Fernsprecher nr. 32 Wöchentliche Gratisbeilage: Die Neue Gütersloher Zeitung erscheint wöchentlich dreimal: Dienstag, Donnerstag und Sonnabend abend. Der Abonnements=Preis beträgt pro Quartal: 1,20 M. einschließlich Botenlohn; durch die Post bezogen und durch den Briefträger frei ins Haus bestellt 1,44 Mark. Illustrierte Neue Lesehalle. Fernsprecher Nr. Insertionspreis: Die einspaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfennig, Reklamen 25 Pfennig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmter Stelle des Inseratenteils übernehmen wir keine Gewähr. Redaktion und * E x p e d i t i o n: S c h u l s t r a ß e N r. 7 3 3. Nr. 43 Druck und Verlag: Schmäling& Ohlbrock, Gütersloh. Donnerstag, den 11. April 1907 Verantwortlicher Redakteur: Johannes Vogt in Gütersloh. 18. Jahrgang Erstes Blatt. Der deutsche ist vorgestern im Langenbeckhause zu Berlin unter großer Beteiligung zu seiner 33. Vollversammlung zusammengetreien. Präsident Kaimpf eröffnete die Verhandlungen mit einem Hoch auf den Kaiser, die deutschen Bundesfürsten und die Freien Städte, worauf Staatssekretär Graf Posadewöky zu einer Begräßungsansprache das Wort ergriff und ein umfaßsendes Bild unseres augenblicklichen Wirtschaftslebens entrollte. Er stellte fest, daß sich seit 1886 in keinem europäischen Staate die durchschnittliche Zunahme der Ein= und Ausfuhr so gesteigert hat, wie innerhalb des deutschen Wirtschaftsgebiets, während von außereuropäischen Staaten nur die Vereinigten Staaten, Kanada und Japan eine stärkere prozentuale Steigerung ihres internationalen Güterverkehrs ausweisen. Dieser Aufschwung hat aber zwei Folgeerscheinungen gezeitigt: den Mangel an heimischen Arbeitskräften und die stärkere Nachfrage nach Barmitteln. Ersterer hat zur Heranziehung zahlreicher Arbeiter vom Auslande genötigt und gesteigerte Forderungen der Arbeiter hervorgerufen. Daraus haben sich auf dem Arbeitsmarkte fortgesetzt Kämpfe entwickelt, die sich am Eade der Rechnung den Arbeitgebern und Arbeitnehmern meist gleich schädlich erweisen. Die gesteigerte Nachfrage nach Barmitteln hat zur Erhöhung des Preises des Geldes geführt. Der Steatssekretär bestritt, daß hierfür, für den gegenwärtigen hohen Diskont, die Reichsbank bezw. deren gesetzliche Grundlagen verantwortlich zu machen seien. Die Reichsbank habe nur die Aufgabe, den Geldumlauf zu regeln, könne aber nicht den Leihwert des Geldes am offenen Markt entscheldend beeinflussen. Trotzdem sagte Redner eine gründliche Prüfung aller Vorschläge zu, die bahin gehen, den hohen Diskont als Begleiterscheinung reger wirtschaftlicher Unternehmungslust zu mildern oder zu beseitigen. Als weitere Folgen der fortschreitenden Entwicklung unserer Industrie nannte Graf Posadowsky einerseits die Hebung der Lebenshaltung der industriellen Arheiter, zum andern aber auch mancherlei Gefahren für unsere Volksgesundheit. Die Kurve der Betriebsunfälle zeigt leider eine aussteigende Linie. Wenn die verbündeten Regierungen, sagte der Staatssekretär, deshalb fortgesetz bemüht sind, für Leben und Gesundheit der Arbeiter in wirksamer Weise einzutreten, so ist das nicht der Ausfluß sentimentaler Theorien, sondern die Ersällung einer staatlichen Pflicht zur Erhaltung unserer Volkskraft. Weiter konnte Redner feststellen, daß die aus der Gestaltung unserer Handelsverträge vielfach für die Zukunft hergeleiteten Befürchtungen(Auswanderung einzelner Industriezweige) durch die bisherigen amtlichen Feststellungen keine sachliche Begründung gefunden haben. Sodann kam er zu dem Gegensatz zwischen den Interessen der Landwirtschaft und denen des Handels und der Industrie und sagte: Bei der gegenwärtigen technischen Entwicklung der Landwirtschaft ist bisweilen die Grenzlinie zwischen jenen großen Gebieten unseres Erwerbslebens kaum mehr erkennbar. Dieselben ergänzen sich gegenseitig und sind notwendigerweise auf einander angewiesen. Die rege Beschäftigung, deren sich gegenwärtig unsere Industrie erfreut, beruht zum Teil sicherlich auf dim Wiedererstarken der Landwirtschaft, wie es sich namentlich in ihrer erhöhten Bautätigkeit und verstärkten Verwendung von Maschinen zeigt. Diese engen Wechselbeziehungen unserer großen Erwerbszweige nöllgen auch zur gegenseilgen vorurtellsfreien Anerkennung ihrer besonderen Lebensbedingungen in Gesetzgebung und Verwaltung. Wenn wir unsert wirtschaftlichen Streitfragen, schloß Graf Pesadowsky, überall in diesem Sinne behandeln, so wird unser Wirtschaftsleben allen Wellenbewegungen der Konjunktur wirksamen Widerstand leisten können. Man kann nur wünschen, daß namentlich die letzteren Ausführungen gerade an der Stelle, an der sie gemacht wurden, bei den Vertretern des deutschen Handels, volle Würdigung finden. Pelitische Tebersicht. Beim Empfang des französischen Botschafters Camvon wurden Ansprachen ausgetauscht. Der Botschafter sagte bei Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibene: Ich werde den Gesühlen des Herrn Präsidenten ebense wie dinen der Replublik gemäß handeln, wenn ich an der Entwicklung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich arbeite, und ich wage zu hoffen, daß die Erfüllung meiner Aufgabe mir durch das hohe Wohlwollen Eurer Majestät erleichtert werde" Der Kaiser erwiderte: „Herr Botschafter, Ich heiße Sie willkommen. Das Werk, daß Sie vollbringen wollen, nämlich die Arbeit an der Entwicklung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, wird meine ganze Sympathie haben. Meine Regierung evense wie ich wird sich angelegen sein lassen, Ihre Aufgabe nach Möglichkeit zu erleichtern. Die Verständigung zwischen zwei großen Nationen, die beide fähig und bestimmt sind, Gesillung und Fortschritte unter den Völkern der Ecde zu verbreiten, ist ein Ziel, dessen Erreichung der gemeinsamen Arbeit aller hochsinnigen Geister würdig ist, über die Frankreich und Deutschland versögen.“ Der Reichtkanzler Fürst Bülow hat mit seiner Gemahlin Dienstag nachmittag 6 Uhr die Rückreise von Rapallo nach Berlin angetreten. Von Rapallo aus hat Fürst Bülow folgendes Telegramm an den italienischen Ministerpräsidenten Giolitti gerichtet:„Im Begriff, Italien zu verlassen, lege ich Wert darauf, Euerer Exzellenz nebst meinen Grüßen und aufrichtigen Wünschen die Versicherung meiner freundschaftlichen Gefühle auszusprechen.“ Der sozieldemokratische Reichstagsabgeordnete Ignaz Auer ist gestern früh im Alter von 61 Jahren den Jolgen eines Schlaganfalles erlegen. In den Reichstag wurde Auer zum ersten Male i. J. 1877 Im Wahlkreise Auerbach gewählt. Im neuen Reichstage vertrat er den sächsischen Wahlkceis Glauchau=Meerane. In der Budgetkommission des Reichstags wurde gestern bestätigt, daß sich die allgemeine Erhöhung der Beamtengehäller auch auf das Reichsheer erstricken wird. Ob auch die verheirateten Unteroffiziere einbegriffen werden sollen, ist unter den Regierungen noch nicht erörtert worden; gewichtige Billigkeitsgründe sprechen dafür, aber es komme doch auch die Kostenfrage in Betracht. Der Rest der Sitzung wurde durch vertrauliche Mitteilungen des Kriegsministers ausgefüllt, die sich aus Bekleldung der Truppen bezogen. Dem Abgeordnetenhause ist der Gesetzentwurs eines Richterbesoldungsgesetzes zugegangen, wonach die Richtergehälter, soweit sie nicht Einzelgehälter sind, nach den Dienstaltersstufen geregelt werden. Das Gesetz soll am 1. April 1908 in Kraft treten. Die Schuldenlast des Deutschen Reiches bellef sich am Schlusse des Rechnungsjahres 1905 auf insgesamt 4018 500000 Mark und an verzinslicher Schuld auf 3543 500000 Mk., an unverzinslicher Schuld auf 470 000000 Mk. Gegenüber dem Rechnungsabschluß des Jahres 1904 ist die Reichsschuld um 260000000 Mark gewachsen. Der deutsche Handelslag nahm am Dienstag Resolutionen beir. Porto=Herabsetzung im inneren und im Weltverkehr, betr. die Eisenbahnverkehrsordnung(Haftung der Eisenbahn, Verwägung der Eisenbahn, Wagenstandgeld und Frachtzuschläge) sowie betr. Börsengesetzreform an. Hinsichtlich des Portos wird Herabsetzung im inneren deutschen Verkehr für Briefe von 10 auf 8, für Postkarten von 5 auf 4 Pfennig, und im Weltpostverkehr Herabsetzung des Portos auf die im inneren Verkehr der Länder des Weltpostvereins gewünscht. Was die Böcsengesetzresorm anlangt, so werden gefordert: Beseitigung des Börsenregisters und Wiederzulassung des Börsenterminhandels in Anteilen von Bergwerk= und Fabrikunternehmungen, sowie in Getreide= und Mühlenfabrikaten.