1909 gründete er den Beamtengesang verein. Auch als langjähriger Vorsitzender des eogl Kirchenchores in Baukau hat er sich besondere Verdienste erworben. Schon lange vor der Machterare: fund war er förderndes Mitglied der SS im SSsturm August Pfaff. Von allen Seiten bringt man dem Veteran der Arbeit die herzlichsten Glückwünsche entgegen. Schon zu seinem 40jährigen Dienstjubiläum hatte ihm der verblichene Reichspräs dent von Hinden burg eine Ehrenurkunde mit persönlicher Unterschrift zugesandt. Am 1. Mai wird ihn die gesamte Beleg schaft der Harpener, Bergbau=A.=G., Zechengruppe Herne, ehren. Die Arbeitsfront wird ihrem Mitglied eine besondere Anerkennung verleihen und auch der Rundfunk wird des seltenen Jubiläums des alteingesessenen Herners gedenken. Deutsches Frauenwerk. Abt. Mutterschulung Da die Kurse Hauswirtschaft, Nah. und Saualinaspflege so gcoßen Anklang gefunden haben, daß augenblicklich Doppelkurse eingelegt werden müssen, wollen wir heute noch für die Lehrgange,„Heimgestaltung" und„Kindererziehung" werben. Besonders denjenigen, die einen Hausstand gründen wollen, wird die Teilnahme an diesen Kursen warm empfohlen. Sollen doch unsere jungen Frauen lernen, mit wenigen Mitteln ihr Heim so wohnlich wie möglich zu gestalten. Auch bei der Erziehung unserer Kleinen wollen wir den Frauen behilllic sein und ihnen zeigen, wie man mit wenigen Mitteln schöne Spiellachen anfertigen kann. Anmeldungen nehmen das Büro der Mütterschulung Diens#a von 10—12 und Freitags von 16—18 Uhr in der überwunden werde, danst werde es der Wissenschaft bestimmt gelingen, diese Seuche, an der jetzt jeder zehnte Deutsche sterbe, erheblich einzuschränken. Anette kommt um die Mittagszeit in die Küche, so sie Pelissaire in der Küchenschürze, den Kochlöffel der einen, den Drohbrief in der anderen Hand, ifrig in ihm lesend, dabei aber wacker rührend, am herd antrifft. „Ah. Monsieur Pelissaire, so eifrig bei der rbeit?“ „Ja, ich sorge für euch alle!“ „Haben Sie da ein Kochrezept in der Hand?“ „Kochrezept? Ach nein, das ist ein Liebesbrief, Anette!“ Schmunzelnd steckt er den Drohbrief weg und sieht Anette verschmirt an. „Was für eine Großmutter schreibt Ihnen denn?“ „Ein entzückendes Mädchen von zweiundzwanzig Jahren!" Anette lachte schallend auf.„Und ich sage, es ist eine unbezahlte Schneiderrechnung!“ „Unbezahlte Schneiderrechnung!“ wiederholte Pelissaire wehmütig.„Oh. Anette, das ist mir etwas Unbekanntes!“ „So? Sind Sie so solid, daß Sie unbezahlte Rechnungen nicht kennen, Monsieur Pelissaire?" „Nein. Anette, aber es gibt in Paris keinen Schneider, der mir noch etwas kreditiert! Ich muß vorher und bar bezahlen. Es ist ein Elend auf der Welt! Kein Vertrauen mehr. Anette!“ „Wenn Sie eine richtige Frau hätten...! „Um Gottes willen! Ich und eine Frau? Was sollte mit meinen beiden Freunden werden? Wer würde sich um sie kümmern?" Die engagieren Sie als Hausfreunde!“ Pelissaire drehte sich schnell um und sah sie mit blißzenden Augen an. denen man wahrlich nicht anmerkte, daß sein Trager in den Fünfzigern war. haft mit Ihnen zu reden!“ „Um Himmels willen keinen Antrag!“ „Ich habe gesagt... ernsthaft reden! Da macht man doch nicht solche Scherze! Setzen Sie sich!“ Jetzt war es wieder einmal der richtige grobe Ton Pelissaires. Anette fuhr zusammen, und schon saß sie. „Wie lange dienen Sie bei Mademoiselle Horthys?“ „Zwei Jahre!" „Nennen Sie mir die Namen der Liebhaber von Mademoiselle Horthys, die Sie in den Jahren kennengelernt haben!“ „Keinen!“ Pelissaire sah sie überrascht und erfreut an.„Keinen? Stimmt das wirklich? Soviel mir bekannt ist, wurde doch Mademoiselle in Verbindung mit mancher Affäre genannt!“ „Ist mir unbekannt!“ „Sie lügen!“ donnerte Palissaire wütend, daß Anette wieder zusammenfuhr. „Wirklich, ich weiß keinen einzigen Fall!“ „Sie hat unzählige Männer ruiniert!“ meinte Pelissaire mit düsterer: Miene.„Oder stimmt, das nicht?“ „Das stimmt nicht. Mademoiselle ist ein Engel!“ „Sehr gut. Anette!“ Viel Wohlwollen war jetzt in dem Tone des Polizisten.„Aber Sie wissen doch, daß Mademoiselles Leben hoch versichert ist?“ „Ja, das habe ich zufällig gehört! Mit einer Million Franken!" Ein schönes Sümmchen! Und bei welcher Gesellschaft?“ „Bei der Mercurbank, die ja auch große Versicherungen annimmt!“ „Ist mir bekannt! Sehr solides Unternehmen! Weiße, rote, blaue oder gelbe? Welche Kartoffelsorten sollen wir bevorzugen? Die in Deutschland äußerst verschiedenen Bodenklassen und das stark abweichende Klima zwingen uns, unterschiedliche Kartoffelsorten anzubauen. Die Hausfrauen kennen diese Unterschiede nach der Einteilung der Kartoffelarten in weiße, rote, blaue und gelbe. Im Verbrauch dieser Sorten haben sich gegenküber der Vorkriegszeit starke Wandlungen vollzogen. „Der Verbrauch an gelbfleischige Kartoffeln hat innerhalb des Reichsgebietes fast überall auf Kosten der weißen und roten Sorten zugenommen. Das trifft besonders für die großen westlichen Bedarfsgebiete zu. Aber auch für den Freistaat Sachsen, Hannover, Bayern und einige Großstädte, unter denen Berlin mit an erster Stelle steht. Auch in Pommern und Schlesien, wo zur Zeit der Verbrauch an weißen bzw. roten Speisekartoffeln noch überwiegt, ist eine Verbrauchszunahme an gelben Kartoffeln festzustellen. Die Bevorzugung der gelbfleischigen Speisekartoffeln durch die Hausfrau liegt meist an einer kaum zu begründenden Gewohnheit. Die Annahme, daß gelbe Sorten die roten und weißen Kartoffeln an Güte und Schmackhaftigkeit übertreffen, ist ein Vorurteil. Die auf den Markt kommenden roten und weißen Sorten sind den gelben Speisekartoffeln gleichwertig. Die Verwendung gelber Kartoffeln ist zwecmäßig, wenn die Kartoffeln nach dem Kochen längere Zeit warm und ansehnlich erhalten werden sollen. Für die Hausfrau, die ihre Kartoffeln für die eigene Familie und nur für eine Mahlzeit kocht, ist diese Eigenchaft der gelben Speisekartoffeln, die in der größeren Festigkeit dieser Sorten begründet ist, von untergeordneter Bedeutung. Gar keine Bedeutung spielt die Verwendung einer bestimmten Kartoffelsorte für die Gemüsegerichte. Hierfür eignen sich gerade rote und weiße Kartoffeln wegen ihres höheren Stärkegehaltes oft besser als gelbe. Gerade diese Arten binden zusammengekochtes Essen und machen es sämiger und nahrhafter. Oft begegnet man auch dem Vorurteil, daß bei roten und weißen Kartoffeln das sogenannte Schwarzkochen" stärker auftritt als bei gelben. Tatsächlich unterliegen diese aver derselben Erscheinung, die sich meist im Frühjahr bemerkbar macht. Das Schwarzkochen der Kartoffeln kann dadurch erheblich abgeschwächt werden, daß die Hausfrau die für den nächsten Taa bestimmten Speisekartoffeln schält, über Nacht in Wasser stehen läßt und dem Kochwasser einige Tropfen Essig beifügt. Wesentliche Unterschiede zwischen weißen, roter. blauen und gelben Speisekartoffeln bestehen also nicht. Haltbarkeit, Güte. Kochfähigkeit und Schmackhaftigkeit sind bei weißen, roten, blauen und gelben Kartoffeln annähernd gleich. Dagegen sind die weißen, sten und blauen Sorten bei gleicher Güte und BeAhaffenheit billiger als gelbe. 7 Nr. 4 von den Inlandsdünen in unserer Heimat Wohnltätten der vorgelchichtlichen Menichen Wenn von Dünen die Rede ist, denkt man unwillkürlich an die Meeresküste. Dort gibt es bekanntlich die meisten und größten Dünen. Man sieht immer wieder auf Photos. Gemälden, Zeichnungen usw. Aber auch in unserer Heimat gibt es Dünen. Darunter versteht man Hügel oder langgestreckte Erhebungen aus feinem Flugsand, der vom Wind angehäuft worden ist. Die Dünen im Innern eines Landes nennt man Inlanddünen im Gegensatz zu den Seedünen. Die Inlanddünen liegen auch bei uns an den Terrassenkanten der Flüsse und Bäche. So haben mir sie in nächster Nähe an der Emscher, wenig nordwestlich von Herne, am Südrand des Hertener Waldes. Die meisten dieser heimischen Dünen sind eingeebnet worden. Nur noch spärliche Reste zeugen von ihnen. Ursprünglich waren es hier langgestreckte, schmale, bis 1,50 Meter hohe Erhebungen mit kleinen Kuppen, die dem Gelände ein charakteristisches Aussehen verliehen. Besonders zahlreich waren die Dünen am Nordufer des inzwischen verschwundenen Fleutebaches, der wenig nördlich vom Koopshof auf Hochlarmarker Gebiet in die Emscher mündete. Die Dünen bestehen aus feinem Flugsand, der ungeschichtet die Erhebungen bildet. Er wurde aus den Terrassensanden ausgeblasen und an den Terrassenrändern wieder abgelagert. In vorgeschichtlicher Zeit wurden auch unsere heimischen Dünen mit Vorliebe von den Menschen aufgesucht, wohl deswegen. weil sie stets in nächster Nähe von fließendem Wasser lagen, über das übrige Gelände hinausragten, frei von Hochwasser blieben, ein trockenes Wohnen gewährleisteten und auch einen gewissen Schutz boten. Auf den Dü nenzügen am Fleutebach fanden wir zahl reiche Steinwerkzeuge aus der Mittel steinzeit(Kulturstufe Reste von Tongefäßen, die dem nordischen Großsteingräberkunturkreis(Megalithkultur) angehören, ebenso Scherben von Tongefäßen (Bechern), die vom Ende der Jungsteinzeit stammen und mehrere Pfeilspitzen mit und ohne Schäftungsdorn derselben Zeit. Als ganz besonderen Fund konnten wir ein Feuersteinmesser von 1 3½ Zentimeter Länge buchen, das nur 150 Meter von Hernes Grenze lag. All diese Funde befinden sich im Städtischen Museum, Herne. Auch in der jüngeren Eisenzeit sind die Dünen bewohnt gewesen, und zwar von Germanen. Vom oben erwähnten Dünenzug besitzen wir viele Tongefäßreste, Schleifsteine, einen schönen Spinnwirtel, Bronzereste usw., Funde, die Professor A. Stieren(Münster) zeitlich in die letzten Jahrhunderte vor Christi Geburt setzt schon geführt hat! Einmal wurde er als Stauwall eines römischen Stausees angesehen, dann wieder als römischer Befestigungswall, zur Abwechslung wieder mal als Landwehr usw.; jeder Interessent ließ seiner Phantasie freien Lauf und verteidigte mit Nachdruck seine Ansichten. Dabei hat schon Prof. Philippi, Münster, vor Jahrzehnten durch Nachgrabungen nachgewiesen, daß dieser Wall auf natürlichem Wege entstanden ist. Wir haben uns auch mit diesem Wall beschäftigt und sind der Meinung, daß die ausgeblasenen Sandmassen aus der Westruper Heide hier teilweise in Form eines Walles aufgeblasen wurden; Wanderdünen rücken ja auch bisweilen in Form eines langgestreckten, ziemlich ebenmäßigen Walles vor. Aehnliche Wälle, wie den Niemenwail am Seehof in Haltern haben wir dann noch bei Stockwiese(östlich Sythen) nördlich von Haltern und in der Leversumer Heide(östlich der Borkenberge). All diese Wälle sind keine Reste von Befestigungswerken, sondern vom Wind aufgeblasen. Daß sie an einem Ende meist scharf umbiegen, ist ein natürliches Charakteristikum solcher Walle. In der Leversumer Heide ist so ein langgestreckter Wall sogar in der Mitte unterbrochen, so daß diese Unterbrechung wie ein Eingang zu einer Erdburg aussieht. Dazu liegt vor dieser Unterbrechung in geringer Entfernung noch ein kurzes Wallstück, so daß man zunächst den Eindruck gewinnt, als habe dieses kurze, davor liegende Wallstück den Eingang geschützt. Alles Na tur, von Kunst keine Spur!— Ueberhaupt östlich und nordöstlich von Haltern ha ben wir wenige echte Dünen, die vielen dünenähn ichen Erhebungen sind Zeugenberge, die manchmal mit kleinerem, kaum mittlerem Bodenbesitz zu tun baden. Wenn wir die einzelnen Großen und Morgen umrechnen, so erhalten wir für die angeführten einund zwanzig Bauergüter der beiden Ortschaften folgende Gruppen: 1. über 40 Morgen 1 2. zwischen 20 und 40 Morgen 9 Güter 3. zwischen 10 und 20 Morgen, 4 Güter 4. zwischen 1 und 10 Morgen 7 Güter Dabei ist bemerkenswert, daß darunter Besitzungen bis auf 1 bis 2 Morgen zu finden sind. Unter der Annahme, daß in diesen Größenverhalmisen sich die allgemeinen Zustände bäuerlichen Besitzes I der damaligen Zeit widerspiegeln, müssen wir zu dem so dicht und zahlreich beieinanderliegen, daß der Ein=[Ergebnis kommen, daß größere Bauerngüter in undruck von Dünenfeldern entsteht. Für die Leversumer sserer Gegend zu den Seltenheiten gehörten, vielmehr Heide ist charakteristisch, daß sich an manchen dünen=sein mittlerer Grundbesitz zwischen 20 und 40 Morgen ähnlichen Erhebungen richtige Windprallhänge befin= das durchschnittliche Maß darstellte. den. Hier fallen die Abhänge so steil ab, daß man ohne weiteres sieht, daß sich hier der Wind gefangen hat; er prallte dagegen. Vorstehendes ist ein unvollständiger Abriß lang jähriger Untersuchungen heimischer Oberflächenmorphologie. An geeigneter Stelle werde ich noch eingehender darüber berichten. K. Brand, Herne. Aus dem Städtischen Museum Stetigkeit des bäuerlichen brundbesitzes in unferer Gegend Von Dr. Hoischen, Herne. Besonders in unserer Heimatprovinz Westfalen waren die bäuerlichen Besitzverhältnisse von einer seltenen Beständigkeit bestimmt, und der größte Teil der Bauerngüter ist Jahrhunderte hindurch in der Hand einer Bauernfamilie geblieben; eine bekannte Tatsache, für die es der Beweise nicht bedarf. In unserer =pat=2arbeneinen...,„4 näheren Umgebung indessen sind durch den Einzug der Industrie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts alle Besitzverhältnisse am Grund und Boden so tiefgreifend geändert, daß von den früheren Zuständen fast nichts geblieben ist, das zum Nachweis einer ununterbrochenen Familienfolge dienen könnte. Dennoch sind wir noch in der Lage, an einem glücklich gelagerten Beispiel den Beweis dafür zu erbringen, daß auch in unferer näheren Heimat in früherer Zeit die bäuerlichen Besitzverhältnisse die gleiche Dauer und Beständigkeit besaßen, wie sie für den Siedlungsraum Westfalen sonst bezeichnend sind. Im Besitz des Herner Heimatmuseums befinden sich zwei Verzeichnisse, die wohl die wichtigsten Quellen für die Erforschung der Agrarverhältnisse unserer Gegend darstellen. Das ältere ist ein Vermessungsbuch des Gerichtes Castrop aus den JahAuf Grund der vielen vorgeschichtlichen Funde istiren 1675—76, aufgestellt von Bernhard Steinals sicher anzunehmen, daß die Dünenzüge am