erner X Druck u. Verlag: Koetbers& Röttsches. Herne, Hermann Göring=Straße 8. neben der Hauptpost. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn u. Feiertage. Bezugspreis balbmonatl. Mk. 1.08, monatl. Ml. 2.15, frei ins Haus gebracht. Postscheckkonto: Essen 19759. 7 Verantwortlich für den redaktionellon Teil: Dr. Leo Reiners, für den Anzeigen- u. Reklameteil: Carl Bartels in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger, Gertber Anzeiger Kostenlose Unsallunterstützung von Mk. 250.— bei köblichem Berufsunfall nach Maßgade besonderer Bedingungen, die in unserer Geschäftsstelle erdältlich sind. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Arbeite und Wodnungsmarkt 5 Pfg. 1 mm Raumhöbe, im Reklameteil 30 Psa. Der am die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Klage hinfällig. Hernsprech=Anschluß: Sammel=Nummer 52541 Telegramm-Adresse: Anzeiger Horne. Nr. 207(Erstes Blatt) Montag, den 4. September 1933 29. Jahrgang Der Höhepunkt des parteikongresses 4stündiger Vorbeimarsch der SA, SS 7 Große Schlußrede des Führers 7 Gewaltige Eindrücke Ausklang Hitler lüstet das Geheimnis Nach den verschiedenartigsten starken Eindrücken des über alle bisherigen Maßstäbe weit hinausgewachsenen Parteikongresses von Nürnberg brachte der Sonntagabend den Abschluß und zugleich den ragenden Höhepunkt. Wir hörten am Freitag die Proklamation des Führers mit der Herausstellung der Voraussetzungen, unter denen der Staat von Weimar beseitigt werden konnte, mit der Sinngebung für die nationalsozialistischen Parteitage und der eindringlichen Schilderung der gewaltigsten Aufgaben der Gegenwart und Zukunft: Beseitigung der Arbeitslosigkeit und die Einheit des Reiches. Wir vernahmen weiter seine ungemein gedankenvolle und großangelegte Rede über die blut= und rassebedingte Kultur unseres Volkes. Hier wie dort das Denken in weiten Räumen, das Wissen um die großen historischen Zusammenhänge, hinter denen die starke, von reinstem Fanatismus des Wollens und von unbändiger Energie geladene Persönlichkeit steht: Deutschland, nur Deutschland! Der Führer Adolf Hitler trat noch einmal groß hervor in der Schlußsitzung des Kongresses am Sonntagabend. Hier lüftete er gewissermaßen das Geheimnis seines gewaltigen Erfolges. Auch für den, der nicht in Nürnberg dabei sein konnte, sondern auf den Lautsprecher angewiesen war, brachte diese Stunde wertvollste Aufschlüsse nicht nur, sie klang auch innere Saiten erheblich an im Gefühl der Bewunderung dieser im Ringen mit einer ganzen Welt von Gegnern und Feinden Sieger gewordenen Führerpersönlichkeit. Was er in gründlicher Denkarbeit sich errungen, bevor er nach 1918 sein großes Werk begann, was er bisher immer nur im Kreise seiner vertrauten Mitarbeiter behandelt hatte: das Wissen um die Lebens= und Entwicklungsgesetze eines Volkes, das legte Adolf Hitler gestern vor aller Welt dar. Einmal, weil auch der Gegner es heute ruhig wissen könne, und zum andern Mal der ganzen Bewegung zu Lehre und Verpflichtung. Es ist nicht möglich, diese Führerrede auch nur einigermaßen hier zu skizzieren. Noch oft wird davon zu sprechen sein. Alle Dinge werden klar und glätten sich aus der starken Naturverbundenheit Hitlers, aus dem großen Gesetz von Ursache und Wirkung in der Natur. So ergeben sich wie von selbst überzeugende Schlüsse in bezug auf die Führung, die Unterordnung der vielen Individuen unter einen einzigen Führerwillen, auf die Frage des Privateigentums und andere bedeutsame Dinge. Dem Bürgertum des liberalistischen Zeitalters spricht Hitler ein vernichtendes Urteil hinsichtlich seiner Führerbefähigung. Den Kommunismus weist er auf die primitivste Stufe menschlichen Gemeinchaftslebens zurück. Dankbar wird das deutsche Volk dem Führer vor allem sein für sein unzweideutiges Wort über Auslese und Heranziehung aller zu politischer Führung befähigten und berufenen Kräfte des deutschen Volkes. Niemand, den sein inneres Feuer, sein Genius und sein angeborenes Führertum treibt, niemand, der aus ehrlichem Herzen und reinem Wollen seinem Volke dienen will, soll abseitsstehen müssen. Adolf Hitler hat durch seinen eindringlichen Appell, durch seine Verpflichtung an die Gesamtbewegung die Tore weit aufgerissen für alle, die guten Willens sind, und damit die Hoffnungen erfüllt, denen auch wir vor kurzem an dieser Stelle Ausdruck gaben. Entscheidend sind aber auch hier natürliche Berufung und wirkliche Leistung. Hitlers Formulierung gerade dieser, mit stärkster Zustimmung aufgenommenen Sätze enthält indirekt eine scharfe Absage an alles ehrgeizige und egoistische Strebertum. Die politischen Führer des künftigen Deutschlands werden nach des Führers Willen die Fanatiker der lauteren selbstlosen Gesinnung sein, deren Handeln einzig bestimmt ist von dem einzigen großen Gesetz der Nation und des Volkswohls. Fernwirkung Nun ist der Kongreß verklungen. Endlose Zuge rollen der von Nürnberg Heimat zu, die Landstraßen “ sind von den Lastwagen angefüllt, von denen die Hakenkreuzfahnen wehen, bis ins letzte deutsche Dorf haben Zeitung und Lautsprecher die Reden des Führers Adolf Hitler verbreitet. Deutschland, seit dem 30. Januar auf dem Weg zur totalen Erneuerung, ist um einen historischen Tag in seiner Geschichte reicher. Es wäre notwendig, Bände zu füllen, wenn man die Reden des Nürnberger Parteitages auf ihre weltanschauliche und politische Bedeutung hin untersuchen und erläutern wollte. Es ist ebenso unmöglich, mit Worten den starken Erlebniswert wiederzugeben, den die Tage von Nürnberg allen Teilnehmern vermittelt haben. Schon das Wort„Parteitag“ beweist, wie wenig die Sprache fähig ist, den letzten und endgültigen Ausdruck für ein solches Geschehen zu pragen. Nürnberg war viel mehr. Das nicht imperialistische, das nicht auf Eroberung bedachte und die Rechte aller anderen Völker und Nationen ehrende und achtende Deutschland war wiederum für einige Tage der Mittelpunkt eines geheimen Kreislaufes des Blutes und des eistes für die Welt. Die Welt, die im letzten halben Jahr das Wunder der deutschen Wiederauferstehung erlebte, ist Zeuge gewesen, wie diese Auferstehung in würdevoller Form den errungenen Sieg feierte. Nicht in Gestalt ruhmrediger Worte und haltloser Versprechungen, unvornehmen Rachegeschreies oder überheblicher Selbsttäuschung, sondern allein im Bewußtsein, daß alles Geleistete und alles Errungene nur Auftakt und Ansporn für das noch Zutuende und Zukünftige ist. Die Welt hat begreifen gelernt, daß Deutschland und der Nationalsozialismus heute identisch sind. Die Welt hat erkannt, daß Adolf Hitler nicht der Diktator eines unter seinen Willen unterworfenen Volkes ist. Die Welt, die sich seither noch den Vorgängen in Deutschland verschließen mochte und nicht wagte, ihren Gedanken hinsichtlich des deutschen Geschehens freien Lauf zu lassen, muß sich nun nach dem Geschehen von Nürnberg mit dem deutschen Volk und dem neuen Reiche des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Hier aber liegt die Fernwirkung des Nürnberger Tages. Diese Fernwirkung auf die Welt ringsum wird eine doppelte sein. Einmal wird jeder Staat und jedes Volk gezwungen werden, sich geistig und politisch auf die zukünftige Position gegenüber Deutschland zu besinnen. Die Greuelpropaganda hat im Ausland mancherlei Verwirrung angestiftet. Der alte Kriegshaß war an vielen Orten noch nicht überwunden. Politische Zweckpropaganda gewisser Staaten des Versailler Systems hat sich mit mehr oder minder Erfolg bemüht, ein Zerrbild des neuen Deutschlands zu entwerfen. Ni. berg war ein unmittelbarer Appell an jeden Einzelnen auf der Erde, der guten Willens ist. Mögen im Dienste dunkler Finanzmächte stehende Zeitungen auch weiterhin die Unwahrheit über Deutschland verbreiten; dadurch, daß jeder Einzelne in Zukunft vor die eigene Verantwortung gestellt wird, wie er sich gegenüber dem neuen Deutschland verhalten muß, wird langsam aus dem gesund empfindenden Volk aller Staaten der Welt ein immer stärker werdender Druck auf die jeweiligen Regierungen ausgeübt werden, mit diesem neuen und starken, mit diesem jungen und einigen Deutschland in ein engeres Verhältnis zu treten. Weil die unter der gemeinsamen Not leidenden und vom Bankerott des liberalen und parlamentarischen Systems gemeinsam bedrohten Völker begriffen haben, welch ungeheure Verjüngung es bedeutet, wenn eine Nation zu den Quellen ihrer Kraft zurückfindet, wird die Wirkung des Nürnberger Tages nicht nur auf die Stellung Staaten in Deutschland beschränkt diese Wirkung wird die Stellung Völker zu sich selbst und den politischen Lebens beeinflussen. Die grundlegenden Ausführungen Adolf Hitlers über die Neuformung eines bestimmten MenschenschlagesalsTräger der Macht, seine Darlegungen über die Wiedergeburt der Kunst aus dem Blut der Rasse und dem Geiste des Volkstums heraus, sein Friedensbekenntnis aus dem Bewußtsein der Stärke und der geistigen Ueberlegenheit, all dieses wurde durch Nürnberg als Samenkorn in die Herzen weit über Deutschlands Grenzen hinaus gelegt. Der Nationalsozialismus als Idee marschiert. Nürnberg wird den Prozeß der großen Scheidung in junge und alte Völker. in Staaten der Zukunft und der Vergangenheit gewaltig beschleunigen. der Völker und bleiben, sondern der Staaten und Formen ihres Die Rede Schlußsitzung Nürnberg, 3. September 1933. Am Sonntagabend fand in der von 30000 Menschen gefüllten festlich beleuchteten Luitpold=Halle die Schlußsitzung des Parteikongresses, die gleichzeitig auch das Ende der Veranstaltungen des Parteitages bedeutet, statt. Wieder hatten sich zahlreiche Ehrengäste des Parteitages und der größte Teil der Führerschaft eingefunden. Nachdem der stellvertretende Parteiführer Rudolf Heß den Kongreß eröffnet und die Diplomaten, die zum ersten Male an dem Kongreß teilnahmen, besonders begrüßt hatte, nahm Reichskanzler Adolf Hitler das Wort zu seiner großen Rede, in der er ausführte: Wenige Stunden noch und die große Kundgebung der Partei ist beendet. Jeder fährt wieder zurück zur Arbeit, der eine auf seinen Acker, der andere in die Fabrik, ein dritter ins Büro. Der Kampf des Lebens nimmt sie wieder gefangen und kann ihnen doch nicht die Erinnerung löschen an die erlebten Tage. Mancher, den das Wesen dieser Bewegung nicht erfaßt hat, weil er sie selbst nicht erfassen kann, legt sich vielleicht die Fragen vor: 1. Warum wird eine solche Veranstaltung gemacht und 2. Wieso können die Menschen zu ihr kommen? Wie ist es möglich, daß Männer weit über das Land fahren, um irgendwo dann aufzumarschieren, im Zeltlager zu schlafen, mit armer Kost fürlieb zu nenmen und alles das, ohne dafür bezahlt zu werden? Wieso ist dies möglich? Diese Frage habe ich mir, meine Parteigenossen und=genossinnen gestellt, ehe ich dieses Werk begann. Eine sehr schwerwiegende Frage, von ihrer Beantwortung hängt ab das Schicksal der deutschen Nation. Wenn ich jahrelang in allen Situationen und unter allen Umständen an den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung geglaubt habe, dann kam diese unerschütterliche Ueberzeugung aus einem gründlichen Durchdenken der Lebens= und Entwicklungsgesetze. Wenn ich nun nach dem Siege statt wie bisher nur von den Führern über diesen Gedanken spreche, dann aus zwei Gründen: 1. Kann sie der Gegner auch ruhig kennen lernen und 2. soll die gesunde Bewegung diese Erkenntnisse 800000 beim Nürnberger Volksfest Das größte Feuerwerk der Welt Nürnberg, 3. September 1933. Ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes fand am Samstagabend bis in die Frühe des Sonntags hinein im Nürnberger Luitvoldbain und auf dem angrenzenden Riesengelände statt. Außer der Hauptmasse der Parteitagsteilnehmer, war halb Nürnberg mit Kind und Kegel hinausgevilgert, eine wahre Völkerwanderung. Mindestens 800000 Menschen waren in fröhlichster Stimmung versammelt. Eisenbahn und Straßenbahn brachten in dichter Zugfolge immer neue Massen heran. Der Jugend boten in den weitläufigen Anlagen die hohen Bäume einen willkommenen Ausguck. Wieder füllten 35000 die Tribünen der menschenbelagerten Zeppelin. wiese. auf der vormittags der Amtswalterappell stattgefunden hatte. Im Stadion drängte sich die HitlerJugend in fröblichem Lagerleben. Auf jeder der großen Wiesen standen oder lagerten viele Zehntausende und lauschten den SA.=Kavellen, die im Schein der Fackeln Volks= und Tanzlieder spielten. Hunderte von Händlern mit Würstchen und Bier, Zigaretten und Nürnberger Bretzeln hatten einen guten Tag. Die warme mondhelle Sommernacht war wie geschaffen für dieses Fest. Gespannt wartete alles auf den Beginn des riesigen Feuerwerks. des größten, das je gezeigt wurde. Um einen ungefähren Begriff von dem Ausmaß des Feuerwerks, das abgebrannt wurde, zu bekommen, muß man wissen, daß die Gesamtlänge aller aufgebauten Fronten 18 Kilometer betrug und die Pulvermengen in zwei Eisenbahn= wagen herantransvortiert werden mußten. Der gesamte Transvort, erforderte einen kleinen Güterzug. 5000 schwerste Naketen mit 240 bis 300 Meter Steigefähigkeit stiegen auf. Ueber 3600 Bombenrohren lagen für die Trommelfeuerfront bereit. 18000 Blitzkanonenschläge ließen den Boden erzittern. In der Minute erfolgten durchschnittlich 65 bie 70 000 Explosionen. Ein nie dagewesenes Spiel von Leuchtsternen bot sich den Massen als Höhenfeuerwerk, für alle gut sichtbar. Es glitzerte und sprühte, donnerte und krachte. Himmel und Erde erglühten in phantastischer Flut aller Farben. Hunderte von Feuertövfen schleuderten unzählige Kometen gegen den Nachthimmel. Aus 1800 schweren und 3000 leichten Mörsern stiegen Verwandlungsbomben mit mehrfacher Entladung hoch. Unmöglich alles aufzuzählen, was sich den erstaunten Augen bot. Ein hoher Leuchtturm am Teich erstrahlte minutenlang in bengalischem Rotfeuer. Ein wogendes Kornfeld wurde gezeigt und der silberne Wasserfall 2400 Sirenen heulten durch die Luft. Die Hölle schien losgelassen. Zum Schluß rasten, aus Stahlrohren größten Kalibers geschossen. 160 gewaltige Etagenbomben, sich mehrfach überkreuzend, in die Höhe. Das ganze Festgelände war für zehn Minuten mit roter Glut überzogen. Ein gewaltiger Donnerschlag dröhnte durch die Luft— und das größte Feuerwerk der Welt, wirklich das größte, hatte sein Ende gefunden. Die Verkehrsmittel vermochten natürlich nur einen Bruchteil der Massen in die Stadt zurückzubringen. Hunderttausende mußten dichtgedrängt einen langen Fußmarsch antreten. Viele mogen erst in der Frühe des Sonntags ihr Heim wieder erreicht haben. Mancher SA=Mann wird gleich von dort aus zum SonntagsAvvell in die Luitvold=Arena gegangen sein, aber sie alle haben von diesem echten Volksiest ein unauslöschliches Erlebnis mitgenommen für alle Zukunft als eine sortwährende Verpflichtung auffassen, sie nie vergessen und ihre Lehren stets befolgen. Es gibt in der Natur keine unerklärlichen Zufälle. Was den Menschen ungeregelt erscheint, ist in Wahrheit nur ihm nicht verständlich. Jede Entwicklung verläuft nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Die Scheu vor dem Suchen und auch Finden der Ursachen steckt den Menschen tief im Blut. Unangenehm sind stetjene Wahrheiten, die einen Angriff auf liebgewordene Laster bedeuten, und doch wird man eine dauernde Heilung kranker Zustände nur dann erreichen, wenn man ihre Ursache klärt. Erst dann wird der innere Verlauf der Ereignisse im Völkerleben verständlich, das Rätselhafte des Völkerkommens und Völkervergehens verliert sein Geheimnis. Kein Volk, das erst einmal die schiefe Ebene nach unten betreten hat, wird von ihr zurückgerissen außer durch eine positive Berücksichtigung solcher Erkenntnisse. Glücklich das Volk, das schon in seinem naturnahen Instinkt den Mahner und damit Retter besitzt. Um die Kräfte des Volkskörpers zu erkennen ist es aber zuerst nötig, seinen Aufbau zu begreifen. Fast alle Völker der Welt bauen sich heute aus verschiedenen rassischen Grundstoffen auf. Diese Urelemente sind die Träger voneinander abweichenden Fähigkeiten. Nur in den primitivsten Funktionen des Lebens kann eine Gleichheit für alle Menschen ausgenommen werden. Die Spanne, die zwischen dem niedrigsten Menschen, noch sogenanntem Menschen und unseren höchsten Rassen liegt, ist größer als die zwischen dem tiefsten Menschen und dem höchsten Affen. Würde es auf dieser Welt einige Rassen nicht geben, die zur Zeit ihr kulturelles Antlitz bestimmt, dann würde von einer menschlichen Kultur überhaupt wohl kaum die Rede sein. Ein Blick in die Natur zeigt nun, daß Geschöpfe einer reinen Rasse nicht nur körperlich, sondern auch im Wesen und in den Fähigkeiten mehr oder minder gleichwertig sind. Diese Gleichheit ist das größte Hindernis zur Bildung einer höheren Arbeitsgemeinschaft, denn wenn jede höhere Kultur ihre Ausprägung durch Leistungen erhält, die nur einer Zusammenfassung menschlicher Arbeitskräfte verdankt werden können, dann muß eine Vielzahl von Individuen einen Teil seiner individuellen Freiheit opfern, om sich dem Willen eines Einzelnen unterzuordnen. Die beiden Begriffe„befehlen und gehorchen" erhalten aber in dem Augenblick einen ganz anderen zwingenden Sinn, wenn Menschen verschiedener Wertigkeit aufoder zueinander stoßen und nun durch den stärkeren Teil eine gemeinsame Zweckverbindung geschaffen wird. Die höhere Rasse unterwirft sich eine niedere und geht damit ein Verhältnis ein, das nunmehr zwei nicht gleichwertige Rassen umfaßt. Damit erst erfolgt die Unterstellung einer Vielzahl von Menschen unter dem Willen von oft nur Wenigen. So wenig der wilde Mustang freiwillig oder gar freudig das Joch des Menschen auf sich nimmt, genau so wenig ein Volk die Gewalt eines anderen. Allein im Laufe einer langen Entwicklung ist trotzdem sehr oft aus diesem Zwang für alle ein Segen geworden. Und so ist nicht dort eine arische Kultur von Größe und Bedeutung entstanden, wo Arier rein und ausschließlich unter sich leben. sondern überall dort, wo sie mit andersgearteten Rassen eine lebendige Verbindung eingingen. Nicht im Sinne einer blutsmäßigen Vermischung sondern einer organisatorischen Zweckgemeinschaft. Unbewußt wurde in dem Herrenvolk immer schärfer als Moral die Erkenntnis lebendig, daß sein Herrentum nicht Willkür sein darf, sondern edle Vernunft. Soweit aber der Prozeß der Volks= und Staatenbildung eingeleitet wurde, war das kommunistische Zeitalter der Menschheit beendet, denn der Kommunismus ist nicht eine höhere Entwicklungsstufe, sondern er ist die primitivste Ausgangsform. Menschen vollständig gleichen Wesens und gleicher Art und damit auch gleicher Fähigkeiten werden zwangsläufig auch in ihren Leistungen gleich sein. Mit dem sammentreffen verschieden zu wertender Menschen wird auch das Ergebnis ihrer Leistungen verschieden sein, d. h. die qualitativ höherstehende Rasse wird meyr zum Gesamtergebnis der gemeinsamen Arbeit beisteuern als die qualitativ schlechtere. Insbeondere aber werden die Fähigkeiten auf verschiedenen Ebenen liegen. Damit wird die Verwaltung des Arbeitsertrages zwangsläufig einer Aufteilung verfallen, die von der Berücksichtigung der Leistung ausgeht, d. h. mit anderen Worten: Das Geschaffene wird als Eigentum in dem Maße wieder verwaltet, als es entstand. Der Gedanke des Privateigentums ist daher unzertrennlich verbunden mit der Ueberzeugung einer verschiedenartigen und verschiedenwertigen Leistungsfähigkeit der Menschen und damit wieder mit der Verschiedenartigkeit und wertigkeit des Menschen selbst. Es ist aber unlogisch zu erklären, das Privat= eigentum sei moralisch berechtigt, weil die Leistungsfähigkeit der Menschen infolge ihrer verschiedenen Veranlagung nicht gleich ist und umgekehrt auf dem wichtigsten Gebiet der Gesamtverwaltung des Lebens überhaupt, auf dem der Politik, die gleiche Fähigkeit für alle zu behaupten. Denn daß alle Menschen in einer Nation fähig wären, einen Hof oder eine Fabrik zu verwalten oder deren Verwaltung zu bestimmen, wird bestritten; allein daß sie alle fähig sind, den Staat zu verwalten oder dessen Verwaltung zu wählen, wird im Namen der Demokratie seierlichst attestiert. Es ist dies ein Widerspruch in sich. Entweder die Menschen sind infolge gleicher Fähigkeit in der Lage. alle gleich einen Staat zu verwalten. dann ist die Aufrechterhaltung des Eigentumsgedankens nicht nur ein Unrecht, sondern einfach eine Dummheit, oder die Menschen sind wirklich nicht in der Lage, das gesamtgeschaffene materielle und kulturelle Gut einer 9 gemeinsame E Nation als 2 ame Verwaltun Deniget in der 2 regieten! Es is alle us: des deutichen Volk des allsenige Dar oder nicht. Wir kön Das den:iche Volk is nin der uns bekannten mit! der Welt. Eine kleine gemein ### 190 viel ernam *: dovierisch degas dunderte andete zeiangt, zum Tei ung agtn Di: es ein Produt: ran Bereiligten in dies ganz kiat deantworten: anders entkanden wie dast alle ∆ copferi'chen Kultutoölker kleine organisationsfähige und kulturKasse der im Lauie vieler JahrLoiter überlagert und zum Leil auf### angepagt. Alle einzelnen BerandLat man mit beiden aber auf die Dauer den Gedanken des Prioateigentums logiic soer ga: und moralisch degrunden konnte. wa: dann edenalls klat. Wenn das Burgertum s0 aber aufdaute auf dem gänzlich unpolit den Gedanken des indivtduellen Beizes, dann fundierte demit die im Volk gegebene Teil. der an und and deute Oreicter uc selds nich: * *77 natut# auf ationsfähig# teile uneres Reites haben seldsversändlich ihre de onderen Fäbigkeiten in diesem Crund mitgebracht Geschaffeu ader wurde er nur von einem einzigen volls= und Rautendildenden Kern. Dieses ##ernvolk hat seine Sprache durchgesert natutlich nicht odne Entlednungen von den Unterworsenen und es dat endi#s alleeinen gemeinsamen Schi##al solange unter— rellt dan des Leden des Staatsvolkes sich unverbunden hat mit dem Leden der allmäblich einund angeschmelzenen anderen Besandteile. und daber im Reumartemne die primitiobe. ihm in grauet Vorseit eink eigene Ansdrucksform dos Leden: bloglich wiederiand. Eo in dader kein Zusall, das haud Haud dam: eine Abdentwicklung ans allen Gedieten der Raltur planmätig som Remmaniuns und leine: Führung beovegiekt, und auch durchgeführt warde. Edenso ist es aber aucd natürlich, daß dieses Bürgertum dem Angrisi des Mergismus gegend ber ulammendregen muste. Dabei war folgendes klar: Zur Füdrung des Volkeo konnten ebenso Men'chen Zeit der Propagierung hinaustrug über das Frau um Fra## Aus Siegern und Besegten in unterdee längs eine Gemeinschaft geworden. Eo in unser heutigeo dentiche Volk. Und ie wie es in, lieden wir es und dangen an ihm. Im Lan#e der tausendjährigen Geschichte sind uns alle eine dem Einzelnen so oft ver###ielenartigen Züge vererant und teuer geworden. so groß ist diese Gemeinsamkeit, daß wir glücklich sind über jeden Beitrag, der uns aus ihr zurute kommt. Wit po#en nicht, wem wir die Muskalttät unseres Volkes verdanken und wem die techrtichen Fähigkeiten, wer uns die Kunst des Fabul ge pendet und wer die Kuble des Denkens. von woder unsere Dichter kommen und von woder un ere soohen, die Staatsmänner oder die Feldberren. Wir prusen un es einfach zu wissen, welcher Art die Wurzeln sind aus denen das deutsche Volk seine Täbrskeit niedt und wir sind so sehr Gemeinschaft geworden, dai uns der eine Wunsch erfüllt, es mocten alle Hestandteile uneres Bolkes ur deites Teil beiseuern um Reichtum unseres gesamten nationalen Ledens. die mi auf allen Gedieten des Lebens keinen Reid #####finden können, das die dazu besonders Gebotenen d. k unoclich Befähigten den entscheidenden Ein luß ensüben so aucd aus dem Gediete der politischen Erbaltung dessen, was uns als Volk im Laufe der Jahrtausende geworden ist. Wer die politische Führung der Nation einer anderen Kraft überantwortet als derjenigen, die einst im Laufe langer Zeitranme die Nation gebildet bat gibt diese damit früher oder soäter preis das zur Führung nie geberene Bürzertun In dem Moment. in dem das Bürgertum als neue: Lebensstand die politische Führung der Nation deanpruchte und erhielt, war die vernünftig organtsche Entwicklung auf dem allerwichtigsten Gebiet durchbrochen worden. Das deutsche Burgertum als gesellschaftliche Substanz war das Produkt einer im weientlichen weniger auf politischen, als vielmehr okonomischen Funktionen derubenden Auslese. Das liberalistische Zeitalter hat mit der Einführung von Geld und Besitz als Maßstab einer bestimmten Wertung im Bürgertum eine seinem innersten Wesen prechende gesellschaftliche Schicht erzeuar. Auf keinen sind für die Wertung der Zugedorigkeit zu dieser Klasse heroische oder beldische Eigenschaften entscheidend je im Gegenteil: da das wirtschaftliche Leben meist mehr unberoische Zuge an sich hat, war das deutsche Bürgertum ebenjalls viel weniger beroisch als eben„wirtschaftlich". Die bürgerlichen Parteien waren das getreue Spiegelbild dieser inneren Seelenversassung, krämerhafte Vereinigungen ohne jede Befähigung für eine wirkliche Führung des Volkes, und das Volk hat das auch genau gefühlt. Indem aus den verschiedenen Kassekernen ein Volk wurde, bat jeder Teil gelernt, allmählich den anderen zu ertragen, aber unter der Voraussenung, daß er in seinem Gebiete bleibt. d. b.: das Volk ertragt nur dann Musik, wenn sie gekonnt ist und Gott sei Lob und Dank auch nur die Politiker, denen die Berusung auf die Stirn geschrieben ist! Auf jedem Wirkungsgebiet wird ohne weiteres die Führung dann anerkannt, wenn sie ersichtlich dazu geboren in Der Geführte sieht das nicht nur an der Leistung, sondern wittert das förmlich am Benehmen. Indem aber das deutsche Burgertum die politische Führung der Nation beanspruchte, hat sich eine Gesellschaft dem Volk als Führung vorgestellt, die dafür nie geboren war, und das Volk hat das erkannt und instinktsicher abgelehnt. So war es denkbar, daß eine fremde Nasse sich un steben konnte, mit einer primitiven Parole in unieres Volkes eine alte Narbe aufzureißen, un im Porletariat eine Organisation derjenigen vorzunehmen, die durch das Fehlen einer wirklich geborenen Führung nunmehr führerlos geworden Daren. tschaftlich und damit gesellschaftlich minderen Schichten besäbigt sein wie umgekedrt zahlreiche Mitglieder hochster, besonders wirtschaftlich oder finanziell bedingter Gelll Haitskreise avgelednt werden muhten. Entscheidend därtte nur lein die für dieien Zwed nötige innere Beraulagung. Diese Menschen aber ans verscredenen Ständen, Berusen uus sonstigen Dies wer aber in Wahrdett eine sozialisisce Handlung. Wenn das Wort Sozialismus überhaurt einen Sinn haben soll, dann kann es nur den haben in liberalis eiserner Gerechtigkeit, d. b. tiesker Einicht jedem an der Erhaltung des Gesamten das aufzudurden, was ihm dank seiner angedorenen Beranlagung und damit seinem Werte entrricht. Es waer damit au: entscheidend. durch welche Metdode man diese Menden finden würde, die als Nachfolger und damit Erdträger der einnigen Schöpfer unseres Volkskörpers heute eine Forterhalter ein können. Es gab hier nur eine Möglichkeit: Man konnte nicht von der Rasse auf die Bejäbrgung schließen, sondern man mußte von der Befähigung den Schluß auf die raslige Eignung zieden. Die Bejähigung aber war festsellbar durch die Art der Reaktion der einzelnen Menschen auf eine neu zu ptoklamierende Idee, diese unfehlbare Methode. Menschen zu suchen, die man finden will. denn jeder hört nur aus den Klang, auf den sein Inneres abgestimmt ist. So habe ich im Jahre 1919 ein Programm aufgestellt 14 Sehre werten. immer erfällt von der Erkenninte, das aniere Gerabe einmel kommen warde. Denn in dieien Jahren dat un ere Bewegung. so wie ein Nagnet die kädlerne Spine an-4 ziebt, ihre kagtenbildende Kraft und damit auch ihre erdelkende im deutichen Volk gesammelt aus allen Ständen und Vernfen und Lebensschichten deraus. Go hat sich riedet erwiesen, das man ein großes Geschäft sehr wohl übren lann ader on nicht einmal eine Gruppe von acht Rann. Go hai sich umgekehrt gezeigt, deß aus Bauetuluden und Arbeiterbutten heraus die gedotenen Tübrer entintungen sind. Denn das war das Wunderdare dieser un erer Idee, daß sie ihre Wellen sann Land und nur Mann um Mann und in ihren Bannkreis zog Während die bürgerlichen Politiker um uuser Deograun fragten, abuten se nicht, deß Hundertta##ende sich dieser Bewegung ergaben, einsach, weil ihr innerer Empfänger ans die Wellenlänge dieser aber geu mmt ver. So hielt plänlich der Haudwerker in einer Werktatt inne ergrifsen von dem Gefühl, vort gehörn aus zu hin, der Kuecht gung vom Pfluge weg mit dem Entschluß sich einzuschreiben der Arbeiter meldete eine Tages seinen Beitritt an. der Studeni wir: eine Gandekten din und fühlt die Gewalt des Zmanges der ihn dineinführt in die gürende Kraft seines Volkes Und darin liegt die gewaltige klassenversöhnend: Mislion dieser Bewegung. Eine neue Wertung der Men'chen tritt ein— nicht nach den Marstäben des hen Denkens. sondern nach den gegebenen Maten der Natur. Dasselbe Volk aber, das in d###er liberalen Evoche mit seiner Führung in Hader liegt, steht mehr und mebr wie ein Mann hinter Wunder. an das unsere Gegner einer neuen. Das und eine Tendenz niedergelegt, die der pazifikisch=demokratischen Welt bewußt ins Gesicht schlug. Gab es in unserem Volke noch Menschen dieser Art. dann war der Sieg unausbleiblich. Das konnte fünf, zehn und zwanzig re dauern, aber allmäblich entstand im Staat der Demokratie der Staat der Autoritat. im Reiche der jammervollen Gesinnungslosigkeit ein Nern janatischer Hingebung und ruc###tsloter Entschlossenheit. Eine einzige Gejahr konnte es Wer gegen Diel Gntminn g Prinzip erkannte. Klarheit über Widerkand verun der Gegner das diese Gedanken erhielt und jeden mied. oder wenn er mit legter Vrutalität am ersten Tag den ersten Keim der neuen Sammlung verichtete. Indem man an Stelle dessen die junge Bewegung im börgerlichen Ausman zu toranisieren ent= degann. unterkünte man den natürlichen Ausleseprozeß in der glücklichsten Weise. Es war dann nur mehr eine Frage der Zeit, wann diesem gehärteten Meuschenmaterial die Fuhrung der Nation zufiel! Und daher konnte ich auch Is glauden wollten is Wirklichkeit geworden. Auslese= und Führungshierarchie In diesem 14jährigen Kampf hat sich unserem Volke eine neue nach vernünftigen und entscheienden Gesichtspunkten durcgeführte Gliederung vollzogen. Aus 45 Millionen erwachiener Menichen daben sich drei Millionen Kamofer organinert. als Trager der politischen Fubrung der Nation. Iu ihrer Gedankenwelt aber bekennt ich deue als Anbänger die überwältigende Medrzeit aller Deutschen. In diese Hände bat das Volk vertrauensvoll sein Schichal gelegt. Die Organisation bat aber damit eine feierliche Veroflichtung o e n d a ß d i e s e r N e r n d e r bestimmt ist, die Stabilität der polit chen Führung in Deutschland zu zewährleisen, erbalten bleibt für immer. Die Bewegung dat dafur zu sorgen, daß durch eine genjale Metbode der Auswar! nur jene Ergänzung stattfindet. die das innerste Weien dieser tragenden Gemeinschaft unserer Nation niemals wehr verändert. Sie bat daran zu achten, daß nicht die zahlenmäbige Gröde dieses Kerns als entscheiend angeseden wird, sondern nur eine innere Wurdigrett und damit seine innere Homogenität. Sie muß wissen, daß die Ausleie m der Zukunft nach deuselben darten Grundsauen erfolgen mur, wie sie uns das barte Schichal in der Vergangenbeit auserlegt dat Was früder zum Teil der Zwang unserer Gegner belorgte, müssen wir in Zukunft durch die eigene Härte erletzen. Wir durfen ure davor zuruckchenen, aus dieser Gemeinschaft zu entiernen, was nicht seinem inneren Wesen nach zu ihr gedort. Wir mussen dader im Laufe der Zeit die Bedingungen für die Zugedör greit verschärfen und nicht vermindern oder Zwachen. Niemalo aber darf dieler Nern vergessen, daß en einen Nachwuche im ganien Volk in suchen dat. E: mut dader in steter Ardeit die gande Ration nach nunnterdrochenen Arbeit mit und für und um das Volk entiiedt em wirklich Juneser B##d. ader aud die Fadigkeit, das zu dieler Ausleie gederende im Volk imu erkeunen. Deun eine solche Ausleie der politüchen Fudrungslädigkeit mud endlich daruder wachen, dab kein wirkliches Genie im Belke lebt. ehne stieben und bei#ich aufeenommen in werden. Wenn die politische Indrungeschicht einer Nation idre arteigenen Talent, im Boik ubersiebt oder aar aissaret, mau die seldn die t#ng. wenn das gebeiene Talent sich endlich ein eigenes Tätiskeitsfeld chafft. und ware es aub nur. am als Ssartalus die Sklasen iu leten. Das gederene Genie wird sich niemals durch dau geforderten Reivett für eine unwars., we untebis semetbene Subruns auf die Dauer lassen, dem allmachtigen Besebl seines eigenen Iche den Gedorsam zu versagen. Das dat aber ein Recht zu fordern, dah, wie auf allen Gebieten des lonitigen öffentlichen Ledens, auch aus dem Gediete der Pelint seine sähigsten Sohne berücksichtigt werden. Nur wenn sich eine solche este Führungs=Hietarchie aufbant, wird sie als endender Pol in der Erscheinungenflucht auf lange Sicht din di, Leitung einer Nation überlegen und entschlossen zu betatigen vermogen Sie, meine Herren Gauleiter und SA=Führer, sind mir im Verein mit den zahlreichen anderen Funktionaren. Führern und Amtswaltern der Bewegung verantwortlich dasür, daß diese Erkenntnisse folgerichtig derücksichtigt und verwirkligt werden denn unser Leben ist ein vergängliches und unsere Unsterdlichkeit auf dieser Welt liegt nur in der Richtigkeit der Grundsäne, denen wir das Leben unseres Volkes anvertrauen. Moge uns unser Gott bewahren vor jenen Fehlern, die in der menschlichen Eigensuch degründet liegen, Erfolge der Gegenwart zu nehmen ohne Rücksicht auf die Folgen in der Zukunft Indem wir uns so der Pflege des uns vom Schicksal anvertrauten eigenen Blutes hingeben, helfen wir am besten mit. auch andere Volker vor Krankheiten zu bewahren, die von Kasse auf Rasse, von Volk auf Volk überspringen. Wenn in West= oder Mitteleuropa erst ein Volk dem Bolschewismus verfallt, wird dieses Gift weiterfressen und das heute älteste und schönste Kulturgebiet der Erde verwüsten. Indem Deutschland diesen Kampf auf sich genommen dat, erfüllt es nur, wie chon oft in seiner Geschichte, eine wahrhaft eurspäische Mislion. Die Worte des Kanzlers lösten zu ungezählten Malen den svontanen Beifall der Kongreßteilnehmer aus, der sich am Schluß zu einer gewaltigen Kundgebung für den Führer steizerte. In machtigen Akkorden brauste das Deutschandlied durch die Halle. Der stellvertretende Parteiführer Heß schloß diesen denkwürdigen Kongreß mit dem begeistert aufgenommenen Ruf: Dem Führer des deutschen Volkes, dem Regenerator des deutschen Volkes, dem deutschen Volke selbst— Sieg-Heil!