— Bei dem Festmahl des deutschen Handelstages, an dem zahlreiche Regierungsmitglieder teilnahmen, betonte Kolonialdirektor Dernburg, daß in den Kolonten nicht allein die kommerziellen Interessen, sondern auch die Ausbreitung der deutschen Kultuc und der Ideale maßgebend sein mögen. Die Aufgabe der nächsten Zukunft sei, soviel Rohprodukte zu produzieren, daß Deutschland bei der internationalen Preisgestaltung das Zünglein der Wage bilde. Die Rede klang in ein Hoch auf den deutschen Handelstag aus. In einem Ministerialerlaß beir. eine weitere Ausdehnung der Fürsorge für Tuberkulöse wird auf Grund der Feststellungen der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen in Preußen die Schaffung besonderer Hellstätten für Schwerkranke sowie besonderer Räume für Tuberkulöse in den allgemeigen Krankenhäusern für nötig erklärt; auch wird empfohlen, Konzessionen für Krankenhausneubauten künftig nur zu erteilen, wenn für Tuberkulöse besondere Einrichtungen nach den in den Volksheilstätten erprobten Erfahrungen getroffen werden. Die Gemeinden werden zu Aeußerungen über die bevorstehenden Anforderungen ersucht. Rußzland. Die Reichsduma hat die erste Beratung des Budgel=Entwurfs zu Ende gebracht und mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemskraten und Sozialrevolutionären beschlossen, das Budget der Kommission zu überweisen. Sehr bemerkenswert war die Rebe des Abgeordneten für die Stadt Petersburg Fedorow, in der der Redner der Ansicht des Finanzministers betritt, welcher sagte, daß eine Generaldebatte über das Budget nur in der BudgetKommission von Nutzen sein werde und daß diese Beratung vor allem in Ruhe und ohne Voreingenommenheit sowie ohne politische Sonderbestrebungen geführt werden müsse. Redner erinnert daran, daß man von dem gegenwärtigen Ministerium nicht übermäßiges verlangen dürfe, da es erst seit zwei Jahren einer neuen Lage gegenüberstehe und da es durch die ernste und bewegte Vergangenheit Rußlands ein schmeres Erbe angetreten habe. Fedorow kritistert im weiteren Verlaufe seiner Rede die Finanz= und Wirtschaftspolitik der Regierung und schließt mit einem Appell zur ruhigen Arbeit ohne Jurcht vor einer Duma=Auflösung. Das Haus beschließt nach weiterer ausgedehnter Debatte über das Budget, die Redezeit auf je 10 Minuten zu beschränken. Die Redner der äußersten Linken setzen ihre hefligsten Angriffe gegen die Regierung fort, die der äußersten Rechten bringen nichts Positives vor und greifen die Kadetten sowie die Sozialisten an. Viele Redner verzichten auss Wort. Sodann nimmt Finanzminister Kokowzow das Wort und verleldigt sich in längerer Rede gegen die Angriffe der Sozialisten. Er führt aus, die Kritik sei leicht, aber die Kunst sei schwer.„Was den Vorwurf betriffl, daß die Regierung über die allgemeine Politik gesagt habe, so konnte die Regierung doch die allgemeine Politik in das Budget nicht hineinredigieren, denn diese Politik hängt nicht von diesen oder jenen Personen ab, sie wird vlelmehr durch die historischen Umstände diktiert. Die gegenwärtige Finanzpolitik ist nur, Ersparnisse zu machen und die Ausgaben zu beschränken. Jeder von dieser Rücksicht auf das öffentliche Wohl eingegebene Schritt ersordert neue Ausgaben, aber woher das Geld nehmen? Aus der Abschaffung der Steuer auf Zucker und Tee und Zölle würde sich an Stelle der im Budget aufgeführten Einnahmen nur ein Nichts ergeben. Der Minister geht dann auf den sozialistischen Antrag ein, das Budget ohne Ueberweisung an die Budgetkommission abzulehnen, der damit begründet ist, daß die budgetären Rechte der Duma gleich Null sein. Er weist diese Behauplung als unrichtig und falsch zurück und sagt, es gebe nur einen Teil des Budgets, der wie durch einen Panzer geschützt sei und daher gemäß den Staatsgrundgesetzen für die Duma unantastbar sei. Dies sei der Teil, welcher die Ausgaben des Kaiserlichen Hofes und diejenigen für Zahlung der nationalen Schuld und der Staatsobligationen enthalte. Dieser Teil des Budgets betrage 502 Millionen Rubel. Es gebe ferner noch einen Teil des Budgets, der durch einen schwächeren Panzer geschützt sei. Dies sei derjenige Teil, der die Ausgaben enthalte, die auf gewissen Gesetzten beruhten. Diese Ausgaben könnten von der Duma nicht abgeändert werden ohne Abänderung oder Aushebung der betreffenden Gesetze, die ihnen zur Grundlage dienten. Dieser Teil des Budgets betrage 689 Millionen Rubel. Kokowzow fährt fort, das gesamte Budget schließe mit 2471 Millionen Rubel ab. Mithin blelbe für die Duma ein Betrag von mehr als der Hälste des Budgets, über den sie unbeschränkt bestimmen könne, bezüglich dessen es für die Vertreter des Volkes keinen undurchdringlichen Panzer gebe. Hier könne die Budgetkommission, indem sie sich in das Budzet gründlich vertiese, die von der Regierung gemachten Fehler anzeichnen und diese werde der Duma stets dafür Dank wissen. Die Duma sei zur gesetzgeberischen Tätigkeit geschaffen worden, ihre budgetären Rechte seien hinreichend beträchtliche und deshalb müsse die Kommission arbeiten ohne Haschen nach Belfall und ohne Wäusche zu äußern, die sich nicht verwirklichen ließen, sondern arbeiten unter Zugrundelegung von Zahlen und Schriftstücken zum allgemeinen Wohl. Spanten. Daß bei der Zusammenkunft des Königs Eduard von England mit dem Könige Alfons von Spanien politische Zwecke obwalten, unterliegt keinem Zweifel und wird auch von den Offiziösen beider Länder nicht bestritten. König Eduard, der gestern vormittag an Bord Sr. Yicht die Rückreise antrat, hat seit seiner Thronbesteigung sein Augenmerk darauf gerichtet, einen Bund der Westmächte zu schaffen, in dem England die führende und bestimmende Macht ist. Daß dieser Bund kriegerischen Angriffezwecken dienen soll, wird man nicht direkt behaupten därfen, eine kriegerische Natur ist König Eduard nicht, wohl aber ein seiner Rechner, dem als richtigem Engländer der Handel über alles geht und bei allen seinen Bestrebungen die Handelsinteressen voranstellt. In Berliner diplomatischen Kreisen sollen Gerüchte verlauten, zwischen England und Spanien sei ein Abkommen zustande gekommen, und zwar auf folgender Grundlage: Spanien erklärt sich bereit, den englischen Kriegsschiffen in gewissen Fällen seine Häfen zu öffnen, Englund sichert dafür Spanien seine Unterstützung in allen Fragen der auswärtigen Politik, sowie sein ötenomische Unterstützung zu. Rumänten. Das Bukarester Amtsblatt veröffentlicht einen Aufruf der Regierung an die Bürger anläßlich der Wiederherstellung der Oednung im ganzen Lande. Der Aufruf stellt fest, daß das Land eine gefährliche Krise durchgtmacht habe, aber das Parlament, die Armee und die Behörden hätten ihre Pflicht erfüllt, und die Revolte sei rasch niedergeschlagen worden. Nachdem die Ordnung wiederhergestellt, sei es Pflicht der Regierung, darüber zu wachen, daß nicht eine neue Gefahr eintrete, damit die Zukunft gesichert sei. Die Aufwiegler wörden verfelgt und bestraft werden, aber gleschzellig werde sich die Regierung das Los der Bauern angelegen sein lassen. Die Regierung beabsichtige, die Lage der Landbevölkerung zu verlassern, ehne Nachteil für die legitimen Interessen der Grundbesitzer. Inzwischen müsse Ruße und Ordnung gezichert werden; denn aus Unruhen entstehen nur wieder neue