Fleute= herst, Seiner Churfürstlichen Durchlaucht zu Branbach schon in der Mittelsteinzeit vorhanden waren denburg, der Grafschaft Mark und der Stadt DortVielleicht wurden sie am Ende der letzten Eiszei# mund geschworener Aestimator, Land= und Holzmesser; spätestens in der früheren Nacheiszeit aufgeweht; sie das jungere Verzeichnis ist ein(wahrscheinlich zu sind somit ziemlich alt. Bis vor 10 Jahren waren sie Steuerzwecken aufgestelltes) Verzeichnis der Bauzum Teil noch völlig ungestört erhalten. Sie wer=sernguter des Gerichtes Strünkede, das den hier zumerstenmal bekannt gemachs lvermutlich aus der Zeir um 1800 stammt. Ein glückBesonderes Interesse fanden stets auch die Dü=slicher Umstand hat es nun bewirkt, daß in beiden nen im Lippergebiet um Haltern; doch Verzeichnissen, die sonst räumlich verschiedene Gebiete Außerdem enthält das jüngere Verzeichnis noch folgende kleinere Besitzungen in Horsthausen ohne Angabe der Größe: Hegemann, Rossebohm ooer Hirschhorn, Kötter, Lipperheide, Müller=Siepmann. Für diese lauten die Angaben stets auf„Haus und Garten“, d. h. sie haben keinen landwirtschaft! man die Aufstellunge ersten Blick ersichtlich, konstant geblieben sind. Warum bei drei Höfen in dem jüngeren Verzeichnis die Größenangabe fehlt, ist nicht zu sagen. Ein altes Besitztum(Nr. 6 Höderer) ist ver: Es In diesen Tagen ist eine interessante Schau sehen, die sich mit Datianalem Kitsch" befa und von Studienassessor Hubert Schlüter aufgestellt ist. Der Besuch der Ausstellung sei auch hier bestens empfohlen, zumal die 10 Pfennige Eintrittsgeld zum Besuch des gesamten Museums berechtigen. Kunstausstellung im Mai. Das Städtische Museum veranstaltet in Verbindung mit der RS=Kulturgemeinde eine Kunstausstellung„Westfälische Kunst der Gegenwart“. Es werden etwa 60 Gemälde namhafter westfälischer Künstler ausgestellt. Die Ausstellung wird am 15. Mai eröffnet. Es muß sich jetzt schon herumsprechen, daß diese Ausstellung stattfindet. Weitere geplante Ausstellung. Um den Naturschutzgedanken zu pflegen und um der Herner Bevölkerung eindringlich vor Augen zu s und Garten“, d. h. sie haben) führen, wie notwendig der Naturschutz ist, veranstaltet lichen Grundbesitz. Vergleicht das Städtische Museum vom 1. Juni ab eine Naturer, s0 f 165 denls#chutzausstellung unter ganz besonderer Berückdaß die Besitzverhältnisse nicht sichtigung der Heimat Westfalens. Ein Großteil des wunden, wahrscheinlich durch Teilung in die kleinen umfangreich landlosen Siedlungen aufgegangen, die wir um 1800 kinsg.... verzeichnet finden. Auch das für Besitztum Punge (Nr. 5) um 1675 verzeichnete„schlechte Land“ erscheint später nicht mehr, wird also mutmaßlich veräußert sein Ganz deutlich aber wird bei vier größeren Besitzungen, daß sie gengugu Rute und Fuß diegleiche Größe behalten hatten, wie 125 Jahre vorher. Noch einleuchtender wird die Stetigkeit des bäuerlichen Grundbesitzes, wenn wir denselben Vergleich für die Bauerschaft Pöppinghausen aufstellen. Nach dem Vermessungsverzeichnis von 1675 gab es in dieser Bauerschaft folgende Höfe und Kotten: Großteil des Materials wurde vom Provinzial=Naturkunde=Museum in Münster freundlichst zur Verfügung gestellt. ist zu haffen, daß gerade diese Ausstellung, die ein wird, besonderen Anklang in Herne wird. Insbesondere möchten die Eltern oder andere Erwachsene mit ihren Kindern den Besuch nicht versäumen. Man denke daran: Herne ist eine Industriestadt geworden, die Naturschönheiten sind gering und das Wenige muß von jedermann in Schutz nommen werden; es ist nicht nur Dienst an der! gemeinheit, sondern auch Dienst für sich selbst! wurde ihr Alter bisher nicht richtig erkannt. Wir haben uns wegen ihrer Wichtigkeit in vorgeschichtlicher Beziehung in den letzten Jahren stark mit ihnen beschäftigt und berichten hier einmal kurz darüber. Als ein gewaltiges Dünengebiet wurde bisher die Westruper Heide angesehen, die alljährlich auch Tausenden Hernern aufgesucht wird. Nun hat sich herausgestellt, daß die Westruper Heide sich nicht auf Dünen aufbaut! In den Jahren 1933 34 wurde durch den südlichen Teil dieser Heide eine Straße gebaut, wobei der Untergrund kilometer weit aufgeschlossen wurde. Es stellte sich heraus, daß sich wohl am Lippeniederterrasse.nrand echte Dünen befanden und noch befinden. Nördlich davon aber, in der Westruper Heide, gibt es wohl viele hundert Hügel, die äußerlich Dünen ahnlich sehen, aber keine sind. Vielmehr sind es sogenannte Zeugenberge, also Reste einer alten Geländeoberfläche; der Wind hat Mulden ausgeblasen und Reste der alten Geländeoberfloche stehen lassen, das sind die Hügel. Sie sind mit einer höchstens bis für die Zeit um 1675 folgende Besitzungen: 0,80 Meter mächtigen Flugsandschicht bedeckt. Die Westruper Heide ist somit kein Dünengebiet; sie stellt dasselbe dar, wie die Borkenberge, nur im verkleinerten Maßstabe. Auch die Borkenberge sind durch Windzusblasung entstanden, wie zuerst Prof. R. Bärtling, Berlin, darlegte. Interessant ist, daß sich unter Flugsand begraben amLippeniederterrassenrano in der südlichen Westruper Heide Gruben mit germazischen Siedlungsresten aus dem 2. bis 5. Jahrhunoert nach Christi fanden. Als wir auf diesen Fund(1933) stießen, benachrichtigten wir Pro=] Um das Jahr 1800, also 125 Jahre später, erhalfessor Wegner(t) und Professor Stieren, Münster,##en wir aus dem Steuerverzeichnis für die Ortschaft weil der Befund zu wichtig war; beide Herren über=Horsthausen folgenden Besitzstand: zeugten sich davon, daß unter Dünen begraben ger betreffen, die beiden alten Bauerschaften Pöppinghausen und Horsthausen erscheinen. In alterer Zeit haben die Ortschaften nämlich zum alten Gericht Castrop gehört, wahrend sie um 1800 zum Gericht Strünkede gerechnet werden. Dieser Wechsel gibt uns heute die Möglichkeit, die Besizverhältnisse von Horsthausen und Pöppinghausen an zwei Zeitpunkten, die etwa 125 Jahre auseinander liegen, genau zu überschauen. Vorher sei noch bemerkt, daß in beiden Verzeichnissen die Größe der einzelnen Bauerngüter in Ruten und Fuß berechnet wird, daß aber nur in dem jüngeren die Gesamtgröße angegeben ist, während in dem alteren diese erst zusammengerechnet werden muß, da es die einzelnen Güter nach der Bodengüte in vier Teilen aufgeteilt angibt, namlich„gutes, gutes bis mittelmäßiges, mittelmäßiges und schlechtes Land". Unter diesen Voraussetzungen finden wir für Horsthausen Name: 1. Schulte in der Langforth 2. Sudkamp 3. Externest 4. Heiermann 5. Punge a) gutes Land b) schlechtes Land 6. Hörderer 7. Schulle am Esch Trimbusch 7701 5449 1023 4551 589 Größe: Ruten 302½ 8. Ruten Ruten Ruten Ruten 2070 Ruten 1693 Ruten 416 Ruten— 1801 Ruten 225 219 110 100 50 200 Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Juß Fuß Name: Größe: 1. Lappe 4159 Ruten 250 2. Sonntaa 3918 Ruten 3. Hülsmann 5827 Ruten 4. Schulte 4945 Ruten 5. Budde 3672 Ruten 6. Pantrina 2857 Ruten 7. Spine 1067 Ruten 8. Döhmann 2682 Ruten 9. Geißmann 2256 Ruten 10. Nettelbeck 1148 Ruten 11. Hoenderbusch 435 Ruten 12. Weffer 225 Ruten 13. Weitkämper Um das Jahr 1800 stellt sich für Pöpping: hausen der Besitzstand folgendermaßen dar Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß 214 Ruten 200 Fuß 84 382 277 108 222 229 200 50 135 300 Name: Sonntag Schulle Größe: 8.4 277 Fuß 222 Fuß 229 Fuß 200 Fuß 50 Fuß 135 Fuß 200 Fuß — Fuß derselben manische Siedlungsreste vorhanden waren. Damit wird nahegelegt, daß einige unserer Dünen ziemlich ungen Alters sind!— Gewiß haben viele Herner auch den langen Wall am Stausee in Haltern gesehen, der wenig östlich des Seehofes beginnt und parallel mit der Straße nach Hullern verlauft. Es ist unglaublich, zu welchen Phantasien dieser Wall Name: 1. Schulte in der Langforth 2. Sudkamp 3. Externest 4. Heiermann 5. Punge 6. Schulte am Esch 7. Trimbusch Größe: fehlt fehlt 1023 Ruten 110 Fuß 4551 Ruten 100 Fuß 589 Ruten— Fuß fehlt 1801 Ruten 225 Fuß 3918 Ruten 4945 Ruten 2857 Ruten pinn 1067 Ruten Doemann 2682 Ruten Geißmann 2256 Ruten Netteldeck 1148 Ruten Weitkämper 214 Ruten Hühnerbusch 435 Ruten Diese neun Besitzungen sind also in Größe erhalten geblieben. Verschwunden sind ansche nend vier Bauerngüter(Lappe, Budde, Weffer und Hülsmann), die noch vor 125 Jahren aufgeführt waren. Indessen ist auch um 1800 der Hof von Hülsmann noch genannt, nur fehlt die Angabe der Größe. Daß es aber noch ein großerer Besitz gewesen sein muß, geht aus seinem Steuerwert hervor, der auf 3265 Thaler angegeben wird. Die drei anderen Bauerngüter scheinen um 1800 nicht mehr in der früheren Form be standen zu haben. Da um diese Zeit noch eine Anzahl kleinerer Kotten ohne Größenangabe im Verzeichnis erscheinen, werden sie darin aufgeteilt sein. Im gan zen aber bekräftigt unsere Aufstellung die Auffassung, daß der bäuerliche Besitzstand im 17. und 18. Jahrhundert eine bemerkenswerte Stetigkeit gezeigt hat, da von den dreizehn Besitzungen der Bauerschaft Pöppinghausen nicht weniger als zehn die gleiche Große behalten haben und im Eigentum desselben Bauerngeschlechtes geblieben sind. Betrachten wir noch kurz die Größe der bäuerlichen Guter in den beiden Ortschaften, so ergibt sich, daß wir es durchgehend Von guten Heimatbüchern In den letzten Jahren sind viele Bücher über die einselnen deutschen Landschaften erschienen Darunter nedmen diejenigen die erste Stelle ein, die mit einem reichhaltigen und guten Abbildungsmaterial versehen sind In unserer schnellebigen Zeit hat man seltener Zeit, lange Texte lesen und zu verdauen. Da helfen uns die Bilder, die, entsprechend ausgenommen, genau so viel zu sagen haben, wie die Terte. So ein in jeder Beziehung großartiges Heimatbuch liegt uns vor. Es handelt sich um Hans Retzlaff, Volksleben im Schwarzwald. Herausgegeben von der Deutschen Volkskunst-Kommission, Verlag Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin=Leipzig. Zunächst bringt der Stadtchronist von Freidurg, Wilhelm Fladt, eine knappe Volkskunde des Schwarzwaldes. Diese umfaßt 40 Druckseiten. Daraus erfahren wir wesentliche Züge aus der schwarzwälder Volkskunde, deren Hauptgediet kurz aber treffend gestreift worden sind. Den Graßteil des Buches beanspruchen die wundervollen Photographien von dem bekannten Trachten- und Volkskunde-Photographen Hans Retzlaff. Auf 95(!) Seiten lehen wir prächtige Bilder aus der schwarzwälder Volkskunde. Man sieht die Landschaft, die Menschen bei der Arbeit, die Wohnungen, Ausschnitte von Volksfesten, fast ausgestorbene GHandwerke usw. Und wie ist das alles volk#skundlich und bildhaft ersaßt! Allein die Bilder vermögen es. uns einen tiefen Einblick in die Volkskunde des Schwarz= waldes zu gewähren. Nebenbei, unsere Photographlen können aus der Betrachtung der Photos sehr viel lernen; lo mun man es machen urd nicht anders. 6 Retzlaft ist ein vorzüglicher Lehrmeister. Es gibt nicht viel Bücher, die man so warm und überzeugt empfehlen kann, wie das Buch„Volksleben im Schwarzwald“! Auch wer in den reist, sollle vorher dieses Buch lesen oder, noch besser, mitnehmen. Jeder Herner einmal im Jahr im Heimatmuseun 7 Aussaat 11 Frühling Linolschnitt von Friedrich Rasmus = (Delke-n Mmnmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Bildung mit Hindernissen Von ERNST W. FREISSLER 1385 Lügenmärchen Von Jos. Friedr. Perkonig In einem fruchtbaren Tale, wo an den süelichen Hauswanden auch die Trauben reiften, stand ein Bauernhof. Wellte semand die Zaune abwandern, die um die Wiesen und Aecker aufgerichtet waren, so kam er als uralter, schnerweißer Ilann zurück, wenn er als Jüngling fortgezogen war. Im Commer weideten die Kübe auf den Almen, und da mollen Genn und Senni Tag und Jracht die immervollen Euter. Die MNilch rann aus einem Teich, auf dem ein Knecht im Kahn herumfuhr und den Rahm abschöpfte, in das Tal hinab. Fasser mit Rahmn rollten von einem noch hoberen Berg auf die Alm herab, und wenn sie hier an kamen, war der Rahm gebuttert. Die Butterstriezel glitten in einer Holzrinne zum Hof in das Tal. Dort mußten die Krapfen im brodeinden Fett mit Heugabeln umgewendet werden, und wenn das Gesinde Türkenster; aß, mußte eine Kuchenmagd in der Schussel herumsteigen und die Ilkulden ausheben, in die das Schmalz geleitet wurde. Beim Butterauslassen fiel einmal ein Knecht in den Topf und er war nicht mehr zu finden. Nach Jayr und Tag stieß man in(Schmalzhäfen auf ihn, aber es waren aus ihm lauter Grammeln geworden. In dem (Trinnweb der Winkel verfingen sich die Schwalben und verbungerten im Netz. In der Näbe dieses Bauernhofes stand eine Fichte, unter der zwölf Ilkänner ihre Gensen dengeln konnten, ohne daß einer den anderen borte. Uno wenn eine Eich kas von einem Schützen mitten ins Herz getreffen wurde, kam sie m ihrem Fall erst am nächsten Tag unten auf der Erde an Viele Wanderer kehrten in dem Hofe ein und sie wurden in die große Gtube geführt, in der man von einer Wand kaum zur anderen seben konnte. Die Bauersleute bewirteten sie reichlich mit Roggenbrot, Selchfleisch und Illest, setzten sich zu ihnen und fragten sie nach der weiten Welt. Die dankbaren Gäste erzählten, aber schließlich hatten sie doch alles berichtet. Weil nun die Leute immer noch mehr hören wollten und sie selber nicht schweigen und undankbar scheinen mochten, begannen sie zu lugen, daß sich wirklich die Balken an der hölzernen Decke bogen. (ie berichteten, wie frohlich die Welt in ihrem Wohlleben geworden sei und daß die Mlienschen das Weinen verlernt hätten. Trauer, Krankheit, Armut waren abgeschafft worden, und zum guten Ende kam es bei jedem Gast heraus, daß die Erde ein einziger Garten voll Frieden und Glück geworden sei. Es kam eines Abends ein alter Alkann auf den Hef. Er wollte am nächsten Tage wieder über die drei Berge in das jenseitige Tal wandern und bat um ein ITachtlager. Bereitwillig führte man den Gast in eine Kammer. Vor dem Schlafengehen setzten sich Bauersleute und Gesinde zu ihm, um zu hören, was sich in der Welt draußen zugetragen hatte. Er erzählte lange, aber endlich stand er auf und sagte: „Iun weiß ich nichts mehr.