“ Mit dem Horst=Wessel=Lied verließen die Standarten den Saal. Damit hatten die denkwürdigen Veranstaltungen des Parteitages und die großen Parteikongresse ihren Abschluß gefunden. Grandioser Aufmarsch Ein organisatorisches Kunststück und Schauspiel in der Luitpoldarena Kur so war es auch verständlich, daß das zu einer politiichen Führung nicht im geringsten bestimmte Bürgertum die Metboden und Gebräuche des wirtschaftlichen Lebens auf das Gebiet der Politik zu uvertragen versuchte. Der anonymen * tie entspricht dann der anonume Stimmzettel und der Aktienmehrbeit die parlamentarische KoaNürnberg, 4. Sept. 1933. Der Sonntag. der leuzte Tag des Reichsparteitages brachte den Abschluß der Veranstaltungen mit dem großen Aufmarsch in der Luitpold=Arena, dem Vorbeimarsch am Führer und schließlich der letzten Sitzung des Parteikongresses. Der Samstagabend hatte die SA= und SS=Männer zu einem frodlichen Lagerleben vereint. Der Führer weilte, wie es schon Tradition geworden ist, die legte Nacht im Lager seiner Braunhemden. Die nächtliche Ruhe war aber nur von kurzer Dauer. Um 3 Uhr früh ertonten Weckrufe. Freudig erregt, in Erwartung itten des großen Tages, traten die SA= und SS=Männer sowie der Stahlbelm an. Um 4,30 Uhr setzten sich lungen in Marsch. Jede Gruppe marschierte mit Musik. kapelle zum Luitpoldhain und führte 250 SA=Fahnen, zehn Motorstander und zehn Stahlhelmfahnen mit sich Die Gruppen schlossen sich zu drei mächtigen, viele Kilometer langen Marschsäulen zusammen. In der LuitpoldArena erfolgte die Ausstellung vom rechten Flügel aus gesehen in folgender Reihenfolge: Stahlhelm, SA=Gruppen Ostland(Oftpreupen). Pommern, Hansa, Berlin=Brandenburg, Schlesien, Ostmark, Mitte. Sachsen. Oesterreich. Dann folgte zunächst eine weite Lücke für den Fabneneinmarsch der SS. Es folgen die Gruppen Westialen, Nordsee. Niedersachsen. Niederrhein, Weitmark, Südwest, Hessen. Thüringen, Hochland, baverische Ostmark. Franken und schließlich die SS aus allen deutschen Gauen. Die draune Farde herrscht selbstverständlich in diesem Bild entscheidend vor. aber auch die schwarzen Kolonnen der SS und die Kraftfahrabteilungen nehmen einen erheblichen Raum ein Die erst kürzlich eingeführte Verschiedenfardigkeit der Mützen der verschiedenen Gruppen bewirkt eine außerordentlich malerische Belebung des gesamten Bildes. uner somie zumal alle Gruppen gleichmäßig viel Raum einnehmen. die Abtei= Jede Gruppe steht in zwölf Reihen durch das ganze Feld gezogen. Um 7 Uhr ist der Einmarsch der SA in die LuitpoldArena beendet. Die Zugänge zu den Tribünen, auf denen neben den Hakenkreuzfahnen die Flaggen aller Länder. die ihre diplomatische Vertretung entsandt haben, weden werden geöffnet. Da die meisten Menichen nach dem großen Feuerwerk die Nocht schlaflos verbracht haben. um Augenzeuge des Anmariches der SA zu sein, setzt ein so gewaltiger Andrang ein, daß die 50 000 Plätze im Ru besetzt find. Hunderttausende drängen sich aus dem umliegenden Gelände. Auch die Tribüne für die 1000 Ebrengäste ist kurz nach 7 Uhr voll besetzt. Reden Mitgliedern der Reichs= und Länderregierungen sieht man hier die politischen Führer der Bewegung, die Mitglieder der diplomatischen Vertretungen, nationalsozialistische Abordnungen aus einer grogen Anzadl anderer europäischer Staaten und mehr als hundert Angedörige von Gefallenen der Bewegung. Die vielen Hunderte in= und ausländischen Pressevertreter sind in zahlreichen Autodussen bereits um 5 Uhr aus dem Pressehauptquartie: abgebolt worden. Auch auf der Pressetribüne in kein Platz undesetzt. Den auslandischen Journalisten aller Nationen sind von der Pressestelle der Partei zahlreiche Dolmetscher beigegeben worden. In der Frout der Aufstellung stehen an der Spitze jeder Gruppe der SA. SS und des Stahlhelm die Musikzüge. Vor der Front einer jeden Gruppe stehen die Standarten. vor ihnen die Brigaden= und Gruppenführer mit ihren Adjutanten. Drei besonders ausgesuchte Musikzüge der Obergruppen Berlin=Brandendurg. Mitte und Hochland sind für die musikalische Begleitung der Veranstaltung ausersehen. Die Führer der acht SA=Obergruppen mit ihren Staben haben ihren Plas vor dem mittleren Musikzug knapp vor der Rednertribüne. Der Stab der Obersten SA=Führung steht bin. ter der Rednertribüne auf einem erhohten Podium, auf Das hohe Spiel Roman von August Frank Urbeberrechtsschztz durch Verlaganstalt Maor#. Regensburz. Nachdrack verboter. S 30. Fortsetzung. Auf Wiedersehen uno ja ruhig liegen bleiben! Eine unvorsichtige Bewegung kann uns alle das Lehen kosten. Haben Sie Ihren Revolver entsichert? Ja! Ihn zu nicht aus der Hand legen! Es könnte ein, daß Sie ihn ganz plötzlich brauchen. Also nochmals Gou befoblen und auf Wiedersehen!" Die verschwommenen Umrisse der drei Männer lösten sich lautlos im Dunkel. Eugen blieb zunächst ganz ruhig liegen. Langsam ebbte die nervose Spannung und Unruhe in ihm ab, sein Herz ging ruhiger. Er hatte ja Zeit genug Ausführung seines Planes. Nur erwas paßte ihm nicht, daß Fabre gerade vor ihm lag! Er mußte also versuchen, seitlich von ihm an das deutsche Hindernis heranzukommen. Dort wollte er bis kurz nach zwölf Uhr liegen bleiben, dann wollte er den Posten leise anrufen. Wenn Fabre bei seiner Rückkehr ihn nicht mehr in seinem Loche vorfand, würde er annehmen, daß er schon in den Graben zurück sei. Bis man sein Ausbleiben bemerkte, mußte er schon drüben in Sicherheit sein. Die Minuten schlichen. Eugen sah nach der Uhr, halb zehn Uhr? Eine halbe Stunde wollte er noch warten, dann wollte er loskriechen. Mit wachen angespannten Sinnen, den Revolver vor sich, lag er da. Das Starren ins Dunkel ermudete, im Gehirn wandernde Gedanken lenkten ab, blieben hängen, Eugen kam ins Grübeln. Sollte sein Abenteuer endlich ein Ende finden? Wie wird man drüben seinen Bericht aufnehmen? Sollte er verschweigen, daß durch seine Schuld die deutsche Heeresleitung nicht gewarnt wurde, als die Franzosen die Vorbereitungen zu der mörderischen Schlacht drüben in der Champagne trafen, die immer noch in unverminderter Heftigkeit tobte, wie der dumpfe Kanonendonner, der wie ein Ferngewitter unaufhörlich von Westen herübergrollte, bezeugte, weil er in Paris gewesen war. Einen Augenblick hielt er den Atem an als er an Joonne dachte und horchte nach innen. Rein, da drinnen rührte sich nichts mehr für diese Frau, sie war und blieb für ihn tot. Diese Entdeckung machte ihn froh Mochte es kommen, wie es wollte, er wollte alles gelehen, wenn er nur erst drüben war,—— auch in Ingolftadt bei Thea. Eugen fühlte, wie ihm die heiße Schamröte ins Gesicht stieg bei dem Gedanken an de Beichte dort. Es war doch merkwürdig. Tage und Wochen lang hatte er kaum an seine Braut gedacht und hatte sie betrogen. Jetzt, wo er sie wahrscheinlich bald sah, war es für ihn ganz selbstverständlich, daß er zu ihr ging, weil sie eben zusammengehörten. Trotz allem Geschehenen! Ein leises Geräusch ließ ihn aus seinen Gedanken aufschrecken. Es war, wie wenn ein Steinchen in eine Ventiefung rollte. Mit angehaltenem Atem. den Revolver krampfhaft umspannt, horchte er. seine Augen suchten mit aller Anstrengung das Dunkel zu durchdringen. Nichts. Allmählich beruhigte er sich wieder. Ein Stückchen Erde oder ein Steinchen war wahrscheinlich von einem frischen Granattrichter abgebröckelt und in das Loch gerollt.—— Wieder sah er nach der Uhr: ein Viertel vor zehn Uhr. Wie langsam die Zeit doch verstrich! Ob er schon jetzt vorkriechen sollte? Nein, nur nichts überhaften! Vorne verging die Zeit sicher auch nicht rascher als——— halt! Was war das gewesen!? Direkt vor ihm! Als wenn jemand mit den Kleidern an einem Zweig oder Strauch streift. Wieder horchte er angestrengt. Totenstille ringsum. Seine erregie Phantasie suchte ihm anscheinend Streiche zu spielen. Der Gedanke war noch nicht zu Ende gedacht, da stand plötzlich eine Gestalt vor ihm. Wie aus dem Boden gewachsen, in der Dunkelheit riesengroß. Das konnte ja nur der lange Emile sein. Regungslos blieb die Gestalt stehen, anscheinend lauschte sie. Es wurde Eugen zur Gewißheit, daß es Fadre war, der ihn suchte. Leise rief er ihn an: „Fabre.“ Im nächsten Moment saufte ein Gewehrkolben durch die Luft auf ihn nieder. Mehr reflexartig als bewußt, warf Eugen blitzschnell den Kopf zur Seite. Diese Bewegung rettete ihm das Leben. Der Kolben fuhr mit Wucht auf seine linke Schulter, wo es einen leisen Knacks gab. Aber schon sah er die Umrisse des zum zweiten Schlage erhobenen Gewehres undeutlich in der Luft stehen Am kleinsten Truchteil einer Sekunde schoß ihm die Erkenntnis durch den Kopf: Wenn du jetzt nicht schießt, ist es aus mit dir. Sein rechter Zeigefinger krümmte sich, ein Feuerstrahl spie nach vorne, der Schuß erschutterte gellend die stille weiche Nacht. Die Gestalt stieß einen Weblaut aus und war verschwunden. vom Dunkel verschluckt. Das Gewehr fiel scheppernd neben Eugen zur Erde. Einen Augenblick wartete er. dann sprang er auf; er war in einer unbeschreiblichen Aufregung. Die Gedanken überschlugen sich in seinem Kopfe: Wohin? Vorwärts, rückwarts oder bleiben? War es ein Deutscher auf den er schoß? Wohin hatte er ihn getroffen? War er tot, oder lebte er noch? Konnte er zurück oder lag er vor ihm? Bei dem letzten Gedanken machte er Halt, darüber mußte er zunächst Gewißheit haben. Er kniete nieder und kroch vorsichtig vorwarts. Plötzlich stieß er an einen Stiefel. Mit hastigem Griff umfaßte er ihn. Ein leiser Schmerzenslaut antwortete, dann ein geflüsterter Fluch:„Herrgottsakra, damischer Franzos, laß doch mein' Fuß los, ich kann ja a so nimmer furt!" Das war deutlich genug: Ein Bayer, ein engerer Landsmann! Eugen atmete erleichtert auf. die nervöse Spannung fiel von ihm ab, die unbekummerte Grobheit des Mannes wirkte wohltuend auf ihn. Wer noch so schimpfen konnte, war sicher nicht schwer verwundet. Als er den Stiefel vorsichtig losließ, merkte er, daß seine Hände klebrig waren von warmen Blut, das darüber gelaufen war. Blitzschnell schoß ihm der Gedanke durch den Kopf. den Verwundeten mit sich zu schleppen und in der Dunkelheit auf git Gluck dem deutschen Graben zuzulaufen. Aber der Schuß und das Gepolter des fallenden Gewehres, vielleicht auch das Schimpfen des verwundeten Bayern hatten die Posten hüben und drüben lebendig gemacht Leuchtkugeln stiegen und beleuchteten alles taghell, ein deutsches Maschinengewehr begann zu tacken. Die Geschosse pfiffen unangenehm nah vorbei. Jetzt aufstehen hieß Selbstmord begehen. Im hellen Lichtschein sah Eugen dicht neben sich einen tiefen Granattrichter: er ließ sich hineinrollen und zog auch den Verwundeten hinein. Die Posten beruhigten sich allmahlich, die Leuchtknaeln erloschen. Eugen kampfte mu sich: Sollte er sich dem Manne zu erkennen geben oder damit noch warten? Seine Zweifel waren sofort beseitigt, als die zwei französischen Soldaten zu beiden Seiten des Trichters auftauchten. Sie hatten im Schein der Leuchtkugeln beobachtet, wie er den verwundeten Deutschen in das Loch gezogen hatte. Leise beratschlagte er mit ihnen, was zu tun sei. Zunachst ruhig liegen bleiben, meinten sie; erst dann mit dem Gefangenen zurück, wenn alles wieder ruhig geworden war. Eugen war damit einverstanden. Immer noch hatte er die geheime Hoffnung, daß eine deutsche Patrouille draußen sei, die sie abschnappen könnte. Sie warteten, nichts regte sich. Ein— zwei Leuchtkugeln stiegen noch in die Höhe, dann blieb es dunkel. Eugens Hoffnung, daß noch Deutsche draußen seien, sank immer mehr. Um Klarheit zu bekommen, probierte er einen Trick und warf ein Steinchen gegen das deutsche Hindernis. Klirrend streifte der Stein den Draht und fiel zu Boden. Schon ratterte das deutsche Maschinengewehr wieder und einige Sekunden später erfolgten dicht vor ihnen zwei Explosionen Erde prasselte auf sie nieder; die Deutschen warfen Handgranaten. Das hätten sie nie getan, wenn noch eine Patrouille vor dem Graben gewesen ware. Eugens letzte Hoffnung war geschwunden, heute kam er nicht mehr lebend hinüver. Enttäuschung und Bitternis stiegen in ihm hoch. Der Gefangene wurde ungeduldig, die Wunde schien ihn zu schmerzen. Er versuchte sich mit dem Oberkörper aufzurichten, aber nach jeder Bewegung fluchte er leise vor Schmerzen. Einer der französischen Soldaten hielt ihm die Hand vor den Mund, da wurde er grob: „Wenn die Pratzen net wegnimmst, beiß i zua“ Und er schnappte mit dem Mund, daß dieser verstand und seine Hand zurückzog. Eugen verabredete mit den beiden Soldaten den Rückzug. Vorsichtig krochen sie los, den stöhnenden Gefangenen hinter sich herziehend. Jetzt erst merkte Eugen, daß er den linken Arm nicht heben konnte, in der Schulter schien etwas nicht in Ordnung zu sein Es war eine unendlich mühsame Arbeit, den Verwundeten durch das zerrissene Gelände mit seinen Trichtern. Erdhaufen und Stacheldrahtfetzen lautloe hindurchzubringen. Endlich waren sie am fran chen Hindernis.(Fortsetzung folgt.) 7 Nr. 207(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Montag, den 4. September 1933 Oroße 20 Jahre Schützenverein„Weidmannsheil“ Jubelfeier.— Oberbürgermeister Meister kündigt für nächstes Jahr ein a an.— Alle Schützenvereine und Stände sollen daran teilnehr roßer men. Volks-Schützenfest Ein prächtiges Festwetter lockte am Sonntag nachmittag zahlreiche Herner zur Dornstraße, wo der Bürgerschützenverein Weidmannsheil zur Eröffnung seines Jubelfestes zum Jestzug mit den anderen Herner Schützen Aufstellung nahm. Ein schmuckes Bild bot sich den Zuschauern dar: In weißen Hosen, grünem Rock und Jägerhut ordneten sich die Jünger Dianas hinter ihren Fahnen. Dann gings los. Zwei Musikkapellen und 2 Trommlexkorps sorgten für den schneidigen Marschrhythmus. In ofsenen Wagen folgten die Schützenkönige und Schützenveteranen. Der Festzug bewegte sich durch HerneMitte und Baukau, überall von den Mitbürgern fröhlich begrüßt. Die Häuser trugen nationalen Fahnenschmuck, ein Zeichen dafür, daß auch heute noch das Schützenwesen und der Jubelverein in der an sich so traditionsarmen Herner Industriebevölkerung viele Freunde haben. Im besonderen Schmuck prangte der Festort, die Wirtschaft Schneider in Baukau. Eine sportes, den er in unserer Stadt ebenfalls eifrig schaufreudige Menschenmenge harrte des festlichen o###. erte in seiner Jestrebe in großen Zugen sondern sich ertüchtigen, und gleiche Kameradschaft erleben und gleiche Bürde tragen. Der zweite Punkt betreffe die Pflege der alten Tradition der SchützenJäger=Bataillone, die in erster Linie aufrechterhalten werden müsse. Ihr Geist sei neu zu wecken. Nicht umsonst habe man die Grünröcke als die besten Truppen der Frontsoldatenzeit bezeichnet. Der Oberbürgermeister gab weiter seiner Hoffnung Ausdruck, daß er Kreisschützenverband im nächsten Jahre ein groützenfest im alten Stile für alle Ortsstände durchführe. Die alte Traditionsdie im Tresor des Rathauses ruhe, wieder zu Ehren kommen und eine 1½ Jahrhunderte alte Herner Tradition wieder aufleben. Diese Ankündigung des Stadtoberhauptes rief in der Festversammlung minutenlangen Beifall hervor. Die Festrede. Studienrat Kracht, ein guter Kenner des Schießsportes, den er in unserer Stadt ebenfalls eifrig förßes Volksvereine und Schützenkette, müsse endlich der jetzige 1. Vorsitzende Bierögel für den Verein und darüber hinaus im Interesse des Volkes und Staates für das gesamte Herner Schützenwesen geleistet, indem er den Zusammenschluß aller Herner Schützenvereine herbeigeführt habe. Ihm sei auch zu verdanken, daß Hilfslehrer für den Wehrsport zur Verfügung gestellt worden seien. Der Redner gedachte dann der toten Kameraden des Vereins, der 2 Millionen deutscher Heldensöhne, die im Weltkriege gefallen sind, sowie der Hunderte für die Idee des neuen Deutschland gefallenen SS= und SA=Kameraden. Im stillen Gedenken erhob sich alles von den Plätzen. Die Festrede klang aus in den Aufruf, das deutsche Volk zu seinem eigenen Nutz und Frommen dem deutschen Schießsport und damit deutschestem Wesen zuzuführen. Mit einem brausenden Sieg=Heil bekräftigte die Versammlung seine Ausführungen. Bei Tanz, Preisschießen, Verlosung, Fackelp#lonaise usw. setzte sich die Jubelfeier dann noch viele Stunden in Harmonie und Fröhlichkeit fort. Warnung für alle Kraftfahrzeugführer. — Der Polizeipräsident teilt n „Vielfach gehen Beschwerden mit: gehen Beschwerden darüber ein, daß die Kraftfahrzeugführer ihre Kraftfahrzeuge beim Herannahen eines anderen Wegebenutzers nicht abblenden. Die Beachtung dieser wichtigen Verkehrsvorschrift ist unbedingt erforderlich, da der Führer des entgegenkommenden Fahrzeuges andernfalls geblendet wird und somit nicht die Fahrbahn übersehen kann. Viele Verkehrsunfälle sind auf die Nichtbeachtung dieser Vorschrift zurückzuführen. In Zukunft werden gegen Kraftfahrzeugführer, die ihre Kraftfahrzeuge nicht rechtzeitig abblenden, empfindliche Geldstrafen verhängt werden.“ Alles war auf den Beinen, um mit„Weidrechtes Schützentreiben zu erleben. ein Einzuges. mannsheil" Das Festkonzert. Das Innere des Festsaales war würdig hergerichtet, die Bühne mit dem großen Hitlerbild rahmten mächtige Hakenkreuze ein. Die Fahnen des vornovemberlichen und des neuen Deutschland sowie die Farben der uns entrissenen Kolonien drückten dem Ganzen das vaterländische Gepräge auf. Einen wesentlichen Teil dessen, was man erlebte, bildete die Musik. Man weiß wirklich nicht, wen man zuerst loben soll. Es stritten um die Siegespalme der musikalischen Ehre die Kapelle Zimmer, die Sturmbannkapelle 243 Recklinghausen unter Berlotzig und die temperamentvollen Spielleute„Gut Spiel“ HerneBaukau. Eine wahre Flut von Märschen, Walzern und anderen Musikstücken wurde dargeboten. Der Ohrenschmaus der Klänge fand im großen Zapfenstreich, feurig ausgeführt, seinen Höhepunkt. Die Gäste Der 1. Vorsitzende von„Weidmannsheil", PolizeiObermeister Bierögel, hielt die Begrüßungsanprache, die den Geist volksverbindender Gemeinschaft atmete, wie ihn die Schützenbrüder auf ihren Schild erhoben haben. Großen Beifall löste der Redner aus, als er an der Spitze der Ehrengäste Oberbürgermeister Meister herzlich willkommen hieß. Sein Willkommen galt weiter dem Festredner des Abends, Studienrat Kracht, dem Führer des Stadtverbandes für Leibesübungen. Als den Vertreter unserer Volkspolizei konnte er Polizei=Hauptmann Geurke, den Leiter des 18. Polizeireviers, begrüßen. Sein Gruß galt ferner Herrn Direktor Crämer und den vielen Festgästen. Am Ehrentisch bemerkte man auch den ordengeschmückten Schützenkönig von„Weidmannsheil“, Karl Enke, und die Schützenkönigin Frau Muth. Fräulein Janzen sprach den Festprolog in zündenden Worten. Er brachte die innere Bejahung der Kameradschaft, der Treue zu Vaterland und Volk in begeisterten Versen zum Ausdruck. Seine Verfasser waren Schützenbrüder Schütte und Bierögel. Oberbürgermeister Meister ergriff sodann das Wort zu einer Ansprache. Er würdigte zunächst den jüngst erfolgten Zusammenschluß der zahlreichen Schützenvereine zu einem Herner Einheitsverband und hob das Verdienst hervor, das sich der Führer von„Weidmannsheil“, Bierögel, darum erworben hat. Zwei Ziele stellte er der Herner Schützenbewegung dann in seinen weiteren Ausführungen vor. Zunächst müsse die ältere Schützengeneration alles daran setzen, die Jugend für sich und ihre vaterländischen Ideale zu gewinnen. Der Juzend, die ihre Opferwilligkeit, ihr Kraftgefühl und ihren Tatendrang immer in den Dienst des Vaterlandes gestellt habe, wenn man ihr den richtigen Platz gegeben habe, werde auch das Schützentum seine große ukunft anvertrauen dürfen. Diese Jugend wolle nicht mehr als bloßer Mitläufer gewertet werden, die Entwicklung des deutschen Schützentums von den jüngsten Anfängen bis zur Gegenwart. Er pries die alten Germanen als die eigentlichen Gründer der Schützenbewegung. Dann wandte er sich der Vergangenheit des Jubelvereins zu, schilderte manche bemerkenswerten Vorzüge und Verdienste von„Weidmannsheil" um den Schießsport und gedachte rühmend des einzigen noch lebenden Mitgründers Karl Janzen. Weiter hob er die Verdienste des langjährigen Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden Friedrich Klemm hervor. Diese beiden treudeutschen Männer hätten erheblichen Anteil an der schönen Entwicklung des Jubelvereins. Großes und Gutes habe auch Momentbilder vom Amtsgericht 1 Jahr Zuchthaus für einen Schwarzarbeiter ein großer Säufer und vertrank alle..—— ion die .„„* Beamten auf dem Wohlfahrtsamt bei seiner AntragsDer angeklagte Schneidermeister hat schon vor stellung fragten, ob er nicht noch nebenbei Anzüge Monaten von sich reden gemacht. Da ließ er sich von anfertige, erklärte er, es sei in der Schneiderei nichts etwa 20—25 Herner Bürgern Stoffe und Anzahlun= mehr zu tun. Später, nach der Anzeige, hat er 6 und gen auf Anzüge geben und vertrank das Geld, die später noch 8 Anzüge angegeben. Der Gehilfe erklärte Stoffe brachte er ins Pfandhaus. Für den Betrug jedoch als Zeuge, es seien mindestens 30 Anzüge anarmer Familienväter erhielt er damals 1½ Jahre gefertigt worden. So verdiente der Angeklagte, ohne Zuchthaus, die er gegenwärtig absitzt. Inzwischen ist Steuern zu zahlen, an diesen 30 Anzügen, die er für man einem anderen Betrug, den er begangen hat, auf 30 Mark anfertigte und zu denen er Zutaten von die Spur gekommen, einem Betrug zum Nachteil des 5 Mark gab, 30 mal 25 Mark. Und dabei hatte er Wohlfahrtsamtes. Die Sache war so: Im Jahre 1951 die Stirn, seinen Gehilfen unentlohnt zu lassen und schickte der Schneidermeister seinen Gehilfen nach Hol= lieber das Geld ins Wirtshaus zu tragen. Solchen land, daß er dort eine Arbeit annehme. Der tat es, Lumpen schadet es nicht, wenn sie die Strenge des um auch bei seinem„Meister“ endlich zum verdienten Gesetzes fühlen. Die Wohlfahrt errechnete einen Lohne zu kommen. In Holland suchte er vergebens Schaden von 400 Mark. Wegen Betruges im RückStraße und Hausnummer seiner neuen Arbeitsstätte.“ falle beantragte der Amtsantwalt eine ZuchthausEs war daher verständlich, daß er nach seiner Heim=jstrafe von 1 Jahr gegen den betrügerischen kehr aus Zorn den sauberen„Meister“ anzeigte, dicke Aufträge gehabt und trotzdem von der Wohlfahrt Unterstützung genommen zu haben. Der Angeklagte war „Niemand soll hungern und frieren“ Durchführung des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes 1933-34. Wie bereits gemeldet, ist für den kommenden Winter ein großzügiges Hilfsunternehmen zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung geplant. Gelegentlich einer Pressebesprechung mit dem Landeswalter der NS=Volkswohlfahrt für Kurhessen, Dr. Benzing, sind nun weitere Einzelheiten bekannt geworden. Mit der Reichsleitung des Winter=Hilfswerkes des deutschen Volkes 1933 34 unter dem Motto„Kampf gegen Hunger und Kälte" hat der Reichskanzler das Reichsministerium für„Volkzauftlärung und Propaganda heauftragt. Zum Reichsführer des Winterhilfswerkes ist der Reichswalter der NS=Volkswohlfahrt, Hilgenfeldt, bestellt worden. Im ganzen Reich werden Arbeitsgemeinschaften gebildet, an deren Spitze die Reichsarbeitsgemeinschaft mit dem Sitz in Berlin steht. Die Reichsarheitsgemeinschaft arbeitet mit dem Statistischen Reichsamt zusammen, um den einzelnen deutschen Verbrauchergebieten entsprechende Erzeugergebiete zuweisen zu können. Der Reichsführer des Winkerhilfswerkes wird einen Treuhänder der Frachtfreiheit und einen Leiter der Brenstoffbeschaffungsabteilung bestellen. Neben der Reichsarheitsgemeinschaft steht ein Reichsbeirat mit repräsentativen Aufgaben, dem u. a. Vizekanzler v. Papen, der preußische Ministerpräsident Goering, die Reichsminister, die preußischen Minister, die Ministerpräsidenten der Länder, die Reichsstatthalter sowie führende Persönlichkeiten der Industrie, des Handels, der Kirchen, der Kunst und Wissenschaft und der verschiedenen Organisationen angehören. Der Personenkreis der Bedürftigen wird Hilfsbedürftige, die bereits von den Arbeitsämtern und Bezirksfürsorgeverbänden unterstützt werden, außerdem Rentenempfänger, vornehmlich aber Personen, bei denen eine besondere Notlage vorliegt, wie z. B. langjährige Erwerbslosigkeit, kinderreiche Erwerbslose mit mindestens 3 Kindern, langdauernde Krankheit usw. umfassen. Die Sammlungen werden unter einem bestimmten Motto stehen, so z. B. im Dezember„Für die Weihnachtespende der Winterhilfe“, im Jannar„Für Kochtopf und Osen“. Im ganzen Reich sollen einheitliche Sammel= sonntage durchgeführt werden. Hierzu ist der erste 65 Sonntag Bank= und Postscheckkonten sollen aufgefordert werden, monatlich einen bestimmten Betrag von ihrem Konto abbuchen zu lassen. Arbeiter spenden monatlich den Ertrag einer Arbeitsstunde. Bei den Lebensmittelsammlungen ist bemerkenswert, daß diese bei Geschäftsleuten in der Form zur Durchführung gelangen sollen, daß Menge und Art der zur Verfügung gestellten Waren in Sammellisten eingetragen werden, die die Grundlage für die spätere Ausgabe von Bezugsscheinen bilden. Aehnlich soll bei der Brennstoff= und Kleiderbeschaffung verfahren werden. Ferner soll im ganzen Reichsgebiet eine 50=Pfg.=Straßen=Brieflotterie veranstaltet werden. Spender, die monatlich einen bestimmten und angemessenen Betrag zeichnen, sollen eine kleine Plakette mit der Aufschrift„Wir helfen“, die sie an ihrer Wohnungstür befestigen können und die sie von weiteren Sammlungen befreit, erhalten. Bei den Straßen= und Haussammlungen gelangen besondere Abzeichen zur Ausgabe, wobei Anstecknadeln und Klebemarken für jeden Monat eine ganz bestimmte Farbe haben werden. Die Verteilung der Spenden soll in der Weise erfolgen, daß Naturalspenden an Empfangsberechtigte nur durch Zuweisungsscheine abgegeben werden. Das gesammelte Bargeld soll grundsätzlich nur zum Einkauf von Lebensmitteln, Heizmaterial usw. verwendet werden. Ferner soll ein Speisungsdienst eingerichtet werden, bei dem für Familien Lebensmittel zur eigenen Speisenbereitung abgegeben werden. Massenspeisungen sollen nur für diejenigen eingerichtet werden, die keinen eigenen Herd haben. Freitische und Freiessen an Einzelpersonen sind dabei in Ergänzung der Massenspeisungen erwünscht. Kohlen sollen möglichst nicht unter einem Zentner, jedoch auch nicht über 2 Zentner je Familie abgegeben werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Fürsorge für die Jugend gerichtet. Das Winterhilfswerk wird mit einem Aufruf der Reichsregierng eingeleitet, worauf eine große Versammlungswelle der NSDAP., unterstützt durch Tonfilm und Rundfunk, einsetzen wird. Schneidermeister, die mit der jetzt abzubüßenden Vorstrafe zu 2 Jahren und 3 Monaten Zuchthaus zusammenzuziehen seien. Außerdem beantragte er eine Geldstrafe von 400 Mark, die in 40 Tage Zuchthaus umzuwandeln sei. Das Gericht erkannte auf die beantragte Strafhöhe. 1 Jahr Zuchthaus für einen Fahrraddieb. Der arbeitslose Angeklagte erklärte vor Gericht, er habe in den Zeitungen gelesen, daß in Herne so viel Fahrräder gestohlen würden. Daraus habe er gefolgert, daß es leicht sei, in Herne Räder zu stehlen. So sei er von Dortmund, wo er mit seiner Familie wohne, eigens zum Zwecke des Fahrraddiebstahls nach Herne gefahren. Sein Kind sei krank gewesen, die Miete habe für 2 Monate gezahlt werden müssen und der Hauswirt habe ihm mit dem Hinauswurf aus der Wohnung gedroht. So sei er auf der Bahnhofstraße vor Finkemeyer an ein verschlossenes Rad herangetreten und habe es mit einem falschen Schlüssel geöffnet. Doch habe ihn ein Kriminalbeamter beobachtet und gleich festgenommen. Seitdem sitze er in Untersuchungshaft. Das Gericht wollte den Notparagraphen nicht berücksichtigen, da der Angeklagte bereits vorbestraft ist und seine verbrecherische Neigung wiederholt gezeigt habe. Alle 2 Jahre müsse er was aushecken, so auch jetzt. Wegen Diebstahls im Rückfall erkannte das Gericht gegen den Angeklagten auf 1 Jahr Zuchthaus. * Das Schweinestehlen. Angeblich soll ein Aufschneider, der sich bisher immer vor der Verantwortung habe drücken können, die Triebfeder der Tat gewesen sein. So erzählten die Hauptangeklagten. Jedenfalls sind sie eines Tages zu dreien losgegangen. Einer hat auf dem Gehöft des Landwirts Schmiere gestanden, dann hat man ein Schwein gestohlen, geschlachtet und zu dem zweiten Angeklagten gebracht, bei dem am andern Tage die Teilung stattfand. Die zwei angeklagten Brüder wollen das angeblich schon faulende Fleisch zur Mutter gebracht haben. Diese, Mutter von 8 Kindern, des Fleischgenusses längst entwöhnt, habe sich gegen die Annahme gestemmt, obwohl ihr gesagt wurde, man habe sich das Fleisch durch Arbeit verdient. Von den Brüdern fehlte einer in der Verhandlung, er befindet sich im Freiwilligen Arbeitsdienst. Der andere Bruder ist bereits wegen einer Einbruchsache und der zweite Angeklagte, ein verheirateter Mann, wegen Straßenraubes usw. vorbestraft. Der dritte AngeNie mehr Junggeselle! Ich muß sagen, ich hatte mir die Sache erheblich schwieriger vorgestellt. Nach tagelangen Debatten hatte meine Frau erklärt:„Also, du kannst sagen, was du willst, diesmal fahre ich in Ferien, und du bleibst zu Hause. Wenn das Geld für zwei nicht reicht, muß ich eben allein fahren. Du bist lange genug verheiratet, um dich selbst versorgen zu können, und wenn du es nicht kannst, ist es deine Schuld. Dann hättest du eben besser acht geben müssen. Und im übrigen wirst du es schon lernen.“ Wenn die Stimmlage meiner Frau, wie in diesem Falle, über das bohe„gis“ hinausgestiegen ist, bin ich mir klar darüber, daß jeder Widerspruch zwecklos ist. Also begnügte ich mich mit der bescheidenen Anfrage:„Wann willst du denn eigentlich fahren?“ In diesem Augenblicke wußte meine Frau, daß sie die Schlacht gewonnen hatte. Sie war weg. Auf dem Bahnsteig gab es einen militärisch=kurzen Abschied, der nur durch eine Reibe von Verbaltungsmaßregeln gewürzt war, die mich in den Augen der übrigen Leute tief kränken mußten.„Vergiß nicht, den Wecker aufzuziehen, daß du nicht zu spät ins Geschäft kommst!“—„Vergiß nicht, dem Milchmann zu sagen, daß er nur ein Viertelliter Milch zu bringen braucht!“— „Vergiß nicht, den Gasbahn berumzudrehen, wenn du dir Kartoffeln gebraten hast!"—„Vergiß nicht,...“ ihre weiteren Ermahnungen verschlang erfreulicherweise das Rattern des abfahrenden Zuges. Ich winkte noch einmal schwach mit dem Taschentuche, atmete dreimal tief auf und verließ die Bahnhofshalle mit einem zaghaften Liedchen auf den Livven. Wenn ich ehrlich sein soll, so hatte ich alles andere als ein Gefühl des Verlassenseins. Im Gegenteil, es umsing mich etwas von jener heiter=unbeschwerten Atmosphäre. die mir in diesem Augenblick die Verkörverung des Junggesellentums zu sein schien. Es wunderte mich, daß meine Frau mich nicht ermahnt datte, jeden Abend zeitig schlafen zu gehen. Sie hielt es vermutlich für eine Selbstverständlichkeit.(Daß ich es nicht tun würde!) Daber auch die betonte Mahnung, den Wecker aufzuziehen. Ich weiß heute noch nicht, ob es das Schichsal so wollte, daß ich in diesem Augenblicke meinem Freunde Augustus in die Arme lief. Es stellte sich heraus, daß Augustus ebenfalls Strohwitwer war. Schon seit acht Tagen. Das mußte geseiert werden. Als ich wach wurde, ging durch meine verworrenen Gefühle das Geräusch einer veritabeln Säge. Ich bemühte mich geraume Weile vergebens, den Ursprung der unharmonischen Musik durch Nachdenken zu ergründen. Bis der örtliche Befund ergab, daß es bloß Augustus war, der an meiner Seite friedvoll schlummerte. Da fiel mir plötzlich alles ein. Ein Blick auf den— natürlich nicht aufgezogenen— Wecker, ein Sprung aus dem Bett, ein Schlag auf Augustus' Kopf— wir hatten uns beide um zwei Stunden verschlafen! Ohne Frühstück und mit verdöstem Schädel sah man zehn Minuten sväter zwei erwachsene Männer hinter der Straßenbahn herrennen. * Zu den schönsten Freuden des Strohwitwertums gehört unstreitig das Kochen. Sollte Ihre Frau auch auf Reisen gehen, so werden Sie einige, in achttägiger Praxis erworbene Rezevte und Verhaltungsmaßregeln nicht verschmähen. 1. Beim Kartoffelbraten ist Magenschwachen anzuraten, nicht mehr als ein Pfund Fett in die Pfanne zu tun. Die Kartoffeln sind zweckmäßig vorher zu waschen (ohne Seife!) und zu entschälen. Kartoffelschalen sind im allgemeinen für den weiteren menschlichen Genuß unbrauchbar. Unser Hund mochte sie auch nicht. 2. Kaffee gewinnt bedeutend an Wohlgeschmack, wenn man das Kafseemehl vor dem Eingießen des Wassers in die Kanne schüttet. Nicht umgekehrt! 3. Will man„weichgekochte Eier erzielen, so dürfen sie nicht länger als höchstens dreiviertel Stunde kochen. Die Eier, die ich kochte, waren so hart, daß ich sie vor dem Genusse mit dem Soinatbeil zerlegen mußte. 