Uebel, und der Verlust eines Erntejahres ziehe Hungersnot nach sich. Der Aufruf fordert sodann den Grundbesitzer und Pächter auf, auf ihre Güter zurückzukehren und für das laufende Jahr landwirtschaftlche Verträge abzuschließen; denn die Verständigung zwischen den Bauern und den Grundbesitzern werde durch die Diftriktspräsekten erleichtert werden, deren Intervention schon sehr befriedigende Ergebnisse gezeitigt habe. Die Regierung richtet an alle Bürger die dringende Mahnung, sich Rechenschaft abzulegen über die schwierige Lage, die der Staat durchmache, und fordert alle auf, für die Wiederherstellung brüderlicher Beziehungen zu arbeiten, die zwischen allen Söhnen des Landes bestehen sollten zum Heil und Glück des Vaterlandes. Türkei. Der Besuch des italienischen Königs in Athen hat in türkischen Kreisen Beunruhigung hervorgerufen, da den König der Minister des Aeußern und der Marineminister begleiten, und man Diskussionen bezüglich Kretas und Albaniens befürchtet. Um zu vermeiden, daß die Mohammedaner von diesem Besuche Kenntnis erhalten, um sozusagen die Flktion zu erhalten, daß die Pforte noch über alle Balkanstaaten dnminiere, wurde den türkischen Bliätern die Veröffentlichung von Depeschen über den Besuch in Athen verboten, was übrigens bei solchen Gelegenheilen öfters zu geschehen pflegt, den griechischen und französischen Blättern jedoch die Veröffentlichung hierauf bezüglicher Berichte gestattet. Die angebliche Beunruhigung scheint indes nur vorübergehender Natur gewesen zu sein. *# Griechenland. Während der König von England Spaniens Känig besuchte, war der König von Italien Gast des Königs Georg von Griechenland. Zu Ehren Königs fand im Schloß ein Galadiner statt, an dem die Minister, das diplomatische Korps sowie die Spitzen der Behörden teilnahmen. König Georg brachte in französischer Sprache einen Toast aus, in dem er König Vikor Emanuel auf dem klassischen Boden Griechenlands willkommen hieß. Der König trank auf das Wohl des Königs und der Königin von Griechenland und deren Familie und auf das Wohlergehen Griechenlands. Deutscher Berlin, 10. Aprll. Der Reichstag nahm heute seine Verhandlungen nach der Osterpause wieder auf. Er ehrte das Andenken der verstorbenen Abgeordneten Prinz von Arenberg(Clr.) und Auer(Soz.) durch Erheben von den Plätzen, nahm die Vorlage über den Gebährentarif für den Kaiser Withelm=Kanal in erster und zweiter Lesung an und begann die zweite Lesung des Stats beim Eitat des Innern, wozu eine Reihe von Resolutionen der Nationalliberalen, des Zentrums, der wirtschaftlichen Vereinigung und der Sozialdemekraten vorliegen. Abg. Trimborn (Str.) und Abg. Bassermann(nl.) befürwerteten ein rascheres Tempo in der Sozialpolitik und begründeten die Anträge ihrer Parteien. Abgg. Wernet(Antis.) und Lehemeyer(Ctr.) trugen Mittelstandswünsche vor. Weiterbratung mergen. Berlin, 10. April. Das Abgeordnetenhaus hielt heute seine erste Sitzung nach den Ofterferten ab und setzte, nachdem es das Andenken des versterbenen Abg. Prinz v. Arenberg in der üblichen Weise geehrt, die Beratung des Kuliusetats beim Kapitel Universtiäten fort. Auf bezügliche Ayregungen wurde seitens des Ministers Dr. v. Studt bezw. vom Geheimra! Elster erklärt, daß zu einer weiteren Beschränkung der Aufnahme von Ausländern aus drutscher Universitäten kein besondtrer Anlaß vorliege, und daß Wünsche nach Errichtung von Lehrstühlen für soziales Recht, Versicherungswesen und soziale Medizin geprüft werden sollen. Die Beratung wird morgen fortLohales und Provinzielles. §§ Gät=r#loh, 11. April.[Ihre silberne Hochzelt] feierten zu Beginn dieser Woche die Eheleute Bahnschlosset Fr. Heiremann, Marienfelder Sraße 741, und gestern die Eheleute Kolon Fr. Wulf in Nordhorn Nr. 16. Den beiden Jubelpaaren nachtriiglich herzliche Gratulation. ) Sütersley, 11. Apell.[Auszeichnung. Dem am 1. April d. Is. in den Ruhestand getretenen Bahnwärter Fritz Strothotte in Kattenstroth wurde gestern nachmittag von dem Herrn Bau= und Betriebs=Inspekter Hoffmann aus Bielefeld das allgemeine Ehrenzeichen überreicht. (“) Sütersloy, 11. Aprll.(Schulanfang.] Die Oßerferien erreichen für die Volksschule heute ihr Ende und morgen nimmt ein neues arbeitsreiches Schuljahr seinen Anfang. Da müssen denn auch die ABE=Schützen den ersten Schulgang wagen, der für sie zugleich den ersten Schritt in das ernste Leben bedeutet und bange Sorge glaubt man manchmal auf dem Gesichte der Mutter zu lesen, wenn sie ihren Liebling auf dem ersten Gange zur Schule begleitet. In ganz andere Verhältnisse muß sich ihr Kind nun gewöhnen. Bisher war die Mutter dem Kinde alles gewesen; in ihren vier Wänden war dasselbe ganz ihr eigen. Jetzt sordert ein Gesetz das Kind von ihr; der erste Schritt zu der allzgählig wachsenden Loslösung ist gemacht. Frembe werden es leiten, mit fremden Kindern wird es in Berührung kommen, und fremde Menschen werden sein Herz gewinnen. Doch die Schule will den Oltern ihr Liebstes nicht nehzmen. Die Lehrer und Lehrerinnen wollen nur Heifer sein, um das Kind zu eingm tatkräftigeg naß natfrauhiges Mzüschen, mil Verantwortlichtzsitgefütt Fertangchilten. Osait beises deße Ziel erreicht werhe, muß Schole und haus Hass in Hand arbeiten. Vertrauen gegen Verkkauen und Treue um Tezue soll und muß die Losung im Schulleben sein, wenn tächtige, charaktervolle Persönlichkeiten daraus hervergehen sollen. Wir aber rufen Lehrenden und Vernenden ein herzliches „Glückauf“ für das neue Schuljahr zu. 2 Sütersloh, 11. Aprll.[Städtisches.] Die geftrige Stadtverordneten=Versammlung wurde dahin erledigt, daß der Magistrat ermächtigt wurbe, mit der Ehefrau Laura Heitmann geb. Wolf wegen Verlängerung des Mietsvertrages zu verhandeln und zwar mit Rücksicht auf die bevorstehende Eingemeindung auf nur eine Dauer von 8 Jahren(1900 bis 1912). Sedann wurde von der Vorlage der Uebersicht von dem Stande der Stadtkasse am Schlusse des Monats Februar Kenntnis genommen, werauf eine gehelme Sitzung stattfand. Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit wurde die Sitzung sofort geschlossen. S8 Güterslotz, 11. Ok.[Der Hauptgewinn r 4. Klasse der Preuß. Klassenlotterie von Mk. 100000 ist in die Lotterie=Einnahme des Herrn H. Jörgens hier auf Nr. 209173 gefallen. Die Spieler dieser Glücksnummer wohnen in Gütersleh und Umgegend. . Säterslon. 11. April.(Billige Schweinepreise— teure Fleischpreise.] Die Klagen der Konsumenten, daß die Fleischpreise, und zwar auch die Sckweinefleischpreise, noch immer außerordentlich hohe sind, wollen nicht aufhören und auf der anderen Seite erheben sich von Woche zu Woche lautere Klagen der Landwirte, daß sie ihre fetten Schweine nur noch los werden können, wenn sie sie zu Preisen abgeben, die eine Rentabilltät aus der Schweinemast nicht mehr herauswirtschaften lassen. Kein Wunder, wenn daher hier wie an der verschiedensten Orten die Frage lebhaft erörtert wird, ob denn die Preise für Schweinefleisch mit dem seit einem Jahr ständig zunehmenden Fallen der Schweinepreise Schritt gehalten haben, oder ob auch diesmal wieder die alte Regel sich bestätigt, daß die Fleischer wohl bei Reigenden Viehpreisen die Fleischpreise erhöhen, aber bei fallenden Biehpreisen das Mitgehen vergessen. An vielen Orten hat man schon Gegenmaßregeln getroffen und auch hier scheint man gewillt zu sein, eine Einrichtung zu schaffen, die den ungleich hohen Fleischpreisen ein baldiges Ende bereiten dürfte. Vielleicht schon in allernächster Zeit wird man Näheres hierüber bören können. Einem auswärtigen Blatte wird von hier geschrieben: Eine Preisschwankung wie im verflossenen Jahre ist bisher noch nie beobachtet worden. Im April v. Is. kosteten ausgemästete Schweine 75 Mk. pro 100 Pfund Schlachigewicht, später 65 Mk. und im vergangenen Winter bewegte sich der Preis zwischen 60 und 50 Mark. Für diese Woche ist der Preis auf— 45 Mark herunter gegangen, wobet noch so viel angeliefert wird, daß es nicht zu verwundern ist, wenn der Preis noch weiter fiele. „“ Sktersloh, 11. Aprll.