“ Da drängten sie sich an ihn heran und baten, er möge noch nicht aufhören. „Ich habe nichts mehr gesehen und nichts mehr gehört,“ entgegnete er ihnen. „Was tun die Menschen in der Welt?“ fragte der Bauer. „Sie streiten und raufen, schlemmen und betrügen,“ sagte der Wanderer. Da wurde es still in der Stube. „Ist die Erde nicht ein Garten?“ unterbrach die Bäuerin das Schweigen. „Ein Garten, in dem Unkraut wächst, wo er nicht verwildert und zerstört ist,“ klagte der alte Mlann. „Konnt Ihr nicht ein wenig lustig lügen?" bedauerte eine alte Magd. „Ikein, das kann ich nicht.“ „Müßt Ihr denn so traurig sein?" warf ihm ein Knecht vor. „Ich weiß es nicht anders.“ Da erlosch die(Stubenlampe und Donner krachte durch die Nacht. Der Wanderer spürte kühlen Wind über sein Gesicht wehen. Er öffnete die Augen und sah die Cterne durch die dichten Radeln glänzen. Er lag unter einer riesigen Fichte und es war ihm, ale habe er vor einem schönen, sonderbaren Bauernhofe geträumt. Als unsere Aelteste eben für die Höhere Schule reif war, begann sich die Inflation schärfer bemerkbar zu machen und verbet jeden Gedanken daran, das Illadel etwa mit Dauerkarte täglich die zwei Haltestellen bis ins Stäotchen fahren zu lassen oder gar die Woche über dabin in Kost und Quartier zu geben. Also mußte i dem Dorf, in dem wir damals auf einem Bauerngütchen saßen, Ersatz gesucht werden und fand sich auch: Ein uralter Oberstudienrat im Rubestande, der seit vielen Jahren seine Pension in einem Häuschen mit Garten verzehrte, wollte mit Rücksicht auf die Not der Zeit nechmal zum Bakel greifen und die Grundlagen höberer Bildung vermitteln. Einige Nebenfächer übernahm die Hilfslehrerin in der Dorfschule, und da das Barentgelt eben noch in der Reichweite nuseres Beutelchens lag, schien alles zum Besten geregelt. Nach ein paar Monaten sahen wir selbst ein, daß die, bei Licht besehen: kummerlichen Pfennige nicht ausreichten, und schlugen eine Erhöhung vor, die dankbar angenommen wurde. Zu Ende des nächsten Ilkonats wurde sie uns vorgeschlagen, und wir konnten gerade noch zusagen— dann aber war es mit unseren Barmitteln vorbei. Der Hilfslehrerin, die gar blaß und schmal aussah, bot meine Frau in der ersten Aufwallung einen Riegel (elchfleisch an und zitterte innerlich vor einer Zurnckweisung. Das Gegenteil trat ein: das Fräulein erklärte sich freudig bereit, dafür zwei Ilkonate zu unterrichten. (Später, als es, nicht durch uns, im Dorf berumgekommen war, wurden wir deswegen viel ausgelacht: Der Schustergirgl hätte mir für ein solches Trumm Geselchtes gern ein paor Langschäfter machen wollen, und der Schneider gar eine Ertra Prima Pritsches mit Lederbesatz. Aber da war es ja schon geschehen, und wir hatten kein Geselchtes mehr übrig.) Dem Oberstudienrat wollten wir mit solchen Vorschlägen nicht kommen,— einem weißbaarigen alten Herrn, der gerne auf die humanistische Bildung pochte und lateinische oder gar griechische Zitate im Ilkunde führte. Dafür konnte man nicht Selchfleisch oder geräncherten Preßsack anbieten, meinten wir. Es war eben alles noch zu ungewohnt. Also ging ich zu ihm, fragte geradezu, welcher Gegenwert ihm wohl genehm wäre, da das Geld ja doch nichts mehr tangte, und fand den alten Herrr viel umgänglicher und welrgewandter, als ich erwartet hatte: Er habe bei der Versteigerung im Staatswald Brennbolz gekauft, sechs Raummeter— wenn ich ihm die zufahren, sägen und spalten wollte, so wäre der Unterricht für ein Vierteljahr bezahlt.(Heute zittert einem die Feder, wenn man das hinschreibt, aber damals war es eben nichts anders.) Ilatürlich war ich einverstanden und ließ mir den Holzzettel geben. Der alte Herr schärfte mir noch ein, das dicke Rundstück, daß ich in dem einen Stoß finden wurde, nur ja ganz zu lassen, es sollte einen Haukletz geben. Auch das versprach ich. Damals hatte ich ein Abkommen mit dem Volk Franzl, den sie den„Bolger“ hießen, daß wir uns gegenseitig mit Fuhrwerk aushalfen.„Zusammenspannen“ ist der Ausdruck dafür, und da wir jeder einen Ochsen hatten, konnten wir alles schwere Fuhrwerk zweispännig machen und so das Vieh und uns selber schonen. Und meiner Lebtag wird es mir die liebste Erinnerung bleiben, daß einmal ein Bauer mit mir Arbeit gegen Arbeit gleichum getauscht hat. und schon, dir Franzl war gleich ennverstanden. Es war Nevember, und die Hauptarbeit so ziemlich verbei. Eben hatten wir ein paar Tage mit dem Suftenzolinder gedroschen und unmenschlich viel(Staub geschluckt, da war es ganz schön, daß sich wieder draußen erwas zu iun sand. IRlißztranisch war der Franzl nur wegen des Platzes, an dem das Holz stehen sollte, das Fach 176 war als unwegsam verrufen, dort kaufte emn vernünftiger Mensch schon gar nichts, höchstens so ein Siudierter, meinte der Franzl. Dazu hatte ich nicht: zu sagen, denn tatsächlich war es ja mir auch nicht auf gefallen. Es war unbändig kalt, alles steinhart gefroren, aber nur zwei Finger boch(Schnee darüber, also war kein Gedanke an Schlitten, wir mußten den Wagen nehmen. Oer schlitterte wieder ganz jämmerlich, bei jeder(e legenheit rutschten die Räder seitlich weg. Wir ließen es uns aber nicht verdrießen, weil es sonst so ein schöner Lag war, mit Raubreif und viel Sonne. Bei Fach 176 mußten wir vom Fahrweg herunter und quer durch den Wald und fanden endlich die Hol; stöße.„Koa so dreckat's Sauloch därf's nimmer geb’n!“ meinte Franzl andächtig, und sprach mir aus der Seele oamit. Richtig webleidig wurde es uns aber erst, als wir beim Aufladen an das Rundstück kamen, von dem### Oberstudienrat gesprochen hatte— ein ganz unbandi## Irmum, gutding sechzig Zentimeter im Durchmesser, I### ein Meter Länge.„Was dos Luada unter fünf Zent nern hat, dös sriß' i'!“ erklärte Franzl, und es war leicht nachzurechnen, daß er recht hatte. Das Aufladen war eine Mordsarbeit— auf den Schlitten bätten wir das Trumm leicht hinaufgewälzt, aber der Wagen war ja viel höher, da mußten wir ganz anders anbeben. mal rutschte es uns aus, dann wollte der Wagen hochlippen— aber schließlich hatten wir es sicher verstaut und setzten uns einen Augenblick hin, um zu verschnaufen. Es war gut, daß wir nicht recht viel Luft hatten, sonst wäre wenig Schönes herausgekommen. Wie aber dann das Gefrett mit dem Fahren ging— denn jetzt, wo schwer geladen war, schlitterten die Räder erst recht, wir mußten bald links, bald rechts stützen und gegenhalten, damit nicht alles zuschanden wurde— da meinte der Franzl in einer Atempause, nach ein paar Worten über die Saufahrerei plötzlich:„Muß denn dös sein, daß dös Madl gar so dül lernt!“ Ja, da konnte ich natürlich nicht gleich antworten, ich hatte ja selbst meine Zweifel. Und die verstärkten sich noch, ale wir viel später, nachdem wir im Garten des Studienrats zwei Tage lang an dem zugefahrenen Holz gesägt hatten, auf dem neuen Hanklotz zu spalten anfangen wollten; da nämlich zeigte es sich, daß das Stück von einem Zwillingsbaum stammte und beim ersten Schlag an einer unmerklichen MNittelnaht auseinanderbrach. Frauzl ließ die erhobene Art sinken und bar flüsternd: „Mi' legst D'... ins Grab!“ Ich ließ es gerne im Ungewissen, wer ihm den Liebesdienst erweisen sollte, der Studienrat, der Hauklotz oder ich. Aber auch mir schien es damals, daß keine höhere Bildung soviel Enttäuschung werr sei. * Auf einer Hatenbrücke Tief unter dir— ein zeitlos' Hasten und ein Gewirr von Damm und Gleis und Eisenbahnen, Dampfer, Masten und eine Strömung schwarzen Bleis. Und dort der Krahn— er knarrt und summt und stößt die Greiferhand hinab. Und plötzlich: Die Sirene brummt: Die Koblenschlepper stampfen ab. Und du blickst nach. Die breiten Spuren ziehn flußhinauf den Blick ins Land. Die Zeiger kreisen auf den Uhren, und segnend hebst du deine Hand. a Erich Otto Funk. nicht. ittig Eimmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Angelsächsischer Humor 9Noderne Tänze. Richter:„Wollen Gie erwa behaupten, daß dieser Illann die Frau in Tanzsaal vor Hunderten von MNenschen gewurgt hat?“ Zeuge:„Ja, wir haben aber alle geglaubt, die beiden wären am Tanzen!"(Sarnia Observer) * Der Besuch des Geschaftereifenden. .. ich reise...“ * schon— ich will Sie nicht aufhalten!“ (de dnes Bullet) ** Der Grund. Kindermund. Direktor:„Wie sind Gie eigentlich auf die Joee gekommen, Lehrerin zu werden?" Bewerberin:„Ich hab mir gesagt, die schwarze Wandtafel müßte doch eigentlich einen wundervolkn# Hintergrund abgeben für mein blondes Haar!“ Der Galte. „Wer ist denn die schwatzhafte Dame on druben?" „INeine Frau.“ „Verzeihen Gie, bitte, da hab ich einen schweren Fehler gemacht!“ „Rein, ich.“(Pearson':) * Der Empfinesame. Zwei INänner saßen in einer überfullten Straßenhabn. Als der eine sah, daß der andere die Augen geschlossen hatte, sagte er: „Bill, fuhlst du dich nicht wohl?" „Doch“, sagte Bill„## bin nicht krank, aber ich kann nicht gut sehen, wenn Damen stehen mussen!" (Cane Arrnus) * Zeugnisse. Der Ehef der Firma(zu dem Bewerder, der Emr sehlungeschreiden von drei Geistlichen vorwein: „Wir arbeiten Cenntage me. Haben Sie nicht rielleicht em Empfehlungsschreiben von jemandem, der Gie an den Wtechentagen sieht?" Glnssen Stal Eine alte Dame hatte sich die Haare kurz schneiden lassen. Als das kleine Enkelsohnchen sie zum ersten IlXale so sah, rief er aus:„Großzmutter, du siehst gar nicht mehr aus wie eine alte Frau!“ „Wie seh ich denn aus?“ fragte die Großmutter geschmeichelt. „Du siebst aus wie ein alzer Mann!“.(Pearsor's) * Im Büre. Gekretärin(oie die Frau ihres Chefe nicht kennt):„Uno weswegen mochten Eie Herrn Jonesprechen?“ Frau Jones:„Ihreiwegen!"(Ese#bos: 9) Auf dem Arbeitsnachweis. „Ich mochte eine andere Köchin haben— eine kleine!“ (T It-Buts) * Protzig. Neureichs kauften sich ein Bauernhaus, komplett mit — Kühen, Schweinen und Hühnern. Eines Tages fragte ein Besucher: „Legen Ihre Huhner eigentlich auch?“ „Naturlich konnen sie's,“ meinte Frau Neureich ven oben herab, aber bei unseren Verhältnissen haben sie das gar nicht nötig!“(T11-Bs12) * Frühjahrshausputz. angungestellte:„An der Tür sind ein halbes Dutzend Männer mit Staubsaugern. Sie behaurten alle, sie seien herbestellt, um ihre Apparate vor zufuhren!" Hausfran.„ sa, schon, es stimmt. Fuhren Sisie in verschiedene Zimmmer und sagen Sie ihnen, sie sellten üch jeson an die Arbeit machen!" (Salvary Heral# Westsälische Reichsbundgeschäftsstelle in Dortmund Die Geschaftostelle des Gaues 9(Westfalen=Lippe) befindet sich ab 1. Mai dieses Jahres in Dortmund. Ostwall 5. Auch die Geschäftsstelle des Gausachamtes Fußball wird mit diesem Zeitpunkt von Bochum nach Dortmund verlegt. Deutschland- Italten am 5. Mai in Mailand Auch Italiens Turn-Mannschaft steht fest. Der Länderkampf gegen Italien wird die letzte große internationale Kraftprobe unserer Turner vor den Olympischen Spielen sein. Am 5. Mai trifft unsere Vertretung im Teatro Liricco in Mailand auf eine italienische Vertretung, die nicht weniger sorgfältig zusammengestellt wurde. Die italienische Riege, die als sehr stark bezeichnet werden muß, wurde jetzt bekanntgegeben und hat ihre Hauptvorzüge darin, daß in ihr einige Turner wie Romeo Neri, Omero Tonoli * Ranco Tognini stehen, die große Erfahrung in nationalen Kämpfen besitzen. Immerhin darf i annehmen, daß die deutsche Riege nach der uncklichen Niederlage gegen Finnland im vergangenen Jahre in Mailand besser abschneiden wird, zumal inzwischen die Umstellung auf den internationalen Bewertungsmaßstab vollzogen wurde. Folgende Mannschaften werden am 5. Mai in Mailand aufmarschieren: Deutschland: Franz Beckert=Neustadt, Konrad FreyKreuznach, Alfred Schwarzmann=Berlin, Willi Stadel=Konstanz, Innozenz Stangl=München, Walter Steffens=Bremen, Mathias Volz=Schwabach, Ernst Winter=Frankfurt. Italien: Romeo Neri=Rimini, Egidio ArmellaniMailand, Danili Fioravanti=Mailand. Oreste CapuzzoSampierdarena, Franco Tognini=Menza. Aldo Monetti=Bologna, Omero Tonoli=Ravenna, Niccolo Tronci=Genua. Start zur Deutschen Frauen=Sandballmeisterschaft Dortmund 95 muß nach Leer. Nachdem die Männer schon ihren 2. Kampftag hinter sich haben, nehmen auch die 16 Gaumeister im Frauen=Handball den Kampf um die Deutsche Meisterschaft auf, die, wie auch im Vorjahr, nach dem Pokalsystem ausgetragen wird, so daß also die verlierende Mannschaft schon ausscheidet. Die Zwischenrunde wird dann am 17. Mai ausgetragen, die Vorschlußrunde am 7. Juni und das Endspiel am 21. Juni. Die westdeutschen Mannschaften haben es in der Vorrunde nicht leicht, obwohl der Mittel= und Niederrheinmeister im eigenen Gaugebiet antreten können. Dortmund 95 hat in der Elf des VfL Germania Leer wohl nicht den stärksten Gegner, muß aber dafür die weite Reise nach Ostfriesland antreten. Der T3 Krefeld=Oppum empfängt im TSV Eimsbüttel und der Kölner BC in Eintracht Frankfurt Einheiten, die in der vergangenen Spielzeit zu den stärksten deutschen zählten und sich aus diesmal mit großer Wahrscheinlichkeit durchsetzen sollten.4 Folgende acht Paarungen bringen die 16 Gaumeister zusammen: Dresden: PSV Dresden— SV Stabelwitz Breslau. Berlin: SC Charlottenburg— Asco Köniasberg. Magdeburg: Magdeburger FrauenSC— Preußen Stettin. Leer: VfL Germania Leer— Dortmunder SC 95. Mülheim: T3 Krefeld=Oppum— TSV Eimsbüttel. Köln: Kölner BC — Eintracht Frankfurt. Fürth: SpVg Fürth— TV Cannstatt. Hanau: TG Hanau 33— BfR Manheim. Neues aus dem 9. R. s. L. Den beiden Gruppen des Deutschen Bergsteiger= und Wander=Verbandes im D.R.f.L. wird mit Wirkung vom 1. April 1936 die Selbständigkeit e nes eigenen Verbandes erteilt. Die Gruppe 1 Wandern wird in Zukunft als Reichsverband der deutschen Wandervereine, die Gruppe 2 Bergsteigen als Deutscher Bergsteiger=Verband im D.R.f.L. tätig sein. Der Deutsche Wander=Verband umfaßt wie bisher sämtliche deutschen Gebirgswandervereine; der Deutsche Bergsteiger=Verband umfaßt wie bisher alle deutschen Bergsteigervereine, darunter auch die reichsdeutschen Sektionen des Deutschen= und Oesterreichischen Alpenvereins. Estland mit 49 Aktiven Das estnische Olympische Komitee hat nach langen Vorbereitungen, die die estnischen Sportler im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Berlin betrieben und noch betreiben, vorläufig die Entsendung einer Mannschaft von 49 Aktiven beschlossen. Am Baskettund Handballturnier wird eine vollständige Mannschaft teilnehmen. Für die Wettbewerbe in der Leichtathletik, Schwimmen, Ringen, Boxen, Gewichtheben, Rudern und Segeln ist die Teilnahme von Einzel wettkämpfern vorgesehen. Dienststellenbezug von Zeitschriften Der Reichssportführer teilt mit: Der Präsident der Reichspressekammer hatte die von ihm widerruflich erteilten Genehmigungen für den Dienststellenbezug von Sportzeitschriften mit Wirkung vom 31. März ab grundsätzlich aufgehoben. Auf meinen Antrag hat der Präsident der Reichspressekammer für das Reschesportblatt und die Fachamtszeitschriften den Dienststellenbezug widerruflich in beschränktem Umfang erneut genehmigt. Jeder Verein ist somit verpflichtet, folgende Druckschriften zu halten: 1. das Reichssportblatt in einem Exemplar. 