4. Sehr bekömmlich ist die sogenannte„Frühlingssuppe“. Man geht mit verbundenen Augen durch den Garten, rupft nach jedem dritten Schritt abwechselnd nach links und rechts, und was man schließlich in der Hand hat, wird in siedendes Wasser geworfen. Aengstlichen Naturen sei empfohlen, größere Grasbüschel und Dahlien vorher auszuscheiden. 5. Geschirreinigen kann man sich bedeutend erleichtern. wenn man das Geschirr auf die Bleiche legt und mit dem Gartenschlauch abspritzt. Das Trocknen besorgt die Sonne. Leider stand mir kein Gartenschlauch zur Verfügung. 6. Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kein genießbares Essen fertigzustellen sein, so schütte man das Mißratene in den Abendstunden in Nachbars Garten, setze sich den Hut auf und gebe ins nachste Restaurant. * Als meine Frau gestern abend von der Reise zurückkam, datte sie sich mit folgenden Tatsachen abzufinden: Alle Ruhestätten waren besetzt. Meine Freunde waren zum Teil im Bett, zum Teil auf der Chaise, zum Teil in der Badewanne untergebracht. Die ungeschriebenen Gesetze germanischer Gastfreundschaft verhinderten einen Gewaltakt. Zumal meine Freunde nicht in voll verteidigungsfähigem Zustande waren. Meine Frau hat billigerweise bei den Nachbarsleuten Quartier finden müssen. Das Geschirr, bestehend aus 23 Tellern, 15 Tassen. 20 Biergläsern, war säuberlich auf dem Klavier abgestellt. Es brauchte nur noch gespült zu werden. Der Restbestand des Geschirrs war bereits vom Aschenmann abgeholt worden. Ich bin für Ordnung im Haushalt. Nur die Scherben von der großen Bowle habe ich sorgfältig im Bücherschrank aufbewahrt. Es war ein Hochzeitsgeschenk von Tante Pauline. Daß meine Frau über das an der Tür liegende Stuhlbein stolverte, ist nicht meine Schuld. Ein Stuhl kann leicht zerbrechen, wenn man mit ihm Rumba tanzt und dabei ausgleitet. Alles will gelernt sein. Auch daß die Wasserleitung verstopft war, ist nicht zu verwundern. Zigarrenstummel lösen sich eben erst nach längerer Zeit im Wasser auf. Daß samtliche Lampen brannten, ist auf ein kleines Versehen zurückzuführen. Immerhin hatte dies den Vorteil. daß meine Frau bei der Vorlegung der Lichtrechnung nicht allzusehr erschrecken wird. Solange es keine Tischdecken aus Asbest gibt, muß man damit rechnen, daß die auf ihr devonierten Zigarren Brandlöcher zurücklassen. Vollständig durchlöchert ist aber nur eine Decke, leider die gute, gestickte im Herrenzimmer. Der Tabak= und Rognakgeruch macht sich nur für jemand unangenehm bemerkbar, der aus der frischen Luft ins Zimmer tritt. Uns hat er nicht geschadet. Im Laufe des Winters wird er sowieso allmählich verschwinden. Auch der stärkste Wandspiegel hält es nicht aus, wenn beim Entkleiden versehentlich ein Stiefel hineinfliegt. Sie können sich durch einen Versuch davon überzeugen. Da ich in diesen Tagen sowieso tavezieren sollte(wonn ich leider nicht gekommen bin), brauchte sich meine Frau gar nicht darüber aufzuregen, daß die Küche mit Fettflecken übersät war. Es sind beim Kartoffelbraten(siebe oben!) übrigens ganz hübsche Muster berausgekommen. Tavetendruckereien stehen sie gegen mäßige Vergütung gern zur Ansicht zur Verfügung. meine Frau wieder in Ferien fahre, habe ich ihm eine beruntergehauen. In aller Freundschaft. 10 Nur noch Ein=Schlager=Programm Die Neugestaltung des Kinoprogramms ab 15. Sept. Nach Mitteilung des Rheinisch=Westfälischen Verbandes Deutscher Lichtsviel=Theaterbesitzer e. V. wird die durch Bechluß der Film=Kammer angeordnete Neugestaltung des Kinoprogramms in allen deutschen Lichtspieltheatern am 15. September in Wirksamkeit treten. Von diesem Zeitpunkt an wird in allen Kinos Deutschlands nur ein Hauptfilm mit ergänzendem Beivrogramm gezeigt werden. Damit gehört das bisher in Westdeutschland vielfach übliche„Zweischlagerprogramm“ der Vergangenheit an. Vom 15. September an verfügen die Lichtsvielhäuser über eine ausreichende Anzahl neuer Filme. die bereits mit Rücksicht auf ein Ende dieses Raubbaus an Kräften geschaffen sind. Für das finanziell und zeitlich bisher vernachlässigte„Velorogramm“ ist durch den Einsatz neuer Ideen, größerer Herstellungsmittel und das Auftreten neuer Künstler eine Belebung erreicht worden. In ihrer Neugestaltung ist das Bestreben darauf konzentriert, daß die Programme des deutschen Lichtspieltheaters dem deutschen Volke eine wertvolle, in sich geschlossen abgerundete Unterhaltung bringen. Die Programme ab 15. September werden ohne die Wochenschau eine Gesamtlänge von 3200 Meter haben. Hinzu kommt die Wochenschau mit etwa 300 Meter, so daß insgesamt 3500 Meter ablaufen, was einer Vorführungsdauer von etwa 2½ Stunden entspricht. Können Sie es versteben, daß meine Frau bis heute noch kein Wort mit mir gewechselt hat? Und dafür hat man sich aufgeoofert, hat sich tagelang von Kaffee und Bratkartoffeln ernährt, hat sich halbe Tage in der Wirtschaft herumdrücken müssen! Nie mehr Junggeselle! Nie mehr Strohwitwer! Als Augustus mich soeben fragte, wann in sehr großer Auswahl vorrätig Niedrige Preise Buchhandlung Koethers Röttsches 8 Hermenn-Göring-Strehe 8. neben dem Postemt. #agte erklörte dermlos mitzegangen mu lein adne m wisen daß man em na- necten gede. Die ente Angeklagie wa: die Meer der Bi der. Gegen den adwesenden Broder wurde das Berjahren abgetennt. Das#####e des gesischenen Scmernes### nachträgsich beschlagnadt worden. Die Angeklagten erweiten: der anme ende der angeslagten Vrder 2 Monate Gefängnis, der verdeirarete Ange Haate weger Aumalt###att: Schmierenseder 3 Wechen Ge Nuuer wurde freigeiprochen. Zme Leute Ein Erwerdsloier damre segeeraetes Kind. Dieses 3 Mouste und der anis. Die ör einer Frau ein an# sch bei## S###enernaer Selder darte der Everdeiele uo n#cht wei dann drei Kinder in eigenen de Trogdem ließ er sich vom Wohlfahrtsann aun #ur das Kind, das sich deim Sowlegervater de ##er## geben. Der Schmiegervater dezog BzoHafisrente und medere edentenls des Rind an. wo. für er auch Kindergein m Höde von 10 Mark erhielt Der Angeklunge erklärte, er dade die Unterstägung chon desbald nöng geoadt weil er an Feutegen a: m Otern. Pfragtten und Werhnachten dem#nde doch Kleidung un dade ichenken m.den. Das we: oder nur erne Ausrede, mernte das Gericht defär dade schon der Sowecervater Sorge getragen. Der A#ngeklagte erhielt 1 Monot Gesängnis 319 #ellverkedes vor ###e Bens Ver über B##pertel und * einem Daritdas= und Sden betrugrt In legter Je“: trin imn Nuhrze##er eide Perion un Barnung der 1 er ————— — dem Hamen Amese KImoar and auf. die beupildelle Deuse##### o Heuc werker schödigt Du Person urezet angediich imn Arstrage größeren ausweren Firma beertietende Börom Die fur diese Räcme zu zahiende Miete deAus und für Herne Derchrührungsbestimmungen zum Geietz üder des Femeine Beamtenrecht. don Vor. stellend, die wie Brücke ernen Aschendecher üder vor Iu#muel 4 des Geenes zur# Pri#ten uu“ den weviete des allgemeinen Se som 20. Juni 1353 ans DurchfuhrungsdestimSantes eT##en werden. Daunc guit als geni#n.##ngsplittuge Nedendeschaftigung der Beamten ede Tängkert bei der durd Ardeitsleitung irgendwelce: An eine Bergütung ermeit nird. Von der veneontans n destiue Hilfe bei der eine Berutung in Geis sumt gucatt in sowie einzelne RedenSeume: gangen geringen unzug# Sabgelen nen, für die Vergatnagen in Werte des zu 3 XN. gröhrt werden Zexr ii# nicr Sster als# im Jahre ausgendi werden. Den gesen den Herimmungen über RedenbeidajAgungen der Vermien unterliegen and arti#iche, nerarzt##e und zadnärztliche Beamte. Bis zu einer deionderen tuic sgesegzlichen Regelung kann die Ausubung der Brisatstaris aus dier slichen Grunden genetmigt So zeigen sich dem Herner, wenn er die Bahndosstraße entlanggeht, eindringlich die selrsamen Reize eronicher Länder, ader aucd die Werte und Erinnerungen unseres edemaligen Kolonialdesiges. Moge dieraus der Kolonialgedanke neue werdekräftige Impulie in der Bevölkerung empfangen. ** Soiruraze Pbartihe Triebwagen für den Rubrichnellverkede 40 Triedagen— Beiterer ar die Be####irsetne eines Dücherkastenz zu erbrechen Boh. Der Täzer mun gestört worden sein, denn er hat sein i#s Vordaden nichr durchgeführt und sich ohne Beute entfernt. s Iu Vertann einer Streites verleht Am Freizag gegen 11.30 Uhr wurde der Arbeiter Franz G. in Verlaufe eines Streites auf dem Hol#es Hauses in der Caitroper Straße von den Gedrudern L. durch Faustichlage bzw durch einen Schlag mit einem Hammer leicht verlegt. Gegen die Tater in Angeige erstattet worden. * Beim Codendiedstahl ertagpt. Am Freitag gegen 19 Uhr wurden im Geschäft Epa zwei Frauen deodachtet, die von einem Auslagenniich erne#e kleine Godenftände an sich nahmen und dazuhlt der Berrüger sofort an voraus eder mn einem Mu verscchwinden wollten. Sie wurden geneut und der gesällotereches. Den Scheckderrag schreite u peige üdergeden. Be den bei ihnen vorge muer döder ans, als der zu#ndiende Betrag lauzet Leidesoisitanonen wurde aucd noch ein Paar DamenAu dieie Weite erdält er dann Boreld zuruck Ver. strümpfe gefunden die sie vorder im Geschaft Ein geschiedentlich werden von dem Verruger auch hand= stohlen danen. Bei den Feitgenommenen handelt es beaufmagt, dauliche Veränderungen an den sich um zwei Frauen aus Recklinghausen gem ereren Räuen vorn eomen. Die Ko= u Dos geradrliche Jeverspiel. Samstag nachmittag kam das 5jährige Töchterden Else der Ebeleute S aus der Rottbruchstraße den Fiammen eines Feuers, das ältere Kinder aus dürrem Laud auf einem Gamengelände angezündet datten zu nade, so daß leine Kleider m Brand gereten. Als Nachbarn iqzueilten hatte das arme Kind bereits##were Brandverlegungen an Armen, Oberkörper und Kopf devongetrogen, die seine sofortigUeberführung ms Krankenhaus entwendig machten. 9 Jaiommenftoß zwtichen Motorrad und Radjahrer. Zu einem schweren Zusammenstoß zwischen dem dden dierfür bezahlt er edenkalls im Slscheen Schecks. Auch in diesen Fällen stellt er den Scheck höder aus als der zu zahiende Berrag lauzet. un von den von n Beautrragtn Bargeld zu langen ** 9 Die Uedernadme eines Schiedsrichteramts oder einer Gukantertareakent soll unt dann ge##eam gi werden Wenn ein oientliches Interese an der des Beamten beseht oder andere geeignete Bero#en nuct zur Berjügung seden Bereits erteilte Geuchmi ind ta######e Wird die Genehmiznss widerrufen, so kann den Beamten eine angemessene S#in zur Lötung eingegangene vertraglichet Verpflichm##sen dewillig werden Jahrestöhtbeträge und fesgeient für Julagen und Veranturgen die ausnahmsweise auf Grund des Haushaltsrechts zur Berjügung gestellt werden. Ferner destimmt, welche Berräge einem Seamten als Paucalaufwandsentschädigung belassen werden können, wenn Im eine auf Bor 3.a, ober an Beranld##uns seinet vorzesenzten Dienirstelle übernommene Redentätigkeit im Vorstand oder Anfüchtsrat einer auf Erwerd gerichteten Seiellschaft oder Gen enschaft eine Vergutung gewähr: ##i#. Soweit dem Beamten Vergütungen zufliehen, die ihm hiernach nicht belassen werden konnen, und sie an die Xasse der vorgesegten Behorde abzufuhren. ** 2 Gedenket der Kriegerwitwen! Vergeßt es nie daß die kriegerwitwe des Allerdeste fürs Vaterland dahingab, sie brachte das größte Opfer. Bringe auch du ein kleines Opfer und heife uns den Kriegsopfer= und Irontsoldatentag am 16.17. September verschonern. Jede Art Spenden nimmt die AS-Kriegsopferversorgung Herne, Schalstraße 23, Ruf: 50624 oder 51261, Sparkassenkonto Nr 2596 dankbar entgegen. 2 1 Bahnhefstraße im Zeichen des bevorstehenden Kelenialtages. Am nächsten Samstag und Sonntag finder unter dem Prorektorat des Oberbürgermeisters die große Jubelfeier des Vereins eyem Kolonialkrieger und Kolonialdeutschen statt. die mit einem Kolonialkriegerappell und einer Gautagung für Rheinland und Westfalen verbunden sein wird. Das Festprogramm sieht auch einen Propagandaumzug gegen die Kolonialschuldluge vor. Vorzügliche Kenner der kolonialen Verhältnisse, wie Oberstleutnant von Boemchen, Berlin, und Major Tafel, der Adjutant von Lettow=Vordecks sind als Redner gewonnen. Um die Aufmerksamkeit der Herner Bevölkerung nachdrücklich auf das bevorstehende Fest hinzulenken und für eine starke Teilnahme zu werden, haben sich mehrere Geschafte auf der Bahnhofstraße in den Dienst des kolonialen Gedankens gestellt. Im Schausenster der Fa. Stakemann sieht man auf erhöhtem Podest eine kunstvoll gearbeitete Fahnenschleife, die dem Jubelverein auf seinem Fest überreicht werden soll. Mit einer am Samstag nachmittag noch großzugiger gestalteten Schaufensterauslage lockt die Fa. Sinn an der Ecke der Behrensstraße ständig Scharen von Zuschauern an. Prachtvoll sind die Jagdtrophaen und kunstvollen Erzeugnisse der Eingevorenenbevölkerung, die hier ausgestellt sind. Vom prachtigen Paradiesvogel und von der zierlichen „werggazelle bis zum Leopard, Büffel, Nashorn und wuchtigen Elefantenfuß ist die Tierwelt der Tropen verwreten. Flankiert von Palmen bietet sich die Ehrentafel der im Weltkrieg und im Beruf gekallenen Mitglieder des Vereins. Sie soll von dem ehem. Tropenmissionar Pfarrvikar Kersting aus Schmechten, der in perne noch aus seiner Baukauer Likarzeit her gut bekannt ist, geweiht werden. Dem Ausstellungsraum von Sinn gegeüber hat 6n die Fa. Ernst Muhlensienen dem Kolonial= 2ebanken Raum gegeben. Kolonialfarden, Palmen, Tadokballen und Tabakerzeugnisse bilden die Umgebung für eine Reihe schönster Stücke aus den Kolorien. Man sieht ein kleines und doch schon 20 Jahre altes ausgestopftes Krokodil. den Stoßzahn eines Elefansenbullens, einen Flußpferdfuß, zum Aschenbecher umgearbeitet, Speere, Bogen, Pfeile, geschnitzte Becher und Schnupftabakbehälter sowie sehr schöne geschmigte Pseisen, ferner kleine Gotzen und lange Dornen aus Sudwestafrika. Noch ein weiteres Geschäft an der Bahnhofstraße bannt die Blicke der Vorübergehenden auf eine koloniale Ausstelluna. Die*= Niehage hat mehrere Schaufenster dafür zur Verfugung gestellt. In dem einen zeigt sie blühende Kaffee= und Kakaopflanzen und einen Schoner, der ein Rohkaffeemeer durchzieht, ferner Reis aus verschiedensten Ländern sowie sontige„Kolonialwaren“. Eine Inschris„Ohne Kolonien keine Arbeit und kein Brot" weist deutlich auf den Sinn der Kolonialpropaganda hin. Ein zweites Fenter zeigt eine Teestube und ein drittes sehr hübsche Erinnerungsstücke aus den Kolonien. Genannt seien wertvolle Bastflechtarbeiten, Geweihe, eine Dose aus Stachelschweinborsten und eine herrliche Eingeborenenschnitzerei aus Elfenbein, eine Elefantenherde darFür den Nahoerkehr im Industriegediet, den jetzizen„Ruhrschnellverkehr", werden wie die erfahrt Iina Triebwagen Verwendung grin de den Schranen at erertt bruch den desonderen Zwecken wirksamer angepaßt sein wer: den. Diese Fahrzeuge sassen erwa 200 Personen, sind mit 410 PS=Naybach=Diesel=Mooren ausger###er und fahren eine durch#chnittliche Geschwindigkeit von 150 Kilometer in der Stunde. Leider wird bei den kurzen gekrümmten Strecken nur eine zatsächliche Geschwind. gkeis von 120 Kilometer auswerden können. Drei dieser neuen Trieb= wagen, die Anfang Oktoder in den Ruhrschnell des Flözes Ernestine auf der Schachtanloge Constan Rechtsanwal Kovoenberg hat sein Siadtverordnetmandet nieder gelege. * Ein degrüßenswertes Vorhaben plant die Verwaltung der Straßenbahn Herne Motorradfahrer Friedrich — Castrop. Wie wir erfahren, soll mu dem In— kraitmeten des Winzerjahrplanes am 1. Oktoder 1933 ei Spätwagen eingelegt werden. Bekanntlich fährt augendlicklich der legte Wagen um 23.50 Uhr vom Hauptdabndof und zwar nur dis zum Amtshaus Sodingen, während der neueinzulegende Spätwagen 5 Scunde später und dis zum Kasino Teutoburgia durchjahren soll. Das Fehlen eines Spätwagens wird von den Bewohnern der öftlichen Vororte sehr bedauert, und es wird allgemein degrüßt, wenn die Verwaltung ihr Vorhaden in die Tat umsent * Betriebsstörung. In der Nacht zum Samstag waren in dem Streb aus Bochum und dem Maurer Franz R aus dem Grenzweg kam es Samstag vormttag auf der Flottmannstraße. Der Radfahrer weicher plöglich hinter einem Lieferauto der vorkam, stieß gegen die Maschine des L. da diese dur 4#Bremsen ins Schleudern geraten war. Während der Radfahrer mit leichter Verlegung heimgeschafft werden konnte mußte der erheblich verlegte Motorradfahrer, der einen doppelten Armbruch davongetragen hatte, dem Krankendaus zugeführt werden. * Beim hausputz abgestürzt. Eine Frau D. aus der Strünkeder Straße wor am Samstag auf idrer Pugstelle bei einem Geschäftemann an der Bahnhofstraße mit dem Reinigen vor erlitt eine Armbruch Beim Spiel verletzt. Beim Fußdallspiel wurde genern vormittag der n 45 ams dem 6. s-her Gesme Kon bereinschra. Ferisern sowie mu dem Aufhängen von Stores de 45 aus dem hangenden Stemnmassen hereingebre= schäftigt, als plöglich die Leiter, auf der sie stand chen, io daß die Revierdelegschaft erst ennige Stunden runchte. Die Frau ftürze herab und deter Tredwagen auf 40 erhöht werden. Die Tried a gaerschigt. 1 Sie wurche“ wagenführer erhielten dereits mn Friedrichshafen. wo“ Jeherschicht. lSie wurde ms Krankenhaus geschafft. die Triebwagen gebaut werden, eine Spezialaus:] Wegen Mangels an Absatz muß am heutigen Toge 2 billdung. Außer Friedrichsdasen dauen jetzt auch die Belegschaft der Zeche Constantin 45 feiern. * Blutige Eiserfachtstrogödie. Jugendliche Heinz W. aus der Landwehr auf einem Samstag abend gegen 21 Uhr 20 Minuten ereig denachbarten Wiesengelände von zwei Gegenspielern nete sich auf der Altenhöfener Straße eine dlutige Eisersuchtstragödie, wobei der Arbeiter Friedrich# aus der Altenhösener Straße durch einen Kopfschuß niedergestreckt wurde und mit erheblichen Verlezungen dem Krankenhause zugeführt werden mußte. Als er seine Liebste besuchen wollte, stieß er auf zwei edemalige Liedhaber. Es entwickelte sich ein Wortwechsel und dann ein erditterter Kampf. in dessen Verlauf K verkehr eingestellt werden, sollen schon in den nächtten 14 Tagen geliefert werden. Alsdann folgen roich zwölf weiiere und in kurzer Zeit soll die Gesamtzahl Augsburg=Nürnberg und Krupp an diesen neuen Triebwagen. Die erste Triedwagenbehandlungsstelle ist bereits im Betriebsbahnhof Dormunderfeld eingerichtet worden, doch können hier döchttens 5—6 Triebwagen betreut werden. Deshalb wird die Reichsbahn unerzüglich an die Errichtung weiterer derartiger Stellen herangehen. Wo sie errichtet werden, steht noch nicht fest. Mut der Einstellung der Triebwagen in den Ruhrschnellverkehr bietet sich die Möglichkeit, diesen noch erhedlich weiter auszudauen. Projekriert den Schuß erhielt. Das Ueberfallkommando eilte zur ist die Durchführung des Ruhrschnellverkehrs nach Stelle und nahm die Täter fest. ten bis Hamm und gegebenenfalls nach der anderen Seite über Duisburg hinaus bis vielleicht Düsseldorf oder Köln, doch liegt dies bereits n einem anderen Direktionsbezirk. Dagegen haben * Versuchter Einbruch in der Bonisatinskirche. Am 30. August, gegen 10.30 Uhr versuchte ein bisher undekannter Täter in der Vonisatiuskirche in HerDeutscher Marschabend Blankendurg eis Gastdirigent— 2 Uroufführungen. überrannt. Er erlitt einen Schlüsselbeinbruch und sonstige Verletzungen. Ein Autofahrer schaffte ihn inKrankendaue = Beim Besteigen der Straßendadn glitt der Arbeiter Wilhelm G. aus der Stammstraße aus und kam schwer zu Fall. Er erlitt einen Armbruch und fand Aufnahme im Krankenhaus. * Sturz vom Motorradsozins. Als gestern nachmittag ein hiesiger Kaufmannsgehilfe mit seiner Verlobten, einem Fräulein Erna B. aus der Herner Straße, eine Motorradfahrt nach Halwrn unternehmen wollte, wurde er plößlich durch ein überholendes Auto an der Metzmannstraße so stark zum Ausweichen gezwungen, daß er gegen den Bordtein fuhr. Beide stürzten schwer. Während aber der Fahrer mit leichteren Schürfwunden und beschädigten Kleidern davonkam, erlitt die Soziusfahrerin Frl. B. schwere Verletungen an Kopf. Unterleib und Beinen. so daß sie nach Erhalt von Notverdanden dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Unsere Zeit hat den Marsch wieder in verstärktem capo verlangt. Von neuem wurde das Trio geboten Maße in den Vordergrund des Interesses gerückt, jene Es folgte Blankendurgs schon mehr bekannter Marsch Art der Komposition, die dem Tanz verwandt, zur Re=— ein Regiment", der gleichfalls sehr gefiel. gelung der Bewegung einer größeren Menschenmenge Den Abschluß bildete ein Potpourri„Deutsche chon im Altertum bei festlichen Aufzügen diente, spä= Marschverlen, von Blankenburg zusammengeter in veredelter Form in der griechischen Tragödie stellt. Im Vortrag desselben zeigten sich bei den (singend im Einklang!) Verwendung fand. Wenn man Uebergängen verschiedentlich Unebenheiten.„Der die Weiterentwicklung des Marsches in die Zeit des Adler von Lille", Marsch des Gastdirigenten 30jährigen Krieges verlegt, so läßt sich das anzweiseln,(dem Andenken unseres Fliegerhelden Immelmann gedenn bereits vor ihm find, bei festlichen Eingängen von widmet), fand wie im vorigen Jahre begeisterte AufFürsten beispielsweise, an Instrumenten zur Taktmar= nahme. Sehr wirkungsvoll ist bei diesem Marsch die gegangen:„Nachs 32 der Beitreibuna=erinnerung kierung Trommeln, Pauken. Trompeten und Schwei= Verwendung eines Teiles der„Wacht am Rhein". Juni 1923 kann das Reich gegen Geldforderung zerpfeifen nachzuweisen, die Landstnechttrommel se= Themen bekannter Lieder zu verardeiten, ist übrigens hen wir in diesem Sinn heute wieder bei der Jugend bei den Marschkomponisten sehr beliebt. In sauder öfter in unterem Straßenbild!) Mit der Entwicklung ster Durcharbeitung hörte man weiter Rossinis bedes Soldatenliedes und der des Instrumentenbaues kannte Ouvertüre zu„Wilhelm Tell“. Besondere fortschreuend, entwickelt der Marsch sich mehr und Anerkennung sei hier den Holzblasern für ihr sorgjamehr zur Harmoniekomposition, die zunächst zwei 8 mes Musizieren im breitangelegten Idyll am Anfang bis 16taktige Teile in Wiederholungen(wie die älteren der Ouvertüre gezollt. Der gesamte Klangkörper setzte auch die sehr lebhaften Partien in plastisch thematischer Art klar hin. Der starke Beifall war durchaus am Platze. Diese Wiedergabe war vorzüglich! Auf der Vortragsfolge stand nach der Ouvertüre der Marsch „Gruß an Herne“, den Blankenburg dem Ortsverein ehem. Militarmusiker Herne gewidmet hat. Ueber seinen musikalischen Aufvau etwas zu sagen, erübrigt sich bei des Komponisten Meisterschaft auf diesem Gebiete. Freudig vom Publikum ausgenommen Steueranrechnun auf Zur Klärung der Frage, ob und wieweit bei der Bedarfsdeckungsscheinen an Stelle der Ban einlösung Anrechnungen auf lausende oder rückständige Steuerbeträge deabsichtigt in, hatte der Deutsche Handwerks= und Gewerbekammertag sich an das Reichsfinanzministerium gewandt und diesem gleichzeitig seine Bedenken gegen eine solche Regelung vorgetragen. Darauf ist vom Reichsfinanzministerium folgender Bescheid einvom 23 otberungen, die es zu begleichen hat, mit fälligen Geldausprüchen aufrechnen, die ihm auf Grund der Steuergesetze zustehen Die Finanzämter sind jedoch angewiesen, bei der Ein lösung von Bedarfsdeckungsscheinen Härten, die sich durch die Aufrechnung des vollen Einlösungsbetrages ergeben konnen, tunlichst zu vermeiden" Tanzformen!) erhält, jedoch später weiter ausgebaut wrd. Es bildet sich für den Aufbau allmählich eine bestimmte Nocm heraus, die eine gewisse Zahl von Takten für Einleitung, Hauptteil und Trio fordert. Auf melod ibse Durcharbeitung des Trios legen die Marichkomonten ganz besonderen Wert. Es muß sich dem Ohr beim ersten Anhören eines Marsches sofort ein pragen. Ist das der Fall, so wird ein Marsch schnell Allgemeinaut. Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen. Der Deutsche Handwerks= und Gewerbekammerton hatte den Reichsfinanzminister um die weitere Klärung von Zweifelsfragen hinsichtlich der Steuerreiheit er Ersatzbeschaffungen gebeten Vom Reichsfinanzministerium wurde darauf u. a. erwidert:„Die Anschaffung eines Autos durch einen Handwerksmeister, der bisher ein Fahrrad benunte die Anschaffung eines Lieferwagens durch einen die Einen Meister der Marschkompasition der fast 1050 trug der Ortsverein einen kleinen Teil seines Dankes Handwerksmeister, der bisher einen Handkarten deArbeiten auf diesem Gebiet schuf, hatte das Reichs= für die Ehrung durch Ueberreichung eines Blumenan= nurte. fallt, vordedaltlich der Entscheidung durch die bundorchester ehem. Militärmusiker für den Deutschen angebindes an Blankenburg ab, das ein kleiner Ma=77257/2#½#, 119“ unter den Begriff der ErMarschobend am Freitag bei Strickmann m Blan= trose ausführte. Straff im Rhythmus und prachwvollne Gafttngen, da er. na in gleg diesen Fällen kenburg, der uns aus dem Vorjahr bekannt ist markig in der Melodieführung erklang nunmehr nach Arbeiten verrichtet werden sollen die krr.. Auf lebhafteste vom Publikum begrüßt, dirigierte er einer Einlage Blankenburgs Marsch„S. A. rück! Menschen verrichtet worden sind zunächst seinen Marsch„Unter dem Freiheits= an stern“, bei dem wir u. a. von neuem das prachtvolle Danach betrat der jugendliche Herner Komponist Melos im Trio und die mustergültige Direktionsart Heinz Adomeit, der schon an anderen Orten Blankenburgs bewundern konnten. Wenn die Ouver= Erfolge mit seinen Arbeiten hatte, Einen guten Ueberdlich über die Herdstmode e. wern konnten. Wenn die Ouver=..— seinen— hatte, das Podium, um gol die erste September=Ausgabe des Althoff-Magazins. türe zur Oper„Das Glöcklein des Eremiten“ als zweite Uraufführung des Abends seinen Iu Gegensatz zu früheren Jahren begt das Hauptgewicht von Maillart in ihrem musikalischen Gehalt nicht ganz Marsch„Braune Kameraden“ herauszubrin= dieder auf der schönen Form und der ausgezeichneten Vergen. Wir stellten in der Kompositionstechnik Adomeits erdeitung. Für den Tag nach wie vor einfach und leicht wiederum erfreuliche Fortschritte fest. Die Mittel-svorstich, dat die Mode für den Adend einen durchaus daganz ausgeschöpft wurde, so mag das daran liegen, daß derartige Werke intensivere Proben verlangen als die durchsichtiger angelegten Märsche. Zudem sind sie für einen Klangkörper mit Bläsern und Streichern gedacht so daß ihr musikalischer Charakter troßz der Verwandtschaft bestimmter Blas= und Streichinstrumente verwischt wird, wenn nur Blaser sie spielen. Bei einem Walzer wie„Mein Traum“ von Waldteusel ist dieses Moment nicht so schwer ins Gewicht fallend Das stellte unser Gastdirigent dadurch unter Beweis stimmen sind melodiös gutgeführt. Wirksam ist Straffheit mit Melodie gepaart. Sehr gut nimmt sich im Trio die thematische Verwendung von„Es braust ein Ruf“ und vom Horst=Wessel=Lied vor schmetternden Trompetenfanfaren aus. Dieses Moment kann den Marsch populär machen. Vielleicht findet sich ein Verleger, der dazu beitragen hilft. Adomeit hat diese mit mer beweis. Begeisterung auch nach der Wiederholung aufgenomdaß er ihn in allen Teilen(auch denen im Forte) gut mene Arbeit dem Standartenführer Rumpf der abdämpfte. So wirkte der Walzer recht sympathisch Zündend kam der Marsch„Fürs liebe Vater land= von Blankenburg. Der Musikkenner fand be sonders Genuß daran, des Autors Kompositionstechnik (in dem Umspielen der Melodieführung durch straff punktierte Notenwerke in den Oberstimmen u. a.) zu verfolgen. Ein Marsch comme il faut! Er wurde da neuen Standarte C Herne gewidmet, die ihn hoffentich oft erklingen lassen wird. Mit dem bekannten Potpourri„Deutschlands Erinnerung von 1870/71“, das Herr Kaiser dirigierte, fand das Konzert, dessen Ertrag für das Herner Ehrenma! bestimmt ist, einen Abschluß. mendaften und betont weidlichen Charakter, der vor allem durch dekorierte Schalter- und Aermelpartien, knappe Taillen und in sich garnierte Röcke hervorgeboden wird. Auch üder die hübschen, abwechslungsreichen Garnituren und Modewaren, mit denen sich alte Kleider so schnell und wirkungsvoll modernisteren lassen, wird eine umfassende Uedersicht gegeben. Ferner bringt das Heft unter dem Ti. tel„Besuch im Joo“ eine Reihe sehr wirkungsvoller Tieraufnahmen. Interessant ist auch ein Bilderaufsatz„Kleider derühmter Frauen“, in dem u. a. ein Ballkleid der Kaiserin Elisadetd von Oesterreich wiedergegeben wird, das wodl das schönste Kleid war, das je eine Frau trug. Eine eindruchsvoll illustrierte Novelle von Alexander von Sacher=Masoch „Eon alde Baurentrud“ sowie eine Fülle von praktischen Winken für die Hausfrau, Humor, Rätsel und die reichdalnge Kinderecke vervollständigen den Indalt des Heftes DUX-Schlenkhoff, Friedrichstr. 2 Fernsprecher 50637 bvirht sich un die Ueterung ihres Jetartes ****** □ P* Nontag, Beilage zum Herner Anzeiger den 4. Septbr. 1933 Strengste Durchführung des Amateurismus 3.Teil der neuen D3B=Spielordnung Der Mannschaftsführer begleicht die Auslagen der Spieler 7 Für sonstige Bedürfnisse 2 bis 3 Mark täglich Der Führer des Deutschen Fußball=Bundes. Felix Linnemann, hat in Gemeinschaft mit Bundesgeschäftsführer Dr. Tandry jetzt den zweiten Teil der neuen Spielordnung erlassen, der wie folgt lautet: 1. In den Mannschaften der Bundes=Vereine und in den Mannschaften, die sich an den Meisterschafts= und Pokalspielen des DFB. beteiligen, werden nur solche Spieler aufgestellt werden, die den Sport aus ideellen Gründen und ohne Gewinnabsicht betreiben(Amateure). 2. Ein Spieler, der aus der Teilnahme am Sport einen Gewinn an Geld oder Geldeswert zieht, oder sich zur Teilnahme versprechen läßt, wird bestraft und kann zum Berufsspieler erklärt werden. Eine gleiche Strafe trifft denjenigen, der einem Spieler einen solchen Gewinn anbietet oder gewährt. 3. Die Erklärung zum Berufsspieler kann durch den Deutschen Fußballbund oder durch den Spieler selbst abgegeben werden. 4. Der Bundesführer kann auf Antrag einem Berufspieler nach einer Wartezeit die Amateur=Eigenschaft wieder zuerkennen. 5. Gegen Mannschaften, die sich ganz oder zum Teil aus Berufsspielern zusammensetzen, darf nur mit Genehmigung des Bundesführers gespielt werden. 6. Die Veranstaltung bzw. Duldung von Wetten bei Fußballspielen ist verboten. 7. Es ist verboten, für die Vermittlung des Abschlusses von Wettspielen eine Entschädigung zu fordern oder zu gewähren. 8. Bei Spielen am Ort kann den Spielern der Ersatz der tatsächlich entstandenen Fahrtkosten, bei Ausfall der Familienbeköstigung ein einfaches Essen gewährt werden. 9. Bei Spielen außerhalb des Wohnortes darf den Spielern Unterkunft, Verpflegung und freie Reise gewährt werden. Diese Auslagen sind vom Mannschaftsführer für die Mannschaft zu begleichen.— Es ist ausdrücklich verboten, den an einer gemeinsamen Reise teilnehmenden Spielern Geld zur Begleichung dieser Auslagen zu geben. Nur für persönliche Bedürfnisse darf den Spielern ein geringer Betrag ausgehändigt werden. (Bei Spielen in Deutschland bis 2 RM., bei Spielen im Ausland bis 3 RM. je Tag.) 10. Kann ein Spieler aus triftigen Gründen an einer Gemeinschaftsreise der Mannschaft nicht teilnehmen, so kann ihm eine Verpflegungsentschädigung im Höchstsatz von 12 RM. pro Tag bzw. 6 RM. für den halben Tag und eine Unterkunftsentschädigung im Höchstsatz von RM. gewahrt werden. 11. Der Ersatz für Lohnausfall kann nur in außergewöhnlichen Fällen mit Genehmigung des Bundesführers gewährt werden. 12. Es ist verboten, Mitglieder eines Bundesvereins durch Geschenke oder Versprechungen zum Uebertritt in einen anderen Verein zu bewegen. Auch der Versuch ist strengstens zu bestrafen. Die Vereine sind für die Verstöße ihrer Mitglieder gegen diese Bestimmung haftbar. — Ist anzunehmen, daß ein Verein bzw. Mitglieder oder Gönner des Vereins ein Mitglied eines anderen Vereins gezogen haben, so kann der Verein an Stelle oder neben anderer Bestrafung zeitweise aus dem Spielverkehr ausgeschaltet werden. 13. Es ist Recht und Pflicht der Vereine, ihren Mitgliedern bei der Arbeitsbeschaffung behilflich zu sein, doch dürfen sich diese Bemühungen nicht nur auf die Mitglieder der oberen Mannschaften erstrecken. 14. Arbeitsbeschaffung für Mitglieder anderer Vereine darf nur mit vorheriger Genehmigung des Bundesführers erfolgen. 15. Angestellte eines Vereins dürfen an Meisterschafts= und Pokalspielen der beiden obersten Mannschaften des Vereins nicht teilnehmen. 16. Sportlehrer, die vom DFB. anerkannt sind, dürfen an Meisterschafts= und Pokalspielen des Vereins, bei denen sie tätig sind, nicht teilnehmen.— Sportlehrer, die vom DFB. nicht anerkannt sind, dürfen auch an den Gesellschaftsspielen nicht teilnehmen. 17. Jeder Vertragsabschluß mit einem Vereinsangestellten ist dem DFB. zu melden, jeder Vertrag mit einem Sportlehrer dem DFB. vor dem Abschluß zur Genehmigung vorzulegen.— Streitigkeiten aus dem Sportlehrer=Vertrag sind dem DFB. zur Entscheidung zu unterbreiten. 