(Sanllätskelonnen.) Der Vorstand des Verbandes der westsältschen Sanitätskokonnen hat am Sonntag in Münster beschlossen, den Verbandstag in diesem Jahre am 7. Juli in Dortmund abzuhalten. r. Sütersloh, 11. April.[Meisterkurse.] Zum elsten Male finden demnächst in Dortmund Meisterkurse für Schuhmacher und Schneider, zum neunten Male für Schreiner und zum achten Male für Schlosser statt. Die Kurse werden am 3. Juni eröffnet. Die Dauer der Kurse beträgt 8 Wochen. Die Zahl der Teilnehmer ist für jeden Kursus auf 10 festgesetzt. Die Aufzunehmenden sollen in der Regel das 24. Libensjahr vollendet, und das Alter von 45 Jahren nicht überschritten haben. Bewerbungen von Meistern und solchen Gehilfen, die im Begeiff stehen sich selbständig zu machen, werden bevorzugt. Den Kursisten werden die Uuterrichtemittel, Maschinen, Werkzeuge, Materialien u. a. unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das Unterrichtsgeld kann erlassen werden. In der Regel erhalten die Teilnehmer reichliche Beihilfen zum Lebensunterhalte. Die Meisterkurse werden in einem neuen Werkstatthause abgehalten, die schönen Werkstatträume sind mit praktischen und mebernen Maschinen ausgestattet. Der Unterricht wird von anerkannt tächtigen Fachlehrern erteilt. Die bereits abgehaltenen Kurse haben die besten Erfolge auzuweisen. Anmeldungen sind umgehend an den Leiter der Meisterkurse, Direktor Regling, Dortmund, Schwanenwall 41, zu richten. Die Handwerkskammern sind gern bereit, jede gewünschte Auskunft zu erteilen. Die nächstfolgenden Kurse beginnen veraussichtlich am 7. Oktober. 1 Gütersloh, 11. Aprll.[Ortskrankenkasse II. Die am Dlenstag abend stattgefundene General=Versammlung der Ortskrankenkasse II erteilte dem Kassierer Entlastung, nachdem sie von dem Rechnungsabschluß pre 1906 Kenntnis genommen und die Rechnungslegung gegpräft und für richtig besunden war. Die Einnahmen betrugen 8220,24 Mk. die Ausgaben 8216.62 Mk., sodaß am Schluß des Rechnungsjahres ein Kassenbestand von 8,72 Mk. verblieb. Das Gesamtvermögen der Kasse beläuft sich auf 9879.87 Mk. gegen 9762,77 Mk. im Vorjahre, weist alse ein Minus von Mk. 382,90 auf. Zum Resetvefonde gehören 9370 Mk; nach dem vorjährigen Abschluß betrug der Reservefonds 9752,63 Mk., ergibt also gegen das Vorjahr an Riservefonds weniger 382,68 Mi. ) Sütereloh, 11. April.[Das Mechanssche Theater] hat gestern abend bei leidlich gutem Besuch den Zyklus seiner Vorstellungen eröffnet. Zwar ließ der Anfang dieser ersten Vorstellung wegen plötzlich eingetretener Störung in der Lichtanlage das Publikum eine unliebsame Warteund Geduldsprobe durchmachen, die aber bald wieder vergissen war, nachdern der Bühnen=Vorhang sich in die Höhe Die Malerei wie auch die kompliz ven sich über die Bähne 5 war dis ersté- Dorsteklung, ein durch Lurspa, Pfrikg un Al verschiedensten Gegenden und was den meisten Menschen Löwen= und Gisbärenjagden, Schiffsuntergang usw. Wintervergnügen auf dem Eise als nächste Nummer bei sehr drollige Momente und geradezu verbläffend wirkten die Preduktionen der beiden kleinen Seilschwenker=Automaten, wobel man fast glauben sollte, man habe wirklich lebende Künstler en miniature vor sich. Ganz neu ausgenommen in das Programm ist ein Angriff der japanischen Flette vor Port Arthur während des russisch=fapanischen Krieges im Februar 1904. Eine sehr schöne Abteilung ist Venedig, vom Miere aus gesehen. Im Hintergrunde bemerkt man den herrlichen St. Markusplatz, dann die Piazetta, den herzoglichen und Dogenpalast. Diese Abteilung wird belebt durch die verschiedenstin mechanischen Figuren in fortwährender Abwechselung, sowohl in komischer wie auch in heiterer, so recht aus dim Leven gegriffener Aufführung. Das Wasser wird nicht minder von vorüberfahrenden Schiffen belebt und sogar ein paar Schwäne und Schwimmlustige tauchen vor unseren Augen auf. Nachdem eine Prozession vorübergezogen ist, erscheint bei eintretender Dunkelheit im Hintergrunde der Laternenanzünder, während man den Mond aus den Wolken hervortreten steht. Den Schluß der Verstellung bildeten eine Serte Wandolbilder sowie prachtvolle chinesische Farben= und Formen=Produktionen. Alles in allem bietet das Mechauische Theater reiche Abwechselung und wer sich darum einen reinen, ungetrübten Genuß verschaffen will, der versäume nicht das Theater zu besuchen; er findet mehr, als er erwartet. i§: Gütersloh, 11. Aprll.(Versammlung.] Gestern abend hielt in den Räumen des Herrn G. Pollkläsener der Verein für Geflügelzucht und Tierschutz seine 4. Monatsversammlung ab, die leider nur mittelmäßig besucht war. Für den Verbandstag am Sonntag den 21. April in Bielefeld wurden die Herren Hepke und Lehrer Schwarz als Vertreter gewählt. Auf diesem Verbandstage werden die beiden Verbandsausstellungen für 1908 vergeden und sollen sich die Vertreter darum bemühen, eine dieser, und zwar die Herbstausstellung, nach Gütersloh zu bekommen. Der hierauf folgende Vortrag des Herrn O. Hepke über einen Stamm Goldwyandottes des Herrn BarnholtSundern war wohl für alle Anwesenden sehr interessant. Redner verstand es meisterlich, die Rassenmerkmale und kleineren Fihler zu kritisieren und gute Ratschläge für die Zucht dieser Wyandottes zu geben. Seiile Ausführungen fanden ungeteilten Beifall und wurde ihm am Schluß derselben durch den Vorsitzenden der Dank der Versammlung dafür ausgesprochen. Die Besprechung über die geplante Gründung eines Mustergeflügelhofes nahm nur wenig Zeit in Anspruch. Fast hatte en den Anschein, als ob nur wenig Meinung für eine solche Gründung voerhanden wäre. Diese ist jedoch so gut als gesichert und schon in der nächsten Zeit soll die Arbeit hierfür ausgenommen werden. Die Anlagen werden auf dem Kivitzhofe des Herrn Otte Bartels, den dieser hierfür bereitwilligst zur Verfügung stellte, errichtet werden. Der Verein selber beteiligt sich nicht hieran, es ist jedoch Bedingung, daß nur die Mitglieber dieses dem neuen Unternehmen beitreten können. Zum Schluß fand eine Verlosung von mohreren Dutend Bruteiern und einigen praktischen Wassertrinkgefäßzen für Hühner statt. In der nächsten Versammlung am ersten Mittwech im Mai wird ein Vortrag über Dominikaner gehalten. Peheim, 10. Aprll.[Zu einem argen Krawal! kam es hier am Sonntag abend in der Wirtschaft„Zur Waldluß“. Zwischen verschiedenen Brückenbauern und anderen Arbeitern, die beim Hochofenbau in Hüsten deschäftigt sind, kam es wiederholt zu Streitigkeiten, bis sich der Wirt veranlaßt sah, die Gesellschaft vor die Tür zu setzen. Das war der Anfang zu einem richtigen Gesecht, das sich jetzt entwickelte. An der Wirtschaft wurden die großen Fensterscheiben eingeworfen und das Gebäude demoliert; mit Revolvirn und Ilinten wurde wiederholt geschossen. Zwei schwer verletzte Monteure blieben auf dem Kampfplotze. Sie wurden im städtischen Krankenhause untergebracht. Die Verletzungen, bei dem einen Brust= und Bauchschuß, bei dem anderen Bauchschuß, sind derartig schwer, daß an ein Aufkommten nicht zu denken ist. Nach din Blutlachen zu urtellen, müssen noch weitere Personen verletzt worden sein. Doch sind diese Verletzungen jedenfalls leichterer Natur. Die Untersuchung ist eingeleitet. Gestern morgen wellte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft hier, um den Tatort in Augenschein zu nehmen. Saitern, 10. Aprll.[Tötlicher Unfell.] In einer in der Nähe von Haltern gelegenen Ziegelei fielen bei der Reparatur eines Kamins Steine einem Arbeiter so unglücklich auf den Kopf, daß er sofert starb. Lochum, 10. Aptll.[Von einem Autsmodll überfahren und geiötet] wurde in der letzten Nacht ein geistig beschränkter und schwerhöriger Bergmann. Er blieb tei auf dem Platz. h. Bochum, 11. Spell.