2 diejenigen Fachamtsblätter, deren Beaufsichtigung und Betreuung der Verein untersteht, in je einem Exemplar. Um ener Ueberlastung vorzubeugen, sind Vereine aer Abteilungen, die wen ger als 20 Mitglieder. oder bei Mannschaftssport, weniger als zwei Mannschaften haben von der Bezugspflicht befreit. Jeder Verein, der zur Mitgliedergruppe 1a der Satzungen gehört, ist außerdem verpflichtet, das Gauverordnungsblatt zu beziehen. Eine Befreung hiervon kann nicht ausgesprochen werden. weil jeder dieser Vereine in den Besitz aller amtlichen Mitteilungen des DRL. und seiner Fachämter gelangen muß. Vor einer Meisterschaft Gewichtheber in Essen Das große Rüsten des deutschen Sportes für die 11. Olympischen Spiele in Berlin wird nun bald abgeschlossen sein. Fleißig ist man aber noch zur Stunde dabei, die letzte Hand anzulegen. Hier und dort hat man schon einen Ueberblick gewonnen, wer Deutsch= land in Berlin vertreten wird. Die Gewichtheber— noch immer unter unseren stärksten Waffen auf den Olympischen Spielen— haben sich besonders gründlich vorbereitet. Darüber gaben zum Teil schon die Deutschen Meisterschaften im Bantam, Feder und Schwer am zurückliegenden „Sonntag in Möhringen, dem netten Vorort Stuttgarts, Aufschluß. Essen wird nun am 10. Mai, also am übernächsten Sonntag, sozusagen den Schlußakt der Deutschen Meisterschaften 1936 sehen. Hier kommen die Klassen Leicht, Mittel und Halbchwer zusammen. Es ist selbstverständlich, daß man mitreißende Kämpfe sehen wird, denn es geht darum sich die„Fahrkarte zur Olympiade“ zu sichern. Gerade in diesen drei Klassen ist allerlei an Einsatz und Leistung zu erwarten. Nur zwei aus jeder Klasse können für ihr Land um olympische Ehren kämpfen, aber hinter ihnen stehen viele tüchtige Leute, die allen Ehrgeiz daransetzen werden, um sich nach vorne zu kämpfen. Alle drei Klassen der Essener Kämpfe werden hervorragend besetzt sein und wir werden in Kürze alle Namen nennen können Ein Blick nach Möhringen. wo am letzten Sonntag die ersten der Meistertitel für 1936 vergeben wurden, lohnt sich noch immer. Es war eine Freude, sich von der Begeisterung der Einwohner Möhringens für die„starken Männer“ tragen zu lassen. Es war ein schöner Dank für die Verlegung der Meisterschaft nach Möhringen— Wahl ist dort zu Hause— an die verantwortlichen Leute. Natürlich wurde Wahl im Schwergewicht gleichermaßen wie sein großer Rivale Manger=Freising von seinen engeren Landsleuten stürmisch gefeiert. Wahl und Manger werden Deutschland nun auch in Berlin vertreten. Einen solchen Endkampf wie den im Federgewicht sieht man nicht alle Tage. Europameister Walter=Saarbrücken, Exeuropameister Mühlberger-Frankfurt und der Düsseldorfer Liebsch kämpften mit einem Einsatz sondergleichen um den Sieg. Walter lag von seinem letzten Versuch an dritter Stelle. Steigert er fünf Pfund, so wurde er Zweiter, nahm er jedoch 10 Pfund mehr als im zweiten Versuch, so war er wieder einmal Deutscher Meister. Es handelte sich um 245 Pfund, die er beidarmig stoßen mußte, eine Leistung. die er bis dahin noch nie schaffen konnte. Nun zeigte sich aber der wahre Kämpfer. Eine kurze Konzentration— und mit letzter Kraft riß Walter die 245 Pfd zur Brust und stieß sie durch. Den Beifall kann man sich vorstellen! Das sind Kämpfer, wie sie Deutschland in Berlin braucht.— Ueberraschend kam der zweite Platz von Ereuropameister Mühlberger, der für die Feder gewichtsklasse abtrainiert hatte. Liebsch= Düsseldorf konnte es nicht verhindern, daß sich Mühlberger mit fünf Pfund vor ihn brachte. Walter wird Ueberraschend stark ist auch sein Anzugsmoment. Eine besondere Freude für die Wageninsassen bietet er dadurch daß er sie vor den Motordünsten bewahrt, trotzdem wird er als Wärmespeicher für das Wageninnere bestens aus genutzt. Wir fahren hin mit Heckmotor, mit der Stoßz kraft im Rücken, und fahren zurück mit dem Motor vorne Wetter und Straße tun uns nichts, wir liegen sicher auf der Straße, in der Kurve. auf der Steigung, im Gefälle und wir haben so viel Platz, daß wir mit Kind und Aegel auf die Reise gehen könnten, undeschwerz um die Umwelt und mit stillem Schmunzeln die Landschaft genießend, die sich uns da in Nebel und Regen verschwommen präsentiert. Sonstige Svortnachrichten Hohmann geht nach Berlin. Wahrend die Gruppenspiele um die Deutsche Fußballmeisterschaft im vollen Gange sind, während eine Ueberraschung die andere sagt und Hunderttausende allsonntäglich im Banne großer sportlicher Ereignisse stehen, schickt sich Karl Hohmann, der Sturmführer des vorjährigen Niederrheinmeisters, an, Düsseldorf zu verlassen. Zum 1. Mai geht er nach Berlin, um sich auf der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in einjähriger Ausbildungszeit auf seine künftige Tätigkeit als Fußballehrer vorzubereiten. Der Reichssportführer in Hohenlychen. Der Reichssportführer weilt zur Zeit in den Sportheilstätten in Hohenlychen, um sich hier einer Venenentzündung wegen einer Operation zu unterziehen Aus diesem Grunde ist auch die Bulgarienreise des in Berlin starten, zwischen Mühlberger und Liebsch Reichssportführers verschoben worden. Es ist geplant wird noch eine Ausscheidung steigen.— Auch im Bantamgewicht, wo sich vor allem der stürmisch nachdrän gende Nachwuchs hervortat, war man mit den Leistungen zufrieden. Rund um den Schwimmsport Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Die deutschen Spitzenschwimmer geben sich seit eini=Lehrganges einen neuen deutschen und Eurogen Wochen einer wohlverdienten Ruhepause hin, dassparekord über 100 Meter=Kraul geschwommen hat heißt, es wird nicht gebummelt aber auch nicht hart Nur wird man sagen, also haben doch Wettkämpfe trainiert. Im Amtsblatt der Schwimmer las man stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit ist man nur von einem Olympia=Lehrgang, der unter„Ausschlußs einem Wunsche des Bremers nachgekommen, der sich der Oeffentlichkeit" vonstatten gehen sollte. Nun hat in ausgezeichneter Form fühlte, der vormittags über man sicherlich angenommen, daß am vergangenen 50 Meter ohne sich auszugeben eben über 25 SekunWochenende im Sportforum=Bad, der schönsten Hal= den geblieben war. Fischer hatte auch dem Reichssportlenbahn in Deutschland, hinter, den Kulissen wart einige Tage vorher Mitteilung von seiner Bomallerlei vor sich gegangen ist. Man hat auch vermutet, benform gemacht und ihn gebeten, er möchte es ge daß die Oeffentlichkeit ausgeschlossen wurde, weil das Fachamt Schwimmen hinter verschlossenen Türen Egperimente vornehmen wollte, die geheim bleiben sollten. Hier an dieser Stelle soll ausdrücklich gesagl werden, daß die deutschen Schwimmer nichts geheimhaten brauchen, daß die deutschen Schwimmer garnichts zu verraten haben. Das was sich in Berlin im Olympia=Lehrgang ereignet hat, durfte jeder sehen. Der verantwortliche Reichssportwart wollte mit der Spitzenklasse— die gesamte Olympia=Kernmannschaft der Männer und Frauen war bis auf die Springer und Wasserballspieler anwesend— und den Vertrauensleuten einmal allein sein, um in der kurzen Zeit, die zur Verfügung stand, alles das, was notwendig ist für eine Formsteigerung, besprechen. Unter diesen Umständen hätte hoher Besuch oder die Anwesenheit hunderter begeisterter Zuschauer nur störend wirken können. Wie gesagt, zu verraten und geheimzuhalten ist eben nichts. Auch werden die Ausscheidungsrennen für die Zusammenstellung der deutschen Mannschaft, nicht wie angenommen wird, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vor sich gehen. Die letzte Entscheidung fällt am 18. und 19. Juli im Olympischen Schwimmstadion im Rahmen der Deutschen Meisterschaften, dann haben alle, die sich dafür interessieren, Gelegenheit Zeuge zu sein. Aus heiterem Himmel kam dann die Nachricht, daß Meister Helmuth Fischer im Rahmen des Olympiastatten, daß er die neue Bahn im Sportforum mal genauer unter die Lupe nehmen dürfe. Nachmittags wurde dann als Vorbild für alle Krauler ein Wettkampf zwischen Heibel und Fischer inszeniert der über 100 Meter führen sollte. Beinschlag und Wende, Start und Spurt sollten genau beobachtet werden, um Fehler zu entdecken. Als der Reichssportwart den Aktiven aber sagte:„Ihr könnt Fischer auf der letzten Bahn ordentlich anfeuern„ahnte wohl jeder im stillen, daß hier etwas im Spiele war, zumal ein vorschriftsmäßiges Kampfgericht zusammengestellt wurde Mit 56.8 bewies dann der Bremer, daß er sich in seinem Gefühl. nahe en den Weltretord kommen zu können, nicht getäuscht hatte. So hat sich hinter den Kulissen das abgespielt, was viel hätten erleben mögen. Alle übrigen Schwimmer und Schwimmerinnen haben nicht nach Zeit geschwommen, es handelt sich nur um stilistische Verbesserungen und um die Feststellung der Meinungen über das vorbereitende Training. Einen genau festgelegten Trainingsplan gibt es nicht. Das Fachamt hat zu den Vereinstrainern so viel Vertrauen, daß die Bekanntgabe von Richtlinien unterbleiben mußten. Die Parole heißt jetzt: „Hart trainieren und für Lebenshochform im August sorgen!“ die Reise nach Sofia mit der Warschauer Reise zu verbinden, die für den 14. Mai vorgesehen ist. Willi Müller bestraft. Der Düsseldorfer Schwergewichtler Willi Müller wurde vom Führerrat des Verbandes Deutscher Faust kämpfer in eine Geldstrafe von 300.— Rm. genom men, weil er sich an die Bestimmungen seines für den 17. April nach Stuttgart abgeschlossenen Kampfver trages gegen Adolf Witt nicht hielt. Müller hatte in diesem Vertrag ein Startverbot ab 5. April unterschrieben, borte aber dann doch am 9. April in Prag gegen den Tschechen Hampacher. Rein Kampf ohne Garantie-Gage. Der Führerrat des BDF bestimmt, daß kein Kampfvertrag ohne eine Garantie=Gage abgeschlossen werden darf. Alle Borer, auch die prozentual beteiligten— müssen mit einer Garantie=Gage verpflich. tet werden. Die Garantie wird annähernd aus dem Durchschnitt der Börsen der letzten sechs Kämpfe errechnet. * Als neuer Bewerber um die Halbschwergewichtsmeisterschaft tritt der Berliner Helmut Hartkonr auf, der aber zunächst einen Ausscheidungskampf gegen Willi Pürsch bestreiten muß, ehe er Meister Witt boxen darf. Pferdesport Unsere Voraussagen. St. Clond. 1. R.: Noemi— Marcel; 2. R.: Gennari— Grand Gala; 3. R.: Philaine— Aethella; 4. R.: Essendierae — Apanche; 5. R.: Tiberius— Quick Aethel; 6. R.: Miraflore— Arachne; 7. R.: Carpig— Flora. Anpaddeln bei Briefkasten unsern Briefkasten müslen mit Unterschrift versehen und ebenso mut die letztanttige Qutttung beigeinat sein. Wo dieses nicht der Rau Ist, ersolat keine Beantwortung Pöppinghausen. Der Walnußbaum bringt woh. den größten Gewinn von allen Baumen. Darum sollte er vielmehr angepflanzt werden. Erforderlich ist natürlich der Anbau an richtigen Stellen und richtiger Sorten. Bevor man eine Walnuß setzt, überzeuge man sich, daß sie von einem Baum stammt, der regelmäßig und gute Nüsse tragt. Der Nußbaum liebt warmen humosen Boden mit genügender Feuchtigkeit. Zur Entwicklung der Krone ist ein Abstand von mindestens 10 bis 12 Meter von Gebäuden nötig. Der Zeniner der Herner Turnvereinigung Cellt., wurde, Sieger war die Mannschaft Niermann Rüsse wird heute mit ungefahr 40 Mark bezahlt. Ein 1873 därfe(Zielann so wird es diesmal bestimmt eine Mis, alter Rußbaum tragt Jahr für Jahr fünf und noch 1873 dörfer Zielony, so wird es diesmal bestimmt eine Wie= mehr Zentner Rüsse. Außerdem hat er, wenn er geAm Sonntag, dem Tage des deutschen Kanusportes, verholung, wenn nicht sogar eine Verbesserung des Ic######——4 hatte die Wassersportabteilung der Herner Turnver= Bahnrekerd, geben. Alle Anzeichen sprechen dafür, einigung 1873 ihre Mitglieder zur Feier eingeladen, denn durch die jetzt schon gestifteten Prämien für WerDas am Stadthafen gelegene Bootshaus hatte einen tungen und Ueberrundung ist Fürsorge gegi#ffen, daß neuen farbenfrohen Anstrich bekommen. Am Mast es vom Start bis ins Ziel ein Kampf auf Biegen und wehten die Flaggen und Wimpel. Alles ist aufs beste Brechen wird. Wenn alles gut geht und keine zu für die neue Saison gerüstet und hergerichtet. sschweren Stürze vorkommen, sollte der Sieger nur in So konnte denn der Vereinsführer Siebel die zahlreich erschienenen Mitglieder der Abteilung herzlichst begrüßen. Er wies auf die Bedeutung des Tages und damit auf die geschaffene Vereinigung aller porttreibenden Verbände, den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen, hin. In einer gemeinsamen Dietstunde wurde die vom Fachamt„Kanusport“ vorgeschriebene völkische Aussprache durchgeführt. Nach erfolgter Hissung der Reichsflagge wurde mit einem dreifachen Siegheil auf unseren Führer und unser Vaterland die Saison eröffnet. Schnell wurden die Boote, die vor dem Bootshause sein säuberlich aus den obengenannten Paaren zu suchen sein. Oder sollte eine der jüngeren Mannschaften für eine Ueberraschung sorgen? schlagen wird, noch einen großen Holzwert. Kinder und Enkel werden ihren Vätern einmal für die An pflanzung von Nußbäumen dankbar sein Stammtisch. Das japanische Innenministerium ha kürzlich die Bevölkerungszahl von Tokio mit 6,3 Millionen angegeben. Es sollen davon 3,3 Millionen Manner sein. Bug und beck Wasserfahrt unter dem Mercedes-Stern. gerichtet aufgestellt waren, zu Wasser gebracht. Voran straße hinaus, etwa zur Hohenspburg, wie wir das Montag die drei Flaggenboote, setzte sich die Bootsflotille in taten. und Sie werden sehen, daß am Bug das Wasser mustergültiger Ordnung in Bewegung. Mit frohem, hochspritzt und do“ die Ihnen folgende Karawane in Mut gings dem Z'ele, dem Forsthaus, zu. Hier ver= Ihrem Kielwasser fährt. Die Begrifseverwandttrieb man sich mit allerlei Kurzweil die Zeit. Hatte schaft wird noch klarer, wenn wir hören, daß die deutsche es der Wettergott auch nicht besonders gut gemeint, sal Automobilfirma Mercedes=Benz einen Wagentyp herauskonnte ein kurzer Regenschauer das Herz eines zünf= gebracht hat der die Bezeichnung 170 H trägt, was heißen tigen Paddlers nicht betrüben. Alle Mitglieder zeich= 1on Lyp 170 mii Heckmotor. Also„schwimmen“ wir naten sich in Nie Spenhenlists für daa Hillamer? Mute mit dem Heckmotor hinaus in die regenbrandende neten sich in die Spendenliste für das Hilfswerk„Mut ga####“.