18. Uebt ein Vereinsangestellter oder ein Vereinssportlehrer seine Tätigkeit bei einem Verein aus, so unterliegt er hinsichtlich der Teilnahmeberechtigung für alle Spiele einer Wartefrist, deren Dauer vom Bundesführer festgesetzt wird. 19. Spieler, welche ohne Sportlehrer zu sein, den eigenen oder einen anderen Verein gegen Gewährung irgendwelcher Entschädigung trainieren wollen, dürfen dieses nur mit Genehmigung des Bundesführers tun, dem ein schriftlicher Vertrag vorzulegen ist. gez. Felix Linnemann. gez. Dr. Tandry. Schalke und Höntrop erwartete Sieger Auch herten, Münster und Hagen siegreich 7 Gelsenkirchens Mannschaften dürften sich durchsetzen Schalke 04— Germania Bochum 5:0 Die Schalker ersetzten in ihrer Mannschaft den Rechtsaußen; der neue Mann befriedigte. Die Germanen eröffnen das Spiel, verteilen gleich ihre Kräfte gemäß der erhaltenen Instruktion und auch ihrer Eigenart gemäß. Drei Verteidiger und vier Läufer, um ein weites Feld offen zu machen. Schalke wird sofort angriffslustig. Aber nicht krampfhaft werden die Angriffe eingeleitet. Bald muß der Gast schon die Notbremse vor dem Tor ziehen. Die erzielte Ecke bringt den Schalkern nichts ein. Auch der Halblinke von Schalke muß nach einem guten Dribbling sich als erledigt bekennen Die Germanen spielen in ihrer eigenen Hälfte, verkrümeln das Spielvermögen dadurch, jagen, um wieder hinten Luft zu erzielen, den Ball in die entvölkerte Gegend. Und gleich walzt der neue Schalker Angriff heran, verwickelt sich mit den Abwehrkräften der Germanen im Kampf, zieht den Kürzeren. Das veranlaßt die Schalker, die Taktik zu ändern. Der Germanen=Tormann hat gerade etwas nachlässig den Ball wieder ins Spiel gestoßen, als dieser von dem Schalker Halbrechten ausgenommen wird, der gibt weiter an den Halblinken zur weiteren Entwicklung des Angriffs. Dieser aber zieht urplötzlich den Schlußstrich. Aus 30 Meter Entfernung schießt er den Ball haarscharf in die rechte Ecke. Der Torwart der Germanen schwamm zwar, die Arme blieben aber zu kurz. Die Germanen sind keineswegs enttäuscht. Sie trudeln mit dem Ball wieder ab, der Mittelstürmer hat sich freigespielt, statt abzugeben, behält er den Ball am Fuß, er wird ohne Erbarmen von dem linken Verbeidiger Schalkes abgesägt. Die Schalker engen die Germanen immer mehr ein. Der Schalker Halbrechte verschreibt dem Germanen=Torwart eine harte Pille, die dieser aber tapfer schluckt. Das Spiel hat dann zehn Minuten lang keine strenge Note. Die Schalker wiegen aber die Germanen=Abwehr nicht in Sicherheit. Weit gefährlicher ist schon die Sachlage, als der Schalker Halbrechte mit dem Ball an der Außenlinie der Torseite Luft hat, der legt den Ball zurück zum Halblinken, der Gästetorwart dreht sich und schwimmt, es nützt nichts, der Ball liegt zum zweiten Tor fertig im Netz. Bis zur Halbzeit ist außer dem Murren der Zuschauer nichts Besonderes mehr zu vermerken. Nach dem Wiederanstoß ändert sich bei den Germanen nichts. Die Schalker machen auch keine strenge Miene vorerst, die Germanen werden nicklich, weil die Schalker sie foppen und sie laufen lassen. Einige Strafstöße für Schalke fruchten nicht. Die Scholker warten ihre Zeit ab. Von links und rechts werden Bälle herangetragen, die aber nicht viel einbringen. Bis dann der viel gelästerte Schalker Mittelstürmer den Ball aufnimmt, die Abwehr und sogar den herausgelaufenen Tormann der Germanen umspielt und den Ball mit heiligem Zorn in die linke Torecke jagt. Die Schalker spielen jetzt wieder, die Germanen laufen, kommen aber kaum im Mittelfelde an den Ball. Der sonst gefürchtete Rechtsaußen der Germanen verkaut still seinen Aerger, auch er kann nichts reißen. Dazu ist alles zu zerhackt, verkrampft und unberechnet. Schalke hat einen Eckstoß auszuführen, den der Schalker Halbrechte aufs Tor köpft. Der Ball prallt am Torwart ab, liegt dem Schalker Mittelstürmer vor dem Fuß. der auch fix genug bei der Hand war, den Ball zum vierten Tore einzuschießen. Die Germanen spielen immer zerfahrener. verschulden auch noch einen Elfmeterball, den der Schalker Halblinke. ehne mit der Wimper zu zucken, einschießt. Damit ist Schalkes Ehrgeiz gestillt, man läßt die Germanen laufen, läßt sie kaum noch über die Mitte hinauskommen. Die Germanen sind wieder einmal belehrt, daß Schalke 04s Mannschaft immer noch eine Mannschaft ist, die immer noch das Feld zu bestellen hat. Dagegen mußte der Gast einsehen, daß sein Spielvermögen nicht über die Bezirksklasse hinausragt. Nur der Torwart und der linke Verteidiger Germanias befriedigten, alle anderen leisteten nichts. Allerdings waren die Gäste eifrig, aber sonst müssen sie schon mit anderen Leistungen aufwarten, wenn sie bestehen wollen. Die Schalker spielten ihr ausgefeiltes Spiel. In der Elf war kein schwacher Punkt, das Zusammenspiel war wie immer ausgefeilt, taktisch richtig. Jeder Mann war zu jeder Zeit arbeitsbereit. Man ergänzte sich bis in die kleinste Einzelheit. Arminia Bieleseld— 58 Höntrop 3:4 Die Bielefelder Arminen hatten zum ersten Punktetreffen den Gruppensieger aus dem früheren Ruhrbezirk zu Gast und mußten sich nach ziemlich gleichwertigem Kampfe auf eigenem Platze knapp mit 3:4 geschlagen bekennen. Beide Mannschaften enttäuschten und zeigten nicht die erwarteten Leistungen. Namentlich von den Höntropern hatte man ein besseres Spiel erwartet. Lediglich das größere Kampfmoment entschied das Treffen zugunsten der Gäste. Nach verteiltem Spiel kommt Arminia in der 25. Minute zu einem Handelfer, den der Halblinke unhaltbar für Steins verwandelt. Höntrop setzt jetzt Dampf auf und spielt klar überlegen. In der 35. Minute fällt der Ausgleich, als der rechte Verteidiger von Bielefeld einen groden Schnitzer begeht, den Höntrops Halblinker geschickt auszunutzen weiß. Höntrop hat weiterhin erhebliche Vorteile und in der 41. Minute erzwingen sie die verdiente Führung. Ein scharfer Schuß des Höntroper Halblinken ist vom Bielefelder Hüter nicht mehr zu erreichen. Kurz danach hat Höntrops Mittelstürmer abermals wieder eine große Chance, die er aber im Uebereifer nicht ausnutzt. Nach der Pause stellt Bielefeld die Mannschaft wiederholt um, mit dem Erfolg, daß der Zusammenhang jetzt fast vollends verloren geht. Höntrop hat in der ersten halben Stunde klare Vorteile, aber immer wieder kann Bielefelds aufmerksame Hintermannschaft die Gefahr bannen. In der 10. Minute erhöht Höntrops schußkräftiger Halblinke auf 3:1 und in der 25. Minute schießt der Halbrechte bereits das 4. Tor für die Gäste. Arminia gibt sich aber nicht geschlagen und kämpft unentwegt. In der 30. Minute kann der Halbrechte eine schöne Vorlage des Halblinken zum 2. Treffer für Bielefeld einsenden. Die Bielefelder kämpfen jetzt mit einem Feuereifer und einen Schnitzer des Höntroper Hüters kann Bielefelds Halblinker zum dritten Treffer auswerten. Die letzte Viertelstunde sieht aber wieder Höntrop im Vorteil. Bielefelds Eifer erlahmt, zum Ausgleich will es nicht mehr reichen und auch Höntrop muß sich mit dem 4:3 zufrieden geben. Und die übrigen im Gau Viktoria Recklinghausen— Hagen 05 11 0:2 Preußen Münster— S. u. S. Hüsten 09 1:0 Sportireunde 35 Dortmund— S. Ba. Herten 1:4 Die neuen Handballbestimmungen Die beiden ersten Vereine steigen auf, die beiden letzten steigen ab Der Deutsche Leichtathletik= und Handball=Verband erläßt folgende amtliche Bekanntmachung: 1. Für die Durchführung des Handballspielbetriebes in der DSB ist sie in Gaue, Bezirke und Kreise gegliedert. 2. Der gesamte Handballspielverkehr baut sich von unten nach oben pyramidenförmig auf. Die oberste Klasse ist die in jedem Gau an der Spitze stehende Gauliga, in der Regel bestehend aus 10 Vereinen in einer Abteilung. Die Gaumeisterschaft wird in einer Doppelrunde ausgetragen. Die beiden letzten Mannschaften(Vereine) der Gauliga steigen in die Bezirksklasse ab. Die beiden ersten Mannschaften(Vereine) der Bezirksliga rücken ohne weiteres in die Gauliga auf. Jeder Bezirk erhält ein bis zwei Bezirksligen aus je 10 Mannschaften(Vereinen), die in einer Doppelrunde die Bezirksligameisterschaft austragen. Die beiden ersten Mannschaften der Bezirksliga bzw. die beiden Meister(falls zwei Bezirke vorhanden sind) steigen ohne weiteres in die Gauliga auf, die beiden letzten Mannschaften(Vereine) jeder Bezirksliga steigen in die Kreisklassen ab. Sind in einem Gau mehr als zwei Bezirksligen vorhanden, so sind die beiden besten Mannschaften für den Aufstieg durch Ausscheidungsspiele zu ermitteln. Die gleiche Bestimmung gilt für den Aufstieg in die Bezirksliga. In den Kreisen werden je nach Lage der Verhältnisse Kreisligen gebildet, bestehend aus je 10 Mannschaften(Vereinen), die in einer Doppelrunde die Meisterschaft austragen. Bei den Frauen wird im Prinzip die Einstufung der Mannschaften(Vereine) in den Bezirken und Kreisen so geregelt, wie bei den Herrenmannschaften. Nur ist bei den Frauen die höchste Stufe die Bezirksliga, bestehend aus höchstens 8 Mannschaften(Vereinen). Die Meisterschaft wird in einer Doppelrunde ermittelt. Die Bezirksmeister spielen den Gaumeister aus, der dann um die Deutsche Meisterschaft kämpft. Die Zuteilung zur Gau= und Bezirksliga geschieht durch den Führer der DSB bzw. den Spielwart. Die Einteilung der Kreisligen und der weiteren unteren Klassen unterliegt der Genehmigung des Gauführers bzw. Gauspielwartes. Die unteren Mannschaften der Vereine aller Klassen wie auch die Jugendmannschaften werden nur in Kreisklassen in sich zusammengefaßt. Die Leitung dieser Spiele liegt in den Händen der Kreise. Der Auf= und Abstieg ist grundsätzlich so geregelt, daß aus jeder oberen Spielklasse zwei Vereine absteigen und dafür die beiden ersten der unteren Spielklasse alljährlich aufsteigen. 3. Teilnahmeberechtigt an allen Veranstaltungen der DSB sind alle Spieler die einen von der DSB eingeführten einheitlichen Spielerpaß besitzen. Dieser Paß wird erstmalig vom Gau ausgestellt. 4. Die Deutsche Handball=Meisterschaft wird alljährlich einmal von den Gaumeistern(Frauen und Männern) ausgetragen. Ueber die Form der Durchführung entscheidet der Spielwart(Spielausschuß) der DSB in Uebereinstimmung mit dem Führer der DSB. Die Gau meister sind alljährlich bis spätestens 10. April der DSB zu melden. 5. Neben der Deutschen Handball=Meisterschaft trägt die DSB die Spiele um den DSB=Handballpokal aus Teilnahmeberechtigt sind an diesen Spielen die repräsentativen Mannschaften der 16 Gaue der DSB. Diese Spiele werden im Pokalsystem ausgetragen. Die DSB behält sich weiterhin vor, einheitliche Pokalwettkämpfe für alle Vereine ihres Gebietes auszuschreiben. 6. Die Bearbeitung aller„Schiedsrichtexangelegenheiten(Aushildung, Ansetzung usw.) in den Gauen, Bezirken, Kreisen gehört zum Aufgabenbereich des Spielwartes. Der betreffende Spielwart ist berechtigt, zu seiner Unterstützung Mitarbeiter zu bestimmen. 7. Die Finanzierung der DSB und der unteren Verwaltungsstellen wird im ganzen Gebiet von der DSE einheitlich geregelt. a) Jeder Verein oder Abteilung bzw. dessen Mitglieder haben entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu eine unter 2. genannten Spielklasse einen Jahresbeitrag an die DSB zu entrichten, über dessen Gestaltung noch besondere Anweisungen ergehen. b) Jeder Verein. der mit seinen Mannschaften an den Spielen der DSB teilnimmt, hat für jede gemeldete Mannschaft eine Meldegebühr zu entrichten. Diese Meldegebühr beträgt für Jugendmannschaften 1 RM., untere Mannschaften 3 RM., 1. Mannschaften der unteren Kreisklasse 5 RM., 1. Mannschaften der 1. Kreisklasse 10 RM 1. Mannschaften der Bezirksklasse 20 RM., 1. Mannschaften der Gauliga 50 RM c) Von den Bruttoeinnahmen eines jeden KreisBezirks=, Gaumeisterschaft= und Pokalspieles hat der platzstellende Verein 5 Prozent für die DSB an den Gau abzuführen. d) Ueber die Verwendung der Einnahmen aus den Spielen um die Deutsche Handball=Meisterschaft und den Pokalspielen der DSB ergeht eine Sonderregelung. Der gesamte Handballspielverkehr der DSB wird nach den Handballregeln und der Handballordnung der DSB durchgeführt. Die Studentenweltspiele in Turin Alle Deutschen zur Stelle. Turin steht völlig im Zeichen der 5. Studenten=Weltpiele 1933. Alle öffentlichen und privaten Häuser tragen reichen Flaggenschmuck. Auf den Straßen stößt man allenthalben auf Sportsstudenten der verschiedensten Nationen, die in Turin zusammengekommen sind. Im Stadion Mussolini herrscht ein buntes Treiben. Von den Masten wehen die Fahnen der teilnehmenden Nationen— ein schönes und eindrucksvolles Bild. Nun sind alle Vertreter der verschiedenen Staaten in Turin eingetroffen. Nachdem am Sonntagvormittag auch 100 deutschen Studenten, die an den Schlußtagen mit Sondervorführungen aufwarten werden, in Turin angekommen sind, ist die deutsche Mannschaft komplett. Am Sonntagvormittag fand im Rathaus der Stadt Turin ein Empfang aller fremden Vertreter statt. Neben dem faschistischen Parteisekretär Starace sah man auch den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Graf Baillet=Latour(Frankreich) und die Vertreter der verschiedenen faschistischen Organisationen und der italienischen Behörden. Die Begrüßung sprach der Oberbürgermeister der Stadt Turin, der dem Wunsche Ausdruck gab, daß die Kämpfe im Geiste der Ritterlichkeit ausgetragen würden. Exzellenz Lewald und Dr. Diem sind vom Festausschuß und der Stadt Turin eingeladen worden und werden Montag in Turin eintrefsen. Die ersten Schwimmkämpfe Im sehr schönen Schwimmstadion des Stadions Mussolini begannen am Sonntagvormittag die ersten Schwimmkämpfe mit den Vorentscheidungen. Die Deutschen schnitten nicht gut ab. Am besten placierten sich die Ungarn und Italienern, zwischen denen auch das Ende in den meisten Konkurrenzen liegen dürfte. Ueber 400 Meter Kraul schieden die Deutschen Wittig und Diebold in ihren Vorläufen schon aus. Der Deutsche Schweitzer konnte sich als Dritter des dritten Vorlaufes zwar in die Entscheidung bringen, hat ader keine Aussichten auf Sieg. Tübben in der Vorschlußrunde Am Samstag konnte sich der Deutsche Tübben in die Vorschlußrunde des Einzelspiels bringen. Tübben schlug den Tschechen Cernak 4:6, 8:6, 6:1, 4:6, 6:2. RemmertEichner, die am Samstag gegen die Tschechen CernakKrassy in Führung lagen, unterlagen am Sonntag in dem wegen Einbruchs der Dunkelheit abgebrochenen Kampfe 6:4, 6:4, 0:6, 4:6, 3:6. 100 000 jubeln den Deutschen zu Im Stadion Mussolini wurden die Studenten=Weltspiele 1933 am Sonntagnachmittag feierlich eröffnet. Dem Fremden bot sich ein Bild, wie er es sich gigantischer, farbenfreudiger und lebensbejahender nicht denken konnte, und wenn er ein Deutscher war, dann ergriff die Freude über den spontanen Jubel, den die italienischen Zuschauer unseren Landsleuten entgegenbrachten, das Herz. 100 000 waren in diesem herrlichen Stadion Mussolini vor den Toren der Stadt zu finden. Als die Vertreter der 31 teilnehmenden Nationen einmarschierten, setzte sofort ein lauter Applaus ein, der sich beim Erscheinen der Deutschen frenetisch steigerte. Zuerst erschienen die Belaier, dann als einzigster Vertreter Japans ein Fahnenträger. Nach den ganz in Weiß gekleideten Franzosen marschierten die Deutschen unter Führung von Baron Lefort und hinter der schwarz=weiß=roten und der Hakenkreuz=Flagge ins Stadion ein. Das große Kontingent der deutschen Studenten stand sofort im Mittelpunkt des Einmariches. Der Jubel der sich immer mehr steigerte, kannte kaum noch Grenzen, als die Deutschen vor der Ehrentribüne mit erhobener Hand vorbeizogen Spontan erhoben sich die 100 000 und grüßten unsere Landsleute mit dem faschistischen Gruß. In der Ehrenloge sah man den italienischen Unterrichtsminister, den Generalsekretär der faschistischen Partei, Starace, den Präsidenten des IOC. Graf Baillet=Latour und Vizekonsul Dr. Kreutzwald als offiziellen deutschen Regierungsvertreter sowie die Direktoren aller italienischen Universitäten. Als unter Fanfarenklängen die Fahnen und Abordnungen der 26 alten italienischen Universitäten in ihren prächtigen Gewändern vergangener Jahrhunderte einSport=Notizen Der zweitägige Leichtatbletik=Länderkampf zwischen Schweden und Norwegen wurde von Schweden ganz überlegen mit 117:56 Punkten gewonnen. * Auf dem zweiten Kahlenberg=Sportsest in MülheimRuhr konnte Finke von Schalke 96 beim 100=Meter=Lauj mit 10.8 Sekunden und im 200=Meter=Lauf mit 23,1 S“ jeweils dritter Sieger werden. * Bei der Bochum=Wittener Herbstregatta gewann Ruderverein Emscher. Wanne=Eickel, oJung=Gig=Vierer mit 6,15,8 Minuten, und den Herbst=Gie Vierer mit 6,19 Minuten vor Ruderverein Gelsen kirchen mit 6.27,6 Minuten. * Die Deutsche Wasserballmeisterschaft ist vor Hellas Magdeburg zurückerobert worden, da Weißensee, de vorjährige Titelbalter, mit 6:2 geschlagen wurde. * Bei der Austragung der Deutschen Straßen. meisterschaft blieb Arents. Köln. Sieger, der die 210 Kilometer lange Strecke in 5,37,41 Stunden zurücklegte Der Davispokalkampf Schweiz gegen Belgien endete mit einem 3:2=Sieg der Schweizer. Im Kampf um die deutsche Mittelgewichts: meisterschaft konnte Domgörgen seinen Gegner Bölg klar nach Punkten schlagen. * Das Futzballänderspiel Finnland gegen Norwegen fiel mit 1:5 Toren an Norwegen. * Bei den Motorradmeisterschaften von Eurova bei Malmö wurde der Schwede Kalen in der Klasse bis zu 500 ccm. Sieger. Die Meisterschaft bie 350 ccm. gewann der Engländer Stimvson, bis 250 ccm der Engländer Dodson. Der Leichtatbletik=Länderkampf der Frauen Norddeutschland gegen Holland, endete mit einem Sieg der Norddeutschen von 51,5:47,5 Punkten. * Im ersten Entscheidungsspiel um den Mitrova: Pokal siegte Ambrosiana Mailand über Austria Wien mit 2:1. In Berlin wurde am Sonntag der Deutsch Wassersportverband gegründet, dem der Deutsche Ruderverband, der Deutsche Kanuverband. der DeutschSeglerverband und der Deutsche Motor=Jacht=Verbank angebören. #gen Painerne sich nin: aut der Judel der Zuschauer. sondern auch das Bild wurde so fesselnd, daß man es nie wieder vergessen wird Dr. Chappert=Frankreich dankte im Namen allet Rationen Italien und der Stadt Turin fur die Ausrichtung der Studenten=Weltspiele. Dann ergriff Starate daWort. Er überbrachte die Grune des italienischen Volkes, der Regierung und des Duce. Der italienische Olnmpianieger im 1512=Meter=Lauf sprach dann im Namen aller Teilnehmer die olympische Eidesformel. Panach erfolgte der Abmarich der Nationen und dald brauße neuer Indel durchs Stadion, als die deutichen Fundallspielet aufs Feld marschierten und mit dem Hirlergruß das Stadion bearunten. Der Fußballkompf Deutichland Italien wer els einzigster Xampf innersald des Stadions fur den Sonntag vorgeseden Zialien schlug Deutschland 3:1(3:1) Der Fußdalltampf der Studenten von Deutschland und Italien war fur die 100 00 Zuschauer des Stadions Rusiolim insofern eine Enttauschung, als man von der deutichen Mannschaft etwas mehr erwartet datte. Die Deutschen spielten nicht so wie gegen Ungarn. Die Italiener waren nicht nur technisch desser und auch taktischer klater orientiert, sie zeigten auch das grogere Kampferherz Der Kampf war nur in der ersten Halbzeit so recht mitteinend Weitere Zeussche Samimmnederiagen Die deutichen Schwimmer scheinen in Turin nicht viel erreichen zu können. Henkel, Bauer und Langer sind im 5##. Meter=Kraulschwimmen am Sonntagnachmtitag augeschieden. Sieger der drei Vorläufe wurden Szekelv=Ungarn mit 26.7 Sekunden. Bourne=Kanada mit 26.7 Sekunden und Csigk=Ungarn mit 27.2 Sekunden Deutschland- Dänemark 5:0 Cramm und auch Freuz wieder flegreich Der Davispokalkampf Deutschland=Daucmark in der Ausscheidungsrunde fur 1934 war scon am Sametag mit der 310=Führung Deutschlands entichieden. Am Sonntag wurde er beendet. Deutschland konnte seinen Endfieg mit 510 festlegen und schnitt damit ganz bemerkenswert ab. Daß Gottfried von Cramm über Alrich slegen wurde. stand naturlich nie in Frage und der Deutsche brauchte nicht sein ganzes Können zu zeigen, um über den Danen in drei Sauen 6•3, 6:4, 613 erfolgreich zu sein. Hier war der Spielverlauf etwas eintönig, da von Cramm nie gejährdet war. Er stand im Mittelpunkt des Interesses und man freute sich über seine Spielkunst, seine Passierschusse, seine Nezattacken und Schmetterbälle Weit mehr interessierte der zweite Kampf zwischen Freuz und Anker Jacobsen, der sast 2 Stunden dauerte und von dem Deutschen mit 0:6. 3:8. 7:5. 6:3, 6:3 gewonnen wurde. Der Auftakt in der Bezirksklasse Erle 08 leitete die Meisterschaftsspiele mit einem Siege ein Z. Brioce, 3. Ortadier Loto. Stea 42. Blao 18. 14 10 Herner Immervor Jahrtausend. Raposter I. Leidelderg=Anogleich: 1. A. Taud= Gres(R. Liver noor). Tantris. 3. Silderstreif Loto: Sieg 56. Plas 22 17.10. Jerner Janus. Iler. Barones 4. Preis der Stadt Baden Baden: I. Hauptgen Sradn# V#adukt(R. Schmidis.: Lord Resion. 3. Misseuri. Tooo# Sieg 15. Plau 3 15:10. Ferner: Blis perzog. Persepolf# 5. Abichiede=Neunen: 1. Gest Weils Taomanis IK 2. Varro“ Atman. Loro Steg 47 Play 18. 20. 16:10. Ferner: Mauier. Stadlet. Mentda. Lerchenau Warum Musterknade. Honeska 6. Niese=Gedachtuis=Jagdreunen: 1. Graf E. Solms Hokos(Hr. Schlinkus). 2. Jeune Chef. 3. Ht. Georg. Toto S#eg 107. Platz 30. 15 20:10. Ferner: Zovertuis. Viger Strodieuer. Oriolus. Sindiab. Tagesdovvelwette: 4. und 5. Nennen: ao# 10. Rennen zu Leipzig. 1. Preis von Zschotder: 1. Stall Steinburge Wolkenlos (H. Viortke). 2. Conjuela 3. Baul gemins Toto: Sieg 51 Plan 25. 17•10. Ferner: Meistervolier. Ma la der 2. Breis vom Schwanenteich: 1. frau J. v. Ovels Aussreibung(v. Berndt), 2. Pauzerilotte. 3. Sonnenburg Toto: Sieg 17. Plan 14. 19:10. Ferner: Jiole. Conte. 3. Lunener Jagdrennen: 1. Gen. Et###elobs Schwarzpaldreise 2. Lota. 3 Paug. Tozo: Sieg 14. Plaz 15.19:10. Gerner: Manuskrivt. Lordmaior. Limoufne. 4. Junkenbura=Ausgleich: 1. J. Scholtzsseks Schonau (H. Berndt). 2. Jahrt. 3. Mona Banna Toto: Sieg 41. Plaz 22. 26:10. Ferner: Wintermarchen. Rosella. 5. Rotdaer Jaadrennen: 1. C. Vonses Hebe(W.Fauser). 2. Edelstein. 3. Fugger. Toto: Sieg 18. Plav 10. 12:10. Ferner: Sennerin 5. Preis vom Wolfswinkel: 1. Lt. Schweckerts. Boreas (J. Starosta). 2. Dominkus. 3. Nero. Toto: Sieg 23. Platz 16. 20:10. Ferner: Domjalke. Veryll. Boa 7. Franz=Kind=Ausgleich: 1. Frau F. Padls Irrigonen (W. Frommann), 2. Lvias. 3. Rivale. Toto: Sieg 22. Plav 13. 14:10. Ferner: Georgette. Tagesdoppelwette: 4. und 6. Rennen: 242:10. Erle 20— Falke 93s Gelsenkirchen 6:2 Das Spiel erfullte die aus es gesetzten Erwartungen. In der ernen Halbzeit. als die Jugendkraftler noch voll bei Atem waren, lieben sie sich keineswegs einengen. Sie sicherten das Hinterfeld und suchten von hinten der durch weite Ballschläge ins Feld vorzukommen. Wenn diese Taktik auch nicht ganz beherricht wurde. so waren die Ansänc doch nicht schlecht. Die Genauigkeit fehlte noch. dann spielten auch die Falke=Spieler zu offenherzig, das es den Erlern nicht allzu schwer gemacht wurde. die Abichten des Gegners zu erraten. Das Sviel war zunächst oisen, die Angriffe wechselten. Die Erler Angriffe datten langere Sicht. In der ersten Viertelstunde nimmt der Haldrechte von Erle einen Ilankenball an und schieß: aus der Luft das erste Tor. Die Falke=Spieler sind merkwürdigerweise nicht enttäuscht, se greisen vielmehr energischer an. winden sich auch fir durch die Rette der Abwehr: was keiner glauben wollte. geschab: der Mittelstürmer der Gäste erwischt den Ball und schießt ihn zum Ausgleich ein. Die Erler feilen jetzt mehr an ihren Leistungen. Sie zerreiten jetzt erfolgreicher die Abwehr= linie des Gastes. So kann der Halblinke eine Vorlage annehmen, der Ball liegt zum zweiten Tore. aus der Luft eingeschossen, im Ney der Gäste. Nach der Halbzeit lent Falke noch einmal alle Kräfte an. erreicht auch durch den Halblinken den Ausgleich. Nun aber setzen die Erler Dampf auf: die Falke=Mannschaft hat sich ausgegeben. sie muß sich auf die Abwehr beschränken. Sie füllt aber nicht mehr die Lücken aus. so kommen die beiden Erler Halbstürmer zu vier weiteren Toren. Das Erler Sviel sufte sich in der letzten halben Stunde deutlich von dem des Gaites ab. Die Erler Mannschaft zeigte sich in dem Endkampf frischer. lebendiger und finessenreicher. Bei Falke defriedigten Tormann. Verteidiger. Linksaußen und Mittelstürmer. Die Erler erschienen mit einer ausgeglichenen Mannschaft. Höchnens der Rechtsaußen siel etwas aus dem Rahmen. Von der Reise kehrte betrübt zuruck... V. s. B. Bielefeld— Union Selsenkirchen 5:1. In aller Hergottsfrühe fuhren die Unionisten mit dem Auto nach Bielefeld: durchgeschüttelt erreichten sie gegen 11 Uhr Bielefeld. um dann gleich auf den Platz zum Spiel zu bringen. Die Nachwirkungen der Fahrt blieben dann auch nicht aus. In der ersten Halbzeit konnte Union noch einigermaßen gleichwertigen Widerstand leisten und das Ergebnis mit 211 erträglich gestalten. Nach der Halbzeit klavoten die einzelnen Mannschaftsteile zusammen: die Bielefelder nutzten die günstigen Umstände aus und bedachten den Gast mit einer immerhin veinlichen Niederlage. Beileidstelegramme Hindenburgs und Gaerings zum Tode Bischof Schreibers Der Reichspräsident hat telegrapbisch dem Domlapitel des Vistums Berlin in berzlichen Worten seine Teilnahme an dem Hinscheiden des Bischofs Dr. Schreider ium Ausdruck gebracht. Wie der Amtliche Preusische Pressedienn mineilt, hat Ministerprändent Göring an das Berliner Domkavitel folgendes Telegramm gerichtet: Zu dem schweren Verlun. den das Domkavitel und die Diözele Berlin durch das Ableben ihres Oberbirten erlitten haben, spreche ich zugleich namens des preußischen Staatsministeriums mein aufrichtiges Beileid aus. * Weiter sind bereits zahlreiche Beleidsdrahtungen von den deutschen Kardinälen und Bischösen eingetroffen. Auch der Primas von Polen, Kardinal Hlond. hat ein Telegramm gesandt 1. Bernen: Aennen zu Liesoe. Koqueneron(C. Ninautl. 2. Line# Toto: Sieg 19. Plaz 18. 11:10. Ferner ern 2. Rennen: 1. Stepo##o(J, Cbaoman). 2. Soeut Anne 3. Uranus. Toto: Stea 91. Plan 22. 19. 27•10. Ferner X. Rennen: 1. Dark Morvel(R. Ludus), 2. Pricard 3. Le Non Jean. Toto: Stea 57. Plav 19. 15. 22:10. Fer ner: 5 Pferd. Die übrigen Rennen waren Tradrennen. Nennen iu Clairesontaine. I. Nennen: 1. Perlo(2. Kobion), 2. Le Tadellior 3. Le Mesvein und Jolie Soucre. Toto: Sten. Platz 20 * Rannen: 1. piram(##Hatten), 2. Gate, Walt 3 Golden and Toto Sieg 31. Plan 17. 28. 21 19. Herner 3 Rennen: 1. Orvailleur(C. Chauffour). 2. Astral 3. Nenard Gris 2. Toto: Steg 32. Plan 17. 21. 33:10. per4. Nennen: 1. Sonardiere(G. Vatard). 2. La Fileuse 3. Sieur d'Orbendelle. Toto: Sieg 69. Play 18. 20. 33:10. Ferner: 6 Pferde.* 0 5. Rennen: 1. Ombre Ardente(E. Darnel). 2. La Curce. 3. Consine Bette 2. Toto: Sieg B. Playz 26. 42 21:10. Ferner: 6 Pierde. Rennen iu Cbantills. 1. Nennen: 1. La Roch##lle 1R. Pecquuux) 2. Etoilien. 3. Graziello. Toto: Sieg 78. Platz 3. 220. 71:10. Ferner: 1• 2. Rennen: 1. Betoun(C. Bouillon), 2. Braise Vents. Toto: Sieg 49 Platz 18 18 22:10 gerner: 9 Pferde. 3. Rennen: 1. Verdure 2(Bretdes), 2. Emoin e. 3. Tere dOr. Toto: Sieg 8t. Plan 37. 10•10. Ferner; 4 Pferde. 4. Rennen: 1. Lagon#de 1A. Rabbe), 2. Gune. 3 gre Esterel. Toto: Sieg 16. Plan 14. 37:10. Ferner; 4 Pferde. 5. Rennen; 1. Chou Rose(H. Semblat), 2. Brother. 3. Banau. Toto: Steg 19. Platz 12. 24. 14:10. Gerner Rennen: 1. Flambo(G. Duforez). 2. Diesair. 3. Semer. ville. Toto: Sieg 64. Planz 14. 21. 24:10. Ferner: 11 Pierde Dompropst Dr. Steinmann Kapitularvikar des Bislums Berlin Das Domkapitel hat am Samstagvormittag den Dom provnt Dr. Steinmann, der bisher Generalvikar war. zum Kaditularvikar ernannt. Die Ueberführung des verstordenen Bischofs Dr Schreider in die Hauskavelle der Kurie sand am Sametagabend in aller Stille statt. Nach der Aufbahrung ir der Kavelle konnen die Gläubigen von Sonntag biDienstag von ihrem verstordenen Oberbirten Abschied nehmen. Die Beisetzung in der Krupta der Katbedral= kirche Sankt Hedwig erfolgt am Mittwochvormittag Auf der Flucht aus Oesterreich in Bayern abgestürzt Berchtesgaden, 2. September 13.8. Der 21 Jahre alte Nationalsozialist Karl Thomas aus Gotzendorf in Oesterreich wollte über den Untersberg bayerisches Gebiet erreichen. Er stürzte hart an der Grenze über eine 80 Meter hohe Wand ab und blieb mit völlig zerichmetterten Gliedern tot auf bayerischem Boden liegen. Die Leiche wurde in Schellenberg aufgebahrt. Den Schalkern glückt die sportliche Rechtfertigung Handball Schalke 94— Polizei Dortmund 17:11. Röblinghausen— Preußen Wanne 5:5. IV. Eickel— Reichswehr Munster 13:7. Lus Holsterhausen— Jahn Holsterhausen 4:1. Preußen Gladbeck— Polizei Gladbeck 1:8. Wattenscheid 09— Muhlenrade 6:3. Sportfr. Gladbeck— Union Gelsenkirchen 3:3. Tus Gelsenkirchen 1910— SSS. 96 5:8. Eine gewaltige Kanonade an Torwürsen löste das Treisen Schalke 04 gegen den Ruhrbezirksmeister Polizei Dortmund aus. Schon von der ersten Minute ab. als der Schalker Mittelstürmer. am Boden liegend. den Tormann der Polizisten erstmalig schlug. Auf der Gegenseite schlängelte sich wenige Minuten sväter der Halblinke der Gaste durch, und sang= und beifallslos erzielte er den Ausgleich. Der Beifall schwoll an, als der Halblinke der Schalker den Führungstreffer einschoß. Der Mittelstürmer der Polizei machte wieder den Ausgleich. bald darauf auch das Führungstor. Das Netz rapvelte nun in kurzen Abständen. Beide Stürmerreihen warfen, was ds Zeug halten wollte. Die Schalker Stürmer warfen etwas raffinierter und brachten es bis zur Halbzeit auf ein 8:4. Der Torhunger war auf beiden Seiten nicht gestillt. Hart und mannhaft wurde au beiden Seiten genritten: weniger Wert legte man auf das Aufbauspiel. das ganze Gewicht lag in dem angreisenden Sturm. den beide Läuferreihen und Verteidigungen binten abzufangen suchten. Nicht immer schöne Griffe wurden beiderseits angewandt: beiden Mannschaften kam es in erster Linie darauf an, die Tore zu schützen. Einige Strafwurie waren dann das Ergebnis des allzu kräftigen Zugreisens. die hüben und drüben zu einigen Toren führten. Die Schalker schraubten auf. Die zweistellige Zahl wurde von den Schalkern überklettert. Sie schraubten weiter auf. Der Tormann von Dortmund stand wie eine Wachsbuvve im Tor. er war gelähmt und ohnmächtig. Der Angriff raste auf und ab. Woge und Woge prallte zusammen. aber die Schalker Welle war stärker. So rechtkertigte sich Schalke recht nachdrücklich. Der schlechteste Mann auf dem Felde war ohne Zweisel der Dortmunder Torwart. Röhlinghausen mußte überraschenderweise den Preußen ein Unentschieden zugestehen. Die beiden Mannschaften lieferten sich ein schnelles und abwechielungsreiches Spiel. Die Hintermannschaft von Röhlinghausen hatte ein Manko. Die Eickeler fertigten die Reichswehr von Munster sicher geschlagen ab. Die Münsteraner hatten wohl eine gute Läuferreihe, dagegen arbeitete die Verteidigung zu massiv. Die Eickeler aber umgingen geschickt die Dämme. Besonders der Halblinke der Eickeler verstand es am besten, die Abwehr zu sooven. Jahn Holsterhausen scheint seine Blütezeit überstanden zu haben, denn sonst ist die Niederlage gegen den Nachbar nicht recht verständlich. Preußen Gladbeck war der Polizeimannschaft von Gladbeck in keiner Weise gewachsen. Die Polizei siegte nach Gefallen. Die Sportfreunde Gladbeck waren bis kurz vor Schluß mit 1:3 unterlegen. Dann holten ne noch den Ausgleich. Die Unionisten ließen sich leicht ins Bocksvorn jagen. Ihr Spiel waren in vielen Teilen zu bemängeln. Die Handball=Kraftvrobe der DöK. mit einem anerkannt starken Gegner des WSV. nahm erwartungsgemäß einen über Erwarten spannenden und interessanten Verlauf. Technisch stand der Kampf auf ganz dervorragender Höhe. und der Kampscharakter des Sviels verblaßte bis zum Schluß nicht einen Augenblick. Die Schalker gingen in Führung. dann war der weitere Spielverlauf sehr abwechselungsreich, wie auch die Torgelegenheiten auf beiden Seiten abwechselnd den Ausgleich schufen. Die erste Hälfte buchten die Schalker mit 4:3 für sich. Nach der Pause zeigte sich dasselbe Bild. und als die Partie 5:5 stand. war der Kampf noch lange nicht entschieden. Die DöKler fielen am Schlusse in ihrer Angriffskraft stark ab und mußten den Schalkern so das Feld überlassen. Im ganzen ein selten schöner Kampf und ein verdienter Sieg der Schalker. Tus Gellenkirchen 1919 2.— S8S. 96 2.(MSB.) 5:3. * Handel und Gewerbe: Jeder dritte Deutsche hat ein Sparbuch Staatssekretär Feder über die Bedeutung der Sparkassen Die deutschen Sparkassen sind ein außerordentlich Kreditinnitute des Dritten Reiches werden muß. Endwichtiger Faktor im deutschen Wirtschaftsleben. Es gibt 1930 wiesen die privaten und öffentlichen Banken einin Deutschland nicht weniger als 13000 Sparstellen. Die schließlich der Boden=Kreditinstitute ein Kapital von rund großen Hauptausgaben der Sparkassen sind: Sammlung 57 Milliarden KM auf. davon entfielen auf die privaten der nationalen Ersparnisse. Kreditgewährung an den Banken 28.1 Milliarden und auf die öffentlichen, ein Mittelstand und wirtschaftlich schwächere Bevölkerungs= schließlich der Sparkassen, 28.5 Milliarden RM. Für rreise, Verwaltung der Betriebs= und Kassenreserven des Ende 1932 hat sich das Verhältnis noch weiter zugunster Mittelstandes in Stadt und Land und Pflege des bargeld= der offentlichen Spar= und Kreditinstitute verschoben. Der losen Zahlungsverkehrs. Gottfried Feder. Staats= Kampf. der jahrelang zwischen den Sparkassen, öffent ekretär im Reichswirtschaftsministerium, würdigt die lichen Banken einerseits und Privatbanken andererseit Bedeutung der Sparkassen in einem Aussatz, in dem er geführt wurde, muß ein Ende finden. InsbesonderU. u. ausfuhrt:„Das auf gemeinnüniger Grundlage be= wurde den Sparkassen die Entwicklung verdacht, die## ruhende deutsche Sparkassenwesen ist, wenn man die in den Jahren nach der Stabilisierung genommen hatten Schaden, die das marxistische Syitem dieser Organisation Man sprach von einer„Verbankung" der Sparkassen. Die zugefugt hat, bereinigt, bereits Träger einer Geld= Entwicklung der Sparkasse zur Depositenbank deverkehrsorganisation in nationalsozialistischem Sinne. Der skleinen Mannes kann vom nationalsozialistischen deutsche Sparer hat sich tron des Verbrechens der Infla= Standpunkt aus nur begrüßt werden, da es dem deutschen tion wieder zu einem beachtlichen Fattor in der Volks= Volke seiner Denkart nach durchaus liegt, daß es sein: wirtschaft emporgearbeitet. Man bedenke, daß wir Ende Kapitalien und Spargelder von Instituten verwaltet 1932 wieder rund 10 Milliarden AM. Spareinlagen sehen möchte, die nicht aus privatkapitalistischer gatten mit rund 21,3 Millionen Sparkassenbüchern. Der Grundlage, sondern auf gemeinnutziger Erundlage Fleiß des deutschen Volkes wird durch nichts besser illu= arbeiten. Die Entwicklung drängt ans eine Stellung der striert als durch die Tatsache, daß die Spareinlagen pro Giralgelder unter Staatsaufsicht. Wenn Kopf der Bevölkerung heute wieder 156 RM betragen, in der letzten Zeit Stimmen laut geworden sind. die de und dag jeder dritte Deutsche ein Sparvuch von sprechen zu können glauben, daß der Eiroverkehr den besitzt, Angesichts der lausenden Banken=Enquete, die die Sparkassen genommen werden und auf die privaten Grundlage bilden soll für den neuen Aufbau des deut= Banken verlegt werden solle, so wird man diesen Geistern chen Bankwesens, ist es gut, fentzustellen, daß der Grund= der Vergangenheit nur entgegnen können, daß sie die satz. der die Geschaftspolitik der Sparkassen und über= Zeichen der Zeit nicht verstehen. Wenn irgendwo der haupt der offentlichen Banken im wesentlichen beherrscht Grundsatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ restlos durchhat. nämlich der Grundsatz der Gemeinnützig= geführt werden muß, so auf dem Gebiet des Geld= und keit, Grundlage der Geschäftspolitik aller Geld= und Kreditwesens.