[Marine=Ausstellung.] Die gleichzeitig mit dem Appel des Verbandes der MarineVereine Rheinland und Westsalens am 29. und 30. Juni 1907 in Bochum stattfinbende Marine=Ausstellung verspricht einen großen Umfang anzunehmen, da Gegenstände vom Reichs=Marineamt, den Kaiserlichen Werften in Kiel und Wilhelmehaven, der Schichau=Werst, dem Institut für Meereskunde in Berlin, der deutschen Stewarte in Hamburg, der Marine=Akademie in Kiel, von Schiffahrts=Gesellschaften, industriellen Werken u. s. w. zur Verfügung gestellt sind; darunter sohr instruktive, sauber gearbeitete, kostbare Modelle bosten, s#rner Geschötze, Torpedos, Geschosse, sowie Maschinen und Ausrüstungsgegenstände aller Art. Eine Sonderabtellung deherbergt Seitenheiten und Kuriositäten, die von Mitgliedern der Marine=Vereine auf ihren Auslandsreisen gesammelt finb. Die Ausstellung wird etwa 14 Tage dauern und dürfte große Anziehungskraft haben. Remlinzhausen, 10. Aptll.[Die Kaffeekanne. Im benacharten G#kenschwick riß ein einjähriges Kind die Kaffeekanne vom Tisch, durch deren Inhalt das Kind so verbrüht wurde, daß es seinen Brandwunden erlag. Dserlohn, 10. April.[Stadtkreis.] Die Stadt Iserlotzn im Regierungsbezirk Arnsberg ist vom 1. April d. Is. ab aus dem Verbande des Landkreises Iserlohn für ausgeschieden erklärt werden, so daß sie von diesem Tage ab einen Stadtkreis bildet. Coesfeld, 10. Aprll.(Einen Todessprung aus dem Zugel vollführte vorgestern auf der Strecke Marla=Veen—Coesfeld zwischen Hervest=Dörsten und Wulfen schwang sich durch das Feuster oben auf das Abteil. Von dort sprang er hinab, fiel aber so unglücklich gegen eine Telegraphenstange, daß er das Genick brach und sofort t# war. Die Leiche wurde vom Zuge nach Cossfeld gebracht, wo der herbeigerufene Arzt den Tod infolge Genickbruches fessctellte. Vermischtes. * Hannover, 10. April. Anläßlich ber sensationellen Entfährung des 12jährigen amerikanischen Millionärssohnes Kriegers, sind auf Grund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Altona der Vater des Knaben, Dr. Krieger und der Direktor des hiesigen Privatdetektiv=Instituts Greif, v. Versen, verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht worden. v. Versen hat bereits zugegeben, den Knaben entführt zu haben. * Berlin, 10. April. Neue Schnellfahrversuche werden nächsten Monat auf der Staatsbahnstrecke BerlinSangershausen stattfinden mit einer Fahrgeschwindigkeit von 110 Kllometer pro Stunde. * Berlin, 10. Apris. Heute abend wurden hier in 220 Betrieben über 1000 Dachdickergehilfen sperrt und entlassen. *[Nach einem Leiden ohnegleichen] wurde im hessischen Diakonissenhaus zu Kassel die Schwester Magdalena Heitmann im 33. Lehensjahre durch den Tod erlöst. Bald nach ihrem 1894 erfolgten Ainteitt in das Haus erkrankte sie an Gelenktuberkulose. Im Verlauf weniger Jahre mußten der armen Schwester der rechte Arm, dann das linke Bein, der rechte Fuß und endlich auth der linke Arm abgenemmen werden. Vom Sommer 1887 an hat sie so, aller Gliedmaßen beraubt, gelebt und mußte versorgt werden wie ein kleines Kind. Große Schmerzen bereiteten ihr auch die sich immer neu am Rörper bildenden Giterbeulen. In ihrem 18jährigen unsäglichen Leiden verließ sie aber nie ihr felsenfester Glaube. Ge gab ihr die Kraft, zu tragen und zu überwinden. Des österen wurde die Dulderin durch den Besuch der Kaiserin erfreut und heim vorletzten Mal durch eine von der Kaiserin eigenhändig für sie gehäkelte Bettdecke hech beglückt. * Karlsruhe, 10. Apell.Gestern ging die Frau eines Buchbinders in einem Anfall von Geistesstörung in den Keller, begeß sich mit Petroleum und zündete sich an, wedurch sie so schwere Brandverletzungen davontrug, daß sie nach zwei Stunden starb. K“ Pforzheim, 10. Aprll. Großmutter, Mutter und Tochter feierten dieser Tage gemeinsam Hochzeit. Der 78jährige Privatmann Gottfieb Pfrommer erneuerte mit seiner Frau Charlotte geb. Spengler, einer 74jährigen, das Ehebündnis, das sie vor 50 Jahren geschlossen, deren Tochter Charlotte, geb. Pfrommer, mit ihrem Gatten, Emailleur Heinrch Dieterle, feierte zugleich ihre ihre silberne Hochzeit, und die Tochter der silbernen Jubilbare ging mit dem Kaufmann Gugen Schöpf gleichzeitig die Ehe ein. * Fleusburg, 10. Aprll. Ein Dienstknecht aus Schmedeby versuchte mit seinem Rade auf der Schleswiger Chaussee mit einem Automebil, das hinter ihm herfuhr, um die Wette zu fahren. Unwelt Oeversee stürzte er mit dem Rade und der Kraftwagen ging über ihn hinweg und tötete ihn auf der Stelle. * Straßburg, 10. Aprll. In Mühlhausen erschoß der Dentist Dreysus aus Versehen mit einem Flobertgewehr die 28jährige Frau des Buchoruckereibesitzers Knecht. Er legte in der Meinung, das Gewehr trage nicht so welt, im Scherz an, der Schuß krachte und die Frau brach tot zusammen. Der Täter stellte sich der Polizei. * Mänchen, 10. Aprll. In der Untersuchung gegen den Zirkusdirektor Niederhofer, welcher bekanntlich des Mordes an dem Kaufmann Hendschel beschuldigt ist, ist eine neue überraschende Wendung eingetreten. Niederhofer hatte einen Artisten des Mordes beschuldigt. Dieser sollte mit Hindschel nach England gereist und auß mit ihm allein im Zirkus gewesen sein. Den Bemühungen der Mänchener Polizei gelang es nun, din Artisten in Gagland zu ermitteln und nach München zu hölen. Gestern wurde er plötzlich Niederhofer gegenübergestellt, und er sagte ihm auf den Kopf zu, daß Niederhofer mit Hendschel astein im Zirkus gewesen und daß Hendschel seit diefem Zeitpunkte verschvunden sei. Niederhofer war vollständig niedergeschlagen. * Lissaben, 10. Apell. In einem von 18 Parteien bewohnten Hause in der Nähe des Zentralmarktes brach in der letzten Nacht Großfeuer aus. Viele Personen, darunter eine Anzahl Kinder, sind in den Flammen umgekommen bezw. virletzt wocden. Die Mehrzahl der Opfer hatte im vierten und im fünften Stockwerk gewohnt. Wochenspielplan des Bielefelder Stadttheaters. Sonntag, den 14. April. Der Frompeter von Sälkingen. Oper in 8 Aufzügen nebst einem Vorspiel von Bietor E. Neßler. Montag, den 15. April. Don Juan oder Der stelnerne Gast. Große Oper in 4 Akten von W. A. Mozart. Dienstag, den 16. Apeil. Erstes Austreten des Operetten=Tenors Herrn Richard Lenz von den vereinigten Stadttheatern Essen=Dortmund. Die Iledermaus. Operette in 8 Akten von Johann Strauß. Gabr. von Eisenstein, Richard Lenz. Mittwoch, den 17. Aprll. Zum sechsten Male: Die lustige Witwe. Donnerstag, den 18. April. Der Bettelstudent. Operette in 3 Akten von F. Zell und R. Genee. Musik von Carl Millöcker. Symon Rymanovicz, Richard Lenz. Sonnabend, den 20. April. Zu kleinen Preisen.— Zum letzten Male. Carmen. Anfang dieser sämtlichen Vorstellungen 7½ Uhr. Billig, bequem und praktisch für jede Haussrau: Sie erhält leicht und mühelos die schönste schneeigweiße Plättwäsche bei Benutzung der allein echten Amerikanischen Brillantglanzstärke von Fritz Schul; jun. Akt.=Ges., Lelpzig und Eger i. B. Schulz'sche Brillaniglanzstärke mit der Schutzmarke Globus ist das einzige Fabrikat, welches ohne weiteren Zusatz— also nur mit Wasser aufgelöst— sofort gebrauchsfertig ist. Mit jedem Plätteisen erreicht man dann leicht und saubere Plättwäsche, schneeig weiß und elastisch steif,— mit und ohne Glanz — ohne daß die Wäschefasern auch nur im geringsten angegriffen werden. Eine solch' höchst einfache Anwendung laut der jedem Paket beigegebenen Gebrauchsanweisung schließt selbst für ganz ungeübte Hände ein Mißlingen vollständig aus. Die erhaltenen höchsten Auszeichnungen, auf der Weltausstellung St. Louis 1904 der„Grand Prix“, bestätigen die anerkannt vorzügliche Qualität der Schulz'schen Brillantglanzstärke und die zahllos auftauchenden Nachahmungen mit täuschend ähnlichen Verpackungen beweisen, daß Schulz'sche Beillantglanzstärke die beste und wirklich einzig dastehend an Güte ist. Jede Hausfrau achte darum beim Einkauf im eigensten Interesse darauf, daß die roten Pakete die Schutzmarke Globus tragen und sie geht sicher, daß altbewährte Fabrikat der Fritz Schulz jun. Aktiengesellschaft erhalten zu haben. Kirchliche Nachrichten. Evangelischer Gottesdienst. Freitag, den 12. Aprik. Alte Kirche abends 5 Uhr: Past. Seippel. den 13. Aprik. Alte Kirche 10 Uhr: Beichte. Pastor Meinshausen. Die Gewerbesteuerrolle der Stadt Gütersloh für 1907 liegt in der Zeit vom 20. bis 27. April er. auf dem Steuerbureau, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Die Einsicht in die„Rolle ist nur den Steuerpflichtigen des Veranlagungsbezirks gestattel. Gütersloh, den 9. April. 