###v. 1141= ührigens das Gegenstück zu dieter und Kind“ ein. Wohlgemut und frohgestimmt kem Typ den 170 V. also den Xyp 170 mit dem Motor langten alle am Abend wohlbehalten meda am—„„— Dortmunder Zucht- und Faselviehmarkt Dortmund, 29. April. Dem heutigen und Faselviehmarkt wurden zugeführt: 930 Stück Großvieh, darunter 182 Mansen, 132 Ferkel, 32 Läufer= und ältere Futterschweine und 34 Kälber. HochDas sind lauter Begriffe, die wir von der Schiff= tragende und frischmelke Kühe kosteten: 1. Sorte 350 fahrt her kennen; und dennoch werden Sie gleich zu= b.s Ju##. Sorte 500—540 RM., 3. Sorte 420 geben, daß für das Straßenfahrzeug diese Be= bis 490 RM., Rinder kosteten 400—500 RM, Mansen griffsverwandtschaft durchaus nicht undenkbar ist. Bitte, 240—340 RM. Beste Tiere wurden über Notiz bezahlt setzen Sie sich an einem regenschweren Tage wie dem Der Handel war in Großvieh in guten Vieren mittel vorgestrigen in eine Limousine und jagen auf die Land= sonst langsam. Am Schweinemarkt war der Hande! langsam. Es kosteten(Durchschnittssorte und Durch schnittspreise): Ferkel 5 bis 6 Wochen alt 19—22 RM., 6 bis 8 Wochen alt 23—27 RM. 8 bis 10 Wo chen alt 28—32 RM., 10 bis 12 Wochen alt 33—37 RM., Läuferschweine über 3 bis 5 Monate alt 38—46 RM. Abfallende Ware war entsprechend niedriger ausgesuchte Spißenware entsprechend höher. Der näch ste Markt findet am v. Mai statt. wieder am Bootshaus an Hoffen wir das der Wettergott unseren Kanuten bald das richtige Paddlerwetter beschert. Wer gewinnt den großen Zruhjahrspreis? Nachdem nun die einzelnen Paarungen bekanntgeworden sind. hat man über das Gesamtfeld für Sonntag einen klaren Ueberblick. Die stärksten Mannschaften sind unzweifelhaft Niermann Zielony, Kamp Schne der. v. d. Abe Viehmener. so dann die Rheinländer Hupertz Schlösser. Pries Schmitt. Die neue Zusammensetzung Büdenbender Schievenhövel wohl noch nicht genügend eingefahren sein, um Vorne“, auch in einigen Exemplaren in unserer Linienschissormation vertreten, lo daß wir auf der Rückfahrt von H in B umwechseln können. Darum geht nämlich unsere Fahrt. Wir wollen, ganz gleichgültig bei welcher Witterung, zwei neue Wagen ausfahren und ihre Vorzüge und Besonderheiten kennen lernen. Beide Wagen sind Vierzylinder, beide leisten 38 Brems=PS, beide haben rund 1700 cem Zylinderinhalt, und beide verbrauchen auf 100 Kilometer 10 bis 12 Liter Brennstoff. Bei diesen gleichen Voraussetzungen springt die größere Leistungsfähigkeit des Typ H vor dem Typ V in die Augen, und die Feststellung ist frappant, daß lediglich durch die Motoranlage im Heck an Kraftleistung 16 bis 17 Prozent gewonnen werden. Diese werden erzielt durch den Fortwird fall des Kardangelenks und die dritte Kraftübertragung ### vom Motor auf die Hinterräder. Die Leistungssteigerung den Sieg ernstlich in Frage zu kommen. Wer wird Hochstgeschm drückt sich in einer um 10 Ailometer höheren gestoppten Höchstgeschwindigkeit aus als beim Typ V. Die Ernun Sieger? Wenn man daran denkt, daß im vergan= fahrungen mit dem Heckmotor berechtigen überhaupt zu genen Jahr gerade bei dem Fruhjahrspreis der Her= der Annahme, daß der Wagen mit Heckmotor in Zukunft ner Bahnrekord über 1 Stunde 42,8 Kilometer aufge= eine bedeutende Rolle im Kraftwagenbau spielen wird. Ihre Verlobung werden Sie Ihren Verwandten und Bekannten nicht nur durch eine Anzeige im Herner Anzeiger, sondern vor allem auch in einer persönlichen Ankündigung gern mitteilen wollen. Familiendrucksachen für Verlobungen, Vermählungen, Geburten und Todesfälle druckt modern und preiswert Buchdruckerei Koethers& Röttscho Hermann Göring=Straße 8— neben dem Trabrennen zu Gelsenkirchen Sonntag. 3. und 10. Mai 1936, 15 Uhr Hoch her wiro es an den beiden nächsten Renntagen auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen gehen. Sieben Rennen an jedem Tage, Klassepferde in reichlicher Anzahl am Start. Immer etwas Neues, Spannendes bietet der rührige Rennverein seinen Anhängern. Als Zugabe etwas, was jedes Reiterherz höher schlagen läßt, das Auftreten der Kuban=Kosaken, die an beiden Renntagen Reitkunst in höchster Vollendung zeigen werden In scharfem Gegensatz zu dem an klassige Regeln gebundenen Reiten in sonstigen sportlichen Wettbewerben steht das Natur=Reiten dieser Kosakentruppe. Die Kosaken sind auf ihren Pferden zu Hause, denn von klein auf lebt er mit seinem Pferd. Kein Wunder, daß diesen Leuten das Meistern ihrer Pferde so gar nichts bedeutet. daß sie erst im Sattel voll aufleben. Es sind alles fähige und mutige Leute. mit richtigem Reiterherzen, denn was diese Kuban=Kosaken bieten, steht für den Kenner oder Nichtkenner an der Grenze des Begreiflichen. Dabei sind sie noch nicht einmal auf den jung=gewohnten Steppenpferden beritten, sondern auf den viel größeren, allerdings ebenso zayen, schnellen und unverbrauchbaren Ostpreußen und Hannoveranern. Die ganze Schau der Kuban=Kosaken ist von Anfang bis zu Ende eine Glanznummer. Bezaubernd schön, wenn sie auf dem in voller Kacriere dahinjagenden Roß stehen, hinreißend, wenn sie in wildem Tempo aus dem Sattel gehen, vom Boden etwas aufraffen und blitzschnell wieder auf dem Pferde sitzen ohne das geringste Nachlassen im Tempo. Aufregend ist das Uebersetzen von einem Pferd aufs andere, dus„Sich=schleifen=lassen" oder das Abstürzen. Die Teuselskerle sino so geschickt, daß ihnen bei alledem nichts geschieht, obwohl sich das alles in einem höllischen Tempo abspielt. Die Kosaken zeigen Reitkunst, die auch den erfahrenen Reitersmann in Erstaunen versetzen. Es sollte deshalb nicht Wunder nehmen, wenn die beiden kommenden Renntage einen großen Besuch aufweisen, da sie Höhepunkte in dem Geschehen in und um den Trabersport bedeuten. — Kennen zu Dortmung.— I. Rennen: 1. Hohlweg(M. Schmidt), 2. Frauenfreund, 3. Irmgard. Toto: Sieg 39:10, Platz 16, 12, 12:10. Ferner liefen: Chianti, Asti, Aurigena. Lg.: 2, 1. M. 2. Neunen: 1. Memlinck(W. Hauser), 2. Leithirsch. 3. Rosenrot. Toto: Sieg 40:10, Platz 18, 14:10. Ferner liefen: Liebeszauber, Titine. Lg.: 1½, 1, P. 3. Nennen: 1. Terzes(H. Schmidt), 2. Nautikus, 3. Imperator. Toto: Sieg 39:10, Platz 26, 32:10. Ferner lief: Genoveva. Lg.: 1½, K., 1¼. 4. Rennen: 1. Feuereiser(H. Schmidt), 2. Szegeban, 3. Die Lupine. Toto: Sieg 44:10, Platz 23, 46:10. Ferner liefen: Letzter Sioux, Campo Santo. Lg.: b. 2, 5. Rennen: 1. Meister(Haut), 2. Seydlitz. 3. Sauhatz Toto: Sieg 39:10, Platz 15, 18, 21:10. Ferner liefen: Bekassine. Lachendes Leben, Nurmi, Lore. Lg.: ½, ½. 1 6. Rennen: 1. Thimble Rig Jimmy(Hauser), 2. Harquebuse, 3. Vagabund. Toto: Sieg 15:10, Platz 12. 19, 13:10. Ferner liefen: Flaute, Laputz, Angelo. Lg.: 2, 3. ½. 7. Rennen: 1. Liebeswalzer(Loer), 2. Gassenjunge, 3. Titanic, 4. Silbersee. Toto: Sieg 65:10, Platz 23, 16. 29. 22:10. Ferner liefen: Rabensteiner, Läufer. Ambrosius. Ma Clochette, Pieta, Graf Moltke, Stolz des Hofes. Lg.: 2½, 2. K. Doppelwette: 156:10. Reunen zu Strausberg. 1. Rennen: 1. Lanze(Wolff), 2. Goal. 3. Welmery. Toto: Sieg 24:10, Platz 13, 19:10. Ferner lief: Balljunge. Lg.: 3, 2. 2. Rennen: 1. Meine Freundin(Ostermann), 2. Wittekind, 8. Harrietta. Toto: Sieg 63:10, Platz 20. 16:10. Ferner liefen: Sonnenuhr, Komm voran, Ilsha. Lg.: 4, 3. K. 3. Rennen: 1. Herbstzeitlose(Lt. Ziervogel), 2. Hyksos, 3. Brabant. Toto: Sieg 110:10, Platz 23, 16:10. Ferner lief: Lohma. Lg.: 1¼, 3, K. 4. Rennen: 1. Gleisner(H. Zehmisch), 2. Weddegast, 8. Metternich. Toto: Sieg 38:10, Platz 17, 18. 20:10 Ferner liefen: Galeopis, Mithra. Vere F., Cornelia. Lg.: 1¼. K., 3. 5. Rennen: 1. Romantik(Flint), 2. Flipp. 3. Vogelfänger, 4. Sennhütte. Toto: Sieg 58:10. Platz 16. 16, 13. 13:10. Ferner liefen: Walküre, Epikur, Tornado, Ohnmacht. Pompon, Deutschland. Albano. Lg.: K., H., K 6. Rennen: 1. Regierungsrat(Schulze=Günther), 2. Liedervater, 3. totes Rennen zwischen Herero und Grog. Toto: Sieg 55:10, Platz 15, 14. 66, 11:10. Ferner liefen: Einar. Rheinsels, Gastrolle. Lg.: 2, P. t. R. 7. Rennen: 1. Cobra(Eichler), 2. Irrigoyen, 3. Ancona. Toto: Sieg 211:10. Platz 18, 17, 15:10. Ferner liefen: Metullus. Palladio, Perlmutter, Friedana, Trompeter. Lg.: ½, ½. ½. Doppelwette: 364:10. Rennen zu Le Tremblay. 1. Rennen: 1. Dark King(Monnier), 2. La Douze 2, 3. Prunelle. Toto: Sieg 33:10, Platz 15, 17:10. Ferner liesen 2 Pferde. Lg.: F. 1½, 2½. 2. Rennen: 1. Mlle. de Pungareau(Monnier), 2. Folle, 3. Pen and Ink. Toto: Sieg 100:10, Platz 16, 11, 14:10. Ferner liefen 5 Pferde. Lg.: K. K., 2, 14. 3. Rennen: 1. Britomartis(Bouillon), 2. Palais Borghese, 3. Tanoria. Toto: Sieg 28:10, Platz 14, 16, 25:10. Ferner liefen 8 Pferde. Lg.: 1½, 1A. K. 4. Rennen: 1. Blanche de Cas(Bouillon), 2. Sainte Justine, 3. Skip. Toto: Sieg 37:10. 3 Pferde liefen. Lg.: 2, 6. 5. Rennen: 1. Bokbul(Bouillon), 2. Ping=Pong. 3. Aethelflaed. Toto: Sieg 37:10, Platz 18, 18, 23:10. Ferner liesen 5 Pferde. Lg.: 1½, 24, N. 6. Rennen: 1. Paris Nord(Rabbe), 2. Myosotis. 3. Magic Grey. Toto: Sieg 27:10. Platz 12, 18, 16:10. Ferner liefen 5 Pferde. Lg.: 1. k. K., 1½. 7. Rennen: 1. Carius(Semblat), 2. Treignac, 8. Canaletto. Toto: Sieg 45:10, Platz 15, 15, 15:10. Ferner liesen 7 Pferde. Lg.: 1, 2, 1. Falsche Verwendung der s=Buchstaben Ein Hinweis des Reichserziehungsministers. Eine sehr große Anzahl von Straßen= und Geschäftsschildern, aber auch Werbeanschläge aller Art. Zeitungsdruckstöcke, grphische Erzeugnisse. Stemvel, Siegel. Dentmünzen u. a. zeigen, wie in einem Erlaß des Reichserziehungsministers festgestellt wird, immer wieder bei den Kleinbuchstaben salsche Anwendung der s=Buchstaben, sowohl in der„Fraktur“ wie in der„Antiqua". Besonders wirkt die häufige Anwendung des kleinen s(Schluß=s) inmitten eines(nicht zusammengesetzten) Wortes„Bei der dekorativen Anwendung eines Wortes wird stetsb# Klärung der Verwendungsfrage des kleinen s(Schlu# vom handschriftlich deutsch geschriebenen Wortbild#### zugehen sein. Nur an der Stelle im Schmuck=Worts#ld ist dann das Schlußes einzusetzen, wo es auch im handgeschriebenen Wort steht. Ueberall sonst sollte nicht auf das für das Wortbild außerordentlich charakteristische lange s verzichtet werden. Dieser für das deutsche Gesicht wesentliche Buchstabe lang s ist nicht nur in der Fraktur, sondern auch in fast allen deutschen AntiquaDruckschriften, eben in Rücksicht auf die deutsche Rechtschreibung, vorhanden. Lediglich die Schreibmaschinen mit lateinischer Schrift lassen ihn leider vermissen. In allen Zusammensetzungen des Buchstaben f mit ch. v. t. z zu sch. lv. st. s ist die Verwendung des Schluß=s sinnwidrig und geht gegen das Sprach= und Wortgefühl. Ein Blick auf eine große Anzahl dekorativer Darstellungen aller Art zeigt heute leider sehr häufig die falsche Verwendung der verschiedenen s=Buchstaben. Der Minister ersucht, in allen in Frage kommenden Klassen der Berufs= und Fachschulen stets wieder darauf hinzuweisen. Luftschutz verhütet Schaden an Gut und Blut! Aktien und Renten uneinheitlich Berliner Börse. Berlin, 29. April. Das Kursbild zeigte zu Beginn der Börse eine ziemlich uneinheitliche Entwicklung. So wie schon gestern, tanden weiteren Käufen der Bankenkundschaft auch Glatttellungen und Gewinnrealisationen gegenüber, sodaß sich Kurseinbußen und Steigerungen etwa die Waage hielten. In der Grundtendenz hat sich infolge der immer wieder eingehenden günstigen Wirtschaftsmeldungen in dessen nichts geändert. Man verwies heute auf den guten Goedhardt=Abschluß und die einen befriedigenden Ge schäftsgang kennzeichnenden Ausführungen in den Generalversammlungen des Flick=Konzerns. Von Montanwerten hatten Harpener mit einer Steigerung von ca 1 Prozent die Führung. Gesucht waren auch Rheinstahl (plus ¾) sowie Vereinigte Stahlwerke(½. Prozent). Dagegen ermäßigten sich Klöckner um ½ und Stolberger Zink um 28 Prozent. Ausnahmslos fester eröffneten Braunkohlenwerte, wobei Rheinbraun mit plus 2½ und Niederlausitzer mit plus ¼ Prozent die größte Steige rungen aufwiesen. Von-uliaktien gaben Aschersleben und Westeregeln um 12- bzw. 3¼ Prozent nach. wobei man auf die Dividendenentscheidungen der Aussichtsräte verwies. In der chemischen Gruppe setzten Farben mit unverändert 166 ein verbesserten den Kurs aber sogleich um 28 Prozent. Goldschmidt gewannen 1, während Rütgers um 1½ Prozent zurückgingen, da der wieder 6prozentige Dividendenvorschlag wohl nicht ganz den Erwartungen entspricht. Von Elektrowerten sind Schuckert und Siemens mit plus ½ Prozent bzw. plus X Prozent und Versorgungspapiere, Elektro Schlesien und Schlesische Gas mit Steigerungen von je 1¼ Prozent stärker verändert zu nennen. An den übrigen Märkten blieben die Umsätze ziemlich gering, da Angebot und Nachfrage sich nahezu ausglichen, waren auch Kursschwankungen von Belang nicht zu verzeichnen. Erwähnenswert sind nur Berliner Maschinen, die trotz des gemeldeten Auslandsauftrages um 1 Prozent zurückgingen, ferner Rheinmetall Borsig mit einer gleich großen Abschwächung, BerlinKarlsruher und Julius Berger mit je minus 2= und Engelhardt mit minus 2¼ Prozent. Von Bankaktien verloren Braubank und Reichsbankanteile je 2# Prozent. doch konnten sich letztere später wieder erholen Am Rentenmarkt setzten Altbesitz um 20 Rpf. höher mit 113,20 ein. Die übrigen variabel und im Frei verkehr gehandelten Werte, u. a. auch die Umschuldungsanleihe blieben unverändert. Nur Wiederaufbauzuschläge gaben etwas nach. Blankotagesgeld verteuerte sich auf 3¾ bis 3% Prozent. Von Valuten errechnete sich das Pfund mit 12,29½ und der Dollar mit 2,49. Im Verlauf wurde es an den Aktienmärkten wieder etwas lebhafter. Unter teilweisen Rückkäufen zogen verschiedene Kurse an. Sö gewannen Dessauer Gas 1½, Schubert u. Salzer 1¾ Prozent. Rütgers konnten sich wieder um 1 Prozent erholen. Ferner waren gebessert: Berger um 1 Prozent, Klöckner um ½ und RWE um ½ Prozent. Harpener und Waldlof gaben dagegen um je Prozent nach. Am Kassarentenmarkt waren Liquidationspfandbriefe in kleinen Beträgen angeboten und daher überwiegend schwächer. Rheinische Westboden gaben um ¾, die übrigen um ½ bis ¼ Prozent nach. Eine Ausnahme bildeten Preuß. Zentralboden mit fast plus ½ Prozent Stadtanleihen blieben ohne Umsatz. Erste Dekosama plus 4 Prozent. Von Landschaftlichen Goldpfandbriefen waren Ostpreußen vereinzelt 5 bis 10 Rpf. schwächer. Am Markt der Provinzanleihen zogen 28er Pommern um ½ Prozent an. Bemerkenswert fest lagen auch die Altbesitzanleihen, so Hamburger und Lübecker mit plus ¾ bzw. plus ½8 Prozent. Von Länderanleihen sind 29er Mecklenburg=Schwerin mit einer Steigerung um ¼ Prozent zu erwähnen. Die 39er Postschätze gewannen 17½ Rpf. Von Industrie=Obligationen büßten Aschinger 1 Prozent ein, während Arbed im gleichen Ausmaß gebessert waren. Privatdiskontsatz unverändert 3 Prozent. Gegen Schluß der Börse entwickelte sich besonders lebhaftes Geschäft in Orenstein, die den Anfangskurs um 3 Prozent überschritten und mit 84¾ nach 84.