“ Rundfunk=Programm Pferdesport Trabrennen zu Hamburg=Farmien. 1. Rennen: 1. Fred. 2. Kandidat. 3. Lilie. 4. Pitthein. Loto: Sieg 185. ital. 55. Playz 27. 17. 28. 53:10. 2. Neunen: 1. Luzerne und Louise X., 3. Cloverleaf. 1. Gun Silk. Toto: Sieg 50. 26. ital. 69. 40. Platz 34. 17. 55. 140:10 I. Neunen: 1. Milosch. 2. Gluckskind. 3. Aquarium. 4 Indigo. Toto: Sieg 117. ital. 46. Platz 20. 16. 46. 44:10. 4. Nennen: 1. Tivbias, 2. Antrag. 3. Angelus. Toto: Sieg 15. ital. 29. Platz 12. 13. 27:10. 5. Nennen: 1. Guri. 2. Jsolani, 3. Waisenkind. 4. Kerze. Toto: Sieg 58. ital. 250. Platz 23. 84. 36. 77:10. 6. Nennen: 1. Raichen D., 2. Landito, 3. Quitewell Stal Lancier. Toto: Sieg 19. ital. 59. Platz 12. 18. 16:10. 7. Nennen: 1. Kavuziner. 2. Herenkönig. 3. Walküre. 1. Irma Pluto. Toto: Sieg 32. ital. 121. Platz 15. 18. 21. 21:1 „ s. Rennen: 1. Prolog. 2. Trude Dillon. 3. Udet. Toto siee 15. ital. 47. Platz 14. 19. 17:10. I. Nennen: 1. Mengede. 2. Long Florino. 3. Agonist. 1. rent. Toto: Sieg 242. ital. 314. Platz 38. 43. 30. Rennen zu Dortmund. 1. Sichel=Rennen: 1. H. Schweitzer jr.'s Titanic(H. Pentel). 2. Moorau und Morgengabe. Toto: Sieg 43. Plan 17. 15. 34:10. Ferner: Pfalzgraf. Amalgam. Löns. Cornet Fangschuß. Petrus. Pfalz. 2. Bandola=Jagdrennen: 1. J. D. Delius' Lauderis Kusserom). 2. Leithirich, 3. Weltmeister. Toto: Sieg 37. lan 10. 10. 10:10. Ferner: Pusta. Stobi. Militia. Bastei. 1. Locaon=Rennen: 1. Frau R. Kovves Ordensschwester Genz). 2. Blackberro. 3. Auswahl. Toto: Sieg 17. „ 12 13 17:10. Ferner: Die Heide. Leuter Siour. santin. Corar Alchimist=Rennen: 1. Grai Beissel v. Gymnichs Chamer(M Höllein). 2. Perlitad. 3. Chevalier. Toto: 61. Plon 36. 48:10. Ferner: Gardejäger. Obersteiger. Mannestreue=Jagdrennen: 1. Lt. Schrävlers Fino Rößler). 2. S biberius. Toto: Sieg 44. Play 17:10. Ferner: Traumulus. Oberland. Kbedive. 5 Brunus=Rennen: 1. Th Westhofe Verlmuschel(H Westhof). 2. Grünrock. 3. Eisenkonig. Toto: Sieg 47. PVla 15. 16. 16:10. Ferner: Prellstein. Dorita. Margot. Lai dandus. Feuerwerk. Agent. 7, Verlosungs=Nennen: 1. Frau A. Seiberts Moden [H. Schmidt), 2. Kriegsflagge, 3. Tarquinia. Toto: Sieg 7 Platz 14. 12. 12:10. Ferner: Medinus. Polloduck. Nab Mafi Lagesdovvelwette: 4. und 5. Nennen: 397:10. Nennen zu Hopvegarten. 1. Danilo=Rennen: 1. Friedbeims Vockerode(R. Visek) 2. Blason, 3. Gastrolle. Toto: Sieg 27. Platz 13. 24. 15:10. Ferner: Palladio. Loval. Chianti. Sonnensalter. Waffenschmied. Inländer. Mirandole. 2. Breis von Schlenderdan: 1. A. Wagners Rosenfurst A. Sajdik). 2. Graf Jiolani. 3. Wilderich. Toto: Sieg 17. Plan 11. 12:10. gerner: Herodias. Nordenhamm. 3. Cardas=Rennen: 1. Stall Hannovers Chrosler(I Vinzenz). 2. Orsini. 3. Ginsterblüte. Toto: Sieg 44. Platz 16. 21. 20:10. Fexner: Pommernländer. Theieus. Hamlet. Amon. En Vir. Schumi Mariza. 4. Danubia=Rennen: 1. Frir. S. A. v. Oppenheims Olerria(W. Printen). 2. Heimwehr. 3. Hitomi. Toto: Sieg 30. Platz 17. 38:10. Ferner: Terra. Donna Valetta Wanderlied. 5. Oovenheim=Rennen(RM. 13 509.—. 1206 Meter): 1. Gest. Erlenhofs Athanasius(I. Rastenberger), 2. A. u. C. v. Weinbergs Pelovidas(G. Streit). 3. A. u. C. v. Wein. beras Marke(A. Ebert). Toto: Sieg 16. Platz 10. 11:10 Ferner: Torpedo. Lugano. 5. Dolomit=Rennen: 1. Stall Ecas Miß Augias(M. Tarras). 2. Mussolini. 3. Senator. Toto: Sieg 46. Platz 15 12. 13:10. Ferner: Maiennacht. Lachteusel. Loe. Pothia Mascagni. . Rudier=Rennen: 1. Frau Ch. Butzkes Silbermöpe (G. Streit). 2. Paß auf. 3. Marie. Toto: Sieg 48. Vlon 17. 29. 18:10. Ferner: Emschi. Attache. Nodel. Scuola Tedesca. Tagesdoppelwette: 3. und 6. Rennen: 302:10. Rennen zu Baden=Baden. I. Damen=Preis: 1. M. Tillements Kitichen Garden (Cte. de la Forest), 2. Grenadier. 3. Palfrev. Toto: Sieg 23. Plan W. 11:10. Ferner: Greystoke. Tumult. 2. Badener Meile: Frau J. v Ovels Ena'(K. Narr) Montag, den 4. September 1933. 6.00 Morgenrus. 1. Der perr int König, Kirchenlied. 2. Spruch des Tages. 6.05 Morgenkonzert. 1. Teil. 1. Gavotte aus der Oper „Idomeneo“(Mozart). 2. Bleid deutsch, du herrlich' Land am Rhein(Hansen). 3. Melodien aus der Oper„Die Bodeme“(Puccini). 4. Eccossaises Schott. Tänze](Beethoven). 5. Weaner Madln. Walzer(Ziehrer). 6. Von einer alten Spieluhr, Charakterstück nach alten Weisen(Müller). 7. Die schöne Polin. Polka=Mazurka(Millöcker). 8. a) Paradepost. d) Marsch der Finnländischen Reiterei. 6.40 Wiederholung des Spätberichte. 6.45 Hans Jacob Reinarz: Leibesübungen. 7,00 Wettervorhersage und Zeitangabe. 7.03 Wiederholung des Morgenrufs. Anschließend: Morgenkonzert. 2. Teil. Ausgefuhrt vom Musikzug der 20. SS.=Standarte Düsseldorf. Leitung: M..=Führer Ernst Burchartz. 1. Marsch der 2. SS.=Standarte(Burchartz). 2. Melodien aus der Operette„Gasparone“(Millocker). 3. Amorettenständchen(Kockert). 4. Ein Fest in Aranjuez: a) Ankunft der Gäste, d) Ballett, c) Jagd. d) Spanischer Nationalgesang(Demersseman). 5. Jägermelodien(Reckling). 6. Neu=Wien. Walz(Strauß). 7. Eo lebe der Henkelgeist. Marsch(Burchartz). 8.00 Wiederholung der Wettervorhersage, Zeitangabe und Wasserstandomeldungen. 8.03 Für die Frau. Cläre Meichsner: Seefische als Volksnahrung. 8.15 Hilde Bremus: Gomnastik für Frauen. 10.00 Frühbericht, Zeitangabe u. Wasserstandemeldungen. 10.05 Ferienkonzert. 10.30 Meusch und Welt. Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose. Edi Schmidt:„Tippelei durch Oberitalien“. Dr. Bergs:„Einiges über den Werdegang der Arzneimittel". Richard Heinemeyer: „Was brachte der Sportsonntag?“ 1.58 Wir marschieren weiter. 12.10 Wettervorhersage. Anschließend: Unterhaltungskonzert. Die fröhlichen Fünf 12.50 Mittagsbericht 1 13,00 Mittagskonzert. Leitung: Eysoldt. 1. Der Kalis von Bagdad, Ouvertüre(Boieldien). 2. Rudolfklänge, Walzer(Strauß). 3. Lyrische Suite(Mauß). 4. Marica, römische Romanze(Marco). 5. Aus Schuberts Werken. Fant.(Urbach). 8. Slawische Rhapsodie(Friedemann). 7. Im Glockentempel, Studie aus Peking(Yoshitomo). 8. Mit Standarten, Marsch(Blon). Gegen 14,00 Mittagsbericht 2. 14.30 Schlachtviehmarktberichte. 15.30 Wirtschaftsbericht und Zeitangabe. 15.50 Jugendfunk. Alte und neue Weltwunder und technische Großtaten. 16.30 Stimme der Zeit. 16.40 Streifzug durch die Sagenwelt Westsalens. Von Wilhelm Siebel. 17.00 Schöne Stimmen auf Schallplatten. 17.30 Major von Beringe: Hermann von Witmann. Zur 80. Wiederkehr seines Geburtstages. 18.00 Feierabendkonzert. Leitung: Eysoldt. 1. Kronungsmarsch(Kretschmer). 2. Hunyady Laszio, Ouvertüre(Erkel). 3. a) Romanze(Tschaikowsky), b) Ungarisches Capriccio(Ferraris). 4. Ueber allen Zauber Liebe, Ballettmusik(Lassen). 5. Szenen aus der Oper„Die toten Augen“(d'Albert). 18.45 Meldungen: Wetter, Sport, Wirtschaft. 19.00 Reichssendung: Stunde der Nation. Musikalische Wahrzeichen deutscher Städte. Bayrisch=schwäbische Stadtemusik. Der Trompeter= und Posaunenchor von Ludwig Plaßz und der Berliner Funkchor. 20.00 Erste Abendmeldungen. 20,05 Berlin— London— Neunork— Mailand— Berlin. Eine musikalische Reise um die Welt. Leitung: Raskin. 22,05 Spatbericht. 22,30 Musik für Blaser und Klavier. Mitwirkende Paul Stolz(Flöte), Lösche(Oboe), Paul Gloge: (Klarinette), Wilh. Weder(Horn), Bernhard Hühnerfürst(Fagott). Karl Delseit(Klavier). 1 Quintett in Es-Dur(Mozart). 2. Thema mit Va riationen op. 34(Blumer) 3. Sertett ov.# (Thuille). * ** Germania und Westfalia feierten schöne Siege Bornig- Germania 2:2(2:2) Leutonia Riemke— Herne-Sad 4:1. Dieses Spiel wurde seitens der Gastgeber entschie den zu hart durchgeführt. Leider war der Leiter nicht PPE schauer lieb ist, dazwischen zu fahrens Inzwischen ist der Herner Sturm nicht untätig geblieben. Ein ra scher Vorstoß bringt ihn vor das gegnerische Tor, Halblinks schießt, Hüter faustet zurück, Mittelstürmer knallt den Ball ins Netz. Damit ist das Spiel für die Herner Westfalen gewonnen. Nachdem der Linksaußennoch eine totsichere Woche vor dem leerstehende## ###Tor versiebt hat, war Schluß. Mit diesem Ergebnis darf der Platzverein zufrieden sein. Germania trat mit einem Ersatzmann an wahrend Börnig auf drei seiner besten Leute verzichien murne. Zei kompletter Mannschaft hätten die Vorstadter wahrscheinlich ein anderes Ergebnis her ausgeholt, so gut zeigte sich der Platzverein in der ersten Spielhälfte. Börnig hat Anstoß und setzt sich für kurze Zeit vor dem Germanentor fest. Dann geht Germanias Linksaußen mut dem Ball auf und davon, German; hat bie2““ nicht meistern.] Nur der Temperamentlosigkeit des eigenen SturSexmania gat die Fühxung. Börnig verstarrt seine mes verdankt Sodingen diese Riederlage. Der gegnerischen Terman..t der Sturm, den Sturm war, wie schon in den letzten Spielen, so auch dem Halbrechten mach 11abauc) 9... es icnlianlic gestern der schlechteste Mannschaftsteil. Das Spiel gelingt. d n Pal' und I.. J Verteidigung war nur in der ersten Hälfte fesselnd, wo sich beide obere rechte vorege z###der für den Hüter, in die Parteien gleichwertig waren. Hier siel in der 44. be. rechte Torecke zu setzen. Börnig dräugt weiter= Minute auf eine Rechtsflanke das erste Tor für So Sodingen 1-— Castrop 02 11:2 hin sehr, stark und nagelt die Germanen in ihrer Spielhälfte fest. Das Schlußdreieck muß harte Arbeit verrichten, kann es aber nicht verhindern, daß Börnig durch seinen Halbrechten mit einem Volltreffer die Führung an sich reißt. Die Freude war allerdings gicht von langer Dauer, da bald darauf Germinias dingen. Einen Elfer verstand der Schütze nicht zu verwandeln. Nach der Pause kam der Gastgeber fast gar nicht ins Spiel, hier mußte das Schlußdreieck harte Arbeit verrichten, konnte es aber nicht verhin dern, daß die Gäste in den letzten Spielminuten zwei Tore anbrachten und mit einem verdienten Siege den al sch p. d. durch Kopfball zum Aus- Platz verließen. Der Schiedsrichter leitete einwand gleich verwandeln kann Bei diesem Stande werden die Seiten gewechselt Das Spiel flaut in der zweiten Halbzeit bedeutend ab. Börnigs Sturm hatte in der erster Halbzeit sein Pulver verschossen, eine Mannschaftsumstellung er höht die Planlosigkeit der Aktionen. Die Germanen beherrschen souverän das Feld. Vor dem Tore sieht es allerdings anders aus. Man böllert über die Latte neben den Pfosten, aber ins Schwarze trifft niemand. Zudem arbeiten Börnigs Verteidigung und Torwart sehr aufopferungsvoll. Zahlreiche totsichere Chancen werden hüben und trüben ausgelassen. Da jede Mannschaft gern das Siegtor treten will, wird überflüssigerweise noch eine harte Note in das Spiel hineingetragen. Aber auch das ändert nichts mehr an dem Resultat, das dem Spielausgang gerecht wird. Die Entscheidungen des Schiedsrichters forderten oftmals den berechtigten Widerspruch beider Parreien heraus. Germania Berne- Sp. u. Sp. Recklinghausen 5•2(1:2) Ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten boten diese beiden Partner gestern auf dem Germaniaplatz. Wenn auch die Gäste am Schluß des Spiels mit 2:5 im Nachteil blieben, so hinterließen sie doch einen guten Eindruck. Die Mannschaft hatte sich in der ersten Halfte zuviel zugemutet, so daß es ihr in der zweiten Hälfte an der erforderlichen Frische fehlte. Die Spielhandlungen der ersten Halbzeit wurden mehr von den Recklinghausern bestimmt, während nachher die Gastgeber sich öfter sogar sehr deutlich überlegen zeigten. Die Herner Mannschaft ließ sich zuerst überraschen, da die Gäste wider Erwarten den richtigen Anschluß fanden und nach Verlauf von 10 Minuten Spielzeit mit 2:0 im Vorteil waren. In dieser Halbzeit gab es für den Herner Mittelläufer etwas zu lernen, da der Gästegegenüber Innensturm und Außen teilweise vorbildlich bediente. Der Herner Mittelläufer dagegen ließ seine Vorlagen mehr an den Innensturm gelangen, so daß die gegnerische Hintermannschaft verhältnismäßig leicht die Gefahr bannen koniste. Erst in der anderen Spielzeit wurde das Herner Spiel flüssiger, weil alle Mannschaftsteile der Gäste sich zu sehr verausgabt hatten. In Zukunft muß der Herner Mittelläufer auch die Außen öfter mit weiten Vorlagen versorgen, um dem eigenen Innensturm mehr Schußgelegenheiten zu schaffen. Das Spiel darf nicht zur Schablone werden, indem hauptsächlich der Innensturm mit Vorlagen bedacht wird. So wurde z. B. der Herner Linksaußen entsprechend seines Könnens nicht vollwertig ausgenutzt. Trotzdem konnte das Spiel jederzeit gefallen, da beide Einheiten mit viel Eifer und Hingabe bei der Sache waren. Durch ihr frisches Spiel beherrschten die Gäste deutlich die Situation, so daß sie nach Verfrei Sodingen 2— Castrop 2 0:3. sonder, um hier regulierend einzugreifen. In der ersten Hälfte hatten die Sudler mehr vom Spiel. Mit te der ersten Hälfte wurde Süds rechter Verteidiger noch verletzt, um in der zweiten Hälfte ganz auszuscheiden. Kurz vor Halbzeit trat Riemte aus einem Eckstoß das 1. Tor. Zehn Minuten nach Wiederbe zinn fiel für Riemke der zweite Treffer. Sitds Mittelstürmer und Halbrechter wurden, dann in bester Schußstellung unfair gelegt. Riemke hatte sich dann noch durch Elfmeter den 3. Erfolg geholt. Erst dann gelang Süds Mittelstürmer das Ehrentor, worauf aber Riemke mit dem 4. Tor als Abschluß antwortete Riemke 2— Herne=Süd 2 3:2. Weitere Resultate. Borussia Dortmund— BfL. 05 Barmen 6.0 Arminia Marten— BfL. Hörde 4:2 Dorstfeld 09— Mengede 1:1 BfR. Sölde— Castrop 1 4:2 Handball BfL. Herne l.— Polizei Herne I. 0:4(0:2) Eine angenehme Ueberraschung Spiel die Polizeimannschaft, war in diesem deren technisch hochwer Am 24. 9.: Westfalia— Germania Termine der Bezirksklasse. 10. 9. 33 17. 9. 33 24. 9. 33 Union Gelsenk.— Turnerbund Eickel Horst=Emscher— Germania Herne Rotthausen 1912— Gladbeck VfB. Bottrop— Gelsenkirchen 07 Westfalia Herne— Castrop 02 Falke— Gelsenkirchen 07 Castrop— Bottrop Gladbeck— Westfalia Germania— Rotthausen Eickel— Horst=Emscher Erle— Union Westfalia— Germania Bottrop— Gladbeck 1. 10. 33 Volkssport 8. 10. 33 Horst=Emscher— Falke Rotthausen— Union Westfalia— Erle Bottrop— Eickel Gelsenkirchen 07— Germania Castrop— Gladbeck 15. 10. 33 Falke— Castrop Gladbeck— Gelsenkirchen 07 Germania— Bottrop Eickel— Westfalia Erle— Rotthausen Union— Horst=Emscher 22. 10. 33 Falke— Gladbeck Germania— Castrop Eickel— Gelsenkirchen 07 Erle— Bottrop Union— Westfalia Horst=Emscher— Rotthausen 29. 10. 33 Rotthausen— Falke Westfalia— Horst=Emscher Bottrop— Union Gelsenkirchen 07— Erle Castrop— Eickel Gladbeck— Germania 5. 11. 33 Volkssport. 12. 11. 33 Westfalia— Falke Bottrop— Rotthausen Horst=Emscher— Gelsenkirchen 07 Castrop— Union Gladbeck— Erle Germania— Eickel 19. 11. 33 Falke— Germania Eickel— Gladbeck Erle— Castrop Union— Gelsenkirchen 07 Horst=Emscher— Bottrop Rotthausen— Westfalia 26. 11. 33 Falke— Eickel Erle— Germania Union— Gladbeck Castrop— Horst=Emscher Rotthausen— Gelsenkirchen 07 Westfalia— Bottrop 3. 12. 33 Volkssport 10. 12. 33 Bottrop— Falke Gelsenkirchen 07— Westfalia Castrop— Rotthausen Gladbeck— Horst=Emscher Germania— Union Eickel— Erle 17. 12. 33 Horst=Emscher— Erie Union— Falke Rotthausen— Eickel Gelsenkirchen 07— Castrop Die letzten Freundschaftsspiele in der DöK. Riederlagen gegen zukünftige Meisterschaftsgegner. Nun ist der Abschluß der freien Spielzeit gewesen. iauf von 10 Minuten zweimal den guten Herner Hü Balo geht es in die Jagd nach Punkten. Der letzte ter durch unhaltbare Tore bezwingen konnten. Dann Soi tag brachte„ine Reihe Kraftproben gegen eine erst wurde das Spiel mehr ausgeglichen, bis nach 25 Anzahl Mannschaften, mit denen man in Zukunft im Minuten Hernes Rechtsaußen unhaltbar den ersten Meisterschaftskampf die Klinge kreuzen wird. Im großen Ueberblick betrachtet, haben die DIK=Mannhaften bei dieser Probe schlecht abgeschnitten, jedoch ist das Ergebnis eines Sonntags nicht ausschlaggebend, am Vorsonntag war es umgekehrt. Die Herner Presse brachte Ausführungen über die Vereinigungen der Herner Sportvereine von unserem Sportbeauftragten. Wir teilen den Abteilungen mit, Einzelaktionen zu unterlassen. Die Bezirksleitung wird unverzüglich mit dem Kreisbeauftragten unserer Stadt in Verhandlungen treten und dann den Abteilungen Mitteilungen machen. Ferner werden die Vertreter der Abteilungen unbedingt in der Sitzung des Stadtverbandes und bei der Zusammenkunft der Vereinsführer erwartet. Bei Unklarheiten wende man sich unverzüglich an die Bezirksgeschäftsstelle. Die Eingliederung der Mannschaften in die ein zelnen Klassen wird in dieser Woche erfolgen. Anfragen dieser Art sind daher zwecklos. Die Abteilungen haben dem Verbindungsmann volles Vertrauen zu schenken, er wird sich die größte Mühe geben, allen Wünschen gerecht zu werden. Sportfr. 19 siegt über Schwarz=Weiß Herne. Sportfreunde 19 1— Schwarz=Weiß Herne I 1:0 Auch hier gab es ein knappes Ergebnis und einen verdienten Sieg. Die Sportfreunde traten mit einigen Ersatzleuten an, hatten aber trotzdem mehr vom Spiel, jedoch hatten auch hier die Stürmer ihre Schußstiefel vergessen und die besten Gelegenheiten wurden ausgelassen. Schwarz=Weiß hatte dadurch den Vor teil, mit dem knappsten Ergebnis geschlagen zu werden. Sportfreunde 19 lI— Schwarz=Weiß II 3•7. Fußball— Samstag Viktoria fiegt über Falkenhorst. Jalkenhorst 1— Viktoria 1 1:3(0:1) Zum Horsthauser Lokaltreffen hatte sich eine an sehnliche Zuschauermenge eingefunden, die ihr Kom men nicht bereut haben dürfte. Die Platzherren wurden verdient geschlagen, obwohl sie vom Pech verfolgt waren und unter der Benachteiligung durch den Schiedsrichter zu leiden hatten. Das soll den Sieg Viktorias nicht herabsetzen, diese Mannschaft hatte die bessere Spielweise. Im schönen Flachpaß zogen sie Die 2. Halbzeit, an Toren armer, gestaltete sich den Falken immer wieder davon, zudem zeigten die zber noch spannender als die erste. Die Bochumer, Falkenhorster ein ungewohnt hohes Spiel. In den mit der Sonne spielend, versuchen mit aller Kraft, dem Reihen Viktorias sah man 7 ehemalige Falkenhorster Spiel eine Wendung zu geben. Sie hatten auch zeit= Jugendspieler, und diese zeigten der alten Falkenweise eine überlegene Stellung. Angriff auf Angriff mannschaft ein selten schönes und faires Spiel. ollt vor das Herner Tor. Die Verteidigung ist über: Das Spiel begann gleich mit großem Tempo. Die auet denn die Läuferreihe mit ihren Ersatzleuten ist Falkenhorster drückten mächtig und verpaßten gleich ##r Lage nicht voll gewachsen. Aber der Herner Tor= zwei sichere Sachen. Viktoria hatte sich bald gefunpart hat einen Glanztag, an seiner Abwehr zer= den, und nun war der Kampf ausgeglichen. Eine Angriffe. Das Spiel wird nun hart. Linksflanke sandete unhaltbar im Falkentor. Der der Schiedsrichter ist gezwungen, mehr als dem Zu Ausgleich winkte, jedoch übersah der Leiter den Elf Treffer durch Schrägschuß buchen konnte. Wohl hätte der Ausgleich von den Hernern erreicht werden können, wenn man verschiedentlich geistesgegenwärtiger gewesen ware. Der Herner Hüter hielt noch zwischendurch einen Elfmeter. So mußte man sich bis zur zweiten Spielhälfte gedulden, wo dann die Herner sich durch ihren Linksaußen mit unhaltbarem Schuß den Ausgleich holten. Der„Kanonker" der Germanen trat bald danach flach umd unhaltbar einen Elfmeter=Ball. Aus einem Freistoß heraus markierte der Mittelstürmer den vierten Treffer, während der gleiche Spieler auch noch ein schönes fünftes Tor anbringen konnte. Wohl behielten die Herner weiterhin das Heft in der Hand, um sich aber nicht mehr erfolgreich durchsetzen zu können, trotzdem es oft bunt vor dem Gästetor herging. Germania Res.— Alemannia Herne 1 1:1. Westfalia Bochum- Westialia Herne 1•4(1•3) Schwer mußten die Herner Westfalen um den Sieg kämpfen, wenn auch die Tordifferenz einen anderen Schluß nahelegt. Denn der Manneswetter aus Bochum entpuppte sich als ein äußerst spielstarker und gleichwertiger Gegner, der alle Register zog, um den Hernern eine Niederlage zu bereiten. Da aber der Sturm selbst vor dem Tore noch in die Breite spielte, die Herner Westfalen jedoch die Torgelegenheiten vor dem gegnerischen Gehäuse geschickter auszunutzen verstanden, fiel der Sieg nach Herne. Nach anfänglich verteiltem Feldspiel, in dem beide Hintermannschaften alle Hände voll zu tun bekamen, gibt Hernes Linksaußen dem Mittelstürmer eine Vorlage, dieser schiebt den Ball zum Halbrechten, der kurz entschlossen das Leder in die Maschen setzt. Bald darauf nützt Bochums Mittelstürmer einen Fehler der Herner Verteidigung aus und erzielt wenige Meter vor dem Tore den Ausgleich. Der Herner Sturm ist aber bald wieder oben auf und einen Bombenschuß ihres Rechtsaußen muß Bochums Torwart passieren lassen. Bochum versucht aufzuholen. Mit einer schönen Vorlage ihres Ersatzmittelläufers kombiniert der Herner Sturm flüssig über das Spielfeld, die Handlung schließt der Halbrechte mit einem wohlplazierten Schuß ab, die zum dritten Erfolge führte. meter=Ball. Nach der Pause fiel wieder das feine Paßspiel Viktorias auf, und sie zogen bis 3:0 davon Die Falkenhorster drängten jetzt mächtig, aber ein buchstäbliches Pech klebte ihnen an den Fersen, auch war das Zuspiel weiterhin zu hoch und ungenau Nur ein Tor war ihnen daher beschieden. Falkenhorst 2— Viktoria 2 1:5. Die Handballspiele am Sonntag fielen aus. Blau=Weiß Herne durch Selbsttor geschlagen Fortuna Herne 1— Blau=Weiß Herne 1 1:0(1:0) Mit dem knappsten aller Ergebnisse mußte sich Blau=Weiß Herne von Fortuna geschlagen bekennen. Das Resultat zeugt von der Unsicherheit beider Sturmreihen. Der Sieg Fortunas war verdient. auch ein höheres Ergebnis hätte dem Spielverlauf entsprochen. Jedoch war der Hüter der Blau=Weißen nicht zu schlagen, er war der beste Mann des Feldes, und gerade ihm passierte es, daß er sich den Ball selbst ins Netz lenkte, damit sollte das Spiel entschieden sein. Fortuna zeigte in der 1. Halbzeit ein schönes Spiel, wurde aber später ebenso zerfahren wie die BlauWeißen, welche sich zu keiner geschlossenen Handlung aufraffen konnten. Gegen Spielende war Fortuna stark im Vorteil, konnte jedoch zu keinem zählbaren Erfolg kommen. Fortuna Herne 2— Blau=Weiß Herne 2 6:0. Fortuna 1. Jgd.— Westfalia 1. Jgd. 1:4 Germania 1. Sch.— Fortung 1. Sch. 2:2. Handball. Elmar Herne hoch geschlagen Elmar Herne 1— Sv. B. Sodingen 1 4:11(1:4) Einen ungemein schlechten Tag hatten Elmars Handballer. Sodingen brachte es fertig, diese Elf zweistellig zu schlagen. Die starke Formverbesserung der Sodinger fiel allgemein auf. Man wird von dieser Mannschaft in Zukunft noch sehr viel hören. Aeußerst schnell und entschlossen war der Sturm, der Lauf zeigte beste Aufbauarbeit, und hinten stand ein sicheres Schlußdreieck. Elmar dagegen versagte auf der ganzen Linie und mußte eine verdiente Niederlage einstecken. Elmar 2— Sodingen 2 1:6(0:2). Elmar 1. Jgd.— Markania Bochum 1. Jgd. 21:0. Blau=Weiß Herne 1— Jortung Beckhausen 1 2:11(0:7) Gleich vom Anstoß aus gingen die Fortunen in Führung und 1 Minute später waren die BlauWeißen sogar mit 2:0 geschlagen. Die Ueberrumpelung brachte Blau=Weiß ganz aus dem Konzept, die Fortunen aber erzielten Tor auf Tor und lagen bei Halbzeit mit 7:0 in Führung. Auch nach der Pause war Beckhausen besser und 4 weitere Tore fielen. Blau=Weiß kam ebenfalls zu zwei Erfolgen. Die Herner machten einen vollständig überspielten Ein druck. Lasch und lustlos waren sie im Spiel und machten den überragend spielenden Fortunen das Siegen nicht allzu schwer. Die Fortunen zeigten einen seltenen Eifer und wundervolle Ballbehandlung. Der hohe Sieg war verdien“ tiges Spiel einen glatten und verdienten Sieg übe die Platzherren ersocht Beide Parteien traten starl geschwächt an, brachten dafür aber eine unnötig hart Note ins Spiel. Trotzdem die Polizei durch Verlei zung ihren Linksaußen verlor, hatte sie jederzeit mehr vom Spiel, hinzu kam noch, daß die BfLer durch eigennütziges Spiel die besten Gelegenheiten ver korksten und den überragend spielenden Polizeihüter nicht bezwingen konnten. Der schlechteste Mann war der Schiedsrichter, wei cher vollständig versagte. So unterbrach er einma eine Spielhandlung, jedoch warf die Polizei den Ball noch ins Tor. Der unschlüssige Leiter gab hinterhei Tor, auf berechtigten Protest der BfLer nahm er dann die Entscheidung zurück. Mehrere Male stand das Spiel vor dem Abbruch, jedoch gab es noch Leute welche Einsicht hatten und das Spiel wurde wenig stens zu Ende geführt Westfalia Bochum I.— Werden 08 I. 9:13. Keine Vereinigung. Am Samstag abend fanden von Germania Herne und Herne=Süd Verhandlungen statt. die eine Vereinigung zum Ziele hatten. Wie uns mitgeteilt wurde, sind diese Verhandlungen ergebnis los verlaufen. Ringlport Sodingen— Herne 20 Am kommenden Sonntag findet der angekündigt. Mannschaftskampf im Ringen Sodingen 89 gegen Herne 1920 bei Wirt Luke, Sodingen, Mont=CenisStraße statt. Die Sodinger Mannschaft, welche bis jetzt der FDT. angehörte, hat als erste die Initiative ergriffen und eine Mannschaft herausgefordert, die in der Kreis=Oberliga des bisherigen 3. Kreises im DASV. einen guten Namen hat. Durch die Zusam menlegungen innerhalb der deutschen Sportbewegung sind die trennenden Schranken, welche die einzelnen Verbände und Verbändchen aufgerichtet hatten, gefallen. Nun wird es sich zeigen, ob Mannschaften und Einzelkämpfer, welche in ihrem Lager zu den Favo riten zählten, sich auch. weiterhin in der Gesamheit behaupten können. Vor allen Dingen ist es zu begrüßen, daß nun in Zukunft in der Schwerathletik nach einem Reglement gearbeitet wird. Wenn sich verschiedene Sportler umstellen müssen(Ringen, Punktewertung usw.,) werden diese aber nach einiger Zeit selbst feststellen müssen, daß dieses nur zu ihrem Besten ist. Besonders für einen besonderen Teil von Auch=Sportlern wird es sich unangenehm auswirken, wenn das Laufen von einem Verein bzw. Verband zum anderen aufgehört hat. Hier mußte durchgegrif fen werden und die Aussicht besteht, daß dieses in Zukunft auch geschieht. Jeder einsichtige Sportler, welcher Richtung er auch angehört, wird in seinem Innersten den angeführten Tatsachen beistimmen und selbst hoffen und wünschen, daß hier eine Aenderung geschaffen wird. Schwerathletik Kreisjugendkämpfe des 3. Kreises Rheinland-Westfaten in Witten. Bei den diesjährigen Kreismeisterschaften der Jugend- und Schüler=Klassen konnte der Jugendliche H Schulze, Schulstraße vom Kraft=Sportverein Herne 1920 im Gewichtheben(Mittelgewicht) den Titel Kreismeister erkämpfen. Bei dem LeichtathletikVierkampf, bestehend aus 100=Meter=Lauf, Weitsprung, Steinstoßen und Gewichtwerfen vollbrachte der tüchtige, junge Sportler eine schöne Leistung, indem er bei einer Konkurrenz von 50 Mann sich an dritter Stelle plazieren konnte. Ein gutes Zeichen, daß die Jugend des Vereins mit solchen Leistungen vorangeht. Wir gratulieren. Radsport 10. September: Stadtmeisterschaft über 100 Kilometer. Kommenden Sonntag findet die Stadtmeisterschaft von Herne im Einerstreckenfahren über 100 km statt. Ausrichter ist die Ortsgruppe Herne des B. D. R., Veranstalter der Stadtverband für Leibesübungen Herne. Strecke: Herne—Appelhülsen—Herne. Start am 10. September, vormittags 8 Uhr Restaurant Biermann, Herne, Bahnhofstraße 136. Meldungen ½ Stunde vorher im Umkleidelokal ebendaselbst.— Startberechtigt sind alle Mitglieder der Vereine des Stadtverbandes für Leibesübungen Herne, die ein Vierteljahr im Verein sind und in Herne wohnen. Startgeld 50 Pfg. Der Sieger erhält Meisterschaftsplakette und Strauß mit Schleife. Ein Drittel der Teilnehmer wird ausgezeichnet, bis 10 Fahrer. Gefahren wird bei jeder Witterung. Die Wettfahrbestimmungen des B. D. R. sind maßgebend. Jeder fährt auf eigene Rechnung und Gefahr. Kein Fahrer darf fremde Hilfe in Anspruch nehmen, außer bei Unglücksfällen. Radwechsel ist nicht gestattet. Uebertretungen werden mit sofortigem Ausschluß aus dem Wettbewerb bestraft Der Wettfahrausschuß: I. A.: Friedr. Vornholt, 1. Schiedsrichter, Ortsvertreter des B. D. R. 4. Bezirks=Tennisturnier in Dortmund. Am Freitag gav es beim 4. Bezirks=Tennisturnier. das der Dortmunder TC. 1898 auf seiner idealen Platzanlage ausgerichtet hat, mehrere Ueberraschungen, deren größte die Niederlage der Bezirksmeisterin Frau Brügmann=Dortmund ist. die gleich im ersten Spiel von der Bochumerin Strauch 2:6, 6:3, 7:5 ausgeschaltet wurde. Fr. Schulte=Dortmund hatte wenig Mühe, Frl. Jürging=Schwelm hinter sich zu lassen. Das Ergebnis lautete 6:1, 6:4. Auch Frl. BrunswickBochum kam mühelos eine Runde weiter. Nicht erwartet kam auch die 4:6, 6:4. 5:3=Niedersage, die Frl. Haarmann=Osnabrück durch Frl. Fuhrmann=Hagen erlitt. Im Herreneinzel verlief alles programmäßig. Der vorjahrige Meister, Cramer=Dorsten, behauptete sich über E. Kümpers=Rheine 6:3, 6:4. Flamme=Gelsenkirchen schaltete Freistein=Dortmumnd nach schönem Spiel 6:3, 2:6, 6:4 aus. Leider setzte gegen 18 Uhr Regen ein, so daß die Doppelspiele wenig geförder werden konnten. Kennen am Samstag Dieppe. 1. R.: 1. Allee(Batard); 2. Cameraka; 3. Panotle; sec ner Carlite, Ebagie, Semver Idem. Redowa, Happy Land — Toto: 33, 12. 12, 12:10— 2. R.; 1. La Madoutine (Dwver); 2. Fei Sacre; 3. Sephano; ferner Haques Capet, Pointe Pescade, Prince Igor II.— Toto: 41, 21, 18:10.— 3. N.; 1. Filak(Semblat); 2. Film Lumiere; 3. Maypote: ferner Sainte Louise, Double Deur, Marimo, Alma II.— Toto: 24, 16, 34:10.— 4. R.: 1. Lady Killer(St. Mirel): 2. Jus: 3. Gavea; ferner: Belle Epine, Dairymaid, Isecrate II. Nadina, Daldurie, Esclarmonde II. Reparkie II. — Toto: 49, 18, 23, 37:10.— 5. R.: 1. Tomislaw(Sibbritt): 2. Lousianna; 3. Serpolet; ferner Etoile d'Azur.— Toto: 13, 12, 16:10.— 6. R.: 1. Ercelsior(Cheret); 2. Juden; 3. Baudreeuil; ferner Polydann.— Toto: 121, 36, 19:10. Verantwortlich für den Sportteil: Josef Möller. Herne Herner Schwimm-Meisterschaften im herner Sommerbad. Glänzende Beteiligung. Neptun lichert lich den Hauptanteil der Meilteridtaftstitel. Die Herner Schwimm=Meisterschaften 1933 wurden gestern nachmittag im Sommerbad an der Bergstraße durchgeführt. Das Schwimmbad präsentierte sich bei schönstem Wetter in glänzender Verfassung, so daß die Wettbewerbe reibungslos und programmäßig bis auf das Wasserballspiel abgewickelt werden konnten. Die zum Teil gutbesetzten Meisterschaftswettbewerbe brachten dann auch die erwarteten spannenden Kämpfe.— Nach einer Begrüßungsansprache des Vereinsführers des SV. Reptun ergriff Lehrer Bäcker vom Stadtverband zur kurzen markanten Rede das Wort. U. a. wies er auf die Wichtigkeit des so wertgewordenen Schwimmens hin. Jeder Deutsche ein Schwimmer und jeder Schwimmer ein Retter. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den ehrwürdigen Herrn Reichspräsidenten und auf den Volkskanzler Hitler beschloß er seine Ausführungen. Mit dem 200-Meter-Brustschwimmen für Herren wurde der Reigen der Wettkämpfe eröffnet. In glänzender Manier schwamm Adomeit(Wiking) seinen Gegnern davon und sicherte sich den Titel vor Hammelmann(Neptun) und Schütte(Falkenhorst). Doppelmeister wurde der Neptuner Werner Rasch. Im 100-Meter-Rückenschwimmen stand sein imponierender Sieg nie in Frage. Die Zeit von 1,29,7 Minuten ist als gut zu bezeichnen, wenn man Raschs noch nicht ausgeheilte Armverletzung berücksichtigt. Das 100 mBrustschwimmen für Damen sicherte sich Frl. Liebrecht vom Herner Turnklub im Alleingang. Unverständlich ist es, daß hier die Schwimmvereine keine Besetzung zustandebrachten. In einem der schönsten Rennen sicherte sich Franke(Wiking) das 50-m-Brustschwimmen für alte Herren. Den zweiten Titel errang Frl. Liebrecht(Turnklub) nach einem interessanten Kampfe gegen Frl. Krehmer(Wiking). Der Altmeister Kulot(Neptun) verteidigte seinen Titel wieder erfolgreich mit gut 4 Punkten Vorsprung vor Meier(Herne=Vöde( und Börner(Wiking). Hammelmann(Neptun) behauptete sich knapp in 45,3 Sek. vor Wiebecke(Wiking) 45,7 Sek. im 50-m-Streckentauchen. Das 100 m-Berustschwimmen für Sportler, SA. SS und Stahlhelm gewann Kowallak(Stahlhelm) vor Zakoll(Herner Turnklub) in 1,39 Minuten. Leben gab es im Schwimbassin bei den Rahmenkämpfen der Knaben. Prächtig war es, den kleinen Kerlchen zuzusehen, wie sie sich den Weg durch das nasse Element bahnten. Starke Begeisterung lösten die beiden großen Schwimmstaffeln aus. Die 10 mal 50-m-Bruststassel um den Wanderpeis des Herrn Otto Meinhardt holte sich wieder der Schwimmverein Wiking nach hartem Kampfe vor Neptun. Ganz groß in Fahrt waren dagegen die Neptuner in der 10 mal 50-m=Kraul= staffel. Mit 45 m Abstand folgten die Wikinger und mit weiteren 60 m der Herner Turnklub. Die 3 mal 100 m-Lagen- und 3 mal 100-m-Kraulstaffel schamm Neptun im Alleingang nach Hause, während Wiking sich die 4 mal 100=m=Bruststaffel sicherte. Mit dem abschließenden Wasserballspiel um die Stadtmeisterschaft zwischen Neptun und Wiking nahm die Veranstaltung einen unerwarteten Ausklang. In einem 2 mal 10=Minutenspiel stellten sich dem Unparteiischen folgende Mannschaften: Wiking: Schumacher, Gutzka, Brehm, Müller, Adomeit Mehrkühler und Sewing: Neptun: Pietka, Deinert, Beking, Bigge, Möllers, Dörsam und Kleinsorge. In der l. Hälfte des Spiels gab es verteilte Leistungen. Wiking wußte kleinere Vorteile geschickter auszunutzen und ging in der 7. Minute in Führung. Diesen Vorsprung erhöhten sie einige Minuten später auf 2:0 Nach einer guten Linksvorlage kam Neptuns Linksaußen gut durch und verringerte den Abstand auf 2:1. Die Partie stand beim Wechsel 2:1. Einige Minuten nach Wiederbeginn erzielte Neptun den Ausgleich Ein starkes Ringen um den Erfolg setzte auf beiden Seiten ein. Nach einer guten Vorlage kam Bigge (Neptun) gut durch und ein kräftiger Wurf unter die Latte brachte den Ball knapp hinter die Torlinie. 