1907. Der Magistrat: Mangelsderf. Bekanntmachung. Die festgesetzte Gemeinde. steuerlifte der Stadt Gütersloh für 1907, in welcher die Zenstten mit einem Einkommen von unter 900 Mark zur Veranlagung gekommen sind, llegt in der Zeit vom 12. d. Mis. ab 14 Tage lang auf dem Rathause im Steuerbureau, Zimmer Nr. 7, offen. Gegen die Veranlagung steht den Steuerpflichtigen binnen einer Ausschlußfrift von 4 Wechen nach Ablauf der Auslegungsfrist die Berufung zu. Gätersloh, den 10. April 1907. Der Bürgermeister. Mangelador. Amt Gütersloh. Bekanntmachung. Die Gewerbesteuerrelle der Landgemeinde Gütersloh für das Veranlagungsjahr 1907 liegt vom 12. April er. ab eine Woche lang in der Wohnung des Gemeindeverftlehers Herrn Kolen Maas in Pavenstädt zur Einsicht offen. Es wird noch darauf hingewiesen, daß nur den Steuerpflichtigen des Veranlagungsbezirke die Einsicht in die Rolle gestattet ist. Gülersloh, 9. Apill 190.. Der Amtsverwalter: Villaret. Die Verlobung unserer Tochter Luise mit dem Fabrikanten Herrn Alfred Momburg in Gütersloh, Leutnannt der Reserve im Inf.-Regt.„Herzog Ferdinand von Braunschweig" (8. Westf. No. 57), beehren wir uns ergebenst anzuzeigen. Carl Starcke u. Frau geb. Bückendorff. Melle, im April 1907. Meine Verlobung mit Fräulein Luise Starcke, Tochter des Fabrikbesitzers Herrn Carl Starcke und seiner Frau Gemahlin Minnageb. Bückendorff, beehre ich mich ergebenst anzuzeigen. Alfred Momburg. Gütersloh, im April 1907. T. O.V Heute abend We“*. Singen. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern abend 8½ Uhr meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Margarete Mersehbrock geb. Kochtokrax nach kurzer Krankheit, wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel, gestärkt durch die Heilsmittel der röm-kathol. Kirche, in die Ewigkeit abzurufen. Dies zeigen mit der Bitte, ihrer im Gebete zu gedenken, tietbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Kattenstroth b. Gütersloh, den 10. Aprll 1907. Die Beerdigung findet Samstag morgen 7¼ Uhr, nachher das Seelenamt statt. Meinen werten Kunden teile hierdurch mit, dass ich jetzt im Hause des Herrn Tischlermeisters Schlüpmann, Kleine Kirchstr., 4 6 wohne. Um ferneres Wohlwollen bittet 5 Bernhard Brokamp. Friseur. Blaues Kreuz. Am Sonntag nachmittag 6 Uhr Generalversammlung Im Jünglingssaal des Vereinshauses. Tagesordnung: Wahl der Deputierten zur diesjährigen Vertreter=Versammlung des Westbundes in Bielefeld. Der Vorstand. Speisekartoffeln (Maguum bonum) at abzugeben Grote-Spexard. Kravkheitshalber wird sofort ein kräftiges Mädchen gesucht. Näheres in der Geschäftsst. d. Big. 4/5 Partial-Obligations-Anleibe der Bielefelder Bierbrauerei Altwein& Huber. Die vorgenannte Brauerei hat eine 4½% vom Jahre 1912 ab verlosbare und zur ersten Stelle hypothekarisch eingetragene Anleihe abgeschlossen. Die Stücke lauten über Mk. 1000.— und Mk. 500,— und tragen halbjährliche, am 1. April und 1. Oktober fällige Coupons. Anmeldungen auf die Anleihe, die zum Kuse von 100% zur Ausgabe gelangt, nehmen wir an unsrer Kasse entgegen. Westfälisch-Lippische Vereinsbank Aktiengesellschaft. Bekanntmachung. Am Sonnabend, den 13. d. Mts., von vormittags 10 Uhr an, versteigere ich im Auftrage des Bäckers Hanheide in Pavenstädt meistbietend gegen Barzahlung: 1 Partie Kolonialwaren, Schreibhefte u. Tüten pp., 1 Aurichte, 3 Spruch. bilder, 1 Spieluhr, 1 Treppenleiter, 1 Stehschreibpult, 1 Gazeschrank, Rübblbehälter, 1 Hängelampe, 1 Zwieback. Schneidemaschine und verschiedenes Andere. Gütersloh, 11. April 1907. Bäsmann, Gerichtsvollzieher. Reichsbank-Diskont-Notas sind stets vorrätig bei Schmälinz& Ohlbreck. Wohnung von 5 Räumen nebst Zubehör in der Nähe von Nlemöller& Abel jum 1 Oktober zu vermieten. Wo sagt die Geschäftsst. d. Zig. * echten, rechten. gulen aIten Tropfen llebt, dertrinte Für meinen Haushalt suche ich ein fleißiges junges Mädchen für Haus= und Küchenarbeit Frau Alfred Köhler. Elmendörfer er ist und bleibe der beste Kornbranntweln überall! Gegr. Kuno. 1689 Iss8thorst I. Wesll. Verreist! Dr. Geisthövel, Bielefeld. Generalversammlung der chrislich=sozialen am Freitag, den 12. ds. Mts., abends 8¾ Uhr im Vereinslokal. 1. Vorstandswahlen. 2. Vortrag: Hohenlohe's Erinnerungen 64/66. Wohne jetzt Joh. Supe, Homöopathische Behandlung. Von heute ab prima dicksettes Fleisch —. J 4 Pfd. 25 und 15 206. M. Schürmann. Feinstes Holländ. Apfelgelee " Tafelgelee „ Z u c k e r r ü b e n g e l e e „ Blütenhonig. —W. Küster. Thomasmehl Kainit Peru=Guano Knochenmehl Superphosphat. J. F. Zumwinkel. Schweine=Verkauf. Am Montag, den 15. April, nachmittags 2 Uhr anfangend, virkaufe ich meistbletend gegen Kredit. Koson Johannsmann, Ebbeeloh No. 2. Billig! Offeriere einen Posten Kinderkleidchen in Barchent u. Wolle, Gr. 50—75 cm mit 20—50 Proz. Rabatt. Carl Müller. Jauchepumpen Jauchehähne in großer Auswahl empfiehlt Georg Sager 1 Hl Ein=und Verkaufs=Genossenschaft (eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftflicht.) Bilanz per 31. Dezember 1906. Passiva. Hypotheken=Konto... Mark 32000.— Geschäftsguthaben der Genossen (Anteile)„ 6 300,— Reservefonds 875.— Rücklagefonds 1 400,— Genossenschaftliche Zentralkasse in Berlin„ 27 109,68 Kreditoren„ 6 960,65 Reingewinn 2 186.28 Aktiva. Grund= und Gebäude=Konte(nach Abschreibung): Mark 20 385 32 Maschinen=Konto(nach Abschreibung)„ 18 662,69 Inventar=Konte(nach Abschreibung)„ 1 516,14 Waren=Bestand„ 19 784,12 Debitoren Geschäftsguthaben bei der genessen schaftlichen Zentralkasse Kassen=Bestann 13078,6 S 200,— 4709 66 Mart 76 831,56 Mark 76 831,56 Bestand der Genossen am 1. Januar 1906.. 67 Zugang im Jahre 1906.. 15 Abgang im Jahre 1906(durch Tod) 1 8 Mir. breit und 12 Mir. lang zum Abbruch, ebendaselbst alte Fenster zu verkaufen. Aug. Gehle, Bahnhofstr. 486. Bestand am 1. Januar 1907...... 81 Vermehrung der Geschästsguthaben im Jahre 1906 Mark 2 950.— Vermehrung der Hastsumme im Jahre 1906..„ 29 500.— Gesamtbetrag der Hastsumme am Ende des Jahres 1906 68000,— Nordhorn bei Gütersloh, den 15. März 1907. Der Vorstand. Aug. Westheermann. Heinr. Klessmann. NB. Die Dividende kann vom 15. April bis 1. Joli d. Is. im Geschäftslokale in Empfang genommen werden. in allen Sorten. Solinger Stahlwaren J. F. Zumwinkel. Freitag, den 12. Aprik: Grosses Tanzvergnügen. Die Musik wird ausgeführt vom Gütersloher Stadtorchester. Hierzu ladet freundlichst ein Georg Hempelmann. Herren= u. KnabenTachtklub-, Kallon-, Prinz=Heinrich- und Matrosen-Mützen empfiehlt in großer Auswahl Wilh. Kirchhoff. Vorzüglichen echten volisaftigen Emmenthaler, Schweizer=, Gondaer=, Limburger=, echten Rieheimer= Kräuter=, Main. zer Käse 2c. empfiehlt W. Küster. Holdselig macht ein zartes Gesicht ohne Sommersprossen und Hautunreinigkeiten, daher gebrauchen Sie die echte Setekenpferd-Lilienmilch-Seife St: 50 Pfg. bei Ernst Hoffschildt. Boß'sches Vogelfutter für sömtliche In= und Ausländische Vögel. Vogelfreund graits. Niederlage bei W. Küster. besie und büllgste Waschmaschine Mk. 16.—, 25.—, 27.50, 30.—, 42.—. Das Waschen mit der Hand ist heute ein überwundener Standpunkt sofern man sich die Hülte einer„Weltwunder“-Waschmaschine sichert.