- schlossen Farben konnten einen neuen Höchstkurs von 168 5(gegen den Anfang plus 22. Prozent) erreichen, gaben dann aber auf 168½ nach. Aschaffendurger Zellstoff gewannen gegen den Ansang 1¾, Dessauer Gas 2 Prozent. Eine Ausnahme bildeten Harpener, die sich um 1 Prozent ermäßigten. Nachbörslich galten Orenstein auf Dividendenhoffnungen 84 Geld. Der Dollar kam amtlich mit 2,491 und das englische Pfund mit 12,305 zur Notiz Am Markt der zu Einheitskurse gehandelten Werte wurden Schantung zunächst mit Minusvorzeichen angeschrieben und dann 6 Prozent niedriger bewertet, wobei Zuteilung erfolgte. Stettiner Portland=Zement gaben um 23/8, Glasfabrik Schalke um 2½ Prozent nach. Andererseits wurden Deutsche Spiegelglas gesucht und bei einer 6prozentigen Kurssteigerung repartiert. Norddeutsche Trikot gewannen 3¾4, Tack 3½ und Ver. Portland=Zement 3 Prozent. Von Bankaktien zogen Handelsgesellschaft, DD=Bank und Dresdener Bank um je ¼ Prozent an. Sehr fest lagen Vereinsbank Hamburg mit plus 1½ Prozent, während Deutsche Ueberseebank auf Realisationen um ¾ Prozent zurückgingen. Deutsch=Asiatische minus 7 RM. Hypothekenbanken kamen fast ausnahmslos ca. ½ Prozent höher zur Notiz. Von Steuergutscheinen gewann die Fälligkeit 1937 10 Rpf., 1938 ½ Prozent. Rheinisch=Westfälische Börse Düsseldorf, 29. April. Die Rhein.=Westf. Börse eröffnete uneinheitlich, jedoch herrschte ein freundlicher Grundton vor. Im Verlaufe erfuhren die ersten Kurse weitere Besserungen, doch war das Geschäft gegenüber gestern wesentlich ruhiger. Chemjemarkt erholt. Farbenindustrie und Goldschmidt wurden ca : P r o z e n t h ö h e r b e z a h l t. M o n t a n a k t i e n w i e s e n K u r s abweichungen nach beiden Seiten auf. Rheinstahl konnten ca. 1¼ Prozent und Dtsch. Erdöl ¾ Prozent gewinnen Auch Ver. Stahl waren ¼ Prozent erhöht im Handel. Sehr fest lagen Rhein. Braunkohlen mit zunächst plus 1½ Prozent und dann plus 1¾ Prozent. Einen Kurs abschlag von 2¼ Prozent mußten sich Dahlbusch gefallen lassen. Auf leicht ermäßigter Basis(minus ¼ Prozent) verkehrten Mannesmann, Hoesch und Klöckner. Von Maschinenwerten waren Muag nach der gestrigen Abschwächung ¾ Prozent erholt. Elektromarkt ruhig bei Umsätzen in Felten und Siemens. Von Tarifwerten waren RWE mehr beachtet und konnten nach unveränderter Eröffnung ¾ Prozent gewinnen. Kalimarkt schwächer. Westeregeln über 2 Prozent, Wintershall Prozent rückläufig. Von den Sonderwerten erzielten Kaufhof letzte Kurse. Festverzinsliche ruhig. Altbesitz wurden 30 Rpf. höher bezahlt. Industrie=Obligationen nur knapp gehalten mit Ausnahme von Hoesch, die ½ Prozent gewannen. Der Kuxenmarkt verkehrte nach der gestrigen Abschwächung heute wieder in fester Haltung. Carolus Magnus waren etwas höher gefragt. Constantin wechselten ihren Besitzer zunächst auf gestriger Grundlage und gewannen im Verlaufe noch 25 RM. Deutschland waren zu etwas ermäßigten Kursen im Handel. Heinrich gelangten zwar kursmäßig höher zur Notiz. blieben jedoch ohne Umsatz. Diergardt waren zu gestrigen Höchstpreisen bezahlt. Am Braunkohlenkuxenmarkt beschränkte sich das Geschäft auf Gute Hoffnung. die leicht anzogen. Die übrigen Werte waren eher höher gefragt, jedoch ohne Umsatz. Am Kalikurenmarkt hatten Beienrode Umsätze im Rahmen der gestrigen Notiz. Von den Ascherslebenwerten hatten Hope einen Umsatz zu ungefähr letzten Preisen. Die übrigen Werte dieses Marktgebietes blieben umsatzlos. Erhöhte Nachfrage zeigte sich für Elsässer Werte, von denen Marie Luise höher im Handel waren und auch zum Höchstkurs gesucht blieben. Ebenso gelangten Max höher zur Notiz. Kohlenaktien mit Ausnahme von Ewald, die gegenüber den gestrigen Höchstkursen ca. 2 Prozent niedriger umgingen, fest. Lothringen Berg und Genuß wurde je ½ Prozent, Niederrh. Berg ca. 1½ Prozent höher bezahlt. Kaliaktien gut behauptet bei Umsätzen in Burbach. Unter Bevorzugung von Montanwerten blieb die Haltung auch im weiteren Börsenverlauf freundlich und es kam zu weiteren Kursbesserungen. Sehr fest lagen Rhein.=Westf. Kalk mit plus 3, Rhein. Chamotte mit plus 2 und Halle###iz mit plus 1¼ Prozent. Zu ungefähr letzten Kursen gingen Balke Maschinen, Banning. Gladbacher Wolle und Dssd.=Maschinen aus dem Markt. Warenmärkte Hamburger Warenmarkt. Reis: Unveränderte Markt= und Preislage. Die Vorräte der zweiten Hand sind zum großten Teil abgesetzt, sodaß sich nur noch kleines Geschäft entwickeln konnte. Von den östlichen Märkten liegen sehr ruhige Meldungen vor. Baumwolle: Stetig. Superfine mgd. seinde white rougish Bremer Klausel Standard 1 4.50. Fine Oomra Bremer Klausel Standard 2 5,45 Pence per lbs. Kaffee: Lausendes Bedarfsgeschäft nach dem Inlande unter Bevorzugung preiswerter Sorten. Preisveränderungen sind nicht zu verzeichnen. Schmalz: Ruhig. Amerik. Steamlard 27, Purelard 27.25 bis 27,50 Dollar Hülsenfrüchte: Nach der lebhafteren Umsatztätigkeit der letzten Tage ist das Geschäft wieder wesentlich ruhiger geworden. Preise unverändert. Kautschuk: Stetig. Sheets loko 7 5/16, Mai Juni 7 13/16, Juni Juli 72. Pence per lbs. Juaer: Im Zusammenhang mit den abgeschwächten Preisen an den Auslandsmärkten war auch am hiesigen Effektivmarkt etwas leichtere Stimmung, ohne daß jedoch bisher Preisveränderungen zu verzeichnen waren. Terminmarkt lustlos. Preise unverändert. Oele und Fette: Sehr ruhiger Markt bei zumeist unveranderten Preisen. Nur ostasiatisches Sojabohnenöl international etwas leichter. Sojabohnenöl Mai Juni 21 17 6. Uebriges alles unverändert. Rundfunk=Programm Donnerstag, den 30. April 1936. 6.00 von Stuttgart: Choral. Anschließend: Leibesübungen 6.30 von Saarbrücken: Frühkonzert. Es spielt das Landes=Sinfonie=Orchester Saarpfalz. Peterson: In der Kirche Povy: Ballett Suite7 Strauß: Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust 7 Strauß: Ouvertüre zur Overette „Eine Nacht in Venedig“. 7.00 Nachrichten— Choral— Morgenruf. Rhode: Melodien aus Verdis Opern Macbeth: Vergebl. Ständchen## Blon: Frauenliede und=leben Sidnen=Jones: Melodien aus der Overette„Die Geisha“. 1 Blon Frischer Mut. leichtes Blut. 8.00 Kalenderblatt. Anschl.: Zeit. Wetter. Wasserstand. 8.10 Bremus: Frauenturnen. 9.45 Zeit. Nachrichten. Wasserstand. 10.00 Volksliedsingen. Liederfolge tragung aus dem Gymnasium in der Kreuz gasse Köln 11.50 Hier spricht der Bauer, 12.00 Musik am Mittag. Die Werkvause des Reichssenders Köln 300 Mittagsmeldungen— Glückwünsche. 3.15 Mittagokonzert. Das Kleine Orchester Glinka: Ouvertüre zur Oper„Das Leven für den Zaren". a) Hellmesberger: Vene zianisches Standchen. b) Dufort: Kolombine Mausz: Konzertstück über Nevins Licd „Der Rosenkranz“ Löhr: Königskinder Dransmann: Im wogenden Aebrenseld Knümann: Ungarisch. nach ungar. Original Meledien. 14.00 Mittagemeldungen 14.15 Allerlei Volkomusik Sdollplatten1. 45 Wirtschaftemelbungen. 16.00 vom Deutschlandsender: Musik am Nachmittag. Es spielt die Kavelle Krüger 16.50 Werke von Ludwig van Beethoven. Ein deutscher Dichter erzählt. 1. Sonate F=Dur. Werk 17. für Horn und Klavier. 2. Drei Lieder: Der„Morgenwind, umspielt mein Haar Die Elsen Der Müller am Flusse Dee. 3. Wehner: Die Tause der Tiere. 4 Sonate. Werk Sia(Das Lebewohl), für Klavier. Ausführende: Hildegard Sprotte (Sooran): Begleitung: Grave: Drews(Klavier): Hartung Horn) 18.00 Musik zum Feierabend. Es spielt das Große Orchester. Solisten: Piel(Klavier): Ringnalda(Viola). Blumer: LustspielOuvertüre* Wembeuer: Konzert für Viola und Orchester 7 Rimski=Korssakow: Capriccio eipagnol Casella: Kinderstücke für Klavier Schielderun: Frühlingsreigen, Suite Niemann: Kocheler Ländler Albeniz: „Granada". aus der spanischen Suite Joh. Strauß: Ballettmusik aus„Ritter Paszman“ 19.45 Momentaufnahme. 20.00 Erste Abendmeldungen. 20.10 Wach auf. wach auf. du Handwerksgesell. Volksliedsingen. Ausführende: Reichsrundfunkschar des BdM. Köln 20.10 Zum Tag der Deutschen Arbeit. Vom heimischen Handwerk. 1. Backt der Bäckermeister Brot. hat's im Lande keine Not. 2. Von der Quelle bie zum Meer mablet manche Mühle. 3. Auch des Mannes sei gedacht. der zum Brot die Würste macht. Bilder aus dem Handwerkerleben der Bäcker. Müller und Metzger.— Dazu alte und neue Handwerkerlieder und Handwerkertänze und märsche. 2 00 Zeit. Wetter. Nachrichten 2230 Dae Schatzkastlein enthält Werke von August Bungert. Zwei Lieder: Suleika Schön ist's. in die Nacht hineinzuschauen. Variationen und Fuge über ein eigenes Thema, für Klavier. Zwei Lieder: Sie will lanzen 7 Sein Weib. Ausführende: Adelbeid Wollgarten(Alt): Erdle(Klavier) 23.00 von Berlin: Auf zum Tanz. Kavelle Bund: Margarethe Wetter(kleine Tanzlieder): Steiner(Tiroler Harse). Freitag, den 1. Mai 1936. Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes. 6.00 Reichssender Berlin: Festliche Musik. 1. Fest=Ouvertüre von Joachim Raff. 2. Chöre der Arbeit: a) Arbeit ist Glück(Mühlberg). b) Betriebsvioniere(Griese). c) Das Lied der Arbeit(Orth). 3. Ouvertüre zu „Lebensfreude“.(Schumann). 4. Deutsche Volkshymne zum Lobe der Arbeit. Musik für gemischt. Chor und Gr. Orchester mit Fansaren(Philipp). Mitwirkend: Das Große Orchester des Reichssenders Berlin; der Berliner Funkchor: die Stehmannsche Oratorien= vereinigung. 7.00 Reichssender Hamburg: Blaemusik. Musikzug. Spielmannszug und Chor der SA Brigade 12. Hamburg. 1. Festfansare(Fürst), 2. buldigungsmarsch(Wagner), 3. Zwei Stücke aus„Sigurd Jorsalsar“(Grieg); a) Nordland=Volk b) Königslied. 4. Krönungsmarsch aus„Die Folkunger“(Kreusch= mar). 5. a Parademarich der langen Kerls b) Prinz August. Grenadiermarsch(Roland). k. Waltders Preislied aus„Die Meisteringer“(Wagner). 7. Möllendorfer Parademarsch. 8. Flieg. deutsche Fahne, flieg(Steiner). 9 Singende Batillone(Nobrecht). 10 Pevita Marsch. Parademarsch der SA=Gr „Hansa". #10 Reichssender Berlin: Uebertragung und Berichte von der Jugendkundgebung im Poststadion. 9 20 Reichssender Leinzig: Orchesterkonzert des Leipziger Sinionie=Orchestera. 1. Festliches Vorspiel(Ehrenberg). 2. Drei schwe dische Tänze(Graener). 3. Ouvertüre zu „Rienzi“(Wagner). 4. Kurische Suite(Besch) Flugsand Tanz und Wachtseuer/ Fischer tanz] Auf der Hochdüne. 5. Ballettmusik zu „Die Geschövse d. Prometheus"(Beethoven) 6. Ouvertüre zu„Am Rhein“.(Kaun). 7 Deutscher Triumphmarich(Reinecke). 10.30 Deutschlandsender: Uebertragung der Fest sitzung der Reichskulturkammer im Deutschen Overnhaus. Verleihung des Buch= u. Film preises 1936 durch den Reichsminister Dr Goebbels. 11.30 Reichssender Breslau: Marschmusik. E spielt das Musikkorvs der Nachrichtenabtei lung 18. Liegnitz. 1. Friedericus=Rer=Marsch (Radecke). 2. Bataillon=Garde. 3. Mein Re giment, mein Vaterland(Leuschner). 4. Der Torgauer Marsch. 5. Helenenmarsch(Lübbert). 6. Alerander=Marsch(Leonbardt). 7 Hobenfriedberger, Marsch. 8. Bayerischer filier=Marsch(Scherzer). 9. Steinmetz=Marsch (Bratfisch). 10. Kaiser=Friedrich=Marsch (Friedemann). 11. Schön blühn die Hecken rosen(Gloßner). 12. Königgrätzer Marsch (Piefke). 12 000 Deutschlandsender: Funkbericht über den Ausmarsch der Millionen im Lustgarten und in den Aufmarichstraßen und Uebertragung des Staateaktes im Lustgarten. 13.30 Reichssender Köln: Bunte Musik. Mit wirkend: Schneiderban(Violine): Fritzsche (Flöte): das Heuken=Duett: Schmitz und Ko walski(an zwei Flügeln): das Kammer quintett. 15.00 Reichssender Saarbrücken: Konzert einer gaarländischen Bergwerkskavelle 16.00 Reichssender Berlin:„Nun leuchtet die Sonne"„Ee blübet der Mai“. Ein troher Früdlings=Reigen mit Wedorn(Tenor) Noack Ihlenfeld und Olbrich(an zwei Kla vieren); das Kleine Funkorchester Berliner Mandolinenorchester Napoli: Funschor. 1 Wandermarich(Lincke). 2. Orchideen=Walzer Schonian). 3. Unter der Dorflinde(Ritter) A V. V. E r r f l ü-- P r n i n i (Joy. Strauß). 7. La capricciosa. Violin (Rieß). Jubel u. Trubel(Lautenschlägmu„Maiwonnen“: Frühlingslieder Tanzform für gem. Chor. Sopran u. Alts (Weinzierl). 10. Holzschuhtanz aus„Zar Zimmermann"(Lortzing). 11. Klänge v Luserner S##e(Huber). 12. Heimat, du! begriff der Liebe. Lied aus„Derffling (Kollo). 