3:2 für Neptun. Starker Protest seitens Wikings folgte gegen diese Entscheidung des Schiedsrichters. Zwei Schwimmer beider Seiten lassen sich im Wasser zu Tätlichkeiten hinreißen. Das Publikum, das zum größten Teil Partei für die Neptuner ergriff, war sichtlich erregt. Die Wikinger, die sämtlich das Wasser verlassen hatten, machten die weitere Durchführung des Spiels unmöglich und der Schiedsrichter pfiff das Spiel als für Neptun gewonnen ab. Unverständlich ist es uns, daß diese Veranstaltung einen so beschämenden Abschluß nehmen mußte. Keinenfalls ist damit dem Herner Schwimmsport förder id geholfen und die schönen Worte des Lehrers Bäcker, der eingangs der Veranstaltung besonders hervorhod: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ schienen somit hie. auf unfruchtbaren Boden gefallen zu sein. Hier die Ergebnisse. 200-Meter-Brustschwimmen für Herren: 1. Sieger und Stadtmeister Helmut Adomeit, SC Wiking 3,21,0 Min.; 2. Hans Hammelmann, SV Neptun 3,34.4 Min. 3. Willi Schütte, DIK. Falkenhorst 3,35,2 Min. 100-Meter-Kraulschwimmen für Herren: 1. Sieger und Stadtmeister Werner Rasch, SB Neptun 1,20,2 Min.; 2. Gottfried Dörsam, SV Neptun 1,21,2 Min.; 3. Hugo Hymmen, SB Neptun 1,22,2 Min. 100-Meter-Brustschwimmen für Damen: Stadtmeisterin Gertr. Liebrecht, Herner Turnklub 1,42,2 Min. 50-Meter-Brustschwimmen für alte Herren: 1. Sieger und Stadtmeister Wilhelm Franke, SC Wiking 53,0 Sek.. 2. Hermann Simon, SC Wiking 55,0 Sek., 3. Rudolf Markmann, SV Neptun 56,2 Sek. 50-Meter-Brustschwimmen für Mädchen: 1. Siegerin Erna Ontrup. SC Wiking 498 Sek., 2. Grete Schweige, Wasserfreunde Börnig 52,4 Sek., 3. Elisabeth Wiwyol, SC Wiking 53,7 Sek., 4. Hilde Botenwerfer, SC Wiking 54,7 Sek., 5. Else Kasten, SC Wiking 56,4 Sek.. 6. Hilde Hinterthau, Wasserfreunde Börnig 570 Sek., 7. Liesel Ludwig, Wasserfreunde Börnig 58,4 Sek., 8. Maria Schiefke, Wasserfreunde Börnig 1,00,0 Min., 9. Else Krämer, SV Neptun 1,02,2 Min., 10. Wilma Hellmig, SC Wiking 1,05,4 Minuten. 100-Meter-Brustschwimmen für Herren-Jugend: 1. Sieger Walter Müller SC. Wiking 1,33,0 Min., 2. Heinz Fuhlrott, SB Neptun 1,35,8 Min., 3. Werner Markmann, SV Neptun 1,43,0 Min. Imal 100-Meter=Lagenstaffel: Stadtmeister SV. Neptun 5,145 Min. im Alleingang. 50-Meter-Kraulschwimmen für Knaben: 1. Sieger Rolf Ulstein, SC Wiking 34,2 Sek., 2. Heinz Kopeßz, Wasserfreunde Börnig 37,1 Sek., 3. Werner Higche, SC Wiking 42,9 Sek., 4. H. Hahne, SC Wiking 43,8 Sek., 5. Dorsch, DIK. Falkenhorst 46/0 Sek., 6. Schulenburg, SV Neptun 48.6 Sek., 7. August Langerfeld, SB Neptun 50,2 Sek.., 8. Puchalski, DIK. Falkenhorst 50,8 Sek., 9. Erich Dörsam, SV. Neptun 51.,5 Sek., 10. Madeja, SV Neptun 54,0 Sek. 100.Meter=Rückenschwimmen für Damen: 1. Siegerin und Stadtmeisterin Gertrud Liebrecht, Herner Turnklud 1.493 Min., 2. Greie Krehmer. SC Wiling 1,52,3 Min., 3. Paula Ongstek, SB Neptun 2,03./8 M 100-Meter=Brustschwimmen für Damen-Jugend: 1. Siegerin Liesel Burrev. SB Neptun 2/10.4 Min., 2. Lotte Sewing. SC Wiking 2.13/6 Min., 3. Inge Ruge, SC Wiking 2.,15,0 Min. Imal 100-Meter Bruststaffel für Herren. Jugend: 1. Sieger SV Neptun 4.56,0 Min., 2. SC Wiking 5.00,6 Min., 3. Wasserfreunde Börnig 5.27.0 Min. Springen: 1. Sieger und Stadtmeister Josef Kulot, SV Neptun 57,42 Punkte, 2. Meier, Turnerbund Böde 53.30 Punkte, 3. Hans Börner SC Wiking 48.60 Punkte. 4mal 100-Meter-Bruststaffel für Herren: 1. Sieger und Stadtmeister SC Wiking 6,30,0 Min., 2. SB Neptun 6,39,9 Min., 3. D0K. Falkenhorst 7,04,3 Min. 50-Meter=Tauchen: 1. Sieger und Stadtmeister H. Hammelmann, SB Neptun 45,3 Sek., 2. Oskar Wiebecke, SC Wiking 45,7 Sek., 3. Erich Wolowski, SC Wiking 45.7 Sek. 100 Meter-Rückenschwimmen für Herren: 1. Sieger und Stadtmeister Werner Rasch, SV Neptun 1,29,7 Min., 2. Gottfried Dörsam, SV Neptun 1,430 Min., 3. Karl Mehrkühler, SC Wiking 1,433,0(totes Renn.) 30-Meter-Brustschwimmen für Knaben: 1. Sieger Rolf Uhlstein, SC Wiking 42,1 Sek., 2. Walter Wendler, SV Neptun 44,4 Sek., 3. Herbert Lange, Wasserfreunde Börnig 48.0 Sek., 4. K. Heinz Wegat, SC Wiking 48,2 Sek., 5. August Langerseld, SV Neptun 48.6 Sek., 6. Ewald Ost, Wasserfreunde Börnig 48,9 Sek., 7. Heinz Kuhlebert, Wasserfreunde Börnig 51,3 Sek., 8. Rudi Holl, SC Wiking 56,6 Sek., 9. Fritz Arndt, Wasserfreunde Börnig 57,0 Sek., 10. Erich Kömmling, SV. Neptun 57,8 Sek. 100. Meter- Kraulschwimmen, Herren-Jugend: 1. Sieger Walter Müller, SC Wiking, 1:28·9 Minuten, 2. Fritz Piter(SV Neptun, 1:38,8 Min. 3. Kalutzni (SV. Neptun) 1:51,4 Min. 3 mal 100-Meter-Kraulstaffel: 1. Sieger und Stadtmeister SV. Neptun 5,01,2 Min. im Alleingang. 10 mal 50-Meter-Bruststaffel: 1. Sieger u. Stadtmeister SC. Wiking 7,19 Min. 2. SV. Neptun 7.25 Min. 3. Herner Turnklub 9,17 Min. 100-Meter-Brustschwimmen für Sportler, SA, SS und Stahlhelm: 1. Sieger Paul Kowalak. Stahlhelm, 1,39 Min. 2. Ferdinand Zakoll, Herner Turnklub, 1,42,8 Min. 3. Alex Rommel, Turnklub Baukau, 1,44,6 Min. 10 mal 50-Meter-Kraulstaffel: 1. Sieger u. Stadtmeister SV. Neptun 6:27,8 Min. 2. SC Wiking 7:09.2 Min. Wasserball: Neptun— Wiking 3:2(1:2) Ladoumegue- Nurmi- Purse. Wie uns gleichzeitig aus Paris und Helsingfors gemeldet wird, ist es jetzt zum Abschluß zwischen Ladoumegne, Einar Purje und Paavo Nurmi gekommen. Purje soll bereits am 9. September in Paris gegen Ladoumegue einen 1000=Meter=Lauf bestreiten. Für den 10. September— doch steht dieser Termin noch nicht ganz fest— ist ein neuerliches Zusammentreffen in Lyon vorgesehen. Am 16. September kommt es in Pariser Buffalo=Stadion zu einem neuerlichen Zusammentreffen Ladoumegue— Purje und am 24. September zu der großen Sensation einer Begegnung Ladoumegue— Nurmi— Purje im Meilenrennen. Der Führerrat im Deutschen Ski=Verband. Der mit der Führung im Deutschen Ski=Verband beauftragte Josef Maier(München) hat jetzt seine Mitarbeiter im Führerrat bestimmt, und zwar: Stellvertretender Führer: Gustav Raeter(Erfurt).— Schriftwart: W. König(München).— Kassenwart: Backmeister(Limgau).— Sportwart: Baron Le Fort ###ch— Lehrwart: Winkler(München).— (ormio), 2. Weiger(Um).— Sachbeorbeiter für Verkehr: Rögner(Freiburg), und rtroter in der FIS: Dr. Bader(Münster) und Gun Schmidt(München).— Der Führerrat trit und 17. Sept. in Würzburg zusammen, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden. B. S. C. 22— Borklub Emmerich 20 13:5 Den Bericht über diesen überwältigenden Sieg der Herner bringen wir morgen. Die Studenten Weltmeisterschaften in Turin Deutschland schlägt Ungarn im Fußball. Den Reigen der Wettbewerbe eröffneten die Fech ter, die einen Mannschaftskampf im Florett auszutragen hatten. Deutschland kämpfte erst in der zweiten Runde. In der ersten Runde gab es folgende Ergebnisse Italien— Tschechoslowakei 16:0, Frankreich— Spanien 15:1, Ungarn— England 14:2. England mußte in der zweiten Runde gegen Deutsch land antreten. Nach gleichwertigen Leistungen endete das Treffen unentschieden 8:8. Da aber die Briten drei Treffer mehr aufzuweisen hatten, wurde ihnen der Sieg zugesprochen. In der Hauptbahn wurden am Nachmittag die ersten Fußballspiele ausgetragen, zu denen sich nu 5000 Zuschauer eingefunden hatten. Im ersten Spiel schlugen die Italiener die Vertreter Lettlands ohne Mühe 7:1(4:0). Anschließend folgte das interessanteste Spiel zwischen Deutschland und Ungarn, das unsere Vertreter mit 4:2(2:2) überraschend gewannen. Die deutsche Mannschaft spielte bedeutend besser als in den Probespielen. Vor allem der Angriff zeichnete sich durch wuchtiges Einsetzen aus. Sonstige Svortnachrichten Colonia Köln— Boxsport 20 Dortmund 11:3. Im Kölner Metropolring kam ein Boxklubkamp zwischen Colonia und Boxsport 20 Dortmund zum Austrag, den die Kölner vor 1000 Zuschauern mit 11:3 Punkten gewannen. Im Leichtgewicht wurde die Begegnung zwischen dem deutschen Meister Schmedes und dem Kölner Ulderich unentschieden gegeben ein Urteil, das Schmedes benachteiligte. Im Hauptkampf der Berufsboxkämpfe im Berliner Spichern-Ring trennten sich Scholz(Breslau) und Vogel(Berlin unentschieden. Das gleiche Ergebnis hatte die Begegnung zwischen Trollmann(Hannover) und Sabottke(Berlin). Die Gauführer für Schwerathletik und Au-Rtfu. Vorbehaltlich der Zustimmung Dr. Heyls, des Fachsäulenführers, werden Heinz(Bremen) den Gau 8 (Niedersachsen) und Gau 9(Westfalen) und Frantzen (Köln) den Gau 11(Mittelrhein), Gau 10(Nieder= rhein) und Gau 12(Nordhessen) für die Ringer, Iin=Jitsu=Kämpfer und übrigen Schwerathleten führen. Auch Rutz begnadigt. Der Exstuttgarter Rutz, der zusammen mit Kreß bei Rot=Weiß Frankfurt spielte und dann zwei Jahre disqualifiziert wurde, ist jetzt gleichfalls begnadigt worden. Rutz weilt schon seit einiger Zeit bei seinem alten Verein VfB. Stuttgart, für den er jetzt auch wieder spielen wird. Führerprinziv im Deutschen Sängerbund Durchführung im beschleunigten Verfahren— Anordnungen des Bundesvorsitzenden. Der Vorsitzende des DSB., Georg Brauner. Verlin. hat den reichsdeutschen Bünden des DSB. folgende Verlautbarung zugeben lassen: Zur schnelleren Durchführung einer der neuen Staatsform entsprechenden Organisation im DSB. ernenne ich die derzeitigen Vorsitzenden der reichsdeutschen Kreise und Bünde zu ihren kommissarischen Führern. Ich bitte, sobald als möglich durch den Sängertag der Einzelbünde eine diesem vorzulegende abgeänderte Satzung beschließen zu lassen, die das Führervrinziv festlegt; bei gleicher Gelegenheit ist durch den betreffenden Sängertag der Führer des Einzelbundes endgültig zu berusen bzw. zu bestätigen. Zur Vermeidung der mit der Einberufung eines Sängertages des Einzelbundes verknüpften hohen Kosten kann die Satzungsänderung und Führerberufung bzw. =bestätigung auch auf schriftlichem Wege erfolgen: wo in diesem Jahr bereits ordentliche Sängertage stattgefunden haben, empfiehlt sich die Einhaltung des schriftlichen Weges unter allen Umständen;: die sormale Bekätigung läßt sich dann immer noch auf dem nächsten ordentlichen Sängertag des Bundes nachholen. Die kommissarischen Führer übernehmen schon von jetzt an die persönliche Verantwortung für eine restlose Durchführung der von der Bundesleitung seit dem Dortmunder Sängertag berausgegebenen Richtlinien. Es ist zweckmäßig, daß sie die Leiter ihrer Gaue sofort zu kommissarischen Gau=Führern mit der gleichen Verantwortlichkeit ernennen und daß diese ihrerseits für die Einführung des Führerorinzivs auch in den Vereinen Sorge tragen. Ich weise noch einmal nachdrücklichst darauf bin, daß auch die Bundesvereine vor Eingrissen der politischen Behörden nur dann geschützt sind, wenn sie der mit der Reichsleitung der RSDAP. und dem K. s. d. K. getroffenen Vereinbarung entsprechen.(Führer, Chorleiter und die Mehrzahl der Leitungsmitglieder müssen der RSDAP. oder einer anderen nationalen Organisation— Kampfbund. Stahlhelm. RSBO., Koffhäuserbund, NS.= Lehrerbund. NS.=Beamtenbund— angehören, und es darf niemand mit einem Amte betraut werden. der einer marxistischen Organisation verpflichtet ist oder die nationalsozialistische Bewegung früher bekämpft hat.) Keine gesellschatlichen Unterschiede mehr in den Gesangvereinen! „Der Deutsche Sängerbund war von jeher bestrebt, in Einen Vereinen alle Schichten des deutschen Volkes zu verbinden. den Arbeiter neben den Akademiker, den Beamten neben den Handwerker zu stellen. Er will sozial ausgleichend wirken und hat daher die Aufnahme von Bfinden. in denen ausschließlich Sänger aus einer bestimmten Berufsklasse vertreten waren. stets avgelehnt und diese Haltung durch Aufnahme in seiner Satzung verankert. Bei den z. Zt. schwebenden Zusammenschlußverhandlungen ist die Frage wieder neu aufgetaucht. Die Verschmelzung stößt gerade wegen der sozialen Einstellung der Vereine oft auf Schwierigkeiten. Lepthien=Halle schreibt darüber im neuesten Heft der „DSB3.“ u. a. folgendes: „Schon immer waren wirklich„große“ Vereine auf leistungsfähige Sänger angewiesen und mußten deshalb die Frage des Berufs und des Bildungsgrades fast schon swangsläufig ausschalten. Bei den übrigen Vereinen aber. an denen die Gepflogenheiten groder Chöre spurlos vorübergingen, hat sich das berausgebildet und leider immer mehr vertieft, was wir leider auch heute noch als ungeschriebenes Gesetz betrachten. das mindestens die Eignung des neuen Mitgliedes für den betr. Gesellschaftskreis verlangt. Das braucht nicht nachgewiesen zu werden. das fordern heute noch unzählige Aufnahmevaragrapben, die z. B. schon bei einer ablebnenden Stimme einen komplizierten Vereinsvarlamentarismus in Bewegung setzen. Vielleicht ist dieser„Satzungsbetrieb". diese bis ins kleinste getriebene und übertriebene Eigengesetzlichkeit überhaupt der Grund unserer maßlosen Zersolitterung und der ewige Hemmschuh für die Verwirklichung aller Gemeinschaftsideen. Es leuchtet gewiß ein. daß mancher Vorsitzender und Chormeister mit der Satzung in der Faust Verschmelsungsabsichten nur allzu leicht verwässern kann. Daß man hier den Hebel ansetzen muß, ist schon lange nicht mehr nur ein Gebot der Stunde. sondern das verlangt letzten Endes eine Staatsführung, die im neuen Deutschland auch für den ernsthaften Sängersmann besondere Aufgaben vorbereitet. Kurz. es gilt der Braunerschen Verfügung rücksichtslos zu folgen, wirklich geeignete Männer. meinethalben mit der notwendigen kommissarischen Beauftragung zu versehen und nicht erst abzuwarten, bis der klare Ton der Verordnung erst wieder durch die Zutaten der verschiedenen Sängerparlamente verwischt wird. Wenn wir jetzt nicht schnelle und ganze Arbeit verrichten, bekommen wir nie den Handwerker neben den Lehrer, den Arbeiter neben den Akademiker. auch keine übersichtlichen Vereinsheiten und die langersehnten größeren Angriffsflächen für eine gesangskulturelle Erziebungsarbeit. Ich darf wohl im Namen einer noch jüngeren Sängergeneration sagen, daß wir unsere Pionierarbeit nur schon zu häufig versanden sahen und fast nicht mehr daran geglaubt haben, daß die Bundesleitung diesen beherzten Schlußstrich unter das Kavitel„Vereinsmeierei" setzen würde.“ Die Frage der Arbeitergesangvereine. Ueber die von dem Führer des DSB.. Georg Brauner. Berlin. veröffentlichten Richtlinien macht Brüggestrat. Bochum. im amtlichen Blatt des DSB., der „Deutschen Sängerbundes=Zeitung". Ausführungen. die allgemeine Beachtung verdienen. Er sagt u. a.:„Bekanntlich gestatten es die Richtlinien des DSB., Gesangvereine, die früher dem Arbeitersängerbunde angehörten. auf ihren Antrag hin in den Gau aufzunehmen. Viele Arbeitergesangvereine haben inzwischen ihre Aufnahme beantragt und sind in den meisten Fällen auch wohl in die Organisation ausgenommen worden. Viele Anträge liegen noch vor und harren ihrer Erledigung. Es kann den die Verantwortung tragenden Stellen nicht dringend genug empfohlen werden. dabei genau zu prusen, ob die Vereine den ausgestellten Forderungen der Richtlinien voll und ganz entsprechen, daß sie also die Aufnahme in unsern Bund nicht als Deckmantel benutzen, um doch noch weiter ihre Eigenbestrebungen sortzusetzen. Im Regierungsbezirk Arnsberg wurden jetzt 30 marxistisch eingesellte Gesangvereine, die nach der Machtübernahme durch die nationalsozialistische Regierung ihre Weltanschauung nicht mehr offen zu zeigen wagten, von Beamten der Staatspolizei ausgelöst. Das Vermögen der Vereine wurde sichergestellt. Erhedliche Bargeldbeträge. Spar= und Scheckkonten. unzähliges Notenmaterial wurden beschlagnahmt. Dieser Vorgang sollte uns in allen Gauen zur größten Vorsicht anregen. damit keine unangenehmen Weiterungen für uns selbst entstehen. Es ist dringend nötig, sich jeweils mit der betreffenden Ortsgruppe der NSDAP. in Verbindung zu setzen. Vielleicht wäre es auch zweckmäßig, da die Lage der Dinge es angebracht erscheinen läßt. den Vereinen des Arbeitersängerbundes eine Karenzzeit auszuerlegen. ebe sie endgültig in den Bund ausgenommen werden. Wir wollen dabei den zu uns kommenden Arbeitersängern ohne Voreingenommenheit die Tore zu unserer Organisation öffnen, wenn sie sich ohne Vorbehalt auf den Boden der gegebenen Tatsachen stellen und mithelfen wollen durch Pflege des deutschen Liedes am Aufbau des neuen Reiches.“ Reichsmilchauslchuß auf der Weltdeutlchen Braunen Melle. Seit der nationalen Revolution ist für die Propagierung deutscher Waren durch die eigens dafür bestimmtn Stellen außerordentlich viel getan worden. Entsprechend dem inneren Wesen der Braunen Messen, die das deutsche Erzeugnis, seine Qualität und Preiswürdigkeit sowie die damit in engstem Zusammenhang stehende Arbeitsbeschaffung in den Vordergrund stellen wollen, ist es naturgemäß, wenn sich eine derartige Werdung für deutsche Ware und deutsche Arbeit hier erheblich verdichtet. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn auf der Westdeutschen Braunen Messe in Dortmund, die wegen ihres Umfanges einen ganz hervorra genden Werbewert besitzen dürfte, von einigen Reichsausschüssen besonders intensive Propaganda in dieser Richtung betrieben wird. So wird u. a. der Reichsmilchausschuß mit einer Sonderausstellung vertreten sein und eine Lehrschau aufbauen. Es wird hier Material beigebracht über die Produktion und die zweckmäßige damit in Zusammenhang stehende natürliche Stützung der Landwirtschaft sowie auf Fehler in der Erzeugung und Bedarfsdeckung hingewiesen Diese Sonderschau des Reichsmischausschusses dürfte größte Beachtung weiter Kreise, insbesondere der Landwirte und der Händlerschaft verdienen. Gewinnauszug 5. Klasse 41. Preußisch=Stbdeussche (267. Preußz.) Staats=Lotterie 1. dne Gewähr Nachdruck verbote. Auf jede gezogene Ru dohe Gewinne gefallen, auf die Lose gleicher Rummer steilungen mmer sind zwei und zwar ie einer Rummer in den beiden un0 II— 21276 39843 6617 14418 84356 901532 892396 N1 96 76372 131829 17694 216196 248844 Kuger 816153 86834 17248 Staatl. Bad Meinberg(Lippe) Mittwoch, den 6. 9. 33, abends 8.15 Uhr findet als Auftakt zur„Deutschen Woche des Lipperlandes“ unter dem Protektorat des Herrn Staatsminister Riecke ein„Großes Symphonisches Festkonzert“ statt. Das auf 40 Mufiker verstärkte Kurorchester(gesamtes Städtisches Orchester Osnabrück) bringt unter Leitung seines seit 5 Jahren in Meinberg mit größtem Erfolg wirkenden Dirigenten Okto Erich Steeger, außer der Leonoren Ouverture, zwei Uraufführungen und zwar als erstes Otto Erich Steegers Symphonische Dichtung„Schlageker“ und als Hauptwerk des Abends Prof. Aug. Wewelers große„Symphonie in A moll.“ Helft mit an der Verbreitung einer guten Tageszeitung! Gelesene Nummern unseres Blattes an Bekannte weitergeben! 21. Ziehungstag 1. Septemder 1932 n d e r h e u t i g e n V o r m t t t o g s z i e h u n g w u r d e n über 400 M. gezogen 6 Gewinne zu 25000 M. 18099 272476 6 Oepiane zu 10000 m. 290011 333167 18 Cewinne zu 5000 S. 33647 100667 216782 267757 330383 860993 366822 24 Gewinne zu 3000 G. 21771 27096 98926 100476 102022 113823 226678 378879 398248 399265 66 Cewiane zu 2000 S. 16949 28362 50339 51690 64249 81938 97981 118792 49759 158373 166156 179029 179704 199041 224674 243167 258917 291606 335616 336064 354728 359673 367328 114 Oerinue zu 1000 G. 1707 12606 20812 31640 46879 49348 66672 64317 78412 82866 85184 117966 122515 133346 140876 142671 164606 166736 186911 189496 204933 208244 209284 227938 231414 239623 240674 241482 258801 263679 272163 273688 276452 291364 293139 295573 301649 306636 320848 323329 339659 344918 345660 357910 356669 368693 372479 393232 166 Cemtane zu 500 SK. 876 5644 14248 24937 26468 29904 36924 41646 43022 61606 62669 63266 73406 74071 82754 967 90928 99085 101394 102777 107695 111849 19966 129032 134437 138249 141438 141724 142393 168410 168591 160436 161822 172026 172748 174730 180645 182694 184426 197394 88666 191174 191716 192127 196140 202841 209786 211994 217041 229977 238474 250624 256849 269411 262408 262894 266277 266604 281642 286936 291182 293857 295678 303243 305546 318943 325472 331428 337643 346123 347904 355665 368190 367289 367356 373280 376069 382763 383722 300710 396979 In der dentigen Nachmitggniehung wurden Oeniune über 400 M. gezogen 2 Oestuns zu 100000 S. 116043 2 Gewinne zu 25000 S. 389852 4 Cemtnne zu 10000 M. 42720 364430 6000 Nr. 168321 176094 189742 20 Seminue m 3000 G. 47791 67206 104630 166379 223282 301346 304101 324020 373926 3466 40 Oertuns mu 2000 S. 23297 39612 60946 92685 117623 162096 188901 201006 206631 233048 271721 273794 261282 310031 329456 362810 368111 383841 397243 399744 98 Oepinne m 1000 a. 14016 16767 21906 33642 86681 90307 93371 102336 112383 123836 28754 167381 169019 173258 181321 182872 187697 191196 191262 198628 201499 210887 26739 229750 233061 234386 234811 236628 248930 249840 264042 266099 279131 284468 297619 300114 300387 304664 316906 330732 384539 383137 370960 373823 370050 NSd Brce ehn ber i nach 26 30484 84613 98197 101326 102176 106550 113674 117728 117671 123865 124042 130506 137462 160126 164060 154364 168894 160209 160972 184844 196274 198587 201877 209836 214178 242383 242496 246877 261729 267066 260219 262549 274362 283369 297611 301650 307222 306571 312234 319900 343992 346663 349799 364667 364560 368129 371115 372233 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien= e 500000 und 100 Prämien zu je 3000. 2 Ge winne zu je 500000, 4 zu je 50000, 8 zu je 25000 58 zu je 10000, 110 zu je 5000, 254 zu je 3000 784 zu se 2000, 1536 zu je 1000, 2558 zu se 500, 7846 zu je 400 M. ** Heim und Welt Beilage zum Herner Anzeiger. * 8 Von der Rettung der christlichen Ehe I. Heimkehr zu Gott Wenn wir nun unsere Aufmerksamkeit auf die Heilmittel richten, die dazu beitragen können, die furchtbaren Ehewunden zu bessern und die Heiligung und christliche Kraft der Ehe zu erneuern, so müssen wir zuerst daran erinnern, daß jede Abirrung von der rechten menschlichen Ordnung auf keinem andern Wege behoben werden kann, als durch die Heimkehr zu Gott und seinen ewigen Gedanken. Wer sich Gott unterwirft, der erfährt mit Freuden, wie auch ihm die Leidenschaften mit der Hilse der Gnade von oden gehorchen. Wer sich aber gegen Gott empört, muß die traurige Erfahrung machen, daß sie einen verhängnisvollen Krieg in seinem Innern entfachen. Nur dann wird ihr zügelloses Ungestüm erfolgreich gebändigt, wenn der Geist das Opfer gottesfürchtiger Verehrung in Gehorsam und Demut seinem Schöpfer wiederum weiht. Es ist also vor allem notwendig, daß jene, die das Sakrament der Ehe empfangen, sich mit einer Gesinnung beleben, die ihr Denken und Wollen mit höchster Ehrsurcht gegen Gottes geheiligte Majestät tiefinnerlich erfüllt. Sehr richtig und christlich handeln jene Seelsorger, welche die Ehegatten in erster Linie zu den religiösen Uebungen anhalten, sich Gott gänzlich in ihrem Stande zu schenken, beharrlich um seine Hilfe zu flehen, die heiligen Sakramente häufig zu empfangen und sich in allem dem göttlichen Willen demütig zu fügen. 2. Gehorsam gegen die Kirche Damit aber nicht irgend ein menschlich erdachtes oder gefälschtes Gesetz die Gewissen verwirre, sondern eine wahre und richtige Kenntnis den Geist des Menschen erleuchte und sein Handeln bestimme, muß zum Dienste Gottes und zur nölligen Hingabe an ihn der kindliche Gehorsam gegen die Kirche treten, die Christus, der Herr, selbst für alle Zeiten zur Lehrerin der Wahrheit und Führerin im Glauben und sittlichen Lebens bestellt hat. Ihr sollen sich daher die Gläubigen im Denken und Handeln unterwerfen, um damit ihren Geist vor Irrtum und ihren sittlichen Wandel vor Verderbnis zu bewahren. Wenn hingegen der Mensch hochmütig nur seinem eigenen Urteil vertraut und die Kirche als etwas Rückständiges und Weltfremdes verachtet, wird er sicher in seinen Gedanken und Werken verkommen. Damit aber die Gläubigen Gottes Gesetz und Gottes Gedanken in Bezug auf die Ehe erkennen, müssen sie darüber sorgfältig unterrichtet werden und in heiligem Ernste selber betrachten, wieviel Weisheit, Heiligkeit und Güte Gott dem Menschengeschlecht damit erwies, daß er die Ehe einsetzte, sie mit dem Gehege seiner heiligen sab und sogar zur hohen Würde eines Sakradaran erinnern, daß sie hier eine willkommene Gelegenheit finden, die Aermeren zu unterstützen und deuen zu helfen, die sich ohne den christlichen Opfersinn der Besitzenden nicht verheiraten können oder, wenn sie schon Gesetze umgab und sogar zur hohen mentes erhob. Dadurch wird den christlichen Eheleuten eine reichlich strömende Gnadenquelle eröffnet, sodaß sie—— den hohen Zwecken der Ehe in Reinheit und Treue zu verheiratet sind, bittere Not in ihren Familien erd entsprechen und ihren Kindern, ihrem Volke und der ganzen Menschheit segensreich zu dienen vermögen. Die eben empfohlene Unterweisung über die christliche Ehe muß sich aber scharf von jenen Aufklärungen it denen sich manche„Eheverbesserer" der *) Aus: Gröber, Dr. Conrad. Erzbischof von Freiburg, Metropolit der Oberrheinischen Kirchenprovinz Die christliche Ehe. Ihr Wesen und ihre Würde. ihre Gefährdung und Rettung. Im Anschluß an das Rundschreiben Papst Pius' XI. 12(24 S.) Freiburg im Breisgau 1933, Herder. Geheftet 0.20 RM., ab 10 Stück se 0.15 RM. unterscheiden, mi Gegenwart den Eheleuten in schön gesetzten Worten aufdrängen, um sie nichts anderes zu lehren, als die verwerfliche Kunst, schlau und schadlos zu sündigen, keineswegs aber die lernensnotwendige Tugend., rein und naturtreu zu leben. Aber auch die beste Unterweisung bleibt ohne Ernst, wenn nicht der feste Entschluß zu ihr tritt, die göttlichen Ehegesetze auch gewissenhaft zu beobachten. Sofern das gleich in der ersten Zeit der Ehe mit Festigkeit und Opfersinn geschieht, wird es den daran gewöhnten Eheleuten später um so leichter gelingen. Dazu stehen ihnen noch in besonderer Weise die Gnadenschätze des Ehesakramentes zur Verfügung, um ihnen auch dann noch Vertrauen und Kraft zu verleihen, wenn die Lebensnot und die Last ihres Standes sie schwer und dauernd bedrücken. 3.„Es prüfe, wer sich ewig binde““ Beim Zustandekommen einer glücklichen Ehe hängt vieles schon von der gründlichen Vorbereitung ab, der sich bereits die Brautleute unterziehen. Vor allem ist die Wahl des Gatten für das Glück oder Unglück in der Ehe entscheidend. Innig müssen die Brautleute deswegen zu Gott um Erleuchtung flehen, damit sie ihre schwere Wahl in christlicher Klugheit treffen und sich nicht vom blinden Drängen der Leidenschaft fortreißen lassen. Nur die wahre, echte Liebe und aufrichtige Zuneigung sollen die Gatten vereinigen, nicht aber die Sucht nach irdischem Gewinn oder andere weniger edle Beweggründe, die im Aeußern und Sinnlichen und nicht im Geistigen und Seelischen liegen. Keinesfalls dürfen es weiter die Brautleute versäumen, den Rat ihrer Eltern in kindlicher Aufrichtigkeit zu erfragen, ehe sie die endgültige Entscheidung fällen. Das reife Urteil und die reiche Erfahrung des Vaters und der Mutter hat viele schon vor verhängnisvollen Fehlgriffen bewahrt, während andere, die diese liebevolle Lebensklugheit der Eltern selbstherrlich verschmähten, ihr rücksichtsloses Vorgehen mit dem Unglück ihrer Ehe büßten. Bei der schweren Notzeit, unter der wir jetzt leiden, ist auch dringend davor zu warnen, sich leichtfinnig ohne jegliches Vermögen in die Ehe zu stürzen, statt in weiser Vorsicht und opferwilliger Arbeit selber etwas erspart oder gemeinnützige Vereine und Versicherungen beansprucht zu haben, die die Beschaffung einer Aussteuer erleichtern. Namentlich mögen sich aber auch die Reichen sie schon irdulden. 4. Die Aufgabe des Staates Es muß endlich Aufgabe der gesamten bürgerlichen Gesellschaft sein, die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in einer Weise zu regeln, daß die Familienoäter das Notwendige ausreichend verdienen, um sich, ihre Frau und ihre Kinder standesgemäß und den heimatlichen Verhältnissen entsprechend zu erhalten und zu ernähren. Verweigerung des gerechten Arbeitslohnes oder Herabdrückung desselben ist ein schweres Unrecht und wird von der Heiligen Schrift als eine himmelschreiende Sünde gebrandmarkt. Namentlich die öffentliche Autorität hat die heilige Pflicht, tatkräftig dafür zu sorgen, daß es den kinderreichen Familien weder an der hinreichenden Wohnung noch an der Erwerbsmöglichkeit des Lebensunterhalts mangelt und nicht auch die Mutter der Kinder aus bitterer Not und zum schweren Schaden des Hauswesens und der Erziehung zur täglichen Arbeit außerhalb der Familie gedrängt wird. Die Gegenwart beweist es nur zu erschütternd, wie furchtbar die Arbeitsund Verdienstlosigkeit die Menschen auch seelisch zermürbt und das Familienleben unterwühlt. Damit drohen aber auch der öffentlichen Sicherheit und dem staatlichen Leben die allergrößten Gefahren, wenn diese Menschen, die rein nichts mehr zu verlieren haben, in ihrer Verzweiflung sich einreden, eine Besserung ihrer Verhältnisse sei nur noch aus dem Umsturz des Staates und einer Verkehrung jeglicher Ordnung zu erhoffen. Zuletzt genügen aber auch alle äußern staatlichen Machtmittel zur Beobachung der sittlichen Ordnung in der Ehe. Familie und im Volk nicht mehr, wenn nicht die religiöse Autorität den Verstand durch die christliche Wahrheit erleuchtet, den Willen nach den ewigen Zielen weisheitsvoll lenkt und die menschliche Schwachheit durch die göttliche Gnade wirksam unterstützt. Diese Autorität ist aber allein die von Christus gestiftete Kirche. Nur im Zusammenschluß mit ihr wird es auch dem Staate elingen, die ungeheuren Schäden abzuwehren oder zu seilen, die durch das Umsichgreifen dreister und zügeloser Freiheit in der Ehe und Familie die Kirche und die staatliche Ordnung bedrohen. Dabei braucht der Staat keineswegs zu befürchten, daß ihm aus der Verbindung mit der Kirche irgend ein Nachteil für seine eigenen Rechte und seine Unabhängigkeit erwachse. Des bei Steppdecken. Diese dürfen nur mit der Bürste behandelt werden. Wolldecken und Steppdecken sollen olldecken und Steppdecken im Jahre gewaschen oder gereinigt werden. Gerade das Frühjahr ist die richtige Zeit mindestens einmal Will man Federbetten umschütten oder umfüllen, so wählt man als Ort hierfür am besten das Badezimmer. Man kann das Umherfliegen der Federn vermeiden, wenn man nur eine kleine Ecke des zu füllenden Kissenoffen läßt und an dieser Stelle das leere und das gefüllte Kissen, das nur ein Stück geöffnet ist, zusammennäht. Beim Umschütten braucht somit keine einzige Feder herumzufliegen. Nach der Umfüllung trennt man die Kissen vorsichtig auseinander. Diepraktische Hausfrau Erprobtes für den Alltag. Messer und Gabeln darf man beim Reinigen niemals ganz in Wasser legen, weil sich der Kitt in diesen sonst löst. Die Stiele von silbernen Messern wäscht man mit Silberseise und pußt mit Kreide nach. Stockflecke auf silbernen Bestecken beseitigt man, indem mar sie mit warmem Essig wäscht, in Wasser spült und abtrocknet kechte und seine Unabhängigkeit Staates Würde und Ansehen wird vielmehr eine Belebung und Erstarkung erfahren und sein Walten unter der Obhut der Religion sich durch Recht und Gerechtigkeit bewähren. Damit haben wir das Wesen und die Würde der christlichen Ehe im Lichte der göttlichen Wahrheit betrachtet, mir vaterlicher Sorge ihre Bekämpfung und Gefährdung in der Gegenwart verfolgt und die zur Rettung der christlichen Familie führenden Heilmittel bezeichnet. Hungern, Fasten, Obsttage Heilung durch Nahrungsentziehungskuren.— Fasten ist nicht Hungern.