„Weltwunder“ ist in schneller, leichter und gründlicher Reinigung, Schonung der Wäsche, einfacher Handhabung, Dauerhaftigkeit und billigem Preise unerreicht und bildet für vielg tausende von Famillen ein unentbehrliches Hülfsgerüt. Um die grossen Vorzüge und die ausserordentlichen Vortelle der „Weltwunder-Waschmaschine“ den hiesigen Haustrauen vor Augen zu führen, veranstalte ich am Montag, den 15. April 1907, nachm. 3—6 Uhr, ein öffentliches Probewaschen in meinem Geschäftslokal, zu dem hiermit freundlichst eingeladen wird. H. F. Kniepkamp. Am Vonnerstag, den 25. April 1907 wird in Wiedenbrück auf dem städtischen Festplatze ein Zuchtviehmarkt für Rindvieb der schwarzbunten westfälischen Niederungsrasse und für Schweine der MindenRavensberger Zuchtrichtung abgehalten. Der Auftrieb des Zuchtviehs, welcher nur Züchtern gestattet ist, beginnt morgens 7 Uor und endet um 9 Uhr. An Standgeld werden erhoben für j des Stück Rindvleh 50 Pfg. für jedes Schwein 25 Pfg. für jedes Ferkel bis zu 8 Wochen 10 Pfg. Auswärtige erhalten nähere Auskunft bei dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisvereins zu Wiedenbrück, am Markttage bei der zuständigen Marktkommission. e Ein stacker Auftrieb ist nach den eingezogenen Erkundigungen sichergestellt. Der Vorstand des Landwirtschaftlichen Kreisvereins. Nur auf wenige Tage von H. An den Wochentagen jeden Tag Vorstellung abends 8½ Uhr. Sonntags 3 Vorstellungen um 4, 6 und 8½ Uhr. Eintriltspreise: I. Rang 1 Mk.(4 Karten zusammen und auch mehr à Karte 75 Pfg.) II. Rang 50 Pfg. Gallarte 30 Pfg. Kinder unter 10 Jahren haben nur auf I. u. II.,Rang Zutritt und zahlen die Hälste. Zu diesen hochinteressanten Verstellungen ladet ergebenst ein Hochachlungsvoll Die Direktion. Malergehülfe sofort gesucht. Fritz Wulshorst, Friedenstraße. Zuverlässiger Arbeiter findet dauernde Beschäftigung. Zu erfragen in der Geschäftsst. d. Zig. Wer probt— lobt Eckstein’s DACAPO Zigaretten. Unübertroffen in Qualität und hergestellt nach orientalischer Art bieten sie völligen Ersatz. für die teuer gewordenen importierten Zigaretten, die der deutsche Raucher weit über den wirklichen Wert bezahlt. 10 Stück 35, 40 und 50 Pfg. U. M. Eckstein& Söhne, Dresden(über 600 Arbeiter). — Zu haben in Zigarrenhandlungen. Vertreter: B. Henneböhle, Gütersich. Beilage zu Nr. 43 der Neuen Gütersloher Zeitung. Donnerstag, den 11. April 1907. Jehannes Begl in S#tersleh. Die sorgenlose Jugend schied, Des Lebens Ernst begann, Der Menschheit roter Faden zieht Durch euer Tun forten. Denn unsers Erdenwallens Frist, Ob groß sie oder klein, Wenn sie besonders köstlich ist, Soll Müh und Arbeit sein. Drum, was klein Hänschen fleißig lernt, Erspart's dem großen Hans, Je weiter von dem Ziel entsernt Den Lauf danach beganns. Manch kleiner hei als großer Ter Roch scharf heran gemußt Und trat“' beträbt sich hinterm Ohr: „ach, hüt ich das gewußt! Das Derneu ward mir doch so leicht Dereinst im Kinderschuh— Fast spielend hätte ich erreicht Sorglose Altersruh!“ Ja, Hans, zu spät kanm deine Neu Drum, Kinder, merkt's zuhauf, Und bauet fleißig, klug und treu Such eure Schlasal auf! Sein Reman in zwii Abteilungen von Franz Treller. (19. Portsetzung.)—(Rachdruck verboten.) Die Einladung von Miß Nelly kam Hohenthal sehr gelegen, denn er nahm an, daß Bolten über den Aufenthalt seiner Frau unterrichtet sei. Einen Augenblick verursachte ihm der Gedanke Unruhe, vielleicht schroff gegen den Vater dis lieben Mädchens auftreten zu müssen, das so gütig gegen ihn gewisen war, dessen Vertrauen in seinem Gesundheitszustand ihm so wohlgetan hatte. Aber das war im Rotfalle nicht zu vermeiden, er mußte Bolten gegenübertreten, mußte ihn einschüchtern, wenn er nicht gejuge war. Er dankte im Stillen dem Geschick, das ihm Miß Nelly in den Wig geführt hatte. Dann sagte er:„Es würde mir Freude bereiten, Mr. Belten begrüßen zu können.“ „Sie kommen gleich mit, Mr. Wil...— Mr. Hehenthal, wir wollen ihn überraschen er soll sehen, daß diesmal meine Diagnose die richtigere war.“ Auch dies war Hohenthal sehr recht. Mr. Bolten mußte überrascht werden, wenn auch auf andere Weise, als Miß Nelly dachte und er schritt neben dem über die Begegenung seelenvergnügten Mädchen einher. „Papa lebt ganz zurückgezogen,“ plauderte sie undesangen,„er fürchtet, evon Patienten überlaufen zu werden winn seine Anwesenheit hier bekannt wird, da wir einstweilen unter dem Mädchennamen meiner Mutter hier wohnen. Papa ist alle weitere Praxis zuwider. Aber einen alten Bekannten darf ich ihm bringen.“ Hohenthal machte aus dim Verhalten Beltons und seiner ängstlichen Zurückgezogenheit seine Schlüsse. „Haben Sie in Deutschland auch solch große Städte wie unser New=York?“ „Ganz so große nicht, obgleich Berlin und Hamburg sich immerhin sehen lassen können.“ Se plaudernd erreichten sie das Haus, das Mr. Belten mit den Seinen bewohnte. Ueber dim Klingelzug stand„Mes. Morten“, das war also der Mädchenname von Mes. Belten. Miß Nelly öffnete die Türegerbüschles mit einem Drücker und führte Hohenthal eine Treppe hinauf, an ihres Vaters Zimmer klepfte sie an. Auf das„Herein!“ öffnete sie und ließ Hohenthal vortreten. Mit einem vergnügten:„Sieh doch, Papa, wen ich Dir hier bringe,“ folgte sie ihm. Belm Erdlicken Hohenthals, der mit finsterem Gesicht und funkelnden Augen ver ihm stand, fuhr der alte Herr entsetzt aus seinem Lehnstuhl emper und sein Gesicht verlor jeden Schimmer von Bonhomie. „Wen, wen bringst Du mir das“ kreischte er fast. Adas wollen Sie, Sir!“ „Einige Fragen an Sie richten, Mr. Bolton, von deren Beantwortung mein künftiges Verhalten Ihnen gegenüber abhängt.“. „Hinaus mit dem Wahnsinnigen! Rufe John, laß ihn einen Konstabler rufen. Der Mann ist gefährlich.“ Erstaunt sah Nelly auf die beiden Mägner, das finstere Gesicht Hehenthals, das in Angst verzerrie ihres Vaters. „Ich fürchte, Mr. Beiten,“ sagte Hehenthal gelassen, „die Anwesenheit eines Konstablers würde nicht angenehm für Sie sein, lassen Sie ihn deshalb lieber fort. Wir beide können zunächst ohne Konstabler auskommen. „Was wünschen Sie, Mr. Weller!“ fragte der erregte Arzt. „Zunächst,“ entgegnete Hehenthal,„daß Sie mich mit dem Ihnen wohlbekannten Namen anreden; Mr. Weller ruht, wie gerichtlich festgestellt ist, in Towerlown ruhig in seinem Grabe, auf dessen Stein jetzt auch sein Name prangt.“ Bolion sank in seinen Seffel zurück und starrte Hohenthal schreckenvoll an. „Was wünschen Sie?“ fragte er noch einmal schwach. Diese unerwartete Begegnung schien ihn sehr zu erschüttern. „Ich habe, wie ich Ihnen schon sagte, nur einige Fragen an Sie zu stellen. Wünschen Sie, daß die Unterredung in Gegenwart Ihrer Tochter vor sich geht?“ Er sah ängstlich nach Hehenthals Augen, die fest und finster an den seinen hafteten und sagte dann:„Laß uns allein, Nelly.“ Nelly ging, aber ihr vorher so vergnügtes Gesicht war sehr traurig. Als die beiden Männer allein waren, sagte Belten, der während der kurzen Pause, die das Scheiden des Mädchens verursachte, sich gesammelt zu haben schien:„Ss ist sehr kühn, Sir, bei mir einzudringen. Ein Wort ven mir an die Behörde, und man bringt Sie sofert in eine Krankenzelle.“ „Nicht doch, Mr. Bolton,“ sagte Hohenthal mit einem spöttischen Bächeln,„die Zeit ist vorbei, seitdem Ihr Komplize Mr. Wood vor die Assisen verwiesen ist und wohl einige Zeit das Zuchthaus zieren wird.“ „Ich— ich verstehe Sie gar nicht,“ stotterte Belten. 45.„Se empfehle ich Ihnen, die Gerichtsverhandlungen in Stanley zu studieren, in denen auch Ihr Name verkommen wird, die werden Ihnen das Verständnis für gewisse Gesetzesparagraphin öffnen, wenn es nicht schon vorher geschehen sollte, dinn winn ich recht berichtel bin, hat der Atterney=General ein lebhaftes Bedürfals, Sie zu sprechen.“ Belion wurde bei diesen Worten sehr bleich, stand auf und ging einige Male unruhig auf und ab. Dann trocknete er sich den Schweiß von der Stirne, blickte Hohenhal an und sagte:„Fragen Sie, Sir.