13. Märchen(Komzak). 14. Sch brunner=Walzer(Lanner). 15. Klänge Berchtesgaden(Jenssen). 16. Holunderbl gnacht. aus„Derffling (Kollo). 16. Fliegermarsch(Dostal). Hunkberichte vom Empfang Arbeiter=Delegationen und der Sieger o. Reichsberufswettkampfes. 1810 Rennssender Stuttgart:„Zweistimm S# Jung und Liebe— Eine du volkstümliche Stunde.— Die Stuttgar Polksmusik mit panus und Poeltner. W geie und Lieselotte Dietl. rg: Marsch. 1 Arbeiterlieder. Es singen u. spieren Arbei manner des ostvreußischen Reichsarbei oienstes und der onnreußischen Hitleriug einer Königsberger Betrieb i neichesender Frankfurt: Tanz im Mai der Kleinen Funkkavelle Daswischen von 20.50—21.00 Uhr bringen M gctrennt Hörberichte von Maiseiern der Betriebe. Sentonlann per: Nachrichtendienst. Abendkundgebung. spricht Miniterprasident H. Göring. H berichte und Uebertragung Bergarbeiter 24.0 Reichsu uer munchen: Tanz= und Vol musik. Witwirkend: Münchener Tanzfu „###n#er. Blaslapelle Dever: Münche Junkschrammeln. Kand Der„Phcuix“-Chausat Zeurteilung der Bestechungsliste Belgrad, 29. April. min“ besatzt sich mit der gestrigen amtlichen Versstnttichung üder die Personen und Verdände, die von der„Phonix“ Zuwendungen erhielten. Das Blatt bezeienet es als Ueberraschung, daß entgegen von Regiefrüher gemachten Andeutungen, in der amtListe zwar zahlreiche regierungsfeindliche Bewegungen und Personen, aber nur einige zum Regime geporende Persönlichkeiten mit ganz geringen Summen genannt werden. Der verstordene Dr. Berliner, sagt das Blatt ironisch. ##ade also großes Glück gehabt, daß er rechtzeitig gestooben sei, da er nach diesen Enthüllungen vielleicht nicht nur wegen der Unregelmäßigkeiten bei der„Phönix, sondern auch wegen Unterstützung illegaler Bewegungen und Organisationen angeklagt worden wäre. Starke Beachtung in London London, 29. April. Morgenblätter berichten in großer Aufmachung der die Enthüllungen der österreichischen Regierung im mmenhang mit dem„Phönix"=Skandal. Die Xatdat führende politische Persönlichkeiten Oester#s Bestechungsgelder von der„Phönix“ erhielten, n besonders hervorgehoben ### Herald“ meldet, daß mit einer Krise in der hnegrechischen Innenpolitik zu rechnen sei. Jedermann Doverreich frage sich, ob die Heimwehr unter Führung Schritte ergreisen werde, um ihre Fordedurchzudrücken, daß die belasteten Minister im Kaffnett Schuschnigg entlassen werden sollen. zu 18 Monaten schweren Kerker — verurteilt Wien, 29. April. Gegen einen Filialleiter der„Phönix“ namene Arthur Zappler sand am Mittwoch eine Gerichtsverhandlung wegen Verbrechens der Veruntreuung statt. Er hat die„Phönix" um 50000 Schilling geschädigt. Das Urteil gegen ihn lautete auf 18 Monate schweren Kerker. Die Wiener christlichen Volksvereine gegen Kommunismus und Judentum Wien, 29. April. Die Delegierten der christlichen Volksvereine Wiens hielten ihre erste Versammlung ab. Bürgermeister Schmitz wandte sich scharf gegen den Kommunismus, und Minister a. D. Dr. Czermak fand energische Worte gegen das Judentum. Bürgermeister Schmitz sagte u. a., der Ruf des Bundeskanzlers zum Gegenangriff gegen die illegale Propaganda richte sich nicht nur gegen die Nationalsozialisten, sondern auch gegen die Kommunisten. Wir sähen im Westen Europas, in Frankreich und Spanien. wohin der Kommunismus führt. Wir sollten unsere Augen darauf richten, daß jetzt von dieser Seite eine Propaganda versucht wird, in die Arbeiterschaft einzudringen. Die Menschen, die in den christlichen Volksvereinen mitarbeiten, wüßten es aus persönlichem Erleben und hätten es nicht vergessen, was sie in Wien erlebt haben, daß der Kommunismus der Feind sei, und daß kein Schlagwort darüber hinwegtäuschen dürfe. Minister Czermak kam in seiner Rede auf das Echo zu sprechen, das in inländischen Zeitungen, aber auch in der Weltpresse des Auslandes Vorträge um Reden über das Judenproblem gesunden hätten und protestierte energisch gegen die Entstellungen und Mißdeutungen des Vortrages von Pater Bichlmair, sowie gegen die Art, wie auf die Reden des Staatsrates Kunschak und des Vizebürgermeisters Dr. Kresse reagiert wurde. Czermak verwies dabei auf den aggressiven Ton gewisser jüdischer Bläuer und sagte, es sei unbillig, für eine Minderheit Mehrheitsrechte in Anspruch zu nehmen. Wir wollen, sagte der Redner, die Juden nicht angreifen und in ihren eigenen jüdischen Angelegenheiten beschränken. Im Gegenteil, wir wollen ihnen gern in jüdischen Angelegenheiten mehr Rechte, weitergehende Autonomie geben als sie derzeit besitzen. Wir wollen aber die leider so häufig wahrgenommene Gelegenheit. in unsere christlichen Dinge, die uns wichtig und heilig sind, dreinzureden, nach Möglichkeit beseitigen. Zum Schluß stellte der Redner fest, die Zusammenbrüche Bosel. Castiglione, Bodenkredit und Kreditanstalt und nun insbesordere die„Phöni="=Affäre hätten das Judentum empfindlich geschwächt; aber an diesen Dingen seien die Christen nicht schuld. Mit dieser stellung fand Czermak rauschenden Beifall. Fliegerpech Rotlandung des französischen Abessinien=Fliegers in Italien. * Paris, 29. April. Ein peinliches Mißgeschick hat den französischen Flieger Drouillet ereilt. Bekanntlich war es ihm am vorigen Samstag gelungen, die Aufmerksamleit der französischen Luftpolizei irrezuführen und mit seinem für den Negus bestimmten, aber von den französischen Behörden aus formalen Gründen beschlagnahmten Flugzeug von einem Pariser Flugplatz zu entwischen. Seit diesem kühnen Streich war man ohne Nachricht von Drouillet geblieben. Nun soll, wie Havas aus Rom meldet. Drouillet in Italien zur Rotlandung gezwungen worden sein. Das Flugzeug sei sofort mit Beschlag belegt worden, während sich der Flieger verborgen halte. Jedenfalls hat der Abessinienflug Drouilletts damit ein vorzeitiges und damit programmwidriges Ende gefunden. Wie der römische Vertreter des„Petit Parisien“ hierzu ergänzend mitteilt, soll Drouillet zunächst die Absicht gehabt haben, nach Griechenland durchzufliegen. Er habe aber Schwierigkeiten mit der Oelzufuhr gehabt und hätte deshalb auf dem ersten erreichbaren Flugplatz landen müssen. Das sei ausgerechnet der italienische Militärflugplatz Montecelio gewesen. Die Tatsache, daß der Luftberater des Negus gerade auf italienischem Boden landen mußte, entbehre nicht eines gewissen Reizes. Da der französische Flieger keinerlei Papiere bei sich hatte, widersetzten sich die italienischen Behörden allein schon aus diesem Grunde seinem Weiterflug. Es bleibe, so schreibt das Blatt. nur die Frage offen, was Drouillet seit dem Zeitpunkt seines überraschenden Startes in Paris am Samstag und seiner Landung in Italien am Dienstag gemacht habe. Wo ist er gewesen, und wo hat er sich Brennstoff für den Weiterflug beschaffen können? ier Resnrechungen übar diParis. Potemtin, hätte sich auf die allgemeine politis# Lage in Europa bezogen, unter Ferücksichtigung der vorstehenden Genier Tagung des Volkerbundsrates französisch=englische Zusammenarbeit und die französi# italienische Freundschoft könnten bei dieser Gelegen#### erneut auf eine ernste Probe gestell; werden. Um auf jeden Fall jede gefahrvolle Möglichkeit auszuschalten werde sich die Rolle Frankreichs nach Meinung der Blattes auf einen erneuten Versuch zum Ausgleich beschränken. Die Generalaussprache über das deutsche Problem werde vor einer Antwort Berlins auf den britiFragsbogen nicht stattfinden. Verzweifelter Widerstand des Ras Nassibu der Kampf um die Feste Harrar beginnt Nemare, 29. April (Funkspruch des Kriegsberichterstatters des DRB) Während der letzte Akt des Dramas an der Nordfront seinem Abschluß entgegentreibt, der für Ende dieser oder Anfang nächster Woche zu erwarten ist, versucht Ras Nassidu die Feste parrar und ihre Umgedung um jeden Preis zu halten. Anscheinend ist Nassidu über die Niederlage der Heeresgruppe des Negus ebensowenig unterrichtet, wie seinerzeit Ras Seyoum und Ras Kassa über die der Heeresgruppe des Ras Mulugeta. Selbst wenn Nassibu sich noch einige Zeit halten sollte, wurde sein Schicksal in dem Augenblick besiegelt sein, in dem Addis Abeba von den Truppen der Nordiront eingenommen wird. Die Armee Grazianis jetzt alle ihre Reserven ein, um die letzte noch Widerstand leistende abessinische Armee schnellstens zu zertrümmern. Die Truppen des Generals Graziani rücken trotz verzweifelter Gegenwehr des Gegners nach bewährten Kolonialkriegsmethoden vor, bei denen besonders die libyschen Regimenter hervorragendes leisten. Harrar liegt in einem auf einer weiten Talmulde aufragenden Plateau etwa 1800 Meter über dem Meere Die Stadt ist die zweitgrößte in Abessinien und hat 45 000 Einwohner, fast durchweg Muselmanen. Städtebaulich weicht sie von allen anderen Ortschaften Abessiniens ab. Noch heute zeigen sich deutlich Spuren einstiger ägyptischer Herrschaft. Mit Diredaua, an der Bahn Addis Abeba—Dschibuti ist Harrar durch eine brauchbare Straße von 50 Kilometer Länge verbunden. Harrar ist ein wichtiger Handelsplatz besonders für Kaffee, der im benachbarten Tschertsche=Gebiet hervorragende Ernten abwirft. Die Stadt ist ein Erblehen der gegenwärtigen Dynastie des Negus. Der Vater des Negus hat es verstanden, das Lehnsgebiet zu vergrößern. Gouverneur von Harrar ist Ras Nassibu, der bereits früher Gouverneur von Addis Abeba und auch zeitweilig Konsul in Asmara war. Ras Nassibu ist besonders als Führer der jungabestinischen Partei hervorgetreten. Er ist sehr gebildet. Verschiedene Reisen führten ihn nach Europa, besonders nach Frankreich Nassidu spricht fließend französisch und italienisch Militärisch ist er bisher nicht besonders in Erscheinung getreten. Der von Marschall Badoglio gedrahtete Hoeresbericht Nr. 198 lautet: „Unsere motorisierten Kolonnen haben iheen Vormarsch längs der Straße von Dessie nach Addis Abeba fortgesetzt und am Dienstag Macsud erreicht. Eine andere Abteilung überschritt den Moser=Fluß. An der Somalifront entwickelte sich an allen Linien eine lebhafte Patrouillentätigkeit. Lidysche Abteilungen haben im Tal des Sullut feindliche Verteidigungsnester überwältigt und versprengt. Der Anführer der Ogaden Malingur, Ougas Mohammed Omar, und die Stammesführer der Somali Ueten haben sich unseren militärischen Kommandostellen unterworfen und ihre Beteiligung an den weiteren Kampfhandlungen auf unserer Seite angeboten. Die Luftwasse hat trotz ungünstiger atmospharischer Verhaltnisse eine rege Tätigkeit entwickelt. V schein hervo 24. d erfolg Ir Kämpfe im Gebiet von die Italiener einige tausend Tote verloren haben sollen. Die Kampfkraft der abessinischen Truppen an dieser Front sei völlig ungebrochen; wenn es auch den Italienern gelingen sollte. Dagabur zu erreichen, so würden sie dann erst auf die erste große Verteidigungsstellung der Abessinier treffen. Die Italiener hätten Flugzeuge. Tanks, motorisierte Abteilungen und Kavallerie in jeder verfügbaren Stärke eingesetzt. Trotzdem seien die Fortschritte im Verhältnis zum Einsatz ganz gering Meldungen, wonach innerpolitische Machtkämpfe in Abessinien stattfinden, werden als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet. Von der Nordfront ist kein klares Bild über das Vorrücken der italienischen Truppen zu erhalten. Am Mittwoch erfolgte ein zweimaliger Besuch italienischer Flieger über Addis Abeba. Er schien Aufklärungszwecken zu dienen. Chamberiains mitleleuropalische Reise Zum Abschluß der Besuche Sir Austen Chamberlainz in Wien. Prag und Budapest schreibt der Wiener Reutere korrespondent, Chamberlain habe während seines Aufenthaldes in Mitteleuropa den Eindruck gewonnen, daß die Lage Oesterreichs besser sei als er vorher geglaubt hade. Er sei mehr als je von der Notwendigkeit überzeugt, die Unabhängigkeit Oesterreichs aufrecht zuerhalt n. Wie verlautet, stehe Chamberlain grundsatzlich dem Gedanken einer Wiederherstellung der österrei Monarchie freundlich gegenüber, ohne diese Frage im gegenwärtigen Augenblick als dringend zu betrachten Der diplomatische Korrespondent des„Dailn Herald“ meldet, daß Chamberlain nach seiner Rückkehr nach London sowohl dem Ministerpräsidenten Baldwin wie dem Außenmrister Eden einen ausführlichen Bericht über seine Eindrücke in Mitteleuropa erstatten werde Das Kunstwerk des Monats Mai Prinz Faruk zum König proklamiert Bildung einer Regentschaft Kairo, 29. April. Wie amtlich bekanntgegeben wird, findet die Beerdigung Königs Fuads I. am Donnerstag, 30. April, in Kairo statt. Der Thronfolger Prinz Faruk wurde am Dienstag unter dem Namen Faruk I. zum König von Aegypten proklamiert. Bis zur Bildung einer verfassungsmäßigen Regentschaft wird der Ministerrat die konstitutionellen Bejugnisse des Königs im Namen des ägyptischen Volkes wahrnehmen. Wie weiter verlautet, wurde für die ägyptische Regierung und ihre Vertretungen im Ausland eine offizielle dreimonatige Trauer, beginnend mit dem Todestag König Fuads, festgesetzt. Die öffentlichen Gebäude flaggen bis zum nächsten Dienstag halbmast. Wie verlautet, werden die auf den 2 Mai angesetzten Neuwahlen des Parlaments stattfinden. Das neue Parlament wird voraussichtlich An'ang Juni zum ersten Male zusammentreten. Zur Zeit finden Besprechungen statt. ob die Regentschaft durch die jetzige Regierung oder durch die neue Volksvertretung eingesetzt werden soll. Die Regentschaft versieht das Amt des Staatschefs bis zur Mündigkeit des neuen Königs, die in etwa 14 Monaten erfolgen wird. König Faruk l. wird am 5. Mai in Alexandrien erwartet. Die deutschen Kolonien Aegyptens haben anläßlich des Ablebens König Fuads Beileidstelegramme gesandt. Das Beileid des Reichsaußenministers Berlin, 29. April. Anläßlich des Ablebens Seiner Majestät des Königs Fuads 1. von Aegypten übermittelte der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath dem Königlich Aegyptischen Außenminister telegraphisch seine und der Reichsregierung Anteilnahme. Ferner stattete er in Begleitung des Chefs des Protokolls von Bülow=Schwanke dem hiesigen Königlich Aegyptischen Gesandten einen Beileidsbesuch ab. Außerdem bekundeten der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Bülow. Ministerialdirektor Dieckhoff und eine Anzahl weiterer Herren des Auswärtigen Amtes dem Königlich Aegyptischen Gesandten ihr Beileid. Am Tage der Beisetzung. 