— Bekämpfung des Stoffwechselgiftes. Von Dr. med. Klaus Hoser. Im Anpreisen neuartiger Ernährungsmethoden wird des Guten etwas zuviel getan. Ueberall tun sich Sekten auf, die sich von bestimmten Nahrungsmitteln eine Heilung sämtlicher Krankheiten versprechen. Die Herkunft und die Symptome der einzelnen Krankheitsarten sind aber viel zu kompliziert, um so einfach beseitigt werden zu können. Außerdem schickt sich eines nicht für alle, und es muß immer Bedenken erregen, wenn eine bestimmte Kur die alleinige Lösung von jedem Uebel bringen soll. Trotzdem ist richtig, daß die vorübergehende Einschränkung einer allzu üppigen Lebensweise oder Nahrungsaufnahme in vielen Fällen durchaus nicht ungünstig ist. Die Nahrung hat nämlich einen viel tiefergreifenden Einfluß auf die Beschaffenheit unseres Körpers, als wir gemeinhin annehmen. Schon Hippokrates hat in seinen ja teilweise noch heute gültigen Lehrsätzen darauf hingewiesen. Natürlich braucht die vorübergehende Einschränkung der Nahrungsaufnahme aus medizinischen Gründen nicht bis zum völligen Hunger getrieben zu werden. Zwischen Hungern und Fasten ist nämlich ein großer Unterschied. Das Fasten gestattet unserem Organismus, ohne Nahrungsaufnahme aus dem Vorrat seine eigenen Reserven kurze Zeit zu zehren. Beim Hungern dagegen werden lebenswichtige Gewebe angegriffen. Auf die Dauer machen sich gewisse Abbauschäden bemerkbar. Schon die modernen Stoffwechselversuche zeigen bedeutende Differenzen. Beim Fasten sinkt der Stickstoffgehalt im Harn langsam ab, beim Hungern dagegen steigt er ganz rapide an, ein Zeichen dafür, daß eiweißhaltiges Gewebe angegriffen ist und höchste Vorsicht vonnöten wird. Die nächsten Folgen der Eiweißzersetzung sind Müdigkeitsgefühle, Kopfschmerzen, Schluckund Schlingbeschwerden, Würggefühle und Benommenheit. Es handelt sich bei allen diesen Zeichen sozusagen um Vergiftungserscheinungen, die durch Inangriffnahme der Körpergewebe entstehen. Der Hungerzustand ist also keineswegs erstrebenswert. Ganz anders verhält es sich mit medizinisch verordneten Fasttagen. Es ist vollkomemn falsch, sie lediglich wegen der Ansicht abzulehnen, daß die Nahrungsmittel die unmittelbare Quelle von Lebenskraft und Körperwärme seien. Wenn das wirklich der Fall wäre, müßte ja die Körpertemperatur dauernd schwanken, je nachdem der Mensch viel oder wenig ißt. Beim Fasten ist jedoch von solchen Schwankungen nichts zu merken und nur beim Hungern sinkt die Temperatur ab. Ein Wiener Arzt hat seinen Kranken 3 Obsttage in der Woche verordnet. Er hat mit dieser Maßnahme eine außerordentliche günstige Beeinflussung von Furunkulose, Nagelbettenzündung, Unterschenkelgeschwüren usw. erzielt. Die wissenschaftliche Ursache dieser Erfolge beruht wohl einerseits auf der Kochsalzentziehung während der Obsttage, andererseits auf dem Fehlen jeglicher Eiweißzufuhr. Gerade durch den letzteren Umstand wird die etwaige Nachfuhr jedweden Stoffwechselgiftes wirksam unterbunden und tritt ein sofortiger Stillstand mancher Erkrankungen und eine allgemeine Entlastung der Gewebskräfte ein. Auch die Verdauungsdrüsen werden geschont und widerstandsfähiger gemacht für die Strapazen des Lebens. Es soll aber nun niemand irgendwelche Nahrungsentziehungskuren ohne Anraten des Arztes unternehmen Nur der Arzt kann beurteilen, in welchem Maß der Patient ohne Schaden an seiner Gesundheit fasten kann. Betten-Pflege Wir verbringen einen großen Teil unserer Lebenszeit im Bett. Seine Pflege wird aber meist sehr oberflächlich vorgenommen. Nur wenn die Sonne sehr intensiv scheint, glauben manche Hausfrauen, die Vernachlässigung wieder dadurch wettzumachen, daß sie die Betten stundenlang den heißen Strahlen aussetzen. Das ist ganz verkehrt. Man darf die Betten niemals in die grelle Mittagssonne legen. Sie schadet dem Inlett und den Federn. Und sie dringt doch nicht bis ins Innere der Betten. Man soll die Betten nur am frühen Morgen in die Sonne legen Auch an kühlen Tagen, überhaupt zu jeder Jahreszeit soll man die Betten, Kissen, Decken, Laken am offenen Fenster oder auf dem Balkon auslüften lassen, ausgenommen davon sind feuchte, regnerische Tage. An solchen Tagen soll man die Betten nur in der frischen Luft ausschütteln und rasch durchlüften und die Federn auflockern. Zugluft schadet den Betten nicht, im Gegenteil, sie ist ihnen sehr dienlich. Beim Lüften achte man darauf, daß überall die frische Luft hinkommt. Man muß also die Betten häufig wenden. Die Auflegematratzen sollte man ebenfalls täglich lüften Bei den geteilten Matratzen ist das sehr leicht Man kann sie abnehmen und an die frische Luft bringen Bei den einteiligen Matratzen muß man sich damit behelfen, daß man sie öfter schräg aufstellt und Luftzug durch das Zimmer läßt. Sie sind häufiger abzubürsten und mindestens einmal in der Woche mit dem Staubsauger zu behandeln. Besitzt man keinen Staubsauger, so sollte man sie ofter ausklopfen. Um keinen Staub aufwirbeln zu lassen, legt man angefeuchtete Tücher auf die Matratzen. Die Federbetten sollen ebenfalls von Zeit zu Zeit geklopft werden. Hierzu muß man einen breiten Klopfer dick mit Stoff umwickeln und sehr vorsichtig klopfen, um das Inlett nicht zu beschädigen. Den Staubsauger darf man hier nicht in Anwendung bringen, ebenfalls nicht spiritus befeuchtet. Darauf reibt man den Fleck mit weißem Löschpapier ab und spült mit Wasser nach. Holzlössel und Quirle, die namentlich von Obstkochen fleckig oder dunkel werden, lassen sich nicht nu: durch einfaches Scheuern mit Wasser und Seife reinigen. Man muß sie in Chlorwasser etwa eine Viertelstunde kochen, dann kräftig abreiben und einige Stunden in kaltem Wasser, das mehrmals erneuert wird, liegen lassen Um zu vermeiden, daß die Maschen im seidenen Strumpf„fallen", steppe man den Strumpf etwa zehn ninge entimeter vom oberen Rand entfernt, einmal erum. * Markisen macht man wasserdicht, indem man sie zuerst in einer Lösung, die 20 Prozent Seife und dann in einer anderen Lösung, die 20 Prozent Kupfervitriol enthält, einweicht. Sobald die Stoffe hierauf gewaschen sie wasser.“ sind, sind sserdicht. Fingerabdrücke an weißen oder hellen Türen entfernt man, ohne der Farbe oder Glasur zu schaden, durch einen Brei von Oel und Kartoffelmehl. Man beläßt den Brei einige Minuten darauf. Dann wird er leicht abgerieben. Man fährt dann mit einem weichen, in lauwarmem Wasser getränkten Schwamm darüber. Winke für die Küche. Salatöl kann man vor dem Dickwerden bewahren, wenn man in die Flasche einen Teelöffel voll trocknes, seines Kochsalz tut. Vor dem Ranzigwerden schützt man es, wenn man auf das Oel eine 5 Zentimeter startSchicht reinen Spiritus gießt, die Flasche gut verkorkt und an einem kühlen Ort aufbewahrt. Essigfruchte, auch Gurren. Bohnen, erhält ma er, wenn man dem Essig von Zeit zu Zeit ein went ranntwein zusetzt. Der Essig hat dann etwas zu zehret und kann nicht in die faulige Gährung übergehen. Spinat=Salat. Ein Pfund Spinat, ein Eßlöffe! Oel, ein Eßlöffel Zitronensaft, etwas Salz, etwas gehackte Petersilie sind für diesen schmackhaften und außerordentlich gesunden Salat erforderlich. Der geputzte Spinat wird in feine Streifen geschnitten und in die Tunke gelegt. Man richtet ihn appetitlich an, indem man die Schüssel mit Radieschenscheiben oder gekochten roten Rüben garniert. Sinnsprüche Ach. in der Entfernung fühlen wir erst recht, was Liebe heißt; dies Drängen und Verlangen des innersten Wesens nach dem, was ein Teil unseres Lebens geworden ist und nun an allen Enden uns fehlt. Da ist es wie ein milder, erquicklicher Tau, wenn die Worte aus der Ferne zu uns herüberkommen, die Seele saugt sie durstig auf und schließt sie in sich, wie einen lieben Schatz. E. Geidel. Die Liebe ist der helle Stern Auf uns'res Lebens Wanderfahrt: Er zeigt die Heimstatt, die nicht fern Von Gott für uns geschaffen ward. R. Tegas. Die Nase als Wünschelrute Nachweis von Radium durch den menschlichen Korver— Bahnbrechende Entdeckung eines deutschen Forschers. Von Walter Finkler. Die Entdeckung klingt so phantastisch, so verblüffend, daß man sie kaum glauben würde, wäre sie nicht von namhaften Forschern und gewissenhaften Fachärzten einwandfrei verbürgt: Der menschliche Körper vermag wie ein physikalisches Präzisionsinstrument das Vorhandensein von kleinsten Radiummengen unter dem Erdboden anzuzeigen! Dabei spielt die Nase gleichsam die Rolle der Wünschelrute. An ihr ist es deutlich abzulesen, ob sich ein Mensch auch nur für kurze Zeit in einer von Radiumemanation geschwängerten Atmosphäre befand. Natürlich darf man sich nicht etwa vorstellen, daß die Nase so ausschlägt wie eine Wünschelrute in der Hand des Rutengängers, wenn sie angibt„Da ist irgendwo Radium in der Nähe" oder„Da ist kein Radium“. Die Nase als Wünschelrute hütet vielmehr ihr Geheimnis und gibt es erst einem sinnreichen Verfahren preis: einer Reaktion, die der Essener Forscher Dr. O. Muck gefunden hat. Das Rüstzeug ist einfach, eine gewöhnliche Nasensonde und eine Lösung von Adrenalin, jener vielverwendeten Arznei, die die kleinen Blutgefäße in den Schleimhäuten mächtig verenat und zur Verhütung von Blutungen bei operativen Eingriffen benützt wird. Führt man eine solche Adrenalinlösung in das Innere der Nase ein, so werden die Schleimhäute daselbst in kürzester Zeit völlig blutleer und blaß. Die Blutgesäße ziehen sich eben unter dem Einfluß des Adrenalins zusammen, das Blut wird hinausgepreßt, das normale vom Blut herstammende Rot der Schleimhaut weicht der blutleeren Blässe. Streicht man nun über die Schleimhaut in diesem Zustand mit dem Sondenknopf, so erweitern sich an der berührten Stelle die Blutgesäße. es kommt zu einer begrenzten Rötung. Das ist, kurz skizziert, der Muckschen Adrenalinsondenversuch, der in der modernen Medizin eine große Rolle spielt, und der neuestens zu der Aufdeckung der menschlichen Nase als untrügliches, hochempfindliches Registrierinstrument für Radium geführt hat.„Hier ist Radium“, verkündet die Nase in ihrer Sprache, und zwar treten da nach dem Bestreichen mit der Sonde deutliche weiße Streifen auf der Schleimhaut auf, die noch andauern, wenn die Blutleere nach der Adrenalinpinselung längst abgeklungen ist, und die sich dann lebhaft von dem roten Untergrund des Naseninneren abheben. Schritt für Schritt gelangte Muck zu der überraschenden Feststellung, daß diese weißen Streifen in der Nase ein Zeichen für die Anwesenheit von Radium in der Umgebung sind. Er brachte zuerst radioaktive Gesteine, wie Porphyr oder Granit, in die Nähe eines Menschen, ließ sie da eine Viertelstunde einwirken und machte darauf den Adrenalin=Sondenversuch. Und wirklich bildeten sich die weißen Linien in der Nasenschleimhaut. Daß es sich dabei um eine unsichtbare Strahlenwirkung der radioaktiven Körper auf den Menschen handelt, ging aus einem Kontrollversuch hervor, bei dem die betreffenden Substanzen in strahlenundurchlässige Bleikästen eingeschlossen wurden. Die weißen Streifen im Naseninneren blieben aus. Ein ungeahntes Neuland der Forschung war mit dieser Entdeckung erschlossen. Mußte es doch möglich sein, ohne jedes physikalische Instrument, ohne komplizierte Apparaturen, ohne kostspielige Meßverfahren, allein mit der menschlichen Nase als Wünschelrute die Radioaktivität zum Beispiel von Heilquellen nachzuweisen. Tatsächlich vermochte auch der radioaktive Schlamm von verschiedenen Heilbädern die typische Strichreaktion in der Nase auszulösen. Es kommt jedoch noch überraschender: Es erwies sich als gar nicht notwendig, daß die Versuchspersonen den radioaktiven Schlamm an ihren Körper anlegten. oder daß sie ein Bad in einer radioaktiven Heilquelle nahmen, um in der Nase die charakteristischen Zeichen für Radium hervorzurufen. Schon die bloße Anwesenheit in einem Kurort der radioaktive Quellen hat. genügt, auf daß die Wünschelrute Nase ausschlägt. Man braucht sich also gar keiner Schlammpackung zu unterziehen, braucht gar nicht ins Bad zu steigen, braucht gar nicht den Quell zu trinken, das Einatmen der radiumgeschwängerten Luft, offenbar dank ihres Gehaltes an Radiumemanation, reicht hin, um den Körper in den Bann des Radiums zu ziehen. Die Nase als Wünschelrute bestätigt damit eine alte ärztliche Erfahrung, gibt darüber hinaus auch eine wissenschaftliche Erklärung an Stelle der bisher bemühten mystischen Brunnengeistes und des geheimnisvollen Genius loci. Sogar die langanhaltende, die Kur überdauernde Wirkung wird durch den Nasenversuch sinnfällig. Noch nach vielen Monaten. in Einzelfällen sogar nach einem halben Jahre ließ sich die charakteristische weiße Strichzeichnung im Naseninneren noch auslösen. Diese weißen Striche auf der adrenalisierten und mit der Sonde bestrichenen Nasenschleimhaut stellen sicherlich nicht das Um und Auf der Radiumwirkung dar, sie sind vielmehr nur dem sichtbaren Ausschlag eines Zeigers zu vergleichen. So liegt auch den weißen Strichen auf der Nasenschleimhaut eine weit umfassendere Beeinflussung des ganzen Organismus, zumal seiner Lebensnerven, zugrunde. Was das ist und wieso es eigentlich vermag. Krankheiten zu heilen, das bleibt allerdings noch ein Geheimnis, dessen Lüftung vielleicht mit der Nase als Wünschelrute gelingen wird. Die Windmaschine löscht Feuer In Hollywood ist vor kurzem eine Erfindung gemacht worden, die mit dem Film an sich nichts zu tun hat aber trondem oder vielleicht gerade deshalb recht interessant ist. Eine Filmgesellschaft drebte einen „Präriefilm". Durch die Unvorsichtigkeit der Komparsen entstand ein Präriebrand, der gefährlich zu werden drohte. Alles. was an Menschen zur Verfügung stand, sogar die Stars, wurden aufgeboten, das Feuer zu bekämpfen, aber der Erfolg war äußerst minimal. Bis ein Mechaniker eine gute Idee hatte. Die Gesellschaft führte eine Windmaschine mit sich, um einen Sandsturm künstlich hervorzurufen, eine Maschine, die eine Riesenschraube besitzt und mit mehreren Tausend Umdrehungen in der Minute den Sand aufwirbelt und Hunderte von Metern weit schleudert. Mit dieser Windmaschine, die mehr eine Sturmmaschine zu sein scheint, ging der Mechaniker gegen das Feuer vor. Er richtete die Flügelschraube schräg gegen den Sandboden und warf gewaltige Mengen von Sand wie aus einer Riesenspritze gegen die Flammen— nach wenigen Minuten war das Feuer auf diese Weise vollkommen erstickt, die Gefahr beseitigt. Nun berichten amerikanische Blätter, daß sich die amerikanischen Feuerwehren sehr ernsthaft für dieses Ergebnis interessieren und daß die Anschaffung von derartigen Windmaschinen verlangt wird. Sie könnten natürlich nur zur Bekämpfung von Prärie= und Buschbränden, also fast ausschließlich in Amerika in Betracht kommen— unser europäischer Boden würde sich wahrscheinlich auch von der stärksten Maschine nicht aufwirdeln lassen. Aber immerhin ist es interessant, daß man in der Lage ist. Wind in solcher Stärke zu erzeugen. Warum geht man auf diesem Gebiet nicht weiter? Es ist doch schließlich nur eine Frage der Pferdestärken, durch künstlichen Wind Einfluß auf den wirklichen Wind zu gewinnen, und vielleicht ist man eines Tages so weit, daß man Luftströmungen, die uns nicht passen, etwa das Vordringen polarer Luftmassen auf künstlichem Wege zurückdrängt. Daß man drohende Gewitter auseinanderjagt, ene sie Unheil anrichten konnen. Der Mensch hat schon soviel erreicht, warum soll er nicht schließlich auch noch das Wetter selber machen können? Hitler vor 180000 Amtswaltern Die unzerstörbare Kraft der Bewegung 7„Wir rechnen mit langen Etappen!“ Nürnberg, 2. September 1933. Durch Nürnbergs Straßen zogen am Samstag seit 5 Uhr früh in endlosen Reihen die braunen Kolonnen der Amtswalter, Blumen an Uniformen und Mützen, mit unzahligen Musikkapellen und Gesang und Fahnen über Fahnen, die immer zu Hunderten zusammengestellt sind. Schwarze Regenwolken, die am Morgen gefahrdrohend am Himmel aufzogen, sind verflogen. Dann und wann bricht die Sonne durch. Ueber Kilometer lange Anmarschstraßen, von denen jede mit Fahnen und Girlanden übersät einer Triumphstraße gleicht, geht der endlose Zug der Amtswalter, dazwischen Hitler=Jugend, die zum Stadion nahe der Zeppelinwiese marschiert, wo am Nachmittag ihre große Kundgebung stattfindet. Je mehr man sich der Zeppelinwiese nähert, einem riesigen, von Nadelwald umschlossenen Rechteck mit Tribünen ringsum, um so gewaltiger wird der Eindruck von diesem Aufmarsch der Amtswalter der P. O. und der R SBO., der sich durch seinen gewaltigen Umfang und durch vorzügliche sorgfältig vorbereitete Organisation auszeichnet. Die große Haupttribüne. der Standplatz von 3000 Fahnen der Ortsgruppen der NSBO., hat eine gewisse Aehnlichkeit mit dem Tribünenaufbau am Ta der nationalen Arbeit auf dem Tempelhofer Feld und um dieses Volk wollen wir ringen und kämpfen, niemals erlahmen und niemals ermüden, niemals verzagen und niemals verzweiseln. Was Jahrtausende vor uns bestand, wird auch die kommenden Jahrtausende bestehen können. Sie sind als Träger der Politischen Organisation verpflichtet, jene Führerhierarchie zu bilden, die wie ein Fels unerschütterlich steht. Es ist Ihre Pflicht. dafür zu sorgen, daß jeder Deutsche, gleich welchen Stammes und welcher Herkunft er sein mag, durch diese weltanschaulich politische Schule, deren Repräsentanten Sie sind, hindurchgeführt wird. Wir wissen, daß unsere Gegner heute noch die stille Hoffnung haben, vielleicht durch Zersetzung erreichen zu können, was sie durch Putsch und Revolte niemals wieder erreichen werden. Wir haben dem einen Riegel vorgeschoben. Die Art unserer Organisation, die keine Abstimmungen kennt und keine Wahlen, die nur Autoritat, Disziplin, Beragtportung und Unterordnung kennt, verhindert es, daß irgendjemand hofsen kann, sie jemals zu zersetzen. Wir haben den Schlüssel gefunden, der für alle Zukunft den Feinden unseres Volkes das Tor versperren wird der Mitte erhebt sich das weithin sichtbare silberne Hoheitszeichen: der Adler. Der Adler ist 12 Meter hoch. die Spannweite seiner Flügel beträgt 16,5 Meter. Durch die Eingangstore ziehen Abteilung um Abteilung mit Musik ein, während sich die 35000 Personen fassenden Tribünen am Rande mit Publikum füllen. Gegen 10 Uhr sind die 180 000 Amtswalter beinahe vollzählig versammelt. Durch riesige Lautsprecher gibt Propagandasenator Batzer=Danzig Anweisungen für den Anmarsch. Das Riesenfeld ist durch einen 30 Meter breiten freien Raum in zwei Teile geteilt, jeder wiederum durch Gänge in sieben Blöcke von je 18 Meter Breite getrennt. Die Verbundenheit mit den deutschen Brüdern in Danzig kommt darin zum Ausdruck, daß eine SA.= und eine SS.=Kapelle aus Danzig den musikalischen Teil der Veranstaltung bestreiten. nachdem auf ein Kommando die vielen einzelnen Musikkapellen verstummt sind. Fanfarenklänge künden um 10 Uhr die Ankunft des Führers an. In Begleitung des Staatsrats Dr. Ley schreitet der Führer den fast einen Kilometer langen freigelassenen Mittelweg des Feldes, in dem die Amtswalter Frontstellung genommen haben. ab. Sie grüßen ihren Führer mit einem Hitler=Heil. In 12 gewaltigen Säulen marschieren dann die 8000 Fahnen ein, die über das ganze Feld verteilt werden. Ein wundervoller einzigartiger Anblick, wie man ihn noch nie erlebt hat. Selbst die Veranstaltung des 1. Mai auf dem Tempelhofer Feld ist durch diese äußere bildhafte Wirkung übertroffen worden. Der Führer selbn begrüßt die Amtswalter und politischen Leiter mit einer kurzen Ansprache, in der ausgeführt wird: Viele von Ihnen blicken nunmehr auf einen jahrelangen harten Kampf zurück. Das Ergebnis dieses gewaltigen Ringens steht heute sichtbar vor uns. Die Nationalsozialistische Partei ist der Staat geworden und ihre Führer sind heute die vor der Geschichte verantwortlichen Leiter des Deutschen Reiches. Damit erhält die Partei der Opposition von einst nunmehr die Aufgabe der Erziehung des deutschen Menschen zum Bürger des neuen Staates. Sie. meine Amtswalter, sind vor Gott und unserer Geschichte dafür verantwortlich, daß durch diese politische Erziehung der deutschen Menschen zu einem Volk, zu einer Idee, zu einer Willensäußerung niemals wieder ein November 1918 in der deutschen Geschichte moglich wird. An Stelle der 50 und 100 Fähnchen in unserem Volke hat sich siegend eine Fahne erhoben, ein Symbol(Heil=Rufe, Beifall). Was uns jahrelang als Traumbild vorschwebte ist Wirklichkeit geworden: Das Symbol der Klasseneinigung des deutschen Volkes ist das Symbol des neuen Reiches worden und damit Panier des deutschen Volkes haben nunmehr die Aufgabe, eine eherne Form zu bilden, die jeden Deutschen in sich aufnimmt und mit ihrem Geist erfüllt. An dem Tage, an dem wir endgültig die Macht übernommen hatten, da war noch nicht das ganze deutsche Volk durch die Schule unserer Erziehung gegangen. Aber keiner von uns dachte damals, daß etwa mit der bloßen Machtübernahme die Mission der Bewegung ihr Ende gefunden hätte. Wir alle wußten, daß es galt, auch das, was noch nicht zu uns gehört für uns zu gewinnen. Wir wußten weiter, daß das. was begonnen wurde, nur Bestand haben kann, wenn man immer aufs neue darum kämpft.„Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es. um es zu besitzen“. Dieser Grundsatz muß mit ehernen Lettern eingezeichnet werden in die Tradition unserer Bewegung, denn der kostbarste Besitz auf dieser Welt ist das eigene Volk, 5 geWir Wir müssen daher diese Prinzipien als ewig gültige hochhalten und dabei durch die Kerntruppe unserer Weltanschauungsorganisation durch die Partei, durch den Führerstab das Beispiel geven, daß kein Deutscher glaubt, etwas Außerordentliches zu tun, wenn er das tut, was der Bewegung zu tun heilige Pflicht ist. Je mehr unser Volk von dieser Bewegung geformt und getragen wird, um so mehr rückt sie in den Mittelpunkt der allgemeinen Betrachtung. Alle Blicke konzentrieren sich auf sie. Sie muß sich dessen bewußt sein und insbesondere müssen ihre Führer diese hohe Ehre, aber auch diese unerhörte Verpflichtung begreifen. Die Bewegung wird der ganzen Nation vorbildlich vorangehen, sodaß wir nicht nur die Führung besitzen, weil wir die Macht haben, sondern daß wir die Macht haben, weil wir zu Recht die Führung sind. (Stürmische Heil=Ruse.) In wenigen Tagen werden Sie wieder in das Leben des Alltags und damit in den lausenden Kampf der Bewegung zurückgekehrt sein. Wir sind eine junge Bewegung und wissen, daß nichts in 14 Jahren vollendet sein kann. Wir bauen auf die Zeit und rechnen mit langen Etappen. So wie wir uns heute hier getroffen haben, werden wir uns in 2 Jahren und wieder in 4 und in 6 Jahren treffen. Und so wird diese Bewegung sich in 20, in 80 und in 100 Jahren trefsen, bis in alle Zukunft.(Stürmische, immer wiederkehrende Heil=Ruse.) Wir haben ein Samenkorn in unser Volk gesät, das ewige Früchte tragen soll und niemals mehr zu vergehen bestimmt ist, wenn nicht das deutsche Volk wieder in Uneinigkeit zerfallen soll und damit in Schwäche und Tod. So wollen wir denn heute mit dem Gelöbnis auseinandergehen, die Prinzipien, die Gedanken und die Ideen härter und schärfer als bisher zu vertreten, mutig und tapfer zu sein, ausdauernd und zäh, sodaß, wenn wir uns in 2 Jahren wiedersehen, wir zurückblicken können aus eine Zeit fruchtbarer und erfolgreicher Arbeit. Die aber, die dann diese Bewegung immer stärker vor sich sehen, werden einsehen, daß sie alle Hoffnung begraben müssen, diese Bewegung und das deutsche Volk noch einmal zerstören zu können. Der Führer schloß seine Rede unter ungeheurem Jubel mit dem Rufe:„Es lebe unsere Bewegung, es lebe unser deutsches Volk, es lebe unser Deutsches Reich! Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!“ Donnernd brauste, als der Führer geendet hatte, über das weite Feld der dreifache Heil=Ruf. Das Deutschlandlied schließt sich an. Nach der Rede des Führers folgte die Totenehrung. Der Stabsleiter der PO., Dr. Ley, gedachte der Toten der Bewegung, die für ihre Idee, ihren Führer, für Deutschland gestorben seien. Die Fahnen senkten sich, die Klänge des Liedes vom guten Kameraden klangen ergreifend über das weite Feld. Dann fuhr Dr. Ley fort: „Die Fahnen hoch, der Wille der Toten ist, daß wir leben und weiterkämpfen, damit Deutschland lebt. Die Herzen auf, damit Freude über den herrlichen Sieg und das Erwachen der Seele in sie einziehe. Wir sind dankbar dem Schicksal, das uns den herrlichen Führer geschenkt hat. Mein Führer, lassen Sie uns schwören, komme was kommen mag, die Amtswalter der PO, sollen sanatische Vertreter der deutschen Nevolution sein. Die Fahnen hoch, die Reihen dicht geschlossen!“ Die Hunderttausende sangen das Horst=Wessel=Lied Noch einmal sprach Dr. Ley:„Laßt wehen die Fahnen und traget die Freude hinaus in das deutsche Land. Was wir empfinden fügen wir zusammen in den Ruf: Unsere herrliche Bewegung und unser Führer Adolf Hitler Sieg=Heil!“ Unter neuen begeisterten Kundgebungen erfolgte die Abfahrt des Führers und der Ausmarsch der Fahnen. Wille, mein Füdrer, daß Sie von dieser Stunde mitnedmen mochten dieselbe feste Ueberzeugung, daß wie diese jungen Kameraden, die gefallen sind für Ihr Deutschland, alle 65 000, die hier stehen und mit idnen die 1½ Millionen der groben Hitler=Jugend. bereit sind, mit Idnen Idren Weg zu geben, komme. komme, was mag. Wir sind bereit, für Sie zu leben, zu bandeln und, wenn es sein muß, in den Tod zu geden, denn Sie sind Deutschland! Adolf Hitler Sieg=Heil! Sieg=Heil! Sieg=Heil! Die Rede des Führers stürmiDann ergriff der Führer Adolf Hitler, von schem Judel begrüßt, das Wort und erklärte: Meine deutsche Jugend! Ihr seid heute hier eine kleine Abordnung unserer gewaltigen Organisation, ein Bruchteil nur dieser 1½=Millionen=Organisation, unserer neuen deutschen Jugend. Aber ihr seid in diesem die Repräsentanten der deutschen Jugend. So wie wir hier versammelt sind, junge Kameraden, so muß das ganze deutsche Volk versammelt sein und zu: ammengehören. So war es leider nicht immer. Getrennt in Beruse, Stände und Klassen hat der Deutsche den Deutschen bisher nicht gekannt. Einer wollte den anderen nicht verstehen. Jeder dachte nur an sich, höchstens noch an seine Klasse. Wir selbst sind die Zeugen der Folgen dieser Verwirrung des Denkens gewesen. Wir haben eine Erkenntnis daraus zu schöpfen: Ein Wille muß uns beherrschen. eine Einheit müssen wir bilden. eine Disziplin muß uns zusammenschließen, ein Gehorsam, eine Unterordnung muß uns alle erfüllen. Denn über uns steht die Nation. Ihr seid das kommende Deutschland. Ihr müßt lernen, was wir von ihm einst erhoffen. Ihr seid noch jung, ihr habt noch nicht die trennenden Einflüsse des Ledens kennen gelernt. Ihr könnt euch noch so unter= und miteinander verbinden, daß euch das spätere Leben niemals mehr zu trennen vermag. Ihr dürft in eure jungen Herzen nicht den Eigendünkel, Ueberheblichkeit. Klassenauffassungen, Unterschiede von reich und arm hineinlassen, ihr mußt euch vielmehr in eurer Jugend bewahren, was ihr besitzt: das große Gefühl der Kameradschaft und der Zugehörigkeit. Wenn ihr das nicht preisgeben werdet. wird keine Welt es euch zu nehmen vermögen. Und iyr werdet dann einmal sein ein Volk, genau so festgefügt wie ihr es jetzt seid als deutsche Jugend, als unsere ganze Hoffnung, als unseres Volkes Zuversicht und unser Glaube.(Beifall.) Ihr müßt die Tugenden üben, die Völker brauchen, wenn sie groß werden sollen. Ihr müßt treu sein, ihr müßt mutig sein, ihr müßt tapfer sein und ihr müßt untereinander eine einzige große herrliche Kameradschaft bilden.(Erneuter lebhafter Beifall.) Dann werden alle die Opfer der Vergangenheit, die für das Leben unseres Volkes gebracht werden mußten und gebracht worden sind, nicht umsonst hingegeden worden sein, sondern dann wird aus all den Opfern am Ende doch eine glückliche Entwicklung des Lebens unseres Volkes kommen. Denn ihr, meine Jungen, ihr seid die lebenden Garanten Deutschlands, ihr seid das Leben Deutschlands der Zukunft, nicht eine leere Idee, kein blasses Schemen, sondern ihr seid Blut von uns, Fleisch von unserem Fleisch, Geist von unserem Geist, ihr seid unseres Volkes Weiterleben.(Stürmischer Beifall.) So bitte ich euch denn: Wenn ihr von hier wieder hinausgeht, dann nehmt mit hinaus dieses heilige Bekenntnis, das unser deutsches Volk heute wieder erfüllt und dessen jüngste Zeugen ihr seid. Bringt hinaus diesen gläudigen Schwur, daß niemals mehr in alle Zukunft das deutsche Volk sich selbst zerreißen wird. niemals mehr sich auflösen will. sondern daß es wirklich ein Volk von Brüdern sei, das durch keine Not und keine Gejahr mehr getrennt werden kann. Es lebe unser Deutschlund und seine in Euch liegende Zukunft. Deutschland Heil. heil, heil!(Brausender Heilruf.) Nach dem Gesang des Deutschlandliedes fuhr der Reichskanzler zur Freude der Jungen unter neuem lauten Jubel die Fronten ab. Im Stadion wurden dann noch sportliche Spiele und Reigenvorjuhrungen veranstaltet. Staatssekretär Feder über den ständischen Aufbau Nürnberg, 2. September 1933. Der Große Parteikongreß nahm am Samstagnachmittag in der Luitpoldhalle in Anwesenheit zahlreicher Führer der Bewegung nach dem feierlichen Einzug der Fahnen seinen Fortgang. Es sprach zunächst Staatssekretär Feder über den ständischen Aufbau. Er führte u. a. aus: Es sind geheimnisvolle Zusammenhänge alles Seins, die eine Dreigliederung erkennen lassen. Ich sehe diese Dreigliederung in seelische, körperliche und geistige auf die Wirtschaft übertragen in der Arbeitsfront, dem ständischen Aufbau der Wirtschaft und der beruflichen Zusammenfassung der einzelnen Disziplinen. Die Arbeitefront repräsentiert die Ehre und Würde des deutschen Arbeitertums. Sie ist Trägerin nationalsozialistischer Weltanschauung und hat damit eine ungeheure Erziehungsarbeit zu leisten, die im Klassenkampfgedanken aufgebrachte Arheiterschaft zusammenzuschließen in höherem Dienst der Nation. Die zweite Seite des Wirtschaftslebens, ganz getrennt davon und trotzdem eng damit verbunden, hat sich zu vollziehen im ständischen Aufbau der Wirtschaft. An erster Stelle im ständischen Aufbau der Wirtschaft steht die Landwirtschaft als die Urerzeugung des Nährgutes. Landwirtschaft und Technik sind es, die das Antlitz der Erde verändern und bearbeiten, der Bauer mit der Zielsetzung der Nahrung für das Volk der Ingenieur und Architekt mit der Zielsetzung der Erbauung von Wohn= und Arbeitsraum Als drittes großes, primäres Gebiet erscheint die Bekleidungswirtschaft, von der Textilindustrie bis zur Schneiderei. Zweifellos haben wir auch in der Urproduktion der Kohle, Steine, Erde und Metalle einen wichtigen Stand vor uns und so werden sich noch eine Reihe Teilstände ergeben Die Reichsaufgaben der Wirtschaft gegenüber sind höherer Art, sind regelnder, führender normsetzender Art. Staat schafft Handelsverträge, schafft Rechtssicherheit, schafft Markt= und Polizeiwesen, ohne daß er selbst Wirtschaft treibt. Der bedeutsamste Beruf für das Wirtschaftsleben ist zweisellos die Technik. Sie ist so sehr Fundament jeder wirtschaftlichen Tätigkeit, daß man veranlaßt sein möchte, von einem Berufsstand der Technik zu sprechen. Die Bedeutung des gesamten Verkehrswesens ist so be65000 Hitlerjungens im Nürnberger Stadion Hitlers Appell an die deutsche Jugend 7„Graf Zeppelin“ über Nürnberg deutsam, daß es in seinem wichtigsten Zweige, der Eisenbahn, verstaatlicht worden ist. Im Grunde offenbart sich hierin der Artikel 13 unseres Parteiprogramms. Wir fordern die Verstaatlichung aller bereits vergesellschaftlichen Betriebe. Bei der Verstaatlichung der Eisenbahn haben wir es mit einem vorbildlichen historischen Entwicklungsprozeß zu tun, bei dem eine Funktion des Wirtschaftslebens aus der Sphäre des Privatwirtschaftlicher in die Sphäre der Gemeinwirtschaft des Staates hinein. gewachsen ist. Aehnliches gilt von der Post und der modernsten Instrumenten des Verkehrs, Telephon, Telegraph und Radio. Nach der mit stärkstem Beifall ausgenommenen Rede des Staatssekretärs Feder erteilt der stellvertretende Parteiführer Rudolf deß dem Staatssekretär Oberst a. D. Hierl das Wort zu einem Vortrag über den Arbeitsdienst. Auch die Rede des Staatssekretärs Hierl wurde vielfach von lebhaftem Beifall unterbrochen. insbesondere der Hinweis auf die Notwendigkeit der allgemeinen gleichen Arbeitsdienstoflicht als eines unerläßlichen Mittels. unser Volk zu der dem Nationalsozialismus eigenen Einstellung zur Arbeit und zum Arbeitertum zu erziehen. Mit stürmischem Beifall empfangen, ergriff hierauf Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. An die Rede des Reichsministers Goebbels. zu der sich auch verschiedene Divlomaten im Saale eingefunden hatten. schlossen sich beifällig aufgenommene Aussührungen des Reichsernährungsminister: Darre an. Schließlich sprach Alfred Rosenberg dessen Rede mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt wurde und wiederholt die Zustimmung der Massenversammlung fand. Mit dem Fahnenausmarsch sand dieser zweite Abschnitt des Parteikongresses sein Ende. Am Sonntagavend spricht auf der Abschlußtagung des Kongresses der Führer. Die meisten Kongreßteilnehmer begaben sich anschließend zum Volksfest. Auf der Feststätte hatten sich bereits in den ersten Nachmittagsstunden viele Nürnberger und Zehntausende von Parteitagsteilnehmern eingefunden, um das fröhliche Leben und Treiben mitzumachen und am Abend Zeuge des größten Feuerwerks der Welt zu sein, das abgebrannt wurde. Die für 15 Uhr erwartete Ankunft des Gauführers Hofer aus Bozen auf dem Nürnberger Flugplatz hat sich verzögert. eitalienischer Freundschaftsvertrag Nürnberg, 2. September 1933. Die große Kundgebung der Hitler=Jugend im Stadion in der Nähe des Zeppelinseldes begann nach 14 Uhr. Die Jugend war aus ihren Zeltlagern inmitten des Hochwaldes bereits am frühen Morgen aufgebrochen und marschierte zum Festplatz. Den jungen begeisterten Gesichtern sah man nichts von Stravazen und Müdigkeit an. Weit über 60 000 Hitler=Jungen sammelten sich im Stadion im Halbkreis. Bald hatten die Jungen entdeckt, daß Leni Riefenstanl die Filmregie führte und bemüht war, sich besonders nette Gruppen schmucker Bengel zu ihrem Film auszusuchen. Nun hörte man von allen Seiten den Ruf: „Leni. Leni.