“ „Zunächst will ich wissen, we meine Frau weilt.“ Richt ohne Erstaunen sah ihn Belton an:„Wie soll ich das wissen, Sir?“ „Sie muß Ihnen doch das Houerar für die Verpflegung geschickt haben,“ sagte Hohenthal zu Bolten. „Nein, das habe ich von Mr. Wood für ein Jahr im veraus bekommen, als er Sie mir übergab, von Ihrer Frau weiß ich nichts.“ Das klang wahr, schien auch durchaus glaublich. Dinnech sagte Hohenthal, der durch diese Antwort sehr mnttäuscht war:„Hüten Sie sich, mich zu hintergehen, sonft würde ich die Behörde auf Ihre Anwesenheit hier aufmerksam machen."(Fortsetzung folgt.) Lohales und 5 Sütersloh, 11. Aprll.[Lehrling und ingend licher Arbeiter.] Es ist verschledentlich vorgekommen, daß Handwerker junge Leute, welche die Absicht haben, das beireffende Gewerbe zu erlernen, nicht mehr als Lehrlinge, sondern lediglich als jugendliche Arbeiter in Beschäftigung nehmen. Es geschieht dies, weil die Lehrherren nicht die Pflichten auf sich nehmen wollen, welche das Gesetz ihnen den Lehrlingen gegenüber auferlegl. Deshalb mag hier ausdrücklich darauf hingewiesen sein, daß die Ausbildung eines erdentlichen Handwerkers notwindigerweise die Ableistung einer in der Regel auf drei Jahre festgesetzten Lehrzeit vorausgesetzt, und daß eine Beschäftigung als egestlische Arbeiter nicht die Vortels für einen Mann mit z1, die er für sich aus einer Beschäftigung als Behrling erlangen kann. Einerseits bietet schon der Lehrvirtrag die Gewähr für eine andauernde, Unterbrechungen nicht unterwerfene Ausbildung, wohingegen ein nur als hraendlicher Arbeiler angenommener sunger Mann darauf zspruch hat andrerseits ist nur ein Lehrling, nicht auch ein jugendlicher Arbeiter, zur Ablegung der Gesellenprüfung berechtigt, welche nach den Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung die unumgängliche Voraussetzung bildet zur Erlangung des Rechtes, späterhin auch selbst einmal Lehrlinge anleiten zu dürfen. Ferner können zur Meisterpräfung, mit deren Ableistung die Berechtigung zur Führung des Meistertilels verbunden is, nur solche Bewerher zugelassen werden, welche zuvor die Gesellenprüsung bestanden haben. Herford, 10. Aprl.(Unglücksfell.) Hier verungläckte ein fünfjähriger Knabe dadurch, daß er mit einer Fußbank, auf der er stand, umkippte und im Fallen das auf der Kochmaschine stehende Milchgefäß umriß. Der kochende Inhalt ergoß sich über den Körper des Kleinen und verursachte schreckliche Brandwunden, ang denen der Knabe nach mehrtägigem Krankenlager verschied. Münster, 10. Aprll.(Zugentgleisung.] Heute morgen anigleiste auf der Strecke Altenberge=Mänster, etwa 10 Minuten vor dim Bahnhof Altenberge an einer Wegekceuzung der 7 Uhr 18 Min. von Münster abgehende Personenzug Münster=Gronau. Die Lokometive#i# ganz aus dem Gleise gesprungen, ist in ein Bahnwärterhäuschen hineingefahren und hat dieses vollständig zerträmmert. Der Packwagen ist umgefallen und liegt auf dim Gleise. Gleich hinter ihm ist ein Personenwagen 2. Klasse aus dem Gleise gesprungen und steht jetzt zuer auf dem Gleise. Außer diesen ist noch der nächste Wagen mit Abteilen 8. Klasse entgleist. Drei Wagen sind nech auf dem Gleise geblieben. Die Schienen sind wie Strohhalme geknickt und mehrere hundert Meier weil vom Eisenbahndamm heruntergerutscht. Das Gleise war auf dieser Strecke in der letzten Zeit erneuert worden. Verschiedene Personen wurden leicht virletzt. Der Materialschaden scheint nicht bedeutend zu sein. Der Verkehr wird durch Umsteigen an der Unfallstelle aufricht erhalten. Mörg, 10. Aprll.[Kindermerd.] Ver einigen Tagen verschwanden hier zwei Knaben der Eheleute Ilgner und konnten trotz eifriger Nachferschungen, die von der Polizelbehörde angestellte wurden, und trotzdem das Verschwinden der Kinder durch die Presse bekanntgegeben wurde, nicht aufgefunden werden. Gestern wurde nun das Verschwinden der belden Kinder in grausamer Weise aufgeklärt. Nach voraufgegangener Haussuchung am Montag, die aber vergeblich verlief, lief die Frau I. am Dienstag mittag kurz nach 1. Uhr zu einigen Nachbarn und tellte, mit, daß sie ihre beiden Knaben in einer Kiste tiegend tet aufgefunden habe. Die Leute, die dies hörten, liefen zu dem in der Kolonte Ktationierten=Gendarmen und riefen diesen herbei. In der I.schen Wohnung angekommen, bet sich den Beamten ein entsetzlicher Anblick. In einer Kiste, die etwa einen halben Meter hoch und einen Meter lang ist und die ihren Platz im Schlafzirmmner der Eheleute hatte, lagen eng aneinander geschmiegt die gesuchten beiden Kinder. Die kleinen Leichen weisen keinerlei Verwundungen auf, sodaß anzunehmen ist, die Knoben find=den Erstickungsted gesterben. Der älteste lag friedlich, wie schlummernd in dem engen Behälter und hatte eine.=Hand unter sein Röpfchen gescheben. Aus der Lage des jüngeren aber ging herver, daß er, bevor er seine Augen für immer geschlossen, heftig um sich geschlagen und gestrampelt hat. Auf die Frage eines Beamten, wie sich die Frau nun die Todesursache erklärt, gab sie ausweichende. Antworten und verwickelte sich in Widersprüche. Inzwischen war Polizeiinspekter Bestner und Polizei=Kommissar Schulze sowie einige Pollzeiserzeanten zur I.schen Wohnung geeilt; auch Amtsrichter Dr. Richter fand sich dort ein. Nachdem man den Tatbestand aufgenommen halte, wurde die Kiste mit den beiden Leichen auf einen herbeigehelten Wagen gehoben, Frau I. verhaftet und deren Ehemann von der Arbeitsstelle abgeführt. Inzwischen hatte sich eine ach Hunderten zählende Menschenmenge vor der I.schen Wohnung versammelt, und als sich e der Trausport mit den Beamten und Verhafteten in Bewegung setzte, hatten erstere Mühe, die I.schen Eheleute vor der Volkswut zu schützen. Große Steine wurden auf die Verhafteten geworfen." Erstrals die Beamten sich anschickten, von ihrer blanken Waffe Gebrauch zu machen, entfernte sich das Publikum. Die I.schen Eheleute wurden zunächst ins Amisgerichtsgefängnis gebracht und gegen 4 Uhr unter Karker Bedeckung zum Verhür nach dem Polizeibureau transportiert. Das Verhör dauerte bis gegen 8 Uhr. Es war aus den Verhafteten nichts heraus zu bekommen. Beide bestritten, ihre Kinder ermordet 11 haben. Dafür jedech, daß nur die, Eltern ihre, ebeiden Kinder aus dem Wege geräumt haben, sprechen die Umstände, daß sonst niemand in die Wohnung, die nur aus 3 Zimmern besteht, gekommen ist, und daß der sichsjährige Junge einen so leichten Dickel, der keinerlei Verschluß aufweis, unschwer hechgehoben hätte. Außerdem erzähltn die Frau, daß diese Kiste von den Kindern des öfteren zum Schlafen benutzt worden ist, doch will sie nicht auf den Gedanken gekommen sein, daß sie ihre Kinder dert finden köane, winngleich die kleinen Leichen heute bei der Auffindung schon in Verwesung übergegangen waren und im Schlafzimmer, wo die Kiste Rand, sehr übler Geruch war. Die Verdachtsmemente sind derart zahlreich, daß das Leugnen nicht lange nutzen wird. Der Ghemann J. ist ein Trunkenbold, der Frau zund Kinder wiederholt gewißhandelt hat und die ganze Familie darben ließ. Die Eheleute haben sonst keine Kinder. Der alteste Junge war geistig etwas zurück, auch konntener trotz seiner sichs Jahre nur winige Worte sprechen. Emmerich, 10. April.[Panik in der Klechs.) In der Neikirche der katholischen Oemeinde in Hochemmerich wurden am Sonntag 47 Kinder zur ersten Kommunien geführt. Leider wäre die Feier beinahe durch einen Unsall säh gestört worden. In dum ftarken Gedräuge kam ein kleines Mädchen der Kerze eines Meßdieners zu nahe, wodurch der Schleier des Kindes Feuer Ang. Eine große Panik entstand. Die Eltern drängten schreiend zu ihren Kindern, während andere in entgegengesetzter Richtung dem Ausgang instrebten. Das Feuer kennte bald gelöscht werden und der Geistliche beruhigte die Archenbesucher von nder Kanzel aus.