30. d. Mts., werden die Präsidialkanzlei, die Reichskanzlei, das Auswärtige Amt, der Reichstag und die übrigen Reichoministerien ihre Flaggen auf halbmast setzen. Das Deutsche Museum in Berlin stellt als Kunstwerk des Monats Mai diese Alabaster=Gruppe des St. Georg aus. Die niederländische Arbeit aus dem 15. Jahrhundert zeugt von frischer Naturbeobachtung und einem feinen Farbensinn Der Künstler schildert den Drachentöter als einen Ritter seiner eigenen Zeit. (Scherl=Bilderdienst=M.) Der Deutsche Juristentag 1936 Berlin, 28. Apri! Der Deutsche Juristentag 1936 beginrt Freitag, den 15. Mai. abends, mit einem Empfang durch den Oberbürgermeister im Rathaus der Stadt Leipzig. Am 16. Mai vormittags wird die Ausstellung„Deutsches Recht" im alten Rathaus eröffnet. Anschließend erfolgt die feierliche Eröffnung des Juristentages durch den Reichsführer der deutschen Rechtsfront und des BNST J, Reichsminister Dr. Frank, in Anwesenheit des Stellvertreters des Führers, Reichominister Heß. Für den Nachmittag sind Führungen durch die Stadt, ein Presseempfang u. kameradschaftliche Beisammensein vorgesehen. Die Veranstaltungen des Sonntags, 17. Mai, beginnen am Vormittag mit einem Aufmarsch am AugustusPlatz mit anschließender Großkundgebung auf dem Reichsgerichtsplatz. Redner sind Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsminister Dr. Frank. Die Vorbereitung Sicherung der Wahldist Paris, 29 Am Dienstagabend tagten die verschiedene ausschüsse der Links= und Rechtsparteien, eb gemeinsamen Wahlausschüsse der in der Volk: sammengeschlossenen Parteigruppen, um über die Kandidaturen für den zweiten Wahlgang Beschluß zu fassen. Wie aus den in der französischen Presse veröffentlichten Berichten der drei großen in der Volksfront zusammengeschlossenen Parteien hervorgeht, scheint die Wahldisziplin der Marxisten in vollem Umfange gesichert zu sein; u. a. heißt es: Die Radikalsozialistische und die Sozialistische und die Kommunistische Partei hoffen gemeinsam, daß der Sieg der Parteien der Volkssammlung nach dem zweiten Wahlgang noch bedeutender sein werde Ueberall dort, wo die Stimmen der Linkswähler auf die Namen verschiedener Kandidaten der Volkesammlungsfront verteilt gewesen sind, müssen sie sich für die Stichwahl auf denjenigen der Kandidaten vereinigen, weiten Wahlganges eich Volksfront triumphiert ersten Wahlgang die meisten Stimmen erzielte ichnet ist dieser Aufruf von Daladier, dem Vorn der Radikalsozialistischen Partei, während ####tiger Weise für die Sozialistische Partei nicht der ührer Leon Blum, sondern der stellvertretende Generalsekretär Severac, und gleichfalls für die Kommunistische Partei nicht der Kommunistenführer Cachin, sondern der Generalsekretär Thorez unterzeichnet haben. Außerdem haben aber die Kommunisten und die Sozialisten noch einen gesonderten Aufruf ihres gemeinsamen Wahlausschusses an die Wählerschaft erlassen, in dem zunächst der Freude Ausdruck gegeben wird über den „großartigen Erfolg der beiden Parteien und damit der Gemeinschaft der Kräfte des Friedens und der Freiheit". Der Aufruf schließt:„So werden die Hoffnungen des Volkes dieses Landes sich verwirklichen, das sich von der Krise und dem Elend und den Gefahren befreien will, die die Reaktion dem Frieden und der Freiheit bringt. Deutsche Jugend ehrt von Hindenburg Feierstunde im Reichsehrenmal Tannenberg Kranzniederlegung durch den Reichsjugendführer Hohenstein, 29. April. Mittwoch mittag ehrte die deutsche Jugend in einer schlichten Feierstunde, die als Reichssendung vom Deutschen Rundfunk übernommen wurde, im Reichsehrenmal Tannenberg das Andenken des großen Feldmarschalls des Weltkrieges. Schon in den frühen Vormittagsstunden waren die Wettkampfteilnehmer von Königsberg nach Hohenstein gefahren und hatten in dem weiten Rund des Reichsehrenwals Aufstellung genommen. In dem breiten Mittelgang waren Ehrenformationen der SA. SS. des Arbeitsdienstes und der H3 aufmarschiert. Hell leuchtende Sonne lag über der monumentalen Gedenkstätte. Kurz nach 11 Uhr traf der Reichsjugendführer im Reichsehrenmal ein. Auf seiner Fahrt von Königsberg nach Hohenstein hatten in allen Dörfern und Städten die Hitler=Jugend und die Schuljugend Ehrenspalier gebildet. In Begleitung des stellvertretenden Gauleiters Großherr. des SS=Gruppenführers von Waldhausen, des SA=Brigadeführers Adam. des Obergebietsführers Armann und Gebietsführers Boekmann schritt der Reichsjugendfuhrer durch den breiten Mittelgang auf die Hindenburg=Gruft zu Musikklänge leiteten die Gedenkstunde ein. Von der Zinne der Ring= mauer des Ehrenmals ertönten helle Fanfaren. Eine Kantate der Jugend kündete dann in Wechselrede und Sprechchor von der Geschichte des Ostlandes. vom Großen Krieg und vom Werden des Dritten Reiches. Angesichts dieser denkwürdigen Stätte deutscher Heldenehrung wurde die Kantate zu einem heiligen Bekenntnis der Jugend zu Führer, Volk und Vaterland. Der Reichsjugendführer erklärte in einer kurzen Ansprache u. a.: Die besten Jungarbeiter, und Jungarbeiterinnen des Deutschen Reiches wollen hier in einer Feierstunde an der Gruft eines Mannes, der zu den ersten Arbeitern der deutschen Geschichte gehörte, ein Stück jener tiefen Dankesschuld abtragen, die deutsche Jugend Paul von Hindenburg gegenüber empfinden muß. Im Namen der ganzen deutschen Jugend grüße ich in dieser Stunde den toten Generalfeldmarschall, den Befreier des deutschen Ostens, das Vorbild der deutschen Jugend. Paul von Hindenburg ist nicht tot. Er lebt in uns und in unserer Arbeit. Nach diesen Gedenkworten trat der Reichsjugendführer in die Hindenburg=Gruft und legte am Sarkophag einen Lorbeerkragz nieder mit der Inschrift„Dem großen Feldherrn des Weltkrieges. Der Reichsjugendführer". Wahrend der Reichsjugendführer in der HindenburgGruft weilte, ehrte die deutsche Jugend den toten Generalfeldmarschall mit dem Deutschen Gruß. Bölkerbundsmüdigkeit in englischen konservativen Kreisen London, 29. April. Der Konservative Lord Queensborough hat sein Amt als Schatmeister und Finanzvorsitzender des englischen Völkerbundsverbandes überraschend niedergelegt Er begründet seinen Rucktritt in eine Schreiben mit folgenden Worten:„Der Volkerbund ist, wie ich legt exkenne, nicht mehr ein Bund der Völker. Ich kann im Augenblick nicht sehen, daß er als ein wirksames Friedenswerkzeug arbeiten kann" Der Rücktritt Lord Queensboroughs von seiner führenden Stellung im Völkerbundsverbande hat in London beträchtliches Aufsehen erregt. Die völkerbunds= und anktionsfeindlichen Kreise betrachten diese Tatsache als einen neuen Beweis dafür, daß das gegenwartige Volkerbundssystem und die Sanktionspolitik Schiffbruch erlitten haben. Am Nachmittag finden wissenschaftliche Vorträge über Das Recht in der Wirtschaft", eine Großkundgebung Jugend und Recht“ und ein Empfang der ausländischen Gäste des BRSDJ durch Reichsminister Dr. Frank statt. Am Montag, 18. Mai, tagen die Reichsgruppen. Anschließend werden wissenschaftliche Vorträge über„Rasse und Volk“ gehalten. Diesen Tag beschließt ein Feukonzert im Gewandhaus und Festvorstellungen im Opernhaus und im Alten Theater. Am Dienstag 19. Mai, wird die Tagung der Reic gruppen fortgesetzt. Außerdem tagen die Reichsfachschaften und Reichsberufsaruppen in der Deutschen Rechtsfront. Es folgen wissenschaftliche Vorträge über „Recht und Gemeinschaft" und„Partei und Staat“. Am Abend wird der Deutsche Juristentag geschlossen mit einer feierlichen Kundgebung, auf der Reichsführer Reichsminister Dr. Frank die Schlußansprache halten wird Auf dem Marktweg beraubt M. Gladbach, 29. April Ein frecher Raubüberfall wurde am Dienstagmorgen in M.Gladbach verübt. Ein Händler, der zum Wochnmarkt gehen wollte und einen größeren Geldbetrag bei sich führte, wurde auf der Weiherstraße von einem Straßenräuber mit einem Eisen niedergeschlagen und seiner Geldtasche beraubt, die 2100 RM. in Papiergeld und 80 RM. in Silbergeld enthielt. Der Ueberfallene, der vollkommen überrascht war, vermag über das Aussehen des Täters keine Angaben zu machen. Zweisel##s handelt es sich aber nicht um einen Unbekannten, denn der Räuder muß irgendwie Kenntnis davon erhalten haben, daß der Händler einen größeren Geldbetrag in der Tasche hatte und zum Markt ging, um dort seine Einkäufe zu machen. Schmugglernest ausgehoben Hassum d. Goch, 29. April Ein recht erfreulicher Erfolg war jetzt den Beamten der Zollaussichtsstelle Hassum beschieden. Die Zollbeamten, die trotz des strömenden Regens auf dem Posten waren, bemerkten auf ihrem Streifengang ein überaus geschäftiges Treiben auf einem in der Nühe der Grenze gelegenen Gehöft. Sack auf Sack wurde von mhreren jungen Leuten in die Scheune getragen. Die Beamten ließen die Leute zunächst ungestört, um dann mit umso größerem Erfolg zufassen zu können. Als die Beamten einschritten, gelang es zwar den verdächtign Personen über die nahe Grenze zu entkommen, doch konnte das gesamte Schmuggelgut bei einer gründlichen Durchsuchung des Gehoftes beschlagnahmt werden. irs handelt sich um 43 Zentner Kartoffeln und 12 Zentner Futtermittel. WETTERT ** K Vorhersage für Donnerstag: Schwache nördliche Winde, morgens starker Dunst oder Bodennebel. tageüber heiter bis wolkig, wärmer. Vorhersage für Freitag und wahrscheinliche Weiterentwicklung: Anhalten der milden. trockenen Witterung. Gloria-Palast Nur noch heute: Der Giptel des Humor: Eine Seefahrt, die ist lustig... Morgen: Rotraut Richter in: Krach im Hinterhaus Fritz Servos Hier spricht Stricker! Zutried Kioter ier Eürgen. Gote Röder uns Vortsre. chen De. neue K. lelog beven 9. Leistungsiehrgken Arlordern E.& P. Stricker, Fohrredtobrik Brockwede-Vieiefeld 429 Stammhaus Bahnhofstrasse 2.2 (gegenüber Hino Lichtburg) Aeltestes Schuhhaus am Platze, seit 50 Jahren bestehend. Alleinverkauf der Weltmarhe„Salamander“ Bahnhofstraße 3a—30 Si-RM Anzahlung Wochenrateab I.-RA Phofo Schlüter Bahnhofstraße 77. Bequeme Ralenzahlung. moderne Blumenmuster, dopp. gek. la Leinö1, Farben und Locke JANSEN Herne, Bahnhofstrasse 7 Sie sollten bei kundenbesuchen besonderen Wert aut trischen Atem legen. Nehmen Sie die extmastarken & DFHILLERS F• PFEFFERMIINZ Ihr Eidenheimwunsch ist zu erfüllen! Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich In der Eigenheim-Schau der Bausparkanse Malnz Akt.-Ces. 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Zweifellos ist die Kühlhaltung der gefangenen Fische von außerordentlicher Bedeutung für die Qualitätsfrage Besonders in Deutschland, wo ein großer Binnenlandmarkt als Fischabsatzgebiet sehr weit von der Kuste entfernt liegt. ist die Frage.###e die Fische trotz des langen Tran=portes in bestem Zustand an den Verbraucher her Forschungen ist vor einigen Monaten in Wesermünde im „Institut für Seefischerei“ eine Außenstelle des lältetechnischen Instituts Karlsruhe“ eröffnet worden Um die Fische frisch zu halten, stellt die Reichsbahn in diesem Jahr 140 neue Kühlwagen in den Dienst. Diese Kühlwagen sind für eine Geschwindigkeit von 90 Stundenkilomete, erbaut worden, und erhalten eine Menge technischer Neuerungen u. a. eine Luftumwälzungsvorrichtung, die ein gleichmäßiges Durchkühlen des Ladegutes ermöglicht. Wir müssen ja bedenken, daß die Fischfang angebracht werden können, von größter Wichtigkeit. Ingründe, aus denen die deutsche Fischerflotte die Fische Karlsruhe z. B. gibt es ein„kältetechnisches Institut“, das heimbringt, in setnen Gewässern weit ab von den deutmit wissenschaftlichen Methoden das Problem der Frisch='schen Kusten liegen. Kaum sind die Fische nach schweren haltung von Fisch bearbeitet. Zur Unterstützung dieser und gefahrvollen Arbeiten dem nassen Element entrissen, Hauptschriftleiter Dr. Leo Reiners, Herne. Verantwortlich für Politik Dr. Artd, Ruppert, Gelsenkirchen, für Kommunalpolitik und Lokales Dr. Leo— einers, Herne, für Unterhaltung Franz Bruns, Gelsenkirchen, für Sport Jos. Möller, Herne, für Anzeigen Josef Lippmann, Herne. Bildverantwortliche: Ressortleiter. Berliner Vertreter De. E. Häfner, Berlin. Beiträge sind an die Schriftleitung(Herne, Hermann-Göring-Str. 8) nicht an ihre einzelnen Mitglieder zu richten D. A. III. 36 über 3500.— Druck und Verlag: Koetders& Röttsches, Herne. J. It. Preisliste Nr. 5 göltig.— Mengenstaffel E.= Hecken= 1900 Reichssender Königsberg: Marsch= und Arbeiterlieder. Es singen u. svielen Arbeitsdann beginnt auch schon ein seindliches Heer von Bakte#her den manner des ostvreußischen Reichsarbeitsdientes und der oubreußischen Hitlerjugend blensienen aP Uzt I.4— 1800 Reichssender Stuttgart:„Zweistimmie“ I9:##, une in Sang und Liebe— Eine bunts wder..'] volkstümliche Stunde.— Die Stuttgartes Volksmusik mit Hanus und Poeltner. Will. Hofele und Lieselotte Dietl. ten mit seiner Zerstörungsarbeit, die unter Unständen den Lohn der ganzen Mühe zunichte machen kann. Deshalb muß unmitteldar nach dem Fang Vorsorge getroffen werden, die Fische lebend frisch zu erhalten. Da es für die Frischhaltung der Fische keineswegs gleichgültig ist ob ihre Temperatur nach dem Fang aus plus 2°. plus 1 oder Null Grad herabgesetzt wird, muß die Beeisung der Fische außerordentlich sorgfältig durchgeführt werden. Die Durchkühlungszeit der Fische von der Temperatur beim Jangen auf etwa Null Grad muß so kurz wie möglich bemessen sein. Richt nur in Deutschland. sondern auch in anderen Ländern haden Erjahrungen und Untersuchungen den Bedienu Fische monatelang erhalten heute jede Hausfrau sicher in den verschiedenen Teilen geboten werden, infolge des zorgfältigen hogienischen frisch und bekömmlich weroen können. So kann * F i s c h e d i e i h r deutschen Vaterlandes anracchen Transportes und der dlung auch wirklich sind. Monatlich ein gutes Buch Eine reiche Bücherauswa Buchhandlung Koethers& Rötng in vorrätig in der es. H.-Göring=Str. 8