“ Es gab viel heitere Momente. Stürmisch begrutzt wurden Vizekanzler von Uanen und Reichsaußenminister von Neurath. sowie der Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Ueber dem Feld kreuzten zahlreiche Flugzeuge. Plötzlich setzte neuerdings großer Jubel ein, das Luftschiff„wras Zeppelin“ wurde sichtbar und nayerte sich dem Flugplatz An Ehrengästen erschienen weiter noch Reichswirtschaftsminister Schmidt. Reichsbankvräsident Dr. Schacht sowie eine ganze Anzahl von Ministern der Länder, die Reichsstatthalter, ferner 40 Ortsgruovenleiter der RSDAP aus dem Ausland sowie die in Nürnberg weilenden Diolomaten. Die Tribünen waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Hier sah man auch Abordnungen italienischer und englischer Faschistenorganisationen. letztere unter Führung von Dr. Thommsen. Die Zahl der Hitlerjungen war inzwischen auf 80000 angewachsen. Ungeheurer nicht zu beschreibender Jubel setzte ein, als der Führer erschien, auf das Podium trat und mit lachendem Gesicht immer wieder seine jüngste Gefolgschaft grußte. Länger als zehn Minuten erschollen die Heilrufe zu ihm emvor. Selbst ein Fansarensignal war zunächst nicht imstande. Beruhigung zu schaffen. Die Worte des Rom, 2. September 1933. Am Samstagmittag ist im Palazzo Venecia der swischen Italien und der Sowjetrepublik abgeschlossene Frenndschafts=, Neutralitäts= und Richtangrissspakt von Mussolini und dem russischen Botschafter paraphiert worden. Der Vertrag enthält ein Vorwort und sieben Artikel. Im Vorwort heißt es, der Vertrag hat den Zweck, dem allgemeinen Frieden zu dienen und die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu pflegen sowie sich nicht gegenseitig in innerpolitische Angelegenheiten einzumischen beiden Ur § 2 enthält die Nichtangrisssverpflichtung und Neutralität im Falle, daß der andere Teil mit einer dritten Macht in Konslikt gerät. § 3 schließt die gegenseitige wirtschaftliche Blockade aus. § 4 verpflichtet, nicht mit anderen Ländern wirtschaftliche und politische Verträge abzuschließen, aus denen wirtschaftliche Nachteile erwachsen können. Ein weiterer Paragraph stellt es beiden Teilen frei, mit anderen Staaten Abkommen auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet zu tressen, wenn dies dem allgemeinen Frieden § 1 sieht vor, daß keiner der beiden Unterzeichner= dient. Der Vertrag ist auf die Dauer von fünf Jahren mächte mit einer dritten Macht Verträge abschließen berechnet. Danach kann dars, die zum Nachteil eines der beiden führen können. ausgehoben werden. er mit einjähriger Kündigun Reichsjugendführers Baldur von der immer noch andauernden immer verloren. Schirach Begeisterung u gingen in nächst völlig Baldur von Schirach führte u. a. aus: Mein Führer! Hier stehen 65000 Hitler=Jungen aus allen Teilen des Deutschen Reiches, für die dieser Tag einer der stolzesten in der Geschichte Ihrer Jugendorganisation bedeutet. Diese Stunde der Freude wird leider durch eine Trauerbotschaft getrübt. Während die Glocken Nürnbergs den Parteitag einläuteten, ist der österreichische Unterhannfübrer Thomas auf der Flucht vor den Schergen eines volksfremden Systems im Gebirge tödlich abgestürzt.(Brausende Pfuni=Ruse.) Kameraden, senkt die Fahnen vor diesem tapferen Pionier! Er starb auf oem Wege zu Ihnen, er starb für Sie und für Deutschland. Wie Herbert Norkus. Hoffmann. Wagnitz und die vielen anderen, die sich in der unsterdlichen Gefolgschaft zusammengeschlossen haben. Diese unneiliche Gefolgschaft ist auch in dieser Skunde dier angetreten E= ist unser sehnsüchtiger Neuer Wirbelsturm auf Kuba Städte zerstört und überschwemmt Verbindungen unterbrochen London, 2. September 1933. Die Insel Kuba ist wiederum von einem schweren Orkan heimgesucht worden. Die Verbindungen zwischen der Hauptstadt Havanna und dem Osten Kubas sind unterbrochen, sodaß noch kein vollständiges Bild von den gesamten Schäden vorliegt. Die Provinz Matancas hat schwer gelitten. Die Stadt Jucaro ist völlig überschwemmt. In Santa Clara wurden sechs Menchen getötet und eine größere Anzahl verletzt, als der Sturm ein Eisenbahnlagerhaus einriß. In Caibarien wurde eine Anzahl von Schiffen auf den Strand getrieben. Die Schiffe auf See hatten schwer zu kämpfen. Der Cunard=Dampfer„Mauretania“ mußte bei Kap San Antonio beidrehen und kann seinen Kurs erst wieder aufnehmen, wenn sich die Gewalt des Sturmes etwas gelegt hat. Der englische Dampfer „Josefine Gren“ wurde mit seiner Besatzung von 22 Mann Das Hilfe dieser bei Cayo Bahia de Cadiz auf Land getrieben. Schiff hat eine Schraube verloren und hat um telegraphiert. Weiteren Meldungen aus Havanna sind in Stadt 73 Personen ins Krankenhaus zur Behandlung ihrer Verletzungen gebracht worden, die sie infolge des schweren Zyklons erlitten haben. Die See hat die gesamte Küste überflutet, und von vielen Häusern sind die Dächer und Balkone abgerissen worden Die Stadt lag während der Nacht in vollständiger Dunkelheit. Die meisten Telephonleitungen sind unterbrochen, sodaß Havanna von dem übrigen Land abgeschnitten ist, das ebenfalls sehr schwer unter dem Sturm gelitten hat. In Cienfueges zerstörte der Wirbelsturm die Hafenanlagen der Pan=American=Fluglinie völlig. Der Sturm erreichte zuweilen eine Ceschwindigkeit von 113 Stundenmeilen. dem auch Nie 30 Gausester aus dem Resch Platz gefunben haben. Unmittelbar dahinter erhebt sich die um weitere fünf Meter erhöhte Ehrentribüne, die sich terrassenförmig aufbaut und ihren Abschluß in drei hohen Gittermasten findet, an denen 33 Meier lange Hakenkreuzadnen wehen. Vor der Rednerkridüne werden die 216 neuen Standarten aufgestellt, die ihrer Weihe harren, je von einem SS=Mann getragen und von dem zum Tragen des neuen Ehrenzeichens ausersehenen SAManne gehalten. Rechts und links von der Ehrentribüne werden zunächst die 5600 Fahnen aufgestellt Die Führung des Aufmarschtages liegt in den Händen des Obergruppenführers Schneidhuber und dessen Stellvertreter, des neuernannten Gruppenführers der Gruppe Franken, von Obernitz. Nach Beendigung der Aufstellung werden die Fahnen von den Terrassen herunter— und in die Zwischenräume neben die einzelnen Gruppen getragen. Die 64 alten Standarten stehen links und rechts vom Ehrenmal. Ein Fansarensignal kündet um 8 Uhr die Ankunft des Führers an. Es ertont das Kommando:„SA Stillgestanden!" Der Führer erscheint auf dem großen Podium vor der Ehrentribüne Lautlose Stille setzt ein. Dann meldet der Chef des Stades der SA und SS dem Obersten SA=Führer: 190 600 Mann SR Stahlhelm und SS vor dem Führer angetreten!" Des Führers Ruf ertönt laut über das Feld:„Heil SA!“ Ein dreifacher Heil=Ruf der SA antwortet ihm. Dem folgt das Kommando:„Standarten und Fahnen rechts und links um! Fahnen kehrt! Standarten und Fahnen marsch!" Sämtliche Fahnen und die alten Standarten setzen sich in Bewegung und marschieren auf das Ehrenmal zu und nehmen rechts und links davon Aufstellung. Ein neues Signal und ein neues Kommande:„SA ganze Abteilung kehrt! Rühr: Euch!“ Nun stehen die 100000 Mann mit der Front zum Ehrenmal. Die Musik spielt den Trauerchor aus der „Götterdämmerung“. Der Führer begibt sich, begleitet von SA=Stadochef Röhm und einem Adjutanten, durch die Mitte des Feldes zum Ehrenmal und legt dort einen Kranz nieder. Dann ein neues Kommando:„SA Stillgestanden!" Der Führer begibt sich wieder von dem Ehrenmal zurück zur gegenüberliegenden großen Tribüne. Auf das Kommando:„Standarten und Fahnen marsch!“ setzen sich nun die 5600 Fthnen und die Standarten in Bewegung und marschierten unter den Klängen des Badenweiler Marsches auf ihre Plätze zu beiden Seiten der Führertribüne. Die Gasse, durch die die Fahnen soeben marschiert sinz, wird durch die Flügelkolonnen der SS ausgefüllt. Kein Krieg könnte uns größere Ehre geben Rede des Reichskanzlers 7 Weihe von 266 Fahnen 5#u#tbahnhof Nürnbers=Nors einen Besuch e5. Auch Reichsaußenminister von Neuratb war erschienen. Der Führer wurde vom Cdef des Protokolls. Graf Bassewin, empsangen, der in einem Wagen des Diplomatenzuges die Edrengäste vorstellte. In seiner Begrüdungsaufprache prach der Bübrer don Herren des divlomatischen Koros seinen Dank aus. Er wies auf das Imstoni: sierte der diesjährigen Veranstaltung din, die in wenigen Wochen datte vorbereitet werden mussen. Er würde sich freuen, wenn die auf dem Reichsparteitag anwesenden Herron des divlomatischen Korve von Nürnberg den Eindrug mitnedmen wurden, daß die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland nicht Zwang oder gar Torannei sei. sondern daß dier die Volksnimme wirklich zum innerken und tlefkton Ausdrug komme. Namens der Herren des diolomatischen Korvs wprach der esländische Gesandte Exzellens Menning seinen Dank für die großzügige Gastfreundschaft aus. die sie bei der RSDAB gefunden dätten. Die Herren des diplomatischen Korvs seien erfreut, daß die Zeugen dieser gewaltigen Schau und dieser Kräfte sein dürften, die der Reichskanzler geschaffen habe und denen Nürnberg. diese Dann spricht der Führer. Seine Rede hat folgenden Wortlaut: SA=Männer, SS=Männer und Stahlhelm=Männer! Fast auf den Tag hat vor zehn Jahren die nationalsozialistische Bewegung in Verbindung mit anderen nationalen Verbänden den ersten großen Aufmarsch der jungen deutschen Freiheitsbewegung in Nürnberg vollzogen. Welch eine gewaltige Entwicklung von damals bis zum heutigen Tage. Es ist die Partei, die Euch hierher rief, und wieder seid Ihr eine Vielzahl von damals erschienen. Der Parteitag unserer Bewegung war immer die große Heerschau ihrer Männer, die entschlossen und bereit sind, die Disziplin der Volksgemeinschaft nicht nur theorerisch zu vertreten, sondern auch praktisch zu verwirklichen, eine Gemeinschaft ohne Ansehen der Herkunft, des Standes, des Berufes, des Vermögens, der Bildung. eine Gemeinschaft, die sich zusammengefunden hat, vereint in einem großen Glauben und in einem großen Wollen nicht für einen Stand. nicht für Parteien, nicht für Beruse und nicht für Klassen, sondern vereint für unser Deutschland. 14 Jahre Not, Elend und Schmach liegen hinter uns. In diesen 14 Jahren aber hat sich zugleich ein neues wunderbares Ideal in unserem deutschen Volke durchgesetzt. Wir Nationalsozialisten können wohl sagen: Als alle untreu wurden. da sind wir treu geblieben und erst recht treu geworden: Ein Bund unverbrüchlicher Treue, unverbrüchlicher Kameradschaft. Und wenn 14 Jahre lang die Göttin des Glücks sich von unserem Volke gewandt hat. so wissen wir, daß unser Volk selbst die Schuld daran trug. Aber wir wissen auch, daß sie wieder ihr Antlitz zu uns wenden wird, wenn wir die Schuld gesühnt haben. Der Himmel kann Zeuge sein: die Schuld unseres Volkes ist gelöscht, der Frevel ist gesühnt, die Schande ist beseitigt! Die Männer des November sind gestürzt, und ihre Gewalt ist vorbei.(Stürmische Heil=Ruse.) Die Welt soll hier in unserem Zusammentreffen nicht den Ausdruck des Wunsches sehen, neue Lorbeeren auf dem Schlachtfelde zu erwerden. Das deutsche Volk ist sich dessen bewußt, daß kein Krieg kommen konnte, der uns jemals mehr Ehre geben würde. als wir sie im letzten erworben haben; denn es war mehr Ehre, einer Uebermacht 4½ Jahre ehrenvoll. tapfer und mutig standzuhalten, als es Ehre war, mit 20 einen zu besiegen. Wir haben nicht nötig, vor der Geschichte die Ehre unseres Volkes auf dem Schlachtseld zu rehabilitieren. Dort hat sie uns niemand genommen! Nur eine Unehre ist über uns gekommen, nicht im Westen und nicht im Osten, sondern in der Heimat. Diese Uneore haben wir wieder gutgemacht. Und so soll auch diese Stunde nichts anderes sein, als das große und seierliche Bekenntnis zu einer deutschen Volksgemeinschaft, die wir sorgend pflegen wollen, auf daß sie niemals zerbricht. Hier stehen 150 neue Sturmfahnen und 126 neue Standarten. Ihr wißt, daß Ihr damit zu den ehrenvollen Symbolen unseres politischen Ringens im Vaterlande neue empfangt. Ihr wißt aber auch, daß die Ehre der Fahne stets die Ehre der Träger ist. Nie kann ein Feind eine Fahne schmähen, sondern stets nur der eigene Träger. Haltet daher die Fahnen und neuen Symbole, unter denen sich Deutschlands Wiedergeburt, vollzog, heilig und in Ehren, so wie Ihr wünscht, daß andere sie in Ehren sehen sollen. Seht in diesen Fahnen nicht ein äußeres Zeichen, sondern seht in ihnen zugleich eine lebendige Verpflichtung! Hunderte und Hunderte sind für sie gefallen. Zehntausende wurden verletzt. Hunderttausende haben Stellung und Beruf verloren. Die übergroße Treue aller hat sie von der Fahne der Opposition gemacht zur Fahne des Reiches. Damit ist sie Euch zu treuen Händen anvertraut, das Symbol der Deutschen Nation, das Symbol des heutigen Deutschen Reiches, das wir nicht von den Bätern empfangen, sondern durch uns selbst geschaffen haben. Die Toten mogen daber für Euch die guten Geister sein, die, wenn jemals Verzweiflung, Verzagtheit, Hoffnungslosigkeit Euch überfallen sollte. Euch mahnen mogen durch ihr eigenes Opfer an Eure Pflicht. Richt der Himmel schenkt den Völkern Leben, Freiheit und Brot, sondern sie selbst müssen durch ihre Arbeit und ihre Tugenden leben und sein. Sie müssen sie stets aufs neue erwerben, um sie zu ventzen. Wir wollen nichts sein für uns, sondern alles nur für unser Volk. Wir wollen nichts erringen für uns, sondern alles nur für Deutschland; denn wir sind vergänglich, aber Deutschland muß leben!" Die Ansprache des Führers wird von der SA mit einem donnernden dreimaligen Sieg=Heil auf Deutschland aufgenommen. Nachdem Deutschlandlied begibt sich der Kanzler zu den neuen Standarten und noch verhüllten Sturmfahnen, um sie zu weihen und ne ihren Trägern zu übergeben. In althergebrachter Weise vollzieht er diese Weihe dadurch, daß er jedes einzelne neue Ehrenzeichen mit der Blutfahne von 1923 gleichzeitig derührt. Währenddessen spielen die drei Musikzüge vor der Front das Horst=Wessel=Lied, das Niederländische Dankgebet und das Lied„Ich bete an die Macht der Liebe". Salutschüsse zu jeder einzelnen Standartenweihe dröhnen durch die Luft. Nach der feierlichen Standartenübergabe spielt der Spielmannszug Franken das Sturmlied des Freiheitsdichters Dietrich Eckardt. Ein Trompetensignal, darauf das Kommando:„SA Stillgestanden, Standarten und Fahnen hoch!“ Unter den Klängen des Präsentiermarsches setzen sich die neugeweihten Standarten und Sturmfahnen in Marsch und begeben sich zu ihren Gruppen. Die letzte Standarte hat ihre Gruppe erreicht, da erklingt das Kommando: „Rützen ab zum Gebet!“ Weihevoll klingt über das weite Feld der Choral„Nun danket alle Gott". Stabschef Röhm schließt diesen nie gesehenen Aufmarsch der Braunhemden mit folgender Ansprache:„Mein Führer! Angesichts von 126 Standar= ten und 5600 Sturmfahnen der deutschen Freiheitsarmee geloben 100 000 Kämpfer der SA im Namen ihrer zwei Millionen Kameraden dem Führer unverbrüchliche Treue und Gefolgschaft allzeit und allerorts. Wir bekräftigen dies mit einem Heil auf unseren Führer Adolf Hitler: Adolf Hitler— Heil!“ Von den neugeweihten Standarten erhält die SS sieben: es sind die ersten Standarten der SS. die dieher nur Sturmsahnen führte. Obergruppenführer Dr. Dietrich leitet die Standarten zu den SS=Gruppen zurück. Dann begann der Abmarsch. Slätte beutscher Kuktur, einen so herrlichen Ratmen gebe. Der estländische Gesandte schloß seine Dankesworte an den Führer mit dem Satz: „Sie haben es sich schwer gemacht, uns machen Sie es leicht!“(Hans Sachs in den„Meistersingern“.) In der anschließenden Unterhaltung mit dem Führer brachten auch die Herren des divlomatischen Korps zum Ausdruck, daß diese Veranstaltung in Nürnberg auf sie einen unvergeßlichen Eindruck machte. Auch der Stellvertreter des Fuhrers nahm Gelegenbeit, die einzelnen Herren persönlich zu begrüben. Gauleiter Hofer in Nürnberg Nürnberg,* Sept. 1933. Gauleiter Hofer traf um 21,02 Uhr mit dem Flug. in dem sich seine Familienangehörigen, seine beiden zeug, in dem sich seine Famiienangehorigen, seine beiar! Befreier und österreichische Parteifreunde befanden, auf dem Nürnberger Flughafen ein. Das Flugzeug hatte um 19,30 Uhr eine Zwischenlandung in München vorgenommen. Oberbürgermeister Liebel hieß Hofer in Nürnberg herzlich willkommen. Hofer selbst, der auseiner Tragbahre transportiert wurde, sprach einige Worte ins Mikrophon. Mit Automobilen wurden die Eingetroffenen dann in das Hotel„Württemberger Hof“ gefahrn, wo sie Wohnung genommen haben. Im Hotel wurde ihnen ein schlichter Empfang bereitet. Paul=Boncour kündigt Donauföderation an Die letzten Verhandlungen im Sinne französischer Hoffnungen? Paris, 3. Sept. 1933. Der französische Außenminister hielt am Sonntag in Trebeurden in der Bretagne eine große politische Reoe gelegentlich der Einweihung eines Denkmals zu Ehren Briands. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen wies Paul=Boncour darauf hin, daß die unauffällige Reise des Ministerpräsidenten in die Ostprovinzen zwecks Besichtigung der Verteidigungsanlagen die richtige Antwort auf gewisse Handlungen sei, die, um es gelinde auszudrücken, die Atmosphäe des Friedens stören, die für die Wiederaufrichtung Europas notwendig sei. Zum Schluß seiner Ausführungen unterstrich der franzosische Außenminister die Notwendigkeit eines unabhängigen Oesterreichs und freier Wirtschaftsabkommen zwischen den Balkanstaaten und den mitteleuropäischen van dern. Eine Neuoeganisation Mittelenter### sei aber nur mit Hilse Italiens möglich. Wenn die Mittel Tardien= zur Schaffung einer Donausöderation angewissen Widerständen gescheitert seien, so könne er heute in seiner Eigenschaft als Außenminister mit einiger Diskretion erklaren, daß die letzten Verhandlungen in dieser Richtung die Hoffnungen Frankreichs zu erfüllen schienen. Kriegsmarineminister Leyques gestorden Der Kriegsmarineminister George Leygues ist in Alter von 76 Jahren in seiner Wohnung in St. Clou# bei Paris Samstag mittag gestorben. Gläubige Gesinnung— Sensationssucht Ein notwendiges Wort zu den„Wunderheilungen“ von Trier Der Vorbeimarsch am Führer Trier, 3. Sept. 1933. In auswärtigen Blättern ist zum Teil svaltenlang über auffallende Heilungen bei Berührung des heiligen Kleides berichtet worden. Bemerkenswerterweise machen hierin die Trierer Zeitungen auf ausdrückliche Anweisung der Wallfahrtsleitung eine Ausnahme. Dem Krankenausschuß sind bisher ungefähr 15 Fälle auffallender Besserung oder Heilung von Kranken gemeldet worden, die den Heiligen Rock berührt haben. Im Lande werden noch viele andere Fälle erzählt. Der Krankenausschuß nimmt zu den Ereignissen vorderband keine Stellung. Um so mehr verdient Beachtung eine grundsätzliche Aeußerung des„Wallsahrtsblattes"(Nr. 4). worin es heißt: „Bei der jevigen Ausstellung des heiligen Gewandes is selbstverständlich die Erwartung vieler aus Wunder gerichtet. Teils ist es gläubige Gesinnung. die solche Gnaden mit Sehnsucht wünscht und erbittet, teilweise ist es aber auch eine gewisse Sensationssucht. Dieser gegenüber ist die allergrößte Vorsicht und Zurückhaltung am Platze. Die göttliche Vorsehung läßt sich keine Wunder vorschreiben. aber ebensowenig von der Ueberkritik die Wundermöglichkeit abstreiten. Als Katboliken wissen wir, daß„die Hand des Herrn nicht verkürzt ist“. Somit ist die Möglichkeit göttlicher Gnadenerweise voll und gans vorauszusetzen. Allerdings ist wohl zu beachten, daß die geistigen Wunder eigentlich viel größer sind. Wieviele Menschen finden den Anschluß an Gott und die Kirche wieder! Wenn man nun in auswärtigen Blättern seitenlange Berichte liest über Heilungen, die bei der Wallfahrt vorgekommen sein sollen, so ist äußerste Vorsicht am Platze. Der Krankenausschuß für die Wallfahrt ist die allein zuständige Stelle, die amtliche Berichte im Auftrage des Diözesanbischofs berausgeben kann. Solange sie nicht gesprochen hat. sind alle anderen Berichte als reine Privatarbeit anzusehen und zu beurteilen. Ohne auf die einzelnen Fälle einzugehen und ohne die Wahrheit von Heilungen festzustellen oder zu leugnen. können wir nur raten. Geduld zu haben und zu warten. Im Falle einer Heilung ist sorgfältige Nachvrüsung durch die Aerzte notwendig. Es ist also klar, daß erst nach einer angemessenen Beobachtungszeit klargestellt werden kann. ob es sich um eine Dauerbeilung handelt. Katbolische Blätter werden gewissenhaft nach den Vorschriften der Kirche nur solche Dinge berichten. die wirklich beglaubigt sind. Es mag für die Neugierigen sehr interessant sein, jede Woche eine gewisse Wunderliste zu bringen. Damit ist aber weder dem Glauben noch den begnadigten Menschen gedient. Aus dem gleichen Grunde ist es auch abzulehnen, solche Personen. die geheilt sein sollen, zu vhotographieren und die Bilder überall hin zu verbreiten, sie zu interviewen und mit Gewalt an die Oeffentlichkeit zu zerren. Es ist viel angemessener. nach Jesu Weisung zu handeln, der oft genug den von ihm Geheilten befahl. es niemand zu sagen.“ In dem Artikel wird bervorgehoben, daß das Wesen der Ausstellung des Heiligen Rockes in den Wundern liege. die Gott in den Herzen der Menschen wirke. Er schließt:„Auch wenn Gott unsere Bitte nicht erhört, müssen wir ihm volles Vertrauen schenken, weil er der Lenker der Welt ist und nicht wir. Die Ausstellung des Heiligen Rockes hat in den Plänen der Vorsehung ihre Stelle. Nur Gottes Ehre und das Heil der Seelen sollen erreicht werden. nicht Sensation und Befriedigung der Neugierde.“ In mustergültiger Ordnung und nach genau festgesetztem Plan tritt das braune Heer den kilometerlangen Marsch in die Altstadt zum Adolf=Hitler=Platz an. Durch die von zwei Gliedern der politischen Organisation und eine lückenlose Menschenmauer zu beiden Seiten umsäumten Straßen, in denen Fenster bei Fenster die Fahnen flattern und die Menschen herausrufen und winken, geht der Weg. ein Triumphzug von unerhörter Wucht und Geschlossenheit. Um 11,45 Uhr erreicht die Spitze den Bahnhof und hält ihren Einzug in die Altstadt. Die Altstadt mit dem Adolf=Hitler=Platz im Mittelpunkt ist seit aller Frühe das Ziel ungeheurer Massen. Um 10 Uhr wird der Stadtkern für jeden Fußgängerverkehr gesperrt. Das offene Viereck der in etwa 15 Meter Tiefe schräg aufsteigenden Tribünen hat sich gegen 11 Uhr mit Ehrengästen und Publikum, insgesamt etwa 10000 Personen, gefüllt, unter den Ehrengästen die Angehörigen von Gefallenen der Bewegung, das ganze offizielle Deutschland in seiner Führung, die Diplomaten vieler Länder und Vertreter der Wehrmacht. Das Chor der Frauenkirche hat mit einem violett farbenen, gold gestreiften Baldachin die gleiche Ausschmückung erhalten, wie sie im Jahre 1424 bei der feierlichen Einholung der Reichskleinodien gezeigt wurde. Zehn Minuten vor 12 Uhr: Von weither schon künden dröhnende Heilrufe die Ankunft des Führers. Unter endlosen Heilrufen betritt er den Platz und begrüßt seine Mitarbeiter. In die Marschklänge der drei Musikkapellen, die auch während des Vorbeimarsches spielen werden, mischen sich die 12 Glockenschläge der Frauenkirche. Die Spitze des Zuges trifft um 12,10 Uhr auf dem Adolf=Hitler=Platz ein. In strammem Parademarsch, mit erhobener Rechten, zieht zunächst ein Sturmbann der Gruppe Franken am Führer vorbei, dann zu Fuß Stabschef Röhm mit seinem Adjutanten Oberführer Bergmann sowie der gesamte Stab der obersten SA=Führung und der Reichsführerschule. Die Obergruppe Oesterreich unter Obergruppenführer Reschny marschiert unter hellem Jubel vorüber, vor jeder Obergruppe der Führer, hinter ihm sein Stab, dann der Gruppenführer mit Stab, die Brigadeführer und sämtliche Feldzeichen. 270 Fahnen führt jede Gruppe mit, hinter ihnen, in sechs Abschnitten von jeder Gruppe 500 SA=Männer, am Schluß jeder Obergruppe 200 Mann der Motor=SA. im schwarzen Sturmhelm und abschließend von jeder Obergruppe 500 Stahlhelmer. In dieser Marschordnung ziehen nun in endlosen Reihen die Abordnungen der SA. aus allen deutschen Gauen am Führer vorbei. Nach den Oesterreichern treffen die Männer aus dem Ostland unter Obergruppenführer Litzmann auf dem Platz ein, dann die in der Obergruppe 2 unter Obergruppenführer Lutze zusammengesaßten Pommern, Hanseaten, Mecklenburger und Schleswig=Holsteiner, weiter unter Heines die Schlesier, die Berliner, die Brandenburger und die Ostmärker, in kurzem Abstand die Sachsen mit Obergruppenführer von Killinger an der Spitze. Obergruppenführer von Jagow schreitet seinen Mannen voran: den Rheinländern, den Württembergern und Badensern, den Hessen und Thüringern. Der Führer wird nicht müde. Reihe um Reihe und Gruppe um Gruppe mit erhobenem Arm zu grüßen, die Westfalen und Oldenburger, die Hannoveraner, angeführt von Obergruppenführer Schneidner=München, die Oberbayern und Schwaben, die SA=Männer und die Stahlhelmer aus der Oberpfalz und aus Niederbayern und als letzte von der SA. noch einmal die Franken. 150 SA.=Kameraden aus der Schweiz in braunen Hosen und brauner Mütze, aber weißen Hemden, wurden dann begeistert begrüßt. Die drei SA.=Kapellen. die bereits 4 Stunden aus dem Platz ausgeharrt haben. schwenken ein und folgen ihren Kameraden. Eine kurze Lücke und dann beginnt der Vorbeimarsch der Schutzstafseln. Die Musikkapelle der SS. nimmt den gleichen Platz ein, den vorher die SA.=Kapellen inne hatten. Der Reichsführer der SS., Himmler, marschiert an der Spitze. Er erstattet dem Führer Meldung und nimmt dann am Wagen des Führers seinen Platz ein. Die SS. führt die heute vormittag neu geweihte Standarte mit. In schneidigem Vorbeimarsch ziehen auch diese 12 000 an ihrem Führer vorbei. Auch hier sind alle Gaue Deutschlands vertreten. Der Vorbeimarsch der SS. dauert fast eine halbe Stunde, dann folgte als letzte Gruppe die Leibwache des Kanzlers, der die neu geweihte Standarte„Adolf Hitler“ vorangetragen wird. Genau um 16.40 Uhr, also nach 4½ Stunden, hat der Vorbeimarsch der 100 000 sein Ende erreicht. Der Führer verläßt im Wagen seinen Standort. Dem Wagen des Führers folgen die Wagen mit dem Stadechef Röhm, dem Propagandaminister Dr. Goebbels, dem SS.=Führer Himmler, den zahlreichen Führern der SA und SS. sowie Ehrengästen. Die Fahrt geht zunächst zum Hotel. Hitler grüßt das diplomatische Korps Der Führer stattete gestern nachmittag gegen 17.30 Uhr den mit dem Diplomatenzug in Nürnberg eingetroffenen Ehrengästen des divlomatischen Korvs am Um 17 Uhr von Nürnberg zurück Um 21 Uhr Start nach Südamerika Friedrichshafen, 3. September 1933. Vom Besuch des Reichsparteitages der NSDAP in Nürnberg kehrte das Luftschiff„Graf Zeppelin“ am Samstag gegen 17 Uhr nach Friedrichshafen zuruck. Um 21.10 Uhr erfolgte unter Führung von Kapitän Lehmann der Start zur sechsten diesjährigen Südamerikafahrt. Vier Schüler ertrunken r. Bergen(Rugen), 3. September 1933. In dem Dorfe Sehlen, unweit von Bergen, ereignete sich am späten Nachmittag des Samstags ein surchtbares Unglück, bei dem vier Arbeiterkinder im Alter von 12 bis 14 Jahren, darunter zwei Brüder. ums Leben kamen. Eine Anzahl von Schülern war nach der Rückkehr von einem Ausflug noch zum Baden nach dem sogenannten Schlinger Moor, einem kleinen, aber tiefen und sumpfigen Teich in der Nähe des Dorses, gegangen. Fünf Jungen machten dann ein am Ufer liegendes Boot los und fuhren damit auf dem Teich. Als ne nach Kinderart heitig schaukelten, schlug plötzlich das Boot um und die fünf Insassen stürzten ins Wasser. Sie konnten sich noch einige Zeit an dem kieloben treibenden Boot festklammern, dann versagten aber ihre Kräfte und einer nach dem anderen versank. Nur einer konnte von den Doribewohnern, die inzwischen von den am Ufer zurückgebliebenen Schülern herbeigerufen worden waren. gerettet werden. Die Leichen der vier Ertrunkenen wurden erst nach mehrstündiger Suche durch die Feuerwehr geborgen. 24 Stunden lebendig begraben Nachen, 3. Sept. 1933. Auf der Grube„Laurweg" bei Koblscheid sind am Samstagmittag in einem Abbau des Flözes Herl auf der 350=Meter=Sohle durch ein Durchbrechen des Versatzes fünf Bergleute eingeschlossen worden. Die Bergungsarbeiten wurden sofort mit allen Mitteln aufgenommen. Die eingeschlossenen Vergleute haben sich durch Klopfzeichen mit der Rettungsmannschaft verständigt. Die Vergleute sind am Sonntag gegen 4 Uhr unversehrt wieder befreit worden. Zwei schwere Unfälle 5 Tote „ Paris, 3. September 1933. Zwei schwere Unfälle haben am Samstag bei Metz und in der Nähe von Dijon 15 Tote und 9 Verletzte gesordert. In Merlebach an der Mosel waren etwa 20 Arbeiter mit Sorengarbeiten in einer Steingrube beschäftigt, als eine Sprengpatrone zu frühzeitig explodierte und sämtliche Arbeiter mehrere Meter weit fortschleuderte. Sieben von ihnen wurden durch die herumfliegenden Steinmassen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Neun andere hatten so schwere Verletzungen davongetragen, daß sie in ein Krankenhaus übergeführt werden mußten. Bei einigen besteht Lebensgefahr. Das zweite Unglück ereignete sich an einem Bahn übergang in Quincey in der Nähe von Dijon. Ein Privatkraftwagen, in dem der Besitzer, seine Frau, deren vier Kinder und ein zwölfjähriges Madchen Platz genommen hatten, war bis vor die geschlossene Schranke gefahren, als der Schrankenwärter auf Bitten des Autobesitzers die Schranken noch einmal öffnete, um ihm die Ueberfahrt zu ermöglichen. Im gleichen Augenblick raste der Schnellzug Paris—Marseille heran, schleifte das Auto bis in den Bahnhof und drückte es dort zwischen Lokomotive und Vordwand des Bahnsteiges fest. Sämtliche Insassen des Autos waren auf der Stelle tot. Kommunistische Kundgebungen vor der deutschen Gesandtschaft in Sosia Sofia, 3. September 1933. Aus Anlaß des für heute angekündigten kommunistischen Jugendtages war die Sofiater Polizei auf höchster Alarmstufe. Der Tag verlief ruhig, bis sich heute abend. etwa 21 Uhr, etwa 40 junge Kommunisten, darunter Studenten und Gymnasiasten, vor dem Gebäude der deutschen Gesandtschaft unter Drohungen zusammenrotteten. Die Menge versuchte, den vor dem Tor des Kanzleigebäudes aufgestellten Polizeiposten zu vertreiben und zu entwaffnen. Sie bewarf ihn und das Gebäude mit Steinen. Die Polizei gab einige Schreckschüsse ab, und als diese nicht fruchteten, schoß sie in die Menge, wobei ein Mann durch Bauchschuß schwer verletzt wurde. Unterdessen war das berittene Polizeikommando der nahgelegenen Polizeiwache herbeigeeilt, das die Demonstranten auseinandertrieb. Die Polizei nahm etwa 15 Verhaftungen vor. Das Gebäude der Gesandtschaft ist nicht beschädigt. Henderson ins Parlament gewählt London, 3. Sept. 1933. Mit einer Mehrheit von 15 638 Stimmen ist Artur Henderson im Clay Groß=Wahlkreis ins Parlament gewählt worden. Verschmelzung der irischen Oppositionsparteien Dublin, 3. September 1933. Die Ausschüsse der drei Oppositionsvarteien in Irland, nämlich der Cosgrave=Partei, der Mittelvartei und der Blaubemden O'Duffos, beschlossen auf Sondersitzungen, die in Dublin abgehalten wurden, der Verschmelzung ihrer Parteien zu einer nationalen Einbeitsvartei zuzustimmen. Der General O Dufsn ist zum Führer der neuen Einheitspartei vorgeschlagen worden. gervaler, Grohvaler, Schwager und Onkel, den moderne Muster „ 190x290 cm 22.50 ... 200x300 cm 34.50,27.50 Velour-Teppiche reine Wolle „ 200x300 cm 62.—, 48.— .. 2501350 cm 78.—, 65.— Tournay-Teopiche gute Qualitaten, durchgewebt. 200x300 cm 85.—, .. 250x350 cm 135.—, 118.Verbindungsstücke 90x180 cm, reiche Auswahl, in verschiedenen Qualitäten und Mustern. Haargarn-Läufer 67 cm breit, schöne Muster Meter 2.75, 2.25, Kokos-Läufer Meter 2.75, Meter 4.50, 15 67 cm breit 90 cm breit 1 65 3.95 Durchgewebte keppiche in heirlichen Mustern, gute Perserkoolen in allen Größen und Preislagen. Steppdecken gute Halbwollfüllung. Ober- n 7T seite Kunstseiden-Damast U] ... 14.75, 11.75, J.1J Bett-Inletts unsere bewährten Qualttäten, federndicht. 80 cm breit... 1.45, 0.95 130 cm breit... 2.10, 1.85 Bettiedern in unseren bekannt guten Qualitäten und in allen Preislagen stets vorrätig. Ausstellung im 1. 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September 1933 um 15.30 Uhr sollen Ziegen- und Schafdöcke für den Stadtteil Herne in der Wilhelmstraße, Wirtschaft Köhlhoff, und um 17 Uhr für den Stadtteil Sodingen in der Castroper Straße, Wirtschaft Lülf. angekört werden. Die zur Ankörung bringenden Tiere sind rechtzeitig vorzuführen. Herne, den 2. September 1933. A 154. Der Oberbürgermeister als Ortspoltzeidehörde. A 155. Die Jagdpachkgelder für das Dachtjahr 1932 können von den empfangsberechtigten Jagdgenossen nach Maßgabe der aufgestellten Verteilungslisten bei der Stadtkasse Herne abgehoben werden. Herne, den 28. August 1933. Der Magistrak. Bekanntmachung In unser Handelsregtster Abt. A ist heute unter Nr. 448 bei der Firma Gustav Ruhmichel in Herne folgendes eingetragen worden: Die Firma ist erloschen. Herne, den 29. August 1933. 16250 Das Amtsgericht. 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September 1933, nechmittags 3½ Uhr vom Sterbehause, Horststr. 7, eus statt. Die feierlichen Exequien sind Diensteg morgen 7.10 Uhr in der St.-Josephskirche in Herne. Es gibt nur einen deutschen Rhein Hier läßt man Sorgen Sogen sein ich pfeif’ auf London und Parts, Am Rhein da ist mein Paradies! So denken such Sie am Preitag in der „Schauburg Miele das leichtlaufende Markenrad Des Rad für den ensprucchereitenfehrer Beim Miele-Fahrred haben Sie de Gewähr, daß Sie für Jhr Geld den köchsten Gegerweeet in diere benOmeten. Zu habee in den Eaberadhendungen. „Hallo die Schule beginntwieder! Sutterlinheite Nr. 2—5 Radlergumm Bleistitte se 0.05 9.10, 008, 006 0.05 00s, ons. 3 Stück 0. 10 12 Stöck 0.10 Schieiergeittel Grau Schulheste0* lintiert und korierl 4 Stück U. Ze) Umschlegpapiet 41 95 blau und schwarz.... 4 Bogen Schiefertalein, poliert 1) K1 e. Linieturen mit Schutzdecke. U. 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